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Wenn Kirschblüten Trauer tragen

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04.06.21 19:35
12 Ab 12 Jahren
Fertiggestellt

Im Alleingang habe ich am 19.12.20011 diese Kurzgeschichte zu Naruto verfasst.

Wirklich kurz, weil sie hat nur 4.946 Wörter.

Ich wollte einfach mal ein Drama, dazu Sakura im Vordergrund und das so, dass sie keine nervige Bitch oder sonst etwas ist.

Sie ist hier einfach Sakura.

Ein Mädchen, was leidet und trauert.

Ihr Team verloren hat und das unwiderruflich.

Dennoch ist sie stark und hat Kakashi und Sai, die jedoch niemals andere ersetzen können.

Keine Triggerwarnungen, da die Geschichte FSK12 beträgt!



Regen prasselte nieder, durchweichte die schwarze Kleidung, welche Sakura an diesem Tag an sich trug und zitternd vor Kälte stand sie neben Ino, die sich selbst schwarz gekleidet die Arme rieb.

„Es ist kalt", murmelte sie kaum hörbar, doch Sakura hörte die Worte und nickte ihr zu.
Aus den grauen Wolken am Himmel fielen immer mehr Regentropfen, bildeten die ersten Pfützen und nur langsam setzten sich die Dorfbewohner in Bewegung.
Gemeinsam und schweigend schritten sie auf den Friedhof, versammelten sich und traurig blickte Sakura auf das Bild des Toten.
Neben ihr stand nun nicht mehr Ino, sondern Sai, der wortlos den Arm um sie legte und ihr eine Stütze sein wollte.
Links neben ihr stand Izuna, tief getroffen von dem schrecklichen Verlust und auch Kakashi wirkte, als wäre er weit weg mit den Gedanken.
Sakura seufzte leise, wischte sich die Tränen weg und doch liefen diese erneut über ihre blassen Wangen.

Sie zitterte vor Kälte, zitterte vor Wut und verstand nicht, wie es so weit kommen konnte.

Langsam hob sie den Blick, sah hinaus in den Himmel und schloss ihre Augen für einen Moment.
Sie wollte verstehen, begreifen, warum es passiert war und doch fiel ihr immer wieder nur ein, dass ihr Team zu spät reagiert hatte.
„Keinen trifft schuld", murmelte Sai, doch Sakura schüttelte den Kopf und riss die Augen auf.
„Wären wir schneller gewesen, dann würde er noch leben", erwiderte sie.
„Nein", antwortete Sai knapp und legte kaum später den Zeigefinger auf die Lippen und deutete an, sie solle schweigen.

Sakura jedoch wollte nicht schweigen, sie wollte schreien, weg von hier und aus diesem scheinbar nicht aufhörenden Albtraum erwachen.

Aufwachen und sehen, dass alles beim Alten war und sie nicht hier auf dem Friedhof standen und einen so jungen Ninja begraben mussten.
Sie hielt diese drückende Stimmung nicht aus, riss sich von Sai los und rannte vor den Augen der anderen trauenden davon.
„Warum?", schrie sie im Weglaufen. „Warum hast du das getan? Wieso gerade er?"
Weinend brach sie vor dem Friedhof schließlich zusammen, sank auf die Knie und krallte sich im schlammig gewordenen Erdboden fest.
„Sakura was ist passiert?"
Eine Stimme riss sie aus ihren Gedanken, sie zuckte zusammen und traute sich kaum aufzublicken.
Sie wusste auch, ohne hinzusehen, wer dort mit ihr sprach.
„Geh weg, geh einfach weg und lass mich alleine", sprach sie kläglich mit weinender Stimme, raffte sich nur langsam auf und rannte nur weiter weg.
Sie musste raus aus dem Dorf, weg aus Konoha und weg von ihm.

Immer noch sah Sasuke ihr Gegenüber an, wischte sich dabei die Tränen weg und wollte sich abwenden von dieser Person.

„Es war Naruto, nicht wahr?"Sakura zuckte augenblicklich zusammen, ballte die Fäuste und begann zu zittern vor Wut.

„Das geht dich nichts an, hörst du?", keifte sie ihn zornig an und versuchte ihm eine schallende Ohrfeige zu verpassen.

Jedoch wich er aus und schüttelte nur den Kopf.

„Es geht mich sehr wohl etwas an, immerhin bin ich ein Bestandteil des alten Teams", erwiderte er ohne mit der Wimper zu zucken.

„Ach bist du das?", erwiderte Sakura wütend und konnte nicht glauben, was sie da hörte.

Wie konnte es Sasuke wagen, nach all diesen Jahren so etwas zu sagen? Er hatte sein Team, er hatte Naruto im Stich gelassen und wäre Sasuke nicht, würde Naruto wohl noch leben.

Er hatte demnach nicht das Recht, so über ihr Team zu reden und es stimmte Sakura zum einen traurig, und zum anderen zornig.

„Du hast uns im Stich gelassen. Ohne dich, würde er noch leben!" Sakura brach erneut in Tränen aus, sackte auf die Knie und weinte bitterlich um ihren guten Freund.

Sasuke rollte genervt mit den Augen und zog sie zurück auf die Beine, ehe er ihr eine Ohrfeige verpasste, die sich gewaschen hatte.

„Hör auf zu flennen!", sprach er gefasst, schüttelte sie an den Schultern und sah sie ernst an." Sag mir lieber, wie das passieren konnte. Warum Naruto sterben musste, wo er doch so stark geworden ist!"

Sakura wischte sich daraufhin sofort die Tränen weg und schluchzte noch einmal auf.

„Mission, wir hatten eine Mission mit unserem Team und sollten zum Feuertempel kommen", erklärte sie Sasuke und dieser nickte ihr verstehend zu.

„Naruto du bleibst hier bei Sai und ich geh mit unserem Sensei mit", sprach Sakura ihren beiden Teamkameraden zu, ehe sie sich abwandte und mit diesem zum vereinbarten Treffpunkt an der Brücke hin, verschwand.


„Na ganz toll", grummelte Naruto, setzte sich neben Sai und wartete darauf, dass es nicht allzu lange dauerte.

Doch wie es der Zufall so wollte, ließen sich Yamato und Sakura zu viel Zeit und zu allem Überfluss fing Sai auch noch an zu krabbeln.

Naruto sah diesen, als er sich mehr und mehr näherte, geschockt an und wich diesem so aus, dass er Rücklinks auf dem Rücken zum Erliegen kam.

„Was zum Teufel sollte das?", verlangte er zu wissen und rappelte sich langsam wieder auf.

„Tut mir leid, ich wollte dir nur helfen", erklärte sich Sai und setzte ein falsches Lächeln auf.

„Helfen?" Entgeistert sah Naruto den Anderen an und kratzte sich ratlos am Kopf.

Helfen war das ganz sicher nicht, eher sah es aus, als hätte Sai ihn küssen wollen.

Als ob er nicht schon genug geküsst hatte.

Zweimal und dann noch unfreiwillig mit Sasuke Uchiha.

Wenn Naruto nur daran dachte, dann schüttelte es ihn und dann noch diesen aneinanderkleben.

Furchtbar und das ging einige Tage.

Man konnte nicht alleine schlafen, essen und aufs Klo gehen, ging auch nur zu zweit.

„Hey, es tut mir leid", entschuldigte sich Sai und riss Naruto somit aus seinen Erinnerungen.

„Wie?" Naruto sah den Anderen an und merkte gar nicht, dass er durch seine Gedanken ganz rot in seinem Gesicht war.

Sai entging dies nicht und spontan grinste er, wenn auch falsch und aufgesetzt.

„Was ist, wieso grinst du so?", fragte Naruto daher.

„Och nur so", grinste Sai weiter und zog Naruto nun mit seiner Schamröte auf.

Langsam wurde Naruto daraufhin zornig und ballte die Fäuste. „Los sag schon!"

Sai grinste noch immer, doch verging ihm dies, als sich Naruto auf ihn stürzte und zu Boden riss.

Wütend sah er auf ihn herab. „Sag schon!"Sai schmunzelte ein letztes Mal, rückte aber dann endlich mit der Sprache heraus. „Du bist ziemlich rot im Gesicht und ich wette, du hast wieder an Sakura gedacht.

Wieder zierte sein Gesicht ein fettes Grinsen und so langsam reichte es Naruto.

„Ich habe nicht an Sakura, sondern an Sasuke gedacht", knurrte er zur Antwort, erhob sich wieder und klopfte seine Kleidung ab.

„An ..." Sai brach ab und sah verwirrt Naruto an.

Wieso dachte er an Sasuke und wurde dabei so rot? War da etwa etwas, wovon er nichts wusste?

Sai war ratlos und das kam nicht oft vor und seine Neugier war so groß, dass er es einfach wissen musste.

„Wieso wirst du rot, wenn du an Sasuke denkst?", fragte er daher sehr direkt nach.

Naruto war von der sehr offenen Frage überrumpelt und strich sich nervös durch die Haare.

Somit verriet er sich und Sai war nicht dumm und so war es nicht verwunderlich das er wissend nickte.

„Ich verstehe", sprach er ernst und klopfte ihm aufmunternd auf die Schulter.

„Gar nichts verstehst du!", murrte Naruto und entfernte sich grummelnd von Sai.

So, so, er verstand also nicht! Was war daran nicht zu verstehen, dass Naruto offensichtlich Gefühle für Sasuke hatte? Unverständlich, dass er dazu aber nicht stand und es abwehrte.

So schlimm war es nicht und in Konoha wurde Homosexualität sehr gut angenommen.

Allen voran Kakashi und Iruka.

„Ich wollte dir nicht zu nahe treten", entschuldigte sich Sai ein weiteres Mal und seufzte auf.

Naruto ließ sich in der Sache bestimmt nicht helfen und er kannte Sasuke zu wenig, um helfen zu können.

Zudem war Sasuke ein Nuke-nin, ein gesuchter Ninja, der mittlerweile auf der Liste der Schwerverbrecher ganz oben zu finden war.

Aussichtslos, dort helfen zu wollen und bevor Sai sich da hineinsteigert, ließ er es lieber ganz sein.

Zwar tat es ihm irgendwie weh, aber Naruto würde bestimmt damit zurechtkommen.

Er wäre jedenfalls da und andere sicherlich auch.

Naruto war nicht alleine, er hatte Freunde und diese würden es sicherlich genauso verstehen, wie er selbst.

Aber darüber konnte sich Sai keine Gedanken mehr machen, sie wurden angegriffen und das von einer Gruppe, die sie nicht kannten.

Es waren starke Gegner, kaum zu überwältigen und doch bekommen sie Hilfe von den Mönchen des Feuertempels, die ihnen zur Hilfe eilten.

Einer der Gegner war besonders gefährlich, eine Frau, die den Todeskuss austauschte und mit ihrer geballten Schönheit durchaus überzeugen und um den Finger wickeln konnte.

Anfangs kämpften sie alle noch gemeinsam, doch plötzlich veränderte sich durch ein Jutsu die Umgebung und alle Konoha-nin waren zerstreut und kämpften alleine.

So auch Naruto, der ausgerechnet gegen diese schöne, aber sehr gefährliche Frau kämpfen musste.

„Wieso ich?", murrte er leise, drehte sich dabei immer wieder um und sah sich um, wo seine hübsche Gegnerin war.

„Suchst du mich?", schnurrte es kaum später jemand in Narutos Ohr, als dieser für einen Moment nicht aufgepasst hatte.

„Nani?" Verwirrt, dass sie so schnell war, drehte er den Kopf seitlich und versuchte sie anzusehen.

Vergeblich, denn sie hatte ihn bereits gepackt und sie Boden katapultiert.

Nun saß sie über ihm, lächelte und strich sich durch die rote Walle Mähne.

Naruto schluckte, sah ihre vollen Lippen näher kommen und angeekelt drehte er sich rasch von ihr weg.

„Lass das", fauchte er, verpasste ihr einen Schlag ins Gesicht und konnte sich somit geschickt aus ihren Fängen befreien.

„Du verdammter Bastard", schimpfte diese, rieb sich die schmerzende Wange und richtete sorgsam ihre durcheinander gewordene Frisur. „Grausige Hexe", bedankte sich Naruto für ihre äußerst netten Worte und entfernte sich ein gutes Stück von ihr.

„Wie bitte?", keifte diese, bebte vor Wut und ihre Wangen färbten sich hierbei unnatürlich rot.

Mist, schoss es Naruto durch den Kopf und er merkte deutlich, dass sein Gegenüber am Toben und Fluchen war.

„Hehehe", lachte er gequält, machte sich aber dennoch zum Kampf bereit und versuchte sie durch seine Schattendoppelgänger in Schach zu halten.

Einer nach dem anderen, verpuffte.

Keine hielt ihren Angriffen stand und selbst sein Rasengan versagte bei der schönen Gegnerin.

„Sag, hast du schon einmal geküsst?"

Was sollte diese Frage denn jetzt? Naruto war erst verwirrt, dann wurde er verlegen und dachte an Sasuke und ihren ersten Kuss.

„Zweimal, wenn auch nicht freiwillig", gab er offen zu und schämte sich.

„Das Mädchen hatte aber auch ein Glück. Du bist sehr hübsch und Talent hast du auch", schmeichelte sie ihm mit lieblichen Worten.

„Es war kein Mädchen", gestand Naruto.

„Das ist egal, denn jetzt bekommst du einen besonderen Kuss und diesen bekommt man nur von mir."

Naruto sah geschockt drein, wich einen Schritt zurück und doch war sie schneller und packte Naruto so fest in ihren Griff, dass dieser nicht mehr entkommen konnte.

Bei Kami, was hat die vor? Naruto war ganz bleich im Gesicht und sein Herz klopfte wie wild gegen seinen Brustkorb.

Die wollte ihn doch nicht wirklich küssen? Naruto schluckte schwer, versuchte sich zu befreien und doch kamen ihre feuchten Lippen näher und näher.

„Wehr dich nicht, lass es einfach zu ...", hauchte sie verführerisch und legte behutsam ihre Lippen auf die Seinigen.

Naruto wurde hierbei ganz anders, spürte eine unangenehme Kälte, dazu ihre Lippen und ihren festen Griff, der ihm die Luft abschnürte.

Ein Entkommen gab es nicht und ganz langsam, saugte dieser Kuss jede Lebensenergie aus seinem Körper.

„Narutoooooo ..." Stimmen schienen nach ihm zu rufen, doch Naruto war zu schwach, um noch antworten zu können.

Immer und immer wieder rief jemand seinen amen und es war schwer, zuordnen zu können, von wem sie kamen.

Sein Körper gehorchte ihm nicht mehr, alles fühlte sich taub und schwer an.

Sasuke.

Sein letzter Gedanken.

Dann fielen ihm die Augen zu und er sank wie ein nasser Sack zu Boden.

„Was ist dann passiert?", verlangte Sasuke zu wissen, als Sakura ihm die traurige Geschichte zu Ende erzählt hatte.

„Das Jutsu wurde aufgelöst, nachdem wir den Kampf gewonnen hatten und dann haben wir Naruto gefunden ..." Sakura sprach nicht weiter, brach erneut in Tränen aus und es gelang ihr einfach nicht, sich unter Kontrolle zu bringen.

„Ich verstehe", murmelte Sasuke leise und ihm war klar, dass Naruto diesen Kuss, den sogenannten Todeskuss, nicht überlebt hatte.

„Es tut mir leid", schluchzte Sakura. „Es tut mir leid, dass wir zu spät kamen.

Sasuke sagte darauf nicht, er drehte sich um und ließ sie einfach stehen.

Nicht, weil sie ihm egal war, sondern, weil er ein letztes Mal nach Konoha ging, um Abschied zu nehmen.

Damit wartete er jedoch bis zum späten Abend, schlich sich ungesehen auf den Friedhof und legte eine weiße Lilie auf Narutos Grab.

„Baka", murmelte er, wischte sich eine Träne aus dem Augenwinkel und zum ersten Mal seit langem, zeigte der Uchiha wieder Gefühle.

Noch lange stand er danach schweigend am Grab, strich anmutig über den Grabstein und hielt Narutos Stirnband fest umschlossen in seiner Hand.

Das letzte Andenken, an seinen besten Freund, seinen Rivalen und den Jungen, der ihm unfreiwillig seinen ersten Kuss geschenkt hatte.

So viel wollte er ihm noch sagen, nun war es zu spät und Sasuke schwor sich, an derjenigen Rache zu nehmen, die ihm seinen besten Freund genommen hatte.



Vielen Dank an alle Leser, für jedes Sternchen und jeden Kommentar. Ihr seid klasse und es freut mich, dass euch meine Geschichte gefallen hat.

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Autor

Pragomas Profilbild Pragoma

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Statistik

Kapitel:3
Sätze:96
Wörter:2.427
Zeichen:13.817

Kurzbeschreibung

Sakura erleidet erneut einen herben Verlust und um diesen verarbeiten zu können, will sie Konoha verlassen und rennt direkt in die Arme ihres Feindes.

Kategorisierung

Diese Fanfiction wurde mit Drama (Genre), Charaktertod und Trauer getaggt.

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