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If I could turn back Time ...

24
1
27.06.24 21:28
16 Ab 16 Jahren
Homosexualität
Fertiggestellt



Charaktere:
Gonzalo Davis | Miles Morales

Genre: Drama, Romance, Supernatural (Timetravel), Mystery, Boys Love

Supportcharakter: Ganke Lee (Miles bester Freund mit einem sehr düsterem Geheimnis)

CN: Tod, Selbstmord, Trauer

FSK: 16

support Songs: Linkin Park "Lost" | Malachiii "Make it out Alive" | DARK Soundtrack

Artworks: sinianniana (Twitter) | Ich

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Inspiriert von der weltweit gefeierten deutschen Serie "DARK" (netflix)
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IF I COULD TURN BACK TIME ...

Regen. Seit Tagen nichts anderes als Regen. Er paßte aber sehr gut zur Momentanen Stimmung im New Yorker Stadtteil Brooklyn.
Völlig durchnässt stand ein Junge im Teenageralter vor einem Grabstein.
Höchstens 16 Jahre alt.
Mindestens 15 Jahre alt.
Afro-Amerikanischer Herkunft mit einem Touch Hispanic. Seine schwarzen langen Haare waren zu zwei markanten Zöpfen geflochten und dann an den Enden verschlossen. Den Rest der Haare hatte er kurz geschoren oder ganz abrasiert. Nur ein sich wiederholendes Muster an den Seiten war übrig geblieben von den einst so störrischem Krissel, den alle Afro-Amerikaner in seinem Alter trugen. Seine Augen waren dunkel. Sie hatten aber auch einen leichten Grünstich inne.
Ein Erbmerkmal seiner aus Puerto Rico stammender Mutter.

Ihm liefen stumme Tränen die Wangen entlang "Miles" flüsterte er, ehe er sich mit dem Arm über die Nase rieb und die mitgebrachten Sonnenblumen niederlegte. Dann drehte er sich um, steckte die Hände in die Hosentaschen der blau grauen Schuluniform und ging.

Auf dem frischem Grab lagen die Sonnenblumen, noch vom Papier umhüllt, auf der aufgeweichten Erde. Auf dem Grabstein stand der Name MILES MORALES eingemeiselt.
Darunter ein Datum. 03.August 2008 und ein weiteres - Sein Todestag!

Der Junge, der hier begraben lag, war gerade einmal 15 Jahre alt gewesen.
Der Junge mit den Zöpfen lief an vielen anderen Gräbern vorbei. Sie alle trugen das gleiche Datum:
24. Juli 2024!

Manche Gräber waren so frisch, das sie nur ein Holzkreuz bekommen hatten, da die Bestatter nicht hinterher kamen, mit den Beerdigungen.
Sein Blick ging zu einem weiterem Grab, als er flüchtig hinschaute. Es gehörte einem Jungen namens GANKE LEE und hatte ebenso den gleichen Todestag, wie Miles.

Inzwischen war der Friedhof innerhalb kürzester Zeit so überfüllt, das man vor lauter Gräbern kaum noch etwas von der umliegenden Landschaft erkennen konnte. Es waren ungefähr 2000 Menschen, die an diesem Tag ihr Leben verloren hatten. Der Junge hörte Menschen weinen und sah wie Blumen oder Kränze niedergelegt wurden.

Er verließ den Friedhof und blieb an einer Mauer stehen. Immer wieder schlug er gegen die Ziegel. Die Verzweiflung tauschte gerade wieder mit seiner Trauer, um den süßen Miles - seine Erste große Liebe!

Das er von weitem von einer Kapuzengestalt beobachtet wurde, bekam er nicht mit. Er war an der Mauer nun auf die Knie und auf den Boden gesackt. Immer wieder boxte er in die Regenpfütze neben sich. Biß die Zähne zusammen und schrie seinen Schmerz über den Verlust heraus.
Die grünen Augen unter der Kapuze glühten richtig. Sie ließen den Jungen nicht aus den Augen. Um den Kopf der Person schloß sich ein mechanischer Helm auf dem lilafarbene LED Augen nun aufleuchteten. Er verfolgte den Jungen mit sicherem Abstand und als sie an der verlassenen Allee auf dem Friedhof angekommen waren, rief er ihn "Gonzalo Davis!"

Der Junge, der schon das Gefühl gehabt hatte verfolgt zu werden, drehte sich um "Wer ist da? Und woher zum Teufel kennst du mich?" fragte er in die Dunkelheit.

Nur der Regen prasselte herunter und von weitem grollte ein heran ziehendes Gewitter auf "Ich muß mit dir reden!" antwortete die mechanisch verzerrte Stimme des Mannes, der dem Jungen jetzt entgegen trat "Du kannst es verhindern!"
Der Junge zog die Hände aus der Hosentasche. Seine Zöpfe wurden aufgewirbelt "Wovon redest du?" "Der Anschlag!"
Die Gestalt trat etwas näher "Du kannst ihn verhindern!" und drehte sich halbwegs um "All das hier, kannst du verhindern, wenn du es schaffst, das Rätsel zu lösen!" Der Junge, dessen Name Gonzalo war, schüttelte den Kopf und wandt sich ab
"ER WIRD LEBEN!" rief der Mann mit der LED Maske ihm zu "Miles..."

Blitzschnell fuhr Gonzalo herum und stürmte auf die Person zu "Wer zur Hölle bist du?" zischte Gonzalo, mit zusammen gekniffenen Zähnen und Tränen in den Augen. Der Mann ließ die LED Augen verschwinden und öffnete den Helm "Ich komme aus einer entfernten Zukunft, in der das alles schon geschehen ist. Und auch wenn es momentan nicht so aussieht..." Er ließ den Helm ganz verschwinden, so das zwei Zöpfe ihm jetzt über die Schultern fielen "... Ich bin Du!"

Ein vorbeifahrendes Augen blendete mit den Scheinwerfern die beiden Gestalten. Starr schaute Gonzalo den Mann, der ihm wie aus dem Gesicht geschnitten aussah, an "Mein Name ist Gonzalo Davis! Ich komme aus dem Jahr 2042 und reise durch Raum und Zeit, um den 24. Juli 2024 zu verhindern!"

Immer noch im Schockzustand musterte Gonzalo sein, wie er behauptete 18 Jahre älteres ICH, denn sogesehen war er dann wohl nicht mehr gealtert "Wenn du wirklich bist wer du behauptest, wieso bist du dann hier? Heute ist der 29. Juli 2024! Du bist 5 Tage zu spät!" verspottete Gonzalo ihn, während er um ihn herumlief "Das Outfit ist irgendwie cool" "Du hast meine Schuhe noch nicht gesehen!" grinste der ältere Gonzalo und aktivierte sie. Leuchtend lila erstrahlte die Sohle und er konnte mit einem kräftigen Sprung in die Luft fliegen. Dann kam er zurück und war nun wie ausgewechselt "Genug der Zeitverschwendung!"

Erschrocken trat Gonzalo einen Schritt zurück. An dem Handgelenk des älterem Ich's steckte eine Armschiene mit Krallen. Sie leuchtete lila in der Innenseite und zeigte auf dem kleinen Display in Gelenkhöhe ein Datum an "Ich habe alles versucht..." seufzte er "Jeden Moment immer und immer wieder durchlebt, doch ich schaffe es nicht!" Er schaute auf "Jetzt bist du an der Reihe es zu versuchen!" "Ich verstehe nicht"
Das zukünftige ICH nickte "Das waren exakt meine Worte vor 18 Jahren! Damals habe ich noch auf der Seite gestanden, wo du jetzt stehst!"
Er schaute zu dem Mond, der sich kurz durch die Wolken gemogelt hatte, begleitet von dem Grollen des Gewitters, das vorbei gezogen war "Ich sagte zu meinem künftigen ICH das ich es schaffen werde!" senkte den Kopf "Doch ich finde die Anomali nicht. Deswegen..."
Sein Blick wurde melancholisch "...gehe ich jetzt zu Miles!"

Gonzalo zuckte zusammen "Er mußte lange genug auf mich warten!" Der Zeitreisende Gonzalo lächelte "Ich weiß genau was du jetzt fragen wirst und ich werde dir ehrlich antworten. Es wird die Hölle!" "Wie kann ich ---" "--- Miles retten?" Stille herrschte, dann drehte sich der ältere Gonzalo zu seinem jüngerem ICH um "Du darfst nichts verändern! Es muß immer genauso geschehen, wie es passiert ist. Doch es gibt ein Zeitfenster von 15 Sekunden am Tag des Anschlags, in denen du eine Anomali finden mußt! Etwas, das vorher nie passiert ist und sich komplett abhebt. Etwas, das mit allem zusammenhängt und die Schleife durchbrechen wird! Doch deine Seele wird großen Schaden nehmen..." "Warum?" "Weil du Miles sterben lassen mußt! Immer und immer wieder! Jeder Durchgang den du brauchst. Du kannst ihn so nicht retten!!!"

Er drehte die Armschiene zu, so das das Licht erlosch "Du darfst ihm nicht sagen wer du bist! Du wirst ihn in der Zeitschleife immer wieder neu kennen lernen. Er sich neu in dich verlieben und du glücklich sein für die kurze Zeit. Doch du wirst Qualen erleiden, die deinen momentanen Schmerz komplett in den Schatten stellen werden. Denn nichts ist grausamer, als zu wissen das dieser süße Junge nach dem Neustart nur noch 14 Tage zu leben hat!" Gonzalo schluckte hart, doch schlug sich die Hand an die Brust "Ich werde es schaffen!" Tränen rannen über seine Wangen "Ich werde ihn retten!" Lächelnd senkte der ältere Gonzalo den Kopf "Ich weiß!"

Er entfernte etwas von seinem Hinterkopf. Es sah aus wie eine große Münze mit einem Knopf für die Aktivierung "Damit dein Hirn nicht zu Matsch wird, denn Zeitreisen sind anstrengend!" erklärte er seinem jüngerem ICH "Der Helm versorgt dich auch mit Sauerstoff. Er umschließt sich automatisch und öffnet sich, wenn du daran denkst. Er ist mit deinen Synapsen im Gehirn verbunden" Er legte es Gonzalo in die Hand. Dann zog er die Armschiene ab und erklärte das Display "Tag. Monat. Jahr" Zeigte auf die Vorrichtung die aufleuchtete "Damit aktivierst du den Zeitsprung! Vergiß nicht sie aufzuladen, denn sonst kommst du nicht mehr zurück!" Er zog die Jacke aus. Zog sich das T-Shirt über den Kopf und streifte sich die Handschuhe ab.

Zu guter Letzt schlüpfte er aus den Schuhen, die Gonzalo richtig cool gefunden hatte "Damit kannst du schneller rennen und sehr hoch springen. Sie ermöglichen dir auch kurze Strecken zu fliegen, da sie mit Gravitation funktionieren" "D-Danke" stotterte Gonzalo leicht zitternd, wissend was sein älteres ICH vorhatte. Dieser holte aus dem Hosenbund am Rücken noch ein kleines Notizbuch hervor. Es war schon total abgegriffen "Trag es immer bei dir, damit du jede Abweichung sofort notieren kannst. Hier stehen auch drin wie Helm und Armschiene zu reparieren sind, denn der Verschleiß ist nicht zählbar, besonders am Anfang wenn du erst alles lernst, wie man damit umgeht!" lachte er leise. Dann schulterte er den stählernen Rucksack ab "Wenn die Brücke gesprengt ist, helfen dir die Stahlseile zum Ufer zu kommen..." Er trennte sich von der Hose und dem Gürtel, sowie den Socken. Nur noch in Boxershort stand er da, doch da es dunkel war, sah es keiner.
Kurz herrschte wieder Stille "Du darfst Miles nicht helfen! Du mußt ihn sterben lassen! Denn du mußt überleben, um die Anomali zu finden!" Sich auf die Zähne beißend nickte Gonzalo "Ich verstehe" Der älterte Gonzalo lächelte "Leb wohl und viel Erfolg!"

Schnell drehte sich Gonzalo um und rannte davon. Er wollte nicht mitansehen, wie sein künftiges ICH sich das Leben nahm. Das einzige vor dem er nicht fliehen konnte, war der Knall des Schusses, der durch die Nacht hallte. Er blieb stocksteif und zu Tode erschrocken stehen. Drückte die geschenkten Gegenstände an sich und sank auf die Knie.
Nein! SO wollte er NICHT auch enden!

Zuhause warf er den Rucksack, die Armschiene und das Notizbuch auf sein Bett. Er atmete schwer und mußte sich mit schnellem Schritt, in der Küchenspüle übergeben. Er wischte sich mit dem Handrücken über die Lippen und trank ein Glas Wasser. Dann widmete er sich dem kleinen Notzibuch und den in dem Rucksack gesammelten Zeitungsausschnitten und den gestohlenen Polizeiakten zum Anschlag. Irgendwann war er über den Artikeln eingeschlafen.

Das Kichern war leise, doch es erschallte durch das Zimmer. Gonzalo saß halbwegs auf Miles Taille und kitzelte ihn durch. Der Junge wehrte sich lachend "Ich bin kitzlig" protestierte er. Gonzalo stoppte und beugte sich zu ihm herunter. Sie küßten sich innig. Verliebt sahen sie sich tief in die Augen nach dem Kuß "Ich liebe dich" lächelte Miles. Gonzalo's Reaktion war ein sanfter Blick und eine feste Umarmung, bevor er ihm das gleiche sagte "Ich dich auch!" und wieder in einem Kuß mit seinem Boyfriend versank.

Tränen liefen Gonzalo über die Wangen. Die Realität hatte ihn zurück. Er schaute zu der Armschiene. Seufzend zog er diese über. Sie fühlte sich leichter an, als sie wirkte. Das Zukünftige ICH hatte Handschuhe getragen und Gonzalo spürte warum. Die Einfassungen für die Krallen, rieben etwas an der Haut und nachdem er sich ebenfalls die Handschuhe übergezogen hatte, wurde das Tragen angenehmer. Er stand vor dem Spiegel. Der ältere Gonzalo hatte ihm alles geschenkt, was er an Kleidung besessen hatte. Diese frisch gewaschen, trug nun der gegenwärtige Gonzalo die Kleidung, die die Zeitreisenden Versionen vor ihm besessen hatten. Nun gehörte er auch dazu "Der Erste Versuch ist der Schwerste!" war er gewarnt worden "Er bricht dich! Doch so schwer es auch ist, gib danach nicht auf!"

Er drückte die Münzgroße Vorrichtung in den Nacken. Sofort aktivierte sich der Helm, der ihn schützte. Das Display innen fuhr hoch und zeigte ihm digital die Umgebung. Sie zeigte den Sauerstoffgehalt an. Hirnfunktion und Lebenserhaltung, wie Herzschlag und Blutdruck.
Wieder hörte er eine Anmerkung "Wundere dich nicht wenn du das Erste Mal kotzen mußt. Das ist normal. Du gewöhnst dich daran!" Er seufzte tief "Scheiße hab ich Angst" Tief atmete er ein und aus. Dann stellte er am Display der Armschiene das Datum ein.

04. Juli 2024 - Noch 14 Tage bis zum Terroranschlag, der über Zweitausend Todesopfer fordern wird!

Gonzalo schloß die Augen und drehte den Mechanismus am Handgelenk um. Es begann lila zu leuchten. Erst langsam, dann immer schneller bis er verschwunden war. Seine Atmung im Helm erreichte das Stadium der Hyperventilation. Die Sauerstoffversorgung setzte automatisch ein und beruhigte seinen beschleunigten Puls. Langsam kam er wieder in den Bereich der Normalität. Kaum hatte sich der Helm geöffnet, passierte, was sein älteres ICH ihm gesagt hatte. Ihm drehte sich gefühlt der Magen um und er übergab sich. Wischte sich den Mund ab und schaute sich um.

Er war 2 Wochen in der Zeit zurück gereist und stand auf dem Dach der BROOKLYN VISION ACADEMY - einer Eliteschule für Hochbegabte Schüler in den Schwerpunkten Physik, Chemie, Technik, Kunst und Sport. Er krallte sich in den Maschendraht, der hoch gezogen war und den Blick über den großen Sportplatz erlaubte. Die Sonne versank am Horizont.
Morgen würde er der Klasse als neuer Schüler vorgestellt werden!

Wissend das sein Onkel momentan nicht in der Stadt war, beschloß er sich in seiner Wohnung darauf vor zu bereiten, was nun beginnen würde. Er schloß die Tür hinter sich und drückte den Kopf in den Nacken "Morgen werden wir uns begegnen..." Dieser Gedanke bereitete ihm Kopfschmerzen und Magendruck. Um sich davon zu lösen, entschied Gonzalo eine heiße Dusche zu nehmen. In dem großen Rucksack, den er mitgebracht hatte, waren u.a. seine Schuluniform und ein paar seiner Freizeitklamotten. Er konnte ja nicht die ganze Zeit als PROWLER herumlaufen?!

Unter der Dusche ließ er das heiße Wasser auf sich herab prasseln. Er starrte auf den Boden. Wasser rann an seinen geöffneten langen Haaren herab. Er trocknete die Haare in einem Handtuch und lief, nun in schwarzen engen Boxershorts bekleidet nun zu dem Reiserucksack, der bis obenhin vollgestopft war. Er holte einen Bilderrahmen heraus. Das Foto zeigte ihn und einen sehr hübschen Jungen, dessen Lachen richtig strahlte, während er einen zärtlichen Kuß auf die Wange bekam. Tränen tropften auf die Verglasung und er drückte das Foto fest an sich "Ich rette dich! Ich verspreche es dir!" Er schloß die Augen. Alles um ihn herum verschwamm.

Gonzalo nahm nur die Wärme wahr, die sich um ihn ausgebreitet hatte, als er umarmt worden war, während er mit Kopfhörern an seinem Platz gesessen hatte und in sein Handy vertieft war. Miles hatte sich angeschlichen und ihn mit den Armen fest umschlungen "Was hörst du da, G?" fragte der Junge mit den leuchtenden Schokoladen braunen Augen und den sinnlichen rötlichen Lippen. Gonzalo reichte ihm einen der trennbaren Kopfhörer und Miles steckte sich das Stück ins Ohr "Klingt cool" "Ja" stimmte ihm Gonzalo zu. Er konnte seine Augen nicht von ihm lassen. Miles bemerkte es. Schaute sich um, ob niemand in Sichtweite war. Dann beugte er sich zu seinem Liebsten herunter. Sie küßten sich mit sehnsüchtigem Herzschlag. Ihre Blicke sprachen aus, was sie für einander fühlten. Miles errötete sanft. Setzte sich auf Gonzalo's Schoß und schmiegte sich an ihn "Ich liebe dich" flüsterte er. Bekam einen Kuß auf die Stirn "Ich dich auch!"

Laut schrillte der Alarmton des Handy's, das ihm als Wecker diente. Noch verschlafen rieb sich Gonzalo die Augen. Er war mit dem Foto in der Hand eingeschlafen und hatte wieder von einer Erinnerung geträumt. Eine Erinnerung, die sich bald wiederholen würde, denn ab jetzt lief alles rückwärts, was er schon erlebt hatte. Er flocht sich die Haare wieder zu seinen markanten Zöpfen. Wischte sich die Tränen weg, während er seine Schuluniform anzog. Es war soweit! Sein Herz raste. Ihm war übel vor Aufregung und Angst zugleich. Er wußte genau was heute geschehen würde, sobald er vor der Klasse stehen stand. Er schulterte sich die Tasche auf und verließ die Wohnung. Schwang sich auf sein Motorad und fuhr zur VISION ACADEMY, um den Ersten Durchgang zu starten.

05. Juli 2024 - Noch 13 Tage bis zum Terroranschlag!

Ein Raunen ging durch die Klasse, als die Lehrerin einen neuen Schüler vorstellte. Die Mädchen tuschelten und gerieten ins Schwärmen "Sieht der gut aus" "Hoffentlich hat er noch keine Freundin" waren nur die ersten Bemerkungen. Gonzalo nahm die Kreide und schrieb seinen Namen in Großbuchstaben an die Tafel GONZALO DAVIS und drehte sich dann wieder zu der Klasse um "Wie ihr lesen könnt, ich heiße Gonzalo!" Damit erntete er leise Lacher "Ich bin 16 Jahre alt und bin von New York nach Brooklyn gezogen, um hier zur Schule gehen zu können. Meine Schwerpunkte liegen bei Technik und in Kunst!" "Sehr schön" lächelte die Lehrerin "Such dir einen Platz" "HIER!" sprang ein Mädchen auf und klopfte neben sich. Doch Gonzalo beachtete sie keines Blickes und lief zielgenau auf den freien Platz neben einen Jungen, der ihn die ganze Zeit schon mit zart geröteten Wangen angesehen hatte.

Die Lehrerin nickte "Dann beginnen wir mit dem Unterricht!" Gonzalo schaute zu dem Jungen und erhaschte einen Blick, da er es ebenso getan hatte, doch dann erschrocken den Kopf weg gedreht. Schmunzelnd reichte Gonzalo ihm die Hand "Hallo" "Ähm... Hallo" lächelte der schüchterne Junge "Ich bin Miles Morales!"
Sie reichten sich die Hände.
Für Gonzalo eine wunderschöne Erinnerung. Für Miles eine Ersterfahrung.
Wie ein Presslufthammer schlug Gonzalo's Herz. Er hatte in der kurzen Zeit völlig vergessen wie SÜß dieser Junge war.

Seine schüchternen Blicke.
Sein sanftes Lächeln und seine niedlichen Sommersprossen, die sich von einer Wange, über die Nase bis zur anderen Wange entlang zogen.
Seine warme Stimme.
Seine weichen Hände und diese wunderschönen, tiefen Schokoladen braunen Augen.
Gonzalo hatte sich auf den Ersten Blick in ihn verliebt.

Er durfte sich nichts anmerken lassen. Mußte so tun, als wäre es die Erste Begegnung mit ihm. Miles lächelte "Na dann Herzlich Willkommen bei uns" und flüsterte den Rest mit vorgehaltener Hand "Ich bin übrigends der Klassensprecher. Also wenn du Fragen hast, wende dich an mich" "Mach ich" Die Lehrerin schaute auf "Gibt es ein Problem, Mister Morales?" "Nein!" Miles saß sofort stocksteif auf seinem Platz und Gonzalo verbiss sich ein Grinsen. Ja, so hatte es begonnen!
In der Pause umringten alle den neuen Mitschüler, doch Gonzalo stand - die linke Hand lässig in der Hosentasche - von seinem Platz auf und ließ die neugierigen Teenager zurück. Er folgte Miles, der auf das Dach gegangen war.

Hier setzte er sich seine Kopfhörer auf und öffnete sein Skizzenbuch. Denn nur hier konnte er ungestört zeichnen. Gonzalo ballte die Hand in seiner Hosentasche, denn er wußte ja bereits was jetzt passieren würde. Miles würde ihn bemerkten. Erröten und vor Schreck sein Skizzenbuch fallen lassen. Er würde es aufheben und ihm zurück geben. Damit war das Eis zwischen ihnen gebrochen.
Es geschah, wie erlebt.

Gonzalo zündete sich eine Zigarette an und Miles erschreckte sich so sehr, das er von seinem Platz aufsprang, nachdem er den Schatten hinter sich bemerkt hatte. Das Skizzenbuch fiel herunter. Seine Wangen waren tiefrot. Denn nicht nur wegen des Schrecks, da er sonst immer allein hier oben gewesen war, sondern weil er Gonzalo angefangen hatte zu zeichnen und man es schon erkennen konnte in der Skizze. Miles schluckte und trat einen Schritt zurück. Gonzalo hob das Buch auf. Sah die Skizze und schmunzelte "Sehr schön. Ich bin gespannt wie es aussieht wenn es fertig ist" Er reichte Miles das Skizzenbuch. Der etwas scheue Junge schaute zu dem größeren Jungen "D-Danke"

Fest drückte es Miles an sich. Ihm klopfte das Herz bis zum Hals "D-Du kommst aus New York? Wie.. Wie ist es da?" versuchte Miles ein Gespräch, auch wenn er vor Herzklopfen kaum ein Wort heraus bekam "Warst du echt noch nie dort? Du bräuchtest ja nur über die Brooklyn Brigde laufen und wärst in wenigen Minuten dort" lächelte Gonzalo. Miles wedelte mit den Händen "Oh nein, ich habe schreckliche Höhenangst. Keine 10 Pferde bringen mich auf diese Brücke!" kicherte er verlegen, doch gelöst nachdem er bemerkt hatte, das Gonzalo sehr freundlich war und er sich nicht blamiert hatte wegen der Skizze "Meine Mom würde mich am liebsten in meinem Zimmer einsperren, weil sie mich so begluckt. Ist schon beinahe etwas lästig" "Sie liebt dich eben. Und das ist völlig Ok!" "Ja"
Sie lächelten sich an. Gonzalo streckte langsam seine Hand nach ihm aus "Was hörst du?" "Oh ähm, meine Lieblingssongs" Miles reichte ihm die Kopfhörer und Gonzalo hörte den Song, der leise spielte. Dann reichte er ihm die Kopfhörer zurück "Vielleicht fahr ich dich mal nach Manhatten" schlug Gonzalo vor. Miles legte den Kopf schief "Mich fahren?" Gonzalo nickte "Ja, ich habe ein Motorrad!" "Cool!" Miles Augen strahlten begeistert. Gonzalo kam ihm etwas näher.

Miles trat zeitgleich einen Schritt zurück, bis er an der Wand des Generatorhäuschens hier oben, stand und nicht weiter konnte. Er hatte keine Angst vor dem größerem Jungen, doch war sich selbst noch nicht so sicher, ob er für das was er erst kürzlich über sich selbst erfahren hatte, schon bereit war, auszuprobieren. Es war noch so verwirrend, denn schließlich wollte er seine Eltern und Freunde nicht beschämen. Doch dieser Junge bestätigte es deutlich.
Miles fühlte sich zu Jungs hingezogen!

Er lebte mit diesem Geheimnis seitdem von allen abgeschnitten. Und so wie es aussah, schien es ihn gerade so richtig erwischt zu haben. Gonzalo beugte sich zu ihm herunter und gab ihm einen Kuß auf die Wange "Bis dann" und nachdem er ihm noch einmal tief in die Augen gesehen hatte, drehte er sich um und ging.
Wie in Zeitlupe legte sich Miles die Hand an die Wange "Er hat mich geküßt" flüsterte er sich zu und schluckte mit erröteten Wangen
"Oh Gott, ich hab mich total in ihn verknallt!" Nicht wissend das Gonzalo hinter der Tür zum Dach stand und es gehört hatte.
Gonzalo zog den Ärmel der Schuluniform hoch und schaute auf die Uhr. Die Zeit schien zu rennen. Er lehnte den Kopf gegen die Wand "Noch 13 Tage ... "

Im Unterricht begannen sie sich gegenseitig aus den Augenwinkeln zu beobachten. Dann fingen sie an sich kleine Zettelchen zu schreiben. Sehr zum Mißfallen eines anderen Schülers. Er saß einen Platz schräg hinter Miles. Hatte einen Asiatischen Touch und eine modische Brille.
Er schien Miles mit seinen Blicken zu durchbohren - oder auszuziehen, je nach Reaktion.
In der Mittagspause am Ende der Woche, nachdem die Tür hinter ihnen zugefallen war, liefen sie mit eingehakten kleinen Fingern zum Dach. Damit sie niemand stören konnte, verschloß Gonzalo die Tür. Sie waren beide komplett allein.
Sie sahen sich tief in die Augen. Ihr Herzklopfen war im Einklang. Langsam beugte sich Gonzalo zu Miles herunter. Immer schmaler wurden ihre Augen, bis sie ganz geschlossen waren. Sanft berührten sich ihre Lippen. Gonzalo durchzuckte ein gefühlter Stromschlag. Ein Deja Vu!

Doch Gonzalo wollte jetzt nicht daran denken. Er verlor sich in der erneuten Erfahrung des Ersten Kusses mit Miles.
Das war auch das Einzige, was an der immer wieder durchlebten Hölle positiv sein würde.
Er drückte den zarten Jungen fester an sich heran und vertiefte den Kuß. Ganz leise seufzte Miles dabei. Er fuhr mit den Händen unter Gonzalo Jacke und krallte sich in Hüfthöhe in dem Hemd der Schuluniform fest.
Gefühlt blieb die Zeit gerade stehen, doch für Gonzalo raste sie nun in Lichtgeschwindigkeit und stellte sich entgültig nun gegen ihn.

Als sie sich trennten, um Luft zu holen sahen sie sich sehnsüchtig an. Miles befürchtete das er gleich einen Herzinfarkt bekommen würde, so sehr schlug ihm das Herz. Er drückte den Kopf an Gonzalo's Brust und schloß lächelnd die Augen, als er seinen Herzschlag hörte.

Er war mindestens genauso schnell. Miles spürte, wie sich Gonzalo's Arme um ihn schlangen. Sie sprachen erst einmal kein Wort, sondern genossen diesen Moment ihrer Zweisamkeit. Wehmütig schaute Gonzalo in die Ferne. Er wollte Miles am liebsten jetzt nicht mehr los lassen, doch das würde einen sofortigen Abbruch des Versuch's zur Folge haben. Er durfte nichts verändern und mußte alles exakt wieder so tun, wie er es vor Miles Tod getan hatte. Erst am Tag des Terroranschlags, durfte er Dinge ändern, um die Anomali aufzuspüren.

Miles hatte sich richtig fest an ihn gekuschelt und flüsterte "Ich wünschte, wir könnten für immer hier oben bleiben" "Wir müssen leider gleich wieder zum Unterricht zurück" seufzte Gonzalo und hörte, das Miles das gleiche tat. Nur viel tiefer und bedauernder.

Noch einmal sahen sie sich in die Augen, küßten sich hingebungsvoll. Nahmen sich dann an den Händen und liefen zurück, nachdem Gonzalo die Tür wieder aufgeschlossen hatte. Vor der Tür, die den Dachaufgang mit dem Treppenhaus der Schule trennte, zog er Miles noch einmal in die Arme. Sie küßten sich innig. Doch im Schulgebäude hielten sie ihre Liebesbeziehung geheim.

Miles ging als Erster zurück. Gonzalo stand noch hinter der Tür und wartete 5 Minuten. Diese wurden für ihn zur Qual, denn er empfand sie als verschwendete Zeit. Er hatte ohnehin viel zu wenig davon, um das mit Miles richtig genießen zu können. Wenn dieser Tag vorbei war, waren es nur noch 12 Tage bis zur Katastrophe.

Als wäre nichts gewesen, setzte sich Gonzalo wieder an seinen Platz. Miles schaute im Augenwinkel zu ihm und als sie ihre Blicke trafen, errötete Miles. Er bedeckte seine Wangen mit den Händen. Sein Erster Kuß! Sofort begann sein Herz wieder kräftiger zu schlagen, denn Gonzalo war auch seine Erste Liebe.

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NOCH 5 TAGE bis zum Terroranschlag!
Da es heute ein warmer Tag war, lief Gonzalo ohne Jacke der Schuluniform, den Weg zur Schule entlang. Er hatte seine Kopfhörer auf voller Lautstärke. Den Blick auf sein Handy gerichtet. Die Krawatte saß auch recht locker und der Erste Knopf des schneeweißen Hemdes, war auch geöffnet. Er hob sich von den anderen Schülern nicht nur optisch komplett ab. Er paßte ja wirklich nicht zu ihnen. Durch das besondere Paradox seiner Zeitreise, existierte keine jüngere Version von ihm auf diesem Zeitstrahl, der er aus dem Weg gehen mußte, um nicht als Zeitreisender enttarnt zu werden.
Er hatte es geschafft, in der kurzen Zeit, die er hier anwesend war, sogar beiden Geschlechtern den Kopf zu verdrehen!
Mädchen bekamen rote Wangen und fingen an zu schwärmen wie HEIß er war, wenn er an ihnen vorbei lief.
Jungs waren von seiner Coolness angetan, was sie mit tiefen Seufzen ausdrückten und ihm genauso nach sahen, wie es die Mädchen taten.
Doch Gonzalo war für niemanden greifbar. Er blieb unnahbar!

Nicht für den süßen Miles Morales, der schon in Sichtweite war und gerade in seinem Spind nach etwas kramte. Enttäuscht, weil er es nicht finden konnte, schmollte er "Ich dachte... Ich hätte --- " "Guten Morgen!" flüsterte es neben ihm, da Gonzalo's Spind direkt nebenan war. Etwas erschrocken schaute Miles auf und sah seinen Boyfriend, mit dem er heimlich zusammen war. Der Flur war wenig belaufen, da die meisten Schüler schon ihre Bücher abgeholt hatten "Guten Morgen" flüsterte Miles zurück und lächelte. Gonzalo schloß seine Spindtür. Schaute sich um, doch niemand bemerkte sie. Er hielt sich an der geöffneten Tür fest, um auch die eventuelle Sicht zu versperren. Kurz, dafür umso inniger, küßten sie sich.

Von weitem, mit einer zur Faust geballten Hand, wurden sie beobachtet. Doch nachdem sie sich getrennt hatten, war auch die Person verschwunden.
Die ersten Stunden im Unterricht versuchten sich beide auf den Schulstoff zu konzentrieren. Besonders Miles mußte seine Schwärmerei für Gonzalo sehr verstecken. Doch im Sportunterricht gelang ihm das nur noch mäßig gut. Beim Basketball war Gonzalo der absolute Favorit und wurde von beiden Seiten angefeuert. Miles saß auf der Ersatzbank, da er ein Ersatzspieler war. Die Mädchen kreischten, wenn sich das Trikot beim Sprung etwas nach oben verschob und man Gonzalo's durchtrainierten muskulösen Oberkörper etwas sehen konnte.

Neben Miles saß ein Junge. Etwas größer als Miles. Asiatisches Aussehen mit Brille. Doch er bewunderte Gonzalo nicht, wie die anderen die ihn lautstark anfeuerten. Er schaute ihn ehr an, wie ein giftiges Insekt das schnellstens zerquetscht werden mußte. Miles fieberte bei dem Spiel richtig mit und sprang jubelnd auf, als Gonzalo den Sieg den Teams entschied "JUHU" Er riß die geballte Faust in die Höhe "Wir haben gewonnen!" Er umarmte den Jungen, der neben ihm saß "Ist er nicht einfach großartig?" Dann zuckte Miles zusammen und hielt sich die Hände an die Wangen "Ähm ich meine... Ist das nicht einfach großartig" kicherte er jetzt verlegen. Beinahe hätte er sich verraten!

Der Junge mit der Brille schaute ihn skeptisch an "Stehst du etwa auf diesen Angeber?" und schien irgendwie verärgert. Miles schob die Unterlippe schmollend nach Vorne "Gonzalo ist kein Angeber!" und stand beleidigt auf "Du bist manchmal echt blöd, Ganke!" und ging die Stufen herunter. Er lief auf das Spielfeld und reichte Gonzalo die Hand "Gut gespielt!"
Für Gonzalo war der Gewinn des Spiels nichts Neues, doch er durfte sich nichts anmerken lassen. Dinge die er vorher nicht getan hatte in Gegenwart einer Person, durften nicht verändert werden. Doch etwas das das Geschehen nicht beeinträchtigte, wie z.B. statt der Cola im Automaten, wählte er nun die Wasserflasche, fiel nicht ins Gewicht und hatte keinen Einfluß.

Miles stand neben ihm. Sie sahen sich tief in die Augen. Doch mehr passierte nicht, da sich immer wieder die restlichen Mannschaftskameraden an ihnen vorbei drückten "Darf ich mal?" fragte einer und schob Miles etwas unsanft zur Seite "Hey!" protestierte er, doch bekam nur ein "Dann steh nicht im Weg, Morales!" als Antwort. Miles schnaufte. Gonzalo hielt ihm die Wasserflasche, die er für ihn gekauft hatte, hin "Hier!" "Danke. Ich geb dir das Geld nachher wieder" "Ist nicht nötig!" Als Miles die Flasche nahm, berührten sich ihre Fingerspitzen. Jetzt fiel es ihnen höllisch schwer sich nichts anmerken zu lassen. Miles hatte rasendes Herzklopfen. Gonzalo hatte einen Schluck genommen und ihm lief ein Tropfen am Kinn und Hals entlang.
Dieser Wassertropfen brachte Miles fast um den Verstand, denn er folgte ihm mit den Augen. Er lief an Gonzalo's Kehle entlang und verschwand im U Ausschnitt des Trikots. Miles schluckte und errötete. Dann drehte er sich weg. Gonzalo schmunzelte. Zu diesem Zeitpunkt war dieser Tropfen das wohl Erotischste was Miles je gesehen hatte. Er hatte sich vorgestellt, wie der Tropfen nun über die muskulöse Brust seines Freundes lief und dann weiter zum Bauch, bis der Bund der Sporthose ihn aufgesaugt hatte.

Als niemand mehr an ihnen vorbei lief, zog Gonzalo ihn in die Ecke, neben dem Getränkeautomat. Miles war noch etwas perplex, doch genoß den innigen Kuß genauso sehr und voller Sehnsucht, wie Gonzalo ihn ihm gab.

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NOCH 3 TAGE bis zum Terroranschlag!

Kichernd rannte Miles mit ausgebreiteten Armen vorne weg. Er schien durch die Mall zu fliegen und strahlte ihn an, als er sich umgedreht hatte "Wo bleibst du?" "Ich komme ja schon" Gonzalo lächelte und senkte Kopfschüttelnd den Blick . Dieser Junge ließ sein Herz so kräftig klopfen, wie er es noch nie zuvor erlebt hatte. Der quirllige Miles drängelte weiter und zerrte leicht an seinem Arm "Looos, sonst fängt der Film noch ohne uns an" "Okay Okay!" Gonzalo legte seinen Arm um seine Schultern und Miles schmiegte sich an "Ich freue ich schon so auf den Film" "Wollen wir noch Popcorn kaufen?" "Und Tacos und Nachos!" zählte Miles auf, denn das hier, war ihr erstes richtiges Date "Alles klar" lachte Gonzalo. Er drückte den kleineren Miles an sich und küßte seinen süßen Boyfriend. Dann bogen sie lachend in die Richtung ab, in der das Kino war. Da sie sich ganz hinten einen Platz ausgesucht hatten, störte es auch keinen, das sie den halben Film fast nur knutschten.

Händchenhaltend liefen sie nach dem Kinobesuch durch die jetzt so Menschengefüllten Straßen. Die bunten Neonreklame Tafeln und die großen LED Bildschirme am Time Square ließen Miles Augen aufleuchten "Das ist so cool" Gonzalo beugte sich etwas zu ihm herunter "Ich sagte doch, das New York dir gefallen wird!" legte den Arm um ihn und lief mit ihm weiter.

Da es immer noch warm war, entschieden sie sich in einem Café, das Kugeleis anbot, sich jeder ein großes Eis zu kaufen. Miles bevorzugte Schokolade, Erdbeere und Vanille. Gonzalo hatte sich für Blaubeere, Himbeere und Waldmeister entschieden. Zusammen saßen sie auf der anderen Seite von Brooklyn am East River. Hier hingen Plakate für das große Straßenfest in New York, das in 3 Tagen stattfinden würde, mit einem riesigem Feuerwerk als Höhepunkt. Miles war begeistert und biß von seinem Eis ab "Ich liebe Feuerwerk. Gehen wir zusammen hin?" fragte er mit einem Strahlen in dem Augen. Gonzalo zuckte zusammen.
Er war wie vom Blitzschlag getroffen - denn wenn er mit ihm hingegangen wäre, würde Miles jetzt auf seinem Zeitstrahl noch leben!
Denn er wäre niemals mit ihm auf die Brooklyn Brigde gegangen!

Gonzalo drohte in Tränen auszubrechen, als die grausame Realität ihn schlagartig wieder hatte. Doch er mußte es schnell überwinden und erneut den gleichen Fehler begehen "Tut mir leid. Ich mag kein Freiluft Feuerwerk. Ich schau es mir lieber in der Fernsehübertragung an!" Miles zuckte die Schultern und biß weiter von seinem Eis ab.

Da heute Freitag war und Miles die Erlaubnis seiner Eltern bekommen hatte, durfte er heute bei seinem Freund übernachten. Zusammen auf Gonzalo's Motorrad fuhren sie zurück über die Brücke, nach Brooklyn. Miles hatte sich fest an seinen Rücken geschmiegt. Beide Arme um seine Hüften geschlungen und den Kopf gegen seine Schulter gelehnt. Da es nicht weit war, war es nicht so tragisch das er keinen Helm trug. Nur die Polizei sollte sie jetzt besser nicht anhalten, denn die würden den fehlenden Helm beanstanden und Gonzalo eine Strafe zahlen müssen.

Das Motorad stoppte vor einem großen Backsteingebäude. Eine der alten typischen hochgezogenen Häuser hier in Brooklyn's abgelegenerem Viertel. Gonzalo lief mit Miles die Treppen zur Wohnung hoch. Er schloß auf und trat zur Seite "Willkommen" Miles trat über die Türschwelle und schaute sich um "Wohnst du hier alleine?" "Ähm ja. Die Wohnung gehört meinem Onkel, aber der ist außerhalb der Stadt momentan und ich wohne eben solange alleine hier" "Und deine Eltern?" Gonzalo senkte den Kopf "Die sind bei einem Unfall ums Leben gekommen..."

Miles drehte sich erschrocken um und lief zu ihm, mit mitfühlendem Blick "Oh nein, das tut mir leid" "Ist schon lange her" lächelte Gonzalo und zog den süßen Jungen in seine Arme "Mein Onkel hat mich dann aufgenommen" erzählte er weiter. Dann ging er zum Kühlschrank und zog das Eisfach auf "Lust auf Pizza?" "Oh ja!" Gonzalo nahm einen Karton aus dem Fach und schob die ausgepackte Pizza in den Ofen. Miles hatte es sich auf der großen roten Couch bequem gemacht und griff nach einem der dort liegenden Controller "Wollen wir ne Runde zocken?" grinste er und hielt Gonzalo den anderen Controller hin. Er schaltete den riesigen TV an, der an ein Heimkino erinnerte. Sie entschieden sich für ein Jump & Run Spiel und versuchten sich gegenseitig zu besiegen. Sie schubsten sich lachend zur Seite und waren einfach nur Teenager.

Der leckere Pizzaduft ließ Miles Magen knurren, was Gonzalo zum lachen brachte. Er stellte den Teller mit den zurecht geschnittenen Stücken hin. Miles bis herzhaft in das knuspige Stück mit leckerem Hähnchenfleisch und würziger Barbeque sauce "Oh ist das lecker" schwärmte er.
Sie ließen sich die Pizza schmecken. Entschieden sich auch den schönen Tag und Abend mit einer Blu-Ray ausklingen zu lassen.

Ein Actionfilm, jedoch mit einer sehr intensiven Liebeszene. Der eigentlich knallharte Auftragskiller hatte sich in sein Opfer, den Sohn des Konzernbosses verliebt und beschützte ihn jetzt. Verlegen, bei der angedeuteten erotischen Szene, blinzelte Miles. Er hatte sich mit diesem Thema noch nicht richtig auseinander gesetzt, trotz das er mit Gonzalo zusammen war. Dieser nahm seine Hand und küßte sie, was Miles wieder zart erröten ließ. Er zog ihn sanft zu sich heran. Miles setzte sich auf seinen Schoß. Legte seine Hände auf Gonzalo's Schultern.

Da Miles noch total unerfahren war, wurde er nur verlegen und knabberte an seinem Fingernagel "Und jetzt?" fragte er leise, doch mehr sich selbst. Gonzalo lehnte den Kopf zurück "Ich dränge dich zu nichts!" Ihre Hände spielten mit einander "Du bist noch nicht soweit!" Er legte seine Hand leicht auf seinem Schenkel auf "Wir haben Zeit!"
Für diese Aussage hätte er sich am liebsten selbst geohrfeigt, doch er wußte ja das es in 2 Tagen, in der Nacht vor dem Anschlag passieren würde. Und dennoch wünschte er sich gerade das er anders reagiert hätte. Er streckte die Hand nach Miles aus und strich ihm einmal die Wange entlang. Miles schloß die Augen und griff Gonzalo's Hand "Das alles mit dir fühlt sich so richtig an" "Weil es das auch ist!" "Ja" Miles rückte etwas näher und neigte den Kopf zur Seite "Du machst mich glücklich" kam ihm näher "Du mich auch" Gonzalo zog ihn an sich heran, während sie sich erst zaghaft, dann innig küßten.

Langsam, sich dabei küssend, legten sie sich auf das Bett, nachdem sie nach Oben in den umgebauten 1. Stock liefen, wo Gonzalo seinen kleinen, improvisierten Bereich hatte. Sein Onkel hatte die Wohnung in seinem Zeitstrahl umbauen lassen, nachdem er zu ihm gezogen war. Als sein nun Vormund und Ersatzvater ließ er das Appartment aufstocken. Die Decke halbwegs entfernen. Eine Treppe anbringen und hatte somit genügend Platz für den Teenager.

Gonzalo küßte Miles Halsansatz entlang. Miles biß sich leise seufzend und es sichtlich genießend, leicht auf die Unterlippe. Gonzalo knabberte sanft "Sag Stop wenn dir etwas nicht gefällt!" "Ist gut. Ich vertraue dir" Er schaute auf und lächelte "Das kannst du!" Sie küßten sich und Gonzalo schob Miles das T-Shirt hoch "~Ich wünschte wir hätten es getan! Doch du wirst mich gleich stoppen und ich muß noch 2 Tage warten...~" Seine Gedanken kreisten um diese Nacht. Er wünschte sich das er ihn dazu überredet hätte. Doch dann hätte er genau das Gegenteil getan, was er ihm vorhin versprochen hatte. Er hätte ihn dazu gedrängt!

Miles knabberte an seinem Fingernagel. In seinem Bauch kribbelte es. Gefühlt flogen dort Millionen Schmetterlinge kreuz und quer durch einander. Gonzalo's Zunge umrundete im Wechsel mit sanftem Knabbern und saugen die Brustwarze auf der linken Seite
"~Sein Herz rast~"
Er hörte, das Miles etwas sagte, doch es war nicht eindeutig. Seine Hand rutschte tiefer an seiner Hüfte entlang, bis zum Bund der kurzen Pyjamahose "G...Nein, bitte nicht. Ich ..." Miles kniff die Augen zusammen und schrie dann, da Gonzalo ihn überhörte "STOP!"

Die Lippen, die eben noch seine Bauchdecke bedeckt hatten mit gefühlten brennendem Küssen, taten es. Gonzalo stoppte, auch wenn er sehr bedauerte. Er schaute zu Miles, der ihn mit knallroten Wangen und leicht Tränengefüllten Augen ansah "Nicht" schüttelte er den Kopf und wich seinem Blick dann aus "Ich kann das nicht und du hast gesagt das ich---" "Ja! Ist schon gut" Gonzalo setzte sich auf und zog sich sein Armloses T-Shirt wieder an. Miles schaute ihn mit ängstlichem Blick an "Bist du jetzt böse?" Blitzschnell fuhr Gonzalo herum und riß ihn in seine Arme. Verdutzt blinzelte Miles und spürte nur, wie fest Gonzalo ihn an sich drückte. Miles schloß die Augen und spürte die Geborgenheit, die ihm diese Umarmung gab.

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23. Juli 2024 - Der Tag & die Nacht vor dem Terroranschlag

Müde streckte sich Miles. Er war noch etwas verschlafen und schaute sich um. Das war nicht sein Zimmer und damit nicht sein Bett! Er rieb sich die Augen und schlug die Bettdecke zur Seite. Barfuß schlich er zu der Treppe und war schon im Küchen und Wohnabschnitt.

Dann erinnerte er sich. Er hatte bei Gonzalo übernachtet und war somit bei ihm. Doch von seinem Schatz fehlte jede Spur. Er lief zu der großen Fensterfront. Dort lag eine Armschiene mit Krallen aus Metall. Daneben stand ein Rucksack und ein sehr futuristischer Helm.

Miles griff danach "Was ist das denn?" Im nächsten Moment öffnete sich die Wohnungstür und Gonzalo kam mit einer Tüte frischer, noch warmer duftender Brötchen zurück. Ihm blieb fast das Herz stehen, doch dann erinnerte er sich das es keine Rolle spielte. Miles drehte sich zu ihm herum "Was ist das denn für ein cooles Ding?" "Ähhhm das gehört zu einem Cosplay!" "Cosplay?" fragte Miles irritiert, doch stellte den Helm dann ab und ließ sich von dem unwiederstehlichem Brötchengeruch anlocken "Die duften ja köstlich" "Sind auch noch ganz warm" zwinkerte Gonzalo. Er beugte sich zu Miles herunter "Guten Morgen Schatz" "Dir auch" Sie küßten sich und Miles verschwand im Bad für eine erfrischende Dusche. Gonzalo hielt den Helm in den Händen und drückte ihn dann an sich.

Leise vor sich hin pfeifend merkte Miles an wie gut ihm die Dusche getan hatte. Gonzalo bemerkte lächelnd "Du schnupperst sehr gut!" und Miles kicherte, da er sich das Duschgel seines Freundes ausgeliehen hatte. Gonzalo wuschelte ihm durch die Haare "Na warte, du Frechdachs!" Kreischend rannte Miles nach oben und wurde eingefangen, als Gonzalo ihm den Weg abschnitt. Lachend fielen sie auf das weiche Bett.

Das fröhliche Lachen von Miles, war bis runter und in den letzten Winkel des Appartments, zu hören. Halbwegs, um ihn nicht ganz so in Verlegenheit zu bringen, saß Gonzalo auf seiner Taillie und kitzelte ihn durch. Miles wehrte sich lachend mit den Händen "Ich bin kitzlig" "Und genau deswegen kitzel ich dich jetzt durch!" "Das ist gemein" protestierte er. Gonzalo stoppte die Attacke und beugte sich, mit sehnsüchtigem Blick, langsam zu ihm herunter. Zuerst küßten sie sich innig, dann sahen sie sich verliebt tief in die Augen "Ich liebe dich" lächelte Miles ihn an. Gonzalo's zärtlicher Blick sagte schon alles, doch wollte er das Miles es hörte, während er ihn fest umschlang "Ich dich auch!" hauchte er ihm entgegen. Sie rieben sanft ihre Nasenspitzen aneinander. Dann verschlossen sie ihre Lippen mit einander.

Ungern lösten sie den Kuß. Gonzalo stand vom Bett auf "Ich komme gleich wieder" und ging nach unten in die Küche. Miles hörte es klappern und sah wie sein Freund mit einem großen Tablet, vollgestellt mit Küchengeschirr zurück kam "Laß uns im Bett frühstücken" "Au ja!" stimmte Miles zu, da es irgendwie sehr romantisch klang.

Nach dem Frühstück räumte Gonzalo alles in die Spülmaschine ein. Er schloß die Augen, denn gleich würde eine sehr schöne intime Szene zwischen ihnen passieren. Im nächsten Moment schmiegte sich Miles, mit sanfter Umarmung, an Gonzalo's Rücken "Liebster..." flüsterte er "Wollen wir etwas zusammen unternehmen?" Frech schaute Miles ihm dabei, das Kinn gegen seine Schulter gedrückt an "Irgend wohin gehen" Er trat von ihm zurück "Es ist warm draußen. Laß uns einen schönen großen Eisbecher essen und einfach nur Zeit mit einander verbringen, bevor morgen wieder die Schule anfängt" schlug Miles mit leuchtenden Augen vor. Gonzalo lächelte und nickte. Jubelnd sprang Miles leicht in die Luft "Ich geh nur schnell ins Bad, dann können wir los" Kaum hatte er die Tür hinter sich geschlossen, bedeckte Gonzalo seine Augen mit den Händen, um die Tränen zu unterdrücken.

Sie würden ein wunderschönes, romantisches Date haben und sich am Abend dann mit einem Kuß verabschieden, bis Miles ihm vorschlug mit zu ihm zu kommen. Sie suchten sich nach der Fahrt mit der U-Bahn nach Manhatten ein Café und teilten sich einen leckeren Erdbeer-Eisbecher mit Schokolade. Danach machten sie Fotos an einigen der Touristenmagnete, wie dem Big Apple und dessen Weltberühmtem Time Square. Lustige. Freche. Romantische. Eines der Fotos trug Gonzalo immer bei sich, nachdem er es aus dem Rahmen genommen hatte.
Sein Griff ging zu seiner linken Brust, wo er das Foto in der Tasche seiner Jacke verwahrte.
Das Gleiche Foto, das sie eben erst geschossen hatten!

Die Sonne drohte im East River zu versinken, während beide auf einer der Bänke saßen, die am Flußufer oberhalb standen.
Miles hatte sich an Gonzalo's Schulter gelehnt und seufzte leise "Das ist so schön hier. Vorallem mit dir" flüsterte er mit roten Wangen und sehr verliebtem Blick in die Augen seines Freundes. Gonzalo legte den Arm um seine Schulter "Finde ich auch!" Sie küßten sich sanft und verschränkten ihre Hände in einander. Ein Zeichen das fest zusammen waren. Zwar schämte sich Miles immer etwas dafür den gleichen Geschlecht mehr zugetan zu sein, doch in Gonzalo hatte er zu Glück den perfekten Freund gefunden. Er kuschelte sich an seinen Arm. Gonzalo wuschelte Miles durch die wilden krisseligen Locken, was ihn zum kichern brachte. Dann tauschten sie abwechseln Blicke und Küsse, bis sie aneinander geschmiegt der verschwindenden Abenddämmerung zusahen.

Es war ihr letzter Tag zusammen!

Die Sonne war untergegangen. Die Lichter der Promenade begannen zu flackern und beleuchteten dann den Weg. Jetzt war es ein beliebter Ort für Liebespaare geworden, denn die ganzen kleinen Lichter zauberten eine sehr romantische Atmosphäre. Doch mit der verschwundenen Sonne kam auch die spürbare Abkühlung. Miles rieb sich die Arme "Wieso ist es gleich wieder so kühl?!" jammerte er, denn jetzt wußte er warum Gonzalo trotz der Hitze eine Lederjacke getragen hatte. Er schmunzelte "Willst du meine Jacke?" "Aber dann frierst du doch?!"
Gonzalo mußte bei der süßen Tonlage von Miles laut auflachen. Es klang einfach zu goldig und zeigte, das sie sich trotz das sie im gleichem Alter waren, doch unterschieden. Der größere Junge trennte sich von der Jacke und legte sie ihm um die Schultern. Miles hielt sie sich über dem Oberkörper zusammen, damit der Wärmungseffekt eintrat.

Auf der Rückfahrt mit der U-Bahn war Miles an Gonzalo's Schulter gelehnt, eingeschlafen. Er saß etwas zu ihm gedreht und hielt ihn am T-Shirt etwas fest. Da sie allein im Waggon waren, sah niemand, das Gonzalo ihm einen Kuß auf die Stirn gab. Ihm liebevoll die Wange entlang strich. Hörte, das er ihm sagte, das er ihn liebte.
Miles würde jetzt zu Hause bei ihm seine Sachen zusammen packen und sich dann mit einem süßen Lächeln verabschieden. Dann herum drehen und Gonzalo bitten, ihn zur Schüler Wohnanlage zu bringen. Sie würden dann vor der Haustüre stehen. Sich zum Abschied küssen.

Miles seinen Rucksack auf den Boden fallen lassen und in die Arme seines Freunde rennen. Ihn darum bitten die Nacht mit ihm zu verbringen!
Zusammen liefen sie Händchen haltend die Stufen hoch. Miles schloß die Tür auf "Bin zurück" rief er. Die Türen zu den Zimmern seiner Mitbewohner waren verschlossen. Bei Ganke brannte noch Licht und die Tür war noch einen Spalt geöffnet. Er hatte ein langes Keksstäbchen im Mund und daddelte ein Videospiel "Hey Miles" hörte man nur. Miles klopfte an "Darf ich dich kurz stören?" "Klar" Ganke biß von dem Pocky ab und drückte auf Pause "Was gibt's denn?" Er hatte die Frage kaum zu Ende gestallt, als Miles ihn nun in sein Geheimnis einweihte "Du kennst doch Gonzalo Davis aus unserer Schule" "Ja" schnaufte Ganke "Du schwärmst ja regelrecht für den Angeber" "Ähm..." Miles schob die Tür noch etwas weiter zur Seite, was Ganke zusammen zucken ließ und vor Schreck erröten. Miles nahm Gonzalo's Hand "Na ja..." druckste er etwas "Wir sind zusammen! Er ist mein Freund!"
Unsichtbar brach der Boden unter Ganke auf "Wie?" "Ja" blinzelte Miles verlegen "Wir haben uns gleich auf den Ersten Blick ineinander verliebt und sind seit knapp 2 Wochen zusammen!" "D-Das ist toll" lächelte Ganke, doch Gonzalo hatte es gesehen. Eine Träne glänzte in seinem Augenwinkel "Ich ähm... Ich gehe jetzt ins Bett. Morgen ist ja wieder Schule. Also dann, Gute Nacht Miles. Schlaf gut" ratterte Ganke herunter und warf den süßen Jungen fast aus seinem Zimmer.

Kichernd, da er es nicht bemerkte, ließ sich Miles herausschieben. Wünschte ihm das Gleiche und lief mit Gonzalo in sein eigenes Zimmer.
Ganke hatte die Tür hinter sich geschlossen. Den Kopf gesenkt. Tränen tropften auf den Boden. Eine brodelnde Wut in ihm ließ ihn die Faust ballen, bis sie schmerzte. Dann rutschte er an der Tür herunter und versank in der Hocke sitzend in seinen Tränen.

Von alle dem hatte Miles nichts mitbekommen. Ihm schlug das Herz bis zum Hals, denn diese Nacht mit Gonzalo sollte anders werden. Die Tür klickte, doch das Schloß hatte eine schief eingedrehte Schraube und paßte daher nicht immer und ließ sich nicht richtig verschließen.
Auch das hatte Miles nicht bemerkt, während er und Gonzalo sich küssend, zu seinem Bett liefen und darauf legten.
Wiederholend schob Gonzalo seinem süßen Freund das T-Shirt nach oben und küßte ihm die Brust und den Bauch entlang. Dieses Mal war Miles ganz entspannt und seufzte genießend dabei. Gonzalo setzte sich auf und riß sich das T-Shirt über den Kopf und die Arme.

Das Erste Mal das Miles seinen muskulösen Oberkörper sah "Wow" Er strich ihm über die Muskeln "Du bist echt heiß" Gonzalo zwinkerte ihm zu und beugte sich zu ihm herunter, um ihn zu küssen. Ganz langsam arbeitete er sich mit seinen Küssen vom Hals zum Bauch entlang.
Je tiefer Gonzalo kam, desto länger wurden Miles Seufzer. Und er würde ihn dieses Mal nicht stoppen - denn jetzt war er soweit!

Ganke hatte sich sein Kissen ins Gesicht gedrückt und schrie seine Wut hinein. Dazu schlug er immer wieder abwechselnd mit der Faust auf das Bett "WARUM???" fragte er dabei immer wieder. Dann wechselte seine Wut in Verzweiflung und er begann das Kissen zu maltretieren, während er weinte "Ich liebe ihn doch sehr..." hickste er zwischendrin "Warum Miles? Warum hast du dich in diesen Angeber verliebt?" Er steigerte sich in seinen Herzschmerz immer mehr hinein "Ich könnte dich glücklich machen!"

Auf dem Boden lagen die Gedichte und Briefe, die er Miles heute eigentlich geben wollte, denn ein kleines Ereignis hatte in ihm Hoffnung aufkeimen lassen, das Miles ebenso fühlen könnte. Doch nun besaß er die Gewissheit, das es nur Miles Freundlichkeit gewesen war.
Auch hatte keiner der beiden mitbekommen, das Ganke durch den Spalt der nicht geschlossenen Tür, sah wie Miles ein Erstes Mal erlebte.

Heftig atmend und schweißnass geschwitzt, sahen sich Miles und Gonzalo an. Ihnen war schwindlig. Schweißtropfen liefen Gonzalo an der Stirn herunter. Miles griff mit beiden Händen Gonzalo's Wangen und küßte seine Stirn "Du zitterst" Er drückte, immer noch schwer atmend, seinen Kopf an Miles noch bebende Brust "Mir geht's gut" flüsterte er. Beide Arme umschlossen Miles fest "Das war wunderschön" japste er immer noch leicht verlegen und aus der Puste. Gonzalo nickte "Ja..."
Er seufzte tief und schaute zu Miles auf "Dein Herz hört sich an als würde es gleich platzen" Mit roten Wangen sah er, noch auf Gonzalo's Unterleib sitzend, zu ihm herunter. Sein Liebster küßte ihm die Brust und streichelte seinen Rücken mit zarten Fingerspitzen entlang
"Ich liebe dich mehr als du es dir jemals vorstellen könntest!" Miles legte seinen Kopf auf Gonzalo's Schulter ab und hörte mit geschlossenen Augen zu "Es gibt nichts was dir zeigen oder beschreiben könnte, wie sehr ich dich liebe! Gäbe es etwas, würde ich es dir sofort zeigen oder geben!" "Du mußt mir nichts beweisen" Miles sah ihm in die Augen "Ich spüre es!" setzte sich aufrecht, was ihn noch leicht beschämte.

Gonzalo bemerkte es, packte Miles und warf sich mit ihm auf das Bett. Verlegen kicherte Miles. Sie küßten sich und Gonzalo drehte Miles auf den Rücken dabei. Noch einmal liebten sich sich, bis sie erschöpft sich gegenüber lagen. Gonzalo streichelte zärtlich Miles Wange
"Du bist die Liebe meines Lebens!" Zustimmend nickte Miles "Du auch!"

In der Morgendämmerung wachte Gonzalo auf. Er schaute auf das hier liegende Handy. Es zeigte ihm wenige Minuten vor 5Uhr an. Neben ihm lag Miles in den tiefsten Träumen. Gonzalo wußte das der Wecker in einer Stunde klingeln würde. Dann müßte er zurück in seinen Wohntrackt und würde Miles heute nur wenige Minuten während der Schulpausen sehen.

Und in 16 Stunden würde er ihn verlieren ...

Da heute der Tag war, der alles zerstören würde, wollte er so viel Zeit wie möglich mit ihm verbringen. Und noch einmal Sex mit ihm haben!
Leise murrte Miles, als Gonzalo ihn mit Küssen in den Nacken weckte "Ist doch noch nicht Zeit zum aufstehen?!" "Aber so haben wir noch viel Zeit für uns" hauchte ihm Gonzalo ins Ohr, was Miles dazu brachte, sich auf die Unterlippe zu beißen, weil er es verstanden hatte.
Den Sex genießend stöhnte er leise, denn die Wände hatten Ohren. Aber er ahnte nicht, in wiefern das sogar stimmte - denn Ganke klebte an der Wand seit sie mit dem Liebesspiel begonnen hatten. Kurz schreckte er zurück, denn die Lautstärke hatte zugenommen. Miles war zum Orgasmus gekommen und lag japsend in Gonzalo's Armen, nachdem er ihn an sich gezogen hatte. Er küßte seinen Nacken und seine Schultern. Hielt ihn fest umschlungen und wollte ihn nie wieder los lassen.

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24. Juli 2024 - Tag des Terroranschlags | Noch 15 Stunden bis zur Katastrophe

06:00 Morgens am Montag, schrillte der Wecker in der Wohnanlage und riß die Schüler der Eliteschule reihenweise aus dem Schlaf.
Auch Miles, der sich unter seiner Decke versteckt hatte. Gonzalo schlief noch. Doch Miles mußte ihn gleich wecken., da sein Zimmer auf der anderen Seite des Wohntrackes lag.

Vorher hatten die Schüler in Zimmern ihre Zeit bis zum Wochenende verbracht. Doch seit einigen Monaten gab es extra Wohnungen für Schüler, die sie sich im WG Stil aufteilen konnten.
Miles war einer dieser Schüler. Zusammen mit seinem besten Freund Ganke Lee und noch 2 weiteren Jungs, teilte er sich eine der Ersten WG's. Jeder hatte ein schönes großes Zimmer und die eigene Privatsphäre. Außer im Hygienebereich. Es gab eine Gemeinschaftsdusche und man mußte schnell sein, wenn man ins Badezimmer wollte. Es gab zwar noch eine Toilette auf dem Flur, doch die war so klein und eng, das man darin Platzangst bekam.

Miles seufzte. Er hatte so ein schönes Wochenende mit seinem Freund verbracht, mit spätem Aufstehen und gemeinsamen Frühstück und jetzt mußte er sich wieder mit den Mitbewohnern um das Vorrecht im Badezimmer prügeln. Zum Frühstück gab es Cornflakes oder aufgebackene Brötchen mit Marmelade oder Toast mit Honig. Für mehr war keine Zeit. Sein Mitbewohner und Bester Freund Ganke kam in die Küche.
Der Süd-Koreaner, im roten T-Shirt war der Einzige, der morgens ein richtiges Landeseigenes Frühstück sich auftischte. Bestehend aus einer Suppe, eine Schale Reis, ein paar Nebenspeisen und natürlich dem Nationalgericht Kimchi. Seine Schüssel mit Cornflakes und Milch gefüllt, setzte sich Miles zu ihm "Morgen" begrüßte er ihn. Ganke nickte ihm zu, trank die kleine Schüssel mit der Suppe leer "Guten Morgen" und widmete sich dem Rest. Kichernd fragte ihn Miles "Wo ißt du das alles eigentlich hin?" Skeptisch schaute Ganke ihn an "Du weißt schon das ich in einer halben Stunde dann joggen gehe?!" "Klar" Miles leerte seine Schüssel "Ich bin satt"

Die anderen beiden Mitbewohner betraten die Küche. Man wünschte sich einen "Guten Morgen" Die beiden Jungs nahmen sich nur je eine Tasse Kaffee und verschwanden wieder. Miles schaute ihnen nach. Er sah sie zusammen lachen und sehr vertraut mit einander umgehend. Er biß sich auf die Unterlippe und flüsterte zu Ganke "Ich glaube die haben endlich mit einander!" "Was meinst du?" Miles zuckte zurück "Ähm N-Naja!" Er wurde rot, denn schließlich hütete er ja das gleiche Geheimnis.

Aber seit gestern Nacht war es das nicht mehr und Miles konnte es nun frei sagen "Ich hab mit G heute Nacht mein Erstes Mal gehabt!" flüsterte er halbwegs, während er sich nun eine Tasse mit Milchkaffee eingoß. Er setzte sich an den Tisch und pustete leicht an den Rand. Ganke schaute auf. Diese Aktion löste in ihm eine Reaktion aus. Doch er versteckte sein Verlangen. Miles biß sich auf die Lippen und versuchte damit sein Grinsen zu unterdrücken "Und vorhin nochmal!" Ganke spuckte seinen Kaffee beinahe in Miles Gesicht. Und plötzlich fiel es Miles wieder ein. Er stellte die Tasse auf den Tisch "Ach du Schreck!" und rannte in sein Zimmer.

Immer noch fest schlafend, lag Gonzalo unter der Bettdecke, als Miles leise das Zimmer betreten und näher zu seinem Bett gelaufen war. Seitlich zu ihm gedreht betrachtete Miles den schlafenden Geliebten. Spielte mit einer der beiden Zöpfe "Du bist so schön" schwärmte Miles. Beugte sich zu ihm herunter und küßte ihn auf die Wange "Aufwachen Schlafmütze!" kicherte Miles. Gonzalo packte ihn, was er leise kreischend kommentierte. Die Tür war nur angelehnt. Sie wußten nicht, das sie beobachtet wurden, während die sich innig küßten.
Die Brille war nicht durchsichtig, sondern glänzte bedrohlich.

Miles bemerkte das Gonzalo's Augenwinkel sich mit Tränen füllten "Was ist los?" fragte er ihn irritiert und strich über seine Wange. Gonzalo schloß die Augen, nahm seine Hand und küßte sie "Alles in Ordnung!" log er, lächelte und versuchte sich auf den Tag zu konzentrieren. Denn heute würde die Anomali zum Vorschein kommen und er mußte sie finden, bevor die Katastrophe eintraf.

Miles stellte Gonzalo nun offizell als seinen "Boyfriend" vor. Ganke schaute auf. Sagte kein Wort, doch bot ihm aber eine Tasse Kaffee an, da er sich selbst noch eine holen wollte. Gonzalo setzte sich. Ganke stellte die Tasse ab "Hier bitte" Er bedankte sich und Ganke verließ die Küche.

Wissend was heute passieren würde, konnte sich Gonzalo in diesem Durchgang nicht mehr auf den Unterricht konzentrieren. Er mußte die ganze Zeit daran denken, das er es verhindern konnte. Und das Miles sterben würde, wenn er es nicht schaffte. Das Zeitfenster der Anomali betrug nur 15 Sekunden! In dieser Zeitkrümmung zeigte sich die Abweichung, doch erst einmal mußte man sie erkennen.
Er fragte sich ob er es schon verpaßt hatte.
Ob er noch Zeit hatte und das seine Vorgänger Versionen solches Leid ertragen hatten, das sie irgendwann aufgaben und den Freitod wählten, anstatt sich weiter zu quälen!

Gonzalo schaute zu Miles. Er schwebte im 7. Himmel. Noch mehr als zuvor schon! Die schöne Liebesnacht mit Gonzalo hatte alles verändert.
Und nun sollte er sterben! Dieses Lächeln sollte verschwinden und Gonzalo's Leben in tiefe Dunkelheit verwandeln.
Er schaute kurz auf die rückwärtslaufende Uhr.


Noch 10 Stunden bis zum Terroranschlag!
In der großen Pause liefen Miles und Gonzalo Händchen haltend den Flur entlang. Sie versteckten sich nicht mehr und küßten sich auch zum Abschied, da Miles noch schnell zu der Bodega um die Ecke wollte. Gonzalo durfte nicht mitgehen, da er es im geraden Zeitstrahl nicht getan hatte. Er sah ihm mit sehnsuchtvollem Blick nach, denn er würde ihn nach diesem Tag nie wieder sehen.

Doch als er sich umdrehte, die Hände wieder lässig in den Hosentaschen sah er, wie Ganke zu Miles lief und seinen Arm um ihn legte.
Miles kicherte nur, denn er dachte sich nichts dabei. Gonzalo hatte ihnen den Rücken zugedreht, daher sah er nicht, das Ganke mit glänzender Brille zu ihm schaute. In der Bodega kaufte Miles sich eine Cola und einen typischen spanischen Snack. Beim rausgehen sah er das Poster vom Feuerwerk "Oh stimmt ja, das hatte ich fast vergessen" murmelte er mit noch vollem Mund "Ganke schlürfte seine asiatische Limonade mit einem Strohhalm "Hm?" Miles drehte sich um "Kommst du mit? Bitte Bitte Bitte. Mein Freund will nicht mitkommen, aber ich kann ja mit meinem Besten Freund hingehen" bettelte er mit süßem Blick. Ganke lächelte "Klar, ich gehe gern mit dir hin" in der Hoffnung, ihm dann etwas näher kommen zu können. Miles jubelte "Juhu" und umarmte Ganke "Dankeschön"

Nach Schulschluß, am späten Nachmittag wollte Miles gerade zu Fuß zum Wohnbereich laufen, als neben ihm eine Maschine hielt "Hey!"
Der Fahrer klappte das Versir hoch und Miles erkannte seinen Liebsten "Soll ich dich ein Stück mitnehmen?" Miles lächelte und stieg auf.
Gonzalo hatte Miles zu seinem Wohndistrikt gebracht. Sie küßten sich. Miles versuchte es noch einmal, nachdem er seine Hand genommen hatte "Willst du nicht doch mitkommen?" "Ich mag kein Feuerwerk. Das erinnert mich zu sehr an den Unfall meiner Eltern, als die Autos zusammen gestoßen sind und die Funken nur so flogen..." "Verstehe!" Miles gab ihm noch einen Kuß auf die Wange "Dann bis Morgen!" "Viel Spaß heute Abend. Bis Morgen!" Gonzalo umarmte Miles und drückte ihn fest an sich.
Vielleicht etwas fester als im echten Zeitgeschehen, doch es schien keine Rolle zu spielen, denn es passierte nichts "Ich liebe dich" flüsterte er ihm zu, was Miles mit einem breiten Lächeln und roten Wangen erwiderte.

Nachdem Miles im Gebäude verschwunden war, fuhr Gonzalo in eine Seitenstraße. Er riß sich den Motorradhelm herunter und rang um Luft. Er stieg ab und schlug mit der Faust immer wieder gegen das brüchige Gemäuer. Lehnte mit dem Rücken dagegen und sackte dann auf die Knie. Er fragte sich warum er nicht anders reagiert hatte.
Warum er nicht ...
Es hatte keinen Zweck sich deswegen jetzt den Kopf zu zerbrechen.
Es war geschehen und nur wenn er die Anomali fand, könnte er es rückgängig machen!
Und die Uhr tickte jetzt gnadenlos ...

Noch 1 Stunde bis zum Terroranschlag!

In seinem Zimmer lag Miles mit geschlossenen Augen und Kopfhörern auf dem Bett und hörte seinen Lieblingssong in Dauerschleife.
Er hatte nicht mitbekommen das Ganke in sein Zimmer gekommen war. Er betrachtete den bildhübschen Jungen mit hungrigen Augen.

Setzte sich auf den Bettrand. Zitternd näherte sich seine Hand, doch dann griff er sanft an seine Schulter "Hey" Miles zuckte zusammen, doch nachdem er seine Kopfhörer herunter gezogen hatte, lächelte er "Oh Hey" "Ich sollte dich doch anrufen, wenn wir los gehen wollen, aber du hast nicht reagiert" "Ähm ja, tut mir leid ich habe das Telefon nicht gehört" kicherte Miles und stand auf "Ich geh nur noch schnell duschen, dann können wir los gehen" "Ist gut" Ganke wollte gerade wieder gehen, als Miles sein T-Shirt auszog und er den großen gut sichtbaren Knutschfleck an seiner Nackenfalte sah. Unter der Schuluniform war er auch gut verborgen geblieben, doch jetzt sah man ihn deutlich. Ganke ballte die Faust und verließ das Zimmer dann. In seinem stand er an der Tür "Ich hasse dich!" und schaute auf seine Uhr "Es tut mir leid, doch das ist die Strafe dafür!"
Diese Uhr lief jedoch nicht Vor sondern Rückwärts!

Im Brooklyn Bridge Park nahe der Brücke hatten sich sehr viele Menschen versammelt. Miles lief mit Ganke durch die Menschenmassen und jammerte "Bei so vielen Leuten kriege ich leichte Panik" "Wir suchen einen Platz!" Ganke schaute zur Brücke "Wie wäre es wenn wir da hin gehen? Dann sehen wir auch das Feuerwerk viel besser!" "Ähm..." Miles hielt sich den Hinterkopf verlegen "Ich habe Höhenangst" "Ach, du guckst doch sowieso nach Oben. Und wenn wir in der Mitte laufen, vergißt du das du auf der Brücke bist! Na los, komm!" drängte Ganke ihn, griff seine Hand und zog ihn hinter sich her "Ok" seufzte Miles und ließ sich überreden.

Noch 05 Minuten bis zum Terroranschlag ...

In der Appartmantwohnung lief der Fernseher. Er war extra laut gestellt, denn in wenigen Sekunden würden die BREAKING NEWS laufen.
Gonzalo reparierte gerade die Armschiene. Ihm liefen Tränen die Wangen entlang. Kurz drehte er dem riesigem TV Gerät den Rücken zu.
Im nächsten Moment erklang eine eindringliche Melodie. Gonzalo fuhr herum. Seine Zöpfe flogen richtig dabei. Dann wurde es bekannt gegeben "Wir unterbrechen das aktuell laufende Programm für eine Eilmeldung! Soeben wurde auf die Brooklyn Bridge ein Terroranschlag verübt, während des Feuerwerks. Die Brücke wurde gesprengt. Es werden Tausende Todesopfer vermutet!" laß die Nachrichtensprecherin mit zittriger Stimme vor.

Gonzalo schnappte seine Prowler Bekleidung und fuhr mit dem Motorad zum Anschlagsort. Er sah viele blutende Menschen, die umherrirrten. Hörte Schreie und weinen, um die aus dem East River geborgenen Toten. Ohrenbetäubender Lärm der Sirenen von Feuerwehr, Rettungswagen und Einsatzwagen der Polizei beschallte die angebrochene junge Nacht, während diese über die nächsten Brücken rasten.

In den Trümmern der geprengten Brückenpfeiler rannte Gonzalo suchend umher "Wo bist du?!" fragte er immer wieder, ohne Hoffnung auf eine Antwort. Er drehte sich um. Sein Blick erfasste unter dem Helm eine verschwindende Wärmequelle. Dort im Wasser, halbwegs an das Ufer gespült, etwas abseits entdeckte Gonzalo was er finden wollte "MILES!" schrie er, doch je näher er kam, desto bewußter wurde ihm, was er erneut durchlebte.

Er sackte auf die Knie. Seine erste große Liebe lag, den Kopf zur Seite gedreht auf den Kieselsteinen am Ufer des East River, nahe des Brooklyn Bridge Park. Gonzalo öffnete den Helm und hielt Miles in seinen Armen. Er drückte den leblosen Körper an sich und weinte hemmungslos. Sein Gesicht verbarg er an seiner Brust, konnte jedoch keinen Herzschlag mehr hören "Es tut mir so leid" schniefte Gonzalo "Ich habe es nicht geschafft, aber ich verspreche dir, das ich nicht aufgeben werde!" Er küßte die schon blasseren Lippen "Ich liebe dich!" und legte die Leiche sanft wieder ab. Er wischte sich die Tränen weg. Schloß den Helm und drehte den Mechanismus in der Armschiene. Dann löste er sich auf und wurde zurück geschickt, zu seinem Ausgangspunkt.

Heftig atmend hockte er auf dem Boden der Appartmentwohnung. Er zog sich die Armschiene ab und warf sie in die nächste Ecke.
Riß sich die Kleidung herunter und rannte ins Badezimmer. Man hörte, wie er sich übergab und dann die Toilettenspülung betätigte.
Immerhin hatte er gerade, auch wenn es sein Geliebter gewesen war, eine Leiche geküßt!

Schweißgebadet und um Luft ringend saß Gonzalo Nachts im Bett. Er trug nur eine schwarze enge Boxershort. Er atmete in kräftigen Zügen. Rieb sich mit der Hand den kalten Schweiß vom Gesicht. Oder waren es Tränen? Vielleicht war es beides!
Er schlug die Bettdecke zur Seite und lief ins Badezimmer. Er drehte das kalte Wasser auf und warf sich einen Schwall ins Gesicht.
Trocknete sich ab und lief zurück ins Schlafzimmer. Dort zog er sich seine inzwischen schon zur Gewohnheit gewordene futuristische Kleidung an. Er setzte die mechanische Armschiene auf. Holte tief Luft. Sein Helm der ihn schützte vor der Strahlung, umschloß sein Gesicht.
Dann atmete er noch einmal tief aus und drehte den Mechanismus in der Armschiene.
Es begann zu leuchten und die Zeitanzeige lief rückwärts.
Ein neuer Versuch!

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.

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04.Juli 2024
Er wachte nun bei jedem Neustart wieder in seinem Bett auf. Der Kalender zeigte das er nun 14 Tage Zeit hatte.
14 Tage, in denen er mit Miles zusammen sein konnte, bevor er ihn wieder sterben lassen mußte, sollte er die Anomali nicht finden.

Alles begann wieder von Vorne.
Am nächsten Morgen wurde er der Klasse als neuer Schüler vorgestellt.
Er wurde von beiden Geschlechtern umschwärmt und Klassensprecher Miles Morales war sofort in ihn verliebt.
Gonzalo verliebte sich in ihn.
Sie gaben sich den Ersten Kuß.
Hatten ein wunderschönes Date im Kino und an der Uferpromenade, wo Miles die Plakate für das Feuerwerk entdeckte.
Er fragte ob sein Freund mit ihm dorthin gehen würde, doch Gonzalo lehnte ab.
Sie verbrachten das Wochenende mit einander, doch Miles traute sich noch nicht mit ihm zu schlafen.
2 Nächte später, vor dem Anschlag, geschah es dann.
Am nächsten Morgen, nachdem Miles seelig vor Glück, da sie nach dem Aufwachen noch einmal Sex gehabt hatten, sich an den Frühstückstisch setzte, kam sein Mitbewohner Ganke im grünen T-Shirt in die Küche.
Später weckte Miles seinen Liebsten, ohne zu wissen das sie von Ganke beobachtet wurden. Dann nach der Schule brachte er seinen Freund zum Wohnhaus und sah ihn danach nie wieder.

Statt gleich los zu fahren, schaute Gonzalo ihm jetzt so lange nach, bis Miles komplett außer Sichtweite war. Da sein Zimmer auf der anderen Seite des Wohndistrikes war, konnte er ihm auch nicht noch einmal von dort zu winken.
In seinem Appartment stand Gonzalo, nachdem er sich mit Kickboxen ausgepowert hatte, an der Wand. Immer wieder fragte er sich was er übersehen hatte beim Ersten Durchlauf. Dann kam die Eilmeldung über den Terroranschlag.
Er zog seine Bekleidung an und drehte die Zeit erneut zurück.
Er lernte Miles kennen.
Sie verliebten sich in einander.
Sie waren ein glückliches Paar, doch Gonzalo fiel es schwerer zu verstecken, das er wußte, das er die Liebe seines Lebens heute verlieren würde.


Am Morgen des Stichtages, kam Ganke im gelben T-Shirt in die Küche. Miles stellte Gonzalo als seinen nun offizellen festen Freund vor.
Das schmeckte Ganke überhaupt nicht. Er stand auf, um sich eine neue Tasse Kaffee zu holen, da diese nicht groß waren. Er stellte sie Gonzalo dann hin "Hier!" und verließ die Küche. Er wollte nicht mit ansehen, wie Miles und Gonzalo sich verliebt in die Augen sahen und rumknutschten.

Nach der Schule hatte Gonzalo seinen Liebsten auf dem Motorrad nach Hause zu seinem Wohndistrikt gebracht. Sie küßten sich zum Abschied, ohne zu ahnen das er für immer sein würde.
Miles ließ sich von Ganke dazu überreden, mit auf die Brooklyn Bridge zu gehen, um das Feuerwerk besser sehen zu können. Auf der Brücke jammerte Miles das er doch Höhenangst hatte. Ganke lächelte ihn an "Das vergeht gleich" legte den Arm um seine Hüfte und küßte ihn.
Erschrocken stieß Miles ihn von sich weg "Hey was ..." "Dein ach so toller Freund wird es nie erfahren!" "Was?" Miles war immer noch starr
"Aber du... bist mein Bester Freund!" "DAS BIN ICH NICHT!" schrie Ganke. Die ersten Raketen stiegen in den Himmel auf "ICH LIEBE DICH!"

Ein besonders starker Knall erschütterte die Brücke "Was war das?" fragte Miles und konnte sich beim 2. Knall kaum noch auf den Beinen halten "Ich glaube das war kein Feuerwerk" Er schaute sich um, jetzt auf dem Boden hockend und sah wie Menschen anfingen wegzurennen.

Im nächsten Moment gab der Boden unter ihnen, in einer starken Erschütterung etwas nach "Wir müssen hier weg!" rief Miles. Er packte Ganke am Handgelenk "Die Brücke stürzt ein!" schrie er und war fast am Ende angelangt, doch die Menschenmassen, die dachten das sie es auf die andere Seite der Brücke noch schaffen würden, drängten Miles und Ganke zurück. Die Pfeiler der Seite auf dem Brooklyn Bridge Park fingen an langsam einzustürzen. Große Gesteinsbrocken krachten zu Boden. Einer schlug direkt vor Miles ein. Ganke konnte ihn gerade noch weg ziehen und Miles, der zitternd in seinen Armen festgehalten wurde, spürte das er diese Brücke nicht mehr lebend verlassen würde.
Er sackte auf die Knie "Das ist ein Anschlag!" "Die haben die Brückenpfeiler gesprengt" flüsterte Ganke. Er schaute auf seine Uhr, die rückwärts lief und nur noch wenige Minuten von ETWAS entfernt war. Der nächste Trümmerbrocken traf Miles an der Schulter.

Schreiend vor Schmerz ließ er sich auf den Boden fallen. Ganke beugte sich über ihn, doch die Verletzung war zu stark. Miles verlor viel Blut und griff nach Ganke's Gesicht "Es tut mir so leid... Bitte sag Gonzalo das ich ihn liebe! Und dich habe ich auch sehr gern!" Weinend nickte Ganke, doch zog Miles noch einmal hoch "Wir schaffen es bis zu anderen Ende! Dann rufe ich einen Krankenwagen!" Er glaubte an diese Worte, unbeachtet der Tatsache das seine Hand, die Miles stützte, vor Blut tropfte und der Junge in seinen Armen gerade gestorben war.

In der Mitte der Brücke stand Ganke, Miles auf seinen Armen haltend und viele andere Menschen. Dort detonierte die stärkste der 3 Bomben. Der Boden zerbrach. Ganke konnte nur noch wie in Zeitlupe zusehen, wie Miles tief in den East River stürzte "NEEEIIIN!" schrie er und konnte nur zusehen, wie der Junge, der er so sehr liebte, in dem Fluß versank. Er selbst schaffte es sich an den Stahlträngern fest zu halten "MILES!" rief er immer wieder. Doch auch andere Namen wurden gerufen von Überlebenden, die ebenfalls mit angesehen hatten, wie ihre Liebsten, Freunde, Bekannten in den Fluß gestürzt waren.
Aus der Höhe von 39 Metern überlebte das niemand.

Das Motorrad stoppte. Gonzalo rannte durch die Menschen, hin zu den wenigen begehbaren Stücken die auf die Brücke führten.
Er sah Ganke.
Er sah Gonzalo.
Ganke kletterte auf den letzten Teil der Brüstung "Er hat dich geliebt!" sprach er zu Gonzalo, mit Hass in den tränengefüllten Augen und sprang von der Brüstung, in den eisigkalten East River. Die Uhr stoppte!
Gonzalo wollte reagieren, doch eine Art Zeitstrom hielt ihn davon ab. Er öffnete den Helm und sackte auf den Boden "Was... war das?!"
Er aktivierte die Zeitangabe in der Armschiene und drehte zum 2. Mal die Zeit zurück, auf den Anfang des 04. Juli 2024
Der nächste Durchgang!

"Ich bin Gonzalo Davis" waren seine Worte als er der Klasse als neuer Schüler vorgestellt wurde.
Er reichte Miles Morales die Hand und auch wenn es der erneute Durchgang war, das Kribbeln im Bauch war wie beim Ersten Mal ihres Kennenlernens. Genauso wie die Schmetterlinge im Bauch, als sie sich in einander verliebten. Das weiche in den Knien beim Ersten Kuß und dieses so schöne, reale Gefühl, wenn er Miles im Arm hielt.
Doch auch der Schmerz zu wissen, das er ihn wieder verlieren könnte!


Der Tag des Anschlag's war schneller gekommen, als beim letzten Durchgang. Gonzalo wurde von Miles als "Boyfriend" vorgestellt und Miles Mitbewohner Ganke, im blauen T-Shirt, sah ihn mit vernichtendem Blick an. Dann stand er auf "Auch einen Kaffee?" fragte er bedingt freundlich, während Gonzalo nett bejate. Ganke stellte ihm die Tasse hin "Hier!" und verließ die Küche.

Später, nach der Schule verabschiedete sich Gonzalo, nachdem er Miles zum Wohndistrikt gebracht hatte. Sie küßten sich und Miles verschwand im Gebäude. Gonzalo lief eine Träne die Wange herab. Er fuhr nach Hause und ließ sich auf sein Bett fallen.
Der Fernseher war eingeschaltet und laut aufgedreht. Gonzalo hörte Musik. Ausgerechnet Miles Lieblingssong. Er weinte dabei und hing seinen Gedanken nach. Er rief sich die Szene am Frühstückstisch mit Ganke Lee noch einmal ins Gedächtnis, denn er spürte irgend etwas, das ihm wie Steine im Magen lag "Er hat nicht bitte gesagt!" flüsterte sich Gonzalo zu.

Dann - wie von einem Stromschlag getroffen, saß er aufrecht im Bett "Er hat NICHT bitte gesagt!!!" wiederholte er mit einem aufgeregtem Zischen. Warf die Bettdecke zur Seite und suchte fast hektisch das kleine Notizbuch. Blätterte noch aufgeregter die Seiten durch und laß die Aufzeichnungen seiner Vorgänger und seiner eigenen Durchgänge sich selbst laut vor
"Miles fragt mich ob ich mit in seine WG komme.
Ich stimme zu.
Er stellt mir seinen Mitbewohner vor.
Ganke Lee.
Wir gehen in sein Zimmer und schlafen mit einander.

Am Morgen fragt mich Lee ob ich auch einen Kaffee will, nachdem ich ihm in der Küche begegnet bin.
Miles ist duschen.
Ich antworte mit 'Ja' und Lee stellt mir eine Tasse hin 'Hier Bitte'
Ich bedanke mich.
Lee verläßt die Küche

Miles kommt zurück und wir frühstücken zusammen"
Gonzalo schaute auf als hätte er einen Geist gesehen "Lee ist es!" klappte das Buch zu und sprang auf "Ganke ist die Anomali!"

Er riß sich die Schuluniform herunter und zog seine Prowler Kleidung an. Wie ein Irrer raste er über rote Ampeln und stand vor dem Wohnhaus der Schüler. Schaute hektisch auf die Uhr, doch als er an der Tür anklopfte, öffnete niemand. Er versuchte Miles anzurufen, doch niemand nahm ab, da Miles sein Handy auf dem Bett vergessen hatte. Mit einem kräftigen Schlag gegen die Tür verlieh Gonzalo seiner Verzweiflung Ausdruck. Dann sah er das das Zimmer von Ganke ein offenes Fenster hatte. Er sprang mit den Boots die Fassade entlang und landete auf dem kleinen Absatz. Er schaute sich in dem Zimmer um. Konnte auf den Ersten Blick nichts auffälliges entdecken, doch dann kam ihm ein Windstoß zu Hilfe. Dieser stieß einen kleinen dünnen Karton um. Lauter kleine zusammen gefalltete Zettel fielen heraus. Gonzalo hob sie auf und erstarrte.

Es waren alles Handgeschriebene Liebesbriefe an Miles! Einer machte ihn besonders stutzig.
Er setzte sich auf den Bettrand und laß ihn sich leise vor
"Der gestrige Abend war sehr schön.
Ich war noch nie in meinem Leben so glücklich, wie in diesen Minuten, als ich dir so nahe sein konnte.
Ich dir in deine wunderschönen Schokoladenbraunen Augen, die so viel Wärme inne haben, schauen konnte.

Ich deinen Lippen, die so verführerisch rötlich glänzen, so nahe sein konnte, das ich deinen Atem auf meinen gespürt habe.
Dich in meinen Armen halten. Deinen zarten Körper an meinem spüren.
Du bist der süßeste Junge der Klasse und ich bin so sehr in dich verliebt.
...
Doch du mußtest dich ja in einen Anderen verlieben!
Deswegen werde ich dich nicht gehen lassen!
Du gehörst mir!!!
Für Immer und Ewig!!!
Diese Zeitschleife wird niemals wieder enden - bis ich einen Weg gefunden habe, dich zu bekommen!"

Entsetzt ließ Gonzalo den Brief sinken "Lee kann auch Zeitreisen machen?" Noch einmal schaute sich Gonzalo um. Dann erkannte er die Blaupausen an der Wand für eine Zeitmaschine, in futuristischer Uhrenform "Verstehe! Du quälst Miles mit der Zeitschleife, weil er deine Liebe nicht erwidert! Du bist krank!" Er nahm die Briefe und zerriß sie. Ließ sie liegen. Verließ das Zimmer durch die Tür und drehte sich dann um, zu Miles Zimmer. Er öffnete es und sah, das auf dem Bett liegende Handy. Es sah aber ehr aus, als wäre es ihm wieder aus der Tasche gerutscht, statt vergessen. Gonzalo setzte sich auf Miles Bett. Strich mit der Hand sanft darüber "Was hast du getan Süßer, das Lee glaubt, du hättest seine Gefühle erwidert?! Hm?" Er spürte die Eifersucht in sich brodeln, doch wußte das es etwas harmloses gewesen war.

Die Detonation der Brücke und die Erschütterung danach spürte Gonzalo, während er in Miles Zimmer stand. Er nahm das Hemd der Schuluniform. Roch daran, da er sich Miles Duft noch einmal einprägen wollte. Dabei tropften ihm Tränen auf den Stoff, doch nicht nur Tränen der Trauer "Ich habe es geschafft! Ich habe die Anomali gefunden. Beim nächsten Mal werde ich dich retten können!"
Er drehte die Zeitanzeige um und wurde zurück geschickt zum letzten Mal, wie er hoffte.

Vorher mußte er alles wieder geschehen lassen, wie die Durchgänge davor, doch nun wußte er worauf er am Stichtag achten mußte.
Und nun fiel es ihm auch auf.
Ganke's T-Shirt war dieses Mal schwarz!
Er fragte wegen der Tasse Kaffee und Gonzalo lehnte dieses Mal ab!
Nun zeigte sich die Anomali in ihrem vollen Ausmaß. Ganke packte plötzlich Miles, der vom duschen zurück gekommen war und brachte ihn in seine Gewalt.

"Laß ihn los!" "Nein! Ehr bringe ich ihn um!" zischte Ganke und drückte die Hand noch fester gegen Miles Kehle, der ein glucksendes Geräusch von sich gab "So wie immer bisher, stimmt's?" Gonzalo versuchte psychologisch auf Ganke einzuwirken "Du bist mein Gegenspieler! Du bist die Anomali, die genauso wie ich durch die Zeit reisen kann und jedes Mal kehrst du, so wie ich auch, zu diesem Punkt zurück! Doch im Gegensatz zu mir, willst du ihn nicht retten!" "Wovon redest du?" fragte Miles mit leichtem röcheln, da Ganke ihm nun mehr und mehr die Luft abdrückte.

Miles liefen Tränen die Wangen entlang. Gonzalo knirschte mit den Zähnen "Wenn du ihn wirklich liebst, dann laß ihn jetzt gehen und mich zuende bringen, wofür ich hier bin!" "Nein!" entgegnete Ganke mit einem Kopfschütteln "Er gehört mir und niemand außer mir soll ihn haben!" "Gan...ke..." versuchte Miles hervor zu bringen "ER ERSTICKT! MERKST DU DAS DENN NICHT?!" schrie Gonzalo, während Miles jetzt so tat, als würde er das Bewußtsein verlieren. Ganke ließ Miles los, der auf den Boden sackte, ihm dann mit einem Tritt in die Kniekehle zu Fall brachte.

Schnell rappelte sich Miles auf "Komm her, schnell!" rief Gonzalo und Miles rannte in seine Arme, die sich beschützend um ihn legten.
Mit hasserfülltem Blick sah Ganke zu dem Liebespaar "Du hast ihn mir gestohlen!" Seine Stimme war voller Wut, doch auch Verzweiflung "Er ist alles was ich habe" "HAST DU DEN VERSTAND VERLOREN?" schrie Miles ihn an "ICH DACHTE DU BIST MEIN BESTER FREUND!" "NEIN, DAS BIN ICH NICHT!" schrie Ganke zurück "ICH LIEBE DICH VERDAMMT NOCH MAL!!!"

Miles atmete schneller. Doch nicht wegen des Geständnisses, sondern vor Zorn "DU LIEBST MICH???" Er zog sich den T-Shirtausschnitt etwas tiefer "SIEH DIR MEINEN HALS AN! Du bist doch krank!" "Das ist keine Liebe!" fügte Gonzalo hinzu "Was ich für ihn tue, schon seit so vielen Durchgängen, das ist Liebe! Was ist ertrage und jedesmal überleben muß, wenn ich es wieder nicht geschafft habe, das ist Liebe!"

Sein Blick ging zu Miles, der ihn immer noch verwirrt ansah. Gonzalo senkte den Kopf "Ja, ich reise durch die Zeit, um diesen Tag zu verhindern. Immer und Immer wieder mußte ich dich sterben lassen, weil ich nicht heraus finden konnte, was den Tag so sehr in der Raum-Zeit krümmt und damit eine Anomali hervor ruft. Doch endlich habe ich es geschafft" Er streichelte Miles Wange entlang, während ihm eine Träne herab floß "Du wirst leben! Denn heute wirst du nicht auf die Brooklyn Brigde gehen und bei dem Anschlag sterben!" "W-Was?" Miles schmiegte sich nach dem ihm Gonzalo nur mit einem liebevollem Blick antworten konnte, an ihn "Ich verstehe es immer noch nicht" "Das macht nichts. Ich erkläre es dir später" Er gab ihm einen Kuß auf die Stirn.

Weinend fiel Ganke auf die Knie. Es hatte für ihn keinen Sinn mehr. Seine Zeitschleife war durch brochen. Gonzalo warf die Armschiene auf den Boden "Es ist vorbei!" "Ich wollte doch nur mit dir zusammen sein. Als du mich an meinem Geburtstag so liebevoll umarmst hast, da dachte ich..." Er drehte sich zu Miles um "...du erwiderst meine Gefühle!" Dieser war erschrocken, als Ganke begann sich aufzulösen "Was?"

"Er ist auch ein Zeitreisender und hat diese Schleife erschaffen, um dich dafür zu bestrafen, das du seine Liebe nicht erwiedert hast. Deswegen mußtest du immer in dieser Zeitschleife sterben" Gonzalo stand auf und hielt Miles an den Schultern "Du hast ihm gesagt das er krank ist und Ja, das war er wirklich. Er war so sehr in dich verliebt, das er den Verstand darüber verloren hat, weil er seine Chance verpasst hatte dich zu küssen. Deswegen hat er diese Zeitschleife kreiert, in der Hoffnung das er es ändern kann. Doch er wußte nicht das ich auch aus der Zukunft komme um dich zu retten! Und das ich niemals aufgeben werde es zu versuchen!"
Die braunen, mit Tränen gefüllten Augen schauten Gonzalo an "Und er gab sich die Schuld an deinem Tod. Er hatte dich überredet mit auf die Brücke zu kommen. Als sie gesprengt wurde, bist du in seinen Armen mit den Worten, das er mir sagen soll das du mich liebst, gestorben!"

Gonzalo senkte den Kopf "In seinem Schmerz nahm er sich das Leben! Das löste die Zeitschleife aus und erschuf ihn als Anomali"
Beide hielten sich fest in den Armen. Miles hatte jetzt alles verstanden und begann erst nur zu schniefen. Doch dann brach er in einen Weinkrampf aus "Das tut mir so leid. Ich wußte das nicht. Er hat nie etwas gesagt" Er rutschte in Gonzalo's Armen auf den Boden und umklammerte sich "Ich wollte niemals jemandem weh tun... Es tut mir so leid" "Jetzt kann er in Frieden ruhen, wissend das du weiterleben wirst" flüsterte Gonzalo ihm zu. Miles stand auf und warf sich wieder in seine Arme. Hier weinte er sich aus, bis er sich wieder beruhigt hatte.

Ein letztes Mal zog sich Gonzalo seine Armschiene über und ließ sein Gesicht mit dem Helm bedecken "Ich bin gleich zurück!" sprach er mit mechanisch verzerrter Stimme und verschwand. Miles sah nun zum Ersten Mal wie sein Geliebter durch die Zeit reiste und nickte nur "Ist gut"

In Gonzalo's Zeitschleife verschwand der schwarze Schleier, der das Grab von Ganke Lee bedeckt hatte.
Ein Zeichen dafür, das er erlöst war von seiner Schuld und dem Schmerz, der ihn vor Verzweiflung in den Selbstmord getrieben hatte.
Im gleichen Moment löste sich das Grab von Miles Morales in einem zarten Lichtstrahl auf.

In leichter Entfernung erschien die letzte Variante, die Selbstmord begangen hatte "Du hast es geschafft! Es ist nie passiert und nun können wir in Glück leben" "Wir?" fragte Gonzalo und sah, wie neben dem älterem Ich ein ebenfalls etwas älterer Miles erschien. Er lächelte und das alte künftige Ich legte den Arm um seine Schulter "Ja, du hast uns alle, die gescheitert sind, gerettet. Und somit auch ihn!" Das Paar küßte sich und löste sich in Licht auf. Lächelnd schaute Gonzalo ihnen nach "Werdet nun glücklich!"

Als Gonzalo zurück kehrte, fiel Miles ihm um den Hals "Gehst du mit mir zu dem Feuerwerk?" fragte er kleinlaut und Gonzalo nickte "Ja!"
Arm in Arm; Gonzalo hinter Miles stehend, schauten sie dem Farbenfrohem Spektakel vom Brooklyn Park aus zu.

Die Brooklyn Bridge war aus irgend einem Grund plötzlich gesperrt worden. Ein Anonymer Anrufer hatte ein paar seltsame Dinge dort entdeckt und der Polizei gemeldet. Diese fand vor Ort eine Armschiene mit Krallen, die bedrohlich leuchtete. Ein Rucksack aus dem man Stahlseile ziehen konnte. Und eine Art futuristische Hose und Jacke mit einem spitzen Kragen. Die Polizei vermutete das jemand von der Brücke gesprungen war und hatte alles abgesperrt.

Während alle vor Ort anwesenden das Glitzern und Knallen am Himmel bestaunten, achtete niemand auf das Paar, das sich küßte.
Miles sah Gonzalo nach dem Kuß tief in die Augen "Ich liebe dich"
Gonzalo lächelte "Ich liebe dich auch - bis in alle Zeit!"

ENDE

Autorennotiz

Die Charactere gehören zum SPIDER-VERSE von SONY und den Filmen "Into/Across/Beyond the Spider-Verse"

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TandyJohnson (Autor)Am 27.06.2024 um 18:36 Uhr
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Kurzbeschreibung

Für Gonzalo ist der süße Miles die Erste große Liebe, nachdem er sich dazu bekannt hat, das er sich zu Jungs hingezogen fühlt. Nachdem er Miles seine Gefühle gestanden hat und auch Miles gesteht, das er seine Liebe erwidert, werden beide ein Paar. Miles stirbt bei einem Anschlag auf die Brooklyn Bridge, als diese während des alljährigem New Yorker Stadtfestes beim Feuerwerk gesprengt wird und Terroristen mehr als 2000 Menschen mit in den Tod reißen. In seiner Trauer um den Tod des Geliebten, begegnet Gonzalo seinem ICH aus der Zukunft und erfährt von ihm, das er die Fähigkeit besitzt, durch die Zeit zu reisen. Inspiriert von der weltweit gefeierten deutschen Serie "DARK" (netflix)

Kategorisierung

Diese Fanfiction wurde mit Drama (Genre), Zeitreise, (romantische) Beziehungsentwicklung, Mystery und Trauer getaggt.