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Ich weiß nicht, wer du bist

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10.06.21 07:24
18 Ab 18 Jahren
Homosexualität
Fertiggestellt

Der folgende Text thematisiert explizit Sex und Gewalt. Außerdem kommt Inzest vor und es
wechselt die Sicht immer wieder. Wiederholungen kommen vor und wer das nicht abkann, der möchte bitte nicht weiterlesen!

Zusammen mit sasu habe ich damals am 28.07.2014 angefangen diese Geschichte zu schreiben.

Ein richtiges Ende hatte sie nie, jedenfalls für einige Jahre und bevor ich sie alleine fertiggestellt hatte.

Es war aber eine Story mit Höhen und Tiefen und Drama und das Ende ist nicht für jedermann gedacht, der hier ein happy end erwartet.

Außerdem haben wir hier 54729 Wörter, die schon ziemlich was hermachen.




Still lag der Wald Konohas vor ihm, fast lautlos tappte Sasuke durch das Unterholz, getrieben von dem Wunsch endlich seinen verhassten Bruder töten zu können. Lange hatte er daraufhin trainiert, manchmal nächtelang damit verbracht an Stärke zu gewinnen, bis er kraftlos und völlig übermüdet zusammensank, gefunden von Orochimaru, welcher ihn ins Bett steckte und aufpasste, dass er nicht wieder aufstand. Es nahm am wolkenlosen Himmel immer mehr an Dunkelheit zu, ein leichter Wind raschelte durch die Bäume und leise zwitscherte eine Nachtigall. Kurz glitt Sasukes Blick rauf zum Himmel, besah sich die ersten Sterne an diesem und doch war er fest entschlossen, es heute endlich zu beenden. Acht Jahre hatte er daraufhin gearbeitet, einiges an Verletzungen auf sich genommen, seine Techniken verbessert und einiges von seinem Lehrmeister gelernt. Orochimaru hatte er aber nun den Rücken gekehrt, so wie damals seinem Dorf, stand aber nur einige Kilometer von diesem entfernt und lauschte der Stille, die sich wie ein Schleier über den Wald legte. Ein leise Seufzer entwich seiner Kehle, gefolgt von schnelleren Schritten, welche sich ihren Weg zum See anbahnten, dort verharrten und wachsamen Auges den aufsteigenden Nebel entgegenblickte. Feuchte Luft, dazu ein stehendes Gewässer und schon konnte sich dichter Nebel bilden, so dicht, dass man kaum mehr die Hand vor Augen sah und das machte diesen Ort besonders für Angreifer. Sasuke musste diesbezüglich auf der Hut sein, wollte sich keinesfalls überraschen oder gar überwältigen lassen. Sich noch mal umsehend, sichergehend, dass keiner hinter ihm stand, seine Waffe zücken konnte, drehte sich der junge Uchiha um, stellte aber fest, dass hinter ihm niemand war. Niemand außer ein paar Krähen, welche sich auf den Waldboden hockten und ihn keinerlei Beachtung schenkten.


Wie lange beobachtete Itachi Uchiha seinen Bruder nun schon? Es mussten mehrere Stunden sein. Sasuke war sehr aufmerksam, wie der Ältere der beiden Brüder feststellte, doch so gut war Sasuke nicht, Itachis Tarnung zu bemerken.

Sein jüngerer Bruder hatte sich in den letzten Jahren sehr verändert, er war deutlich gewachsen, muskulöser geworden und zog Itachi nun vollkommen in seinen Bann.
Ja, das musste er zugeben, sein Bruder gefiel ihm. Früher hatte Itachi seinen Bruder schon geliebt und genau deshalb hatte er ihn auch am Leben gelassen, als er den Uchiha-Clan ausgelöscht hatte.
Damit Sasuke auch stark genug werden würde, redete er ihm ein, dass er nur seine Kräfte testen wollte, dass der Jüngere noch nicht genug Hass in sich trug, um stark genug zu werden.
Das Wetter war perfekt für einen Kampf, denn genau das würde ihnen bevorstehen.
Keine Gesichtsregung lag auf Itachis Gesicht, doch in seinem Inneren tobte ein Chaos, dass nicht gebändigt werden konnte. Er fragte sich, wie stark Sasuke wirklich geworden war, schließlich war dieser bei Orochimaru gewesen, hatte sich von der Schlange ausbilden lassen. Itachis blutrote Sharingan blickten für einen kurzen Moment zum Himmel, prüften den Stand des Mondes. Seine ausgestreckte Hand, die durch seinen weiten Akatsuki-Mantel kaum hervorblitzte, prüfte die Lufttemperatur.
Itachi war sich sehr wohl bewusst, dass sein Bruder ihn aus dem falschen Grund hasste, denn sonst hätte dieser nicht genug Ansporn gehabt, stark genug zu werden, um sein Hassobjekt zu töten.
Wie würde der bevorstehende Kampf also ausgehen?

Sorgsam glitt Sasukes Blick immer wieder durch den Wald, entlang des Sees, rüber zu den hohen und dicht bewachsenen Bäumen. Ein perfektes Versteck, zwischen all den Blättern und dichten Ästen konnte man sich sehr gut verstecken und das wusste auch Sasuke. Seine Aufmerksamkeit galt nun diesen, er ließ wirklich keinen der dicken Eichen und Linden aus, suchte sie einzeln der Reihe nach ab, bis er etwas Rotes dazwischen aufblitzen sah. „In den Bäumen steckst du also." Der Jüngere griff sich schon seine Shuriken, warf diese in genau Itachis Richtung und zog langsam sein Kusanagi hinter dem Rücken hervor. Angst hatte er keine, weder davor zu verlieren, noch bei dem Kampf zu sterben. Wobei er Letzteres ohnehin nicht in Betracht zog, dafür hatte er zu lange trainiert, zu lange um sich einfach so töten zu lassen. Um Itachi endlich aus dem Baum zu holen, wandte Sasuke außerdem das Gōkakyū no Jutsu an, schoss eine gewaltige Feuerkugel in die Richtung, aus der das rote Leuchten kam. Er war sich eigentlich schon, bevor er zum See kam sicher, dass Itachi sich verstecken würde. Jedoch dachte er dabei an die Krähen, dachte erst, es handle sich dabei um seinen Bruder. Clever, wirklich clever...aber nicht clever genug, denn er hatte ihn durchschaut. Abwartend stand er mit gezogener Klinge da, verfolgte seine riesige Feuerkugel, wartend auf, dass sein Bruder aus der Baumkrone endlich seinen Anblick preisgab und sich dem Kampf stellte.

Aus dem Grün der Bäume tauchten ein paar Krähen auf, sein Körper löste sich in diesen auf. Ganz in der Nähe des Sees tauchte Itachi wieder auf, sah schweigend seinen Bruder an.

Sasuke dachte mit, aber damit hatte Itachi schon gerechnet, niemals würde er einen Uchiha unterschätzen, viele seiner Opfer hatten den Fehler schon bei ihm gemacht. Mehrere Wurfsterne waren nun griffbereit in Itachis rechter Hand und er warf sie, direkt auf seinen Bruder. Zuerst einmal musste Itachi das Kräftemaß feststellen und herausfinden, wie Sasuke in dem Kampf vorgehen wollte.
Auch Sasuke schien offenbar gelernt zu haben, seine Emotionen zu verbergen.
Gefühle waren etwas für Schwache und behinderten nur, Itachi hatte dies über viele Jahre gelernt.

Endlich zeigte sich Itachi, sammelte sich aus ein paar Krähen zusammen und stand in voller Größe direkt neben dem so ruhigen und idyllischen See. Er hatte an Größe etwas zugelegt, auch waren die schon immer langen Haare gewachsen und auch war seine kühle Art noch immer dieselbe überhebliche und arrogante, wie er sie gern früher schon zeigte. Er hasste diese überhebliche Art, schon früher, als er nie wirklich Zeit hatte mit ihm zu spielen, immer nur ein „Verzeih mir Sasuke, ein anderes Mal" von sich gab und ihm gegen die Stirn tippte. Gerade so konnte er noch den Wurfsternen ausweichen, wehrte diese mit seinem Schwert ab, in kleine Stücke zerfallen und am Boden liegen gelassen. Sein Schwert zeigte sich in solchen Dingen sehr nützlich, zerschnitt bis auf eine Ausnahme wirklich alles und mit eben dieser Waffe, wollte er Itachi zur Strecke bringen. Tief in seinen Brustkorb wollte er damit vordringen, das Herz durchstehen und ihm beim jämmerlichen Verbluten zusehen. Erst mal wollte er jedoch kämpfen, nicht sofort töten und daher feuerte er mehrere kleine Feuerbälle aus dem Mund, die mit Chakra gesteuert wurden auf seinen Bruder, wandte sie so an, das sie ihm erbittert folgten und er langsam näher kam. Der Kampf wäre sicher nicht leicht, er wusste, dass sein Bruder das berühmte Mangekyō Sharingan beherrschte, es ihm gegenüber schon einmal angewandt hatte und er daher sehr vorsichtig sein musste, es vermied ihm in die Augen zu gucken. Einmal in diesem Gen-Jutsu gefangen und er würde ihm erneut den Tod, die Ermordung seiner Eltern vor Augen führen, jenen Tag, an dem er anfing, Itachi zu hassen.

Endlich zeigte sich Itachi, sammelte sich aus ein paar Krähen zusammen und stand in voller Größe direkt neben dem so ruhigen und idyllischen See. Er hatte an Größe etwas zugelegt, auch waren die schon immer langen Haare gewachsen und auch war seine kühle Art noch immer dieselbe überhebliche und arrogante, wie er sie gern früher schon zeigte. Er hasste diese überhebliche Art, schon früher, als er nie wirklich Zeit hatte mit ihm zu spielen, immer nur ein „Verzeih mir Sasuke, ein anderes Mal" von sich gab und ihm gegen die Stirn tippte. Gerade so konnte er noch den Wurfsternen ausweichen, wehrte diese mit seinem Schwert ab, in kleine Stücke zerfallen und am Boden liegen gelassen. Sein Schwert zeigte sich in solchen Dingen sehr nützlich, zerschnitt bis auf eine Ausnahme wirklich alles und mit eben dieser Waffe, wollte er Itachi zur Strecke bringen. Tief in seinen Brustkorb wollte er damit vordringen, das Herz durchstehen und ihm beim jämmerlichen Verbluten zusehen. Erst mal wollte er jedoch kämpfen, nicht sofort töten und daher feuerte er mehrere kleine Feuerbälle aus dem Mund, die mit Chakra gesteuert wurden auf seinen Bruder, wandte sie so an, das sie ihm erbittert folgten und er langsam näher kam. Der Kampf wäre sicher nicht leicht, er wusste, dass sein Bruder das berühmte Mangekyō Sharingan beherrschte, es ihm gegenüber schon einmal angewandt hatte und er daher sehr vorsichtig sein musste, es vermied ihm in die Augen zu gucken. Einmal in diesem Gen-Jutsu gefangen und er würde ihm erneut den Tod, die Ermordung seiner Eltern vor Augen führen, jenen Tag, an dem er anfing, Itachi zu hassen.

Sasukes Waffe schien etwas ganz Besonderes zu sein, sie zerschnitt die Wurfsterne wie Butter und diese fielen zu Boden. Itachi fragte sich, an was sein Bruder in diesem Moment wohl denken würde. Er konnte förmlich den Hass spüren, den der jüngere Uchiha auf ihn hatte, allerdings wusste er der Ältere nicht, wie weit er selbst gehen würde. Feststand für Itachi, dass er Sasuke nicht töten wollte, doch wie weit konnte er gehen? Mit gezogenem Kunai bewegte er sich lautlos und atemberaubend schnell nach vorne, ging in den Nahkampf über. Itachi würde Sasuke schon zeigen, wer der Stärkere von ihnen beiden war.

Es überraschte Sasuke, dass sein Bruder in den Nahkampf ging, er zückte selbst eines seiner Kunai, welches sich wie gewohnt in den Hosentaschen befand und setzte einen gezielten Schritt nach vorne. Nicht in die Augen sehen, auf keinen Fall in seine Augen blicken, führte sich der Jüngere immer wieder vor Augen und schritt mit nun gezogener Waffe auf den Älteren zu. Itachi war sicher nur in diesen übergegangen, um ihn erneut zu quälen, ihm vor Augen führen wollte, wie schwach er wäre, wie sehr er damals und auch heute noch unter dem Tod seiner Eltern litt. Mutig und noch einmal tief durch atmend, ging Sasuke einen weiteren Schritt nach vorn, langsam und einen Fuß vor den anderen gesetzt, so trat er seinem Bruder entgegen. Der Blick wachsam gerichtet, jedoch so, dass er Itachi nicht in die Augen sah, ebenfalls vermied er es dessen Ring anzusehen, nur darauf bedacht möglichst nahe an ihn heranzukommen. Kurz bevor er Itachi erreichte, formte er rasch ein paar Fingerzeichen, wandte sein Chidori Nagashi an, eine Technik bei dem Chidori-Chakra durch seinen eigenen Körper geleitet wurde und so ein elektrisches Feld entstand, das seinen Bruder erheblich verletzen und paralysieren sollte.

"Sieh mich an, du Feigling!", sagte Itachi leise. "Oder traust du dich etwa nicht, mir in die Augen zu sehen?" Wieder diese maßlose Arroganz, die fast spürbar war. Itachi lachte leise, wusste, dass er Sasuke mit solchen Aussagen provozieren konnte. Auch wenn sein Gegenüber sehr beherrscht wirkte und wie er kaum, bis gar keine Gefühlsregung zeigte, wusste Itachi doch, dass er Sasuke mit den richtigen Worten an die Grenze seiner Selbstbeherrschung treiben konnte, dafür war sein jüngerer Bruder schon immer ein wenig impulsiv gewesen. Wieder diese Technik, Chidori, das hatte Sasuke schon damals gegen ihn anwenden wollen, allerdings hatte sein Bruder die Technik weiterentwickelt, wie Itachi vermutete. Es war mehr Kraft dahinter, als beim letzten Zusammentreffen. Itachi sprang ein gutes Stück zurück, spürte, das gewaltige Chakra, das sich in Sasukes Körper ausbreitete und machte sich darauf gefasst, vorerst auszuweichen.

Feigling, wer war hier ein Feigling? Sasuke sah sich als Solchen nicht an, war bereit herzukommen, Itachi gegenüber-zutreten und es nach acht endlosen Jahren endlich zu beenden. Erwidern tat er nichts, auch nicht auf die Provokation ihn anzusehen, dafür durchschaute er seinen Bruder schon genau, wusste das er nur triezte und versuchte ihn zu locken. Nicht mit mir, so leicht kriegst du mich nicht, schüttelte er ohne zu sprechen seinen Kopf, spürte jedoch die überhebliche Art, die Arroganz seines Bruders, wie diese wie zähflüssiger Schleim zu Boden tropfte und die Umgebung vergiftete. Selbst im Kampf war Itachi so, konnte sich nicht einmal anders benehmen, lachte ihn stattdessen einfach aus und machte sich lustig über ihn. Ebenso über seine Techniken, welchen er immer wieder auswich, sie ihm nicht anhaben konnten, einfach abprallten wie ein Gummiball an einer Mauer. Schon leicht am Zweifeln, ob es richtig war herzukommen, griff Sasuke zu seinem weiteren Trick, erschuf einen Klumpen Raiton-Chakra über der Handfläche und griff seinen Bruder damit erneut an. Blind und laut knurren rannte er auf Itachi zu, setzte all sein Chakra an, bereit ihn zu vernichten, zu Boden zu reißen und endlich sein Herz durchstechend.

Zu leicht ließ sich Sasuke mal wieder provozieren, auch wenn der Jüngere ihn nicht ansah, es gab noch genügend andere Mittel, Sasuke zu zeigen, wer der stärkere Uchiha von ihnen war. Itachi aktivierte sein Chakra und ließ es durch seinen Körper fließen, sodass er wenige Momente später hinter Sasuke auftauchte und so dessen Chidori wieder ins Leere ging. Ja, Itachi kämpfte bisher nur halbherzig, das musste er schon zugeben, bisher war der Kampf für ihn noch nicht ansprechend, geschweige denn anspruchsvoll, dementsprechend kämpfte er nicht mit voller Kraft. Provokativ beugte sich Itachi zu Sasukes Ohr hinunter, flüsterte ihm ins Ohr. "Sollst du dein Chakra unsinnig verschwenden, kleiner Schwächling?" Seine Provokation schien jetzt schon zu wirken, auch wenn Sasuke sich um Fassung bemühte und sich versuchte nichts anmerken zu lassen, dass ihn die Beleidigungen nahe gingen.

Gerade als Sasuke dachte, er hätte seinen Bruder, verschwand dieser genau vor seiner Nase, verschwand im Nichts ... tauchte wieder hinter ihm auf, was er allein durch die Stärke des Chakras, den kurzzeitig heißen Atem auf seinen Nacken spürte und wollte sich zu ihm umdrehen. Er hatte vor ihm ins Gesicht zu spucken, so zu zeigen, was er noch von ihm hielt. Nichts, nicht die kleinste Achtung war geblieben, alles hatte sich zu einer geballten Ladung Hass entwickelt, welchen er seinem Bruder nur zu gern entgegenbrachte. Leise Worte, kitzelnde und mehr Worte, welche mehr als unter die Gürtellinie gingen, drangen in sein Ohr, ließen den sonst so versteinerten Sasuke zucken. Schon wieder betitelte er ihn als einen Schwächling, ballte die Fäuste und zog sein Schwert. „Ich mach dich fertig, Itachi." Er drehte sich nur langsam zu diesem um, hob die Klinge so, dass sie im hellen Vollmondlicht kurz aufblitzte. "Jahrelang hab ich auf diesen Tag hin trainiert, geschwitzt und Blut vergossen, all das habe ich auf mich genommen. Aber nicht, um mir deine Arroganz und deine Überheblichkeit anhören zu müssen. Dieser Kampf langweilt mich nur, ganz zu schweigen von deinen Techniken. Wenn hier einer schwach ist, dann doch du", erhob Sasuke erst zum zweiten Mal an diesem Abend das Wort, hob leicht seinen Kopf an und blickte Itachi herausfordernd und direkt in seine Augen an.

Ein hämisches, überhebliches Grinsen zierte sein Gesicht, als Sasuke ihm direkt in die Augen sah, genauso blutrot, wie sein Sharingan, blitzten nun die Mangekyo Sharingan auf, dicke Äderchen durchzogen seine Augen und ein paar dünne Tropfen Blut tropften aus seinem rechten Auge. "Tsukuyomi", murmelte Itachi leise und ließ Sasuke in den Albtraum eintauchen. Grelle Schreie ertönten um Sasuke herum, Schreie ihrer Eltern, als sie starben. Sasuke mit blutigen Händen vor den Leichen seiner Eltern, als wäre er der Mörder. Orochimaru, der Sasuke vergewaltigte, immer wieder und immer wieder, bis Sasukes Körper nur noch leblos war. Das ließ er seinen Bruder immer wieder durchleben, stieß ihm dabei sein Kunai tief in die Schulter seines Schwertarmes. Blut spritzte ihm entgegen, direkt ins Gesicht, doch es kümmerte den Uchiha nicht. Sasuke musste es lernen, und zwar genau so, anders ging es nicht.

Verdammt, es war ein Fehler ihn anzusehen, tadelte sich Sasuke selber an, war jedoch schon zu sehr im Bann der Augen seines verhassten Bruders gefangen, das er dagegen nicht mehr ankam. Er sah den Tropfen Blut, hörte das leise, fast schon geflüsterte Wort ... und doch kam dieses viel zu spät. Bereits Sekunden zuvor, war der jüngere Uchiha in dem Gen-Jutsus seines Bruders gefangen und durchlebte anhand diesen seine persönliche Hölle, sah seine toten Eltern, seinen Bruder wie dieser Konoha verließ und er ganz allein und weinend auf der Straße zurückgelassen wurde. Zuckend durchlebte er die Bilder, Tränen bahnten sich ihren Weg über die blassen Wangen, die Lippen zitternd, wartend auf sehr viel Schlimmeres. Heftig atmend erschien Orochimaru vor seinen Augen. Er sah sich selbst, wie er unter diesem lag, wie er schrie, wimmerte und es doch kein Nachgeben oder Ablassen seines geschundenen Körpers gab. Ein tiefer Schmerz durchzuckte Sasuke, er kniff die Augen zusammen, gewillt nicht zu schreien, stumm den Schmerz zu ertragen und keine Schwäche zu zeigen. Die Bilder tauchten immer wieder auf, ebenso das Lachen, erregtes Stöhnen der Schlange, wie er sich aalend auf ihm zu suhlen schien, immer tiefer zustieß und nicht ablassen wollte. Warm und klebrig floss ihm bereits das Blut an den Schulterblättern entlang, runter zu seiner Brust, weiter über den Bauchnabel und sich zu einem nicht versiegenden Fluss sammelte. Langsam, nur langsam zeigte Sasuke eine leichte Schwäche, verdrängte jedoch den Wunsch nach Erlösung wieder und nahm weiteres Einstechen seiner Schulter hin. Er sagte nicht einmal etwas, ertrug es, nahm es hin und doch konnte er eine angenehme Schwärze spüren, die ihn langsam umhüllte, seinen Körper umschloss und den Kopf in sich auf seiner Brust zusammensacken ließ.

Itachi konnte an Sasukes Augen sehen, wie sehr er an den Qualen litt, die er beim Jüngeren verursachte. Auch einige Tränen fanden ihren Weg über dessen helle Haut, versetzten ihm innerlich einen kleinen Stich im Herzen, der ihm signalisierte, dass er zu weit gegangen war. Als er Tsukuyomi das letzte Mal auf Sasuke angewendet hatte, hatte der ältere Uchiha dabei nichts empfunden. Damals hatte er seine Gefühle abgestumpft und abgetötet, doch inzwischen fiel es Itachi nicht mehr so leicht. Genau so ein Moment war es auch, dass er seine Fassade nicht mehr halten konnte. Als Sasuke in sich zusammensackte, ließ Itachi das Kunai fallen und fing seinen Bruder auf, bevor dieser den Boden berühren konnte.

Sasuke war so geschwächt, schon der Ohnmacht nahe, dass er das Lösen des Tsukuyomi schon nicht mehr wahrnahm, sondern vielmehr die wohlige Dunkelheit, die ihn mehr und mehr zu locken versuchte. Ein dumpfes „Klong", ertönte in seinen Ohren, lauter als es war, dröhnte und hallte in diesen wieder und ließen den Jüngeren ein letztes Mal zucken, ehe er richtig zusammenbrach. Jedoch wurde er aufgefangen, sehr wohl wissend von wem und doch sträubte er sich nicht dagegen, war zu geschwächt um noch etwas ausrichten zu können. Sein gesamter Körper fühlte sich taub an, die Glieder taten ihm weh, die immer noch stark blutende Wunde brannte, als hätte man Salz in diese gestreut. Ein letztes Mal öffnete er die Augen, blickte rauf zu Itachi, die Hand nach diesem ausstreckend und doch wieder an sich nehmend, da ihn die Kraft ihn zu würgen einfach fehlte. Sasuke gab vorerst auf, umhüllt von Dunkelheit, fallend in die Ohnmacht und schließlich schlossen sich müde seine Augen und der Körper erschlaffte.

Sasuke würde erst mal Ruhe brauchen und seine Wunde musste ebenfalls versorgt werden. Vorsichtig legte Itachi Sasuke auf dem weichen Gras ab, sammelte dessen Kusanagi und seine Kunai ein, die er weggeworfen hatte. Nachdem alles verstaut war, hob Itachi Sasuke hoch, er wog im Vergleich zu früher kaum mehr, war immer noch ein Fliegengewicht. Er hatte kein Gramm Fett am Körper, nur Muskeln, genau wie bei Itachi selbst. Tief in seinen Gedanken versunken verarbeitete Itachi das Geschehene, merkte, dass sein Auge immer noch stark blutete und seine Sicht dabei leicht trübte. Sein rechtes Auge begann bereits zu erblinden ... und es wurde immer schlimmer. Zwischendurch hielt der ältere Uchiha an, versorgte notdürftig Sasukes Schulterwunde, die immer noch heftig blutete. Nach ungefähr einer Stunde kam er in seinem versteckten Unterschlupf an, eine kleine Holzhütte, gut versteckt im Wald. Drinnen gab es sogar eine karge Einrichtung, wie ein Schrank, ein Bett, ein Tisch und ein Kühlschrank für ein paar Vorräte. Sanft legte Itachi seinen Bruder auf dem Bett ab, ging in die Küche, um den Verbandskasten zu holen. Vorsichtig lockerte er den violetten Gürtel, der immer noch die Schwertscheide hielt und diese legte er beiseite. Ebenso vorsichtig wie eben schon, löste er dann auch das weite, weiße Hemd, das an der Schulter inzwischen von Blut durchtränkt war. Mit geübten Handgriffen säuberte Itachi die Wunde, prüfte genau, ob sie sich auch ja nicht entzündet hatte.

Nichts, nicht den kleinsten Funken spürte Sasuke, nur etwas Weiches unter sich, was er als ein Bett, eine Unterlage oder einen Schlafsack handhabt. Blass war er aufgrund des Blutverlustes, seine Wangen sahen ungesund weißlich – glänzend aus, die Augen geschlossen und der Mund leicht geöffnet. Ab und an gab er einen von Schmerz gezeichneten Laut von sich, völlig unbewusst, es nicht lenken könnend, aber dennoch entwich ihm ein leises Wimmern, wann immer jemand über die klaffende Schulterwunde strich und diese zu versorgen schien. Vor seinen Augen war es schwarz, trüb und neblig, er sah sich selbst in der Dunkelheit stehend, um sich blickend und doch nichts erkennend. Wie ein Raum, in dem man das Licht ausgemacht hatte, den Schalter nicht fand und sich neu orientieren musste. Langsam wurde es heller, Sasuke fühlte, wie ihn jemand anfing zu entkleiden, erneut sich seiner Wunde zuwandte, sie versorgte, bis er langsam mit den Augen flackerte und direkte Itachi erblickte. Er schaute ihn nur aus müden, schwachen Augen an, sagte kein Wort und doch suchte sein Blick noch etwas Anderes. Sein Blick suchte nach seiner Waffe, welchen er aber aus seiner Lage nicht sehen konnte. "Ita ... chi ...", röchelte er erneut und riss die Augen nun vollständig auf, bereit aufzuspringen, sich sein Schwert zu nehmen und es endlich zu Ende zu bringen. Trotz erheblicher Schmerzen, schwacher Beine, schlug er die Bettdecke zur Seite, hastete aus dem Bett, bereit seinen Bruder erneut anzugreifen. Sasuke hatte sich und seinen Körper jedoch unterschätzt, taumelte beim Versuch seine Klinge zu fassen, spürte den Schwindel in seinem Kopf, wie sich alles um ihn herum drehte, ihn schließlich fallen und mit dem Kopf gegen den nahestehenden Holztisch knallen ließ.

Nichts, nicht den kleinsten Funken spürte Sasuke, nur etwas Weiches unter sich, was er als ein Bett, eine Unterlage oder einen Schlafsack handhabt. Blass war er aufgrund des Blutverlustes, seine Wangen sahen ungesund weißlich – glänzend aus, die Augen geschlossen und der Mund leicht geöffnet. Ab und an gab er einen von Schmerz gezeichneten Laut von sich, völlig unbewusst, es nicht lenken könnend, aber dennoch entwich ihm ein leises Wimmern, wann immer jemand über die klaffende Schulterwunde strich und diese zu versorgen schien. Vor seinen Augen war es schwarz, trüb und neblig, er sah sich selbst in der Dunkelheit stehend, um sich blickend und doch nichts erkennend. Wie ein Raum, in dem man das Licht ausgemacht hatte, den Schalter nicht fand und sich neu orientieren musste. Langsam wurde es heller, Sasuke fühlte wie ihn jemand anfing zu entkleiden, erneut sich seiner Wunde zuwandte, sie versorgte, bis er langsam mit den Augen flackerte und direkte Itachi erblickte. Er schaute ihn nur aus müden, schwachen Augen an, sagte kein Wort und doch suchte sein Blick noch etwas Anderes. Sein Blick suchte nach seiner Waffe, welchen er aber aus seiner Lage nicht sehen konnte. "Ita...chi...", röchelte er erneut und riss die Augen nun vollständig auf, bereit aufzuspringen, sich sein Schwert zu nehmen und es endlich zu Ende zu bringen. Trotz erheblicher Schmerzen, schwacher Beine, schlug er die Bettdecke zur Seite, hastete aus dem Bett, bereit seinen Bruder erneut anzugreifen. Sasuke hatte sich und seinen Körper jedoch unterschätzt, taumelte beim Versuch seine Klinge zu fassen, spürte den Schwindel in seinem Kopf, wie sich alles um ihn herum drehte, ihn schließlich fallen und mit dem Kopf gegen den nahestehenden Holztisch knallen ließ.

Nachdem Itachi die Stichwunde von Blut gesäubert hatte, hob er den Oberkörper seines jüngeren Bruders behutsam an, um ihm einen sterilen Verband anlegen zu können. Vorher trug er noch eine Heilsalbe auf und legte eine Kompresse darüber. Schließlich entschied sich Itachi dazu, Sasuke auch seine Hose auszuziehen, sodass sein Bruder nur noch Unterwäsche trug, sorgsam hatte er Sasuke zugedeckt und ging in die Küche, bereitete eine Wärmflasche vor, die er dann etwa fünf Minuten später an Sasukes Füße gelegt hatte. Itachi schloss für einen Moment die Augen, ließ das Geschehene auf sich wirken. Wie sollte es weitergehen, wenn Sasuke wieder wach wurde? Würde er wieder versuchen, ihn, seinen älteren Bruder anzugreifen? Itachi hatte keine Ahnung, was passieren würde, war sein kleiner Bruder doch so von Hass zerfressen, das nur dafür lebte...

Erschöpft öffnete der Langhaarige wieder die Augen, bemerkte, dass Sasuke die Augen halb geöffnet hatte. Das ging schnell ... Leise wurde sein Name gemurmelt und Itachi beobachtete, wie Sasuke aufstand recht schnell für die Verhältnisse, dass er verletzt und entkräftet war, dann allerdings aus dem Gleichgewicht kam und drohte, gegen den Tisch zu stürzen. Itachi sprang auf, versuchte noch, das Schlimmste zu verhindern, doch zu spät-Sasuke knallte mit seinem Kopf an die Tischkante und sein älterer Bruder erbleichte bei dem Anblick, der sich ihm bot. Der Kopf des Jüngeren war angeschlagen und etwas Blut sickerte am Hinterkopf zu Boden. Itachi bettete Sasukes Kopf auf seinem Schoss und strich sachte einige Haarsträhnen beiseite.
"Sasuke?", fragte er leise. Besorgnis lag in seinen onyxschwarzen Augen.

Einzig einen dumpfen Schmerz, ein leises Knacken und das auf den Boden fallen spürte Sasuke noch, ehe es erneut schwarz um ihn wurde, er die Augen schloss und bewegungslos am Boden liegen blieb. Blut sickerte nur langsam aus der durch den Sturz neu entstandenen wunde, sammelte sich auf dem hölzernen Boden zu einer kleinen Lache, aus welcher er langsam aber deutlich spürbar gehoben wurde. Sasuke wusste nicht, wer ihn da aufgehoben hatte, in seinem Kopf herrschte völliges Durcheinander, Bilder flackerten immer wieder auf, liefen an ihm wie ein Film vorbei und ergaben doch keinen Zusammenhang. „Sasuke ..." Ein Name, leise gemurmelt, besorgniserregend ausgesprochen und doch wusste er nicht wessen Name das sein sollte. War es seiner und wenn ja, warum kannte er diesen nicht und wer war die Person, die nach ihm rief? Ein Freund, ein Familienmitglied, oder jemand der ihn gefunden hatte? Unzählige Fragen sausten auf ihn nieder, ließen ihn gequält das Gesicht verziehen, zusammenzucken und erneut, aber sehr viel langsamer wieder aufwachen. Schwarze Augen blickten ihn besorgt an, Augen, welche rötliche Spuren von Blut aufwiesen, welches trocken an der Wange klebte. War dies sein Eigenes oder kam es von ihm? Wer war dieser Mann und in welcher Verbindung stand er zu ihm?

"Wo bin ich hier und wer sind sie?" Leise und sehr schwach drang diese Frage nach außen vor und Sasuke fasste sich leise vor Schmerz keuchend an den Hinterkopf, fühlte das Blut, wie es warm in seiner rechten Hand klebte, ebenso wie in seinen Haaren. Noch hatte er sich nicht aufgerichtet, sah sich aber langsam in dem Raum um, versuchte etwas zu erkennen, wiederzuerkennen ... doch da war nichts. Es blieb leer in seinem Kopf, er kannte hier nichts, nicht mal die Person, die immer noch über ihn gebeugt war und ihn ansah.

Sasukes Augen glänzten leicht und für einen Moment wirkte Itachis jüngere Bruder und mit ihm das noch einzige lebenden Mitglied des Uchiha-Clans so zerbrechlich und leblos, sodass Itachi innerlich vor Sorge fast umkam. Irgendetwas stimmte nicht, das spürte der ehemalige Anbu sofort. Vorerst bekam Itachi keine Antwort auf seine Frage, strich Sasuke vorsichtig die wirren Haarsträhnen aus dem Gesicht. "Ganz ruhig. Ich verarzte dich, Kleiner ..." Fürsorglich hob Itachi Sasuke wieder auf das Bett und versorgte die Wunde am Kopf. Diese blutete zwar stark, doch war sie nicht weiter schlimm, nachdem er die Blutung gestoppt und die Wunde dann gesäubert hatte. Itachi erstarrte in seiner Handlung, als Sasuke ihm die Frage stellte, wer er denn war. Offenbar hatte sein kleiner Bruder bei dem Unfall sich den Kopf so sehr angeschlagen, dass er sein Gedächtnis verloren hatte. "Du bist in einer Hütte im Wald, ich bin Itachi, dein Bruder", entgegnete er ruhig und strich Sasuke leicht über die Wange. Wäre das nicht passiert, hätte Itachi seinen Bruder nicht einfach so anfassen können. Nicht, dass er sich so etwas gewünscht hatte, doch war es für ihn angenehm, seinen kleinen Bruder, den er über alles liebte einmal berühren zu dürfen, ohne dass er einen tödlichen, verhassten Blick oder eine Abwehrhaltung abbekam. Itachis Fassade, die ihn sonst immer umgab war für den Moment dahin. Auch von seiner Arroganz, die er immer an den Tag legte, sie war verflogen.

Seine Haare wurden aus dem Gesicht gestrichen, weiter seine Wunde am Kopf versorgt und er befand sich kaum später auf dem Bett wieder, der Fremde neben ihm, den Kopf verbindend und immer noch so sehr besorgt, dass sich Sasuke fragte, wer er war. Das Säubern der Wunde tat weh, brannte ein wenig, war aber sonst auszuhalten und der Jüngere fing an sich langsam zu entspannen. Es wurmte ihn aber, dass der Andere seine Frage nicht beantwortete, welche aber dann doch kam und er verirrt aufblickte. Er war sein Bruder und wohnte sie hier in dieser Hütte etwa zusammen? Hier war aber doch nur ein Bett oder hatte er ihn im Wald gefunden und hergebracht? Wieder so viele Fragen, keine Antworten und er seufzte diesbezüglich auf. "Wo sind Mutter und Vater?" Er blickte auf, spürte das sachte Berühren der Wange, zuckte unter dieser leicht auf und erinnerte sich an rein gar nichts mehr. Sein Kopf war einfach leer, alles wegradiert, als hätte es sein vergangenes Leben gar nicht gegeben. Jedoch war es schön zu hören, dass er nicht alleine war, einen Bruder hatte, jemanden, der sich sorgte, Seine Wunden verband und ihn einen warmen Blick entgegenbrachte. Sasuke hatte so viele Fragen an ihn, aber er wollte den Anderen nicht damit nerven, schwieg daher einfach und sah ihn einfach nur an. Ich habe einen Bruder und doch kann ich mich nicht erinnern, beschäftigte ihn sein unterbewusst sein, sprach leise zu ihm, wisperte leise und doch vernehmbar.

Itachi musterte seinen Bruder mit einer Mischung aus Besorgnis und Verwirrung. Das alles war so schnell passiert, Sasuke hatte sein Gedächtnis verloren, aber Itachi wusste auch nicht, ob er die Tatsache ausnutzen sollte, Lügen erzählen wollte er ihm eigentlich nicht. "Wie ich sehe, hast du eine Menge Fragen, Sasuke. Erinnerst du dich an gar nichts mehr? Du bist an die Tischkante gestoßen, ziemlich doll sogar. Geht das mit den Schmerzen? Ich habe ansonsten auch Tabletten dabei ..." Dass der Ältere soviel auf einmal sprach war schon verwunderlich, schließlich war er ein Uchiha der wenigen Worte. Itachi deckte Sasuke richtig zu, schob ihm die Wärmflasche an die Füße. "Wir haben keine Eltern mehr, außerdem hab ich dich eher zufällig gefunden, deshalb bist du jetzt hier. Versuch bitte etwas zu schlafen, du brauchst dringend Ruhe. Ich möchte nicht, dass deine Wunde wieder aufgeht."



In der Tat hatte Sasuke vielerlei Fragen, sah aber bezüglich des besorgten Gesichtes seines Bruders starr auf die Bettdecke und gab einen leisen Seufzer von sich. Er erinnerte sich an nichts mehr, nur dass es eine Zeit lang dunkel um ihn war, der Kopf schmerzte und blutete. Alles andere war wie ein Schleier, ein dichter Nebel, der sich um sein Gedächtnis gehüllt hatte. "Ich bin gegen ... deswegen all das Blut", murmelte der Jüngere leise, fasste an seinen Kopf, welcher bereits verbunden und versorgt war. "Es geht schon, es dröhnt nur. Sind wohl Kopfschmerzen, die von dem Sturz komme", beantwortete er gewissenhaft Itachis Frage, ob er Schmerzen hätte. Es tat gut umsorgt und zugedeckt zu werden, auch, dass sich der Ältere so kümmerte und nicht von seiner Seite wich. Die wohlige Wärme der Wärmflasche tat ebenso gut, sie wärmte ihn rasch auf und er seufzte zufrieden auf, ehe er sich etwas aufrichtete und den Worten Itachis lauschte. Sie hatten keine Eltern mehr, aber wo war er dann aufgewachsen, wenn sein Bruder ihn gefunden hatte. Lebten sie denn nicht zusammen? Immer mehr Fragen tauchten auf, jene, die sich darum drehten, wie sie zueinander standen und warum so weit voneinander lebten und nicht in einem Haus zusammen. Sasuke legte sich auf die bitte Itachis wieder hin, legte vorsichtig seinen Kopf in die weichen Kissen und schloss langsam die Augen. Bevor er sich jedoch auszuruhen schien, schlug er sie doch noch einmal auf und suchte den Blick seines Bruders. „Wenn es mir besser geht, kannst du mir dann all meine Fragen beantworten?" Sasuke sah den Älteren bittend an, wollte er doch nur wissen, warum seine Eltern nicht mehr da waren, warum sie so lebten und wo er vorher und vor allem bei wem er aufgewachsen war.


"Nicht anfassen, sonst geht die Wunde wieder auf. Versuch, vorsichtig zu sein, sonst muss ich mir unnötig wieder Sorgen machen." Itachi machte sich immer mehr Sorgen, sollte Sasuke sein Gedächtnis plötzlich wiederfinden. Doch er genoss es so sehr, seinen Bruder bei sich haben zu können, ohne dass dieser schreiend auf ihn zustürmte und ihn versuchte, umzubringen. Vorerst würde der Ältere wohl sämtliche Waffen außerhalb von Sasukes Reichweite aufbewahren, nur zur Sicherheit, man wusste ja schließlich nie, was passieren konnte. Aus seiner Tasche suchte Itachi eine Tablette raus, die er Sasuke dann reichte. "Bitte nimm sie und versuch dann etwas zu schlafen, das wird dir guttun. Ich werde dir wenn es Zeit ist deine Fragen beantworten, das verspreche ich dir." Müde strich sich Itachi eine Haarsträhne aus dem Gesicht, lächelte schon fast sanft seinen Bruder an, der immer noch deutlich verwirrt wirkte.

Nickend nahm Sasuke die Hand von dem Verband, legte sich wieder auf die Decke zu der Anderen und blickte den Älteren an. Er wollte nicht dass dieser sich so sehr sorgte, sich immerzu Gedanken um seinen Gesundheitszustand machte und diese sich in seinem Gesicht widerspiegelten. Aufmerksam verfolgte Sasuke Itachi mit seinen Blicken, wie dieser etwas aus der Tasche holte und ihm reichte. Eine kleine weiße Tablette, welche laut den Worten seines Bruders helfen sollte. Doch er sah nirgendwo ein Glas Wasser, fragte sich daher wie er sie runterbekommen sollte und blickte den Älteren diesbezüglich ratlos an. "Wasser, ohne Wasser bekomme ich die nicht runter", sprach er leise, mit etwas kratziger Stimme und sah Itachi entschuldigend an, dennoch huschte kurz ein Lächeln, wenn auch nur sehr kurz, über seine Lippen. Schön, dass er ihm bei Gelegenheit all seine Fragen beantworten würde, wenn auch erst dann, wenn es ihm besser ging. Geduldig wartete er nun auf das Glas Wasser, drehte dabei immer wieder die Tablette in seiner Hand und auch schweifte sein Blick immer wieder durch den Raum, als würde er etwas suchen.

"Entschuldige Sasuke, daran hatte ich nicht gedacht. Ich nehme sie immer so, vielleicht liegt es daran." Leicht lächelte der ältere Uchiha und stand auf, um an die Spüle zu gehen, und in ein sauberes Glas etwas Leitungswasser aufzufüllen. "Brauchst du dann noch etwas?" Itachi war momentan einfach alles andere egal, außer das, was geschah. Der Langhaarige hatte sich von seinem Teampartner Kisame abgekapselt und der Haimensch würde jetzt wahrscheinlich nach ihm suchen, aber Itachi hatte andere Sorgen, alles andere musste erst mal warten, bis Itachi wusste, wie es weitergehen konnte.

Sasuke wollte aufgrund der Entschuldigung seines Bruders den Kopf schütteln, dachte aber an die Wunde, ließ es somit bleiben und lächelte nur schwach. „Nicht schlimm", murmelte er leise, sich jedoch fragend, wieso sein Bruder ihn so schlecht kannte, das er nicht einmal solch einfach Dinge zu wissen schien. Er fing an ihn an der Spüle zu beobachten, sich erneut etwas zu fragen, sich zu fragen, ob dieser Itachi wirklich sein Bruder war, oder ob er einfach nur ein fremder war, der seine Lage ausnutzte? Die Ähnlichkeit bestand, kein Zweifel, aber er war so unsicher, dass er den Anderen nur verwirrt auf seine neue Frage ansah. „Hm ... was, was hast du gesagt?", blinzelte er leicht, fasste sich an den Kopf und hielt es für besser die Tablette zu nehmen und sich hinzulegen. Er brauchte wirklich diese Ruhe, etwas Schlaf und sehr viel Geduld, um nicht ganz in einem Chaos aus auf ihn niederprasselnde Fragen zu versinken.

"Wirklich alles in Ordnung?", fragte Itachi wieder mit leichter Besorgnis in der Stimme und reichte Sasuke das Wasserglas für die Schmerztablette. Sein Bruder wirkte nicht nur verwirrt, vom vergangenen Ereignis, sondern auch verunsichert, wie er feststellte. Natürlich fragte er sich, woran das lag, schließlich hatte er seines Wissens nach, keine Lügen erzählt und auch die Wundversorgung richtig gemacht. "Ich habe gefragt, ob du noch irgendetwas brauchst", beantwortete Itachi die Frage geduldig, lächelte dabei sogar minimal.Er setzte sich bequem auf seinen Stuhl, schlug ein Bein über das andere. Schließlich löste er das Band in seinen Haaren, um diese etwas zu lockern. Mit den Fingern fuhr er einmal hindurch, bis sie ketten-frei waren.

Sasuke nahm endlich die Tablette, lächelte nachdem er sie heruntergespült hatte seinen Bruder an und nickte. "Ja, alles in Ordnung. Mach dir keine Sorgen, mir geht es wirklich gut, ich brauch nur Ruhe und etwas Schlaf", nickte er noch einmal tatkräftig, zog aber leicht zischend die Luft ein und spürte einen hämmernden Schmerz, der ihn leicht zucken ließ. Wie er Kopfschmerzen hasste, jedoch würde sowohl die Tablette sowie auch der Schlaf helfen und so blickte er Itachi noch mal mit müden und schläfrigen Augen an. "Danke, ich habe alles ... alles bis ... auf ... sch ...", murmele er, sprach nicht zu Ende und schlief schließlich erschöpft ein. Sasuke bekam nicht einmal mehr mit, wie sich sein Bruder hinsetzte, die Haare öffnete und durch diese hindurch fuhr. Er brauchte dringend Erholung, schlummerte und hin und wieder rührte er sich minimal im Schlaf, wachte jedoch nicht auf und schlief lange, fast bis in die Nacht hinein.

Die meiste Zeit saß Itachi bei seinem jüngeren Bruder auf der Bettkante und sah ihm beim Schlafen zu. Es beruhigte ihn, Sasuke bei sich zu wissen, schließlich hatte er ihn nun einige Jahre nicht mehr gesehen. Nur kurz zog er sich zurück, um einen Moment für sich zu sein und noch etwas nachzudenken. Itachi nahm eine Dusche, wusch sich das Blut aus dem Gesicht. Seine Sehkraft wurde durch das Mangekyo immer weiter eingeschränkt. Wenn das so weiterginge, würde er wirklich bald erblinden. Das warme Wasser auf seinem Körper beruhigte sein inneres Chaos ein wenig, half ihm seine Gedanken ein wenig zu ordnen. Das Bad war recht einfach eingerichtet, es reichte zum Leben. Rasch hatte er sich abgetrocknet und saubere Kleidung angezogen. Dann setzte er sich wieder zu Sasuke ans Bett, beobachtete fast schon fasziniert die makellosen Gesichtszüge des Jüngeren. Nur einen Moment zögerte er in seiner Bewegung, bevor er Sasuke sanft eine seiner vorderen Haarsträhnen beiseite strich, um ihn noch besser ansehen zu können. Sein Bruder würde das, was er da tat wahrscheinlich falsch auffassen, dessen war sich der Ältere bewusst und Sasuke hätte ja, Itachi begehrte ihn. Im Sinne der Gefühle, die weit über das Brüderliche hinausgingen. Aber wie sollte er ihm das auch sagen? Sasuke hatte gerade sein Gedächtnis verloren, da wollte und konnte er dem Jüngeren erst Recht nicht mit der Tür ins Haus fallen.

Sasuke schlief, träumte, sah Gesichter, die er nicht zuzuordnen konnte und die ihn anlächelten oder ansprachen. Keines der Gesichter kannte er, sagte ihm etwas und auch die Stimmen der Personen konnte er nicht wirklich hören. Sie hörten sich eher noch verzehrt an, nicht von dieser Welt und ließen Sasuke stutzen, was für Itachi aussah, als würde er im Schlaf mit der Stirn runzeln. Rosa Haare, dazu grüne Augen und doch sagte ihm dieses Mädchen genauso wenig, wie dieser Junge mit den blonden Haaren und den blauen Augen. Ebenso wie dieser Grauhaarige mit dem halb vermummten Gesicht. Wer waren diese Leute, er kannte sie nicht, konnte sie nicht verstehen, nur sehen und spüren. Das Mädchen war auf ihn zugestürmt, umklammerte ihn und doch stand er stocksteif da, nicht wissend, was er tun sollte. Im Schlaf grummelte Sasuke genau in dem Moment, wo Itachi ihm einige Haarsträhnen aus dem Gesicht streifte und doch spürte er es nicht, war viel zu sehr in seinem Traum gefangen, welcher langsam verwischte und ein anderes Bild vor ihm auftauchte. Eine schwarzhaarige Frau, Augen die warm und freundlich auf ihn herabblickten, ein sanftes Lächeln, das ihre Lippen zierte und zu einem leisen „Sasuke" formten. Er wollt etwas sagen, erkannte in dieser Frau seine Mutter, wollte sie umarmen und doch konnte er sie, trotz dass sie vor ihm stand, nicht erreichen. Es war als würde eine unsichtbare Wand die beide trennte, als wollte man verhindern, dass sie sich näher kamen. Sasuke weinte im Schlaf, völlig unbewusst, konnte es weder verhindern noch unterdrücken und schluchzte leise auf.

Fast schon hastig zog Itachi seine Hand zurück, dachte im ersten Moment, dass Sasuke davon wachgeworden war. Aber zum Glück war das nicht der Fall. Irgendwie schien sein Bruder die Berührung gespürt zu haben, runzelte nämlich die Stirn. Oder träumte Sasuke nur? Beunruhigt beobachtete der ältere Uchiha seinen kleinen Bruder, dieser schien nicht gut zu träumen. Aus dem Bauch heraus entschloss er sich dazu, sich zu Sasuke zu legen, nahm ihn vorsichtig in seine Arme, um den Jüngeren zu wärmen. Vielleicht half das ja, um die schlechten Träume zu vertreiben ... "Ich bin da ... es ist alles in Ordnung", flüsterte Itachi leise, strich Sasuke sanft über die Wange. Vielleicht brauchte der Uchiha auch selbst ein wenig Nähe, schließlich hatte es ihm nie etwas bedeutet, es mal mit seinem Teampartner Kisame zu tun, das war auch nie etwas Ernstes gewesen. Sein Bruder allerdings löste in ihm Gefühle aus, die sein Herz wirklich berührten und die er nur aus seiner Jugendzeit kannte, nur nicht in diesem Ausmaße, wie jetzt.

Sasuke spürte, wie jemand ihn in den Arm nahm, neben ihm lag und doch deutete er dies auf seinen Traum hin, in dem er noch immer seine Mutter sah, wie sie verzweifelt die Hand nach ihm ausstreckte und gegen diese unsichtbare Wand prallte. Ebenso sah er auch endlich seinen Vater, wie dieser hinter der Mutter stand, ihn ansah und das mit einem Blick, dass er den Kopf senkte und zu Boden guckte. Sasuke vergrub sich im Realen fast unter der Decke, als wollte er sich selbst hier vor den Blicken seines Vaters schützen. Er wusste nicht einmal warum dieser ihn so ansah, warum die Blicke so schmerzhaft trafen. „Es tut mir leid, Vater", entschuldigte er sich unbewusst, murmelte leise diese Worte und krallte sich mit den Händen in der Decke fest, als würde er Halt suchen. Die leisen Worte Itachis, deutete er als die seines Vaters im Traum, hob daher den Kopf und lächelte schwach. Jedoch kam nichts zurück, kein Lächeln, kein Wort, nicht einmal eine gehobene Hand, wie von seiner Mutter, die ihm traurig zuwinkte und umkehrte. Stark zuckte Sasuke erneut in dem Moment als seine Wange berührt wurde zusammen, Tränen liefen über seine Wangen und er blickte seinen Eltern, welche immer mehr verschwanden traurig hinterher. Er sank in seinem Traum auf die Knie, rief den beiden kläglich klingend hinterher, doch keiner, der beiden macht kehrt oder drehte sich auch nur einmal zu ihm um. „Mutter", flüsterte er ganz leise, streckte die Hand noch einmal aus und doch nahm er sie wieder runter, sah ein, dass es nichts brachte, dass sie ihn nicht hörte und nicht wieder zurückkäme.

"Bitte wach auf, Kleiner ... ganz ruhig ...", flüsterte Itachi Sasuke ins Ohr, hoffte, dass der Angesprochene davon aufwachen würde. Er konnte es nicht mehr mit ansehen, dass Sasuke weinte, deshalb strich der Ältere ihm auch vorsichtig die Tränen weg, die über dessen Gesicht liefen. Als Sasuke diese leisen Worte aussprach, zuckte Itachi zusammen, wusste er doch noch zu gut, wie es damals gewesen war. Nicht nur Itachi als Stolz und ältester Sohn der Familie hatte es schwer gehabt, sondern auch sein kleiner Bruder. Sasuke wurde immer von Fugaku ignoriert, seine Leistungen waren nie gut genug. Er wusste nur zu gut, dass der Jüngere es nicht leicht hatte. Aber er durfte wenigstens noch Kind sein, dafür hatte Itachi fast immer versucht zu sorgen, jede freie Minute hatte er mit ihm verbracht und mit dem Kleinen gespielt. Er selbst war nie Kind gewesen ... Itachi nahm Sasukes Hand, die er bis eben noch ausgestreckt hatte und streichelte sie sanft.

"Bitte wach auf, Kleiner ... ganz ruhig ...", flüsterte Itachi Sasuke ins Ohr, hoffte, dass der Angesprochene davon aufwachen würde. Er konnte es nicht mehr mit ansehen, dass Sasuke weinte, deshalb strich der Ältere ihm auch vorsichtig die Tränen weg, die über dessen Gesicht liefen. Als Sasuke diese leisen Worte aussprach, zuckte Itachi zusammen, wusste er doch noch zu gut, wie es damals gewesen war. Nicht nur Itachi als Stolz und Ältester Sohn der Familie hatte es schwer gehabt, sondern auch sein kleiner Bruder. Sasuke wurde immer von Fugaku ignoriert, seine Leistungen waren nie gut genug. Er wusste nur zu gut, dass der Jüngere es nicht leicht hatte. Aber er durfte wenigstens noch Kind sein, dafür hatte Itachi fast immer versucht zu sorgen, jede freie Minute hatte er mit ihm verbracht und mit dem Kleinen gespielt. Er selbst war nie Kind gewesen ... Itachi nahm Sasukes Hand, die er bis eben noch ausgestreckt hatte und streichelte sie sanft.

Langsam wurde es dunkel um Sasuke herum, hörte leise geflüsterte Worte, konnte aber auch diese nicht zuordnen und fragte sich, ob sie nun Traum oder real waren. Ein erneutes Zucken rauschte durch seinen Körper, so als würde er einen elektrischen Schlag bekommen, spürte deutlich eine streichelnde Hand, eine Geste, die ihn schwach lächeln ließ. Die Dunkelheit verschwand ganz langsam, Sasuke wachte nach und nach auf, bis er die Augen ganz öffnete und eine Hand auf der seinigen sah und wie diese ihn streichelte. Es beruhigte ihn zu wissen, dass er nicht alleine war, dass ... dass jemand neben ihm lag und er blinzelte leicht, sah Itachi an und runzelte die Stirn. „Was tust du da und warum ..." Vorsichtig hob er seinen Kopf, schaute sich um und stellte fest, nur geträumt zu haben, dass er noch immer in dieser Hütte, in diesem Bett war und neben ihm sein Bruder lag. Sasuke spürte etwas Feuchtes in seinen Augen, runzelte erneut diesbezüglich die Stirn. Hatte er im Schlaf etwa geweint, hatte sein Bruder dies gesehen und lag deswegen jetzt neben ihm? Fragend sah er Itachi an, vermochte aber nichts zu sagen, sondern wischte sich noch einmal über das Gesicht und somit die verbliebenen Spuren seines Traumes weg.

"Du hast schlecht geträumt, Sasuke. Alles ist in Ordnung", erwiderte Itachi geduldig. "Bitte entschuldige, ich hatte nur gedacht, dass ... nicht so wichtig ..." Er ließ Sasukes Hand los, zog es vor, seinen im Raum stehenden Satz nicht weiterzuführen. Niemand hatte sich je wirklich für seine Gefühle interessiert, also brauchte er sie auch nicht auszusprechen. "Geht es dir wieder besser?" Itachi sah Sasuke nicht an, er sah nach draußen. Passend zu seiner Stimmung begann es auch wieder zu regnen. Seine Augen schmerzten von seiner zuletzt benutzten Technik, Tsukuyomi, aber Itachi ließ sich nichts anmerken, das tat er nie.

Schlecht geträumt? Sasuke legte den Kopf leicht schief, sah weiterhin seinen Bruder geduldig an, wie dieser seine Hand losließ und sich versuchte zu entschuldigen. Wofür denn, dafür, dass er sie gehalten und gestreichelt hatte? Dafür musste er sich nicht entschuldigen, nicht den Satz abbrechen und ans Fenster verschwinden. Sasuke wollte aber nicht weiter drauf herumreiten, seufzte nur leise und richtete sich auf, saß nun im Bett und sah zu seinem Bruder, welcher starr aus dem Fenster blickte. „Mir geht es schon besser, danke", erwiderte er leise, doch so ganz stimmte es nicht. Noch immer nagte der Traum an seinen Gedanken, schlich sich ein und bereitete Kopfzerbrechen. „Sag mal Itachi ...", setzte er langsam und leise an, zuppelte an der Decke und sprach schließlich weiter. "... wie waren unsere Eltern? Waren sie nett und haben sich immer lieb gekümmert?" Vielleicht hatte er falsch geträumt und sie waren anders, waren immer da, warm und freundlich und nicht wie im Traum, als der Vater ihn einfach ignorierte.

Lange überlegte Itachi, wie er es am besten formulierte. Man hätte fast meinen können, er würde keine Antwort mehr geben. "Unsere Mutter Mikoto war sehr liebevoll und fürsorglich. Sie hat immer versucht sich bestmöglich um uns zu kümmern." Er lächelte leicht, als er über ihre Mutter sprach, rief sich ein Bild von ihr in Erinnerung. "Vater hat viel Leistung von uns verlangt, ich habe schon früh angefangen zu arbeiten, weil er es so wollte. Wir beide haben jede freie Minute die ich hatte zusammen verbracht." Itachi sah weiter aus dem Fenster.

Sasuke dachte wirklich, dass keine Antwort mehr käme, blickte daher auf die weiße Decke und seufzte schwer und leise auf. Jedoch blickte er rasch wieder auf, als Itachi doch noch zu sprechen begann, ihm von Mutter erzählte und wie sie war. Leicht lächelnd hörte Sasuke zu, wiederholte leise ihren Namen und stockte aber, als sein Bruder über den Vater sprach und das dieser sehr viel abverlangte. Also war der Traum doch nicht so verkehrt, seine Eltern waren wirklich so ... aber eines störte Sasuke etwas. Itachi kam gar nicht in diesem vor. Wo war er geblieben, wenn sie denn jede freie Minute miteinander verbracht hatten? " Vater war also wirklich so herablassen", murmelte er leise, ballte die Fäuste und zerknautschte so die Bettdecke zwischen seinen Händen. Es stimmte ihn traurig, dass dem so war, dass dieser Traum nur das widerspiegelte, dass wirklich einst war und an das er sich nicht mehr erinnern konnte. Eines empfand er allerdings als sehr schön, die Tatsache, dass seine Mutter warm und freundlich war, dass sein Bruder da war und das wann immer er kurz Zeit hatte. Es beruhigte Sasuke ungemein und er seufzte erleichtert aus.

Itachi schien in Erringungen zu schwelgen. Sein Blick wirkte leicht verträumt und seit Jahren hatte er diese besagten Erringungen nicht mehr zugelassen, sie hätten ihn bei seinen Mission nur behindert. Gefühle waren meist im Weg, wenn man Auftragsmorde und Ähnliches verrichten musste. "Wir haben zusammen trainiert, du warst immer ganz verbissen, genauso gut zu sein wie ich. Wir haben Mamas Reisbällchen zusammen am See gegessen, sie hat sie immer selbstgemacht, jedem seine Lieblingssorte." Gedankenverloren strich er sich über sein schmerzendes Auge, seine Sicht war verschwommen. "Vater war wirklich so, tut mir Leid, dass ich das so sagen muss."

Sasuke blickte immer wieder zu seinem Bruder, merkte, dass dieser wohl etwas in Gedanken war, ihm jedoch bereitwillig von ihrer Mutter erzählte und wie lieb und freundlich sie war. Auch hörte er heraus, dass er mit Itachi wohl öfter trainieren war, nur was hatten sie trainiert? Überlegend legte Sasuke den Kopf schief, schwang die Bettdecke von sich runter und versuchte selbstständig aus dem Bett aufzustehen. Er blieb jedoch vorerst auf der Bettkante sitzen, seufzte leise bezüglich der Worte, wegen ihrem Vater auf. „Es ist nicht deine Schuld, dass er so war. Vielleicht konnte er nicht anderes." Ja, sicher war es so, sicher konnte ihr Vater nicht zeigen, dass er seine Söhne eigentlich gern hatte. Wie naiv Sasuke manchmal doch war, er dachte wahrlich daran, dass auch ihr Vater seine guten Seiten hatte, ebenso sein Bruder. Wenn er nur wüsste, wie die Wahrheit tatsächlich war, dass er hier mit Itachi, den er eigentlich hasste, zusammen war. Seinem Bruder, der seine Eltern und den gesamten Clan getötet hatte, abgesehen von ihm. Er erinnerte sich nur nicht, der Kopf blieb diesbezüglich leer, geschützt von dichtem Nebel, der seine Erinnerungen wie ein festes Band umhüllte.

Itachi war froh darüber, dass Sasuke ihm keine Fragen stellte, die ihn wahrscheinlich in die Enge treiben würden, ihn dazu zwingen würden, seinem kleinen Bruder sagen zu müssen, dass er kaltblütig den gesamten Clan getötet hatte und nur Sasuke übrig gelassen hatte.Was für ein kaltherziges Arschloch Fugaku wirklich gewesen war und Itachi irgendwann auch mal durchdrehte, weil er den ganzen Druck nicht mehr ertragen konnte ... "Woran denkst du Sasuke? Siehst sehr nachdenklich aus ... Hast du Hunger?" Itachi wollte seinen Bruder nicht anlügen, so ließ er die schlimmsten Dinge weg, in der Hoffnung, Sasuke würde nicht danach fragen.

Nachdenklich sah er aus? Sasuke hob den Kopf und blickte zu Itachi rüber und fragte sich ... aja die Glasscheibe im Fenster, sicher hatte er es durch diese gesehen. „Ich habe mich nur gefragt, was wir trainiert haben", ging Sasuke auf die erste Frage ein, auf die Zweite hin schüttelte er nur seinen Kopf, verspürte im Moment noch keinen Hunger, sondern eher noch das Bedürfnis etwas Schlaf zu gebrauchen. Er war noch etwas müde, der Kopf schmerzte erneut ... jedoch nur leicht. "Hast du etwas dagegen, wenn ich mich noch etwas ausruhe. Meine Frage kannst du mir auch danach noch beantworten. So wichtig ist sie im Moment nicht." Er legte sich wieder in die Kissen und deckte sich mit der Decke zu. Etwas schlafen war genau das richtige, die Frage konnte warten und mit Sicherheit war es auch nicht so von großer Wichtigkeit, das er sie gleich beantwortet haben wollte. Leise seufzend rollte sich Sasuke auf die Seite, schloss wieder seine Augen und mümmelte sich schön in die warme Decke ein. Sofort schlafen konnte er aber dennoch nicht, er schlug die Augen erneut auf und blickte zu Itachi rüber. Er hatte wesentlich besser geschlafen, als sein Bruder neben ihm gelegen hatte, aber sollte er wirklich fragen, ob er das erneut machen würde?

"Ich erkläre es dir später und dann gibt es auch etwas zu Essen." Wieder ein leichtes Lächeln, eines der wenigen in den letzten Jahren. Fugaku hatte Itachis Gefühle und Empfindungen praktisch einfrieren lassen und er stellte fest, dass Sasuke ihn langsam aufzutauen begann... War das also gut oder schlecht? Gefühle standen einem doch nur im Weg, so hatte er es die letzten Jahre immer gehalten. Er betrachtete den Jüngeren, bis dieser sich eingerollt und auf die Seite gelegt hatte, dann trat er an das Bett heran und setzte sich auf die Bettkante. Als Itachi davon überzeugt war, dass Sasuke schlief, legte er sich wieder zu ihm, strich ihm sanft und beruhigend über den Rücken. Sasuke hatte ihn für einen Moment angesehen, den Blick hatte er ganz deutlich im Rücken gespürt, was hatte er ihm damit sagen sollen?

Sasuke vernahm die Worte, nicht aber das leichte Lächeln, denn dafür war schon zu müde, konnte nur noch ein leises „in Ordnung" von sich geben und schlief schließlich erneut ein. Scheinbar war der Sturz auf den Hinterkopf doch etwas zu feste, forderte noch immer den Tribut                der Müdigkeit und ließ ihn lange schlafen. Nicht einmal dass Itachi sich zu ihm setzte, wenig später sich sogar zu ihm legte, bekam der Jüngere noch mit. Stattdessen seufzte er im Schlaf leise auf, träumte erneut und dieses Mal sogar etwas klarer. Wobei er sich sicher war, das es nur durch die Erzählungen seines Bruders kam. Ein See. Still dieser lag vor Sasuke und nur ab und zu schlug dieser leichte wellen, als sich ein Blatt vom Baum löste und auf das sonst so ruhige Wasser fiel. „Sasuke", hörte er jemanden rufen, drehte sich daher um und schaute mit seinen Knopfaugen rauf in die seines Bruders. „Aniki", freute er sich, streckte die kleinen Hände nah diesem aus und wollte auf den Arm genommen werden. "Verzeih mir Sasuke, ein anderes Mal", tippte er ihm gegen die Stirn und Sasuke schmollte. Sein Gesicht hellte jedoch rasch wieder auf, als er den Duft von Reisbällchen vernahm und freudig versuchte er in den Korb, den Itachi bei sich trug zu schauen. Es war ein schöner Traum, einer der ihn lächeln und ruhig weiter schlafen ließ.

Die ganze Zeit über wachte Itachi wieder über seinen Bruder, wurde deutlich ruhiger und entspannter, als er feststellte, dass Sasuke im Schlaf lächelte, er schien einen angenehmen Traum zu haben. Daraus wollte er ihn natürlich nicht wecken. Sollte der Jüngere ruhig solange schlafen, wie er es halt brauchte. Itachi mochte das leise Seufzen, das fand er an seinem Bruder richtig niedlich.Niedlich? Hatte er das gerade wirklich gedacht? Wahrscheinlich würde Sasuke das nicht gefallen, wie Itachi so über ihn dachte. Dass er die gesamte Zeit über seinen Bruder wachte, forderte langsam seinen Tribut. Itachi wurde sehr müde, konnte sich kaum noch wachhalten. Und als Sasuke schon viele Stunden geschlafen hatte, passierte es. Erschöpft fielen ihm die Augen zu, eine Hand lag immer noch auf dem Rücken des jüngeren Uchihas und er sank ins Reich der Träume.

Sasuke spürte eine streichelnde Hand, welche er im Traum ebenso spürte, diese von seinem Nii-san kam und ihm über den Kopf wuschelte. Es war ein herrlicher Tag am See, die Reisbällchen schmeckten lecker, zu zweit sowieso und doch war er traurig, da er wusste, dass sein Bruder gleich wieder gehen musste. Sasuke ließ die Füße im Wasser baumeln, aß das letzte Bällchen auf und blickte mit seinen schwarzen Knopfaugen zu Itachi auf. „Ich hab dich lieb, Aniki." Er reichte erst seinem Bruder das nun leere Schälchen und fiel ihm dann kurz um den Hals, als er dieses im Korb verstaut hatte. Dass er diese Worte ebenfalls im Realen gesagt hatte, bekam Sasuke gar nicht mit, nur wie etwas auf seinem Rücken ruhte und langsam schwer wurde. Diesbezüglich wurde er auch langsam wach, öffnete die Augen und sah seinen schlafenden Bruder neben sich liegend vor. Vorsichtig streckte er nun die Hand nach ihm aus, streifte eine der verirrten Haarsträhnen aus seinem Gesicht und verhielt sich ruhig, um Itachi nicht doch noch aufzuwecken.

Die Erschöpfung hatte Itachi vollkommen übermannt, nur leider waren es keine guten Träume, die ihn heimsuchten. Er hörte noch die leisen Worte, die Sasuke scheinbar im Schlaf gemurmelt habe, dass er ihn lieb hätte. Hatte er das wirklich richtig gehört? Es gab ihm auf jeden Fall innere Ruhe ... die er im Traum leider nicht mehr hatte. Itachi träumte, dass sein Vater ihm die Augen mit bloßen Händen ausriss und er vor Schmerzen schrie. Blut strömte heraus, lief über sein Gesicht und er fiel auf die Knie, war vollkommen alleine. Niemand, der ihm eine Hand zum Aufstehen reichte oder ihm gut zusprach und ihn zu beruhigen versuchte. Schweiß stand ihm auf der Stirn, er wirkte deutlich angegriffen. Aus seinem rechten Auge traten ein paar Blutstropfen hervor, ließen ihn wieder hochschrecken. Schwer atmend sah er sich um, sah direkt in das Gesicht seines jüngeren Bruders. Itachi wollte keine Schwäche zeigen, doch das hatte er jetzt wohl gesehen.

Sasuke bemerkte sehr rasch, dass es seinem Bruder an Hand des leichten Schweißfilmes auf der Stirn nicht gut ging, wollte diesen gerade abtupfen und wich aber erschrocken zurück, als er das heraustretende Blut auf seinem rechten Auge sah. Was war passiert, warum blutete sein Bruder aus dem Auge heraus? Hatte dieser sich im Schlaf oder schon vorher verletzt? Überfragt sah Sasuke seinen Bruder an, als dieser hochschreckte und ihn genau ansah. Deutlich sah er ihm an, das es ihm nicht gut ging, dass er schlecht geträumt haben musste, doch Sasuke wusste erst mal nicht was er sagen sollte, reichte ihm nur ein Taschentuch und tupfte mit einem weiteren Itachis Stirn trocken.

In einer fahrigen Handbewegung nahm Itachi wortlos Sasuke das Taschentuch aus der Hand, wischte sich damit das schweißnasse Gesicht trocken. Auch seine Haarsträhnen klebten an seinen Wangen.Im Allgemeinen konnte man wohl sagen, dass er einen fast schon erschreckenden Anblick bot. Für einen Moment wanderte sein Augenmerk kurz nach Links und nach Rechts, registrierte, dass er immer noch in seiner kleinen Hütte war. Er seufzte leise, war erleichtert darüber, dass es zum Glück nur ein Traum gewesen war. So wie Sasuke ihn ansah, schien irgendetwas nicht zu stimmen und dann merkte er auch was - sein rechtes Auge blutete, es rann ihm über die Wange, rasch wischte er es sich aus dem Gesicht. "Tut ... mir leid ... falls ich dich erschreckt haben sollte ...", flüsterte er gedanklich abwesend.

Abwartend, dass sein Bruder sich säuberte, saß Sasuke kerzengerade im Bett und starrte Itachi noch immer wegen des blutenden Auges an. Wie kam es dazu, warum passierte das? Sasuke war überfragt, sah den Älteren noch immer aufmerksam an und wie er sich langsam zu fassen versuchte. Itachi wirkte sehr blass, durcheinander und irgendwie passte das nicht zu ihm. Sasuke schüttelte auf seine Worte hin den Kopf, deutete an, das es so in Ordnung für ihn war, er sich nur kurz erschrocken hatte. "Mir geht es gut, aber von woher kommt das Blut? Hast du das öfter?", wollte er wissen, klang ein wenig besorgt und hoffte auf eine Antwort. Nicht, dass er noch krank wäre oder so, ihm etwas verschwieg, das auf eine Krankheit schloss.

Man konnte Sasuke ansehen, dass dieser eine Menge Fragen zu haben schien, wahrscheinlich bezüglich des Blutes, dass ihm aus dem Auge gekommen war. "Ich hab nur schlecht geträumt ... denke ich ...", murmelte er leise, schüttelte dabei immer noch verwirrt den Kopf. "Meine Augen schmerzen ... ich hab das öfter ... allerdings noch nie im Traum, das ist das erste Mal gewesen...Ich bin nicht krank oder so, falls du das denkst, mach dir da also keinen Kopf." Itachi spürte die Besorgnis seines Bruders ihm gegenüber, allerdings machte es dem älteren Uchiha traurig zu wissen, dass Sasuke nie so mit ihm reden würde, wenn er nicht sein Gedächtnis verloren hätte. Er würde ihn wieder zum Kampf herausfordern und ihn töten wollen und nichts anderes.

Die ganze Zeit über starrte Sasuke auf das blutende Auge, wie Itachi es schließlich säuberte und sich versuchte zu erklären, ob nun glaubhaft oder nicht. Woher kam es nur, warum speiste sein Bruder in so wortkarg ab? „Du hast das öfter? Ja aber warum, was hat das zu bedeuten?", verlangte er zu wissen, verschränkte die Arme vor der Brust und wollte endlich einmal Klarheit. Es nervte, dass Itachi scheinbar etwas verschwieg, er wollte doch nur wissen was los war und woher das Blut kam. In welchem Zusammenhang ... "Nii-san bitte ...", blickte Sasuke seinen Bruder flehend an, rutschte näher zu ihm und streckte zum zweiten Mal an diesem Tag seine Hand nach dem Älteren aus. Kurz vor dessen Gesicht zog er sie wieder zurück, legte sie an die Stelle seines Herzens und seufzte schwer auf. Würde er nun endlich erfahren was los war, woher das Blut kam und ob so etwas noch öfter passieren konnte? Sasuke machte sich doch nur Sorgen, wollte das es seinem Bruder gut ginge ... er war doch das Letzte, was er noch hatte und er wollte nicht ihn auch noch verlieren.

Itachis Augen leuchteten Sasuke blutrot entgegen, er sah ihm direkt in die Augen. "Genau wie du, besitze ich das Sharingan, ein Dojutsu. Ich habe die weiterentwickelte Form, das Mangekyo Sharingan, es lässt einen mit der Zeit erblinden und je öfter man es benutzt, desto schneller passiert das. Ich habe Schmerzen, mein rechtes Auge ... die Sicht ist bereits verschwommen ... deshalb blutet es öfter. Ich bin froh, dass du es nicht hast, und ich nicht mitansehen muss, wie du darunter leidest. Es entkräftet sehr und macht mich kaputt", flüsterte Itachi leise, griff Sasukes Hand, die an seinem Herz lag. Sasuke musste auch gespürt haben, wie schnell sein Herz in diesem Moment schlug, denn er brauchte die Nähe des Jüngeren, nur er gab ihm das Gefühl zu leben. Sasuke hatte ihn wieder Nii-san genannt, so wie früher. Er führte dessen Hand zu seinem Mund und küsste sie ganz sanft, sah Itachi ihn aus seinen jetzt wieder onyschwarzen Augen an, lächelte sogar ganz leicht.

Trotz, dass ihn zwei rote Augen ansahen, diese etwas seltsam wirkten, zeigte Sasuke keinerlei Angst und sah fasziniert und gespannt lauschend in diese. Hin und wieder runzelte er der Worte wegen mit der Stirn, nickte sogar leicht und schluckte schwer, als er hörte das Itachi an diesem Jutsu erblinden würde. Es stimmte ihn traurig zu wissen, dass sein Bruder irgendwann nichts mehr sehen würde, weder ihn noch die Schönheit der Natur. „Kann man denn gar nichts dagegen machen?", wollte er wissen, spürte wie Itachi seine Hand nahm und zuckte bezüglich dieser Geste leicht in sich zusammen und doch ließ er zu, dass sein Bruder diese sachte küsste. Warum auch immer, es war ihm egal, er sah Itachi einfach nur abwartend an, streckte die noch freie Hand nach ihm aus und streifte mit dieser eine der langen Haarsträhnen hinter dessen Ohr. Es war nicht fair, Itachi sollte erblinden und er würde weiterhin sehen und das obwohl er ebenfalls diesen Sharingan besaß, nur eben nicht solch ein starkes wie sein Bruder. Das Lächeln das ihm dabei entgegengebracht wurde, ließ auch Sasuke kurzzeitig lächeln, ehe er wieder ernst wurde und immer noch eine Antwort abwartete, jene ob es nicht doch eine Möglichkeit gäbe, das langsame Erblinden zu stoppen.

"Nein, es lässt sich nicht verhindern, irgendwann wird es passieren ...", erwiderte Itachi leise. Natürlich gab es eine Möglichkeit, aber die empfand er trotz der Tatsache, dass er ein kaltblütiger Mörder war-wofür sich Itachi inzwischen selbst hasste - als zu brutal und gewalttätig. Man musste einem anderen Uchiha, möglichst sogar einen der auch das Mangekyo Sharingan besaß, dessen Augen entfernen und sie sich selbst einsetzen, denn dann würde man das ewige Mangekyo Sharingan erhalten, die stärkste Dojutsu, die es gab, ohne dass man daran erblinden würde. Madara Uchiha, der Gründer des Clans hatte dies mit seinem Bruder getan. Kurz schloss er die Augen und genoss die sanfte Berührung, die Sasuke ihm entgegenbrachte, als dieser ihm seine Haarsträhne zurück strich. „Du gibst mir das Gefühl zu leben ... Ototou ...", sagte er leise.

Empört schnaufte Sasuke, nicht aber wegen Itachis Worten, sondern viel mehr darüber, dass es keine Möglichkeit gab ihm zu helfen und, dass er irgendwann nicht einmal mehr die Hand vor Augen sah. "Das ist ungerecht", murmelte der jüngere Uchiha leise, sah auf und wie Itachi seine Augen schloss, wohl um innere Ruhe oder wie auch immer, etwas damit zu finden. Er gab ihm das Gefühl zu leben? Sasuke war etwas verwundert, blickte seinen Bruder mit großen Augen an und nahm schließlich seine Hand wieder weg, um diese auf seinen eigenen Schoss zu legen. "Du lebst aber doch und immerhin lebst du auch ohne mich. Laut deinen Erzählungen wohnen wir doch nicht mal zusammen, oder hast du ein Detail ausgelassen?", erfragte Sasuke, wurde nun doch etwas misstrauisch, zog die andere Hand nun auch noch weg und faltete beide in sich zusammen, um ein wenig der nervösen Anspannung, beschäftigt zu sein. Er war sich sicher, dass etwas nicht stimmte, sein Bruder etwas verschwieg und das galt nun herauszufinden, notfalls  mit Druck dahinter.

Empört schnaufte Sasuke, nicht aber wegen Itachis Worten, sondern viel mehr darüber, dass es keine Möglichkeit gab ihm zu helfen und, dass er irgendwann nicht einmal mehr die Hand vor Augen sah. "Das ist ungerecht", murmelte der jüngere Uchiha leise, sah auf und wie Itachi seine Augen schloss, wohl um innere Ruhe oder wie auch immer, etwas damit zu finden. Er gab ihm das Gefühl zu leben? Sasuke war etwas verwundert, blickte seinen Bruder mit großen Augen an und nahm schließlich seine Hand wieder weg, um diese auf seinen eigenen Schoss zu legen. "Du lebst aber doch und immerhin lebst du auch ohne mich. Laut deinen Erzählungen wohnen wir doch nicht mal zusammen, oder hast du ein Detail ausgelassen?", erfragte Sasuke, wurde nun doch etwas misstrauisch, zog die andere Hand nun auch noch weg und faltete beide in sich zusammen, um ein wenig der nervösen Anspannung, beschäftigt zu sein. Er war sich sicher, dass etwas nicht stimmte, sein Bruder etwas verschwieg und das galt nun herauszufinden, notfalls eben mit Druck dahinter.

"Das ist nicht ungerecht, der gesamte Clan hatte damit zu kämpfen. So ist der Lauf des Lebens. Jedes gute Jutsu muss auch einen Nachteil haben und wir sind irgendwann dazu verdammt, mit unserem Dojutsu davon zu erblinden. Dafür waren wir auch der mächtigste Clan von Konoha." Itachi hatte sich innerlich gewünscht, dass Sasuke seine Hand nicht so schnell wieder weggenommen hätte, aber das konnte er ihm schlecht sagen.
"Wir hatten uns schon länger nicht mehr gesehen, du bist bei Orochimaru, einem der drei legendären San-nin in der Ausbildung gewesen, bist dadurch sehr stark geworden. Und eigentlich ... solltest du mich hassen ... so war es zumindest, bis du dich verletzt hast ..." Widerwillig sprach Itachi dies aus, hatte Bedenken, dass Sasuke sofort aufstehen wollen würde, um zu gehen und ihn nie wiederzusehen. Er hasste sich selbst dafür, es doch gesagt zu haben, wobei Itachi sich eigentlich vorgenommen hatte, diese Tatsache nicht zu erwähnen.

Erst wirkte Sasukes Gesicht verdutzt, dann strahlte er bezüglich darauf hin, dass seine Familie zum mächtigsten Clan gehört hatte und doch hatte er diesbezüglich noch immer keine Erinnerungen, sein Kopf war immer noch leer, getrübt von dichtem Nebel, welcher sich im Morgengrauen über einen stillen See legte. Dennoch hörte er Itachi weiter zu, erfuhr, dass sie sich längere Zeit nicht gesehen hatten, er bei jemand trainiert hatte und doch war ihm dieser Orochimaru völlig fremd. Nicht mal der Name sagte ihm irgendwas, auch nicht als er angestrengt versuchte über diesen nachzudenken. Alles blieb leer, als wäre es nie da gewesen. Sasukes Augen wurden bei „solltest du mich hassen", genau bei diesen Worten, riss er die Augen weit auf und blickte den Älteren fassungslos an. Warum sollte er ihn hassen, das ergab keinen Sinn! Itachi schien ... hatte er ihm etwas verschwiegen? Sasuke blieb vorerst auf dem Bett sitzen, wirkte nachdenklich, teilweise geschockt und kein Wort verließ für Minuten seine Lippen. Er musste er mal über diese gesagten Worte nachdenken, diese sacken lassen und kaute angestrengt auf seiner Unterlippe. Lange sprach er nicht, sah erst nach gut einer halben Stunde wieder gefasster auf Itachi und stellte die alles entscheidende und für ihn enorm wichtige Frage. „Warum sollte ich dich hassen, das ergibt keinen Sinn!"

Leise seufzte der ältere Uchiha und sah zu Boden. Er hätte es wirklich nicht sagen sollen. Und jetzt schuldete er Sasuke auch noch eine Antwort, eine die er ihm nicht geben konnte und wollte. Es fiel ihm so schwer, darüber zu sprechen, so unsagbar schwer ... Sasuke würde ihn wieder hassen, dessen war er sich sicher. "Versprich mir etwas, Sasuke, wenn ich dir deine Frage beantworte. Bitte versprich mir, dass du nicht weglaufen wirst, wenn du es wieder weist." Itachi sah seinen Bruder wieder an und er musste zugeben, er hatte Angst, Angst, Sasuke wieder zu verlieren. "Bleib bitte bei mir, egal, was ich dir gleich sagen werde und hab bitte keine Angst, denn ich bereue meine Taten."

Abwartend, die Hände nervös im Schoss knetend vernahm Sasuke das leise Seufzen, den angespannten Gesichtsausdruck Itachis und wie dessen Blick schließlich zu Boden glitt. Es musste ihn also unsagbar schwerfallen seine Frage zu beantworten, ebenso schloss seine Bitte, welche so seltsam klang, darauf und Sasuke wusste noch immer nicht, was Itachi ihm sagen wollte. So langsam verlor er die Geduld, seufzte selber auf und dieses klang mehr als genervt. "Also schön, ich verspreche es. Ich werde nicht weglaufen", nickte er einverständlich wirkend, blickte hoffnungsvoll in Itachis Augen, wartend, dass dieser endlich begann die ganze Wahrheit zu sagen. Doch welche Taten bereute er, war es so schlimm, dass er jetzt schon irgendwie um Verzeihung bat? "Itachi bitte, jetzt sag es mir endlich. Ich werde dir auch zuhören und sitzenbleiben!" Wieder eine Bitte seitens Sasuke, und so langsam schwand die Geduld immer mehr, vermischte sich mit Ungeduld und leichtem Zorn, der seine rechte Schläfe zum Pochen brachte.

Was soll's, Itachi hatte sowieso nichts mehr zu verlieren, wenn er Sasuke vom Clan-Mord erzählt hatte ... Sasuke würde ihn wieder hassen, so oder so. "Wir haben unsere Familie nicht mehr, weil ich sie vor ein paar Jahren umgebracht habe. Vater hat mich so oft in die Enge getrieben und Leistungen von mir verlangt, die ich unmöglich erreichen konnte, ich bin ausgerastet und kam erst wieder zu mir, als sie tot vor mir lagen. Jetzt weißt du es wieder. Und ich sollte gehen." Wie würde Sasuke darauf reagieren? Er legte seine Hände in den Schoss, versuchte sich zu beruhigen, denn seine Hände zitterten und er wollte nicht, dass sein Bruder das sah.

Sasukes Augen wurden immer größer, er konnte nicht glauben, was sein Bruder da von sich gab, dass dieser seine gesamte Familie umgebracht hatte und das nur, weil er sich in die Enge getrieben fühlte. Schluckend saß er auf dem Bett, nicht gewillt etwas zu sagen, musste alles erst einmal sacken lassen und nachdenklich die Stirn runzeln ... Moment, er wollte gehen? Sasuke hob den Kopf, versuchte Itachi anzusehen und dabei sah er leider auch, dass dessen Hände zitterten und das nicht gerade wenig. "Du ... du hast sie beide umgebracht?", wiederholte er leise, schluckte dabei den riesigen Kloß in seinem Hals runter und nun war er es, der zitterte. Nicht aber aus Angst, mehr vor Wut, weil er erst so nett von Mutter sprach und dann hatte er sie kaltblütig umgebracht. Sasuke verstand nichts mehr, er stand vom Bett auf und tappte rückwärts durch das Zimmer, dabei seinen Bruder nicht eine Sekunde aus den Augen lassend.

"Du willst jetzt sicher nichts mehr mit mir zu tun haben, einem Mörder ... Denn das bin ich, ein verdammter Mörder." Er sah seinen Bruder an, der sowohl wütend als auch ängstlich wie ihm schien, sich ein paar Schritte rückwärts vom Bett entfernte. "Und gehen sollte ich jetzt wohl, da du mich wieder hassen wirst. Lass es an mir aus, wenn du das willst." Itachi stand auf und breitete seine Arme aus. Sollte Sasuke doch tun, was er für richtig hielt und ihn verletzen oder irgendetwas, um seine überschüssige Wut loszuwerden. Der ältere Uchiha würde es wahrscheinlich nicht noch einmal übers Herz bringen, Sasuke noch einmal zu schaden und wenn dieser Wut auf ihn hätte, bitte, dann sollte er sie eben auslassen.

Sasuke wich immer mehr aus, ballte die Hände zu Fäusten und sah Itachi wild funkelnd an. Seine Augen waren gezeichnet von Zorn, ebenso von Enttäuschung angelogen worden zu sein und nun sah er wie sein Bruder sich erhob und langsam mit ausgestreckten Armen auf ihn zukam. Eine Sicherung brannte durch, alles an Gefühlen braute sich zu einer gewaltigen Kugel zusammen und schneller als gedacht, trat auch er auf seinen Bruder zu. Mit den geballten Fäusten schlug er auf den Brustkorb Itachis ein, er schrie ihn an, zog ihn an den Haaren und trat in gegen beide Schienbeine." Du verdammter Egoist, hast du einmal an mich gedacht, wie ich mich all die Jahre gefühlt haben musste? Du hast nur an dich gedacht und ich war noch ein Kind. Verdammt noch mal, ich hätte meine Eltern beide gebraucht, auch wenn Vater angeblich so kalt war. Wer weiß schon, ob das nicht eine Lüge war!" Jetzt krallte sich Sasuke in dem Hemd seines Bruders fest, vergoss Tränen, konnte und wollte diese nicht unterdrücken und vergrub seine Nase in dem schwarzen Stoff.

Natürlich tat es weh, als Sasuke seine Wut an ihm ausließ und es war wirklich nicht ohne, wenngleich nicht soviel Kraft dahintersteckte, wie als sie miteinander gekämpft hatten. Vielmehr schmerzte es allerdings, Sasuke so aufgelöst zu sehen, wie er weinte und mit sich rang. Itachi wollte Sasuke am liebsten in den Arm nehmen, aber das konnte er einfach nicht, er hatte viel zu viel Angst davor, abgewiesen zu werden, weg geschubst zu werden. Was auch immer in dieser Richtung. Schweigend und ohne das Gesicht zu verziehen, ließ er alles, was Sasuke ihm antat über sich ergehen, bis dieser sich in seinem Shirt festkrallte. "Ich hab dich am Leben gelassen, ich wollte dich schützen ... aber glaub mir, das soll keine Rechtfertigung sein, ich weiß, was ich getan habe und ich weiß auch, dass es mit einer einfachen Entschuldigung nicht abgetan ist. Ich hab nicht nur an mich gedacht, nur an dich und das die ganze Zeit." Itachi rang sich dazu durch, seine Hand auf das rabenschwarze, widerspenstige Haar seines Bruders zu legen und beruhigend darüber zu streichen.Er verstand die Wut, den Zorn, die Trauer, die der Jüngere empfand und er konnte es Sasuke nun wirklich nicht verdenken, wenn er ihn wieder so hassen würde, wie früher. "Vater war immer so. Und das hat sich nie geändert."

Schluchzend vergrub Sasuke sich weiter in den weiten eines Stück Stoffes, das sich Shirt nannte, sich somit verstecken wollte und sich seiner Trauer, die er nun empfand zu schämen. Alles musste raus, die Wut, Verzweiflung, gemischt von Hass, der sich langsam zurück in seinen Körper fraß und ihn zucken ließ. „Vor was, vor was wolltest du mich schützen? Was gab dir das Recht über das Leben unserer Eltern zu entscheiden? Du hattest keinen Grund für diese Tat und dein dämlich angekratztes Ego zählt nicht, das ist keine Entschuldigung, für das, was du getan hast!" Alles sprudelte nur so aus Sasuke heraus, er spürte die Hand, wie diese über seine Haare strich und er wich bezüglich dieser seitlich aus. Er wollte nicht angefasst werden, nicht jetzt, nicht in seiner Trauer und erst recht nicht von seinem Bruder, der die Schuld dafür trug. Sasuke sah dennoch rauf zu Itachi, in dessen Augen und erkannte darin etwas, das aussah wie Einbuße, als würde er wirklich aus tiefstem Herzen bereuen. „Ich will alleine sein, muss nachdenken." Sasuke löste sich von seinem Bruder, setzte sich auf die Bettkante und stützte den Kopf in seine Hände. Er hasste Itachi nicht, jedenfalls nicht so wie schon einmal, daran erinnerte er sich nicht wirklich, doch er war verletzt und brauchte Zeit, um vergeben zu können.

"Ich kann es dir nicht sagen ... ich bin ausgerastet ... und weiß es selbst nicht mehr so genau ... in dem Moment war ich nicht ich selbst. Es mag für dich wie eine Ausrede oder Rechtfertigung klingen, aber so ist das nicht. Ich weiß, dass sich meine Taten nicht ungeschehen machen lassen. Schützen wollte ich dich vor unserem Vater, er hätte dich genauso kaputt gemacht, wie er es mit mir getan hat. Es hat mich fürs Leben geprägt und das nicht unbedingt im positiven Sinne." Itachi seufzte leise, kaum vernehmbar, als Sasuke ihm auswich und sich entfernte.
"Ich werde nach draußen gehen, nehme dir soviel Zeit wie du brauchst ...", sagte er zu seinem Bruder und verließ die Hütte, schloss die Tür hinter sich. Itachi setzte sich ins weiche Gras, genoss den Windhauch, der ihm die langen Haarsträhnen aus dem Gesicht strich. Er würde warten ... wie viel Zeit auch immer Sasuke brauchen würde ...

Sasuke grummelte leicht, drehte sich aber nicht um und ließ Itachi ausreden. Schützen wollte ihn dieser also, als ob er sich nicht selbst hätte schützen können. So schwach fand sich Sasuke nicht, er ballte erneut die Fäuste zusammen, blickte starr aus dem Fenster und zitterte vor Wut. Leise drangen die letzten Worte seines Bruders zu ihm vor, er zuckte nicht mal, drehte sich auch nicht um, sondern ließ Itachi einfach ungesehen nach draußen gehen. Seufzend blickte Sasuke weiterhin aus dem Fenster, blickte den Wald mit seinen groß gewachsenen Bäumen an und wirkte sehr in sich gekehrt. Er konnte sich an das Massaker seines Bruders nicht erinnern, nichts davon kam ihm bekannt vor, kein Bild tauchte vor ihm auf, das dies hätte bestätigen können. Fakt war, dass Itachi das einzige Familienmitglied war, das er noch hatte, der sich um ihn kümmerte und hassen konnte er ihn nicht wirklich, dafür fehlten einfach die Erinnerungen. Seufzend steckte Sasuke die Hände in die Hosentaschen, drehte sich um und blickte auf die geschlossene Tür. Sollte er vergessen, noch mal von vorne anfangen ... Itachi eine zweite Chance geben?

Itachi vermutete, dass Sasuke jetzt sicher dachte, dass er ihn für einen Schwächling hielt, nur weil er ihm gesagt hatte, dass er ihn bloß hatte schützen wollen. Das hatte Sasuke früher schon immer gedacht und trotz des Gedächtnisverlustes würde sich das nicht geändert haben. Es gab nun mal Dinge, die würden sich einfach nie ändern. Der ältere Uchiha konnte nichts anderes tun, als abzuwarten und zu hoffen, dass Sasuke ihm irgendwann verzeihen würde. Vielleicht konnten sie dann ganz einfache Geschwister sein, so hoffte Itachi. Vielleicht war es ja wirklich eine etwas kindliche Sicht der Dinge, aber da Itachi außer seinem kleinen Bruder nun mal niemanden mehr hatte, wünschte er sich jetzt nichts sehnlicher, als mit ihm ein paar gemeinsame Stunden verbringen zu können. Immer wieder stellte er sich die Frage: Wie sollte es nun weitergehen? Denn genau davor hatte er Angst, vor dem Kommenden. In Sasukes Zustand war er so unberechenbar, schließlich könnte es auch passieren, dass Sasuke sich plötzlich wieder an alles erinnerte und dann würde ein weiterer Kampf ausbrechen, so schätzte er die Lage ein.

Barfuß schritt Sasuke doch zur Tür, machte dabei leise patschende Geräusche mit den Füßen, welche ihm irgendwie vertraut vorkamen. Ein Bild spiegelte sich vor ihm wider, eines wie er durch einen dunklen Flur tappte, an einer Tür stehenblieb und hoffnungsvoll dies erfragte: "Nii-san, darf ich bei dir schlafen?" Wie einen heftigen Schlag traf ihn diese Erkenntnis, jene die ihm deutlich sagte, dass Itachi noch immer sein Bruder war, dass er ihn nicht hassen durfte, es nicht im Vergleich zu vor wenigen Tagen, konnte. Deswegen konnte er auch nicht schlafen, deswegen weil es früher schon so gewesen sein musste, woher sonst diese ganzen Bilder? Sasuke biss sich auf die Unterlippe, griff nach der Türklinke, drückte sie aber noch nicht runter. Was sollte er Itachi sagen, das er ihn nicht hassen konnte? Wie sah das denn aus, aber es war nun mal die Wahrheit und schließlich sollte sein Bruder nicht alleine irgendwo da draußen sitzen und sich den Kopf zerbrechen. Entschlossen öffnete er nun doch die Tür, sah erst nach rechts, dann nach links und trat schließlich langsam heraus. "Itachi, wo bist du?", fragte er leise raus, schloss hinter sich die Tür und blickte sich weiterhin um, auf der Suche nach seinem Nii-san.

Etwas weiter entfernt saß Itachi, sein langes Haar lag nun offen auf seinen Schultern, der Zopf hatte sich gelöst. Das schien den Älteren nicht zu stören, er sah auf den kleinen See, der an der Hütte lag, schien tief versunken in seinen Gedanken zu sein. Erst, als er die leisen Schritte hörte, Sasuke auf ihn zukam, sah er auf, in Sasukes Gesicht, der ihn offenbar gesucht hatte. "Ich dachte du brauchst Zeit, zum Nachdenken?", fragte er leise, sah wieder auf den See hinaus, dessen glatte Oberfläche Itachi völlig faszinierte, auch wenn er es sich nicht anmerken ließ. Dieser See hatte etwas Beruhigendes ...

Vorerst blieb Sasuke auf sicherem Abstand zu Itachi stehen, sah wie er am See saß und auf ihn reagierte. In der Tat wollte er nachdenken, aber das wurde von Bildern aus der Vergangenheit gestört und zunichtegemacht. Es war irrelevant, gehört nicht hierher und so setzte sich der Jüngere neben seinen Bruder, selbst auf den See blickend. „Ich wollte auch nachdenken, aber ich wurde gestört", murmelte Sasuke leise, stützte den Kopf auf seinen mittlerweile angezogenen Knien und seufzte auf. "Als ich klein war, hab ich da mal bei dir geschlafen oder wollte ich das?" Er drehte nun doch den Kopf zu seinem Bruder hin, sah erst jetzt, dass diesem die langen Haare im Gesicht hingen und streifte sie wie eine Gardine einfach weg und hinter sein Ohr.

Die Berührung seines kleinen Bruders am Ohr, indem dieser ihm die Haare zurückstrich tat ihm wieder viel zu gut, mehr als sie eigentlich sollte und Itachi unterdrückte den Drang, die Augen zu schließen und es zu genießen. Wenn Sasuke wieder Vertrauen zu ihm fassen sollte, standen ihm seine Gefühle für Sasuke nur im Weg und deshalb musste er sich auch zurückhalten. "Du sagst, du wurdest gestört? Warum? Ich war doch hier draußen ...", sagte er leise und sah Sasuke an. "Erinnerst du dich wieder an etwas? Ich hab so das Gefühl, wenn du mich schon so fragst. Ja, du hast oft bei mir im Bett geschlafen, wenn draußen ein Sturm oder ein Gewitter getobt hat, oder du einfach nicht schlafen konntest, dann hast du immer bei mir gelegen, wir hatten eine Decke geteilt und ich habe dich gewärmt. Dann bin ich meist so lange wach geblieben, bis ich sicher war, dass du eingeschlafen bist."

Noch während Sasuke seine Hand wegnahm, fing sein Bruder an zu sprechen, wollte auf seine Störung hin eine Antwort haben und diesbezüglich kam die Frage, welche Sasuke erst beantworten würde, wenn Itachi ausgesprochen hätte. Er wollte ihm jetzt nicht ins Wort fallen, ihn unterbrechen. Immerhin sprach er von der Vergangenheit, von dem, was einmal war und wie schön dies scheinbar gewesen zu sein schien. Er hatte also oft bei ihm geschlafen, in einem Bett und das als er klein war. Wirklich erinnern konnte er sich nur schemenhaft, es fehlte einfach zu viel. „Ich erinnere mich nur an dieses eine Bild, wie ich an einer Tür stehe, hoffend frage, ob ich bei dir schlafen kann. Alles andere war dunkel", setzte er, nachdem sein großer Bruder fertig war an, spielte dabei mit dem Hosenbein und runzelte nachdenklich dabei die Stirn. „Auf deine Frage hin, wer gestört hat ... niemand, nur dieses ...." Er brach den Satz wieder ab, schüttelte den Kopf und faselte etwas von „unwichtig." „Ich weiß jetzt, dass ich dich nicht hassen kann und es nicht darf. Ich erinnere mich nicht mal an das, was damals war und du bist dazu noch mein Bruder, der letzte meiner Familie und sonst hab ich keinen mehr." Sasuke robbte im Sitzen näher an ihn ran, schlang schließlich die Arme um seinen Bruder und vergrub das Gesicht an seiner Brust. "Du bist der Einzige, der noch da ist ... für mich da ist."

"Du scheinst dich an die schönen Tage zu erinnern, die die wir zusammen verbracht haben. Ich hab immer viel bei der ANBU verbracht, aber alle Zeit, die ich sonst aufbringen konnte, war ich bei dir. Zum Spielen oder trainieren." War es Naivität oder einfach die Unwissenheit durch seinen Gedächtnisverlust, die Sasuke dazu verleitete, ihm so nahezukommen? Damit hatte Itachi nicht gerechnet, doch sein Herz begann vor Aufregung schneller zu schlagen, als sein jüngerer Bruder ihm die Arme um den Hals schlang und dessen widerspenstiges Haar an seinem Hals kitzelte. Sasuke war unglaublich warm ... wahrscheinlich, weil er so viele Stunden im Bett gelegen hatte. Er selbst war inzwischen durchgefroren, war über die Wärmequelle sehr dankbar. Sanft strich er Sasuke durchs Haar, ohne weitere Worte. Darauf wusste er einfach nichts zu sagen. Blieb Sasuke also nur bei ihm, weil er einfach niemand anderen aus der Familie mehr hatte? War er also nur ein Ersatz für die Eltern?

Trotz das Sasuke sich immer noch an der Brust seines Bruders vergraben hatte, lauschte er angestrengt seiner Worte, lächelte sogar diesbezüglich, als Itachi anfing über sie beide zu erzählen und das sie jede freie Minute zusammen waren. Ein schönes Gefühl, eine wohlige Wärme durchströmte ihn und er glaubte sogar den Herzschlag des Älteren zu hören. Vielleicht täuschte er sich auch, aber irgendwie wirkte es beruhigend auf ihn und er seufzte leise auf. Sasuke konnte sogar spüren wie ihm durch die Haare gestrichen wurde, sicher Itachi, jemand anderes war nicht hier. „Dein Herz ... es schlägt so schnell", murmelte er leise, hob langsam den Kopf und blickte seinen Bruder direkt an. "Lass uns noch mal neu anfangen, ja? Ich werde versuchen was war und warum du es getan hast. Im Grunde erinnere ich mich nicht mal und ich will ehrlich sein, ich möchte es nicht einmal." Sein Blick war entschlossen, sprach vieles wie, Hoffnung und ein warmes Lächeln aus, welches sich gleich auf seine Lippen legte und einzig seinem Nii-san galt.

"Bin ich ein Ersatz für Vater und Mutter für dich? Ein billiger Ersatz?", fragte er leise. Itachi wünschte sich nichts sehnlicher, als Sasuke noch viel öfter mal in seinen Armen halten zu dürfen, war allerdings fraglich, spätestes, wenn sein kleiner Bruder davon wusste, dass er etwas für ihn empfand, das würde ihn sicherlich abstoßen, womöglich sogar anwidern. Das Seufzen seitens Sasuke war ihm natürlich nicht entgangen und es beruhigte ihn zu wissen, dass Sasuke sich scheinbar zumindest halbwegs wohlfühlte. "Ich bin etwas aufgeregt ...", erwiderte Itachi zögernd, als sein kleiner Bruder sagte, dass sein Herz so schnell schlagen würde. So wie er Itachi in diesem Moment ansah, das erwärmte sein kaltes Herz, gab ihm wieder dieses warme Gefühl, leben zu dürfen und der älteste Uchiha war so unendlich dankbar dafür, durch einen Wink des Schicksals Sasuke nun wieder bei sich zu haben. "Ja ... von vorne anfangen ... das können wir ...", antwortete er mit einem ebenso fast schon warmen Lächeln, was er das letzte Mal vor einigen Jahren gezeigt hatte, er begann langsam wieder aufzutauen, Sasuke unbewusst wieder näher an sich heranzulassen. Aber würde es nicht wieder nur Schmerzen bringen, wenn er ihn zu nah an sich heranließ?

Sasuke sah etwas verwirrt hoch, blickte Itachi fragend an. Ersatz, nein das war er nicht, er war sein Bruder und das würde sich niemals ändern, auch nicht jetzt, wo er wusste was dieser getan hatte und warum. „Du bist mein Bruder, kein Vater und auch keine Mutter", gab er offen und ehrlich zu, schüttelte bezüglich der nächsten Worte den Kopf und vorsichtig die Hand um sie eben auf jene Stelle zu legen, welche so aufgeregt schien. „Du musst nicht aufgeregt sein, dafür gibt es keinen Grund", nickte er entschlossen, ließ die Hand noch ein wenig auf der Stelle liegen, nahm sie aber dann doch wieder weg und sah Itachi erneut an. Jetzt sah er auch das warme Lächeln, hörte die Worte und nickte leicht lächelnd, war erfreut zu hören, dass sein Bruder dem Neuanfang so ernst entgegenstand. Ihm gefiel es wie Itachi lächelte, er wirkte so sehr viel freundlicher, wärmer und das ließ ihn erneut leise seufzen. Trotz dass der Ältere seine, ihre Familie aus dem Weg geräumt hatte, fühlte sich Sasuke mit jeder Sekunde immer wohler und ganz langsam nullte ihn eine Müdigkeit ein, dass er fast schon am Einschlafen war.

Sasuke sah etwas verwirrt hoch, blickte Itachi fragend an. Ersatz, nein das war er nicht, er war sein Bruder und das würde sich niemals ändern, auch nicht jetzt, wo er wusste was dieser getan hatte und warum. „Du bist mein Bruder, kein Vater und auch keine Mutter", gab er offen und ehrlich zu, schüttelte bezüglich der nächsten Worte den Kopf und vorsichtig die Hand um sie eben auf jene Stelle zu legen, welche so aufgeregt schien. „Du musst nicht aufgeregt sein, dafür gibt es keinen Grund", nickte er entschlossen, ließ die Hand noch ein wenig auf der Stelle liegen, nahm sie aber dann doch wieder weg und sah Itachi erneut an. Jetzt sah er auch das warme Lächeln, hörte die Worte und nickte leicht lächelnd, war erfreut zu hören, dass sein Bruder dem Neuanfang so ernst entgegenstand. Ihm gefiel es wie Itachi lächelte, er wirkte so sehr viel freundlicher, wärmer und das ließ ihn erneut leise seufzen. Trotz dass der Ältere seine, ihre Familie aus dem Weg geräumt hatte, fühlte sich Sasuke mit jeder Sekunde immer wohler und ganz langsam lullte ihn eine Müdigkeit ein, dass er fast schon am Einschlafen war.

"Leg deinen Kopf auf meinen Schoss, dann döse etwas, wenn dir danach ist." Sanft strich er Sasuke über die Schulter, strubbelte ihm sein widerspenstiges Haar, brachte seinen kleinen Bruder dann dazu, sich auf den weichen Rasen zu legen und seinen Kopf auf dem Schoss des Älteren zu platzieren. "So liegt es sich doch besser, oder?", fragte er leise nach, begann damit, ihm durch das Haar zu streichen und mit einer Haarsträhne zu spielen. "Ich bin trotzdem aufgeregt, ich kann mich nicht so recht beruhigen. Magst du mir etwas aus deiner Ausbildung erzählen?"

Sasuke legte tatsächlich seinen Kopf auf Itachis Schoß, blickte nun von unten zu ihm rauf und hatte auch nichts dagegen einzuwenden, dass dieser ihm sanft das Haar strubbelte. Im Gegenteil, es fühlte sich angenehm an, er schloss ein wenig daraufhin seine Augen und seufzte zum wiederholten Male leise auf. „Ist ein wenig ungewohnt, aber durchaus besser als auf dem Rasen zu liegen", gab er schließlich zu, entspannte sich ein wenig mehr und gab einen kurzzeitig schnurrenden Laut von sich, als Itachi angefangen hatte, mit seinen Haaren zu spielen. Er verstand noch immer nicht, warum sein Bruder aufgeregt war, fragte aber auch nicht weiter nach, sondern lauschte seiner Frage und runzelte die Stirn. Ausbildung, Itachi wollte etwas von seiner Ausbildung wissen? Etwas unsicher schlug er die Augen wieder auf, blickte rauf zu ihm und reckte den Kopf etwas höher. „Ich würde dir ja gerne davon erzählen, aber ich kann mich im Moment nicht daran erinnern. Vielleicht kommt es wieder und dann erzähl ich dir alles, versprochen." Sasuke war selbst enttäuscht, dass er darüber nichts mehr wusste, ein riesiges Loch in seinen Erinnerungen klaffte und sich feiner Nebel darumlegte, wie eine Art Schleier, den man erst noch vertreiben musste.

"Auf dem Rasen hätte ich dich auch nicht liegen lassen. Es ist noch etwas frisch, wegen dem Nebel heute Morgen, deshalb ist der Rasen mit Tau bedeckt. Und ich möchte nicht, dass du dich noch erkältest. Als dein großer Bruder ist es meine Aufgabe, ein wenig auf dich zu achten, Otouto." Zufrieden stellte Itachi fest, dass Sasuke sich offenbar auf seinem Schoss wohlfühlte, was er dem süßen Schnurren entnahm, das dem Jüngeren entwich. "Manchmal hilft es, wenn man im Allgemeinen über Vergangenes spricht, dann findest du eher wieder zu deinen Erringungen zurück. Ich hoffe natürlich, dass du alles wiederfindest und ich denke, so werden wir das auch recht gut hinkriegen. Ich möchte so bald wie möglich alles wissen, was dir so widerfahren ist in den letzten drei Jahren." Itachi interessierte sich wirklich sehr für Sasukes Vergangenheit, irgendeine Lösung musste es da geben.

Sasuke blickte weiterhin zu seinem Bruder auf, grinste bezüglich seiner Worte und empfand es so wie es war, als doch recht angenehm. Den Rasen mit nassem Tau war wahrlich nicht sein Ding und gemütlich war es irgendwie in Itachis Schoß, auch wenn er das ungern zugab. „Ich werde schon nicht krank", erwiderte der Jüngere leise, war aber dennoch zufrieden, dass sich sein großer Bruder scheinbar so sehr sorgte. Sasuke hörte auch weiterhin zu, knabberte auf der Unterlippe und überlegte wie er selbst seine Erinnerungen wiederbekam. Er wollte sie um jeden Preis wiederfinden, sich an alles erinnern können und vielleicht würde er vieles dann auch besser wieder verstehen können."Ich würde mich auch gerne wieder an manches erinnern können, so Stück für Stück. Nicht sofort an alles, aber an einen kleinen Teil", nickte er schließlich Itachi zu. Drei Jahre war eine enorm lange Zeit, wies vielerlei Lücken auf, die er gerne wieder füllen und erzählen wollte. Doch wie sollte er das machen? Sein Kopf war immer noch leer, da war außer dem Traum nichts drinnen und dieser war zum Teil nicht einmal real.

"Naja man weiß ja nie, das Wetter hat so seine Tücken. Aber ich sag dir was, wenn deine Verletzung an der Schulter abgeheilt ist, können wir ja ein bisschen zusammen trainieren, damit wir nicht völlig einrosten. Was hältst du davon? Und wenn du wieder ein wenig kämpfst, vielleicht erinnerst du dich dann ja auch wieder, immerhin war das der Hauptbestandteil deiner Ausbildung." Aufmunternd lächelte er seinen jüngeren Bruder an. Gegen Training hatte Sasuke schon früher nie etwas einzuwenden gehabt.

Trainieren hörte sich gar nicht so schlecht an, er hätte wieder etwas zu tun und würde sich somit nicht allzu sehr langweilen. Sasuke sah auf, direkt in das lächelnde Gesicht seines Bruders und musste selbst unweigerlich dieses gleichtun. „Das klingt gut, das sollten wir unbedingt machen und es hilft ganz bestimmt dabei, mich zu erinnern. Da bin ich fest von überzeugt", nickte der Jüngere eifrig, konnte es kaum erwarten, dass seine Verletzungen abklangen und er das Training wieder aufnehmen konnte. Immerhin juckte es bereits jetzt in den Gliedern, einrosten wollte er auch nicht, wenn da nur nicht dieses nervige Warten wäre.

"Also ich denke, morgen kannst du sicher schon mit den Aufwärmübungen anfangen. Aber wenn du dich übernimmst, gibt es Ärger, Kleiner, ich bin schließlich dafür da, ein bisschen auf dich aufzupassen." Grinsend strubbelte er Sasuke durch das widerspenstige Haar. "Magst du mit mir zusammen etwas kochen? Danach können wir ja schwimmen gehen, wenn du magst, das wird auch deiner Verletzung ganz guttun, das Wasser. Was hältst du davon?" Irgendwie mussten sie sich die Zeit ja vertreiben und warum also nicht schwimmen gehen, wenn sie schon mal einen See hier in der Nähe hatten? "Ich hab alles Nötige da, was möchtest du essen?"

Sasuke nickte leicht wegen der Aufwärmübungen, gab ein leises „Hai" von sich und blickte Itachi aber empört der weiteren Worte wegen an. "Ich bin kein Kind mehr, auf mich musst du nicht aufpassen. Ich weiß sehr wohl, was ich mir zutrauen kann und was nicht", erwiderte er sehr gewissenhaft, murrte auf beim Zerstrubbeln seiner Haare und warf Itachi leicht fragende Blicke zu, als dieser anfing zu fragen, ob er kochen wollte. "Kochen, kannst du das denn überhaupt?", wollte er schelmisch grinsend wissen, pikte den Größeren sachte in die Seite und richtete sich langsam etwas auf. "Ich hab keine besonderen Wünsche, was das Essen angeht, aber Hunger hab ich schon. Zusammen stellen wir schon etwas auf die Beine, aber schwimmen mag ich nicht, jedenfalls nicht unmittelbar nach dem Essen." Sasuke blickte Itachi noch mal an, ehe er vollständig aufstand und sich ein paar Grashalme von der Hose klopfte.

Itachi lächelte leicht, als Sasuke aufgrund der Geste murrte. So kannte er seinen kleinen Bruder von früher und so mochte er ihn auch am liebsten ... "Naja kochen ... ich kann es immer noch nicht besonders gut, aber es reicht zum Überleben ... Wenn wir zusammen kochen, kriegen wir sicherlich irgendetwas Leckeres hin", sagte er zuversichtlich. Zuerst ignorierte Itachi das Piksen geflissentlich, ehe er sich doch dazu entschloss, sich auf Sasuke zu stürzen und diesen kräftig zu kitzeln. Endlich durfte er auch mal er selbst sein, musste keine Maske aufrechterhalten. "Du hast keine Chance!"

Das sanfte Lächeln entging auch Sasuke nicht, er blickte Itachi bezüglich dieses wieder etwas entspannter an, hörte auf zu murren und grinste leicht. „Solange wir uns nicht gegenseitig vergiften, wird das schon. Wasser kochen kann ich schon und Tee ebenfalls. Gemüse schneiden geht auch ohne Probleme und wenn alle Stricke reißen, dann schmeißen wir eben alles zusammen und hoffen, dass es schmeckt", erwiderte er seinem Bruder, wurde aber schon umgeworfen und kräftig durch gekitzelt, dass er nicht wusste, wo oben und unten war. „Nicht ... haha ... das ...", lachte er hell und laut auf, wandte sich unter Itachis Attacke, wollte noch sagen, dass es unfair war ihn zu kitzeln, da er noch verletzt und nicht wirklich bei Kräften war. „... das ... hihi .. .bekommst du zurück, Aniki", lachte er weiter, nahm seine Hände zur Hilfe, pikte mit diesen die Seiten seines Bruders an und krabbelte flink an diesen entlang, um herauszufinden, wo der Ältere kitzlig war.

Itachi kitzelte seinen Bruder unerbittlich weiter und wich ihm geschickt aus. Schließlich erwischte Sasuke ihn am Bauch und er zuckte zusammen, begann zu lachen. Hoffentlich hatte der Jüngere nicht gemerkt, wo seine Schwachstelle lag. Kisame kannte schon immer alle seine Schwachpunkte so wie empfindlichsten Stellen, das war schon immer schlimm genug gewesen. Wenn auch noch sein Bruder die richtigen Stellen fand ... nein ... das musste einfach nicht sein. Er hatte schon bedacht, dass Sasuke verletzt war, ging wie sonst auch in den letzten zwei Tagen sehr sanft mit ihm um. Er war nur körperlich einfach ein wenig kräftiger und hielt Sasuke so leicht in Schach. Wäre ja noch schöner, wenn sein kleiner Bruder ihn zu Boden zwingen würde.

Sasuke wandte sich unter seinem Bruder, versuchte seinen Händen, die unerbittlich seine Seiten kitzelten, zu entkommen und spürte dadurch das leichte Zucken seitens Itachi nicht. Er hörte zwar das Lachen, ordnete es aber des Spaßes wegen halben zu und entfernte sich wieder von seinem Bauch. Dennoch ... er gab nicht so leicht auf, suchte weiter und erfasste Itachi im Rücken, wo er langsam nach oben zu dessen Nacken wanderte. Irgendwo musste es bestimmt eine Stelle geben, wo auch sein Bruder kitzelig war, ganz sicher sogar. Sasuke musste diese nur finden, auch wenn es schwierig war, wenn man so sehr gekitzelt wurde, dass einem schon die Tränen kamen. „Itachiii~", kicherte der Jüngere weiter, zuckte immer wieder leicht zusammen und prustete erneut von vorne los, als dieser wieder eine Stelle fand, die ganz besonders gemein zu sein schien.

Zuerst war Itachi erleichtert, bis Sasuke seinen Nacken berührte. Ohne es zu wollen, schlug ihm leichte Röte ins Gesicht. Kisame hatte das immer gnadenlos ausgenutzt, dass ihn Streicheleinheiten am Nacken immer ganz wuschig gemacht hatten. Itachi hielt Sasukes Handgelenk fest, sah ihn für einen Moment in die Augen. Ganz schlechte Idee ... bevor er noch auf dumme Gedanken kam ... "Wir ... sollten hereingehen ... Ich hab einen riesen Hunger ...", nuschelte Itachi, ehe er aufstand und in die kleine Hütte ging, um in in die Vorratskammer zu schauen. Sasuke würde jetzt sicher komisch von ihm denken.

Sasuke wunderte sich tatsächlich, aber nicht wegen dem, dass Itachi seine Hand festhielt, sondern mehr darüber, dass er errötete. Wurde sein Bruder krank, war das Kitzeln etwa anstrengend für ihn gewesen oder war wieder etwas mit seinen Augen? Ruhig blickte er seinem Bruder in die schönen, schwarzen Augen, runzelte hin und wieder dabei seine Stirn und zog Fältchen oberhalb der Augenbrauen. Warum wollte Itachi denn jetzt so schnell doch kochen, sie hatten doch gerade erst angefangen solch einen Spaß zusammenzuhaben irgendwie fand Sasuke das Verhalten des Älteren komisch, sagte aber nichts dazu und stand ebenfalls auf, um ihm hinterherzutrotten. "Und schon was gefunden?" ER schritt auf Itachi zu, blieb hinter diesem stehen, lugte hinter dessen Rücken hervor und verschaffte sich so einen Einblick in die Vorratskammer.

"Also ich hab Nudeln, sowie Reis da. Was möchtest du dazu essen?" Sasukes Körper war angenehm warm, als der Jüngere ihm etwas näher kam. Das tat ihm wieder viel zu gut. Sasuke schien nicht bemerkt zu haben, warum er gerade errötet war und sich merkwürdig benahm, das war auch ganz gut so. "Vielleicht sollte ich mir mal eine Brille anschaffen ... ich kann die Aufschriften hier nicht einmal richtig lesen ..." Itachi schüttelte den Kopf, wirkte ein wenig niedergeschlagen.

Nudeln und Reis ... na ja da passte nun wirklich allerhand dazu und deswegen legte Sasuke auch überlegend seinen Kopf schief, lehnte diesen fast noch an Itachis Schulter an und grübelte leicht. "Hast du Tomaten oder so was da? Man könnte daraus eine Soße machen", kam er endlich auf eine Idee was man dazu kochen könnte und wirkte dennoch wegen der Brille etwas verdutzt. Itachi mit Brille, am besten noch eine wie ein Professor, grinste er gedanklich breit. "Lass mich mal machen, ich kann das schon lesen", schob er ungefragt seinen Bruder ein Stück weg, besah sich die vielen Dosen und Gläser und stellte einiges heraus. "... wir haben hier Wasabi-Paste, ein paar eingelegte Paprika ... oja und da sind Gurken, sogar sauer eingelegt ... na wie wunderbar!" Alles fand einen Platz auf dem Holztisch, ehe Sasuke weiterhin überschwänglich alles sortierte und beim Namen nannte.

"Wie wäre es, wenn wir etwas Gemüse kleinschneiden, sowie Zwiebeln und etwas Chili? Dann machen wir Klebereis dazu und den braten wir kurz an. Mit Gewürzen kenne ich mich jetzt nicht so aus, da müsstest du dann ran", sagte Itachi nachdenklich. „Schokolade zum Nachtisch müsste ich auch noch irgendwo haben ... ich kann sie nicht finden ...", grummelte er leise in Gedanken und sah dann wieder in die Vorratskammer. "Und die Tomaten verarbeiten wir dann zur Soße", sagte er zuversichtlich, wirkte ein wenig zerstreut, als er einen Sack Reis grob beiseite schob.

Gemüse schneiden, das klang gut und sofort nickte Sasuke begeistert seinem Bruder zu, sah weiter, wie er in dem Vorratsschrank zu kruscheln versuchte und schmunzelte. Etwas nachdenklich, aber irgendwie wirkte Itachi recht witzig dabei und er grinste leicht. So gefiel ihm das, nur er und sein Bruder und dazu gemeinsam kochen. „Gut ich schnipple das Gemüse und mit dem Rest werden wir uns schon einig." Er nahm Itachi alle Zutaten ab, stellte sie auf den Tisch und suchte schon in den Schubladen nach einem Messer. „Würfel oder doch lieber in Streifen?", wandte er sich seinem Bruder noch mal zu, wollte sicher gehen, nichts falsch zu machen und legte das gefundene Messer wieder kurz weg.

"Ah, da ist sie ja." Triumphierend hielt Itachi eine Tafel Vollmilch Schokolade hoch. Früher hatte Sasuke die immer sehr gerne gegessen. Er hatte fast direkt mit seinem Gesicht auf der Verpackung geklebt, um die Aufschrift überhaupt entziffern zu können. "Würfel sind mir lieber, jeder schneidet dann etwas." Zielsicher öffnete Itachi die richtige Schublade, noch bevor Sasuke sie fand und reichte dem Jüngeren ein scharfes Messer. Er selbst nahm sich noch ein Brett und begann dann das geputzte Gemüse zu schneiden und zu würfeln.

Sasuke konnte erst nicht sehen, was sein Bruder da aus dem Schrank angelte, erst als dieser sie hochhielt, konnte er die Schokolade erkennen und schmunzelte leicht. "Wow und dann gleich mal Vollmilch ... hmmm~ lecker", freute sich der Jüngere, nahm dann aber das von Itachi gereichte Messer und fing an, das Gemüse in Würfel zu schneiden. Hin und wieder betrachtete er sich die scharfe Klinge, blinzelte leicht und irgendwie kamen ihm ganz seltsame Bilder in den Kopf. Überall war Blut, er rannte durch dunkle Gassen, dann wieder Blut und seine Mutter lag in diesem am Boden und rührte sich nicht mehr. Ebenso fand er seinen Vater vor- von jedoch Itachi keine Spur. Er zuckte heftig, als er sich selbst am Boden sah – weinend und völlig am Verzweifeln. Sasuke ballte die Hand in dem sich das Messer befand, er legte es kurz zur Seite, um sich wieder fassen zu können. Erst dann nahm er wieder seine Arbeit auf und würfelte das Gemüse weiter.

"Du magst sie also noch. Das freut mich. Ich dachte schon, dass du sie vielleicht nicht mehr magst, oder so." Itachi legte die Tafel noch auf den Tisch, damit sie diese gut im Blick hatten. So hatten sie dann zumindest etwas, worauf sie sich besonders freuen konnten. Hin und wieder beobachtete er seinen Bruder, als dieser mit Schneiden beschäftigt war. Doch was war los? Irgendetwas schien nicht zu stimmen, Sasuke benahm sich auffällig dafür. "Ist alles in Ordnung?", fragte er leicht besorgt, musterte den Anderen weiter. "Ich mach besser alleine weiter, geh doch einen Moment frische Luft schnappen, dann geht es sicher wieder."

Sasuke verfolgte kurz mit den Blicken seinen Bruder, wie er die Schokolade auf den Tisch legte und schließlich wieder neben ihm stand. Sicher mochte er diese noch, hin und wieder mochte er gerne ein Stückchen Schokolade. "Ja, ich mag sie immer noch, aber nur immer ein kleines Stück", gab er leise zu, schaute der Frage wegen, ob alles in Ordnung sei auf, und nickte erneut. „Ja doch, es ist alles in Ordnung. Na ja fast alles ... da waren so komische Bilder. Überall war Blut, darin lagen Mama und Papa und dich konnte ich nicht finden", erklärte er Itachi schließlich dann doch. An die frische Luft wollte er nicht, lieber wollte er hier bei seinem Bruder sein, zusammen mit ihm kochen und vergessen, was er eben gesehen hatte. „Ich möchte dir aber lieber helfen." ER nahm schließlich wieder das Messer zur Hand, schnitt weiter das Gemüse und lächelte schwach Itachi an.

"Das ausgerechnet diese Erringungen zuerst bei dir zurückkommen, muss sicher sehr hart sein für dich ..." Itachi seufzte leise und gab das erste gewürfelte Gemüse in eine große, leere Schüssel hinein. Danach nahm er sich eine Möhre, sowie eine rote Paprika zum Schneiden vor. "Rede immer mit mir über deine Empfindungen, über was auch immer es sein mag, vor allem aber, wenn du dich an etwas erinnerst, das ist sehr wichtig. Gut, dann hilf mir weiter, sag aber, falls es dir nicht gut gehen sollte, okay? Versprich es mir, ich möchte mir keine Sorgen um dich machen müssen."

So schlimm empfand Sasuke die Erinnerungen nicht, verstand nicht ganz, was Itachi meinte und zuckte daher mit den Schultern. Erst sollte er sich erinnern und dann wieder nicht. Ja was denn nun? "So schlimm war es nun auch wieder nicht. Ich habe mich nur erschrocken, weil es so plötzlich kam", gab er dennoch zu, seufzte kurz und wandte sich wieder dem Gemüse zu, was fast noch unberührt vor ihm auf dem Holzbrett lag. Wieder hob er den Kopf als sein Bruder zu ihm sprach, schaute ihn an und runzelte die Stirn. Er sollte ihm also erzählen, wenn ihn etwas bedrückte, er sich an etwas erinnerte. Netter Versuch, aber so schnell wollte Sasuke das gar nicht. Er wusste zwar, dass er neben sich seinen Bruder hatte, dass dieser seine Familie getötete hatte und doch vertraute er ihm nicht - nicht wirklich. Sorgen brauchte sich Itachi auch keine zu machen, es ging ihm gut ... bis auf die leichten Kopfschmerzen, aber über diese sah er hinweg. "Ich versuch es, aber ich kann nichts versprechen. Ich muss erst mal selbst schauen, was ich erzählen möchte und was nicht", damit schloss er ab, schnitt nun wieder das Gemüse und schob es, nachdem er es fertig hatte in die Schüssel zu dem restlichen.

"Ich werde dich zu nichts zwingen, Sasuke." Er stand auf und bereitete schon mal alles vor, was sie zum Kochen brauchen würden. Sasuke wollte nicht reden, das spürte er. Wie konnte er auch erwarten, dass sein Bruder über alles sprach, wo sie bis vor kurzem ein noch ganz anderes Verhältnis zueinander hatten. Vielleicht sollte er nicht alles überstürzen, hatte Itachi seinen Bruder bedrängt, ihn gar zu Dingen gezwungen, die dieser gar nicht wollte? Er hatte Sasuke den Rücken zugewandt, wirkte nachdenklich. "Ich werde dich zu nichts zwingen, was du nicht willst, das verspreche ich dir ...", sagte er nach einem langen Moment der Stille wiederholt. Itachi hatte es nur gut gemeint, Sasuke bedeutete ihm wirklich alles.

Wie nett von Itachi, dachte er sich ironisch, drehte sich aber dennoch um und schaute was sein Bruder jetzt wieder machte. Nichts Besonderes, nur Vorbereitungen und das langweilte. Sasuke wandte sich wieder dem Gemüse zu, solange bis er mit diesem fertig war und zum anderen in die Schüssel schob. „Ich bin fertig", sprach er knapp, legte das Messer auf das Brettchen und schaute zu Itachi, welcher hm aber noch immer den Rücken zuwandte und sich wiederholte. Musste das denn jetzt sein, er hatte ihn so auch schon ganz gut verstanden und knurrte leise. "Du musst nicht alles doppelt sagen. Ich rede schon, wenn ich es für angebracht halte, oder ich mich an etwas erinnere!" Er klang leicht verärgert, dennoch tappte er zu Itachi und stellte sich vor ihn. Schweigend betrachtete er ihn, es dauerte eine Weile bis er wieder sprach. "Tut mir leid, ich wollte dich nicht so anraunzen", entschuldigte er sich leise, entfernte sich dann aber wieder und blieb vorerst vor der Schüssel mit Gemüse stehen.

Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, ging Itachi raus vor die Tür und knallte diese hinter sich zu. Warum war Sasuke plötzlich so abweisend? Was war plötzlich los? Er verschränkte die Arme vor der Brust und sah auf den ruhigen See, wirkte nachdenklich. Was war, wenn Kisame hier plötzlich auftauchen würde? Wenn Sasuke wegwollte? Itachi wusste damit gerade überhaupt nicht umzugehen.

Sasuke zuckte zusammen, Itachi war gegangen und das recht laut für seinen Geschmack. Was war denn falsch gelaufen, er hatte sich doch gerade eben bei ihm entschuldigt. Er verstand seinen Bruder jetzt gar nicht, starrte verwirrt auf die geschlossene Tür und rätselte weiter, was dieser hatte. Sicher er hatte sich eben nicht gerade nett verhalten, hatte Itachi zu verstehen gegeben, dass er ihm nicht alles anvertraute. War das aber gleich ein Grund, um so die Hütte zu verlassen? Sasuke lief hin und her, sein Blick glitt immer wieder zu der Tür und er überlegte, ob er raus zu seinem Bruder gehen sollte. Nein, er würde ihm Zeit lassen, sich jetzt nicht aufdrängen. Immerhin hatte das Itachi auch bei ihm nicht gemacht. Auch er hatte warten müssen, auch wenn dies schwerfiel.

Sasuke zuckte zusammen, Itachi war gegangen und das recht laut für seinen Geschmack. Was war denn falsch gelaufen, er hatte sich doch gerade eben bei ihm entschuldigt. Er verstand seinen Bruder jetzt gar nicht, starrte verwirrt auf die geschlossene Tür und rätselte weiter, was dieser hatte. Sicher er hatte sich eben nicht gerade nett verhalten, hatte Itachi zu verstehen gegeben, dass er ihm nicht alles anvertraute. War das aber gleich ein Grund, um so die Hütte zu verlassen? Sasuke lief hin und her, sein Blick glitt immer wieder zu der Tür und er überlegte, ob er raus zu seinem Bruder gehen sollte. Nein, er würde ihm Zeit lassen, sich jetzt nicht aufdrängen. Immerhin hatte das Itachi auch bei ihm nicht gemacht. Auch er hatte warten müssen, auch wenn dies schwerfiel.

Nach ungefähr fünfzehn Minuten kam Itachi schließlich wieder. Keine Gesichtsbewegung verriet, was gerade in ihm vorging. Er schloss die Tür hinter sich und machte sich nun ans Kochen. Itachi stellte den Herd an, stellte eine Pfanne auf die Herdplatte und gab als diese heiß genug war, das Gemüse hinzu. Hin und wieder rührte er in dem Topf mit dem Reis. Seine Augen brannten inzwischen wieder fürchterlich und er rieb sie sich leicht. Die kleinsten Tätigkeiten wurden langsam zur Überlastung. Sasuke vertraute ihm also nicht, das tat weh, diese Erkenntnis zu haben ... aber es ließ sich wohl nicht ändern ...

Sasuke blickte aus dem Fenster, er hielt Ausschau nach seinem Bruder, auch wenn er sich denken konnte, wo dieser sich herumtrieb. Gerade als er doch beschlossen hatte, diesen zu suchen, ging die Tür auf und Itachi trat ein. Sein Blick ging gleich zu ihm, jedoch schwieg er und wollte ihn nicht mit Fragen überrumpeln. Es schien, als wollte er ohnehin nicht reden, lieber das Essen kochen und da wollte Sasuke nicht noch anfangen ihn zu löchern. Itachi war alt genug und so lange war dieser auch nicht weg. Kein Grund sich also Sorgen zu machen. Er ließ sich es sich aber dennoch nicht nehmen aufmerksam seinen Bruder zu mustern und dabei sah er auch wieder, dass er scheinbar etwas mit den Augen hatte. Nicht schon wieder, bitte nicht wieder all das Blut, schoss es ihm durch den Kopf. Schneller als gedacht war er hinter Itachi, fasste ihn an beiden Armen und drehte ihn somit zu sich um. "Deine Augen ... sie machen dir wieder Probleme ..." Er äußerte einfach seinen Verdacht, erkannte beim genaueren Hinschauen, dass er recht hatte und diese stark gerötet waren.

"Es ... fühlt sich an, als würde jemand ein Messer in meine Augen stechen ... immer und immer wieder ..." Itachi zuckte leicht zusammen, als Sasuke seine Arme umfasste und ihn umdrehte. Er konnte Sasuke nicht ansehen, alles um ihn herum verschwamm gerade. "Ich weiß nicht mehr, was ich noch tun soll ...", sagte er leise und wollte sich beschämt wieder abwenden. Sasuke musste ihn so nicht sehen. Ein Rinnsal von Blut trat aus seinem rechten Auge und der Ältere hielt es bedeckt. Sasuke hatte ihm schließlich davon erzählt, welche Verringerungen zurückgekommen waren und das Blut war eine von ihnen gewesen. Besser Sasuke sah das nicht, was da passierte.

Die Worte Itachis beunruhigten Sasuke ein wenig, auch das Zucken und er machte sich nun wirklich Sorgen um seinen großen Bruder. Fassungslos musste er auch noch mit ansehen, wie sein rechtes Auge erneut anfing zu bluten, Itachi es bedeckte und scheinbar so tat, als sei alles in Ordnung. "Du weißt nicht was du tun sollst? Ich aber ... Verdammt, geh endlich damit zu einem Arzt", keifte er ihn von Sorge getrieben an und versuchte ihm die Hand zu entreißen. Auch wenn es wieder im Streit enden könnte, es war Sasuke egal. Er wollte und konnte einfach nicht wegsehen – nicht wenn Itachi sein Auge litt. Was war er nur für ein sturer Esel, musste er ihn erst mit einer Möhre locken, damit er sich in Bewegung setzte? Sasuke schüttelte kurz mit dem Kopf, nahm Itachis Hand und säuberte mit einem Taschentuch dessen blutbefleckte Wange. „Geh endlich zu einem Arzt oder erkundige dich zumindest, ob man nicht doch etwas tun kann!", bat er ihn mit leiser Stimme, tupfte vorsichtig über die Wange und lächelte schwach.

"Denkst du irgendein verdammter Arzt kann das heilen, mal davon abgesehen, dass wir gesuchte Verbrecher sind und danach bekannt wird, dass wir uns hier verstecken?!", fuhr er Sasuke schärfer an, als beabsichtigt. Er riss entsetzt die Augen auf, als Sasuke seine inzwischen eingeblutete Hand vom Auge wegzog und ihm das Blut abwischte. Itachi schien Sasukes Lächeln gar nicht zu bemerken, seine Sicht verschwamm auch gerade wieder. Irgendwie wurde ihm gerade ganz komisch.

Sasuke wollte zurückweichen, doch so schnell ließ er sich nicht vertreiben und erst recht nicht durch eine schärfere Tonlage. Ruhig sah er Itachi daher an, hielt weiterhin dessen Hand fest und ließ sich nicht beirren. "Wie macht ihr das sonst, hm? Was wenn ihr krank werdet, euch ein Bein oder Arm abhanden-kommt? Werft ihr den weg und belasst es dabei, zu verbluten?", konterte Sasuke zurück und sah es nicht ein jetzt noch freundlich zu bleiben. Erst als er bemerkte, dass es seinem Bruder offensichtlich schlechter ging, seufzte er leise auf, ließ die Hand los und schaute ihn sorgsam an. "Dir geht es nicht gut, du solltest dich besser setzen", schlug er daher vor und führte ihn rüber zu einem der beiden Stühle, wo er ihn sanft und doch bestimmend runterdrückte.

"Bis jetzt ging es mir noch nie so schlecht, dass ich einen Arzt brauchte ...", sagte er leise und ließ sich widerstandslos zum Stuhl führen und danach darauf fallen. „Wir haben jemanden in der Organisation, der Körperteile wieder annähen kann und ein wenig Erste Hilfe beherrscht jeder ..." Itachi seufzte, solch eine Tonlage kannte er noch gar nicht von seinem Bruder. Der meinte es ja eigentlich nur gut, aber seine Sturheit, die er jahrelang vor ihrem Vater Fugaku verstecken musste, die kam bei Itachi dann natürlich irgendwann raus. "Wie soll das bitte weitergehen?", fragte er sich mehr selbst resignierend.

Aufmerksam, aber nicht minder besorgt hörte Sasuke seinem Bruder zu, nickte verstehend oder gab zumindest vor, ihn wirklich zu verstehen. „Wenn er nur Körperteile annähen kann, dann wird er bei deinem Auge nicht viel ausrichten können." Seufzend ließ sich auch Sasuke auf den Stuhl sinken, stützte den Kopf in die Hände und starrte den Tisch unter sich an. Wie es weiter gehen sollte? Sasuke hob den Kopf und blickte geradewegs zu Itachi herüber. Eine berechtigte Frage, eine die er so auch nicht beantworten konnte. "Ich weiß es nicht", murmelte er daher leise, knetete die Hände unsicher in seinem schoss und biss sich auf die Unterlippe. „Weißt du denn ungefähr, wann es mit deinem Auge auftritt? Es muss diesbezüglich doch einen Auslöser geben", nahm er das Thema wieder auf und versuchte so wenigstens herauszufinden, ob man das Bluten vermeiden konnte und wodurch.

"Nein, Kakuzu kann bei meinem Auge nicht viel helfen, davon mal abgesehen, dass ich ihn daran auch nicht lassen würde." Seine Gedanken schweiften zu dem griesgrämigen Taki ab, mit dem er meist sowieso nicht viel zu tun haben wollte. Schließlich sah er Sasuke an und verschränkte die Arme. Ein Rest Blut klebte immer noch an seinem rechten Auge. "Ja, es gibt einen Auslöser für diese Schmerzen. Wenn ich mein Mangakyo Sharingan zu oft benutze, wird es immer sehr schmerzhaft und es blutet dann immer stark. Allerdings ist es diesmal schlimmer als sonst und schwindelig ist mir auch gerade geworden. Würdest du dich fit genug fühlen, wenn wir nach dem Essen ins Dorf in der Nähe gehen und nach einem Medi-Nin suchen?"

Kakuzu? Was ist das denn für ein komischer Name, dachte sich Sasuke, schüttelte den Kopf darüber und blickte schließlich wieder seinen Bruder an. Kurz seufzte er leise, stand von seinem Platz auf und wirbelte mit einem sauberen Lappen an der Spüle herum. Itachi musste doch merken, dass er noch ein Überbleibsel unterhalb seines Auges haften hatte! Sasuke trat langsam wieder auf diesen zu, ging kurz in die Hocke und kam Itachi mit dem Tuch näher. "Mach mal eben die Augen zu", bat er ihn mit leiser Stimme, wischte ihm behutsam das Blut weg und lauschte seinen Worten. Irgendwie widersprach er sich. Erst meinte er etwas von einem Verbrecher und dann wollte er doch einen Medic-nin suchen? Das passte doch vorne und hinten nicht zusammen. „Fit würde ich mich schon fühlen, aber du widersprichst dir gerade selbst", erhob er sich schließlich wieder, legte den Lappen auf den Tisch und sah Itachi eingehend an.

Itachi beobachtete was Sasuke da tat, verfolgte ihn mit den Augen, auch wenn seine Sicht gerade sehr verschwommen war, halbwegs gucken konnte er ja schließlich noch. Er zuckte zusammen, als der Jüngere ihm das Blut abwischte. Sasuke wirkte besorgt, auch wenn er wohl versuchte, sich das nicht anmerken zu lassen. Itachi merkte das natürlich, schließlich waren sie Brüder, auch wenn sie sich lange nicht gesehen hatten, so was wusste man einfach. "Ich weiß, dass ich mir gerade selbst widersprochen habe, aber ich halte es für klüger, wenn ich versuche mir helfen zu lassen. Und wenn ich den Medi-nin hinterher umbringen muss, ist mir recht egal. Vielleicht gibt es ja einen, der mir helfen kann, auch wenn ich das bezweifle. Und jemand sollte sich deine Kopfverletzung ansehen, falls es doch etwas Ernstes ist. Immerhin hast du dadurch eine Amnesie erlitten", gab Itachi zu bedenken, sah nachdenklich auf die Tischplatte und verschränkte die Arme vor der Brust.

Sehr wohl hatte Sasuke das Zucken gespürt, sagte dazu aber nichts und setzte sich stattdessen wieder auf seinen Platz zurück. Ein Seufzer entwich Sasuke, er beäugte Itachi ernsthaft und hörte diesem auch zu. Na wie schön, dass er sich eingestand, sich selbst zu widersprechen. Umbringen? Sasuke glaubte sich verhört zu haben und starrte seinen Bruder entsetzt an. Das konnte er doch unmöglich ernst gemeint haben, oder doch? Itachis Blick nach zu urteilen scheinbar doch. "Du kannst nicht alle Leute umbringen, die helfen wollen und meinen Kopf braucht sich erst mal keiner anzusehen. Mir geht es bestens und in erster Linie geht es um dich, um deine Augen", antwortete Sasuke streng. Er selbst brauchte am wenigsten Hilfe, Itachi schon. Vor allem seine Augen, die Sehkraft und damit das Bluten endlich einmal nachgab.

"Es geht auch nicht ums Wollen, Sasuke, du weißt, dass niemand freiwillig einem Schwerverbrecher hilft. Man muss Mittel und Wege finden, die man dann nutzt, um effektiv weiterzukommen, das tun wir alle in Akatsuki so." Itachi stand auf und machte sich fertig.
"Der Appetit ist mir jetzt sowieso vergangen." Itachi tötete wirklich nicht gerne, auch wenn das auf Sasuke gerade einen anderen Eindruck machen würde. Er tat dies nur, wenn ihre Sicherheit auf dem Spiel stand oder es keinen anderen Ausweg gab. Sie mussten dies kurzfristig entscheiden, je nachdem ob sie überhaupt einen Medi-nin finden würden.

Sasuke musste sich eingestehen, dass sein Bruder recht hatte, dass freiwillig niemand einem Nuke-nin half und wohl eher den Tod wählte, als sich durchzuringen seine Hilfe anzubieten. Seufzend malte er kleine Kreise mit dem Finger auf den Holztisch, blickte wieder auf und Itachi an. Aka-was? Den Namen hörte er zum ersten Mal und doch ... irgendwas sagte ihm dieser. Doch noch drang es nicht richtig zu ihm hervor und er schüttelte daher den Kopf. "Wo willst du ...", setzte Sasuke an, als sein Bruder aufstand und sich fertig machen wollte. Wo wollte er denn jetzt mit leerem Magen hin? Etwa schon einen Medic-nin suchen? "Iss doch bitte erst etwas mit mir!", bat er ihn leise, blickte Itachi bittend dabei an und blieb stur wie ein Esel auf seinem Platz sitzen.

Sein Bruder schien ihn fragend anzusehen, als er von Akatsuki sprach, doch darüber wollte er nicht weiter reden, das ging niemanden etwas an, außer natürlich den Mitgliedern, ganz klar. "Wo ich hin will? Ins Dorf, zwei Stunden von hier. Du machst dir Sorgen, also kümmere ich mich, ich muss das so bald wie möglich regeln. Wenn du was essen willst, iss ich möchte nichts mehr, mir ist der Appetit vergangen." Als Sasuke sich stur hinsetzte und scheinbar keine Anstalten machte, Itachi zu folgen setzte er sich nun fertig angezogen an den Tisch und sah den Jüngeren an. "Gut, ich warte so lange, bis du fertig bist."

Bockig wie ein kleiner Junge blickte Sasuke auf seinen Bruder, schüttelte über ihn den Kopf. "Ja, ich mach mir Sorgen, aber das heißt lange noch nicht, dass ich gleich springe und dir überallhin blind folge!" Missmutig nahm er sich aber dennoch etwas zu essen, stocherte erst lustlos in diesem herum und bohrte auf dem Teller, als würde er nach Erdöl suchen. Er fing auch erst an zu essen, als Itachi sich wieder setzte, führte die Gabel zum Mund und blickte seinen Bruder kauend an. Vielleicht sollte er, wenn sie schon nach dem Essen gehen würden, etwas einpacken. Nicht, dass Itachi noch umkippte, denn das könnte er nun wirklich nicht auch noch gebrauchen. Zwar war Sasuke noch immer geschwächt, aber mit jedem Bissen schien er seine Kraft zurückzuerlangen.

"Na iss schon, nicht dass wir umsonst gekocht haben, Otouto." Aufmunternd lächelte er seinen Bruder an. Sasuke schien es nach jedem weiteren Bissen besser zu gehen und das beruhigte den älteren Uchiha sichtlich. Er selbst würde es auch ohne etwas zu Essen aushalten, das kannte er ja schließlich schon von seinen Missionen. Irgendwie sah Sasuke ihn so vorwurfsvoll an, was hatte er nun wieder falsch gemacht? Er seufzte nur leise, stützte seinen Kopf mit den Armen auf dem Tisch ab, wartete bis Sasuke zu Ende gegessen hatte.

Sasuke seufzte leise, denn so gesehen hatte Itachi schon recht und er sollte etwas essen-nicht nur eine kleine Portion. Nicht, dass er unterwegs Hunger bekam und das dürfte sich dann als schwierig herausstellen. Sasuke aß somit weiter, sah jedoch zu seinem Bruder und das dieser ihn ebenfalls ansah. Was war denn, hatte er etwas im Gesicht? "Hab ich etwas im Gesicht?", fragte er deshalb, wischte sich aber selbst über den Mund, über die Wangen und schließlich runter zum Kinn. Feststellen konnte er aber nichts, demnach musste es etwas anderes sein. "Itachi, was ist denn?", hakte er deshalb nochmals nach.

"Nein, du hast nichts im Gesicht, ich warte nur darauf, dass du fertig bist. Ich hatte allerdings nichts gesagt, weil ich dich nicht hetzen möchte, das ist alles. Mach dir also keinen Kopf Kleiner, das wird schon werden." Ein wenig unruhig stand er auf und lehnte sich dann an den Türrahmen, sah aus dem Fenster und prüfte den Stand der Sonne, wie spät am Tage es nun war. "Das sollte alles passen, wenn wir gut sind, sind wir noch vor Einbruch der Dunkelheit wieder zurück."

Sasuke tat überrascht, dann aber blickte er auf seinen Teller und nickte. Er hatte bisher kaum etwas angerührt und Itachi schien zu warten. Wie dumm von ihm, er trödelte hier herum und sein Bruder lief schon wie ein aufgescheuchtes Reh zum Fenster und prüfte das Wetter und den Stand der Sonne. Rasch aß Sasuke seinen Teller leer, wischte sich den Mund ab und erhob sich ebenfalls von seinem Platz. "Fertig, wir könnten damit also los", sprach er Itachi vorsichtig an und stellte den Teller noch eben in die Spüle. Noch mehr der kostbaren Zeit wollte er nicht vertrödeln und er konnte Itachi deutlich ansehen, das dieser genauso dachte.

"Dann komm."Itachi deutete seinem kleinen Bruder an, ihm zu folgen. Zielstrebig folgte er dem Weg, achtete dabei aufmerksam auf ihre Umgebung. Itachi dachte nicht daran, dass ihm irgendjemand helfen konnte, aber einen Versuch war es immerhin wert.

Schweigend folgte Sasuke seinem Bruder nach draußen, seufzte nochmals und schloss hinter sich die Tür. Folgsam schritt er weiterhin schweigend neben Itachi, merkte aber dennoch, dass dieser sich immer wieder aufmerksam umsah und womöglich Angriffe ausfindig machen zu können. Kurz drehte er sich daher um, zuckte jedoch mit den Schultern als er nichts erkannte und lief schweigend weiter. Über was sollte er auch reden? Über das Wetter sicher nicht, das mochte er noch nie und unterhaltsam war es erst recht nicht.

Während ihres Weges unterhielten sie sich nicht viel, wirklich nur das Nötigste. "Wenn du den Arzt nicht erledigen willst, willst du dich dann darum kümmern? Ganz nach deiner Methode sozusagen." Itachi zuckte mit den Schultern. Entspannt ging er neben Sasuke her, ein Arm hing locker aus seinem Mantel heraus, wie er es sooft trug. Ihm gingen so viele Dinge durch den Kopf, aber aussprechen würde er sie nicht.

Sasuke starrte die meiste Zeit zu Boden, zählte scheinbar in Gedanken die Kieselsteine und sah erst wieder auf, als Itachi zu sprechen begann. Wenn er was nicht tun würde, den Arzt erledigen sollte oder konnte? Was sollte diese Unterstellung jetzt, wollte Itachi ihm damit eine reinwürgen, wie er es schon mal gemacht hatte? So wie damals kurz bevor er das Dorf verlassen hatte? Sasuke erinnerte sich jedenfalls an so etwas und fing leise an zu grummeln. „Ich schaff das schon, immerhin bin ich kein Schwächling und wenn es dazu dient, dass er die Klappe hält, dann bitte ..." Er würde ihn schon ausschalten, notfalls vor Itachis Augen. Eben um ihn zu überzeugen, wie ernst es ihm war.

"Ich halte dich nicht für einen Schwächling und das weißt du auch", entgegnete Itachi ruhig. Es klang ziemlich vorwurfsvoll, so wie Sasuke das sagte und so war es ja nun mal nicht. "Mag sein, dass ich das mal zu dir gesagt habe, aber ich habe meine Ansicht geändert, ich sehe das schon sehr lange nicht mehr so."

Was wusste Sasuke schon? Im Grunde nicht mehr viel, jedenfalls das, was seine Vergangenheit anging und das wurmte ganz gemein, ließ ihn leise schnauben. Aber schön, dass Itachi seine Ansichten geändert hatte, denn das ließ den Jüngeren wieder zufrieden wirken, leicht schmunzeln. „Und wie lange denkst du schon so?", hakte er nach, wollte es einfach wissen und würde auch mit seinem kleinen Dickkopf nicht aufgeben. Dafür war er zu stolz, um sich mit Nichtigkeiten abspeisen zu lassen.

"Schwach warst du nur damals, als wir uns nach langer Zeit das erste Mal wieder getroffen hatten. Du musstest mich hassen, sonst hättest du nicht den Willen gehabt, an eine solche Stärke heranzukommen, wie jetzt. Du bist stark, Sasuke und ich habe seit wir uns wiederhaben nichts anderes behauptet." Sasuke schien das wichtig zu sein ... das überraschte ihn dann doch ein wenig ...

Wieder getroffen hatten ... sicher nachdem seine, nein, ihre Eltern ihr Leben hatten lassen müssen. Sasuke seufzte schwer, blickte jedoch lächelnd hoch und Itachi an. Die Worte waren so treffend und sie gefielen ihm, ließen ihn nur noch breiter grinsen. "Wenn das so ist, dann kämpfen wir, sobald du wieder fit bist. Natürlich nur zum Spaß", schlug er freudig die Hände reibend vor und schritt langsam weiter. Training konnte vorerst noch warten, jetzt war Itachi und dessen Augen dran, hatten oberstes Gebot.

"Erst, wenn wir beide wieder fit sind, um dich zu berichtigen. Sonst wäre der Kampf nicht fair. Wenn du das unbedingt möchtest, erfülle ich dir diesen Wunsch." Itachi lächelte leicht. Sasuke war eben doch ein kleiner Dickkopf. "Wir sollten uns im Dorf noch einige Kleinigkeiten besorgen. Du hast sonst keine sauberen Klamotten, kannst ja nicht immer in denselben Sachen herumlaufen." Das klang als wäre er nicht Sasukes großer Bruder, sondern eher wie die Mutter aber es war nun mal eine Tatsache.

Sasuke nickte der Worte wegen verstehend, fühlte sich selbst noch etwas schlapp und würde es aber dennoch nicht sich und vor allem Itachi zustehen. Sein Grinsen, besser gesagt sein Lächeln ignorierte Sasuke weitgehend, schritt weiter und blieb aber kurz stehen und kratzte sich am Kopf. Sein Bruder hatte recht, mit den Klamotten konnte er nicht ewig herumlaufen und wenn er ehrlich war, diese aufgeplusterte Hose war so gar nicht sein Fall. „Stimmt schon, zumal ich in der Hose fett aussehen und ich sie nicht wirklich mag", erwiderte er Itachi, wusste nicht, dass ihm das gefallen hatte und selbst wenn, bis dato würde er sich vielleicht noch daran erinnern, was seinen Kleidungsstil betraf.

"Wenn du die Kleidung nicht magst, frage ich mich allerdings, warum du sie trägst. Schließlich kann jeder selbst entscheiden, was er tragen möchte. Mit Ausnahme vielleicht meines Mantels, den muss ich tragen. Und jetzt ist es inzwischen Angewohnheit ... Wir besorgen dir neue Sachen, das ist ja nicht das Problem, Sasuke. Fett siehst du darin nicht aus, aber es gibt sicher Sachen, die dir besser stehen würden." Nun kamen sie am Dorfrand an. Aufmerksam sah sich der ältere Uchiha um.

Sasuke mochte sie nicht, fand sie aber dennoch äußerst praktisch und ihren Zweck erfüllte sie demnach auch noch. Kurz ließ Sasuke seinen Blick auf Itachis besagten Mantel fallen, sah sich diesen genauer an und zuckte schließlich mit den Schultern. „Der Mantel ist in Ordnung, er erfüllt seinen Zweck und warm hält er dich auch", murmelte Sasuke leise, lief weiter zum Dorf und hörte weiter seinem Bruder zu. Nicht fett, aber andere Sachen standen im besser. War, es nicht das gleiche? Nein, nicht ganz. Einen Unterschied gab es da sicherlich, aber ansprechen tat es Sasuke nicht. Er blickte sich lieber interessiert im Dorf um und schwieg wieder.

Sasuke mochte sie nicht, fand sie aber dennoch äußerst praktisch und ihren Zweck erfüllte sie demnach auch noch. Kurz ließ Sasuke seinen Blick auf Itachis besagten Mantel fallen, sah sich diesen genauer an und zuckte schließlich mit den Schultern. „Der Mantel ist in Ordnung, er erfüllt seinen Zweck und warm hält er dich auch", murmelte Sasuke leise, lief weiter zum Dorf und hörte weiter seinem Bruder zu. Nicht fett, aber andere Sachen standen im besser. War, es nicht das Gleiche? Nein, nicht ganz. Einen Unterschied gab es da sicherlich, aber ansprechen tat es Sasuke nicht. Er blickte sich lieber interessiert im Dorf um und schwieg wieder.

"Willst du mit zum Heiler oder soll ich das alleine machen? Wir brauchen ja auch noch Vorräte und Kleidung für dich." Unauffällig deutete er in eine bestimmte Richtung. "Dort wirst du alles finden, was du suchst. Geh doch schon mal hin. Ich muss den Heiler erst mal ausfindig machen." Itachi versuchte praktisch zu denken. Je kürzer sie sich offen aufhielten, umso weniger fielen sie auf. Und auffällig waren sie ja nun wirklich nicht.

Zum Heiler wollte Sasuke dann doch lieber nicht mit, schüttelte daher den Kopf und gab ein klares 'Nein' zu verstehen, ehe er sich die weiteren Optionen seines Bruders anhörte. Kurz blickte er auch in die gedeutete Richtung, drehte sich jedoch rasch wieder Itachi zu und nickte abermals. "Dann such ich mir etwas Passendes zum Anziehen und geh danach gleich noch einkaufen. Wenn ich fertig mit alldem bin, komme ich genau wieder hierher", erklärte er Itachi, drehte sich schon um und schritt in die eben angedeutete Richtung.

Nachdem Itachi ein Gen-Jutsu über sich gelegt hatte, betrat er das kleine Haus des Heilers. Es war leicht zu finden gewesen. Recht bald wurde er vorgelassen. Skeptisch ließ er seine Augen untersuchen, es war Itachi sichtlich unangenehm. Der Heiler konnte ihm nicht wirklich helfen, was der Uchiha schon geahnt hätte, dennoch sollte er sich eine Brille besorgen durch seine mittlerweile schlechte Sehkraft. Am nächsten Tag schon könnte er sich das Gestell abholen. Na herrlich, ein Meister, der Dojutsu sollte nun also eine Brille tragen, seine Vorfahren würden sich im Grabe umdrehen. Unterwegs besorgte Itachi sich noch eine Schale Erdbeeren für sich und seinen Bruder, danach setzte er sich in guter dennoch versteckter Sichtweite zu ihrem abgesprochenen Treffpunkt und wartete dann dort auf den Jüngeren.

Sasuke hatte längst ein Geschäft im Auge, betrat es sogar und sah sich in diesem erst einmal um. In Gedanken war er jedoch bei seinem Bruder, fragte sich, ob alles gut verlief und ob man ihm mit seinen Augen helfen konnte. Schwer seufzte Sasuke auf, schlenderte herüber zu den Hosen und suchte sich von denen eine passende aus. Schwarz sollte es schon sein, dazu bequem, aber nicht so schlabbrig wie seine jetzige die er trug. Für obenherum suchte er sich ein normales Shirt in Blau aus, eines wie er es früher als er jünger war, getragen und geliebt hatte. Schnell kaufte er die Sachen, verließ den Laden und machte sich auf, dass nächste Geschäft für Lebensmittel zu betreten. Hier kaufte er frisches Obst und Gemüse, eine Tafel Schokolade und noch ein paar Kleinigkeiten, die für das alltägliche Leben notwendig waren. Erst nachdem er alles kontrolliert und bezahlt hatte, machte er sich auf den Weg zurück zum Treffpunkt, wo er von weitem schon Itachi sitzen sah. Sasuke beschleunigte seinen Gang, ließ sich als er bei seinem Bruder ankam, neben diesen sinken und sah ihn an. "Und was hat der Heiler gesagt?"

Gedankenverloren sah Itachi in die Ferne, betrachtete die Bäume, von denen gerade einige Blätter herabfielen. Es war ein schönes Bild, was ihn wohl deshalb auch in seinen Bann zog. Sasuke hatte ihn wieder ruhiger werden lassen, so aufgewühlt, wie er in letzter Zeit gewesen war ... Er naschte eine der Erdbeeren, sie waren genau richtig, fruchtig und angenehm süß, Sasuke freute sich sicher, wenn er sah, dass er Erdbeeren gekauft hatte. Itachi lächelte Sasuke leicht an, eines der seltenen Lächeln, dass er nur seinem kleinen Bruder schenkte und hielt ihm eine Erdbeere hin. "Der Heiler kann mir nicht helfen und ich weiß nicht, ob die Brille, die er mir verordnet hat, auch wirklich hilft. Nur was soll ich anderes machen, als mich mit dem Gedanken an eine Seehilfe anzufreunden?" Itachi kannte Methoden, seine Sehkraft zu verbessern, die es bei den Uchiha schon gegeben hatte, allerdings waren ihm diese zu brutal und seinem Bruder würde er niemals etwas antun können.

Sasuke nahm die gereichte Erdbeere an, betrachtete sie von allen Seiten und steckte sie sich schließlich in den Mund. Frech kitzelte die angenehme Süße auf der Zunge, ließ Sasuke kurz zucken und dennoch hörte er ganz genau zu, was Itachi ihm zu sagen hatte. Er sollte also eine Sehhilfe tragen und wirklich geholfen werden konnte ihm auch nicht. Leise seufzte er deswegen auf, sah Itachi weiterhin an und erwiderte dessen Lächeln."Du hast es wenigstens versucht und vielleicht wird es mit einer Brille besser", versuchte er seinen Bruder aufzuheitern und sah an diesen herum. "Hast du noch Erdbeeren, die sind lecker!" Er naschte nicht viel, aber bei diesen rot-süßlichen Früchten konnte er nicht wirklich widerstehen.

"Wenn man bedenkt, dass unsere Künste nur durch die Augen funktionieren, kratzt das ziemlich den Stolz an. Dennoch werde ich sie tragen, wer weiß schon, ob es hilft. Man muss es eben sehen." Itachi schloss kurz die Augen, öffnete sie einen Moment später wieder. Diese Schwäche sich eingestehen zu müssen frustrierte ihn zutiefst. Er sah noch genau im richtigen Moment zu seinem Bruder, als dieser von der roten Frucht naschte. Was für ein Anblick, wie die Augen seines kleinen Bruders leuchteten, das war einfach nur wundervoll. Dennoch ließ er sich dies nicht anmerken, reichte Sasuke eine weitere, diesmal allerdings hielt er sie ihm direkt an die Lippen. Itachi kannte seinen Bruder auch nach den Jahren noch gut genug, um zu wissen, dass Sasuke Süßigkeiten nie gemocht hatte, mit der Einschätzung, dass er die Erdbeeren mögen würde, hatte er offensichtlich ins Schwarze getroffen und das machte Itachi tief in seinem Innern sehr glücklich. "Lass uns gleich zurück. Da können wir noch welche in Ruhe essen."

Verstehend nickte Sasuke, versuchte zu verstehen, wie sehr es Itachi belastete mit seinen Augen und das er von nun an eine Brille tragen sollte. Seufzend sah er schließlich auf seinen Bruder, der ihm einfach schon die nächste Erdbeere vor die Nase, nein, vor die Lippen hielt und scheinbar nur darauf wartete, dass er sie annahm. Kurz betrachtete er die verlockende Frucht, öffnete vorsichtig die Lippen, nahm sie zwischen und kaute schließlich schon erneut auf dieser herum. Wirklich lecker, dazu süß und saftig. Kurz schlüpfte die Zunge aus dem Mund, leckte sich den Fruchtsaft vom Mundwinkel und verschwand wieder so schnell, wie sie gekommen war. Erst als Itachi etwas sagte, sah Sasuke auf, nickte und erhob sich schließlich von seinem Platz." Wann kannst du deine Brille abholen und soll ich dich dann wieder begleiten?", wollte er aber bevor sie gänzlich aufbrachen wissen und sah fragend seinen Bruder mit einer gewissen Ungeduld im Blick an.

"Sie scheinen dir ja wirklich zu schmecken..." Itachi stand auf und wuschelte dem Jüngeren durch das kurze, schwarze Haar. Einen Moment war da wirklich dieses Gefühl, ganz wie früher, wenn Sasuke zum Spielen zu ihm gekommen war und er dessen vor Freude strahlenden Augen gesehen hatte. "Mach wie du magst, wenn du mitkommen willst, kannst du das machen. Oder du kochst uns was Schönes, während ich unterwegs bin."

Schmecken war gar kein Ausdruck, doch das behielt Sasuke vorerst für sich und nickte stattdessen Itachi einfach schweigend zu. Reden konnte er später auch noch und zudem spürte er im selben Augenblick eine wuschelnde Hand, die sein Haar durcheinander zu bringen schien. „Hey ..." Sasuke ordnete empört eine Schnute ziehend seine Haare und blickte Itachi beleidigt an. „Wuschel mich nicht wie einen Hund, aus dem Alter bin ich raus", markierte er den Großen und knuffte Itachi in die Seite. „Hmmm~..." Sasuke schien zu überlegen, grinste aber sofort und war der Meinung, zweites wäre vielleicht besser für sie beide. „Geh du die Brille holen und ich koche uns etwas Feines!"

"Ich behandle dich nicht wie einen Hund, sondern wie meinen kleinen Bruder, der es faustdick hinter den Ohren hat." Provokativ wuschelte Itachi ihm noch einmal durch die Haare um diese nun völlig durcheinander zu bringen. Niedlich wie Sasuke sich darüber aufregen konnte ... "Gut, ich lass mich überraschen, du kochst uns dann was. Und jetzt lass uns. Ich kann es kaum erwarten, die Erdbeeren mit dir zu essen. Willst du ein Wettrennen?"
Vielleicht war so was kindisch, aber er selbst hatte nie Kind sein dürfen, warum also nicht jetzt, einem Moment wie diesem?

Itachi fand, dass er es dick hinter den Ohren hatte? Darüber nun verwirrt fasste sich Sasuke erneut an den Kopf, versuchte so zeitgleich das erneute Wuscheln seiner Haare zu unterbinden und streckte Itachi die Zunge heraus. „Bähhhh ... mach so weiter und ich koche morgen stinkende Socken aus und juble es dir als Suppe unter!" Im zurück ärgern war er mindestens genauso gut wie sein Bruder und gefallen ließ er sich zudem sicherlich nicht alles. Jedoch wurde Sasuke wieder freudiger gestimmt, als er etwas von einem Wetttrennen hörte und sich darüber nun doch wunderte. „Ich bin doch eh viel schneller als du. Was soll das also bringen? Aber wenn du es gern möchtest, dann lass ich dir der Fairness halber den Vortritt", zog er Itachi ein weiteres Mal auf und neckte ihn sanft.

"Nur weil meine Augen nachlassen, heißt das nicht, dass meine Beine in derselben Verfassung sind!" Rasch hatte er sich seinen Mantel bequem angezogen und sich die Schlaufe der Edbeerentüte fest ums Handgelenk gebunden. Daraufhin sprintete er los. Gewonnen hatte Sasuke noch nie gegen ihn, aber mal sehen, wie es dieses Mal laufen würde.

Fast hätte Sasuke laut gelacht, verkniff es sich im letzten Moment und sah dem schon los-sprintenden Itachi kopfschüttelnd hinterher. Ja lauf du nur, ich kriege dich ja doch, waren seine Gedanken, ehe er sich vergewisserte, alles gut verpackt zu haben und ebenfalls loslaufen zu können. Es war nur eine Frage der Zeit, bis er seinen Bruder eingeholt hatte und ihn frech kneifen konnte. Bis dahin tat er sich damit zufrieden, Itachi einfach nachzujagen und zu versuchen, diesen einzuholen. „Gleich hab ich dich", schmunzelte Sasuke, kam seinem Bruder dabei verdammt nahe und streckte schon siegessicher die Hand nach ihm aus. Jedoch entwischte er und die Jagd ging von vorne los, was dem Spaß keinerlei Abbruch tat und diesen sogar nur weiter anspornte.

Itachi war bestens in Form und schaffte auch einen kleinen Abstand zwischen sich und seinem Bruder. Es machte wirklich Spaß, anders konnte er es wirklich nicht sagen. "Versuchs weiter, Ototou!" Er warf ein leichtes Lächeln auf seinen Bruder zurück. Itachi kam als Erstes an der kleinen Hütte an, wirkte kaum erschöpft.

Sasuke gab nicht auf, rannte wie besessen seinen Bruder einfangen zu können, hinter diesem her und hatten einen seltenen, bis nie gekannten Spaß dabei. Es war lange her, dass er sich so gab, sich an kleinen Dingen erfreute und das zusammen mit seinem Bruder. Sasuke wusste nicht einmal wann er das letzte Mal so gerannt hatte und wann das letzte Mal so außer Puste und mit zittrigen Knien vor Itachi stehend. „Uff ... ich dachte ... ich dachte ich würde dich einholen", schnaubte er, füllte seine Lungen mit dem lebensnotwendigen Sauerstoff. „Nicht schlecht, aber das nächste Mal gewinne ich", konnte er schon wieder lächeln, wischte sich die Stirn eben noch trocken und ließ sich schließlich ins Gras fallen.

"Du brauchst nur wieder etwas Ausdauer. Dann laufen wir eben die nächsten Tage jeden Tag ein bisschen. Das tut mir gut und dir ja auch. Du hast noch mehr Potenzial Sasuke, ich weiß, dass du es schaffen kannst, besser als ich zu sein." Itachi ging in die Hütte hinein, legte dort seinen Mantel ab und wusch die süßen, roten Früchte gründlich. So wie sie waren konnte man sie ja auch super essen. Itachi brachte nach draußen vor den See eine weiche, große Decke zum Setzen für sie beide, dort legte er die Erdbeeren auf einem Teller ab, holte aus der Hütte noch Mineralwasser. Zuletzt krempelte er sich seine Hose bis zu den Knien hoch und öffnete sein Haarband, sodass seine langen dunklen Haare ihm über die Schulter fielen. "Komm raus, wenn du so weit bist, ja?" Itachi warf Sasuke noch einen sanften Blick zu, bevor er nach draußen zum See ging und es sich auf der Decke bequem machte.

Vermutlich hatte Itachi mit seinen Worten recht und er bräuchte wirklich mehr Training, Ausdauer und wenn Sasuke länger darüber nachdachte, so kam ihm in den Sinn, dass seine letzte Trainingseinheit über Wochen zurücklag. Nochmals verschnaufte der nickende Sasuke, sah seinem Bruder nach und suchte in den Tüten seine neue Kleidung. Umziehen würde er sich schon noch, so viel Zeit musste drin sein und so wie Itachi herumwerkelte, schaffte er das auch alleine. „Ich komm gleich nach und zieh mich vorher nur rasch um", erwiderte Sasuke, schritt daraufhin in die Hütte und zog sich seine alten Kleider aus, ehe er sich frisch machte und die neuen schließlich überzog. Kurz besah er sich im Spiegel, wuschelte sich nochmal durch die Haare und trat schließlich nach draußen und an den See zu seinem Bruder." Mitsuketa yo", grinste er, setzte sich neben Itachi und blickte ihn seitlich an. Es war länger her, dass er ihn mit offenen Haaren gesehen hatte und er konnte dem Drang sie anzufassen nur schwer widerstehen.

"Bei der Arbeit oder unterwegs stören mich die Haare nur, aber so ist es angenehmer, gerade bei der Wärme." Itachi fuhr sich kurz durchs Haar, damit diese locker auf seine Schultern fielen. Und so wie Sasuke ihn einen Moment ansah, schien dieser es immer noch zu mögen. Mit einem leichten Lächeln deutete er neben sich, dass Sasuke sich setzte. "Das ist wirklich schön heute ... wir können nachher ja noch schwimmen gehen, was meinst du? Es sollte warm genug sein inzwischen..."

Lächelnd betrachtete Sasuke die langen Haare, nickte der Worte wegen verstehend und setzte sich nach der netten Aufforderung neben ihn. Itachi wollte also schwimmen und ja, das Wetter passte ganz hervorragend. Wo aber waren die Erdbeeren ab-geblieben? Suchend sah sich Sasuke nach ihnen um, erst neben und dann hinter Itachis Rücken. "Wo hast du denn ... ach da ..." Rasch mopste er sich eine der Früchte vom Teller und grinste Itachi an. "Du glaubst wohl alles verstecken zu können, wie?"

"Die kriegst du nicht so einfach, nur unter einer Bedingung, ich füttere dich."
Itachi stellte den Teller neben sich außerhalb von Sasukes Reichweite und beobachtete dann dessen Reaktion. "Magst du meine Haare immer noch?", fragte er, nachdem er den erneuten Blick auf sich bemerkte und die Augen seines kleines Bruders wieder zu seinen Haaren gewandert waren. Daraufhin hielt er ihm eine Erdbeere an die Lippen.

Eine Bedienung, runzelte Sasuke die Stirn, war aber dennoch bereit sich diese anzuhören und sah wie der Teller schon aus seiner Reichweite verschwand. Itachi wollte ihn füttern? So klein und unbeholfen war er ja wohl doch nicht, aber wenn es denn unbedingt sein musste. Er würde dazu sicher nicht nein sagen wollen. „Ja, ich mag deine Haare, sie sind so schön lang und es steht dir", erwiderte er auf die Frage hin, öffnete aber kaum später den Mund und nahm dankend die Erdbeere an. Erst leicht bitter, dann schmeckte sie herrlich süß und die Mischung gefiel Sasuke ganz besonders. Ein wenig verzog er zwar dabei sein Gesicht, verlangte aber schon stumm nach der nächsten Frucht.

Itachi rutschte etwas näher an seinen Bruder heran und reichte ihm dann eine weitere Erdbeere. Allerdings biss er vorher frech ein Stück davon ab und aß es genüsslich.
"Ich will schließlich auch etwas davon haben. Und ich hab Hunger." Itachi lächelte fast schon entschuldigend. Es kostete ihn große Überwindung, seinen Bruder nicht einfach an sich zudrücken und ihn in den Arm zu nehmen. Das würde er jetzt wirklich gern.

Auch die nächste Erdbeere nahm Sasuke in Angriff, sah jedoch verdutzt auf die abgebissene Ecke und auf seinen Bruder. "Hey ... beiß gefälligst in deine eigene", protestierte er leise, nahm jedoch das verbliebene Stück an und nahm es hapsend wie ein Fisch nach Luft, in den Mund. Das entschuldigende Lächeln stimmte ihn wieder milde, er seufzte zufrieden auf und ließ sich nach hinten auf die Decke fallen. Eine Weile sah er wortlos in den Himmel, rollte sich schließlich seitlich und streckte vorsichtig die Hand nach den langen Haaren seines Bruders aus. „Darf ich?", fragte er dennoch, wollte sie nicht einfach anfassen und sah Itachi mit großen Augen an.

Überrascht sah er seinen Bruder einen Moment an, als dieser ihn fragte, ob er seine Haare anfassen durfte, dennoch nickte er. Das hatte Sasuke schon früher immer gern getan, entsprechend ließ er dem Jüngeren natürlich die Freiheit. Auch deswegen hatte er es wohl nie übers Herz gebracht, seine Haare kurzzuschneiden. "Natürlich darfst du, Ototou." Ganz sanft strich er ihm übers Haar, dann über die Wange.

Nachdem Sasuke das Nicken seines Bruders vernommen hatte, streckte er erneut die Hand nach den langen Haaren aus, strich behutsam über sie und stellte fest, dass sie sich noch immer ganz weich und seidig anfühlten. Erst als er selbst eine Hand spürte, eine die Itachi gehörte und sehr vorsichtig über seine Wange streichelte, schreckte Sasuke zurück. Es war lange her, dass ihn jemand angefasst hatte, dazu so sanft war. „Nii-san ..." Sasuke sah auf, direkt in die schwarzen Augen seines Bruders und strich mit den eigenen Fingern über seine Wange.

"Ich werd dir nichts tun ...", flüsterte Itachi Sasuke leise entgegen, beugte sich dann ein Stück zu dem Jüngeren vor und berührte sachte seine Lippen. Dabei strich er seinem Bruder sanft über den Rücken, kraulte ihn dort ein wenig. So aufgewühlt hatte Itachi sich schon lange nicht mehr gefühlt, plötzlich war er seinem geliebten Bruder so nahe ...

"Ich werde dir nichts tun ...", flüsterte Itachi Sasuke leise entgegen, beugte sich dann ein Stück zu dem Jüngeren vor und berührte sachte seine Lippen. Dabei strich er seinem Bruder sanft über den Rücken, kraulte ihn dort ein wenig. So aufgewühlt hatte Itachi sich schon lange nicht mehr gefühlt, plötzlich war er seinem geliebten Bruder so nahe ...

Nichts tun und wieso kam Itachi ihm dann so nahe, küsste seine Lippen ungefragt? Er war doch sein Nii-san, sein großer Bruder und es gehörte sich nicht den Kleineren auf den Mund zu küssen! Sasuke riss weit die Augen auf, starrte auf Itachi und spürte zudem dessen Hand in seinem Rücken, wie diese ihn anfing zu kraulen. Warum tat er das, wollte er ihn etwa damit ärgern? Sasuke musste sich zwar eingestehen, dass die Lippen weich und warm waren, aber auch, dass es ihn verunsicherte. Blieb also nur die Flucht, welche ihn veranlasste den Kopf zu drehen und sich so Itachis Lippen zu entziehen. Sprachlos sah er ihn an, vermochte in dieser Lage nichts zu sagen und drehte den Kopf seitlich erneut weg.

"Tut mir leid ... ich werde es nicht wieder tun." Itachi nahm etwas Abstand von seinem Bruder und sah schweigend zu Boden. Er musste sich besser im Griff haben! So würde Sasuke ihm ganz sicher nicht wieder vertrauen! Innerlich ohrfeigte er sich für den Kuss, das war unüberlegt gewesen. Itachi hatte nicht anders gekonnt, er hatte in die Augen des Jüngeren gesehen und sich völlig darin verloren...

Sasuke sah auf, drehte der Entschuldigung wegen den Kopf und schüttelte den seinigen. „Ich war nur erschrocken. Weil ... weil du doch ... du bist doch mein Bruder und man küsst sich doch nicht so einfach." Sasuke wurde wegen seiner Worte rot um die Nasenspitze, war aber verdutzt, als Itachi sich entfernte und Abstand nahm. Nun war es wieder daran, zu grinsen und den Älteren aufzuziehen."Deswegen musst du dich nicht gleich verkriechen. Ich beiße dich schon nicht, nicht wegen einem Kuss", erklärte er leise.

"Ich weiß sehr wohl, dass du mein Bruder bist und alles, was ich tue, hat meist einen Grund, das weist du", entgegnete Itachi ruhig auf diese Worte und sah seinen Bruder an. Sasukes amüsiertes Grinsen beschämte ihn und so erwiderte er nichts auf diese Worte, sah schweigend auf das Wasser hinaus.

Es hatte also einen Grund und welchen bitteschön, schoss es Sasuke durch den Kopf, ehe er bemerkte, dass es Itachi scheinbar unangenehm war. "Tut mir leid", entschuldigte er sich bei seinem Bruder, klaute eine Erdbeere ungesehen und hielt sie Itachi unter die Nase. "Hier, du hattest doch Hunger." Lächelnd ließ er die Frucht über Itachis Lippen gleiten, dachte sich dabei aber nichts und mopste sich schließlich noch eine zweite für sich selbst.

Itachi wollte Sasuke nicht noch mehr verunsichern, so behielt er seine Gefühle für den Jüngeren erst mal für sich. Und außerdem wusste Itachi gar nicht, wie er selbst gerade so recht mit der Situation umgehen sollte. Er erschauderte leicht, als Sasuke ihm eine Erdbeere an die Lippen legte, schnappte sie ihm geschickt mit den Lippen aus den Fingern, ließ es sich dann schmecken. Sasuke wusste nicht, was er damit anrichtete. Itachi hatte sehr viel Mühe dem Drang, Sasuke noch einmal zu küssen zu widerstehen.

Wie schnell die Erdbeere verschwunden war, zwischen Itachis Lippen verschwand und verzerrt wurde. Erstaunt blickte Sasuke auf den sich bewegenden Mund. „Genieße es doch einfach, ich nehme dir schon keine weg", schmunzelte er, erhob sich jedoch und streckte sich. „Und wie sieht es jetzt aus, wir wollten doch schwimmen gehen. Oder hast du keine Lust mehr?" Er hatte sehr wohl bemerkt, dass es Itachi unangenehm war, wollte ihn deshalb ablenken und streifte sich schon seine Oberbekleidung aus. Schämen tat er sich nicht, zumal sie Geschwister waren und er zudem seine Shorts anbehielt.

"Natürlich möchte ich noch schwimmen gehen, sonst hätte ich es ja nicht vorgeschlagen." Daraufhin stand Itachi auf und entkleidete sich ebenfalls bis auf die Shorts. "Deine Verletzungen heilen gut, oder? Du wirkst wieder richtig fit", sagte der Ältere feststellend, während er seinen Bruder musterte. Er strich sich die langen Haare aus dem Gesicht und ging dann langsam ans Ufer heran, um mit einem Fuß die Wassertemperatur zu prüfen.

Es freute Sasuke ungemein, dass Itachi noch immer schwimmen wollte und somit nicht wirklich etwas zwischen ihnen stand. Während Itachi sich entkleidete, hörte er aufmerksam zu, besah sich und seinen Körper und zuckte mit den Schultern. "Kann sein, dass sie schnell heilen. Jedenfalls verspüre ich keinerlei Schmerz mehr und bewegen kann ich mich auch schon wieder. Nur weiß ich immer noch nicht alles, einige Erinnerungen fehlen", erklärte er, tappte Itachi dabei hinterher zum See und sah zu, wie er das Wasser überprüfte. "Und warm genug?"

"Wir arbeiten ja daran, dass alles wieder zurückkommt. Ich helfe dir." Itachi selbst hatte zurzeit auch keine Schmerzen an den Augen, worüber er auch ganz froh war. "Ja, das Wasser ist sehr angenehm." Rasch drehte er sich um, bekam Sasuke an der Hüfte zu fassen und warf ihn ein Stück weiter hinten im See ins Wasser, dort wo es tief genug war."Selbst testen ist immer noch am besten!" Itachi lachte.

„Du willst mir helfen?" Sasuke sah auf, wollte noch etwas sagen, als er schon gepackt und ins kalte Wasser geschubst wurde. Keuchend und pudelnass tauchte er auf, strich sich die Haare aus dem Gesicht und sah seinen lachenden Bruder mit undefinierbarem Blick an. Selber testen? Oh ja, das würde Rache geben und sofort kam Sasuke noch immer hustend auf den Älteren zu. „Wie war das mit selber testen, hm?" Er sah Itachi fest in die Augen, grinste gemein und streckte bereits die Hände aus, die sich auf seinen Schultern platzierten und Itachi nach unten drückten. Ärgern konnte er genauso gut , da stand er Itachi ihn nichts nach und Spaß hatte er ebenfalls.

Itachi sah es natürlich kommen, konnte sich allerdings nicht mehr losreißen und machte somit ebenfalls Bekanntschaft mit dem angenehm kühlen Nass. Daraufhin sprang er gesinnt nach Rache seinen Bruder an und begann mit ihm zu rangeln. "Mach dich auf was gefasst!"

Sasuke lachte, versuchte auszuweichen und wurde im nächsten Moment schon umgerissen und untergetaucht. Kichernd kam er erneut an die Oberfläche, streckte Itachi die Zunge heraus. "War das schon alles, was du drauf hast?", neckte er ihn, spritzte ihm einen Schwall Wasser ins Gesicht und legte gleich noch einmal nach.

"War das schon alles, was DU drauf hast?" Itachi war schließlich ebenfalls nicht auf den Mund gefallen. Nach der kräftezehrenden Rauferei nahm Itachi seinen Bruder lachend in den Arm. "Tut auch mal gut, sich so auszupowern, was?"

Sasuke grinste frech auf Itachis Worte, ließ sich davon nicht beeindrucken und balgte so lange weiter, bis er sich schließlich ein bisschen verausgabt in den Armen Itachis wiederfand. „Hat auf jeden Fall Spaß gemacht", gab er leise zur Antwort auf die Worte seines Bruders, ließ einen leisen Seufzer verlauten. Trotz dass sie beide nass waren, strahlte Itachi eine seltsame Wärme aus, welche Sasuke kurz erschauern und zusammenzucken ließ. „Du bist ganz warm", murmelte er leise.

Itachis Herz zersprang innerlich fast vor Aufregung, als Sasuke nach ihrer Rauferei in seinen Armen lag. Wieder musste er dem Bedürfnis, seinen Bruder erneut zu küssen, widerstehen. Es kostet ihn unheimlich viel Überwindung. So musste er es dabei belassen, Sasuke sachte an sich zu drücken, ihn in den Arm zu nehmen. "Schön, wenn das für dich angenehm ist ...", sagte er leise und schloss einen Moment die Augen.

Erneut entwich Sasuke ein leiser Seufzer. Er fühlte sich in den Armen seines Bruders wohl, schmiegte sich sogar so an, dass sein Kopf genau an der Stelle lag, wo er Itachis Herz schlagen hörte. Es schlug ungewöhnlich schnell und verwirrt, hob Sasuke erneut den Kopf. Itachi hatte die Augen jedoch geschlossen und schien zu träumen. Demnach wollte er ihn nicht stören, kuschelte sich erneut mit dem Kopf an und schloss selbst seine Augen.

Genau in dem Moment, als Sasuke ihn ansah, öffnete er wieder die Augen und sah direkt in die des Anderen. Der Augenkontakt hielt einen Moment, daraufhin sah Itachi zum Wasser, beobachtete kurz die Spiegelung. Nein, er wollte seinen Bruder nicht bedrängen, auf keinen Fall. "Lass uns aus dem Wasser raus."

Sasuke begann zu lächeln, als sich kurz die Blicke beider trafen, verfolgte den Itachis und nickte schließlich der Worte wegen. Es wurde zudem langsam dunkel und eine Erkältung wollte er sich keine einfangen. Es war somit besser aus dem Wasser zu gehen. Daher nahm er einfach, ohne nachzudenken Itachis Hand in die seinige, drückte sie leicht und zog ihn hinter sich her. "Na komm, wir müssen auch noch die Sachen aufräumen. Oder wir bleiben noch etwas auf der Decke", schlug er vor, hatte so gesehen auch noch gar keine Lust zurück in die viel zu kleine Hütte zu gehen.

"Und praktisch gesehen sind auch noch ein paar Erdbeeren da. Was will man also mehr." Itachi ließ sich mit Sasuke zusammen auf die weiche Decke fallen, drückte Sasuke dann sanft an sich und sah hoch zum Himmel. Der Himmel war immer noch fast klar und es waren nur wenige Wolken am Himmel. Ganz in der Ferne verfärbte sich um die langsam untergehende Sonne der Horizont in einem hellen Rot. "So ein Sonnenuntergang ist wirklich wunderschön, so selten hat man mal die Zeit, ihn sich anzusehen ..."

Erdbeeren waren auch noch da? Die hatte Sasuke fast schon vergessen und demnach leckte er sich freudig über die Lippen und rieb sich die Hände, ehe er sich auf der Decke und erneut in Itachis Armen wiederfand. Zufrieden legte er den Kopf auf Itachis Brust, sah rauf zum Himmel und besah sich ebenfalls den Sonnenuntergang, wobei er wieder den viel zu schnellen Herzschlag seines Bruders hörte. Seltsam, normal schlug es langsamer, warum jetzt so schnell? War Itachi etwas aufgeregt und warum? Sie lagen doch einfach nur hier und sahen sich die untergehende Sonne an. Stutzig hob Sasuke seinen Kopf, sah auf seinen Bruder und blieb an dessen Lippen kurzzeitig kleben. Einladend sahen diese schon aus, hatten sich zudem ganz weich angefühlt, aber ... Sasuke schüttelte kurz mit dem Kopf, legte rasch wieder den Kopf ab und versteckte seine dadurch entstandene Röte auf den Wangen.

Itachi beobachtete den Sonnenuntergang eine Weile und er war wirklich glücklich. Kein Stress, keine Sorgen, die ihm seine Arbeit ständig machten oder das Gefühl des Hasses was sooft in ihm hochkam, wenn Kisame ihn mit unsinnigen, blutigen Morden mal versuchte, eine Gesichtsregung zu entlocken. Nur sie beide, er und sein kleiner Bruder. Ohne genau hinzusehen, griff er rechts neben sich und nahm eine Erdbeere vom Teller, die er Sasuke an die Lippen hielt. Erst dann fiel ihm diese ungewohnte Röte in Sasukes Gesicht auf, die er so nur von früher kannte. "Alles in Ordnung?", fragte er den Jüngeren leise, strich ihm mit der freien Hand über die Wange.

Etwas begann seine Lippen zu kitzeln und es stellte sich bei näherem Betrachten heraus, dass es sich um eine Erdbeere handelte. Rasch hapste er sie in seinen Mund, kaute zufrieden auf der süßen Frucht und hörte Itachis leise Frage. Ob alles in Ordnung war, hatte er etwa etwas gesehen? Wie peinlich, was wenn ... ach es war egal. Er könnte genauso Drum herumreden. „Ja, ja, alles in Ordnung", winkte Sasuke schließlich möglichst gelassen ab und kaute zudem seine Erdbeere weiter.

Sachte strich Itachi Sasuke mit einem Finger über den Mundwinkel, um etwas von der Erdbeere zu entfernen. "Das klingt aber nicht so ...", sagte Itachi nun skeptisch, betrachtete seinen Bruder genauer. "Du bist rot im Gesicht", kam es nun feststellend von ihm.

Sasuke zuckte beim Berühren seiner Lippen zusammen, drehte den Kopf etwas weiter und lag nun mit der Nase so, dass diese sich in das Shirt vergrub. Itachi glaubte ihm also nicht, was aber auch kein Wunder war, denn er verhielt sich wirklich komisch bis seltsam. „Ich ... na ja ... es ist wegen dem Kuss", fing er an zu erklären, machte eine kurze Pause und brauchte diese, um sich zu sammeln. „Dein Herz, es schlägt so schnell und demnach habe ich mich gefragt, ob es dabei auch der Fall war. Es schlägt zudem unnatürlich schnell", sprach er leise weiter, kam so weit wieder mit dem Gesicht hervor, dass er Itachi dabei ansehen und anlächeln konnte.

"Sasuke ..." Itachi überlegte sich seine Worte gut, denn er wollte seinen Bruder nicht verunsichern. "Ich liebe dich als meinen Bruder ... aber es ist noch mehr als das ... schon etwas länger. Deshalb hatte ich dich gesucht und auch aufgespürt. Ich wollte dich so wie früher wieder bei mir haben ... Ich habe zurzeit auch keinen Kontakt zu meiner Arbeit, weil mir das nur im Wege stehen würde, bei dir zu sein."

Itachi liebte ihn und das mehr als einen Bruder? Sasuke glaubte sich verhört zu haben, empfand es als schlechten Scherz und sah demnach Itachi so an, das er ihm zu wenigstens in die Augen blicken konnte. So wie sein Bruder ihn aber trotz alledem ansah, konnte er keinerlei Lügen erkennen und demnach musste es also wahr sein. Itachi liebte ihn wirklich und das über Bruderliebe hinaus. Jetzt verstand er auch den Kuss, das Rasen seines Herzens und generell das Verhalten Itachis. „Das ist alles etwas viel gerade, aber es schockiert mich jetzt nicht so sehr und angewidert bin ich zudem auch nicht. Ich muss das wohl erst noch verdauen und dann sehen, wie es weitergeht", seufzte er schließlich leise auf.

Sasuke sah ihn als, als würde Itachi nicht ernst meinen, glaubte sein kleiner Bruder wirklich, er würde Mist erzählen und ihn anlügen? Itachi hatte sie seine Worte sehr wohl überlegt, da tat es umso mehr weh, dass der Jüngere ihm so was überhaupt zutraute. "Ich hab auch nicht wirklich erwartet, dass du irgendetwas zu diesen Worten sagst ... Lass dir die Zeit, die du brauchst ..."

Verletzen wollte Sasuke mit seinen Worten, den Blicken nicht und es tat ihm leid, wenn es den Anschein auf Itachi gemacht hatte. Er wusste halt nicht wie er jetzt mit seinem Nii-san umgehen sollte, ob eine Umarmung vielleicht schon zu viel des Guten wäre. Die Worte Itachis machten es zudem nicht besser, nahmen ihm aber etwas von seiner Unsicherheit. "Danke Nii-san, danke dafür, dass du mir Zeit lässt um in Ruhe nachdenken zu können", lächelte Sasuke schwach und rang sich sogar durch, Itachi einen Kuss auf die Wange zu geben.

"Zwing dich zu nichts, was du nicht willst", erwiderte Itachi nach dem Kuss nur, stand dann auf und ging in die Hütte zurück. Auch wenn er nicht wirklich müde war, dennoch legte Itachi sich hin, versuchte seine innere Unruhe ein wenig in den Griff zu bekommen. Es war wohl ein Fehler gewesen, Sasuke das gesagt zu haben. Er rechnete nicht wirklich damit, dass sein Bruder in irgendeiner Weise seine Gefühle erwiderte.

Warum denn zwingen, den Kuss hatte er doch freiwillig gegeben. Bevor Sasuke darauf jedoch etwas sagen konnte, war sein Bruder bereits aufgestanden und gegangen. Hoffentlich nahm es Itachi nicht zu sehr mit, er musste zudem morgen seine Brille abholen und vielleicht bot das den nötigen Abstand, damit sie beide wieder unbeschwerter miteinander umgehen konnten. Sich aus dem Weg gehen ging nicht immer, nicht in einer viel zu kleinen Hütte mit wenigen Quadratmetern.

Irgendwann schien er dann doch von selbst eingeschlafen zu sein, allerdings schlief er nicht besonders ruhig, hatte auch nicht die besten Träume. Wann hörte es endlich auf, wieso konnte er nicht eine Nacht mal ruhig schlafen? Immer verfolgte Madara ihn, wieder und wieder ...

Sasuke erhob sich langsam, sammelte die Decke, den Teller und die restlichen Erdbeeren ein, ehe er all das zurück zu Hütte brach und leise wegräumte. Nach getaner Arbeit drehte sich Sasuke um, sah lächelnd auf seinen schlafenden Bruder und deckte ihn ordentlich wieder zu, da die Decke fast am Boden hing. Vorsichtig streckte er die Hand aus, streichelte Itachi über die Wange und stellte erst jetzt fest, dass er unruhig zu schlafen schien. Von was er wohl träumte? Sich fragend setzte er sich auf einen Stuhl nahe dem Bett, besah sich Itachi und je länger er dies tat, desto sicherer war er sich, dass es sicher nicht angenehm war.

Verschreckt öffnete Itachi etwas später hoch, fasste sich an sein schmerzendes Auge. So konnte es nicht weitergehen, das stand für ihn fest. Er ging an den Kühlschrank und nahm sich eine Flasche Wasser, die er, durstig wie er war auch fast in einem Zug leerte. Danach ging er ins Bad, wusch sich das Gesicht. Itachi wirkte vollkommen durcheinander.

Sasuke hob den Kopf als Itachi erwachte, sich aufrichtete und ihn nicht einmal wahr nahm. Was war jetzt los, ignorierte er ihn etwa? Wachsam verfolgte er seinen Bruder weiter, seufzte leise und stand schließlich auf, nur um Itachi ins Badezimmer zu folgen. Als er Itachi über das Waschbecken gebeugt vorfand, strich er ihm einige Haarsträhnen aus dem Gesicht und wirkte zum Teil besorgt um ihn. „Itachi, was ist los, ignorierst du mich etwa?", fragte er leise nach, kaute sich auf der Lippe und reichte ihm langsam ein Handtuch.

"Nein ... ich ignoriere dich nicht, tut mir leid, Ototou." Dankbar sah er seinen Bruder einen Moment an, nahm dann das Handtuch entgegen und trocknete sich damit das Gesicht ab. "Es ist schwer zu erklären ... ich hab mich innerlich gerade gefühlt, als würde ich gleich platzen. Bevor ich noch etwas gesagt hätte, was ich hinterher bereue, musste ich mich eben beruhigen."

Leise und erleichtert seufzte Sasuke aus, war zufrieden nicht absichtlich ignoriert worden zu sein und lehnte sich für das weitere Gespräch an die Wand. Itachi musste sich beruhigen? Wegen was denn jetzt schon wieder, etwa wegen dem Gespräch, das sie am See geführt hatten? Sasuke stieß sich von der Wand ab, trat neben Itachi und legte die Hand auf seine Schulter, tätschelte diese sanft. „Du brauchst dringend mal eine Pause, einen guten Tee, der dich entspannt und vor allem jemanden, der sich um deinen verspannten Schulterbereich kümmert", seufzte Sasuke erneut.

"Hm ... und ich wäre dir von Herzen dankbar, wenn du mir dabei helfen würdest ..." Itachi richtete sich auf, lächelte Sasuke erschöpft an. Daraufhin ging er wieder in den Wohnraum der Hütte und setzte sich aufs Bett, band sich sein Haar wieder zusammen. Sasuke hatte recht, er brauchte wirklich eine Pause und diese Träume entkräfteten ihn meist sehr.

„Natürlich helfe ich dir. Du bist schließlich mein Bruder und um den kümmere ich mich gerne", schmunzelte Sasuke, folgte Itachi zurück in das Nebenzimmer und sah in den Küchenschränken, während Itachi sich setzte, nach einem Tee mit beruhigenden Kräutern nach. Irgendwo ... ach ja, er hatte heute erst Jasmin-Tee geholt und der war ganz hinten im Schrank. Schmunzelnd nahm er ihn raus, setzte den Teekessel auf und nahm zudem für Itachi eine Tasse aus dem Schrank heraus. „Tee ist gleich fertig", wandte er sich kurz an seinen Nii-san, lächelte und kramte in der Tüte nach ... ach verdammt er hatte nur Salatöl und das roch nicht besonders gut. „Könntest du morgen ein Massageöl kaufen, wenn du deine Brille holst?" Er drehte sich erneut zu Itachi und sah ihn bittend dabei an.

"Das ist lieb von dir, danke." Wieder lächelte er seinen Bruder an, betrachtete ihn, während dieser den Tee zubereitete. "Trinkt du auch einen mit mir? Ich werde welches kaufen, kein Problem." Sasuke schien sich ja wirklich Gedanken um ihn zu machen, das ließ Itachi ganz warm werden.

Auf Itachis Frage hin nahm Sasuke eine zweite Tasse aus dem Schrank, stellte beide zusammen mit Zucker und zwei Löffeln auf ein Tablett und tat noch ein paar Kekse auf einen Teller. „Schön, dass du daran denkst, dann mach ich morgen auch etwas ganz Tolles." Sasuke wollte Dangos machen, aß diese selber ganz gerne und sie waren zudem einfach zu machen. Als das Wasser endlich pfiff, nahm er es runter, goss den Tee auf und stellte diesen ebenfalls auf das Tablett. Vorsichtig brachte er alles herüber zu seinem Bruder, setzte sich auf den Stuhl und wartete, bis der Tee seine drei Minuten gezogen hatte. „Dauert noch einen Moment."

"Na da bin ich ja mal gespannt." Itachi freute sich bereits jetzt auf das Essen. Jetzt wo sie davon sprachen, fiel ihm ein, dass er ja nicht wirklich etwas gegessen hatte heute und so meldete sich sein Magen, dass er sich gleich erst mal einen Keks nahm. Dankbar nahm er die Tasse Tee entgegen, trank dann vorsichtig einen Schluck. "Der riecht wunderbar. Jasmin, nicht wahr? Hast du gut ausgewählt."

Sasuke hatte sich bereits ausführliche Gedanken über das Essen gemacht, freute sich selbst, dass Itachi sich freute und es scheinbar gar nicht abwarten konnte. Zum einen wollte er die Dangos traditionell bunt machen und einige herzhaft mit Soja-Soße machen. Nachdem Itachi seinen Tee hatte nahm auch Sasuke sich seinen, pustete vorsichtig und nahm den ersten Schluck. „Ja, es ist Jasmin. Woher?" Sasuke roch an der Tasse, dann fiel ihm auf, dass er sehr intensiv zu riechen schien und demnach hatte es sein Bruder so wohl erkannt. „ Jasmin kann man immer trinken und demnach habe ich ihn auch gewählt", erklärte er bereits Itachi, ehe er den nächsten Schluck nahm und sich durchrang dazu einen kleineren Keks zu essen.

"Hast du schon mal Kirschblütentee probiert? Das ist eine Lieblingssorte. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es nicht jeder mag, aber ich selbst bin ich ganz großer Fan davon", erzählte Itachi seinem Bruder, während er den Keks aufaß und dazu einen Schluck trank. Bereits jetzt fühlte der Ältere sich besser, was so ein bisschen Ruhe und eine Tasse Tee schon ausmachen konnten.

Kirschblüten, waren die nicht rosa? Rosa erinnerte ihn an dieses Mädchen und demnach schüttelte Sasuke sowohl wegen der Frage, als auch wegen der Erinnerungen den Kopf. „Ich hab ihn noch nicht probiert, aber wenn du sagst, es sei gut, dann würde ich ihn schon gerne einmal probieren." Sasuke nippte an seinem Tee, lehnte sich zurück und zog die Beine nahe an seinen Körper.

"Du siehst irgendwie so gedanklich abwesend aus, Sasuke." Prüfend sah er seinen Bruder an, der das Gesicht verzog."Am besten wir trinken den Tee morgen Mittag zum Essen, was hältst du davon?" Er aß einen weiteren Keks und trank seinen Tee aus.

Nachdenklich, sah man ihm das denn so deutlich an? Sasuke lächelte schwach und blickte seinen Bruder an. "Mir ist nur etwas eingefallen, was wohl mit meiner Vergangenheit zu tun hat", gab er zu, wollte Itachi dies auch nicht verschweigen und war auch froh, sich an einige Bruchstücke erinnern zu können. Wieder wirkte Sasuke nachdenklich, dieses Mal jedoch wegen dem Tee und er fragte sich, ob er zu Dangos passte. "Dann musst du den morgen aber auch noch mitbringen", sprach er schmunzelnd und nahm sich des Hungers wegen noch einen Keks.

"Na siehst du, vielleicht nicht unbedingt etwas, was dir gefällt, aber auch die Erringungen sind wichtig, dass bald auch der Rest wiederkommt", versuchte Itachi seinen jüngeren Bruder zu ermutigen. "Den Tee haben wir oben im Schrank, ich hab eigentlich immer etwas davon im Haus."

Sasuke war es mittlerweile egal, ob die Erinnerungen wieder kamen, so wie es jetzt war, war es doch auch ganz schön. Nachdenklich goss er sich einen zweiten Tee nach. "Gut, dann nur die Brille und das Öl", erwiderte er seinem Bruder lächelnd.

"Wunderbar und nun sollten wir dann langsam auch schlafen gehen ..." Er schob den leeren Teller beiseite und stellte seine Tasse ab. "Die Sonne ist bereits untergegangen." Daraufhin legte Itachi sich hin und deutete in das Bett neben sich. "Ich mach auch nichts, versprochen."

"Wunderbar und nun sollten wir dann langsam auch schlafen gehen ..." Er schob den leeren Teller beiseite und stellte seine Tasse ab. "Die Sonne ist bereits untergegangen." Daraufhin legte Itachi sich hin und deutete in das Bett neben sich. "Ich mach auch nichts, versprochen."

Kurz blickte Sasuke aus dem Fenster, nickte Itachi aber dann zu und stellte das Geschirr zurück auf das Tablett. "In Ordnung, ich komm gleich schlafen. Ich möchte nur noch schnell das Tablett wegräumen", erklärte er Itachi, brachte es schnell herüber zu der kleinen Kochnische und streifte sich zudem die Schuhe noch ab. Mit ihnen wollte er nicht schlafen, ebenso wenig mit der Hose, welche er sorgsam über den Stuhl hing und erst dann zu Itachi ins Bett kroch.

Da er seine Sachen bereits abgelegt hatte, war es nicht weiter schlimm, im Shirt zu schlafen. Er hätte nicht gedacht, dass Sasuke so ordentlich war, alles immer gleich wegzuräumen. Er selbst dachte nicht immer daran, es gab schließlich wichtigeres.

Sasuke drehte sich mit dem Rücken zu Itachi, blickte dennoch über seine Schulter und lächelte. "Guten Nacht, Nii-san", murmelte er leise, kuschelte sich mit dem Kopf zurück in das Kissen und schlug müde die Augen zu. Schon komisch neben Itachi zu schlafen, vor allem wo dieser ganz anders als er zu fühlen schien.

Itachi rückte etwas näher an Sasuke heran, legte locker einen Arm um dessen Hüften und schmiegte sich an seinen Rücken. Wenn Sasuke es zufiel werden würde, würde er auf dem Boden schlafen, das verstand sich für den Älteren von selbst. Nur solange wie er durfte, nutzte er den angenehmen Moment aus, in Sasukes Nähe sein zu dürfen. Wenn es auch einseitige Gefühle bleiben würden, es reichte ihm, seinen Bruder in der Nähe zu haben.

Schon fast am Einschlafen, spürte Sasuke plötzlich einen Arm, der sich um ihn legte und etwas Warmes, das sich ankuschelte. Es konnte so gesehen nur Itachi sein und solange der Arm ruhig um ihn lag, war dagegen auch nichts einzuwenden. Immerhin vertraute er Itachi irgendwo, sicher würde er dies nicht gleich wieder zunichtemachen wollen. Leise seufzte Sasuke auf, schmuste sich in sein Kissen und schlief seltsam ruhig, dafür, dass Itachi so dicht hinter ihm lag.

Itachi schlief sehr ruhig, er brauchte Sasukes Nähe, um sich so wohl zu fühlen. Im Akatsuki – Hauptquartier konnte er nie wirklich schlafen, sei es wegen Kisame oder seine innere Unruhe, nie klappte es so wirklich. Doch diese Nacht war anders, das erste Mal seit langer Zeit ein ruhiger, traumloser Schlaf. Morgens war er erfrischt und ausgeschlafen aufgewacht, strich Sasuke leicht über die Wange und legte sein Gesicht an dessen Schulter. Es war so angenehm und der ältere Uchiha hätte verdammt viel dafür gegeben, dass dieser Moment nicht endete.

Ebenfalls gut schlief auch Sasuke die Nacht, wachte erst auf, als er etwas an seiner Wange spürte. Verschlafen blinzelte er, schlug die Augen auf und blickte lächelnd auf Itachi. "Guten Morgen, Aniki", murmelte er leise, strich versonnen durch die langen Haare seines Bruders und passte dennoch auf, ihm nicht weh zu tun, oder zu zupfen.

"Guten Morgen ...", sagte er leise gegen Sasukes Kleidung, richtete sich dann auf. Sein kleiner Bruder sah so süß aus, wenn er noch verschlafen war, aber das wollte Sasuke sicher nicht hören, dass er süß, niedlich oder sonst was war. Itachi stand auf, ging zum Fenster und prüfte den stand der aufgehenden Sonne. "Wir haben noch Zeit etwas zu essen, bevor ich losmuss." Er drehte sich zu Sasuke um, lächelte diesen leicht an. "Ich werde eben duschen gehen ..." Daraufhin öffnete er sein -haarband und verschwand in das kleine Bad für seine Morgendusche.

Ein Herumwuseln ließ Sasuke erneut schmunzeln, zusehen wie Itachi sich aufrichtete und ihn ansah. Lange war es her, dass er Itachi so gesehen hatte, direkt, nachdem er aufwachte und er genoss es so lange, bis dieser aufstand und zum Fenster ging. Nun richtete sich auch Sasuke auf, streckte sich und gähnte zudem laut. Frühstück klang gut und während Itachi duschen ging, könnte er zumindest schon alles auf den Tisch stellen und Tee aufsetzen. „Ich mach das Frühstück." Mit den Worten kroch Sasuke aus dem Bett, tappte langsam zur Kochnische und setzte den Teekessel mit Wasser auf. Bis dieses kochte, deckte er den Tisch ein und öffnete einen Moment das kleine Fenster.

Itachi hörte es noch, dass Sasuke das Frühstück machen wollte, entkleidete sich dann im Bad und stellte das Wasser auf eine angenehme Temperatur. In Gedanken versunken stellte er sich nun unter den Wasserstrahl und wusch sich gründlich. Danach stellte er das Wasser rasch wieder ab und stieg aus der Dusche, begann sich abzutrocknen. Sorgfältig trocknete er zuerst seine Haare, dann den Rest des Körpers ab. Auch seine blauen Flecken vom Kampf mit seinem Bruder waren nun verschwunden, sie waren nicht der Rede wert gewesen, dennoch zog er es vor, dass Sasuke davon nichts wusste. Itachi zog sich saubere Kleidung an und kehrte dann in den Wohnraum zurück, an dem Sasuke bereits das Frühstück vorbereitet hatte. "Sieht ja schon sehr lecker aus."

Wurst, Käse aber auch Marmelade und Brötchen standen neben dem Tee auf dem Tisch. Lächelnd legte Sasuke noch zwei Löffel dazu und blickte Itachi an, der sich die Haare kämmte und sich über das Frühstück freute. „Komm setz dich", erwiderte er leise, setzte sich selbst auf einen der Stühle und goss für sich und Itachi schon den Tee ein. Zudem schnitt er eines der Brötchen auf, schmierte etwas Butter darauf und belegte es mit Käse.

"Danke dir, Ototou." Itachi setzte sich und begann ebenfalls zu essen. "Hast du gut schlafen können?" Seelenruhig machte er sich ein Brötchen mit Marmelade fertig, biss hungrig hinein.

Knapp nickte Sasuke seinem Bruder zu, biss erst einmal in sein Brot, trank einen Schluck Tee und antwortete erst dann auf die gestellte Frage Itachis. "Ich hab ganz gut geschlafen, wenn es auch etwas eng war", gab er zu, biss erneut ab und kaute zufrieden. "Und wie hast du die Nacht geschlafen?" Zwar konnte er sich die Antwort schon denken, wollte sie aber dennoch gerne hören.

"Ich hab einen ruhigen Schlaf gehabt, das erste Mal seit langem. Muss an dir liegen. Im Hauptquartier musste man manchmal auf den eigenen Hals aufpassen, das hier ist wie Urlaub für meine Seele. Noch schöner ist, dass du hier bist." Gemächlich trank er einen Schluck, genoss einen Moment die heile Welt, die er viel zu selten hatte.

Aufmerksam hörte Sasuke seinem Bruder zu, wurde jedoch verlegen, als mit anhören musste, dass es wohl an ihm lag, dass Itachi so gut geschlafen hatte. Zwar klang alles ganz harmlos, nicht aber, wenn man wusste, dass einer mehr als der andere empfand. Sasuke räusperte sich, biss rasch von seinem Brötchen ab und schmunzelte zufrieden, mit immer noch roten Wangen,Itachi an. "Ich freue mich auch hier zu sein", sprach er, nachdem er den Mund leer hatte und seinen Tee ebenso.

Itachi stand auf und gab Sasuke einen Kuss auf die Stirn. "Ich sollte dann wohl langsam los, immerhin braucht es drei Stunden, bis ich wieder hier bin." Er lächelte leicht, strich dem Jüngeren sachte über die Wange. Danach zog er sich seinen Mantel über, richtete den Kragen.

Wohin ... Aja die Brille sicher. Sasuke brauchte als Itachi aufstand einen Moment, um sich wieder zu entsinnen, das dieser erneut in das gestrige Dorf musste. Den Kuss auf die Stirn nahm er kaum wahr, dafür die streichelnde Hand an seiner Wange, die ihn kurze Zeit lächeln ließ. „Pass auf dich auf und denk an das Öl", erinnerte er seinen Bruder nochmals, stand selbst von seinem Platz auf und umarmte Itachi nochmals. „Also dann bis später."

„Klar, darauf kannst du dich verlassen." Daraufhin verschwand er aus der Hütte und machte sich auf den Weg. Es ging recht schnell, in das kleine Dorf zu kommen, da Itachi alleine war, konnte er sein Tempo selbst bestimmen. Im Dorf steuerte er das kleine Geschäft an und holte seine Brille ab. Diese wurde für ihn gerichtet und er konnte sie aufsetzen. Er kam sich jetzt schon bescheuert vor ... es ging dem Uchiha mächtig gegen den Stolz, sie tragen zu müssen, aber er sah wirklich etwas besser, auch wenn das wahrscheinlich nicht lange halten würde. Er wusste, irgendwann würde er durch das Mangekyo erblinden und mehr als ein paar wenige Jahre würde er nicht haben, bis es geschehen würde. Etwas unsicher mit den Gläsern vor den Augen kaufte er nun das Öl, ein paar Räucherstäbchen und auch noch etwas Tee. Mit all den Sachen, die er praktisch in seinen Taschen verstauen konnte machte er sich nun nach vergangenen zwei Stunden auf den Heimweg.

Kisame sah sich unauffällig in dem kleinen Dorf um, erkannte etwas, oder besser jemanden den er kannte und sofort schlich sich ein breites Grinsen auf sein Gesicht. Wenn das nicht Uchiha Itachi war, dann müsste er wohl dringend zu einem Augenarzt. Aber was machte er hier so ganz alleine? Jemanden bei sich hatte er nämlich nicht. Rasch machte er sich auf den Weg herüber zu Itachi, trat von hinten an ihn heran und tippte ihm auf die Schulter. "Uchiha Itachi? Sie sind wegen des Mordes an ihrem gesamten Clan mit sofortiger Wirkung verhaftet!" Er erlaubte sich gerne mal einen Streich mit dem Jüngeren und grinste bereits dümmlich und abwartend über dessen Reaktion.

Itachi nahm sich rasch seine Brille ab und ließ sie in seiner Manteltasche verschwinden. Er sah Kisame einen Moment kalt an, schob dann dessen Hand von seiner Schulter. "Kisame, was willst du?" Was zum Teufel machte sein Teampartner von Akatsuki hier? Hatte er ihn etwa extra aufgespürt?

Kisame grinste trotz des kalten Blickes, war diesen schon gewohnt und kümmerte sich zudem auch nicht weiter darum. Nun was er wollte, war eine durchaus berechtigte Frage, die er gerne beantwortete. „Pain lässt dich suchen. Du bist schon zu lange weg und so langsam macht sich Leader-sama seine Gedanken. Sprich: Ich soll dich zurückbringen", erklärte er ernster werdend und sah Itachi dementsprechend entgegen. „Komm also freiwillig mit, oder ich muss leider..." Er sprach nicht weiter, deutete nur auf Samehada und grinste erneut.

"Du scheinst immer noch in dem Irrglauben zu sein, ich hätte Angst vor dir ... lächerlich. Ich werde nicht mit zurückkommen, du hast mir gar nichts zu sagen." Seit Kisame aufgetaucht war, hatte er auch wieder seine Sharingan aktiviert, musterte den Anderen weiterhin kühl. "Versuch es und glaub mir, ich lass mir nichts gefallen!"

Geduldig hörte Kisame zu, schmunzelte und das bis zu einem gewissen Punkt, als Itachi kundtat, nicht mitkommen zu wollen. Nun, Pain würde es sicher nicht gefallen, den Anderen auch nicht, da sie seine Aufgaben mit übernehmen mussten und ständig schlecht gelaunt waren. "Gut, wie du willst. Glaub aber ja nicht, dass ich dich aus den Augen lasse. Wo immer du hingehst, ich komme mit!" Wieder schlich sich ein gemeines Grinsen in sein Gesicht und er fixierte Itachi mit altem Blick. "Das denke ich nicht. Es geht dich nichts an, was ich mache!" Daraufhin lief er leichtfüßig los, Richtung Wald, verschwand in der grünen Idylle. Kisame schüttelte über den Uchiha den Kopf, sagte nichts zu dessen Worten und folgte ihm stattdessen in den Wald. "Warum willst du nicht zurückkommen? Erkläre es mir, vielleicht verstehe ich es", setzte er zu einem erneuten Wortgefecht an und ließ nicht locker.

"Wie ich schon sagte, es geht dich nichts an!" Aus Krähen erschien Itachi vor ihm sah Kisame mit seinem gewohnt eiskalten Blick an. Jetzt sagte er schon mehr als in einer Woche ... "Du hättest es so einfach haben können, Kisame, wie oft hast du gesagt, dass du nicht mehr mit mir arbeiten willst! Und jetzt stehst du hier!" Der Echte saß im Unterholz und beobachtete erst mal.

Hatte Itachi etwa Geheimnisse vor ihm? Grinsend blickte Kisame auf, ließ sich wenig beeindrucken und ebenso wenig von den Krähen, die sich zusammensetzten und Itachi ergaben. "Sag mal kann es sein, dass du uns etwas verschweigst? Du ich warne dich, solltest du irgendetwas gegen uns planen, dann sieht es schlecht für dich aus", knurrte Kisame verärgert und zückte erneut sein Schwert, bereit notfalls den Uchiha zu töten.

"Ich plane garantiert nichts, nur kann Akatsuki mir gestohlen bleiben, du wirst mich nicht dazu bekommen, mitzugehen, vergiss es, Kisame." Er zog ein Kunai, wenn sein Teampartner kämpfen wollte, bitte, das konnte er haben. Zum Glück war der Uchiha bestens ausgeruht und bei Kräften.

Ganz neue Töne, die da von Itachi kamen und Kisame leise knurren ließen. „Akatsuki ist dir also egal geworden, ja? Wie du weißt, entlässt Pain nur ungern lebende Informanten und eigentlich müsste ich dich jetzt töten!" Er grinste als er das Kunai sah, ebenso die Kampfbereitschaft und den Zorn in Itachis Gesicht. Selten sah er eine Gefühlsregung bei dem Uchiha, immer nur dann, wenn dieser ... Kisame begann zu schmunzeln, ihm ging langsam ein Licht auf. „Jetzt sag nicht, dass du dein geliebtes Brüderchen wiedergesehen hast", lachte er hell auf und schwang sein Schwert durch die Luft.

"Du kannst mich nicht töten, wie oft muss ich dir das noch sagen?!" Itachi lachte es war ein kaltes Lachen, das aus ihm ausbrach. Er ließ sich nichts anmerken, als Kisame von Sasuke sprach. "Ja, ich habe ihn wiedergesehen und seitdem ist er nicht mehr er selbst. Meine Augen haben beste Arbeit geleistet!"

Abfällig schnaufte Kisame und scharrte mit dem Schwert den Boden entlang. "Ich kann dich vielleicht nicht töten, aber ich kann dich durchaus verletzten." Wieder am Schmunzeln schlich er um Itachi herum, besah sich diesen und dessen nicht vorhandene Reaktion auf Sasuke. "Was denn, hast du ihm wieder den Tod seiner Eltern erleiden lassen?", grinste er fies."Wie gemein von dir, Itachi."

"Was ich meinen Gegner sehen lasse, willst du nicht herausfinden." Kisame wollte ihn verletzen? Sollte er es doch versuchen! "Verarsch mich nicht, Kisame, du scheinst wirklich keinen Respekt mehr zu haben." Daraufhin ging er erst mal ein Stück zurück, bevor der Haimensch noch auf komische Gedanken kam und die Reichweite ausnutzte.

Kisame runzelte die Stirn, lachte jedoch freudlos auf und wich einen Schritt hinter, stellte sich bereits in Position. Respekt sollte er haben, aber vor Itachi? Hatte überhaupt einer Respekt vor den anderen Mitgliedern, abgesehen von Pain? "Als hättest du Respekt!", schnaubte er gereizt.

"Es gab Zeiten, da hatte ich tatsächlich Respekt vor dir, aber das ändert sich nun langsam." Blutrote Mangekyo Sharingan blickten Kisame nun entgegen und der Uchiha war auch bereit, sie zu nutzen.

Unbeeindruckt starrte Kisame seinen Partner an, lachte hohl auf und schüttelte ungläubig der Worte wegen den Kopf. "Ja, in der Tat, du hast dich sehr verändert", erwiderte Kisame, formte einige Fingerzeichen und wandte "Technik des Wassergefängnisses" an. Spöttisch grinsend sah er Itachi in der riesigen Wasserkugel an. "Und, immer noch so große Töne am Spucken?"

"Wie einfallslos und feige", erwiderte Itachi nur kühl darauf hin. Er würde sicher nicht in Panik ausbrechen und diese Technik reichte nicht, um ihn zu erledigen, Luft hatte er noch genug.

"Feige?", wiederholte Kisame patzig, löste das Jutsu schließlich auf und trat auf den Uchiha einen Schritt zu. Grinsend legte er den Kopf schief. "Was du wohl machen würdest, wenn ich ..." Er brach den Satz ab, lachte bösartig auf und schulterte sein Schwert zurück auf den Rücken.

Itachi hatte gewusst, dass Kisame auf das Feige anspringen würde, immerhin hatten sie lange Zeit zusammen gearbeitet, so kannte er den Haimenschen natürlich und wusste, was ihn provozieren könnte. Regungslos sah er Kisame an, der einen Schritt auf ihn zutrat, fixierte ihn weiter mit seinen Augen. Nun war er triefnass von Kisames lächerlichen Jutsu. "Wenn du was?", sagte er leise, unterdrückte das Bedürfnis, zu knurren.

Kisame legte den Kopf schief, sah Itachi sekundenlang schweigend an, ehe er mit dem Mundwinkel zuckte. "Wenn ich dir zuvorkomme und dein liebes, Brüderchen finde", beendete er schließlich seinen angefangenen Satz, konnte ebenso gut provozieren und tat dies mit Genuss. Schon einmal hatte er Itachis Bruder gesehen und schon damals war der Kleine richtig niedlich. Wie er heute wohl auszusehen vermochte? Während er so den Gedanken nach hing, leckte er sich über die Lippen, fing an zu grinsen und setzte langsam den Weg an Itachi fort.

"Du wirst es niemals schaffen, Hand an ihn zu legen! Vorher musst du an mir vorbei!" Itachi ging zum Angriff über, mit Kunai voran. Seine Augen waren die letzte Möglichkeit zu nutzen, sie schmerzten ihm jetzt schon. Es machte ihn rasend, alleine der Gedanke, Kisame würde sich an seinem Bruder vergreifen, denn das würde sein Teamgefährte ganz sicher, davon war der Uchiha überzeugt.

Geschickt sprang Kisame einen Schritt hinter, funkelte belustigt den Uchiha vor sich an. "Was denn, Itachi? Hast du etwa Angst um den Kleinen? Ich bitte dich, er ist, nein, er müsste fast 17 sein und da ist es völlig normal sich auch mal auszutoben." Er grinste, dann aber fiel es ihm wie Schuppen von den Augen und er fing an, den Uchiha auszulachen. "Jetzt sag nicht ... haha ... nein, wie dumm, Itachi", lachte er weiter und schüttelte sich. "Der Kleine ist dein Bruder, so etwas wird er sicherlich bei dir nicht zulassen. Zumal es nicht gerade gern gesehen ist in der heutigen Gesellschaft."

"Du hast überhaupt keine Ahnung! Und es geht dich nichts an! ÜBERHAUPT NICHTS!" So aufgewühlt und bloß gestellt hatte er sich noch nie gefühlt, jahrelang hatte er immer eine Fassade um sich errichtet, seit er bei Akatsuki war, denn niemanden ging es an, was in ihm vorging. Kisame ließ dies alles zusammenbrechen und Itachi hatte das Gefühl, er würde die Kontrolle über sich selbst verlieren. Er schlug eine Finte und traf Kisame im Gesicht, all seine angestaute Wut lag darin. Danach traktierte er ihn mit einer komplizierten Schlag-Tritt-Kombination.

Itachi konnte brüllen, zeigen was in ihm vor sich ging? Kisame war davon ziemlich überrascht, schaffte es gerade noch so den Tritten des Uchihas auszuweichen. Dennoch, den Kratzer im Gesicht konnte er nicht verhindern, wischte sich knurrend das Blut von der Wange und zückte Samehada, mit welchem er einige der Schläge gekonnt abblockte. "Mach dich nicht lächerlich. Dein Bruder war über Jahre bei Orochimaru und wer sagt eigentlich, dass dieser Fiesling nicht auch schon seine Zunge in irgendwelchen Körperöffnungen hatte?" Kisame provozierte weiter, sprang einen Schritt zurück und schwang mit seiner Waffe erneut so, das er einen Tritt gut passieren konnte.

Natürlich hatte Itachi sein Katana nicht dabei, wer hätte auch mit so etwas rechnen können, so zückte er rasch noch ein zweites Kunai und ging in den direkten Nahkampf. Er wusste, dass er Samehada nicht wirklich abwehren konnte, doch etwas anderes blieb ihm nicht übrig. Itachi hatte Angst, seine Augen zu benutzen, denn die Schmerzen waren unerträglich. "Sasuke würde sich so etwas nicht gefallen lassen!" Er kreuzte die Klingen, sodass er einen Hieb abwehren konnte, doch trotzdem wurde er leicht am Unterarm getroffen, als er das riesige Schwert abwehrte. Er wusste genau, Kisame wollte ihn provozieren und so mühte er sich um innere Ruhe, doch so recht klappen wollte es nicht.

Mit Leichtigkeit sprang Kisame hoch, sah aus dem Augenwinkel heraus, wie Itachi mit zwei Kunai angriff, dies sogar im Nahkampf tat und versuchte Samehada unter Kontrolle zu bringen. Müde lächelte er, erklang das Aufeinandertreffen der Klingen wie Musik in seinen Ohren, spornte ihn weiter an. "Gegen Orochimaru hat man selten wirklich eine Chance und wenn Kabuto ihm etwas untergemischt hätte, dann wäre Sasukes Wille gebrochen. Wie du siehst, bist du dagegen machtlos und dir wird nur eines übrig bleiben. Du wirst wohl immer nur stiller Beobachter sein können und fast könntest du mir leidtun, aber eben nur fast!" Schwungvoll drehte sich Kisame, attackierte Itachi mit weiteren Schwerthieben, ließ mit einem Jutsu eine riesige Wasserwelle erschaffen und überschwemmte den Teil, wo sie erbittert kämpften, sich gegenseitig weiter vorantrieben.

Seine Unterarme bluteten heftig, nachdem er weitere Hiebe abgewehrt hatte. Sein Mantel war inzwischen an den Armen bis zu den Ellenbogen zerfetzt. Kisame schien in Höchstform zu sein. Itachi wusste nur zu gut, wie sehr er im Nachteil war, denn er konnte kein Feuerjutsu nutzen, das wäre verschwendetes Chakra. Als er nahe genug an den Kiri herangekommen war, packte er diesen am Kragen und nutzte den Moment um ihn mit der Fähigkeit des Sharingan einen Moment zu lähmen. Sobald er es nutzte, fingen seine Augen wieder an zu bluten. Er kniff die Augen zusammen rammte dem Haimenschen seine Waffe in den Körper, mehr schaffte er nicht, denn seine Sicht verschwamm.

Itachi schien angegriffen, das entging selbst Kisame nicht und dadurch wurde er für einen Moment unachtsam, wurde am Kragen gepackt und mit einem der Kunai verletzt. Tief war es nicht, dennoch trat Blut aus der Wunde hervor und knurrend vor Zorn, riss er sich die Waffe selbstständig wieder heraus. Jetzt war Kisame richtig sauer, schien regelrecht zu toben und auf Itachi zu zustürmen, nutzte den Moment der blutenden Augen. Langsam hob er Samehada an, richtete die Klinge au Itachi und doch hielt er einen Moment inne. Doch dann überlegte er es sich anders, schlug zu und genau auf Itachis Schulter. "Lass dir das eine Warnung sein und komm zurück", knurrte er leise, drehte sich um und steckte das Schwert säuberlich wieder weg.

Schmerzverzerrt keuchte er und ging auf die Knie herunter. "Ich werde nicht zurückkommen, das kannst du vergessen ..." Seine Sicht war so verschwommen, dass er im Moment nichts sah. Die Erkenntnis, Kisame ausgeliefert zu sein, es machte ihn völlig verrückt.

"Ach wirklich nicht?", fragte Kisame verhöhnend, packte Itachi am Kragen und zog ihn zu sich hoch. Grinsend sah er ihn an, leckte ihm einmal über die Hauptschlagader und kicherte. "Wir zwei machen jetzt einen netten Ausflug und ich will kein Ton von dir hören. Wenn du schön brav bist, dann lass ich dich vielleicht mitspielen!" Mit Leichtigkeit warf er den Uchiha über seine linke Schulter, stapfte los in Richtung Wald.

Dem Uchiha wurde eiskalt, als er Kisames Zunge an seinem Hals spürte und er erschauderte vor Ekel. Kisame hatte schon so oft versucht ihn unter sich zu bringen, doch bisher hatte er dies erfolgreich abwenden können. Er kam sich vor wie eine kleine, dreckige Hure, als Kisame ihn auf seiner Schulter trug und er nichts machen konnte. Sämtliche Kraft war vor Schreck und auch durch seine Augen aus ihm gewichen. "Halt die Klappe ... ich will das nicht hören ..."

Lachend schritt Kisame weiter durch das Unterholz, blieb dann aber stehen und ließ den wehrlosen Itachi runter. Mit wenig Kraftaufwand drückte er ihn gegen den nächsten Baum und blickte ihn kalt an. "Ich soll die Klappe halten?", herrschte er ihn an, drückte ihn weiter gewaltsam gegen die Rinde der Eiche und schob zudem eines seiner Beine genau zwischen die Itachis. Grinsend schob er es weiter hoch, überkreuzte die Arme seines Opfers über dessen Kopf und presste brutal die Lippen auf die des Uchihas. Um Einlass zu bekommen, biss er ihm schmerzhaft in die Unterlippe, drang sofort in die Mundhöhle ein und begann sie gierig zu erforschen.

Nein ... das durfte nicht wahr sein ... Kisame tat es wirklich … Er kniff die Augen zusammen und begann zu zittern, als er Kisames Bein an seiner Mitte spürte. Er wollte das nicht, dennoch ließ es ihn nicht kalt. Warum? Und was sollte das? Im nächsten Moment spürte er die scharfen Zähne des Anderen in seinen Lippen, diese rissen auf und begannen stark zu bluten, doch das schien Kisame nicht zu stören, wahrscheinlich gefiel es ihm sogar. Itachi ließ es geschehen, was blieb ihm auch anderes übrig. Er konnte sich denken, was nun passieren würde, viel schlimmer war daran allerdings, dass das sein erstes Mal mit einem Kerl sein würde.

Jedes Zittern bekam Kisame mit, ließ sich davon nicht beirren, sondern ging einen Schritt weiter, indem er unter Itachis Mantel fuhr und anfing seine Brust mit den Fingern zu reizten. Der Uchiha schmeckte ziemlich gut, sogar dessen Blut, das sich mit Speichel mischte und ihn veranlasste, erneut zuzubeißen. Es machte ihm wahrlich Freude seinen Partner anzuheizen, spürte zudem die leichte Erregung und drückte mit dem Bein weiter dagegen, nur um es noch mehr und intensiver zu spüren. Selbst drängte er sich Itachi weiter entgegen, ließ ihn spüren, was er empfand und in den Kuss keuchend, begann er sich an dem Jüngeren zu reiben.

Immer wieder sagte er leise, dass Kisame aufhören solle, bis ihm die Stimme versagte und er heftig schlucken musste. Itachi musste sich zurückhalten, den Reizen zu widerstehen, unterdrückte es, aufzustöhnen. Denn das würde Kisame doch deuten, als dass es ihm gefiel. Und es war nicht so, das hier hatte er mit Sasuke tun wollen, nicht mit Kisame. Erschreckend, wie sehr seinen Partner das anzumachen schien, er spürte dessen Männlichkeit, die sich an ihn drückte, versteifte sich leicht.

Kisame dachte gar nicht daran aufzuhören, zwirbelte erbarmungslos weiter die bereits erhärteten Brustwarzen und öffnete gekonnt mit der zweiten Hand den Mantel und ebenso die Hose Itachis. Grinsend riss er die Hose mit einem Ruck herunter, übersah das Zittern und Flehen des Anderen, widmete sich lieber der stolz emporragenden Erektion. Grinsend leckte er sich über die Lippen, drückte Itachi erneut gegen den Baum und ging schließlich in die Knie. Eingehend betrachtete er sich das Gemächt, leckte einmal der Länge nach auf und wieder ab, verschlang sie dann aber schon mit dem Mund.

Wieso verriet sein Körper ihn? Er selbst wollte das nicht, doch sein Körper hungerte nach Berührungen, auf die er so lange verzichtet hatte. Es machte sich jetzt bemerkbar. Vor Scham stieg ihm das Blut ins Gesicht, als Kisame ihn eingehend betrachtete und konnte sich jetzt nicht mehr zusammenreißen, als sein Glied von dem Mund des Haimenschen umschlossen wurde. Er keuchte leise, wünschte sich, es wäre bald vorbei, so erniedrigt zu werden. Nie würde er das hier vergessen können. Der Sharingan – Träger konnte nichts sehen, durch das Blut, das seine Augen trübte, aber das brauchte er auch nicht, er wusste genau, was um ihn herum geschah.

Längst hatte Kisame ein leises Knacken im Unterholz wahrnehmen können, achtete aber nicht darauf, sondern leckte und bearbeitete weiterhin die steife Erregung in seinem Mund. Und siehe da, es schien Itachi doch zu gefallen. Er keuchte, wenn auch nur sehr leise. Schmunzelnd begann er daher seine Bemühungen zu verstärken, in die Hoden zu greifen und diese zu massieren. Die ein oder andere Reaktion oder einen lustvollen Laut, würde er dem Uchiha sicher noch entlocken können. Ob dieser schon seinen Bruder hinter den Bäumen gesehen oder wahrgenommen hatte? Wohl kaum, denn sicher hätte er sich zu wehren begonnen und sich vor Scham verkrochen. Leise lachte Kisame, saugte sich erbarmungslos an der Eichel fest, reizte sie mit seinen Zähnen.

Weiteres Blut rann ihm über den Mundwinkel, denn Itachi hatte sich auf die Zunge gebissen, als er kam, spuckte es Kisame entgegen. "Verdammtes Arschloch ...", keuchte er leise. Er hatte Sasuke nicht bemerkt, zu sehr dominierte ihn das Gefühl der Scham und Erniedrigung, dass ihn Zentnerschwer belastete.

Genießend schluckte Kisame das Ejakulat, leckte sich über die Lippen und grinste den aufgebrachten Itachi an, ehe er sich aufrichtete und sich dessen Speichel aus dem Gesicht wischte. "Na ob Sasuke die Vorstellung gefallen hat?" Er drehte sich um, grinste und rief nach dem jüngeren Uchiha, der immer noch wie paralysiert dastand und sich verwirrt die Augen rieb.

Sein Blick wanderte geschockt zu seinem Bruder, der das alles gesehen haben musste. Er fasste sich an die Stirn, rutschte an dem Baum zu Boden und spuckte zitternd noch etwas Blut aus, da er sich sonst daran verschluckt hätte. Das machte alles kaputt ... Sasuke würde denken, er hätte das gewollt.

Kisame reichte dem völlig fertigen Itachi die Hand, riss ihn zu sich rauf und grinste. "Und willst du immer noch hier bleiben, jetzt wo Sasuke alles gesehen hat und sicher etwas anderes denkt, als es den Anschein hatte?" Fast lieblich säuselte er dem Uchiha ins Ohr, verzog jedoch das Gesicht, als er einen kräftigen Schlag auf den Hinterkopf spürte und sich zu Sasuke umdrehte. "Duuu~", knurrte er leise, packte ihn am Kragen und hob ihn so hoch, dass Sasuke wild in der Luft am Zappeln war.

Itachi knurrte leise, als Kisame ihm diese Worte ins Ohr sagte. Einen Moment musste er schlucken, als sein Teampartner sich Sasuke gegriffen hatte, reagierte dann jedoch instinktiv und griff sich Sasukes Kusanagi aus dessen Schwertgurt und stieß es Kisame in den Körper. "Lass ihn los!"

Keuchend erneut mit einer Waffe verletzt worden zu sein, ging Kisame in die Knie, ließ Sasuke fallen und sah knurrend auf Itachi. "Ist das der Dank dafür, dass ich dir einen geblasen habe, hm?" Er grinste, hatte die Worte bewusst gewählt und konnte sehr gut Sasukes entsetztes Gesicht sehen. Es schien ihn regelrecht zu schocken, aber warum eigentlich? Hasste er nicht eigentlich seinen Bruder, oder? Kisame runzelte die Stirn und rappelte sich zudem wieder auf. "Ach jetzt verstehe ich, du willst seinetwegen nicht zurück."

"Ich bin dir zu keinem Dank verpflichtet, Kisame." Er zog die Klinge rasch aus der Wunde, damit der Haimensch noch etwas davon hatte, hielt ihm die blutige Klinge dann an den Hals. "Verschwinde, bevor ich dir was abschneide!"

Müde lächelte Kisame, zuckte dennoch kurz, als man die Waffe aus der Wunde zog und diese sich an seinen Hals wiederfand. "Freu dich nicht zu früh, Uchiha. Ich komm wieder und dann ..." Er lachte, deutete nur mit einer Kopfbewegung auf Sasuke und verschwand rasch, bevor man ihn hätte filetieren können.

Itachi knurrte leise, ließ die Waffe dann fallen. "So lange lebst du nicht mehr ... Kisame." Wieder hatte er seine Sharingan aktiviert, sah auf den Punkt, an dem sein Teampartner bis eben noch gewesen war.

Sasuke besah sich die beiden die ganze Zeit über kritisch, bekam demnach den gesamten Streit mit und kratzte sich verwirrt am Kopf. Wieso lagen sie sich erst in den Armen und dann stritten sie sich? Fragend blickte er deswegen zu Itachi und räusperte sich. "Wer war das, wieso hat er das gemacht und warum hast du das zugelassen? Du hast doch gesagt, dass du mich liebst und dann gibst du dich doch jemand anderem hin!" Sasukes Stimme nahm den Klang von empört-sein an, vermischte sich zudem mit blanker Wut.

Sasuke besah sich die beiden die ganze Zeit über kritisch, bekam demnach den gesamten Streit mit und kratzte sich verwirrt am Kopf. Wieso lagen sie sich erst in den Armen und dann stritten sie sich? Fragend blickte er deswegen zu Itachi und räusperte sich. "Wer war das, wieso hat er das gemacht und warum hast du das zugelassen? Du hast doch gesagt, dass du mich liebst und dann gibst du dich doch jemand anderem hin!" Sasukes Stimme nahm den Klang von empört-sein an, vermischte sich zudem mit blanker Wut.



"Das war mein ehemaliger Teampartner von Akatsuki, Kisame ... er hat mich gesucht und gefunden...wie du siehst.Warum er das gemacht hat? Das würde ich auch gerne wissen, nur kann ich dir sagen, dass er das schon oft versucht hat. Er hat mich im Kampf überwältigt und mich dazu gezwungen. Glaub mir, ich hab es nicht gewollt, sonst hätte ich mir wohl nicht auf die Zunge gebissen und ihn angespuckt." Erschöpft sah er seinen Bruder an und zog sich rasch seine Hose wieder richtig an. "Sasuke, ich liebe nur dich, bitte stoß mich nicht weg ... gegen Kisame konnte ich nichts tun, meine Augen wollten im Kampf nicht so wie ich, ich hab nichts mehr gesehen und dann hat er mich hierher gebracht und ... ja ..." Er sah zu Boden, wischte sich mit seinem Handrücken über den Mund. "Ich hab mich ihm sicher nicht hingegeben, das hätte ich niemals getan." Itachi gab wahrscheinlich für Sasuke einen wirklich erbärmlichen Eindruck ab. Sein Gesicht war voller Blut, seine Unterarme an den Ärmeln zerfetzt und die Haut stark aufgerissen und blutig, sein Haar völlig wirr und abstehend.



Ein Teampartner? Fragend zog Sasuke die rechte Augenbraue hoch, blickte Itachi an und sah zudem zu, wie er sich endlich die Hose zumachte. Verlegen drehte er den Kopf weg, wollte nicht sehen, was sich unterhalb der Gürtellinie befand und seufzte zudem leise auf. Es lag also an den Augen, sie waren daran Schuld, dass man seinen Bruder überwältigt und fast vergewaltigt hatte. Was wohl passiert wäre, wäre er nicht hinaus geschlichen, um zu gucken, warum sein Bruder nicht wieder kam? Die Worte beruhigten vorerst und besorgt reichte er endlich Itachi die Hand. "Wir sollten gehen, nicht das dieser Baka wiederkommt und außerdem ist das Essen fertig und deine Wunden sollten wir ebenfalls versorgen." Sasuke legte den Kopf schief und besah sich zudem weiter seinen Bruder, zupfte ihm schließlich ein Laubblatt vom Kopf und aus den Haaren und schritt schließlich voran.



Da sein Mantel noch über der Hüfte lag und bis zu den Knien ging, hatte Sasuke sowieso nicht viel gesehen, denn ihm entging der Blick nicht und, dass sein Bruder sich abwendete. "Kisame kommt wieder, wenn man es nicht erwartet. Er ist wie ein Hai, er holt sich seine Beute, wenn diese nicht mehr fliehen kann." Itachi nahm Sasukes Hand und folgte ihm langsam. Auch sein Augenlicht kam allmählich wieder, wenn auch nur verschwommen. "Jetzt wo du es sagst...ich hab richtig Hunger." Immerhin hatte er die letzten Tage kaum was gegessen.



Wie ein Hai, es traf genau auf diesen seltsamen Mann zu, sah dieser selbst fast wie ein Fisch, wie Piranha aus, der seine Beute Stück für Stück verschlang, bis nichts mehr von ihm übrig blieb. Kurz schüttelte sich Sasuke deswegen, drückte lächelnd die Hand Itachis und freute sich, dass er Hunger verspürte. "Ich hab was ganz tolles gemacht und sogar den Kirschblütentee. Jedoch weiß ich nicht, ob er nicht zu lange gezogen hatte, aber das sehen wir gleich", murmelte er zudem leise und starrte die ganze Zeit über zu Boden.



"Ich freu mich schon aufs Essen und der Tee sollte trotzdem sehr gut schmecken, ist nicht so schlimm, wenn der zulange zieht." Schweigend gingen sie nebeneinander her, bis Itachi ihn wieder ansah. "Sag was dich bedrückt, Ototou." Ihre kleine, versteckte Hütte kam nach einer Weile in Sicht und sie schritten darauf zu.



Verstehend nickte Sasuke wegen dem Tee, zuckte aber gleich darauf wegen der Frage zusammen. War er so leicht zu durchschauen gewesen, sah man ihm etwa an, dass es ihn beschäftigte, was er gesehen hatte. Nervös kaute er sich auf der Unterlippe, vergrub tief die noch freie Hand in der Hosentasche. "Ich ... ich hab nichts, jedenfalls nicht, worüber man sich Gedanken machen sollte", winkte er nicht sehr überzeugend ab und schritt hastig weiter.



Ja, man sah es Sasuke sehr gut an, vielleicht lag es auch einfach daran, dass er seinen Bruder inzwischen wieder richtig kennenlernte. "Sasuke, lenk bitte nicht ab, ich seh doch, dass etwas nicht stimmt. Sprich mit mir darüber, sonst geht es dir nicht aus dem Kopf."



Sasuke seufzte leise, blieb schließlich stehen und blickte seinen Bruder scheu an. "Naja ich hab....also als dein Partner, er hat meinen Zorn geweckt, wenn du verstehst", nuschelte er leise und wich erneut den Blicken Itachis aus.



"Sasuke erklär mir das, ich weiß nicht was du meinst." Er schloss die Hütte auf und ging mit seinem Bruder hinein.



Was gab es da denn bitte nicht zu verstehen? Sasuke blickte Itachi dementsprechend an und folgte ihm hinein in die Hütte. "Wie soll ich das jetzt erklären?", murmelte er leise, setzte sich an den Tisch und trommelte nervös mit den Fingern au diesem. "Als Kisame dich so angefasst hat, da hätte ich ihn am liebsten weggestoßen und es selber gemacht." Mit jedem gesagten Wort wurde er leiser, die Röte in seinem Gesicht nahm immer mehr zu und angespannt kaute er sich auf der Unterlippe.



"Jetzt hab ich es auch verstanden ... nur hätte ich solch eine Ehrlichkeit nicht von dir erwartet. Empfindest du so? Ich dachte ...", Itachi brach ab, wusste nicht so recht, was er dazu sagen sollte.



"Was dachtest du? Etwa das es mich nicht stört, oder was?", schnaubte Sasuke beleidigt und verschränkte schmollend die Arme vor der Brust. "Keine Ahnung, warum ich so denke, aber es hat mir definitiv nicht gefallen und hat mir zudem einen Stich versetzt." Mürrisch drein blickend goss er den Tee ein, stellte einen Itachi hin und nippte an seinem eigenen.



"Nein, das habe ich nicht gemeint. Ich hab eher gedacht, dass es dich anwidert." Er nahm einen Schluck Tee, zog sich dann seinen Mantel vorsichtig aus. Seine Wunden an den Armen brannten inzwischen unangenehm. Auch seine Kleidung war leicht angerissen und völlig zerknittert.
Na wunderbar ... Kisame hatte wirklich gute Arbeit geleistet ...



Verdutzt blickte Sasuke auf und seinen Bruder an. "Warum sollte ich das abstoßend finden? Frauen tun das doch auch und es ist doch nun wirklich egal, nein, fast egal, wer das macht." Kurz                     schüttelte er den Kopf, dann aber stand er auf und half Itachi mit der Kleidung. "Du wirst neue brauchen und deine Wunden müssen wir reinigen und verbinden", seufzte er leise, drehte sich nachdem er sich alles genau angesehen hatte um und holte die Dango's. Diese stellte er genau vor Itachi und grinste. "Jetzt wird aber erst was gegessen."



"Eigentlich würde ich erst mal lieber duschen, aber wie könnte ich da jetzt ablehnen." Er versuchte zu lächeln, nur war das mehr kläglich. Seine Schmerzen verhinderten aufkommende Freude erfolgreich.



Mit einer heißen Dusche wären alle Wunden mit einem mal sauber und er könnte sie danach verbinden. Gar nicht so dumm, wäre da nur nicht der Hunger und der war enorm groß. Sanft erwiderte Sasuke das Lächeln seines Bruders, verteilte die Dango's unter ihnen beiden auf und wünschte zudem einen guten Appetit. "Während ich abwasche, kannst du duschen und dann kümmern wir uns um deine Verletzungen, einverstanden?"



"Hört sich gut an." Hungrig griff er zu, bediente sich an dem köstlichen Essen. Itachi war sehr erstaunt, nicht gewusst zu haben, dass dieser so fabelhaft kochte.



Kochen konnte Sasuke auch nur, weil er jahrelang alleine war und es sich quasi alleine beigebracht hatte. Dennoch freute er sich, dass es so gut schmeckte, es ihm wieder einmal vorzüglich gelungen war. "Lecker", gab er zufrieden von sich, nippte an dem Tee und lächelte Itachi an.



"Kann ich noch etwas haben? Ich hab das Gefühl, ich hab zwei Wochen nichts gegessen, so sehr hängt mir mein Magen in den Kniekehlen." Hungrig verspeiste er den Rest und sah Sasuke dann erwartungsvoll an.



Kichernd legte Sasuke seinem Bruder noch ein Dango auf den Teller. "Du bist ziemlich hungrig, was? Fast wie ein Vielfraß", lachte er laut,ließ es sich nicht nehmen seinen Bruder zu necken, während er schon satt und zufrieden au seinem Platz saß.



"Ich bin kein Vielfraß!" Itachi lachte, nahm sich dann eines der leckeren Bällchen in den Mund und stürzte sich auf seinen Bruder, kitzelte ihn heftig durch.



Erschrocken so plötzlich gekitzelt zu werden, fiel Sasuke fast vom Stuhl und konnte sich gerade noch fangen. Laut lachte er, zuckte immer wieder weg und versuchte sich so gut es ging, so zu wehren, dass er Itachi nicht weh tat. "Du hast aber mehr als ich gegessen ...", beharrte er noch immer auf dem Vielfraß herum und kicherte erneut.



"Ich konnte nicht anders, war gerade viel zu verlockend." Itachi grinste leicht, löste sich dann wieder von seinem Bruder und aß den Rest der Dangos auf. "Ich hab nen harten Kampf gehabt vorhin, da darf man viel essen." Er grinste breit, als das letzte Bällchen in seinem Mund verschwand.



"Pffff~...", kam es auf Itachis ersten Kommentar hin von Sasuke, ehe er sich wieder anständig hinsetzte und an seinem Shirt zupfte. Kurz trank er noch etwas Tee, dann sah er Itachi schon wieder schmunzelnd an, als dieser den letzten Bissen tat. "Wenn es dir wieder besser geht und du dich erholt hast, trainieren wir beide wieder und dann können wir diesem Fischheini mal kräftig in seinen Hintern treten."



"Ich bin ihm haushoch unterlegen Sasuke, er hat einen Chakravorrat, der dem Kyuubi sehr ähnlich ist.Trainieren sollten wir trotzdem, das kann nie schaden." Danach stand er auf, nahm sich ein Handtuch aus dem Schrank. "Danke fürs Essen, es war wirklich gut." Daraufhin verschwand der ältere Uchiha im Bad, um zu duschen.



Kyuubi? Wer war das jetzt wieder? Sasuke nickte nur, freute sich aber das Itachi mit ihm trainieren würde und stand zum Tisch abräumen auf. Als sich Itachi für das Essen bedankte, winkte er gelassen ab und schmunzelte. "Nicht dafür, hab ich schließlich gern gemacht", erwiderte er, wandte sich dann aber seiner Arbeit wieder zu und machte in der kleinen Kochnische sauber.



Im Bad wusch er sorgfältig das Blut herunter, zuckte zusammen, als das warme Wasser seine Wunden traf. Er fühlte sich schmutzig an, sowohl an seiner Mitte, als auch an allen empfindlichen Stellen seines Körpers. Itachi schrubbte seine Haut sauber, bis sie gerötet war, wusch sich zuletzt seine langen, dunklen Haare. Das, was Kisame getan hatte, wollte ihn nicht loslassen und er hatte wirklich Angst gehabt, was geschehen wäre, wenn Sasuke nicht aufgetaucht wäre. Verdammt nochmal, er war ein Uchiha und momentan war er mehr ein Häufchen Elend! Itachi stieg aus der Dusche, wickelte sich ein Handtuch um die Hüften und drückte sich ein weiteres Handtuch auf die Wunden an den Armen, die durch das warme Wasser wieder zu bluten begonnen hatten.



Sasuke wusch in der Zwischenzeit das Geschirr ab, den Tisch und räumte nachdem er die Teller getrocknet hatte, diese in den Schrank. Den Tee ließ er stehen, goss sich noch einen in seine Tasse und blickte skeptisch zu Badezimmertür. Was machte Itachi so lange, ob er reingehen und nachsehen sollte? Sich auf der Unterlippe kauend setzte er sich in Bewegung, klopfte an die Tür. "Nii-san ist alles in Ordnung bei dir?", wollte er wissen, traute sich nicht die Tür zu öffnen und blieb lieber vor dieser stehen.



In dem Moment kam Itachi aus dem Bad und begegnete dem besorgten Blick seines Bruders. Schweigend erwiderte er diesen einen Moment, zog Sasuke dann in seine Arme, sog den angenehmen Duft des Jüngeren ein. "Jetzt geht's wieder ..."



Sasuke wollte erst als Itachi aus dem Bad kam ausweichen, wurde jedoch in die Arme seines Nii-sans gezogen und festgehalten. Kurz zuckte er, dann aber beruhigte er sich wieder, seufzte zudem leise auf und blickte auf. "Wollen wir uns dann um deine Verletzungen kümmern?" Immer noch besorgt sah er Itachi an, glaubte nicht ganz, dass es ihm besser ging, nicht nachdem, was sein Bruder hatte erleiden müssen.



"Ja, ist wohl besser, sie bluten wieder." Immer noch nur mit dem Handtuch bekleidet setzte Itachi sich an den Tisch, löste dann die Tücher, die er um seine Arme gewickelt hatte.



Kaum, dass Itachi sich gesetzt und die Handtücher abgenommen hatte, holte Sasuke das Verbandsmaterial, legte alles auf den Tisch und besah sich erst einmal das Ausmaß an Verletzungen. Tief waren diese nicht, zum Teil oberflächlich. Seufzend nahm Sasuke sterile Verbände, legte sie vorsichtig auf und verband mit Mull so, dass sich Itachi darin noch bewegen konnte. Dabei ging er mit einer sorgsamen Vorsicht um, wollte nicht das Itachi weitere Schmerzen hatte und ließ schließlich von ihm ab. "Ich bin fertig", gab er leise zu verstehen und räumte den Rest zurück in den Schrank.



"Danke dir, Ototou." Dankbar lächelte er seinen Bruder an, ging dann ins Bad zurück und zog sich dort seine sauberen Sachen an, um Sasuke nicht zu beschämen. Nun trug er auch die neue Brille, die er beim Zusammentreffen mit Kisame rasch abgenommen hatte. Musste außer seinem Bruder ja auch keiner wissen, dass er jetzt eine trug. "Ist noch etwas Tee da?"



"Nichts zu danken, Nii-san", erwiderte Sasuke leise, setzte sich auf seinen Stuhl und blickte in seine halb-volle Teetasse. Erst, als Itachi wieder kam und nach Tee fragte sah er wieder auf, zudem die Brille und musste schmunzeln. "Du siehst aus wie ein Professor", stellte er grinsend fest, goss Itachi einen Tee dabei ein und reichte ihm die Tasse vorsichtig herüber.



"Willst du nochmal durchgekitzelt werden? Glaub mir so leicht kommst du mir dann nicht mehr davon, Nii-chan." Er grinste leicht, nahm dann dankend die Tasse Tee entgegen und nippte daran.



Nochmal kitzeln und wieder sich biegen vor Lachen? Überlegend legte Sasuke den Kopf schief, grinste Itachi an und schüttelte schließlich den Kopf. "Nichts da, gekitzelt wird jetzt nicht", mahnte er spielerisch seinen Bruder.



"Na also, keine Scherze über meine Sehhilfe", tadelte er seinen Bruder gespielt streng, drohte ihm mit den Finger. Wie albern eigentlich ... doch es nahm ihm die Anspannung. "Was machen wir jetzt?Hast du eine Idee?"



Leise lachte Sasuke erneut über Itachi, kicherte vernehmend gegen seine Hand und blickte Itachi belustigt an. Was sie jetzt machen sollten? Woher sollte er das wissen? Zum trainieren war Itachi noch nicht fit genug, zum schwimmen war es zu sehr verletzt. Was blieb also übrig? "Ich hab's, bleib du nur sitzen und ich mach den Rest." Sasuke stand auf und fing an zu kramen, dann                     kam er wieder und zuppelte an Itachis Shirt."Ausziehen, aber flott!"



Verwundert sah er zu seinem Bruder, zog sich dann sein Netzshirt wieder aus. "Was hast du denn jetzt vor?"



Schmunzelnd zauberte Sasuke auf Itachis Frage hin das Massage-Öl hinter seinem Rücken hervor und hielt es ihm vor die Nase. "Ich will dich massieren, das ist alles und sei unbesorgt, ich werde auch vorsichtig sein", erklärte er,während er Itachis Zopf zur Seite strich und das kleine Fläschchen öffnete.



"Das ist lieb von dir. Hast es also in meinem Mantel gefunden, ja? Ich vertraue dir, Sasuke. Vollkommen." Etwas nachdenklich wickelte er sich den dünnen, zusammen gebundenen Pferdeschwanz seines Haares um dem Finger.









Vorsichtig träufelte Sasuke etwas von dem duftenden Öl auf seine Hand, zerrieb es und wärmte es somit an. "Da du vorhin keine Tüte bei dir hattest, konnte es nun mal nur in deinem Mantel stecken", erwiderte er mit einem sanften Lächeln, legte behutsam kaum später beide Hände auf Itachis Schultern und begann vorsichtig die Verspannungen zu lösen. "Wenn dir irgendetwas Schmerzen bereitet, dann sag es mir, ja?"



"Ja das stimmt, gut mitgedacht." Er nickte, schloss dann seine angespannten Augen einen Moment und genoss die angenehmen Berührungen. "Das tut wirklich gut ... hm ... Schon okay, du weißt doch, dass ich das ab kann, du musst also keine Rücksicht nehmen, Ototou."



Sasuke schüttelte über Itachi seinen Kopf. "Massakrieren will ich dich nicht und eine Massage dient zur Entspannung, nicht als Folter", erwiderte er ernst, streichelte vorsichtig über die warme Haut und musste zugeben, dass sie sich sehr weich anfühlte. Behutsam knetete er betroffene Partien durch, löste gefundene Verspannungen mit lockerem oder festem Griff und strich sie schließlich sanft aus.



"Du kannst das sehr gut, Nii-chan ...", murmelte Itachi entspannt. Es war wirklich eine Wohltat und es schien gut zu helfen. So etwas würde er niemand anderes machen lassen, niemand aus seinem sonstigen Umfeld vertraute er. Außer Sasuke, dem würde er sein Leben anvertrauen.



Es freute Sasuke zu hören, dass es Itachi gefiel, dass er es soweit konnte, dass sein Bruder entspannt zu wirken schien. "Ich mach das auch nur selten und wenn dann nur bei jemanden, den ich mag", lächelte er seinem großen Bruder zu, ehe er weiter mit der Massage machte und den Rücken behutsam bis runter zum Hosenbund ausstrich.



"Das ist schön zu hören." Sanft zog er Sasuke zu sich und nahm ihn in den Arm, drückte ihn an sich.



"..." Sasuke setzte zum sprechen an, wurde jedoch gezogen und dazu fand er sich sanft umschlungen in Itachis Armen wieder. "Nii-san ...", hauchte er leise, schmiegte sich vorsichtig an ihn an und schloss seufzend die Augen.



Itachi lehnte seinen Kopf an Sasukes an, seufzte ebenfalls leise. Es tat ihm so gut, dass sein kleiner Bruder nichts gegen die Nähe hatte.



Genau in diesem Moment fühlte sich Sasuke einfach nur wohl, war froh bei seinem Bruder zu sein und nicht alles über sich und seine Vergangenheit zu wissen. Müde hob er den Kopf, blickte Itachi lächelnd an und strich über dessen Wange. "Du solltest dich hinlegen und ausruhen."



"Nur wenn du mitkommst, Ototou."



Ob er mitkommen sollte? Noch schien Sasuke zu überlegen, dann aber nickte er und nahm Itachi an der Hand, führte ihn herüber zum Bett. Er streifte sich eben noch seine Schuhe ab, legte sich auf die Matratze und deutete lächelnd neben sich.



Zufrieden, dass Sasuke mitkam, legte Itachi sich dazu und nahm Sasuke in den Arm, sodass der etwas Kleinere sich an ihn kuscheln konnte. "Du bist warm ..."



Scheu kuschelte sich Sasuke an seinen Bruder, legte den Kopf so, das er Itachi nicht weh tat und lauschte seinen Worten. Er fand ihn also warm. Nun, er empfand, dass Itachi gut roch, was er schließlich laut auch sagte. "Du solltest schlafen", murmelte er anschließend noch, ehe er Itachi anblickte und ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht schob und mit ihr spielte.



Ganz sachte berührten seine Lippen Sasukes nur für den Bruchteil einer Sekunde, bevor er zufrieden die Augen schloss. Ja, so wie es war, war er glücklich.



Erstaunt über das kurzzeitige Zusammentreffen ihrer Lippen befühlte sich Sasuke seine, spürte ein angenehmes Kribbeln und blickte auf seinen Bruder, der die Augen schon geschlossen hatte. Grübelnd legte er den Kopf schief, fuhr zudem mit dem Finger über seine Lippen und lächelte. Itachi schien zufrieden, lächelte sogar noch mit geschlossenen Augen und wirkte sehr zufrieden. "Ich hab dich lieb, Aniki ...", hauchte er leise, ließ ihn dann aber in Ruhe.



"Ich hab dich auch sehr lieb ... Ototou ...", murmelte Itachi noch leise. Richtig durchgedrungen waren die Worte in seinem schläfrigen Zustand wohl noch nicht richtig, dennoch konnte er so nur noch besser schlafen.



Ganz leise drangen die Worte zu Sasuke vor, dennoch hatte er sie verstanden und lächelte wegen diesen sanft. Selber war er nicht müde, legte sich aber dennoch ganz dicht neben Itachi, lauschte seinem Atem und strich vorsichtig mit den Fingerspitzen über die nackte Brust.



Itachi schien sehr angenehm zu träumen, was wohl auch an Sasukes Berührungen lag. Er erschauderte leicht und seine Wangen röteten sich leicht, während Itachi sich im Schlaf unbewusst räkelte und sich den Schweißfilm von der Stirn strich.



Leise kicherte Sasuke, sah zu wie Itachi sich im Schlaf bewegte und ihm sogar entgegen kam. Die                geröteten Wangen deutete er als Nebenwirkungen vom Kampf, achtete nicht weiter auf sie, sondern strich weiterhin mit den Fingerkuppen, malte kleinere und größere Kreise.



Nach einer Weile öffnete Itachi langsam die Augen und streckte sich den Berührungen leicht entgegen. Etwas entsetzt stellte er dann fest, dass Sasuke alles von seinem Schlafverhalten mitbekommen haben musste.



"Na ausgeschlafen?", fragte Sasuke frech, malte weitere Kreise und stützte den Kopf auf seinen linken Arm, sah so noch besser seinen Bruder an. Ihn störte es nicht im geringsten Itachis Verhalten im Schlaf gesehen zu haben und schlimm war es in gewisser Hinsicht auch nicht wirklich.



"Ähm ... ja ... alles in Ordnung." Itachi hatte gerade ein immer schlimmer werdendes Problem, sein Blut sammelte sich an einer ziemlich ungünstigen Stelle. Sasukes Blick, der auf ihm ruhte, machte es nun wirklich nicht besser.



Weiterhin den Kopf schiefgelegt, sah Sasuke eingehend seinen Bruder an und stoppte in seinem Tun. So ganz konnte er den Worten keinen Glauben schenken, schüttelte nur seinen Kopf. "Itachi du bist ein ganz schlechter Lügner."



"Das...mag sein ja." Itachi räusperte sich, drehte sich dann auf den Rücken und nahm ein paar Zentimeter Abstand zu Sasuke, damit er sich wieder halbwegs abregen konnte.



Wo wollte Itachi hin und wieso nahm er Abstand zu ihm? Verwirrt sah Sasuke seinen Bruder an, sah das er noch immer rot im Gesicht war und ganz langsam glitt sein Blick an Itachi herunter. "Kann es sein, dass du ..." Sasuke schüttelte sich und murmelte verlegen etwas von "Vergiss es!"



Ohne ein weiteres Wort verschwand Itachi ins Bad. Er schämte sich dafür, auch wenn dafür nichts konnte, so zu träumen. Auch wenn er sowieso nicht damit rechnete, Sasuke irgendwann so nah sein zu dürfen, war es dennoch ein verbaler Schlag ins Gesicht, als dieser etwas von „Vergiss es" gesagt hatte.

Ohne ein weiteres Wort verschwand Itachi ins Bad. Er schämte sich dafür, auch wenn dafür nichts konnte, so etwas zu träumen. Auch, wenn er sowieso nicht damit rechnete Sasuke irgendwann so nah sein zu dürfen, war es dennoch ein verbaler Schlag ins Gesicht, als dieser etwas von „Vergiss es" gesagt hatte.



Seufzend klatschte sich Sasuke bei Itachis Verschwinden gegen die Stirn, tadelte sich leise fluchend selber an und schwang sich zudem aus dem Bett. Er wollte doch nur ... hatte Itachi ihn womöglich falsch verstanden? "Itachi, komm bitte raus", murmelte er und klopfte gegen die Badezimmertür.



Nachdem Itachi sich eine Hand voll Wasser ins Gesicht geklatscht hatte, beruhigte er sich wieder ein wenig, öffnete die Tür des Badezimmers und sah direkt in das Gesicht seines Bruders.
"Was ist?", fuhr er ihn beunruhigend an. "Ich bin auch nur ein Kerl, was kann ich denn bitte dafür, sag es mir, Sasuke!"



Sofort wich Sasuke als Itachi die Tür aufriss und ihn anfuhr, ein Stück zurück und sah ihn mit großen Augen an. "Ich wollte ..." Er schluckte und hatte nicht damit gerechnet, dass sein Bruder ihn so anging. Beleidigt zog Sasuke eine Schnute und drehte den Kopf seitlich weg. "Was kann ich dafür, wenn du komisch reagierst, wenn ich dich anfasse? Ich hab nur Kreise gemalt und dich nicht unsittlich angefasst. Demnach trifft mich bestimmt nicht die ganze Schuld!", murrte seinem Bruder leise zurück.



"Sasuke ... du verstehst das nicht ..." Itachi schluckte, überlegte einen Moment, wie er es am besten sagen sollte. "Du weißt, wie viel ich für dich empfinde und genau da liegt mein Problem. Ich muss mich sehr zurückhalten ... ich muss mich unter Kontrolle halten. Jetzt weiß ich zumindest, dass du es nicht willst, auch wenn ich es so erfahren musste, jetzt weiß ich es zumindest. Man muss jemanden nicht unsittlich anfassen, dass es einem gefällt." Natürlich verletzte es ihn, jedoch ließ der Ältere sich nichts anmerken. Immerhin war er fast ein Meister darin, seine Gefühle zu verbergen. Daraufhin ging er an seinem Bruder vorbei zur Kochnische, nahm sich eine Flasche Mineralwasser aus dem Kühlschrank und trank direkt einen Schluck aus der Flasche.



Sasuke staunte nicht schlecht, als Itachi anfing sich zu erklären, ihm gestand das er sich unter Kontrolle halten musste. Leise seufzte er, biss sich auf die Unterlippe und schallte sich erneut in Gedanken, für seine unsensiblen Worte. Eigentlich wollte er so gar nichts dazu sagen, aber jetzt? Sasuke blickte seinem Bruder nach, setzte sich in Bewegung und stand kaum später hinter ihm. "Nii-san?" Sasuke zupfte an ihm herum, nahm ihm schließlich die Flasche aus der Hand und sah ihn an. "Ich glaube, nein, ich weiß, dass es wohl besser ist, zu gehen. Nicht sofort, aber wenn es dir besser geht", murmelte er leise, ließ ihn schließlich los und trottete aus der kleinen Hütte heraus.



"Was meinst du mit Gehen? Ich versteh's nicht ganz. Wohin?" Verwirrt sah er Sasuke nach und folgte ihm aus der Hütte.



Sasuke drehte sich um und blickte Itachi ernst an. "Du siehst doch selbst, dass es nicht funktioniert. Es klappt einfach nicht, wenn wir weiterhin auf diesem engen Raum zusammen bleiben." Nervös kaute sich der Kleinere auf der Unterlippe und wich den Blicken Itachis aus. "Außerdem wäre ich so besser in der Lage meine Gefühle zu ordnen."



"Dann sag mir, wo du jetzt hin willst." Itachi wagte es nicht, "wir" zu sagen, er wusste nicht, ob Sasuke nun überhaupt noch bei ihm bleiben wollte. Wie sollte das jetzt weitergehen?



"Wo ich hin möchte?", wiederholte Sasuke leise und starrte noch immer zu Boden, traute sich nicht auf zusehen und seinen Bruder anzugucken. "Ich weiß nicht, aber irgendwo werde ich schon unter kommen", sprach er weiter, vergrub die Hände in den Hosentaschen und hob entschlossen den Blick, über den See und den Wald hinweg.



"Ich möchte nicht, dass du gehst, Ototou ... bitte ... tu mir den Gefallen ..." Der ältere Uchiha trat ein Stück an Sasuke heran, wagte es jedoch nicht, Sasuke in den Arm zu nehmen, bevor er ihn nur wieder bedrängte.



Nun wo Itachi ihn bat, nicht zu gehen, drehte sich Sasuke seinem Bruder zu und blickte ihn an. "Was soll ich denn machen, sag es mir Nii-san? Wie soll das denn gut gehen?", fragte er leise, zögerlich und kaute nervös au der Unterlippe.



"Ich weiß es nicht, Nii-chan ... aber ich will auch nicht, dass du gehst.Ich weiß nicht weiter ..." Schweigend sah er seinen Bruder an, wusste nichts zu sagen.



Itachi wusste sich also auch keinen Rat, na ganz prima. Das waren tolle Aussichten für Sasuke und wirklich hilfreich war es zudem auch nicht. Und jetzt, einfach so tun, als sei nichts gewesen? Ratlos kratzte sich Sasuke am Kopf. "Also schön, ich bleibe", murrte er schließlich, setzte sich auf den rasen und blickte stur gerade aus.



"Niemand zwingt dich, wenn du nicht willst." Daraufhin ging er wieder hinein. Wenn Sasuke sich schon gezwungen fühlte, oder aus Pflichtbewusstsein, was auch immer, da konnte er ja gleich wieder zu Akatsuki zurückgehen und seinem sicheren Untergang entgegengehen.



Zwingen vielleicht nicht, aber so wie Itachi ihn angesehen hatte, konnte Sasuke nicht gehen. Seufzend drehte sich der Jüngere schließlich um, blieb jedoch sitzen und ließ seinen Bruder vorerst ziehen. Was sollte er auch machen, aufspringen und ihm um den Hals fallen? Er war sich selber ja nicht ganz einig, was das jetzt für Gefühle waren, die tief verborgen in ihm schlummerten.



Vielleicht hatte Sasuke doch Recht, es war nicht richtig, ihn hier festzuhalten und wenn er gehen wollte, dann sollte gerade sein Bruder ihn nicht hindern. Es war wohl besser so, wenn Itachi wieder in sein altes Leben zurückfand und sein Bruder den eigenen Weg einschlug, so wie es die letzten Jahre auch schon gewesen war. Innerlich würde er sich wohl auf eine Strafe gefasst machen müssen, wenn er zurückkehrte, dessen war er sich sicher. Pain, ihr Leader sprang nicht gut mit Verrätern um. Alles, was er in den letzten Tagen getan hatte, war ein Fehler gewesen, Sasuke so zu verunsichern und ihm seine Gefühle zu gestehen ... da war Itachi sich sicher.



Seufzend sah Sasuke auf den See, legte den Kopf auf den angezogenen Knien ab und grübelte zudem über sich und seinen Bruder nach. So in Gedanken vertieft, bekam er wenig von der Außenwelt mit, ließ nur hin und wieder einen Seufzer verlauten und schließlich ein leises Zischen, als ihn irgendetwas in den Hals stach. Murrend fasste er sich an den Hals, stellte fest, dass es weder eine Mücke, noch eine Biene war und zog den vermeintlichen Stachel, in Form eines Pfeils heraus. Verdammt, irgendwer war hier, doch bei genauerem Umsehen, erkannte er weder einen Feind, noch irgendetwas anderes, das ihm hätte gefährlich werden könne. Torkelnd stand er auf, hielt den Pfeil in der Hand und tappte damit zu Itachi zurück. „It ..." Vor der Tür verließ ihn die Kraft und er sackte in sich zusammen.



Itachi schreckte aus seinen Gedanken hoch, als er ein dumpfes Geräusch vor der Haustür. Skeptisch trat er nach draußen vor die Tür und fand Sasuke ohnmächtig vor der Tür liegen. "Sasuke!" Sofort aktivierten sich seine Sharingan und er nahm seinen Bruder hoch auf die Arme, sah sich aufmerksam um.



Etwas Warmes, etwas Weiches spürte er, kuschelte sich an dieses an und zuckte nur kaum merklich in sich zusammen. Sein Hals brannte furchtbar und Sasuke dachte sofort an Gift. Mit einem Pfeil schoss man meist Gifte, oder Betäubungen ab, ohne das es das Opfer bemerkte. Langsam öffnete Sasuke seine Augen, sah seinen Bruder aus glasigen Augen an und doch brachte er kein Wort über die Lippen.



Nachdem er sich ein weiteres Mal prüfend umgesehen hatte, brachte Itachi Sasuke rasch in die Hütte zurück und legte ihn auf dem Bett ab. Sofort stellte er sich warmes Wasser, Verbandszeug und Desinfektion zurecht und untersuchte dann den Einstich am Hals. Sasuke hielt den Übeltäter noch in seiner Hand, einen Giftpfeil, diesen betrachtete er einen Moment. "Sasuke! Kannst du mich hören? Bist du bei mir?!"



Schweigend ließ Sasuke alles über sich ergehen, konnte jedoch kaum die Augen aufhalten und fasste sich leise keuchend an den Kopf. "..." Träge wandte er den Blick zu Itachi, versuchte zu lächeln und hob langsam die Hand.



Sachte küsste er Sasuke auf die Stirn. Sein Bruder konnte ihn immerhin verstehen. Nachdem er die Wunde vorsichtig desinfiziert hatte, legte Itachi seine Lippen an den Hals des Jüngeren und versuchte so, das Gift heraus zu saugen. Es klappte recht gut und so spuckte er das Zeug auf einen bereitgelegten Lappen. Danach versorgte er die Wunde und verband sie.



Erschrocken zuckte Sasuke bei dem was sein Bruder machte, begann zudem an zu zittern und krallte sich in den Bettlaken unter sich fest. Hitze, er hatte das Gefühl innerlich zu brennen, in Flammen zu stehen. "M-mir ist ... so heiß", krächzte er leise, blickte Itachi mit fiebrigem Blick an und nesselte an seinem Shirt herum, um wenigstens etwas Abkühlung zu bekommen.



"Es wird dir gleich besser gehen ...", flüsterte Itachi ihm beruhigend zu, zog Sasuke dann vorsichtig das Shirt aus und lockerte den Verband am Hals etwas. "Das Gift ist aus der Wunde raus, das wird schon wieder." Rasch ging er zum Waschbecken und machte einen Waschlappen nass, den er Sasuke auf die Stirn legte. Danach setzte er sich wieder auf die Bettkante zu seinem Bruder, wachte über ihn.



Wieder keuchte Sasuke auf, dieses mal jedoch lauter und in genau dem Moment, als Itachi ihm das Shirt auszog. Er schämte sich für diese Geräusche, aber sie waren nicht zu ändern, genau wie das, was sich in seinem Körper langsam auszubreiten schien. Hitze flutete ihn, sammelte sich erst oben und wanderte schließlich nach unten. Sasuke kniff die Augen zusammen, lächelte dennoch dankbar wegen des Waschlappens. "Ich fühle mich so komisch, alles dreht sich und ... nghh ..." Nicht nur seine Augen kniff er jetzt zusammen, sondern auch seine Beine, rieb sie gegeneinander und krallte sich haltsuchend im Bettgestell fest.



Itachi wusste nicht, was mit seinem Bruder los war. Doch entging ihm nicht, was da gerade passierte. Vorsichtig legte er sich neben seinen Bruder und strich ihm über die Wange. "Ich weiß nicht, was mit dir los ist, aber ich würde dir gerne helfen ...", flüsterte er ihm leise ins Ohr. "Versuch dich zu entspannen, atme ruhig." Eher unbeabsichtigt legte er dabei eine Hand auf Sasukes Oberschenkel.



Vorsichtig lehnte sich Sasuke an seinen Bruder, ließ sogar zu von ihm an der Wange gestreichelt und angefasst zu werden. Was mit ihm los war wusste er selber nicht, nur, dass ihm heiß war und er heftig unter den Umständen anfing zu zittern. Schweiß stand ihm auf der Stirn, er fühlte sich an wie brennende Lava und blickte Itachi hilfeflehend an. Entspannen sollte er sich? Wie denn, wenn alles brannte, zitterte und vibrierte? Noch schlimmer nahmen diese Zustände zu, als er Itachis Hand an seinem Oberschenkel spürte und deswegen zu keuchen begann. "Nii-san ... deine Hand", krächzte er, blickte zu dieser und kaute sich nervös auf der Unterlippe.



Langsam schien er zu verstehen, was los war mit seinem Bruder, allerdings verstand er nicht, warum es sich so auswirkte. "Ototou, wenn ich dir so helfen kann, dann mach ich das für dich ... vielleicht fühlst du dich dann besser ...", sagte er dem Jüngeren leise ins Ohr, öffnete ihm dann langsam die Hose und ließ seine Hand hineingleiten. Er fühlte eine bereits stattlich aufgerichtete, pochende Erregung. Ganz locker legte er seine Hand auf das harte Glied, über dem sich noch der Stoff der Shorts befand.



Heftig erschauderte Sasuke, vernahm die Stimme Itachis nahe seinem Ohr noch intensiver wahr als sonst und musste erneut heftig schlucken. Jedoch verwirrte es ihn, dass sein Bruder seine Hose öffnete und mit der Hand hinein schlüpfte und nach seinem Gemächt griff. Eigentlich hatte er doch nur gewollt, dass er seine Hand von seinem Bein nahm und jetzt fühlte er genau diese an einer Stelle, wo er sich selbst nie wirklich angefasst hatte. Jedenfalls nicht auf solch eine Art. Dennoch ließ er es zu, konnte er deutlich spüren, dass es besser wurde, es sich zudem auch noch gut anfühlte, obwohl es die Hand seines Bruders war. Leise keuchte Sasuke auf, leckte sich über die trockenen Lippen und schloss langsam die Augen.



Itachi spürte die Wärme und Nähe seines Bruders und natürlich ließ es nicht ihn kalt, es erregte ihn. Dennoch hielt er sich zurück und wollte Sasuke nur Abhilfe schaffen, bevor dieser sich noch von ihm bedrängt fühlte. Seine Hand überwand den letzten, dünnen Stoff, befühlte das pochende Glied und begann es leicht zu massieren. Er legte seine Stirn an Sasukes Wange, atmete schwer. Es fiel ihm sichtlich schwer, sich zurückzuhalten, Sasuke so zu sehen und ihn zu berühren.



Die Atmung Sasukes beschleunigte sich merklich, nie hatte er so gefühlt, so intensiv hatte er noch keine Berührung gespürt. Seine Erregung stieg mit jeder Minute und Sasuke keuchte mit einem Mal lauter, streckte sich den Berührungen entgegen. Ihm war so heiß, pures Feuer floss durch seine Adern, er wollte mehr, viel mehr. Ein Zurück gab es ohnehin nicht mehr, doch blieben seine Lippen versiegelt und kaum ein Laut trat nach außen vor. Stattdessen öffneten sich seine Augen, suchten den Blick Itachis und sahen ihn schließlich entschlossen an. "K-kü ..." Wieder versagte ihm die Stimme und es blieb nur noch eines übrig, ihn zu sich ziehen und in einen Kuss zu verwickeln.



Rasch befreite Itachi Sasuke aus der Hose, da diese ihn störte und wohl auch seinen Bruder, so bekam dessen Gemächt deutlich mehr Luft. Zu seiner Überraschung spürte er die weichen Lippen des Jüngeren auf den seinen, erwiderte den Kuss sofort verlangend. Seinen freien Arm schob er unter Sasukes Rücken, um ihn zu stützen und ihm Halt zu geben, während die andere stetig Sasukes Glied massierte und weiter reizte. "Ich liebe dich ...", flüsterte er gegen dessen Lippen, leckte verlangend über diese.



Sasuke hob hilfreich sein Becken an, erleichterte das Abstreifen seiner Hose und spürte zudem, wie sich eine Hand unter den Rücken schob, ihn sanft hielt und das Gefühl von Sicherheit gab. Nochmals keuchte er gegen die weichen Lippen seines Bruders, ergab sich ihnen und auch der wohltuenden Hand in seinem Schritt, die ihn mehr und mehr anzuheitzen schien. Schon jetzt zitterte er heftig, hob die Arme und schlang sie um Itachis Nacken, spielten träge mit dessen Haaren, während er immer wieder zu schaudern begann. "Nii-san ... ich ... ich ... denke, ich dich auch", stammelte er wild, war sich nicht wirklich sicher, aber so wie es sich anfühlte, musste es wohl so sein.



Wie warm dem Uchiha wurde, als Sasuke dies zu ihm sagte. Nun musste er sich wirklich zusammenreißen, nicht gleich über seinen Bruder herzufallen. Er keuchte ebenfalls schwer, bewegte seine Hand um die Erregung des Anderen immer schneller und intensiver.Die ersten Lusttropfen verrieb er auf der Spitze, um es noch mehr zu reizen und seinen geliebten Bruder kommen zu lassen.



Immer heißer wurde es, sammelte sich zu einem riesigen Feuer und zerrte zudem an seinem Verstand. Itachis Hand war wirklich sehr geschickt, trieb ihn immer weiter an die Spitze, über sie hinaus und schließlich tief nach unten. Sasuke riss sich von den Lippen seines Bruders los, musste sich ihm mitteilen und laut verkünden, dass er nahe der Erlösung war. Lange ließ sie nicht auf sich warten, wurde durch ein erneutes Zittern eingeläutet, gefolgt mit Itachis Namen auf den Lippen und dem weiß- klebrigen Ejakulat in dessen Hand, welches sich in drei Schüben verteilte. Schnaufend und stark errötet blieb er liegen, blickte Itachi schweigend an.



Itachi lächelte sanft, auch wenn er innerlich fast platzte vor Erregung. Sachte drückte er den Jüngeren an sich, als er kam und fing alles in seiner Hand auf. "Fühlst du dich jetzt besser?", flüsterte er ihm ins Ohr.



Zufrieden schlossen sich Sasuke seine Augen, er kuschelte sich an Itachi an und seufzte wohlig auf. "Es geht schon, aber eigentlich hatte ich vorhin gemeint, dass du deine Hand von meinem Bein nehmen sollst. so war es aber definitiv besser und wer weiß, vielleicht hätte ich sonst nicht gemerkt, wie wichtig du mir bist", murmelte er leise und ließ erneut einen leisen Seufzer verlauten.



"Ich konnte das nicht mit ansehen, Ototou...so wie du gelitten hast". Er wischte sich rasch seine Hand am Laken ab, um Sasuke daraufhin übers Haar zu streicheln.



"Tut mir leid, ich hab draußen wohl nicht aufgepasst", gab Sasuke leise zu, lächelte jedoch wieder schwach und blickte Itachi an. "Ich bin froh, dass alles zwischen uns geklärt ist. Jetzt fehlt mir nur noch meine Erinnerung, aber wenn ich darüber so nachdenke, will ich sie gar nicht mehr haben." Leise seufzte er, streckte die Hand hoch und legte sie auf Itachis Wange ab, nur um sie sachte zu streicheln.



"Weißt du, woher das kam? Irgendjemand muss den Pfeil ja geschossen haben, mir ist das Ganze nicht geheuer ... irgendwas ist da faul ...", murmelte Itachi nachdenklich, wurde allerdings von Sasukes Berührung an der Wange abgelenkt.



Sasuke begann augenblicklich zu überlegen, schüttelte dann aber den Kopf. "Ich habe keine Ahnung, aber es muss von hinten gekommen sein", erzählte er Itachi, dabei nicht von dessen Wange ablassend und diese weiter streichelnd.



"Sasuke...das hält mich vom Denken ab  ..." Sanft nahm er dessen Hand von seiner Wange und küsste sie zärtlich, sah seinen Bruder dann liebevoll an. Er war immer noch sehr erregt und das machte es nicht besser ...



Leise kicherte Sasuke, wurde jedoch wieder ernst und nickte zudem. "Fein, dann denken wir erst und später machen wir dann mit deiner Wange weiter." So wie er das sagte, meinte er es auch und legte ruhig seine Hände auf die Bettdecke.



"Ich kann dich jetzt nicht alleine lassen, dennoch muss ich wissen, wer für den Angriff verantwortlich ist." Itachi wirkte nachdenklich.



"Ich mag auch gar nicht alleine gelassen werden", erwiderte Sasuke ruhig, setzte sich aber dennoch auf und zog die Bettdecke bis zum Kinn hoch. Wer konnte hinter dem Angriff stecken, etwa dieser Fischkopf oder der, bei dem er gelernt hatte?



"Hast du denn eine Idee, wer das gewesen sein könnte?" Sasuke schien sich zumindest Gedanken zu machen.



Sasuke blickte seinen Bruder an und nickte. "Kisame vielleicht, oder aber der Schoßhund meines Sensei's", gab er nachdenklich von sich, legte den Kopf auf Itachis Schulter und blickte besorgt an die wand.



"Kabuto? Wieso er?" Verwirrt sah er seinen Bruder an.



"Der mochte mich doch noch nie und hat mich immer so abschätzend angesehen und vielleicht hat er es auf Anweisung von jemand anderen gemacht. Immerhin kennt er sich mit Giften sehr gut aus", erklärte Sasuke seinem Bruder.



"Soll ich mich in dem Bezug mal umhören? Das geht mir sonst nicht mehr aus dem Kopf. Ich mache mir nur schon wieder Sorgen, dass dir etwas passieren könnte ..." Itachi seufzte wiederholt.



Sasuke nickte stumm, kuschelte sich an Itachi seine Brust und schloss seufzend die Augen. "Das wäre nett, wenn du das machen könntest." Ihm war selber unwohl dabei, aber zugeben wollte er nicht, dass er sich ebenfalls Sorgen machte.



"Das ist für mich selbstverständlich." Sanft strich er Sasuke durch das weiche, dunkle Haar, kraulte ihn ein wenig.



Lächelnd blickte Sasuke auf und genoss zudem wie sein Bruder anfing ihn zu kraulen. Fast hätte er angefangen zu schnurren, verkniff sich dies jedoch und kuschelte sich einfach an seinen Bruder.



"Tut das am Hals noch sehr weh?" Itachi richtete sich auf und setzte sich auf die Bettkante, fuhr sich durchs Haar. Immerhin hatte sich sein kleines Problem von selbst aufgelöst, wäre sonst auch echt peinlich gewesen.



Sein Hals, ob dieser noch weh tat? Nicht so wirklich, weswegen er auch den Kopf schüttelte und Itachi ansah. "Es geht schon, zwar zirpt es noch, aber es ist auszuhalten", erklärte er und lächelte schon wieder seinen Bruder warmherzig an.



Nachdem er seine Kleidung gerichtet hatte, ging Itachi an die Kochnische und bereitete ihnen Tee zu, den konnte er jetzt wirklich gut vertragen. "Das ist gut, das beruhigt mich."



Neugierig sah Sasuke seinem Bruder nach, als dieser sich aufgerichtet hatte und herüber zu der kleiner Nische ging. "Machst du einen Tee bitte für mich mit?", bat er Itachi freundlich und klopfte das Kissen hinter sich im Rücken auf.



"Denkst du, ich würde nur für mich Tee aufsetzen? Alles schon vorbereitet." Itachi lächelte ihm zu.



Fragen konnte man ja mal, murrte Sasuke in Gedanken und quetschte sich das Kissen erneut in den Rücken. "Besser man fragt nach, dann ist man auf der sicheren Seite", erwiderte er schmunzelnd und fusselte nachdenklich an der Bettdecke.



"Wie gesagt, das ist für mich selbstverständlich."



Ohne darauf etwas zu antworten stand Sasuke auf, tappte zu Itachi und umarmte ihn von hinten. Leise brummte er, schmiegte sich an den warmen Körper seines Bruders und schloss für einen Moment lang seine Augen. Wie gut er riecht, schoss es ihm durch den Kopf und er begann verträumt zu lächeln.



"Sasuke ...", murmelte Itachi leise und legte dabei einen Arm an dessen Seite, strich leicht darüber. Bald konnte er dieses Verlangen nicht mehr unterdrücken. Nur soweit sollte es nicht kommen. Er drehte sich zu seinem Bruder um, hob sachte dessen Kinn an und küsste ihn auf die Lippen, drückte ihn mit einem Arm sachte an sich.

"Sasuke...", murmelte Itachi leise und legte dabei einen Arm an dessen Seite, strich leicht darüber. Bald konnte er dieses Verlangen nicht mehr unterdrücken. Nur soweit sollte es nicht kommen. Er drehte sich zu seinem Bruder um, hob sachte dessen Kinn an und küsste ihn auf die Lippen, drückte ihn mit einem Arm sachte an sich.

Ein sanftes Lächeln entwich Sasuke, als Itachi den Arm um ihn legte und ihn zu streicheln begann. Automatisch ging ebenfalls sein Blick hoch, als Itachi sein Kinn anhob, ihn küsste und sanft an sich drückte. Sasuke seufzte gegen die weichen Lippen, schmiegte sich zudem näher an seinen Bruder und erwiderte vorsichtig den Kuss. Noch war er scheu und zurückhaltend, doch mit der Zeit schlang auch er die Arme um seinen Bruder und gab sich dem Kribbeln hin, welches dieser Kuss in ihm auszulösen schien.


Die Hand, die bis eben noch auf Sasukes Rücken gelegen hatte, wanderte nun unter das Shirt des Jüngeren und kraulte ihm sanft die weiche Haut. In dem Moment kochte das Wasser für den Tee, doch Itachi war das gerade recht egal. Es machte ihn sehr glücklich, seinem Bruder endlich so nah sein zu dürfen. Der Kuss wurde deutlich verlangender und seine Hand, die bis eben am Kinn lag, wanderte nun über die Wange des kleineren Uchihas und streichelte sie sanft.


Sasuke schauderte, spürte er doch die Hand nicht mehr auf, sondern unter seinem Shirt und wie er sanft gekrault wurde. Es gefiel ihm dennoch und er begann leise zu schnurren, sogar selbst eine seiner Hände zu Itachis Nacken zu führen und ihn sanft zu streicheln. Viele Erfahrungen hatte Sasuke noch nicht gesammelt, nur den ungewollten Kuss mit Naruto und den mit seinem Bruder unten am See. Daher war seine Neugier auf das äußerste geweckt und er knabberte vorsichtig an der Unterlippe Itachis, welcher begonnen hatte, ihn zusätzlich über die Wange zu streicheln. Nicht einmal der pfeifende Teekessel konnte Sasuke erreichen, wurde einfach ausgeblendet und als unwichtig abgestempelt.


Leise keuchte Itachi, legte seine Hände an Sasukes Hintern und setzte ihn so auf die Arbeitsplatte der Küche. "Ich will dich so sehr ... Ototou ...", flüsterte er ihm zärtlich ins Ohr und knabberte daran. Jetzt konnte der Ältere sich wirklich nicht mehr beherrschen, das war einfach zu viel des Guten. Seine Hand wanderte nach vorne, glitt dabei langsam über den muskulösen Bauch, hoch zur Brust.


Sasuke keuchte überrascht, als man ihm unter den Hintern fasste und an der Arbeitsplatte wieder abzusetzten schien. Bereits jetzt hatte er alles ausgeblendet, fixierte sich einzig und allein nur noch auf Itachi und öffnete träge bei dessen Worten die Augen. "Itachi...", seufzte er leise, schloss gleich darauf die Augen erneut und zitterte bereits erwartungsvoll. Unter der streichelnden Hand zuckte er kurz noch einmal zusammen, räkelte sich dann aber bereits dieser entgegen und ließ die seinigen über Itachis Rücken gleiten.


Rasch hatte er dem Jüngeren sein Shirt ausgezogen und es achtlos beiseite geworfen. Er wollte es, so sehr, dass es Itachi innerlich zu verbrennen schien. Seine Lippen glitten über die weiche, blasse Haut seines kleinen Bruders, leckte sachte über die Brustwarzen und neckte sie vorsichtig auch mit den Zähnen.




So schnell wie sein Shirt verschwunden war, so schnell konnte Sasuke gar nicht gucken und dennoch störte es ihn kein bisschen. Im Gegenteil, er sah die süße Ungeduld Itachis, musste aufgrund dieser schmunzeln und fuhr mit den eigenen Händen unter das Shirt seines Bruders. Itachis Haut war ganz warm und er konnte sogar ein Zittern ausmachen, was wohl die Vorfreude war. Diese konnte Sasuke nicht verübeln, erging es ihm nicht besser und er reckte sich weiterhin den Liebkosungen seines Bruders hin. Als weiche Lippen auf seine bereits erhärteten Brustwarzen stießen, biss sich Sasuke auf die Unterlippe, um nicht laut keuchen zu müssen. Was                machte Itachi nur mit ihm, warum schmolz er regelrecht wie Butter in der Sonne unter dessen Zärtlichkeiten? Sasuke verstand es nicht, aber es war ihm auch egal. Er verdrängte es einfach in die hinterste Ecke, ergab sich den Lippen und kraulte Itachi vorsichtig in dessen Nacken.



"Lass alles raus, Sasuke ... bitte halt dich nicht zurück ...", hauchte Itachi gegen die erhitzte Haut des Jüngeren und leckte kurz darauf noch einmal verlangend darüber. Er wollte jeden Zentimeter, keinen ließ er aus und liebkoste die Haut weiter ausgiebig. Sasukes Hand in seinem Nacken war sehr angenehm und es freute ihn sehr, dass der Kleinere nicht ganz untätig war. Mit einem geschickten Handgriff öffnete der Langhaarigen dem Anderen die Hose und zog sie ihm rasch aus. Eine Hand glitt neckisch am Hosenbund entlang, während er den Bauch mit kleinen Küssen und leichten Bissen versah. Itachi legte Sasukes freie Hand an seine Wange, küsste sie sanft und suchte dann seinen Blick, zog ihn mit diesem schon förmlich aus.



Kaum, dass Itachi erneut über seine Brust leckte, ihn leise bat sich nicht zurückzuhalten, keuchte Sasuke lauter auf und lehnte sich mehr nach hinten, so dass er genau an der Wand lehnte. Weiterhin seinen Nii-san im Nacken kraulend, sah er ihm zu, wie er die Hose öffnete und ihn fast schon mit seinen Blicken verschlang. Heftig schauderte Sasuke, spürte die neckischen Bisse, die weichen Lippen und wie sie über seinen Bauch glitten. Schon jetzt überschlugen sich sein Puls, ebenso sein Herzschlag und der Anblick eines sinnlich- beschäftigten Itachi machten seinen Hormonhaushalt nicht besser, trieben diesen nur weiter nach oben. Sasuke konnte kaum noch klar denken, erwiderte den tiefen Blick seines Bruders, fasste ihn erneut in den Nacken und suchte begierig dessen Lippen, welche er verlangend küsste. Sie schmeckten einfach zu gut, um nicht von ihnen zu kosten und es kam Sasuke vor, als müsse er diese immer und immer wieder berühren und schmecken.



Während sich ihre Lippen zu einem verlangenden, leidenschaftlichen Kuss fanden, drückte der Langhaarige seinen Bruder an sich und zog ihm so in einem geschickten Handgriff den letzten Stoff aus. Diese fiel achtlos zu Boden und wurde von Itachi mit dem Fuß beiseite geschoben. Voller Lust sah er Sasuke an, leckte noch einmal über seine süßen, weichen Lippen. "Willst du mir nicht beim Ausziehen helfen, Ototou?"



Heftig zitterte Sasuke unter dem verlangenden Kuss, spürte zudem einen leichten Windhauch und das er nun vollkommen nackt in Itachis Armen hing. Verlegen sah er schließlich nach Beendigung des Kusses auf, direkt seinen vor Lust triefenden Bruder an und schmunzelte wegen dessen Worten. Langsam und noch zurückhaltend fasste er schließlich nach Itachis Hose, öffnete diese mit zittrigen Fingern und streifte zudem sein Shirt über den Kopf. Je mehr Stoff von seinem Nii-san fiel, desto nervöser wurde er und besah sich den Adonis-gleichen Körper. Nicht schlecht. Gut trainiert und doch nicht zu viel, dass es unschön aussah.



"Entspann dich  ...ich bin ganz vorsichtig ... versprochen." Mit seinem Fuß schob er die herabfallende Kleidung weiter beiseite. Als Itachi nur noch in Shorts vor dem Jüngeren stand, ging er auf ein Knie herunter und strich mit einem Finger sachte über die Innenseiten der Oberschenkel Sasukes. "Sieh genau hin, was ich tue und genieße es." Einen Moment erwiderte er den Blick, bevor er sachte die Beine des Anderen spreizte und hauchzarte Küsse auf der Haut verteilte und dabei immer weiter zur Mitte wanderte.



Entspannen sagte sich so leicht, bereits jetzt hatte Sasuke das Gefühl, ihm würden die Beine einknicken, einfach nachgeben und ihn nicht mehr tragen. Dennoch nickte er schwach, erschauderte unter den streichelnden und doch zarten Fingern seines Bruders und blickte langsam zu ihm herab. Sasukes Augen weiteten sich einen Moment, erinnerte ihn dieses Bild doch an das Gesehene im Wald. "Nii-san", quengelte er leise, zog im selben Moment , als die Lippen seine empfindliche Haut streiften, hastig die Luft ein und legte eine Hand in Itachis Nacken. Zittrig kraulte er diesem den Nacken, gab sich den frivolen Lippen hin und ließ des öfteren ein heiseres Keuchen verlauten.



"Sasuke ..." Sanft strich sein warmer Atem die empfindliche, dünne Haut an den Schenkeln des Jüngeren. "Sag, was du möchtest, und ich tue es sofort ..." Zufrieden stellte der größere Uchiha fest, wie sehr sein Bruder auf alles, was er tat, reagierte. Ganz langsam glitt seine Zungenspitze immer wieder über die Haut, sie sachte mit den Zähnen bearbeitete und sich zuletzt an der rechten Seite festsaugte und Sasuke ein kräftiges Liebesmal verpasste. Wie praktisch eigentlich, dass er seinen Bruder auf der Arbeitsplatte abgesetzt hatte, so hielt Sasuke seinen Bemühungen zumindest Stand. Danach kam er hoch und stützte sich auf der Arbeitsplatte auf. "Was möchtest du, Ototou? Sag mir, wo du berührt werden möchtest." Ein Finger glitt über die bereits deutlich harte Männlichkeit des Kleineren, streifte sie so, als wäre es Zufall.
"Möchtest du, dass ich dich hier mit meinen Lippen berühre?"



Sasuke genierte sich der Worte wegen, wurde verlegen und schüttelte den Kopf. Ihm war es peinlich, was Itachi von ihm mehr oder weniger verlangte und schloss deshalb die Augen. Ein leiser Seufzer entwich ihm, deutete darauf hin, dass es ihm dennoch zusagte so angefasst, so mit Blicken verschlungen zu werden. Ein heftiges Zucken ging durch seinen Körper, genau in dem Moment, als er die Worte, welche so erotisch klangen, an seine Synapsen heranreichten. Er machte ihn also wahnsinnig und was tat er dann? Den Verstand rauben, die Nervenstränge zu seinem Gehirn unterbinden? Egal was es war, was er tat...Sasuke wollte mehr davon. Mehr hören, sehen und vor allem mehr spüren. Sasuke schlug die Augen auf, blickte Itachi an und schließlich wieder auf dessen Hand, welche sich ungeniert in der Nähe seiner Erregung befand. Noch scheu nahm er die Hand, führte sie ganz zu seiner Mitte und stöhnte einmal dunkel auf. Wie gut es tat, wie geschickt diese Hand war und wie wären da erst Itachis Lippen? Sasuke wurde eine Nuance verlegener und küsst, um sich kurz sammeln zu können, dessen Lippen. „Fass ihn an....mit deinen Lippen...deinem Mund...und deiner Zunge", brachte er schließlich dunkelrot im Gesicht heraus und versteckte sein Gesicht, da es ihm noch immer peinlich war.



Die Worte des Kleineren lösten in Itachi eine so unglaubliche Lust aus, dass er nicht mehr klar denken konnte. Seine eigene Erregung schmerzte bereits und pochte vor sich hin, schrie schon förmlich nach Erlösung. Erlösung, die schon seit mehreren Jahren raus wollte. Und das natürlich bei seinem Bruder, dem Menschen, der sein Herz gestohlen hatte. "Dein Wunsch sei mir Befehl...Ototou", flüsterte der Ältere Sasuke ins Ohr und glitt mit seiner Zunge kurz in dessen verführerische Ohrmuschel, wanderte mit seinen Lippen dann langsam wieder weiter nach unten und kam zuletzt im Schambereich an. Hingebungsvoll leckte er neckend über die Eichel, die sich ihm schon förmlich entgegenstreckte, sobald er sie berührte, knabberte leicht daran, um noch mehr Reiz auszulösen. Scheinbar mit Erfolg, so wie Sasuke auf ihn reagierte. Seine Fingerspitzen glitten quälend langsam über die Hoden, massierten diese leicht.



Heftig schauderte Sasuke unter den Worten, noch schlimmer unter der frivolen Zunge und wie diese äußerst frech über sein Ohr glitt und ihm eine Gänsehaut bescherte. Zeit zum verschnaufen hatte er keine, krallte sich bereits in die Arbeitsplatte und gab sich der sündigen Zunge in seinem Schritt hin. Keuchend drückte er Itachi die Hüfte entgegen, konnte von den Liebkosungen nicht genug bekommen und stöhnte dies immer wieder leise, bis laut heraus. Sasuke war dabei so heiß, so als würden echte Flammen an ihm lecken, ihn verbrennen und verschlingen. Halt suchend krallte er sich in die Arbeitsplatte, blickte herab zu Itachi und musste dunkel aufstöhnen, als er diesen zu seinen Knien vorfand. „Nii-san..." Zu sprechen vermochte er nicht, zuckte immer wieder unkontrolliert und streichelte mit einer seiner freien Hände über dessen geröteten Wangen.



Kurz umschlossen seine Lippen die harte Erregung, bevor er sich wieder aufrichtete und ihre Lippen erneut zu einem Kuss vereinte, vorsichtig wanderte seine Hand etwas weiter hinunter, strich sachte über den Muskelring und massierte ihn zusätzlich. Itachi wollte seinem Bruder nicht wehtun, umso vorsichtiger war er. Auch er selbst hatte es noch nie mit dem eigenen Geschlecht getan, gerade deshalb war es auch umso aufregender. Und er konnte es mit dem tun, den er liebte. Das war das Wichtigste. "Ich bin ganz vorsichtig, versprochen."



Sasuke glaubte den Verstand zu verlieren, als warme Lippen gänzlich seine Männlichkeit aufnahmen, sich jedoch im selben Moment wieder entzogen und nach seinen eigenen Lippen suchten. Fast hätte er protestiert, hatte dazu aber keine Gelegenheit und zuckte unter dem Umstand, dass etwas tiefer ein Finger gegen ihn stach und ihn das zunehmend beunruhigte. Zwar hörte er, dass Itachi vorsichtig sein würde, aber so ganz konnte Sasuke sich nicht entspannen. Zwar versuchte er es, indem er kaum merklich nickte, sich erneut auf die Lippen seines Bruders konzentrierte und alles andere verdrängte.



"Ein bisschen wird es wehtun, deshalb entspann dich bitte, Sasuke..." Ganz vorsichtig und noch zaghaft drang ein Finger langsam vor in die jungfräuliche Enge, verweilte einen Moment, um seinem Bruder Zeit zu geben. Währenddessen stützte die andere Hand ihm den Rücken, hielt den Jüngeren ganz fest. Seine Lippen glitten über den Hals, Sasuke wirkte etwas angespannt und das wollte er ihm auf jeden Fall nehmen.



Schwach nickte Sasuke auf die leisen, warnenden Worte und versuchte sich weitgehend, trotz der Bedenken, zu entspannen. Noch einmal warf er auf Itachi einen sanften, bis zweifelnden Blick zu, schloss darauf aber die Augen und spürte, wie sich bereits einer der Finger zaghaft in sein Inneres vortastete. Zischend sog Sasuke die Luft ein, fühlte ähnlich, als würde er mit einer Nadel traktiert und versuchte dennoch, dass er ein beklemmendes Gefühl verspürte, ruhig zu atmen. Dabei halfen die weichen Lippen seines Bruders ungemein, lösten ein sanftes Prickeln aus und ließen Sasuke mehr und mehr entspannen, halfen ihm sich gehen zu lassen. Langsam, wenn auch zu langsam für seinen Geschmack, löste sich der brennende Druck, wich einem ganz anderen Gefühl und veranlasste Sasuke dazu, leise und dennoch ungehemmt, zu keuchen.



Die ganze Zeit über strich er seinem jüngeren Bruder sanft über den Rücken, um ihm die Sicherheit zu geben, dass er das nur tat, um seinem Bruder nicht zu schaden. Die Vorbereitung war sehr wichtig, sonst würde es bluten, soweit wusste der Ältere es. Nachdem er im Inneren seines Bruders einen Moment mit seinem Finger ausgeharrt hatte, nahm er sachte einen zweiten hinzu und drängte sich mit diesem ganz langsam vor. "Sag, wenn ich aufhören soll...Ich geh nur soweit du es auch willst." Während er dies leise flüsterte, legte er die Hand des Kleineren auf seine Männlichkeit, die sich dem Jüngeren bereits entgegen drückte. Sasukes Laute waren wie Musik in seinen Ohren, spornten den Langhaarigen regelrecht an.



Immer noch war es für Sasuke ungewohnt einen Fremdkörper in seinem Hinterteil zu spüren, doch ganz langsam halfen sowohl das sanfte Streicheln seines Rückens und das tiefe Ein und Ausatmen, führten dazu, dass er sich zu lockern begann. Itachi schien sehr geduldig zu sein, übereilte nichts und ließ ihm genügend Zeit, sich an den Ersten zu gewöhnen, ehe er bereits langsam und mit Bedacht, den zweiten Finger einführte. Es fühlte sich nicht mehr ganz so komisch an und die erneuten, leisen Worte Itachis taten dem bei, sich mehr und mehr zu entspannen. Auf die Frage schüttelte Sasuke schweigend den Kopf, wollte nicht, dass Itachi jetzt aufhörte, denn sie waren bereits schon zu weit gegangen. Langsam konnte es Sasuke auch wieder genießen, merkte dazu, wie seine Hand zu Itachis Schritt hinunterbegleitet wurde und umfasste zaghaft dessen Männlichkeit. Nervös kaute er auf der Unterlippe, fuhr jedoch langsam den Schaft rauf und herunter, sah in Itachis Gesicht und wollte sehen, ob ihm gefiel, was er mit ihm anstellte. Falsch machen wollte er nichts und er wollte seinem Bruder ebenfalls ein schönes Gefühl entlocken.



"Ich will dich, Sasuke, mit jeder Faser meines Körpers...", flüsterte er liebevoll, küsste die weichen Lippen des Jüngeren immer wieder und drängte sich dabei dessen Hand entgegen, stöhnte erneut. Der ältere Uchiha rang mit sich, er konnte sich kaum noch zurückhalten. Er nahm noch einen zweiten Finger hinzu und massierte damit weiter eingehend den Muskelring. "Bist du bereit für mich?"



Sasuke erschauderte unter den Worten, aber auch, als er spürte, wie das Glied seines Bruders bereits erwartungsvoll in seiner Hand pulsierte und nach Aufmerksamkeit schrie. Sanft massierte er weiterhin das heiße Fleisch in seiner Hand, konnte fühlen wie dieses nur noch mehr anschwoll und wie sehr es Itachi zu genießen schien. Seine Laute verrieten ihn, teilten Sasuke mit, was Itachi empfand und fühlte bald Gleiches, als er bereits zwei Finger ins sich gleiten fühlte. Außerdem bekam er, wenn auch nur am Rande mit, dass er bereits die ersten Lusttropfen verteilte und es sich gleich besser anfühlte, Itachi zu fühlen. Träge öffnete er die Augen, suchte die seines Bruders und lächelte ihn an." Hai...", hauchte er leise, nickte zudem unterstreichend und ließ von Itachis Männlichkeit nur langsam ab.



Vorsichtig zogen seine Finger sich aus den heißen Tiefen seines jüngeren Bruders zurück. Nun trat er etwas näher an Sasuke heran und spreizte dabei seine Beine. Die Hand des Kleineren, die eben noch an seiner empfindlichsten Stelle lag nahm er in seine und küsste sie sanft. Danach positionierte er diese am Rücken Sasukes, während die andere beim langsamen Eindringen nachhalf. "Lass uns das hier niemals vergessen."



Murrend quittierte Sasuke das sanfte Entziehen der wohltuenden Finger, seufzte einmal tief auf und beobachtete genau, was sein Bruder tat. Dabei sah und fühlte er das Auseinandergleiten seiner Beine, spannte sich deswegen kurz an und beruhigte sich langsam wieder, als er spürte, wie Itachi sich bereits in Position brachte. Aufregung mischte sich mit der Angst, ein seltsames Gefühl, einer Beklemmung gleichstellend, durchzuckte ihn und ließ Sasuke einmal heftig schaudern. Einen Moment brauchte er noch, um zu registrieren, dass es gleich so weit war, sie sich endgültig vereinten und eines wären. „Itachi...", hauchte er leise, hob beide Hände und legte sich an dessen Hüten, streichelte diese und schenkte seinem Bruder ein Lächeln, welches zeigen sollte, dass er breit sei ihn in sich aufzunehmen.



"Entspann dich und bleib ruhig." Wenig später war er in die jungfräulichen Tiefen des Jüngeren vorgedrungen, keuchte erregt auf. Erstmal verweilte Itachi so, um Sasuke nicht zu überfordern. Dennoch, es war so überwältigend, dass er sich stark zusammennehmen musste, sich nicht zu bewegen und auch noch nicht zu kommen, so eng war es.




Entspannen, das klang leichter, als es umsetzbar war. Sasuke versuchte es aber dennoch, wollte Itachi und, vor allem sich selber, nicht enttäuschen und lächelte schwach. Zudem würden die Schmerzen, welche unvermeidbar waren, durchaus auszuhalten sein, da er bisher genug erlitten hatte. „Mach..." Sasuke wollte seinen Bruder auffordern, es endlich zu tun, da spürte er auch schon, wie sich etwas, das größer als drei Finger war, in ihn schob. Zischend sog er die Luft ein, krallte sich in die Arbeitsplatte, auf welcher er noch immer saß, und versuchte ruhig zu atmen, sich zu entspannen. Ein wellenartiger Druck durchströmte die Stelle, in die Itachi vorgedrungen war, breitete sich nach oben aus und sackte schließlich nach unten. Sein Körper leistete Widerstand, versuchte den Fremdkörper zu verdrängen und machte es beiden nicht leicht. „Es..." Sasuke wollte etwas sagen, atmete nochmals tief durch und löste damit den schmerzhaften Druck.



"Sasuke....", keuchte Itachi leise und krallte sich leicht am Rücken des Jüngeren fest, während er gegen seinen hochkommenden Höhepunkt kämpfte. So schnell sollte es einfach nicht vorbei sein... "Sieh mich an...entspann dich..." Dabei hob er Sasukes Kinn leicht an und sah ihm direkt in die Augen, strich mit dem Daumen über die weichen Lippen vor sich. "Es wird besser werden..."



Der Druck nahm ab, ebenso dieses Brennen seiner Innenwand, wurde durch gänzlich durch Itachis Stimme verdrängt und ebbte ab. Nur langsam kam Sasuke zu sich, war es so, dass er sich zuvor wie in einer Art Trance befunden hatte und aus dieser erwachte. Schwach lächelte er seinen Bruder nun an, öffnete die Lippen und nahm den Daumen geschickt zwischen die Lippen und fing an, an ihm zu saugen. Ein paar Sekunden tat er dies, entließ ihn schließlich und blickte Itachi erneut an. „Es geht schon, nur solltest du noch langsam machen", betonte er ruhig, strich dabei zärtlich durch Itachis Haare und über dessen Rücken.





"Natürlich, Ototou, alles was du willst...", flüsterte Itachi leise, küsste seinen Bruder verlangend und begann nur langsam zuzustoßen. Seine Zurückhaltung war deutlich zu spüren und er krallte sich weiter am Rücken des Jüngeren fest.




„D -Dan..." Sasuke wollte etwas sagen, erwiderte aber stattdessen lieber den Kuss und keuchte bei der ersten, noch zaghaften Bewegung Itachis, gegen dessen Lippen. Noch konnte er keinen Unterschied zwischen Lust, Gefallen und den langsam abklingenden Schmerzen feststellen, vertraute aber auf die Worte seines Bruders und ließ sich langsam fallen. Die Parallelen verwischten langsam, das Gefühl zu zerreißen verschwand und Sasuke ließ die Hände entspannter über Itachis erhitzte Haut fahren.





"Schließ die Augen und lass dich ganz fallen, Ototou...", flüsterte er dem Kleineren die Worte ins Ohr, bevor er seine Hüfte zu bewegen begann und sachte zustieß. Genüsslich glitten seine Lippen ausgiebig über Sasukes Hals, bissen neckisch hinein. Daraufhin entstand ein kleines Liebesmal an der empfindlichen Haut.



Sasuke versuchte das umzusetzen, was ihm sein Bruder so leise, liebevoll und geduldig zuflüsterte. Allein der raue Klang seiner Stimme ließ ihn schaudern, eine Gänsehaut über seine Arme jagen, dass es Sasuke kurzzeitig heftig schüttelte. Dennoch schloss er ergebend die Augen, hörte auf Itachi und ließ sich unter den sanften Bewegungen fallen. Ein heiseres Keuchen verließ Sasukes Lippen da, wo Itachi sich seinem Hals zuwandte, diesen liebkoste und ihn damit abermals einen Schauder einbrachte, dass er mit der Hüfte ruckte und gegen Itachis stieß. Stöhnend stellte er ein befreiendes Gefühl fest, wollte es erneut spüren, und kam Itachi nun immer wieder mit der Hüfte entgegen, begleitet von einem lustvollen Stöhnen.



"Du machst mich sehr...glücklich...", stöhnte der Größere der beiden leise, stieß nun etwas kräftiger und geschmeidiger gegen Sasukes Bewegungen. Der Kleine kam ihm so gut entgegen und er schien es genauso zu genießen, selten war Itachi so glücklich gewesen. Nicht mehr lange dauerte es und er kam zum Höhepunkt, erzitterte dabei heftig und krallte sich an den Hüften des                Kleineren fest. "Ich liebe dich...", flüsterte er daraufhin leise.



Immer höher, immer mächtiger türmten sich die Wellen der Lust zusammen, donnerten mit rasender geschwindelt durch Sasukes Körper und ließen ihn erzittern. Besonders, wenn Itachi seine Prostata traf, ihm weitere Glücksgefühle bescherten und sich schließlich, heiß und zuckend in ihm ergoss. Durch die leisen, liebevollen Worte, die Bewegungen Itachis, kam auch Sasuke, musste loslassen und ergab sich seinem Höhepunkt. Laut stöhnend, mit dem Namen seines Bruders auf den Lippen, teilte er sich mit, ergoss sich zwischen ihren erhitzten Körpern und sackte schließlich in sich zusammen. Erfüllt, aber müde, öffnete Sasuke die Augen, blickte Itachi an und lächelte. „Ich liebe dich auch", erwiderte er schließlich leise und brauchte noch einen Moment.



Itachi nahm sich die Zeit und ließ seinen Höhepunkt ausklingen. Auch erst, als sein Bruder sich halbwegs beruhigt hatte, zog er sich aus ihm zurück, nahm den Kleineren hoch auf seine Arme und trug ihn zum Bett, legte ihn dort sanft ab und wenig später kam er dazu, legte noch die Decke über sie beide. Hoffentlich behielt Sasuke es in guter Erringung. Für ihn war es das Schönste auf der Welt gewesen, so etwas mit seinem geliebten Bruder teilen zu dürfen. Alles andere war gerade egal, nur der Moment zählte.



Immer noch schwer atmend, dafür aber zufrieden, ließ Sasuke sich ins Bett legen und zudecken. Kaum, dass Itachi sich zu ihm gelegt hatte, robbte er vorsichtig ein Stück näher, legte den Kopf auf Itachis Brust ab und schloss die Augen. Schweigend lag er einfach da, atmete wieder ruhiger und genoss die Nähe zu seinem Bruder.



Wenig später war Itachi ins Land der Träume geglitten und er schlief gut, das erste Mal seit langer Zeit. Keine bösen Träume, kein unruhiges Hin und Herwälzen. Es war richtig angenehm, nur zum Ende hin, sah er Kisame in seinem Traum, der hämisch lachte. "Wenn ihr nicht damit rechnet...", sprach der Haimensch noch, bevor der Ältere der beiden Brüder hochschreckte.



Sasuke war im Inbegriff einzuschlafen, doch hob er den Kopf, als Itachi sich unruhig zu bewegen begann und schließlich aufschreckte. Hatte er so schlecht geträumt und das nach ihrem schönen Vorfall? Sasuke war darüber beunruhigt und streichelte seinem Bruder vorsichtig durch das verschwitzte Haar. "Itachi, ist alles in Ordnung mit dir?"



"Ich...weiß nicht...eigentlich hab ich gut geschlafen...nur zum Ende hin...ich hab Kisame gesehen...und er hat was gesagt.Ich hab keine Angst vor ihm, eher Angst um dich, Sasuke. Ich will dich nicht verlieren, du weißt nicht, wozu er fähig ist. Selbst mich kann er auf dem falschen Fuß erwischen...", murmelte Itachi leise und sah seinen Bruder dabei nachdenklich an.




Geduldig hörte Sasuke seinem Bruder zu, doch was er erzählt bekam, beunruhigte ihn. Zum Teil jedenfalls, denn der Andere hatte sehr wohl verstanden, dass sich Itachi sorgte. Und diese Sorgen waren sicher nicht unbegründet. Nicht nachdem, was Sasuke im Wald beobachtet und mitbekommen hatte. „Denkst du, dass er wiederkommen wird?" Sasuke sah seinen Bruder ernst an und seufzte schließlich auf. Träume spiegelten bereits Geschehenes wieder und ab und zu vermischten sie die Realität. Es konnte also gut möglich sein, dass dieser Kisame wiederkam und es auf sie beide abgesehen hatte.



"Ja, wenn er sagt, dass er wiederkommt, dann tut er das auch. Ich kenne Kisame schon einige Jahre und wenn man dem Beutefang eines Hais glaubt, auf ihn trifft es zu. Er hat überhaupt keine Skrupel. Soviel ist sicher, Sasuke." Itachi richtete sich auf und fuhr sich durchs Haar.



Haifisch Analyse, damit schien sich Itachi auszukennen, aber er kannte diesen Kisame ja auch besser, als Sasuke. Er hatte diesen Widerling nur einmal gesehen und das hatte Sasuke gereicht. „Wir müssen einfach einander aufpassen und trainieren. Aber erst, wenn es dir besser geht", antwortete Sasuke sicherer und seufzte leise auf, als Itachi sich wie so oft durch die Haare fuhr. Kurz schien Sasuke aber noch zu überlegen, ehe er den Kopf an die Schulter seines Bruders legte, die Augen schloss und ein wohliges Brummen von sich gab.



Während Sasuke wohlbehütet neben Itachi lag, sich an ihn kuschelte und seine Gedanken nachhing, schwebte über den Wäldern ein bedrohlich großer Tonvogel. Deidara hatte den Auftrag bekommen, Itachi und dessen Bruder ausfindig zu machen und letzteren zu Pain zu bringen. Noch hatte Deidara die Hütte nicht entdeckt, doch es wäre nur eine Frage der Zeit, bis er dies tat.

"Ich sollte duschen und dann etwas trainieren. Willst du mitmachen?" Es ging ihm gut, zumindest jetzt und das wollte der ältere Uchiha auf jeden Fall ausnutzen. Er hauchte Sasuke noch einen Kuss auf die Wange und ging dann rasch ins Badezimmer.



Training klang gut, aber auch Sasuke wollte vorher noch duschen. "Geh du erst duschen und ich dusche nach dir", lächelte er sanft, wurde jedoch wegen des Kusses verlegen und sah rasch auf die Kordeln der Bettdecke. Peinlich, dabei war es nur ein Kuss auf die Wange. Vor nicht einmal einer Stunde hatte er weit aus peinlichere Sachen getan und gesagt.


Seine übliche Prozedur war rasch erledigt. Routiniert trocknete sich Itachi nach dem Duschen ab und flocht sich seine Haare, damit sie ihn nachher nicht stören würden. Besonders wenn sie noch nass waren, musste das nicht sein. Mit einer Shorts bekleidet kam er aus dem Badezimmer, sah sich suchend nach seiner Kleidung um und hob sie vom Boden auf. Währenddessen überlegte er, ob er die Brille aufsetzen sollte oder nicht. Noch immer nagte da ein gewisser Stolz an ihm, der es verhindern wollte, dass der Uchiha die Brille aufsetzte.



Sasuke sah als Itachi aus dem Badezimmer kam auf und richtete sich vom Bett, ehe er sah, wie sein Bruder die Brille aufzog. Schmunzelnd lief er an ihm vorbei, sog aber gleich zischend die Luft ein und fasste sich an den Po. "Steht dir, aber ... autsch ..." Sasuke fluchte, rieb sich die schmerzende Stelle und seufzte leise auf. Scheinbar war es zu viel des Guten, aber duschen wollte er dennoch.



"Tut mir Leid, Ototou, ich war wohl nicht vorsichtig genug." Itachi seufzte leise und zog sich zuletzt noch ein Langärmliges schwarzes Shirt über. Stirnband ließ er weg, nur seine Waffen legte er an, der Mantel konnte auch hierbleiben, den würde er gerade nicht brauchen.



Sasuke schüttelte den Kopf und sah Itachi aus der Tür weg an. "Entschuldige dich doch nicht. Es war immerhin mein erstes Mal und da kommt so was bestimmt vor", entgegnete er seinen Bruder, ehe er im Bad und unter die Dusche verschwand. Keine zehn Minuten später kam er aus dieser wieder heraus, trocknete und zog sich an, ehe er herauskam und seine Haare anfing zu ordnen.



"Die wuscheln gleich sowieso wieder, versuch es erst gar nicht." Itachi schlang besitzergreifend seine Arme um den Jüngeren und drückte ihn an sich. Mit der anderen Hand wuschelte er kräftig die dunklen, halb-nassen Haare durch.



"Hey ..." Empört drehte Sasuke den Kopf und sah wegen der durcheinandergebrachten Haaren zu seinem Bruder rauf, schüttelte den Kopf und konnte Itachi doch nicht böse sein. "Wuscheln kannst'e später, jetzt ist Training", bestand er darauf und streckte frech die Zunge heraus.



"Gleich." Sanft hob er Sasukes Kinn an und küsste seine weichen Lippen, neckte mit seiner Zunge dabei die des Jüngeren ein wenig.



Seufzend ergab sich Sasuke den weichen Lippen seines Bruders, schloss sogar dabei die Augen und fühlte im selbigen Moment, wie eine vorwitzige Zunge sich ihren Weg bahnte und zu necken begann. Kurz erschauderte er, ging dann aber auf die Neckerei ein und kam der Zunge mit der seinigen entgegen.



Einen Moment kostete Itachi den Kuss voll aus, bevor er sich wieder löste und seinem Bruder über die Wange strich. "Komm, wir sollten anfangen, bevor es dunkel wird."



Murrend öffnete Sasuke nach Lösen des Kusses die Augen, lächelte aber wieder und nickte Itachi zu. "Hai, dann lass uns anfangen", erwiderte er, ehe er seine Wurfsterne einpackte und langsam zur Tür schritt.



"Lass uns erst mal ein paar Runden um den See laufen, das reicht zum warmwerden." Und schon lief der Langhaarige los. Die Anstrengung schien ihm offensichtlich keine große Mühe zu kosten.



Sasuke folgte seinem Bruder, lief locker mal neben ihm und hinter ihm her. Jagen tat er ihn nicht, er lief locker, soweit er dabei kein Ziehen im Hintern verspürte oder gar ein schmerzhaftes Zwicken.



Der Wind rauschte ihm angenehm um die Ohren und Itachi fühlte sich endlich mal befreit von allem, es tat wirklich gut, sich zu bewegen und nach etwa drei Runden um den See kam er langsam zum Stehen, holte einen kurzen Moment Luft und ging dann auf Abstand zu seinem Bruder, um in Kürze den Kampf zu beginnen.



Sasuke hielt nach dem sein Bruder zum stehen gekommen war an und holte einmal tief Luft. Dabei bemerkte er einen ungewöhnlich großen Schatten über dem See und sah irritiert nach oben. Über ihnen schwebte ein riesiger, weißer Vogel und auf diesem schien jemand zu stehen? "Itachi, ich glaube wir bekommen Besuch", merkte Sasuke an und deutete dezent nach oben.



Bis eben hatte Itachi nichts mitbekommen, doch plötzlich spürte er das ihm vertraute Chakra seines Akatsuki Teamkollegen Deidara. Und in dem Moment machte Sasuke ihn auch darauf aufmerksam, dass sie Besuch bekamen. "Ich weiß", sagte er nur leise. "Bleib dicht bei mir, Sasuke", sagte der Ältere leise und sah ausdruckslos hoch zu dem Tonvogel. Jetzt hatte es sowieso keinen Sinn mehr zu fliehen. Augenblicklich hatten sich seine Sharingan aktiviert, die bis eben noch Pause hatten.



Er sollte hinter Itachi bleiben? Verwirrt sah Sasuke seinen Bruder an, sah dadurch, dass er sein Sharingan aktiviert hatte und wusste von daher, dass es zu einem echten Kampf kommen könnte, wie recht er damit hatte, zeigte die erste in den Boden krachende Tonbombe, die mächtig die Erde erzittern ließ. Gerade noch rechtzeitig konnte Sasuke ausweichen, sich mit einer Rolle rückwärts aus der Gefahrenzone bringen und hörte gleichsam das Lachen jener Person, die den Vogel zu lenken schien. „Wer zum Teufel ist das? Ein eifersüchtiger Nebenbuhler, oder ist der einfach nur krank und hat Spaß mit Sprengsätzen zu spielen?", fragte Sasuke, ehe er der nächsten Bombe auswich und sich abrollte.



Itachi sprang noch lange bevor die Tonbombe einschlagen konnte ein großes Stück zur Seite, formte rasch einige Fingerzeichen und ließ mehrere große Feuerkugeln in den Tonvogel einschlagen. Ewig würde das Teil nicht halten, mit etwas Nachdruck würde das schon klappen. "Er hat Spaß dran und denkt dass eine Explosion Kunst ist", teilte Itachi seinem Bruder während sie auswichen mit.



Kunst, der Kerl da oben dachte es sei Kunst, Bomben zu formen und diese hochzujagen? Fast hätte Sasuke, wenn es nicht so verdammt ernst wäre gelacht, schüttelte stattdessen den Kopf und schnippte sich einer der Käfer von den Schultern. Zum Glück, denn keine drei Sekunden später knallte es und das Ding sprengte sich selber. „Der sieht aus wie ein Mädchen, noch dazu wie eines, dass ich irgendwo schon mal gesehen habe", murmelte Sasuke nachdenklich, ehe er ein paar seiner Shuriken warf und versuchte den Typen von seinem Vogel zu schießen.



"Deidara, beweg deinen Arsch hier runter und lass den Mist!", entgegnete Itachi daraufhin etwas lauter, aber dennoch in seiner gewohnt kalten Art, die keine Gefühlsregung zuließ. Er formte ein weiteres Fingerzeichen und schloss kurz die Augen, um danach seine blutroten Augen hervorstechen zu lassen und ein Genjutsu zu wirken.Ausgerechnet Deidara, der mit so etwas wohl noch am besten umgehen konnte. Eine Schar von Krähen sammelten sich und umhüllten den Vogel, fraßen ihn langsam auf.



Deidara lachte als er Itachi sprechen hörte, doch verstummte es gleich wieder, als man seinen Vogel fraß und er binnen Sekunden auf dem harten Boden aufschlug. Keuchend versuchte er sich dennoch aufzurappeln, dem Genjutsu zu entkommen und doch war Sasuke schneller, zückte sein Kunai und hielt es Deidara unsanft an die Kehle. „Wer bist du und was willst du?", verlangte er zu wissen, übte mehr Druck auf die Klinge aus und störte sich nicht, dass Deidara versuchte ihn mit einem Lachen zu provozieren. In seinen Augen war er nicht ganz dicht, spielte hier sogar noch den Halbstarken und kam sich unsagbar toll vor. Jedoch verstand Sasuke, warum Deidara lachte, sich darüber äußerte, dass Sasuke eine der Tonspinnen am Bein klebte und langsam hoch krabbelte. Sasuke versuchte diese loszuwerden, schüttelte sein Bein und ließ schließlich Deidara knurrend los, nur um sich dieses Biest vom Leib zu halten.



Itachi handelte schnell, als Sasuke den Blonden loslassen musste, er packte sich den Blonden am Kragen und in dem Moment blickten dem Tonkünstler Mangekyo Sharingan entgegen. "Überleg dir gut, was du zu sagen hast, Blondchen. Ich bin gerade nicht in Stimmung für Späße."



Rasch entfernte Sasuke die Spinne. Gerade noch rechtzeitig, denn dieses flog mit lautem Gedöns in die Luft und zerschnitt die Stille. Kurz schüttelte sich Sasuke, drehte sich dann wieder zu seinem Bruder und diesem Blondschopf und wollte den Grund für dessen Erscheinen gerne wissen. „Nimm deine Griffel weg, Uchiha!" Deidara verzog das Gesicht und warf erst Itachi einen verachtenden Blick zu und dann Sasuke. „Was willst du von uns?", fragte Sasuke und trat langsam näher, stellte sich neben Itachi und sah Deidara müde lächelnd an, als dieser erneut das Gesicht verzog. „Ich hab nur den Auftrag nach Itachi zu suchen und dessen lästiges Anhängsel zu finden. Da du das scheinbar bist, ist damit meine Aufgabe erfüllt. Wenn du jetzt so freundlich wärst, Itachi!" Deidara hatte alles gesagt, was er wusste und demnach könnte dieser eingebildete Fatzke ihn ruhig loslassen.



"Was willst du von meinem Bruder?" Mit einem todbringenden Blick, wenn es denn gehen würde, ließ er den Anderen los und schubste ihn dabei von sich. "Ich hab es so satt, dass ihr mir ständig nach-spioniert! Was ich mache, geht euch einen Scheißdreck an und Sasuke hat euch schon mal gar nicht zu interessieren!"



„Bleib doch mal locker, Uchiha", erwiderte Deidara, nachdem er den Schubs abgefangen hatte und sich seinen Mantel richtete. „Ich will weder etwas von dir, noch von deinem Bruder. Ihr seid mir beide schlichtweg egal, aber ich hatte diese Mission und habe sie soeben ausgeführt. Was Pain genau mit deinem Bruder will, musst du ihn schon selber fragen. Allerdings kann ich dir nur den gutgemeinten Tipp geben, dass er weder mich vorschicken wird, noch Kisame", antwortete Deidara, worauf Sasuke leise brummte. „Ich kenne eure Organisation nicht mal und daher würde ich schon gerne wissen, was das soll", grummelte Sasuke lauter, worauf Deidara aber mit den Schultern zuckte und nichts mehr zu sagen hatte.

"Los verpiss dich, Barbie." Noch arroganter ging der Blick schon gar nicht, den Itachi Deidara zuwarf. "Ich werde ihn garantiert nicht selber fragen. Scheiß auf den Leader, ich mache sicher nicht, was er sagt."



Deidara schnaufte verachtend und warf Itachi einen nicht minder arroganten Blick zu. „Schön, dann pass mal schön auf dein Brüderchen auf. Sicherlich willst du doch nicht, dass er Schaden davonträgt. Mich wundert es ehe, dass er dich nicht schon längst kalt gemacht hat, aber nun ja ..." Deidara grinste herablassend, formte in seiner Tasche seinen Ton und den dazugehörigen Vogel, auf welchen er sich schwang. „Ach ja, liebe Grüße von Hidan. Er nennt dich ab sofort Inzucht-Uschi!"



"Schön für ihn ..." Itachi ignorierte Deidara und bekam noch im Augenwinkel mit, wie der blonde Iwa sich aus dem Staub machte. Erst, als dieser außer Hörweite war, sah er seinen Bruder an und das Blutrote wich der schwarzen Augenfarbe. Eine blutige Träne lief ihm aus seinem rechten Auge. "Wir sind hier nicht mehr sicher."



Sasuke war erleichtert, dass diese mehr als Nerv tötende Blondine davonflog und sah nun besorgt zu seinem Bruder, der ihn ansah und erneut aus einem seiner Augen blutete. „Dein Auge ...", hauchte er leise, nicht achtend darauf, was Itachi sagte und er sich sorgte, dass sie hier nicht mehr sicher waren. Behutsam streckte er die Hand nach Itachi aus, legte sie auf dessen rechte Wange und seufzte leise auf.




"Man gewöhnt sich daran, es blutet immer, wenn ich es nutze. Deidara weiß was ich kann und er hasst mich so sehr, dass er eines seiner Augen jahrelang trainiert hat, nur um meine Techniken abwehren zu können. Da helfen nur die ganz harten Sachen." Einen Moment schloss Itachi seine Augen, während das Blut nun an Sasukes Hand angelangt war, die an seiner Wange lag, dort wurde einen Moment am Herunterlaufen abgehalten. "Wir müssen uns einen anderen Platz suchen, wenn Akatsuki ein Ziel verfolgt, dann machen sie es auch richtig und ihr Ziel sind wir."



Dieser Deidara musste ziemlich gerissen sein, wenn er jahrelang das Sharingan studiert hatte und dagegen etwas gefunden hatte, was es bis auf wenige Jutsus unterbinden konnte. Dies besorgte Sasuke, aber nicht so sehr, wie das blutende Auge seines Bruders. Ein weiteres Mal seufzte er, zog die Hand zurück und reichte Itachi stattdessen ein sauberes Taschentuch. „Wenn wir von hier wegmüssen, wo sollen wir denn hin? Wir können schlecht in ein Dorf gehen und draußen schlafen ist zum einen gefährlich, und zum anderen ziemlich kalt", erwiderte Sasuke nachdenklich Itachi.



Gedanklich abwesend nahm Itachi das Taschentuch an sich und machte sich sein Auge sauber. Es konnte nicht so weitergehen und es musste was passieren. "Dann bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als uns erst mal zu tarnen und rastlos zu sein. Das können wir nicht ändern .Kämpfen ist in der derzeitigen Situation nicht die beste Möglichkeit. Ziehen wir erst mal los und sollte uns ein Team von Akatsuki begegnen, wird das nicht kampflos passieren, bis dahin werden wir uns vorbereiten müssen." Der Ältere sah raus auf den so friedlichen See, auf dem zurzeit keine Bewegung lag. Seine Gedanken wirbelten wirr umher, er wusste nicht, wie es weitergehen sollte.

Rastlos sein und sich tarnen wiederholte Sasuke gedanklich und sah nickend zu seinem Bruder auf, der sich sein Auge säuberte und in sich gekehrt wirkte. Dafür hatte Sasuke auch volles Verständnis, sorgte sich selber um ihre gemeinsame Zukunft, wenn es denn eine gab und wie diese sich zu bestreiten hätte. „Lass uns ein paar Sachen einpacken und dann ziehen wir los. Je schneller wir hier weg sind, umso besser", wandte er sich an Itachi, ehe er sich zaghaft an ihn lehnte und die Augen für einen winzigen Moment schloss.

Einen Moment brauchte Sasuke noch, dann löste er sich, lächelte Itachi an und fasste seine Hand. „Lass uns gehen." Mit einem sanften Ruck zog er seinen Bruder hinter sich her zur Hütte, wo er das notwendigste zusammen mit Itachi packte. Sasuke nahm sein Schwert, steckte es so, dass er es im Notfall griffbereit hatte und auch Lebensmittel, die nicht schnell verdarben, wurden eingepackt und mitgenommen. Erst als Sasuke sich sicher war, alles zu haben, wandte er sich Itachi zu. „Hast du alles zusammen?", wollte er wissen, nahm seinen Rucksack und schultere diesen zusammen mit einer Decke auf seinen Rücken.



"Ja, du hast recht ...", murmelte er daraufhin abwesend und ließ sich von seinem Bruder mitziehen. Dabei war er schon lange in seinem Leben immer schon rastlos gewesen, im Vergleich zu Sasuke zumindest. Warum konnte er damit jetzt so schlecht umgehen? In der Hütte nahm er ebenfalls ein paar wichtige Sachen zusammen und packte sie in seine Umhängetasche, die er unter seinem Mantel verstaute. In seinen Waffentaschen war auch noch etwas Platz, der ausgefüllt wurde. Zuletzt noch sein Katana auf den Rücken geschnallt war er nun fertig für die Reise und legte auch sein Stirnband wieder an. "Ja, ich bin soweit,Ototou." Itachi lächelte leicht, auch wenn ihm gar nicht danach war.



Geduldig wartete Sasuke bis Itachi sein Okay gab und sie aufbrechen konnten. Als dieses kam, nickte er seinem großen Bruder nochmals zu und öffnete schon einmal die Tür. „Wohin genau? Rechts, links oder doch geradeaus?" Auch wenn Sasuke schon oft unterwegs war, so war er jetzt wie ein kleiner Junge aufgeregt und sah sich immer wieder draußen um, ehe er sich erneut umdrehte und ungeduldig Itachi ansah. Es freute ihn irgendwie, dass sie nun zusammen loszogen, rastlos und quasi auf der Flucht waren. Zum einen brachte es Abwechslung und zum anderen würde er noch mehr von der Natur sehen können.



Itachi trat nach draußen und prüfte rasch den Stand der Sonne und die Windrichtung. "Wir gehen nach rechts.Wir werden sehen, was das bringen wird", sagte der Ältere zuversichtlich und ging dann los, Sasuke direkt hinter ihm. Was alles passieren sollte, sie wussten es selbst nicht.



Sasuke folgte nach rechts, schritt dicht neben seinem Bruder und griff nach dessen Hand. Sanft drückte er diese und lächelte."Itachi ich ..." Ein Rascheln ließ Sasuke innehalten und sofort sah er sich wachsam um, aktivierte sein Sharingan und erkannte vier Personen. Unter diesen einen erwachsenen, der Rest schien etwas so alt zu sein wie er selber. „Einer von ihnen hat das Sharingan", murmelte Sasuke seinem Bruder zu, ehe er weiterhin wachsam blieb und bereits nach seinen Shuriken griff.



"Das sehe ich selbst", entgegnete Itachi gewohnt ruhig und mit einer gewissen Kälte in der Stimme. Er war bereit, innerhalb nur weniger Sekunden seine Waffen zu ziehen und anzugreifen, das würde sein Gegner kaum wahrnehmen. Sein Sharingan war schon aktiviert, wie so oft, wenn er sich nicht sicher fühlte und natürlich auch heute. "Kakashi, so sieht man sich wieder", sagte Itachi leise und fixierte den Älteren, während er die Anderen zu ignorieren schien.



Kakashi? Warum nur kam Sasuke der Name so bekannt vor? Neugierig besah er sich diesen grauhaarigen Ninja mit Maske, fixierte und musterte ihn regelrecht und seufzte schließlich leise auf. Das Gesicht sagte ihm nicht, aber die Gesichter zweier Jugendlicher. Das Mädchen hatte er in seinem Traum gesehen, ebenso den blonden Jungen. Den Schwarzhaarigen kannte er nicht, er schien ihm völlig fremd. „Sasuke-kun", hörte er sie wispern, doch beachtete er sie nicht, sondern eher den blonden Jungen, der ihn ernst ansah und leise zu knurren begann. Dieser Kakashi hingegen war auf seinen Bruder fixiert, zückte seine Waffen und stellte sich bereits in Kampfstellung. „Es verwundert mich, euch beide zusammen zu sehen. Müsstest du deinen Bruder nicht eigentlich hassen, oder hat er dich einer Gehirnwäsche unterzogen?" Kakashi sah zwar Itachi an, aber seine Frage war deutlich an Sasuke gerichtet. Dieser knurrte leise, zog sein Schwert Kusanagi und schritt langsam auf den feindlichen Ninja zu. „Ich hasse meinen Bruder nicht und selbst wenn, was geht es dich an?" „Er hat deine Familie ausgelöscht. Du hast ihn gehasst und bist seinetwegen zu Orochimaru übergelaufen, um stärker zu werden. Du hast immer gesagt, dass du ihn töten wirst!" Die Worte kamen deutlich von dem blonden Jungen und rasch war Sasuke bei diesem und hielt ihm ausdruckslos sein Schwert an die Kehle. „Schweig, wenn du nicht unbedingt filetiert werden willst!" „Huuuu~jetzt habe ich aber Angst, echt jetzt", lachte Naruto und lächelte Sasuke müde entgegen, was diesen noch mehr provozierte. „Ich warne dich ein letztes Mal. Halt die Klappe, oder ich bring dich gleich um!", zischte er leise und war so abgelenkt, dass er das Mädchen zu spät wahrnahm und diese ihm mit voller Wucht auf den Kopf schlug. Davon taumelnd drehte Sasuke sich um, sah sie ehe er zusammenklappte an und sackte schließlich wie ein Sack Kartoffeln zu Boden.



Itachis blutrote Augen verengten sich zu kleinen Schlitzen, als Kakashi von Gehirnwäsche sprach und noch anderen Dingen, die ihn innerlich rasend machten. "Sei still, Kakashi, du hast keine Ahnung. Du bist kein Uchiha, wie willst du es dann verstehen?" Einen Moment blieb dem Älteren Uchiha die Luft weg, als geschah was kommen musste, denn Sasuke handelte unüberlegt und achtete nicht auf seine Deckung. Ohne darüber nachzudenken packte er Sakura im Nacken und schleifte Sasuke ein Stück zurück, weg von den Anderen. "Wagt es ja nicht näher zu kommen, sonst ist sie tot." Dabei achtete er besonders auf Kakashi, natürlich auch den Kyuubi. Beiden traute er alles zu, doch ihre Teamgefährtin würden sie nicht wissentlich in Gefahr bringen. Mit etwas Gewalt hielt er sie fest und drückte sie gegen den nächstbesten Baum. "Scheinst ja recht stark geworden zu sein, Kleine. Aber das reicht nicht", erwiderte er kalt und seine Augen veränderten sich zu Mangekyo Sharingan. Dabei schloss er sein rechtes Auge, während das andere ihr entgegenblickte. "Tsukuyomi", sprach Itachi leise und wirkte die Kraft auf Sakura, deren Körper daraufhin leicht zu zucken begann.


Sie erlebte es immer wieder, als Sasuke verschwand und wie er sie immer wieder verletzt hatte, ihr Herz mit Füßen trat und am Ende war es in ihrer Illusion Sasuke, der sie verprügelte und immer wieder auf sie einstach, selbst als ihr toter Körper schon am Boden lag. Bevor die Illusion verging, sah sie wie sich Kyuubi auf sie stürzte und Konoha in Flammen unterging. Mit einem verächtlichen Blick schmiss Itachi den schlaffen Körper Kakashi vor die Füße, formte dann ein paar Fingerzeichen und nahm Sasuke auf seine Arme hoch. "Das war ein Fehler, Team 7." Daraufhin verschwanden die beiden Uchiha in einem Meer aus Krähen.



Er kam mit seinem Bruder bei einem Fluss, meilenweit entfernt von dem Konoha Team an, legte Sasuke sachte ab und fiel dann auf die Knie. Das war zu viel gewesen...mehr hätte sein Körper nicht durchgehalten. Wieder blutete sein linkes Augen, heftiger als sonst. Halb blind tastete er seinen Bruder ab und musste heftig schlucken. Was hatte der Schlag auf den Kopf bei ihm angerichtet? "Sasuke ... wehe du stirbst ...", flüsterte er leise und befühlte seinen Puls.
Er lebte noch, aber sein Kopf war sicher heftig angeschlagen.

Er kam mit seinem Bruder bei einem Fluss, meilenweit entfernt von dem Konoha Team an, legte Sasuke sachte ab und fiel auf die Knie. Das war zu viel gewesen...mehr hätte sein Körper nicht durchgehalten. Wieder blutete sein linkes Augen, heftiger als sonst. Halb blind tastete er seinen Bruder ab und musste heftig schlucken. Was hatte der Schlag auf den Kopf bei ihm angerichtet?
"Sasuke ...  wehe du stirbst ...", flüsterte er leise und befühlte seinen Puls. Er lebte noch, aber sein Kopf war sicher heftig angeschlagen...



Sterben? Wer würde hier denn sterben? Sasuke brauchte einige Zeit um diese Stimme, die er da hörte, zuordnen zu können und auf wen diese traf, ließ ihn unbewusst und leise in seiner Ohnmacht knurren. Außerdem gefiel es ihm nicht angefasst zu werden, weswegen er erneut knurrte und schließlich ganz langsam und verschwommen die Augen öffnete. Lange starrte er Itachi einfach an, dann aber packte er seine Hand und hielt diese krampfend fest. Keuchend zog er sich zudem hoch, setzte sich in eine aufrechte Position und fasste sich mit der noch freien Hand an den Kopf. „Ich weiß zwar nicht genau, was eben passiert ist, aber ich weiß, dass ich auf deine Hilfe gut verzichten kann", fauchte er seinen Bruder an und richtete sich schließlich ganz zu voller Größe auf. „Dennoch danke ich dir, dass du mich von meinem alten Team weg und hierher gebracht hast", sprach er weiter, ehe er sich von Itachi abwandte und für heute wegen seiner Verletzung beschloss, nicht gegen seien Bruder zu kämpfen. Dass hatte seiner Meinung nach Zeit und außerdem waren noch so ein Fischbubbi und eine Barbiepuppe hinter ihm her.
Da blieb unmöglich die Zeit und Auffassung sich mit Itachi eingehend zu beschäftigen.


Einen Moment fassungslos starrte Itachi seinen Bruder an, der ganz offensichtlich wieder ganz der Alte war. Der Schlag auf den Kopf musste sein Gedächtnis zurückgebracht haben. Aber alles andere konnte er doch nicht wieder vergessen haben? War es ihm so egal? "Sasuke, Akatsuki hat es auf dich abgesehen und Konoha ebenfalls, es wäre irrsinnig, wenn du jetzt alleine losziehst. Willst du dich umbringen? Bleib hier..." Der ältere Uchiha fasste sich an den Kopf und fuhr sich durchs Haar, er rutschte etwas näher ans Wasser heran und besah sich sein Spiegelbild im Wasser. Bei Jashin...er sah so erbärmlich aus, sicher nicht so wie der starke, große Bruder, der er immer für Sasuke sein wollte. Und jetzt...war wieder alles wie früher,das hatte er nicht gewollt. Es war schön so, wie es gewesen war, auch wenn er es seinem kleinen Bruder natürlich nicht gewünscht hatte, dass er sein Gedächtnis nicht wieder finden würde. Fest stand zumindest, dass er Sasuke nicht gehen lassen wollte, sonst würde er ihn wohl nicht wiedersehen, zumindest über einen langen Zeitraum hinweg.



Sasuke drehte sich leise schnaubend zu Itachi und musterte ihn von oben bis unten. „Mit Akatsuki hatte ich vorher nie zu tun, dies habe ich erst, seit ich wieder mit dir zusammenhänge und du nicht zurück zu diesen bekloppten Schwachköpfen willst!" Umbringen wollte Sasuke sich dennoch nicht, dafür aber seinen Bruder und dafür würde sich die Gelegenheit schon bieten, wenn er bei ihm bliebe. Entweder war Itachi dumm, oder er erhoffte sich irgendetwas aus diesem unsinnigen und gezwungenen Beisammensein. Sasuke hatte zwar nicht wirklich vergessen, dass er mit seinem Bruder geschlafen hatte, aber er versuchte es zu ignorieren, und zu verdrängen. Es war seines Erachtens nach nicht richtig, empfand es abstoßend und gehörte sich nicht für Geschwister. Sasuke seufzte, fasste sich an den Kopf und zog zischend wegen der dumpfen schmerzen die Luft ein. Es schien, als würde er überlegen, sich langsam zu Itachi umdrehen und ihn kalt entgegen zu blicken. „Gut, ich bleibe vorerst bei dir. Wage es aber ja nicht, mich anzufassen und dich mir unsittlich zu nähern! Solltest du es dich trotzdem wagen, dann bringe ich dich um!"



Seelenruhig wusch Itachi sich sein Gesicht, während Sasuke ihm seinen Hass förmlich entgegenspuckte, der nun wieder in ihm hochzukochen schien. Danach machte er sich sein Gesicht mit dem Ärmel seines Mantels wieder trocken. "Ich hab mit Akatsuki nichts mehr am Hut, höchstens noch diesen Mantel und den trage ich mehr aus Gewohnheit und weil er warm ist." Er blieb sitzen, wo er war, sah Sasuke ruhig entgegen. Wie verletzt er war, war ihm überhaupt nicht anzumerken, dafür hatte er seine Gefühle über viele Jahre in sich verschlossen und seine Mimik perfektioniert. Sasuke würde ihn nicht angreifen, das wusste er und sein kleiner Bruder ganz genauso, dessen war der Ältere sich sicher. Der Kleinere würde sich erst mal von allem erholen müssen und bis dahin würde Itachi auch wieder fit sein ... falls seine Sehkraft wieder mitspielte, was sie zurzeit nicht tat. "Ich hab nicht vor, dich in irgend einer Art und Weise anzufassen. Nur bedenke an der ganzen Sache, dass du es genauso gewollt hast, wie ich! Mach dir nichts vor, kleiner Bruder!" Es war das erste Mal im Gespräch, dass der ältere Uchiha mal laut geworden war und das war wirklich selten, das sollte auch Sasuke wissen. "Und du kannst mich nicht töten, was du auch anstellst. Du musst noch viel dazulernen."



Ach kam jetzt wieder die Ausrede mit dem wärmenden Mantel! Sasuke rollte dieser bezüglich mit den Augen und sah Itachi auch weiterhin kühl entgegen. Itachi schien ja die Ruhe selbst zu sein, hockte da und wusch sich das Gesicht, als sei nichts gewesen und kein Wässerchen könnte dieses trüben. Sasuke verspürte das dringende Bedürfnis seinem Bruder irgendetwas über den Schädel zu ziehen, aber er riss sich enorm zusammen, dies nicht zu tun. Stattdessen ließ er ein erneutes Schnauben verlauten und lehnte sich lässig gegen einen Baum. „Mag sein, dass ich es gewollt habe, aber du musst auch bedenken, dass ich nicht bei klarem Verstand war. Außerdem siehe es als einmalige Sache, als eine Erinnerung, denn auch wenn ich mehr in dir sehe als meinen Bruder, so möchte ich eine solche Art von Verbindung nicht mit dir eingehen." Warum sollte er auch um den heißen Brei reden, Itachi etwas vormachen, wo er doch selber wusste, dass solch eine Bindung in der Gesellschaft alles andere als akzeptabel war. Sasuke störte sich zudem nicht mal an dem lauteren Ton Itachis, sah diesen zwar an, doch zuckte er unbekümmert mit den Schultern und lächelte müde. „Glaub mir, irgendwann wird der Tag kommen, an dem ich die töten werde und es auch kann. Solange solltest du dein Leben genießen, denn lange wird das sicher nicht mehr sein", erwiderte er trocken, so als wäre alles, was zuvor war, wie weggeblasen und vom Wind davongetragen.




"Versuchst du jetzt deine Gefühle zu verbergen, Sasuke? So harte Worte und das auf einmal?Mach dir selbst nichts vor, das was du da gerade versuchst, darzustellen, bist du nicht!!" Itachi war aufgestanden und ein paar Schritte auf den Jüngeren zugegangen. Wie früher waren seine Sharingan nun wieder dauerhaft aktiviert. Jetzt würde er sicher keine Schwäche mehr zeigen, wie die letzten Tage. "Wenn du so davon überzeugt bist, mich töten zu können, dann beweise es mir! Oder bist du zu feige dafür, kleiner Bruder?!" Was sollte er auch sonst tun? Itachi wusste nicht mehr weiter, wie sollte es nun weitergehen? "Denn jetzt bist du ja hoffentlich bei "Klarem Verstand." Purer Sarkasmus war aus den letzteren Worten herauszuhören, Itachi war gereizt, sehr sogar.



Gefühle verstecken? Wie lächerlich war das denn? Sasuke schnaubte bezüglich der Anschuldigung und blickte Itachi erbost an, als dieser sich ihm mit aktiviertem Sharingan näherte. „Ich verstecke hier rein gar nichts, aber ich weiß auch, dass Gewisses einfach nicht geht und ich es nicht mit mir selbst vereinbaren kann. Wenn du das kannst, dann bitte, aber zwing mich nicht zu Dingen, die ich abstoßend und krankhaft finde."Sasuke wich während er sprach einen Schritt von Itachi zurück. Er wollte jetzt weder kämpfen, noch ihn umbringen. Das hatte Zeit, immerhin waren diese Typen der Akatsuki noch hinter ihnen her und diese warteten doch nur darauf, dass einer von ihnen die Kontrolle verlor.  „Feige bin ich ganz sicher nicht, auch wenn es jetzt vielleicht danach aussieht. Ich übe mich dies bezüglich noch in Geduld und wenn es soweit sein sollte, bist du der Erste, der davon erfährt."  Itachis Sarkasmus überhörte Sasuke gekonnt, ließ sich nicht weiter provozieren und hielt sich lieber den brummenden Schädel, den er dank Sakuras heftigem Schlag noch immer verspürte.



"Wie ich schon sagte, nichts weiter als feige, mein kleiner schwächlicher Bruder...", murmelte Itachi verächtlich und sah Sasuke kühl an. "Ich hab dich zu nichts gezwungen und werde es auch nicht ... leg dir die Dinge nicht einfach zurecht, wie du sie vielleicht sehen willst." Daraufhin war für ihn das Gespräch beendet. Itachi ließ sich an einem der dickeren Bäume nieder und nahm eine Essensration heraus, die er in Ruhe verspeiste. Natürlich litt er unter ihrem Streit und der derzeitigen Situation, allerdings ließ er es sich nicht anmerken.



Es war so sonnenklar, dass Itachi ihn wie so oft als schwach betitelte, und versuchte ihn damit aus der Reserve zu locken. Nichts da, Sasuke blieb ruhig, knurrte jedoch leise und knirschte mit den Zähnen. Den kühlen Blick erwiderte er nicht minder kühl, jedoch sagte er weder etwas zu den ersten Worten noch zu den Letzten.  Natürlich hatte Itachi ihn nicht gezwungen, aber das würde er sicher nicht sagen, zumal sein Bruder nun auch schwieg und lieber etwas aß, als sich Gedanken zu machen. Gezwungen hatte ihn nie jemand, nicht einmal Orochimaru und der war schon schlimm, aber er hatte ihn auch frühzeitig ausgeschaltet und irgendwann würde es Itachi genauso ergehen. Nicht heute, aber irgendwann. Da zählte auch die gemeinsame Kopulation auf der Küchenanrichte nichts und auch, wenn diese als schön von Sasuke empfunden wurde, so durfte diese nicht sein. Sie waren zum einen Brüder, Itachi war ein Mörder und er war ebenso ein Nuke-nin. Außerdem würden Gefühle nur seiner Rache im Weg stehen und diese galt nicht nur Itachi, sondern auch anderen.



Schreckhaft schlug der Uchiha die Augen auf, als er Schritte und eine Erbebung des Erdbodens verspürte. Das klang schon fast wie ... Nein, war das möglich? Verdammt, sie waren es wirklich!
Dieser Gang, rau unbesonnen, das war Hidan, das Schwergewicht neben ihm Kakuzu. Itachi spürte das, immerhin hatte er schon einige Jahre mit ihnen zusammengearbeitet. Rasch hatte er sich aufgerichtet und flach an den Baum gedrückt, die Sharingan längst wieder aktiviert. Wie konnten die beiden sie so schnell auffinden? Das war doch nicht möglich! Verdammt und er war noch nicht vollkommen wieder fit. "He Blindschleiche, ich weiß dass du hier bist, es ist Zeit dir deine arrogante Fresse zu stopfen!", brüllte Hidan auf die Lichtung, wie um sich anzukündigen. So was machte er schließlich gerne. Mit einem hämischen Grinsen und gezückter Sense trat er auf die Lichtung, nachdem er seinen Satz ausgesprochen hatte und sah sich um.



Sasuke hörte ebenfalls Schritte, versteckte sich daher vorerst in den Büschen und erkannte zwei Gestalten, eine mit einer Sense, beide jedoch im selben Mantel wie Itachi gehüllt. Wie viele existierten eigentlich von diesen Akatsuki Mitgliedern? Wenigstens war Itachi so schlau, sich zu verstecken, nicht gleich, nachdem er von diesem Typen mit Sense provozierte wurde, heraussprang und ihn angriff. Die Sense sah schließlich nicht ganz ungefährlich aus und Itachi besaß seines Erachtens nach nur Kunai und Shuriken. Es war ratsam vorerst auszuharren und abzuwarten, wie diese beiden drauf waren. Eines erkannte Sasuke aber sofort und das war, dass der eine ein ziemlich loses Mundwerk hatte und der Andere scheinbar schnell genervt war.


In der Tat war Kakuzu dies, denn Hidan dachte einfach nicht nach, wenn er den Mund aufmachte und sprach. Kopfschüttelnd aber dennoch ruhig trat Kakuzu hinter seinem Partner hervor, sah sich um und ebenso glitt sein Blick an die Büsche, in denen Sasuke saß. „Sie sind zu zweit. Aber das dürfte kein Problem darstellen, oder?", wandte sich Kakuzu an Hidan, ehe er einmal die Knochen knacken ließ und sein verheerendes Feuer Jutsu anwandte, um sämtliches Gestrüpp vorerst abbrennen zu lassen. So würde er sicher einer der beiden aufscheuchen und dann könnte Hidan angreifen.




Hidan lachte freudig, als Sasuke aus dem Busch gescheucht wurde und zückte seine Sense, bereit sie am langen Seil loszulassen. Fast noch gemächlich ging er auf seinen Gegner zu und musterte ihn mit hochgezogener Augenbraue. "Du siehst aus wie so ne Uchiha Missgeburt. He Maskenfresse, der hat doch verdammt Ähnlichkeit mit unserer Blindschleiche, oder?"
Fragend sah Hidan seinen Teampartner an, störte sich nicht daran, in dem Moment seine Deckung aufzugeben. Sterben konnte er schließlich nicht, denn der Silberhaarige hatte ja immerhin seinen Gott Jashin auf der eigenen Seite.



Itachi hielt einen Moment die Luft an. Das würde nicht einfach werden, vor allem, weil er wusste, was Team Zombie drauf hatte, sie waren dafür bekannt, besonders gut zusammenzuarbeiten.
Sasuke durfte nichts passieren, das hatte der ältere Uchiha sich geschworen.



Kakuzu sah unbeeindruckt auf den jungen Uchiha, dann jedoch interessiert auf seinen Partner, der anfing, schon wieder sein loses Mundwerk zu nutzen. Leise grummelnd schüttelte er den Kopf über Hidan. „Nenn mich noch mal Maskenfresse und du kannst morgen deinen Kopf unter den Armen tragen", knurrte der Ältere, wandte sich dann jedoch Sasuke zu und musterte ihn. „Nun ja, Kisame und auch Deidara haben von einem Jungen an seiner Seite gesprochen. Aber ob das nun Brüder sind, dass interessiert mich genauso wenig, als ob in Kirigakure ein Sack Reis umfällt. Und jetzt labber nicht blöd rum, sondern leg los", schnarrte Kakuzu, ehe er Hidan eine auf den Hinterkopf schlug und bereits auf Sasuke zu schritt.


Natürlich wich dieser sofort aus, zog sein Schwert hinter dem Rücken vor und wartete auf einen unvermeidlichen Angriff der beiden. „Habt ihr auch etwas anderes drauf, außer euer geistreiches Geschwafel?", provozierte er beide ganz bewusst und umklammerte feste den Griff seiner Waffe. „Sieh an, der Kleine will reden. Na wie schön", amüsierte sich Kakuzu, machte zeitgleich eine Kopfbewegung und wandte sich Hidan zu. „Schnapp du dir den Kleinen und ich such in der Zeit den Anderen."



"Du hast ne Maske in der Fresse, das ist ne Tatsache."Grinsend sprach Hidan wie immer aus, was er dachte und kassierte den Klaps auf den Hinterkopf. "Arschloch ...", brummelte er nur leise und rieb sich die getroffene Stelle kurz. "Nichts lieber als das", sagte Hidan mit freudiger Erregung in der Stimme, in der Hoffnung, es würde ein guter, starker Kampf werden. Und so legte der Silberhaarige los, startete den ersten Angriff, Sense voran. Für seine recht schwere Waffe, bewegte der Jashinist sich sehr geschmeidig. Er schlug einige Finten, um seinem Gegner lediglich ein wenig Blut abzuknöpfen, aber selbst das machte es nicht ganze einfach, der Kleine war recht wendig unterwegs.



Itachi wartete weiterhin ab und konzentrierte sich, um seine Kräfte zu sammeln, er sah genau, was hier vorging. Ohne ein Geräusch von sich zu geben, huschte er in den Baum über sich und verschwand zwischen den ganzen Blättern im Schatten. Einen Moment hatte er die Augen geschlossen und dann riss er sie auf, seine Sharingan erschienen und er wirkte ein Genjutsu.
Gegen Hidan würde es funktionieren ... gegen Kakuzu musste er es versuchen, der Taki würde sich sicher mit Gewalt befreien können ... aber bis dahin musste es erst mal kommen.


Es wehte ein starker Herbstwind, die herab gefallenen Blätter wehten um den in der Nähe wachsenden Baum auf dem Itachi versteckt hockte. Hidan sah, wie sein Gegner sich einfach umdrehte und weglief, allerdings schien es ihm, als würde er nicht folgen können, seine Füße fühlten sich an wie angeklebt und ein schwarzer Schatten griff nach seinen Füßen, umschlang sieum ihn mit in die tiefe Dunkelheit zu ziehen ...


Er sah panisch nach unten und konnte die Illusion natürlich nicht lösen ... "Kakuzu!Verdammte Scheiße!"

Sasuke bekam das Genjutsu ebenfalls ab und sah, wie seine Gegner sich entfernten. So hätte er die Möglichkeit, sich zurückzuziehen ...

Kakuzu bekam dasselbe Genjutsu ab wie Hidan, allerdings griff der Schatten erst seine Beine und kam von hinten auch an den Rücken heran.




Kakuzu schüttelte über Hidan nur den Kopf, ignorierte ausnahmsweise die stichelnde Beleidigung und ließ seinem kampflustigem Partner den Vortritt. Kurz sah er dem Schauspiel aber dennoch zu, musste feststellen, dass der deutlich Kleinere ziemlich aufmerksam und wendig war, der Sense Hidans ausgewichen war und ihn überheblich angrinste. Dummkopf schüttelte Kakuzu den Kopf, ehe er sich abwandte und nach Itachi suchte. Immerhin versteckte dieser sich noch immer feige in den Bäumen und ... Knurrend drehte sich Kakuzu um, als er Hidan erneut fluchen hörte, und drehte sich zu ihm um. Dabei sah er auch, wie Hidan bereits von Schatten ergriffen und in die Dunkelheit gezogen wurde. Wieder einmal bewies Hidan, dass er einfach zu unvorsichtig war und das hatte er nun davon. Helfen würde er ihm nicht, da musste sein Partner von selbst wieder herauskommen. Ihn wurmte es mehr, dass dieser Uchiha die Chance ergriff, sich zurückzog, aber dennoch auf dieses Loch starrte, das nach Hidan lechzte und ihn hin abzog. Ein Genjutsu, sehr schlau, grummelte er gedanklich, wurde selbst von diesem ergriffen, aber im Gegensatz zu Hidan blieb Kakuzu völlig ruhig dabei. Die Fasern, die seinen Körper zusammenhielten, der eigentlich nur noch aus Einzelteilen bestand, wie Fäden eine Stoffpuppe ,konnte er nicht anwenden, denn seine Beine waren fest verankert und nicht trennbar. Mit seinen Ranken konnte er den Anwender des Genjutsu ebenfalls nicht fesseln, da er noch immer nicht wusste, wo sich Itachi befand. Weil Kakuzu aber mit dem eigenen Chakrafluss sein Chakra im Gehirn unterbrach, löste er das Jutsu auf und löste die Illusion. Knurrend streifte sein Blick durch die Bäume, ehe er die Technik Futon Atsugai einsetzte und mit einer riesigen Winddruckwelle Itachi von den Bäumen fegte. Noch bevor dieser auf den Boden aufschlagen konnte, setzte er zielgenau seine Ranken ein und griff mit diesen nach dem Fallenden. Langsam trat er näher, zog die Ranken stramm um Itachis Körper und blickte, als er ihn erreicht hatte, auf ihn herab. „Hab ich dich also endlich gefunden, Itachi", sprach er leise und dennoch mit grollender Stimme, ehe er eine Feuerwalze einsetzte und damit Hidan aus dem Jutsu holte. Von alleine hätte dieser es sicher nicht geschafft und er sollte sich um den Anderen kümmern, damit er Itachi den Rest geben konnte.



Sasuke, der sich langsam erholte, realisierte, was geschehen war, drehte sich zu seinem Bruder, zu Kakuzu, der diesen bereits gepackt und in seiner Gewalt hatte. Knurrend zog Sasuke sein Kunai, schleuderte es Kakuzu entgegen, doch war dieser schneller, nutzte Itachi als Schutzschild und es traf ihn. Mitten ins Herz und gleichzeitig in jenes, welches dachte, es sei falsch, den eigenen Bruder zu lieben. „Itachi ..." Fassungslos sah Sasuke zu Kakuzu, der losließ, zuließ, dass Itachi in sich zusammensackte und regungslos auf dem Boden liegen blieb. Irre lachend schritt Hidan von hinten auf Sasuke zu, schwang seine Sense und nutzte die Unachtsamkeit und Trauer aus.  „Großartig. Jetzt sind beide tot und wir ebenso, wenn Pain das mitkriegt." Hidan leckte gierig das Blut von seiner Sense, sah unbeeindruckt zu Kakuzu und grinste. „Dich kann er töten, mich jedoch nicht." Ein Knurren verließ Kakuzus Lippen, ehe er auf die beiden Brüder sah. „Immerhin sind sie vereint. Das wollte Itachi doch immer."



Vielen Dank an alle Leser, für jedes Sternchen und jeden Kommentar. Ihr seid klasse und es freut mich, dass euch meine Geschichte gefallen hat.

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Autor

Deidaras Profilbild Deidara

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Kapitel:15
Sätze:3.128
Wörter:54.866
Zeichen:317.651

Kurzbeschreibung

Itachi und Sasuke, verhasst und doch sind sie Brüder, die sich einst sehr gerne hatten. In einem erbitterten Kampf wird der jüngere Uchiha schwer verletzt, verliert sogar sein Gedächtnis und wird von seinem eigenen Bruder in dessen Versteck gesund gepflegt. Da Sasuke nicht weiß, wer der nun Fremde ist, vertraut er ihm, gewöhnt sich immer mehr an Itachi und es passiert, was nie hätte passieren dürfen.

Kategorisierung

Diese Fanfiction wurde mit Drama (Genre), Liebe und Abenteuer getaggt.

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