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Flaschenpostfund

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29.04.21 19:10
6 Ab 6 Jahren
Homosexualität
Fertiggestellt

Autorennotiz

Chuuya Nakahara/Osamu Dazai

2 Charaktere

Chuuya Nakahara

Chuuya Nakahara ist die Reinkarnation eines Autors, der in die Bücherei des Alchemisten beschworen wurde, um zu verhindern, dass die Literatur von den sogenannten „Taints“ vernichtet werden kann und es in der Zukunft keine Bücher mehr gibt. Seine Waffe ist eine Pistole.

Osamu Dazai

Osamu Dazai ist die Reinkarnation eines Autors, der in die Bücherei des Alchemisten beschworen wurde, um zu verhindern, dass die Literatur von den sogenannten „Taints“ vernichtet werden kann und es in der Zukunft keine Bücher mehr gibt. Seine Waffe ist ein Schwert/Sense.

Für einen Moment, als Chuuya an dem Flussufer entlang ging, seinen Blick auf Dazai gerichtet, wollte er schon grinsend auf ihn zugehen, stoppte aber für einen Moment und verlangsamte seine Schritte ein wenig.
„Hey Pfirsichblütenbastard“, fing er an, legte den Kopf zur Seite, „was ist los? Du siehst wie ein getretenes Hündchen aus.“
Er bemerkte, wie Dazai nicht einmal wirklich auf ihn reagierte, sondern nur weiterhin vor sich starrte. Eine kleine, leere Flasche in der einen Hand, sowie einen Zettel in der anderen Hand haltend.
Es war seltsam, dass Dazai nicht zumindest auf ihn reagierte.
Mit ein, zwei Schritten trat Chuuya neben ihn, ließ sich einfach in dem Gras nieder und sah statt zu dem anderen über den Fluss. „Genießt du den Abend, Dazai?“ Für den Moment nannte er ihn sogar beim Namen, auch, wenn er nicht wirklich mehr Reaktion als irgendein unverständliches Brummen bekam.
Chuuya seufzte und lehnte sich nach hinten, richtete seinen Blick in den Abendhimmel, an dem ein paar kleinere Wolken vorbeizogen. Ansonsten war es ziemlich sternenklar.
Er blieb einen Moment, einige Minuten, still und sah einfach nur über sich. Mit einem Seitenblick sah er nur, wie Dazai seine Augen nur weiterhin vor sich gerichtet hatte und den Fluss anstarrte. „Was ist los, huh? Du weißt, dass wir nicht sterben können, solange wir dort gebraucht werden.“ Auch, wenn er gerade nicht das Gefühl hatte, dass Dazai über so etwas nachdachte.
Sein Blick glitt zu der Flasche, die Dazai in der Hand hielt, die auf seiner Seite war, worauf Chuuya ein wenig eine Augenbraue hob. Eine Flasche und ein Zettel? Hatte er eine Flaschenpost oder so etwas gefunden? Aber wieso sorgte die so sehr für solch eine Reaktion? Oder eher dafür, dass er auf nichts mehr reagierte?
„Ach komm, so macht das keinen Spaß, dich zu ärgern, Pfirsichblütenbastard!“, sagte Chuuya kurz darauf, streckte sich ein wenig und zog den anderen einfach an dem Handgelenk nach unten, drückte ihn in das Gras und lehnte sich über ihn.
Dazai blinzelte ein wenig verwirrter zu ihm auf und schien erst langsam zu realisieren, dass er nicht alleine war. „Chuuya?“
„Oh, bemerkst du mich auch mal!“, erwiderte Chuuya und grinste ihn schief an, sah zur Seite zu dem Zettel, den der andere noch festhielt, „was ist das?“
„... Nichts“, erwiderte Dazai nach einigem Zögern, bevor er seine Hand mit dem Zettel zurückzog, allerdings umklammerte Chuuya nur das Handgelenk des anderen und griff nach dem Zettel.
„Sieht mir nicht nach ‚nichts‘ aus, wenn du so komisch bist“, murmelte Chuuya und sah auf den Zettel. Blinzelte ein wenig. Es stand nicht viel drauf und es war eher eine kleine Zeichnung, die wie die eines Kindes aussah, darauf zu sehen. Nur ein paar Wörter waren darunter. Was Chuuya aber erschrocken die Augen weiten ließ, war der Name, der darunter stand. „... Ist das ...?“, fing er an und musterte Dazai ein wenig genauer, der seinen Kopf von ihm weggedreht hatte.
„Vergiss es einfach“, sagte Dazai daraufhin und sah nun wieder zu ihm.
„Keine Chance“, entgegnete Chuuya und strich ihm über die Wange, eine Haarsträhne zur Seite, „das ist süß. Dass du eine Flaschenpost deiner Tochter gefunden hast.“
„Gar nicht ...“, brummte Dazai und sah ihn dunkel an, „außerdem ... ich habe sie schließlich auch im Stich gelassen.“
Chuuya verdrehte die Augen. „Oh, klar, darüber denkst du nach“, sagte er und richtete sich auf, drehte sich zu dem Fluss um, „wenn es darum geht ... hast du recht. Sie verdient dich kein bisschen.“ Er schluckte und schüttelte den Kopf, als er spürte, wie ihm ein wenig die Tränen kommen wollten. „Warum hast du dieses Glück, Pfirsichblütenbastard?“
„Chuuya“, flüsterte Dazai hinter ihm.
Chuuya spürte, wie der andere seine Arme um ihn schlang und ihn an sich drückte. Wieso hatte er überhaupt hierhin kommen müssen? Wieso hatte er wissen müssen, was den anderen so niedergeschlagen machte? Wieso ...?
„Du wärst eindeutig der bessere Vater gewesen, als ich es je sein könnte“, sagte Dazai leise zu ihm und hauchte ihm einen Kuss in den Nacken, „ich verdiene es nicht, dass sie sogar noch an mich gedacht hat, als sie diese Flaschenpost geschickt hat.“
„Ich hasse dich, Dazai“, brummte Chuuya, auch, wenn er es absolut nicht so meinte. Stattdessen drehte er sich zu ihm um und küsste den anderen eindringlicher. „... Ich wünsche, ich könnte dich hassen“, murmelte er in einer kurzen Pause, bevor er ihn weiter küsste und zurück in das Gras unter ihnen drückte.

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Autor

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Kurzbeschreibung

Chuuya trifft Dazai unverhofft an einem Flussufer und bemerkt, dass er einen ungewöhnlichen Fund gemacht hat.

Kategorisierung

Diese Fanfiction wurde mit Fluff und Schmerz und Trost getaggt.