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Ich will dich nur für mich

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27.09.22 22:14
6 Ab 6 Jahren
Homosexualität
Fertiggestellt

Autorennotiz

[ Canon - Universum ]

[ Riku Nanase / Tenn Kujou (one-sided) ]

In dem Moment, als Riku zu der Leinwand blickte, auf dem gerade ein Ausschnitt des ersten Auftritts der neuen Idolband lief, wusste er nicht, was genau er fühlen sollte.

Seit Jahren hatte er darauf gewartet, Tenn wieder zu sehen, aber er war sich nicht sicher, wie er reagieren sollte, ihn nun, auf dieser Leinwand, zu sehen.

Er wusste, dass er schon immer sein Fan gewesen war und es geliebt hatte, wenn Tenn für ihn gesungen hatte. Er wusste, dass er sich nichts sehnlicher wünschte, als dass Tenn wieder für ihn sang, aber er wusste nicht, wie er sich fühlen sollte, dass er das jetzt nicht nur für ihn tat.

In dem Moment, als er das kurze Video sah, fühlte es sich an, als wenn sich zu viel verändert hatte. Tenn war nicht mehr nur sein Tenn-nii. Er würde nicht mehr nur für ihn singen und tanzen.

Riku schluckte, drehte seinen Kopf weg und wischte sich mit dem Ärmel über die Augen. Er war nicht eifersüchtig. Er würde nicht eifersüchtig sein, weil er Tenn nie wieder für sich alleine haben konnte.

Überhaupt, er sollte nicht eifersüchtig sein oder Tenn hinterherweinen. Immerhin hatte Tenn ihn alleine gelassen. Er sollte nicht plötzlich Sehnsucht danach haben, wie es wäre, wenn er wieder nur für ihn da war.

Riku schluckte, bewegte sich schneller in die andere Richtung und nach Hause.

Tenn hatte also eine Idolgruppe, mit der er nun auftrat. War es das, was Kujou ihm gegeben hatte? Warum er damals gegangen war?

Heftig schüttelte Riku den Kopf, öffnete die Tür zu der Wohnung, stürmte durch den Flur und in sein Zimmer, drückte sich auf die Matratze seines Bettes. War er wirklich so glücklicher?

„Riku?“, drang die besorgte Stimme seiner Mutter zu ihm durch, „alles in Ordnung?“

„Ja ... alles gut“, brachte Riku nach einem kurzen Moment des Durchatmens von sich, setzte sich dann auf.

Warum war er überhaupt so aufgewühlt? Wieso konnte er nicht einfach glücklich sein, dass er Tenn gesehen hatte? Selbst, wenn es nur auf irgendeiner Leinwand gewesen war? Selbst, wenn es nur der Ausschnitt eines Auftritts gewesen war?

„Du weißt, dass du dich nicht zu überanstrengen solltest. Selbst, wenn es besser ist ...“, hörte er noch einmal die Stimme seiner Mutter.

Riku nickte etwas vor sich hin, auch wenn sie das nicht sehen konnte, da sie vor der geschlossenen Zimmertür gestoppt hatte und nicht zu ihm trat. Was er ihr hoch anrechnete. „Es ist alles gut, mach dir keine Sorgen“, antwortete er dann ein wenig ruhiger, kurz bevor er hörte, wie sie ein zustimmendes Geräusch machte und sich dann entfernte.

Schließlich angelte Riku nach seinem Handy und sah ein wenig über die Rabitter Timeline und über das, was gerade zu TRIGGER gepostet wurde. Er würde nicht eifersüchtig sein, dass Tenn nicht mehr nur für ihn da war. Er würde nicht.

Langsam legte sich ein Lächeln auf seine Lippen, als er ein Foto von dieser Gruppe sah. „Tenn-nii ...“, flüsterte er vor sich hin, rieb sich noch eine vereinzelte Träne aus einem Auge, „du weißt, dass ich dein größter Fan bin, oder? Das ... wird sich nie ändern.“

Als wenn er je verdrängen konnte, wie sehr er Tenn verehrte. Wie sehr er ihn beneidete und wie sehr er seinen Tenn-nii liebte, auch, wenn er wusste, dass er das niemals sagen konnte. Niemand würde verstehen, dass er Tenn nicht als Zwillingsbruder liebte.

„Warum siehst du nicht, dass ich das alles für dich empfinde, Tenn-nii?“, flüsterte Riku vor sich hin, ließ sich mit dem Kopf auf sein Kissen fallen, während er das Foto auf seinem Handy offen und vergrößert hatte, so dass er einzig in Tenns strahlendes Gesicht sehen konnte. „Wirst du mir irgendwann erklären, warum du gegangen bist? Kriege ich wenigstens darauf eine Antwort?“

Er war sich nicht sicher, ob er ihm irgendwann erzählen würde, was er empfand oder ob er diese Gefühle lieber für sich behielt. Er wünschte sich auch erst einmal, dass er einfach wieder so vertraut mit Tenn zusammen sein konnte, wie früher. Er wünschte sich einfach nur, dass Tenn wieder nur für ihn da war, auch, wenn das ein Wunsch war, den er so einfach nie wieder erfüllt bekam. Jetzt, wo er wusste, dass Tenn, sein Tenn-nii, ein Idol war.

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Sätze:41
Wörter:753
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Kurzbeschreibung

Riku beobachtet TRIGGERs Debüt und hat ein etwas anderes "Wiedersehen" mit Tenn, als er sich erhofft ...

Kategorisierung

Diese Fanfiction wurde mit Romanze und Schmerz ohne Trost getaggt.