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Ein kleiner Lichtschein ...

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19.04.21 20:06
12 Ab 12 Jahren
Homosexualität
Fertiggestellt

Autorennotiz

Hanebado! - Monster/Jäger AU [Teil einer Story, die ich vielleicht irgendwann mal schreibe ... - wer Interesse an mehr hat, da haben sich ein paar kurze Stories zu während Sommerchallenges entwickelt (Masterpost hier: feuchen.livejournal.com/54075.html)]

[Nagisa Aragaki/Ayano Hanesaki]

Ihre Augen richteten sich emotionslos auf ihr Opfer, während sie den Dolch, mit dem sie ihn erstochen hatte, noch in der Hand hielt.

Ihr Körper war angespannt und es dauerte Sekunden, wenn nicht sogar Minuten, bis sie langsam wieder ein Gefühl bekam, sich bewegen zu können.

Sie schluckte heftig und machte zwei Schritte rückwärts. Ihre Augen lagen immer noch auf ihrem Opfer, obwohl er längst tot war.

Sie war geübt darin, ihre Opfer mit einem einzigen, gezielten Stich zu töten.

Nur langsam drehte sie sich um, umklammerte den Griff ihres Dolches stärker und rannte. Rannte einfach aus dem Gebäude, über den Feldweg, der hinter dem Haus war, einfach weiter.

Sie wollte nach Hause.

Ihr war zum Weinen zumute und dennoch kam keine einzige Träne aus ihren Augen.

Sie hatte ewig nicht geweint.

Sie wusste nicht einmal, ob sie es noch konnte, obwohl ihr jedes Mal zum Weinen zumute war.

Ihr Atem ging schwer, als sie über etwas stolperte und mit einem erstickten Schrei auf dem Boden des Feldweges landete, der zum Glück nicht allzu hart war.

Sie richtete sich nicht direkt auf, sondern blieb auf ihren Knien und stützte sich mit ihren Händen auf dem Boden ab, atmete ein paar Mal schwer.

Warum konnte es nicht aufhören? Warum hörte es nicht endlich auf?

„Wen haben wir denn hier.“

Sie zuckte zusammen, als sie die Stimme hörte, zusammen mit einem Fletschen von Zähnen.

Langsam hob sie ihren Blick, starrte in das Gesicht einer Frau? Nein, nicht ganz, wie sie bei einem weiteren Blick erkannte. Diese Frau hatte verwuschelte, dunkelrote, Haare, während ihre spitzen Ohren mit Haaren ... oder Fell? ... verdeckt waren.

Sie zuckte zurück, spürte aber, dass sie keine Chance hatte, von ihr wegzukommen, weswegen sie sich einfach nur auf den Boden hockte. „Was ... was willst du von mir?“ Ihre Hand umklammerte den Dolchgriff und sie hielt ihn vor sich. Sie konnte sich verteidigen. Sie wusste, dass sie das konnte.

„Was willst du damit, Kleine?“, fing diese Kreatur an und legte ihren Kopf zur Seite, neben ihr schwenkte ein buschiger, rotbrauner Schweif zur Seite.

„Verschwinde“, murmelte sie, legte ihre andere Hand ebenfalls um den Griff des Dolches, „verschwinde oder ich werde dich töten.“

Die Kreatur bewegte ihren Kopf von einer Seite zur anderen, während sich ihre Lippen zu einem Grinsen verformten. „Huh, wir dachten ja, du wärst nur ein einfaches, schwaches Menschenmädchen ...“ Sie lachte etwas und ließ ihren Schweif auf und ab bewegen. „Dabei bist du irgendwie ... süß.“

Sie schluckte und weitete etwas ihre Augen. „Ich bin nicht süß. Ich bin ...“, sie stoppte sich, bevor sie ihren Satz beenden konnte. ‚... eine Killerin. Eine Mörderin. Du solltest mich nicht süß finden.

„Wie heißt du, Menschenmädchen?“, fragte die Kreatur nach, entspannte sich und streckte ihren Rücken etwas durch.

„Ich-“, sie stoppte und überlegte kurz. Hatte sie etwas zu verlieren, wenn sie es sagte? Was war sie denn schon für die Menschen, außer eine Mörderin? Sie hatte doch niemanden mehr. „... Ayano.“

„Ayano also, huh“, machte die Kreatur und grinste sie an, „du kannst mich Nagisa nennen.“

Ayano blinzelte überrascht, starrte ihr entgegen und richtete sich nur langsam auf, um ein wenig mehr mit ihr auf Augenhöhe zu sein, auch wenn diese Kreatur ein wenig größer, als sie war. „Uh, was ... warum ...“ Bevor sie auch nur irgendeine Frage aussprechen konnte, ohne, dass sie gerade wusste, was sie eigentlich sagen wollte, spürte sie, wie diese Kreatur sie küsste.

Erschrocken weitete Ayano ihre Augen, ließ ihren Arm sinken, wo sie immer noch den Dolch in der Hand umklammert hielt und versuchte nebenbei zu begreifen, was hier passierte.

Es dauerte nicht lange, bis sich Nagisa wieder von ihr zurückzog und sie ansah. „Komm.“

„Wohin?“, fragte Ayano nach, verwirrt blinzelnd, „ich denke, ich sollte-“,

„Ich lasse bestimmt nicht zu, dass mir jemand meine Partnerin entreißt“, erwiderte Nagisa und sah kurz über die Schulter zurück zu ihr.

Ayano schluckte, als sie spürte, dass Nagisa ‚Partnerin‘ extra etwas mehr betont hatte und sie konnte nicht anders, als ein wenig rot zu werden. Wie war sie jetzt bitte in diese Situation gekommen, dass sie von einer – was auch immer Nagisa war – Kreatur als Partnerin auserwählt worden war.

Bis vor Kurzem war sie nur eine gefürchtete Killerin, die nicht anders konnte, als zu töten und damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Weil sie nicht wusste, wie sie noch ohne das Töten leben sollte.

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Sätze:52
Wörter:763
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Kurzbeschreibung

Ayano ist darin ausgebildet, Monster zu jagen & arbeitet als Assassine, auch, wenn sie eher gezwungen wurde, es zu tun; als sie nach einem Auftrag versucht, zu fliehen, stolpert sie geradewegs in eine dieser 'Kreaturen' ... auch, wenn diese bei Weitem nicht so gefährlich ist, wie sie immer gehört hat ...

Kategorisierung

Diese Fanfiction wurde mit Alternativuniversum und Fluff getaggt.

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