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24 Drabble-Tage durch den Advent

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19.12.2018 0:07
6 Ab 6 Jahren
Homosexualität
In Arbeit

Autorennotiz

Ikuya Kirishima x Asahi Shiina

„Hast du gleich Zeit, Ikuya?“
Es war noch früh, als Ikuya die Nachricht auf seinem Handy erkannte. Von Hiyori.
Ein kurzes Lächeln umspielte seine Lippen, bevor er ihm mit einem knappen „ja“, antwortete.
Müde richtete er sich aus seinem Bett auf, schwang seine Beine von diesem und gähnte kurz, als seine Augen auf ein Foto fielen, zusammen mit einer Bastelei.
Wenn er nicht wusste, was es darstellen sollte, würde er es nicht erkennen, aber es brachte ihn zum Lachen.
„Asahi“, flüsterte er und kicherte kurz, trat darauf zu und berührte die sehr misslungene Bastelei, „du kannst echt keine Eisblumen basteln.“

 

Die Stadt war belebt und voll, als sich Ikuya mit seinem Freund traf und er fragte sich, wieso er sich das antat.
Sie saßen in einem Café und er hielt sich an seinem Becher Kakao fest, während er Hiyori zuhörte.
„Ikuya!“
Asahi grinste breit, als er zu ihnen kam, während Ikuya bemerkte, wie Hiyori den anderen am liebsten mit seinen Blicken erdolchen wollte.
Ohne darauf zu achten, gab Asahi ihm ein rechteckiges Päckchen. „Ich hoffe, du denkst dabei an mich!“
Bevor Ikuya etwas erwidern konnte, war Asahi davongerauscht und er sah auf die Schrift, die darauf stand und „Adventskalender“ verkündete.

Mit jedem Tag im Dezember sorgte der Blick auf Asahis Adventskalender dafür, dass Ikuya einfach nur lächeln konnte.
„Idiot“, murmelte er leise vor sich hin, auch, wenn er es nicht leugnete, dass er sich jeden Tag freute.
Selbst, wenn es nur irgendwelche Basteleien waren, die Ikuya kaum identifizieren konnte.
„Du magst ihn“, fing Hiyori an.
„Was?“ Ikuya drehte sich zu seinem Freund, der auf einem Stuhl saß und schmunzelte.
„Asahi.“
„Quatsch.“
Er bemerkte, wie Hiyori ihn angrinste, und drehte nur seinen Kopf weg.
„Nur nicht.“
Ikuya sah auf die fein säuberlich aufgereihten Basteleien an der Seite und lächelte ein wenig.

Ikuya wusste, dass Hiyori recht hatte.
Damals, als sie noch in der Mittelschule gewesen waren, hatte er schon das Gefühl gehabt, dass Asahi einen besonderen Platz in seinem Herzen eingenommen hatte, ohne zu wissen, was es bedeutete.
Es war schlimmer geworden, als Asahi wegziehen musste.
Als sie sich nicht mehr gesehen hatten.
Als Ikuya gemerkt hatte, wie Kisumi zu Asahi blickte.
Und als er das Geständnis von Hiyori bekam, dass er in ihn verliebt wäre.
Es wäre so einfach gewesen, es dabei zu belassen.
Es wäre einfach, würde er Hiyori lieben.
Aber es war nicht einfach, weil er Asahi liebte.

Still lehnte er gegen die Fensterscheibe und beobachtete die Schneeflocken, die die Erde bedeckten.
Ikuya mochte Schnee.
Aber er war dennoch nicht in der Stimmung für Schnee.
Er drehte sich um und blickte durch die leere Wohnung, ließ sich auf einen Sessel fallen und starrte vor sich.
Wie schön wäre es, wenn er mit Asahi jetzt hier sein konnte. Wenn sie zusammen kuscheln konnten und er sich einfach bei ihm anlehnen konnte.
War es so falsch, sich das zu wünschen?
Sich vorzustellen, wie es war, mit seinem Freund hier zu sitzen, ein warmes Getränk zu schlürfen und dem Schnee zuzusehen?

Mit weit geöffneten Augen starrte Ikuya die Person vor der Tür seiner Wohnung an.
„Hi!“
„Was machst du hier, Asahi?“ Er bildete sich gerade nicht ein, dass Asahi hier vor seiner Wohnungstür stand, oder?
„Ich hab dir was mitgebracht“, grinste Asahi und hielt Ikuya einen Schokoladennikolaus entgegen, „oh und hast du was Zeit?“
Ikuya blickte ihn einfach nur an, während er nicht wusste, was er sagen sollte.
„Es ist kalt, hast du Kakao hier?“ Asahis Augen strahlten, als er sich selbst einließ.
Ikuya starrte ihn immer noch an, blickte auf den Nikolaus und lächelte Asahi einfach nur an. „Ja, komm.“

Das Zimmer war abgedunkelt und sie hatten nur ein paar Kerzen aufgestellt und angezündet.
Draußen schneite es bereits wieder.
Ikuya wusste nicht, wie es dazu kam, dass sie zusammen auf seinem Sofa saßen und eine Wolldecke über ihnen ausgebreitet hatten.
Aber er genoss es.
„Hey, Ikuya? Meinst du, der Schnee bleibt liegen?“
Er blinzelte, als sich Asahi etwas aufrichtete und nach draußen sah. „Wir könnten eine Schneeballschlacht machen! Und die anderen einladen!“
„Ja, könnten wir.“
Ikuya liebte es, wenn er sah, wie sehr Asahi strahlte.
Er spürte nur, wie Asahi einen Arm um ihn legte und wieder neben ihn rutschte.

„Ikuya, wir brauchen einen Adventskranz!“
Asahis Augen strahlten, während er ihm das offenbarte.
Ikuya starrte ihn einfach nur an.
„Wieso?“ Immerhin feierten sie Weihnachten bei ihnen nicht einmal.
„Weil!“, entschied Asahi und zog Ikuya mit durch die Straßen, „oder willst du nicht? Das wäre so schön, wenn wir einen hätten!“
„Wenn du einen willst, kannst du das doch machen?“ Es war ja nicht, dass sie zusammen wohnten oder überhaupt zusammen waren. Auch, wenn Ikuya wusste, dass er es gerne hätte.
„Alleine ist das doof.“
Warum sah Asahi gerade so süß aus?
Und wieso hatte Ikuya das Verlangen, ihn zu küssen?

Es war grausam, wenn Asahi ihn mitschleppte oder Pläne für ein gemeinsames Weihnachtsfest schmiedete.
Ikuya saß auf dem Boden neben seinem Freund. „Was soll ich machen, Hiyori?“
„Du liebst Asahi, oder?“
Warum schmerzte es Ikuya eigentlich, wenn er das gerade von Hiyori hörte? Wenn er ihn dabei ansah?
Und dennoch nickte er.
„Dann solltest du es ihm sagen.“ Hiyori lächelte nur, griff nach Ikuyas Hand. „Und mach dir bitte keine Gedanken um mich.“
„Tu ich nicht“, murmelte Ikuya undeutlicher zurück.
„Dann ist gut“, sagte Hiyori und sah ihm entgegen, „ich wünsche mir doch nur, dass du glücklich bist.“
„Danke Hiyori.“

Sie saßen in einem Café im Einkaufszentrum, während Ikuya einen mehr als strahlenden Asahi anblickte. Neben ihnen stand eine Tasche voller Weihnachtsdekoration.
Ein bisschen von dem ganzen Fest war halt auch bis zu ihnen gekommen und so, wie er Asahi erlebte, war diesem das nur recht.
„Asahi! Ikuya!“
Ikuya zuckte zusammen, während Asahi seinen Kopf drehte. „Was machst du hier, Kisumi?“
„Einkaufen“, grinste dieser breit und legte Asahi einen Arm über die Schultern, „und ihr? Habt ihr ein Date?“
„Was? Nein!“ Asahis Ausruf kam so erschrocken, dass Ikuya nur vor sich sah.
Er wünschte wirklich, dass hier wäre ein Date.

Ohne Motivation aufzustehen lag Ikuya am nächsten Morgen in seinem Bett, starrte die Tasche mit der Dekoration an und drehte sich dann um.
Es fühlte sich so merkwürdig an, wie Kisumi mit Asahi umging und das Asahi es so abgestritten hatte, dass sie ein Date hatten.
Auch, wenn es die Wahrheit war und sie es nicht hatten.
Ikuya hätte sich gewünscht, wenn es ein Date gewesen wäre. Oder wenn Asahi gegenüber Kisumi anders reagiert hätte.
Konnte er überhaupt etwas sagen, wenn er sich nicht sicher war, was Asahi für ihn empfand?
Für Asahi waren sie vielleicht einfach nur gute Freunde.

„Ikuya, weißt du, was uns fehlt?“
Asahi starrte ihn mit diesem Leuchten in den Augen an, was bedeutete, dass er einen Einfall hatte, der ihm nicht unbedingt gefallen musste.
Ikuya sah sich in der Wohnung um, die sie am gestrigen Tag geschmückt hatten. Oder eher Asahi. „Nein.“ Was sollte denn noch fehlen?
„Ikuya! Wir können nicht Weihnachten feiern, ohne einen anständigen Baum!“
Ikuya wusste nicht einmal, wann es dazu kam, dass er mit Asahi Weihnachten feiern sollte. „Warum?“ Warum sollten sie feiern?
„Weil das dazu gehört!“
Er wusste wirklich nicht mehr, was er zu Asahis Enthusiasmus bezüglich Weihnachten sagen sollte.

„Ohhh“, brachte Kisumi mit einem deutlichen Strahlen aus, „irgendwie bin ich neidisch auf euch.“
„Nee?“, erwiderte Asahi und grinste breit, warf Ikuya einen kurzen Blick zu, „ich sag doch, es ist toll geworden!“
Ikuya blickte die zwei an, drehte sich ab und sah einfach nur aus dem Fenster nach draußen. Er hatte keine Ahnung, wieso Asahi den anderen überhaupt hergebracht hatte.
„Sag mal, Asahi“, fing Kisumi an, „irgendwas fehlt.“
„Hab ich Ikuya auch gesagt!“
Ikuya verdrehte die Augen, als er sich zu ihnen drehte.
„Ihr braucht unbedingt einen Mistelzweig!“ Kisumi grinste breit vor sich hin.
„Was? Wieso?“
„Na für euch!“

Ganz eventuell, fing Ikuya an, diese Feierlichkeiten zu hassen.
Oder Kisumi und dessen dämliche Ideen, mit denen er Asahi ansteckte!
Okay, eigentlich hasste er vielleicht doch eher nur Kisumi.
Wieso kam er auf die Idee, dass sie einen Mistelzweig brauchten? Oder das er Asahi unter einem küssen sollte?
Auch, wenn er es sich wünschen würde, er konnte das doch nicht tun.
Also überhaupt, dass er Asahi küssen konnte. Zwischen ihnen war doch nichts, außer Freundschaft. Oder?
Und warum brachte ausgerechnet Kisumi sie auf diese Idee, obwohl er doch selbst ständig mit Asahi geflirtet hatte?
Sollte er es vielleicht einfach wagen?

Ikuya saß mal wieder bei seinem besten Freund und er war sich nicht mehr sicher, ob es eine gute Idee war, mit dem anderen zu sprechen. Zumindest, wenn er jetzt sah, wie Hiyori lachte.
„Hiyori!“
„Entschuldige, Ikuya“, brachte Hiyori noch etwas glucksend von sich, „echt?“
Ikuya verdrehte nur die Augen darüber.
„Asahi ist mit Kisumi unterwegs einen Mistelzweig zu organisieren?“
„Nimm das doch ernst!“, brummte Ikuya und drehte seinen Kopf weg, „immerhin“,
„Ikuya. Das wäre die Gelegenheit, oder?“
Er brummte. „Du verstehst das nicht.“
„Tue ich wirklich nicht.“ Hiyori grinste. „Vielleicht wartet Asahi nur auf die richtige Gelegenheit?“
„Meinst du?“

„Schade, dass es nicht richtig geschneit hat, oder?“
Kurz blinzelte Ikuya überrascht, bevor er nach draußen sah. „Hm.“ Es war nun einmal nicht so, dass es hier überhaupt häufig schneite. Noch dazu, dass dieser dann auch noch liegenblieb.
„Ikuya?“, drehte sich Asahi zu ihm und lächelte ihn breit an, „irgendwann machen wir einen Schneeurlaub, ja?“
„Hm“, erwiderte Ikuya. Auch, wenn er sich fragte, wieso Asahi ihn darauf ansprach, dass sie einen gemeinsamen Schneeurlaub machen sollten.
„Versprochen?“, beugte sich Asahi zu ihm und blickte ihn mit diesen strahlenden Augen an.
Ikuya schluckte etwas. Musste Asahi ihm so nahe kommen? „Versprochen, Asahi.“

Ein wenig musste Ikuya schmunzeln, als er Asahi ansah. Auch, wenn er für den Moment ignorierte, was sie eben in seiner Küche angestellt hatten, bei dem Versuch Plätzchen zu backen.
„Ich glaube nicht– Ikuya?!“, fing Asahi an, bevor er ihn mit einem geschockten Ausdruck ansah.
Ikuya musste sich wirklich zusammenreißen, um nicht zu lachen, bei dem durcheinander, was Asahi in den Haaren hatte. Er wusste teilweise nicht einmal mehr, was das alles überhaupt war.
„Ich glaube, ich mache alleine weiter.“
„Aber, ich dachte, wir–“,
Ikuya schüttelte nur den Kopf und grinste. „Nein, geh dich waschen und ich backe weiter.“

„Ah, Ikuya!“
Bevor dieser auch nur auf den Schrei reagieren konnte, spürte er, wie er von Asahi umgelaufen wurde und sie beide auf der Eisbahn landeten, zu der Asahi ihn mitgezogen hatte. Als Entschädigung für das Plätzchenmassaker in seiner Küche.
Ikuya wusste wirklich nicht, dass Asahi keine Ahnung vom Eislaufen hatte. Oder das er scheinbar bei jedem Versuch regelmäßig auf ihn zusteuerte.
„Asahi, warum wolltest du hier hin, wenn du nicht Eislaufen kannst?“ Ikuya starrte ihn an.
„Weil es Spaß macht?“
Asahis Grinsen war alles, was Ikuya brauchte, so dass er schmunzelte, bevor er seinem Freund eine Hand hinhielt. „Komm.“

Irgendwie gewöhnte sich Ikuya immer mehr daran, etwas mit Asahi zu unternehmen.
Oder an deren seltsame Vorfreude auf Weihnachten.
Er wusste nur nicht, wie er ihn darauf ansprechen sollte, dass er mehr für ihn empfand.
Was, wenn er ihre Freundschaft damit zerstörte?
Wenn Asahi nicht das Gleiche empfand und einfach nur ihre Freundschaft wieder aufleben lassen wollte?
Seine Augen richteten sich auf Asahi, der gegen die Fensterscheibe lehnte und nach draußen sah.
„Warum muss es regnen?“
Ikuya lächelte etwas, aufgrund dieses leichten Schmollens seines Freundes. „Kommst du mal?“ Sollte er es wirklich wagen? Warum musste Asahi ihn denn so ansehen?

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Augurey Am 02.12.2018 um 15:19 Uhr
Oh! Jetzt will ich wissen, wie es weitergeht! Ich hoffe, Ikuya freut sich. Ein schönes zweites Türchen
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Augurey Am 01.12.2018 um 11:25 Uhr
Ahahaha! XD. Sorry, musste raus. Ich hoffe, du verzeihst mir, Feuchen :). Free! ist ein Fandom, das ich nichtmal vom Namen her kenne, aber nachdem du zu meinem Projekt schreibst, musste ich dich mal reinschauen. Und auch wenn mir die Charaktere nichts sagen, die Pointe am Schluss war göttlich. Vielen Dank für den kleinen Lacher!

Autor

Feuchens Profilbild Feuchen

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Kapitel:19
Sätze:148
Wörter:2.005
Zeichen:11.611

Kurzbeschreibung

Drabble-Adventskalender zu Ikuya und Asahi! :D

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Diese Fanfiction wurde mit Drabble und Adventskalender getaggt.