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Im Gleichgewicht

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27.10.21 20:45
16 Ab 16 Jahren
Heterosexualität
Fertiggestellt

Es handelt sich bei dieser Fanfiktion um ein gemeinsames Projekt, was bereits 2010 geschrieben und 2017 beendet wurde. Ich habe lange überlegt, ob ich sie wieder hochlade und ja, ich denke man kann sie lesen, sofern man sich für Naruto und Engelszeug interessiert.

Zwar ist sie fertig vorgeschrieben, aber nicht korrigiert. Das heißt, dass die Kapitel langsam zurückkommen und ich mich neben meinen aktuell laufenden Texten nicht selber stresse oder stressen lasse. 

Wer nun also Lust hat, sich mit Gleichgewicht und Engeln zu befassen, der ist herzlich eingeladen, die Geschichte zu lesen. Ich merke jedoch nochmals an, dass ich diese Story nicht alleine verfasst habe. Die Idee dahinter stammt von mir, jedoch sind einige Textpassagen nicht von mir selber, sondern von meinem alten Mitschreiber.

 Die Idee dahinter stammt von mir, jedoch sind einige Textpassagen nicht von mir selber, sondern von meinem alten Mitschreiber

 

Engel, sie teilen sich in zwei Gruppen auf. Zum einen deuten sie auf Unschuld und Reinheit hin und zum anderen gibt es die Sorte, die die dunkle Seite verkörpert und versucht die Unschuld der weißen Flügelträger zu rauben. Sie auf ihre Seite zu ziehen und im Herzen zu verderben. Nur ein Gleichgewicht beider, kann dem Krieg ein Ende setzen und dazu führen, dass die Menschheit begreift ...

Wie oft hatte Tsunade sich diese Zeilen schon durchgelesen, sie nicht begriffen und am liebsten in der Luft zerrissen? Ein leises Klopfen kam von der Tür aus, riss die Hokage aus den Gedanken und noch etwas zurückhalten trat Shizune ein. "Meisterin Hokage, er ist nun hier", sagte sie ruhig und wich ein Stück von der Tür weg. Ein junger Mann mit strubbeligen blonden Haaren und jeweils drei Streifen auf der Wange trat ein. Blaue Augen fixierten die Hokage und diese seufzte leise. Kurz nickte sie ihrer Schülerin zu und diese verließ den Raum. "Naruto", kam es leise über Tsunades Lippen, während sie sich mit dem Stuhl zur Seite drehte und einen kräftigen Schluck Sake direkt aus der Flasche trank.

"Hallo Ba-chan", grinste Naruto die Hokage fröhlich an, blieb vor deren Schreibtisch stehen und sah sich im Zimmer um. Manchmal fragte er sich, wie es sein konnte, dass die Hokage hier noch den Überblick hatte, denn die vielen Schriftrollen bereiteten selbst ihm gewisse Kopfschmerzen.

Wieder erklang ein Seufzer von der Frau und sie stand von ihrem Platz auf. "Naruto, ich habe dich wegen einer wichtigen Sache zu mir gerufen", fing sie plötzlich an und kaute sich nervös auf ihrer Unterlippe. Die Entscheidung war ihr nicht leicht gefallen, aber es war die einzige Möglichkeit endlich richtig lieben zu dürfen. Sie wollte ja nicht, dass ihr Mann davon läuft oder anderen Frauen hinterher stellt. "Naruto, ich werde zurücktreten als Hokage", platzte es dann plötzlich aus ihr heraus und sie sah genau den verwirrten Blick des Jungen. Er begriff wohl noch nicht ganz, aber das würde sich gleich ändern. "Ich werde zurücktreten und du wirst mein Nachfolger sein, Naruto Uzumaki."

Naruto war sichtlich gespannt, was die Hokage ihm mitzuteilen hatte und dementsprechend steigerte sich seine Neugier. Womit er aber am wenigsten gerechnet hatte, war die Tatasche, dass er der nächste Hokage werden sollte. Wie erstarrt stand er deswegen da, rührte sich nicht und starrte Tsunade mit offenem Munde an. "I-ich soll was?" Naruto glaubte zu träumen, er konnte nicht begreifen, was genau hier gerade geschah.

"Du hast richtig gehört, du wirst der nächste Hokage und leider auch ..." Tsunade unterbrach wieder und schämte sich für ihr Handeln. Es war egoistisch, aber Naruto war der Einzige, dem sie das Amt anvertrauen konnte.

"Und leider was?", fragte Naruto ernst, wollte wissen, warum genau er dieses Amt schon jetzt annehmen sollte. Immerhin war er gerade mal sechzehn Jahre, hatte zudem bis auf den Sieg Pain's noch nicht wirklich etwas vorzuweisen.

"Du darfst dich nie verlieben." Traurig sah die Hokage auf und wandte dann den Blick wieder ab. Als Hokage durfte man nie lieben, denn sonst geriet das Gleichgewicht aus den Fugen. Seufzend nahm sie eine Schriftrolle von ihrem Schreibtisch und hielt sie Naruto hin. "Lies das, dann wirst du alles verstehen."

Naruto war zu geschockt, um zu antworten. Stattdessen nahm er die Schriftrolle und las sich diese durch. "Das ist die, die mir Pain kurz vor seinem Tod gab. Er selbst konnte sie nicht entschlüsseln, aber er sagte, dass Konan weiterhin daran arbeiten würde. Daher hat sie mir die Blumen der Hoffnung gegeben."

"Wir haben den Text schon längst entschlüsselt und das schon seit der ersten Generation", kam es darauf von Tsunade und sie seufzte wieder leise. Das, was sie Naruto aufbahrte, war wirklich viel und er versaute sich damit sein ganzes Leben.

"Was aber bedeutet dann, dieses Gleichgewicht beider?" Verwirrt runzelte Naruto die Stirn und setzte sich fassungslos auf den freien Stuhl. Er durfte sich nicht verlieben und das nie wieder. Es war hart und schon jetzt zweifelte Naruto an sich und ob er dies wirklich schaffen würde.

"Nun wie erkläre ich dir es am besten? Du kennst doch das Sprichwort, dass eine Medaille zwei Seiten hat. Naruto, wenn du der weiße Engel bist, dann gibt es auch für dich einen schwarzen Engel. Dein Gegenstück, welches dich verführen soll." Ruhig erklärte die nun die ehemalige Hokage den Inhalt der Schriftrolle. Obwohl, es nicht ganz stimmte mit der Liebe. Er durfte sich verlieben, doch er durfte nie die schönen Dinge in einer Beziehung genießen. Auch, wenn das eigentliche Verbot als Hokage sich nur auf den Sex bezog. Aber wenn die geliebte Person einen berührte, streichelte, dann wünscht man sich schon eine intime Nacht zusammen. Jahrelang hatte sie es ausgehalten und auch Narutos Vater hatte es versucht, doch den Wunsch eine Familie zu gründen ließ ihn den Titel abgeben.

Ja, die zwei Seiten kannte er. Yin und Yang, oder aber auch Himmel und Hölle. "Ich verstehe." Naruto nickte daher und fragte sich im selben Moment aber auch, wer sein Gegenstück sein sollte. Wer sah wie ein schwarzer Engel aus? Nicht, dass es sie je gegeben hatte, aber Pain sagte deutlich, dass es Menschen gäbe, die eines Engels gleich waren. Erst hatte er nicht verstanden, dann aber sah er Konan und wusste, dass sie sprichwörtlich ein Engel auf Erden war.

"Es tut mir leid, Naruto, dass ich dir nicht mehr erzählen kann, aber niemand weiß, wer dein Gegenstück ist. Er entsteht erst, wenn du zum Hokagen ernannt worden bist", erklärte die Frau ruhig und seufzte leise. Ihr eigenes Gegenstück kannte sie nicht und sie wollte es auch nicht kennen.

Erneut ließ Naruto einen leisen Seufzer verlauten und legte die Schriftrolle beiseite. "Ist schon okay, ich wollte ja immer Hokage werden und demnach werde ich das Amt auch antreten", versicherte er mit fester Stimme.

Ein sanftes Lächeln umspielte Tsunades Lippen und sie wuschelte Naruto einfach durch die blonden Haare. Ja, Naruto war der richtige für das Amt und er würde das Dorf auch beschützen, das wusste sie genau.

"Wuschel mich doch nicht immer. Ich bin kein kleiner Junge mehr", beschwerte sich Naruto über die lieb-gemeinte Geste und brummte zudem leise auf.

"Ach, lass einer alten Frau diese Freude doch." Sanft lächelte Tsunade wieder. "Morgen werde ich es bekannt geben und dich in das Amt einführen, doch heute sollst du noch den Tag genießen können."

Nochmals murrte Naruto, dann aber lächelte er und stand von seinem Platz auf. "Fein, dann geh ich jetzt mit Sai und Sakura Ramen essen", freute sich Naruto und rieb sich dazu die Hände.

Leise lachte die Hokage und seufzte dann wieder frustriert als Naruto das Zimmer verließ. Kurz warf sie einen Blick über ihre Unterlagen und eine stach ihr besonders ins Auge. Sasuke Uchiha, ein ehemaliger Ninja aus Konoha. Er hatte das Dorf für Macht verraten und Naruto müsste ihn zum Wohl des Dorfes töten. Dabei waren sie wie Brüder zueinander gewesen.

 Dabei waren sie wie Brüder zueinander gewesen

 

 

Längst war Naruto verschwunden, steuerte seinen Stammnudelstand auf und setzte sich zufrieden auf einen der noch freien Hocker. Sai war schon da und demnach fehlte nur noch Sakura. Aber sicher kam diese gleich und dann könnten sie endlich essen. Ihm knurrte bereits jetzt schon der Magen.

"Du bist so gut gelaunt, was ist los?" Ruhig saß Sai an der Nudelbar und schlürfte schon seine Suppe. Zwar kannte er Naruto so schon, aber nicht so strahlend wie jetzt.

Breit grinsend verschränkte Naruto die Arme hinter dem Kopf und streckte sich. "Ich werde Hokage und das sogar schon früher, als erhofft."

Abrupt ließ Sai seine Essstäbchen fallen und alle Gesichtszüge entglitten ihm zum ersten Mal. In diesen Moment kam auch Sakura und lachte über das entsetzte und verwirrte Gesicht des sonst so undurchsichtigen Sai.

Selbst Naruto musste lachen, stimmte mit Sakura ein und klopfte Sai schließlich auf die Schulter. "Nun guck nicht wie ein Mondkalb", kicherte er zunehmend leiser und grüßte locker mit der Hand Sakura.

"Naruto, was hast du angestellt, dass Sai so ein Gesicht macht?" Noch immer hielt sich die junge Medic-nin den Bauch und setzte sich schließlich zu den beiden.

Naruto schmunzelte, bestellte sich seinen Ramen und wandte sich Sakura zu. "Ich habe ihm nur gesagt, dass ich Hokage werde und das schon morgen."

Jetzt war es an Sakura ungläubig auf den Blonden zu starren. Dass Naruto mal Hokage wurde, das hätte sie nicht gewundert, aber doch nicht so schnell. Damit wäre Naruto der jüngste Hokage in der Geschichte von Konoha.

Stolz brüstete sich Naruto und sogar der Besitzer des Nudelstandes, hatte aufgehört in seiner Suppe zu rühren. "Ich glaube, die heutigen Ramen gehen aufs Haus."

Sakura faste sich als Erstes und schlug Naruto kräftig auf die Schulter. "Na dann Glückwunsch Naruto", kam es breit grinsend von ihr und sie freute sich, dass Naruto endlich seinen Traum wahr werden lassen konnte.

"Na ja, wirklich freuen tu ich mich nicht. Ich darf mich nicht verlieben und alles andere darf ich auch nicht mehr", murmelte Naruto nachdenklich, freute sich aber, dass Sakura sich freute und seufzte ein weiteres Mal auf.

Verwirrt sah Sakura auf und verstand nicht ganz. "Was soll das heißen, du darfst nicht mehr lieben und die anderen Dinge auch nicht mehr tun?"

Naruto seufzte und schob die ersten Nudeln in seinen Mund, nachdem die Schüssel vor ihm stand. "Pain, er gab mir eine Schriftrolle, bevor er starb. In dieser stand etwas von zwei Engeln und einem Gleichgewicht. Ich verkörpere wohl den weißen und irgendjemand den schwarzen. Wer genau das sein wird, wissen wir nicht. Nur, dass er morgen wohl in mein Leben treten wird und versucht mich zu umgarnen."

"Dich versucht jemand zu umgarnen?" Skeptisch schielte Sakura zu Sai, doch dieser lächelte bloß plump. Aber Sai konnte es eigentlich nicht sein, schließlich war dieser schon die ganze Zeit bei Naruto. Aber wer konnte es sein? Kannten sie die Person überhaupt.

Hustend wischte sich Naruto den Mund mit einer Serviette ab und nickte Sakura zu. "Ja, so ist es ... wird es sein." Ganz glauben konnte er dies nicht, aber warum sollte Tsunade ihn anlügen?

"Na ja, es wird auf jeden Fall auffallen, wenn sich wer an dich ran schmeißt. Aber was hat man davon dich zu umgarnen, schließlich ist das doch totaler Irrsinn. Nur, weil du Hokage wirst, braust du doch keinen gegen Pol." Sakura war noch immer verwirrt, aber ob Naruto ihr Antwort geben konnte, da war sie sich nicht mal sicher.

"Das ist es doch. In der Schrift war die Rede von zwei Engeln, der eine trägt die Unschuld und der andere das Verderben. Tsunade hatte nie einen Mann und auch mein Vater hat damals das Handtuch geworfen, als er meine Mutter kennenlernte." Vielleicht verstand es Sakura jetzt, denn noch mehr darauf eingehen wollte er nicht.

"Ja, das hab ich schon verstanden, aber warum macht der schwarze Engel das den. Wieso will er dich verführen? ", erklärte das Mädchen und selbst Sai hörte aufmerksam zu.

"Wenn ich das wüsste", murmelte Naruto leise und widmete sich seiner Suppe zu. Sie war mittlerweile lauwarm, aber trotzdem schmeckte sie immer noch und verschwand nach und nach in seinem Mund.

„Schon komisch", kam es darauf von Sakura und sie rührte nachdenklich in ihrer Suppe herum. Das hatte doch etwas zu bedeuten, das man nicht lieben durfte.

In der Tat war es komisch, dazu noch dieses Gleichgewicht beide, was er erst recht nicht verstanden hatte. Vielleicht hatte Konan dazu schon etwas herausgefunden, aber dafür müsste er ihr erst eine Taube zukommen lassen und das würde wieder dauern.

Leise seufzte Sakura und aß den letzten Happen ihrer Suppe. "Ich muss los, Tsunade hat mich gebeten noch eine Krankenakte für sie zu holen."

Naruto hob verwundert den Kopf aus der Suppenschale, lächelte aber schon wieder und nickte Sakura schließlich zu. "Ich werde wohl auch gleich gehen. Ich will noch aufräumen und meinen letzten Tag genießen."

"Ja tu das, wir sehen uns dann morgen." Winkend ging Sakura von beiden weg und nun saß Naruto alleine mit Sai an der Nudelbar.

"Und da geht sie dahin, meine ... nun ja, ab morgen weht ein anderer Wind", räusperte sich Naruto, grinste nochmals übermütig und streckte seine müden Knochen.

"Glaubst du, dass du das schaffst. Sich nicht verlieben ist das doch fast unmöglich bei dir", kam es darauf leise von Sai und er sah den Blonden genau an. Zwar lächelte dieser gerade, aber dennoch konnte selbst Sai sehen, dass Naruto sich selbst nicht sicher war.

Naruto blickte Sai ernst an und überlegte. "Ich weiß es nicht, aber ich weiß, dass Tsunade seit langem jemanden liebt. Demnach kann es so schlimm nicht werden und Konoha steht ja auch wieder", erklärte er und hoffte damit recht zu haben.

"Na ja, sicher bist du dir aber selbe bestimmt nicht." Skeptisch sah Sai auf den zukünftigen Hokagen und schüttelte den Kopf. Sakura und er- sie mussten wohl ziemlich acht geben, sonst passierte noch etwas Schlimmes.

"Ach was, notfalls bindet Sakura mich am Stuhl fest. So kann ich nicht nach draußen und Gefahr laufen, mich doch noch zu vergucken", lachte Naruto schon wieder über sich selber.

"Doch in eine Nudelsuppenschüssel", kam es darauf von Sai und er aß in Ruhe weiter seine Suppe.

Laut lachte Naruto auf." Eine Suppenschüssel ist mir lieber, als so ein dämlicher Engel. Zumal es nicht einmal echte gibt."

"Ja, besonders da diese dich außer zum Essen zu nichts anspricht", lächelte Sai, aber er wüsste schon gerne, wer Naruto versuchte rumzukriegen.

Empört sah Naruto Sai an, dann aber grinste er und fuhr sich durch die Haare. "Ramen spricht mich zwar an, er mich aber nicht. Wäre auch seltsam, wenn sie sprechen könnten."

"Trotzdem würde es mich interessieren, warum ein angeblicher Engel hinter dir her ist?" Noch immer war Sai skeptisch, schließlich hatte die fünfte Generation Naruto doch nicht einfach so ausgewählt. Besonders wer sollte das Gegenstück von Naruto sein? Vielleicht jemanden den er kannte, oder doch nicht.

"Es weiß wohl nur Tsunade, oder aber Konan. Jedoch habe ich Letztere seit Tagen nicht mehr gesehen und ich bezweifle, dass ich es je wieder tun werde", seufzte Naruto leise.

"Ich denke, dass sie erstmal den Schmerz über den Verlust ihrer Freunde hinweg kommen muss und erst danach sich vielleicht wieder hier blicken lässt", seufzte Sai und nahm noch einen Happen von seiner Nudelsuppe. "Dann musst du die Suche nach Sasuke Uchiha aber auch aufgeben, oder nicht?"

Die Suche nach Sasuke aufgeben? Daran hatte Naruto gar nicht gedacht, wirkte dessentwegen mehr als geschockt und verschluckte sich fast an seinen Ramen. Kurz musste er sich räuspern, fing sich wieder und konnte Sai antworten. "Ich denke, ich muss es tun. Oder aber ich lass dich und Sakura weiter nach ihm suchen."

"Das Dorf kannst du ohne bestimmten Grund nicht mehr einfach so verlassen. Aber ich denke, es ist besser aufzugeben. Es ist egal, ob wir ihn finden, was sollen wir denn machen? Wir können ihn nicht einfach zurück nach Konoha bringen und hoffen, dass er dann ein normales Leben führt. Dafür ist es schon längst zu spät", seufzte Sai. Wie oft er schon gesagt hatte, dass die Suche nach den Uchiha sinnlos war. Aber nie wollten die beiden hören, waren noch immer voller Hoffnung. Doch Sasuke würde nicht zurückkommen, nein, sein Hass war viel zu groß.

Naruto kaute sich auf der Unterlippe, ließ sich die Worte durch den Kopf gehen und so schwer es ihm fiel, er willigte ein. "Du hast recht, es macht keinen Sinn. Drei Jahre habe ich es jetzt versucht, habe immer wieder herbe Enttäuschungen erlebt und ebenso Sakura. Wir sollten ihn nicht zwingen", erwiderte er leise, wenn auch traurig.

 

 

Naruto kaute sich auf der Unterlippe, ließ sich die Worte durch den Kopf gehen und so schwer es ihm fiel, er willigte ein. "Du hast Recht, es macht keinen Sinn. Drei Jahre habe ich es jetzt versucht, habe immer wieder herbe Enttäuschungen erlebt und ebenso Sakura. Wir sollten ihn nicht zwingen", erwiderte er leise, wenn auch traurig.

"Vielleicht kommt er auch von selber zur Besinnung. Aber wir können ihn nicht zurückbringen und dann einsperren. Das ist noch schlimmer als bei Orochimaru." Zwar wusste Sai nicht, wie tief diese Verbindung zwischen Naruto und dem Uchiha war, doch nach dessen Gesichtsausdruck fiel es dem Blonden nicht leicht, loszulassen.

"Einsperren will und kann ich ihn nicht. Er muss freiwillig einsehen, dass er hier noch immer zu Hause ist." Auch wenn es Naruto schwerfiel, er musste loslassen, musste Sasuke vergessen und ein normales Leben führen. Eines, das einem Hokagen entsprach.

Langsam erhob sich Sai von seinem Platz und wandte sich von Naruto ab. "Wenn es so weit ist, könntest du ihn dann auch töten? Denn ich denke nämlich nicht, dass er je wieder dein Freund sein wird." Ohne auf eine Antwort zu warten, ging Sai einfach. Danzou wollte ihn noch sprechen und er konnte sich schon denken, worum es ging. Bestimmt erhielt er den Befehl, Sasuke zu töten und dieses Mal darf er sich keinen Fehler erlauben.

Sasuke töten, Sai wollte jetzt nicht ernsthaft eine Antwort darauf? Nein, scheinbar nicht, denn dieser ließ ihn einfach stehen und ging. Ein toller Freund. Erst fragen und einen dann mit der Antwort alleine lassen. Murrend wandte sich Naruto ab, hopste schließlich von seinem Hocker und machte sich auf den Heimweg. Naruto konnte es nicht. Sasuke war sein bester Freund, dazu über die Jahre, die er nicht in Konoha war und ihn versucht hatte, vor aller Augen umzubringen. Schwer lastete diese Frage au seinen Schultern und lieber würde er sich töten, als seinen besten Freund und somit seiner besten Freundin einen Stich zu geben.

"Naruto", rief ein Mann mit grauen Haaren, sprang von einem Zaum herab und runter zu dem Blondschopf. "Was guckst du den so enttäuscht, dabei hat sich doch heute dein Traum erfühlt", lächelte der Maskenträger und klopfte stolz auf die Schultern des Blonden. Es wurde nicht jeden Tag der eigene Schüler Hokage und das mit so jungen Jahren schon.

"Kakashi-sensei." Naruto sah den Älteren schwach lächelnd an, seufzte zudem und setzte sich hinter auf die Mauer. "Sai, er hat mich gefragt, ob ich Sasuke töten könnte", erzählte er dem Kopier-Ninja schließlich und seufzte abermals auf, da diese Antwort schwer auf ihm lastete und nicht losließ.

Dieser verstand sofort, schließlich kannte er Naruto gut und Sasuke eigentlich auch. Jedenfalls war dies früher so gewesen. "Könntest du es denn, Naruto. Ihn töten?"

Naruto schüttelte den Kopf, verneinte und sah schließlich zu Boden. Ein 'Ja' würde er niemals von sich geben, es wäre gelogen und würde ganz sicher nicht zu ihm passen.

"Er würde es wohl auch nicht tun können. Damals hätte er dich noch töten können, aber er hat es nicht getan. Bestimmt ist der Sasuke den wir kennen, noch tief in ihm. Lass ihm Zeit, er wird schon wieder zur Besinnung kommen." Sanft waren die Worte von Kakashi, auch wenn er jetzt Naruto Hoffnungen machte, konnte niemand sagen, dass es auch so war.

"Ich hoffe, dass du Recht behältst. Aber ich muss mich jetzt auch auf andere Dinge konzentrieren, ab morgen ein ganzes Dorf führen und dazu ausgeschlafen sein", antwortete Naruto müde, rieb sich die Augen und streckte sich unterstreichend.

"Na dann geh zu Bett und ruhe dich aus. Morgen wird anstrengend für dich." Kurz wuschelte Kakashi seinen alten Schüler durch die Haare und verschwand mit einem lauten Puff.

"Hmmm~..." Mehr konnte Naruto nicht sagen, starrte auf die Rauchwolke und setzte schließlich seinen Weg fort. Müde schlurfte er zu sich nach Hause und schmiss sich dort sofort ins Bett. "Naruto", hauchte eine dunkle Stimme, doch als sich der Blonde umdrehte, sah er niemanden.

"Ich muss wirklich müde sein. Ich höre schon Gespenster", murmelte er leise, legte seine Kleidung ab und kroch in sein warmes Bett.

Jede Bewegung von Naruto, wurde von einer fremden Person genau studiert. Gut war er in der Dunkelheit versteckt und ließ den Blonden nicht ein einziges Mal außer Augen. Geduldig wartete bis der Blonde einschlief, erst dann trat er aus seinem Versteck und kam näher an Naruto heran. Sanft streichelte er ihn über die Wange, beobachte ihn ruhig beim Schlafen. "Warum. Warum verspüre ich so ein Verlangen nach dir?", hauchte der Fremde leise, beugte sich herunter und küsste zart die Lippen des Anderen. Doch es reichte nicht aus. Nein, seine Gier war zu groß.

Murrend vernahm Naruto eine leise Stimme, ordnete sie aber auf sein geöffnetes Fenster zu und wollte sich umdrehen, als er plötzlich etwas Weiches und Warmes an sich spürte. Was war jetzt und wo kam dies nun her? Erschrocken riss Naruto die Augen auf, starrte in die Dunkelheit und setzte sich auf. "Mann ey, ich sollte vor dem Schlafen keine Ramen mehr essen", tadelte er sich selbst und legte sich kaum später wieder hin.

Leise seufzte der Fremde. Das war Glück, um ein Haar, hätte Naruto ihn gesehen. Wieder trat er näher auf ihn zu und streichelte über seine Lippen. Doch dann zog er die Hand wieder zurück. Nein, was machte er hier eigentlich, warum war er hier? Plötzlich hatte er so ein Verlangen gespürt und je länger er bei Naruto war, desto stärker wurde es. Mit dem Kopf schüttelnd wandte er sich von Naruto ab, sprang aus dem Fenster und lief davon.

Seufzend rollte sich Naruto auf die andere Seite des Bettes, drehte sich mit dem Rücken zum Fenster und bekam den Eindringling, welcher flüchtete, nicht mit. Selbst wenn, er war zu müde, um noch zu gucken, wer sich in seinen vier Wänden und ganz besonders, in seinem Schlafzimmer herumtrieb.

Der Mann lief einfach durch das Dorf, immer weiter bis er in das verlassende Viertel der Uchihaendlich anhielt. "Hier bist du also, Sasuke." Ein rotes Auge fixierte den jungen Uchiha und leise hechelnd sah er zu Madara auf. "Warum, wieso geht er nicht mehr aus meinem Kopf?", fragte der Jüngere direkt nach. Er wusste, dass es Madara wusste, ein Gefühl verriet es ihm. "Weil du sein anderes Ich bist deswegen. Amüsiere dich mit ihm ruhig und komm dann wieder zurück." Langsam verschwand Madara wieder in einen Strudel und ließ den anderen Uchiha alleine zurück. "Amüsieren?", hauchte er leise und verstand nicht ganz.

Unruhig schlief Naruto zur selbem Zeit in seinem Bett, wurde von Alpträumen jeglicher Art geplagt und wechselte von der einen auf die andere Seite. Deutlich sichtbar krallte er sich mit beiden Händen in die Laken, wimmerte leise und riss schließlich die Augen auf. Hektisch rotierten die Pupillen, sahen in jeden Winkel des Zimmers und schließlich seufzte er leise auf.

Wieder war Sasuke in Narutos Nähe, ohne dass er es wirklich wollte. Leise keuchte er, sah mit leicht verschleierten Blick von sein Versteck aus, wie die Blonde leise wimmerte und stöhnte. Wieder schüttelte sich Sasuke und hielt sich den Kopf. Er war richtig gierig nach dem Körper des Anderen. Dabei hatte er bis vor wenigen Minuten nicht mal an sowas je gedacht. Außerdem, was sollten Madaras Worte bedeuten, er sei sein anderes Ich?

Mürrischen Gesichtsausdruckes stand Naruto auf, tappte im Dunkeln in die Küche und holte sich ein Glas Wasser. Warum schlief er ausgerechnet heute so schlecht, warum kurz vor seinem Traum, welcher in greifbarer Nähe lag? Naruto verstand es nicht, leerte hastig das Glas und stellte es auf der Anrichte ab.

Leise keuchend hatte sich Sasuke an seinem Schwert festgekrallt. Nervös biss er sich auf die Unterlippe und fragte sich, warum Naruto heute ausgerechnet ohne Pyjama schlief. Sonst tat er das doch auch immer. Je länger er auf diesen starrte, desto schwierige fiel es ihn, diese aufkommende Lust zu unterdrücken. Was sollte das, sonst hatte ihn Naruto kaltgelassen, selbst sein Sexy no Jutsu hatte nie etwas beim ihm bewirkt.

Müde tappte Naruto zurück in sein Bett, zog die Decke bis hoch zum Kinn und rollte sich auf die Seite. Hoffentlich konnte er jetzt schlafen und das ohne Alpträume.

Sasuke biss sich auf die Finger und hielt es einfach nicht mehr aus. Er musste Naruto haben, sein ganzer Körper schrie nach ihm. Hastig sprang er aus seinem Versteck und direkt in Narutos Zimmer. Noch bevor der Blonde richtig gemerkt hatte, dass er da war, hatte er sich schon die Hände gegriffen und hielt ihn den Mund zu. Leise keuchte der Uchiha, sah mit völlig verklärten Augen den Jüngeren an. "Naruto", hauchte er leise, begann schon sanft den Hals des Blonden zu küssen.

Ja, was war jetzt wieder los und wer wagte es sich, in sein Schlafzimmer einzudringen und ihm beim Schlafen zu stören? Naruto war sauer, nicht nur wegen des Einbruches, sondern auch, weil man ihn von seiner Erholung abbrachte. "Wa-hmpfff ..." Naruto riss die Augen auf, erkannte unter den gegebenen Umständen Sasuke und starrte diesen entsetzt an. "Was soll das und was zum Geier machst du mitten in der Nacht in meinem Schlafzimmer", verlangte er zu wissen, verstummt augenblicklich und riss wegen der Küsse an seinem Hals, erneut die Augen auf. Das konnte doch nicht wahr sein! Warum am Sasuke wieder und machte sich dann auch noch über ihn her? Bestimmt träumte er wieder nur und vergaß einfach aus diesem aufzuwachen.

Doch das war kein Traum, das würde er gleich feststellen müssen. Langsam glitt die Hand des Uchiha über die Brust des Jüngeren, runter zu dessen Hose und mit einem Ruck war sie unten. Sasuke war völlig berauscht, merkte von dem, was er tat, nichts mehr. Sein Verstand schien verschollen zu sein und eine für ihn unbekannte Gier leitete ihn. Sanft küsste Sasuke den Blonden weiter, saugte sich an einer Stelle am Hals fest und hinterließ dabei einen kleinen roten Fleck.

Naruto wandte sich unter Sasuke, sein Verstand schrie, wehrte sich und wollte dies nicht. Heftig atmete er ein und aus, versuchte Sasukes Hände zu fassen und von sich zu schieben. "Wir dürfen das nicht!", versuchte er seinen Verstand zu appellieren und hoffte, dass Sasuke Einsicht zeigen und von ihm lassen würde.

Nur leise drang die Stimme des Blonden in Sasukes Kopf und langsam ließ er ab. Verwirrt sah er runter zu Naruto, merkte erst jetzt, was er gerade getan hatte. "Warum...?" Verschreckt wie ein junges Reh, sprang der Uchiha aus dem Bett und drehte sich nochmal verwirrt zu Naruto um. Was war gerade mit ihm los gewesen, er hatte völlig die Kontrolle über sich verloren.

Immer noch atmete er heftig, robbte an das Kopfende des Bettes und zog die Decke bis zum Kinn. "Was sollte das, hast du irgendwelche Drogen genommen, oder was?" Naruto war sauer, zudem enttäuscht und dies von seinem besten Freund, der ihn fast überfallen hätte.

"Was weiß ich." Verzweifelt und verwirrt starrte der Uchiha den Blonden an, hörte von draußen Stimmen, stürmte zum Fenster und verließ so schnell es ging das Schlafzimmer des Blonden. Sasuke lief einfach über die Dächer, achtete nicht darauf, dass man ihn sah. Er wollte weg, weit weg von Naruto.

Eine tolle Antwort, die Naruto bekam. Eine, die er getrost vergessen konnte und die ihm nicht weiter half. Seufzend blickte er Sasuke nach, dann aber packte ihn die Neugier und er wollte wissen, wer diese Stimmen waren. Müde tappte er nach draußen in den Flur, schaltete das Licht an und tappte in sein Wohnzimmer.

 

Eine tolle Antwort, die Naruto bekam. Eine, die er getrost vergessen konnte und die ihm nicht weiter half. Seufzend blickte er Sasuke nach, dann aber packte ihn die Neugier und er wollte wissen, wer diese Stimmen waren. Müde tappte er nach draußen in den Flur, schaltete das Licht an und tappte in sein Wohnzimmer.

Leise Stimmen waren im Flur zu hören, die Stimme eines etwas älteren Mannes, der überlegte, ob er nun doch bei Naruto klopfen sollte oder nicht.

„Hallo?", fragte Naruto leise in die Nacht, tappte in die Küche und fand auch dort niemanden. Hörte er schon wieder Gespenster? So langsam zweifelte er an seinem Verstand und schlappte zurück in den Flur.

Leise klopfte es an der Tür, hatte sich die Person doch noch entschlossen Naruto zu wecken. Schließlich war es eine wichtige Information, die er für Naruto hatte.

Verwundert, wer jetzt noch störte, schritt Naruto zur Tür und öffnete sie. Murrend blinzelte er. „Hast du eigentlich eine Ahnung, wie spät es ist?"

„Wie sprichst du den mit deinem Meister, den du über einen Monat nicht mehr gesehen hast?", knurrte der Mann mit langen weißen Haar und zwei roten Linien in Gesicht den Blonden an. Ein etwas netteren Empfang hätte er sich von Naruto gewünscht, aber was solls.

„Jiraiya?" Ungläubig sah Naruto den Älteren an, hopste ihn dann aber fröhlich um den Hals und drückte ihn. „Was machst du denn hier und warum konnte dein Besuch nicht bis morgen Früh warten?"

„Na ja, es geht um die Sache, dass du Hokage wirst. Zwar hat Tsunade dich aufgeklärt, aber ..." Sofort unterbrach der Eremit und starrte auf den Hals des Blonden. Tsunade hatte ihn doch gesagt, dass er nie mit einer Person schlafen durfte. „Naruto, wo kommt der Knutschfleck an deinen Hals her?" Streng sah der Mann an den Blonden vorbei und versuchte die Person auszumachen, die ihn diesen verpasst hat.

Knutschfleck? Naruto sah seinen Paten entgeistert an, fasste sich schließlich an den Hals und spürte ein Ziehen unterhalb der Hauptschlagader. „Verdammt, der hat mich gebissen, echt jetzt", murrte er und tastete die Stelle auch weiterhin ab.

„Wer hat dich gebissen?", knurrte Jiraiya. Tsunade hatte ihn doch ausdrücklich gesagt, kein Sex als Hokage oder war das so ... Moment, war es vielleicht Narutos andere Seite? So wie der Blonde schaute, war es nicht ganz freiwillig gewesen.

Naruto wurde verlegen und genierte sich vor seinem alten Seinsei. Dass, dieser auch immer alles fragen und wissen musste. Wie überaus peinlich für den jungen Ninja. „Es war ... es ... Sasuke", murmelte er leise, drehte sich rasch weg und verdeckte seine vor Scham geröteten Wangen.

Der Uchiha? Das hätte er sich denken können, so wie die zwei immer zueinander standen. Sasuke war nicht nur Narutos Rivale, sondern auch bester Freund gewesen, kein Wunder, dass ihn das Schicksal als Gegenteil zu Naruto auserwählt hatte. „Hab ihr, miteinander geschlafen?" Ernst sah ihn der Eremit an, solang Naruto kein Hokage war, war es nicht allzu tragisch. Auch, wenn Tsunade einen neuen Kandidaten dann suchen musste.

Hastig schüttelte Naruto den Kopf und blickte beschämt zu Boden. Deutlich sah man ihm an, dass es sich schämte, dazu an seinem Shirt zupfte und unsicher wirkte. „Er wollte, aber ich nicht. Ich habe ihm gesagt, dass es falsch sei und dann ist er abgehauen."

Kurz sah sich der Ältere nochmal im Flur um und drängte dann den Blonden in die Wohnung. So ein Gespräch musste ja niemand mitbekommen. „Hör zu, Naruto! Hatte Sasuke jemals versucht sich an dich heranzumachen? Das ist jetzt wichtig, verstehst du?"

Ob sich Sasuke an ihn herangemacht hatte? Was sollte dies jetzt, ein Verhör? Naruto überlegte, jedoch war vorher nie etwas gewesen und somit schüttelte er den Kopf. „Nein, er hat mich meist provoziert, aber angemacht hat er mich nie. Abgesehen von dem unfreiwilligen Kuss damals und dem von heute", erzählte er leise seufzend.

„Okay, ich verstehe", seufzte der Eremit und sah Naruto sanft an. Wie erklärt man einen Jungen jetzt, dass ein ehemaliger bester Freund sein Gegenstück ist. „Naruto, weißt du, warum du nie mit jemanden schlafen darfst, wenn du Hokage bist?"

„Ich denke, es hat etwas mit dem Frieden zu tun. Mein Vater hat es missachtet und danach griff der Kyuubi das Dorf an", antwortete Naruto leise, jedoch nicht sicher, ob es noch immer so sein würde, wenn er sich widersetzte.

„Genau so ist es. Nur bei deinem Vater war es so, dass deine Mutter nicht sein Gegenstück war. Deswegen konnte er Kyuubi auch besiegen", seufzte der Ältere und sah dann jedoch wieder streng zum Blonden. „Sasuke ist wohl dein Gegenstück, wenn er sich ohne es selbst zu wollen so an dich ran gemacht hat. Er muss dafür sorgen, dass du die Regeln missachtest und dadurch eine Katastrophe hervorrufst."

„Die Regeln missachten und ..." Naruto brach ab und sah seinen Paten verzweifelt an. „Ich will das doch alles gar nicht. Ich liebe ihn ja nicht einmal." Sasuke war sein bester Freund, nicht mehr und nicht weniger. Zudem war er wie er ein Junge und bei diesem bloßen Gedanken, schüttelte sich Naruto.

„Tja, ich denke, dass es den Uchiha auch nicht gefällt. Deswegen ist er auch vor dir geflüchtet. Wir sollten ihn suchen und fangen, dann kann er dir nicht mehr zu nah kommen." Auch wenn es ungerecht gegenüber Sasuke war, aber es war so besser. Zudem war der Uchiha ein Verräter und deswegen wollten ihn sowieso einige hier lynchen.

„Ihr wollt ihn einsperren?" Naruto war entsetzt. Das hatte selbst Sasuke nicht verdient und er würde sich sicher nicht einfach fangen und wegsperren lassen. Was war dies bitte für ein Leben? Ein unwürdiges, welches selbst ein Abtrünniger nicht verdient hatte.

„Naruto, es wäre zu deinem Schutz, zudem auch für das Dorf. Was glaubst du, wie lange Madara noch braucht, um ihn völlig auf seine Seite zu ziehen." Streng musterte der Eremit seinen Schüler und schüttelte den Kopf. Auch, wenn sie Freunde waren, das war nun schon lange vorbei. Sasuke würde diese Freundschaft sowieso nicht mehr bedeuten, es war genauso wie bei ihm und Orochimaru.

Naruto schien zu überlegen, doch er schüttelte wie so oft den Kopf und sah diese Lösung, als ein Problem. „Sasuke ist kein schlechter Mensch. Er weiß nur nicht, was er tut", murmelte er leise und sah Jiraiya dennoch aufmerksam an.

Dass der Uchiha nicht wusste, was er tat, das stimmt sehr wahrscheinlich sogar. Dennoch war er eine Gefahr und auch wenn er es ungern zugab, musste diese getilgt werden. Zwar nicht so wie Danzou es tun würde, aber Sasuke war mittlerweile wirklich zu gefährlich. „Kann sein, dass er mal ein guter Kerl war, aber ich hab dir doch schonmal gesagt, dass du ihn lieber vergessen solltest."

„Das kann ich aber nicht", erwiderte Naruto mürrisch, verschränkte die Arme vor der Brust und plusterte die Wangen auf.

Genervt verdrehte Jiraya die Augen und sah seinen Schüler an. Der lernte auch nie dazu, ging es ihm durch den Kopf. „Naruto, sieh es ein, eure Freundschaft bedeutet ihn nichts mehr. Er ist dein Feind und er wird sich bestimmt auch nicht mehr ändern."

Naruto moserte, dann aber sah er den Älteren an und schluckte. „Ich kann und will ihn nicht vergessen. Egal was, oder wer er ist", antwortete er, stand von seinem Platz auf und tappte müde in die Küche.

„Und was willst du dann tun? Etwa warten bis er dich wieder überfällt. Noch hat er sich vielleicht im Griff, doch wie lange das so geht, weißt du nicht", knurrte der Ältere. Aber er verstand auch Naruto, schließlich wollte er bis vor einigen Jahren auch nicht einsehen, dass Orochimaru ihr Feind ist.

„Vielleicht sollte ich meinen Traum Hokage zu werden, noch einmal überdenken", äußerte sich Naruto, kam mit einem Tee zurück ins Wohnzimmer und stellte für seinen alten Sensei einen mit auf den kleinen Tisch.

„Du willst deinen Traum für diesen Kerl aufgeben. Naruto, er hat versucht dich zu töten", versuchte der Eremit den Blonden vom Gegenteil zu überzeugen. Zwar war es auch eine große Last Hokage zu sein, doch es war immer Narutos Traum gewesen und das schon seit er klein war. „Vielleicht gibt es noch eine andere Möglichkeit."

Naruto seufzte, nippte an seinem Tee und blickte Jiraya fragend an. „Was soll ich denn machen, ich will nicht, dass man Sasuke einsperrt und das für die nächsten Jahre."

„Na ja, die erste Generation schien eine Möglichkeit gefunden zu haben, den Fluch zu umgehen. Sein Gegenstück war schließlich Madara, doch der hat sowas nie versucht." Jiraya grübelte, aber freiwillig würde dieser Uchiha keine Antwort geben. Dennoch, einen Versuch war es wert und vielleicht brachte das Sasuke wieder auf den rechten Weg.

„Lass dir nicht alles aus der Nase ziehen und rede!" Naruto hatte wirklich keine Geduld mehr. Zum einen war es spät und zum anderen wollte er endlich wieder schlafen können.

„Ich weiß es selber nicht, Naruto. Warum Madara damals den Fluch gebrochen hat." Den Uchiha fragen, war das eine gute Idee. „Na ja, ich werde erstmal zu Tsunade gehen und mit ihr reden. Du schläfst jetzt und lässt dich nicht wieder von ihm überfallen."

„Ich kann ja die Fenster zunageln", erwiderte Naruto ironisch, begleitete ihn noch bis zur Tür und verabschiedete sich.

„Solltest du wirklich tun", kam es darauf nur von dem Älteren und er lachte leise. Auch wenn der Blonde es jetzt nicht verstand, so würde er dann doch irgendwann verstehen.

Naruto sagte nichts mehr, winkte nochmals zum Abschied und schloss leise seufzend hinter sich die Tür. Vielleicht konnte er jetzt schlafen und dies ohne gestört zu werden. Müde schlappte er in sein Bett, schloss vorher das Fenster und ebenso die Rollläden.

Es störte Naruto auch niemand mehr während der Nacht. Sasuke hatte sich im alten Uchiha Viertel versteckt, lag dort einfach auf seinem Bett und starrte stur die Wand an. Sein Körper hatte sich wieder beruhigt, aber dennoch dachte er an Naruto. Dieses Verlangen den Anderen zu berühren und einfach zu haben, war ihm zu wider. Vielleicht mochte er den Blonden noch, tief in seinen innerstes vergaben, aber nie, sodass er sich solch eine körperliche Nähe wünschte. Leise seufzte Sasuke, hörte wie jemand durch den Flur ging und zu ihm kam. „Was ist?", fragte er direkt nach, sogar bevor die Person das Zimmer betreten hatte. „Ich wollte sehen wie es dir geht, ist das verkehrt?" Kühl waren die Worte von Madara und er trat langsam näher auf ihn zu. „Wie soll es mir schon gehen, ich verstehe mich selbst nicht mal." Müde schloss Sasuke die Augen, spürte eine Hand, die ihn sanft über den Kopf streichelte. „Vergiss nicht, er gehört zu ihnen und sie alle haben dich betrogen. Morgen werden wir uns Danzou schnappen und nach ihm die anderen beiden Berater des Hokagen." Nur ein Nicken kam von den Uchiha und er drehte sich zur Wand. Morgen müsste er ausgeschlafen sein, denn Danzou war kein leichter Gegner, selbst für ihn nicht.

Zufrieden schlummerte Naruto in seinem Bett, rollte sich hin und wieder auf die andere Seite und wachte erst, wenn auch müde, am nächsten Morgen auf. Laut gähnend streckte er sich, rieb den Schlaf aus den Augen und stand langsam auf.

Schon längst war der Uchiha wach und streifte getarnt als Reisender mit Madara das Dorf. Noch hatte ihn niemand erkannt und das sollte auch so bleiben. Doch als er an Haus des Blonden vorbeikam, blieb er stehen und sah einfach auf. „Denk nicht daran, komm", wies ihn Madara an und langsam setzte sich der Jüngere wieder in Bewegung.

Eine kalte Dusche würde Wunder wirken, aber erst setzte Naruto heißes Wasser für sein Frühstück, seine geliebten Ramen auf. Bis dieses heiß war, hüpfte er in die Dusche, wusch sich in Rekordzeit und flitzte nur im Handtuch zurück in die Küche und machte sein Essen fertig. Erst dann zog er sich an, aß seine Ramen und trank dazu Milch.

Ein lautes Hämmern war von Narutos Haustür zu hören und ungeduldig stand Sai vor ihr. Hatte der Blonde schon vergessen, dass er heute zur Hokage muss, dabei war es doch der wichtigste Tag in den Leben des Blonden.

Murrend stapfte Naruto zur Tür, riss diese auf und sah Sai an. „Was willst du schon so früh hier?", fragte er verschlafen wirkend und rieb sich wie heute Morgen schon einmal, die Augen.

„Die Hokage erwartet dich und das schon lange. Du hast doch gestern damit geprallt Hokage zu werden", erinnerte ihn Sai nochmal an das heutige Treffen und, dass er schon eine Stunde zu spät war.

Tsunade wartete schon? Demnach musste Naruto verschlafen haben und dies war nur die Schuld, von zwei nächtlichen Störenfrieden. Murrend nahm er seine Jacke, schlüpfte in seine Schuhe und verließ endgültig seine Wohnung.

„Na komm, alle warten schon auf dich und du kennst die Berater des Hokagen und, dass sie völlig ungeduldig sind", kam es darauf von Sai und er lief schon vor. Schließlich sollte er Naruto so schnell wie möglich zu der Hokage bringen.

An die Berater hatte Naruto gar nicht gedacht und auch nicht, dass diese alte Leute waren. Rasch folgte er Sai aber, rannte ihm nach und bis zum Turm der Hokage.

„Na komm." Sai trieb ihn noch an und bald waren sie auch am Turm. Knurrend saß Tsunade in ihren Sessel und wollte den Blonden schon eine Standpauke halten, doch ein bevor sie zu Wort kam, erschütterte etwas den Turm. „Was war das?" Verwirrt sah sich Sai um und wieder erschütterte der Turm.

Naruto blickte sich verwirrt um, dann zu Tsunade und wieder zu Sai. "Sieht aus, als hätten wir ungebetene Gäste", stellte er fest und trat zum Fenster, um nach draußen zu sehen. Von hier aus sah man zwar das gesamte Dorf, nicht aber den Feind.

„Du bist ein Trottel", kam es kühl hinter Naruto und oben stand der Uchiha an der Decke, sah kalt auf die Anwesenden. Rote Augen fixierte den Blonden, wanderten aber langsam zu seinem eigentlichen Ziel. Danzou, der Mann, der den Tod seiner ganzen Familie angeordnet hatte. Und der Mann, dem er alles heimzahlen würde.

Sofort drehte sich Naruto um, sah Sasuke an und ballte die Fäuste. „Wen nennst du ihr einen Trottel, du Teme?", regte er sich auf, stellte sich vor Tsunade und funkelte ihn an.

Leise kicherte der Uchiha und sprang hinunter auf den Boden. Schnell war er umzingelt von allen Anbus, die im Gebäude waren. „Was willst du?", wandte sich die Hokage sofort an den Uchiha und ballte leise knurrend die Fäuste. „Ich will Rache." Rote Augen funkelten die Hokage an und langsam wanderte sein Blick zu Danzou. „Du wirst bezahlen, dafür, dass du meinen Bruder zu dieser Tat gezwungen hast."

Sasuke hatte es auf Danzou abgesehen? Naruto wunderte dies zwar, aber er schritt nicht ein, sondern besah sich misstrauisch dieses Schauspiel. Er kannte zwar auch Itachi, nicht aber die Umstände, dass man ihn gezwungen haben sollte, dieses Massaker anzurichten. „Selbstjustiz ist eine Lösung. Damit machst du es noch viel schlimmer, als es schon ist", sprach er auf Sasuke ein und hoffte, es würde sich etwas tun.

„Ach und ihr würdet nach Jahren endlich etwas tun? Man hat mich jahrelang angelogen, mir eingetrichtert, dass mein Bruder ein kaltblütiger Mörder ist. Dabei war es der Befehl dieses Mannes und alle haben es gewusst. Nie hat jemand etwas getan und nun erwartest du, dass ich es noch weiter dulde", fauchte Sasuke den Blonden an und schnaufte leise. All die Wut, die er empfand und Naruto würde es sowieso nie verstehen. Sein Bruder war alles, was er damals gehabt hatte und er hatte ihn umgebracht. Umgebracht, obwohl er unschuldig war und nie hatte es ihm jemand gesagt. Es interessierte ihn nicht, dass sein Bruder das beste für ihn wollte, damit er der Held war. Nein, er wollte seine Familie wieder haben, doch dazu war es schon längst zu spät.

 Nein, er wollte seine Familie wieder haben, doch dazu war es schon längst zu spät

 

„Ach und ihr würdet nach Jahren endlich etwas tun? Man hat mich jahrelang angelogen, mir eingetrichtert, dass mein Bruder ein kaltblütiger Mörder ist. Dabei war es der Befehl dieses Mannes und alle haben es gewusst. Nie hat jemand etwas getan und nun erwartest du, dass ich es noch weiter dulde", fauchte Sasuke den Blonden an und schnaufte leise. All die Wut, die er empfand und Naruto würde es sowieso nie verstehen. Sein Bruder war alles, was er damals gehabt hatte und er hatte ihn umgebracht. Umgebracht, obwohl er unschuldig war und nie hatte es ihm jemand gesagt. Es interessierte ihn nicht, dass sein Bruder das beste für ihn wollte, damit er der Held war. Nein, er wollte seine Familie wieder haben, doch dazu war es schon längst zu spät.

„Alle sollen es gewusst haben? Jetzt mach mal einen Punkt, Sasuke. Die Älteren wissen es vielleicht, aber nicht unsere Generation", keifte Naruto zurück und sah es nicht ein, sich so anfahren zu lassen. Auch wenn es sein bester Freund war, aber alles ließ Naruto nicht mit sich machen und schon gar nicht anschreien.

„Ich hab auch nie gesagt, dass ich ganz Konoha vernichten will", knurrte der Uchiha zurück und zog schon langsam sein Schwert aus der Scheide. Er würde ihn langsam die Haut abziehen und ihn Höllenqualen erleiden lassen.

„Das kam aber eben noch ganz anders herüber!", betonte Naruto sachlich, ging einen Schritt auf Sasuke zu und hielt ihn davon ab, sein Schwert vollständig ziehen zu können. „Lass es sein! Dies ist ab heute mein Büro und ich dulde keine Flecken auf dem Teppich!"

„Dafür ist es doch schon längst zu spät zu", kicherte Sasuke, sah mit seinen neuen Sharingan Naruto an und hielt ihn in seinen Genjutsu gefangen. „Es ist besser, wenn du mich nicht störst", hauchte er ihm leise ins Ohr und ließ den Blonden in seiner geschaffenen Welt stehen. Langsam trat er näher auf Danzou zu und hielt ihn seine Klinge an den Hals. „Was ist los, kannst du deinen Arm nicht benutzen, weil sonst alle erfahren, was du getan hast."

Mist! Gegen ein Genjutsu konnte Naruto nichts machen, oder aber er erinnerte sich einfach nicht daran, wie man es lösen konnte. Hätte er damals nur besser aufgepasst und hätte nicht immer Blödsinn angestellt. Was er in diesem sah, gefiel ihm nicht, denn es wiederholte sich die letzte Nacht und ließ ihn heftig erschaudern. Frechheit, so mit ihm zu spielen und es dann auch noch auszunutzen, dass es ihn an-widerte.

Der Uchiha hätte ihn auch etwas Grausames zeigen können, doch das hielt Naruto von ihm ab. Kalt sah er den alten Mann an und Danzou knurrte leise. Einige Rauchkugeln rollten in den Raum und Sasuke sprang weg. Knurrend sah er in den Nebel und wie sich sein Zielobjekt aus dem Staub machte. Leise knurrend lief er ihm nach, achtete dabei nicht mehr auf die Anderen. Tsunade lief zu Naruto, löste das Genjutsu und sah erleichtert, dass es dem Blonden gut ging. „Wir müssen ihn nach."

Verwirrt über den plötzlichen Rauch, in welchem er sich befand, sah sich Naruto um und nickte der noch jetzigen Hokage zu. „Dann los", antwortete er knapp, sprang aus dem Fenster, über die Dächer und Sasuke hinterher.

Knurrend drehte sich der Uchiha um, er hatte wohl keine Wahl und musste zuerst Naruto loswerden. Knurrend blieb er stehen, hatte den Blonden mit seinen Sharingan Augen genau im Blick. Selbst das rote Chakra des Fuchs machte ihm keine Angst. Sein Sharingan hatte sich weiter entwickelt und nun konnte er auch die Bewegungen dieses Chakras vorher sehen. „Verschwinde und lass mich in Ruhe."

Ihn in Ruhe lasen, nun den Gefallen tat Naruto nicht und trat näher. „Ich denke nicht dran", erwiderte er ernst, stellte sich in Angriffsposition und sah Sasuke kalt an. Sollte er kommen, er hatte lange genug darauf gewartet, sich mit Sasuke zu messen?

„Warum beschützt ihr ihn? Er ist ein Mörder und ein schlimmerer Verräter als ich." Langsam zog der Uchiha sein Schwert und machte sich bereit. Eigentlich wollte er Naruto aus dem Weg gehen, doch dieser schien nicht daran zu denken, dass er ihn gestern Nacht fast schon vergewaltigt hatte. Wenn er ihn da schon nicht wegstoßen konnte, wie wollte er ihn dann schlagen? Oder sah er es noch immer nicht, dass es ihr Schicksal war.

„Ich schütze Danzou ganz sicher nicht! Es ist nur so, dass jeder Mensch eine Anhörung verdient hat und diese sollte auch er bekommen", erwiderte Naruto sachlich, griff zu seinen Kunai und funkelte sein Gegenüber kampflustig an. Mittlerweile verstand er Sai's Worte, die Frage danach, ob er in der Lage war Sasuke zu töten.

„War es fair, dass Itachi seinen eigenen Clan töten musste, dass man ihn für einen Verbrecher hielt und dabei war er all die Jahre unschuldig. War es gerecht, dass man meine Familie als Verräter hinstellte, ihnen die schuld an das Unglück mit Kyuubi gab. Nein, nichts davon war fair. All das Leid, das mein Bruder erdulden musste, war nicht fair. Dass meine Eltern sterben mussten, obwohl der Clan zu Kompromissen bereit war und mit der dritten Generation verhandelt hatten. Ich habe meinen eigenen Bruder aus Hass getötet, dabei war er nie der Schuldige." Tränen liefen dem Uchiha über die Wange, kühl war noch immer seine Stimme und sein Blick voller Hass, Enttäuschung und Trauer. Wie ein Blitz war Sasuke bei dem Blonden, ließ seine Klinge auf ihn zu schnellen, die Naruto gekonnt abwerte. Ein lautes Klirren war zu vernehmen und leise kicherte Sasuke. „Eigentlich wollte ich die verschonen, aber nun sollst du wie der Rest jämmerlich sterben." Laut knurrte der Uchiha, drängte den Blonden zurück und verpasste ihm einen Kniestoß in den Magen. Naruto klappte reflexartig zusammen und noch bevor der Blonde sein Gleichgewicht wieder hatte, schlug ihn Sasuke mit dem Ellenbogen in den Nacken. Kichernd sah er wie Naruto zu Boden ging und sich langsam wieder aufrappelte. Doch der dumme Junge von damals war er nicht mehr. Er wusste, dass Naruto in der Zeit wo er gegangen war, wie ein Besessener trainiert hatte. Doch nicht so wie er. Noch bevor der Blonde aufstand, rammte ihm Sasuke sein Schwert durch die Schulter, pinnte den Blonden so an den Boden. Kleine Blitze zogen sich über einen Körper und abschätzend sah er auf Naruto. Ein kleiner Stoß mit den Chidori reichte, um Narutos Herz zum Stillstand zu bekommen.

Naruto knurrte leise, versuchte sich zu drehen und bildete Kyuubi sein rotes Chakra um sich. Langsam verwandelten sich seine Zähne in reißende Hauer, seine Finger krümmten sich, wiesen längere Nägel auf und deutlich konnte man den Schatten des neunschwänzigen Fuchsgeistes erkennen. Erneut entwich Naruto ein Knurren, ein sehr viel dunkleres Grollen, ehe er sich vom Boden stemmte und gegen einen der Bäume sprang. „So schnell wirst du mich nicht los!"

Darauf hatte Sasuke nur gewartet, den so war es doch schon viel leichter für ihn. „Du bist dumm, Naruto und du wirst nicht mehr länger meiner Rache im Weg stehen." Langsam wanderte Sasukes Hand zu seiner Gürteltasche am Rücken und er holte einige Kunais mit Zetteln dran heraus. Bannsiegel, die selbst den Neunschwänzigen bändigen können. „Komm doch her, kleiner Fuchs", triezte ihn der Uchiha und stürmte mit aktivierten Sharingan auf Naruto zu. Das brauchte er jetzt, denn nun war jede Unachtsamkeit sein Tod und das selbst bei Naruto.

Knurrend kletterte Naruto rückwärts den Baum hoch, funkelte Sasuke mit roten Augen an und bleckte die Zähne. Er war vorsichtig, sah auf die Waffen und Zettel und hielt sich demnach bedeckt. „Seit wann kommt der Knochen zum Hund, hm?", erwiderte er schnippisch, pendelte mit dem ersten sich bildenden Schweif hin und her und behielt Sasuke wachsam im Auge.

„Seit der Hass den Knochen zerfressen hat." Das erste Kunai flog, landete knapp neben Naruto und Sasuke nutzte die kurze Unachtsamkeit, um den Baum hoch zu laufen. Schnell war er bei Naruto hoben, holte zum Schlag mit den Schwert aus und schlug durchs Chakra und kratze dabei leicht den Bauch des Blonden. Jedoch war diese Wunde nur von kurzer Dauer und sie heilte schnell. Sasuke holte zum Tritt aus, traf Naruto genau am Kopf, doch durch das Chakra kam er nicht. Leise knurrte er, spürte schon wie der Blonde nach ihm griff. Doch so leicht würde Naruto keinen Treffer landen. Kleine Blitze durchzogen Sasukes Körper und als die menschliche Hand des Blonden seinen Körper berührten, versetzte er diesen einen starken Stoß. Mit einem lauten Brüllen von Naruto, schleuderte er dennoch den Uchiha von sich. Ein Kinderspiel für diesen sich wieder zu fangen. Gehässig grinste Sasuke, zog an einem Draht in seiner Hand und dieser schlang sich um Narutos Hals. Der Blonde war in die Falle getappt, doch lange würde das Drahtseil nicht halten, das wusste er selber. Er legte sich den Draht in den Mund, formte einige Fingerzeichen und schleuderte den Blonden eine große Feuerkugel entgegen.

Fauchend wandte sich Naruto in seinem dünnen Gefängnis, schaffte es sich aus diesem zu befreien und stellte sich aufgrund der weiteren Verwandlung auf alle vier. Narutos Haut begann abzublättern, worauf sich sein Blut mit dem Chakra vermischte und schließlich zu Asche verbrannte. Sein gesamter Körper metamorphierte in einer Art Kokon zu einer vierschwänzigen Miniaturversion des Kyuubi, die nur noch entfernt menschliche Züge aufwies. Mit einem einfachen Hieb löste er eine Schockwelle aus, die alles in einem weiten Umkreis zerstörte. Damit schmetterte er zudem die Feuerkugel Sasuke's weg und sprang in seiner Form auf diesen zu.

„Komm her." Ohne Angst stand der Uchiha da, breitete seine Arme aus und ließ sich von Fuchs auf den Boden reißen. Kein Schrei kam, selbst als Narutos Chakra langsam seine Haut verbrannte und das bis zu den Knochen. Leise kicherte der Uchiha, hörte nicht mal auf, als sich das Knochengerüst des Neunschwänzigen über Narutos Gestalt legte. „Du bist noch immer ein Idiot", hauchte Sasuke leise, hatte Naruto nun da, wo er ihn haben wollte. Bevor Naruto merkte, was los war, legten sich Ketten um seinen Körper, entzogen ihn die Kraft und wie ein verletztes Tier zuckte dieser am Boden. Rot glühten die Ketten, hatten sich um den ganzen Körper des Blonden gelegt. Mit zitternder Hand schob Sasuke den Blonden von sich und rappelte sich langsam auf. Blut tropfte auf den Boden, seine Haut war verbrannt und er hustete stark, sah auf seine Brust und spürte wie ihn sein eigenes Blut aus dem Mund floss. Naruto hatte tatsächlich einen Teil seiner Lunge erwischt und wenn er sich nicht beeilte, dann würde er sterben.

Durch die erneute Verwandlung war Naruto nicht in der Lage zu sprechen, gab einige Fauchlaute von sich und knurrte den Uchiha erbost an. Der Schweif peitschte über den Boden, zeigte deutlich, dass Naruto die gefesselte Lage missfiel. Dennoch erkannte er die Verletzungen, welche er Sasuke zugefügt hatte und ließ seinen Blick über die offen-gelegte Lunge gleiten. Schnaufend stieß er sei Missfallen aus, zerrte an den Ketten und brüllte laut auf.

„Gib auf und ergib dich deinem Schicksal", hauchte Sasuke, klappte jedoch selber zusammen und spuckte Blut. Er musste sich beeilen, sonst waren noch mehr ungebetene Gäste hier. Wieder griff Sasuke nach Naruto, warf ihn sich auf die Schulter und sprang mit ihm in die Richtung des alten Uchiha Viertels. Viel Zeit hatte er nicht, den seine Wunde hinterließ nur zu deutliche Spuren. Müde und fast am Ende seiner Kräfte trat er in das große Haupthaus seiner Familie ein. Unsanft ließ er Naruto auf den Boden fallen, lehnte sich selbst an die Wand und rutschte diese langsam runter. Blut klebte an der Wand, waren von ihm hinterlassen worden und schon nach Luft schnappend hielt sich Sasuke die Brust. „Da bist du ja und deinen Auftrag hast du auch erfüllt", kam es leise aus dem Flur und langsam kam Madara näher auf die beiden zu. „Keine Sorge, ich kümmere mich schon um dich, Sasuke", hauchte dieser leiser, zog die beiden in seine Maske und verschwand selber in seiner Welt.

Keuchend versuchte Naruto im Haus aufzustehen, taumelte jedoch und fiel zurück. Fluchend sah er auf, auf Madara und wie dieser Sasuke und ihn einfach mitnahm. Wohin brachte er sie und was sollte das? Naruto verstand es nicht, fragte auch nicht danach, sondern grummelte leise vor sich hin, während Kyuubi's Chakra ihn immer mehr verließ.

Madara ließ Naruto erstmal links liegen, schließlich musste er sich zuerst um Sasuke kümmern. Ohne ein Wort zu sagen, nahm er den Jüngeren hoch und trug ihn weg von Naruto. Stunden vergingen und Madara kam blutverschmiert wieder, sah auf schon längst wieder zum Menschen gewordenen Naruto. Zwar hatten sie nun den Neunschwänzigen, aber noch nicht den Achtschwänzigen. Das hieß, vorerst blieb Naruto verschont und Saske brauchte sowieso nun eine längere Pause. Stumm griff er sich den Blonden, zog ihn einfach hinter sich her und warf ihn in einen Raum. Die Ketten ließ er ihm an und er wandte sich kurz von ihm ab und zündete nun das Licht hier an. Eine Menge an kleiner Gefäße standen hier, alle standen unter ihnen Namen von Uchihas, doch war bis auf eine durchsichtige Flüssigkeit in keiner etwas drin. Doch in einer, und zwar zwei Sharingan Augen. Unter ihnen der Name von Sasukes Bruders.

Murrend gab Naruto einen Laut von sich, rüttelte an den Gitterstäben und fand es überhaupt nicht lustig, zusammengepfercht zu werden wie ein Tier. Erst als er bemerkte, dass Madara nicht reagierte, sich abwandte und das Licht anmachte, gab er Ruhe und setzte sich hin. Neugierig sah er sich in dem Raum um, auf die Gefäße und schließlich auf Itachi's Augen. Angewidert verzog er das Gesicht und blickte schließlich zu Boden. Er kannte den Maskierten zwar, aber dass der auch noch Augen sammelte, war selbst ihm zuwider.

„Was ist, ekelst du dich vor seinen Augen", hauchte der Uchiha leise, trat rüber zu Itachi seinen und hob sie aus dem Felsen artigen Regal heraus. „Sie werden ihn noch stärker machen. Doch noch will er sie nicht", erklärte Madara ruhig und sogar ein leiser Ton von Stolz war in seiner Stimme zu hören. Sasuke war ihm ähnlich, nicht nur von dessen Schicksal her, nein, auch vom Rachedurst.

„Sie sind einfach nur krank. Die Augen eines Verstorbenen in Sasuke einpflanzen zu wollen", schüttelte sich Naruto und wurde ganz bleich bei der Vorstellung. Er kannte Itachi, mochte ihn für das, was er getan hatte nicht wirklich, doch dass man Tote auch noch schändete, war eine Nummer zu hoch.

„Sie werden ihn mehr Macht schenken und nie wird er erblinden. Die Augen des eigenen Bruders sind die wertvollsten, sie gehören nach dem Tod den Anderen." Vorsichtig stellte der Uchiha sie auf einen Tisch und verließ für einen Moment den Raum. Es dauerte nicht lange, da kam er mit Sasuke zurück und legte ihn auf die kalte Steinplatte. Stark zitterte der Uchiha, war ihn sowieso kalt durch den hohen Blutverlust, den er erlitten hatte. „Werde Zeuge seiner Macht", hauchte der Ältere leise und tröpfelte Sasuke etwas in den Mund. Stark hustete dieser, rührte sich aber nicht weiter.

Wie krank war dieser Madara, dass er glaubte, er, Naruto würde zugucken wollen, wie Sasuke die Augen seines Bruders eingepflanzt bekam und damit an Macht und Stärke gewann? Naruto sträubte sich, drehte Madara den Rücken zu und starrte die Wand an. „Danke, aber ich habe kein Interesse, deinen Perversitäten zuzugucken."

Leise kicherte der Uchiha bloß, streichelte sanft über den Kopf des Jüngeren und verließ den Raum wieder. Leise knurrte Sasuke, war ihn doch ziemlich kalt und sein Rücken schmerzte. Langsam öffnete Sasuke wieder die Augen und rieb sich den Kopf. Sein Schädel brummte und das höllisch. Langsam rappelte sich Sasuke auf und hielt sich die schmerzende Brust.

Erst als Naruto die Tür ins Schloss fallen hörte, drehte er sich um, sah, dass sich Sasuke aufrichtete und scheinbar Schmerzen hatte. „Sasuke ...", hauchte er leise, kam näher an die Gitterstäbe und legte dazu den Kopf schief.

Müde hob der Uchiha den Kopf, zitterte stark und war sogar blasser als sonst. Seine Augen waren glasig und seine Atmung matt. Langsam versuchte er aufzustehen, doch seine Beine zitterten stark und schnell klappte er einfach zusammen, hielt sich mit den Armen am Tisch fest und fiel deswegen nicht ganz hin.

Der Anblick schnürte Naruto die Luft zum Atmen ab, er fing dennoch an, an den Stäben zu rütteln und wollte Sasuke einfach nur helfen. „Verdammter Mist!", schimpfte er, trat mit dem Fuß gegen den Käfig und grummelte.

„Mach doch nicht so einen Krach", knötterte der Uchiha und rappelte sich langsam auf. Madara hatte ihn zum Blonden gebracht und wofür? Leise seufzte er und strich sich über die verbundene Brust. „Aus dem Käfig kommst du nicht raus, gib es auf."

Das hatte Naruto längst auch bemerkt und schnaufte zudem leise auf. „Soweit war ich auch schon, du Besserwisser!", murrte er mit vor der Brust verschränkten Armen.

„Davon merkt man aber nichts, Idiot. Hör auf an den Gittern zu rütteln", knurrte Sasuke wieder, suchte nach etwas, das er als Decke benutzen konnte. Madara hat ihn bestimmt nicht umsonst hierher geholt, der wollte doch etwas von ihm. Leise seufzte Sasuke, entdeckte einen schwarzen Mantel mit diesen roten Wolken und zog sich vorerst diesen über. Wenigstens war ihm nicht mehr so kalt und auch wenn dieser Madara gehört, dann hatte dieser jetzt Pech. Er musste ihn ja nicht wecken und ihn in der Kälte liegen lassen.

Sasuke nachäffend, streckte Naruto diesem die Zunge heraus, zog die Beine an und legte den Kopf auf die Knie. Schweigend sah er zu, wie sich Sasuke anzog, sich in diesen typischen Mantel schwang und aussah, wie ein Baka. „Der steht dir nicht", sagte er darauf und grinste.

„Soll ich jetzt weinen", war nur seine bissige Antwort und er setzte sich wieder auf den Tisch. Fröstelnd rieb er sich mit den Händen über die Oberarme. Zwar half es nicht viel, aber immerhin war ihm nun etwas wärmer. Auch wenn er lieber im Bett in seinem Zimmer gelegen hätte, als nun hier zu hocken und auf Madara zu warten.

„Klar, warum nicht. Wäre mal ein neuer Gesichtsausdruck und nicht immer der gleiche wie sonst", erwiderte Naruto patzig, schlang die Arme um seine Beine und seufzte zudem leise auf. Er langweilte sich, aber das kleine Wortgefecht brachte wenigstens Abwechslung.

„Sagt der Dauergrinser", gähnte Sasuke und legte sich zurück auf den Tisch. Er war müde und er wollte nur noch zurück in sein Bett, doch bevor er Madara nicht gesehen hatte, durfte er nicht ins Bett. Also machte er es sich auf dem Operationstisch bequem. Besser als der Boden war es auf jeden Fall. Leise seufzte der Uchiha, schloss einfach die Augen und knurrte, als er weiterhin Narutos Stimme hörte.

Leise schnaubte Naruto. „Lieber ein Dauergrinsen, als ein Eisklotz, wie du einer bist", grummelte er auch weiterhin, sah es nicht ein leise zu sein und fing an, mit den Fingern an dem Gitter zu spielen. Ihm war es egal, ob es Sasuke störte, denn immer noch langweilte er sich und suchte eine Beschäftigung.

Knurrend rappelte sich Sasuke auf, hatte keinen Nerven für den Blonden noch übrig. Er wollte schlafen, er wollte seine Ruhe. „Sei froh, dass wir nicht den Neunschwänzigen haben und, dass du deswegen noch länger am Leben bleibst. Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mir wünsch, dich endlich tot zu sehen."

Ach so, Sasuke wollte ihn also tot sehen? Grinsend legte Naruto den Kopf schief und sah zu ihm herüber. „Aja und was war das in der Nacht zuvor? Da sah es von deiner Seite ganz anders aus. Aber vielleicht hast du ja auch einen Zwilling, von dem alle nichts wissen", zuckte er mit den Schultern und blätterte das rostige Metall der Stangen ab.

Knurrend, tappte der Uchiha auf wackligen Beinen zu den Blonden, griff durch das Gitter nach ihm und zog ihn zu sich. „Ich kann dich auch gerne hier und jetzt einfach nehmen, wenn du dir so sehr meine Zuneigung wünschst." Verachtend schnaufte Sasuke und rote Augen blitzten auf. „Sasuke, wir brauchen ihn lebend", mahnte ihn Madara und zog den Jüngeren von den Blonden weg.

Angewidert verzog Naruto, nachdem er von Sasuke gepackt wurde, sein Gesicht und schüttelte sich. „Nein danke, ich kann verzichten. Außerdem bist du so gar nicht mein Typ", erwiderte er ernst, sah jedoch auf, als Madara zurückkam und robbte gleichsam ein Stück weiter nach hinten. Sicher war sicher, wer weiß, was dieser noch plante.

„Ich will, dass du morgen den letzten Biju fängst und dafür braust du ..." „Vergiss es, ich hatte dir schon mal gesagt, dass ich sie nicht nehmen werde", knurrte Sasuke, spuckte Naruto vor die Füße und stampfte dann aus dem Zimmer. Er musste sich ausruhen, den dieser komische Stier war kein Zuckerschlecken.

Bitte was, wollten die? Naruto blinzelte verwirrt und sah zwischen den beiden hin und her. „Da habe ich ja wohl auch noch ein Wörtchen mitzureden und ich werde auf gar keinen Fall mit Sasuke schlafen. Eher sterbe ich, als dass der mich nochmals anfassen kann", erwiderte er ernst und sah Madara kalt an.

„Na ja, es ist egal, ob du willst oder nicht. Wie du siehst, ist sein Interesse zurzeit gleich null. Eigentlich sollte ich ihn auf dich loslassen, die nächste Generation von Konohas Hokagen wäre beendet bevor sie beginnen könnte", kicherte Madara und hockte sich vor Narutos Käfig.

„Du spinnst wohl? Ich hab keine Lust und du kannst mich nicht zwingen", antwortete Naruto mit aufgeplusterten Wangen, schnaubte nochmals empört und drehte den Kopf seitlich weg.

Leise lachte der Uchiha und musterte Naruto ruhig. Wie sich der Kleine aufregte. „Du liebst ihn, nicht wahr", stellte der Uchiha ruhig fest und als Naruto anfing zu toben, bestätigte sich seine Vermutung nur. „Es tut weh, wenn man nie von der geliebten Person beachtet wird, nicht wahr? Aber ihr seid selbst schuld, ihr habt ihn regelrecht in meine Arme getrieben."

Lieben tat Naruto Sasuke ganz sicher nicht. Da war sich der Chaos-Ninja so sicher, wie das Amen in einer Kirche. „Ich liebe ihn nicht, Sasuke ist nur mein bester Freund. Nicht mehr und nicht weniger", betonte er nochmals und versuchte sich nicht weiter über diesen maskierten Dummkopf aufzuregen.

„Der dich tot sehen will. Aber es ist auch kein Wunder, macht einen das Gift der schwarzen Wüstenschlange sehr aggressiv und blutrünstig", kicherte Madara und spielte mit einer kleinen Flasche herum, die auf dem Tisch stand. Es machte einen auch Schmerzunempfindlich, deswegen hatte sich Sasuke auch von Naruto auf den Boden reißen lassen. Ansonsten wäre Sasuke wohl nie auf so eine Idee gekommen sich fast töten zu lassen.

„Dann soll er mich gleich töten, wenn er das will", schnaufte Naruto erzürnt, ballte die Hände zu Fäusten und schlug damit am Boden auf. Er kam sich veräppelt und verraten vor, aber er kannte diese Gefühle nur zu gut und immer wieder taten diese verdammt weh.

„Sag es ihn doch selber", kam es darauf von Madara und er öffnete den Käfig. „Von hier kannst du nicht fliehen, denn das ist meine Welt, eine, die man nur durch mich erreichen kann." Langsam wurde der Uchiha in einen Strudel gesaugt und verschwand so vor Narutos Augen.

Na großartig. Erst den Käfig aufmachen und dann alleine lassen. Wie unhöflich. Murrend kletterte Naruto dennoch aus dem Käfig heraus, sah sich in dem Raum um und schritt auf dieses seltsame Regal zu. Kurz ließ er den Blick darüber schweifen, wandte sich jedoch ab und schritt langsam zur Tür, um diese zu öffnen.

Sasuke merkte von diesen all nichts, lag in seinem Bett und schlief tief und fest. Er war es gewohnt alleine gelassen zu werden, er kannte es doch gar nicht anders. Madara ging wie es ihm passte und es war Sasuke egal, dass er nun wieder alleine war. Hier ließ man ihn in Ruhe und niemand würde ihn versuchen zu stören oder zu wecken.

Neugierig sah Naruto auf den Flur, trat auf diesen und sah sich in dem schwach beleuchteten Gang um. Eine Menge Türen waren hier, Fackeln hingen an den Wänden und erleuchteten das Drumherum. Wie von selbst trugen ihn seine Füße, veranlassten ihn jede Tür zu öffnen und zu gucken, was sich dahinter verbarg. Naruto kam so auch zu Sasukes Zimmer, schlich sich leise hinein und blieb wie angewurzelt stehen, als er begriff, wo er war.

Leise knurrend öffnete Sasuke die Augen und sah mit noch verschwommen Blick auf den Blonden. War das Naruto? Langsam richte sich der Uchiha auf und sah direkt auf den Blonden. Er sollte ihn einsperren, sonst hatte er nur Ärger mit ihm. „Geh zurück in deinen Käfig, so wie es sich für ein Tier gehört."

Er und ein Tier – fast hätte Naruto gelacht, verkniff es sich jedoch und funkelte stattdessen Sasuke zornig an. „Ich denke nicht daran, in dieses menschenunwürdige Dingen zu klettern", erwiderte er stumpf, drehte sich aber dennoch um, und wollte sich hier wieder im Flur weiter umsehen.

„Stimmt, menschenunwürdig. Aber du bist kein Mensch. Sondern ein Tier in menschlicher Gestalt", kam es leise über Sasukes Lippen und er kicherte leise. Langsam stieg Sasuke aus dem Bett und stellte sich auf. Sein Blick war noch immer verschwommen, Luft bekam er nur schwer und alles tat ihm weh.

„Ach, bin ich das, und was bist du dann? Menschlich bist du auf gar keinen all, denn sonst wärst du nicht zu der Schlange übergelaufen!", fauchte Naruto erbost zurück, ehe er die Klinke herunterdrückte und das Zimmer verließ.

 

„Ach, bin ich das, und was bist du dann? Menschlich bist du auf gar keinen all, denn sonst wärst du nicht zu der Schlange übergelaufen!", fauchte Naruto erbost zurück, ehe er die Klinke herunterdrückte und das Zimmer verließ.

Leise kicherte Sasuke und er griff nach seinem Katana. Langsam zog er es aus der Scheide und rannte sofort auf den Blonden zu. Noch bevor Naruto reagieren konnte hatte ihn Sasuke schon an die Wand gepresst und hielt ihn die Klinge an die Kehle.

Erschrocken darüber zuckte Naruto zusammen und sah Sasuke an. „Was zum Teufel soll das?", schrie er ihn an, zappelte und strampelte wild mit den Beinen und versuchte Sasuke somit in die Weichteile zu treten.

„Ich sperre den entlaufenden Fuchs wieder ein", kam es nur leise über Sasukes Lippen. Das Strampeln brachte dem Blonden nichts, Sasuke hatte ihn fest im Griff und rammte ihn kurz darauf das Knie in den Magen. Knurrend krümmte sich Naruto und der Uchiha packte ihm am Kragen, schleifte ihn zurück in die Kammer wo sein Käfig war.

„Ich will da nicht wieder rein!", beschwerte sich Naruto so gut es ihm möglich war, wehrte sich immer noch mit Händen und Füßen dagegen und machte sich extra schwer, damit Sasuke seine Probleme bekam ihn zu ziehen.

Leise schnaufte Sasuke und sein Griff wurde deutlich locker. Lange schaffte Sasuke es nicht, den Blonden festzuhalten und er ließ ihn los. Leise keuchend stützte sich Sasuke an der Wand ab und sackte zusammen. Das gab es doch nicht, er konnte kaum noch gehen, geschweige denn diesen Kerl wieder einsperren.

Verwirrt losgelassen zu werden und mit ansehen zu müssen, wie Sasuke zusammenbrach, blinzelte Naruto und sah erstaunt auf den Uchiha. "Was wird das jetzt für eine Vorstellung? Soll ich jetzt Mitleid haben, oder was?"

Sasuke hörte die Worte des Blonden schon gar nicht mehr. Nur das laute Pochen seines immer langsamer schlagenden Herzens hallte in seinen Ohren wieder. Krampfend krallte er sich an seiner Brust fest, fühlte wie warmes Blut an seinen Hals herunterlief. Naruto hatte ihn vorhin fast den ganzen Brustkorb zerfetzt und Madara hat ihn nur notdürftig verarztet.

„Sasuke?" Ratlos, was er tun sollte, stand Naruto da, beobachtete das ganze und eilte schließlich zu Sasuke. „Hey ...", sprach er auf ihn ein, blickte auf seine Brust und sah, wie das Blut an seiner krampfenden Hand herunterlief. „Na klasse, verblute mir hier ja nicht, hörst du?" Naruto sah sich im Raum um, nahm schließlich den Bezug des Kopfkissens und drückte diesen gegen Sasukes Brust.

Keine Antwort kam von Sasuke, dazu war er auch schon lange nicht mehr in der Lage. Vergeblich schnappte er nach Luft, aber kaum etwas erreichte seine Lungen. Seine Umgebung wurde schwarz und auch Narutos Versuch, die Blutung zu stillen half nicht viel. Mit fast geschlossenen Augen sah der Uchiha auf den Blonden, spürte dessen Nähe deutlich. „Mir ist kalt", hauchte er leise und langsam schlossen sich seine Augen. Alles war schwarz um ihn herum, nur die Kälte war deutlich zu spüren, wie sie durch seinen ganzen Körper sich zog.

Kalt war ihm? Naruto stieß ein leises ‚Verflucht' aus, rannte zum Bett und riss aus diesem die Decke heraus, nur um damit den Uchiha zuzudecken. "Halt durch, verdammt", sprach er immer wieder auf ihn ein, strich ihm durch die Haare und sah vergebend zur Tür.

Nichts von dem bekam Sasuke mit, alles um ihn herum war nur noch schwarz. Langsam sackte der Uchiha nun völlig zusammen und schlug hart auf den Boden auf. „Was macht ihr da?" Verwirrt sah Madara auf die beiden und trat langsam näher auf sie zu.

Erschrocken wirbelte Naruto herum und sah Madara an. „Kami sei Dank", seufzte er erleichtert. „Hilf mir bitte, er stirbt sonst. Ihm ist kalt und er verliert Blut", erklärte er dem älteren Uchiha und sah ihn nun bittend an.

Misstrauisch sah Madara auf den Blonden und dann wieder auf Sasuke. Der Junge zitterte stark und er schnappte nach Luft. Ruhig ging er näher auf den Jungen zu und drehte ihn auf den Rücken. Seine Wunde war wieder offen und die medizinischen Mittel reichten nicht aus. „Er ist verloren, freu dich doch."

Sasuke war verloren und er sollte sich darüber freuen? Naruto schüttelte den Kopf und sah auf Sasuke. „Warum soll ich mich freuen? Er ist immer noch mein Freund, auch wenn er das Dorf verraten hat!" Naruto liefen langsam die Tränen über die Wangen und er strich erneut durch Sasukes Haare.

„Er wollte dich vergewaltigen und er hat dich an mich ausgeliefert", kicherte Madara und konnte nicht glauben, was er da sah. Dieser Blonde sah noch immer Sasuke als Freund. „Wie töricht von dir. Er ist ein Verräter."

Zornig drehte sich Naruto zu Madara herum. „Was weißt du schon, du bist nur ein alter Mann, der keinen mehr hat", keifte er ihn an, machte dabei keine Anstalten von ihm zu weichen und blieb stur bei Sasuke sitzen.

„Was erhoffst du dir denn von ihm? Dass er, wenn du sein Leben rettest, dass er zurückkommt. Glaub mir, sein Tod ist seine Erlösung", hauchte Madara leise und wandte sich ab. Bald war es vorbei und ein neues Werkzeug fand er bestimmt schnell wieder. Zuckend und zitternd lag Sasuke auf dem Boden und schnappte noch immer nach Luft. Sein Herz schlug nur noch langsam und ängstlich krallte sich der Uchiha an Narutos Jacke fest. Er hatte Angst. Er hatte Angst davor zu sterben.

Naruto erhoffte sich gar nichts, er wollte einfach nur, dass Sasuke wieder gesund wurde und nicht vor seinen Augen starb. Er wollte den Tod seines besten Freunds nicht sehen, ihn nicht akzeptieren und dennoch versuchte er für Sasuke, welcher sich ängstlich an ihn klammerte da zu sein. „Bitte Sasuke, ich weiß, dass du es schaffst. Wir hatten das schon einmal, erinnerst du dich?" Naruto sprach von nichts anderem, als dem Kampf gegen Haku, darüber, wie Sasuke genadelt und überlebt hatte.

Damals hatte ihn auch der Feind verschont, doch dieses Mal war die Wunde deutlich schlimmer. Leise keuchend krallte sich der Uchiha an der Hose des Blonden fest. Aber Hilfe von diesen erwartete er schon nicht mehr. Schließlich war es der Blonde gewesen, der ihm diese Wunde zugefügt hatte. Welch Ironie es war, dass genau dieser bei ihm war und ihn nicht sterben sehen wollte.

Zischend sog Naruto die Luft ein, Sasuke krallte sich ohne Rücksicht auf Verluste in seiner Hose fest und in seinem Oberschenkel. „Sasuke bitte ..." Naruto wischte sich die Tränen weg, nahm die sich festkrallende Hand und drückte diese. „Wenn du mich jetzt schon wieder alleine lässt, dann werde ich richtig böse und ich kann mir die nächsten Jahre Sakuras Geplänkel anhören. Darauf habe ich keine Lust, echt jetzt!"

Kein Wort kam über die Lippen des Uchihas. Müde schloss er die Augen und zitterte nur noch stärker. Ihm war kalt und er fühlte kaum noch irgendetwas an seinen Körper. Leise konnte er noch sein Herz schlagen hören, wie es immer langsamer schlug und lange Pausen einlegte. Ein dunkles Kichern übertönte sein Herzschlag. Doch er sah niemanden von dem es stammen könnte, alles um ihn herum war schwarz und kein Licht war zu sehen. „Naruto, willst du ihn helfen?", knurrte eine tiefe Stimme in den Blonden.

Naruto kannte dieses Knurren, konnte es dem Fuchsgeist Kyuubi zuordnen und blickte diesen in seinem Innern verwirrt an. „Wie soll ich ihm denn helfen, ich bin doch schuld daran, dass er stirbt", murmelte Naruto leise und sah den Neunschwänzigen wachsam an.

„Der Knabe kommt gut mit Chakra zurecht. Gib ihm etwas von dir und seine Wunden schließen sich. Aber gib ihm nicht zu viel, sonst bricht das Tier in ihn aus und zerfleischt dich. Oder fällt anders über dich her", knurrte der Fuchs und legte sich vor dem Gitter ab.

Sasuke sollte von ihm Chakra bekommen- keine so verkehrte Idee, wie Naruto fand und nickte Kyuubi daher zu. „Danke für deine Hilfe", wandte er sich kurz an das Untier, ehe er die Augen öffnete und auf den zitternden Sasuke blickte. „Ruhig, ganz ruhig", wisperte er leise, während er sein Chakra freigab und davon etwas an Sasuke abgab.

Müde öffnete der Uchiha die Augen und sah den Blonden an. „Was machst du da?", kam es leise über seine Lippen und er spürte deutlich wie etwas Warmes durch seinen Körper floss. Was war das, er fühlte sich plötzlich deutlich besser. Das Blut hörte auf zu fließen und auch sein Herz schlug wieder schneller. Ihm wurde wieder warm und er spürte all seine Glieder wieder.

„Ich helfe dir, das ist alles, was ich hier mache", antwortete Naruto leise, ehe er seine Hände wegzog, den Chakrafluss unterbrach und es als genug ansah. Dennoch sah er Sasuke wachsam an und kontrollierte die Vitalfunktionen, wie Puls und Herzschlag. Vorsichtig legte er seine Hand auf die Brust des Uchihas und lächelte, als er den kräftigen Herzschlag vernahm.

Das Herz des Uchihas schlug wieder, wenn auch noch etwas langsam. Aber viel Blut hatte Sasuke verloren und deswegen lag er noch immer müde zu Narutos Füßen. Nur einen Spalt hatte er seine Augen auf und langsam ließ sein Griff an dessen Bein lockerer.

Naruto begrüßte es sehr, dass Sasuke endlich locker ließ, zog aber dennoch seine Jacke aus und stopfte sie ihm unter den Kopf, damit er besser liegen konnte. Auch deckte er ihn wieder richtig zu, ehe er erleichtert ausatmete und zufrieden über das Ergebnis war.

Leise stöhnte der Uchiha wegen seiner noch schmerzenden Brust auf. Doch dann schloss er langsam seine Augen und schlief völlig erschöpft ein. Ein leises Klatschen war zu hören und langsam trat Madara näher auf sie zu. „Beeindruckend, er ist wirklich dein Gegenstück, sonst hätte ihn Kyuubis Chakra zerfetzt."

Erschrocken über ein plötzliches Klatschen, drehte sich Naruto um und sah Madara an. „Sei doch froh, dass ich ihm geholfen habe! Immerhin geht so dein wertvolles Spielzeug nicht kaputt", erwiderte Naruto verachtend, ehe er sich doch wieder Sasuke zuwandte und ihm seinen Mantel noch über die Decke legte, damit er es warm genug hatte.

„Er wird nicht lange schlafen", hauchte der Uchiha leise und trat näher auf Sasuke zu. Er hatte sogar wieder Farbe im Gesicht. Erstaunlich, was die Verbindung der beiden ihnen für Fähigkeiten gab. Aber nun, sie waren auch Menschen, die durch das Schicksal verbunden. „Er ist deine andere Hälfte. Weißt du was das eigentlich bedeutet."

Naruto schüttelte auf die Frage hin den Kopf und sah auf. „Nein, Tsunade hat mir kaum etwas erklärt, nur dass ich unter gar keinen Umständen mit meinem Gegenstück schlafen soll."

„Nicht nur das bedeutet es. Dein Gegenstück muss immer einen anderen Weg als du selbst wählen. Wenn du auf Konohas Seite bist, muss er vom Schicksal vorherbestimmt, den Weg des Feindes wählen. Deine Entscheidung etwas Gutes zu tun, bedeutet für ihn immer das Gegenteil zu tun. Zwar ist Sasuke stur und besitzt noch sein Gewissen besitzt, aber auch dies hat bald ein Ende", waren Madaras Worte und kurz schweifte sein Blick wieder zu Sasuke.

„Das klingt fast so, als hättest du davon Ahnung", runzelte Naruto nachdenklich die Stirn und blickte ebenfalls auf Sasuke. Dieser tat also immer das entgegengesetzte von dem, was er tat und er müsste wohl demnach aufpassen, was er wann und wo tat.

„Ja, schließlich war ich von der ersten Generation das Gegenstück. Jedoch war mein Hass gegen Konoha stärker als das Schicksalsband, das uns verband." Ruhig trat er näher auf den jungen Uchiha zu und hob ihn vorsichtig hoch. Leise murrte Sasuke, tat jedoch nichts dagegen. Ohne weiter Naruto zu beachten, brachte er Sasuke in ein Zimmer und legte ihn ins Bett.

Madara war ein Gegenstück gewesen? Verwundert tappte Naruto den beiden nach und blieb in der Tür stehen. „War Orochimaru auch ein Gegenstück? Immerhin war Tsunade die letzte Hokage und mein Pate war es nicht. Jiraya war immer nur ihre heimliche Liebe und deswegen hat sie ihr Amt letztendlich auch aufgegeben", seufzte Naruto leise und sah auf Sasuke.

„Ja, das war er. Jeder besitzt ein Gegenstück, nur nicht jeden kennen wir. Einige begegnen ihnen nie, andere verlieben sich in sie. Itachi hatte versucht, Sasuke dieses Schicksal zu ersparen, er hatte gehofft, dass sein Tod das Schicksal aufhebt. Doch es hatte rein gar nichts gebracht." Der Tod des anderen Uchihas war sinnlos. Jedoch nicht in Madaras Augen, den nun war Sasuke so von Hass zerfressen, dass er bald alles andere verdrängte und vergaß. Nur die geballte Wut war noch da und er würde bald an dieser zerbrechen, genauso wie er selbst eins.

Itachi? Was hatte Itachi denn damit zu tun und woher wusste der, dass Sasuke einmal sein Gegenstück wäre? Naruto war sichtlich über diese Information verwundert, runzelte die Stirn und sah Madara nachdenklich an. „Ich habe zwar keine Ahnung, wie Itachi das wissen konnte, aber es macht mir doch Angst."

„So etwas ist nicht schwer zu erraten, wenn man euch beide mal eine Zeit lang beobachtet hat", erklärte der Uchiha ruhig und wandte sich von Sasuke. Er brauchte Schlaf und davon viel, schließlich würden sie in einigen Tagen das letzte Biju fangen und dann war es endlich so weit.

Wie bitte, man hatte sie beobachtet? Entrüstet sah Naruto dem älteren Uchiha nach, seufzte aber schließlich und setzte sich leise an Sasukes Bett. „Man hat uns beobachtet, nicht zu fassen", grummelte er leise und seufzte abermals leise auf.

Leise grummelte Sasuke und drehte sich auf die Seite. Jedoch so, dass sein Gesicht zu Naruto zeigte. Was der Blonde vorhin mit den anderen Uchiha gesprochen hatte, davon hat er nichts mitbekommen. Zu stark war seine Müdigkeit und nur knapp war er den Tod entronnen.

„Ja, ja, grummel du nur. Etwas anderes bin ich von dir auch nicht gewohnt", beschwerte sich Naruto leise und schüttelte über Sasuke den Kopf.

Knurrend schlug der Uchiha darauf die Augen auf und faste sich leise stöhnend an den Kopf. Sein Schädel brummte und er glaubte, sein Kopf platze gleich. Verwirrt sah er auf den Blonden neben sich und verstand nicht recht. Was machte Naruto hier, besonders warum hockt er vor seinem Bett. Knurrend schälte sich der Uchiha aus dem Bett, wollte aufspringen, doch dann fühlte er einen stechenden Schmerz in der Brust. Sofort packte er sich an diese und spürte wie sich seine Schmerzen durch den ganzen Körper zogen.

Erneut schüttelte Naruto den Kopf, verstand nicht, warum Sasuke aufstehen wollte und wieder dieser Schmerzen hatte. Er hatte ihn doch geheilt, oder etwa nicht? Unschlüssig erhob sich Naruto von seinem Platz, drückte den Andren in sein Bett zurück und griff an dessen Brust. „Es schlägt doch normal, wieso diese Schmerzen?", wollte er wissen und sah bedrückt den Uchiha an.

Stark zuckte Sasuke daraufhin zusammen und sah mit verwirrten und gleichzeitig ängstlichen Blick zum Blonden auf. Wie konnte das sein, er hat sich einfach wieder zurück drängen lassen. Sein Herz begann zu rasen und der Uchiha spürte wieder eine Hitze in sich. Nein, nicht schon wieder, schoss es ihm durch den Kopf und knurrend schob er Naruto von sich. Doch anstatt ihn dann loszulassen, hatte er sich schon an dessen Shirt gekrallt. Leise keuchend lehnte er seinen Kopf an Narutos Brust, versuchte diesen Zwang zu unterdrücken. Doch je länger der Blonde bei ihm war, umso schlimmer wurde es.

„Öhm ..." Naruto sah sich verwirrt das Schauspiel an, welches Sasuke zum Besten gab und sich in sein Shirt krallte. „Was zum Geier ist jetzt wieder mit dir los? Erst hast du Schmerzen und jetzt willst du kuscheln?" Immer noch war Naruto verwirrt, ratlos, was er machen sollte und wie er damit umzugehen hatte.

„Naruto", raunte der Uchiha heiser, zerrte den Blonden zu sich aufs Bett und drückte ihn runter auf die Matratze. Mit gierigen Augen fixierte er den Blonden, hielt dessen Handgelenke fest und legte sich zwischen seine Beine. Egal wie viel der Blonde strampelte, er kam nicht aus seinen Fängen. Sasuke hatte ihn und jetzt war er völlig von seinem Rausch gepackt. „Naruto", hauchte er erneut leise, beugte sich zu den Anderen herunter und begann sanft dessen Hals zu küssen.

Was war mit Sasuke denn nur los? Naruto verstand es nicht, wunderte sich, als der ihn packte, auf die Matratze pinnte und ihn so komisch ansah? „Alles in ..." Er brach ab und langsam erkannte er diesen Blick wieder, ebenso das Szenario, welches er schon einmal erlebt und abgeblockt hatte. „Sasuke, lass das!", fauchte er schließlich entschlossen, drehte den Kopf weg und versuchte vornehm die Beine zu schließen, um Sasuke den Zugang zu verwehren.

Doch der Blonde war einfach zu langsam. Sanft wanderte die Hände des Uchihas an den Seiten des Blonden entlang, streichelte sanft dessen Po. Auch das wegschieben und wegdrehen brachte Naruto nichts. Wurde er zu widerspenstig, so wurde er einfach wieder auf Bett gedrückt. Langsam suchten sich Sasukes Hände den Weg unter die Kleidung des Blonden, angefangen an dessen Shirt. Wie weich seine Haut war, ging es dem völlig benebelten Sasuke noch einigermaßen gefasst durch den Kopf. Sein Verlangen stieg bei jeder Berührung mehr, so als hätte man ihn jahrelang auf Entzug gesetzt.

Erschrocken quiekte Naruto beim Berühren seines Hinterns und sah empört Sasuke an. Wie konnte er es wagen, ihn da anzufassen, noch dazu gegen seinen Willen? Naruto war außer sich, zuckte heftig unter den Händen unter seiner Kleidung zusammen und strampelte wild mit den Beinen. „Hör auf, wir, nein, ich darf das nicht", schrie er wie von Sinnen, wandte sich unter Sasuke und versuchte ihm und seinen Händen zu entkommen.

Verärgert begann der Uchiha an, zu knurren, drehte Naruto einfach auf den Bauch und zerrte schon gierig an dessen Hose, die mit einem kräftigen Ruck nachgab. Sanft glitt seine Hand über den so zitternden Leib und selbst seine Zunge fuhr zärtlich über die freie Haut am Hals. Nichts drang zu ihm durch, es war so, als sei Sasuke nun in einem Nebel aus Lust verschollen. Sanft glitt seine Hand über die reine Haut bei Narutos unteren Gegend und selbst das wilde Strampeln ließ ihn nicht von sein Handeln abbringen. Das laute Flehen wurde einfach überhört und als der Blonde wieder zu wild wurde, kramte Sasuke in ein Kunai hervor und stach es neben Naruto ins Kissen. „Halt still, es wird dir gefallen", raunte Sasuke mit kühler und erregte Stimme leise in sein Ohr.

Erneut quiekte Naruto auf, zappelte als man ihn auf den Bauch drehte und an seiner Hose zu zerren begann. Das konnte doch nicht wahr sein, dies war sicher nur wieder ein Traum, aus welchem er erwachen würde. Ganz sicher sogar und daran würde auch die Hand nichts ändern, die ihn besänftigend zu streicheln begann. Naruto ermahnte sich innerlich dazu, nicht schwach zu werden, sich den Händen auf gar keinen Fall hinzugeben und sich zu wehren. Um dem letzteren Ausdruck zu verleihen, zuckte er erneut auf, riss aber gleichsam geschockt die Augen auf, und starrte das Kunai neben sich an. „Bist du jetzt komplett bescheuert geworden, oder was?" Naruto war entsetzte, schauderte gleichsam unter der Stimme, welche nahe an sein Ohr drang und kniff vernehmend die Augen zusammen.

„Lass uns endlich Spaß haben", raunte der Uchiha wieder nur leise in Narutos Ohr und glitt langsam mit der Zunge über die Ohrmuschel. Wie stark der Blonde zitterte. Das gefiel ihm, erregte ihn nur noch mehr. Langsam zog er das Kunai aus den Kissen und betrachtete eingehend seine Beute. Wie stark Naruto zitterte, teils aus eignen Verlangen. Aber auch aus Angst. Wieder hob Sasuke die Hand mit den Kunai, fixierte mit ihr Naruto und ließ die Hand dann einfach nach unten schnellen. Sasuke sah genau, wie der Blonde aus Angst die Augen zusammen kniff und wie er zitterte. Doch das Messer traf ihn nicht. Leise knurrend hatte es sich Sasuke selbst in den Oberschenkel gerammt. Langsam verschwand der Nebel, der seinen Geist eingeschlossen hatte. Knurrend zog es sich der Uchiha das Messer aus dem Bein und sah mit rot glühenden Augen auf den Blonden. „Mich interessiert das Schicksal nicht, ich bin mein eigener Herr", verkündete er gefasst und krabbelte vom Bett. Blut lief sein Bein herunter und Sasuke interessierte es jedoch nur wenig.

Spaß haben, was war daran bitte Spaß haben, jemanden zu demütigen? Wäre Naruto nicht so versteift wegen der neckenden Zunge, so hätte er bestimmt eine bissige Antwort gefunden, die seiner Wut Ausdruck verlieh. Wut wich jedoch der Angst und panisch sah er auf das herab schnellende Kunai in Sasukes Hand, welches nicht ihn, sondern den Uchiha selber traf. Entsetzte darüber weitete sich Narutos Augen nur noch mehr und er sah Sasuke mit offenem Mund an, ehe dieser zu ihm sprach und sich vom Bett erhob. Ihn interessierte das Schicksal nicht? Wie war das jetzt gemeint? Darüber verwirrt, setzte sich Naruto auf, streifte sich seine Hose wieder hoch und sprang aus den Federn heraus. „Das muss behandelt werden, anderenfalls wirst du verbluten", redete er auf Sasuke ein und näherte sich diesem.

„Bleib mir von Leib", fuhr ihn der Uchiha an und keuchte leise. „Immer wenn du mir zu nahe kommst passiert sowas und ich will das nicht", schnaufte Sasuke und setzte sich erstmal auf den einzigen Stuhl im Zimmer, der weit weg von Naruto war. Sobald der Blonde ihn etwas zu nahe kam, so überkam ihn jedes Mal das Verlangen. Die einzige Ausnahme war die erste Nacht in Konoha gewesen, als er dort war. Aber sonst empfand er nichts bei Naruto.

Wenn er ihm zu nahe kam, und was war das letztens gewesen? Naruto zog eine Schnute, blieb aber stehen und sah Sasuke beleidigt an. „Baka, du kamst doch an und bist über mich hergefallen. Wäre Jiraya nicht gewesen, dann wäre die Welt jetzt in Ungnade gefallen. Aber ich bin ja an allem schuld", knöttelte Naruto und drehte schnaufend den Kopf weg.

„Ach, jetzt bin ich schuld", knurrte der Uchiha beleidigt, schnappte sich ein altes Tuch und verband erstmal damit seine Wunde. Nichts als Ärger hatte er mit Naruto und Madara ließ die Nervensäge auch noch frei herumlaufen. Also schlimmer ging es wirklich nicht mehr. Leise grummelnd versuchte sich Sasuke wieder aufzurichten, doch ein pochender Schmerz im Bein ließ es nicht zu. Leise schnaufte er und war empört, dass er jetzt mit der Nervensäge in einem Zimmer gesperrt war. „Soll Konoha doch untergehen, hat es nur verdient", grummelte er leise und lehnte sich etwas in Stuhl zurück.

Wutentbrannt über die letzten Worte Sasukes, stürmte Naruto auf diesen zu und schlug ihm mit der Faust kräftig auf den Kopf. „Wage es nicht noch mal, meine Heimat zu beleidigen. Da leben Menschen, die ich liebe und zu schätzen weiß. Nur weil du ein Problem mit drei alten Omas hast, muss nicht das ganze Dorf unter deinem Wahnsinn leiden!" Wieder schlug Naruto zu, diesmal direkt ins Gesicht, auf die Wange, dass es nur so klatschte.

Geschockt sah der Uchiha auf, spürte den Faustschlag am Kopf und knurrte verärgert. Doch Narutos Worte stichelten seinen Hass nur noch mehr an. Gerade wollte der Uchiha etwas erwidern, doch dann spürte er schon den zweiten Hieb und Blut lief seiner Lippe herunter. Naruto hatte es geschafft. Jetzt war nicht nur Sasukes Lippe aufgeplatzt, nein, jetzt war er erst richtig sauer. Knurrend packte er den Blonden am Kragen und presste ihn an die Wand. Rote Augen fixierten den Anderen und für einen Moment schloss Sasuke sie und als er sie wieder öffnete, hatte sein Sharingan eine völlig andere Form. „Du elender ..." Doch weiter kam der Uchiha nicht, hielt Madara ihn doch an der Schulter fest. „Das reicht ihr zwei. Verschwende nicht deine Kraft wegen so einen Streit. Denk daran, dass du sonst erblindest." Knurrend ließ Sasuke Naruto los, spuckte ihn verachtend vor die Füße und verließ den Raum grummelnd.

 

Rote Augen fixierten den Anderen und für einen Moment schloss Sasuke sie und als er sie wieder öffnete, hatte sein Sharingan eine völlig andere Form. „Du elender..." Doch weiter kam der Uchiha nicht, hielt Madara ihn doch an der Schulter fest. „Das reicht ihr zwei. Verschwende nicht deine Kraft wegen so einen Streit. Denk daran, dass du sonst erblindest." Knurrend ließ Sasuke Naruto los, spuckte ihm verachtend vor die Füße und verließ den Raum grummelnd.

Zufrieden schmunzelte Naruto, vorerst jedenfalls, denn er wurde im selben Moment gegen die Wand gedrückt und angeschrien. Es ließ ihn jedoch alt, ebenso, dass sich Madara einmischte und Sasuke ihm vor die Füße spuckte. „Ja, ja ... lauf nur weg. Das kannst du ja und etwas anderes kann man von dir ohnehin nicht erwarten", spie Naruto hinterher, ballte zornig die Hände zu Fäusten und ließ sie doch wieder sinken.

„Ärger ihn doch nicht, sonst wird er dich wohl zu früh töten", entgegnete ihm Madara darauf und kurz ließ er seinen Blick durch das Zimmer schweifen. Da war wohl Sasukes Trieb durchgekommen, kein Wunder war er doch die ganze Zeit alleine mit Naruto gewesen. Selbst die kleinen Blutstropfen blieben nicht unentdeckt für den Uchiha. Clever, Schmerz ließ alles kurz vergessen und das schien schon für ihn auszureichen, damit sich Sasuke wieder fangen konnte.

Sollte Sasuke ihn doch töten, immer noch besser als alles andere. Verächtlich darüber schnaufte Naruto und sah Madara kalt an. „Es ist mir verdammt noch mal egal, ob ich ihn ärgere oder nicht und je früher ich sterbe, umso schneller habe ich vor ihm meine Ruhe", zickte Naruto ungewöhnlich für seinen Charakter herum.

Erstaunt sah Madara den Blonden an, kannte er ihn so nicht und auch Zetsu hatte nie berichtet, dass Naruto solch eine Seite hat. „Glaubst du wirklich, mit dem Tod sei alles zu Ende?"

Was sollten diese Worte jetzt? Wollte Madara ihm jetzt das Ende mit der Wurst erklären, die bekanntlich zwei hatte? Naruto lachte freudlos und leise auf, ehe er den Kopf schüttelte und den Uchiha ansah. „Das Ende ist mir egal, es kann von mir aus kommen und gehen, wie es will!"

„Wieso wolltest du dann, dass er lebt? Sein Tod hätte dir ebenfalls Ruhe beschert, oder nicht?" Langsam wandte sich Madara von dem Jungen ab und öffnete die Tür. Draußen sah er Sasuke stehen, wie er sich gestresst durch die Haare fuhr. Der Andere war ratlos, wusste nicht weiter und sein Gegenstück wollte sterben. Sie gehörten wirklich zu derselben Medaille.

„Halt einfach deine Klappe und geh!", fauchte Naruto, der von Madaras Geschwätz und Anwesenheit die Nase voll hatte. Sollten sie ihn doch umbringen, anketten, oder foltern. Ihm war es egal und er wusste, dass wenn sie Kyuubi hatten, er sowieso verloren war. Warum also noch länger warten, was in Narutos Augen ohnehin keinen Sinn mehr ergab.

Ohne ein Wort verließ Madara das Zimmer, blieb aber vor dem jüngeren Uchiha stehen. „Was willst du Sasuke?" „Ich weiß es nicht", hauchte der Junge leise und verstand nicht warum er im Moment so komische Gedanken hatte. Es hatte ihm gefallen, wie Naruto eben unter ihm lag, aber war das er oder das Gefühl das er als Narutos Gegenstück haben musste. Er hasste das Dorf doch eigentlich nicht, aber trotzdem hatte er eben fast einen Wutanfall bekommen. „Was soll das?", hauchte der Uchiha leise und sah verzweifelt zu Madara auf. „Dein Schicksal als die Kehrseite seines Lebens. Alles, was er liebt, musst du hassen."

Erleichtert, als Madara verschwunden war, rollte sich Naruto zusammen, verkroch sich unter der Bettdecke und schloss seine Augen. Es war ihm sogar egal, dass die Laken mit Blut befleckt waren, mit Sasuke seinem und durch eine Verletzung. Naruto wollte einfach nur seine Ruhe, Schlaf und möglichst alles vergessen, was in den letzten Stunden passiert war.

Stumm saß Sasuke noch immer vor der Tür bei Naruto und fragte sich, warum jetzt alles so war. Seit Itachi tot war, seit dem ... „Madara" Verärgert stand der Uchiha von seinem Sitzplatz auf, rannte zum Ältesten und trat knurrend zu ihm ins Zimmer. Alles duldete der älteste Uchiha und sah kalt den Jüngeren an. „Was hat Itachi mit diesen Schicksal zu tun?" Schnaufend fixierte er den Älteren und dieser seufzte. „Hass hat dich blind gemacht, genauso wie mich damals. Dass dein Hass reicht nicht aus, um dein Schicksal zu ändern." Verwirrt sah Sasuke den Uchiha an, stampfte dann aber ohne ein Wort zu sagen aus dem Zimmer. Knurrend wanderte er wieder zu seinem alten Zimmer und riss die Tür auf und packte sich den Blonden.

Erschrocken flog erst die Bettdecke, dann das Kissen und schließlich saß Naruto kerzengerade im Bett, als die Tür aufflog und Sasuke das Zimmer betrat. Zitternde Lippen öffneten sich zum Sprechen, blieben aber stumm und schlossen sich wieder. Erst als Sasuke ihn schließlich packte, wachte Naruto aus seinem seltsamen Zustand auf und fauchte wie eine kleine Katze. „Was ist jetzt schon wieder los? Kannst du mich nicht mal in Ruhe lassen, ist das so schwer?"

„Nein, weil ich dein scheiß Gegenstück sein muss. Ich hab keine Lust dazu immer das Gegenteil von dir zu tun", knurrte der Uchiha und zerrte Naruto aus dem Bett. Ohne Widerrede schleifte er ihn mit zu Madara und verwirrt sah der die beiden an. „Ich will, dass du uns zurückschickst." „Wieso sollte ich das tun?" „Weil sonst dein netter Plan nicht aufgeht", drohte Sasuke, schob Naruto vor sich und hielt ihn ein Kunai an die Kehle. Leise seufzte Madara und musterte Sasuke genau. In der jetzigen Situation würde der jüngere Uchiha es tun. „Warum willst du gehen? Gegen euer Schicksal kann man nur Hass ankämpfen." „Ich finde einen anderen Weg."

Knurrend folgte Naruto dem aufgebrachten Sasuke zu Madara. „Ich hab mir das ebenso wenig ausgesucht, wie du. Ich hätte auch lieber nen freundlicheres Gegenstück, aber nein, man muss dich ja ertragen!", keifte Naruto erzürnt und ließ Madara einfach links liegen.

Naruto wurde wenig von den Uchihas beachtet und Madara gab doch nach. Sollten die beiden doch einen Weg suchen, sie würden scheitern, genauso wie Itachi? „Gebt es auf und ertragt euer Schicksal", hauchte Madara leise, zog die beiden in einen Strudel und beförderte sie wieder zurück in die Wälder Konohas.

Naruto wandte sich Madara im Wald noch einmal zu. „Wie gesagt, wäre es jemand anderes, würde ich das Schicksal sicher besser aushalten. Aber so ganz sicher nicht", redete er nicht lange drumherum, ehe er sich umdrehte und in Richtung Konoha ging.

„Sagt der Richtige", grummelte der Uchiha und machte sich in die entgegen gesetzte Richtung auf. In Konoha würde er nichts erfahren und zudem wollte er auch nicht mehr zurück in dieses Dorf. Er hasste das Dorf und das nur, weil Naruto es liebte. Obwohl er es auch aus eigenen Willen hasste, denn dieses Dorf ließ seine Familie hinrichten und das von seinem Bruder.

„Halt einfach die Klappe, du Baka", rief Naruto dem Uchiha nach, drehte sich dazu nicht einmal um, sondern sprang locker auf einen der Bäume und machte sich daran, nach Hause zu kommen.

Nur ein leises Grummeln kam darauf von dem Uchiha und er humpelte weiter durch den Wald. Er war nahe am Dorf und er musste auf die Anbus achten, denn er war nun ein Nuke-nin und solche Leute wie ihn sah man am liebsten tot. Leise seufzte Sasuke und er blieb stehen. „Was willst du von mir?" Mit noch müden Augen sah er hoch zu den Baumkronen, sah dort jemanden der ihn sehr bekannt war.

„Hallo Sasuke!" Konan sprang von einem der Bäume herunter, landete genau vor dem Uchiha und lächelte. Eine Weile sah sie ihn stumm an, dann räusperte sie sich und zog etwas aus ihrer Manteltasche hervor. „Ich wollte dir das hier geben. Es gehörte deinem Bruder", erklärte sie und reichte Sasuke die Kette.

Verwirrt sah der Uchiha die junge Frau an und verstand nicht. Beim Anblick der Kette seines Bruders zog sich Sasuke das Herz zusammen, so als würde ein dünner Draht um dieses liegen und sich langsam einschneiden. Mit zitternde Hand nahm er die Kette entgegen und sah sie mit traurigem Blick an. „Danke", hauchte er leise und kaute sich auf der Unterlippe.

Konan lächelte angesichts der Umstände noch immer, wollte den Jungen nicht in seiner momentanen Stimmung lassen und hielt ihm zudem eine Papierrose unter die Nase. „Glaub nicht immer das, was andere sagen. Es gibt einen Weg, auch wenn einige ihn noch immer nicht gefunden haben!"

Ja, es musste einen Weg geben, niemand sollte solch ein Schicksal ertragen müssen. Leise seufzte er und nahm die kleine Papierrose in die Hand. „Stimmt es, dass Itachi einen Weg gesucht hat, um diese Bestimmung zu brechen."

Konan nickte wegen der Frage, seufzte im selben Moment leise auf und sah Sasuke entschuldigend an. „Er hätte fast einen gefunden, aber nun ja. Aber auch Pain hatte einen gesucht, ihn nicht gefunden und mir den Auftrag erteilt, mich umzuhören. Aber ach ich weiß langsam nicht mehr, wo ich noch suchen soll."

„Madara meinte, nur Hass kann das Schicksal bekämpfen. Aber dann werde ich genauso verbittert wie er sein", seufzte Sasuke, streichelte mit den Daumen sanft über die Glieder der Kette. „Es ist komisch, im Grunde weiß ich nicht mal wer ich wirklich bin. Ich empfinde immer das Gegenteil von dem, was Naruto empfindet."

Aufmerksam hörte Konan zu, legte den Kopf schief und schien angestrengt zu überlegen. Er tat immer das Gegenteil von Naruto und Naruto das von Sasuke. Der eine liebte und der andere hasste. Ein gesundes Gleichgewicht also. Was aber, wenn ... Konan hielt inne und schüttelte sich. „Ich glaube ich habe es", stieß sie leise aus und sah Sasuke schwach lächelnd an.

Verwirrt sah der junge Uchiha auf und glaubte nicht, was er gerade gehört hatte. „Sag schon", drängte er sie, er wollte endlich, dass es aufhörte. Er wollte nicht Narutos Gegenstück sein, das war nur die Hölle für ihn.

Konan entwich ein Seufzen und sie nickte Sasuke schließlich zu, um ihn zu sagen, was sie wusste. „Ihr müsst tauschen. Naruto muss hassen und du lieben können. Sicher bin ich mir aber nicht", antwortete sie schließlich leise.

Bitte was? Naruto sollte hassen und er lieben. „Ja, schön und gut, aber wie soll ich das schaffen?" Naruto zum Hassen bringen war nicht schwer, aber ihn zum lieben? Er war sich nicht mal sicher wie er wirklich war, wie sollte er da lieben?

„Ich weiß, dass es schwer ist. Aber glaub nicht, dass es einfach wird, Naruto zum Hassen zu bewegen. Das hat nicht einmal Pain geschafft", erwiderte Konan leise und erinnerte sich gut an das Gespräch der beiden.

„Vielleicht weil ich all sein Hass besitze", hauchte Sasuke leise und lehnte sich müde an einen Baum. Er fühlte sich so schwach und der Blutverlust von heute konnte er noch deutlich spüren.

Langsam näherte sich Konan und legte Sasuke die Hand auf die Schulter. „Gib nicht auf, du findest sicher einen Weg wie ihr beide es schaffen könnt."

„Vielleicht, aber ich möchte ungern zurück nach Konoha gehen. Jedoch werde ich da nicht drumherum kommen", hauchte der Uchiha leise und schloss seine Augen für einen Moment. Er fühlte sich so schwach und kraftlos. Dabei musste er aufpassen, schließlich wollte man ihn doch töten.

„Ich vertraue dir, du schaffst das und wenn nicht ..." Konan schüttelte den Kopf. „... Ach was, du schaffst das ganz sicher."

Viel Mut machten ihm diese Worte nicht, oder lag das wieder daran, dass Naruto diesen Mut jetzt hatte? War jetzt all seine Hoffnung bei Naruto und auch sein Empfinden für Liebe? Hätte er Itachi vielleicht verziehen, wenn er nicht an Naruto gebunden wäre?

„Ich muss jetzt gehen, aber ich habe noch einen kleinen Tipp für dich. Sieh dich einfach mal in Narutos Umfeld um, vielleicht ist da etwas, was dir hilfreich sein könnte." Mit diesen Worten wandte sich Konan ab, sprang in die Baumkrone zurück und entfernte sich rasch.

Nur ein Nicken kam darauf von Sasuke und langsam ließ er sich am Baum heruntergleiten. Er war so müde, aber er durfte jetzt nicht schlafen. Aber fünf Minuten waren bestimmt nicht schlimm, nur fünf kurze Minuten, die er sich ausruhen müsste. Langsam schlossen sich Sasukes Augen und er schlief kurz darauf ein.

Hingegen war Naruto längst in Konoha angekommen, schlappte müde zurück in seine Wohnung und ließ sich achtlos mit Schuhen in sein Bett fallen. Einzig schlafen wollte er, den Schlaf nachholen, der ihm die letzten Tage verwehrt wurde. Doch lange konnte Naruto nicht schlafen, hämmerte schon jemand gegen seine Tür. Murrend richtete sich Naruto auf, tappte schlaftrunken zur Tür und riss diese unsanft auf. Müde starrte er sein Gegenüber an, ließ diesen eintreten und schloss hinter ihm die Tür.

Ruhig trat Jiraya ein und forderte Naruto auf, sich zu setzten. „Hör zu, Sasuke ist heute vor dem Dorf gesehen worden, dann warst du verschwunden für fast den ganzen Tag und jetzt hat der Anbu Trupp Sasuke gefunden und gefangen."

Sasuke wurde gefangen genommen? Verwirrt sah Naruto seinen Paten an und musste sich erst einmal setzen. „Wo ist er jetzt und was haben sie mit ihm sonst noch gemacht?", verlangte er zu wissen.

„Man hat ihn in der Nähe vom Dorf gefunden. Er lag irgendwo im Wald einfach und hat sich bei der Festnahme nicht mal gewehrt." Das war schon komisch, schließlich hasste Sasuke das Dorf.

Nicht mal gewehrt hatte er sich, murmelte Naruto gedanklich und seufzte auf. „Wo ist er jetzt, ich will mit ihm reden." Naruto stand von der Couch auf, streifte sich seine Jacke an und nahm seine Schlüssel an sich, ehe er Jiraya auffordernd ansah.

Der Eremit nickte nur. Dass Naruto den Uchiha sehen wollte, das konnte er sich denken. Die beiden waren doch noch irgendwie Freunde. Auf eine gewisse Weise waren sie das noch. „Er ist im Gefängnis und Tsunade ist bei ihm. Er ist verletzt und das ganz schön schlimm. Doch die Wunden wurden anscheinend schonmal gut versorgt."

Als Naruto hörte, dass Sasuke verletzt war, legte er einen Zahn zu und rannte zum Verlies des Dorfes. Rasch trampelte er die Treppen herunter, riss die Tür auf und sah Tsunade an. „Ist er wach, kann man ihn ansprechen?" Gleich mehrere Fragen, aber er war besorgt und als Hokage der sechsten Generation hatte er ein recht dieses zu wissen.

„Nein, er schläft, also sei bitte leise", mahnte sie den Jungen und seufzte leise. Die Wunden des Uchihas waren schlimm, jedoch waren sie schon fast wieder verheilt. „Naruto, hast du ihm diese Wunden zugefügt?"

Murrend setzte sich Naruto nach der Zurechtweisung hin und sah Tsunade an. „Ja, das war ich. Aber ich habe ihn mithilfe von Kyuubi geheilt", beantwortete er ihr und sah besorgt auf den schlafenden Sasuke.

„Verstehe, du hast ihm damit das Leben gerettet, denn seine Lunge war schlimm zugerichtet gewesen. Aber er wird es schaffen, er ist nur völlig erschöpft, weiter nichts. Lass ihn erstmal was schlafen und morgen früh kannst du ihn dann sprechen", lächelte Tsunade und wuschelte sachte durch Narutos Haare.

„Na gut", seufzte Naruto leise, warf nochmals einen Blick auf Sasuke und verließ erst dann das Verlies. Müde schleppte er sich die vielen Treppen nach oben, schritt langsam durch Konoha und wieder in seine Wohnung.

Seufzend sah ihn die fünfte Generation nach und lenkte dann ihren Blick nochmal auf den Uchiha. Sasuke war nach Jirayas Aussage das Gegenstück von Naruto. Ob es klug war ihn am Leben zu lassen? Wäre er tot, könnte Naruto nie der Versuchung verfallen. Aber der Blonde würde das nicht wollen, nein, er würde toben vor Wut, wenn sie Sasuke hinrichten würden. Noch hatte sich der Uchiha auch nicht sonderlich strafbar gemacht. Zwar hatte er das Dorf verlassen, aber dann hörte man lange von ihm nichts mehr. Seufzend verließ sie den Raum und ließ Sasuke schlafend zurück.

Müde ließ sich Naruto in seiner Wohnung auf die Couch fallen, schloss sofort die Augen und schlief auf dieser ein. Gleich morgen früh würde er mit Sasuke reden, noch bevor er ins Büro musste. Jetzt aber wollte er schlafen, nicht nachdenken und sich einfach erholen.

Der Morgen brach auch früh an und Naruto war für ihn untypisch früh wach gewesen. Schnell lief er wieder ins Verlies und verlangte den Uchiha zu sprechen. Laut quietschte die Tür als Naruto eintrat. Murrend öffnete Sasuke die Augen und erhob sich noch schwerfällig. Sasuke schreckte nicht auf, oder sah sich verwirrt um. Er wusste noch genau, dass man ihn geschnappt hatte und ihn hier hergebracht hatte. „Was willst du von mir?" Leise war seine Stimme und seufzend lehnte er sich zurück an die kalte Wand.

Naruto trat langsam ein, setzte sich zu Sasuke und sah ihn aufmerksam an. „Warum hast du dich nicht gewährt, du wolltest doch gar nicht nach Konoha, oder doch?", fragte er den anderen und blickte nun abwartend seine Hände auf seinem Schoss an.

Er wollte auch nicht nach Konoha, doch er hatte keine Wahl gehabt. „Ich soll dir etwas von Konan ausrichten", hauchte Sasuke leise und schloss kurz seine Augen. Wie sollte er ihn das jetzt mit dem Gleichgewicht erklären, das war gar nicht so einfach wie er gedacht hatte.

Überrascht hob Naruto den Blick, richtete ihn genau auf den Uchiha und konnte nicht glauben, dass er Konan gesehen hatte. „Wann hast du sie gesehen und was hat sie dir gesagt? Nun sag schon, lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen", brabbelte er euphorisch und knuffte Sasuke in die Seite.

Leise knurrte Sasuke, jedoch nicht, weil ihn Narutos Piken nervte, sondern weil es weh tat. Sein ganzer Brustkorb hatte ihm der Blonde aufgerissen und einige Rippen waren gebrochen. „Hör damit auf!" Langsam richtete sich Sasuke etwas auf und sah dann wieder auf Naruto. „Sie sagte, dass die Gegenstücke in einer Art Gleichgewicht zueinander leben. Dass wenn du etwas liebst, dass ich es hassen muss. So bleibt das Gleichgewicht intakt."

Naruto hatte gar nicht darauf geachtet, dass er Sasuke wehtun könnte und zog entschuldigend die Hand wieder weg, ehe er zuhörte, was er zu sagen hatte. Ein Gleichgewicht musste also hergestellte werden und wenn Sasuke das hassen musste, was er liebte, dann müsste Naruto selber hassen, was Sasuke liebte? Das klang völlig absurd, zumal Sasuke nicht liebte. „Das haut nicht hin, du liebst nicht und ich hasse nicht", schüttelte er den Kopf.

„Weil wir das Gleichgewicht nicht brechen können. Jedenfalls nicht so wie ich es mir erhofft hatte", flüsterte Sasuke nur und hielt sich kurz die schmerzende Brust. Das Atmen tat ihm noch immer weh und die Verbände schnürten ihm die Luft ordentlich ab.

 

„Weil wir das Gleichgewicht nicht brechen können. Jedenfalls nicht so, wie ich es mir erhofft hatte", flüsterte Sasuke und hielt sich die schmerzende Brust. Das Atmen tat ihm noch immer weh und die Verbände schnürten ihm die Luft ordentlich ab.

„Ach und wie hattest du es dir erhofft?", wollte Naruto wissen, sah neben sich und wie Sasuke an dem Verband zu näseln schien. „Was machst du denn jetzt wieder?" Kopfschüttelnd hielt er die Hände des Uchihas fest und lockerte selber vorsichtig den Verband, der seine Rippen bedeckte.

„Ich hab gedacht, dich zum Hassen zu bringen, doch das geht leider nicht. Jedenfalls kann ich allein dieses Schicksalsband nicht zerschneiden." Scharf sog Sasuke kurz darauf die Luft ein, taten Narutos Lockerungsversuche ganz schön weh.

„Ach ne, das hätte ich dir auch sagen können, und es wäre genauso schwierig, wie dich dazu bringen, jemanden zu lieben", murrte Naruto, lockerte endlich den Verband richtig und wickelte ihn behutsam so wieder um die Rippen, dass dieser weder schnürte, noch irgendwo reiben konnte.

„Du Idiot verzeihst mir sogar, wenn ich Konoha in Schutt und Asche lege", hauchte der Uchiha leise und verwarf diese Idee nun endgültig. Es würde nichts bringen, außer viele Tote und noch mehr Menschen, die ihn tot sehen wollten.

Murrend hob Naruto den Kopf und sah Sasuke zornig an. „Nenn mich nicht Idiot, du Dobe und alles würde ich dir sicher nicht verzeihen. Da sei dir mal sicher!"

„Das denkst du", war die Antwort des Uchihas und er robbte ein Stück weg vom Blonden. Er konnte schon das Verlangen spüren etwas Dummes zu tun und genau das wollte er nicht machen. Obwohl, dann würde der Blonde ihn bestimmt hassen und er hätte sein Ziel erreicht.

„Ach halt doch den Mund", moserte Naruto, verschränkte die Arme vor der Brust und sah verwirrt neben sich, als Sasuke sich so plötzlich von ihm entfernte. Fragend hob er die Augenbraue, dann aber fiel es ihm wieder ein und er musste unweigerlich grinsen.

„Grins nicht so dumm, Baka", knurrte der Uchiha und sah verärgert auf den Blonden. Irgendwie fühlte er sich komisch. Es war nicht der Trieb der sonst beim Blonden war. Nein, seine Hände zitterten und irgendwie fühlt es sich für ihn auch bekannt an.

Leise kicherte Naruto, robbte aber selber ein Stück weit weg von Sasuke und sah ihn abschätzend an. „Du zitterst!", stellte er dabei fest und sah interessiert auf den Uchiha.

Sasukes Herz schlug schneller und auch sein Atmen nahm an Geschwindigkeit zu. Nervös biss er sich auf der Lippe und krallte sich im Bettlaken fest. Sein Herz raste immer schneller und er konnte sein Blut pochen hören. „Geh weg von mir", hauchte er leise und robbte weiter von Naruto weg. Der Blonde hatte ziemlich gute Laune, das bedeutete für ihn nur ... ein leises Quietschen ließ ihn aufschrecken, traten einige Männer in den Raum und Danzou trat von diesen nun hervor. „Was soll das hier, Naruto?", knurrte er den Blonden an und Sasuke kniff die Augen zusammen. In ihm kochte plötzlich die Wut, wie ein Vulkan, der kurz vor dem Ausbrechen war. Jedes Wort dieses Mannes steigerte sie nur und langsam öffnete Sasuke seine Augen wieder und rote Augen fixierten die fremden Männer. Danzou deutete an, den Jungen zur Ruhe zu bringen, doch Sasuke kicherte leise und sah herüber zum verwirrten Naruto. „Ich bin immer dein Gegenteil", hauchte er leise und ließ sich ohne zu murren von den Männern heraufziehen. Doch kurz darauf schrie einer der Männer und schwarze Flammen zogen sich über seinen Körper, verbrannten ihn bei lebendigem Leib.

Naruto sah Sasuke verwirrt an, ehe er begriff, was wieder in diesem vor sich ging und warum er von ihm weg sollte. Sasuke schien wieder dem Drang nachkommen zu wollen, über ihn herzufallen. Aber da würde Naruto auf keinen Fall mitmachen und zuckte erschrocken, als er Danzou hörte und auch sah. „Das ist nicht das, wonach es aussieht", versuchte Naruto, nachdem er sich gefasst hatte, zu erklären. Es war ihm furchtbar peinlich so erwischt worden zu sein und dann noch Sasukes Kichern, dass ihn fast zur Weißglut brachte. „Du magst zwar mein Gegenteil sein, aber das war es dann auch schon", zischte er Sasuke an, ehe sich von ihm entfernte.

„Nein, ich bin das, was du hassen lernen musst", waren Sasukes Worte und langsam erloschen die schwarzen Flammen. Müde ließ sich der Uchiha auf die Knie fallen. Doch die beiden Anbus zerrten hin wieder nach oben. „Wo ist Madara?", fragte ihn Danzou herrisch, doch kein Wort kam über Sasukes Lippen. „Nun, wer nicht freiwillig reden will, muss halt anders überzeugt werden." Kalt waren Danzous Worte, doch Sasuke zeigte keinerlei Reaktion darauf. Sollten sie doch machen, was sie wollten, er wusste von nichts und er konnte wegen Naruto auch nicht lügen.

Hassen würde Naruto Sasuke ganz sicher nicht, egal was dieser machte oder sagte. „Du weißt genau, dass es nicht geht", erwiderte Naruto, ehe er sich Danzou zuwandte und diesen ansah. „Sasuke weiß nicht, wo Madara ist und jetzt zisch ab, ehe ich mich vergesse. Ich regle das schon und du setzt dich hin und ruhst dich bis zur Anhörung aus, kapiert?"

„Natürlich kannst du es nicht." Rote Augen sahen zu Naruto auf und gehässig grinste der Uchiha. „Warum den warten und ausruhen, lassen uns doch jetzt schon Spaß haben."

Naruto drehte sich zu Sasuke und sah ihn erbost an. „Nein, ich habe nein gesagt und dabei bleibt es auch. Danzou wird eine Verurteilung bekommen und alles andere ist nicht würdig!"

„Hihi, Naruto." Langsam erhob sich der Uchiha und die Anbus behielten ihn im Auge. Noch mit wackeligen Beinen schritt er auf den Blonden zu und warf sich ihn einfach um den Hals. „Mir egal, ob du nicht willst", raunte er in sein Ohr und biss ihn unterstreichend in dieses.

Erschrocken darüber, dass er gebissen wurde, fiepte Naruto auf und sah Sasuke entrüstet an. „Was soll der Mist? Geht es dir zu gut, oder was?", keifte er und schob den Uchiha unsanft von sich weg.

„Lass uns gehen", hauchte Sasuke erneut und wieder grinste er den Blonden an. Verwirrt sahen die Anderen auf das sich ihnen bietende Schauspiel und bevor Naruto etwas sagen konnte, hatte ihn Sasuke schon wieder gepackt. „Jetzt gehen wir besser", hauchte er, wand sich aus Narutos Sichtfeld und stand nun hinter ihn. „Komm", hauchte er erneut, hielt ihm ein Kunai an die Kehle und zerrte ihn schon langsam aus dem Zimmer. Stark zitterte Sasuke und auch wenn er eigentlich dagegen ankämpfen wollte, so gelang es ihm nun nicht mehr. Dieser Trieb, dieses Verlangen nach den Anderen war einfach stärker.

Völlig entsetzt über Sasukes Verhalten folgte Naruto und ließ sich aus dem Zimmer zerren. Ihm war unwohl, Sasuke machte ihm mehr und mehr Angst und er zog daher an seiner Hand. „Könntest du womöglich loslassen, ich kann nämlich auch alleine ganz gut gehen", beschwerte er sich brummend, ehe er sich nochmals umdrehte und den beiden Anbu einen hilfebedürftigen Blick zuwarf.

„Vielleicht aber nicht hier", war nur seine Antwort und als die Anbu näherrückte, knurrte der Uchiha leise. Sie mussten weg, aber war Madara nicht da und konnte sie mitnehmen. „Müssen wir zu Fuß gehen", murmelte Sasuke leise, packte Naruto um die Hüfte und klemmte ihn sich unter den Arm. Sofort rannte er mit ihm davon.

Naruto quiekte, zuckte als Sasuke ihn einfach packte und losrannte. „Lass mich runter, aber sofort", schrie er lautstark, trommelte auf Sasuke ein und versuchte ihn durch Kneifen, beißen und schlagen zum Anhalten zu bewegen.

Knurrend zuckte der Uchiha wegen des Schmerzes zusammen und sah auf den Blonden. Es reichte ihn, deswegen ließ er Naruto los und unsanft fiel er auf den Boden. „Nervensäge", murrte Sasuke und bevor der Blonde wieder auf den Beinen war, schlug er ihn in den Nacken und keuchend fiel er zu Boden. „Schlaf gut."

„Ich gebe ... „Alles um Naruto herum wurde schwarz, drehte sich und er sank schließlich ohnmächtig zu Boden. Vor seinem Inneren tanzten bunte Punkte, ihm war schlecht und sein Kopf dröhnte furchtbar.

„Gehen wir." Das war das Letzte, was Sasuke zu dem Blonden sprach und auch das Letzte, was er hörte. „Gib sofort den Hokagen wieder heraus", schrie einer der Männer und Sasuke sah nur mit roten Augen auf diese. Eben hatte er es abgebrochen, doch jetzt sollten sie alle spüren. Die schwarzen Flammen, Amterasu. Blut lief dem Uchiha die Wange hinab, seine roten Augen trugen nun sternenförmige Pupillen in sich und ein lauter Schrei der Männer, die sich versuchten durch auf den Boden werfen, die Flammen auszuschlagen. Doch es würde nicht helfen, sie würden sterben, doch es sich ansehen wollte Sasuke nicht. Nein, er hatte besseres zu tun, also griff er sich erneut Naruto und schritt ruhig aus dem Kerker.

Unbewusst hörte Naruto einige Schreie, zuckte zusammen und krallte sich in Sasukes Schulter. Zwar war er noch immer nicht wach, aber sein Körper und Geist bekam doch einiges mit und sträubte sie vehement dagegen.

Verwirrt sah Sasuke auf den Blonden, spürte er doch deutlich, dass er sich an ihn krallte. „Bald wird es vorbei sein", hauchte er ein letztes Mal und verließ nun die dunklen Gänge des Kerkers. Doch draußen erwartete man ihn schon und genervt seufzte Sasuke. „Was soll das?"

„Wo willst du mit Naruto hin?" Sakura trat hinter Tsunade hervor und funkelte den Uchiha erzürnt an. „Lass ihn gefälligst in Ruhe und schwirre ab. Naruto hat einen Traum und den wirst du ihm ganz sicher nicht zerstören!"

„Einen Traum? Ja, den das kann er ja in Gegensatz zu mir. Aber es ist mir egal was er träumt, denn mein Schicksal ist es diesen zu zerstören." Wieder blitzten Sasukes rote Augen auf und sein Blick fiel sofort auf Tsunade. „Ihr kennt den wahren Grund nicht wahr."

Tsunade schob Sakura hinter sich und trat auf Sasuke zu. „Natürlich kenne ich den wahren Grund, aber ich verrate ihn dir ganz sicher nicht. Man muss da schon selbst dahinter kommen!"

„Weißt du etwa, wie man es beendet?" Wenn sie es wusste, dann sollte sie es ihm sagen. Sie beide wollten ihr Schicksal nicht hinnehmen und je fröhlicher Naruto war, desto mehr verlor er seinen Verstand.

„Ich weiß es, ja. Aber es dir zu sagen bringt rein gar nichts", schmunzelte Tsunade und verschränkte die Arme vor ihrer üppigen Oberweite. „Ihr seid beide Jungen und da fängt das Problem auch schon an", erklärte sie, ehe sie sich einfach umdrehte und Sasuke stehen ließ.

„Duuu", knurrte der Uchiha und ließ den Blonden einfach fallen. „Wieso quälst du uns, wieso tust du nichts dagegen, wenn du doch die Antwort weißt. Ich will, dass es aufhört, ich will mein eigendes Leben haben." Immer lauter wurde Sasuke Stimme und innerlich kochte er vor Wut. Sie wusste die Antwort und sie verriet ihnen nichts. Laut schnaufte Sasuke und er wollte schon auf die Frau zustürmen, doch man hielt ihn fest. Verwirrt sah er hinter sich, sah Madara und, dass er nun anders als vorher aussah. „Was?" Verwirrt sah Sasuke auf den älteren Uchiha, doch dieser saugte ihn bloß in einen Strudel ein und mit ihm Naruto.

Kopfschüttelnd sah Tsunade auf den tobenden Sasuke. „Du verstehst es nicht und da wird dir auch dein geheiligter Madara nicht helfen können. Dein Bruder hat es damals versucht, aber er ist gescheitert und es ist nicht zu ändern", rief sie den drei Verschwindenden hinterher und wandte sich endgültig ab.

Laut schrie Sasuke, doch dann war er wieder in Madaras Welt und knurrend drehte er sich zu ihm um. „Warum weiß sie die Antwort?" „Vielleicht hat sie die Schriftrolle verstanden", waren Madaras Worte und er wandte sich ab von Sasuke. „Habe deinen Spaß mit dem Jungen, lass ihn aber am Leben, denn ich brauche ihn noch." Leise knurrte Sasuke nur, dennoch ging er zum Blonden und hob ihn auf. „Spaß haben", hauchte er leise und er brachte Naruto in ein Zimmer.

Nur langsam öffneten sich Narutos Augen, blinzelten einige Male und sahen schließlich Sasuke an. „Wo bin ich?", fragte er leise, sah sich dabei vorsichtig um und erkannte, wo er sich befand. Er war wieder in Madara seiner Welt und aus dieser würde er eigenständig nicht herauskommen. „Sasuke?" Fragend legte er den Kopf schief und sah den Angesprochenen misstrauisch an.

„Was?" Ruhig war die Stimme des Uchihas und niedergeschlagen sah er runter auf den Blonden. Der Trieb war weg und seine Lust verschwunden. Aber nur, weil er so niedergeschlagen war, obwohl er nun wusste, dass der Fluch sich brechen lässt.

„Was ist mit dir und wieso sind wir wieder hier?", wollte Naruto wissen, ehe er sich aufzurichten versuchte und sich leise zischend in den Nacken fasste. „Autsch ...", grummelte er, legte sich zurück in die Kissen und starrte abwartend die Zimmerdecke an.

„Ich bin dein Gegenteil und starke Gefühle von dir bewegen mich dazu." Stark zitterte Sasuke, auch wenn er es nicht gern zugab, so machte es ihm doch Angst. Der Gedanke immer das tun zu müssen, was der Andere machte. „Tsunade weiß die Antwort, doch die wird sie uns nicht erzählen."

Erstaunt setzte sich Naruto erneut auf. „Wie sie weiß die Antwort? Was genau hat sie denn gesagt?" Wenn Baa-chan es wusste, warum hatte sie es verschwiegen und nicht selber gebrochen? So ganz verstand er nicht und kratzte sich unbeholfen am Kopf.

„Nur, dass sie die Antwort weiß und, dass wir es selber herausfinden müssen." Noch immer war Sasuke deswegen verärgert und nervös spielte er an Itachis Halskette herum. Sein Bruder war deswegen tot und er selbst verlor immer mehr den Verstand. Er wollte nicht so enden wie Madara, nein, er wollte nicht zu dem werden, was der andere Uchiha war.

„Mehr nicht?" Naruto seufzte leise auf und hatte schon etwas mehr von Tsunade erwartet. Doch dann fiel ihm etwas ein, und er rammte sofort die Schriftrolle aus der Manteltasche und rollte sie aus. „Fein, dann sehe ich mir diese eben noch einmal an und dann kommt sicher auch die Antwort auf unsere Fragen."

Nur müde sah Sasuke kurz zu Naruto, ließ sich dann aber einfach ins Bett fallen. Er wollte jetzt nicht grübeln, er wollte seine Ruhe haben und nicht mehr leiden.

Seufzend blickte Naruto kurz neben sich, ließ aber Sasuke in Ruhe und gönnte ihm seine Auszeit.

Müde schloss der Uchiha seine Augen, seufzte leise und holte nun den versäumten Schlaf nach. Ihm tat alles weh, besonders sein Schädel brummte und auch seine Augen fühlten sich an, als würde sie jemand gerade herausreißen.

„Schlaf gut, Sasuke", murmelte Naruto leise, las sich dann jedoch aufmerksam die Schriftrolle und versuchte diese zu entziffern.

Erst nach einigen Stunden wachte Sasuke wieder auf, da er etwas Warmes an seinem Gesicht spürte. Müde schlug er die Augen auf und blinzelte verschlafen. „Naruto", hauchte er leise und erhob sich. Der Blonde schlief und wie es schien tief und fest. Sanft strich er den Blonden einige Strähnen aus dem Gesicht und schmunzelte, als Naruto die Nase kräuselte.

Naruto hatte fast zwei Stunden über der Schrift gehangen und war dabei einfach eingeschlafen. Jedoch hatte er den Schlüssel zur Lösung des Problems gefunden, war aber zu müde, um Sasuke wecken und aufklären zu können.

Sanft stupste der Uchiha den Jüngeren an und nur ein leises Murren war seine Antwort. „Hey", hauchte der Ältere leise, doch Naruto rollte sich zusammen.

„Mag nicht", nuschelte Naruto, vergrub sich immer mehr in den Laken und zog sich schließlich die Bettdecke über den Kopf.

Fast hätte der Uchiha ein, oh wie niedlich verlauten lassen, doch er behielt es für sich. Neugierig sah Sasuke auf den Blonden und schluckte dann. Wieder spürte er wieder diese Gier und so wie sich der Blonde im Laken bewegte wurde diese nur stärker. „Komm schon, lass das." Verzweifelt sah der Uchiha auf den Blonden und hielt ihn an den Handgelenken fest, damit er sich nicht mehr bewegte.

Naruto spürte, wie er festgehalten wurde und hob abrupt den Kopf an und sah Sasuke erbost an, als er diesen erkannte. „Lass das gefälligst! Nimm deine Finger weg, sonst setzt es ein paar Schellen", drohte er dem Uchiha, ehe er sich ganz aufrichtete und verschlafen gähnte.

„Als ob ich sowas freiwillig machen würde", verteidigte sich der Uchiha und robbte weit weg vom Jüngeren. Er konnte nichts dafür, er wollte es doch selber nicht. „Und hast du was rausgefunden?"

Beleidigt über Sasukes Äußerungen plusterte Naruto die Wangen auf und schnaubte. „Ja, ich habe etwas herausgefunden, aber das dürfte weder dir, noch mir gefallen. Und umsetzbar ist es auch nicht", lenkte er jedoch nach seiner anfänglichen Unschlüssigkeit wieder ein.

„Was ist es denn. Schlimmer als das, was ich jetzt durchmache, kann es nicht sein." Garstig waren die Worte des Uchihas, den seine Laune war ebenfalls im Keller und so schnell würde diese nicht besser werden.

Gernegroß rollte Naruto mit den Augen, sah Sasuke aber nicht an, sondern fusselte an dessen Bettdecke herum. „Es heißt, dass beide ein Gleichgewicht herstellen müssen. Zum einen muss der Eine das Andere von dem machen, was der andere liebt, oder hasst. Dann aber besteht noch die Möglichkeit, dass ein Kind beider Komponenten das Gleichgewicht wieder ins Reine bringen und den Frieden herbeirufen wird", erklärte Naruto verlegen und rollte rasch die Schriftrolle zusammen und verschloss diese mit einem roten Bändchen.

Ein Kind bekommen! Entsetzt sah der Uchiha auf den Blonden, das war bei ihnen unmöglich und zudem wollte er kein Kind mit Naruto. Was war es dann, etwas, das nur geboren wurde, um dieser Sache zu entgehen. Nein, da war das Gleichgewicht wieder herstellen wesentlich einfacher. „Muss das Gleichgewicht auf ewig sein, oder reicht es, wenn es nur einmal passiert?"

Nachdenklich wegen der Worte kratzte sich Naruto am Hinterkopf und blickte auf. „Es reicht, wenn es wohl einmal hergestellt ist, aus", antwortete er leise, ehe er sich aus dem Bett schälte und sich die Beine vertrat.

„Ich muss etwas lieben. Das ist unmöglich, dazu bin ich nicht mehr imstande", waren die Worte des Uchihas und er ließ sich erneut zurück auf Bett fallen. Also war sein Schicksal nun doch nicht mehr zu ändern. Oder aber, er tat, solang er bei Verstand war, etwas, das er eigentlich schon längst in den hintersten Teil seines Kopfes verbahnt hat.

„Und ich etwas hassen. Ich kann aber nichts hassen. Ich konnte nicht einmal Pain oder Nagato hassen", seufzte Naruto leise, schritt weiter durch das Zimmer und blieb schließlich frustriert in der Mitte stehen.

„Wir sollten es doch aufgeben", hauchte Sasuke leise, erhob sich wieder und suchte nach einem Kunai im Zimmer. Schnell hatte er eines gefunden und neugierig fuhr er mit den Fingern über die Klinge. Mit nur einem Stich könnte er es beenden und hatte für immer Ruhe.

 

„Wir sollten es doch aufgeben", hauchte Sasuke leise, erhob sich und suchte nach einem Kunai im Zimmer. Schnell hatte er auch eines gefunden und neugierig fuhr er mit den Fingern über die Klinge. Mit nur einem Stich könnte er es beenden und er hatte für immer Ruhe.

Verwirrt drehte sich Naruto um und sah Sasuke mit der Waffe auf dem Bett sitzen. „Sag mal, spinnst du?" Hastig schritt er auf den Uchiha zu und riss ihm das Kunai aus der Hand. „Selbstmord ist auch keine Lösung und das weißt du!"

„Ach nein, ist sie das nicht? Ein Kind geht nicht und ich werde auch keins zeugen und die Sache mit dem Gleichgewicht wieder herstellen ist unmöglich", knurrte Sasuke, packte den Blonden und drückte ihn zurück auf das Bett. „Ich werde bald ganz den Verstand verlieren und bevor das passiert sterbe ich lieber. Aber ich könnte auch mein Schicksal einfach erfüllen, wenn dir das doch so viel lieber ist."

Naruto sah entgeistert Sasuke an, als dieser ihn auf das Bett drückte und sich über ihn beugte. „Sasuke, was soll denn das? Ich habe nicht gesagt, dass ich das will. Aber bitte, dann bring dich halt um und entgehe dem Ganzen. Überleg einfach mal, aber geh erst einmal von mir runter, ja?" Naruto war das peinlich und daher drehte er den Kopf auch weg und versteckte diesen in den Kissen.

„Tz, das sagst du gerade deinem Gegenteil", waren Sasukes Worte und wenn es auch so ging, dann würde er so den Fluch brechen. „Wieso denn so schüchtern, ich beende das hier schnell und wir beide werden diesen Fluch los."

Leise grummelnd drehte Naruto wieder den Kopf in Sasukes Richtung und sah ihn an. „Ich bin überhaupt nicht schüchtern. Ich will nur nicht, dass man mich als Matratze missbraucht und ein Chaos auslöst!", zickte er den Anderen an.

„Ist doch egal. Alles ist egal, Naruto, dieses Schicksal lässt sich nicht ändern, wir können es nicht ändern." Krampfhaft krallte sich Sasuke in Narutos Arme und Blut lief ihm zwischen den Nägeln. Ohne weiter darüber nachzudenken, beugte er sich vor und küsste zart die weiche Haut an Narutos Hals. Sie war ja ganz weich und warm und Naruto zuckte bei jeden Kuss sofort zusammen, zitterte sogar leicht deswegen.

Zischend sog Naruto die Luft ein, spürte einen Schmerz und etwas Warmes, das an ihm selbst herunterlief. Verwirrt darüber richtete er sich ein Stück auf, sah das Blut und knurrte schließlich leise. „Das tut weh, du verdammter Baka", schimpfte er, zuckte aber im selben Augenblick zusammen und spürte Sasukes Lippen an seinem Hals, und wie sie anfingen, sich über diesen herzumachen. „Sasuke lass das bitte!" Es war nur ein Versuch, dennoch musste Naruto zugeben, dass ihm das irgendwie gefiel, so berührt zu werden.

Deutlich spürte Sasuke, dass der Blonde sich kaum noch wehrte, ihm sogar willig entgegenkam. Gefällt es ihm etwa? Obwohl, ihm würde das bestimmt auch gefallen, sanft berührt zu werden. Ob sie ... es war nichts dabei im Grunde. Obwohl sie waren beide Männer und richtig Erfahrung hatte er nicht, ebenso Naruto. Aber sie mussten bald sowieso sterben, also was sollte es. Es war den Versuch wert und vielleicht gefiel es ihm ja, wer weiß. Langsam ließ der Uchiha locker, doch Naruto schien es nicht zu merken. Dennoch wollte er nicht riskieren, den der Andere würde sich bestimmt dagegen stellen. Schnell hatte er das Laken geschnappt und band Narutos Hände am Bettgitter fest. „Ich will es wissen", hauchte er leise und öffnete langsam das Oberteil des Blonden. Wild strampelte der Blonde und deswegen setzte sich Sasuke auf seine Hüfte. Jetzt konnte der Andere soviel strampeln wie er wollte, es störte ihn nicht. Sanft streichelte unter das nun freigelegte Kettenhemd und küsste zart die Brust des Blonden.

Naruto merkte nicht wirklich, dass man ihn losließ, aber er merkte deutlich, dass man ihn fesselte und an das Bettgestell band. Darüber verärgert schnaubte er, sah Sasuke erbost an und verfolgte dennoch jede seiner Handlungen. „W-was machst du? Ich will das nicht. Glaub ja nicht, nur weil du das willst, will ich das!", keifte er Sasuke an, versuchte ihn mit abstemmen seines Unterkörpers von sich runter zu bekommen und rollte sich immer wieder dazu hin und her. Vergeblich, der Uchiha war nicht herunter zu bekommen und er musste sich dessen Neckereien gefallen lassen. Heftig zitterte er unter den Berührungen, kniff die Augen zusammen und drehte den Kopf seitlich weg. Er wollte das nicht, auch wenn es sich gut anfühlte ... es durfte einfach nicht geschehen.

Keinerlei Verlangen war in Sasuke, es war seine eigene Neugierde zu wissen, wie es war. Er musste nicht mit ihm schlafen, aber es war schon interessant zu sehen, wie der Blonde sich gegen ihn wehrte, es seinem Körper dennoch zu gefallen schien. Das war komisch, wieso gefiel ihm das? Er müsste sich doch vor jeder Berührung von ihm ekeln, aber wie es schien war dies nicht so. Naruto wurde sogar rot und er schien ein leises Keuchen zu unterdrücken. Sanft glitten Sasukes Hände über Narutos Brust und schnell wurden dessen Brustwarzen darauf hart. Ob er ... langsam beugte sich Sasuke zu ihm herunter und küsste sanft die warme Brust.

Hart schlug Narutos Herz gegen seinen Brustkorb, sein Puls beschleunigte unter den Berührungen und seine Nackenhaare stellten sich ebenso auf, wie es seine Brustwarzen zuvor schon taten. Rasch biss er sich auf die Unterlippe, um ein erneuten verräterischen Laut zu unterdrücken, denn auf keinen Fall wollte er diese Sasuke hören lassen. Er selbst kannte nicht einmal diese Geräusche und sie waren ihm bei genauerem Überlegen auch ziemlich peinlich. Erschrocken riss er jedoch die Augen auf, als Sasuke sich hinunterbeugte und damit anfing, seine Brust zu küssen. „Sasuke lass das bitte ..." Er sträubte sich noch immer, doch je mehr der Andere ihn neckte, desto mehr fing sein Widerstand wie eine Mauer zu bröckeln an.

Doch der Uchiha wollte nicht aufhören, nein, er wollte sehen, warum der Blonde nun so anders war. Nicht laut, nicht bockig und auch ganz zahm unter seinen Händen. Neugierig glitt seine Zunge über einen harten Nippel des Blonden und es war ein komisches Gefühl und Geschmack. Narutos Haut war zwar weich, aber genauso salzig im Geschmack wie jede andere auch. Wieso sagte man dann, das die Lippen eines Partners immer süß schmeckten? Besonders, das Gefühl, das er auf der Zunge verspürte, als er über die Brustwarze leckte. Sie war eigentlich genau wie die restliche Haut weich und warm, aber ihre Härte war deutlich zu spüren.

Naruto fing an sich zu winden. Mal mehr, dann wieder weniger, je nachdem wie intensiv Sasuke seine Brust malträtierte. Mittlerweile war er zum Glück aber soweit mit dem Gesicht im Kissen verschwunden, dass er nach einem der Zipfel hapsen konnte und auf diesem herumkaute, nur um sich nicht zu verraten. „Hmpfff ...hümpfflll ..." Mehr hörte man von ihm nicht, aber er zuckte extrem mit den Beinen, wackelte mit den Zehen und lag unruhig unter dem Anderen.

Neugierig sah der Uchiha auf den Blonden und gerade rutschte er etwas zurück, als er selbst rot anlief im Gesicht. „Das gefällt dir wirklich gut, wie es scheint", murmelte er leise, denn die entstandene Aushebung war nun deutlich zu spüren. Ob er jetzt einfach gehen und Naruto in Ruhe lassen sollte? Vielleicht war es besser, aber war es auch nicht im Grunde egal. Hier konnte ihn doch alles egal sein, es war doch sowieso ihr Schicksal es zu tun.

Naruto versuchte ruhig zu atmen, doch als Sasuke sich weiter nach hinten und seine bereits spürbare Erregung streifte, ließ er von dem Kissenzipfel ab und keuchte dunkel auf. „Verflucht ...", zischte er leise mit dennoch sichtlich geröteten Wangen und hätte Sasuke am liebsten dafür den Hals umgedreht.

Bei dem Stöhnen des Blonden zuckte der Uchiha sofort zusammen und zittert nun selbst. Jetzt spürte er wieder etwas, jedoch war es diesmal ekel. „Ich bin echt dein Gegenteil, es wieder mich an. Dabei könnte ich es jetzt zu Ende bringen und unsere Bestimmung erfüllen."

„Halt bloß die Klappe", fauchte Naruto, der das überhaupt nicht witzig fand und ein ernsthaftes Problem in der Hose hatte. Nicht nur, dass diese zu eng wurde, nein, es schmerzte zudem und wollte nicht aufhören. „Das ist alles nur deine Schuld, du Baka", schimpfte er weiter.

„Ja, es ist meine Schuld." Unbeeindruckt gab Sasuke dem Blonden recht und robbte nun zwischen seine Beine. Gezielt wanderte seine Hand nahe am Hosenbund entlang und zart küsste er den Stoff, der die Aushebung verdeckte. „Wie es sie wohl anfühlt, dich dort unten zu berühren?"

Sasuke gab es zu, schuld zu sein? Das waren ganz neue Töne und doch zuckte Naruto erneut und wurde kreidebleich. „Du willst nicht wirklich ..." Fassungslos starrte Naruto auf die Hand, die an seinem Hosenbund lag, auf die Lippen, welche bereits den Stoff entlang strichen und ihn heftig in Wallung versetzten.

Deutlich konnte er das erregte Zittern spüren, sehen wie der Blonde unbewusst sich schon darauf gefasst machte. Aber sollte er es wirklich wagen, das zu tun? Er musste es nicht tun, das hier konnte er selber entscheiden. Aber Naruto musste lernen zu hassen und er zu lieben. Vielleicht hasste Naruto ihn danach und er liebte das hier zu tun. „Vielleicht lösen wir so den Fluch."

„Wie bitte?" Panisch ruckte Naruto mit dem Kopf hoch und starrte Sasuke fassungslos an. Wie kam er darauf, so den Fluch lösen zu können? Das war doch völlig absurd und das wusste er genauso gut, wie es Naruto wusste.

„Du musst hassen lernen", hauchte Sasuke leise und bevor Naruto was sagen konnte, zerrte er ihn auch schon die Hose herunter. „Ich werde es dich lehren. Ich werde dir zeigen, wie sich Hass anfühlt", waren Sasukes Worte und sanft stupste er mit den Fingern das nun stark erregte Glied des Blonden an. Wie er zuckte und ihn wütend ansah. Ja, so war es gut, hasse mich, schoss es ihm durch den Kopf und leicht rieb er seinen Bauch an der prallen Erregung.

Hassen lernen, wiederholte Naruto in Gedanken, ehe er den Kopf zurückwarf und zum ersten Mal dunkel stöhnte. „Sasuke ...", keuchte er gleich danach, wandte sich unter diesem und klammerte sich mit beiden Beinen an ihn. Warum fühlte sich das nur so gut an? Naruto verstand es nicht, aber es lag auch daran, dass er dort unten noch nie angefasst worden war.

Jetzt zitterte Sasuke stark und als er wieder in Narutos Gesicht sah, schluckte er heftig. Narutos Blick, es machte ihn selbst ganz wirr im Kopf. Nun zitterte er selbst und als Naruto seine Beine um ihn schlang, ihn selbst auf diese Stelle drückte, musste sich Sasuke ins Laken krallen. Sein Herz raste plötzlich und sein ganzer Körper fühlte sich komisch an. Diese blauen Augen, sie zogen ihn in einen Bann und er beugte sich einfach wieder herunter zu Naruto. Kurz vor seinem Gesicht blieb er stehen, war nur noch wenige Zentimeter von dessen Lippen entfernt. Deutlich spürte er den heißen Atem des Anderen und, dass sein Körper stark zitterte.

Keuchend blickte Naruto auf, sah direkt in Sasukes schwarze Augen und schloss peinlich berührt seine Augen. So angesehen zu werden war unangenehm, dazu in dieser Lage und unter diesen Umständen. Stoßweise atmete er, befüllte seine Lungen mit dem notwendigen Sauerstoff und doch ließ dieses Zittern seines Körpers nicht nach. „Sasuke bitte, bitte sieh mich nicht so an", bat er leise, kniff noch immer die Augen zusammen und kaute sich auf der Unterlippe.

Sasuke legte seinen Kopf neben Naruto, sah, dass ihn der Blonde nicht ansehen musste. Jedoch spürte Naruto nun deutlich den heißen Atem des Uchiha am Hals und das dadurch entstandene Zittern, ließ Sasukes Hitze deutlich ansteigen. Langsam glitt Sasukes Hand wieder über Narutos Brust und jedes leise keuchen von ihm, ließ ihn selbst zittern. Vorsichtig drückte er die Beine des Blonden von sich und zerrte sich selbst an dem störenden Stoff, der seine Lenden bedeckte. „Ich kann nicht mehr", raunte der Uchiha leise und fuhr langsam mit der Zunge über Narutos Hals. Ihm war heiß, das Blut pochte in seinen Ohren und in ihn breitete sich eine für ihn unbekannte Hitze aus. Langsam rieb sich Sasuke am anderen einfach und er selbst konnte sich dabei ein leises Keuchen nicht verkneifen. Er wollte nicht richtig mit Naruto schlafen, irgendwas in ihm verweigerte es, aber er wollte noch mehr dieser Laute des Anderen hören. Sie gefielen ihm, verursachten ein Kribbeln in ihm, das er zuvor noch nie gespürt hatte.

Heißer Atem traf Naruto, ließ ihn zucken, in sich zusammenfahren und er konnte deutlich das Erbeben von Sasukes Leib auf dem seinigen spüren. Außerdem spürte er dessen Wärme, fühlte wie sie stetig anstieg und ihn damit noch mehr aufheizte. Vor seinem Inneren drehte sich alles, ließ ihn erschaudern, beben und, dass nur durch das bloße Streicheln seiner Brust, welches Naruto davon ablenkte, mitzubekommen, wie Sasuke seine Beine auseinander drängelte und sich von seinen Shorts befreite. Die Worte und auch die Zunge Sasukes vernahm er dafür jedoch wieder deutlicher, keuchte beherzt beider wegen auf und bog vor Erregung den Rücken durch. „Sasuke ...", hauchte er schwach, drehte den Kopf zu diesem so hin, dass er beim Öffnen seiner Augen ihn vernebelt und benommen ansah.

Stark zuckte Sasuke zusammen und sah in die schon vor Lust verschleierten Augen des Anderen. Noch wusste Sasuke, was er tat, aber lange würde es nicht mehr dauern, dann würde er sich nicht mehr beherrschen können. „Naruto", raunte er leise und keuchte selber leise, als sein Glied das des Anderen berührt. Es war ganz warm und es fühlte sich ekelig an. Schließlich spürte der Uchiha deutlich, dass die ersten Tropfen der Lust schon an seiner Männlichkeit hinab liefen. Aber bei Naruto war es nicht anders und wie sich der Blonde aufbäumte, ließ ihn jedes Mal stark zittern. „Naruto", hauchte Sasuke leise und richtete ich nun wieder so auf, dass er den Blonden nun ins Gesicht sehen konnte.

Immer wieder erschauderte Naruto unter der dunklen Stimme Sasukes, kniff aber erneut, als sich ihre Glieder berührten, die Augen zusammen und unterdrückte so das Gefühl von Schwindel, welchen ihn erfasste und umzunieten drohte. Erst als es sich legte, öffnete er die Augen erneut, blickte auf Sasuke, der sich mittlerweile aufgerichtet hatte und ihn ansah. Ein Lächeln huschte ihm kurz über die trockenen Lippen, ehe seine Zunge hervor kletterte und diese befeuchteten. „W-was ist das, was machen wir hier?" Schwach und leise klang seine Stimme, erzitterte unter der aufsteigenden Lust und ging in ein leises Vibrieren hinüber.

„Ich weiß nicht, ich wollte nur wissen, wie es ist? Ich wollte wissen, wie es ist, jemanden mal so zu berühren", hauchte der Uchiha leise und stark zuckte er zusammen, krallte sich in den Laken fest. Irgendwas durchzog gerade seinen Körper und es fühlte sich komisch an. „Was ist das für ein Gefühl?" Mit verschleierte Augen sah der Uchiha auf den Blonden und rieb sich erneut an dem Jüngeren. Es fühlte sich gut an, dabei war es doch eigentlich widerlich, sie waren beides Männer.

Naruto konnte Sasuke auf der einen Seite schon verstehen, wollte auch er schon immer wissen, wie es war jemanden so nahe zu sein. Dass aber dieser jemand nun Sasuke war, das hätte er weder gedacht, noch sich gewünscht. Jedoch war es nicht zu ändern, es passierte und es fühlte sich gewissermaßen gut an und verlangte nach mehr. „Ich weiß nicht, was es ist, aber mir wird immer heißer und ich habe das Gefühl zu verbrennen", erwiderte Naruto benommen, ehe er seine Beine erneut um Sasuke schlang und ihn näher an sich und seinen erhitzten Körper presste.

Wieder zuckte Sasuke stark zusammen und ein dunkles Stöhnen konnte er sich nicht verkneifen. Ja, es fühlte sich auf eine gewisse Weise gut an und gerne würde er weiter gehen, doch das wollte bestimmt der Andere nicht. Wieder fuhr der Uchiha zusammen, fühlte er doch deutlich die Hitze. Wieso drückte Naruto ihn auch so nahe an sich, wieso tat er das? „Ich will mehr, das reicht nicht."

Jeder Laut den Sasuke ausstieß war ungewohnt zu hören, ebenso war es ungewohnt ihn so zu sehen. Naruto fand es zum einen spannend, und zum zweiten erregte es ihn nur noch mehr, weswegen er deutlich das erfreute Zucken in unteren Regionen vernahm. Erst als er hörte, dass es nicht reichte, riss er erschrocken die Augen weit auf und starrte Sasuke an, fühlte sich zudem in der Falle und das gab ihm doch zu denken. „Sasuke reiß dich zusammen. Wir dürfen das nicht ...", presste er zwischen zusammengebissenen Lippen heraus.

„Wieso, es fühlt sich gut an und du willst es doch genauso sehr wie ich", raunte der Uchiha deutlich erregt und rieb sich wieder an den Lenden des Blonden. Deutlich spürte er das Zucken und auch wie Narutos und seine Lust durch das weiße Sekret zum Vorschein kam. „Wenn ich es so nicht darf, dann will ich es halt anders", raunte Sasuke erneut und machte sich Platz. Sanft strich er den Blonden über die deutlich angeschwollenen Erregung und legte seine genau an ihr. Mit beiden Händen hielt er es fest und bewegte sich nun wieder auf und ab. Das Reiben der beiden Glieder aneinander, verursachten ein starkes Kribbeln und die Hitzewellen wurden immer stärker.

„Ja, es fühlt sich gut an, aber das ist auch schon ... nhgggg ..." Naruto zuckte dermaßen zusammen, dass es leise zu Knacksen begann und er kurzzeitig wegen des Schmerzes keuchen musste. „Autsch ...", stieß er aus, ließ sich dann aber doch wieder fallen und genoss es in vollen Zügen, wie Sasuke sie beide massierte. Dennoch störte es ihn noch immer gefesselt zu sein und daher zupfte er an den Fesseln und sah Sasuke auffordernd an.

Natürlich merkte das der Uchiha und es wüsste schon gerne wie es war, wenn ihn der Blonde berührte, ob es auch so erregend war. Aber wird der Blonde nicht dann fliehen. „Wirst du gehen, oder doch hierbleiben?" Aufhören wollte Sasuke jetzt nicht. Nein, es war zu berauschend und gut, das zu tun.

Naruto murrte ein leises Baka und schüttelte schließlich der Frage wegen den Kopf. „Ich kann doch gar nicht weglaufen und das weißt du auch", gab er leise zu. Wie sollte er auch flüchten wollen, wenn der Andere noch immer auf ihm lag, ihn einkesselte und ihm solche Gefühle schenkte, die immer wieder verzückten.

Noch immer war sich der Uchiha unsicher, denn das Wort des Blonden musste nichts heißen. Aber er war so in Wallung, da würde er doch nicht davon laufen oder doch? Mit einem schlechten Gefühl tat er es dennoch und löste nun langsam die Fesseln um Narutos Handgelenke

Geduldig wartete Naruto, dass sich die Fesseln lösten und erst dann schlang er beide Arme um Sasuke und zog ihn zu sich herunter. „Danke", murmelte er, streichelte dann aber neugierig über den Rücken des Anderen, erkundete jeden Zentimeter seiner Haut und jede Narbe, die er fand, wurde sanft mit den Fingerspitzen betastet.

Erschrocken sah Sasuke auf den Blonden, wie er ihn anstarrte und diese Neugierde in seinen Augen. Naruto war in der Beziehung nicht viel anders als er und als er dann die warmen Hände an seiner Haut spürte, schloss er genüsslich die Augen. Überall wo ihn der Andere berührte, da wurde es ihm warm und ein angenehmes Kribbeln durchzog seinen Körper. „Das fühlt sich schön an", hauchte Sasuke diese Worte und von neuen begann er sich wieder an den Blonden zu reiben.

Gespannt wie Sasuke reagieren würde, sah Naruto ihn weiterhin an, lächelte als er die Augen schloss und wanderte zielstrebig mit seinen Händen weiter über Sasukes Rücken. Er schien es allem Anschein nach zu genießen. Das zeigte sich zudem deutlich damit, dass sich Sasuke erneut anfing an ihm zu reiben und ihn selbst dunkle aufstöhnen ließ. Wellenförmig zog sich die eigene Erregung durch seinen Körper, versetzte ihn in Euphorie und veranlasste ihn dazu, sich selbst gegen Sasuke zu reiben.

Sofort krallte sich Sasuke in die Laken und nun konnte er sich ein kleines Aufstöhnen nicht mehr verkneifen. Das fühlte sich komisch, aber auch so wundervoll an. Diese Hitze, die sanften Hände, das alles trieb ihn in den Wahnsinn und in einen, in den er auch wollte. „Naruto, beweg dich schneller", raunte der Uchiha dunkel und warf den Kopf in den Nacken. Auch er selbst erhöhte das Tempo und bewegte sich deutlich schneller als vorher.

Stumm nickend tat Naruto das, was Sasuke ihm gesagt hatte und bewegte sich nun deutlich schneller. Dazu unterstreichend, ließ er die Hände bis runter zu seinem durchaus knackigen Hintern fahren, legte beide Hände auf diesen und drückte ihn so noch näher an sich und seine zuckende Erregung. Im Gegensatz zu Sasuke war er mit Lauten der Lust eher bedeckt, biss sich, wann immer diese kamen, auf die Lippen und kniff die Augen zu.

Längst vernahm Sasuke außer dem heißen Stöhnen des Anderen nichts mehr um sich herum. Es war ihn alles egal, auch wenn Madara in der Tür stehen würde, es hätte ihn nicht interessiert. Schneller rieb er sich am Anderen, doch irgendwie passierte nicht das, was er sich erhofft hatte. Es spornte ihn immer mehr an, aber das, was er als Erlösung hoffte, das kam einfach nicht.

Naruto hingegen erbebte zunehmender, zuckte und ruckte unter dem Uchiha und krallte sich in dessen Pobacken fest. Alles drehte sich, Punkte schienen vor seinen Augen zu tanzen und eine Welle, gleichsam der eines Tsunamis rollte über ihn hinweg und riss ihn fort. Laut Sasukes Name stöhnend, sich an Sasuke fest klammernd und aufbäumend kam er und ergoss sich zwischen ihren aufgeheizten Körpern.

Deutlich konnte Sasuke das laute Stöhnen hören und es verwirrte ihn. Natürlich hatte er gemerkt, dass Naruto gekommen war und er noch immer deutlich erregter war, aber hatte er gerade seinen Namen gestöhnt? Deutlich spürte er noch, wie Naruto locker ließ und ihn mit einem zufriedenen und müden Blick ansah.

Kaum dass der müde Gesichtsausdruck gewichen war, zierte eine gesunde Röte Narutos Wangen und ihm wurde bewusst, was er getan und wozu er sich verleiten hatte lassen. Wie peinlich schoss es ihm durch den Kopf und er versteckte sein Gesicht in den Kissen.

Leise schnaufte der Uchiha noch, sah mit noch verschleierten Blick auf den Blonden. Schämte er sich jetzt? Warum den, er wollte es doch genauso wie er selbst. Langsam beugte sich der Uchiha herunter, ließ seine Zunge über den nun freigelegten Hals gleiten. Er wollte noch, er wollte sogar noch mehr davon spüren.

Zitternd vernahm Naruto die feuchtwarme Zunge am Hals, schauderte unter dieser regelrecht und drehte nur langsam wieder den Kopf in Sasukes Richtung. Anscheinend war dieser noch nicht fertig, oder aber er wollte mehr, wobei sich Naruto bei dem Gedanken verkrampfte. „Sasuke wir sollten das nicht tun, jedenfalls nicht das ganze", nuschelte er leise und versuchte ihn anzusehen.

„Warum, es ist doch schön und es gefällt dir", raute der Uchiha diese Worte in Narutos Ohr. Sanft glitten seine Hände über die Brust des Blonden. „Es ist doch viel schöner, alles richtigzumachen."

Alles richtig machen, drang es leise in sein Ohr, setzte ihn in Aufruhr und ließ die Alarmglocke schrill ertönen. „Ich will aber nicht alles, die Hälfte reicht völlig aus", behaarte Naruto auf seinen Standpunkt.

„Dann hättest du es erst gar nicht mit mir versuchen sollen", knurrte der Uchiha, machten ihn diese Worte doch rasend vor Wut. Wieso wollte der Andere nicht richtig mit ihm schlafen, er lässt ihn doch so auch ran.

„Wie bitte?" Entrüstet über Sasukes Worte richtete sich Naruto, soweit es ihm möglich war, auf und sah ihn zornig an. „Muss man denn immer bis zum Ende gehen? Es reicht doch auch, wenn man den Hauptakt weglässt und sich auf anderes konzentriert. Wozu hat man schließlich Hände und einen Mund, echt jetzt!"

Als ob der Blonde jemals so etwas tun würde. Die Lust den Anderen zu berühren, die war den Uchiha nun ganz vergangen und auch, sonst noch etwas zu tun. Irgendwie fühlte er sich jetzt völlig enttäuscht, aber warum den? Er wollte doch eigentlich nicht wirklich, oder doch? Nein, das war der Zwang, den ihm das Schicksal auferlegt hatte, das war nicht er selbst, der wollte.

Triumphierend grinste Naruto in sich hinein, hatte das erreicht, was er erreichen wollte und war Sasuke wohl erst einmal los. Gut so, denn langsam wären ihm die Ausreden ausgegangen und dann hätte es wohl schlecht für ihn ausgesehen.

Schnaufend zog sich der Uchiha wieder an und verließ geladen den Raum. Was bildete sich dieser Idiot bloß ein, fluchte er innerlich schon. „Was ist los, hat er dich enttäuscht?", waren die Worte Madaras und knurrend drehte sich der andere Uchiha zu diesen. „Was willst du?" „Akzeptiere es, das Schicksal lässt sich nicht ändern, deine Zukunft, steht schon lange fest." „Halts Maul." Wütend schnaufte Sasuke, sein Sharingan funkelte dunkelrot auf. „Ich werde nicht so werden, ich werde das Schicksal so nicht akzeptieren."

Naruto war froh, dass Sasuke sich anzog, das Zimmer verließ und ihn somit vorerst alleine ließ. Müde zog er sich seine Hosen hoch, rollte sich ein und zupfte die Decke über sich, um schlafen zu können. Jedoch gingen ihm die Worte von Konan durch den Kopf und er seufzte bezüglich dieser auf.

„Was willst du jetzt tun? Naruto auf ewig hier einsperren?" „Nein, ich ..." Sasuke verstummte sofort und wandte den Blick ab. Er wusste es nicht, er wusste es einfach nicht. Nervös kaute sich der Uchiha auf der Unterlippe herum, biss sie blutig dabei. „Es gibt kein Entkommen, seh es ein. Zumal du noch eine Aufgabe hast, Sasuke", waren die Worte Madaras und Sasuke spürte deutlich wie sein Blut in den Adern gefror. „Ich weiß, ich kümmer mich sofort darum."

Langsam dämmerte Naruto ein, vergaß die Worte und zog sich leise schmatzend die Decke über den Kopf. Den Schlaf hatte er auch nötig, sein Körper fühlte sich ganz schlapp und müde an und die Knochen so, als seien sie gar nicht mehr da.

Leise ging die Tür auf und eine durch die Dunkelheit verdeckte Gestalt betrat den Raum. Vorsichtig, näherte er sich Naruto und legte die Hand auf seinen Mund. Sofort zuckte der Blonde zusammen und sah verwirrt in das Gesicht eines alten Bekannten. „Sei ruhig und komm mit", flüsterte der Hyuuga leise und sah sich nochmal um.

 

Leise ging die Tür auf und eine durch die Dunkelheit verdeckte Gestalt betrat den Raum. Vorsichtig näherte er sich Naruto und legte die Hand auf seinen Mund. Sofort zuckte der Blonde zusammen und sah verwirrt in das Gesicht eines alten Bekannten. „Sei ruhig und komm mit", flüsterte der Hyuuga leise und sah sich nochmal um.

Was machte Neji hier und wie war er hier hereingekommen? Naruto war verwirrt, stand jedoch auf und zog sich rasch seine Schuhe an. Unwohl war ihm aber dennoch, immerhin war er sich nicht sicher, ob es wirklich Hinatas Cousin oder nur ein Fake war.

„Wir sind in einem alten Grabmal", erklärte der Hyuuga kurz und sah erstmal ob die Luft rein war. Leise schlich er sich mit Naruto aus dem Zimmer, lief mit ihm einen Flur entlang und stieß kurz darauf auf Tenten und Lee. „Gott sei Dank, dir geht es gut, Naruto." Erleichtert atmete Tenten aus und Lee sprang den Blonden sofort um den Hals. „Macht nicht so einen Lärm", knurrte Neji verärgert, denn so schnell wollte er nicht entdeckt werden wieder.

Naruto folgte Neji noch immer unsicher, dann aber sah er Tenten und Rock Lee, der ihn stürmisch zu begrüßen schien. „Ähm ... ja ..." Er wuschelte sich über den Hinterkopf und grinste die beiden schief an, ehe er verstummte und sich selber aufmerksam umsah. Hier draußen war er nicht gewesen, nur in dem Zimmer und es gefiel ihm hier auch nicht wirklich.

„So schnell geht ihr schon? Dabei habt ihr nicht mal hallo gesagt." Schwarze Flammen kreiste den Trupp ein und sofort rückten sie zusammen. „Ich wusste es doch, du willst schon gehen", hauchte eine Stimme wieder leise und aus einem dunklen Gang, trat Sasuke näher auf seine alten Kameraden zu. Kalt war sein Blick und genauso auch seine Stimme.

Zwar zuckte Naruto wegen der kalten Stimme zusammen, zeigte aber dennoch keine Angst und trat sogar auf den Uchiha zu. „Ja, ich gehe. Ich gehöre nicht hierher und das weißt du am besten", erklärte er diesem, griff kaum später nach seinem Kunai und zückte dieses aus der rechten Beintasche.

„Wohin gehörst du denn?" Ruhig, völlig ohne Gefühle war die Stimme des Uchiha und er fixierte den Blonden mit seinem Blick. „Naruto pass auf, sonst wird er ein Gen-Jutsu benutzen", warnte ihn Lee, denn das Verhalten des Uchihas war ganz anders als früher.

„Nicht zu dir!", antwortete Naruto knapp und schloss außerdem sofort, nachdem er Lee seine Warnung gehört hatte, die Augen und drehte sich weg. „Geh besser zurück zu Madara und lass mich in Ruhe. Geh deinen Weg und ich meinen, aber gemeinsam gehen wir beide ganz sicher nicht mehr!", betonte er letzteres ganz deutlich.

„Welch harte werde", hauchte der Uchiha leise und wandte sich stumm von der Gruppe ab. Sein Interesse schien verflogen zu sein und ohne weitere Worte, zog er sich in die Dunkelheit zurück. „Was ist denn mit ihm los, sonst war er doch auch nie so", merkte Lee an, denn der Sasuke den er mal kannte, schien nun nicht mehr zu existieren.

Es erstaunte ebenso Naruto, dass Sasuke so seltsam reagierte und er fragte sich, ob er ihn vielleicht mit den Worten verletzt haben könnte. Aber sicherlich war dies nicht der Fall, immerhin waren sie immer noch Konkurrenten und das würde sich niemals ändern. „Lasst uns lieber gehen, ehe er es sich noch anders überlegt. Bei Sasuke weiß man nämlich nie", merkte er leise an.

„Aber das ist doch wirklich komisch", merkte Lee laut an und fand das Verhalten mehr als merkwürdig vom Uchiha. Dennoch sah er dann auf die langsam erlöschenden schwarzen Flammen. Es braute sich etwas an, das spürte Lee deutlich.

„Vielleicht verletzter Stolz, was weiß ich denn", erwiderte Naruto ironisch auf Lees Gerede und schritt schon langsam vor. Wo genau es nun lang ging, wusste er nicht, aber sein Bauchgefühl hatte ihn dabei noch nie getäuscht.

„Stolz?", hauchte Neji diese Worte und ging herüber zu dem Blonden. Das Verhalten des Uchihas war komisch und vielleicht war es besser, wenn sie Sasuke doch umbrachten. „Naruto, es könnte sein, dass wir beim nächsten Mal nicht gnädig sein können mit ihm. Das ist dir doch bewusst?"

Neji wollte Sasuke bei ihrem nächsten Treffen umringen? Darüber mehr als geschockt, drehte sich Naruto um und sah ihn an. „Muss das denn sein? Bestimmt wird er sich zurückhalten und es wird so weit nicht kommen. Ich hab es im Gefühl und jetzt lasst uns gehen, ich habe Hunger auf Ramen."

„Naruto, Sasuke ist völlig neben der Spur. Er ist so tief in der Finsternis, dass er nie mehr heraus kann. Naruto seh es ein, es ist zu spät. Du kannst ihn nicht mehr helfen." Auch wenn der Blonde das Thema nicht mochte, so war es nicht mehr zu vermeiden. Es war zu spät, sie konnten ihn nicht mehr retten.

Naruto ballte zornig die Fäuste und sah Neji kampflustig wie schon zur Chuninprüfuung damals an. „Deine Meinung interessiert mich aber nicht. Ich weiß sehr wohl, dass Sasuke hin und wieder nicht ganz dicht ist, aber er ist nicht immer so! Halt also einfach die Klappe, wenn du keine Ahnung hast!", griff er Neji verbal an, ehe er weiter ging und Neji einfach stehen ließ.

„Manchmal? Naruto, er ist kurz davor endgültig den Verstand zu verlieren. Er ist völlig verrückt", knurrte der Hyuuga den Blonden entgegen. Ihm war es egal, dass der Andere es nicht einsehen wollte, aber es war nicht mehr schönzureden. Sasuke musste sterben, sonst war das Dorf so gut wie verbichtet.

„Er ist überhaupt nicht verrückt. Wenn das einer ist, dann du! Du bist verrückt genug es mit ihm aufnehmen zu wollen und du weißt sehr wohl, dass du gegen ihn eine Chance haben wirst", schrie Naruto durch den schwach beleuchteten Gang, drehte sich jedoch nicht um, sondern rannte nun enttäuscht und wütend durch das großzügig angelegte Labyrinth.

„Naruto!", schrie ihm der Hyuuga noch nach, aber der Blonde war schon weg. Er wollte es nicht sehen, dabei war er nun sehr deutlich. „Es tut mir leid, Naruto, aber wir sind wirklich zu spät, um ihn noch zu retten."

Naruto überhörte Neji, schritt weiter und wollte einfach nur noch weg. Weg von Sasuke, weg aus diesem Grabmal und weg von allen, die Sasuke längst aufgegeben hatten. Er würde es nie tun und Sakura sicher auch nicht. Sie liebte den Uchiha immerhin und das seit mehreren Jahren.

„So wütend auf deine Freunde?" Eine dunkle Stimme sprach aus der Dunkelheit, in der der Blonde noch immer war und langsam bildete sich eine orange Spirale vor dessen Gesicht zu einem Körper. „Vielleicht sagen sie ja die Wahrheit."

Naruto schritt an Madara einfach vorbei und wollte sein Gerede nicht auch noch hören. „Lass du mich bloß in Ruhe, es reicht, dass Neji einfach nichts kapiert, da musst du nicht noch nach legen!"

„Es ist Schicksal und das könnt ihr beide nicht bezwingen. Gib es lieber auf, ihr macht es nur noch schlimmer", kicherte der Uchiha, denn die beiden erinnerten ihn an sich selbst. Aber man konnte es nicht bezwingen und schon jetzt wusste der Ältere, dass Sasuke immer mehr zu dem wurde, was Naruto war. Der Uchiha konnte sich nicht verlieben und Naruto nicht hassen. Egal was die beiden taten, sie waren ihrem Schicksal unterlegen.

„Warte es ab, ich finde schon einen Weg!" Naruto stapfte weiter, ließ den Maskierten einfach stehen und schritt die Treppen herauf. Endlich wieder Licht, frische Luft und grüne Wälder, die er so sehr mochte. Hier fühlte er sich wohl, hatte kein beklemmendes Gefühl und er wusste auch wieder, wo sie waren.

„Den findest du vielleicht, aber du willst ihn nicht beschreiten", hauchte der Uchiha noch und wand sich ab vom Blonden. Ein Kampf musste jetzt nicht sein, zumal er und Sasuke jetzt gehen mussten.

Kopfschüttelnd winkte Naruto ab, er hatte genug gehört und zudem wollte er so schnell wie möglich zurück ins Dorf und mit Tsunade sprechen.

Es dauerte noch eine Weile bis auch der Rest die Ruine verlassen hatte und bei Naruto war. „Naruto", rief TenTen und rannte zu dem Blonden. „Du hast uns einen ganz schönen Schrecken eingejagt, als du einfach weg bist."

„Muss ich mich jetzt abmelden, oder was?" Naruto regte sich nur noch mehr auf, dabei hatte er dafür überhaupt keine Zeit.

„Du bist einfach ohne ein Wort davon gerannt. Wir hatten schon Angst, dass dich einer der zwei wieder findet", merkte TenTen an und fand das Verhalten des Jüngeren unangebracht.

„Madara hat mich zwar gesehen, auch mit mir gesprochen, aber nicht aufgehalten. Es ist also alles in Ordnung", erwiderte Naruto Tenten seufzend, ehe er sich langsam den Toren Konohas näherte und wieder sein typisches Lächeln aufsetzte. Er war endlich wieder zu Hause.

Madara hatte mit ihm nur gesprochen? Entsetzt sah sich der Trupp an, schwieg jedoch lieber. Sie würden dies Tsunade berichten und auch, dass Sasuke sich ganz merkwürdig verhielt.

Naruto hatte zum einen keine Lust mehr mit den dreien zu reden und zweites wollte er unbedingt noch etwas nachsehen und dann mit Tsunade reden. Die Zeit drängte und das wusste er nicht nur, das spürte er zudem ganz deutlich.

Stur marschierte der Blonde zum Hokagenturm, wartete nicht mal auf die anderen. Ohne ein Wort schritt er an allen vorbei, hoch zu Tsunade und riss ohne Vorwarnung einfach die Tür auf. „Hallo Baa-chan. Ich weiß jetzt des Rätsels Lösung, auch wenn ich nicht weiß, wie ich das anstellen soll und ob das nicht gesundheitliche Schäden für mich bringt!" Naruto setzte sich Tsunade gegenüber und verschnaufte erst einmal, da er ziemlich aufgeregt war.

Knurrend sah die Frau auf die Tür, erkannt jedoch sofort, dass es Naruto war. Erleichtert, aber dennoch verärgert atmete die Hokage aus und sah verwirrt den Blonden an. „Eine Lösung?"

Eifrig nickte Naruto und grinste breit. „Was glaubst du, wie lange ich das Oiroke no Jutsu aufrechterhalten kann? Länger als neun Monate oder eher kürzer?"

Tsunade überlegte kurz, doch dann sah sie entsetzt auf den Blonden. „Du willst ..." Der Frau blieben die Worte im Halse stecken, das hätte sie weder erwartet noch je dran gedacht. Naruto wollte ein Kind von seinem Gegenstück. „Bist du verrückt, das kann schiefgehen, zumal wir das noch nie getestet haben."

Naruto ließ sich von Tsunades Reaktion nicht beirren und winkte ab. „Was habe ich schon zu verlieren, und außerdem würde ich somit das Gleichgewicht herstellen und alle weiteren Hokage hätten ihre Ruhe."

„Kommt nicht infrage, Naruto. Erstens wissen wir nicht, ob das überhaupt funktionieren wird und zudem ist es zu gefährlich. Sasuke ist dein Gegenstück, was meinst du, wie er darauf reagieren wird?" Tsunade war sich sicher, dass Sasuke wenig begeistert von dieser Idee sein würde.

„Wir haben bereits darüber gesprochen, aber es beide nicht für möglich gehalten, da wir beide Männer sind. Er weiß also, dass es diese Möglichkeit gibt und so sauer war er nicht. Er war eher entsetzt darüber", erklärte Naruto wissend und schmunzelte.

Dass der Uchiha entsetzt war, das war kein Wunder. Sie wäre dann auch als Mann entsetzt gewesen, aber Naruto schien schon jetzt Gefallen an dem Gedanken bekommen zu haben. „Sag mal, was ist passiert? Du scheinst es ja regelrecht darauf anzulegen, schwanger von ihm zu werden?"

„Gar nichts ist passiert!" Abwehrend hob Naruto die Hände, schüttelte unterstreichend den Kopf und würde sicherlich keine Einzelheiten erzählen.

„Naruto und warum bist du dann so verbissenen schwanger zu werden?" Misstrauisch sah Tsunade auf den Blonden, sah dessen Röte und glaubte es nicht. „Ihr zwei habt doch nicht etwa schon miteinander ..."

Entsetzt sah nun Naruto auf. „Was?" Entrüstete schmollte er und blies die Wangen auf. „Wir haben überhaupt nicht, jedenfalls haben wir nicht miteinander geschlafen", murrte er leise.

„Also habt ihr zwei was getan!" Entrüstet schlug die Hokage auf den Tisch und sah knurrend auf den Blonden. „Bist du verrückt, das hätte auch schiefgehen können und Konoha wäre vernichtet gewesen."

„Es ist aber nicht schiefgegangen und jetzt beruhige dich und trink nen Schluck Sake, echt jetzt!" Naruto belächelte Tsunade, dann aber richtete er sich auf und streckte sich. „Ich geh jetzt und leg mich schlafen."

„Naruto", schrie ihn die Hokage an, doch der Jüngere verließ schon den Raum. Das konnte doch nicht wahr sein, fluchte sie innerlich und ließ sich in den Sessel sinken. Der Blonde war jetzt auf den Geschmack gekommen und er würde irgendwann von selbst mehr wollen.

Naruto hörte sie nicht, lief zielstrebig nach Hause und wollte einfach nur noch in sein Bett. Dieses roch sogar noch nach Sasuke und so war schlafen gar nicht so einfach, wie sich Naruto das gedacht hatte.

Das, was sie beide getan hatten, das ließ sich nun nicht mehr einfach so vergessen. Sasuke und er, das war schon etwas Besonderes gewesen, was sie getan hatten. „Naruto", hauchte eine Stimme leise hinter den Blonden und eine kalte Hand streichelte seine Seiten entlang.

„Sasuke ...", murmelte Naruto leise, der ohne sich umzudrehen wusste, dass er es nur sein konnte, da er diese kalten, aber dennoch sanften Hände bereits kannte. „Was machst du hier?", wollte er aber dennoch wissen, stoppte die Hand an seiner Seite und hielt sie dennoch vorsichtig in der Seinigen fest.

„Dich sehen", hauchte der Uchiha leise und küsste sanft den Hals des Blonden. Er hatte es nicht mehr ausgehalten, die Zeit ohne ihn. Er wusste nicht, was es war, aber er wollte immer wieder zu ihm, selbst, dass man ihn jetzt erwischen konnte, das war ihm egal.

Naruto musste der Worte wegen schmunzeln, schauderte aber gleichsam beim Berühren seines Halses durch Sasukes Lippen. „Man könnte uns erwischen", merkte er leise an, schloss jedoch die Augen und seufzte leise auf. Es war falsch, was er tat, absolut falsch, doch es fühlte sich richtig und schön zugleich an.

„Dein Körper, der sagt etwas anderes", raunte der Uchiha leise und ließ erneut seine Zunge über den so hellen Hals gleiten. Es gefiel ihm, dieses noch ganz neue Bild von Naruto. Eigentlich sollte er noch etwas anderes tun, doch er wollte nicht, nicht jetzt. „Soll ich dich wieder so berühren?"

Sein Körper sehnte sich wirklich nach Zärtlichkeit, nach Wärme und Geborgenheit, aber musste man deswegen gleich wieder intim werden? Naruto überlegte, doch war sein und schneller als sein Hirn und viel zu schnell rutschte ihm die falsche Antwort heraus. „Warum tun wir es nicht beide?"

Bei diesen Worten schreckte der Uchiha sofort zurück. Hatte das der Blonde gerade wirklich gesagt? Wollte er wirklich mit ihm schlafen, hier und jetzt? Unsicher sah er auf den Blonden, wie sich dieser langsam erhob und ihn selbst völlig nervös ansah. Er wollte es wirklich, genau wie er selbst eigentlich auch. Langsam beugte sich Sasuke herunter und küsste einfach die Lippen des Anderen. Das war ganz komisch, es war nicht zu beschreiben dieses Gefühl.

Von miteinander schlafen hatte zwar nichts gesagt, aber jetzt zu protestieren brachte durch die ihn küssenden Lippen rein gar nichts und so gab Naruto auf und erwiderte. Es war immer noch ungewohnt Sasuke zu küssen und das, obwohl sie sich bereits ein paar Mal geküsst hatten und es kennen müssten. Vielleicht lag es daran, dass sie beide Männer waren, zudem einmal beste Freunde und eigentliche Gegner und das jeweils andere Gegenteil.

Langsam löste sich der Uchiha wieder und stupste den Blonden sanft mit der Nase an. „Der letzte, liegt schon etwas länger zurück, nicht wahr?" Sasuke erinnerte sich noch genau an diesen Tag. Damals waren sie zusammen auf Mission gewesen, Naruto hatte zum Spaß Sake mit geschmuggelt und er hatte ihn getrunken. Es waren damals zwar nur einige Küsse gewesen, dennoch hatte es der Uchiha nie vergessen.

In der Tat lag es lange zurück und wenn Naruto darüber nachdachte, so war er damals gerade einmal 13 und Sasuke gerade 14. Aber Teenager waren neugierig und ebenso waren sie beide nicht mehr ganz nüchtern gewesen, aber es hatte dennoch Spaß gemacht Sake zu trinken. „Du weißt es noch", antworte er genau deswegen lächelnd, blickte auf zu Sasuke und direkt in seine schwarzen Augen, die so sehr faszinieren konnten.

„Natürlich, so etwas vergisst man nie. Ich wollte es auch nicht vergessen", hauchte er den letzten Satz leise. Es war komisch gewesen, aber dennoch, es hatte ihm auf eine etwas komische Art gefallen. Beide hatten sie sich nichts dabei gedacht und vielleicht konnten sie deswegen nicht den Anderen vergessen. Sanft streichelte der Uchiha den Blonden an der Wange, küsste sanft dessen Lippen für einen Moment.

Sasuke wollte es nicht vergessen, aber warum das denn? Naruto verstand nicht, wurde jedoch durch die Lippen und die streichelnde Hand so sehr abgelenkt, dass er nicht einmal mehr fragen konnte. Später, er konnte auch noch später fragen und vielleicht bekam er sogar eine Antwort darauf. Aber allzu große Hoffnung sollte er darauf nicht haben, denn Sasuke war für gewöhnlich nicht sehr gesprächig.

Vorsichtig drückte der Uchiha den Blonden zurück ins Bett, ließ dabei nicht einmal von dessen Lippen ab. Sanft glitten seine Hände über die schon bebende Brust und deutlich konnte er spüren, wie sehr Naruto es mochte.

Vorsichtig drückte der Uchiha den Blonden zurück ins Bett und ließ dabei nicht einmal von dessen Lippen ab. Sanft glitten seine Hände über die schon bebende Brust und deutlich konnte er spüren, wie sehr Naruto es mochte.

Naruto wehrte sich nicht, ließ es zu sanft in sein Bett gestoßen und dabei noch immer geküsst zu werden. Sasuke war hierbei wieder so vorsichtig, so behutsam beim Streicheln seiner Brust, als hätte er Angst etwas kaputtzumachen. Ein seltsamer Kontrast zu sonst, denn wann immer sie sich gegenüber gestanden hatten, war er kalt wie Eis. Jetzt aber sanft und verspielt wie ein Kater, etwas, dass Naruto sehr gefiel und erneut seufzen ließ. Zwar wurde der Seufzer verschluckt, aber das war ihm egal, denn er konnte durch seine Hände, die er am Rücken platzierte, zeigen, wie sehr er dies mochte.

 

Vorsichtig glitten die Hände des Uchihas über Narutos Brust, suchten sich verspielt ihren Weg unter das störende Stück Stoff. Ganz langsam glitten die noch kalten Hände unter das orange Shirt über die heiße Haut des Blonden. Wohlig brummte Sasuke, als er die Hände des Anderen spürte, wie sie zielstrebig über seinen Rücken fuhren. „Naruto~“, schnurrte der Ältere leise und küsste erneut sanft die Lippen des Blonden.

 

Kalte Hände suchten sich ihren Weg, hinterließen eine Gänsehaut und ein angenehmes Prickeln auf der Haut Narutos. Mit geschlossenen Augen genoss er es gestreichelt und erneut geküsst zu werden, streichelte Sasuke selbst immer wieder den Rücken rauf und runter und ergab sich seinen weichen Lippen. Mit einer gesunden Zurückhaltung erwiderte er den Kuss, dann aber wurde Naruto frech und knabberte an Sasukes Unterlippe.

 

Stark zittere der Uchiha darauf und ließ seine Zunge über die Lippen des Blonden wandern. Stumm bat er um Einlass und fand diesen auch schnell. Schnell war seine Zunge in die Mundhöhle des Blonden eingetaucht und erkundete diese. Es war ganz anders, als wenn sich nur ihre Lippen trafen, aber zu Sasuke Verwunderung nicht ekelig. Sanft ließ er seine Zunge die andere anstupsen, sie umgarnen, bis ihn der Blonde einfach von sich stieß. „Naruto?“

 

Heftig atmete Naruto ein und aus, wandte rot angelaufen den Blick ab und nuschelte ein leises Entschuldige. Fast wären die Pferde mit ihm durchgegangen, sein Verstand wäre baden gegangen und er hätte einen Fehler gemacht, der Konoha ins Verderben stürzte. „Der Kuss, er ist …“ Naruto nahm noch eine Nuance dunkleren Rotes an und fusselte an seinen Laken. „Der Kuss war ganz anders als die anderen. Er war zu intensiv“, nuschelte Naruto leise weiter.

 

Zu intensiv, ja das war er und am liebsten hätte er mehr getan. „Ich kann halt nicht mehr anderes. Ich will mehr, nicht nur das wenige streicheln Naruto.“ Sasuke war erregt, aber noch hatte er sich im Griff, denn ihr letztes Mal, war nicht sehr lange her gewesen.

 

„Mehr? Wie denn mehr?“ Verwirrt sah Naruto Sasuke an, dann aber glitt sein Blick weiter nach unten und er ahnte, was Sasuke meinte. Er war erregt, hochgradig erregt und eine hübsche Beule zeichnete sich deutlich in seiner Hose ab. „Vielleicht beruhigt er sich ja wieder, und wenn nicht, dann müssen wir halt gucken“, antwortete Naruto ratlos und kratzte sich verlegen am Hinterkopf.

 

Ungeachtete rückte der Uchiha dem Blonden wieder näher und drückte ihn zurück ins Bett. „Wieso warten, du wolltest doch schwanger werden von mir. Ich habe jedes Wort von euch zwei genau belauscht“, raunte Sasuke leise und begann wieder sanft den Hals des Blonden zu küssen.

 

„Du hast was?“ Naruto wich sämtliche Farbe aus dem Gesicht und er sah Sasuke entsetzt an. „Wie kommst du dazu mich zu belauschen? Weißt du wie peinlich mir das ist?“ Naruto plusterte die Wangen auf, dann aber gab er Ruhe und kraulte den Uchiha im Nacken. Lange kraulte er aber nicht und fing lieber wieder an zu reden. „Ich hab darüber erst einmal nur nachgedacht, da ich nicht weiß, wie lange ich ein Jutsu aufrecht halten kann.“

 

„Wieso willst du überhaupt ein Kind mit mir zeugen? Nur um unser Schicksal etwa zu bezwingen?“ Eigentlich sollte es Sasuke egal sein, doch etwas sträubte sich in ihn dagegen. Er wollte kein Kind, das nur zum Zweck geboren wurde. Nein, das könnte er nicht ertragen zu tun.

 

Nein, das will ich nicht! Es waren nur die Gedanken Narutos, laut aussprechen tat er diese nicht, denn dafür war er sich doch zu schade und eine gesunde Feigheit verbot ihm dieses auch. „Kinder sind die Zukunft, unsere Zukunft und ich denke dabei nicht nur an mich, sondern auch an dich“, antwortete er deswegen leise.

 

„Eine Zukunft.“ Leise begann der Uchiha an, zu lachen, denn das, was der Blonde erzählte, war so typisch für ihn. „Eine Zukunft, die wir beide nicht haben werden. Ein Kind, das aus reinen Zweck geboren wurde. Sowas willst du dann lieben?“ Ohne ein weiteres Wort erhob sich der Uchiha und wandte sich zum Gehen ab. Eigentlich hatte er gedacht, dass Naruto nie so wäre, oder machte dieses Schicksal das nun mit ihm?

 

Perplex sah Naruto Sasuke an, rechnete nicht damit, dass er sich abwandte und sich entfernte. „Wir haben vielleicht keine, aber das Kind und ob ich es liebe oder nicht, das überlasse mal mir. Ich kann sehr wohl Kinder lieb haben, egal woher sie kommen und wer ihre Eltern sind. Es würde hier in Konoha aufwachsen und hier hätte es ein zu hause, so wie ich das habe.“

 

„Du hast keine Ahnung, Naruto. Du hattest nie deine Eltern gesehen, deswegen weißt du es nicht. Oder fühlt es sich schön an, von jeden angeschaut zu werden, so kalt und abweisend. Fühlt es sich schön an, wenn es immer zusieht, wie glücklich die anderen mit ihren Eltern sind?“ Tränen liefen dem Uchiha über die Wange, solch ein Leben wollte er diesem Kind nicht antun. Er würde es nicht lieben können, Naruto vielleicht, aber ob es richtig Liebe war, das wusste er dann auch nicht.

 

„Ich hab also keine Ahnung, ja?“, regte sich Naruto auf, sprang von seinem Bett herunter und fast hätte er noch Sasuke angesprungen, so wütend war er. „Sechzehn Jahre musste ich diese kalten und abweisenden Blicke ertragen und da willst du mir sagen, ich hätte keine Ahnung?“ Enttäuscht von Sasuke und dessen Worte, ließ er ihn stehen, schritt an ihm vorbei und hinaus in den Flur bis hin zur Tür. „Geh bitte!“

„Ja, solange warst du allein und das willst du dann deinem eigenen Kind antun?“ Wütend schnaufte Sasuke, schritt knurrend zu dem Blonden und packte ihm am Kragen. „Ich werde es nicht lieben können und wenn du nach der Geburt einfach stirbst, was dann? Willst du, dass dein eigendes Kind das alles erleben muss, willst du das wirklich?“

 

Zornig sah Naruto Sasuke an, packte dessen Hand und schlug sie weg von sich. „Ich sterbe nicht und, dass du nicht lieben kannst, das ist mir schon klar. Außerdem würde das Kind nicht allein sein, sondern bei mir leben. Ich kann mich kümmern und wenn etwas ist, kann ich es mit ins Büro nehmen. So anstrengend ist der Job des Hokage nicht, dass er ständig reisen müsste!“

 

„Und was, wenn nicht? Hast du dir da mal Gedanken drüber gemacht. Was ist, wenn ich …“ Sasuke verstummte, hoffte, dass Naruto verstand, was er meinte. Er war doch das Gegenteil und somit müsste er auch, wenn der Blonde es liebte, er es hassen.

 

„Ich weiß, was du meinst, aber mit dem Kind wäre es mit dem Gegenteil vorbei. Wir wären beide frei und das Gleichgewicht wäre endlich hergestellt. Ich weiß selber nicht, inwieweit ich mein Jutsu aufrecht halten kann, aber ich werde es testen müssen", antwortete Naruto leise, schüttelte sich dann aber und entfernte sich von Sasuke.

 

Testen, wollte der Blonde etwa? „Was ist, wenn es schiefgeht, das Dorf wäre damit dem Untergang geweiht.“ Sasuke fing an leicht zu zittern, den er müsste dann den Blonden schwängern und er hatte im Gegensatz zu diesem, Angst.

 

Genervt von Sasukes Zweifeln rollte Naruto mit den Augen. „Ich will testen, wie lange ich das Jutsu beherrsche, du Baka. Schlafen werde ich sicher nicht mit dir, denn das wäre falsch und das weißt du. Konoha wäre dann ebenso dem Untergang geweiht!“

 

„Auch wenn du es so testest, kann immer noch etwas passieren. Madara hatte recht, es gibt keinen Weg, das Schicksal zu besiegen“, waren die Worte des Uchihas und noch immer zitterte er am ganzen Leib. Er hatte solche Angst davor, nur warum? War es wieder, weil er Narutos Gegenteil war, oder weil es doch wirklich dagegen war.

 

„Madara hat doch gar keine Ahnung. Der redet nur Unsinn und das weißt du!“ Naruto holte einmal tief Luft, dann aber sah er das Zittern Sasukes und stockte. „Wieso zitterst du?“, wollte er wissen und zog fragend die Augenbraue hoch.

 

„Ich wünschte, er würde lügen.“ Auf die zweite Frage, gab der Uchiha nicht einmal eine Antwort. Er hatte Angst und das würde er den Anderen bestimmt nicht sagen. Narutos Idee, sie machte ihm Angst, warum auch immer. Vielleicht, weil er sich für sowas nicht bereit fühlt. Ein Kind, es wäre sein Kind. Sasuke zuckte zusammen, spürte er doch zwei Arme, die sich um ihm schlangen. „Naruto“, hauchte der Uchiha leise und legte selber scheu die Hände auf die des Blonden.

 

Es war ein Reflex, der Naruto handeln ließ, zugelassen hatte, dass er einfach beide Arme um Sasuke schlang und ihn festhielt. „Schhhhh … sag jetzt nichts“, murmelte Naruto leise, strich beruhigend über Sasukes Rücken und versuchte dennoch zu lächeln.

 

Nichts sagen, dazu fehlte ihn so oder so jetzt die Stimme. Noch scheu drückte er den Blonden an sich, wusste einfach nicht, was er da tat. War er es, oder doch das, was er sein musste? Aber Naruto tat es auch, dann musste er es doch selbst sein.

 

Es war ein Wagnis und Neji würde ihn vermutlich für komplett bescheuert halten, wenn er wüsste, was Naruto vorhatte. Aber nur so konnte er Konoha, Sasuke und sich selber retten. Vielleicht konnte er so alle anderen dazu bewegen ihre Tötungsabsichten niederzulegen.

 

Scheu, wie ein verschrecktes Reh schmiegte sich der Uchiha an den Anderen, hörte dessen Herzschlag ganz deutlich. Wie beruhigend es schlug, es die Angst des Uchihas einfach nahm. „Warum?“

 

„Ich weiß es nicht“, murmelte Naruto leise, schloss die Augen und seufzte laut aus.

 

Naruto als auch, dann war es ein Gefühl, das sie beide dann nicht kannten. War es vielleicht das, was er nicht konnte? Nein, Liebe musste sich anders anfühlen, ganz anders oder nicht. Man musste doch sogenannte Schmetterlinge im Bauch haben, so nervös werden beim anderen wie es bei Hinata sonst immer war, oder nicht?

Naruto wusste selber nicht, was es war. Aber es war ein schmaler Grat zwischen tiefer Freundschaft und Liebe. Langsam und mit Bedacht löste sich Naruto so weit, dass er Sasuke ansehen konnte und ebenso langsam hob er eine seiner Hände und legte sie auf seiner Wange ab.

 

Was hatte Naruto vor, warum sah er ihn so komisch an? Verwirrt legte Sasuke den Kopf schief, schloss kurz darauf aber auch die Augen, als er die warmen Hände spürte. Was taten sie hier eigentlich? Solche Sachen machte man doch nicht, besonders nicht unter Freunden, oder doch?

 

Nein, so etwas machte man unter Freunden nicht, aber bestimmt lag es an dieser Engelsgeschichte, die Naruto ohnehin nicht blickte. „Du solltest gehen …“, hauchte Naruto, näherte sich ihm langsam und zog sich kurz bevor er ihn küsste, doch wieder zurück.

 

Enttäuscht ließ der Uchiha den Kopf hängen, gerade hatte er sich doch etwas erhofft. „Verstehe“, hauchte er leise und wandte sich ohne ein weiteres Wort von dem Anderen ab. Sofort verschwand er von der Tür, warf nicht mal einen Blick zu ihm, sondern marschierte direkt los zu jemand anderem.

 

Wehmütig sah Naruto Sasuke nach, doch es war das einzig Richtige, was er getan hatte. Auch, wenn er sich jetzt schlecht fühlte und einsam. „Es tut mir leid, Sasuke“, murmelte er, blickte nun aus dem Fenster und das noch ziemlich lange.

 

Schnell sprang der Uchiha von Dach zu Dach, versteckte sich immer wieder in den dunklen Gassen. Sein Herz, es schmerzte so. Was war nur los, warum tat es weh? Krampfend krallte er sich in das Shirt an seiner Brust und kaute sich nervös auf der Unterlippe. Ihm war ganz komisch, das kannte er so noch gar nicht. „Ich wusste es.“ Eine bekannte Stimme wand sich an den Uchiha und sofort leuchtete sein Sharingan auf. Kühl sah er den für ihn bekannten Mann an. „Was willst du von mir?“

 

Madara grinste gelassen hinter seiner Maske und schritt langsam auf Sasuke zu. „Es tut weh, nicht wahr? Besonders wenn man zurückgewiesen wird“, amüsierte er sich und schüttelte zeitgleich den Kopf.

 

„Halts Maul, als ob du eine Ahnung hast“, fauchte ihn der Uchiha sofort an und war kurz davor schon sein Schwert zu zücken, doch Madara hielt ihn ab und verdrehte Sasuke den Arm so, dass er bei jeder Bewegung meinte, sich diesen auszukugeln. „Was willst du jetzt von mir?“

 

„Was ich will? Nun ja, ich will dir zum Beispiel sagen, dass man dich töten will und das aus dem Grund, dass man glaubt, du würdest durchdrehen. Ebenso macht Tsunade Jagd auf dich und weswegen muss ich dir nicht sagen, oder?“ Madara grinste nur noch mehr, verschwand dann aber wieder und ließ Sasuke allein.

 

Man wollte ihn töten, da erzählte ihn der Ältere nichts Neues. „Als ob man das nicht schon die ganze Zeit wollte. Jetzt haben sie ja ihren Grund.“ Knurrend sah der Jüngere, wie Madara wieder in dieser Spirale verschwand, die seine Maske darstellte. Alle wollte ihn also töten, Naruto etwa auch?

 

Naruto nicht, denn er wollte die anderen noch immer davon abhalten, auch wenn er Gefahr lief, dass man ihn dafür wieder hassen könnte. Aber Sasuke war nun einmal sein bester Freund und diesen würde er niemals im Stich lassen, oder ihm beabsichtigt wehtun.

 

Etwas, worüber sich der Uchiha jedoch nicht völlig bewusst war. Leise seufzte Sasuke und machte sich dann wieder auf den Weg. Er hatte noch eine Rechnung offen und diese war mit Danzou.

 

Lange stand Naruto einfach am Fenster und blickte hinaus, dann aber raffte er sich auf und verließ seine Wohnung. Irgendwie hatte er Hunger bekommen und wollte seine geliebten Ramen essen. Vielleicht lenkte es auch ab und Gesellschaft tat sicher ebenso gut.

 

Ein kleiner Trupp von Anbus zog an Naruto vorbei und verwirrt sah dieser ihnen nach. Dennoch zuckte er nur mit den Schultern, ging weiter. Jedoch kam der Blonde nicht weit. Jemand packte ihn von hinten, presste ihm ein Tuch um den Mund und die Nase und langsam kippte der Blonde weg. „Bringt ihn weg, er ist unser Trumpf“, sprach ein Mann mit dunkler Stimme und hob leicht das Kinn des Blonden an. „Mit dir, wird es ein leichtes sein, ihn zu töten.“

 

Naruto wollte schreien, sich wehren, doch ein Betäubungsmittel griff über und ließ ihn einschlafen. Die Worte hatte er nur am Rande noch vernommen, konnte nicht darauf antworten und ärgerte sich im Stillen. So konnte er Sasuke weder helfen, noch sein Jutsu erproben. Aber vielleicht konnte er es einsetzen, wenn er wieder wach wäre.

 

Die Männer brachten den Blonden weg und kurz sah sich einer von ihnen um. Er meinte etwas gesehen zu haben, aber hier war nichts. Ohne einen Gedanken weiter daran zu verschwenden, drehte er sich um und rote Augen fixierten ihn von einem der Dächer. „Naruto“, hauchte Sasuke leise und der Uchiha verschwand wieder.

 

Im Unterbewusstsein konnte Naruto zwar mit Kyuubi sprechen, aber der schlief und stören wollte er den Fuchsgeist nicht wirklich. Kyuubi konnte ziemlich launisch sein und das wollte er lieber vermeiden. So hielt er sich zurück und ließ den Fuchs in Ruhe.

 

Dennoch erhob sich der Fuchs knurrend und sah herüber zu dem Blonden. „Was hast du jetzt wieder angestellt?“, grollte seine Stimme verärgert und gemächlich erhob sich der Fuchs.

 

Erschrocken zuckte Naruto zusammen und sah Kyuubi an. „Ich hab gar nichts angestellt. Irgendwer hat mich geschnappt und benutzt mich als Druckmittel für Sasuke!“

 

„Druckmittel für den Uchiha“, lachte Kyuubi und sah schon freudig grinsend auf den Blonden. „Wie herrlich, sie werden ein Blutbad veranstalten.“

 

„Ich finde das überhaupt nicht lustig, Kyuubi“, fauchte Naruto erbost und sah den übergroßen Fuchs streng an. „Sasuke ist immer noch mein bester Freund und ich lasse nicht zu, dass man ihm wehtut.“

 

„Ihm tut man nicht weh, aber er wird ihnen weh tun.“ Langsam schritt der Fuchs näher zu den Blonden und schleckte sich mit der Zunge über die Lippen. „Er ist dein Gegenstück, was wird er dann wohl tun müssen, wen sie ihn locken? Du würdest ihn versuchen, ohne Kampf zu befreien, aber er kann ja nicht anders.“

 

Das hatte Naruto gar nicht bedacht, aber denkbar war es und es passte zu Sasuke. „Und was mache ich jetzt? Was, wenn es Ninja sind, die er von früher aus der Akademie kennt? Ich weiß, dass Neji unter anderem hinter ihm her ist und ich kenne und mag sie beide.“

 

„Tja, es lässt sich nicht verhindern, Naruto. Werden sie ihn angreifen, wird er sie töten. Werden sie ihn in Ruhe lassen, dann verschont er sie vielleicht“, grollte der Fuchs mit lauter Stimme und kicherte. „Aber warum nimmst du ihm den Spaß? Lass ihn seine Natur ausleben.“

 

Seine Natur ausleben? Ging es Kyuubi heute zu gut? Naruto vergaß manchmal, dass der Fuchs nicht nett, sondern abgrundtief böse war und nur darauf zu warten schien, freigelassen zu werden. „Warum sollte ich? Wie du weißt, mag ich es nicht unnötig kämpfen zu müssen!“

 

„Ja, er dafür um so mehr. Er ist dein Gegenstück und gerne wäre ich in seinen Körper jetzt und würde mit ihm wüten. Das Dorf vernichten, die Menschen strafen für all ihre Sünden“, lachte der Fuchs und fixierte den Blonden mit seinen Augen. „Er hätte mich längst entfesselt.“

„Du bleibst da, wo du bist und wenn dir das nicht passt, dann hast du Pech gehabt, echt jetzt!“, keifte Naruto zornig, ballte die Fäuste und sah Kyuubi nicht minder zornig an. „Nicht alle Menschen gehören bestraft und das solltest du wissen!“

 

„Ist doch egal, ich will nur das Blutbad genießen. Ich will sehen, wie einer der Familie das Dorf zerstört, die es mit gegründet haben.“ Wild peitschte der Fuchs mit seinen Schweifen und sah grinsend auf den Blonden herab. „Riechst du es schon? Das Blut Naruto?“

 

Riechen, was denn riechen? Verwirrt sah Naruto Kyuubi an und schüttelte schließlich den Kopf. „Nein, ich rieche nichts, jedenfalls kein Blut. Was ich aber rieche, bist du und dein ewiger Groll!“

 

Leise lachte der Fuchs und schleckte sich erneut über die Lippen. „Es hat angefangen, es hat schon längst begonnen“, grinste der Fuchs und mit Genuss sah er, dass der Blonde langsam merkte, was los war.

 

Leise lachte der Fuchs und schleckte sich erneut über die Lippen. „Es hat angefangen, es hat schon längst begonnen", breit grinste der Fuchs und mit Genuss sah er, dass der Blonde langsam merkte, was los war.

„Es hat angefangen? Mist, verdammter. Ich sollte wach werden, nein, ich will aufwachen!" Naruto tigerte durch sein Inneres, raufte sich die Haare und wollte unbedingt aus seiner Bewusstlosigkeit heraus.

Leise kicherte der Fuchs und legte den Kopf ab. „Soll ich helfen?" Ohne eine Antwort abzuwarten, hob er die Tatze, ließ sie auf Naruto zu fallen und noch bevor der Blonde erwischt wurde, wachte er auf.

„Wa-" Naruto wollte der Pfote ausweichen, doch da war er bereits wieder wach und sah sich erschrocken um. Es war bereits dunkel, aber war es das bevor er seine Wohnung verlassen hatte nicht auch schon?

„Du hast so lange geschlafen", hauchte Sasuke müde und schwarze Augen sahen auf den Blonden herab. Voll mit Blut war der Uchiha, aber es war nicht seines. Noch immer zitterte er, hörte innerlich die Schreie der Anderen. Er hatte es getan, aber er wollte es nicht tun. Dennoch, er war völlig in einem Rausch verfallen gewesen.

„Sasuke du-" Naruto sah geschockt auf das viele Blut, musste schlucken und stand nur langsam wieder auf. „Woher kommt das viele Blut, was hast du hier veranstaltet?", wollte er wissen und machte die ersten Schritte zurück nach Konoha.

„Ich habe meine Pflicht als dein Gegenstück erfüllt", hauchte der Uchiha leise und begann zu lachen. Ja, er hatte gewütet, hatte Spaß dabei empfunden. Er machte ihm Spaß diese ganzen Menschen zu töten, sie leiden zu lassen.

„Ach hast du das, ja? Und wer musste alles dran glauben?", fragte Naruto ironisch, fühlte sich zudem immer noch müde und wollte so schnell wie möglich weg von hier. Der Geruch von Tod ließ es ihn fast heben, doch er riss sich zusammen und unterdrückte den Brechreiz.

„Irgendwer, ich habe mir nicht ihre Namen gemerkt, als wir damals in einer Klasse waren." Müde sah der Uchiha auf, erhob sich von seinem Platz und schritt näher auf Naruto zu. Sofort griff er nach seinem Schwert, zog es und warf es den Blonden vor die Füße. „Tue es."

Namen, Klasse, Namen, Klasse ... wiederholte es sich immer und immer wieder in seinem Kopf, ehe Naruto aufschrecke und auf das Schwert am Boden blickte. „Was soll ich damit, mir die Fingernägel feilen, oder was?"

„Frag nicht so dumm, du weißt es doch ganz genau. Es gibt noch eine Möglichkeit das Schicksal zu umgehen, und zwar zu sterben. Also tue es", forderte ihn der Uchiha erneut auf und ließ sich auf die Knie sinken.

„Du weißt ganz genau, dass ich das nicht kann", fauchte Naruto den Uchiha an, drehte sich um und ließ ihn einfach stehen. Er hatte genug, ihm war schlecht und er war müde. Sollte Sasuke es doch selber machen und ihn damit in Ruhe lassen.

„Dann wird es nicht aufhören. Neji hatte doch recht, ich werde verrückt. Wie lange es wohl dauert, bis ich jemanden töte, der dir wichtig ist. Vielleicht sollte ich es ja jetzt tun, damit du einsiehst, dass du keine andere Wahl hast", rief ihn der Uchiha nach und lachte leise über seine eigenen Worte.

Naruto wirbelte herum und sah Sasuke ernst an. „Wenn du jemand töten willst, der mir wichtig ist, dann töte dich selbst!" Damit wandte sich Naruto ganz ab, schritt weiter nach Konoha und schluckte den aufkommenden Seufzer herunter.

„Was?" Völlig verwirrt sah der Uchiha dem Blonden nach, konnte den Worten, die er gehört, hatte nicht glauben. Er war dem Anderen wichtig? Nein, er musste sich verhört haben, das konnte doch gar nicht wahr sein. Sasuke zitterte am ganzen Körper und sah auf seine blutverschmierten Hände. „Was geschieht nur mit mir?"

Naruto drehte sich nicht noch einmal um, auch wenn er das was gehört hatte. Er ließ Sasuke stehen, darüber nachdenken, was er gesagt hatte und vielleicht blieb es ja irgendwo hängen.

„Du wirst immer mehr zu dem, was ich einst war." Langsam trat Madara auf den jungen Uchiha zu und streichelte ihn sanft über den Kopf. „Es hat schon längst begonnen und du solltest jetzt deine Aufgabe erfüllen." „Meine Aufgabe?" „Ja, bring mir Danzou, tot oder lebendig, es ist egal."

Naruto hatte in der Zwischenzeit das Dorf erreicht, durchquere es müde bis zu seiner Wohnung und schloss die Tür auf. Gähnend machte er das Licht kaum später an, zog sich die Schuhe aus und schloss hinter sich die Tür ab.

Sasuke hechtete ebenfalls zurück ins Dorf und ohne dass er es merkte, stand er bald wieder vor der Tür des Blonden. „Ich bin richtig süchtig nach dir", hauchte der Uchiha leise und lief dann weiter. Er wollte Naruto jetzt erstmal nicht sehen, nein, das würde nur wieder weh tun.

Dass Sasuke vor seiner Tür stand, hatte Naruto nicht bemerkt, da er bereits seinen Schlafanzug am Anziehen war und sich dann in sein Bett legte. Er war müde, zudem war ihm schlecht und er wollte vor allem seine Ruhe haben.

Ohne weitere Pause, durchstreifte der Uchiha das Dorf, auf der Suche nach dem Mann. Schnaufend fand er ihn bald, wie er da saß und mit den beiden anderen Greisen redete. Knurrend biss sich der Uchiha auf die Unterlippe und wollte eigentlich schon losstürmen, doch ein Trupp Anbus zog an ihn vorbei und er versteckte sich erstmal hinter einem Haus. Man suchte ihn und Danzou bewachte man deutlich besser als vorher.

Den Befehl hatte Tsunade noch ausgesprochen, da Naruto zwar als nächster Hokage vorgeschlagen, aber noch nicht öffentlich bekannt gegeben wurde. Das war etwas, dass Naruto extrem störte, aber beschweren wollte er sich nicht und war zudem beruhigt noch etwas an Freizeit genießen zu dürfen.

Knurrend sah der Uchiha auf sein Opfer, das er jetzt noch immer nicht erreichen konnte. „Verdammt", schnaufte er leise und erbost und zog sich noch ein Stück in sein Versteck zurück.

Danzou der Sasuke gehört hatte, grinste bösartig, dann aber unterhielt er sich weiter und beachtete den Uchiha nicht mehr. Als ob Sasuke ihm gefährlich werden könnte. In seinen Augen war er ein genau solcher Nichtsnutz wie es auch Naruto war.

Nichts davon merkte der Uchiha, zog sich lieber zurück und ganz von Danzou weg. „Mist", knurrte er, als er sich nach langen laufen in Sicherheit fühlte. „Du hast versagt." Langsam bildete sich vor den Uchiha eine orange Spirale und Madara trat aus ihr. „Sei ruhig, ich will nicht dumm in die Falle von ihnen laufen."

Madara schüttelte den Kopf über Sasuke. „Ich will Ergebnisse sehen und möchte nichts von einer Falle hören. Du bist ein Uchiha und wir geben niemals auf, hörst du?"

„Erzähl du mir nichts von Clan Ehre jetzt. Die gab es so oder so nie", knurrte der Jüngere verärgert und wandte sich von Madara ab. Doch bevor er wieder gehen konnte, umarmte der andere Uchiha den Jüngeren sanft von hinten. Sofort zuckte Sasuke zusammen und begann zu zittern. Geschockt riss er seine Augen auf und glaubte nicht, was gerade passierte. Madara umarmte ihn, genau wie ... sofort biss er sich auf die Unterlippe und bei jedem Wort des Anderen erschauderte er. „Du sehnst dich nach ihm, nicht wahr? Er soll jetzt an meiner Stelle hier stehen und dich umarmen, oder?" Sasuke schwieg, ließ seinen Kopf hängen und sah verängstigt zu Boden. „Ja, ich will, dass er es tut. Warum? Warum will ich das?"

Madara lachte leise, ließ es jedoch verstummen und hob eine seiner Hände, um Sasuke über den Kopf zu streichen. „Es ist das Schicksal und du kannst es nicht umgehen. Es wird nicht eher aufhören, bis einer von euch stirbt, oder ihr das Schicksal brecht", wisperte der Ältere leise, ehe er von Sasuke abließ.

„Wenn einer von uns stirbt, ist der Andere dann befreit?" Noch immer zitterte der Uchiha fühlte die Wärme des Anderen noch deutlich am Körper. Es war so ein komisches Gefühl, sein ganzer Körper kribbelte, zitterte allein wegen dieser Umarmung.

„Ja, so ist es. Aber wenn du sterben solltest, dann wird es Naruto nicht verkraften. Er scheint das Schicksal bereits überstiegen zu haben. Er wird dich nie hassen und das weißt du. Du könntest sogar diese Sakura töten, er würde sich davon nicht umlenken lassen. Und mal ganz unter uns, die Haruno ist ihm mittlerweile so ziemlich egal", erzählte Madara leise, spürte das Zittern Sasukes und lächelte wissend. „Es gefällt dir ja, wenn jemand dir nahe ist", amüsierte er sich über den Jüngeren.

Wieder biss sich Sasuke auf die Lippe, doch als ihn der Ältere auf die Berührung ansprach, drehte er sich mit roten Augen um. „Halt die Klappe, sonst stopfe ich sie dir." Schnaufend sah Sasuke auf Madara, wie dieser näher auf ihn zutrat und dann plötzlich vor seinen Augen verschwand. „Wie", fing der Uchiha an, spürte den Anderen dann hinter sich und drehte sich reflexartig um.

„Willst du es brechen, dein Schicksal? Niemand kann es und du wirst nur so wie Itachi jämmerlich daran scheitern." Bei diesen Worten zuckte Sasuke zusammen und kaute sich nervös auf der Unterlippe. Sein Herz fühlte sich an, als wäre es von dünnem Draht eingeschnürt und jemand zog bei jedem Wort die Drähte fester zusammen. Sein Bruder wollte ihm diese Last nehmen, doch er hatte ihn getötet. Zitternd fiel der junge Uchiha auf die Knie. „Der Tod bringt den Frieden für beide", hauchte er diese Worte, griff hinter sich an sein Schwert und zog es langsam aus der Scheide. Mit zitternder Hand legte er sich die kalte und scharfe Klinge an den Hals. Sanft berührte die Klinge die warme Haut und Blut suchte sich seinen Weg über die weiße Haut. Ein Schnitt und es war vorbei. Ein Schnitt und sie alle waren dann frei. Er würde sie zwar nie mehr wieder sehen, doch das war es ihm wert.

Stark zitterte der Uchiha, spürte deutlich wie kalt die Klinge war und wie warm sein Blut im Vergleich. Doch dann ließ er es einfach fallen und laut fiel das Schert zu Boden. Er konnte nicht, er hatte Angst es zu tun. „Verdammt", hauchte er erst leise und schlug mit der Faust auf den Boden. „Kannst du es nicht?" „Halte die Klappe, oder mach du es doch für mich." Schnaufend sah Sasuke zu dem älteren Uchiha auf, doch dieser lachte nur. „Warum sollte ich so ein brauchbares Werkzeug den töten? Wäre die reinste Verschwendung, zumal was wohl dann mit Naruto passiert." Sofort hörte der Uchiha auf und war verwirrt der Worte wegen. Was sollte das heißen? Was wollte Madara mit Naruto andeuten? „Wie meinst du das?" „Sieh an, kaum fällt sein Name, vergisst du alles schon", kicherte Madara und schenkte dem Knurren Sasukes keine Beachtung. „Was glaubst du wohl, was passiert, wenn du stirbst?" „Der Fluch wird gebrochen, oder nicht?" Sasuke war verwirrt, Madara hatte doch gesagt, dass der Fluch dann aufgehoben wäre bei ihnen beiden. „Und was ist, wenn Narutos Gefühle echt sind? Er deinen Tod nicht verkraftet?" Geschockt sah ihn der Jüngere an und wurde bleich im Gesicht. „Oder soll er dir folgen, Sasuke?" Sofort schüttelte Sasuke den Kopf und erhob sich langsam wieder. „Also geh nun und bring mir endlich seinen Kopf." Ohne ein weiteres Wort, verschwand Sasuke wieder in Richtung Konoha, um sich nun doch Danzous Kopf zu holen.

Zufrieden sah Madara Sasuke nach. „Den Kopf will ich und lass dich nicht wieder ablenken. Zeig Stärke und komm mir nicht in Versuchung", rief er Sasuke nochmals hinterher, ehe er sich abwandte, sich im Strudel auflöste und es sich zur Aufgabe machte, sich in einem heißen Bad zu entspannen.

Hastig sprang der Uchiha von Baum zu Baum, sah schon bald die Tore Konohas und stoppte. Egal wie oft er versuchte es zu vergessen, aber sobald er nur den Namen seiner alten Heimat hörte, dachte er an den Wirbelwind. War das auch wegen dem Schicksal oder war das wegen etwas anderen? Vielleicht sollte er jetzt auch einfach gehen, verschwinden und warten bis er alt war, um dann sterben zu können. War das nicht auch eine Möglichkeit? Flüchten, einfach davon rennen und nie mehr daran denken, so war es doch ganz einfach für ihn und auch für Naruto. So waren sie beide glücklich.

Genervt saß Naruto an seinem Schreibtisch, blickte ab und an hinaus aus dem Fenster und seufzte. „Alles in Ordnung?", fragte Sakura, die besorgt neben ihm stand und den Bericht der letzten Mission abgeben wollte. „Sicher doch", nuschelte Naruto, nahm den Stapel an Papieren an sich und las sich diesen eifrig durch.

„Bist du dir sicher?" Nochmal fragte Sakura nach, denn es war deutlich zu sehen, dass Naruto etwas belastete. „Naruto, kann es sein, dass du dir Gedanken wegen Sasuke machst?" Als der Blonde verwirrt aufsah und nun völlig neben der Spur etwas vor sich hin brabbelte, war es für Sakura Beweis genug. Naruto war mal wieder mit dem Kopf bei Sasuke. Aber es wunderte sie nicht, immerhin war es bei ihr nicht viel anders. Sie liebte den Uchiha nicht mehr so wie damals, aber dennoch war er ihr Freund und Kamerad gewesen. Es war traurig zu sehen, wie ihr beider Freund langsam aber sicher sich selbst in den Untergang trieb. „Naruto, darf ich dir eine Frage stellen? Bitte beantworte sie auch."

Verwirrt sah sie Naruto an und nickte als Antwort. Deutlich sah er ihr an, dass es ihr schwerfiel, diese Frage zu stellen. Ständig sah sie zu Boden, konnte ihn nicht in die Augen sehen. „Sakura ...?", begann er und die junge Frau sah ihn lächelnd an. „Könnte es sein, dass Sasuke dich liebt und du ihn?" Sie wusste, die Frage war wirklich nicht gerade passend, aber sie musste sie stellen, denn das Verhalten der beiden war mehr als merkwürdig. So wie sich die beiden letztens gegenüberstanden, wirkte es so, als würden sie mehr als nur Freundschaft empfinden zueinander.

Als Naruto diese Worte vernahm, glaubte er seinen Ohren kaum. Völlig verwirrt sah er seine alte Teamkameradin an, wollte nicht glauben, was sie ihn gefragt hatte. Sasuke ihn lieben? Der Uchiha der nichts als Rache kannte, sollte ihn lieben. Das war unmöglich, sowas konnte Sasuke nicht mal empfinden, obwohl die Annäherungsversuche als er ihn gefangen hatte. Bei den Gedanken lief Naruto rot an in Gesicht und kaute sich nervös auf der Unterlippe herum. Jetzt fiel es ihn auch wieder ein, was sie beide getan hatten. Er und Sasuke hatten ja ... ein sanftes Rütteln, holte Naruto aus seinen Gedanken und Sakura sah besorgt den Anderen an. „Habe ich etwa recht?", fragte sie nochmal nach und Naruto wusste nicht wie er es erklären sollte. „Nein ... Ja ... ach ich weiß es auch nicht. Das mit Sasuke und mir, das ist nicht so einfach zu erklären." „Versuche es Naruto" Sie wollte wissen, ob es stimmte, hatte Naruto solche Gefühle für Sasuke, den das änderte nämlich alles. Zumal hatte sie aber Naruto auch noch nie so niedergeschlagen und auch verwirrt gesehen. War sich der Andere seiner Gefühle etwa nicht sicher oder aber ob Sasuke diese hatte. Nun ja, bei Sasuke konnte man sich nie sicher sein, ob er überhaupt, wenn leiden konnte. Sie war selbst lange in den Uchiha verliebt gewesen und wusste nur zu genau wie Sasuke drauf war. Freunden, sowohl als auch anderen Personen gegenüber. Da gab es so gut wie keinen Unterschied zu.

Wie sollte er das jetzt erklären? Es war irgendwie ihr Schicksal, dass sie so waren, das konnte man nicht erklären. „Na ja, Sakura, das klingt jetzt verrückt, aber ... Sasuke und ich sind durch das Schicksal miteinander verbunden." Ungläubig sah ihn seine alte Teamkollegin an und verübeln konnte Naruto ihr es nicht. „Es ist so, dass es schon seit Jahrhunderten sowas wie einen Fluch gibt in unserem Dorf. Jede Person besitzt dadurch ein Gegenstück." „Du meinst, dass Sasuke sowas wie dein böses Ich verkörpert?" Aber das bedeutete doch auch, dass Sasuke einen völlig anderen Weg eingeschlagen hätte, wäre Naruto auf die schiefe Bahn geraten. „Also war das nicht Sasukes Wille gewesen, sondern ein Zwang, dem er folgen musste?" Sakura war erstaunt, das würde auch erklären, wieso der Uchiha immer wie ein Wahnsinniger hinter Naruto her war. „Das weiß ich nicht genau. Irgendwie sieht es so absurd aus und es hört sich so verrückt an", antwortete Naruto und als Sakura ihn dann fragte, was Sasuke erreichen will damit und was er genau vorhatte, lief der Blondschopf rot an. Er wollte nicht sagen, dass Sasuke darauf aus war mit ihm zu schlafen und es sogar beinahe geschafft hatte. Er hatte sich auch noch dazu treiben lassen und es sogar genossen. Obwohl, er war gefesselt und hatte wenig Wahl gehabt. „Will Sasuke deswegen das Dorf vernichten, weil du es beschützen willst?" Naruto nickte auf Sakuras Frage hin und die junge Frau musste dies erstmal sacken lassen.

Dann fiel Sakura aber etwas ein, womit sie Sasuke am Leben lassen konnten. „Wir könnten ihn mit einem Juin belegen, dadurch könnten wir seine Kraft versiegeln und vielleicht finden wir dann einen Weg, um ihn und dich von diesem Fluch zu befreien. Jedenfalls gehen wir so einem Mord aus dem Weg." Wenn Sasuke nicht freiwillig so war, dann durften sie das nicht tun, immerhin wollte er das vielleicht nicht. Sofort begann Naruto an, zu strahlen und nickte zufrieden. Sakura hatte recht, wenn Sasukes Kraft gebannt war, vielleicht löste sich der Fluch dadurch erst recht. „Ruft die Anbus zusammen, wir werden Sasuke suchen, fangen und ihm dann seine Kraft entziehen." So ging es, so konnte er Sasuke retten und ihr beider Schicksal brechen.

Sakura nickte und rannte schon los, um den Anbu Trupp zu holen. So konnten sie das Schicksal austricksen und die beiden befreien. Daran glaubte Sakura ganz fest. Naruto ließ sich währenddessen zurück in den Sessel sinken und hoffte, dass es eine andere Lösung gab, als das, was er derzeit zur Wahl hatte. Sasuke war sein Gegenstück, er konnte nicht lieben, zudem war es dann echt? Schwanger werden konnte er irgendwie zwar schon, aber ein Kind nur aus solchen Gründen zu zeugen, das war verwerflich, da stimmte er Sasuke schon zu. Naruto stand von seinem Platz auf und suchte nach einer ganz bestimmten Schriftrolle, eine, die verriet, wo die verboten Jutsu versteckt waren. Den Sasuke musste mit einem sehr starken Bannsiegel belegt werden. Irgendwie war ihn aber mulmig bei der Sache, immerhin sperrt er den Uchiha in einen Käfig.

Sasuke war ein Mensch und kein wildes Tier, auch wenn er sich gerade wegen dem Fluch nicht sonderlich menschlich verhielt. Noch immer war Naruto bei den Gedanken nicht wohl und frustriert ließ er sich in seinen Sessel sinken. Offiziell würde er erst in zwei Tagen zum Hokagen ernannt und bis dahin musste er dafür sorgen, dass Sasuke hinter Gitter war. Die erste schwere Entscheidung die er treffen musste und dazu noch eine, die ihm ein schlechtes Gewissen bescherte. Aber warum eigentlich? Ja wieso hatte er ein schlechtes Gewissen, immerhin rettet er so Sasukes Leben und konnte aufpassen, dass er keinen Unfug machte. Aber trotz all den guten Vorteilen dieser Entscheidung, war ihm übel bei den Gedanken Sasuke seine Freiheit zu nehmen. „Oh Mann." Wütend raufte sich der Blondschopf die schon vorher zersausten Haare und ließ seinen Kopf deprimiert auf den Tisch sinken.

Von der schweren Entscheidung, die Naruto traf, davon wusste der Uchiha noch nichts. Derzeit folgte er noch Danzou, um diesen Madara zu bringen. Er würde ihn töten und die Leiche Madara übergeben, denn der ältere Uchiha hatte kein Wort darüber gesagt, dass er ihn lebend bringen sollte. Weit war er schon gekommen, immerhin befand er sich schon im Dorf und hatte auch schnell den alten Mann gefunden. Neugierig beobachtete er den Mann und war über dessen Verhalten verwirrt. Für einen Mann der so eine hohe Position in diesem Dorf hatte, war er ganz schön misstrauisch. Oder lag es an ihm? Nein, Danzou hatte sich über seine letzte Verfolgung von ihm nur lustig gemacht, denn Sasuke war schnell aufgeflogen. Aber auch kein Wunder, sein Kopf war nur bei Naruto gewesen und das Verlangen diesen ... Sasuke schüttelte sich, daran wollte er jetzt nicht denken. Schnell war der Uchiha wieder bei der Sache und folgte Danzou unauffällig bis hin zum alten Uchiha Viertel. Was wollte er den hier? Suchte er etwa Informationen über ihre Augenkunst?

Helmisch grinste Sasuke, die Uchihas hatten ihre Künste nie durch Schriften festgehalten. Dennoch hatte Danzou nicht das Recht, diese Erde zu betreten, besonders nicht nach dem, was vorher passiert war. Ohne es zu merken, war Sasukes Sharingan aktiv geworden und in ihm brodelte der Hass auf. Sasuke wusste nicht warum, aber er hatte Lust und diesmal nicht auf Naruto, sondern darauf, Danzous Kopf in den Händen zu halten, ihn die Haut bei lebendigem Leibe abzureißen und ihn jeden Knochen einzeln zu brechen. Leise kicherte Sasuke, verlor sich in diesen Gelüsten, alles mit Blut zu bedecken. „Lass uns spielen", hauchte Sasuke leise und trat schon aus seinem Versteck heraus. „Dummer Junge", sprach Danzou leise und sofort kamen aus allen Ecken Anbus, bereit Sasuke den Todesstoß zu geben. Sofort stürmten sie auf den Uchiha zu, warfen nach ihm Shuriken und Wurfmessern, doch alles prallte ab. „Wenn der eine liebt", sprach der Uchiha leise, grinste bei diesen Worten, sah herauf zum Himmel und langsam bildete sich ein Knochengerüst um den jungen Mann. „Dann muss der andere hassen." Laut lachte Sasuke, ein Flammenmeer aus schwarzen Flammen legte sich um ihn und riss jeden, der bei ihm stand, mit. Laut schrien die Männer und Frauen, spürten die Schmerzen, verbrannten bei lebendigem Leib. Der Geruch von Blut und verbrannten Fleisch legte sich über Konoha und selbst Naruto schreckte sofort auf. „Was?" Sofort spürte Naruto einen Stich in der Brust und das erste an das er dachte, war Sasuke. Sofort stürmte der junge Mann aus dem Büro, achtete nicht auf die Personen, die er alle umrannte. Nur Sasuke war noch in seinem Kopf. Bald war er dort, wo der Geruch des verbrannten Fleisches herkam und er hielt sich die Hand vor den Mund. Er sah, wie bis auf die Knochen verbrannte Personen vor ihm lagen. Er konnte sich denken, was passiert war. Ein Lachen schreckte ihn auf und Naruto starrte auf ein Haus, wo das Symbol der Uchiha deutlich zu sehen war und auf der Dachspitze Sasuke stand. Leise kicherte der Uchiha und Naruto starrte entsetzt auf den Älteren. „Sasuke." Traurig sah er den Uchiha an und schritt langsam auf ihn zu. „Naruto", hauchte der Angesprochene leise, sprang zu dem Blondschopf herunter und fasste ihm unter seinem Kinn. „Beende es doch einfach und schenke uns beiden die Freiheit", waren Sasukes Worte und die roten Augen fixierten Naruto. Herrisch küsste er ihn sofort und Naruto stieß den Anderen von sich. Naruto hätte kotzen können, Sasuke stank einfach nur nach diesem Geruch von Tod und Blut. Naruto schüttelte sich, wurde bleich und fiel auf die Knie. Langsam trat Sasuke näher zu ihm und hob erneut seinen Kopf an. „Tod oder die Vereinigung. Du entscheidest." Sanft strich Sasuke ihm schon über die Wange. So kalte Hände, so eiskalt, Naruto zitterte und sah flehend in Sasukes Augen, doch da war kein Sasuke mehr drin zu sehen. Der Uchiha grinste nur und sah in Narutos Augen, was seine Gedanken waren. „Ich bin so kalt", hauchte er leise, wandte sich ab und schritt zu Danzou, der noch immer auf dem Boden lag und mit den Verbrennungen zu kämpfen hatte. „Ich bin kalt, keine Angst, das ändere ich schnell." Bei diesen Worten lief Naruto der kalte Schauer über den Rücken. Er spürte wie ihn das Blut in den Adern gefror. Zitternd saß er nur da, sah zu, wie Sasuke Danzou packte und sich zu ihm drehte. Jetzt konnte er alles genau sehen. Alles spielte sich nur noch in Zeitlupe ab für den Blondschopf, wie Sasuke langsam die Hand hob und diese dann durch Danzou Brust glitt. Naruto sah zu, wie Sasuke langsam das Herz herauszog und genüsslich grinste. Der Uchiha lachte wohl laut, jedenfalls glaubte Naruto das. Er warf die Leiche einfach zur Seite, presste das Herz in seinen beiden Händen aus und das Blut, umschloss seine Hände. Achtlos warf er auch das Herz weg und schritt langsam wieder zu Naruto. Der Uzumaki war wie versteinert, rührte sich nicht, auch nicht als Sasuke auf ihn zuging. Er saß einfach nur da, merkte nicht mal, dass Sasuke vor ihm stand. Langsam tropfte Danzous Blut von den Händen des Uchihas und er kniete sich vor Naruto, nahm sein Gesicht in die Blutgetränkten Hände. „Jetzt sind sie warm", hauchte er leise, küsste erneut Naruto und drücke ihn auf den Boden. Der Blonde wehrte sich nicht, zu geschockt war dieser noch immer gewesen. „Gib dich mir hin, Naruto. Es wird uns beide endlich erlösen."

Erlösen? Immer wieder hörte Naruto dieses Wort in seinen Kopf und drückte den Uchiha von sich. „Nein, das bist nicht du." Entsetzt sah der Blonde auf Sasuke. Das war nicht mehr der Uchiha, das war alles nicht mehr er. Was es auch war, es war nicht Sasuke. Ihn hatte die Zuneigung des Anderen damals gefallen. Ihre Experimente, ihre kurze gemeinsame Zeit. Es war schön, aber auch nur, weil er seinen Freund erkannt hatte. Verärgert sah ihn der Andere an und drückte ihn einfach auf den Boden. Knurrend beugte er sich über ihn, sah ihn verbittert an. Ohne jegliche Angst sah Naruto ihn an und legte seine Hand auf die Wange des Uchihas. „Sasuke", hauchte er leise und ängstlich wich nun dieser von ihm. Was war denn nun los? Verwirrt sah ihn der Uzumaki an, was sollte das? „Verschwinde", hörte er ihn leise stammeln und verstand gar nichts mehr. Obwohl, sein Gemüt schlug sich um und Sasuke reagiert darauf nur mit dem Gegenteil. „Ich hab keine Angst mehr", murmelte der Blonde, rappelte sich auf und schritt näher zum Uchiha. Sofort wich dieser zurück, sah ihn verängstigt an. „Tut mir leid, Sasuke", flüsterte der Blondschopf leise, formte ein paar Fingerzeichen und bannte dem Uchiha mit einem Siegel dessen Kraft. Müde fiel dieser einfach auf den Boden und sah ihn emotionslos an. Traurig sah Naruto auf den Anderen und es schmerzte ihn, den sonst so stolzen Mann so zu sehen. „Das Schicksal ist grausam, nicht wahr?" Eine dunkle Stimme erklang und aus einem Strudel tauchte Madara vor Naruto auf. Vorsichtig hob er den Uchiha hoch und blickte sich um. Viel hatte der Junge nicht von Danzou übrig gelassen, aber die Sharingan, die er gestohlen hatte, waren wohl intakt geblieben. „Was willst du?" Wütend sah Naruto auf den ältesten Uchiha, doch dieser würdigte ihn keines Blickes, sondern schnappte sich lieber Danzou. „Es gibt nichts, was das Schicksal austrickst. Weder ich, noch mein Bruder, Itachi oder Hashirama konnten es bezwingen. Es dauert nicht mehr lange und es wird schlimmer." Dann verschwand der Maskenträger mit den beiden in einer Spirale und ließ Naruto alleine. Leise knurrte der Uzumaki und schaufte wütend. Er würde Sasuke nicht töten und er würde auch nicht mit ihm schlafen. „Und das Schicksal kann mich mal", sprach er seine Gedanken laut aus und rannte sofort zum Archiv der Verbotenen Jutzus. Er würde etwas finden, womit er seinen Freund retten konnte und dieser wieder er selbst sein konnte.

Müde öffnete Sasuke die Augen und sah sich verwirrt um. War er nicht eben noch in Konoha gewesen? Vorsichtig erhob er sich und zuckte zusammen, ihn tat alles weh und seine Augen schmerzten am meisten. „Je öfters du das Sharingan benutzt, desto mehr leidet dein Körper. Du wirst nicht blind, jedoch wird dein Körper nie ganz damit zurechtkommen." Langsam trat der Uchiha auf den Jüngeren zu und dieser sah ihn wenig begeistert an. „Was ist passiert?" „Erinnerst du dich nicht mehr?" „Ich habe mit Danzou gekämpft und der Rest wirkte wie ein Traum. Naruto ... ich ..." Sasuke unterbrach seinen Satz, es war kein Traum gewesen. Diesen Hass, den er gespürt hatte, die Angst, die ihn überkam. Es war alles echt gewesen. „Wird das immer passieren, wenn ich bei Naruto in der Nähe bin?" Nur ein Nicken kam von Madara und er verschwieg, dass selbst eine Flucht nichts brachte, weil das Verlangen von ihm, bei seinem Gegenstück zu sein immer stärker wurde mit der Zeit.

„Ich will, dass es aufhört", hauchte der jüngere Uchiha und langsam erhob er sich von seinem Platz. „Es gibt einen Weg." Langsam schritt Madara auf den Jungen zu und beugte sich zu ihm herunter. Sofort wurde Sasuke aufmerksam und wagte es nicht einmal den Anderen zu unterbrechen. „Es gibt ein Jutsu, der den Trieb unterdrücken kann. Ein Sigel, was dein ganzes Leben lang halten wird. Jedoch musst du dafür einen hohen Preis zahlen", grinste Madara unter seiner Maske, wusste er doch, dass Sasuke es egal, solang er von dem Schicksal erlöst werden konnte. „Du kannst zum einen das Dorf nie wieder betreten, denn das Siegel verliert am Wirkung, wenn du in Narutos Nähe bist." „Damit kann ich leben." Es störte den Jungen nicht, dass er seine Heimat nie mehr betreten konnte, es hielt ihn ohnehin nichts hier. „Und was noch?" Das alleine konnte der Preis dafür nicht sein, da gab es doch noch einen Haken. „Nun, du benötigst jemanden der die Fingerzeichen beherrscht." „Komm zur Sache, Madara, was ist mein Preis? Bin ich für immer dein Sklave oder was?", schnaufte der Junge, den er war nicht dumm. Madara wollte eine Gegenleistung, und zwar eine für ihn hohe. Aber außer seiner Freiheit hatte er nichts zu bieten. „Nicht ganz, aber es ist auch nicht anders, als wenn ich dich einsperren würde." „Was meinst du damit?" „Ich will alle in einem Genjutsu fangen, in dem es keine Schmerzen mehr gibt. Kein Schicksal, keine Kriege, kein Hass." „Du willst uns alle in eine Traumwelt schicken?" Madara nickte und so ganz gefiel Sasuke der Gedanke nicht. Besonders, es bezog sich auf alle und genau das missfiel ihn. Wenn er ewig schlafen würde, wäre es ihm egal, aber jeder Mensch ... „Oder willst du lieber dafür sorgen, dass die Welt untergeht. Ewiger Schlaf und Frieden für alle oder das Leid für immer. Und glaube mir, du wirst dir ihn holen. Ihn brechen, ihn spüren lassen, dass du ..."

„IST GUT", unterbrach ihn der Jüngere laut, rang noch mit sich. „Du hast gewonnen, ich helfe dir. Was muss ich tun?" Leise lachte Madara, streichelte dem Jüngeren sanft über den Kopf. „Bring mir die anderen Bijus.""Ja, aber ...""Keine Sorge, um Naruto kümmere ich mich selber zum gegeben Anlass. Wir benötigen nur noch drei und dann bist du frei." „Ich hab verstanden, also zu welchen soll ich zuerst." „Der Achtschwänzige wäre ein Anfang, mache dich am besten sofort los." Sasuke nickte und erhob sich von seinem Platz. Je schneller er es hinter sich gebracht hatte, desto schneller war er erlöst.

Naruto lief zum Archiv der verbotenen Jutsus und hoffte dort eine Lösung zu finden. Doch wo sollte er anfangen? Überall waren Schriftrollen und es würde dauern, bis er diese alle durchgesehen hatte. Seufzend rollte er die erste auf und überflog diese hastig. Wie zu erwarten, stand in dieser nichts und so rollte er die Nächste auf. Wieder nichts und gestresst fuhr sich Naruto durch die Haare. Warum waren diese nicht nach Themen gelagert? Alles war wirr und bis man hier Ordnung reinbekam, würden Monate vergehen.

„Sollen wir dir helfen?" Langsam schritt Sakura auf den Blondschopf zu und sammelte einige Schriftrollen auf. Auch Sai war mit ihr gekommen, hatte jeder schon davon gehört, was vor wenigen Minuten passiert war. „Zu dritt geht es ja schneller." Auch, wenn Sakura nicht wusste nach was sie suchen sollten. Gab es überhaupt etwas, was Sasuke helfen konnte? Aber Tsunade hatte ihr mal was von einem Siegel erzählt, welches genutzt wurde, um Ninjas auf ewig ihrer Macht zu berauben.

Naruto sah überrascht auf, als Sakura und Sai Hilfe anboten. Die beiden schickte der Himmel und lächelnd nickte der Blonde. „Gerne, denn wenn ich mir das hier so ansehen, dann bin ich in drei Monaten noch nicht fertig", seufzte er und legte die nächste Rolle zur Seite. „Irgendwo muss es bestimmt ein verbotenes Jutsu geben, dass Sasuke irgendwie bannt oder ausbremst. Wie auch immer, man das nennen mag", erklärte er kurz und griff die nächste Schriftrolle.

„Leider sind die Schriftrollen nach Alter sortiert", merkte Sakura an und Sai sah stumm sich einige durch. „Wie wäre es mit dieser?" Sai hielt eine Schriftrolle hoch und entsetzt sahen ihn die anderen beiden an. Nun ja, auch ein blindes Huhn fand ein Korn, dachte sich Sakura, sah sich mit den neuen Hokagen das Papier an. Tatsächlich, damit konnten sie Sasuke völlig ausschalten. Jedoch musste man dafür sehr nahe an den Uchiha heran und das würde in seiner jetzigen Laune schwierig werden.

Naruto war erstaunt, dass Sai die Rolle, die sie benötigten, so schnell gefunden hatten. „Wow, du bist ziemlich schnell, echt jetzt", merkte er an und las sie das besagte Schriftstück durch. „Und wer geht so nahe bitte an ihn ran? Also ich eher nicht, sonst hab ich ein anderes Problem", murmelte Naruto nachdenklich.

„Aber außer dir kommt niemand an ihn heran", merkte Sai an und leider musste ihn Sakura zustimmen. Naruto war der einzige, der nahe genug an Sasuke herankam, ohne dass dieser ihn tötete. Naruto war auch als einzige ohne Verletzung aus dem Kampf mit ihm vorhin hervorgegangen, alle anderen waren tot oder schwer verletzt. Der Uchiha war unberechenbar geworden und im Vergleich zu früher nicht so grausam. „Als Gegenstück, kommst du aber nahe genug heran."

Naruto gefiel das überhaupt nicht und er murrte leise. „Immer ich. Als wäre ich nicht schon gestraft genug, echt jetzt!" Naruto rollte die Schriftrolle zusammen und steckte sie schließlich ein. „Wenn das vorbei ist, mach ich drei Kreuze im Kalender und geh ins Kloster", erwiderte er sarkastisch, ehe er an den beiden vorbeiging und das Archiv verließ.

Leise seufzte Sakura, jetzt konnten sie nur noch warten bis sich Sasuke wieder in Naruto seine Nähe begab. Etwas anderes blieb ihnen auch nicht übrig, da niemand wusste, wo der Uchiha war und ob dieser auch noch ansprechbar war. „Sollen wir Naruto lieber überwachen?" Sai sah besorgt zu Sakura und diese schüttelte den Kopf. „Tsunade meinte, das würde nichts bringen, außer, dass es noch mehr Verletzte gibt. Da Naruto so ein gutes Herz hat, ist Sasuke deswegen umso grausamer. Jeder der sich ihm in den Weg stellt, den wird er umbringen." Auch wenn der Uchiha dies nicht wollte, er würde seinen Verstand verlieren in Naruto seiner Nähe.

 

Sai sah besorgt zu Sakura und diese schüttelte den Kopf. „Tsunade meinte, das würde nichts bringen, außer, dass es noch mehr Verletzte gibt. Da Naruto so ein gutes Herz hat, ist Sasuke deswegen umso grausamer. Jeder der sich ihm in den Weg stellt, den wird er umbringen." Auch, wenn der Uchiha dies nicht wollte, er würde seinen Verstand verlieren in Naruto seiner Nähe.

Sai seufzte und blickte Sakura eingehend an. „Ich versteh nur eins nicht an dieser ganzen Gegenteilgeschichte. Alle Hokage waren davon betroffen und doch gab es drei, die dennoch eine Partnerschaft hatten." Sai fand das irgendwie merkwürdig, aber vielleicht waren das auch nicht die Gegenteile. Immerhin war Narutos Vater ja auch Hokage und dadurch war Naruto entstanden. Sai blickte da nicht wirklich durch.

„Nun, wenn durch diese Partnerschaft ein Kind entsteht und gibt es einen Ausgleich." Aber das war bei Naruto und Sasuke unmöglich. Nicht nur, dass die beiden Männer waren, die beiden empfanden auch nichts füreinander. „Die Partnerschaft kann nur mit dem Gegenteil eingegangen werden und wenn du dich recht erinnerst, hatte jeder Hokage eine Katastrophe zu bewältigen."

Ein Kind? Nun, das würde schlecht gehen bei Naruto und Sasuke. Sai seufzte erneut auf. „Also müssen wir Sasuke wirklich bannen, damit alles beim Alten bleibt", murmelte er nachdenklich.

Alles blieb nicht beim alten dabei. Das Siegel würde Sasuke komplett lähmen und er könnte sich nicht mehr bewegen, so als ob er im Koma läge. Im Grunde könnten sie den Uchiha auch töten, dies wäre für ihn dasselbe, außer, dass er in diesen Zustand wirklich alles noch wahrnahm und nicht mehr reagieren konnte. Mehr Sorgen machte sich Sakura eher darum, wenn das Siegel nicht wirkte. Das Schicksal war mächtig und Naruto war bestimmt nicht der einzige der versuchte sein Gegenstück zu bannen. „Ich hoffe wir finden eine Möglichkeit dieses Schicksal zu brechen."

Sai drehte sich zu Sakura um und sah sie an. „Gib nicht auf. Wir finden etwas. Naruto ist immer noch unser Freund und wir lassen ihn nicht im Stich!" Nein, das würde er ganz sicher nicht tun, denn auch wenn Sai Anfangs so seine Probleme mit Naruto hatte, so würde er doch hinter ihm stehen und eine Lösung finden.

Dennoch hatte sie ein ungutes Gefühl, bis jetzt hatte noch nie jemand das Schicksal besiegt. Aber warum gab es dieses überhaupt, wieso gerade Naruto und Sasuke? Wäre etwas passiert, wenn Naruto kein Hokage geworden wäre.

„Worüber denkst du nach?", wollte Sai wissen und bemerkte, dass Sakura recht nachdenklich war. Zwar hatte er sie öfter schon so gesehen, aber in den letzten Wochen hatte es deutlich zugenommen.

„Was soll dieses Schicksal?", antworte die junge Frau. Natürlich machte sie sich Sorgen, den die beiden waren ihre Freunde und sie hatten viel erlebt.

Sai legte den Kopf schief und blickte verwundert drein, doch dann fiel es ihm scheinbar wie Schuppen von den Augen. „Vielleicht kann man so Anwärter auf den Hokagetitel vergraulen."

„Aber was würde das bringen?" Der Titel Hokage bedeute nicht nur, dass man der stärkste ist, sondern man musste alles regeln. Das alleine schreckte schon ab und dann dies. Aber jeder hatte ein Gegenstück, nur beim Hokage artet es so aus. Sasuke war immer ruhig und Naruto immer der offene Mensch. Es sind beides Gegensätze, aber es ist nicht gefährlich gewesen.

Sai hatte keine Ahnung, was das genau bringen sollte und schüttelte daher den Kopf. „Ich weiß es nicht, es war nur eine vage Vermutung", erwiderte er Sakura und fuhr sich gestresst durch die Haare.

„Dieser Fluch muss seinen Ursprung irgendwo haben und vielleicht finden wir hier was." Wenn sie wussten, weswegen dieser Fluch existierte, dann konnten sie ihn auch bekämpfen und vernichten. Jedenfalls hoffte sie das, denn lange würde es nicht mehr dauern und der Uchiha war nur noch ein Monster. Sie wollte ihn ungern töten und auch Naruto würde es nicht über das Herz bringen ihn zu töten. „Wir sollten zu Naruto und uns überlegen Sasuke eine Falle zu stellen." Erstmal sollten sie den Anderen ausschalten, danach konnten sie immer noch Nachforschungen betreiben. Sai nickte und ging mit Sakura zusammen zum Hokage Turm. Als sie am Büro von Naruto waren, machte dieser schon mit schlechter Laune die Tür auf. Verwirrt sahen sie den Uzumaki an und dieser drückte ihr nur ein Zettel in die Hand. Neugierig las sich Sakura den Brief durch und wie es schien, hatte man Sasuke schon gesehen, jedoch war dies keine erfreuliche Nachricht. Wieso stellte sich im späteren Verlauf des Briefes heraus! Sasuke hatte das Nibi gefangen und war mit Madara'gesehen worden. Offiziell galt der Uchiha nun als Nuke-nin und somit war die Jagd eröffnet gewesen. „Was willst du tun?" Fragend sah Sai auf den Blondschopf und Sakura hätte ihn dafür lieber eine geknallt. Das sollte er ihn jetzt lieber nicht fragen, denn nun wurde die Situation noch komplizierter. Der Uchiha half Madara, wohl im Glauben damit den Fluch loszuwerden, aber Sakura glaubte nicht, dass ihn das befreien würde.

Naruto hatte lange überlegt, wie man den Fluch noch brechen konnte, doch dafür brauchte er Sai und Sakura nicht. „Ich werde nichts tun. Im Gegenteil, ich werde hier sitzen bleiben und das alleine und jetzt raus hier. In einer Stunde sollt ihr bei Ino sein!" Naruto stand auf und scheuchte die beiden raus." Na hopp, ich will meine Ruhe haben."

Zu Ino? Was sollten sie dort und was wollte Naruto alleine tun? „Will er sich ihm alleine stellen?" Sai sah entsetzt zu Sakura und sie glaubte, dass es so war. Aber alleine gegen Sasuke war zu gefährlich. „Naruto, lass den Mist, das ist gefährlich." Wütend schlug sie gegen die Tür und wenn Naruto sie nicht freiwillig öffnete, brach sie diese ohne Probleme einfach auf. „Du solltest auf sie hören, alleine ist es zu gefährlich." Eine dunkle Stimme erklang hinter Naruto, zog den Hokagen zu sich in einen Strudel. Naruto sah noch, wie Sakura die Tür aufbrach und Sai zu ihm stürmte, doch es war zu spät. Kurz darauf fand sich Naruto wieder in einem Raum, der so aussah wie das letzte Mal. „Er ist derzeit etwas gereizt und aufbrausend. Den Grund, muss ich dir ja nicht erklären mehr." Ruhig war die Stimme von Madara und er sah zur Tür. Es würde nicht lange dauern und Sasuke würde erscheinen, angetrieben von diesem Verlangen und der Gier nach Naruto seinem Körper. „Willst du ihn durch ein Siegel zähmen? Es wird nicht viel nützen. „

Ob er ihn zähmen wollte? Fast hätte Naruto das Lachen angefangen, doch er blickte den Maskenträger ernst an. "Soll er ruhig herkommen. Dann ist er immerhin noch dabei", erwiderte Naruto gelassen und sah einfach abwartend auf die Tür. Eine andere Wahl hatte er auch nicht. Wenn Engel weinen, färbt der Himmel sich rot, die Tränen tränken die Erde mit Blut. Wenn Engel leiden, die Flamme erlischt. Wenn Engel sterben, dann stirbt auch das Licht. In dem Falle Sasuke. Ein trauriges Lächeln huschte Naruto über die Lippen, ehe er schweigend die zwei Kapseln in seiner Hand schluckte und langsam in Gedanken bis zehn zählte.

„Du kannst nichts gegen das Schicksal tun." Mahnend sah Madara auf den Blondschopf, verließ jedoch kurz darauf das Zimmer. Der junge Uchiha erschien bald, da er seine Aufgabe erfüllt hatte. Jedoch nicht ohne eine Verletzung davongetragen zu haben, der Angriff von ihm war unüberlegt gewesen, er hatte Nibi unterschätzt, obwohl als er sich vorbereitet hatte auf den Kampf alles durchdacht war. Dann als er sich anschleichen wollte, um es zu überraschen, hatte er völlig falsch reagiert, hatte ihn die zweischwänzige Katze am Arm erwischt. Zwar war die Wunde schon verbunden, dennoch schmerzte sie. Er hatte das Gefühl, dass ihn noch immer diese Katze versuchte seinen Arm abzureißen. Madara hatte ihn irgendwas gegen die Schmerzen gegeben, aber das Mittel half nicht. Er war zwar völlig benebelt, aber die Schmerzen spürte er noch immer sehr deutlich. Dafür war er aber nun wacklig auf den Beinen und nahm alles gedämpft und verschwommen wahr. Sasuke wollte ins Bett und war froh endlich sein Zimmer gefunden zu haben. Eine Person war in seinem Zimmer, war das etwa Madara? Sasuke trat näher und erkannte erst später, dass es Naruto war. „Er hat gesagt ...", weiter sprach der Uchiha nicht, wollte wieder weg, doch Naruto hielt ihn fest. Verwirrt sah Sasuke zu Naruto, nahm nur die groben Umrisse von ihm wahr, aber das blonde Haar erkannte er überall wieder. Er spürte, dass sein Verlangen wuchs, doch sein Körper zu schwach war, um sich wirklich darauf zu konzentrieren. „Was willst du?" Sasuke zog seine Hand weg, merkte wie langsam seine Glieder taub wurden. Was war das, er spürte nichts mehr. Sein Körper fühlte sich schwer an, doch sein Geist rebellierte, er kochte innerlich langsam vor Wut und wusste nicht mal warum. War es wieder diese Sache, er war ja das Gegenstück zu Naruto.

Was er hier wollte? Naruto wusste selbst keine Antwort darauf und zuckte daher mit den Schultern. „Was weiß ich. Frag das doch Madara oder diesen Spriralheini, der mich hierher gebracht hat", antwortete Naruto gelassen und schritt gemächlich durch den Raum.

Madara sollte er fragen? Sasuke schüttelte den Kopf, wollte was er wieder, doch seine Stimme versagte. Was war los mit ihm, er schmeckte etwas Salziges auf der Zunge und etwas Warmes lief aus seinem Mund. Blut tropfte zu Boden und sofort sah er zu Naruto. „Was hast du getan?" Entsetzt sah er auf den Blondschopf, irgendwie wurde ihm übel und sein Magen schmerzte. Was war nun wieder mit ihm los, er hatte nichts getan. Es musste Naruto seine Schuld sein, seinetwegen ging es ihm immer schlechter. „Ich sagte doch, das Schicksal kannst du nicht austricksen." Ruhig schritt Madara wieder in den Raum und sah auf den Jungen Uchiha. „Du schluckt Gift und glaubst wirklich, dass es etwas bringt. Ich sagte doch, er ist dein Gegenteil, bringst du dich um, wird er auch sterben."

Wie schlau Madara doch war. Genauso schlau wie Ino, die ihm das Gift mehr oder weniger besorgt hatte. „Ich bin nicht dumm, Madara. Ich weiß, was ich getan habe und was es für Folgen hat", erwiderte Naruto sachlich dem älteren Uchiha, ehe er Sasuke ansah. „Eine andere Möglichkeit wird es nicht geben und ich will auch gar keine andere Möglichkeit mehr haben. Ich hab die Nase voll."

Hatte er das gerade richtig verstanden, Naruto wollte ihn umbringen? Einfach so hin hinrichten, damit er erlöst war? Als er selber dran gedacht hatte, da hatte ihn der Andere davon abgehalten und nun ließ er ihn wie ein Schwein verbluten. Knurrend erhob sich der junge Uchiha und Madara nahm Abstand. Jetzt hatte Naruto das Böse geweckt und mehr Schaden angerichtet als Madara gedacht hatte. Das Schicksal war grausam, oder aber es konnte einem das ganze Glück der Welt schenken. „Duu", röchelte der junge Mann leise und packte den Blondschopf am Kragen. Naruto wollte ihn leiden sehen, dafür rächte er sich. Ohne Vorwarnung trat er den Blondschopf in den Bauch. Wenn er das Zeug ausspuckte, dann würde er leben. Wieder trat er zu und Naruto keuchte vor Schmerz. Er griff in das blonde Haar und zerrte ihn zum Bad. Die Badewanne war noch voll mit Wasser, wo er sich der junge Uchiha eigentlich hereinlegen wollte, doch nun musste es für etwas anderes herhalten. „Spuckt es aus", sprach er ruhig und tunkte Naruto unter Wasser. Der andere stammelte, doch Sasuke war stärker und genoss es regelrecht. Nahm er sein Schicksal halt an, warum auch nicht, Hauptsache Naruto litt. Kurz zog er ihn wieder hoch und Naruto spuckte Wasser. Wieder drückte er ihn unter Wasser, ließ ihn so lange drin bis Naruto fast sein Bewusstsein verlor. „Ich warte", sprach er noch und tunkte Naruto wieder ins Wasser und diesmal befreite er und übergab sich. Sasuke Magenschmerzen verschwanden und kurz sah er zu Madara und schloss die Tür. Der Ältere Uchiha lachte leise, denn nun hatte Naruto etwas getan was er bereuen würde.

Naruto spuckte Wasser, kotzte schließlich beide Pillen wieder aus und sah ziemlich benommen aus. Doch was war Naruto egal, sollte Sasuke ihn umbringen. Damit hätte er auch nichts gewonnen. Naruto hustete ein paar Mal, blickte seitlich weg und murrte leise. „Du bist so bescheuert, echt jetzt. Hättest du das nicht gemacht, wären wir beide tot und hätten unsere Ruhe. Aber nein, der werte Uchiha braucht mal wieder eine Extrawurst!", knurrte Naruto beleidigt auf. „Außerdem könnte ich es erneut versuchen. Ich kenne genug Mittel und Wege", grinste er schließlich.

„Ich würde sterben, du hättest überlebt. Ich bin das Gegenteil, schon vergessen", hauchte Sasuke leise und zerrte Naruto wieder auf die Beine. Es reichte ihm und Naruto wollte sterben, um sie beide zu erlösen? Nun gut, aber den Tag würde er bestimmen. „Ich zeige dir nun, was Hass ist." Zufrieden grinste Sasuke und noch bevor Naruto etwas sagen konnte, fasste er seinen Kopf und schlug ihn gegen die Wand. Blut tropfte zu Boden und genüsslich leckte sich Sasuke über die Lippen. Wieder zerrte er ihn an den Haaren hoch und sah ihn mit roten Augen an. „Dein Leben gehört mir." Sofort wurde Naruto an die nächste Wand gedrückt und langsam drückte Sasuke die Kehle zu.

Nein, er hatte es nicht vergessen. Aber wäre Sasuke tot, könnte auch er in Ruhe sterben. Demnach war es Naruto auch egal, was Sasuke mit ihm anstellte. Er würde ihm zeigen, was Hass ist? Fast hätte Naruto freudlos gelacht, doch stattdessen grinste er fies. „Ich brauch keinen Hass. Egal was du tust, ich werde dich nicht hassen. Ich kann es nicht mal!" Naruto zuckte unter den Schmerzen zusammen, röchelte, als Sasuke ihm bereits die Luft abdrückte. Naruto lächelte auch jetzt, denn Hass würde er niemals empfinden.

„Du wirst es lernen." Kalt sah ihn der Uchiha an und wenn es Jahre dauern würde, Naruto wird ihn hassen. Er selbst würde es genießen, der Gedanke alleine das der Andere leiden wird, gefiel ihm. Naruto grinste ihn wider an, aber sollte er ruhig, solange er das noch konnte. „Ich werde es genießen", hauchte er leise und ließ den Jüngeren los. Kurz gab er ihm eine Pause, bevor er sich ihn dann wieder schnappte. Er griff nach seinem Fuß und schleifte ihn hinter sich her. Es gab genügend Räume wo er sich austoben konnte. Naruto hielt sich an der Tür fest und Sasuke lächelte nur. „Ich dachte, du hast keine Angst?" Blitzschnell griff er nach seinem Schwert und hielt es Naruto an die Kehle. Das würde Naruto keine Angst machen, aber es würde ihn weh tun, leicht schnitt er in die dünne Haut und stach die Klinge in die Hand. Sofort ließ der Blonde los und Sasuke zerrte ihn in den Flur in einen Raum, in dem nichts außer einem Stuhl stand.

Der Uchiha schleifte Naruto dort hinein und band ihm am Stuhl fest. Wieder grinste er ihn an und leise begann Sasuke an, zu lachen, er wollte den anderen quälen, ihn spüren lassen wie jämmerlich er war. „Lass uns Spaß haben", leise sprach er diese Worte, zog ein Kunai aus einer Tasche. Langsam öffnete er das Oberteil von Naruto und setzte die kalte Klinge am Schlüsselbein an. Langsam fuhr er mit der Klinge über die Brust, hinterließ einen dünnen Schnitt. „Ob man dir auch die Haut so abziehen kann wie einem Tier?" Neugierig sah er zu Naruto und nun sah ihn dieser entsetzt an.

Sasuke wollte ihm nicht ernsthaft die Haut abziehen? So krank war er nicht oder doch? Naruto musste schlucken und sah Sasuke kreidebleich an. „Hey, wenn du schlechte Laune hast, dann lass sie nicht an mir aus!", fauchte er ihm entgegen und zerrte an den Fesseln. Doch diese gaben nicht nach.

„Ich will nur Spaß, Freude empfinden.“ Zufrieden sah er auf den Blondschopf und das Bannmal stach ihm ins Auge dabei. Mit den Sharingan konnte er das Kyuubi befehligen. „Oder soll ich doch lieber Konoha zerstören?“ Sanft fuhr er mit den Fingerspitzen das Mal nach und ein leises Knurren drang an sein Ohr. „Häuten, zerstören oder vielleicht doch die Unschuld? „

Konoha zerstören? War Sasuke jetzt von allen guten Geistern verlassen? „Kyuubi wird sich von dir nichts sagen lassen“, erwiderte Naruto patzig und sah Sasuke kalt an. „Egal, was du tust, es wird sich nichts ändern. Ich werde dich nicht hassen. Niemals!“

„Das ist mir egal, wenn du es nicht kannst.“ Naruto gehörte jetzt ihm und er würde machen was er wollte mit ihm. Niemand würde ihn hier finden und selbst eine Flucht ging nicht. Hier waren sie in Madara seiner Welt und hier kam man nur mit dem Sharingan heraus oder herein. Erneut setzte er das Messer an, schnitt die Form seines Familienwappens auf die Brust und betrachte sich erstmal in Ruhe sein Werk. Der Fächer zierte nun die Mitte von Naruto seiner Brust, aber es war ihn nicht rot genug. Er sagte kein Wort, setzte lieber das Messer erneut an und tauchte mit der Klinge Stück für Stück unter die Haut. Er spürte wie sich die Haut vom Muskel und Fleisch löste. Langsam trennte er die Haut ab, wollte seinen schönen Fächer nicht verunstalten. Stück für Stück trennte er die Haut ab, hielt den Fetzen in seiner Hand fest. „So sieht es doch schon besser aus. Schade, dass der Rest nicht rot war.“ Enttäuscht sah er auf Naruto, dieser wimmerte leise und unterdrückte einen Schrei. Sasukes Herz schlug schneller und es machte ihn Spaß. Er genoss es, diese Macht und wie wehrlos Naruto doch war. Der Uzumaki wollte es ja beenden, warum auch nicht, dann aber wie er wollte.

Sasuke war völlig irre, mehr konnte Naruto dazu nicht sagen oder es gar denken, denn die Schmerzen waren mit nichts zu vergleichen. Es brannte, es schmerzte und er wünschte sich, er wäre der Ohnmacht nahe. Doch dem war nicht so. Naruto hatte das volle Bewusstsein, spürte alles und jeden ach so kleinen Schnitt. Ebenso sah er die Haut, die ihm Sasuke tatsächlich herausgeschnitten hatte und er wagte es nicht, an sich herunterzusehen.

„Was ist los, Naruto, tut es weh?“ Vorsichtig hob er das Kinn des Anderen an und sah mit roten Augen auf ihn. Er hasste ihn nicht, doch der Schmerz war unermessliche, das verrieten ihm seine Augen. „Du gehst nie wieder“, hauchte er leise und küsste sanft die Stirn des Blondschopfes. Nein der Andere wäre nun für immer bei ihm und irgendwann, ja da nahm er sich vielleicht auch das letzte bisschen Stolz, das Naruto hatte. „Es reicht.“ Eine dunkle Stimme erklang und Madara trat auf den Jungen Uchiha zu. Leise knurrte Sasuke, wich nicht einen Moment von Naruto weg. „Du bist selber Schuld, du hast ihn hier hergebracht.“ „Ja, das habe ich, in der Hoffnung, dass ihr beide versteht, was ihr seid.“ Streng sah Madara zu Sasuke und dieser zuckte mit den Schultern.

Ob es wehtat? Nein, natürlich nicht. Warum sollte es auch? Naruto knurrte, bei dieser Frage, blickte Sasuke erzürnt an und wollte ihm ins Gesicht spucken, als dieser ihm die Stirn küsste. War Sasuke jetzt von allen guten Geistern verlassen? Naruto wollte etwas sagen, den Kopf wegdrehen und doch fehlte ihm dazu die Kraft. Sein ganzer Körper brannte, schmerzte und an bewegen war nicht zu denken. Erst, als er Madaras Stimme vernahm, drehte er den Kopf, was aber keine gute Idee war, denn er spürte ein Dröhnen, wie, als würde ihm jemand dauernd auf den Kopf schlagen.

„Es ist besser, wenn du jetzt gehst“, schnaufte Sasuke und sah es nicht ein, sein Spielzeug wieder wegzugeben. „Er wird hierbleiben, doch du musst dich ausruhen und deine Verletzung versorgen lassen.“ Knurrend sah Sasuke den Älteren an, doch er ging. Naruto wollte das Gegenteil, so musste der junge Uchiha reagieren. „Eigentlich hatte ich gehofft, dass du etwas besser verstehst“, wandte sich Madara an den Blondschopf und seufzte leise.

Besser verstehst? Was wollte Madara damit jetzt sagen? Naruto blickte nicht durch und das nicht erst seit heute. Er blickte es gar nicht und sah Madara demnach verwirrt an. „Was soll ich bitte besser verstehen? Ich versteh es bis heute nicht, was der ganze Unfug hier soll!“

„Du kannst Sasuke lenken, wenn du weißt, wie es geht. Er ist das Gegenteil von dir, sobald du etwas nicht willst, tut er es aus zwang. So wie jetzt, du willst sterben und er deswegen leben. Wenn du es geschickt anstellst, dann kannst du ihn kontrollieren“, erklärte Madara ruhig und stellte sich direkt vor Naruto. „Was glaubst du, warum das mit mir und Hashirama funktioniert hat?“

Hashirama? Das war doch der erste Hokage! Naruto sah Madara entsetzt an und schluckte. Der war ein Gegenstück gewesen? Wieso hatte Itachi dann nichts gefunden, oder wusste er es nicht? Aber wie sollte er Sasuke bitte kontrollieren? So wie Kyuubi? Wohl eher nicht, denn das eine hatte mit dem anderen nichts zu tun.

Der Junge verstand nicht und Madara verdrehte die Augen. „Wenn du willst, dass er dich gut behandelt, passiert sowas. Willst du schmerzen, wird er ganz sanft sein“, erklärte er ihn nochmal, sah dann zur Tür, wo Sasuke schon wieder stand. „Was wird das hier?“ Knurrend sah er zu Madara und schritt näher auf sie zu. „Versuche es.“

Natürlich verstand Naruto es nicht, vorerst jedenfalls. Erst als Madara ihm genau erklärte, wie es gemeint war, leuchtete es ihm ein und er nickte schwach. Dann sah auch er zur Tür, den knurrenden Sasuke an und schluckte kurz. Für einen Moment schloss er die Augen, atmete tief durch und öffnete sie schließlich wieder. „Was das hier werden soll? Nach Kaffeekränzchen sah es jedenfalls nicht aus“, zischte Naruto leise.

Der Uchiha knurrte, packte Naruto am Kragen und ließ dann doch wieder von ihm ab. Komisch, die Lust ihn zu quälen war ihn vergangen, warum auch immer. Was hatte ihn Madara gesagt? Das musste was mit ihm zu tun haben, diesem Schicksal, denn Naruto wirkte nun völlig anders.

Sieh einer an. Kaum, dass er wie eine Schlange zischte, ließ Sasuke von ihm ab und hatte keine Lust mehr, ihn weiter zu quälen. Es funktionierte also wirklich, wie Naruto feststellen musste. „Was denn, Sasuke? Keine Lust mehr auf Spielchen?“ Naruto fing an zu grinsen, richtete sich auf und sah ihn belustigt an. „Schade, dabei hatte ich gerade Gefallen daran gefunden, mich quälen zu lassen.“

Am liebsten hätte er Naruto eine dafür einen Schlag ins Gesicht verpasst, doch er konnte nicht. Moment, hatte Madara etwa …? Dieser Dreckskerl, er fiel ihm in den Rücken und Naruto half er. Nichts erwiderte der Uchiha, knurrte nicht mal, sondern sah stumm auf den Blondschopf. Egal was dieser tat, ewig konnte er das nicht spielen.

Naruto blickte Sasuke weiterhin an, sah wie ihm sämtliche Gesichtszüge entglitten und nun musste Naruto laut lachen. Er hielt sich sogar den schmerzenden Bauch und richtete sich langsam auf. „Niedlich, wie du die Fassung verlierst und das nur, weil ich mehr weiß, als du.“ Das Grinsen in seinem Gesicht wurde noch breiter und er schritt auf Sasuke zu. „Schon seltsam, dass ich mal mehr weiß als ein Sasuke Uchiha“, amüsierte sich Naruto schmunzelnd.

Sasuke kochte innerlich vor Wut und das Gerede von Naruto nervte ihn. Doch nun grinste er selber, denn soviel mehr wusste Naruto nun auch nicht. „Du kannst nicht aus deiner Haut und dann werde ich es genießen“, hauchte er ihm leise ins Ohr, wandte sich von Naruto ab und ließ ihn alleine zurück. Weg konnte Naruto nicht, solange Madara ihn nicht gehen ließ. Er würde sich jetzt ausruhen und dann vielleicht sich später, wenn er konnte sich röchen.

Aus seiner Haut konnte er nicht? Was wollte Sasuke damit jetzt andeuten? Etwa, dass er sich nicht verstellen konnte? Verwirrt sah er daher Sasuke nach, seufzte und setzte sich vorerst hin. Würde er es wirklich schaffen Sasuke zu kontrollieren und wenn ja, für wie lange? Immerhin müsste er ihn Jahre kontrollieren und nicht nur ein paar Tage.

Bei Madara hatte es auch nicht ewig geklappt und der Uchiha hatte fast ganz Konoha vernichtet. Sasuke hatte recht, irgendwann würde er einen Augenblick der Schwäche haben und dann würde Sasuke so austicken. Dieser hatte sich in sein Zimmer verzogen und versuchte zu schlafen, aber es ging einfach nicht. Sein Körper wollte etwas und Sasuke hatte dafür keine Lust, noch Interesse. Er wollte schlafen, doch mit dem Problem zwischen seinen Beinen ging dies schlecht. Frustriert, seufzte Sasuke und verlagerte seine Schlafposition in der Hoffnung, dass dies nun half.

Die Dunkelheit zog an seinen Ohren laut tosend vorbei und er stürzte in die Tiefe Leere. Aber er hatte keine Angst und so fiel Naruto in diesen Schlaf, geschüttelt von seinen Gefühlen, traumlos. Von seinem Unterleib ausgehend, über seine Schenkel, durch seinen gesamten Körper zog sich ein warmes Kribbeln. Seine linke Hand, welche noch immer fest in seiner verschlungen war, verkrampfte sich jetzt, beinahe so als wollte er es verhindern, dass dieses Band zwischen ihnen riss. Naruto wirkte beinahe mehr als nur unwirklich und schöner als ein Engel. Die Flecken auf seinen Wangenknochen waren bereits röter als seine Lippen und seine blauen Augen glänzten glasig. Dom. Domdom. Es war so beruhigend. Naruto spürte wie auch sein Atem sich wieder zu beruhigen begann. Dieses wohlig warme Gefühl in seinem Bauch ließ ihn schläfrig werden, und beruhigte seinen erhitzten Körper. Domdomdom. Dom. Er glaubte fast eingeschlafen zu sein, als er die Stimme vernahm: „Du kannst jetzt gehen.“ Und seine Hand löste sich aus seiner … die Uhr riss Naruto aus seinem Traum, schlug Mitternacht, dröhnte in seinen Ohren und hallte wie ein Echo in seinen Gehörgängen ab.

 

„Ausgeschlafen?" Skeptisch sah Madara auf den Uzumaki und dann in dessen Schritt. Dieses Problem hatte wohl jemand anderes aber auch, dieser lag nur weiter weg.

Erschrocken, dass Madara so plötzlich vor ihm stand und dabei auch noch sein Problem sah, ruckte Naruto in die Höhe und sah verlegen weg. „Ausgeschlafen?", wiederholte er leise und strich sich verlegen durch die Haare. Wie peinlich und dann stand auch noch dieser Vogel vor ihm und grinste blöde.

„Dafür solltest du lieber ihn fragen", merkte Madara an, denn eigentlich war er nur vorbeigekommen, um Naruto etwas tu essen zu bringen. Dass dieser wüst träumte, konnte er nicht wissen. „Wäre ja nicht das erste Mal."

Sasuke fragen? War Madara von allen guten Geistern verlassen? „Den frag ich sicherlich nicht", grummelte er daher leise und setzte sich lieber aufrecht hin. Ganz gelang ihm das aber nicht und er brummte leise. Nicht mal richtig sitzen konnte er und dann wieder diese stichelnden Worte von diesem blöden Fatzken.

„Schien dir aber das letzte Mal gefallen zu haben!", grinste Madara und lachte dann leise. Entweder kam Sasuke gleich hier her oder Naruto ging zu ihm. Eines von beiden würde passieren, Madara wusste es am besten.

Woher wusste Madara davon? Hatte Sasuke ... Nein, oder doch? Naruto blies beleidigt die Wangen auf und schnaufte. „Das sah nur so aus", knurrte er und drehte den Kopf weg. Wieso wusste der Andere auch immer alles? War der Hellseher, Stalker oder was sollte das?

„Du bist in meinem Reich, mir entgeht nichts." Naruto konnte es leugnen wie er wollte, er kannte die Wahrheit. Es hatte ihm gefallen, er hat sich an Sasuke gekrallt und sogar fast einen Schritt mehr getan. „Entweder du gehst zu ihm oder er kommt zu dir, was ist dir lieber?"

Was ihm lieber war? Seine Ruhe war ihm lieber und das am besten alleine und mit geschlossener Tür von außen. Vielleicht half eine kalte Dusche gegen sein Problem oder er dachte einfach an irgendwas Ekliges. „Ich geh ganz sicher nicht zu Sasuke. Eher friert die Hölle zu", gab Naruto patzig von sich und grummelte erneut.

Der Ältere lachte und schüttelte den Kopf. „Das passiert sehr schnell, dass die Hölle zufriert." Dann verließ Madara das Zimmer und zog sich zurück. Sollte das Schicksal entscheiden?

Aja? Tat sie das? Naruto sah Madara jedoch nur schnaubend hinterher und ließ sich erleichtert zurücksinken, als dieser endlich das Zimmer verlassen hatte. Noch einmal murrte Naruto, doch meldete sich auch gleich sein Problem wieder und frustriert knurrte Naruto. Ein Prickeln machte sich in ihm breit und seine rechte Hand glitt an seinem eigenen Oberkörper immer weiter hinab und legte sich an sein Glied, das er durch die Hose rieb. Ein leises Stöhnen entkam seinen Lippen. Alleine würde er das sicher auch wegkriegen und so war es ihm wesentlich lieber.

Sasuke plagte dasselbe Problem, doch schlief er nun durch die Medikamente. Jedoch schlief er sehr schlecht, seine Lenden schmerzten und die erhoffte Erlösung durch Ignorieren geschah einfach nicht.

Naruto hatte mittlerweile das Zimmer gedanklich komplett verlassen. In seinen Gedanken wirbelte einzig und allein irgendwie Sasuke umher, so wie er es immer tat, wenn er sich selbst befriedigte. Aufkeuchend fing er an seine Erregung zu massieren, sein Griff verstärkte sich ein wenig und seine Hüften stießen in seine Faust. Die freie Hand fuhr immer wieder durch sein strubbeliges Haar, sein Körper räkelte sich auf dem Bett und laut stöhnte er auf, als die Blitze in seinen Lenden zunahmen.

Erlösung, auch der Uchiha wollte das. Jedoch nicht für seine Lenden. Das Problem war von selbst verschwunden, wohl weil sein Körper zu schwach war. Dennoch wollte er endlich dieses Band zwischen ihm und Naruto lösen, seine Ruhe vor ihm haben. Aber Madara brauchte ihn und somit musste er sich damit abfinden, dass der Blondschopf hier war. Er reagierte wie Naruto es wollte und das störte ihn. Er war das Gegenteil, er wollte so weit weg wie es nur ging und hoffen, dass er nicht langsam wahnsinnig wurde.

Die rechte Hand umschloss noch immer seine Erektion, die andere streichelte seinen Hals, seine harten Brustwarzen, seinen Bauch, bis hinter zu seinen Beinen, dann gab er sich den Gnadenstoß, als er seine Finger anfeuchtete und sie langsam in sich gleiten ließ. Immer wieder keuchte er auf, bewegte seine Finger schneller und ließ den Kopf fallen, als er das erste Mal seinen Lustpunkt traf. Ein lauter Schrei verließ seine Lippen und er hoffte inständig, dass niemand ins Zimmer platzen würde. Den würde er vermutlich in die Hölle. Sein Daumen huschte über die feuchte Eichel, verwischte die Lusttröpfchen und der Griff um sein Glied verstärkte sich noch, als er immer heftiger rieb und gar nicht mehr wusste, auf was er sich konzentrieren sollte. Die Finger, die in ihm arbeiteten, oder doch die Faust, die heftig auf und ab rieb? Naruto stöhnte und stöhnte, stieß schneller seine Finger sich und in seinem Kopf hatte sich ein nicht ganz jugendfreies Bild festgesetzt: 'Fick mich Sasuke ... fick mich ... fick mich!' Er stieß einen kleinen Schrei aus, als er sich über seine Hand ergoss und verzweifelt an dem Stuhl festkrallte, nur um nicht gänzlich den Halt zu verlieren.

Das Stöhnen hatte sogar Sasuke gehört und auch was Naruto dabei gesagt hatte. Wie er seinen Namen geschrien hatte und wie erregt sie klang. Am liebsten wäre er aufgesprungen und dieser Bitte nachgekommen, aber sein Körper verweigerte gerade seinen Dienst und er konnte nicht aufstehen. Er fühlte sich schlapp und gleichzeitig so leer. Er war nicht mal müde, sondern lag wach im Bett und starrte die Wand vor sich an. Naruto schien seinen Spaß gehabt zu haben, aber warum schrie er seinen Namen dabei? Liebe konnte es nicht sein, sonst würde der Hass in ihm lodern. Stand Naruto wirklich auf Männer, die wie er war? Da hatte er sich aber die falsche Gattung Mann ausgesucht, ohne diesen Fluch hätte er erst gar kein Interesse an ihm. Obwohl er zugeben musste, ihre Spielerei von damals hatte ihn schon gefallen.

Naruto ließ den Kopf nach vorne kippen und keuchte ein letztes Mal. Gott war er fertig. Naruto blinzelte müde, fuhr sich etwas konfus durch die Haare, blickte sich um und blinzelte ein paar Mal. Es wurde merkwürdig trüb und schummerig.

„Das hättest du lieber lassen sollen", hörte er noch eine dunkle Stimme, bis ihm schwarz vor Augen wurde und er vom Stuhl kippte. Kopfschüttelnd sah Madara auf den Jungen und dann sah er neben ihn und wie sich Zetsu aus dem Boden langsam erhob. „Mache ihn fertig, soll nachher unser jüngste seinen Spaß haben." Der Pflanzenmensch nickte und griff schon nach Naruto, um diesen aufzurichten.

Was hätte ... Naruto konnte nicht mehr zu Ende denken, wurde alles schwarz vor seinen Augen und er sackte zusammen. Zwar hörte er Stimmen, konnte diese aber nicht wirklich zuordnen und ebenso, wer ihn hochhob und wegtrug.

Ohne zu klopfen, riss Madara die Tür auf und grummelnd erhob sich Sasuke. „Naruto hat geschummelt, deswegen musst du jetzt für einen Ausgleich sorgen." Verwirrt sah Sasuke den Älteren an, eigentlich wollte er schlafen, ihm ging es irgendwie komisch. Er war nicht krank, aber er fühlte sich so. Dennoch hörte er auf Madara und krabbelte aus dem Bett und folgte ihm. Was hatte der Ältere wieder vor mit ihm? Doch Madara führte ihn nur in ein dunkles Zimmer und schubste ihn herein und lachte leise. Sasuke drehte sich um und versuchte in dem dunklen Raum etwas zu erkennen. Irgendwer kniete da vorne ... Naruto. Langsam schritt er auf den Jüngeren zu und schluckte, als er erkannte, wie er da vor ihm lag. Seine Beine waren durch eine rostige Kette aneinander gebunden. Auf die Knie gedrückt, die Arme hinter den Rücken verbunden und wie ein Hund an der Kette ein trug er ein Halsband. Alles war mit dem Boden verankert, somit konnte Naruto nicht fliehen, aber das schlimmste war, dass der Blonde nichts anhatte. Sasuke gab nur ungern zu, aber dieser Anblick gefiel ihm und das ziemlich. Es erregte ihn, dass Naruto hilflos war und, dass er ihn sogar flehend ansah. Dennoch sagte er nichts, verstand aber nun, was Madara meinte mit er solle seinen Spaß haben.

Nur langsam wachte Naruto wieder auf, versuchte sich umzusehen und doch erkannte er nichts außer Dunkelheit. Verwirrt darüber versuchte er aufzustehen, merkte aber, dass er sich nicht bewegen konnte. Das Rasseln von Ketten verriet es zusätzlich und wäre das nicht genug, betrat plötzlich Sasuke den Raum. Aus dem Augenwinkel heraus sah er dessen Gesicht, schluckte und merkte erst jetzt, dass er vollkommen nackt und hilflos war.

Sasuke überlegte, ob er etwas sagen sollte und dann einfach zu gehen. Doch er wollte irgendwie nicht und da Naruto nun merkte, dass er ihm ausgeliefert war, konnte er, wenn er wollte, das Schicksal einfach erfüllen. Sollte er? Was passierte eigentlich, wenn er es tat? Ein Unglück wird hereinbrechen, aber was war denn alles ein Unglück gewesen? „Warum so still?", grinste der Uchiha und schritt einmal um Naruto herum, wie ein Löwe, der seine Beute umkreiste, denn etwas anderes war Naruto nicht. „Madara hat was gesagt von Schummeln und deswegen hab ich mich wohl so kraftlos und schlapp eben gefühlt. Was hast du angestellt?" Sasuke wusste es, man hatte Naruto laut genug gehört, dennoch wollte er es aus seinem Mund hören und ihn büßen lassen.

Warum er so still war? Das wollte Sasuke jetzt nicht ernsthaft wissen. Zum einen war er hier nackt und zum anderen gefesselt und dann war Sasuke auch noch hier. Da sprach er sicher nicht über das Wetter oder über Berichte der Anbu. Naruto gab nur einen leisen, knurrenden Laut von sich und sah Sasuke zornig an. Doch der Zorn wich Entsetzen und Naruto biss sich auf die Unterlippe. Was er getan hatte? Naruto überlegte, dann aber grinste er frech. „Ich hab nur das gemacht, was viele andere auch machen. Ich hab mir einen heruntergeholt", erwiderte er trocken und musste sich hierbei ein Lachen verkneifen.

„Und dabei laut einen Namen geschrien", grinste Sasuke und Naruto sah ihn entsetzt an. „Ja, man konnte dich super hören." Das hätte er vielleicht Madara vorher fragen sollen, ob man ihn überhaupt hörte. Dass er sich Selbstbefriedigung verschaffte, das störte Sasuke nicht, aber wie es schien durften sie das nicht. Ihm ging es schlecht und er fühlte sich fast leer und Naruto schien auch nicht auf der Höhe gewesen zu sein, sonst hätte ihm dies Madara bestimmt nicht so leicht antun können.

Sasuke hatte ... Naruto entglitten sämtliche Gesichtszüge und er schluckte erneut. Sasuke hatte es gehört, hatte ihn gehört. Mist, verdammter. Naruto war es mehr als peinlich und dennoch nickte er beschämt. „Was regst du dich darüber eigentlich jetzt auf? Ist doch wohl meine Sache, was ich mache und was nicht", moserte Naruto schließlich von Neuem.

Es störte ihn auch nicht, nur, dass er mit ihm verbunden war und somit anders reagierte. „Warum ich? Wegen dem Schicksal?" Das interessierte den Uchiha wirklich, Naruto hat seinen Namen mit einer solcher erregte Stimme geschrien, dass ihm bei den Gedanken alleine ein Problem aufkam. Der Uchiha wandte sich etwas von Naruto ab, versuchte sich wieder zu beherrschen, aber leicht fiel es ihm nicht. Naruto war ihm regelrecht auf den Silbertablett seviert, da zu widerstehen war gar nicht so leicht.

Warum er? Ja warum er und nicht irgendwer anders? Naruto überlegte, warum ausgerechnet Sasuke, kam aber auch auf keinen zusammenfassenden Reim und zuckte daher mit den Schultern. „Woher soll ich das denn wissen? Ich weiß nicht mal, wann oder wo das angefangen hatte." Warum rechtfertigte er sich überhaupt? Es konnte Sasuke doch egal sein, wann und wo und wieso. Außer Hass und Verachtung konnte der ohnehin nichts fühlen. Immerhin war er sein Gegenstück und fühlte verkehrt herum.

„Es interessiert mich", antworte der Uchiha ruhig, setzte sich vor Naruto und knurrte leise, da seine Lenden schmerzten. „Immerhin soll Liebe das Schicksal ändern", hauchte er leise, kam Naruto dabei näher und leckte ihm frech über die Ohrmuschel. Kurz schüttelte er sich, das war dann doch etwas zu viel und sein Körper verlangte nach Beachtung.

Es interessierte ihn also. Fast hätte Naruto gelacht, doch stattdessen sah er Sasuke einfach nur verwirrt an. „Als ob du ..." Naruto zuckte kaum merklich zusammen, spürte eine freche Zunge an seinem Ohr, die kurz darüber leckte und ihn leicht zittern ließ. „Hör auf mit dem Mist", knurrte er und drehte den Kopf seitlich weg. Auf Spielchen hatte er gerade so gar keine Lust.

„Warum, es scheint dir ja zu gefallen." Sasukes Blick ging nach unten, zwar war es nicht so prall wie bei ihm gerade, aber es schien so, als würde dafür nicht viel fehlen. Ganz sanft glitt seine Hand über den Oberschenkel von Naruto und zufrieden sah er dessen Zittern. „Du bist ganz warm", hauchte der Uchiha nur leise und musterte Naruto zufrieden. Kurz blieb sein Blick an dem Bauchmal hängen und neugierig strich er darüber. Vielleicht wurde dann der Kyuubi befreit. „Vielleicht sind alle vom Schicksal betroffen, die was mit den Bijus zu tun haben?"

Nein, nein und nochmals Nein. Es gefiel Naruto überhaupt nicht angefasst zu werden, schon gar nicht so! Jedenfalls versuchte er sich das einzureden, auch wenn Sasuke ihn gerade reizte, seinen Oberschenkel entlangfuhr und ihm ein Zittern entlockte. Nein, das könnte genauso darauf schließen, dass es kalt war. Okay, die Gänsehaut fehlte dazu aber ihm war definitiv kalt. Vehement redete er sich das ein und zuckte erneut zusammen. Was sollte das mit Kyuubi zu tun haben? Der Fuchsgeist war sicher nicht daran Schuld und andere hatten nicht mal einen gehabt oder generell ein Biju. Jedenfalls erinnerte sich Naruto nicht daran.

„Jeder Hokage hatte mit den Bijus zu tun. Jedes große Dorf hat einen." Immer wenn etwas passierte, waren es die Bijus gewesen, die das Chaos verursacht hatten. Vielleicht war das der Grund, deswegen war auch immer der Träger des Bijus das Gegenstück. Madara hatte damals Kyuubi gefangen und dann ging es los mit dem Schicksal. Aber das erklärte nicht, warum er das Gegenstück war. Oder lag es an seiner Familie und deswegen hat Itachi sie ausgelöscht? „Er weiß bestimmt die Antwort", murmelte Sasuke leise, zeichnete dabei mit den Fingerspitzen sanft das Muster am Bauch nach.

Naruto hätte vielleicht etwas besser aufpassen sollen, wenn Tsunade ihm etwas erzählt hatte, denn dann stünde er jetzt nicht ganz so blöd dar. Jammern hilf aber auch nichts, dachte sich Naruto und nickte daher leicht. Also war doch irgendwas mit Kyuubi und Co. Nur was? Naruto dachte angestrengt nach, versuchte es, denn erneut spürte er Sasukes Finger und wie diese irgendwelche Muster auf seinen Bauch zeichneten. Kurz zuckte er, war am Bauch ziemlich empfindlich und knurrte daher leise. „Kannst du das bitte lassen?"

„Nein", war Sasukes Antwort darauf und was wohl passierte, wenn er diesen Fuchs herausließ? Madara meinte, dass er durch das Sharingan diesen Dämon kontrollieren konnte. Dann wäre das Dorf in Sekunden völlig zerstört und Naruto würden sie aus dem Dorf jagen. Der Gedanke gefiel ihm, dann musste der Blondschopf erst recht bei ihnen bleiben, wenn er Ruhe wollte. „Er hasst alles, dieser Fuchs", murmelte der Uchiha leise und zog nun doch seine Hand zurück. Er konnte es spüren, das Chakra, was in Naruto schlummerte und so heiß wie Feuer war. Das Siegel brach wohl, wenn man sich jemanden zuwandte. Sasuke erhob sich wieder, streckte sich müde und sah grinsend auf Naruto. Wieder umkreiste er ihn, blieb dann hinter ihm stehen, streichelte sanft über seinen Rücken, über dessen Schulter und hob vorsichtig sein Kinn an. „Du magst das", hauchte der Uchiha leise und ließ wieder ab von Naruto.

Nein, warum denn ... hätte er vielleicht das Gegenteil sagen sollen? Bestimmt, denn dann würde Sasuke auch damit aufhören. Nur die richtigen Worte und schon hätte er Ruhe. Ganz sicher sogar. Allerdings beunruhigte Naruto mehr, wie Sasuke von Kyuubi redete. Wollte er ihn lösen, ausbrechen und Konoha vernichten lassen? Ganz wohl war Naruto nicht, er zitterte und sah Sasuke kurz an. So wie er guckte, würde er das vermutlich sogar machen. Eine Gänsehaut schlich sich von Kopf bis Fuß, unruhig wandte sich Naruto in den Ketten und knurrte leise auf. Dieser Bastard würde Kyuubi entfesseln und den Tod vieler Menschen in Kauf nehmen. Das konnte er unmöglich zulassen. Da konnte er noch so ... so ... wieder durchfuhr ihn eine Gänsehaut, ebenso ein Kribbeln. Sasuke fasste ihn erneut an und nein, es durfte ihm einfach nicht gefallen. Daher schüttelte er auch hektisch den Kopf.

„Du bist ein schlechter Lügner", hauchte der Uchiha leise, wanderte mit seiner Hand in Narutos Nacken und sah, wie sich dieser deutlich zittere und angespannt war. „Dein Körper will es, der Fuchs will frei sein." Selbst Naruto schien sich nach mehr zu sehnen in seinen Augen. Er gab sich Mühe zu widerstehen. Es war einfach Naruto zu brechen oder den Fluch zu lösen. Aber er wollte spielen und da Naruto anscheinend Gefallen an seiner Situation fand, wollte er sie nicht ändern. Ganz sanft wanderte seine Hand über den Rücken des Anderen, langsam zu dessen Brust und hinab zum Bauch. Leise lachte Sasuke und beugte näher zu Naruto herunter. „Da scheint die Sehnsucht doch sehr groß zu sein", hauchte er ihn leise ins Ohr, biss neckisch in das Ohrläppchen und leckte entschuldigen darüber.

Dann war er eben ein schlechter Lügner. Er würde nicht zugeben, dass ihm genau das gefiel, sein Zittern ihn verriet. Nein, eher würde er sich wehren, versuchen an etwas anderes zu denken und notfalls würde er Sasuke gedanklich in die Hölle befördern. Da könnte er noch so nett sein, ihn anfassen und versuchen, in den Wahnsinn zu treiben. Er würde es nicht zulassen, dass man Kyuubi befreite. „Elender Bastard", fauchte Naruto, zitterte unter den Händen, unter der Zunge und den Zähnen, die seine Haut und sein Ohr malträtierten.

Wie freundlich der Uzumaki mit ihm war, dabei machte er eigentlich genau das, was er wollte. Er war sogar sanft, obwohl er schon lieber grober zupacken wollte. „Warum so gereizt? Ich mache das, was ihr beide doch wollt? Du willst berührt werden und der Dämon will seine Rache. Willst du ihn sehen? Das Biest in dir?" Sasuke hörte den Fuchs, spürte seinen Hass, denn dieser ruhte auch in ihm. Deswegen konnte er nicht lieben, das Ungeheuer war so blutgierig, dass er in letzter Zeit an nichts anderes mehr denken konnte, außer Konoha in Schutt und Asche zu zerlegen.

Gereizt? Wo war er denn bitte gereizt? Oben oder doch eher unten? Oder vielleicht beides? So ganz war Naruto das nämlich noch nicht klar und daher knurrte er Sasuke erneut an. Wie kam Sasuke darauf, dass dieser Fuchs Rache wollte? Hatte er je mit ihm gesprochen? Wenn, dann hatte er das getan und diese Unterhaltung war nicht sonderlich nett gewesen. Auf die Nase binden würde er das dem Uchiha aber nicht. Da hatte auch er seinen Stolz. „Ich will nicht berührt werden, jedenfalls nicht von dir und jetzt verpiss dich, echt jetzt!" Naruto kochte innerlich vor Wut und riss an den Ketten. Er hatte die Nase voll von Sasuke und dessen Spielchen.

„Warum so abweisend, dir gefällt es doch. Zudem, du hast eben meinen Namen gestöhnt." Unbeirrt machte er weiter, leckte neugierig über den Nacken des Blondschopfes, biss sanft in die blasse Haut. Deutlich spürte er das Zittern von ihm, fand Gefallen, dass Naruto so auf ihn reagierte und anscheinend innerlich kochte vor Wut. „Du gehörst mir, schon vergessen?"

Wären die Umstände und das Schicksal ein anderes, dann würde es Naruto gefallen, aber es war eben etwas anders und so langsam kamen Naruto Zweifel, wie und ob er das überhaupt überstehen konnte. Auf der einen Seite gefiel es ihm angefasst zu werden, auf der anderen aber war er in Gedanken bei Dingen, die passieren würden, würde er ganz nachgeben. Soweit durfte es nicht kommen. Er würde und wollte Konoha nicht erneut in ein Chaos stürzen. Auch wenn er gerade zitterte, es irgendwo genoss angefasst zu werden, so war es nicht richtig.

Jede Bewegung wurde genau studiert, langsam fuhr er mit der Zunge über den Hals, hauchte einen Kuss in dessen Halsbeuge. Das Zittern wurde stärker, der Körper des anderen wärmer. „Ich mag das", hauchte er leise, biss wieder sanft in Naruto seinen Nacken. Es war anders, sonst war er immer der gewesen, der grob war. Nie sanft und nun war er es und konnte das in Ruhe an Naruto austesten.

Weiterhin versuchte Naruto an irgendetwas zu denken, was diese aufkeimende Lust, die mehr und mehr von seinem Körper Besitz ergriff, stoppen könnte. Er dachte an seine Mutter, wie sie ins Zimmer ... aber es half nichts. Auch nicht, als er sie sich mit Kochlöffel und am Explodieren vorstellte. Das Zittern wurde nur stärker, sein Geist schwächer und das nur, weil Sasuke seinen empfindlichen Nacken sanft umspielte. Das war alles andere als fair und wieder murrte Naruto leise, versuchte den Kopf wegzudrehen, nur um ja nicht nachzugeben.

Naruto drehten den Kopf weg, ließ ihn aber dadurch mehr Spielraum am Hals und diesen nutze er gerne. Sanft küsste er den Hals entlang, ließ aber dann wieder von Naruto ab. Ob er? Langsam befreite Sasuke den Blondschopf von seinen Fesseln, sah zu, wie er von ihm wegrückte und seinen Schritt bedeckte.

Heftig zuckte Naruto unter den Küssen zusammen, zitterte stark und spürte ein Kribbeln, welches unaufhaltsam in seine Lenden herunterschoss. Fuck, grummelte er gedanklich, biss sich auf die Unterlippe, um ja keinen verräterischen Laut von sich zu geben und blinzelte verwirrt, als Sasuke doch von ihm abließ. Was war passiert? Wirklich nachdenken konnte er nicht, hörte das Lösen der Ketten, die klirrend zu Boden fielen und seinen Körper endlich freigaben. Sofort rutschte Naruto von Sasuke weg, drückte sich gegen die Wand und kniff die Beine zusammen. Kurz fuhr er sich gestresst durch die Haare, bedeckte dann aber mit den Händen seinen Schritt und warf Sasuke einen bösen Blick zu.

 

Warum sah er ihn immer so wütend an? Er tat das, was er wollte und dennoch sträubte er sich. Enttäuscht sah er zum Blondschopf, schritt auf ihn zu und kniete sich wieder. „Du hast ganz rote Wangen." Naruto war erregt und dafür musste er nicht mal zu Boden schauen. Sanft streichelte er die Wange von Naruto, fuhr mit den Fingerspitzen über dessen bebenden Lippen.

Gerade wollte sich Naruto beruhigen, doch schritt Sasuke auf ihn zu und kniete zu ihm runter. Geh doch endlich weg, schoss es ihm durch den Kopf, den Kopf wegdrehend und sich erneut auf die Unterlippe beißend. Wie gerne würde er jetzt sterben, oder im Erdboden versinken? Wo waren diese Löcher, wenn man mal eines brauchte? Nicht da, wie er feststellen musste und auch sterben stellte sich gerade als äußerst schwierig heraus. Im Gegenteil. Sasuke fasste ihn erneut an, streichelte seine Wange, fuhr kaum später über seine Lippen und da machte es plötzlich Klick. Wie, als hätte er jemand einen Schalter umgelegt, schlug er plötzlich Sasukes Hand weg. „Lass das! Ich mag das nicht!"

Der Uchiha schnaufte, ließ aber von Naruto ab. Da tat er mal etwas Nettes und nun wurde er so zurückgestoßen. Grummelnd erhob er sich, wandte sich von Naruto ab und verließ zornig das Zimmer. „Kamst du nicht zum Schuss?", kicherte Madara und der Jüngere antworte nicht. Sasuke wandte sich ab, schritt zurück in sein Zimmer, um sich fertig zu machen für die nächste Mission.

Tatsächlich ließ Sasuke endlich von ihm ab und Naruto seufzte erleichtert aus, auch wenn der Andere jetzt grummelte. Naruto war es schlichtweg egal. Sollte Sasuke ruhig beleidigt sein und gehen. So war es allemal besser und Kyuubi war auch noch da, wo er hingehörte. Nämlich hinter Gittern.

Der Uchiha bereitete sich für die nächste Mission vor, der nächste Biju von der Liste musste geholt werden. Viele fehlten nicht mehr, selbst Naruto hatten sie schon. Ruhig schritt Sasuke aus sein Zimmer, zog sich den schwarzen Mantel mit den roten Wolken über und ging zu Madara. „Man sucht nach dir." Eine dunkle Stimme erklang und Sasuke sah zu Boden, wo sich der Pflanzenmensch langsam heraus erhob. „Seinetwegen?" Zetsu nickte und Sasuke zuckte mit den Schultern, es war ihm egal, noch zwei dieser Tiere und es war alles vorbei.

Naruto fragte sich nur, für wie lange Kyuubi noch hinter Gittern war. Immerhin versuchte sie sämtliche Biju zu fangen. Gaara seines bestimmt auch, aber er war immerhin nicht ganz so dumm wie Naruto. Nein, Gaara war ziemlich schlau, hatte zudem seine Geschwister und mit Temari würde er sich freiwillig nicht anlegen wollen. Sie würde Sasuke schon ordentlich in den Hintern treten.

Für diese Mission würde Sasuke einige Tage unterwegs sein, da ihn Madara nur an der Grenze für Suna ausgesetzt hatte. Mühselig marschierte er durch die Wüste, gönnte sich selbst nur kurze Pausen. Als der Uchiha nachts endlich in Suna ankam, sah er schon, dass die Wachen deutlich mehr waren als sonst. Anscheinend hatte man sich auf ihn vorbereitet und da er völlig alleine war, konnte er nicht einfach in Suna reinmarschieren und wieder zurück. Er musste Gaara herauslocken, nur wie? Mit ganz Suna konnte er sich nicht anlegen und Gaara lebendig zu Madara bringen. Er musste das Dorf ablenken und Gaara rauslocken. Das was, was er vorhatte, würde viel Chaos verursachen und alleine dieser Gedanke ließ ihn leise lachen. Natürlich gefiel ihm das, Naruto verabscheute es. Sasuke schlich sich an einige Wachen vorbei, drehte sich dann aber doch um und eine blutige Träne lief seine Wange herab. Er hörte die Wachen schreien und auch wie sie versuchten, die schwarzen Flammen um sich herum zu löschen, dabei alles andere mit in Brand steckten. Sasuke wechselte seinen Ort, hinterließ jedes Mal ein Flammenmeer und wartete nun geduldig darauf, dass sich Gaara zeigte.

Durch die Schreie der Wachen wurde Gaara aufgeschreckt und trat zusammen mit seinen Geschwistern nach draußen. Er sah sich kurz um und dann sah er Sasuke. Was machte der jetzt hier, noch dazu alleine? Kurz sah Gaara zu seiner Schwester, dann zu seinem Bruder und kaum später sprangen die beiden runter und griffen Sasuke an. Gaara würde sich vorerst zurückhalten, jedoch einschreiten, wenn die beiden Hilfe brauchten. Noch wartete er ab, denn Gaara wusste, dass Sasuke kein leichter Gegner war. Er kannte ihn noch sehr gut von früher und auch, dass sich einige Umstände geändert hatten.

Der Kazekage hatte sich Zeit gelassen, doch seine Geschwister waren keine Gegner für ihn. Jedem Angriff wich er gekonnt aus, schritt ruhig um die beiden herum. Verachtend sahen sie ihn an, an den Anblick hatte er sich sogar schon gewöhnt. Naruto sah ihn auch immer so wütend an, verachtete ihn und das tat sogar ihm weh. Er spürte wie Hass in ihm lodert und etwas nach Blut dürstete. Dieses Wesen lebte in Naruto und dennoch spürte er die Bindung zu ihm. Sasuke duckte sich weg und wich einem Angriff von Temaris Fächer aus. Sasuke fasste sich an den Kopf, aber er wusste, was gleich passieren würde. Kankuro wollte die Unaufmerksamkeit des Uchihas nutzen, griff mit seinen Puppen an, doch diese verbrannten in Sekunden vor seinen Augen. Genug gespielt, sonst verfiel er in diesen Blutrausch wie bei Danzou. „Komm runter, sonst endet das nicht schön für die zwei." Sasuke versuchte noch gefasst zu sein und entsetzt sahen die Geschwister auf den Uchiha.

Ach herunterkommen sollte er? Gaara sah Sasuke aufmerksam an, ehe sich seine Augen zu schmalen Schlitzen verengte und sich langsam auf seiner Sandwolke nach unten begab. Abschätzend blickte er den Uchiha vor sich an. „Was willst du?" Ruhig stellte er diese Frage und dennoch traten Kankuro und Temari sofort neben ihren Bruder. Zwar konnte sich Gaara schon in etwa denken, warum Sasuke hier war, denn es war selbst ihm schon zu Ohren gekommen, dass Naruto verschwunden war und ein anderes Biju. Kampflos würde er sich jedoch nicht ergeben, immerhin hatte auch er seinen Stolz.

„So wie du schaust, weißt du, was ich will." Sasuke Atmung wurde schneller und sein Herz raste regelrecht, viel Zeit hatte er nicht. Komisch das Gaara keine Probleme hatte mit seinem Gegenstück oder war es etwa schon tot? Komisch, keines der anderen Biju hatte ein Gegenstück, nur Naruto. Betraf das nur Kyuubi oder waren die anderen Dörfer vorsichtiger.

Gaara nickte kaum merklich auf Sasuke Worte hin. „Ja, du willst mich, genauso wie du die anderen Biju willst. Wofür weiß ich jedoch nicht, denn ich denke nicht, dass du dieselben Absichten wie Pain hast", erwiderte er ruhig.

Nein, er wollte nur diesen Fluch entgehen und wenn er dafür ewig schlafen sollte, dann würde er das gerne tun. Alles war besser als das hier und ewig etwas Schönes träumen, glücklich sein endlich. Dafür nahm der Uchiha viel in Kauf. Das Gaara erzählen würde er nicht. Leise seufzte er, sah herüber zu Gaara mit roten Augen und bevor er einen Schritt nach vorne treten konnte, war er von Sand umschlossen. Sasuke legte den Kopf schief und sah Gaara nur grinsend an.

War Sasuke in den letzten Jahren noch Wort fauler geworden? Gaara wusste ja, dass er nicht viel sprach, aber sollte er sich die Antwort jetzt aus dem Ärmel zaubern? Gaara schnaufte leise, umschloss Sasuke kaum später, als dieser sich näherte mit seinem Sand und blickte ihn emotionslos an. „Wie immer recht wortkarg!" Gaara wartete noch immer auf eine Antwort, drückte den Sand fester zusammen und sah Sasuke auffordernd an.

Sasukes Grinsen wurde breiter und der Sand wurde von einem Kochengerüst weggeschoben. Der Uchiha selbst war unversehrt, auch merkte er nun was Madara Absicht war oder besser welchen Befehlen er gehorchte. „Frag den Einschwänzigen später", war nur seine Antwort und um Sasuke bildete sich ein Gerüst, das langsam immer mehr die Form eines Menschen annahm und dennoch nicht ganz einer war. Flammen bildeten sich um die drei und schlossen sie ein. Jeder Versuch, die Flammen zu löschen, fachte sie nur mehr an und langsam schloss sich der Kreis. „Es hat Blutlust", hauchte der Uchiha leise, eine Hand griff durch die Flammen nach Gaara und umschloss den Kazekage ganz. Eher er sich versah, stand er vor Sasuke und hinter ihm die Schreie seiner Geschwister.

Was? Wie hatte ... Gaara sah entsetzt zu, wie Sasuke plötzlich vor ihm stand, ihn packte und zu sich in dieses Gerüst zog. Hinter ihm die Schreie Temaris und die seines Bruders. Gaara überlegte nicht lange, schloss die beiden rasch in einer Sandkugel ein, um sie so wenigstens vor den Flammen zu schützen. „Lass die beiden gehen. Du willst mich und hier bin ich!"", knurrte Gaara bedrohlich leise.

„Er will aber mehr Blut sehen, das waren ihn zu wenige Opfer", war nur seine kalte Antwort und der Kazekage ging sogar vor ihm auf die Knie. „Bitte, du weißt, wie es ist seine Familie zu verlieren." Sasuke zuckte bei diesen Worten zusammen, er wusste es wirklich am besten. Die Flammen erloschen und beide wurden sie in einen Strudel gezogen. Madara hatte sie geholt und sofort griff sich der ältere Uchiha den Kazekage. „Was hat es wirklich mit dem Schicksal auf sich? Du folgst Befehlen, von wem?" „Das muss dich jetzt nicht interessieren", antworte der Ältere und verschwand mit Gaara in einem anderen Strudel. Stumm schritt Sasuke durch die Gänge, öffnete eine Tür und sah vor sich den schlafenden Naruto. Natürlich war er wieder bei ihm, aber diesmal wollte er es. Sanft zupfte er an dessen Kleidung und weckte ihn.

Naruto schlief tief und fest und doch wurde die Tür später ein Stück weit geöffnet und jemand trat in den fast leeren Raum, leise, schleichend und setzte sich auf sein Bett, doch er blieb unbemerkt. Langsam wurden Narutos Haare aus ihrem Gesicht gestrichen und jemand roch daran, dieselbe Person blieb mit einem Lächeln auf ihrem Bett, den Blick auf ihn gerichtet sitzen. Dann hörte er eine wohlbekannte Stimme, die leise zu ihr sprach, die Stimme, die seine Hände immer wieder feucht werden und sein Herz höher schlagen ließ, doch was diese sprach, bekam er nicht mit, so leise war sie. Auf einmal wurde seine Stirn geküsst, er wachte langsam auf und blickte in zwei Augen, die ihr schon beinahe so bekannt vorkamen, wie seine, allerdings konnte er sich immer wieder darein verlieren. Der Fremde ließ seine Hand langsam und sanft über sein Gesicht streicheln, so als ob es aus ganz dünnem Glas sei, Naruto tat es ihm nach. Sachte kamen sich ihre Köpfe näher, bis sie sich schließlich berührten und ein langer, zärtlicher Kuss folgte, der ihm die Kehle zuschnürte. Er ließ noch einige Sekunden die Augen zu, um noch einmal diesen zauberhaften Moment nachzuempfinden. Der Fremde stand auf, lächelte ihm wie ein kleiner Junge zu, der gerade etwas neues geschenkt bekommen hat, und Naruto verstand alles, so als ob er es in tausend Worte gefasst hätte, alles kam mit diesem Blickkontakt zum Tragen. Seine Träume wurden allerdings dadurch gestört, dass jemand ihn an der Hand nahm, ihn zu sich zog und sie dann in den Wald führte, ohne darüber nachzudenken, genossen sie den Moment der Zweisamkeit. Entfernt von der Blockhütte blieb er stehen, holte einen Zettel aus seiner Brusttasche und las ein selbst geschriebenes Liebesgedicht vor, welches Naruto Tränen in die Augen trieb, weil er noch nie zuvor so ein vollkommenes Gedicht gehört hatte. Als der Andere seine verweinten Augen sah, schloss er ihn zärtlich in seine Arme, küsste ihn sanft und sprach beruhigende Worte. Nachdem er sich dort eine Weile aufgehalten, ihn umarmt und geküsst hatte, gingen sie zur Hütte zurück, langsam und traurig, denn Naruto wusste, dass ihre Liebe keine Zukunft hatte ..., dass dies alles wieder nur ein wunderbarer Traum war, aus dem er nun langsam erwachte und erschrocken Sasuke anblickte, der vor ihm stand.

„Was machst du in meinem Bett?" Erst später war Sasuke aufgefallen, dass Naruto in seinem Zimmer lag. Madara wird ihn wohl hier reingesteckt haben, aber dann musste er ihn wenigstens nicht suchen.

Naruto rieb sich den Schlaf aus den Augen, blinzelte und ... bitte, wo war er? In Sasukes Bett? Wie vom Blitz getroffen, sprang Naruto auf und starrte Sasuke entsetzt an. „Ich hab keine Ahnung. Ich hab geschlafen", rechtfertigte er sich und nahm etwas mehr Abstand zu dem Anderen.

Dass der Andere geschlafen hatte, das sah er auch. Leise seufzte der Uchiha und schüttelte den Kopf. Er war ein paar Tage weg gewesen und Naruto hat nichts gemerkt, wie aufbauend. „Ich muss mit den Kyuubi reden", kam der Uchiha direkt auf den Punkt und setzte sich müde auf das Bett.

Sasuke wollte mit Kyuubi reden? Warum das denn? Wollte er dem Fuchs Flöhe ins Ohr setzen? „Warum?", wollte Naruto wissen und blickte auf. Warum in alles in der Welt wollte er mit Kyuubi reden und vor allem aber, worüber wollte er reden?

„Weil ich wissen will, was es mit mir vorhat und warum ich. Oder willst du nicht wissen, warum deine Eltern in dieser Nacht starben?" Mit Narutos Geburt hätte der Fluch gebrochen werden müssen. Er war ein Kind der Liebe, aber dennoch existierte der Fluch noch.

Sasuke wollte wissen, was Kyuubi vorhatte und warum seine Eltern starben? Woher kam der Sinneswandel bitte? Zwar interessierte es Naruto auch, aber wusste Kyuubi das überhaupt? Und wenn ja, würde er es ihnen sagen? Immerhin war er nicht gerade freundlich. „Schon, aber wer weiß, ob er uns das sagt"", merkte er daher nachdenklich an.

„Hast du eine bessere Idee?" Madara würde ihm nichts sagen und Gaara hatte eben auch auf ihn gewirkt, als würde er nichts von diesen Gegensätzen wissen. „Der Fluch hätte mit dir zu Ende sein müssen."

Naruto seufzte und ließ die Schultern hängen. „Nein, ich habe keine bessere Idee und wenn es mit mir hätte vorbei sein sollen, dann muss wohl etwas gewaltig schiefgelaufen sein." Dass er nicht das Kind seiner Eltern sein könnte, daran dachte Naruto nicht, glaubte es auch nicht und verwarf daher den Gedanken.

„Madara ist eingeschritten und das Kyuubi musste deswegen in dir versiegelt werden." Woher Sasuke das genau wusste, das konnte er nur ahnen. Dennoch er wusste es und so langsam glaubte er, dass Kyuubi ein Spiel mit ihnen spielte.

Kyuubi sollte etwas damit zu tun haben? Aber Tsunade hatte doch auch ein Gegenstück gehabt! Naruto wollte und konnte das nicht so richtig glauben. „Das klingt etwas abgedroschen, aber wenn du mit ihm reden willst, dann rede mit ihm."

„Und warum ist es dann nur in Konoha? Warum sind nur Leute betroffen, die Hokage werden?" Das alles war doch komisch und vielleicht war diese Geschichte auch nur erfunden. Doch man ließ ihm wenigstens mit dem Fuchs reden. Der Uchiha schloss seine Augen, öffnete sie kurz darauf wieder und stand mit Naruto vor einem Tor. Ein dunkles Lachen erklang hinter dem Gitter und der große Fuchs legte sich vor den Gittern ab. „Na, ihr zwei." Knurrend erhob das Tier die Stimme und fixierte dabei den Uchiha mit seinen Augen. „Was hast du vor?", kam der Uchiha sofort zur Sache und das Grinsen des Tieres wurde breiter. „Das weißt du doch, immerhin bist du durch Naruto mit mir verbunden." „Verbunden?" Also war es das Kyuubi, das in seinen Kopf herumspuckte und ihn so fühlen ließ.

Sasuke war mit Kyuubi verbunden? Wie? Naruto sah ungläubig zwischen den beiden hin und her und seufzte schließlich auf. „Warum ist nur Konoha betroffen und sonst kein anderes Dorf?" Naruto fiel gleich mit der Tür ins Haus und sah Kyuubi streng aber dennoch vorsichtig an.

„Weil alle anderen ihre Biju von Menschen fernhalten. Sie gehen keine Beziehung ein, also kann unser Chakra nicht zu der anderen Person. Du bist selber Schuld, wenn du ihn dir aussucht." Was hatte der Fuchs gerade gesagt, Naruto war daran schuld. Entsetzt sah er zu Naruto und konnte nicht glauben, was er da hörte.

Er selber sollte Schuld sein? Naruto sah Kyuubi ungläubig an und runzelte die Stirn. Von welcher Beziehung sprach er da überhaupt? Soweit er das sehen konnte, hatte er keine. Wie kam er also darauf? „Was für eine Beziehung? Ich hab nicht mal eine, echt jetzt", regte sich Naruto auf und sah den Fuchs böse an.

„Ich kenne jedes Gefühl von dir. Mir bleibt nichts verborgen, ein Teil von dir bin ich und nun auch von ihm", grinste der Fuchs und sah dann zu dem entsetzten Uchiha. „Was hast du vor?" Zwar konnte der Uchiha sich schon denken, was es war, aber vielleicht täuschte er sich auch. „Ich will meine Freiheit und bekomme ich nur, wenn das Siegel bricht. Ansonsten lebst du meine Mordlust halt aus."

Kyuubi kannte seine Gefühle, nichts Neues für Naruto, denn sticheln konnte er diesbezüglich ziemlich gut. Auch, dass Kyuubi seine Freiheit wollte, war für ihn nichts Neues mehr. Allerdings, dass Sasuke seine Mordlust ausleben sollte, solange das Siegel existierte. „Vergiss es, du kriegst deine Freiheit nicht. Du bist böse und ich lass nicht zu, dass du Konoha noch einmal zerstörst!"

„Ach, sicher?", grinste der Fuchs und Sasuke schluckte. „Egal wie lange ich in dir eingesperrt bin, ein Teil von mir kann sich austoben und wenn ich überhaupt keine Lust mehr habe, bricht er das Siegel." Dann erhob sich Kyuubi, brüllte laut und warf die beiden damit wieder aus Naruto heraus. Langsam öffnete der Uchiha die Augen und erhob sich sofort wieder. Sasuke nahm sofort Abstand zu dem Blondschopf, den die Andeutungen von Kyuubi hatten ihn gerade gereicht.

Wenn er nicht, dann würde Sasuke das Siegel brechen? Hatte er das jetzt richtig verstanden? Nachfragen konnte er allerdings nicht, denn er wurde im wahrsten Sinne des Wortes einfach rausgeschmissen. Ganz toll. Jetzt hatte er wirklich ein ziemlich großes Problem. Niedergeschlagen ließ Naruto den Kopf hängen, achtete nicht auf Sasuke und auch nicht, dass dieser Abstand genommen hatte.

Kyuubi schien erstmal nur zu spielen, aber wenn es wollte, dann machte Sasuke das, was es wollte. Etwas, was dem Uchiha überhaupt nicht gefiel, denn wenn Kyuubi Lust darauf hatte, dann folgte er zwangsweise. Nicht er reagierte auf Naruto seine Gefühle, sondern der Fuchs. Was er auch getan hatte, der Blondschopf hatte ihn wohl oder übel dabei zum Gegenstück gemacht. Wenn Naruto hasste, dann würde der Fuchs nur seinen Groll gegen alles ausleben können. Mit anderen Worten diese Geschichte von den Gegensätzen war ein reines Märchen, weiter nichts. Auch wenn Naruto kein Hokage geworden wäre, Kyuubi hätte ihn dennoch unter Kontrolle.

Noch immer starrte Naruto regelrecht den Boden unter seinen Füßen an, knetete die Hände in seinem Schoss und sprang plötzlich auf. Ihm war schlecht, immerhin war es nicht Sasuke, sondern Kyuubi, der das machte. Wie ekelhaft und es schüttelte Naruto. „Ich glaub, ich muss kotzen, echt jetzt."

„Geh dafür raus", kam ihm eine patzige Antwort entgegen und Sasuke nahm noch mehr Abstand zum Blondschopf ein. Wer wusste was gleich passierte, Naruto war mit seinen Gefühlsregungen sehr sprunghaft.

Naruto drehte sich um und sah Sasuke entgeistert an. „Warum soll ich raus? Ich muss nicht wirklich ... ich hatte es nur im Gefühl", erwiderte er trocken und grummelte leicht. „Immerhin ist das ekelhaft, wenn man bedenkt, dass das nicht du, sondern dieser ..." Naruto hielt inne und raufte sich die Haare, lief dabei aufgescheucht durch das Zimmer und konnte sich nur schwer beruhigen.

„Würde es dich etwa trösten, wenn ich das freiwillig getan hätte?" Entsetzt sah ihn Sasuke an, das würde bedeuten, Naruto wollte wirklich etwas von ihm. Das meinte der Fuchs wohl, dass er ihn ausgesucht hatte, das war Absicht gewesen. Nun gut, das wusste Naruto nicht und für seine Gefühle konnte keiner etwas. Aber er empfand nichts, glaubte er jedenfalls, da der Fuchs alles lenkte, was ihn betraf.

Trösten? Naruto warf Sasuke einen undefinierbaren Blick zu und schüttelte gleichsam den Kopf. „Nein, würde es nicht." Naruto seufzte abermals, schritt weiterhin durch das Zimmer und überlegte. „Vielleicht ist es besser, wenn wir uns gar nicht mehr sehen. Dann gibt dieser blöde Fuchs vielleicht mal Ruhe."

„Das bringt nichts, ich hab es schon versucht", erkältet er kurz. Sasuke hatte es mit Flucht versucht, war aber gescheitert. Kyuubi rief ihn immer wieder zurück und er konnte nicht ewig den Drang unterdrücken. Wenn er es nicht besser wüsste, dann war auch zum Teil Naruto schuld. Aber von hier konnte Naruto auch nicht fliehen, ebenso konnte er einfach weg.

Herrlich, Flucht half also auch nichts, ebenso verstecken. Welch eine Ironie, die sich da auftat und Naruto langsam verzweifeln ließ. „Ich brech sicher nicht das Siegel, denn das will der nur. Ich hab es einmal probiert und hab gewaltig nen Tritt bekommen, wenn auch nur wörtlich."

„Es ist also besser, das zu tun, was Madara sagt", hauchte Sasuke leise und wollte wieder aus dem Zimmer gehen. Naruto hielt ihn fest, er hatte gehört, was Naruto gerade gesagt hatte und so wie er ihn ansah, ahnte er, dass es etwas Schlimmes sein musste. „Er will alle in ein Gen-Jutsu fangen und, dass jeder ewig schöne Träume hat."

Alle in ein Gen-Jutsu fangen und träumen lassen? War Madara von allen guten Geistern verlassen? Naruto war geschockt, denn das wollte er auf gar keinen Fall. „Das kann er nicht machen!"

 

Alle in ein Gen-Jutsu fangen und träumen lassen? War Madara von allen guten Geistern verlassen? Naruto war geschockt, denn das wollte er auf gar keinen Fall. „Das kann er nicht machen!"

„Warum nicht? Es herrscht kein Krieg und dein schöner Traum von vorhin würde nie enden." Ihm selbst war es mittlerweile egal, Madara Weg war der einfachste und eine andere Möglichkeit hatte er wohl nicht. Mit Naruto schlafen wollte er nicht, aber ständig diese Mordlust spüren wollte er auch nicht.

„Warum sollen alle schlafen, die es nicht mal betrifft? Das wäre ungerecht und nein, ich schlafe nicht mein Leben lang." Naruto wandte sich ab, drehte sich um und starrte die Wand an. „Dafür wollte ich kein Hokage werden."

„Ich wollte auch nicht dein Gegenstück sein und das machen, was dieses Vieh will. Was willst du aber sonst tun? Mich wieder ewig einsperren, damit du frei bist?" Zwar war es Sasuke egal, es war in Grunde dasselbe wie bei Madara, nur dass er dann nicht träumte. Der Fuchs würde weiter wüten wollen, egal was er machen würde.

Kam jetzt wieder diese Leier, dass er daran Schuld war, dass Sasuke sein Gegenstück war. „Tut mir ja wirklich leid, dass es ausgerechnet dich Eisklotz traf. Nächstes Mal denke ich daran, dass ich mir Sakura aussuche!"

Dennoch hatte er keine bessere Idee. "Ich gehe zu Madara", grummelte der junge Uchiha und wieder hielt ihn Naruto fest. „Was? „, knurrte der Ältere und schlug die Hand weg. „Wie gesagt, hast du eine bessere Idee? Anscheinend nicht, oder kommt jetzt etwas."

Warum lief Sasuke immer zu Madara, immer dann, wenn irgendwas war? Naruto runzelte die Stirn, hielt Sasuke dann aber fest und sah diesen an. Naruto grummelte leicht, als ihm die Hand weggeschlagen wurde und Sasuke mehr als verärgert war. „Ich hab keine, aber Madara hatte etwas gesagt und darüber denke ich gerade nach. Wobei ..." Naruto entfernte sich und schüttelte den Kopf. „Schwachsinn, völliger Schwachsinn, echt jetzt."

„Rede oder lass mich in Ruhe." Sasuke hatte besseres zu tun, ein Biju musste er noch fangen. Erst danach konnte er endlich Ruhe finden und darauf warten bis Madara das Jutsu startete und er schlief.

Naruto zog es vor, Sasuke in Ruhe zu lassen. Reden half bei dem ohnehin nicht mehr. „Bei dir ist Hopfen und Malz verloren, echt jetzt!", murrte Naruto und drehte sich nicht einmal um. Wozu auch? Sasuke wollte ohnehin doch zu Madara und in seine dümmlichen Träume oder wohin auch immer.

„Das sagt der, dessen Gegenteil ich verkörpere. Schon vergessen, das, was du entscheidest, beeinflusst immer mein Handeln. Egal wofür ich mich entscheiden würde, es wäre ohnehin immer durch dich und den Fuchs beeinflusst. Du spürst sie nicht, die Gier nach Blut und Zerstörung, das Verlangen dich anzufassen und sich immer zu fragen, bin ich das? Will ich das, oder ist es nur wieder dieser Fluch", schnaufte Sasuke, denn Naruto hatte keine Ahnung wie es für ihn war. Was war er denn nun immer, war das gerade auch sein Wille oder doch nicht. Er wusste es nicht, er konnte es nicht mehr unterscheiden, was sein Ich war. Nur in einer Sache war sich der Uchiha sicher, dieser Hass gegen alles und jeden war nicht seiner. Dennoch überschattet genau dieser Hass alles andere. Selbst die sonst so starke Lust war nichts im Vergleich dagegen.

Nein, Naruto hatte es nicht vergessen, aber verdrängt. Gebracht hatte es aber nichts, wie er feststellen musste. Betroffen und irgendwie schockiert sah er daher Sasuke an und schluckte. „Tut mir leid ..." Mehr konnte Naruto dazu einfach nicht sagen, denn er war irgendwie ja daran schuld, dass Sasuke so fühlte, wie er fühlte. Auch, wenn es mehr Hass war, aber es war dennoch ein Gefühl und kein sehr schönes.

Noch immer schnaufte der Uchiha, versuchte sich zu beruhigen, wieder klar im Kopf zu werden. „Es ist so absurd. Ich fühle diesen Hass und er macht mich wahnsinnig. Dieses Verlangen alles zu zerstören, nur weil ich irgendwas getan habe, was mich für den Biju interessant macht."

Naruto grummelte leise, denn dieses Schnaufen regte ihn irgendwie auf. Doch als Sasuke weiterredete, stockte Naruto und es fiel ihm wie Schuppen von den Augen. „Ich glaube, ich weiß es", murmelte er leise. „Der Unfall im Klassenzimmer könnte schuld sein", sprach er weiter und runzelte nachdenklich die Stirn.

„Von einem Kuss? Wir mochten uns damals nicht einmal." Was jetzt war, das konnte der Uchiha nicht definieren und langsam legte sich dieser Groll wieder, sein Herz schlug langsamer und nun fühlte er sich so leer. Hatte dieser Fuchs nun genug gespielt mit ihm und wollte ihm zeigen, dass alles, was ihn betraf, in seiner Hand lag? „Die Bijus suchen sich wohl jemanden aus, der ..." Verwirrt sah der Ältere zu Naruto und schluckte, das würde heißen, dass der Blondschopf wirklich Interesse an ihm hatte. Vielleicht war es auch Neugierde und Schwärmerei, das musste es sein, das war nur eine Phase, die durch das Kyuubi schlimmer geworden ist.

Naruto rollte mit den Augen und sah Sasuke genervt an. „Ich sagte ja auch Unfall und nicht Kuss!" Naruto schüttelte den Kopf, dann aber sah er Sasuke verwirrt an. Was hatte er denn jetzt wieder für ein Problem? Warum brach er mitten im Satz ab? „Soll ich den Rest jetzt erraten, oder was soll das?", wollte er daher wissen und plusterte die Wangen auf.

„Madara hat Hashirama geliebt, deswegen fixierte es sich auf ihn. Bei der vierten Generation, war es ein Schüler, der wie ein Sohn für ihn war." Alles starke Bindungen und hatte Itachi so versucht den Fluch zu brechen? Wollte er das er ihn hasste, damit der Fluch gebrochen war? Sein Bruder starb in der Hoffnung ihn damit zu befreien.

Madara hatte jemanden geliebt? Kaum zu glauben, dass der das überhaupt konnte, aber so irrte man sich. Jedoch runzelte Naruto die Stirn, als Sasuke seinen Vater ansprach. Einen Schüler? Kakashi wohl nicht, denn der schien normal. Rin war ein Mädchen und daher blieb nur dieser Obito übrig. Aber der war tot.

Frustriert setzte sich der Uchiha auf den Boden, das ergab keinen Sinn. Die Bijus wählten Menschen mit einer starken Verbindung zueinander als das Gegenstück aus, aber was sollte das Gerede mit einem Kind und auch das mit der Liebe und Hass. Moment, wenn der eine hasste, dann war nur einer frei, der Fuchs wütete und bei einem Kind würde die Bürde nur weiter gereicht. „Es gibt keine Erlösung dafür und durch den Sex bricht das Siegel auf", murmelte der Ältere, aber das erklärt nicht, warum nur die Hokage davon betroffen waren immer.

Durch Sex sollte das Siegel brechen? Naruto war noch verwirrter als zuvor. Hätte es dann nicht bei seiner Mutter ... ach ja, sie war nicht das Gegenstück, sondern jemand anderes. Das war ziemlich verwirrend und, dass es keine Lösung geben sollte, das konnte doch nicht wahr sein! Doch der ewige Schlaf? Naruto überlegte und das lange, dann aber schüttelte er den Kopf. „Es bleibt wohl doch nur der ewige Schlaf übrig."

„Jetzt bist du dafür?" Misstrauisch sah Sasuke zu Naruto und er konnte es sehen in dessen Augen, alleine der Gedanke widerte ihn an und er wollte es nicht. Aber gab es überhaupt eine andere Lösung für ihr Problem? „Es müssten nicht alle schlafen, wenn nur wir schlafen, dann wäre es doch egal." Nur er und Naruto und der Rest konnte tun was er wollte, aber Madara wollte die ganze Welt in einen Traum einsperren. „Oder du wirst das Biju los? Ohne, existiert das Schicksal nicht."

Kyuubi loswerden? Wie sollte das denn bitte gehen? Darüber entsetzt, blickte Naruto Sasuke an und schüttelte den Kopf. „Das wird nicht gehen, denn ich würde dabei sterben." So jedenfalls war es damals bei Gaara und nur durch Sasoris Großmutter war er wieder am Leben und er hatte das Biju auch wieder in seinem Körper.

„Also würde auch der Schlaf ohne deinen Tod nicht gehen, den dafür braucht man die Bijus", seufzte Sasuke, denn umbringen wollte er Naruto nicht. Sie waren durch Zufall hier und leider durch das Schicksal gepeinigt, aber Hoffnung, dass es überhaupt noch eine Möglichkeit gab, ohne den Tod eines anderen herauszukommen? Oder konnte man das Biju weiter geben? Aber das würde Naruto dann auch nicht überleben, solange es nicht sein eigenes Kind war.

Auf Sasukes Worte hin nickte Naruto und versuchte zu lächeln. „Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, dann müsst ihr es machen. Es würde zumindest dir etwas bringen und du hättest deine Ruhe", erklärte er Sasuke und biss sich dennoch auf die Unterlippe. Ja, der Preis für Ruhe und Frieden war hoch, aber es gab nun mal keine andere Möglichkeit als diese.

„Nein, ich hätte keine Ruhe", hauchte der Uchiha leise, alleine der Gedanke, dass er für ihn starb ließ sein Herz still stehen. Langsam erhob sich der Uchiha, schritt wieder auf den anderen zu. Der Blondschopf lächelte ihn an und ganz vorsichtig lehnte er sich an ihn. Wohlig seufzte er, spürte eine Hand, die ihn sanft streichelte. Kein Gefühl des Zwangs oder die Lust über ihn herzufallen. Er fühlte sich wohl und dennoch so leer, wenn er daran dachte, dass Naruto sterben wollte. „Wenn du gehst, dann komme ich mit, egal wie."

Er hätte keine Ruhe? Wie meinte ... Naruto war überrascht, immerhin hatte er nicht damit gerechnet, dass Sasuke auf ihn zukam, sich anlehnte und das auch noch friedlich. Er hätte er damit gerechnet, dass er ihm den Kopf abreißt, nicht aber, dass er so zahm war. Naruto hob seine rechte Hand, streichelte Sasuke leicht über den Rücken und hielt für einen Moment den Atem an. Sasuke würde mitgehen? Das waren neue Töne und irgendwie gefielen sie ihm nicht. Das war nicht das Gegenteil von dem, was er wollte. „Warum willst du mitgehen? Das ergibt keinen Sinn!", murmelte er leise und streichelte erneut über Sasukes Rücken.

„Ich will nicht mehr mit dem Gedanken leben, dass noch jemand der mir wichtig ist, stirbt und das nur meinetwegen." Zufrieden schloss Sasuke die Augen, riss sie aber kurz darauf wieder auf und spürte wie der Hass in ihm aufstieg. Beruhigend streichelte Naruto ihn weiter, Sasuke schnaufte und es klang langsam wieder ab und das Gefühl der Blutlust wich.

Hatte er das jetzt richtig verstanden und er war Sasuke wichtig? Naruto wusste nicht, was er darauf antworten sollte, schwieg daher und störte sich nicht mal an dem Schnaufen. Es ebbte ja auch kaum später ab und zufrieden streichelte Naruto einfach weiter. „Dennoch können wir das Schicksal nicht ändern. Madara konnte es schon nicht und ebenso mein Vater", murmelte er dann doch leise und seufzte abermals auf.

„Nein, es sei denn, wir vernichten die Bijus, dann kann auch niemand mehr unter diesen Fluch leiden." Wenn sie das schaffen würden, zwar hatten Madara fast alle schon gefangen, aber sie mussten dann noch an ihm vorbei. „Ich will, dass es endlich aufhört, ... ich will nicht dieses Verlangen nochmal nachgeben." Langsam kamen ihn die Erinnerungen wieder hoch, wie er in Konoha gewütet hatte, alles zerstörte und pure Freude gespürte hatte.

Alle Bijus vernichten? Wie sollten sie das anstellen? Das war fast unmöglich. Außerdem waren diese recht stark und da brauchte es mehr, als nur zwei Ninja. Sasuke wollte, dass es aufhörte? Nun, das wollte er auch, denn immerhin wollte er Hokage werden, hatte es fast schon geschafft und saß hier mehr oder weniger fest. Aber eben nur wegen dieses Fluches. „Da bist du nicht der Einzige", nuschelte Naruto leise.

„Du spürst die Auswirkungen zum Glück noch nicht so stark, aber das wird sich auch irgendwann ändern." Es würde nicht lange dauern und Naruto würde so fühlen wie er. Vielleicht wollte er sich dann ihm hingeben und er würde es nicht ablehnen, doch jetzt war Naruto noch bei klarem Verstand, er jedoch bald nicht mehr. Eine warme Hand legte sich auf seine Wange und langsam öffnete er die Augen. Als er dieses Lächeln sah, fühlte er sich so wohl. „Die Bijus müssen schlafen für immer, dann würden sie kein Einfluss mehr auf mich nehmen können."

Das würde sich bei ihm auch noch ändern? Naruto war überrascht, denn damit hatte er nicht gerechnet. Eher hatte er gedacht, dass es bei ihm so blieb, wie es eben war, aber er schien sich geirrt zu haben. Naruto lächelte dennoch, legte die rechte Hand auf Sasukes Wange und dieser öffnete die Augen. Naruto hielt dem Blick stand, auch, als Sasuke der Auffassung war, Kyuubi und die anderen Bijus müssten schlafen. War das denn möglich und wenn ja, wie? Es wäre immerhin eine Lösung, wenn auch eine ziemlich seltsame. „Und wie willst du das anstellen?", fragte er daher und sah erneut skeptisch drein.

„Mit dem Sharingan, so hat Madara früher auch das Kyuubi gefangen." So sollte es gehen, aber er selbst war zu schwach noch, Kyuubi kontrollierte ihn und nicht er ihn. Wieder seufzte der Uchiha und schloss genüsslich die Augen. Eine warme Hand kraulte ihn, bescherte ihn ein angenehmes Kribbeln.

Schon wieder das Sharingan und wieder wohl Madara, der es nur konnte. Es war zum Verzweifeln, denn Naruto nahm an, dass der älteste Uchiha ihnen sicher nicht helfen würde. Doch darüber schwieg er vorerst, kraulte lieber Sasuke weiterhin und lauschte seinem leisen Seufzen.

 

Zwar beherrschte der Uchiha nun alle Stufen des Sharingan, doch um das Kyuubi lange Zeit schlafen zu legen, war es noch zu schwach. Leise schnurrte er, öffnete die Augen und küsste sanft dessen Stirn. „Einen Versuch wäre es wert, aber auf Madaras Hilfe können wir dabei nicht bauen." Der Ältere würde diese Idee ignorieren, den für ihn zählte nur sein Ziel. Die andere Möglichkeit wäre es, dass man Kyuubi dazu brachte seinen Hass zu vergessen, doch würde nicht gelingen. Zu sehr war dieses Geschöpf von seinem Hass zerfressen.

Schnurrte Sasuke jetzt? Über die Tatsache musste Naruto schmunzeln, tat es auch noch, als Sasuke ihn auf die Stirn küsste und grinste schließlich. Er konnte ja mal richtig zahm sein, ein recht ungewohnter Zustand. Dennoch wurde er wieder ernster und nickte, da Sasuke das aussprach, was er bereits vermutete. „Das habe ich mir auch schon gedacht", murmelte er daher leise.

Eine Möglichkeit gab es noch, aber das würde nicht funktionieren, denn sie waren Gegenteile. Ihr beider Tod beendete dieses Schauspiel, aber nur bis der nächste das Biju bekam. Schnurrend lehnte sich Sasuke an den Blondschopf, spürte noch immer das angenehme Kribbeln und auch die Wärme des Anderen.

Keine Worte, dafür wieder ein Schnurren, aber Naruto war ohnehin nicht nach reden und daher kraulte er Sasuke einfach weiter. Wann hatte er ihn auch schon mal schnurren gehört? Bisher noch nie und auch wenn es ungewohnt war, klang es irgendwie lustig in seinen Ohren.

Nur noch wenige Minuten wollte Sasuke diese Leere in seinen Kopf und auch diese Wärme genießen, bevor er wieder weiter musste. Langsam löste sich der Ältere wieder und seufzte den der Moment war nun vorbei. „Ich muss nun los, Madara will das Hebi noch haben."

Madara wollte Hebi haben? Dann machte er wirklich ernst, denn Gaara hatte er wohl auch schon. Wieder mal, wohlgemerkt und dieses Mal gab es keine Großmutter, die ihm helfen konnte. Naruto seufzte daher leise und sah Sasuke an. „Dann solltest du besser gehen."

Er musste gehen und wirklich Lust dazu hatte er auch nicht, aber Naruto würde hier sein und auf ihn warten. Vielleicht hatte er dann die Chance, dass sein Geist später noch so war wie gerade eben und kein Einfluss des Fuchses auf ihm lastete. Sasuke nickte nur bei Naruto seinen Worten, küsste nochmal sanft seine Stirn und verließ dann das Zimmer.

Kurz sah Naruto Sasuke noch nach, dann aber setzte er sich auf den Stuhl und sah gelangweilt die Wand an. Nachdenken ging derzeit nicht wirklich, immerhin hatte er das die ganze Zeit getan und sämtliche Lösungen waren mehr als fragwürdig. Da war es noch am besten, Kyuubi schlaffen zu legen. Alles andere war in seinen Augen irgendwie Bockmist, besonders dieser Schlaf.

Ruhig bereitete sich der Uchiha vor, dachte jedoch noch immer an Naruto. Wenn sie es schafften, was dann? Sollte er bei Madara bleiben oder doch versuchen zurück nach Konoha zu gehen? In Grund war es doch egal, seine Zukunft hatte er verbaut und das, ohne dass er es wollte.

Irgendwo in Kumogakure spazierte Killer Bee durch die Straßen und reimte mit seinen gewohnten Posen, dass sich einige umdrehten und nur die Köpfe schüttelten. Bee war das egal, er hatte seinen Spaß und wer seine Reime nicht mochte, der war einfach dumm oder hatte keinen Sinn für gute Sprache. Kurz sah Bee zum Himmel, irgendwas lag in der Luft und das konnte er deutlich spüren. Die Vögel flogen ein wenig zu tief, andere wild umher, dass er ein paar mal den Kopf einziehen musste und grummelnd die Faust hob.

Durch Madaras Kunst gelangte der jüngere Uchiha schnell nach Kumo, was ihn einen Vorteil verschaffte, da er nun seine ganze Energie noch hatte. Gegen Bee hatte er nicht viele Chancen, auch wenn sein Sharingan mächtig war. Das Hebi verlieh ihm noch mehr Macht und er selbst musste darauf achten, dass Kyuubi sich nicht einmischte. Beim letzten Mal musste er schon zurückstecken und es war auch der letzte der Madara fehlte. Sollte er das wirklich tun, schließlich hatte er bereits Naruto gefangen und somit war dessen Ziel erreicht? Aber was passierte eigentlich, wenn er es nicht tat. Lange konnte Sasuke nicht drüber nachdenken, sein Hass keimte in ihm auf. Entweder freute sich Naruto über etwas oder das Kyuubi war auf diesen Kampf aus. Langsam schlich sich der Uchiha in die Nähe dieses Kerls und wollte erstmal abwarten.

Bee seufzte, regte sich nicht weiter über die Vögel auf, sondern schritt gemächlich weiter. Er wollte noch zum See, ein paar neue Reime verlauten lassen und dabei nicht gestört werden. „Auf geht's, yo." Bee schritt weiter, doch er blieb erneut stehen und lauschte. War da nicht gerade etwas hinter den Büschen? Skeptisch besah er diese kurz, schüttelte dann aber den Kopf und ging weiter.

Er war zu unvorsichtig und am liebsten würde der Uchiha wieder gehen, den je länger er in der Nähe des Anderen war, umso deutlicher spürte er Kyuubi. Als ob der Fuchs auch die anderen Bijus hasste und das mehr als das Dorf Konoha. Konnte der Fuchs was anderes fühlen? Selbst er hatte schönere Gefühle mal empfunden und hasste nicht alles und jeden. Geduldig lauerte Sasuke noch eine Weile in seinem Versteck, erhob sich und schritt langsam auf den Anderen zu. Ein Hinterhalt würde nichts bringen und selbst wenn er es versuchen würde, dieser Kerl hatte ihn schon längst entdeckt.

Bee sah auf, als jemand aus den Büschen kam und runzelte die Stirn. Was wollte dieses Kind jetzt hier und dann noch von ihm? Amüsiert grinste er und trat einen Schritt näher. „Yo, ich will nichts kaufen, aber hey, hast du dich verlaufen?", reimte er mal wieder und sah Sasuke abwartend an.

Der Uchiha antwortete nicht, zog sein Schwert und rote Augen fixierten den Träger des Hebis. Er war stark, das spürte Sasuke und auch wenn er wüsste, wer er ist, der Andere hätte keine Angst vor ihm. Der einzige Vorteil, den der Jüngere hatte, war wohl, dass er schneller war. Ohne ein Wort zu sagen, stürmte Sasuke auf ihn zu und Bee blockte leicht seinen Angriff. Sasuke studierte genau dessen Bewegungen, versuchte den Hass, der in ihm war, zu unterdrücken. „Du bist ein Gegenstück?" Bei diesen Worten sah der Uchiha verwirrt auf und Bee nutzte die Gelegenheit und schlug den Jüngeren gegen die Brust. Sofort flog Sasuke zurück, fing sich aber noch. Keuchend sah er zu Bee, Blut lief ihm am Mund herab. Keuchend sah er zu dem Älteren und wischte sich das Blut aus dem Gesicht. Er konnte sich nicht konzentrieren, der Groll des Kyuubi lenkte ihn zu sehr ab. Der Andere lachte und leise knurrte Sasuke, alleine das er den Anderen so schnell auf den Leim gegangen war, kratzte an seinen Stolz.

Bee trat amüsiert auf Sasuke zu und blickte auf ihn herab. „Für ein Gegenstück bist du ziemlich schwach", grinste Bee den Uchiha belustigt an, ehe er seine Waffe zog und auf ihn richtete. „Was willst du hier? Sprich, ehe ich dir deinen Kopf von den Schultern schlage!"

Sasuke antwortete nicht, den er hörte die Worte erst gar nicht, nur ein Pochen in seinen Ohren. Da war es wieder, wie das letzte Mal, der Uchiha kniff die Augen zu, Blut lief seine Wange herab. Es war wieder da, diese Gier nach Blut. Langsam öffnete Sasuke die Augen wieder, sah grinsend zu Bee und stürmte wieder auf ihn zu. Wieder wollte Bee den Schlag blocken, doch Sasuke war schneller, durchbohrte mit seinem Schwert Bee seine Schulter. Sasuke griff in sein Gesicht, drückte ihn mit seinem Gewicht dabei zu Boden und sah nun leise lachend auf ihn. Schnaufend sah Sasuke dann doch über seine Schulter, betrachtete die ganzen Anbus, die nun um ihn herum standen. Sie machten sie bereit, doch Sasuke sah sie nur lächelnd an, bevor sich schwarze Flammen um hin herum bildeten und schreiend die Menschen versuchten, die Flammen zu löschen. „Das reicht", hörte er noch, eine Hand griff nach ihm und zog ihn in einen Strudel. Noch bevor Sasuke antworten konnte wurde er in das Zimmer von Naruto geworfen. Knurrend erhob sich der junge Uchiha und sah Madara hasserfüllt an. „Du sollst ihn nicht umbringen, sondern herbringen." Sasukes Knurren wurde lauter, rote Augen fixierten ihn, doch als er Naruto neben sich wahrnahm, verstummte er wieder. Ohne ein weiteres Wort verließ Madara das Zimmer wieder und ließ die beiden alleine.

Sasuke hatte also tatsächlich Killer Bee gefangen und hergebracht. Naruto hatte angenommen, dass der Kampf länger dauern würde, aber scheinbar hatte Bee wohl einen schlechten Tag gehabt. „Du hast ihn also tatsächlich überwältigen können, beeindruckend, echt jetzt", merkte Naruto leise an, ehe er sich aufrichtete und angespannt durch das Zimmer lief.

„Nein, habe ihn nicht ... ich habe fast ..." Sasuke unterbrach seine Worte und fasste sich an den Kopf. Sein ganzer Körper schmerzte und brannte, das waren die Auswirkungen des Sharingan, dabei hatte er sogar die Augen seines Bruders. Aber für Bee ist er zu schwach und ständig gegen diese Mordlust ankämpfen konnte er auch nicht ewig.

Er hatte fast? Also war Bee doch gut in Form, aber etwas anderes hätte Naruto auch gewundert, immerhin kannte er ihn recht gut. „Willst du dich hinlegen?" Naruto sah besorgt Sasuke an, sah, dass er zitterte und sich anspannte. Scheinbar war der Kampf kräftezehrend gewesen und Sasuke war an seine Grenzen gestoßen.

Auf Naruto seine Frage hin, schüttelte er den Kopf. Seit er das mit dem Gegenteil wusste und besonders mit Kyuubi, schmerzte es umso mehr, wenn er das Sharingan benutzte. Das war zu viel für seinen Körper auf Dauer und wie lange er das noch durchhielt ohne Probleme, wusste er nicht. Medikamente gegen die Schmerzen hatte er auch keine mehr und neue konnte er sich nur holen, wenn Madara ihn gehen ließ. Aber dann war da noch die Sache mit dem Verlangen nach Naruto, damit kam er nicht sehr weit.

Naruto seufzte, aber Sasuke musste selbst wissen, was er tat und ob er sich schonen wollte. Es war immerhin sein Körper und da hatte er sich nicht einzumischen. Lediglich einen Tipp konnte er ihm geben, mehr aber auch nicht und da Sasuke nicht wollte, musste er das eben akzeptieren.

Der Uchiha war müde, fast fielen ihm die Augen zu, aber er konnte nicht schlafen, es ging nicht. Kurz darauf torkelte er zum Bad, er wollte sich wenigstens Duschen in der Hoffnung, dass dies etwas brachte. Nur langsam zog er sich aus, sah auf seine Brust und den schon dunklen blauen Fleck. Deswegen konnte er wohl nur so schwer atmen, das schnürte ihm die Brust zu. Schwerfällig stieg er in die Wanne, versuchte sich zu entspannen. Er hörte ein Klopfen und Naruto trat herein. Machte er sich den so viele Sorgen um ihn oder hatte es einen anderen Grund?

Naruto machte sich Sorgen, eben weil Sasuke so angeschlagen war und daher betrat er nach kurzem Anklopfen das Bad. „Geht es dir wirklich gut?", wollte Naruto wissen, sah jedoch nicht wirklich zu Sasuke, denn immerhin saß der in der Wanne und es war ihm irgendwie unangenehm. Aber die Sorge um ihn war eben größer, als dieses seltsame Gefühl der Verlegenheit.

„Es geht so, dieser Fuchs macht mich fertig", murmelte der Uchiha und ließ sich tiefer ins Wasser sinken. Was war Naruto so nervös, er hatte ihn schon nackt gesehen und sie hatten sich auch schon berührt. Naruto sollte eigentlich alles an seinen Körper kennen. „Er spukt immer in meinen Kopf herum und treibt mich in den Wahnsinn. Hätte sich Kyuubi nicht eingemischt, ich hätte mich auf den Kampf konzentrieren können."

Kyuubi hatte sich eingemischt? Warum das denn? Aus Neugier, aus Wut oder wollte er dem Hebi helfen? Wohl kaum, das würde so gar nicht passen. „Kyuubi ist das, was man als ein Arschloch bezeichnen könnte, echt jetzt", grummelte Naruto, klappte den Klodeckel zu und setzte sich auf die Toilette. Immer noch sah er allerdings weg, sah es lieber als sinnvoller mit der Seife zu spielen und runzelte die Stirn.

„Ich weiß nicht, es scheint seine Artgenossen nicht sonderlich gut leiden zu können", murmelte der Uchiha und sah wieder zu Naruto herüber. „Was soll das, du kannst mir nichts wegschauen. Außerdem ist es nicht etwas spät dafür jetzt so zu tun als würde dich das beschämen." Da war ja mal was gewesen und seine Lust war nicht da. Das Fuchsungeheuer war ganz ruhig, schien sich auszuruhen. Es kostete wohl viel Kraft ihn zu kontrollieren, besonders wenn er weiter weg war.

Ganz was Neues, dass Kyuubi scheinbar die anderen nicht mochte. Mochte der überhaupt etwas? Hass, Wut und Zerstörung, mehr mochte dieser Fuchs wohl nicht und ihn und Sasuke ärgern, das stand wohl an erster Stelle. Bitte was, sollte er? Verwirrt ließ Naruto die Seife fallen und sah irritiert zu Sasuke. Natürlich konnte er ihm nichts wegschauen, dennoch war es peinlich und erinnerte ihn an Sachen, die er lieber nicht getan hätte. „Was soll das denn heißen? Nur, weil ich einmal was gemacht habe, heißt das noch lange nicht, dass ich damit umgehen könnte oder wollte", grummelte Naruto leise.

„Du tust so, als wäre das was Schlimmes gewesen." Beleidigt ließ sich Sasuke zurück ins Wasser gleiten, auch wenn Naruto es ungern zugab, es hatte ihnen gefallen. Es hatte ihnen beiden sogar gefallen und als er das letzte Mal so nackt vor ihm war, da hätte er ihn gerne noch weiter berührt, sich weiter gewagt. Aber daraus würde nichts werden, sie waren Gegenteile und den Fuchs draußen wollte er auch nicht haben.

Beleidigt plusterte Naruto die Wangen auf und drehte sich weg. „Nein, schlimm war es nicht, aber es darf halt nicht sein und daher ist das Thema für mich auch abgehakt." Das redete sich jedenfalls Naruto ein, in der Hoffnung es blieb auch so. Glaube versetzte ja bekanntlich Berge und wenn man etwas weit genug von sich schob, dann kam es auch sicher nicht wieder angekrochen.

Solange der Fuchs ruhig war, passierte ohnehin nichts und er würde Naruto nicht mehr anfassen. Obwohl, würde er das wirklich nicht machen, vorhin hatte er auch dessen Nähe nur zu gerne genossen. Seinen Geruch, sein Atem ... Sasuke schüttelte sich, wenn er das nicht gleich aus seinen Gedanken verbannte, hatte er ein anderes Problem. „Was willst du machen, wenn wir es schaffen, das Schicksal zu brechen."

Was er machen würde, wenn sie das Schicksal brachen? Naruto musste nicht lange überlegen und grinste schon wieder breit. „Vermutlich hocke ich dann in meinem Hokageturm und scheuche Sai und Sakura herum. Vielleicht hab ich auch gar nichts zu tun, immerhin wäre dann wohl Ruhe und Frieden." Frieden klang schon schön, aber noch war dieser nicht in greifbarer Nähe.

Sasuke verdrehte die Augen und ließ sich noch etwas warmes Wasser in die Wanne laufen, schließlich wurde es kalt. Was sollte er eigentlich machen, schließlich konnte er nirgendwo hin, ohne dass man ihn umbringen wollte. Er war im Bingo Buch und das nur wegen des Schicksals, obwohl wenn er das mit seiner Familie herausgefunden hätte, hätte er Danzou so oder so umgebracht.

Naruto sah deutlich, wie Sasuke die Augen verdrehte und daher hielt er für besser zu gehen. „Ich geh dann mal wieder"", murmelte er, erhob sich und schritt zur Tür. Sasuke schien es wieder besser zu gehen und demnach ließ er ihn in Ruhe und vor allem alleine baden.

Der Uchiha sagte dazu nichts, was sollte er auch sagen? Komm her und bade mit mir. Anfassen war zwar nicht drin und es könnte sein, dass er über Naruto herfiel irgendwann. Konnte er hier nach eigentlich noch ein normales Leben führen, schließlich wusste er nicht was er tun sollte? Bei Madara bleiben wollte er nicht und bei Naruto bleiben könnte er nicht. Leise grummelte er, ließ noch etwas Wasser in die Wanne und versuchte sich zu entspannen.

Nachdenklich setzte sich Naruto aufs Bett, stütze den Kopf auf seinen Händen ab und sah starr die Wand gegenüber an. Wenn Kyuubi nicht wäre, dann wäre er jetzt nicht hier, aber ohne ihn wäre er kein Hokage geworden? Oder doch? Naruto zerbrach sich den Kopf, kam aber dennoch auf keinen grünen Zweig und seufzte resigniert auf.

Langsam stieg auch Sasuke aus der Wanne, trocknete sich ab und bekleidete sich noch mit seinen Shorts. Die Klamotten konnte er wegwerfen, so zerfetzt wie diese waren. Leise seufzte er, ging zurück ins Zimmer und bekam kurz darauf ein Kissen ins Gesicht. „Hey." Knurrend sah er zum Blondschopf und dieser sah verlegen zur Seite. Es war wohl keine Absicht gewesen, dennoch hatte er ihn getroffen. Kurz tastete sich Sasuke über die Brust, den sie war fast verheilt. Wie war das möglich, bei Naruto kannte er das aber bei ihm?

Kaum, dass Sasuke nur in Shorts aus dem Bad kam, schnappte sich Naruto das Kissen und warf es ihm an den Kopf. Es war schon Absicht, auch, wenn er auch aus Frust mit diesem geworfen hatte. Er kam eben auf keinen grünen Zweig und das nervte ihn ganz gewaltig. „Sorry, bin etwas durcheinander", gab er schließlich zu und fuhr sich gestresst durch die Haare.

„Merke ich", waren die Worte des Anderen und er verdrängte schon das Geschehene wieder. Was konnte er da auch groß machen, Naruto fühlte sich wegen der Sache überfordert und ihm ging es da nicht besser. Leise seufzte er und zog sich wieder an. Es war schön ein komisches Gefühl zu wissen, dass ihn jemand anderes lenken konnte und man nichts dagegen unternehmen konnte. Frustriert seufzte er erneut, sollte er nochmal mit Naruto darüber reden oder aufgeben?

Seufzend stand Naruto auf, hob das Kissen auf und legte es zurück auf das Bett. „Ich schätze, dass ich ohne Kyuubi niemals Hokage geworden wäre. Kratzt etwas an meinem Ego", entschuldigte sich Naruto nochmals, ehe er Sasuke von hinten umarmte und den Kopf auf seine Schultern legte.

Erschrocken zuckte Sasuke zusammen, den der plötzlich körperliche Kontakt hatte er nicht erwartet. Wegen Kyuubi also, aber da irrte sich Naruto. „Du wärst auch so Hokage geworden, es gibt niemanden der es mehr verdient hätte." Wenn Sasuke ehrlich war, dann wäre er unter Naruto als Hokage sogar in Konoha geblieben, doch sie waren jung und leider Gegenteile. Aber komisch, dass er Kyuubi nicht spürte, schlief der oder was war los?

Grinsend vernahm Naruto das Zucken Sasukes. „So schreckhaft", murmelte er und stockte, als er hörte, was Sasuke sagte. Niemand hatte es mehr als er verdient? Doch, jemand anderes hätte es mehr verdient, aber dieser jemand war tot. Darüber leise seufzend, löste sich Naruto und schritt langsam durch das Zimmer. „Mein Sensei hätte es genauso verdient oder aber auch Kakashi", merkte er nachdenklich an und tappte weiter im Kreis.

 

Darüber leise seufzend, löste sich Naruto und schritt langsam durch das Zimmer. „Mein Sensei hätte es genauso verdient oder aber auch Kakashi", merkte er nachdenklich an und tappte weiter im Kreis.

„Glaubst du wirklich? Erfahrung alleine macht keinen guten Hokagen aus jemanden, besonders wenn es um Vertrauen geht." Müde streckte sich Sasuke, ging zum Bett und ließ sich darauf fallen. Er war so müde, dabei hatte der Kampf mit den Hebi ihn nicht soviel Kraft gekostet. Der Kampf hatte gerade anfangen als Madara ihn zurückholte.

Naruto seufzte erneut, wollte etwas sagen, doch sah er, dass Sasuke müde war und ließ es demnach bleiben. Sollte er sich lieber ausruhen. Wer weiß, wie lange Kyuubi ihn in Ruhe ließ.

Längst hatte der junge Uchiha die Augen geschlossen und versuchte den versäumten Schlaf der letzten Tage nachzuholen. Doch dieser blieb aus, seine Erinnerungen verfolgten ihn selbst in seinen Träumen. Er sah sich, wie er all diese Menschen getötet hatte, Spaß dabei verspürt hatte. Es hatte ihm gefallen, er fand sich in einem Meer aus Blut wieder. Blut bedeckte seinen ganzen Körper und ein lautes Brüllen ließ ihn aufschrecken. Er sah den Fuchs, wie er ihn grinsend ansah. Sasuke spürte wie ihn kalt wurde, langsam ging sein Blick zu Boden, da lag er, völlig überströmt mit seinem Blut. Sasuke sah auf seine Hände, hörte ein leises Lachen. „Nein ... Naruto", hauchte er noch leise. Dann erwachte er aus seinem Traum. Gestresst fuhr er sich durch das nasse Haar und erhob sich langsam. War das jetzt seine Vergangenheit oder würde das seine Zukunft sein.

Hatte Sasuke schlecht geträumt? Es sah jedenfalls danach aus. Dieses unruhige Wälzen im Bett dazu die verschwitzen Haare und deutlich hatte er seinen Namen vernommen. Wenn, auch nur sehr leise. „Alles in Ordnung, du hast scheinbar nur schlecht geträumt", murmelte Naruto, der auf dem Stuhl saß und aufmerksam zu Sasuke sah. Er selber konnte nicht schlafen, brauchte derzeit aber auch keinen Schlaf und hatte die meiste Zeit Löcher in die Luft gestarrt.

„Ich hoffe es", hauchte Sasuke leise und ließ sich erneut auf das Bett fallen. Es war ein Traum gewesen, doch es hatte sich so real angefühlt, als wäre es passiert. Jemand setzte sich neben ihn und verwirrt sah er zum Blonden, so wie dieser ihn ansah, sah er wohl schlecht aus. „Ich habe geträumt, dass ich Konoha zerstört hätte und das Kyuubi lief frei herum."

Der Traum klang alles andere als gut, aber es war nur ein Traum und diese hatten nichts zu bedeuten. Das hatte Naruto mal gehört, auch, dass man in seinen Träumen etwas verarbeitete und Kyuubi wollte raus und Konoha zerstören. Das ließ wohl Sasuke so schlecht träumen. „Es war nur ein Traum und das wird nicht passieren", erwiderte Naruto leise. Nicht so lange er noch da war und das Gegenteil von Sasuke war.

Solange Naruto sein Siegel hielt, konnte auch nichts passieren, wenn er auch nicht dafür sorgte, dass es brach. "Warum ist dieses Wesen so voller Hass?" Selbst er war nicht von Hass zerfressen, obwohl er früher diesen so nachgegeben hat. „Ich sollte dich zurück nach Konoha bringen, meine Nähe ist zu gefährlich."

Warum Kyuubi so voller Hass war, konnte selbst Naruto nicht beantworten. Er sprach über sowas erst gar nicht, denn es brachte auch gar nichts, mit ihm darüber reden zu wollen. Daher zuckte Naruto auch mit den Schultern, sah jedoch Sasuke verwundert an, als er meinte, er würde ihn nach Konoha zurückbringen wollen. Vielleicht war es besser, aber die Dauerlösung war es nicht. „Dann tu das", antwortet er darauf auch nur knapp.

Dieses Land konnte man mit zwei Dingen verlassen, entweder durch Madara selbst oder durch ein Jutsu, das Zetsu benutzte. Sasuke erhob sich, formte einige Fingerzeichen und legte dann seine Hand auf Naruto seine Schulter. In einer Rauchwolke verschwanden die beiden und der ältere Uchiha betrat den Raum. „Das wird euch nicht retten", hauchte er noch leise und wandte sich wieder ab. Sasuke setzte Naruto fast vor den Toren Konohas ab, näher wollte er aber nicht zum Dorf, man suchte ihn und wenn sie ihn sahen, würde es zum Kampf kommen.

Naruto sah sich erstaunt um, als sich die Rauchwolke löste und er fast vor den Toren Konohas stand. „Dann geh ich mal", murmelte Naruto, entfernte sich von Sasuke und hob kurz die Hand zum Abschied. Nicht, dass Sasuke es sich noch anders überlegte und ihn wieder mitnahm. Er hatte hier in Konoha seine Freunde, dazu bald den Titel des Hokagen und dann war da noch diese blöde Sache mit Kyuubi. Wäre die nicht, wäre sein leben halbwegs normal. So aber war es ein heilloses Durcheinander, dass er nicht mal seinem schlimmsten Feind wünschte.

Der Abschied war kühl und verwirrt sah ihm der Uchiha nach, aber was erwartete er auch von Naruto, dass er ihn umarmte? Er hatte sich schon an dessen Nähe gewöhnt und das Band zwischen ihnen, tat sein Übriges. Er selbst zog sich wieder in das Versteck von Madara zurück, den er wollte sich nochmal ausruhen, bevor er sich nochmal an das Hebi wagte.

Kaum, dass Naruto durch das Tor schritt, sah er auch schon Ino und Shikamaru, die besorgt auf ihn zukamen. "Wo warst du die ganze Zeit?", wollte der Nara wissen. „Irgendwo im Nirgendwo. Keine Ahnung", gab Naruto zur Antwort und schritt weiter. „Du musst doch ..." Shikamaru seufzte und rieb sich die Schläfen. „Sakura hat gesagt, dass dieser Typ mit der Maske dich entführt hat." Naruto blieb stehen, drehte sich um und blickte ihn an. „Ja, das stimmt. Dennoch weiß ich nicht, wo ich war.""Aber du hast Sasuke gesehen, nicht wahr?", mischte sich nun Ino ein. "Ja, habe ich", murmelte Naruto und seufzte. „Madara hat Gaara und auch Killer Bee. Er will alle schlafen lassen, damit der Fluch bricht."

Bitte, was wollte der Kerl tun? „Das löst euer Problem auch nicht, es änderte nichts daran. Aber was hast du den die ganze Zeit den dort gemacht?" Sasuke wird ihn bestimmt nicht als Vorwärmer für sein Bett gebraucht haben, da war doch was faul. Die beiden hatten doch nicht in etwa ..., nein dann wäre etwas Schlimmes passiert.

Naruto blies die Wangen auf und murrte leise auf. „Ich weiß, dass es unser Problem nicht lösen wird. Man müsste Kyuubi schlafen legen, denn er ist das Problem. Er und niemand anderes", grummelte Naruto weiter. Was er da gemacht hatte? Wollten sie das jetzt ernsthaft wissen? Naruto seufzte und fuhr sich durch die Haare. „Ich hab nichts gemacht, was dem Dorf schaden könnte. Alles andere ist meine Privatsache", gab er zu, stapfte jedoch weiter und ließ die beiden einfach stehen.

„Zwischen den beiden ist was passiert", murmelte Shikamaru, sonst würde der Andere nicht so trotzig reagieren und ihn fast anfauchen. „Wir sollten die Umgebung von Konoha absuchen lassen, vielleicht ist Sasuke noch in der Nähe."

Naruto wollte einfach nur weg, erstmal gucken, ob es Sakura und Sai gut ging und ob Tsunade während seiner Abwesenheit alles im Griff gehabt hatte. Aber das hatte sie bestimmt, immerhin war sie weder dumm, noch schwach. Leise seufzend schritt er daher zum Hokageturm, die vielen Treppen rauf und schließlich durch die Gänge, bis hin zum Büro der derzeitigen Hokage. Kurz darauf klopfte er an, wartete, dass man ihn hereinbat.

Gespannt sah Tsunade zur Tür und stellte mit Erleichterung fest, dass es Naruto war. Sofort sprang sie auf und drückte den Jungen an sich. Eigentlich wollte sie ihn eine verpassen, aber dann ließ sie es doch lieber bleiben. „Wo warst du denn, mir wurde gesagt, dass dich Tobi entführt hätte." Auch hatte Sakura erzählt, dass Naruto etwas Dummes geplant hatte, aber es ist wohl doch nicht eingetroffen wie gedacht.

Was war mit Tsunade denn los? Verwirrt darüber, dass sie von ihrem Platz aufsprang, runzelte Naruto die Stirn und ließ sich aber dennoch drücken. „Nicht so fest, Baa-chan, du erdrückst mich ja." Naruto grinste wie immer, setzte sich dann aber hin und sah sie ernst an. „Tobi hat mich entführt, ja, aber das ist nicht das eigentliche Problem. Madara hat Gaara und Bee und er will auch die restlichen Biju und uns alle in eine Art Tiefschlaf versetzen."

Was los war? Naruto war über eine Woche verschwunden gewesen und niemand wusste, wo oder ob ihn Sasuke erwischt hatte. „Das mit den Bijus ist mir bereits bekannt, aber Bee ist, soweit ich weiß, noch in seiner Heimat." Aber dass Sasuke ihn angegriffen hatte und dieser sich völlig verwirrt benommen hatte, hatte man ihr ebenso berichtet. Gut, durch die Verbindung zu Naruto war Sasuke aktuell unberechenbar, besonders da Sasuke extrem aggressiv war. „Mir wurde berichtet, dass Sasuke es war und völlig die Kontrolle schnell verlor."

Naruto seufzte und erhob sich von seinem Stuhl. „Es ist nicht unbedingt Sasuke selber, der die Kontrolle verliert, sondern Kyuubi. Er will, dass ich das Siegel breche, was ich natürlich nicht machen werde. Er benutzt Sasuke genauso, wie er damals Madara benutzt hat und durch ihn, bekommt er seinen Hass und alles, was ich versuche anders zu machen", erklärte er und fuhr sich gestresst durch die Haare. „Sasuke ist nämlich anders, wenn Kyuubi schläft."

„Was hat das bitte mit Kyuubi zu tun? Obwohl, das würde einiges erklären. Immer war das Fuchsungeheuer schuld, wenn das Unglück geschah." Beim ersten Mal, war es ihr Großvater und Madara, die dritte Generation und vierte mussten den Angriff von Kyuubi abwenden. Die zweite Generation hatte nichts mit Kyuubi zu tun und vielleicht war es deswegen völlig ruhig gewesen. „Es scheint ein Interesse an den Uchihas zu haben, aber wenn es Kyuubi ist, der daran schuld ist und er sich völlig normal benimmt, wenn es ruhig ist, könnte man diese Verbindung brechen." Auch wenn Tsunade nicht ganz verstand, was der Fuchs genau vorhatte.

Man könnte sie brechen? Warum kam da bitte sonst keiner drauf? „Bist du sicher, dass man sie brechen kann? Immerhin haben wir fast alle Möglichkeiten, die wir haben durchgesprochen und keine ist einfach oder durchsetzbar." Naruto schritt zum Fenster und sah nach draußen, ehe er sich wieder umdrehte. „Ich hab sogar schon darüber nachgedacht, zu sterben, aber auch das würde nichts bringen. Sasuke würde dadurch in den Wahnsinn verfallen. Ebenso kann ich nicht zulassen, dass Madara alle schlafen legt. Und dann haben wir noch darüber nachgedacht, Kyuubi schlafen zu legen, was aber nicht ganz einfach ist."

„Früher hat man die Bijus in Gefäßen festgehalten und sie später dann in Menschen gebannt. In den Gefäßen konnte man ihre Macht nicht nutzen, doch in einem Körper schon. Das Problem ist, dass du dabei sterben kannst. Zwar sagt man, dass du durch das Blut deiner Mutter die Chancen hast zu überleben, aber das ist keine Absicherung. Zudem, wenn Kyuubi Sasuke kontrolliert, dann könnte er dazwischen gehen." Irgendwann würde der Uchiha ohnehin wieder zu Naruto kommen, alleine weil ihn etwas zu ihm trieb. Wahrscheinlich wird der Junge erstmal versuchen wenn, so weit es geht weg von Naruto zu sein, doch Sasuke würde keine Ruhe haben, alleine weil er nun im Bingo Buch stand. „Sag Naruto, wäre Sasuke wieder völlig friedlich, wenn er vom Fluch erlöst ist und würde er Madara weiter helfen? Es geht darum, dass er wegen Gaara im Bingo-Buch steht." Jetzt ließ es sich noch abwenden, aber was tat sie, wenn Sasuke so weiter machen wollte? Was dann, frei herumlaufen lassen kann sie ihn nicht.

Sasuke stand wegen Gaara im Bingo-Buch? Damit hatte Naruto zwar gerechnet, aber dennoch schockte ihn diese Information und er musste sich erstmal wieder setzen. Überlegend sah er zu Boden, dachte darüber nach, was Tsunade ihn gefragt hatte und seufzte erneut. „Ich denke, dass er friedlich wäre, aber er hilft Madara, wobei der mir erklärt hat, wie ich mir Sasuke mehr oder weniger vom Leib halten kann." Naruto überlegte weiter, biss sich auf die Unterlippe und raufte sich die Haare. „Es scheint mir teilweise so, dass Madara die Biju nur haben will, um Sasuke schlafen zu legen und den Rest auch. Wäre der Fluch gebrochen, hätte Madara kein Interesse mehr an ihnen."

„Bist du da sicher? Wenn das nämlich stimmt, dann könnte ich ihn austragen lassen, jedoch müsste er immer im Dorf bleiben und stände unter Beobachtung." Sasuke war gefährlich und auch die Erklärung mit den Biju würde die beiden Alten nicht überzeugen. Selbst die anderen Kage wäre es lieber, Sasuke wäre eingesperrt oder besser noch tot. Aber dann war da noch Madara und dieser war genauso unberechenbar.

Naruto nickte und sah auf. „Ja, bin ich. Ich hab Sasuke so erlebt aber auch anders. Teilweise wirkt er so, als würde er bereuen, als würde er manches nicht wollen und wehrt sich dagegen." Dann aber gab es immer noch andere Situationen, in denen er ihn nicht einschätzen konnte.

„Er wird eine Chance bekommen, doch nur eine." Mehr konnte sie dem Jungen nicht geben, er war auch zu gefährlich. „Es gibt ein Ritual, um Kyuubi aus deinem Körper zu bannen, aber wie gesagt, das könnte deinen Tod bedeuten. Du musst das entscheiden."

Naruto sah Tsunade ernst an, als sie über das Ritual sprach und dennoch hatte er keine Angst vor dem Tod. So gesehen, hätte er sich fast schon umgebracht, hätte Sasuke nicht eingegriffen. Zwar nicht gerade freundlich, aber immerhin hatte er eingegriffen. Entschlossen sah Naruto daher die derzeitige Hokage an. „Ich werde es machen, auch, wenn ich Gefahr laufe, dabei zu sterben."

Tsunade nickte, aber so konnten sie beide vielleicht retten und dafür sorgen, dass dieser Fluch ein Ende nahm. „Gut, ich werde, so weit es geht, alles vorbereiten. Du musst dafür aber auch etwas tun. Zum einen muss dein Körper in guter Verfassung sein, es kostet dich viel Kraft das Siegel aufrechtzuerhalten und das Biju unter Kontrolle zu haben. Zweitens brauchen wir Sasuke. Wir müssen testen, ob das Biju danach wirklich keinen Einfluss mehr auf ihn hat." Das zweite war das schwierigste, denn als Naruto sein Gegenstück würde Sasuke nicht gerade begeistert reagieren und auch Kyuubi wird ihn nutzen, um sich zu befreien.

Naruto hatte schon damit gerechnet, dass irgendwas kam, er in guter, körperlicher Verfassung sein sollte, um das Siegel aufrecht zu halten. Daher nickte er verstehend, auch, als Sasuke zur Sprache kam und sie ihn brauchte. "Ich hab verstanden und demnach werde ich jetzt wohl eine Kleinigkeit essen, etwas Training machen und früh schlafen gehen."

„Schau auch mal bei Sakura vorbei und Sai. Die beiden machen sich Sorgen um dich." Obwohl, sollte sie ihn zu ihrer Schülerin schicken? Sie hatte wie sie selbst schlagkräftige Argumente parat. „Ich werde einen Anbu Trupp nach ihm suchen lassen, besser wir finden ihn zuerst, bevor er wieder was anstellt." Solange er schön das tat, was Madara wollte, war der junge Uchiha eine Gefahr für sie alle.

Was sollte er denn bei ... Aja, die beiden machten sich Sorgen, na dann würde er mal bei Sai vorbeischauen, nicht aber bei Sakura. Er kannte sie nun mal zu gut, dazu ihre Macke, bei jeder Kleinigkeit gleich zuzuschlagen. „Ich schau bei Sai vorbei und er kann ja Sakura dann alles erzählen", wandte sich Naruto im Gehen an Tsunade und öffnete bereits die Tür. „Falls Sasuke Mucken machen sollte, sagt ihm bitte, worum es genau geht." Dann öffnete Naruto die Tür und schritt nach draußen.

Sie sollten es dem Uchiha sagen? Na, ob das etwas bringen mag, daran zweifelte Tsunade, aber Naruto schien sich da sehr sicher zu sein. Leise seufzte sie und suchte einen starken Anbu Trupp zusammen. Sasuke war mit seinen Sharingan ein schwieriger Gegner und auch sehr schwer zu finden.

Naruto schritt in der Zwischenzeit die Treppe herunter, rauf auf die Straße und runzelte die Stirn. Wo konnte Sai sein? Immerhin wusste nicht, wo dieser wohnte. Vielleicht hatte er Glück und Sai war auf dem Trainingsplatz. Rasch schritt er dort hin, nur um festzustellen, dass er dort nicht war. Und jetzt? Doch zu Sakura und sich eine Schelle einfangen? Naruto seufzte und machte sich auf den Weg zu seinem liebsten Ramenstand. Erstmal eine heiße Suppe und dann könnte er immer noch zu Sakura.

„Hallo Naruto, ich hab dich schon lange nicht mehr gesehen", lächelte der Mann und machte sich schon daran Nudeln für Naruto seine Suppe zu kochen. Der Blondschopf war sein Stammkunde und von daher wusste er schon, was er essen wollte. „Du warst lange verschwunden, ich hab mir schon Sorgen gemacht, dass dich Sasuke erwischt hatte."

Naruto erwiderte das freundliche Lächeln, welches man ihm entgegenbrachte und setzte sich hin. „Ich war auch lange nicht hier", erwiderte er und sah sich kurz um. Kein Sai war zu sehen, dafür Kiba, der lachend mit Hinata durch die Gassen ging. Lange konnte er sich damit aber nicht befassen, sah stattdessen wieder den älteren Mann an und seufzte. „Sasuke hat mich nicht erwischt. Dafür aber dieser Tobi und der hat mich zu Sasuke gebracht. Aber ich lebe ja noch, wie man unschwer erkennen kann."

„Es ist schade, dass der Junge nicht mehr zum Dorf gehört. Ihr habt ja früher immer hier zusammen gesessen und Ramen gegessen", lächelte der Mann und stellte ihm eine Schüssel der Suppe hin. Damals waren sie auch noch Kinder gewesen und nun waren sie schon erwachsen. Die Zeit verging wie im Flug, schade das dieses Team nicht länger bestanden hatte. „Ich habe viel gehört von Sasuke, jedoch leider nichts Gutes. Man hat mir auch erzählt, dass er versucht hat dich umzubringen."

 

Ja, es war schade, dass Sasuke nicht mehr zum Dorf gehörte. Immerhin waren sie sowas wie Freunde, erbitterte Rivalen und doch konnten sie genauso gut zusammen Suppe essen. Naruto seufzte und blickte auf die vor ihm stehende Suppenschüssel. „Er hat es versucht, ja, aber ich bin zäh und lass mich nicht so schnell umbringen", erwiderte Naruto leise, teilte seine Stäbchen in der Mitte und fing an zu pusten, da seine Suppe noch heiß war.

Der alte Mann nickte, Gerüchte gab es viele und auch Naruto hatte es nie einfach gehabt. „Ich hoffe, dass er dich jetzt mal etwas in Ruhe lässt." Das hoffte er wirklich, schließlich war Naruto sein bester und treuster Kunde. Der Mann widmete sich seiner Arbeit wieder und ließ Naruto erstmal in Ruhe sich sein Essen schmecken.

Es wäre schön, wenn Naruto etwas Ruhe hätte, aber ebenso stand es auch Sasuke zu, endlich mal Ruhe zu haben. Jedoch sagte Naruto das nicht laut, nahm lieber den ersten Happen seiner Suppe und ließ ihn sich schmecken. Immerhin hatte er Ramen lange nicht mehr gegessen, den Geschmack aber vergaß er so schnell nicht. Dafür aß er sie einfach zu oft und zu gerne.

„Du bist wirklich wieder da." Eine weite Person trat zum Stand und setzte sich neben Naruto. „Du hast uns einen Schreck eingejagt, wir dachten beide schon, du bist tot." Erleichtert seufzte Sai und sah dann streng zu Naruto. ""Sakura war außer sich und hat schon Panik gehabt, dass du nie wieder zurückkommst. Mach das bitte nie wieder."

Naruto drehte sich um, erkannte Sai und legte vorerst die Stäbchen weg. Warum dachten eigentlich alle, dass er tot sei? Hatte Ino etwa? Nein, sicher nicht, oder doch? Naruto runzelte die Stirn und sah ernst aus. „Ich lebe noch und das habe ich mehr oder weniger Sasuke zu verdanken. Mir geht es demnach gut, was man von anderen jedoch nicht behaupten kann.""

Den Uchiha zu verdanken? Okay, er war das Gegenteil von Naruto und somit wollte er dann leben. „Es war eine dämliche Idee und Sakura hat sich deswegen mit Ino sehr gestritten. Aber ich muss ihr recht geben, das war völlig unüberlegt und daneben gewesen. Euren Fluch seid ihr dadurch auch nicht los", seufzte Sai. Naruto sollte froh sein, dass er ihn zuerst gefunden hatte und nicht Sakura, sonst könnte er sich auf etwas gefasst machen.

Naruto wusste selbst, dass seine Idee nicht die beste war, er dabei wirklich sterben konnte und doch hatte er es getan. Aber, dass Ino und Sakura gestritten hatten, das hatte er nicht gewollt. Hätte er das vorher gewusst, hätte er sie lieber nicht erwähnt. Dafür war es nun aber zu spät und leise seufzte Naruto, ehe er weiter aß. „Ich werde Kyuubi bannen lassen, aber dabei könnte ich sterben", murmelte er zwischen zwei Happen Nudeln und sah nachdenklich drein.

„Warum Kyuubi bannen? Bricht er etwa aus dir heraus?" Sai verstand es nicht, was hatte jetzt der Fuchs mit dem ganzen zu tun? Das einzige, was er über dieses Wesen wusste, war, dass es nicht nur das mächtigste Biju war, sondern auch noch das Zerstörungswütige.

„Kyuubi ist an diesem Fluch Schuld und wenn er gebannt wird, umgehen wir damit den ewigen Schlaf, den Madara herbeiführen würde, wenn er alle Bijus hätte"", erklärte Naruto Sai und leerte seine Suppenschüssel.

Skeptisch sah Sai den Blondschopf an und so ganz wollte er das nicht glauben. Aber es erklärt, warum Tsunade ihn beauftragt hatte, nach Sasuke mit einigen Anderen zu suchen. „Glaubst du wirklich, das funktioniert? Wenn Kyuubi wirklich etwas damit zu tun hat, wieso kann es dann Sasuke kontrollieren?" Besonders warum gerade den Uchiha? Naruto war mit vielen Menschen befreundet und dennoch war es der Mann dessen Regale er immer war.

Es musste funktionieren, etwas anderes wollte Naruto gar nicht hören. „Wenn es schiefgeht, haben wir ein Problem. Ich wäre tot und Kyuubi im schlimmsten Fall frei." Dass Sasuke ihm aber folgen würde, verschwieg Naruto vorerst und zahlte stattdessen seine Ramen. „Kyuubi mag auch die anderen Biju nicht und daher denke ich, dass mit ihm ohnehin etwas nicht stimmt. Sobald er schläft, ist Sasuke handzahm."

„Aber warum hat es so einen Einfluss? Es ist in deinem Körper versiegelt und nicht in Sasuke seinem." Wenn es schlief, dann war Sasuke handzahm, gut zu wissen, so konnten sie Sasuke vielleicht ohne Gewalt zurückbringen. "Es kann ihn kontrollieren und von Zeit zu Zeit scheint es schlimmer zu werden. Zu Anfang war er zwar gefährlich, aber nicht so unberechenbar. Alleine wie er Danzou hingerichtet hatte und in dessen Blut gebadet hat." Das passte nicht zu dem, was ihn alle über diesen Uchiha erzählt haben. Immer hieß es, dass er ruhig war und auch noch einen Kampf friedlich blieb, doch bei Danzou hatte er das Dorf zerstört und der Angriff auf Bee wirkte völlig unüberlegt, fast wie ein Tier, das Tollwut hatte.

Kyuubi hatten einen verdammt großen Einfluss und Naruto hatte es selber gemerkt. „Kyuubi ist blutrünstig und liebt es grundlos zu töten. Daher hat er durch Sasuke auch Danzou so zugerichtet. Aber das ist leider noch nicht alles", merkte Naruto an, ehe er aufstand und sich streckte. „Er ist es auch, der Sasuke zum Teil lenkt, wenn er ..." Kurz entstand eine Pause und Naruto wurde verlegen. „... Wenn er versucht über mich herzufallen. Aber ich kann es teilweise auch kontrollieren und ihn fernhalten. Wenn ihm etwas gefällt, dann darf es mir nicht gefallen, auch wenn das manchmal recht schwierig ist", nuschelte Naruto eine Nuance dunkler im Gesicht.

"„Also kannst du ihn durch die Gegenreaktion von dir fernhalten."Warum wurde Naruto plötzlich rot im Gesicht, war es ihm peinlich? Aber warum, daran war nichts Schlimmes, jedenfalls stand das immer in seinen Büchern. "Aber was wollt ihr machen, wenn es klappt? Soll Sasuke im Dorf bleiben? Glaubst du, das macht er mit?" Der Uchiha schien nicht er selbst zu sein und doch glaubte er nicht das Sasuke Interesse daran hatte das Dorf wieder, als seine Heimat anzuerkennen.

Naruto nickte auf die Frage hin und steckte die Hände in die Hosentaschen. „Ich weiß nicht, ob er das freiwillig mitmachen wird, aber irgendwie denke ich schon. Immerhin war er zuletzt so ... so ... na ja, so anhänglich", gab Naruto zu, nahm eine der Hände wieder aus den Hosentaschen und kratzte sich verlegen am Hinterkopf.

„Vielleicht mag er dich, aber du sollst ja nicht mit auf die Mission." Obwohl Sai glaubte, dass Naruto mehr Chancen hatte, Sasuke zu fangen als sie. Aber er musste sich erholen, so sagte es die Hokage und das wird sie nicht ohne Grund so deutlich erwähnt haben. „Ich werde ihm sagen, dass du weißt, dass diese Sache funktioniert, vielleicht kommt er dann mit und was danach ist, das kann man später noch entscheiden."

Ob Sasuke ihn mochte? Wie kam Sai jetzt bitte darauf? Na ja, so gesehen konnte da etwas dran sein, aber ... Nein, das passte so gar nicht zu Sasuke. Wobei? Er sah schon enttäuscht aus, als er ging, zudem hatte er sich nicht daran gestört, dass Naruto ins Badezimmer kam und dann war da ja noch die andere Sache, die ihm scheinbar auch gefallen hatte. „Kann schon sein", erwiderte er daher. „Sag ihm aber nicht, dass ich dabei sterben könnte, sonst wird er sicher alles in Bewegung setzen, um das zu verhindern", merkte er zusätzlich an, ehe er sich langsam in Bewegung setzte.

Sai nickte und erhob sich von seinem Platz, er hatte eine Aufgabe zu erfüllen und so langsam musste er los zu ihrem Treffpunkt. Sasuke wäre kein leichter Gegner und ob er ihn glauben wird, das wusste Sai nicht, aber er würde es versuchen.

Naruto hielt es für besser nachhause zu gehen, sein Training konnte er auch dort machen und keiner würde ihn dabei wohl stören. Ruhig schritt er durch die Straßen von Konoha, sah sich alles ganz genau an und lächelte, als er an dem Laden mit den Masken vorbeikam. Sofort fiel ihm ein, dass er als Kind eine an den Kopf geworfen bekam und nun? Ja nun, lächelte ihn der alte Mann freundlich an und wünschte ihm einen schönen Tag. Dinge änderten sich hin und wieder, so auch Menschen. Naruto grüßte freundlich zurück und ging weiter.

Währenddessen hatte sich vor Konoha ein Anbu Trupp versammelt und planten ihre nächsten Schritte. Die Mission war klar, doch konnten sie ihren ehemaligen Kameraden fangen? Shikamaru hatte das Kommando und erklärte mehrere Möglichkeiten wie sie vorgehen werden. "Sasuke hat man zuletzt heute in der Nähe des Tals des Schicksals gesehen. Dort werden wir zuerst suchen. Unternehmt keine Alleingänge, das ist bei ihm zu gefährlich." Alle nickte und zusammen folgten sie ihn bis ins Tal des Schicksals. „Hier ist niemand zu sehen." Sai suchte nach Spuren, doch er fand nichts. Schnell zog er seine Schriftrolle heraus und zeichnete einige Mäuse, die sich kurze Zeit später erhoben und sofort nach den Uchiha suchten.

Während man nach Sasuke suchte, schloss Naruto bereits die Tür zu seiner Wohnung auf, betrat diese und zog sich im Flur die Schuhe aus. Ein beißender Geruch stieg ihm in die Nase und er ahnte bereits, was das sein könnte. Rasch öffnete er das Fenster, ging in die kleine Küche und hielt sich angewidert die Nase zu. Saure Suppe, stehengelassen und das mehrere Tage. Die hatte sogar schon Schimmel angesetzt und rasch entsorgte er den Inhalt der Schüssel im Klo, ehe er sie in die Spüle stellte und gleich abspülte. Erst dann nahm er sich ein Buch, machte es sich auf seinem Bett bequem und fing an zu lesen.

„Du hast aber lange gebraucht, um nach Hause zu kommen." Gelangweilt saß Sasuke auf der Fensterbank des Blondschopfes, sah sich nochmal um, bevor er dann einfach in die Wohnung trat. „Man sucht nach mir?", merkte er leise an, hatte den Anbu Trupp schon vorher gesehen und diese auf eine falsche Fährte geführt. Aber es wunderte den Uchiha nicht, wenn ihn Konoha fängt, dann würde er nicht ansatzweise so leiden, als wenn ihn ein anderes Land entdeckte. Ohne zu fragen, setzte er sich neben Naruto und ließ sich auf das Bett fallen. Das Bett war sehr bequem, auch roch es nach ihm und das gefiel Sasuke irgendwie.

Heftig zuckte Naruto zusammen, als er Sasuke sprechen hörte und sah, wie er auf der Fensterband saß und kaum später sich neben ihn fallen ließ. Wie zum Teufel war er hier hereingekommen? Sichtlich darüber verwirrt, legte er das Buch zur Seite und sah ihn ernst an. „Man sucht nach dir, weil Tsunade Kyuubi bannen will. Ganz ungefährlich ist das aber nicht und eigentlich bräuchte ich dafür auch Ruhe und vor allem Kraft, um das Siegel aufrechtzuerhalten", merkte Naruto ernst an.

"Ich mache doch gar nichts, aber mich zieht es halt immer zu dir", zumal hatte er derzeit einfach keine Lust bei Madara zu sein und dessen Gerede sich anzuhören. Kyuubi bannen, ging das überhaupt und starben nicht die Träger, wenn man ihnen den Biju entriss? „Dabei kannst du draufgehen", sprach der Uchiha ruhig und schloss einfach seine Augen, rauswollte er jetzt ganz bestimmt nicht mehr gehen.

Aja, das Gegenteil war ja der Fall und daher war Sasuke hier. Naruto seufzte und schloss für einen Moment die Augen, hörte die Worte des Anderen und öffnete sie langsam wieder. „Ja, ich kann dabei sterben, aber es ist die einzige Möglichkeit, wir haben", murmelte Naruto und zupfte ein paar Krümmel aus seinem Bett.

"Und was passiert mit mir?" Ihn einfach gehen lassen, würde sie ihn nicht und sich einsperren lassen wollte er sich nicht. Dann war er alleine, ohne Ziel, ohne eine Heimat. Reisen war immer mit einer Gefahr verbunden und gab es einen Ort, wo er Frieden hatte. „Wenn es schiefgeht und du stirbst, dann wird Kyuubi mich als neuen Körper nutzen."

Was mit ihm passierte? Irgendwas hatte Tsunade gesagt, aber was? Naruto wusste es nicht mehr, zuckte daher mit den Schultern und sah Sasuke entschuldigend an. „Habs wohl vergessen in der Eile, was Baa-chan diesbezüglich gesagt hatte." Leise seufzend legte er sich hin, wollte schlafen und doch blinzelte er verwirrt und sah erneut auf. "Ich werd aber nicht sterben, echt jetzt", grummelte er leise und zog sich letztendlich bockig die Decke über den Kopf.

Was war der Andere den plötzlich so bockig? Aber Sasuke hatte nicht wirklich noch Hoffnung, dass sie diesen Fluch loswurden. Die Bijus waren mächtig und das hatte er am eigenen Leib erfahren und zu spüren bekommen. Doch Naruto schien noch Hoffnung zu haben, doch das war ja nicht neues. Müde drehte sich Sasuke auf die andere Seite und dachte nicht mal daran, das Bett zu verlassen. Warum sollte er auch das Bett verlassen, es war so schön warm und bequem.

"Tut mir leid", nuschelte Naruto leise, drehte sich aber nicht um, sondern starrte stattdessen die Wand an. Sasuke konnte auch nichts dafür, dass jeder außer ihm selber, so negativ dachte und die Hoffnung schon aufgegeben hatte. Nun gut, Baa-chan war noch guter Dinge, ebenso Sakura, aber der Rest? Der Rest sah ihn scheitern, sterben oder am Ende schlafen.

"Es ist jedenfalls besser als nichts. Aber ich denke, dass man mich einsperren wird, das Risiko mit mir ist einfach zu hoch." Dem Uchiha war es selbst bewusst, dass er nicht zu kontrollieren war und auch wenn das Kyuubi versiegelt war, hieß es nicht, dass er dadurch frei war. Der Fuchs könnte immer noch über ihn Macht haben und nur Naruto war erlöst oder es funktionierte nicht mit ihm und der Blondschopf stirbt. Es konnte viel passieren. Leise seufzte der junge Mann, schloss seine Augen und spürte auf seinen Körper ein angenehmes Gewicht. Langsam schlug er die Augen auf und sah irritiert auf Naruto der auf ihn saß. Lust hatte er keine und in Naruto seinen Augen erkannte er, dass der Blondschopf auch nicht solche Nähe zu ihm wollte. Was war los? Hatte er jetzt Zweifel oder nun doch Angst. Sasuke konnte diese Gefühle nicht deuten, sie waren fremd oder aber er kannte sie nicht. Hass kannte er, aber auch nur weil diese immer in ihn brodelte.

Einsperren. Ja, davon hatte Baa-chan etwas gesagt oder hatte sie das nur gedacht? Aber egal, Sasuke hatte schon recht. Alles war derzeit gefährlich, selbst er selbst und dazu konnte er wenn Kyuubi wieder die Kontrolle übernahm zu einer noch größeren Gefahr werden. Naruto sagte nichts darauf, ließ nur ein leises Brummen verlauten und wollte eigentlich endlich schlafen. Dazu kam es aber nicht, denn wann immer er die Augen schloss, sah er Dinge, die ihm Angst machten. Sasukes Tod, seinen und Kyuubi, der das ganze Dorf vernichtete, ehe er sich an den Menschen verging. Heftige Bilder und so schreckte Naruto hoch, kletterte auf Sasukes Schoß und sah diesen einen Moment schweigend an. Erst, als er sich einigermaßen wieder gefasst hatte, lehnte er sich runter, vergrub die Nase in Sasukes Halsbeuge und seufzte laut aus. „Mir macht das Angst und schlafen kann ich auch nicht", murmelte er und dabei brauchte er eigentlich Ruhe und seinen Schlaf.

Noch immer war der Ältere verwirrt, nicht das er dieses Verhalten nicht deuten konnte, die Nähe des Anderen gefiel ihm auch. Es war anders als sonst oder in Madara seinem Versteck, das hier war so entspannend. „Du träumst also auch von einem Tag der Vernichtung?", Sasuke kannte den Traum, er selbst wurde von ihm geplagt oder es war Kyuubi seine Fantasie, er wusste es einfach nicht mehr.

Nickend hob Naruto auf Sasuke Frage hin den Kopf und sah ihn an. „Ich träum nicht direkt, aber sobald ich schlafen will, sehe ich erschreckende Bilder", gab er zu und doch hatte er diese noch nicht lange. Sie tauchten heute das erste Mal auf und das so heftig, dass es ihn heftig geschüttelt hatte. „Ich hab uns beide tot gesehen und Kyuubi am Wüten", erzählte er weiter seine gesehenen Bilder vor dem inneren Auge.

Das klang eher nach einer Zukunft, eine, die jederzeit eintreffen konnte. Oder es bedeutete, wenn sie beide sterben, dass dadurch auch der Fluch nicht gebrochen wird. „Was ist, wenn dieses Siegel, was du trägst, auf mehrere Personen verteilt wurde. Das Chakra von Kyuubi alleine ist so stark, dass er eigentlich selbst das Siegel aufbrechen könnte. Aber es ist versiegelt, vielleicht ist deswegen das mit dem Gegenteil entstanden, dass ein Teil des Fuchses in jemand anderes ist, um dadurch den Fuchs gebändigt zu halten. Ich habe kein Siegel, vielleicht kann er deswegen mich so stark beeinflussen." Sasuke spürte deutlich Kyubis Hass, aber er konnte durch den Fuchs auch die Gefühle von Naruto spüren. Auch, wenn er es jetzt nicht wirklich konnte. Naruto hatte zwar Zweifel, aber nicht das die neue Versieglung von Kyuubi nichts brachte, etwas anderes machte ihn ebenso angst. „Denkst du, es geht schief? Ich werde mich morgen stellen, wenn das hilft." Zwar gab er deswegen seine Freiheit auf, aber es war ihm lieber als ewig in diesen Hass gefangen zu sein.

Naruto überlegte auf Sasukes Frage hin. So ganz Unrecht hatte er nicht und da war ja auch noch etwas. „Ein Teil von Kyuubi ist in meinem Vater versiegelt und der ist aber auch in mir versiegelt. Also sein Geist", erklärte Naruto wissend und seufzte leise auf. Sein Vater würde nur etwas machen können, wenn Naruto jemals die Macht des Biju nutzen würde. Er tat es aber nicht, denn es war gefährlich und er würde ganz die Kontrolle über sich und seinen Körper verlieren. Ob er dachte, dass es schiefging? War das so offensichtlich für Sasuke? Scheinbar schon, sonst würde er nicht fragen. Naruto nickte daher und biss sich auf die Unterlippe. Es konnte eine Menge schiefgehen und andere wären die Leidtragenden. Allen voran Menschen, die eigentlich nicht betroffen waren. Naruto drückte sich wieder an Sasuke, streichelte durch sein weiches Haar und versuchte zu lächeln. „Auch, wenn du dich stellst, ist noch nicht sicher, ob ich überlebe oder der Fluch gebrochen werden kann."

"Du hast Angst, das kann ich verstehen, ich habe sie auch", seufzte der Uchiha und drückte Naruto unter sich wieder. Vorsichtig legte er seinen Kopf auf die Brust des Blondschopfs ab. Er verstand das Naruto angst hatte, er konnte es verstehen, aber der Andere wollte genauso wenig unter den Einfluss des Fuchses sein wie er. „Es kann alles Mögliche passieren, aber was ist dir lieber? Zu wissen das dieses Wesen dich irgendwann Dinge tun lässt oder das du davon frei bist. Es ist egal, wofür du dich entscheidest, ich werde mich morgen stellen und einsperren lassen." Sasuke gab es zwar nur ungern zu, aber er ist lieber eingesperrt, als ein wütendes Monster.

Sasuke hatte ebenfalls Angst? Naruto war verwirrt, wollte sich aufrichten, wurde aber zurückgedrückt und seufzte daher leise auf. Nicht genervt, eher erleichtert, dass es Sasuke scheinbar nicht anders erging. Wieder ließ Naruto ein Seufzen verlauten, streichelte dann aber durch Sasukes Haare, nachdem dieser sich mit dem Kopf auf seine Brust abgelegt hatte und schloss die Augen. In der Tat konnte alles Mögliche passieren. Sasuke könnte sterben, oder aber er selber. Kyuubi könnte entfesselt werden und Konoha zerstören. Oder aber Sasuke rastete komplett aus, was aber auch am Fuchs lag und nicht an ihm selber. Was er wollte? Naruto blinzelte, schlug die Augen wieder auf und starrte die Zimmerdecke an. „Ich wäre lieber frei, als zu wissen, dass ich irgendwann Dinge tun würde, die ich nicht selber will", erwiderte Naruto daher leise und streichelte Sasuke gedankenversunken weiter.

Leise brummte der Uchiha nur und genoss einfach das sanfte Kraulen. Wer wusste schon, wann er sowas nochmal spüren würde. Dennoch hatte er ein mulmiges Gefühl, den Sasuke wusste nicht, was mit ihm danach war und passieren würde, schließlich hatte er sein Leben lang immer das Gegenteil von Naruto getan. Wenn Kyuubi weg war, was war dann mit ihm, war er frei oder endete das alles doch nicht. Kurz schloss er seine Augen, rekelte sich Naruto seiner Hand entgegen. „Was machst du, wenn es klappt."

Eine Weile lauschte Naruto dem leisen Schnurren Sasukes, dachte an nichts Besonderes und doch grinste er, als der Andere wissen wollte, was er machen würde, wenn es klappte. Zum einen würde er ein freier Hokage sein und zum anderen war da noch eine Sache. „Wenn es klappt, dann löse ich endlich mein Versprechen ein und hol dich zurück nach Konoha", erwiderte er gelassen, streichelte Sasuke zufrieden weiter und lächelte.

Zurück nach Konoha, wollte er das noch immer. „Und was bringt das, wenn ich wieder hier bin? Ich werde nur angestarrt und verachtet, egal ob ich was dafür kann oder nicht." Was passiert war, ließ sich nicht ändern und dem Dorf war es egal, ob er es gewollt hatte oder nicht, sie hatten ihr Urteil schon gebildet und das wäre nicht zu ändern. Sanft kraulte ihn Naruto noch immer, lächelte nur und verwirrt sah ihn Sasuke an. Was sollte das, warum lächelte er so? Langsam zog ihn Naruto herunter und sofort zuckte Sasuke zusammen, küsste ihn doch gerade wer auf die Lippen.

Was das bringen sollte? Naruto sagte darauf nichts, denn Konoha war immerhin seine Heimat, auch, wenn sie ihn verraten hatten und Itachi den gesamten Clan hatten ermorden lassen. Sasuke war noch immer ein Mitglied dieses Clans, eines der letzten und zudem würde sich Sakura freuen und ebenso Kakashi. Sasuke das zu sagen, würde aber vermutlich nichts bringen, daher handelte Naruto einfach, zog Sasuke zu sich runter, küsste ihn aus eigenem Willen auf die Lippen, fühlte deren weiche Beschaffenheit, schmeckte die Süße, die von ihnen ausging. Kaum, dass Naruto diese unbeschreiblichen Lippen auf seinen spürte, schloss er die Augen, wollte diesen einen Moment genießen, wollte ihn mehr riechen und schmecken und bewegte ganz sachte seine bebenden Lippen.

Wohlig schnurrte der junge Mann, erwiderte den Kuss erst neugierig. Dennoch löste sich Sasuke wieder und schüttelte sich kurz. Naruto streichelte ihn wieder, betrübt sah Sasuke zur Seite, was sollte er jetzt sagen, war das jetzt Naruto der ihn geküsst hatte oder doch was anderes. Alles war kompliziert, aber Naruto schien das wenig zu stören, kam damit zurecht.

Naruto schmunzelte zufrieden gegen Sasukes Lippen, hatte er nicht mit gerechnet, dass dieser erwidern würde. Jedoch entwich ihm ein Grummeln, als sich doch gelöst wurde, Sasuke sich sogar schüttelte und wegsah. Hatte er jetzt etwas falsch gemacht oder ekelte er sich davor? Naruto wusste er nicht, biss sich jedoch auf die Unterlippe und setzte sich langsam auf. „Tut mir leid, ich wollte dich nicht überrumpeln."

Überrumpelt war das jetzt nicht,irgendwie hatte er sich daran gewöhnt, dass sein Körper was tat, woran er nicht dachte oder geglaubt hatte. Leise seufzte Sasuke und schüttelte den Kopf, den der Kuss hatte ihn nicht gestört oder angeekelt. „Du weißt ganz genau, was du tun willst und ich hab nicht eine Ahnung, was mit mir passiert.""

Ach daher wehte also der Wind. Sasuke wusste nicht, was er tun wollte und was nicht. Gut, er verstand es, immerhin war vieles auch durch Kyuubi gelenkt und das wiederum war auch nicht ohne gewesen. Verständlich, dass man da abbrach und sich abwendete. „Ich weiß auch nicht immer, was ich tun soll und was nicht. Vieles ist auch mir suspekt und oftmals denke ich, dass etwas falsch ist", murmelte Naruto nachdenklich und ließ sich zurück in sein Kissen sinken.

"Du wirst Hokage und schützt dieses Dorf, die Menschen werden dich respektieren, eine Zukunft hast du schonmal", mal nicht wissen, was man tun sollte, war was anderes als das, was er nun für eine Situation hatte. Er war zwar frei, aber daran musste sich Sasuke auch erstmal gewöhnen und lernen, was das bedeutet für ihn. Zwei warme Hände schlangen sich um ihn und zogen ihn ins Bett. „Vielleicht ist es besser, wenn ich erstmal nicht ins Dorf dann komme."

Ja, er würde Hokage werden. Ein lang ersehnter Traum wurde endlich wahr und doch wurmte Naruto etwas daran. Man würde ihn zwar respektieren, ihn ansehen, aber was kam dann noch? Eine Menge Arbeit jedenfalls. Dazu Berge an Papier und Berichte von Teams, die ihre Missionen fertig hatten. Naruto seufzte kurz, dann aber schlang er einfach die Arme um Sasuke, zog ihn zurück in sein Bett und kuschelte sich an. „Wenn du wiederkommen solltest, dann wirst du aber mein Berater, echt jetzt", murrte Naruto ernst, ehe er sich seine Decke grabschte und sich diese über den Körper legte.

"Wieso sollte ich wieder kommen und dazu noch dein Berater sein?", leise schnaufte der Uchiha, zuckte aber zusammen, als sich der Blondschopf an ihn kuschelte und sie zudeckte. Fast wie ... den Gedanken verwarf Sasuke sofort und schnurrte leise, als er warme Hände auf seiner Haut spürte. „Du benimmst dich, als wäre das immer Alltag gewesen."

Warum er wiederkommen sollte? Fast hätte Naruto Sasuke eine Kopfnuss verpasst, schmunzelte jedoch lieber, als dieser zuckte und leise schnaufte. Irgendwie niedlich und so gar nicht typisch für Sasuke. Auch, dass er scheinbar gerne mal schnurrte und es gerade wieder tat. Dann aber hörte er Sasukes Worte, dazu mischten diese sich mit Sai seinen und nun war es Naruto, der zusammenzuckte. „Tut mir leid, hab wohl versagt. Ist ja leider nicht das erste Mal", gab er daher leise zu und seufzte unterstreichend auf.

"Wofür entschuldigt du dich? Es ist nur ... es fühlt sich an ...", Sasuke unterbrach einfach seine Worte, den wie erklärte er das hier nur. Naruto benahm sich, als wären sie ein ... nun ja, ein Liebespaar und das seit langem. Zwar musste er gestehen, dass er es gerade genoss so sanft berührt zu werden und gefallen daran hatte, welche wohl ohne den Willen des Fuchses geschah Empfindungen waren. „Ich weiß nicht, was ich will. Ich will nicht im Dorf sein und doch will ich bei dir bleiben."

Es fühlte sich an wie was? Naruto blinzelte, dann aber kam er langsam von selber darauf, was Sasuke meinte. Vielleicht dachte er aber auch nur zu wissen, was der Andere meinte. Kurz streichelte er Sasuke weiter, nahm dann aber seine Hand weg und blinzelte verwirrt. Er wollte nicht im Dorf, aber bei ihm sein? Das widersprach sich doch. Oder nicht? Naruto wusste nicht wirklich, was er darauf sagen sollte, dennoch huschte ein kleines Lächeln über seine Lippen.

Der Uchiha fühlte sich hier im Dorf einfach nicht wohl, fehl am Platz. Bei Naruto war es was anderes, das komplette Gegenteil oder lag das nur an den Fuchs. „Vielleicht ändert sich meine Meinung über das Dorf, wenn Kyuubi nicht mehr ist." Möglich war es, diese Empfindungen konnte er auch davon haben. Als ihn der andere nicht mehr streichelte, sah ihn der Ältere enttäuscht an, den eigentlich mochte er es ja das ihn der andere so berührte.

Vielleicht lag es wirklich an Kyuubi, dass Sasuke derzeit etwas im Zwiespalt lag. Naruto nickte daher nur stumm, sah aber skeptisch drein, als er traurig angesehen wurde. Was war denn nun los? Hatte er ihn beleidigt oder was war? Reichlich verwirrt sah er den Uchiha an, dann aber dämmerte es langsam. Scheinbar wollte er noch etwas gestreichelt werden. Gut, das konnte Sasuke haben und demnach streichelte er ihn wieder sachte durch die Haare.

 Gut, das konnte Sasuke haben und demnach streichelte er ihn wieder sachte durch die Haare

 

Was war denn nun los? Hatte er ihn beleidigt oder was war? Reichlich verwirrt sah er den Uchiha an, dann aber dämmerte es langsam. Scheinbar wollte er noch etwas gestreichelt werden. Gut, das konnte Sasuke haben und demnach streichelte er ihn wieder sachte durch die Haare.

Leise schnurrte der junge Mann, legte sich wieder auf der Brust des Blondschopfes ab. Wenn er hier blieb, würde Naruto ihn dann noch immer so berühren wie jetzt, oder war dann alles vorbei. „Wenn ich hier bleibe ... ändert sich das zwischen uns etwa auch?" Sasuke wusste nicht wieso, aber jetzt gerade klammerte er sich an etwas Bekanntes, vertrautes und Naruto war dieser halt einfach.

Ob sich etwas änderte? Naruto sah Sasuke eine Weile schweigend an, streichelte ihn jedoch weiter und schüttelte schließlich den Kopf. „Nein, ich denke nicht, dass sich etwas ändern wird. Vermutlich wird sich nur eines ändern, nämlich, dass ich keine Angst mehr haben muss, dass sich Kyuubi einmischen könnte. Ich könnte somit freier handeln", erwiderte er leise und ließ die schwarzen Haarsträhnen durch seine Finger gleiten.

Es änderte sich nichts, also das, was zwischen ihnen war. Aber was war es den, was waren sie beide, wenn der Fluch gebrochen war? Freier handeln könnte Naruto dann, worin denn? Kyuubi beeinflusst nur sein Handeln und das fast völlig, nicht immer tat er, was der Fuchs wollte, aber so gut wie alles war es dann schon. „Was meinst du damit, freier handeln?"

Naruto seufzte leise wegen der Worte, pickte Sasuke dann aber frech in die Seite. „Ich meine damit, dass ich nicht Angst haben müsste, dich anzufassen, ohne dass Kyuubi erwacht und dich dazu verleitet, Dummheiten zu machen", erklärte Naruto leise. Immerhin konnte der Fuchs jetzt auch wachwerden und etwas tun, was sie beide vielleicht nicht wollten.

„Anfassen?", murmelte der Ältere und zuckte zusammen, als man ihn piekte. Moment mal, hatte er das gerade richtig verstanden und Naruto wollte ihn so berühren. Beschämt versteckte der junge Uchiha sein Gesicht, den das war dann doch sehr direkt gerade gewesen, womit er nicht gerechnet hatte. Besonders von Naruto nicht, da er ihn sonst immer von sich gestoßen hatte und nun ganz offen war. Nun gut, wenn Kyuubi weg war, dann würde er Naruto nicht mehr jagen und ihn etwas antun, was man nur als verwerflich ansehen konnte.

Naruto fand es fast schon niedlich, wie Sasuke zusammenzuckte und dazu herrlich verwirrt war. Alles nur wegen ein paar Worten, die Naruto seit einiger Zeit auf der Seele brannten. Noch nicht lange, aber lange genug, um sie aussprechen zu können. Naruto lachte kurz leise auf, schüttelte dann aber den Kopf und sah Sasuke an. „Mach dir keinen Kopf, ich weiß selber auch nicht genau, warum gerade du und wie das überhaupt angefangen hat", erklärte er kurz und nahm das Streicheln wieder auf.

"Weil ich dir ständig auf die Pelle rücke vielleicht?" Wieder zuckte der Ältere zusammen und kuschel sich schnurrend an den Blondschopf. Zwar hatte er noch immer Angst vor dem nächsten Tag, doch gerade wollte er diesen Augenblick genießen und einfach mal alles vergessen.

Naruto schüttelte der Worte wegen den Kopf und verneinte. "Ich denke nicht, dass es deswegen ist. Da muss vorher schon was gewesen sein." Nur was? Zumal vorher ja Sakura war und irgendwann nicht mehr. Warum auch immer. Oder lag das doch an Sasuke selber?

War es nicht eigentlich egal, ob es vorher schon war oder nicht? Das jetzt zählte oder eher der morgen, den dann konnte sich für sie beide alles ändern. "Du solltest schlafen, oder nicht?" Morgen könnte Naruto auch sterben, aber Sasuke wollte daran nicht denken, denn wenn der Andere ging, würde er ihn folgen, da war er sich sicher, den völlig zum Monster wollte er nicht mehr werden.

Schlafen klang gut, immerhin musste Naruto morgen fit sein und brauchte die Erholung. "Ja, schlafen ...", murmelte Naruto daher leise, deckte sich wieder etwas mehr zu und kuschelte sich dennoch brummend an Sasuke an, ehe er die Augen schloss.

Kurz zitterte der Uchiha, machte ihn dieser plötzliche Sinneswandel doch etwas Angst, dennoch schmiegte er sich scheu an den Anderen an. Es war ungewohnt und doch sollte das nun immer so sein? Leise seufzte er, schloss nun selbst seine Augen und versuchte zu schlafen. Doch ein lautes dunkles lachen, ließ ihn wieder die Augen öffnen und er sah vor sich den Fuchs. Breit grinste dieser ihn an, sagte ihn, er sollte diese kurze Zeit ruhig genießen. Dann wachte Sasuke auf, sah Schweiß gebadet neben sich. Naruto schlief, wachte aber wohl wegen ihn langsam auf.

Lange dauerte es nicht und Naruto war eingeschlafen. Der Tag war auch anstrengend gewesen, dazu das Gespräch mit Tsunade und die Unsicherheit, was morgen passieren könnte. Naruto drehte sich auf die Seite, dann aber wurde er ganz langsam wach, blinzelte verschlafen und sah schließlich Sasuke an. Zitternd und klatschnass. Leise seufzend machte Naruto daher das Licht an, setzte sich auf und blickte erneut den Anderen an. "Hast du schlecht geträumt?", wollte er wissen.

"Eher mit etwas geredet." Ein Traum war dies nicht gewesen, auch wenn ihn das deutlich lieber gewesen wäre. Dass der Fuchs wusste, was sie vorhatten, wunderte ihn nicht mal, doch dass ihm dieser die Zeit schenkte, klang, als hätte das Wesen etwas vor. "Vielleicht sollte ich mich jetzt schon stellen", murmelte er leise, wurde dann aber sanft auf das Bett gedrückt und einfach wieder geküsst. Wohlig seufzte Sasuke genoss diesen kurzen aber sanften Kuss, erwiderte ihn auch sofort.

Geredet? Erst wirkte Naruto verwirrt, dann aber verstand er und musste schlucken. Kyuubi war also wach gewesen, hatte Sasuke irgendwas gesagt und jetzt wollte er sich stellen. Mitten in der Nacht? War er lebensmüde? Naruto schüttelte innerlich den Kopf, drückte Sasuke zurück in die Kissen und küsste ungefragt dessen Lippen. Warum genau Sasuke jetzt den Kuss nicht löste, oder sich gar wehrte, war Naruto schleierhaft. Vielleicht war er zu geschockt, überrumpelt oder hatte nicht damit gerechnet ausgerechnet von ihm geküsst zu werden und wenn Naruto ehrlich war, er hätte selbst nicht damit gerechnet. Nichtsdestotrotz merkte er sehr wohl, dass ihm diese Lippen mehr als bekannt vorkamen, er sich versuchte an den ersten Kuss zu erinnern und beide zu vergleichen. Es war wohl zu lange her, jedenfalls konnte er sich nicht entsinnen, dass diese so weich und vor allem irgendwie so gut schmeckten.

Nur langsam löste sich Sasuke, versuchte wieder die Fassung zu erlangen, den Kyuubi hatte ihn mit seinen Worten ziemliche Angst eingejagt. "Dieser Fuchs..." Der junge Mann brauchte noch einen Moment, bevor er dann weiter sprach. "Er lässt uns mit Absicht die Zeit, so als würde er wissen, dass er morgen gewinnt... Ich will dich nicht verlieren." Die letzten Worte brachen einfach aus Sasuke heraus, den Naruto bedeutet ihn viel, selbst wenn das Schicksal nicht gewesen wäre, wollte er bei ihm sein, diese Menschen nicht mehr aus seinem Leben verbannen.

Dieser Fuchs, was? Naruto sah verwirrt Sasuke an, merkte aber dessen Angst und sein Zittern. Geduldig wartete Naruto daher ab, streichelte beruhigend über seinen Rücken und doch stockte nun er, als er hörte, was Sasuke zuletzt sprach. Kyuubi würde morgen gewinnen? War er sich da so sicher? Noch war doch gar nichts entschieden und auch ein Biju konnte sich mal täuschen. „Du wirst mich nicht verlieren. Nicht morgen und nicht jetzt", erwiderte Naruto leise; drückte Sasuke nur noch mehr an sich und wollte lieber nicht daran denken, was morgen passieren könnte und was nicht.

Vielleicht wollte der Fuchs ihn auch nur nervös machen oder so verunsichern, dass er Naruto abhält. Vorsichtig schmiegte sich der Uchiha an den Blondschopf, genoss diese Nähe gerade sehr. Sollte er was sagen oder doch schweigen? Leise seufzte Sasuke und küsste sanft die Stirn des Anderen, sie sollten sich beruhigen und einfach vertrauen haben in die Hokage.

Naruto hoffte einfach, dass Sasuke sich beruhigte, erst mal nicht mehr an de Fuchs dachte und sich auch nicht verunsichern ließ. Baa-chan war schließlich eine gute Hokage, dazu recht stark und zudem lag ihr sehr viel am Schutz von ihm und sicher auch an Sasukes. Naruto lächelte sanft, als Sasuke sich anschmiegte, dazu leise seufzte und schließlich seine Stirn küsste. Schweigend hielt und streichelte er Sasuke einfach weiter, wollte jetzt weder reden, noch schlafen. Viel zu sehr war er nun aufgewühlt, allerdings aber nicht ängstlich und der Blick auf die Uhr neben sich auf dem Nachttisch, verriet ihm ohnehin, dass es bereits vier Uhr in der Früh war.

Auch Sasuke sein Blick ging kurz zur Uhr, frustriert seufzte er, den er hatte Naruto geweckt und dabei brauchte er seine Ruhe. Leise fing er an zu schnurren, kraulte ihn doch der Andere so schön im Nacken. Naruto wollte ihn wohl beruhigen, dabei war es doch der andere der es schwerer hatte. Sanft lächelte der Uchiha, beugte sich herab zu den Lippen des Blondschopfes und küsste diese sanft. Eben war er so scheu gewesen, doch jetzt wollte er es einfach genießen, nicht mehr an die Worte der Bestie denken.

Sasuke schien frustriert, immerhin seufzte er und das ziemlich laut. Naruto kraulte den Uchiha jedoch weiterhin im Nacken, lauschte seinem Schnurren, welches über seine Lippen kam und er es wohl genoss, angefasst zu werden. Sein Lächeln verriet es, auch, wenn Sasuke bisher eher selten gelächelt hatte und doch empfand Naruto gerade das als schön. Überhaupt hatte Sasuke ein sehr schönes Gesicht, ebenso Lippen, die sich seinen näherten und sanft küssten. Naruto schloss daher die Augen, erwiderte den Kuss genauso sanft und stellte zudem sein Kraulen dabei nicht ein.

Der Uchiha legte sich einfach auf Naruto seiner Brust ab, genoss das kraulen mehr als deutlich. Es war schön so angefasst zu werden, sanft berührt und auch der kurze Kuss gefiel ihn. Müde seufzte Sasuke, wollte Naruto jetzt am liebsten gar nicht mehr loslassen, bei ihm immer sein. Aber ging das hier nach überhaupt? "Ist die Hokage eigentlich gerecht?"

Was war denn mit Sasuke los, dass er so kuschel freudig und anhänglich war, sich auf seiner Brust ablegte. Scheinbar lag es wohl daran, dass morgen alles vorbei sein und er sterben könnte. Oder aber Kyuubi brach aus und der Teufel wäre los. Beides nicht gut und ... verwirrt sah Naruto Sasuke an, als der nach Baa-chan fragte und wissen wollte, ob sie gerecht sei. „Tsunade ist gerecht, ja. Aber sie kann einem auch echt Angst machen", murmelte Naruto nachdenklich.

Wenn sie gerecht war, dann würde sie ihn nicht hinrichten lassen, obwohl war nicht Naruto nun Hokage? Die Situation war doch recht verwirrend für ihn, aber das hier liegen und kuscheln wollte er länger genießen. "Soll ich mich morgen stellen? Ist vielleicht besser, wenn ich weit weg von dir bin." Dann konnte Kyuubi nicht in seinen Körper schlüpfen und wenn, dann konnte man Vorsichtsmaßnahmen treffen.

"Willst du das wirklich? Also stellen?", fragte Naruto gegen, streichelte sachte weiterhin Sasuke und spielte schließlich mit seinen Haaren. "Ich meine, wenn du weg bist, ist das okay, aber was, wenn es nichts bringt und Kyuubi dennoch wütet." überlegend runzelte Naruto die Stirn, aber vielleicht hatte Sasuke auch recht und es war besser so, wenn er vorerst nicht dabei wäre.

"Wenn Kyuubi wütet, dann kann ich ohnehin nichts tun, er hat mich in griff und leider kann ich mich fast gar nicht dagegen wehren." Etwas was Sasuke seinen Stolz verletzte, den ihn kontrollierte ein Fuchs und das hat er bis vor wenigen Tagen nicht einmal gewusst und es einfach so hingenommen, gemeint er entschied. Doch dem war nicht so, alles beeinflusste der Fuchs und das für seine Rache am Dorf. "Solange es dir gut geht, werde ich die Gefangenschaft schon überstehen."

Kyuubi war ein Arschloch, dazu noch gerissen und das wusste Naruto mittlerweile genau. Daher seufzte er auch, grummelte dann kurz und kraulte aber versöhnlich den Uchiha weiter, da sein Groll nichts mit ihm zu tun hatte. "Ich weiß, dass du dich dagegen kaum wehren kannst. Hab es ja mehr als einmal mitbekommen", murmelte Naruto leise. Zu Anfang war es sogar extrem schlimm, aber dann ging es und nachdem Madara ihm etwas erklärt hatte, war erstmal Ruhe. Die Ruhe vor dem Sturm, wie Sasuke bereits gesagt hatte.

"Bevor ich dir wehtue oder schlimmeres mache." Wenn Sasuke ehrlich war, dann ekelte ihn der Gedanke an, dass er Naruto anpackt, weil ein Fuchs das wollte. Gut, er mochte es schon, aber das erwiderte auch der andere, so wie jetzt. Naruto kraulte hin, weil er das wollte und er selbst genoss diese Berührungen sehr. "Wenn ich eingesperrt bin, kann ich nichts anstellen und vielleicht muss ich nicht mein Leben lang im Gefängnis sitzen."

Verstehend nickte Naruto auf Sasukes Worte hin, denn es war schlimm genug, was bisher passiert war, auch, wenn es nicht von Sasuke selber ausging. „Du hast mir nur einmal wehgetan und ich denke, das war nötig. Ich wäre sonst nicht mehr hier", erwiderte Naruto, schmunzelte jedoch dabei und sah in das genießende Gesicht Sasukes. Eingesperrt. Ja, vielleicht auch nicht für Lange. Immerhin hatte Sasuke weder jemanden umgebracht noch sonstiges, was in diese Richtung lief. Er hatte nur Gaara entführt und der lebte ja auch noch. „Wird schon gutgehen. Baa-chan ist hart, aber gerecht und sie wird wohl mit einbeziehen, dass nicht du alles warst."

"Vielleicht", murmelte der Angesprochene leise, schloss seine Augen und genoss noch das sanfte kraulen, bis er dann einschlief. Erst am nächsten Morgen wurde er wach, sah neben sich, wo Naruto lag und noch immer mit ihm kuschelte. Sasuke hatte gut geschlafen, sogar schön geträumt und doch war nun alles vorbei, den heute würde es enden oder auch nicht. "Naruto", sprach er leise, sah auf den Blondschopf, welcher sich langsam regte und ihn noch völlig verschlafen ansah.

Vielleicht, vielleicht auch nicht. Das würden sie wohl morgen sehen, wenn überhaupt. Naruto sagte daher auch nichts mehr, kraulte Sasuke aber noch eine Weile lang weiter und schlief kaum nach ihm ein. Der Rest der Nacht verlief ohne Störung, erst am Morgen wachte er auf, als man leise seinen Namen rief. Müde blinzelte er, schlug langsam die Augen auf und grinste, als er Sasukes Gesicht sah. „Guten Morgen, Sasuke", murmelte er noch verschlafen, richtete sich dann aber auf und streckte sich ausgiebig.

War der andere nicht nervös oder hatte er einfach keine Angst. Jemand zog ihn an der Wange und verwirrt sah Sasuke zum Blondschopf, der ihn aus dem Bett zerrt und zum Bads drängte. Dann ging er einfach und ließ ihn alleine. Kurz sah sich Sasuke um, zog dann seine Kleidung aus und duschte erstmal in aller Ruhe. Er selbst war völlig nervös, den jetzt war alles ungewiss und er wusste nicht , ob das heute klappen würde oder nicht. Langsam drehte er das Wasser auf, lehnte seine Stirn an die kalten Fliesen und seufzte dann nur leise. Er blieb etwas länger im Bad, hörte das Naruto kurz hereinkam und dann wieder ging. Als er aus der Dusche kam, sah er schon frische neue Kleidung vom Blondschopf. Etwas ungewohnt das ganze, aber dennoch zog er das schwarze Shirt und die weiße Hose an, kam dann zurück in die Küche. Die Kleidung passte ihn gerade so und breit grinste der Andere ihn schon an, winkte ihn zu sich an den Tisch.

Naruto war nervös, verdammt nervös sogar. Aber er wäre nicht Naruto, wenn er das nicht überspielen konnte. Daher zog er Sasuke auch an der Wange und raus aus dem Bett, schob in Richtung Bad und schließlich hinein, ehe er die Tür wieder zumachte und erst mal Kaffee in der Küche machte. Den würde er heute definitiv brauchen, aber nicht nur den , beziehungsweise das. Kurz sah er dem Kaffee beim Durchlaufen zu, hörte dabei das Rauschen des Wassers und machte sich dann aber auf, um Sachen für Sasuke zu suchen. Die waren schnell gefunden und ins Bad gebracht. Dann machte sich Naruto daran den Tisch zu decken, stellte jeweils zwei Tassen hin, zwei Teller und ebenso Messer. Brot fand ebenso seinen Weg, dazu Wurst und Käse und für Naruto Marmelade. Sasuke mochte ja nicht wirklich süßes. Das hatte er nie vergessen. Auch nicht, dass er eine Schwäche für Tomaten besaß, die Naruto frech in die Mitte des Tisches stellte und dann breit grinste, als Sasuke dazukam. „Setz dich und iss", forderte er ihn auf, besah sich Sasuke dabei genauer und musste noch immer grinsen. Immerhin war das Shirt etwas sehr eng, betonte seine Muskeln und das gefiel Naruto.

Verwirrt sah der Uchiha zu Naruto und setzte sich dann. Das war zum einen komisch als auch seltsam, es war fast so als das hier nun völlig normal war. Normal das er hier sitzt und mit Naruto Frühstückte, aber das wird wohl nur einmal sein. Leise seufzte er, sah wenig begeistert auf das Essen. Erst als ihn der Blondschopf sanft streichelte, reagierte er wieder. "Das ist alles wohl ein Traum", hauchte er leise und schloss genüsslich die Augen.

Der verwirrte Blick seitens Sasuke brachte Naruto fast dazu zu lachen, verkniff es sich aber und schmierte sich vorerst ein Brot, goss sich dazu Kaffee ein und sah nun selber verwirrt drein. Warum aß Sasuke denn nicht? Wieso saß er da und seufzte leise? Stimmte etwas nicht? Naruto streckte daher kurzerhand seine Hand aus, streichelte Sasuke sanft über die Wange und lächelte. Sieh an, da war also doch jemand da. Wenn auch wohl in Gedanken, die man laut aussprach. „Kein Traum, Sasuke und jetzt iss was. Wer weiß, wann du in Gefangenschaft wieder Tomaten bekommst", merkte er wieder etwas ernster an, belegte sein Brot weiter und trank einen Schluck von seinem Kaffee.

Er hatte schon seit Jahren keine Tomaten mehr gegessen. Meisten das, was er gerade gefunden hatte und was er so schnell essen konnte. Auf sowas hat er nicht wirklich was gegeben, aber interessant, dass Naruto noch wusste, was er gerne gegessen hatte. Ruhig nahm sich Sasuke eine Tomate, sah sie sich kurz an, aber Naruto klaute sie ihn frech und aß sie selbst. Der Uchiha knurrte leise, sah zu wie Naruto sich eine nahm, sie dann aber Sasuke hinhielt. Noch war der Ältere skeptisch, nahm sie aber dennoch an und kaute genüsslich auf dem Gemüse herum. Es war wirklich lange her, dass er sowas gegessen hatte. Das Leben als Nuke-nin war einfach nur unbequem, umständlich und gar nicht ruhig. Aber so leben wie jetzt, ruhig und einfach mit Gesellschaft war doch ganz angenehm. Obwohl, Naruto reichte ihn als Gesellschaft, auch wenn das kaum zu glauben war.

Irgendwie niedlich, wie Sasuke dasaß und sich die Tomaten vor seiner Nase ansah, aber keine aß. Aß er am Ende gar keine mehr oder hatte er vergessen, dass er sie mochte? Naruto sah vorerst zu, wie Sasuke sich eine der Tomaten nahm, ansah und scheinbar noch immer überlegte. Gut, dann würde er sie eben essen, nahm sie daher Sasuke aus der Hand und biss frech hinein. Das Knurren überhörte er dabei, ließ sich das saftige Gemüse schmecken und reichte dann aber Sasuke noch eine Tomate, die er ihm dieses Mal überließ. Er aß sie sogar, wenn auch irgendwie nachdenklich. „Stimmt was nicht?", wollte er daher wissen, legte seine angebissene Tomate zur Seite und wandte sich vorerst seinem Wurstbrot zu, in welches er genüsslich reinbiss. Gut gestärkt war immerhin besser, als schwach und hungrig irgendwem oder was gegenüberzutreten.

"Nein, es ist nur ... Ich bin nervös und die Zukunft ..." Der Uchiha seufzte leise, kaute auf seiner Tomate herum. Wirklich Hunger hatte er ja nicht, aber das Essen wollte er auch nicht ausschlagen. Eine sanfte Hand streichelte ihn und wohlig seufzte Sasuke, schmiegte sich der streichelnden Hand entgegen. Das war einfach viel zu schön, um wahr zu sein, das konnte nur ein Traum sein, aber Naruto war hier.

Nervös war er also und das konnte Naruto gut verstehen und auch nachvollziehen. „Nicht nur du bist nervös. Ich bin es auch", erwiderte Naruto sachlich, streckte dann aber die Hand aus, legte sie Sasuke auf die Wange und streichelte ihn. Wer weiß, ob er den heutigen Tag überleben würde und Sasuke so noch mal anfassen konnte. Er nutzte daher die restliche Zeit, stellte sein Geschirr schließlich weg und setzte sich kurzerhand auf Sasukes Schoß. „Ich hab irgendwie Angst", murmelte Naruto leise.

"Nicht nur du", hauchte er leise, drückte den Anderen sanft an sich, legte seinen Kopf auf dessen Brust ab. Sasuke hörte das Herz des Anderen schlagen, genauso wie sein eigenes. Naruto bewegte sich auf seinen Schoß und er sah auf. Der Blondschopf hielt ihn eine Tomate an die Lippen und genüsslich aß er sie, sah, wie Naruto grinste und ihn sanft küsste. Sie mussten bald aufbrechen, aber jetzt noch nicht.

Er also auch, aber damit hatte Naruto fast schon gerechnet, weswegen er auch nur verhaltend nickte, lieber die Nähe zu Sasuke genoss und diese auskosten wollte. Jedenfalls so lange, bis sie wirklich losmüssten. Naruto drehte sich kurz, nahm sich eine Tomate und hielt sie Sasuke an die Lippen, der vorsichtig abbiss und anfing zu kauen. Frech, wie Naruto auch jetzt war, grinste er, wartete einen Moment und naschte dann aber von den verführerischen Lippen. Schmeckten zum einen nach Tomaten, aber auch süßlich und nach Sasuke selber. Eine Weile spielte er einfach mit den Lippen, leckte dann aber die Untere und biss sanft hinein.

Frech, dennoch genoss Sasuke, dass ihn der Andere ärgerte, kostete es völlig aus und löste sich nur ungern von den anderen Lippen. Sie mussten gehen, ob er das wollte oder nicht. Langsam löste sich die beiden voneinander, machten sich fertig. Sasuke zog sich lieber noch eine Jacke um, damit er mit einer Kapuze sein Gesicht verdecken konnte. "Gehen wir." Nervös griff er nach der Hand des Blondschopfes, ging mit ihm zum Hokage Turm und versuchte sich auf das kommende vorzubereiten.

Sehr wohl bemerkte Naruto, dass Sasuke sich nur ungern löste, erging es ihm genauso und wäre die Zeit nicht gegen sie, würde er auch einfach weiter machen, alles um sich herum vergessen. Innerlich murrte und grummelte Naruto, ließ aber dann doch von Sasuke ab und zog sich ebenso seine Jacke an. Er war so weit, fertig und doch nervös und dennoch dankbar, dass Sasuke seine Hand nahm, die er den gesamten Weg zu Tsunade nicht einmal losgelassen hatte. Leise seufzend klopfte er schließlich an Büro der Hokage an, betrat dieses und zog Sasuke sanft hinter sich her.

Die Frau sah auf, hatte mit Naruto ja schon gerechnet, doch wer war der andere. Der Uchiha zog seine Kapuze herunter und die Hokage sah entsetzt zu Naruto. "Wie hast du?" Sasuke war zwar Naruto sein Gegenteil, doch wie hatte er es geschafft das der Ältere ihn brav folgte.

Mit solch einem Gesicht, welches die Hokage derzeit machte, als sie Sasuke erblickte, hatte Naruto schon gerechnet. Ebenso mit der Frage. Naruto seufzte, setzte sich und sah die Hokage freundlich lächelnd an. „Frag lieber nicht, du würdest es eh nicht glauben", erwiderte er gelassen. „Sasuke ist hier, weil er sich freiwillig stellt. Solange er nicht in meiner Nähe ist, können wir hoffentlich gut arbeiten."

"Gute Arbeit." Die Frau legte ihre Unterlagen beiseite und musterte die beiden genau. Naruto hatte doch nicht mit ihm... Nein dann würde der Neunschwänzige Fuchs hier wüten. "Er stellt sich freiwillig und das weswegen?" "Ist das nicht egal, ich bin hier und wehre mich nicht", knurrte Sasuke verärgert, das war doch völlig egal, er stellt sich freiwillig. Die Hokage lächelte und erhob sich dann von ihrem Platz, den diese abweisende Art kannte sie nur zu gut. "Was denkst du, was mit dir passiert." Der Uchiha wusste es nicht und nervös kaute er sich auf die Unterlippe, den eigentlich hatte er nur gehofft kurz eingesperrt zu werden.

Nicht gut, wenn Oma Tsunade einen so musterte und das tat sie ungeniert, und zwar nicht nur bei ihm, sondern auch bei Sasuke. Dazu diese aufdringliche Frage, die aber Sasuke zum Glück beantwortet hatte und Naruto erleichtert aufseufzen ließ. Wenn auch leise geknurrt, aber das kam eben davon, wenn man neugierig war und alles wissen wollte. „Baa-chan bitte. Sasuke hat keinen umgebracht, nur entführt und keinem den Hals umgedreht", murrte nun Naruto, denn die Worte der Hokage klangen, als würde sie Sasuke die nächsten Jahre einbuchten wollen.

"Er hat Danzou getötet und den Kazekagen entführt, zudem hat er das Dorf verraten und dich entführt", eigentlich alles Dinge weswegen sie ihn hinrichten müsste und das wusste auch Naruto genau. "Das war der Fuchs, nicht ich", verteidigte sich Sasuke sofort, den er konnte sich dagegen nicht wehren. "Ich weiß, aber das interessiert nicht, besonders das Dorf geht vor."

Sasuke hatte ihn ... aja, da war ja was und ebenso die Sache mit Danzou. Naruto seufzte, sah kurz zu Sasuke und lächelte schwach. Er hatte immerhin recht und es war meist Kyuubi. Bis auf die Tatsache, dass Sasuke das Dorf verlassen hatte, um Itachi zu töten. „Immer geht das Dorf vor, echt jetzt! Sasuke kann nichts dafür und ich ebenso. Weiß hier überhaupt irgendjemand, wie schwer das überhaupt ist, eine solche Last zu tragen? Wohl kaum, aber mit den Fingern auf Leute zeigen und schlecht reden, das können sie!"

"Du solltest als Hokage wissen, das Dorf geht immer vor", merkte die Frau ruhig an, aber ja, sie wusste, dass es dieses Schicksal nicht bekämpfen konnte. "Könnte es sein, dass da mehr ist?" Das würde erklären, warum Naruto so besessen war, den Uchiha zu schützen. Sasuke schnaufte verärgert, aber ja er mochte Naruto wirklich und er stellte sich nur wegen den Anderen. "Was soll schlimm daran sein." Tsunade schüttelte den Kopf und seufzte. "Ich kann euch gut verstehen, aber Sasuke kann nicht einfach hier frei herumspazieren."

Ja, das Dorf ging vor. Hatte man ja oft genug schon gehört und nicht nur von Tsunade. Naruto seufzte, nickte jedoch der blonden Frau zu und sah sie dennoch verwirrt an, als sie etwas ansprach, worüber er sich noch gar keine wirklichen Gedanken gemacht hatte. „Baa-chan?" Verwirrt sah Naruto sie daher an und grummelte schließlich. „Das ist immer noch meine Sache, beziehungsweise unsere." Aber gut, sie hatte in einem recht, und zwar, dass Sasuke wirklich nicht einfach durch Konoha spazieren konnte.

"Die Leute werden Angst vor ihm haben, auch wenn sie wissen, dass er es nicht freiwillig getan hatte", erklärte sie ruhig und ja, die beiden hatten darüber nicht nachgedacht, aber Sasuke würde nicht gehen können. "Wir werden ihn einsperren und nicht frei lassen können."

Äh was? Einsperren und nicht freilassen können? Entsetzt sah Naruto die Hokage an, schluckte und musste sich setzen. "Wenn aber doch Kyuubi gebannt ist, dann macht Sasuke doch überhaupt nichts", murmelte er nachdenklich und sah betroffen zu Boden.

"Könnte sein, oder aber auch nicht. Überlegt es euch, ob ihr das gerade durchziehen wollt." Tsunade sah zu den beiden Jungs, Sasuke seufzte nur und griff nach der Hand des Anderen. "Ist mir egal, so bin ich keine Gefahr mehr für Naruto", sprach er ruhig und die Frau lächelte sanft. "Wir werden dich einsperren und auch erstmal eingesperrt lassen. Jedoch könnten wir dich nach wenigen Jahren frei lassen, aber du kannst so nicht im Dorf leben."

Was sollte das denn jetzt? Tsunade wusste doch ganz genau, dass sie das durchziehen wollten. Alleine deswegen schon, damit dem jeweils Anderem nichts passiert und ebenso Konoha. Sasuke schien das ebenso zu sehen, griff Narutos Hand und sofort drückte er diese leicht, lächelte wieder und sah zufrieden zur Hokage. Man würde Sasuke einsperren, das für Jahre und doch störte Naruto die letzten Worte der Hokage. „Was meinst du jetzt wieder, er kann so nicht im Dorf leben?", wollte er daher wissen.

"Ich kann keinen Nuke-nin einfach im Dorf frei herumlaufen lassen, was glaubst du. Auch kann ich ihn später auch nicht einfach so begnadigen. Du weißt ganz genau, dass es nicht geht, selbst wenn Kyuubi gebannt ist, haben wir keine Garantie, dass Sasuke dann friedlich wird oder der Fluch gelöst ist." Die hatten sie wirklich nicht, da musste Sasuke der Hokage recht geben, aber er konnte auch nicht frei sein, sonst war der andere in Gefahr. "Ist mir bewusst und es ist mir egal." Wenn er eingesperrt war, dann war Naruto in Sicherheit und wenigstens ab und zu bei ihm. Mehr konnte er in seiner Lage nicht verlangen.

Naruto seufzte, rollte aber gleichseitig mit den Augen und sah Tsunade ernst an. „Es gibt keinen Fluch. Dieser Fluch ist Kyuubi selber. Alles andere ist völliger Blödsinn. Aber gut, ich füge mich dem, aber erwarte nicht, dass ich Sasuke für immer im Gefängnis lasse." Naruto löste sich von Sasukes Hand, schritt zum Fenster und blickte heraus. Man konnte Sasuke doch nicht lebenslang wegsperren, schon gar nicht in seiner Nähe. Wie stellte sich das Tsunade vor, wie Konoha. Naruto schüttelte innerlich darüber den Kopf, drehte sich dann aber um und sah beide ernst an. „Falls ich das heute überleben sollte und Hokage werde, dann sei dir sicher, dass ich das nicht sehr lange sein werde. Ich kann und ich werde Sasuke nicht für immer wegsperren und das sollte dir klar sein." Mehr hatte Naruto dazu nicht mehr zu sagen, schritt zur Tür und drehte sich nochmals um. „Und jetzt lass uns endlich anfangen!"

"Das ist mir klar, aber als Hokage geht das Dorf vor", sie konnte Naruto ja verstehen, sehr gut sogar, aber Kyuubi war gefährlich und ein Uchiha in dessen Gewalt erst recht. Leise seufzte sie, sah zu Sasuke und dieser nickte, er hatte sich freiwillig ergeben. Tsunade rief einige Anbus die den Uchiha festnahmen. "Versiegelt sein Chakra und achtet genau darauf, dass er jetzt erstmal nicht mehr fliehen kann." Der Uchiha ließ es alles über sich ergehen, die Fesseln, als auch die Augenbinde damit er sein Sharingan nicht nutzen konnte. "Führt ihn ab", hörte er noch die Stimme der Hokage und ließ sich blind aus dem Zimmer führen. Wer ihn wegbrachte, wusste er nicht, vielleicht war es besser, aber die Anbus gingen vorsichtig mit ihm um. Sie schienen vertraute der Hokage zu sein, sonst wäre er wohl deutlich unsanfter behandelt worden.

Naruto seufzte, sagte nichts mehr auf Tsunades Worte hin, auch dann nicht, als man Sasuke festnahm, einige Anbu das übernahmen und sogar recht freundlich, wenn man es zu sonst kannte und gesehen hatte. Erst, als Sasuke abgeführt und das Büro verlassen hatte, wandte sich Naruto erneut an Tsunade. „Falls ich das nicht überleben sollte, dann schick Ino bitte zu Sasuke. Sie soll es ihm sagen, dass ich nicht überlebt habe."

 

Naruto seufzte, sagte nichts mehr auf Tsunades Worte hin, auch dann nicht, als man Sasuke festnahm, einige Anbu das übernahmen und sogar recht freundlich, wenn man es zu sonst kannte und gesehen hatte. Erst, als Sasuke abgeführt und das Büro verlassen hatte, wandte sich Naruto erneut an Tsunade. „Falls ich das nicht überleben sollte, dann schick Ino bitte zu Sasuke. Sie soll es ihm sagen, dass ich nicht überlebt habe."

"Das kann ich machen." Aber ob das eine gute Idee war es dem Uchiha zu sagen? Das würde sie aber erstmal nicht sagen, ging mit dem Blondschopf hinunter und verließ mit ihm den Hokage Turm. Kyuubi mussten sie außerhalb des Dorfes versiegeln, falls er ausbrach, zerstörte es nicht das Dorf. Tsunade führte Naruto in den Wald, zu einem alten Gebäude des Uzumaki Clans. "Also gut, bist du bereit", sie ging Mut den Blondschopf in das Haus. Der Raum war dunkel, dennoch erkannte man an allen Wänden, Schriftzeichen, ebenso der Boden.

"Danke", murmelte Naruto, folgte dann aber Tsunade aus dem Turm heraus und in den Wald, wo er sich immer mal wieder umsah, für den Fall, dass er das heute das letzte Mal sah. Das alte Gebäude kannte er aber nicht, war ihm neu und daher sah er sich kurz um und dann wieder zur Hokage, die wissen wollte, ob er so weit war. Naruto nickte, folgte ihr weiter und sah überall die Zeichen an den Wänden. Das kam ihm dann doch bekannt vor, aber woher wusste er nicht und es war derzeit auch nicht von Bedeutung.

"Leg dich in die Mitte und mach deinen Bauch frei. Das wird ziemlich schmerzhaft für dich." Tsunade holte eine Gefäß aus der hinteren Ecke des Raumes, auf dem ein Fuchs abgebildet war. Geduldig wartete sie bis Naruto bereit war, formte einige Fingerzeichen und sah nochmal auf Naruto, dann legte sie ihre Hände auf das Siegel, presste Naruto auf den Boden und spürte deutlich das Chakra des Fuchses.

Naruto nickte, legte sich in die Mitte des Raumes und schob, nachdem er zuvor seine Jacke ausgezogen hatte, sein Shirt hoch. Angst hatte Naruto vor den schmerzen nicht, eher davor, dass etwas schiefging und Kyuubi ausbrach. Oder aber, dass er starb. Wirklich Gedanken konnte er sich jedoch nicht machen, hatte Tsunade angefangen, ihre Hand auf das Siegel gepresst und ihn damit hart gegen den Boden. Es war zu ertragen. Noch jedenfalls, denn der Boden war nicht nur hart, sondern auch steinig.

"Glaubst du, ihr habt gewonnen?" Rote Augen starrten auf den Blondschopf und gehässig grinste der Fuchs. "Das wird euch nicht helfen, das Dorf wird so oder so untergehen." Der Fuchs löste sich langsam auf. Tsunade sah auf Naruto herab und zog langsam den Fuchs aus Naruto heraus. Die Frau hielt eine rote Kugel in der Hand, spürte deutlich das Chakra des Fuchses und wie dieses nach ihr griff. Sofort versiegelte sie den Fuchs in seiner neuen Hülle. "Naruto?"

Tsunade hatte zwar gesagt, dass es schmerzen würde, aber damit hatte sie mehr als untertrieben. Naruto war, als würden seine Knochen brechen. Nicht nur einmal, sondern gleich mehrfach. Zudem hörte er Kyuubi, der grollend irgendwas von sich gab. Es klang aber mehr wie ein Echo, als sei er irgendwo unter Wasser und nicht wirklich da. Naruto kniff die Augen zu, keuchte unter den enormen Schmerzen und hatte das Gefühl, man würde ihm seine Eingeweide herausreißen. Ein Schrei entfuhr ihm, dann war es still und er sackte in sich zusammen, schlug erst wieder die Augen auf, als er die Hokage hörte, die nach ihm rief. „Bin da ...", hauchte er leise und blieb dennoch liegen. Er fühlte sich irgendwie leer, leichter als sonst und demnach musste es wohl geklappt haben.

"Er ist versiegelt, du hast es geschafft", lächelte die Hokage, legte erneut ihre Hände auf den Blondschopf und versuchte ihn zu heilen. "Du wirst dich die nächsten Tage sehr schwach fühlen." Er hatte es wirklich geschafft, dabei war das sogar für die meisten Uzumakis tödlich und doch hatte Naruto es überlebt.

Kyuubi war versiegelt. Das erleichterte Naruto ungemein und daher erwiderte er das Lächeln, wenn auch sehr schwach. „Schwach fühlen ist besser als tot zu sein, echt jetzt", erwiderte Naruto leise und ließ Tsunade ihre Arbeit machen. Ein breites Grinsen legte sich jedoch auf seine Lippen, wurde ihm gerade bewusst, dass Sasuke und seine Angst völlig unbegründet war. „Baa-chan, wenn es mir besser geht, kann ich dann zu Sasuke? Ich will ihm wenigstens sagen, dass ich es geschafft habe."

"Wenn es möglich ist, dann kannst du gerne zu ihm." Naruto war völlig normal, so wie sonst, aber wie sah es mit den Uchiha aus. "Geht es?" Tsunade half dem Blondschopf auf die Beine und sah ihn sich nochmals genau an. Der Junge schien okay zu sein, jedenfalls bis jetzt.

Wenn es möglich war, wiederholte Naruto gedanklich und lächelte, ehe er sich von der Hokage helfen ließ, aufzustehen. Ihm war etwas komisch, sein Kopf war irgendwie leer und zudem wurde ihm schwindlig. "Geht ..." Naruto sackte zusammen, war aber noch wach und schüttelte den Kopf. „Wohl doch nicht", murmelte er und hievte sich wieder hoch.

"Ich bringe dich ins Krankenhaus und morgen kannst du dann zu Sasuke gehen." Wenn sie beide das konnten. Tsunade half Naruto auf, führte ihn aus dem Gebäude und sah nochmal hoch in den Himmel bevor sie Naruto ins Krankenhaus brachte. Der Uzumaki wurde in ein Einzelzimmer gebracht und stand unter Beachtung. Dann verschwand Tsunade erstmal, ging zum Gefängnis und sah nach den anderen nach. "Und?" "Er hat erstmal getobt, so als würde man ihn foltern. Jetzt ist er ruhig und rührt sich nicht mehr."

Gegen das Krankenhaus hatte Naruto nichts, ließ sich daher auch von der Hokage helfen und doch wurmte es ihn, dass er zwar ein Einzelzimmer hatte, aber unter Beobachtung stand. Was sollte denn das? Er war nur geschwächt und nicht sterbenskrank. Aber scheinbar wollte Baa-chan auf Nummer sicher gehen, auch, wenn das Naruto nicht wirklich gefiel. Leise seufzend schloss er daher die Augen, versuchte einfach etwas zu schlafen.

Tsunade kehrte zurück ins Krankenhaus und sah dann nochmal nach Naruto. "Geht es dir gut?" Besorgt sah sie Naruto an und setzte sich zu ihm. "Ich war gerade bei ihm, er ist genauso wie du völlig erschöpft zusammen gebrochen, aber sonst geht es ihm ganz gut."

Müde schlug Naruto die Augen, blinzelte und sah Tsunade an, die neben ihm am Bett saß. Sasuke ging es also gut, er war nur genau wie er geschwächt. Naruto lächelte daher. "Immerhin lebt er."

"Ja, genauso wie du. Dennoch wird er erstmal im Gefängnis bleiben, zu euer beider Sicherheit", erklärte sie ruhig und erhob sich dann von ihrem Stuhl und deckte Naruto vorsichtig zu. "Schlaf etwas, ich werde morgen nochmal nach dir sehen." Die Hokage erhob sich und verließ leise das Zimmer. Erleichtert seufzte sie, Naruto lebte, ebenso Sasuke und hoffentlich ging das weiter gut.

Naruto nickte, auch, wenn er am liebsten aufstehen würde und nachsehen würde, ob es Sasuke wirklich gut ging. Allerdings hätte er dann wohl ein Problem zu Tsunade. Naruto seufzte. „Ich versuch es", lächelte er daher, schloss wieder die Augen und hörte noch, wie sie aus dem Zimmer ging. Erst dann drehte er sich seitlich, öffnete wieder die Augen und sah nachdenklich Richtung Fenster.

"Achtet gut auf ihn", wies sie noch einige Schwestern an und ging zurück in ihr Büro. Tsunade sah sich nochmals alle Informationen über Sasuke an, aber egal wie sehr Naruto ihn frei sehen wollte, der Uchiha war einfach zu gefährlich. Selbst wenn er nach ein paar Jahren freigelassen wird, konnte noch immer etwas passieren. Oder aber andere Shinobis machten Jagd auf den Uchiha und selbst wenn dieser friedlich war, würde er sich wehren. Leise klopfte es an der Tür und die Frau sah verwirrt auf und bat die Person herein.

Sakura betrat, nachdem sie hereingebeten wurde, das Büro der Hokage, setzte sich und sah die ältere Frau ernst an. "Naruto geht es soweit gut, er schläft und doch hab ich das Gefühl, dass irgendwas nicht mit ihm stimmt", erklärte sie besorgt. "Er hat Ino vorhin angeknurrt, als sie kurz nach seiner Temperatur sehen wollte." Gut, ab und an knurrte Naruto schon mal, aber nicht grollend und so laut. Irgendwas stimmte demnach nicht.

Das etwas mit dem Jungen nicht stimmte, was sollte das heißen? Aufmerksam hörte die Hokage zu und wunderte sich selbst was ihre Schülerin erzählte, den das war wirklich untypisch für Naruto. "Könnte sein, dass es eine Nebenwirkung der Versiegelung des Kyuubi ist? Schließlich hat der Fuchs sehr viel Einfluss auf das Leben der beiden gehabt." Das hoffte die Hokage zumindest, den Sasuke lag eben auch völlig kraftlos in seiner Zelle und rührte sich nicht.

Sakura nickte verstehend, immerhin hatte die Hokage recht mit dem, was sie sagte. "Wird sich das wieder legen? Ino war ziemlich geschockt und auch ich hab mich irgendwie nicht wohlgefühlt. Er wirkte zudem so kalt." Sakura blickte auf ihre Hände, drehte diese in ihrem Schoss und legte sie doch wieder ab.

"Ich denke schon, aber behaltet ihn gut im Auge und verratet ihm nicht, wo Sasuke ist." Nicht, dass der Blondschopf noch auf die Idee kam und zum Uchiha rannte.

"Sakura seufzte leise und sah Tsunade an. "Er wird Sasuke sehen wollen und das wissen sie genau", merkte sie leise an, stand dann aber auf und machte sich wieder auf den Weg zum Krankenhaus. Ino war noch da und nochmal wollte sie Naruto vorerst nicht untersuchen.

Ja, das wollte er, aber Sasuke selbst war ja völlig geschwächt und rührte sich nicht mehr. Für das erste jedenfalls, Naruto sollte ihn ohne Aufsicht auch nicht sehen. Die Hokage seufzte, vielleicht sollte sie doch nochmal nach Naruto schauen. Ruhig stand sie auf, legte ihren Papierkram weg und ging zurück ins Krankenhaus. Leise klopfte sie an die Tür, trat herein und sah entsetzt auf ein leeres Bett. Er war weg, wie konnte das sein? Wohin war er gegangen und warum hatte es keiner gemerkt? "Sasuke", hauchte die Hokage leise, doch dieser saß in seiner Zelle, gefesselt und völlig kraftlos. Müde hob er den Kopf, spürte er, dass sich jemand ihm näherte. "... Ist er ...", weiter sprach der Uchiha nicht und zitterte vor Wut, als er das bekannte Lachen hörte.

Lange Fingernägel kratzten an den Gitterstäben der Zelle, in welcher Sasuke saß und ein grollendes Lachen ertönte, ehe rote Augen aufschlugen und auf den Uchiha sahen. "Naruto ist tot, aber er war so freundlich, mir seinen Körper zu überlassen", knurrte Kyuubi, sah gelangweilt auf die beiden toten Anbu, die neben der Zelle lagen und lachte. "Willst du raus? Zusammen könnten wir Rache nehmen. Immerhin war es doch die Hokage, die nicht gemerkt hat, dass Naruto nicht annähernd ausgeruht war", schnurrte der Fuchs und kratzte erneut an den Stäben.

Nicht ausgeruht, weil er ihn etwa geweckt hatte. "Ich bin schuld", hauchte der junge Mann leise, hörte wie die Tür vor ihn aus den Angeln gerissen wurde. Jeden Schritt hörte er genau, auch spürte er wie sein Hass wuchs. Es war nicht seiner, noch immer war er ein Gefangener von Kyuubi und der schien dies genau zu wissen. Sasuke spürte vertraute Hände, aber sie waren nicht wie sonst warm, sondern heiß. Langsam glitten lange Krallen über seine Haut, hinterließ Kratzer, auf seiner Wange. "Du hast längst für mich entschieden. Warum bist du so besessen von uns Uchiha?" Sasuke zuckte zusammen, spürte die Zunge des Fuchses auf seinem Gesicht und hörte wieder Schritte. "Warum bist du hier, Madara?" "Kannst du es dir nicht denken? Wir Uchihas waren schon immer auf seiner Seite. Dieser Hass gegen das Dorf liegt dir im Blut und du hättest es beenden können."

Kyuubi schritt neben Madara, grinste frech und sah Sasuke nochmals an. "Naruto hätte mich nur freilassen müssen, dann würde er vermutlich noch leben. Aber das Dorf war ihm wichtiger, ebenso du. Schade, schade, dabei hatte der Junge ernsthaft das zeug etwas zu ändern."

Ändern, ja das hätte der Blondschopf geschafft und gerne wäre er bei ihm geblieben für den Rest ihres Lebens. "Ich hab ihn geliebt, diesen Idioten." Tränen liefen Sasukes Wange hinab, der Fuchs hob sein Kinn wieder an. "Ich sagte dir doch, ich gewinne und nun fordere ich meinen Preis ein." Langsam löste er die Augenbinde von Sasuke, der Uchiha kniff die Augen zu, er wusste was kam. "Mir egal, Hauptsache ich bin bald wieder bei ihm", hauchte er noch leise, hörte wieder Schritte von mehreren Personen, aber auch die würden nichts ausrichten können. Langsam öffnete Sasuke seine Augen, sah das Gesicht des Blondschopfes und doch war er es nicht, kein blau, dass ihn anstrahlte, sondern nur rot, was gar nicht zu ihm passte. „Verzeih mir Naruto."

 

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Autor

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Kapitel:22
Sätze:4.749
Wörter:71.942
Zeichen:406.739

Kurzbeschreibung

Engel sind wunderbare Wesen, doch wenn man sie verletzt, gehen sie ein wie eine zarte Blume. Zerstört man sie, ist man des Todes. Sei auf der Hut, begegne ihnen mit Anmut und Stolz, fasse sie trotz der Verlockungen nicht an, da sie wie ein Schmetterling zerbrechen können.

Kategorisierung

Diese Fanfiction wurde mit Drama (Genre) getaggt.

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