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Zwischen Rockmusik und Laufsteg

30
05.06.21 16:34
18 Ab 18 Jahren
Homosexualität
Fertiggestellt

Der folgende Text thematisiert explizit Sex und  Erotik. Wer damit nicht klarkommt, der möchte bitte nicht weiter lesen.

Meine erste AU Geschichte im Bereich Harry Potter, FSK 18 und aus dem Jahre 2010.

Zu finden ist sie auf Wattpad, Animexx, StoryHub und FF.de.

Zudem ist sie ein Dreiteiler, von denen ich euch jedoch erstmal leider nur zwei vorstellen kann, da die Dritte noch laufend ist.

Hier wurde nicht gezaubert, hier wurde gerockt und einfach mal Karl Lagerfeld ein Andenken gesetzt.

Draco das Model und Harry der Rockstar.

Wie man auf sowas kommt?

Nun ja, man liest, man bekommt Klatsch und Tratsch mit und somit hatte ich die Idee.

Und ich wollte Markus Schenkenberg im Text haben *-*

Mit 10.306 Worten ist sie allerdings nicht ganz so lange wie manch andere Geschichte.




Wie ist es berühmt zu sein?

Was macht man den ganzen Tag, als das begehrteste männliche Model von England?

Nun ja, man versucht immer gut gekleidet zu sein, läuft von Laufsteg zu Laufsteg, macht diverse Partys mit und hat keine Zeit mehr für Familie und Freunde, mal ganz abgesehen von der Liebe.

Ja, ein Model hat es schon schwer, aber sicher nicht so schwer wie ein Rockstar!

Gut, beide leben in der Öffentlichkeit, können dem Blitzlichtgewitter kaum entfliehen und haben ständig Paparazzo an den Fersen kleben.

Auch fallen Models oft in das Klischee sie würden immer nur koksen und kaum etwas essen, aber das stimmt so nicht!

Models essen schon und sie treiben Sport und der ganze Stress mit unzähligen Terminen, tut das Übrige an der Figur.

Wie sieht das Leben eines Rockstars aus?

Termine, Konzerte, immer fit sein und freundlich zu den Fans, eine Tour folgt auf die nächste und Zeit hat man kaum.

Ständig Fotografen, Presse und Zeitungen, aber auch kreischende Teenys verfolgen einen und immer muss man nett sein, ja kein Skandal bringen.

Etlichen werden immer wieder Liebschaften mit weiblichen Fans nachgesagt, aber was ist mit männlichen Fans?

Ja, also bitte … ein schwuler Rockstar?

Das passt genauso wenig wie Erdbeereis und Essiggurken.

Ein Rockstar verkörpert seine Musik, die Leidenschaft und monatelange Arbeit, da passt einfach kein Schwulsein.

Kommen wir aber mal zur eigentlichen Geschichte zurück, ich will hier ja keinen Vortrag über Models und Rockstars halten!

Nein, vielmehr möchte ich eine Romanze zwischen einem Musiker und einem Model erzählen.

Alles fing vor genau drei Jahren an, es begann damit, dass die Schüler von Hogwarts entlassen wurden und sich nun den Alltag von Arbeit und Leben zu stellen.

Draco Malfoy war sich nicht ganz sicher, was er wollte, zum einen würde er gern im Ministerium arbeiten, aber zum anderen reizte ihn auch die Muggelwelt.

Ja, fernab von Zauberern und Hexen, das wollte er, aber was für einen Beruf, sollte er, wählen?

Der 19. September war noch recht heiß, als Draco durch die Straßen von London schlenderte und mal wieder über Muggelberufe grübelte, er setzte sich in ein kleines Straßencafé und genoss ein kaltes Bier.

Gerade wollte er die Zeitung aufschlagen, als sich ihm ein gutaussehender junger Mann näherte und ihn anfing zu mustern.

Was zum Henker wollte er von ihm und was suchte er eigentlich?

Stirnrunzelnd blickte er über die Zeitung, starrte den Mann minutenlang an und bat ihn dann, sich zu setzten.

Warum wusste er selber nicht, aber irgendwas sagte ihm, dass es wohl richtig war.

„Mein Name ist Rudolph Kings, ich bin Modellagent und ich finde sie sehen genau aus, wie das Gesicht von morgen. Ihre Haut ist makellos, ihr Haar glänzt und ihr Gesicht ist einfach wundervoll. Sie haben bestimmt das Zeug dazu … hier meine Karte. Überlegen sie es sich und rufen sie mich an." Damit war dieser seltsame Mann auch schon wieder weg und Draco überlegte lange.

Er und ein Model? Ging das überhaupt und was musste er da machen?

Himmel er hatte so viele Fragen und doch konnte er sich gut vorstellen die Welt zu bereisen und im Blitzlicht zu stehen.

Er zahlte und verschwand mit einem grinsen in Richtung seiner neuen Wohnung, dort angekommen griff er gleich zum Telefon und rief diesen Agenten an.

Ja, so hatte es damals angefangen und wie war es bei Harry?

Nun ja, auch bei ihm fing alles am 19. September an, nur das er im Park saß und leise ein Liedchen sang.

Harry mochte schon immer Musik, gerade Rock und Pop hatte es ihm angetan, doch für ihn war es schwerer.

Es folgten Probeaufnahmen, Gesangunterricht und Fotos wurden gemacht.

Fast ein halbes Jahr hatte es gedauert, bis er seine erste Platte herausbrachte unter dem Namen Darkfick.

Draco hatte diese Woche schon den dritten Fototermin.

Jeder riss sich um ihn, jeder wollte ihn und der Blonde genoss es in vollen Zügen.

Draco saß bereits in der Maske, als sein Visagist Vincent kam und ihn typisch mit Küsschen recht, Küsschen links begrüßte und gleich zu Puder und Pinsel griff.

Vorher drehte er noch das Radio an und versuchte Draco noch schöner zu machen, als dieser ohnehin schon war.

Leise fing Vincent an zu singen, Draco hielt sie Schutz-suchend die Ohren zu und fauchte ihn an, er solle die Klappe halten und das Radio lauter machen.

Im Radio wurde gerade die neuste Single von Darkfick gespielt und Dracos Visagist geriet wieder mal ins Schwärmen, wie toll dich dieser Sänger sei und dass er leider hetero sei.

So eine Schande aber auch!

"Ja, hört sich ja nicht schlecht an, aber was findest du so toll an dem Kerl?" Seufzend lehnte sich Draco zurück und zog genüsslich an seiner Zigarette, ehe sein Visagist erneut anfing zu schmachten.

Under the stairs and beyond your horizon

There lives a creature that wants to be free

Under your skin and beneath the dark water

There ascends a shining light secretly

"Es sind seine Augen. Himmel, die sind Wahnsinn. Glaub mir, wenn du diese Augen siehst, willst du keine anderen mehr!" Vincent war fertig, schaute Draco noch einmal prüfend an und gab sein Okay für das Shooting.

Ah there is blood on the horizon

Ah and the flood comes in from the sea

Ah and a storm behind your eyes and

Ah there is no one left to see

Me

"Augen sind nicht alles, Vinc. Ich habe nur einmal Augen gesehen, die mich glatt umgehauen haben und das ist auch schon Jahre her. Ich lebe aber noch und denk mir, was soll's, sollte halt nicht sein." Manchmal war Draco ziemlich zickig, aber das störte keinen, denn es hielt sich im Rahmen und lange böse sein konnte auch keiner.

Stay where you are don't give way to your hunger

Shivering you stand there, it makes you yearn

For what lies hidden a phantasmagoria

Follow the light and you'll never return

Ah there is blood on the horizon

Ah and the flood comes in from the sea

Ah, and a storm behind your eyes and

Ah there is no one left to see

Me

Nachdem das Shooting endlich vorbei war, erinnerte ihn sein alter Kumpel Blaise Zabini an die Aids Gala am kommenden Samstag.

Draco rollte genervt mit den Augen, schon wieder so ein roter Teppich, Gott wie er das hasste.

Beide Männer beschlossen noch gemeinsam einen Kaffee zu trinken und den Tag langsam ausklingen zu lassen.

„Sag mal Blaise, was ist an diesem neuen Rockstar so toll? Vinc liegt mir schon den ganzen Tag mit diesem im Ohr. Gott ich kann es echt bald nicht mehr hören. Seine Augen hier, sein Haar da und so weiter, den ganzen Tag muss ich das ertragen." Draco schlürfte seinen Kaffee und sah sein Gegenüber kritisch an, da dieser nur mit den Achseln zuckte und auch nichts Näheres wusste.

„Sind das da nicht Granger und Weasley?" Blaise verrenkte sich beinahe den Hals, als er die rothaarige Hexe sah und ihre Begleitung, die tatsächlich Hermine Granger war.

Beide Frauen hatten sie entdeckt und setzen sich mit strahlenden Gesichtern zu Blaise und Draco.

Kurz wurden sie ausgiebig gemustert und dann redete man über Einiges und über Vergangenes.

Draco erfuhr, dass Ginny Dean heiraten würde und dass Hermine mit Ron verheiratet war.

Na ja anderes hatte auch nicht erwartet, mehr wunderte er sich aber, dass sie scheinbar über ihn gar nichts wussten.

Er stand fast täglich in der Zeitung, aber anscheinend hatten beide Frauen keinen blassen Schimmer, was er beruflich tat.

Umso mehr staunten sie, als zwei kreischende Mädchen kamen und ihn um ein Autogramm baten.

Freundlich wie Draco war, unterschrieb er, ließ noch Fotos von sich machen und schaute dann die verdatterte Hermine an, die ihn gleich fragte, was er beruflich machen würde.

„Ich bin seit fast drei Jahren Model und verdiene nicht schlecht. Außerdem wie man sehen kann, mögen mich die Leute und ich reise viel in der Welt. Termine über Termine und Zeit hab ich so gut wie nie. Dass ich heute hier sitze, ist purer Zufall und auch nur, weil Blaise mich überredet hat, sonst würde ich jetzt schon schlafen." Ein Lächeln umspielte seine Lippen und er genoss das Ansehen, was ihm Hermine entgegenbrachte.

„Wahnsinn, das hätte ich nicht gedacht. Draco Malfoy im Blitzlichtgewitter und dann noch Model. Nein, wie aufregend. Und sonst, was macht die Liebe?" Hermine war durch und durch begeistert, tausende Fragen sprudelten nur so aus ihr heraus und Draco musste sich das Lachen verkneifen.

„Ja, es nervt schon ab und an. Überall Paparazzo und ohne Bodyguard geht fast gar nichts mehr. Liebe?? Keine Ahnung, ich habe kaum Zeit für so was und der Richtige war auch noch nicht dabei", grinste der Blonde dreckigen.

Ob Hermine es wohl schnallen würde, dass er schwul war?

„Du bist schwul? Ist in der Branche auch nichts Neues. Du findest schon den Richtigen, du kennst doch sicher eine Menge Männer und da wird sich schon einer finden." Sanft tätschelte Hermine seine Hand und schaute ihn liebevoll an.

Ja, ja, so war sie schon immer gewesen und so war sie auch noch heute.

„Jop am Samstag ist ne Gala, mal sehen was da so rumläuft", mischte sich Blaise mit einem dicken Grinsen im Gesicht ein, doch Draco fand das nicht lustig.

Er wollte nur seine Ruhe haben und hoffte, dass die Gala schon vorbei wäre.

„Was treibt eigentlich Potter? Ich meine beruflich und privat?" Draco war eben neugierig für ein Model und es war ihm immer wichtig, zu wissen, was sein Erzfeind jetzt so trieb.

„Tut mir leid Draco, aber darüber reden wir nicht. Wir haben versprochen keinem zu sagen, was er macht. Glaub mir Draco, du wirst das noch am ersten verstehen", stammelte Ginny, stand auf und zog Hermine hinter sich her.

Was war das denn bitte für ein Vortrag?

Harry saß gerade im Tonstudio und rauchte genüsslich seine Zigarette, als sein Manager Tony Night hereinstürmte und alles andere als zufrieden wirkte.

Musste wohl wieder mal etwas schiefgegangen sein, anders konnte Harry sich sein Verhalten nicht erklären.

Er hoffte nur, dass sich der Termin seiner neuen CD nicht hinauszögern würde, oder etwas mit dem Video-dreh nicht stimmte.

Doch seine angespannten Gesichtszüge verhießen nichts Gutes.

Harry sprang unruhig von der Couch und fragte ihn direkt, was los sei.

„Tony was ist los? Mit dir stimmt doch was nicht. Ist was mit dem Video nicht in Ordnung oder platzt die nächste CD?", fragte Harry nervös.

Alles nur nicht eine geplatzte Kariere.

„Nein, es geht um dein neues Video, was wir morgen drehen sollten. Es wird nicht gedreht. Das männliche Model hat mit der Begründung, es sei schwul und küsse keine Frauen, abgesagt. Es ist eine Frechheit, was sich solch Möchtegern Models alles erlauben. Kaum stehen sie ganz oben, setzen sie Allüren auf und halten sich für sonst wen!", fuhr Tony ihn an, dabei ballte er die Fäuste und überlegte fieberhaft nach einem schnellen Ersatz.

„Ähm soll ich nochmal mit seinem Agenten reden? Vielleicht hilft es ja, ansonsten frag ich eben meinen alten Freund Ron, ob der Zeit hat", versuchte Harry seinen Manager zu beruhigen und griff nach dem Telefon, doch dieser schüttelte den Kopf und sagte, er solle gleich Ron nehmen.

„Harry, ruf lieber mal diese Nummer da an. Unsere Visagistin ist überraschend krank geworden und für sie hab ich einen Ersatz. Ruf da bitte mal an!", antwortete Tony gelassen und schritt zur Tür raus.

Kaffee, das war es, was ihn jetzt beruhigen würde.

Harry schaute Tony kurz hinterher, ehe er die Nummer wählte und sich jemand mit Namen Drac am Ende meldete.

„Ähm ja ich wollte eigentlich Vincent sprechen, ist er nicht da?"

„Doch klar, Moment ich hole ihn eben, er schminkt gerade einen Kollegen. Um was geht es denn?"

„Er soll morgen bei Darkfick die Models für sein neues Video schminken. Natürlich nur, wenn er Zeit hat."

„Tatsächlich? Na ich denke mein lieber Vinc würde sich freuen, wenn ich ihm das sage. Er ist nämlich ein großer Fan von diesem Sänger. Na ja jeder hat so seinen Geschmack, nicht wahr?"

„Ja klar, also was sagt er? Hat er morgen Zeit?"

„Er hat Zeit. Wann soll er morgen da sein und wo?"

„Sagt dir Abalrecords was?"

„Ja sicher doch und wann?"

„Morgen früh um neun Uhr. Danke nochmal … bye."

„Okay ich sage es ihm. Tschau."

Seltsam, aber irgendwie kam ihm diese Stimme sehr bekannt vor, doch er erinnerte sich nicht, woher er diese Stimme kannte und so wichtig war es auch wieder nicht.

Harry gab Tony Bescheid, dass der Visagist Vincent morgen einspringen würde und dass er jetzt Ron Bescheid geben würde.

Tony nickte kurz und schon war Harry in den Fuchsbau zu Ron appiert, wo er gleich von Molly herzlich empfangen und beinahe erdrückt wurde.

Wie er das hasste, er war doch kein Kind mehr, das man bemuttern musste.

Wann verstand sie das endlich mal?

„RON KOMM RUNTER, HARRY IST DA!", rief Molly aufgeregt durch das ganze Haus.

Minuten später kamen Ron und Ginny die Treppen herunter und fielen ihrem Kumpel, den sie lange nicht gesehen hatten, um den Hals.

„Harry, was zum Teufel machst du hier, hast du nichts zu tun? Ich meine, du bist dauernd unterwegs und jetzt bist du hier. Das versteh mal einer", haspelte Ron drauf los, ohne einmal Luft zu holen und drückte erneut seinen besten freund, den er bestimmt seit drei Monaten nicht mehr gesehen hatte.

„Ich bin hier Ron, weil ich deine Hilfe brauche. Unser Model hat abgesagt und ich brauche einen Ersatz. Ich bitte dich, bitte hilf mir. Es ist auch nur für zwei oder drei Tage, bis das Video im Kasten ist", flehte Harry den rothaarigen Mann vor sich an und hoffte, dass dieser sein Einverständnis gab.

„Okay, ich helfe dir. Auf mich kannst du zählen. Aja wo du grade von Models sprichst, wusstest du, dass Malfoy eines ist? Ich weiß es von Ginny, sie hat ihn vor ein paar Tagen mit Blaise getroffen, aber so ganz kann ich das nicht glauben. Ich habe ihn noch nie gesehen und es passt auch so gar nicht zu den beiden. Blaise soll ja sein Agent sein, aber na ja darüber sag ich lieber nichts", grinste Ron den Schwarzhaarigen an und verzog ein wenig sein Gesicht.

„Draco und Model? Blaise und sein Agent? Ich denke, die beiden haben sich einen Spaß erlaubt, ich kenne viele Models, aber Draco ist ganz sicher keines und wenn, dann keins was man kennen muss", lachte nun auch Harry und winkte noch schnell zum Abschied, ehe er sich auf den Rückweg zu Tony machte.

Draco durfte sich nun schon zum hundertsten Mal anhören, wie glücklich Vinc doch war und welch Ehre ihm gebührt wurde, sein Idol schminken zu dürfen.

Ja, ja, er konnte schon nerven, aber Draco freute sich für ihn und ließ ihn das auch spüren. Nur bei der Frage, ob er mitkommen wollte verneinte er.

Immerhin hatte er den Auftrag in dem seinem Video mitzumachen abgelehnt und da würde es sich nicht schicken, plötzlich doch aufzutauchen.

„Vinc verstehe doch, ich kann nicht mit. Wie sieht das denn bitte aus? Nein, ich bleibe morgen daheim und genieße die Sonne. Geh du mal schön alleine und erzähl mir dann alles", antwortete der Blonde und schlug die neusten Meldungen der Modewelt auf.

Skandal um Vinny Gulg,

Das dreißigjährige Model, das durch Kokain häufig in die Schlagzeilen geraten war, ist heute Morgen an einer Überdosis gestorben.

Ja, so schnell konnte es gehen.

Heute noch Top und morgen war man weg vom Fenster.

Die einen, weil sie zu alt waren und die anderen durch Drogen, wie Vinny eben.

Gut, dass er damit nichts zu schaffen hatte.

Er hatte immer abgelehnt und würde es auch weiterhin tun, nicht nur, weil es schädlich war, sondern auch wegen seines guten Rufs.

*Songtext ASP - Me*

Am nächsten Morgen verabschiedete sich Vincent aufgeregt von Draco und machte sich eilig zum Drehort des neuen Videos von Darkfick.

Himmel was war der Visagist aufgeregt, sogar einen Fotoapparat hatte er mitgenommen, wollte Draco zeigen, was für schöne Augen dieser Sänger hatte.

Mit dem Taxi fuhr er quer durch London, blieb bis zum Tonstudio noch mit Draco in Kontakt und verabschiedete sich nervös am Handy von diesem.

Zitternd öffnete er die Tür, meldete sich bei Frau Kimkorn an, schritt mit ihr ins besagte Studio und hielt kurze Zeit später die Luft an.

Verdammt sah der Typ heiß aus, er hatte enge Hosen an und ein halboffenes Hemd.

Himmel, wenn Dracos das nur sehen könnte, er würde glatt anfangen zu sabbern.

„Hey, du musst Vincent sein, ich bin Harry. Schön, dass du Zeit für uns hast und Claudias Arbeit machst", sprach Harry den älteren Mann mit dem lichten Haar an und reichte ihm die Hand.

„Ja, ich bin Vincent, aber mich nennen alle nur Vinc. Dray hatte mal damit angefangen und seid dem tun es alle", lächelte er verlegen und stellte seinen Koffer mit Schmink – Utensilien ab.

„Dray? Sagtest du gerade Dray?", fragte ihn Harry unschlüssig.

Konnte es doch sein das Malfoy ein Model war und der Typ von Draco sprach?

Zum Glück oder zu Harrys Pech, klingelte das Handy von Vincent und dieser rollte genervt mit den Augen, da auf dem Display deutlich Benny Stone stand und er ihn auf Teufel komm raus nicht abhaben konnte.

„Benny, was gibt es denn jetzt wieder?", fragte er genervt ins Telefon und schaute leicht verlegen zu Harry, da ihm das Ganze etwas unangenehm war.

„Benny, bitte ich kann heute nicht! Frag Draco, ob er mit dir geht. Himmel nein, dass du auch immer so nerven musst! Ach ja vergiss nicht, Dracos Vater Bescheid zugeben, sonst macht der sich nur wieder Sorgen um seinen Sohn, du weißt, wie Lucius ist", beendete Vinc das Telefonat und entschuldigte sich bei Harry für den Zwischenfall.

„Ähm ja schon okay. Du ich habe da mal ne Frage. Ist Dray dieser Dracos und heißt der mit Nachnamen Malfoy?", fragte Harry unsicher drauf los.

Er musste unbedingt wissen, ob da etwas dran war und Draco doch in der Modewelt zu Gange war.

„Sei mir bitte nicht böse, aber ich kann und darf darüber keine Auskunft geben", gab er knapp zurück und machte sich langsam daran, Harry herzurichten und auch die Models, die nach und nach eintrudelten und dann konnte der Videodreh losgehen.

Ron war nervös, noch nie im Leben stand er vor der Kamera und schon gar nicht spielte er in Musikvideos eine Hauptrolle.

Harry war lediglich nur zweimal im Video zu sehen und das auch nur mit Sonnenbrille.

Draco saß zur gleichen Zeit in seinem Luxusapartment, hoch über den Dächern von London und langweilte sich, dass er anfing eine SMS nach der anderen an Vinc zu schicken.

Er wollte doch mal sehen, ob der noch lebte oder schon sabbernd am Boden lag und wimmerte.

Doch dem war nicht so, Vinc erzählte alles per Nachricht, ließ nichts aus und sagte ihm schließlich, dass der Sänger nach ihm gefragt hätte und er seinen Nachnamen wissen wollte.

Nervös wählte Draco die Nummer seines Visagisten, bebte innerlich und hoffte, dass dieser reden konnte.

„Wie sieht er aus Vinc, beschreibe ihn mir. Es kann doch nicht sein, das der Typ nach mir oder meinem Nachnamen fragt!"

„Er ist 1,90 groß, hat schwarzes Haar, giftgrüne Augen oder nein … smaragdgrüne und sein Hintern ist der pure Wahnsinn."

„Scheiße Vincent, sag mir, wie heißt der Kerl mit Namen?"

„Harry, aber mehr weiß ich auch nicht!"

„Scheiße Mann, das passt alles. Ich meine der Name, die Augen und einfach alles!"

„Dray was ist los? Hey, bist du noch da?"

Draco hatte aufgelegt, ihm war das zu heikel, wenn Harry sich im selben Raum wie Vincent befand.

Er musste nachdenken, doch Angesicht der Tatsache das Vinc bei Harry war und er hier war, war es nicht weniger leicht für ihn.

Verdammte Kacke, fast hatte er Harry vergessen und jetzt war dieser wieder da und näher an ihm dran, als es ihm lieb war.

Haare raufend lief er nervös durch sein Wohnzimmer, fluchte immer wieder und war mehr den je froh, einmal einen Job abgelehnt zu haben.

„Feierabend für heute", rief Harrys Manager und brach den Videodreh ab.

Noch einen Tag würden sie brauchen, einen Tag, wo Vincent nicht verstehen würde, was in Draco vorging.

„Danke Vincent, dass du geholfen hast. Sag mal, hast du Lust auf Kaffee?", fragte Harry ihn ernst.

Vinc nickte nur stumm, doch eigentlich wollte er viel lieber zu Draco und mit ihm sprechen, doch das konnte auch noch warten.

Zusammen fuhren Harry, Ron und Vincent in die Innenstadt Londons, setzten sich in ein kleines Café und hofften auf wenige Leute, die sie voll quatschen würden.

Doch leider gab es da jemanden, der Harry sofort erkannte und diesen auch gleich ansprach.

Kein Geringerer als Blaise Zabini, in Begleitung von Benjamin Stone.

Blaise starrte erst Vinc an, dann Ron und schließlich Harry, der sich ein dreckiges Grinsen nicht verkneifen konnte.

Was zum Henker war hier los, was machte Vincent bei Harry und Ron?

Sollte er nicht bei diesem Videodreh Models schminken?

Heilige Scheiße, schoss es Blaise durch den Kopf und er wandte sich an Benny, der unschlüssig daneben stand und selber am Gaffen war und nichts von alledem verstand.

„Vinc, was treibst du hier? Solltest du nicht für jemanden einspringen? Lass das ja nicht den Chef hören, der rupft dir den Kopf ab", versuchte Blaise sich zu sammeln, doch Benny hatte schon Draco eine per SMS geschrieben, wo sie sich aufhielten.

„Blaise, mach mal nicht so ne Welle, das ist schon okay, das er hier ist", mischte sich Harry ein und schaute seinen alten Klassenkameraden dabei lächelnd an.

„Halt du dich mal da raus, Potter", zischte Blaise den Schwarzhaarigen an und wandte sich nun an Benny, der nur stumm nickte und knapp sagte, dass der Chef Bescheid wüsste.

„Verdammt Blaise, er hat gearbeitet und nun mach mal nen Punkt, ja?", herrschte ihn Ron an.

Langsam hatte der Rotschopf genug von den ständigen Streitereien, sie waren jetzt zwanzig und keine zwölf mehr.

„Wie er hat …? Na super Vinc, große klasse, jetzt weiß ich auch, was Blondie eben am Telefon hatte", grummelte der Schwarzhaarige und zog Benny geistesabwesend hinter sich her.

Während sich die beiden aus dem Staub machten, klingelte das Handy von Vincent und Ron konnte deutlich den Namen Draco auf dem Display erkennen und grinste süffisant in sich hinein.

Schnell hob Vinc ab und lauschte gespannt, dass es Draco wohl gar nicht gut ging.

Er jammerte etwas von Kummer und, dass er herkommen sollte, da er sonst für nichts garantieren könnte.

„Du machst dich nicht verrückt, ja?"

„Was ist los, Vinc? Ich soll nicht im Kreis laufen, wenn du da hockst und Kaffee trinkst?

Ich glaube, ich spinne, sieh zu, dass du herkommst, sonst fliegst du!"

„Komm mal wieder runter, Draco!"

„Ja sag doch Harry gleich, wer ich bin, du Dödel! „

„Ähm ja, ich gehe dann besser mal, sonst kann es gut sein, das ich morgen arbeitslos bin", stammelte Vincent und suchte sich rasch ein Taxi, mit dem er gleich zu Draco fuhr und vor der Tür mit Blaise und Benny zusammenstieß.

Einige Tage vergingen, Tage an denen Draco stinksauer auf seinen Visagisten war.

Auch Blaise hatte echt langsam die Schnauze voll und feuerte ihn kurzerhand und überließ seine Stelle nun Benjamin.

Draco fand das zwar nicht lustig, aber immerhin konnte Vinc nun bei Harry arbeiten und ihm schöne Augen machen.

Gott was er nur wieder dachte, doch so abwegig war das gar nicht.

Vincent fand ihn ja schon immer scharf, bei Merlin … nein!

Wenn Vincent das wagen würde, dann würde er ihn eigenhändig lynchen, ihn kastrieren und seine Eier den Hunden zum Fraß vorwerfen.

Himmel tobte Draco vor Eifersucht, sehr zur Belustigung seiner beiden besten Freunde und engsten Mitarbeitern.

„Verdammt ich hab keine Lust heute Abend da auf diese beschissene Gala zu gehen", meckerte Draco seinen besten Freund an und sah Benny an, der zustimmend nickte und ihn mehr als nur gut verstand.

„Du musst aber da hin, ob du willst oder nicht. Die internationale Modewelt ist dort vertreten! Sämtliche Models aus der ganzen Welt, Schauspieler, Rockstars und Diven. Also schwing deinen Hintern unter die Dusche und zieh dich an", erklärte Blaise den Blonden an und schubste ihn in Richtung Badezimmer.

„Manoooo~ ich will nicht, ist mir doch egal, wer da kommt", brüllte Draco aus dem Bad heraus und schon donnerte Blaise wieder zurück.

„Du gehst und damit basta!"

„Nein, ich gehe da nicht hin! Was wenn Potter auch da ist?"

„Ja und, dann tritt ihn in den Arsch und lass ihn links liegen!"

„Blaise, das kann ich nicht und du weißt warum. Ich will das Thema jetzt nicht wieder anschneiden!"

„Mensch Draco, lass doch das mal hinter dir. Du bist zwanzig und keine sechzehn mehr. Vergiss das endlich mal!"

„Ja, ja, schon gut, schon gut!"

„Also gehst du jetzt dahin oder muss ich dich hintreten?"

„Ja, ich gehe ja schon mit!"

„Sehr schön, dann beeil dich mal wir haben nur noch eine Stunde Zeit!", drängte Blaise den Blonden und wippte aufgeregt hin und her.

Nach einiger Zeit verließ Draco frisch-gestylt das Bad und ein Raunen ging durch den Raum.

Bei Merlin sah er umwerfend heiß und lecker aus.

Er hatte eine enge weiße Jeans angezogen, passend dazu die Schuhe und ein hellblaues, enges Hemd, das ein wenig von seinem muskulösen Oberkörper erahnen ließ.

Zusammen stiegen die drei Jungs in die Limousine und fuhren durch ganz London zum Hotel und waren unterschiedlicher Stimmung.

Harry war zu dieser Zeit auch schon in einer Limousine auf dem Weg zum Grandhotel, saß nervös mit Ginny auf der Rückbank und drehte Däumchen.

Schon von Weitem sah man das Hotel hellerleuchtet und den festlichen Anhang, sowie Fotografen, die sich um den roten Teppich rangen, um das möglichst beste Foto schießen zu können.

Himmel ,wie Draco das hasste, immer diese scheiß Paparazzo, die immer alles wissen wollten und dann ihre billigen Klatschblätter mit Lügen und Schund füllten.

Doch noch schlimmer fand er schreiende Teenys, die nach Autogrammen und Fotos bettelten, fast alles dafür taten, um ihm nahe zu sein.

Die Limousine hielt, Blaise und Benny stiegen zuerst aus, dann folgte Draco und schon schrien die Massen ohrenbetäubend und die Reporter stürzten sich auf den Blonden, bombardierten ihn mit Fragen und schossen ein Bild nach dem anderen.

Bei all dem Trubel um seine Person, bekam er die folgenden Bilder nur am Rande mit, sah Ginny, die aus einer weißen Limo ausstieg und die Hand von Harry hielt.

Fassungslos starrte er zu den beiden rüber, hielt sich krampfhaft an Blaise fest und schluckte hart.

Er hatte mit allem gerechnet, aber nicht damit, dass Ginny hier auftauchen würde und dann auch noch mit ihm!

Harrys Manager stieß zu den beiden, begrüßte sie kurz und sah dann Draco, der blass und unscheinbar wirkte.

„Harry, ich bin gleich wieder da, ich muss nur mal unserem eingebildeten Model, das abgesagt hatte guten Tag sagen", murmelte er und schon war er weg.

Ginny sah ihm hinterher und erkannte Dracos sofort, stupste Harry an und flüsterte beinahe, dass dort Draco mit Blaise und Benny stand.

„Was, wo? Wo ist er?", fragte Harry sie verwirrt.

„Na da vorn, er spricht mit deinem Manager", grinste Ginny, hatte sie doch großen Spaß, wie Harry sich gerade zum Affen machte und verlegen durch die Massen von Menschen blickte.

„Scheiße, was macht der denn hier? Also hatte ich doch recht, er war das Model vom Telefon, er war der, den Vinc geschminkt hatte und wegen diesem Arsch wurde er gefeuert", maulte Harry und ballte wütend die Fäuste.

Ginny versuchte Harry zu beruhigen, was gar nicht so leicht war, denn als sein Manager zurückkam und fröhlich von Draco erzählte, platzte Harry beinahe die Hutschnur und er musste sich ein „Arschloch" verkneifen.

Tony teilte beiden mit, dass es langsam an der Zeit wäre hereinzugehen.

Zusammen schritten sie an Draco vorbei und Harry verzog angewidert sein Gesicht, als er den Blick des Blonden erhaschte und musste sich noch mehr zusammenreißen, als dieser ihm frech die Zunge herausstreckte.

Blaise zog Draco genervt am Ärmel, sagte ihm recht bissig, dass er sich zusammennehmen und sich nicht wie die Axt im Walde aufführen sollte, immerhin wären sie auf einer Gala und nicht in einer Dorfkneipe.

Beim Eintreten der Räumlichkeiten, ertappte sich Draco selber, wie er Harry auf den Hintern glotzte und regelrecht Schweißausbrüche bekam.

Besser machte es die Sache auch nicht, als Harry irgendwann im Laufe der Gala zu ihm kam und ihn ziemlich sauer anschaute.

„Ah Potter, na was treibst du denn hier? Mich wundert es ja, dass sie dich durch die Gesichtskontrolle gelassen haben, aber der Typ war wohl blind oder er war total betrunken", fing Draco gleich an zu stänkern.

„Du redest über Gesichtskontrolle? Hast du nicht erst Vincent rausgeschmissen? Du bist echt so ein arroganter Arsch, nur weil Vinc mit mir Kaffee trinken geht, schmeißt du ihn gleich raus. Mensch Draco, man könnte ja meinen, du seist eifersüchtig auf deinen alten Visagisten", antwortete Harry schnippisch und wartete seine Reaktion ab, doch Draco verzog nicht eine Miene, wirkte kühl und abweisend wie immer.

„Du denkst, ich hätte Vinc rausgeschmissen, weil ich eifersüchtig bin? Geht's dir zu gut, Potter? Nein, ich habe ihn rausgeschmissen, weil er immer wieder meinen Namen am Telefon sagte und teilweise hat er nur Lügen über mich an die Presse gegeben. Ich würde sagen, pass bei dem Kerl bloß auf, wenn dir dein Ruf lieb sein sollte", ermahnte Draco seinen Erzfeind und ehe er sich versah, schritt Karl Lagerfeld auf ihn zu und grüßte ihn äußerst freundlich.

„Ich haue mal wieder zu Ginny ab", gab Harry knapp von sich, als er Dracos sah, wie er mit diesem alten Klappergestell sprach, immer wieder lachte und sie gut zu amüsieren schien.

Draco war zu allem Übel von Harry so was wie der Star des Abends, war umringt von Promis, die nicht mal er näher kannte und das machte ihn wütend. Nadja Auermann, Heidi Klum und Wolfgang Joop standen dicht bei ihm und lachten über sämtliche Witze, tranken Prosecco und ließen es sich einfach gutgehen mit kleinen aber feinen Häppchen.

„Man wie kann man nur so Scheiße beliebt sein und dann noch so rumschleimen? Ist ja widerlich!", zickte Harry rum.

Ginny verschluckte sich fast an ihren Lachs und schaute ihn belustigt an, ehe sie auch kurz zu Draco ging und sich der netten und feinen Gesellschaft anschloss.

„Hey Draco, schön dich zu sehen", lächelte die Rothaarige den Blonden an und umarmte ihn kurzerhand, was Draco mehr als erstaunte, weil er genau spüren konnte, dass Harry hochging wie ein Zäpfchen.

„Hi Ginny, wie geht es dir? Aja das sind Heidi, Nadja und Wolfgang… Heidi, Nadja, Wolfgang, das ist Ginny Weasley. Wir waren auf derselben Schule, sie war eine Klasse unter mir und anfangs mochten wir uns so gar nicht, aber jetzt verstehen wir uns echt super", log Draco seine Bekanntschaften an und musste sich zusammenreißen, um nicht gleich kotzen zu müssen.

„Ach wir haben die junge Dame eben schon bei Harry, also bei diesem Sänger gesehen. Du scheinst seine Freundin zu sein, ihr seid ja wirklich ein hinreißendes Paar", antwortete Wolfgang so zuckersüß, dass Draco ihm am liebsten den Hals umgedreht hätte.

„Nein, nein, sie verstehen da was falsch, ich bin nur seine Begleitung, wir sind nicht zusammen. Er hat mich nur gebeten ihn zu begleiten, weil er nicht allein herkommen wollte", sprach sie peinlich berührt und ahnte nicht, wie sehr sich Draco gerade über ihren Satz freute, wie er innerlich jubelte und sie am liebsten abgeknutscht hätte.

„Ohhh sie finden sicherlich noch den passenden Partner, ich wünsche ihnen dabei alles Gute. Unser lieber Draco hier, ist ja auch noch zu haben, aber leider ist er der Damenwelt abgeneigt und somit schwul. Aber das ist in der heutigen Gesellschaft ja nichts Verwerfliches mehr und man akzeptiert uns auch recht gut. Nur manche scheinen bei Musikern da noch so ihre Probleme zu haben", erwiderte Wolfgang seine berühmte Rede über Schwule runter und zwinkerte Draco gelassen zu, dass dieser rot wurde und sich erst mal einen weiteren Prosecco holte.

Dass Wolfgang aber auch immer aus dem Nähkästchen plaudern musste, wenn er mal wieder zu viel am Glas genuckelt hatte.

Schlimm dieser Mann.

Na ja nicht so schlimm wie Vincent, der war nur noch ober-peinlich und ging teilweise unter die Gürtellinie, fernab von jedem guten Geschmack.

An der Bar traf er wieder mit Harry zusammen, schaute ihn leicht finster an und stellte fest, dass Harry ganz allein war.

Wo waren denn nur Tony, Blaise und Benny?

Waren die drei etwa schon gegangen?

Ohne lange zu überlegen, schritt der Blonde an die Bar und setzte sich provokativ neben seinen alten Erzrivalen Harry Potter.

Prüfend schaute er den Schwarzhaarigen an, bestellte sich einen Drink und wartete einfach ab.

Harry sah aber auch zum Anbeißen aus, wie er da saß und unschuldig tat.

Wie gern würde er ihn einfach packen und in die nächste Toilette ziehen und gnadenlos über ihn herfallen.

Schon einmal hatten sie es getan, doch das lag ganze vier Jahre zurück und beide hatten nie wieder darüber gesprochen.

Wehmütig dachte der ehemalige Slytherin an diese Nacht zurück, lächelte verlegen und bemerkte Harrys Räuspern viel zu spät.

Verwirrt blickte er ihn an, griff nach seinem Drink und versuchte sich mit Alkohol etwas lockerer zu machen.

„Und amüsierst du dich?", fragte Harry sein Gegenüber knapp und nippte an seinem Sekt.

„Ja doch, ist ganz nett hier", antwortete der Blonde und schaute neugierig durch den Saal.

Fast sah es so aus, als würde er jemand suchen, jemand, der ihn aus seiner beklemmenden Lage helfen konnte.

„Sag mal, warum hast du Vincent wirklich gefeuert? Ich verstehe den Grund, den er angab nicht ganz und ich kauf ihm das auch nicht ab", forschte Harry wissbegierig weiter, dass sich Draco fast an seinem Getränk verschluckte und hustete.

„Soll ich dir das wirklich erzählen? Ich meine, nicht das du ihn dann zum Teufel jagst!", grinste der ehemalige Slytherin gelassen und wartete, dass Harry etwas sagte oder eine Reaktion von ihm kam.

Harry nickte nur und wartete, dass sein Gegenüber endlich anfing zu reden.

Er wollte endlich wissen, wer hier log und wer ein falsches Biest war.

„Also schön, wie du willst! Siehst du den Dunkelblonden neben Ginny und Wolfgang Joop? Das ist Markus Schenkenberg. Er ist Model und kommt aus Schweden und er ist ein sehr guter Freund von mir. Vincent war erst sein Visagist, bis der ihn angebaggert hat und nicht landen konnte. Jeder weiß, dass Vinc schwul ist und alles anmacht, was bei drei nicht auf dem Baum sitzt. Markus steht aber nicht auf Männer und als es ihm zu bunt wurde, hat ihn die Agentur gefeuert und er fing bei uns an. Soweit alles klar?", fragte Draco vorsichtig den Schwarzhaarigen und erntete ein kurzes Nicken, eine Art Aufforderung weiterzuerzählen.

„Vincent hatte mich kaum gesehen, da fing er dieselbe Leier bei mir an. Ich habe ihm gleich klargemacht, dass ich nicht zu haben bin und ich nichts mit Mitarbeitern anfange. Anfangs verstand er das auch, aber als er durch Zufall einmal mitbekam, dass mein Herz vergeben ist, da ist er ausgerastet. Er erfand Lügen über mich und teilte sie der Presse mit, Lügen über mich und Markus. Wir hatten es damals alle nicht ganz leicht mit Vinc, aber Blaise hat ihm eine letzte Chance gegeben. Dann fing es mit dir und deiner Musik bei ihm an. Ich durfte mir jeden Tag anhören, wie toll du doch wärst und wie heiß dein Körper wäre und trallala. Es stand mir bis hier oben! Ja, und dann kam der Tag, wo er ja bei dir einspringen musste, weil deine Visagistin krank war und so liefen die Dinge ganz aus dem Ruder. Blaise und ich haben nicht lange gefackelt und haben ihn fristlos entlassen", erzählte das Model weiter und spielte nervös mit seinen blonden Haarsträhnen.

„Und da lief nie was zwischen dir und diesem Markus?", fragte Harry neugierig und schaute Draco interessiert von der Seite an.

„Gott bewahre! Markus ist knapp 40 und so gar nicht mein Typ", gab der ehemalige Eisprinz entrüstet von sich, grinste aber wenige Sekunden wieder und schaute zu Ginny und Markus herüber.

Die beiden schienen sich ja wirklich prächtig zu verstehen.

Man konnte annehmen, dass sich die beiden gesucht und gefunden hatten.

Was konservative Gespräche betrafen, alles andere passte nicht zusammen.

„Und du? Ich meine, hast du jemanden?", fragte Draco vorsichtig und rutschte nervös auf seinem Barhocker herum.

„Nein, war noch nicht das Passende dabei", grinste Harry und bestellte noch zwei Gläser Sekt.

„Sag mal, warum starrt mich dieser Markus ständig an? Sehe ich aus wie schwul?", moserte der Schwarzhaarige zischen Sekt und Zigarette und blickte zu Ginny und dessen Gesprächspartner rüber.

„Also wenn du mich so direkt fragst? Ja, du siehst schwul aus", gab Draco süffisant von sich und grinste breit über das ganze Gesicht, was Harry doch ziemlich verärgerte.

„Ich bin nicht schwul!", zischte der ehemalige Gryffindor und schaute den Blonden wütend an.

Am liebsten hätte er ihm eine Sektdusche verpasst, doch dann hätte die Presse wieder etwas Negatives zu berichten und das ging gar nicht.

„Ach, nein? Hm, dann frag ich mich was das vor vier Jahren im Raum der Wünsche war? Das war dann wohl dein Zwilling, der sich stöhnend unter mir wandte und förmlich nach mehr schrie!", donnerte Draco verärgert zurück und wollte gehen.

Erst so und jetzt versuchte sich Harry auch noch aus der Schlinge zu ziehen.

So eine Frechheit!

„Meine Güte, da waren wir beide jung und neugierig. Das war nur Sex und hatte nichts mit Liebe oder Schwulsein zu tun!", giftete Harry weiter und würgte Draco somit noch eine rein.

Draco saß wie benommen da, wagte es sich nicht sich zu rühren und wünschte ein Loch ohne Boden.

Eines, in das er fallen konnte, um dieser beschissenen Lage zu entfliehen.

Hilfesuchend blickte er zu Markus rüber, doch der sah ihn nicht.

Er war zu sehr in sein Gespräch mit Ginny vertieft, dass ihm der traurige Blick seinen blonden Kollegen entging.

Warum sagt er das? Ich fühle mich so was von beschissen und benutzt. Ich komme mir so vor wie eine dieser kleinen Flittchen. Verdammt, ich liebe ihn doch immer noch. Warum tut er so, als wäre es nie etwas Besonderes gewesen? , schoss es dem Eisprinzen durch den Kopf und ohne weiter auf Harry zu achten, stand er auf und ging.

Wie in Trance ging Draco an Markus vorbei, doch der hielt ihn am Handgelenk zurück und schaute ihn besorgt an.

Der Blonde sah aus wie ein Häufchen Elend, wie jemand den man so eben vor den Kopf gestoßen und ihn allein gelassen hatte.

Ohne ein Wort zu sagen, umarmte der Ältere den jüngeren und Tränen flossen unaufhörlich seine Wangen herunter.

Wie ein Ertrinkender klammerte sich Draco an seinen alten Freund und wimmerte in dessen Ohr, wie beschissen doch alles wäre und das er nach Hause wollte.

Harry, der die beiden zusammen sah, schüttelte nur den Kopf und dachte über Dracos eben gesagte Worte nach.

Wie war das eben doch gleich? Ach ja er ist zu alt und nur ein Freund. Pah das ich nicht lache! Dafür das die beiden nur Freunde sind, sieht das doch sehr vertraut aus, motzte Harry in Gedanken und wandte den Blick von den beiden ab.

Ginny sah Draco bemitleidend an, sie ahnte zwar nicht, was damals zwischen Draco und Harry war, aber sie ahnte, dass die Beiden sich wohl mal wieder gefetzt hatten.

Es sah fast so aus, als hätte der Blonde den Kürzeren gezogen und wimmerte wie an kleines Kind an Markus Schulter.

Wütend ballte die Rothaarige die Fäuste, rauschte an den beiden Models vorbei und griff Harry verbal mit Worten an.

„Müsst ihr ewig zanken? Verdammt, ihr seid keine Zwölf mehr! Ihr seid erwachsen, also benehmt euch auch so!", keifte Ginny den Rockstar an und lenkte die gesamte Aufmerksamkeit der Gäste auf sich und Harry.

„Halt du dich daraus, Ginny. Das geht nur mich und Draco etwas an. Kapiert?", fuhr er die junge Frau, schnappte sich seinen Mantel und verließ kurzerhand die Aids-Gala.

Das war es dann wohl mit der Gala, schoss es Ginny, Markus und Draco gleichzeitig durch den Kopf und sich fuhren zusammen mit der Limousine auf einen Absacker ins Bronze.

Während Draco, Ginny und Markus im 'Bronze' einen letzten Drink zu sich nahmen, war Harry bereits zu Hause und raufte sich die Nackenhaare.

Er konnte sich sein dummes Verhalten selber nicht erklären und plötzlich tat Draco ihm leid, aber nur ein kleines bisschen ganz unten in seinem Unterbewusstsein.

Leise fluchend nahm der Schwarzhaarige auf seiner Couch Platz, stellte die Stereoanlage auf volle Lautstärke, genoss ein Glas Rotwein zu Klängen von Justin Timberlake und schloss die Augen.

Gerade als er sich komplett fallen ließ, vibrierte sein Handy in der linken Hosentasche und riss den Rockstar aus seinen Tagträumen.

Murrend stellte er die Musik leise, ging an sein Handy an und hörte die Frosch-artige Stimme seines Visagisten Vincent Borut.

Was will der denn schon wieder, schoss es Harry durch den Kopf und hörte neugierig, was Vinc zu sagen hatte.

"Ich muss unbedingt mit dir reden, kann ich eben vorbeikommen?"

"Ja, meinetwegen, aber fasse dich kurz. Ich bin müde und muss dann ins Bett. Also bis gleich!"

Müde räumte Harry eben noch das Wohnzimmer auf und empfing nur wenige Minuten nach dem Telefonat seinen verwirrten Visagisten.

Freundlich bat der Rockstar ihn rein, bot ihm ein Glas Rotwein an, setzte sich zu ihm auf die Couch und lauschte gespannt, was Vinc zu sagen hatte.

War es denn zu fassen?

Jetzt fing der Blonde auch noch an, sein Leid und sein verkorkste Leben auszuschütten, als wäre Harry nicht schon genervt genug.

Das übertraf echt alles und Harry war echt kurz davor Vincent vor die Tür zu setzen, doch als der anfing über Draco zu reden, hielt der Schwarzhaarige inne.

„Was sagst du da?", fing Harry an, griff sich sein Glas Rotwein und trank einen großen Schluck.

„Ich sagte, dass Draco mal von deinen Augen sprach, das heißt, ich konnte mir denken, dass es deine waren. Solche Augen wie er sie beschrieben hat, hast nur du und ich finde sie genauso sexy wie den Rest von dir", antwortete der Visagist kleinlaut und nippte an seinem Rotwein.

„Hä was? Fängst du diese Masche jetzt auch noch bei mir an oder was? Draco hatte bei dir also recht, du baggerst alles an, was bei drei nicht auf dem Baum sitzt", zischte Harry verärgert und starrte den blonden Visagisten fassungslos an.

„Harry, bitte setz dich wieder und hör mir doch erst mal zu! Ich weiß, das klingt jetzt seltsam, aber ich denke, dass Dray dich noch immer mag, wenn nicht sogar immer noch liebt!", verhaspelte Vinc sich atemlos und schaute dann den erzürnten Harry an, der sich noch immer nicht beruhigt hatte und wütend mit Fäusten gegen die Wand hämmerte.

„Weißt du, was du da sagst? Du kennst Malfoy nicht wirklich, er ist arrogant und besitzt keinerlei Gefühle und schon gar nicht für mich! Was auch immer Draco gesagt hat, er muss gelogen, oder sich einen üblen Scherz erlaubt haben", keifte Harry morgens um drei und kippte die halbe Flasche Rotwein auf einmal runter.

„Ja aber ...", fing der Blondschopf an, doch er wurde von Harry unsanft gepackt und aus der Wohnung geworfen, ehe er sagen konnte, dass er Draco seine Gefühle zu Harry recht gut kannte.

Nachdem sich der ehemalige Gryffindor etwas beruhigt hatte, suchte er sein Bett auf und fiel gleich in einen tiefen Schlaf, aus dem er erst gegen Nachmittag verkatert erwachte.

Während Harry die halbe Nacht von Vinc genervt wurde, kamen Draco und Ginny zu dem Entschluss noch bei ihm noch einen Kaffee zu trinken.

Freundschaftlich verabschiedeten sich die beiden bei Markus und fuhren mit dem Taxi zu Dracos Apartment.

Zusammen betraten sie das große und modern-eingerichtete Wohnzimmer und setzten sich auf die weiße Ledercouch.

Draco beschwor zwei Tassen heißen Kaffee und reichte einen davon an die rothaarige Hexe neben sich.

Genüsslich trank der Blonde seinen Kaffee und wurde von Ginny mit Fragen über den Verlauf der Gala und das Gespräch mit Harry durchlöchert.

Nervös knetete Draco seine Finger durch, versuchte der Frage auszuweichen, doch es gelang ihm nicht.

Die Bilder der besagten Nacht, die Ursache des Streits von gestern, sammelten sich wie ein schlechter Film vor seinen Augen.

Noch ehe er ins Badezimmer flüchten konnte, hielt die Rothaarige ihn zurück und sagte ihm knallhart:" Du liebst Harry!" ins Gesicht, dann stand sie auf und verließ das Apartment.

Bitte was?

Wie kam dieses Mädchen auf die Idee, hatte er im' Bonze' zu viel erzählt?

Wohl kaum!

Bis auf einen 'Sex on the beach' hatte er doch gar nichts getrunken und geredet hatte meist Markus.

Ehe Draco weiter nachdenken konnte, piepste sein Handy und eine Nachricht von Vincent tauchte auf dem Display auf.

Es war nicht direkt eine Nachricht, es war vielmehr eine Telefonnummer, die der Blonde nicht kannte, sie ihn aber doch neugierig machte.

Er beschloss erst mal schlafen zu gehen und dann würde er diese Nummer anrufen, sicher war das eh wieder nur ein blöder Scherz seines früheren Visagisten.

Als Draco am späten Nachmittag endlich aus den Federn kroch, brummte ihm dermaßen der Schädel, dass er glaubte, dieser könnte jeden Moment platzen.

Soviel hab ich doch gar nicht getrunken. Im Grunde genommen habe ich seit der Gala nur noch Saft getrunken! , fuhr es dem Blonden durch den Kopf, wobei er sich leicht die Schläfen massierte und den Schmerz versuchte zu verdrängen.

Dann fiel ihm diese Nummer wieder ein, doch ehe er dort anrief und sich nur wieder aufregte, beschloss er erst mal was gegen seinen Brummschädel zu unternehmen.

Nach einer Aspirin und drei Tassen schwarzen Kaffee, sah die Welt schon wieder bunter und fröhlicher aus.

Draco griff nun endlich zu seinem Handy und wählte diese unbekannte Nummer.

Genervt trommelte er mit den Fingern auf der Tischplatte, es klingelte ewig bis sich endlich jemand am anderen Ende mit „Hallo" meldete und Draco erschrocken wieder auflegte.

Scheiße, das war Potters Nummer!

Schnell griff der Blonde erneut zum Handy, rief den Übeltäter an und bestellte ihn kurzer Hand in sein Apartment.

So leicht kam ihm der Visagist nicht davon!

Wie konnte er es auch wagen sich in die Angelegenheiten anderer Leute einzumischen? Das war seine Sache und nicht die von Vincent, er sollte mal die Luft anhalten und vor seiner eigenen Haustüre kehren.

Nach weiteren 20 Minuten des Nachdenkens, schellte es endlich an der Tür und ein ratloser Vincent stand Dracos gegenüber und lächelte vage.

Ohne lange zu fackeln, zerrte der Blonde den Missetäter ins Wohnzimmer, schubste diesen unsanft auf die Couch und legte los.

„Sag mal, hast du sie nicht mehr alle? Wie kommst du dazu, mir Potters Handynummer unterzujubeln? Geht's noch?", fuhr der Blonde den ahnungslosen Visagisten an und schnaufte wie ein Dampfkessel auf Höchstleistung.

„Ich wollte euch doch nur helfen", stammelte dieser entschuldigend und legte seinen berühmten Hundeblick auf, von dem sich Draco nur wenig begeistern ließ und weiter meckerte.

„Helfen? Ich helfe dir gleich!", keifte Draco ungebremst und vergaß glatt seine gute Erziehung.

„Hör mir doch einfach zu! Ich bitte dich, danach wirf mich von mir aus raus, oder jage mich zum Teufel", bat ihn Vincent den Blonden, der wiederum nur nickte und sich endlich setzte.

„Also ich war doch bei Harry und na ja ich hab ihm gesagt, das du noch immer seine Augen im Kopf hast … stopp … schrei nicht und hör verdammt noch mal zu! Er sagte, du hättest keine Gefühle, wärst eiskalt und, dass du gelogen hättest. Auch sagte er, ich würde dich nicht kennen, aber das stimmt nicht. Ich weiß, du liebst diesen Kerl noch immer, kannst nicht loslassen und wünscht es dir so sehr. Deswegen hab ich dir seine Nummer gegeben. Und jetzt ruf ihn an!", zischte Vinc, dann nahm er seinen Mantel und ließ den verdatterten Draco in seiner Wohnung zurück.

Nach langer und reichlicher Überlegung setzte der Blonde alles auf eine Karte und rief Harry erneut an.

Diesmal würde er nicht wieder auflegen, diesmal würde er ihm sagen was Sache ist.

Noch einmal atmete Draco tief durch und dann erklang auch schon Harrys Stimme am anderen Ende und es gab kein Zurück mehr.

"Hallo? Wer spricht denn da bitte?", ertönte es in Dracos Ohr.

"Ähm… ich bin's", antwortete er knapp.

"Wer ist Ich? … Moment mal, Malfoy bist du das?", fragte Harry trocken und räusperte sich kurz.

"Ja, der bin ich! Sag mal, hast du kurz Zeit? Ich meine können wir uns irgendwo treffen und reden?", stammelte Draco nervös und wartete auf eine Antwort, die auch nicht lange auf sich warten ließ.

"Meinetwegen und wo?", antwortete der Schwarzhaarige.

"Sagen wir in einer halben Stunde im 'Bronze'? Geht das bei dir oder musst du noch arbeiten?", fragte der Blonde voller Hoffnung und biss sich auf die Unterlippe.

"Okay, ich bin da. Also bis dann, tschau", kam die Antwort rasant von Harry und hatte aufgelegt.

Schnell sprintete der Blonde ins Badezimmer, legte noch einmal einen Hauch von Jasmin nach und eilte dann zum nächsten Taxistand und fuhr in die Innenstadt von London.

Auf dem Weg in die Innenstadt, versuchte der Blonde sich schon mal einige Worte und Sätze zu überlegen.

Jene, die er sagen konnte, ohne, dass es plump wirken würde.

Das Taxi bog langsam um die Ecke, hielt schließlich vor dem 'Bronze, wo Draco zahlte und langsam aus dem Fahrzeug stieg.

Auf wackligen Beinen betrat er die Bar, entdeckte Harry auf der Terrasse und versuchte so locker wie möglich zu wirken, was aber gar nicht so leicht war und er fast über einen der Stühle stolperte.

Auch das noch, jetzt blamierte er sich auch noch auf den letzten Meter, oder was?

Noch einmal ordnete sich der Blonde, atmete tief durch, betrat selbstsicher die Außenterrasse und begrüßte freundlich den ehemaligen Gryffindor.

„Wartest du schon lange?", fing Draco vorsichtig an zu fragen, bestellte sich ein Bitter Lemon und nahm gegenüber von Harry Platz.

„Bin auch erst vor fünf Minuten angekommen, mach dir also keinen Stress", antwortete der Schwarzhaarige gelassen, nippte an seiner Cola und schaute eben auf die Uhr.

„Naja so wie du schon wieder rummachst, sieht es fast so aus, als hättest du keine Zeit", schnarrte Draco genervt, nahm sein Getränk entgegen und schaute Harry prüfend von der Seite an.

„Ich habe gut zwei Stunden noch einen Termin, also komm zum Punkt", gab Harry leicht verärgert von sich und schaute Dracos finster an, dass der am liebsten wieder gegangen wäre und die ganze Sache aus seinem Gedächtnis gestrichen hätte.

„Dann gehst du mal zu deinem beschissenen Termin. Ich wollte dir ja auch eigentlich nur sagen, dass ich Freitag nach Frankreich gehe und nicht wieder zurückkomme. Aber bitte, geh du mal schön zu deinen Spießern, die dir vorleben, dass man das und das zu tun oder zu lassen hat!", bellte der Blonde erzürnt, verschränkte beide Arme vor der Brust und schnaufte verachtend auf.

„Wie jetzt? Was willst du denn in Frankreich und was meinst du mit 'nicht zurückkommen'?", antwortete Harry mit etlichen Gegenfragen und sah plötzlich blass aus.

„Ich will damit sagen, dass ich aus beruflichen Gründen nach Frankreich ziehe und nicht vorhabe, noch mal nach London zu kommen. Mich hält hier sowieso nichts, na ja das heißt, ich denke mal, hier hält mich nichts. Oder würdest du mich etwas davon abhalten, wenn ich dir sage, das Vinc nicht gelogen hat", versuchte der Blonde so gefasst wie nur möglich zu sagen, wobei er aber doch leicht errötete und verlegen zu Boden starrte.

„Ich verstehe hier rein gar nichts, kannst du auch mal normal reden?", zischte Harry gelangweilt, starrte zur Decke und dann wieder zur Uhr.

„Okay, wie du willst! Damals vor drei Jahren, das war nicht einfach nur Sex für mich, das war Liebe. Aber anscheint die nur von einer Seite oder aber du bist zu feige, es dir einzugestehen. Ich denke ja an das Letztere. Du hast Angst um deinen ach so sauberen Ruf, weil du ein Rockstar bist und die nun mal nicht gern schwul sind. Meine Güte, Elton John ist auch schwul! Und treibt das die Verkaufszahlen seiner Platten in den Keller? Wohl kaum!", keifte Draco wütend, sprang von Stuhl auf, zahlte und gab ein knappes „Leb wohl „von sich, ehe er ins Taxi stieg und davonfuhr.

Im Taxi liefen die ersten Tränen und Draco hätte sich am liebsten selber verflucht für seine Worte, doch er hatte nun mal recht und Harry war so was von eingebildet und das ging gar nicht.

Langsam fuhr der Taxifahrer zu Dracos Apartment vor und der Blonde stieg auf wackligen Beinen aus, zahlte und ging in seine Wohnung, schloss die Tür hinter sich und schaltete die Stereoanlage an.

Wie es der Zufall so wollte, lief gerade' Lost Soul' von der Gruppe 'Negative' im Radio und Draco stellte auf lauter.

Open my grave and

let the sun shine in

I am just a Lost Soul

Help me to grow

show me the way

the way into your Heart

Wieder liefen Tränen über das Gesicht des Blonden, vergrub die Nase in die Kissen und wollte nichts mehr hören oder sehen.

Es war, als würde ihm jemand ein Messer in die Brust rammen und es langsam umdrehen.

Oh, can't you see

how I'm dying? I've got no

reason to be proud

drink this water around

me before I drown

Die Gefühle, die er hatte, überrannten ihn und zwangen ihn unweigerlich in die Knie. Noch nie hatte Draco wegen einer unerwiderten Liebe geweint und doch weinte er jetzt wie ein kleines Kind.

God save the Queen

but why can't God save me

All the flowers die tonight

Tear drops falling

down my face

and all the candles lose

their flames

Schluchzend lag er auf der Couch, wollte sterben und griff nach seinem Handy und schickte Harry eine letzte verzweifelte SMS.

And the more we grow

the less we know

until the time

we lose it all

Nachdem diese versendet wurde, griff er nach der Flasche Rotwein, nahm einen großen Schluck und ließ sich wieder in die Kissen fallen.

Er schloss die Augen, sah Harry vor sich und fluchte.

Look at me now

I'm broken and empty

Why does it always

rain on me?

Give me your heart

so I can live

Warum erwiderte der Schwarzhaarige seine Gefühle nicht?

Warum hatte dieser ihn einfach gehen lassen?

Draco verstand es einfach nicht und wieder rollten Tränen, ließen seine Augen erröten.

God save the Queen

but why can't God save me

All the flowers die tonight

tear drops falling

down my face

and all the candles

lose their flames

Plötzlich war es still, das Lied hatte ausgespielt und an der Wohnungstür klingelte jemand Sturm.

Wer zum Henker war das denn jetzt?

Leicht angetrunken schritt der Blonde zur Tür, öffnete diese und starrte in smaragdgrüne Augen.

Draco wollte die Tür gleich wieder zuschlage, doch Harry war schneller und stand auch schon mitten in Dracos Apartment.

Wütend funkelte der ehemalige Slytherin sein Gegenüber an, wich einen Schritt zurück und verschränkte beide Arme vor der Brust.

Harry ging einen Schritt auf Dracos zu, doch dieser wehrte ab, lief hektisch und wie von einer Biene gestochen, durch sein Wohnzimmer, hielt sich demonstrativ die Ohren zu und zeigte so dem Schwarzhaarigen, dass er von ihm nichts hören wollte.

„Verdammt, jetzt hör mir erst mal zu, danach kannst du immer noch die Zicke spielen", schimpfte Harry verärgert, sah den Blonden wütend an und lehnte sich gegen die Küchentheke.

„Ich gebe dir genau eine Minute!", zischte Draco, setzte sich auf die weiße Couch, trank einen Schluck Rotwein und sah auf seine Uhr.

Harry runzelte die Stirn, fackelte nicht lange, schritt hastig auf den Blonden zu und presste diesem unsanft die Lippen auf den Mund und knabberte sachte an Dracos Unterlippe.

Verwirrt stieß Draco den ehemaligen Gryffindor von sich, schaute ihn kurz an, sah Funkeln in den Augen und überlegte kurz.

Schon einmal hatte Draco dieses Funkeln gesehen, schon einmal war er zu weit gegangen und schon einmal hatte Harry ihm das Herz gebrochen.

Sollte es sich jetzt wiederholen, sollte er es wagen, oder sollte er den Schwarzhaarigen auf 'Nimmer Wiedersehen' vor die Tür setzen?

Unruhig lief Draco durch sein Wohnzimmer, wusste nicht, was er tun sollte und spürte erneut das Harry langsam auf ihn zukam, sich dicht hinter ihn stellte und anfing an seinem Hals zu knabbern.

Himmel … Scheiß auf das, was war, jetzt hatte der Blonde genug, drehte sich hastig um und küsste den Schwarzhaarigen verlangend.

Gierig leckten die Lippen der Beiden über die des jeweils anderen, baten stumm um Einlass und verschlangen sich wild umeinander.

Harry schubste Draco sanft auf die Couch, fiel wie ausgehungert über diesen her, biss ihm leicht in den Hals und schlänget mit seiner Zunge am Hals bis zum Schlüsselbein entlang. Draco schwanden die Sinne, er bog sich Harry förmlich entgegen und bettelte stumm nach mehr, was Harry nur zu gern tat, ihm das Hemd auszog und sich über Dracos Brust hermachte, was diesem ein leises Stöhnen entlockte.

„Harry … ich dachte, du hättest einen Termin?", keuchte Draco zwischen einem heißen, leidenschaftlichen Kuss, zog den Schwarzhaarigen an sich, schaute diesem tief in die Augen, näselte an dessen Shirt und zog es ihm aus.

„Der fällt heute mal aus", knurrte der ehemalige Gryffindor, drückte Draco in die Kissen und machte sich langsam an dessen Hose zu schaffen, zog sie ihm kurzerhand mit samten Boxer aus, grinste frech und suchte sich mit seiner Zunge den Weg vom Schlüsselbein hin bis zu seinem Bauchnabel.

Draco schloss die Augen, gab sich ganz Harry hin, stöhnte leise und wünschte, dass es nie enden würde.

Quälend langsam glitt Harrys Zunge weiter Richtung Süden, hielten kurz bei Dracos Erregung inne und brachten den blonden fast um den Verstand.

"Harry … bitte …", jammerte der Eisprinz flehend, schaute kurz an sich runter zu Harry und legte im selben Moment den Kopf in den Nacken, als der Schwarzhaarige anfing langsam das Glied des Blonden sanft an der Eichel zu lecken.

„Scheiße, ist das geil, los weiter machen", bettelte Draco und Harry machte weiter.

Er neckte, saugte, nahm die Erektion des Blonden immer wieder ganz in den Mund auf und bewegte den Kopf auf und ab, brachte Draco somit an den Rand der Klippe.

Harrys Herz schlug wie wild, als er mit einer anderen Hand zu Dracos Eingang wanderte und dort mit dem Finger beim Loch herumspielte.

Als er sich vorsichtig vortastete, seinen Finger vorsichtig hinein und dann wieder hinausbewegte, traf er genau den Punkt und Draco bäumte sich auf.

„Himmel und Hölle … Verdammt … nimm … mich endlich", stöhnte der Blonde zwischen Lust und Folter und wollte nicht länger auf die Vereinigung warten.

Sein Unterleib zuckte immer wieder, als Harry wieder den Punkt fand, seinen Finger drehte und den Punkt genauestens und lange massierte.

„Nimm mich endlich!", rief Draco abermals aus und krallte sich an Harrys Schultern fest.

Dieser knurrte voller Erregung, setzte sich zwischen die Beine von Draco, zog diesen zu sich, krallte seine Finger in das Becken von dem Blonden, setzte an und versenkte sich mit einem glatten Stoß in ihm.

Nur gut, dass er vorhin einen dafür bestimmten Zauber ausgesprochen hatte, der sein Glied mit Gleitgel überzogen hatte.

Draco stöhnte tief auf, schlang seine Füße um Harry und krallte sich an ihm fest.

„Himmel, bist du eng …" Er fing an, sich langsam zu bewegen und ließ Dracos zittern vor Anspannung.

„Schneller … bitte ...", jammerte Dracos nun und Harry tat dies gern.

Dieser schrie bei einem jeden Stoß männlich auf, krallte sich in Harrys Po fest.

Er spürte, wie der Orgasmus immer schneller auf ihn zukam.

Der Blonde merkte mit einem jeden Stoß, wie Harry ihn traf und bäumte sich auf und schrie sich die Seele aus dem Leib, als er hart abspritzte.

Der Schwarzhaarige merkte, wie Draco sich zusammenzog und ihn mitriss, hörte den unglaublich erotischen Schrei des Eisprinzen, der ihm den Rest gab.

Er explodierte mit einem heiseren, lauten Schrei und pumpte seinen heißen Saft in ihn. Danach sackte er in sich zusammen, merkte, wie Draco ihn zu sich zog und ihn zitternd umarmte.

„Harry?", fragte Draco nach Luft ringend, schaute den Angesprochenen tief in die Augen und rollte sich langsam zu ihm.

„Hm", gab dieser zur Antwort, kuschelte sich an seine Schlange und küsste ihn sanft auf die Stirn.

„Bleibst du? Ich meine, was war das jetzt? Wieder nur Sex oder …" Weiter kam der Blonde nicht mehr, Harry hatte ihn an sich gezogen, küsste ihn leidenschaftlich und flüsterte ihm „Ich liebe dich und lass dich nie wieder gehen!" ins Ohr.


Vielen Dank an alle Leser, für jedes Sternchen und jeden Kommentar. Ihr seid klasse und es freut mich, dass euch meine Geschichte gefallen hat.

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Autor

Pragomas Profilbild Pragoma

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Kapitel:6
Sätze:387
Wörter:10.600
Zeichen:59.630

Kurzbeschreibung

Ein Rockstar und ein Model? Kann das überhaupt gutgehen und was, wenn ein Model merkt, dass ein Rockstar auch nur ein Mensch ist?

Kategorisierung

Diese Fanfiction wurde mit Liebesbeziehung (problematisch), Drarry (Pairing) und Humor getaggt.