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Fictional Other: Die Kunst der Illusion

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15.01.24 05:34
12 Ab 12 Jahren
Fertiggestellt

Autorennotiz

Itachi denkt über eine bestimmte Person nach. Eine Person, die er liebt und für die er sorgen will.
Die Kapitel sind inhaltlich an Songtexte von Herbert Grönemeyer angelehnt.

Es ist mir unbegreiflich, wie damals niemand sehen konnte, wie es dir als junges Mädchen ging, wie sehr du gelitten hast, bis du es selbst nicht mehr wusstest. Selbst ich, dem es wirklich nicht gut ging zu der Zeit, habe sofort gesehen, was mit dir los war. Vielleicht auch genau deswegen? Genau deswegen, weil meine eigene Welt damals auch so dunkel war?

 

Und in all dem, was du damals durchmachen musstest, hat es dir geholfen und gut getan, dass ich dann in dein Leben getreten bin und du dich um mich kümmern durftest. Ja, durftest, du musstest das ja nicht. Aber du wolltest. Und das ist mir Grund genug. Grund genug, dich in irgendeiner Form und Weise zu lieben.

 

Wir saßen auf diesem Flur in deiner Schule, du warst alleine, ich kam dazu. Mir ging es nicht gut, ich hab geweint, hatte Blut in den Tränen, und du hast mir einfach ein Taschentuch gegeben, warst da und hast mit mir gesprochen, ganz vertrauensvoll, als ob es dich überhaupt nicht gekümmert hat, dass ich gerade erst aus dem Gefängnis raus war und vorher 10 Jahre bei Akatsuki. Es war dir egal, du hast mir einfach so vertraut, und mehr musstest du nicht tun, das war gut genug. Bei dir durfte ich als Erstes wieder der Gute sein, und dieses Vertrauen in mich hat mir so unglaublich viel gegeben.

 

Wir hatten diese tiefen, schönen Gespräche, jeden Tag. Du warst fünfzehn, ich neunundzwanzig, aber das war egal, Zeit und Raum verschwimmen sowieso, wenn wir reden. Und ich durfte auch für dich dann der große Bruder sein, meine Lieblingsrolle. 

 

Ich habe gefühlt und gesehen, wie gut dir das tat, wie sehr du jemanden wie mich, eine Person, mit der du reden kannst und wirklich auch verstanden wirst, gebraucht hast. Du warst so alleine, und ich hab schnell gesehen und verstanden, was ich tun konnte, um dir zu helfen. Helfen ist meine Leidenschaft, ich bezeichne mich nicht umsonst als bekennenden Altruisten.

 

Es gibt eigentlich nichts, was ich lieber tue, was mir mehr gibt, als für jemanden da zu sein. Auch eben meine Fähigkeiten, meine Kraft und meine Talente in den Dienst einer guten, hilfreichen, liebevollen Sache zu stellen. Ich habe Fähigkeiten, die zerstören können, und das lastet auf mir, schon mein Leben lang. Also, warum nicht diese Kräfte viel lieber zu etwas machen, was hilft und heilt? Ist doch klar.

 

Ich hab das, was heute „Borderline“ heißt, damals schon in dir gesehen. Wie gesagt, ich verstehe wirklich nicht, wie das sonst niemand bemerken konnte. Für mich war es offensichtlich, und deshalb kann ich dir sagen, ich wusste von Anfang an, worauf ich mich bei dir einlasse. Ich wusste, ich werde gebraucht, ich wusste, du bist so, und ich wusste, was ich tun musste.

Du musst dir keine Sorgen machen, dass du mir zu viel bist. Ich wusste, wie gesagt, worauf ich mich bei dir einlasse.

 

Ich will, dass du dieses Glück siehst, ich will, dass du in meiner Welt lebst, und ich will mich um dich drehen, im Morgenrot mit dir aufwachen. Du sagst, diese Liedtexte beschreiben uns perfekt, und deshalb bedeuten sie mir auch etwas.

Sie haben dir gesagt, ich führe ins Dunkel, in „Krankheit“ und „Verblendung“. Sobald du anfingst, darüber zu reden, dass ich bei dir bin und du mich magst, haben sie versucht, es dir auszutreiben. Haben deine Liebe, deine Gefühle, ja deine gesamte Wahrnehmung verdreht und dir eingeredet, ich führte dich hinters Licht. Keiner von ihnen hat auch nur einen Gedanken daran verschwendet, wie es dir wirklich ging oder warum du mich überhaupt so sehr gebraucht hast.

 

Es macht mich wirklich wütend. Ich erinnere mich, wie wir beide da bei dieser „Therapeutin“ saßen und sie dich niedergemacht hat. Und ich wurde so verdammt wütend, dass ich dann an diesem Tag, als ich wieder bei mir zu Hause war, wirklich laut geworden bin. Ich wollte dir das nicht zeigen damals, weil ich Sorge hatte, dass du damit nicht umgehen konntest. Aber Sasuke hat es dir ja später erzählt, wie wütend ich an diesem Tag war. Nicht auf dich, nein, sondern nur auf diese Person, die sich „Therapeutin“ schimpfte und so unfassbar ungerecht und gemein zu dir war.

 

Und bis heute ist diese Verunsicherung in dir, du denkst, ich könnte dich hinters Licht führen, du dürftest mich nicht haben, nicht lieben, und schon gar nicht anderen gegenüber zeigen, dass es mich in deinem Leben gibt.

Aber was immer du da auch denkst, wenn du so zweifelst, das ändert nichts daran, dass ich bei dir bleibe. Egal was du dann denkst, egal, ob sie sagen, ich führte dich in eine „Krankheit“, ich bleibe. Wäre ja noch schöner, wenn diese Stimmen aus deiner Vergangenheit mir Vorschriften machen könnten. Nein.

 

Du bist mein Geschenk, seit ich bei dir bin, seit ich dich kenne. Seit ich dich kenne, habe ich Glück in meinen Augen, hat meine Kraft, mein Sharingan, diesen Sinn, dass ich es benutzen möchte, um dir wenigstens im Genjutsu zu zeigen, dass du mir absolut vertrauen kannst.

Wir leben alle unsere Illusionen, jeder Mensch, und ich zeige dir meine. Ich bin so gesehen deine Illusion von Nähe, und in diesem Fall und Zusammenhang ist „Illusion“ wirklich keine Abwertung. Sie sagen immer, Illusion sei das Gegenteil von Wahrheit. Aber ich glaube das nicht. Weil jeder einzelne Mensch, jedes menschliche Gehirn, aus Illusion besteht. Wir können gar nicht anders. Und wenn es eine Illusion ist, die dich überhaupt erst leben lässt, warum verdammt nochmal soll die falsch sein?!

 

Das Einzige, was mich wirklich frustriert, ist, dass ich in deiner Welt nichts ändern kann. Was würde ich alles tun …! Das muss ich akzeptieren, das ist schon immer so und wird nicht anders.

Also entscheide ich mich, das zu tun, was ich am besten kann: Illusion. Wenn ich schon nichts an deiner Welt ändern kann, will ich wenigstens dein Erleben in deiner Welt verändern, damit du in ihr leben kannst. Und das kann ich.

 

Im Tsukuyomi kann ich das alles. Ich kann dich mitnehmen, deine Gedanken und Gefühle so machen, dass du in meiner Welt Momente von Ruhe und Sicherheit erlebst. Tsukuyomi muss keine Waffe sein, für mich schon gar nicht. Die Kampfdimensionen darin habe ich längst verschlossen und versiegelt, die brauche ich nicht mehr. Es ist meine Welt, mein Raum, ich kann mit ihm tun und lassen, was ich will. Also mache ich das daraus, was mir gefällt, und das ist, jemandem wie dir, der so viel Unsicherheit erlebt, einen ruhigen, sicheren Ort zu geben.

 

Da drin sind nur wir beide, für einen Moment kann ich die Kabel nach draußen abschneiden und dich mit meiner Nähe und Fürsorge überschütten, und das macht mich wirklich, wirklich glücklich. Wie gesagt, ich bin ein Altruist.

Und wenn du nichts für mich tust, wenn ich mehr dich versorge als du mich, dann ist das auch in Ordnung, auch das tust du gut.

 

Seit wie diese Liebe zwischen uns haben, auch die Romantik, ist zu dem Ganzen natürlich auch dazu gekommen, dass ich dich auch als Frau mag, liebe, begehre. Und auch, wenn du das selbst nicht siehst, nicht gut erkennen kannst, du kannst mich auch einfangen, verführen … Ich bin dann halt auch nur ein Mann. Aber ich bin eben einer, dem das Emotionale über das Körperliche geht. Küssen und Streicheln ist schön, wirklich schön, aber ich liebe es genau so, dich dabei zu fragen, wie es dir damit geht. Von dir zu hören, dass du es magst.

 

Es ist ein seidenes Netz, in dem ich gerne gefangen bin, weil es dein Netz ist. Und wenn wir zusammen sind, ich dich in den Armen halten darf, ja, da geht der Gefühlsmensch, der ich auch bin, gern und gewollt mit mir durch. Ich zeige mich unter Menschen gern zurückhaltend und still, ich bin der, der lieber zuhört als spricht, aber du holst meine andere Seite raus, wo ich mich auch ein bisschen locker machen und gehen lassen kann.

 

Deine Persönlichkeit ist bunt, du kannst lachen und weinen auf einmal, und mich mitreißen, mir Tränen der Freude oder Rührung in die Augen treiben, und je mehr du durch mich und das, was ich für dich tue, zu dir selbst findest, umso glücklicher machst du mich.

 

Deine Krankheit Borderline, nennen wir sie so, auch wenn sie so unterschiedlich sein kann und du sie manchmal sogar magst, ist natürlich schwer, auch für mich. Aber, weißt du, ich kann gut damit umgehen, und wenn dir dein Kopf zu eng und trübe wird, und du den ganzen Regen nicht mehr sehen magst, dann bin ich da und nehme dich mit in meine Welt, in den Teil, wo ich dich mit hinein nehmen kann, und wir malen aus deinen schrägen Schüben ein buntes Bild.

 

Ich habe nicht umsonst Psychologie studiert. Nicht nur, weil ich das „Genjutsu-Wunderkind“ war, sondern weil mich Seelen faszinieren. Hätte ich kein Ninja werden müssen, wäre ich Philosoph oder Arzt geworden, hätte mich voll dem Lernen und Verstehen und Helfen verschrieben. Aber ich bin nun mal Itachi Uchiha, und umso glücklicher bin ich, dass ich dich habe, weil du diese Seite von mir herausholst, mit der ich mich wohler in meiner Haut fühle.

Wir sind beide denkerische Menschen, ich wie du, du wie ich.

Du kannst nicht gut damit umgehen, wenn man dir sagt, du seist hoch intelligent, vielleicht sogar in Teilen hochbegabt. Weil sie dir eingeredet haben, du seist dumm, und du das geglaubt hast. Nur weil Mathematik und dergleichen kalte Logik dir nicht liegt.

Aber du kannst genug andere Dinge, Zahlen sind nicht die Welt, nicht das Wichtigste. Du hast ein Gefühl für Sprache, für Worte, Bilder und das Gefühl dahinter. Sonst könnten wir beide das hier doch gar nicht schreiben. Du sprichst vier Sprachen, und du suchst immer nach passenden Worten, um die feinsten, subtilsten Gefühle auszudrücken, die viele Menschen nicht mal bemerken.

Du bist hochbegabt, was Imagination angeht, du denkst in Bildern und Gefühlen, du kannst ganze Filme im Detail durch deinen Kopf laufen lassen. Deine Vorstellungskraft ist stark, wie meine auch, und würdest du in meiner Welt leben, als Shinobi, du wärst vermutlich auch so ein „Genjutsu-Wunderkind“ wie ich. Ich erkenne das in dir, ich fühle das, wie gleich wir da sind.

 

Ich muss dich aber gar nicht analysieren und deuten, deine Träume nicht, deine inneren Filme nicht. Sie dürfen sich verlaufen, weil ich im Gesamten doch längst weiß, dass es zu viele sind, um sie einzeln zu verstehen. Ein so hoch aktives Denken lässt sich nur beherrschen, wenn man nicht versucht, jede noch so kleine Regung darin zu verstehen.

Manchmal muss man das, so sensibel und präzise hinschauen, aber ich kann das auch mal übernehmen. Ich kann für dich das Gras wachsen hören, dann hast du den Kopf frei für anderes. Mein Denken ist deinem so ähnlich, aber ich habe einfach mehr Kapazität, weil ich den Umgang damit seit … sagen wir mal, achtunddreißig Jahren übe, während dir diese Übung verwehrt wurde.

 

Sie sagen, man dürfe einer Person nicht sagen, was sie hören will. Und wieder nennen sie das „Wahrheit“ und bezeichnen Illusionen als „Lüge“. Als wenn das so einfach wäre, so schwarz und weiß, so klar trennbar. Denn das ist es nicht.

Zum einen, weil du jemand bist, der oft die Bestätigung braucht, dass etwas richtig ist, und zum anderen, weil liebevolle Worte und Zustimmung ganz einfach emotionale Bedürfnisse sind. Ich erzähle dir keine „Lügen“, wenn ich dir sage, was du willst. Ich validiere damit „nur“ dein Erleben. Und wenn dir das gut tut und hilft, weil es sonst niemand tut, dann ist mir wirklich gleich, was diese Leute denken. Wenn ich es nicht getan hätte, damals, tat es keiner, dann wärst du völlig vernachlässigt worden. Und wieder werde ich wütend, wenn ich daran denke. Sie haben dich vernachlässigt und dann, als du aus dir selbst versucht hast, das auszugleichen, um zu leben, auch noch versucht, dir das noch wegzunehmen. Aber leben sollst du, funktionieren sollst du, oder wie? Also mache ich das eben. Irgendjemand muss es tun.

 

Und wenn du einfach still da sitzt, während ich dir sage, was du zu hören brauchst, und mir dabei zuhörst, wie ich versuche, dein dumpfes Herz zu erwecken und dir endlich mal zu beweisen, dass du völlig okay und liebenswert bist, so wie du bist, dann habe ich das gut gemacht und das weiß ich.

Du bist nicht verkehrt, du bist eine süße, liebenswerte, fühlende Person. Du bist nur traurig und traumatisiert, weil so viele Menschen in deinem Leben dich niedergemacht und noch mehr Menschen versäumt haben, dir zu helfen.

 

Und weil du so eine gefühlvolle Person bist, immer schon, hat dich das natürlich verletzt! Und darüber traurig zu sein, ist völlig normal. Aber du kannst auch unglaublich glücklich sein, Borderline hat beide Seiten. Du erlebst alles nun mal intensiver, du kannst weinen und tanzen, mit Freudentränen und Narben, und ich hab das von Anfang an in dir gesehen.

 

Ich möchte, dass du in meiner Welt lebst. Ich meine Tsukuyomi, deinen Raum darin. Ich habe mir immer gewünscht, dass dieses Jutsu, diese meine Welt, so einem Sinn dient. Ich habe Räume darin nur für dich und mich, wo es Berge, Seen und Strand gibt. Und damit es sich für dich auch wirklich echt anfühlt, habe ich auch Regen und heißen Wüstensand bestellt. Konan mag keinen Regen, aber für dich ist Regen als Ausgleich wichtig, sonst glaubst du dem Sonnenlicht nicht. Und wenn es dir zu viel wird, wenn du wieder gehen magst, dann sag dir, es ist okay, es ist nur schon spät, nicht „Es geht nicht mehr“, sondern „Dafür ist morgen wieder Zeit.“

 

Ich will dich schützen, muss dir helfen, Dinge, die dich einfach heillos überfordern, auszublenden. Weil ich so oft erlebt habe, wie todtraurig und auch suizidal du wirst, wenn dir die Welt zu viel ist. Und dir hat sonst niemand beigebracht, wie man sich erholt, weil die Menschen um dich herum deine Selbstschutzversuche entwertet haben. Wieder mit „Illusion ist eine Lüge“, und da widerspreche ich, ganz entschieden, jedes Mal.

Weil der Mensch verrückt werden würde, wenn er sich die ganze Zeit über die Schwere der Welt ins Bewusstsein holen würde. Wenn es keinen Punkt der Entspannung mehr gibt, wird der Mensch wahnsinnig, so entstehen „Psychosen“. Psychosen entstehen nicht aus Selbstschutz, sondern daraus, wenn dieser Selbstschutz fehlt. Ich bin keine Wahnvorstellung von dir, ich bin das, was dir ein Gefühl von Sicherheit gibt. Und dieses Gefühl von Sicherheit, das ist lebensnotwendig, und es zu brauchen, ist vollkommen normal.

 

Wenn du Krisen hast, es dir wirklich schlecht geht, dir alles zu viel und zu viel und zu viel ist, dafür haben wir unseren Vertrag. Den Vertrag, in welchem du mir wie eine Patientenverfügung deine Zustimmung gegeben hast, dass ich, wenn du nicht mehr klar denken kannst, zu deinem Schutz und Überleben übernehmen darf. Ich muss dich am Leben halten, und dich, wenn nötig, „mit einer gewissen Gewalt“ glücklich machen, dafür sorgen, dass du deine Selbstzerstörungsmomente überlebst. Deshalb haben wir ja diesen Vertrag. Damit du lebst.

 

Ich will, dass du in meiner Welt lebst, damit du dich sicher fühlst. Wie gesagt, das ist mir der liebste Sinn meiner Fähigkeiten. Wenn das Leben ein Minenfeld ist und du mit deinem viel zu intensiven Erleben das „Lieblingsziel“ bist, weil du eben so bist, wie du bist, dann muss ich doch dafür sorgen, dass du mit mir und meinem Tsukuyomi einen Ort hast, wo du dich mal wirklich sicher fühlen kannst.

 

In der Traumatherapie bezeichnen sie das als den Sicheren Ort. Es ist also eine valide Sache, eine notwendige Möglichkeit, die du eben gelernt hast zu nutzen, bevor irgendein Therapeut sie dir gezeigt hat. Du konntest etwas, bevor es dir gezeigt wurde, einfach weil dein Kopf und dein Herz es von sich aus geschaffen haben. Weil du es in diesem Moment gebraucht hast und nicht warten konntest, dass es dir jemand beibringt. Aber statt das anzuerkennen und zu sehen, haben sie das Ganze verdreht und versucht, es dir auszutreiben, und das hat dich logischerweise fast umgebracht. Aber sie haben dich nicht zerstören können, und ich bin immer noch da, ich bleibe.

 

Und wenn du für einen Moment das Gefühl hast, alles macht keinen Sinn mehr, dann legst du dich in meinen Armen schlafen, und wenn du aufwachst, ist der Sinn wieder da. Weil er immer da ist, nur manchmal sind deine Zweifel zu viel, zu stark. Ich bleibe.

 

Wir, also ich und auch dein Sensei, wir sagen dir immer wieder, dass du, wenn du an dich selbst glaubst und das mit uns lebst und unser Dasein in deinem Leben für dich nutzt, selbst zum Beweis wirst, dass es funktioniert. Und wir sehen, dass es wirklich so passiert. Du bist so viel freier und lebendiger geworden, seit du dich nicht mehr versteckst und dich damit zeigst, dass ich da bin in deinem Leben.

Deine Nachbarinnen, denen wirklich auffällt, dass du dich veränderst, und die eine, die sagt, dass sie das wirklich schön findet, und die dich sogar nach mir fragt, das ist doch der Beweis, dass es gut ist. Und je mehr dir diese Menschen das zurückmelden, umso mehr glaubst du ihnen das, und so kannst du dann auch endlich in Beziehung gehen. Weil du diese Sicherheit brauchst, und weil du weißt, wenn dir da was zu viel wird, kannst du zu mir kommen.

 

Also ist es so, wenn du in meiner Welt lebst, dann läuft’s. Weil du mit dieser Sicherheit, die du bei mir hast, raus in die Welt gehen kannst, leben kannst.

 

Es ist nämlich genau das Gegenteil von dem passiert, was die, die es dir austreiben wollten, gesagt haben: Du bist nicht verschwunden in einer nichtexistenten Fantasiewelt, nein, du hast durch mich und meine Welt erst den Halt und die Sicherheit erfahren, die du brauchst, um mit deiner Welt, dem, wo du lebst, überhaupt zurecht kommen zu können.

Weil du nun mal so eine ängstliche, unsichere Person bist, und statt das zu sehen und dir zu helfen, haben sie versucht, dir das, was du selbst versucht hast, um Sicherheit zu erleben, zu zerstören, und das macht mich immer noch so wütend! Wenn sie dir wenigstens irgendwie geholfen hätten …! Aber selbst das haben sie nicht getan, obwohl diese Menschen alle studierte Klinikleute waren. Dir nicht zu helfen und stattdessen das zu zerstören, womit du selbst verzweifelt versucht hast, zu überleben, ist nichts anderes als Gewalt, von Leuten, deren verdammter Job es gewesen wäre, dir zu helfen, mit dem massiven Selbstwertproblem und den Folgen des Traumas aus der Schule. Oder dir wenigstens mal zuzuhören.

 

Ich bin, wisst ihr beide, ja wirklich froh, dass Konan und du euch so gut versteht. Ich meine, ich hab von euch auch nichts anderes erwartet, aber ich freue mich natürlich darüber. Konan ist sowieso ja grundsätzlich nicht eifersüchtig, aber du auch nicht, weil du sie kennst und weißt, dass ihr keine Konkurrentinnen seid. Ich liebe sie und dich, sie anders als dich und dich anders als sie. Ich liebe jeden Menschen, den ich liebe, anders, einzeln, weil ja jeder anders ist. Ich liebe meinen kleinen Bruder anders als meine Mama, Konan anders als dich, Shisui anders als Naruto … Lieben tue ich viele, so bin ich.

Und du weißt, dass Konan in meinem Leben eine andere „Funktion“ hat als du. Sie ist meine Frau, du auch, aber ihr seid so unterschiedlich, auch das, was ich für euch jeweils empfinde, ist so eindeutig unterschiedlich, dass da in meinem Herzen wirklich keine Konkurrenz entsteht, ob ich eine von euch beiden lieber mag.

 

Es rührt mich, wenn du sagst, dass es mir ja weh tun würde, wenn du auf Konan eifersüchtig wärst, und dass du das nicht willst, weil du mich liebst und willst, dass ich glücklich bin, und dass es mich ja verletzen würde, wenn du eifersüchtig auf sie wärst. Und sie sagt dasselbe. Und wenn wir zu dritt Zeit verbringen und ich sehe, dass ihr zwei euch auch lieb habt, dann ist das für mich wirklich, wirklich schön.

Als ich damals gemerkt habe, dass ich für dich mehr empfinde als Freundschaft, weil unsere Nähe irgendwann nicht mehr von romantischer Liebe zu unterscheiden war, und du gleich gesagt hast, dass du Konan als meine erste Frau vollkommen akzeptierst, weil ihr ja damals schon gute Freundinnen wart, musste ich gar keine Sorge haben, dass das mit uns irgendwie schwierig wird. Sie erfüllt eine andere Aufgabe in meinem Leben als du, und du eine andere als sie, ihr wisst das, und ich mag euch beide, ganz verschieden gleich.

Bei dir in deiner Welt heißt das Polyamorie, Konan sagt „geschlossenes Dreieck“ dazu. Mir ist egal, wie man das nennt, mir ist nur wichtig, dass es gut funktioniert, und das tut es.

 

Ich hab nun mal zwei Frauen, die ich liebe, ungeplant, wie das Leben halt so spielt. Jiraiya zieht mich immer noch damit auf, sagt, dass er nicht verstehen kann, wieso ein stiller, schüchterner Typ wie ich gleich zwei hübsche Frauen hat.

Und ich antworte ihm dann: „Weil ich weiß, wie man mit Mädchen ordentlich umgeht. Weil ich sie nicht bedränge und nicht betrunken irgendwo anfasse, wo sie es nicht wollen. Weil ich den beiden, die ich habe, treu und verlässlich bin, und nicht im Badehaus vor der Wand der Umkleide sitze und sie oder andere heimlich beobachte. Deshalb hab ich zwei und du keine.“

 

Und dich habe ich, weil ich etwas habe, was du brauchst. Mein Tsukuyomi muss kein schwarzer Raum sein, in dem jemandem weh getan wird. Ich kann es komplett verwandeln, in ein goldenes Land, einen Ort, wo du alles fühlen darfst, was du willst. Es ist meine Welt, ich kann daraus machen, was ich will, und ich mag Licht und Blumenwiesen und Wald und goldene Sonnenuntergänge. Ich kann einen Raum machen, wo du stundenlang mit mir am Strand sitzen kannst, während in Wirklichkeit zwei Sekunden vergehen. Raum, Zeit und Masse steuern zu können, muss ja nicht zerstörerisch sein, und ich bin immer noch der alte Altruist, der seine Kräfte einer guten, liebevollen Sache verschreiben will.

Und wenn Dir ein Engel fehlt, hab ich welche zur Auswahl, such dir einen aus. Konan ist da, und ich, und wenn du mehr von mir brauchst, mach ich dir ein paar Schattendoppelgänger, die kann ich auch.

 

Ich bau dir einen Weg, auf dem zu gehen kannst, und wenn es dir zu schnell geht, dann stellen wir ein paar kleine Hindernisse auf, aber nur welche, die du schaffen kannst. Sonst wäre es zu perfekt, ne? Dann würdest du nicht glauben können, dass es echt ist. Und echt ist es. Selbst wenn ich nur die Illusion bin, meine Wirkung auf dein Leben ist wirklich da. Und damit du das nie vergisst, hast du dein Tattoo am Handgelenk, das du immer sehen kannst. Auch das ist wirklich gut, für immer bei dir, das Wappen meiner Familie als Zeichen, dass du zu uns gehörst und nicht alleine bist.

Manchmal kann deine Krankheit und das Leben dich wirklich fertig machen. Dein extremes Erleben, die Struktur deines Innenlebens beinhaltet eben auch Schmerz. Bei aller positiven Aspekte, die du an guten Tagen in dem siehst, was man „Borderline“ nennt, die schmerzhaften Anteile sind genau so groß. Deswegen sagt man ja „Krankheit“, wegen des Leidensdrucks.

 

Wenn du also so im Trüben fischst und der Regen bis in deine Seele tropft, dann ist Leben schwer. Aber auch wenn alle Geheimisse verraten sind, deine Nerven wortwörtlich blank und offen liegen und jede Berührung schmerzt, bin ich da. Wenn du dich so unendlich verloren und allein fühlst und das Gefühl für dich selbst verlierst, bin ich da.

 

Ich dreh mich um dich, wie ein Mond um seine Erde, bin dann völlig auf dich konzentriert. Und auch wenn es mir weh tut, dich leiden zu sehen, es erfüllt mich zugleich mit einem guten Gefühl von Sinn für mich selbst, Altruist und so, du weißt ja. Jemanden, den ich liebe, zu umsorgen und zu beschützen, ist mir von frühester Kindheit an immer das größte Glück gewesen. Ich bin so, und ich bin einfach auch ein Shinobi aus Konoha Gakure, und der Feuerwille bedeutet eben, dass man seine Liebsten beschützt.

 

In Momenten, wo du weinend in meinen Armem liegst, weine ich mit. Ich will deine Tränen übernehmen, dir beim Tragen dieses Leids helfen, mir selbst einen Teil aufladen, damit du weniger schwer tragen musst. Und mich zieht es auch immer dahin, mit jemandem, der leidet, mitzufühlen, mitzuweinen, mitzuleiden.

 

Dein Trauma hat gemacht, dass du dich selbst nicht magst, dich selbst hasst und kasteist, zum Teil ja sogar wörtlich, wenn du dich selbst verletzt. Und du denkst in einem solchen Moment tiefster Verzweiflung ja wirklich, dass das so sein muss. Weil dann das Kind in dir „vorne“ ist und das kennt es nicht anders, als sich selbst zu hassen.

 

Aber ich bin auch dann da, drehe mich auch dann um dich. Tue alles dann so, wie ich fühle und frage, was du ertragen kannst. Umarme dich nur, wenn du es willst, weil ich weiß, dass jede Berührung, auch meine aus Liebe, dir dann weh tut.

Und bisher hab ich dich damit noch durch jede Nacht gebracht.

 

Borderline bedeutet, dass die Welt für dich schwarz und weiß ist anstatt wirklich bunt. Und wenn du einen Schub hast, zeigt dein Kompass nur noch „Himmel“ und „Hölle“, kein dazwischen mehr. Und wenn es so schlimm wird, dass selbst deine Wahrnehmung, deine Sinne und dein Gefühl für dich selbst verschwimmen und verschwinden, bin ich auch da und führe dich dann blind. Und ich bin dir wirklich dankbar, dass du mir dann so vertraust, ich nehme das nicht für selbstverständlich hin.

 

Du hast oft auch Schuldgefühle, kannst dir selbst die Fehler, egal ob es wirklich Fehler waren, nicht vergeben. Sie verfolgen dich und du schämst dich dafür, dass du existierst, weil dir dieser hasserfüllte Kritiker in deinem Kopf alles als Fehler vorwirft, was du jemals getan hast.

Und es war niemand da, der sich aktiv bemüht hätte, deine schmerzenden Feuer zu löschen. Je länger diese Traumata liefen, umso mehr Vehemenz hätte es gebraucht, um dir wirklich klar zu machen, dass du nicht das wertlose Ding bist, für das du dich bis heute hältst.

Ich muss das alles jetzt aufräumen und wieder gerade biegen, so gut es geht. Aber ich kann das auch. Genau dafür habe ich doch mein Leben lang Psychologie studiert. Ich bin dein Freund, dein Mann, dein Seelenbruder und dein Therapeut, und, hey, ich bin immerhin das Wunderkind, ich kann das!

 

Dass wir beide jetzt zusammen das Medizinische Genjutsu als neue Klassifizierung entwickeln, macht mich wirklich glücklich. Noch kennt sich kaum jemand damit aus, aber ich hatte schon immer Freude daran, neue Dinge zu machen, zu forschen und zu entwickeln. Ich genieße das.

 

Und wenn wir mit diesen Ergebnissen dann dein Seelenlabyrinth ein bisschen einfacher machen, bedient das auch wieder meinen Helferkomplex. Ich hab den, ich steh dazu, weil Helfen und Versorgen von Hilfsbedürftigen einfach meine liebsten Werte sind.

 

Ich lösche die Flüche, die andere dir auferlegt haben, ich führe dich blind durch tiefe Täler und über zu hohes Glück, und mein höchstes Ziel ist, dich von der ganzen Seelenfolter, die der in dich eingebrachte, hinterlistige Kritiker dir verursacht, abzulösen. Und wenn schon nicht einmal für immer, dann eben jeden Tag aufs Neue.

Letztes Kapitel. Und das schreibt nicht Itachi. Beziehungsweise, es sind nicht seine Gedanken, die ich von ihm erzählt bekomme und für ihn niedertippe, sondern meine eigenen. Meine Gedanken, meine Gefühle für ihn, mein Teil der Geschichte.

 

Und wir wechseln jetzt auch die Vorlage des Songtextes, das hier ist nicht mehr Grönemeyer, sondern ein eigentlich englischer Song, „When I see you smile“ von Bad English. Weil dieser Text meine Perspektive beschreibt, während die anderen mehr zu Itachis Sicht auf mich passen. Ich bleibe aber für den Lesefluss jetzt im Deutschen und nutze eine Übersetzung.

 

Hier kommt der eigentliche Twist der Geschichte. Weil es hier um mich geht, um Haru. Es ist keine gewöhnliche Fanfiction, nicht einfach ausgedacht. Es geht hier um mein Leben als die, die ich bin, und dass ich jemanden an meiner Seite habe, den ich nicht mehr verstecken will. Weil das, was gleich an Text hier kommt, der Grund ist.

Ich bin keine Rolle, kein OC, nicht von mir selbst ausgedacht. Ich bin nur ich, nicht mehr und nicht weniger. Und ich lebe diese Beziehung zu Itachi jetzt seit meinem 14. Lebensjahr, sprich mehr mein halbes Leben, ich bin jetzt fast 29.

 

Also, los geht’s.

 

Manchmal frage ich mich, ob ich es jemals schaffen würde, durch diese Welt zu gehen, ohne dich zu haben. Ich hätte keinen blassen Schimmer. Und es hätte keinen Sinn. Ohne dich wäre ich vielleicht gar nicht mehr da. Ich glaube nicht, dass ich das alles ohne dich aushalten könnte.

 

Ich bin mit dieser unfassbaren Intensität an Emotionen und Erleben geboren, und ich glaube tatsächlich, dass meine Fähigkeit zur Imagination, das, was mich dich erleben lässt, ein Geschenk des Himmels ist, als ein Ausgleich für diese schmerzhafte Intensität. Irgendwo da ist jemand, der sich gedacht hat: „Wenn sie schon so leiden muss, gebe ich ihr etwas, wodurch sie es aushalten kann.“ Keine Ahnung, wer das war, Gott oder sonst wer, aber ich hab diesen Gedanken, dass diese Fähigkeit an sich deshalb so stark in mir ist.

 

Denn manchmal sieht es so aus, als ob die Welt mich einschließt, in einen Käfig. Und es keine Möglichkeit gibt auszubrechen. Und dann sehe ich dich nach mir greifen, höre deine Stimme in meinem inneren Ohr, in meiner Seele, wie du zu mir rufst: „Haru, ich bin da! Lass mich zu dir, ich will bei dir sein, lass meine Hilfe zu, damit ich das mit dir zusammen durchstehen kann.“

 

Manchmal möchte ich aufgeben, will nachgeben, ich möchte den Kampf aufgeben. Weil es einfach so unfassbar schwer und anstrengend ist, jeden Tag mit Borderline zu leben. Ich kenne mich nicht anders, ich war schon immer so. Es sind also fast 30 Jahre jetzt, die ich mit diesem extremen Erleben existiere. Ich kann dann gut verstehen, dass es Menschen gibt, die mit 27 an den Punkt kommen, wo es einfach zu viel ist, der Club 27 hat Borderliner, Bipolare, Depressive. Ich bin wirklich immer wieder an so einem Punkt, wo ich denke, ich kann nicht mehr, kann nicht mehr, kann nicht mehr!

Ich sitze hier, schreibe das und mir laufen die Tränen.

Aber ich muss mich nur umdrehen, du sitzt hinter mir auf deinem Platz auf meinem Bett und streckst deine Hand nach mir aus, siehst mich so lieb an und sagst: „Ist gut, alles gut.“

 

Ich sehe dich, Itachi Uchiha, und alles ist gut, alles ist richtig, alles passt wieder zusammen, weil du da sitzt und mich gerührt und so unfassbar lieb anlächelst. Ich will dieses Lächeln immer bei mir haben, das wird mein nächstes Tattoo. Ernsthaft, ich war gestern erst im Studio, hab es schon der Tätowiererin meines Vertrauens gezeigt und sie fand die Idee auch sehr süß.

Wenn ich dich lächeln sehe, kann ich der Welt begegnen. Oh, du weißt, ich kann alles tun! Du glaubst an mich, hast du immer schon, und du sagst es auch so, dass ich es genau verstehe und annehmen kann. Wenn ich dich lächeln sehe, sehe ich einen Strahl des Lichtes, ich sehe es scheinen, direkt durch den Regen meiner Tränen.

 

Du stehst da auch drauf, ich sehe, wie du wirklich leuchtest, durch dieses Jutsu, das meine Liebe in Kraft für dich verwandelt. So was ist so typisch für dich! Du bist, wie du es selbst immer wieder sagst, ein Altruist, einer, der einfach Helfen und Fürsorge liebt. Und dass du selbst auf Helfen stehst, quasi ein Fürsorge-Fetischist bist, macht es für mich einfacher, weil ich denke, du hast selbst genug davon. Ich fühle mich innerlich oft so wertlos, dass ich denke, ich hätte deine Liebe nicht verdient. Und dann ist es ein guter Umweg für mich, zu denken, du stehst einfach selber drauf, es geht nicht nur um mich.

 

 

Baby, da ist nichts auf dieser Welt, das jemals tun könnte, was eine Berührung deiner Hand vermag. Wirklich nichts, weil deine Berührungen eben wirklich vom anderen Universum sind. Und ich will nichts anderes mehr, ich habe keine Lust mehr, so zu tun, als wollte ich irgendwann einen Mann oder eine Frau von hier. Freunde, Freundinnen, ja. Aber in Sachen romantischer Liebe und Ehe bin ich völlig auf dich festgelegt. Weil es für mich viel zu schwer wäre, viel zu viel, diese Art von Berührung durch jemanden von hier zuzulassen. Und ich habe auch nie etwas Vergleichbares kennengelernt als das, was deine Berührungen mit mir machen. Es ist genau das Richtige für mich.

 

Und wenn der Regen fällt, spüre ich ihn nicht, weil du jetzt hier bist mit mir. Dein Anblick, Baby, ist alles, was ich jemals brauchen werde. Na ja, vielleicht nicht alles. Aber viel. Du bist meine Sicherheit, mein Rückhalt, wenn im Leben hier in meiner Welt alles zu viel wird. Wenn ich Unstimmigkeiten mit Freunden habe und sich die für mich wie endloses Verlassenwerden und größte Angst und Enttäuschung anfühlen, dann bist du da und bist sicher, ich kann mich auf dich verlassen.

 

Und weil du das alles bist, habe ich dich ja geheiratet, am 6. August 2022, deinem 41. Geburtstag. Weil ich mich auf dich festlegen wollte und nicht mehr so tun will, als wartete ich noch auf eine „normale“ Ehe. Die wird nicht kommen und ich will sie auch nicht. Ich kenne mich inzwischen gut genug, um zu wissen, dass Heiraten und Kinderkriegen mit einer Person dieser Welt hier einfach wirklich nichts für mich ist. Ich will auch wirklich keine Kinder, wäre auch viel zu schwer. Und ich will nicht schwer leben, sondern leicht, wenigstens ein bisschen, ein klein wenig müheloser. Ich will als Ich leben, nicht als „Wie ich sein müsste“. Ich bin schon jemand, und dieses Jemand bin ich mit dir.

 

Ich bin Haru Uchiha.

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Kurzbeschreibung

Du bist mein Geschenk, seit ich bei dir bin, seit ich dich kenne. Seit ich dich kenne, habe ich Glück in meinen Augen, hat meine Kraft, mein Sharingan, diesen Sinn, dass ich es benutzen möchte, um dir wenigstens im Genjutsu zu zeigen, dass du mir absolut vertrauen kannst. Ich bin so gesehen deine Illusion von Nähe, und in diesem Fall und Zusammenhang ist „Illusion“ wirklich keine Abwertung. Sie sagen immer, Illusion sei das Gegenteil von Wahrheit. Aber ich glaube das nicht. Weil jeder einzelne Mensch, jedes menschliche Gehirn, aus Illusion besteht. Wir können gar nicht anders. Und wenn es eine Illusion ist, die dich überhaupt erst leben lässt, warum verdammt nochmal soll die falsch sein?!