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Biss auf's Blut

16
04.06.21 08:21
18 Ab 18 Jahren
Homosexualität
Fertiggestellt

Vampire erhielten am 13.10.2008 das erste Mal Einzug bei Final Fantasy und sind seither nicht mehr wegzudenken.

Unterstützt wurde ich damals wieder von Pinky, die Cloud seine Rolle schrieb und ich wie gewohnt die von Kadaj.

FSK 16 aber dennoch hart zu FSK 18, da sie doch recht düster war.

Außerdem ist hier Ooc Gefahr und kaum einer ist wie man ihn kennt. Also Obacht, wenn ihr lest.

Inspiriert war sie von Enomine, was ich heute auch noch gerne höre, aber eher selten.

Wenn es um Vampire geht, dann meist nur noch bei etwas eigenem oder fortlaufend bei Naruto.






Langsam ging die Sonne über Midgard unter, langsam brach die Nacht herein und wieder einmal streifte Vincent durch den dunklen Wald vor Midgard.

Er brauchte dringend frisches Blut, hatte Durst und versuchte ein Wildschwein zu erlegen, als er plötzlich Schüsse hörte und diesen nervös folgte.

Verdammt, wer schießt mitten durch den Wald? Was soll das, schoss es ihm durch den Kopf, als er hastig durch das Unterholz lief.

Nach einigen weiteren Metern sah er das Desaster.

Drei junge Männer lagen dort, waren scheinbar tot und langsam näherte er sich ihnen.

Besorgt beugte er sich zu ihnen, stellte fest, dass zwei von ihnen gleich tot waren und einer verletzt war.

Kurz überlegte er und nahm den verletzten dann mit zu sich nach Hause.

Vincent hatte den Jungen durch den ganzen Wald bis hin zu seinem Unterschlupf gebracht. Behutsam beugte er sich erneut über den Jungen, der allem Anschein nach nicht älter als siebzehn Jahre alt war, und stellte schweren Herzens fest, dass dieser aufgrund der Verletzungen bald sterben würde.

Was mach ich denn jetzt mit ihm, ich kann ihn doch nicht einfach sterben lassen? Er ist noch so jung und unschuldig, ich sollte … nein, Vincent das tust du nicht, ermahnte er sich gedanklich selber, seufzte auf und tat es schließlich doch.

Vorsichtig hob er den Jungen, dessen Name ihm noch unbekannt war an, vergrub langsam seine spitzen Zähne in seinem zarten Hals und biss zu.

Langsam spürte er, wie sein Blut seine Lippen benetzte, es warm seine Kehle hinabfloss und ließ, als er genug hatte von ihm ab.

Mit seiner rechten Kralle, schnitt er sich in den Unterarm, öffnete langsam seinen Mund und ließ einige Tropfen seines eigenen Blutes in seinen Mund laufen.

Nun konnte Vincent nur noch abwarten und hoffen, dass der Kleine sich erholen und auferstehen würde.

Es dauerte lange bis Kadaj erwachte, sich stumm umblickte und eine eisige Kälte ihn langsam umhüllte.

Deutlich konnte er spüren wie sein Herz aufgehört hatte zu schlagen, er dennoch nicht tot war und diese Erkenntnis ließ ihn er schaudern.

"Ah du bist wach … und wie fühlst du dich?", hakte Vincent vorsichtig nach, trat ein Stück näher und schaute ihn aufmerksam an, ehe er sich neben ihn setzte und einfach abwartete.

"Wo bin ich und wer bist du?", fing er an zu fragen, setzte sich dabei aufrecht hin und starrte ihn an.

"Ich bin Vincent, ich bin ein Vampir und du … du bist jetzt auch einer. Tut mir leid, aber ich konnte dich so jung nicht sterben lassen. Verzeih mir bitte", murmelte dieser Leise, wich seinem Blick aus und machte sich auf ein Donnerwetter des Kleinen gefasst. "Ich bin bitte was?", stammelte er erschrocken, sah diesen Rot-Äugigen fassungslos und sprang ängstlich aus dem Bett.

"Na ja, du bist genau wie ich ein Blutsauger", erklärte Vincent ihm nochmals, seufzte wieder auf und versuchte den Kleinen zu beruhigen, was aber gar nicht so leicht war.

Er sträubte sich gegen ihn und ehe Vincent sich versah, hatte er schreiend seinen Unterschlupf verlassen.

Planlos lief Kadaj durch den dunklen Wald, spürte langsam das Verlangen etwas zu trinken und kam schließlich an der Stelle an, an denen seine beiden Brüder lagen.

Fast sah es so aus als würden sie schlafen, doch als er sich ihnen näherte, musste er schmerzlich feststellen, dass beide tot waren.

Dieser Scheißkerl hat sie umgebracht und mich in ein Monster verwandelt, schoss es Kadaj in seiner Trauer durch den Kopf.

Wütend auf diesen Vincent und enttäuscht, dass er nun keinen mehr hatte, machte sich Kadaj auf den Weg in die Stadt.

Das Verlangen nach frischem und warmem Blut übernahm immer mehr sein Denken, sein Handeln und so machte er einen Fehler, der ihm bald schon zum Verhängnis werden sollte.

Es verging wieder ein Tag, ein Tag mehr, in dem Cloud diesen elenden Ausgeburten der Hölle ihren Gar ausgemacht hatte.

Seufzend und geschafft von der Arbeit ließ er sich bei sich zu Hause in seinen Sessel vor dem Kamin fallen und schloss seine Augen.

"Wie ich diese verdammten Vampire hasse!", grummelte er leise vor sich hin, fuhr sich leicht gestresst durch die Haare und erinnerte sich daran, dass er jetzt quasi 'Feierabend' hatte.

Noch wusste er nicht, dass er bald alle Hände mit einem von diesen Geschöpfen der Finsternis zu tun haben würde.

Noch konnte er seine Augen ohne Bedenken schließen, noch.

Irgendwann schlief Cloud immer noch sitzend in dem Sessel ein und bekam von den Grausamkeiten in der Stadt nichts mit.

Er war sich sicher, falls etwas sein sollte Rufus oder einer der beiden anderen Chaoten würde ihm schon Bescheid sagen.

Einige Tage waren vergangen, Tage, in denen sich die Todesfälle gehäuft hatten und Rufus der Präsident der Stadt langsam nicht mehr wusste, was er tun sollte.

Er rief bei Cloud an, bat ihn in sein Büro zu kommen und bat auch Zack und Reno in dieses.

Rufus hatte gestern schon von Vincent erfahren, dass ein neuer Vampir sein Unwesen in der Stadt trieb, doch noch wusste er nicht, dass es Kadaj war.

Müde nahm Cloud den Hörer des Telefons ab und stimmte zu, sagte, dass er in einer halben Stunde da sein würde, und legte auf.

In dem Büro angekommen sah er, dass auch die anderen da waren und fragte sich, was wohl vorgefallen war, dass sie alle drei gerufen wurden.

"Also meine Herren, wir haben da ein kleines Problem. Die Todesfälle haben sich verdoppelt und es waren keineswegs alte Leute oder kranke, es waren kerngesunde und meist junge Menschen und das heißt nur eins. Vampire sind in der Stadt, ich weiß von Vincent das grade so ein kleiner, scheinbar frecher hier sein Unwesen treibt, fangt ihn und bringt ihn her. Ich will erst sehen, wer er ist", erzählte Rufus ruhig, schaute die Drei bittend an und setzte sich zurück in seinen Sessel.

"Cloud!", hörte er gleich auch schon seinen Namen synchron aus dem Munde beider Teamkameraden, oder sollte er eher sagen Ex-Kameraden?

"Ich gehe ja schon!", grummelte er vor sich hin, stand auf und warf Zack und Reno noch einen giftigen Blick zu, ehe er dann den Raum ganz verließ.

Mit schlechter Laune fuhr er mit seinem Motorrad durch die Stadt, sah sich in den dunkelsten Ecken um, fragte mal nach, wo wohl die nächste Leiche lag, und vertrieb sich so die Stunden.

Er später traf er ein Opfer, welches wohl erst vor Kurzem sein Leben lassen musste und seufzte, als er feststellte, dass der Kerl wohl nicht älter als zwanzig sein musste.

Kadaj schlenderte gerade durch die Straßen, hatte vor Kurzem seinen Blutdurst gestillt und lehnte sich kurz an einer Hausmauer an.

Für einen Moment schloss er die Augen, erinnerte sich an alte Zeiten und lächelte.

"Hab ich dich!", grollte Cloud los, hielt an und stieg von der Maschine.

An der Kleidung des Kleinen klebte Blut, an seinen Mundwinkeln war etwas davon und auch sonst stank er nach einem Vampir.

Mit schnellen Schritten kam er auf den Kleien Tunichtgut zu und packte grob seinen Arm.

Er hatte es gut, das Rufus ihn lebend wollte, sonst wäre er nur noch Staub.

"Fass mich nicht an, du Arsch", donnerte der Silberhaarige zurück, riss an seinem Ärmel und funkelte ihn wütend an.

"Haben das auch deine Opfer gesagt, als du sie überfallen hast, du Ausgeburt der Hölle?", knurrte der Blonde ihn gehässig an und verstärkte nur noch mehr seinen Griff um seinen Arm.

Wie er so etwas hasste!

Er zeigte nicht einmal Reue!

Nichts, scheinbar machte es ihm auch noch Spaß, so wie er mit einem Lächeln an der Wand stand.

"Ich soll was sein? Sag mal hast du sie noch alle?", giftete Kadaj weiter, zerrte noch immer an seinem Arm rum und versuchte diesem Kerl davonzukommen.

"Ein Vampir!", knurrte Cloud und holte seine Waffe raus, hielt ihm die schwarze Pistole an die Schläfe und sah ihm kalt in die Augen.

"Glaubst du ich, bin freiwillig einer? Oh nein, ich wurde nicht mal gefragt, ich wurde einfach gebissen und dann sagt mir dieser Kerl noch 'es tut mir leid '", moserte der Kleine weiter, starrte ihn erzürnt an.

"Na los, dann drück halt ab, leg mich halt um", zischte er ihm zu und wartete.

"Hast du deine Opfer gefragt? Hast du sie gefragt, ob sie deinem Blutdurst stillen wollen? Ob sie sterben wollen? Zu Untoten werden wollen?", zischte der Blonde weiter, achtete nicht darauf, dass er einfach abdrücken sollte, er würde es tun aber er durfte nicht, ihn waren die Hände gebunden.

"Nein, hab ich nicht, es ist mir auch egal und jetzt lass mich endlich in Ruhe", keifte Kadaj ihn an, verpasste ihm einen Tritt vors Schienbein und rannte die Straße runter.

„Kleinkind!", grollte dieser und seufzte auf.

Der würde ihm noch Probleme bereiten, das wusste er jetzt schon.

Einige Straßen weiter hielt der Vampir kurz inne, verschnaufte und atmete tief durch.

Was zum Teufel war dieser Kerl, etwa so ein Typ aus einem schlechten Horrorfilm der Jagd auf Vampire machte?

Na großartig, besser konnte es ja gar nicht kommen!

Völlig genervt schwang Cloud sich auf seine Maschine und fuhr gelassen in die Richtung, wo der Kleine angehauen war.

Er hasste solche Versteckspiele, bei denen er sowieso immer gewann, jedoch war dies immer eine Frage der Zeit.

Oh Mann, erst wird man ohne gefragt zu werden gebissen, und dann taucht dieser Vogel von einem Vampirjäger auf! Kann es noch schlimmer werden, schoss es Kadaj kurzzeitig durch den Kopf, als er immer noch verschnaufte.

Als Cloud ihn entdeckt hatte, hielt er kurz davor an, um ja keinen Laut zu machen, und schlich sich von der Seite an ihn.

Ganz langsam und ruhig machte er jeden seiner Schritte, trat dann hinter ihn und schlug ihn nieder.

"Meiner Meinung nach wärst du jetzt tot!", zischte er ihm zu und doch wusste er, dass er bewusstlos war.

Schnell hatte er ihn auf den Arm genommen und ging zurück zu seiner Maschine, setzte ihn vor sich und fuhr dann zur Rufus.

"Habt ihr ihn?", fragte Rufus zögerlich, erhob sich langsam und blickte die Drei an.

"Ja, ich habe ihn, die Beiden haben ja mal wieder nichts getan!", grummelte Cloud leise und deutete auf den Kleinen in seinen Armen.

"Du bist halt besser als wir", zuckte Zack mit den Schultern und grinste dann Reno an, der nickend zustimmte.

"Oh mein Gott, er ist es wirklich", platzte es aus Rufus heraus, als er den Jungen auf Clouds Armen erkannte.

Erschrocken wich er zurück, dachte angestrengt nach und lief nervös durch sein Büro.

"Tolle Erklärung, ich verstehe alles", zischte der Blonde langsam aber sicher total genervt und sah ihn auch dementsprechend an.

"Ja ach so, der Kleine ist Sephiroths Bruder, einer von den Dreien, die beiden älteren fand man vor wenigen Tagen tot im Wald, aber von Kadaj fehlte jede Spur. Gestern erfuhr ich dann von Vincent, dass er einen Jungen gefunden hatte und diesen wohl gebissen hat, er konnte ja nicht ahnen, dass aus dem Kleinen so ein Monster werden würde", klärte Rufus die Drei nun endlich auf, setzte sich in seinen Sessel zurück und seufzte.

"Dann erledige ich die Sache schnell und schmerzlos", zuckte Cloud teilnahmslos und sah dann verachtend auf den Jungen.

So jung und so verdorben, irgendwie schade um ihn aber dennoch.

Seine Strafe war der Tod.

"Bist du irre? Nichts da, ich habe Sephiroth an seinem Sterbebett versprochen, das ihm nichts geschieht, also Hüte dich ihn anzufassen", knurrte Rufus Cloud an und hastete hinter seinem Schreibtisch hervor.

"Tz, du und deine Versprechen!", knurrte er zurück und doch hielt er den Kleinen weiter hin im Arm.

"Was soll ich nun mit ihm machen? Ich habe einen Fulltime-Job, falls du das vergessen haben solltest!", machte er weiter und sah ihn schnippisch an.

"Kadaj war nicht immer so. Ich nehme an, dass er seine Brüder beide im Wald gefunden hat, dass er etwas falsch aufgefasst hat und deswegen nun so ist, wie er ist. Kannst du dich nicht irgendwie um ihn kümmern?", fragte er Cloud ernst, sah ihm dabei genauso an und duldete keine Widerrede.

"Was wieso ich? Hast du das mit dem Fulltime-Job nicht verstanden?", fragte dieser fassungslos und starrte ihn an.

Was sollte der Mist?

Er sollte noch einen Babysitter für ein Monster spielen?

Na vielen Dank auch!

"Das ist von nun an dein neuer Job! Zack und Reno bekommen das auch alleine hin! Und nun Abmarsch und raus hier!", antwortete Rufus sachlich und würdigte sie keines Blickes mehr.

Am liebsten hätte Cloud ihn jetzt auf den Boden geworfen, doch stattdessen drehte er sich einfach um und ging mit ihm raus.

Zu Hause angekommen legte er ihn in ein Gästezimmer und sah sich dann in diesem um.

Schnell hatte ich die Fenster alle fest verriegelt, den Schlüssel in seiner Hosentasche verstaut, und ging dann aus dem Zimmer.

Irgendwann wachte Kadaj auf, spürte, wie ihm der Kopf dröhnte, und blickte sich verwundert um.

Wo zum Teufel war er nun wieder gelandet?

Derweil hatte Cloud sich was gekocht, der Kleine brauchte ja quasi nichts außer Blut.

Seufzend sah er auf seinen bandagierten rechten Unterarm und verdrehte die Augen.

Wieso tat er das eigentlich?

Er hätte ihn auch hungern lassen können, stattdessen jedoch hatte er sein eigenes Blut geopfert und dieses in einen großen Becher fließen lassen.

Was mehr Schmerzen verursacht hatte, als er dachte, er mehr geflucht hatte als gewohnt und diesen Jungen in die Hölle gewünscht hatte und doch tat er es.

Als er fertig war, stellte er das Essen im Esszimmer auf den Tisch, wobei bei ihm nur der Becher stand und bei Cloud der Rest.

Wütend saß Kadaj an der Wand, schnaufte vor mich hin.

Wie kann dieser jemand es wagen mich einfach einzusperren, ich bin doch kein Tier! Na warte, das werd ich dir noch heimzahlen, knurrte er gedanklich und ballte beide Hände zu Fäusten.

Das Letzte, was noch fehlte war der Junge, also ging Cloud zum Gästezimmer und sperrte es auf.

"Komm essen", sagte er monoton und ging wieder zurück ins Esszimmer.

"Ich werde ganz sicher nichts essen, von menschlichem Essen muss ich leider kotzen", gab dieser bissig zurück und rührte sich nicht ein Stück von der Stelle.

"Ich habe Blut für dich!", rief er zurück und verdrehte die Augen, setzte sich hin und wartete, bis er kam.

Doch lange würde er nicht warten!

"Danke aber ich trinke nichts Abgestandenes, ich bevorzuge Frisches", antwortete der Vampir nur noch gereizter, blickte sich um und stellte entsetzt fest, dass dort ein Bett stand.

"Was zum Henker ist das denn?", entfuhr es ihm.

Genervt erhob Cloud sich, nahm den Becher und stampfte schon regelrecht zurück.

Grob riss ich die Tür auf, ging hinein und stellte diesen leicht krachend auf den kleinen Nachttisch, der dort stand.

"Hier! Ist frisch! Nicht mal vor zwanzig Minuten abgezapft! Also zicke hier nicht so rum! Wenn es nach mir ginge, würdest du sowieso nicht mehr auf der Erde wandeln!", knurrte er ihn an und verließ das Zimmer wieder, schlug hinter sich die Tür zu und ging zurück ins Esszimmer um alles abzuräumen.

Hunger hatte er keinen mehr.

"Arschloch", brummte Kadaj ihm hinterher, setzte sich auf die Fensterbank und starrte raus.

Als der Blonde alles aufgeräumt hatte, bemerkte er erst dann, dass die Bandage wohl nicht ganz hielt, denn diese färbte sich langsam aber sicher Rot.

Seufzend ging er ins Bad und holte sich den Verbandskasten, musste er wohl oder übel nähen.

Der Blödmann wird sich noch wundern, grinste Kadaj teuflisch vor sich hin, starrte noch immer zum Fenster raus und dachte nach.

Nachdem Cloud die Schnittwunde endlich genäht hatte, band er wieder einen Verband um diesen und seufzte dann.

"Du kannst mich nicht ewig einsperren und das weißt du auch", zischte der Vampir erneut, schlug mit der Faust gegen die Wand und sank an dieser in sich zusammen.

Als Cloud an dem Zimmer vorbeiging, seufzte er und trat hinein.

"Trink endlich das Blut, es wird nicht lange mehr haltbar sein und du wirst hier keine andere Quelle als mich finden. Weit und breit wohnt hier niemand", redete er auf ihn ein und nickte Richtung des Bechers, der scheinbar noch unberührt war.

"Man merkt, dass du von Vampiren echt keine Ahnung hast, sonst würdest du wissen, dass es mit einem Becher nicht getan ist. Was meinst du, warum so viele Menschen Nacht für Nacht sterben? Ganz einfach, weil ein Vampir mindestens vier Liter Blut trinkt, ehe er überhaupt satt ist."

Kadaj schaute ihn dabei genau an, grinste erneut fies vor sich hin und fragte sich, was er wohl dazu sagen würde.

"Ich jage Vampire, seit ich laufen kann und außerdem will ich ja nicht, dass du satt wirst", konterte der Blonde gelassen und sah ihm in die Augen.

"Ich töte sie und Freunde mich nicht mit ihnen an!", fügte er monoton hinzu und lehnte sich an den Türrahmen.

"Oh ganz toll und was soll ich dann hier?", fragte der Jüngere grummelnd nach.

Noch wusste er ja nicht, dass ihm das alles Rufus eingebrockt hatte und er seinem Bruder etwas versprochen hatte, was er unbedingt einhalten wollte.

"Glaub mir, lieber würde ich dich im Form von Staub sehen aber mir sind die Hände gebunden", antwortete Cloud ihm und zuckte mit den Schultern.

"Tz und du willst ein Vampirjäger sein? Dass ich nicht lache."

Der Vampir drehte sich weg von ihm, grinste vor sich hin und konnte nicht verstehen, dass man sich so unter Druck setzen lassen konnte, wie er es tat.

"Auch ein Jäger hält sich an Versprechen. Obwohl ich es nicht gab, ist es eine Sache der Ehre."

Langsam aber sicher hatte Cloud keine Lust mehr.

"Hm schon klar", winkte Kadaj ab, setzte sich wieder auf die Fensterbank und starrte nach draußen.

"Das Wort galt Sephiroth, nur ihm hast du es zu verdanken, dass du noch lebst, wenn man es leben nennen kann."

Jetzt klang seine Stimme mehr als genervt.

"Wenn dir mein Leben nicht passt, dann töte mich halt endlich und quatsch hier nicht blöde rum", giftete der Silberhaarige ihn an.

Wut packte den Jäger, schnell war er bei ihm und seine Hand umschloss seinen dünnen Hals, blickte ihn mit leeren Augen in seine und doch konnte er nicht zudrücken.

Cloud war schon immer ein Mann der Ehre gewesen und er hatte nicht vor dies seinetwegen aufzugeben.

Kadaj lachte ihn aus, kugelte sich fast schon und schlug seine Hand weg von sich.

"So kann man nur keinen Vampir umlegen, ja, ja, ich merk schon, du hast überhaupt keinen Plan von dem, was du eigentlich vorgibst, zu sein", kicherte er leise.

"Meinst du?", zischte er, griff neben ihn, schlug mit der Faust gegen den Fensterrahmen und nahm eine Waffe aus einem der geheimen Verstecke des Hauses heraus.

Stumm und doch innerlich bebend hielt er ihm diese wie zuvor an den Kopf und sah ihn an.

"Du bist nicht echt, nur eine billige Kopie eines Vampirs. Gebissen aus Mitleid, davon gelaufen aus Angst und willst mir sagen, dass ich vorgebe, etwas zu sein, dass ich nicht bin!", zischte er ihm entgegen und erinnerte sich an den Schwur, den er geleistet hatte.

"Denk doch, was du willst, ich wollte kein Vampir werden und Angst hab ich sicherlich keine. Na los, drück halt endlich ab, dann haben wir es beide hinter uns", donnerte der Vampir ihn nun an, sah ihn mit giftigem Blick an und kicherte wieder.

"Meinst du, ich wollte es? Euch Ausgeburten jagen? Meinst du, es macht Spaß sich beißen zu lassen? Denkst du ich weiß nicht, wie es ist, wenn man spürt, dass jemand einem in den Hals beißt!", knurrte der Blonde ihn an und drückte die Waffe nur noch mehr gegen seinen Kopf.

"Oh Himmel, kommt die Mitleidsnummer jetzt wieder?", amüsierte Kadaj sich über den Blonden, trat ihm kurzerhand wieder vor sein Schienbein und funkelte ihn hasserfüllter denn je an.

Jetzt musste Cloud lachen, er tat es schon wieder.

"Meinst du, das ist Mitleid? Ich soll Mitleid mit dir haben?", lachte er nun ihn aus und ließ von ihm ab.

"Wie dumm, wie dumm bist du nur?", schüttelte er seinen Kopf und verließ das Zimmer immer noch lachend, verschloss es jedoch danach.

Verdammter Scheißkerl, dachte der Silberhaarige sich, lehnte sich gegen die Fensterscheibe und seufzte.

Wenn das so weiterginge, würde er noch verhungern, elendig zugrunde gehen und das machte ihm doch Angst, doch diese würde er dem Jäger niemals zeigen.

Nie im Leben würde er das tun!

"Und dafür hab ich ihm mein Blut gegeben! Für so einen! Verschwendung!", zischte Cloud sich selber zu und schloss dann seine Augen, als er sich vor den Kamin in seinem Sessel niederließ.

Moment mal, kam Kadaj der Geistesblitz und er schaute erneut die Glasscheibe vor sich an.

Vampire können sich ja nur schneiden, jedoch nicht sterben. Ha na dann, auf in die Freiheit, grinste er und schlug mit der Faust gegen die Scheibe, welche auch sofort zersprang.

Ohne lange weiter zu überlegen, kletterte er durch das Fenster, sprang raus und lief einfach blind drauf los.

Cloud hörte das leise piepende Geräusch der Alarmanlage und doch rührte er sich nicht.

Der Schutzschild seiner Familie würde ihn aufhalten, die Barriere würde ihn zurückschleudern, was er selber an seinem eigenen Körper spüren würde.

Wie er diese Tätowierung doch hasste!

Noch immer rannte der junge Vampir, wurde jedoch von irgendetwas zurückgeschleudert, landete auf dem Rücken und hörte nur noch ein Knacken.

Verdammte Scheiße, zischte er gedanklich, versuchte sich wieder aufzurappeln, doch sein Rücken schmerzte höllisch.

Ein heftiger Schmerz durchzuckte Clouds Brust schmerzte stark und doch biss er die Zähne zusammen.

Egal wie oft er es versuchen würde, er konnte nicht fliehen nicht, solange er noch lebte.

Wütend stand Kadaj auf, klopfte seine Hose sauber und sah sich weiter um nach einem Fluchtweg.

Ha und wieder eine glorreiche Idee, grinste er sich zusammen, blinzelte mit den Augen und spürte, wie er kleiner und leichter wurde.

Das Kraftfeld war jedoch wie eine riesige Schale die über das Grundstück gelegt worden und so gab es nirgends einen Ausweg.

Von der Luft genauso wenig wie zu Land.

Wieder prallte er ab, landete erneut am Boden und fing an zu fluchen.

Dieser Bastard, ich bringe ihn um, knurrte er, stapfte zum Haus zurück und trat wütend und außer sich gegen die Tür, dass diese aus den Angeln flog und zusammenkrachte.

"Wieder da?", fragte Cloud leise und musste sich zusammenreißen, da dieser kleine Bastard das Feld mehr als strapaziert hatte und dies auch an seinen Kräften zog.

"Hab ich eine andere Wahl?", giftete Kadaj zurück, hob die Tür auf und stellte diese gegen die Wand.

"Nein", antworte er ihm und atmete immer noch etwas schneller als normal, versuchte es jedoch zu unterdrücken und schloss kurz seine Augen.

"Oh ganz toll, ich sehe schon, wenn das so weiter geht, bin ich bald tot", antwortete der Silberhaarige sarkastisch und schlug die Tür hinter sich zu, das diese erneut aus den Angeln flog.

Der Jäger antwortete ihm nicht, ließ es bleiben, da er merkte, dass dies leider keine ruhige Nacht werden würde.

"ICH HASSE DICH UND ICH HASSE DIESEN VINCENT! WENN DER NICHT GEWESEN WÄRE, DANN WÜRDEN MEINE BRÜDER UND ICH NOCH RICHTIG LEBEN. ABER NEIN, ER MUSSTE DIE BEIDEN JA UMBRINGEN UND MICH ZU DEM MACHEN, WAS ICH JETZT BIN", schrie Kadaj geladen die Wände an.

"Bist du dir sicher? Komisch, dabei müsste die Kugel noch in deinem Körper stecken", antwortete Cloud ihm und ging dann an ihm vorbei, nahm seine Waffe heraus und trat aus dem Haus, ging etwa fünf Meter weiter und sah hoch.

Der Vollmond stand hoch oben und war somit ein Zeichen, er würde sicherlich Besuch bekommen.

"Was für eine Kugel? Ich erinnere mich nicht mal mehr richtig, was da war und wer da war", maulte der Vampir kindlich vor sich hin und schnaufte.

"Mach dein Hemd auf, sieh auf deine Schulter und dann versuche dich zu erinnern", forderte der Blonde ihn auf und knurrte leise vor sich hin.

"IM NAMEN MEINER FAMILIE ZUR HÖLLE MIT EUCH!", brüllte er los und schoss hoch.

Doch durch den Schutzschild verteilte er die einzige Kugel wie ein Regen und tötete alle über sie fliegenden Vampire.

"Woher? Du warst das, oder?", fuhr Kadaj ihn ankam langsam auf ihn zu und fletschte die Zähne.

"Wenn ich auf dich geschossen hätte, wärst du tot. Meine Kugeln sind auch purem Silber", antwortete er ihm und biss sich auf die Unterlippe, da es mehr war, als gedacht und die Barriere sie nun ebenfalls noch abwehrte.

"Dann weiß ich leider auch nicht, wer geschossen haben könnte", meinte er ironisch, setzte sich mitten auf den Fußboden und beobachtete ihn eine Weile.

Plötzlich schmeckte Cloud Blut, wusste, dass er zu feste zugebissen hatte, und seufzte innerlich.

"Verschwindet endlich!", fluchte er leise vor sich hin und sah, wie neue sich schon auf den Weg zur Stadt machten.

"Sie riechen mich, das ist wohl der Grund, warum sie hier sind", grinste Kadaj wieder fies, erhob sich langsam und ging raus in den Garten.

"Dich? Meinst du, die komme deinetwegen? Nein, sie kommen jeden Monat um die gleiche Zeit", antwortete der Blonde ihm lachend und schoss wieder in den Himmel.

"Mag schon sein, aber trotzdem riechen sie ihres Gleichen und hören tun sie besonders gut", knurrte der Vampir wütend, da sein Blutdurst langsam anstieg und er dadurch reizbar war.

"Wärst du ein Reinblut, ja, aber du bist ein Bastard, also spiel dich nicht so auf. Sie sind meinetwegen hier, nicht deinetwegen", antwortete Cloud ihm gelassen und spürte, dass es diese Nacht besonders viele waren.

"Eingebildet bist du gar nicht, was?", erwiderte der Kleine schnippisch, ging zurück ins Haus und ließ ihn machen.

Kadaj wusste es nicht, aber Clouds Familie war der Hauptfeind der Vampire, auf ihn wurde Jagd gemacht wie auf ein Tier.

Er war der Letzte mit der Kraft dieses Haus, dieses Schild aufrecht zu halten.

Sein Blut war kostbarer, als er dachte, aber ihm auf die Nase binden würde Cloud es nicht.

Immer noch grummelnd legte Kadaj sich einfach ins Bett, schloss die Augen und konnte doch nicht schlafen.

Ihm fiel Sekunden später ein, dass er nachts nun gar nicht mehr schlief, sondern viel mehr am Tag und das eigentlich in einem Sarg und nicht im Bett bei Tageslicht.

Immer noch grummelnd legte Kadaj sich einfach ins Bett, schloss die Augen und konnte doch nicht schlafen.

Ihm fiel Sekunden später ein, dass er nachts nun gar nicht mehr schlief, sondern viel mehr am Tag und das eigentlich in einem Sarg und nicht im Bett bei Tageslicht.

Erneut stapfte er raus, ballte wieder die Fäuste und schaute diesen Möchtegern-Vampirjäger gereizt an.

"Mal eine kurze Frage, morgen früh geht die Sonne auf, ich schlafe sicher nicht in einem Bett", grummelte er erbost.

Da Cloud sowieso schon gereizt wegen dieser ganzen Schar von Bastarden war, sah er den Jungen auch dementsprechend an.

"Im Keller ist es dunkel!", zischte er ihm zu und knurrte schon leise vor sich hin.

"Na wenigstens etwas", antwortete der Vampir monoton, ging wieder rein, setzte sich an seinen altbekannten Stammplatz die Fensterbank und schaute raus.

Erst, kurz bevor die Sonne aufging, Cloud beinahe seine ganze Munition verbracht hatte, gaben sie Ruhe.

Völlig fertig ging er zurück ins Haus und auch geradewegs in sein Schlafzimmer, wo er sich auf das Bett schmiss und wohlig seufzend die Augen schloss.

Noch vor Sonnenaufgang ging auch Kadaj runter in den Keller, schloss müde die Tür hinter sich und schlief im Sitzen auf der Treppe ein.

Der Vampirjäger schlief den ganzen Tag durch, was eher ungewöhnlich für ihn war und doch war er einfach noch zu müde von letzter Nacht.

Kurz vor Sonnenuntergang wachte Kadaj auf, streckte sich kurz, gähnte herzhaft und blieb einfach auf der Treppe sitzen.

Er hatte keinen Bock auf den Blödmann da oben, also blieb er unten im Keller sitzen.

Jeder seiner Knochen taten weh, als Cloud kurz vor Mitternacht die Augen aufschlug und seufzte tief und doch leise.

"Die hatten sie doch nicht mehr alle!", grollte er murmelnd vor sich hin, als er an die vielen Stunden dachte, die er vor dem Haus verbracht hatte.

Vincent beschloss Cloud einen Besuch abzustatten und außerdem wollte er dem Kleinen endlich sagen, wer der Mörder seiner beiden Brüder war.

Langsam ging er auf das Haus zu und schellte vorne.

Als dieser die Schelle hörte, knurrte er leise, da er wusste, wer es war.

Vincent war der einzige Vampir, der das Schild unverletzt durchqueren konnte.

Mit Mühe stand er auf und schlurfte zur Tür machte sie auf und sah dem Schwarzhaarigen stumm in die Augen.

"Hey, man du siehst echt fertig aus, alles Okay so weit?", fing dieser vorsichtig an zu fragen, schaute ihn einige Zeit an und trat dann ein.

"Gestern war Vollmond, du weißt, dass sie dann wieder ankommen", antwortete er ihm und nickte Richtung Wohnzimmer.

"Ja, sie sind lästig, manchmal schäme ich mich richtig einer von diesen Reinblütern, zu sein. Wo steckt eigentlich der Kleine?", fragte Vincent, als er das Wohnzimmer betrat.

"Keller", seufzte er und sah Vincent bittend an.

"Kannst du ihn mir nicht abnehmen?", fragte Cloud und hoffte, dass er Verständnis zeigen würde.

"Kann ich gern tun", antwortete dieser, ehe er zum Keller ging und die Tür aufmachte.

Wer nervt mich denn jetzt wieder, nölte Kadaj gedanklich, stand auf und schaute diesen Vincent wütend an.

Was zum Teufel machte der denn hier?

"Hey Kleiner, Rufus hat herausgefunden, wer deine Brüder getötet hat und dich verletzt. Es war ein Vampirjäger aus Nibelheim, der bekannt dafür ist auf alles und jeden zu schießen. Ihr wart wohl grade etwas auf dem falschen Weg, aber Ruf hat ihn einsperren lassen, es geht nun mal nicht, das sie auf Menschen schießen", erklärte dieser ihm sachlich, setzte sich neben ihn und wartete ab, was er sagen würde.

"Toll, das hilft mir auch nicht weiter", grummelte Kadaj angesäuert, legte den Kopf auf die Knie und starrte die Kellertreppe runter.

"Hm ich könnte dich mitnehmen, na was sagst du dazu?", grinste Vincent nun übers ganze Gesicht.

"Und was ist mit dem dämlichen Idioten da oben?", forschte er weiter, da er sich nicht vorstellen konnte, dass der ihn gehen ließ.

"Er hat mich selber gefragt, also kommst du dann, oder soll ich dich vielleicht tragen?", fragte Vincent frech, wartete, dass er sich erhob, und gingen dann zusammen nach oben zu Cloud.

"So Cloud, wir sind dann auch weg. Hast also jetzt wieder deine Ruhe", zwinkerte er ihm zu, ging mit dem Kleinen zur Tür und hob noch mal die Hand.

"Danke", murmelte dieser, wusste, dass er es gehört hatte, und schlurfte zurück ins Bett.

Sein Körper brauchte Ruhe und Schlaf.

Vincent verließ zusammen mit Kadaj das Haus, kaum waren sie einige Meter von diesem entfernt, fuchste der Kleine aus und er stand genervt mitten im Wald und grummelte.

Na super, auch das noch, knurrte Vincent vor sich hin, lief langsam weiter und sah sich um.

Wieder vergingen ein paar Tage, in denen sich erneut die Todesfälle häuften und langsam kam Rufus ein kleiner Verdacht.

Wütend schlich dieser um seinen Schreibtisch herum, platzte fast vor Zorn und rief äußerst gereizt bei Cloud an, um diesem Feuer unter dem Hintern zu machen.

Dieser fasste es nicht!

Da vertraute er diesem Idioten von einem Vampir und nun das!

Stinksauer auf beide schwang er sich auf seine Maschine und suchte erneut nach dem Kleinen.

Vincent war natürlich nicht untätig, auch er suchte nach Kadaj, fand ihn jedoch nicht, da er scheinbar doch schlauer war als erwartet.

Unruhig streifte der Kleine durch die Stadt, blickte sich immer wieder um und seufzte.

Toll, ich habe sie doch nicht alle, jetzt leide ich schon unter Verfolgungswahn, grummelte er innerlich und lief hastig weiter.

Da der Kleine mehr als nur genug Hinweise auf seinen Aufenthaltsort hinterlegte, war es ein Kinderspiel ihn, zu finden.

Einfach nur den ganzen Leichen, den Untoten hinterherfahren, die ihren kleinen dreckigen Meister folgten.

Gelassen latschte Kadaj durch die dunklen Gassen, schaute starr nach vorne, achtete nicht, wer oder was ihm folgte und ging einfach seelenruhig weiter.

Gelangweilt lief Vincent durch die Stadt, sah Cloud herumfahren und seufzte.

Er hat ihn also immer noch nicht, moserte er innerlich, ging weiter und stolperte über etliche halb verweste Menschen.

Verdammter Mist, warum räumte hier auch keiner auf?

Langsam überkam Kadaj der Durst, er wurde leicht reizbar und rannte nun durch die Straßen auf der Suche nach dem nächsten Opfer.

Es war schnell gefunden, allerdings war es bloß ein Kind, was sich des Nachts verirrt hatte, aber besser als gar nichts.

Hungrig, wie er war, griff er sich das verängstigte Kind, kümmerte sich nicht um seine Angst und biss ohne Rücksicht in dessen Hals.

Vincent schreckte auf, als er einen kindlichen Todesschrei vernahm, rannte die Straßen lang und folgte diesem.

Nun müssen auch schon Kinder dran glauben, wie kann man nur so brutal und grausam sein?

Warm floss das Blut des kleinen Jungen in seine Kehle hinab, er war wohl kaum älter als zehn Jahre alt und doch kümmerte es Kadaj nicht.

Einzig allein sein Blutrausch regierte sein Denken und sein Handeln.

Der kleine Körper erzitterte, fing an in seinen festen Griff zu zucken und er spürte genau diesen süßen Todeskampf dieses niedlichen und unschuldigen Kindes.

Vincent folgte seinem Instinkt, roch den Tod, der über dem Kind schwebte, und folgte diesem Geruch, bis er den kleinen Ausreißer in einer dunklen und etwas abgelegten Seitenstraße vorfand.

Schneller als für einen Menschen sichtbar, war er vor ihn getreten, schaute ihn sekundenlang einfach nur wütend und enttäuscht an, ehe er sein Handgelenk packte und er das Kind endlich losließ.

Cloud stand schon seit fast einer Minute da, sah zu, wie er das Kind immer noch in seinen Händen hielt und wusste, dass dieses keine Chance mehr hatte.

Wütend und voller Hass richtete er seine Pistole auf ihn, hielt sie still und verengte seine Augen.

"Vincent! Hau ab!", rief er dem Schwarzhaarigen dann doch zu, doch seine Stimme klang mehr nach einem Knurren eines Hundes, als einem normalen rufen.

"Nein Cloud, ich bringe ihn zu Rufus, soll er sich darum kümmern", zischte dieser ihm zu, packte Kadaj huckepack und schritt einfach an dem Blonden vorbei in Richtung ShinRa – Villa.

"Wenn er noch einmal jemanden tötet und wenn es auch nur ein alter und kranker Mensch ist, werde ich ihn töten!", zischte er Vincent zu und ging dann auf die kleine Leiche zu, nahm sie auf seine Arme und brachte sie zum nächsten Friedhof.

Schnell hatte er sich eine Schaufel von einer netten Oma geliehen, die nicht weit entfernt wohnte, und grub eine tiefe Grube.

Legte ihn hinein, sprach ein Abschiedsgebet und schüttete es wieder zu.

Da in der Nähe Wildblumen wuchsen, pflückte er schnell welche und legte es auf das Grab.

"Ruhe in Frieden", murmelte er, bevor er sich abwandte und zurück in die Stadt ging.

Jemand musste dort aufräumen und den ganzen Untoten, den gar ausmachen.

Rufus war alles andere als begeistert, als Vincent den Kleinen zu ihm brachte, die Lage erklärte und sich wartend in die hinterste Ecke verkrümelte.

Mit einem wütenden Präsidenten wollte selbst ein Vampir nichts zu tun haben.

Gefesselt, beinahe hübsch verpackt saß Kadaj auf einem der Stühle, knurrte vor sich hin und hörte, wie Rufus Cloud am Telefon zur Schnecke machte.

Als es diesem reichte von ihm angeschrien zu werden, legte er einfach auf!

Er hatte keine Lust sich Mecker von einem Kerl anzuhören, der nicht selber in der Lage war sein Wort zu halten und deswegen andere brauchte, der dafür hinhalten musste.

"ENTWEDER DU BEWEGST DEINEN ARSCH HIERHER ODER DU KANNST DICH NACH EINEM NEUEN JOB UMSEHEN. ICH HAB DIE ZEIT NICHT MICH AUCH NOCH UM VAMPIRE ZU KÜMMERN, ZUMAL ICH MICH MIT DIESEN KAUM AUSKENNE. ACH, NOCH WAS, SOLLTE DER KLEINE NOCH MAL ABGEHAUEN, DANN LEG IHN UM! MIR REICHT ES LANGSAM!", donnerte Rufus wütend auf seine Mailbox, legte auf und lief wie von der Tarantel gestochen durch sein Büro.

Am Abend hatte Cloud die Nachricht abgehört, wobei sein Handy auf dem Tisch lag und er dennoch alles gut und deutlich verstehen konnte, was er von ihm wollte.

Schwer-fällig stand er wieder von der Couch auf, schnappte sich seine Schlüssel und fuhr also um diesen Bastard abzuholen.

Rufus wusste, womit er Cloud locken konnte, der Gedanke daran dieses Monster in Staub zu verwandeln, falls er nur einmal ohne ihn die Türschwelle überqueren sollte, was einfach zu verlockend.

Denn mit Sicherheit würde das schneller passieren als gedacht.

Kadaj stand genauso unter Schock wie dieser Vincent.

Na toll, einen Fehltritt und ich wäre Geschichte, würde zu Staub zerfallen und vom Winde verweht werden. Tolle Aussichten, knurrte er gedanklich vor sich hin und schwieg.

Kaum eine halbe Stunde später stand Cloud schon mitten in Rufus Büro und sah ihn teilnahmslos an.

"Wunderbar, du kannst also doch noch hören. Fragt sich nur, ob du diesmal deinen Job richtig machst, oder ob du wieder kläglich scheitern wirst", begann dieser gehässig zu erzählen, schaute dabei aus dem Panoramafenster und legte die Hände in den Schoss.

"Ah, glaube mir, wenn ich ihn dafür erschießen darf, versage ich gern", antwortete er ihm unbeeindruckt und zuckte kurz mit der Schulter.

"Ja, ja, das aber auch, nur wenn er noch mal abhauen sollte, also lass Vincent diesmal daraus, er hat schon genug um die Ohren", antwortete Rufus gereizt, schaute kurz zu dem schwarzhaarigen Vampir rüber und dann zu Cloud.

Die Augen innerlich verdrehend, drehte dieser sich um und sah Kadaj auffordernd an.

Ohne zu murren, stand dieser auf und folgte ihm.

Er hatte ja leider keine Wahl, also dann ab in die Gefangenschaft und bye-bye Freiheit.

Bei Cloud angekommen, seufzte er leise auf und sah ihn dann an.

"Im Keller oder doch im Bett im Gästezimmer?", fragte er ihn monoton und ging ins Wohnzimmer.

"Danke, ich bevorzuge es dunkel, also Keller", erwiderte Kadaj trocken und verkrümelte sich auch gleich dorthin.

Er hatte keinen Bock diesen blöden Eierkopf zu ertragen.

Schnell hatte der Blonde seinen schwarzen Mantel ausgezogen und ihn auf die Couch gelegt, sich dann in seinen Sessel gesetzt und seufzte leise, als er seine Augen schloss.

Wieder saß Kadaj auf der Kellertreppe, hatte den Kopf an die Wand gelehnt und starrte ausdruckslos vor sich hin.

Ein noch beschisseneres Leben als ich kann man gar nicht führen, ich könnte mir genauso gut selber die Kugel geben, giftete er sich gedanklich selber an und seufzte.

Seufzend stand Cloud dann doch auf und ging in den Keller, machte die Tür auf und schaltete das Licht an.

"Komm", forderte er ihn auf und trat wieder aus der Tür.

Was war denn jetzt wieder?, dachte dieser, stand jedoch auf und folgte ihm.

Der Blonde ging hoch zum Dachboden, wusste das dort immer noch alles war, wie vor einigen Jahren.

Leise öffnete er die quietschende Tür und ließ ihn eintreten.

Das Zimmer war vollständig eingerichtet und hatte auch keine Fenster, jedoch auch kein Bett, sondern einen schwarzen Sarg in der Mitte.

Dieser stand offen und man sah den grünen Stoff, dessen Inneres er ausfüllte.

"Hier kannst du bleiben", murmelte er zu und nickte.

Was gut an diesem Zimmer auch war, das hier es nichts gab, damit er flüchten konnte.

"Seit wann haben Vampirjäger Särge?", fragte Kadaj mehr sich als ihn, schüttelte den Kopf, sah aber nicht zu ihm.

Vater, schoss es Cloud durch den Kopf und er wendete sich ab.

"Kannst ja wieder in den Keller gehen, wenn du willst", gab er schnippisch von sich und ging einfach wieder.

Abrupt drehte Kadaj sich um, streckte ihm die Zunge raus und schmollte ein: "Blöder Arsch" vor sich hin.

Kopfschüttelnd ging er zurück ins Wohnzimmer und setzte sich wieder an seinen Stammplatz.

Als er weg war, schloss er die Tür und setzte sich auf den etwas staubigen Fußboden und starrte die Holzdecke des Hauses an.

Keine Ahnung, wie lange er schon die Holzdecke anstarrte, ihm kam es vor wie Stunden und je länger er so dasaß, desto einsamer fühlte er sich.

Vor wenigen Wochen streifte er noch mit seinen Brüdern durch den Wald, hatte Spaß ohne Ende und nun hockte er hier allein auf einen gottverdammten Fußboden und gammelte vor sich her.

"Na Junge, hat er dich zu mir gebracht, was?", lachte eine dunkle Männerstimme los und eine Gestalt zu der Stimme kam aus einer der dunklen Ecken hervor.

Kadaj hatte keine Ahnung, wie lange er schon die Holzdecke anstarrte, es kam ihm vor wie Stunden und je länger er so da saß, desto einsamer fühlte er sich.

Vor wenigen Wochen streifte er noch mit seinen Brüdern durch den Wald, hatte Spaß ohne Ende und nun hockte er hier alleine auf einen gottverdammten Fußboden und gammelte vor sich her.

"Na Junge, hat er dich zu mir gebracht was?", lachte eine dunkle Männerstimme los und eine Gestalt zu der Stimme kam aus einer der dunklen Ecken hervor.

Erschrocken wirbelte der Jüngere rum, sah diese dunkle Gestalt und krabbelte rückwärts.

Wer zum Teufel war das, noch so einer wie der da unten?

"Ach, hat mein Sohn nicht erzähl, dass er dich mit einer alten Seele einsperrt?", schmunzelte er kalt und ließ seine Eckzähne aufblitzen.

Ein Vampir, er war ein Vampir.

"Nein, hat er nicht, wenn er was sagt, brüllt er meist rum oder brabbelt irgendwas Unverständliches", antwortete er ehrlich, wich jedoch noch immer zurück, da ihm der Kerl ungeheuer war.

"Na, so ist er nur zu meinesgleichen. Er versteht es immer noch nicht, dass auch durch seine Adern das Blut eines Vampirs fließt", lachte er rau und nun sah man ihn deutlich.

Die eisblauen Augen, doch diese waren kalt und unberechenbar.

"Sie sind ein Reinblut?", fragte Kadaj fassungslos, stand langsam auf und blickte ihn dementsprechend an.

"Ja, das bin ich. Mein Blut ist reiner als du es dir denken kannst, meine Familie geht bis Jahrtausende zurück. Doch mein Sohn ist ein Halbblut", antwortete er ihm und beäugte sich Kadaj genau.

"Du bist aber ein Bastard. Du wurdest gebissen", stellte er fest und rümpfte verdächtig die Nase.

"Kann es auch nicht ändern, ich wurde vorher nicht gefragt, wenn Sie das meinen", antwortete er frech, wendete den Blick ab und grummelte.

Noch so ein Blödmann, der meint alles besser zu wissen, schoss es Kadaj wieder mal durch den Kopf und er starrte erneut die Wand an.

"Komisch, die Aufgabe meiner Familie ist es solche wie dich zu töten", dachte er laut nach und lachte auf.

"Tja, was will man auch von einem Halbblut erwarten, ist zwar stark, aber kann nicht einmal ein Kind töten! Eindeutig zufiel Einfluss von seiner verdorbenen Mutter!", raunte er gehässig.

"Nein, unser lieber Präsident hat meinem Bruder wohl ein Versprechen gegeben, ich wäre auch lieber tot als hier herumgammeln zu müssen", knurrte Kadaj nun auch, setzte sich auf eine der Kisten und schnaufte.

"Ach der. Dieser hat auch meinem Sohn den Kopf verdreht!", grollte der Mann und schnaubte kalt.

"Wenn ich ihn in meine Hände bekommen könnte, würde ich ihn in Fetzen reisen!", redete er weiter.

"Jap in so was war mein Bruder ein Genie, wo der auftauchte, lagen ihm alle zu Füßen", erwiderte der Jüngere kopfschüttelnd und grinste, da ihm einige Bilder aus vergangenen Tagen durch den Kopf huschten.

"Wessen Blut hast du hier bis jetzt getrunken?", fragte er plötzlich nach, da er den Geruch von Clouds ganz deutlich in der Nase hatte.

Und auch dass der Kleine hier schon länger war, wusste er, doch wer weiß, ob der Kleine wusste, wie wertvoll sein Blut war.

Nicht nur, dass er aus einer Reinblutfamilie stammte, auch, dass er immer noch unschuldig war.

"Hier hab ich gar keines getrunken, hab mich geweigert und draußen in der Stadt, hab ich wahllos getötet", gestand er dem Älteren leise.

"Du bist so dumm", lachte er plötzlich los.

Er wusste, dass sein Sohn über die Wirkung seines Blutes Bescheid wusste, dass er auch wusste, was er anstellte, wenn er es freiwillig gab und dennoch hatte er es ihm angeboten und dieser nahm es nicht an.

Wie dumm.

"Danke, das sagte Sephiroth auch immer", knurrte Kadaj beleidigt und drehte sich weg.

"Weißt du, für was der Name 'Strife' steht? Eine Blutlinie, die so alt ist wie die Erde selbst, eine Tradition, die verlangt, den Schwur zu leisten, den man als frischgeborener auf den Leib gebrannt bekam. Eine Kraft, die deine Vorstellungen bei Weitem überragen und einen Fluch, der jeden bestraft, der es wagt, die Familie zu verraten und sich an jemanden anderen verspricht?", bedrohlich leise kamen diese Sätze über seine Lippen, trat mit jedem Schritt näher und dann ganz in Kadajs Blickfeld.

Ein Mann, mit langem blonden Haar, eisblauen Augen und so jung als wäre er gerade mal zwanzig Jahre alt.

Er hatte ein schwarzes Hemd an, eine dazu passende schwarze Hose und doch machte es ihn von der Erscheinung her nicht gerade sympathischer.

"Ich weiß nicht viel über Vampire, auch nichts über Jäger. Es ist mir auch egal, ich hatte nie vor irgendwas mit solchen Leuten zu tun haben zu wollen, bis dieser Vincent mich gebissen hat", antwortete dieser, wich erneut zurück und bekam langsam ein seltsam beklemmendes Gefühl.

"Narr! Ob gebissen, oder nicht! Auch du musst dich unterordnen! Auch du musst die Regeln und die Gesetze lernen! Du wirst deine Grenzen kennen müssen, denn sonst wirst der Biss nicht der Erste gewesen sein", zischte der Ältere weiter und verengte seine Augen zu Schlitzen.

"Ja, ja, ich muss gar nichts", murrte er wieder kindlich, verschränkte die Arme vor der Brust und starrte ihn wütend an.

Nachdem Rufus hin und her überlegt hatte, ging dieser in seinen verborgenen Keller, der tief unter der ShinRa - Villa lag und öffnete die Tür.

Langsam betrat er den dunklen, muffigen Raum und zündete eine der Fackeln an den Wänden an.

Mit langsamen Schritten ging er in die Mitte des Raumes, schnitt sich in den Unterarm, und ließ sein eigenes Blut auf den Boden tropfen.

Sofort floss dieses in eine Art Rinne und sofort schoss etwas aus dem Boden heraus, was einem Sarg glich und den Schrecken aller Menschen beinhaltete.

"Sephiroth, wie fühlst du dich?", fragte er den Silberhaarigen, als dieser sich langsam erhob und ihn kalt anstarrte.

"Wie lange hab ich geschlafen?", fragte er gähnend, kletterte aus dem Sarg heraus, streckte seine müden Knochen und wandte sich schließlich Rufus zu.

"Ganze zehn Jahre, viel hat sich in diesen getan. Loz und Yazoo sind beide tot und Kadaj ist, wie soll ich das nur sagen ...?", brach dieser zitternd den Satz ab, traute sich nicht den Vampir Fürsten anzusehen und lief unruhig auf und ab.

"Was ist mit Kadaj? Los sag schon!", forderte Sephiroth ihn aufgebracht auf, drückte ihn unsanft gegen die kalte Kellerwand und schaute ihn giftig an.

„Ich warne dich, sollte Kadaj irgendetwas zugestoßen sein, dann bring ich dich um! Du hast mir ein Versprechen gegeben. Also wo ist er?", knurrte er erneut.

"Als Loz und Yazoo erschossen wurden, wurde auch Kadaj angeschossen und schwer verletzt. Er wäre fast gestorben, es war eine Silberkugel und doch starb er nicht, also hat Vincent ihn gebissen und somit ist sein Vampir Gen in ihm erwacht. Er hat angefangen wahllos zu töten, lief Cloud buchstäblich in die Arme und ist nun bei ihm", brachte Rufus ängstlich hervor.

"WAS? ER IST BEI DIESEM CLOUD? BIST DU NOCH ZU RETTEN?", knurrte er wütend, ließ schließlich von ihm ab, hastete die Treppen rauf und aus dieser verdammten Villa.

Wütend, wie Sephiroth war, schritt er durch den Wald und war auf der Suche nach seinem letzten noch lebenden Verwandten.

Keiner, nicht einmal Rufus wusste, dass Kadaj nicht sein Bruder, sondern sein Sohn war.

Er hatte das immer aus Sorge um den Kleinen verschwiegen, einzig Loz und Yazoo wussten es und die Beiden waren tot.

Sephiroth musste den Jungen finden, ehe er von Cloud seinem Vater erfuhr, wer er wirklich war.

Er wusste, dass er auch im Haus war, seine Anwesenheit konnte er deutlich spüren.

Kadaj sollte von ihm die Wahrheit erfahren und vor allem wer seine Mutter war und was er war.

Ja, stolz sein konnte Sephiroth nicht, immerhin hatte er sich mit einer Göttin vergnügt und Kadaj war nun mal leider das Ergebnis dieser einen unvergesslichen Nacht.

Kadaj war also halb ein Gott und halb Vampir, deshalb hatte sein Herz auch siebzehn Jahre lang wie das eines Menschen geschlagen, doch an dem Tag als er gebissen wurde, starb dieser Teil von ihm und machte ihn somit zu einem Ganzen.

Zu einer Bestie, die wahllos tötete, eine Gefahr für Menschen, aber auch zu einer Gefahr seinesgleichen.

Durch einen starken Schmerz an der Brust wachte Cloud auf, legte seine Hand auf diese Stelle und wusste, dass ein Vampir sich dem Haus näherte.

Da sein Tag sowieso nicht gut war, schnappte er sich seine Pistole und ging hinaus, stellte sich dorthin, wo die Kraft am meisten ausströmte und wusste, dass er hier herkommen würde.

Grummelnd kam Sephiroth schließlich an dem Haus an, jedoch hatte er das Schutzschild total vergessen und wurde von diesem unsanft zurückgeschleudert und krachte zu Boden.

"Was willst du, Vampir?", spie Cloud sogleich diesem entgegen und klang mehr als nur gehässig.

Auch sein Blick war kalt und seine Körperhaltung zeigte ebenfalls Desinteresse.

"Ich will zu meinem Bruder und außerdem muss ich mit deinem Vater sprechen, ich nehme an, dass du dieser Cloud bist", knurrte er ihm wütend entgegen, rappelte sich langsam auf und trat näher.

"Mein Vater?", knurrte der Blonde ihm entgegen und sah ihm in die Augen, woher wusste er?

Niemand wusste, dass dieser noch lebte, noch im Haus lebte.

"Ich mag zwar zehn Jahre geschlafen haben, aber mir entgeht nichts. Also was ist jetzt, kann ich jetzt endlich mit Kadaj sprechen, es ist wichtig, lebenswichtig", erwiderte er trocken, starrte ihn gefährlich funkelnd an und lief unruhig umher.

"Na und, wenn einer mehr von euch sterben würde, meinst du es interessierte mich!", konterte Cloud und ging einfach zurück.

"Du weißt scheinbar nicht, wen oder was du da im Haus gefangen hältst. Ich weiß, dass dir dieser Job keinen Spaß macht, ich weiß das Rufus dich darum gebeten hat, aber er wusste, nicht warum er das tat, er hat es mir nur selber versprochen. Tja da staunst du was, der gute alte Sephiroth lebt also auch noch. Ich kann nicht sterben, nur ein Gott könnte mich töten und genauso einer sitzt gerade deinem Vater gegenüber", knurrte er noch gereizter, als er ohnehin schon war, da die Zeit langsam drängte.

"Ein Gott?", lachte Cloud schallend los, drehte sich wieder um und sah ihn belustigt an.

"Weißt du, eins habe ich von meinem Alten gelernt, traue niemanden mit fremdem Blut", zischte er zurück.

"Fremd? Gott, was bist du dumm, ich bin keineswegs fremd und Kadaj auch nicht. Seine Mutter ist keine geringere als Venus persönlich und sein Vater ist einer der ältesten und mächtigsten Vampire. Frag halt deinen Vater, er kennt mich und er kennt mein Geheimnis, das ich seit siebzehn Jahren hüte", bellte Sephiroth zurück und verlor langsam die Geduld und die Nerven. "

Ach, wenn du mich so gut kennst, wessen Blut fließt denn in meinen Adern?", fragte der Blonde und verschränkte die Arme vor der Brust.

Er glaubte ihm nicht, zeigte das auch mehr als deutlich und es war ihm egal, was für ein angebliches Geheimnis er hatte.

"Du wagst es, den Vampir Fürsten anzugreifen? Also schön, dann sag deinem Vater einen schönen Gruß von mir, soll er eben Kadaj über sich und seine Herkunft aufklären, soll er ihm erklären, dass er keine Brüder …", er brach den Satz ab, drehte sich um und ging einfach, sollte er doch machen, was er wollte, der Vampir Fürst hatte die Nase jedenfalls mehr als voll.

"Na, hast du den lieben Sephiroth ausgesperrt?", hörte Cloud die kalt lachende Stimme seines Vaters und verlor für einen Moment die Kontrolle über das Schild, machte sich verwundbar denn die Kraft schwand, merkte man sofort und auch dieser komische Vampir war keine zehn Meter entfernt.

"Sephiroth ist tot", knurrte Kadaj wütend, wie konnte dieser Kerl es wagen seinen Namen in den Mund, zu nehmen.

"Tot? Nein, er steht vor dem Schild, wird von meinem Sohn ferngehalten und macht hier etwas Krach", lachte er Kadaj aus und hielt sich die Hand vor den Mund.

"Wie bitte? Das glaub ich nicht … ich meine, ich habe doch seine Leiche gesehen, er war tot", schrie er fast schon, war völlig fertig und glaubte ihm kein Wort.

"Nein, er schlief, er schlief den Schlaf, den er brauchte", kicherte er weiter und fing dann die Gedanken des anderen an.

So sieht man sich wieder, alter Freund.

Dein Sohn ist schlimmer als ein Sack voll Flöhe. Ist Kadaj bei dir? Ich würde ja gern selber mit ihm sprechen, aber ich komm ja nicht hin, wie du unschwer erkennen kannst, ließ auch Sephiroth seine Gedanken zu ihm sprechen.

"Sein Herz stand still, er war eiskalt, er kann also nicht geschlafen haben", empörte Kadaj sich weiter.

Ja, das ist alles die Schuld meiner Frau und dieses verdammten Rufus!, zischte er wütend auf die beiden los und seufzte dann.

Geh, er hat die Kontrolle verloren, aber beeile dich, lange kann ich ihn nicht aufhalten. Er ist zu stark!, mahnte er Sephiroth und verstummte dann.

Schneller als der Blitz betrat dieser das Grundstück, schritt zur Tür und öffnete diese.

Noch einmal warf er Cloud einen kalten Blick zu, folgte der Treppe nach oben hin und öffnete problemlos die Tür zum Dachboden.

Fassungslos starrte Kadaj ihn an, er lebte also doch noch, aber warum?

Wieso hatten ihn Loz und Yazoo angelogen?

Cloud lief ihm hinterher, erreichte ihn fast und doch war er zu spät.

Mit einem lauten Knall wurde die Tür vor seiner Nase zugeschlagen und so hämmerte er gegen diese mit der Faust, doch es half nicht.

"Du lebst? Wieso, das ist doch nicht möglich", stammelte Kadaj vor sich hin, wich seinem eigenen Bruder aus und starrte sie beide an.

Kannten die sich etwa?

Die wirkten so vertraut!

"Ja, wie man sieht, lebe ich und wie ich sehe, du scheinbar auch noch. Hattest Glück, dass dich Rufus in Schutz genommen hat", antwortete dieser vorerst unbeeindruckt und ließ sich nicht gleich von seinen Gefühlen leiten.

"Pah auf den hätte ich auch verzichten können, genau wie auf das hier alles", regte der Jüngere sich nun auch auf, lehnte sich lässig an die Wand und ließ ihn einfach labern.

"Ich muss schon sagen, du bist wirklich noch frecher geworden als damals. Manchmal frag ich mich was dir meine Brüder eigentlich über zehn Jahre beigebracht haben!", machte Sephiroth munter weiter, schritt durch den Raum und schaute sich ein wenig um.

"Macht auf! Reizt mich nicht! Vater!", schrie Cloud und hämmerte weiter wütend und ungehalten gegen die Tür.

Als Cloud Brulé wieder als Vater bezeichnete, sah er erschrocken zur Tür, ein Gefühl der Freunde durchflutete ihn und ließ ihn lächeln.

"Dein Auftauchen hatte mal wieder etwas Gutes mitgebracht, alter Freund", sprach er dann Sephiroth an, jedoch wendete er seinen Blick nicht von der Tür ab.

"Deine? Du meinst wohl unsere oder hast du mich vergessen?", giftete Kadaj beleidigt, schaute ihn dementsprechend an und hätte heulen können.

"Oja, ich hoffe, mein werter Herr Sohn hat dir nicht den letzten Nerv geraubt, er ist leider etwas frech und ungezogen, aber das legt sich schon", lächelte der Fürst nun, ließ also so die Bombe platzen und schaute in Kadajs Richtung.

"SOHN? SEIT WANN BIN ICH BITTE DEIN SOHN? ICH BIN IMMER NOCH DEIN BRUDER!", donnerte dieser nun völlig von der Rolle zurück und starrte ihn giftig an.

"Nicht mehr als meiner", grinste Brulé ihn an und seufzte auf, als Kadaj zu schreien anfing.

"Hm mal überlegen … seit genau siebzehn Jahren bist du das! Ich hab es dir nur nie gesagt, weil es besser so war, außerdem siehst du mir verdammt ähnlich und das tun Brüder nun mal nicht! Hinzu kommt, dass du nicht mal ein Mensch bist, du warst nie einer und wirst auch nie einer sein. Deine Mutter war eine Göttin, nur ihretwegen schlug dein Herz. Ich aber bin ein Vampir, der Fürst noch dazu und das macht dich zu einem was auch immer, keine Ahnung, wie man diese Kreuzung nennt", knurrte Sephiroth, da ihm sein Verhalten langsam auf den Peilsender ging.

"Oh soll ich jetzt laut 'Juhu' rufen oder was? Mir vielleicht einen Zettel an die Stirn kleben 'seht her, ich bin eine Kreuzung aus zwei Idioten! 'Toll ich bin begeistert, mehr kann ich dazu echt nicht sagen. Was bin ich jetzt eigentlich genau? Weiß wieder keiner, prima!", regte Kadaj sich wieder gekonnt auf und verließ ohne was zu sagen den Dachboden.

"Viel Spaß, Kinder sind nicht einfach", grinste Brulé Sephiroth an und setzte sich auf einen Stuhl, der in der Nähe stand.

Clouds Gehämmer nahm zwar nicht ab, aber interessieren tat es niemanden außer seinem Vater.

"Oja, ich wette die beiden haben ihn total verzogen. Bei mir gab es solche Marotten nicht", erwiderte dieser seufzend, ließ sich neben ihm nieder und schaute starr die Wand an.

Immer noch wütend stapfte Kadaj die Treppe runter, hörte dieses Gehämmer an der Tür und hielt sich gekonnt die Ohren zu, ehe er laut brüllte" Schnauze!"

Dein Herz ist Gift für mich - von Fräulein Wunder.



Immer noch wütend stapfte Kadaj die Treppe runter, hörte dieses Gehämmer an der Tür und hielt sich gekonnt die Ohren zu, ehe er laut brüllte "Schnauze!"

Es reichte Cloud, ohne zu zögern, zog er seine Waffe und schoss dagegen.

Es war sein Haus, zur Hölle noch mal!

"Ach du Scheiße!", entfuhr es dem Vampir, als er Blondie entdeckte und dieser auch noch übel gereizt war.

"Es reicht!", zischte der Blonde, brach die Tür nun ganz und kam hoch.

Wütend sah er alle an, spürte, wie sein Blut kochte und etwas in ihm zu schlagen begann, doch es war ihm egal.

"Beruhige dich Sohn!", hörte er seinen Vater beschwichtigend sagen, doch er hörte nicht auf ihn, sondern richtete seine Waffe zwischen seine Augen.

"Schweig!", zischte er leise kalt.

Brulé warf Sephiroth einen wissenden Blick zu und sah dann wieder zu seinem Sohn, erschrak, als er sah, dass sein eigenes Blut die Waffe gegen ihn gerichtet hatte.

"Ja, ja, wenn die Argumente fehlen, greift der immer zu einer Waffe, echt zum Brüllen so was", warf Kadaj gelangweilt in den Raum, sah jedoch, dass Sephiroth alles andere als lustig aufgelegt war und schwieg dann doch lieber.

"Ruhig, beruhige dich!", redete er auf Cloud ein und trat näher an ihn, sah noch einmal zu Sephiroth und sprach wieder in Gedanken zu ihm.

Schlag ihn k.o.! Wenn er die Kontrolle verliert, werden wir es hier heißer als in der Hölle haben! Da ist dein Sohn ja nichts dagegen!

Okay, ich habe verstanden, antwortete dieser mental, wartete einen Moment, bis er Cloud ablenkte, und schlug dann ohne Vorwarnung zu.

Brulé fing den Jungen auf und seufzte tief.

"Was man alles mit Mischungen durchmachen muss", seufzte dieser und legte Cloud dann einfach in den Sarg.

"Ja, wohl wahr, ich weiß leider nicht, was bei meiner Mischung bei rauskommt, aber vom Verhalten her gleicht er seiner Mutter", grinste Sephiroth trocken, warf Kadaj einen Blick zu und versuchte zu erkennen, was ihn seinem Kopf vorging.

"Nicht nur deiner. Auch meiner hat leider mehr von seiner Mutter als gewollt", antwortete Brulé ihm und streichelte seinem Sohn sanft durch das Haar.

"Ja, nur das deine ein Mensch war und Kadajs eine Göttin. Du weißt, dass er uns allesamt auf einen Schlag ausrotten könnte? Er braucht sich dafür nicht mal anstrengen und das Einzige, was ihn töten kann, ist eine Waffe von der keiner etwas weiß oder ahnt", seufzte der Fürst nun wieder.

"Und die wäre?", fragte er nach und sah ihn an.

"Das eine wäre seine Mutter, aber die würde es wohl kaum wagen diesen kleinen Teufel auszumerzen und das Zweite weiß ich leider auch nicht, das hütet sie wie ihren Augapfel", brummte Sephiroth mittlerweile.

"Tja, auch was. Und nimmst du ihn mit? Wenn Cloud wieder wach wird, kann es hier ziemlich lustig werden", antwortete er ihm und sah dann zu seinem Sohn, der sich leider schon langsam zu regen begann.

"Ich bin kein Teufel", knurrte Kadaj herablassend sah die Beiden an und funkelte sie giftig und hasserfüllt an.

"Würde ich gern, aber euer Schild ist das Einzige was scheinbar seine Kräfte unterdrückt, deswegen hatte Rufus auch Cloud gebeten ihn hierzu behalten", seufzte Sephiroth erneut.

Rufus wusste zwar nicht das Kadaj sein Sohn war, aber er wusste, was Kadaj einmal werden würde.

Der Schrecken aller Vampire!

"Super, dann wird das hier ja noch heiter werden!", grollte er und strich seinem Sohn sanft über den Hals, an der Schlagader entlang und dann ließ er jedoch von ihm ab.

Sein Blut bebte immer noch, scheinbar hatte er sich noch nicht sonderlich beruhig.

"Ja, ich weiß, hätte ich mich damals besser im Griff gehabt wäre es wohl für alle das Beste gewesen, aber es lief leider anders und ich wurde schwach. Hast du es eigentlich gewusst, ich meine, wer er ist?", murmelte Sephiroth betroffen und hoffte, das Kadaj seine Worte nicht gehört hatte.

"Sicher, das ging doch ziemlich schnell rum in den Kreisen", antwortete er ihm und sah Cloud immer noch erschrocken an.

"Ach nein, aber erst mal schön herummeckern und herablassend werden", mischte Kadaj sich trotzig ein, hockte sich kurzerhand neben Sephiroth und schaute Clouds Vater noch immer wütend an.

"Nun werd nicht wieder frech", ermahnte dieser seinen Sohn, wuschelte ihm aber dennoch über den Kopf und grinste.

"Es ist Verrat! Wie man es nimmt! Es ist Blutverrat!", mahnte er den Kleinen und sah Sephiroth an, wusste, dass er auch er sich an die Gesetze der Nacht halten muss, egal welchen Stand man war.

"Ich raff hier mal gar nichts, wen oder was soll ich verraten haben?"

Kadaj verstand nur Bahnhof, das Erwachsene auch immer in Rätseln sprechen mussten.

"Du bist das Ergebnis eines Gottes. Du bist etwas, das man fassen kann. Du bist quasi der, der deinen Vater zum Verräter machte", versuchte er ihm zu erklären und verdrehte innerlich die Augen, denn bei ihm sah das nicht anders aus.

"Hä was? Was kann ich dafür, dass mein blöder Vater oder was auch immer der ist, gemacht hat? Mich hat keiner gefragt, ob ich auf diese Welt will, es hat mich auch keiner gefragt, ob ich ein Vampir werden will, also schön die Klappe halten", schnauzte Kadaj wie bekloppt rum und legte die Stirn in Falten.

Langsam hatte er echt die Nase voll.

"Du warst schon immer ein Vampir, es wurde nur vonseiten deiner Mutter unterdrückt. Als Vincent dich gebissen hat, starb dieser Teil in dir und machte dich zu einem Halbblut. Nur ihretwegen hattest du einen Herzschlag, hattest eine Körpertemperatur und nur so ahnte keiner, wer du wirklich bist. Dass du ein Halbgott und Vampir bist, dass du der Sohn des Fürsten bist", klärte Sephiroth Kadaj schon genervt auf.

"Meist du? Jeder hat einen Ausweg, er muss einfach dieses verräterische Mal beseitigen, aber er konnte nicht. Genauso wie mir wurden seine Hände gebunden. Meinst du, dass wir sonst hier stehen würden?", raunte Brulé leise knurrend, da dieses Kind ihn immer mehr verärgerte und auch sein Sprössling sich leider immer mehr zu regen begann.

"Na großartig, soll ich vielleicht noch Danke sagen?", maulte Kadaj weiter vor sich hin, stand auf und hatte langsam genug von diesen irren und dummen Leuten.

"Macht doch, was ihr wollt, ich hab keine Lust mehr mir das Gebabbel über Vampire anzuhören! Ich mag zwar einer sein, aber abfinden werd ich mich damit niemals!", keifte er, setzte sich in die hinterste Ecke und schmollte.

"ES REICHT, KADAJ!GLAUB MIR, WENN ICH WÜSSTE, WELCHE WAFFE AUßER DEINE MUTTER DICH TÖTEN KANN, ICH WÜRDE SIE BENUTZEN!ICH HAB DIE SCHNAUZE GESTRICHEN VOLL, ICH HAB MICH NICHT WECKEN LASSEN, UM MICH MIT EINEM ROTZFRECHEN BASTARD RUMSCHLAGEN ZU MÜSSEN!", schrie der Fürst seinen Sohn an, zerrte ihm am Kragen hoch zu sich und schaute ihn mit blutroten Augen an, ehe er ihn unsanft in die nächste Ecke schleuderte.

Was keiner der vier Anwesenden auf dem Dachboden ahnte, die Waffe die Kadaj töten konnte, war vielleicht näher an ihm dran, als man vermutete.

Kadaj war der Sohn der Liebesgöttin Venus, diese hatte sich eine fast todsichere Waffe einfallen lassen, um ihn zu schützen.

Liebe!

Sollte Kadaj sich jemals verlieben und diese nicht erwidert werden, würde er langsam und qualvoll dahinscheiden.

"ICH HASSE DICH! WÄRST DU DOCH NUR TOT UND BEGRABEN, ABER NEIN …", ohne weiterzusprechen, schlug Kadaj Sephiroth die Faust mitten ins Gesicht, rannte an ihm vorbei und die Treppe runter.

Er wollte keinen mehr sehen, er hasste sie alle, hasste sich und sein beschissenes Leben und doch konnte er es nicht ändern, was er war.

Cloud schlug flatternd seine Augen auf, wodurch das Schild wieder mit voller Kraft einsetzte und alles wieder so war wie vorher, na ja fast alles.

"Du verdammtes Monster!", knurrte er und erhob sich schmerzvoll, sein Nacken tat höllisch weh.

Sein Blick wanderte zu seinem Vater, sah ihm in die Augen und er wusste, dass auch bei ihm die Angst leicht und langsam anstieg.

Er spürte, wie immer noch etwas ganz schwach aber dennoch immer noch schlug, als hätte es ein Eigenleben und doch ignorierte er es wieder, indem er die Wut als Erklärung akzeptierte.

"Ist unser Dornröschen also wieder wach", grinste Sephiroth vage, hielt sich noch immer die Nase und fluchte.

"Schnauze!", zischte Cloud und stieg aus dem Sarg, wieso lag er denn da?

"Manchmal frag ich mich, für was man eigentlich Kinder in die Welt setzt! Bestimmt nicht um sich von diesen auf der Nase rumtanzen zu lassen", brummte Sephiroth gereizt und setzte sich wieder auf eine der Kisten, schwieg und grübelte.

„Ihr seid nicht besser!", zischte Cloud weiter und spürte das gewohnte ziehen an seiner Brust, super er bekam wieder Besuch!

"Oh doch sind wir, ich rotte nicht meines Gleichen aus! Mein Sohn aber könnte es auf einen Schlag tun, sobald er 18 ist und jemals dieses Haus verlassen sollte, wachsen seine Kräfte und wir sind alle geliefert! Das darf niemals geschehen, jedenfalls nicht so lange wir nicht wissen, wie man Kadaj unschädlich machen kann", erwiderte er gehässig, wusste Sephiroth doch das auch Cloud daran zugrunde gehen würde.

"Weißt du, wie scheiß egal mir das ist? Ich will deinen verdammten Sohn hier nicht! Ich habe genug Probleme! AH!", zischte dieser kalt an, wandte sich zu seinem Vater um, wollte auch ihm gehörig die Meinung sagen, doch leider wurde das Ziehen immer stärker.

Kopfschüttelnd stand der Fürst da, konnte es nicht fassen, wie dumm er war.

"Also gut ich nehme ihn mit, dann kann ich aber nur noch sagen, genießt die letzten zwei Wochen eures Lebens, danach haben wir keins mehr", knurrte er nun und wandte sich ab.

Wenn du am Abgrund stehst, dann schwebe ich und wenn du runterfällst: Ich fang dich nicht!

Wenn du auf mich setzt, bist du verloren.

Ich habe dir noch nie etwas geschworen. Du hast gesagt, du willst mich nicht verlieren – willst du alles, was du hast, mit mir verspielen?

Bitte wisch' die Tränen wieder auf – ich habe meine Träume längst verkauft!

Das Gefühl, das du vermisst, das bin ich. Ich bin der Schatten und du das Licht.

Du weißt nicht, wer ich bin – bitte lieb' mich nicht! Solang' die Welt sich weiterdreht - bin ich bei dir gefangen.

Warum mach' ich alles, was du liebst – kaputt?

Dein Herz ist Gift für mich!

Ich leuchte wie ein Stern, der nie vergeht.

Doch wenn du nach mir suchst – bin ich verglüht.

Du läufst nur meinem Schatten hinterher.

Das, woran ich glaubte, gibt es nicht mehr.

Den Schmerz, den du jetzt spürst, das bin ich! Ich bin der Schatten und du das Licht.

Du weißt nicht, wer ich bin – bitte lieb' mich nicht!

Solang' die Welt sich weiterdreht – bin ich bei dir gefangen.

Warum mach' ich alles, was du liebst – kaputt?

Dein Herz ist Gift für mich!

Das Feuer – Feuer in mir schlägt über zu dir.

Doch es wärmt dich nicht.

Dein Herz ist Gift für mich!

"Er bleibt!", knurrte Brulé wütend und doch hoffte er, dass er hier überhaupt noch was zu sagen hatte.

Seit sein Sohn ihn auf diesem verdammten Dachboden eingesperrt hatte, hatte er leider nicht viel zu lachen aber dennoch!

"Angefangen hat es scheinbar schon, ich kann deutlich seine Wut, seinen Hass und seinen Schmerz fühlen. Er hasst nicht nur uns, er hasst sich selber und das ist eine nicht grade nette Zusammensetzung", erzählte Sephiroth weiter, kaute währenddessen auf seinen Fingernägeln rum und lief unbeeindruckt durch das Zimmer.

Cloud verdrehte demonstrativ die Augen, verließ den Raum, doch mit einem Grinsen.

Es war ganz lustig, wenn man auch eine Art weiteres Schild in dem Haus erschaffen konnte, wenn man wollte.

So tat er es, da die Tür ja nicht mehr existierte, und sperrte beide da oben ein.

Draußen angekommen sah er wie diese Idioten immer und immer wieder gegen das Schild flogen, dagegen abprallten und dann einen Abflug Richtung Boden machten.

Doch leider tat es auch ihm weh.

Venus sah Kadaj schon von Weitem, sie musste zugeben er sah seinem Vater doch sehr ähnlich.

Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht, als sie ohne Probleme das Schutzschild durchquerte und das, obwohl auch sie ein Vampir war.

Solch ein Schild brachte gegen sie nichts, sie war und ist immer noch eine Göttin, eine, die nicht liebte, eine, die ihr Kind sehen wollte und nichts und niemand würde sie aufhalten.

Kadaj schaute auf, sah diese Frau mit den Silberlangen Haaren, den leuchtend grünen Augen und diesem sanften Lächeln.

Ihm war sofort klar, wer sie war, dass sie seine Mutter sein musste, den ihr weicher Blick verriet es, auch wie sie sich gab und sich verhielt.

Sanft lächelte sie, setzte sich neben ihren Sohn und fing an zu erzählen.

"Du bist ein Reinblut, doch das weiß dein Vater nicht, er ahnt nicht mal, dass ich ein Vampir bin und das Schild zusammen mit dir durchqueren kann. Im Gegensatz zu reinen Vampiren sind wir beide unsterblich, na ja ich zumindest, bei dir weiß ich es nicht. Du bist 17 und schwach, du könnest dich immer noch verlieben, aber ich tu es nicht. Ich habe es nie getan, ich liebte deinen Vater noch nie, es war eine einzige Nacht und doch liebe ich dich. Du bist mein Sohn, mein eigenes Fleisch und Blut. Komm gehen wir, zusammen können wir dieses Schild durchqueren, das ahnt nur keiner und aufhalten kann uns auch keiner, ich würde jeden töten, der dir zu nahe kommt."

Kadaj erhob sich, umfasste ihre Hand und doch sah er ihn.

Ihn den Vampirjäger!

Langsam aber sicher wurde Cloud immer schwächer, verwendete seine Kraft nur noch damit das Schild aufrechtzuerhalten und doch spürte er deutlich das etwas an seiner Kraft, an seinem Willen zerrte.

Kraftlos sank er auf die Knie und sah hinauf zum Himmel, sah die ganzen verdammten Monster und wusste, dass sie dieses Mal nicht so leicht aufgeben würden!

Mit Kadaj zusammen ging Venus an diesem Vampirjäger vorbei, lächelte diesen zuckersüß an und ging einfach weiter.

Als sie fast das Ende des Grundstücks und somit das schützende Schild erreicht hatten, drehte sie sich zu Kadaj, drückte ihn an sich und schritt leichtfüßig einfach weiter.

Was?

Was tat sie da?

Das durfte sie doch nicht! Wie konnte sie?

Wie in Trance stand Cloud auf, fing an zu rennen, achtete nicht mehr darauf, dass das Schild zusammenbrach, und sprang hoch, als sie sich erhob.

"Kadaj!", rief er seinen Namen verzweifelt, doch wieso?

Er wusste es nicht, es war, als würde nicht er handeln, sondern jemand anderes und doch in seinem Körper.

Er spürte, wie der Wind ihm durch die Haare wehte, wie es aufwirbelte und durcheinanderbrachte, doch es war ihm egal.

Seine Hand ausgestreckt versuchte er ihn zu erreichten, achtete nicht auf die ganzen Blut-besessenen Vampire, die schon im Anflug auf ihn waren.

Als Kadaj sah, dass Cloud seine Hand nach ihm ausstreckte, streckte auch er seine nach ihm aus.

Doch gerade, als sich fast ihre Fingerspitzen berührten, zog ihn seine Mutter mit.

Riss Cloud buchstäblich weg von ihm.

Kadaj verschwand vor seinen Augen, war einfach weg.

Das nächste, was Cloud spürte, waren die ganzen Körper, die Krallen und die Zähne an seinem Körper der Vampire.

"AAAAAAAAAAHHHHHHHHHHH!"

Schreiend stürzte er zu Boden.

Über zwei Wochen waren vergangen, in dieser Zeit war Kadaj achtzehn geworden, seine Kräfte sind stetig gewachsen und war fast unbesiegbar.

Er hatte noch eine Rechnung mit seinem Vater offen, ging also zu diesem und durchquerte genau wie vor Wochen seine Mutter einfach den Schutzschild, trat die Tür ein und sah alles andere als gut gelaunt aus.

Langsam und knurrend ging er die Treppe rauf bis hin zum Dachboden, durchquerte auch dort den Schutzschild und starrte die beiden Vampire vor sich mehr als hasserfüllt an.

Ohne mit der Wimper zu zucken, schritt er auf Sephiroth zu, packte diesen und drückte ihn unsanft gegen die Wand.

Er sollte ihn töten für das, was er ihm alles angetan hatte, doch noch hatte Kadaj keine Lust dazu, noch wollte er die Beiden leiden lassen.

Als Cloud es spürte, stemmte er sich aus dem Sessel und ging auf ihn zu, der Blonde sah immer noch nicht gut aus.

Seine Kraft war alles andere wieder da, doch er konnte sich schon wieder bewegen, konnte wieder ohne Hilfe, die er sowieso nie wollte, alleine gehen und stehen.

Doch leider war er immer noch an den besonders schlimmen Stellen verbunden.

Seine Handgelenke, sein Hals und auch seine Brust schnürte ein dicker Verband.

"Was willst du, wie bist du …? Oh mein Gott, du hast es also tatsächlich geschafft, aber wie?", zischte Sephiroth seinen Sohn an, zappelte wie ein Fisch am Angelhaken und konnte sich doch nicht wehren.

Was sollte das?

Wer zur Hölle!

Mit emotionslosem Gesichtsausdruck stieg Cloud die Treppen hinauf, doch was er da sah, ließ ihn erschrecken.

Wie?

Schnell war er zwischen Sephiroth und Kadaj, versuchte seine Kraft abzuwehren, doch dadurch, dass er auch verletzt und immer noch sehr geschwächt war, klappte dies nicht lange und die ganzen Wunden gingen wieder auf.

"Frag halt meine Mutter, du bist so dumm Sephiroth, oder sollte ich besser Dad sagen? Sie hat mich hier rausgeholt, hast du etwa vergessen, dass sie eine Göttin ist? Scheinbar ist dir leider vor achtzehn Jahren etwas entgangen, dir ist entgangen, dass auch sie ein Vampir ist, ich somit reinblütig bin und auch unbesiegbar! Sie hat mich hier rausgeholt, sie war immer an meiner Seite, als du ja geschlafen hast und vorgabst tot zu sein", knurrte Kadaj wütend, verstärkte seinen Griff und brach ihm die ersten Knochen.

"Lass ihn!", zischte Cloud Kadaj an und hielt sich die Hand auf die Brust, doch er merkte bereits, dass der Verband sich mit Blut tränkte und er somit immer schwächer wurde.

Dennoch ging er wieder dazwischen, schubste Sephiroth weg und war nun selber die Zielscheibe Kadajs.

"Du wagst es, mich anzugreifen? Du bist so gut wie tot, genau wie der Rest dieser Vampir Sippe", redete dieser unbeeindruckt weiter, sah ihn mit leuchtend roten Augen an, die sich langsam schwarz färbten, und packte ihn am Kragen.

„Ich bin kein Monster!", zischte Cloud zurück und unterdrückte einen Schmerzensschrei, da er genau spürte, wie die Wunden auch noch zu brennen anfingen.

Selber roch er den Geruch des frischen Blutes.

"Aber dein Vater und damit bist du zumindest ein Halbblut", knurrte Kadaj erneut, starrte ihn beinahe schon mit tödlichem Blick an, ließ jedoch dann von ihm ab und schritt geladen die Wände hoch.

"SEI STILL!", schrie der Blonde ihn wütend und kalt zu gleich an.

"ICH BIN KEIN VAMPIR!", schrie er weiter und doch spürte er wie etwas wieder in ihm zu Leben begann.

"Ach, nein? Du riechst aber wie einer, du riechst genauso modrig und bist genauso kalt und abweisend wie einer! Also erzähl mir nichts", bellte Kadaj zurück, stand mittlerweile kopfüber über den Dreien und grinste sie teuflisch und verachtend an.

"Sei still! Siehst du nicht, was du tust?", schrie Brulé nun auch und sah panisch zu seinem Sohn, der sich zu krümmen schien und seine Hand auf die Stelle der Tätowierung hielt.

"HALT DU DEINEN MUND, SONST BIST DU DER ERSTE DER GLEICH STIRBT!", schrie Kadaj zurück, ließ sich einfach von der Decke fallen und stand genau vor ihm.

"Kadaj bitte höre auf! Lass dich nicht von deinem Hass zu solchen Taten verleiten", versuchte auch Sephiroth auf seinen Sohn einzureden, hoffte, dass er auf ihn hören würde.

"Halt du dich daraus, du bist doch an allem schuld! Du hast mich all die Jahre angelogen, genau wie Loz und Yazoo, also erwarte bloß kein Mitleid, du bist es nicht wert! Ihr seid es alle nicht wert", zischte dieser verachtend, drehte sich auf dem Absatz noch einmal um, warf ihnen einen giftigen Blick zu und verließ vorerst dieses Haus.

"Wieso, tut … es so … weh?", wisperte Cloud leise und sank auf die Knie, hielt krampfhaft die Hand an dieser verfluchten Stelle und spürte, wie etwas in ihm bebte.

"NEIN!"

Den Schrei seines Vaters hörte er nur am Rande der Dunkelheit, bevor er die Kontrolle verlor und nichts mehr mitbekam.

Ein raues und kaltes Lachen erklang aus Clouds Kehle, seine Haltung hatte sich verändert, als er wieder aufrecht stand, seinen Kopf in den Nacken legte und weiter lachte.

"Frei!", lachte Cloud weiter kalt und drehte sich um.

Seine sonst so schönen blauen Augen waren nun rot mit einer schwarzen Umrandung.

"Nein!", wisperte Brulé leise und sank kraftlos auf die Knie.

"Kadaj höre auf und hör mir kurz zu! Ich habe gerade von Zeus erfahren, dass es doch noch etwas gibt, das dich töten kann! Dieser jemand hat bis eben geschlafen, doch er wurde durch dich erweckt. Glaub mir gegen ihn wirst du nicht ankommen, er wird dich töten, wenn du nicht aufhörst", flehte Venus ihren Sohn an, da sie sich dieser Gefahr bewusst war und dieser jemand auch sie töten könnte.

"Ist mir doch egal, soll derjenige mich halt umbringen. ES IST MIR EGAL!", schrie Kadaj seine eigene Mutter an und stapfte wütend durch das Unterholz.

Weg, er wollt einfach nur noch weg.

Sollten sie doch alle machen, was sie wollten, von ihm aus sollten sie sterben, es kümmerte ihn nicht!

"Kadaj sei doch vernünftig, komm mit mir mit. Oben bei den Göttern wird dich dieser Mistkerl nicht bekommen, hier unten aber wird er dich töten", versuchte sie es weiterhin.

"Oh toll, es können mich also nun schon drei Leute töten, es wird ja immer besser", knurrte er gereizt, da ihm seine Mutter langsam auf den Keks ging und sie endlich mal die Klappe halten sollte.

"Oh mein Gott, das glaub ich nicht. Wer, etwa dieser Cloud? Wann … wann Kadaj?", fragte sie nun wütend und konnte nicht glauben, dass er so schwach war.

"Ja … und nein, ich weiß es nicht! Ich weiß nicht, wann und wo es passiert ist, es ist mir auch egal! Er hasst mich sowieso, also von daher ...", brach Kadaj mitten im Satz ab, drehte sich um und schaute sie ängstlich an.

Ja, langsam bekam er Angst, Angst vor dem, den er nicht kannte, Angst vor seinen Gefühlen und Angst vor dem endgültigen Tod.

"Lang lebe die Königsfamilie!", grinste Cloud kalt und verschwand.

Er wusste, wo Kadaj war, er spürte ihn ganz deutlich, spürte, was in ihm vorging und dies erheiterte ihn nur noch mehr.

Ein interessanter Kampf würde es noch werden.

Nachdem Kadaj sich etwas gefasst hatte, setzte er sich an den Rand der Klippe, schaute emotionslos den tief hängenden Wolken hinterher und schickte seine Mutter zum Teufel.

Er wollte nicht, dass sie noch länger hier war, er wollte einfach nur meine Ruhe.

Cloud achtete nicht darauf ob Kadaj ihn hörte oder nicht, es war ihm egal.

Vom Weiten sah er ihn schon, merkte, wie bei jedem Schritt sein Blut nur noch mehr kochte, wie es regelrecht zu pulsieren begann und so steigerte sich der Drang nach dem Kampf in seinem Inneren nur noch mehr.

Der Silberhaarige bemerkte rein gar nichts, er starrte noch immer vor sich hin, bekam die herannahende Gefahr also nicht mit.

Er hatte die Knie angezogen, den Kopf darauf platziert und seufzte.

"Nun werden wir sehen, wessen Blut, das stärkere ist!", knurrte Cloud kalt, jedoch so laut, dass er es hörte.

Es trennten sie nicht mal mehr fünf Meter voneinander und das steigerte nur noch mehr das Verlangen der Bestie in ihm auf den Kampf.

Verwundert drehte Kadaj sich um, wer zum Teufel störte denn nun wieder seine Ruhe?

Umso erstaunter war er, als er diesen Vampirjäger sah, jedoch hatte sich etwas an ihm verändert.

"Kämpfe!", zischte dieser ihn an, doch gleich darauf spürte er wie etwas ihn von hinten durchlöcherte.

Wütend drehte er sich um und sah gleich zwei.

Reno und Zack, beide mit erhobenen Waffen, aus dessen noch der Qualm kam.

"Lass es Cloud! Das bist nicht du!", schrie ihm Reno entgegen, doch der Blonde lachte nur.

"Na toll, noch so zwei Flachzangen", zischte Kadaj, was mussten die sich jetzt auch einmischen?

Locker und völlig unbeeindruckt lehnte er gegen einen Baum, besah sich seine Fingernägel und schaute gelangweilt.

"Das ist mein Kampf!", zischte Cloud ihnen entgegen und spürte, wie die Kugeln aus seinem Körper gedrängt wurden.

Die Wunden verschlossen sich als wäre nichts gewesen und so drehte er sich wieder zu diesem Bastard um, der es gewagt hatte ihn zu wecken.

"Falsch … es ist nicht deiner, es ist unserer", redete dieser weiter, sah jedoch wie die Erde anfing zu brodeln und sich etwas aus dieser erhob.

"Kämpfe!", schrie der Blonde nun gehässig und stürzte sich auf ihn.

"NEIN, CLOUD! Aufhören … alle beide … Sofort!", schrie Luzifer dazwischen, trat aus seinem Erdloch hervor und war von etlichen jämmerlichen Kreaturen umgeben.

Cloud hörte nicht auf ihn, griff Kadaj dennoch an, die Kontrolle über sein Handeln hatte ich schon lange nicht mehr.

"Kadaj pass auf, lass dich nicht beißen!", rief Luzifer warnend dazwischen, hetzte nun auch seine Kreaturen auf den Blonden und versuchte den Jungen da herauszubekommen.

"Luzifer, ich brauche deine Hilfe nicht! Verschwinde von hier und nimm dein armseliges Gesindel gleich wieder mit. Ich werde so oder so sterben, was macht das jetzt noch für einen Unterschied? Lieber sterbe ich schnell, als über Wochen und das qualvoll. Ob er mich nun als Vampir tötet oder durch die Waffe meiner Mutter", knurrte Kadaj, jedoch lag er am Boden und versuchte dieses Monster oder was auch immer Cloud war von sich wegzudrücken.

"Lang lebe die Königsfamilie!", grinste Cloud kalt und verschwand.

Er wusste, wo Kadaj war, er spürte ihn ganz deutlich, spürte, was in ihm vorging und dies erheiterte ihn nur noch mehr.

Ein interessanter Kampf würde es noch werden.

Nachdem der Silberhaarige sich etwas gefasst hatte, setzte er sich an den Rand der Klippe, schaute emotionslos die tief hängenden Wolken hinterher und schickte seine Mutter zum Teufel.

Er wollte nicht, dass sie noch länger hier war, er wollte einfach nur seine Ruhe.

Cloud achtete nicht darauf, ob er ihn hörte oder nicht, es war ihm egal.

Vom Weiten sah er ihn schon, merkte, wie bei jedem Schritt sein Blut nur noch mehr kochte, wie es regelrecht zu pulsieren begann und so steigerte sich der Drang nach dem Kampf in seinem Inneren nur noch mehr.

Kadaj bemerkte rein gar nichts, er starrte noch immer vor sich hin, bekam die herannahende Gefahr also nicht mit.

Er hatte die Knie angezogen, den Kopf darauf platziert und seufzte.

"Nun werden wir sehen, wessen Blut, das stärkere ist!", knurrte der Blonde kalt, jedoch so laut, dass er es hörte.

Es trennten sie nicht mal mehr fünf Meter voneinander und das steigerte nur noch mehr das Verlangen der Bestie in ihm auf den Kampf.

Verwundert drehte sich der Jüngere um, wer zum Teufel störte denn nun wieder seine Ruhe?

Umso erstaunter war er, als ich diesen Vampirjäger sah, jedoch hatte sich etwas an ihm verändert.

"Kämpfe!", zischte dieser ihn an, doch gleich darauf spürte er wie etwas ihn von hinten durchlöcherte.

Wütend drehte er sich um und sah gleich zwei.

Reno und Zack, beide mit erhobenen Waffen, aus dessen noch der Qualm kam. "Lass es Cloud! Das bist nicht du!", schrie ihm Reno entgegen, doch er lachte nur.

"Na toll, noch so zwei Flachzangen", zischte Kadaj, was mussten die sich jetzt auch einmischen?

Locker und völlig unbeeindruckt lehnte er gegen einen Baum, knabberte an seinen Fingernägeln und schaute gelangweilt.

"Das ist mein Kampf!", zischte Cloud ihnen entgegen und spürte, wie die Kugeln aus seinem Körper gedrängt wurden.

Die Wunden verschlossen sich, als wäre nichts gewesen und so drehte er sich wieder zu diesem Bastard um, der es gewagt hatte ihn zu wecken.

"Falsch … es ist nicht deiner, es ist unserer", redete dieser weiter, sah jedoch, wie die Erde anfing zu brodeln und sich etwas aus dieser erhob.

"Kämpfe!", schrie Cloud nun gehässig und stürzte sich auf ihn.

"NEIN, CLOUD! Aufhören … alle beide … Sofort!", schrie Luzifer dazwischen, trat aus seinem Erdloch hervor und war von etlichen jämmerlichen Kreaturen umgeben.

Der Blonde hörte nicht auf ihn, griff Kadaj dennoch an, die Kontrolle über sein Handeln hatte er schon lange nicht mehr.

"Kadaj passe auf, lasse dich nicht beißen!", rief er warnend dazwischen, hetzte nun auch seine Kreaturen auf den Blonden und versuchte den Jungen da herauszubekommen.

"Luzifer, ich brauche deine Hilfe nicht! Verschwinde von hier und nimm dein armseliges Gesindel gleich wieder mit. Ich werde so oder so sterben, was macht das jetzt noch für einen Unterschied? Lieber sterbe ich schnell, als über Wochen und das qualvoll. Ob er mich nun als Vampir tötet oder durch die Waffe meiner Mutter", knurrte Kadaj, jedoch lag er am Boden und versuchte dieses Monster oder was auch immer er war von sich wegzudrücken.

"Die Waffe deiner Mutter? Ach ja, diese Waffe, ja scheinbar hat sie da nicht gründlich überlegt. Ich meine wie kann sie davon ausgehen, dass du dich nie verlieben würdest. Tz, also bitte", amüsierte Luzifer sich über seine Schwester und lehnte sich gegen die nächste Baumwurzel um das Schauspiel zu genießen.

Plötzlich geschah etwas, irgendetwas währte sich in Cloud gegen das, was er hier tat.

Seine Augenfarbe wechselte unregelmäßig von Blau zu Schwarz-Rot.

Seinen Kopf schüttelnd versuchte er es zu verdrängen, es loszuwerden doch es wurde immer schlimmer.

"Monster!", knurrte er durch zusammengebissene Zähne leise.

Noch immer wehrte Kadaj sich, schlug um sich, rammte ihm sein Knie in die Magengrube und sprang auf.

Keuchend kippte der Blonde zur Seite, fasste sich an den Kopf und verkrampfte sich am ganzen Körper.

"Er kämpft dagegen an! Zack!", hörte er Reno aufgebracht rufen und spürte, dass jemand sich neben ihn kniete.

Schnell war Reno bei ihm, glaubte es selbst kaum, doch seine Reaktion bestätigte es.

Er kämpfte gegen sich selbst, gegen das Blut, welches in ihm floss und bis jetzt die Übermacht hatte.

"Komm schon! Cloud!", feuerte er ihn leicht an und hoffte, dass er gewann, wenn das Monster in ihm weiter an Macht gewann, würde Kadaj nicht der Einzige sein, der die Radieschen von unten sah.

Als dieser sah, dass er sich verkrampfte und zur Seite kippte, ließ er es erst mal sein, stellte sich neben seinen Onkel Luzifer und gähnte gelangweilt.

"Ich denke, es wäre gesünder für uns, zu verschwinden", murmelte Luzifer leise, griff nach Kadajs Hand und wollte ihn hinter sich herziehen, doch er war so was von naiv und wollte nicht.

"Cloud", murmelte Reno leise seinen Namen, wollte ihn an der Schulter berühren, doch er wurde durch etwas bis hin zu Kadaj geschleudert und kam mit starken Verbrennungen am linken Arm zum Liegen.

Als er zu ihm sah, sah er die roten Blitze, die um seinen Körper flogen, ihn regelrecht umgaben und in ihn immer und immer wieder eindrangen.

"Was hat das zu bedeuten?", nuschelte Kadaj zu Reno und überlegte nun doch die Flucht nach oben anzutreten.

"Er kämpft!", zischte dieser ihm zu und sah, wie auch Zack sich von ihm entfernte.

Plötzlich kamen auch blaue Blitze dazu und diese vermischten sich mit den roten, ein Kampf zwischen den beiden Farben schien zu entflammen doch der Sieger stand noch nicht fest.

Stumm nickte Kadaj, stand weiterhin einfach nur da und schaute auf die Stelle, wo eben noch Luzifer gestanden hatte.

Oh Mann, was ein Feigling, dachte er sich.

"Wenn Rot gewinnt, sind wir verloren! Reno! Wir müssen hier weg!", rief Zack Reno panisch zu, schluckte hart, da auch Cloud auch einer seiner Freunde war und er ihn nun so feige im Stich ließ.

"Ich denke, ich hau auch lieber ab", murmelte Kadaj leise, erhob sich langsam aus seiner Starre und klopfte seine Hose sauber.

"Mo … Mo … ns … ter …!", wisperte Cloud durch zusammengebissene Zähne, spürte, wie etwas sich auf seiner Brust ausbreitete und langsam aber sicher sich über seinen Körper schlang.

"Kadaj, wenn du ihn wirklich liebst, dann geh zu ihm, auch wenn die Gefahr sehr groß ist, dass er dich tötet. Du musst es einfach versuchen", bat Venus ihren Sohn schon flehend, sah ihn noch einmal an und wusste nicht, ob er lebend aus dieser Sache kommen würde.

Wieder nickte Kadaj stumm, ging langsam und auf wackligen Beinen auf den Blonden zu, kniete sich zu ihm runter und schaute ihn fast schon ängstlich an.

Ja, verdammt, er hatte eine heiden Angst, aber was tat man nicht alles für seine Mutter und die liebende Erde.

Je weiter dieses etwas über Clouds Körper wanderte, desto stiller wurde er, bis er schließlich nur noch mit leeren blauen Augen keuchend liegen blieb und ganz schwach durch zuckende rote Blitze umgarnt wurde.

"Cloud kannst du mich hören? Ich weiß nicht was ich sagen soll ...", fing Kadaj an, sah zu seiner Mutter rüber und wurde von einem stechenden Schmerz umgerissen.

Was war das denn jetzt?

"Kadaj sage, was du denkst, und lüge nicht, denn darauf reagiert dein Körper. Sobald du dich bei Gefühlen belügst, wird es immer und immer wieder passieren", ermahnte Venus ihn von Weitem.

Cloud hörte nichts, spürte nichts alles, was er wahrnahm, war diese Leere um sich herum.

Ganz langsam färbten sich seine Augen wieder schwarz, die Blitze nahmen wieder etwas zu und auch sein Körper krampfte von Neuem.

Kadaj nickte wieder, beugte sich über Cloud und schaute ihn direkt ins Gesicht.

"Cloud bitte, gib nicht auf. Ich weiß wir hatten unsere Differenzen, aber na ja ach ich weiß nicht, wie ich das sagen soll? Verdammt, ich brauch dich", sprach er mit jedem Satz leiser, merkte, wie ihm die ersten Tränen die Wangen runterliefen, und stand langsam wieder auf.

"Ka … daj?", fragte er unbewusst, streckte seine Hand nach ihm aus, doch zog sie sogleich wieder zurück.

Sofort drehte dieser sich wieder zu ihm um, sank erneut auf die Knie, schaute ihn an und schluchzte: "Ich bin hier."

"Du bist nicht der einzige der Jagd auf seine Seele macht!", zischte Cloud ihn an und sah mit Pech schwarzen Augen in seine, doch es waren nicht seine, die ihn anblickten.

"Bitte komm zurück, ich will den Cloud mit den blauen Augen, der zwar etwas aufbrausend ist, aber dennoch liebenswert. Cloud … ich liebe dich", heulte Kadaj wie ein kleines Kind vor sich hin und schaute zu seiner Mutter, die lächelte und ihm den Mut gab nicht aufzugeben.

Es war, als würde Cloud daneben stehen, zusehen wie sein eigener Körper sich auf Kadaj stürzte, ihn auf dem Boden hielt und grausam klingend lachte.

"Du … Monster! Na los dann bring mich halt um", knurrte er, legte den Kopf zur Seite und zitterte extrem.

"NEEEEIIIIINNNNNN", schrie Venus, wurde jedoch von ihrem eigenen Bruder zurückgehalten und brach zusammen.

"Du … Monster! Na los, dann bring mich halt um", knurrte Kadaj, legte den Kopf zur Seite und zitterte extrem.

"NEEEEIIIIINNNNNN", schrie Venus, wurde jedoch von ihrem eigenen Bruder zurückgehalten und brach zusammen.

"Nein, nicht!", schrie Cloud, hielt sich selber fest und sah, wie sein Ebenbild den Kopf zu ihm umdrehte.

"Verschwinde! Er ist der Feind!", zischte er sich selber an und doch hielt er stand und schleuderte ihn weg.

Nun, auch als Seele hatte man Kräfte, von denen man nichts wusste.

Noch immer am Boden liegend, schaute Kadaj verwundert auf, als er sah, wie der Blonde weggeschleudert wurde.

Er hatte doch gar nichts gemacht, wie war das also möglich?

"Bist du verrückt? Er wird unser Untergang sein! Er oder wir? Stehe zu deinem Blut!", schrie er sich selber kalt und wütend an, doch er empfand nichts dabei es war ihm egal.

Noch immer verwirrt, robbte der Silberhaarige rückwärts zu bis zu seiner Mutter, stand hektisch auf und starrte diese ängstlich an.

"Mein Blut?", fragte er leise und sah sich selber an, sah in diese Augen, die nicht seine waren, sah den Gesichtsausdruck, den Cloud noch nie bei sich gesehen hatte.

Sah den Hass, den er nur allein mit seiner Körperhaltung ausdrückte, und fragte sich, ob er das war.

"Dein Blut!", hörte er sich selber wieder, spürte, wie dieses 'Ich' seine Arme um ihn schlang und spürte das etwas mit ihm passierte, dass er sichtbar wurde.

"Ich will hier weg, lieber bleib ich für immer da oben und hab aber meine Ruhe", bat Kadaj seine Mutter, sie schaute ihn wissend an und fragte, ob er das wirklich wollte.

Stumm nickte er, wenn er schon sterben würde, dann wollte er bei seiner Mutter sein und nicht hier.

Cloud drehte sich um, wollte sich selber Widersprechen und sagen, dass er ihm half, doch, als er sah, wie Kadaj sich aus dem Staub machte, änderte er seine Meinung.

"Ich wähle …"

"Kadaj, wenn du gehst, ist das endgültig, du wirst nicht wieder zurückkehren können, einmal bei den Göttern und du wirst dort bleiben müssen. Bei mir ist es anders ich hab eine Aufgabe und kann jederzeit den Palast verlassen, du aber nicht", versuchte Venus es Kadaj klar zu machen.

"Was soll ich denn noch hier unten? Mich hält hier eh nichts, ich hab es doch versucht, aber wie du siehst, ist es voll in die Hose gut gegangen", murrte dieser, schaute sie bittend an und schmollte.

"Ja? Was willst du?", hörte Cloud seine eigene Stimme, sein anders Ich sich ins Ohr flüstern und erschauerte bei der Kälte, die sie ausstrahlte.

Noch einmal drehte Kadaj sich um, schaute zu Cloud und schluckte schwer.

Es wäre besser so, wenn er ginge.

Für ihn selber, aber auch für Cloud.

"Hörst du mich? Kadaj!" Es war komisch, der Blonde wusste nicht, wieso er ihn rief, hatte keine Ahnung was da in ihn gefahren war, doch er wollte Gewissheit.

Er kannte ihn nicht, verachtete ihn und das, was er darstellte und dennoch hatte er ein schlechtes Gewissen.

"Nein! Entscheide dich! Du allein!", hörte er sich selber anbrüllen und spürte, wie dieses Etwas seine Arme nur noch fester um ihn schlang.

Vorsichtig ging Kadaj erneut auf ihn zu, schaute ihn an, wusste nicht, was er sagen oder machen sollte.

Sah er ihn?

Cloud wusste es nicht, doch das Lachen dieses Monsters in seiner Gestalt verriet, dass es wohl nicht so war.

"Na, kleiner Halbgott, siehst du ihn?", fragte er Kadaj gehässig und strich ihm über den Rücken.

"Wen soll ich sehen?", fragte dieser verwundert, blieb aber auf Abstand und schaute ihn dementsprechend an.

"Den, den du ach so liebst", lachte er weiter und zerquetschte ihn beinahe.

"AHHH!", schrie er vor Schmerz auf und kniff seine Augen zusammen. Cloud konnte sich nicht gegen ihn wehren, er … er war einfach zu schwach.

"Nein", knurrte Kadaj leise, drehte sich weg und verbarg die wiederkommenden Tränen.

„Na, dann ist ja deine Liebe wirklich nichts wert, wenn du nicht einmal seine Seele siehst. Scheinbar doch nicht das was du dachtest was?", grinste er ihn gehässig an, und obwohl er wusste, dass diese Worte Kadaj galten, verletzten sie Cloud genauso.

"HALT DEN MUND! ES MUSS DICH DOCH FREUEN, ICH STERB SO ODER SO! ALSO HÖR AUF SALZ IN DIE WUNDE ZU STREUEN", schrie Kadaj, konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten und sank kraftlos zu Boden.

"Willst du ihn sehen?", grinste er und drückte ihn mehr, er spürte, dass er etwas tat und dann sah er mit halb geschlossenen Augen zu Kadaj.

"Was soll da noch bringen? Es bringt rein gar nichts, du hast gewonnen", zischte dieser leise, kaum hörbar und versuchte aufzustehen.

"Stimmt, ich habe gewonnen doch dies macht mir mehr Freunde als ein Kampf. Dich leiden zu sehen ist wie ein wundervoller Traum, denn sowohl deine Mutter als auch dein Vater leiden mit", lachte er und ließ sich dann fallen.

"Nun entscheide dich! Blut oder Verrat!", schrie er Cloud nun an und er sah ihm mit leeren Augen in die seinen.

"Großartig, sonst noch was? Ich würde nämlich dann ganz gern gehen und in Ruhe sterben", antwortete Kadaj patzig, drehte sich einfach um und ging wieder zu seiner Mutter, die noch immer neben Luzifer stand und ziemlich verwirrt wirkte.

Als Cloud seine Worte hörte, schloss er seine Augen ganz.

"Blut, ich wähle das Blut", murmelte er leise und spürte, wie die Macht wuchs, das Böse in ihm und sich selber, wie sie wieder zu einem wurden.

Rasch packte Kadaj seine Mutter und auch sein Onkel machte sich so schnell es ging aus dem Staub.

Was danach geschah, interessierte den Blonden nicht.

Er schlachtete wahllos alles, ab was ihm über den Weg lief, spürte Freude dabei und doch interessierte es ihn nicht.

Traurig hockte Kadaj auf seiner Wolke rum, schaute runter und seufzte.

Was hatte er da nur angestellt?

Es war bald schlimmer, als man es sich vorstellen konnte und doch konnte er nichts dagegen tun.

Und der Mond wird immer lächeln.

In deinen Träumen, in deinen Träumen

Was Sie bekommen ist, was man sieht.

In "deinen Träumen, so scheint es,

Keine Antwort für den Grund

Keine Antwort für den Glanz

Wir versiegelten ein Versprechen.

Du findest mich in den Wolken.

All meine Gefühle

Denke immer daran, all die Liebe

Es ist wie ein brennendes Feuer,

Meine unerwiderte Liebe zu dir

Cloud zerstörte eine Stadt nach der Anderen, brachte die Menschen qualvoll um und trank ihr Blut, erfreute sich an ihren Schmerzensschreien und freute sich mehr und mehr bald den Anderen gegenüber zustehen.

Erschrocken saß Kadaj noch immer oben, konnte kaum glauben, was da unten abging, doch er trug die Schuld für dieses Chaos und sollte sich diesem stellen.

Es ist das Feuer in dir.

Das mich verbrennt.

Die Stimme in dir

Die nur meinen Namen kennt.

Es ist der Gedanke nach dir.

Der immer Bei mir bleibt.

Sehnsucht nach dir.

Die nur meinen Namen kennt.

Es ist der Gedanke nach dir.

Der immer Bei mir bleibt.

Sehnsucht nach dir.

Die mich in den Wahnsinn treibt.

Ich würd' dir meine Seele geben.

Mein Herz, mein Lebenslicht

Ich bring' mich dir als Opfer dar.

Doch du siehst mich nicht.

Das Ungeheuer in mir

Hast du zerstört

Mein viel zu großes Herz

Das nur dir gehört.

Es ist die Liebe zu dir.

Die immer bei mir bleibt.

Und sich mein ganzes Leben

Langsam einverleibt

Ich wollte alles für dich sein.

Weil ich mir selbst nichts bin.

Ich wollte alles für dich sein.

Nur du …

Gibst meinem Leben einen Sinn.

Bedrückende Stille um alles herum.

Niemals zuvor war die Erde so stumm.

Erstickende Leere weit und breit.

Ist das, das Ende … der Stillstand der Zeit?

Kein Mensch, kein Tier, kein Lebenszeichen.

Die Welt scheint einer Wüste zu gleichen.

Ich schaue hinauf in die Sonne ins Licht.

Eisiger Nebel verdunkelt die Sicht.

Es ist düster, der Tag ist kalt.

Die Luft ist verseucht, der Globus verstrahlt.

Die Ruhe nach dem Sturm hat alles umhüllt.

Es war laut … Doch jetzt ist es still …

Aus glühender Lava steigt rötlicher Dampf.

Riesige Krater entstanden im Kampf.

Erinnern an den Jüngsten Tag.

Dem die ganze Menschheit zum Opfer erlag.

Ich schaue mich um und fühl mich besiegt.

Bin ich der Letzte aus diesem Krieg?

Ich entsinne mich an einen mächtigen Knall.

An Feuer und Schreie überall.

Dann nichts mehr … völliger Ruhe.

Von Überlebenden keine Spur.

Ich schließe die Augen, obwohl ich nicht will.

Dann schlaf auch ich ein … Jetzt ist es still …

Noch einmal sprach Kadaj in Gedanken zu Cloud!

Unheilvolle Verheißungen ziehen wie dunkle Wolken übers Land.

Des Propheten Weissagung

Wie ein Schatten über seiner rechten Hand

Bedrohlich Einzug hält,

Zu vernichten unsere Welt.

Deine Welt, das ist deine Welt …

Sieh dich vor

Dein Handeln, dein Denken

Wird unsere Erde im Chaos versenken.

Sie werden kommen, wie die Zeichen der Natur,

Um uns zu verkünden deinen prophetischen Schwur.

Wenn sich der Himmel am Tage verdunkelt.

Die letzten Vögel zum Horizont fliehen.

Wenn Stürme und Flutkatastrophen wütend über das Land hinweg ziehen.

Naht der Erden Rache wie Feuer und Glut.

Luft wird zu Asche und Wasser zu Blut.

Denk nach, bevor du dein Urteil fällst.

Sie gehört nicht dir, doch sie ist deine Welt.

Und die Rache wird fürchterlich sein.

Das Land überfluten und Feuer speien.

Die Prophezeiung wird Wahrheit werden.

Die Größte aller Apokalypsen auf Erden

Sie wird kommen – Armageddon genannt

Der Welt zum Schutz vor der Menschheit entsandt

Denk nach, bevor du ihr Urteil fällst.

Sie gehört nicht dir, doch sie ist deine Welt.

E-Nomine – Deine Welt

Noch einmal sprach Kadaj in Gedanken zu Cloud!

Unheilvolle Verheißungen, ziehen wie dunkle Wolken über das Land.

Des Propheten Weissagung

Wie ein Schatten über seiner rechten Hand

Bedrohlich Einzug hält,

Zu vernichten unsere Welt.

Deine Welt, das ist deine Welt …

Sieh dich vor

Dein Handeln, dein Denken

Wird unsere Erde im Chaos versenken.

Sie werden kommen, wie die Zeichen der Natur,

Um uns zu verkünden deinen prophetischen Schwur.

Wenn sich der Himmel am Tage verdunkelt.

Die letzten Vögel zum Horizont fliehen.

Wenn Stürme und Flutkatastrophen

Wütend über das Land hinweg ziehen.

Naht der Erden Rache wie Feuer und Glut.

Luft wird zu Asche und Wasser zu Blut.

Denk nach, bevor du dein Urteil fällst.

Sie gehört nicht dir, doch sie ist deine Welt.

Und die Rache wird fürchterlich sein.

Das Land überfluten und Feuer speien.

Die Prophezeiung wird Wahrheit werden.

Die Größte aller Apokalypsen auf Erden

Sie wird kommen – Armageddon genannt

Der Welt zum Schutz vor der Menschheit entsandt

Denk nach, bevor du ihr Urteil fällst.

Sie gehört nicht dir, doch sie ist deine Welt.

Noch einmal versuchte er Zeus umzustimmen, noch ein letztes Mal sammelte der Halbgott seine übrig gebliebene Kraft.

"Kadaj, wenn ich dich jetzt runterschicke, dann kann ich dich nicht noch mal holen, es wäre entweder dein Tod oder aber die Erlösung der Menschheit", mahnte dieser ihn, Kadaj nickte nur und doch wollte er es so.

Kadaj wurde also endgültig aus dem Himmel verband, trat zurück auf die Erde und suchte erst einmal seinen Vater auf.

Er hoffte, dass dieser noch am Leben war, denn bevor er sterben würde, wollte er sich noch eben mit diesem aussprechen.

Das ganze Gerede, welches Kadaj von sich gab, interessierte Cloud nicht.

Sollte die Welt untergehen, sie war doch sowieso alles andere als gut.

Sie war besiedelt von Monstern, Verbrechern und Menschen, die nach Blut anderer sich sehnten und alles dafür tun würden, um es zu bekommen.

Sollte sie doch untergehen, vielleicht würde dann etwas Neues entstehen und so alles wieder ins Gleichgewicht bringen?

Der Blonde machte weiter, tötete weiter, bis er vor seinen alten Kameraden stand, die ihn mitleidig und ängstlich, doch was ihn am meisten wunderte entschlossen ansahen.

Kadaj hatte seinen Vater erreicht, war froh, dass dieser noch lebte und auch Brulé.

Entschlossen fragte er diesen, ob es nicht doch eine Möglichkeit gäbe Cloud zurückzuholen und dieses Monster in ihm zu unterdrücken.

"Die einzige Möglichkeit bestand darin ihn gegen sich selbst, aufzuhetzen. Dass er gegen sein Inneres kämpft, doch er hat sich für das Blut entschieden. Nun weiß ich nichts mehr", antwortete Brulé ihm verzweifelt und sah ihn hoffnungslos an.

"Na großartig", murrte der Kleine, sah seinen Vater an, der auch nur mit den Schultern zuckte und nicht weiter wusste.

"Oder? Warte! Die Tätowierung! Es gibt noch eine letzte Chance! Wir müssen das Mal auf seiner Brust wieder herstellen!", rief er plötzlich aus und sah sich hektisch auf dem Boden um, als würde er irgendetwas suchen.

"Und wie soll das funktionieren?", fragte Kadaj ernst nach, schaute, wie er über den Dachboden stürzte, und kratzte sich am Kopf.

"Wir töten ihn", ohne irgendwelche Bedenken oder irgendein anderes Gefühl in der Stimme kamen diese Worte aus seinem Mund, als wäre es ein Stofftier über, das er sprach.

"Was?", brachte der Halbgott erschrocken hervor und starrte ihn dementsprechend an.

"Wir töten ihn. Ich hatte doch hier irgendwo dieses blöde Schwert liegen!", grummelte er weiter und achtete nicht auf Kadaj.

"Du willst deinen eigenen Sohn töten?"

Kadaj konnte nicht fassen, dass er das wirklich machen wollte.

"Na klar, hatte ich schon vor Jahren vor. Aber er hat mich hier eingesperrt. Da war er acht Jahre alt und dieses etwas kam das erste Mal zum Vorschein. So ist es nun mal, wenn man sich mit einer Hexe einlässt, die einem vorgaukelt sterblich zu sein", erzählte er im Plauderton und suchte weiter.

"Was seine Mutter war eine Hexe?", brachte er geschockt hervor und starrte ihn wieder an.

Was kam denn noch alles?

Vielleicht noch Geister und Dämonen?

"Ja, sie war hübsch, ich war jung und wollte endlich meine Hörner abstoßen. Tja, leider blieb es nicht bei einem Mal und so musste sie früher oder später schwanger werden. Aber da ich sie nicht wollte, da es Verrat war", erzählte er und seufzte dann auf.

"Kam sie mit Cloud zu uns und stellte ihn vor, die Ähnlichkeit ist leider nicht zu übersehen und so wurde ich verbannt, Cloud verflucht und die versiegelte es in ihm. Die Tätowierung. Doch als sie starb, na ja, als ich sie umbrachte, dass sie mir sowieso gewaltig auf den Zeiger ging, wurde das Mal immer schwächer", fügte Brulé hinzu und setzte sich auf eine der Kisten.

"Ich verstehe", seufzte Kadaj, setzte sich mitten auf den staubigen Boden und runzelte die Stirn.

"Doch ich kann hier nicht raus, aber du! Du wirst ihn töten!" Ernst schwang in seiner Stimme mit und auch Entschlossenheit und leichte Verzweiflung wie Hoffnung spiegelte sich in seinem Blick wider.

"Das kann ich nicht", platzte es zu schnell aus ihm raus.

"Wieso das denn? Du musst!" Langsam aber sicher wurde er aggressiv und das war nicht gut.

"Ich kann nicht den Menschen töten, den ich liebe", knurrte Kadaj giftig, verschränkte beide Arme vor der Brust und schaute angepisst vor sich hin.

"Er ist nicht Er! Es ist nicht Cloud! Oder liebst du ein Monster?", zischte er Kadaj an und sah ihn genauso giftig an wie der Jüngere.

Dass tief in ihm doch Cloud so handelte, verschwieg er jedoch, wollte nicht, dass er es wusste, sonst würde es ein Problem geben.

Dass Clouds wahre Natur bei seinem Tod zum Vorschein kam, das wäre einfach zu viel.

"Nein, ich liebe Cloud", antwortete dieser ihm, setzte sich wieder hin und überlegte eine ganze Weile, was er machen sollte.

"Siehst du! Und dieses Ding, das dort wahllos die Menschen umbringt, ist er nicht!", schrie er ihn nun an und atmete schwer.

"Ja, ich hab es ja verstanden", zischte Kadaj beleidigt, schaute jedoch entschlossen zu ihm, ehe er Richtung Tür ging.

"Also schön, dann bring ich ihn eben um", murmelte er leise.

"Gut, aber nimm das hier. Anders kannst du es vergessen", grinste Clouds Vater zufrieden und warf Kadaj ein altertümliches japanisches Kanta entgegen.

"Dann mach ich mich mal auf die Suche", murrte er leise, ging die Treppen runter, verließ das Haus und fing an in der Stadt nach ihm zu suchen.

Cloud spürte etwas, es war nicht angenehm und alles andere als ein erfreuliches Gefühl.

Knurrend entfernte er sich so weit es ging von diesem und hoffte, dass dieses verdammte Schwert ihn nicht fand.

Der Halbgott fing an auf dem Friedhof zu suchen, doch da fand er ihn nicht, also suchte er im Händlerviertel der Stadt.

Der Blonde war gerade dabei ein paar Penner den gar auszumachen, als er seine Anwesenheit spürte und sich umdrehte.

Da stand Kadaj also und dieses verdammte Ding in seiner Hand!

"Du dachtest wohl du wärst mich los, was? Falsch gedacht, ich bin wieder da und diesmal kann ich nicht wieder zurück. Ich hab mich quasi selber von da oben verbannt", klärte dieser ihn ruhig und sachlich auf, kam aber mit jedem gesagten Wort näher.

"Und nun? Willst du mich jetzt wieder überreden, es sein zu lassen?", grinste Cloud ihn gehässig an und trat jedes Mal, wenn er ein Schritt vorwärts machte, einen zurück.

"Ich bin nicht hier um Kaffeekränzchen abzuhalten, ich bin hier, um dir den gar auszumachen", grinste der Silberhaarige kühl, schritt weiter auf ihn zu und funkelte ihn voller Hass an.

"Kadaj", murmelte er leise und ließ seine Augen blau erstrahlen, sah ihn sanft und doch verletzt an.

Ob er merkte, dass es ein Spiel war?

Er glaubte kaum.

"Hör auf damit, glaub ja nicht, dass du mich noch umstimmen kannst", knurrte Kadaj wütend, ging schneller auf ihn zu und packte ihm am Kragen.

"Ich liebe dich!", sprach der Andere sanft und sah ihm verliebt in die Augen.

Schauspiel war etwas, das man als Monster beherrschen musste.

"Klar und ich bin der Nikolaus", antwortete er gehässig, verfinsterte nur noch mehr den Blick und packte ihn fester.

"Wieso glaubst du mir nicht?", fragte Cloud gepresst, da dieses blöde Schwert ihm zu schaffen machte.

"Ganz einfach, man sollte niemals dem Feind vertrauen, egal was dieser sagt oder macht", erwiderte der Silberhaarige gelangweilt.

"Bin ich das? Ich dachte du liebst mich?", fragte der Blonde weiter und überlegte, wie er ihm das Schwert abnehmen konnte.

Er brauchte dringend Zeit!

"Hör auf mich voll zu labern, bringt eh nichts", zischte Kadaj wütend, ehe er ihm eine verpasste und sich langsam von ihm entfernte.

"Echt?", fragte er und grinste dann.

"Bist du dir sicher, dass du mich töten willst? Er lebt immer noch in mir, ist immer noch Vorhand, und wenn du mich tötest, so stirbt auch er", lachte Cloud laut und gehässig.

"Das ist mir schon klar", murrte Kadaj kindlich und doch ließ er sich von seinem Vorhaben nicht abbringen.

E-Nomine –Deine Welt

"Ich liebe dich!", sprach Cloud sanft und sah ihm verliebt in die Augen.

Schauspiel war etwas, dass man als Monster beherrschen musste.

"Klar und ich bin der Nikolaus", antwortete der Halbgott gehässig, verfinsterte nur noch mehr den Blick und packte ihn fester.

"Wieso glaubst du mir nicht?", fragte er gepresst, da dieses blöde Schwert ihm zu schaffen machte.

"Ganz einfach, man sollte niemals dem Feind vertrauen, egal was dieser sagt oder macht", erwiderte Kadaj gelangweilt.

"Bin ich das? Ich dachte, du liebst mich?", fragte der Blonde weiter und überlegte, wie er ihm das Schwert abnehmen konnte.

Er brauchte dringend Zeit!

"Hör auf mich zuzulabern, bringt eh nichts", zischte der Silberhaarige wütend, ehe er ihm eine verpasste und sich langsam von ihm entfernte.

"Echt?", fragte er und grinste dann.

"Bist du dir sicher, dass du mich töten willst? Er lebt immer noch in mir, ist immer noch Vorhand, und wenn du mich tötest, so stirbt auch er", lachte Cloud laut und gehässig.

"Das ist mir schon klar", murrte Kadaj kindlich und doch ließ er sich von seinem Vorhaben nicht abbringen.

"Ja dann", grinsend breitete er seine Arme aus, schloss seine Augen und ließ dieses Weichei einfach mal, sollte er doch die Schmerzen spüren.

Als Cloud seine Augen öffnete, sah er wieder alles, sah nicht mehr als Zuschauer zu, sondern war der Mittelpunkt des Geschehens.

Kurz schaute Kadaj ihn verwundert an, ehe er sich schreiend auf ihn stürzte, ihm das Schwert in die Brust rammte und doch selber zusammenzuckte.

Erschrocken über seine Tat, sackte der Blonde in sich zusammen, fiel auf die Knie und sah ihm genau in die Augen.

"Ka ...", wisperte er, doch brachte er es nicht zu Ende und kippte zur Seite, doch lebte er noch, atmete ganz schwach.

"Es tut mir leid, aber es geht nicht anders", schluchzte Kadaj, stach erneut zu und sank selbst auf den kalten Asphalt der Straße.

Eine Antwort erhielt er von dem Blonden nicht, da er einfach zu schwach war und seine Augen auch schon halb geschlossen hatte.

Noch einmal rappelte Kadaj sich auf, krabbelte mehr auf ihn zu und küsste ihn scheu auf seine Lippen.

"Kadaj!", wisperte Cloud und sah ihn entschuldigend an.

Dann schloss er seine Augen endgültig.

"NEEEEEEEEEEIIIINNNN!", schrie der Silberhaarige erschrocken, brach neben ihm zusammen und ließ seinen Tränen freien Lauf.

"Kadaj!", schrie Zack durch die Stadt und rannte in die Richtung, aus der der Schrei kam.

Dieser hörte nicht auf die Stimme, stand noch immer unter Schock und rappelte sich nur langsam und mühselig auf.

"Ka … Cloud!" Erschrocken sah Zack zu dem blutüberströmten Körper, der einem seiner besten Freunde gehörte, und sah dann zu dem Kurzen, dessen Hände voll von der roten Flüssigkeit waren.

"Es ging nicht anders, er hätte uns alle getötet", brachte er schwer schluckend hervor und wendete sich endgültig ab.

Stumm fiel Zack auf die Knie und sah erschrocken auf Clouds Leichnam.

Nur langsam ging Kadaj zurück zum Haus, nur langsam wurde ihm klar, was er getan hatte und das dies auch sein Tod bedeutete.

"Wieso?", wisperte Zack leise und sah ihn an, sah in sein nun so friedliches Gesicht an und doch konnte er nicht glauben, dass er tot war.

Ohne etwas zu sagen, warf Kadaj Clouds Vater das Schwert vor die Füße und schritt mit gesenktem Kopf den Dachboden runter.

"Es tut mir leid, dass ich dich belogen habe", rief er Kadaj hinterher und schritt ebenfalls vom Dachboden runter.

Nun wo Cloud nicht mehr da war, war er frei.

"Lass gut sein", winkte er ab, ging weiter die Treppe runter und wollte sich einfach nur noch zurückziehen.

"Es gab noch einen anderen Weg", murmelte Brulé leise und zog sich ins Wohnzimmer zurück.

"Nett, dass ich das jetzt erst erfahre! Was bist du nur für ein Mensch? Ach so du bist ja keiner, verzeih … ich vergesse das immer", zischte Kadaj wütend, sah ihn dementsprechend an und lehnte sich gegen die Wand.

"Ich bin ein Vater. Er durfte sich nicht verlieben", murmelte er leise und starrte ins Kaminfeuer.

"Ich glaube, den Spruch kenn ich, hatte ich auch schon mal gehört", antwortete der Halbgott emotionslos, rutschte an der Wand auf die Knie runter und starrte bedrückt vor sich hin.

„Es wäre wieder Verrat, also musste er sterben", sagte er entschlossen und grinste dann gehässig.

"Du mit deinem scheiß Verrat", brüllte Kadaj ihn an, stand auf und verließ mit knallender Tür dieses gottverdammte Haus.

"Ja, Verrat ist etwas sehr Entscheidendes", grinste Brulé weiter.

Wütend und traurig zugleich suchte Kadaj Vincent auf, fragte ihn, ob er bei ihm bleiben könnte, und bedankte sich, als dieser nickte und ihn bei sich aufnahm.

"Du wirst auch sterben, oder?", fragte er vorsichtig, setzte sich neben den Kleinen und strich ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht.

"Ja, auch ich werde sterben und ich hab sogar Angst davor. Dennoch ist es besser so, was soll ich denn auch ohne Cloud machen? Ich habe ihn geliebt, es zu spät gemerkt und mit meinem Hass auf sämtliche Vampire alles kaputtgemacht", erzählte er dem Älteren, seufzte leise und wieder kullerten ihm die Tränen übers Gesicht.

Kadaj hatte das Wichtigste in seinen Leben verloren, er hatte seine große Liebe getötet und nun war auch er daran zu sterben.

Vincent sah, wie Kadaj plötzlich zusammenzuckte, anfing zu zittern und sich vor Schmerzen krümmte.

Schreiend brach er zusammen, wimmerte wie ein kleines Kind und sein Anblick tat selbst ihm in der Seele weh.

Rasch kniete er sich zu ihm runter, legte schützend seine Arme um ihn und ließ ihn in seinem Todeskampf nicht alleine.

Als Cloud seine Augen öffnete, sie blinzeln ließ, sah er, wie Vincent Kadaj im Arm hielt und lächelte schwach.

"Es tut mir leid", murmelte er leise und kniete sich neben beide hin.

"Ich lass dich nicht alleine", murmelte Vincent beruhigend auf ihn ein, ob es jedoch etwas brachte, wusste er selber nicht.

Leise seufzte Cloud, wusste er doch, dass sie ihn nicht hören oder sehen konnten, dafür waren seine Sünden zu groß.

Sanft legte er seine Hand auf Kadajs Kopf, strich ihm langsam und zärtlich über diesen und hoffte, dass er ihn wenigstens spüren konnte.

Wieder verkrampfte dieser sich, krallte sich regelrecht in Vincent Unterarm fest.

"Verdammt tut das weh", zischte er tapfer und doch zitterte er vor Angst.

"Ich würde dir gerne helfen, aber ich weiß leider nicht wie", murmelte Cloud erneut und auch ihm tat es weh ihn leiden zu sehen.

"Kann ich dir irgendwie helfen, Kadaj?", sprach Vincent weiter auf ihn ein, tat es auch ihm weh ihn so zu sehen.

"Hey! Götter!", rief Cloud gegen die Decke, sah hinauf und sah schon fast flehend nach oben.

"Wie kann ich ihm helfen?", fragte er sie schon bittend und hoffte, dass sie es ihm sagten.

"Hm, was bist du eigentlich? Bist du tot und ein Engel oder was bist du?", fragte Venus mit lauter Stimme von oben herab.

"Ich weiß doch auch nicht! Ich bin hier!", murrte er leise, da er ihm doch nur helfen wollte.

"Schon komisch, aber leider kann man bei unerwiderter Liebe nichts machen. Auch ich würde daran sterben, man kann also nichts machen. Dass Einzige was etwas bringen würde, wäre, wenn er sich in jemanden neu verliebt und dieser sich in ihn, aber das ist denke ich aussichtslos, ist ja keiner da", redete sie einfach weiter, machte es sich auf einer Wolke bequem und schaute auf die Erde runter.

"Und Vincent?", fragte Cloud leise und sah, wie besorgt er sich um Kadaj kümmerte.

"Vincent ist die Sorte von Vampir, die lieber alleine ist. Ich kenne ihn nur so, das ist also keine gute Idee", antwortete Venus dem Blonden und seufzte, als sie sah, wie ihr Sohn sich vor Schmerzen krümmte und schrie. Es tat selbst ihr weh, ihn so leiden zu sehen.

"Und einer der Anderen?", fragte er und sah schon mehr verzweifelt aus als hoffend.

"Und wer? Es ist doch keiner außer Vincent da!", sagte sie etwas patzig und runzelte die Stirn.

"Und wenn er mich vergisst? Wenn er nichts mehr von seinen Gefühlen weiß? Was ist damit?", fragte Cloud sie und wusste langsam aber sicher nicht mehr weiter.

"Hm, das wäre eine Möglichkeit, aber es würde sich alles wiederholen. Es würde wieder zu einem Kampf im Wald kommen, er würde wieder gebissen werden und so weiter und sofort", mahnte sie wissend.

"Nein, wenn ich es verhindere, kann das man ihn anschießt nicht!", antwortete der Blonde ihr entschlossen und doch wusste er noch nicht, wie er das anstellen sollte.

"Dann sieht er dich doch trotzdem", antwortete Venus ihm, kam nun doch runter und schaute ihn ernst an.

"Aber er würde sich nicht in mich verlieben!", konterte er ihr und hoffte, dass sie zustimmte.

"Ich weiß es nicht, der Vampir in ihm bleibt trotzdem und würde spätestens an seinem achtzehnten Geburtstag zum Vorschein kommen."

"Ich pass auf ihn auf", versuchte Cloud sie umzustimmen, irgendwie würde er das schon schaffen.

"Also schön", stimmte sie zu, drehte die Zeit um bis zum Kampf im Wald und schaute gespannt, wie sich nun die Dinge entwickelten.

"Also schön", stimmte Venus zu, drehte die Zeit um bis zum Kampf im Wald und schaute gespannt, wie sich nun die Dinge entwickelten.

Cloud war mitten in der Schießerei gelandet, sah, wie diese verrückten auf die Brüder schossen und sah auch, wie Kadaj um sein Leben rannte.

Schnell hastete er ihm hinterher, versteckte sich hinter einem dicken Baum und zog ihn am Arm zu sich nach hinten, hielt ihm die Augen und den Mund zu, drückte ihn gegen das Holz und zischte ihm gehässig ins Ohr, das er gefälligst leise sein sollte.

Nachdem auch Vincent die Schüsse vernommen hatte, rannte dieser diesen hinterher, doch scheinbar kam er schon zu spät.

Die beiden jungen Männer lagen am Boden und allem Anschein nach waren sie bereits tot.

Schnell zückte er sein Handy, rief Rufus an und bat ihn sich darum zu kümmern.

Als er zustimmte, verließ der Vampir den Schauplatz und ging in seinen Unterschlupf zurück. Erleichtert seufzte der Blonde lautlos und ließ dann von Kadaj ab, drehte sich um und verließ schnell den Schauplatz.

Was war das denn, schoss es Kadaj durch den Kopf, drehte sich um und rannte zu seinen beiden Brüdern, doch leider waren beiden tot und er alleine.

Er sah wie ein blonder Mann und einer mit Glatze auf ihn zukamen, seine beiden Brüder und ihn mitnahmen und er sich in einer riesigen Villa wiederfand.

"Tut mir leid, Kleiner, ich kann dir aber versichern, dass wir den Schuldigen finden", redete Rufus gleich los, sah den Jungen vor sich mitleidig an und schaute zu Rude, der mit den Schultern zuckte und dann mein Büro verließ.

"Danke", murmelte Kadaj verängstigt, schaute kurz auf und sah einen freundlich wirkenden Mann, der an seinem Schreibtisch saß und lächelte.

"Du kannst erst mal hier bei mir bleiben, ich hab genug Platz in diesem Haus", lächelte dieser erneut, stand auf und wies ihm eines der unzähligen Gästezimmer zu.

Erleichtert sah Cloud zu, wie die beiden Kadaj mitnahmen, und folgte ihnen unauffällig.

Nachdem Rufus ihn alleine gelassen hatte, setzte er sich ans Fenster und blickte nach draußen. Keine zwei Meter von diesem saß der Blonde auf einem Ast in einem Baum, umgeben von Blättern und Blüten und sah zu ihm.

"Ich werde schon auf dich aufpassen", murmelte er leise vor sich hin und lächelte traurig.

So war das sicherlich besser, für ihn, für die Anderen und für sich.

Der Silberhaarige langweilte sich fast zu Tode, fing an sich ein bisschen im Haus umzusehen und ging langsam eine lange Treppe in den Keller runter.

Stumm sah Cloud zu, wie er sich wieder vom Fenster entfernte und doch verließ er seinen Platz nicht.

Die Treppe schien kein Ende zu nehmen und doch stand Kadaj irgendwann von einer Tür aus Stahl. Neugierig, wie er war, öffnete er diese und betrat den dunklen und muffigen Raum dahinter.

Komisch, dass er in der völligen Dunkelheit etwas sehen konnte.

Langsam aber sicher beschlich den Blonden ein ungutes Gefühl, biss sich unruhig auf der Unterlippe herum und sprang dann doch vom Ast herunter.

Auf leisen Sohlen betrat er die Villa und suchte Rufus auf.

In der Mitte des Raums war irgendetwas, er konnte es deutlich spüren und trat näher.

Dieser Raum erinnerte den Jungen irgendwie an eine Gruft und als er genauer hinsah, bemerkte er auch, dass jemand einen Sarg in den Boden eingelassen hatte.

Nachdem der Blonde ihn aber leider nicht gefunden hatte, ging er dahin, wo ihn sein Gefühl lenkte und so kam er auch in den Keller.

Die Tür war bereits geöffnet und dadurch, dass er sowieso meistens nachts und in der Dunkelheit unterwegs war, war es auch für ihn ein Leichtes sich in dem Raum nicht zu verirren.

Lautlos schlich er sich an Kadaj heran, hielt ihm wie im Wald schon den Mund zu, doch dieses Mal auch seine Hände.

Zappelnd versuchte dieser sich gegen seinen Angreifer zu wehren, knurrte wie ein Hund auf und trat mit den Füßen nach ihm.

Etwas genervt zerrte Cloud ihn aus dem Raum, schubste ihn aus diesem und schloss die Tür hinter sich, doch er blieb in der Dunkelheit hinter der Tür.

Kadaj bemerkte nicht, dass auch Rufus nun hinter ihm stand und mich anstarrte.

"Was hast du im Keller zu suchen?", fragte er ihn barsch, schaute ihn wütend an und bat den Silberhaarigen mit in sein Büro zu kommen.

Erleichtert seufzte Cloud auf, als er hörte, wie die Schritte der beiden sich entfernten und kam dann aus dem Keller, verschloss die Tür hinter sich und schlich erneut durch die Villa.

"Tu mir einen Gefallen und halte dich vom Keller fern. Was immer du da gesehen hast, vergiss es!", ermahnte Rufus ihn, seufzte und konnte ihm doch nicht böse sein.

So ging das über zwei Monate, in denen Cloud Kadaj mal da und dann wieder dort aus der Patsche half und so wurde es ein 24-Stunden-Job, doch zum Glück hatte er ihn weder erkannt, noch sonst jemanden von ihm erzählt.

Die meiste Zeit verbrachte der Jüngere mit lesen und doch langweilte er sich fast zu Tode, da hier kaum was los war.

Irgendwann passte Cloud nicht auf und schlief nicht weit von Kadaj entfernt an einer Mauer gelehnt sitzend ein.

Dieser Schlich wieder von der Neugier gepackt in den Keller, stand wieder in diesem düsteren Raum und schaute wie gebannt zur Mitte.

Dieses Mal war der Blonde nicht da um ihn aufzuhalten, schlief weiter tief und fest und so geschah das, was nie passieren durfte!

Kadaj ging einen Schritt vor, löste wohl irgendwas aus und sah, wie ein Sarg aus dem Boden kam. Erschrocken wich er zurück, riss sich den Finger auf und bemerkte nicht, wie dieser anfing zu bluten. Langsam tropften einige Tropfen zu Boden, verschwanden sogleich wider und langsam schlug der im Sarg liegende die Augen auf.

Sephiroth starrte erstmals an die Decke, drehte dann den Kopf und blickte erschrocken Kadaj an, der vor ihm stand und ängstlich zurückwich.

Dieser konnte nicht erkennen, wer sich dort erhoben hatte und doch hatte er Angst.

Er wich zurück bis zur Tür, rannte laut schreiend aus dem Raum heraus und die Treppe rauf.

Was zum Henker hatte Rufus da in seinem Keller schlafen lassen?

Wer oder was war das?

Derweil ging Zack den Gang entlang, als ihm plötzlich ein aufgelöster, schreiender Kadaj entgegengerannt kam.

Dieser achtete nicht auf seine Umgebung, er wollte einfach nur raus aus diesem Geisterhaus oder was auch immer hier beherbergt wurde.

"Hey!", rief der Schwarzhaarige und hielt ihn auf. Hielt ihn in seinen Armen und sah verwundert in seine verängstigten Augen.

"Alles okay?", fragte er ihn leicht besorgt und fragte sich, was er wohl gesehen hatte das ihn so aus der Fassung brachte.

"Nein, nichts ist in Ordnung, irgend so ein Monster ist da im Keller und ich hab es auch noch allem Anschein nach geweckt", murrte er ängstlich.

"Oh Mann!", murrte Zack und seufzte auf.

"Pass auf, geh zu Rufus und sag es ihm, aber pass auf, er wird nicht erfreulich sein Dies, zu hören. Ich gehe in den Keller", ordnete er ihn an, ließ ihn los und machte sich auf den Weg.

Stumm nickte Kadaj, betrat ohne Anklopfen Rufus Büro, setzte sich und klärte ihn über den Sachverhalt auf.

Begeistert war er wirklich nicht, er tobte und schrie sogar und stürmte mit einer dicken Rauchwolke über dem Kopf zur Tür heraus.

Sephiroth hatte sich mittlerweile erhoben, schaute sich verwundert um und fragte sich, warum er geweckt wurde, wusste nicht mal, was sie für einen Tag hatten, geschweige denn, welches Jahr sie schrieben.

Rufus rannte runter in den Keller, machte eine der Fackeln an und starrte zu Sephiroth, der noch immer im Sarg saß und sich verwundert am Kopf kratzte und gähnte.

"Warum wurde ich frühzeitig geweckt? Ist es denn schon so weit?", knurrte er Rufus an, schwang sich langsam aus diesem Ding von einem Sarg und streckte seine müden Knochen.

"Dein Sohn hat dich versehentlich geweckt", erwiderte Rufus schnaufend, erzählte ihm jedoch, warum der Kleine nun bei mir war und was aus seinen Brüdern wurde, dass seine Familie bis auf seinen Sohn ausgelöscht wurde.

"Alle beide? Aber warum, sie haben keinem etwas getan. Sie waren nicht mal wie ich, sie waren sterbliche", murmelte Sephiroth leise, vergoss einige Tränen und sank zu Boden.

"Ich weiß es nicht, viel wichtiger ist doch, das Kadaj noch lebt", versuchte der Präsident ihm klarzumachen, jedoch war er immer noch stinksauer auf den Kleinen.

Noch immer verwundert, leicht panisch verließ Kadaj die Villa, ging zu Stadtpark und setzte sich an den See.

Nie wieder wollte er auch nur einen Fuß in dieses Haus setzen.

Erst, als Zack laut fluchend den Blonden geweckt hatte, wachte er auf und wurde ihm bewusst, was er hier eigentlich tat.

Schnell war er wortlos auf den Beinen und suchte ihn überall, so kam es, dass Cloud am anderen Ende des Sees und so genau im Kadajs Blickfeld landete.

Abwesend beobachtete dieser die Enten im See, ließ sich den leichten Wind um die Nase wehen und starrte einfach auf den See.

"Wo kann er wieder nur stecken! Ah verdammt!", regte Cloud sich mehr über sich selber als über den Kurzen auf und suchte weiter, begann jedoch aus reinem Reflex einen Fehler.

"Kadaj!", seine Stimme war laut und deutlich, aber vor allem etwas, dass sie nie sein durfte.

Sanft.

'Wer ruft mich denn jetzt? ', schoss es dem Angesprochenen durch den Kopf, außer Rufus und dieser Zack kannte niemand seinen Namen.

Was sollte das denn jetzt wieder?

Als Cloud es selber bemerkt hatte, schlug er sich seine Hand vor den Mund und verfluchte sich gedanklich selber.

Wie dämlich konnte ein einziger Mensch nur sein?

Schnell sah er sich um und entdeckte ihn auch schon, doch scheinbar er ihn noch nicht.

Zum Glück.

So konnte er ihn wieder unbemerkt aus einem Versteck aus beobachten, doch dieses Mal würde er nicht einschlafen.

Kopfschüttelnd stand Kadaj auf, ging eine Runde um den See herum und seufzte.

Irgendwie kam ihm alles so komisch vor, so einsam und irgendwie fühlte er auch so.

Warum wusste er selber nicht, nur dass er sich ebenso fühlte. Bei seinem traurigen Gesichtsausdruck wurde es dem Blonden schwer ums Herz, doch zeigen konnte er sich ihm nicht.

Es würde sich wiederholen, die ganzen schrecklichen Taten, die er und Cloud getan hatten, würden von Neuem begannen werden und das würde wiederum ihren Tod bedeuten.

Cloud wollte doch nur, dass er wieder normal lebte, wieso klappte das nicht?

"Ach Kadaj", seufzte er auf und sah ihn sanft und doch mitleidig an.

Langsam wurde es dunkel, Kadaj ging doch wieder zu Rufus zurück, außer ihn hatte er niemanden mehr.

Er ahnte ja noch immer nicht, wer da in seinem Keller lag und wenn er geweckt hatte.

Als Kadaj dann endlich in seinem Bett lag und mehr oder weniger ruhig schlief, kletterte Cloud durch sein offenes Fenster und setzte sich an seine Bettkante.

"Sorry, aber ich kann nicht bei dir sein", entschuldigte er sich und fuhr ihm sanft durch die Haare, an der Wange entlang, bis er seine Hand dann schnell zurückzog.

Das, was er hier tat, war falsch und doch tat er es jede Nacht aufs Neue, er besuchte ihn, wachte über seinen Schlaf und hoffte, dass er keine Albträume hatte.

Dann kam der Tag an dem Kadaj 18 wurde, nichts ahnend aufwachte und wie immer runter zum Frühstücken ging.

Noch leicht verschlafen setzte er sich neben Rufus, begrüßte diesen freundlich und wollt sich ein Brot schmieren.

Als er jedoch hineinbiss, hätte er auf der Stelle kotzen können.

Misstrauisch sah Cloud den beiden beim Frühstück zu, verengte seine Augen zu Schlitzen, als er sah, wie Kadaj angewidert sein Brot zur Seite legte.

"Es beginnt", murmelte er und sprang vom Baum herunter, bald würde er sich ihm wohl zeigen müssen.

"Kadaj alles in Ordnung?", fragte Rufus besorgt, schaute ihn von der Seite an und wartete ab. Für Cloud verging die Zeit nun wie in Zeitlupe, all seine Bewegungen und Worte waren verzerrt und schienen in einer Schleife zu geschehen, die das Wort Zeit nicht kannte.

"Geht schon, mir ist nur schlecht", wollte er antworten, jedoch schmerzten ganz plötzlich seine Zähne und er konnte deutlich spüren, wie diese anfingen zu wachsen. Verdammt, was war das, was passierte hier?

"Es fängt an", wissend das der Blonde in dem Baum saß, lehnte Zack sich gegen dessen Stamm und wartete ebenfalls ab, wie der Kurze reagieren würde.

"Rufus, was ist mit mir?", fragte Kadaj ihn kurzerhand, jedoch war er sich sicher, dass selbst er das nicht wusste.

Umso erstaunter war er, als er wortlos aufstand, ihm einen Brief übergab und das Zimmer verließ.

"Was willst du nun machen?", fragte Zack Cloud, als er vom Baum hinunter neben ihn sprang, und sah ihn an.

Verändert hatte er sich in der ganzen Zeit nicht, doch er hatte irgendwie seine Anwesenheit vermisst.

Kadaj zitterte am ganzen Körper, überflog den Brief und staunte nicht schlecht, was da alles drin stand. Er sei dies, er sei das und er und er wäre so und so.

Ja vielen Dank auch, er verstand alles!

"Ich werde auf ihn Aufpassen, meine Aufgabe erfüllen", antwortete er Zack und sah stirnrunzelnd zu Kadaj.

"Er versteht es nicht", stellte er fest und sah dann zu Zack, der leise seufzte und dann hineinging. Er würde es ihm schon erklären können.

Kadaj starrte diesen Brief regelrecht an, als er die letzten Zeilen gelesen hatte und ihm langsam klar wurde, wer oder was da im Keller schlief.

"Und?", fragte Zack vorsichtig und doch laut genug, dass er ihn endlich wahrnahm. Er stand keine fünf Meter von ihm entfernt und sah ihm forschend in die Augen.

"Weißt du nun, wer du bist und wer er ist?", fragte Zack nach und doch fragte er sich selber, ob er ihm auch von Cloud erzählen sollte.

"Dieses etwas da unten im Keller ist Sephiroth und er ist nicht mal mein Bruder, sondern mein Vater. Er hat mich 18 Jahre belogen", antwortete er ihm emotionslos.

"Ja, aber nur zu deinem Besten. Was hättest du getan, wenn du wüsstest, wessen Blut in seinen Adern fließt?", fragte Zack ihn sachlich und setzte sich auf einen der Stühle, sah ihm ehrlich in die Augen und wartete.

"Ich weiß es nicht, es ist alles so seltsam. Ich steige da echt nicht durch", ging er auf seine Frage ein, setzte sich an den Tisch und starrte weiter vor sich hin.

"Das glaube ich dir, aber eins solltest du nie vergessen", versuchte Zack ihm Mut zu machen nicht aufzugeben und sah kurz aus dem Fenster, genau in die blauen Augen eines gewissen jungen Mannes, der alles andere als glücklich aussah.

"Du bist nie allein", fügte er etwas kleinlaut hinzu.

"Oja, hat ja auch jeder ungemein Zeit, ich fühl mich hier wie ein eingesperrter Hund", maulte Kadaj, verließ das Zimmer und ging in die Bibliothek.

"Cloud, du Penner!", rief Zack in den Raum hinein, seufzte dann auf und ging Kadaj hinterher.

Verwirrt starrte dieser an die Spiegelwand, sah sich in dieser nicht mehr und langsam wurde ihm das Ganze zu viel.

Er sank in sich zusammen und blieb regungslos am Boden liegen, zog die Beine an und wollte einfach seine Ruhe.

Bei dem Anblick des Kleinen zog sich Clouds Herz schmerzlich zusammen, unruhig biss er sich auf die Unterlippe, überlegte, ob er nun den Schritt wagen sollte oder nicht.

Tief atmete er durch und erinnerte sich an Zacks Worte, er hatte ja recht.

Er war ein Penner, ein mieser dazu!

Still ging er auf ihn zu, kniete sich neben ihn und wusste, dass auch er nicht im Spiegel zu erkennen war.

"Kadaj", murmelte er sanft seinen Namen und sah ihn auch so an.

"Wo kommst du denn her?", fragte dieser verwirrt, regte sich jedoch nicht und blieb einfach liegen.

Sie sollten ihn doch alle in Ruhe lassen, warum verstand das keiner?

"Ich war immer da", antwortete Cloud ihm und zog ihn einfach hoch.

"Weißt du nicht mehr? Im Wald und im Keller? Am See?", zählte er einige Orte auf und umarmte ihn einfach.

"Hä was? Ich raff hier eh nichts mehr und es ist mir auch langsam egal", murrte er leise auf, jedoch ließ er sich einfach von ihm umarmen, warum wusste er selber nicht.

"Ich pass auf dich auf, seit ich dich vor den Mördern im Wald gerettet habe", erklärte er es ihm wie einem kleinen Kind.

"Hast du sie gesehen? Ich meine, hast du gesehen, wer es war?", murmelte Kadaj, schaute ihn kurz an und senkte sogleich wieder seinen Blick zu Boden.

"Ja, aber hab keine Angst. Sie wurden bestraft", lächelte der Blonde ihn an und strich ihm beruhigen über den Rücken. "Hm", nuschelte er zur Antwort.

"Schlaf. Ruh dich etwas aus", murmelte Cloud ihm zu und wiegte ihn etwas hin und her, bis seine Augen zufielen und er seinen gleichmäßigen Atem hörte.

Ruhig war Kadaj eingeschlafen, schlief traumlos vor sich hin und vergaß diese seltsamen Dinge, die heute geschehen waren.

Sanft nahm Cloud ihn auf seine Arme und trug ihn ruhig in sein Zimmer.

Die komischen Blicke ignorierend, ging er an den Leuten und auch an Rufus vorbei, geradewegs auf sein Ziel.

Behutsam legte er ihn auf die weiche Matratze und deckte ihn zu.

Der Schlafende bekam von dem nichts mit, schlief seelenruhig weiter und kuschelte sich in meine Decke ein.

Lautlos schloss der Blonde die Zimmertür hinter sich und sah dann in das etwas geschockte Gesicht von Rufus.

"Ich hatte keine Lust mehr ein Penner zu sein", antwortete er ihm teilnahmslos.

"Schon klar und jetzt?", fragte dieser ihn ernst.

"Ich bleibe bei ihm. Werde ihm helfen und beibringen, dass es falsch ist, Menschen zu beißen", antwortete er Rufus und lehnte sich an die Wand hinter sich.

"Und was machst du, wenn er sich wieder verliebt? Ich weiß, was Venus da oben spielt und Sephiroth weiß es leider auch nur zu genau", murmelte Rufus leise, schaute Cloud durch dringlich an und stemmte beide Arme in die Seiten.

"Wird er schon nicht", murmelte Cloud nun doch leise und sah weg.

Auch er konnte nicht, hatte nicht die Macht seine Gefühle zu beeinflussen. Leider.

"Dann halt dich fern von ihm, es reicht, dass Zack ständig hier ist. Er könnte sich genauso in ihn verlieben und Zack ist nun weiß Gott nicht der Typ für so was", antwortete er ernst, ging die Treppe runter und brummte vor sich hin.

Rufus hatte recht, Zack und er waren eine reine Gefahr, aber wie sollte er ihm sonst den Unterschied von richtig und falsch beibringen?

Seufzend hatte Rufus sein Büro erreicht, merkte gar nicht das Sephiroth auf seinem Sessel saß und ihn wütend anstarrte.

"Was macht Blondi hier?", knurrte er los, worauf Ruf nur mit den Schultern zuckte.

In dem ganzen Hin und Her vergaß Cloud seinen Vater, der immer noch in seinem Haus auf dem Dachboden hockte und nur darauf wartete, bis das Kraftschild ganz erlosch und er endlich frei war.

"Tut mir leid Sephiroth, ich hab es Cloud schon gesagt, aber dieser Vampirjäger Zack latscht auch noch hier rum, von daher", seufzte Rufus, setzte sich auf seinen Schreibtisch und wusste nicht, was er noch sagen sollte.

"Und Penner, hast du es ihm gesagt?" Zack hatte den Anschiss mitbekommen und kaum auch dann als Rufus verschwand aus seinem Versteck heraus, sah Cloud in die Augen und sah in ihnen die gleiche Trauer wie bei Kadaj.

Er liebte ihn, seit er auf ihn aufpasste, beinahe sein eigenes Leben wegen des Kleinen verworfen hatte.

"Dann schick sie beide weg", zischte Sephiroth, lehnte sich etwas vor und schaute Rufus mehr als verärgert an.

"Ich kann nicht!", antwortete Cloud dem Schwarzhaarigen und fuhr sich frustriert durch die Haare, wieso verstand er das nicht?

"Soll ich wirklich?", fragte Rufus leicht verwirrt nach und schaute den Älteren dementsprechend an.

"JA VERDAMMT UND JETZT BEWEG DEINEN ARSCH UND TU DEINE PFLICHT!", donnerte Sephiroth ihn an.

"Tue es!", mahnte Zack ihn noch einmal, versuchte ihm Mut zu machen, wusste er doch nicht, dass er hier einen riesigen Fehler begann.

"Jungs", fing Rufus an, trat hinter die Beiden und schaute sie etwas verunsichert an.

Verwundert das Rufus plötzlich hinter ihnen stand, sahen sie beide ihn auch dementsprechend an.

"Ja?", fragte Zack ihn leicht genervt, da er schon sowieso genug Ärger hier mit dem Blonden hatte.

"Tut mir leid euch das sagen zu müssen, aber Sephiroth möchte nicht, dass ihr euch länger im Haus aufhaltet. Ihr solltet beide gehen", legte er los, drehte sich um und hatte somit seine Pflicht erfüllt.

Nur langsam erwachte Kadaj aus seinem Schlaf schaute sich verwundert um und setzte sich auf.

Deutlich hörte er Stimmen auf den Flur, konnte sie aber erst nicht zuordnen und stand auf.

Leise schlich er zur Tür, öffnete diese einen Spalt und versuchte herauszukriegen, wer und was da gesprochen wurde.

Verwundert, dass Rufus plötzlich hinter ihnen stand, sahen sie beide ihn auch dementsprechend an.

"Ja?", fragte Zack ihn leicht genervt, da er schon sowieso genug Ärger hier mit dem Blonden hatte.

"Tut mir leid euch das sagen zu müssen, aber Sephiroth möchte nicht, dass ihr euch länger im Haus aufhaltet. Ihr solltet beide gehen", legte Rufus los, drehte sich um und hatte somit seine Pflicht erfüllt.

Nur langsam erwachte Kadaj aus seinem Schlaf schaute sich verwundert um und setzte sich auf.

Deutlich hörte er Stimmen auf den Flur, konnte sie aber erst nicht zuordnen und stand auf.

Leise schlich er zur Tür, öffnete diese einen Spalt und versuchte herauszukriegen, wer und was da gesprochen wurden.

"Und seit wann hat er was zu sagen?", knurrte Cloud Rufus an, sah jedoch zur Seite, da er weder ihn noch Zack in dem Augenblick in die Augen sehen konnte.

"Nur zu, rede halt mit ihm! Er wird dir nur nichts anderes sagen als ich", machte Rufus seinen Ärger Luft, blieb auf der Treppe stehen und schaute die beiden abwartend an.

"Ich bleibe!", sagten sie beide gleichzeitig und sahen sich doch grinsend an.

"Das wird Seph nur nicht gefallen", murrte dieser, ging endgültig die Treppe runter und ließ sie machen.

"Gut, und nun...", fing Zack an, sah das die Tür einen kleinen Spaltbreit geöffnet war und grinste innerlich leicht.

"Liebst du Kadaj oder nicht?", kurz und knapp, sollte der Kleine es doch alleine hören und er war aus dem Schneider.

'Hä wie bitte', schoss es diesem durch den Kopf, als er Zack verstanden hatte.

Besser gesagt, als er verstanden hatte, was er da sagte. Wie kam er denn auf diesen Mist?

Noch immer saß Sephiroth an Rufus Schreibtisch, wartete voller Ungeduld auf ihn und schaute ihn ernst an, als er endlich wieder sein Büro betrat.

"Und sind sie weg?", zischte er gleich los, legt die Hände in den Schoss und beachtete jede seiner Bewegungen.

"Nein, sie bleiben. Ich habe es ihnen gesagt, aber sie hören ja nicht", antwortete dieser ihm ehrlich und setzte sich.

"Also schön, stell Rude vor seine Tür, lass außer dem weiblichen Personal niemanden … und damit meine ich … wirklich niemanden in sein Zimmer. Ich muss noch was erledigen, ich komm später wieder", knurrte er wütend, erhob sich langsam und verließ mit flatterndem Umhang sein Büro.

Sofort rief Rufus Rude zu sich, klärte diesen über Sephiroths Anliegen auf und schickte diesen dann nach oben vor Kadajs Zimmer.

Irgendwie tat er ihm ja leid, eingesperrt wie ein Tier und keiner durfte auch nur ansatzweise in seine Nähe.

Außer dem weiblichen Bediensteten, Rude, Sephiroth und seine Wenigkeit, sie stellten keine Gefahr dar, sie waren alle schon wesentlich älter und somit aus dem Schneider.

"Meinst du, das ist so leicht? Ich habe seit mehr als zwei Jahren nun täglich ohne sein Wissen an seiner Seite gestanden! Ich kann doch nicht einfach! Es ist doch unwichtig! Auch wenn ich ihn liebe, es würde sowieso sich deswegen nichts ändern", antwortete Cloud Zack ehrlich, sah ihn an, doch er schien irgendwie etwas abwesend.

Alles, was er noch mitbekam, war, wie er die Tür von Kadaj aufriss, ihn grob hineinstieß und dann diese zu knallte.

"Versteck ihn!", knurrte er von außerhalb und lief davon. "Was soll das denn jetzt werden?", fragte der Silberhaarige verwirrt.

'Zack!', knurrte Cloud in Gedanken und stand dann auf, da er auf seinem Allerwertesten gelandet war.

"Geht's wieder?", lachte Kadaj leise, schaute ihn grinsend an und hielt sich vor Lachen den Bauch.

Cloud sollte doch sauer sein, schließlich lachte er ihn hier gerade aus, aber in dem Moment konnte er es einfach nicht.

Es war schön ihn so frei Lachen zu hören.

Deswegen nickte er nur stumm und lächelte sanft.

"Tut mir leid, aber es sah einfach zu komisch aus. Was machst du eigentlich hier?", fragte er, als er sich endlich etwas gefasst hatte.

Rude war soeben eingetroffen, hörte sich kurz seinen neuen Auftrag an und nahm dann seine Position vor Kadajs Zimmer ein.

Sephiroth war zur selben Zeit bei Vincent und auch dieser sollte ein Auge auf dessen Sohn haben.

"Ich weiß es nicht. Zack sagte, ich sollte mich verstecken", zuckte dieser mit den Schultern und drehte seinen Kopf weg, da er merkte, wie die Röte mir ins Gesicht schoss.

"Aha", erwiderte er knapp, setzte sich auf mein Bett und starrte die Wand vor sich an.

"Ich kann auch gehen", murmelte Cloud leise und ging auf das Fenster zu, machte es auf und sprang auf die Fensterbank und sah noch einmal zu dem Kurzen.

"Du willst nicht ernsthaft aus dem dritten Stock springen, oder?", fragte dieser verwundert, schaute zu ihm rüber und grinste leicht.

"Hab es schon öfter getan", lächelte er ihn an und zwinkerte.

"Breche dir aber nicht alle Knochen, wäre echt schade drum", murmelte Kadaj leise, hörte plötzlich weitere Stimmen auf dem Flur und wie sich jemand der Tür näherte.

"Keine Angst, mach ich nicht. Bis heute Nacht", verabschiedete der Blonde sich und sprang hinaus, erreichte wie immer knapp den breiten Ast und hangelte sich dann hinunter, bis er wieder festen Boden unter den Füßen hatte.

Keine zehn Sekunden später ging die Tür auf und ein Mann mit schwarzen langen Haaren und blassem Gesicht trat auf Kadaj zu.

Er stellte sich als Vincent vor, versuchte ihm einige Dinge zu erklären, auf die er nur stumm nickte.

"Dein Vater macht sich nur Sorgen, versteh das bitte", versuchte er Sephiroths Handeln zu erklären, ob es jedoch etwas brachte, wusste er nicht.

"Oh ja toll, indem er mich einsperrt! Ganz toll, ich bin begeistert", murrte Kadaj, seufzte leise und drehte sich weg von ihm.

Gerade als Cloud wieder auf die Fensterbank von Kadaj springen wollte, sah er im letzten Augenblick Vincent bei ihm stehen.

"Es ist nur zu deinem Besten, warum verstehst du das denn nicht?", ging Vincent auf den Jungen ein, seufzte leise und setzte sich zu ihm aufs Bett.

"Ja, ja, bla … bla … haltet mich nur schön von allem fern, ich könnte ja beißen! Vielleicht aber bin ich auch giftig, wer weiß das schon", knurrte er nun schon wütend.

"Verschwinde endlich! Vincent!", knurrte Clou leise vor sich hin und verengte seine Augen zu schlitzen.

"Dein Vater hat Angst das du … das du … na ja das du dich eben in jemanden verlieben könntest", wagte er es kaum auszusprechen und doch hatte Vincent es getan.

"Oha, das ist es also! Ich glaube es ja wohl, ich bin doch kein Kind mehr! Und was wenn es so wäre, was wenn es schon passiert ist?", keifte er mittlerweile, verschränkte die Arme vor der Brust und schmollte.

"Das ist nicht dein Ernst, oder? Wer, ich meine wann?", platzt es fassungslos aus Vincent heraus, jedoch bekam er keine Antwort von ihm.

"Ich weiß es doch selber nicht, ich weiß nur, dass es passiert ist. Immer wenn ich ihn sehe, werd ich nervös, mein Herz schlägt schneller und ich bekomme keinen gescheiten Satz mehr heraus", nuschelte Kadaj verlegen, worauf er nur sah, wie er das Zimmer verließ und nun scheinbar alles seinem Vater erzählen würde.

Als Cloud hörte, wie Vincent die Tür schloss, sprang er nun auf das Fenstersims und grinste den Kleinen frech an.

"Ich sagte doch, ich komme wieder."

"Ähm … ja … Hi", verhaspelte dieser sich, er konnte nur hoffen, dass er nicht auch noch das Gespräch mitbekommen hatte.

"Du bist also verliebt, ja?", grinste der Blonde weiter und setzte sich auf das Sims, ließ ein Bein aus dem Fenster baumeln und lehnte sich an die Wand.

"Hm", nickte der Gefragte, schaute bedröppelt zu Boden und versuchte irgendwie zu lächeln, was aber nicht leicht war.

"Endlich mal etwas, woran nicht ich schuld bin", lachte Cloud leise und sah schon Sephiroths wütendes Gesicht vor seinem inneren Auge.

"Warum solltest du daran auch schuld sein, kannst ja nichts dafür", murmelte Kadaj leise, schaute ihn an und grinste breit.

"Und wer ist es?", fragte der Ältere auch sogleich nach und zwinkerte ihm frech zu.

"Es sind, um ehrlich zu sein, zwei", gestand er leise, stand auf und lief etwas unbeholfen durch sein Zimmer.

"Ach, wer?", jetzt wurde Cloud neugierig.

"Zack und du", nuschelte er kaum hörbar vor sich hin, wünschte sich in diesen Moment am liebsten ganz weit weg und traute sich nicht ihn anzusehen.

"Bitte?", fragte der Blonde leicht verwirrt nach und fiel fast aus dem Fenster.

"Muss ich das noch mal sagen, ist ohnehin schon peinlich genug", antwortete Kadaj, legte sich in sein Bett und zog sich die Decke über den Kopf.

Sanft lächelnd stieg Cloud vom Sims und ging auf ihn zu, setzte sich auf die Bettkante und zog ihm die Decke weg.

"Zack liebt dich aber nicht", antwortete er ihm ehrlich und lächelte dennoch.

"Das hatte ich auch nicht erwartet", antwortete er murmelnd, griff wieder nach der Bettdecke und zog sie sich erneut über den Kopf.

"Abwechslung?", grinste Cloud ihn an und konnte es sich nicht verkneifen, dass dieses etwas schelmisch wirkte.

"Alles nur keine Bücher", antwortete der Jüngere ernst, verfrachtete das Buch in die hinterste Ecke und lächelte. Immer noch mit diesem Grinsen im Gesicht ging er auf ihn zu und beugte sich zu ihm herunter, lehnte sich quasi vor und streifte seine Lippen mit den seinen.

Etwas erschrocken wich der Kleinere zurück, schaute ihn unsicher an und doch lächelte er verlegen.

"Angst?", schmunzelte der Blonde leicht und sah dennoch sanft in seine Augen.

"Nein, nur etwas verunsichert", erwiderte der Silberhaarige schüchtern und glich einer Tomate.

"Wieso? Mache ich dir denn Angst?", fragte Cloud weiter.

"Quatsch, mich hat nur noch nie jemand versucht zu küssen", gestand Kadaj leise, kratzte sich verlegen am Hinterkopf und schaute die Bettdecke an.

"Es gibt immer ein erstes Mal", schmunzelte der Ältere, rückte etwas näher an ihn, schaute dem Kleinen noch einmal in die Augen, ehe er seine Lippen wieder, auf die seinen legte.

Vorsichtig fing dieser an seinen Lippen zu naschen, schloss seine Augen und genoss es einfach. Innerlich grinste der Blonde über seinen kleinen Triumph über den Kleinen.

Zwar hatte er es sich anders gedacht, aber was nicht war, konnte ja noch werden.

Kurz öffnete Kadaj seine Augen, sah ihn leicht verwundert an und doch versank er fast unter ihm.

Sanft küsste Cloud ihn, massierte seine Lippen mit den seinen und genoss jedoch innerlich dieses Gefühl.

Neugierig knabberte der Kleinere an seiner Unterlippe, fuhr mit der Zungenspitze darüber und schlang zaghaft seine Arme um ihn.

Bereitwillig öffnete dieser seinen Mund, ließ seine Zunge eindringen und seine Mundhöhle erforschen.

Stupste spielerisch seine mit seiner an und genoss langsam aber sicher immer und immer mehr einfach das Gefühl in so zu spüren.

Sanft umspielte Kadaj seine Zunge mit seiner forderte ihn langsam zu einem Duell heraus und lächelte in den Kuss.

Mit Freude ließ der Blonde sich auf dieses ein, drängte ihn dabei eher unbewusst in die Kissen und lag dann mehr oder weniger schon halb auf ihm.

Dass er ihn unbewusst in die Kissen gedrängt hatte, bekam Kadaj kaum mit, da er noch immer mit seiner Zunge spielte und sanft seine Haare verwuschelte.

Ein leichtes Keuchen konnte Cloud sich einfach nicht verkneifen, drängte sich mehr an ihn, ließ seine Hände sanft seinen Körper erkunden und küsste ihn dennoch weiter.

Der Jüngere spürte seine warmen Hände, seine weichen Lippen auf seinen und doch bekam er nicht genug von ihm.

Während er ihn fordernd küsste, ließ auch er seine Hände über seine Rücken wandern.

Langsam aber sicher verlor Cloud sich in diesem berauschenden Erlebnis und doch löste er kurz den Kuss um sich, zu besinnen.

Langsam öffnete auch der Andere seine Augen wieder, schaute ihn lächelnd an und doch wunderte er sich etwas.

"Ich will etwas testen", murmelte Cloud kurz, ehe er sich wieder auf die Wunde auf seiner Unterlippe biss und so wieder Blut floss.

Küsste ihn wieder, wollte wissen, wie er auf den Geschmack des Blutes reagiert.

Verwundert ließ Kadaj sich erneut von ihm küssen, leckte vorsichtig über seine Unterlippe und schüttelte sich kurz, als er plötzlich Blut schmeckte.

Angewidert von diesem Geschmack, schob er ihn von sich weg und schaute ihn irritiert an. Grinsend erwiderte der Blonde seinen Blick.

"Es schmeckt dir nicht", stellte er erleichtert fest und war froh darüber, dass es noch nicht so weit zu sein schien.

"Was soll daran bitte schmecken?", fragte er kopfschüttelnd.

"Egal, vergiss es", lächelte der Ältere ihn sanft an, ehe er ihn einfach wieder küsste, doch dieses Mal um einiges leidenschaftlicher.

Wieder stupste dieser seine Zunge an, umschlang sie fordernd und ließ seine Hände in seinen Nacken gleiten.

Spielend erwiderte der Blonde sein Vorhaben, drängte seine Zunge zurück und umspielte nun seine mit seiner.

Leise seufzte Kadaj auf, naschte weiter von seinen Lippen, drängte frech seine Zunge zurück und erkundete wieder seine feuchte Mundhöhle.

Wieder ließ der Andere seine Hände über seinen zierlichen Körper wandern, fuhr unter sein Shirt und erkundete seinen flachen Bauch.

Ein leichtes Kribbeln fuhr durch Kadajs Körper, sein Blut fing an heftig zu rauschen und doch löste er sich nicht ein Stück von ihm oder seinen Lippen.

Langsam fuhr Cloud immer höher, streifte seine Brustwarzen, streichelte diese und vertiefte dabei den Kuss.

Leise keuchte der Jüngere auf, als er zufällig seine Brustwarzen streifte, erwiderte den tiefer gehenden Kuss und wünschte sich, dass dies kein Traum sei.

Der Blonde löste sich sanft aus dem Kuss, wanderte mit seinen Lippen einen Hals entlang, leckte kurz über seine Halsschlagader und biss zärtlich hinein.

Auch er hatte noch dieses verdammte Vampirblut in sich und musste sich schwer beherrschen diesem nicht nachzugeben und ihn richtig zu beißen.

Cloud wusste, wenn er es täte, würde sich alles wiederholen. Leicht neigte Kadaj den Kopf zur Seite, gab ihm so mehr Spielraum und ließ genussreich die Augen geschlossen, doch konnte er sich ein erneutes Seufzen nicht verkneifen.

Cloud leckte sanft über die Bissstelle, fuhr wieder mit seinen Händen leicht nach unten und doch immer tiefer, bis ich an den Gürtel seiner Hose ankam.

"… Cloud … was machst … du mit mir …?", fragte der Kleinere leise keuchend, drängte sich seiner Hand entgegen und ließ sich mehr und mehr fallen.

Bei seinen Worten konnte der Blonde nicht anders als grinsen, fuhr wieder mit seinen Händen hoch, jedoch zog er das Shirt mit und streifte es ihm dann vom Leib.

Mit leicht geröteten Wangen sah dieser ihm dabei zu, biss sich verunsichert auf die Lippen und legte sich zurück in mein Kissen.

"Entspann dich", murmelte Cloud ihm zu, ehe er eine seiner Brustwarzen in den Mund nahm, sanft über sie leckte und an ihr zu saugen anfing.

Die andere fing er wieder an zu streicheln und sie mit seinen Fingern, zu umspielen.

Zögernd nickte der Silberhaarige, schloss seine Augen erneut und krallte sanft seine Hände im Lacken fest.

Ein erneutes Kribbeln erfasste seinen Körper, als er seine warmen Lippen und seine freche Zunge an seiner Brust spürte.

Sanft biss der Ältere auch in diese, ließ seine Hand wieder nach unten wandern, steifte sanft seinen Schritt und war gespannt auf seine Reaktion.

Etwas lauter als gewollt, keuchte Kadaj auf, bog den Rücken durch, merkte wie ihm das Blut mehr und mehr wie heiße Lava durch den Körper strömte und sich langsam in seiner Lendengegend sammelte.

Mit einem anzüglichen Lächeln quittierte er seine Reaktion und machte einfach weiter.

Doch dieses Mal wanderte er mit seinen Küssen langsam tiefer und tiefer, bis er mit seiner Zunge seinen Bauchnabel umkreiste, bevor er sie in diesem versenkte.

"Hmmm … angenehm ...", seufzte dieser Leise, leckte sich lasziv über die Lippen und genoss es zunehmend.

Leicht stemmte Cloud sich wieder hoch, sah ihm lästernd grinsend an und zog ihn einfach an der Hüfte zu sich runter.

Verlangend küsste er ihn wieder und wollte ihn einfach wieder schmecken. Ungeniert ließ dieser sich erneut von ihm küssen, schlang wieder seine Arme um ihn und kraulte sanft seinen Nacken.

Plötzlich klopfte jemand mehr als nur barsch an die Tür, was beide Auseinander-fahren ließ.

Erschrocken schaute Kadaj zur Tür rüber, zog sich schnell sein Shirt an und fragte laut, wer da stören würde.

"Hey Kleiner, ich bin Reno. Ein Freund von Rufus", meldete er sich fröhlich an der Tür.

"Was will der Spastiker denn jetzt wieder? Sollst du auch noch vor der Tür herumgammeln?", meckerte er rum, öffnete die Tür einen Spalt und schaute ihn giftig an.

"Nein, ich sollte jemanden abholen", grinste Reno ihn an, trat einfach in sein Zimmer und sah sich um.

"Cloud?", grinste er und wartete auf eine Antwort.

"Ach so", grinste Kadaj nun wieder, machte die Tür hinter ihm zu und lehnte sich gegen die Wand.

"Verschwinde!", zischte der Blonde Reno an, kam zum Vorschein und sah ihn feindselig an.

"Du musst", seufzte er nun auf und sah Cloud streng an.

Kadaj sagte lieber erst mal gar nichts, lehnte weiter an der Wand und schaute die Beiden schweigend an.

"Nein!", zischte der Blonde ihn an, merkte nicht, wie seine Augen kurz schwarz wurden und doch sah ich seine geweiteten.

"Du musst! Es fängt schon an!", keifte er zurück.

Stirnrunzelnd sah der Jüngste die beiden abwechselnd an, verstand rein gar nichts und schwieg noch immer.

"Cloud! Verstehe es doch! Du veränderst dich!", versuchte er es ihm klarzumachen, trat einen Schritt auf ihn zu und sah, wie seine Augen immer wieder von Blau zu Schwarz sprangen.

Gelangweilt lief Kadaj von der Wand zum Schreibtisch, nahm sich irgendein Buch und ließ die beiden einfach machen.

"NEIN!", brüllte Cloud dunkel zurück, schlug sich selber die Hand vor den Mund und schüttelte seinen Kopf.

"Wenn ihr so weiter brüllt, steht gleich das ganze Haus auf der Matte", murmelte Kadaj, schlug die nächste Seite auf und schaute die Beiden leicht grimmig an.

"Sei still!", fuhr Cloud ihn an, wendete jedoch seinen Blick gleich wieder ab und fragte sich, was mit ihm los sei.

"Du bist schon viel zu lange von zu Hause weg! Du brauchst genauso dieses komische Schild wie dein Alter!", knirschte Reno mit den Zähnen und kam noch einige Schritte auf ihn zu.

Genervt von den beiden verließ Kadaj wortlos sein Zimmer, ging runter ins Esszimmer und gesellte sich dort zu Vincent.

Als Kadaj weg war, achtete Reno nicht mehr auf seine Manieren und schlug Cloud bewusstlos, schulterte ihn und brachte ihn nach Hause.

Genervt von den beiden verließ Kadaj wortlos sein Zimmer, ging runter ins Esszimmer und gesellte sich dort zu Vincent.

"Vincent wird es wehtun?", fragte er nach einer Weile, schaute ihn an und versuchte tapfer zu lächeln.

"Ich will ehrlich sein. Ja es wird wohl ein wenig wehtun, immerhin stirbt der menschliche Teil in dir und sterben tut nun mal weh. Wenn du aber willst, werd ich heute Nacht bei dir bleiben", erklärte der Ältere ihm, schaute ihn an und wartete seine Reaktion ab.

"Danke, aber das brauchst du nicht. Falls ich aber doch Hilfe brauche, werd ich dich rufen", erwiderte Kadaj ihm lächelnd, setzte sich vor den Kamin und schaute in diesen verträumt hinein.

"Sehr schön und bei Fragen darfst du gern zu mir kommen, auch sonst", lächelte Vincent nun sanft, da ihm der Junge leidtat so eingesperrt zu sein.

"Danke Vinc", erwiderte er darauf hin nur, schaute erneut auf das lodernde Kaminfeuer und seufzte leise.

Besorgt lief Vincent den ganzen Abend über den Flur, ließ Kadaj nicht eine Sekunde aus den Augen, achtete auf jedes kleinste Detail und war bereit sofort einzuschreiten.

Jedoch verlief der Abend ungewöhnlich ruhig, die Nacht würde wohl eher die Hölle werden. Wie er befruchtet hatte, war die Nacht alles andere als nett, kurz vor Mitternacht hatte Rude ihn gerufen und er eilte in Kadajs Zimmer.

Dieser lag schon zusammengekauert am Boden und schrie vor Schmerzen und das stimmte Vincent wütend.

Warum hatte Rude ihn auch nicht vorher geholt, er wusste es doch!

Er versuchte auf Kadaj einzureden, hielt ihn einfach in seinem Armen und strich ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht.

Er wirkte wie im Fieberwahn, jedoch starb er gerade in seinen Armen und Vincent konnte es nicht verhindern.

Kadajs Sterben hatte lange gedauert, auch an seinen Nerven hatte es gezerrt und nun schlief er ruhig in seinem Bett.

Jedoch mit dem kleinen Unterschied, dass er eiskalt war und noch blasser als vorher.

"Wie geht es ihm?", fragte Rufus leise Vincent, als er das Zimmer von Kadaj betrat und dieser in seinem Bett lag.

"Er war tapfer, aber er braucht erst mal Ruhe", klärte er Rufus auf und verließ dann mit ihm das Zimmer.

Völlig fertig kam Cloud irgendwie wieder bei Kadaj an, hievte sich fast schon kraftlos auf dessen Fenstersims und keuchte vor Schwäche schon.

Durch ein seltsames Geräusch am Fenster erwachte dieser, setzte sich müde auf und blickte verwundert zu diesem rüber.

Langsam stand er auf und ging auf das Fenster zu und schaute raus.

"Kannst … kannst ...", murmelte Cloud immer nur das eine Wort, hing da mehr ungewollt als gewollt und sah ihn sein Gesicht.

Lächelnd nickte Kadaj, reichte ihm seine Hand, zog ihn hoch und machte das Fenster danach wieder zu.

"Danke", kraftlos lehnte er sich an ihn, suchte Halt, den er ihm auch gab, und schloss nur für einen Moment seine Augen.

Doch etwas fehlte, die Wärme, die er sonst so ausstrahlte, es war, als wäre sie erloschen.

"Geht es dir nicht gut?", fragte Kadaj besorgt, hielt ihn einfach fest und strich ihm beruhigend über den Rücken.

"Ich bin nur etwas schwächlich", antwortete der Blonde ihm, versuchte das Gefühl der Kälte zu ignorieren und konzentrierte sich nur auf seine Berührungen.

"Willst du dich hinlegen?", fragte der Kleinere erneut, schaute ihn noch immer besorgt an und versuchte zu lächeln.

"Wäre besser", nickte er und krallte sich an ihm fest, da seine Beine wieder nachgaben.

"Schon okay", erwiderte Kadaj zaghaft, hievte ihn in Richtung Bett und half ihm, so gut es ging.

Als Cloud endlich lag, wurde ihm jedoch wieder so schwindelig, alles fing wieder an sich zu drehen, wobei das alles andere als erfreulich war.

"Ruh dich aus, ich pass auf dich auf", murmelte Kadaj leise, schnappte sich eines der Bücher und versuchte zu lesen, was jedoch gar nicht so einfach war. Stumm nickte er, ließ sich fallen und schlief auch kurz daraufhin ein.

Der Jüngere hatte einige Seiten gelesen, legte das Buch zur Seite und schaute kurz zu Cloud rüber.

Vorsichtig strich er ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht, schmunzelte leicht und gab ihm einen Kuss auf die Wange.

Leise seufzte dieser auf, als er ihn auf die Wange küsste und doch schlief ich weiter.

Leicht grinsend erhob Kadaj sich aus seinem Bett, stellte sich die Staffelei ans Fenster und fing an aus Langeweile an Cloud im Schlaf zu malen.

Davon bekam er nichts mit, gönnte sich den Schlaf, den er brauchte, und lächelte sanft im Schlaf.

Immer wieder musste Kadaj schmunzeln, malte jedoch weiter und summte leise vor sich hin.

Erst nach einigen Stunden blinzelte der Blonde verschlafen mit den Augen, ließ sie jedoch dann auch halb geschlossen und sah sich langsam im Zimmer um.

Noch immer malte der Jüngere an seinem Bild, bekam also so nicht mit, dass er aufwachte.

"Kadaj?", seufzte er leise, streckte sich etwas und gähnte leise.

"Ja?", fragte dieser leicht erschrocken, da er wohl zu sehr im Malen vertieft war, und schaute ihn an.

"Was machst du da?", leicht stützte Cloud sich leicht auf seinen Ellenbogen ab, sodass er etwas abgestützt lag, und sah ihn lächelnd an.

"Ich habe versucht dich beim Schlafen zu malen", grinste der Silberhaarige zur Antwort, legte die Farbe zur Seite und stand auf.

„Aha und bin ich gut geworden?", lachte er leise und schüttelte seinen Kopf.

"Naja geht so, kann eben doch nicht so gut malen", antwortete er gelassen und setzte sich an die Bettkante.

"Hab ich wenigstens etwas an?", lachte der Ältere weiter und sah ihn schmunzelnd an.

„Du bist vielleicht komisch, meinst du, ich hab dich nackt gemalt? Nein du, ich habe dich so gemalt, wie du geschlafen hast und das angezogen", erwiderte Kadaj frech.

"Ja dann", nickte er immer noch schmunzelnd und ließ sich wieder nach hinten fallen.

"Dir scheint es ja wieder besser zu gehen, was?", grinste der Silberhaarige, schaute ihn dementsprechend an und lächelte sanft.

"Ja etwas, danke", seufzte er wieder auf und schloss genießerisch seine Augen. Er hatte schon sehr lange nicht mehr in so einem Bett geschlafen.

"Freut mich zu hören", lächelte Kadaj erneut, legte sich einfach neben ihn und legte seinen Kopf auf seine Brust.

Sanft fing Cloud an, seinen Rücken auf und ab, zu streicheln, hielt dennoch immer noch seine Augen geschlossen und genoss es einfach in seiner Nähe zu sein.

Auch Kadaj hatte die Augen geschlossen, schnurrte leise vor sich hin und fand es einfach nur schön so dazuliegen.

Langsam aber sicher driftete der Blonde wieder in einen traumlosen Schlaf ab. Langsam drehte der Jüngere sich so, dass er ihn anschauen konnte, schmunzelte, als er sah, dass er schon wieder am Schlafen war und doch blieb er einfach liegen.

Clouds Hand lang immer noch auf seinem Rücken, sein Brustkorb bewegte sich gleichmäßig immer auf und ab und ein sanftes Lächeln umspielte seine Lippen.

Lächelnd strich Kadaj ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht, schaute ihn verträumt an und kuschelte sich an ihn.

Davon bekam der Schlafende wiedermal nichts mit und schlief seelenruhig.

Kadaj konnte den Blick gar nicht mehr von ihm lenken. Zögernd streckte er die Hand nach ihm aus und berührte vorsichtig sein Gesicht.

Seine Finger strichen über die weiche zarte Haut und ruhten eine Weile auf seiner Wange, dann berührte er vorsichtig seine feinen, geschwungenen Lippen.

Wohlig seufzte Cloud im Schlaf auf, drehte sein Gesicht unbewusst zu ihm hin und ließ es mit sich machen.

Der Silberhaarige biss sich auf die Unterlippe, verspürte den Drang ihn zu küssen.

Zunächst wehrte er sich dagegen, doch dann konnte er einfach nicht anders und legte seine Lippen auf die seinen.

Auch davon bekam der Blonde nichts mit. Vorsichtig knabberte Kadaj kurz an seinen Lippen, grinste unschuldig und legte sich wieder neben ihn.

So vergingen wieder einige an Stunden, ehe Cloud wieder seine Augen öffnete und Kadaj sanft anlächelte.

"Na du süße Schlafmütze", grinste dieser neckisch, legte sich auf die Seite, den Kopf auf seinen abgewickelten Arm und schaute ihn einfach an.

"Na du", lächelte er zurück.

"Ich habe geträumt du würdest mich küssen", erzählte der Blonde dann einfach mal darauf los und seufzte innerlich.

"So, so, und wenn ich dich wirklich geküsst hab?", neckte Kadaj ihn weiter, setzte sich nun auf und schaute ihn neugierig an.

"Na du", lächelte Cloud zurück.

"Ich habe geträumt, du würdest mich küssen", erzählte er dann einfach mal darauf los und seufzte innerlich.

"So, so, und wenn ich dich wirklich geküsst hab?", neckte Kadaj ihn weiter, setzte sich nun auf und schaute ihn neugierig an.

"Dann wäre es schade", antwortete der Blonde ihm und lächelte weiter. "Wieso, bedarf es einer Wiederholung?", grinste er nun über beide Ohren, beugte sich ohne eine Antwort abzuwarten zu ihm herunter und legte sanft seine Lippen auf seine.

Leise seufzte Cloud auf, als Kadaj ihn küsste, schlang seine Arme um ihn.

Kadajs Zunge schlängelte sich zwischen seinen Lippen hindurch, stupste frech seine an und forderte ihn somit heraus.

Mit Freuden ließ es zu, küsste ihn fordernd zurück und verlor sich immer mehr in diesem. Während der Silberhaarige ihn fordernd küsste, wanderte seine Hand in seinen Nacken und kraulte diesen, ehe er sie langsam an seinen Hals runterwandern ließ.

Leise seufzte Cloud in diesen Kuss hinein, ließ sich nun ganz fallen und genoss seine Hand an meinem Hals.

Kadaj küsste ihn zart, verführte ihn mit immer neuen Liebkosungen seiner Lippen, eine seiner Hände wanderte unter sein Shirt und streichelte ihn zärtlich über den Bauch.

Sanft krallte der Blonde sich in das Laken unter sich, wusste schon jetzt nicht mehr, wo ihm der Kopf stand.

In den Kuss schmunzelnd, streichelte Kadaj weiter hoch zu seiner Brust, kniff ihm leicht in die Brustwarze und streichelte doch wieder sanft darüber.

Sanft fuhr Cloud mit seiner Hand über seinen Körper, umfasste dann seine und verankerte seine Finger mit den seinen.

Etwas verwundert löste der Silberhaarige den Kuss, schaute ihn kurz an und fragte ihn, ob es unangenehm gewesen sei.

"Nein, aber wenn du so weiter machst, werde ich mich nicht halten können", grinste er ihn verführerisch an.

"Äh … ja … okay ...", grinste der Vampir etwas seltsam, kuschelte sich an ihn und ließ seine Hand lieber da, wo sie war.

Sanft lächelte der Blonde zurück, zog ihn zu sich hoch und küsste ihn am Hals entlang.

Kadaj konnte sich ein leises Seufzen nicht verkneifen, legte den Kopf zur Seite, schloss seine Augen und genoss seinen warmen Lippen an seinem eher doch kaltem Hals.

Innerlich lächelnd knabberte Cloud leicht an diesem, biss zärtlich hinein und leckte dann langsam über die Bissstelle.

Leicht erschauerte der Silberhaarige unter seinen neckischen Bissen, fasste ihm sanft in die Haare und krabbelte ihm an Nacken.

Derweil löste Cloud seine Hand aus seiner, lies diese sanft über seinen Körper wandern und erforschte diesen so.

Mit diesen Berührungen brachte der Blonde ihn so langsam aus der Fassung, Kadaj konnte irgendwie nicht stillliegen, keuchte leise auf und bog sich ihm entgegen.

Mit einem zufrieden Grinsen merkte dieser, wie er seine Berührungen sich entgegen reckte, machte einfach dann weiter und tastete sich so sanft und zart über diesen schönen Körper hinab.

"Hng …" Zu mehr war Kadaj einfach nicht imstande, spürte er doch überall seine warmen Hände, spürte wie sie ihn mehr und mehr in den Wahnsinn trieben und rekelte sich verführerisch unter ihm.

Immer weiter ließ Cloud seine Hände rauf und runter wandern, streichelte sanft über seine Brust, zwickte neckisch in seine Brustwarze und küsste ihn doch die ganze Zeit weiter.

Wieder verließ ein Keuchen Kadajs Lippen, war kaum mehr imstande klar zu denken und doch küsste er ihn heiß und fordernd zurück.

Etwas ungeduldiger als gewollt fuhr der Blonde mit seiner rechten Hand hinunter bis zu seinem Schritt, jedoch ließ er diese nur auf seinem Oberschenkel ruhen.

Kadajs Verstand hatte sich endgültig in Luft aufgelöst, als er seine Hand an seinem Oberschenkel spürte und ihn eine Welle der Erregung erfasste und ihn ganz langsam mitriss.

Langsam fing Cloud an seine Schenkel zu massieren, stützte sich mit der anderen ab und doch unterbrach in den Kuss nicht.

Leicht fing der Vampir an zu zittern, krallte sich im Laken fest, seufzte leise in den Kuss und konnte kaum glauben, dass das hier grade wirklich geschah.

Ungewollte und doch aus Sauerstoffmangel löste Cloud diesen, sah ihm schwer atmend ins Gesicht und leckte sich lasziv über die Lippen.

Kadajs Wangen waren leicht gerötete, er spürte eine deutliche Hitze in sich aufsteigen und schaute ihn durch halb geschlossene Augen an.

"Ich will dich", raunte der Blonde ihm zu, biss sich kurz auf die Unterlippe und sah ihm zärtlich in die Augen.

Außer einem zaghaften Nicken brachte er keine Gefühlsregung zustande, schaute ihn lächelnd an und fuhr ihm mit der Hand über die Wange.

Leise seufzend schloss Cloud seine Augen, legte seine Hand sanft auf die Seine und küsste seine Handfläche.

Ein wohliger Schauer durchflutete Kadajs Körper signalisierte ihm so, dass er mehr wollte, und kuschelte sich enger an ihn.

Langsam küsste Cloud sich von seiner Hand bis zu seinem Handgelenk, sein Unterarm, Oberarm, die Schulter bis zu seinem Hals entlang.

Überall da wo der Blonde ihn küsste, hinterließ es ein angenehmes Kribbeln, das sich mehr und mehr in seiner Lendengegend ausbreitete und Kadaj leise stöhnen ließ.

Grinsend biss Cloud in diesen hinein, achtete jedoch darauf, dass es nicht zu stark war und er keine groben und tiefen Bisswunden davon trug.

"Hey, ich bin doch nicht dein Mittagessen", kicherte der Silberhaarige leise, kniff ihm neckisch in den Hintern und schloss wieder die Augen.

"Wer weiß", schnurrte er leicht, keuchte gegen seinen Hals, als ihm in den Hintern gekniffen wurde und drängte sich so nur noch mehr an ihn.

Darauf konnte Kadaj nur mit einem leisen Keuchen antworten, drängte sich nun auch dichter an ihn und strich behutsam über seinen Rücken.

Langsam fuhr Cloud mit seinen Händen seinen Oberkörper hinab, blieb an seinen Hüften stehen und drückte diese dann in die weiche Matratze.

Es fühlte sich unwahrscheinlich gut an, was er tat, noch nie hatte Kadaj so was gefühlt oder gespürt.

Mit geschlossenen Augen lag er unter ihm und biss sich erregt auf die Unterlippe. Langsam wanderte der Blonde mit seinen Lippen seinen Körper hinab, über das Schlüsselbein, zu seiner Brust, seinen Bauch und seinen Hüften.

Immer wieder biss Kadaj sich auf die Lippen, musste sich ein lautes Keuchen verkneifen und wandte sich unruhig unter seinen sündigen Lippen.

Geschickt öffnete Cloud mit beiden Händen seine Hose, streifte ihm diese über die Hüften hinunter und zog auch gleich die schwarzen Boxer mit.

Als der Vampir spürte, wie Cloud ihm die Hose auszog, zitterte er leicht, war aufgeregt, ihm war gleichzeitig heiß und kalt und doch wollte er nicht aufhören.

Sanft fuhr Cloud mit seinen Händen an seinen Hüften, über Außenseiten seiner Oberschenkel und vermied es absichtlich seine bereits erwachte Mitte zu berühren.

Ein leises Schnurren entwich Kadajs Lippen, er krallte sich unbewusst fester in die Laken unter sich und spürte, wie sein Blut anfing zu kochen, es heiß durch seine Adern schoss und drohte förmlich überzukochen.

Federleichte Küsse verteilte der Blonde auf seine Hüfte, streichelte weiter seine Oberschenkel und warf hin und wieder einen kurzen Blick zu Kadaj nach oben.

Dessen Wangen waren dunkelrot gefärbt, sein Blick war glasig und unruhig wandte er sich auf seinem Bett.

Immer wieder musste er leise aufkeuchen, ihm schwanden die Sinne und doch fühlte sich alles so verdammt gut an, dass er mehr wollte. Immer mehr schlich sich die Tatsache in Clouds Bewusstsein, das er so unendlich kalten Körper hatte.

Nicht einmal eine Schweiß-Schicht bedeckte diesen und dass, obwohl er doch so tief schon in seiner Leidenschaft versunken war.

Kurz schüttelte er seinen Kopf, entfernte die unnötigen Gedanken und grinste breit.

Einen letzten Kuss hauchte er auf seine Lenden, ehe sein Glied in die Hand nahm und diesen leicht auf und ab fuhr.

Als Kadaj seine warmen Hände zwischen seinen Beinen spürte, keuchte er erschrocken auf, schaute ihn etwas unsicher an und kaute mir auf der Unterlippe rum.

"Mir ist so heiß, ist das normal?", wollte er fragen, jedoch wurde er durch ein ganz anderes Gefühl abgelenkt, legte den Kopf wieder in sein Kissen und stöhnte laut auf, als er anfing intensiv sein Glied, zu massieren.

"Ja, das ist vollkommen normal", grinste Cloud ihn dreckig an, ehe er sich dann über ihn beugte und dann ihn ganz in sich aufnahm.

Langsam leckte er mit seiner Zunge seine Länge hinab und wieder raus, stupste mit der Zungenspitze in das kleine Loch und sah dann kurz wieder hinauf.

Kadaj keuchte völlig erregt auf, wandte sich unter seinen Berührungen und keucht immer wieder leise auf.

"Ah … du willst mich quälen ...", schnaufte er.

Das war viel zu gut.

Kadaj hatte schon längst wieder die Augen geschlossen und drückte den Rücken durch.

Und wie er das wollte, er wollte ihn schreien hören, wollte, dass er so tief in seiner Leidenschaft eintauchte, dass er kaum ein richtiges Wort mehr zustande brachte.

Immer weiter saugte Cloud an ihm, massierte weiter mit seiner Hand sein Glied noch zusätzlich und verlor sich selbst in seinem Tun.

Diese heißen, verwöhnenden Lippen ließen Kadaj nicht klar denken, immer wieder musste er laut aufkeuchen und sich in die Laken krallen.

Was Cloud mit seinen Lippen, seiner Zunge und den Zähnen an seiner Männlichkeit machte, raubte ihm fast das Letzte bisschen Verstand, ließ ihn in eine andere Welt eintauchen.

Eine Welt von Lust, Leidenschaft und purem Begehren. Immer weiter nahm Cloud ihn in sich auf, genoss den Geschmack auf seiner Zunge und hielt seine Augen dabei geschlossen, alleine von seinem keuchen und stöhnen angetrieben.

Die heiße Tiefe seines Rachens ließ Kadaj erneut stöhnen, seinen Kopf in den Nacken werfen und sich heftig winden.

Schon jetzt wusste er, nicht wo ihm der Kopf stand, wo das alles noch enden würde. Immer weiter und schneller bewegte Cloud nun seinen Kopf auf und ab, verwöhnte ihn mit allem, was er zu bieten hatte und spürte deutlich, wie sehr Kadaj sich unter seiner Berührung wandte.

Kadaj wusste schon, nicht mehr wo ihm der Kopf stand, alles in ihm wurde heiß, heiß wie Lava aus einem brodelnden Vulkan, der jedem Moment explodieren würde.

Cloud konnte deutlich spüren wie sehr er es unterdrückte zu kommen, seiner Lust freien Lauf zu lassen, umso mehr vertiefe er seine Tat, verstärkte den Druck seiner Zunge, seiner Hand.

Wollte er ihn doch über den Berg bringen, ihn Sterne sehen lassen, wollte, dass er seinen Namen rief.

"Cloud … ich ...", wimmerte Kadaj schon leise, spürte, wie er seine Liebkosungen an seinem Glied verstärkte und ihn somit nur noch näher an seinen Höhepunkt brachte.

"Nicht mit dem Mund … nicht in deinen", keuchte er ungehalten weiter, doch kam er nicht weit, krallte sich in den Laken unter sich fest, bäumte sich leicht auf und stöhnte laut seinen Namen.

Leider konnte er sich nicht halten, verströmte schubweise sein Erbe in Clouds Mund und sank kraftlos in sein Kissen.

Mit einem kleinen Lächeln schlucke der Blonde alles brav und leckte auch den letzten Lusttropfen von seiner Spitze, ehe er von ihm abließ und zu ihm hoch krabbelte.

Mit einem Lächeln sah er ihn an, küsste Kadaj sanft und zärtlich auf die Mundwinkel, ehe er sich neben ihn legte und an ihn kuschelte.

Erst jetzt bemerkte er erneut seine Kälte, doch müsste sein Körper nun heiß wie die Sonne sein, doch kam es ihm vor, als würde neben ihm ein Eisblock liegen.

So schmiegte Cloud sich näher an ihn, versuchte den Gedanken zu verdrängen, dass nur ein Geschöpf auf dieser Welt so kalt sein konnte.

Lächelnd sah Kadaj ihn wenig später an, ließ sich gerne sanft von Cloud küssen und ließ zu, dass er ihn mit seinem warmen Körper an den Seinigen kalten kuschelte.

Verliebt sah er ihn an, streichelte ihm sanft über die Wange.

"Danke, das war sehr schön", wisperte er ihm leise entgegen.

Cloud nickte, etwas zu sagen fiel ihm schwer, zu sehr versuchte er diesen Gedanken zu verdrängen, aus seinem Kopf zu verbannen, doch hatte er sich festgebissen, wie Kadaj es wahrscheinlich bald in seinem Hals tun würde.

Würde er das tun?

Ihm sein Blut aussaugen, ihn bis zum letzten Tropfen leer trinken, weil er Hunger hatte?

Cloud nickte, etwas zu sagen fiel ihm schwer, zu sehr versuchte er diesen Gedanken zu verdrängen, aus seinem Kopf zu verbannen, doch hatte er sich festgebissen, wie Kadaj es wahrscheinlich bald in seinem Hals tun würde.

Würde er das tun?

Ihm sein Blut aussaugen, ihn bis zum letzten Tropfen leer trinken, weil er 'Hunger', hatte?

Hunger hatte Kadaj keinen, jedenfalls nicht jetzt.

Er war mehr daran bedacht seine Nähe, seine wohltuende Wärme zu spüren. Wie eine Katze rollte er sich deswegen auch zusammen, zupfte an seiner Decke und sah den Blonden immer noch verträumt an.

Sanft streichelte dieser ihm über den Rücken, lächelte ihn ebenso an, wie er ihn und doch tief in seinem Inneren hatte Cloud Angst davor, was er alles in seinem Blutrausch mit ihm anstellen könnte.

War er denn nicht momentan der süße Nachtisch, genau auf einem Silbertablett nur darauf wartend bis Kadaj es kostete?

Je länger er drüber nachdachte, desto länger er versuchte dies zu verdrängen, desto schlimmer wurden sie.

Ruhig sehe Kadaj ihn an, musterte sein Gesicht und fuhr ihm mit dem Finger über seine Lippen.

"Cloud was hast du denn, du wirkst auf mich etwas nachdenklich", sprach er ihn leise an, sah ihn weiterhin in seine schönen Augen.

"Nichts, es ist nichts", verneinte dieser seine Frage, lächelt und küsste ihn kurz und sanft auf seine Lippen.

So kalt, sie waren so kalt, doch er wollte den Silberhaarigen trotzdem, auch wenn er seinen Tod bedeuten sollte.

Nickend nahm Kadaj seine Worte hin, konnte ihnen aber keinen rechten Glauben schenken und ließ seinen sanften, aber kurzen Kuss nur zu gerne zu.

Langsam, fast schon scheu löste Cloud sich, öffnete halb seine Augen und sah ihn an, fragte sich innerlich ob Kadaj ihn zu seinem gleichen Machen würde, doch würde er es tun, es wollen?

Nein, er wollte kein Leben in Dunkelheit, lieber starb er in seinen Händen, in der Hoffnung seine Wärme doch irgendwann spüren zu können.

Ruhig sah Kadaj seinen Liebsten an, lächelte dabei und streichelte ihm zart über seine Wangen.

Cloud mochte es, wenn er so zärtlich war, wenn er ihm so nahe war, auch wenn seine Kälte ihm eine Gänsehaut über den Rücken hinunterfahren ließ.

Ruhig lag der Silberhaarige in seinen Armen, doch etwas beschlich ihn, ein Gefühl von Hunger und Durst.

Dass Kadaj begann sich langsam zu verändern verdrängte Cloud, wollte es nicht wahrnehmen, dass sein Körper sich leicht versteift und seine Atmung ebenfalls etwas schwerer wurde.

"Cloud mir ist schlecht und Hunger hab ich auch, aber nicht auf das was ich sonst esse … vielmehr auf Blut …" Mit jedem Wort, das er sagte, wurde er leiser, schämte sich dieser und sah weg.

"Es wird, du darfst nicht daran denken", versuchte Cloud ihn abzulenken, setzte sich auf, zog ihn zu sich und presste seine Lippen auf die seinen.

Er wusste, dass das fließende Blut, welches immer noch in seinen Adern kochte, wie ein Magnet auf Kadaj wirkte, seinen Hunger nur noch steigerte, aber er war stark, er glaubte daran, dass Kadaj ihm nichts tat.

Gerade als Kadaj antworten wollte, zog sein Liebster ihn an sich, küsste ihn auf die Lippen.

Er versuchte wirklich sich abzulenken, doch konnte er es nicht. "Cloud bitte, das bringt nichts. Das Gefühl wird nur noch stärker."

"Doch, bitte, gib nicht nach!", versuchte Cloud es einfach weiter, sah ihn auch schon flehend an, doch sah er auch zugleich, wie seine Augen sich im Blutrausch änderten.

Entschuldigend sah der Silberhaarige ihn an, spürte, wie sich seine Augen blutrot färbten und sich stark veränderten.

"Ich kann nicht, es wird immer stärker"! Er krümmte sich bereits vor Schmerzen, presste sich beide Arme gegen den Bauch und rollte sich über die Laken seines Bettes.

Hilflos sah Cloud ihm zu, wusste nicht, was er tun sollte, er war es nicht gewohnt einen Vampir in seine Nähe zu lassen, ihn zu mögen, zu lieben.

Töten würde er ihn nicht, konnte er nicht, wie denn auch?

Langsam, zitternd streckte der Blonde seine Hand nach ihm aus, berührte ihn an seiner Schulter.

Alles, was danach passierte nahm, er kaum wahr, wie durch einen weißen Schleier, der sich über seine Sinne legt.

Kadaj drückte Cloud sanft aber bestimmend zurück auf die Matratze und küsste ihn noch einmal, ehe er langsam über seinen Hals leckte und seine Eckzähne blecken ließ.

Beruhigend strich er ihm über die Brust, biss rasch in seinen Hals und fing an sein Blut zu trinken.

Er hoffte inständig, dass er das Monster in sich unterdrücken konnte, anderenfalls würde es gleich für Cloud tödlich ausgehen.

"Ahhh~", ein leises Keuchen entwich Clouds Kehle, er spürte deutlich, wie er aus ihm das Blut saugte, hörte, wie er es trank und schloss seine Augen, biss sich leicht auf die Unterlippe, versuchte das alles zu ignorieren.

Sein Körper wurde schwächer, doch wusste er, dass er nur schlafen würde, solange sein Körper den Verlust wieder in Ordnung brachte und er normal wieder denken konnte, sich bewegen kann, genug Kraft hatte.

Gierig trank Kadaj das Blut, schmeckte den metallischen Geschmack in seinem Mund, leckte sich über die Lippen und bemerkte erst später, was er hier eigentlich tat, das er von seinem Blut trank.

Rasch löste er sich von Cloud, robbte erschrocken von ihm weg und verkroch sich unter der Decke.

Schwer atmend lag der Blonde jedoch noch hier, versuchte wieder zu Kräften zu kommen, öffnete nur langsam seine Augen und versuchte sich gleichzeitig aufzusetzen.

"Ka … Kadaj", murmelte er seinen Namen, suchte nach ihm, doch alles, was er fand, war eine etwas zu große Kugel unter der Bettdecke, welche wahrscheinlich der Silberhaarige selbst war.

"Komm raus, Kadaj", forderte er ihn auf, wollte ihn sehen, ihm nahe sein, er war doch da.

Er würde ihn nicht töten, es würde nicht gehen er brauchte also keine Angst zu haben.

Clouds fordernde Stimme ließ Kadaj zittern, er verkroch sich noch mehr unter der Decke und schüttelte hastig seinen Kopf.

Er hatte ihm wehgetan, konnte ihn deshalb nicht ansehen und verkroch sich weiterhin.

"Sei kein Feigling und komm endlich raus!", zischte der Blonde nun schon leicht verärgert, seufzte jedoch kurz darauf und ließ sich wieder zurück in die Kissen fallen.

Er war müde, seine Augenlider waren schwer und es kostete ihn Unmengen an Kraft diese, offenzuhalten.

"Bitte komm raus", murmelte er noch leise, wisperte schon fast, diese drei kleinen Worte verschwanden so schnell in dieser Stille, wie sie gekommen waren und dennoch hatte er nicht das Gefühl, als ob sie etwas bezweckt hätten.

Nur langsam kam Kadaj nach Clouds verärgerten Worten unter der Decke vor, lugte vorsichtig zu ihm hoch und kroch schließlich neben ihn.

Dennoch schwieg er, hatte Angst etwas Falsches zu sagen oder mit Worten alles noch schlimmer zu machen.

"Es ist doch schon gut", murmelte der Blonde ihm zu, versuchte zu lächeln doch gelang es ihm nicht ganz, nicht so, wie er es wollte.

Sanft nahm er seine Hand, zog ihn zu sich runter und bette seinen Kopf an seiner Halsschlagader, dort wo er hineingebissen hatte.

"Siehst du, die Wunde ist nicht schlimm", fügte er zu seiner Tat hinzu und hoffte dadurch die Angst aus ihm nun vertrieben zu haben.

Nur langsam beruhigte Kadaj sich in seinen Armen kuschelte sich an ihn und hörte dem zu, was Cloud ihm leise sagte.

"Aber ich habe dich gebissen und nun wirst du einer von uns", nuschelte er leise und vergrub erneut seinen Kopf in seiner Halsbeuge.

"Und wenn schon, es ist mir egal, die Hauptsache ist, dass wir zusammenbleiben", murmelte der Blonde, ehe er seine Augen schloss und kurz darauf erschöpft einschlief.

Stumm nicke Kadaj ihm auf seine Worte hin zu, kuschelte sich an seinen noch warmen Körper ran und schloss nun selbst seine Augen.

Clouds Schlaf war unruhig, er bekam kaum Luft, seine Lungen brannten, sein Herz schlug unregelmäßig gegen seinen Brustkorb und der Schweiß lief ihm unaufhörlich die Stirn hinunter.

Er fühlte sich, als würde er einen Marathon laufen, als würde er jedoch nicht anders können, war nicht in der Lage dies zu ändern.

Dass Cloud unruhig schlief und schwitzte, bekam Kadaj in seinem Tiefschlaf nicht mit, rollte sich stattdessen auf die andere Seite und nuschelte im Schlaf vor sich hin.

Immer unruhiger wurde der Blonde, hörte das dunkle Lachen seines verhassten Vaters in den Ohren und wimmerte immer wieder vor sich hin.

Er wälzte sich hin und her, achtete nicht darauf, dass noch jemand mit ihm in diesem Bett lag und so machte er sich unbewusst ziemlich breit.

Die Bissstelle färbte sich langsam dunkelrot, langsam tropften immer noch Blutperlen aus diesen und benetzten die weißen Kissen.

Durch Clouds herumwälzen wurde Kadaj nun wach, sah, dass seine Bissstelle anfing zu bluten und seine Kissen besudelte.

"Cloud wach auf, du blutest", rüttelte er ihn mit sanfter aber auch besorgter Stimme wach.

Erschrocken fuhr dieser hoch, versuchte wieder zu Atem zu kommen und sich zu beruhigen.

Es war nur ein Traum, ein Albtraum und dennoch wusste er nicht mehr, was er geträumt hatte.

Seine Stimme ließ ihn kurz zu ihm schauen, dass seine blauen Augen nun rot umrandet waren, wusste er nicht.

"Cloud, deine Augen … sie ...", stammelte Kadaj, als er diese erkannte, als er sah, dass sie nicht mehr nur blau waren.

Etwas neben sich sah der Blonde ihm in die Augen, verstand nicht ganz, was er damit meinte, und schüttelte kurz seinen Kopf.

Als er dann wieder zu ihm sah, hatten sich seine Augen nicht verändert, immer noch schmückte diese rote Umrandung diese und ließ ihn so etwas unnormal wirken.

"Was ist denn?", fragte er ihn leise, doch klang dies mehr nach einem Wispern.

Scheu blickte Kadaj ihn an, deutete erneut auf seine Augen und wich etwas zurück.

"Sie sind nicht mehr blau, sie sind rot umrandet", antwortete er ihm zaghaft und kaute sich nervös auf den Lippen rum.

"Hmmm~, kann wohl daran liegen das durch deinen Biss mein Blut in Wallung geriet", antwortete er ihm gelassen und zuckte mit den Schultern.

"Solange sie sich nicht schwarz färben ist alles okay", fügte er hinzu und lächelte Kadaj sanft an.

Er hatte seine Fassung wieder, konnte wieder normal denken und auch seine Atmung hatte sich normalisiert.

"Was passiert, wenn sie schwarz werden?", wollte Kadaj aber dennoch von ihm wissen, sah, dass er wieder lächelte, und traute sich nun wieder näher an ihn ran.

"Dann werde ich dich und alles, was lebendig auf dieser Welt wandert, gnadenlos und kalt töten", eine ehrliche Antwort, eine wahre, denn es geschah schon einmal.

Cloud schüttelte kurz seinen Kopf, wollte die unangenehmen Gedanken verbannen und legte sich wieder zu ihm.

"Oh. …", mehr wusste der Silberhaarige dazu nicht zu sagen, blickte ihn etwas verwirrt und scheu an.

"Ich muss bei dir aufpassen, wir sind eine etwas extreme Mischung, aber es stört mich nicht", lächelte Cloud ihn an, drehte sich zu ihm um, sah ihn verliebt an und legte ihm seine Hand in den Nacken, streichelte ihn dort sanft und küsste ihn kurz auf die Stirn.

Wieder blicke Kadaj ihn verwirrt an, ließ es aber zu, dass der Blonde ihn streichelte und seine Stirn küsste.

"Ich mag aber seltsame Mischungen ganz gerne", kicherte er nun leise und blicke ihn sanftmütig an.

"Ich auch, sehr gerne sogar", antwortete Cloud ihm und lächelte weiter, schloss seine Augen um ihn keine weitere Angst einzujagen.

Leise schnurrend kuschelte Kadaj sich an, legte seinen Kopf auf seine Brust und schloss seufzend die Augen.

Sanft streichelte dieser ihm über den Nacken, durch seine weichen Haare und summte leise ein Lied, welches ihm seine Mutter immer vor dem Schlafen vorgesungen hatte.

Zufrieden brummte Kadaj leise auf, schmiegte sich nahe an den Blonden und lauschte seinem leisen summen, welches sich für ihn sehr schön anhört.

Cloud wartete darauf, wartete, bis er seinen regelmäßigen Atem an seiner Haut spürte, doch wusste er das Kadaj nie wieder einschlafen würde, das er es nicht mehr konnte, genauso wie er selbst.

"Cloud, ich habe Hunger", nuschelte Kadaj leise, hob leicht seinen Kopf an und blickte ihn ernst an.

Cloud öffnete seine Augen, sah ihn ruhig und gelassen an.

"Willst du deinen Hunger stillen?", fragte er leise, streichelte ihm über die Wange und sah ihm dabei fest in die Augen.

"Nicht an dir", sagte der Silberhaarige leise und sah den Blonden ernst an, rappelte sich dann auch schon auf und setze sich vorerst an die Bettkante.

"Und an wem dann? Ich lasse nicht zu, dass du Unschuldige tötest, da ist es mir besser, wenn du meins trinkst" Clouds Stimme war ruhig und beherrscht, dennoch wusste er das Kadaj ihn nicht falsch verstanden hatte, das er wusste, worauf er hinaus wollte.

Durch Cloud seine Worte wurde er leicht wütend, ballte die Fäuste und drehte sich zu ihm hin.

"Unschuldige? Rufus ist kein unschuldiger. Er hat mich angelogen und mich hier wie ein Tier gehalten. Er ist ganz sicher nicht unschuldig", knurrte Kadaj lauter als gewollt auf.

"Und dann? Wird ein anderer leiden? Ich will keine Menschen töten, ich will kein Monster werden Kadaj, ich habe es schon einmal getan, habe Blut getrunken, von Kindern, Frauen, jungen Männern aber auch, welches das von Neugeborenen war. Bitte versteh, es ist nicht gut, es macht einen wahnsinnig. Wenn du willst, können wir es tun, einmal, ein einziges Mal und dann nie wieder", redete Cloud auf ihn ein, sah ihn an und versuchte diese Dunkelheit in sich zu unterdrücken, welche bei all den Erinnerungen an seiner Kraft zerrte und nach außen gelangen wollte.

"Und was soll ich dann deiner Meinung nach essen? Vielleicht eine Leberwurststulle?", fragte Kadaj im sarkastischen Ton und erhob sich langsam von seinem Bett.

"Wir können auf die Jagd gehen, aber nicht auf Menschen, sondern Tiere", seufzte Cloud auf, versuchte ihn dennoch davon zu überzeugen, dass man nicht menschliches Blut brauchte, das es auch anders ging.

"Gut, dann gehen wir eben auf die Jagd nach Tieren", nickte der Silberhaarige einsichtig zu und lächelte ihn dabei nun wieder sanft an.

"Danke", lächelte Cloud, stand auf und zog ihn an seinem Handgelenk zu sich, ganz nah an sich und küsste ihn kurz auf deine süßen Lippen.

Gerne erwiderte Kadaj seinen Kuss, schmiegte sich nahe an ihn und fasste ihm sanft in den Nacken, verwuschelte sein Haar und kicher leise auf.

"Dann komm, lass uns gehen", grinste Cloud ihn an, nahm seine Hand und vermied es ihm in die Augen zu schauen, wollte nicht, dass er das sah, was in ihm passierte, als er sagte, dass Menschenblut fließen würde.

Seine Augen färbten sich schwarz, doch die rote Umrandung blieb und ein grausames, kaltes Lächeln auf seinen Lippen ebenfalls, welche Vorfreude widerspiegelte.

Kadaj nahm seine Hand entgegen, stand auf und folgte ihm.

Sein Hunger wurde mit jedem Schritt immer größer, doch er versuchte es zu unterdrücken, versuchte keine Schwäche zu zeigen.

"Du unterdrückst es. Ich kann es fühlen", sprach Cloud ihn an, doch klang seine Stimme nicht wie die Seine, nicht von dieser Welt.

Erschrocken wirbelte Kadaj rum, sah den Blonden an und wich geschockt zurück, klemmte sich beinahe schon zwischen Tür und Schrank.

"Stell dich nicht so an, du Weichei! Du hast mich dich geweckt! Also komm, ich will meinen Durst stillen, ehe dieser Idiot wieder die Überhand gewinnt", knurrte er ihn kalt an, schnappte sich grob seine Hand und zerrte ihn buchstäblich hinter sich her.

Nur widerwillig ließ Kadaj sich von ihm oder was auch immer, hinterher ziehen, folgte ihm nur ungern.

"Wen meinst du?", fragte er ihn dennoch und schritt mit Cloud die Treppen runter.

"Wen wohl? Deinen dämlichen Freund und meine zweite Hälfte!", zischte der Blonde, zog weiter an ihm und dennoch interessiert es ihn nicht die Bohne, ob ihm das nun am Handgelenk wehtat oder nicht!

"Welcher dämliche Freund denn? Ich habe doch gar keinen", schüttelte Kadaj ratlos den Kopf, folgte ihm mit leicht zischendem Unterton und zerrte an seinem Handgelenk.

Abrupt blieb Cloud stehen, drehte sich um und sah den Silberhaarigen mit hochgezogener Augenbraue an.

"Wiederhole das!", forderte er ihn auf und grinste dabei dreckig.

Er konnte deutlich spüren, wie sein zweites Ich durch seine Worte sich verletzt fühlte, wie er anfing zu zweifeln und sich fragte ob Kadaj mit ihm gespielt hatte, während er sein Leben für ihn gab.

Nun, ihn interessierte das auch, doch nicht lange, denn der Hunger in seinem Inneren schrie schon langsam nach seinem Mahl.

"Ich meine damit, dass ich keine Freunde haben. Keine, mit denen ich etwas unternehme", wiederholte Kadaj sich langsam und sah in sein immer noch verärgertes Gesicht.

"Hm …~", mehr sagte Cloud dazu nicht, er hatte ihn nicht gemeint, worauf dieses bescheuerte Gefühl von Zuneigung langsam wieder aufflammte und ihm Übelkeit verursachte!

"Komm!", zog er ihn weiter an seiner Hand, zerrte ihn immer noch hinter sich her und stieß schließlich die Tür zu Rufus Büro auf, ehe er diese dann kurz darauf wieder schloss.

"So und nun guten Hunger!", grinste Cloud ihn an, verschloss die Tür und drehte sich zu dem blonden Mann um, ehe er langsam auf ihn zu ging und die Reißzähne in seinem breiten Grinsen zum Vorschein kamen.

Geschockt blieb Kadaj an der Tür zu Rufus Büro stehen, sah diesen nichts ahnend an seinem Schreibtisch sitzen und blickte ihn entschuldigend an.

"Was soll das, schon Mal was von Anklopfen gehört?", hörte Kadaj Rufus gleich fragen und blickte unsicher zu Cloud, welcher bereits seine Eckzähne zeigte.

"Ja und nein, aber mich interessiert deine Meinung nicht", grummelte Cloud zähneknirschend und verengte seine Augen zu schlitzen.

"Kadaj, los, essen ist fertig!", grinste er fies und forderte ihn mit einem Nicken auf seinen Hunger zuerst zu stillen.

Noch zögerte er, sah Rufus erneut entschuldigend an, ehe ihn sein Hunger ganz überkam.

Mit einem gezielten Sprung sprang Kadaj auf dessen Schreibtisch, ließ die Eckzähne blecken und knurrte den Blonden leise an.

Rufus zeigte erstaunlicherweise keine Angst vor ihm, als hätte er geahnt, dass an diesem Tag, sein Ende kommen würde.

Ohne lange darüber nachzudenken, verbiss Kadaj sich in seinem Hals, schmeckte die ersten Blutstropfen und begann gierig von seinem warmen und süß schmeckenden Blut zu trinken.

An der Wand gelehnt beobachtete der Blonde Kadaj, sah wie ihn diese süße, rote Lebensflüssigkeit von dem Mundwinkel am Kinn hinab lief und leckte sich dabei langsam die Lippen.

Der Junge hatte scheinbar einen ziemlichen Durst, so wie er sich an ihm festsaugte, aber gut, sollte es ihm recht sein, so würde er nicht gleich nach einigen Stunden erneut jemanden beißen wollen.

Nachdem er endlich von Rufus abgelassen hatte, kam Cloud auf ihn zu und grub seine Zähne auf die andere Seite des Halses, des Blonden.

Er schmeckte alt, zäh und leicht verbittert.

Woher das wohl kam?

Nachdem er ihn dann leer getrunken hatte, ließ er seinen Leichnam achtlos fallen, wischte sich das restliche Blut von den Lippen und seufzte kurz, ehe sich seine Augen wieder blau färbten.

Doch etwas blieb, die rote Umrandung würde wahrscheinlich nie wieder verschwinden und immer ein Zeichen dafür sein das noch jemand, oder eher etwas in ihm schlummerte das nur schlief und darauf wartete erneut geweckt, zu werden.

"Gehen wir Kadaj", sprach er den Silberhaarigen sanft an, nahm zärtlich seine Hand und führte ihn zum Fenster, welcher er weit öffnete und zusammen mit ihm hinuntersprang.

"Und vergiss nicht, was du mir versprochen hast, keine Menschen mehr!", wies er ihn noch einmal auf sein gegebenes Versprechen hin, ehe er ihn dann kurz auf die noch roten Lippen küsste und, zusammen mit ihm, den Weg Richtung Wald einschlug.

Tränen fielen in den Sand, in der Dunkelheit, nahm er seine Hand. Ihre Flucht, aus dem Tageslicht, in die Kühle – Rückkehr gab es nicht.

Sie gingen in die neue Zeit, eine neue Welt: ohne Licht und Schmerz.

IM SCHATTEN!

Im Schatten eine neue Welt, im Schatten – wo kein Licht einfällt.

In der Nacht waren sie jetzt zu zweit; ohne Furcht – gingen sie zu weit …



Vielen Dank an alle Leser, für jedes Sternchen und jeden Kommentar. Ihr seid klasse und es freut mich, dass Euch meine Geschichte gefallen hat.

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Autor

Pragomas Profilbild Pragoma

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Kapitel:17
Sätze:1.294
Wörter:34.546
Zeichen:193.554

Kurzbeschreibung

Vincent findet einen verletzten Jungen im Wald, nimmt ihn mit zu sich nach Hause und begeht, nachdem er feststellt, dass dieser sterben wird, einen Fehler. Er beißt ihn, macht ihn somit auch zu einem Vampir, nur dass dieser sich nicht an Vincent hält, sondern einfach abhaut und prompt einem Vampirjäger in die Arme läuft. Nach und nach tauchen weitere Probleme auf und Kadaj umgibt ein böses Geheimnis.

Kategorisierung

Diese Fanfiction wurde mit Drama (Genre), Mystery und Liebesbeziehung (problematisch) getaggt.

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