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Ich werde dich retten - egal, was es mich kostet!

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23.10.22 18:18
12 Ab 12 Jahren
Fertiggestellt

Autorennotiz

[ Arranged Marriage / Royal AU ]

[ zusammenhanglose Sommerchallenge22 Schnipsel ]

„Ich will nur, dass du glücklich bist.“

Still lehnte er auf dem Geländer seines Balkons innerhalb des Palastes, während seine Augen in die Ferne gerichtet waren.

Wie häufig gingen ihm seine eigenen Worte von dem letzten Abend mit Riku durch den Kopf?

Wie sehr sehnte er sich danach, seinen Zwillingsbruder noch einmal zu sehen?

„Tenn-nii ... es ... es ist–“

„Nicht. Überanstreng dich nicht, Riku.“

„Singt ... singt ... Tenn-nii ... für mich ...? Ein ... ein letztes ... Mal?“

Tenn schluckte, während er sich daran erinnerte. Er erinnerte sich an diesen Abend viel zu sehr.

An Rikus röchelnde Stimme, wie er kaum Luft bekam, an die Blicke seiner Eltern, wie sie nur bedrückt zu ihnen sahen, weil sie wussten, dass sie nichts mehr tun konnten.

„Riku ...“, flüsterte er nun vor sich hin, legte sich seine Hände gegen die Brust.

„Willst du ihn retten, Nanase Tenn? Nein ... Angel?“

Tenn wusste sehr genau, wie er geschockt zu der Person gesehen hatte, die zu ihnen getreten war.

Er wusste, dass es keine Frage gewesen war. Kujou Takamasa fragte nicht, wenn er etwas wollte.

Es war eher ein zusätzliches Angebot. Ein Angebot, welches er nicht ablehnen konnte, wenn er irgendwie Riku retten wollte. Auch, wenn das hieß, dass er Riku nicht wiedersehen würde.

Aber wenn er seine Freiheit, sein Leben als ‚Angel‘, als das Idol, welches seinem Heimatdorf ein Glücksgefühl gegeben hatte, dafür eintauschen konnte, dass es seinem Zwillingsbruder besser gehen würde, dann hatte er dies gerne getan.

Selbst, wenn er dafür als Kujous Nachfolge gehandelt wurde. Selbst, wenn er dafür den Prinzen aus einem anderen Königreich heiraten musste, damit niemand mehr auf den Gedanken kam, ihm diese Rolle abzuerkennen.

Er würde all dies tun. Für Riku. Dafür, dass sein Zwillingsbruder weiterleben konnte.

„Dafür, dass du leben kannst, wo auch immer du bist, Riku“, flüsterte er in den Wind hinein. Nur, dass es seitdem ohne ihn war. Nur, dass Tenn seitdem keine Möglichkeit mehr hatte, ihn wiederzusehen.

Mit einem entschlossenen Blick trat Riku durch das Stadttor der Hauptstadt, während seine Augen zu dem riesigen Palast glitten, der in der Ferne erstrahlte.

Dennoch sorgte es eher dafür, dass er seine Augen verengte.

Er legte eine Hand zu dem Griff seines Schwertes, welches ein wenig unter seinem schwarzen Umhang verdeckt war.

„Oh, ist das ...“, erklang eine helle Stimme, bevor Riku allerdings die Stimme ausblendete und stattdessen der Melodie lauschte, die zu ihm, die durch die Stadt, schallte.

„Tenn-nii“, flüsterte er gedanklicher, während er lächelte. Wie lange hatte er diese Stimme, wie lange hatte er Tenn-nii nicht mehr singen hören?

„Ist nicht bald sein achtzehnter Geburtstag?“

Riku schluckte, während er seinen Kopf wieder etwas zur Seite streckte.

Das war auch ein Grund, wieso er sich daran gemacht hatte, Tenn zu finden. Ihr achtzehnter Geburtstag. Früher hatte Tenn ihm immer einen besonderen Auftritt geschenkt oder ein besonderes Geschenk gemacht, welches er irgendwo in der Wildnis gefunden hatte, weil er selbst nicht wirklich nach draußen konnte.

„Kujou-sama hat eine spezielle Feier organisiert, weil es doch ebenfalls eine Verlobungsfeier werden soll“, klang eine weitere Stimme zu Riku durch.

Riku verengte seine Augen, sah zur Seite. Er würde nicht zulassen, dass sein Tenn-nii zu so etwas wie einer Verlobung gezwungen wurde, solange er hier war.

„Aber es ist auch erstaunlich, dass Kujou-sama einen solchen Engel als Sohn hat, nicht?“

Von wegen“, ging es Riku durch den Kopf.

Langsam ließ er das Gespräch hinter sich und ging weiter, richtete seine Aufmerksamkeit einfach nur vor sich, während er weiterhin dem Gesang lauschte.

„Ich werde dich retten. So, wie du mich gerettet hast, Tenn-nii.“

Immerhin hatte Tenn dies alles nur gemacht, damit er geheilt werden konnte. Damit sich jemand um seine Gesundheit kümmerte.

„Riku? Du–“,

Riku stoppte, als er nicht mehr den Gesang an seinen Ohren hörte, sondern stattdessen Tenns Stimme in seinem Kopf widerhallen hörte. „Tenn-nii.“

„Was machst du hier?“, fragte Tenn nach, während Riku spürte, wie ein besorgter Ton mitschwang.

„Ich will dich da rausholen. Jetzt bin ich dafür da, Tenn-nii zu helfen.“ Es war eine Gabe, die sie in ihrem Dorf gelernt hatten und die sie nur ausführen konnten, weil sie Zwillinge waren. Auch, wenn Riku wusste, dass ihre telepathischen Kräfte nur funktionierten, wenn sie nicht zu weit voneinander entfernt waren.

„Nicht. Kujou-san ... Kujou-san hat den Befehl gegeben, dich zu fangen und ihm zu übergeben. Ich weiß nicht, ob ich ihn aufhalten kann, was auch immer er dann vorhat.

Riku sah einfach nur nach oben, richtete seinen Blick zu dem Palast vor sich, der noch ein paar Meter entfernt war. „Ich bin nicht so schwach, wie er vielleicht glaubt und ich gehe nicht ohne Tenn-nii.“

„Riku ...“

„Tenn-nii hat seine Freiheit für mich aufgegeben, also werde ich alles daran setzen, Tenn-nii zu befreien.“ Er lächelte einfach nur in die Ferne hinein. „Niemand kann mich aufhalten.“

„Halloooo?“

Tenn zuckte aufgrund der lauten Stimme von außerhalb seines neuen, großen Zimmers, etwas zusammen, während er nur auf dem großen Bett saß und vor sich hinstarrte.

Seit Kujou ihn mitgenommen hatte, waren gerade einmal ein paar Stunden vergangen und es fühlte sich so komisch.

„Du bist hier, oder?“, erklang diese laute Stimme erneut, kurz bevor er bemerkte, wie die Tür seines Zimmers aufgeschoben wurde und ein Junge, eher noch jünger als er, eintrat und zu ihm blickte. „Gut, warum sagst du nichts?“

„Ich“, fing Tenn an, blinzelte etwas mehr zu dem anderen, der nun zu ihm trat und sich über den Hinterkopf strich.

„Ich bin Yotsuba Tamaki, Prinz Tenn“, sagte der andere, legte den Kopf schief, sorgte dafür, dass ihm ein paar seiner hellblauen Strähnen ins Gesicht fielen, die er sogleich zur Seite pustete.

„Tamaki?“, fragte Tenn nach, sah ihn irritierter an. Er war sich nicht sicher, ob er sich daran gewöhnen konnte, dass irgendjemand ihn ‚Prinz‘ nannte. Immerhin war er nur hier, weil Kujou ihn wollte und weil er so Riku hatte retten können.

„Hmmm, ich soll mich darum kümmern, dass du alles hast, was du brauchst“, sagte Tamaki und grinste ihn an, „also, brauchst du irgendwas? Egal was, sag einfach, was du willst.“

Tenn seufzte, lächelte ihn zurück an. „Momentan nicht, nein“, sagte er dann ruhig. Außer, dass er sich wünschte, dass er weiterhin bei Riku sein konnte, aber das war etwas, was er aufgegeben hatte, damit es seinem Zwillingsbruder wieder gutging. Damit Riku gesund werden konnte.

„Oh, ´kaaaay!“, sagte Tamaki daraufhin, rutschte auf einen Stuhl in der Nähe, „wir können auch einfach nur reden? Ich versuche auch, zuzuhören, wenn dir was auf der Seele brennt, Ten-Ten. ... Oh. Ich meine–“,

Tenn starrte ihn einige Sekunden einfach nur an, bevor er schließlich lachen musste. „Tamaki“, sagte er, zwischen einigen Lachern, kicherte schließlich nur noch etwas.

„Sorry, sorry, ich meine, mein Prinz! Argh! Bitte sag das nicht Sou-chan! Er wird böse, wenn er weiß, wie respektlos ich mit–“, startete Tamaki, sah ihn flehender an.

„Das bleibt unser Geheimnis“, unterbrach Tenn ihn allerdings nur, kicherte etwas mehr, „es ist ... es fühlt sich gut an, nicht immer der Prinz zu sein. Selbst– selbst, wenn es nur ist, wenn wir unter uns sind?“

„... Oh ... okay, versprochen“, sagte Tamaki daraufhin, grinste etwas mehr, „dann darf ich dich Ten-Ten nennen, wenn wir unter uns sind?“

„Hmm“, nickte Tenn, lächelte ein wenig mehr. Vielleicht würde der andere ihn ein wenig davon ablenken, wie seltsam er sich hier, in dem Palast, als der neue Prinz, der er eigentlich nicht war, fühlte. „Vielleicht ... können wir, wenn wir alleine sind, einfach ganz normal miteinander umgehen, Tamaki.“

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Autor

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Statistik

Kapitel:3
Sätze:105
Wörter:1.298
Zeichen:7.625

Kurzbeschreibung

Eigentlich gibt es keine Chance, Riku zu retten, oder? Als Tenn erfährt, dass Takamasa Kujou ihn will, gibt er alles auf und sorgt dafür, dass Kujou seinen Zwillingsbruder dabei rettet.

Kategorisierung

Diese Fanfiction wurde mit Alternativuniversum, Romanze und Drama (Genre) getaggt.