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Rauschen 1.07

12
17.11.20 22:36
12 Ab 12 Jahren
Fertiggestellt

Kathleen sprach mit Suza, ob sie schon einen Arzt für Erik´s Probleme gefunden hatten, den Grund für ihre Sorgen verschwieg sie. Trotz Erik´s Ablehnung, versuchte sie ihm zu helfen. Falk Fischer, war ebenfalls Psychologe, ein Freund der Familie, der eine Hilfseinrichtung für Jugendliche betreute, dieses hatte sie ihm bewußt verschwiegen. Ob Falk etwas erreichen konnte war fraglich, aber er hatte mehr Ahnung als sonst wer, den sie kannten. Am Abend führte sie mit Falk ein Gespräch. Falk kam am späten Abend des 19. Dezember zusammen mit seiner Frau Rebecca. Suzanna hatte ihn zu lange nicht gesehen. Mit ihm hatte Jona ihr immer ein Verhältnis angedichtet, zum Glück hatte es über die Jahre nachgelassen. Pünktlich zu Weihnachten schien es Schnee zu geben. Von jedem aus der der Familie außer Erik wurden sie begrüßt. Für Isabella hatte er einen Schokoladenmann im Gepäck.

„Wo ist Erik!” Falk nahm Isabella auf den Arm.

„Auf seinem Zimmer, mit Karo die küssen da, weißt du.”, antwortete sie frech.

„Isabella!”, ermahnte Jona.

„Entschuldige, er kommt zum Abendessen runter. Da vorne gehts in die warme Stube.” Sie gleitete ihre Freunde von der Gardrobe ins Wohnzimmer. Erik war gerade mit Karoline im Zimmer, es war abgeschlossen und bis zum Abend ließen sie sich tatsächlich nicht blicken. Wirklich jeder behandelte ihn wie ein rohes Ei und nervte das gab er Karoline zu verstehen. Sie waren schon mal weiter und steckten wieder in der zweiten Phase. Falk lernte einen netten Jungen kennen.

„Na du bist ja um einen Meter gewachsen seit wir uns zu letzt gesehen haben!”

„Du nicht! Wie ich sehe ist das nicht deine Frau !” Er erblickte Falk´s zierliche Begleitung. Höflichkeit war das A und O um sich die Leute und dumme Fragen vom Hals zu halten, ihm war es egal.

„Meine neue Frau, Rebecca!” Erik schüttelte ihr zögerlich die Hand.

„Meine Freundin Karo! Wir werden nur was essen und uns zurück nach oben verziehen.”

„Eigentlich hatten wir Falk eingeladen, das er sich mal ein bisschen mit dir unterhält, du hattest eingewilligt!”

„Morgen okay Mami. Der Abend gehört mir und Karoline!” Er küßte sie mehr gezwungen als gewollt. Sollte dieser Typ sich doch mit seiner jungen Frau amüsieren oder seine Eltern nerven. Die Nacht war fast lautlos. Erik saß auf der Bettkante, während Karoline in seinem Bett schlief, bei fast jedem unbekannten Geräusch öffnete er die Augen. Es schien ihm zu Gefährlich jetzt zu schlafen. Langsam rutschte er zu Boden und rollte sich zusammen. Es hatte ihn doch alles sehr mitgenommen und das gestand er sich, erst jetzt ein. Es war eine Fassade die er errichtet hatte und was er jetzt brauchte war eine Zigarette. Heimlich schlich er sich aus seinem Zimmer, er wusste, wo Jona seine Notzigaretten versteckte und er ging ins Bad. Seit es passiert war hatte sein Vater trotz seiner Vorbehalte wieder angefangen und es war nicht wenig was er am Tag verdampfte, da fiel eine Zigarette mehr oder weniger nicht auf. Wie vermutet fand er sie hinter dem Spiegelschrank. Er lachte: „Kein Problem!” Die Schachtel würde Jona gar nicht vermissen. Draußen war es kalt und still. Die Zigarette im Mund suchte Erik nach Streichhölzern und er stellte fest das er die falsche Hose anhatte.

„Ohne Feuer geht es schlecht!” Suza trat näher und gab Erik was er brauchte.

„Hast du noch eine für mich?”

„Klar!” Er gab ihr zwei.

„Es hat mich nicht überrascht! Du bist in einem schwiegen Alter und das was dir passiert ist macht die Sache nicht gerade leichter!” Sie wollte das er darüber sprach, aber er wehrte sie ab. Er wollte es vergessen und sie reden.

„Ich will nur in Ruhe eine Rauchen!”

„Als meine Mutter mich erwischte ich war elf, tat sie etwas ungewöhnliches. Sie ging mit mir in eines dieser Sanatorien und ließ mir bei einer Vorführung die Sachen zeigen die Rauch verursachen können und ein paar Jahre hat es auch gewirkt.”

„Was hast du für mich geplant!”

„Du kennst doch die Risiken und ich denke, du musst, wie ich mit Konsequenzen rechnen... Nicht heute aber irgendwann... Ich hoffe es ist nur eine Phase und kommt nicht allzu oft vor. Verhindern kann es niemand außer du selbst. Du weißt wir lieben dich trozallem. ” Erik schwieg, Suza blieb neben ihm sitzen und lauschte wie er, der Nacht. Ein unwohles Gefühl machte sich in seiner Magengegend breit und er fragte sich ob er hier wirklich das Richtige tat.

"Warum hast du mich aufgegeben? Alle anderen haben nach mir gesucht!"

"Was hätte es geändert? Niemand wusste wo du warst wo soll man da anfangen? Ich hab doch gar nicht die Möglichkeiten. Darum bin ich zu meinem vertrautesten Ort gegangen, denn ich hoffte irgendwann bist du da und so war es ja auch oder?"

"Du warst dir noch nie um eine Ausrede verlegen! Nur das du es weist die Info ist nicht von Papa also wehe du wagst es ihn deswegen zur Sau zu machen..." Er schnippste die Zigarette in den Schnee. "Geh zu deinen Patienten und lass mich in Ruhe!" Gemütlich im Bett mit seiner Freundin frühstücken und mit einem warmen Kakao, so hätte der Tag beginnen sollen. Das war es was er an diesem Tag allzu gerne gemacht hätte. Doch da war ja noch etwas, was ihm einen sehr grossen Strich durch seine Rechnung machte, seine seelische Verfassung, die war auf dem Nullpunkt. Anderen war es gar nicht aufgefallen, von Aussen sah man es Erik auch nicht an. Innerlich zerrte es an ihm, zerstörte ihn regelrecht, indem es ihn innerlich auffraß. Falk war jetzt da, vorsichtig klopfte er an die Schlafzimmertür, erst zarghaft, später etwas kräftiger.

„Ja, komm rein !” , erklang dumpf eine männliche Stimme. Erik ergriff den Türknauf, drehte ihn herum bis die Tür mit einem leichten Klicken aufsprang. „Komm ruhig rein! Ich beiße dich schon nicht!” , sagte Falk. Er saß an Suza´s Schreibtisch.

"Morgen!"

„Setz dich!”

„Wo ist eigentlich ihre Frau?”

„Sie müßte bei deiner Mutter sein. Warum fragst du?”

„Nur so.” Erik schloß die Tür hinter sich ab. „Das mit gestern, ... Ich war nicht gut drauf!”

„Das ist doch verständlich, entspann dich!” So tat er was ihm befohlen wurde. Womit er anfangen sollte wusste er nicht, aber worüber er sprechen wollte. Währenddessen schloß Falk das ab, mit dem er sich bis dahin beschäftigt hatte. „Ich geb zu gestern ist das nicht gut gelaufen. Ich hatte dich das letzte mal gesehen als du vier warst, mein Gott das ist lange her... Man hat mir keine Einzelheiten genannt und das wollte ich auch nicht... Du sollst selbst entscheiden was du erzählen möchtest und so halte ich es mit allen meinen Schützlingen... Also fangen wir an ich bin Dr. Falk Fischa, seit fast zwei Jahren mit meiner neuen Frau Rebecca verheiratet und nur wenn du willst, brauchst du mich dutzen!...”

„Klingt fair!” Erik setzte sich auf das grosse Ehebett seiner Eltern. „Das alles hier, ist schon irgendwie komisch!”

„Findest du ?”

„Naja ... Aus meiner Sicht sind es meine Freunde die hier an meine Stelle gehören ... Die Chaoten ... Einer ganz besonders ... ich glaube der hat ernsthaft Sorgen ... aber der brauch nur jemand der ihm mal zu hört glaube ich ..."

"Glaubst du? Du bist es aber nicht, wie ich vermute?"

"Nö ... ich hab meine eigenen Ärger nicht wahr ... deswegen bist du hier ... Nun bin ich es der hier sitzt und sich die Scheiße von der Seele redet, nur um raus zu finden was mein Problem ist.” Er starrte vor sich hin und spielte nervös mit seinen Finger, noch immer war er sehr angespannt und ihm dürstete nach einer Zigarette.

„Hilfe brauchen wir doch alle irgendwie. Ich höre dir nur zu. Ist es nicht daß was du glaubst, das du brauchst? Wie dein Freund jemand der ihm zu hört?”

„Ehrlich gesagt ... Ich hab keine Ahnung was ich hier such ... Verständnis vielleicht? ... Ha! Nein! ... Man ich brauch ´ne Zigarette.”

„Du rauchst? Deine Eltern wissen es ?... wie lange”

„Ja ha , seit kurzem und unterbinden können sie es nicht... Seit man mich gefickt hat keine Ahnung.” Das Auspruch war trocken und gefühlskalt und er teste die Grenzen.

„Eine Weile hab ich auch mal geraucht. Meine Frau fand es nicht so gut, und sie hat mich dazu gebracht aufzuhören. Acht Jahre hab ich keine einzige Zichte mehr angerührt.”

„Vielleicht wollten sie ja aufhören,... ich auch, wie mit so vielem. Es ist wie mit einem Zahnarztbesuch, ich hab´s seit diesem letzten halben Jahr immer vor mich hergeschoben... Es ist Routine und macht dennoch Angst. Und ich weiß es ja selbst, wenn ich nicht schleunigst damit aufhöre wird´s mich noch ins Grab bringen ... Das ist nicht gerade förderlich für meine sportliche Karriere ... Jetzt wo es damit langsam wieder Bergauf geht. Aber ich ... Ich hab diesen Willen nicht ... Noch nicht, zudem bezweifle ich auch, dass ich ihn jemals richtig haben werde. Und da ihr mir alle von eurem früheren Leben was vorhaltet, wie wäre es wenn ich auch was dazu sage, es bringt uns ja so voran?"

"Hey komm runter Kleiner!"

"Niemand nennt mich so verstanden?"

"Dein Freund schon!"

"Nikky hat es sich eben verdient ... Ich hab zum ersten Mal mit fünf geraucht. Es war während der Ferien auf dem Hof der Grundschule, gestört hat´s damals keine Sau. Ich war der Jüngste und neue hier, die anderen, darunter auch Nicolas waren alle mindestens drei Jahre älter. Wir saßen in einer Art Indianerrunde, bis letztes Jahr hab ich nie wieder eine Zigarette angerührt und jetzt, im Moment, komme ich nicht davon los! Ich weis es ist gesünder sich einen runter zu holen, aber ich kann nicht den ganzen Tag im Bett vebringen.” Die Morgensonne schien Erik in den Nacken, ein warmes, angenehmes Gefühl. Bald, in ein paar Stunden, würde die Sonne wieder verblassen, der Himmel sich leicht rosa verfärben und um diese Jahreszeit sehr langsam in ein Schwarz übergehen, wo sich das Sternenzelt kurz darauf über Spandoverhaven eröffnet. Die Wärme im Rücken beruhigte Erik, seine hastigen, unkontrolierten Bewegungen wurden weniger.

„Woher kommst du Falk? Wo bist du aufgewachsen ? Woher kennst du meine Eltern?”

„Aus Berlin und deine anderen Fragen, werde ich wenn du mal bei uns bist noch ausführlichst beantworten."

"Bei dir soll ich abgeschoben werden, vergisst das mal ich werd hier bleiben, keiner kann mich zwingen noch Mal hier weg zu gehen..."

"Keine Sorge vielleicht besuchst du uns Mal über die Ferien, wir arbeiten mit einem Bauerhof zusammen ist was anderes als das Vorstadtleben. Tiere können bei der Aufarbeitung helfen hören zu, Hhm, was ist? Worüber grübelst du?”

„Ach nichts. Ich bin in Berlin geboren."

"Weis ich!"

"Meine Mam kennst du wie lange?” Sein Gesicht verriet die wiederkehrende Angespanntheit. Erik atmete tief ein. Da lag etwas in seinen Gedanken, was er nie ganz vergessen konnte, was ihn krank machte. Er gab nicht auf. “Naja wir haben im selben Viertel gewohnt, aber richtig haben wir uns erst im Studium kennen gelernt!”

“Warst du in sie verliebt? Sie kein Kind von Traurigkeit! Manchmal denke ich , so wie sie drauf ist hat sie etwas mit einem meiner Lehrer, oder einem ihrer Kollegen, niemand ausser Pappa ist böse auf sie, egal was sie macht, sie lächelt es weg.”

“Wie du weglächeln und es ist vergessen. Deine Mutter sie ist eine schöne Frau, ... intelligent!”

“Seid ihr ein Paar gewesen oder nur im Bett?”

“Nein... du stellst viele persönliche Fragen...”

“Jetzt weis ich das du lügst, früher wäre ich dir an den Hals gesprungen, heute ist es mir egal.“

„Du bist ein junger Mann dessen Leben aus den Fugen geraten ist!“

„Ich bin ihr egal ... Naja manchmal denke ich, das Papa und ich nichts gemeinsam haben und suche nach Ähnlichkeiten, die nicht da sind!”

“Da mach dir keine Sorgen ob du willst oder nicht, für Suzi gab es nur deinen Vater, ich hab sie sogar einander vorgestellt ... Früher waren dein Vater und ich , ja wir mal enge Freunde ...”

“Kaum zu glauben! Ich habe nichts von seiner Seite, ich schlage nicht Mal nach Oma.”

“Ehrlich dein Vater hatte seine Eifersucht nie wirklich im Griff! Das wird sich nicht geändert haben.”

“So kennen wir ihn! Aber er war immer ehrlich mit mir, so schlimme Sachen ich auch gemacht habe.”

“Jetzt darf ich dir Fragen stellen? Was beschäftigt dich.” War es so einfach? Erik musterte ihn.

„Ständig hab ich diesen Albtraum, so oft, daß ich nicht mehr weiß ob ich ihn schon vorher hatte, bevor die ganze Sache begonnen hat ... Es ist schlimm, er läßt mich einfach nicht los ... Hab ich ihn mal vergessen, taucht er irgendwann wieder auf und mit ihm die Probleme!”

„Wovon handelt der Traum?”

„Das kann ich nicht sagen ich hab ihn so oft gehabt, ich weiß das es der selbe Traum ist, aber ich hab keine einzigste Erinnerung an ihn.”

„Hast du mal versucht ihn aufzuschreiben?”

„Gerade mal ein Satz. `Vertraue nur dir selbst, du weißt wer du bist! ´Und dann falle ich in ein schwarzes tiefes Loch ohne Boden. Das Gefühl war so echt, dass ich schon ein, zwei Mal aus dem Bett gefallen bin.”

Der Tag hatte so wunderbar begonnen und dennoch kam es aus irgend welchen unerfindlichen Gründen dazu, daß Jona und Erik aneinander gerieten. Er hatte sich an die kleine Abmachung gehalten und mit Fischa geredet. Erik hatte ein kleines Paket erhalten. Erst hatte er vor es mit der Familie zu öffnen, doch bevor es so weit war hatte er die ersten Zeilen, des Briefes, der zu dem Paket dazu gehörte gelesen und entriss es Isabella.

„Ich möchte es doch lieber alleine auf machen wenn ihr nichts dagegen habt, es ist schließlich an mich adressiert!” Die enttäuschenden Blicke von Isabella schmerzten aber er konnte nicht zu lassen, dass er so bloß gestellt wurde.

„Ganz wie du willst! Ist es was von Oma?” Isabellas Neugier nervte.

„Ja!” Ein Lüge, er hatte sie angelogen, die Körpersprache sagte alles.

„ Wir wollen heute Abend was unternehmen, wenn du und Caroline Lust habt?”

„Wir werden sehen!” Er verschwand schnell, schloss sich auf seinen Zimmer ein und kam vor dem Nachmittag nicht wieder raus. Zur Überraschung kam Maries Familie, auf Gegenseitigen Wunsch, sie lernten die Fischers kennen. Die Familie machte ihren alljährlichen Weihnachtsausflug, das hieß Chinesisches Büffet für alle unendliches Gequatsche. Normalerweise ja was für Erik aber etwas hatte ihn den Apetit verdorben, wenn man zu ihn sah lächelte er unsicher, als ob es ihn interessierte. Sie schlenderten der kleinen Menschentraube hinterher, eng kuschelte sich Erik an Karoline, küßte und liebkoste sie. Seine Hand wanderte unter ihren Pulli zu ihren Rücken und hielt sie um die Hüfte fest.

„Du ? Dein Geschenk gibts erst später!”

„Wovon ...”

„Na wenn wir nach her unsere Ruhe haben, lass dich überraschen.”

Die Familien feierte unten, die halbe Verwandschaft war da und es gab eine Menge zu reden. Um zwanzig Uhr gab es die Geschenke für die Kinder und bis dahin war noch ein bisschen Zeit. Das Haus war voll und eine ruhige Ecke schwer zu finden. Die Kinder rannten umher und stellten anderen auch dem Pärchen nach. Und sie sperrten Sie aus. Caroline und Erik mussten extra ein mal ums Haus laufen. Jona lies sie ein, dann gesellten sie sich zum Rest der Familie und es ging los. Erik hatte einen großen Sack vor der Tür gefunden. Caroline schlief bei Isabella, denn Erik lies keinen in sein Zimmer, nicht mal sie. Er saß noch lange unten, hörte was so geredet wurde. Suza setzte sich zu ihnen, er lehnte sich an sie und saß nur still an ihrer Seite und lauschte. Erik schloss sich für Stunden in sein Zimmer ein. Karoline wollte am morgen zu ihm, seine Tür war verschlossen, er lies sie rein. Er setzte sich mit ihr auseinander, so endete die Sache in einem großen Streit in dessen Verlauf Erik am Abend des 27. Dezembers mit Caroline Schluß machen wollte. Vor fast der gesamten Familie gestand er ihr das er sie und ihre Allühren satt hatte. Sie erfährt sie alles andere als gute Neuigkeiten, die Scheinfassade bricht. Er war gemein und gehässig und das von ganzen Herzen. Erik traute sich nicht aus seinem Zimmer.


 

In der Sylvesternacht ging Erik mit Ben auf Tour, dieser stellte ihn Karina und Janis vor. Sie waren aus der Parraellklasse vom sehen kannten sie sichnatürlich , aber mehr auch nicht. Sie feierten und um Erik von seinen Problemen ab zu lenken, sollte Janis ihn etwas bearbeiten. Er redete viel von Karoline. Jemand machte den Vorschlag das alte Fabrikgelände zu entern und ein paar Raketen starten zu lassen, das neue Jahr begrüssen.

„Auf ein Neues ...” Sie füllten sich gegenseitig ab. Zwei Abende später tauchte er wieder zu Hause auf und Nicolas nahm sich ihn vor. Erik heulte ihn was vor und er durchschaute sein Theater, dann war Karoline ganz unerwartet da. Sie redeten und alles war gut.

Falk und Rebecca hatten sich noch am selben Tag auf den Weg, gemacht und viel Glück gewünscht. Er glaubte an Erik und das er es schaffen würde, insbesondere nach den Gesprächen. Falk gab Erik den Rat mit Caroline auszusprechen, es gab da viel mehr als nur die wenigen Worte. Das meiste was Erik Falk erzählte war eine Lüge, aber er war diesen uminösen besten Freund endlich los, er hatte sich ja lange genug hier in seinem Revier rumgetrieben.

Jona sah ihn mit anderen Augen, wie auch Suza und der Rest der Welt, nur Nicolas nutzte er nicht aus glaubte er. Starr wie schon, so oft in den letzten Tagen blickte Erik aus dem Fenster. Karoline konnte daran auch nichts ändern, er sprach wenig und wenn Nicolas vorbei kam, dann wandte er sich an Suza, die dabei war alte Sachen von Erik Sachen in Kartons zu verfrachten.

„Man !” Seine Bewegungen waren langsam, seine Blicke ausdruckslos gleichbleibend. „ Ich kann es kaum erwarten, bis ich wieder in der Schule bin ! Zwei Tage das ist quälend.” Erik setzte sich auf große Bett und sie kam zu ihm.

„Fühlst du dich denn schon dazu in der Lage ? Ich dachte dein Knie macht Probleme?”

„Ich könnte Bäume ausreissen ! Papa redet doch so und so nicht mit mir!” Er zupfte an der Bettdecke herum.

„Gib ihm Zeit!”

„Als wäre ich krank? Warum hast du es ihm nur erzählt. Er versteht es nicht und schämt sich für mich. ”

„Das ist die Seite die du vielleicht glaubst im Moment zu sehen. Ich sagte es, weil er ein Recht darauf hat. Erik ich möchte, dass du dich unterkriegen lässt! Du hast deine Freunde Nico, Benny, Steffi und was ist mit Karo !”

„Ich brauch auch Papa´s Unterstützung verstehst du!”

„Du bist stark, ich zähl auf dich!” Sie küsste ihn auf die Stirn, er wehrte sie ab.

„Stark? Schwächer als du denkst. Ich bin bei Karo! Ihr kotzt mich an!” Aggressiv schlug Erik mit seiner gesunden Faust gegen den Türrahmen, und obwohl es nicht ernst gemeint war zuckte Suza zusammen.

„Ich denke drei Wochen sind genug!” Erik stolzierte in Carolines Zimmer auf und ab. Seine Mütze die die Operationsnarben verbarg nahm er nur vor Caroline ab.

„Was ist genug?” Caroline betrat ihr Zimmer, sie hatten sich vertragen.

„Ich geh wider zur Schule!” Er ging auf sie zu, sie zurück. Richtig freute sie sich nicht.

„So früh? Warte doch. Zudem du kennst die Penne, das dort eine Menge Gerüchte rumfliegen ...”

„Mensch hat mich das je gestört?”

„Nein! Wenn das deine Entscheidung ist unterstütze ich dich ! Ich hab dich Lieb!”

„Hhm, ich mag mein Mausilein auch!” Erik nahm ihre zitternden Hände und führte sie zur Umarmung unter seinen Pullover, wo sie sich hinter seinem Rücken trafen. Das war es was er brauchte eine Umarmung von einem ihm liebenden Menschen, wie Caroline. Zwischen Caroline und Erik war es erneut zu einem Streit gekommen, seiner Meinung nach war Caroline jetzt ebenso wie Jona gegen ihn, seit dem Streit, vor einer Woche hatte er kein Wort mehr mit ihr gewechselt. Unzugänglich blockte er jeden ihrer Versuche die Sache zu bereinigen ab. Am Abend zog er weiterhin mit den Jungs durch den Ort, wollte wieder zu ihnen gehören und kam spät nach Hause. Nicolas hatte Erik wie er es gewünscht hatte ein paarTage in Ruhe gelassen, noch mehr Standpauken würden der Freundschaft schaden. Caroline hingegen ließ nicht locker. Der Unterricht gestaltete sich wie gewöhnlich extrem langweilig, im Raum flogen Papierflugzeuge wenn Thoma seine Formeln an die Tafel schrieb und jeder kümmerte sich um das was am Nachmittag sein würde. Ben sass vor Steffi und Caroline und erzählte von dem Hund den er bekommen hatte.

„Anstrengender als mein kleiner Bruder!“

„Wirklich? Das kann doch nicht soviel Arbeit sein! ”

„Die richtige Erziehung, ist das a und o, sagt meine Mutter! ” Caroline lunschte zwischen Ronny und Daniel durch. Erik zeichnete, schon den ganzen Vormittag, als ob ihn irgendwas gepackt hätte. Anscheinend hatte das auch Daniel gemerkt und machte Ronny aufmerksam. Als Erik unachtsam war, nahm er das Papier und faltete ein Flugzeug. Die Stunde wurde mit dem Klingelzeichen beendet, die Klasse verlies den Fachraum, nur Erik suchte sein Papier. Es schien ihm sehr wichtig. Daniel lugte noch einmal rein und gab Erik einen Hinweis, der schnappte seine Tasche, stolperte an Karoline vorbei und Daniel hinterher. Ben folgte sicherheitshalber. Auf dem Klo bekam er Daniel aber das Papier war verloren. Ronny stand cool lässig neben der Kloschüssel und wollte mit Daniel abziehen

„Ups, tut uns aber Leid!” Zum ersten Mal rastete er wegen so einer Kleinigkeit aus. So kannte Ben seinen Freund nicht. Erik hatte Ronny eine Verpasst, sein Gesicht konnte er am wenigsten ertragen , und hätte Ben ihn nicht zurückgehalten, wer weis was geschehen wäre. Erik ging zurück und holte seine Jacke, dann wollte er nur noch nach Hause. Karoline lief ihm hinterher. „Man kannst du mich nicht endlich in Ruhe lassen! ” Erik drehte sich um.

„Warum sprichst du nicht mit mir. ” Karoline blieb stehen.

„Erinnerst du dich vielleicht mal, das ich es versucht hatte, aber Madam wollte da nicht. ´ Oh warum nur mein Ansehen, ich hab was besseres verdient !` War doch so. ”

„Das hab ich nie gesagt! Du drehst dir auch alles zurecht wie du es brauchst?” Der Wind lies nicht nach.

„Es hat sich aber so angehört. Im Moment hab ich nicht die Nerven für solche Kinderreihen. Ich hab wichtigere Sachen im Kopf! Nico hat ´s verstanden und mich in Ruhe gelassen, warum kannst du das nicht? ” Er wurde ruhig, gefasster, aber der Entschluss den er gefasst hatte bestärkte diese Reaktion.

„Ich sag es dir nicht zum ersten Mal. Ich bin mit dir zusammen und ich liebe dich! Das ist zu viel für dich, das hat sich vorhin wieder bewiesen, du kannst nicht dort weiter machen wo du aufgehört hast. Warum siehst du das nicht ein ?” Karoline strich sein Gesicht, er schob ihre Hand weg.

„Was weist du schon, ... schön...na gut du willst das ich kürzer trete, kannst du haben. Sind wir da wo wir schon mal waren? Du brauchst mich nicht mehr belästigen, ich mach Schluss! Endgültig! Gefällt dir das! ” Erik schloss seine Jacke und entsicherte Nicolas ´s blaues Stadtrad.

„Geh zurück in die Klasse sonst wirst du noch krank! ” Der Schulhof war verlassen die Pause näherte sich dem Ende, Steffi empfing sie an der Tür des Klassenraums. Sie hatte etwas ergattert.

„Was ist das ?” Sie entknüllte das Papier, aus dem sie so gut wie keinen Sinn erkennen konnte. Für Erik war es wichtig, aber war es auch der Grund ihrer gescheiterten Beziehung? Sie kannten sich lange genug und Karoline glaubte nicht dass es vorbei war.

„Das hat Daniel verloren, ich hab mir gleich gedacht, dass da was nicht stimmt.”

„Du bist die Beste, aber es kann mir bestimmt nicht mehr helfen!”

„So schlimm ?” Sie legte ihren Arm um Karolines Schulter.

„Ich erzähls dir später.”

„Schon gut !” Verständnisvoll bohrte Steffi nicht weiter nach. Jetzt hatten sie Deutsch/ Literatur, eine Kurzkontrolle über Schiller stand an. Torsten Franka betrat die Klasse, mit Taschenbüchern, der Größe A6. Caroline wollte mit Erik über das reden was vorgefallen war, zum Beweis hielt sie das Papier in der Hand. Sie hatte sich mit Steffi verabredet da sie ihr gesagt hatte wo Erik sich mit den Jungs aufhielt und sie fing ihn ab.

„Kannst du nicht mal Ruhe geben?”

„Hast du jetzt Zeit zum reden?”

„Caro geh lieber.” Ben schien zu Ahnen was kommen würde und er war auch nicht einverstanden, dass Steffi sich in die Sache die nur die beiden etwas anging einmischte. Auf Wunsch von Nicolas kümmerte er sich ein bißchen mehr als sonst um Erik und wenn Mirko dabei war, hieß das abfüllen.

„Ich sags dir nicht zum ersten Mal! Verpiss dich! Soll ich es etwa noch buchstabieren!”

„Erik es ist wichtig!” Sie wich keinen Schritt zur Seite. Erik stieß sie weg, sie stolperte und fiel auf die Straße. Zwei der Jungs lachten. Erst wollte Erik ihr aufhelfen, aber als Steffi sie begann zu bemuttern, ließ er sie sitzen.

„Was hat sie dir getan?”, fragte Ben langsam wurde es ihm auch egal, vielleicht weil ihm Steffi, als seine Freundin peinlich war.

„Bettgeschichten! Kommt ihr Idioten!” Erik tat es weh, aber wollte nicht mit ihr reden dann würde er ihr die ganze Wahrheit sagen. Dazu war er nicht in der Lage. Da war es schon besser sie hasste ihn, aber ganz so einfach schien die Sache nicht zu sein. Sie lachten und verschwanden im Dunkeln hinter der nächsten Straßenecke.

„Der ist es nicht wert!”

„Ja du hast vielleicht recht!” Sie stand vom Strassenrand auf und steckte das Papier zurück in ihr Tasche: „Aber vielleicht war nicht der richtige Zeitpunkt...”
 

Karoline hatte Liebeskummer und die ganze Welt war schlecht, als auch Erik der an ganzen miesere Schuld war. Im Sommer hatten sie ihre letzten großen Schwierigkeiten gehabt und sie hatten sich ausgesprochen. Jetzt konnte es Erik nicht mehr. Sie hatte ihn sehr gedrängt, damals war nicht der richtige Zeitpunkt da. Jetzt war es Erik der drängte nach Freiheit, Unabhängigkeit, doch das war nicht er mit dem sie das Erlebnis des Geliebt werdens teilen wollte. Die letzten Wochen und Monate hatten ihn sehr verändert, nur Erik wollte es sich nicht eingestehen. Kathleen bemerkte den Kummer, erst wollte Caroline nicht reden, nach einiger Zeit vertraute sie sich ihr an.

„Jungs sind doof, weißt du das?”

„Ist das so?”

„Ich weis gar nicht was an denen so toll sein soll!”

„Sieht mir ganz nach Ärger im Paradies aus?”

„Untertrieben!” Sie blickte zu Kathleen.

„Mami was weißt du?”

„Was sollte ich wissen?”

„Du hast diesen Ausdruck!”

„Heute war der Tag etwas stressig, viel Arbeit!”

„Erik hat Schluß gemacht! ...Es war eine Kleinigkeit ich versteh es nicht.”

„Lange wär es vielleicht nicht mehr gut gegangen, du kannst froh sein das es vorbei ist, oder glaubst du er weint dir nach?” Sie schien erleichtert.

„Nein ... Doch ... Vielleicht. Aber nach dem was heut gelaufen ist. Du warst nicht dabei das war irgendwie ... komisch... so ist er nicht... er verheimlicht was.”

Ben konnte die Vorkommnisse des Vortages nicht auf sich beruhen lassen, als das Training sich dem Ende näherte, setzte er sich zu Erik und begann kurz darauf ebenfall mit ein paar Liegestützen.

„Du schleichst schon den ganzen Tag um mich, ohne was zu sagen!”

„Sehr scharf Sinnig! Ich hab mich heute mit Caro unterhalten!”

„Hör auf!” Wiegelte Erik ab, das Thema war erledigt.

„Ich find es nicht okay wie du mit ihr umspringst!” Auch Ben vollendete seine Liegestütze.

„Ist das der richtige Ort zum reden?” Er zählte den Neunten und machte langsam schlapp in den Armen.

„Woanders werd ich dich demnächst wohl nicht mehr zu Gesicht kriegen, weil du mir auch grundlos die Freundschaft kündigen wirst!” Noch zwei und er würde ihn überholen, aber Ben machte auch langsamer.

„Bettgeschichten! Sind der Grund! Muss ich noch mehr sagen.”

„Komm schon! Der Vorwand! Als ob du welche hättest. ”

„Wenn du das denkst. Bitte!” Schwach ging er auf die Matte.

„Sie ist der Meinung du verheimlichst was vor ihr und das hat rein gar nichts mit Bettgeschichten zu tun! Wir sind alle auf der selben Seite! Und das Papier, diese Zeichnung die Daniel dir geklaut hat, ist das der Grund! Mit eurer Beziehung meine ich. Sich wegen sowas zu trennen ist schwachsinnig.”

„Wie kommst du jetzt da drauf?”

„Du willst Caro ja nicht zu hören! Sie hat das Papier, wollte es dir wiedergeben und darüber reden! Und hat mich gebeten mit dir zu sprechen.”

„Ich ... „ „Du wirst mit ihr reden und hör auf sie wie Scheiße zu behandeln, daß hat kein Mensch verdient!” Er drückte Erik zurück auf die Matte.

„Richte ihr aus sie soll mich in Ruhe lassen. Melden werde ich mich, wenn es angebracht ist und das ist es im Moment leider nicht!”

„Wer hat dich in der Hand, das bist doch nicht du?”

„Ich will und werde mich dazu nicht äußern, ausgrechnet dir gegenüber. Und du entscheide dich entweder bist du mein Freund oder lass es sein. Was so eine Bettgeschichte kaputt macht. Ich kenn dich seit der ersten Klasse, ich bin Konsequent und nicht erst seit heute! Fass mich nicht noch mal ohne zu Fragen an, wenn du nicht im Krankenhaus landen willst. ” Erik entfernte sich.

“Du bist doch nicht mehr ganz dicht!”

"Aber du ... kennst die Antwort ."

"Mach weiter so Erik und niemand will mehr dein Freund sein!"

"Ist doch gut so haut alle ab und kommt mir ja nicht in die Queere.

Kathleen sprach mit Suza, ob sie schon einen Arzt für Erik´s Probleme gefunden hatten, den Grund für ihre Sorgen verschwieg sie. Trotz Erik´s Ablehnung, versuchte sie ihm zu helfen. Falk Fischer, war ebenfalls Psychologe, ein Freund der Familie, der eine Hilfseinrichtung für Jugendliche betreute, dieses hatte sie ihm bewußt verschwiegen. Ob Falk etwas erreichen konnte war fraglich, aber er hatte mehr Ahnung als sonst wer, den sie kannten. Am Abend führte sie mit Falk ein Gespräch. Falk kam am späten Abend des 19. Dezember zusammen mit seiner Frau Rebecca. Suzanna hatte ihn zu lange nicht gesehen. Mit ihm hatte Jona ihr immer ein Verhältnis angedichtet, zum Glück hatte es über die Jahre nachgelassen. Pünktlich zu Weihnachten schien es Schnee zu geben. Von jedem aus der der Familie außer Erik wurden sie begrüßt. Für Isabella hatte er einen Schokoladenmann im Gepäck. „Wo ist Erik!” Falk nahm Isabella auf den Arm.

„Auf seinem Zimmer, mit Caro die küssen da, weißt du.”, antwortete sie frech.

„Isabella!”, ermahnte Jona.

„Entschuldige, er kommt zum Abendessen runter. Da vorne gehts in die warme Stube.” Sie gleitete ihre Freunde von der Gardrobe ins Wohnzimmer. Erik war gerade mit Caroline im Zimmer, es war abgeschlossen und bis zum Abend ließen sie sich tatsächlich nicht blicken. Wirklich jeder behandelte ihn wie ein rohes Ei und nervte das gab er Caro zu verstehen. Sie waren schon mal weiter und steckten wieder in der zweiten Phase. Falk lernte einen netten Jungen kennen.

„Na du bist ja um einen Meter gewachsen seit wir uns zu letzt gesehen haben!”

„Du nicht! Wie ich sehe ist da ein bezauberndes Wesen, was ich nicht kenne!” Er erblickte Falk´s zierliche Begleitung. Höflichkeit war das A und O um sich die Leute und dumme Fragen vom Hals zu halten.

„Meine Frau Rebecca!” Erik schüttelte ihr zögerlich die Hand. „Meine Freundin Caro! Wir werden nur was essen und uns zurück nach oben verziehen.”

„Eigentlich hatten wir Falk eingeladen, das er sich mal ein bisschen mit dir unterhält, du hattest eingewilligt!”

„Morgen okay Mami. Der Abend gehört mir und Caroline!” Er küßte sie mehr gezwungen als gewollt. Sollte dieser Typ sich doch mit seiner jungen Frau amüsieren. Die Nacht war fast lautlos. Erik saß auf der Bettkante, während Caroline in seinem Bett schlief, bei fast jedem unbekannten Geräusch öffnete er die Augen. Es schien ihm zu Gefährlich jetzt zu schlafen. Langsam rutschte er zu Boden und rollte sich zusammen. Es hatte ihn doch alles sehr mitgenommen und das gestand er sich, erst jetzt ein. Es war eine Fassade die er errichtet hatte und was er jetzt brauchte war eine Zigarette. Heimlich schlich er sich aus seinem Zimmer, er wusste, wo Jona seine Notzigaretten versteckte und er ging ins Bad. Seit es passiert war hatte sein Vater trotz seiner Vorbehalte wieder angefangen und es war nicht wenig. Wie vermutet fand er sie hinter dem Spiegelschrank. Er lachte: „Kein Problem!” Die Schachtel würde Jona gar nicht vermissen. Draußen war es kalt und still. Die Zigarette im Mund suchte Erik nach Streichhölzern und er stellte fest das er die falsche Hose anhatte.

„Ohne Feuer geht es schlecht!” Suza trat näher und gab Erik was er brauchte.

„Hast du noch eine für mich?”

„Klar!” Er gab ihr zwei.

„Es hat mich nicht überrascht! Du bist in einem schwiegen Alter und das was dir passiert ist macht die Sache nicht gerade leichter!” Sie wollte das er darüber sprach, aber er wehrte sie ab. Er wollte es vergessen.

„Ich will nur in Ruhe eine Rauchen!”

„Als meine Mutter mich erwischte ich war elf, tat sie etwas ungewöhnliches. Sie ging mit mir in eines dieser Sanatorien und ließ mir bei einer Vorführung die Sachen zeigen die Rauch verursachen können und ein paar Jahre hat es auch gewirkt.”

„Was hast du für mich geplant!”

„Du kennst doch die Risiken und ich denke, du musst, wie ich mit Konsequenzen rechnen... Nicht heute aber irgendwann... Ich hoffe es ist nur eine Phase und kommt nicht allzu oft vor. Verhindern kann es niemand außer du selbst. Du weißt wir lieben dich trozallem. ” Erik schwieg, Suza blieb neben ihm sitzen und lauschte wie er, der Nacht. Ein unwohles Gefühl machte sich in seiner Magengegend breit und er fragte sich ob er hier wirklich das Richtige tat. Gemütlich im Bett mit seiner Freundin frühstücken und mit einem warmen Kakao, so hätte der Tag beginnen sollen. Das war es was er an diesem Tag allzu gerne gemacht hätte. Doch da war ja noch etwas, was ihm einen sehr grossen Strich durch seine Rechnung machte, seine seelische Verfassung, die war auf dem Nullpunkt. Anderen war es gar nicht aufgefallen, von Aussen sah man es Erik auch nicht an. Innerlich zerrte es an ihm, zerstörte ihn regelrecht, indem es ihn innerlich auffraß. Falk war jetzt da, vorsichtig klopfte er an die Schlafzimmertür, erst zarghaft, später etwas kräftiger.

„Ja, komm rein !” , erklang dumpf eine männliche Stimme. Erik ergriff den Türknauf, drehte ihn herum bis die Tür mit einem leichten Klicken aufsprang.

„Komm ruhig rein! Ich beiße dich schon nicht!” , sagte Falk. Er saß an Suza´s Schreibtisch.

„Setz dich!”

„Wo ist eigentlich ihre Frau?”

„Sie müßte bei deiner Mutter sein. Warum fragst du?”

„Nur so.” Erik schloß die Tür hinter sich ab. „Das mit gestern, ... Ich war nicht gut drauf!”

„Das ist doch verständlich, entspann dich!” So tat er was ihm befohlen wurde. Womit er anfangen sollte wusste er nicht, aber worüber er sprechen wollte. Währenddessen schloß Falk das ab, mit dem er sich bis dahin beschäftigt hatte. „Ich geb zu gestern ist das nicht gut gelaufen. Ich hatte dich das letzte mal gesehen als du vier warst, mein Gott das ist lange her... Man hat mir keine Einzelheiten genannt und das wollte ich auch nicht... Du sollst selbst entscheiden was du erzählen möchtest und so halte ich es mit allen meinen Schützlingen... Also fangen wir an ich bin Dr. Falk Fischa, seit fast zwei Jahren mit meiner Frau Rebecca verheiratet und nur wenn du willst, brauchst du mich dutzen!...”

„Klingt fair!” Erik setzte sich auf das grosse Ehebett seiner Eltern.

„Das alles hier, ist schon irgendwie komisch!”

„Findest du ?”

„Naja ... Aus meiner Sicht sind es meine Freunde die hier an meine Stelle gehören ... Die Chaoten ... Einer ganz besonders ... ich glaube der hat ernsthaft Sorgen ... aber der brauch nur jemand der ihm mal zu hört glaube ich ..."

"Glaubst du? Du bist es aber nicht wie ich vermute?"

"Nö ... ich hab meine eigenen Ärger nicht wahr ... deswegen bist du hier ... Nun bin ich es der hier sitzt und sich die Scheiße von der Seele redet, nur um raus zu finden was mein Problem ist.” Er starrte vor sich hin und spielte nervös mit seinen Finger, noch immer war er sehr angespannt und ihm dürstete nach einer Zigarette.

„Hilfe brauchen wir doch alle irgendwie. Ich höre dir nur zu. Ist es nicht daß was du glaubst, das du brauchst? Wie dein Freund jemand der ihm zu hört?”

„Ehrlich gesagt ... Ich hab keine Ahnung was ich hier such ... Verständnis vielleicht? ... Ha! Nein! ... Man ich brauch ´ne Zigarette.”

„Du rauchst? Deine Eltern wissen es ?... wie lange”

„Ja ha , seit kurzem und unterbinden können sie es nicht.”

„Eine Weile hab ich auch mal geraucht. Meine Frau fand es nicht so gut, und sie hat mich dazu gebracht aufzuhören. Acht Jahre hab ich keine einzige Zichte mehr angerührt.”

„Vielleicht wollten sie ja aufhören,... ich auch, wie mit so vielem. Es ist wie mit einem Zahnarztbesuch, ich hab´s seit diesem letzten halben Jahr immer vor mich hergeschoben... Es ist Routine und macht dennoch Angst. Und ich weiß es ja selbst, wenn ich nicht schleunigst damit aufhöre wird´s mich noch ins Grab bringen ... Das ist nicht gerade förderlich für meine sportliche Karriere ... Jetzt wo es damit langsam wieder Bergauf geht. Aber ich ... Ich hab diesen Willen nicht ... Noch nicht, zudem bezweifle ich auch, dass ich ihn jemals richtig haben werde. Und da ihr mir alle von eurem früheren Leben was vorhaltet, wie wäre es wenn ich auch was dazu sage, es bringt uns ja so voran?"

"Hey komm runter Kleiner!"

"Niemand nennt mich so verstanden?"

"Dein Freund schon!"

"Nick hat es sich eben verdient ... Ich hab zum ersten Mal mit fünf geraucht. Es war während der Ferien auf dem Hof der Grundschule, gestört hat´s damals keine Sau. Ich war der Jüngste und neue hier, die anderen, darunter auch Nicolas waren alle mindestens drei Jahre älter. Wir saßen in einer Art Indianerrunde, bis letztes Jahr hab ich nie wieder eine Zigarette angerührt und jetzt, im Moment, komme ich nicht davon los!” Die Morgensonne schien Erik in den Nacken, ein warmes, angenehmes Gefühl. Bald, in ein paar Stunden, würde die Sonne wieder verblassen, der Himmel sich leicht rosa verfärben und um diese Jahreszeit sehr langsam in ein Schwarz übergehen, wo sich das Sternenzelt kurz darauf über Spandoverhaven eröffnet. Die Wärme im Rücken beruhigte Erik, seine hastigen, unkontrolierten Bewegungen wurden weniger.

„Woher kommst du Falk? Wo bist du aufgewachsen ? Woher kennst du meine Eltern?”

„Aus Berlin und deine anderen Fragen, werde ich wenn du mal bei uns bist noch ausführlichst beantworten. Hhm, was ist?”

„Ach nichts. Ich bin in Berlin geboren. Meine Mam kennst du wie lange?” Sein Gesicht verriet die wiederkehrende Angespanntheit. Erik atmete tief ein. Da lag etwas in seinen Gedanken, was er nie ganz vergessen konnte, was ihn krank machte. Er gab nicht auf. “Naja wir haben im selben Viertel gewohnt, aber richtig haben wir uns erst im Studium kennen gelernt!”

“Warst du in sie verliebt? Sie kein Kind von Traurigkeit! Manchmal denke ich , so wie sie drauf ist hat sie etwas mit einem meiner Lehrer, oder einem ihrer Kollegen, niemand ausser Pappa ist böse auf sie egal was sie macht.”

“Sie ist eine schöne Frau, ... intelligent!”

“Seid ihr ein Paar gewesen?”

“Nein... du stellst viele persönliche Fragen...”

“Jetzt weis ich das du lügst, früher wäre ich dir an den Hals gesprungen, heute ist es mir egal.“

„Du bist ein junger Mann dessen Leben aus den Fugen geraten ist!“

„Ich bin ihr egal ... Naja manchmal denke ich, das Papa und ich nichts gemeinsam haben und suche nach Ähnlichkeiten die nicht da sind!”

“Da mach dir keine Sorgen ob du willst oder nicht, für Suzi gab es nur deinen Vater, ich hab sie sogar einander vorgestellt ... Früher waren dein Vater und ich , ja wir mal enge Freunde ...”

“Kaum zu glauben!”

“Ehrlich dein Vater hatte seine Eifersucht nie wirklich im Griff!”

“So kennen wir ihn!”

“Jetzt darf ich dir Fragen stellen? Was beschäftigt dich.” War es so einfach? Erik musterte ihn. „Ständig hab ich diesen Alptraum, so oft, daß ich nicht mehr weiß ob ich ihn schon vorher hatte, bevor die ganze Sache begonnen hat ... Es ist schlimm, er läßt mich einfach nicht los ... Hab ich ihn mal vergessen, taucht er irgendwann wieder auf und mit ihm die Probleme!”

„Wovon handelt der Traum?” „Das kann ich nicht sagen ich hab ihn so oft gehabt, ich weiß das es der selbe Traum ist, aber ich hab keine einzigste Erinnerung an ihn.”

„Hast du mal versucht ihn aufzuschreiben?”

„Gerade mal ein Satz. `Vertraue nur dir selbst, du weißt wer du bist! ´Und dann falle ich in ein schwarzes tiefes Loch ohne Boden. Das Gefühl war so echt, dass ich schon ein, zwei Mal aus dem Bett gefallen bin.” Der Tag hatte so wunderbar begonnen und dennoch kam es aus irgend welchen unerfindlichen Gründen dazu, daß Jona und Erik aneinander gerieten. Er hatte sich an die kleine Abmachung gehalten und mit Fischa geredet. Erik hatte ein kleines Paket erhalten. Erst hatte er vor es mit der Familie zu öffnen, doch bevor es so weit war hatte er die ersten Zeilen, des Briefes, der zu dem Paket dazu gehörte gelesen und entriss es Isabella.

„Ich möchte es doch lieber alleine auf machen wenn ihr nichts dagegen habt, es ist schließlich an mich adressiert!” Die enttäuschenden Blicke von Isabella schmerzten aber er konnte nicht zu lassen, dass er so bloß gestellt wurde.

„Ganz wie du willst! Ist es was von Oma?” Isabellas Neugier nervte.

„Ja!” Ein Lüge, er hatte sie angelogen, die Körpersprache sagte alles.

„ Wir wollen heute Abend was unternehmen, wenn du und Caroline Lust habt?”

„Wir werden sehen!” Er verschwand schnell, schloss sich auf seinen Zimmer ein und kam vor dem Nachmittag nicht wieder raus. Zur Überraschung kam Maries Familie, auf Gegenseitigen Wunsch, sie lernten die Fischers kennen. Die Familie machte ihren alljährlichen Weihnachtsausflug, das hieß Chinesisches Büffet für alle unendliches Gequatsche. Normalerweise ja was für Erik aber etwas hatte ihn den Apetit verdorben, wenn man zu ihn sah lächelte er unsicher, als ob es ihn interessierte. Sie schlenderten der kleinen Menschentraube hinterher, eng kuschelte sich Erik an Caroline, küßte und liebkoste sie. Seine Hand wanderte unter ihren Pulli zu ihren Rücken und hielt sie um die Hüfte fest. „Du ? Dein Geschenk gibts erst später!”

„Wovon ...”

„Na wenn wir nach her unsere Ruhe haben, lass dich überraschen.” Die Familien feierte unten, die halbe Verwandschaft war da und es gab eine Menge zu reden. Um zwanzig Uhr gab es die Geschenke für die Kinder und bis dahin war noch ein bisschen Zeit. Das Haus war voll und eine ruhige Ecke schwer zu finden. Die Kinder rannten umher und stellten anderen auch dem Pärchen nach. Und sie sperrten Sie aus. Caroline und Erik mussten extra ein mal ums Haus laufen. Jona lies sie ein, dann gesellten sie sich zum Rest der Familie und es ging los. Erik hatte einen großen Sack vor der Tür gefunden. Caroline schlief bei Isabella, denn Erik lies keinen in sein Zimmer, nicht mal sie. Er saß noch lange unten, hörte was so geredet wurde. Suza setzte sich zu ihnen, er lehnte sich an sie und saß nur still an ihrer Seite und lauschte. Erik schloss sich für Stunden in sein Zimmer ein. Caroline wollte am morgen zu ihm, seine Tür war verschlossen, er lies sie rein. Er setzte sich mit ihr auseinander, so endete die Sache in einem großen Streit in dessen Verlauf Erik am Abend des 27. Dezembers mit Caroline Schluß machen wollte. Vor fast der gesamten Familie gestand er ihr das er sie und ihre Allühren satt hatte. Sie erfährt sie alles andere als gute Neuigkeiten, die Scheinfassade bricht. Er war gemein und gehässig und das von ganzen Herzen. Erik traute sich nicht aus seinem Zimmer. In der Sylvesternacht ging Erik mit Ben auf Tour, dieser stellte ihn Karina und Janis vor. Sie waren aus der Parraellklasse vom sehen kannten sie sichnatürlich , aber mehr auch nicht. Sie feierten und um Erik von seinen Problemen ab zu lenken, sollte Janis ihn etwas bearbeiten. Er redete viel von Caroline. Jemand machte den Vorschlag das alte Fabrikgelände zu entern und ein paar Raketen starten zu lassen, das neue Jahr begrüssen.

„Auf ein Neues ...” Sie füllten sich gegenseitig ab. Zwei Abende später tauchte er wieder zu Hause auf und Nicolas nahm sich ihn vor. Erik heulte ihn was vor und er durchschaute sein Theater, dann war Caroline ganz unerwartet da. Sie redeten und alles war gut. Falk und Rebecca hatten sich noch am selben Tag auf den Weg, gemacht und viel Glück gewünscht. Er glaubte an Erik und das er es schaffen würde, insbesondere nach den Gesprächen. Falk gab Erik den Rat mit Caroline auszusprechen, es gab da viel mehr als nur die wenigen Worte. Das meiste was Erik Falk erzählte war eine Lüge, aber er war diesen uminösen besten Freund endlich los, er hatte sich ja lange genug hier in seinem Revier rumgetrieben. Jona sah ihn mit anderen Augen, wie auch Suza und der Rest der Welt, nur Nicolas nutzte er nicht aus. Starr wie schon, so oft in den letzten Tagen blickte Erik aus dem Fenster. Caroline konnte daran auch nichts ändern, er sprach wenig und wenn Nicolas vorbei kam, dann wandte er sich an Suza, die dabei war alte Sachen von Erik Sachen in Kartons zu verfrachten. „Man !” Seine Bewegungen waren langsam, seine Blicke ausdruckslos gleichbleibend.

„ Ich kann es kaum erwarten, bis ich wieder in der Schule bin ! Zwei Tage das ist quälend.” Erik setzte sich auf große Bett und sie kam zu ihm: „Fühlst du dich denn schon dazu in der Lage ? Ich dachte dein Knie macht Probleme?”

„Ich könnte Bäume ausreissen ! Papa redet doch so und so nicht mit mir!” Er zupfte an der Bettdecke herum.

„Gib ihm Zeit!”

„Als wäre ich krank? Warum hast du es ihm nur erzählt. Er versteht es nicht und schämt sich für mich. ”

„Das ist die Seite die du vielleicht glaubst im Moment zu sehen. Ich sagte es, weil er ein Recht darauf hat. Erik ich möchte, dass du dich unterkriegen lässt! Du hast deine Freunde Nico, Benny, Steffi und was ist mit Caro !”

„Ich brauch auch Papa´s Unterstützung verstehst du!”

„Du bist stark, ich zähl auf dich!” Sie küsste ihn auf die Stirn, er wehrte sie ab.

„Stark? Schwächer als du denkst. Ich bin bei Caro! Ihr kotzt mich an!” Aggressiv schlug Erik mit seiner gesunden Faust gegen den Türrahmen, und obwohl es nicht ernst gemeint war zuckte Suza zusammen. „Ich denke drei Wochen sind genug!” Erik stolzierte in Carolines Zimmer auf und ab. Seine Mütze die die Operationsnarben verbarg nahm er nur vor Caroline ab.

„Was ist genug?” Caroline betrat ihr Zimmer, sie hatten sich vertragen.

„Ich geh wider zur Schule!” Er ging auf sie zu, sie zurück. Richtig freute sie sich nicht. „So früh? Warte doch. Zudem du kennst die Penne, das dort eine Menge Gerüchte rumfliegen ...”

„Mensch hat mich das je gestört?”

„Nein! Wenn das deine Entscheidung ist unterstütze ich dich ! Ich hab dich Lieb!”

„Hhm, ich mag mein Mausilein auch!” Erik nahm ihre zitternden Hände und führte sie zur Umarmung unter seinen Pullover, wo sie sich hinter seinem Rücken trafen. Das war es was er brauchte eine Umarmung von einem ihm liebenden Menschen, wie Caroline. Zwischen Caroline und Erik war es erneut zu einem Streit gekommen, seiner Meinung nach war Caroline jetzt ebenso wie Jona gegen ihn, seit dem Streit, vor einer Woche hatte er kein Wort mehr mit ihr gewechselt. Unzugänglich blockte er jeden ihrer Versuche die Sache zu bereinigen ab. Am Abend zog er weiterhin mit den Jungs durch den Ort, wollte wieder zu ihnen gehören und kam spät nach Hause. Nicolas hatte Erik wie er es gewünscht hatte ein paarTage in Ruhe gelassen, noch mehr Standpauken würden der Freundschaft schaden. Caroline hingegen ließ nicht locker. Der Unterricht gestaltete sich wie gewöhnlich extrem langweilig, im Raum flogen Papierflugzeuge wenn Thoma seine Formeln an die Tafel schrieb und jeder kümmerte sich um das was am Nachmittag sein würde. Ben sass vor Steffi und Caroline und erzählte von dem Hund den er bekommen hatte.

„Anstrengender als mein kleiner Bruder!“

„Wirklich? Das kann doch nicht soviel Arbeit sein! ”

„Die richtige Erziehung, ist das a und o, sagt meine Mutter! ” Caroline lunschte zwischen Ronny und Daniel durch. Erik zeichnete, schon den ganzen Vormittag, als ob ihn irgendwas gepackt hätte. Anscheinend hatte das auch Daniel gemerkt und machte Ronny aufmerksam. Als Erik unachtsam war, nahm er das Papier und faltete ein Flugzeug. Die Stunde wurde mit dem Klingelzeichen beendet, die Klasse verlies den Fachraum, nur Erik suchte sein Papier. Es schien ihm sehr wichtig. Daniel lugte noch einmal rein und gab Erik einen Hinweis, der schnappte seine Tasche, stolperte an Caroline vorbei und Daniel hinterher. Ben folgte sicherheitshalber. Auf dem Klo bekam er Daniel aber das Papier war verloren. Ronny stand cool lässig neben der Kloschüssel und wollte mit Daniel abziehen : „Ups, tut uns aber Leid!” Zum ersten Mal rastete er wegen so einer Kleinigkeit aus. So kannte Ben seinen Freund nicht. Erik hatte Ronny eine Verpasst, sein Gesicht konnte er am wenigsten ertragen , und hätte Ben ihn nicht zurückgehalten, wer weis was geschehen wäre. Erik ging zurück und holte seine Jacke, dann wollte er nur noch nach Hause. Caroline lief ihm hinterher. „Man kannst du mich nicht endlich in Ruhe lassen! ” Erik drehte sich um.

„Warum sprichst du nicht mit mir. ” Caroline blieb stehen.

„Erinnerst du dich vielleicht mal, das ich es versucht hatte, aber Madam wollte da nicht. ´ Oh warum nur mein Ansehen, ich hab was besseres verdient !` War doch so. ”

„Das hab ich nie gesagt! Du drehst dir auch alles zurecht wie du es brauchst?” Der Wind lies nicht nach.

„Es hat sich aber so angehört. Im Moment hab ich nicht die Nerven für solche Kinderreihen. Ich hab wichtigere Sachen im Kopf! Nico hat ´s verstanden und mich in Ruhe gelassen, warum kannst du das nicht? ” Er wurde ruhig, gefasster, aber der Entschluss den er gefasst hatte bestärkte diese Reaktion.

„Ich sag es dir nicht zum ersten Mal. Ich bin mit dir zusammen und ich liebe dich! Das ist zu viel für dich, das hat sich vorhin wieder bewiesen, du kannst nicht dort weiter machen wo du aufgehört hast. Warum siehst du das nicht ein ?” Caroline strich sein Gesicht, er schob ihre Hand weg.

„Was weist du schon, ... schön...na gut du willst das ich kürzer trete, kannst du haben. Sind wir da wo wir schon mal waren? Du brauchst mich nicht mehr belästigen, ich mach Schluss! Endgültig! Gefällt dir das! ” Erik schloss seine Jacke und entsicherte Nicolas ´s blaues Stadtrad.

„Geh zurück in die Klasse sonst wirst du noch krank! ” Der Schulhof war verlassen die Pause näherte sich dem Ende, Steffi empfing sie an der Tür des Klassenraums. Sie hatte etwas ergattert.

„Was ist das ?” Sie entknüllte das Papier, aus dem sie so gut wie keinen Sinn erkennen konnte. Für Erik war es wichtig, aber war es auch der Grund ihrer gescheiterten Beziehung? Sie kannten sich lange genug und Caroline glaubte nicht dass es vorbei war.

„Das hat Daniel verloren, ich hab mir gleich gedacht, dass da was nicht stimmt.”

„Du bist die Beste, aber es kann mir bestimmt nicht mehr helfen!”

„So schlimm ?” Sie legte ihren Arm um Carolines Schulter.

„Ich erzähls dir später.”

„Schon gut !” Verständnisvoll bohrte Steffi nicht weiter nach. Jetzt hatten sie Deutsch/ Literatur, eine Kurzkontrolle über Schiller stand an. Torsten Franka betrat die Klasse, mit Taschenbüchern, der Größe A6. Caroline wollte mit Erik über das reden was vorgefallen war, zum Beweis hielt sie das Papier in der Hand. Sie hatte sich mit Steffi verabredet da sie ihr gesagt hatte wo Erik sich mit den Jungs aufhielt und sie fing ihn ab.

„Kannst du nicht mal Ruhe geben?”

„Hast du jetzt Zeit zum reden?”

„Caro geh lieber.” Ben schien zu Ahnen was kommen würde und er war auch nicht einverstanden, dass Steffi sich in die Sache die nur die beiden etwas anging einmischte. Auf Wunsch von Nicolas kümmerte er sich ein bißchen mehr als sonst um Erik und wenn Mirko dabei war, hieß das abfüllen.

„Ich sags dir nicht zum ersten Mal! Verpiss dich! Soll ich es etwa noch buchstabieren!”

„Erik es ist wichtig!” Sie wich keinen Schritt zur Seite. Erik stieß sie weg, sie stolperte und fiel auf die Straße. Zwei der Jungs lachten. Erst wollte Erik ihr aufhelfen, aber als Steffi sie begann zu bemuttern, ließ er sie sitzen.

„Was hat sie dir getan?”, fragte Ben langsam wurde es ihm auch egal, vielleicht weil ihm Steffi, als seine Freundin peinlich war.

„Bettgeschichten! Kommt ihr Idioten!” Erik tat es weh, aber wollte nicht mit ihr reden dann würde er ihr die ganze Wahrheit sagen. Dazu war er nicht in der Lage. Da war es schon besser sie hasste ihn, aber ganz so einfach schien die Sache nicht zu sein. Sie lachten und verschwanden im Dunkeln hinter der nächsten Straßenecke.

„Der ist es nicht wert!”

„Ja du hast vielleicht recht!” Sie stand vom Strassenrand auf und steckte das Papier zurück in ihr Tasche: „Aber vielleicht war nicht der richtige Zeitpunkt...”


 

Caroline hatte Liebeskummer und die ganze Welt war schlecht, als auch Erik der an ganzen miesere Schuld war. Im Sommer hatten sie ihre letzten großen Schwierigkeiten gehabt und sie hatten sich ausgesprochen. Jetzt konnte es Erik nicht mehr. Sie hatte ihn sehr gedrängt, damals war nicht der richtige Zeitpunkt da. Jetzt war es Erik der drängte nach Freiheit, Unabhängigkeit, doch das war nicht er mit dem sie das Erlebnis des Geliebt werdens teilen wollte. Die letzten Wochen und Monate hatten ihn sehr verändert, nur Erik wollte es sich nicht eingestehen. Kathleen bemerkte den Kummer, erst wollte Caroline nicht reden, nach einiger Zeit vertraute sie sich ihr an.

„Jungs sind doof, weißt du das?”

„Ist das so?”

„Ich weis gar nicht was an denen so toll sein soll!”

„Sieht mir ganz nach Ärger im Paradies aus?”

„Untertrieben!” Sie blickte zu Kathleen.

„Mami was weißt du?”

„Was sollte ich wissen?”

„Du hast diesen Ausdruck!”

„Heute war der Tag etwas stressig, viel Arbeit!”

„Erik hat Schluß gemacht! ...Es war eine Kleinigkeit ich versteh es nicht.”

„Lange wär es vielleicht nicht mehr gut gegangen, du kannst froh sein das es vorbei ist, oder glaubst du er weint dir nach?” Sie schien erleichtert.

„Nein ... Doch ... Vielleicht. Aber nach dem was heut gelaufen ist. Du warst nicht dabei das war irgendwie ... komisch... so ist er nicht... er verheimlicht was.”


 

Ben konnte die Vorkommnisse des Vortages nicht auf sich beruhen lassen, als das Training sich dem Ende näherte, setzte er sich zu Erik und begann kurz darauf ebenfall mit ein paar Liegestützen.

„Du schleichst schon den ganzen Tag um mich, ohne was zu sagen!”

„Sehr scharf Sinnig! Ich hab mich heute mit Caro unterhalten!”

„Hör auf!” Wiegelte Erik ab, das Thema war erledigt.

„Ich find es nicht okay wie du mit ihr umspringst!” Auch Ben vollendete seine Liegestütze.

„Ist das der richtige Ort zum reden?” Er zählte den Neunten und machte langsam schlapp in den Armen.

„Woanders werd ich dich demnächst wohl nicht mehr zu Gesicht kriegen, weil du mir auch grundlos die Freundschaft kündigen wirst!” Noch zwei und er würde ihn überholen, aber Ben machte auch langsamer.

„Bettgeschichten! Sind der Grund! Muss ich noch mehr sagen.”

„Komm schon! Der Vorwand! Als ob du welche hättest. ”

„Wenn du das denkst. Bitte!” Schwach ging er auf die Matte.

„Sie ist der Meinung du verheimlichst was vor ihr und das hat rein gar nichts mit Bettgeschichten zu tun! Wir sind alle auf der selben Seite! Und das Papier, diese Zeichnung die Daniel dir geklaut hat, ist das der Grund! Mit eurer Beziehung meine ich. Sich wegen sowas zu trennen ist schwachsinnig.”

„Wie kommst du jetzt da drauf?”

„Du willst Caro ja nicht zu hören! Sie hat das Papier, wollte es dir wiedergeben und darüber reden! Und hat mich gebeten mit dir zu sprechen.”

„Ich ... „ „Du wirst mit ihr reden und hör auf sie wie Scheiße zu behandeln, daß hat kein Mensch verdient!” Er drückte Erik zurück auf die Matte.

„Richte ihr aus sie soll mich in Ruhe lassen. Melden werde ich mich, wenn es angebracht ist und das ist es im Moment leider nicht!”

„Wer hat dich in der Hand, das bist doch nicht du?”

„Ich will und werde mich dazu nicht äußern, ausgrechnet dir gegenüber. Und du entscheide dich entweder bist du mein Freund oder lass es sein. Was so eine Bettgeschichte kaputt macht. Ich kenn dich seit der ersten Klasse, ich bin Konsequent und nicht erst seit heute! Fass mich nicht noch mal ohne zu Fragen an, wenn du nicht im Krankenhaus landen willst. ” Erik entfernte sich.

“Du bist doch nicht mehr ganz dicht!”

"Aber du ... kennst die Antwort ."

"Mach weiter so Erik und niemand will mehr dein Freund sein!"

"Ist doch gut so haut alle ab und kommt mir ja nicht in die Queere.

Autorennotiz

Es folgen nur noch kleinere Schönheitskorrekturen

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Kurzbeschreibung

Es passiert immer woanders, doch nicht hier bei uns

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Rauschen
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