Fanfictions > Anime & Manga > Pokémon > Die Erlebnisse einer Pokémon-Trainerin

Die Erlebnisse einer Pokémon-Trainerin

11
30.07.20 10:15
12 Ab 12 Jahren
In Arbeit

7 Charaktere

Rose Tanaka

Angehende Pokémon-Trainerin, die den Traum verfolgt eine Meisterin zu werden. Ihr Partnerpokémon ist Bauz (inzwischen ist es zu Arboretoss weiterentwickelt) mit dem Namen Arrow. Daneben hat sie auch Hydropi (Namazu) und ein Fukano (Komainu).

Marie Chat

Pokémon-Trainerin, die die Freiheit liebt und ihr Karnimani Kuang.

Anne Swan

Pokémon-Trainerin, welche die ganze Welt mit ihrem Endivie Lily sehen will.

Brian Hole

Pokémon-Trainer, der mit seinem Floink Zhongli in der Liga siegen will.

Takato Springer

Pokémon-Trainer, der kein klar definiertes Ziel hat. Sein Partner ist Glumanda mit dem Namen Marco.

Professor Olea

Forscherin, die sich auf dem Gebiet der Pokémon-Typen spezialisiert hat.

Konstantin

Derzeitiger Champ von Tascun.

In einer Nacht in der Tascun-Region, genauer gesagt in der kleinen Ortschaft Sirup Village war ein Mädchen gerade dabei sich einen großen Traum zu erfüllen.

"Also gut, dann gehe ich mal das Anmeldeformular durch", sie blickte zu ihrem Schreibtisch, wo ein wohlgeordneter Blätterstapel lag. Davon die Göre das oberste Dokument und las es in Ruhe durch. Sie lächelte und nahm sogleich einen Kugelschreiber, bereit das Blatt auszufüllen.

"Name: Rose Tanaka... Adresse... Schulabschluss... Die wollen wohl alles wissen", seufzte das Mädchen nach getaner Arbeit und holte die Belege für ihren Antrag, "Warum gibt es in Tascun solche ächzende bürokratische Hürden. In den anderen Regionen geht es wesentlich leichter und schneller."

Rose, so ihr Name, dachte dabei an Gebiete wie Kanto, Einall und Galar, es gibt genug Beispiele. Dort kann man schon mit dem Erreichen des elften Lebensjahr sein erstes Pokémon wählen und hinaus in die Welt ziehen.

Nicht so aber in Tascun, dort ist alles dank der Politiker schön geregelt (Eignung, Pflege der Taschenmonster, Zucht etc.). Der angehende Trainer muss erst sechzehn Jahre alt werden und die Schule abschließen (man traut Schulabbrechern wohl nicht zu, dass sie gute Trainer sein können). Dann kommt noch der berühmte Antrag und das Einreichen von Nachweisen: Geburtsurkunde, Abschlusszeugnis, Führungszeugnis...

Bei Letzterem musste Rose den Kopf schütteln: "Als ob man mit einer lupenreinen Akte gleich ein Pokémon-Experte wäre. Nicht jeder kann mit den Taschenmonstern umgehen, man braucht dafür schon ein Händchen."

Nichtsdestotrotz reihte sie die Belege zum Antrag ein und blickte nochmals auf ihr Abschlusszeugnis. Das Mädchen schloss die Mittelschule mit Bravour ab und hätte schon als Trainerin durchstarten können, doch sie machte noch die Oberschule, einfach um sich die Möglichkeit offen zu halten ein Studium zu beginnen.

"Aber erst kommt die Zeit als Pokémon-Trainer, büffeln kann man immer noch", das Mädchen wollte es durchziehen und hierzu gab es nach ihrer Ansicht gute Gründe.

Erstens reist man durch die Welt, erweitert seinen Horizont und kehrt mit einem Koffer voller Erinnerungen zurück.

Zweitens, dies ist ein persönlicher Antrieb, wollte Rose in die Fußstapfen ihrer Mutter Sarah treten. Genau, ihre Mum war früher selbst mal eine Pokémon-Trainerin gewesen. Sie hatte damals viel erlebt, viele Kämpfe bestritten und sogar einen famosen Sieg in der Hoenn-Liga errungen.

"Da hab ich mir was vorgenommen", Rose wollte ihre Mutter übertreffen und wusste zugleich, dass dies ein äußerst ehrgeiziges Vorhaben ist. Dennoch hatte sie vor es durchzuziehen.

"Nun kommen wir zu den schöneren Dingen", das Mädchen nahm nun ein anderes Blatt und lächelte bei diesem Formular, weil es um die Wahl des Startes ging. Mag Tascun eine bescheuerte Bürokratie haben, aber dafür ist die Wahl des Startes um Längen besser als in den anderen Gebieten, wo man nur die Wahl zwischen drei regionaltypischen Taschenmonstern hat. Hier dagegen gibt es alle Starter zu finden und man kann sich frei entscheiden welchen man nehmen will.

"Also gut...", Rose schaute sich die Wesen an, "wer wird mein Partner werden? Hm, Chimpep sieht süß aus, oder vielleicht Flemmli? Plinfa ist auch gar nicht so übel und Fynx erst..."

Ihr fiel die Wahl schwer und so horchte sie in sich hinein, vielleicht half eine spontane Entscheidung aus dem Bauch heraus.

"Jetzt hab ich's", Rose wusste nun gang genau welches sie nehmen wollte...

Remoulade Port wird von seinen Bürgern mit Stolz das Tor zur Welt genannt und das ohne Übertreibung, den hier verkehren sämtliche Kreuzfahrt- und Handelsschiffe, hier tummeln sich die meisten Touristen und hier haben bedeutende Firmen ihre Niederlassungen. Und außerdem wird in dieser Stadt Rose Tanaka ihr erstes Pokémon bekommen!


"Ach, wann ist es endlich soweit", das Mädchen langweilte sich am Blueshield-Platz, dem zentralen Ort in der Stadt, "während ich mir die Beine in den Bauch stehe, shoppen Mum und Tante Sachiko gerade vergnüglich in den Boutiquen. Das ist so unfair!"

Dabei war es ihre Entscheidung gewesen hier allein am Treffpunkt zu warten, weil die Göre zeigen wollte, dass sie schon alles selbst regeln kann.

"Mit den beiden hätte ich wenigstens die Zeit durch Gespräche überbrücken können", Rose legte die Hände hinter dem Kopf, "vielleicht sehe ich mich mal um, wenn's auch halb so spaßig ist."

Sie blickte über das Feld, vor ihr stand das im klassischen Stil errichtete Rathaus, rundherum dagegen Bürogebäude, ein Modeladen und ein Fünf-Sterne-Luxushotel. Im Zentrum des mit azurblauen Platten gepflasterten Platzes befand sich ein Brunnen, wo in der Mitte Statuen von Garados emporragten und Wasser speiten. Auf denen thronte eine Primarene, die gerade ansetzte zu singen.

"Das war's wohl mit dem Sightseeing", seufzte Rose enttäuscht, als sie plötzlich eine junge Frau mit dunkler Haut entdeckte, die auf sie zukam.

"Hi", sagte die Fremde selbstbewusst, "sind Sie auch hier um ein Starterpokémon zu erhalten?"

"Genau, Rose ist mein Name", sie lächelte und reichte die Hand, es ging wohl endlich los.

"Marie", erwiderte die Neue und klatschte ein, "duzen wir uns? Wir sind ja sozusagen Freunde und Rivalen."

"Gerne...", mehr blieb Rose nicht zu sagen, denn es trafen noch weitere Personen ein. Zuerst ein kräftig gebauter Junge, dann ein dünnes kurzhaariges Mädchen und zuletzt ein Bub mit ernstem Gesicht.

"Hallo", begrüßte Marie die Neuankömmlinge, "seid Ihr die angehenden Trainer?"

"Ja", antwortete das schlanke Fräulein schüchtern, während der Massive laut "Aber sicher" brüllte, der Hintere nickte nur.

"Ich glaube wir werden uns gut verstehen", Marie klang dabei sehr optimistisch, während Rose nur freundlich mitlächelte. So überzeugt war sie in dieser Sache nicht, es kann sich auch anders entwickeln.

"Wie schön, jetzt sind alle da", rief jemand aus heiterem Himmel.

Rose wandte wie die anderen ihren Kopf zu dem Verursacher und staunte nicht schlecht. Es war niemand geringeres aks Konstantin, derzeitiger Champ von Tascun, ein Veteran mittleren Alters, aber immer noch so vital wie die Jugend. Neben ihm stand eine Frau, die auch jeder in Tascun kannte, Professorin Olea, Expertin auf dem Gebiet der Pokémontypenforschung.

"Es freut mich die neue Generation von Trainern zu sehen, die am Beginn ihrer Reise steht", erzählte Konstantin mit einem Grinsen und fügte sogleich scherzhaft hinzu, "vielleicht wird jemand von euch mich in einem Match in der Profiliga besiegen..."

"Deswegen sind wir aber nicht hier", unterbrach Olea ihn abrupt.

"Stimmt! Ich neige gerne auszuschweifen", dem Meister war es etwas peinlich, fuhr dennoch unbeirrt fort, "also ich werde jetzt keine lange und inspirierende Rede halten, sondern sage einfach nur: Ihr seid jetzt Trainer, geht euren Weg, schließt Freundschaften mit Menschen und Pokémons und findet heraus, was ihr wirklich wollt. Professor Olea... es wird Zeit."

Die Forscherin trug eine Tasche, die sie sogleich aufmachte und daraus Pokébälle holte, wo die Starter waren.

"Jeder von euch wird einzeln zu uns kommen, seinen neuen Partner nehmen und erzählen, was seine Ziele und Träume sind", erklärte Olea kurz und schaute auf die jungen Leute, "also wer will anfangen?"

"Wenn niemand was dagegen hat, übernehme ich den ersten Part", rief Marie aus und schaute auf ihre Kollegen. Da niemand etwas sagte, Rose überließß ihr freiwillig den Vortritt, ging Marie zu der Forscherin, nahm den vorgezeigten Pokéball und verkündete lässig: ""Marie Chat mein Name, ich möchte gerne Reisen und die Welt sehen."

Dann öffnete das Mädchen den Ball und es kam ein Karnimani zum Vorschein, dass sofort fröhlich tanzte.

"Der gefällt mir", Marie ging mit ihrem Partner zur Seite, damit der Nächste drankam. Nun ergriff Rose die Initiative und holte ihren Teamkollegen, ein Bauz.

"Hallo mein Kleiner", begrüßte sie die Eule und breitete die Arme aus, worauf dieser hin zu ihr zuflog und sich an ihre Brust drückte.

"Wir werden uns gut verstehen", Rose war sich guter Dinge und sagte, bevor sie es vergaß, ihre Ziele: "Also, ich bin Rose Tanaka und will auch viel rundherum kommen und eine Pokémonmeisterin werden."

"Jetzt bin ich dran", der kräftig gebaute Junge meldete sich zu Wort, der von Olea ein Floink erhielt: "Brian Hole, ich möchte ebenfalls Pokémonmeister werden."

Es folgte das dünne Mädchen mit Endivie als Partner: "Anne Swan, ich will die Welt sehen."

Zu guter letzt kam der stille junge Mann dran, welcher ein Glumanda bekam: "Takato Springer, mein Wunsch ist es ein starker Pokémontrainer zu werden."

"Damit ist die neue Generation von Trainern geboren", kommentierte Konstantin glücklich, "mal sehen, wie sie sich entwickelt..."

"Du hast dich also für ein Bauz entschieden, meine kleine Rose", sprach Roses Vater Yamato überrascht während des gemeinsamen Abendessens, "ich dachte du wolltest ein Flemmli nehmen."

Das Mädchen kaute noch gerade, bevor sie antwortete, "es war einfach ein Favorit, aber die süße kleine Eule hat mein Herz erobert."

"Wenn du glücklich über deine Wahl bist, dann bin ich es auch...", er unterbrach den Satz um einen Happen zu essen, "hast du dem Racker schon einen Namen gegeben?"

"Arrow, klingt toll, nicht wahr."

"Passt hervorragend", nun meldete sich Sachiko zu Wort, "irgendwie ist der Name prädestiniert für deinen Partner."

"Finde ich auch", Rose blickte zu ihrem Partnerpokémon, der in der Ecke des Zimmers mit Luna und Yuki spielte (Luna ist Sarahs Nachtara und Yuki Sachikos Glaziola) und fröhlich vor sich hin sang.

"Ach ja", ihr fiel ein, was sie ihrer Familie zeigen wollte, "ich habe da noch ein Erinnerungsfoto."

Das Mädchen kramte aus der Tasche, dass auf ihrem Stuhl hang das besagte Lichtbild aus und gab es Yamato.

"Wow", er konnte sein Staunen kaum verbergen, "unsere kleine Rose traf den ehrenvollen Champion Konstantin und die berühmte Forscherin Olea. Das werden wir auf jeden Fall einrahmen lassen."

"Erzähl uns doch mal was über die anderen Kids, die auf dem Bild sind", schlug Sarah vor, die durch das Fotos an ihre eigene damalige Trainerzeit dachte.

"Gerne", Rose richtete sich auf um die Personen auf der Ablichtung zu zeigen, "Das Mädchen mit der dunklen Haut heißt Marie und ihr Karnimani Kuang, die Schlanke Anne mit Endivie Lily. Der kräftig gebaute Junge heißt Brian und sein Floink Zhongli. Zu guter Letzt wäre da noch der Bub, der desinteressiert dreinschaut Takato und sein Glumanda Marco."

"Interessante Konkurrenten hast du da", kommentierte Sachiko amüsiert über die Gruppe und nippte an ihrem Glas, "die wirst du schneller wieder sehen als dir lieb ist."

"Von mir aus! Beim nächsten Mal habe ich ein schlagkräftiges Team, dass es mit allem aufnehmen kann", das Mädchen strotzte vor Selbstbewusstsein und ballte die Hand zur Faust um ihre Entschlossenheit zu untermauern.

"Fall aber nicht auf die Nase. Übermut ist ein Feind des Trainers", Sarah bremste ihre Tochter aus und fragte sich, ob ihr Kind die ganzen Lektionen, die sie ihr beigebracht hatte, allesamt vergessen hat.

"Das muss doch nicht sein", Yamato versuchte zu beschwichtigen, "unsere kleine Rose geht morgen ihren eigenen Weg, da soll sie sich noch an diesem Abend amüsieren. Wo wir gerade dabei sind..."

Ihm fiel ein, dass er noch ein paar Lebensweisheiten loswerden wollte: "Meine Tochter! Merke, dass dies eine besondere Erfahrung für dich sein wird. Du reist durch die Welt, lernst Menschen und Pokémons kennen und verfolgst deinen Traum. Aber sieh es nicht durch eine rosarote Brille. Nicht jeder Fremde ist ein Freund und Pokémons sind keine handzahmen Haustiere. Gehe sorgsam mit dem Geld um, bei Schwierigkeiten ruf uns an, gehe zur Polizei oder zum Pokémoncenter. Nimm Nebenjobs nur von seriösen Institutionen an..."

Yamato holte tief Luft, bevor er zum Schluss ansetzte: "Es ist auch keine Schande, wenn du dein Trainerdasein vorzeitig beenden willst, ich selbst war nicht unbedingt erfolgreich. Ganz egal, wie du dich entscheidest, meine kleine Rose, ich, deine Mutter und Sachiko stehen hinter dir."

"Danke dir Vater", das Mädchen lächelte gerührt davon solch eine tolle Familie zu haben.

Fakten zu Tascun: Wenn man sich die Region aus der Taubsiperspektive ansieht, so muss man an ein spiegelverkehrtes Fragezeichen denken. In der Mitte des Landes befindet sich ein Binnenmeer, welcher von den Einwohnern Calamari Golf genannt wird und wegen seines milden Klimas an den Küsten sowohl von den Einheimischen und den Touristen geschätzt wird. Gespeist wird das blaue Paradies von dem Sprudelstrom aus dem Südosten, wo sich auch die Öffnung zum weiten Ozean befindet. Ansonsten wird der Golf in den anderen Himmelsrichtungen vom Land bedeckt.


Für Rose waren einige Tage vergangen seit sie ihr Zuhause verlassen hat. Sie legte viele Meilen zu Fuß oder mit dem Bus zurück. Sah Berge, Wälder und kleinere Ortschaften. Fing ein paar Pokémons um ihr Team zu verstärken. Und schließlich erreichte sie ihr erstes Ziel, Risottotown, nahe gelegen am Calamari Golf.

"Was für ein Anblick", staunte Rose über das endlose weite Meer, den weißen Sandstrand und die Ortschaft, welche einen gebührenden Abstand zum Wasser hegte, "das ist fast wie bei Tabasco Port."

Vor vielen Jahren, als sie noch ein kleines Mädchen war, machte ihre Familie Urlaub im besagten Tabasco Port, eine florierende Handels- und Touristenstadt weit im Süden. Erinnerungen kamen hoch über delikates Essen, Spaziergänge durch malerische Landschaften und Attraktionen wie Pokémonkämpfe, Musikkonzerte und Arcadehallen. Dies war eine tolle Zeit.

"Aber genug davon, ich bin wegen was anderem hier", Rose wischte sich die nostalgischen Gefühle aus ihrem Kopf und ging zielstrebend nach Risottotown, wobei sie es nicht lassen konnte und neugierig zum Strand schielte. Dort aalten sich einige Leute im Sonnenschein und genossen die Unbeschwertheit, während Flegmons es ihnen gleichtaten und dabei nahe am Meer ihre Ruten ins Wasser tauchten, in der Hoffnung dass irgendwas leckeres anbiss.

"Die pinken Phlegmatiker haben es gut", stellte Rose mit einem Hauch von Neid in der Stimme fest, "wenn die Wilderer es nicht auf ihre Ruten abgesehen hätten, könnten sie ein leben in Müßiggang führen."

Das Mädchen jedenfalls erreichte alsbald die Stadt und wurde sogleich begrüßt.

"Buon giorno, signorina! Benvenuto a Rissototown, der schönsten Stadt der Welt", rief ihr eine junge Kellnerin zu, "was führt Sie hierher?"

"Eh", Rose brachte kein richtiges Wort heraus, zu überrascht war sie von der unvoreingenommenen Offenheit der Menschen hier, "ich bin eine Trainerin und möchte den hiesigen Araneleiter herausfordern."

"Signor Bruno? Der ist gerade in seinem Atelier", die Oberin zeigte auf eine Straße, "gehen Sie geradeaus bis zu einem Laden, wo Kunstwerke aus Korallen angeboten werden, dann rechts und schon sind Sie da. Vor seiner Werkstatt steht eine Säule aus schwarzem Marmor, kannste nicht verfehlen."
"Merci...", antwortete Rose schnell, was ihr aber sofort peinlich war, da sie die falsche Sprache benutzt hatte und schritt eilends davon. Der besagte Laden wurde von ihr sofort entdeckt und sie fand sogleich das Anwesen, eine Arbeitsstube mit großem Hof und offenen Toren.

"Der Wahnsinn...", das Mädchen staunte nicht schlecht, auf dem Platz standen die verschiedensten Statuen von Pokémons, sowohl Legendären als auch Gewöhnlichen bis hin zu Menschen. Unbewusst ging sie hinein, fasziniert von den Ausarbeitungen: "Der Arenaleiter muss ein wahrer Künstler sein."

"Ein wenig übertrieben, ich bin nur ein einfacher Maler und Bildhauer", erklang die Stimme eines Mannes, was Rose panisch zusammen zucken ließ und sie wieder in die Realität brachte.

"Wah...", sie schaute auf und entdeckte einen älteren Herrn mit grauem Bart und wellendem Haar, "scusi, dass ich einfach so rein geplatz bin."

"Leute, die gutes Handwerk schätzen, sind bei mir immer willkommen", er war ihr nicht böse, "Signorina, mein Name ist Alesandro Bruno, Bildhauer, Maler, Arenaleiter und Spezialist für Gesteinspokémon. Haben Sie Interesse an unseren Werken oder sind Sie eine Trainerin und wegen des Kampfes hier?"
"Letzteres", Rose sammelte sich, "ich bon gekommen um Sie Herr Bruno zu einem fairen Duell herauszufordern. Nehmen Sie an?"

"Si, aber nicht jetzt", war die knappe Antwort und lange die Begründung, " ich fertige gerade ein Gemälde an und mein Auftraggeber ist nicht der Geduldigste. Er möchte das Bild schon morgen abholen lassen und ich muss bis spät in die Nacht arbeiten. Wäre es Ihnen Recht wenn wir unseren Kampf übermorgen austragen können?"
"Aber sicher", stimmte das Mädchen ohne zu zögern zu, sie konnte die Zeit für ein ausgiebiges Training nutzen.

"Magnifico, du hast es geschafft", es war die Kellnerin, die Rose bei ihrer Ankunft begrüßt hatte und sie nun ihres Sieges in der Arena lobte, "das war ein fulminanter Kampf."

"Grazia, ich bin deswegen noch ein bisschen zittrig", das Mädchen konnte kaum glauben, dass sie den Arenaleiter besiegt hatte und nun in einem Cafe mit Tiramisu feierte, "nochmals grazia, dass Sie mich eingeladen haben."

"È naturale, man darf sich nach bestandener Prüfung auch was gönnen."

"Si...", stimmte Rose zu und ließ die Ereignisse Revue passieren:


Nachdem sie mit Signor Bruno den Termin für das Duell ausgemacht hatte, nutzte das Mädchen die Zeit um mit ihren Pokémon zu trainieren. Es wurden Attacken eingesetzt, Ausweichmanöver geprobt und das Band zwischen Mensch und Pokémon gestärkt.

Dann am besagten Tag ging Rose zur Arena, welches einem Amphitheater glich bis auf eine einfahrbare Kuppel für schlechtes Wetter. Drinnen empfing sie ein junger Mann, der sich als Fillipo, Alesandros Enkel vorstellte und die Trainerin zum Kampffeld führte, einem großen Platz, gesprenkelt mit Felsen.

Auf den Tribünen, die die Fläche umgaben hatten sich viele Leute aus Risottotown (auch die Kellnerin wohlgemerkt) versammelt um den Spektakel beizuwohnen. Signor Bruno selbst stand am anderen Ende des Felds, sein Blick streng und entschlossen. Auf Rose wirkte er nicht mehr wie der zuvorkommende ältere Herr aus dem Atelier, sondern glich eher einem unbarmherzigen Prüfer, der nicht mal den kleinsten Fehler duldete.

Kaum gab der Schiedrichter das Signal, zückte Alesandro sein Pokéball und rief Kiesling herbei, das Mädchen konterte mit Hydropi (Spitzname Namazu). Nach einem kurzen Schlagabtausch konnte Rose die erste Runde für sich entscheiden, aber dann setzte Alesandro Nasgnet ein. Mit seiner Donnerwelle und anschließenden Felsgrab setzte es Namazu außer Gefecht. Nun war Arrow an der Reihe. Der Steinkopf setzte der armen Eule mit Steinwurf zu, aber schlußendlich bezwang Arrow es mit Rasierblatt.


Rose erinnerte sich an die Leistungen, die Namazu und Arrow erbracht hatten und durfte nicht vergessen, sie entsprechend zu würdigen.


Was dann nach dem Kampf geschah, war rein formaler Natur. Signor Bruno überreichte dem Mädchen den Orden und wünschte ihr auf ihrem weiteren Weg alles Gute. Als Rose schließlich aus dem Kolosseum hinaus ging erwartete sie schon Bella, die Kellnerin und schlug ihr vor den Sieg bei dem Cafe, wo sie arbeitete zu feiern.


"Aber sag mal", für Rose fühlte sich das alles viel zu gut an um wahr zu sein, "warum machst du das für eine Wildfremde wie mich?"

"Unsere Mentalität, wir sind einfach offen für Neues", erklärte Bella lapidar, "ich hab auch eine gute Kenntnis über Menschen. Als ich dich zum ersten Mal sah und mit dir sprach, wusste ich, dass du in Ordnung bist."

"Einfach so?"

"Vor zwei Jahren bin ich selbst durch die Welt gereist und lernte viele Leute kennen. Da eignet man sich ein bestimmtes Wissen an", die Oberin wollte sich aber damit nicht weiter befassen, "was hälst du davon, wenn wir noch ein bisschen um die Häuser ziehen?"

"Si, lass uns Spaß haben", stimmte Rose zu, die Nacht sollte ihr gehören.

Es waren ein paar Tage vergangen seit Rose ihren ersten Orden erhalten hatte. Nach der fröhlichen Nacht mit Bella brach sie sogleich auf zur nächsten Arena.

Auf halber Strecke entschloss sich das Mädchen eine Rast in einer Siedlung zu machen mit dem Namen Bonbon Village. Es war eine kleine Ortschaft, wo sich jeder kannte und nie was großartiges passierte. Für Rose gab es zumindest ein Pokémoncenter, wo sie übernachten konnte.

Am nächsten Morgen ausgeschlafen und frisch gemacht wollte sie sofort das Gebäude verlassen als sie im Foyer aufgeregte Menschen entdeckte, die miteinander lauthals redeten.

"Hast du dieses Geschmiere am Bürgerhaus gesehen", rief jemande in die Runde.

"Einfach schrecklich", diesmal eine ältere Frau, "wer macht so was?"

"Wir sind doch eine friedliche Gemeinde..."

Rose wollte sich das Geschnatter nicht mehr länger anhören und entschloss sich selbst ein Bild davon zu machen.

"Das Bürgerhaus also...", murmelte sie die Worte von den Menschen nach, "das liegt doch in der Nähe."

Mit diesem Ziel vor Augen machte sich das Mädchen auf zum besagten Amt und entdeckte iene beschmierte Wand und Polizisten, die den Tatort absicherten. Daneben standen Schaulustige, die auch etwas vom Rummel mitbekommen wollten.

"Nieder mit der Heuchelei und Korrumpierung", stand da schwarz auf weiß mit einem wütenden Emoji.

"That's terrible", sagte jemand.

"Warum macht das jemand", murmelte Rose zu sich über die Schandtat, aber wollte sich nicht mehr weiter damit befassen, "hoffentlich findet die Polizei den Übeltäter."


"Du Idiot, musstest du das machen?"

"Ich hab nur meine Ansicht kundgetan und die Leute aufgefordert etwas zu unternehmen."

"Als ob sie darauf reagieren würden! Für sie ist es nur ein Geschmiere eines nichtsnutzigen Träumers und nach der Reinigung wir der Vorfall vergessen werden. U hast nur deine Zeit sinnlos verplempert."

"Ts... mein Zeil ist auch dann erreicht, wenn ich einen Einzigen zum Nachedenken angeregt habe."

"Hach, vergiss es einfach. Der Boss hat klippp und klar gesagt, dass wir kein Aufsehen erregen sollen und daran und vor allem du halten wir uns."

"Was für eine Pleite", meckerte Rose schlecht gelaunt, während sie sich an eine Brüstung lehnte und in den dunkler werdenden Himmel starrte. Der Grund für die miese Stimmung des Mädchens lag in ihrem dritten Arenakampf, denn sie haushoch verlor.

"Dabei sah es zunächst gut aus", resümierte die Meckerliese und ließ ihren Erinnerungen Revue passieren:


Nach dem Aufenthalt in Bonbon Village gelangte Rose ohne Umwege nach Lobster City und gewann dort auf Anhieb ihren zweiten Orden. Beflügelt von dieser Siegesserie machte sich das Mädchen auf zur nächsten Stadt Creme City und forderte sogleich den dritten Arenaleiter, eine Frau namens Monika heraus.

Zunächst sah es gut für die angehende Trainerin aus, da ihr neuestes Pokémon Fukano mit dem Namen Komainu schnell das gegnerische Eneco und Terribark bezwang. Doch dann setzte Monika Miltank ein und das Blatt wendete sich viel zu schnell gegen Rose. Mit Walzer besiegte das Kuh-Pokémon schnell Komainu und Namazu, selbst Arrow, dass sich inzwischen zu einem Arboretoss weiterentwickelt hat, konnte nichts ausrichten. Als bo schon die Niederlage nicht genug war, leiß Monika noch arrogant einen spitzen hämischen Kommentar los und redete Roses Talent als Trainerin schlecht...


"Arbo...", Rose hörte ihren Partner und sah zu ihm hinunter, der schuldbewusst und traurig neben ihr stand.

"Ach, Arrow...", sie kniete sich zu ihm und tätschelte tröstend seinen Kopf, "du hast dein Bestes gegeben. Es war mein Fehler. Ich war einfach übermutig und ging ohne vernünftige Vorbereitung in den Kampf. Nächstes Mal machen wir es besser und zeigen es der hochnäsigen Zicke."

Ihr Kamerad piepste ein wenig ermutigt durch die Worte und schaute mit großen Augen auf seine Trainerin.

"Ich schätze, dass wir für unser Team ein Kampf-Pokémon brauchen", Rose blickte wieder gen Himmel, wo sich schon die ersten Sterne abzeichnen, "...oder eins von Typ Stahl. Hauptsache es widersteht dem Walzer von Miltank. Morgen werde ich die nötigen Informationen sammeln und mir einen Plan zurechtlegen."

Das Mädchen dachte darüber nicht mehr weiter nach und schaute einfach mit faszinierenden Augen das nächtliche Firmament an.

"Ach... das ist also Oven Canyon", gähnte Rose halbschlafend und rieb sich eines ihrer Augen während sie den Eingang zu der Felsenschlucht betrachtete, "hoffentlich finde ich hier ein gutes Kampf-Pokémon!"

Das Mädchen wollte nicht aufgeben und nochmals gegen Monika und ihrem Miltank antreten, diesmal aber mit besserer Vorbereitung und einem neuen Teammitglied. Sie hatte sich dazu gestern im Pokémoncenter, wo sie ihr momentanes Quartier hat, erkundigt und erfahren, dasss es nordöstlich von Creme City einen Graben gibt, wo sich viele Wesen ihres gewünschten Typs zusammen fanden. Allerdings heizte sich das Becken während der Mittagszeit so stark auf, wodurch es eine Qual war dort spazieren zu gehen.

Und gerade deswegen entschloss sich Rose früh am Morgen, wenn auch widerwillig aufzustehen um in der wohltuenden Kühle nach dem neuen Partner zu suchen. Zur Sicherheit nahm sie noch zwei volle Flaschen Wasser mit für den Fall der Fälle.

"Dann wollen wir", die Abenteuerin schritt in die Schlucht hinein, welches zu Anfang als ein endlos scheinender Gang war, aber dann in ein Tal mündete und wo sich zu ihrer Freude ein kleiner See mit schattenspendeten Bäumen in der Mitte befand.

"Der Canyon ist gar nicht so öde wie ich es gedacht habe", kommentierte sie über die Entdeckung, aber dies war nicht Sinn und Zweck ihres "Ausflugs", ein neuer Freund wollte gefunden werden. Rose schaute sich kurz in der Senke um und sah einige Gänge, die vom Tal abgingen und in alle Himmelsrichtungen führten. Sie nahm spontan den nächstbesten zur Linken und setzte den Weg fort.

Während die Sonne schon langsam immer höher stieg, beobachtete Rose die Umgebung auf ihrem Pfad und entdeckte tatsächlich ein paar Kampf-Pokémon. Da waren zwei Machollos, die miteinander rauften, ein Praktibalk, welches einen Stein stemmte und ein Menki, dass jedoch faul vor sich hin lungerte.

"Die Auswahl ist schon mal solide, aber es muss noch mehr geben", das Mädchen fand unter den bisherigen Wesen keinen geeigneten Kandidaten für ihr Team und beschloss weiter zu suchen und rang tiefer in die Schlucht ein. Gleichsam erfuhr sie, warum Oven Canyon zu seinem Namen gekommen ist. Es war schon mittags und die Sonne erreichte langsam ihren Höchststand. Seine Strahlen wärmten, nein besser gesagt erhitzten die Luft im Klamm. Rose kam sich wie in einem Backofen vor und ihr Körper vergoss Ströme aus Schweiß.

"Meine Güte", diese Glut machte ihr zu schaffen, "sobald ich hier fertig bin, gönn ich mir im Pokémoncenter eine kalte Dusche."

"Rio...", sie vernahm überrascht ein Geräusch und drehte den Kopf zu der Quelle des Lautes. Da war jedoch nur Geröll, was Rose sah und wollte sich schon abwenden. da sie meinte sich verhörte zu haben.

"Rio...", es ertönte nochmals und diesmal beschloss das Mädchen sich das näher anzusehen. Sie ging um den Felsenschotter herum und entdeckte zu ihrem Entzücken ein Riolu, welches seine Fäuste emsig gegen einen großen Stein schlug.

"Der wird in meinem Team kommen", das stand für Rose fest und sprach kurz entschlossen zu ihm: "Hey Riolu! Möchtest du dich mir und meinen Freunden anschließen?"

Das besagte Pokémon hielt in seiner Bewegung inne und schaute irritiert auf den Menschen. Es legte den Kopf schief und blickte dann skeptisch, als ob es nicht ganz begeistert von dieser Idee wäre, sich spontan mit einer Fremden zusammen zu tun.

"Du bist wohl nicht wirklich überzeugt, oder?", vielleicht war es doch keine gute Idee einfach so reinzuplatzen und ein neuer Versuch wurde gestartet: "Aber mit mir kannst du viel erleben! Wir reisen zusammen um die Welt, lernen neue Leute und Pokémon kennen und werden viele Kämpfe bestreiten."

Beim Letzteren, was Rose da gesagt hatte spitzte Riolu die Ohren.

"Verstehe, dir juckt es also in den Fingernägeln dich mit anderen zu messen. Was hälst du davon, wenn du gegen eines meiner Pokémon kämpfst?"

Sofort nahm der Kleine freudig eine Kampfhaltung ein, bereit für seinen Sparringpartner. Rose wiederum holte ein Pokéball heraus und leiß Komainu raus.

"Ich verlass mich auf dich", rief sie ihrem Fukano zu und befahl sogleich: "Los, Flammenrad!"

Komainu hüllte sich in Flammen ein und griff Riolu an, welcher allerdings geschickt auswich und seinem Gegner einen Fußtritt verpasst.

"Nitroladung", kam es sofort aus Rose geschossen, sie versuchte es anders und setzte nun auf Geschwindigkeit. Diesmal traf ihr Pokémon, aber das Riolu ließ sich nicht so einfach beeindrucken und schlug zurück. Es blieb danach ein Schlagabtausch zwischen den Kontrahenten, keiner wollte nachgeben bis ihnen langsam die Puste ausging. Schwer atmend standen sie sich gegenüber. doch in ihren Augen brannte das Feuer der Willenskraft. Rose staunte mit Freude über die Beharrlichkeit des kleinen Kämpfers und rief in die Auseinandersetzung hinein: "Komm mit mir und du wirst gegen viele starke Gegner antreten."

Diese Worte schienen ausschlaggebend zu sein, denn Riolu hob die Hände und ging auf Rose zu.

"Du möchtest mit mir kommen, oder?", sie kannte die Antwort schon und holte ein Pokéball heraus. Das wilde Pokémon nickte zustimmend und drückte selbst auf die Kugel um sich einzufangen.

"Endlich!", Rose drückte überglücklich den Pokéball an ihr Gesicht, sie hatte endlich einen neuen Kameraden.

"Komainu", sie vergaß aber nicht ihr Fukano, dass tapfer gekämpft hatte: "Du warst spitze! Ich bin stolz auf dich. Ruh dich aus."

Sie zuckte dann einen anderen Pokéball heraus und holte Komainu ein, der zufrieden bellte. Schließlich kehrte das Mädchen zurück zum zentralen See um aus dem Canyon heraus zu kommen. Jedoch machte ihr unterwegs die Hitze zu schaffen, weswegen sie eine ganze Flasche Wasser trank und sich überlegte beim Nass eine Pause einzulegen. Letzten Endes entschied sie sich dazu unter den Bäumen am Wasser zu ruhen und weiter zu gehen, wenn die Dämmerung entritt und die Glut nachließ. Als Rose dann beim Gewässer ankam entdeckte sie zu ihrer Überraschung, dass eine weitere Person anwesend war und es war keine Geringere als Marie, das Mädchen, dass sie in Remoulade Port kennen gelernt hat. Sie platschte gerade im azurblauen Bikini im Wasser als sie Rose erblickte.

"Oh, Rose, bist du es?", fragte die Badenixe verwundert, "was machst du an diesem verlassenen Ort?"

"Pokémon fangen, aber was tust du hier?", konterte Rose, sie konnte sich nicht vorstellen, warum ein Mensch hier freiwillig kommen würde.

"Bin einfach aus Neugier hierhin gekommen, aber diese Hitze ist entsetzlich! Deswegen freue ich mich umso mehr, dass es diesen See gibt."

Während Rose zusah, wie sich ihre Rivalin im kühlen Nass vergnügte, kam in ihr auch dieses Verlangen schwimmen zu gehen.

"Möchtest du auch ins Wasser?", Marie schien ihre Gedanken zu lesen, "zieh dir deine Badesachen an und spring rein."

"Moment! Mein ganzes Zeug habe ich im Pokémoncenter gelassen", Rose wurde irgendwie verlegen, nur wusste sie nicht wieso.

"Kein Problem! Ich habe einen zweiten Bikini im Rucksack. Da wir die gleiche Figur haben, müsste er dir passen", Marie stieg aus dem Wasser, ging zielstrebig zu einem Baum, wo der besagte Ranzen lag und holte den Zweiteiler raus. Diesen hielt sie dann vor Roses Gesicht.

"Ist es eine gute Idee?", Rose versuchte sich davor zu drücken, "wenn jemand kommt..."

"Nur wir sind hier, keine Bange! Geh zu den Bäumen und zieh dich um. Ich werde, wenn du darauf besteht Schmiere stehen."

Rose gab nun jeglichen Widerstand auf und nahm sich die hellgrünen Schwimmsachen. Sie stellte sich zwischen den Gewächsen, zog sich hastig die ganze verschwitzte Kleidung aus und genauso schnell die Badesachen an. Ein wenig errötet kehrte das Mädchen dann zu Marie zurück.

"Du hast eine Figur! Vielleicht sollten wir nach unserer Trainerzeit als Models arbeiten", meinte diese entzückte und sprang sogleich ins Wasser.

"Ach..", mehr wollte Rose nichts sagen und glitt ebenfalls ins Nass. Nach und Nach begann sich das Mädchen aber zu amüsieren und machte gar eine Spritzschlacht gegen Marie. Die Beiden vergnügten sich bis die Sonne sic langsam dem Horizont näherte. Die mörderische Hitze ließ endlich nach und Rose und Marie machten sich auf dem Rückweg.

"Das war eine tolle Zeit", wollte Rose ihrer Rivalin wissen lassen.

"Danke, es hat mit dir wirklich Spaß gemacht. Hoffentlich sehen wir uns bald wieder", gab Marie zum Abschied an.


Nach diesem kleinen Abenteuer trainierte Rose mit ihren Pokémon und ihrem Riolu, den sie Anubis nannte. Dann schließlich forderte sie die Arenaleiterin Monika erneut heraus und gewann diesmal. Freudestrahlend nahm die Trainerin ihren dritten Orden entgegen und machte sich mit neuem Mut und Lebensweisheiten auf zur nächsten Herausforderung.

"Oh man, was für eine arrogante Tussi", es war Brian, der leise vor sich hin schimpfte. Er saß an der Theke der Cafélounge vom Pokémoncenter und neben seiner Meckerei trank er eine Cola.

"Redest du von Monika, unserer Arenaleiterin?", der Betreiber, ein älterer Herr mit gebräunter Haut und grauen Haaren, spricht sanft und freundlich.

"Verstehen Sie das nicht falsch", der Junge wollte niemanden verärgern, aber dennoch seine Meinung sagen, "ich hab gerade gegen sie verloren und als ob der Sieg über ein Grünschanbel nicht reicht, machte sie mich noch mit ihren Kommentaren runter. Das musste doch jéchte nicht sein."

"Ach ja, das ist wieder typisch Monika", der Inhaber war ganz auf der Seite von Brian, "sie machte jeden Trainer, der gegen sie verliert fertig. Manch einer hatte sogar wegen ihr das Trainerleben hingeschmissen."

"Tja, aber ich bin vom anderen Holz geschnitzt. Ich werde mit meinen Pokémon härter trainieren und es ihr zeigen."

"Das lobe ich mir", der Herr lächelte erleichtert, "selbst nach einer bitteren Niederlage weiter machen, das trennt die Spreu vom Weizen."

Brians Laune verbesserte sich ein wenig, er mochte den Kaffeemacher des guten Charakters wegen. Aber im Stillen sagte er zu sich selbst: "Ich werde mir nichts mehr gefallen lassen."


"Dieses Hotelzimmer ist wunderschön", merkte Lisa an, während ihr Blick über die pastellfarbenen Wände glitt und sie sich auf dem Bett gemütlich machte.

"Ist auch ein Geheimtipp! Nur wenige kennen das Gasthaus hier", zum Mädchen sprach eine höchst attraktive Frau mit langem voluminösem Haar, lässigen Klamotten und einer Sonnenbrille, "deswegen mag ich es auch. Diese Nacht wird nur uns gehören."

"Ja, das tut es", trotz der Vorfreude, die Lisa verspürte, wusste sie jedoch, dass es nur diese eine Nacht mit der Frau bleiben wird, "dennoch werde ich meinen Spaß haben."


Takato liebte den Wald, durch den er gerade spazierte. Nicht weil es vor wilden Pokémon wimmelte, sondern er sich inmitten der Gewächse am wohlsten fühlte und dort am besten überlegen konnte.

"Ich glaub es wird Zeit wieder einen neuen Kameraden in mein Team zu holen", stellte er fest.

Feedback

Logge Dich ein oder registriere Dich um Storys kommentieren zu können!

Autor

Thekota12s Profilbild Thekota12

Bewertung

Noch keine Bewertungen

Statistik

Kapitel:9
Sätze:351
Wörter:5.835
Zeichen:34.520

Kurzbeschreibung

Rose lebt einen Traum von dem viele nur schwärmen können: Sie ist eine angehende Pokémon-Trainerin. Nach dem Erhalt ihres ersten Pokémon macht sie sich mit großen Hoffnungen und Ambitionen auf die Tascun-Region zu bereisen, die Arenaleiter zu besiegen und in der Liga Pokémon-Meisterin. Doch während ihres Roadtrips durch das Land muss sie lernen, dass das Trainerdasein nicht immer so rosig ist, wie es scheint und nicht alles läuft fair ab.

Kategorisierung

Diese Fanfiction wurde mit Abenteuer getaggt.

Ähnliche Fanfictions