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Gegen das Vergessen (In Memoriam In Perpetuum)

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08.09.21 17:02
18 Ab 18 Jahren
Fertiggestellt

Es geht nicht anders, wir müssen/mussten darüber reden, weil es uns keine Ruhe ließ und es uns ein gar wichtiges, emotionales Anliegen ist. Es brennt unter den Fingernägeln, tut weh, sehr weh, geht uns nahe und ein paar Mal haben wir das höchst schmerzhafte schon Thema angeschnitten und taten es auch heute wieder. Aufwühlende Sachen, die einen ergreifen, sogar zu mitfühlenden Tränenströmen rühren, gehören besprochen weil darüber schweigen ebenso ein Verbrechen ist. Nicht schweigen, auch unbequeme Dinge am Leben erhalten, um sie hinaus in die Welt zu tragen, die man nicht vergessen darf, und auch um uns ständig daran zu erinnern. Man darf Menschen nicht vergessen, die gestorben sind, jung und unschuldig, und einen grausamen Tod erlitten.

„Sie ist nicht älter als ich geworden“, gab meine Schwester zu bedenken als wir mit unserer Clique nach der letzten Unterrichtsstunde auf der Wiese im Park, außerhalb der Fußgängerzone lagen, einen Joint durchzogen und uns Gedanken, Gefühlen und unserer Empathie hingaben. Die Sonne wollte dabei Helligkeit und Trost spenden.

Ein Schluchzen ging durch die Runde und wir wussten, im November hätte sie ihren 14. Geburtstag gefeiert, das ist ein trauriger Punkt. Über uns schwebten die Wolken dahin, ob sie dahinter als Engel ihre Flügel ausbreitet?

„Was hat sie nur alleine in Wien gewollt?“, fragte E. als wüsste sie die Antwort nicht. „Das ist doch Wahnsinn“, klang sie tragisch betroffen. „Nachts, alleine, um diese Uhrzeit in einer großen Stadt ganz ohne Schutz.“

„Das weißt du doch“, setzte ich nach. „Du kennst die Antwort und jetzt hilft es auch nicht mehr darüber zu spekulieren, auch nicht wieso sie die Nacht über nicht nach Hause kam. Du kennst die Gründe und auch für sie ergaben sie Sinn“, wollte ich brüchig erklären und wer hätte den Ausgang jener Nacht vom 25. Auf den 26 Juni erahnte? „Das tat sie nicht zum ersten Mal und sie befand sich in einer emotionalen Phase, es hätte jeden passieren…“

„Eben nicht“, unterbrach mich A.. „Das darf in einem zivilisierten Land wie Österreich gar nicht passieren. Hier hat die Politik völlig versagt. Hätte man im Vorfeld schon durchgegriffen hätte sie die Sommerferien überlebt.“

„Das Thema hatten wir schon“, meinte H. ebenso rastlos und wandte uns sein angespanntes Gesicht zu. „Sie hätten längst abgeschoben gehört, da sind wir uns einig, nicht zum ersten Mal. Hier hat die Regierung versagt.“

Ein Versäumnis, mehr als fahrlässig und auch Et. brachte es auf den Punkt nachdem er kräftig am Joint sog. „Straffällig gewordene Afghanen bleiben im Land, obwohl sie schon längst außer Landes gebracht hätten werden sollen, das ist doch eine Sauerei. Wäre dies passiert, wäre sie noch heute am Leben. Wer ein Mal im Gefängnis gesessen hat, das wegen einiger Delikte hat jedes Aufenthaltsrecht verwirkt, aber nicht so bei uns hier.“

Die Gesetze in unserem Land sind mehr gegen Einheimische als gegen Illegale und Flüchtlinge, denen die Mindestsicherung nachgeworfen wird, auch wenn sie nie einen Cent in den Sozialtopf eingezahlt haben, danach bekommen sie auch noch Gemeindewohnungen vom Magistrat. „Es ist nicht zu ändern“, flüsterte L. mit löchrigem Gemüt, auch aus ihr sprach ein tief bedrückter Ton, sie nahm einen Zug, pustete Qualm aus und dann sprach sie lauter. „Du weißt doch in welchem Land wir Leben, hier wird TÄTERSCHUTZ großgeschrieben, sonst säßen die längst im Flieger zurück in ihr Herkunftsland. Es hilft nichts, sie wird nicht das letzte Opfer bleiben. Hinterher ist es wieder passiert und man weiß wie es geendet hat, die Justiz arbeitet gegen das eigene Volk.“

Die Regierung zahlt Milliarden an die NGOs, die fördern das Schlepperwesen. Wut und Enttäuschung, Hass und Verdruss, sowie Traurigkeit ging durch die Runde während mir das Herz in der Brust immer schwerer wurde.

„Das macht einen Angst“, sprach auch S. ängstlich und ihre hellblauen Augen verschmolzen mit dem Himmel. „Zu wissen, es hätte verhindert werden können, wenn die Politik nur richtig gehandelt hätte. Das ist unheimlich und furchtbar zugleich. Hätte man die Täter vorher abgeschoben, diese Nacht wäre nie so tödlich geendet wie sie endete. Die Samthandschuhe der Welcome-Kultur ziehen auch noch Jahre später ihre blutigen Spuren nach.“

I., die links neben mir auf der Wiese lag, schickte ihren Blick hoch zu den Wolken. Sie bekam den Joint, ließ ihn wirken und atmete aus. Ihre Gedanken waren klar, ihre Gefühle voller Mitleid und sie richtete ihre Frage in eine ferne Zukunft. „Wann wird das endlich alles aufhören? Wann ist Genug endlich auch Genug. Wann hören die Mädchenmorde endlich in diesem Land auf? Es sind schon zu viele von uns auf solch grauenhafte Weise…“

Sie brach plötzlich ab, sie konnte nicht mehr weitersprechen und uns ging das Thema auch zu nahe, dennoch wagten wir es darüber zu sprechen, was hier seit 2015 passiert und gerne drüber geschwiegen wird. Von den Medien vertuscht, von der Politik relativiert, und wer darüber spricht gilt als Regierungsfeind. Mein Herz klopfte, nervöser Schweiß trat mir an den Handinnenflächen auf, zudem merkte ich wie sich mein Atem beschleunigte.

„Nach nicht mal dreißig Minuten haben sie ihre Gedenkstätte einfach dem Erdboden gleichgemacht“, betrauerte H. mit geschlagener Stimme. „Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, sie haben sie auch noch nach ihrem Tod verhöhnt, die Politiker, die für mehr Buntheit im Land sind und die kriminelle Bereicherung gutheißen. Sie haben den Angehörigen und Freunden nicht mal einen Ort zum Trauern gelassen. Unfassbar.“

Neben mir hörte ich meine Schwester schwer schlucken. Weißer Rauch stieg aus ihrem Mund auf und sie wollte ihre Rastlosigkeit in Watte packen. „Das ist so herzlos, nur damit man alles vergisst, was ihr zugestoßen ist. Die Menschen sollen nicht an sie erinnert werden, weil es die Welcome-Klatscher sicher zum Umdenken bewegt.“

Seit 2015 ist in diesem Land eine merkbare, spürbare Veränderung vorgegangen. Nicht allein, dass die Neubürger die Kriminalitätsrate anführen, von 44.000 Afghanen schockierenderweise 41.000 Männer sind, unbegleitete Minderjährig, die ihre Altersangaben gefälscht haben, auch die Politik vertuscht die Verbrecher der Neuzugänge wo es nur geht. Kinder sterben, Frauen werden ermordet, das wird hingenommen. „Und vorm Bundeskanzleramt hat man die Kränze, Blumen, Bilder und alles schon nach wenigen Minuten wie Müll entsorgt“, fügte L. an. „Kaum war die letzte Trauergabe abgelegt kam schon die Müllabfuhr und hat alles entsorgt, wie man auch sie wie Müll an jenen Morgen achtlos weggeworfen hat.“ Wie sehr ihre Stimme zitterte, es ging durch Mark und Bein.

„Wie man auch sie wie Müll einfach an den Baum ablegte“, kommentiert meine Schwester zornig und ihre Augen bekamen ein verdächtiges feuchtes Glitzern um die Wimpernränder. „Ich kann das einfach nicht verstehen, wisst ihr. Sie war in meinem Alter, 13 Jahre; sie war so alt wie ich und man hat ihr all diese unmenschlichen Dinge angetan. Wie kann man ein menschliches Leben nur derartig mit Füßen treten und für wertlos befinden?“

„Opfern von Asylwerbern sind in Österreich eben Opfer zweiter Klasse“, gab A. zu bedenken und nahm meiner Schwester den Joint ab, um einen Zug zu nehmen. „Daran müssen wir uns immer wieder gewöhnen. Wenn ein Asylwerber oder Flüchtling vermeintlich ungerecht behandelt wird, schreit das ganze Volk auf, wehe umgekehrt.“

„Daran kann man sich nicht gewöhnen“, ergänzte Et. mit bissigem Unterton und brauchte ebenso den Joint, damit beruhigt er die Nerven. „Das ist irre, völlig irre. Und der Bundespräsident schweigt bis zum heutigen Tag. Der Bürgermeister von Wien schweigt auch dazu. Alles wird unter den Teppich gekehrt. Der Mord vertuscht.“

I. setzte sich auf und legte die Hände in den Schoß. Nachdenklich gingen ihre Augen, sie schluchzte. „Nicht nur er, nur die FPÖ hat in der Regierung eine Schweigeminute für sie eingelegt, alle anderen Parteien haben sich nicht beteiligt. Ein österreichisches Mädchen ist gestorben, auf grausame Weise ermordet worden und es ist denen egal. Völlig egal. Das ist grausam, so herzlos. Sie war doch nicht anders als wir. Wieso tut niemand etwas? Das kann doch nicht so weitergehen? Sind wir wirklich nichts wert?“, sagte sie und sah in unsere Runde.

„Österreichische Opfer sind nicht der Rede wert“, klang auch ich nun aufgebracht und fand ich kein Argument dagegen, dafür gibt es schon zu viele Opfer: Michelle, Manuela, Mia, Maria, Sandra und…und…und! Die Opfer der Welcome-Kultur, die Mordopfer seit 2015, begangen durch Asylwerber, werden heute nicht mehr in den Medien erwähnt weil die Österreicher meisterhaft im Vergessen sind. Wir können es nicht. „Das Thema lässt niemanden kalt, den Großteil zumindest nicht, obwohl es dem Bundespräsidenten und dem Kanzler egal ist. Sie war doch nur ein österreichisches Mädchen. Wäre sie ein Flüchtling oder Asylwerberin gewesen, man hätte für sie prunkvolle Trauermärsche veranstaltet, Konzerte gegeben, die LINKEN wären auf die Barrikaden gegangen.“

Die Wahrheit tut weh, verpasste mir, uns allen, einen Stich mitten in die Brust und S. stieß einen Seufzer aus.

„Man hat sogar die Kerzenandachtsstätte am Baum zerstört, also einen Brandanschlag verübt, nur um ihren Namen auszulöschen“, schluchzte S. mit belegter Stimme, sie zitterte, es ist alles zuviel. Es ist alles zuviel, was hier mit Opfern der Flüchtlingspolitik gemacht wird. Gedenkstätten werden zerstört, Trauerorte entweiht, das ist das Werk der LINKEN im Land, um die Politagenda nicht zu gefährden. Opfer werden als Kollateralschäden gesehen, das ist alles, auch Kinder zählen dazu und zu wissen, wenn es uns erwischt, es jeden egal ist, auch unser Name vergessen werden soll, lässt einen an der Gerechtigkeit in der Welt zweifeln. „Das…das klingt noch immer wie ein Alptraum. Sogar ihr Foto ist unter den Kerzen gestohlen worden“, zitterte ihre Stimme beim Sprechen.

Wir ließen den Joint weiter rumgehen, wir mussten unsere Nerven beruhigen, das Gemüt glätten, das besprochene Thema war zu unfassbar, zu herzzerreißend und traurig. Es schnitt selbst unsere Seele in Scheiben.

„Opfer dürfen hierzulande kein Gesicht haben“, merkte H. gleichfalls entsetzt an. „Schon gar nicht, wenn es österreichische Opfer sind, die durch Asylwerber oder Flüchtlinge auf bestialische Weise den Tod fanden. Verbrecher bekommen meterhohe Statuen und getötete unschuldige Mädchen müssen vergessen werden.“

Meine Schwester, die sonst sehr stark ist, ging dieser Fall auch sehr nahe. „Was man ihr alles angetan hat. Was sie mit ihr alles anstellten“, wisperte sie und krallte mit ihren Finger nach Grashalmen, um sich festzuhalten.

A. ballte die Fäuste, saugte am Joint als brauche er Mut für die nächsten Worte. „Sie haben sie stundenlang gefoltert“, begann er schließlich zu sprechen, „das habt ihr doch in den ausländischen Medien gelesen. Sie haben sie gefoltert, geschlagen, ihr Körper war von oben bis unten von Blutergüssen gezeichnet. Sie haben sie brutal gewürgt und noch brutaler vergewaltigt. Ihr Körper war hinterher sicher nicht mehr zu erkennen, wenn vier erwachsene Männer ihre ganze rohe Gewalt an ihr wuterfüll und rücksichtslos ausgelassen haben. Einer von ihnen ist trainierter Boxer, das habt ihr doch auch mitbekommen. Das darf man sich nicht vorstellen, wenn ein erwachsener durchtrainierter Mann, dazu noch ein hünenhafter Boxer, mit seinen Fäusten ein kleines zierliches 13jähriges Mädchen stundenlang einprügelt und sie sind zu Viert in dieser Nacht gewesen. Vier erwachsene Männer gegen ein kleines wehrloses, unter Drogen gesetztes Kind.  Niemand will es sagen, aber das war reinste Taliban-Folter, die haben die Scharia an dem unschuldigen Mädchen angewendet wie es auch bei der Tat mit dem Mädchen in Leer in Deutschland gewesen war“, zählte er die unglaublichen Scheußlichkeiten auf und verlor stufenweise an Stimme. „Am Ende, als sie mit ihr fertig waren, haben sie sie einfach kaltblütig erdrosselt. Das war Mord, eiskalter Mord und keine ‘Vergewaltigung mit Todesfolge‘, aber der ‘Täterschutz‘ muß wieder greifen, drum wird auch die Anklage dementsprechend eingebracht werden, damit alles seine LINKE Ordnung hat.“

S. zuckte neben mir zusammen, ihr versagte kurz der Atem, das ließ niemand von uns kalt, obwohl die Sonne warm vom Himmel schien und ein klares Blau freigab. Von uns entdeckte niemand mehr ein Hoffnungslicht.

Und dann sprach E. von der weiteren Brutalität. „Ihr wisst was 11 Ecstasy Tabletten mit dem Körper machen. Wie es sich auswirkt. Der armen Mutter haben sie erzählt, ihre Tochter habe von den Grausamkeiten, die sie ihr antaten, nichts mitbekommen. Sie hat alles bis zu ihrem Tod mitbekommen, ganz gleich was das toxikologische Gutachten aussagen wird. Bei elf Stück XTC hat es ihr nach all den Krämpfen, nach all den Muskelzuckungen und nachdem ihr Körper von Innen heraus verglühte, einfach das Hirn weggebrutzelt. Es war ein qualvoller Tod, den sie erlitt. Und immer wieder, über Stunden hinweg, haben die vier Männer sie vergewaltigt, auf sie eingeschlagen. Ihr habt es doch gelesen, was sie hinterher bei der Vernehmung gesagt haben. Sie hat es verdient zu sterben, sie sei selber Schuld, weil sie Christin ist. Wie sehr müssen diese Kreaturen uns verachten. Wie in der Schule, die Moslem halten uns für Weißen Abschaum und das haben sie auch bei der Polizei ausgesagt, dass sie selber Schuld sei, sie sei Christin.“ E. saß mit einem Ruck aufrecht da, schnappte nach dem Joint und inhalierte um scheinbar ihre nächsten Gedanken zu dämpfen, aber uns standen allen die Tränen in den Augen.

„Ihr Körper muss schrecklich zugerichtet ausgesehen haben“, gab Et. zu bedenken. „Wenn sie stundenlang auf sie einschlagen haben, nur um sie vergewaltigen zu können. Auch die Obduktionsergebnisse sprachen von Hämatomen am ganzen Körper, im Gesicht, von Würgemalen, ihr ganzer Leib war voll mit Blutergüssen. Als ob es nicht reichte, dass sie…sie festgehalten und ihr immer wieder gewaltsam Drogen eingeflößt haben.“

Dieses unbeschreibliche Martyrium, dem diese angeblichen Schutzsuchenden, die von Gewalt und Krieg geflohen sind, sie Gewalt, Krieg und Tod nun hierher brachten, versetzten uns alle in eine absolute Schockstarre.

„Die Täter werden davonkommen“, schluchzte meine Schwester kleinlaut. „Das wisst ihr doch, es wird wie beim ‘Skandalurteil von Tulln‘ wieder TÄTERSCHUTZ geben. Für alle vier Mörder und…und…“ Sie konnte nicht weitersprechen, griff nach dem Joint und sog hastig daran, sonst hätte sie wohl aufgeschrien. „Unsere Justiz wird wieder versagen, wie immer. Das arme Mädchen wird keine Gerechtigkeit bekommen. Nein, da bin ich mir sicher.“ Wir alle unterdrückten Tränen, doch es war schwer, uns tat das Herz weh, unser Mitgefühl ist zu groß.

„Darüber könnten wir den ganzen Tag reden“, meinte H. feurig und temperamentvoll. „Es wird am Ergebnis nichts ändern, bestimmt nicht. Das Urteil wird ein Skandal werden, wieder Mal, falls überhaupt, denn schon jetzt reden sich die Täter raus und die Staranwälte, die sie bekommen haben, wollen sicher keine Verurteilung erwirken. Damals bei ‘Sandra‘ haben sie auch einen Freispruch erwirkt, obwohl man ihr all diese Dinge antat. Und auch in diesem Fall wird die Kuscheljustiz alles tun, alles, um die Welcome-Kultur nicht zu gefährden. Wie dieses Land, diese aktuelle Regierung, mit grausig getöteten Kindern umgeht ist eine Schande“, sprach er erschüttert.

„Sie ist tot“, raunte L.. „Sie ist tot und wird nicht mehr wiederkommen. Ihr Tod war schrecklich, grausam, sie litt fürchterlich. Ihrer Mutter haben sie das Gegenteil gesagt, aber wer sich näher damit befasst weiß, dass sie ungeheure Schmerzen hatte, dies über Stunden, die ganze Nacht, bevor die Monster sie erstickten.“

„Das sind keine Menschen“, zerbrach I. den Ton ihrer Worte. Ihre Augen flammten auf, blau und willensstark. „Das sind Kreaturen, Ungeheuer, die einem unschuldigen Mädchen dies antaten“, fauchte sie fassungslos.

Als ich I. in die Arme schloss, zu meiner Schwester hinüberblickte, die den Joint ausdämpfte, sagte ich andächtig. „Behalten wir sie in Erinnerung. Sie darf nicht vergessen werden, auch wenn alle anderen hart daran arbeiten, dass ihr Name und ihr Gedenken nicht mehr erwähnt werden darf. Wir sind nicht so. Wir nicht!“

Alle stimmten sie mir zu, wieder legten wir eine trauervolle Schweigeminute für sie ein, dann noch eine und noch eine, und solange wir leben, noch Luft in unseren Lungen ist, werden wir ihren Namen nicht vergessen. Sie, ein Opfer der Welcome-Politik. Sie, ein Opfer laschen Asylverfahren, ein Opfer der LINKEN hier in Österreich.

Es tut weh, unsagbar weh, was ihr für ein unaussprechliches Leid angetan worden ist und man raubte ihr jede Zukunft. Welch großartiger Mensch wäre sie geworden. Sie hatte sich für Tierschutz eingesetzt, wollte Sanitäterin werden wie ihr Vater -, man raubte ihr alldies. Sie hatte nie eine Chance. Für sie gab es keinen Schutz. Unsere Augen wurden feucht und die Trauer überwältigte uns. Ihr Tod verpasst unserem Herzen einen tiefen Stich.

Doch wir werden an sie denken, Heute, Morgen, Übermorgen, so lange wir leben und wir werden ihren Namen stets in Erinnerung behalten.

Auf Immer Unvergessen

LEONIE

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