Storys > Geschichten > Vermischtes > Familie - Wir halten zusammen

Familie - Wir halten zusammen

5
13.09.20 00:43
12 Ab 12 Jahren
In Arbeit

Es war mal wieder einer dieser Tage, an dem nichts klappte, wie es sollte. Erst ging Juppi der Staubsauger kaputt und dann sprang Chris ihr Auto mal wieder nicht an.

Für seinen Stiefsohn war es nicht immer leicht das Mädchen zu akzeptieren, aber ohne seine Tochter würde Juppi niemals dort bleiben.

Chris und Stephan hatten sich mal wieder in den Haaren. Den ganzen Morgen waren die Beiden nur am Streiten.

Juppi wusste nicht mehr, was er machen sollte. Ingrid war Stephan seine Mutter und auch nicht besser als ihr Sohn. Irgendwie wollten die Beiden Chris nicht richtig akzeptieren, obwohl sie das Mädchen schon einige Jahre kannten und sie auch immer dort wohnte.

Langsam reichte es Juppi.

„Was ist denn hier schon wieder los?“ fragte er

„Er räumt wieder einfach meine Sachen weg und jetzt finde ich meinen Sattel nicht.“ sagte Chris

„Wofür brauchst du denn den Sattel heute?“ fragte Juppi nach

Er kannte seine Tochter. Wenn es um ihre Sachen ging, konnte sie sauer werden, aber er konnte sich auch nicht vorstellen, dass sie an diesem Tag reiten gehen wollte.

„Am Wochenende ist doch das Springtunier und ich wollte den Sattel putzen.“ sagte Chris

„Beruhige dich mal. Wir finden den Sattel schon wieder. Er  kann ihn ja nicht weggezaubert haben.“ sagte Juppi

Die Beiden sollten sich langsam mal einig werden und sich nicht gegenseitig immer ärgern. Die ganzen Jahre ging das schon so und Juppi glaubte nicht mehr daran, dass sich dann noch einmal ändert. Die Kinder waren einfach zu unterschiedlich.

Chris hatte zwar mittlerweile die seine neue Frau akzeptiert und auch Ingrid kam mit Chris gut klar, aber Stephan hatte scheinbar keine Lust auf das Mädchen.

Juppi beschloss sich an diesem Abend noch mit der ganzen Familie zusammenzusetzen und das Problem hoffentlich dann mal zu klären, damit die Streitereien endlich ein Ende hatten.

„So kann es nicht weiter gehen. Ihr könnt euch nicht immer streiten.“ Sagte Juppi

„Dann soll er meine Sachen einfach da lassen, wo sie sind.“ sagte Chris

„Wenn du es mir nicht immer in den Weg legen würdest, müsste ich es auch nicht immer weg machen.“ sagte Stephan

„Der Sattel lag nicht im Weg und außerdem hast du ihn versteckt und sagst mir nicht, wo du ihn hin gemacht hast.“ sagte Chris

„Sag ihr doch einfach mal wo du den Sattel hingetan hast. Du brauchst nicht immer alles verstecken.“ sagte Juppi

„Der Sattel liegt auf dem Trecker.“ sagte Stephan

„Es geht doch. Und jetzt tut ihr Beide mir noch einen großen Gefallen und hört auf euch immer zu streiten. Diese Streitereien müssen nicht sein.“ sagte Juppi

„Von mir aus ist das kein Problem.“ sagte Chris

„Wenn sie nicht immer überall alles liegen lassen würde, wäre es auch für mich kein Problem.“ sagte Stephan

„Ich glaube, die Beiden werden nicht nie mehr vertragen. Die haben sich einfach an die Streitereien gewöhnt.“ sagte Ingrid

„Nur das eine Sache klar ist, meine Tochter gehört zu mir und wenn du sie mir

vergraulst, bin ich auch weg,“ sagte Juppi

Stephan merkte, dass Juppi es Ernst meinte und beschloss Chris eine Chance zu geben.

Trotz allen Versuchen hörten die Streitereien zwischen Stephan und Chris nicht auf. Er provozierte sie immer wieder aufs Neue und sie reagierte immer wieder darauf. So ging es tagelang weiter. Auf einmal war es still und keiner wusste, was nun wieder los war. Chris hatte  ihr Zimmer im unteren Teil des Hauses, aber manchmal hatte Juppi das Gefühl, dass es besse wäre sie würde oben wohnen.

An diesem Morgen, wollte Juppi mit Chris einkaufen fahren, aber als er nach unten gehen wollte, erhielt er eine Nachricht von seiner Tochter.

 

„Ich habe heute Nacht den Entschluss gefasst, mich erst einmal zurückzuziehen. Es ist mir gerade etwas viel und ich brauche zu ihm etwas Abstand.

Bitte versteh mich und sei mir nicht böse. Ich habe dich lieb und ich würde auch gerne zurück kommen, aber das ist Gerade nicht so einfach. Lg Chris“

Juppi traf die Nachricht seiner Tochter mitten ins Herz. Jetzt musste er erst einmal etwas mit Stephan klären. Seine Tochter jetzt zu suchen, würde nichts bringen und deswegen ließ er sie jetzt erst einmal in Ruhe.

Juppi ging wütend nach unten. Das musste ja irgendwann so kommen.

„Was hast du jetzt schon wieder gemacht?“ fragte Juppi

„Was zum Teufel, ist denn jetzt schon wieder los? Hat sich Chris wegen gestern mal wieder beschwert?“ fragte Stephan

„Wenn sie sich ja beschwert hätte, aber sie hat irgendwann vergangene Nacht das Haus verlassen und mir eben nur eine Nachricht geschrieben. Ich habe keine Ahnung wo sie jetzt ist.“ sagte Juppi

„Das kann ich dir auch nicht sagen. Ich musste gestern nur mal wieder ihren Sattel au dem Weg räumen.“ sagte Stephan

„Du hast ihn mal wieder versteckt und willst ihr nicht sagen wo du den Sattel hingetan hast.“ sagte Juppi

„Wenn sie ihn auch immer dahin legt.“ sagte Stephan

„Jetzt hör mir mal genau zu: Ich habe dich gebeten sie in Ruhe zu lassen und solche Dinge nicht mehr zu tun. Du hättest ihr auch einfach sagen können, dass sie ihn weglegen möchte. Dann hätte sie das auch getan.“ sagte Juppi und verließ den Raum.

Juppi war sauer und Stephan befürchtete jetzt, dass Juppi auch ging. Er machte sich Gedanken, wo Chris jetzt hin sein könnte.

Juppi machte sich inzwischen auf die Suche nach seiner Tochter. Er wollte wissen wo sie sich jetzt aufhielt. Er machte sich Sorgen um Chris.

So hatte Chris noch nie das Haus verlassen. Sie hatte immer mit ihm über alles gesprochen. Für ihn war es unverständlich, dass Chris nicht bis zum Morgen gewartet hatte und dann erst einmal mit ihm gesprochen hatte.

Juppi fuhr erst einmal ins Gasthaus, was sein Bruder und er von seinen Eltern übernommen hatten. Vielleicht war sie ja dahin geflüchtet, aber auch dort war sie nicht. Jetzt hatte Juppi nur noch eine Idee, dazu fur er zum Stall wo Chris ihre Pferde hatte, denn seine Tochter verbrachte jede freie Minute auf ihren Pferden. Aber auch dort hatte Chris noch niemand gesehen. Im Stall traf Juppi nur auf Mareike. Mit ihr war Chris immer unterwegs und auch gut befreundet. Ihr gehörte auch der Stall.

„Hast du heute schon mit Chris gesprochen?“ fragte er nach

„Nein, sie hat mir nur heute mitten in der Nacht eine Nachricht geschrieben, dass sie sich erst einmal zurückziehen will.“ sagte Mareike

„Ich habe heute auch nur eine Nachricht bekommen. Sie muss mitten in der Nacht das Haus verlassen haben.“ sagte Juppi

„Mach dir mal keine Sorgen, die wird schon wieder auftauchen. Chris hat dich schrecklich lieb und wird dich nie im Stich lassen.“ sagte Mareike

„Ich mache mir aber Sorgen, weil sie sonst mit mir über alles spricht und sie es dieses Mal nicht getan hat. Stephan und Chris hatten sich mal wieder in den Haaren und das muss sie zum Anlass genommen, um sich erst einmal  zurückzuziehen.“ sagte Juppi

„Ich helfe dir gleich suchen. Ich muss nur gerade meine Tochter zu einer Freundin bringen.“ sagte Mareike

Mareike kannte Chris schon ziemlich lange und wusste das sie mit Juppi immer über alles sprach. Sie kannte ihr Mutter nicht und ihr Vater und sie waren immer ein gutes Team.

Juppi dachte noch lange über die Streitereien zwischen Chris und Stephan nach.

„Ich verstehe das nicht? Warum müssen sich die Beiden immer streiten?“

Dann kam Mareike wieder. Sie hatte ihre Tochter inzwischen zu einer Freundin gebracht.

„Dann lass uns mal suchen. Wir finden Chris schon.“ sagte Mareike

„Ich habe langsam keine Idee mehr, wo wir sie noch suchen sollen.“ sagte Juppi

„Wir finden sie schon.“ sagte Mareike

Mareike und Juppi suchten Chris ihre Lieblingsplätze ab. Irgendwo musste sie ja hin sein. Nachdem die Beiden zwei Stunden lang nach ihr gesucht hatten, beschlossen sie zu warten, bis sich Chris wieder bei einem von Ihnen meldete.

Feedback

Logge Dich ein oder registriere Dich um Storys kommentieren zu können!

Autor

Mausis Profilbild Mausi

Bewertung

Noch keine Bewertungen

Statistik

Kapitel:2
Sätze:98
Wörter:1.339
Zeichen:7.611

Kategorisierung

Diese Story wird neben Vermischtes auch in den Genres Alltag und Familie gelistet.