Fanfictions > Bücher > Der Herr der Ringe > Die Bewohner Ardas

Die Bewohner Ardas

17
16.10.2017 20:53
12 Ab 12 Jahren
Heterosexualität
In Arbeit

12 Charaktere

Aragorn

Aragorn ist Isildurs Erbe. Aufgewachsen in Bruchtal wusste er lange nichts davon, doch seit seinem zwanzigsten Lebensjahr strebt er nach dem Thron Gondors, der rechtmäßig ihm zusteht. Zudem ging er mit Arwen, der Tochter Elronds, einen Bund ein.

Celebrían

Celebrían ist Galadriels und Celeborns Tochter. Um 1800 ZZ kam sie mit ihrer Mutter nach Imladris, wo sie das erste Mal Elrond begegnete. Sie verliebten sich ineinander und heirateten 100 DZ. Ihre Kinder sind Elladan, Elrohir und Arwen. Als sie 2509 nach Lórien reiste, wurde sie von Orks gefangen genommen und geschändet. Sie segelte Heilung suchend in den Westen.

Elladan

Elladan ist der Sohn Elronds und Zwillingsbruder Elrohirs. Nachdem ihre Mutter Celebrían von Orks geschändet wurde, schworen sie blutige Rache und kämpfen seither seit vielen Jahren mit den Dúnedain zusammen. Sie beide waren Teil der Grauen Schar.

Elrohir

Elrohir ist der Sohn Elronds und Zwillingsbruder Elladans. Nachdem ihre Mutter Celebrían von Orks geschändet wurde, schworen sie blutige Rache und kämpfen seither seit vielen Jahren mit den Dúnedain zusammen. Sie beide waren Teil der Grauen Schar.

Elrond Peredhel

Auch wenn Elronds leiblichen Eltern niemand geringeres als Earendil und Elwing sind, wuchs Elrond zusammen mit seinem Zwillingsbruder Elros im Ersten Zeitalter bei Maglor in Ossiriand auf. Nach dem Untergang Beleriands schloss er sich Gil-galad an und wurde dessen Herold. Seit Imaldris im Zweiten Zeitalter gegründet wurde, ist er der Herr von Bruchtal.

Glorfindel

Der Noldo Glorfindel ist respektive war einer der Fürsten des Verborgenen Königreiches von Gondolin. Er starb bei der Verteidigung der Stadt im Kampf gegen einen Balrog, kehrte jedoch im Dritten Zeitalter ins Leben zurück. Von da an gehörte er zum Hausvolk Elronds von Bruchtal. Er gilt als einer der mächtigsten Elben des Dritten Zeitalters.

Gollum / Sméagol

Einst war er Sméagol und einer vom Volk der Starren, verwand mit den Hobbits des Auenlandes. Durch Zufall fand Gollum beim Angeln im Anduin den Ring. Er nahm ihn an sich und verfiel seiner boshaften Macht, die ihn verdarb und zu Gollum werden ließ. Der Ring verlieh ihm ein unnatürlich langes Leben. Nachdem er ihm in einem Rätselspiel an Bilbo verlor, ist Gollum stets auf der Suche nach dem Ring.

Legolas

Legolas ist der Sohn des Waldelbenkönigs Thranduil. Seine Heimat ist der Düsterwald, ein riesiges Waldgebiet östlich der Nebelberge. Als Waldelb versteht er hervorragend mit dem Bogen umzugehen. Sein Name bedeutet Grünblatt.

Sam / Samweis Gamdschie

Samweis Gadschie, oft einfach nur Sam genannt, ist der Gärtner von Beutelsend und ein treuer Freund Frodos. Natürlich wich er nicht von Frodos Seite, als dieser auszog, um den Ring nach Bruchtal zu bringen. Sogar ins Maul eines Drachen wäre er gesprungen, um Frodo zu retten! Am Ende ging er sogar bis nach Mordor und war für eine kurze Zeit ein Ringträger.

Thranduil

Thranduil ist der König der Waldelben des Düsterwaldes. Er erbte die Krone von seinem Vater Oropher nach dessen Tod im ersten Ansturm auf Mordor im Krieg des Letzten Bündnisses am Ende des Zweiten Zeitalters. Er ist Legolas

Erestor

Erestor ist ein Elb aus Bruchtal. Er war zur Zeit des Ringkriegs Elronds ranghöchster Berater und nahm am 25. Oktober 3018 D. Z. an Elronds Rat teil. Er war nicht dafür den Ring zu zerstören, sondern wollte ihn, evtl. mit Tom Bombadils Hilfe, vor Sauron verbergen. Nach dem Ringkrieg begleitete Erestor mit mehreren Elben Arwen nach Minas Tirith, wo sie am Abend des Mittsommers 3019 D. Z. ankamen.

Gimli

Gimli ist der Sohn Glóins. Er begleitet den Ringträger als der Stellvertreter der Zwerge. Als einziger der Gefährten trägt er Rüstung, ein leichtes Kettenhemd. Zusätzlich ist er mit einer Axt bewaffnet.

Aus dem Garten, der auch vor seinem Arbeitszimmer vorbeiführte konnte Thranduil einen kindlichen Schrei und dann ein Heulen hören. Er seufzte. Wusste er doch zu gut, was das bedeutete.
Vor zwei Tagen war es ein aufgeschürftes Knie gewesen.

Und dann wenige Momente später stand auch schon sein Sohn vor ihm, seine langen blonden Haare, heute morgen mühevoll und unter Tränen des Besitzers von der Amme gekämmt worden, ganz verwuschelt, sein Gesicht verheult. Seine Kleidung war von dem Fangen spielen und im Gras des Gartens Herumkugeln mit Grasflecken übersät, die man trotz des hellgrünen Stoffes sehen konnte.Von seiner Nase lief eine Rotzspur nach unten und seine Augen waren immer noch ganz feucht.
Der kleine Legolas, kaum 11 Sommer alt, streckte seinem Vater seinen rechten Arm entgegen, schaute ihn mit seinen großen blauen Augen an und forderte mit dünnem Stimmchen, nah an einem Schluchzen. "Ich hab mir ganz dolle wehgetan. Du musst pusten."
Thranduil nahm die kleine Schramme in Augenschein. Sie würde spätestens in zwei Tagen nicht mehr zu sehen sein. Aber das war für ein Kind eine lange Zeit.
Er nahm seinen Sohn in den Arm und verkniff sich ein Schmunzeln. Dann kam er seiner wichtigen väterlichen Pflicht nach und pustete.

Nächtliche Böen zerrten an den Zinnen des Orthanc, der sich schwarz von dem Nachthimmel und der schwach vom Mond erhellten Landschaft abhob.
Doch trotz der ungemütlichen Witterung befand sich jemand auf dem obersten Absatz des schwarzen Turms.
Die Gestalt war Saruman, der bis lange nach Mitternacht seine Bücher studiert hatte, wie er es schon seit Jahrzehnten zu tun gewohnt war.
Anscheinend hatte er etwas sehr hilfreiches herausgefunden, denn jetzt stand er mit seinem Palantir in der Hand auf der Spitze des Orthancs nahe des Abgrunds.
„Ich bin der Herrscher der Welt!“, schrie er, streckte die Arme aus …. und ließ das Palantir fallen.
Nun waren die Orks und Uruk Hais des weißen Zauberers schon einiges gewöhnt und wirklich keiner wunderte sich mehr ob des nächtlichen Geschreis, doch eine herabfallende Kugel dieser Größe und das begleitende „Goblindreck!!“ war nun doch nicht alltäglich. Eigentlich war es seit sich die Orks entsinnen konnten noch nie vorgekommen.
Ein bisschen später könnte man Brüllen hören und es bildete sich ein Kreis von Schaulustigen um einen am Boden liegenden Ork.
In der Mitte des Turms öffnete sich ein Fenster und ein verschlafen aussehender Grima lugte in die Nacht hinaus.
„Warum muss er denn immer so schreien?“

Der Wind strich sanft über die Züge der blonden Elbin, die in den Gärten Bruchtals auf einer der vielen Bänke saß und nachdachte.
Ihre Hände hatte sie auf ihren großen wohlgerundeten Bauch gelegt. Mal wieder konnten es die zwei kleinen Elblinge nicht lassen ihrer Mutter zu zeigen wie lebendig sie waren.Wie wertvoll diese Kinder doch waren. Bei den Elben gab es einfach nicht viele Kinder, aber wenn denn welche geboren wurden, waren sie stets ein Zeichen der Liebe. Wie diese Beiden. Sie konnte gar nicht sagen wie sehr sie doch ihren Halbelben liebte.
Oh, das hätte sie vielleicht nicht denken sollen.
Denn sie konnte ihn erkennen und er war auf dem Weg zu ihr.
„Meine liebste Celebrían, weshalb verließest du das Bett und unsere Gemächer? Das sollst du doch nicht, meine Geliebte. Dir oder den Elblingen könnte etwas zustoßen.“
Sie unterdrückte einen Seufzer, sie liebte ihren Mann so sehr, aber seit der Schwangerschaft konnte sie ihn erwürgen.
„Elrond, das ist lächerlich.“ Sie zeigte mit einer Hand auf die Wachen, die sie überall hinbegleiteten, wenn sie das Haus verließ. Er behandelte sie wie ein rohes Ei.
„Ich bin schwanger, Liebster. Du als Heiler solltest doch wissen, dass das keine Krankheit ist?“

Der Elbling konnte es schon gar nicht mehr erwarten bis endlich sein Geburtstag war. In zwei Tagen würde es soweit sein. Dann war er endlich 18 Jahre alt. Und das Beste war, dann würde er auch seine Geschenke bekommen.

Thranduil beobachtete die Begeisterung seines Sohnes mit einem Lächeln, gut konnte er sich noch an die eigene Kindheit erinnern. Wie spannend es war um ein Jahr zu altern.
Doch das Feiern des Geburtstages und das akribische Zählen der seit der Geburt verstrichenen Jahre, gaben viele um nicht zu sagen alle Elben nach ihrer Volljährigkeit auf.
Was kam es auch bei Hunderten von Jahren auf ein paar mehr oder weniger an?

Legolas riss ihn aus den Gedanken. "Ada bekomme ich zum Geburtstag auch einen Kuchen?" Sein Sohn schaute ihn mit erwartungsvollen blauen Augen an.
"Natürlich mein Sohn. Mit Kerzen und allem, was dazu gehört." Der kleine Legolas strahlte.
Seine Frau trat an ihn heran. Der Elbling umarmte sie stürmisch und jubelte. "Ich bekomme einen Kuchen. Und Kerzen!"
Die Liebe seines Lebens schaute Thranduil mit warmen grauen Augen an. "Ich weiß, warum du nicht mehr feierst. Die Kerzen würden auf keinen Kuchen Ardas passen."

„Adar, wo ist naneth?“
Sein Vater saß zusammengesunken mit einem Glas von rotem Wein in der Hand und Trauer in den eisblauen Augen in einem der Sessel seines Arbeitszimmers.
Normalerweise hielt ihn meist nur sehr wenig von seinem Thron fern. Neben ihm thronte oft seine Mutter, doch ihr Sitz war aus dem Saal verschwunden.
Legolas ahnte schreckliches. Er war in den letzten Wochen nicht hier im Palast gewesen. Seine Pflichten hatten ihn an die Grenzen des Düsterwaldes geführt.
„Adar?“
Der König richtete den Blick auf seinen Sohn, der ihn mit einer Wucht an seine gerade erst verstorbene Frau erinnerte, dass er sich krümmte.
Er musste sich zusammen reißen. Durfte dem Schmerz nicht nachgeben. Musste für seinen Sohn und das Königreich weiterleben.
Sie hätte darauf bestanden.
Sein Sohn stand immer noch mit fragenden Blick vor ihm.
„Sie.... sie ist....tot.“
Der Kronprinz fiel auf die Knie, die Hände vor seinem Gesicht. Nach ein paar Augenblicken, es konnte aber auch Minuten oder Stunden vergangen sein, kroch er auf seinen Vater zu und klammerte sich an ihn.
Die Trauer durfte sie nicht zerstören. Sie wurden gebraucht.
Thranduil schlang die Arme um sein Kind. Tröstete es.
Das Einzige, was ihm von seiner Geliebten geblieben war.

Das Drabble würde ich gerne meiner Freundin Elaca widmen. Die Inspiration war der Titel Höllenflüstern.

Tief unten in dem Nebelgebirge war es selbst im Sommer kalt. Wasser tropfte durch die Steine in die Höhle, in deren Mitte ein kleiner See lag. In der Stille der Höhle hallten die Geräusche laut wider.
Auf einem großen Felsen hockte Gollum, in seiner Hand einen goldenen Ring.
Er schaute ihn fast liebevoll mit seinen großen Augen an. Der Einfluss des Ringes hatten seinen Geist schon seit Jahrhunderten vergiftet.
Jetzt vernahm er das verlockende Zischen des einen Ringes.
Bring mich aus dem Gebirge.
„Aber Gollum weißßß nicht mehr wie die Welt ist.“
„Der Schatz hat essss verlangt.“
„Unssss gefällt es hier, mein Schatzzzz.“
„Aber der Ring befielt esss unssss.“
„Die ganzen Kreaturen wollen Gollum wehtun.“
„Gollum issssst Angsthassse, nicht wahr, mein Schatzz?“
„Nein, Nein! Wir wollen nicht sssterben.“
„Gollum tut, was unsssser Schatzzz befielt.“
Gollum hörte Geräusche aus einer Ecke der Höhle. Schnell drehte er sich und versuchte die Quelle zu sehen und der Ring fiel ihm aus den Händen.
Er hüpfte ein paar Mal auf dem Boden und blieb schließlich zwischen Steinen auf dem Höhlenboden liegen.
„Nein, Nein, wo issst er?! Wohin issst mein Schatzz verssschwunden?!“
Die Gestalt kam stolpernd näher und zog die ganze Aufmerksamkeit Gollums auf sich.

Nach einem Tag der Arbeit, des Unterzeichnen von Schriftstücken, des Schreibens von seinen Beratern allen voran Erestor, der nicht einen Fingerbreit von seiner Meinung abzubringen war, betrat der Herr Bruchtals müde seine Gemächer.
Celebrian kam ihm schnellen Schrittes entgegen und umfing ihn in einer Umarmung, auch wenn sie etliche Handbreit kleiner war und gab ihm dann einen zärtlichen Kuss.
„Du siehst ein wenig müde aus, Elrond.“
„Der Herr Bruchtals zu sein ist nicht so einfach, wie es sich vielleicht scheinen mag.“
Sie schaute ihn einen Minute lang mitleidig an, dann änderte sich ihr Blick und sie sah wieder zu ihrem Mann auf.
„Mein Liebster, findest du nicht, dass zu unseren Räumen Vorhänge in einer anderen Farbe mehr passen würden?“
Mit einer solchen Kleinigkeit wollte er sich nach diesem Tag nicht auch noch herumschlagen müssen, waren die Belange des ganzen Tals schon genug.
„Was gefällt dir an diesen nicht, Celebrian?“
„Meiner Ansicht nach sind die jetzigen nicht zwingenderweise abscheulich.“ Sie schenkte ihm ein Lächeln. „Ich bin schlichtweg nur der Meinung, dass es eine um Längen bessere Alternative gäbe.“
„Wenn du dieser Meinung bist, kann ich dem nur zustimmen, ich vertraue dir voll und ganz, mainanya.“
Er küsste sie auf die Stirn.

Einen Dank will ich an dieser Stelle an AuctrixMundi ausprechen, die mir mit dem Quenya augeholfen hat. Danke.
Achtung!! Hier handelt es sich um ein Kapitel mit dem Paring Erestor/Glorfindel!

Ein Klopfen tönte durch das Arbeitszimmer Erestors, man konnte bereits den Sonnenuntergang erahnen. Der Schwarzhaarige seufzte auf, schon den ganzen Tag hatten ihn zahlreiche Boten bei seiner Arbeit gestört.
Manchmal verfluchte er es der Oberste Berater zu sein. Denn der damit verbundene Arbeitsaufwand war wahrlich immens.
Er legte die Feder beiseite und ließ seinen Blick von den Listen auf seinem Schreibtisch zur Türe gleiten. Glorfindel war wie immer schon ohne auf sein Herein zu warten bereits eingetreten. In den Händen hielt er mehrere Bögen Papier, die Dienstpläne seiner Soldaten, die Erestor schon letzte Woche unterzeichnet hatte.
Er hob fragend eine Augenbraue.
„Eruglar hat heute um eine Woche Freistellung gebeten, seine Frau erwartet ein Kind in einigen Tagen. Allerdings hat dies eine Änderung im Plan bewirkt. Ich wollte ihn Dir noch einmal zeigen.“
„Leg ihn bitte auf diesen Stapel.“ Er wies auf seinen überfüllten Schreibtisch.
„Und nun zum wahren Grund Deiner Anwesenheit.“
„Das ist leicht.“ Glorfindel stand jetzt hinter dem Berater, strich die kunstvoll zusammengebundenen Haare aus dem Nacken und liebkoste mit sanften Berührungen den Hals Erestors.
„Du arbeitest zuviel.“ Der Schwarzhaarige drehte seinen Kopf und stahl sich einen Kuss von dem Goldhaarigen.
„Wenn Du mit einem Vorwand meine Zeit raubst.“

Sie waren nun schon einige Wochen mit der kleinen Gruppe Waldläufern unterwegs, unter denen auch Aragorn war. In gewisser Weise besuchten sie ihren kleinen Dúnedainbruder, andererseits waren Elladan und Elrohir auch aus Bruchtal und vor einigen wütenden Elben geflohen, die es bei ihrem letzten großen Streich getroffen hatte. (Natürlich hatten sie den Spaß daran nicht verstanden.)(1)
Es war Abend eines langen Tages und sie saßen gemeinsam am Feuer ihres Lagers, das sich nahe eines Flussufers befand. Estel(2) hatte sich schon vor einer Weile entschuldigt und war in Richtung des Flusses gegangen. Die Zwillinge vermuteten, dass er sich sich baden wollte, hing doch der Schmutz von unzähligen Tagen bereits an ihm. Selbst Waldläufer mussten sich ab und an baden. Die Beiden grinsten sich an, wie so oft hatten sie den gleichen Gedanken gehabt.
Sie ließen ihre Blicke über die Anwesenden gleiten und blieben an der jungen Frau ihnen gegenüber hängen. Sie war eine der wenigen weiblichen Waldläufer und starrte nun verdächtig auf den Fluss in ihrer beider Rücken. Neugierig geworden wandten sie sich gleichzeitig um.
Elladan musste zugeben, und so sah das sein Zwilling sicherlich auch, dass der Anblick, der sich bot, für die Waldläuferin wahrlich traumhaft sein musste.
Estel stand dort im Wasser, welches seinen Körper bis zu den Hüften umfloss und schien ganz in das sich Waschen vertieft. Der schlanke, aber dennoch kräftige und durchtrainierte Körper wurde dabei von dem schwachen Abglanz des Lagerfeuers und dem nahezu voll am Himmel stehenden Mond beleuchtet und zeichnete Schatten und Umrisse auf die Haut.
Die Zwillinge wechselten rasch einen Blick, grinsten spitzbübisch und Elrohir wandte sich an die junge Frau.
„Seid Ihr sicher...“, dann setzte sein Bruder den Satz fort.
„.... dass Ihr nicht auch ein Bad nehmen wollt?“
„Ihr seht so sehnsuchtsvoll aus, Ihr könnt beruhigt sein, auch Waldläufer brauchen einmal ein Bad.“
Sie zwinkerten ihr zu und sahen, wie sich ihre Wangen rot verfärbten, ihre Augen groß wurden und sie rasch zur Seite blickte.
Elladan zuckte die Schultern. „Hatte wohl erst ein Bad.“ Und stimmte ins leise Lachen seines Bruders ein.
Kurz darauf stieß Aragorn, mit noch nassen Haaren, zu ihnen, die sich immer noch nicht gänzlich beruhigt hatten. „Was ist so erheiternd?“, fragte er mit hochgezogener Augenbraue.
Die Peredhil(3) sahen sich gegenseitig an und lachten wieder los, bis Elrohir unter Glucksen zu einer Antwort anhob. „Wir wundern uns nur über die Badegepflogenheiten von Euch Menschen.“
Aragorn runzelte die Stirn, manchmal waren die Zwillinge doch wahrlich etwas merkwürdig.

(1) Dort hat sich leider einer der Zwillinge herangeschlichen und seinen Senf dazu gegeben (ich habe mir vorbehalten es nicht zum eigentlichen Text zu zählen)

(2) Anderer Name Aragorns, den ihm Elrond gab als er bei ihm aufwuchs. Bedeutet Hoffnung.

(3) Peredhil – Halbelben, so wurden Elrond und Elros bezeichnet und wie ich annehme auch die Kinder Elronds, da auch sie das Halbelbenblut hatten und zwischen Unsterblichkeit und einem menschlichen Leben wählen konnten.

Spätabends wandelte Elrond durch die Gänge seines Hauses in Imladris auf dem Weg in seine eigenen Gemächer. Wie immer nahm er dabei einen kleinen Umweg um noch bei dem Zimmer Estels(1) vorbei zu sehen, eine Gewohnheit, die er immer noch pflegte, selbst wenn Estel nun schon seit einigen Jahren kein Kleinkind mehr war.
Als er in den Gang einbog, vernahmen seine Elbenohren ein leise Keuchen und Seufzen, er folgte dem Geräusch und blieb verwundert vor Estels Türe stehen; da war es wieder.
Aber Estel sollte doch schon längst schlafen, welches Unheil konnte nur dem Dúnedain geschehen?
Alarmiert riss er die Zimmertüre auf und stand kurz darauf vor dem großen Bett.
Aus weitaufgerissenen Augen schaute ihn sein 16-Jähriger Ziehsohn an, die Wangen rot, die Bettdecke verhüllte nur seinen halben Körper. Seine rechten Hand war immer noch unter der Decke vergraben.
Estels Blick indessen voller Scham. Elrond hatte ihn bei … erwischt!!!
Elrond räusperte sich. „Ich bin froh, das es dir gut geht. Gute Nacht, Estel.“
Und verließ schnellen Schrittes wieder das Zimmer.
Er musste sich endlich daran gewöhnen, dass Estel kein Kind mehr war. Elrond nahm sich vor immer zu klopfen.
Dann legte sich ein leichtes Lächeln über sein Gesicht. Diese Jugend...

(1) Da Elrond Aragorn diesen Namen gab, als er ihn bei sich aufnahm ist es für mich nur logisch, dass er ihn auch im täglichen Leben verwendete ;)

Es war ein wolkiger Tag, auch wenn der Himmel unter den Bäumen des Düsterwaldes kaum sichtbar war.
Auf einer Lichtung nicht unweit vom Palast entfernt standen ein paar Grüppchen junger Elben, allesamt aufgeregt und nervös.
Legolas konnte nicht glauben, dass er sich auf dieser Lichtung befand, inmitten der anderen Anwärter auf die Wache des Düsterwaldes. Noch weniger gingen ihm die Worte seines Vaters aus dem Kopf.
Dem Thronfolger des Düsterwaldes, sofern den Kinderschuhen entwachsen, stand von jeher die Führung der Wächtergarde zu. Er hatte gedacht, sie würde ihm einfach in einer Zeremonie übergeben.
Doch der Prinz hatte die Rechnung ohne seinen Vater gemacht.
„Bevor du dieses Amt antrittst, wirst du von grundauf lernen und dir die Position wie auch den Respekt dieser Männer verdienen.“
Legolas würde wie jeder andere Elb dieses Königreichs behandelt werden und niemand würde sich beeindruckt von seinem blauen Blut zeigen.
Hier stand er also, seine Hände nervös knetend, hoffend auf die Aufnahme, ängstlich wegen etwaigen Versagen, wie alle anderen Elben auch.
Einzig und allein seine Fähigkeiten würden zählen.
Ein Wunsch, den er schon lange gehegt hatte. Ein leichtes Lächeln schlicht sich auf seine Züge.
Der Anführer der Wächter betrat mit eine Handvoll seiner Männer die Lichtung.

Autorennotiz

Wie schon in der Kurzbeschreibung erwähnt geistern mir manchmal so Ideen für lustige/traurige/nette Drabbles zu Herr der Ringe durch den Kopf...
Und irgendwie muss ich sie ja wieder los werden...

Ich möchte hier betonen, dass ich mit diesen Drabblen kein Geld verdiene und sie nur schreibe, damit ihr etwas zum Lesen und Lachen habt.
Desweiteren geschieht den Charaktern, die nicht mir sondern so einem netten Kerl namens Tolkien gehören (sicher schon von ihm gehört), nichts (oder zuminderst nichts gravierendes^^) und ich werde sie wieder zurückgeben, wenn ich fertig mit ihnen bin.

Feedback

Logge Dich ein oder registriere Dich um Storys kommentieren zu können!

StoryHub Awards 2017

Diese Fanfiction anonym für die StoryHub Awards 2017 nominieren

Autor

magicblues Profilbild magicblue

Bewertung

Noch keine Bewertungen

Statistik

Kapitel:11
Sätze:186
Wörter:2.709
Zeichen:15.960

Kurzbeschreibung

Eine Drabblesammlung zu den Charakteren Tolkiens. Jeweils Double-Drabbles.

Kategorisierung

Diese Fanfiction wurde mit Drabble-Sammlung getaggt.