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Liebe unter Wölfen

22
27.02.21 14:42
12 Ab 12 Jahren
Heterosexualität
Fertiggestellt

2 Charaktere

Remus Lupin

Remus Lupin war in Harrys drittem Schuljahr sein Lehrer für Verteidigung gegen die Dunklen Künste. Außerdem gehörte er zu den engsten Freunden Harrys Vaters. Sein größtes Geheimnis ist, dass er ein Werwolf ist.

Sirius Black

Sirius Black ist der Pate von Harry Potter und bester Freund dessen verstorbenen Vaters James Potter. Seit Harrys Eltern starben war Sirius zu Unrecht in Askaban, bis er schließlich ausbrach um den wahren Mörder zu stellen.

Schon wieder Harry Potter, aber ich hab damals eben auch nur in diesem Fandom geschrieben und nicht alles querbeet, wie ich es heute tue.

Liebe unter Wölfen war ebenfalls FSK 12 und ich hab noch immer eine Schwäche für Remus Lupin, der hier eine tragende Rolle zusammen mit einem Wolf spielt.

11.051 Wörter kamen damals aber dennoch zusammen und ich sehe es somit als eine Kurzgeschichte an.

Zu finden ist sie zudem auf Wattpad, FF.de, Animexx und Storyban.

Remus findet einen verletzten Wolf, pflegt und kümmert sich um ihn, ohne zu wissen, dass es eigentlich ein Mensch ist.

Einfacher Plot, den ich jedoch auch heute noch mag, da ich Remus eben trotz seines Handicaps mag und mir vorstellen kann, dass auch er mal vor Tonks eine Beziehung hatte.

Die Geschichte war auch die Erste, die zwei Fortsetzungen bekam, da ich mit einer Geschichte nicht wirklich zufrieden war und auf diese beiden ebenfalls eingehen werde.

Wann genau diese Geschichte geschrieben wurde, weiß ich leider nicht mehr genau, aber 2008 war es ganz bestimmt.

Wer sie noch nicht kennt, der ist herzlich eingeladen sie zu lesen.

Triggerwarnung muss ich keine aussprechen, da die Story ab 12 Jahren ist.

Diese Geschichte spielt noch vor Harrys Geburt. Sie zeigt die Liebe eines Menschen zu einem Tier, ohne zu wissen, dass das Tier eigentlich eine Frau ist, die von Voldemort verdammt wurde, für Jahre als Wolf zu leben.

In dieser HP FF spielen unter anderem Remus Lupin, James Potter, Sirius Black und ein Wolf eine große Rolle. Aber lest selbst und ich hoffe, meine alte FF gefällt euch und ich wünsche viel Spaß beim Lesen.

 

 

 

Remus sitzt mit Sirius, spät abends im tropfenden Kessel und genehmigt sich einen Feuerwhisky.

Beide sehen sehr angespannt und nervös aus, haben sich die beiden doch vorher einen erbitterten Kampf auf Leben und Tod geleistet.

Nun sitzen beide ruhig an einem Tisch, bestellen sich einen Whisky nach dem anderen und plaudern über alte Zeiten in Hogwarts.

„Drei Tage noch Sirius, dann ist wieder Vollmond. Du weißt, was das heißt?“

Sirius nickt, nippt an seinem Glas und sagt schließlich: „Ja Moony, ich weiß, dann wirst du wieder einmal tagelang nicht da sein und wirst wieder durch die Wälder streifen. Ich weiß, ich weiß, natürlich werden wir vorsichtig sein, in jeder Hinsicht, das verspreche ich dir.“

Remus steht auf, zahlt seine Rechnung und macht sich auf den Nachhauseweg. Draußen ist es dunkel, kalt und neblig, die Straßen werden schwach beleuchtet und Remus ist kalt.

Eilig läuft er die Straße hinunter, geht zu seinem Haus und möchte die Tür aufsperren, doch etwas neben ihm hält ihn davon ab. Er blickt auf die Stufen und sieht einen verletzten Wolf auf seiner Treppe liegen.

Er geht in die Knie, schaut sich das Tier an und fragt sich, wie es wohl hierhergekommen ist.

Das arme Tier muss doch schrecklich frieren, es sieht aus, wie ein Häufchen Elend denkt sich Remus und schaut sich den Wolf genauer an.

Zusammengekauert liegt das Tier auf der Treppe und zittert vor Kälte, sein Fell ist struppig und mit Blut verklebt, seine Augen blicken Remus traurig an und Remus muss schlucken.

Er hat noch nie so einen Wolf so hilflos am Boden gesehen und auch noch nie ein Tier, das sich so weit an Menschen herantraut.

Ohne zu zögern, nimmt er das verletzte Tier mit rein, verbindet seine Wunden und gibt ihm zu fressen.

Dankbar nimmt der Wolf die Hilfe an, frisst sich satt und schläft kaum später ein. Remus beobachtet ihn noch eine ganze Weile, ehe auch er sich in sein Bett begibt und einschläft.

Nachdenklich schaut Remus das Tier an, nachdem dieses erneut wach wurde, ihn aus dem Schlaf riss und winselte. Es zeigte  weder Scheu noch Angst. Das Tier liegt einfach nur da, schaut ihn an und lässt sich hinter den Ohren kraulen.

Remus steht auf, holt eine Decke, frisches Wasser und legt es dem Tier hin. Der Wolf blickt Remus durch seine braunen, traurigen Augen an, als wollte er Danke sagen.

Er streichelt den Wolf vorsichtig am Bauch und merkt, dass es sich bei dem Tier um ein Weibchen handelt.

Er lächelt und sagt: „Na immerhin hab ich nun ein weibliches Wesen in meinem Haus, wenn auch nur einen Wolf, aber immerhin ist eine Frau im Haus.“

Remus geht von der Küche ins Wohnzimmer, legt sich auf die Couch und schaltet den Fernseher an. Sofort springt der Wolf auf und legt sich zu Remus auf die Couch. Dieser ist leicht erschrocken, lässt das Tier aber liegen und streichelt es sanft.

Nach wenigen Minuten hört man ein leises Schnarchen, Remus blickt den Wolf an, der friedlich auf der Couch eingeschlafen ist. Sanft deckt er das Tier zu und legt sich schließlich zum Schlafen daneben.

Am nächsten Morgen wird Remus ziemlich freudig und nass geweckt und erschrocken blickt Remus in die Augen des Wolfs und erinnert sich an gestern Abend, als er das Tier fand.

Sanft streichelt Remus über das seidige Fell des Wolfs und überlegt sich einen Namen, da der Wolf eine verletzte Pfote hat und ein seidiges Fell, beschließt Remus sie Seidenpfote zu nennen.

Nachdem er minutenlang mit ihr gekuschelt und geschmust hat, steht er auf und geht in die Küche, frühstückt und geht schließlich mit Seidenpfote nach draußen in den Garten.

Dort fangen die beiden an zu toben und balgen sich auf dem Rasen, wobei Remus äußerst vorsichtig ist, da ihre Pfote immer noch verletzt ist.

Immer wieder leckt Seidenpfote Remus dankbar über die Hände und über sein Gesicht.

Remus genießt das Gefühl gebraucht und geliebt, zu werden. Sanft streichelt er immer wieder das Fell des Tieres und küsst sie sanft auf die Stirn.

Dabei vergisst er völlig die Zeit, das Klingeln des Telefons ignoriert er einfach und auch das Klingeln der Tür.

Am späten Nachmittag kommen Sirius und James durch die Hintertür in den Garten und blicken auf einem zufrieden Remus, der mit einem Wolf auf dem Rasen hockt und diesen immer wieder streichelt und liebkost.

„Hey Remus, wo hast du denn den Wolf her?“, will James wissen und schaut Remus dabei ernst an. „Lag gestern Abend einfach vor meiner Tür. Ich weiß auch nicht, woher sie gekommen ist“, sagt Remus und grinst James dabei an.

„Ach er ist, eine Sie verstehe, na ja egal, musst du wissen, was du tust, oder ob du sie behalten willst“, sagt James gelassen. Remus nickt und bittet beide in die Küche, wo sie erst einmal ein Bier trinken, James hat wunderbare Neuigkeiten, die er sofort verkünden muss.

„Lilly bekommt ein Baby, einen Jungen, sozusagen der Stammeshalter der Potters“, grinst James. Remus und Sirius blicken James an, fangen an zu grinsen und freuen sich mit ihrem besten Freund. „Und wer wird Patenonkel?“, fragt Sirius neugierig.

„Na ja ich dachte da an dich. Remus kann ich schlecht nehmen und das wisst ihr beide, den Grund brauch ich euch ja nicht zu nennen.“

Spät am Abend gehen die beiden und Remus ist mit Seidenpfote alleine.

Die beiden liegen auf der Couch und sehen fern, als plötzlich das Telefon klingelt und Moody aufgeregt am anderen Ende der Leitung spricht.

„Remus, mein alter Freund, ich habe schlechte Nachrichten, Voldemort versucht alle Werwölfe auf seine Seite zu ziehen, wer sich ihm widersetzt, wird getötet oder verflucht.“

„Die Lage ist ernst, du solltest die Stadt so schnell wie möglich verlassen und dir ein geeignetes Versteck suchen, bis die Gefahr gebannt ist.“ Mit diesen Worten wurde die Leitung unterbrochen und das Telefon war tot.

Remus stand da, blicke Seidenpfote an, rannte nach oben, packte ein paar Sachen und verschwand aus dem Haus.

Seidenpfote folgte ihm auf Schritt und Tritt, hatte sie doch sofort Vertrauen zu ihm gefasst, was eigentlich für einen Wolf nicht üblich war.

Remus hastet eilig durch die Straße, sein Blick wandert immer wieder nervös umher, seine Gedanken, sein Empfinden, alles ist durcheinander, er ist aufgewühlt, weiß, nicht wo er hin oder was er tun soll.

Immer wieder denkt Remus an James und Sirius, seine besten Freunde, die er zurücklassen musste, weil er und Seidenpfote auf der Flucht waren.

Immer wieder tauchen Bilder vergangener Tage in seinem Kopf auf, Bilder aus glücklichen Tagen, Bilder von James und Lillys Hochzeit, Bilder vom Abschlussball in Hogwarts und Bilder an seine besten Freunde.

„Kann ich sie einfach zurücklassen?“

„Sind sie in Gefahr, soll ich sie warnen?“

Fragen über Fragen brechen in seinen Kopf über ihn zusammen, doch vermag es ihm keine Antwort zu finden.

Wie von Sinnen macht er sich auf den Weg, auf den Weg in ein verlassenes Haus am Meer.

Hier wird ihn so schnell keiner finden, hier wird Remus Ruhe und Frieden finden, hier wird er Zeit haben, sich um seine neue Freundin zu kümmern, ihr zu helfen, sie besser zu verstehen und vielleicht ihre Familie zu finden.

Hier wird ihn so schnell keiner finden, hier wird Remus Ruhe und Frieden finden, hier wird er Zeit haben, sich um seine neue Freundin zu kümmern, ihr zu helfen, sie besser zu verstehen und vielleicht ihre Familie zu finden

 

Remus steht vor dem alten Ferienhaus seiner Eltern und sieht, dass es ziemlich mitgenommen aussieht.

Wind und Wetter haben das einst schöne Haus in eine alte verlassene Ruine verwandelt, ein kleiner Teil war übrig, der noch bewohnt werden konnte.

Er geht hinein und blickt sich um, Küche, Wohn- und Schlafzimmer sind noch bewohnbar, doch der gesamte obere Teil des Hauses ist unbewohnbar und die Treppe, die nach oben führt, war ziemlich morsch geworden.

Seidenpfote schleicht sich an Remus vorbei, in die Küche und durchwühlt die Schränke.

Remus schreckt auf, eilt in die Küche und sieht, wie sich Seidenpfote über eine tote Ratte hermacht. Angewidert steht Remus in der Tür, schaut der Wölfin zu, wie sie die Ratte frisst und es sich dann vor dem noch kalten Ofen, gemütlich macht.

Remus geht nach draußen, um Feuerholz zu holen, die Küche und das Wohnzimmer, sollten schon warm sein, wenn sich die beiden länger hier aufhalten sollten.

Remus kommt mit einem Stapel Holz im Arm in die Küche, sieht, dass Seidenpfote eingeschlafen ist, und deckt sie liebevoll und vorsichtig zu. Er öffnet den Ofen und entzündet ein Feuer, das Minuten später, leise im Ofen knackt und den Raum erwärmt.

Später  setzt er einen Kessel mit Wasser auf, um Tee zu kochen, immer wieder schaut er vorsichtig aus dem Fenster, sieht nichts, bleibt einen Augenblick an der Wölfin kleben und wendet sich wieder seinem Tee zu.

Zufrieden setzt sich Remus an den noch staubigen Tisch, schlürft seinen Tee und blickt immer wieder auf seine neue Freundin, die friedlich vor dem Ofen schlummert.

Wenig später ist auch Remus müde von der langen und beschwerlichen Reise, er legt sich auf die alte Couch und schläft schließlich ein.

Irgendwann, mitten in der Nacht, schreckt Remus verstört und zerknittert auf, blickt auf Seidenpfote und sieht, dass sie im Schlaf jault und mit den Pfoten scharrt. Sieht aus, als wäre sie vor irgendwas oder irgendwem auf der Flucht, denkt sich Remus und geht langsam auf das Tier zu.

Behutsam kniet sich Remus neben das Tier, streicht ihr sanft über das Fell und beruhigende Worte bringen das Tier, schließlich in einen ruhigen Schlaf und das Scharren der Pfoten hört auf.

Remus bleibt noch eine Weile neben ihr und beobachtet sie, wie sie schläft und dabei immer wieder schmatzt und schnauft.

Traurig blickt Remus aus dem Fenster und denkt an Sirius und James, die beide irgendwo da draußen sind und nicht wissen, wo er und sein Wolf abgeblieben sind.

Remus geht ins Wohnzimmer, beginnt es sauber und herzurichten, damit sie die nächsten Wochen eine gemütliche Wohnung haben.

Zufrieden blickt sich Remus in dem kleinen, aber nun gemütlichen Zimmer um, die Gardinen waren sauber, der Tisch ist staubfrei und Blumen stehen darauf, die Teppiche sind ausgeklopft und gewischt hat er auch.

Danach macht sich Remus leise an das Frühstück. Brot und Käse, das soll für mich genug sein, doch was soll Seidenpfote fressen, sie ist ein Wolf und wird wohl kaum Käse essen, denkt sich Remus. Angespannt überlegt er, wie er den Wolf satt bekommt, ohne, dass diese benachteiligt wird.

„Ich denke, sie muss jagen und sich ihr Futter selber besorgen, so wie sie es sonst auch tut, sie ist ein Wolf und kann jagen, sie muss es nur versuchen, trotz ihrer Verletzungen.“

Vorsichtig nähert sich Remus der Wölfin, streicht sanft ihren Kopf, sieht, wie sie die Augen aufschlägt und ihn fröhlich begrüßt.

Immer wieder leckt sie ihm das Gesicht ab und beginnt mit ihm zu toben und zu schmusen, was Remus, langsam zu gefallen scheint.

Sanft aber doch ernst blickt er ihr in die Augen und sagt ihr, dass sie sich leider ihr fressen im Wald jagen müsse, da er nur Brot und Käse da hat.

Seidenpfote schaut ihn an, als würde sie verstehen, was er sagt, sie geht zur Tür, scharrt an dem Holz, um herausgelassen zu werden.

Remus öffnet ihr die Tür und in Windeseile, macht sich Seidenpfote auf zur Jagd, kurz blickt sie zurück und sieht in die traurigen Augen von Remus.

Sie hält inne und betrachte ihn genauer. „Was für ein netter Kerl er doch ist, so einfühlsam und dennoch verletzlich.“

Hungrig macht sich die Wölfin auf den Weg in den Wald, wo Stunden verbringt, um spät abends, ein erlegtes Kaninchen, stolz zu präsentieren.

Remus blickt stolz seine neue liebenswerte Freundin an und bringt ihr zu ihrem Fressen eine frische Schale mit Wasser.

Dankend nimmt die Wölfin an, trinkt und beginnt schließlich zu fressen.

Nachdem sie fertig ist, legt sie sich neben Remus auf die Couch und lässt sich ausgiebig kraulen und verwöhnen.

Immer wieder schaut sie in Remus seine traurigen Augen und fragt sich, was ihn bedrückt, warum er auf der Flucht ist und wovor er noch Angst hat.

Spät abends, taumelt sie schließlich in die Küche, legt sich vor den Ofen und schläft ein.

Remus blickt Seidenpfote an, geht zu ihr, streichelt sie noch einmal und deckt sie schließlich zu.

Auch er ist müde und geht schlafen, er will am nächsten Morgen, Sirius einen Brief schreiben, um zu erklären, warum er auf der Flucht ist.

Am nächsten Morgen steht Seidenpfote früh auf, schaut ins Wohnzimmer, wo Remus noch immer schläft und leise schleicht sie zu ihm, zerrt die Decke über ihn und leckt sanft über seine Hand.

Auf leisen Pfoten schleicht sie zur Tür, quetscht sich durch den Spalt und verschwindet in Richtung Wald.

Remus wacht Stunden später aus einem tiefen Schlaf und trottet benommen in die Küche, um sich einen Kaffee zu machen.

In der Küche fällt ihm auf, dass Seidenpfote nicht auf ihrer Decke liegt. Er ruft nach ihr, lauscht kurz, doch nichts rührt sich. Seidenpfote scheint verschwunden zu sein.

Traurig über den Verlust seiner neuen Gefährtin, macht sich Remus seinen Kaffee, setzt sich an den Tisch und denkt nach, wie er Sirius den Ernst der Lage erklären soll.

Remus versucht einen Brief zu verfassen, gedanklich gelingt ihm dies nicht, immer wieder ertappt er sich selber dabei, wie an den Wolf denken muss.

„Irgendwo da draußen streift sie in den Wäldern umher, auf der Suche nach Beute, vielleicht ist sie auch weggelaufen, oder sie fühlte sich einsam, was ich nachvollziehen kann, ich fühle mich auch oft einsam und alleine.“

Nachdenklich sitzt Remus da, schaut aus dem Fenster und schaut immer wieder nach der schönen Wölfin mit dem silbergrauen weichen und seidigen Fell.

Er liebt es, durch ihr Fell zu streifen, es sanft zu berühren, sie zärtlich und hingebungsvoll zu streicheln, was Seidenpfote ein leises Brummen entlockt.

Remus vermisst sie, das ist ihm klar, er vermisst die Sicherheit, die sie ihm gibt, wenn sie friedlich in der kleinen Küche vor dem alten Ofen liegt und schläft.

Remus versucht sich wieder auf das weiße Pergament, das vor ihm auf dem alten, modrigen Tisch liegt, zu konzentrieren.

Lieber Sirius,

In Anbetracht der Lage hoffe ich, dass es dir gut ergeht und du dir keine allzu großen Sorgen machst. Mir geht es so weit gut, nur bin ich um meine neue Gefährtin besorgt, sie ist immer noch verletzt und seit heute Morgen verschwunden. Sirius, ich habe noch nie ein Tier so geliebt, wie Seidenpfote, sie ist etwas ganz besonderes für mich. In schlechten Tagen gibt sie mir Halt und auch Kraft, logisch du musst denken „jetzt spinnt er total“, aber ich spinne nicht Sirius, ich bin einfach nur mal glücklich und jetzt fühle ich mich verdammt einsam, wo sie weg ist.

Ich weiß nicht, inwiefern Voldemort hinter den Anschlägen auf Muggeln und Werwölfe steckt, ich habe meine Informationen von Moody, frage ihn, wenn du etwas Genaueres wissen willst. Ich weiß nur, dass Voldemort versucht, die Wölfe auf seine Seite zu ziehen. Wer nicht pariert, wird getötet oder verflucht. Aus diesem Grund muss ich mich verstecken, bitte suche nicht nach mir, sage James und Lilly, einen lieben Gruß und alles Gute für die Geburt ihres Sohnes Harry.

Remus

Remus faltet das weiße Papier zusammen und gibt es seiner Eule Henna, die er heimlich mitnehmen konnte, die braun weiß gefleckte Eule, fliegt davon und Remus blickt ihr traurig und wehmütig hinterher.

Er weiß nicht, ob er sein geliebtes Federvieh wieder sehen wird, es könnte gut möglich sein das die Eulen abgefangen werden, doch Remus bleibt keine Wahl, er muss es riskieren.

Remus geht in die Küche, holt sein letztes Bier aus dem Kühlschrank und macht es sie draußen auf der Veranda gemütlich.

Sanft rauschen die Bäume im Wind, die Luft riecht nach Nordmahntanne, Vögel zwitschern fröhlich, in den sanft wiegenden Bäumen, Remus lehnt sich zurück und lässt sich von den Klängen der Natur treiben.

Zu gerne hätte er jetzt Seidenpfote unter der Bank liegen, um mit ihr den herrlichen Abend zu genießen.

Die Sonne geht langsam unter und taucht den Himmel in ein prächtiges Farbenspiel, der Wind weht Remus sanft um die Nase, er riecht den Duft von frischen Blumen und Gräsern.

Traurig blickt er in den Wald, wo sich Seidenpfote seit heute Morgen herumtreibt und nicht wiederkehrt, ihm fällt ein, dass morgen erneut Vollmond ist und er sich verwandeln wird.

Ist vielleicht besser so, dass sie weg ist.

So bekommt sie weder Angst, noch läuft sie weg, so ist es besser, auch wenn mich die Sehnsucht nach ihr auffressen sollte, denkt sich Remus und geht ins Haus.

Doch ein letzter Blick galt dem Wald, wo Seidenpfote noch immer auf der Jagd sein könnte.

Schwer wie ein Stein, lässt sich Remus auf die Couch fallen und schläft ein, träumt von seinem Wolf, wie die beiden auf der Wiese toben, schmusen und sich einfach nur treiben lassen von der Natur und ihren Instinkt.

Vergessen sind die Sorgen, vergessen der Schmerz und die Wut über Voldemort.

Remus weint leise im Schlaf, dicke Tränen laufen über sein Gesicht, immer wieder ruft er den Namen des Wolfs, doch nichts regt sich, alles ist ruhig.

Die Küche, in der Seidenpfote schlief, wirkt wie ausgestorben und staubig, es macht den Eindruck, als wäre nie jemand hier gewesen.

Remus schreckt auf, lauscht und hört ein leises, verzweifeltes Kratzen und Wimmern an der Tür.

Sollte Seidenpfote wieder da sein, fragt sich Remus im Halbschlaf und torkelt zur Tür, um diese zu öffnen.

Mit letzter Kraft schleppt sich der blutende, stark verwundete Wolf auf die Veranda und scharrte an die alte, modrige Holztür.

Die wenigen Minuten, die sie warten muss, kommen ihr unendlich lange vor, sie heult auf vor Schmerzen und leckt sich immer wieder ihre Wunden.

Am Bauch hat es die Wölfin besonders hart getroffen, eine riesige, klaffende Fleischwunde sieht man und auch Muskeln und Sehnen.

Wäre sie ein Mensch gewesen, wäre sie sicher schon verblutet, sie jault und heult immer wieder auf, so stark sind die Schmerzen, die das Tier empfindet.

Endlich öffnet sich die Tür und Remus blickt auf den stark blutenden und verwirrten Wolf, welcher wie ein kleines Bündel auf der Veranda liegt und ausharrt.

Remus kniet sich nieder, schaut ihre Wunden an, streichelt ihr vorsichtig und dennoch sanft über ihren Kopf.

Seidenpfote möchte aufstehen und Remus freudig begrüßen, doch dieser schaut sie ernst an und ermahnt sie, sie solle liegen bleiben und ruhig sein.

Remus eilt ins Haus, holt Verbandszeug und eine Schale mit warmem Wasser, um ihr Fell von Schmutz und Dreck zu befreien, damit dieser die Wunden nicht verunreinigen kann.

Die Wölfin liegt ruhig auf der Veranda, schaut Remus an und lässt das Säubern und Verbinden ihrer Wunden, über sich ergehen und wedelt fröhlich und dankbar mit dem Schwanz.

Behutsam und dennoch vorsichtig trägt Remus Seidenpfote in die Küche, legt sie auf ihren gewohnten, aber dennoch warmen Platz vor dem Ofen und lässt sie schlafen.

Remus setzt sich leise auf den alten Küchenstuhl, zündet sich ein Pfeifchen an und betrachtet sie mit mitfühlendem Blick.

Wie ruhig sie da liegt und schläft, als wäre nichts gewesen. Könnte sie doch sagen, was oder wer, sie so zugerichtet hat, geht es Remus durch seinen Kopf?

Er mustert sie mit liebevollem Blick, steht auf und streicht ihr behutsam über ihr Fell, das nun wieder in Silbergrau glänzt und schimmert. Weich und seidig fühlt sie sich an, fast wie die zarte Haut einer Frau.

Remus wird müde, er beschließt die Nacht bei Seidenpfote zu verbringen, legt sich neben sie auf die Decke und schläft erschöpft aber glücklich ein.

Seidenpfote wird wach, sieht, dass Remus neben ihr liegt und schläft. Sie hebt vorsichtig ihre Pfote, legt sie auf seinen Bauch und schaut ihn mit sanftem Blick an.

Sie ist froh, in letzter Sekunde entkommen zu sein, denn wäre sie geblieben, wäre dies ihr sicherer Tod gewesen.

Seidenpfote legt den Kopf auf die weiche schwarze Decke, denkt nach und schläft irgendwann wieder ein.

Am nächsten Morgen wacht Seidenpfote mit starken Schmerzen auf, sie jault, sie scharrt mit den Krallen am Holzfußboden entlang und weckt den völlig zerstreuten Remus.

Sie schaut ihn in die Augen, als wolle sie ihm sagen, dass ihr jeder Zentimeter ihres Körpers, schmerzt und höllisch brennt.

Remus steht auf, holt das Verbandszeug und schaut sich besorgt die klaffende Wunde an ihrem Bauch an, die nässen tut und Eiter austritt.

„Verdammter Mist, ich hoffe, ich bekomme die Wunde mit Jod in den Griff, anderenfalls müssen wir zu einem Tierarzt fahren, meine Süße.“

Seidenpfote schaut ihn schräg von der Seite an, ihre Gedanken und Gefühle schlagen Purzelbäume, am liebsten würde sie ihn quer über das Gesicht lecken, so glücklich ist sie.

Aber sie muss vorsichtig sein, um ihre Tarnung nicht auffliegen zu lassen.

Logisch,  sie ist ein Wolf, so macht es jedenfalls von außen den Eindruck, doch tief in ihrem Inneren, ist sie immer noch eine Frau, mit Bedürfnissen wie Liebe, Zuwendung und Aufmerksamkeit.

Seidenpfote verspürt den Drang nach draußen zu gehen, sie kann nicht hier bleiben, nicht jetzt und nicht später.

Die Sache spitzt sich zu, ihr wird angst und bange, sie will und kann Remus nicht in Gefahr bringen, dafür liebt sie ihn zu sehr.

Vorsichtig leckt sie dankbar die Hand von Remus ab, schaut ihn an, als würde sie gleich weinen und legt sich wieder schlafen.

Sie hat beschlossen, wenn sie wieder stark und kräftig ist, Remus zu verlassen, auch wenn sie ihn liebt.

Es ist einfach zu gefährlich für ihn. Ich bin eigentlich ein Werwolf und es geht nicht, ich bin eine Frau im Wolfspelz, ich kann und will nicht lieben, denkt sie sich im Schlaf und wälzt sich hin und her. Remus beobachtet sie, immer wieder ertappt er sich dabei, wie er versucht sie auf die Nase zu küssen.

„Remus reiße dich zusammen, sie ist ein Tier und keine Frau, vielleicht geht auch der Wolf in mir, mit mir durch.“

Remus beschließt wieder im Wohnzimmer zu schlafen, um nicht noch mehr auf blöde Gedanken zu kommen.

„Wie komme ich eigentlich dazu, zu versuchen einen Wolf zu küssen, bin ich so tief gefallen, bin ich so einsam?“, fragt sich Remus immer und immer wieder.

Erschöpft schläft er schließlich ein, um am nächsten Morgen, sanft von den ersten Sonnenstrahlen wach gekitzelt zu werden, er setzt sich auf und blinzelt der Sonne entgegen, er fühlt sich zermürbt, aufgequollen und ziemlich matt.

„Heute Abend ist Vollmond und ich habe keine Ahnung, was ich machen soll. Seidenpfote ist noch immer da und ich kann sie doch nicht einfach wegschicken, sie ist immer noch stark verwundet und ohne meine Hilfe wird sie es nicht schaffen.“

Doch gerade als Remus die Hoffnung aufgeben will, fliegt die Tür auf und ein besorgter Sirius, mit doch ernstem Blick steht vor ihm.

„Wie in alles in der Welt kommst du denn hierher, ich meine, wie hast du mich gefunden und woher weißt du, dass ich hier bin?“

Sirius grinst frech, stellt ein paar Tüten auf den wackligen Tisch und setzt sich auf den alten Sessel neben dem Kamin.

„Nun ja Remus, es war nicht schwer, dich zu finden. Ich kenne das alte Haus deiner Eltern, das sich am Waldrand befindet und ich weiß, dass du dich gern hierher verkriechen tust. Wenn du dich verwandelst, da heute Vollmond ist, dein Wolf immer noch hier ist, habe ich beschlossen, mich um das Tier zu kümmern, während du so lange die Wälder unsicher machst, das ist für alle beteiligten das Beste.“

Sirius nimmt die Tüten, geht in die Küche und fängt an den Kühlschrank aufzufüllen, mit den Worten: „Die Vorräte sollten erst mal für zwei Wochen ausreichen.“

Remus geht in dich Küche und schaut nach Seidenpfote, die ruhig vor dem Ofen liegt und noch immer schläft.

Besorgt kniet er sich vor sie, schaut sie an und streichelt ihr sanft aber dennoch behutsam das weiche Fell, die Wölfin wacht langsam auf, schaut Remus mit freundlichem Blick an und leckt dankbar seine Hand.

„Ihr seht richtig süß aus“, grinst Sirius, während er das Frühstück zubereitet.

„Ach ja, James und Lilly haben beschlossen, den kleinen Racker Harry James Potter zu nennen. Lilly bekommt langsam einen richtig runden, dennoch schönen Bauch und die Hormone gehen auch langsam mit ihr durch. Immer hat sie irgendwas zu meckern, na ja, so sind eben schwangere Frauen.“ Remus nickt dankbar für die Informationen, doch Remus war von Anfang an klar, dass der Kleine einmal Harry heißen soll. James und Lilly fanden den Namen, schon zu Schulzeiten klasse, also hat Remus recht mit seiner Annahme, dass der kleine Harry hieß.

Sirius wirft Remus einen schiefen Blick zu, verweist auf Seidenpfote und macht eine abfällige Bemerkung über den heutigen Vollmond.

Remus versteht sofort, was er meint, kniet sich neben seine Gefährtin, schaut ihr liebevoll in ihre wunderschönen braunen Augen und spricht mit sanfter Stimme: „Seidenpfote, ich muss für ein paar Tage fort in den Wald. Bitte suche mich nicht, denn ich werde zurückkehren. Sirius wird bei dir bleiben und sich um dich kümmern. Glaub mir, es ist gut so, wie es ist. Wenn ich hier bleibe, seid ihr beide in Gefahr. Du bist ein Wolf und ich … na ja, ich so was Ähnliches. Um genau zu sein, bin ich ein Werwolf, ein Mensch, der sich bei Vollmond, in eine reißende Bestie verwandelt und sogar seinen besten Freund töten würde.“

Ich weiß Remus, ich weiß. Wenn du wüsstest, wie sehr ich mit dir fühle.

Glaube mir, ich weiß, wie es dir ergeht.

Ich bin doch nichts anderes wie du, nur, dass ich im Moment ein Wolf bin und dir nicht helfen kann.

Aber ich finde es wirklich sehr taktvoll, dass du so ehrlich bist, mir dies zu sagen, denkt sich Seidenpfote und leckt sanft Remus Hände.

Remus gibt Seidenpfote ein sanftes Küsschen auf die Stirn, packt seine Sachen und verschwindet durch die Tür, in Richtung Wald.

Seidenpfote springt trotz verletzter Pfote hoch, humpelt zur Tür und blickt ihm traurig hinterher, doch wohl wissend, dass er zurückkommen wird.

Sie blickt in Sirius Augen, die sie mit sanftem Blick anschauen, zufrieden legt sie sich auf die Veranda und schaut, wie die Vögel und Bienen umherschwirren.

Remus schaffte es mit allerletzter Kraft, in den dunklen, düsteren und bedrohlich wirkenden Wald.

Sanft rauschen die Bäume im Wind, eine Eule fliegt über seinen Kopf, setzt sich auf einen Baum und schaut ihn mit ihren leuchtend gelben Augen an.

Remus schaudert, ihm ist kalt, Angst macht sich in ihm breit, die Angst, die er immer kurz vor seiner Verwandlung spürt, die Angst vor sich selber.

Dann geschieht es, die Wolken am Himmel treiben sanft im Wind davon, geben den prallen, runden Vollmond frei, das sanfte Licht des Vollmondes, küsst sanft Remus sein erstarrtes Gesicht.

Kaltes Vollmondlicht, durchdringt sein Herz, sein Körper zuckt, sein Atem stinkt, seine Knochen scheinen zu bersten, seine stechenden Augen durchschneiden die Nacht, sein struppiges Fell, das sich langsam ausbreitet, seine reisenden Zähne, die durch das zarte Fleisch durchdringen, ihn letztlich in eine reisende Bestie verwandeln.

Remus steht gekrümmt, starr und bedrohlich zwischen den Bäumen, schaut sich um, entdeckt seine Beute und jagt sie durch den finsteren Wald.

Tausende Gedanken gehen ihm durch den Kopf, wie von Sinnen jagt er das Reh durch den Wald, will es reißen und zerfetzten.

Wilde Gedanken kreisen durch seinen Kopf, die immer mehr zu Gedanken einer reißenden Bestie werden.

Dunkle Wolken und finstere Gedanken, die Vollmondnacht zerbricht meine Schranken, in mir kommt die Gier auf Getier, das ich massakriere. Ich spüre diese Lust auf Blut jetzt und hier. Tief in der Nacht die funkelnden Sterne, ein süßer Geruch zieht mich in die Ferne, meine Glut entfacht und der Jäger in mir erwacht. Fremde Gedanken, wilde Gelüste, das Verlangen nach dem zarten Fleisch. Will reißen, will beißen. Zerfleischen, zerfetzen, bei lustvoller Jagd meine Beute hetzen. Glutrote Augen folgen deiner Spur, die Witterung führt mich über weite Flur. Ich mutiere zum Tier, bin ein Geschöpf der Nacht, ich bin der Jäger des Mondes, bis der Morgen erwacht.

Er hetzt das arme, unschuldige, kleine Reh durch den finsteren Wald, holt es schließlich ein, packt es am Genick und beißt sich fest.

Der Geschmack von warmen flüssigen und klebrigem Blut benetzt seine Lippen.

Erst fließt es langsam und dann in Strömen, das Tier zuckt ein letztes Mal in seinem Todeskampf und schließt seine Augen für immer.

Er fängt an, das Fleisch mit seinen spitzen, bestialischen Zähnen, von den Knochen des Tieres zu reißen und zerfetzt es förmlich. Auf Haut folgt junges, zartes Fleisch, übersät mit Muskeln und Sehnen. Immer wieder bohrt er seine scharfen Zähne in das Tier, um Fleisch herunterzureißen, um es genussvoll zu verschlingen.

Nachdem er gefressen hat, setzt er sich auf den Sandhügel, schaut den silbernen Vollmond an und fängt an, wie ein echter Wolf den Mond an zu heulen.

*Enomine – Das Tier in mir*

In der alten schäbigen, verstaubten Küche, riecht es angenehm nach frischem Kaffee und Brötchen, die im Ofen langsam aufbacken. Sirius sitzt in der Küche, streichelt behutsam Seidenpfote, die unter dem Tisch liegt und darauf wartet, dass ihre Wunden gereinigt und neu verbunden werden.

Sirius nimmt die fertigen Brötchen aus dem Ofen, schenkt sich einen Kaffee ein, sucht das Verbandszeug, versorgt Seidenpfote und beginnt zu frühstücken.

Danach fängt er an die Küche zu säubern und den Abwasch zu erledigen. Er möchte, dass alles sauber und ordentlich ist, wenn Remus morgen wieder heimkehrt.

Gardinen, Teppiche, Tischdecken und Bettzeug fliegen in die Wäsche, Fenster, Ofen, Herd und Spüle werden gereinigt und der Fußboden wird so lange geschrubbt, bis man die dunkelblauen Kacheln wieder sieht.

Sirius blickt sich, nachdem er endlich fertig ist, zufrieden um und betrachtet sein Werk mit stolzen, anmutigen Blick, auch Seidenpfote scheint es zu gefallen, sie tappt durch die Küche, hält die Nase hoch und wedelt begeistert mit dem Schwanz.

Seidenpfote trappelt zur Tür, springt hoch, öffnet gekonnt die Tür, um es sich wenig später auf der Veranda gemütlich zu machen.

Immer wieder schweift ihr Blick in Richtung Wald, wo sich irgendwo Remus rumtreibt und vielleicht gerade auf der Jagd ist.

Traurig blickt sie in den Wald, doch schon bald werden ihre Sehnsucht und ihr Verlangen gestillt und Remus kehrt zurück.

Ja, sie hat Remus in den letzten Tagen sehr lieb gewonnen, man kann schon fast von Liebe sprechen, auch wenn sie zurzeit ein Wolf ist, Gefühle hat sie dennoch und die sind nicht wenig.

Wenn die Nacht doch nur schon vorbei wäre und ich Remus endlich wiedersehe, ich bin so voller Vorfreude und ungestilltem Verlangen nach ihm, es zerfrisst mich fast.

Nachts kann ich nicht schlafen, weil er nicht bei mir ist und Hunger habe ich auch keinen. Mein Herz schreit nach ihm und seiner Liebe, nach seinen warmen, zarten Hände, die mich immer wieder liebevoll streicheln und berühren.

Traurig und ein bisschen niedergeschlagen kehrt sie in die Küche zurück, wo noch immer Sirius sitzt und die Zeitung durchforstet nach Neuigkeiten.

Er schaut Seidenpfote über seine Zeitung an und fragt sich, was mit ihr los ist.

Seidenpfote hat kaum gefressen und geschlafen hat sie auch wenig, leider kann Sirius nicht in ihrem Kopf schauen und sehen, was in ihr vorgeht.

Doch halt es kommt ihm die Idee, er ist ja ein ANIMAGUS und Hunde können mit Wölfen sprechen. Das ist es, denkt er sich und von gleich auf jetzt, sitzt ein schwarzer, zotteliger Hund vor Seidenpfote und schaut sie friedvoll an.

Seidenpfote schaut Sirius verwirrt an, sie kann nicht glauben, was sie da sieht und verstehen will sie es auch nicht.

„Seidenpfote, warum bist du nur so traurig und frisst nicht, oder kaum etwas?“

„Sirius bist du das, oder träume ich?“

„Ich bin es ja, aber du hast meine Fragen noch nicht beantwortet.“

„Na ja, ich vermisse Remus so schrecklich, ich kann nachts nicht schlafen, habe keinen Hunger und die Sehnsucht bringt mich noch um den Verstand, verstehst du!“

Sirius blickt Seidenpfote erstaunt durch seine braunen Hundeaugen an und wundert sich, dass ein Wolf Gefühle für einen Menschen hegt, natürlich war er sich bewusst, dass Hunde Menschen als Freud ansehen, aber lieben, das war ihm neu.

„Für mich hört sich das an, wie ein Mensch, aber du bist ein Wolf und keine Frau, Seidenpfote. Du kannst keinen Menschen lieben, das geht einfach nicht, das ist gegen das Gesetz der Natur, verstehst du das?“

Seidenpfote blickt geknickt auf den Boden der Küche und versucht nachzudenken.

Wenn ich Sirius jetzt sage, dass ich kein Wolf, sondern eine Frau bin, der denkt doch, dass ich nicht mehr alle Latten am Zaun habe.

Er hält mich doch für komplett bescheuert, nein, Lyn, du musst es ihm sagen, nur so kann er es verstehen und nachvollziehen.

Na dann mal los, Augen zu und durch.

„Ich bin kein Wolf, also kein richtiger, ich bin eine Frau. Ich wurde von Lord Voldemort verdammt, als Wolf zu leben, weil ich mich geweigert habe mich ihm anzuschließen, wie die anderen Werwölfe. Nur die Liebe eines Mannes kann mich erlösen und das ist schier unmöglich. Nenne mir einen Mann, der so bescheuert ist und sich in einen Wolf verliebt.“

Sirius kratzt sich sein Fell, er glaubt, dass er sich gerade verhört hat.

Seidenpfote eine Frau?

Nein, das kann doch nicht möglich sein, dann ergibt es ja doch noch einen Sinn, dass sie Gefühle für Remus hat.

„Sirius, du darfst Remus aber nichts davon sagen, versprich mir das bitte. Der Fluch würde sonst nicht aufgehoben werden, sondern würde für immer bestehen.“

Sirius nickt und hält sein Versprechen, Remus wir von ihm nichts erfahren, aber er war sich auch sicher, dass Remus nicht so bescheuert sein wird und sich in ein Tier verliebt.

Endlich ist es so weit, Remus kehrt zurück und Seidenpfote ist aufgeregt, wedelt mit dem Schwanz und bellt fröhlich. Auch Sirius freute sich, endlich seinen alten Freund wiederzusehen.

Die Tür geht langsam auf und ein zerstreuter Remus blickt in die Küche. Sofort springt die Wölfin hoch, springt Remus an und leckt ihm voller Freude quer übers Gesicht.

Remus schaut die Wölfin mit einem Lächeln an und streicht ihr sanft über das Fell, geht zu Sirius und die beiden umarmen sich.

Seidenpfote tippelt immer wieder um Remus herum, sie ist regelrecht süchtig nach seinen Berührungen und Remus scheint das nicht zu entgehen, denn er streicht ihr immer wieder liebevoll durchs Fell.

„Na Sirius, gab es etwas Interessantes, während ich weg war?“, wollte Remus von Sirius wissen und schaute ihn fragend an.

Sirius überlegt kurz und erzählt, dass er und Seidenpfote sich prächtig verstanden haben und geredet hatten.

Ups, Sirius hielt sich die Hand vor den Mund und versuchte zu retten, was zu retten war. Remus schaut Sirius irritiert an und fragt mit scharfem Blick nach.

„Wie du hast mit Seidenpfote geredet? Hast du dich mal wieder in Bello verwandelt? Ich wusste gar nicht, dass Hunde mit Wölfen kommunizieren können. Und worüber habt ihr geredet, wenn ich mal fragen darf?“, fragt Remus stark verwirrt.

Sirius kratzt sich irritiert am Kopf, schaut Seidenpfote an, die sich ducken tut, um Sirius so ein Zeichen zu geben, dass er den Mund halten sollte.

Niemand durfte auch nur wissen, wer sie ist, oder was sie ist und schon gar nicht Remus, durfte das wissen.

Seidenpfote steckt all ihre Hoffnung in Remus, dass er eines Tages erkennen wird, dass sie kein gewöhnlicher Wolf ist, sondern eine Frau, namens „LYN NILSEN“.

Sirius überlegt angespannt, was er Remus sagen könnte, ohne auch nur einen Hauch von Seidenpfotes Geheimnis zu offenbaren.

„Na ja, wir haben uns übers Jagen unterhalten. Ich wollte wissen, was es für ein Gefühl ist, zu jagen und ein Tier zu erlegen, um es anschließend zu verspeisen und dann haben wir uns noch über dich unterhalten. Ich habe ihr erklärt, warum du wegmusstest, weil sie es nur zum Teil verstanden hat.“

Remus schaut Seidenpfote an, geht zu ihr, kniet sich hin, schaut ihr in ihre braunen sanften Augen und lächelt sie an, dass Seidenpfote denkt, sie würde dahinschmelzen.

Remus blickt ihr noch tiefer in die Augen, ihm fällt auf, dass Seidenpfote wunderschöne, sanfte, braune Augen hat, die doch sehr den Augen einer Frau ähneln.

Sanft streicht er ihr dabei über den Kopf und sagt ihr, dass sie ihm doch sehr gefehlt hat.

Seidenpfote schaut Remus mit tiefen aber durchdringendem Blick an und muss sich ein fröhliches Bellen verkneifen, ihr Herz macht gerade Luftsprünge, vor lauter Glück, doch sie lässt sich nichts anmerken und wedelt nur freundlich mit dem Schwanz.

Seidenpfote läuft eine Träne über das Gesicht, was für einen Wolf ungewöhnlich ist, dass er weinen kann, zu spät kann sie sich umdrehen und Remus sieht die Träne, schaut Seidenpfote erstaunt an und fragt sich ob, es Wasser oder doch eine Träne sei.

Behutsam fängt er sie auf, kostet und schmeckt  etwas Salziges, was für eine Träne typisch ist und erstaunt blickt er die Wölfin an, mustert sie einen Augenblick und schüttelt dann den Kopf.

Das kann einfach nicht sein Remus, ein Wolf kann nicht weinen, jedenfalls nicht so.

Die Augen sind auch keine Augen eines Wolfs, sie sind so sanft und haben den verführerischen Blick einer Frau.

Nein Remus, reiß dich zusammen und rede keinen Stuss, sie ist ein Tier und keine Frau.

Sirius schaut Remus mit argwöhnischem Blick an und fragt ihn, was er da so rumstehe und grübelt. Remus blickt Sirius an, geht in die Küche, isst etwas und setzt sich ins Wohnzimmer. Er hat keine Lust, seinem alten Freund Sirius, seine Gefühle und Gedanken auf die Nase zu binden.

Sirius lässt sich aber nicht so schnell abspeisen und folgt Remus ins Wohnzimmer, setzt sich, gegenüber von Remus und fragt immer und immer wieder nach.

Remus wird immer genervter, von Sirius Gefrage und schmeißt ihn und Seidenpfote, schließlich raus um endlich, einmal alleine zu sein.

Erschrocken, von Remus seiner Reaktion, knurrt Seidenpfote ihn an, dreht sich beleidigt um und trappelt mit dem verwirrten Sirius nach draußen.

Seidenpfote und Sirius gehen in den Wald, um zu toben und, um das eine oder andere Wort zu bereden, denn beide verstehen nicht, was plötzlich mit Remus los ist.

Remus ist aufgebracht, wütend auf sich selber und immer wieder schlägt er seinen Kopf, gegen die Wand, bis klebriges Blut, seine Stirn heruntertropft.

Immer wieder schreit er wie von Sinnen, begreift nicht, was ihn ihm vorgeht, begreift seine Gefühle nicht, begreift sein Leben nicht mehr.

Noch immer wütend auf sich selber, stürmt er in die Küche, greift sich Seidenpfotes Decke und schmeißt sie im hohen Boden aus dem Fenster.

Danach setzt er sich an den Küchentisch, schlägt die Zeitung auf und tut so, als sei nichts gewesen.

Er schlägt die erste Seite auf und da sieht er es zum ersten Mal, das Bild von LYN NILSON, die seit sechs Wochen als vermisst gilt, überfliegt kurz die Schlagzeile und bleibt wie hypnotisiert an ihren Augen kleben.

Sanft streicht er mit der Hand über das Bild und schaut, immer wieder in die Augen dieser Frau, ihm fiel auf, dass sie genau dieselben Augen wie Seidenpfote hat, genau derselbe warme, liebevolle und verführerische Blick.

Verdammt nochmal, reiß dich endlich zusammen, Seidenpfote ist ein Tier, das hier ist eine Frau und die Augen sind purer Zufall, denkt sich Remus und schmeißt die Zeitung wütend und aufgebracht in den Ofen, wo sie langsam, von den Flamen verschlungen wird.

Remus wird immer aufgebrachter, wirft den Tisch um, fängt an die halbe Küche in Trümmer zu legen, Teller und Tassen fliegen durch die Küche, Gardinen werden abgerissen und Stühle zertrümmert. Remus steht inmitten der verwüsteten Küche, geht zum Kühlschrank, holt sich ein Bier raus und setzt sich ins Wohnzimmer auf die Couch.

Mit schnellen Zügen leert er die Flasche, steht auf und holt sich die Nächste.

Nachdem er auch diese geleert hat, folgen noch fünf weitere, die dazu führen, dass er total betrunken auf die Veranda stürzt, sich die Decke von Seidenpfote holt und schließlich auf dem Boden mit der Decke im Arm einschläft.

Die Nacht schläft Remus sehr unruhig, wälzt sich hin und her, Schweißperlen bilden sich auf seiner Stirn und er zittert am ganzen Körper.

Er schreit, schlägt wie wild um sich, krallt sich immer fester in Seidenpfotes Decke und schreit schließlich laut und verängstigt ihren Namen.

Erschrocken und mit dickem Kopf, wacht Remus auf und blickt sich um, alles ist ruhig, nur der Wasserhahn in der Küche tropft, das Tropfen ist unerträglich und hämmert sich in Remus seinen Kopf.

Höllische Kopfschmerzen machen sich in seinem Kopf breit, die kaum zum Aushalten sind.

Er stürmt in die verwüstete Küche, auf der Suche nach einem Aspirin, er sucht und sucht, findet aber keine und so geht er zum Kühlschrank und holt sich das letzte Bier, das noch da ist.

Die Schmerzen werden nicht besser, sie werden schlimmer, so schlimm, dass Remus das Gefühl hat, dass sein Kopf gleich platzt.

Ein Stechen, ein Dröhnen, ein Hämmern, er hat das Gefühl, dass eine Baustelle in seinem Kopf tobt und keine Pause einlegt.

Ihm wird schlecht, alles um ihn herum beginnt sich zu drehen, er schmeckt bittere Galle, die sich langsam die Speiseröhre hinaufkriecht und sich in seinem Mund breitmacht.

Ruhig versucht er zu atmen und dadurch das Übelkeitsgefühl zu unterdrücken, es loszuwerden, um nicht erbrechen zu müssen.

Doch das alles bringt nichts, der Drang sich übergeben zu müssen ist größer, als der Wille es zu unterdrücken, mit schwankenden Schritten, eilt Remus auf die Toilette und erbricht sich.

Remus kniet vor der Kloschüssel und hat das Gefühl, das er nur noch Gift und Galle erbricht.

Er steht auf, säubert seine Hände, putzt sich die Zähne und schaut sich kurz im Spiegel an.

Was er da sieht, lässt ihn erschrocken zurückweichen.

Sein Spiegelbild sieht furchtbar aus, wie das eines Mannes, der zu viel getrunken und zu viel erbrochen hatte.

Wie ein weinender kleiner Junge, dem man den Teddy geklaut hat, aber Remus hat man keinen Teddy geklaut, er hat seine Lieblingswölfin, einfach herausgeworfen und seinen besten Freund noch dazu.

Remus wird langsam aber sicher klar, dass er sich, in die Wölfin Seidenpfote und in ihre Augen verliebt hat und er nichts dagegen machen kann.

Diese Gewissheit treibt ihn langsam aber sicher in den Wahnsinn, es ist unmöglich ein Tier, wie einen Menschen zu lieben, er musste diese Gefühle loswerden, um jeden Preis, koste es, was es wolle.

Sirius irrte noch immer mit Seidenpfote durch den Wald und er wusste nicht, ob er zurückkehren konnte und sollte.

Er schaute Seidenpfote an, die sich bereits zum Schlafen gelegt hatte und rätselte, was wohl in ihr, nach dem Rausschmiss von Remus vorging.

Er kniete sich runter zu ihr und strich sanft über ihren Kopf und schaute ihr in ihre wunderschönen, aber traurigen Augen.

Seidenpfote senkte den Blick, ein deutliches Zeichen für Trauer, dachte sich Sirius und ließ sie alleine.

Seidenpfote war verletzt, nicht an der Pfote wie sonst, nein, sie war in Sachen Gefühlen verletzt worden und das auch noch von dem Mann, den sie liebte.

Traurig blickte sie auf den Boden, ihr Herz schmerzte sehr und sie hatte das Gefühl, dass sie Remus nie wieder sehen wollte, so sehr hat er sie verletzt.

Wie konnte Remus so etwas nur tun, was hab ich ihm getan, das er mich rauswirft?

Gut ich verstehe es, wenn ich ihm auf die Nerven gegangen wäre, aber ich hatte doch das Gefühl, das er mich gerne hat.

Ich frage mich allerdings, warum er auch Sirius herausgeworfen hat, er hat doch nun wirklich nichts angestellt und ich bin mir auch keiner Schuld bewusst.

Ich sehne mich so sehr nach ihm, nach seiner Stimme, nach seinen warmen, zärtlichen Händen, nach seinem Lächeln, nach seinen wunderschönen, tiefbraunen Augen.

Seidenpfote legte den Kopf auf den sandigen Boden und schloss ihre Augen.

In ihren Träumen, sah sie sich als Mensch, in den Armen von Remus, beide sahen glücklich und verliebt aus.

Sie küssten sich leidenschaftlich und sie hörte Remus „ich liebe dich“ sagen.

Tränen laufen ihr vor Freude, über das Gesicht und sie schmiegt sich noch fester an Remus, der sie zärtlich am Hals begann zu küssen.

Leise fängt sie an zu seufzen, lässt sich fallen und genießt diese neue Art von Zärtlichkeit.

Sie roch Remus sein herbes Parfüm, sie schloss die Augen und gab sich ihm hin.

Der Kuss der beiden, wird leidenschaftlicher und Remus seine zärtlichen Hände erkunden vorsichtig ihren Körper, jeder Zentimeter wird erforscht und entlockt Lyn, einen Schauer nach dem andren.

Sie fängt an leise zu stöhnen, sich unter seinen Berührungen zu winden und nach mehr zu betteln. Remus streicht sanft über ihren Rücken …

„Seidenpfote, wach auf. Wir müssen los“, sagte Sirius und streichelte sanft über ihren Rücken.

Ein wenig verärgert blickte sie ihn an und knurrte bedrohlich, sie war sauer, dass Sirius sie ausgerechnet jetzt wecken musste, jetzt wo sie einen so wunderschönen, gefühlvollen Traum hatte. Sirius schaute sie erschrocken an und fragte sich, was nun wieder mit ihr los sei.

Verdammter Bastard. Musste er mich denn ausgerechnet jetzt wecken, jetzt wo ich einen so schönen Traum hatte und beinahe Remus ganz gespürt hatte?

Das nächste Mal, wenn er so etwas nochmal macht, dann beiße ich ihn in seinen Hintern, aber so, dass er drei Tage nicht sitzen kann.

Beleidigt tapste sie hinter Sirius her und schaute sich, immer wieder die herrliche Natur an, bis sie auf Bellatrix Lestrange trafen, die beiden anstarrte und anfing zu lachen.

„Sirius hat also eine kleine Freundin, wie süß. Bäh ich könnte kotzen, wenn ich dich so sehe, Lyn, du bist nichts weiter, als eine miese kleine Verräterin. Und ich habe dich noch in Schutz genommen und den dunklen Lord angefleht, dich nicht zu verfluchen und das ist jetzt der Dank dafür, oder was? Du streifst mit meinem Cousin, dem dreckigen Blutverräter, durch die Wälder, ich fasse es nicht. Mädchen hast du denn nichts dazu gelernt?“

„Verschwinde von hier und lass dich nie wieder blicken Bellatrix, sonst kann ich für nichts garantieren“, brüllte Sirius und sah Bella böse an.

Doch sie lachte nur, schaute Seidenpfote bedrohlich an und verschwand im dunklen Teil des Waldes. Sirius und Seidenpfote schauten ihr nachdenklich hinterher, dann fing Sirius an, Seidenpfote als Bello Fragen zu stellen.

„Lyn, was wollte Bellatrix von dir und woher kennst du dieses kleine dreckige Biest?“

„Wie du schon weißt, bin ich ein Werwolf, ich sollte auf Voldemorts Seite gezogen werden, wie jeder unserer Art. Ich wollte das aber nicht, auch nicht als man mir drohten, Bella versuchte mich zu überreden, aber sie schaffte es auch nicht, dann wollte sie aber auch nicht, dass ich verflucht werde, weiß der Kuckuck warum. Ich weiß es einfach nicht Sirius, ich weiß gar nichts mehr. Ich weiß nicht mal mehr, wer Remus ist und was mit ihm los ist. Er ist nicht der Remus, den wir beide kennen, nett einfühlsam, liebevoll, eben ein guter Kumpel und Freund, aber so wie er sich jetzt aufführt, sorry aber ich werde erst mal nicht zurückkehren. Ich muss nachdenken, mir klar werden, was ich will und wie es weitergeht.“

Mit diesen Worten drehte sich die Wölfin um und verließ den erstaunten Sirius, der langsam wieder seine normale Gestalt annahm.

Mit diesen Worten drehte sich die Wölfin um und verließ den erstaunten Sirius, der langsam wieder seine normale Gestalt annahm

 

Sirius machte sich alleine, ohne Seidenpfote zurück zu Remus.

Seidenpfote hatte für sich entschieden, sich erstmals zurückzuziehen und abzuwarten, bis sich die Bogen geglättet haben.

Es wird Remus das Herz brechen, wenn er sieht, dass Seidenpfote nicht bei mir ist.

Es wird ihn aus der Bahn werfen, wenn er hört, dass Seidenpfote seinetwegen weggegangen ist und erst wieder kommt, wenn alles normal ist.

Er würde mit dem Kopf durch die Wand wollen, er wird fluchen und schreien und mich wahrscheinlich zum Teufel jagen, weil ich sie nicht aufhalten konnte.

Ja, was soll ich denn machen? Ich bin auch nur ein Mensch und kein Seelendoktor.

Äußert deprimiert, ging Sirius zu Remus, klopfte leise an die Tür und wartete, doch nichts passierte. Sirius wartete fünf Minuten ab, dann brach Panik in ihm aus, er stieß die Tür auf, rannte in die Küche und fand den bewusstlosen Remus, am Boden liegend vor.

Eilig ging er zu Remus, packte ihn und rüttelte so lange an ihm, bis dieser die Augen aufschlug und Sirius verdattert anschaute.

„Ach Sirius du bist es. Ist was passiert, oder warum schaust du so besorgt?", fragte Remus und schaute sich, nach der silbergrauen Wölfin um, von der aber jede Spur fehlte?

„Ja, es ist etwas passiert, du warst ohnmächtig, allerdings denke ich eher, du warst betrunken, wenn ich so deine Fahne rieche. Seidenpfote brauchst du nicht zu suchen, sie kommt nicht. Jedenfalls heute und in den nächsten Tagen nicht, das hast du dir aber durch dein unmögliches Verhalten, selber zuzuschreiben", sagte Sirius im aggressiven Ton und fing an die Küche aufzuräumen, da diese noch immer wie ein Saustall aussah.

Seidenpfote ist nicht da? Ich denke, sie ist sauer, weil ich sie rausgeschmissen habe, ohne ein Wort zu sagen. Man ich bin so ein Hohlkopf, ich könnte mich ohrfeigen, ich schmeiße die Frau raus, die ich liebe. Moment habe ich gerade Frau gesagt? Sicher sie hat Augen wie eine Frau, denkt wie eine Frau, weiß ich zu mindestens von Siri und sie schaut mich immer so verliebt an, also kann es doch gut sein, dass Seidenpfote" Lyn Nilson" ist!

Traurig blickte Remus aus dem Fenster, in den Wald, wo irgendwo Seidenpfote war.

Ihm wurde immer bewusster, dass es sich bei Seidenpfote um eine echte Frau handelte, nur eine Frau konnte so reagieren, sich so benehmen, aber da war noch die Frage, warum sie ein Wolf ist. Wurde sie verzaubert, ist sie vielleicht ein Animagus und gibt sich nicht zu erkennen aus Angst vor ihm, weil er ein Werwolf ist?

Lyn ging langsam auf Remus zu, schaute ihm in seine traurigen und doch irgendwie glücklichen Augen und wollte gerade ausplaudern, als er sie an sich zog, sie umarmte und dann leidenschaftlich küsste.

Sie wehrte sich nicht, sie ließ es zu, sie versank regelrecht in seinen Armen und das Gefühl so leidenschaftlich geküsst zu werden, war einfach unbeschreiblich.

Während sich die beiden heiß und innig küssten, liefen Tränen der Verzweiflung über Lyns Gesicht, sie war sich plötzlich nicht mehr sicher, ob sie Remus die Wahrheit sagen sollte, oder doch einfach die Klappe halten und ihr Glück genießen sollte.

Sirius, der noch immer in der Küche stand und die beiden glücklich vereint sah, schlich sich leise aus dem Haus und ließ beide alleine.

Sirius hatte auf einmal ein kleines bisschen Mitleid mit Lyn, er befürchtete, dass Remus sie in wenigen Minuten zum Teufel jagen würde und er daran zugrunde ging, dass sie ihn dermaßen hintergangen und belogen hatte.

Remus löste den Kuss, schaute in Lyns verweinte Augen, strich sanft eine Träne von ihrer Wange und sah sie besorgt an.

„Was ist los mit dir, mein Engel? Warum weinst du?", fragte er und strich sanft über ihren Rücken.

Lyn fing noch mehr an zu weinen, schlang ihre Arme um Remus und wollte ihn gar nicht mehr loslassen, so verzweifelt war sie in diesem Moment.

„Remus ich muss dir etwas sagen, ich war von Anfang an nicht ehrlich zu dir und das, tut mir mittlerweile von ganzem Herzen leid. Ich weiß, dass es falsch war, dich zu hintergehen, aber was hätte ich denn machen sollen? Ich konnte doch nicht mit dir reden oder mich selber zurückverwandeln, ich habe es doch nur getan, weil ich dich liebe. Okay am Anfang wollte ich es für Voldemort tun, ihm zeigen und beweisen, dass ich es drauf habe, dich auf seine Seite zu ziehen. Aber im Laufe der Zeit, die ich bei dir war, habe ich mich mehr und mehr in dich verliebt. Ich verstehe, wenn du mich nicht mehr sehen möchtest und ich respektiere diesen Wunsch dann auch, aber bitte lass es mich dir erklären. Ich bin auch ein Werwolf so wie du, schon von klein auf, ich wurde genau wie du, von Fenrir Greyback gebissen und verwandle mich jeden Vollmond in eine Bestie. Voldemort zog einen nach dem anderen von uns auf seine Seite, nur bei dir schaffte er es nicht. Er versuchte heraus zu finden, was deine Schwächen sind, er fand heraus, dass du in Sachen Gefühlen sehr schwach bist, und setzte mich gegen dich ein. Doch er rechnete nicht damit, dass ich mich in dich verlieben könnte, er weiß immer noch nicht, dass ich wieder eine Frau bin und er weiß auch nicht, wo du oder ich gerade bin."

Lyn rechnete mit einem Tobsuchtsanfall von Remus, sie fürchtete, er könnte wieder die Küche in Trümmern legen, sie anschreien, sie einfach wegschicken und sich ihrem Schicksal zu überlassen. Remus regierte anders als erwartet, nicht mit einem Tobsuchtsanfall, nicht mit Herumschreien, nein, er nahm sie einfach in die Arme und küsste sie erneut, was Lyn doch sehr wunderte.

Jeder andere Mann, hätte sie garantiert in die Wüste geschickt, doch dieser Mann, küsste sie einfach, dass sie dachte, sie würde den Boden unter den Füßen verlieren.

Noch endlosen Minuten eines sehr sinnlichen Kusses schaute Remus seine Lyn an, lächelte und nahm sie einfach schützend in seine starken Arme.

„Lyn es ist mir ehrlich gesagt egal, was vorher war, oder was Voldemort gemacht hat, mir ist nur wichtig, dass du jetzt ehrlich zu mir bist. Alles andere möge vergessen und vergibt sein", sagte Remus, küsste Lyn erneut, hob sie hoch und trug sie auf seinen Armen ins Wohnzimmer und setzte sie auf die Couch.

Der Kuss, der beiden wurde schnell leidenschaftlicher, fordernder und beide wussten, was sie wollten.

Pullover, Hosen und Unterwäsche flogen durch den Raum, das Feuer im Kamin loderte und in der Luft lag ein süßer Geruch von Erotik und Leidenschaft.

Man hörte nur noch das lustvolle Stöhnen und Keuchen, Zweier sich liebenden Menschen, dass nach endlosen Minuten, in einem spitzen Schrei und des vollkommenen Glückes endete.

Lyn kuschelte sich an Remus Brust und schlief glücklich und erleichtert ein.

Beide ahnten nicht, dass dieser Abend, der letzte gemeinsame sein würde. Schon Morgen würde ein erbitterter Krieg zwischen Gut und Böse herrschen, wobei viele Menschen, die Remus liebte, sterben würden.

Seidenpfote schlich durch den Wald und sie hatte längst das Gefühl, dass sie nicht alleine war.

Immer wieder drehte sie sich vorsichtig um, doch nichts war zu sehen oder zu hören.

Täuschte sie sich etwa, oder fühlte sie sich einfach nur einsam? Sie zitterte, aber nicht will ihr kalt war, sie zitterte vor Angst.

Sie hatte Angst vor der Nacht, Angst vor Gefühlen, Angst vor Einsamkeit, Angst um Remus, der sich noch immer in Gefahr befand.

Voldemort würde nicht eher Ruhe geben, bis auch der letzte Werwolf sich ihm beugte.

Ich muss zurück, ihn warnen und ihm von Voldemorts Plan erzählen. Ich hoffe nur, dass er mich nicht hassen wird, oder mich gar nicht mehr sehen will. Ich muss es einfach tun, ich kann nicht anders, ich war zu lange zu Remus und Sirius unehrlich.

Wenn jemand wüsste, dass Lyn sich eigentlich freiwillig gemeldet hatte, um sich verfluchen zu lassen, um Remus so auf Voldemorts Seite zu bekommen, Sirius und Remus, würden sie hassen bis aufs Blut. Ja, Lyn kannte Remus von Bildern und er reizte sie, nicht nur sexuell, auch reizte es sie, ihn näher kennenzulernen und mit ihm zu spielen, aber sie hatte nie erwartet, dass sie sich in ihn verlieben könnte.

Es ist doch aller Mist. Wenn ich sage, was los ist, hassen sie mich. Springe ich dem dunklen Lord ab, wird er mich umbringen, oder ich werde für immer die Gestalt eines Wolfes haben.

Warum habe ich nichts zu Siri gesagt? Warum musste ich ihm auch den Bären aufbinden, mit dem Fluch und der Liebe? Kann ich denn nicht einmal ehrlich sein? Muss ich immer und immer wieder, die Menschen anlügen, die mich lieben und ich sie? Ich muss es sagen, koste es, was es wolle und wenn es mein Leben kosten sollte, dann nehme ich es in Kauf. Remus muss erfahren, wer ich bin, was ich machen wollte und doch nicht gemacht habe, aber vor allem hinweg, muss ich ihm endlich sagen, dass ich ihn liebe und, dass ich eine Frau bin.

Fest entschlossen die Wahrheit zu sagen, tapste Seidenpfote zu Remus.

Je näher sie dem Haus kam, desto größer wurde ihre Angst, sie wirkte auf einmal sehr unsicher und eingeschüchtert.

Als sie endlich am Haus ankam, kratzte sie an der Tür und wartete auf Remus, der die Tür wenig später aufriss, Seidenpfote erblickte und über das ganze Gesicht strahlte.

„Lyn da bist du ja wieder", strahlt Remus und fiel ihr um den Hals, fing sofort an sie, zu streicheln und zu knuddeln.

Ach du Schreck! Er weiß, wer ich bin, er hat meinen Namen gesagt, ich hoffe er weiß nicht allzu viel.

Sie wedelte fröhlich mit dem Schwanz und schaute, wenig später zu Sirius, der nur mit den Achseln zuckte und ratlos aussah.

Sie gab Sirius zu verstehen, dass sie ihm etwas mitteilen wollte, indem sie ihn anschaute, bellte und an ihm hochsprang.

Sirius verstand erst nicht, doch als sie anfing mehr und mehr und lauter zu bellen, ja fast schon aggressiv, verwandelte sich Sirius in Bello und fragte nach Problemen.

„Was ist los, Lyn?", fragte Sirius und schaute sie an.

„Ich habe euch beide angelogen, es tut mir so leid. Ich bin ein Animagus wie du, nur hat Voldemort mich mit einem Zauber belegt, damit ich mich nicht zurückverwandeln kann. Ich bin eine von seinen Leuten, ich sollte vertrauen zu Remus aufbauen und ihn auf die dunkle Seite ziehen, aber ich will das nicht mehr, ich liebe ihn doch. Es tut mir so schrecklich leid, dass ich euch angelogen habe. Sirius ich möchte dich bitten, den Zauber von mir zu nehmen, damit ich Remus sagen kann, was ich auch dir gesagt habe. Ich bitte dich, nur um diesen kleinen Gefallen."

„Na hör mal, Lyn, das ist doch wohl ein starkes Stück von dir, wir haben dir vertraut und jetzt das? Sag mal, spinnst du jetzt total? Aber gut, ich werde dich zurück zaubern, aber wenn Remus dir den Laufpass geben sollte, komm ja nicht zu mir und heule dich aus. Geh dann einfach und komm nie wieder! Hast du verstanden?"

Lyn nickte, wartete, dass sich Sirius zurückverwandelte, um den Zauber von ihr zu nehmen.

Ein helles zuckendes Licht war zu sehen, ein lauter Knall schallte durch den Raum und Remus, starrte kurze Zeit später, eine wunderschöne junge Frau, mit blonden Haaren und braunen Augen an.

Er konnte nicht glauben, was er da sah, seine Vermutung bewahrheitete sich und er wollte sie einfach nur noch in die Arme nehmen und ihr sagen, wie sehr er sie liebte.

Doch das musste warte, Lyn wollte ihn nicht länger anlügen, sie wollte ihm sagen, dass sie ihn liebte, dass sie sein Vertrauen missbraucht hat und, dass sie für Voldemort arbeitete.

Am nächsten Morgen kam Sirius in das Haus von Remus gestürmt, er blutete stark und war verwirrt, er schrie und klammerte sich regelrecht an Remus, der ihn versuchte zu trösten und zu halten.

Lyn zog sich leise an, ging in die Küche und machte Kaffee, sie wollte die beiden Männer jetzt nicht stören, aber sie wusste tief in ihrem Inneren, dass etwas nicht stimmte.

Sie sah aus dem Fenster, ihr stockte der Atem, draußen lief der schwer verwundete Greyback und röchelte stark, er sah Lyn am Fenster und winkte sie nach draußen.

Die junge Frau eilte hinaus, zu ihm und sah in mitleidig an, er röchelte noch stärker und sagte nur noch, dass Voldemort alle Zauberer umbringen wird, die sich ihm nicht anschließen und das man die Longbottoms mit Cruciatus-Fluch zum Reden bringen will, dass man die Potters verfolgt und sie umbringen will.

Lyn blieb für kurze Zeit fast das Herz stehen, als sie Letzteres hörte, sie wusste, dass die Potters gute Freunde von Sirius und Remus sind und dass sie es den beiden sagen musste.

Sie dankte Greyback für die wichtigen Informationen, fragte ihn, ob er zurechtkäme und ging dann in der Hoffnung, dass es Greyback es schaffen, würde zurück ins Haus zu den beiden nichts ahnenden Männern.

Sie stolperte regelrecht ins Wohnzimmer, hatte Tränen in den Augen und fiel Remus schluchzend um den Hals.

Dieser verstand nicht sofort, was los war, hörte aber genau zu, was Lyn zu sagen hatte und auch Sirius war unwohl bei der ganzen Sache, die sich gerade abspielte.

„Voldemort sucht die Potters, er foltert die Longbottoms, um an den Aufenthaltsort zu kommen, er will alle töten, die sich gegen ihn stellen! Remus, wir müssen James und Lilly warnen und den kleinen Harry in Sicherheit bringen, er ist doch noch ein Baby und unschuldig, das Kind kann doch nichts dafür. Bitte Sirius hilf uns", flehte Lyn und klammerte sich noch fester an Remus.

„Jetzt beruhige dich doch Lyn, ich versichere dir, dass die Longbottoms keine Ahnung haben, wo James und Lilly sind. Es wissen nur Sirius und Peter ein alter Schulfreund von uns, die beiden würden sich eher töten lassen, als die Potters zu verraten", sagte Remus im ruhigen bestimmten Ton.

Sirius war unsicher, er wusste genau, dass Peter Pettigrew schwach war und nicht immer wusste, was recht ist und was nicht.

Er beschloss sich alleine auf den Weg zu machen, um James und Lilly zu warnen, für Remus und Lyn war es zu gefährlich, da man die beiden bereits auch suchte.

Während Remus und Lyn noch diskutierten, machte sich Sirius heimlich davon und machte sich auf den Weg nach Godric Hollow zu den Potters.

Keiner der Drei ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass man die Potters schon umgebracht hatte und Peter der Verräter war, man Sirius die Schuld geben würde und ihn nach Askaban bringen würde und Peter seinen eignen Tod vortäuschen würde, um sich aus der Schlinge zu retten.

Jeder würde denken, dass Sirius Peter in Stücke gerissen hatte und dann die Potters verriet.

Nachdem Sirius weg war, packten Lyn und Remus ein paar Sachen und wollten mit Sirius aufbrechen, doch dieser war bereits verschwunden, also machten sich die beiden alleine auf den gefährlichen Weg.

Lyn hatte Angst Voldemort wiederzusehen, ihn in die Augen zu schauen, die größte Angst war jedoch, dass sie Remus verlieren könnte, dass er sterben könnte.

Den ganzen Weg lang, hielten sie sich an den Händen fest und beteten in Gedanken zu Gott, dass er sie und all die anderen beschützen möge.

Nach mehreren Stunden kamen sie am Haus der Potters an, er war ruhig, nichts deutete darauf hin, dass hier vor wenigen Stunden ein erbitterter Kampf stattfand.

Sie gingen langsam auf die Veranda zu und dann sahen sie zwei Männer, die die toten Körper von James und Lilly nach draußen brachten, Professor Dumbeldore, der den kleinen weinenden Harry auf dem Arm hatte.

Lyn krampfte sich beim Anblick des weinenden Kindes das Herz zusammen, Remus brach schreiend und weinend zusammen, doch das schlimmste sollte noch kommen.

Die beiden mussten mit ansehen, wie Minister Fudge Sirius festnehmen ließ, wegen Verrats und Mord an Peter Pettigrew.

Ungläubig starrten die beiden Sirius hinterher, der immer wieder schrie, er sei das nicht gewesen.

In Remus kochte, eine unbeschreibliche Wut auf, er schrie und fluchte, er wollte Voldemort finden und ihn eigenhändig umbringen.

Er wollte Rache für James, Lilly und den kleinen Harry. Lyn schaute Remus besorgt und verängstigt an, sie konnte ihn seinen Augen ablesen, was er vorhatte, sie wollte ihn davon abhalten, doch Remus sein Entschluss stand fest und nichts und niemand konnte ihn mehr davon abbringen.

Remus hetzte durch die Straßen auf der Suche nach dem dunklen Lord.

Er war wütend, traurig und enttäuscht.

Er war von sich selber enttäuscht, dass er nicht merkte, was Sirius vorhatte, im Traum hatte Remus nicht geglaubt, dass Sirius zu einem Mord und dem Verrat, an James und Lilly imstande sein könnte. Lyn hatte große Schwierigkeiten Schritt mit Remus zu halten, da dieser wie von der Tarantel gestochen durch die Straßen rannte.

Remus war nicht von der Vorstellung den dunklen Lord zu töten nicht abzubringen, Lyn hatte schreckliche Angst um ihn, sie versuchte immer und immer wieder Remus davon abzubringen, doch es half nichts, er ignorierte sie einfach.

Die beiden waren mit sich beschäftigt, dass sie Bellatrix Lestrange nicht bemerkten, die sich von hinten an Lyn heranschlich, sie packte und festhielt.

Remus wirbelte herum, sah in die kalten, herzlosen Augen von Sirius Cousine Bella und starrte auf Lyn, die sich verzweifelt aus ihrem Griff befreien wollte.

Bellatrix lachte schrill, zog ihren Zauberstab, warf Lyn von sich und schrie mit ihrer schrillen ohrenbetäubenden Stimme „Avada Kedavra".

Remus schrie auf, sein Herz zersprang vor Schmerz, als Lyn leblos in seine Arme sank.

Ein letztes Lächeln zeichnete sich auf ihren noch warmen Lippen ab.

Remus beugte sich vor und küsste sie ein letztes Mal, bevor er sie liegen ließ und für Jahre verschwand.

Sein Herz war voller Trauer, voller Hass, voller Liebe zu Lyn, die nicht mehr am Leben war, doch Remus sollte sein Glück noch einmal finden in fünfzehn Jahren.

Bis dahin lebte er alleine und zurückgezogen in London, das Haus seiner Eltern betrat er nie wieder, zu viele Erinnerungen an Lyn verbanden ihn damit.



Vielen Dank an alle Leser, für jedes Sternchen und jeden Kommentar. Ihr seid klasse und es freut mich, dass euch meine Geschichte gefallen hat.

Eine Fortsetzung folgt!  "Noch einmal mit Gefühl" wird sie heißen!

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Autor

Deidaras Profilbild Deidara

Bewertung

Eine Bewertung

Statistik

Kapitel:14
Sätze:229
Wörter:11.746
Zeichen:65.279

Kurzbeschreibung

Remus findet einen verletzten Wolf, pflegt und kümmert sich um ihn, ohne zu wissen, dass es eigentlich ein Mensch ist.

Kategorisierung

Diese Fanfiction wurde mit Drama (Genre), Romanze und Action getaggt.

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