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Twitter und ich

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12.10.21 06:42
16 Ab 16 Jahren
Heterosexualität
Homosexualität
In Arbeit

Wer ich bin, ist egal. Ich bin wie du ein Mensch und nicht sehr viel anders. Vielleicht mit dem Unterschied, dass ich sehr viel Zeit auf Twitter verbringe und meine Timeline derzeit explodiert. Ja, sie explodiert, ziemlich heftig sogar und dabei folge ich nicht mal sehr vielen Usern. Okay, es sind schon ein paar aber die meisten davon sind nicht mal aktiv oder posten nur sehr wenig.  Dann sind aber auch einige dabei, die es übertreiben, viel teilen und mich damit erschlagen. 

Da jagt ein Beitrag den anderen, Bilder werden geteilt, Videos hochgeladen und Werbung für irgendwelchen Mist gemacht. Völlig normal.  Das denkst du vielleicht. Immerhin kennst du weder mich, noch meinen Account oder die Menschen, denen ich folge.

Namen nenne ich dir keine, sei dir aber gewiss, dass ich über Inhalte spreche, die lustig, süß oder ganz einfach dreckig und pervers sind. Sorry, so bin ich. Mein Leben ist zu kurz, um brav zu sein. Ich guck mir den hot Stuff gerne an, gucke aber auch schon mal extrem seltsam, wenn es auch für mich zu krank wird.

Nicht immer ist alles gut, was für Erwachsene ist und genau darüber schreibe ich. Es sei jedoch gesagt, dass ich nicht jeden Tag auf Twitter unterwegs bin und auf irgendwas reagiere. Okay, ich chatte dort, aber Hallo, dann bin ich im Chat und sehe ansonsten nichts. Außer ich switche mal kurz rüber, dann kann es passieren, dass random einfach so ein Schwanz in der Timeline auftaucht und ich Minuten brauche, um das Bild wieder aus meinem Kopf zu kriegen. 

Du bist hiermit gewarnt, merkst selber, dass ich knallhart die Dinge beim Namen nenne und kein Fan von blumigen Umschreibungen bin. Nimm aber nicht alles ernst, vieles ist kranker Humor und den sollte man abhaben können, wenn man diesen geistigen Dünnschiss lesen will. Vor allem ist das aber ein Text für zwischendurch und wird nicht regelmäßig gefüttert. Immerhin muss ich krasse Funde auch erst finden und dokumentieren.

 Immerhin muss ich krasse Funde auch erst finden und dokumentieren

 

Es ist fünf Uhr morgens, viel zu früh, um aufzustehen und doch schäle ich mich tapfer aus dem Bett. Das Erste, was ich mache, ist Kaffee aufsetzen, dann wird der PC hochgefahren und ein erster Blick auf Twitter geworfen. Der Kaffee läuft langsam, so eine alte Maschine braucht ihre Zeit und vor der ersten Tasse verspüre ich meist den Drang, eine rauchen zu müssen. Ich könnte aber auch noch warten, ein Nuttenfrühstück zu mir nehmen und ganz klassisch meinen Balkon nutzen. 

Mache ich aber nicht, die Neugier ist  zu groß und man könnte ja irgendwas verpassen, wenn man sich nicht direkt anmeldet, nachsieht, wer was gepostet hat. Scheiß auf Kaffee, auf Kippe und alles, was am frühen Morgen noch wichtig sein könnte. Timeline gucken, alles andere geht mir dezent am Arsch vorbei und die ersten süßen Bilder von Füchsen stechen mir direkt ins Auge.

Irgendwie süß, ebenso Bilder über rote Pandas, Opossums und diverse Chinchillas. Ich mag Tiere und kann gar nicht genug von diesen haben. Es wird daher wirklich jedes Bild mit Herzchen versehen, die besten geteilt und weitergegeben. Niedliches sollte eben jeder sehen, das ist Zucker pur und versüßt einem den Tag. Ebenso teile ich aber auch wichtige Themen, wiege ab, was ich teile und wo ich einfach nur stumm nicke und weiter herunterscrolle.

Dann aber gibt es Dinge, die selbst mir zu hart sind und da ist ein Dickpic noch das kleinere Übel. Davon sehe ich auf Twitter genug und woran das liegt, weiß ich selber sehr genau. Alles will ich aber nicht sehen und meine Dickpic Leute teilen auch und dann bin ich erstmal mit konfrontiert und sehe diese Scheiße. Behaarte Brust ist noch ganz okay, aber wenn ich Haare am Arsch sehen, die man schon mit Achselhaaren verknoten könnte, dann bekomme selbst ich Brechreiz.

Mir kommt der Kaffee hoch, wenn ich sehe, dass man die Ritze dann noch ausreichend geleckt bekommt. Kann man sich nicht enthaaren, wenn man sowas online stellt? Nichts gegen sexy Kehrseiten, aber muss es sein, dass es einem übel wird und man Mitleid mit demjenigen bekommt, der seine Zunge durch den Urwald schlängelt? Bäh ne, mir wird schlecht, wenn ich das sehe und ich blockiere sowas sehr, sehr gerne, denn ich mag es glatt, mag es gepflegt und ich will keine Rosetten-Gorillas sehen.

Sexy Timeline hin oder her, aber manche Dinge gehen auch mir zu weit und darüber spreche ich noch ausführlich. Wo das anfangen und aufhören soll, weiß ich auch nicht genau, aber ich denke, dass viele wissen, worauf man sich bei Twitter einlässt, wenn man diversen Usern folgt. 

 

 

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Autor

Pragomas Profilbild Pragoma

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Kapitel:2
Sätze:38
Wörter:789
Zeichen:4.451

Kurzbeschreibung

Ich mag Twitter, verbringe täglich dort meine Zeit und bin immer wieder fassungslos, wer oder was sich auf meiner Timeline zeigt. Meist Inhalte für Erwachsene, gnadenlos, unzensiert und ich mittendrin.