Oben fand ein Maskenball statt. Perfekt um sich unbemerkt unter dieses stinkreiche Pack zu mischen.
Doch im geheimen Untergeschoß - im so genannten 'DARK SPACE' gab es das wirklich wertvolle Zeug abzustauben.
Unbemerkt, dank des Maskenballs, war es einigen Dieben gelungen, sich unters Volk zu mischen.
Viele hatten sich selbst einen Namen gemacht, indem sie sich nur auf ein Beuteschema festlegten. Kunstdiebe waren am häufigsten vertreten.
Manche hatten sich auf Juwelenraub versteift und wiederrum andere hatten es nur auf Gemälde und Kunstgegenstände abgesehen.
Einer schlich sich mit seiner unaufälligen Maske und dem schwarzen Smoking, zwischen den ausgestellten Stücken herum.
Er wirkte wie einer von ihnen. Vornehm und reich. Doch er war einer der ganz Großen, dessen Name sofort ein Begriff war.
Man nannte ihn >Der Prinz< in den Kreisen, in denen er seine erbeuteten Kunstgegenstände anbot.
Groß gewachsen. Kurze blonde Haare. Ein jugendliches Gesicht mit feinen Zügen. Sehr gutaussehend also!
Er wirkte jünger, doch hatte schon das 22. Lebensjahr erreicht.
Wie ein Schatten huschte eine Gestalt durch die Gänge. Keiner bemerkte ihn. Er war klein und sehr schnell.
Er trug einen schwarzen engen Anzug, der funkelte als wäre er mit winzigen Diamanten überzogen, wenn er mit Licht angestrahlt wurde.
Das Gesicht des Diebes war mit einer Halbmaske verdeckt. Schwarz mit elektronischen Helferprogrammen ausgestattet.
Am Ende des Ganges war ein Raum und laut seiner Information, sollte sich dort ein großer Tresor befinden.
Mit eingeschlossenen Edelsteinen und sonstigen Juwelenbesetzten Schmuckstücken. Sie waren dort für die Auktion verwahrt.
Ebenso die Gemälde und ein besonderes Highlight - ein Schwert aus der Sammlung einer längst vergangenen Adligen Dynastie, die neben dem Königshaus, hier einmal ansässig gewesen war. Und auf dieses Schwert hatte es >Der Prinz< abgesehen.
Es würde ihm auf dem Schwarzmarkt ein kleines Vermögen einbringen.
So viel, das er eine Weile leben könnte, wie ein Prinz.
Ebenso der kleine Juwelendieb! Er war gerade erst 20 geworden und ganz auf sich allein gestellt. Die erbeuteten Juwelen würden seinen hungrigen Magen für ein paar Wochen gut füllen.
Und vielleicht könnte er sich auch ein warmes Bett in einem Hotel leisten.
Das kleine verlassene Häuschen, das er in Beschlag genommen hatte, war schon halb verfallen und der Winter stand vor der Tür.
Er hörte ein Geräusch. Es klang, als hätte jemand gerade die schwere Tür zum Tresor geöffnet. Dort wo er eigentlich auch hin wollte
"Fuck!"
fluchte er leise und zog sich seine schwarze Maske auf, die sein Gesicht halb bedeckte.
Neugierig, wer ihm da die vorgehabte Beute wegschnappen wollte, schaute er um die Ecke.
Ein großer blonder Mann mit einer diesen Maskenball Masken, stand vor dem Tresor und brachte ihn mit einer kleinen Sprengkapsel dazu sich ihm zu öffnen "Na geht doch und Herzlichen Dank!" scherzte er mit sein selbst.
Schnell räumte er den Inhalt in eine Tasche.
Der Katzenhafte Dieb knirschte mit den Zähnen "Fuck! Das ist der Prinz!"
Die Juwelen verschwanden mit einem Wisch aus dem Tresor in der Tasche.
Wohl etwas ZU laut musste er seinem Ärger darüber Luft gemacht haben, denn der Blonde Dieb drehte sich plötzlich in seine Richtung um.
Der kleine schwarzhaarige Lockenkopf schluckte und versuchte mit einem "Ah Shit!" dem nun auf ihn aufmerksam gewordenen Meisterdieb, noch schnell zu entkommen.
Denn in dieser Welt gab es keine Ehre unter Dieben.
Jeder ist sich selbst der Nächste!
Das hieß, das man sich unter einander das Leben raubte, um selbst den nächsten Tag zu überstehen.
Das hieß auch das sie sich gegenseitig umbrachten. Und genau das drohte dem Katzenhaften Dieb jetzt, wenn der Blonde ihn zu fassen kriegen würde. Doch auch hier hatte sich jeder Dieb darauf spezialisiert seine eigenen Methoden anzuwenden, um die Konkurrenz auszuschalten.
Dieser hier, genannt >Der Prinz< benutzte kleine Wurfscheiben die Elektroschocks auslösten bei dem der damit in Berührung kam.
Zum Glück war der Neophrenanzug des Jungen dagegen geschützt und konnte ihm somit nichts anhaben.
Das bemerkte der Blonde "Verdammt!" "Daneben!" verhöhnte der lockige Junge ihn und hatte es fast geschafft, ihm zu entkommen.
Er musste nur noch die Tür nehmen und wäre draußen.
Er riß die schwere Eisentür auf. Der eisige Wind fauchte ihm ins Gesicht. Er mußte es kurz bedecken. Dann realisierte er es
"So eine verdammte Scheiße!"
Er war falsch abgebogen und auf dem Dach gelandet.
Und das hieß auch: Er saß in der Falle!
Der Blonde machte es ihm auch noch mal deutlich klar "Endstation du kleiner Penner!" "Schnauze du Lackaffe!" keifte der Lockenkopf zurück.
Der Blonde Dieb musterte ihn "Wer zur Hölle bist du?" "Das geht dich einen Scheißdreck an!" "Ganz schön großes Mundwerk für einen kleinen dreckigen zweitklassigen Straßendieb" "WAS?" Der Lockenkopf ballte die Fäuste "Halt dein Maul! Und gib mir die Diamanten zurück, die du mir geklaut hast!" schnaufte er.
Irritiert schaute der Blonde ihn an "Ich habe was?" "Die Diamanten ..." zeigte der Junge auf die Tasche "... die du mir geklaut hast!"
schnaufte er und streckte die Hand aus "Ich brauche sie!"
Provozierend griff der Blonde in die Tasche und ließ die Edelsteine zwischen seinen Fingern hindurch rieseln, als wären sie Sand
"Komm und hol sie dir doch!" lachte er.
Der Katzenhafte Dieb knurrte "Du Arschloch!" während der Blonde laut lachte "Also doch nur ein mieser Anfänger"
Er warf sich die Tasche über die Schulter. Und holte aus dem Hosenbein jetzt eine Waffe heraus "Genug gespielt, Kleiner!" richtete sie auf den Jungen "Hat Spaß gemacht, aber hier endet dein Leben nun!"
Er spannte den Abzugshahn an "Ich tue dir damit einen Gefallen und erlöse dich von deinem armseeligem Leben!"
"Nein, Halt warte!" Der Junge hob die Hände in die Höhe, wie man es tat wenn die Polizei zu dir sagt: "Hände hoch!" um zu zeigen, das man zu Verhandlungen bereit ist "Bitte laß mich am Leben" flehte der Junge ihn an. Er schniefte "Ich bin doch noch so jung" und bedeckte das Gesicht mit den Händen "Ich will noch nicht sterben"
Der Blonde Mann seufzte und kam auf den eindeutig jüngeren Katzenhaften Dieb zugelaufen
"Das beeindruckt mich ni---"
Im gleichen Moment hatte der Lockenkopf mit geschickten und wahrhaftig akrobatischen Bewegungen, sich aus der Situation gewunden und war wie eine Katze mit einem Salto hinter ihm gelandet "Ha, reingefallen! Mach dir nicht's drauß! Das geht jedem so!"
Er schnappt die Tasche "Danke für die Diamanten!"
Doch nun war der Blonde Dieb schneller und packte sein Handgelenk. So fest, das der schwarzaarige Junge kaum reagieren konnte.
Nah zog der Blonde ihn zu sich heran "Jetzt bin ich beeindruckt!" Er nahm ihm die Halbmaske ab und musterte das Gesicht das er nun deutlich erkennen konnte "Wow" Sanft strich er ihm über die Wange "Du bist atemberaubend schön für einen Knaben" "Ich bin 20!" schmollte der Lockenkopf und brachte den Blonden zum schmunzeln. Dann drückte er ihm das Kinn nach Oben "Ich bin schon lange auf der Suche nach einem Partner" ließ sein Gelenk los "Und ich glaube meine Suche hat gerade ihr Ende gefunden!"
Er sprach plötzlich mit so sanfter Stimme, das der Junge weiche Knie bekam. Es fühlte sich an, als würde diese Stimme seinen Verstand vernebeln. Der Junge schloß die Augen, während der Blonde um ihn herum lief "Ich schenke dir die Diamanten, doch dafür erwarte ich etwas als Gegenleistung!" "Und was?" Der Blonde leckte sich über die Lippen "Ich lasse dich am Leben. Zumindest so lange bis ich meinen großen Coup durchgezogen habe. Wir durchgezogen haben!" berichtigte er sich schnell "Doch ich hinterlasse nie Zeugen oder Spuren! Deswegen werde ich dich töten, wenn der Job erledigt ist!" "Und was soll ich als Gegenleistung machen?"
Der Junge drehte sich zu dem Mann um, der ihm gerade gesagt hatte das er ihn töten würde - aber zeitgleich so verführend war, das er ihn schneller atmen ließ, während er ihm die Antwort ins Ohr hauchte "Gib dich mir hin, wann immer ich es will!" griff ihn dabei leicht an den Hals und drückte ihn nach hinten, sodas der Kopf gegen das Schlüsselbein lehnte "Deal?" "J-Ja... Einverstanden" nickte der Junge und schaute dem 'Prinz' nun in die Augen. Sie waren golden wie ein Glas Honig "Gut" Dann ließ er ihn los "Wie heißt du? Oder soll ich dich einfach nur Kitty nennen?" "Haha!"
Grinsend verneigte sich der Blonde "Mich nennt man 'den Prinz' in unserer Szene, aber mein Name ist Wilhelm!"
Der Junge schmunzelte "Wilhelm?!" "Ja, ich bin Schwede und trage den Namen einer Hoheit der königlichen Dynastie Bernadotte"
"Bist du deswegen so aristokratisch?" grinste der Katzenhafte Dieb "Ich weiß deinen Namen immer noch nicht!" rief Wilhelm ihm zu, als er gehen wollte. Der Junge drehte sich halbwegs zu ihm um "Wie würdest du mich denn nennen?" Wilhelm zuckte die Schultern "Du bist sehr exotisch. Irgendwo aus Spanien oder Lateinamerika würde ich schätzen" Der Junge pfiff auf "Venezuela" "Dann ein spanischer Name?!" "Nein!"
Der Junge schüttelte den lockigen Kopf "Den errätst du nie!" Sein Schmunzeln wurde zum breiten Grinsen und er erlöste ihn, von der Grübelei "Simon" Er zwinkerte "Te Veo!" und schloß die Tür hinter sich. Wilhelm grinste "Und wie wir das werden!" Er schaute in den nun Sternenverhangenen Himmel "Ja, wir sehen uns bald wieder!"
Heftig atmend stand Simon mit dem Rücken an der Wand gelehnt. Eigentlich hätte er jetzt nicht mehr existieren sollen, doch der 'Prinz' hatte ihn gehen lassen und mit ihm sogar einen Partnerschafts-Packt geschlossen. Simon hielt sich die Hände über seinem klopfendem Herzen zusammen "Fuck ey" Er lächelte und fuhr sich durch die großen schwarzen Locken "Hab ich wirklich allen Ernstes zugesagt mit ihm...?"
Simon lachte leise und öffnete die Tasche. Der Inhalt funkelte so stark, das er seine Maske, die ein paar elektronische Spielerein inne hatte, aufsetzen mußte. Der Scanner in den Gläsern der Maske, huschte über die Steine und zeigte ihm Größe, Wert und ob sie mit einem Laser markiert und damit registriert waren. Die Anzeige blieb grün und Simon schloß zufrieden die Tasche.
Über die Dächer floh er mit der Beute in die Nacht, beobachtet von den Augen des Mannes, der ihn in seinen Bann gezogen hatte.
Simon kletterte an der Fassade eines Hauses hoch und balancierte über ein dickes Brett, das er als Übergang benutzte, um in sein Versteck gelangen zu können. Ein altes verlassenes Pfarrhaus. Es gab zwar keinen Strom und kein warmes Wasser, doch wenigstens funktionierte die Wasserzufuhr, das man duschen und auf die Toilette gehen konnte. Eine Matratze vom Sperrmüll mit untergelegten Europaletten war sein Bett. Die Bettwäsche hatte er in einem Geschäft geklaut. Genauso den Rest der spärlichen Einrichtung.
Die Tasche mit den Diamanten ließ er neben sich fallen.
Er seufzte und setzte sich auf das Bett. Ließ sich nach hinten fallen und schloß die Augen. Er sah das Gesicht von Wilhelm das immer deutlicher wurde. Die goldbraunen Augen, die ihn fixiert hatten, während er um Simon herum gelaufen war, oder ehr stolziert.
Simon kannte die Geschichten, die man über den wohl der elegantesten Diebe der Branche erzählte.
Er hinterließ nie Zeugen seiner Taten! Das hieß, er tötete auch unschuldige Menschen, wenn sie das Pech hatten, ihn zu beobachten.
Ein wunderschönes Monster, das ihn in die Falle gelockt hatte mit seinem Charme.
Sich durch die Locken fahrend, nachdem er sich wieder aufgesetzt hatte, pustete Simon Luft aus "Wenn der wirklich denkt das ich ihm ins Bett steige, hat er sich aber mächtig geschnitten!" Er hielt sich die Hände vor das Gesicht "Auch wenn er sehr hübsch ist!"
Wilhelm hatte die Tür zu einem alten Haus aufgeschlossen. Er warf die Maske in die Ecke, schob ein unauffälliges Poster mit einem Spruch zur Seite und öffnete einen piepsenden Tresor. Dort legte er das begehrte Schwert hinein und schloß die Türe wieder.
Auf dem Weg zur Dusche ließ er den Anzug und alle restliche Kleidung fallen. Unter dem heißen wohltuenden Wasser grinste er vor sich hin wenn er an die Begegnung mit Simon dachte. Solche schönen und tiefbraunen Augen hatte er noch nie zuvor gesehen.
Das sie noch zusätzlich als Smokey Eyes geschminkt waren, machte den kleinen Katzenhaften Dieb für ihn noch interessanter.
Und diese sinnlichen Lippen. Sich über die eigenen leckend, konnte Wilhelm es kaum erwarten Simon wieder zu sehen.
Mit einem heißen To Go Cup Kaffee, die er mitgehen lassen hatte, saß Simon auf dem Dachvorsatz und schaute zu den glitzernden Lichtern, die sogar die Nacht erhellten, weit Oben auf den Hügeln, wo die Schönen und Reichen wie die Made im Speck lebten. Die in den Himmel strahlenden Flutlichter, bedeuteten das in irgend einer Villa gerade eine fette Party stattfand.
Das zog Diebe wie Motten das Licht an, doch in diese Häuser einzubrechen war fast unmöglich.
Die waren mit Alarmanlagen gesichert wie Fort Knox!
Viele hatten es schon versucht, doch waren geschnappt und hingerichtet worden.
Diebe werden mit dem Tod bestraft, denn die korrupte Regierung und das Königshaus würden am liebsten die hier unten entstandenen Favelas niederbrennen und alle Diebe ausrotten.
In ihren Augen sind wir Abschaum der ausgemerzt gehört!
Schlürfend trank Simon seinen Kaffee leer und machte einen Salto, auf dem Balken entlang balanzierend, um wieder auf dem Boden zu landen.
Er rieb sich die Augen und wirkte jetzt ehr, in seinem übergroßem Pyjama, wie ein kleiner Junge, als der heranwachsende Mann, der er noch vor einer Stunde gewesen war. Im nächsten Moment zuckte er zusammen, denn er roch ein sehr intensives After Shave, welches er nicht benutzte.
Er sah eine Gestalt, die im Dunkel des Hauses stand und sich umschaute "Gemütlich!"
Diese Stimme ließ Simon zusammen zucken "Wilhelm" Sich entspannend, nahm Simon den Arm herunter - denn seine Netz Handschuhe, an denen kleine Wurfscheiben, die wie Katzenpfoten aussahen, befestigt waren, zog Simon nie aus "Komm doch rein" scherzte er sarkastisch, denn auf diesen Besuch hätte er gut und gerne verzichten können "Schau dich nur in Ruhe um. Möchtest du auch noch ein Glas Champagner und ein paar Häppchen haben?"
Der Blonde schüttelte grinsend den Kopf "Uhm, ich bevorzuge Rotwein!" "Idiot!" schnaufte Simon und blieb auf Abstand "Wie hast du mich gefunden?!" Wilhelm schmunzelte "Süßer, ich bin Profi und finde alle meine Opfer!" Simon schluckte.
Wilhelm schaute sich weiter um und wirkte etwas angewidert "Hier wohnt also mein kleiner Juwelendieb. Oder sollte ich ehr sagen ... haust?!"
Genervt seufzte Simon "Was willst du?" Der 'Prinz' drehte den Kopf zu ihm "Ich mache dir ein weiteres Angebot!"
Mit einem >Dein Ernst?< Blick schaute Simon ihn an "Und was?" "Zieh bei mir ein!" "Entschuldige bitte was?"
Wilhelm kam auf Simon zu "Du kannst in einem Bett schlafen. Heiß duschen. Bekommst jeden Morgen ein gutes Frühstück und frische Kleidung!" "Und als Gegenleistung dafür soll ich mit dir schlafen?!" Simon klang verächtlich, aber auch ... seltsam neugierig
"Das ist dir überlassen!" zuckte Wilhelm die Schultern.
Die Tür wurde aufgeschlossen und zwei Personen traten ein "Fühl dich wie zu Hause!" bot Wilhelm an, während Simon die Tragetasche auf dem Boden abstellte "WOW" "Wilkommen in meinem Palast!" scherzte der junge Mann, da es sich um eine verlassene Villa handelte
"Möchtest du etwas trinken?" bot er Simon an, doch der schnaufte "Können wir mit dem Theater aufhören? Ich bin hier damit du mich nicht ständig in meinem Versteck aufsuchst und so besser im Auge behalten kannst!" "Richtig! Du bist sogesehen meine Geisel!"
Wilhelm setzte sich auf den Sessel "Komm her!" Simon hatte keine Ahnung wieso, doch er gehorchte. Wilhelm's Stimme wirkte hynotisierend.
Wie auf einem Thron saß der blonde Mann vor ihm. Mit überschlagendem Bein und den Armen auf den Lehnen liegend "Knie nieder!" "Was?"
Mit dem Finger nach unten zeigend wiederholte Wilhelm die Aufforderung. Nun kam Simon dem nach "Und was jetzt?" fragte der Latino schnippisch "Soll ich dir einen blasen?" Wilhelm nippte an seinem Whisky Lemon mit extra Eis und beugte sich zu ihm vor "Erzähl mir deine Geschichte!" Simon lief knallrot an. Er schaute hoch und kniff kurz die Lippen zusammen "Warum interessiert dich das?"
Seine Augen spiegelten sich Wilhelm's "Ich meine, du wirst mich doch töten wenn der Deal beendet ist" "Trotzdem interessiert es mich was so ein kleiner Junge, mit einem SOLCHEM Gesicht..." Er hob Simon's Kinn leicht an "...wie aus Porzellan und so schön wie ein Engel..." strich ihm über die Wange "...dazu gebracht hat, stehlen zu müssen anstatt auf einem Laufsteg als Model zu laufen!" Simon's Herz begann zu rasen bei diesen Worten. Und das seltsame war, das er ihm jedes einzelne glaubte.
Nachdem Simon sich gefangen hatte lehnte er den Kopf gegen Wilhelm's Schenkel "Ich habe dir ja schon gesagt das ich aus Venezuela komme"
Er schluckte und spürte wie die Tränen sich in seinen Augenwinkeln sammelten "Dort habe ich ein glückliches Leben gehabt. Eltern und eine große Schwester. Wir waren wie Zwillige. Unzertrennlich... Sie hat mich geliebt und immer beschützt! Ich war ihr kleiner Bruder"
Schniefend seufzte Simon "Dann kamen die ersten Kartelle und siedelten sich ringsrum an. Sie vertrieben alle aus ihren Häusern und beanspruchten die Grundstücke für sich. Unser Haus war wunderschön. Ein großer Garten voller Lilien und Rosen. Meine Mutter wollte nicht verkaufen, egal wie viel sie ihr boten. Dann nach 2 Monaten die sie uns in Ruhe gelassen hatten, kamen sie eines Nachts und ermordeten zuerst meinen Vater. Meine Mutter versteckte mich und sagte ich dürfte nicht rauskommen. Meine Schwester ... Ich hörte sie schreien, während diese Schweine sie..."
Simon zuckte zusammen, als er spürte wie Wilhelm's Hand sich auf seinen Kopf legte und begann seine Locken zu streicheln "Als sie weg waren, bin ich aus meinem Versteck gekommen. Sie waren alle tot. Erschossen. Ich bin so schnell ich konnte weggerannt und irrte durch die Straßen. Ich war ein Kind. Gerade 7 Jahre alt geworden und nun Vollwaise. Ich wußte nicht was ich tun sollte, also stand ich einfach nur weinend auf der Straße. Eine Frau sprach mich an und fragte was passiert sei. So wuchs ich bei ihr auf, aber als ich 11 war starb sie und ich war wieder allein. Und als heranwachsender Teenager ist man Dauerhungrig. Also fing ich an zu klauen. Die Kartelle hatten inzwischen jeden umgebracht, der ihnen im Weg stand. Ich wollte leben und bin geflohen. Über die Karibik bis nach Spanien, Dänemark und dann kam ich nach Schweden"
Simon hob den Kopf, den er wieder auf Wilhelm's Schoß gelehnt hatte "Hast du je Liebe erfahren?" fragte Wilhelm und streichelte seinen Nacken. Zu seiner Verwunderung schüttelte Simon den Kopf "Nur die, die Eltern ihrem Kind geben"
Wilhelm's Hand griff an Simon's Hals "Bist du je geliebt worden?" strich an seiner Kehle entlang und hauchte ihm entgegen "Willst du es kennen lernen? Diese Gefühl, das dir die Sinne raubt?" fuhr mit dem Daumen seine Lippen entlang "Ich kann es dir zeigen!" "Meintest du das mit mich dir hingeben?" Wilhelm stand auf und drückte Simon das Kinn nach oben "Komm einfach mit!" "Na schön" Simon seufzte und stand auf "Bringen wir's hinter ... uns ... "
Er stockte als Wilhelm die Tür zu seinem Schlafzimmer öffnete. In der Mitte des großen Raumes stand ein Himmelbett. Die Wände waren Bordauxrot mit schwarzem Trennstreifen auf dreiviertelster Höhe. Gemälde hingen an den Wänden. Mit goldenen Rahmen. Gestohlen!
Es gab nicht viel darin. Nur noch einen kleinen Tisch, der wie ein Schreibtisch wirkte.
Ein Regal voller Bücher und eine alte Schatztruhe vor dem Bett. Sie ließ Simon schmunzeln "Hast du ein Piratenschiff überfallen?" Er lief zu der Truhe, öffnete den Deckel und legte den Kopf schief.
Darin befanden sich Ketten. Seile. Bänder und "Sind das ... Handschellen???" Simon hob eine schwere Kette mit je zwei verschließbaren Enden in der Hand "Willst du mich ans Bett ketten, oder was?!" lachte er noch, doch Wilhelm verzog keine Miene.
Na ja er versuchte es zumindest, denn ein Schmunzeln zeigte sich in seinem Mundwinkel.
Er kam auf Simon zu und nahm im die Kette ab "Es wird dir gefallen!"
Simon lachte verächtlich "Ich schlafe nicht mit dir!" "Das war keine Bitte, sondern ein direkter Befehl!" "Oh ich vergaß, eure königliche Hoheit, das man dich ja den Prinz nennt und du dir nimmst, was dir nicht gehört!" "Und du hast anscheinend vergessen das du meine Geisel bist!"
Wilhelm packte Simon am Hals "Und nur durch meine Gnade bis zum Ende unseres Packtes, bis jetzt immer noch weiter atmen darfst!"
Er stieß Simon auf das Bett "Und jetzt sein schön brav und tue was ich dir sage!" Der blonde Dieb knöpfte sich, während er Simon immer noch mit seinen Bernsteinfarbenen Augen musterte, das weiße Hemd komplett auf "Ich werde dir nicht weh tun!" versprach er mit festem Blick in Simon's Schokoladenaugen und während er sich zu ihm herunter beugte. Simon lehnte sich nach hinten weg und schluckte leicht
"Das klingt für dich jetzt bestimmt unglaubwürdig, aber ich ... " Wilhelm grinste "Verstehe. Es ist deine Entscheidung. Ich will dir nicht deinen Ersten Kuß rauben, aber deine Lippen sind so ... verführerisch" hauchte er Simon entgegen.
Sein Herz begann wieder schneller zu klopfen. Wilhelm war sehr hübsch und dieses 'Gefährliche' an ihm, ließ Simon's Magen sich zusammen ziehen. Nicht vor Angst oder Abscheu - sondern ... weil es aufregend war.
Seine Augen fuhren über das Gesicht und den Körper des blonden Mannes. Simon spürte die Röte auf seinen Wangen. Wilhelm schmunzelte, da er es bemerkt hatte "Was ist?" Unsicher drehte Simon zur Seite "Ja verdammt, du siehst sehr gut aus und was auch immer du da für ein After Shave benutzt, das riecht richtig gut" "Du kannst ja richtig süß sein" "Ich tret dir gleich in die Eier!" schmollte Simon ihn an und blinzelte verlegen "Na los... Küß mich" "Nein!" Wilhelm setzte sich auf, während er auf Simon's Unterbauch saß "Wieso nicht?" runzelte Simon die Stirn "Weil du es nicht willst!" zwinkerte der Blonde und zog sich das Hemd aus "Und ich sagte bereits, das ich dir deinen Ersten Kuß nicht stehlen werde!" Simon setzte sich auf, stützte mit den Armen auf dem Bett "Du wirst mich töten, also warum sollst du dann nicht auch der Erste sein der mich küsst?"
Simon legte seine Arme um Wilhelm's Nacken. Er seufzte, schloß die Augen und näherte sich seinen Lippen. Zaghaft, mit leichtem Zittern konnte Simon nun spüren, was er nie zuvor erlebt hatte. Ganz langsam legten sie sich zurück auf das Bett dabei. Leise seufzte Simon dabei.
Wilhelm's Lippen fühlten sich weich an und Simon's Herzschlag verdoppelte sich.
Verdammt, dieser 'Malandro' hatte ihm das Herz gestohlen!
Und nun wollte Simon mehr davon - denn Wilhelm's Worte wirkten immer noch nach "Es wird dir gefallen!"
Immer fester saugte sich Wilhelm an Simon's Hals fest. Der junge Latino seufzte. Ja, es gefiel ihm.
Langsam kroch Wilhelm's Hand unter Simon's T-Shirt. Simon zuckte zusammen. Es kitzelte und er lachte leise zwischen den Küssen.
Dann stützte er sich kurz auf, um es sich über den Kopf zu ziehen. Wilhelm grinste und beugte sich über ihn "Sieht so aus, als hättest du deine Meinung geändert?!" Simon kniff die Lippen zusammen und zuckte die Schultern. Wilhelm stand auf und lief zu der Kiste. Simon hörte es klappern und sah, wie der Blonde mit einem dicken Seil wiederkam "Vertraust du mir?" "Ist das eine Fangfrage?" Wilhelm gefiel dieses sarkastische in Simon's Stimme. Er spannte das Seil und begann es zuerst um das linke und dann das rechte Handgelenk zu wickeln.
Die Atmung des Lockenkopfes wurde schneller.
Es war aufregend!
Dann zog Wilhelm das Seil in der Mitte zu. Simon zuckte zusammen. Er atmete einmal ganz schnell aus und ein. Dann befestigte Wilhelm die beiden Enden des Seiles an den Stäben am Bett oberhalb von Simon's Kopf. Er drehte ihn in diese Richtung und hörte die Worte des Blonden an seinem Ohr "Schließ die Augen! Und genieße es!"
Zuerst nur langsam, dann immer schneller und lauter hörte man Simon's Stimme.
Ein langer und heiserer Schrei erhallte in den Wänden des Hauses. Mit einem Ruck, zog Wilhelm die Bettdecke über Simon, so das sie wenigstens seinen Unterleib bedeckte. Der Junge atmete schon sehr schnell und hatte tiefrote Wangen, während ihm ein paar Schweißperlen an der Stirn herunter flossen. Wilhelm hingegen schmunzelte und streichelte seine Wange. Strich ihm die klammen, nun etwas glatter gewordenen Haare aus dem Gesicht und löste die Fesseln. Simon's Gelenke waren rot vom Druck gegen das Seil. Sanft drückte Wilhelm seine Lippen auf die gerötete Haut "Oh je, das war etwas zu fest, hm?!"
Immer noch ungleichmäßig atmete Simon und drehte den Kopf weg. Es war ihm etwas peinlich, wie sehr er sich seinem künftigem Mörder und momentanem Geiselnehmer - wie von ihm gewünscht - hin gegeben hatte.
Wilhelm schmunzelte und kicherte dann "Es HAT dir gefallen, stimmt's?" "Halt die Klappe" Simon bedeckte mit den flachen Händen sein Gesicht und verkroch sich dann unter der Decke.
Und wie sehr es ihm gefallen hatte! Es war das wohl Schönste, was er je gefühlt hatte und nun drohte dieses Gefühl zu verschwinden.
Das machte ihm Angst.
Was würde denn jetzt passieren?
Würde Wilhelm ihn weiterhin verführend umschleichen?
Oder war Simon jetzt uninteressant für ihn geworden ...
Schnell wurden seine Zweifel zerstreut, als der Blonde ihn unter der Decke hervorholte "Ist alles in Ordnung?" "Hm" nickte Simon, immer noch verlegen "Mir geht's gut" Lächelnd zog Wilhelm ihn in die Arme, auch wenn Simon sich wehrte "Hey was?!" "Komm her! Das Erste Mal ist immer etwas peinlich oder unangenehm oder ---" "Nein" flüsterte Simon "Es war wunderschön" Er biß sich auf den Daumennagel "Unbeschreiblich schön sogar" "Aber?" fragte Wilhelm, Simon jetzt in seinen Armen haltend. Durch die Locken die seine Haut kitzelten, wußte er das Simon gerade den Kopf geschüttelt hatte. Sanft strich Wilhelm kraulend durch die schwarzen Locken "Bist du müde?" "Etwas..."
Noch etwas fester zog Wilhelm Simon zu sich heran. Strich ihm am Arm entlang und geriet ins Schwärmen "Deine Haut ist zart wie Seide"
Simon seufzte. Es gefiel ihm, wie zärtlich Wilhelm seine Haut streichelte. Er fühlte sich wohl und fiel in einen leichten Schlaf.
Murrend drehte sich Simon vom Bauch auf den Rücken und dann auf die andere Seite des Bettes, um den Sonnenstrahlen, die sein Gesicht nun erreichten, zu entkommen. Er seufzte und blinzelte dann doch. Das Bett unter ihm war weich. Es war warm. Es war ... nicht seines?!
Schnell schreckte er hoch. Schaute sich um. Das hier war ein richtiges Zimmer in einem Haus. Nicht seine halbzerfallene Pfarrhausruine.
In Gedanken fragte er sich, wo er war. Dann fröstelte ihn etwas und er schlang die Arme um den nackten Oberkörper.
Nackt? Wieso war der ...
Er schaute unter der Bettdecke nach und zog sie blitzschnell wieder zu. Er war sogar Splitterfassernackt!!!
Er fuhr sich mit den Händen vom Hinterkopf bis zur Stirn durch die platten Locken, um ihnen wieder etwas Volumen zu geben.
Dann sah er die leichten Rötungen an seinen Handgelenken. Es sah aus wie ... Fesselspuren!
Plötzlich prasselte die Erinnerung auf ihn herein. Er war in WlLHELM's Haus und seinen Bett! Und sie hatten Sex gehabt, obwohl er immer wieder gesagt hatte, das er nicht mit ihm schlafen würde.
Doch Wilhelm's Charme war sehr manipulativ und letzten Endes hatte sich Simon ihm 'ausgeliefert' mit gefesselten Handgelenken und einer Erfahrung, die ihn wieder zart erröten ließ.
Es klopfte an der Tür und der hübsche Blonde Mann stand im Türrahmen "Guten Morgen" Er lächelte und Simon erwiederte es unbemerkt
"Guten Morgen" "Hast du gut geschlafen?" Wilhelm kam näher und setzte sich auf den Bettrand. Er hatte etwas über seinem Arm hängen
"Ja" "Sehr schön. Was möchtest du zum Frühstück haben?" "Äh was?" "Eine Tasse Tee. Kaffee. Milch mit Honig" zählte Wilhelm auf und Simon realisierte wieder, das er seit gestern Abend nun hier wohnte "Kaffee wäre gut" "Alles klar" zwinkerte der Blonde und legte die Kleidung, die er seinem 'Gast' mit gebracht hatte, auf dem Bett ab "Das müßte dir passen" Er stand auf und ging, ohne auf Simon's Reaktion zu warten.
Amüsiert saß 'der Prinz' an einem Tisch. Staunend musterte er Simon "Du siehst sehr hübsch aus" "D-Danke" Der Junge schaute an sich herunter. Er trug einen schwarzen Anzug, doch wenn das Licht auf den Stoff fiel, änderte er die Farbe in ein Mitternachtsblau und man sah die zarten Silberfäden, die sich längs auf dem kompletten Anzug verteilten. Um den Hals trug Simon ein seidenes Tuch, das man Champagnerfarben einordnen konnte. Es war stylisch, aber sollte ehr die leichten Rötungen an seinem Hals verdecken.
Wilhelm mußte lachen als er sah, das Simon das Jacket falsch geknöpft hatte. Er stand auf und korrigierte es.
Dabei fiel ihm auf das der Junge nichts darunter trug "Wo hast du denn das Hemd gelassen, das ich dir hingelegt habe" "Welches Hemd?" Simon runzelte die Stirn und Wilhelm grinste "Ist ja auch egal. Du siehst auch ohne wie ein Model aus und das ist die Hauptsache!" "Wieso?" fragte Simon und setzte sich. Wilhelm legte ihm die Zeitung hin und zeigte auf einen Artikel "Deswegen!" "Die königliche Familie lädt zum alljährlichem Silvesterball ein" laß er vor "Und du willst dort hin gehen!" "WIR werden dort hin gehen! Und du wirst lernen, wie man sich in dieser Gesellschaft verhält. Dann werden wir unaufällig verschwinden und die Krone der Königin, sowie die Kronjuwelen stehlen!"
Nickend seufzte Simon "Unser Coup vor meinem Tod..." "Jetzt werd nicht dramatisch! Ein bischen Zeit bleib dir ja noch!"
Wilhelm strich ihm durch die Locken "Zuerst müssen wir ganz Unten anfangen. Denn nicht die Königin besitzt den Schlüssel zum Haupttresor..."
Simon nippte an der Tasse und schlürfte den noch sehr warmen Kaffee.
Wilhelm war schon sehr gut informiert und hatte den Raub von langer Hand geplant, doch es fehlte ihm das nötige Geschick, um ihn auszuführen.
Doch nun hatte er einen perfekten Partner dafür gefunden und mußte ihn nur noch auf alles vorbereiten.
Er konnte nicht aufhören Simon anzusehen, während dieser sich die warmen Waffeln mit Honig schmecken ließ.
"Jetzt brauchen wir nur den Lageplan und hier fangen die Schwierigkeiten an!" "Wieso?" fragte Simon. Stellte die leere Tasse ab und kam der Aufforderung sich zu Wilhelm zu setzten, gehorchend nach "Der Schlüssel für den Safe mit den Plänen, hat der Premieminister!" "Ok!"
"In seiner Hosentasche!" "Ja... und?" Simon verstand nicht wirklich was Wilhelm ihm sagen wollte, während er vor ihm knieend sich mit den Armen auf seinem Schenkeln abstützte und hoch sah.
Wilhelm trank einen Schluck aus seiner goldrumrandeten Kaffeetasse "Der Mann steht auf junge zarte Mädchen!" "Hm?"
Simon war nicht ganz bei der Sache, da er immer noch an die vergangene Nacht denken mußte. Es hatte ihn geschmerzt, aber auch ungeahnte Höhenflüge bescheert.
Grinsend beugte sich Wilhelm zu ihm herunter "Du siehst bestimmt süß in einem Kleid aus!" So langsam setzte sich das Puzzle zusammen und Simon hob den Kopf "Äh Was?" "Du bist perfekt für diese Aufgabe!" "Kommt nicht in Frage!" "Du verkleidest dich als Mädchen, bezirzt den alten Sack etwas, greift ihm in die Hose und läßt dabei zufällig den Schlüssel mitgehen! Ganz einfach!" "Fick dich!" fauchte Simon und stand auf "Mach du das doch!"
Der Blonde griff sein Handgelenk. Dort wo gestern Nacht die Fesseln umgebunden waren und man jetzt noch leichte Rötungen erkennen konnte. Er stand auf und griff Simon unter das Kinn, welches er leicht zu sich nach Oben drückte.
Die Honigbraunen Augen sahen Simon begehrend an "Ich bin nicht so zierlich und schön wie du!" flüsterte Wilhelm und Simon errötete.
Dann seufzte er. Er schnaufte sehr tief "Ich hasse dich!"
Auf der aufgezeichneten Skizze erklärte Wilhelm nun seinen Plan, während er hinter Simon stand und ihn umschlungen hielt
"Kannst du eigentlich tanzen?" "Was?" Diese Frage irritierte Simon "Klar! Ich komme aus Venezuela, da tanzt man Salza und Merengue und ---"
"Heute Abend ist er auf einem Ball anwesend!" unterbrach Wilhelm ihn "Dort tanzt man Walzer!" "Das kann ich nicht" zuckte Simon die Schultern und bekam von Wilhelm ins Ohr gehaucht "Dann bring ich es dir bei!"
Wenige Minuten später standen beide in den Saal, wo Wilhelm seine gestohlenen Gemälde aufbewahrte, bis er sie auf dem Schwarzmarkt verkaufen konnte "Der Fuß kommt zu mir. Der Arm liegt auf meinem auf" erklärte er. Simon murrte "Woher kannst du das?" Wilhelms's Blick ging nach einem Blinzeln zur Seite "Ich hatte einmal ein anderes Leben..." Er flüsterte es beinahe und Simon glaubte, in seinen Augen nun Wehmut erkennen zu können. Der Latino seufzte "Wie wir alle" "Konzentrier dich lieber auf den Tanz!" herrschte Wilhelm ihn nun an und zog Simon enger an sich heran "Wir haben nur wenige Stunden bis zum Ball!" "Ja Man! Du brauchst mich nicht gleich so anzublaffen!" schnaufte Simon und drückte sich aus der intimen Pose. Er stieß Wilhelm zur Seite und rannte aus dem Raum. Wilhelm war immer noch irritiert, denn er hatte deutliche Tränen in den Augenwinkeln des Jungen gesehen.
In dem Zimmer, das er ihm zur Verfügung gestellt hatte, saß Simon auf dem Bett. Er schaute sich die Handgelenke an. Strich über die verblassten roten Striemen. Als er Wilhelm bemerkte, wischte er sich schnell die Tränen weg und drehte ihm den Rücken zu
"Was willst du?!" "Wollte sehen wie es dir geht. Und mich für meinen Tonfall entschuldigen" Der Blonde junge Mann setzte sich neben des Jungen, mit den großen schwarzen Locken "Es tut mir leid. Ich werde dich nicht mehr anschnauzen" Er lehnte sich gegen Simon's Rücken
"Genug geschmollt. Wir müssen uns vorbereiten damit nichts schief geht, Partner!" Simon schnaufte kurz verächtlich "Das sagst du nur weil du mich brauchst. In Wirklichkeit bedeutet ich dir nichts..." "Du hast Recht!" Wilhelm stand auf "Ich empfinde nichts für dich!"
Diese Worte trafen Simon wie ein Dolch ins Herz "Weder Verlangen noch Begierde! Aber ich brauche dich und das ist die Wahrheit!"
Er reichte dem Jungen die Hand "Und wir haben einen straffen Zeitplan einzuhalten!" Etwas wiederwillig nach dem harten Geständnis ließ sich Simon hochziehen. Dabei war Wilhelm etwas zu ruppig gewesen und Simon war nur einen Atemzug von ihm entfernt.
Beide sahen sich tief in die Augen. Simon versuchte dem tiefen Blick aus Wilhelm's Bernsteinfarbenen Augen zu entkommen. Doch es gelang ihm nicht. Er griff in Wilhelm's Nacken. Strich mit der Hand langsam daran entlang bis er in Brusthöhe war. Wilhelm schmunzelte.
Beide seufzten tief, ehe Wilhelm nun Simon mit beiden Armen umschlang. Simon tat es ihm gleich und spürte, wie Wilhelm seine Hand an Simon's Nacken legte.
Zu Simon's Überraschung war es Wilhelm, der sich nach Vorn beugte und ihn plötzlich leidenschaftlich küsste. Der Junge schreckte kurz zurück, ehe er den Kuß genauso voller Sehnsucht erwiederte. Er krallte sich in Wilhelm's Anzug. Zog ihm das Stück feinste italienische Seide von den Schultern. Sie holten tief Luft, um den Kuß länger aushalten zu können, ohne zu ersticken. Simon spürte das Bett unter sich, nachdem beide sich küssend darauf gelegt hatten. Wilhelm riß sich zuerst die Krawatte weg, dann das Hemd nachdem er es Blitzschnell aufgeknöpft hatte. Dann war Simon an der Reihe. Der Anzug lag nach 2 Handgriffen auf dem Boden. Sie wechselten von leidenschaftlichen zu innigen Küssen. Simon biß sich auf die Unterlippe, als Wilhelm seinen Hals saugte und mit der Hand an seinem Körper entlang strich "Du bist so dünn" flüsterte er während der Küsse auf Simon's Decollté "Wenn man nicht viel zu essen bekommt..." hauchte er "... dann kann man nicht zunehmen" "Deswegen hast du dein Frühstück vorhin weg geatmet" Simon kicherte, doch dann schlang er seine Arme um Wilhelm's Nacken.
Seine Hand war in seinem Schritt angekommen. Wilhelm grinste "So leicht mache ich es dir nicht!" Er zog die Hand zurück und stützte sich über ihm ab. Simon's Augen erhaschten einen Blick auf die Kette, die Wilhelm trug. Sie war aus Gold und sah aus wie ein Medallion.
Stöhnend warf Simon den Kopf zurück ins Kissen. Wilhelm's Zunge spielte mit seinem Bauchnabel. Es fühlte sich an wie ein Stromschlag, der Simon dabei durch zuckte. Er wand sich unter den brennend heißen Küssen auf seiner Haut "Fessel mich!" keuchte er erregt.
Überrascht schaute Wilhelm auf "Ok" und beugte sich über seinen Partner "Warte kurz!" Er stieg aus dem Bett und holte das dicke Seil.
Er setzte sich auf Simon's Bauchdecke und wickelte es um die überkreuzten Handgelenke, die ihm Simon hinstreckte "Zieh sie fester" flüsterte er "Du stehst inzwischen richtig darauf" schmunzelte der Blonde. Simon verpasste ihm einen Stoß mit dem Knie in den Rücken
"Halt die Klappe!" japste er. Wilhelm grinste und schubste Simon zurück auf das Bett. Die gefesselten Arme hatte er ausgestreckt.
Wilhelm band die Hände zusätzlich am Bett fest. So war Simon seinem Malandro nun 'hilflos' ausgeliefert, was für ihn noch erregender war.
Fest hielt Simon die Augen zugekniffen, während Wilhelm ihn mit Küssen vom Hals abwärts verwöhnte, um ihn in Extase zu bringen.
Dann zog er Simon fest an sich heran. Man hörte den jungen Lation scharf aufstöhnen. Seine Fäuste wurden immer fester geballt.
Die Fesseln um die Handgelenke begannen sich tiefer in die Haut einzuschneiden. Wilhelm beugte sich über Simon. Dabei griff er ihn am Hals fester, bis Simon ihn bat den Griff zu lockern. Dann nahm Wilhelm die Hände weg, packte ihn an den Schultern und zog ihn, soweit es ging zu sich heran, um die letzten Momente so intensiv wie möglich mit ihm zu erleben. So weit es sein Genick erlaubte drückte sich Simon in das Kissen und schrie den Höhepunkt heraus, während sich Wilhelm's Lippen an seinem Hals festgesaugt hatten.
Nachdem Wilhelm die Fesseln gelöst und sich neben Simon gelegt hatte, schmiegte der Lockenkopf sich an ihn. Legte den Kopf auf die Schulter des blonden Liebhabers. Wilhelm streichelte Simon's Kehle bis zum Nacken entlang und beugte sich zu ihm herunter um ihn zu küssen. Noch völlig außer Atem erwiderte Simon den Kuß, richtete sich auf und begann Wilhelm sanfte Küsse auf die Brust zu drücken.
Der Blonde schloß die Augen um es zu genießen, nachdem Simon am Bauch angekommen war. Dann zog Wilhelm ihn etwas unsanft an den Locken "Das heben wir uns für heute Abend auf! Wir müssen dir noch das Walzertanzen beibringen!" Wilhelm rutschte nach Vorn um aufzustehen.
Simon seufzte "Na schön..."
Wieder angezogen standen sie sich gegenüber "Du brauchst nur meinen Schritten zu folgen" erklärte Wilhelm "Ok" nickte Simon.
Er spürte Wilhelm's Hand an seiner Hüfte "Und los" Langsam bewegten sie sich über den Boden. Nach wenigen Minuten lobte Wilhelm seinen Partner "Gut, das ist perfekt!" "Danke" "Dann können wir ja zum nächsten Punkt über gehen" grinste er während Simon ihn mit bitterbösem Blick anfunkelte "Wenn's sein muß"
In seinem Sessel wartend schaute Wilhelm auf seine sündhaft teure und natürlich geklaute Rolex "Simon, wie lange brauchst du denn noch?"
"Es soll doch echt aussehen, oder?" maulte der Junge, während er das aufgetragene Make up nun mit dem letzten Puderpinsel strich beendete. Dann trat er vor Wilhelm. Der pfiff auf "Wow Du siehst ja umwerfend aus!" "Halt die Fresse!" "Nein, das meine ich ernst! Du siehst wirklich wunderschön aus!" "D-Danke..." Simon sah an sich herunter. Das Schwarze Pailettenkleid mit den silbernen Applikationen lag eng an seinem zierlichen Körper an. Mit dezentem aber beinahe schon perfektem Make up wirkte Simon sehr weiblich.
Wilhelm musterte ihn von Oben nach Unten und wieder zurück "Da fehlt nur noch eine Kleinigkeit" "Du meinst da fehlen 2 Kleinigkeiten!" zeigte er auf seine flache Brust. Wilhelm winkte ab, stellte das Glas mit dem Mineralwasser ab und stand auf
"Da wird niemand drauf achten ..." Der Blonde drückte ihm das Kinn hoch "... bei DIESEM Gesicht!"
Simon's Herzschlag wurde stärker. Wilhelm strich ihm die Wange entlang "Nicht du... du verwischst das Make up" flüsterte Simon, doch Wilhelm's Hand schob sich dann unter das Kleid. Er griff zu und lachte dann "Wow du hast wirklich an alles gedacht!" "Ich soll doch mit dem Kerl rummachen, da darf er ja nicht merken das ich ein Junge bin" schmollte Simon ihn an. Wieder lachte Wilhelm und flüsterte ihm etwas ins Ohr, was Simon leichte Gänsehaut vor Erregung bescherte "Wenn du erfolgreich bist, bringe ich dich heute Nacht in den Himmel!"
Als würden sie zum Kreis der verkommenen Reichen gehören betraten Wilhelm und Simon die riesige Villa. Wilhelm hatte sich als reicher Diplomatensohn ausgegeben, der mit seiner Verlobten in Begleitung eingeladen worden war. Da Simon eine Bolerojacke trug, wirkte es als wäre er nun wirklich ein Mädchen. An seinen Ohren glänzten Diamanten. Erbeutet bei einem Raubzug. Um seinen Hals lag eine ebenso Diamantenbestückte Kette. Er trug außerdem noch Armreifen und einen dicken Brilliantring, um die Illusion perfekt zu machen.
Wilhelm hingegen hatte die Haare stark blondiert, mit Gel zurück gekämmt und trug einen schwarzen Anzug aus Seide
"Da ist er!" nickte er leicht in die Richtung, in der er die Zielperson entdeckt hatte, während er mit Simon in einem perfekten Walzer, sich auf der Tanzfläche drehte "Zeit um deine Verführungskünste zu aktivieren, Darling!" Kurz musterte Simon ihn "Dafür trete ich dir später kräftig in die Eier!" knurrte er und ging.
Er wußte schon genau wie er den Mann auf sich aufmerksam machen würde, doch dazu mußte er erst einmal in den Nebenflur gelangen.
Nachdem er es geschafft hatte, spielte er seine Rolle. Der Premieminister hörte klackende Schritte hinter sich und drehte sich um.
Der Mann war in den Mitte 40'ern. Teilweise noch schlank, jedoch statt Muskeln schon sehr beleibt. Simon war übel, doch er dachte an Wilhelm's Worte und schluckte seinen Ekel herunter. Er tat so als wäre er mit seinen Absatzschuhen umgeknickt und spielte das Verletzte Mädchen vor. Der Mann kam auf Simon zu "Kann ich dir helfen meine Kleine?" grinste er schon halbwegs in die Falle gegangen "Ich hatte Streit mit meinem Verlobten" täuschte Simon mit einer erhöhten Stimme schniefend vor "Und dann bin ich weil ich mich verlaufen habe, mit dem Fuß umgeknickt" "Na komm, ich helfe dir" "Vielen Dank" Simon spürte die grobe Hand an seinem Po. Der Ekel stieg wieder in ihm hoch.
Er schwor sich Wilhelm dafür bluten zu lassen.
Der Mann brachte Simon in ein größeres Nebenzimmer, wo er gleich begann ihn zu bedrängen "Na dann komm mal her meine Schöne" geiferte er und war in Gedanken schon weiter "Du bist wirklich bezaubernd" "Vielen Dank" Simon schielte auf die Hosentasche in der sich der Schlüssel abzeichnete. Er seufzte und setzte sein schönstes Lächeln auf. Setzte sich auf den Schoß des Mannes. Schluckte den aufgestiegenen Brechreich runter und küßte ihn. Öffnete das Hemd und begann die Haut entlang zu küssen. Mit der Hand rieb Simon über die Beule in der Hose, was ihn nur noch mehr anwiderte. Doch das ging dem Typ nicht schnell genug. Er packte Simon an den Haaren, nicht wissend das es eine sehr gut befestigte Perücke war. Er drückte Simon's Gesicht in seinen Schoß und stöhnte auf. Doch Simon sprang auf "Nein, lassen sie mich"
quietschte er. Der Mann aber packte ihn "Komm her!" und warf Simon auf die Couch "Wenn du dich wehrst du kleine Wildkatze, will ich dich noch mehr!" Er schob Simon das Kleid hoch. Sich selbst die Hose herunter. Simon wehrte sich "Runter von mir!" schrie er und erschrak, als jemand den ekelhaften Mann von ihm herunter zog "Alles Ok Simon?"
Das Herz des Latino's schlug schneller "Wilhelm" Dann schüttelte er den Kopf "Ich habe den Schlüssel nicht gekriegt" "Schon ok!" nickte Wilhelm, zog aus seinem Hosenbund nun eine Waffe "Das haben wir gleich!" Er wedelte mit der Waffe "Aufstehen und an die Wand!" befahl er.
Der Mann schlurfte, da er die Hose noch unten hatte, im watschelndem Gang zu der Wand. Simon warf sich in Wilhelm's Arme
"Es tut mir leid" "Dann hol sie dir jetzt!" zwinkerte er Simon zu. Der hatte jetzt genug von der Maskerade und zog sich die Perücke ab "Ja!"
Geschockt sah der Premieminister ihr an "Du bist ein Junge?" "Gut erkannt! Und ich muß meinen Mund mit Seife ausspülen!" knurrte Simon in Richtung Wilhelm. Er grinste, doch gab ihm dann die Anweisung sich den Schlüssel zu holen. Er tat es, wedelte damit und trat zurück "Hab ihn!"
"Gut, dann brauchen wir diesen Dreckskerl hier nicht mehr!" Der Mann musterte Wilhelm
"Der Kro ..."
Ein Schuß, der durch den Lärm auf der Party übertönt wurde, erklang. Mit festem und wütendem Blick schaute Wilhelm den Mann an.
Der sackte nun an der Wand zusammen. Simon war so zusammen geschreckt, das er sich die Hände an die Ohren gehalten hatte.
Immer noch erschrocken sah er zu dem Kerl, der zusammen gesunken auf dem Boden lag "FUCK! Du hast ihn erschossen!" "Ja, wir sollten uns beeilen und von hier verschwinden" "Wieso hast du ihn erschossen?" "Weil dieser fette Sack genauso die Steuergelder einsackt, wie der andere hier anwesende verkommene Adel! Wegen solchen korrupten Schweinen wie dem da, mußt du auf der Straße leben!"
Simon senkte den Kopf. Was Wilhelm da sagte entsprach der traurigen Wahrheit.
Wilhelm steckte die Waffe wieder ein "Hilf mir die Leiche zu entsorgen" "Was?" "Mach schon!" schrie Wilhelm ihn an, denn er hörte Schritte, die in ihre Richtung kamen. Simon öffnete das Fenster und schaute heraus "Da geht es tief nach Unten. Scheint ein Schacht zu sein oder so"
"Dann lassen wir ihn mal fliegen!" Beide hoben den toten Körper an und schleiften ihn zum Fenster. Hoben ihn hoch und warfen ihn aus dem Fenster. Wie Simon gesagt hatte, befand sich ein aufgedeckter Brunnenschacht dort. Es platschte laut. Schnell schlossen sie das Fenster "Und was machen wir jetzt?!" fragte Simon in leichter Panik "Laß mich nachdenken" grübelte Wilhelm. Blitzschnell, die Augen verleiernd zog sich Simon die Perücke über "Leg dich auf die Couch" rief er Wilhelm zu.
Er war irritiert, doch tat es. Simon setzte sich auf ihn "Stöhne ganz laut, wenn ich es dir sage" Die Schritte waren an der Tür "Jetzt!" flüsterte Simon und spielte auf Wilhelm hüpfend nun Theater. Der Wachmann öffnete die Tür, doch trat zutiefst beschämt wieder aus dem Raum "Oh Verzeihung" Er schloß die Tür schnell und Simon stoppte "Ok, er hat es gekauft!" "Schade" grinste Wilhelm und zog Simon von sich herunter. Sie küßten sich, doch dann erinnerte Wilhelm seinen Partner daran, das sie schnell von hier verschwinden mußten.
Sie verließen unauffällig die Villa, Arm in Arm wie ein Liebespaar, damit man sie nicht verdächtigte. Dort wo der Brunnenschacht war, lag ein Deckel, den sie auf den Schacht schoben "Ein kleines Stück noch" Simon seufzte und nahm etwas Abstand, nachdem der Deckel perfekt saß "Du hast einen Menschen umgebracht als wäre es das natürlichste der Welt" "Der Sack hat's verdient!" "Das spielt keine Rolle!" "Simon!"
Wilhelm trat hinter ihn und hielt ihn sanft an den Schultern fest "Was glaubst du wäre passiert, wenn ich nicht rechtzeitig ungesehen die Party hätte verlassen können? Zuerst wäre deine Tarnung aufgeflogen. Dann hätte er dich trotzdem vergewaltigt und dann umgebracht!"
Simon befreite sich aus der Umarmung "Ich habe das Gefühl das du ihn erschossen hast, weil er etwas zu dir gesagt hat, was ich nicht hören durfte" "Ich weiß nicht was du meinst" "Ist auch egal" Simon zog sich die Perücke ab "Ich hab genug von dem Theater hier"
Wilhelm sah ihm mit einem sehnsüchtigem Blick hinterher "Simon..."
Wieder zu Hause angekommen 'verwandelte' sich Simon wieder zurück in sein richtiges Ich. Er schminkte sich ab und schaute in den Spiegel
"Verdammt" fluchte er flüsternd, denn er gab Wilhelm Recht. Es wäre diesem widerlichem Kerl am Ende egal gewesen und Wilhelm hatte das einzig Richtige getan. Es klopfte an der Badezimmertür "Ist alles Ok?" "Ja, ich bin gleich fertig" "Das Essen wird sonst kalt"
Überrascht sah Simon das Wilhelm den Tisch gefüllt hatte mit Kerzen und 2 Tellern, je einem Glas Rotwein und einem Glas Wasser.
In einem neuen Anzug, silber mit dunkelrot aus Samt stand er vor Simon "Was?!" "Heute ist Weihnachten. Hast du das vergessen?" "Oh"
Nun strahlten Simon's Augen etwas "Fehlt eigentlich nur noch ein geschmückter Baum" "Damit kann ich leider nicht dienen"
Er umschlang Simon, hinter ihm stehend und ihn in den Nacken küssend "Aber mit Gänsebraten und Semmelknödeln" Simon lachte leise, drückte den Kopf gegen Wilhelm's Schulterblatt. Sie genossen diesen zärtlichen Moment. Dann sahen sie sich in die Augen.
Wilhelm neigte den Kopf tiefer, während Simon seinen anhob, damit sich ihre Lippen berühren konnten.
Das festliche Essen war schnell verschlungen. Sie prosteten sich mit den Weingläsern zu "Frohe Weihnachten Simon" "Danke, dir auch"
Der Junge seufzte "Danke, das du mir ein so schönes letztes Weihnachten schenkst" Ihm lief eine Träne die Wangen dabei herab, denn der Countdown lief. Sein Leben würde in 7 Tagen zu Ende gehen. Wilhelm stellte das Glas ab, stand auf und zog Simon hoch "Komm"
Er legte seinen Arm um ihn "Ich verspreche dir, das ich dir nicht weh tun werde. Es wird schnell gehen. Du wirst nichts spüren das dir Schmerzen bereitet" Er strich ihm über die Tränenfeuchte Wange "Und jetzt laß uns einfach den Abend genießen" Simon nickte.
Sanft began Wilhelm ihn im Walzertackt zu drehen, bis Simon mit machte. Sie tanzten nun ohne das andere Blicke auf ihnen ruhten.
Während Simon nun nach der Drehung halbwegs in Wilhelm's Arm 'lag' spürte er es ganz deutlich.
Er liebte ihn!
Er war seine Erste Liebe!
"Malandro" flüsterte er "Was empfindest du für mich?" Seine Augen suchten nach der Antwort in den Bernsteinfarbenen 'des Prinzen' die ihn nun anschauten. Doch Simon bekam keine Antwort. Nur einen innigen Kuß. Er griff mit der Hand hinter Wilhelm's Nacken und vergaß alles um sich herum. Verliebt schaute Simon ihn an "Ich gehöre nur dir, bis zu meinem Lebensende!"
Wilhelm hob Simon auf seine Arme und trug ihn ins Schlafzimmer "Ich habe dir ja noch etwas versprochen" Simon kicherte und umschlang seinen Malandro. Wilhelm schaute zu der Kiste "Heute machen wir mal was ganz anderes" "Uhhh ich bin gespannt"
Inzwischen wurde der plötzlich verschwundene Premieminister auf der Party gesucht. Jedoch ohne Erfolg.
Simon hatte als Wilhelm's 'Cleaner' ganze Arbeit geleistet.
Dafür wurde er gerade mit dem wohl heftigsten Höhepunkt den er bisher erlebt hatte, belohnt. Wilhelm hatte ihm die Augen verbunden und ließ ihn sich wie eine richtige Geisel fühlen. Gefesselt auf dem Bauch liegend, konnte Simon so nur noch fühlen, was seine anderen Sinne dadurch noch reizbarer gemacht hatte. Wilhelm durch trennte die Fesseln und nahm ihm die Augenbinde ab. Um Luft ringend schauten die tiefen schokoladenbraunen Augen ihn an "Oh mein Gott" japste Simon und lachte dann kichernd "Wow" "Es hat dir gefallen"
Verlegen nickte er. Wilhelm löste die Knoten an den Handgelenken und wurde gleich von Simon stürmisch umarmt. Sie ließen sich lachend auf das Bett zurückfallen und Simon kuschelte sich in die Arme seines Malandro.
Die nachfolgenden Tage waren wie eine Schleife.
Sie wachten zusammen nach einer heißen Nacht auf.
Schlichen sich auf eine Party und töteten dort korrupten Politiker und sonstiges Gesindel, das sich mit Blutgeld hatte bestechen lassen.
Simon beseitigte die Leichen.
Er wurde nach der Tat von Wilhelm regelrecht verschlungen und gab sich ihm hin, bis ihm der Atem stockte und er sich ausruhen durfte.
Dann schlafen, essen, duschen - manchmal auch zusammen - dann wieder zurück zu dem verkommenem Pack auf dem Hügel über der Favela.
Gerade waren sie wieder nach Hause gekommen. Sie konnten es kaum erwarten endlich Sex zu haben. Simon riß schon an Wilhelm's Krawatte, um ihm das Hemd des edlem Jacket's aufreißen zu können. Küssend zog er seinen Malandro mit in die Duschkabine.
Der Mord an dem gekauften Polizisten hatte Spuren hinterlassen. Wilhelm roch nach Rauch, während Simon noch leichte Blutflecken auf der Wange hatte. Den Mann würde man vergebens suchen. Simon war ein richtiger Profi im Leichen verstecken und beseitigen geworden.
Da Wilhelm nichts anderes zum fesseln hatte, benutzte er die Krawatte. Simon kicherte. Streckte die Arme nach Oben, während Wilhelm ihn gegen die kalten Marmorfließen in der Duschkabine presste. Mit einer Hand hielt er die Handgelenke noch zusätzlich fest.
Simon schloß die Augen. Er hatte sich angewöhnt, es nur noch mit den restlichen Sinnen zu genießen.
Wilhelm schob seine Hand die noch frei war vom Brustkorb hoch zum Hals. Simon's Stöhnen wurde lauter, schneller und unregelmäßiger, bis es in einem Aufschrei endete. Er zitterte immer noch am ganzen Körper. Nicht vor Kälte, auch wenn das warme Wasser langsam wechselte und immer mehr abkühlte. Wilhelm's Hände drehten ihn herum, das Simon's Rücken nun die Fliesen berührte "Du zitterst. Ist dir kalt?"
Die Honigfarbenen Augen des blonden jungen Mannes wanderten über den nackten Körper vor ihm "Mir geht's gut" flüsterte Simon lächelnd.
Er strich sich die durch das Wasser glatter gewordenen Haare aus dem Gesicht. Zu seiner Überraschung nahm Wilhelm ihn fest in die Arme.
Er sprach kein Wort. Hielt ihn einfach nur fest. Begann dann, nachdem Simon die Umarmung erwiderte hatte, seinen Nacken entlang zu küssen "Morgen ist unser großer Tag! Die königliche Krone wird uns gehören!" "Hm" Simon nickte und streichelte Wilhelm's Rücken entlang
"Und du wirst mich danach töten..." "Ja..." Sie sahen sich tief in die Augen nachdem sich ihre Blicke trafen. Küssten sich.
Wilhelm griff nach einem Handtuch und gab es Simon "Unser Packt endet morgen. Deswegen solltest du dich jetzt ausruhen und schlafen gehen! Dieser Raub fordert große Konzentration von uns beiden!" Der edle Meisterdieb wollte die Duschkabine verlassen, als Simon sein Handgelenk sanft festhielt "Wilhelm"
Er stockte und senkte den Kopf "Verzeih mir Simon... aber ich kann dir nicht geben was du dir von mir erhoffst!" und befreite sich von seinem Griff. Tränen liefen dem bildschönen Latino die Wangen entlang. Er nickte "Ich weiß..." "Beeil dich bitte, damit wir schlafen gehen können"
"Ist gut" Die Tür wurde hinter 'dem Prinz' geschlossen. Simon rutschte an den Fliesen herunter.
Nun hatte er wenigstens Gewissheit das Wilhelm seine Gefühle nicht erwiederte.
Er wischte sich mit dem Handrücken die Tränen weg "Ok... Wenigstens darf ich bis zu meinem letzten Moment bei dir sein"
"Simon!" hörte er und löschte das Licht im Badezimmer. Lief zu dem gemeinsamen Bett und kroch unter die Decke.
Trotz alle dem, schlief er in Wilhelm's Armen, von diesen fest umschlungen und einem zärtlichen Kuß auf die Stirn, als Gute Nacht Gruß, ein.
In der Nacht wälzte sich Wilhelm unruhig hin und her. Er weckte Simon damit, der sich noch total verschlafen die Augen rieb
"Was ist denn los?!" fragte er leicht schmollend, da er aus dem Schlaf gerissen worden war, nachdem Wilhelm schreiend aufgewacht war.
Der Blonde atmete heftig und war schweißgebadet. Er hatte wieder von seiner Vergangenheit und dem einstigen Leben geträumt, das man ihm geraubt hatte. Er hörte seine eigene Stimme "Das wird euch noch leid tun, das schwöre ich!" voller Rachegedanken, während man ihn aus dem riesigen Saal an den Armen wegschleifte. Alles um ihn herum war in verschwommene Finsternis getaucht, um seine wahre Identität zu verschleiern. Er selbst hatte diese Vernebelung geschaffen.
Wilhelm rieb sich mit der Handfläche über die nackte Brust, um sich zu beruhigen "Nichts..." keuchte er noch und schaute Simon nur mit Blick über die Schulter an "...schlaf einfach weiter! Ich komme gleich wieder" Er warf die Bettdecke zur Seite und verließ den Raum.
Von Simon's Blicken verfolgt.
Seit dem Ersten Mord an dem Premieminister spürte Simon, das Wilhelm ihm etwas sehr wertvolles verschwieg. Das er dafür getötet hatte, um das Geheimnis zu bewahren. Doch Simon schmunzelte "Ich bin nicht viel besser als er. Ich verberge meinen echten Namen auch vor allen!"
Im Wohnzimmer, seinen Morgenmantel übergezogen, stand Wilhelm am Fenster.
Er schaute in die Nacht. Sie war voller Sterne, da sie Mondlos war. Er trank aus seinem Whiskeyglas einen kleinen Schluck
"Warum wühlt es mich so sehr auf dorthin zurück zu kehren?" fragte er sich selbst, ehe er bemerkte, das Simon auf nackten Füßen zu ihm getappst kam "Wer bist du wirklich?!"
Simon bekam keine Antwort. Stille herrschte, ehe Wilhelm reagierte "Ich weiß nicht was du meinst?!" "Wie ist dein echter Name?"
Wie in Zeitlupe drehte sich Wilhelm zu Simon um. Dieser schluckte und drückte sich die flache Hand gegen den Brustkorb "Ich habe meinen Namen geändert, um hier leben zu können. Ich habe ihn diesem Land angepasst, aber du..." Simon spürte die Tränen in seinen Augenwinkeln
"... du verbirgst deine wahre Identität aus einem anderen Grund und ich möchte wissen warum! Du tötest mich doch sowieso, also kannst du es mir auch sagen!" Er warf sich ihm in die Arme "Malandro..." drückte sich sanft an ihn "Ich verrate dir auch meinen richtigen Namen"
Leise lachte Wilhelm und streichelte, nachdem er ihm das Kinn hochgedrückt hatte, seine Wange "Ich mag es dich Simon zu nennen, daher möchte ich deinen echten Namen nicht wissen" "Der ist aber schön!" schmollte der Latino ihn an. Wilhelm lächelte "Noch schöner als Simon?"
"Ja! Ich komme aus Venezuela. Da heißt man nicht Simon Eriksson! Sondern hat einen spanischen Namen. So wie du bei unserer Ersten Begegnung gerätselt hast!" "Darf ich ihn erraten?" "Das schaffst du nicht! Denn mein Name kommt nicht aus Lateinamerika, sondern dem Arabischem und bedeutet unter anderem 'langlebig' oder 'blühend' im Ursprung" Kurz grinste er "Aber mein Nachname ist wiederum spanischen Ursprungs!"
Schmunzelnd senkte Wilhelm den Kopf "Ich kann es dir nicht sagen. Jetzt noch nicht!" Simon schnaufte "Gut, dann sag ich dir meinen Namen auch nicht!" und drehte sich um, um wieder ins Bett zu gehen. Doch er kam nicht weit, da Wilhelm ihn zurück in seine Arme riß
"Ich verspreche dir, das ich ihn dir sagen werde und wer ich wirklich bin - aber ich kann es jetzt noch nicht tun!" Simon nickte "In Ordnung"
"Jetzt hast du mich aber wirklich neugierig gemacht" Grinsend stellte sich Simon auf die Zehenspitzen und flüsterte ihn Wilhelm ins Ohr.
Er lächelte und nickte "Ja, du hast recht. Der ist wirklich wunderschön" streichelte Simon's Wange entlang "Wie du! Er paßt perfekt zu dir!"
Verliebt schmiegte sich Simon an ihn "Aber ich werde dich weiterhin SIMON nennen!" Er kicherte und genoss die Umarmung.
Dann lachte er, als Wilhelm ihn auf die Arme trug "Ab ins Bett mir dir!" und ihn zurück schleppte. Sie legten sich, da Simon seine Arme um Wilhelm's Nacken geschlungen hatte, küssend auf das Bett. Kurz übernahm Simon die Führung, als er es geschafft hatte seinen Malandro auf den Rücken zu drehen "Was wird das?" grinste er, schloß die Augen und genoß es, wie sich Simon's sinnliche Lippen immer tiefer an seinem Körper herab bewegten. Der Blonde krallte seine Hände in den Locken fest und presste den Kopf immer tiefer in das Kissen.
Noch einmal lief der Machthaber im königlichem Palast auf und ab, um zu prüfen ob alles für die große Feier morgen Abend vorbereitet war.
Im Keller, in einem Safe - der laut Hersteller nicht zu knacken war, egal wie sehr man es versuchte - lag die juwelenbesetzte Krone.
Gestohlen, durch den Mordanschlag auf die rechtmäßigen Herrscher vor vielen Jahren. Und der Beseitigung des noch sehr jungen Kronprinzen, durch Entmachtung und Anklage der Verbrechen seines echten Vater's in einem anderen Land. Und jetzt getragen von einem Mörder, der zwar zur königlichen Familie gehörte, der aber nie die Chance auf die Krone gehabt hatte!
Auch er hatte noch den stechenden Blick der Bernsteinfarbenen Augen seines Cousin vor sich und hörte seine racheerfüllten Worte
"Das wird Euch noch leid tun, das schwöre ich!" bevor man ihn weggebracht und wie er glaubt, umgebracht hatte.
Doch der Kronprinz konnte entkommen und verschwand. Der jetzige König prostete einem Gemälde zu, das halb aufgedeckt hier im Keller verstaubte. Es zeigte einen Jungen mit Brünettblonden kurzen Haaren. Er war wohl 16 oder 17 Jahre alt.
Sehr auffällig war das Muttermahl an seiner Wange auf der rechten Seite in Kieferhöhe. Und natürlich die schönen Goldbraunen Augen
"Auf dich, Cousin!" Er hob das Glas in die Höhe "Wie schade das du heute nicht dabei sein kannst" trank einen Schluck "Mögest du in Frieden ruhen!" und leerte das Glas schließlich ganz.
Noch etwas außer Atem streichelte Wilhelm Simon's Wirbelsäule entlang, da er nun halbwegs auf ihm lag "Das kitzelt..." murmelte Simon es genießend "...und ist schön" "Du hast etwas zugenommen. Ich kann keine Rippen mehr erfühlen" lächelte Wilhelm "Aber du bist immer noch viel zu dünn für einen Jungen!" "Das spielt ja keine Rolle mehr..." seufzte Simon und stützte sich leicht auf. Wilhelm schlang beide Arme um ihn und unter Protest, drehte er ihn auf den Rücken, während er sich über ihn beugte "Nicht jetzt!" Damit Simon - oder wie er mit richtigen Namen hieß - nicht mehr davon sprach, verschloß Wilhelm ihm den Mund mit seinen Lippen. Auch er wollte nicht daran denken, ab morgen wieder einsam zu sein...
Doch Simon wußte inzwischen zu viel und wenn man ihn doch einmal schnappen würde, würde man ihn so lange foltern, bis er unter Schmerzen das Geheimnis preis geben mußte. Das konnte Wilhelm nicht riskieren!
Er hauchte Simon ins Ohr "Dreh dich rum!" Als Reaktion bekam er ein tiefes, genervtes Seufzen "Noch mal?" "So oft ich will!" erinnerte ihn der Blonde grinsend. Simon verleierte die Augen und gehorchte. Er spürte Wilhelm's Gewicht auf sich. Seine Lippen auf der Haut, die über die Schulterblätter seine Wirbelsäule entlang bis zum Steiß eine Spur zeichneten. Genießend seufzte Simon nun.
Im Liebesspiel folgte der inzwischen gewohnte Griff an den Hals. Anfänglich war es für Simon noch unangenehm gewesen, da er nie wußte, ob 'der Prinz' ihm nicht ausversehen dabei zu sehr die Kehle zudrückte. Doch mit einem Zeichen machte sich Simon bemerkbar und Wilhelm lockerte den Griff.
Nach den Genuss, kuschelten sie sich aneinander und schliefen nun endlich ein.
Jedoch nicht lange, denn Wilhelm war schon früh wieder aufgestanden, um für Simon ein großes Frühstück vorzubereiten.
Dieses stand auf einem Tablett, das er seinem Partner an das Bett brachte.
Die Sonne war schon aufgegangen. Schien ins Zimmer und tauchte Simon in ein Goldenes Licht. Diesen besonderen Anblick liebte Wilhelm inzwischen sehr. Das würde er am meisten vermissen ...
Er streichelte Simon einmal den Arm entlang, dann die Wirbelsäule und wenn er dann immer noch nicht reagierte, bekam die Schlafmütze ein paar Küsse in den Nacken und auf die Wange. Er kicherte dann immer so süß und wirkte wie ein kleiner Junge, statt des 20 Jährigen, den er sich als Partner in Crime und Liebes(spiel)gefährten ausgesucht hatte.
Simon setzte sich auf. Eine kleine Schüssel mit frischem Obst und noch warmen Vanillepudding. Ein Brötchen mit Honig und ein weichgekochtes Ei. Dazu eine Tasse Kaffee mit Milch und Zucker. Sowie einem Glas Orangensaft stellte Wilhelm auf den Tisch "Laß es dir schmecken" "Und du?"
fragte Simon. Wilhelm schüttelte den Kopf "Ich habe keinen Hunger" "Aber du isst seit gestern nichts mehr" Wilhelm nickte.
Er legte sich zu Simon auf das Bett "Es darf nichts schief gehen heute" "Wir werden es schaffen!" lächelte Simon. Wilhelm seufzte
"Das müssen wir! Sonst sterben wir beide!" Er setzte sich auf "Tut mir leid. Ich bin etwas melancholisch heute und überlege, was wir bis zum Coup noch machen könnten, jetzt wo alle Vorbereitungen abgeschlossen sind?!"
"Wir könnten doch im Bett bleiben?" schmollte Simon ihn an. Wilhelm schmunzelte "Na gut, wir müssen ja erst heute Abend auf den Ball!"
Lächelnd legte sich der Blonde wieder hin "Dann vernasche ich dich aber bis zum Abend!" Simon zuckte die Schultern "Von mir aus?!"
Er kicherte und ließ sich leicht durchkitzeln, ehe er sich, noch etwas erschöpft vom Liebesspiel, mit dem Kopf auf Wilhelm's Brust legte und kleine Herzchen mit der Fingerspitze auf seine hellere Haut zeichnete "Du weißt ich würde mit dir gehen wohin du willst. Auch bis ans Ende der Welt. Bis meine Füße bluten!" Wilhelm legte den Arm um Simon's Taille, die frei lag, da er erst ab dem Steiß bedeckt war "Und wenn dir jemand versucht etwas anzutun, dann würde ich für dich sterben, um dich zu retten!" "Das wirst du!" flüsterte Wilhelm und begann die Goldbraune Haut seines venezulanischen Geliebten entlang zu streichen "Morgen Nacht!" "Hm..." nickte Simon und schloß die Augen, während Wilhelm ihm etwas versprach "Du hast mich auf Knieen angefleht das ich dich niemals wieder verlasse und genau das habe ich dir versprochen!"
"Deswegen werde ich es sein, der gehen muß!" "Ja" Noch etwas enger schmiegte sich Simon an ihn "Ich habe keine Angst mehr davor!"
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