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Hope - Und ihre Abenteuer in Ba Sing Se

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18.02.21 11:16
12 Ab 12 Jahren
In Arbeit

8 Charaktere

Nadim

Das ist ein von mir selbst ausgedachter Charakter. Er ist ein Erdbändiger und ein Freund von Hope.

Liana

Das ist ein von mir selbst ausgedachter Charakter. Sie ist eine Feuerbändigerin und eine Freundin von Hope.

Medan

Das ist ein von mir selbst ausgedachter Charakter. Er ist ein Nichtbändiger und ein Freund von Hope.

Hope

Sie ist als Baby mit ihren Eltern Ying und Than nach Ba Sing Se gekommen. Der Avatar hat ihnen geholfen den gefährlichen Schlangenpass zu überwinden. In Ba Sing Se erhoffen sie sich eine sichere Zukunft zu haben. Ob Hope Bändigerfähigkeiten besitzt wurde nie erwähnt.

Ying

Ying ist die Mutter von Hope. Sie ist zusammen mit Than, ihrem Mann, über den Schlangenpass nach Ba Sing Se gekommen, damit Hope eine sichere Zukunft hat. Das Team Avatar hat ihnen dabei geholfen. Sie besitzt keine Bändigungskräfte.

Than

Than ist der Vater von Hope. Zusammen mit seiner Frau Ying will er seine Tochter nach Ba Sing Se bringen. Dabei müssen sie den gefährlichen Schlangenpass überwinden, wobei ihnen das Team Avatar behilflich ist. Er besitzt keine Bändigerkräfte.

Eske

Das ist ein von mir selbst ausgedachter Charakter. Sie stammt aus der Geisterwelt.

Asa

Das ist ein von mir selbst ausgedachter Charakter. Sie stammt aus der Geisterwelt.

Noch länger sehen sie dem Team Avatar hinterher, bis auch sie in ein neues Leben aufbrechen, in Ba Sing Se. Sie sind ihnen Dankbar, dass das Team den Gefahren getrotzt hat, um sie drei, nein, sie vier über den Schlangenpass zu bringen.

“Wir werden dich nie vergessen und viel Glück Avatar”, spricht Ying leise ihnen hinterher.

“Komm, lassen wir uns registrieren”, Than nimmt seine Frau in den Arm und langsam führt er sie in Richtung der Registrierungszentrale, die ihnen ein Soldat gezeigt hat.

Viele Menschen stehen in Schlangen, um an einem kleineren Häuschen eine Karte zu bekommen, die sie für eine endgültige Registrierung brauchen, um in dieser Stadt wohnen zu dürfen. Es dauert eine Weile, doch dann haben sie endlich die vier ersehnten Karten.

 

Than’s Schwester hat einen Platz in der steinernen Bahn für Ying freigehalten, damit sie sich mit Hope ausruhen kann.

Sie fahren weit und lange. Neben ihr sitzt ein älterer Mann, der Hope wohl sehr mag. Neben ihm sitzt vermutlich sein Enkel oder Neffe. Das weiß Ying nicht, aber sie hat Mitleid mit ihm, da er von einer großen Narbe gezeichnet ist. Auch er muss anscheinend eine schlimme Begegnung mit der Feuernation gehabt haben.

 

Die Bahn ist nicht zu voll und sie können dabei ein paar Blicke aus dem Zug werfen. Sie können schon viel von Ba Sing Se sehen und staunen über seine Größe. Es muss lange gedauert haben diese Mauer zu errichten, damit all die Felder und die Bevölkerung in Sicherheit leben können; und es ist nicht die einzige. Vor ihnen erhebt sich eine weitere hohe Mauer, in die der Zug hineinfährt. In der Mauer bleibt er stehen und die vierköpfige Familie muss sich erst einmal zurechtfinden bei seiner Größe.

“Woa…”, staunt Than’s Schwester.

“Weißt du, wo wir hingehen müssen?”, fragt Ying ihren Mann.

“Nein, aber wir sollten den anderen folgen”, auch Than ist überwältigt von Ba Sing Se. Nur Hope bekommt nichts mit. Sie ist in einem Tuch gewickelt und schläft in den Armen ihrer Mutter.

 

Vor einem Gebäude, aus massivem Stein, hat sich eine lange Schlange gebildet, in der sie nun auch stehen. Mehrere Soldaten der Erdnation haben den Neuankömmlingen gesagt, wohin sie zu gehen haben. Alle, die allein gekommen sind sollten zum östlichen Teil, die anderen zum westlichen.

“Namen und Anliegen?”, ein etwas unfreundlich wirkender Mann sitzt an einem Pult in einem viel zu kleinen Raum, in dem sich die vier hineinzwängen mussten.

“Ich bin Than, das ist meine Frau Ying mit unsere Tochter Hope und das ist meine Schwester Kakuia. Unsere alte Heimat ist zerstört worden und wir suchen ein neues und sicheres Zuhause”, stellt Than alle vor und hofft, dass sie ein neues Heim bekommen werden.

Ohne hoch zu sehen schreibt der Mann einiges auf die Karten, die sie zuvor in der Registrierungszentrale erhalten hatten und hier abgeben mussten, und stempelt ihn mehrfach ab.

“Ihr bekommt die Nummer 5864 West. Gebt das einen der Soldaten, er wird euch dann dort hinbringen. Willkommen in Ba Sing Se, der uneinnehmbaren Stadt”, mit einem nicht wirklich freundlichen “Willkommen” überreicht er ihnen die Formulare, damit sie endlich in Ba Sing Se leben können.

Than denkt sich seinen Teil, da der Mann anscheinend nicht weiß, was vor der Mauer passiert. Er hofft, dass der Avatar diese Gefahr bändigen kann und die Feuernation niemals nach Ba Sing Se kommen wird.

Draußen warten die Soldaten auf ihren Auftrag die neu Ankommenden in ihr neues Zuhause zu bringen.

“Können sie uns in unser neues Zuhause bringen?”, fragt Than einen Soldaten und überreicht ihm die Papiere.

Zuerst sieht der Soldat sehr grimmig aus, doch als er Hope sieht erhellt sich sein Gesicht.

“Aber natürlich. Folgt mir, es wird euch bestimmt gefallen”, der Soldat geht voran und die vier folgen ihm und sind froh, als sie endlich den großen Bahnhof und die Menschenmassen hinter sich lassen können.

“Der Büromensch scheint euch zu mögen, er hat euch eines der besseren Unterkünfte gegeben”

“Davon hat man aber nicht viel bemerkt”, entgegnet Kakuia.

“Haha. Er darf sich das nicht anmerken lassen. Wir sind immer zugange neue Unterkünfte zu bauen. Es ist daher nicht leicht zu entscheiden, wer welches beziehen soll und darf”, erklärt der Soldat ihr.

 

Mittlerweile sind sie in einer Art Kutsche, die sie schnell zu ihrem neuen Heim bringt.

Es ist von der Inneren Stadt weit entfernt. Sie befinden sich im unteren Ring der oberen Stadt. Hier gibt es auch viele Märkte und Geschäfte und vor einer Hütte, etwas abseits gelegen, hält die Kutsche an.

“Da wären wir. Willkommen in eurem neuen Heim”, begrüßt der Soldat die vier nun offiziell vor ihrem kleinen Haus. Er schließt die Tür auf und führt sie hinein. Es ist größer als ihr altes Haus in ihrem Dorf, doch es hätte auch etwas größer sein können; für Hope, so denkt Ying.

“Kann ich dich mal einladen als Dank dafür, dass du uns hier hingebracht hast?”, fragt Kakuia und wird unter den Blicken von Ying und Than rot.

“Gerne...Danke...Ja. Äh ich werde noch einmal später vorbei kommen, um zu sehen, ob alles in Ordnung ist”, der Soldat ist sichtlich überrascht von dem plötzlichen Angebot und übergibt ihnen schnell die Schlüssel. Schnell macht er sich auf den Weg zurück zur Station, um vielleicht die nächsten Flüchtlinge zu ihrem neuen Zuhause zu bringen.

“Kakuia, du gehst aber schnell ran”, zwinkert Ying ihr zu, nachdem sie Hope in ein Bett gelegt hat.

“Neue Stadt, neue Menschen. Bei irgendeinem muss ich ja anfangen”, grinst sie.

“Musste es aber denn direkt ein Soldat sein?”, fragt Than seine Schwester etwas mürrisch.

“Ach, sei nicht so. Wir sollten froh sein, dass wir es endlich hier hingeschafft haben”, freut sich Kakuia und nimmt Ying fest in den Arm, die sichtlich erleichtert, aber auch müde ist.

 

Am Abend ist der Soldat tatsächlich noch einmal vorbeigekommen, um nachzusehen, ob alles in Ordnung ist. Kakuia ist überrascht gewesen, dass er tatsächlich gekommen ist. Ying hat ihm etwas zu Essen angeboten, doch er wollte nicht lange bleiben. Kakuia hat ihn noch nach draußen begleitet und die Tür hinter sich zugemacht, sodass Than und Ying nichts mitbekommen konnten. Aber beide können sich denken, was sie vorhat. Ihn in Ruhe noch einmal nach einem Treffen fragen, nur dieses Mal nach einem richtigen.

Als sie endlich wieder rein kommt scheint er „Ja“ gesagt zu haben.

“Gleich morgen Abend will er mir ein wenig mehr von dieser Gegend zeigen”, schwärmt Kakuia vor sich hin.

“Wie du das nur geschafft hast”, bewundert Ying.

“Bei uns hat es lange gedauert, bis ich mich getraut habe Ying nach einem Treffen zu fragen”, beginnt Than zu erzählen und hält seine Frau fest in den Armen.

“Jaaa. Ich kenne die Geschichte…ich war ja dabei”, stöhnt Kakuia, da sie die Geschichte bestimmt schon tausendmal gehört hat.

Obwohl sie alle müde sind, sitzen sie noch länger am Tisch und reden, was sie alles in Ba Sing Se machen wollen, welche Chancen sie hier nutzen wollen, um ein glückliches Leben führen zu können.


 

Ein paar Wochen später

 

“Was ist denn hier los?”, Than springt auf und läuft zur Tür, da er von draußen laute Stimmen hört.

Dort laufen viele Menschen in eine Richtung, gefolgt von den Erdnationssoldaten.

Nando, nun der Freund von Kakuia, kommt an der Tür vorbei und sieht Than.

“Bleibt im Haus, hier ist es nicht mehr sicher”, noch einmal sieht er nach hinten und rennt sofort weiter.

Es dauert nicht lange und die ersten Feuernationssoldaten laufen siegessicher an seiner Tür vorbei.

“Schatz, was ist denn los?”, kommt Ying fragend an.

“War das gerade Nando?”, fragt Kakuia fröhlich.

Doch Than muss den beiden nicht antworten. Sie sehen die Soldaten der Feuernation vorbeiziehen.

Sofort drückt Ying ihre Tochter Hope fester an sich, aus Angst, es könnte etwas Schlimmes passieren.

“Also hat der Avatar es doch nicht geschafft…”, schnell schließt Than die Tür und setzt sich an den Tisch, an dem sie immer essen. Auch Ying und Kakuia müssen sich setzen.

Jetzt haben sie einen so weiten Weg auf sich genommen, um hier glücklich zu werden und dann schafft es die Feuernation doch Ba Sing Se einzunehmen. Seit seiner Errichtung vor vielen hundert Jahren hat niemand diese Stadt einnehmen können, doch ausgerechnet jetzt, wo sie hier sind, wird ihr Name als Uneinnehmbare Stadt zerstört, wenn man davon absieht, dass es in der Vergangenheit schon einmal passiert worden sein soll.

“Was sollen wir jetzt machen?”, fragt Ying Hoffnungslos.

“Ich weiß es nicht…”, gibt Than zu und denkt nach.

 

In diesem Moment klopft es an der Tür. Sofort sehen alle erschrocken auf. Ist das die Feuernation? Geschieht hier jetzt das gleiche wie bei ihnen damals Zuhause?

Wieder klopft es.

Kakuia geht langsam zur Tür. Nur langsam bewegt sie ihre Hand zum Knauf, der die Tür öffnet. Mittlerweile ist das Klopfen zu einem Hämmern geworden und Kakuia malt sich aus, was wohl passieren wird, sobald die Tür offen ist.

Mit einem Klick ist sie nun auf und ein Mann stürmt herein.

“Danke, dass ihr aufgemacht habt!”, der Mann schließt sofort die Tür hinter sich und lehnt sich gegen sie.

“Nando du bist es!”, sofort fällt Kakuia dem Mann mit Kapuzenmantel um den Hals.

“Schön zu sehen, dass es euch gut geht. Tut mir leid, wenn ich euch so erschreckt habe, aber die Feuernation lässt alle Soldaten gefangen nehmen. Ich konnte mich verstecken und bin sofort zu euch gekommen”, erzählt er mit erleichterter Stimme endlich weg von den Straßen zu sein.

“Was wird jetzt geschehen?”, fragt Ying besorgt, immer noch Hop fest in ihren Armen haltend.

“Wir werden erst einmal hier im Haus bleiben. Von den unteren Bezirken wollen sie nichts, sie wollen zum Palast. Hier sind wir erst einmal sicher. Aber ich weiß nicht, wie es dann weiter gehen soll…”, mit gesenktem Blick liegt er in den Armen von Kakuia.

 

Nachdem Nando Kakuia am zweiten Tag Ba Sing Se ein wenig gezeigt hat, sind sie sich näher gekommen und haben sich noch öfters getroffen, bis sie sich schließlich an einem Brunnen, der wunderschön mit Laternen beleuchtet war, geküsst haben. Seitdem lebt er bei ihr und den anderen. Da das Haus neben ihnen frei war, konnte er als Soldat einen Antrag einsenden, dass sie das zweite Haus erhalten dürfen. Dem Antrag wurde stattgegeben und sie haben die beiden Häuser miteinander verbunden. So ist das Zuhause für Hope noch größer geworden. Doch momentan sieht es so aus, als ob ein friedliches Leben für Hope in Ba Sing Se vorbei ist.


 


Ein paar Tage später

 

“Was ist das? Der Himmel ist ja Blutrot?!”, Ying sieht aus dem Fenster und beobachtet, wie zwei Vögel am Himmel vorbeiziehen. Eigentlich wollte sie nur hinaussehen, da auf der Straße so viel Lärm entsteht und sie den Grund erfahren will.

Es sind riesige Metallbehälter, die wie von selbst zu fahren scheinen. Eine ganze Reihe von ihnen fährt an ihrem Haus vorbei.

“Bleib lieber weg vom Fenster und der Tür. Das sieht gefährlich aus”, warnt Than seine Frau und nimmt sie in seine Arme.

Seit paar Tagen ist die Feuernation in Ba Sing Se und schickt immer wieder Truppen durch die Straßen, um für Ruhe zu sorgen. Kakuia ist ein paar Mal hinausgegangen, um etwas zu Essen zu holen, doch sie ist froh gewesen wieder im Haus zu sein.

“Das ist Zosins Komet. Er verleiht den Feuerbändigern eine große Kraft, so haben wir es in der Schule gehört”, erzählt Nando ihr.

Doch in diesem Moment hören sie etwas lautes auf den Boden stürzen.

Nando und Kakuia rennen sofort zur Tür, um sie einen Spalt weit zu öffnen. Ying hält Hope erschrocken im Arm und Than liegt schützend über den beiden.

“Da sind Männer, die gegen diese Metallbehälter kämpfen und sie scheinen zu gewinnen! Das ist ein Feuerbändiger und…und ein Wasserbändiger!”, ruft Nando froh zu den beiden.

 

Es dauert lange, bis in ihrer Straße und der Umgebung Ruhe einkehrt. Immer wieder können sie das Feuer zischen hören, das Wasser rauschen, spüren, wie die Erde leicht bebt, Klingen haben sie klirren gehört und ein klacken, wenn die Metallbehälter gegeneinandergestoßen sind.  

Zwischenzeitlich sind Männer in einer weiß-blauen Tracht an ihrer Tür vorbei gegangen, die gegen die Feuernation gekämpft haben.

Nando traut sich als erster hinaus, um nachzusehen, was vor sich gegangen ist.

“Sie haben es geschafft!”, stürmt er nach einiger Zeit wieder hinein.

“Was haben sie geschafft?”, fragt Kakuia verwundert.

“Ein Freund kam angerannt. Er hat gesagt, dass die Männer in weiß-blau die Feuernation in Ba Sing Se besiegt haben! Ba Sing Se ist wieder frei!”, strahlt er voller Freude.

Noch nicht zu fassen, dass dies wahr sein soll, fallen sich Kakuia und Nando in die Arme.

Auch Ying und Than sind froh über die Nachricht und halten Hope ganz fest in ihren Armen.

“Nun kannst du in Frieden aufwachsen”, spricht Ying zu ihrer Tochter.

„Nun können wir endlich in Frieden leben in Ba Sing Se”, freut sich Than und küsst die Stirn seiner Tochter.

 

Es vergeht einige Zeit, doch die Straßen von Ba Sing Se sind wieder aufgeräumt, die Stände auf dem Markt stehen wieder und eine Normalität kehrt ein. Nando ist wieder ein Soldat der Erdnation und Than hat auch Arbeit gefunden. Obwohl er kein Bändiger ist, kann er helfen zerstörte Häuser wieder aufzubauen. Mit einigen anderen darf er Pläne überarbeiten und neue konstruieren.

Auch die Nachricht, dass der Feuerlord vom Avatar besiegt worden ist, hellt die Stimmung in der Stadt sehr auf. Die Angst, dass es einen erneuten Angriff geben wird verschwindet und für Hope beginnt somit die Zeit des Friedens und der Abenteuer in Ba Sing Se.

Vor 14 Jahren besiegte der Avatar den Feuerlord. Ba Sing Se wurde befreit und Frieden kehrte ein. Frieden, den die Menschen so lange ersehnt hatten.
Auch Ying und Than ersehnten sich Frieden. Frieden für ihre Tochter Hope. 
Nun erkundet Hope mit ihren Freunden Ba Sing Se und erlebt ihre eigenen großen Abenteuer.



Nach der Schule muss Hope natürlich immer erst die Hausaufgaben erledigen. Nicht immer hat sie Lust dazu, doch ihre Mutter Ying will, dass sie diese macht. Nicht immer mit der größten Sorgfalt erledigt Hope schließlich die Hausaufgaben, um draußen mit ihren Freunden zu spielen. 
Am liebsten Spielen sie mit einer Kugel. Da nicht alle von ihnen über eine Bändigerfähigkeit verfügen, ist dies die Möglichkeit, dass jeder mitmachen kann. Ziel ist es eine größere Kugel durch zwei Steinsäulen zu schießen. Das Bändigen ist dabei nicht erlaubt. 
Hope spielt immer mit Nadim in einem Team. Sie treten wie immer gegen Liana und Medan an. Da nur Nadim Erdbändiger ist, baut er die Säulen auf. Er ist einer der besten Bändiger in der Bändigerschule und kann daher die Säulen schnell errichten, indem er ein Bein vorstreckt und die Hände in den Himmel reckt. Mit einem leichten rumpeln schießen schließlich die Säulen empor. 
Liana ist eine Feuerbändigerin. Sie ist mit ihren Eltern aus dem nördlichen Teil des Feuerreiches nach Ba Sing Se gekommen. Seit dem der Avatar den Feuerlord besiegt hat, sind viele nach Ba Sing Se gekommen. Auch wenn sie nie Angst haben mussten, waren viele in der Feuernation nie erfreut über die Taten des Feuerlords. Daher wollten Liana’s Eltern lieber nach Ba Sing Se kommen.
“Hope, du bist wieder auf dem Feld. Ich bleibe bei den Säulen und werde die Kugel halten”, stellt Nadim Hope seinen Plan vor. Ein simpler Plan, der jedoch immer sehr gut ist. Nadim ist nicht nur als Erdbändiger super, sondern auch als Hüter. Nur selten kann er die große Kugel nicht abwehren. Im anderen Team steht Medan zwischen den Säulen und Liana steht auf dem Feld. 21 Siege können Hope und Nadim verzeichnen und nur 7 Niederlagen. Daher sind Medan und Liana wilder entschlossen als denn je heute einen Sieg zu erlangen. 
“Seid ihr bereit?”, fragt Liana selbstsicher.
“Wir warten nur auf euch!”, entgegnet Hope und atmet noch ein paar Mal ruhig ein und aus. 
Nadim wirft ein Steinchen gegen eine Dose. Das ist das Zeichen, dass das Spiel beginnt.

Hope und Liana rennen auf 10 Meter Entfernung auf die Kugel zu. Wer sie zuerst erreicht hat das Recht als erstes auf die Säulen zu schießen. Natürlich darf der Gegner versuchen ihm die Kugel abzunehmen. Wenn ein Treffer erzielt wird, wird die Kugel wieder auf den Mittelpunkt platziert und die Spieler müssen erneut aus 10 Metern Entfernung zur Kugel rennen. Wer zuerst 10 Treffer landet hat gewonnen.
Jetzt ist Liana als erstes an der Kugel und läuft gezielt zu den Säulen und somit auf Nadim zu. Hope versucht ihr den Ball abzunehmen, doch dieses Mal gelingt ihr das nicht und Liana schießt, keine 5 Meter Abstand, auf die Säulen. 
“Treffer!”, jubeln Medan und Liana gemeinsam.
“Das war gerade mal der Anfang”, schnaubend holt Nadim den Ball und legt ihn in die Mitte des Feldes. Dieses Mal wirft Medan einen Stein. Hope ist jetzt als Erste am Ball und rennt in Richtung der zwei Säulen. Doch leider schafft es Liana ihr die Kugel abzunehmen. Sofort rennt Hope ihr hinterher und versucht die Kugel zurück zu gewinnen. Mit einem Trick, den sie erst seit kurzem kann, schafft sie es und erobert so die Kugel. Doch viel Spielraum hat Hope nicht, daher legt sie alles in einen Schuss. Die Kugel fliegt über das Spielfeld und rammt die Säulen. Leider prallt die Kugel dort ab und fliegt links quer in einen angrenzenden Garten. 
“Verflixt, nicht in diesen Garten…”, jammert Medan.
“Na komm, wir müssen ihn zurückholen”, zerrt Hope ihn mit und klopft schon an der Haustür. 
“Da wird euch niemand öffnen. Die Leute in diesem Haus öffnen niemandem die Tür”, erklärt Liana Hope.
“Wir müssen so in den Garten”, schon klettert Medan auf die Mauer. 
“Das dürfen wir nicht!”, ruft Hope ihm hinterher.
“Wie sollen wir sonst an die Kugel kommen? Zudem gehen wir nur kurz rein, holen ihn und sind dann wieder weg. Das merkt keiner”, schon ist Medan oben auf der Mauer und springt in den Garten. 
“Na komm, wenn wir alle suchen geht es schneller”, versucht Nadim Hope umzustimmen und will ihr beim Klettern helfen.
“Na gut…”, stimmt sie zu, auch wenn in ihr alles sagt, dass sie es nicht machen sollte, genau wie bei Nadim, nur weiß sie es nicht.
“Ich glaube, wir brauchen ein wenig länger…”, staunt Hope, als sie den Garten sieht.
Durch die Mauer konnten sie nicht erkennen, wie weit dieser nach hinten geht. Vor ihnen erstrecken sich viele Wege, die in Bäumen verschwinden und verzweigte Wege, die sich in Felsen trennen. 
“Er kann zwar nicht weit sein, aber wir sollten uns besser trennen”, schlägt Medan vor.
“Sollen wir zusammen suchen?”, fragt Nadim Hope.
“Klar, wir sind ja auch auf dem Feld ein super Team.”
“Hierbei werden wir euch besiegen! Wir werden die Kugel vor euch finden”, fordert Liana die beiden heraus und rennt mit Medan in Richtung der Bäume. 
“Dann gehen wir zu den Felsen”, meint Nadim und geht vor.

“Wo ist nur diese Kugel?”, ärgert sich Liana.
“Weit sollte sie eigentlich nicht sein”, gelangweilt sieht sich Medan hinter jedem Busch um.
“Lauft…”, flüstert eine Stimme.
“Hast du was gesagt?”, schreckt Liana auf.
“Nein”
“Lauft…”, wieder ist eine leise Stimme zu hören.
“Schon wieder. Wer ist da?”, Liana sieht sich in alle Richtungen um und ist schon in Abwehrposition.
“Ich habe nichts...wahhhh!”, plötzlich fällt Medan zu Boden.
“Was ist das?! Mach das weg!”, um seinen linken Fuß hat sich eine Liane gewickelt, die ihn in die Büsche ziehen will.
Liana reagiert sofort und stößt mit der Faust einen Feuerwall auf die Liane. Sie trifft die Liane kurz vor seinem Fuß und trennt sie durch. 
“Das war knapp. Danke”, erleichtert atmet Medan auf. 
“Wir sollten schnell hier weg”, deutend zeigt Liana auf die anderen Lianen, die sich wie von selbst bewegen. Fast wie Schlangen kriechen sie auf dem Boden auf die beiden zu.
“Los, komm!”, sofort zerrt Liana Medan vom Boden hoch und zieht ihn hinter sich her. Sie will aus diesem komischen Wäldchen heraus. 
Wie kann hier überhaupt ein Wald sein? Bisher hat sich Liana das Grundstück nicht so groß vorgestellt.

“Hast du das auch gehört?”, fragt Hope besorgt.
“Ja. Das waren Liana und Medan. Die Kugel kann gar nicht so weit geflogen sein. Wir sollten zu ihnen”, schlägt Nadim vor. 
Beide kehren sofort um, doch sie landen in eine Sackgasse.
“Sind wir nicht vorhin von hierhergekommen?”, fragt Hope irritiert.
“Das habe ich auch gedacht. Gehen wir hier lang”, von zwei Wegen entscheidet sich Nadim für den linken und geht voraus. 
Noch immer überzeugt, dass sie nicht einfach so das Grundstück hätten betreten dürfen, folgt Hope ihm. Doch sie hat ein merkwürdiges Gefühl, als ob sie beobachtet werden. 
“Waren wir gerade auch schon hier?”, verwundert sieht sich Hope den Weg an.
“Nein, hier waren wir noch nicht. Die Felsen sind höher als eben”, auch Nadim hat ein merkwürdiges Gefühl.
Hier stimmt etwas nicht. Irgendjemand schickt sie immer weiter in den Garten. 
Schon seit vielen Jahren besucht er eine Erdbändigerschule. Jetzt scheint sie gut gewesen zu sein, denn eine der ersten Übungen ist es die Erde zu sehen und zu fühlen. Das, was Nadim fühlt glaubt er aber nicht. Die Erde unter ihnen bewegt sich. Er spürt ein leichtes zittern an seinen Füßen, es sind also gerade Steine in Bewegung.
“Lass uns lieber wieder zurückgehen”, sofort dreht sich Nadim um und nimmt Hope an die Hand. Beide gehen den Weg wieder zurück und wollen rechts um die Ecke, doch der Durchgang ist schon mit Felsen blockiert. 
“Ich habe doch gesagt, dass wir nicht hier rein gehen sollten”, seufzt Hope.
“Dann müssen wir uns einen eigenen Weg machen”, schon steht Nadim bereit, um die Felsen verschwinden zu lassen.
Breitbeinig steht er vor ihnen und hebt seine Hände. Die Augen hat er dabei geschlossen und konzentriert sich. Mit einem Ruck zieht er die Arme und Hände hinunter, als ob er etwas hinunterreißen würde. In diesem Moment kann auch Hope ein zittern fühlen und sieht, wie die Felsen vor ihnen im Boden verschwinden und einen Durchgang bilden. 
“Los komm, bevor der Weg wieder versperrt ist”, schnell zieht Nadim Hope mit durch den Durchgang.
“Ich staune immer wieder”, da Hope selbst keine Bändigerkräfte besitzt oder sie sich noch nicht gezeigt haben, was sie immer noch hofft, ist sie immer wieder erstaunt, wenn Nadim oder Liana bändigen. 
“Ach, das ist doch nur eine Kleinigkeit” zwinkert er ihr zu. 
Sie gehen den neuen Weg, den Nadim frei gemacht hat und müssen feststellen, dass die Steine vor ihnen anscheinend leben. 
“Was ist das?!”, ungläubig beobachtet Hope die Felsen. 
Es sind gerade mal 5 Felsen, die sich anscheinend nach vorne bewegen, stehen bleiben und wieder nach hinten gleiten. 
“Das ist seltsam. Ich spüre, dass sie von woanders bewegt werden. Es sind auch nicht die einzigen”, Nadim hat seine Augen geschlossen und konzentriert sich auf den Boden. Er spürt die Erschütterungen und kann in seinem inneren Auge sehen, wie sich die Felsen bewegen. 
“Die sind irgendwie lustig”, langsam nähert sich Hope einen der Steine, um ihn besser zu beobachten.
“Pass auf!”, ruft Nadim.
Einer der Steine, auf den Hope nicht achtet, zersplittert in kleinere Brocken und fliegen auf sie zu. Nadim reagiert sofort und stampf seitlich mit dem Fuß auf den Boden. Dabei imitiert er die Bewegung, als ob er gegen etwas treten würde. Sofort bahnt sich eine Mauer den Weg zu Hope. Sie sieht nur noch die Brocken, die auf sie zufliegen und eine Mauer, die vor ihr in die Höhe schnellt. 
“Wahhh!”, sofort hält Hope ihre Arme vor ihr Gesicht und duckt sich. Sie hört nur, wie etwas hartes gegen die Steinmauer donnert und stecken bleibt.
“Komm mit!”, Nadim nimmt Hope an die Hand und rennt mit ihr wieder zurück, von wo sie gekommen sind. Nachdem sie einmal links abbiegen bleibt er stehen und stampf wieder auf den Boden. Dabei hebt er seine Arme und eine Wand erhebt sich und schneidet den Weg ab.

“Vielleicht sollten wir die Kugel hierlassen und lieber abhauen”, schlägt Medan vor. 
“Und die anderen hierlassen?! Nein. Wir sollten zumindest Hope und Nadim suchen”, sagt Liana entschlossen.
“Das habe ich ja auch nicht so gesagt…”, meint Medan kleinlaut.
“…aber wie sollen wir sie finden? Wir sind mitten im Wald, werden von Lianen angegriffen und die beiden sind irgendwo bei den Steinen…”
“Sei nicht so negativ. Hat uns schon mal irgendwas aufgehalten?”, ermutigt Liana ihn.
“Du hast recht”, Medan richtet sich nun mit viel Elan auf.
“Geht doch. Und jetzt zeigen wir ihnen, wo wir sind”, schon streckt Liana schnell ihre Faust in den Himmel und eine große Feuersäule bahnt sich den Weg nach oben.
“Das sollten sie gesehen haben”, sagt Medan beeindruckt, was Liana kann.

“Ich hätte nie gedacht, dass der Garten so groß sein könnte...”, Hope lehnt sich gegen einen Stein und atmet tief durch. 
“Es gibt viele, die so groß sind. Du müsstest mal den Zoo sehen. Der ist auch viel größer, als erst zu sehen ist”, erzählt Nadim ihr.
Hope ist noch nie in dem Zoo gewesen. Jetzt, wo er es ihr sagt, fällt es ihr auf. Als Kind wollte sie oft in den Zoo, doch ist sie bis heute nie dort gewesen. Irgendwann noch in diesem Sommer will sie dort hingehen, mit den anderen. Das beschließt sie jetzt. Wird bestimmt auch lustig.
“Kannst du den anderen nicht irgendein Zeichen senden, wo wir sind?”, schlägt Hope vor.
“Ich kann ja mal einen Ausguck machen”, schon geht Nadim ein Stück von Hope weg und stellt sich wieder breitbeinig auf.
Er geht in die Knie und legt eine Hand auf den Boden. Schon bebt die Erde und Nadim schießt auf einer Säule in die Höhe.
Von oben kann er den ganzen Garten sehen. Er ist in zwei Teile geteilt. In dem Teil, in dem er und Hope sind, ist hauptsächlich eine Steinlandschaft zu sehen. Nur ein Wasserfall scheint das lebendigste zu sein. Der andere Teil besteht hauptsächlich aus Bäumen. 
“Und?! Kannst du die beiden sehen?!”, ruft Hope vom Boden zu ihm hoch.
“Da sind sehr viele Bäume! Vielleicht sind sie...”, ruft Nadim hinunter, als er etwas helles im Wald sieht.
“Da! Eine Feuersäule! Das müssen sie sein!”, sofort bückt er sich, damit die Säule wieder kleiner wird. 
“Etwa 200 Meter in dieser Richtung ist ein Fluss. Er fließt genau in die Richtung, in der die Feuersäule war”, berichtet er und deutet in eine bestimmte Richtung. 
“Super, dann müssen wir ja nur noch hier durch, sie finden und dann wieder irgendwie hier raus”, leichter Hohn ist in Hope‘s Stimme zu hören.
“Klingt doch alles ganz einfach”, witzelt Nadim mit einem zwinkern.
“Kannst du uns denn einen Weg bis zu ihnen bändigen?”, fragt sie, da es etwas anstrengend ist immer einen neuen Weg zu finden.
“Sollte machbar sein. Bleib hinter mir”, mit einer Hand schiebt er sie hinter sich und geht wieder in seine Position, um zu bändigen. 
Es dauert zwar, bis sie es geschafft haben, doch schließlich kommen sie an den Fluss, der in den Wald führt. Sie laufen den Fluss entlang und findet tatsächlich Liana und Medan.

„Wie habt ihr uns gefunden?“, wundert sich Medan.
„Wir haben das Feuer gesehen. Das konnte nur von Liana kommen“, antwortet Nadim.
„Wir sollten so schnell wie möglich hier weg“, Liana klingt etwas besorgt.
„Das glaube ich auch. Wisst ihr, wo wir hier rauskommen können?“, fragt Hope.
„Wir sind von dort gekommen…“, deutet Liana in eine Richtung.
„…aber da kommen wir wahrscheinlich nicht mehr durch. Nennt uns verrückt, aber die Lianen hier leben“, ergänzt Medan.
„Klingt doch gar nicht so verrückt. Bei uns waren es die Felswände“, winkt Nadim die lebenden Lianen ab, als sei das gar nicht so schlimm.
„Da ihr beide nicht bändigen könnt, wäre es vielleicht sicherer, wenn wir nicht durch den dichten Wald gehen“, schlägt Liana vor.
„Auch wenn wir nicht bändigen können, so können wir uns dennoch verteidigen, oder Medan?“, sofort hebt Hope einen größeren Stock auf, der im Gebüsch liegt.
„Da hast du recht“, auch Medan hebt nun einen Stock auf, den er nach längerem suchen findet. 
„Na gut. Ich sollte dann vor gehen, um die Lianen zu verbrennen. Dann kommt ihr zwei und Nadim bildet den Schluss. Er hält uns den Rücken frei“, erklärt Liana ihren Plan.
„Na dann auf ins Gefecht“, grinst Nadim.
„Das kenne ich ja gar nicht von dir“, wundert sich Hope über Nadim’s grinsen.
„In der Bändigerschule hatten wir schon lange keine Kämpfe mehr. Daher freue ich mich jetzt auf ein bisschen Action“, zwinkert er ihr zu.
„Na gut, dann los. Wir sind bereit“, immer noch etwas verwundert atmet Hope tief durch und hält ihren Stock bereit.
Auch Medan ist bereit sich durch die Lianen zu schlagen.

Mit schnellen Schritten laufen sie durch den Wald, in der Hoffnung, dass es auch der richtige Weg ist. 
„Sollten hier nicht überall Lianen sein?“, fragt Hope.
„Die kommen noch“, versichert ihr Medan.
„He, ist das nicht unsere Kugel?“, abrupt bleibt Hope stehen. Sie sieht etwas braunes rundes weiter hintern liegen, etwas abseits von dem Trampelpfad, den sie gerade gehen.
„Geh nicht…“, ruft Nadim hinterher, doch Hope rennt schon zur Kugel.
„Ich habe sie!“, freut sich Hope und hält die Kugel in die Luft.
„Hinter dir!“, sofort rennt Nadim zu Hope, da sich Lianen von hinten an Hope heranschlängeln.
„Verflixt…“, Liana will hinterher, doch sie kann Medan nicht alleine lassen, da er sonst ohne Schutz wäre.
Hope will Nadim entgegenkommen, aber sie wird an einem Fuß festgehalten und fällt so zu Boden.
„Waahh! Lass mich los!“, geschockt tritt sie mit ihrem freien Fuß nach hinten, um sich frei zu bekommen. Sie tritt jedoch ins Leere, da die Lianen doch recht schmal sind. 
Im Rennen stampft Nadim einmal auf und ein kleiner Brocken erscheint vor ihm. Mit der Hand stößt er den Bricken von sich weg in Richtung Hope. Nur knapp verfehlt er ihren Kopf und trifft die Liane. Hope wird nicht mehr weggezogen und Nadim erreicht ihre Hand. Sofort zieht er sie hoch und rennt mit ihr zurück zu Liana und Medan.
„Hast du einen Stein nach mit geworfen?!“, fragt Hope ihn etwas wütend und entsetzt. 
„Ich wollte die Liane treffen, und das habe ich doch auch“
„Redet nicht so viel, sondern lauft!“, ruft Medan ihnen entgegen.
„Ducken!“, brüllt Liana und streckt schnell eine Faust nach vorne. Sofort erscheint eine helle Flamme aus ihr und bahnt sich einen Weg nach vorne. Noch so gerade kann dieses Mal Hope Nadim hinunterziehen und seinen Kopf unten halten.
Sie spüren die Hitze des Feuers und hören das Knistern, als eine Flammenwand über ihnen hinwegfegt und die Lianen trifft, die die beiden verfolgt haben.
„Jetzt kommt. Wir sind fast draußen!“, eilig kommt Medan herbei und hilft den beiden hoch. Hinte ihnen beobachten Hope und Nadim, wie sich die Lianen wie Schlangen zurückziehen. Doch viel Zeit zum sehen haben sie nicht, da von der anderen Seite nun auch Lianen kommen.
„Macht schon!“, endlich an der Mauer angekommen, steht Liana bereit den anderen Deckung zu geben, um über die Mauer zu kommen.
„Ihr zwei zuerst“, mit einem Tritt auf den Boden bringt Nadim Hope und Medan auf einer kleinen Säule in die Luft, damit sie über die Mauer können.
„Jetzt du“, sagt er zu Liana und stampft wieder auf den Boden. Noch in der Luft streckt Liana wieder ihre Faust nach vorne und stößt eine Feuerwand aus. Nadim nutzt die Deckung und kniet sich hin. In der gleichen Bewegung schlägt er mit einer Faust auf den Boden und er schießt auf einer Steinsäule in die Luft. Mit einem kleinen zittern und viel Staub landet er schließlich auch wieder auf der sicheren Seite der Mauer.

Noch einen längeren Moment stehen Liana und Nadim kampfbereit vor der Mauer, falls die Lianen es auch über die Mauer schaffen sollten. Doch sie kommen nicht und alle vier können sich erst einmal entspannen.
„Mach so was nie wieder“, sagt Liana erschöpft zu Hope.
„Hey, das war doch eure Idee über die Mauer zu klettern“, wehrt sie sich.
„Lasst uns einfach das nächste Mal woanders spielen“, atmet Medan tief durch.
„Eins steht fest: Die Gerüchte um diesen Garten sind wahr. Ich will nur wissen, wer dahintersteckt. Als die Steine sich bewegt haben, konnte ich viele Tunnel spüren“, grübelt Nadim.
„Lass uns darüber ein andermal reden. Hiernach will ich nur noch etwas Essen und dann in mein Bett“, langsam kommt auch Hope wieder zu Atem.
„Gute Idee. Lasst uns morgen wieder treffen“, verabschiedet sich Medan als Erster.
„Klar, dass du bei dem Wort Essen zuerst gehst!“, ruft Liana ihm lachend hinterher.
„Ich gehe aber auch, machts gut“, verabschiedet sie sich von den beiden.
„Danke, dass du mit geholfen hast…zweimal“, bedankt sich Hope leise.
„Dafür musst du dich doch nicht bedanken. Das hättest du auch für mich getan“, lächelt er sie an.
„Dennoch, Danke“, schnell gibt Hope Nadim einen Kuss auf seine Wange und läuft schnell nach Hause.
Nadim blickt noch einmal zum Garten zurück, bevor auch er nach Hause geht, um sich auszuruhen.

„Habend die Kinder etwas gemerkt?“
„Ich glaube nicht. Wir haben sie erfolgreich verjagt“
„Gut. Ich will nicht, dass irgendjemand unseren Plan vereitelt“
„Das wird niemand. Der Avatar ist anderweitig beschäftigt und die Soldaten sind am anderen Ende der Stadt. Es wird niemand davon erfahren“
„Sehr gut, denn schon bald wird sich alles ändern“
Ein Mann und eine Frau blicken aus dem Haus den Kindern hinterher, bis sie schließlich die Tür wieder verschließen.

Vor 10 Jahren besiegte der Avatar den Feuerlord. Ba Sing Se wurde befreit und Frieden kehrte ein. Frieden, den die Menschen so lange ersehnt hatten.
Auch Ying und Than ersehnten sich Frieden. Frieden für ihre Tochter Hope.
Nun erkundet Hope mit ihren Freunden Ba Sing Se und erlebt ihre eigenen großen Abenteuer.



Einmal im Jahr findet eine ganz besondere Nacht statt. Einmal im Jahr verkleiden sich die Kinder in Ba Sing Se und ziehen von Haus zu Haus, um Süßigkeiten zu sammeln. Sie nennen es “Die Nacht der Süßigkeiten”. Diese Nacht ist bei allen Kindern beliebt und alle verkleiden sich unterschiedlich. Die beliebteste Verkleidung ist jedoch noch immer ein Soldat der Erdnation. Der Höhepunkt des sehr langen Abends ist für die Kinder das große Feuerwerk, was jedes Jahr stattfindet. Gefeiert wird, um böse Geister zu vertreiben und um die Guten zu Ehren. Diese Tradition ist entstanden, als der Avatar für eine lange Zeit verschwunden war.

“Mama, du musst mich noch schminken. Das kann ich noch nicht!”, drängt Hope ihre Mutter, da es schon dunkel wird und die ersten Kinder aufbrechen, um Süßigkeiten zu sammeln.
“Ich bin ja schon da. Du musst aber ganz still halten”, Hope’s Mutter kommt mit einer Schatulle an, in der sich die Schminke befindet.
Es klopf an der Tür.
“Than, geh du bitte”, ruft Ying ihrem Mann zu, da sie noch mit Hope beschäftigt ist.
“Guten Abend, ist Hope fertig?”
Es ist Nadim, der anklopft und nach Hope fragt. So wie Hope ihre Freunde kennt, haben sie ausgelost, wer nachfragen muss, denn dies machen sie immer und bei jedem.
“Hope ist jeden Moment soweit, kommt doch rein”, Than öffnet die Tür etwas weiter und lässt die Kinder herein.
“Du bist also ein Erdsoldat. Und was seid ihr?”, fragt er Liana und Medan.
“Ich bin der Feuerlord” und Liana lässt eine Flamme in ihrer Hand erscheinen.
“Und ich bin der Erdkönig”, stolz präsentiert Medan seine Krone auf dem Kopf.
“Seid gegrüßt Eure Hoheiten”, verbeugt sich Hope’s Vater.
“So, du bist fertig geschminkt”, Hope’s Mutter klappt die Schatulle zu und hält ihr einen Spiegel hin.
“Super! Danke Mama!”, strahlt Hope.
“Nur berühmte Personen sind jetzt in unserem Haus”, lacht Hope’s Vater.
“Bist du bereit?”, fragt Medan ungeduldig.
“Ja, ich bin fertig”, zuletzt schnappt sich Hope noch einen Behälter für ihre Süßigkeiten.
“Passt aber gut auf da draußen und geht nicht zu weit”, sorgt sich Hope’s Mutter.
“Jaha, versprochen”, es ist Hope etwas peinlich.
“Damit ihr nicht mit leeren Händen anfangen müsst, bekommt ihr schon mal ein paar Süßigkeiten”, Hope’s Vater holt ein paar Kleinigkeiten hervor und legt sie in die Behälter der vier.
“Vielen Dank”, verbeugen sie sich dankend.
“Viel Spaß!”, verabschieden sich ihre Eltern und Hope und ihre Freunde starten ihren Süßigkeitenzug.

“Wir sollten zuerst dort hinten zu dem Haus gehen. Da bekommt man die meisten Süßigkeiten”, deutet Liana auf ein größeres Haus, an dem schon einige Kinder stehen.
“Schnell, bevor alle weg sind!”, drängt Medan die anderen.
Als sie ankommen, haben sie Glück. Die anderen Kinder sind gerade weg und hinter ihnen kommen auch keine. Hope klopf an die Tür und sie warten alle gespannt.
“Süßes oder Geister!”, rufen die vier gleichzeitig, als die Tür aufgeht.
“Oh seid ihr süß. Lasst mal sehen, was ihr seid. Du bist einer unserer Soldaten, das kann man sofort erkennen”, und die Dame, die aufgemacht hat gibt ihm eine große Handvoll mit Süßem.
“Du sollst bestimmt der Feuerlord sein”, beeindruckt sieht sich die Dame die Narbe in Liana‘s Gesicht an.
Liana saß lange daran, um sie so echt wie möglich aussehen zu lassen.
“Du sollst bestimmt unseren Erdkönig darstellen”, verblüffend sieht sie Medan an und gibt ihm eine extra große Hand voller Süßigkeiten.
Dann wendet sie sich Hope zu.
“Wahnsinn, du siehst genauso aus wie sie auf den Bildern. Selbst die Schminke sitzt perfekt, wie bei Kyoshi persönlich”, staunt die Dame beim Kostüm von Hope und auch ihr gibt sie eine extra große Hand voll mit Süßem.
Hope wird rot und ist stolz, dass ihr Kostüm so gut geworden ist.
Sie hatte sich für diese Verkleidung entschieden, da sie einige Geschichten von ihr gehört hatte und beeindruckt war, wie sie zum Avatar wurde.
“Vielen Dank”, wieder verbeugen sich die vier und danken so für das Süße.
“Nichts zu danken, viel Spaß noch”, verabschiedet sich die alte Dame.
“Wahnsinn, wie viel sie uns gegeben hat”, staunt Liana.
“Lasst uns schnell zu dem Haus da vorne hin gehen, da soll es auch leckere Sachen geben”, meint Nadim und läuft los.
“Na komm schon Medan, sonst bekommst du nichts mehr”, scherzt Hope und hofft ihn so antreiben zu können.
“Ich komme ja schon”, rennt er ihnen hinterher, während er schon ein paar Süßigkeiten isst.
Auch an diesem Haus bekommen sie viele Süßigkeiten und ihre Behälter sind schon fast bis zur Hälfte gefüllt.
“Lasst uns ein bisschen Essen, sonst passt nichts mehr rein”, schlägt Medan mampfend vor.
“Ich hebe sie mir lieber für später auf. Noch habe ich Platz”, meint Hope, sieht aber einen Schokoriegel verträumt an.
“Einen kannst du doch ruhig essen”, Liana sieht den Blick von Hope und macht es ihr vor und isst einen ihrer Schokoriegel.
“Da hast du recht. Wir bekommen ja noch mehr”, und Hope beißt genüsslich hinein.

“Seht mal da vorne. Da sind Jesko und die anderen”, Nadim deutet auf eine ruhigere Ecke.
“Sie wollen wohl den beiden ihre Süßigkeiten wegnehmen”, grimmig sieht Medan zu Jesko herüber.
“Das ist nicht fair”, sofort läuft Hope zu ihnen herüber.
“Lasst sie in Ruhe! Sammelt eure eigenen Süßigkeiten!”, schreit sie ihn an.
“Ach so was. Wen haben wir denn da? Ein Avatar - Abklatsch. Da stimmt ja gar nichts. Wo sind denn deine Freunde? Wollten sie nicht mit jemanden wie dir Süßigkeiten sammeln?”, fängt Jesko sofort an Hope zu beleidigen.
“Ihre Freunde stehen immer hinter ihr”, brüllt Liana und lässt eine Flamme in ihrer Hand erscheinen.
“Ihr wollt euch doch bestimmt nicht mit uns anlegen”, grinst Nadim.
“Ihr wollt doch bestimmt nicht, dass der Erdkönig euch verbannt”, Medan streckt seine Brust hervor und will so größer erscheinen.
“Kommt gehen wir. Wir bekommen auch noch woanders etwas zu essen”, böse blickt Jesko noch einmal Hope an und dreht sich dann um.
Seine Freunde folgen ihm und verschwinden hinter der nächsten Ecke, doch die Süßigkeiten haben sie fast alle mitgenommen.
“Geht es euch gut?”, wendet sich Hope an die beiden Kinder.
Sie sind unter einem Betttuch und wollen so als Geister gehen.
“Danke, dass ihr uns geholfen habt”, die beiden nehmen die Betttücher ab und zwei Mädchen erscheinen.
“Uns geht es gut, danke”
“Jesko und die anderen schikanieren jeden gerne. Wir versuchen ihnen immer aus dem Weg zu gehen. Ihr dürft ihn nicht so ernst nehmen”, meint Liana.
“Danke, das machen wir auch nicht. Und dein Kostüm sieh wirklich super aus, wie Kyoshi persönlich”, wendet sich das kleinere Mädchen an Hope.
“Danke. Ich bin übrigens Hope”, sie wird bei dem Kompliment leicht rot und ist froh Schminke zu tragen, wo man es nicht sehen kann.
“Ich bin Eske und das ist Åsa”, stellt das kleinere Mädchen sich vor.
“Ich bin Liana”, und sie verbeugt sich, wobei sie eine Flache Hand an eine Faust legt.
“Ich bin Medan”, stellt sich Medan vor und macht die gleiche Geste wie Liana.
“Ich bin Nadim. Eure Namen passen gut zu euren Kostümen”, merkt Nadim an.
“Unsere Eltern haben uns die Namen gegeben, weil sie sehr spirituell sind”, antwortet Åsa sofort.
“Wieso? Was bedeuten ihre Namen denn?”, fragt Medan neugierig.
“Geist oder Gott glaube ich”, überlegt Liana.
“Wollt ihr mit uns Süßigkeiten sammeln? Dann müsst ihr keine Angst haben, dass Jesko und die anderen noch einmal auftauchen”, schlägt Hope vor.
“Wirklich? Gerne”, strahlt Eske und auch Åsa scheint sich über diese Einladung sehr zu freuen.
Sie ziehen sich ihre Betttücher wieder über und gehen mit den anderen zu den nächsten Häusern.

Die beiden scheinen überwältigt zu sein, wie viele Kinder sich verkleidet haben, dabei gehen die meisten Kinder wie üblich als Geister, Hexen, Werwölfe oder als eines ihrer Lieblingstiere.
“Lebt ihr schon lange in Ba Sing Se?”, fragt Nadim die beiden nach einiger Zeit.
“Nein, wir sind erst vor kurzem hierhergezogen”, antwortet Eske zögerlich.
“Von woher seid ihr gekommen?”, fragt Liana weiter.
“Von weit aus dem Süden. Unser Dorf ist klein und es gab kaum etwas zu Essen und zu arbeiten. Daher sind wir hierhin gekommen”, sagt Åsa.
“Hört ihr das auch?”, unterbricht Medan die anderen.
“Da werden nur welche erschreckt”, meint Nadim.
“Nein, das klingt irgendwie anders”, und Hope hört genauer hin.
“Ich glaube sie rufen um Hilfe”
“Vielleicht sollten wir nur zur Vorsicht mal vorbei gehen?”, schlägt Liana vor.
Sie versuchen zu hören, aus welcher Richtung die Rufe kommen und gelangen in eine ruhigere kleinere Straße.
“Eigentlich sollten wir nicht so weit hier hingehen”, meint Medan.
“Hast du Angst?”, neckt Liana ihn.
“Nein”, behauptet er, doch seine Stimme ist zittrig.
“Uns ist es nicht ganz geheuer”, Angst liegt in der Stimme von Eske.
“Keine Angst, wir geben auf euch acht. Wir gehen nur schnell nachsehen und gehen dann wieder”, lächelt Hope, um die beiden zu beruhigen.
Sie selbst hat aber auch etwas Angst. Ihr Bauch fühlt sich komisch an und ihre Beine sind sehr schwer.

“Hihihi. Ihr kommt jetzt alle mit!”, hören sie eine schrille Stimme eine Straße weiter rufen.
Die Stimme verursacht bei allen ein Schauer auf dem Rücken. Sie sehen sich nur kurz an und laufen in diese Richtung.
“Warum müssen wir in die Richtung laufen, aus der diese Stimme kam?”, beschwert sich Medan.
“Weil andere vielleicht unsere Hilfe brauchen”, entgegnet ihm Hope.
Als sie um die Ecke biegen, können sie Jesko erkennen, wie er auf dem Boden versucht vor jemanden weg zu krabbeln.
Vor ihm stehen zwei Personen mit jeweils einem Sack, die sich bewegen.
“Hey! Lasst ihn in Ruhe!”, ruft Hope.
Die Erde bebt leicht und der Boden unter Jesko verschiebt sich in ihre Richtung, sodass er von diesen Personen weggezogen wird. Nadim holt ihn so zu sich.
“Wollt ihr ihm wirklich helfen?”, fragt Åsa.
“Er ist zwar ein Blödi, aber auch ihm sollte man helfen”, meint Liana zu ihr.
“Das ist aber sehr nett von euch”, staunt Eske.
“Hauptsächlich ist es Hope, die allen immer helfen will. Wir unterstützen sie nur”, meint Medan.
“Sieh einer an, noch mehr Kinder”, lacht die eine Person und kommt langsam auf sie zu.
“Mhhm die beiden riechen besonders gut”, die zweite zeigt auf Åsa uns Eske.
Als die beiden in den Lichtschein einer Laterne kommen erschrecken sich alle. Die Haut der beiden Frauen ist grün und ihre Nasen sind ganz krumm. Dazu tragen sie einen schwarzen Umhang und einen merkwürdigen Hut.
“Hilfe! Holt uns hier raus!”, die Säcke in ihren Händen bewegen sich wieder mehr.
“Sie haben meine Freunde, helft ihnen! Bitte!”, fleht Jesko Hope an.
“Wer sind diese Frauen?”, fragt Liana.
“Ich weiß es nicht. Sie standen auf einmal vor uns und haben sich einen nach dem anderen von uns geschnappt und in den Sack geworfen”, Jeskos Stimme überschlägt sich und die ersten Tränen rollen herunter.
“Lasst die anderen wieder frei!”, ruft Hope weiter, doch die beiden Frauen scheinen nicht sonderlich beeindruckt zu sein.
“Sie ist ganz schön mutig. Sie sollten wir auch mitnehmen”, grinst die linke.
Die rechte sagt irgendetwas, doch sie können nicht verstehen, was, da sie in einer anderen Sprache spricht. Um die beiden bildet sich schwarzer Rauch und mit einem Mal rasen sie in diesem Rauch auf Hope und die anderen zu und hüllen sie in diesen Rauch ein. Sie können nichts mehr sehen und müssen husten.
“Lasst uns los!”, schreien Eske und Hope.
“Zappelt nicht so!”, schreit eine der Frauen.
So wie der schwarze Rauch aufgetaucht ist, verschwindet er auch wieder und Hope und Eske sind verschwunden. Åsa klammert sich an Medan fest.
“Hope?! Hope wo bist du?”, ruft Nadim panisch.
“Wo haben sie Hope und die anderen hingebracht?”, fragt Liana Jesko wütend.
“Ich...Ich weiß es nicht”, keucht Jesko.
“Sie haben sie in diese Richtung gebracht”, leise deutet Åsa in die Richtung eines großen Felsen.
“In diesem Felsen gibt es eine kleine Höhle, sie haben sie bestimmt dahingebracht”, meint Nadim und läuft sofort los.

“Lasst uns frei!”, brüllt Hope aus dem Käfig, in denen sie alle gesteckt wurden.
“Sei still, wir müssen uns Konzentrieren”, kommt eine plumpe Antwort der beiden Frauen und sie zünden ein Feuer an.
“Was wollt ihr von uns?”, einer der Freunde von Jesko meldet sich nun auch zu Wort.
“Wir Hexen werden eure Essenz herauskochen, damit wir unsere Zauberkräfte behalten können. In dieser Nacht sind diese Welt und die Geisterwelt am nächsten und wir können so unsere Kräfte steigern”, lacht die eine Hexe.
“Und mit ihr fangen wir an. Sie ist selten und schwer zu fangen”, lacht die Zweite kreischend und deutet auf Eske.
Eske zittert und weicht im Käfig weiter nach hinten. Die anderen rutschen weiter vor, um sie zu schützen.
“Ja, zitter du kleiner Geist, das macht uns noch mächtiger”, lachen die Hexen und wenden sich ihrem Topf zu, der auf dem Feuer steht.
“Was sollen wir machen?”, fragt einer der Freunde von Jesko.
“Ich weiß es nicht… Wir können nur hoffen, dass die anderen uns finden”, schaut Hope traurig nach unten.
“Die anderen sind schon auf dem Weg zu uns”, sagt Eske leise.
“Woher weißt du das?”, fragt Hope überrascht.
“Ich kann es spüren”

“Bevor wir jetzt da hochklettern und rein gehen, was sollen wir machen?”, hält Liana Nadim auf, der den Felsen schon hinaufgehen will.
“Ich weiß es nicht…”, gibt er geschlagen zu.
“Wie wäre es mit einem Ablenkungsmanöver, während jemand die anderen befreit?”, schlägt Medan vor.
“Und an was hast du gedacht?”, fragt Liana.
“Sie wollten unbedingt Eske und Åsa. Eske haben sie. Also geht Åsa hinein und lenkt sie ab. Jesko und ich bleiben bei ihr, um sie zu beschützen. Währenddessen befreit ihr die anderen mit bändigen”, schlägt er vor.
Liana und Nadim sind erstaunt, dass Medan eine recht gute Idee hat.
“Schaffst du das Åsa?”, fragt Liana sie.
“Ja”, entschlossen nickt sie.
Nadim bändigt vorsichtig Stufen in den großen Felsen, damit sie sich leise der Höhle nähern können. Draußen können sie schon das Schrille lachen der Frauen hören.

“Lasst meine Freunde frei!”, mutig betritt Åsa die Höhle, hinter ihr gehen Jesko und Medan in Stellung.
“Der zweite Geist traut sich also hier hin. Das kennen wir von euch ja gar nicht”, schmunzelt die Rechte.
“Wir werden unsere Freunde befreien!”, ruft Medan.
“G...Genau!”, versucht Jesko selbstbewusst zu klingen.
“Ihr landet auch in den Kochtopf, so wie eure Freunde!”
“Bis auf diesen Junge, der wirkt zäh”, und die Linke deutet auf Jesko.
Das kratzt an Jeskos Selbstwertgefühl und rennt auf die beiden los. Die Hexen scheinen nicht beeindruckt zu sein und holen einen kurzen Stock hervor. Sie wedeln damit in der Luft herum und aus dem Stock erscheint ein schwarzer Rauch. Jesko wird von ihm umhüllt und bleibt wie angewurzelt stehen.

Liana und Nadim nutzen diese Ablenkung und schleichen sich zu dem Käfig.
“Warum müssen ausgerechnet die Nichtbändiger die Ablenkung spielen?”, fragt Hope etwas besorgt.
“Weil wir Feuer brauchen, um das Eisen zu erweichen und Erde, um das erweichte Metall zu zerstören”, flüstert Liana, während sie einen leichten Feuerschwall auf das Schloss sprüht.
Es dauert nicht lange, bis das Schloss anfängt zu glühen.
“Du bist dran”, wendet sie sich an Nadim.
Er macht einen Schritt zurück und geht in die Hocke. Dann lässt er seine Hände zusammenschnellen und zwei kleinere Felsbrocken rasen gegen das Schloss aufeinander zu. Es kracht und fällt zu Boden. Erschrocken drehen sich die beiden Hexen um.
“Nein! Ihr gehört doch alle in den Käfig!” schreit die Linke.
Die Rechte erhebt ihren Stock und schwarzer Rauch kommt aus ihm heraus.
“Lauft!”, ruft Liana und rennt los.
Die anderen folgen ihr Richtung Ausgang der Höhle.
“Ihr entkommt uns nicht!”, kreischt die linke Hexe und hüllt sich in den dunklen Rauch.
Auch Medan und die anderen versuchen zu entkommen, doch der schwarze Rauch ist ihnen auf den Fersen. Sie stürmen die gebändigten Stufen von Nadim herunter, ohne sich umzudrehen.
“Lass mich los!”, schreit Eske.
Åsa, Hope und Medan drehen sich um. Die anderen laufen weiter und versuchen dem Rauch zu entkommen.
“Lass sie in Ruhe!”, ruft Medan und wirft einen Stein nach der Hexe.
Die Hexe wirft Åsa zur Seite und stürmt auf Medan los.
“Lauf weg!”, schreit Hope zu ihm und versucht ihn zu erreichen, doch Eske ist schneller.
“Bleib weg!”, brüllt sie und stellt sich mit ausgebreiteten Armen vor Medan.
Vor ihr erscheint ein grelles Licht und Hope muss die Augen schließen. Sie kann nur ein schrilles Kreischen von der Hexe hören, dass sie bis ins Mark erschüttert. Ihr Herz rast vor Angst und nur langsam traut sie sich die Augen zu öffnen. Das Licht erlischt und die Hexe ist weg. Eske sackt zusammen, doch Medan fängt sie auf.
“Eske, warum hast du das getan? Du weißt doch, dass wir das nicht dürfen!”, schimpfend kniet sich Åsa neben sie.
“Geht es ihr gut? Was war das?”, fragt Medan verwirrt.
“Sie ist jetzt nur erschöpft, keine Angst”, beruhigt sie ihn.
“Das war… Energie. Wir sind etwas anders”, antwortet sie auf die zweite Frage zögerlich.
“Was meinst du damit? Seid ihr Bändigerinnen?”, fragt Hope.
“Nein. Wir gehören nicht zu euch”, erzählt sie langsam weiter.
“Können wir es ihnen wirklich erzählen?”, fragt Eske leise, die wieder zu sich gekommen ist und sich dankend an Medan abstützt.
“Sie haben den anderen auch geholfen und du hast dich doch auch zwischen die beiden geworfen”, meint Åsa.
“Wovon redet ihr?”, Medan versteht inzwischen gar nichts mehr.
“Das folgende dürft ihr keinem erzählen”, warnt Eske.

“Wo sind Hope und die anderen?”, erst jetzt bemerkt Nadim, dass sie fehlen.
“Gerade waren sie noch hinter uns!”, meint Jesko.
“Vorsicht!”, warnt Liana und alle springen zur Seite.
Nur knapp verfehlt die Hexe Liana und die anderen.
“Ihr werdet alle im Kochtopf schmoren!”, brüllt die Hexe von oben auf sie herab.
Nadim dreht sich und stampft auf den Boden. Es erscheint ein Felsen und der tritt gegen ihn, wodurch der Fels auf die Hexe zufliegt. Doch er trifft nicht. Der Felsen fliegt durch die Hexe hindurch und wirbelt nur den schwarzen Rauch durcheinander.
“Nimm das!”, schreit Liana und schlägt mit ihrer rechten Faust in die Luft.
Es entsteht eine Flammensäule, die aus ihrer Faust herausschießt und knisternd auf die Hexe zurast. Sie versucht noch auszuweichen, doch das Feuer trifft den schwarzen Rauch, welcher sich sofort entzündet.

“Was ist das, was wir nicht weitersagen dürfen?”, bohrt Medan weiter.
“Wie gesagt, wir gehören nicht hier hin, weil wir anders sind”, beginnt Eske.
“Jedes Jahr in dieser Nacht stehen diese Welt und die Geisterwelt sehr nahe aneinander. So können wir in eure Welt gelangen, ohne ein Geistertor zu benutzen”, erzählt Åsa weiter.
“Moment. Wollt ihr damit sagen, dass ihr Geister aus der Geisterwelt seid?”, mit großen Augen schaut Hope die beiden an.
“Das dürft ihr aber keinem erzählen. Auch nicht euren Freunden! Wir dürfen uns eigentlich den Menschen nicht zeigen!”, bittet Eske die beiden.
“Und die Hexen? Sind das dann auch Geister?”, fragt Medan neugierig nach.
“Vielleicht, wir wissen es nicht. Wir wissen nur, dass es Wesen gibt, die gefährlich sind; Hexen und Zauberer, die die Dunkelheit benutzen und noch mehr”, zuckt Åsa mit den Schultern.
“Versprecht ihr also, dass ihr niemandem davon erzählt?”
Hope und Medan sehen sich nur kurz an.
“Versprochen”, beide heben eine Hand und legen die andere auf ihre Brust.
“Wir müssen dann auch gehen”, Åsa und Eske wollen schon aufbrechen.
“Ihr wollt jetzt gehen? Was sollen wir den anderen sagen? Könnt ihr nicht noch bis zum Feuerwerk warten?”, bittet Hope die beiden.
“Ihr wollt wirklich noch Zeit mit uns verbringen?”, wundert sich Eske.
“Aber natürlich, warum auch nicht?”
“Weil wir anders sind”, meint Åsa.
“Na und? Medan und ich können nicht bändigen, die anderen schon. Wir sind alle anders, das ist doch nicht schlimm”, lächelt Hope die beiden an.
“Uns hat noch nie jemand eingeladen”, die Augen von Åsa funkeln vor Freude.
“Sollten wir nicht erst zu den anderen und ihnen helfen?”, unterbricht Medan die freudige Stimmung.
“Du hast recht”, sofort spring Hope auf und rennt die Stufen herunter.
Von der Ferne kann sie einen großen Feuerball erkennen und läuft auf diesen zu, die anderen folgen ihr.

Schreiend schwirrt die Hexe in einem Feuerball durch die Luft. Nadim nutzt die Gelegenheit und stößt einen neuen Felsen gegen die Hexe. Dieses Mal trifft er und der Felsen geht nicht durch die Hexe hindurch. Die Hexe fällt zu Boden und lässt einen schrillen Schrei heraus.
“Das werdet ihr noch büßen! Ich komme eines Tages wieder!”, kreischt sie.
Alle gehen einen Schritt zurück, da immer mehr schwarzer Rauch auftaucht und den Feuerball verschlingt. Mit einem großen Satz fliegt die große schwarze Wolke in den Himmel und verschwindet.
“Nadim! Liana! Geht es euch gut?!”, keuchend kommt Hope angerannt.
“Uns ja, geht es euch auch gut?”, fragt Liana und ist erleichtert, als die anderen nun auch ankommen.
“Wie konntet ihr die Hexe verjagen?”, fragt Medan.
“Wir haben sie in Brand gesetzt und Nadim hat sie vom Himmel geholt. Dann ist sie schreiend weggeflogen”, berichtet Liana kurz, was geschehen ist.
“Und ihr?”, fragt Nadim neugierig.
Hope und die anderen sehen sich erst eine Zeit lang an.
“Wie seid ihr entkommen? Wo wart ihr?”, setzt Liana nach, weil keine Antwort kommt.
“Sie hatte uns den Weg abgeschnitten und mussten daher wieder zurück”, beginnt Hope zögerlich.
“Dann haben wir es so ähnlich gemacht wie ihr”, setzt Nadim fort..
“Ihr meint das helle Licht? Das habe ich gesehen”, bemerkt Jesko.
“Genau, sie ist auch in Brand geraten und ist dann verschwunden”, ergänzt Hope schnell und lässt Eske und Åsa in dieser Geschichte vollkommen aus dem Spiel.
“Da habt ihr ja Glück gehabt”, bemerkt Jesko etwas spöttisch.
“Ihr hattet wohl Glück. Ihr hattet Glück, dass wir euch zu Hilfe kamen”, entgegnet Feuer ihm und sieht ihn scharf an.
“Genau, ein Danke wäre angebracht”, meint Medan.
“Danke”, verbeugen sich die Freunde von Jesko, nur er nicht.
“Erfährt das einer, seid ihr dran”, wütend blickt er Hope und die anderen an und rennt los.
Die anderen folgen ihm Wortlos.
“Ich glaube das war seine Art Danke zu sagen”, meint Hope.
“Viel kann man von ihm wohl nicht erwarten”, zuckt Nadim die Schultern.
“Wir sollten uns beeilen. Wir treffen uns doch noch mit deinen Eltern Hope, für das Feuerwerk!”, fällt Liana ein.
“Du hast recht, wir müssen los”, Hope hofft, dass sie es noch rechtzeitig schaffen.
“Na kommt. Das Feuerwerk wird bestimmt superschön”, zerrt Medan Eske und Åsa mit.

“Da seid ihr ja”, die Eltern von Hope haben schon auf sie gewartet.
Neben ihnen stehen Than’s Schwester Kakuia und ihr Mann Nando, zusammen mit ihrem Kind.
“Hallo Mama und Papa. Das hier sind unsere Freunde Eske und Åsa”, begrüßt Hope ihre Eltern und stellt ihre beiden neuen Freundinnen vor.
“Nanu, wo sind denn eure Behälter?”, wundert sich Ying.
Sie schauen sich erst ratlos an.
“Wir haben sie anderen gegeben, die nicht so viel Glück hatten auf der Süßigkeitensuche”, meint Hope und lächelt.
“Das ist aber sehr nett von euch”, freut sich Hope’s Mutter.
Hope kann ihnen nicht erzählen, dass sie Hexen getroffen haben, die sie gefangen genommen haben, um eine Essenz aus ihnen zu erhalten. Sie würden es ihr bestimmt nicht glauben. Aber Hope trauert den Süßigkeiten schon etwas hinterher. Sie haben ihre Behälter fallen gelassen, als die Hexen sie angegriffen hatten. Dabei würde sie jetzt gerne den ein oder anderen Riegel essen.
“Ihr könnt bei uns Zuhause noch Süßigkeiten bekommen. Wir haben noch genügend”, meint Hope’s Vater, der bemerkt hat, wie traurig sie alle doch aussehen.
“Wirklich?”, Medans Augen fangen an zu strahlen.
“Natürlich”, sichert er ihm zu.
Zu mehr kam er nicht, da die Laternen nun gelöscht werden und das Feuerwerk beginnt.
Erst kommen die Lichter langsam und sie leuchten in allen Farben und Formen. Rot, blau, grün und golden fallen Sterne mit einem lauten Knall vom Himmel. Immer schneller werden die Raketen in den Himmel geschossen und erhellen so die Nacht. Nicht nur Hope, sondern auch ihre Freunde verfolgen jede Rakete mit einem offenen Mund. Auch Eske und Åsa staunen, wie schön die Raketen explodieren und ihre Farben an den schwarzen Nachthimmel abgeben.
“Danke, dass du uns mit hierher gebracht hast”, bedankt sich Eske bei Hope.
“Und danke, dass ihr uns geholfen habt”, bedankt sich Åsa bei Medan.
“Und denkt bitte daran, dass ihr keinem etwas sagen dürft”, erinnert Eske sie.
“Müsst ihr schon gehen?”, fragt Hope traurig.
“Ja, unsere Welten entfernen sich wieder. Vielen Dank für den schönen Abend”, umarmt Åsa Hope und Medan.
“Kommt ihr wieder?”, fragt er.
“Nächstes Jahr”, lächelt Eske ihnen zu.
Sie gehen die Straße entlang, weg von der Menschenmenge. Hope und Medan verfolgen sie und sehen, wie die beiden verblassen und mit einem Mal verschwunden sind.
“Nanu, wo sind denn Eske und Åsa hin?”, wundert sich Liana.
“Sie mussten leider schon nach Hause”, meint Hope und lächelt.
Sie sieht wieder in den Himmel und bestaunt das große Finale vom Feuerwerk und freut sich schon auf das nächste Jahr, wenn sie Eske und Åsa wiedersehen können.



Ende

Vor 12 Jahren besiegte der Avatar den Feuerlord. Ba Sing Se wurde befreit und Frieden kehrte ein. Frieden, den die Menschen so lange ersehnt hatten.
Auch Ying und Than ersehnten sich Frieden. Frieden für ihre Tochter Hope.
Nun erkundet Hope mit ihren Freunden Ba Sing Se und erlebt ihre eigenen großen Abenteuer.


Immer wieder findet an der Schule von Hope eine Veranstaltung statt. Einmal im Jahr gibt es ein Schulfest mit verschiedenen Attraktionen. Letztes Jahr war es ein Marathonlauf. Das fanden die meisten nicht so toll, da sie an dem wärmsten Tag im Jahr gefühlt hundert Runden laufen mussten. Dieses Jahr soll es aber spannender und lustiger werden, haben die Lehrer versprochen. Dazu sollten alle Schülerinnen und Schüler, die zwischen 10 und 12 Jahre alt sind auf den Schulhof gehen, um sich die Nachricht anzuhören. 
“Ich habe gehört, es soll wieder etwas mit Laufen sein”
“Och nein, bitte nicht”
“Hoffentlich können wir dieses Mal wenigstens bändigen”
“Können wir nicht einfach Bilder malen?”
Von allen Seiten hört Hope die Schülerinnen und Schüler reden und hofft selbst, dass dieses Jahr es etwas entspannter oder etwas Aufregenderes kommen wird.
“Ich habe gehört, dass es durch Ba Sing Se gehen soll. Was genau habe ich aber nicht mitbekommen”, meint Nadim zu Hope.
“Solange es nichts ist, wo Jesko wieder Mist machen kann. Das nervt langsam”, atmet Hope tief durch.

Jesko und seine Freunde haben in den letzten 2 Jahren die Veranstaltungen genutzt, um den größten Unsinn zu machen. Letztes Jahr zum Marathon haben sie heimlich die Strecke geändert. Die Lehrer haben sich nur gewundert, wo die Kinder bleiben, bis sie es bemerkt und alle nach und nach eingesammelt haben. 
“Solange wir eine Gruppe bilden dürfen kann es uns egal sein. Wir werden die in allem schlagen”, Liana ist am motiviertesten von ihnen. 
Medan ist es egal. Wobei ganz egal auch nicht, da er eine Wette mit Jesko am Laufen hat. Der Verlierer muss die Pflichten des anderen beim schulischen Ordnungsdienst übernehmen. Also den Schulhof sauber machen und die Tafelschwämme reinigen. Aber er kann sich schon denken, dass sich Jesko nicht an die Spielregeln halten wird.

“Liebe Schülerinnen und Schüler”, beginnt die Schuldirektorin durch ein Sprachrohr zu rufen, damit sie alle hören können und ruhig werden.
“Ich freue mich, dass ihr schon so aufgeregt seid und ich freue mich auch dieses Jahr wieder mit dabei zu sein. Letztes Jahr hatten wir den Marathonlauf, der sehr gut ankam. Daher haben wir uns dazu entschieden wieder etwas ähnliches stattfinden zu lassen!”
Schon beginnen die ersten Kinder zu stöhnen. Sie möchten nicht noch einmal laufen. 
“Wieder wird es eine Strecke durch den unteren Ring von Ba Sing Se geben. Dieses Mal jedoch in selbstgebauten Bollerwagen!”, setzt die Rektorin fort.
Sofort erhellt sich die Stimmung und lachende Gesichter sind zu erkennen.
“Ihr habt drei Tage Zeit eigenständig einen solchen Rennwagen zu bauen. Wie er aussieht und was er kann ist euch selbst überlassen. Dieses Mal ist auch das Bändigen erlaubt, jedoch nur in gewissen Maßen!”, verkündet sie weiter.
“Na super. Das wird doch Jesko bestimmt ausnutzen…”, seufzt Hope, die selbst keine Bändigerkräfte besitzt, oder zumindest noch nicht in Erscheinung getreten sind, so wie sie es immer noch hofft.
“Ach komm. Wir sind doch auch noch da. Zusammen können wir sie besiegen. Und außerdem kann Medan auch nicht bändigen”, versucht Nadim Hope zu ermutigen. 

Nach der Verkündung müssen alle Schülerinnen und Schüler erst einmal wieder in den Unterricht, was die Freude jedoch nur ein wenig dämpft. Die letzte Stunde ist Geschichtsunterricht, die zum Glück gefühlt sehr schnell vergeht.
Hope, Nadim, Medan, und Liana wollen sich alle bei Medan treffen, um sich Gedanken zu machen, wie ihr Wagen aussehen soll und was er alles kann. Zuvor gehen sie jedoch nach Hause, um es ihren Eltern zu sagen und um Mittag zu essen. Alle beeilen sich, um schnell bei ihm zu sein. Als sie ankommen, hat er schon einige Materialien vor sich liegen.
“Ich habe schon mal ein paar Sachen aus der Werkstatt von meinem Vater zusammengesucht”, deutet Medan auf den Haufen.
“Wir sollten nicht nur überlegen, was wir bauen sollen, sondern auch, wie wir Jesko und seine Bande aufhalten können. Sie werden bestimmt einige Überraschungen für uns andere Teilnehmer haben”, überlegt Liana.
“Da du und Hope nicht bändigen könnt, solltet ihr die Steuerung des Wagens übernehmen. Liana und ich werden uns dann um Jesko kümmern” schlägt Nadim vor.
“Ich kann den Wagen gerne Steuern. Meine Reflexe waren bisher immer recht gut. Sollten wir überrascht werden, könnte ich vielleicht am schnellsten reagieren”, bringt sich Hope ein, da sie das Gefühl hat nur herumzustehen, ohne etwas Wichtiges beizutragen. 
“Wir sollten auch selbst kleine Überraschungen einplanen. Natürlich nicht, um die anderen aufzuhalten, sondern um uns gegen Jesko zu verteidigen. Ich könnte dann unsere Abwehrtaktik übernehmen”, deutet Medan vorsichtig an.
“Wenn wir das machen, dann dürfen wir das wirklich nur im Notfall einsetzten und auch nur gegen Jesko”, sagt Hope ernst.
“Versprochen”, hebt er seine Hand.
“Na gut, aber was sollen wir hier nehmen, wo wir dann auch alle vier reinpassen?”, sieht sich Liana um.
“Ich habe daran gedacht den alten Warenkarren von meinem Vater zu nehmen”, schon schiebt Medan einen alten Anhänger vor, in denen sie zu viert bequem Platz finden würden.
“Das alte Ding? Das hat dein Vater doch immer für seine Eisenwaren benutzt!?”, skeptisch sieht Liana den Wagen an.
“Daher wird er uns vier auch tragen können und robust genug ist er, damit wir gegen die anderen auf jeden Fall ankommen können”, meint Medan überzeugt.
“Na schön. Dann müssen wir eigentlich nicht mehr viel machen. Ein Lenkrad muss eingebaut werden, sowie eine Bremse. Weiß einer von euch, wie das geht?”, fragt Nadim in die Runde.
“Ich habe meinem Vater schon oft zugesehen, wie er so etwas repariert hat, ich kann das machen”, meldet sich Medan.
Er ist stolz, dass er nun helfen kann und die anderen nur zusehen können. Sonst ist er es, der zusehen muss, wie Nadim und Liana bändigen, während er nichts unternehmen kann.
“Ich kann uns noch einen Mast mit einem Segel zimmern, damit wir Notfalls den Wind nutzen können, wenn es mal zu einer längeren geraden Strecke kommt”, schlägt Liana vor.
“Wir haben bestimmt noch ein altes Tischtuch, was wir als Segel nutzen können”, erinnert sich Hope, dass ihre Mutter vor einiger Zeit meinte, dass sie unbedingt ein neues bräuchten.
“Na gut, dann geht alle an die Arbeit. Ich versuche herauszufinden, was die anderen alle so machen werden”, sagt Nadim.
Medan und Liana bleiben in der Werkstatt, um die Karre umzubauen. Nadim sieht sich heimlich bei den anderen um. Doch eine Geheimwaffe scheinen die anderen nicht zu haben. Wie bei ihnen selbst werden alte Karren so umgebaut, dass alle vier hineinpassen und sie den Wagen lenken können. Nur bei Jesko kann er nichts herausfinden. Sie haben sich bei ihm zuhause eingeschlossen und basteln hinter verschlossenen Türen an ihrem Wagen.
Hope holt das alte Tischtuch. Erst ist ihre Mutter nicht damit einverstanden, da sie es im Grunde noch benutzen können. Aber Hope überredet sie und verspricht ihr, dass sie das Tischtuch nach dem Rennen wieder mit nach Hause bringen wird.

Während den letzten zwei Tagen haben Medan und Liana den Bollerwagen fertig umgebaut. Sie haben zusätzlich noch Sitze hineingeschraubt und Kissen hineingelegt, damit sie es nicht zu ungemütlich haben werden. Liana hat es geschafft das Segel so anzubringen, dass man es aus- und wieder einfahren kann. Hope hat mit Nadim trainiert. Sie sollte immer wieder eine Strecke entlang rennen, während er Hindernisse aus Stein vor sie bändigt. So soll sie ihre Reflexe zum Ausweichen trainieren. Anfangs ist Hope nur sehr langsam die Strecke entlang gelaufen, aber mittlerweile kann sie ihn fast rennen und perfekt den Hindernissen von Nadim ausweichen.
“Ich hoffe, dass wir wirklich vorbereitet sind für morgen”, zweifelt Liana ein wenig.
“Sind wir bestimmt”, meint Medan.
“Sag mal, was für Vorkehrungen hast du eigentlich getroffen für Jesko?”, fragt Hope ernst.
“Das werdet ihr schon noch sehen. Aber keine Angst, es wird nur sie treffen und keiner von den anderen”, verspricht er ihr.
Hope zweifelt etwas, aber vertraut ihm, was anderes bleibt ihr nicht übrig.

“Guten Morgen liebe Schüler und Schülerinnen! Ich bin froh, dass es heute doch nicht regnen wird, sondern uns die Sonne so schön anlächelt! Somit können wir uns auf ein spannendes Rennen freuen”, begrüßt die Rektorin die Klasse.
Da sie in Vierergruppen teilnehmen dürfen, sind es nur sechs Rennwagen geworden. Da die Klassen immer sehr klein sind, werden zwei Jahrgänge zusammengelegt. So sind es nur 24 Schülerinnen und Schüler in einer Klasse.
“Wir haben euch ja den Weg nach unten gezeigt. Wie ihr dort ankommt ist egal. Ihr dürft auch Abkürzungen nehmen, wenn ihr eine finden solltet. Ihr solltet jedoch in dem markierten Bereich bleiben”, erklärt die Rektorin.
Die Strecke führt von der Schule, die idealerweise auf einem Berg steht, bis hinunter zu dem Brunnen der tausend Lichter. Er heißt so, weil abends die Laternen bei ihm angemacht werden und es aussieht, als wären es tausende. Hope mag diesen Brunnen, gerade am Abend, wenn die Lichter brennen. Sie ist oft mit ihren Eltern dort spazieren gewesen, nur weil sie den Brunnen leuchten sehen wollte.
In dem markierten Bereich, den sie fahren dürfen, kommen sie auch an einigen Wohnhäusern und Geschäften vorbei. Sie dürfen die Nebenstraßen nehmen, oder den direkten Weg durch die große Straße. Die ist jedoch etwas schwerer, weil sie viele scharfe Kurven hat.
“Unten warten eure Eltern auf euch, sowie einige Besucher und eurer Klassenlehrer. Ich wünsche allen viel Erfolg! Stellt euch bitte auf!”
Alle schieben ihre Wagen an die Startlinie.
“Wir machen euch fertig”, wendet sich Jesko an Medan und die anderen.
“Das werden wir ja sehen”, grinst er zurück.
“Lass dich nicht provozieren”, ermahnt Nadim ihn.
“Auf die Plätze…..”, die Rektorin startet mit dem Countdown.
Alle Teams sind bereit zu starten.
“Fertig…”
In jedem beginnt das Zucken sofort loslaufen zu wollen.
“Und los!”

Augenblicklich rennen alle zugleich an.
Hope, Liana und Medan sitzen schon im Wagen, während Nadim ihn anschiebt. Da er Erdbändiger ist, kann er seine Füße auf den Boden stampfen und eine Druckwelle entsteht. Damit erhält er eine größere Sicherheit, um mehr Schwung zu holen und kann so stärker anschieben, wodurch sie schneller sind und gleich am Anfang zwei andere Wagen hinter sich lassen. In dem Moment, wo er in den Wagen springt, öffnet sich neben ihnen ein Loch, in dem Nikita und seine Freunde mit ihrem Rennwagen verschwinden.
“Sie wollen es wohl unterirdisch versuchen”, registriert Liana als Erste.
“Warum machen wir das nicht?”, überlegt Medan.
“Weil Nikita im Erdbändigen talentierter ist als ich. Ich schaffe es nicht einen Tunnel schnell genug zu bändigen, damit wird durchfahren können”, gibt Nadim leise zu.
Es kratzt an seinem Stolz, dass er nicht der beste Erdbändiger der Schule ist, sondern Nikita.
“Mach dir nichts raus, wir schaffen das auch hier oben!”, versucht Hope ihn aufzumuntern und nimmt die erste Kurve.
Vor ihnen sind nur noch die Teams von Keiko und Jesko. Wobei der Wagen von Keiko momentan an erster Stelle steht.
“Man sieht sich!”, ruft Jesko nach hinten und sie biegen in eine Seitenstraße.
“Jetzt haben wir erst einmal etwas Ruhe vor ihnen”, atmet Liana erleichtert auf.
“Dann könne wir uns ja jetzt darauf konzentrieren Erste zu werden”, zwinkert Medan ihr zu.

Hope steuert dicht hinter Keiko. Sie will deren Windschatten nutzen, um an Geschwindigkeit zu gewinnen, um sie hinterher überholen zu können.
“Da sind wir wieder!”, ertönt eine weit entfernte Stimme.
Nadim und Medan schauen sich um, bis vor Keiko auf einmal der Wagen von Jesko aus einer Seitenstraße erscheint.
“Verdammt, ihr Weg war wohl doch der schnellere!”, schimpft Medan.
“Zeit uns mehr von den anderen abzusetzen. Xiân, du bist dran!”, wendet sich Jesko an ihn.
“Mit Vergnügen!”, grinst er.
Xiân schließt seine Augen, um sich besser zu konzentrieren. Mit einem Mal schießen hinter ihrem Wagen große Säulen heraus.
“Was zum…!”, Keiko kann ihnen gerade noch ausweichen.
“Wohaa!”, auch Hope hat Schwierigkeiten den Säulen auszuweichen und muss auf die Bremsen treten, will sich aber dennoch nicht abhängen lassen.
Immer mehr Säulen erscheinen und Keiko und Hope bekommen Schwierigkeiten ihnen auszuweichen.
„Lasst mich das machen“, meint Nadim und schließt ebenfalls die Augen.
Er versucht die Erschütterungen im Boden zu spüren, wo als nächstes eine Steinsäule erscheinen wird. Vor Keiko und Hope entstehen gleich zwei Säulen, so nah aneinander, dass sie nicht ausweichen können. Doch Nadim öffnet wieder seine Augen und schlägt seine Fäuste gegeneinander. Sofort trennt er sie jedoch wieder und reißt seine Arme mit den Fäusten auseinander. Die Säulen bewegen sich noch rechtzeitig zur Seite, damit Keiko und Hope an ihnen vorbeifahren können.
“Was soll das! Das ist gemein!”, brüllt Liana nach vorne.

“Uns war ja klar, dass sie nicht fair spielen werden”, schüttelt Nadim den Kopf.
Keiko schafft es neben Jesko zu fahren und sind dabei sie zu überholen.
“An uns kommt ihr nicht vorbei!”, grinst er und gibt dem Mädchen neben ihm ein Zeichen.
Sofort zielt sie mit ihren Fingern auf die Räder von den anderen. Plötzlich schießt eine Flamme aus ihren Fingerspitzen und setzt das linke Rad in Flammen. Es dauert nicht lange, bis es hell leuchtet. Sofort bremsen sie ab, um das Feuer zu löschen.
“Mist, das wird brechen”, hört Medan einen von ihnen noch rufen.
Anscheinend ist das Rad in der kurzen Zeit doch zu sehr verbrannt, als dass es ihr Gewicht noch tragen könnte.
„Setzt das Segel! Sie sind momentan schneller als wir!“, ruft Hope nach hinten.
Sofort nimmt Liana ein Seil und zieht daran. Das Tischtuch gleitet am Mast hinauf und spannt sich. Sie sind gerade an der Stelle auf der großen Straße, an der es immer am windigsten ist. Ein Glück für Hope und die anderen, so könne sie wieder hinter Jesko aufschließen.
„Habt ihr nichts von vorhin gelernt?“ meint das Mädchen von eben und zielt auf das Tischtuch, was sie als Segel verwenden.
Nadim versucht es noch schnell einzuholen, doch die obere Ecke hat etwas abbekommen und ist nun braun-schwarz angekokelt.
„Tut mir leid, ich war nicht schnell genug“ entschuldigt er sich bei Hope.
„Nicht schlimm. Ich werde es meiner Mama erklären, warum nun eine Ecke fehlt“, und sie hofft dabei, dass ihre Mutter Verständnis haben wird.

“Vorsicht! Hund!”, abrupt bremst der Wagen und Hope kann nun tatsächlich an ihnen vorbeifahren.
“Warum hast du gebremst?”, beschwert sich Jesko bei seinem Fahrer.
“Ich hätte doch nicht einfach so schnell weiterfahren können”, wehrt er sich.
“Das ist unsere Chance! Wir sind auch gleich am Ziel!”, freut sich Liana.
“Freu dich nicht zu früh”, und Nadim deutet nach hinten.
Das Mädchen, was das Rad vom Wagen von Keiko angezündet und das Tischtuch von Hope einen Brandfleck verpasst hat, bändigt mit ihrer Faust eine Feuersäule nach hinten, wodurch sie eine Schubkraft erhalten und den Abstand zu Hope und den anderen verkürzen.
“Jetzt kommt mein Plan, um sie endlich aufzuhalten”, freut sich Medan.
“Ich hoffe aber, dass du die anderen damit nicht auch aufhältst”, mahnt Hope ihn.
“Nein, keine Sorge, es wird nur Jesko treffen”, verspricht er.
“Was willst du denn machen?”, fragt Liana interessiert.
“Wir werden uns die Kraft der Sonne zunutze machen”, schon holt Medan einen größeren Spiegel unter einem Tuch hervor.
“Ah, verstehe, gute Idee”, lobt sie ihn.
Medan versucht ihn so zu positionieren, dass er das Sonnenlicht genau auf den Fahrer reflektiert. Es ist nicht so leicht ihn während der Fahrt zu blenden. Doch schon kurze Momente reichen aus, damit er leichte Schlenker fährt.
“Tonbá, pass auf wo du hinfährst!”, ermahnt Jesko ihn.
“Ich kann nicht mehr erkennen, wohin ich fahr!”, und er versucht abzubremsen.
Doch Tonbá kann nur noch die grellen gelb-grünen Lichtpunkte sehen, die vor den Augen her tanzen, wenn die Sonne einen zu sehr geblendet hat.
“Vorsicht! Der Händler!”, ruft das Mädchen und hält sich am Wagen fest.
“WEG!! Nicht hierhin!”, brüllt der Händler, doch Tonbá kann nicht mehr rechtzeitig anhalten und kracht in den Gemüsewagen.
“Nicht meine wunderschönen Kohlköpfe!!”, hört Hope den Händler noch fluchen.
Sie muss grinsen, da sie den Händler nicht sonderlich mag. Er hat viel zu hohe Preise für die niedrige Qualität, die er immer anbietet. Dabei ist er überzeugt die schönsten in ganz Ba Sing Se zu haben.
“Hat ja besser geklappt als ich dachte”, lobt Nadim Medan.
“Manchmal kann ein Nichtbändiger eben auch kämpfen. Wenn auch auf eine ganz eigene Art”, grinst er.

“Da vorne ist das Ziel!”, freut sich Hope und deutet auf den Brunnen der tausend Lichter.
“Sagt mal, spürt ihr auch das Beben?”, fragt Nadim nervös.
“Das ist der Wagen. Der zittert doch schon die ganze Zeit”, meint Liana.
“Das ist es nicht”, er spürt, wie der Boden unten ihnen sich immer stärker bewegt.
Bis auf einmal vor ihnen sich eine Steinrampe erhebt. Hinter der Rampe erscheinen Nikita und sein Team mit dem Bollerwagen.
Nadim überlegt nicht lange.

“Hope, steure genau auf die Rampe zu! Liana gib uns ein bisschen Feuer, wir brauche mehr Schwung!”, befiehlt er den beiden.
Liana zögert erst, doch dann lehnt sie sich nach hinten und atmet tief durch. Medan hält sie, damit sie nicht herunterfällt. Liana winkelt ihre Arme an und stößt sie mit einem Ruck von sich weg. Aus ihren Fäusten erscheinen Feuersäulen, die dem Wagen eine noch höhere Geschwindigkeit verleiht.
“Haltet euch fest!”, ruft Hope nach hinten zu den anderen.
Sie rasen auf die Rampe zu und heben ab. In der Luft holen sie die anderen immer weiter ein.
“Und die Sieger sind: Wagen Nummer vier!”, verkündet der Klassenlehrer.
“Platz zwei geht an Bollerwagen Nummer drei!”, ruft er weiter.

Hope und die anderen haben es nicht mehr ganz geschafft Nikita zu überholen. Sie haben kurz vorher die Ziellinie überquert.
“Da vorne kommen auch schon die anderen. Wagen Nummer eins liegt vorne, dicht gefolgt von Nummer sechs, fünf und zwei!”
“NEIN!!”, ruft Jesko und sie fahren als vorletzte durch die Ziellinie.
Keiko und ihr Team haben sich den dritten Platz geholt, obwohl Jesko ihnen ein Rad verbrannt hatte. Sie haben sich ein neues aus Stein gebändigt und konnten so weiterfahren.
„Das alles hat euch wohl nichts genutzt“, grinst Medan.
„Ach, sei still“ und Jesko schmeißt Reste von den Kohlköpfen aus seinem Wagen.
„Ich gratuliere Keiko und seinem Team für den dritten Platz“, beglückwünsch der Klassenlehrer sie und überreicht ihnen eine Urkunde, dass sie den dritten Platz errungen haben.
„Zum zweiten Platzt gratuliere ich dem Team von Hope!“, und er überreicht ihnen die Urkunde zum zweiten Platzt, sowie eine kleine Pflanze.
„Wenn ihr sie pflegt, dann werdet ihr schon bald die süßen Früchte ernten können“, sagt er ihnen bei der Aushändigung der Pflanzen.
Hope ist es etwas peinlich, da ihre Mutter am lautesten jubelt. Ist aber stolz, dass sie es auf den zweiten Platzt geschafft haben.
„Und ich freue mich Nikita und seinem Team für den ersten Platz gratulieren zu können! Herzlichen Glückwunsch!“, auch ihnen überreicht der Klassenlehrer eine Urkunde und die Pflanzen.
Zusätzlich bekomme sie jedoch noch Medaillen mit einem merkwürdigen Bild.
Es soll wohl einen Bollerwagen darstellen.
„Den anderen gratuliere ich natürlich auch, dass sie es alle nach unten durch das Ziel geschafft haben“, wendet er sich zuletzt an die viert- bis sechsplatzierten.
Jesko ist beleidigt und schiebt mit seinen Freunden ihren Wagen weg. Medan streckt kurz die Zunge hinter ihnen heraus und freut sich die Wette gewonnen zu haben.

Am Abend musste Hope noch die verbrannte Ecke im Tischtuch erklären, wie sie zustande gekommen ist. Aber ihre Mutter ist nicht sauer. Ihr ist es nur wichtig, dass es Hope gut geht und keinen Unfall hatten, da sich ihre Geschichte doch gefährlicher anhört, als sie es sich vorgestellt hat.

Autorennotiz

In der neusten Geschichte erlebt ihr mit Hope und ihren Freunden das erste Abenteuer in Ba Sing Se ^^Ich hoffe, dass es euch gefallen wird! Viel Spaß beim lesen! :)

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Thekota12 Am 22.11.2020 um 9:12 Uhr
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Autor

ChrisPaulFaziuss Profilbild ChrisPaulFazius

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Kapitel:4
Sätze:1.102
Wörter:13.773
Zeichen:77.236

Kurzbeschreibung

Ich denke, alle kennen die Folge, in dem der Avatar hilft Ying, Than, seine Schwester und natürlich Hope über den Schlangenpass zu bringen. Doch was geschieht dann? Was wird aus Hope? Hier will ich einige ihrer Abenteuer aufschreiben und hoffe, dass es euch gefallen wird. (Ying, Than und Hope sind nicht meine eigenen OC`s, sondern die der Macher des Avatars. Alle anderen Charaktere stammen von mir). Viel Spaß beim lesen! :)

Kategorisierung

Diese Fanfiction wurde mit Abenteuer getaggt.

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