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Zwischen Folter und purem Wahnsinn

02.03.21 16:06
18 Ab 18 Jahren
Homosexualität
Fertiggestellt

Der folgende Text thematisiert explizit Gewalt, Selbstverletzung, Selbsttötung und Vergewaltigung. Außerdem sind Charaktere Ooc und die Sicht wechselt immer wieder. Wiederholungen kommen vor und wer das nicht abkann, der möchte bitte nicht weiterlesen!

Zeitgleich mit Blauer Lagune hatten mada und ich am 05.12.2010 diese Geschichte mit  139.687 Wörtern angefangen zu schreiben.

Sie ist und war nie etwas für schwache Nerven, bewegt sich bei FSK 18 und wie der Titel schon sagt, geht es hier um Folter und Wahnsinn.

Dennoch hatte sie ihre süßen Momente, ebenso Humor und Szenen, wo einem die Luft wegbleibt.

Zu finden ist sie auf allen bereits genannten Plattformen.



Die drei Silberlinge wurden durch Cloud und Vincents Hilfe im Glaswald überwältigt und besiegt. Der blonde Strubbelkopf wurde als Held in Tifas Bar gefeiert. Rufus ShinRa hatte einige Tage später ein nettes Geschenk in Form eines Sklaven, wusste jedoch nicht wer oder was sich hinter diesem verbarg, da dieser weder zu sprechen schien, noch zeigte dieser sein Gesicht. Rufus störte das nicht, er war der Meinung, dass dieses Geschenk genau das richtige für Cloud war und so brachte er diesen zu dem Blonden, schellte an dessen Tür und wartete geduldig auf Einlass.

Kadaj war geschockt, als er Rufus gegenüberstand, dieser in einfach so kaufte und hinter sich herschleifte wie ein wildes Tier. Der Silberhaarige hatte noch keinen blassen Schimmer, was dieser mit ihm vorhatte oder wo er ihn hinbringen würde. Es war ihm auch irgendwo egal, die Hauptsache war, dass er endlich von diesem Sklaventreiber wegkam und nun auf Besserung hoffte. Nachdem sie eine ganze Weile durch Midgar liefen und schließlich an Tifas Bar ankamen, wusste Kadaj noch immer nicht wer oder was auf ihn zukam. Woher auch? Er war nie in dieser Ecke der Stadt gewesen, wusste so auch nicht, wer über der Bar wohnte und was ihn dort erwartete.

Cloud saß an seinem Tisch in der Küche über einer Tasse starkem Kaffee und dachte, sein Schädel würde zerspringen. Zwar war der letzte Kampf, in welchem er die silberhaarigen Brüder in die Schranken verwiesen hatte, schon ein paar Tage zurück, aber er hatte doch ein paar Treffer kassiert, welche ihm jetzt noch ein wenig nach hingen. Auch hatte er es beim Feiern übertrieben. Eigentlich war er ja nicht so fürs Feiern gewesen, er hatte den Grund nicht wirklich realisiert, es war für ihn mehr als selbstverständlich gewesen, aber am Ende hatte er sich doch mitreißen lassen und einen ziemlichen Kater davongetragen, der ihm zusätzlich immer noch in den Knochen steckte, obwohl es immerhin schon drei Tage her war. Kurzum, er ließ sich gerade etwas hängen und wollte nur seine Ruhe haben. Das Läuten an der Tür hörte er entfernt und er kümmerte sich nicht darum. Das übernahm Vincent, der gestern Abend nach ihm gesehen hatte, da er eine Trainingsverabredung nicht eingehalten hatte. Die halbe Nacht hatte dieser auf ihn eingemacht, dass er sich nicht so hängen lassen solle, was seine Laune nicht gerade gebessert hatte, obwohl er dessen Gesellschaft immer sehr schätzte. Vincent öffnete also die Türe und erblickte erstaunt Rufus samt Anhängsel.

"Ach Vincent auch noch da, wie schön", brummte Rufus leicht genervt, schritt ohne Weiteres an dem Schwarzhaarigen vorbei und zerrte den armen Kadaj hinter sich her in die Küche."Ach hier bist du, ich hab dir was Nettes mitgebracht. Sagen wir es mal so ... es ist ein Geschenk von mir an dich. Eine Art Dankeschön, das du die Stadt von diesen barbarischen Brüdern gereinigt hast", lächelte Rufus schief, setzte sich unaufgefordert an den Küchentisch und schaut den Blonden abwartend an. Vincent kam, nachdem er die Tür geschlossen hatte, zurück in die Küche, setzte sich ebenfalls hin und schwieg wie gewohnt beide an. Neugierig war er ja schon, aber er überließ es lieber Cloud zu fragen, was es mit diesem komischen Geschenk auf sich hatte.

Cloud hob seinen Kopf von seiner Kaffeetasse weg und beobachtete, wie einer nach dem anderen die Küche betrat. Na super, vielleicht noch ein paar Leute mehr so früh am Morgen, dachte er sich genervt, sprach es aber nicht aus. Verwundert blickte er von einem zum anderen und dann auf das vermeintliche Geschenk. "Eh? Also ehrlich gesagt will ich gar keine Geschenke, Rufus, warum auch? War doch selbstverständlich ...", setzte er an, aber er wollte den anderen auch nicht beleidigen, wenn er sich schon die Mühe gemacht hatte," aber, also, was genau soll das denn sein?", fragte er dann doch neugierig nach und blickte zu Vincent, der nur unauffällig mit den Achseln zuckte.

"Nun ja, ich dachte mir, du könntest Gesellschaft gut gebrauchen, oder vielleicht auch Hilfe im Haushalt", sprach Rufus ruhig weiter, sah sich in der Küche um und schmunzelte leicht. "Wohl eher für den Haushalt, wenn ich mir das so ansehe", fuhr er fort, blinzelte leicht und sah den Blonden nun wieder erwartungsvoll an. "Es gibt da nur eine Sache, der Kleine kann scheinbar nicht sprechen, oder er ist taub und versteht kein Wort. Aber das lässt sich sicher herausfinden, da setze ich ganz auf dich, du packst das schon", redete der blonde Präsident munter weiter und besah sich die beiden ganz genau.

Cloud verdrehte die Augen. Klar, seine Küche war alles andere als sauber, nur vor dem entscheidenden Kampf hatte er keine Zeit gehabt, sich um Haushaltssachen zu kümmern und danach, nun da hatte er eben keine Lust gehabt. "Nun, ne Reinigungskraft wäre nicht schlecht." meinte er schließlich. "Ich habe wirklich Besseres zu tun, als den perfekten Haushalt zu schmeißen", fügte er hinzu. "Zum Beispiel herumgammeln und Verabredungen vergessen", kam ein trockener Kommentar von Vincents Seite. "Wieso verschleiert das Ding sich so, ist es entstellt oder was?", erkundigte er sich schnell und weitere Diskussionen mit Vincent zu vermeiden. Er hatte wirklich keine Lust auf die Diskussion, wer sich schon mehr hatte hängen lassen im Leben.

Rufus nickte kurz, blickte den Blonden ernst an und überlegte wieder, als dieser die Frage nach der Verschleierung stellte."Hmm, sehr gute Frage ich weiß es nicht, der Typ, von dem ich ihn gekauft habe, meinte nur, dass der Kleine schon von Anfang an so rumläuft. Der wusste es also auch nicht, aber komisch finde ich das schon", antwortete Rufus ernst, sah sich Kadaj genauer an und zuckte mit den Schultern."Ich denke mal, er schämt sich." Für den Blonden war dies die einzige Erklärung und eigentlich war es ihm auch egal. Cloud sollte ja mit dem Kleinen zurechtkommen und da war es doch auch völlig egal, wie der Kleine hinter der Verkleidung ausschaute.

"Also ein Er, wie?", meinte Cloud und er kam sich aber etwas komisch vor, so in der dritten Person von jemand zu sprechen, der mit im Raum stand. Eigentlich hielt er von dem ganzen Sklavenzeug nicht so viel, aber wenn er schon jemanden geschenkt bekam, der irgendwie nützlich sein könnte. So ganz abgeneigt war er bei der Vorstellung nicht. Und vielleicht ging es diesem verschleierten Etwas ja bei ihm besser als sonst wo. "Schämen, ja, könnte sein, würde ich auch, wenn ich schon so was tun müsste", setzte er ein wenig arrogant klingend hinterher. "Also gut, ich danke dir, Rufus", meinte er schließlich. "Ist aber schon irgendwie komisch", fügte er noch hinzu und blickte wieder von einem zum anderen.

Kadaj sah kurz auf, als Cloud sprach, er kannte diese Stimme nur zu gut und jetzt war er buchstäblich geschockt und schluckte schwer. Wie konnte man ihm das auch nur antun? Rufus lächelte wieder vor sich hin und nickte."Nun ja, die Hintergründe warum der Kleine, das tut weiß ich nicht, ich denke aber, er wurde dazu gezwungen. Ach was, das war selbstverständlich", winkte er nun ab und erhob sich langsam von seinem Platz."Falls er dir aber auf die Nerven gehen sollte, dann bring ihn mir einfach zurück, ich werde dann schon eine Verwendung für ihn finden", fügte er noch mit einem leicht sadistischen Grinsen hinzu.

Cloud warf Vincent einen vielsagenden Blick zu, welchen dieser ausdruckslos erwiderte. Die beiden standen ebenfalls auf und begleiteten Rufus zur Türe. Sie verabschiedeten ihn und Vincent deutete an, dass er ebenfalls gehen wollte. "Warte mal, was soll ich jetzt mit dem anfangen? Niemand sollte doch zu etwas gezwungen werden, was er nicht tun möchte oder?", machte er seinen Gedanken Luft und hielt den Schwarzhaarigen am Arm fest. "Schon, nur wird es Gründe geben und zurückgeben würde ich nicht tun, wer weiß was dieser Kerl für gemeine Sachen anstellen würde." sprach er vielsagend. "Vielleicht versteckt er sich auch vor irgendetwas oder jemandem, vielleicht tut ihm das hier ja sogar gut", fügte er noch hinzu. "Warte doch einfach ein paar Tage ab, vielleicht spricht er ja doch, du musst ihn ja nicht wie einen Sklaven behandeln." Vincent löste Clouds Hand von seinem Arm. "Ich gehe dann wieder und versetze mich nicht noch einmal, wenn ich dir schon ein wenig Training anbiete!", erwiderte er ein wenig schärfer und trat zur Türe hinaus. Cloud nickte noch und sah ihm hinterher. Nun war er also allein mit seinem neuen 'Freund'.

Kadaj fühlte sich irgendwie fehl am Platz, so abgestellt und wie ein benutzter Besen. Unsicher blickte er nun wieder auf, schaute Rufus und Vincent hinterher und seufzte leise. Wie sollte er das hier nur durchstehen, Cloud würde ihm den Hals umdrehen, wenn er wüsste, wer er war. Vielleicht brachte er ihn aber auch wieder zu Rufus zurück, doch daran wollte der Silberhaarige erst mal nicht denken. Vielmehr machte er sich einen Kopf, wie er sich weiter verstellen sollte, so verstellen sollte, dass es Cloud nicht auffallen würde. Notfalls würde er eben den Rest seines Lebens schweigen und dessen Haushalt in Ordnung halten. Immer noch besser als bei diesem Rufus oder diesem Sklaventreiber.

Cloud trat zurück in die Küche und musterte den Verschleierten eine Weile. "Du redest also wirklich nicht?", fragte er ihn. "Nun, wenn dem so ist, kann ich es auch nicht ändern, ist mir sogar lieber." er kratzte sich am Kopf und blickte in der Küche umher. Er hatte keine Ahnung, was er sagen oder mit ihm anstellen sollte. "Also, warum du dich verschleierst, werde ich wohl so auch nicht erfahren, ist mir auch egal, ob du dich vor jemandem verstecken willst oder du vielleicht auch einfach nur hässlich bist. Aber eines vorneweg, wenn du versuchst, mich anzugreifen, wirst du dein blaues Wunder erleben", versuchte er ihn ein wenig einzuschüchtern. "Also, wenn ich dir schon was zu tun geben soll, dann kannst du ja wirklich mal die Küche sauber machen", meinte er noch und setzte sich wieder vor seinen Kaffee und wusste nicht recht, was er anfangen sollte.

Dem gebe ich gleich mal hässlich, ach so ja darf ja nicht angreifen, dachte sich Kadaj leise grummelnd, sah auf den Küchenboden und stellte fest, dass dieser wohl lange keinen Lappen gesehen hatte. Nachdem er gehört hatte, dass er die Küche sauber machen könnte, nickte er einfach nur, gab ein leises Brummeln von sich und machte sich an die Arbeit. Erstmal beseitigte er den Geschirrberg in der Spüle, schrubbte danach den Herd und die Anrichte und trocknete dann langsam Teller und Tassen ab. Den Boden fegt er vorerst mit dem Besen durch, brachte den Müll nach unten und suchte sich dann einen Eimer um den Boden zu wischen.

Dass sein neuer Freund gleich so loslegte und sich in der Küche zu schaffen machte, faszinierte Cloud doch ein wenig. Waren diese sogenannten Sklaven darauf trainiert worden, sofort alles zu tun, was man ihnen sagte, um eventuellen Schlägen zu entgehen oder waren sie einfach nur von Natur aus gefügig? Sich ein wenig darüber wundernd, verzog Cloud sich ins Wohnzimmer und packte sich aufs Sofa, da es ihm doch zu viel Unruhe war und er sich komisch vorkam, jemandem beim Arbeiten zuzusehen, der auch noch seinen Müll beseitigte. Nun, immerhin würde es danach sauber sein. Ihn beschäftigten gerade andere Dinge. Irgendwo musste dieser jemand ja auch schlafen. Sein Gästezimmer war zwar klein und mehr ein provisorischer Abstellraum für irgendwelche Dinge, die in den anderen Zimmern keinen Platz fanden, aber das sollte es tun. Alternativ hätte nur noch das Sofa im Wohnzimmer und das würde ihn nur noch mehr stören. Leise stellte er ein wenig Musik an, um das Geklapper in der Küche nicht allzu laut mitzubekommen.

Nach langem Suchen fand Kadaj endlich einen Eimer, auch fand er etwas Putzmittel und füllte etwas davon in diesen rein. Dass Cloud sich aus der Küche verzogen hatte, kam ihm gerade recht. Kadaj konnte es noch nie leiden, wenn ständig jemand um ihn herumwuselte und erst recht nicht beim Putzen. Schnell füllte er noch den Eimer mit heißem Wasser und machte sich nun dran den verklebten Boden zu schrubben. Vermutlich musste er diesen zweimal wischen, aber das würde erst später tun können. Vorsichtig packte er in das viel zu heiße Wasser und fischte den Lappen raus. "Aua", zischte er leise auf und schlug sich auch gleich die Hand vor den Mund. Na toll, mach so weiter und der merkt es sofort, schoss es ihm durch den Kopf, ehe er sich endlich dran machte den Boden zu wischen.

Dass der Andere doch etwas gesprochen hatte, bekam Cloud nicht wirklich mit. Dösend lag er auf seinem Sofa und genoss die Musik. Nach einer ganzen Weile dachte er sich, dass der Verschleierte wohl fertig mit der Küche sein könnte. Er stand also auf und begab sich aber zuerst in sein Gästezimmer, um dort ein wenig umzuräumen. Das hätte er auch den anderen machen lassen können, aber ein paar Sachen wollte er eben selbst verstaut wissen. Das Zimmer hatte ein Tür-großes Fenster, welches zur Hälfte vom Boden ausgehend mit einem Gitter, einer Art Schutz vor unbeabsichtigtem rausfallen, gesichert war. Blaue leichte Vorhänge hingen dort. Tifa hatte diese besorgt, damit nicht jeder von außen hereinschauen konnte und es ein wenig freundlicher aussähe. Nun, wenn sie meinte, er legte nicht so viel Wert darauf. Das Gästebett war ein schmales Gitterbett mit einer doch noch brauchbaren Matratze. Nun, das sollte wohl reichen, dachte er sich. Vorsichtig linste er schließlich in die Küche und wollte herausfinden, wieweit der andere wohl war.

Das Wischwasser war eine einzige braune Brühe und so wechselte Kadaj dieses noch mal aus und wischte den Boden ein zweites Mal durch. Nachdem er dies getan hatte, leerte er den Eimer aus, verstaute das Putzzeug und stellte den Wischmopp hinter die Küchentür. In Gedanken fragte er sich, was Blondie wohl gerade machte, doch wirklich interessieren tat es ihn auch nicht. Warum auch? Es hat ihn noch nie gekümmert, was aus diesem blonden Struppelwuppel werden würde und erst recht kümmerte es ihn jetzt auch nicht. Gut er sollte dankbar sein, dass dieser ihn so einfach gewähren ließ, dass er hierbleiben konnte, aber da hörte es bei Kadaj auch schon auf.

Cloud sah, wie dieser gerade das Putzzeug wieder verstaute und er war doch einigermaßen überrascht, wie sauber die Küche doch sein konnte. Eigentlich hatte er sie noch nie richtig gewischt, seit er hier wohnte. "Schon fertig?", fragte er und trat ein. "Wow ... ähm ... danke. So sauber war er hier wohl noch nie." Er hatte keine Ahnung, ob er sich hätte bedanken sollen oder ob er es als selbstverständlich ansehen sollte. "Komm mal bitte mit", winkte er ihn zu sich her. Er zeigte ihm den Rest der Wohnung, das Zimmer, welches er für sich nutzen konnte und das Badezimmer. "Den Schlafraum kannst du hier umgestalten, wie du willst, nur wird es eben schwierig, wenn doch wieder Gäste übernachten, dann wirst du wohl auf das Sofa ausweichen müssen", erklärte er. Bei dem Bad angelangt musterte er die Kleidung des anderen und meinte. "Hast du Kleidung zum Wechseln? Denn so dreckig will ich eigentlich nicht, dass du rumläufst, okay, die Küche sah echt aus, verständlich, aber so insgesamt eben. Aber du wirst dich schon selbst darum kümmern." Unschlüssig stand er nun im Gang und überlegte, was er ihm nun zu tun geben sollte.

Als Cloud so plötzlich die Küche betreten hatte, fuhr Kadaj leicht erschrocken zusammen. Musste der sich so anschleichen?Er gab nur ein kurzes Nicken von sich, folgte dem Blonden dann einfach und fragt sich, was nun wieder kommen würde. Kurz sah er sich in dem kleinen Zimmer, um das Cloud ihm zugeteilt hatte und folgte ihm dann ins Badezimmer. Auf die Frage, ob er Kleidung zum Wechseln hätte nickte er wieder nur, blickte kurz auf und sah nun selber an sich runter. Ja irgendwie sah seine Kleidung nicht wirklich vorteilhaft aus, eher sah er aus wie in Lumpen gehüllt. Nur wie sollte er sich ohne diese dann verstecken oder gar verhüllen? Er müsste sich wohl irgendwie eine Perücke oder so was zulegen. Hatte er nicht noch die von seinem Bruder, die die er immer an Fasching trug? Ja dieses schwarzhaarige Teil würde es schon machen und solange wie Cloud ihn nicht ständig ansehen würde, würde der bestimmt nicht dahinter steigen.

"Ja, ähm ... wie gesagt, du kannst dir das Zimmer herrichten, wie du willst." Er ließ ihn darauf im Gang stehen und betrat die fast wie neu aussehende Küche. Er öffnete den Kühlschrank, der nicht besser aussah wie die Küche zuvor. Er verzog das Gesicht, dort war er also nicht gewesen. Aber ein paar neue Vorräte könnten bestimmt auch nicht schaden. Ob er ihn zum Einkaufen schicken konnte? Nun, vielleicht noch nicht heute, aber auf der anderen Seite, würde er bestimmt wieder tausend Dankeschöns und viele Lobeshymnen abkassieren, wenn er heute das Haus verließ. Das nervte ihn ein bisschen, tat aber auch wiederum ganz gut. Er trat wieder zu dem Verschleierten. "Vielleicht kannst du dich noch um den Kühlschrank kümmern, ich besorge ein paar Vorräte. Irgendwas Bestimmtes?" Irgendwann würde er ihm doch noch ein Wort entlocken, dachte er sich und wenn nicht, auch egal.

Kadaj nickte, wann immer Cloud in etwas fragte, etwas anderes konnte er auch gar nicht tun, jedenfalls in seiner Lage nicht. Nachdem er etwas vom Kühlschrank gehört hatte, folgte er dem Blonden in die Küche und schaute sich das Schandbild selber an. Angewidert verzog er das Gesicht, rümpfte die Nase und schüttelte den Kopf. Wie konnte man einen Kühlschrank auch nur so verwahrlosen lassen? Das lebte ja teilweise schon! Wieder suchte er den Eimer, füllte diesen mit heißem Wasser und machte sich gleich an die eingeteilte Arbeit dran. Essig zum Nachwischen fand er im Schrank unter der Spüle, kleinere Lappen zum Trocknen und Nachwischen ebenfalls. Zuerst aber räumte er den Kühlschrank aus, sortierte nach abgelaufen und noch genießbar.

Etwas peinlich berührt stand Cloud im Gang und beobachtete den anderen bei der Arbeit. Viele Vorräte hatte er ja nicht, aber es stimme schon, teilweise hatte er sie einfach vergessen oder aber sie waren in der Zeit, in welcher er eben unterwegs war, vergammelt. In dem Fall war es wohl ganz gut, dass er wohl nicht sprach. Auch konnte er seine Augen nicht erkennen und so entging ihm jede Reaktion des anderen, was vielleicht auch besser so war. "Nun, ich bin dann mal weg ...", meinte er nur und schnappte sich sein Schwert und sein Telefon und flüchtete regelrecht aus der Wohnung.

Kadaj wischte weiter den Kühlschrank aus, atmete erleichtert auf, als Cloud die Wohnung verlassen hatte und setzte sich kurz. "Bor noch fünf Minuten und ich hätte eine Krise bekommen, wie kann man nur so leben? Cloud ist eine richtige Schlampe", meckerte Kadaj leise vor sich hin, stand jedoch dann wieder auf und fuhr mit seiner Arbeit fort. Nachdem er den Kühlschrank endlich sauber hatte, trocknete er diesen nach und wusch in wegen der Bakterien noch mal mit Essigwasser nach und ließ ihn dann kurz noch offen stehen. Fertig, sehr schön, dachte er sich stolz und begutachtet nun den Blitzplanken Kühlschrank.

Kadaj wischte weiter den Kühlschrank aus, atmete erleichtert auf, als Cloud die Wohnung verlassen hatte und setzte sich kurz. "Bor noch fünf Minuten und ich hätte eine Krise bekommen, wie kann man nur so leben? Cloud ist eine richtige Schlampe", meckerte Kadaj leise vor sich hin, stand jedoch dann wieder auf und fuhr mit seiner Arbeit fort. Nachdem er den Kühlschrank endlich sauber hatte, trocknete er diesen nach und wusch in wegen der Bakterien noch mal mit Essigwasser nach und ließ ihn dann kurz noch offen stehen. Fertig, sehr schön, dachte er sich stolz und begutachtet nun den Blitzplanken Kühlschrank.

Cloud hatte sich in Tifas Bar verkrümelt. Da er der einzige Gast war, konnte er frei erzählen und so schilderte er ihr, welches Präsent er bekommen hatte. Stirnrunzelnd hörte sie ihm zu und meinte dann, er solle einfach mal abwarten. Sie habe gehört, dass wohl viele sich selbst in die Sklaverei verkaufen würden, damit sie sich vor einer großen Gefahr verstecken konnten und dass sie sich deswegen auch verschleierten. Nur, dass sie damit meist vom Regen in die Traufe kämen und alles nur schlimmer wäre. Tifa hatte an der Stelle eine blühende Fantasie, wie Cloud bemerke, doch weckten ihre Geschichten nun doch ein wenig sein Interesse und er wollte es angehen, herauszufinden, wer sich unter dem Schleier nun wirklich verbarg. "Was soll denn den ganzen Tag mit ihm anfangen?", fragte er sie schließlich, worauf sie aber nur grinsend antwortete. "Bis dein Saustall aufgeräumt ist, braucht der arme Kerl ja schon bald einen Monat! Und Cloud, es wurden wieder einige Geschenke abgegeben. Da hinten ..." Sie deutete auf einen Stapel Geschenke, welcher wieder von einigen Leuten der Stadt gebracht wurden, weil er sie ja von den silberhaarigen Brüdern befreit hatte. Er seufzte, soviel hatten die Leute ja auch nicht und er wollte nicht unbedingt Geschenke dafür.

Kadaj räumte die wenigen Lebensmittel, die noch gut waren zurück in den Kühlschrank, fing an den Vorratsschrank zu durchforsten und mistete auch da regellos aus. Hier sah es wirklich ziemlich übel aus, das Cloud sich für diesen Saustall nicht schämte? Kadaj verstand das nicht wirklich, wischte leise seufzend die Küchenschränke alle aus und stapelte das Geschirr ordentlich wieder ein. Hier gab es bestimmt noch andere Räume, die genauso schlimm aussahen, doch daran wollte er jetzt erst mal nicht denken. Nun hatte erst mal die Küche seine Aufmerksamkeit, der Rest konnte noch kommen.

Beladen mit einigen Präsenten öffnete Cloud die Türe und stolperte herein. Den anderen erst einmal nicht entdeckend, lud er alles auf dem frisch gewischten Küchentisch ab und schaffte somit wieder Unordnung. Wirklich Lust das Zeug zu verräumen hatte er nicht, war es doch hauptsächlich Süßkram, aber es waren auch einige Bilder von Kindern dabei, welche alle ein doch recht ähnliches Motiv hatten. Auf den Bildern waren eben von Kinderhand gezeichnete Figuren zu sehen, eine mit gelben stacheligen Haaren, eine mit schwarzen langen und eben drei silberhaarige, die immer in irgendeiner Art und Weise in Bedrängnis waren oder eben besiegt am Boden lagen. Über die Bilder schmunzelnd, machte er sich daran wieder nach Kaffee zu suchen, darauf hatte er eben gerade Lust.

Na toll, kaum ist Fussel wieder, da macht er Chaos. So werde ich hier nie fertig, brummte Kadaj vor sich hin, hatte gerade die Kaffeedose in der Hand und stellte diese zurück in den Schrank. Nachdem diese an ihrem sauberen Platz gestanden hatte, war er mit der Küche endlich durch. Nun stellte sich allerdings die Frage, was er jetzt machen sollte. Sollte er fragen, sollte er das Risiko wirklich eingehen oder doch wieder schweigen? "Bin fertig, nuschelte er verdammt leise, zitterte dabei ein wenig und betete zu Gott, dass er ihn nicht erkannte.

"Wie?", meinte er zu dem verschleierten. Er hatte doch fast gedacht, er hätte ihn reden gehört. Zuvor hatte er ihn nicht beachtet, was ihm jetzt doch etwas unhöflich vorkam. "Ähm, Hallo. Fertig wie?" Er schaute sich in der Küche um und erkannte sie nicht wieder. Er öffnete genauso den Vorratsschrank und sah beinahe gähnende Leere. "Wow. War wohl mal nötig. Was du machen kannst, ist mal die ganzen Präsente verräumen. Keine Ahnung, was alles dabei ist, die übertreiben die Leute, haben selbst kaum etwas und schenken mir auch noch was, nur weil ich mit Vincent diesen Silberfischen eine eingeschenkt habe", meinte er nur und langte nach der Kaffeedose um sich einen aufzubrühen. Während er dabei zugange war, natürlich nicht ohne ein wenig Pulver daneben geben zu lassen, fragte er den Verschleierten. "Wie soll ich dich eigentlich rufen?"

Kadaj rollte genervt mit den Augen, als er das ganze belanglose Gerede über sich und seine Brüder hörte, sagen tat er wieder nichts. Vielmehr blieb sein Blick auf der Anrichte kleben und wieder grummelte er leicht. Mann ey, kann der nicht mal aufpassen? Am liebsten würde ich ihn in seinen Arsch treten! Wie er ihn rufen sollte? Gute Frage nächste Frage! Kadaj überlegte sich, während er die Süßigkeiten in den Schrank räumte einen neuen Namen. Nur welcher würde passen? Seinen alten konnte er schlecht nennen, es musste also ein völlig neuer her und das so schnell wie möglich. Fieberhaft versuchte er seine Stimme zu verstellen, hoffte wieder, dass dies klappte und nannte schließlich den Namen Tidus.

"Tidus also? Dass der Name nicht stimmt, ist mir klar, aber ist mir egal, besser als 'he du '", stellte er fest. "Auch einen?", fragte er zurück. Auf die Idee, dass der andere das auch machen könnte, kam er noch nicht, zu neu war die Situation für ihn. Die Kaffeedose ließ er einfach dort stehen, wo sie war. Aus Gewohnheit suchte er die Tassen in der Spüle, die sonst ja nur gespült wurden, wenn eine benötigt wurde. Dort fand er sie nun aber nicht mehr und stirnrunzelnd begann er sämtliche Schränke zu öffnen. "Tidus, wo sind die Tassen jetzt?", fragte er ihn, machte dabei aber munter weiter, wieder alles zu durchkruschteln.

"Herrgott noch einmal, die sind im Schrank genau über der Spüle. Mach halt nicht wieder alles durcheinander", platzte es verärgert aus dem Silberhaarigen heraus, ehe er die Tassen selber aus diesem nahm, die Kaffeedose wieder wegstellte und dass verschüttete Pulver mit dem feuchten Lappen wegwischte. Wie konnte man nur so ein Ferkel sein, immer musste Cloud wieder alles unordentlich machen und das gefiel Kadaj überhaupt nicht.

Verdattert darüber einen vollständigen Satz von seinem Sklaven gehört zu haben, sagte er erst gar nichts dazu. Irgendwie schien ihn die Stimme doch an etwas zu erinnern. Nur dann stieg eine leichte Wut in ihm hoch, okay, er hatte gewerkelt, aber das war immerhin noch seine Küche und wieso sollte er sich von einem, der sich dem Dienen verschrieben hatte, zurechtweisen lassen. Während dieser noch mit dem Lappen hantierte, trat er hinter ihn, hielt dessen Hand mit eisernem Griff fest und flüsterte sehr leise dem Verschleierten ins Ohr oder zumindest dorthin, wo er das Ohr vermutete und er kam ihm sehr nahe dabei. "Okay, es tut mir leid, für dieses eine Mal, aber das hier ist immer noch meine Küche, verstanden?" Aber dann kam ihm eine Idee. "Oder wir machen es einfach so. Da du ja schon mal da bist, mach du doch den Kaffee, ich setze mich einfach ins Wohnzimmer und warte!" Erst dann ließ er ihn los und setzte sich wirklich ins Wohnzimmer. Was war das denn eben gewesen. Ein komisches Gefühl breitete sich ihn ihm aus, irgendwie hatte es ihm gefallen, den anderen ein wenig einzuschüchtern. Kopfschüttelnd schaltete er den Fernseher ein und legte die Beine hoch.

Kadaj zuckte zusammen, als seine Handgelenke unsanft gepackt wurde und Cloud ihm ins Ohr flüsterte. Er hatte schon damit gerechnet, dass seine Tarnung nun auffliegen würde, als dies jedoch nicht der Fall war, atmete er erleichtert aus und machte sich dran den Kaffee zu kochen. Blöder Arsch schoss es ihm noch durch den Kopf, ehe er das Kaffeepulver in die Filtertüte packte und die Maschine anstellte. Während der Kaffee nun durch die Maschine lief, fing der Silberhaarige leise an zu zählen. Mit eisernem Blick zählte er jeden einzelnen Tropfen und seufzte hin und wieder auf. Irgendwo bei 2000 angelangt gab er dann auf, kramte die Milch aus dem Kühlschrank und schenkte sich und Cloud einen Kaffee ein." Schwarz oder mit Milch und Zucker?", fragte er etwas lauter aus der Küche heraus und wartete auf eine Antwort.

Im Wohnzimmer zuckte Cloud zusammen. Was war das gewesen? Die Stimme kannte er doch oder war es ein Zufall? Genau diese Stimme hatte er doch in genau diesem lauteren Ton vor ein paar Tagen durch den Wald schallen gehört. Er blickte zum Fernseher. Hatte der Geräuschpegel sie vielleicht verzerrt? Misstrauisch blickte er in die Küche, es konnte auch Einbildung gewesen sein. Aber was, wenn die Brüder sich doch nicht als geschlagen sahen, sondern versuchten, ihn auf diese Weise irgendwie zu kriegen? Vielleicht erstickte sein neuer Freund ihn im Schlaf oder so was. Na, er wollte ja nicht paranoid werden, er würde ihn einfach erst mal weiter beobachten und ihm notfalls einfach den Schleier wegziehen. Aber gewarnt war er auf jeden Fall. "Schwarz", gab er als Antwort und zappte weiter durch die Programme.

Na schön, dann eben schwarz wie die Nacht, mit diesen Gedanken goss er den Kaffee in Clouds Tasse, brachte diese ins Wohnzimmer rüber und stellte sie auf den Glastisch vor der Couch ab. Seinen Kaffee trank er dann doch lieber in der Küche, sicher war eben sicher. Außerdem hatte er auch keine Lust auf den blonden Fussel, sollte der mal lieber in die Glotze schauen und ihn in Ruhe lassen. Erneut leise seufzend setzte er sich an den Küchentisch, nippte an seinem Kaffee und schloss kurz die Augen.

Ohne sich zu bedanken, trank er den Kaffee, dass dieser seinen eigenen lieber in der Küche zu sich nahm, war ihm egal, er würde schon noch mehr erfahren. Schließlich wurde ihm die Glotze doch zu langweilig und er beschloss, ein paar liegen gebliebene Aufträge, doch noch zu erfüllen. Seine Tasse ließ er natürlich stehen, steckte nur den Kopf durch die Küchentür und meinte. "Ich bin unterwegs, mach, was du willst, richte dir dein Zimmer ein oder so oder nutze das Bad mir egal, wird spät." Und schon war er mit diesen Worten verschwunden. Wenn der andere nun auch abhauen würde, ihm war es egal, er fand die ganze Sache nicht wirklich geheuer. Die Haustüre ins Schloss ziehend atmete er ein paar Mal tief durch und genoss die kalte Luft des beginnenden Abends.

Kadaj blickte kurz auf, nachdem Cloud die Küche betreten und ihm gesagt hatte, dass er noch mal wegging, erst danach erhob er sich und sammelte die benutzte Kaffeetasse aus dem Wohnzimmer ein und stellt diese mit seiner in die Spüle. Kurz darauf hörte auch schon die Tür ins Schloss fallen, seufzte noch mal auf und ging mit frischen Klamotten bepackt ins Badezimmer. Kadaj wollte erst mal duschen, sich den ganzen Dreck und Schmatter vom Leib waschen. Nachdem er sich vollständig entkleidet hatte, stieg er unter die Dusche, seifte sich langsam ein und spülte den ganzen Dreck aus den Haaren und von seiner doch recht blassen Haut. Später als er fertig war, trocknete er sich ab, schlüpfte in ein paar frische Sachen und suchte nun endlich mal diese Perücke.

Cloud ließ sich Zeit mit der Arbeit. Auch hatte er sich einen Helm über den Kopf gezogen, was er sonst nicht tat, aber so war es ihm im Moment lieber. Ziemlich spät, Tifa hatte den siebten Himmel auch schon geschlossen, kam Cloud müde wieder zurück. Etwas angespannt betrat er die Wohnung und konnte seinen Helfer aber nirgends entdecken. Ob es wohl unverschämt war, mitten in der Nacht zu duschen und ihn aufzuwecken? Bisher hatte er auf so was nie geachtet, so auch dieses Mal nicht. Er ließ sich Badewasser einlaufen, suchte sich währenddessen frische Klamotten heraus. Er fand nur ein weißes enges Shirt für die Nacht, da er eigentlich auch mal wieder Wäsche waschen sollte. Aber vielleicht würde er es auch einfach dem anderen sagen, dachte er sich und packte sich genießerisch seufzend in die Wanne, die bereits ziemlich voller Wasser war und fast zu große Schaumberge hatte.

Kadaj wurde durch ein seltsames Rauschen im Bad munter, setzte sich langsam auf und rieb sich den Schlaf aus den Augen. Müde blickte er auf seinen Wecker, seufzte genervt auf und sank zurück in sein Kissen. Was musste Cloud auch nachts um zwei in die Badewanne ... Solange wie der in der Wanne plätscherte, würde er wohl selber nicht schlafen können, dabei wollte er in vier Stunden schon wieder aufstehen und sich das Wohnzimmer vornehmen. Gut dann blieb er ebenso lange wach bis Blondie endlich fertig wäre und in seinem Bett liegen würde.

Cloud planschte ein wenig und spielte im Schaum bald wie ein kleiner Junge. Nach einer Weile verfiel er ins Grübeln, war das alles so richtig? Wer war dieser komische Kauz unter dem Schleier und wieso sollte man überhaupt ausgerechnet ihm so ein Geschenk machen. Er nahm sich vor, den Verschleierten am nächsten Tag einfach so lange zu befragen, bis er die Antworten hätte und wenn er ihn wirklich eigenhändig ausziehen müsste, wenn er wieder den Schleier tragen würde, er würde es herausfinden. Mit diesen Gedanken überkam ihn irgendwann die Müdigkeit und er schlief in der Wanne ein. Das passierte ihm häufiger, war es dort doch auch immer so wohlig warm und das Plätschern verstummte fast ganz, nur ein tropfender Wasserhahn war noch zu hören.

Völlig müde und teilweise erschlagen seufzte Kadaj leise auf. Endlich schien es wieder ruhig zu sein, so ruhig das auch der Silberhaarige wieder einschlief und erst wieder erwachte, als der Wecker schellte. Och nö ... schon sechs Uhr in der Früh, ich mag nicht, brummte er in Gedanken, schwang die Decke zur Seite, zog sich langsam an und machte das Bett. Kurz öffnete er auch das Fenster, ließ somit frische Luft rein und trottete in die Küche. Immer noch müde setzte er als Erstes einen Kaffee auf, räumte die Schuhe, die im Flur wüst umherlagen in den Schuhschrank, und hängte Cloud schwarze Jacke auf.

Cloud hatte wirklich das Problem, dass er in der Badewanne eingepennt, und obwohl er ein selbst heizendes Modell besaß, auf eine gute Badezimmerausstattung legte er wert, war das Wasser nach vier Stunden doch nicht mehr so warm wie am Anfang. Er erwachte durch irgendwelche Geräusche aus der Küche. Fluchend erhob er sich dann und suchte nach einem Handtuch. Sein Rücken schmerze fürchterlich und er fror. Also ließ er das Wasser dann doch ab und stellte sich trotzdem noch mal unter die heiße Dusche, dass die Dampfschwaden nur so stiegen. Das kleine Badfenster öffnend und dick in ein Handtuch gepackt, stolperte er in sein Zimmer ohne den anderen zu beachten und packte sich erst einmal unter die Decke.

Kopfschüttelnd hatte Kadaj bemerkt, dass Cloud aus dem Badezimmer gekommen war, trank seinen Kaffee aus und machte sich dran dieses nun sauber zu machen. Die Wanne musste er wohl schrubben, die sah echt schlimm aus und von dem Kalk an den Armaturen wollte er erst gar nicht anfangen. Mit Scheuermittel und Schwamm bewaffnet machte er sich dran Dusche, Wanne und Waschbecken zu säubern und kalkfrei zu bekommen. Das Klo machte er erst zum Schluss, schließlich wollte er noch einen Kaffee trinken und keinen Brechreiz bekommen. Nachdem das Klo nun auch wieder erstrahlte, schloss er das kleine Fenster, nahm das Putzzeug wieder mit in die Küche und schloss leise die Badezimmertür.

Das "Tidus" das Bad auch noch schrubbte, bekam Cloud überhaupt nicht mit, er war längst wieder im Land der Träume versunken und schlief bis weit nach Mittag ziemlich tief durch. So langsam wurde er aber auch wieder munter und er stand also doch auf und suchte sich seine Kleidung zusammen. Immerhin hielt er seinen Kleiderschrank ordentlich, darin würde der Verschleierte nichts auszusetzen finden, wenn Cloud ihn in sein Zimmer lassen würde, was er nicht vorhatte. Seine schmutzige Wäsche packte er in einen Wäschesack, welchen er in den Waschsalon bringen wollte. Leider waren bei ihm immer wieder einige Kleidungsstücke vom Kämpfen oder eben von anderen Aktivitäten zerrissen und er sollte sie vorher sortieren, allerdings könnte er das ja auch Tidus erledigen lassen. Erstmal nur bekleidet mit seinen Hosen, fragte er in der Küche nach Kaffee an und setzte sich ins Wohnzimmer.

"Moin", gab dieser Knapp von sich, schenkte Cloud seinen Kaffee ein, brachte diesen rüber ins Wohnzimmer und stellte ihn wieder auf dem Tisch ab. Der Wäschesack im Flur fiel ihm sofort ins Auge und ließ ihn leise seufzen. Na wunderbar, nun musste er auch noch Wäsche waschen und scheinbar noch irgendwelche Knöpfe annähen oder Löcher stopfen. Nun ja nähen und stopfen konnte er recht gut, aber noch nie hatte er Wäsche in einer Waschmaschine gewaschen. Wie sollte er das also machen? Auf die herkömmliche Art oder doch lieber fragen?

Cloud bedankte sich für den Kaffee und nahm ein paar Schlucke. "Gnnh ... ähm ... also, der Kaffee könnte ruhig etwas stärker sein, das nächste Mal, aber danke", kommentierte er diesen und stelle die Tasse wieder zurück, erst jetzt realisierte er, dass der andere ja gar nicht mehr verschleiert war. "Tidus? Hast du was vergessen oder wirst du doch mutiger?", meinte er dazu und betrachtete die Schwarzen Haare. Irgendwie sah es komisch aus. Diese dunklen Haare wollten so gar nicht zu dem hellen Gesicht passen. Die Augen konnte er noch nicht erkennen, aber er musterte ihn ganz genau, sodass es dem anderen wirklich auffallen musste.

Kadaj nickte bloß auf den blöden Kommentar hin, grummelte sich in Gedanken wieder was ab und wünschte sich diesen vorlauten Idioten zum Teufel."Hö was? Ach so das, na ja Schleier ist doof", antwortete er etwa zu gelassen, grinste schief und fragte dann nach der Wäsche im Flur. "Die muss in die Maschine, oder? Hab so was immer nur per Hand gemacht", gestand er nun leise und zitterte leicht, jedoch nicht aus Angst, sondern eher, weil er unsicher war und sich dumm vorkam.

"Siehst ja interessant aus ohne Schleier, hast wohl wenig Sonne abbekommen", meinte er trocken und beachtete ihn aber nicht weiter. "Aber wenn man auf so nen Schleier bestand, ach egal." Er hörte ihm eine Weile zu ..."Ja, die sollte gewaschen werden. Du kennst keine Waschmaschine? Wo kommst du denn her? Na ja, einen Fluss hab ich hier nicht im Haus und in der Badewanne kostet es zu viel Wasser, also ist der Waschsalon um die Ecke doch das Beste. So eine Waschmaschine ist kein Hexenwerk, dass zeig ich dir eben kurz. Aber vorher muss ich den Sack sowieso noch sortieren, was es überhaupt noch lohnt zu waschen, bei mir geht immer so einiges kaputt", erzählte er, stand auf, schnappte sich bereits den Wäschesack und kippte ihn im Wohnzimmer auf den Boden.

Blödmann „Ja wenig Sonne, mag auch keine", gab er trocken zurück, hörte sich nun das Gebabbel über die Waschmaschine an und schaute zu, wie er den Wäschesack einfach so auskippte. Kopfschüttelnd fing er an, mit zu sortieren, machte Haufen "gleich wachen" einen für "ganz weg" und der Letzte war für "kann man noch mal flicken"."Ein paar Sachen kann man nähen, aber dieses hier sollte sofort in die Tonne", meinte er ernst, hob ein total zerrissenes Shirt hoch und erkannte dieses sofort wieder. Das Shirt hatte Cloud im Glaswald getragen, das war genau das Shirt, das er trug, als Yazoo und Loz verschwanden. Kadaj packte plötzlich die Wut, am liebsten hätte er den Blonden einfach zu Boden getreten und ihm den Hals umgedreht.

Blödmann. „Ja wenig Sonne, mag auch keine", gab er trocken zurück, hörte sich nun das Gebabbel über die Waschmaschine an und schaute zu, wie er den Wäschesack einfach so auskippe. Kopfschüttelnd fing er an mit zu sortieren, machte Haufen "gleich wachen" einen für "ganz weg" und der Letzte war für "kann man noch mal flicken." "Ein paar Sachen kann man nähen, aber dieses hier sollte sofort in die Tonne", meinte er ernst, hob ein total zerrissenes Shirt hoch und erkannte dieses sofort wieder. Das Shirt hatte Cloud im Glaswald getragen, das war genau das Shirt, das er trug, als Yazoo und Loz verschwanden. Kadaj packte plötzlich die Wut, am liebsten hätte er den Blonden einfach zu Boden getreten und ihm den Hals umgedreht.

Cloud hätte ja selber sortiert, aber da der andere bereits so schnell damit anfing, kam er dem kaum hinterher und schaffte es vielleicht gerade mal, vier Kleidungsstücke auf den Stapel noch gut zu legen. Diese komischen Sklaven waren in Hauswirtschaftssachen wohl wirklich bewandert, dachte er sich belustigt. Cloud blickte auf das total zerrissene Shirt und wollte schon antworten, nur bemerkte er dann die Reaktion des anderen. Zwar kaum merklich, er schien sich wirklich gut im Griff zu haben, doch sah er, wie er seine Augen ein wenig verengte, als ob er wütend wäre. Auch hatte er die Augenfarbe sehen können. Leuchtendes Grün, ein Grün, welches er eigentlich nur von ein paar bestimmten Leuten kannte. Auch schien die Pupille etwas anders zu sein. Er tat, als hätte es nicht bemerkt und meinte bewusst provozierend. "Stimmt, das war ein harter Kampf, keine Ahnung, was von den Gegnern übrig geblieben ist ..." Und er tat unaufmerksam, beobachtete den anderen aber genau.

Kadaj warf das Shirt auf den Stapel für den Müll, riss sich am Riemen und fuhr unbeeindruckt mit seiner Arbeit fort. In seinem Inneren tobte jedoch noch immer diese Wut, nur musste er diese unterdrücken, um nicht aufzufliegen. Als er jedoch die Worte des Blonden hörte, schluckte er schwer, kämpfte mit den Tränen und dachte für einen Augenblick an seine Brüder. "Kampf? Sie kämpfen also ... na ja mich geht das ja nicht an", brachte er irgendwie mühselig heraus, schnappte sich den Stapel für den Müll und brachte diesen vorerst in den Flur.

Cloud traute dieser kalten Reaktion nicht wirklich. Er konnte sich nicht helfen, aber er war irgendwie der Meinung, er würde ihn irgendwoher kennen. Während der andere im Gang doch recht lange brauchte, um die Kleidung dort hinzulegen, machte er sich über den Stapel "noch zu reparieren" her und sortierte gleich noch ein paar Sachen mehr aus, die er eh nicht mehr so gerne hatte. Grübelnd saß er am Boden zwischen der Wäsche. Als der andere dann wieder hereinkam, fragte er ihn gerade heraus. "Wenn ich dich frage, wo du herkommst und warum du das hier machst oder mit dir machen lasst, was lügst du mir dann vor?" Er versuchte dessen Blick zu erwischen, nur verbarg der andere seine Augen unter einem gesenkten Blick und die komischen schwarzen Haare rahmten sein Gesicht unnatürlich ein, was eine Deutung wirklich schwierig machte.

Er brauchte schnell eine Antwort auf diese vielen Fragen, doch was sollte Kadaj sagen? Die Wahrheit war wohl nicht ganz passend, sie würde ihm das Genick brechen und eine Lüge wäre auch nicht sonderlich vorteilhaft. "Ich mache es nicht freiwillig, ich wurde gefunden und verkauft", war das einzige, was Kadaj ehrlich beantworten wollte und konnte. Zu seinem alten Wohnort schwieg er lieber ganz, schnappte sich die ersten kaputten Kleidungsstücke und fing an diese zusammenzuflicken. Seinen Blick hatte er nun wieder gesenkt, musste sich so auf die Kleidung konzentrieren und konnte somit Clouds Blicken gekonnt ausweichen.

Eigentlich war es Cloud egal, woher der kleine kam und irgendwie auch wieder nicht. Den Blick konnte er nicht in dem Maße deuten, wie er es gerne gewollt hätte, aber er würde noch mehr Gelegenheiten finden. "Die Dinger zu reparieren ist gewaschen vielleicht angenehmer", meinte er nur und sprang auf um sich in seinem Zimmer richtig anzuziehen. Komplett angezogen und mit ein paar Waschmünzen in der Tasche, meinte er zu ihm "Mach, das hinterher, lass uns in den Waschsalon gehen, oder traust du dich nicht hinaus?"

Kadaj nickte, legte das angefangene Wäschestück zu Seite, erhob sich langsam aus seiner sitzenden Position und zog sich im Flur schon die Schuhe und Jacke an. Nachdem auch Cloud fertig angezogen war, trottete er diesem brav in den Waschsalon hinterher und schaute sich die Waschmaschine skeptisch an. Sah irgendwie seltsam in dem Salon aus, die Trommeln wirken riesig und wirklich verstehen tat er die ganzen Knöpfe an den Geräten auch nicht. "Ähm wie funktioniert das?", fragte er geradeaus und ziemlich blöde, schaute Cloud leicht unwissend an und wartete geduldig auf die Antwort.

Cloud erklärte geduldig die Funktionsweise der Knöpfe und zeigte dem anderen auch die einzelnen Waschprogramme. Auch erklärte er ihm, wie man die Wäsche richtig zusammenstelle und mehrere Trommeln damit belegte, denn alles Zusammenschmeißen war bei einer Maschine ja nicht drin. Außerdem wollte er vermeiden, dass er irgendwann rosa T-Shirts haben würde. Eine belud er selbst, die andere ließ er von Tidus befüllen. Als dieser aber einen falschen Knopf drücken wollte, hielt er dessen Arm fest und kam ihm wieder relativ nahe dabei. "Nicht A, C ist für 30 Grad", meinte er nur und stellte das richtige Programm ein. Nur als er dem anderen so nahe beim Gesicht war, sah er dessen Augen genau und das Profil dazu, er überlegte fieberhaft. Wenn dieser jetzt noch silberne Haare hätte, könnte er schwören, er habe einen der drei Brüder vor sich, am wahrscheinlichsten wohl den Jüngsten. "Sag mal, wie alt bist du eigentlich?", fragte er ihn schließlich und drückte ihm dabei die Waschmünzen in die Hand, welche die Maschine endgültig anstellte.

Kadaj erschrak schon wieder, zuckte leicht zusammen und blickte Cloud verwirrt an. "Entschuldigung habe es wohl schon wieder vergessen, waren wohl zu viele Informationen auf einmal", murmelte er leise, schaute zur Seite weg und versuchte erneut den Blicken auszuweichen. "Warum willst du wissen, wie alt ich bin? Mein Alter ist doch egal, aber falls es dich beruhigen sollte, ich bin schon volljährig", brummte er leise, steckte die Waschmünze in den vorhergesehenen Schlitz und schaute zu, wie sich die Trommel langsam anfing zu drehen und Wasser zog. Es war fast noch besser als Kino, immerhin hatte er noch nie eine Maschine gesehen, die Wäsche wäscht, gehört hatte er von den Dingern, aber eben noch nie eine in Betrieb gesehen. "Besser als TV gucken", meinte er ruhig, schaute neugierig in die Waschtrommel und achtete gar nicht mehr auf Cloud.

Cloud hob eine Braue. "Volljährig hm? Also 18." Viel älter würde er ihn nicht schätzen. Er überlegte und kam zu dem Schluss, dass es passen könnte, dieser Kadaj war der jüngste dieser drei gewesen, aber auch der Unberechenbare, und da niemand so richtig gesehen hatte, wohin die Brüder verschwunden waren, sie waren nach einer größeren Explosion einfach fort gewesen, könnte es wirklich sein, dass dieser als Sklave bei ihm gelandet war. Aber eigentlich war das auch wieder total unwahrscheinlich und er wollte sich in nicht reinsteigern. Dass dieser Typ keine Waschmaschine kannte, war für ihn selber faszinierend. "Dieser Wäschekampf ist doch langweilig. Jetzt steht man zwei Stunden doof im Waschsalon rum und muss warten, nicht dass ein anderer die Wäsche mitgehen lässt. Super", stelle er fest. "Gegenüber ist ein kleines Café. Hast Du Hunger? Ich könnte ein Frühstück vertragen", meinte er und deutete in die Richtung des Cafés. "Und vor allem, man kann den Salon direkt einsehen, perfekte Lage", fügte er noch hinzu.

Nur ungern löste Kadaj den Blick von der Trommel, schaute dann aber doch zu Cloud und blickte diesen entgeistert an. "Ja, zarte 18 und ich finde das hier sehr spannend", log er frech, blickte nun wieder in die Waschtrommel und fuchtelte mit der Hand rum, dass es so aussah, als wolle er den Blonden loswerden. Gut, das wollte er auch, immerhin konnte er so mal verschnaufen, hatte seine Ruhe und wurde nicht als angeglotzt."Danke aber ich habe keinen Hunger, ich esse nie viel. Du kannst ja alleine was essen, ich pass in der Zeit auf die Wäsche auf", gab er leise von sich, nahm sich eine Zeitschrift und setzte sich nun mit dieser auf eine der Wartebänke.

Kopfschüttelnd ging Cloud zu dem Café und setzte sich in Sichtlinie zum Salon. Er bestellte sich ein reichliches Frühstück und seufzte. Ein komisches Gefühl beschlich ihn, es war zu komisch mit einem Diener, vielleicht verhielt er sich aber auch einfach falsch. Im Grunde tat er ja alles, was er wollte, aber er schien auch seinen eigenen Kopf zu haben und vor allem schien er etwas zu verbergen. In Gedanken versunken ging er den Kampf mit dem Silberhaarigen noch einmal durch. Sie hatten keine einige Leichen gefunden, aber auch keinen Überlebenden, auch hatten sie nicht gesehen, wohin die verschwunden waren, sie waren einfach weg gewesen. Neugierig, ob sich etwas Neues ergeben habe, rief er bei Vincent an, welcher ja mittlerweile auch ein Telefon besaß, es aber nur widerwillig benutzte.

Kadaj blätterte gelangweilt durch die Zeitschrift, blickte hin und wieder auf die Waschmaschine und dann rüber zu diesem Café, in dem Cloud saß und scheinbar telefonierte. Dass der gerade mit Vincent sprach, ahnte er nicht, auch nicht das dieser längst herausgefunden hatte das Loz und Yazoo wohl überlebt hatten, aber es keinen Anhaltspunkt über Kadajs Verbleib gab. Seufzend ging dieser nun doch rüber ins Café, setzte sich zu Cloud an den Tisch und schaute schweigend zum Waschsalon rüber. Einer musste ja schließlich nach der Wäsche gucken und wenn der Blonde schon am Telefonieren war, dann musste er das eben machen.

"Also wohl noch nicht vorbei, wie es scheint und es gibt wirklich keinen Hinweis auf den Verbleib ..." Er stockte, als bemerkte, dass er nicht mehr alleine am Tisch saß, denn eine Vermutung hatte er, vor allem jetzt in dem hellen Tageslicht, schien ihn die Ähnlichkeit immer wahrscheinlicher. "Was ich tue? Sitze im Café und frühstücke ... ja, ja, es ist Nachmittag, ich weiß, war auch spät gestern. Der? Ja, ist fleißig, sitzt neben mir", meinte er noch. Zu schade, dass er jetzt nicht so sprechen konnte, wie er wollte, denn er würde seine Vermutung Vincent am liebten mitteilen. "Wie lange seid ihr noch im Wald? Ja, ich denke, ich komme noch dazu", beendete er das Gespräch und schaute zu dem vermeintlichen Tidus. "Die Wäsche scheint mir noch nicht fertig zu sein", meinte er nur. "Doch etwas zu essen?", fragte er abermals und reichte ihm die Karte.

Hinweise? Verbleib? Wovon reden die? Kopfschüttelnd versuchte Kadaj die Wortfetzen zu ordnen, konnte sich jedoch keinen Reim daraus machen und legt die Hände in den Schoss. Nachdem Cloud nun fertig war, mit telefonieren, blickte er diesen wieder an und erklärte ihm das die Wäsche noch eine ganze Stunde brauchen würde. "Nein, kein Essen, lieber einen Kaffee", erwiderte er leise, legte die ihm gereichte Karte wieder auf den Tisch und blickte erneut aus dem Fenster. Was wollte Cloud später eigentlich im Wald und was für ein Wald war das denn? Etwa der Glaswald? "Gibt es hier eigentlich viele Wälder?", fragte er den Blonden nun doch, setzte einen nicht wissenden Gesichtsausdruck auf und knetete leicht seine Fingerspitzen.

Cloud bestellte ihm einen Kaffee und seufzte. Eine Stunde, was war ihm doch fast zu lange, nur sollte er dem Kleinen seine Wohnungsschlüssel überlassen? Nein, das wollte er so nicht und so musste er eben noch warten. Misstrauisch sah er ihn an und dachte sich, als ob er es nicht wüsste, sein Verdacht wurde immer stärker. "Hier hat es viele Wälder, der größte ist aber der Glaswald, warum?", fragte er einfach zurück und er hatte bewusst den Glaswald erwähnt. Die Kellnerin brachte den Kaffee und setzte ihn vor Tidus ab. "Ist es für das Ding auf deinem Kopf nicht etwas zu heiß in der Sonne?", fragte sie frech und deutete auf die schwarzen Haare. "Ich könnte den Schirm aufspannen", bot sie an.

"Ich frage halt bloß, bin eben neugierig", log Kadaj Cloud kurzerhand wieder an, blickte dann wiederum zu der Kellnerin, die den Kaffee brachte und schaute diese, leicht verwirrt an. "Welches Ding meinen sie?", fragte er direkt nach, nahm sich den Zucker und rührte in seinem Kaffee rum. "Danke den Schirm brauchen sie nicht aufmachen, etwas Sonne schadet nicht", sprach er die Kellnerin noch mal an, schnappte sich nun doch die Karte und schaute sich diese ganz genau an. Immer noch besser als diesen komischen Blicken ausgesetzt zu sein, diese gingen Kadaj nun langsam schon auf den Sender.

Sie zuckte mit den Schultern und ging wieder ihres Weges. Das Ding auf seinem Kopf, hm, dachte sich Cloud, sind das vielleicht doch falsche Haare? Für ihn sahen sie relativ echt aus, aber er achtete auch nicht wirklich auf solche Kleinigkeiten. "Kennst du den Glaswald? Schon mal dort gewesen?", bohrte er weiter, aber schaute ihn nicht mehr so durchdringend an, das würde auf Dauer zu auffällig werden. Er sah immer wieder auf die Uhr seines Telefons, da er wirklich langsam loswollte. Aber die Zeit schien relativ langsam zu vergehen.

Kadaj lugte über den Rand der Karte drüber, runzelte leicht die Stirn und schaute Cloud dann fragend an. "Was sollte ich in diesem Glaswald wollen, ich weiß nicht mal, wo dieser liegt", tischte er ihm die nächste Lüge auf, ehe er leicht den Kopf schüttelte, wieder die Karte studierte und hin und wieder an seinem Kaffee nippte. "Wäsche waschen dauert echt ganz schön lange, ich glaub, ich mag die Arbeit jetzt schon nicht. Haste wenigstens daheim nen Bügeleisen?", lenkte Kadaj kack frech vom Thema ab, legte die Karte zur Seite und nahm einen Schluck Kaffee.

"Bügeleisen?", erwiderte er. "Hab ich nicht, wozu auch, im Trockner wird das alles schon so glatt, dass es passt. Sollte nur gleich zusammengelegt werden", erwiderte er. "Du kennst keine Waschmaschine, aber doch Bügeleisen? Wo wäscht man mit Hand und bügelt dann?" Er schüttelte den Kopf, das verstand er nun wirklich nicht, aber woher auch, er wusste ja nicht, wie der andere vorher gelebt hatte. Irgendwann rief er die Kellnerin her und zahlte. "Wird wohl so weit sein. Komm mit", meinte er und stand bereits auf und ging Richtung Salon zurück.

"Ähm ja ... also nen Bügeleisen kenne ich auch nur von Hören und Sagen und was man damit macht", erwiderte Kadaj hastig, erhob sich ebenfalls und lief langsam hinter Cloud über die Straße zum Salon entlang. Die Wäsche brauchte noch ganze fünf Minuten, erst dann war sie sauber, trocken und bereit zum Zusammenlegen. "Nicht ganz Cloud, es dauert noch fünf Minuten", meinte Kadaj beiläufig, nahm sich wieder die Zeitung und las diese nun stehend.

Cloud trippelte richtig, er hatte jetzt echt keine Geduld mehr. "Blödes Ding" fluchte er und er war sich sicher, dass er sich jetzt schon freute, diese lästige Arbeit einfach abzugeben. Er sah zur Straße und sah von weitem Rufus Richtung seiner Wohnung gehen. "Och nöö, das muss nun aber nicht sein." nuschelte er, denn er hatte im Moment nicht den Nerv für Besuch, da er ja wegwollte. Er ging in die zweite Reihe und platzierte sich so, dass er nicht so einfach gesehen werden konnte, was gar nicht so einfach war, da er mit seinen blonden Haaren immer herausstach, ob er wollte oder nicht.

Rufus hatte den Blonden längst schon bemerkt, schritt nun langsam auf den Waschsalon zu und öffnete die Tür. "Ha da bist du ja und wie ich sehe, hat sich der Kleine wohl enthüllt. Sehr schön, das freut mich", quatschte dieser gleich los und schaute die beiden ernst an. "Spricht er denn jetzt oder ist er immer noch so schweigsam?", stellte er gleich die nächste Frage und blickte Kadaj nun genauer an. "Ja doch, ich spreche und ja ich bin enthüllt. Zufrieden?", zickte dieser leicht rum und ging rüber zur Waschmaschine, die endlich fertig und aus war.

Rufus kicherte. "Och wie süß, eine kleine Zicke also, Cloud, wenn du sie dir zu viele Probleme bereitet, kann ich dir gerne ein paar Tipps geben, wie du der Dame Manieren beibringen kannst", grinste er ziemlich zweideutig. Cloud sah ihn etwas verdattert an. "Mal sehen, bis jetzt hab ich noch keine Probleme, ist eben nur ungewohnt", meinte er wahrheitsgemäß. Etwas leiser sagte er dann. "Er meinte, er wäre gefunden worden und macht dies nicht freiwillig, ist das nicht unrecht?" Rufus hob eine Braue. "Na ja, Definitionssache. Ich würde in dem Fall einfach sagen, Pech für ihn. Aber mal ehrlich, einen ordentlichen Haarschnitt könnte er schon vertragen", stichelte er etwas und griff wie selbstverständlich in die schwarzen Haare des anderen.

Kadaj hatte mittlerweile angefangen die Waschmaschine leerzuräumen, faltete auch gleich Shirts und Hosen zusammen, sortierte Socken und legte passende zusammen, ehe er diese zusammenrollte und alles schön ordentlich in dem Wäschesack verstaute. "Ich bin gar nicht zickig und ich bin auch keine Dame", murrte er auf Rufus Worte, öffnete die nächste Trommel und begann das Spiel von vorne. Jedoch spürte er dabei, wie ihm der Präsident durch die Haare wuschelte und er funkelte ihn giftig und kalt an. "Pfoten weg, was meine Haare angeht, die bleiben so und basta", moserte er weiter rum, widmete sich dann wieder den Wäschestücken und sortierte gleich wieder alles nach "ab in Schrank" und nach "flicken".

Rufus zog die Hand zurück und blickte aber überhaupt nicht mehr freundlich oder amüsiert, man gewann eher den Eindruck, dass er etwas angesäuert war. "Wie redest du denn mit dem Präsidenten?" schnurrte eine bekannte Stimme aus der anderen Ecke des Waschsalons. Niemand anderes als Reno ging lässig auf die Szene zu und schon schnurrte er zu Cloud. "Eieiei, den hast du aber schlecht erzogen, Cloud, bei uns war noch ganz zahm, nicht wahr, Schätzchen? Tanzt er dir auf der Nase herum?" "Reno ...", bemerkte Cloud etwas abfällig, der Rothaarige nervte ihn einfach mit seinem coolen Getue. "Das Verhalten des Bediensteten spiegelt auch das Durchsetzungsvermögen des Besitzers wider." fügte Rufus noch an. "Das solltest du dir merken, Cloud." An der Tür drehte sich Reno noch mal um. "Wie blamabel, Herzchen!", rief er in den Salon hinein.

Am liebsten hätte Kadaj Rufus kräftig in den Hintern getreten, sagte oder tat aber nichts dergleichen. Vielmehr fiel jetzt sein Blick auf Reno, der langsam den Salon betrat und dumme Sprüche klopfte. Typisch, was anderes konnte der rothaarige Köter auch nicht machen und wenn doch, dann konnte er Rufus ShinRa schön in den Arsch kriechen. "Ich bin nicht dein Schätzchen, sieh zu, dass du Land gewinnst, ehe ich dir einen saftigen Tritt in deinen Hintern verpasse", knurrte Kadaj leise den rothaarigen Turk an, legte danach wieder ordnungsgemäß T-Shirts zusammen und blickte desinteressiert vor sich hin.

Cloud kochte innerlich vor Wut, ließ es sich aber nicht anmerken. Wenn sich dieser kleine Affe also so unverschämt aufführte, würde es negativ auf ihn zurückfallen, na super. Irgendwie hatte er keinerlei Interesse an so etwas gemessen zu werden, vor allem, wenn es um sein Durchsetzungsvermögen ging, den schwach wollte auch nicht dastehen. Auf jeden Fall musste er sich irgendwie aus dieser Geschichte retten, so konnte das nicht bleiben. "Geht das nicht schneller?", herrschte er den anderen ungeduldig an und kramte wieder nach seinem Telefon, um auf die Uhr zu sehen.

Kadaj blickte rüber zu Cloud, runzelte die Stirn und kräuselte zeitgleich die Lippen. "Bitte? Ich falte schon so schnell, es geht, zu schnell ist auch nicht gut, da es sonst unordentlich wird und ich es noch mal machen müsste", antwortete er im patzigen Ton, legte das nächste Shirt zusammen und verstaute den letzten Stapel im Wäschesack. "Wenn dir das in nem Waschsalon zu langweilig ist, dann kauf dir halt selber eine Waschmaschine, das würde zumindest den Weg und vor allem Zeit sparen", polterte Kadaj munter weiter, schnürte den Sack zu und warf Cloud noch einen gehässigen Blick zu.

"Für was sollte ich das tun? Zeit sparen? Glaubst du, ich hab vor hier jedes Mal mitzudackeln? Ob du die Dinger zweimal oder hundert 100-mal zusammenlegst, ist mir so was von egal!", schnauzte er genauso zurück und ging schon mal zur Türe. Tragen half er ihm nicht mehr, dazu war ihm die Lust vergangen. Vielmehr lief er eilends voraus und achtete nicht darauf, ob dieser Schritt halten konnte oder nicht. Bei der Wohnung angekommen, lehnte er die Türe auch nur an und machte sich bereits reisefertig, bis der andere ankam. Dabei hinterließ er in dem frisch geputzten Bad wieder eine herrliche Unordnung.

Grummelnd packte sich Kadaj die drei Wäschesäcke, lief langsam und gemütlich über die Straße und kam ganze 15 Minuten später in Clouds Wohnung an. "In deinen Schrank kannst'e die Sachen aber selber einräumen, ich trage dir nicht ständig den Arsch nach", donnerte der Silberhaarige laut durch die Wohnung, machte sich auf die Säcke langsam auszuräumen und legte die frisch gewaschene Wäsche vorerst auf dem Küchentisch ab. Die Kleidungsstücke, die genäht werden mussten, besserte er gleich aus. Zumindest die, wo man nur einen Knopf annähen oder ein kleines Loch stopfen musste. Bei den etwas Größeren musste er erst sehen, wie er das machte, schließlich hatte er kein Garn und das gestaltete sich als schwierig.

Grummelnd packte sich Kadaj die drei Wäschesäcke, lief langsam und gemütlich über die Straße und kam ganze fünfzehn Minuten später in Clouds Wohnung an. "In deinen Schrank kannst'e die Sachen aber selber einräumen, ich trage dir nicht ständig den Arsch nach", donnerte der Silberhaarige laut durch die Wohnung, machte sich darauf die Säcke langsam auszuräumen und legte die frisch gewaschene Wäsche vorerst auf dem Küchentisch ab. Die Kleidungsstücke, die genäht werden mussten, besserte er gleich aus. Zumindest die, wo man nur einen Knopf annähen oder ein kleines Loch stopfen musste. Bei den etwas Größeren musste er erst sehen, wie er das machte, schließlich hatte er kein Garn und das gestaltete sich als schwierig.

Cloud betrachtete sich im Spiegel. Diese Stimme glaubte er, nun aber wirklich zu kennen. Er sah sich selbst wieder im Glaswald und hörte genau diese Stimme irgendwelche Anweisungen rufen. Anweisungen zu dem Silberhaarigen Brüdern. Er musste sich nun wirklich mit Vincent treffen, vielleicht konnte dieser oder auch einer der anderen seinen Verdacht entkräften. Ruhig ging er in die Küche, nahm ohne Widerworte ein paar seiner Sachen und legte diese erst mal auf sein Bett. Wieder zurück schnappte er sich den anderen am Kragen und drückte diesen unsanft gegen den mannshohen Kühlschrank. Dass er dabei einen Stapel Wäsche vom Tisch fegte und dieser total durcheinander am Boden landete, kümmerte ihn überhaupt nicht. "Tu ich, in meinem Zimmer hast du eh NICHTS, aber auch gar nichts verloren! Merk dir das!" Da er genau spürte, dass er körperlich stärker war, erhöhte er trotzdem den Druck noch etwas. "Vielleicht sollte ich dich wirklich weiterverkaufen und mir von dem Geld etwas kleines Schnuckeliges leisten und nicht so eine Zicke, wie du eine bist. Mal sehen, ob ich einen richtig fiesen Käufer finden kann", raunte er dann in dessen Ohr. Aber dann ließ er ihn auch schon los und machte sich ans Gehen. Er hatte ein paar Antworten zu finden.

Nachdem Kadaj unsanft gegen den Kühlschrank gedrückt wurde, blickte er Cloud direkt in die Augen, schluckte leicht und nickte. Nachdem aber der Satz mit dem Weiterverkaufen fiel und er das Chaos am Küchenboden sah, schnaufte er erneut auf und zickte fröhlich weiter. Wenn schon eine Zicke, dann eine richtige. "Tu, was du nicht lassen kannst, immer noch besser als einer richtigen Schlampe hinterher räumen zu müssen", keifte Kadaj Cloud hinterher, räumte die Wäsche wieder vom Boden auf und legte diese erneut zusammen. Wieder setzte er sich auf den Stuhl, suchte aus den weggeworfenen Kleidungsstücken ein paar Lumpen heraus und stopfte damit nun die größeren Löcher. Nach getaner Arbeit legte er die Wäsche im Wohnzimmer auf die Couch und räumte wieder das unordentliche Badezimmer auf.

Cloud hörte nicht mehr alles, was der andere ihm nachrief, was vielleicht auch besser so war. Er fuhr in den Glaswald und erkundigte sich bei seinen Freunden, ob diese vielleicht noch mehr über den Verbleib der Brüder erfahren hatten. Sie kamen zu dem Schluss, dass die Brüder wohl getrennt worden waren, als er mit Vincent das mit Materia beschworene Wesen vernichtet hatten und es eine Explosion gegeben hatte. Diese war ziemlich massiv gewesen, aber es war unwahrscheinlich, dass diese zum Tod ausgereicht hätte, vor allem, da es keine Anzeichen vom Lebensstrom gegeben hatte, den man sonst beim Tode eines Wesens immer bemerkte. "Die beiden älteren flogen in diese Richtung und Kadaj, den muss es viel weiter geschleudert haben", stellte Vincent fest und sie blickten beide in einen Abgrund, in welchem man aber weicher landen konnte, da er dicht bewachsen war. Sie sprangen beide hinunter und landeten unten und suchten weiter nach Spuren. "Wie läuft es mit deinem Bediensteten?" "Weiß nicht", antwortete Cloud und er erzählte ihm, was so alles vorgefallen war.

Rude und Reno waren auf Anweisung von Rufus ShinRa im Glaswald, streiften selber jede Ecke, jeden Winkel und jede Höhle ab und siehe da ... sie wurden fündig. Rude zog einen völlig verstörten Loz aus der Höhle raus und fand bei genauerem Hinsehen auch Yazoo, nur von der kleinen Made Kadaj fehlte noch immer jede Spur. Sichtlich stolz zog er die beiden nun aus der Dunkelheit, rief nach Cloud und Vincent und machte sich langsam mit Reno zusammen auf dem Weg zum Waldesrand. "Schaut mal was wir gefunden haben", meinte Rude emotionslos, warf die beiden Silberling vor Vincents Füße und rückte seine Brille zurecht. "Den Dritten haben wir nicht gefunden", fügte Reno hinzu, spielte mit seinem Schlagstock und grinste etwas anzüglich zu Cloud.

Cloud hob die Brauen, als sie gerufen wurden. Leider hatte Vincent ihm noch keinen Rat für sein kleines Problem zu Hause geben können, an welches er jedoch erst mal gar nicht mehr dachte. "Schau einer an", meinte er nur. "Sicher?", fragte Cloud Reno zurück und schaute ihn etwas giftig an. "Euch kann man doch nicht wirklich trauen", grummelte er. "Wo ist der Dritte? Wo ist Kadaj?", fragte Vincent indessen Loz, der ihn aber nur etwas belämmert, anschaute und die Schultern zuckte. "Die reden nicht, hab ich schon versucht", meinte Reno gelangweilt. "Vielleicht muss ich etwas intensiver nachfragen." Er ging mit dem Schlagstock drohend auf Yazoo zu, der emotionslos vor sich hinstarrte. "Sagst du mir, wo er ist?", fragte er zuckersüß und präsentierte seinen Stock. "Tot", kam es nur trocken von ihm, worauf Loz zu weinen begann. "Nein, er ist kommt schon wieder, wir warten", schluchzte er. "Halt den Mund!", kam es scharf von Yazoo, der dann aber schon einen Schlag mit dem Stock abbekam.

"Reno, lass das! So bekommen wir auch keine Informationen aus ihnen heraus und halb tot prügeln ist auch keine Lösung. Rufus will sie beide lebend und unversehrt wissen, als pack deinen Schlagstock weg, oder ich tu es", knurrte Rude leise dem Rothaarigen zu, packte sich schon dessen Schlagstock, zog mit einem Ruck und sah zu, wie Reno durch das ruckartige Ziehen auf dem Hintern landete. "Vincent ... Cloud ... falls ihr die beiden noch etwas fragen wollt, dann tut das bitte jetzt. Später wird sich Rufus um die beiden kümmern und ob sie dann noch in der Lage sind zu antwortet, bezweifle ich", sprach Rude die beiden an, stellte sich hinter Reno und hielt diesen sicherheitshalber am Kragen fest.

Cloud blickte zu Vincent, der sich dann Loz vornahm. Er selbst ging auf den am Boden liegenden Yazoo zu und setzte diesen unsanft hoch. Reno keifte hinter ihnen, was Rude jedoch nicht im geringsten beeindruckte. "Ich weiß, dass er nicht tot ist", begann er einfach und zwang den anderen ihm in die Augen zu sehen. "Vielleicht sag ich dir auch noch mehr, aber ich will wissen, wie seid ihr entkommen?" Yazoo blickte ihn ziemlich böse an. "Du verdammtes Ass hast ihn doch verbrannt! Er stand genau im Flammenmeer, das die Explosion ausgelöst hat, die DU verursacht hast!" "Neeiiinn!" schluchzte Loz neben ihnen, "Er ist in den Abgrund runter!" "Dann ist er eben dort unten zerschellt, haste das grüne Licht gesehen?", schnauzte Yazoo und funkelte Loz bitterböse an, was Vincent wieder konterte. "Es gab kein grünes Licht, das wissen wir alle." Also war es wohl wahrscheinlich, dass dieser noch lebte, dachte sich Cloud, das war alles sehr interessant.

"Wenn er nicht im Abgrund zerschellt ist, nehme ich, an das er die Stadt längst verlassen hat und ...", setzte Rude an, wurde jedoch nun von Rufus persönlich unterbrochen und schwieg. "Oder aber jemand hat Kadaj gefunden und diesen irgendwo hingebracht. Ich denke ja, dass dieser jemand ein Handlanger war oder ein Kopfgeldjäger und was die mit gefundenen Leuten machen, muss ich euch ja nicht erklären. Für die Unwissenden unter euch, es heißt so viel, wie er wurde, scheinbar verschleppt und anschließend verkauft", erklang die kalte Stimme des Präsidenten hinter Reno und lächelte süffisant.

Loz heulte wieder auf. "Er würde nicht einfach gehen! Er würde sich nie fangen lassen!", jammerte er und Yazoo bellte dazu."Und er würde nie jemand anderen bedienen!" Cloud ließ die beiden jammern und wendete sich dem Präsidenten zu. "Hallo Rufus", begrüßte Cloud ihn etwas kühl. "Cloud habt ihr deine Wäsche noch gut nach Hause gebracht?", fragte Rufus ihn interessiert. "Oder musstest du erst deine Diva besänftigen?", stichelte Reno, der sich inzwischen von Rude befreit hatte und wieder auf die beiden Brüder zugingen. "Die sind mir echt mal zu laut", schnurrte er und zog mit seinem Stock bei Loz einmal durch, dass dieser aufhörte, zu weinen und einfach stillliegen blieb. "Schau mal, Cloud, so bringt man jemanden zum Schweigen, wenn man dessen Gebabbel nicht mehr hören kann. Soll ich dir mein Stöckchen mal ausleihen?" Cloud hatte keine Lust weiter Gespött des Rothaarigen zu sein und beachtete ihn nicht weiter. "Suchen wir eben noch weiter bei diesem Abgrund", meinte er zu Vincent und sah den anderen nur kalt an.

"Reno aus!", donnerte Rufus in die Richtung seines rothaarigen Turks, das dieser augenblicklich stillstand, den Mund hielt und kaum merklich atmete. "Geht doch, es geht doch. Packt die beiden ein und dann ab mit ihnen, ihr wisst ja wohin", zischte Rufus bedrohlich leise weiter, machte eine Handbewegung Richtung Auto und lief unbeeindruckt vorne weg. Rude packte sich Loz, lief langsam hinter seinem Chef her und schaute noch kurz, wie Reno sich mit dem keifenden Yazoo auseinandersetzte. Herrlich dieser Anblick, man könnte meinen die beiden wären Hund und Katz, so gifteten sich an. "RENO BEWEG DEINEN ARSCH HER UND PACK DIE DIVA EIN!", brüllte Rufus vom Wagen her, öffnete galant die Tür des Fahrzeugs und nahm auf den Rücksitz schon mal Platz.

"Turks und vor allem dieser. Die haben echt Gefallen an ihrer Macht, die sie über andere ausüben können", murmelte Vincent leise und wandte sich zum Gehen. Cloud beobachtete das Spektakel ebenfalls noch eine Weile kopfschüttelnd, aber er war schon so weit beeindruckt, wie Rufus sich den anderen nur mit Worten durchsetzen könnte. In Clouds Kopf arbeitete es fieberhaft. Konnte es sein? Konnte es wirklich sein, dass Kadaj von solchen Handlangern gefunden worden war und sich nun sogar bei ihm vor Rufus und den Turks versteckte? Deswegen der anfängliche Schleier? Hatte er ihn aufgegeben, da er sich bei ihm sicher fühlte? Oder aber dass er ihn für so blöde hielt, dass er ihn nicht erkennen würde. Wenn dem so war, dann könnte dieser was erleben. Cloud stand noch eine Weile einfach da und beobachtete, wie Reno den Silberhaarigen, mit reichlich Mühe ins Auto verfrachtete und er fragte sich wirklich, wohin Rufus diese bringen würde.

Nachdem endlich auch Yazoo im Wagen verfrachtet war, fuhr dieser mit quietschenden Reifen Richtung Midgar. Rufus hockte mit einem süffisanten Grinsen in seinem Wagen und blickte die beiden Brüder abwechselnd an. "Nun da wir nun unter uns sind, kann ich euch ja sagen, was aus eurem dummen kleinen Bruder geworden ist. Ich habe mich mal auf dem Sklavenmarkt umgehört und scheinbar wurde er tatsächlich verkauft. Wohin, das weiß ich leider nicht, da die meisten von ihnen verschleiert sind", erklärte er den beiden Silberhaarigen und lachte hohl auf. Rude polierte seine Sonnenbrille, blickte zu Reno rüber und zuckte unbeeindruckt mit den Schultern. Für den Glatzkopf war das doch alles etwas zu einfach und irgendwie hegte er den Verdacht, dass Rufus noch mehr wusste.

Cloud ging Vincent hinterher und die beiden sahen sich auf der Lichtung um. "Rufus weiß mehr als er sagt", meinte Vincent ruhig. Den Spuren zufolge war wirklich jemand unsanft auf der Lichtung unten angekommen. Nur bewegte sich die Spur einer Person weg vom Geschehen und verlor sich relativ plötzlich, nur noch Reifenspuren waren zu sehen. Kopfschüttelnd stand Cloud da, also war dem wirklich so, dass Kadaj auch am Leben war und irgendwas mit ihm passiert war. Cloud erzählte Vincent von seinem Verdacht. "Das wäre doch der absolute Zufall, wenn Rufus genau diesen bei dir abstellt, aber ich glaube nicht, dass er nichts davon wüsste, wenn dem so wäre. Nur wären mir die Beweggründe nicht klar, was es soll. Vielleicht ist es am besten, wenn du diesen Sklaven schnell wieder loswirst", erwiderte er und die beiden verabschiedeten sich. Auf dem Rückweg, es war mittlerweile tiefe Nacht, grübelte Cloud lange nach, wie er sich verhalten solle und ob er sein Präsent wirklich loswerden wollte. Ihn einfach verschwinden zu lassen, würde den Turks gegenüber Schwäche zeigen bedeuten und das war ein absolutes No-Go für ihn. Wäre sein Geschenk wirklich Kadaj, dann könnte dieser was erleben, dann würde er mal seinen Spaß mit diesem fiesen kleinen Angeber haben, denn er hatte ihnen zu genüge wehgetan und geärgert davor. Nur wollte er sich dessen zuvor sicher sein, bevor er einen Unschuldigen dran kriegen würde.

Yazoo entglitten sämtliche Gesichtszüge, Loz heulte wieder rum und Rufus grinsen wurde immer breiter. "Ihr zwei seid so dumm, euer Bruder dürfte es da weitaus besser haben, da wo er jetzt ist. Vielleicht hat der Kleine gerade seinen Spaß und wird mal so richtig durchgenommen, während ihr zwei hübschen eine lange Zeit schlafen werdet. Ich kann doch nicht zulassen, dass ihr euch wieder versucht am Planeten zu rächen und Kadaj kann und wird alleine nichts ausrichten können. Wie ihr seht, ist euer Schicksal somit beschlossen und unwiderrufbar." Rude lief es bei diesen Worten doch kalt den Rücken runter, da es sich doch ziemlich grausam anhörte. Tiefschlaf und das auch noch für immer? War das überhaupt machbar, war es nicht rechtswidrig?Rude beschloss jedoch den Mund zu halten und schaute weiterhin aus dem Fenster. Reno hingegen grinste mehr als zufrieden, warf den beiden Brüdern immer wieder gehässige Blicke zu und ließ seinen Schlagstock sprechen.

Gegen fünf Uhr morgens schloss Cloud seine Wohnungstüre auf, fühlte sich wie erschlagen und taumelte regelrecht in die Wohnung. Schlafen konnte er aber nicht, da er ziemlich aufgewühlt war und dem anderen gegenüber irgendwie Misstrauen entwickelte. Er setzte sich selbst einen Kaffee auf und machte dieses Mal nicht so eine Sauerei wie sonst. Die Kleidungsstücke lagen noch alle im Wohnzimmer herum, Cloud hatte sie nur vom Sofa weg auf den Tisch gepackt. Einräumen hatte er jetzt bestimmt keine Lust. Er zappte durch die Programme, nippte immer wieder an seinem Kaffee und dachte mehr über die ganzen Geschehnisse nach, als dass er das Fernsehprogramm verfolgte.

Kadaj schlief um die Zeit noch, stand erst auf, als ihn der Wecker wieder um sechs Uhr weckte, er sich langsam aus dem Bett bequemte und sich anzog. Wenig später ging er in die Küche und wollte Kaffee aufsetzen, stellte jedoch schnell fest, dass dieser schon fertig war und die Dose schon wieder herumstand. Seufzend nahm er diese, knallte sie wütend in den Schrank und schloss diesen etwas unsanft. Dass er dabei einen ziemlichen Krach machte, störte ihn kein bisschen. Cloud schien eh munter zu sein, da er den Fernseher im Wohnzimmer hörte.

Cloud schreckte hoch, als er den Lärm aus der Küche vernahm. Also war er doch ein wenig eingepennt. Also war der andere nun auch wieder wach. Langsam merkte er, dass er ein Frühstück vertragen könnte. Also erhob er sich etwas schwerfällig vom Sofa und ging zur Küche. "Morgen ... Machst du Frühstück?", war das Einzige, was er von sich gab und verzog sich dann aber auch schon ins Bad. Er sah etwa fertig aus, wie er feststellte. Dunkle Augenringe stachen hervor und diese wurden auch noch extra von seinen blauen Augen betont. Sich nur kurz ein wenig frisch machend, saß er anschließend umgezogen im Wohnzimmer und wartete auf sein Frühstück. Die Kleidung hatte er immer noch nicht weggeräumt, die lag noch immer, immerhin zusammengelegt, verteilt auf Tisch und Boden herum.

Frühstück machen? Okay dann mal los! Kadaj suchte sich erst mal wieder die Bratpfanne aus dem Schrank, holte frische Eier aus dem Kühlschrank und suchte nebenbei den Toaster. Während die Spiegeleier auf dem Herd brutzelten, nahm sich der Silberhaarige einen Kaffee, holte einen großen flachen Teller aus dem Schrank und Besteck aus der Schublade. Der Toast war goldbraun, die Eier waren gut durch und nun fehlten nur noch Butter und Salz. Nachdem er auch die beiden Sachen gefunden hatte, stellte er den Teller mit Clouds Frühstück auf den Tisch, rief nach dem Blonden und schlürfte seinen Kaffee.

Cloud hörte, dass sein Frühstück fertig sei, ja, daran konnte man sich wirklich gewöhnen. Verschlafen kam er in die Küche und setzte sich an den Tisch. Er musterte die Spiegeleier und fragte sich, woher dieser wohl wissen konnte, dass er diese richtig gerne mochte. "Isst du wieder nichts?", fragte er den anderen, während er sich über die Eier hermachte. "Gar nicht so schlecht", lobte er und war eigentlich ganz friedlich gestimmt, wenn auch misstrauisch. Er versuchte den anderen einzuordnen und beobachtete unauffällig jede Bewegung, soweit es in seinem verschlafenen Zustand möglich war.

"Danke, mir reicht mein Kaffee", beantwortete Kadaj die Frage von Cloud, machte sich dran schon mal die Pfanne mit heißem Wasser und Spüli zu reinigen, wischte nebenbei über die Anrichte und machte den leicht fettig gewordenen Herd sauber. "Freut mich, wenn es ihnen schmeckt, ist so ziemlich das Einzige, was ich kochen kann", gestand der Silberhaarige leise, stellte seine leere Kaffeetasse in die Spüle und lehnte sich kurz an. "Noch Kaffee oder haben sie noch?", fragte er höflich nach, wuschelte sich kurz durch die Haare und bemerkte dabei nicht, dass sich die Perücke leicht verschoben hatte.

"No, thanks, James", antwortete er genauso steif, feixte aber dabei. "Sie?", wiederholte er? "Was ist denn jetzt bei dir kaputt?", neckte er ihn, dann verstummte er aber, denn er sah, wie ein paar silberne Haarsträhnen unter den langen schwarzen hervorlugten. Unschlüssig, wie er nun reagieren solle, konzentrierte er sich auf das Essen. Also doch, er begann ihn genau zu mustern, ein etwas schmächtigerer Körperbau, blasse Haut, er hatte grüne Augen in Erinnerung und jetzt noch helle Haare unter einer Perücke. Dazu die Andeutungen von Rufus, es passte zu gut und er war sich nun sicher, dass er Kadaj vor sich hatte. Ergeben als Diener verkauft und von Rufus bei ihm abgestellt, nur warum? Dieser hatte zwar behauptet, er hätte ihn nicht gekannt, aber er glaubte dem ShinRa Präsidenten kein Wort. Fertig mit seinem Essen, nahm er den leeren Teller als Anlass, dem Anderen näherzukommen, er stellte ihn an die Spüle und betrachtete die verrutsche Perücke genau. "Hier, der Teller", meinte er nur abwesend und suchte den Blick des anderen.

"Ja Sie, man hat mir beigebracht das man seinen was auch immer, Herrn oder Sklaventreiber mit Sie anspricht. Stört sie das etwa?", fragte Kadaj leicht schmunzelnd, nahm den Teller entgegen und erledigte so den restlichen Abwasch. "Waren sie schon im Badezimmer, ich würde es gerne saubermachen und mir dann das Wohnzimmer vornehmen", fügte er dann noch hinzu, legte den Aufwasch Lappen zur Seite und begann die paar Teile abzutrocknen. Nachdem dies erledigt war, stellte er den Teller zurück in den Schrank und das Besteck kam zurück in die Schublade. "Ist was? Sie sind so ruhig", stellte Kadaj erstaunt fest und blickte Cloud etwas ratlos an.

Was war jetzt denn los, dachte sich Cloud, erst zu zickig und jetzt so, das passte überhaupt nicht. Auch sah er nun genau die grünen Augen des Gegenübers. "Bekommt ihr eine Gehirnwäsche verpasst?", fragte nach, um die peinliche Stille zu unterbrechen. "Und, es ist nichts, ich bin nur müde. Wenn du mit Sie besser lebst, bitte, ist mir egal." Er kratzte sich am Kopf und er kam sich vor, als würde er sich auf ganz dünnem Eis bewegen. Er drehte sich um, beantwortete keinerlei andere Fragen seines Dieners. Er setzte sich wieder ins Wohnzimmer, zappte durch die Programme und dachte angestrengt nach.

„Gehirnwäsche? Wie kommen sie auf so was? Nein, Gehirnwäsche bekommen wir sicherlich keine, nur haben einige ziemlich wüste Schläge einstecken müssen. Wenn einer nicht spurte oder so wie ich ständig rumzickt", erzählte Kadaj nebenbei, kramte den Putzeimer hervor und schüttelte nur den Kopf, als Cloud die Küche verließ und so plötzlich schwieg. "Ich putz dann mal das Bad", meinte er leise, zupfte sich nun endlich mal die Haare wieder zurecht und verschwand dann im besagten Zimmer. Wenigstens sah dies heute nicht ganz so schlimm aus, lediglich ein paar Zahnpasta Reste klebten im Waschbecken und die Dusche musste etwas poliert werden, da diese aus Glas bestand. Nach getaner Arbeit, schritt er langsam zum Wohnzimmer, fing an Staub zu wischen und klopfte den Teppich im Flur aus.

Vorgebend, sich auf das Fernsehprogramm zu konzentrieren, beobachtete er den anderen genau. Es war also so, der kleinste und eigentlich der Kopf der Gang, die ihnen solche Probleme bereitet hatte, wischte Staub in seinem Wohnzimmer. Das war zum Lachen eigentlich, eigentlich unfassbar, denn er hätte ihm schon mehr zugetraut, aber er konnte wohl ohne seine beiden Brüder nichts ausrichten. In Cloud wuchs ein Unwohlsein heran, was glaubte der eigentlich? Versteckte sich genau hier und dass er ihn nicht gleich erkannt hatte, deswegen die Verkleidung. Womöglich plante er doch etwas, aber was es war, musste er wohl erst herausfinden. Irgendwann meinte er zu ihm, "Mein Auftrag gestern war sehr anstrengend und ich hab mehr Antworten erhalten, als mir lieb ist. Kurzum, mein Rücken schmerzt ohne Ende ... kannst du massieren?" Irgendwie gefiel ihm der Gedankte, sich vom denjenigen wiederherstellen zu lassen, der ihm mitunter den Ärger verursacht hatte.

Kadaj wischte das Bücherregal aus, entstaubte auch gleich die ganzen dicken Wälzer mit und einige Fotos, die eine ziemlich dicke Staubschicht hatten. Sein Blick fiel dabei auf ein Bild von Cloud und einen schwarzhaarigen Strubbelkopf, der ihm irgendwie ähnlich sah. Etwas verwundert über diese Tatsache stellte er das nun staubfreie Bild wieder zurück und drehte sich um, als Cloud anfing zu sprechen. "Rückenschmerzen? Nun ja, ich kann schon massieren, aber muss das unbedingt sein, dass ich das machen muss?", kam prompt die freche Gegenfrage von dem Silberhaarigen. Er nahm seine Arbeit wieder auf und ließ den Blonden erst mal links liegen, sollte er sich doch selber den Rücken kraulen, er würde ihn ganz sicher nicht anfassen.

Cloud hob die Brauen, ja, ja, das würde ich an deiner Stelle auch nicht wollen, grinste er innerlich. "Leider komm ich selbst schlecht an die Stelle ran und wieso nicht? Was hast du dagegen? Ich denke, ihr macht alles? Oder bist du jemand, den man auf andere Art zwingen muss?", konterte und fixierte ihn herausfordernd. "Abstauben kannst du auch, wenn ich nicht da bin, also, im Bad steht das Kieferöl, das hilft bei den Verspannungen, du weißt selber bestimmt besser wo, hast es ja aufgeräumt. Das bringst du her und ein großes Handtuch, ich warte!" Nach einer kurzen Weile fügte er noch hinzu. "Im Übrigen, deine Perücke ist eingestaubt!"

Skeptisch blickte Kadaj weiterhin Cloud an, runzelte die Stirn und legte ihm einen undefinierbaren Gesichtsausdruck auf. "Andere mögen zwar alles machen, aber ich bin nicht die anderen, also massieren sie sich ihren Rücken selber", patzig wie eh und je, wischte er dann einfach wieder weiter Staub, schüttelte sich kurz den Staub aus den Haaren und fing an die Bücher der Größe nachzuordnen. "Ich habe gehört es soll so was wie Massagematten geben, warum besorgen sie sich nicht so eine?", fragte Kadaj mit einem breiten Grinsen im Gesicht und warf Cloud einen abschätzenden Blick zu.

Cloud verbarg seinen aufkeimenden Ärger unter einer emotionslosen Maske und würdigte den anderen erst einmal keines Blickes. Doch irgendwann danach stand er auf, tat, als ob er an ihm vorbeigehen würde, packte ihn dann aber und schlug ihn unsanft gegen das Bücherregal, wobei natürlich so allerlei Bücher herunterfielen. "Och, jetzt hast du ein paar Bücher fallen lassen ...", meinte er zuckersüß und presste ich noch ein wenig gegen das Regal. "Ich kann solche Methoden nicht leiden, aber wenn du mich dazu zwingst, gewöhne ich mich schnell daran", zischte er in das Ohr des anderen. "Du hast keine Ahnung, wie gut du es im Vergleich zu den Anderen hast, aber ich kann dich gerne zu Rufus für ein paar weitere Erziehungsmaßnahmen bringen, was er tut, weiß ich nicht, aber es ist bestimmt um einiges schlimmer, als wir uns beide vorstellen können." Er verstärkte seinen Griff noch mehr und ob der andere nun Schmerzen hatte oder blaue Flecken bekam, war ihm herzlich egal.

"Verdammt lass mich los du Bastard, glaub ja nicht ich lass alles mit mir machen. Wenn es dich glücklich macht bitte, dann bring mich halt zu Rufus zurück. Immer noch besser als einer Schlampe hinterher räumen zu müssen", zischte Kadaj verärgert, versuchte sich aus dem Griff des Blonden zu befreien und fing an nach diesem zu treten. "Ach und noch was, da ich ja deinetwegen die Bücher fallen ließ, kannst du sie ja aufheben, ich streike nämlich ab heute", kam die nächste provokative Aussage von dem Silberhaarigen.

Er wich den Tritten gekonnt aus. "Daneben ...", schmunzelte er und zog dem anderen dann aber mit seinem Fuß die Beine weg, sodass beide auf dem Boden landeten, sodass Kadaj bäuchlings auf dem Boden lag. Nach einem kleinen Handgemenge hatte er seine Arme auf den Rücken gedreht und pinnte den anderen regelrecht auf den Boden. Die um sich tretenden Beine hielt er mit seinen eigenen fest. "Streiken? So, so, und wie bekomme ich die kleine Diva überzeugt, dass sie ihre Meinung wieder ändert?", zischelte er wieder in sein Ohr und zeigte dem anderen nur zu deutlich, dass er mehr Kraft hatte, als der andere, indem er ihn nur noch mit einer Hand festhielt und mit der anderen gekonnt zärtlich über die Schläfe des anderen streichelte. "Wie kann man nur bei solch einem bisschen so austicken, dabei war ich doch noch gar nicht gemein ...", flötete er wieder zuckersüß und kam sich aber so was von bescheuert vor, aber eines wusste er, zu Rufus konnte er ihn nicht bringen, diese Blöße würde er sich niemals geben.

Kadaj lag wie ein Marienkäfer auf dem Buckel auf dem Boden, versuchte sich aber noch immer heftig gegen den Blonden zu wehren. "Wie wäre es, wenn du mich endlich mal loslassen würdest, dann überlege ich mir das vielleicht Mal mit dem Streiken. Aber so wird das ganz sicher nichts!", zischte Kadaj wütend und erbost zurück und da machte er prompt einen Fehler. "Nicht gemein? Gib mir eine Zwillingsklinge und ich mach dich kalt, du verdammter Arsch", blökte er weiter rum, ehe er richtig verstand, was er da eigentlich gerade gesagt hatte. "Ups ...", mehr sagte er nun nicht mehr, schloss kurz die Augen und ohrfeigte sich innerlich selbst.

Kadaj lag wie ein Marienkäfer auf dem Buckel auf dem Boden, versuchte sich aber noch immer heftig gegen den Blonden zu wehren."Wie wäre es, wenn du mich endlich mal loslassen würdest, dann überlege ich mir das vielleicht Mal mit dem Streiken. Aber so wird das ganz sicher nichts!", zischte Kadaj wütend und erbost zurück und da machte er prompt einen Fehler. "Nicht gemein? Gib mir eine Zwillingsklinge und ich mach dich kalt, du verdammter Arsch", blökte er weiter rum, ehe er richtig verstand, was er da eigentlich gerade gesagt hatte. "Ups ..." Mehr sagte er nun nicht mehr, schloss kurz die Augen und ohrfeigte sich innerlich selbst.

Cloud stutzte und musste dann aber lachen ohne Ende. Vor lauter Lachen hätte er ihn fast losgelassen, aber er beruhigte sich schnell wieder und ließ ihn natürlich nicht los. "Wie nett, dass du dich endlich selber verrätst, Kadaj, als ob ich es nicht schon längst wüsste", zischte er dann belustigt in sein Ohr. "Nur leider stimmt dein Geständnis mich das immer noch nicht um, dich loszulassen. Aber jetzt kannst du auch mit der ganzen Sprache rausrücken. Weiß Rufus, wer du bist und warum landest du ausgerechnet bei mir?", fragte er weiter. "Diese kannst'e dir wohl jetzt hier drin sparen", fügte er noch an und zupfte ihm die Perücke vom Kopf.

"Woher soll ich bitte wissen, warum ich bei dir gelandet bin und ich denke mal das Rufus nicht weiß, wer ich bin. Woher soll er das auch wissen? Er hat mich nicht mal gesehen, also halt mal die Luft an. Ich habe mir das alles nicht freiwillig ausgesucht, ich wäre auch lieber tot, als dir den Arsch nachzutragen", keifte er weiterhin rum, zerrte wie blöde an seinen Armen und fluchte wieder wie ein Rohrspatz. "Wenn du mich nicht endlich loslässt, dann kann es gut sein, dass du morgen nicht mehr aufwachst", setzte er noch mal nach, zappelte wie so ein Fisch an der Angel und war hilflos wie ein kleines Kind.

"Oh ... eine handfeste Drohung ... süß echt, ich zittere vor Angst!", feixte er weiter und ließ ihn aber immer noch nicht los. "Ach ja, es ist echt angenehm, so normal mit dir zu reden ...", hauchte er in das Ohr des anderen. "Du willst tot sein? Ach Kadaj, das ist doch viel zu einfach, viel zu schön für dich, ne, ne, das lassen wir", raunte er in sein Ohr und strich mit der freien Hand an der Seite des anderen entlang und nur um ihn zu ärgern, legte er diese Hand dann frech auf seinem Hintern ab. "Und? Wie ist es deinen Brüdern denn ergangen? Wo haben diese sich denn verkrochen?", fragte er und wollte herausfinden, ob Kadaj irgendeine weitere Information hatte. Dass er es längst wusste, behielt er schön für sich.

Kadaj hob leicht den Kopf an, blickte Cloud mit giftigem Blick an und tobte wie ein aufbrausender Orkan. "Nimm deine Pfoten von meinem Hintern, sonst setzt es was! Und was meine Brüder betrifft, ich habe keine Ahnung, wo die beiden stecken. Bei der Explosion wurden wir leider getrennt und somit weiß ich rein gar nichts. Tut mir schrecklich leid für dich. Bist du jetzt so freundlich und nimmst endlich deine Hand da weg", deutete er mit seinem Blick auf Clouds Hand, die noch immer auf seinem Hintern ruhte.

"Hihi, Kadaj, mir gefällt es aber meine Hand da liegen zu haben, bist du etwas schüchtern, Süßer?", grinste er und kniff noch ein wenig in die Pobacke des anderen. "Ja, ja, getrennt wurdet ihr, hast dich mit deiner Materia wohl ein wenig übernommen, ist auch nur was für große Jungs zum Spielen", spotte er ein wenig. "Vielleicht weiß ich ja inzwischen sogar mehr als du, aber so wie du dich aufführst, bin ich nicht in Stimmung dir auch noch ein Sterbenswörtchen über den Verbleib zu verraten, hmmm~ ....Ach ja, zu schade ...", meinte er gespielt bedauernd und beobachtete den anderen genau bei seinen Worten.

"Warte es nur ab du explodierter Fussel, das bekommst du irgendwann mal alles schön fein und säuberlich zurück. Ich an deiner Stelle würde mir ja mein Essen selber kochen, könnte gut sein, dass in deinem dann Rattengift drin ist", polterte Kadaj erbost weiter. "Und was meine Brüder oder Sonstiges angeht, die werden sich mit Sicherheit auch nichts gefallen lassen." "Ich bin nicht schüchtern und jetzt lass mich endlich los und nimm die Finger weg", versuchte er es noch mal, ehe er anfing, sich wie so ein Wurm am Haken zu winden.

Cloud grinste. "Wer sagt dir, dass wir sie gefunden haben?", fragte er zurück. "Eine ziemlich verbeulte Schockwaffe, ja, soviel konnte ich erkennen, aber sonst ..." Er machte eine theatralische Pause. "Keine Sorge, du wirst brav mitessen, ob du willst oder nicht, aber mal ehrlich, glaubst du, es geht nun so einfach weiter wie bisher? Da wäre ich ja schön blöde. Och~ und das alles nur, weil du so zickig gewesen bist, es hätte alles so angenehm sein können, aber es war deine Entscheidung, Schätzchen", spielte er theatralisch und so langsam fand er sogar Gefallen in der Rolle, vor allem da sich der andere so unter ihm wandte, aber nicht die geringste Chance hatte. "Soll ich mal ein wenig lockerer lassen, damit du denkst, du könntest dich wehren?", fragte er frech und lockerte seinen Griff nur ein ganz klein wenig.

Kadaj schnaufte wie eine Dampflok, blickte Cloud garstig an und verengte die Augen zu schmalen Schlitzen. "Bist du eigentlich taub oder so? Ich hatte bereits gesagt, dass ich nicht viel esse und kochen kann ich auch nicht. Tja haste also irgendwo Pech gehabt", schnaufte er weiter, merkte aber dann, dass der Griff etwas gelockerte wurde und zog erneut an seinen Armen. "Die Rolle als Bösewicht steht dir kein bisschen, dafür bist du viel zu nett und eine schlimmere Heulsuse als mein Bruder. Lass es also gut sein, sonst piss ich mir noch vor Lachen in die Hosen. Ach und noch was ... ich bin nicht dein Schätzchen, also denk nicht mal dran", konterte er frech.

"Bist ganz schön gemein, dabei hat er am meisten nach dir geheult ...", rutschte es Cloud heraus. Er verstummte sofort, so ein Mist, er wollte es ihm ja eigentlich nicht sagen, dass sie die beiden gefunden hatten. Aber wo sie jetzt waren, wusste er ja eh nicht, ob diese jemals wieder herauskommen würden. "Zwar mag mir die Rolle des Bösewichts nicht stehen, aber weißt du, mir ist das vollkommen egal, genauso egal, was du von mir denkst, Schätzchen", grinste er. Mit einem Ruck drehte er ihn dann auf den Rücken, überstreckte dessen Arme dabei weit über seinen Kopf und presste diese auf den Boden. Die Beine hielt er immer noch mit seinen eigenen fest und funkelte ihn kampflustig an.

"Geh runter von mir, du bist schwer! So, so, du hast die beiden also doch gesehen, na ja du warst schon immer ein schlechter Lügner, du kannst eben doch nicht alles für dich behalten, was?", bellte Kadaj zurück, befand sich nun auf dem Rücken und versuchte sich weiter gegen den Blonden durchzusetzen. "NOCH MAL ZUM MITSCHREIBEN ... ICH BIN NICHT DEIN SCHÄTZCHEN!WAS ICH VON DIR DENKE? OCH DA FÄLLT MIR NE GANZE MENGE EIN!", brüllte Kadaj leicht verzweifelt, drehte seinen Kopf zur Seite, schnaufte erneut auf und würdigte ihn keines Blickes mehr.

"Hihi ... wer hat denn hier so schlecht geschauspielert? Du hättest lieber deinen Schleier behalten. Hätte mal echt gedacht, dass du dich mehr freust, dass diese noch leben ...", schnurrte er in sein Ohr, da er ja den Kopf zur Seite gedreht hatte. "Hat du langsam Angst oder wieso wirst du so laut ...", raunte er noch leiser. "Ich kann auch ganz lieb sein, wenn die Diva hier mitspielt ...", gurrte er richtig und drehte den Kopf des anderen mit der freien Hand zu sich her. Dabei fasste er mit Daumen und Zeigefinger so in dessen Kieferknochen, dass dieser seinen Mund nicht schließen könnte. Wild mit seinen Augen funkelnd verschloss er diesen mit einem nicht gerade zärtlichen Kuss und blickte mit verengten, immer noch herausfordernden Augen in die grünen des anderen.

"Stimmt, ich hätte den Schleier behalten sollen, aber ist eh nicht mehr zu ändern", keifte der Silberhaarige weiter. "Angst? Ich hab keine Angst und vor dir erst recht nicht, also bilde dir ... umpf ..." Weiter kam Kadaj nicht mehr, wurde unsanft, beinahe schon brutal auf den Mund geküsste und starrte Cloud erschrocken dabei an. Was sollte das denn nun werden? Ging es dem Blonden zu gut? Wieder fing er an, heftig Gegenwehr zu liefern, versuchte Cloud irgendwie von sich runter zu bekommen, doch es war vergeblich. Er war einfach zu schwach und zu geschockt.

Die Gegenwehr des Anderen stachelte ihn nur noch mehr an und er musste sogar in den Kuss, zu welchem er den anderen zwang, grinsen. Er biss ihn sogar leicht in die Lippe und erst, als er den Eindruck hatte, dass der andere wirklich genug hatte und seine Gegenwehr aussetze, löste er sich von ihm und funkelte ihn weiter an. "Endlich weiß ich, wie ich dich zum Schweigen bringen kann. Wie steht mir die Rolle des Bösewichtes jetzt, hm? Vielleicht kann ich mich ja daran gewöhnen ...", grinste er unschuldig und legte den Kopf dabei etwas schief, ließ ihn aber immer noch nicht los.

Kadaj verzog vor Ekel und Schmerz angewidert das Gesicht, blickte empört in Cloud seines, als dieser den Kuss endlich löste, und spuckte ihm ins Gesicht. "Du bist nichts weiter als ein erbärmlicher Bastard, mehr bist du in meinen Augen nicht. Und was deine neue Rolle betrifft, die finde ich bescheuert, steht dir nach wie vor nicht", meckerte Kadaj wütend den Blonden an. Noch immer ließ dieser ihn nicht los und so langsam verlor der Silberhaarige die Geduld. Noch einmal versuchte er Cloud irgendwie von sich herunterzubekommen, scheiterte aber wieder und brummte. "Du bist so ein gottverdammtes Arschloch", donnerte er ihn nochmals an, seufzte resigniert auf und drehte den Kopf wieder zur Seite. Der Anblick war ihm echt zu wieder und er hatte auch gar keine Lust mehr sich überhaupt noch mit Cloud zu befassen.

Cloud ließ sich davon nicht im Geringsten beeindrucken. Sein Gesicht säuberte er sich am Oberteil des anderen. "Es liegt nur an dir, wie ich mich verhalte ...", flüsterte er zu dem anderen und leckte sich dabei verhalten über die Lippen. "Das Erbärmlich gebe ich dir gerne zurück, allein kannst du wohl echt nichts erreichen, musst immer die anderen vorschicken, zu schade, dass das nie mehr klappen wird", meinte er geheimnisvoll und ließ offen, was er damit meinte. "Zu schade, wie sich das Blatt gewendet hat und das alles nur, weil du nicht so etwas Einfaches tun wolltest, echt schade", bedauerte er. "Mal sehen, was soll der böse Cloud denn als Nächstes machen ... hmmm ... vielleicht sollte ich mal nachsehen, ob du dir nicht schon ein Küchenmesser unter den Nagel gerissen hast, wie es die bösen Hausfrauen immer tun ...", grinste er und begann den anderen abzutasten und zu durchsuchen.

"Wag es dir ja nicht, ich bin nicht wie andere. Denk nicht mal dran!", motzte Kadaj weitergehend weiter und verfolgte nun doch Cloud seinen Blick. "Ich hatte dir gesagt, ich mache nicht alles und erst recht fasse ich so was wie dich nicht an. Also lass es in Zukunft sein", fügte er noch mehr als angesäuert hinzu und spürte plötzlich, dass Cloud angefangen hatte ihn abzutasten. "Was wird das denn jetzt? Hast du sie noch alle ... nimm sofort die Finger von mir", zischte er zum Besten, wehrte sich nun erneut und schnaufte verachtend. "Küchenmesser? Gar keine so schlechte Idee vielleicht sollte ich dich damit nachts einfach abschlachten."

Jetzt liefere ich ihm auch noch Ideen, dachte Cloud etwas genervt und er erwiderte. "Kannst du gerne versuchen, wenn du es dich traust, ich warte, allein traust du dich eh nichts, du kannst nur Säbelrasseln und andere vorwegschicken, ...", setzte er an. "Nur übertrittst du dann ein Verbot, das ich von Anfang an ausgesprochen hatte. In meinem Zimmer hast du nichts verloren", meint er zuckersüß. Da er keine Waffe gefunden hatte, ließ er ihn endlich los und stand auf. Gering schätzend blickte er auf Kadaj hinunter. "Wie kommen die nur auf die Idee dich hier bei mir abzustellen, tolle Sache, das hat mir gerade noch gefehlt, eine zickende Diva im gleichen Haus, super. RÄUM DEN SCHEIß HIER AUF!", brüllte er ihn an. Dann verschloss er die Wohnungstür von innen, obwohl er nicht damit rechnete, dass dieser sich abhauen trauen würde. Er wollte sich erst mal ins Bett packen und dann weiter überlegen, was er jetzt anstellen sollte. Die zweite Nacht in Folge schlecht geschlafen machten ihm zu schaffen.

Kadaj atmete erleichtert auf, als Cloud ihn endlich losließ und aufgehört hatte ihn anzutaschen. Mit einem undefinierbaren Gesichtsausdruck blickte er ihn nun an, setzte sich langsam auf und sah erst jetzt das Chaos im Wohnzimmer. Nicht nur die Bücher lagen unten, sondern auch die Wäsche von der Couch lag wieder etwas verstreut am Boden rum. Na toll, kann ich wieder von vorn anfangen, grummelte er leicht, stand dann auf und hörte noch, wie Cloud die Tür verschloss und ihn anbrüllte, das Wohnzimmer auf Vordermann zu bringen. Wortlos fing er an die Bücher wieder einzuräumen, legte erneut die Wäschestücke zusammen und wischte den restlichen Staub aus den verbliebenen Regalen. Das Beste ist, ich halt einfach den Mund. Der wird nicht einen Satz mehr von mir hören, dachte sich Kadaj und richtete die Sofakissen. Nachdem das Wohnzimmer wieder in Ordnung war, ging er rüber in die Küche, nahm sich einen Kaffee und schaute zum Fenster raus.

Cloud packte sich ins Bett und schloss sich ein. Vertrauen konnte er ihm ja sowieso nicht, warum auch. Das Geklapper und Geraschel aus dem Wohnzimmer ging im mächtig auf den Keks und er legte ein wenig Musik auf, um dies nicht mehr zu hören. Verwundert, dass dieser so einfach tat, was er ihm sagte, schlief er dann ein und verpennte fast den ganzen Tag. Am Abend wachte er sichtlich besser gelaunt wieder auf. Wie sollte er sich nun weiter verhalten? Kadaj hatte in der Hinsicht recht, das er wirklich nicht absolut böse war, er musste es spielen und eigentlich war er ja wirklich eher weich und nett. Er könnte ihn wirklich einfach wieder Rufus ausliefern, dann hätte er seine Ruhe. Er wusste beim besten Willen nicht, was die bessere Lösung war. Von Weitem hörte er sein Telefon klingeln, welches wohl aber im Wohnzimmer lag. Er schwang sich aus dem Bett und ging Richtung Wohnzimmer.

Kadaj hatte in der Zeit sämtliche Schränke obendrauf sauber gemacht, hatte sogar den Backofen entkrustet und machte sich gerade daran die Tiefkühltruhe aufzumachen. In der war, außer eine dicke Schicht Eis nichts zu finden, also zog er den Stecker raus und ließ das Gerät einfach abtauen. Nur am Rande bekam er mit, dass Cloud wohl wieder wach war und das Telefon suchte. Er ließ den Blonden einfach links liegen und verkrümelte sich nun mit einer Zigarette auf den klitzekleinen Balkon, der einen Blick auf den Hinterhof freigab. Seufzend zog er seinem Glimmstängel, blickte gelangweilt vor sich hin und trommelte mit den Fingern auf dem Geländer rum.

Cloud war zu spät an seinem Telefon und die Nummer hatte er auch nicht wirklich erkannt. Zurückrufen tat er grundsätzlich nur bei seinen Freunden und demnach gab es keinen Anlass, es jetzt zu tun. Ihm stieg plötzlich ein rauchiger Geschmack in die Nase. Das durfte doch nicht wahr sein, rauchte dieser Kerl etwa und das in seiner Wohnung? Cloud hasste Zigaretten und vor allem hasste er diesen kalten rauchigen Geschmack. Der Silberhaarige stand auf seinem kleinen Balkon und hatte sich nicht mal die Mühe gemacht, die Türe zu schließen. Wutentbrannt schritt er auf ihn zu und riss ihm die Zigarette aus dem Mund. "Ich hasse rauchen, vor allem hier in der Wohnung", herrschte er ihn an und drückte diese aus. "Wenn dann unten im Hof, falls du dir nicht einschiffst, vor Angst vor Rufus Häschern oder ein paar aufgebrachten Bürgern, dein Gesicht ist bekannt hier", zwinkerte er. "Kannst dich ja wieder verkleiden, aber hier drinnen oder auf dem Balkon wird nicht geraucht, basta!" Mit diesen Worten ging er wieder hinein, schloss die Wohnungstür wieder auf und legte ihm die Perücke wieder hin. Dann begann er, die Wäsche einzuräumen. Er rechnete nicht damit, dass der andere abhauen würde, dafür hätte er bestimmt zu viel Angst, denn ihm war bestimmt bewusst, sollten die Bürger ihn hier erwischen, hätte er nicht die geringste Chance gegen den aufgebrachten Mob.

Zu Clouds nächstem Ausraster zum Thema Rauchen sagte Kadaj nichts, hörte sich nur das Geplänkel an und schwieg. Nachdem der Blonde nach der Standpauke die Küche verlassen und die Wohnungstür wieder aufgeschlossen hatte, schnappte sich Kadaj seine Perücke, setzte diese auf und verließ mit seinem langen Mantel die Wohnung. Er ging tatsächlich in den Hinterhof, steckte sich dort eine neue Zigarette an, rauchte diese ganz langsam und genoss die kurzzeitige Stille. Sein jetziges Leben hasste er jetzt schon, hasste Rufus und alles, was mit dem Thema Sklaverei zu tun hatte. Eigentlich war sich der Silberhaarige fast sicher gewesen, dass es so was nur noch im Orient gab und dann auch nur noch bei reichen Scheichs. Nie hätte er gedacht, dass es so was auch in Midgar gab und das der Präsident da seine Finger im Spiel hatte und das Ganze auch noch für Gut hieß.

Cloud war inzwischen fertig mit Wäsche einräumen und er hatte sogar seine Grünpflanze mal wieder etwas Wasser gegönnt. Dann meinte er, er könne sich doch mal was zu essen machen. Kadaj war noch draußen, wie er vom Fenster aus sehen konnte und er kam ins Grübeln. Konnte dieser allein wirklich nichts ausrichten? Wie konnte er verhindern, dass dieser doch abhaute. Peilsender implantieren? Darüber nach-philosophierend stellte er fest, dass die Tiefkühltruhe aus und leer war. Grummelnd durchsuchte er die anderen Vorräte und fand Fertigpizzateig. Nun, auch nicht schlecht und so knetete er den Teig, packte ihn aufs Blech und belegte nach Herzenslust mit dem, was er noch so alles in den Vorräten finden konnte. Käse, Oliven, Tomaten und ein paar Sardellen. Kochen oder Backen tat er ja gerne, nur aufräumen, das war nicht so sein Ding, das hatte er sonst auch immer auf später vertagt und so wartete im Wohnzimmer darauf, dass seine Pizza fertig würde.

Irgendwann nach der zweiten oder dritten Zigarette kam Kadaj dann endlich mal wieder nach oben, trat stillschweigend in die Küche und räumte ohne zu murren das Chaos auf. Während das heiße Wasser ins Spülbecken lief, schaute er kurz in den Gefrierschrank und stellte fest, dass dieser fast abgetaut war und ziemlich dreckig war. Na super, noch mehr Arbeit, dachte er sich grummelnd, machte sich dann an den Abwasch dran und trocknete alles was rumstand und sauber war ab. "Die Pizza brennt gleich an", stellte er nun schmunzelnd fest, nahm sich einen Eimer Wasser und machte sich nun doch schon an die Tiefkühltruhe dran. "CLOUD DEINE PIZZA WIRD SCHWARZ!", rief er ziemlich laut in Richtung Wohnzimmer.

"Shit" fluchte Cloud, er hätte sich wohl doch einen Timer stellen sollen. Also sprang er vom Sofa und hechtete in die Küche. Dabei stieß er gegen den Wassereimer, taumelte, fing sich aber elegant und stellte den Ofen mit einer Hand lässig aus. Den Eimer hatte er natürlich umgeschmissen und als es auf die Sauerei blickte und dabei einen ziemlich verdattert dreinblickenden Kadaj sah, konnte sich das Lachen doch nicht mehr verkneifen. "Grmpf ... Tut mir leid ... war in dem Fall wirklich keine Absicht, hihi", kicherte er und blickte auf die Pizza. "Mensch, die ist gerade mal kross", meinte er, obwohl sie wirklich schon etwas dunkler war, als erlaubt. Er nahm ein paar Geschirrtücher und versuchte damit die Wassermassen davon abzuhalten, unter den Schrank zu fließen.

Kadaj wuselte in der Truhe rum, drehte sich gerade zum Eimer um und sah, wie Cloud in die Küche sprintete und gegen den Eimer stieß. Als dieser dann auch noch umfiel, sich das dreckige Wasser auf dem Küchenboden verteilte, ballte er wütend die Fäuste und schluckte den Ärger vorerst runter. "Ja, ja, lach du nur, du musst die Sauerei ja auch nicht wegmachen. Das darf in dem Fall ja wieder ich machen", schimpfte er aber dann doch los, als Cloud angefangen hatte zu lachen. Mehr als angepisst schnappte er sich den Wischmopp und fing an das verschüttete Wasser aufzuwischen. Nachdem er damit fertig war, kippte er die Dreckbrühe weg, nahm sich frisches Wasser und nahm wieder den Kampf gegen den Schmutz im Gefrierschrank auf.

Cloud gluckste noch leicht, beruhigte sich dann aber doch wieder. "In dem Fall hätte ich es sogar selbst weggewischt, aber hast ja recht, jeder sollte bei seinen eigenen Fähigkeiten bleiben und diese ausleben", feixte er und wischte noch ein wenig mit den Geschirrtüchern herum, die nun ein Fall für den Wäschesack waren. Dann packte er sich ein großes Stück der Pizza auf einen Teller, suchte Besteck und stieg elegant über den Wischmopp und begab sich Richtung Wohnzimmer.

"Das nächste Mal kipp ich dir die Brühe ins Badewasser", schnaufte Kadaj verärgert, wischte noch mal kurz mit klarem Wasser den Boden nach und widmete sich erst dann wieder der Truhe. Diese war nun endlich sauber und trocken, sodass er die Tür nur etwas anlehnte und die Putzsachen im Schrank verstaute. "Falls noch was sein sollte, ich bin noch mal unten", plärrte er quer durch den Flur, schnappte sich seine Jacke und verschwand wieder im Hinterhof. Leise grummelnd lehnte er sich an die Hauswand an, blickte sich hin und wieder um und verfluchte dabei Cloud und den Rest der Welt.

Seine Pizza genießend saß er im Wohnzimmer und schaute Nachrichten. Zurzeit war es ruhig zumindest berichteten die Medien nichts wirklich Interessantes. War wohl eher um die Leute einfach ruhig zu halten, dachte sich Cloud. Das Kadaj wieder zum Rauchen verschwand, war ihm herzlich egal. Nur würde er zu gerne wissen wollen, wo er sich aufhielt, wenn er nicht zum Überwachen in der Nähe war. Überwachen, genau, deshalb hatte Rufus ihn bestimmt bei ihm abgestellt. Was er wohl mit den anderen anstelle? Nun, eigentlich wollte es Cloud gar nicht so genau wissen. Sein Telefon meldete sich wieder mit der gleichen Nummer, die er zuvor verpasst hatte. Ein Auftrag, der ihn fast bis nach Nibelheim führen würde. Auch würde er so einiges transportieren müssen, weswegen er einen kleinen Laster fahren würde. Bestimmt dauerte dies so dann ein paar Tage. Sollte er Kadaj mitnehmen? Grübelnd starrte er auf sein Telefondisplay und überlegte, was denn besser wäre.

Kadaj kam nach einiger Zeit zurück nach oben, hängte im Flur seine Jacke auf und zog leise die Schuhe aus. Auch er hatte sich einiges gedacht, hatte sich Gedanken gemacht, wie es nun weitergehen sollte. Kurz grübelte er noch mal, zog sich dann aber wieder die Schuhe an, ging kurz in das kleine Zimmer und holte seine Sachen und nahm erneut seine Jacke vom Haken. "Ich werde mich den Dingen stellen, immer noch besser als mit dir unter einem Dach zu leben", redete er drauf los und band seine Schuhe zu." Immerhin bin ich ja rechtlich gesehen nicht mal dein Eigentum", grinste er eine Spur weiter, zupfte sich die schwarzen Haare in Form und knöpfte die Jacke zu.

"Den Dingen stellen?", meinte Cloud, sein Auftrag würde sich wohl etwas verzögern. "Wo willst du denn hin? Deine Brüder sind höchstwahrscheinlich im Hauptquartier der ShinRa oder dem Rest von ihnen. Willst du da hereinspazieren und sagen, Hallo Jungs da bin ich? Zu witzig, nehm dir da doch lieber eine Knarre und erschieß dich, das würde wesentlich angenehmer sein", spottete er, dann ging er aber zur und versperrte diese mit seinem Körper. "Wer sagt mir eigentlich, dass du nicht sonst wohin rennst und irgendwelchen Blödsinn anstellst? Leider bin ich doch in gewisser Weise verantwortlich für dich, obwohl es die offizielle Version der Sklaverei hier wirklich nicht gibt, inoffiziell gibt es sie schon, eine Grauzone im Gesetz, mit so vielen Ausnahmen, dass es bald schon ungewöhnlich ist, keinen zu haben", grinste er und ließ den anderen nicht vorbei.

"Was ich mache und wohin ich geh, geht dich einen Scheißdreck an. Lieber geh ich zu Rufus zurück, als noch eine Minute länger mit dir zu verbringen. Bei dem wird man höchstens zusammengeschlagen und ja, ich könnte eine Knarre nehmen, nur hab ich leider keine. Und ich könnte genauso aus dem Fenster raus, also mach dir nicht die Mühe", funkelte Kadaj giftig zurück. Gesagt, getan und schon ging er in Richtung Küche rüber, öffnete die Balkontür und versuchte nun langsam herunterzuklettern. Kadaj hatte echt die Nase voll von diesem Theater und überall war es besser als bei Fussel.

"Was ich mache und wohin ich geh, geht dich einen Scheißdreck an. Lieber geh ich zu Rufus zurück, als noch eine Minute länger mit dir zu verbringen. Bei dem wird man höchstens zusammengeschlagen und ja, ich könnte eine Knarre nehmen, nur hab ich leider keine. Und ich könnte genauso aus dem Fenster raus, also mach dir nicht die Mühe", funkelte Kadaj giftig zurück. Gesagt, getan und schon ging er in Richtung Küche rüber, öffnete die Balkontür und versuchte nun langsam herunterzuklettern. Kadaj hatte echt die Nase voll von diesem Theater und überall war es besser als bei Fussel.

"Oh, für dich haben die bestimmt mehr auf Lager", schnaubte er ihm hinterher, und als er sah, dass dieser wirklich Ernst machte, ging er seufzend zum Hinterhof und beobachtete wie, Kadaj versuchte, nach unten zu kommen. Die Haustüre hatte er verschlossen. "Asphalt tut viel mehr weh, als Waldboden", rief er irgendwann hinauf und lehnte sich lässig gegen die Wand gegenüber. Es war echt nicht leicht aus seiner Wohnung über den Balkon auszusteigen, er hatte praktisch keine Haltemöglichkeiten und bei einem Sprung würde er sich höchstwahrscheinlich die Beine brechen. "Hey, dein Vögelchen will abhauen", meldete sich eine bekannte Stimme aus dem Hintergrund. "Hallo Rude, überwacht ihr mich?", meinte er gelangweilt. "Nein, aber ich wollte etwas bestätigt wissen. Ist es Kadaj?" Cloud nickte nur. "Also doch. Wohin will er?" "Sich den Dingen stellen", meinte Cloud. "Gut, dass du da bist, kannst ihn ja gleich einpacken." "Negativ, das würde ich ihm nicht raten, Rufus entwickelt gerade interessante Vorlieben, die ich nicht mal dem antun würde", meinte er steif und deutete auf Kadaj.

Kadaj hörte nicht auf das, was Cloud sagte, vielmehr ließ er sich nach einiger Zeit einfach fallen und prallte unsanft auf dem Boden auf. "Aua ... verdammter Mist", fluchte er leise, rappelte sich langsam auf und humpelte einfach mit dem höchstwahrscheinlich gebrochenen Fuß einfach weiter. Sein Blick fiel dabei nun auf Rude, der ziemlich steif neben Cloud stand und irgendwas sagte, nur verstand er es im Augenblick nicht wirklich. "Ach ne, der ist also auch hier. Wie nett, dann kann er mich ja gleich mitnehmen", bellte der Silberhaarige weiter und warf beiden verachtende Blicke zu.

"Soll ich ihn davon überzeugen, dass er bei dir bleibt?", fragte er nur kurz und rückte sich die Sonnenbrille zurecht. "Ist mir eigentlich so ziemlich egal", grummelte Cloud. "Ich will eigentlich nur meine Ruhe, könnt ihr nicht ohne mich spielen?" "Ey, Blondchen, ich sag dir jetzt mal was. Ich habe eine Wette mit Reno am Laufen und ich mag nicht gegen ihn verlieren", knurrte Rude und meinte damit, dass die um die Tage gewettet hatten, wie lange es dauern würde, bis das Präsent von selbst weglaufen würde. "Und ich muss sagen, Rufus freut sich jetzt schon darauf, den Kleinen hier zurückzubekommen. Im Auto meinte er etwas von ordentlich durchnehmen und wir wissen alle, was das heißt." Cloud hob die Brauen. "Eigentlich nicht, was denn?" Rude grummelte "Na, der Kleine wird ordentlich lange nicht mehr sitzen können, wenn er es überhaupt überlebt. Wenn ihm das lieber ist ... ach was, der wird eh nicht gefragt. He du Silberfisch, bleib stehen, oder soll ich dein zweites Bein auch noch brechen?", wandte er sich nun an Kadaj und stieß sich lässig von der Wand ab und ging auf ihn zu. "Nette Haare, ob die mir stehen würde ...", schmunzelte er und strich über seine Glatze.

"Du kannst mich mal, ich, lass mir von dir mit Sicherheit nicht sagen was ich zu tun oder zu lassen habe. Hehe du mit schwarzen Haaren, da lachen doch die Hühner. Haste überhaupt welche gehabt?", fragte Kadaj mit gehässigem Unterton nach, blickte Rude weiterhin garstig an und humpelte schon weiter. Sollten sich die beiden doch zum Teufel scheren und ihn endlich in Ruhe lassen. Das mit dem ordentlich durchnehmen hatte er dann aber doch verstanden und nun war Kadaj selbst auf 180."SAG MAL GEHT ES DEM PRÄSIDENTEN ZU GUT?ICH BIN KEIN MÄDCHEN UND ICH WÜRDE SICHERLICH NIEMALS DIE BEINE FÜR IRGENDWEN BREITMACHEN!"

Rude grinste nun breit, fand aber schnell wieder zu seiner coolen Art zurück. "Wer hat gesagt, dass er Mädchen will? Mann bist du naiv, da wird er wirklich seine Freunde mit dir haben. Eine Jungfrau zum Nachtisch, ich sehe ihn jetzt schon grinsen", meinte er ruhig und packte den anderen am Kragen und schleifte ihn an die Hauswand zurück. "Oh doch und wie du das wirst. Du tust mir jetzt schon leid, Kleiner. Dich lässt er bestimmt betteln oder noch besser, du wirst ein Geschenk an alle bei der nächsten Weihnachtsfeier, so im rosa Kleidchen und einer Kerze im Hintern", philosophierte er vor sich hin. Cloud stellte sich das alles bildlich vor und musste doch ein wenig schmunzeln und sah auf die Seite, so absurd klang es.

"Ich wusste schon immer das Rufus ShinRa nicht mehr ganz rund läuft, aber das er neuerdings auch noch schwul ist, übertrifft echt alles", würgte Kadaj angewidert hervor. "Und betteln werd ich ganz sicher nicht, da kann er lange warten. Auf so was lass ich mich ganz sicher nicht ein, eher beiß ich mir die Zunge ab." Kadaj stand nun doch etwas unsicher an der Hauswand, wurde von diesem Glatzkopf unsanft gegen diese gedrückt und versuchte dennoch sein Gesicht zu wahren. "Bevor der mir meine Unschuld nimmt, verreck ich lieber, oder noch besser ich wähle den Freitod." Er spuckte Rude vor die Füße und doch versuchte er, sich irgendwie von diesem loszureißen.

"Er wird dir zuerst die Zunge abschneiden, damit er dein Gezeter nicht mehr hört", grummelte Rude. "Wie hältst du das aus? Das nervt ja brutalst", meinte er zu Cloud. Dieser zuckte nur mit den Schultern. "Bin eben zu gut für diese Welt, wenn man ihn genug beleidigt hält, er schon die Klappe irgendwann", meinte er kalt. "Also? Und jetzt? Ich habe kein Interesse daran, dass er sich von meinem Balkon stürzt, also, wie geht's weiter?" "Na, ich will meine Wette nicht verlieren, also schön wieder hoch mit dir!", grummelte Rude. "Mit dem Fuß ..." Er trat Kadaj gegen seinen verletzten Fuß, sodass dieser zusammensackte. "... kommt er eh nicht weit. Ich sag dir eines, bleib lieber hier, das ist echt angenehmer für dich. Cloud ist bestimmt nicht so böse wie die anderen", grinste er und flüsterte zu Cloud. "Und ich gewinne meine Wette ..."

Kadaj schnaufte erneut. "Von mir aus doch, pah und ich halt erst die Klappe, wenn ich es für richtig halte, vorher nicht", fuhr er Cloud und Rude kaltschnäuzig an. "Auuuuu", jaulte er auf, als der Glatzkopf ihm gegen den gebrochenen Fuß trat und er in sich zusammensackte. "Du verdammter Bastard, das hat wehgetan", jammerte er weiter, versuchte sich aber wieder aufzurappeln und funkelte Rude wütend an.

"Komm mit, verarzten tu ich den nicht alleine", meinte Cloud richtig befehlend zu Rude und lud sich den jammernden Kadaj auf den Rücken. "Der Fuß ist bestimmt durch, was für eine blöde Idee", meinte er ruhig und ging mit Rude Richtung Türe zurück. Er ließ den anderen aufsperren und packte Kadaj die Stufen hoch und legte ihn ins Wohnzimmer. "Wie gut, dass ich hier nicht so viele Nachbarn hab", schmunzelte er. Er stand auf und holte Verbandszeug aus dem Bad und brachte es ins Wohnzimmer zu den beiden.

Kadaj zappelte auf Clouds Rücken wie ein Fisch an der Angel, es gefiel ihm einfach nicht und das zeigte er nun sehr deutlich. Auf der Couch im Wohnzimmer angekommen, verschränkte er laut fluchend die Arme vor der Brust und blickte starr die Wand an. "Wage es nicht meinen Fuß anzufassen, das kann ich auch alleine", keifte er die beiden an, setzte sich leicht auf und hielt nun beide Hände über seinen Fuß.""Ach Rude ... was hat dieses kranke, perverse Schwein eigentlich mit meinen Brüdern gemacht? Müssen die etwa den Arsch für ihn hinhalten?", bellte er den Glatzkopf erneut an. Er wollte nur sichergehen, das dem nicht so war, dass es den beiden wenigstens etwas gut ging und sie nicht zu irgendwas gezwungen wurden.

"Was fragst du da mich? Weiß ich doch nicht, kann schon sein, bestimmt hat's ihnen gefallen", konterte er und schüttelte den Kopf. "Wieso sollte ich eine bescheuerte Divenzicke mit Informationen versorgen, Pff, sei ein wenig lieb, dann ist man lieb zu dir, fertig, ziemlich einfach oder? Cloud, du solltest das auch so machen, du bist viel zu nett, wirklich, hau ihm eine rein, wenn er frech wird", meinte er zu Cloud und packte sich die Sonnenbrille auf die Glatze. "Halt die Diva mal fest", meinte er und drückte Kadaj wieder aufs Sofa. Cloud stellte sich hinter das Sofaende, hielt Kadaj den Schultern unten und Rude machte sich daran, den Fuß des anderen freizulegen. "Pass auf die Arme auf, der kratzt ja wie ein Weib ...", kam noch als Kommentar schmunzelnd von dem Glatzköpfigen.

Kadaj tobte wie ein Orkan der Windstärke zwölf, schlug wie wild um sich und fauchte den Glatzkopf immer wieder an. "Pah ich bin sicher nicht lieb, lieb sein ist was für Weicheier und das bin ich definitiv nicht", stellte er somit klar. Im nächsten Moment wurde er aber schon gepackt, auf die Couch gedrückt und festgehalten. "Lasst mich los ihr verdammten Idioten", zischte er bedrohlich leise und versuchte sich mit Händen und dem gesunden Fuß zu wehren. Erfolglos, wie er feststellen musste und das wiederum machte ihn rasend vor Wut."WEIB????ICH GEB DIR GLEICH EIN WEIB ... DU VERDAMMTER HURENSOHN!" So, das hatte nun wirklich gesessen, oder aber er würde gleich sein blaues Wunder erleben. Was es auch war, es interessierte Kadaj nicht im geringsten. Vielmehr wollte er endlich diese zwei Grobiane von sich wegbekommen und sich wieder frei bewegen können.

Rude war nicht aus der Fassung zu bringen. "Beleidigen tun sie dich alle ... ganz normal", meinte er zu Cloud, welcher doch ein wenig erschrocken zu Rude blickte, denn er hatte geglaubt, dass dieser nun richtig austicken würde. "Das tu ich jetzt echt mal ungern, aber es muss wohl sein, pass mal auf Cloud, jetzt lernst du was ...", meinte er zuckersüß und schlug dem keifenden Kadaj fast sogar etwas beiläufig mit der Faust in dessen Weichteile. "Stimmt, wohl wirklich keine Frau ...", meinte er unschuldig und machte unbeeindruckt damit weiter, den Fuß Kadajs zu schienen und zu verbinden. Cloud sah mit weit aufgerissenen Augen erst zu Rude, dann zu Kadaj, das hatte bestimmt wehgetan.

Mit schmerzverzerrtem Gesicht kniff Kadaj die Augen zusammen, gab außer einem leisen Wimmern nichts mehr von sich und doch warf er dabei Rude noch einen vernichtenden Blick zu. Nachdem der Schmerz aber etwas nachgelassen hatte und er nun Clouds dämlichen Blick gesehen hatte, bollerte er gleich wieder weiter. "Was glotzt du so blöde? Guck mich gefälligst nicht so an, muss dir doch Spaß machen, mich so zu sehen." Damit war es aber noch lange nicht vorbei, Kadaj würde weiter machen, würde Cloud schon zeigen und auch sagen, was ihn störte und was er nicht mochte. Am wenigsten mochte er angestarrt werden und noch weniger mochte er es, wenn ihn jemand gegen seinen Willen festhielt.

"Dass man dir gerade hilft, merkst du gar nicht wie?", gab er zurück. "Und gefallen tut es mir wirklich nicht, es ist erniedrigend für dich, aber du suchst es dir ja selbst aus, also mir egal, wie du dich aufführst", konterte er, nur mischte Rude sich wieder ein. "Ich würde sagen, ihm gefällt es, erniedrigt zu werden. Sonst hätte er schon längst die Klappe gehalten ...", grinste er und setzte noch mal nach, nur bekam er dieses Mal einen Schlag ins Gesicht. Nach einer Weile meinte er dann noch. "So, fertig. Gebrochenes Wadenbein, nichts Schlimmes. Nach einer Woche Ruhe wieder langsam belasten. Die Schiene hält ihn in Position, also wenn du ein schiefes Bein willst und den schlurfigen bevorzugst, mach ihn ruhig schnell wieder ab. Sonst lass ihn vier Wochen dran", meinte er ruhig.

Kadaj rollte genervt mit den Augen, wollte etwas zu Cloud erwidern, doch da bekam er schon mit, wie Rude nun selbst eine abbekam. Ein süffisantes Grinsen schlich sich dabei auf seine Lippen und er begutachtete nun die Schiene an seinem Bein. "Joha und danke", war alles, was er dazu zu sagen hatte, warf Rude noch mal einen abschätzenden Blick zu und schaute denn erst rüber zu Cloud. "Als könnte ich mich eine Woche schonen, so wie der immer Unordnung macht, sieht's hier nach ner Woche aus wie nach nem Bombenanschlag", richtete er sich nun doch etwas scheu an den Glatzkopf, achtete dabei aber nicht sonderlich auf Cloud.

"DU IDIOT!", herrschte Cloud ihn an. "Da haste mal richtig Glück, dass ich einen Auftrag hab, bei dem ich eine Woche weg sein werde und keine Unordnung machen kann." Schnaubend stand Cloud auf, Mensch, das war ihm jetzt aber peinlich. "So? Und willst'e solange hier einsperren?", fragte Rude nach. "Eigentlich wollte ich ihn einfach mitnehmen, aber da hat sich wohl jetzt erledigt", meinte er nur und beachtete den anderen gar nicht weiter. "Eigentlich nicht, er muss ja nicht im Bett liegen, nur darf er eben nicht auftreten, das ist alles", meinte Rude und dann kramte er in seiner Tasche nach etwas. "Hab hier noch ein Geschenk", meinte er trocken. Das Ding, was er in der Hand hielt, da aus wie eine Kette aus schwarzem Samt. Mit einer Kopfbewegung Richtung Kadaj weiß er Cloud darauf hin, dass er diesen wieder festhalten solle, was Cloud auch tat. Er legte Kadaj die Kette um und diese klickte und zischte etwas und legte sich eng um den Hals des anderen, es sah aus, als verschmelze diese mit dessen Haut und war nicht mehr zu erkennen oder zu erfühlen.

Kadaj sagte nun erst mal gar nichts mehr, als Cloud wieder so am Flippen war, stattdessen hörte er einfach nur zu und schwieg eisern. So, so, Cloud hatte also mal wieder einen längeren Auftrag, das hörte er zumindest an dem Genörgel heraus. Kadaj war erst mal so in Gedanken, das er erst mal gar nichts checkte. Erst als er erneut festgehalten wurde, eine Art Kette sah, fing er wieder an zu zappeln. "Was ist das denn für ein Ding? Ich will so was nicht tragen! Lasst mich los", keifte er Cloud wieder an und zeitgleich warf er Rude wieder einen giftigen Blick zu. Doch das ganze Gemecker brachte ihm rein gar nichts, ehe er bis drei zählen konnte, hatte er die Kette schon um und bekam diese auch nicht mehr los. "Was zum Teufel soll das? Ist das ein Peilsender oder was ist das?", wollte er nun wissen und blickte den Glatzkopf fragend an.

"Cleveres Kerlchen!", grinste Rude. "Aber nicht nur. Inoffizielle Legalisation. Mehr brauchst du gar nicht wissen", fügte er noch an. "Was soll das heißen, wer kann ihn dann alles anpeilen?" Rude zwinkerte nur. "Seh es als Hundemarke." So richtig zufrieden war Cloud mit dieser Erklärung nicht, das konnte Rude an seinem Gesichtsausdruck sehen. Rude sah auf das frisch abgestaubte Bild im Regal, auf welchem Cloud mit Zack abgebildet war und deutete darauf. "Hey, das is doch gar nicht so schlecht. Hätten wir euch damals orten können, wir hätten euch beide lebend einkassiert und die Armee hätte nicht ..." "Falsches Thema..", knurrte Cloud und unterbrach Rude bei seiner doch recht interessanten Ausführung. "Okay, ich hab's gut gemeint, ich geh dann mal", meinte Rude und ging zur Türe. Cloud begleitete ihn. "Nichts für ungut, Cloud", meinte Rude ein wenig betroffen, er hatte wohl bemerkt, dass dieser nicht gewillt war, über die Vergangenheit zu sprechen. Er drückte ihm eine Minispeicherkarte in die Hand. "Per Mobile aktivierbar, Orten kannst du damit und jeder, der seine ID kennt, aber diese kennst nur du. Trotzdem ist er registriert auf Rufus, aber unter falschem Namen. Das Ding hat noch ein paar andere Funktionen, aber die darfst du selber herausfinden. Sei nicht zu weich, der dankt es dir eh nicht", gab er ihm noch als Tipp und trollte sich. "Danke", murmelte Cloud noch, war aber dermaßen mies gelaunt, dass er die Karte erst mal nur in sein Zimmer legte.

Kadaj fauchte den Glatzkopf noch einmal an, verschränkte dann wieder grummelnd die Arme vor der Brust und schmollte. Was auch immer das für ein Ding um seinen Hals war, er mochte es jetzt schon nicht. Kadaj war sich sogar fast sicher, dass es auch eine Art Elektroschocker war. Doch den Verdacht behielt er lieber für sich. Wer weiß was werden würde, wenn Cloud das auch wüsste. Sicher wäre es kein angenehmes Unterfangen. Er versuchte noch irgendwie das Gespräch aus dem Flur mitzubekommen, doch die beiden sprachen so leise, dass er nicht wirklich etwas verstanden hatte.

Genervt ging Cloud erst mal in die Küche und holte sich einen Kaffee und brachte Kadaj auch einen mit. Wortlos stellte er diesen auf den Wohnzimmertisch und setzte sich auf seinen Sessel. Sein Blick blieb auf Zacks Bild hängen, so etwas wirklich. Als ob das etwas geändert hätte. Er konnte sich zwar immer noch nicht ganz klar erinnern, aber eines war ihm doch klar, trauen konnte und wollte er denen auf keinen Fall. Er nippte am Kaffee und in Gedanken wiederholten sich so einige vergangene Ereignisse vor seinem geistigen Auge. Und da er nun auch noch in Richtung Nibelheim musste, machte es die Sache nicht besser. Sollte der Kadaj jetzt mitnehmen oder einfach hier lassen. An sich war er ja lieber alleine unterwegs, nur wollte er auch nicht wirklich, dass dieser so lange alleine in seiner Wohnung herumhing. Er konnte ihn ja schlecht fünf Tage ans Bett fesseln.

Kadaj hörte, wie Cloud irgendwann die Tür schloss, wohl in die Küche ging und dann wieder ins Wohnzimmer kam. Etwas erstaunt, dass der Blonde ihm einen Kaffee mitgebracht hatte, bedankte er sich dann aber doch. Es war zwar ein sehr leises Danke, aber immerhin. Vorsichtig nippte er an dem heißen Getränk, blickte kurz zu Cloud rüber und merkte, dass dieser wohl etwas in Gedanken war. Kopfschüttelnd wendete er den Blick wieder ab, schaute sich ab und zu sein Bein an und brummelte leicht. Was musste er auch vom Balkon fallen wäre das nicht passiert, dann hätte er jetzt nicht diese Hundehalsband oder was das darstellen sollte. "Ich hab bei dem Halsband so einen klitzekleinen Verdacht", äußerte er sich dann aber doch, nahm noch einen Schluck aus seiner Tasse und blickte den Blonden an.

Cloud hörte nicht wirklich, was der andere sagte. Er starrte auf sein Bücherregal und versuchte sich vorzustellen, wie es gewesen sein musste, so mit ihm als Ballast, er total weggetreten und Zack, der ihn aber einfach nicht zurücklassen wollte. Wie wäre es ausgegangen, wenn er früher wieder aufgewacht wäre? Diese Frage bohrte in ihm und immer wieder tat es einfach nur weh. Er rieb sich die Augen, nicht dass man noch sehen könnte, dass er wirklich kurz vorm Heulen stand. Dann bemerkte er, dass Kadaj ihn anstarrte. "Hm?", kam von ihm und er sah ihn genauso an. Das Halsband war wirklich kaum zu sehen, eigentlich gar nicht. Wie man es wohl wieder abbekam? "Hast du was gesagt?", fragte er dann doch nach einer Pause und fuhr sich durch die blonden Haare und schaute noch mal kurz zum Bücherregal.

"Hm ja sicher hab ich was gesagt, aber du scheinst ja zu träumen", stellte Kadaj leicht säuerlich fest und blickte Cloud dementsprechend an. Kurz runzelte er noch mal die Stirn, fuhr aber dann doch fort. "Ich sagte, dass ich einen Verdacht habe, was dieses Halsband angeht. Ist aber nicht so wichtig, also brauchen wir nicht weiter darüber zu reden. "Nach seiner kleinen Rede schwieg er dann wieder, besah sich weiterhin sein Bein an und ließ Cloud wieder seinen Gedanken hinterherhängen.

Cloud sah etwas belämmert zu Kadaj, dann auf seinen Hals und auf seinen Fuß. Er träumte? "Ja, Albträume", meinte er trocken und fuhr dann wieder ganz normal fort. "Also, was hast du für einen Verdacht?", meinte er ruhig und nippte an seinem Kaffee. Wie viel hatte der andere denn von dem Gespräch draußen mitbekommen und wie sollte er denn eigentlich herausfinden, was das Ding noch so alles zu können, schien? Sollte er einfach mal ausprobieren? Eigentlich hielt er ja überhaupt nichts von solchen Hilfsmittelchen, es kam ihm gerade zu unmenschlich vor. Auf der anderen Seite war dieser ja auch nicht gerade zimperlich mit den anderen Leuten umgesprungen und gefühlskalt kam er ihm auch vor, also warum ihm nicht einen Denkzettel verpassen? Konnte ja nicht schaden.

"Tut mir leid Cloud, aber jetzt hab ich auch keinen Bock mehr zu reden", kam es leise zischend von dem silberhaarigen, ehe er langsam versuchte von der Couch herunterzukommen. "Wenn ich zwei Krücken hätte, würde das viel einfacher gehen, aber so muss ich mit einem Bein hüpfen", stellte er leise fest, versuchte sich so aufzurichten, dass er nicht auftrat. "Ach Mist, das geht nicht", maulte er wütend weiter und schaute nun zu Cloud rüber "Könntest du mir helfen? Ich schaff das alleine nicht. "Eigentlich hatte er nicht vor, zu fragen, aber ihm blieb nichts anderes übrig und so saß er auf dem Sofa und wartete ab.

"Pfff, auch noch beleidigt, wenn sich nicht alles um klein Diva dreht", grummelte Cloud zurück. "Ist auch besser so, ich würde es dir eh nicht sagen." Er verdrehte die Augen. Dann beobachtete er ihn eine ganze Weile. Ja, sich bewegen war wirklich schwer so, wenn er den Fuß nicht belasten durfte. Krücken würden da schon wesentlich helfen, nur hatte Cloud keine da und er war auch nicht gewillt, ihm diese so einfach zu besorgen. Das kannst du mir helfen, ignorierte er eine ganze Weile lang und blickte dabei gelangweilt durch das Zimmer. Irgendwann stand er auf. "Sag bitte und vielleicht funktioniert es dann auch", meinte er gelassen, blieb vor dem anderen stehen und wartete ab, was der denn vorhatte.

"Pfff, auch noch beleidigt, wenn sich nicht alles um klein Diva dreht", grummelte Cloud zurück. "Ist auch besser so, ich würde es dir eh nicht sagen.", und er verdrehte die Augen. Dann beobachtete er ihn eine ganze Weile. Ja, sich bewegen war wirklich schwer so, wenn er den Fuß nicht belasten durfte. Krücken würden da schon wesentlich helfen, nur hatte Cloud keine da und er war auch nicht gewillt, ihm diese so einfach zu besorgen. Das kannst du mir helfen, ignorierte er eine ganze Weile lang und blickte dabei gelangweilt durch das Zimmer. Irgendwann stand er auf. "Sag bitte und vielleicht funktioniert es dann auch", meinte er gelassen, blieb vor dem anderen stehen und wartete ab, was der denn vorhatte.

Entgeistert blickte Kadaj Cloud an, schnaufte wieder und zog sich langsam an der Sofa-Lehne hoch. "Ich sag bestimmt kein ", bitte", eher friert die Hölle zu", keifte er den Blonden an. Etwas wackelig auf einem Bein, hopste er dann in Richtung Badezimmer und grinste zufrieden. "Wie du siehst, geht es auch alleine. Ich brauch dich also nicht", kam es hitzig aus dem Flur heraus und kurze Zeit später hörte man das Zuschlagen der Badtür. Im Bad verbrachte er eine ganze Weile, hockte auf dem Klodeckel und grübelte nun schon wieder. Wie sollte er das bitte eine ganze Woche aushalten? Er würde vor Langeweile eingehen und vom vielen herumliegen nur einen steifen Nacken bekommen. Nach dieser Erkenntnis hopste er wieder aus Zimmer, hopste ins Wohnzimmer und nahm wieder auf der Couch Platz. "Und ich brauche dich immer noch nicht", grinste er den Blonden gehässig an.

"Brr~das wird kalt", kommentierte er und ließ sich wieder aufs Sofa fallen. Solange Kadaj im Bad verschwunden war, organisierte Cloud sich einen Wagen, das Motorrad konnte er leider nicht nehmen, da es zu viel zu transportieren gab und er setzte sich mit der Speicherkarte auseinander. Eingelegt in sein Telefon, konnte er Daten über seinen vermeintlich "Lehrling" er registriert war, abrufen. Auch war er überrascht, die detailliert die Ortung funktionierte. Den Punkt "Special Feature" ließ er mal außen vor. So mit seinem Telefon spielend, saß er wieder auf dem Sofa, als Kadaj wieder hereingehüpft kam. Seinen Satz ignorierend, öffnete er doch das Menü Special Feature. Er fand eine Skala von eins bis zehn vor. Sich noch überlegend, ob er einfach mal fünf einstellen sollte, wurde er unterbrochen, weil sein Telefon klingelte. "HEY BLONDCHEN!", brüllte eine bekannte Stimme ins Telefon und die gehörte niemand anderem als Reno, reflexartig hielt Cloud sich das Telefon ein Stück weiter weg. "Solltest du wirklich dein Äffchen alleine in deiner Wohnung lassen, kommen wir mal zum Dressieren vorbei, Gruß von Rufus im Übrigen." flötete er in einer Lautstärke, dass man diese Worte bestimmt in der Küche noch verstanden hätte. "Kann nicht schade", meinte er nur lässig und legte wieder auf, obwohl der andere noch mal ansetzte, etwas zu sagen. "Das ging aber schnell", murmelte er, denn kaum zwei Stunden war vergangen, nachdem Rude die Wohnung verlassen hatte.

"Dem gebe ich gleich mal ein Äffchen", grummelte Kadaj leise und schaute wütend vor sich hin. Er mochte Reno noch nie, er hasste diesen rothaarigen Köter wie die Pest. Als er Clouds Worte hörte, puffte er ihm in die Rippen und fauchte ihn an. "Sag mal geht's noch? Du hast echt nen Schaden, wenn du so was auch noch toll findest", brummte er weiter. Am liebsten hätte er Cloud eine reingehauen oder ihm mit irgendwas erschlagen, so sauer war er nun. "Ihr seid alle nicht ganz frisch, ganz vorne weg Rufus ShinRa und du an zweiter Stelle", gab er etwas leiser von sich und schmollte leicht.

Cloud rieb sich die Rippen. "Nur die Nummer zwei, da muss ich mich wohl noch anstrengen", feixte er etwas, wurde dann aber ernst. "Gut finde ich es wirklich nicht, aber mal ehrlich, verdient haste es, wenn ich daran denke, wie vielen du mit deinen Brüdern zuvor wehgetan hast", meinte er kalt und sah ihn abschätzend an. "Vielleicht bringen sie ja Tseng oder Elena mit, die würden dir nur zurückgeben, was du oder sagen wir ihr, mit ihnen gemacht hattet. Was genau will ich gar nicht wissen, ist mir Schnuppe, aber nur mal so viel zum Thema armes Opferlamm Kadaj."

"Ja, ja, du mich auch", donnerte Kadaj weiter. "Liefer mich denen nur aus und mach dich dann schön aus dem Staub. Ist mir doch egal." Seine Laune war nun buchstäblich im Keller und er war auch längst noch nicht fertig. "Du bist ein arroganter, selbstverliebter Arsch, hin und wieder ein Jammerlappen. Wenn ich mich da an gewisse Dinge zurückerinnere, könnte ich mich schlapp lachen. Cloud ist kein Held, nein er ist eine Heulsuse", kicherte Kadaj munter drauf los und stichelte den Blonden weiterhin.

Cloud verdrehte wieder die Augen. "Mal ehrlich. Du kapierst gar nichts. Ich sage dir sogar noch, was ich erwarte. Mal für die ganz Langsamen unter uns, halt dich an meine Spielregeln und ich bestimme, vielleicht sogar mit Rücksprache zu dir. Halt dich nicht daran spielen wir eben nach deren Regeln, mir ist das Einerlei. Es liegt also immer ganz alleine bei dir, wie das hier läuft." Er streckte sich gelangweilt und gähnte. "Also, ich mache in zwei Stunden los, solange kannst' e noch schmollen und ich weiß, dass sie vorbeischauen werden, wenn ich weg bin, die Gelegenheit lassen die sich nicht entgehen, Reno sabbert ja schon fast wie ein Köter vor seinem Knochen, ich glaube nämlich nicht, dass nur ich die ID habe, wenn du verstehst, was ich meine, also wird dir verstecken auch nichts bringen. Frag die Heulsuse, dann nimmt sie dich vielleicht mit, wenn nicht, lässt dich der arrogante Arsch hier. Sollte was von der Wohnung zu Bruch gehen, stellst du diese wieder her, egal, wie es dir geht", meinte er so kaltschnäuzig, wie er eben nur sein konnte, nur war ihm nicht klar, ob der andere ihm diesen Vortrag so abkaufen würde.

Kadaj verdrehte grummelnd den Kopf zur Seite, verschränkte nun wieder beide Arme vor der Brust und schnauzte weiter. "Wenn ich es mir recht überlege, hab ich gar keine Lust dich irgendwas zu fragen, ich ziehe es also vor, hierzubleiben. Ist mir auch ehrlich gesagt wurscht was Reno, macht und was er nicht macht. Der Blödmann kann mich mal und das kreuzweise", setzte er noch hinten dran. "Was die ID betrifft, ist genau dasselbe, kümmert mich einen Scheißdreck. Und jetzt mach nen Abgang, ich bekomme langsam Kopfschmerzen", beendete er seine schlechte Laune, grinste süffisant vor sich hin und starrte weiterhin die Wand an.

"C'est la vie. War nett, dich kennengelernt zu haben", meinte er arrogant klingend und stand auf. Er ging in sein Zimmer und packte sich ein paar Sachen zusammen. Dabei ließ er sich viel Zeit, er musste die zwei angekündigten Stunden ja auch rum bringen. Auch packte er sich ausgiebig unter die Dusche. Dann konnte er doch nicht widerstehen und nahm das Telefon und ging ins Menü Special Feature. Wie rum war wohl die Einstellung stark?, fragte er sich, denn er hatte keinen Hinweis darauf. Er entschied sich mal für die Vier, war ja schön in der Mitte und drückte einfach mal fast beiläufig auf Okay. Dann trat er aus der Dusche und suchte sich ein Handtuch.

"Ja, ja, du mich auch. Ach leck mich doch am Arsch", donnerte er Cloud hinterher, als dieser das Zimmer verließ und scheinbar mit packen beschäftigt war. Eine Zeit lang brummte er einfach nur, schloss die Augen, legte den Kopf zurück und stöhnte genervt auf. Nachdem er aber gehört hatte, dass Cloud nun scheinbar im Bad zugange war, setzte er sich wieder auf und gähnte leicht. Gerade wollte er aufstehen und sich ein Buch zum Lesen holen."AUTSCH", brüllte er auf, als irgendwas durch seinen Körper zuckte und er zurück auf die Couch fiel. "Mach das noch mal und ich bring dich um, du Sadist", plärrte er in Richtung Bad und hielt sich schmerzhaft den Hals. Also hatte er doch recht, es war tatsächlich eine Art Elektroschocker.

Beinahe eine diebische Freude überfiel Cloud, als er das Plärren aus dem Wohnzimmer hörte. Also war das Ding wirklich so was wie eine Erziehungshilfe, interessant. Das waren ganz neue Gefühle für ihn und irgendwie fand er sie falsch, der auf der anderen Seite, eigentlich auch ganz gut. In sein Handtuch gewickelt, stöberte er noch ein wenig weiter in dem Menü und fand so etwas wie einen Timer. "Hmm~ ...", meinte er nur und stellte diesen auf sechs Minuten ein, auch fand er ein Feld mit Repeat, welches er aktivierte. Er zog sich in der Zwischenzeit an, packte sein Telefon in die Hosentasche und begab sich ins Wohnzimmer. "Was schreist du denn so rum?", meinte er ruhig und blickte ihn fragend an. Seine Miene war unergründlich und er schaute den anderen abschätzend an und wartete aber eigentlich schon darauf, dass die letzten Minuten vorbeigingen.

Kadaj wirbelte mit dem Kopf rum, blickte Cloud entgeistert an und schnaufte wieder. "Frag nicht so blöd, du weißt ganz genau das in dem Halsband ein Elektroschock drinnen ist. Stell dich also nicht blöder an, als du ohnehin schon bist", war die nächste zickige Antwort von dem Silberhaarigen und so langsam reichte es ihm auch. "Fass doch mal in eine Steckdose rein, ist bestimmt auch sehr nett. Obwohl wenn ich dich so ansehe, könnte man denken das würdest du jeden Morgen machen", lachte er spöttisch und deutete dabei auf Clouds Frisur.

Cloud hob nur die Brauen ein wenig und feixte zurück. "Ein Elektroschocker, so, so, Sachen bildest du dir ein. Und Mensch Kadaj, du bist echt mal clever, du hast mein Geheimnis gelüftet, klar kriegt man so eine Frisur nur damit hin, spart den Friseur und jede Menge Kosten fürs Haarspray und man kann ohne Kaffee aus dem Haus", grinste er und wartete weiter. Dabei ließ sich aufs Sofa fallen und dachte sich, dass die Zeit doch nun bald vorbei sein müsste.

Jetzt reichte es aber, nun war das Maß endgültig voll und Kadaj explodierte förmlich."GLAUBST DU ETWA, ICH ZIEH MIR DAS AUS DEN FINGERN?FÜR WIE BLÖD HÄLTST DU MICH EIGENTLICH?SCHEINBAR FÜR SEHR BLÖD, ABER DAS BIN ICH NICHT!" Nur langsam kam er wieder runter, warf Cloud einen vernichtenden Blick zu, massierte sich die Schläfen und seufzte auf. "Toll, jetzt hab ich auch noch Kopfschmerzen und das ist nur deine Schuld", fuhr er Cloud wütend an, schnaufte noch einmal auf und verstummte dann gänzlich.

Cloud sah ihn gelangweilt an. "Ehrlich gesagt, ja", log er als Antwort und wunderte sich. Er hatte wohl doch noch etwas falsch eingestellt, aber das war auch egal. Auf die Uhr blickend, stand er wieder auf, ging in die Küche, begutachtete die Vorräte. Für einen würde es bestimmt so lange reichen. Diese Nervensäge wollte er eh nicht wirklich dabei haben, also war es ihm nun einfach egal, was passierte. So packte er seine Schlüssel und seine Jacke und ging zur Wohnungstüre. "Tschüss. Wart nicht auf mich, Hasi", rief er durch einen Spalt im Wohnzimmer und ging zur Haustüre.

Kadaj sagte gar nichts mehr, brummelte leise vor sich hin und legte den Kopf auf seinem gesunden Bein ab."Auf dich warte ich ganz sicher nicht und nenn mich nicht Hasi, du Trottel", bellte er Cloud zum Abschied hinterher, danach erhob er sich, hopste zum Bücherregal und suchte sich etwas zu lesen. Mit dem Buch in der Hand hopste er in die Küche, nahm sich einen Kaffee und setzte sich an den Küchentisch. Kurz blickte er noch auf die Uhr, schlug aber dann das Buch auf und begann zu lesen.

Cloud besprach sich noch mit Tifa, die ihm gleich noch ein paar Dinge mehr auftrug, welche er auf dem Weg noch erledigen konnte. Da es schon recht kalt war, war es wahrscheinlich, dass es auf dem Weg dorthin bereits Schnee gab und Tifa zickte relativ lange, bis Cloud sich überzeugen ließ, dass er doch auch noch Winterreifen auf dem alten Kleinlaster aufzog. So verdreckt, wie er nun war, sollte er sich eigentlich noch mal unter die Dusche packen, dachte er sich. Leider würde er Kadaj dann auch wieder begegnen, was er hätte vermeiden wollen. Er hatte diese Timerfunktion nicht mehr verwendet, sondern noch zwei oder drei Schocks nach oben geschickt, wobei er die Intensität hatte gleich gelassen. Seufzend ging er also, total ölverschmiert, er hatte beinahe schwarze Haare, wieder zur Wohnung zurück und wollte sich erst mal im Bad wieder sauber machen.

"Cloud, du Arschloch", brummte Kadaj, als er diese Schocks beim Lesen abbekam und leicht zusammenzuckte. Allerdings ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen, schlürfte seinen Kaffee und aß nebenbei einen Keks. Als wenig später die Wohnungstür aufging, ein ziemlich dreckiger Cloud reinkam, musste er herzlich lachen."Wie siehst du denn aus? Haste eine Ölwanne geküsst?", lachte er weiter, hielt sich dabei schon den Bauch und gluckste. Nein, dann muss ich ja wieder die Dusche sauber machen, och nö, murrte Kadaj in Gedanken und stellte sich die Sauerei schon bildlich vor. Trotzdem würde er sie wohl saubermachen müssen, aber damit ließ er sich erst mal Zeit. Später konnte er auch noch wischen.

Den Anderen einfach ignorierend, er hatte keinerlei Interesse an den Streitereien, er war zu genervt von dieser blöden Reifenwechselaktion, ging er ins Bad, sparte nicht an der Sauerei und versuchte sich wieder sauber zu kriegen. Wieder ansehnlich ließ er einfach alles so liegen, wie es war, und tapste nur mit Handtuch in sein Zimmer, welches er nicht abgesperrt hatte. Nun, das sollte er vielleicht doch tun, dachte er und zog sich darin erst mal wieder an. Seine Haare leuchteten wieder so blond, wie er es gewohnt war. Er schloss seinen Raum dann nun doch ab und suchte im Gang nach einer Mütze. Schließlich fand er eine Schwarze aus Wolle, setzte diese auf und betrachtete sich im Spiegel. Er musste schmunzeln, denn er sah fast aus wie ein Einbrecher. Noch seine Sonnenbrille einpackend, ging er wieder zur Türe.

"Tschüss Cloud", kam es leicht gehässig aus der Küche, als Kadaj den Blonden im Flur sah und dieser aussah wie so ein Gauner. Der Silberhaarige konnte nun wirklich nicht mehr, lag schon fast kullernd am Boden und wischte sich die ersten Lach Tränen weg. Ganz ein netter Anblick war das doch und so herzhaft hatte Kadaj selten lachen müssen. Sich nun wieder dem Buch widmend, nahm er noch einen Schluck aus seiner Tasse und las dann unbeeindruckt weiter. In Gedanken fragte er sich nun aber doch, wie er auf einem Bein sauber machen sollte. Würde das überhaupt gehen? Nun ja er könnte es schon versuchen und zur Not würde er sich halt einfach setzen.

Lachte dieser Affe ihn etwa aus? Am liebsten hätte er ihm noch einen Schock geschickt, aber damit wollte er warten, bis er weg war, zu genervt war er mittlerweile, er hätte ihn glatt umgebracht. Den Wagen startend sah er, wie ein rothaariges Etwas feixend in Richtung seiner Wohnung marschierte. "Die lassen sich aber auch nichts entgehen", dachte Cloud. Reno klingelte und wartete ein wenig. "Cloud? Bist du dahaaa?", brüllte er nach oben, und pochte ziemlich laut gegen die untere Eingangstüre. Na dann, viel Spaß und er fuhr los Richtung Highway.

"Och nö, was will der denn jetzt", nuschelte Kadaj leise und ging langsam zum Fenster, öffnete dieses und blickte kurz nach unten. "Keiner da", brüllte er zurück, machte das Fenster dann wieder zu und hopste zum Stuhl zurück. Sollte der blöde Affe da unten versauern, er würde ihn ganz sicher nicht hereinlassen. Eher würde er eine Woche hier versauern, als Reno hoch zu lassen. Wer weiß, was in den seinem kranken Kopf vor sich ging.

Reno hielt sich sein Telefon an das Ohr und wählte eine Kurzwahltaste. "Er ist alleine gefahren, ich hab gewonnen", säuselte er und legte wieder auf. Na dann wollte er sich doch mal Zugang zur Wohnung verschaffen. Er machte sich am Schloss zu schaffen, als sein eigenes Mobile wieder klingelte. "Was? Ja, ja, ich warte ja. Nein, kein Thema", meinte er grinsend und hatte die untere Türe schon offen. Langsam ging er die Treppe nach oben und giggelte schon vor Vorfreude. Sollte es wirklich stimmen, dass der letzte der Brüder hier war, so wollte er hier mal richtig Spaß haben, so wie er es mit Yazoo hatte, bevor dieser leider auf Eis gelegt wurde, so dachte er zumindest. Mit einem weiteren Dietrich bewaffnet werkelte er an der Wohnungstüre herum und machte sich nicht einmal die Mühe leise zu sein.

Kadaj stellte, nachdem er den Kaffee geleert hatte, die Tasse in die Spüle und war nun auf dem Weg ins Wohnzimmer. Im Flur hörte er jedoch ein merkwürdiges Kratzen an der Wohnungstür, was ihn kurz stutzig machte. Was war das denn jetzt wieder? HALT ... STOPP ... das war doch jetzt nicht wirklich wahr!"Reno ich trete dir in deinen fetten Hintern", knurrte Kadaj leise und hopste in Richtung Wohnzimmer auf die Couch. Kadaj sah sich nun mal genauer im Raum um, fand komischerweise einen Holzschläger hinter dem Sofa und griff sich diesen. So leicht würde er es Reno ja nun nicht machen, im Notfall würde er ihn krankenhausreif prügeln.

Die Haustüre klickte und war somit offen. Reno grinste sich nen Ast und schlich sich in die Wohnung. Nun, wo könnte dieser denn jetzt sein. Zielstrebig ging er auf Clouds Zimmer zu und fand es verschlossen. "Hm~", also auf zur nächsten Türe, das Bad. "Boah eh", kam es nun gar nicht mehr leise, denn er sah auf das Chaos, welches Cloud hinterlassen hatte. "Fast wie bei Rude zu Hause", kicherte er und ging weiter. "He, Sklavenschätzchen, wo versteckst du dich denn? Reno will ein wenig spielen, bis die anderen kommen. Jetzt komm schon raus, ich finde dich doch eh...", flötete er und pirschte sich immer weiter durch die Wohnung, seinen Schlagstock bereits in der Hand.

Kadaj zuckte nun doch etwas zusammen, er erinnerte sich genau, wie dieser damals Yazoo gewaltig in den Hintern getreten hatte und das wiederum machte ihm nun Sorgen. Fest umklammerte er den Schläger, atmete noch mal tief ein und schluckte schwer. Sollte Reno doch erst mal suchen, er würde mit Sicherheit nicht sagen, wo er gerade steckte. Er war aber auch in einer mehr als beschissenen Lage, genaugenommen war er in einer Lage, wo er so nicht wieder rauskam.

Cloud fuhr bereits auf dem Highway, als sein Telefon klingelte. Er sah, dass es Tifa war, ging aber nicht ran, sondern hörte danach die Mailbox ab. Ob er wüsste, dass in seiner Wohnung bald eine Party gefeiert werden würde. Dieser Reno hätte sich Zugang verschafft, erzählte sie. Cloud war es herzlich egal, bestimmt würde sich Kadaj erst mal verstecken versuchen. Er überlegte sogar, ob er Reno ein wenig helfen sollte. Reno schlich währenddessen doch Richtung Wohnzimmer und lockte mit gespielt freundlicher Stimme, als ob er eine entlaufene Katze einfangen wollte. "Das letzte Zimmerchen ... ja, ja, mein kleines Spielzeug, Augen auf, ich komme ...", flötete er weiter und ließ langsam die Türe aufgleiten und späte ins Wohnzimmer. Die Couch konnte er noch nicht sehen, aber das Bücherregal und darauf das Foto von Zack und Cloud. Davon abgelenkt kam als Kommentar von ihm. "Wow, Cloud und Zack, zu Schade, der Kerl sah echt mal richtig geil aus.", und Reno hatte fast vergessen, warum er in dieses Zimmer wollte.

Sein Herz schlug ihm bis zum Hals, sein Puls raste und als Reno dann auch noch den Kopf durch die Tür steckte, hätte Kadaj am liebsten laut geschrien. Noch fester umklammerte er den Schläger, rutschte ein Stück hinter und ließ die Tür nicht eine Sekunde aus den Augen. Bei dem Kommentar des Rothaarigen musste der Silberhaarige würgen, aber Reno war schon immer etwas krank in der Birne, also war das scheinbar schon normal. Nun zitterte er aber doch leicht, bekam sogar ein leichtes Unwohlsein und wäre am liebsten in Ohnmacht gefallen. Ja, so eine Ohnmacht wäre sicherlich angenehmer als das, was folgen würde.

Reno ging dann um die Kurve und sah Kadaj mit dem Holzschläger dastehen. "Haha ... was ist das denn? Du magst also mit Reno spielen?" Drohend hob er den Schlagstock und ließ ihn theatralisch in seine Hand schlagen. Drohend und fies grinsend ging er auf den anderen zu und drängte ihn in die Ecke. "Hast du dir echt dein Füßchen beim Fluchtversuch verletzt? War das Herzchen hier so böse zu dir, dass du abhauen wolltest? Mir kommen bald die Tränen ...", grinste er. "Dann geht der Erste Mal auf mich ..." Er holte auf und schlug nach dem anderen.

"Halt einfach die Klappe, du blöder Köter", keifte Kadaj den Rothaarigen an, wurde aber dann unsanft in die Ecke gedrängt und funkelte ihn garstig an. Kurze Zeit später sah er schon das nach ihm geschlagen wurde und er versuchte, diesem Schlag irgendwie zu entkommen. Nur war das auf dem engen Sofa nicht so leicht und er bekam diesen voll ab. Keuchend vor Schmerzen rollte er sich zusammen, wartete darauf, dass der Nächste folgen würde und machte gar keine Abstände, sich zu wehren. Kadaj hatte eingesehen, dass er gegen den Rothaarigen wohl keine Chance hatte und so ließ er diesen einfach machen.

Reno hob noch ein paar Mal auf den Anderen und kicherte böse. "Wie langweilig du bist, echt mal, wehrst dich nicht mal ordentlich, halt doch gegen Herzchen. Cloudi soll es doch nicht so einfach haben ...", grinste er, wurde dann aber unsanft an seinem Stock nach hinten gezogen. "Sag mal, hab ich nicht gesagt, du sollst auf mich warten?", maulte Rude hinter ihm. "Ich hab doch nur ein bisschen ..." "Klappe! Wir wollten ihm doch nur mal zeigen, was ihn bei uns erwartet würde ...", meinte Rude cool und verstaute seine Sonnenbrille in der Jacketttasche.

Kadaj verstummte, hatte sich die Hände über den Kopf gehalten und fühlte außer Schmerzen nichts mehr. Auch als Rude das Wohnzimmer betreten hatte und Reno von ihm weggerissen hatte, reagierte er nicht wirklich. Kadaj merkte nur, dass die Schläge endlich aufgehört hatten, und seufzte einmal auf. Vorsichtig nahm er die Hände von Kopf, erkannte nun auch Rude und setzte sich langsam auf. "Was sollte das? Hast du mich nicht heute schon genug gequält?", fragte er den Glatzkopf ernst und hielt sich mit verzerrtem Gesichtsausdruck den Bauch.

"Eigentlich nicht", meinte dieser trocken. "Du hast einfach keinen Plan, wie gut du es hier hast. Deinen Brüdern geht es da wesentlich schlechter und vor allem hab ich meine Wette nun doch verloren und das macht mich sauer", grummelte er und gab ihm noch eine kurze Rippe mit der Faust. Reno holte aus und traf Kadaj noch mal mit seinem Schlagstock genau ins Gesicht. "Ups. Jetzt hat er Lidschatten", grinste er, aber Rude hielt ihn wieder zurück. "Das reicht für heute, wir können ja wieder kommen, er kann hier ja nicht weg", meinte er gelassen und setzte die Sonnenbrille auf. "Wärst wohl lieber mitgefahren und ein wenig netter gewesen", meinte er vielsagend zwinkernd im Hinausgehen. Reno hatte noch nicht genug, sondern trat noch einmal nach Kadaj. "RENO!", brüllte Rude daraufhin und warf ihn gegen das Bücherregal, welches natürlich in sich zusammenkrachte. "Lass den jetzt, der muss hier aufräumen.", und er bugsierte einen keifenden Reno hinaus.

Kadaj sagte nichts, blickte die beiden nicht mal an, machte nicht mal etwas, als er wieder einiges einstecken musste. Er blieb einfach, nachdem sie fertig waren, am Boden liegen, krümmte sich leicht zusammen und wartete, dass sich die Wohnungstür schloss. Scheiße, scheiße ... das ist etwas ... was noch schlimmer war, als zu sterben. Ich habe das Bedürfnis einfach loszuheulen, als kleiner Haufen erbärmliches Elend einfach ... meinen Gefühlen mal freien Lauf zu lassen, wimmerte Kadaj in Gedanken, doch keine Träne verließ seine Augen, nicht mal ein Schluchzen war zu hören.

Cloud bekam wieder einen Anruf von Tifa, die nervös erzählte, dass es in seiner Wohnung doch zu einer Auseinandersetzung gekommen war. Gelangweilt löschte er die Nachricht auf seiner Mailbox. Natürlich war es das, war ja zu erwartet gewesen, nur was interessierte es ihn. Zwar dachte er immer wieder daran, wie der andre wohl in seiner Wohnung nun herumhing und dass es ihm bestimmt nicht wirklich gut ging, aber dieser hatte es sich ja wirklich selbst ausgesucht. Mit seiner Geduld war er am Ende. Grübelnd fuhr er weiter, in einem Tag sollte er ankommen, wenn es keine größeren Zwischenfälle gab. Reno und Rude hatten sich getrollt und sich gegenseitig in die Seite boxend gingen die beiden die Straße entlang zu ihrem Beobachtungsposten. Rufus würden sie erst mal nicht informieren, das hatte noch Zeit, der war noch mit den beiden anderen beschäftigt.

Nachdem sich Kadaj etwas gefasst hatte, setzte er sich langsam auf und steckte das Bücherregal wieder zusammen, dieses war zum Glück aus einem Stecksystem und auch nicht sehr hoch. Nachdem das Regal endlich wieder an seinem Platz gestanden hatte, räumte er mit zitternden Händen die Bücher wieder ein und versuchte nun zur Couch rüber zu kommen. Er musste irgendwie wieder auf die Beine kommen, wollte noch das Bad putzen und dann gegen Clouds verbot auf dem Balkon eine rauchen. Das Bad erreichte er etwa zwei Stunden später, räumte die dreckige Wäsche in den Wäschesack und machte im Sitzen auf einem Stuhl die Dusche sauber. Nach getaner Arbeit ließ er den Stuhl erst mal stehen, hopste langsam zum Balkon und schloss aber diesmal die Tür.

Nachdem sich Kadaj etwas gefasst hatte, setzte er sich langsam auf und steckte das Bücherregal wieder zusammen, dieses war zum Glück aus einem Stecksystem und auch nicht sehr hoch. Nachdem das Regal endlich wieder an seinem Platz gestanden hatte, räumte er mit zitternden Händen die Bücher wieder ein und versuchte nun zur Couch rüber zu kommen. Er musste irgendwie wieder auf die Beine kommen, wollte noch das Bad putzen und dann gegen Clouds verbot auf dem Balkon eine rauchen. Das Bad erreichte er etwa zwei Stunden später, räumte die dreckige Wäsche in den Wäschesack und machte im Sitzen auf einem Stuhl die Dusche sauber. Nach getaner Arbeit ließ er den Stuhl erst mal stehen, hopste langsam zum Balkon und schloss aber diesmal die Tür.

Cloud war die Nacht durchgefahren und bereits am nächsten Nachmittag erreichte er die Vororte von Nibelheim. Dort parkte er seinen Wagen und füllte den entsprechenden Papierkrieg aus. Die Leute dieser Gesellschaft beluden selbst und er hatte Zeit, ein wenig umherzugehen. Wie immer, wenn er in der Gegend war, lieh er sich ein Motorrad und fuhr an die Stelle, an welcher er Zacks Schwert als Symbol gesteckt hatte. Der Ort, an welchem seine Erinnerungen verschwammen. Seufzend blickte er über die Wüste, aber er musste feststellen, dass seine Gedanken doch immer wieder nach Midgar abschweiften. Nur sich melden wollte er nicht, in Gedanken sprach er mit Zack und erzählte ihm, was so alles passiert war. In Midgar putzte Tifa ihre Bar und sie kämpfte mit sich. Sollte sie nach oben gehen und nach diesem Tidus sehen? Die Sache war ihr nicht geheuer, aber sie wollte sich auch nicht wirklich einmischen.

Kadaj hatte die Nacht schlecht geschlafen, was beiden Schmerzen aber auch kein Wunder war und so hüpfte er unsicher auf einem Bein in die Küche und setzte sich einen Kaffee auf. Hunger hatte er keinen, ihm war schlecht von der gestrigen Prozedur und sein Schädel drohte zu platzen. Bis der Kaffee durch wäre, setzte er sich langsam an den Küchentisch, legte den Kopf auf der Tischplatte ab und stöhnte leise auf. "Oh Mann, ich sollte besser die Fresse halten, oder ich nehme mir nen Strick", mit diesen Worten hatte die Kaffeemaschine ausgeblubbert und er holte sich langsam einen Kaffee. Diesen trank er nun vorsichtig und schluckweise, blickte hin und wieder zur Tür und beschloss nun einen Besen unter die Türklinke zu platzieren.

Nachdem Cloud den ganzen restlichen Tag und die halbe Nacht an jener Stelle verbracht hatte, verabschiedete er sich und fuhr zurück zu seinem Wagen. Übermüdet kam er an, gab die Maschine zurück und legte sich in den Wagen um ein wenig Schlaf zu finden. Da er sein Telefon nicht mitgenommen hatte, das tat er nie, wenn er Zack besuchte, sah er einige Anrufe darauf. Alles wieder unbekannte Nummern. Er schaltete die Ortungsfunktion ein und sah, dass Kadaj noch immer in seiner Wohnung war. Eigentlich hatte er fest damit gerechnet, dass dieser abhauen oder von den anderen verschleppt werden würde. Aber da hatte er sich wohl geirrt. Mit gemischten Gefühlen döste er auf der Rückbank bis zum nächsten Morgen.

Kadaj ging es an dem Tag schon etwas besser, sein Kopf dröhnte nicht mehr und er hatte ruhig schlafen können. Er hüpfte nun durch die Wohnung, schaute, ob es irgendwo etwas zu tun gab und doch fand er nichts. Die Wohnung war von oben bis unten sauber, nur ein paar Wäschestücke waren zu waschen und das konnte er alleine unmöglich machen. Fieberhaft überlegte er dann aber doch, ob er die Sachen in der Wanne waschen sollte, kam aber dann zu dem Entschluss es zu lassen. Immerhin hatte eins der Shirts Ölflecken und diese würden nur wieder die Wanne verschmutzen, darauf hatte er nun wirklich keine Lust.

Aus welchem Grund auch immer, Cloud wusste es nicht, aber er beeilte sich ein wenig mehr als sonst. Er lag sehr gut in der Zeit und er würde bereit nach 3,5 Tagen wieder in Midgar sein, nicht 5, wie er ursprünglich geplant hatte. Nach 3 Stunden Fahrt würde er ankommen und das Ausladen würde eine weiter benötigen. Er lauschte der Musik aus dem Radio und jagte den Highway, entlang was die Kiste hergab, und hatte Spaß daran. Genau, wie Reno des Abends wieder beschloss auf eigene Faust, bei Blondchens Wohnung vorbeizugehen. Leise öffnete Reno die Türe und schlich sich nach oben. Es war später Nachmittag und er hatte alle Zeit der Welt, denn Rude hatte den Auftrag gekriegt den Boss im Hauptquartier abzuholen und so war er alleine, was ihm doch sehr gefiel. Noch leiser machte er sich bereits an der Wohnungstüre zu schaffen.

Kadaj saß ruhig auf dem Sofa, hatte sich ein Buch genommen und las nun wieder. Leise seufzte er vor sich hin, schlug die nächste Seite auf und verfolgte gespannt die Handlung der Geschichte. Dass sich Reno schon wieder an der Wohnungstür zu schaffen machte, bekam er erst mal nicht mit. Viel zu ruhig war es in der Wohnung und das gab dem Silberhaarigen doch ein Gefühl von Sicherheit. Nach einer Weile hopste er dann aber wieder in die Küche, wollte sich noch einen Kaffee holen und musste so auch durch den Flur.

Reno hörte von außen, wie drinnen jemand durch die Gegend hopste. Er wartete kurz, grinste wie ein Honigkuchenpferd und schlich sich vom anderen unbemerkt direkt ins Wohnzimmer. Die Türe lehnte er sehr leise an, sodass diese aussah, als ob sie noch zu sei. Unschuldig setzte er sich aufs Sofa und nahm sich das Buch, in welchem Kadaj gelesen hatte. Desinteressiert blätterte er es durch, so ein Schund, nichts Interessantes, wenn es doch wenigstens um Bomben basteln gegangen wäre. Brav wartend saß er da und hatte sein Stöckchen bereits neben sich platzierte. Irgendwann würde der andere schon wieder zurück ins Wohnzimmer humpeln.

Kurz nahm Kadaj einen Schluck Kaffee zu sich, hopste dann wieder Richtung Wohnzimmer und wollte sich nun wieder setzen. "Reno", knurrte er leise, schaute den Rothaarigen gehässig an und blieb im Türrahmen stehen. "Was verschafft mir denn die Ehre?", wollte er nun von dem Rothaarigen wissen, blieb noch immer auf Abstand und warf ihm einen abschätzenden Blick zu.

"Hallooo", gurrte er in dessen Richtung. "Wollt nur mal nach dem Rechten sehen. Du hast die Türe nicht abgesperrt", grinste er gehässig. "Oh ... Kaffee ist gut. Mit viel Milch, aber ohne Zucker. Dankeeee!", meinte er zuckersüß. Was Reno nicht wusste, war das Rufus selbst nach seinem Präsent sehen wollte und nur deshalb ließ er sich von Rude abholen. "Und Cloud ist wirklich noch länger unterwegs?", fragte dieser nach, was Rufus nur mit einem geschäftigen "Ja, Boss" beantwortete. "Fein, fein", meinte dieser und lehnte sich im Wagen zurück.

"Du willst Kaffee trinken?", fragte Kadaj verwundert nach, hopste aber im selben Augenblick schon wieder in die Küche und machte dem Rothaarigen lieber seinen Kaffee. Die Tasse deckte er mit einem Deckel ab, humpelte nun wieder ins Wohnzimmer zurück und stellt den Kaffee auf dem Glastisch ab. "Dein Kaffee Reno", sprach er leise, setzte sich in den Sessel und schaute diesen unsicher an.

Reno lachte sich wieder nen Ast, als der andere sich so abmühte mit dem Kaffee. "Danke" meinte er nur und probierte, nur den Kaffee wieder provokant auf den Boden zu spucken. "Was ist das denn? Dass soll Kaffee sein? Willst du mich umbringen? Der ist ja viel zu stark" und er knallte die Tasse auf den Tisch, dass der Kaffee über den Rand schwappte. Reno hatte nur einen Grund gesucht, was dem anderen hätte klar sein sollen. Den Stock nehmend meinte er barsch. "Auf in die Küche, ich zeige dir, wie man einen richtigen Kaffee macht!" bellte er und stand drohend auf und ging auf Kadaj zu. Rufus Wagen war gerade unten vorgefahren, prüfend blickte er zur Wohnung Clouds und dann auf die Straße. "Viel los heute." meinte er und wartete, bis Rude ihm die Türe öffnete.

Kadaj blickte Reno unbeeindruckt an, stand aber dann doch auf und hopste mit diesem in die Küche. "Ich mach den auch nur so stark, weil er Cloud zu schwach war", sprach er den Rothaarigen in der Küche an, kramte das Kaffeepulver aus dem Schrank und holte die Filtertüten. Den restlichen Kaffee in der Kanne kippte er weg, spülte diese kurz auf und füllte die Kaffeemaschine schon mit Wasser. "Und weiter?", fragte er etwas eingeschüchtert.

Reno verfolgte den anderen in die Küche. Auch auf einem Bein war dieser mal gar nicht so langsam. "Ein halber Löffel pro Tasse" grinste er und schaute genau zu, wie dieser anfing, diese abzuzählen. Natürlich stieß er den anderen an, als dieser wieder den Löffel in die Dose versenkte und durch verschüttete dieser auch das Kaffeepulver. "Pass doch auf, echt, was bist du für eine Sau, du musst doch nicht vor mir zittern" giftete er gespielt und schon finde der andere sich eine mit seinem Stock ein. "Noch mal von vorne und besser aufpassen. Stehst du eigentlich gut?" fragte er wieder und stupste den anderen mit seinem Fuß in die Kniekehle des gesunden Standbeines. Rufus schritt langsam die Treppe hinauf und bemerkte nicht, wie Tifa, dass alles missmutig beobachtete.

Aufmerksam hörte Kadaj Reno zu, sagte nicht mal, was als Kaffeepulver verschüttet wurde und er wieder eine abbekam, sondern fing gleich noch mal von vorne an. "Es steht sich nicht besonders gut auf einem Bein, aber es muss gehen", gestand er leise und schloss dabei den Deckel der Kaffeemaschine."So ich habe Wasser für sieben Tassen, also hab ich auch sieben Löffel Pulver genommen", dabei blickte er nun Reno unsicher an, wusste nicht recht, was er jetzt noch sagen oder machen sollte."Ähm ... darf ich das sauber machen?"fragte er vorsichtig nach und deutete dann auf das verschüttete Pulver auf der Anrichte.

"Nein!" herrschte er ihn an und schlug wieder zu. "Ich sage dir schon, was du tun sollst ... so was wie du, stellt keine Fragen" und zack, noch mal eine. "RENO!" kam es von der Türe aus. "WAS machst du hier? Hattest du nicht was zu erledigen?" kam es von Rufus. "Ohne mich, du Arsch" kommentierte Rude trocken dazu. "Wie stellt sich das Vögelchen denn an? Ich habe gehört, es hat einen lahmen Flügel gekriegt." kicherte er und kam auf Kadaj zu. Reno hatte sich ganz schnell verkrümelt und versteckte sich hinter Rude. Kadaj in die Ecke drängend strich er ihm mit falscher Zärtlichkeit über die Wange. "War dein Herr sooo gemein zu dir gewesen?", flüsterte er mit Bedauern in der Stimme.

Kadaj zuckte zusammen, fasste sich aber schnell wieder und blickte dann völlig entgeistert zur Tür und zu Rufus. Was wollte der denn jetzt hier? Lustig war es ja schon, wie nun Reno kuschte und sich hinter Rude versteckte."Ähm dem Bein geht es besser, passt schon", stotterte Kadaj rum, wurde in die Ecke gedrängt und drehte ängstlich den Kopf zur Seite als Rufus seine Wange berührte." Nein, er war nicht gemein, ich war nur aufbrausend", haspelte der Silberhaarige nun hastig und wich Rufus Blicken aus.

Cloud war bereits angekommen und fluchte über das Fahrzeug, welches in der Ladezone blockierte. Tifa meinte, dass es wohl ein getarntes Auto von Rufus sei und dieser auch bei ihm oben sei. "Habe ich dort nun das neue ShinRa Headquarter oder was?" grummelte Cloud, er war wieder übermüdet und hatte eigentlich keine Lust auf Gesellschaft. "Ich lade nachher aus." meinte er nur und ging langsam nach oben. Rufus hatte in der Zwischenzeit Kadaj noch weiter in die Ecke gedrängelt und schnupperte bereits an dessen Hals. "Ich könnte mir vorstellen, dass du total lecker schmeckst." grinste er, "Hat Mr Coolness dich schon probiert?" und er spielte mit den falschen Haaren des anderen.

Nun wurde es Kadaj zu bunt, er funkelte den Präsidenten wütend an und griff nach dessen Hand."Finger weg", keifte er Rufus an und drehte wieder den Kopf zur Seite."Probiert? Sehe ich aus wie ein Schnitzel oder was? Nein, er nichts dergleichen getan", böllerte der Silberhaarige ihn weiter an, worauf Rufus nur süffisant grinsen musste und mit der Zunge über den hellen und einladenden Hals leckte."Dachte ich es mir doch, du, schmeckst nach Honig", dabei leckte er sich leicht über die Lippen und schaute dann zu Rude und Reno rüber."Möchtet ihr beiden auch mal? Ich denke, es ist genug für alle da." Ein fieses Grinsen schlich sich um seine Lippen herum und sofort wandte er sich dem Kleinen wieder zu, der zitternd in der Ecke stand und feste die Augen zusammenkniff.

Cloud kam gerade die Treppe nach oben und hörte Worte wie Honig und genug für alle. Er hob die Brauen und sah die ganze Mannschaft der Reihe nach teils im Flur und, teils in der Küche stehen, wobei Kadaj wohl in etwas in die Ecke gedrängt stand. "Dann fange ich mal an, schließlich, ist es als Präsident fast schon meine Pflicht" grinste er und seine Stimme klang etwas rauer als zuvor. Rude schien sich doch etwas unwohl zu fühlen, aber Reno fing bald das Sabbern an. "Wo muss ich hier eine Nummer ziehen?" kam es gelassen von Cloud, wobei Reno ohne sich umzudrehen entgegenschleuderte, "Erst darf ich!" aber dann schien er zu stutzen. "Oh? ähm ... t-tolle Wohnung." meinte Reno verlegen. Rufus hatte ihn noch nicht bemerkt, da er gerade wieder dabei war, Kadaj über die Lippen zu lecken.

Kadaj hätte sich am liebsten verkrümelt, wäre am liebsten in ein tiefes Loch gefallen, und als er wenig später auch noch Cloud im Flur entdeckte, war es ganz vorbei."Nummer ziehen? Sagt mal geht es euch zu gut? Ich bin kein Gebrauchsgegenstand, ich bin noch immer ein Mensch. Ein Mensch, der so was nicht will ... also Finger weg", brüllte Kadaj durch die gesamte Küche und funkelte jeden Einzelnen giftig an. "Du wirst aber nicht gefragt mein Engel, du tust das, was man dir sagt. Und wenn man seinen Spaß haben will, holt man sich diesen einfach", zischte Rufus dicht neben Kadajs Ohr.

Als Rufus Kadaj nun das Gesicht festhielt und diesen zwingen wollte ihn zu küssen, griff Cloud wieder ein. "Rufus" meinte er, schließlich direkt in seiner eigenen Küche angekommen. "Was ist mit den nur mit deiner eigenen Erziehung los? Testest du alle Präsente, die du verteilst erst selbst?" seinen Kopf schief legend und unschuldig dreinblickend fuhr Cloud fort. "Also ich packe im Allgemeinen die Geschenke anderer Leute nicht vorher aus." Er blickte etwas geringschätzig auf den Präsidenten. "Cloud, der Kleine hier war richtig einsam ohne dich." Und er leckte wieder obszön über dessen Wange "Warum bist du denn ohne ihn gefahren? Hat er nicht mit wollen?" fragte dieser ihn zurück. "Manche Reisen tut man alleine", meinte Cloud betont desinteressiert. "Und vor allem, wie soll mir ein Verletzter beim Beladen helfen?" "Wie wahr ...", meinte Rufus verträumt und streichelte über Kadajs Körper. "Nun?", kam es von Cloud wieder und Rufus ließ erst mal von Kadaj ab.

Kadaj verstand die Welt nicht mehr, blickte immer wieder zwischen Rufus und Cloud her und verzog bei den streichelnden Händen und der feuchten Zunge des Präsidenten angeekelt das Gesicht. Er war doch kein Stück Kuchen, was sollte das denn? Und alleine hatte er sich ganz sicher nicht gefühlt, immerhin hatte er etwas zu tun gehabt, so das ihm mit Sicherheit nicht langweilig wurde. Nachdem Rufus aber endlich von ihm abgelassen hatte, hopste Kadaj an diesem vorbei, schnappte sich einen Lappen und flüchtete erst mal ins Wohnzimmer und wischte die Sauerei auf dem Glastisch und auf dem Boden auf. Unsicher blickte er wieder in Richtung Küche, blieb aber nun lieber im Wohnzimmer und sortierte in Gedanken die Bücher nach dem Alphabet.

Das Kadaj so einfach an den Anderen vorbeikam, war wohl der Tatsache zu verdanken, dass Clouds Ansprache dazu geführt hatte, dass Rufus von seinem Vorhaben abließ. "Darf ich meine Wohnung nun bitte wieder für mich haben? Oder gibt es noch mehr?" fragte Cloud betont gleichgültig und blickte auf seine drei Gäste. "Nein, nichts weiter. Schade, dass du uns nicht teilhaben lässt. Viel Spaß weiterhin sag mir wie es war und leih ihn mir mal aus!" kam es von Rufus in einer ziemlichen Lautstärke und betont gespielt freundlich. Cloud begleitete sie zur Türe. Rufus strich im Vorbeigehen über Clouds Brust "oder komm mal selber vorbei ..." Er warf ihm einen mehr als eindeutigen Blick zu. Aber sichtlich genervt nicht ans Ziel gekommen zu sein und nicht ohne Kadaj auch noch einen lüsternen Blick ins Wohnzimmer zuzuwerfen, gab er den beiden anderen ein Zeichen und durch die Türe.

Kadaj hörte die Worte von Rufus nur zu deutlich, rümpfte verachtend die Nase und schnaufte. Was bildeten die sich eigentlich allesamt ein? Er war doch kein Besen, den man herumreichen konnte, wie es einem gerade passte. Als sie dann endlich weg waren, hopste Kadaj wieder aus dem Wohnzimmer heraus und gleich in die Küche, wischte nun endlich mal das Kaffeepulver weg und räumte den herumstehenden Rest in den Schrank. Sichtlich erleichtert setzte er sich dann wieder an den Küchentisch, nahm einen Schluck Kaffee und war einfach nur froh, dass nun wieder Ruhe herrschte.

Um sicherzugehen, dass diese auch den Ausgang fangen, ging Cloud sogar die Stufen mit hinunter. Rude sah etwas besorgt drein, es war ihm unangenehm, von Cloud erwischt worden zu sein, denn er wollte ihm ja ein anderes Bild von sich präsentieren. Reno faselte noch etwas von einem schönen Ausblick und kaputten Schlössern, was Cloud nur mit einem "RAUS!" kommentierte, wobei Reno sich etwas mehr beeilte, sich zu trollen. Interessante Wirkung, dachte Cloud, seit wann kuschte Reno vor ihm, irgendwie schien er wohl ein schlechtes Gewissen gehabt zu haben, oder aber etwas anderes hatte ihn beeindruckt oder aber er wirkte gerade sehr Respekt einflößend. Darüber kopfschüttelnd schmiss er die Türe ins Schloss, sah, dass es echt kaputt war. "ANFÄNGER! Da kann ja meine Oma besser Schlösser knacken!" brüllte er ihm noch hinterher und fluchte, den nun durfte er auch noch das Schloss ersetzen. Dann ging er aber wieder nach oben und sofort in die Küche, um nach Kadaj zu sehen.

Kadaj hatte in der Zwischenzeit seine Tasse geleert, diese abgespült und im Schrank verstaut. Er war nun dran mit dem Handfeger die paar Krümel vom Küchenboden zu fegen, warf den Dreck in den Mülleimer und blickte dann mehr als erstaunt zur Türe. Cloud war also wieder oben und doch hatte der Silberhaarige keine Lust zu reden. Er setzte sich einfach wieder hin, legte den Kopf in die Hände und murmelte einfach "Lass es bleiben, es geht schon".

Dass dieser nun nicht reden wollte, war für Cloud verständlich und er wollte ihn auch nicht lange damit quälen, er war selbst ja müde. Er nickte und ließ ihn einfach in der Küche sitzen. Zurück im Gang begutachtete er das Wohnungstürschloss. Auch zerstört, wie er feststellte, dabei konnte man Schlösser doch sehr elegant öffnen, sodass die Leute es nicht einmal merkten. "Anfänger, dieser blöde Affe, echt mal" grummelte er vor sich hin und machte sich bereits daran das Ding auszubauen. Bestimmt hatte Tifa im Lager noch ein anderes, welches er hier verwenden konnte. Er stand auf, den Schließzylinder in der Hand. "Lass das Werkzeug noch da, brauch ich gleich wieder." meinte er nur und ging kurz hinunter ins Lager um ein entsprechendes Ersatzteil zu holen.

Kadaj blickte in den Flur, schaute, dass Cloud an der Wohnungstüre stand und wieder leise fluchte. Langsam hopste er auf diesen zu, lehnte sich gegen die Wand und murmelte ein "Tut mir leid wegen der Tür, ich konnte doch nicht ahnen, dass der Idiot diese aufbrechen würde." Er rutschte nun an der Wand runter, blieb am Boden sitzen und schaute sich das Türschloss an."Oh Mann ey", entfuhr es ihm leise, ehe er wieder schwieg und den Kopf gegen die Wand anlehnte.

Cloud hatte nicht viel geredet, kam aber mit einem neuen Zylinder zurück. Kadaj saß noch immer an der Wand. "Mehr Schein als Sein, dieser Köter", meinte er trocken und bastelte den Zylinder wieder in das Schloss. "Da kannst du wohl am wenigsten für, ich meine für die Tatsache, dass Reno wohl in der Ausbildung nicht wirklich aufgepasst hat. Dass er die Türe aufbrechen würde, war aber zu erwarten", fügte er ruhig hinzu. "Wie oft waren sie denn hier? Und wer alles?", wollte er nun wissen. Im Lager hatte er noch einen kleinen Fingerabdruckscanner gefunden. Den betrachtete er sich nun auch etwas genauer. Es war zwar ein uraltes Modell, aber die anderen würden es ein wenig schwerer haben und er überlegte, ob er die Haustüre durch eine dieser Sicherheitstüren ersetzen sollte, die man mit diesem Ding verschloss.

Aufmerksam hörte Kadaj zu, schaute genau, zu was Cloud machte und antwortete erst dann."Reno und Rude waren zweimal hier und Rufus nur einmal: Nett waren sie aber nicht gerade, aber das kannst'e dir sicher denken. Konnte mich mit dem Bein auch schlecht wehren, aber immerhin hab ich das Bücherregal wieder zusammengesetzt und aufgeräumt", erzählte Kadaj ehrlich, da er schon immer irgendwie ein schlechter Lügner war und Cloud lieber in der Sache nicht anlügen wollte."Ach so die Dusche hab ich auch sauber bekommen, nur die Wäsche noch nicht. Das schaffe ich wohl nicht alleine", gestand er noch leise und lächelte vage.

Aufmerksam hörte Cloud ihm zu. "Bücherregal? Ist sonst nach was zu Bruch gegangen?" Und er linste ins Wohnzimmer, aber ohne sich vom Boden, auf welchem er gerade kniete, zu erheben. "Das mit der Dusche, ja, sorry, ich war in Eile." Er kratzte sich am Kopf. Es war wohl schon etwas gemein gewesen, alles so liegenzulassen, da der andere ja doch etwas eingeschränkt war, aber sie hatten da ja auch eine ziemliche Auseinandersetzung gehabt, dachte Cloud sich eine Entschuldigung suchend. Dann schaute er sich Kadaj ein wenig genauer an. "Hast du ein Veilchen?", fragte er und kam ihm etwas näher um es genauer sehen zu können. Er runzelte die Stirn ein wenig dabei und kniff die Augen zusammen.

Kadaj schüttelte den Kopf. "Nein, es war nur das Bücherregal und das war ein Stecksystem. War also halb so wild", meinte er ruhig."Na ja die Dusche hab ich im Sitzen auf dem Stuhl sauber gemacht, hat ganz gut geklappt", kicherte er leise, da die Vorstellung doch ziemlich lustig war. "Veilchen? Ähm kann sein, hab mich gar nicht im Spiegel angesehen, ich war nur froh, als die beiden endlich weg waren und wieder Ruhe herrschte", erzählte er weiter, kaute sich dann auf der Unterlippe rum und fügte noch etwas hinzu. "Cloud tut mir leid, aber ich hab wieder auf dem Balkon geraucht, hab aber die Tür zugemacht. Ich kam mit dem Bein eben die Treppen nicht runter."Kadaj war selber nun überrascht, dass er das alles dem Blonden so erzählte, aber so war es vielleicht doch besser, hinterher würde er ja doch vielleicht herausbekommen und das gäbe nur wieder Ärger.

Cloud betrachtete den Anderen noch genauer, er sah schon so aus, als hätte er ordentlich Prügel kassiert. Fast tat er ihm leid. Überrascht von der Ehrlichkeit nickte er nur und meinte. "Soll ja süchtig machen, also wirst du es wohl nicht von heute auf morgen sein lassen können. Was ich eben nicht leiden kann, ist der Kaltrauchgeschmack. Erinnert mich an die übelsten Hinterhofkneipen und an so einige andere Dinge, die ich lieber vergesse. Also mach die Türe immer zu und wenn es wieder geht, bitte wieder draußen." Ihm kam der Gedanke, dass die Prügel der anderen wohl ein wenig Angst in ihm gesät hatten. War vielleicht nicht das Schlechteste, so würde er vielleicht etwas erträglicher werden. "Ich habe noch den Wagen auszuladen. Bestimmt lassen sich im Lager noch irgendwo Krücken finden, solltest du noch welche brauchen", bot er ihm an. Fast beiläufig strich er ihm dann doch über die leicht verfärbte Wange. "Und darauf kannst du diese grünliche Menthol-Paste aus dem Verbandsschrank schmieren. Blessuren gehen davon schneller wieder vorbei." Er erhob sich und bot dem anderen seine Hand an, damit er sich daran hochziehen könnte.

"Ich rauche ja schon weniger, früher war es eine Schachtel am Tag, jetzt sind es nur noch drei oder vier: Kommt halt immer drauf an, aber die Arbeit lenkt doch sehr davon ab", gestand er nun wieder. "Ja, ich denke, Krücken wären von Vorteil, ich könnte so wenigstens mit nem Rucksack zum Waschsalon", fügte er noch hinzu und ließ sich nun von Cloud aufhelfen."Danke", nuschelte er leise, ehe er ins Bad hüpfte und nach dieser grünen Paste suchte. Schnell fand er diese auch, stellte sich vor den Spiegel und schmierte etwas davon auf seine Wange. Nachdem er fertig war, verstaute er diese wieder da, wo er sie gefunden hatte, und hopste wieder in die Küche und nahm sich nun einen Kaffee.

Cloud lud den Wagen aus, verstaute die neuen Waren und unterhielt sich ein wenig mit Tifa. Er erzählte in groben Zügen, was vorgefallen war und er suchte nach ein paar Krücken. Den Vorschlag eine Sicherheitstüre anzubringen fand sie übertrieben, denn sie war der Meinung, selbst so eine Türe würde die anderen nicht aufhalten, wenn sie zu ihm kommen wollten, würden sie es einfach tun. Dann gab sie ihm noch den Hinweis auf eine interessante Webpage, die er sich mal ansehen sollte, er solle aber nicht ausflippen. Verwundert und mit den Krücken in der Hand ging er nach oben zu Kadaj, stellte ihm die Dinger hin und nahm sich ebenfalls einen Kaffee. Er verzog das Gesicht, nachdem er ihn probiert hatte, und blickte Kadaj fragend an. "Der schmeckt ja nur nach Wasser ...", setzte er an.

"Och nö, schon wieder falsch, dabei meinte Reno, das ich pro Tasse einen Löffel nehmen soll", brummelte Kadaj nun doch wieder, schaute aber gleich wieder entschuldigend drein und seufzte."Soll ich nen Neuen machen?", fragte er schließlich, erhob sich schon mal und hopste wieder zum Küchenschrank. Den alten Filter fischte er schon aus der Kaffeemaschine, warf diesen in den Biomüll und machte nun frischen Kaffee, so wie er ihn bei Cloud immer gemacht hatte."Kipp den Schlüpperkaffee weg, ich bringe dir gleich deinen gewohnten", kicherte er leise über diesen Satz und füllte das Wasser ein.

Cloud wollte noch widersprechen, aber dann kippte er den wässrigen doch beiseite. "An der Stärke des Kaffees soll man die Persönlichkeit des anderen erkennen können", meinte er beiläufig. "Reno scheint wohl etwas schwächlich zu sein." Er lächelte oder schmunzelte nicht über diesen Satz, sondern blickte vollkommen erst aus dem Fenster. Nach ein paar Minuten schweigen, ging er zu seinem Zimmer, schloss auf, fand es natürlich unverändert vor und setzte sich dort an seinen Laptop, die Türe hatte er offen stehen lassen. Eine Weile suchte er im Netz und fand dann die von Tifa genannte Seite. Es ging um ein neues noch im Entwicklungsstadium befindliches Sträflingssystem, welches von der ShinRa gerade erprobt wurde. Es war nur eine kurze Mitteilung in einer Newsgroup, aber Cloud wurde so einiges klar. Er lehnte sich zurück und verschränkte die Arme hinter seinem Kopf.

Kadaj schmunzelte bei diesem Satz den Cloud soeben vom Stapel gelassen hatte, zählte dabei wieder die Kaffeetropfen und bekam so auch nicht mit wann und wo der Blonde die Küche verlassen hatte. Mit einem mehr als zufriedenem Seufzen, zählte er diesmal bis zum allerletzten, schaltete dann die Maschine aus und füllte Clouds Tasse."Cloud, der Kaffee ist fertig! Wohin soll ich ihn bringen oder willst du ihn holen?", fragte er etwas lauter aus der Küche heraus, lehnte sich an der Anrichte an und wartete auf eine Antwort.

In Gedanken hörte ihn wieder nicht sofort, sondern erst nach ein paar Minuten wurde ihm klar, dass er ihm wohl gerufen hatte, seinen Laptop parkte er dann im Wohnzimmer und ging dann in die Küche. "Ich nehme ihn schon, danke", meinte er und erinnerte sich dann aber noch an etwas. Im Gang hatte er zuvor noch eine Tüte geparkt, in welcher er noch ein paar Brötchen und süße Kuchenstückchen von der Fahrt mitgenommen hatte. Diese holte nun in die Küche und legte diese auf die Anrichte. Er nahm sich noch einen Teller und packte sich einen Kuchen darauf. Ein perfektes ungesundes Abendessen, wie sich dachte. "Kannst dir gerne was nehmen, ich vergifte mein Essen nicht", meinte er etwas süffisant "Ich geh ins Wohnzimmer, soll ich dir was tragen?", fragte er noch zusätzlich.

Kadaj musste grinsen. „Ich vergifte auch nichts, oder denkst du immer noch, ich könnte den Kaffee mit Rattengift strecken?", fragte er mit einem unschuldigen Gesichtsausdruck."Du brauchst nichts tragen, ich hab ganz gut gelernt mit ner vollen Tasse zu hopsen, ohne dabei etwas zu verschütten", erzählte er stolz, nahm sich auch gleich seine Tasse, nahm sich ein Brötchen und hüpfte nun langsam ins Wohnzimmer. "Siehst'e geht wunderbar", meinte er noch gelassen, setzte sich dann auf die Couch und fing wieder an das vergessene Buch zu lesen.

"Wie du meinst. Übrigens wirken Gifte nur bedingt bei mir. Da musst du tief in die Trickkiste greifen, seit der Makovergiftung bekomme ich von Rattengift gerade mal Ausschlag", antwortete er nur, er hatte keine Ahnung, ob es stimmte, aber ihm gefiel die Vorstellung und ging dem hüpfenden Etwas hinterher. "Wie ein Laubfrosch", kommentierte er die Aktion und setzte sich ebenfalls. Er nahm ein paar Bissen "Haben dir die Schläge gutgetan oder warum bist du so handzahm? Hat man dir irgendwas versprochen?", musste er provozierend mal ein wenig sticheln, er traute der Ruhe irgendwie nicht so wirklich.

"Ich bin kein Laubfrosch und nein ich bin ganz sicher nicht handzahm. Glaub ja nicht, dass ich noch immer alles mache, da kannst'e lange warten. Warten, bis du schwarz wirst", brummte Kadaj hinter seinem Buch und warf Cloud einen garstigen Blick zu."Was soll man mir denn versprochen haben? Tz, also du kommst auf Sachen", stellte er nun kopfschüttelnd fest, nippte kurz an seinem Kaffee und las dann unbeeindruckt das Buch weiter."Muss ja gestehen, dass du recht interessante Lektüren besitzt", kicherte er nach einer Weile, lugte über den Buchrand und schaute Cloud belustigt an.

"Na ja ... versprochen vielleicht, dass sie dich nicht so Derbe behandeln, sollten sie dich doch mal holen", erzählte er nur beiläufig. Er blickte auf das Buch. "Ja, Dramaturgie ist ein interessanter Bereich der Literatur", bestätigte er. "Hier ist im Übrigen ein Artikel über ein neues Sträflingssystem, wo die entsprechenden Personen nicht weggesperrt oder auf Eis gelegt werden, sondern in der Gesellschaft integriert leben, von den Normalbürgern unerkannt, mit dem Unterschied, dass sie ihre Grundrechte komplett abgegeben haben und diese auf deren Aufpasser übertragen sind. Dieser hätte somit das Recht alles von den entsprechenden Personen zu fordern und diese haben wiederum kein Recht, irgendwas abzulehnen ...", fasste er diesen Artikel zusammen und schob den anderen seinen Rechner hin, damit dieser selber nachlesen konnte. "Das System ist in der Erprobungsphase und ich hege da einen schweren Verdacht, wie ich zu dieser Ehre gekommen bin ..."

Kadaj blickte auf, legte das Buch zur Seite und blickte Cloud skeptisch an."Du glaubst also ernsthaft, dass Rufus das System bei dir erprobt und ich nur eine Art Test bin? Na ja zuzutrauen wäre es ihm ja, nur versteh ich nicht ganz, warum ein Mensch freiwillig seine ganzen Grundrechte aufgeben würde oder sollte. Falls dem so sein sollte Cloud, ich mach trotzdem nicht alles, und wenn du mir hundert von diesen Stromstößen durch den Körper jagst", antwortete Kadaj ernst, grinste dabei mehr als nur gehässig und biss in sein Brötchen."Ich bin schließlich keine Marionette", fügte er noch hinzu und trank seinen Kaffee.

Kadaj blickte auf, legte das Buch zur Seite und blickte Cloud skeptisch an. "Du glaubst also ernsthaft das Rufus das System bei dir erprobt und ich nur eine Art Test bin? Na ja zuzutrauen wäre es ihm ja, nur versteh ich nicht ganz, warum ein Mensch freiwillig seine ganzen Grundrechte aufgeben würde oder sollte. Falls dem so sein sollte Cloud, ich mach trotzdem nicht alles, und wenn du mir hundert von diesen Stromstößen durch den Körper jagst", antwortete Kadaj ernst, grinste dabei mehr als nur gehässig und biss in sein Brötchen. "Ich bin schließlich keine Marionette", fügte er noch hinzu und trank seinen Kaffee.

"Wurdest du denn gefragt, ob du diese abgeben willst?", fragte er zurück. "Du hast diese Sache damit besiegelt, indem du mit deinen Brüdern diese Verbrechen begangen, hast. Das hat dir deine Rechte genommen, nichts anderes. Ich bin mir sicher, dass Rufus dahintersteckt und nebenbei. Dummerweise hast du diese Rechte nicht an mich gegeben, sondern an ihn, ich habe sie nur leihweise, warum ich zu der Ehre komm, kannst dir seit dem Glaswald wohl selber denken." Er blinzelte ihn nun giftig an. "Und mach dir keine Sorgen, alles, will ich gar nicht von dir, da kann ich mir Besseres vorstellen. Was ich will, hol ich mir und Stromstöße, na, wenn du meinst. Aber Marionette wäre wirklich nicht gut, wäre sogar um dich schade, wenn du eine wirst, Marionetten haben keine Seele und sind somit langweilig" schloss er seinen Drama-Vortrag. Sich seinen Laptop wieder schnappend, lehnte er sich auf dem Sofa zurück. "Ist noch mehr Kaffee da?", fragte er beiläufig und war schon wieder einen Artikel der Lokalpolitik vertieft.

"Nein, ich wurde nicht gefragt, als ich aufwachte, fand ich mich in einem Laster und wenig später sah ich dann schon Rufus", erzählte er trocken und überlegte. "Tut mir leid, aber im Denken war ich noch nie gut. Außer es ging um fiese Dinge, da war ich im Denken spitze", deutete Kadaj genervt an. "Hm gar nicht so schlecht Seelenlose merken dann sicher auch keinen Schmerz mehr oder andere Dinge", meinte er noch, ehe er wieder in die Küche hopste und Clouds Tasse mitnahm. Diese füllte er wieder mit Kaffee und brachte diesen dann dem Blonden. "Wieso hast du mich eigentlich geküsst?", wollte er nach einer Weile wissen, nahm noch einen Schluck aus der Tasse und blickte dann starr in diese hinein.

"Jemanden zu brechen und damit zur Marionette zu machen gefällt vielen Leuten, vor allem Rufus", murmelte Cloud vor sich hin, als Kadaj wieder zurückkam. Die Frage, welcher er nach der gewissen Zeit gestellt bekam, war er um eine Antwort verlegen. Warum hatte er ihn eigentlich geküsst? Fast etwas verlegen, schaute er angestrengt auf seinen Bildschirm, als ob er etwas sehr Interessantes lesen würde. Nach einer Weile meinte er nur, da ihm keine bessere Antwort einfiel. "Weiß nicht ... wollt's denke ich mal ausprobieren, wissen, wie sich es anfühlt", jemanden dazu zu zwingen, fügte er in Gedanken dazu, sagte es aber nicht laut. Er blinzelte und schielte unbemerkt zu Kadaj hinüber.

Kadaj gab sich mit dieser Antwort nicht zufrieden, stichelte sogar noch etwas weiter und grinste siegessicher. "So, so, wolltest du das? Und wie hat es sich nun angefühlt? Bist 'e jetzt schlauer?", dabei schaute der Silberhaarige nun ganz genau zu Cloud rüber, grinste innerlich ziemlich fies und konnte sich ein leises Glucksen nicht verkneifen. "Meine Meinung dazu müsstest du ja noch kennen oder sagen wir es mal so ... man konnte diese deutlich sehen".

Cloud sah nicht von seinem Rechner auf, so leicht gab er sich nicht geschlagen und Unsicherheit wollte er schon gar nicht zeigen. "Wie es war? Langweilig." kommentierte er nur emotionslos. "Du kannst es eben nicht." und er klickte eine Seite weiter auf seinem Rechner. Sollte er doch denken, was er wollte. Was er nun daran so witzig fand, konnte Cloud nicht nachvollziehen, aber es war ihm derzeit auch Schnuppe. Er hatte gerade eine neue Newsgroup entdeckt und wollte ein wenig lesen.

Leise äffte er Cloud nach, blickte dann wieder in sein Buch und brummelte leise."Woher soll ich so etwas auch können?", murmelte er sich selber zu, schüttelte den Kopf und las weiter. Nach einer Weile hatte er dann aber genug, legte das Buch zurück ins Regal, hopste aus dem Wohnzimmer in die Küche und verzog sich erst mal auf dem Balkon. Die Tür machte er brav hinter sich zu, lehnte sich dann gegen die kalte Hauswand und rauchte genüsslich seine Zigarette. Wie das Ganze für Cloud aussehen musste, juckte ihn gerade wenig. Sollte der doch denken, was er wollte, er fand diesen Kuss ohnehin einfach nur eklig und abstoßend.

Cloud hatte das Nachäffen wohl bemerkt, aber nichts dazu gesagt, auch hatte er das brummeln genau verstanden. Dass der andere nun auch noch die Flucht ergriff, bestätigte seine Annahme, dass Kadaj wohl gar keine Erfahrung hatte und sich deswegen so abweisend aufführte. Die Unsicherheit konnte ziemlich gemein sein, grinste er süffisant in seinen Rechner. Das Rauchen ging ihm auf den Wecker, aber ihm fiel auch auf, dass er wohl zu viel Kaffee trank, auch eine gewisse Art der Sucht. Er streckte sich, wählte sich ein paar Musikvideos aus dem Netz und ließ diese abspielen. Dann legte er sich der Länge nach aufs Sofa, döste ein wenig und genoss die Musik, ein bisschen Gothic Rock, passend zu seiner Stimmung.

Nach der Zigarette kam Kadaj wieder rein, hopste, nachdem er die Balkontür geschlossen hatte ins Bad, und putzte sich gründlich seine Zähne. Kurz blickte er noch mal in den Spiegel, kämmte sich die Haare und hüpfte auf einem Bein aus dem Badezimmer heraus. Im Flur hörte er dann leise Musik, hob argwöhnisch die rechte Augenbraue hoch und bewegte sich langsam wieder zum Wohnzimmer. "Ich geh schlafen, Nacht", sagte er leise, da er bemerkt hatte, dass Cloud leicht döste. Danach hüpfte er wieder in sein Zimmer, zog sich seinen Schlafanzug an, legte sich gähnend ins Bett und kuschelte sich unter die Decke.

Cloud bemerkte nichts mehr um sich herum, er war völlig weggetreten von der leisen Musik. Dazu die lange Fahrt machte sich bemerkbar und er schlief ganz ein. Wie es eben immer war, wenn er schlief, wachte er nicht so schnell auf und verbrachte die komplette Nacht auf dem Sofa. Der Akku des Laptops hatte sich irgendwann verabschiedet und sich hinuntergefahren. So war es schon weit nach sechs Uhr, als Clouds Schlaf etwas flacher wurde und er sich ein wenig unruhig auf dem Sofa hin und her bewegte und im Schlaf etwas murmelte.

Pünktlich um sechs Uhr in der Früh schellte wieder der Wecker und Kadaj erhob sich nur langsam und laut gähnend aus dem Bett heraus. Noch im Schlafanzug bekleidet, hopste er in die Küche, setzte einen frischen Kaffee auf und räumte leise die Tassen aus dem Wohnzimmer. Dieser spülte er gleich wieder ab, machte sich dann erst mal im Bad fertig und zog sich rasch frische Klamotten an. Wieder in der Küche angekommen, machte er sich dran den Tisch zu decken, frühstückte eine Kleinigkeit und brachte dann leise Cloud einen Kaffee. "Magst du was essen? Ich hab den Tisch drüben gedeckt", sprach er den Blonden leise und ganz vorsichtig an, hopste aber dann wieder rüber und nippte an seinem Kaffee. Entweder würde Cloud gleichkommen oder aber er würde noch schlafen und dann könnte er die Sachen auch vorerst wieder wegräumen.

Cloud hatte rein gar nichts gehört. Er schlief unruhig, aber war noch nicht so wach, dass er etwas mitbekommen hätte. Von irgendetwas wurde er dann aber erschreckt, er fuhr hoch, fiel dabei vom Sofa und landete unsanft auf dem Glastisch, welcher mit lautem Gepolter in sich zusammenbrach. Der Laptop flog in hohem Bogen davon und die Kaffeetasse ging ebenfalls zu Bruch. Cloud lag halb inmitten der Scherben und spürte etwas sehr Warmes am Arm entlanglaufen. Total belämmert blickte er durch die Gegend und versuchte erst mal zu sortieren, wo er war. Langsam richtete er sich auf und zupfte ein paar Scherben von seinem Körper.

Kadaj war so in Gedanken, dass er bei diesem Gepolter buchstäblich zusammenzuckte und unruhig auf dem Stuhl zuppelte. Was war denn jetzt los? Stiegen Reno und Rude nun schon zum Fenster rein? Der Silberhaarige hatte ein ganz ungutes Gefühl, zitterte sogar leicht und erhob sich nur langsam vom Stuhl und widerwillig aus der Küche heraus. Im Flur horchte er kurz auf, rief dann aber nach Cloud und hopste langsam ins Wohnzimmer. Der Anblick, der sich ihm bot, war erschreckend, der Glastisch war zerbrochen und Cloud lag scheinbar mitten drin. Sofort hüpfte Kadaj ins Bad, holte rasch das Verbandszeug und kam mit diesem kurze Zeit später wieder im Wohnzimmer an. "Cloud, ich hab dir was zum Verbinden mitgebracht", sprach er ihn wieder vorsichtig an und legte dieses auf der Couch ab.

Cloud hatte seine Stimme wiedergefunden und fluchte erst mal ausgiebigst. Der Tag heute war für ihn schon gelaufen. "So etwas nennen die Sicherheitsglas? Also echt, so eine Scheiße, das ist bereits der Dritte, den ich zerbreche, verdammt." maulte er vor sich hin und stand dann auf. "Kannst du mich das nächste Mal nicht wecken? Ich glaub ich schlafe im Bett am wenigsten, ehrlich war." Und begann sich wieder, die Glasscherben vom Arm zu zupfen. "War das Kaffee? Der ist ja warm", kam es dann doch etwas ruhiger von ihm, als er die Tasse bemerkte. Dann sah er das Verbandszeug. "Ähm, danke." Er versuchte hinter sich zu sehen. "Sind am Rücken auch noch Scherben?" Er war kurz davor ins Bad zu gehen.

Etwas unsicher blieb Kadaj erst mal auf Abstand, ließ Cloud ordentlich fluchen und antwortete erst dann. "Ja, das war Kaffee und ja, ich hab dich versucht zu wecken. Du hast aber weiter geschlafen", erzählte er und zupfte schon einige Glasscherben von Clouds Schultern. "Halt mal kurz still, da ist noch eine", bat er ihn noch und zog eine etwas größere von dessen Kopf. "Das müssten alle gewesen sein", sprach er ruhig weiter, schaute aber doch noch mal nach und zupfte noch eine kleinere hinter seinem Ohr hervor. "Soll ich dir noch was helfen oder kommst du alleine klar?", fragte er nun und hopste schon wieder zur Tür. Dies tat er aber auch nur, weil er den Besen und die Kehrschaufel aus der Küche holen wollte.

Cloud zuckte zusammen, als Kadaj noch ein paar Scherben wegfischte, und verneinte erst mal. "Vielleicht nachher, wenn ich ein Pflaster am Rücken brauch oder so." meinte er und ging ins Bad. Das nächste Mal würde er sich einen Gummitisch hinstellen, beschloss er und packte seine Klamotten weg. Was musste er aber auch überall einschlafen, aber gut, nach der Fahrt wohl kein Wunder. Sein Telefon lag wohl noch bei den Scherben, wie er feststellte, als er danach suchte. Er hatte es schon ein paar Mal im Wäschesack versenkt und dann ewig danach gesucht, seither schaute er immer bewusst danach. Die heiße Dusche tat erst mal gut und er packte sich in ein Handtuch und verkrümelte sich in sein Zimmer um frische Klamotten zu holen.

Kadaj hatte sich in der Zwischenzeit dran gemacht die großen Scherben in einen Eimer zu werfen, fegte dann den Boden und kehrte schön alles zusammen, das er es mit dem Handfeger aufnehmen und ihn den Eimer werfen konnte. Den verschütteten Kaffee wischte er vorsichtig mit einem Lappen auf, verstaute dann wieder den Besen in der Küche und warf die Scherben ins Altglas. Nun nahm er eine neue Tasse aus dem Schrank, füllte diese mit frischem Kaffee und stellte sie vorerst auf dem Tisch ab. "Cloud, ich habe dir nen frischen in die Küche gestellt", rief er etwas lauter durch die Wohnung, ehe er sich setzte und seinen eigenen trank.

Cloud sah im Spiegel, dass er einen blutenden Kratzer am Rücken hatte. "Scheiß Tisch." grummelte er noch mal und ging, ein Shirt unter dem Arm und nur mit Hosen bekleidet ins Wohnzimmer und sah, dass Kadaj schon alles weggeräumt hatte. Sein Telefon schnappend, nahm er auch das Verbandszeug und ging in die Küche. "Danke." meinte er gereizt über den Vorfall und nahm einen Schluck im Stehen. Etwas versöhnter frage er dann. "Kannst du mir hier ein Pflaster drauf packen? Ich versaue mir sonst das Sweatshirt." und er drehte sich um und deutete auf die Stelle, an welcher er den tieferen Kratzer vermutete.

Junge, Junge hat der eine Laune, schoss es Kadaj bei Cloud grummelnden Gesichtsausdruck durch den Kopf, doch sagen tat er dazu nichts. Schweigend nahm er ein Pflaster zur Hand, machte vorsichtig die Klebestreifen ab und klebte es langsam auf den doch etwas größeren Kratzer. "Fertig. Kannst dich dann anziehen", meinte er leise, warf den Müll in den Eimer und nippte kurz noch an seinem Kaffee."Ich hoffe, das tut nicht allzu sehr weh, sah nicht gerade nach nem oberflächlichem Kratzer aus", sagte er dann noch und blickte Cloud etwas ratlos an.

Cloud bedankte sich und zog sein Shirt an, dann setzte er sich und nahm sich etwas zu essen. "Wird schon gehen. Die paar Glassplitter werden sich schon raus arbeiten, sollten noch welche drin sein. Vielleicht sollte ich einen Granit Tisch reinstellen", grummelte er weiter. "Hast du wenigstens gut geschlafen?", fragte er ein wenig bissig und strich sich Marmelade auf eine Scheibe Brot. Dann nippte er am Kaffee und biss missmutig in sein Frühstück.

Kadaj blickte etwas scheu auf, trank seinen Kaffee leer und stellte die Tasse in die Spüle. "Okay, wenn die von selber rauskommen, dann ist ja gut", erwähnte er beiläufig und stellte das Kaffeepulver in den Schrank. "Ob ich gut geschlafen habe? Na ja geht so, die Nacht war etwas kurz", beantwortete er schließlich die letzte Frage des Blonden und sah, dass er wieder brummelte. Als ob ich was dafür könnte. Dem seine Laune ist jetzt schon zum Kotzen.

Blöder Affe, schoss es Cloud durch den Kopf. Wieso stand er auch immer so früh auf. "Kurz", wiederholte er. "Allerdings, aber wieso stehst du auch um sechs Uhr auf? Klar ist das kurz." und missmutig aß er weiter. Dann war ihm danach den anderen wieder zu ärgern, vielleicht würde das seine Laune heben. "Bist ja gestern richtig geflüchtet. Hab also recht, wie? Du bist eine kleine Jungfrau, die Angst hat zuzugeben, dass sie rein gar nichts weiß und kann und sich deswegen verstecken muss. Fast schon amüsant", meinte er und machte sich noch ein Brot mit Marmelade.

Kadaj blickt erstaunt zu Cloud rüber, gut, dass er gerade keinen Kaffee trank, sonst hätte er diesen wohl quer über den Tisch gespuckt. "Na und, dann bin ich eben noch Jungfrau. Wenn ich es mir recht überlege, bin ich sogar stolz drauf", erwiderte Kadaj eine Spur gehässiger, warf Cloud einen bitterbösen Blick zu und schnaufte leicht. "Weißt du ich bin lieber Jungfrau, als jemand der sich durch sämtliche Betten schläft", konterte er noch bissig zurück.

"Oh ... eine richtige Einschätzung, interessant." gab Cloud wieder zurück. "Durch sämtliche Betten schlafen, hihi, das ist lustig. Das beziehe ich jetzt nicht auf mich, so Fehleinschätzen würdest nicht einmal du." Er trank seinen Kaffee leer. "Hach ja~ ... das Problem ist oder sagen wir dein Problem ist, wenn du dich weiterhin so zickig und gespielt unnahbar aufführst, rennt mir Rufus jedes Mal die Bude ein, wenn ich mal eine Stunde draußen bin und das nervt und wird somit mein Problem." gab er etwas ruhiger zurück. Abschätzend sah er den Anderen an.

Kadaj runzelte die Stirn, da er nicht gleich begriff, als er jedoch langsam begriff, was Cloud meinte, rümpfte er nur die Nase und zuckte unbeeindruckt mit den Schultern. "Na und, was will er denn dagegen machen? Mich etwa zwingen oder mich brechen?", fragte er mit einem sarkastischen Unterton, nahm sich nun auch noch einen Kaffee und knabberte zu diesem einen Keks. "Und wenn du dich durch sämtliche Betten schlafen würdest, was geht mich das an? Ist doch dein Leben und nicht mein." Die Bemerkung miste er noch fallen lassen, knabberte dann noch einen Keks und schaute gelangweilt an die Küchenwand.

"Entweder das eine oder das andere. Kein schöner Anblick egal wie es ausgeht. Willst du ihm diesen Spaß vergönnen?", fragte er herausfordernd zurück und funkelte ihn richtig an dabei. "Und in einem hast du recht, es ist mein Leben und das lass ich nicht durch die Triebe eines anderen bestimmen, nur da ich sein auserkorenes Ziel als Präsent zum Aufpassen beherberge", knurrte er und stand dann aber auf, um sich einen Tee zu holen. Wie am Vorabend war er der Meinung, dass er zu viel Kaffee konsumierte und er suchte im Vorratsschrank nach dem losen Apfeltee, welchem man aufkochen musste.

"Vorher nehme ich mir einen Strick, so was wie den lass ich ganz sicher nicht dran", schüttelte sich Kadaj angewidert, verfolgte dann aber dann gespannt, was Cloud machte, und seufzte resigniert auf. "Hör mal, ich hab mir das nicht ausgesucht. Ich kann also auch nichts dafür, dass ich hier bin", fügte er noch hinzu, hopste dann wieder auf den Balkon und schloss hinter sich die Tür.

Jetzt muss der auch noch rauchen, bähhh dachte sich Cloud und suchte in den Unterschränken nach seinem Teekocher. Als er diesen gefunden hatte, grinste er zufrieden. "Ich sollte dich draußen schlafen lassen, alte Dampflok!" maulte er Richtung Balkon. Er hatte bemerkt, dass die Schachtel schon ziemlich leer war. Kadaj hatte ja nicht wirklich selber Geld und Cloud begann sich zu fragen, was er tun würde, wenn die Zigaretten zu Ende waren. Er müsste schon welche klauen, gehen, wenn er ihn nicht nach Geld fragen würde. Zufrieden bestückte er seinen Teekocher, der das Wasser am Deckel kondensieren ließ, bei welchem die Teestücken enthalten waren. Der beste Apfeltee, welchen man zubereiten konnte, wenn man es richtig machte. Verträumt da er den Dampfwolken zu und freute sich schon auf den Tee.

Kadaj zog grummelnd an seiner Zigarette, ließ sich den leichten Wind um die Nase wehen und schaute sich hin und wieder um. Keiner zu sehen, nicht mal jemand war zu hören. Nur der dämliche Wasserkocher in der Küche und Cloud nahm er wahr. Dampflok? Wenn ich eine Dampflok bin, dann bist du ein dämlicher Eisklotz, kicherte Kadaj vor sich hin, schnippte dann den Stummel weg und betrat leicht schmunzelnd die Küche. "Hast du was gesagt?", fragte er scheinheilig nach, setzte sich wieder auf seinen Stuhl und ließ sich seinen restlichen Kaffee schmecken.

Die Dampflok auf der Terrasse bekam er nicht mit, nur der kalte Rauch, welchen Kadaj mit hereinbrachte. Er verzog das Gesicht, er hasste es einfach. Nachdem der Tee fertig war, goss Cloud sich diesen in eine Tasse. "Ich hoffe, du kannst das Ding bedienen", meinte er nur. "Richtig zubereitet, bringt dieser Tee Eisberge zum Schmelzen." Er nahm sich noch Zucker aus einem Streuer und verrührte dieses im Tee. Wie immer hatte er natürlich nichts aufgeräumt, er spächtete auf die Zigaretten. "Was kosten so Dinger eigentlich? Wie viel Geld löst sich da in Lust auf?" fragte er neugierig, er war noch nie auf die Idee gekommen, welche zu kaufen, auch war er noch nie auf die Idee gekommen, überhaupt zu rauchen.

"Sicher kann ich einen Wasserkocher bedienen, ich bin nicht ganz blöd. Und was die Eisberge betrifft ... so hab ich noch keinen schmelzen sehen", kam es etwas zu locker von Kadajs Seite her. Kurz musste er schmunzeln, hörte dann aber wieder aufmerksam zu und rollte genervt mit den Augen. "Ne kleine Packung kostet drei Euro und die großen etwa fünf", antwortete er, ehe er sich erhob und die Sachen die Cloud wieder mal liegen ließ, wegzuräumen.

"Wie du meinst, wenn der leer ist, will ich einen Neuen." meinte er nur. "Kannst du auch nicht, dir gegenüber taut gar nichts auf, eher erstarrt noch kochendes Wasser sofort zu Eis.", meinte er etwas hämisch. Viel Geld um es einfach zu verbrennen dachte er sich nur, kommentierte aber nichts weiter. "Sag mal, wer hat dich eigentlich so zur Putze erzogen? Vielleicht sollte ich dir ein Dienstmädchenkleidchen besorgen, hätte ich einen Handstaubsauger, würdest du bestimmt die Krümel noch im Fallen einsaugen.", lästerte er, als er sah, wie Kadaj schon wieder alles einräumte.

"Bei dir schmilzt aber auch nichts, bei deiner Frisur läuft eher noch alles lachend davon", konterte Kadaj frech, wischte noch eben die Anrichte sauber und legte den Lappen ordentlich über den Wasserhahn. "Und ... wie macht man diesen komischen Tee?", wollte er dann wissen, blickte den Blonden interessiert an und grinste leicht. "Kleidchen? Ich zieh doch kein Kleidchen an", empörte er sich dann aber wieder und grummelte."Tz du hast eine Fantasie, als würde ich so was tragen", lachte er leicht, schüttelte dann aber wieder den Kopf und fuhr fort „Ich hab mir das Putzen selber beigebracht, Loz und Yazoo waren nie sehr ordentlich."

"Bei dir schmilzt aber auch nichts, bei deiner Frisur läuft eher noch alles lachend davon", konterte Kadaj frech, wischte noch eben die Anrichte sauber und legte den Lappen ordentlich über den Wasserhahn."Und ... wie macht man diesen komischen Tee?", wollte er dann wissen, blickte den Blonden interessiert an und grinste leicht. "Kleidchen? Ich zieh doch kein Kleidchen an", empörte er sich dann aber wieder und grummelte. "Tz du hast eine Fantasie, als würde ich so was tragen", lachte er leicht, schüttelte dann aber wieder den Kopf und fuhr fort „Ich hab mir das Putzen selber beigebracht, Loz und Yazoo waren nie sehr ordentlich."

"Also doch nicht aufgepasst!" Und er gab ihm einen leichten Rippenstoß, der wirklich nicht fest war. "Da die sogenannten Stromstöße, die du immer wieder hast, wohl nichts bringen, sollte ich wohl doch auf das Kleidchen zurückgreifen, Reno würde bestimmt auf den Knien vor dir herumrutschen uns sich züchtigen lassen" ging die Fantasie mit Cloud durch. "Hm, also bist du doch das Mädchen, wie mir scheint." Und da er nun ziemlich derbe Laune hatte, drängelte er sich nun von hinten gegen den anderen, der am Küchentresen hantierte, und griff ihm ungeniert in den Schritt. Er hielt ihn so in Schach, dass dieser sich kaum gegen ihn wehren konnte.

"Meine Güte kann doch mal vorkommen", nörgelte Kadaj leise. „Wage es ja nicht mich in solch einen Fummel zu stecken", setzte er noch an, spürte dann, aber wie sich Cloud von hinten an ihn drängelte, und rollte genervt mit den Augen. "Cloud was soll das? Kannst du bitte damit aufhören?", zickte er lautstark rum, und als er auch noch die Hand in seinem Schritt spürte, war er kurz vorm Ausrasten. "Nimm sofort deine Finger da weg", zischte er bedrohlich leise, doch wirklich wehren konnte er sich auch nicht. Immerhin war er zwischen Cloud und der Anrichte eingekesselt, was eine Flucht unmöglich machte.

"Was denn? Ich überzeuge mich nur davon, dass du wirklich ein Mann bist und ich doch kein Kleidchen besorgen muss", grinste er und ließ den anderen nicht aus deinem Griff, sondern strich betont zärtlich über dessen Schritt. "Hmmm, viel erfühlen kann ich da aber nicht ... vielleicht muss ich doch mal genauer nachsehen." Da er in richtig fieser Stimmung war, machte er sich an dessen Hose zu schaffen und fuhr mit der Hand bereits darunter.

"Du hast wirklich einen Vollknall, dir ist echt nicht mehr zu helfen", betonte Kadaj nur noch gereizter und versuchte sich nun doch irgendwie aus dieser misslichen Lage zu befreien, jedoch zuckte er unweigerlich zusammen und spürte nun das sich Cloud an seiner Hose zu schaffen machte und mit seiner Hand hineinfuhr. "Nimm die Finger aus meiner Hose, da hast du nichts drin verloren", brüllte er fast schon und zitterte leicht. Irgendwie gefiel ihm das ganz und gar nicht. Was war denn nur plötzlich los mit Cloud? Hatte er vielleicht eine Scherbe am Kopf übersehen und die drückte jetzt auf sein Denkvermögen?

"Nein, tu ich nicht ... ich bin nur nicht ausgeschlafen ...", knurrte Cloud in das Ohr des anderen und fuhr schon direkt in den Slip und umfasste den anderen dort an seiner sehr intimen Stelle. "Also kann ich wohl doch was finden." grinste er nun und begann mit recht eindeutigen Bewegungen die Lendengegend des anderen zu ertasten. Zwar ging er zärtlich dabei vor, aber auch etwas forsch. "Wehr dich doch, wenn du dich traust, aber ich merke eines, du willst dich gar nicht wehren, stimmt's?", flüsterte er nun süffisant und hielt den anderen nun noch ein wenig fester in seiner misslichen Lage fest.

Kadaj erschauderte, eine dicke Gänsehaut kroch seinen Rücken hoch und ein Gefühl von Ekel machte sich breit. Nie hätte er es für möglich gehalten, dass Cloud so etwas tun könnte und auch noch Spaß an der ganzen Sache hatte. "Hör endlich auf damit", presste er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor, spürte aber im selben Moment, das ihm sein Körper nicht mehr gehorchen wollte und sich langsam der streichelnden Hand entgegenstreckte. "Du bist so ein mieses Schwein, ich könnte dich dafür umbringen", donnerte er zurück, merkte aber schnell, dass er nur noch mehr gegen die Anrichte gedrückt wurde, und wimmerte leise auf.

"Beleidige mich doch, soviel du willst, es hilft dir nicht", zischte Cloud und er war selbst überrascht, welche Gefühle in ihm tobten. Sein Verhalten war mies, aber er fand es zu interessant, wie er damit auf den anderen einwirkte. Noch ein wenig zärtlicher umfasste er nun das Glied des anderen und massierte den Schaft. Auch strich er über die Eichel des anderen und merkte, wie es bereits Wirkung zeigte. "Dein Körper will aber etwas anderes, Kadaj", flüsterte er. "Er will mehr ... er lässt sich nicht von deinem Geist kontrollieren." Er streichelte immer fordernder über das sich immer mehr aufrichtende Glied.

Nun da Kadaj wirklich merkte, dass sein Körper mehr verlangte und er sich nicht mehr kontrollieren ließ, gab er ganz auf. Doch die Blöße zu stöhnen würde er sich nicht geben, eher würde er sich die Unterlippe blutig beißen, als das auch nur ein Laut seine Lippen verließe. Auch nicht als Cloud anfing, sein Glied ganz zu umfassen und die Eichel zu streicheln. Zitternd schloss er die Augen, wollte den Blonden nicht sehen und ergab sich diesen tobenden Gefühlen in seinem Inneren und dieser Hitze in seinen Lenden.

"So langsam überzeugst du mich, doch ein Mann zu sein", flüsterte Cloud in das Ohr des anderen. "Aber du tust mir leid, deinen Kleinen hier so zu vernachlässigen, er weint ja", stichelte er, als seine Hand etwas feucht von den ersten Tropfen an dessen Spitze wurde. Mit seinen Fingern wischte er immer wieder darüber und befeuchtete so das ganze Glied. Immer fester und schneller wurden seine Bewegungen. "Hmm~ .... Wehrst du dich immer noch?", flüsterte er wieder und ließ zusätzlich die andere Hand unter das Shirt wandern und zwickte ihn sanft in dessen Brustwarze.

Tapfer biss Kadaj die Zähne zusammen, wollte nicht das irgendein anzüglicher Laut seinen Mund verließ, doch lange würde er das ganz sicher nicht mehr aushalten. Dafür war die Hand von Cloud an seiner Erregung und nun auch noch zusätzlich an seiner Brust, einfach zu gut. Er krallte sich regelrecht nun in der Arbeitsplatte fest, warf hektisch den Kopf hin und her und war schon lange nicht mehr Herr seiner Sinne.

"Hups? ... was war das denn?", schmunzelte Cloud und er intensivierte seine Bewegungen noch mehr. Immer wieder fuhr er mit seiner Hand über die Spitze des anderen und sanft kratzte er über die Brust Kadajs. Auch rieb er sich mittlerweile an dem anderen und genoss es einfach, dass dieser nicht mehr Herr seiner Sinne war. Er hatte den anderen unter seiner ganzen Kontrolle und wollte nichts davon hergeben. "Noch ein wenig mehr?", fragte er frech und biss ihm sanft in das Ohrläppchen. Seine Hände ließen immer noch nicht von dem anderen ab, sondern gaben ihm noch mehr dieser so ungewollten Gefühle.

Nun war es mit der Selbstbeherrschung vorbei und Kadaj warf laut stöhnend den Kopf in den Nacken und gab sich nun doch diese Blöße. "Du bist ... nghhhh ..." Er brach den Satz wieder ab, ergab sich der massierenden Hand und zitterte immer stärker unter diesen zärtlichen Berührungen. Sein Puls raste unaufhaltsam durch seinen Körper und, dass Cloud ihm ins Ohrläppchen biss, machte die Sache auch nicht besser. Immer wieder musste er sich in der Anrichte festkrallen und dunkel aufstöhnen. Nur am Rande bekam er mit, dass sich der Blonde angefangen hatte sich an ihm zu reiben. Hätte er das bewusst mitbekommen, wäre er vermutlich durchgedreht.

Cloud streichelte immer mehr und das Stöhnen seines Gegenübers stachelte ihn noch mehr an. "Widerstand zwecklos", stichelte er noch ein wenig weiter und hauchte in seine Ohrmuschel. Dann leckte er neckend über dessen Ohrmuschel. "Lass dich gehen ... es ist eh schon zu spät ...", hauchte er wiederum und er strich wieder auffordernd über die immer feuchter werdende Eichel des anderen. Diese Macht zu haben, den anderen so zu kontrollieren, jagte Cloud Schauder über den Rücken, aber das Gefühl war auch irgendwie gut und er machte immer weiter und würde immer weiter machen, bis der andere den Verstand verlieren würde.

Widerstand leistete Kadaj schon lange nicht mehr, er dachte nicht mal mehr daran, alles, an was er jetzt noch denken konnte, waren diese sagenhaften Gefühle, die unaufhaltsam auf ihn ein preschten. Ungehemmt musste er nun wieder keuchen, biss sich dabei leicht auf die Lippen und streckte sich dabei nur noch mehr der verwöhnenden Hand entgegen. "Gehen ... ja gehen ... ist gut", keuchte er mit zittriger Stimme, war wieder den Kopf in den Nacken und spürte deutlich ein Feuer, das sich ganz langsam durch seinen Körper fraß und sich in seiner Mitte sammelte. "Ahhhh ... mir wird ... so heiß ...", kam es nun wieder von Kadajs Seite, ehe er heftig zitterte und drohte umzukippen.

Cloud sah, wie der Andere langsam aber sicher sich verlieren würde und er empfand Stolz oder Genugtuung oder einfach nur Freude darüber, dass dieser sich nun ergeben hatte. "Gleich ist die Hitze vorbei, aber sie ist das schönste", hauchte er und biss nochmals zärtlich in Kadajs Ohr. "Genieß es ...", flüsterte er noch und er hielt ihn in seiner Umarmung fest, dass dieser nicht zu kippen drohte, war ja schon schwer genug auf einem Bein zu stehen. Da dieser bereits zitterte, würde er ihn wohl bald so weit haben. Zwar spürte er, wie er selbst nun ziemlich erregt war, aber dass konnte warten, nun wollte er den anderen an Limit führen und noch darüber hinaus.

Die Luft schien um einiges dicker geworden zu sein und die Lust des Silberhaarigen war im ganzen Raum zu spüren. Kadaj wünschte sich, diese Gefühle würden niemals enden. Er schien nicht mehr ganz bei sich zu sein, doch es war wunderbar. Kadaj wusste nicht, wie ihm geschah, er wollte sich gegen Clouds Hand stoßen, doch war das so eingeklemmt nicht möglich. Er zitterte vor Erregung und bäumte sich immer wieder leicht auf. Kadaj zitterte, spürte die Wellen, die durch seinen Körper rauschten, bog sich den himmlischen Berührungen entgegen. Er konnte nichts dagegen tun. Clouds Bemühungen, die er seiner zuckenden Erektion zuteilwerden ließ, brachte das Fass zum Überlaufen. Hart ergoss er sich plötzlich in der Hand des Blonden, schrie auf und drückte seinen Rücken durch. Seine Finger krallten sich in die Anrichte, dann verebbte sein Orgasmus, der ihn umgerissen hatte, wie ein Tsunami.

Cloud spürte jede Zuckung, jedes Aufbäumen des anderen, auch merkte er mit steigender Begeisterung, dass dieser versuchte, sich gegen ihn zu bewegen, nur ließ er ihm nicht die Möglichkeit, es wirklich zu tun. So hatte seine Überredung also doch funktioniert. Als dieser dann nicht mehr konnte, spürte Cloud, wie er sich nach hinten bäumte und sich somit zwangsläufig gegen ihn drückte. Die warme Flüssigkeit an seinen Händen spürend, ließ er nun von ihm ab, aber nicht ohne mit der noch feuchten Hand kurz über Kadajs Lippen zu streichen und ihm ein wenig von sich zu kosten zu geben. Auch ließ er es sich nicht nehmen, selbst ein wenig von dem anderen zu probieren. Dann erinnerte er sich an einen Satz, welchen er vor Jahren einmal gehört hatte und er zitierte diesen leise ganz nah in Kadajs Ohr. "Und das Feuer, welches ich nun in dir entfacht habe, wird dich verbrennen."

Noch immer ging Kadajs Atem leicht stoßweise und sein Herzschlag normalisierte sich nur langsam, erst als er einen feuchten Finger an seinen Lippen spürte, kam er zurück in die Realität. Als er begriff, was das auf seinen Lippen war, wischte er sich hastig mit dem Ärmel über den Mund. Er hätte Cloud nun am liebsten eine reingehauen, doch der brabbelte nur irgendwelchen für ihn unverständlichen Stuss. Erst als der Blonde sich danach im Badezimmer verzog, zog sich Kadaj wieder richtig an, hopste auf den Balkon und musste sich nun erst mal wieder sammeln. Für ihn stand jetzt schon fest, wenn der Blonde das noch mal versuchte, würde er ihn umbringen.

Nachdem Cloud sich kurz ein wenig frisch gemacht hatte, war schon fast gespannt auf die Hassreden, welche ihm der andere entgegenbringen würde. Oder aber er würde einfach schmollen und schweigen, wie auch immer, er musste jetzt schon darüber schmunzeln. Lässig ging er in die Küche, nahm sich noch etwas Tee und sah, dass der andere auf dem Balkon stand. Schon wieder etwas genervt schlug er die Balkontüre ins Schloss, damit kein Rauch hineinziehen konnte, aber er vergewisserte sich nicht, ob der andere wirklich rauchte. Mit der Tasse ging er ins Wohnzimmer und verdrehte die Augen. Richtig, er hatte ja keinen Tisch mehr und so stelle er die Tasse eben auf den Boden und holte sich den Laptop und surfte wieder ein wenig im Web.

Kadaj rauchte in dem Moment, als Cloud die Balkontür zugeschlagen hatte wirklich nicht, vielmehr stand er einfach an der frischen Luft und brummelte. Wie konnte es Cloud auch nur wagen ihn so an seine eigene Grenze zu bringen, ihn in so eine peinliche Lage zu bringen? Was sollte das Ganze denn? Der Silberhaarige verstand es nicht wirklich, hoffte aber gleichzeitig, dass der Blonde es nicht noch mal wagen würde. Nach einer Weile ging er wieder nach drinnen in die Küche, setzte sich an den Tisch und las schweigend die Zeitung. Dass Cloud nun schon wieder im Wohnzimmer an seinem Laptop hockte, kratzte ihn nicht im geringsten. Kadaj war sogar froh, dass dieser nicht im selben Raum, anderenfalls wüsste, er wohl selbst nicht was er dann tun würde.

Cloud dachte nicht darüber nach, wie der Andere sich nun fühlen musste. Warum hatte er ihn eigentlich jetzt in diese Lage gebracht? Er wollte seinen Einfluss testen und er wollte Rufus nicht die Genugtuung geben, dass dieser den Silberhaarigen versaute. Schon lustig dachte er noch, er führte sich bereits wirklich auf, als wäre dieser sein Besitz. Darüber schmunzelnd angelte er nach der Teetasse und nahm einen Schluck. Er wusste noch nicht so genau, was der mit dem Tag anfangen sollte, Aufträge hatte er noch keine, aber einen neuen Tisch könnte er besorgen gehen. Er suchte sich wieder ein paar schöne Lieder zusammen und ließ diese abspielen und döste wieder ein wenig, diesmal aber mit dem Laptop auf der Brust stehend.

Mit dem Kopf auf dem Tisch liegend, starrte Kadaj die Küchenuhr an, zählte in Gedanken die Sekunden mit und summte leicht. Ihm war schrecklich langweilig, die Wohnung war sauber und mit dem Fuß konnte er auch nicht viel machen. Irgendwann erhob er sich dann doch mal, hopste ins Wohnzimmer rüber und suchte sich nun ein neues Buch, das er lesen konnte. Den schlafenden Cloud ließ er in Ruhe schlafen, schließlich konnte er da am wenigsten etwas tun, was er selber nicht wollte. Mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck hopste er zurück und begann auch schon eifrig an, zu lesen.

Cloud bemerkte wohl, dass Kadaj kurz durch das Wohnzimmer hopste. Er fragte sich, was er als Nächstes tun sollte. Im Vorratsschrank hatte er gesehen, dass so einiges neu angeschafft werden könnte. Also plante er eine Einkaufstour, jedoch wusste er noch nicht, ob er Kadaj mitnehmen sollte. Aber schaden würde es wohl nicht, dann konnte dieser ja auch mal alleine gehen, dachte er sich. Also stand er auf und ging in die Küche, wo die Krücken noch in der Ecke lehnten. "Hier, ich will ein paar Sachen einkaufen. Dann kann ich dir gleich den Lebensmittelmarkt zeigen." meinte er so normal, als wäre überhaupt nichts passiert. "Kommst du die Treppe runter?", fragte er noch hinterher.

Als Cloud die Küche betreten hatte, blickte Kadaj kurz auf, klappte dann das Buch zu und warf dem Blonden einen mürrischen Blick zu. Jetzt tat der auch noch so als alles normal, als sei vorher gar nichts gewesen. Also schön, was Cloud konnte, das konnte er schon lange. "Ich denke schon, dass ich die Treppen runterkomme, muss ich ja irgendwie", meinte er monoton, kramte dann auch schon Zettel und Stift raus und fragte „Und was brauchen wir alles?" Ein Einkaufszettel konnte schließlich nicht schaden und somit konnte man gut verhindern, unnützes Zeugs zu kaufen.

Diese monotone Stimme wunderte ihn kein bisschen. Also hatte der andere beschlossen auch so zu tun, als wäre nichts gewesen und als würde es ihm nichts ausmachen. Nun gut, die Gelegenheit für den nächsten Schritt kommt bestimmt, dachte er sich, war aber gleichzeitig über seine Gedanken ein wenig erschrocken. Wurde man so, wenn man plötzlich Macht über jemanden ausüben konnte? War das die Versuchung, welcher alle, die an Macht gewonnen hatten, irgendwann unterlagen und daran zugrunde gingen. Diesen Gedanken abschüttelnd, blickte Cloud verwundert zu dem Silberhaarigen, der ihn mit einem Zettel in der Hand groß ansah. „Ähm ... was wird das denn?", fragte er ein klein wenig bescheuert, verstand dann aber, während er sprach. „Ich soll mir also Gedanken machen, was ich alles einkaufe? Jetzt? Bevor ich im Laden stehe? ... Na ja ... so was mach ich nie, ich hol das, was mir in den Sinn kommt und was mich aus den Regalen anlacht. Oder Angebote ... oder eben was ich halt will." Er kratzte sich am Kopf und war etwas verunsichert. Was sollte diese Organisation denn? Verwirrt blickte er immer noch auf den Zettel und hielt die Krücken immer noch in der Hand.

"Das, mein lieber Cloud, wird ein Einkaufszettel. Dieser dient dazu, dass man nur das kauft, was man auch wirklich braucht, aber ich höre ja grade, dass du so was noch nie gemacht hast. Tz, nur gut, dass ich das ab heute mache." Kadaj hörte sich an wie so ein durchorganisiertes Weibchen, hüpfte zwischen den Schränken rum und schrieb hin und wieder etwas auf den Zettel. Als er dann fertig war, reichte er Cloud die Einkaufsliste, nahm sich die Krücken und ging zu Tür. "Na hopp oder wartest du auf schöneres Wetter?", fragte er frech, blickte den Blonden noch mal abschätzend an und nahm seine Jacke.

Cloud stand die ganze Zeit über da wie bestellt und nicht abgeholt, als Kadaj so geschäftig durch die Küche hüpfte und den Zettel beschrieb. Mit hochgezogenen Brauen schaute er auf den Zettel, auf welchem Dinge wie Eier, Nudeln, Milch, Reis, Joghurt und noch so andere Dinge standen. Kopfschüttelnd ging er dem anderen hinterher aus der Küche, dies jedes Mal zu machen wäre im eindeutig zu viel Arbeit. „Frechdachs", murmelte er fast liebevoll im Vorbeigehen, setzte sich eine Mütze auf und zog eine Jacke an, prüfte, ob er Geld bei sich hatte, und öffnete dann die Haustüre. „Falls du doch auf der Treppe fallen solltest, schreie bitte laut, dass ich noch auf die Seite springen kann", grinste er ihn frech an und ging schon mal voraus die Treppen hinunter.

"Haha ... sehr witzig", kam es prompt von Kadajs Seite her, ehe er die Wohnungstür hinter sich schloss und sich langsam daran machte die Treppe herunterzukommen. Eigentlich kam er auch ganz gut voran, nur auf der letzten Stufe hielt er kurz inne und hopste diese dann nach kurzem Verschnaufen vorsichtig runter ." Tja~wie du siehst, bin ich sie nicht runtergefallen", zischte Kadaj Cloud zu und betrat langsam die Straße. "Und wo geht es jetzt lang?", wollte er wissen, stützte sich auf seinen Krücken ab und schaute den Blonden abwartend an.

„Schade~", gurrte er zurück. „Ich wäre wirklich auf die Seite gesprungen..." Geschäftig lotste er den Silberhaarigen Richtung Laden. Dieser war etwa vier Straßen weiter, auch in etwa viermal so weit wie der Waschsalon. In Midgar war es ruhig, kaum jemand war auf der Straße unterwegs. Cloud genoss diese Ruhe und dass noch ein recht kühler Wind wehte, hob seine Stimmung ebenfalls an. Er mochte diesen kühlen Wind. An eine Ecke merkte er, dass er ein wenig schnell vorausgelaufen war und er blieb stehen, schloss kurz die Augen und genoss die kühle Brise. Als Kadaj bei ihm angekommen war, meinte er mit geschlossenen Augen zu ihm. „Muss ich dir erst noch beibringen, wie man mit den Dingern richtig läuft? Eigentlich solltest du mit drei Beinen wesentlich schneller sein ...", neckte er ihn ein wenig, denn er fand wirklich, dass er die Krücken komisch einsetzte.

"Halt die Klappe!", fauchte Kadaj zurück, als er den mehr als gemeinen Spruch hörte. Etwas trotzig machte er sich hinter Cloud her, kam aber mit den Krücken nur langsam voran, dass der Blonde stehen blieb und auf ihn warten musste. "Sei endlich still oder ich zeig dir mal, dass ich mit dem dritten Bein durchaus gut zulangen kann", blaffte er zurück und funkelte Cloud wütend an. Was musste der auch wieder so gemein sein? Er sah doch, dass es nicht ging, das er etwas langsamer war. Warum musste er darauf wieder herumhacken und ihn nerven? "Können wir dann weiter?", fragte er und hopste schon an Cloud vorbei.

Cloud verdrehte die Augen „Mach keine Versprechungen, die du nicht halten kannst ...", funkelte er ihn belustigt an und hielt den anderen einfach am Kragen fest. „Jetzt warte du mal ...", meinte er nur, stellte ihn an die Seite und nahm ihm eine der Krücken weg. Er prüfte die Höhe, schraubte sie dann ein paar Stufen höher und drückte die Kadaj wieder in die Hand. Dasselbe tat er mit der anderen. „So kannst' e dich besser stützen. Dann läufst du noch leichter, wenn du das Bein nach hinten streckst und dir einen langsamen Rhythmus suchst. Zu hopsen wie ein Hase bringt dich hier nicht weiter und Auftreten ist schon gar nicht gut", erklärte er ihm und ging dann langsam weiter, der Laden war schon in Sichtweite.

Kadaj brummelte leise, warf Cloud noch mal einen vernichtenden Blick zu und wurde aber dann schon am Kragen gepackt und an eine Wand bugsiert. Gerade wollte der Silberhaarige wieder etwas sagen, als er sah, was Cloud mit den Krücken tat. Beschämt schaute er zu Boden, nuschelte ein leises "Danke" und versuchte nun nach dessen Anweisung mit den Krücken zu laufen. Jetzt wo diese anders eingestellt waren, ging es wesentlich einfacher und auch schneller. Wieder etwas besser gelaunt betrat er dann zusammen mit Cloud den Supermarkt und schaute sich in diesem um.

Sich einen Wagen schnappend lief Cloud als Erstes zu den Regalen mit den Süßigkeiten. Systematisch durch einen Supermarkt zu laufen, tat er nie, er sprang eher immer der Laune nach durch und vergaß dabei auch meistens die Hälfte. An diesen Einkaufszettel dachte er schon lange nicht mehr. Ein Regal weiter fand er Cornflakes und packte diese ebenfalls ein. Prüfend blickte er sich um, was wollte er noch haben? Er könnte ja mal wieder Reisgemüse braten. Schon ging er wieder zurück zur Gemüseabteilung und sah sich die Auslagen an. An Kadaj dachte er im Moment gar nicht, er begutachtete den Brokkoli etwas genauer.

Kadaj verfolgte jeden Schritt des Blonden, bemerkte dabei schnell, dass dieser scheinbar weder wusste, was er tat, noch das er den Einkaufszettel lesen sollte! An der Gemüseauslage fing er Cloud dann ab, schaute ihn stirnrunzelnd an und schnaufte leicht. "Gehst du immer so einkaufen? Kein Wunder, das du immer alles vergisst. Du schaust nicht mal auf den Zettel und wenn ich mich richtig erinnere, stand da nichts von Gummibärchen", tadelte er nun den Blonden, deutete mit dem Finger auf die Tüte und seufzte genervt auf.

"Hm?", fragte er und legte den Brokkoli in den Wagen. "Ach der Zettel." Er holte ihn aus der Tasche und drückte ihn Kadaj in die Hand. "Stimmt", meinte er dann, als der Satz mit den Gummibärchen seine Denkzentrale erreichte. "Hab die Schokolade vergessen ..." Er ließ den Wagen bei Kadaj stehen und holte sich ein paar Tafeln Trauben-Nuss. Wieder dort angekommen schob er den Wagen weiter. "Was steht noch drauf? Eigentlich dachte ich, ich habe alles." meinte er und schaute prüfend in den Wagen. "Außer dem Reis ..."

"Schokolade? Ähm, soviel ich sehe und lesen kann, steht hier auch nichts von Schokolade", grummelte Kadaj, sah nun selber in den Wagen und stöhnte auf. "Ja, Reis war schon richtig, nur fehlt immer noch der Joghurt und die Eier", legte der Silberhaarige ernst los, hielt dabei Cloud am Ärmel zurück und schaute ihn an. "Wenn du schon den Reis holst, dann vergesse die Eier nicht. Ansonsten gibt es morgen keine zum Frühstück", drohte Kadaj an, ließ den Blonden dann wieder los und schaute, wie dieser wieder durch die Gänge huscht.

"Ja, Mama", grummelte er und ging los. Er holte die Eier und den Reis, fand dann noch ein paar Kekse und Spinat würde ihm auch mal wieder schmeckten, wie er beim Blick ins Kühlregal feststellte. So bepackt kam er wieder zum Wagen zurück und grinste den anderen an. "Was denn?" Er legte das Zeug zu den anderen Waren. "Noch irgendwas? Irgendwelche Wünsche? Kannst dich ruhig äußern, hab gerade gute Laune." Cloud schlenderte, den Wagen vor sich herschiebend durch weitere Gänge. Später packte er noch eine Hautcreme ein und ein neues Haarshampoo.

"Joghurt~", sprach Kadaj betont. „Und nein, ich hab keine Wünsche, ich hab alles", fügte er noch hinzu und schaute zu, wie noch weitere unnütze Dinge in dem Einkaufswagen verschwanden. Wie wollte Cloud das ganze Zeug nur heimtragen? Er selber konnte ja nichts tragen, außer er hätte einen Rucksack. Da diesem aber nicht so war, musste der Blonde wohl alleine buckeln. "Sag mal wie willst du das eigentlich alles tragen?", fragte er nun gespannt nach, blickte Cloud dabei leicht amüsiert an und grinste.

"Ich nehm mir eine Einkaufstüte?", fragte er zurück. Wie sollte er es auch sonst tun, hatte er ja sonst auch immer so gemacht. "Kannst dir ja gerne ein System überlegen, wie du es sonst machst", setzte er an, redete aber nicht weiter. Es war ihm einfach zu doof. An der Kasse ließ er sich alles schön einpacken und trug zwei volle Einkaufstüten mit sich. "Oh vielleicht noch Brötchen und vielleicht noch Kuchen...", überlegte er laut, als er beim Bäcker stand, er hatte irgendwie Hunger und hungrig einkaufen führte bei ihm immer dazu, dass er viel zu viel mitnahm.

"Scherzkeks", brummte Kadaj auf Clouds Antwort hin, folgte ihm dann zur Kasse und dann zum Bäcker. "Du hast nicht mal vor Stunden gegessen ... sag nicht du hast schon wieder hunger?", blaffte er nun wieder, zwickte den Blonden kurz in die Rippen und schüttelte dann den Kopf. "Cloud ich sehe schon ... du wirst noch fett und hässlich", konnte er es sich nicht verkneifen und grinste schief.

Cloud hatte leider beide Hände voll, sonst hätte er sich den anderen gekrallt. "Das weiß ich schon zu verhindern ... Hättest du jetzt keine Krücken, ich würde dich fertig machen...", zischte er so nur in das Ohr des anderen, klang dabei aber nicht mal unfreundlich, sondern eher spaßig. "Wenn du willst, beweise ich es dir nachher ...", flüsterte er leise. Er holte sich also keine Brötchen, sondern ging neben dem anderen her. Er sollte wirklich nicht rasten, dachte er sich und nahm sich vor sich am Abend mit Vincent, wenn er diesen erreichen würde, zu treffen und mal wieder wie vereinbart ein paar Trainingseinheiten zu absolvieren.

"Uh~jetzt hab ich aber Angst", kicherte Kadaj gespielt, zitterte dabei theatralisch auf und gluckste leise. Cloud konnte manchmal echt zum Brüllen komisch sein, wie Kadaj nun feststellen musste, nur der nächste Satz passte ihm nun gar nicht. Eher machte dieser ihn nur wieder wütend und er erinnerte sich an das Geschehene in der Küche. "Wag es dir ja nicht", fauchte er nun wieder, ging mit seinen Krücken hinter Cloud her und grummelte leise. Sollte es der Blonde nachher dennoch wagen, dann würde dieser sein blaues Wunder erleben.

"Ohh~ was meinst du denn? Was darf ich nicht wagen?", konterte er so unschuldig über seine Schulter blickend, wie er nur konnte, und ging ein paar Schritte weiter. Gedanklich war er aber eher beim Essen, es stimmte schon, er hatte einen großen Appetit, aber Fett setzte er noch keines an. Er hatte eben einen hohen Grundumsatz, suchte er sich als Entschuldigung. Was er nun vergessen hatte, waren ein paar neue Getränke, aber die konnte er sich ja auch wieder aus der Bar holen.

Kadaj blinzelte leicht, warf Cloud einen undefinierbaren Blick zu und stänkerte dann einfach weiter. "Du weißt sehr wohl, was ich meine? Ich meine nichts anderes als deine Fummelorgie in der Küche", donnerte er den Blonden an, ehe er an diesem vorbei hopste und schnaufte. So nun hatte er mal wieder Dampf abgelassen und fühlte sich nun wieder weitaus besser.

Cloud spielte den Unwissenden und schaute ihn gespielt fraglich an. "Also, das hab ich zwar nicht gemeint, ich meinte eher, ich prügle dich durch die Wohnung oder nehme dich als Punchingball, aber interessant zu wissen, dass du jetzt wieder darauf zurückkommst. Scheint dich ja wirklich bewegt zu haben", grinste er süffisant und er holte mit zwei schnelleren Schritten auf. Von Weitem konnte er schon die Bar erkennen. Wurde auch Zeit, die Tüten waren recht voll und er wusste nicht, ob die noch lange halten würden.

"Weißt du Cloud ... ich würde sogar die Prügel vorziehen", gab Kadaj gehässig von sich. "Was das andere betrifft, so kann ich nur sagen, dass es peinlich und ekelhaft war. So was tut man nicht und schon gar nicht tut ein Mann das bei einem anderen Mann", versuchte Kadaj klarzustellen und grübelte nun wieder etwas nach. "Im Gegensatz zu anderen hab ich so was nun mal nicht nötig, ich habe das 18 Jahre nicht gebraucht, da brauch ich das jetzt auch nicht", hängte er noch hinten dran und schritt fort.

Weißt du Cloud ... ich, würde sogar die Prügel vorziehen", gab Kadaj gehässig von sich. "Was das andere betrifft, so kann ich nur sagen, dass es peinlich und ekelhaft war. So was tut man nicht und schon gar nicht tut ein Mann das bei einem anderen Mann", versuchte Kadaj klarzustellen und grübelte nun wieder etwas nach. "Im Gegensatz zu anderen hab ich so was nun mal nicht nötig, ich habe das 18 Jahre nicht gebraucht, da brauch ich das jetzt auch nicht", hängte er noch hinten dran und schritt fort.

Cloud gluckste. "Oho~ was für Worte von der eisernen Jungfer und auch noch so prüde, na ja, und so ekelhaft wie es war, hat es dir wohl auch gefallen, ich musste mich ja nicht mal anstrengen, schon war Mr. Fingerweg am Abspritzen", dies posaunte er in einer ziemlichen Lautstärke und unterdrückte ein weiteres Kichern. Bei der Türe angekommen versuchte er irgendwie an den Wohnungsschlüssel heranzukommen, bis ihm einfiel, dass das untere Schloss ja eh noch kaputt war. Mit dem Ellenbogen öffnete er diese und brachte die Taschen nach oben. Dort musste er sie dann aber kurz abstellen, um die Türe aufzuschließen. "Mal sehen, wie du heute Nacht schläfst ...", flüsterte er ihm leise über die Schulter zu und betrat die Wohnung.

"Geht es vielleicht noch lauter, du blöder Idiot", keifte Kadaj Cloud an und humpelte mit seinen Krücken hinter diesem bis zur Tür hinterher. "Ich konnte mich nicht ja nicht wehren, sonst wäre das sicher nicht passiert", stänkerte er weiter auf der Treppe und blieb dann kurz vor der Wohnungstür stehen, damit Cloud diese aufschließen konnte. Was sollte denn jetzt wieder dieser letzte Satz bedeuten? Kopfschüttelnd betrat Kadaj nun ebenfalls die Wohnung, sagte zu dem letzten Spruch erst mal gar nichts und machte sich auf den Weg in die Küche. Immerhin mussten die eingekauften Lebensmittel verstaut werden und bei Cloud seiner Ordnung, würde man hinterher wieder nichts finden.

Cloud schmunzelte, von wegen nicht wehren können. "Ja, ja, du wolltest dich gar nicht wehren ...", flüsterte er noch, war sich aber nicht sicher, ob der andere das noch hören konnte. Die Tüten packte er auf den Küchentisch und kramte darin nach seinen Badezimmerartikeln. Eigentlich hatte er wirklich Hunger, aber in dem Chaos und vor allem, da Kadaj sofort anfing alles irgendwo Einzuräumen, konnte Cloud jetzt nicht in Ruhe arbeiten. Also schnappte er sich noch die Gummibären und verzog sich ins Wohnzimmer. An Vincent hatte er eine SMS geschrieben, mal sehen, ob er antworten würde, dann hätte er den Abend verplant. In Gedanken ging er das Lager im Keller durch, er wollte noch einen neuen Wohnzimmertisch holen.

Kadaj hatte das Geflüster des Blonden nicht wirklich verstanden, vielmehr räumte er nun ordentlich die Sachen in den Schrank und überlegte schon was er zum Abendessen machen würde. Vielleicht einfach Spinat mit Spiegeleiern oder doch lieber wieder nur Brote? Etwas unschlüssig hopste er auf seinen Krücken ins Wohnzimmer, schaute nach Cloud und erkundigte sich, was dieser lieber essen wollte. "Ähm hast du schon eine Idee fürs Abendessen?", fragte er langsam. „Ich hatte an Spinat mit Eiern gedacht, oder magst du nicht?", forschte er weiter.

Cloud hörte etwas von Abendessen, aber er hatte ja einen Reistopf geplant und eigentlich wollte er nicht schon wieder Spiegeleier haben. "Eier mit Spinat? Nöö, darauf hab ich heute keine Lust, außerdem sind zu viele Eier auf Dauer ungesund. Ich dachte an eine Reispfanne", meinte er nur lässig. "Deswegen das viele Gemüse." und er nahm sich noch mal ein paar Gummibärchen und bot Kadaj sogar welche an. Die Tüte lag allerdings auf dem Sofa, ebenso wie ein paar vereinzelte Gummibärchen, da es ja eben noch keinen Tisch gab.

Ein schwaches Nicken kam von Kadaj. "Soll ich schon das Gemüse putzen und klein schneiden?", wollte er nun wissen und blickte Cloud dabei ernst an. "Danke ich mag keine Gummibärchen, ich steh nicht so auf Süßes", lehnte er dankend ab und war schon wieder auf dem Weg in die Küche.

"Mir egal, Essen will ich eh erst am Abend, sonst werde ich ja fett ...", kommentierte er die Frage und sah dem Anderen hinterher, wie er in die Küche marschierte. Dann kam ihm eine andere Idee, auch wenn er sagte, er könne nur Spiegeleier braten, so würde er eben doch etwas dazulernen müssen. Aus dem Netz suchte er ein Rezept für den Reisauflauf mit Curry und Kokossoße. Der Clou daran waren die Ingwerstreifen, wie man dort versprach. Das Rezept auf dem Bildschirm sprang er auf und ging in die Küche. "Hier!" Er deutete auf den Bildschirm. "Das hier, steht alles da. Kriegst 'e das hin?"

Kadaj wirbelte rum, sah, wie Cloud nun mit dem Laptop in die Küche marschierte und diesen auf dem Tisch abstellte. Stirnrunzelnd blickte er nun auf das Rezept, schaute dann wieder zu Cloud und schluckte leicht. "Ich kann es ja mal probieren, nur ob das hinterher schmeckt, dafür kann ich nicht garantieren", antwortete er leise und blickte noch einmal auf den Bildschirm.

Cloud antwortete nur leicht fies klingend. "Ja, genau, probiere es einfach. Parallel dazu kannst du dir ja schon mal überlegen, was du machst, wenn es nicht schmecken sollte." Er unterdrückte ein Grinsen und versuchte streng zu wirken. "Ich hol mal einen neuen Wohnzimmertisch." er blickte auf die Uhr, es gerade kurz nach Mittag. "Denke mal 18 Uhr reicht fürs Essen. Viel Spaß, das Hühnchen dazu sollte ihm Kühlschrank sein."

"Wenn es nicht schmeckt?" Kadaj entglitten die Gesichtszüge, doch dann fasste er sich wieder und wurde garstig. "Wenn es nicht schmecken tut, kannst du ja den Kochlöffel schwingen." Damit machte er den Kühlschrank auf und studierte schon mal im Geiste die Zutaten. "Jo geh nen Tisch holen, passe aber auf das er ganz bleibt. Bei deinem Talent weiß man ja nie", nuschelte er und blickte dabei schon ins Gemüsefach.

Cloud bekam im Gang einen halben Lachanfall, als er das mit dem Kochlöffel schwingen hörte. "Ich werde dich dran erinnern, wenn ich den 'Kochlöffel schwinge'", antwortete er noch und betone das Wort schwingen extra scharf. "Und du kannst nicht mal maulen, hast es ja selbst vorgeschlagen ..." Immer noch leicht schmunzelnd ging er zur Türe hinaus, den Satz mit dem Tisch hatte nicht gehört.

"Ach halt doch die Klappe, du blöder Affe", donnerte Kadaj noch hinterher, schlug dabei wütend den Kühlschrank zu und verkroch sich dann erst mal auf dem Balkon. Die Tür schloss er hinter sich, atmete einmal tief durch und steckte sich dann seine Zigarette an. Immer musste der Blonde Streit suchen oder ihn ärgern, das stank Kadaj bis zum Himmel und irgendwann würde er sich für all das rächen.

Relativ gutgelaunt ging er ins Lager und suchte nach dem passenden Tisch. Tifa half ihm und lachte sich nen Ast, als er ihr die Aktion erzählte. "Dass doch schon der dritte!" Was Cloud bejahte und mit den Schultern zuckte. Seine Schnittwunde ziepte etwas, aber ihm war es eigentlich egal. Er hatte noch massig Zeit bis zum Abend und so half er ein wenig im siebten Himmel und fand sogar Zeit für ein paar Schachpartien mit Denzel, der mittlerweile ein echt guter Gegner war. Vincent schwieg sich aus, vielleicht mochte er keine SMS, wie Cloud schmunzelnd dachte und so ging er dann erst gegen halb sechs, mit dem Tisch auf dem Rücken, er hatte einen nett geschnitzten Holztisch gefunden, der wirklich massiv aussah und entsprechend schwer war, zurück zu seiner Wohnung.

Kadaj fuchtelte in der Zeit eifrig in der Küche rum, hatte alles schön nach Angaben gemacht und hoffte nun, dass es auch schmeckte. Ruhig deckte er den Tisch, schaute hin und wieder nach dem Essen und setzte sich dann kurz an den Tisch, um zu verschnaufen. Als er dann später sah, wie Cloud nach oben kam, blickte er diesen nur abschätzend an und kümmerte sich weiter um das Essen. "Bin gleich so weit, wasch dir aber vorher die Hände", plärrte er in Richtung Wohnzimmer.

Cloud stellte den Tisch ins Wohnzimmer und holte in der Küche einen Lappen. Die Spinnweben störten noch. Nach der Pfanne schaute er noch nicht, hatte aber schon gesehen, dass es eigentlich gar nicht so schlecht aussah. "Und wenn ich nicht will, Mama?", gab er ihm auf die Anweisung zurück, dass er sich die Hände waschen sollte. Wieder im Wohnzimmer entfernte er die groben Spinnweben, ließ den Lappen aber einfach liegen und begab sich wieder in die Küche.

"Wenn du keine Hände waschen willst, dann bekommst du auch kein Abendessen", erwiderte Kadaj fies schmunzelt, stellte das Essen auf den Tisch und suchte die Getränke. "Ähm Cloud ... wo bewahrst du eigentlich deine Getränke auf?", wollte er dann wissen und schaute sich etwas verloren in der Küche um.

"Schon lustig ... da hängt Mr Dampflok die ganze Zeit auf dem Balkon herum und bemerkt nicht die Tür am anderen Ende", stichelte Cloud und deutete auf den Balkon und die daneben weitere Türe, die in seinen kleinen Vorratsgetränkeraum führte. Dort lagerte er verschiedene Weine und Cidre. "Weißer passt am besten, oder egal, ich mag einfach weißen", kam es noch von ihm und er begutachtete das Essen. Schon von Weitem sah er und eigentlich konnte er es auch riechen, dass Kadaj wohl eine wichtige Zutat vergessen hatte.

"Bla, Bla", antwortete Kadaj nur, hüpfte zum Balkon und holte eine Flasche Weißwein. Mit dieser hopste er dann zurück, holte den Korkenzieher und stellte beides auf den Tisch. "Öhm ... ist was?Du guckst so komisch", stellte er nun verwundert fest, machte sich schon daran den Wein zu öffnen und füllte diesen in eine Glaskaraffe ein.

Cloud sagte nichts, ging dann aber zum Vorratsschrank, wo er das Gemüse hatte, suchte nach der Ingwerknolle und legte diese einfach wortlos auf den Tisch. Danach verschwand er, ebenso wortlos im Badezimmer und packte sich, wo er doch schon mal da war, wieder unter die Dusche um die Spinnweben und den Tagesstaub loszuwerden.

Kadaj starrte nun erst mal minutenlang die Knolle auf dem Tisch an, dann erhob er sich ebenfalls, nahm sein Glas Wasser und hopste ins Wohnzimmer. Sollte Cloud doch machen, was er wollte? Was regte der sich wegen so ner blöden Knolle auf. War das hässliche Ding etwa so wichtig gewesen? Wütend schlug er das abgefangene Buch auf, las nun schweigend und hatte keinen Hunger mehr.

Cloud war fertig mit Duschen und die vorher doch vom Schmutz angegrauten Haare waren wieder strahlend blond. Er ging in die Küche und bemerkte, dass Kadaj sich verzogen hatte. Er begutachtete die Pfanne, die etwas fade schmeckte. Kurz überlegte er, dann ging er aber in das Wohnzimmer, dort fand er Kadaj krampfhaft lesend. Er überlegte, ob er ihn ansprechen sollte, ließ es dann aber bleiben, packte ihn einfach, warf ihn sich über die Schulter und ging so mit ihm in die Küche zurück.

Kadaj ließ dabei vor lauter Schreck das Buch fallen, fing wie ein Rohrspatz an zu schimpfen. "Lass mich runter, ich kann alleine gehen", dabei schlug er Cloud mit den Fäusten auf den Rücken. "Was bildest du dir eigentlich ein? Ich steh Stunden in der Küche und du hast nur wegen so einer hässlichen Knolle was zu meckern, sagst aber nichts", polterte Kadaj wütend weiter.

Cloud ließ den Anderen auf seinen Rücken einprügeln, sagte aber sonst immer noch nichts. Er setzte ihn kurzerhand auf den Küchenstuhl, kesselte ihn mit seinen Armen ein und schaute ihm ganz genau in die Augen und kam ihm dabei fast so nahe, dass sich die Nasen berührten. "Hast du es jetzt mit dem Schimpfen oder muss ich dich erst zum Schweigen bringen?", fragte er herausfordernd. "Ich habe nicht gemeckert, ich habe dich nur auf etwas hingewiesen. Mit einer Geste, vielleicht hätte es dein Hirn ja noch verarbeitet, aber weit gefehlt, wie mir scheint."

"Ja, ja, schon gut", maulte Kadaj auf dem Küchenstuhl, blickte Cloud finster in die Augen und rümpft die Nase. "Geh weg, das ist viel zu nahe und außerdem wird das Essen kalt. Ohne diese blöde Knolle schmeckt das schließlich auch. Aber brauchst ja nichts essen, esse ich eben alleine", nörgelte er weiter, dabei versuchte er nun den Kopf zu drehen, versuchte diesen von dem Blonden wegzudrehen.

"Wenn man bedenkt, dass der Rest um den Ingwer nur Beiwerk ist, vielleicht. Aber ich verstehe langsam, warum ihr verloren habt." stichelte er, erklärte aber nicht weiter, was er meinte. "Und ZU nahe gibt es nicht. Wenn du den Kopf drehst, beiß ich dich ins Ohr ... oh du hast ihn ja schon gedreht ..." Wie versprochen biss er ihn, dämonisch grinsend, in sein Ohrläppchen um ihn zu ärgern.

"AUA~ sag mal hast du sie noch alle?", fauchte Kadaj mehr als angepisst, drehte den Kopf ruckartig rum und stieß dabei mit Cloud seinem zusammen. "Verdammt ...", fluchte er nun wieder, dabei versuchte er den Blonden loszuwerden, denn irgendwie war ihm die Lage nicht geheuer.

"Autsch ...", entfuhr es Cloud genauso. "Tätlicher Angriff, ich sollte dir den Hintern versohlen!" Aber ihm war eher nach Ärgern, und dass der andere sich so unter ihm wandte, rieb ihn nur noch zu mehr. "Wie putzig diese Versuche sind, kein Wunder, dass Rufus so scharf auf dich ist. Wehr dich doch mal ordentlich, ist ja zum Lachen ...", grinste er und machte sich schon mal auf einen richtigen Angriff bereit, vielleicht würde er es ja tun.

Kadaj knurrte leise, funkelt Cloud hasserfüllt an. Das war nur ein Kopf und kein Angriff, aber bitte dann lass los und ich wehre mich mal richtig", zischte er bedrohlich leise. "Und noch was, ich ... bin ... nicht ... putzig", stellte er verärgert klar.

"Hey ... ich halt dich schon so zart wie eine Feder. Da wirst 'e ja wohl rauskommen", konterte er und langsam wurde es ihm langweilig. "Außerdem, diese zarten Versuche würde ich einem jungen Mädchen zutrauen, na ja, die würden sich auch noch mehr wehren, aber sei's drum, ist eh schon zu spät mit dir." Er drehte sich weg und nahm somit den Käfig von dem anderen, den er mit seinem Körper gebaut hatte. "Ich schneide mir noch etwas Ingwer hinein, willst du vorher deinen Teil ohne herausnehmen?", fragte er so normal, als wäre wieder nichts zuvor passiert. Er holte sich bereits ein Gemüsemesser und machte sich daran Streifchen zu schneiden.

"Ich bin nicht zart, ich bin auch kein Mädchen ... du blöder Idiot", beschwerte sich Kadaj grummelnd, schaute dann, aber wie Cloud sich wieder an seinen Platz setzte und die hässliche Knolle schnitt. "Danke, aber ich mag dieses Ding genauso wenig, wie dich", motzte, er, schöpfte sich dann etwas auf den Teller und fing an muffelig vor sich hin zu essen.

"Ja, ja, hab ich gesehen, aber du weißt einfach nicht, was gut ist ...", kam es zweideutig von dem Blonden und er streute sich das scharf erfrischende Gewürz auf den Teller und tat sich vom Rest auf. "Der Rest schmeckt sogar ganz gut, wirklich, also von wegen nur Spiegeleier braten", meinte er beiläufig. Er nahm sich auch etwas Wein. "Magst du keinen?", fragte er den allzu grummelig dreinguckenden.

"Pf ... ich weiß, was gut ist. Nur ess ich keine Sachen, die schon komisch aussehen", kam die leicht trotzige Antwort von Kadaj, ehe er weiter aß und Cloud einen kurzen Blick zuwarf. "Hab mich nur an das Rezept gehalten, so schwer war es dann ja auch nicht. Hab nur leider die Knolle vergessen, beim nächsten Mal weiß ich es", lenkte er nun etwas gelassener ein, schüttelte dann aber den Kopf. "Danke, aber für mich keinen Wein. Ich vertrag keinen Alkohol".

"Wie das Ding aussieht, ist doch egal, es geht um den frischen Geschmack, das macht dieses Gericht aber aus. Du scheinst echt mal ein kulinarischer Tiefflieger zu sein", gab Cloud etwas emotionslos von sich. "Aber der Rest passt schon, das stimmt, kannst du öfters machen", fügte er dann aber ein wenig lächelnd hinzu. Dass er den Wein ablehne, war Cloud völlig klar. "Was passiert denn, wenn du Wein trinkst? Kotzt du durch die Wohnung?", wollte er mehr beiläufig wissen und nahm einen kräftigen Schluck. "Dir entgeht was, der ist super, und eigentlich auch nicht wirklich stark."

"Im Wald konnte man auch kein Drei-Gänge-Menü erwarten", stänkerte Kadaj leicht, maufelte sein Reisgericht weiter und brummelte. "Warum willst du wisse was passiert, wenn ich Wein trinke? Willst du mich abfüllen?", kam nun frech die Gegenfrage von dem Silberhaarigen, ehe er sich die Flasche kurz ansah und schaute, wie viel Alkohol da wirklich drinnen war.

"Vielleicht ...", grinste Cloud vielsagend und nahm sich noch etwas Reis. "Nun, eigentlich nicht, aber trotzdem schmeckt er super lecker. Aber mach, was du willst", erwiderte er dann nochmals und aß weiter. Cloud verspürte eine innere Unruhe und er wusste noch nicht wirklich, wie er diese loswerden konnte. Was war heute bloß mit ihm los, so komische Gefühlsregungen hatte er zwar schon immer, aber wenn dann mehr ins Traurige oder Melancholische. Nur momentan verspürte er Tatendrang ohne Ende, ihm fiel sogar auf, dass er leicht zitterte. Ob er sich wohl doch den Kopf ein wenig zu doll am Morgen angestoßen hatte? Oder hatte er zu wenig Kaffee gehabt.

"Ein Glas wird mich schon nicht umhauen." Prompt schenkte er sich eines ein, aß noch eine Gabel voll Reis und nahm einen Schluck Weißwein. Nachdem er seinen Teller leer hatte, lehnte er sich zurück, blickte die Zimmerdecke an und legte einen undefinierbaren Gesichtsausdruck auf. "Was soll ich mit dem Rest machen? Einfrieren oder in den Kühlschrank stellen?", fragte er nun mehr als blöd, setzte sich wieder aufrecht hin und blickte Cloud nun an.

"Reis einfrieren?" Cloud wunderte sich ein wenig. "Interessante Idee. Wie wäre es mit auf den Herd stellen und morgen aufessen? Was habt ihr im Wald mit den Resten gemacht? Verbuddelt?", grinste er und nahm sich noch von dem Wein. "Irgendwie ist mir langweilig. Was mach ich heute bloß noch?", fragte er mehr sich selbst den anderen und er blickte ebenfalls zur Decke. "Könnt auch mal nen neuen Anstrich vertragen ...", rutsche es ihn leise heraus, denn die Decke hatte doch schon leichte Ränder und vergilbte Stellen von den Kochdämpfen.

"Im Wald gab es keine Reste, wir waren froh, wenn es überhaupt, was zu essen gab", maulte Kadaj nun wieder kindlich, schnaufte kurz empört auf und starrte weiterhin die leicht gelbliche Decke an. "Ja, ja, sobald es dem Bein besser geht, können wir uns gern über einen Anstrich unterholten" dabei nahm er nun noch einen Schluck Wein und legte sein Besteck auf den Teller.

"Mit dem Anstrich war nicht ernst, mir ist das egal, ich bin heute nur etwas ruhelos", gab Cloud zu und schaute den anderen ernst an. Cloud sah zu Kadaj und überlegte. Sein Bein war eigentlich nie wirklich fachmännisch angeschaut worden, obwohl er Rude da schon so einiges zutraute. "Wie ist es mit deinem Bein? Tut es dir weh? Oder hast du den Eindruck, dass doch mal ein richtiger Arzt drauf schauen sollte?", fragte er unvermittelt.

Kadaj blickte verwundert zu Cloud rüber, runzelte leicht die Stirn und leerte sein Weinglas. "Wie es meinem Bein geht?", wiederholte er noch mal. "Naja es geht schon, ich hab ja keine Schmerzen, also muss da nicht noch einer dran herumfummeln", erzählte er dann wahrheitsgemäß und räumte nun langsam den Tisch ab.

"Wie du meinst, vielleicht wird es ja schief oder so. Dann hinkst du wie ein Zombie." Er grinste dabei. Er fing an, mit seinem Stuhl zu schaukeln. Elegant hielt er sich mit einem Fuß am Tisch in der Balance, der Stuhl knarrte aber bedrohlich. Die Hände hinter dem Kopf verschränkt starrte er immer noch zur Decke. "Schenkst du noch mal Wein nach?", fragte er dann.

"Ob es schief wird oder nicht, ist meine Sache. Halt einfach die Luft an und trink deinen doofen Wein", kam es gelangweilt von Kadaj, da er schon zu müde zum Streiten war. Trotzdem schenkte er Cloud noch ein Glas Wein ein und machte sich dann an den Abwasch dran.

Cloud überlegte, was er mit dem Abend anstellen sollte. Kadaj werkelte in der Küche herum und er hatte einfach keine Idee. Er stieß sich etwas fester vom Tisch ab, konnte das Gleichgewicht auf dem Stuhl nicht mehr so ganz halten und landete mit dem Stuhl auf dem Rücken. Er unterdrückte einen Fluch und blieb erst mal mit geschlossenen Augen auf dem Rücken liegen, wartete ab und rührte sich nicht mehr.

Kadaj hörte hinter sich das Gepolter, drehte sich ruckartig rum und konnte im ersten Moment nur noch lachen. Cloud lag wie so ein Marienkäfer auf dem Buckel und das mitten in der Küche. Ein wirklich mehr als amüsanter Anblick. Als er jedoch bemerkte das sich der Blonde nicht rührte, hopste er langsam auf diesen zu, kniete sich zu ihm runter und versuchte ihn nun wachzurütteln.

Kadaj hörte hinter sich das Gepolter, drehte sich ruckartig rum und konnte im ersten Moment nur noch lachen. Cloud lag wie so ein Marienkäfer auf dem Buckel und das mitten in der Küche. Ein wirklich mehr als amüsanter Anblick. Als er jedoch bemerkte das sich der Blonde nicht rührte, hopste er langsam auf diesen zu, kniete sich zu ihm runter und versuchte ihn nun wachzurütteln.

Das Lachen ignorierte er einfach und bewegte sich immer noch nicht. Als Kadaj dann versuchte ihn wach zu rütteln, versuchte er nicht zu grinsen. Was er wohl tun würde, wenn er weiter so regungslos blieb? Würde er sich trauen abzuhauen? Er versuchte es einfach mal und rührte sich weiter nicht. Seinen Kopf ließ er willenlos hin und her rütteln.

"Cloud?", fragte Kadaj etwas lauter, rüttelte noch immer an dem Blonden und stellte dann fest, dass dieser nicht wach zu kriegen war. Schnell hüpfte der Silberhaarige nun zur Spüle, füllte etwas Wasser in eine Tasse und kippte dieses Cloud nun voll ins Gesicht.

Cloud spürte, wie der Silberhaarige weg hopste und er schien seine Vermutung schon fast bestätigt, als er dann an der Spüle hantierte, dachte er sich noch. Wehe ... aber da war es auch schon zu spät und er hatte das kalte Wasser im Gesicht. Er schüttelte sich und blitzschnell schnappte er sich den anderen und zog ihn zu sich runter auf seine Brust und hielt ihn einfach mal im Klammergriff fest. "Pst ... nicht bewegen ...", kam es ganz leise von ihm und er hielt ihn so und wartete erst mal ab.

"LASS MICH LOS", brüllte Kadaj wie von der Tarantel gestochen, versuchte sich auch gleich wieder loszureißen und war mehr als wütend. "Du alter Simulant, wenn du nicht gleich loslässt, dann hau ich dir die Kaffeetasse um die Ohren", droht er der Blonden.

"Na, Na, schreie nicht so … Ich simuliere nicht, mein Schädel tut schon weh ... aber Wasser? Soll ich nen Schocktod sterben?", flüsterte er und hielt den anderen aber immer noch fest. "Wenn du mich mit der Kaffeetasse verprügeln willst, lass ich dich erst recht nicht los", schmunzelte er leicht und versuchte den zappelnden Silberhaarigen etwas besser im Griff zu halten. "Was war denn eben? Hast du dir Sorgen gemacht? Ich an deiner Stelle wäre abgehauen ..." Er versuchte ihn auch mit den Beinen festzuhalten und rollte sich dabei seitlich vom Stuhl ab.

Kadaj wurde es langsam zu bunt, er tobte innerlich und am liebsten hätte er den Blonden einfach erwürgt. Nur ging das leider nicht, dieser hatte sich nämlich schon seitlich abgerollt und lag nun mehr oder weniger auf ihm. "Hätte ich gewusst, dass du hier nur Katz und Maus spielst, hätte ich wirklich die Flucht ergriffen", motzte Kadaj lautstark weiter, blickte Cloud mit eisigem Blick an und versuchte noch immer irgendwie von diesem wegzukommen.

"Katz und Maus passt", stellte Cloud fest. "Katzen sind gaaaanz gemein und spielen lange mit ihren Opfern ... Magst du meine Maus sein?", gurrte er in sein Ohr und kicherte. Irgendwie war ihm etwas schwindelig, aber er ignorierte es. Er drehte sich so, dass Kadaj mit dem Rücken zu ihm lag, aber er ließ ihn immer noch nicht los. Im Gegenteil, er versuchte, ihn mit einer Hand zu halten und ging mit der anderen auf Wanderschaft. Er krabbelte unter das Hemd und streichelte frech, aber ganz leicht über die Brust des anderen.

"Nein, ich mag nicht die Maus sein, ich will überhaupt nichts sein. Und nun sei so freundlich und lass mich endlich los", stänkerte er weiter rum, lag aber nun auf der Seite und spürte den Blonden dicht hinter sich und dessen Hand unter seinem Shirt. "Was machst du da?", wollt er nun wissen und versuchte über seine Schulter hinweg zu Cloud zu schauen. Verdammt, es musste doch eine Möglichkeit geben, hier wegzukommen. Noch mal wollte er sich die Blöße von heute Morgen nicht geben.

Cloud fühlte sich etwas schummrig, aber auch gut und er wollte in keinem Fall aufhören. "Falsche Antwort ... leider. Katzen fragen ihre Beute ja auch nicht", flüsterte er und ließ seine Fingerspitzen über die Brustwarze des anderen gleiten. "Dumme Frage, das kannst du dir bestimmt denken." Und er schaute genau darauf, dass der andere sich nicht wirklich befreien konnte, da musste er sich schon was anderen einfallen lassen. "Ups ... ist dir kalt?", fragte er, als die Brustwarze des anderen sich von der Berührung wie selbstverständlich zusammenzog.

Kadaj biss die Zähne zusammen, um nicht laut zu schreien. Eigentlich wollte er Cloud ein paar wüste Beschimpfungen an den Kopf knallen, doch nun war er mit etwas ganz anderem beschäftigt. Er war damit beschäftigt, sich nicht wieder so einfach gehen oder fallen zu lassen. Diesmal würde er es ganz sicher nicht tun. "Kann schon sein das mir kalt ist, ich war ja eben auch draußen", versuchte er es nun erst mal mit einer faustdicken Lüge.

"Lügner~ ...", hauchte Cloud und ließ seine Hand zur anderen wandern. Seine Handfläche strich darüber und ebenfalls erhielt er diese Reaktion. Ebenso streichelte er leicht mit seinen Fingernägeln über dessen Brust und zeichnete den Sola damit nach. "Ist dieser Kampf nicht aufregend ...", flüsterte er und ihm selber wurde ganz heiß dabei. Seinen Klammergriff lockerte er immer noch nicht.

"Lieber ein Lügner, als ein Schwein", konterte Kadaj zischend und biss die Zähne zusammen. "Das ist kein Kampf, das ist reine Folter", war die nächste bissige Antwort, wobei er wieder versuchte sich zu wehren. Diesmal versuchte er es mit den Füßen, versuchte irgendwie nach Cloud zu treten, doch auch das half rein gar nichts.

Cloud grinste wieder ziemlich hämisch. "Och~ ... Folter ... tut mir leid, ich mach das ja auch nicht gerne." Er unterdrückte ein Lachen, ihm gefiel das gerade nur zu gut. "Lass das lieber, du tust deinem Bein nur unnötig weh...", flüsterte er wieder und führte seine süße Folter noch ein wenig fort. Er wanderte mit seiner freien Hand über dessen Bauch, zeichnete Kreise und streichelte über dessen Bauchnabel. Langsam ließ er die Hand auch wieder nach oben wandern. "Ich frag mich, wie ich die Folter ein wenig intensiver gestalten könnte ...", grinste er und zwickte den anderen sanft in die Brustwarze, streichelte aber auch gleich wieder darüber.

"Wenn dir das keinen Spaß macht, warum machst du es dann überhaupt?", fragte er leicht grummelnd nach. Ja, die Frage war doch mehr als berechtigt, das empfand Kadaj jedenfalls so. "Weißt du was ich mich gerade frage ... ich frage mich, wie ich dir das hier alles zurückzahlen werde. Und glaub mir, das werde ich eines Tages tun", knurrte Kadaj leise und bedrohlich, ehe er noch immer versuchte mit dem gesunden Bein nach dem Blonden zu treten.

"Hehe ...", kicherte Cloud ein wenig dreckig. "Darauf freue ich mich jetzt schon. Überleg dir was Gutes, ich warte" forderte er ihn heraus. "Ach, und warum ich es mache, reiner Masochismus mir gegenüber, ich teste gerade Grenzen aus", schnurrte er wiederum total unschuldig in das Ohr des anderen, biss ihn wieder sanft ins Ohrläppchen und machte munter weiter, dessen Brust zu kraulen. "Ironie ist dir auch nicht bekannt, wie?", kicherte er. Dem Tritt wich er einfach aus, hielt dann aber das gesunde Bein mit seinem eigenen fest, indem er es damit umschlang, nach hinten zog und dessen Beine so ein wenig spreizte. "Vergiss es, du kommst hier nicht weg ...", flüsterte er und näselte an dessen Hosenbund herum.

"Wie schön für dich ... kannst du deine verdammten, scheiß Grenzen nicht woanders testen? Wieso muss ich jetzt dafür hinhalten? Geh doch zu Tifa und teste die", polterte Kadaj weiter, riss aber im nächsten Moment die Augen auf und wurde nur noch wütender. Gebt mir ein Messer und ich bring ihn um. Kadaj hegte nun wirklich Mordgedanken und in seinen Augen konnte man die pure Mordlust erkennen. "Nimm die Finger von meiner Hose~", donnerte er Cloud wie besessen an, immerhin hatte der nun wirklich nichts an seiner Hose zu suchen.

"Nein, da hab ich keine Lust bei ihr ... Du interessiert mich gerade", raunte er und ging sonst nicht weiter darauf ein. "Es ist echt süß, wie du dich dagegen wehrst ...", flüsterte er, hatte den Hosenbund nun offen und krabbelte weiter. Cloud suchte den Blick des anderen und spielte den Erschrockenen. "Uhhh~ ... was für ein giftiger Blick, ich bekomme richtig Angst, vielleicht sollte ich dich lieber fesseln ..." Er war daran, sanft dessen Glied zu massieren, wie lange es wohl diesmal dauern würde?

"So interessant bin ich nicht", knurrte Kadaj böse. "Und süß bin ich schon gar nicht. Ich bin schließlich kein Hamster", zischte er mit zusammengebissenen Zähnen hervor. Nun da Cloud seinen Blick suchte, drehte Kadaj den Kopf zur Seite und schnaufte. "Tut mir schrecklich leid, aber ich steh nicht auf Fesselspiele", war die nächste grantige Antwort, ehe sich wieder auf die Unterlippe biss, und versuchte gegen die aufsteigende Hitze anzukämpfen. Wieder war es jedoch zwecklos, sein Körper wollte ihm einfach nicht gehorchen. Und doch würde Kadaj kämpfen bis zum Schluss, diesmal würde er sich nicht so von seinen Gefühlen leiten lassen.

"Ach, du findest Hamster süß? Wusstest du, dass diese eine der wenigen Säugetiere sind, die es in der Missionarsstellung treiben?", säuselte er, das hatte er zufällig im Internet gelesen und musste darüber schmunzeln. Sanft rieb er sich immer weiter an dem anderen, ließ seine Hand über dessen Schaft streichen und wurde mit seinen Bewegungen immer fordernder. "Wie lange du wohl durchhältst ... wird's schon warm ... doch ja ... so langsam kommt Leben auf ...", lästerte er ein wenig und bei sich selbst spürte ebenfalls dieses Gefühl, was einem Überlegenheit verschaffte, was er gar nicht so schlecht fand.

"Sag mal hast du sie noch alle? Was meinst du was mich das juckt wie die es machen oder es nicht machen. Das interessiert mich nicht die Bohne~", stammelte Kadaj mittlerweile sichtlich verwirrt und spürte nun deutlich, wie Cloud sich an ihm rieb. Dem Silberhaarigen entglitten nun sämtliche Gesichtszüge. "Sag mal wie krank bist du denn?" Mehr als angeekelt sah er den Blonden nun an, jedoch bis er wieder die Zähne zusammen und kniff nun auch noch die Augen zu.

"Hrrr~ ... genau dieses, dieser widerwillige, widerspenstige Blick, genau das wird es wohl sein, was die anderen zum Wahnsinn treibt ...", flüsterte Cloud. "Und ja, denk ruhig, dass ich total krank bin, mir total egal ...", wisperte er wiederum und sah, wie Kadaj nun die Augen zusammenkniff. "Uhhh~ ... es wird immer schlimmer, nicht wahr? Diese Hitze, die sich langsam in dir ausbreitet und dich zu verbrennen droht ..." Er mochte es gerade etwas theatralisch und er strich mit seinem Daumen immer wieder über die Eichel des anderen.

Die Atmung von Kadaj beschleunigte sich merklich, die grünen, vernebelten Augen waren geschlossen. Noch nie hatte er sich so gefühlt, so intensiv hatte er noch keine Berührung gespürt. Seine Erregung stieg mit jeder Minute. Kadaj keuchte mit einem Mal lauter, streckte sich den Berührungen entgegen. Ihm war so heiß, pures Feuer floss durch seine Adern, er wollte mehr, viel mehr. Ein Zurück gab es ohnehin nicht mehr, doch noch immer blieben seine Lippen versiegelt und kaum ein Laut trat nach außen vor.

Cloud entging der beschleunigte Atem nicht und er selber fühlte sich wieder mächtiger denn je, dass er den anderen so nach seinem Wohlwollen agieren lassen konnte. Er wollte es noch ein wenig steigern, denn er war nun der Meinung, dass der andere jetzt sowieso nichts mehr gegen ihn einzusetzen hatte. Also ließ er ihn beinahe los, drückte ihn aber noch mit einem Arm an der Brust auf den Boden und kniete neben ihm. Die andere Hand ließ nicht davon ab, die Erregung des anderen zu streicheln. "Dann wollen wir diese so unangenehme Folter mal etwas vertiefen ...", flüsterte er und ohne jegliche Vorwarnung beugte er sich hinunter und hatte er schon seine Lippen an das Glied des anderen gesetzt und nahm dieses tief in seinem Mund auf und saugte leicht daran.

Kadajs Männlichkeit war hart wie Stein, zuckte permanent. Er spürte die heißen Lippen des Blonden, den heißen Mund der sich über sein Glied stülpte. Kadaj keuchte, stöhnte und schrie zeitweise auf. "Cloud ... verdammt was machst du nur?", Kadaj warf den Kopf hin und her, so etwas hatte er bisher noch nie erlebt."Ahhh ... bitte ... das ... halt ich nicht ... aus", wimmerte er immer wieder, das war der pure Wahnsinn, eine Lustfolter der ganz besonderen Art, es sollte immer so weiter gehen und bloß nicht aufhören.

Cloud musste sich zusammenreißen, dass er sich nicht mitreißen ließ. Immer wieder saugte er an dessen Eichel und er nahm den Geschmack des anderen wahr. Es machte ihn immer heißer, so interessant und erregend hatte er sich das nicht vorgestellt. Ein leises Raunen konnte er selbst nun nicht unterdrücken, und da der andere ihn so anfeuerte, tat er das Gegenteil und verlangsamte seine Bewegungen etwas. Verschleiert blinzelte er zu ihm hoch.

Kadaj spürte, wie Cloud immer wieder seine Lippen um sein Glied schloss, und riss die Augen auf. Ein lautes Stöhnen entwich seiner Kehle und er richtete sich ein wenig auf. Sanft strich er eine Strähne zur Seite, um besser sehen zu können, was er dort tat. Ein weiteres Mal stöhnte er leise auf, als er spürte, wie der Blonde seine Zunge um die geschwollene Eichel kreisen ließ und schloss seine Augen, um es genießen zu können. Als er sie wieder öffnete, schaute dieser ihn an. Fasziniert schaute er in die hellen Augen, konnte den Blick gar nicht abwenden. Viele Emotionen kamen hoch, sodass sich Kadaj sich wieder zurücklehnte, um es zu genießen.

Cloud sah den Blick des anderen und auch sah er ein besonderes Funkeln in dessen Augen. Als der Silberhaarige sich aber nun wieder zurücklehne, fasste Cloud einen Plan. Seine Saugbewegungen steigerte er, auch nahm er den anderen tief in seiner Mundhöhle auf und schluckte immer wieder. Er beobachtete den anderen immer genauer und leckte auch immer wieder über die Eichel des anderen, um seine Erregung dann wieder tief in sich verschwinden zu lassen. Etwas später nahm nun auch wieder eine Hand zur Hilfe und streichelte dessen Hoden. Als er dann ein verdächtiges Zucken bemerkte, stellte er seine Liebkosungen schlagartig ein, ließ von ihm ab und brachte ein wenig mehr Abstand zwischen sich und blickte den anderen abschätzend an.

Kadaj stöhnte laut auf und legte den Kopf in den Nacken.„Ah ... oh Gott", stöhnte er ungehalten auf „Das ist gut ...", hauchte er verzückt. „Mach weiter ...", drängte er. Kadaj krallte sich in den Küchenboden, während sein Körper vor Erregung zitterte. Das Ganze wurde unterstrichen von seinem regelmäßigen Keuchen und Stöhnen. Als sich Cloud aber dann so plötzlich von ihm löste, öffnete der Silberhaarige seine Augen, richtete sich langsam auf und grummelte leicht.„Was wird das denn jetzt?", wollte er mit fragendem Blick wissen.

"Nun, es scheint zu gut zu werden", meinte Cloud als Antwort und blickte den anderen kampflustig an. "Soll ich denn weitermachen?", fragte er etwas herausfordernd und seine Mundwinkel verzogen sich zu einem leicht hämischen Lächeln. Dass er selbst ziemlich erregt war, versuchte er zu verbergen, nur konnte man wohl die Ausbuchtung an seiner Hose erkennen, so wie er in der Hocke dasaß. Eine Antwort abwartend saß er da, legte seinen Kopf etwas schief und musterte den anderen immer noch. Er blickte ihm genau in seine grünen Augen.

Kadaj blickte Cloud an als würde er ihn jeden Moment kaltblütig ermorden. "Zwingen ... kann ich dich eh nicht ... das du weiter machst", kam es mit zitternder Stimme von dem Silberhaarigen, ehe er Cloud herausfordernd anschaute.

"Stimmt. Da müsstest du dir schon was ganz Besonderes einfallen lassen", bestätigte Cloud, war aber über diese Reaktion etwas verwundert. "Nur kannst du darum bitten. Man muss nicht immer alles erzwingen!" Mit stechenden Augen erwiderte er den herausfordernden Blick und kniff die Augen zusammen.

"Kannst du haben", war das Einzige das Kadaj noch sagte und genießend strich er über seine Brust, immer weiter südlich. Leise aufstöhnend umschloss er sein Glied, er keuchte auf, bewegte seine Hand schneller auf und ab und ließ den Kopf fallen.

Mal total überrascht über dessen Courage, sah er dem anderen nun zu, wie er sich selbst streichelte. Das war mal eine Wendung, mit welcher er nicht gerechnet hatte. Er spürte genau, wie sich von diesem Anblick erregt, seine eigene Männlichkeit auszudehnen begann. Seine Hände musste er bald richtig zwingen an Ort und Stelle zu bleiben und nicht auch noch auf Wanderschaft zu gehen. "Ach, ich soll dir zusehen? Und dann?", fragte er den Anderen belustigt, kam dabei wieder etwas näher, genoss die Show und legte seinen Kopf dabei schief und beobachtete genau.

Kadaj grinste hämisch. "Jep anfassen ist streng verboten." Aufkeuchend fing er wieder an seine Erregung zu massieren, sein Griff verstärkte sich ein wenig und seine Hüften stießen in seine Faust. Die freie Hand fuhr immer wieder durch sein strubbliges Haar, sein Körper rekelte sich auf dem Küchenboden und laut stöhnte der Silberhaarige auf, als die Blitze in seinen Lenden zunahmen. Die rechte Hand umschloss noch immer seine Erektion, die andere streichelte seinen Hals, seine harten Brustwarzen, seinen Bauch, bis hinter zu seinen Beinen, dann gab er Cloud den Gnadenstoß, als er seine Finger anfeuchtete und sie langsam in sich gleiten ließ.

Cloud unterdrückte ein aufkeuchen, das war fast zu viel des Guten, was der Silberhaarige ihm nun darbot. Was sollte er nun tun? Warum sollte er sich eigentlich etwas von ihm sagen lassen? "Weißt du was mich Verbote scheren?", grummelte er und krabbelte lauernd zu dem anderen hin und beugte sich nah über ihn. "Mach was dagegen ...", flüsterte er fast ein wenig bedrohlich und er verschloss dessen Lippen mit einem fordernden Kuss, egal ob dieser dass nun wollte oder nicht.

"Nghhhh ... war ja ... irgendwo klar", keuchte Kadaj leise, da er sich nun mittlerweile den zweiten Finger in sich schob und genüsslich die Augen schloss. Als er jedoch etwas von "mach, was" hörte, schlug er wieder die Augen auf und blickte den Blonden verdattert an. Was sollte er denn jetzt bitte tun? Also manchmal war der Blonde einfach zu komisch, doch weiter nachdenken konnte er eh nicht mehr. Nun spürte er auch noch weiche Lippen auf seinen eigenen, spürte, wie diese ihn fordernd küssten. Was sollte das denn jetzt werden? Leicht schüttelte Kadaj den Kopf, küsste dann aber scheu, fast schon schüchtern zurück und keuchte immer wieder gegen die Lippen seines Gegenübers.

Cloud spürte, wie Kadaj recht zögerlich erwiderte, was ihn dazu veranlasste, nur noch fordernder zu werden. Würde er nun so weitermachen, er würde alle Zurückhaltung vergessen und einfach über ihn herfallen, mit allen Konsequenzen. Soweit hätte er gar nicht gehen wollen, aber dieses Schauspiel war einfach zu viel, zu angespannt war er schon die ganzen Tage gewesen und er hatte das Gefühl, dass seine Lenden bald explodieren würden. Im Kuss leckte er über die Lippen des anderen, auch fuhr er mit seiner Hand über die Brust des anderen und strich so über dessen ganzen Körper.

Kadaj jagte es eine Gänsehaut über den Rücken als Cloud ihn so intensiv küsste und sanft seine Brust berührte. Der Kuss wurde noch mal intensiver, spürte die feuchte Zunge, die an seinen Lippen leckten, um Einlass zu bekommen. Zögerlich öffnete Kadaj seine Lippen und ließ den Blonden gewähren. Scheu erkundete er seine Mundhöhle, und als die Zungenspitzen sich trafen, lieferten sie sich einen wilden leidenschaftlichen Kampf, dass der Silberhaarige dachte, er würde halb wahnsinnig werden.

Cloud hatte beschlossen, die Gelegenheit einfach auszunutzen und bremsen konnte sich nun wirklich nicht mehr. Das Gezüngel verursachte eine Gänsehaut in seinem Nacken und er ließ sich bald einfach mitreißen. Die Hand des Silberhaarigen, die noch dessen Erregung streichelte, nahm er kurzerhand davon weg und führte sie unter sein Shirt an seine eigene Brust. Währenddessen hörte er nicht auf, den anderen wild mit seiner Zunge herauszufordern.

Kadaj merkte immer mehr seine Erregung und wollte endlich mehr, er wollte ihn am ganzen Körper spüren. Sein Atem wurde noch schneller und ihm wurde noch heißer. Er krallte sich in Clouds Haare und küsste ihn wilder und leidenschaftlicher als je zuvor. Und während er ihn küsste, entwichen ihm noch mehr Geräusche der Lust. Daraufhin wurde seine Hand unter das Shirt des Blonden geführt und er streichelte nun sachte über die Brust, zwirbelte hin und wieder die Brustwarzen.

Cloud spürte die Hand Kadajs in seinen Haaren und die Laute, die er von sich gab, machten ihn immer mehr an. Der allzu wilde Kuss riss ihn buchstäblich mit und alle Vorsätze, die Kontrolle zu behalten, würden bald von ihm abfallen, wenn er sich nicht zusammenriss. Die Massage seiner Brustwarze trug einen wesentlichen Teil dazu bei. Mit einer Hand öffnete er nun unauffällig seine eigene Hose und verschaffte der bald unerträglichen Enge somit mehr Freiraum. Dessen Hand führte er dann sogleich tiefer Richtung seinem Lustzentrum.

Der Kuss wurde feuriger, leidenschaftlicher und wilder. Kadaj stöhnte nun lauter in den Kuss hinein, pressten sich dem Blonden entgegen. Kurz zog er sich zurück, sah Cloud aus dunklen, verschleierten Augen an, wodurch sein Herz kurz aussetzte. Der Kuss war einfach nur heiß und teuflisch zugleich gewesen. Er spürte nun plötzlich, wie seine Hand wieder geführt wurde, wie sie zu Clouds pochender Erregung geführt wurde. Zuerst erschrak er ein wenig, dann aber packte er das harte Glied und fing an, dieses lustvoll zu massieren.

Cloud blickte zurück in die Augen des anderen, der so verschreckt total süß aussah. Das Überreden hatte somit nicht lange gedauert und die Hand, die nun die ersten Massageversuche an seinem Glied vollbrachte, war nicht zu verachten. Cloud versuchte seine Gesichtszüge emotionslos zu zeigen, er musste sich zusammenreißen, um sich nicht fallen zu lassen. Kurz blinzelte er, dann legte er sich seitlich ab, stellte ein Bein aufrecht, um mehr Platz zu bieten. Mit einer Hand strich er beinahe zärtlich über die Schläfe des anderen und mit der anderen stützte er sich auf dem Ellbogen am Boden ab.

Kadaj blickte den Blonden fasziniert an, blickte ihm tief in die Augen und bewegte dabei auffordernd seine Hand an dessen Glied. Immer wieder strich er vorsichtig mit den Fingerspitzen über die leicht zuckende Erregung und ließ ab und zu die Finger über die Eichel gleiten. Noch nie hatte er so etwas getan, doch es gefiel ihm, den Blonden so zu reizen und zu necken. Cloud konnte sich seinetwegen so viel verstellen, wie er wollte, er hatte längst schon bemerkt, wie es dem Blonden gefiel und das dieser scheinbar mehr wollte.

Clouds Erregung wuchs und wuchs und wurde mit jeder Berührung immer härter. Immer wieder musste er schlucken, um nicht laut aufzukeuchen. Lange hielt er dem Blick des anderen stand, nur, um sich nicht gänzlich gehen zulassen, strich er nun mit seiner freien Hand über die Seite des anderen und wanderte in Richtung Gesäß. Kadajs Hosen hingen sowieso schon halb unten, von den eigenen Streicheleinheiten, die er sich selbst gegeben hatte und er strich auffordernd über dessen Pobacken in Richtung Hintereingang. Seine Finger ließ er dabei frech ein Stückchen darüber gleiten. Aber als Kadaj dann besonders gut über seine Eichel streichelte, entfuhr ihm doch ein leichter, halb unterdrückter Seufzer und für einen Moment schloss er im Reflex die Augen und zuckte ein wenig mit dem Kopf zurück.

Mit halb geschlossenen Augen verfolgte Kadaj jeden Handgriff des Blonden schmunzelte sogar leicht, als er merkte, wie Cloud über seinen Hintern und seinen Eingang strich. Leise schnurrte er kurz aufschloss vollkommen die Augen und kostete die Blitze in seinen Lenden aus. "Ha ... es gefällt dir ... ja doch", keuchte er etwas abgehackt auf, als er das Zucken seines Gegenübers bemerkte und fies, wie er nun mal war, strich er nun fordernder über die Spitze des Blonden und grinste diesen anzüglich an.

Cloud war über diese Reaktion wieder verwirrt. Erst sträubte er sich dermaßen und nun diese Anzüglichkeiten. Er musste sich ernsthaft fragen, wer den hier nun mit wem Katz und Maus spielte. "Für einen Anfänger ... gn~..ist es ganz okay ... aber du brauchst mehr..hnn~.. Übung ...", versuchte er so kalt wie möglich zu sagen, aber diese Lüge war wohl ziemlich schlecht gewesen, eigentlich musste er zugeben, dass der Silberhaarige doch genau zu wissen schien, wie er ihn reizen konnte. Auch konnte er das Keuchen mehr schlecht als recht unterdrücken und er musste zwangsläufig die Augen schließen, da ihn eine Gefühlswelle übermannte, die ihn beinahe fortgerissen hätte.

Kadaj kicherte leise. "Du bist ein schlechter Lügner, ein ziemlich schlechter sogar." Wieder ließ er die Hand auf und abgleiten, umfasste die Erregung des Blonden etwas fester und knetete sanft dessen Hoden. Neugierig und teilweise gespannt schaute er Cloud ins Gesicht und kicherte erneut. "Und es gefällt dir doch, es gefällt dir sogar mehr als gut", neckte er den Blonden und setzte sich etwas bequemer auf den Boden und beobachtete weiterhin das Schauspiel.

Cloud kämpfte mit seiner Kontrolle, aber er hatte die Führung bald schon abgegeben. Er schloss die Augen und seufzte nun doch. "Nya~ ... es wird ... schon .. besser..." Er musste schmunzeln dabei. Die Hand an seinen Hoden vollführte wirklich gute Streichel Bewegungen und er genoss es nun merklich, dass er für einen kurzen Moment auch seine eigenen Bewegungen an dem anderen einstellte. Zarte Lusttröpfchen sammelten sich an seiner Spitze. Dann öffnete er die Augen aber wieder und sah sein Gegenüber mit beinahe dämonisch funkelnden Augen an. "Und? ... hnn~ ... traust du dich ... noch mehr?", fragte er herausfordernd, legte dabei seine Hand in dessen Nacken und drückte ihn mit sanfter Gewalt nach unten. Auf was er anspielte, war dem anderen bestimmt nach dem Vorspiel klar.

"Ob ich mich mehr traue? Was soll die blöde Frage denn?", wollte Kadaj nun wissen, jedoch bekam er schneller die Antwort als ihm lieb war. Cloud hatte ihn sanft nach unten gedrückt, sodass er nun fast genau mit den Lippen über dessen hartem Glied hing. "Uh~ du scheinst mir ja sehr zu vertrauen! Wer sagt dir eigentlich, dass ich das mache? Immerhin könnte ich ihn dir ja auch abbeißen", grinste Kadaj fies, dabei blickte er den Blonden mehr als kampflustig an, knetete aber weiterhin dessen Hoden.

Cloud grinste amüsiert zurück. "Darauf lass ich es ankommen, mit deinen Zähnchen kriegst 'e den nicht durch." Herausfordernd legte er den Kopf schief und erwiderte dessen Blick. "Aber ich sehe schon ... hnn~...." Eine kleine Erregungswelle breitete sich wieder von seinen Hoden ausgehend in seinem Körper aus und ließ ihn zusammenzucken, aber er versuchte noch mehr kampflustig zu blicken. "Du versuchst Zeit zu gewinnen, du traust dich wohl wirklich nicht."

"Ich bekomme ihn vielleicht nicht durch, aber dennoch könnte es verdammt wehtun", stichelte Kadaj weiter rum, blickte ihn dann aber wieder verdattert an und schnaufte. "Du glaubst gar nicht, was ich mich alles traue ..." Und ohne groß weiter zu überlegen, fing er an die empfindliche Eichel des Blonden mit der Zungenspitze zu umkreisen, knabberte sachte an dieser und nahm das rosa, pulsierende Fleisch zwischen seine Lippen.

Cloud hielt überrascht die Luft an, als Kadaj nach so einigem Gemaule doch einfach anfing, an ihm zu knabbern. Vertrauen war nun wirklich keines vorhanden und nun kam Cloud sich doch etwas blauäugig vor, den anderen einfach so an seine intimste Stelle zu lassen, aber er würde ihn schon irgendwie kontrollieren können. Vorsichtshalber ließ er seine Hand immer noch am Nacken Kadajs liegen. Dann, nach Luft schnappend, flüsterte er "hhh~ ... Wenn du mir ... in irgendeiner Form wehtust, ... zahl ich es dir ... doppelt und dreifach zurück ...", und versuchte einen bedrohlichen Ton in seine Stimme zu legen, was gar nicht so einfach war, da dieser vorsichtige Versuch des anderen ihn bereits leicht schaudern ließ.

Kadaj blickte bei den Worten des Blonden kurz auf, grinste ihn fast schon sadistisch an und knurrte leicht. "Uhu~ nun hab ich aber Angst", konterte er frech, ließ dann wieder die Erregung in seinen Mund gleiten und saugte sich neckend an der Spitze fest. Mit der Hand knetete er noch immer die Hoden von Cloud, zwickte mal eben frech rein und grinste innerlich vor sich hin.

Cloud wollte etwas erwidern, was wegen inzwischen gar nicht mehr so einfach war, da die Lippen und die Zunge des Silberhaarigen doch verdammt gute Dinge mit seiner Erregung anstellten, aber er wurde dann schon gezwickt. "Nnyyaahh~ ...."Mit einem hellen Aufschrei zuckte er zusammen und bog seinen Oberkörper etwas nach vorn. Die Hand um Kadajs Nacken krallte sich auch ein wenig zusammen. "Du ... verdammter ...", japste er, aber die Gefühle, die dieses Zwicken verursacht hatte, ließen ihn gleich wieder verstummen. Heiße Wellen breiteten sich in seinem Körper aus und die Umgebung, schien zu verschwinden. Was war das nun? Sein Körper reagierte auf diesen kurzen Schmerz so anders, noch viel lustvoller als bei der alleinigen Liebkosung. Verwirrt und mit leicht Lust-verhangenem Blick schaute er zu ihm hinunter und keuchte leise.

"Du verdammter was?", stutzte Kadaj leicht, hob leicht den Kopf an und blickte den Blonden fies grinsend an. "Überleg dir gut, was du sagst, könnte gut möglich sein, dass ich aufhöre", schnurrte Kadaj leise, strich mit der freien Hand an die Seite bis hin zu seinem hinter entlang und kniff nun auch dort frech zu.

Aufhören sollte der andere wirklich nicht, aber Cloud ärgerte sich fast über seine vernebelten Sinne, die ihm die Zunge lähmten und ihn um eine gute Antwort verlegen machten. Die Muskeln an seinem Po spannte er reflexartig an, als der andere ihn kniff, und zuckte dabei wieder zusammen. Wieder stieg die Hitze in ihm ein paar Grad nach oben. Leicht keuchte er und sah den anderen dabei funkelnd an. "Wenn du ... mich noch mal ... zwickst, werde ich dich ... mal richtig ... beißen ...", versprach er und drückte den anderen nun sehr bestimmt nach unten.

Kadaj musste kichern, sah Cloud in seinen Augen einfach nur zum Schießen aus. "Oho~ hört, hört welch nette Worte. Pass du mal lieber auf, dass ich nicht gleich beiße", kicherte er noch kurz und verschlang dann wieder das harte Glied des Blonden und saugte sich erbarmungslos an der Spitze fest, dass man meinen könnte, er wollte darauf einen Knutschfleck hinterlassen. Die Hoden massierte er nun wieder vorsichtiger, beinahe schon zärtlich. Nach einer Weile entließ er das Glied aus seinem Mund, nahm dann wieder die gesamte Länge auf und bewegte langsam den Kopf auf und ab. Jedoch blickte er immer wieder auf, schaute den Blonden genau an und neckte weiterhin das zuckende Fleisch mit Lippen und Zähnen.

"Du ... gnnh", war alles, was er erwidern konnte, hatte sein Gegenüber doch schon wieder seine Erregung verschlungen. Dass dieser sich so festsaugte, ließ ihn fast laut aufschreien, das Gefühl, welches davon ausging, war eine Mischung aus Wunsch nach mehr und Schmerz lass nach. Cloud wollte sich nicht die Blöße geben und den anderen anschreien, dass er damit aufhören solle, auch wusste er nicht, ob er überhaupt wollte, dass dieser es wirklich ließ. In seinen Augen sammelten sich ein paar Tränen, die einfach von diesem intensiven, fast schmerzenden Gefühl verursacht wurden. Als Cloud meinte, er müsste nun etwas tun, sonst würde er verrückt werden, erlöste ihn der andere und nahm seine Erregung wieder ganz in sich auf. Sich nicht mehr beherrschend könnend, keuchte der Blonde auf, schloss die Augen dabei und warf seinen Kopf zurück und zeigte somit nun offen, dass ihm das was der andere mit ihm anstelle, sehr gefiel.

Erst leicht begann Kadaj mit dem Kopf auf und abzufahren und mit seinen Lippen einen leichten Druck auf das erregte Glied seines Gegenübers auszuüben. Die Laute die Cloud dabei von sich gab, stachelte ihn nur noch mehr an, wurde in seinen Bewegungen schneller und verwöhnte ihn mit seiner geschickten Zunge. Hin und wieder entließ er das Glied aus seinem Mund, umfasste es mit der Hand und umspielte nun mit seiner frechen Zunge die Hoden des Blonden. Cloud schien das alles ja sehr zu gefallen und Kadaj genoss es, das der Blonde sich nun so keuchend und stöhnend wandte.

Woher der Andere nun wusste, was er tun musste, um ihn in den Wahnsinn zu treiben, konnte Cloud nicht sagen, hatte dieser doch zu vor behauptet, jungfräulich zu sein. Handelte er nun rein intuitiv, war es einfach nur genial. Er entzündete ein Verlangen in ihm, welches er schon lange nicht mehr verspürt hatte. Dabei hatte er ihn zuvor doch nur etwas ärgern wollen. Die Hand, welche den Silberhaarigen noch festhielt, nahm er nun weg und fuhr sich damit über seine Brust. Mit der anderen krallte er sich am Boden fest immer wieder riss er die Augen auf, sah zu dem anderen hinunter, musste sie aber auch immer wieder wohlig seufzend schließen. "W-Woher ... gnn~?", versuchte er zu fragen, musste dann aber heftig zucken. Sein Glied pulsierte immer mehr und er schien innerlich zu verbrennen.

Kadaj war innerlich stolz wie Oskar, schenkte er dem Blonden doch höchste Lustgefühle und einen Schauer nach dem anderen. Schmunzelnd setzte er seine Liebkosungen fort, nahm wieder das harte Glied in seinem Mund auf, vollzog leichte Schluckbewegungen und knetete wieder sanft die Hoden seines Gegenübers. Er selber fand das Ganze mehr als anregend, fand es sogar sehr erregend. Schon immer wollte er Cloud mal in einer Lage sehen, aus der er nicht so schnell und vor allem unbeschadet herauskam. Aus dieser hoch erotischen Lage würde er ganz sicher nicht entkommen, nicht eher, bis der Blonde sich völlig gehenlassen würde.

Clouds Gehirn schien sich verabschiedet zu haben, er verspürte nur noch die Liebkosungen des anderen, wollte mehr, wollte, dass es aufhört, wollte die Kontrolle zurück, wusste aber, dass diese Gefühlsregungen dann aufhören würden, was er auch wieder nicht wolle, kurz gesagt, er war verwirrt und konnte nicht sagen, was er wollte. Immer mehr wandte er sich, immer mehr genoss er die Flammen, die in seinem Körper tobten. Wollte er doch den anderen an dessen Grenzen bringen, so stand er nun selber davor. Als er dann spürte, wie sich alle Blitze in ihm auf einen Punkt zu konzentrieren schienen und ein verdächtiges Ziehen sich bemerkbar machte, fuhr er hoch und keuchend flüsterte er mit heiserer Stimme. "Stopp ... h..hör auf!"

Clouds Gehirn schien sich verabschiedet zu haben, er verspürte nur noch die Liebkosungen des anderen, wollte mehr, wollte, dass es aufhört, wollte die Kontrolle zurück, wusste aber, dass diese Gefühlsregungen dann aufhören würden, was er auch wieder nicht wolle, kurz gesagt, er war verwirrt und konnte nicht sagen, was er wollte. Immer mehr wandte er sich, immer mehr genoss er die Flammen, die in seinem Körper tobten. Wollte er doch den anderen an dessen Grenzen bringen, so stand er nun selber davor. Als er dann spürte, wie sich alle Blitze in ihm auf einen Punkt zu konzentrieren schienen und ein verdächtiges Ziehen sich bemerkbar machte, fuhr er hoch und keuchend flüsterte er mit heiserer Stimme. "Stopp ... h ... hör auf!"

Was war denn jetzt plötzlich los und warum sollte er aufhören? Kadaj blickte Cloud verwundert an, setzte sich aufrecht hin und runzelte die Stirn. "Du weißt scheinbar auch nicht, was du willst, was?", fragte er frech und blickte ihn wieder abschätzend an.

Cloud schnaufte schwer und blickte den anderen verschleiert an. Nur langsam ließ das ziehen nach und er konnte wieder etwas klarer denken und blinzelte. "Ich ... wollte dir nicht ..." Aber er vollendete den Satz nicht. "Ich ... versteh dich nicht, erst ... sträubst du dich mit allem, was du hast ... hng ..." Ein verspätetes Zucken durchfuhr seinen Körper."... und nun bekommst du gar nicht genug ...", sprach er ziemlich leise und klang verwirrt und blickte zu dem anderen auf.

"Och~ na ja ... sagen wir es mal so! Es macht mir eben Spaß dich so zu quälen. Es ist eben so was wie eine Art Rache", grinste Kadaj hämisch, als er den verschleierten Blick des Blonden bemerkte und das Zittern seines Körpers. "Glaub mir Cloud, das war das erste und letzte Mal, dass ich so was tue ... und jetzt lass uns lieber das Thema wechseln. Es langweilt mich nämlich", mit diesen Worten erhob sich Kadaj langsam, zog sich seine Hosen hoch und setzte sich zurück an den Küchentisch.

Verdattert saß Cloud am Boden. Das konnte er nun so nicht auf sich beruhen lassen, langsam wurde er sauer. Sauer auf den anderen und wütend auf sich selbst, dass er hatte, so mit sich spielen lassen und dass er einfach immer noch zu nett war. Er hätte ihm ohne Vorwarnung ins Gesicht spritzen sollen, dachte er sich etwas derbe, was sonst eigentlich nicht seine Art war. Aber wenn, das so weiterging, würde er es bestimmt noch werden. Seine Kleidung sortierend schwankte er zwischen den anderen verprügeln oder einfach zu gehen. Aber für ihn stand fest, er glaubte ihm kein Wort, der Silberhaarige hatte diese Worte so gewählt, um ihm nochmals eine mitzugeben, also hatte er wohl zu viel von sich preisgegeben, noch mal würde ihm das nicht passieren. Seinem Gesicht gab er demnach wieder den emotionslos neutralen Ausdruck, welchen er immer aufsetzte, wenn er sein innerstes Chaos verstecken wollte.

Kadaj begann nun in aller Seelenruhe den Tisch abzuräumen, das schmutzige Geschirr zu spülen und dieses gleich abzutrocknen. Cloud beachtete er dabei kein Stück, er wollte nun mal seine Arbeit in Ruhe machen und das konnte er so was nun echt nicht gebrauchen. Die Weingläser und den Wein ließ er aber dann doch noch stehen, räumte das saubere Geschirr in den Schrank und drehte sich erst nach getaner Arbeit wieder um. "Willst du noch ein Glas Wein?", fragte er ernst und als sei überhaupt nichts passiert.

Cloud beobachtete den Anderen eine Weile beim Aufräumen, so ein Hauself war nicht zu verachten. Dieser verhielt sich als wäre nichts gewesen. Nun, war ja auch nicht wirklich, aber innerlich kochte der Blonde bald über, auch wenn er es nicht zeigte. Wer ihn kannte, erkannte dies an einer kleinen Zornesfalte über seinem Nasenrücken. Den Stuhl hatte er wieder aufgestellt und sich einfach mal wieder an den Tisch gesetzt. "Vielleicht später", kam es gelangweilt als Antwort, aber genauso neutral, als wäre nichts gewesen. Da er sonst explodieren würde, ging er nun mal ins Wohnzimmer und packte sich auf die Couch.

Kadaj zuckte nur mit den Schultern, blickte Cloud kurz hinterher und trank sein Glas nun auf Ex aus. Noch immer kopfschüttelnd ging er dann nach draußen auf den Balkon, machte die Tür hinter sich zu und rauchte erst mal eine. In Gedanken fragte er sich allerdings, warum er das eben überhaupt gemacht hatte und ob es wirklich nur ein Racheakt war? Kadaj musste schmunzeln, hatte er doch noch immer das Bild von einem verschleierten Cloud vor Augen und wie dieser sich unter ihm lustvoll gewandt hatte.

Grübelnd lag er auf der Couch und überlegte, wie er dem anderen eine auswischen konnte und vor allem, wie er es schaffen würde, nicht mehr die Kontrolle zu verlieren. Er blickte auf sein Mobiltelefon mit jener entsprechenden Applikation, nur fand er so was eigentlich auch bescheuert. Aber er würde etwas tun müssen, um dem anderen Mal wieder zu zeigen, wer hier den Ton angab. Oder beschränkte sich das auf das normale erzwungene Zusammenleben im Haushalt, war es im Bett anders? Wollte er beim Sex doch lieber unterordnen und den anderen befehlen lassen? Er schüttelte den Kopf, was für Gedanken er hatte. Aber eines musste er sich eingestehen. Das Zwicken hatte seine Lust vergrößert. Über diese Erkenntnis seufzend, ging er dann in die Küche, schenkte sich Wein nach, bemerkte angewidert, dass der andere beim Rauchen war. Jetzt schmeckt der bestimmt wie so ein verkokelter Aschenbecher, igitt dachte er sich und ging zurück ins Wohnzimmer.

Kadaj bekam nicht mal mit, das Cloud in der Küche war und sich in Glas Wein holte, der Silberhaarige war so in Gedanken vertieft, dass neben ihm eine Bombe hätte einschlagen können. Er stand ganze zwanzig Minuten auf dem Balkon, ließ sich die frische Luft um die Nase wehen und betrat erst dann wieder die Wohnung. Kurz schaute er sich um, ob er auch ja nichts übersehen hatte. Erst dann nahm auch er sich noch ein Glas Wein und trank dieses aber in der Küche.

Seinen Wein hatte er zur Hälfte leer und er grübelte immer noch vor sich hin. Nach einer Weile schaltete er den Fernseher an und zappte durch die Programme. Irgendwann blieb er bei einem Nachrichtensender hängen. Das Kadaj fertig mit Rauchen war, bekam er wiederum nicht mit. Der Sender brachte eine Dokumentation über Soldier und was vor zwei Jahren passiert gewesen war. Geschönt und an den wesentlichen Stellen mit Halbwahrheiten gespickt, wie Cloud feststelle, zumindest nach seinem Verständnis. Eben für die unwissende breite Masse zugänglich gemacht. Immer weiter gedanklich in die Vergangenheit driftend lag er auf der Couch und starrte abwesend in den Fernseher.

Nachdem Kadaj seinen Wein geleert hatte, spülte er sein Glas und stellte es zurück in den Schrank. Noch einmal blickte er auf die Uhr und entschloss sich heute mal früh schlafen zu gehen. Noch einmal hopste er rüber ins Wohnzimmer zu Cloud, sah das dieser etwas abwesend auf der Couch lag und räusperte sich kurz. "Ich denke, ich leg mich jetzt um", sprach er leise und drehte sich um.

Cloud merkte erst am Räuspern, dass der andere im Zimmer war. Langsam drehte er ihm den Kopf zu. Er verstand nur etwas von um und legen. "Viel Spaß schließe lieber ab, nicht dass ich mich heute Nacht noch verirre, ich bin Schlafwandler ...", stichelte er ihm hinterher. "Och, sorry, ich vergaß, da gibt es ja gar keinen Schlüssel für das Zimmer, vielleicht solltest du einen Schrank davor rücken. Dann schlaf mal schön, wenn du kannst", grinste er zweideutig, wurde aber sofort wieder ernst und sah emotionslos zum Fernseher.

"Gut zu wissen, dann will ich mal noch die Bratpfanne mit ins Bett nehmen. Die kann ich dir dann bei Gelegenheit über den Schädel ziehen. Ja also dann ... ich wünsch dir keine guten Nacht", erwiderte Kadaj schnippisch, hopste dann auch schon in die Küche und holte den eben besagten Gegenstand. Tatsächlich hatte er eine Grußpfanne mitgenommen und stellte diese nun schon mal neben sein Bett, zog seinen Schlafanzug an und legte sich unter die Decke.

Cloud kicherte im Wohnzimmer. "Als ob mich so ein Pfännchen aufhalten könnte ...", rief er ihm hinterher. Er überlegte, ob er den anderen ein wenig ärgern wollte. Aber erst mal zappte er noch ein wenig durch die Programme und trank seinen Wein. Es war wirklich noch nicht spät und nach einer Weile war ihm doch so langweilig, dass er sich doch entschloss, ein wenig in die Bar zugehen. Also nahm er sich einen schönen Pullover, richtete seine Haare ein wenig und mit etwas frischem Tabak Body Spay an sich verließ er die Wohnung und ging hinunter.

Kadaj brummelte noch eine Weile in sich rein, starrte die Wand an und schlief irgendwann ein. Er hatte zwar noch mitbekommen, dass Cloud die Wohnung verlassen hatte, doch das kümmerte ihn nun wirklich nicht. Sollte der Fussel doch machen, was er wollte, er jedenfalls wollte nur noch schlafen und seine Ruhe haben.

Cloud saß eine ganze Weile in der Bar, ab und an half er Tifa ein wenig, was sie sehr überraschte. Sie stichelte auch ein wenig, denn Clouds aktuelle Situation wirkte für sie mehr als komisch. Dann erinnerte sie ihn an Marlenes Geburtstag und dass er versprochen hatte, ihr ihren Lieblingskuchen zu backen. "Oje ...", grummelte er vor sich hin, da würde er wohl wieder ein Küchenchaos veranstalten. Immerhin konnte er backen und dann würde er morgens eben früh aufstehen. Also ging er zurück in die Wohnung, durchsuchte noch die Küche nach den entsprechenden Zutaten, und damit er nicht vergaß, was er vorhatte, stellte er alles, was er brauchte, einfach auf die Anrichte. Dieser Mendel-Splitterkuchen war nicht kompliziert und er hatte sogar noch alle Zutaten da. Zufrieden verzog er sich ins Bett und stelle seinen Wecker ziemlich früh.

Kadaj bemerkte nicht mal, wie Cloud wieder nach oben kam, viel zu ruhig und viel zu tief, schlief der Silberhaarige. Nur ab und an rollte er sich auf die Seite, schmatzte im Schlaf oder strampelte die Decke weg. Scheinbar schlief er ziemlich gut und das trotz Cloud seiner kleinen Warnung.

Viel zu früh klingelte Clouds Wecker, aber versprochen war nun mal eben versprochen und so stand er um fünf bereits auf und machte sich an den Geburtstagskuchen. Noch schläfrig und nur in Schlafshorts wuselte er durch die Küche, rührte den Teig und kam bis zu dem Punkt, an welchem die Mandelstifte angeröstet werden mussten. Den Teig in der Schüssel stellte er erst mal kühl und suchte nach besagter Pfanne. Nach einer Weile fiel ihm ein, wo diese ja nun wohl war und er überlegte. Eigentlich würde dieser wohl eh in einer halben Stunde aufstehen und er hatte ihn mit dem Lärm wahrscheinlich auch geweckt. Aber er wollte nun auch keine halbe Stunde warten. Also ging er so leise, wie er eben konnte an die Türe zu Kadajs Zimmer, öffnete sie und schlich sich hinein und sah sich im Halbdunkeln nach dieser Pfanne um.

Kadaj wurde von dem Lärm in der Küche aber nicht munter, er wurde erst wach, als er etwas durchs Zimmer schleichen hörte. Sofort war Kadaj hellwach, saß senkrecht im Bett und knipste das Licht an. "Was willst du denn hier? Hast du kein eigenes Bett?", fuhr er Cloud verärgert an, dabei zog er die Bettdecke ein Stück höher und griff schon nach der Pfanne.

Cloud erschrak sich ziemlich, er dachte der andere würde tief schlafen. Von der plötzlichen Helligkeit musste er blinzeln. "Im Grunde hab ich zwei Betten, wenn du darauf anspielst", antwortete er schnippisch, und als er sah, dass der Andere zur Pfanne griff, meinte er nur herausfordernd. "Das würdest du nicht wagen ... nebenbei brauche ich genau den Gegenstand, den du dir als Verteidigung ausgesucht hast. Ergo ... her damit!" Und er kam mit bedrohlicher Miene ein paar Schritte näher und griff ebenfalls nach der Pfanne.

"Oh doch ... und wie ich mich das wagen würde", brummte Kadaj leise, jedoch übergab er Cloud dann doch die Pfanne, schließlich hatte er ja gesagt, dass er diese selber brauchen würde. "Wehe das war nur eine blöde Ausrede, dann Gnade dir Gott", fuhr er fort, schwang dann auch schon die Decke zur Seite und stand auf. "So nun haste deine Pfanne wieder und jetzt raus hier ... ich will mich anziehen".

Fast aus Reflex griff Cloud nach der Pfanne. Er hatte sich schon auf einen Kampf eingestellt, war der andere war teilweise so leicht zu überzeugen, er an seiner Stelle hätte kein Wort geglaubt, was der andere ihm dann aber doch noch mitteilte. "Ich habe Ausreden nicht nötig", erwiderte er kalt, drehte sich um und verschwand aus dem Zimmer, allerdings ohne die Türe zu schließen. In der Küche begann er dann die Mandelstifte anzurösten, die dem Kuchen eine würzige Note verleihen würden. Die Zutaten fertig gemixt packte er alles in eine Springform und in den Backofen. Er kniete sich dann davor und beobachtete den Kuchen beim Aufgehen.

Kadaj stand aus dem Bett auf, sah, dass Cloud die Tür offen gelassen hatte und schnaufte. "DAS NÄCHSTE MAL MACH DIE TÜR ZU!", brüllte er quer durch die Wohnung, zog sich dabei schon an und hopste nun schon in Richtung Badezimmer. Dort machte er sich fertig, hopste dann auch in die Küche und setzte den Kaffee auf. Sein Blick fiel dabei auf das Chaos, worüber er nur wieder mit dem Kopf schüttelte und anfing aufzuräumen.

Cloud ignorierte das Brüllen gekonnt und starrte weiter in den Ofen. Er wartete einen bestimmten Zeitpunkt ab an welchen er den Kuchen entsprechend anschneiden wollte, damit er eine ganz besondere Form bekam. Genervt sah Cloud wie der Silberhaarige schon wieder am Aufräumen war. Er war noch nicht fertig, aber das würde er ihm erst sagen, wenn er fertig aufgeräumt hatte. Seine Anwesenheit war ihm momentan irgendwie zu anstrengend. Er fühlte sich eingeschränkt, da er ja ein Auge aufhaben musste. Abhauen konnte er ja nicht, man würde ihn finden, aber er selber würde dann auch ziemlich blöde dastehen und das wollte er schon mal gar nicht. "Gib mir mal das lange Küchenmesser mit dem Zackenschliff", meinte er monoton und streckte die Hand abwartend aus, blickte aber nicht zu ihm hin.

"Hm~ was?", fragte Kadaj verwirrt, da er gerade etwas in Gedanken war, und runzelte nun die Stirn. "Ach ja Messer ... okay" Und schon kruschelte er in der Schublade nach dem besagten Gegenstand und reichte dieses Cloud mit dem Griff zuerst. Wäre er jedoch fies gewesen, hätte er ihm zuerst die Klinge gereicht, aber so abgebrüht war er dann doch nicht. Nachdem der Blonde nun das Messer hatte, nahm sich Kadaj einen Kaffee, setzte sich an den Tisch und starrte die Wand an.

Cloud nahm das Messer, schaute immer noch nicht hin, wartete ab, und als der richtige Moment da war, öffnete er die Ofentüre und schnitt das entsprechende Muster hinein. Zufrieden stand er auf und machte sich daran die Creme anzurühren. Er verursachte munter wieder das Chaos, welches Kadaj bereits beseitigt hatte. Irgendwann sah er, dass dieser an die Wand starrte. "Soll ich dort mal ein nettes Bild aufhängen oder zählst du die Knubbel der Raufasertapete?", fragte er provozierend. "Gibt's noch Kaffee?", fügte er dann noch an.

"Nein, ich zähl die Flecken an der Wand und ja es gibt noch Kaffee", antwortete Kadaj mehr als genervt, da er mitbekommen hatte, das Cloud wieder solch ein Chaos machte. Er stand nun selber auf, holte eine zweite Tasse aus dem Schrank, füllte diese mit Kaffee und reichte diese Cloud herüber. "Seit wann kannst du eigentlich backen?", fragte er leicht gelangweilt, schlürfte dann wieder seinen eigenen Muntermacher und blickte weiterhin die kahle Wand an.

Cloud bedankte sich für den Kaffee. "Schon seit ich klein bin. Macht manchmal sogar Spaß", meinte er nur genauso gelangweilt zurück. "Marlene hat Geburtstag und das ist ihr Lieblingskuchen. Ergo mach ich ihr die Freude und hab auch gleich ein nettes Geschenk", redete er einfach mal so. Er nahm den Kuchen aus dem Ofen, und damit er schneller kühlte. „Und? Was hast du heute so vor?", fragte er beim wieder hereinkommen und setzte sich ebenfalls erst mal, er hatte nun Zwangspause, da beide Komponenten die gleiche Temperatur bekommen mussten.

Kadaj blickte nun wieder auf, runzelte die Stirn und musste sich bildlich vorstellen, wie Cloud als kleiner Pimpf backte. Bei der Vorstellung musste er mehr als nur grinsen, verwarf das Bild dann aber wieder und grübelte. "Keine Ahnung was ich mache ... vielleicht lesen, oder aber den Saustall hier aufräumen", meinte Kadaj unbeeindruckt, blickte in seine Tasse und versank wieder in Gedanken.

Ein ziemlich lustiger Gedanke bildete sich in Cloud Gehirn, zumindest lustig für ihn. "Da hätte ich eine andere Idee. Du könntest dich als Clown verkleiden und die Kids unterhalten. Dann sind sie nicht so nervig und wir können uns ein wenig erholen. Solche Geburtstage sind immer total anstrengend", grinste er und stelle sich bildlich vor, wie Kadaj sich vor ihnen zum Affen machte. Aber der würde bestimmt ablehnen, das war für Cloud bald so sicher, wie dass er sich seine Haare nicht färbte.

Kadaj musste kräftig husten, hatte er sich doch tatsächlich an seinem Kaffee verschluckt und klopfte sich erst mal gegen die Brust."... „Irgendwie steckten ihm die Worte fest, er hustete nochmals auf und versuchte es erneut. "Danke, aber ich verzichte. Ich mach mich doch nicht zum Affen", war nun die pappige Antwort des Silberhaarigen, ehe er die Tasse abstellte und nochmals hustete.

"Wie schade ...", antwortete Cloud, "Aber ich habe gerade beschlossen, dass du es dir nicht aussuchen kannst. So schlimm wird das nicht, die erkennen dich sowieso nicht, da du je eine Maske tragen musst, ein paar Luftballons aufpusten, ein paar nette Geschichten, das reicht schon." Grinsend lehnte Cloud sich zurück und stellte sich die Szene bereits vor. "Das freut die Kinder bestimmt", fügte er noch an und beobachtete den anderen genau.

"Du kannst mich mal! So was mach ich nicht und basta. Such dir nen anderen Deppen", erwiderte Kadaj gehässig, stand dann auch schon auf und brachte seine Tasse in die Spüle. "Ich hab auf Kindergeburtstage keinen Bock und erst recht nicht auf die Göre mit Namen Marlene", war der nächste schnippische Kommentar, ehe er die Küche verließ und sein Bett machte.

"Leider habe ich keinen anderen Deppen verfügbar. Muss ich erst gemein werden? Hatte ich nicht gesagt, du kannst es dir nicht aussuchen?", rief Cloud ihm scharf hinterher. Dann stand er auf und ging in den Gang an dessen Türe. "Muss ich dich erst verprügeln oder überlegst du es dir noch mal?", fragte er und ließ dem Anderen ein paar Minuten Bedenkzeit. "Ich halte meine Versprechen ...", zwinkerte er noch mal.

"Leider habe ich keinen anderen Deppen verfügbar. Muss ich erst gemein werden? Hatte ich nicht gesagt, du kannst es dir nicht aussuchen?", rief Cloud ihm scharf hinterher. Dann stand er auf und ging in den Gang an dessen Türe. "Muss ich dich erst verprügeln oder überlegst du es dir noch mal?", fragte er und ließ dem anderen ein paar Minuten Bedenkzeit. "Ich halte meine Versprechen ...", zwinkerte er noch mal.

Genervt rollte Kadaj mit den Augen, drehte sich dann aber um und funkelte den Blonden wütend an. "Und ich hab Nein gesagt! Geht das in deinen Schädel rein oder muss man dir immer alles Eintrichtern?", fragte Kadaj frech, faltete dabei seine Decke und schüttelte das Kissen auf.

"Na dann ...", meinte Cloud mit gelangweilter Stimme, ging auf den anderen zu und gab ihm, nicht mit voller Kraft, aber dennoch kräftig, eine kurze Rippe mit, dass dem Anderen die Luft wegblieb. "Ich kann auch anders als sanft sein ...", säuselte er und gab ihm noch eine hinterher, dass der Silberhaarige sich krümmen musste.

"Deswegen ändere ich meine Meinung trotzdem nicht", murrte der Silberhaarige auf, krümmte sich nun wirklich leicht und blickte den Blonden sauer an. Sollte er ruhig so weiter machen, er würde diesen Clown nie im Leben spielen. Eher ließ er sich grün und blau schlagen, als sich solch eine Blöße zu geben. "Ich hätte dir vielleicht das Messer heute Morgen doch andersherum geben sollen", knurrte er weiterhin, blickte Cloud dabei mehr als kampflustig an und rümpfte leicht die Nase.

"Glaube mir, mir fallen noch viele andere Dinge ein, die dich demütigen würden, da ist dies wirklich nichts Großes", sprach er betont ruhig, vielleicht musste er doch massiver werden. Er setzte noch einmal fester nach und zog dem anderen dazu noch das gesunde Bein weg, dass dieser auf dem Bett landete. Schon war er über ihm und hielt ihn mit festem Griff fest. "Ich höre erst auf, wenn du es tust", versprach er ihm noch, drehte ihn dann auf den Bauch, hielt dessen Arme über dem Kopf und begann schon an dessen Gürtel zu näseln.

Kadaj konnte gar nicht so schnell gucken, wie ihm das Bein weggezogen wurde, er auf dem Bett lag und nun bewegungsunfähig war. "Cloud du verdammter Idiot", fluchte er lautstark, zappelte aber gleichzeitig rum und versuchte sich aus dessen Griff zu befreien. Ohne Erfolg und das wiederum machte ihn erst recht sauer. "Glaub ja nicht, dass ich Angst habe, nur weil du kranker Arsch schon wieder an meiner Hose zu Gang bist!"

"Och ... an deiner Stelle würde ich aber Angst haben. Soll ziemlich weh tun, habe ich mir sagen lassen ...", drohte er leicht schmunzelnd. "Weh, weil es eben in dein innerstes geht." hauchte er in dessen Ohr und riss ihm dabei die Hose inklusive Slip ein gutes Stück nach unten. "Du kannst dich soviel wehren, wie du willst, so kommst du nicht davon, außer wenn du zustimmst ...", erinnerte Cloud ihn nochmal an das, was er wollte. Zeitgleich begann er auch schon an sich zu spielen, was er aber nicht lange tun müsste, da ihn der Machtgewinn über den anderen bereits wieder ziemlich anmachte, auch die vergeblichen Versuche sich seinem Griff zu entwinden, trugen dazu bei.

Kadaj entglitten die Gesichtszüge, wurde nun doch etwas blass um die Nase und blickte Cloud völlig entgeistert an. "Das wagst du dich nicht ... das ist jetzt nicht dein Ernst?", stotterte er rum, zappelte aber nun um so heftiger. "Ich werde keinen Clown spielen, und wenn du sonst was mit mir anstellst und so schlimm können die Schmerzen auch nicht sein. Soll ja schließlich Leute geben, denen so was gefällt", knurrte er nun wieder leise in seinen imaginären Bart hinein. "Ich wusste doch, dass du krank im Kopf bist, aber so krank ...", brach Kadaj ab und versuchte irgendwie sein Bein hochzuziehen, um Cloud wenigstens das Knie in den Magen zu rammen.

Er kicherte gespielt krank und war selber überrascht, wie gut, dass ihm gelang. Das Bein drückte er ziemlich lässig wieder nach unten. "Oh doch ... und wie ich mich das wagen würde", imitierte er genau die Tonlage, in welcher Kadaj ihm zuvor geantwortet hatte. "Wie gesagt, keine Ahnung. Aber nachdem was Reno immer ekliges erzählt, ist es bestimmt alles andere als erträglich. Rude meinte immer, es gäbe schon Methoden, dass der andere nicht so leiden muss, aber wieso sollte ich sie anwenden? Ich sehe keine Veranlassung dazu, also auf die harte Tour, wenn du es nicht tust", flüsterte er bedrohlich und legte dabei seine freie Hand auf dessen Pobacke und ließ einen Finger seine Spalte entlang wandern.

"Du bist so ein krankes Arschloch", keifte Kadaj weiterhin, zuckte dann aber schon leicht zusammen und spürte dessen Finger an seinem Hintern. "Ich bring dich um ... ich schwöre es dir", zischte er leise, kniff die Augen zusammen und bereitete sich schon seelisch und moralisch auf das kommende vor. Er würde sicher nicht den Pausenclown für diese Göre spielen, lieber würde er das hier eben ertragen und den Blonden danach den Hals umdrehen. Natürlich hatte Kadaj Angst, Angst vor den Schmerzen und Angst, weil er nicht wusste ob Cloud wirklich so weit gehen würde.

Fast anerkennend bemerkte Cloud, wie der Silberhaarige zu seinem Wort stand. Er wollte immer noch nicht kippen, aber er würde auch nicht aufgeben, er würde wie versprochen eben weitermachen und er fand es ziemlich spannend, wie er sich eingestehen musste. Seine bereits harte Männlichkeit auspackend, legte er diese an die Pofalte des Silberhaarigen, flüsterte ihm dann aber nochmal ins Ohr mit einem schelmischen Grinsen, streckenweise kam er sich schon vor wie Reno. "Weißt du, durch welche kleine Öffnung sich der hier gleich drängen wird ... und vor allem, wie nahe ich dir dann sein werde ..." Und er rieb provokant sein Glied am Po des anderen.

Wieder zuckte Kadaj kurz zusammen, spürte etwas Hartes an seinem Hinterteil und wusste nur zu genau, um was es sich da handelte. Allerdings blieb er von außen hin immer noch hart, versuchte seine Angst zu unterdrücken und schaute den Blonden wütend ins Gesicht. "Dass das Ding nicht in mein Ohr passt, ist mir auch klar", provozierte er weiter. "Na los, mach doch einfach. Oder traust du dich etwa nicht? Oh und keine Sorge, menschliche Nähe hat mir noch nie was ausgemacht, aber du bist kein Mensch, also passt das schon".

Nun musste Cloud richtig lachen. "Also macht es dir was aus, wenn menschliche Nähe okay ist, aber ich keiner bin. Lässt du mich wirklich wegen einer Kleinigkeit so weit gehen? Ich sehe hinter deine Fassade, mit Masken kenne ich mich aus, du würdest vor Angst an liebsten weinen", flüsterte er in dessen Ohr. Wenn dieser es so wollte, sollte er es bekommen. Mit der anderen Hand suchte er dessen Eingang und brachte sich selbst in Position. Dann setzte er an und zielte ungeschickt und versuchte in den anderen einzudringen, was ihm teilweise auch gelang, nur war es wirklich verdammt eng, was Cloud selbst schon fast wehtat.

"Denk doch, was du willst", knurrte Kadaj erneut, da ihm das dumme Gebabbel des Blonden gerade tierisch aufregte und er eben versuchte Zeit zu schinden. Jedoch als er plötzlich merkte das etwas Hartes versuchte in ihn einzudringen, kniff er erneut die Augen zusammen, schrie sogar kurzzeitig auf und drückte sich Cloud entgegen. Kadaj atmete zittrig die Luft aus, die er kurz angehalten hatte, Tränen bahnten sich den Weg über seine Wangen. Sein ganzer Körper zitterte mittlerweile unkontrolliert. Ein schmerzhaftes Keuchen entkam seinen Lippen, sein Magen krampfte zusammen.

Kurz hielt der Blonde inne, als er das schmerzverzerrte Keuchen des anderen höre. Aber an dem Punkt war es ihm eigentlich egal, er hatte genug Optionen offen gelassen. Langsam stieß er wieder vorwärts und kam so tiefer. Der Körper des anderen zitterte und er war die Ursache für dessen Pein. Das schreckte ihn jedoch nicht, sondern ein heißer Schauer machte sich in seinem Körper breit. So eine Enge hätte er nicht erwartet, keuchend rang er nach Luft, ging dann etwas zurück und drängte wieder nach vorne. Die Reibung an seinen Lenden war nicht zu unterschätzen und noch ein paar Stöße hätten gereicht, um ihm einen doch recht guten Orgasmus zu verschaffen, aber er versuchte sich zu kontrollieren, um es nicht vorzeitig beenden zu müssen.

Es war die Hölle, es war mit keinem Schmerz zu vergleichen, den er jemals gespürte hatte. Das passiert nicht wirklich, das passiert nicht wirklich, wiederholte Kadaj immer wieder in Gedanken. Sein Gesicht war schmerzverzerrt und er verkrampfte sich völlig. Das Reißen und Brennen nahm zu, je weiter Cloud in ihn stieß. Als das gewaltsame Eindringen unerträglich wurde, schrie er heiser, kniff die Augen zusammen und wollte nichts um sich herum mehr ansehen. Kadaj fühlte sich völlig entzwei-gerissen. Der Schmerz nahm ihm den Atem. Mit jedem weiteren Stoß zerbrach etwas in ihm.

Für Cloud fühlte es sich einfach nur eng an. Eng in dem Sinne, dass er einfach versuchte, sich in etwas viel zu Kleines zu zwängen. Auch schien der andere sich immer noch schmaler zu machen. Das schmerzende Keuchen brachte ihn wieder zurück und er flüsterte gepresst in das Ohr des anderen. "Soll es nun so ... ah~ ... weitergehen? Oder soll ich aufhören?", stellte er ihn vor die Wahl und musste sich beherrschen, nicht laut aufzukeuchen.

Kadaj riss die panisch die Augen auf, blickte Cloud aber nicht direkt an, sondern blickte mehr zur Seite. "Wenn du was anfängst ... auaaaaa~ dann bring es auch zu ... ahhhh Ende", keuchte er unter den stechenden Schmerzen, die seinen Unterleib ausfüllten.

Das war nun nicht die Antwort, die er erwartet hätte, aber wie der anderen es eben wollte, bewegte er sich nun schneller und er fand einen Rhythmus, welcher für ihn sehr ansprechend war. Irgendwann nahm er die Beine des anderen und brachte sie in eine für ihn angenehmere Position. Er achtete nicht mehr auf dessen, Reaktion, sondern nur noch auf seinen Körper, der ihm verriet, was er tun sollte. Auch hatte er nun insgesamt das Gefühl, mehr in dem anderen zu gleiten, als einfach nur trocken vorwärtszustoßen. Immer wieder entrann seinem Mund ein leichtes Stöhnen oder Ächzen.

Kadaj hatte keine Ahnung, wie lange es schon dauerte. Es konnten Minuten oder auch Stunden sein. Er wusste nur, dass er weinte, schrie und bettelte. Sein Widerstand schwand und seine Kraft ließ nach. Das hier war unerträglich, die Scham und der Schmerz zerrten an seinem Verstand. Es war eklig und erniedrigend zugleich, das Gekeuche und Gestöhne seines Gegenübers trieben ihm immer mehr die Tränen in die Augen, er hasste Cloud für das, was er ihm hier antat und doch war er selber daran schuld. Aber er würde jetzt keinen Rückzieher mehr machen, würde das bisschen Schmerz schon noch aushalten, auch wenn dieser immer mehr zunahm und ihn zerriss wie ein Stück Papier.

Eigentlich hatte er den anderen zu bringen wollen, etwas zu tun, was er nicht tun wollte, nur schien dessen Geist so stark, dass er es nicht schaffte, ihn sich gefügig zu machen. Nun, dass musste er wohl so akzeptieren, das war eben doch der Unterschied zwischen ihm und zum Beispiel Rufus, er war eben doch nicht böse genug, jemanden zu brechen. Darüber verärgert wurde sein Rhythmus nun härter, stieß fester und ließ seine ganze Wut über sich selber über dieses Ventil, dem anderen wegzutun, hinaus. Er hatte das Gefühl meilenweit von seiner Verzückung weg zu sein, die Gedanken, die in seinem Kopf schwirrten, waren nun alles andere als erregend, aber würde noch nicht aufhören, der andere sollte ruhig noch leiden, er hatte es sich ja selber ausgesucht. Sein Schreien und Betteln stieß bei ihm auf Granit, es war ihm einfach egal, wie so vieles, im Moment.

Kadaj konnte vor Schmerzen nur noch leise wimmern, seine Kraft hatte ihn endgültig verlassen und er verfluchte sich insgeheim für seine Dummheit. Kadaj hatte immer damit gerechnet das ihm so was eher Rufus oder Reno angetan hätte, aber doch nie im Leben dieser Eisklotz namens Cloud. Dieser emotionslose Fussel oder was auch immer seine Frisur darstellen sollte. Wenn er die Wahl gehabt hätte, er würde sterben. Er könnte Cloud nicht mehr in die Augen sehen, nicht mehr schlafen und dessen Nähe nicht mehr ertragen. Schlicht und einfach, er musste hier weg.

Nach der merkte, dass sein Opfer keinerlei Gegenwehr mehr aufbrachte, begann sein Gehirn doch wieder zu arbeiten. Eigentlich war es doch ziemlich gemein, nur wie hätte er sich anders Respekt verschaffen sollen, sonst hatte ja nichts gewirkt. Aber was unterschied ihn nun noch von Rufus und den anderen Chaoten, die er für manche Methoden eigentlich verachtete. Nun, eigentlich nichts mehr. Cloud pendelte nun zwischen Gefallen an der Situation, in welcher er Macht ausüben konnte, und dem schlechten Gewissen, was ihn nun packte. Aber ändern konnte er es nun eh nicht mehr und vielleicht war es besser, wenn der andere dachte, dass er genauso skrupellos war wie die Turks in der Ausübung ihrer Aufträge. Da es nun eh schon egal war, hielt er inne, fing dann aber an, mit seiner Hand beruhigend und sogar zärtlich über den Körper des anderen zu streicheln.

Noch immer hatte Kadaj die Augen zusammengekniffen, spürte kaum noch seinen unteren Teil seines Körpers, spürte nicht mal mehr, dass er überhaupt noch existierte. Er hatte buchstäblich aufgegeben sich zu wehren, ließ es einfach über sich ergehen und merkte nur am Rand wie Cloud plötzlich aufgehört hatte. Verwundert und recht benommen öffnete er seinen Augen und starrte den Blonden regelrecht an. Was war denn nun los? Kadaj verstand nun gar nichts mehr, nahm nicht mal die streichelnde Hand an seinem Körper wahr. Er blickte den oben Liegenden einfach nur an und zitterte noch immer leicht.

An den Blick, den er nun von Kadaj erhielt, erkannte Cloud wohl, dass egal was er nun tat, es nichts ändern würde. Also hörte er komplett auf und ließ von ihm ab. Aber er beugte sich nochmal zu den Silberhaarigen hinunter und flüsterte in dessen Ohr. "Ich glaube, du hast verstanden, dass ich auch anders kann und vor allem, dass ich Wort halte." Zärtlich strich er über dessen noch von Tränen nasse Wange. "Wirklich schade, dass dein erster Sex auf diese Weise stattfinden musste, aber du hast es dir selbst ausgesucht. Eigentlich ist es das schönste der Welt, wenn du an das in der Küche denkst", fügte er noch an, und ob der andere es nun eklig finden würde oder nicht, gab er ihm noch einen sanften Kuss auf dessen Lippen.

Kadaj war nur noch verwirrter, sagte aber keinen Ton, auch nicht als Cloud irgendwas von "Wort halten" und "schönste Sache der Welt" sagte. Er war einfach nur tief im inneren froh, dass dieser sich langsam zurückzog und von ihm abließ. Kadaj meinte sich übergeben zu müssen, spürte dann aber schon wie Cloud ihn sanft auf die Lippen küsste. Am liebsten hätte er ihm jetzt eine reingehauen, doch er war zu schwach und zu fertig. Er brach zusammen, weinte still vor sich hin und zitterte am ganzen Körper. Etwas sickerte zwischen seinen Beinen hervor und lief langsam über seine schweißnasse Haut. Kadaj war sich sicher, dass es Blut war. Er wollte nicht mehr denken, nichts mehr spüren und vor allen wollte er nichts mehr sehen.

Jedes weitere Wort schien zu viel zu sein. Also stand er auf und verließ einfach das Zimmer und verzog sich ins Bad. Sein Glied war rot, rot vom Blut des anderen. Ohne groß zu denken, säuberte er sich, er wusste nicht, was er fühlen sollte. Teils war er froh darüber, dass er dem anderen nun gezeigt hatte, dass er nicht nur Mr. NiceGuy war, den jeder nach Belieben manipulierend oder mit ihm machen konnte, was man wollte, aber auf der anderen Seite fühlte er sich nun auch wieder schlecht, nun wirklich so weit gegangen zu sein. Auch hatte er nun den anderen gedemütigt bis aufs äußerte, oder besser gesagt, was er sich als Äußerstes vorstellen konnte, Rufus war da bestimmt noch kreativer als er, aber er hatte trotzdem nicht erreicht, was er wollte. Im Medizinschrank fand er eine Wund- und Heilsalbe, welche er so platzierte, dass der andere sie finden würde, sollte er dann doch das Bad aufsuchen. Fertig angezogen für den Geburtstag machte er in der Küche den Kuchen fertig und räumte dieses Mal sogar auf. Dann verließ er die Wohnung.

Total mit den Nerven am Ende ließ Kadaj seinen Tränen nun endgültig freien Lauf. Wie hatte das nur passieren können? Wie konnte er überhaupt in so eine Situation geraten? Das, was er eben durchlebt hatte, war furchtbar gewesen und er wollte nicht noch so eine Erfahrung erleben müssen. Doch aufstehen wollte und konnte er nicht. Wann immer er sich auch nur ansatzweise bewegte, durchzuckte ihn ein stechender Schmerz, der ihn wieder in die Knie zwang. Müde und fertig von den letzten Ereignissen, schloss Kadaj seine Augen und versuchte etwas zu schlafen.

Tifa wartete schon auf ihn und er brachte den Kuchen für Marlene in die Bar. Diese freute sich wahnsinnig und umarmte ihn glücklich. Cloud versuchte sich so wie immer zu verhalten, nur Tifa merkte wieder, dass er doch etwas anders war. Sie hob die Brauen, aber es war auch keine Zeit zu reden, was Cloud sehr recht war. Alle paar Minuten trudelten neue Gäste ein, die Kinder tobten über den Hinterhof und Cloud half Tifa, wo er konnte, so ein Kindergeburtstag war immer Arbeit ohne Ende. Gegen später traf auch Vincent ein, dann folgten noch Barret, Cid und ein paar andere, sodass bald alle alten Freunde wieder vereint waren und hauptsächlich über alte Zeiten quatschten. Cloud fühlte sich, als ob er neben sich stehen würde, ihn beschäftige das Geschehene mehr denn je. Immer wieder blickte er auf sein Telefon, um zu sehen, ob der Silberhaarige vielleicht doch abhauen würde, was er ihm nicht verübeln würde.

Daran dachte Kadaj gar nicht erst, er lag im Bett und schlief etwa eine Stunde, ehe er sich dann doch aufraffte und in die Küche ging. Er nahm sich einen Kaffee, verzog sich leise zischend auf den Balkon und rauchte seine Zigarette. Noch immer hatte er Schmerzen, doch wenn er stand war, es auszuhalten, nur wenn er sich scheinbar bewegte setzten, diese wieder ein. Kadaj beschloss sich erst mal ruhig zu verhalten, blickte starr vor sich hin und ließ sich den leichten Wind um die Nase wehen.

Nach einer Weile fiel den Kids ein, dass ein Basketball Turnier doch lustig wäre und alle mussten mitspielen. Cloud war dies ein wenig zu viel, aber er hatte es ja versprochen und so bastelte er mit Vincent die entsprechenden Körbe und schon bildeten sie Teams und spielten auf dem Hinterhof. Und da sie alle richtige Kindsköpfe waren, lieferten sich die Erwachsenen wie die Kinder die lustigsten Duelle, was Cloud kurz mal sein schlechtes Gewissen vergessen ließ, wenn er versuchte, Vincent den Ball wegzunehmen, der ja doch etwas schneller war und weiter springen konnte. Der Lärmpegel war ziemlich laut und bestimmt auf der ganzen Straße zu hören. Nach dem Spiel gab es noch Abendessen und allmählich machten sich alle wieder auf den Heimweg, die Sonne würde bald untergehen.

Kadaj hatte sich nach seiner Zigarette wieder langsam und unter starken Schmerzen ins Bett verkrochen, hatte sich die Decke bis unter die Nase gezogen und starrte die Wand an. Den Lärm von draußen beachtete er gar nicht, es war ihm wie gerade alles ... so ziemlich egal. Das Einzige, an was er denken konnte, waren diese furchtbaren Schmerzen, die sich anfühlten wie tausend Nadelstiche, als würden zig Ameisen in seinem Hintern toben.

Als die meisten gegangen waren, brachte Vincent das Thema Präsent auf den Tisch und erkundigte sich, wie das Zusammenleben so klappte. Da Cloud Vincent nicht anlügen konnte und wollte, wartete er, bis er mit ihm allein war, erzählte er ihm dann alles und auch die Eskalation der Situation. Auch flüchtete er sich in die Entschuldigung, dass der andere es provoziert habe und er es eigentlich gar nicht so weit kommen lassen wollte, aber dann auch nicht mehr zurückgekonnt hatte. Vincent hörte ihm genau zu, gab den einen oder anderen Kommentar und riet ihm, den Silberhaarigen erst mal in Ruhe zu lassen. Mehr konnte er ihm auch nicht raten, es war wirklich eine verdammt verzwickte Situation, wenn man so emotionsgeladen war, wie Cloud es eben war, auch wenn er es nie zeigte. Nicht wirklich schlauer ging er zurück in seine Wohnung, schloss auf und betrat erst mal die Küche.

Nachdem er die Wohnungstür gehört hatte, zuckte Kadaj kaum merklich zusammen, zog sich die Decke ganz über den Kopf und schluckte. Wehe er würde es wagen herzukommen und sich zu entschuldigen. Er würde ihm dann wirklich eine reinhauen, oder ihn mit der Pfanne attackieren. Oja, er würde es tun und wie er es tun würde. Das Maß war eindeutig voll und Kadaj hatte sich geschworen, sobald sein Bein wieder völlig in Ordnung wäre, er würde dem Blonden alles heimzahlen.

In der Küche verweilte er nicht lange, er sah, dass alles unverändert war, als ob sich Kadaj nicht aus dem Zimmer bewegt hätte, er holte sich nur etwas Milch und verzog sich dann ins Wohnzimmer. Der Tag hatte ihn ziemlich geschafft und er tat einfach mal, was Vincent ihm geraten hatte. Er ließ den anderen in Ruhe. Sein Blick fiel auf das Buch, welches Kadaj wohl gerade las. Dann wanderte sein Blick über das Bücherregal. Sein Blick blieb an Zacks Foto hängen. Wie er sich doch verändert hatte. Er wollte immer so sein wie er, aber er schien sich in das genaue Gegenteil zu entwickeln.

Leise fluchend drehte sich Kadaj auf den Rücken, starrte die Zimmerdecke an und driftete immer weiter in seinen Gedanken ab. Er stellte sich Cloud sogar schon tot in der Küche vor, oder noch besser ... mitten in der Bar an einem Strick an der Decke baumelnd. Oja er hegte gerade übelste Mordgedanken und was das Morden betraf, so war er keinesfalls einfallslos. Er könnte Cloud ja versehentlich etwas Arsen in den Kaffee tun, oder ihn einfach erstechen. Was sicher auch gut käme, wäre einen Föhn in die Badewanne werfen.

Leise fluchend drehte sich Kadaj auf den Rücken, starrte die Zimmerdecke an und driftete immer weiter in seinen Gedanken ab. Er stellte sich Cloud sogar schon tot in der Küche vor, oder noch besser ... mitten in der Bar an einem Strick an der Decke baumelnd. Oja er hegte gerade übelste Mordgedanken und was das Morden betraf, so war er keinesfalls einfallslos. Er könnte Cloud ja versehentlich etwas Arsen in den Kaffee tun, oder ihn einfach erstechen. Was sicher auch gut käme, wäre einen Föhn in die Badewanne werfen.

Nach einer Weile, als er seine Milch leer getrunken hatte, stellte er das Glas zurück in die Spüle, tat etwas Wasser hinein, damit es nicht antrocknete, und verzog sich ins Bad. Eine heiße Dusche wirkte immer Wunder. Er sah auch, dass die Wundsalbe noch genauso da lag, wie er sie hingelegt hatte. Also hatte sich der andere wohl kaum bewegt, was wahrscheinlich kein Wunder war. Oder er hatte es nicht annehmen wollen. Seufzend putzte er seine Zähne und ging dann aber schon ins Bett, er war fertig von diesem Tag und wollte nur noch schlafen. Seine Türe schloss er nicht ab.

Kadaj hörte zwar Cloud durch den Flur huschen, aber das war ihm so ziemlich egal. Noch würde er sich zurückhalten und abwarten, noch würde er sich in Geduld üben und dann zuschlagen. Und wie er zuschlagen würde ... Kadaj hörte, dass der Blonde nicht mal seine Tür abschloss ... böser Fehler, dachte er sich mit einem fiesen Grinsen.

Ziemlich müde zog er wieder seine Schlafshorts an, aber er stellte eine Flasche etwas in den Weg. Würde jemand die Türe öffnen, so würde er gegen diese Flasche stoßen und dies reichte wahrscheinlich, um ihn aufzuwecken. Danach packte sich ins Bett. Es dauerte auch keine fünf Minuten, bis er in einen unruhigen und flachen Schlaf fiel, aber er schlief. Er träumte wahnsinnig schlecht. Reno kam darin vor, dieser lachte ihn aus. "Du bist wie ich ... ein Irrer, hihihi." Dann wurde sein Gesicht zu dem von Rude, der enttäuscht den Kopf schüttelte. So ging es immer weiter, nach ein paar Minuten war er bereits schweißgebadet.

Lange lag der Silberhaarige wach in seinem Bett, zählte die weichen Punkte an der Decke und kam doch auf keinen grünen Zweig. An Schlafen war nicht zu denken, immerhin konnte es ja sein, das doch etwas passierte und das sollte auf gar keinen Fall stattfinden, wenn er schlief. Kadaj versuchte sich mit Achen und Krachen wachzuhalten, stand sogar unter den stechenden Schmerzen auf und verzog sich erneut auf den Balkon. Die kalte Nachtluft war angenehm, hielt sie ihn doch wach und erinnerte ihn schmerzlich daran, dass er noch lebte und existierte.

Seine Träume wurden immer wilder, am Ende sah er sogar seine Mutter, welche ihm Vorwürfe machte. Mit einem Schrei auf den Lippen erwachte Cloud fuhr hoch und atmete schwer. So was Blödes dachte er sich. War es bei allen so? Zu den anderen hin Fassade und dann des Nachts Alpträume? War es bei Rufus auch so? Oder waren diese skrupellos genug, dass es ihnen einfach egal war ... er hatte keine Antwort. Auf jeden Fall konnte er nicht mehr schlafen. Frische Luft würde ihm nun guttun, wie er dachte. So stand er auf und ging, sich noch eine Jacke nehmend, durch die Küche auf den Balkon. Dass dort bereits Kadaj war, konnte er ja nicht wissen.

Kadaj hatte sich an die kühle Fassade des Hauses angelehnt, hatte die Augen geschlossen und dachte weiterhin über seine Mordpläne nach. Dass Cloud im Anmarsch war, ahnte e noch gar nicht und so schnippte er die Kippe über das Geländer und öffnete wieder die Tür zur Küche. Geschockt blieb er stehen, starrte den Blonden einfach nur an und wich einige Schritte zurück.

Da Cloud selber sehr müde war, war er sich Kadajs Anwesenheit erst bewusst, als er direkt vor ihm stand, als er mit der ausgestreckten Hand nach dem Türgriff greifen wolle und diesen verfehlte. Dass dieser nun erschrocken zurückwich, wunderte Cloud kein bisschen. "Ich will nur frische Luft ...", meinte er leise und blieb hinter der Türe auf dem Balkon stehen. Was anderes konnte er nicht sagen, ihm fielen die Worte nicht ein, die gepasst hätten. So starrte er mit emotionslosem Blick in den Himmel und stützte sich auf das Geländer ab.

Ohne ein Wort hüpfte Kadaj an dem Blonden vorbei, hopste stillschweigend auf sein Zimmer zurück und verkrümelte sich unter seine Decke. In Gedanken ohrfeigte er sich gerade wieder selber, er hätte Cloud einfach vom Balkon schubsen sollen, dann wäre er ihn los gewesen. Aber nein ... er musste ja Reißaus nehmen und kuschen. Wirklich sehr schlau dachte er sich und schlug mit der Faust gegen die Zimmerwand.

Er bekam noch mit, wie der andere an ihm vorbei hopste. Dann setzte er sich einfach auf den Balkonboden und starrte gedankenverloren in den Nachthimmel. Die frische Luft tat echt gut, er beruhigte sich. Dann kam ihm der Gedanke, ob er sich entschuldigen solle. Aber da würde er sich wieder Schwäche eingestehen, was er auch nicht wollte. Sollte er sich an Rufus wenden und ihn fragen, ob dieser Mix an Emotionen nach so etwas normal sei? Aber bestimmt würde dieser ihn auslachen oder ihm Blödsinn raten. Er fußte genau, egal was er tun würde, der andere würde blocken. Da ihm nun kalt wurde, ging er wieder zurück in die Wohnung und in sein Zimmer. Leise schaltete er ein wenig Musik auf seinem Laptop an. Einen Soundtrack zu einem guten Computerspiel, welcher dramatisch melodische New Age Klassik beinhaltete und ihn immer recht gut schlafen ließ. Er bekam aber nicht mehr mit, wie das zweite Lied begann, er schlummerte bereits tief und fest.

Oja und wie Kadaj blocken würde, er würde ab heute erst recht blocken und auch kein Ton mehr von sich geben. Sollte Cloud halt Gebärdensprache oder so was lernen, ihm war das völlig wurst. Auch würde Kadaj die nächste Zeit wohl nichts mehr machen, würde einfach nur im Bett liegen und schmollen. Sollte Cloud doch mal sehen, wie er klarkäme. Vermutlich würde er aber in seinem Chaos ersticken.

Des Morgens hatte Cloud verschlafen. Er wurde bereits das achte Mal von seinem Telefon geweckt, bis er endlich aufstand. In der Küche sah er, dass sich seit der Nacht nichts verändert hatte. Kadaj war wohl in den Streik getreten. Ihm war es egal, er war ja vorher alleine gewesen, so wäre er es nun auch wieder, nur eben mit einem stillen Mitbewohner. Vielleicht brauchte dieser aber auch nur ein paar Tage Zeit. Als es an der Haustüre klingelte, dachte Cloud schon, dass sonst wer ankommen würde, aber es war nur Barret, der kurz sich verabschieden wollte. Die beiden saßen eine Weile im Wohnzimmer und er erzählte wieder von der neuen Energiequelle, die er zu entdecken geglaubt hatte und von den vielen Möglichkeiten, die sich bieten würden. Cloud versuchte Interesse zu zeigen, war in Gedanken aber ganz woanders.

Kadaj war kurz aufgestanden, machte sich in der Küche einen Carokaffee und verzog sich mit diesem in sein Zimmer. Die Stimmen im Wohnzimmer ignorierte er gekonnt, ging ihn ja schließlich auch nichts an. Mit seiner Tasse setzte er sich vorsichtig auf ein Bett, blickte stumm nach draußen und kniff ab und an die Augen zusammen, da sein Hinterteil noch immer schmerzte und sich das wohl so schnell nicht geben würde.

Nach einer Weile erwähnte Barret ein altes Buch, welches Cloud noch hatte, in welchem diverse Studien von erneuerbaren Energien festgehalten waren. Cloud wusste, was dieser meinte und durchsuchte sein Regal danach. Da er es aber nicht fand, war es wohl in seinem Gästezimmer, welches ja nun von Kadaj bewohnt wurde. "Ich muss es suchen, wartest du bitte kurz?", meinte er zu Barret, er verließ das Wohnzimmer und klopfte kurz an die Zimmertüre und trat danach auch schon ein und sah Kadaj auf dem Bett sitzen. "Ich muss nur etwas holen", meinte er beiläufig und ging zu den hinteren Kisten, in welchen er noch ein paar Bücher aufbewahrte.

Kadaj blickte zwar kurz auf, beachtete Cloud dann aber nicht weiter. Vielmehr starrte er einfach weiter aus dem Fenster, nippte an seiner Tasse und brummelte leicht in sich rein.

Cloud fand die entsprechende Kiste und nahm sie mit sich. Im Vorbeigehen meinte er noch. "Im Bad liegt eine Heilsalbe, die bei den Verletzungen wirkt, die du jetzt wohl hast. Nur ein Tipp, sie verringert die Schmerzen." Ohne eine Antwort abzuwarten, schloss er die Türe wieder und brachte Barret das entsprechende Buch, über welches er sofort wieder zu fachsimpeln begann.

Am liebsten hätte er Cloud jetzt eine reingehauen und seine dämliche Salbe konnte er sich sonst wohin stecken. So was brauchte er einfach nicht, lieber ertrug er das Zwicken und zwacken und so lange würde das sicher auch nicht mehr wehtun. Sichtlich genervt begab sich Kadaj langsam wieder in die Küche, machte sich noch einen Kaffee und verkrümelte sich wieder auf dem Balkon.

Ein paar Stunden später verabschiedete sich Barret endgültig und mit lautem Gepolter verließ er die Wohnung. Cloud begleitete ihn noch und blieb noch eine Weile vor der Türe stehen. Eigentlich hatte er überhaupt keine Lust wieder nach oben zu gehen. In der Bar holte er ein paar Reste vom Abendessen, die noch genießbar waren, und nahm diese mit nach oben. In der Küche verräumte er diese entsprechend im Kühlschrank und richtete sich gleich einen Salat als Mittagessen.

Kadaj war noch immer auf dem Balkon, machte aber keine Anstalten diesen zu verlassen. Auch nicht, als er Cloud in der Küche hörte und dabei wieder leicht brodelte. Wenn es nach ihm selber gehen würde, hätte er dem Blonden schon längst ein Messer in den Bauch gerammt, aber noch hielt er sich mit seinem Zorn auf Cloud zurück. Sollte er sich ruhig in Sicherheit wiegen, irgendwann würde er gnadenlos zurückschlagen.

Den benutzten Teller packte er in die Spüle. Dann verschwand er wortlos aus der Wohnung und fuhr ein wenig durch die Gegend. Gedankenverloren jagte er seine Maschine über die Highways. Ein Ziel hatte er nicht, er wollte nur alleine sein und niemanden um sich wissen. Dann fiel ihm ein Spruch ein, welchen er vor Jahren irgendwann einmal aufgeschnappt hatte. Dieser kam von einem verrückt aussehenden Professor, der um ihn herumtanzte, er sich nicht bewegen und nicht reagieren konnte, aber trotzdem geistig hellwach war. "Andere beherrschen erfordert Kraft, sich selbst beherrschen fordert Stärke. Aber alleine mit Kraft kann man Stärke brechen, nicht wahr?".... Die nächste Kurve auf der Straße hätte er fast übersehen, er war auch viel zu schnell. Gerade noch so schaffte er die Kurve und hielt dann aber vorsichtshalber an der Straßenseite an um sich ein wenig zu sammeln ...

Kadaj kam erst, nachdem er die Wohnungstür gehört hatte, wieder nach drinnen, setzte sich mit einem Buch auf die Wohnzimmercouch und las still vor sich hin. Sollte Blondchen doch machen, was er wollte, nur sollte er ihn einfach in Ruhe lassen und ihn nicht blöd von der Seite anquatschen. Er selber würde darauf nämlich nicht antworteten. Ja scheinbar musste Kadaj wohl Zeichensprache lernen, oder gar Zettel schreiben. Doch das würde er locker umsetzten, hehe Cloud würde sicher rein gar nichts verstehen, wenn er denn mal loslegen würde.

Die nächsten zwei Tage kam Cloud einfach nicht nach Hause. Seine Mailbox war voll gesprochen von Nachrichten von Tifa, die sich bitter beschwerte, warum er schon wieder wortlos verschwunden war. Er genoss das Alleinsein, fuhr überall hin, wo er wollte, und scherte sich kein bisschen um die Belange anderer. Irgendwann hatte sie es aufgegeben und meinte nur noch, er solle nach Hause kommen, wenn er eben wollte.

Kadaj störte, das ebenso wenig, dass Cloud nicht heimkam, eher genoss er die Ruhe. Endlich konnte er mal tun und lassen, was er wollte, ohne dass einer nörgelte oder ihn ermahnte. Leise seufzend trank er nun einen Kaffee, las ein Buch nach dem anderen oder er saß einfach stundenlang auf dem Balkon und genoss die frische Luft.

Am Morgen des zweiten Tages wurde Tifa einfach zu neugierig und ging mit dem Ersatzschlüssel in Clouds Wohnung. Dort fand Sie Kadaj im Wohnzimmer sitzend. "Hallo. Hat er irgendwas gesagt, was er vorhat?", fragte sie unvermittelt und hielt aber gehörigem Abstand zu ihm, ihr war die ganze Sache nicht wirklich geheuer. "Hat er etwas gesagt, wann er wiederkommt? Ich hasse es, wenn er immer wieder wortlos verschwindet, man weiß nie, ob man sich sorgen soll oder nicht", sprach sie gedankenverloren und lehnte am Türrahmen und wartete aus Antwort.

Kadaj drehte zu Tifa um, blickte sich etwas verwirrt an. "Nein, er hat nichts dergleichen gesagt, selbst wenn er was gesagt hätte, das juckt mich nicht die Bohne. Von mir kann er tot am Straßenrand liegen, ist nicht mein Problem", erzählte er ihr einfach kalt, hopste dann an ihr vorbei und verschwand in die Küche.

"Wie freundlich", konterte Tifa und verdrehte die Augen. "Kein Wunder, dass er nicht nach Hause kommt. Bei so einem netten Mitbewohner. Sie ging ihm hinterher in die Küche. Dort fand sie die Salatreste, die mittlerweile nicht mehr genießbar waren. Fluchend stellte sie diese zusammen und warf das Meiste in dem Müll. "Sind solche Leute wie du nicht dafür da, hier Ordnung zu halten? Genau dafür hat Rufus dich doch hergebracht oder bin ich da falsch? Vielleicht sollte eine ordentliche Tracht Prügel dir mal deine Position klarmachen. Ich bin ja eigentlich gegen so eine Sklavennummer, aber wenn ich mir die Bemerkung von vorhin überlege und das hier sehe, ist Cloud wohl noch viel zu nett zu dir. Man sollte dich an die Heizung ketten und nur herauslassen, wenn du Arbeit zu tun hast!", redete sie sich in Rage und verschwand dann aber auch gleich mit dem Müll aus der Küche.

"Vielleicht plagt ihn ja sein Gewissen!", stänkerte nun auch Kadaj zurück, schaute Tifa seelenruhig bei der Arbeit zu und kochte innerlich." Soll ich dir mal sagen, was dein ach so netter Cloud gemacht hat? Dagegen ist eine Tracht Prügel Kinderkram", jetzt hatte Kadaj endgültig die Nase voll, was bildete sich die blöde Kuh eigentlich ein. "Mit ner Tracht Prügel musst du dich ja bestens auskennen, hast ja von Loz gewaltig den Arsch voll gekriegt, was?" Die Bemerkung konnte und wollte er sich nicht verkneifen, ging ihm die Braunhaarige doch einfach nur auf den Sender.

Tifa hatte Kadaj nur am Rande zugehört. Dass sie gegen Loz verloren hatte, ärgerte sie jetzt noch. Im Gang drehte sie sich nochmal um. "Was auch immer er getan hat, du scheinst es verdient zu haben. Und sehr heldenhaft von Loz, klar, eine Frau anzugreifen, die ein Kind beschützt, sehr ehrenhaft, euch Mistkerle kann man gar nicht genug demütigen!", fauchte sie, rannte dann aber aus der Wohnung, da sie Tränen der Wut vergoss, die sie dem Affen in der Küche nicht unbedingt zeigen wollte.

"Na dann wünsche ich dir mal das gleiche du blöde Kuh", donnerte Kadaj Tifa noch hinterher, als diese schon wieder die Wohnung verlassen hatte. Hinter ihr schlug er die Tür zu und trank dann in aller Ruhe seinen Kaffee weiter. Hin und wieder starrte er dabei die Decke über sich an, zählte die Flecken und brummte noch immer.

Cloud war in der Zwischenzeit fast wieder am Ziel und sah Tifa aus seiner Wohnung rennen. Am liebsten hätte er sofort wieder umgedreht, nur schien sie ihn schon gesehen zu haben. Schimpfend empfing sie ihn und maulte über den Zustand der Küche. Dann fragte sie ihn, was Kadaj mit "Noch schlimmer als Prügel gemeint hatte. Cloud druckste herum, er wollte es nicht wirklich erzählen. Dann schlug sie vor, ihn einfach wieder an Rufus zu übergeben, da er ja wohl keinen Draht zu ihm aufbauen konnte. "Das geht nicht, dann würde ich das Spiel verlieren, wenn du verstehst, was ich meine", antwortete und Tifa erwiderte schnaubend, dass ihr die ganzen Machtspielchen, wie sie die Männer untereinander trieben zuwider waren. "Bist halt eine Frau, du verstehst das nicht. Dein Vorschlag würde bedeuten, dass ich mich Rufus unterordne, indem ich ihn um Hilfe bitte und das kannst du vergessen ...", versuchte er zu erklären, nur schien sie es nicht zu verstehen.

Kadaj bekam von alldem nichts mit, er saß noch immer auf seinem Stuhl und zählte die Fettflecken. Ja doch, die Küche könnte mal wieder einen Anstrich gebrauchen. Doch erst würde er an sein Bein denken müssen, solange dies noch so war wie jetzt, würde er ganz sicher keine Leiter betreten. Außerdem waren da ja noch diese Rachegelüste, die mussten auch erst noch ausgelebt werden, dann konnte er weiter über die Küche und deren Flecken weiter nachdenken.

Tifa erzählte ihm noch den genauen Wortlaut, den der Silberhaarige von sich gegeben hatte. "Gut zu wissen, dann brauche ich mich ja nicht mehr um Harmonie bemühen, wenn er mich so hasst. Dann wird es um so einfacher ..." Sichtlich genervt betrat Cloud die Wohnung und ignorierte den anderen, der wohl in der Küche saß. Das Erste, was er wollte war eine heiße Badewanne. Er bereitete diese vor, ließ das Wasser laufen und ging dann doch noch in die Küche, wo er sich den Rest Kaffee nahm. "Hallo. Und Schätzchen? Hast du mich vermisst? Echt blöd, dass ich zu klug bin, um bei einem einfachen Ausflug sechs Fuß tiefer legen zu lassen ...", meinte er frech und zwinkerte dem anderen zu, der noch am Tisch saß.

Unbeeindruckt saß Kadaj weiterhin auf seinem Stuhl, schaute zwar Cloud kurz an, sagte aber nichts. Ihn interessierte gerade nur das Rauschen der Badewanne, vielleicht doch der Föhn? Leicht ließ er den Blick durch die Küche schweifen und dabei fiel ihm das Radio ins Auge. Ja doch, das würde auch gehen. Fies grinste Kadaj vor sich hin, ließ schon mal die Finger knacken und freute sich wie ein kleiner Schuljunge. Oja Rache war doch etwas Schönes und so gemein und hinterlistig.

Wie gut, dass die Wohnung nach den neuestem FI-Schutzleiter Prinzip abgesichert war. Keine Antwort erwartend ging Cloud mit der Kaffeetasse in der Hand ins Bad, warf seine Kleidung auf einen Haufen. Die Türe hatte er geschlossen aber nicht verschlossen. Dann legte er sich in das heiße Wasser und seufzte wohlig auf. Das tat so gut, seine Muskeln, die total verspannt waren, lockerten sich bereits in der Wärme.

Nachdem Cloud im Bad verschwunden war, stand Kadaj leise auf und schnappt sich eines der Küchenmesser, da ihm das Radio doch zu blöd war und er eh erst den Stecker einstecken musste. Das würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen und Zeit war etwas ganz Entscheides. Leise schlich er in Richtung Badezimmer, öffnete ebenso leise die Tür und schaut Cloud erst mal in aller Ruhe an und grinste.

Cloud war total entspannt und bemerkte nichts, auch nicht, wie die Türe geöffnet wurde. Nur fühlte er sich etwas unwohl, so ein Gefühl des beobachtet werden stellte sich ein, aber er blieb immer noch ruhig, da es eigentlich nicht sein konnte, da er ja alleine im Bad war und die Türe geschlossen hatte. So lag er mit geschlossenen Augen immer noch in der Badewanne zwischen großen Schaumbergen. Der Wasserhahn tropfte leise in das übrige Badewasser.

Kadaj hob langsam das Messer und zielte, zielte genau auf den Blonden, der so friedlich in der Wanne lag und nichts ahnte. Er wollte Cloud nur mal einen gehörigen Schrecken einjagen, zielte also nur auf dessen Arm und warf nach einigem Überlegen das Messer in diese Richtung.

Dieses komische Gefühl nicht alleine zu sein wurde er nicht los, nur hörte er dann schon, wie Kleidung ganz leise raschelte und ein Zischen näherzukommen schien. Seine Sinne waren ja immer noch Geschäft seit dieser Makovergiftung, der er ausgesetzt gewesen war. Er riss die Augen auf und wich dem heranfliegenden Messer aus, es waren Millimeter, sonst hätte er die Schulter getroffen. Das Wasser schwappte und ergoss sich teils auf den Badezimmerboden. "Sag mal, spinnst du?", schnauzte er dem anderen entgegen und gleichzeitig mit einem Ruck sprang er aus der Wanne und versuchte den anderen zu erwischen.

"Ich hatte dich ja gewarnt und glaub ja nicht, dass ich so einfach aufgebe", grinste Kadaj bösartig in der Tür, jedoch wich dieses schnell, als der Blonde aus der Wanne sprang und direkt auf ihn zu. "Oh mein Gott ... ich erblinde", war die nächste gehässige Aussage des Silberhaarigen, ehe er durch die Wohnung hopste und auf den Balkon.

"Ich hatte dich ja gewarnt und glaub ja nicht, dass ich so einfach aufgebe", grinste Kadaj bösartig in der Tür, jedoch wich dieses schnell, als der Blonde aus der Wanne sprang und direkt auf ihn zu. "Oh mein Gott ... ich erblinde", war die nächste gehässige Aussage des Silberhaarigen, ehe er durch die Wohnung hopste und auf den Balkon.

Nun, nackig wollte Cloud nun wirklich nicht auf den Balkon rennen und so ließ er dem Silberhaarigen den kleinen Erfolg des Entkommens. Fluchend ging er zurück ins Bad, die Sauerei war nicht zu übersehen und rutschig war es nun dazu. Wütend knallte er die Türe zu und legte sich wieder ins Wasser. Nur so richtig entspannen konnte er sich nicht mehr, das nervte ihn brutalst. Aber nun war eben er wieder dran, sich ein paar Gemeinheiten auszudenken. Er war einfach immer noch zu nett.

Kadaj konnte sich das Lachen auf dem Balkon einfach nicht verkneifen, schade nur, dass Cloud nicht im Bad ausrutschte und sich der Länge nach hinlegte. Gott wäre das ein Anblick gewesen. Höchst erfreulich und sicher hätte es ein schönes blaues Steißbein gegeben. Nur leider hörte er kein fluchen und auch keinen lauten Knall. Schade ... wirklich schade.

Nach einer Weile war es ihm zu blöde und er verließ die Wanne, lief vorsichtig auf dem rutschigen Boden zu seinem Handtuch und wickelte sich darin ein. Seine Kleidung schnappte er sich noch, aber den Rest ließ er, wie er war, gerade mal das Wasser ließ er noch ab. An seiner Zornesfalte zwischen den Augen konnte man erkennen, dass er wirklich sauer war, aber sonst verhielt er sich emotionslos wie immer. Fertig angezogen packte er sich auf die Couch im Wohnzimmer und ließ wieder ein wenig Musik laufen. Nun nahm er sich die Zeit, alle seine Mailboxnachrichten abzuhören.

Kadaj kam nach einer Weile vom Balkon wieder rein, beschloss im Bad aber mal nach dem Rechten zu sehen und sah dort das Chaos. Also schön, aber nur dieses eine Mal, dachte er sich und fing an den Boden zu trocknen und den Rest auch noch wegzuräumen. Nachdem er fast eine halbe Stunde dafür gebraucht hatte, setzte er in der Küche einen richtigen Kaffee auf und setzte sich ruhig an den Tisch und wartete.

Cloud hatte sich zwar schon darauf gefreut den Anderen Mal so richtig anzumaulen, ihn sogar im Bad zum Putzen einzuschließen, nur merkte er nach einer Weile, dass dieser bereits aufräumte. Als dann noch der Duft von frischem Kaffee ins Wohnzimmer drang, konnte er nicht widerstehen. Er stand auf und ging in die Küche. "Bist wohl als Hausfrau geboren ...", kommentierte er dessen Verhalten und nahm sich etwas vom Kaffee, der noch nicht ganz fertig durchgelaufen war. "Mal ein Tipp vom Meister. Wer zögert, verliert ...", zwinkerte der Kadaj zu und drehte sich dann schon wieder weg.

"Wann und wo hab ich bitte gezögert?",fragte Kadaj sichtlich verwirrt, ohrfeigte sich aber schon wieder selber, da er seine Regel erneut gebrochen hatte. Er hatte sich doch gestern noch geschworen kein Ton mehr mit Cloud zu reden, warum hielt er sich nicht einfach daran? Noch immer verwundert über sich selber, nahm er sich nun auch einen Kaffee und setzte sich damit zurück an den Küchentisch.

"Lass mich raten, du hast vorhin eine ganze Weile nur dagestanden und geschaut ... so was spürt man ... du bist echt mal naiv, kein Wunder, das dir nichts gelingt ...", provozierte er ihn. "Ach ja~ und ich dachte, ich hätte ein paar Herausforderungen mit dir, wie langweilig ...", fügte er ziemlich überheblich hinzu, beachtete ihn danach nicht weiter, sondern verzog sich wieder ins Wohnzimmer. Innerlich kicherte er, irgendwie hatte er den Eindruck, allein vom Gesichtsausdruck des anderen her, als hätte der andere sich was vorgenommen, was er nicht einhalten würde.

"Tz ...", gab Kadaj entnervt von sich, schlürfte seinen Kaffee in sich rein und grummelte vor sich hin. Sollte Fusselchen doch denken, was er wollte, noch mal würde er ganz sicher nichts sagen und das war ihm bei Rufus ja immerhin ganz gut gelungen. Es heiß nun mal nicht aufgeben, ja nichts anmerken lassen und Cloud mal schön machen lassen. Ab heute hieß es streiken und das gnadenlos!

Nach einer Weile langweilte Cloud sich wieder. Diese Wohnung war so beengt und viel zu klein. Er hatte viel mehr Interesse daran, irgendwo etwas zu tun. Nach einer Weile brachte er die benutzte Tasse in die Küche und stellte sie in die Spüle. Fast beiläufig, als würde er nach der Uhrzeit fragen, richtete er das Wort an Kadaj und fragte diesen ziemlich direkt. "Tut dein Arsch eigentlich noch weh?"

Kadaj blickte Cloud einfach nur starr an, kräuselte die Lippen leicht und zuckte mit den Schultern. Er würde sicherlich nicht auf diese Frage antworten. Klar zwickte es ab und an noch, aber das verriet er Cloud nun wirklich nicht. Wer weiß, was in dem seinen kranken Kopf wieder vor sich ging. Nein ... das wollte er dann lieber doch nicht wissen.

Cloud sah, dass der andere nicht antworten wollte. Okay, dann würde er sich die Worte so hindrehen, dass sie für ihn günstig waren. "Anders gesagt. Es tut wohl nicht mehr weh, richtig?" Und da er wieder keine Antwort erwartete, fügte er einfach noch hinzu. "Schweigen bedeutet in dem Fall Zustimmung, also nein. Gut, dann weiß ich ja, wie ich reagieren könnte, um dir das mit dem Messer heimzuzahlen." Er versuchte so fies, wie er nur konnte zu grinsen, ließ aber offen, was er damit meinte.

Kadaj blickte Cloud einfach nur wie so ein sturer Esel an, schnaufte leise vor sich hin und fing an die Zeitung vollzuschreiben. Denk, was du willst, von mir hörst du kein einziges Wort. Und was meinen Hintern betrifft, so kann ich nur sagen, dass diese dank dir immer noch zwicken tut. Danach schob er die netten Zeilen zu Cloud rüber und starrte wieder die Decke an.

Etwas verdutzt bekam Cloud eine Zeitung vor die Nase gesetzt. Er las die Zeilen und blickte verwirrt. Was sollte das denn jetzt. Der andere saß vor ihm und starrte demonstrativ an die Decke. "23", meinte er und meinte damit die Flecken an seiner Decke, die er auch schon einige Male gezählt hatte. "Dann schreib mir, wenn es wieder geht, damit ich dir wieder eine nette Erinnerung an mich setzen kann", zwinkerte er schelmisch. "Wie weit streikt das Maultier denn? Gibt's was zu essen oder muss ich selber die Küche verwüsten?", fragte er wieder.

Wütend zeigte Kadaj Cloud bloß den Mittelfinger, schrieb aber dann schon wieder auf der Zeitung rum und schob wieder nette Zeilen darauf. Versuch es erst gar nicht, ich werde nicht mehr mit dir reden und wenn du dich auf den Kopf stellen solltest. Was mein Hintern angeht, so sag ich dir ganz sicher nicht, wann der wieder in Ordnung ist und wann nicht. Das ist meiner und da hast du schon mal gar nichts dran zu suchen. Dein Essen kannst du dir selber machen, ich koch nicht mehr. Kann es eh nicht richtig, also von daher.

"Uhhh~ ... Also wirklich ... Jetzt schon wieder?", grinste Cloud. "Bei uns bedeutet dieser Finger einfach nur 'Fick mich'! Kannst du gerne haben, aber erst in der Nacht." Und als er wieder die Zeilen lass, zuckte er mit den Schultern. "Du schreibst ja mehr als zu jemals geredet hast ... Ob ich wohl soviel Papier finde ... in dem Fall, raus aus der Küche, darfst nachher aufräumen. Ich streng mich ganz doll an, mein Süßer, damit du wirklich viel zu tun hast ...", grinste er fies und seine Augen schienen zu funkeln.

Kadaj blieb jedoch ruhig am Küchentisch sitzen, nippte unbeeindruckt an seinem Kaffee und warf Cloud einen gehässigen Blick zu. Der Blonde drehte ihm aber auch jedes Wort im Mund rum, legte es sich wohl so zurecht, wie er es gern hätte. So langsam kamen dem Silberhaarigen doch Zweifel, sollte er etwa doch reden? Nein ... soweit würde er es nicht kommen lassen, eher würde er sich eben doch die Worte umdrehen lassen, als klein beizugeben.

Nachdem der andere sich nicht bewegt hatte, ließ Cloud ihn eben sitzen. Eine Weile starrte er in den Kühlschrank und überlegte. Was wollte er nun essen, Pfannkuchen wären nicht schlecht. Doch das würde nun reinpassen. Völlig vergessend, dass noch jemand im Raum war, fing er an sich den Teig zu mixen. Danach suchte er nach der Pfanne, die inzwischen ja nicht mehr in Kadajs Zimmer verborgen war. Er begann sich entsprechend die Pfannkuchen zu brutzeln. Auf ein paar legte er sich noch Apfelschnitzel und bald dampfte und qualmte die ganze Küche nach diesem süßen Gericht. Nach einer Weile öffnete er die Balkontüre, da es doch etwas viel wurde.

Nun musste Kadaj auch noch husten, bei diesem ganzen Qualm. Konnte Cloud nicht mal was richtig machen? Musste immer die ganze Küche so rauchen und stinken? Genervt rollte er mit den Augen, schnappte sich seine Tasse und hopste rüber ins Wohnzimmer auf die Couch. Sollte Cloud ruhig die Küche abfackeln, war ja nicht seine und seiner Meinung nach brauchte er eh keine. Kadaj hatte nun wieder angefangen zu lesen und war in sein Buch vertieft.

Cloud ließ sich die Pfannkuchen schmecken. Dass Kadaj gegangen war, interessierte ihn nur am Rande. Wenn dieser ihn ignorieren wollte, war es ihm gerade nur recht. So war es eben wie vorher, als er allein wohnte. Auch wieder nett, denn permanente Gesellschaft konnte eigentlich sowieso nicht ertragen, er war gerne allein. Das dreckige Geschirr weichte er ein und die Küche lüftete er ausgiebig. Dabei legte er sich auf die kleine Holzbank auf seinem Balkon und beobachtete verträumt den Himmel. Manchmal wünschte er sich auch Flügel, dann würde er einfach mal so wegfliegen, auch wenn er dann ein Monster wäre.

Kadaj hatte das Buch beinahe durchgelesen, legte es dann aber zur Seite und hopste nun selber auf den Balkon. Als er jedoch Cloud da halb liegen sah, erschrak er zuerst und packte sich an den Kopf. "Also schön, du hast gewonnen. Aber ich rede nur das Nötigste und ich werde keine Fragen zu meiner Gesundheit beantworten." Er zündete sich seine Zigarette an und schloss hinter sich die Balkontür, ehe er sich an das Geländer lehnte und runter guckte.

"Hm~?", kam es nur verträumt von Cloud, der nur irgendwelche Worte vernommen hatte, aber keinen Sinn wahrgenommen hatte, er beobachtete die Wolken, sah Bilder und Gestalten darin. Wirklich beachten tat er den Silberhaarigen nicht, dafür hatte er jetzt keinen Nerv. Seine Arme hatte er hinter dem Kopf verschränkt. Ein Greifvogel zog seine Kreise. Über der Stadt, komisches Vieh dachte er sich noch. Ihm war als würde sich alles drehen, so schnell zogen die Wolken vorbei. Mehr zu sich als zu jemand anderem flüsterte er. "Flügel müsste man haben ..."

"Stimmt, die müsste man haben ... dann wäre ich schon längst ausgeflogen und auf Nimmerwiedersehen weg", grinste Kadaj leicht vor sich hin, blickte dabei weiter runter auf den Innenhof und schnippte dann seinen Stummel weg. "Nur hast weder du noch ich Flügel und somit kann keiner von uns fliegen. Wir können nur buchstäblich auf die Fresse fliegen", brabbelte der Silberhaarige vor sich hin und ging wieder rein in die Küche um diese aufzuräumen.

"Du vielleicht", konterte er und sah dann doch zu ihm. Als er dann aber hineinsprang, und begann die Küche aufzuräumen, schüttelte er innerlich den Kopf. Schon wieder inkonsequent, aber was sollte es, ihm war es nur recht, so musste er nicht selber aufräumen, was er auch getan hätte, vielleicht irgendwann, also wenn es keine sauberen Teller mehr gegeben hätte. "Im Kühlschrank sind noch welche", meinte er Richtung Küche, bewegte sich aber nicht von seiner Beobachtungsposition weg. Aus einem Haus nebenan sah er kurz, wie sich etwas in der Sonne spiegelte. Unauffällig sah er dorthin und erkannte eine Gestalt mit Fernglas. Diesmal hob er den Mittelfinger in diese Richtung und schaute wieder zum Himmel.

"Danke Cloud, aber ich habe keinen Hunger", rief Kadaj nach draußen, machte sich dann wieder dran den Teller und den Rest abzuwaschen und auch gleich abzutrocknen und wegzuräumen. Nach getaner Arbeit wischte er die Spüle noch trocken, schenkte sich einen Kaffee ein und blickte leicht unsicher zum Balkon." Willst du auch einen Kaffee?", fragte er etwas lauter und nahm schon eine zweite Tasse aus dem Schrank.

"Oh, wie nett. Cloud schickt uns Grüße", kommentierte Reno sein Verhalten. "Du Idiot, er sollte uns nicht sehen ...", grummelte Rude und gab dem Rothaarigen eine Kopfnuss mit.

"Gerne", antwortete währenddessen der Blonde und streckte sich. Langsam setzte er sich auf. Immer noch starrte er zu dem Fenster, in welchem der das Fernglas gesehen hatte. "Ich sollte nen Sichtschutz installieren." brummelte Cloud vor sich hin und überlegte schon, wie er es an dem Metallgitter befestigen könnte.

Kadaj schenkte die zweite Tasse ein, hörte nur etwas von einem "Sichtschicht" und brachte dann schon die Tasse zu Cloud auf den Balkon." Was hast du mit nem Sichtschutz?", fragte er etwas verwirrt, reichte ihm den Kaffee und nippte wieder an seinem.

Genervt deutete nur auf das Fenster, in welchen die beiden Turks gestanden hatte. "Zaungäste mit roten Federn." meinte er und nahm den Kaffee entgegen. "Danke." Wieder zu dem Fenster blickend nahm er einen Schluck davon. Immerhin war die Stärke genau richtig. "Und falls ich dir zu arg in Rätseln spreche, Reno und Rude stehen mit einem Fernglas am Fenster gegenüber. Kannst ihnen ja winken. Oder sie bitten, dass sie dich mitnehmen, wenn du immer noch die Flatter machen willst", meinte er gelangweilt und nippte abermals.

"Ach ne, lass mal. Nun ja das Reno nen Spanner ist, wusste ich ja schon immer. Nur was erwarten die da drüben von uns? Dass wir uns die Köpfe einschlagen oder was?", fachsimpelte Kadaj ernst rum, setzte sich nun ebenfalls wieder hin und zündete sich die nächste Zigarette an." Warum sollte ich die Flatter machen? Gibt es nen speziellen Grund?", fragte er munter und mit leicht gehässigem Grinsen.

"Zu denen, keine Ahnung, aber ich denke, sie warten auf eine neue Gelegenheit ... und zum anderen. Hast du selber gesagt, wenn du Flügel hättest, wärst du weg", wiederholte Cloud sinngemäß. "Wollte dich nur auf eine Gelegenheit hinweisen, aber wahrscheinlich erlebst du dort Traufe, wenn du dich hier im Regen fühlst", meinte er und eine Rauchwolke zog direkt zu ihm hinüber. "Igitt!", fluchte er und wedelte sie mit den Händen weg. "Eklig, wie kann dir das nur schmecken?", grummelte er und setzte sich so, dass der Rauch ihn nicht traf.

"Ich weiß was ich vorhin gesagt habe, aber danke, dass du, dass alles noch mal so nett wiederholst", erwiderte Kadaj bissig, schaute dabei gelangweilt zum besagten Fenster und gähnte leicht. "Weißt du Cloud, eigentlich schmecken die Zigaretten auch gar nicht, das ist nur eine reine Vorsichtsmaßnahme", war die nächste gemeine Antwort, was er damit anfangen würde, war Kadaj herzlich egal. Er sagte es eben einfach und basta.

"Ich weiß, ich bin zu nett ... nicht wahr ...", grinste er fies zurück. "Oh, eine Vorsichtsmaßnahme, um nicht zu lange zu leben und mir auf den Wecker zu fallen, auch nicht schlecht", drehte er ihm die Worte und wusste aber genau, was der Silberhaarige gemeint hatte. Aber er konnte sich ja auch dumm stellen. "Und? Vermisst du deine Familie?", fragte er einfach mal so um irgendwas gesagt zu haben und blickte wieder zum Himmel.

"Zu nett? In meinen Augen bist du ein Arschloch ... nur wie schon mal gesagt, steht dir diese Rolle nicht", stänkerte Kadaj erneut zurück, schnippte die Kippe dann auch schon wieder weg und sammelte sich kurz. "Natürlich vermisse ich meine Brüder, immerhin sind sie meine Familie und ich hab sie beide lieb. Aber warum erzähl ich dir das überhaupt, das geht dir doch eh am Arsch vorbei oder sonst wo hin! Damit wandte sich Kadaj ab, hüpfte zurück in die Küche und setzte sich mit einem frischen Kaffee an den Tisch.

Genervt ging er ebenfalls wieder in die Wohnung. "Glaub bloß nicht, dass ich nicht weiß, was es heißt allein zu sein, oder jemanden zu vermissen. Und mit allein meine ich ganz allein, mit der Gewissheit, dass keiner mehr zurückkommt, da sie TOT sind!", fauchte er ihn diesmal an und ließ ihn hocken und verzog sich in sein Zimmer. Wieso sollte es ihm am Arsch vorbeigehen, aber was sollte es, sollte er ihn ruhig hassen, er spielte eben weiter das Arschloch. Er wollte niemanden sehen, so konnte dieser sich in der Küche doch mit Kaffee vergiften oder sich tot rauchen.

"Ja, ja, du mich auch. Kein Wunder, dass dich jeder für einen gefühlskalten Hirni hält!", donnerte Kadaj ebenfalls hinterher, schlürfte seinen Kaffee weiter und verzog sich zum Lesen ins Wohnzimmer. Was erwartete dieser Idiot eigentlich? Dass er mit ihm Mitleid haben würde? Ganz sicher würde er dies nicht tun und Kadaj war es ebenfalls nur recht, das sich Cloud verzogen hatte. Er brauchte keinen der ihn den ganzen Tag am Hintern klebte, so was hatte er zu genüge mit seinen Brüdern gehabt. Und das nervte ihn gewaltig, er wollte auch mal für sich sein und das hatte er nun geschafft.

Bis zum Abend kam Cloud nicht aus seinem Zimmer. Er hatte sich ins Bett verkrochen und war irgendwann eingeschlafen. Nachholbedarf hatte er allemal und es tat einfach gut, einfach nichts zu tun. Nicht einmal Träume plagten ihn, nein, sein Körper holte sich den Schlaf zurück, welchen er ihm die letzten Tage so vorenthalten hatte.

Gegen Abend hatte sich Kadaj mit einem Apfeltee auf den Balkon zurückgezogen, betrachtete sich schweigend den Sonnenuntergang und blickte hin und wieder zum besagten Fenster rüber. Noch immer hatte er das Gefühl das Reno und Rude dort saßen und rüber schielten, doch störte ihn das nicht wirklich. Immerhin waren sie gute 2000 Meter entfernt und somit keine wirkliche Gefahr.

In der Dunkelheit wachte Cloud irgendwann durch ein lautes Gepiepe wieder auf. Sein Telefon war es gewesen und er las besagte SMS, die ihn aufgeweckt hatte. "Blöde SMS. Ruf an, wenn du was willst." stand dort als verspätete Antwort auf seine eigene SMS an Vincent. Sie hatten sich zwischenzeitlich zwar gesehen, nur schien dieser die Schreiberei echt nicht zu mögen. Da er immer noch nicht aufstehen wollte, legte er leise Musik auf und schlief gleich wieder weiter. Diesmal hatte er sich ein wenig Klassik ausgesucht. Schöne beruhigende Melodien, die einen zum Träumen einluden. Diesen Klängen lauschte er und döste wiederum vor sich hin.

Kadaj hatte sich irgendwann im Laufe des Abends in sein Bett verzogen, las noch eine Seite aus dem Buch von Cloud, klappte dieses zu und rollte sich in seine Bettdecke ein. Leise schmatzend schlief der Silberhaarige ein, träumte hin und wieder etwas das ihn beschäftigte und wachte dann mitten in der Nacht kurz auf und blickte sich verwirrt um.

Da Cloud sich schon so früh ins Bett gegangen war, konnte er dann kurz nach zwei nicht mehr wirklich schlafen. Er hatte wieder Sequenzen der Flucht vor den ShinRa vor Augen im Traum, wo er sich immer noch nicht sicher war, was nun real war und was er sich dazu erfunden hatte. Schlaflos ging er leise ins Wohnzimmer und lehnte sie Türe an. Dann zündete er andächtig eine Kerze auf dem Wohnzimmertisch an, legte sich wieder leise DarkMetal von ASP auf, was zu seiner Stimmung passte und träumte, immer wieder in die Kerze starrend, vor sich hin.

Nachdem sich Kadaj wieder gefasst und gesammelt hatte, lehnte er sich zurück in sein Kissen und versuchte zu schlafen. Doch irgendwie wollte das jetzt nicht klappen und so zog er sich seinen Bademantel über und trottete raus auf den Balkon. Dass Cloud auch noch munter war, bekam er überhaupt nicht mit, er dachte der Blonde würde schlafen.

Nachdem sich Kadaj wieder gefasst und gesammelt hatte, lehnte er sich zurück in sein Kissen und versuchte zu schlafen. Doch irgendwie wollte das jetzt nicht klappen und so zog er sich seinen Bademantel über und trottete raus auf den Balkon. Dass Cloud auch noch munter war, bekam er überhaupt nicht mit, er dachte der Blonde würde schlafen.

Ein kurzer Luftzug, der die Kerze fast zum Erlöschen brachte, riss Cloud aus seinem Gedanken. War ein Fenster offen? Er schaute zum Gang in die Küche und erkannte dann weitem, dass die Balkontüre nicht richtig verschlossen war. Ebenfalls in der Annahme, dass Kadaj schlafen würde, ärgerte er sich über die Tatsache, dass dieser eben den Balkon offen gelassen hatte, stand auf, kuschelte sich in seine Wolldecke, die immer im Wohnzimmer lag und trottete in die dunkle Küche. Die Balkontüre ließ er ins Schloss schnappen und drehte sich bereits fröstelnd wieder um, um dann wohl doch ins Bett zu gehen.

Kadaj war so in Gedanken, dass er das leise Zuklacken nicht hörte und weiterhin den sternenklaren Himmel betrachtete. Leise seufzte er auf, fing an die Sterne zu zählen und hörte irgendwo Bein 1059 auf. Es waren eben zu viele um sie alle zu zählen und langsam wurde ihm auch kalt. Langsam ging er wieder zur Tür, wollte dagegen drücken und stellte fest das diese zu war. Na toll ... ganz große Klasse und nun?, flüchte er in Gedanken, ließ sich auf der Holzbank nieder und wusste nur zu genau, wer dies zugemacht hatte.

Da Cloud sich nicht vergewissert hatte, dass niemand auf dem Balkon war, war er sich keiner Schuld bewusst, sondern verzog sich müde ins Bett. Auch sah er keinen Anlass in das Zimmer des anderen zu sehen, nicht dass noch ein Messer geflogen kam oder sein Kopf Bekanntschaft mit einer Bratpfanne machte, für solche Spielchen war er zu müde. Also schlief er seelenruhig in seinem warmen Bettchen und fühlte sich ausnahmsweise rundum wohl.

Nur gut das Kadaj seinen Bademantel übergezogen hatte, die Nacht war doch ziemlich frisch und so langsam fing er doch an zu zittern und klapperte leicht mit den Zähnen. Was muss ich auch mitten in der Nacht rauchen, dachte sich Kadaj leise gähnen, sah über die Lichter der Stadt und seufzte erneut. Also schön, dann würde er eben hier draußen schlafen und sich wohl oder übel eine Erkältung zuziehen.

Im Morgengrauen erwachte Cloud dann wieder und fühlte sich total fit. Ein Blick auf die Uhr sagte ihm, dass es bereits halb sieben war, ja, da er aber so früh ins Bett war, war er nicht mehr müde. In der Küche schien noch alles ruhig zu sein, vielleicht wollte Kadaj auch mal ausschlafen. Noch mit Schlafshorts und einem schwarzen Sweatshirt ging er in die Küche und setzte mal selber Kaffee auf. Da er der Meinung war, dass es noch immer nach der Pfannkuchen Orgie roch, öffnete er die Balkontüre zum Lüften. Auf die Holzbank sah er dabei nicht.

Durch das Öffnen der Balkontür wachte nun auch Kadaj auf, streckte sich erst mal ordentlich und nieste auch gleich los. Immer noch recht verschlafen huschte er durch die Küche, brummte ein leises "guten Morgen" und verzog sich in sein Zimmer unter die warme Bettdecke.

"Ähm?" kam es von Cloud, als er Kadaj vom Balkon weg ins Haus huschen sah. Er konnte sich nicht daran erinnern, dass dieser zuvor hinausgegangen war. Kopfschüttelnd ging er ihm hinterher in sein Zimmer und fand ihn dann unter der Bettdecke. "Vermisst du den Wald so, dass du auf dem Balkon unter freiem Himmel schlafen willst? Das ist doch verdammt kalt, was soll denn das?" fragte er unwissend und hatte einen mahnenden Unterton in seiner Stimme. "Nimm wenigstens eine Decke mit ..."

"Haha ... sehr witzig. Ich lach dann später", brummte Kadaj unter seiner Decke, richtete sich aber doch auf und schaute Cloud giftig an." Ich hab nicht freiwillig ... ha ... hatschi ... draußen geschlafen, irgend so ein Depp hat die Tür heute Nacht zugemacht", erklärte er leise schniefend und warf Cloud ein Kissen entgegen." Was willst du überhaupt schon wieder hier?", wollte er dann wissen, zog sich die Decke bis unter den Hals und lehnte sich mit dem Kopf an die Wand.

Cloud fing das Kissen auf und warf es ihm einfach zurück. "Meine Frage habe ich gestellt ... stimmt, ich hab die Türe zugemacht, nachdem ich im Wohnzimmer halb erfroren bin. Mach dich das nächste Mal eben bemerkbar ..." grummelte er und drehte sich wieder um. "Tee?", fragte er im Hinausgehen und wartete an der Tür kurz auf Antwort.

Kadaj fing das Kissen locker aus der Luft heraus, legte es wieder auf sein Bett und sich darauf zurück. Kurz erhob er sich dann aber doch noch mal, hörte etwas von "Tee" und sprach ein leises "Ja bitte". Erst dann legte er sich wieder richtig hin, rollte sich wie eine Katze zusammen und zog sich die Decke über den Kopf.

Dieses Mal zauberte Kadaj einen Pfefferminztee in der Küche. Diesen brachte er ihm und stellte ihn neben das Bett. Ohne groß zu fragen, er würde die Antwort bereits kennen, dachte er sich, zog er die Bettdecke ein Stück weg und legte seine Hand auf die Stirn des Silberhaarigen. Er wollte eben sehen, ob dieser Fieber hatte.

Sichtlich verwirrt blickte er Cloud an. "Was machst du denn da?", fragte er, griff sich aber schon den Tee und nippte leicht an dem heißen Getränk. "Ich bin nicht krank, ich hab nur einen Schnupfen und davon geht die Welt nicht unter" und dann stand Kadaj auch schon auf, zog sich seinen Bademantel über und tapste auf wackligen Beinen in die Küche.

"Na dann ...", antwortete er nur, stand dann ebenfalls auf und ging ins Wohnzimmer. Sieben Uhr Nachrichten waren immer interessant und genau diese stellte er an und schaute sie. Seine begonnenen Frühstücksvorbereitungen hatte er unterbrochen, als er nach Kadaj sehen wollte und dann einfach vergessen weiter zu machen. Entsprechendes stand in der Küche rum.

Wortlos machte Kadaj nun das angefangene Frühstück weiter, stellte alles auf den Tisch und rief dann erst nach Cloud. Ob der nun kam oder nicht, war ihm ziemlich Schnuppe. Er selber hatte keinen Hunger, saß schweigend mit seinem Tee am Küchentisch und starrte wie immer die Decke an.

Die Meldungen des Tages waren alles andere als interessant. Insgesamt fand er die Zeit in seiner Wohnung ziemlich langweilig, so passierte in letzter Zeit auch wirklich nicht viel, seit er die Brüder verdroschen hatte. So ging er dann doch in die Küche, sah, dass Kadaj seine angefangene Arbeit vollendet hatte. "Danke." kam es nur kurz von ihm und er machte sich über das Frühstück her.

"Bitte, bitte keine Ursache ... immer wieder gern", grinste Kadaj in seine Teetasse, nieste aber zeitgleich und stellte die Tasse auf den Tisch. Wortlos erhob er sich kurz, holte sich ein Taschentuch und schnäuzte sich die Nase. "Ist nur Schnupfen ... ehrlich, mir geht es ganz prima", erklärte er schnell, setzte sich wieder und trank seinen Tee.

Cloud hob die Brauen. "Sehe ich so aus als würde ich mir Sorgen machen?", fragte er mal ziemlich direkt zurück. Bei dem Niesen grinste er dann aber wieder. "Vielleicht sollte ich dich in ein Erkältungsbad stecken. Ist auch bei nur Schnupfen ganz wirksam." und er kümmerte sich wieder um sein Marmeladenbrötchen.

"Ich kann mit dem Bein aber nicht baden, du Holzkopf", erwiderte Kadaj trocken, deutete auf das ungesunde Bein und grinste leicht gehässig. "Außerdem lass ich mich von dir ganz sicher nicht in eine Badewanne stecken", fügte er noch hinzu, stand dann auch schon auf und verzog sich für die nächsten fünf Minuten auf dem Balkon.

Schmunzelnd sah er dem anderen hinterher. Ob er wieder die Türe schließen sollte? Nein, das wäre nun nicht witzig, sondern eher kindisch. Aber die Idee mit der Badewanne reizte ihn, auch wenn es eine unglaubliche Sauerei geben würde. In Gedanken rechnete er auch nach, mittlerweile konnte der andere sein Bein ruhig wieder etwas mehr belasten, waren doch bald zwei Wochen vergangen, seit er den schmerzenden Weg über den Balkon versucht hatte.

Nach der Zigarette kam Kadaj zurück in die Kühe, schloss wortlos die Balkontür und humpelte in sein Zimmer. Niesend und leicht hustend verkroch er sich unter seine Bettdecke und zog dieser über den Kopf.

In dem Fall räumte Cloud das Frühstückszeug weg. Nun, es war wohl am besten den anderen erst mal in Ruhe zu lassen. Ohne den Silberhaarigen zu fragen, brühte er nochmals Tee auf, diesmal Früchtetee, und stellte diesen in seinem Zimmer auf das Nachttischen. Kein einziges Wort verließ seine Lippen, denn schweigen konnte er auch, sogar sehr gut. Also verließ er wieder das Zimmer, lehnte die Türe an und verschwand mal wieder in der Badewanne. Vielleicht sollte er den anderen einfach hineinwerfen, bei dem Gedanken musste er bereits innerlich kichern.

Kadaj hatte nicht wirklich mitbekommen, dass Cloud im Zimmer war und was er auf den Nachtspind stellte, er war so müde und völlig erledigt, dass er einfach nur schlafen wollte. Wie eine Katze rollte er sich noch mehr zusammen, vergrub sich noch weiter unter die Decke und hustete immer wieder vor sich hin. Scheinbar doch eine Erkältung, dabei war Kadaj noch nie in dieser Richtung krank gewesen.

Ein wenig drückte Cloud schon das schlechte Gewissen, nächstes Mal würde er genauer nachsehen, auf der anderen Seite war er aber auch selber schuld, wenn er sich nicht bemerkbar gemacht hatte und eigentlich hätte er frische Luft ja von seiner ursprünglichen Lebensweise kennen sollen und damit auch, dass es in dieser Jahreszeit eben etwas kälter war. Vielleicht hätten sie in Midgar auch mal Schnee. Er beendete sein Bad und durchwühlte sein Medizinschränkchen nach Erkältungsmedizin. Er fand Hustensaft und entsprechende Erkältungstabletten. Mit diesen bewaffnet ging er zu Kadaj ins Zimmer. "Willst du leiden oder willst du etwas, damit es dir besser geht?", frage er ihn direkt.

Leise brummelnd lugte Kadaj unter der Decke hervor, blickte Cloud leicht belämmert an, nickte dann aber. "Ich hasse diese verdammte Erkältung jetzt schon", murmelte er leise, kam dann aber endlich unter der Bettdecke hervor und setzte sich langsam auf. Jetzt bemerkte er auch den Tee, schaute wieder zu Cloud und bedankte sich für den Tee.

"Hm, noch lauwarm, aber Flüssigkeit ist wichtig" dozierte er ein wenig. "Hustensaft" und er drückte ihn Kadaj in die Hand und einen Löffel dazu. Die Erkältungstabletten legte er einfach auf das Tischchen. "Eigentlich bestehen diese nur aus Vitamin C und Schmerzmitteln, unterdrücken die Erkältung eben." dann fiel ihm aber noch etwas ein. Er verließ kurz das Zimmer und kam mit einer kleinen Cremedose wieder. "Ein Kräutermix, welcher die Bronchen und die Nase freimacht. Schmiert man sich auf die Brust und den Rücken. Wird ganz heiß mit Hautkontakt." und er stellte sie ebenfalls auf das Tischchen.

Kadaj nahm sich nun erst mal den Tee, nippte an dem lauwarmen Getränk und nahm eine von den Tabletten die Cloud ebenfalls hingelegt hatte. Als der Blonde kurz das Zimmer verließ, dann wieder mit der Dose und dessen Erklärung zurückkam, blickte Kadaj ihn argwöhnisch an. "Brust kann ich mir auch alleine einschmieren, nur komm ich nicht an den Rücken ran. Könntest du vielleicht ...?", fragte er beinahe schon zaghaft nach und blickte Cloud mit Kulleraugen an.

„Tja~ ... wenn es nicht anders geht, muss ich wohl ...", tat er gespielt resigniert und setzte sich bereits aufs Bett hinter den Silberhaarigen mit der Paste in der Hand. „Bitte einmal freimachen ...", feixte er und begann dann schon, die Creme auf dessen Rücken aufzutragen. Sorgfältig verteilte er die Creme an Nacken, Schulterblättern und Rippenansatz. Natürlich ließ er sich Zeit damit und nutzte diese Gelegenheit gleich mal, um Kadajs Schultern ein wenig zu massieren und so dessen Körper ein wenig zu erkunden. Fast streichelnd massierte er die Creme ein und bemerkte zugleich ein paar Verspannungen, denen er, ohne zu fragen, ebenfalls versuchte zu lockern.

Nachdem Kadaj sich obenherum freigemacht hatte und Clouds Hände an seinem Rücken gespürt hatte, überkam ihn ein komisches Gefühl. Was machte er denn da? Er sollte ihn bloß den Rücken kurz eincremen und nicht sonst was mit ihm anstellen! Er spürte auch wie Cloud angefangen hatte die Verspannungen langsam zu lösen, was ihm aber nun eine Gänsehaut bescherte und er sich leicht schüttelte. Hmmm~ tut gut", gestand er leise, schloss dabei seine Augen und ließ es einfach zu.

Sein Verhalten begründete Cloud mit der Entschuldigung, dass er den anderen auf dem Balkon hatte nächtigen lassen. Daher wohl auch die Verspannungen, so konnte er ihn auch mal ein wenig kraulen. Die Creme war längst einmassiert, aber er hörte einfach nicht auf, es gefiel ihm sogar, ihn so zu berühren und wie immer beobachtete er seine Reaktion genau. Da er ihn bestätigte, da es ihm wohl gefiel, weitete er die Massage aus und lockerte ebenfalls dessen Wirbelsäule mit kleinen kreisenden Bewegungen.

Und wie gut diese Massage tat, Cloud war plötzlich so anders, fast schon lieb zu ihm. Vielleicht sollte er öfter mal krank werden, dann klappt's auch mit dem Fussel. Über diesen Gedanken musste er leicht schmunzeln, ließ jedoch die Augen geschlossen und schnurrt leise, als der Blonde seine Wirbelsäule entlang massierte." Du machst das echt guuut! Wo hast du das gelernt?", wollte er aber dann doch wissen, griff sich seinen Tee und nahm noch einen Schluck.

Die Frage löste in ihn wieder eine kleine Rückblende aus. Woher er das konnte ... vor seinem geistigen Auge erschien eine Szene, welche er beinahe vollständig verdrängt hatte. Er hatte sich beim Absturz des Helis übel das Kreuz verrissen, wollte es aber nicht zugeben, schließlich war er damals mit einem First Class Soldier und dem Chef der Turks unterwegs gewesen und das auch noch in seiner Heimatgegend. Aber des Abends hatte er sich vor Schmerzen nicht rühren können und da hatte Zack ihm eben ein paar Tipps und Unterricht dazugegeben. Er schmunzelte leicht bei den rückblickenden Gedanken und verspürte wieder die übliche Sehnsucht ihn sich, der er immer empfand, wenn er an ihn dachte. "Von Zack ...", antwortete er nur kurz, stellte dann aber die Massage ein, ließ die Hände am unteren Rücken auflegend ruhen und starrte gedankenverloren auf den Rücken des vor ihm sitzenden.

Kadaj stutzte kurz, drehte den Kopf rum und blickte Cloud über die Schulter an. "Zack gehörte das Schwert in der Wüste, oder?", fragte er leise, nahm sich die Dose in die Hand und fing an sich schon die Brust einzuschmieren. Nachdem er damit fertig war, stellte er sie zurück, nippte wieder an seinem Tee und starrte ruhig in die Tasse rein.

Ruhig blieb Cloud sitzen, obwohl er langsam wieder sauer wurde. Seine ruhige Stimmung war wieder dahin. "Ganz genau ...", antwortete er sehr leise ... „Und ich hab's wieder aufgestellt" gab er noch zurück. "Und der Nächste, der es in irgendeiner Art und Weise umwirft, wird ein Leben lang unter meiner Rache zu leiden haben ...", murmelte er noch leiser und nahm die Hände nun endgültig von ihm weg und legte sie in seinen Schoß. Da er noch immer in seinen Gedanken gefangen war, stand er noch immer nicht auf, sondern lehnte selber halb an der Wand.

"Tschuldige, da war ich noch klein und wusste nicht was ich tat", nuschelte Kadaj leise, schenkte noch mal Tee nach und zog sich langsam wieder sein Oberteil an. Fragend blickt er nun den Blonden an, lehnte sich selber mit dem Kopf an die Wand. "Du vermisst ihn", stellte er nach einer Weile fest, nippte an seinem Tee und kräuselte die Nase.

Die Entschuldigung hörte er gar nicht, er nahm den anderen momentan gar nicht wirklich wahr. Auch nicht, wie er sich anzog und sich Tee holte. Die Feststellung riss ihn dann doch aus der Starre. War es so offensichtlich? Er musste an sich arbeiten, dass man ihm seine Gefühle nicht so deutlich ansehen würde, tadelte er sich. "Uhm~... also ...ja... sicherlich ... ich schulde ihm mehr als mein Leben, und ich kann die Schuld nicht mehr begleichen ...", murmelte er und biss sich dann aber auf die Zunge. War er eigentlich irre? Wieso erzählte er ausgerechnet dieses dem Silberhaarigen. Er würde es nur gegen ihn verwenden und so blickte er sofort wieder kalt aus seinen blauen Augen zu seinem Gegenüber. "Die Creme wirkt nur, wenn du dich zudeckst." kam es nun in seiner üblichen Art, sachlich und wieder etwas lauter, von seinen Lippen.

Der Anblick des Blonden war gerade einfach traumhaft, Cloud wirkte so zerbrechlich, gar nicht mehr so stark und betont. Ein leichtes Schmunzeln zierte Kadajs Lippen, was aber schlagartig wieder wich, als Cloud ernst und etwas lauter wurde. Der Silberhaarige nahm sich wieder seine Decke, wickelte sich Gehorsams in diese ein und nuschelte "besser so? Oder soll ich noch Mütze und Schal anziehen?"

"Vielleicht wenn du das nächste Mal auf dem Balkon schlafen willst ...", konterte er und ein gespieltes fieses Lächeln zierte sein Gesicht. "Wird's schon warm?" fragte er nach einer Weile. "Oder brauchst du noch eine Wärmequelle?" Irgendwie fühlte er sich auf dem Bett so gerade doch recht wohl, dass er keine Lust hatte aufzustehen.

Kadaj knurrte leise, warf Cloud einen giftigen Blick zu und zog die Decke noch etwas höher. "Nein danke, es geht schon. Brauch also keine weitere Wärme und schon gar nicht von dir", grummelte er ihm entgegen, da er diese Anspielung genau verstanden hatte und sich nun doch etwas unwohl fühlte.

Cloud dachte dem anderen das Unwohlsein anzusehen und machte sich munter daran ihn noch ein wenig mehr zu ärgern. "Also, wenn ich mich richtig erinnere ... eigentlich sollte man bei Erkältungen sogar richtig schwitzen ..." deutete er an und mit einem vielsagenden Blick bewegte er sich ein ganz klein wenig nach vorne. "Und gerade im Anfangsstadium kam man so eine Erkältung noch aufhalten ..."

Mit verwirrtem Blick wich Kadaj ein Stück von Cloud zurück, erreichte aber schon das Ende des Bettes und zog sich ganz die Decke über den Kopf. "Geh ja weg und lass bloß deine Griffel bei dir", brummt er unter der Decke und schnaufte leicht. Was sollte das denn, hatte jemand Cloud ins Hirn geschissen? Kadaj jedenfalls verstand nur Bahnhof und lugte vorsichtig unter seiner Decke hervor. "Wenn du dich anstecken willst ... bitte, nur zu".

"Erkältungen bekomme ich nicht, tut mir leid, dafür funktioniert mein Abwehrsystem zu gut." grinste er. Er wollte sich von seinen trübsinnigen Gedanken ablenken und das kam ihm nun gerade recht. "War das gerade eine Aufforderung?", fragte er noch hinterher und er hatte den Silberhaarigen bereits erreicht. Dieser klammerte sich noch immer an die Bettdecke und lugte hervor. Cloud kam sich gerade vor wie der böse Wolf, der sich seinem Rotkäppchen näherte. Die Hände hatte er bereits an der Bettdecke und mit teuflisch blickenden Augen musterte er den anderen. Es hätte ihn nicht gewundert, wenn seine Augen nun nicht mehr blau, sondern grün und katzenartig werden würden.

"Ich warne dich ...", knurrte Kadaj noch einmal, hielt krampfhaft seine Decke fest und funkelte Cloud wütend an. „Ich beiße und ich kratzte ... ich bin nicht mal, ach was weiß denn ich. Mach einfach" und er drückte sich nun doch etwas gegen die Wand. Die ganze Sache war mehr als unangenehm für ihn und das sah man Kadaj auch an.

"Nicht mal was?", fragte Cloud nun etwas verwirrt, so sprach der andere doch in Rätseln. "Und was soll ich bitte machen?" setzte er noch nach und hielt dabei in der Bewegung inne und suchte den Blick des anderen. Dass ihm nicht gefiel so in die Enge getrieben zu werden, sah man ihm wirklich an und er wollte es noch auf die Spitze treiben. Er setzte einen lieben Blick auf und legte einen Kopf schief und blickte total unschuldig zu dem Silberhaarigen, der so krampfhaft die Decke hielt, als würde sie ihm Schutz bieten.

"Ach lass mich doch in Ruhe", stänkerte Kadaj kaltschnäuzig zurück, vergrub seinen Kopf in der Decke und unterdrückte so einen mehr als genervten Wutschrei. Erst danach blickte er Cloud wieder an, strich sich eine Haarsträhne hinter sein Ohr und fauchte weiter. "Du sollst endlich abhauen ... das sollst du machen".

"Och nööö ... ich will aber nicht ...", erwiderte er gespielt gelangweilt und da er, während der andere seinen Kopf kurz unter der Bettdecke hatte, ihm doch noch etwas näher gekommen war und seine Hände bereits an der Bettdecke waren, bereit diese wegzuziehen, griff er nun wirklich danach, zog die Decke ein Stück auf die Seite und drängelte sich gegen den Silberhaarigen, der fauchte wie ein kleines wildes Kätzchen. "Huch~ ... du bist ja wirklich schon heiß..., oder ist das Fieber?"

"Ist mir doch egal, was du willst. Fakt ist, dass ich nicht will" und schon wurde ihm an der Decke rumgezupft und Cloud war ihm verdammt nahe ... zu nahe." Ich hab kein Fieber ... das muss die Creme sein ...", stammelte er nun langsam rum, drehte sich etwas seitlich und versuchte sich langsam aus dem Bett zu stehlen. Er musste hier so schnell wie möglich weg, wie war egal ... nur eben weg und das so schnell wie möglich.

"Ja, die Creme, genau ... vielleicht sollten wir mal Fieber messen" wiederholte er voller Häme und erkannte dann schon den Plan, den der Silberhaarige verfolgte. "Na, na, nix da, Kranke sollten im Bett bleiben ..." grinste er und schnappte sich Kadaj nun endgültig und drückte ihn auf die Matratze. Beide Hände festhaltend flüsterte er in dessen Ohr. "Jede Wette, dass es dir schon bald wieder gefällt?" und schon fing er an, dessen beide Hände über dem Kopf zusammenzunehmen, damit er eine Hand freihatte.

"Du bist einfach nur krank im Kopf", platzte es aus Kadaj raus, als er schon wieder auf die Matratze gedrückt und an beiden Händen festgehalten wurde." Klar würde mir das Spaß machen ... ich steh ja auch so sehr auf Männer", würgte er nun wieder hervor, versuchte Cloud etwas zu ärgern. "Wenn das Yuffie machen würde, würde mir das vielleicht gefallen ... und jetzt runter von mir, du Sau", fuhr er ihn erzürnt an.

Cloud schmunzelte wiederum. "Yuffie würde das bestimmt nicht machen. Um ihr zu gefallen, müsstest du denn hier erst mal loswerden ..." raunte er in dessen Ohr und ließ seine Hand entsprechend in seine Lendengegend wandern. "Das Geschlecht ist doch vollkommen egal, es geht nur um das Gefühl ..." fügte er noch ernst hinzu, bis er sich dann aber über die Tatsache amüsierte, dass er ihn zu beleidigen versuchte. "Uhhh~ ... gib mir Tiernamen mein Herzchen ..." irgendwo hatte er den Spruch schon mal gehört, aber die Tonlage, in welcher er es aussprach, war der Renos nicht unähnlich. "Soll ich dich ein wenig zum Schwitzen bringen?", raunte er wieder in sein Ohr, an diese Art der Spielchen konnte er sich wirklich gewöhnen, auch wenn es voll auf die Kosten des anderen ging.

Kadaj riss panisch die Augen auf." Nimm die Finger weg, ich bin doch kein Selbstbedienungsladen und es macht mir sehr wohl was aus, ich steige doch nicht mit meinem schlimmsten Feind in die Kiste. Geht es dir zu gut?", zickte Kadaj wie eine kleine Diva und blickte ihn verachtend an. "Und noch was bilde dir bloß nichts ein, nur weil ich vor Tagen deinen blöden Kuss erwidert habe. Das war reines Theater ... Mittel zum Zweck versteht sich." Nachdem er das Wort schwitzen wieder gehört hatte, war es ganz aus. Kadaj tobte und war auf 180."Nein, verdammt, du sollst endlich abschwirren und mich IN RUHE LASSEN", brüllte er zum Schluss, verengte die Augen zu schmalen Schlitzen und drehte den Kopf seitlich weg.

"Das Leben ist an sich ja auch nur Theater, also was glaubst du, was das hier ist?", erwiderte er wiederum. Diese Worte verletzten ihn kein bisschen. "Ohhoo~ ... wie böse du gucken kannst, da bekommt man richtig Angst, weißt du ..." und auch wenn dieser den Kopf weggedreht hatte, ließ Cloud sich nicht aufhalten. Es war, als würde sich ein anderer Cloud seines Körpers bemächtigen. Er flüsterte ihm Sachen ins Ohr, welche er sonst nie sagen würde. Unter anderem forderte er ihn heraus. "Ah so ... dein schlimmster Feind fordert dich zum Duell ... nur schade, dass du schon verloren hast.." neckte er ihn und seine freie Hand befand sich bereits auf Wanderschaft, um den Körper des anderen zu erkunden. Neckend strich er über dessen Körper und verlor keine Zeit, schon war er unter dessen Shirt.

Von Kadaj war nur ein verachtendes schnaufen zu hören, er drehte und wandte sich im Bett, versuchte dem Blonden zu entkommen. "Du bist so ein mieses Arschloch", zischte Kadaj weiterhin und wieder versuchte er gegen ihn anzukommen, stemmte sich leicht hoch und versuchte nach ihm zu treten. "Das nächste Mal werfe ich dir einen Föhööön~ in die Badewanne" und schon spürte er wieder die Hände des Blonden, wie sie über seinen Körper und unter sein T-Shirt glitten. Kadaj war wütend, aufgebracht und am Beben ... jedoch nur, weil Cloud ihn dermaßen provozierte, das er ihm am liebsten eine reingehauen hätte.

"Mach, das ... du wirst, dein blaues Wunder erleben ...", kicherte er und hörte noch immer nicht auf. Den Moment der Schwäche, den er vorhin kurz gezeigt hatte, galt es vollkommen auszumerzen. Cloud erkannte durchaus den Unterschied, aber es war für ihn ja auch nicht weiter relevant. "Vielleicht sollte ich das hier für jede Beleidigung tun, die du mir an den Kopf wirfst ..." überlegte er und zwackte ihn unsanft in die Brustwarze. "Aber weißt du, was mir auffällt? Schon seit fast 30 Minuten kein Husten mehr ...!"

"W- was? Willst du mir etwa unterstellen ich würde simulieren? Du hast doch wohl eine Vollmaise, du arroganter ... Narr" und hasserfüllt blickte er ihn für das zwicken in die Brust an. Auaaaa ... sag mal spinnst du? Das tat voll weh! Soll ich das bei dir mal machen?", donnerte er Cloud an, versuchte wieder dabei sein Bein anzuheben und vielleicht gelang es ihm ja, dieses in Clouds Kronjuwelen zu rammen.

"Das meinte ich nicht. Aber die Medizin hilft schon ..." zwinkerte er. Da Cloud ja bereits über ihm lag, waren die Beine des silberhaarigen etwas bewegungseingeschränkt. "Oh wirklich ... so was aber auch ... Was meinst du dann, wie es wohl HIER wehtut ..." und er krabbelte mit der Hand in Richtung Lenden. "Mal überlegen ... wo hast du letztes Mal gezwickt? Ahhh~ .... Ich erinnere mich ..." und er begann an der Hose des anderen zu zerren, damit er darunter fassen konnte.

Kadaj rollte genervt mit den Augen, starrte Cloud dann erneut an und versuchte seine Hände loszubekommen. "Sollte ich noch einmal auch nur ansatzweise in die Nähe deines Winzlinges kommen, dann beiße ich ihn ab", grinste Kadaj fies, bekam aber mit wie Cloud an seiner Hose zerrte und wurde nur noch rasender vor Zorn. Lass die Hose zu, das ist meine und die bleibt heute und für alle Zeit für dich geschlossen. Wenn du es so nötig hast, dann geh zu Tifa oder suche dir ne Nutte", polterte er weiter.

„Huch~, nun verteilt Kaddilein auch noch Tiefschläge ..." grinste Cloud genauso fies. „Der Winzling hat mal trotzdem ziemlich wehgetan, wenn ich den werten Herren darauf hinweisen darf. Zu Schade, dass ich mich nicht mehr an den genauen Wortlaut erinnere, welchen er das Letzte Mal von sich gegeben hatte." Er war nun dermaßen fies aufgelegt, er konnte einfach nicht anders und wusste noch nicht, wo es enden sollte. Ob er ihn nur wieder ärgern wollte oder eben anderes, er steigerte sich gerade richtig hinein, Gemeinheiten von sich zu geben. „Wieso in die Ferne schweifen, wenn ich so ein nettes Spielzeug geschenkt bekommen habe? Und dann noch so eines, was so schön zickt und versucht fies zu sein und richtig danach schreit gequält zu werden" er strich ihm durch die Haare. „Richtig goldig ..." und er verengte seine Augen zu Schlitzen und funkelte ihn daraus böse an.

"Na so wehgetan hat das nun auch wieder nicht ... es gibt Schlimmeres" und kurz grübelte er. "Außerdem wie willst du mit dem Würstchen jemanden wehtun?", lachte er, hielt sich dabei den Bauch und funkelt ihn dann aber wieder an. "Ich bin nicht DEIN Spielzeug, ich bin von niemand das Spielzeug ... oder hast du gesehen, dass bei mir auf der Stirn Baby-Doll steht?", schnaufte er wieder gewohnt kalt, versuchte aber zeitgleich wieder den Kopf wegzudrehen, da er es hasste, wenn man ihm durch die Haare strich.

"Na dann brauch ich ja keine Rücksicht mehr zu nehmen" konterte er wieder und strich nun erst recht durch dessen Haare. "Baby-doll ... wie nett, vielleicht steht es ja woanders. Ich such mal nach dem Strichcode ... bestimmt haben die Häscher dir einen verpasst ..." Seine Hand berührte dann den Hals des anderen, wo er das Halsband erfühlen konnte. Das hatte er bald vergessen, er zupfte ein wenig daran. Abgelenkt fragte er sich, die diese Technik funktionierte, da man es so nicht sehen konnte. Auch überlegte er, wie es wohl wieder abzunehmen war.

Ungläubig starrte Kadaj Cloud an, was bildete sich dieser Vogel eigentlich ein? Der Silberhaarige kochte innerlich, platzte fast, dass was der Blonde hier trieb, war keinesfalls mehr nett. "Das sollte mal einer mit dir machen, dann würdest du sicher nicht mehr so die Klappe aufreißen", zischte er Cloud zu, drehte wieder den Kopf hin und her und versuchte dessen Hand loszuschütteln. "Kannst du endlich mal deine Pfoten aus meinen Haaren und von meinem Hals nehmen? Das widert mich an", setzte er noch hinterher.

Er war sich selber nicht mehr bewusst, was ihn jetzt noch aufhalten könnte, diese Machtspielchen hatte er selber gehasst, aber nur, als er auf der anderen Seite war. Es war als würde er sich an etwas Verborgenes erinnern. An etwas, was er tief in sich vergraben hatte, was nun zum Vorschein kam. Silberne lange Haare schienen über sein eigenes Gesicht zu fallen, er empfand Angst, wollte fliehen, konnte aber nicht weg, ein eiserner Griff umschloss seinen Körper, seinen Hals und er spürte nur zu deutlich eine kalte Stahlbetonwand im Rücken, gegen welche er gnadenlos gedrückt wurde ... Grüne funkelnde Augen blicken ihn hämisch an. „Je mehr es dich anwidert, desto aufregender wird es. Je mehr du schreist, desto länger wird es dauern. Wenn du nicht aufpasst, verschlinge ich deine Seele ... willst du wirklich kämpfen bis zum Schluss? ....", hörte er eine bekannte Stimme sagen und sprach die Worte doch sogleich selbst aus. Kurz schloss er die Augen, um diesen Anblick loszuwerden, er war nun an der dominanten Position und würde dem andern alle heimzahlen, auch wenn dieser direkt eigentlich nichts dafür konnte.

Erschrocken hielt Kadaj den Kopf still, blickte Cloud verwirrt, fast schon panisch an und schluckte. "Duuu~ hörst dich schon an wie Sephiroth", platzte es aus dem Silberhaarigen raus und jetzt wehrte er sich erst recht. So langsam wurde es ihm echt unheimlich und er wollte hier einfach nur noch weg. Ganz weit weg ... so weit weg wie nur möglich. Nur lag der Blonde noch immer auf ihm und schien auch keine Anstalten zu machen ihn loszulassen. Wieder musste Kadaj schluckten, es bildete sich ein riesiger Kloß in seinem Hals, ein Kloß, den er nicht herunterschlucken konnte, der krampfhaft standhielt.

„Kein Wunder ..." zischte Cloud, aber die Stimme schien nicht die Seine zu sein. „So ist er doch genauso ein Teil von mir wie von dir ... Projekt S ..." und er funkelte ihn an mit wirrem Blick. „Und jetzt HÖR AUF dich zu wehren, es ist nutzlos! Er bekommt immer was er will." sprach er plötzlich in der dritten Person. Die Welt um ihn schien sich zu drehen, so prasselten die Eindrücke auf ihn ein. Grüne Augen, die von Kadaj, die ihn anstarrten, die plötzlich nicht mehr zu ihm gehören schienen, die in seine Seele zu blicken schienen, vor welchen er solche Angst hatte, aber welche er nun endgültig bekämpfen wollte, auf welche er nun alle seine Aggressionen projizierte. Und wenn er es eben nicht mit Waffengewalt schaffen würde, dann eben mit dieser Art von Gewalt. So funkelnd hielt er dessen Gesicht mit seiner freien Hand fest und durchbohrte den anderen mit seinem Blick. Er merkte gar nicht, wie besagte Hand bereits zitterte.

Kadaj zitterte leicht bei Clouds Worten, war sich gar nicht mehr so sicher, was hier eigentlich gespielt wurde. Er wusste nur eins ... das hier war definitiv nicht mehr Cloud Strife, das war scheinbar irgendein Monster aus einem schlechten Film. Aus einem Alptraum. Sein Alptraum. Ein Traum, der real wurde, einer aus dem Er nicht fliehen konnte. Kadajs Zittern und seine Angst wuchs noch stärker an, hatte, nachdem Cloud sein Gesicht festgehalten hatte, den Höhepunkt erreicht. Der Silberhaarige hielt eine Zeit dem durchbohrenden Blick stand, dann aber wurde es ihm zu viel ... und er schrie.

Der Schrei ging Cloud durch Mark und Bein. Aber sein Geist war tief in sich vergraben und seine Handlungen waren nicht die seinen. "Was habe ich dir versprochen, wenn du schreist ...", flüsterte er zuckersüß unschuldig ... Es war als wäre er Zuschauer bei seinen eigenen Taten. Den Schrei erstickte er erst mal in einem doch sehr brutalen Kuss. Dabei verschloss er die Lippen des anderen ganz mit den Seinen. An dessen Shirt zerrte er nun ungestüm, so ungestüm, dass er es einfach zerriss. Noch nie war er so rasend gewesen. Er war sich sicher, dass nichts was der andere nun tun würde, ihn wieder zu sich kommen lassen würde, aber sicher war er sich hier auch nicht.

So langsam hörte Kadaj auf sich zu wehren, denn wenn Cloud wirklich grade besessen war, dann hatte er nicht die geringste Chance. Das spürte er dann auch schon durch diesen brutalen Kuss, spürte zeitgleich, wie der Blonde wie im Wahn sein Shirt zerriss. Kadaj vernahm das Reißen des Stoffes, zuckte heftig zusammen, war nicht mehr in der Lage klar zu denken, ergab sich vollkommen. Sein ganzer Körper spannte sich an, tobte innerlich und focht einen Kampf aus, einen Kampf, den er nicht gewinnen würde ... den er nicht gewinnen konnte.

Langsam strich er wieder über dessen Gesicht „Dein wahr gewordener Alptraum nicht wahr ...", flüsterte er heiser und seine Pupillen hatten nun wirklich diese schlitzartige Form. „Und du bist so schwach, kannst nichts dagegen tun ... jede Beleidigung geht mir runter wie Öl, egal was du versuchst, du hast bereits verloren ..." Immer weiter zerrte er an der Kleidung des Silberhaarigen. Es dauerte nicht lange, schon hatte er ihm genauso seine Hosen vom Leib gerissen.

Nein, diesen Kampf konnte er unmöglich gewinnen, er war alleine, seine Brüder waren nicht hier ... Kadaj schloss die Augen, konnte den Anblick des Blonden, seines Peinigers einfach nicht mehr ertragen. Er sah sich innerlich in einem Spiegel, doch erkennen tat er sich nicht ... nicht mehr. Es war als wäre er jemand anderes, jemand der verloren hatte, jemand der sich nun beugte und alles über sich ergehen ließ.

Fetzen des Shirts hingen noch an dem Körper des Silberhaarigen, was Cloud aber auch nicht weiter störte. Immer wieder fuhr er mit der Hand über den gesamten Körper seines Gegenübers, dessen Beine hatte er auch schon unsanft auseinander gedrückt. „Dein größter Alptraum wird jetzt wahr werden ...", flüsterte er hämisch in dessen Ohr und dabei führte er ihm bereits zwei seiner Finger ein, um keine Zeit zu verlieren. Aber in dem Gerangel hatte er nun die Hände Kadaj losgelassen und hielt ihn nur noch mit seinem Körper in Schach. Und da Kadaj nichts tat, um ihn wieder von dieser Besessenheit zu befreien würde es immer weiter gehen, bis er von selbst wieder aufwachen würde.

Kadaj zitterte am ganzen Körper, zuckte bei jeder Berührung zusammen, schrie innerlich mehr als laut auf. Äußerlich presste er feste die Lippen zusammen, spürte zwei Finger, die sich gnadenlos in ihn bohrten, ihn fast zerrissen ... Kadaj bekam zwar mit, das seine Hände wieder frei und beweglich waren, aber was sollte er noch ausrichten? Cloud war scheinbar besessen und ohnehin nicht mehr zu stoppen. Immer wieder verzog er vor Schmerzen das Gesicht und immer wieder hallten Worte in seinem Kopf rum. Worte, die er nicht aussprach, Worte wie "Lass mich frei, lass mich los".

Da Cloud keine Gedanken lesen konnte, hörte er dieses Flehen nicht. Er wusste selber nicht, was er hören würde und was nicht, was er von der Reaktion des anderen mitbekommen würde und was nicht. Woher sollte er es auch wissen, dass diese Besessenheit erneut so durchbrach und ihn zu solchen Taten trieb hatte er zuvor auch noch nicht erlebt. Im Moment hatte er nur den Gedanken, dass er dem anderen wehtun wollte, ihn für etwas bestrafen, was eigentlich ein anderer verbrochen hatte. Dieser andere schien sich in seinen Geist zu nisten und sich über die Tatsache ins Fäustchen zu lachen. Da er aber trotz allem spürte, wie sich der andere verkrampfte und kein Interesse daran hatte, sich selber wehzutun, nahm er etwas Creme vom Nachttischchen und befeuchtete damit seine Finger, die danach munter weiter das Innenleben des anderen erkundeten.

Nur ein leises Wimmern hörte man von Kadaj, für mehr reichte die Kraft nicht mehr, reichte seine Kraft nicht mehr. Er öffnete die Augen, starrte die Zimmerdecke an, erste Tränen bahnten sich ihren Weg über seine Wangen und er schluckte erneut. Die Creme an Clouds Fingern machte die ganze Sache auch nicht besser, es tat nach wie vor weh, sehr weh sogar … So weh, dass er nun heißer aufschrie und sich noch mehr verkrampfte, sich in das Laken unter sich krallte.

"Tränen ... Tränen der Verzweiflung ... wie Balsam für meine Seele ... Sie werden alle weinen, weinen, obgleich der Taten, die sie dir angetan haben, Mutter. Auf die eine oder andere Weise werden sie alle dafür bezahlen ..." kam es über die Lippen des Blonden, der noch immer nicht wieder bei sich war. Und um die Sache noch zu steigern, winkelte er dessen Beine etwas an, zog wie in Trance seine eigenen Shorts hinunter und drang in sein Opfer ein. Jeglichen Widerstand rang er nieder, ohne Rücksicht strebte er vorwärts, bis er ihn komplett ausfüllte.

Kadajs Augen weiteten sich bei diesen Worten nur noch mehr, es traf ihn fast wie einen Schlag auf den Kopf. Mutter ... Wie konnte er es wagen, dieses Wort in solch einer bizarren Lage auszusprechen? Der Silberhaarige kam jedoch nicht weiter, er spürte schon einen Schmerz der alles, was er je gespürt oder empfunden hatte, übertraf ... Laut schrie er wieder auf, fühlte sich innerlich zerrissen, fühlte sich buchstäblich aufgespießt, als Cloud ohne Vorwarnung in ihn eindrang und das bis zum Anschlag.

"Schmerzen heilen die Seele ..." kam es wie von selbst über die Lippen des Blonden, der immer noch keinen klaren Gedanken hatte. "Sie nehmen dir die Sünden ...", flüsterte er noch. "Genieße deine Reinigung ..." grinste er noch fies und fing dann an, sich zu bewegen. Er konnte durch all die verschwommenen Bilder, die auf ihn einprasselten, spüren, wie sich sein Gegenüber verkrampfte. In einem kurzen wacheren Moment flüsterte er. "Entspannen, dann tut er weniger weh" aber dann wurde er auch schon wieder mitgerissen, mitgerissen von den Gefühlen, die von seinen Lenden auf ihn einströmten, die ihn die Enge spüren ließen und ihn dadurch immer rasender machten. Auch hörte er in sich ein fieses Lachen, welches er nicht zuordnen konnte.

Diese ganzen Worte hallten immer wieder durch Kadajs Ohren, riefen ihn quasi wach. Der Silberhaarige drehte nun komplett durch. Trotz der Schmerzen die in seinem Unterleib, wie ein Orkan tobten, sammelte er seine letzten Kräfte und holte zum Gegenschlag aus. Langsam hob er beide Arme, schlang diese in Clouds Nacken und riss diesen so zu sich herunter. Kadaj presste ihm feste die Lippen auf den Mund, küsste ihn spar ... Doch dieser Kuss sollte nur von seinem eigentlichen Vorhaben ablenken. Während er Cloud nun feurig küsste, sich dabei sogar langsam entspannte, legte er beide Hände um dessen Hals und drückte ihm erbarmungslos die Luft ab.

Clouds Gedanken tappten im Dunkeln, er sah nichts anderes, er war vollkommen gefangen in seiner durcheinandergeratenen Gefühlswelt. Die Macht, das Kichern in sich, diese Grünen Augen, die ihn auslachten und fiese Dinge zuflüsterten, alles schien sich immer mehr zu drehen. Dazu kamen die Schreie, die sein Gegenüber immer mal wieder ausstieß. Doch dann änderte sich etwas, plötzlich wurde er geküsst und das sogar mit voller Leidenschaft. Ob diese gespielt war oder nicht, war ihm egal, er spürte sowieso keinen Unterschied, er nahm nur die Tatsache war, dass er so war. So schloss er genießend seine immer noch zu Schlitzen verengten Augen gänzlich. Auch schien sich sein Gegenüber zu entspannen, was ihm die Bewegungen in ihm erleichterten. Auf einmal sah er helle Blitze vor seinen Augen zucken, dann merkte er, wie die Luft immer knapper zu werden schien. ~wach lieber auf, ich will später wieder mit der spielen~ schien jemand in seinem Kopf zu flüstern. Dies veranlasste ihn dazu, seine Augen aufzureißen, die nun wieder im vollsten Blau erstrahlten. Nach Luft schnappend, versuchte er den Kuss zu lösen und die Hände, sie sich doch, wie ein Schraubstock um seinen Hals gelegt hatten, mit seinen Händen loszuwerden.

Kadaj fiel das Rumzappeln des Blonden auf, er öffnete langsam seine Augen, starrte nun genau wieder in meerblaue Augen. Sofort ließ er geschockt seine Hände vom Hals des Blonden, blickte ihn stumm an und seufzte erleichtert auf. Jedoch konnte er sich den nächsten Satz dann doch nicht verkneifen. "Und wieder normal im Kopf?" dabei blickte er ihn abschätzend an, kräuselte leicht die Lippen und versuchte Cloud nun irgendwie von sich runterzudrücken. "Man du bist schwer", gab er schließlich auf. Er hatte ja nicht wirklich vorgehabt den Blonden zu erwürgen, er hatte nur vor das dieser sich wieder besinnen und dieses Geschwafel sein lassen würde.

Belämmert vor den Kopf gestoßen, nicht wirklich verstehend, was gerade passiert war, verharrte Cloud erst mal in einer Starre, bis Kadaj das Wort an ihn richtete, und versuchte ihn von sich zu drücken. Was war gerade passiert? Immer noch benommen blickte er zu ihm hinunter, immer noch hörte er Worte wie 'wach auf' in seinem Kopf hallen. "Was ist ... gnnh~ ..." wollte er noch sagen und bewegte sich dabei etwas in dem anderen, er hatte ihn ja noch nicht freigegeben, nur war diese kleine Bewegung zu viel und brachte das Fass zum Überlaufen. Fast automatisch stießen seine Lenden nochmal tief in den anderen und diese abschließende Bewegung reichte aus, um den Blonden in den Abgrund zu reißen. "Gnnn~ .... Nein ... ahhh~". Er krümmte sich, kam mit einem ziemlich heftigen Zucken und ergoss sich tief und heiß in die Lustgrotte des Silberhaarigen. Mittlerweile am ganzen Körper zitternd versuchte er sich irgendwie abzustützen, fühlte sich aber total kraftlos.

Noch immer starrte Kadaj Cloud einfach an, wunderte sich über dessen Reaktion und wollte noch etwas sagen, als dieser sich wieder anfing zu bewegen. Er verstand die Welt nicht mehr, fragte sich, was das nun wieder sollte und ob er noch nicht genug hatte. Jetzt wo Cloud aber tiefer in ihn stieß, verkrampfte er sich wieder, kniff gequält die Augen zusammen und krallte sich ins Laken. Als der Blonde endlich den Höhepunkt seiner Lust erreichte, nahmen die Schmerzen an Intensität noch zu. Kadajs Schrei wurden zu einem kraftlosen Wimmern und minutenlang blickte er einfach nur gepeinigt an die Wand.

Ebenso kam Cloud dieser Moment elend lang vor, obwohl er nur aus zwei Bewegungen seinerseits bestanden hatte. Zitternd stütze er sich neben dem Silberhaarigen ab, entließ ihn endlich aus dem Käfig, den er mit seinem Körper um ihn gebildet hatte und brach neben ihm zusammen. "W-, was ist … hh~" zuckte er "was ist vorhin passiert?" er hatte keine Erklärung, er war verwirrt, sein Schädel schien beinahe zu explodieren, etwas pochte in ihm. "W-was ...?", sprach er noch immer wirr und suchte nach Worten, in welchen er sich formulieren konnte, aber er fand keine, er war zu nervös und verwirrt.

Erleichtert seufzte Kadaj auf als Cloud sich endlich aus ihm rausbewegte, ihn endlich freiließ und sich neben ihn rollte. Einige Zeit sagte er gar nichts, starrte einfach nur die Decke an und schluckte. "Du willst wissen was du gemacht hast? Hallo ...? Geht es dir zu gut? Du liegst hier halbnackt auf mir, ihn mir ... und da willst du noch wissen was du getan hast?" Wütend setzte sich Kadaj auf, zog sich hastig seine Hose an und verließ dementsprechend das Zimmer.

Das hatte Cloud ja nicht gemeint, aber er war einfach zu fertig um sich nochmals zu formulieren. Dass er ihn in die Enge treiben gewollt hatte, wusste er noch, aber mittendrin versagte die Erinnerung, diese hatte eben erst wieder eingesetzt, wo er schon mittendrin zugange gewesen war und da war es schon zu spät gewesen. Ein Schauder überkam ihn. War es etwa wieder passiert? Hatte er abermals die Kontrolle verloren? Die Worte und das Lachen hallten in seinem Kopf nach. Mit letzter Kraft zog er sich wieder an, konnte aber vor Kopfschmerzen nicht aufstehen. So blieb er einfach liegen und fiel in seinen erschöpften, traumlosen Schlaf.

Das hatte Cloud ja nicht gemeint, aber er war einfach zu fertig um sich nochmals zu formulieren. Dass er ihn in die Enge treiben gewollt hatte, wusste er noch, aber mittendrin versagte die Erinnerung, diese hatte eben erst wieder eingesetzt, wo er schon mittendrin zugange gewesen war und da war es schon zu spät gewesen. Ein Schauder überkam ihn. War es etwa wieder passiert? Hatte er abermals die Kontrolle verloren? Die Worte und das Lachen hallten in seinem Kopf nach. Mit letzter Kraft zog er sich wieder an, konnte aber vor Kopfschmerzen nicht aufstehen. So blieb er einfach liegen und fiel in seinen erschöpften, traumlosen Schlaf.

Kadaj holte sich aus der Küche einen frischen Tee, betrat nun wieder das Zimmer und entdeckte den schlafenden Cloud in seinem Bett. Eine Weile blieb er schweigend in der Tür stehen, schaute den Blonden einfach nur an und trat dann langsam näher. Vorsichtig stellte er seine Tasse ab, setzte sich an den Rand des Bettes und streckte seine Hand nach ihm aus. Diese ließ er ruhig auf der Wange von Cloud liegen, blickte ihn weiterhin an und nuschelte leise etwas vor sich hin.

Die Anwesenheit Kadajs bemerkte Cloud nicht, auch nicht, wie er sich ans Bett setzte. Alles war gerade zu viel, er wollte nichts mehr spüren und genau das tat er gerade. Ein traumloser und tiefer Erschöpfungszustand raubte ihm alle Sinne. So trieb er in einer unendlichen Schwärze, die ihn zu verschlingen drohte. Erst eine Berührung ließ ihn wieder etwas fühlen, eine Berührung auf seiner Wange, sein Schlaf wurde flacher, seine Augenlider flatterten etwas, aber aufwachen tat er noch nicht. Auch irgendwelche Worte, die durch den Raum genuschelt wurden, hörte er nicht, aber sie schienen ihn zu beruhigen, auch wenn er nicht wusste, ob diese positiv oder negativ gemeint waren. Sein Geist kam zurück, er kam zu Bewusstsein und so spürte er die Hand Kadajs nun deutlich auf seinem Gesicht und wagte es nicht, sich zu bewegen, da er diese Geste absolut nicht verstand.

Der Silberhaarige verstand sich selber nicht, zuckte leicht zusammen und nahm ruckartig seine Hand zurück. Schnell griff er sich seine Tasse, nippte an seinem Tee und starrte die Decke an. "Er hat Besitz von dir ergriffen, er war ihn dir, hat versucht, dein Handeln zu manipulieren. Erst glaubte ich du willst mich ärgern, als du aber dann von Mutter sprachst und von Seele reinigen, da wusste ich wer oder was da in dir war“, fing Kadaj an zu erzählen, ob Cloud ihn hören konnte, wusste er nicht, es war ihm auch egal. Kadaj wollte nur einfach seine vorherige Frage beantworten und das Thema einfach nur vergessen.

Sich schlafend stellend, lauschte er der Erklärung des Silberhaarigen und die Gänsehaut, die sich auf seinen Armen bildete und sich auf seinem Körper ausbreitete verriet ihn wohl. Also schon wieder, er hatte eigentlich gedacht, er hätte das Thema hinter sich, aber sein Gegner war wohl noch immer präsent und er hatte Zugang zu seinem innersten erlangt. "Es tut mir leid ..." murmelte er, aber ohne seine Augen zu öffnen. Auch wusste er nicht, warum er dies sagte, so hatte es ja wohl nicht den Falschen getroffen. Was ihm jetzt noch fehlen würde, wäre ein Besuch von Rufus und den anderen, aber daran wollte er jetzt nicht denken, er wollte seine Ruhe und einfach nur schlafen und nichts mehr empfinden müssen.

Kadaj horchte auf, sah die Gänsehaut des Blonden und hörte die Entschuldigung. Eigentlich müsste er stinksauer sein, war er aber nicht. Warum auch immer, Kadaj verstand sich selber nicht. Er nahm sich wieder seine Tasse, humpelte zur Tür und blieb wieder kurz stehen. "Fass mich einfach nie wieder an" und damit ging er auf den Balkon und brauchte dringend sein Nikotin.

Davon würde Cloud erst mal wirklich genug haben. Er hatte sich auf diese Machtspielchen eingelassen und sich gehörig die Finger verbrannt, zumindest fühlte er sich derzeit so. Immer noch geschockt, schleppte er sich aus dem Zimmer in sein Eigenes, ließ die Türe halboffen und fiel in sein Bett. Das nervige Telefon, welches in der Küche losklingelte, ignorierte er oder hörte es nicht. Immer noch total fertig schlief er ein und bekam nichts mehr um ihn herum mit.

Kadaj blickte gegen den Himmel, fragte sich ernsthaft, was da eben los war und warum, wenn das wirklich Sephiroth gewesen war, warum dieser das zugelassen hatte? Er verstand das einfach nicht, sie hatten doch für eine gemeinsame Sache gekämpft und dann so was?

Einige Stunden später erwachte Cloud mit den übelsten Alpträumen. Warum konnte diese verdammte Erinnerung ihn nicht in Ruhe lassen? Wie hatte er es geschafft, ihm wieder so nahe zu kommen. Lag es an Kadaj? Spielte dieser eine Rolle? Bisher dachte er wirklich, seit dem letzten Aufeinandertreffen, dass er ihn so besiegt hatte, dass er niemals wieder von ihm Besitz hätte ergreifen können. Er hatte sich wohl geirrt. Dann hörte er aber mal das Klingeln seines Telefons und stand dann doch schwerfällig auf und suchte es. "Hai?" meldete er sich und hörte Vincent auf der anderen Seite. "Alles Ok?" war die einzige Frage, die er stelle, eigentlich so wie immer. "Nein ... ich brauche dich." gab er als Antwort, eigentlich untypisch für ihn, aber er wusste echt nicht weiter. Ohne ein weiteres Wort legte der andere auf und Cloud wusste, dass es nicht lange dauern würde, bis er bei ihm war. Kadaj hatte er nicht gesehen, auch hatte er keine Ahnung, ob dieser ihn nun gehört hatte oder nicht.

Er hatte zwar gehört das Cloud in der Küche und am Telefon war, machte aber keine Anstalten sich bemerkbar zu machen. Er wollte vorerst einfach nur Ruhe, wollte für sich sein und nachdenken. Er ahnte ja noch, mit wem Cloud gesprochen hatte und wer hier glich auftauchen würde. Schlichtweg es war ihm auch egal. Der Blonde konnte schließlich tun und lassen, was er wollte.

Cloud hatte sich in sein Zimmer verzogen, spielte ruhige Musik. Nach einer Weile wurde es ihm zu eng in dem Raum und er verlagerte sich auf den Balkon. Auf der Holzbank liegend starrte er in den Himmel. Flügel haben, einfach abhauen ... solche Gedanken kreisten in seinem Kopf. Dass Vincent ihn vom Boden aus bereits beobachtete, ahnte er nicht. Erst als dieser mit einem seiner gezielten Sprünge direkt vor ihm auf dem Balkon landete und ihm bald einen Herzinfarkt verpasste. "Boah~ alter Spinner, ich hab mich zu Tode erschreckt, kannst du nicht die Türe benutzen?" Vincent nickte nur. "Also, was ist los?" kam er wie immer ohne Umschweife zum Thema.

Kadaj hatte sich in der Zeit schon wieder ins Wohnzimmer zum Lesen verkrümelt, hockte nun auf der Couch und las sich durch einen dicken Wälzer. Was auf dem Balkon los war und wer da war, ging an dem Silberhaarigen buchstäblich vorbei.

"Weißt du eigentlich, dass da drüben deine Kumpels stehen und dich beobachten?" kam es dann leise von Vincent. Cloud nickte. "Klar, nur frag ich mich warum." "Wegen Reno ... kennst ja sein Problem?" "Öhh, wie?" "Na, der würde dich nicht von der Bettkante stoßen" schmunzelte Vinc. "Toll, da hab ich gerade echt andere Sorgen." erwiderte Cloud und verdrehte die Augen. Das alles regte ihn nur noch auf. "Sollen wir ihn nicht ein wenig ärgern?" flüsterte Vincent und kam Cloud einen Schritt näher. "Na, meinetwegen ..." wenn es um Reno ging, konnte Cloud wirklich fies werden. So ließ er zu, dass Vincent ihn in seinem Armen mit einem Kuss in die Küche bugsierte und die Balkontür relativ laut in die Angeln schmiss. "MHH~ ... HEEE~.. ES REICHT ... lass gut sein!" beschwerte Cloud sich etwas lauter und befreite sich daraus.

Nachdem Kadaj festgestellt hatte, das sein Kaffee leer war, stand er auf und wollte sich neuen aus der Küche holen. Jedoch blieb er vorerst geschockt in der Küchentür stehen, blickte zwischen Vincent und Cloud hin und her und verstand nur Bahnhof. Schweigend humpelte er an beiden vorbei, nahm sich seinen Kaffee und doch hatte er dann noch einen flotten Spruch auf den Lippen. "Herzlichen Glückwunsch kann man da ja nur sagen. Und Gott sei Dank muss mein Hintern nicht mehr herhalten" damit humpelte er aus der Küche raus und grinste mehr als breit.

"Öhm.. wie meinen?" fragte Vincent etwas perplex nach und Cloud verdrehte genervt die Augen. "Toll, wie sieht das denn jetzt aus?" "Hauptsache es ärgert Reno ..." zwinkerte Vinc. Und das tat es. Der Rothaarige stand am Fenster und grummelte was von Blöder Experimenten-Arsch, was Rude ein hämisches Grinsen abverlangte. Er mochte es wirklich, wenn Reno sich aufregte. "Also, versteh ich nun richtig, dass du ..." begann Vincent, aber Cloud unterbrach ihn schnell, bevor er die ganze Sache zu weit auseinander drosselte. "Kurz gesagt ... ähm ... also.. es ist wieder passiert ... dabei eben ... also ... wie vor ein paar Jahren eben ... das Ich ... das Sephiroth ... ach, du weißt was ich mein." Vincent verstand es und blickte sorgenvoll zu dem Blonden. "Dabei?" fragte er nach und Cloud wurde mal wieder rot bis über beide Ohren. "...hab‘s mal mit Machtspielchen versucht ..." nuschelte er beschämt und blickte verlegen Richtung Wohnzimmer.

Kadaj las schon wieder, hatte sich Faust von Goethe zur Hand genommen und wälzte sich durch den dicken Schinken. Nach einer Weil wurde ihm dann aber doch langweilig und so hopste er wieder in die Küche." Lasst euch nicht stören, ich bin gar nicht da" und schon war er auf dem Balkon und schloss hinter sich die Tür.

"Wieso läuft denn der so komisch?" fragte Vincent, der von dem Fluchtversuch nichts mitbekommen hatte. "Wollte über'n Balkon abhauen ..." meinte Cloud ruhig und gottfroh, das ein anderes Thema zur Sprache kam. Vinc schaute zum Balkon. "Ist doch kein Thema, mit einer Zwischenlandung, schafft das doch jeder ..." Cloud zuckte mit den Schultern. "Wenn man den Zwischenpunkt nicht kennt, bricht man sich die Beine." Vincent stand wortlos auf und ließ Cloud in der Küche sitzen und ging ebenfalls auf den Balkon. Er zündete sich selber eine Zigarette an und stellte sich geschickt in die Türe, sodass Cloud nicht raus und Kadaj nicht so einfach wieder rein konnte. Nach einer Weile fragte er Kadaj ziemlich direkt. "Was hast du gemacht, dass Sephiroth wieder in Clouds Geist eindringen konnte? Ihn provoziert?"

Nun selber wieder rauchend blickte Kadaj Vincent an. Ach ne, Graf Dracula war das ja, oder so ähnlich ...Nachdem dieser ihn auch noch etwas fragte, schaute er Vincent ernst an und räusperte sich. "Ich hatte eine leichte Erkältung, hab ihn nur gebeten mir den Rücken einzuschmieren, was er auch gemacht hat. Später sagte Cloud sich solle mich zudecken, sonst würde die Salbe nichts bringen, hab ich also auch gemacht ... nur hab ich dann gefragt ob ich noch Mütze und schal anziehen soll. Er fing daraufhin an, etwas Sven Körperwärme zu faseln und so fing das Ganze an. Wie du hörst, hab ich diesmal nichts gemacht und provoziert hab ich ihn nur, als es ohnehin schon zu spät war".

Graf Dracula, heute mal ohne Blutdurst, zog an seiner Zigarette und würdigte den Silberhaarigen keines Blickes. Aber er hatte jedes Detail der Erzählung in sich aufgenommen. Körperwärme, soso ... hätte er schmunzeln können, aber dies tat er nur im Stillen, war ja fast ein zu süßer Versuch des Cloudileins gewesen. "Was war zu spät?" fragte er leise, aber doch ziemlich direkt nach. "Und wieso diesmal? Was hast du denn davor gemacht? Wenn es offensichtlich nicht das erste Mal war ..." er würde wohl Cloud nochmal aushorchen müssen. Er hatte den Eindruck als würde er ihm doch noch etwas verschweigen.

"Als es das erste Mal passierte, wollte ich keinen Clown spielen, hab ihn aber ziemlich provoziert“, gestand Kadaj leise, zog an seiner Zigarette und blickte das Geländer runter. "Jetzt ... also beim zweiten Mal, da hab ich erst gemerkt, dass es sich um Sephiroth handelte, als Cloud plötzlich von Mutter sprach und etwas von Seele reinigen. Ich hab dann versucht mich zu wehren ... hab ihn sogar geküsst und ihm die Luft abgedrückt. Scheinbar wurde Cloud dann dadurch wieder helle im Kopf", erzählte er noch leiser weiter, seufzte kurz und runzelte die Stirn. "Was ich nur nicht verstehe, wieso tut er so was? Wieso ließ Seph das überhaupt zu?" diese Frage brannte ihm auf den Lippen, beschäftigte ihn schon den ganzen Tag und doch fand er keine Antwort darauf.

Ganz genau hörte Vincent dem Silberhaarigen nun zu, er hatte sich sogar zu ihm gewandt. Also bereits zum zweiten Mal. Klar, an dem Geburtstag von Marlene. Cloud war an dem Tag betont fröhlich gewesen. Eigentlich auffällig. Die Frage, wieso Sephiroth dies zulassen würde, beschäftige Vincent auch. Wie meinte Kadajs das bloß. "Was soll er zulassen? Oder nicht zulassen? Dass er versucht von Clouds Geist und Körper Besitz zu ergreifen ist ja wohl nichts Neues." kommentierte er und war auf die Reaktion mehr als gespannt, hatte er doch eine Vermutung.

Verwirrt schaute Kadaj Vincent an, schnippte die Zigarette weg und erzählte weiter. "Nein, so mein ich das nicht ... ich meinte, wie konnte Sephiroth es überhaupt zulassen das Cloud MIR so etwas antut? Immerhin bin ich ein Splitter von ihm, hab für dieselbe Sache gekämpft". Er verstand das einfach nicht, kam sich hilflos und in die Enge getrieben vor.

Und seine Vermutung traf ins Schwarze, klar dass er es nicht verstehen konnte. "Du bist ... mal vorsichtig ausgedrückt ... wirklich naiv ... denkst du wirklich Sephiroth interessiert sich für dich? Du sagst es selber für einen Splitter? Etwas Unvollkommenes? Du bist an der Stelle eher Mittel zum Zweck ..." gab er ihm zurück. Erst mal abwarten, wie der Kleine die Wahrheit vertragen würde.

"Na wunderbar ... ganz toll, ich bin begeistert! Wenn ich so darüber nachdenke, wäre mir Reno da echt lieber gewesen, der hätte wenigstens nicht so einen Stuss erzählt. Wie dem auch sei ... danke für die aufheiternden Worte, ich fühl mich so was von beschissen" und wütend stapfte Kadaj in Richtung Balkontür, blickte Vincent abschätzend an.“ Dürfte ich dann mal?" Er versuchte sich an dem Größeren vorbei zu quetschen, hatte keine Lust mehr mit ihm zu reden.

Das verstand Vincent nun mal gar nicht? "Hö? Wie, Reno wäre dir lieber gewesen? Bei was? Was meinst du?" und er bewegte sich keinen Millimeter von der Stelle. "Das Gespräch ist beendet, wenn ich es sage und nicht wenn du es sagst." sprach er gebieterisch und würdigte ihn wiederum keines Blickes. "Was macht ihr denn solange?" fragte nun Cloud aus der Küche heraus und wollte nun auch auf den Balkon, oder zumindest das Gespräch mithören. "Setz dich und schweig, ich bin noch nicht fertig. Tür zu." kassierte er als Antwort und grummelnd schloss er die Tür und ging mit einem Kaffee bewaffnet ins Wohnzimmer. "Nun, wo waren wir?" fragte Vincent nach der Unterbrechung den Silberhaarigen, der noch immer nicht an ihm vorbei konnte.

Nun reichte es Kadaj aber endgültig und er setzte sich mit neuer Zigarette auf die Holzbank, starrte den Boden an und schnaufte leicht.“ Du willst also wissen bei was, ja? Also schön ... ich meinte das mir Reno bei einer Vergewaltigung lieber gewesen wäre, der hätte sicher ab und an die Klappe gehalten und nicht was von Mutter gesabbelt. Zumal passt das besser zu Reno, als zu Cloud. Ihm steht die Rolle einfach nicht, er wirkt dabei wie eine Witzfigur“, stänkerte Kadaj Vincent entgegen.

"Natürlich tut er das ..." gab Vincent als Antwort zurück. "Klar passt es nicht, solange er sich immer noch gegen diese geistigen Attacken wehren kann, wird er immer zwischen beiden Rollen pendeln. Logisch." und er schnippte nun ebenfalls die fertig gerauchte Kippe über das Geländer. "Das interessante an der Sache ist, es hat erst wieder angefangen, seit du da bist, du wirst in ihm wohl irgendwas auslösen. Also muss ich wohl noch etwas weiter nach dem Zusammenhang suchen." obwohl er sich bereits etwas zusammengereimt hatte und es nur noch bestätigt wissen wollte. Kurz blickte er auf die Straße hinunter. "Nebenbei schreib dein kleines Stelldichein lieber komplett Sephiroth zu. Cloud schnurrt in den Armen eines anderen lieber wie ein Kätzchen, anstatt dass er denjenigen zu irgendetwas zwingt ..." fügte er an, drehte sich um und wollte wieder in die Wohnung.

"Seit ich hier bin, hab ich nicht einmal was gemacht, außer ein Messer nach ihm geworfen und dann die Sache mit dem Luft abdrücken. Ansonsten hab ich ihn immer nur angeschnauzt. Glaub ja nicht, dass ich an dem seinen Zustand schuld, bin und wohlgemerkt, ich hab nicht vor den Idioten schnurren zu hören. Cloud geht mir meilenweit am Arsch vorbei“, zischte Kadaj wütend, blickte dann in Richtung Reno und Rude und winkte mal ganz ungeniert rüber.

"Ach ... nur ein Messer, na dann ist ja alles okay ... „schmunzelte er." Deine Anwesenheit allein wird ihn stressen, da hat wohl ein gewisser Präsident die Finger mit im Spiel, die Frage ist nur, auf wen hat er es nun abgesehen. Will er, dass du mal ordentlich bezahlst für die Verbrechen, die du mit deinen Brüdern begannen, hast, weil er diese ja nicht mehr wirklich zur Verantwortung ziehen kann oder will er sehen ob Cloud immer noch mit Sephiroth in enger Verbindung steht und dieser ihn manipulieren kann. hmmm~.." er machte eine kurze Pause "aber wahrscheinlich interpretiere ich zu viel in Rufus Verhalten hinein, ob dessen Horizont wohl so weit geht, leider kann man ihn nicht wirklich einschätzen ..." sprach er dann gegen Ende mehr zu sich selber als zu dem Silberhaarigen "liegt wohl am Vollmond, da geht mir die Phantasie durch" und er blickte kurz zum Himmel, welcher langsam dämmerte und ließ Kadaj dann einfach auf dem Balkon sitzen.

Kadaj hörte Vincent einfach nur zu, rollte hin und wieder genervt mit den Augen und war mehr als froh, als dieser endlich weg war und er wieder seine Ruhe hatte. Was ihn am meisten störte, war die Tatsache mit Rufus, wo dieser doch immer meinte, er wüsste nicht, wer unter der Verkleidung steckte. Schließlich hatte sich Kadaj ihm ja nie gezeigt, nicht mal, als er hier in der Küche stand und ihm buchstäblich an die Wäsche wollte. Bei dem Gedanken schüttelte er sich leicht, setzte sich leise seufzend auf die Bank zurück und blickte nach oben zu den Sternen.

Rufus tat nichts ohne Grund, soviel war Vincent klar und er machte keinen Hehl darauf, dass er nicht wirklich viel von ihm hielt. Aber das störte weder den einen noch den anderen. Vielmehr machte er sich nun Gedanken, wie er Cloud zum wiederholten Male aufbauen konnte, um ihn weniger anfällig für diese dumme Verbindung oder gar feindliche Übernahme zu machen. Er fand ihn grübelnd im Wohnzimmer. "Und?" fragte Cloud. "Was und? Es ist dein altes Problem du Holzkopf" entgegnete er. "Und ich dachte, du wärst darüber hinweg, so kann man sich irren, erinnert er dich so an ihn?" kam als direkte Frage und er blickte Cloud direkt an. "Pfff. Wenn man von den silbernen Haaren und den grünen Katzenaugen mal absieht, eigentlich gar nicht." grollte Cloud und nun war er mal richtig beleidigt, was für eine dumme Frage war das denn ...

Nachdem Kadaj noch eine geschlagene Stunde im Freien verbrachte, nahm er sich in der Küche einen Kaffee mit aus seinem Zimmer und schloss hinter sich die Tür. Er hatte wieder angefangen diesen dicken Schinken zu lesen, saß ruhig auf seinem Bett und blätterte sich interessiert durch die Seiten. Hin und wieder hörte er Cloud und Vincent sprechen, konnte aber nicht hören, was sie sagten. Es war ihm auch ausnahmsweise Mal egal, er hatte schlichtweg die Nase für heute gestrichen voll.

Die beiden stritten sich regelrecht im Wohnzimmer. Dementsprechend wurden die Stimmen auch immer lauter. Cloud konnte sich nicht erinnern, Vincent einmal angeschrien zu haben, aber es gab wohl immer ein erstes Mal. Er wollte nicht wahrhaben, was er von ihm gesagt bekommen hatte ... "UND JETZT?" kam es von ihm. "Soll ich mich gleich vom Balkon stürzen?" "Cloud ... du wirst irrational. Bleib einfach ruhig und dränge ihn zurück, lass dich nicht aufregen." "ICH SOLL MICH NICHT AUFREGEN? HAAALLLOO? Natürlich reg ich mich auf, allein die Tatsache, dass es so weit kommt macht mich fertig ..." "Genau das will er, du machst es ihm aber auch leicht.." "LASS MICH EINFACH IN RUHE!" "Du hast nach Hilfe geschrien!" "JA UND ICH TU ES NIE WIEDER!" "Bescheuerter Idiot!" lachte Vincent nun. "Toll, jetzt lachst du mich noch aus, super!" "Na komm, führst dich auf wie ein kleines Baby, für wie viele Wochen verschwindest du nun wieder, alter Drückeberger, Feigling!?"

Was war denn nun los? Was brüllten die denn da drüben so rum? Ach halt ... es war nur Cloud, der schrie. Neugierig, wie Kadaj nun mal war, stand er auf und tapste leise in den Flur, humpelte zum Wohnzimmer und blieb in der Tür stehen. Cloud sah im Gesicht aus wie eine Tomate im Reifeendstadium ... sprich er war knallrot. "Ähm ...", räusperte sich Kadaj leise, blickte zwischen den beiden hin und her und fuhr schließlich fort. "Geht das auch leiser, Cloud? Man hört dich durch die gesamte Wohnung brüllen ... nicht angenehm, wenn man so was wie Faust liest!"

Das wurde Cloud nun aber zu viel, er kam sich dermaßen provoziert vor, sah buchstäblich rot oder besser gesagt grün. Hochrot und mit grün funkelnden Augen fixierte er Kadaj an der Türe. „SCHNAUZE! NERVIGES KIND“ dann wandte er sich Vincent zu. "Genau wie die anderen wirst DU DAFÜR ..." und da Vincent erreicht hatte, was er wollte, gab er ihm fast beiläufig einen Schlag in den Nacken und dieser sackte einfach in sich zusammen. „Nun is aber Ruhe ...“ säuselte er leise und fing ihn währenddessen auf, damit er nicht auf dem Tisch landete. Vorsichtig legte er ihn auf das Sofa.

Kadaj zuckte bei dem Gebrüll leicht in sich zusammen, blieb wie angewurzelt im Türrahmen stehen und sah Cloud mit ängstlichem Blick in die Augen. Wieder war es dieses Grün ... grün wie die Seinigen. Sephiroth war sein einziger Gedanke und er wich sofort ein Stück zurück. Nachdem aber Vincent Cloud einen Schlag in den Nacken verpasst hatte, atmete er kaum merklich auf und sah, wie der Schwarzhaarige ihn auf die Couch legte. "Es war wieder Seph ... er ist wieder da, oder?", wollte er nun wissen. Kadaj hatte bei der Frage ein mehr als mulmiges Gefühl, hatte er doch gerade das Fass zum Überlaufen gebracht.

"Nicht direkt, denke ich ..." erwiderte Vincent ruhig und er wuschelte Cloud durch die Haare, hob dann aber auch sein Augenlid an und sah wieder blau. "Es bricht wohl durch, wenn er sich aufregt, also richtig aufregt ..." flüsterte Vincent vor sich hin. "Und wieder da, hm~, kann man glaube ich nicht sagen, also Sephiroth ist schon immer ein Teil von ihm, seit Hojo ihm eben auch ein paar Zellen Projekt S gespritzt hat. Also es ist nicht anders als zuvor, aber mit dem Unterschied, dass er eben zurzeit präsenter ist, ihm leichter die Kontrolle entziehen kann. Cloud muss ihn in sich wieder niederringen, ihn wieder kontrollieren." er zuckte mit den Schultern, für ihn war es ganz einfach. Der Blonde sollte sich zusammenreißen und schon war alles ok, hatte zuvor ja auch funktioniert. "Wenn er spinnt, schlag ihn halt k.o., das bringt ihn danach wohl zu Besinnung."

Kadaj lauschte gespannt Vincents Worten, verfolgte jede seiner Bewegungen und kam dann zu seiner Erleuchtung. "Nun versteh ich auch, warum er sich, nachdem ich ihm die Luft abgedrückt habe, wieder beruhigt hatte", sprach Kadaj mehr zu sich selber und blickte nun wieder zu Cloud. "Ähm du sagtest, wenn er sich aufregt. Cloud hat sich aber dabei ... also bei dieser einen Sache ... da hat er sich nicht wirklich aufgeregt" und er wurde etwas rosa um die Wangen und blickte beschämt zu Boden. Ihm war das immer noch peinlich, er schämte sich dafür und das sah man ihm nur allzu deutlich an.

Vincent schmunzelte, als er das beschämte Gesicht sah. "Hach je~.. peinlich braucht dir das doch nicht zu sein. Im Grunde kannst’e ja nichts dafür, nur indirekt." er war nun wirklich am überlegen, ob er es Kadaj erzählen sollte oder ob das zu weit führen würde. Es würde Clouds Privatsphäre ziemlich verletzten, aber auf der anderen Seite sollte der Silberhaarige es wirklich wissen, sonst könnte er wohl dessen Verhalten nie verstehen. "Also ..." setzte er an, vergewisserte sich aber nochmal, dass der Blonde wirklich schlief. "Du weißt ja, dass die beiden sich wirklich hart bekämpft hatten, in Nibelheim und noch so einige andere Male ..." fing er an, suchte dann aber nach den richtigen Worten.

Kadaj setzte sich nun einfach auf den Boden, schaute Vincent interessiert an und folgte dessen Worten. "Es ist aber peinlich ... kann mit so was eben nicht umgehen, das ist neu für mich“, murmelte er leise und hörte dann aber wieder aufmerksam zu. "Ja, das mit Nibelheim weiß ich, aber auch nur zum Teil. Er redet über so was ja auch nicht, immer nur dann, wenn er wütend wird. Er sagte nur das seine gesamte Familie dabei wohl draufging und das er seit dem her alleine ist" und wieder blickte er Vincent an, schaute dann aber auch zu Cloud und schmunzelte leicht. Hihi er sah irgendwie so friedlich aus, so unschuldig ... wenn er denn schlief.

"Ja, aber das ist wohl nicht allein schuldig. Sephiroth war sein Vorbild, wie so viele ist er ihm nachgeeifert, bis eben zu diesem Vorfall. Zusätzlich zu dem mit seiner Familie kam noch etwas anderes. Im Grunde ging es ihm wie dir, ich glaube er war sogar gleichalt. Er hat es immer verdrängt, nur bricht es eben wieder hervor, wenn er dich sieht, die Ähnlichkeit ist ja deutlich. Er hat ihn damals ohne das Wissen der anderen zu stellen versucht, hatte aber natürlich keine Chance, wie auch, so war Cloud ja nur gewöhnlicher Fußsoldat, seine Veränderung kam erst danach. Was ich sagen will, ist, Seph hat sich einen Spaß daraus gemacht, ihn auf besondere Weise seine Niederlage spüren zu lassen." Vincent hoffte mal, dass er nicht zu sehr ins Detail gehen musste. "Vielleicht verstehst du seine Reaktion nun. Wenn du ihn an Seph erinnerst, hat er sich in der damaligen Situation wiedergesehen, sich aufgeregt, wollte es Seph heimzahlen, war sich aber nicht bewusst, dass dies genau das Gegenteil bewirkt und dass er eigentlich jemanden trifft, der nur indirekt damit in Verbindung steht ..." Er kratzte sich am Kopf. Er drückte sich gerade wirklich kompliziert aus ...

Mehr als ratlos kratzte sich Kadaj am Hinterkopf, blickte aber noch immer zu Cloud und wusste nicht wirklich, was er davon halten sollte.“ Hat Sephiroth ihn etwa auch? Hat er mit Cloud das getan, was er mit mir getan hat?", setzte er vorsichtig an, rutschte langsam auf dem Hosenboden näher ran und streichelte dem Blonden sachte durch die Haare. Jetzt wo Vincent das alles so erzählte, tat ihm Cloud plötzlich furchtbar leid und er schämte sich wieder. Schämte sich für sein Verhalten, für seine Taten und schämte sich generell da und hier zu sein.

Vincent atmete kurz auf, er hatte es wohl verstanden. "Eine Spur gemeiner, denke ich. Sephirothlike eben. Und was meinst du, was es dann für ein Schock für ihn war, danach auch noch mit den Zellen dessen vereinigt zu werden, den man so innig hasst. Diesen dann in sich zu fühlen, nicht im körperlichen Sinne, sondern im Geistigen. Das ist viel gemeiner. Das hat er ja auch jahrelang verdrängt, sich eine andere Persönlichkeit aufgebaut" er deutete auf das Foto im Regal "ja und erinnern tut er sich auch erst seit kurzen und nun bringt ihr seine Welt wieder durcheinander. Dass das zu viel wird, ist mir eigentlich klar. Nur gibt es da noch eine Vermutung, die ich habe, die ich aber erst bestätigt wissen muss." sprach er in Rätseln, besann sich dann aber wieder. "Was ich sagen will, du brauchst jetzt nicht denken, dass er dich hasst, im Gegenteil ..." aber er sprach nicht wirklich weiter, weil er ernsthaft versuchte, mal nicht geheimnisvoll zu sprechen, da man es zu oft schon fehlinterpretiert hatte.

Kadaj verschlug es fast die Sprache, er schaute Vincent ungläubig an und stand langsam auf. "Das glaub ich jetzt nicht ...", stammelte er leise, ging langsam rückwärts und blieb in der Tür stehen.“ Das kann nicht sein, das kann einfach nicht sein. Das geht nicht ... das kann einfach nicht gehen", verhaspelte er sich weiter, ging wieder einige Schritte und drehte sich ganz um. Hastig humpelte er auf den Balkon, musste das eben gehörte erst mal Sacken lassen, musste das alles auf sich wirken lassen. Kreidebleich hockte er auf der Holzbank, blickte starr vor sich hin und verstand die gesamte Welt nicht mehr.

"Was.. ist..?" fragte Vincent noch nach, sah dann aber schon, dass er sowieso keine Antwort mehr bekommen würde. Nun, er hatte eben gesagt, was er dachte oder aber vermutete und ihm ein paar Infos aus Clouds Leben gegeben, die er wohl sonst nie erhalten hätte. Vielleicht nur fair, da Cloud wirklich schwer zu verstehen war, wenn man ihn nicht kannte. Wahrscheinlich mussten sich diese Informationen erst mal setzen oder hoffte mal, dass er sich nicht zu viel eingemischt hatte. Eigentlich hatte er nur klarmachen wollen, dass Cloud nun seinen Hass nicht auf ihn projizieren würde, klang vielleicht etwas komisch. Die Gedankengänge der Jugend waren aber manchmal auch dermaßen kompliziert, dachte er sich. Aber es war immer schön sich um die Probleme anderer zu kümmern, da sie von den eigenen ablenkten. Gedankenverloren sah er auf den Blonden, der begonnen hatte, sich langsam zu regen. "Hey~ so hart war‘s nun auch wieder nicht ..." schmunzelte er ihm zu und fühlte seine Stirn "auu~ ... doooch ... was war denn schon wieder?" quengelte Cloud, schob die Hand beiseite und rieb sich den pochenden Schädel.

Noch immer saß Kadaj auf dem Balkon, hatte auch nicht vor so schnell wieder rein zu gehen. Er musste das Ganze verarbeiten, waren das doch zu viele Dinge auf einmal. Sein Hirn arbeitete nun auf Hochtouren, langsam kam Licht ins Dunkle und er selber hegte nun auch einen Verdacht. Aber sollte er diesen nun äußern oder sollte er darüber erst mal schweigen?

Noch immer saß Kadaj auf dem Balkon, hatte auch nicht vor so schnell wieder reinzugehen. Er musste das Ganze verarbeiten, waren das doch zu viele Dinge auf einmal. Sein Hirn arbeitete nun auf Hochtouren, langsam kam Licht ins Dunkle und er selber hegte nun auch einen Verdacht. Aber sollte er diesen nun äußern oder sollte er darüber erst mal schweigen?

"Was wohl ... solltest dich echt mal zusammenreißen, mal ehrlich, ich habe keine Ahnung ob Rufus oder die anderen von deinem Problem wissen, wenn sie es aber tun, könnte es sich doch ausarten, also bitte. Setz dir lieber wieder emotionslose Maske auf, bekommt dir und den anderen echt besser ...",philosophierte Vincent Cloud gegenüber. "Wo hört sie auf?", fragte er noch nach und meinte damit nichts anderes als die Erinnerung. "Ähm ... als du meintest, ich würde meinen Hass auf ihn nun auf den da" und er zeigte Richtung Küche, "projizieren, obwohl ich ihn nicht hassen könnte, um es Sephiroth gleichzutun, weil ich mich an ihm nicht mehr rächen kann oder so, den Rest hab ich nicht kapiert", gab er zu und setzte sich auf. Irgendwie war das alles so durcheinander, er verstand ja selbst nicht, was er bei der Anwesenheit des Silberhaarigen fühlte, oder besser gesagt nur ab und an fühlte, denn meistens war er ihm ja egal, meistens. Er war eben launisch, so. "Hast du Hunger? Es sind bestimmt noch Pfannkuchen da ...", meinte er zu Vincent um das Thema nun endlich abzuschließen, er hatte keine Lust nun weiter Mittelpunkt sämtlicher Überlegungen und Vermutungen zu sein, es war so schon peinlich genug. Beide machten sich auf zur Küche.

Immer noch grübelnd hockte Kadaj da, blickte ratlos vor sich her und nahm nichts um sich herum wahr. Auch, dass Cloud und Vincent in der Küche waren, bekam der Silberhaarige nicht mit. Vielmehr war er mit seiner Vermutung beschäftigt. Diese befasste sich wieder mit Sephiroth, das dieser sie nur benutzt hatte, um Mutter zu finden. Kadaj war sich sicher, dass wenn sie es geschafft und die Réunion stattgefunden hätte, das nur einer hätte überleben können ... das dieser jemand Sephiroth gewesen wäre. Kadaj war schwächer als er, also war es naheliegend, dass dieser Bastard gewonnen und seinen Körper ganz übernommen hätte ... Und das nur, weil dieser sich vermutlich wieder an Cloud rächen wollte und an den anderen.

"Dass du hier so leben kannst ..." kam es plötzlich von Vincent, als sich die beiden die Pfannkuchen wieder erwärmten. "Das ist alles so ... eng, die kleine Wohnung, mitten in der Stadt, ist doch total langweilig ..." "Sagt mir einer der 30 Jahre in einem viereckigen Kasten zugebracht ... toll ...", konnte Cloud sich die Bemerkung nicht verkneifen und schenkte ihm etwas Tee ein. "Oder lieber was Härteres?", fragte er vorsichtshalber nach. "Nein ... Alkohol macht leichtsinnig ...", bekam er als Antwort. "Schon mal überlegt, was passiert wäre, wenn die Brüder ihren Plan verwirklicht hätten?", fragte Vincent unvermittelt. "Oft ... aber ich komm immer wieder zu dem Schluss, dass ich wohl meine Ruhe gehabt hätte. Zumindest in meinem Körper und ich hätte wenigstens eine reale Person vor mir gehabt, die ich hätte, in den Hintern treten können", grummelte Cloud böse vor sich hin. Vincent war aber gänzlich anderer Meinung.

Den letzten Satz hatte Kadaj dann doch gehört, stand auf und kam langsam auf wackligen Beinen in die Küche und schaute die beiden an. "Du hättest mir in den Arsch getreten, wenn wir Erfolg gehabt hätten. Sephiroth hatte es nur auf meinen Körper abgesehen, weil ich der schlauste von uns Dreien war und bin. Hätte die Réunion stattgefunden, hätte er meinen Körper beherrscht, hätte mich verdrängt ...", setzte Kadaj langsam an, lehnte sich dabei gegen die Wand und blickte zu Boden. "Er hätte mich gnadenlos aus dem Weg geräumt, weil er stärker und mächtiger ist, als ich es je hätte sein können. Ich war nur Mittel zum Zweck, eine Marionette, die nach seinen Vorstellungen funktionieren sollte", endete Kadaj kreidebleich und setzte sich dann doch erst mal hin.

Die beiden schauten etwas überrascht zu Kadaj, so hatten sie ihn ja nicht bemerkt. Seine Ausführungen waren plausibel, wie Vincent fand und er nickte dazu. Cloud, der sich sowieso noch immer unwohl fühlte, musste natürlich einen Kommentar abgeben. "Ohh~ ... so dumm würde ich SephiSchatzi nicht einschätzen. Was bringt ihm den ein na ja, mittelmäßig schlauer Geist und so ein schwächlicher Körper? Loz wäre da schon eher der Kandidat gewesen, eine kleine Herausforderung, was muss er auch denken können, die Stärke hätte wohl ausgereicht, sonst wäre es ja total langweilig ..." "HEY ...", unterbrach Vincent ihn mit lauter und dunkler Stimme und gab ich dabei einen Kniff in die Seite. "Gib mal nicht so an, oder soll ich dich an was erinnern?", meinte er ruhig aber bestimmt, was Cloud dazu veranlasste, sofort die Klappe zu halten und das, was er noch sagen wollte, hinunterzuschlucken. "Marionette passt gut, und ja, ein Mittel zum Zweck, was auch sonst, anders hätte ich es auch nicht eingeschätzt ... wie gut das Lucrecia dass nicht miterleben muss ...", sprach Vincent mehr zu sich selber, wurde dann aber harsch von Cloud unterbrochen "Was denn? Wirst du nun selber wieder sentimental?", maulte Cloud wieder dazwischen und giftete nun Vincent an. Er war insgesamt wirklich aggressiver als die Tage zuvor.

Eigentlich wollte Kadaj zu den beiden noch etwas sagen, doch es schellte an der Tür und der Silberhaarige hopste auch schon und öffnete sie. Kein Geringerer als Rufus stand davor und grinste Kadaj widerwillig an. "Ach gut, dass du da bist, zu dir wollte ich" und schon schritt der Blonde in die Küche und legte eine Kiste auf den Tisch. Vincent und Cloud beachtete er erst mal gar nicht. "Ich nehme mal an, dass du weißt, was in der Kiste ist?" "Ich kann es mir durchaus denken, ja." "Schön gegen eine kleine Gefälligkeit würde ich sie dir überlassen, dann könntest du es Cloud heimzahlen. Er war ja nicht gerade nett zu dir und das gleich zweimal", erzählte Rufus kalt lächelnd und blickte Cloud dabei ein.

Das Klingeln brachte Cloud und Vincent erst mal dazu, nicht weiter zu streiten. "Wer kommt denn nun noch? Ist das hier ein Bahnhof?", grummelte Cloud, sah dann aber schon auf eine geschlossene Kiste, die auf den Küchentisch gelegt wurde. Rufus, der ohne Gruß einfach mal so drauf los redete, hatte er schon gefressen und das Thema, was er anschnitt, passte ihm auch nicht. Er verfluchte insgeheim die Tatsache, dass er sich nicht hatte zurückhalten können und der verfluchte die Tatsache, dass er wohl so beschattet wurde, dass die es auch noch mitbekommen hatten. Giftig funkelte er Rufus an, aber ein unauffälliger, aber schmerzhafter Tritt von Vincent gegen sein Schienbein ließen ihn mal nicht explodieren. "Was soll da drin sein, Rufus? Schöner Abend heute, nicht wahr?", kam es nun als eher als gespielt gelangweilte Frage von Vincent, der Cloud einfach nur die peinliche Stille ersparen wollte, obwohl sich alle denken konnten, was wohl darin sein würde. In sich spürte Cloud aber plötzlich ein Verlangen, ein Verlangen, sofort mit dieser Kiste wegzurennen, aber er kämpfte es nieder.

Rufus schaute Vincent abschätzend an, blickte aber dann wieder zu seinem kleinen Liebling und achtete gar nicht auf das Geschwätz der anderen. "Nun Kadaj, wie sieht es aus. Was hast du vor?" "Ähm ... ich weiß nicht", stammelte dieser leise und ich ein Stück zurück, jedoch folgte Rufus ihm und drückte ihn leicht gegen die Wand. "Rache ist doch etwas Schönes ... wenn man bedenkt, was dir Cloud angetan hat. Ich wäre da ja sehr viel vorsichtiger vorgegangen, aber mich hast du ja buchstäblich die Bettkante heruntergestoßen. Nun ich bin nicht nachtragend, mein Angebot steht noch. Du musst es einfach nur annehmen und die Kiste gehört dir ... die Rache ist dann sozusagen deine und die von Sephiroth", lächelte er kalt und setzte sich ungebeten auf einen der Stühle.

"Der tut so als wären wir Luft ...", grummelte Cloud vor sich hin. "Wenn ich ihn nun vom Balkon werfe, bekomme ich dann mildernde Umstände wegen Hausfriedensbruch seinerseits?" "Eher nicht", antwortete Vincent schmunzelnd. "Dafür hätte er die Türe einschlagen müssen ..." "Dir schlag ich gleich was ein ...", verteidigte Reno sofort mal seinen Präsidenten. "Ach, noch jemand, kommt nur alle rein, setzt euch, nehmt euch Kekse ...", maulte Cloud nun mal wirklich angefressen und stand dann auf, es war ihm einfach zu eng mit den vielen Personen. "Ist n Scheiß Gefühl von der Bettkante zu fallen, nicht wahr, haste mal nicht alles gekriegt, was du wolltest, auch eine Erfahrung, nicht wahr?", grinste er zu Rufus und zu Kadaj meinte er bloß. "Marionette oder nicht, was für eine Versuchung ..." Es lagen ihm noch weitere Gemeinheiten, was Sephiroth anging auf der Zunge, aber innerlich war er nun dermaßen angespannt, dass er Probleme hatte, das Andere ich nicht sofort durchbrechen zu lassen.

Kadaj schaute Cloud wütend an, ballte die Fäuste und blickte dann entschlossen zu Rufus. "Also schön, ich mach es." "Weise Entscheidung", lachte Rufus gemein, blickte dann wieder zu Reno und Rufus, deutete auf Kadaj und murmelte etwas von "Einpacken und Mitnehmen." "Was diese kleine Gegenleistung ist, wirst du dir sicher denken können, oder? Aber keine Sorge, ich bin in solchen Sachen besser geübt als dieser Sadist hier" und er klopfte Cloud auf die Schulter. "Reno, Rude wir gehen ... ich hab noch etwas vor. Ach ja Kadaj ich vergaß ... wenn ich fertig bin, dann darf Reno auch mal. Ich nenne das eine Art Trostpflaster ... dafür, das Cloud ihn nicht ran lässt" und damit trat Rufus auch schon durch die Tür und runter zu seinem Wagen.

Vincent schüttelte ungläubig den Kopf. "Rufus nennt wohl immer erst alle Bedingungen dann, wenn sein Gegenüber bereits zugestimmt hat. Auch eine Art jemanden zu erpressen. Schade Kadaj, verabschiede dich schon mal von deiner Persönlichkeit" fügte er mit bedauernder Stimme an. Reno war knallrot angelaufen und er blickte beschämt auf die Seite, als Cloud ihn mit einem Blick fixierte, sehr auffällig seinen Körperbau musterte und sogar an ihm schnupperte. Seine Augen leuchteten wieder grün, da er nun wirklich sauer war und er konnte es nicht mehr zurückhalten konnte. "Reno~, doch ... auch lecker ... rote Haare ... erinnert mich an ein süßes melancholisches Monsterchen ... besuch uns doch mal nach Feierabend, aber erst schön die Pflicht erledigen, wie es sich für einen Wachhund gehört ...", raunte er ihm zu und deutete auf Kadaj. Reno machte unwillkürlich einen Satz auf die Seite, als Cloud nach ihm greifen wollte, so erschrak er sich, klang der Blonde doch nun so anders. Vincent erkannte die Gefahr, sprang seufzend auf und bugsierte Cloud erst mal von Reno weg. "Haut nun lieber ab! Und du Junge ... AUFWACHEN!" Und er knallte ihm erst mal eine, um ihn zur Besinnung zu bringen.

Kadaj blickte Cloud noch einmal an, überhörte dabei gekonnt Vincents Worte. "Wenn ich wieder komme ... und ich werde wieder kommen, dann trete ich dir so in deinen verdammten Arsch, dass der Schuh stecken bleibt" dann wandte er sich doch an Vincent. "Weißt du, es wird nicht nur meine Persönlichkeit flöten gehen, mein gesamtes Leben wird dabei drauf gehen. Oder glaubst du etwa, dass ausgerechnet ich eine Chance gegen Sephiroth hätte? Nein, sobald er meinen Körper hat, bin ich nur noch Geschichte" und damit humpelte er brav hinter Reno und Rude hinterher.

Cloud war nun wieder wach, aber diesmal hatte er alles gesehen. "Unglaublich ... geht da freiwillig mit. Ist ja fast wie Selbstmord. Wusste ja schon immer, dass er einen an der Waffel hat. Nur schade, dass ich ihn jetzt bald fertigmachen muss. Hätte ja beinahe angefangen ihn zu mögen ..." "So, so, nur angefangen? Du bist echt komisch, ist aber wohl nicht mehr zu ändern ..."  Vincent schaute zur Straße auf den Wagen. "Ob Rufus sich wohl daran hält? Er könnte ihn ja auch nur damit gelockt haben und ihm niemals das geben, was er will." Cloud kam eine Idee. Er stellte sich an die Haustüre, so schnell konnte der Silberhaarige ja auch nicht humpeln, dass er es nicht hören würde. "Kadaj, bin gespannt, wann wir aufeinandertreffen werden. Und vor allem, ob Rufus dir wirklich das gibt, was du willst, ich wette, er hält es dir vor, um dich zu erpressen. Bist ganz schön naiv ...", rief er ihm noch hinterher. Reno zeterte auf dem Weg nach unten zu Rufus. "Was war das? Der hatte grüne Augen ... seit wann redet der so? War das nun erst? Rude ... sag, doch was ... krass hier ... „ Doch Rude schwieg, einfach und nahm sich die Kiste etwas fester unter den Arm.

Grummelnd humpelte Kadaj weiter die Treppen runter, hörte dabei die Worte des Blonden und hielt inne. "Lieber lass ich mich erpressen, als mit solch einem Verrückten unter einem Dach zu leben. Sei doch froh, so bist'e mich wenigstens los und sollte Rufus sein Versprechen halten, dann hast du doch immerhin gleich zwei deiner Feinde ausradiert. Kannst dich dann ja beglückwünschen und mit Graf Dracula Party machen" und er humpelte weiter die Treppe runter und schnaufte verachtend. Kadaj kam dabei nur langsam voran, musste immer wieder eine Pause machen und setzte sich kurz auf die unterste Stufe.

Cloud ging nun auch ein paar Stufen hinunter. "Du bist komisch." Aber warum ging er eigentlich hinterher. Der Silberhaarige hatte doch recht. So konnte er nun wirklich alles loswerden, endlich Ruhe haben. Ob er ihn besiegte oder nicht, es war egal, er hatte seine Ruhe. Aber wollte er das denn. "Graf Dracula? Vincent? Bist du eifersüchtig? Wenn du auf das von vorhin anspieltest, haben wir gemacht, um Reno zu ärgern, der rennt mir schon eindeutig zu lange hinterher, aber wirst ihn ja bald kennenlernen ... Was ich meine ist, wieso gibst du dein neu gewonnenes Leben auf, okay, die Umstände sind vielleicht etwas komisch und verrückt, ja, stimmt, so verrückt wirst du dann auch werden und ich sag dir eines, es macht keinen Spaß zu merken, wie er an Macht gewinnt und übernimmt. Aber vielleicht ist er zu dir ja so gnädig und lässt dich wenigstens nicht dabei zu schauen, was er dich tun lässt. Aber, was red ich eigentlich ... ist dir ja eh egal." Mittlerweile war er beinahe unten angenommen, blieb aber in gehörigem Abstand stehen und fragte sich, warum er eigentlich noch so viel Zeit investierte, eine beschlossene Sache abermals infrage zu stellen.

Kadaj blickte Cloud nicht an, hörte aber wie diese die Treppe runterkam und was er alles sagte. "Ich bin nicht eifersüchtig. Wieso sollte ich? Ich mag dich nicht mal, also bilde dir da mal nichts drauf ein. Scheinbar hast du es immer noch nicht ganz begriffen. Wenn Sephiroth meinen Körper beherrscht, bin ich Geschichte ... dann bin ich tot ... dann gibt es keinen Kadaj mehr. Wie soll ich dann also noch etwas mitbekommen, was der liebe Herr General alles anstellt?" Und damit stand Kadaj wieder auf, richtete kurz seine zerknautschte Hose und ging langsam aus dem Haus.

"Es irrt der Mensch, solang' er strebt", zitierte Cloud nun von Faust. "Freiwillig sein Leben herzugeben, Marionette zu spielen und das, obwohl du gerade eben noch kapiert zu haben scheinst, dass er auf nichts anderes abziehen würde, dass du ihm vollkommen egal bist, weniger als Beiwerk. Hahhh~, aber eines verspreche ich dir, du wirst nicht tot sein, ein Teil deines Geistes muss deinen Körper ja am Leben halten, glaub mir, ist er ja nicht einmal mehr als ein Schatten ..." Und mit den Worten, die er nun selber ausgesprochen hatte, schien er etwas selbst zu kapieren. Warum ließ er es immer wieder zu, dass ein Schatten, eine Erinnerung, immer wieder seinen Geist vergiftete. Aber Kadaj ließ sich nicht aufhalten. „Wohl besser, dass du mich nicht magst, dann muss ich ja kein schlechtes Gewissen mehr haben, nur leider ist Hass nur einen Wimpernschlag von Liebe entfernt." Und das war das Letzte, was er noch dazu fügte, ehe Kadaj vollkommen außer Hörweite war. Dann würde er eben warten, bis die Sephirothausgabe ihm begegnen würde, sollte Rufus Wort halten, woran er beim besten Willen nicht glaubte, so ein Druckmittel war eben Gold wert.

Kadaj ließ die Worte buchstäblich auf sich rieseln, ließ sie sacken und wirken. Einen Moment lang hielt er in seiner Bewegung inne, überdachte noch einmal sein ganzes Vorhaben. Er überlegt sogar, ob er den Blonden doch mochte, immerhin hatte er ihn geküsst und dann war da ja auch noch die Sache in der Küche. Kadaj war ratlos, blickte zwischen Reno und Rude hin und her, wusste nicht, was er denken oder sagen sollte. "Noch kannst du umdrehen", war das einzige, was Rude ihm zu sagen hatte, wobei Reno ihn ansah und lautstark fluchte. "Du kannst ihn doch nicht wegschicken. Er hat doch zugesagt!" "Ja hat er, aber es war seine Entscheidung, also halt die Klappe", betonte Rude ruhig und nickte Kadaj, ehe er in den Wagen stieg noch einmal zu. Unsicher ging Kadaj wieder die Treppen rauf, war noch immer am überlegen und trottete mehr als planlos zurück in die Wohnung.

Cloud war inzwischen ins Wohnzimmer zurückgekehrt. Konnte er den Silberhaarigen ja nicht umstimmen und so akzeptierte er es eben. Vincent stand am Fenster und blickte hinaus. „Weg?" „Denke schon." Das Kadaj irgendwann planlos in die Wohnung kam, bekamen die beiden nicht mit, auch nicht, ob er etwas von dem Gespräch mitanhörte oder nicht. „Interessante Wortwahl" „Hast du das gehört?" „Schon, warst ja laut genug, ein Schatten wie?", fragte er schmunzelnd nach. „Ja ... ich denke, ich dreh es einfach um, also was Sephiroth angeht ..." „Wie meinen?", fragte Vincent nach, der mal überhaupt nichts verstand. „Ja. Ich sehe mich eben so, also mit dem Schatten. Nach dem Motto: Ich bin ein Teil von jener Kraft, die Böses will und Gutes schafft. Ich bin der Geist der stets verneint, der Böses will und Gutes meint. Verstehst'e? Er ist zwar ein Teil von mir, will Böses, aber ich dreh es ihm einfach um, so kann er mich nie beherrschen." „Aha, zu viel Faust gelesen, was? ...Und Kadaj?" Ruhig blickte Cloud zum Bücherregal und seufzte. „Ich kann es ja nicht ändern. Er hasst mich ja. Auch verständlich, also was soll ich machen? Mich noch mehr aufdrängen, wo er das doch nicht will? Auf Knien betteln, dass er es nicht machen soll? Hoffe bloß mal für ihn, dass er es wirklich nicht mitansehen muss, was er als Sephiroth tun wird ..." seine Augen bekamen einen schmerzhaften Ausdruck, als er daran zurückdachte, wie er seine Freunde hintergangen hatte, aber er schob den Gedanken-gleich wieder beiseite und seufzte resigniert.

Kadaj blieb bei den Worten regungslos im Flur stehen, hielt dabei die Luft an und wedelte, nachdem er kaum mehr welche bekam mit den Armen. Was sollte das denn nun wieder werden? Unsicher in seinem Denken und Handeln, blieb er wie angewurzelt stehen und blickte starr an die Wand. Ratlos kratzte er sich am Kopf, schluckte schwer und konnte nicht fassen, was er da hörte. Nur langsam ging er weiter zu seinem Zimmer, stolperte dabei aber über seine Füße und knallte der Länge nach auf den Boden. Na toll, wenn das Mal keiner gehört hatte! Langsam rappelte er sich aber wieder auf, humpelte leise weiter und hoffte mal, dass sie ihn nicht gehört hatten, bis er auf seinem Zimmer war.

Die beiden Philosophierten immer weiter über Schatten oder Geist, über Wiedergeburt und Seelenlast. Doch dann ... „Öhm, war da was?" fragte Vincent, der meinte, etwas gehört zu haben. „Hab nichts gehört." Vincent stand auf, ging an die Türe und sah dann Kadaj doch noch vor seinem Zimmer humpeln. Die Sicht blockierend meinte er über die Schulter zu Cloud. „Du hast die Haustüre ja offen gelassen", schmunzelte er. „Der heimliche Wunsch, dass er doch wieder zurückkommt?" „Ach, halt die Klappe, dreh's Messer ruhig noch ein paar Mal rum, nur zu, Penner!", kam es von Cloud ärgerlich aus dem Wohnzimmer, ja er hatte die Türe offen gelassen. Warum wusste er selber nicht so genau. Vincent grinste bloß vor sich hin, sagte aber nichts weiter, schloss einfach die Haustüre und blickte kurz fragend zu Kadaj.

Kadaj blickte Vincent einfach nur an, schluckte leicht und wich dann dessen Blick aus. Was sollte er auch sagen? 'Juhu ich hab es mir anders überlegt' oder vielleicht 'ich war zu feige'? Kurz grinste er unbeholfen vor sich hin, kratzte sich am Kopf und brachte nur in leises "Hallo" zustande. Für mehr reichte es nun wirklich nicht, die Stimme hatte buchstäblich versagt und der Rest auch. Immer noch im Flur stehend, lehnte er sich gegen die Zimmertür, schloss kurz die Augen und zählte bis zehn. Ruhe ... nur die Ruhe bewahren und sich ja nichts anmerken lassen.

Vincent schien die Gefühle des Silberhaarigen zu verstehen. Stumm nickte er ihm nur zu, wendete sich dann aber wieder Cloud zu und lehnte die Wohnzimmertüre an, damit man nicht direkt in den Gang sehen konnte. "Fassaden haben einen entscheidenden Vorteil", kam es geheimnisvoll von Vincent, der Cloud einfach mal ablenken wollte. "Hä, was?", entgegnete Cloud, der den Themenwechsel nun mal überhaupt nicht verstand. "Nun, man kann sie immer wieder erneuern, sie anders gestalten und doch versteckt sich immer derselbe Kern dahinter." zwinkerte er ihm zu. Cloud kratzte sich am Kopf. "Gar nicht mal so abwegig, wo haste den denn her?" "In 30 Jahren kann man viel nachdenken. Was machst du nun?" fragte er zurück. "Was wohl ...", grummelte Cloud genervt. "Warten ... Und wenn ich keine Lust mehr darauf habe, verschwinde ich und mach einen auf Feigling, vielleicht lass ich mir auch ein paar Flügel wachsen und kreise ein wenig im Orbit. Ach keine Ahnung ..." Er schnaufte, was sollte das denn jetzt alles. "Doch, ha~, jetzt hab ich eine Idee. Total idiotisch, aber was soll's, irrationales Handeln schiebe ich auf meinen kleinen Schatten, gut nicht? Ich zieh los und such nach Loz und Yazoo, hatte Reno oder Rufus oder wer auch immer nicht gesagt, sie haben sie auf Eis gelegt? Kann mir nur zu gut vorstellen, wo das ist. Ich taue sie auf und sorge dafür, dass sie ihrem kleinen Bruder mal ein wenig den Kopf waschen."

Stumm hatte sich Kadaj in sein Zimmer verzogen, setzte sich auf das Bett und starrte die Wand an. Noch immer wusste er nicht was er sagen und wann er sich bemerkbar machen sollte. Leise summte er vor sich hin, kam sich dabei aber mehr als bescheuert vor und hörte augenblicklich damit auf. Gern wäre er sitzen geblieben, hätte weiter nachgedacht, doch es machte sich nun mal die Sucht bemerkbar. Leise auf Zehenspitzen schlich sich Kadaj in die Küche, öffnete leise die Tür zum Balkon und schloss sie fast geräuschlos hinter sich zu. Leise seufzend setzte er sich auf die Holzbank, blickte stumm in den Hinterhof und rauchte seine Zigarette.

"Sprücheklopfer, mach das, gute Idee", grinste Vincent ihm zu. "Ich geh mal eben rauchen ..." "Suchtie, echt schlimm, viel Spaß, ich bin dann im Bett, mir reicht's für heute, kannst ja wieder das Gästezimmer nehmen, wenn du nicht in der Nacht zurück willst. Gute Nacht!", meinte Cloud daraufhin und verzog sich auch schon in sein Zimmer und schloss die Türe. Etwas in seiner Brust zwickte und er kam sich dermaßen bescheuert vor, in eine Situation gedrängt, welche er nicht ausstehen konnte. Nicht mehr nachdenken wollend, fiel er ins Bett und verkroch sich unter der Decke. Vincent war währenddessen auf dem Balkon angelangt, zündete sich eine Zigarette an und zog langsam den Rauch in seine Lungen. Erst dann beachtete er den Silberhaarigen auf der Bank. "Nun?" kam es nur als Frage und selbst dabei blickte er nicht zu ihm, sondern hinauf in den Nachthimmel.

Kadaj aber schaute auf, als Vincent den Balkon betreten hatte und ein ungutes Gefühl beschlich ihn. "Was nun? Willst du wissen, warum ich wieder hier bin, warum ich es mir anders überlegt habe? Nun gut, ich hab es mir überlegt, weil Cloud etwas gesagt hatte, das mich stutzig werden ließ'. Etwas wie "das Hass nur einen Wimpernschlag von Liebe entfernt sei". Da bin ich erst wach geworden und das wurde mir auch langsam klar, dass ich ihn nicht wirklich hasse. Das tue ich nur, wenn es so komisch ist und das denke ich ist auch verständlich", er machte eine kurze Pause, zog an seiner Zigarette und fuhr dann fort. "Ich weiß nicht wirklich was ich über Cloud denken soll und was nicht, ich weiß auch nicht, was ich fühle oder machen soll. Ich weiß nur eins, dass wenn er mir zu nahe kommt, dass ich am liebsten flüchten würde oder im Erdboden versinken würde" dabei schielte er nun leicht zu Vincent und hoffte, dass er eine Erklärung hätte.

Vincent starrte noch immer geradeaus in die Dunkelheit. "Hass ist nur einen Wimpernschlag von Liebe entfernt." Er ließ die Worte ebenfalls kurz auf sich wirken, schmunzelte dann aber in sich hinein. "Wie oft habe ich das schon gehört und es ist und bleibt die Wahrheit. Wie schnell Liebe oder auch eine gewisse Verehrung oder auch Bewunderung in puren Hass umschlagen kann, aber auch umgekehrt ..." Kurz hielt er inne und überlegte ein wenig. "Was du über ihn denken sollst, musst du selber für dich herausfinden. Vielleicht nur eines dazu, wir hatten es zuvor. Fassaden können erneuert und verändert werden, aber sie schützen immer denselben Kern ... und was du auch immer siehst, was er dir oder den anderen Mitmenschen zeigt, es ist nicht dass, was er wirklich denkt. Nur wenige blicken wirklich dahinter ..." Abermals zog er an seiner Zigarette und schnippte sie danach weg und lehnte sich lässig auf das Geländer. "Du willst flüchten, wenn er dir zu nahe kommt? Hast du überhaupt schon mal jemanden so nahe an dich herangelassen? Nicht nur im körperlichen Sinne ... auch im geistigen. Was bedeutet für dich zu nahe? Was willst du denn verbergen? Jemandem zu zeigen, was in dir vorgeht? Jemandem deine Gefühle zu offenbaren? Vor was willst du denn flüchten? Vor ihm oder vor dir selbst und deinen eigenen Empfindungen? Vor was hast du Angst?", fragte er ruhig mit sanfter Stimme zurück. Das Gespräch würde wohl noch ein paar Zigaretten lang dauern. Also zündete er sich bereits eine Neue an und hielt Kadaj ebenfalls die Packung hin.

Nun überlegte Kadaj, was er antworten sollte, und kratzte sich nachdenklich dabei am Kopf. "Nein, ich war einem Menschen nie näher als drei Meter. Cloud aber war mir wesentlich näher, er war mir sogar so nahe, dass er mein Innerstes kennt" dabei wurde Kadaj etwas rot um die Nase und seufzte. "Ich versuche einfach auf Abstand zu gehen, weil ich Angst habe, dass er mir wieder wehtut. Auch habe ich Angst mehr zuzulassen, aber die meiste Angst habe ich davor, dass ich mich verlieben könnte und diese Liebe nicht erwidert wird." Er nahm sich nun eine Zigarette aus der ihm gereichten Packung, bedankte sich kurz und zündete sie sich an. "Ich war immer nur mit meinen Brüdern zusammen, kannte so was wie Liebe nicht ... nur Bruderliebe. Und jetzt bin ich Tag für Tag mit einem Menschen zusammen, wo diese Gefühle mehr als Bruderliebe hinauslaufen und davor hab ich eben Angst", erzählte er weiter und seufzte leise auf.

Vincent konnte dessen Zweifel verstehen. Mit tragischer Liebe kannte er sich nur zu gut aus. Aber er musste auch unwillkürlich schmunzeln, denn er stand vielleicht einen Meter von dem anderen weg. Ungewolltes Eindringen in die Privatsphäre eines anderen Menschen, das Durchbrechen einer unsichtbaren Schranke, die man um sich errichtete, um sich zu schützen. Er wollte nicht in melancholische Gedanken verfallen und versuchte wieder zuzuhören. "Ob eine Liebe erwidert wird oder nicht, kann man nie wissen. Man kann aus diesem Grund eine Liebe niemals zulassen, nur ist man dann allein und damit kommen die einen mehr die anderen weniger zurecht. Und eines kann ich dir jetzt schon sagen, du kommst damit nicht zurecht, sonst wärst du längst weg und mit Rufus mitgefahren." Kurz seufzte er, der Kleine war tiefsinniger als er ursprünglich gedacht hatte. "Mal ehrlich, warum glaubst du, dass er dich zuerst dermaßen auf Abstand gehalten hat? Warum er dann aber genau die Dinge wiederum tut, die dich ärgern und auf die Palme bringen? Warum er sich so verhält, dass du ihn ja bald hassen musst, dass sich euer Abstand vergrößert? 'Ich weiß, was dir wichtig ist und ich werde es Stück für Stück nehmen, bis du ganz allein bist' ... wenn du das einmal gesagt und es dann auch noch zu spüren bekommst, nur zu klar, dass man dann niemals zugibt, dass einem etwas wichtig ist, eben um es eben nie zu verlieren. Dazu kommt unbewusst, dass man sich selber schützen will, indem man niemanden an sich heranlässt ... Hm, ~ ihr seid euch wirklich mal nicht unähnlich ...", stellte er schmunzelnd fest, obwohl er sich nun sicher war, dass er den Silberhaarigen komplett verwirrt hatte.

Kadaj runzelte die Stirn, ließ das alles auf sich einwirken und blickte mit großen Augen vor sich hin. "Also ich versteh teilweise nur Bahnhof. Das klingt alles so verwirrend, so seltsam und irgendwie versteh ich nur die Hälfte", gestand er leise und blickte den Schwarzhaarigen planlos an, dann schaute er wieder in den Hinterhof und versuchte es zu verstehen. "Ich weiß nicht, warum er mich ständig auf die Palme bringt und Dinge tut dich mich ärgern. Vielleicht tut er das, um mich einfach zu ärgern, weil er mich loswerden will. Ich wurde ihm ja schließlich aufgedrängt und das wollte ich auch nicht. Es kann schon sein, dass ich mit meinen Gefühlen nicht zu Recht komme, wie schon gesagt, ich kenne so was nicht wirklich. Hab es so noch nicht gespürt oder es so auch noch nie zugelassen", murmelte er im Anschluss und rollte mit den Augen. Super, er stand auf einem winzigen Balkon und offenbarte Vincent sein Gefühlschaos, konnte ja nur noch schlimmer werden.

Vincent war sich nicht sicher, ob er dem anderen die beiden Sachverhalte richtig klarmachen konnte, die hier einspielten. „Klar. Erst wollte er sich loswerden. Logisch. Hatte er sich doch endlich mal ein wenig mit sich selbst arrangiert, es endlich mal geschafft, sein Zweites ich zu unterdrücken und dann? Dann kommt ihr daher und fangt wieder mit dem Renunionschrott an. Glaub bloß nicht, dass ihm der Kampf zuvor mit euch Spaß gemacht hat. Und zu allem Überfluss kriegt er genau dich als Präsent, quasi sein Problem direkt vor Augen geführt." Nun war es an ihm, die Augen zu verdrehen. „Aber als Rufus dich holen wollte, als er unterwegs war, hat er es dann doch wieder verhindert, oder? Hat eben doch so viel von dir gehalten, dass er es nicht zulassen wollte, dass dieser ... du weißt schon ... dich mit perfiden Spielchen versaut." Hastig zog er an seiner Zigarette, was waren die Gefühle der Jugend auch so kompliziert, ob er wohl auch so gewesen war?

"Oh bitte, ich konnte wohl kaum vorhersagen, wohin ich kommen würde und das man mich mit perfiden Spielchen versauen könnte, ist ja wohl völlig aus der Luft. Bevor ich hier war, wusste ich nicht mal, was man mit seinem Körper alles anstellen kann, oder was man mit dem Körper eines anderen macht. Und das war sicherlich nicht Rufus, der dir das gezeigt hat. Soviel zu deinen perfiden Spielchen. Cloud ist in der Hinsicht kein Deut besser. Aber keine Sorge, ich lass mich schon nicht versauen, es gefällt mir nicht mal und ich kann auf so was auch verzichten." Kadaj schnaufte wie so eine Dampflok, er war wütend und zugleich enttäuscht, dass man sooo von ihm dachte. Auch war er über sich selber enttäuscht, dass er so schwach geworden war und sich nicht zur Wehr setzte. Das alles nagte nun an seinen Nerven, an seinem Gemütszustand.

Man war der anstrengend, kein Wunder, dass ... Vincent dachte nicht zu Ende, er versuchte geduldig weiter zu erklären. „Es hat auch keiner gesagt, dass du etwas dafür kannst. Und ich bin mir sicher, dass Rufus genau gewusst hat, wer du bist. Du hast gerade eine Chance verpasst es herauszufinden. Vielleicht hättest du dann verstanden, warum Reno so verschoben ist ... ist zwar schon eine Weile her, aber ich kenne deren Spielchen durchaus, würde ich niemandem empfehlen." Dann musste er es einfach loswerden. „Warum er dir wehgetan hat ... nun, Cloud selber wollte dich einfach nur ärgern, was ausgeartet ist. Du weißt wie, ausgeartet in dem Sinne, dass jemand, der ihm wiederum versprochen hat, dass was ihm wichtig ist wegzunehmen. Ihn hat Dinge tun lassen, die eigentlich wirklich dafür sorgen sollten, dass er etwas verliert ... du weißt, wen ich meine. Und in einem kannst du dir sicher sein, wehtun, wird er dir in dieser Hinsicht wirklich nicht mehr. Ich bin mir sicher, dass er ihn nicht mehr durchbrechen lässt und er wird alles andere tun, als dich nochmals verführen zu wollen." Er schnippte seine Zigarette weg.

Kadaj zuckte leicht zusammen, ja, er wusste durchaus, wenn Vincent meinte, er war ja schließlich nicht auf den Kopf gefallen. "Ja, ich weiß, wie es ausgeartet ist, erinnere mich bloß nicht ...Schlimm genug, dass es überhaupt so weit gekommen ist. Dass er mich nicht noch mal verführen will? Wann hat er das je gemacht? Das war von vornherein kein Verführen, das war einfach nur mich demütigen und sich einen Spaß machen. Und das erste Mal war kein Sephiroth in seinem Kopf!", stellte Kadaj empört klar und setzte sich zurück auf die Holzbank. Als würde er sich je wieder verführen lassen ... und schon gar nicht nach solch einer kranken Nummer, da konnte einem aber auch alles vergehen, wie er selber fand.

„Ich wollte es nur nett ausdrücken ... dann eben demütigen. Demütigen und demütigen sind zwei Sachen. Man kann nur jemanden wirklich mit Demütigung verletzen, wenn dieser sich auch darauf einlässt", betonte er. „Und die Sache in der Küche zuvor, ja er hat es erzählt, nehmen wir genauso als demütigen. Wie du willst. Hatte dir ja auch nicht gefallen." Er unterdrückte ein Schmunzeln, aber warum mischte er sich eigentlich ein, er könnte es so schön ruhig bei sich zu Hause haben ... „Dann war er es eben nicht, was auch immer es dann wahr, welche komischen Gedanken dann auch immer seinen Geist vergiftet hatten." Vincent wollte nur noch eine Sache hinzufügen, bevor er das Thema endgültig beenden würde. „Was du in dir fühlst, musst du schon selber herausfinden. Nur weiß ich eines, das klingt nun total komisch, aber Cloud wird dich ganz weit von sich stoßen, eben um dich zu schützen, eben damit so was nicht noch einmal passiert. Wenn du daran was ändern willst, wirst du wohl selber auf ihn zu gehen müssen oder eben doch verschwinden", fügte er nun hart an, er hatte genug von diesem Gespräch, Cloud würde ohnehin ausrasten, wenn er mitbekäme, dass er so viel von dessen Gefühlswelt preisgegeben hatte.

Kadaj blickte Vincent einfach nur eine Weile an, schluckte dann aber und blickte wieder vor sich hin. "Soll mir nur recht sein, wenn er mich von sich stößt, immerhin passiert mir so was nicht nochmal. Dass ich schwach werde und etwas zulasse, dass ich so gar nicht will oder wollte. Ich soll selber auf ihn zugehen? Ja irgendwann vielleicht mal ... irgendwann, wenn ich weiß, was mit mir los ist und ob ich dem gewachsen bin. Vorher ganz sicher nicht ..." und er schaute kurz noch mal in den Hinterhof, ehe er sich ganz erhob und sich dabei erst mal streckte.

Vincent schmunzelte abermals. "Und wenn du es gleich rausfinden willst, was mit dir los ist, gehst 'e sofort in sein Zimmer und zahlst ihm es mit gleicher Münze heim", flüsterte er extrem leise. Tat dann aber so als hätte er nichts gesagt, sondern ließ sich hinter Kadaj, der aufgestanden war, direkt auf die Bank fallen, lag nun darauf auf dem Rücken und betrachtete die Sterne, die sich langsam in der Dunkelheit zeigten. "Du erlaubst doch, ja? Ich verbringe die Nächte, wenn ich bei Cloud übernachte, immer hier draußen, ich hab in der Zwischenzeit was gegen geschlossene Räume ..." Und er verschränkte die Arme hinter seinem Kopf und sah wieder nach oben.

Irritiert blickte Kadaj auf Vincent runter, hatte er die leisen Worte doch genau gehört. "Ich soll was machen?", zischte er ihn leise an, blickte ihn wütend an und schnaufte leicht. "Ich geh ganz sicher nicht auf sein Zimmer und tut das mit ihm, was er mit mir gemacht hat! Ich mag zwar ab und an grausam gewesen sein, aber selbst ich bin nicht so abgebrüht" und er seufzte erneut. "Nein, ich hab nichts dagegen, wenn du hier liegst, hab ja selber hier schon eine Nacht verbracht ... nicht ganz freiwillig" und dabei musste er nun doch wieder schmunzeln, erinnerte sich an seine leichte Erkältung und runzelte die Stirn.

Mit Engelsmiene blickte Vincent zu Kadaj, hatte er sich den Kommentar ja nicht verkneifen können. "So, so, grausam warst du ... kann ich irgendwie nicht erkennen, deine Unsicherheit wirkt eher süß und unschuldig, kein Wunder, dass ... ach egal ... vergiss es", brach er ab. "Echt? Haste dich ausgesperrt? Aber dieser ruhige Balkon hier ist super. Kannst die Türe ruhig ganz schließen, ich komm, wenn ich will zur Haustür wieder rein, ist ja nicht hoch." Er streckte sich erneut und verschränkte die Arme hinter seinem Nacken.

Kadaj brummte leise, wieder nannte man ihn süß und das hasste er auf Teufel komm raus. "Ich bin nicht süß und auch nicht unschuldig ... gut ich war es mal, aber ich bin nicht süß", protestierte Kadaj entnervt und lehnte sich kurz an die Tür. "Nein, ich war nachts noch draußen und hab geraucht und Cloud hat versehentlich die Tür zu gemacht, ohne zu schauen, ob jemand auf den Balkon war. Wie du siehst, war ich also selbst daran schuld, ich hätte ja was sagen können", erzählte er Vincent, machte nun schon die Tür auf und blickte kurz auf die Uhr. "Ach eine rauch ich noch, dann geh ich pennen" und er machte die Tür wieder hinter sich zu.

Vincent brummte etwas vor sich hin, machte aber auch keine Anstalten sich von der Bank zu erheben, dass der andere sich setzen könnte, wenn er es gewollt hätte. "Du rauchst zu viel, in deinem Alter ... und nebenbei, falls du Angst hast, dass er doch auf Wanderschaft geht, in dem Gästezimmer liegt ein Schlüssel in der linken Kommode, oberste Schublade. Eine kleine Vorsichtsmaßnahme vom Wölkchen, falls er sich mal verstecken müsste. Ich wette, den hat er nicht weggeräumt", zwinkerte er, denn es wirkte auf ihn, als habe Kadaj Angst ins Haus zu gehen.

"Tz~ ... als würde ich Angst haben. Ich hab ganz sicher keine Angst und erst recht nicht vor diesem Fussel. Fussels sind kleine, niedliche, fliegende Dinger und davor muss man keine Angst haben" er schnippte die Zigarette weg und blickte Vincent noch mal abschätzend an. "Ja, ich rauch zu viel, ist aber auch kein Wunder bei dem Gewusel hier. Also dann ... gute Nacht." Er machte die Balkontür auf, schritt langsam in die Küche und schloss hinter sich die Tür. Auf Zehenspitzen schlich er sich in sein Zimmer, zog sich zum Schlafen um und legte sich dann ins Bett.

"Mann, hört der sich eigentlich selber? Würde ja heißen, er findet Cloud wieder niedlich ... tzz~", murmelte er und betrachtete weiter die Sterne und grübelte vor sich hin. Cloud war in der Zwischenzeit lange wach gelegen. Seine Gedanken kreisten um das passierte, immer wieder hatte er in sich eine Stimme gehört, die ihn auslachte, seinen Beschluss infrage stelle und in provozierte. Mittlerweile hatte er einen wahnwitzigen Entschluss gefasst. Er würde einfach verschwinden. Am nächsten Morgen. Alles hinter sich lassen und viel Abstand zwischen ihn und das geschehene Bringen, denn mittlerweile war es schon so, dass ihn die Wohnung zu sehr an Kadaj erinnerte und da dieser ja sowieso bald weg war, wollte er sich auch nicht mehr wirklich an ihn erinnert werden, er würde ihm noch früh genug begegnen. Mit diesen Gedanken schlief er endgültig ein.

Kadaj schlief die Nacht nicht wirklich ruhig, wachte immer wieder auf und saß senkrecht im Bett. Immer wieder träumte er von Sephiroth, dann von Cloud und zu guter Letzt auch noch von Vincent. Als das letzte Mal jetzt wach wurde, blickte er auf die Uhr, sah, dass es bereits halb sieben war und stand leise auf. In der Küche machte er Kaffee, deckte leise den Tisch und kramte einiges aus dem Kühlschrank. Kurz blickte er auch noch auf den Balkon, schaute, ob Vincent noch da lag, da er eine rauchen wollte. Leise schlich er sich nach getaner Arbeit auf den Balkon, schloss leise hinter sich die Tür und genoss auf nüchternen Magen die erste Zigarette.

Kadaj schlief die Nacht nicht wirklich ruhig, wachte immer wieder auf und saß senkrecht im Bett. Immer wieder träumte er von Sephiroth, dann von Cloud und zu guter Letzt auch noch von Vincent. Als das letzte Mal jetzt wach wurde, blickte er auf die Uhr, sah, dass es bereits halb sieben war und stand leise auf. In der Küche machte er Kaffee, deckte leise den Tisch und kramte einiges aus dem Kühlschrank. Kurz blickte er auch noch auf den Balkon, schaute, ob Vincent noch da lag, da er eine rauchen wollte. Leise schlich er sich nach getaner Arbeit auf den Balkon, schloss leise hinter sich die Tür und genoss auf nüchternen Magen die erste Zigarette.

Vincent war mitten in der Nacht aufgestanden und hatte sich verzogen, da er nie lange schlief. Er war ein Weilchen durch die Stadt gewandert, aber bereits wieder auf dem Weg zu Clouds Wohnung. Cloud wurde ebenfalls wach, seinen Entschluss noch immer verfolgend, hatte er sich verdammt früh mit Jacke und Motorradschlüssel aus dem Haus geschlichen, da er davon ausging, dass Vincent im Gästezimmer lag. Er hatte weder in die Küche, noch sonst wo hingeschaut, er wollte nur weg, so hatte er nicht gesehen, dass Kadaj auf dem Balkon stand oder aber auch den Tisch gedeckt hatte. Die Türe ließ er unbeabsichtigt etwas lauter ins Schloss fallen und ging die Treppe hinunter.

Kadaj hatte die Tür ins Schloss fallen hören, zuckte kurz zusammen und dachte sich schon wer das hätte sein können. Schnell flog die halbe Zigarette weg und Kadaj humpelte so schnell es eben ging die Treppen runter. "Cloud ... verdammt, wo willst du denn hin?", fragte er nun doch etwas lauter durch das Treppenhaus und hüpfte Stufe für Stufe weiter runter. Er konnte doch nicht so einfach davon laufen, sich heimlich davonstehlen ... Nein, das ging nun wirklich nicht. Erst wollte er hier noch was klarstellen, vorher würde er ihn nicht gehen lassen.

Er war noch nicht zur Haustüre draußen, als er von oben eine bekannte Stimme hörte. Erst schüttelte er den Kopf, seine Sinne spielten ihm wohl einen Streich, wie so oft. Aber bald war er ja weg und dann sollten sie mal versuchen, ihn zu finden. Kurz überlegte er, ob er sein Telefon einfach da lassen sollte, zu groß war die Versuchung, einfach nachzusehen, wo Kadaj sich aufhalten würde, was er bisher erfolgreich unterdrückt hatte, da er es eigentlich gar nicht wissen wollte, oder es sich zumindest einredete. Er steckte es dann doch in die Tasche und trat auf die Straße und blickte kurz zur aufgehenden Sonne. Aber er hörte bereits, wie jemand die Treppe hinunterkam. Sich darüber wundernd, blieb er dann doch wieder stehen und schaute auf seine eigene Haustüre.

Nach einer halben Ewigkeit hatte Kadaj die letzte Stufe erreicht und stolperte mehr oder weniger zur Tür raus, blickte dabei Cloud an und rappelte sich wieder auf. "Was wird das, wenn es fertig ist? Wieso willst du weg?", fragte er gleich drauf los und blickte ihn leicht garstig an. "Warte mal ... ich hab es gleich! Ha ... du gehst, weil du glaubst, ich wäre Rufus wie ein kleiner Hund hinterhergedackelt ... falsch, ganz falsch. Wie du siehst, bin ich immer noch hier und warte auf eine Antwort, und solange ich die nicht habe, wirst du hier auch nicht wegkommen", dabei lief Kadaj nun wieder in gewohnt, alter Pose vor dem Haus und hielt weiterhin seine Ansprache. "Und dabei fing ich langsam an so was wie Gefallen an niedlichen, blonden Fussels zu finden, aber der Fussel wirbelt ja lieber durch die Lüfte, will weiter und denkt gar nicht daran, was aus den anderen wird."

Spielten nun seine Augen auch verrückt oder sinnierte hier gerade ein Kadaj über ihn. Er musste wirklich ziemlich doof aus der Wäsche gucken und total perplex sagte er auch keinen Ton. Was erzählte er da von Fusseln? "Bitte was?", versuchte er erst mal wieder Worte zu finden, aber er hatte durchaus verstanden, dass er mit Fussel gemeint war. "Zum einen habe ich wirklich nicht mitbekommen, dass du hier bist und zum anderen, ja, ich habe gedacht, du bist bei Rufus und bereits Marionette für nen verrückten General, der mich immer noch nervt. Und warum ich gehen will, wollte ... wie auch immer ... die Wohnung ist mir zu eng, zu viel Präsens einer Person, die ich eigentlich schon für verloren gehalten hab ... aber schön, dass du dir noch ein wenig Zeit gibst." Er blickte kurz zum Himmel hoch. "Fliegen tu ich schon immer gerne, stimmt, leider hab ich keine Flügel ... aber egal ... und mir ist eben nicht egal, was aus den anderen wird, im Gegenteil, es ist einfach besser, wenn ich weit weg bin, so bring ich schon niemanden in Gefahr, von den Personen, die mir zu nahe ist ...", fügte er an und klang dabei etwas aggressiv, aber sein Blick war mit Traurigkeit durchtränkt. "Also ... auf was für eine Antwort wartest du?" und er suchte direkt die grünen Augen des anderen.

Kadaj fixierte den Blonden mit eisernem Blick, blickte ihm starr in die Augen und trat langsam näher. Während er Schritt für Schritt näher kam, legte er sich schon in Gedanken seine Worte zurecht. "Ich warte auf die Antwort, dass du bliebst, dass du nicht gehst. Ach verdammt, dann geh halt ... mir doch, egal ob du gehst oder hierbleibst. Ist vielleicht auch besser so, hinterher steigere ich mich nur noch mehr rein. Aber schön war es trotzdem, muss man dir schon lassen. Scheinbar hast du mal was richtig gemacht, hast mal einen kalten, naiven Kadaj gezeigt, was man alles fühlen kann und was nicht. Ich gratuliere dir. Herzlichen Glückwunsch. Hast du echt toll hingekriegt. Erst einem den Kopf verdrehen und sich dann aus dem Staub machen wollen. Wirklich ein ganz feiner Zug von dir." Und damit wendete Kadaj den Blick ab, drehte sich auf dem Absatz rum und ging langsam ins Haus zurück.

Cloud verstand nun gar nichts mehr. Was hatte er in dem anderen alles ausgelöst? Kopf verdreht? Okay, er hatte ihn geärgert, ihn an wenig an seine Grenzen gebracht, aber dann war er weit darüber hinausgeschossen, also musste er ihn doch hassen, also wieso Kopf verdrehen. "Ich ... ich will einfach nicht ... dass, das nochmal passiert ...", sprach er nun unsicher und blickte auf den Boden. "Und ... ich bin mir auch ziemlich sicher, dass ich mich nicht dran halten kann ... damit meine ich deine Forderung ... dass ich dich nie mehr anfassen soll ..." Und er wurde immer leiser bei diesen Worten.

Ruckartig drehte sich Kadaj um, blickt Cloud einfach nur an und kam erneut auf ihn zu. Vor ihm blieb er stehen, musterte ihn eine ganz Weile. "Die beiden Male in der Küche, das warst du ... das an Marlenes Geburtstag, warst auch du ... und das letzte Mal, wo ich dich gebeten habe, mich nie wieder anzufassen ... das warst nicht du. Das war jemand den wir beiden hassen, jemand der andere nur benutzt um ihnen wehzutun. Einmal bei dieser Sache, auch wenn es nur ein kurzer Moment war ... da warst wieder du. Wenn ich dich so sehr hassen würde, hätte ich weiterhin zugedrückt. Aber ich wollte dir damit nur helfen, wollte den niedlichen Fussel zurück und nicht diesen Tyrannen namens Sephiroth" er legte ihm langsam die Hand auf die Wange, blickte zu ihm rauf. "Verstehst du jetzt den Sinn dieses Satzes? Er galt nicht dir ..."

Cloud musste schlucken, war es doch so ungewohnt, dass der Silberhaarige nun so vor ihm stand und ihm auch noch so lieb die Hand auf die Wange legte. Es versetzte ihm bald eine Gänsehaut, aber er versuchte, sich zusammenzureißen. Unwillkürlich berührte er dessen Hand sanft mit der seinen und erwiderte seinen Blick. Sollte er nun wirklich einfach gehen? Konnte er denn einfach gehen? Sein Gehirn schien ja zu brüllen, aber sein Herz sagte etwas anderes. "I-ich ... ähm ... Trotz allem weiß ich nicht ... wie.. ich verhindern soll, dass er eben wiederkommt ... aber ..." er redete einfach irgendwas, dachte er sich, unmöglich.. "Das alles hier ... es ... war mir einfach zu viel ... immer wieder sehe ich nicht dich, sondern ...", stotterte er noch weiter, schloss dann aber kurz die Augen und versuchte sich zu sammeln und sich mal zu formulieren. Dann holte er tief Luft und setzte nochmal an. "... Ich wollte dich nicht verletzen, und dir auch nicht wehtun, die meiste Zeit jedenfalls nicht. Und ... ich bin froh, dass du nicht zu Rufus bist und deinen Körper als Marionette hergegeben hast." Dann öffnete er seine Augen wieder und nahm die Hand, mit welcher er Kadajs gegen seine Wange gedrückt hatte, weg und sah dem Silberhaarigen wiederum in dessen tiefgründige Augen.

Kadaj traf fast der Schlag als Cloud sanft seine Hand auf die Seinige legte und ihm genau in die Augen blickte. Schwer musste Kadaj nun schlucken, versuchte sich gegen das Gefühl ihn einfach küssen zu wollen wehren, mit mäßigem Erfolg. Kurz musste er den Kopf schütteln, blickte ihn aber weiter an. "Ich bin nicht Sephiroth, ich bin ihm nicht mal ähnlich. Vielleicht von der Augen- und Haarfarbe, aber nicht vom Wesen her. So grausam wie er bin ich einfach nicht und will es auch gar nicht sein. Und wenn du jetzt immer noch wegwillst, dann halte ich dich nicht auf. Aber es ist schön zu hören, das du mir nicht immer wehtun wolltest und das du froh bist, das ich mich nicht zu einer Marionette hab machen lassen" damit nahm auch er seine Hand von Clouds Wange und lächelte ihn nochmals an.

Cloud blickte, nun total verunsichert, wieder auf den Boden. Was sollte er nun tun, sollte er gehen oder doch lieber nicht, sich doch lieber den Dingen stellen. Vielleicht machte er sich auch einfach zu viele Gedanken und in einem hatte Kadaj nun wirklich recht. Ähnlich waren sie sich wirklich nicht, er durfte sich nicht in dieser Erinnerungsfalle einsperren, ihr nicht erliegen. Abermals erhob er den Blick gen Himmel und betrachtete ein paar Wolkenfetzen, die sich ihren Weg über den Horizont suchten. "Du hast recht", erwiderte er nun zu Kadaj, "Eine Ähnlichkeit zwischen euch besteht wirklich nicht, du bist viel kleiner und süßer ..." Und er sah ihn mit einer Unschuldsmiene an, die kein Wässerchen trüben konnte. Ein freches Schmunzeln unterdrückend, machte er einen Schritt Richtung Haustüre.

Während Cloud so hin und her überlegte, scharrte Kadaj nervös mit dem Fuß auf dem sandigen Boden, runzelte dabei immer wieder mit der Stirn. Jetzt wo Cloud wieder anfing zu sprechen, hob er seinen Blick und schaute ihn erneut an, wurde dann aber leicht rot um die Nase. "Ich bin vielleicht klein, aber süß? Nun ja, darüber lässt sich streiten, so süß bin ich nämlich nicht", antwortete er Cloud leise und in Gedanken brummte er schon wieder. Warum nennt mich immer alles Süß oder meinte, ich würde süß aussehen. Kurz schüttelte er wieder den Kopf, blickt den Blonden an. "Hunger? Hab oben Frühstück gemacht und der Kaffee dürfte auch durch sein" und ohne weiter auf Cloud zu achten, ging er schon langsam die Treppen rauf. Schließlich hatte er selber Hunger und so schnell war er mit seinem Bein noch immer nicht.

Vincent hatte ein paar Häuser weiter des Gesprächs beobachtet und innerlich hatte er sich schon darauf vorbereitet, Cloud ordentlich den Kopf zu waschen, wenn dieser einfach gegangen wäre. Aber als er dann sah, wie dieser doch Richtung Haus trat, wurde er wohl nicht mehr gebraucht und er verschwand wieder. Immerhin würde Cloud nun doch nicht einfach abhauen, hatte er doch fest damit gerechnet. "Essen ist gut, Kaffee ist noch besser.", antwortete Cloud und ließ Kadaj den Vortritt. Dieser humpelte die Treppen hoch und Cloud folgte ihm mit etwas Abstand. In der Küche setzte er sich und sah erst mal ein wenig unbeholfen umher. "War Vincent noch da heute Morgen?", fragte er irgendwann, aber er rechnete eher damit, dass dieser irgendwann verschwunden war, nur hatte er geglaubt, dass er es wenigstens irgendwie gehört hätte.

Kadaj setzte sich, nachdem er endlich oben in der Wohnung war, ruhig an den Küchentisch, schenkte Cloud und sich einen Kaffee ein und stellte die Kanne wieder zur Seite. Kurz nippte er an dem heißen Getränk und lauschte Cloud seiner Frage. "Nein, als ich heute Morgen auf den Balkon wollte, war Vincent schon weg. Das war ungefähr fünf Minuten vorher, bevor du die Wohnung verlassen hast" und er schnappte sich ein Brötchen, schnitt es langsam auf und belegte es mit einer Scheibe Käse. "Warum fragst du denn?", wollte er dann aber doch wissen, biss in sein Brötchen und schaute Cloud abwartend an.

"Nicht wichtig", antwortete Cloud einfach nur. Wusste er doch nur zu gut, dass er Vincent nichts vormachen konnte. Bestimmt hätte er ihn am Motorrad abgefangen, wäre Kadaj im nicht zu vorgekommen. Er bedankte sich für den Kaffee und nahm sich etwas Müsli. Trotz allem und vielleicht einfach auch nur deswegen kam ihm die Wohnung zu klein vor. Kurzum, er war zwar nun zurückgekommen, aber er fühlte sich irgendwie fehl am Platze. Immer wieder blickte er zu Kadaj, wandte seinen Blick aber auch wieder ab und grübelte. "Warum bist du eigentlich wieder hier?", fragte er unvermittelt.

Kadaj legte sein Brötchen zur Seite, blickte Cloud leicht verwirrt an. Musste er denn nun wieder alles wiederholen? Hatte er nicht schon genug gesagt? Nun ja, wenn Cloud schon so nett fragte, dann konnte er es ihm doch noch mal sagen. "Nun ja, du hast im Treppenhaus etwas zu mir gesagt, was mich stutzig werden ließ. Und als Rude dann noch meinte, ich könne zurückgehen, da bin ich eben zurückgegangen. Der Hauptgrund aber war dein Satz über Liebe und Hass waren nur einen Augenaufschlag voneinander entfernt. Anfangs hab ich dich gehasst, auch noch, als du in der Küche anfingst, diese Dinge mit mir zu tun. Erst als es ein weiteres Mal in der Küche geschah, war der Hass verfolgen. Keine Ahnung warum. Wenn ich dich da noch gehasst hätte, dann hätte ich das nicht mit dir auf dem Küchenboden getan" und erneut wurde Kadaj leicht rot und die Nase und senkte seinen Blick.

Cloud verschluckte sich am Kaffee und musste husten. Er hatte ja nun mit allem Möglichen gerechnet, konnte er es ja nicht wissen, da er bis vor ein paar Minuten nichts davon gewusst hatte, dass sein Präsent überhaupt wieder da gewesen war. Gerade dieser Satz also, den er in sich gedreht hatte, welcher eigentlich ihm gesagt worden war, als er die Begründung für sein eigenes Gefühlschaos gesucht hatte. Also konnte es auch in die andere Richtung gehen, er hatte recht behalten. "Ähm ... hust~ ... ach so.. klingt irgendwie verwirrend, denn ... na ja ... mit einem Messer nach mir zu werfen, das ist dann wieder eine Hassattacke oder?", brachte er es nun auf den Punkt und blickte Kadaj genau aber auch leicht verdattert an.

Wieder blickte Kadaj rüber zu Cloud, kratzte sich peinlich berührt am Hinterkopf und seufzte leise. "Nein, das mit dem Messer war eine reine Kurzschlussreaktion, zumal ich nur auf deine Schulter gezielt habe und verletzt hab ich dich auch nicht. Wenn ich dich wirklich hätte umbringen wollen, dann hätte ich beim letzten Mal weiter zugedrückt und nicht losgelassen. Ich stand einfach nur unter Schock, dass du so plötzlich weg warst, dass da jemand anders durch dich sprach und als ich gemerkt habe, wer dieser jemand war, wollte ich dir helfen. Einem Menschen, den man hassen würde, würde man auch nicht wirklich helfen" und er nippte an seinem Kaffee und schaute Cloud leicht keck von der Seite an. Das restliche Brötchen aß er nur auf, legte das Messer zur Seite und leerte seine Tasse.

Nun, bei der Erklärung beließ er es lieber. Wenn er nun noch eine Liebeserklärung von dem Silberhaarigen bekommen würde, würde er komplett durchdrehen, dessen war er sich sicher. So sicher, wie dass ein Marmeladenbrötchen immer auf der bestrichenen Seite landete, wenn es einmal fiel. Er beendete sein Frühstück wortlos und half sogar beim Abräumen. Mit einem zweiten Kaffee bewaffnet, verzog er sich ins Wohnzimmer und wusste nicht so recht, was er mit seiner Zeit anfangen sollte. Nun war es an ihm, sich ein Buch zu nehmen und darin zu lesen.

Kadaj räumte die Frühstückssachen zurück in den Kühlschrank, spülte gleich das benutzte Geschirr weg und wischte die Krümel vom Tisch. Danach humpelte er erst mal wieder auf den Balkon und gönnte sich seine Zigarette und dachte weiterhin nach. Ihm selber war auch nicht ganz klar, wie es nun weitergehen würde und wie er sich verhalten sollte. Er konnte Cloud nun schlecht aus dem Weg gehen oder ihn anschweigen. Beides wäre kindisch und fehl am Platz. Nur was sollte er dann machen? Laut seufzend blickte er in den Hinterhof, blickte auf eine kleine Grasfläche und ließ dann wieder den Blick an den Häusern vorbei schweifen.

Cloud verfluchte sich für seine Gefühlsduselei, so hatte er doch gerade ein Gedicht gelesen, welches ihn tief berührte und er konnte seine Tränen gerade nicht zurückhalten. Hastig blickte er sich um, ob Kadaj ihn auch nicht gesehen hatte, aber dieser schien wieder auf dem Balkon zu rauchen. Schnell wischte er sich diese von den Augen und versuchte an etwas Lustiges zu denken, aber ihm wollte nicht so recht was einfallen. So legte er eben das Buch auf den Tisch, in welchem es nur über die Sehnsucht eines Menschen ging, und holte sich schnell seinen Laptop um sich mit normalen Tagesnachrichten abzulenken. Er hoffte mal einfach, dass man es ihm nicht mehr ansehen würde.

Lustlos und leicht deprimiert saß Kadaj auf der Holzbank und starrte ins Leere. Irgendwie hatte er zu rein gar nichts Lust, starrte einfach nur vor sich hin und versuchte an nichts zu denken. Nachdem es ihm aber zu kalt wurde, ging er zurück in die Wohnung und verkroch sich leise im Bett. Die Bettdecke hatte er sich wie immer über den Kopf gezogen und brummelte leise vor sich hin. Alles scheiße, dachte er sich immer und immer wieder.

Zwar hörte Cloud wie sich Kadaj in sein Zimmer verzog und sich wohl wieder schlafen legte. Aber er würde bestimmt nicht nach ihm sehen, zu aufdringlich würde es sein und er wollte nicht riskieren, ihn nochmal irgendwie so zu verwirren oder es gar hochkommen lassen, dass er wieder die Kontrolle über sich verlor, auch wenn er ihm deutlich gesagt hatte, dass er nicht ihn persönlich gemeint hatte, sondern den Teil in ihm, welchen er am liebsten sofort von sich gerissen hätte, wenn es denn möglich wäre. Kadajs Gesichtsausdruck, welchen er kurz erhascht hatte, war etwas komisch gewesen. Aber Cloud blieb dabei, er würde sich nicht aufdrängen. Nur kam er langsam ins Grübeln, ob er nicht doch einen Tapetenwechsel vertragen würde. Die Wohnung war einfach zu klein und ein wenig Wildnis würde ihm mehr als guttun. Nur würde er Kadaj mit seinem Fuß schlecht aufs Motorrad packen können, überlegte er sich und surfte weiter im Netz.

Kadaj schlief nicht wirklich, wälzte sich immer wieder unruhig im Bett und schlug schließlich leise fluchend die Decke zur Seite. Dabei fiel sein Blick nun auf seinen Fuß, der noch immer verbunden war. Konnte er den schon abmachen, oder musste der noch dranbleiben? Kurz kratzte sich Kadaj an der Nase, machte dann schon vorsichtig den Verband ab und schaute sich das Desaster mal genauer an. Immer noch war einiges blau und einige Stellen waren grünlich. Aber sonst sah es gut aus, nur eben kunterbunt. Irgendwie lustig ...

Vielleicht könnte er seinen Urlaub ja auch mit einem Auftrag verbinden, aber gerade dann, wenn er welche haben wollte, kamen keine herein, und wenn sie gar nicht passten, dann waren es viel zu viele. Ob Kadaj wohl etwas gegen Schnee hatte? In den Bergen bei Nibelheim hatte er mal eine kleine Jagdhütte gekannt, die schön abseits lag und von jedem genutzt werden konnte. Oft war er dort gewesen, hatte die Welt um sich herum vergessen und sich nur mit sich beschäftigt. Vor allem dann, wenn die Stimme zu laut wurde und er sie nicht mehr unterdrücken konnte. Aber mit dem Fuß war dies wohl auch nicht möglich. Plötzlich stutzte er. Wieso machte er sich Gedanken, wie er ihn hätte mitnehmen können, das war neu. Was veranlasste ihn dazu? Heute Morgen wäre er einfach allein dorthin gefahren und nun? Wirklich verwundert über sich selbst starrte er an die Decke und beobachtete eine Spinne, die gerade anfing, ein Netz an der Zimmerlampe zu spinnen.

Nachdem Kadaj eine ganz Weile seinen Fuß begutachtet hatte, kramte er sich frische Sachen zusammen und hielt es für angebracht baden zu gehen. Leise um Cloud nicht zu stören, huschte er durch den Flur und direkt ins Bad. Er ließ sich die Wanne volllaufen, tat etwas Badeschaum rein und glitt dann entspannt in die Wanne. Seine Augen hatte er geschlossen, dachte dabei immer noch an nichts und ließ sich einfach mal treiben.

So richtig mitbekommen hatte Cloud es nicht, dass Kadaj das Badezimmer nutzte. Er hatte ein Lied im Kopf, welches er in dieser melancholischen Stimmung immer gerne hörte. Es war komisch, sonst war er in solchen Momenten immer allein aber aus irgendeinem Grund war er nun hier, nicht allein und er wusste nicht, was er sprechen oder tun sollte. Sein Innenleben war komplett durcheinander. Am liebsten würde er wie eine frustrierte Katze unter der Heizung sitzen. Und du siehst zum Himmel auf, fluchst auf den sturen Zeitenlauf, machst Dir 'ne Welt aus; Trug und Schein; doch es wird keine andere sein. Nur die Menschen änderten sich, der Planet blieb gleich ... oje, er würde bald durchdrehen, wenn er so viel weiter grübelte. 'Gib dich doch auf, dann haste Ruhe ...' sprach eine Stimme in ihm. Aber das wollte er genauso wenig, so befahl er der Stimme zu schweigen und setzte sich gefrustet auf den Balkon auf seine geliebte Holzbank. Er würde sogar rauchen, wenn er nur Zigaretten gehabt hätte. Voller Sehnsucht nach etwas und er wusste nicht was, sah er den Wolken beim Vorbeiziehen zu.

Lange hatte Kadaj gebadet, kletterte nun vorsichtig aus der Wanne und trocknete sich ab. Danach zog er sich langsam an, ließ die Wanne ablaufen und kämmte sich seine Haare. Das Handtuch hängte er zum Trocknen auf, ging dann langsam rüber in die Küche und nahm sich noch einen Kaffee. Mit diesem wollte er nun auf den Balkon, sah aber, dass Cloud auch auf diesem war. "Sorry ich wollte dich nicht stören", entschuldigte er sich leise, ging wieder rein in die Küche und setzte sich auf seinen Stuhl.

Völlig in Gedanken erschrak sich Cloud, als Kadaj plötzlich etwas sagte, aber dann auch sogleich wieder verschwand. Kurz darauf stand er ebenfalls auf und ging ebenfalls in die Küche. "Wenn ich es mir recht überlege, störst du mich gar nicht", meinte er nur, dann fielen ihm die noch etwas feuchten Haare auf. Am liebsten würde er nun daran schnuppern, er mochte den frischen Duft von gewaschenen, noch leicht feuchten Haaren, aber er hielt sich tunlichst zurück, setzte sich dann auf die andere Seite, um nicht doch noch in Versuchung zu kommen. Dann fiel ihn ebenfalls noch auf, dass der Verband weg war. "Dein Fuß? Ähm ... " Aber er erinnerte sich, wie es ihn immer ärgerte, wenn er sich zu fürsorglich erkundigte, als kürzte er die Frage einfach mit einem "Geht's wieder? Dachte immer, baden sei schlecht ..." ab.

Kadaj blickte wie durch ihn hindurch, nippte an seiner Tasse, hörte ihm aber dennoch zu. Irgendwie benahm sich Cloud doch merkwürdig, aber fragen tat er danach nicht. Vielmehr schaute er ihn einfach nur an, und versuchte zu lächeln. Mehr schlecht als recht ... Die Frage nach seinem Fuß ließ ihn dann aber wieder aufhorchen, holte ihn auf den Boden der Tatsachen zurück. "Ich denke schon, dass es geht. Es tut fast nicht mehr weh, ist nur etwas blau und grün. Baden musste ich auch mal wieder und meinem Fuß tat das sicherlich keinen Abbruch." Und er stand auf, holte eine zweite Tasse aus dem Schrank und schenkte Cloud seinen Kaffee ein.

Etwas abwesend vernahm er die Antwort, wieso fragte er auch, aber er klang zumindest nicht so genervt wie sonst. "Wenn ein neuer Verband sein soll, sag Bescheid", murmelte er vor sich hin. Cloud stand ebenfalls auf, während Kadaj ihm den Kaffee einschenkte und trat zur Anrichte. Sobald dieser die Kanne wieder abgestellt hatte, nahm er die Tasse gleich und kam so dem Silberhaarigen zwangsläufig ziemlich nah. Ein kleiner Trick, um doch an frischen Haaren unauffällig schnuppern zu können, was er auch tat. Am liebsten hätte er sofort sein Gesicht darin vergraben, aber er das tat er wiederum nicht. "Danke", meinte er nur kurz und entfernte sich dann aber auch gleich wieder Richtung Balkon.

"Danke, aber ich denke ich lass den Verband erst mal weg. Frische Luft tut dem Fuß ganz sicher auch gut", versucht Kadaj zu lächeln, spürte aber dann die unbewusste Nähe zu Cloud und zitterte leicht. Was musste er so nahe kommen, was musste er direkt neben ihm stehen? Nachdem sich Cloud aber für den Kaffee bedankt hatte und wieder auf dem Balkon verschwunden war, seufzte er kaum merklich auf. Nun doch etwas darüber verwirrt, setzte er sich wieder auf seinen Stuhl und schlürfte weiter seinen Kaffee. Erst als er den Drang eine zu Rauchen nicht mehr widerstehen konnte, ging auch er auf den Balkon und steckte sich eine an.

Cloud saß auf der Holzbank und starrte Löcher in die Luft. Die Kaffeetasse hatte er neben sich auf dem Boden platziert, aber er hatte ihn vergessen, so war er inzwischen kühl geworden. Eigentlich fühlte er sich, als wäre er kurz vorm Durchdrehen. In ihm wuchs das Bedürfnis, seinen Mitbewohner einfach zu berühren. Aber er hielt tapfer dagegen, er musste einfach den Abstand wahren, nur war das viel einfacher, wenn er gemein war und ihn ärgerte, um ihn auf die Palme zu bringen und ihn dazu zu veranlassen, selbst eine Barriere zu errichten. So aber wurde es immer schwieriger und er seufzte leise, als Kadaj den Balkon betrat und rauchte. Aus dem Augenwinkel musterte er ihn ein wenig. Wenn man doch nur Gedanken lesen könnte, dann wäre so einiges um vieles leichter.

Kadaj wusste zwar, dass Cloud auf dem Balkon auf der Holzbank saß, jedoch versuchte er einfach starr geradeaus zu blicken. Ja nur das Nötigste sagen, ja nicht zu viel sagen. Das schoss ihm immer wieder durch den Kopf. Immerhin hatte er beinahe schon zu viel gesagt, und da es den Anschein machte, das sein Gerede Cloud eh nur verwirrte, ließ er es lieber ganz bleiben. Ihm fielen nun auch wieder Vincents Worte ein, die über Menschen, die es wegstecken konnten und Menschen, die es nicht so leicht schafften. Scheinbar gehörte er zu denen die es nicht schafften, die kläglich scheiterten, und versuchen einen Schutzwall, um sich zu scharren.

Cloud überlegte weiter. Was hatte Kadaj ihm alles zu sagen versucht, warum er zurückgekommen war. Er würde ihn nicht hassen, aber er konnte daraus ja nicht den Umkehrschluss bilden, das war völlig absurd. Was empfand er nun selber wirklich. Er wollte, dass Kadaj eben Kadaj blieb und sich nicht aufgab, so wenig wie er sich aufgeben durfte. Aber würde es heißen, dass da noch mehr war? Auf Rufus war er eifersüchtig gewesen, dass musste er zugeben. Auch hatte er das schlechteste Gewissen, was man sich vorstellen konnte. Aber was sollte er denn genau machen. 'Ein tut mir leid, ich zeig dir, wie es ohne Schmerzen und Zwang geht, glaub mir, das ist echt total schön' war wirklich das Letzte, was er sagen würde, da klang er ja wie Rufus persönlich. Gefrustet schloss er die Augen und atmete leise ein paar Mal tief durch. Irgendwas musste er einfach sagen oder machen, einfach nur so ignorieren war auch nicht das Wahre. „Darf ich mal probieren?", fragte er dann und deutete auf die Zigarette in Kadajs Hand.

Immer noch in wirren Gedanken versunken, blickte Kadaj starr zu Boden, zog hin und wieder an seiner Zigarette. Es gibt kein Tabu, es gibt kein Limit. Komm beiße in mein Fleisch, du kannst mich nicht verletzen. Komm berühre mich, ich steh unter Strom. Hast mir die Unschuld geklaut, machst einen Sklaven aus mir. Hast mich total versaut. Kalt wie Eis, heiß wie Feuer. Das ist Ekstase, kein Abenteuer. Immer wieder schwirrten solch seltsame Gedanken durch seinen Kopf, ließen ihn leicht zittern, erst als Cloud in plötzlich ansprach, wachte er buchstäblich auf und blickte ihn ratlos an. "Hmmm~ .... Was willst du? Achso ... ja ... hier." Und er reichte ihm die Zigarette.

Warum er gerade das gefragt hatte, eigentlich hasste er doch rauchen, aber er konnte nun ja auch nicht mehr zurück. Er griff nach der Zigarette, nahm sie entgegen und berührte dabei leicht Kadajs Hand. Kurz musterte er die Zigarette, hielt sie natürlich etwas komisch und zog dann aber leicht daran. Der Filter war ein klein wenig feucht von Kadaj und eigentlich schmeckte es in der Kombination gar nicht so schlecht. Aber trotzdem musste er husten, als er den Rauch in seine Lungen sog. Er verzog das Gesicht, versuchte es dann aber gleich nochmal, aber dieses Mal ohne Lunge.

Nun musste Kadaj leicht grinsen, schaute genau, zu was Cloud mit der Zigarette machte. "Man sollte schon auf Lunge rauchen. Vom Paffen bekommt man Backenkrebs", kicherte Kadaj leise und blickte ihn weiterhin an. Irgendwie komisch, dass er nun hier stand und rauchte. Wo sich Cloud doch immer deswegen aufregte. Aber ihm konnte es ja egal sein, wenn er es ausprobieren wollte, dann bitte ... nur zu.

Er versuchte sich an einem weiteren Lungenzug, nur kratzte das wieder ziemlich im Hals. So ließ er es eben bleiben, stand auf und trat zu Kadaj. "Hm~ ..." , meinte er skeptisch dabei und reichte Kadaj die Zigarette, damit er sie wieder nehmen konnte. „Und sonst Lungenkrebs wie? Na ja, schmeckt ... irgendwie ... komisch ... aber gar nicht so schlecht eigentlich ... wenn man nicht so husten müsste."

Kadaj nahm Cloud die Zigarette wieder ab, machte noch zwei Züge und schnippte sie dann über die Brüstung. "Ja in der Tat kann man vom Rauchen auch Lungenkrebs bekommen, aber wenn stört das schon. Immerhin sterben wir eh irgendwann", erwiderte Kadaj ernst und dachte wieder nach. Es ist das Feuer in dir, das mich verbrennt. Die Stimme in dir, die nur meinen Namen kennt. Es ist der Gedanke nach dir, der immer bei mir bleibt. Sehnsucht nach dir, die mich in den Wahnsinn treibt. Ich würde dir meine Seele geben, mein Herz, mein Lebenslicht. Ich bring mich dir als Opfer dar, doch du siehst es nicht! Etwas verwirrt blickte er Cloud erneut an. Wie es schmeckte? Was war denn nun wieder los und warum huschten solch komische fetzen durch seinen Kopf? "Ja, das Husten ist anfangs normal, man gewöhnt sich aber mit der Zeit dran" und er schüttelte noch einmal den Kopf, um seine Gedanken loszuwerden.

Cloud hörte die Standardrauchererklärung und doch sah er einen etwas verwirrten Blick von Kadaj. Ja, sterben würden sie alle irgendwann. Daran hatte er auch so oft gedacht, vor allem seit er sich bewusst war, diese S-Zellen in sich zu haben. Aus diesem Grund hatte er sich auf alle Herausforderungen eingelassen, aber die Worte so von dem Silberhaarigen zu hören, sie klangen irgendwie nicht richtig, wenn sie von ihm kamen. Sie veranlassten ihn irgendwie dazu, ihn vom Gegenteil überzeugen zu wollen, warum ihn dieses Gefühl beschlich, verstand er auch nicht, er hatte noch nie so empfunden. Den restlichen Satz hörte er gar nicht wirklich. Er ging noch einen Schritt auf Kadaj zu, legte nur kurz die Hand auf dessen Schulter und meinte nur etwas melancholisch klingend. "Müssen wir schon, aber hoffentlich nicht so bald." aber darüber erschrocken, dass er ihn doch einfach so forsch berührt hatte, nahm er die Hand sofort weg, wand sich ab und wollte wieder zurück ins Haus.

Kadaj wollte schon zurückweichen, als Cloud auf ihn zukam, jedoch blieb er stehen und spürte, wie der Blonde ihm die Hand auf die Schulter legte. Skeptisch schielte er auf die Hand, blickte dann aber wieder zu Cloud und schluckte leicht. "Ist, doch egal wann wir sterben", zuckte er mit den Schultern und sah, wie Cloud rasch seine Hand wegnahm. Irgendwie macht ihn das gerade zornig und innerlich brodelte er vor Wut. Ohne lange zu fackeln, knallte er Cloud das vor den Kopf, was ihm einmal Yazoo vorgetragen hatte. "Du weißt nicht, was du willst! Du weißt nicht, wo du stehst, weißt nicht, woher du kommst, wohin du gehst! Du weißt nicht, was dich treibt, was am Ende für dich bleibt! Warum bist du so blass, so kalt, so herzlos?" Dabei ballte er wütend die Fäuste und versuchte ihm nicht gleich an die Gurgel zu springen.

Kadaj wollte schon zurückweichen als Cloud auf ihn zukam, jedoch blieb er stehen und spürte, wie der Blonde ihm die Hand auf die Schulter legte. Skeptisch schielte er auf die Hand, blickte dann aber wieder zu Cloud und schluckte leicht. "Ist, doch egal wann wir sterben" zuckte er mit den Schultern und sah, wie Cloud rasch seine Hand wegnahm. Irgendwie macht ihn das gerade zornig und innerlich brodelte er vor Wut. Ohne lange zu fackeln, knallte er Cloud das vor den Kopf, was ihm einmal Yazoo vorgetragen hatte. "Du weißt nicht, was du willst! Du weißt nicht, wo du stehst, weißt nicht, woher du kommst, wohin du gehst! Du weißt nicht, was dich treibt, was am Ende für dich bleibt! Warum bist du so blass, so kalt, so herzlos?" und dabei ballte er wütend die Fäuste und versuchte ihm nicht gleich an die Gurgel zu springen.

Cloud drehte sich bei den Worten um und blickte verdattert in Kadajs aufgebrachtes Gesicht. Was war das denn jetzt für ein Gefühlsausbruch von ihm? Mit jedem Satz, den der Silberhaarige von sich gab, wich er unmerklich zurück. Er war aber auch wirklich dumm, es war wahrscheinlich doch zu viel gewesen, ihn einfach so zu berühren. "Nun, ... ich ... also ... was?" So wirklich verstanden hatte er dessen Worte nicht, aber es reizte ihn doch, denn ganz richtig war es nicht, wenn auch große Wahrheit in dessen Worten war. Er fand die seinen wieder. "Ich weiß sehr wohl, woher ich komme! Und wer weiß schon was er will, man kann es sich vormachen, aber wirklich wissen tut es keiner oder? Was am Ende bleibt? Erinnerung, entweder die Gute oder die schlechte. Und herzlos, ja? Jeder ist genau das, zu was ihn sein Umfeld macht! Tut mir ja leid, dass ich nicht himmelhochjauchzend wie ein Vöglein durchs Leben flattere!" Er blickte genauso wutentbrannt zurück, wich dann aber keinen Millimeter von der Stelle und blockierte so die Balkontüre. Er hätte ihn momentan am liebsten ohne Salz verspeist, seine desinteressierte Art war komplett verschwunden, in ihm schien die Leidenschaft zu brennen und seine Gleichgültigkeitsfassade zu durchschlagen.

Kadaj blickte ihn noch immer wütend an, hörte aber nur am Rande zu und gähnte gelangweilt. "Wie schön für dich. Ich weiß leider nicht, woher ich komme und das macht mich noch krank. Erinnerungen hab ich nicht mal welche, wüsste auch nicht an was ich mich erinnern soll. Ist auch egal und nun lass mich durch. Mir ist kalt", fluchte Kadaj aufgebracht und versuchte sich an Cloud vorbeizuquetschen, da dieser den Weg versperrte. „Cloud was soll das? Kannst bitte aus dem Weg gehen? Mir ist wirklich kalt", versuchte er es dann doch auf die nette Art und Weise.

Wenn mal einer verwirrt dreinschauen konnte, dass war es Cloud, der dieser Wendung wieder ausgesetzt war. Kadajs Launen kannte er ja nicht, woher auch. Auch war es ihm nicht bewusst gewesen, dass Kadaj wirklich nicht wusste, woher er eigentlich kam. Die wissenschaftliche Erklärung von Vincent war bestimmt alles andere, was er nun hören wollte. Wahrscheinlich wollte er gar nichts dergleichen hören. "Sorry." war der einzige Kommentar. Nicht zu wissen, woher man kam, Cloud konnte es sich nicht vorstellen. Mit traurigem und gedankenverlorenem Blick schaute er etwas verlegen zum Boden, er schämte sich fast dafür, dass er es von sich wusste, und trat beiseite.

"Danke", kam es knapp von Kadaj als Cloud zur Seite trat und ihn endlich durchließ. Jedoch achtete er nicht auf ihn, sah also weder den traurigen, noch den gedankenverlorenen Blick. Alles, was Kadaj jetzt noch wollte war Ruhe und alleine sein. Dass man ihn soeben daran erinnerte, dass er nicht wusste, woher er kam, machte ihn rasend vor Wut. Jedoch unterdrückte er sie und verkroch sich wie eine scheue Katze in seinem Zimmer. Achtlos warf er sich auf das Bett, starrte die Decke an und schluckte. Ja, es war hart, wenn man nicht wusste, woher man kam. Lebte er dann eigentlich richtig? Diese Frage beschäftigte ihn dann doch. Klar er spürte Schmerzen, es war Blut geflossen aber lebte man deswegen? Gehörte so was zum Leben ... zu seinem Leben?

Seufzend stand Cloud nun auf dem Balkon. Egal was er tat, es artete immer in Streit oder Missverständnis aus. Auch wollte er ihn nicht verletzen, aber durch seine Unbedachtheit, war er jetzt wohl wieder beleidigt und er konnte es sich schon vorstellen, warum. Er setzte sich ins Wohnzimmer und starrte minutenlang nur gegen die Wand. Sollte er nun einfach mal zu ihm ins Zimmer schauen und sich entschuldigen, für was auch immer? Aber er wollte seine Privatsphäre auch nicht stören. Nicht noch einmal einfach unerwünscht eindringen. Also konnte er nur warten, bis er wieder rauskam. Ein Leben ohne Erinnerung, wo man herkam, aber wäre das nicht sogar besser? Plötzlich sah er das brennende Nibelheim vor sich, eine Erinnerung, welche er am liebsten für immer löschen würde. Die Erinnerung, woher er kam. Der Anblick seiner Mutter, niedergemetzelt von ... jemandem, den er einst mal als Vorbilds hatte, welchem er nachgeeifert war, welchen er beinahe, eben wie all die anderen verehrt hatte. Voller Wut darüber schlug er gegen die Wand, die Schmerzen in seiner Hand lenkten ihn wenigstens davon ab, nur war es ihm, als ob er jemanden in sich lachen hören würde. Er spürte nicht, wie heiß sein Blut von den aufgeschlagenen Fingerknöcheln tropfte. Was musste er auch groben Rauputz im Wohnzimmer an den Wänden haben. Doch, es war besser, sich nicht zu erinnern, bestimmt war es das.

Kadaj war irgendwann eingeschlafen, träumte irgendwas, was er aber nicht deuten konnte. Jedoch war es ein Traum, der ihm furchtbare Angst machte. Erschrocken und schweißgebadet wachte er auf, sah sich um und stellte fest, dass er zum Glück in seinem alten Zimmer und in einer Stadt war, in der er sich seltsamerweise doch wohlfühlte. Plötzlich schlug ihm die Lösung seines Problems so in den Sinn, dass er sich fragte, warum sie ihm nicht gleichgekommen war. Wie hypnotisiert stand er vom Bett auf und machte einige zittrige Schritte in die Küche. Er griff in die Schublade und zog eines der Messer heraus und es schien ihn anzulächeln. Es wäre so einfach ... Ein Schnitt und es wäre vorbei ... Endgültig ... Kadaj schluckte. Traute sich nicht so recht. Warum schwebte ihm jetzt Clouds Bild vor Augen? Warum gerade jetzt? Sein Blick, seine Augen, sein Grinsen. Warum war es so weit gekommen? Warum musste das geschehen? Kadaj hätte nicht so abweisend sein sollen. Das war ihm jetzt klar geworden. Doch was machte er jetzt? Er schloss seine Augen ließ eine letzte Träne seine Wange hinab gleiten. Dann presste er sich die Klinge an den Hals und schnitt sich nach einigem Zögern fest in die Haut. Es dauert auch nicht lange und er spürte, wie etwas Warmes über seine zittrigen Finger floss. Er biss die Zähne zusammen, als der Schmerz seinen Körper durchzuckte, konnte einen kleinen Schmerzenslaut nicht unterdrücken. Kraftlos ließ er das Messer fallen, das mit einem lauten Klirren zu Boden fiel. Kadaj stolperte einige Schritte rückwärts, knallte gegen den Tisch und ließ sich dann, von der Kraft verlassen, einfach fallen. Hatte er jetzt das Richtige getan? Doch war es eh zu spät, darüber nachzudenken. Er presste sich die Hand an die Schnittwunde, spürte seinen Puls, der das Blut durch seine Adern pumpte. Ihm wurde schlecht und seine Augen wurden immer schwerer. Dazu kam noch die Kälte, die sich in ihm verteilte.

Cloud hörte, wie Kadaj nach sehr langer Zeit in die Küche ging. Was er dort trieb, bekam er nicht mit. Aber ein komischer Laut, der klang, wie ein Schmerzenslaut ließ ihn aufhorchen, hatte er sich den Fuß gestoßen? Nun, er wollte nicht zu aufdringlich sein, nicht dass er nochmal durchdrehte und er wartete erst mal, ob er noch etwas hören würde. Ein Klirren riss ihn dann doch hoch, irgendwas schien doch nicht zu stimmen. Also begab er sich in die Küche und für eine Schrecksekunde blieb er erst mal fassungslos in der Türe stehen. Das Bild, welches sich ihm bot, schnürte ihm das Herz zusammen. Etwas in ihm brach entzwei, etwas in ihm starb gerade. Kadaj lag vor dem Küchentisch, presste sich die Hand auf den Hals und war voller Blut. Blut, welches zwischen seinen Fingern herausfloss. "Spinnst du?", schrie er nur und sofort nahm er ein Geschirrtuch, was anderes fand er nicht und presste es ihm an den Hals. Dabei richtete er ihn auf und lehnte ihn gegen die Wand. Nur wie sollte er diese Blutung stoppen, abbinden war ja schlecht möglich. Geschockt blickte er in Kadajs Augen. "Warum?", fragte er ihn leise und er versuchte weiterhin die Wunde abzudrücken, dass nicht noch mehr Blut herausfloss. Ob dieser die Halsschlagader nun wirklich getroffen hatte oder nicht, konnte er nicht sagen, er sah nur das viele Blut. "Idiot, bleib wach ... BLEIB BEI MIR!" Und es sammelten sich Tränen in seinen Augen, hatte er ihn nun so weit gebracht? Er wollte das doch nicht, er wollte ihn nicht verlieren. "VERDAMMT, WIESO?" schluchzte er nun und war nahe daran ihn zu schütteln, auf ihn einzuschlagen, aber er tat es nicht, er versuchte weiterhin, so gut er konnte, die Wunde abzupressen und mittlerweile liefen ihm die Tränen nur so über die Wangen. Alles was er gesagt, was er getan hatte, schien ihn seinem Kopf zu kreisen, auf ihn einzubrüllen. Eigentlich sollte er dort lehnen, er, und nicht Kadaj, der gerade erst verstanden hatte, dass er andere Ziele haben könnte, als nur Sephiroths Marionette zu sein. "Verlass mich nicht, nicht jetzt ...", flüsterte er immer und immer wieder.

Kein Schmerz der Welt konnte Kadaj jetzt noch was anhaben, der Gedanke ließ ihn kurz auflachen. Den Schmerz mit Schmerz besiegen, wie lächerlich ... Im Augenwinkel sah er eine Bewegung und im nächsten Moment stand eine Silhouette vor ihm, die sich panisch zu ihm hinab beugt. Er spürte, wie sich zwei warme Hände gegen seine Wunde drückten und er hörte ganz verzerrt eine Stimme, die er als die von Cloud erkannte.„... Clo ... ud ...?", keuchte Kadaj kaum vernehmbar und konnte sich nicht mehr gegen die Müdigkeit wehren. Sie überkam ihn, überwältigte ihn. Er spürte noch, wie er in Wärme getaucht wurde, ehe er die Augen schloss und sich in die angenehme Schwärze fallen ließ ... „Verdammt wieso?", hörte er Clouds Stimme rufen, doch er reagierte nicht mehr darauf.

Warum war ausgerechnet jetzt keiner da? Wieso war nie jemand da, wenn er jemanden brauchen würde? Er hörte noch ein leises Keuchen, was nach seinem Namen klang, sah dann aber, wie der Silberhaarige die Augen schloss. Dieses Bild brannte sich jetzt schon in seine Seele. Warum musste es so weit kommen, warum hatte er nicht sehen können, dass Kadaj ihn vielleicht doch gebraucht hätte. Wie man eine scheue Katze auch solange locken konnte, bis sie zu einem kam und nicht in das Auto rannte. Hätte er doch einfach in sein Zimmer gehen sollen? Dass die Haustüre aufgetreten wurde, hörte er gar nicht. Rude, der mal wieder gegenüber postiert gewesen war, stürmte herein, so hatte er Kadajs Aktion ja genau gesehen. "Weg!", war der einzige Kommentar und er drängte Cloud beiseite. Eine Art Notfallkoffer hatte er auch dabei, war wohl Standardausrüstung. "Sieht nicht wirklich gut aus", stellte er besorgt fest und er legte einen Druckverband an. "Drück auf den Verband!", schnauzte er Cloud an, der, nun selber total blutverschmiert, wie ein Häufchen Elend neben dem Silberhaarigen saß. Rude setzte noch eine Injektion an und spritze Kadaj direkt etwas in seinen Arm. Dann überlegte er, ob er den Vorfall wirklich melden sollte. Kadaj war seines Erachtens nicht lebensgefährlich verletzt, nur führte das Spiel nun nicht zu weit? Vielleicht war es nun besser, die beiden einfach zu trennen, bevor wirklich noch einer vor die Hunde ging. Der Schock schien bei Cloud tief zu sitzen, wie er fand. Aber er wollte erst mal abwarten, ob Kadaj nach einer Injektion mit Adrenalin wieder zu sich kam. Cloud weinte stumm vor sich hin und tat wie ihm geheißen. Ihm fielen tausend Dinge ein, welche er hätte noch wissen wollen, was er hätte sagen können und nun, vielleicht würden diese Lippen, die nun so geschlossen und ruhig Kadajs Gesicht zierten, nie mehr etwas sagen. Die Vorstellung alleine brach ihm das Herz.

Kadaj bekam von der Sonderbehandlung um sich herum nicht viel mit, er war ohne Bewusstsein und irgendwo in einer Zwischenwelt gefangen. Immer wieder hörte er dabei eine Stimme, eine Stimme, die nach ihm rief. Warum ist dir auf deiner Suche kein Opfer zu groß, um zu erreichen, was du verfluchst? Gibst du dich auf? Warum ist dir die Akzeptanz oberstes Gebot? Siehst du nicht der Wahrheit Glanz tief in dir? Ich hab zu viele Engel fallen sehen, unter dem Rad der Zeit. Seelen leer und entstellt. Warum erkennst du nicht einmal im letzten Augenblick, dass du ein Leben nur aus Lügen lebst, ohne klar zu sehen? Dass nichts mehr von dir übrig ist, was dich zusammenhält! Diese Worte hallten immer wieder durch Kadajs Kopf, bis er langsam mit den Augen flackerte und direkte Rude erblickte. Er schaute ihn nur aus müden, schwachen Augen an, sagte kein Wort und doch suchte sein Blick noch etwas anderes. Sein Blick suchte nach Cloud, welchen er aber aus seiner Lage nicht sehen konnte. "Cl ... oud ...", röchelte er erneut und riss die Augen nun vollständig auf.

Wieder einer weniger ... du verlierst sie alle ... und dazu hast du ihn noch in den Tod getrieben', schrie eine Stimme erregt in Clouds Kopf. Diese lachte und freute sich bestialisch. 'Dieses Gefühlschaos in dir, diese Reue, diese Trauer, diese Verzweiflung, sie nährt meinen Geist, gib mir mehr, gib dich endlich auf, ich lass dich noch viel mehr sterben sehen, bis du allein bist, bis du komplett mir gehörst ...' Cloud entkam ein schmerzhaftes Wimmern bei diesen Worten, wusste er doch nur zu genau, woher sie kamen. Seine Hände zitterten, aber er ließ nicht locker. Als wäre es der letzte Faden und wahrscheinlich war er es auch, drückte er unablässig auf die Wunde. Er hätte sofort getauscht, wäre es nur möglich gewesen. Sofort hätte er sein eigenes Leben ... "Cl ... oud ..." kam es nun von dem Silberhaarigen, dessen Regungen Cloud nicht bemerkt hatte, da es vor seinen Augen schwamm und er fast nichts mehr erkennen konnte. Sofort senkte er seinen Kopf näher zu Kadaj. "He~ ... Kadaj? Bist du wach? Sag doch was?" Er unterdrückte wieder den Drang, ihn zu schütteln. Spielte sein Geist ihm abermals einen Streich? Hatte er wirklich seinen Namen vernommen? Er kam seinem Gesicht sehr nahe und suchte dessen Blick. Rude saß wie ein Zuschauer daneben, immer noch unentschlossen, ob er Rufus einschalten sollte. Ein Glück, das er heute allein hier war und Reno irgendwo beschäftigt war. Sonst hätte es anders ausgesehen, dessen war er sich bewusst.

Noch immer blickte Kadaj einfach nur wirr vor sich hin, spürte jedoch den Schmerz, der von seinem Hals und der Wunde ausging. Schwach, wie er war, hob er seine Hand und versuchte diese an die Wunde zu legen, jedoch spürte er da schon eine andere Hand. Nicht sicher, wessen Hand das war, legte er sie einfach drauf, drückte noch etwas mehr zu und stöhnte leise vor Schmerzen auf. Ihm war kalt, schrecklich kalt ... alles um ihn herum drehte sich und er hatte wieder das Gefühl in ein tiefes, schwarzes Loch zu fallen. Erst als er Cloud Stimme am Rande hörte, suchte er erneut dessen Blick und versuchte zu sprechen. "I ... ch ... bin ... wach", kam es sehr dünn von dem Silberhaarigen, ehe er Blut hustete und sich fast daran verschluckte.

Zur selben Zeit rief Rufus bei Rude an, wollte er doch mal hören, was sich bei Cloud und seinem kleinen Liebling so tat. Als er Rude endlich am Telefon hatte, hörte er natürlich auch Kadajs Gewimmer im Hintergrund und fragte gleich, nach was da los sei. Als der jedoch etwas herumdruckste, beschloss Rufus selber vorbeizukommen und sich ein Bild von den Zuständen zu machen. Keine halbe Stunde später stand der Präsident in Clouds Küche und blickte aschfahl auf den blutenden Kadaj." Was zum Henker ist hier passiert?", fragte er barsch und blickte jeden Einzelnen an.

Cloud hatte Rude angewiesen, die Decke aus dem Wohnzimmer zu holen, mit welcher sie Kadaj nun einigermaßen stabil hatten. Zu weinen hatte er aufgehört, aber an seinen Augen konnte man es noch deutlich sehen, so rot waren sie. Er hielt immer noch die Hand auf Kadajs Druckverband, die Blutung schien sich auch langsam zu beruhigen. Kadaj hielt ebenfalls seine Hand fest, drückte diese mit auf die Wunde. Tausend Gedanken und Sprüche gingen ihm durch den Kopf, aber er wollte keinen bringen. Als dann auch noch Rufus in die Küche marschierte, war das Chaos perfekt und Cloud wäre am liebsten in irgendeine Dimension-spalte verschwunden. Unter anderen Umständen hätte Cloud nun wie Augen verdreht und Rufus eine bissige Antwort geliefert. Aber ihm war nicht danach, die Situation war zu absurd. Also ignorierte er ihn einfach, fühlte Kadajs Stirn und ließ den Silberhaarigen einfach nur seine Nähe spüren. Rude erzählte kurz, was er gesehen hatte und er hatte alles gesehen, genau, wie er das Messer angesetzt hatte. Nur wusste er nicht, wie es dazu gekommen war. Da Cloud nichts dazu sagte und Kadaj nicht in der Lage war, fehlte dieses Stück an Information. Auch konnte Cloud nicht in Kadajs Gedanken blicken und er spann sich die übelste Version in seinem Kopf zusammen, kommentiert von einer fies lachenden Stimme, die ihm die komplette Schuld zuwies.

Rufus lief wie ein Tiger auf der Jagd durch die Küche, blickte immer wieder auf Cloud und dann auf Kadaj. "Er hätte besser mitkommen sollen, so hätte ich ihn unter Kontrolle gehabt und das hier wäre nicht passiert. Noch dazu wissen wir nicht mal, warum es dazu kam, aber das kann ich mir schon denken. Der Kleine kam wohl mit der ganzen Sachlage hier nicht mehr klar und das schien ihn zu der Tat bewegt zu haben. Man sah ihm das aber auch nicht wirklich an und doch denke ich, dass das hier sicherlich kein Hilferuf war", runzelte Rufus weiterhin die Stirn und blickte Rude ruhig an. "Solange wir nichts Genaues wissen, nehm ich ihn mit, und wenn er spricht und ich den Grund für das hier weiß, dann sehen wir weiter. Rude du bist so freundlich und nimmst ihn?" und damit blickte er Cloud kalt an. "Solltest du damit etwas zu tun haben, werde ich ihn wohl bei mir lassen. Ich kann nicht riskieren, dass sich einer der Silberlinge so feige aus dem Staub macht".

Am Rande bekam Cloud mit, wie Rufus vor sich hin philosophierte, er war eher damit beschäftigt, genau auf Kadajs Reaktion zu achten. Was musste dieser Idiot auch, warum, war der Streit so schlimm gewesen? Hätte er doch lieber wieder ein Messer nach ihm geschmissen, anstatt sich selber ... er dachte nicht zu Ende. Hatte ihn die Tatsache mit der Herkunft so aus der Bahn geworfen? Oder die Tatsache, dass er ... dass er ihn vielleicht ... nicht ... vielleicht, dass er ihn so kühl und eher abweisend behandelt hatte? So viele Gedanken kreisten um ihn, kreisten ihn seinem Kopf wie ein Schwarm Mücken ohne ein klares Bild zu liefern. Das Rufus etwas von Hilferuf erwähnte, veränderte das Bild in Clouds Kopf. Kein Hilferuf? Um Hilfe würde der Silberhaarige nie bitten, soviel hatte er gelernt, nur wenn man ihn buchstäblich dazu zwang es zu tun. Sollte dies ein bewusster Abgang werden? Nach dem Motto, keine Lust mehr zu spielen. Dann hörte er das Wort Kontrolle. Was wollte der Präsident denn kontrollieren? Er wollte ihn mitnehmen, wies Rude auch schon dazu an. Aber er musste noch ein paar Dinge sagen, er musste sich selbst wieder aufbauen, er wollte sein innerstes nicht weiter preisgeben, er wollte nicht den Scherbenhaufen behalten, denn der Silberhaarige mit seiner Tat in ihm ausgelöst hatte. Er beugte sich zu Kadajs Ohr und flüsterte so leise, dass nur Kadaj es hören konnte und da er blinzelte, hoffte er, dass die Worte ankamen. „Hasst du mich doch so, dass du mir das antust? Dich so sehen zu müssen? Du bist viel grausamer als ER, um ein Vielfaches schlimmer. Ich hasse mich selbst dafür, dass ich so naiv kurz geglaubt habe, dich zu lieben. Ein Abbild meines größten Feindes, nur darauf aus, mich zu quälen, mich komplett zu zerbrechen, danke, du hast mir das, was ich dir angetan hab, um ein Vielfaches heimgezahlt." Dann nahm er die Hand von dem Verband, nahm den letzten tiefen Blick Kadajs in seine Erinnerung auf und wandte sich dann an Rufus. „Was du bezweckst, weiß ich nicht, ist mir auch völlig egal, nimm ihn mit und befriedige deinen Kontrollzwang ..." Ein kurzer Schmerz durchzuckte sein Gehirn. Seine Augen blitzen grün und er zischte leise ... „Wie eine Marionette, deren Fäden durchtrennt wurden ... dramatisch, oh, wie der Anblick schmerzt ...", kam es von seinem Mund, aber es waren nicht seine Worte. Kurz ruckte er mit dem Kopf, seine Augen strahlten wieder blau. Warum war es immer leichter, wenn er litt, wenn er das Gefühl hatte, innerlich zu zerbrechen? Traurig warf er Kadaj nochmal einen Blick zu, richtete sich dann aber endgültig auf.

Kadaj hörte jedes von Clouds Worten, blickte aber wie durch ihn hindurch. Er erkannte Cloud nur sehr schemenhaft, sah ihn wie durch ein dickes Milchglas. Was er jedoch sagte, hörte er ganz genau und es ließ ihn schlucken. Dachte er wirklich er, würde ihn hassen? Das tat er doch gar nicht, das hatte er ihm doch gesagt! Warum dachte er dann so? Der letzte Satz aber brach den Zacken aus der Krone und er zuckte heftig zusammen. Er glaubte, ihn zu lieben? Dieser Satz hallte ihm nun immer wieder durch den Kopf und er hörte nun auch, was Cloud zu Rufus sagte. Hörte, wie er sagte, dass er ihn mitnehmen sollte. Halt ... Stopp"! Er wollte hier doch gar nicht weg, wieso taten sie ihm das an? Warum wollten sie ihn mitnehmen. Kadaj versuchte nun selber aufzustehen, er wollte sich wehren, wollte nicht hier weg und schon gar nicht wollte er zu Rufus. "Ne ... in ...", kam es erneut aus seinem Mund, ehe er wieder heftig husten und Blut spucken musste.

Rude stand noch unschlüssig da und überlegte, wie er Kadaj tragen sollte, ohne dass er dabei zu sehr litt oder gar noch mehr Blut verlor. Dass er Blut spuckte, wunderte ihn, ging der Schnitt doch tiefer oder hatte er sich noch anderweitig verletzt. Wenn das der Fall wäre, musste er in jedem Fall medizinisch versorgt werden, ob er nun mit wollte oder nicht. Cloud war aus Kadajs Reichweite getreten, stand vor dem Kühlschrank und funkelte Rufus böse an, sagte aber nichts weiter. Von Kadaj wollte er nichts wissen, er wollte ihn mit seinen Worten schocken, ihn schocken, da diese Tat dermaßen dumm war, er sollte es nicht nur körperlich, sondern auch seelisch spüren. Er wusste, dass der Silberhaarige ihn nicht hasste, aber er wollte es ihn glauben lassen, der so von ihm dachte. Rude stütze Kadaj und half ihm auf die Füße. "Ruhig atmen, nicht schnell bewegen", befahl er ihm ruhig und beschränkte sich aufs Wesentliche. Er wartete kurz, bis er sich gefangen hatte und nicht mehr so arg hustete.

Kadaj hatte aufgehört zu husten, wich aber vor Rude zurück und drückte sich an die nächste Wand. Weg, er sollte hier weg und ihn in Ruhe lassen. Merkte sie denn alle nicht, dass er das hier nicht wollte? Dass er hier bleiben wollte? Erneut blickt er zu Cloud, sah aber dessen bösen Blick und senkte augenblicklich seinen. "Was ist jetzt Rude? Du wirst doch wohl noch einen verletzten tragen können", fuhr Rufus den Glatzkopf an und schaute dabei zu Kadaj, sah dessen Blick und doch kümmerte es ihn nicht. Er wollte den Silberhaarigen erst mal von hier weg haben, wollte, dass er sich erholte und dann würde er entscheiden.

"Jawohl." war seine kurze Antwort und Rude ging einen weiteren Schritt auf Kadaj zu und stützte ihn dann. Dann hatte er ihn so im Griff, dass er nicht mehr weiter zurückweichen konnte. Mit sanfter Gewalt brachte er ihn dazu, von der Wand wegzugehen. Clouds Miene wandelte sich von böse in Gleichgültigkeit. Er starrte angestrengt auf den Boden, aber nur, damit man nicht sehen konnte, dass er trotz allem den Silberhaarigen an liebsten zu sich gezogen hätte. Nein, er durfte nun nicht schwach werden, seine Maske musste halten, zumindest, bis alle zur Türe hinausverschwunden waren. Das wäre das Beste so. Aber warum tat es dann weh? Verlust, Leere, etwas würde fehlen. In ihm. Es fehlte jetzt schon. Leere, die sich mit Schmerz füllen würde und sich bereits füllte. Ganz langsam. Aber nein, er würde einfach mit unbewegter Miene dastehen und warten, bis es vorbei war. "Du hast sie, wenn du ... du weißt, schon ...", murmelte Rude, nur für Cloud und vielleicht Kadaj hörbar, als er an ihm vorbeiging und Kadaj vor sich herschob. Cloud wusste, was er meinte, aber er reagierte nicht, mit unbewegtem Gesicht fixierte er weiterhin einen imaginären Punkt auf dem Küchenboden.

Kadaj sah, wie Rude auf ihn zuging, wie er ihn von der schützenden Wand wegholte und ihn vor sich her an Cloud vorbeischob. Kadaj versuchte sich mit aller letzter Kraft zu wehren, er schrie und tobte sogar, trat wie wild um sich und fuchtelte panisch mit den Händen. Dass Cloud so kalt tat, versetzte ihn einen Stich ins Herz und er fing erneut an zu kreischen, dass man ihn gefälligst in Ruhe lassen sollte. Im Türrahmen hielt er sich an der Klinke fest, machte erneut Anstalten und schrie wie von der Biene gestochen durch die Wohnung. "ICH WILL NICHT WEG! ICH WILL NICHT ZU RUFUS! WARUM KAPIERT DAS HIER KEINER? DAS WAR KEIN SELBSTMORD, ES WAR NUR EIN TEST UM ZU SEHEN, OB EIN MENSCH AUCH LEBEN KANN OHNE ZU WISSEN, WOHER ER KOMMT"!

"Oh, ich glaube er hat zu viel Blut verloren." kam es als Kommentar von Rude, der immer noch sanft versuchte, ihn vom Türrahmen zu pflücken. Man könnte so eine Sanftheit jedem zutrauen, aber nicht Rude, wirkte er doch so groß, kastig und brutal. "Nun lass mal gut sein, du redest wirres Zeugs." und er wollte seine Hand von der Klinke lösen. Rufus war bereits vorgegangen und so konnte er sich Zeit lassen, sonst hätte dieser ihn bestimmt wieder angeschnauzt, er solle nicht zu sanft mit ihm sein. Cloud hob nur leicht den Blick. Ein Test? Zum vorherigen Thema würde diese Aussage ja passen, aber das Handeln war so absurd, er traute es nicht einmal Kadaj zu, dermaßen irrational zu sein. Langsam ging er dann doch auf die Türe zu, schaute immer noch gleichgültig. Unentschlossen, ob er Rude nun helfen sollte oder ob er sich an Kadaj wenden sollte, blieb er erst mal stehen und schaute sich den kleinen Kampf an, den die beiden sich an der Türe lieferten.

Nun war Kadaj auf 180, blickte Rude wütend an und versuchte nach diesem zu treten. „Ich rede kein wirres Zeug, ich weiß sehr wohl, was ich sage. Ich wollte mich nicht umbringen, dafür hätte ich gar keinen Grund. Nicht mal unerwiderte Liebe wäre ein Grund dies zu tun. Auch nicht das, was Cloud getan hat, ihn trifft nicht mal die Schuld. Ich selber bin daran schuld, weil ich ihn gefragt habe, woher er kommt und dadurch wurde mir klar, dass ich es nicht weiß. "Kadaj redete sich in Fahrt, hielt sich dabei aber noch immer an der Klinke fest und tobte wie ein Sandgebläse.

Überrascht ließ Rude von seinem Vorhaben ab, Kadaj weiterhin von der Tür wegzerren zu wollen. Einen Tritt gegen das Schienbein hatte er kassiert. "Nanu, vorhin am Sterben und nun schon wieder total fit? Ein richtiges kleines Stehaufmännchen wie? Rufus will dich mitnehmen und du kommst mit, basta." meinte er bestimmend und ärgerte sich kurz über das schmerzende Schienbein, was aber sogleich wieder verflog. Eigentlich wollte er ihn ja auch nicht zwingen, mitzukommen, aber Befehl war ja Befehl und Rufus hatte es dieses Mal nicht Kadaj selbst überlassen, selbst zu entscheiden. "Muss ich nun Gewalt anwenden oder was?", fragte er etwas rauer nach und blickte mit trainiert furchteinflößendem Blick zu Kadaj. Cloud stand wie ein Zuschauer einen Schritt weiter hinten im Gang und regte sich nicht. Die Worte von Kadaj hatten ihm einen Schlag versetzt. Er hatte sich sonst was eingebildet und es war doch nur ein Test gewesen? Wie absurd war das denn? "In manchen Fällen ist es besser, es nicht zu wissen, oder soll ich sagen, eine Gnade, wenn es einem erlaubt wird, sich nicht mehr daran zu erinnern", sprach er dann leise, blickte dabei aber immer noch unbewegt zu den beiden Streitenden und war sich nicht sicher, ob diese ihn überhaupt bemerkten.

Auf gar keinen Fall wollte er zu diesem kranken Arschloch Rufus, eher würde er glatt nochmal das Messer nehmen. "Der kriegt mich nicht lebend, auf gar keinen Fall lass ich mich von dem zu einer Marionette machen, eher verreck ich" wie ein ertrinkender klammerte er noch immer an der Klinke, funkelte Rude hasserfüllt an. "Du kannst deinen Chef sagen, dass ich nicht mitkommen werde, eher geh ich vor die Hunde!" Kadaj tobte wie ein Orkan der Windstärke zwölf, erblickt dann Cloud im Flur und wurde erst recht sauer. "Und du hast scheinbar gar nichts zu sagen, was. Stehst da und glotzt blöd. Ja, ich weiß selber das diese Sache eben mehr als bescheuert war und das sie unnötig war. Aber bitte halt mir diesen Schrank vom Leib. Ich will nicht zu Rufus" nun bettelte Kadaj fast schon, blickte Cloud mit flehendem Blick an und sank auf die Knie.

Wie ferngesteuert ging Cloud nun auf die beiden zu. "Zwing ihn nicht, er hat wirklich viel Blut verloren, nicht dass es noch mehr wird, dann soll er sich eben hier ausruhen", richtete Cloud ruhig das Wort an Rude, der ihn etwas gehetzt ansah. "Aber Befehl ist Befehl. Gerade du solltest das doch noch kennen." Aber Cloud sah ihn bestimmend an. "Rude, lass es. Bring Rufus eben rein und ich sag es ihm selber. Aber was bringt es, wenn du ihn nun an den Haaren runter schleifst? Gesundheitstechnisch bestimmt nicht förderlich und Rufus behauptet doch immer, es liege ihm so viel daran, dass es Kadaj gut ginge, oder liege ich da falsch?", brachte er nun und seine Stimme klang ein wenig verschlagen. Auch zwinkerte er ihm dabei zu. Rude nickte und er hoffte, dass der Anschiss nicht zu heftig ausfallen würde. "Könntest dich ruhig bedanken, du süßes silbernes Kätzchen. Hast ja ganz schöne Krallen", meinte er noch kurz zu Kadaj und tätschelte ihm den Haarschopf. So drehe er sich um und ging die Treppen zu Rufus hinunter. Cloud beugte sich zu Kadaj und ging dabei vor ihm in die Hocke, dieser saß noch immer auf seinen Knien und er wollte ihm aufhelfen. Einladend streckte er ihm die Arme hin, nur seine wahren Gefühle versteckte er immer noch hinter seiner eisigen Maske. Jetzt erst recht. "Du bist so ein Idiot", zischte er leise und blickte ihn kalt an, wobei sich aber langsam Verärgerung mit in seine Gesichtszüge mischte.

Kadaj war froh als Rude endlich nach Clouds Worten von ihm abließ und runter zu Rufus ging. Kaum merklich seufzte er auf, rappelte sich langsam auf und blickte nun Cloud völlig entgeistert an. "Ich weiß selber, dass ich ein Idiot bin, aber danke, dass du es noch mal erwähnst", brummte Kadaj leise vor sich hin und setzte sich erst mal auf einen der Küchenstühle. Sicher würde es gleich ein Donnerwetter von Rufus geben und sicher würde er ihn erneut zwingen mitzukommen. Rufus kam auch direkt hoch, blickte Cloud mit kaltem Blick an. "Was soll das bitte heißen? Wieso soll er sich hier ausruhen? Was soll der Mist?" Rufus lief abwartend durch die Küche, betrachtete sich Kadajs Wunde und fuhr ihm durch die Haare. "Was hat er nur mit dir gemacht? Wieso hast du das gemacht Kadaj? Wieso? Ist dein Leben so schlimm, das du es wegwerfen wolltest?", wandte sich Rufus direkt an den Silberhaarigen und kniete sich zu ihm runter. Kadaj blickte ihn jedoch nicht an, blickte starr auf den Boden. „Wie oft denn noch, ich wollte mich nicht umbringen und außerdem geht es mir schon sehr viel besser. Bitte Rufus ... lass mich hier. Bei dir würde ich nur vor die Hunde gehen. Ich will das nicht, alles, was ich will, ist hier bei Cloud bleiben. Ich bitte dich ...", murmelte er und sah ihn flehend an. "Schön Kadaj, wenn er dich noch hier haben will, kannst du gerne bleiben, ansonsten kommst du mit mir", waren die letzten Worte des Präsidenten.

Cloud stand im Gang wie ein begossener Pudel. Das Rufus wieder hoch stürmte war ja zu erwarten, aber dass da so ein bittender Kadaj in der Küche saß, das passte nun wirklich nicht in sein Bild. Rude, der an der Haustüre stehen geblieben war, blickte betreten beiseite. Immer hab ich was gemacht dachte sich Cloud beinahe trotzig wie ein kleines Kind, er hätte Rufus eine zentrieren können, so sauer war er mittlerweile. 'Hast du ja auch 'flüsterte wieder jemand in ihm, ''Schnauze'' dachte er sich barsch und zu seiner Überraschung herrschte auch Stille. Plötzlich hörte er etwas von noch haben will und bleiben. Nun, jetzt konnte er es entscheiden. Rufus blickte, immer noch die Verärgerung unterdrückend, zu Cloud, als wollte er ihm sagen, er solle bloß mit Nein antworten. Aber Cloud zuckte mit den Schultern. "Wie er es will, ich jage ihn auf jeden Fall nicht fort, wenn er lieber hier bleiben will", war seine Antwort. Mit diesen Worten ging er an den beiden vorbei zum Balkon, sah an der Anrichte Kadajs Zigaretten liegen, schnappte sich kurzerhand die Schachtel und verzog sich damit auf den Balkon als würde er eine rauchen. Er musste kurz Ruhe haben, sonst würde er explodieren.

Kadaj wie auch Rufus schauten beide zu Cloud, der eine dankbar und der andere mehr als verärgert. "Rude wir gehen. Ab sofort wirst du mit Reno diese Wohnung rund um die Uhr bewachen und sollte sich so was wie heute noch einmal wiederholen, dann nimmst du Kadaj mit. Auch wenn er wieder betteln sollte." Damit stapfte Rufus wütend aus der Wohnung und ließ einen eingeschüchterten Kadaj zurück. Der Silberhaarige seufzte erneut auf, stand dann aber auch schon auf und tapste auf wackligen Beinen in sein Bett, zog sich die Decke über den Kopf und starrte vor sich hin. Erst mal wollte er nur Ruhe, wollte Cloud erst mal nicht auf den Wecker fallen und das alles verarbeiten.

Nur zu genau hatte Cloud diese Worte vernommen, die Rufus noch durch die Küche bellte. Genau überwachen? Hatte der eigentlich einen Schaden? Seine Privatsphäre ausspionieren? Wenigstens sagte er es jetzt offen, nur wie sollte er sich in diesen vier Wänden noch wohlfühlen? Bestimmt hatte er mehr als vier Stunden schmollend auf dem Balkon verbracht. Es musste mal wieder bald Mitternacht sein. Gegenüber am Fenster sah er bereits ein kleines grünliches Licht, wie von einem Telefon, welches im Dunkeln benutzt wurde. So konnte das nicht weitergehen, er würde hier noch durchdrehen. Geraucht hatte er nicht und nach einer Weile ging er wieder hinein, schloss die Balkontüre und zog die Vorhänge vor. Er kam sich vor wie ein Zootier, welches begafft wurde. Sein Zimmer ging in die andere Richtung, hier fühlte er sich wenigstens ein wenig unbeobachteter. Kadaj hatte er nicht gesehen, der würde wohl schlafen, war auch besser so, er selber war ziemlich sauer auf ihm. Bitterböse und zugleich froh, dass er sich nicht lebensgefährlich verletzt hatte. Grübelnd starrte er an die Decke und beobachtete Lichtreflexe, welche sich an dieser spiegelten.

Ruhig lag Kadaj im Bett, konnte aber wegen der pochenden Schmerzen kaum schlafen und wälzte sich immer wieder rum. Toll, das hatte er nun von seiner Dummheit. Große Schmerzen und wenig Schlaf. Hinzu kam, dass Cloud ihn nun bestimmt noch mehr verachtete und dafür hätte sich Kadaj ohrfeigen können. Wieso war er auch nur so dumm gewesen, seinetwegen wurde hier jetzt alles 24 Stunden überwacht. Große Klasse, wirklich toll gemacht, gratulierte er sich selbst in Gedanken und schlug wütend auf seine Decke.

In den frühen Morgenstunden konnte Cloud nicht mehr liegen, stand dann auf und betrat im Dunkeln die Küche. Dann machte er sich an die Spurenbeseitigung, eigentlich hätte er es Kadaj selbst saubermachen lassen sollen, aber er konnte es einfach nicht mehr länger mitansehen. Seine noch blutgetränkte Wäsche schmiss er in den Wäschesack, am nächsten Tag würde er wohl in den Waschsaloon gehen müssen, er wollte einfach aufräumen, saubermachen, Unrat beseitigen, in seiner Wohnung, wie in seinem Gehirn. Was er fühlte, konnte er kaum in Worte fassen, war es mehr Wut oder aber mehr Unverständnis. Eines wusste er aber nur zu gut, er wollte weg, aus diesem Käfig ausbrechen und er begann sich zu fragen, wer hier der Sklave war.

Kadaj stand erst auf, als ihn sein Wecker weckte, jedoch hatte er kaum mehr als drei Stunden geschlafen und tapste nun langsam in die Küche. Er glaubte, dass Cloud noch im Bett lag, setzte wie gewohnt den Kaffee auf und hatte die Augen noch geschlossen. Dann hörte er aber etwas in der Wohnung, schlug erschrocken die Augen auf und zuckte bei Clouds Anblick heftig zusammen. Der war doch sonst nicht so früh munter und wieso war er überhaupt wach? Sein Blick fiel nun auf den Küchenboden und er seufzte leise auf. Das hätte er wegmachen müssen, es war seine Sauerei, nicht die von Cloud. Warum hatte er ihn nicht einfach geweckt und ihn dazu verdonnert. So wäre es wenigstens normal, aber doch nicht so!

Wortlos sah er, wie Kadaj Kaffee aufsetzte. Zu einem Morgengruß konnte er sich auch nicht hinreißen lassen, er schwieg einfach und blieb auch nicht lange in Sichtweite, er kramte nach seiner Wäsche und füllte den Sack, hatte er sonst ja wie immer alles in seinem Zimmer verteilt. Derzeit wünschte er sich nichts sehnlichster als einen Auftrag, der ihm mindestens eine Woche lang beschäftigen würde. Die Decke, mit welcher sie den frierenden Kadaj eingewickelt hatten, packte er ebenfalls weg. Dann erkundigte er sich im Internet nach den Öffnungszeiten. Immer noch eine Stunde, wie er feststellte. Die Wohnung roch mittlerweile verführerisch nach frischem Kaffee und er konnte und wollte auch nicht widerstehen, also betrat er mit bewegungslosem Gesicht die Küche, schaute zu Kaffeemaschine, die fast fertig war, und begab sich schon mal zum Geschirrschrank.

Gut, Cloud ignorierte ihn, was ihn aber auch nicht wirklich verwunderte. Kadaj hatte mit so was ohnehin schon gerechnet und doch tat es irgendwo weh, als er die Küche verließ und die Wäsche machte. Wieso machte er seine Arbeit? Kopfschüttelnd stand er an der Anrichte, starrte dem Blonden buchstäblich hinterher und seufzte leise auf. Das war doch alles scheiße, von vorne bis hinten kompletter Schwachsinn. Aber gut, Cloud wollte es so haben, also würde er auch kein Wort sagen. Immer noch enttäuscht zog sich Kadaj auf dem Balkon zurück, setzte sich auf die Holzbank und rauchte seine Zigarette.

Cloud nahm sich einen Kaffee und wartete die Stunde im Wohnzimmer, bis der Saloon geöffnet hatte. Kadaj war wohl in seinem Zimmer oder auf dem Balkon, er hatte ihn nicht gesehen. Leise hatte sich Musik eingeschalten, was Ruhiges, damit er sich nicht aufregte und besser nachdenken konnte. Aber dann legte er sich aufs Sofa und starrte wieder an die Decke. Der Wäschesack stand griffbereit im Flur. Da er aber eine morz schlechte Nacht hinter sich hatte, schlief er irgendwann auf dem Sofa ein, die Arme noch hinter dem Nacken verschränkt.

Nach einer Weile kam Kadaj wieder in die Wohnung rein, sah den Wäschesack noch immer stehen und schaute dann verwundert ins Wohnzimmer auf den schlafenden Cloud. Kurz überlegte er ihn zu wecken, ließ es dann aber bleiben, griff sich selbst den Sack, ein paar Waschmünzen und machte sich damit auf den Weg zum Waschsalon. Er brauchte doppelt so lange wie angenommen, schmerzt doch nicht nur sein Hals, sondern noch immer sein Fuß. Endlich im Waschsaloon angekommen, sortierte er die Wäsche nach Farben und nach der Waschtemperatur, füllte die Trommeln mit Wäsche und Waschpulver und drückte auf Start. Nun hatte er genug Zeit hier herumzusitzen und zu warten.

Irgendwann erwachte Cloud wieder und streckte sich erst mal ausgiebig. Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, dass er wohl länger geschlafen hatte als beabsichtigt. Schnell sprang er auf und sah, dass der Gang leer war. Sich wundernd suchte er nach Kadaj, fand ihn aber nicht. Er konnte sich wohl vorstellen, wohin er gegangen war und eigentlich passte es ihm gar nicht. Sollte er sich doch schonen und vor allem, wie sah das denn aus, wenn er sich nun damit durch die Stadt quälte? Seufzend verließ er die Wohnung und begab sich ebenfalls zum Waschsalon. Von Weitem sah er ihn schon vor den Maschinen sitzen. Langsam betrat er den Saloon und ging ruhig auf Kadaj zu.

Kadaj schaute während des gesamten Waschvorgangs gelangweilt auf die Uhr, zählte immer wieder die Sekunden und bekam von der Außenwelt nichts mit. Nicht mal als Cloud den Saloon betrat, rührte er sich, weiterhin wie geistesabwesend starrte er die Uhr an. Ab und an seufzte er kurz auf, aber sonst gab er keinen Laut oder ein Lebenszeichen von sich.

Cloud blieb hinter Kadaj stehen und beobachtete eine Weile die Waschtrommel, in welche er auch hineinstarrte. Im Saloon waren sie die einzigen Nutzer, in Midgar standen die Leute nie früh auf. Dann musterte er ihn von hinten, sah genau den Verband und ein paar Blutflecken, die am Rand aufgetreten waren. Wieder stieg Ärger in ihm hoch, aber er unterdrückte ihn so gut er konnte. Vorsichtig näherte er sich ihm von hinten. Dann ohne Vorwarnung legte er seine Hände auf Kadajs Schultern, die eine Hand vorsichtig auf die Wunde. Sanft drückte er ihn gegen sich.

Leicht zuckte Kadaj zusammen, spürte, wie jemand hinter ihm stand und leicht auf seine Wunde drückte. Kurz hielt er den Atem an, traute sich nicht sich zu bewegen. Irgendwas sagte ihm aber das es sich bei der Person um Cloud handelte und so hob er leicht seine Hand und legte sie schweigend auf die des Blonden. Sein Blick war dabei noch immer auf die Uhr gerichtet, blickte diese an, als wolle er sie durch bloße Gedankenkraft zu Fall bringen.

Kurz zuckte er selber zusammen, als Kadaj einfach seine Hand festhielt. Um ihn herum schien sich alles zu drehen, er wollte ihm vieles sagen, unterdrückte aber den Drang es zu tun. Schweigend ließ er die Minuten ziehen und bewegte sich keinen Millimeter. Kein Wort, kein Laut sollte diese Stille, diesen Augenblick der Verbundenheit, die Lüge, dass sie sich verstehen würden, nehmen. Kein Laut war zu vernehmen, die Stille wurde nur durch das regelmäßige Surren der Maschine unterbrochen. Doch dann sorgte ein 'Pling' und die darauffolgende Stille dafür, dass der Augenblick, so schnell er gekommen war, auch wieder verflogen war und langsam löste Cloud die Berührung zu dem Silberhaarigen und trat Richtung Waschtrommel.

Selbst Kadaj sagte kein Wort, er hielt weiterhin Clouds Hand mit der Seinigen fest und starrte die Uhr vor sich an. Komm und sieh in seine toten Augen. Komm ganz nah, wirst du ihm jemals glauben. Dass auch er irgendwie irgendwann wieder einmal lieben kann. Dass eine fremde Macht ihn lenkt. Sie für ihn fühlt, sie für ihn denkt. Doch schützt sie ihn für diese Zeit nicht vor tiefem Schmerz und Herz leid. Dieser Sturm tief in ihm tobt! Dass diese fremde Macht ihn nährt, sie ihm gibt, was er begehrt. Doch wenn er sich ihr ganz ergibt, sag ihm erst aufrecht, dass er lebt! Kommt und hört sein stummes Gebet, kommt ganz nah, bis ihr wirklich seht. Welcher Kampf tief in ihm tobt! Tief in ihm drin, irgendwo hier, liegt immer noch ein Stück von ihm. Vom Menschen, der er einmal war, der einmal kurz die Sonne sah. Erst als die Waschmaschine ertönte, bemerkte Kadaj wo er war und das Cloud sich von ihm gelöst hatte. Sichtlich verwirrt blickte er sich um, murmelte ein" Ich bin nicht tot! Ich lebe noch!", und kletterte von der Maschine runter.

Selbst Kadaj sagte kein Wort, er hielt weiterhin Clouds Hand mit der Seinigen fest und starrte die Uhr vor sich an. Komm und sieh in seine toten Augen. Komm ganz nah, wirst Du ihm jemals glauben. Dass auch er irgendwie irgendwann wieder einmal lieben kann. Dass eine fremde Macht ihn lenkt, sie für ihn fühlt, sie für ihn denkt. Doch schützt sie ihn für diese Zeit nicht vor tiefem Schmerz und Herzeleid. Dieser Sturm tief in ihm tobt! Dass diese fremde Macht ihn nährt, sie ihm gibt, was er begehrt. Doch wenn er sich ihr ganz ergibt, sag ihm erst aufrecht, dass er lebt! Kommt und hört sein stummes Gebet, kommt ganz nah, bis ihr wirklich seht. Welcher Kampf tief in ihm tobt! Tief in ihm drin, irgendwo hier, liegt immer noch ein Stück von ihm. Vom Menschen, der er einmal war, der einmal kurz die Sonne sah. Erst als die Waschmaschine ertönte, bemerkte Kadaj wo er war und, dass Cloud sich von ihm gelöst hatte. Sichtlich verwirrt blickte er sich um, murmelte ein „Ich bin nicht tot! Ich lebe noch!" und kletterte von der Maschine runter.

Was Kadaj murmelte, hörte Cloud zwar, aber er setzte es nicht richtig um. Mit starrem Gesicht nahm er die Wäsche und brachte sie zum Trockner. Den Silberhaarigen beachtete er dabei nicht. Die Worte, welche er verstanden hatte, kreisten in seinem Kopf. 'Ich lebe noch' Was wollte er damit sagen? War es doch ein Hilferuf gewesen? Ein Hilferuf an wen wollte er sterben? Okay, er war nun ganz allein, getrennt von seinen Brüdern, zusammenlebend mit dem, der ihn in die Schranken gewiesen hatte und der hatte ihn, ja, lassen wir dass, aber er wollte nicht mit zu Rufus. Warum eigentlich? Was konnte er glauben und was bildete er sich ein? Er verstand ihn einfach nicht, vielleicht sollte er einfach mal fragen, aber zu reden hatte er einfach keine Lust, bestimmt würde er es, egal was er sagte, wieder falsch verstehen. So in Gedanken lud er die Wäsche um.

Kadaj lief wie ferngesteuert durch den Salon, blickte in jede Waschmaschine und übte so was aus wie einen Kontrollzwang aus. Denken tat er dabei nichts, sein Kopf war leer, so wie sein Körper ohne Seele. Kadaj fühlte sich jedenfalls so, als hätte seine Seele seinen Körper verlassen und er wäre jetzt nur noch so was wie eine Hülle, ein Zombie, ein Untoter ... In ihm sah es leer und dunkel aus, als hätte man für lange Zeit alle Lichter ausgemacht. Als hätte sein Leben jeglichen Glanz und Anspruch verloren.

Eine Weile sah Cloud dem Trockner beim Arbeiten zu, dann fiel ihm aber das doch etwas seltsame Verhalten des Silberhaarigen auf. Wie eine Katze lugte er in jede Waschtrommel. Was sollte das denn? Dachte er daran etwas Bestimmtes zu finden? Fast schon hätte Cloud lachen müssen, verkniff es sich aber und versuchte nicht sich nicht anmerken zu lassen. Seine Stimme fand er dann wieder. "Hast du was verloren oder was wird das?", fragte er dann mitten in den Raum und sah interessiert aber ruhig zu Kadaj.

Nur ein zaghaftes Kopfschütteln kam von Kadajs Seite her und er machte wie gewohnt weiter, setzte sich dann aber doch wieder hin und fixierte wie eben schon die Uhr an der Wand. Jedoch blickte er ab und an zu Cloud, sah ihn aber nicht richtig und senkte den Blick. Seine komplette Außenwelt kam ihm schrecklich verschwommen und kalt vor, laut und unlieb, dreckig und doch so unscheinbar. In Kadaj seiner kleiner sich zusammengebauten Welt gab es außer ihm und die Leere rein gar nichts, nicht mal ein Staubkorn oder das Ticken der Zeit. Scheinbar lief alles stumm an ihm vorbei.

Cloud beobachtete ihn weiterhin, sah, wie er wirklich keine einzige Maschine ausließ und dann wieder die Uhr fixierte. Auch bemerkte er, dass dieser immer mal wieder zu ihm sah, aber immer wieder den Blick senkte. Als wäre er ganz in sich zurückgezogen. Sollte er ihn in seiner Welt stören? Eigentlich war er schon weit genug in ihn vorgedrungen, hatte sich im wahrsten Sinne des Wortes in sein Innerstes aufgedrängt, versucht seinen Kern zu treffen, wobei gerade er wissen müsste, dass dieser besonderen Schutz brauchte. Nur warum ging er dann nicht weg, warum blieb er trotz allem lieber bei ihm. Seufzend schloss er die Augen, er kam mit dem Gedanken nicht weiter. "Kaffee?", fragte er noch mit geschlossenen Augen, öffnete sie dann und blicke zu Kadaj und deutete auf das gegenüberliegende Café, welches gerade geöffnet hatte.

Erneut blickte Kadaj nach Clouds Frage nach Kaffee auf und wieder nickte er nur. Er kam sich vor als würde jedes Wort, was er sagen täte, zu viel wäre. Es kam ihm vor als hätte er seine Stimme verloren, als hätte er alles verloren. Emotionen, Gefühle, Denken und Handeln ... als hätte dies alles seinen Körper verlassen und eine gähnende Leere in seinem Innern hinterlassen. Kadaj spürte nichts, nicht mal den pochenden Schmerz in seinem Hals. Er hörte nicht mal, wie sein Herz schrie, wie es nach Liebe, nach Geborgenheit und Wärme schrie.

Etwas irritiert musterte Cloud Kadaj, der immer noch nichts sagen wollte. Eigentlich hatte er auch keine Lust in dieses Café zu sitzen, denn sich dabei gegenseitig anschweigend war ihm auch nicht gerade recht. Warum er es tat, verstand er selber nicht, aber da er nicht wusste, auch nicht zuordnen konnte, was in dem Silberhaarigen vorging, dachte er, es würde ihm vielleicht nach all den Ereignissen guttun. Auch wenn er wohl die falsche Person hierfür war, aber er hoffte mal, dass es nicht falsch verstanden wurde. Also legte er von hinten seinen Arm um ihn und drückte ihn kurz, aber ganz sanft an sich. "Ich nehme auch einen zum Mitnehmen, mir egal, also komm mit oder warte hier. Was willst du?", sprach er leise in dessen Ohr.

Kadaj blickte nun doch endlich mal richtig auf, blickte Cloud direkt aus leeren und traurigen Augen an." Ich möchte ... ich ... mitkommen", stammelte er leise und rubbelte dabei immer wieder leicht nervös über seine Arme. Scheinbar hatte er doch seine Stimme nicht verloren, scheinbar war sie noch immer da. Aber wo war der Rest? Wo war der Rest der einen Kadaj erst ausmachte? Das Lächeln, die strahlenden Augen ... einfach alles, was einen zufriedenen Menschen ausmachte ...

Oh, es redet, kam es Cloud kurz hämisch in den Sinn, aber er hielt sich tunlichst zurück. Die Augen des Silberhaarigen, die vorher so kampflustig geblitzt hatten, wirkten nun so komisch abwesend, als wäre er nicht ganz bei sich. Aber hatte er jetzt ein 'nicht mitkommen' oder ein 'ich mitkommen' verstanden. Er war sich nicht sicher, aber nochmal nachfragen würde er auch nicht. Also nahm er seinen Arm von ihm, entließ ihn aus der kurzen einseitigen Umarmung, antwortete einfach mit einem "Na dann.." Er drehte sich weg. Mal sehen ober ihm nun folgen oder dort bleiben würde. Innerlich seufzte er, wie sollte er sich denn nun verhalten, am liebsten hätte er ihn heute Morgen noch verprügelt, was heißt, eigentlich hätte er warten wollen, bis die Verletzungen verheilt waren und dann hätte er sein blaues Wunder erlebt. Ihn so zu schocken, unverschämt, ihn so was sehen zu lassen, noch unverschämter. Mit diesen Gedanken wendete er sich zum Ausgang, aber sein Gesicht trug er wie eine unbewegte Maske.

Nachdem Cloud sich zum Gehen abgewandt hatte, stand Kadaj langsam auf, zog den Reißverschluss seiner Jacke hoch und war dabei ihm zu folgen." Was geschehen ist, ist geschehen. Die Welt dreht sich trotzdem weiter. Sie wird sich immer weiter drehen ..." Und damit öffnete er auch schon die Tür und betrat langsam die Straßen der Stadt. In seinem Kopf herrschte noch immer das Chaos, herrschte immer noch ein wildes Durcheinander. Alles, was er dachte oder denken wollte, ergab für ihn keinen Sinn. Es war als hätte er alles vergessen.

Cloud sah aus dem Augenwinkel wie Kadaj ihm folgte. Die Welt würde sich drehen, ja, aber doch mit merklichen Spuren. "Sie streifen für den Bruchteil, für den kurzen Augenblick, durch unsere Welt und unser Leben und lassen eine Spur zurück", kommentierte er die Aussage des Silberhaarigen und machte sich daran die Straße zu überqueren. Im Café bestellte er sich gleich mal einen Pot Kaffee, setzte sich in eine gute Beobachtungsposition und spielte nachdenklich mit der Speisekarte.

Auch Kadaj bestellte sich einen Kaffee, grübelte über Clouds Worte und kam auf keinen grünen Zweig." Was bedeutet dieser Satz, ich versteh ihn nicht? Ich versteh so vieles nicht ... nicht mehr. In meinem Kopf ist ein riesiges, schwarzes Loch. Ich hab das Gefühl, das ich nicht atmen kann, alles in mir zieht sich zusammen und doch empfinde ich keinen Schmerz", murmelte Kadaj vor sich hin, blickte rüber zum Saloon und drehte dabei wie ein kleines Kind Däumchen.

Cloud hatte Kadaj genau zugehört. Kurz erklärte er, "Sie, das steht einfach für Menschen, Gefühle, Taten, Erfahrungen. Auch wenn die Welt sich immer weiter dreht, alles hinterlässt Spuren, ob verletzend oder glücklich machend." Kurz hielt er inne, überlegte, was er nun antworten sollte. "Nicht atmen ... seit ich die 24 Stundenschicht von Rufus gehört hab, denke ich auch, ich kann in der Wohnung nicht mehr atmen. Ich hab immer noch nicht verstanden, was deine Aktion sollte. Aber sei das mal dahingestellt, wenn du mir die wahren Beweggründe erzählen willst, hör ich zu, sonst lass es eben bleiben und ich denke mir meinen Teil. Aber selbst um das geht es mir jetzt nicht." Kurz atmete er und beugte sich dann vor zu Kadaj. "Nach dem nächsten Auftrag verschwinde ich von hier, ich bin kein Zootier, welches sich 24 Stunden lang begaffen lässt, vor allem nicht von diesem Möchtegernchefchen. Du kannst wählen, entweder du kommst mit oder du bleibst hier, bis sie es merken und dann biste eben bei Rufus", knallte er ihm hin und wartete auf eine Reaktion.

Kurz schluckte Kadaj bei Clouds Worten, nickte dann aber und nippte kurz an seinem Kaffee." Eigentlich hatte ich das in der Küche schon gesagt, ich hatte schon gesagt, dass es ein Test war. Wollte eben mal sehen, ob ich wirklich lebe, da ich doch weder geboren wurde, noch weiß, wo ich herkomme. Warum glaubt mir nur keiner, dass das kein Selbstmordversuch war. Klar jeder muss jetzt denken ich hab sie nicht alle, aber die wissen auch nicht, wie es ist, zu wissen, wenn man nicht weiß, woher man kommt." Er machte er eine kurze Pause, trank noch einmal einen Schluck und blickte Cloud kurz an. „Ich will nicht zu Rufus, wie oft soll ich das noch sagen? Soll ich es mir auf die Stirn schreiben oder was? Ich will einfach nur meine Ruhe vor dem Idioten und basta!„ Den wahren Grund behielt er allerdings lieber für sich, da er wusste, dass dieser ganz und gar nicht angebracht war, dass dieser falsch und verlogen war.

"Okay, dann wirst'e wohl mit abhauen müssen. Weglaufen ist manchmal gar nicht so schlecht, man erspart sich unnötige Erklärungen", antwortete er kurz. "Wie das ist, weiß ich auch nicht, ich kann dir nur das Gegenteil sagen, mir würde es eigentlich lieber sein, wenn ich nicht wüsste, woher ich komme, denn dann könnte ich auch einfach vergessen, was war, was passiert war, wie sie in ihrem Blut ... ach ... lieber sie Mutter nicht kennen, als zu sehen, wie sie ... gnn~ ...", brach er ab, konnte es nicht aussprechen, zuckte kurz mit dem Kopf, fasste sich dann aber wieder. "Ich weiß genau, warum ich es immer wieder sehen werde, warum er es mich sehen lässt ...", murmelte er, blickte dann aber wieder zu Kadaj.

Stumm hörte Kadaj zu, nickte hin und wieder und schaute Cloud mit großen Augen an, als er den Satz mit Mutter abbrach. Mutter ... so was hatte er nie, nicht wirklich ... ihm und seinen Brüdern hatte man immer nur einen Floh ins Ohr gesetzt, aber da kam er schon früher dahinter." Warum tut Sephiroth das? Warum tut er immer wieder anderen Menschen und seelenlosen Dingen weh?" diese Fragen beschäftigten ihn schon seit Langem, warum war sein einstiges Vorbild nur so grausam? Was hatten sie mit ihm gemacht, das er so wurde, wie er nun war?

"Weißt du, dass er mal anders war?", fing Cloud nun an. "Selbst mein Vorbild ist er mal gewesen, bei Soldier, der Übersoldat, unbesiegbar ... bis er halt ..." Er spie diese Worte fast aus.." N~ja ... ich will es jetzt nicht nochmal durchleben, träume oft genug davon. Aber er ... Jenova Zellen eben. Projekt S. Und S steht für Sephiroth. Dass er diese anderen Zellen bekommen hat, hat er eben nicht verkraftet und daher die wahnwitzige Idee, dass er ihr Werk vollenden muss, also den Planeten zerstören, was diese außerirdische Macht wohl vorhatte, warum auch immer. Sei Hirn hat wohl mit Arbeiten aufgehört, als er erkannt hat, mit welchen Zellen er genährt wurde, dabei ... also echt, von den Bildern her, er hat sogar beinahe dieselbe Frisur wie Lucrecia...", kam er ins Philosophieren. "Sag, dass aber bloß nicht Vincent ...", zwinkerte er kurz, aber dann stutzte er kurz. "Seelenlosen Dingen? Was meinst du damit?"

Aufmerksam hörte Kadaj Cloud zu, runzelte hin und wieder die Stirn und verstand langsam die ganze Geschichte. Vincent? Was hatte der damit zu tun? Na ja ihm war es egal und fragen wollte er nicht auch noch." Keine Sorge ich werde Vincent nichts sagen und was ich mit seelenlosen Ding meinte, damit mein ich mich. Seit der Sache in der Küche, habe ich das Gefühl als würde ich nur noch vor mich hin leben, als würde nur mein Körper existieren und er Rest von mir wäre tot. Deswegen hab ich gesagt "Ich lebe noch". Und doch habe ich das Gefühl, das es nicht stimmt, ich fühle nichts, ich sehe nichts und ich höre nichts. Das Einzige, was ich hin und wieder höre, ist eine Stimme, die wirr reden tut", erzählte Kadaj dem Blonden und leerte seine Kaffeetasse.

Cloud leerte ebenfalls seine Tasse, legte das Geld auf den Tisch und stand bereits auf und blickte Kadaj auffordernd an. "Stimmen zu hören kenne ich, nur gruselig, wenn du sie laut mit deiner eigenen Stimme hörst. Was erzählt sie dir denn? Warte, ... sag es mir nachher, wenn du es sagen willst ..." Dann ging er aber schon wieder Richtung Waschsalon. Das Café war inzwischen gut besucht und zu viele Mithörer nervten ihn nur. Auch hatte er aus dem Augenwinkel eine Person mit ziemlich roten Haaren auf der anderen Straßenseite gesehen und er konnte sich nur zu gut vorstellen, wer das war und warum er hier war.

Kadaj wollte Cloud schon anfangen zu erzählen, als dieser aufstand und das Café verließ. Rasch erhob er sich nun auch, folgte dem Blonden über die Straße und in den Salon." Soll ich dir mit der Wäsche helfen?", fragte er kurz, fing aber dann auch schon an die trockene Wäsche zu falten und einzuräumen. Zu zweit ging das schneller und seine nervösen Hände hatten eine Beschäftigung." Ich sage es dir nachher, wenn wir zu Hause sind. Wenn man das unter den Umständen noch so nennen kann", kam es leise und schuldbewusst von Kadajs Seite.

"Wer weiß, wer dort alles mithört ...", murmelte er nur und faltete ebenfalls. "Es ist die Leidenschaft, die Leiden schafft ...", kam es von ihm, ohne dass er genau mitbekam, dass er gesprochen hatte. Davon überrascht stutzte er und blickte auf. "Ach, wie passend ...", schmunzelte er, dachte er doch an Sephiroth, der mit Leidenschaft seine Ziele verfolgte und anderen damit Leiden schaffte. Aber er war wohl auch etwas verwirrt, alles schien so durcheinandergeraten zu sein. Die zusammengelegte Wäsche verstauen sie in dem Wäschesack.

Bitte, was war mit Leidenschaft? Etwas verwundert blickte Kadaj Cloud an, faltete aber noch immer einige Wäschestücke zusammen und runzelte die Stirn." Was ist mit Leidenschaft?" und er kramte die letzten Sachen aus der Trommel, ehe er diese schloss und Cloud neugierig anschaute." Du hast etwas von Leidenschaft gesagt, da bin ich mir ziemlich sicher, oder war ER das wieder?", setzte er noch hinten dran.

"So einfach lass ich, den nicht sprechen ...", meinte Cloud. "Aber es passt zu ihm. Aus seiner Leidenschaft heraus tut er irrationale Dinge, die andere leiden lassen. Egal bei wem ..." Er lud sich den Wäschesack auf. "Ich trage es selber, du solltest Kräfte sammeln, vielleicht sollte ich auch was Eisenhaltiges kochen, wirkt blutbildend", kam es geschäftig von ihm, aber nur um von sich abzulenken, denn er war sich nicht so sicher, wer da wirklich gesprochen hatte. "Und wenn Reno nen blöden Spruch hat, freue ich mich jetzt schon auf die Prügelei…", grummelte er vor sich hin, denn er hatte ihn wirklich auf der anderen Straßenseite an einer Laterne lehnen sehen. "Sie verstecken sich nicht einmal mehr, sondern beobachten offen, wie toll ..."

Kadaj zuckte nur mit den Schultern." Wir haben noch Spinat, da ist genug Eisen drinnen, ich denke das dürfte hinhauen", nickte er kurz angebunden und hielt Cloud schon freundlicherweise die Tür auf. „Lass doch den Köter, der ist eh strohdoof und selber denken kann der auch nicht. Der tut immer nur dass, was man ihm sagt, so was ist langweilig", machte er munter mit." Verstecken ist auch langweilig, ich denke sie tun es mit voller Absicht ... um uns zu ärgern", mutmaßte Kadaj weiter und schritt langsam weiter.

".... und damit haben die vollen Erfolg...", maulte Cloud leise, sodass nur Kadaj es verstand. ". Ich hasse es ... vor allem von denen ..." Und mit diesen Worten überquerte er die Straße, beachtete Reno wirklich nicht, obwohl dieser gehässig zu ihnen rüberwinkte und schritt einfach weiter. Verstecken sei langweilig. Nun, das fand er nun nicht, er wollte sich verkriechen, alleine sein, niemanden sehen, na ja, bis auf einen, der ihn nicht stören würde. Warum auch immer, war es nun immer noch das schlechte Gewissen oder aber ... das Gefühl, nicht zu wissen, ob er es geschafft hatte, ob er sich doch vielleicht mehr verletzt hätte. Vor dem wieder alleine sein. Komisch eigentlich, aber was soll's, er musste es ja nicht zugeben.

Erst mal wortlos und in sich gekehrt, lief Kadaj neben Cloud her und hörte sich sein leises Gemurmel an." Vielleicht hast du recht und verstecken ist doch besser, als sich den ganzen Tag ausspionieren zu lassen. Rufus wartet doch nur darauf, dass ich wieder einen Fehler mache, dass ich mich wieder verletze. Der sitzt bestimmt schon in seinem Büro und leckt sich alle zehn Finger", schüttelte sich Kadaj und schluckte leicht. Igitt, welch grauenhafte Vorstellung, an so was wollte Kadaj dann doch lieber nicht denken.

"... dann mach halt keinen ... wieso willst'e dich auch verletzen? Wie bescheuert muss man sein?", fragte er leise zu ihm. "Ich stell mich dir gerne zur Verfügung, wenn du jeden Morgen erst mal eine Runde Schmerz empfinden willst, um festzustellen, ob du noch lebst ..." Idiot fügte er noch in Gedanken an. Kopfschüttelnd schloss er auf und war froh wieder vier Wände um sich zu haben, obwohl er wirklich glaube, dass er hier auch abgehört wurde. Er konnte sich sehr in irgendwelche Sachen hineinsteigern, und wenn es um das Thema ShinRa ging, sowieso.

Ungläubig schaute Kadaj Cloud an, schnaufte leise und tapste langsam die Treppen rauf. „Ich hab doch gar nicht gesagt, dass ich es wieder mache, ich hab nur gesagt, dass ER darauf wartet. Außerdem spüre ich eh gerade nichts, ich spüre weder etwas im Fuß, noch spürte ich etwas an meinem Hals. Wäre also keine sinnvolle Idee, wenn du dich dann zur Verfügung stellen würdest" damit humpelte er an Cloud vorbei, und direkt auf den Balkon. Er brauchte nun erst mal dringend sein Nikotin und das ganz schnell. Zum Rauchen setzte er sich wieder auf die Holzbank, blickte sich unauffällig um und seufzte leise auf.

"Mach es wieder und ich prügle dich windelweich ... nein, besser, ich schleife dich persönlich zu Rufus und lass dich da ...", zischte er in der Gewissheit, dass der Andere es noch hören würde. Dann verstaute er seine Wäsche, richtete sich aber gleich eine kleine Tasche zurecht. Es würde nur noch der Auftrag fehlen und die Tatsache, dass er nicht normal das Haus verlassen konnte. Zumindest, wenn er Kadaj mitnahm. Spinat konnte er auf den Tod nicht ausstehen und das mit dem Eisen war eh ein Gerücht. Vielleicht ein schönes englisches Rumpsteak, das wäre Eisen-technisch auch nicht schlecht, überlegte er, aber dafür müsste er wieder losziehen und einkaufen. Überlegend stand er in der Küche und durchsuchte die Vorräte.

Natürlich hatte Kadaj diese Worte gehört, er hatte sie klar und deutlich vernommen. Und doch sagte er darauf hin erst mal gar nichts, viel mehr saß er stumm da, blickte starr vor sich hin und rauchte seine Zigarette. Er war sich sicher, dass jetzt wieder einer von Rufus Leuten irgendwo saßen und ihn agrarisch beäugten. Und doch kümmerte es ihn nicht, er rauchte ihn Ruhe seine Zigarette und kam dann erst in die Küche zurück.

Cloud kramte noch immer nach einem Mittagessen, als Kadaj zurück in die Küche kam. Er hatte sogar Spinat gefunden, welchen er bereits auf den Herd gesetzt hatte. „Sind nur noch Eier da" meinte er geschäftig. Aber in seinem Inneren dachte er über Kadajs Worte noch. Er würde nichts spüren. War dies nun wörtlich gemeint oder eher ein Sinnbild, dass dieser sich irgendwo in seinem Inneren vergraben hatte und nichts an sich heranließ, nicht mal Schmerz. Wie gut er das nur kannte, nur war diese Stimme doch immer präsent. Er sah auf und stellte sich neben Kadaj, aber so, dass man von dem Balkon aus nicht sehen konnte, was er tat. "Ach genau", meinte er dann noch und zwickte Kadaj ziemlich unsanft in den Arm. "Wenn du das gespürt hast, kannst du sicher sein, dass du lebst, zumindest dein Körper, hast du es nicht gemerkt, sollten wir mal deine Nervenbahnen checken lassen." Bestimmt würde dieser einen blauen Fleck abbekommen.

Kadaj blickte Cloud, nachdem dieser etwas näher neben ihm stand verwundert an, spürte aber dann schon, wie er gezwickt wurde, und zischte leise auf." Du Holzkopf ...", grummelte er und rieb gleich mit der Hand über die leicht schmerzende Stelle. „Das tat schon weh ja, scheinbar bin ich also doch da ... na ja wie auch immer" und er kruschelte im Schrank nach den Tellern und nach dem Besteck." Ich kann dich ja auch gerne mal zwicken, dann können wir in wenigen Tagen blaue Flecken bewundern", setzte er noch nach und holte noch die Gläser.

"Schön, und ich hoffe mal, dass es nicht eine allzu große Narbe gibt und es dir bald besser geht ..." Damit ich dich wirklich noch verprügeln kann, Idiot fügte er leise noch an. Er tat einige Eier in die Pfanne und verrührte sie zu Rühreiern. Etwas Schinken fand er auch noch, schnell und einfach. "Blaue Flecken hab ich von dir schon so einige gehabt, also komm doch und versuch sich ...", forderte er ihn ein wenig scherzhaft heraus, nur war ihm eigentlich nicht so nach lustig sein. Aber Cloud versuchte Mal, nicht so viel zu denken, was gar nicht so einfach war. Später wollte er noch zu Tifa, sich ihr Telefon ausleihen, bestimmt würden sie seines auch überwachen, nur hatte er einen Plan gefasst und wollte sich durch das Gespräch nicht verraten. "Fertig, Essenszeit." meinte er nur knapp und packte die Pfanne auf den Esstisch. Als Unterlage hatte er nur die Zeitung.

"Seit wann willst du denn, dass es mir besser geht? Irgendwie bist du voll schräg drauf", schüttelte Kadaj den Kopf und suchte noch das Salz aus dem Schrank." Ich soll versuchen dich zu schlagen oder zu zwicken? Danke, aber ich denke damit warte ich noch, bis mein Fuß in Ordnung ist." Er stellte den Salzstreuer auf den Tisch, setzte sich und blickte Cloud kurz leicht schmunzelnd an. „Weißt du, ich bin verletzt und das ist ganz klar zu meinem Nachteil", erzählte er und grübelte kurz. „Aja was willst du eigentlich trinken?", fragte er noch und wollte schon wieder aufstehen. Hatte er den Hummeln im Hintern oder was war los?

"Eben, ich bin ja schließlich nicht allzu grausam ...", zwinkerte er "Und ja, schräg drauf sein, das trifft es. Immerhin bin ich momentan alleine." Denn der dunkle Teil in mir schläft. Noch. Wer weiß wie lange noch ... dachte er und kam sich selber doch etwas komisch vor. "Ich nehme Wasser", meinte er nur knapp ... Die zweite Seele brennt in dir, so glühend heiß, so schwarz ... hörte er Worte sprechen, aber sie waren wieder nicht laut. Was sollte dieses Spiel, wieso wurde es jetzt eigentlich schlimmer, warum immer lauter? Sie sollten ihn doch alle in Ruhe lassen. Mit einem etwas teilnahmslosen Blick tat er sich Rührei auf und reichte Kadaj den Vorlege Löffel.

"Nein überhaupt nicht", lachte Kadaj kurz auf, nahm Cloud sein Glas vom Tisch und füllte es dann schon mit Wasser. Er selbst trank auch welches, setzte sich dann zurück an den Tisch und nahm den Löffel entgegen. „Ähmm Cloud ... Ist alles in Ordnung mit dir? Du schaust gerade irgendwie komisch ... irgendwie abwesend", stellte Kadaj fest und blickte ihn eingehender an. Nun entweder war Cloud wirklich nicht da, oder er war nicht alleine. Nun eigentlich ging ihn das nichts an, aber fragen konnte man ja. Nachdem er sich beim Denken etwas auf den Teller getan hatte, wünschte er Cloud einen guten Appetit und fing an zu essen.

Cloud vergaß, dass er eigentlich essen wollte, auch hörte er nichts um sich herum. Er starrte auf die Pfanne am Tisch, hatte die Gabel in der Hand und tat sonst einfach nichts. Sein Essen war bestimmt bald kalt, nur war er unfähig, sich in irgendeiner Art und Weise zu bewegen. Sein Kopf schien zu schwirren. Er sah vor sich Bilder, die ihn verwirrten, Feuer, schreiende Menschen, bittendes Flehen verschont zu werden, bekannte Gesichter ... auch spürte er in dich abgründigen Hass. Hass auf alles Leben, was seiner Mutter die Energie nahm. Bitte? Seiner Mutter? Das waren nicht seine Gedanken, nicht seine Bilder, nein, er war Cloud und niemand anderes. Er bekämpfte diesen Tagtraum, seine Fingerknöchel wurden weiß, als er die Gabel immer fester packte, als wollte er sie zerdrücken.

Kadaj blickte immer wieder von Clouds Gesicht zu seinen Fingern herunter. Was machte er da? Versuchte er die Gabel mit Gedankenübertragung zu biegen? Kopfschüttelnd und gleichzeitig verwirrt blickte den Blonden noch immer an. „Cloud, sag mal träumst du?", fragte er etwas lauter und fing an mit seiner Hand vor dessen Gesicht herumzufuchteln. Vielleicht half es ja und wenn nicht, dann müsste er es erneut versuchen.

Eine wedelnde Hand konnte er nicht sehen, aber er hörte eine Stimme, die in ansprach. Reagieren konnte er aber auch noch nicht, noch immer kämpfte er mit seiner Fassung, seiner Seele, die ihm gehörte und keine dunklen Seiten hatte. Mittlerweile schien die Gabel sich echt zu verbiegen, so krallte er sich daran. Verschwinde ... dachte er sich und langsam begann seine Hand auch zu zittern, so fest drückte er.

Okay nun wurde es Kadaj doch etwas mulmig. Er stand auf, ging direkt auf Cloud zu und kniete sich zu ihm runter. Vorsichtig legte er seine Hand, versuchte das Er erst mal die Gabel losließ und sprach dann erneut auf ihn ein. "Cloud, hey wach mal auf. Ich denke, du träumst wieder." Mit der anderen Hand rüttelte er nun zusätzlich an der Schulter des Blonden und redete weiterhin auf ihn ein.

Die Gabel ließ er sich abnehmen, aber als an seiner Schulter geruckelt wurde, ruckte er mit dem Kopf, schaute direkt in die Augen des Silberhaarigen, riss seine eigenen auf, welche kurz gefährlich grün aufblitzen, dann aber sofort wieder strahlend blau zu Kadaj sahen. Er erschreckte sich furchtbar, musste sogar aufpassen, nicht im Reflex nach dem anderen zu schlagen, aber er hatte sich wieder unter Kontrolle. Sein Gesicht nahm nun einen fragenden Ausdruck an. "W-was? Was ist denn?", fragte er sichtlich verwirrt, es schien ein Stück in seiner Erinnerung zu fehlen.

Kadaj ließ augenblicklich Clouds Hand los, die Gabel fiel zu Boden und er blickte kurz in dieselben grünen Augen, wie er sie selber hatte. Auch nahm er erschrocken die Hand von seiner Schulter und versuchte sich aufzurichten. "Cloud du hattest wieder seine Augen und du hast scheinbar geträumt", murmelte er leise und setzte sich schon wieder auf seinen Platz. Jedoch blickte er ihn noch immer an, die Sache war ihm nicht ganz geheuer und er behielt ihn lieber im Blick.

Cloud sah der Gabel hinterher, wie sie auf dem Boden aufschlug und nochmal hochsprang und mit einem weiteren Klirren am Boden liegen blieb. Wie war das nun vor sich gegangen. Er hatte sich in seinen Gedanken verloren, sich Sorgen gemacht und plötzlich erinnerte er sich an nichts mehr. „So eine Scheiße ...", murmelte er, ließ sein Essen unberührt und stand einfach auf. Dann spürte er etwas. Ein Gefühl, als würde sich pure Säure durch ein Gehirn und er hörte sich selbst reden. „Bist du dir da sicher? Dass er nur geträumt hat?", flüsterte eine fiese Stimme aus Clouds Mund, die sich anhörte wie er, aber die Wortwahl passte nicht zu ihm und schlagartig leuchteten seine Augen nicht mehr blau, sondern giftgrün. „Meine kleine Marionette, du bist so blass, hast du Sorgen?" Dann grinste er hämisch, was Clouds Gesicht zu einer Fratze verwandelte.

Kadaj blickte Cloud immer noch an, hörte dann aber dessen Worte und zuckte leicht in sich zusammen. „Sephiroth", knurrte er leise, schob aber schon den Stuhl leicht zurück und wollte aufstehen. An den nun giftgrünen Augen erkannte er, dass er recht hatte, dass dies nun wieder dieser Tyrann war. "Marionette? Ganz sicher bin ich keine, immerhin hab ich Mutter nicht gefunden, was sicherlich gar nicht so verkehrt war", platzte es wütend aus Kadaj heraus und doch wich er langsam aus und blieb genau neben dem Besen und dem Schrubber stehen. Im Notfall würde er ihm einfach eine überbraten.

„Hast du nicht, stimmt, versagt, hast aber auch nicht wirklich gesucht, erbärmlich, aber was will man von einem Splitter auch erwarten." Er machte eine theatralische Pause ..." Ob Rufus dich wohl sofort wegholt, wenn ich diesen Möchtegern hier dazu bringe, über dich herzufallen? ....Och jeee, ... Er schreit ... er schreit innerlich." Genießend schloss er kurz die Augen. „Dieser Schmerz, wie schön es doch ist, die Angst, die Angst um ... ach, wirklich? Mach dir nichts vor, die Angst, dass man dir dein Spielzeug wegnimmt, wie putzig, dir liegt was an ihm, hihi, es ist mir eine Ehre, damit anzufangen, ich hab es dir versprochen, alles, was dir lieb ist ...", lachte er nun schallend und ging langsam drohend auf Kadaj zu, „Wie laut kann meine Marionette schreien, wie lange hältst du durch, bis du El'Presidente um Hilfe anflehst? Damit er dich von ihm trennt, dem, der, hihi, wie paradox, der sich vor dir verschließt, der sich von sich stößt, nur um dich zu schützen? Haha, vor MIR zu schützen." Er hatte den Silberhaarigen erreicht und versuchte ihn gegen die Wand zu drängeln.

"Es gibt keine Mutter und das weißt du auch", giftetet Kadaj zurück und blickte ihn hasserfüllt an. „Rufus wird mich nur von hier wegholen, wenn ich mir selber wehtue und das habe ich ganz sicher nicht vor, dazu kann mich nicht mal einer zwingen" und dabei umfasste er schon den Besenstiel. Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch blickte er in grüne Augen, wurde gegen die Wand gedrängelt und schluckte leicht. „Geh weg du Monster, etwas anderes bist du nicht. Du bist nichts weiter als eine armselige Gestalt. Jemand der nicht mal weiß was schmerzen überhaupt bedeuten. Du bist so von deinem Hass zerfressen, dass du einem schon fast leidtun kannst", zischte er ihm kalt entgegen, schnappte sich endlich den Besen und grinste leicht." Schlaf schön du Idiot" damit, schlug er auf den Blonden ein, nuschelte aber zeitgleich ein "Tut mir leid" und schlug immer und immer wieder zu.

Ein schallendes Lachen kam von Clouds Lippen, als das in ihm erkannte, was der Silberhaarige vor ihm vorhatte. "Autsch, das wird aber wehtun." Und schon traf der Erste. Das Grinsen wich nur langsam, aber auch machte Cloud keine Anstalten, sich zurückzuziehen, obwohl grelle Lichtblitze vor seinen Augen seine Sicht einzuschränken schienen. "So was Widerspenstiges ... wie hätte ich Spaß ... aaaahh~ verdammtes trotziges KIND." Es traf eine Salve genau die Schläfe des Blonden, mit schmerzverzerrtem Gesicht schloss er die Augen ... Ein kurzer Druck, sich langsam ausbreitende dumpfe Schmerzen, pochend von seiner Schläfe ausgehend, dazu führend, dass das Gesicht des Silberhaarigen vor ihm verschwamm. Was denn nun los? Cloud verstand gar nicht, hob im Reflex beide Arme, um nicht noch einen Treffer zu kassieren. Aber er konnte sich auch nicht mehr auf den Beinen halten. Er taumelte einen Schritt zurück, versuchte sich noch irgendwo zu halten, griff aber ins Leere und landete unsanft auf dem Küchenboden. Bleierne Schwere ... zog ihn immer tiefer. Abermals versuchte er hochzukommen, aber seine Beine, sein ganzer Körper gehorchten ihm nicht ... Schwärze ... alles verschwand aus seinem Blickfeld ... und er sackte einfach in sich zusammen und tat nichts mehr.

Kadaj schlug weiter und weiter auf ihn ein, hörte nicht auf Sephiroths Worte." Ich bin kein Kind, ich bin alt genug ... halt also endlich deine Fresse und lass uns in Ruhe", herrschte er ihn weiter an, ließ aber, nachdem Cloud sich die Hände über den Kopf gehalten hatte, den Besen fallen und saß, wie er taumelnd zu Boden ging und regungslos liegenblieb. „Cloud ...", und sofort humpelte er zu ihm, kniete sich erneut runter und blickte ihn besorgt an. "Sag, doch was", bat, er leise und rüttelte wieder leicht an seinen Schultern. Das war nur die Schuld von diesem Monster, selber hätte er Cloud gar nicht angegriffen. Sephiroth war so was von Link und einfach nur krank im Kopf.

Clouds Welt war gerade einfach nur dunkel. Dunkelheit ... ein Treiben auf Wellen, die ihn weg driften ließen. Frieden. Ruhe. Endlich Ruhe ... aber eine Stimme flüsterte wieder seinen Namen. Jemand rüttelte an ihm. Keine der Stimmen, die ihn sonst immer wieder zurückholten. Eine andere Stimme. Plötzlich spürte er stechende Schmerzen an seinem Kopf. Wenn aufwachen Schmerz bedeutete, wollte er es gar nicht. Er hielt die Augen geschlossen und versuchte sich gegen den immer wacher werdenden Körper zu wehren.

So langsam wurde es Kadaj unheimlich, was sollte er denn nun machen? Rufen half nichts, rütteln half genauso wenig. Wasser? Wohl eher nicht ..." Cloud, nun wach doch endlich auf. Mach mir ja keinen Blödsinn, hörst du?" Immer wieder sprach er auf den Blonden ein, streichelte ihm über den Kopf und wartete erneut, ob er sich regen und aufstehen würde.

Noch immer wehrte er sich gegen das Aufwachen, nur war sein Körper unnachgiebig und er regte sich langsam. Die Hand, die so sanft ober seinen Kopf streichelte, die Berührung schien seinen Kopfschmerz ein wenig zu verbessern. Unbewusst drehte er seinen Kopf der Hand entgegen, suchte regelrecht die Berührung dieser fremden Hand. Seine Lider flatterten, aber die Welt war noch verschwommen. Verschwommen, kalt, von Schmerz erfüllt, wer wollte da schon freiwillig aufwachen. Aber diese Hand. Wie ein Welpe auf der Suche nach Wärme bewegte er sich in Richtung des anderen, der neben ihm zu knien schien. Immer noch nicht ganz bei sich, lehnte er seinen Kopf gegen den anderen auf seinen Schoß, kniff die Augen abermals zu und hoffte darauf, dass irgendjemand doch das Karussell anhalten möge, in welchem er sich befand.

Endlich schien sich Cloud zu regen, endlich gab dieser ein Zeichen von sich und bewegte sich seiner Hand hin. Darüber etwas verwundert, streichelte Kadaj aber immer noch über seinen Kopf, sah, wie seine Augenlider flimmerten, und lächelte leicht. "Hey Cloud ...", sprach er erneut, aber leise und mit Gefühl. Er wollte ihn nicht gleich erschrecken oder gar aufregen, wer weiß, in welcher Verfassung Cloud sich gerade befand. Als dieser aber seinen Kopf in seinen Schoss legte, zuckte Kadaj kurz zusammen und hielt die Luft an. Er war solch eine Nähe nicht gewohnt, war es von Cloud gewohnt ... eigentlich war er es von niemand gewohnt. Unsicher blickte er auf den Blonden herab, ließ seine Hand auf dessen Kopf ruhen und rührte sich nicht von der Stelle.

Endlich schien sich Cloud zu regen, endlich gab dieser ein Zeichen von sich und bewegte sich seiner Hand hin. Darüber etwas verwundert, streichelte Kadaj aber immer noch über seinen Kopf, sah, wie seine Augenlider flimmerten, und lächelte leicht. "Hey Cloud ...", sprach er erneut, aber leise und mit Gefühl. Er wollte ihn nicht gleich erschrecken oder gar aufregen, wer weiß, in welcher Verfassung Cloud sich gerade befand. Als dieser aber seinen Kopf in seinen Schoss legte, zuckte Kadaj kurz zusammen und hielt die Luft an. Er war solch eine Nähe nicht gewohnt, war es von Cloud gewohnt ... eigentlich war er es von niemand gewohnt. Unsicher blickte er auf den Blonden herab, ließ seine Hand auf dessen Kopf ruhen und rührte sich nicht von der Stelle.

Die Welt in und um Cloud schien sich langsam zu beruhigen. Das Karussell drehte sich langsamer und er konnte es nun mal wagen, langsam die Augen zu öffnen. Mit noch immer glasigen Augen erkundete er die Umgebung, er brauchte viel Zeit dafür, bis er wirklich realisierte, wo er war. Die fleckige Küchendecke, kalte Fliesen im Rücken, seine Küche, ja, aber sein Kopf, der immer noch dröhnte, lag weich. Eine Hand lag ruhig auf seiner Stirn, hielt seinen Kopf fest. Er suchte den Blick der Person, zu welcher diese Hand gehörte und seine blauen Augen fanden Kadaj, der zu ihm hinunterblickte. Blinzelnd erwiderte er seinen Blick. Was wohl passiert war, konnte er sich denken, also fragte er nicht danach. Nur warum hatte er solche Kopfschmerzen, es waren nicht diese von innen heraus, sondern eher als wäre einmal ziemlich hart gegen die Wand gelaufen. Leicht zitternd hob er dann seine Hand und legte diese auf die des Silberhaarigen. Dann schloss er kurz wieder die Augen und seufzte leise.

Nachdem Cloud seine Augen aufgeschlagen hatte, ihm direkt in die Augen schaute, lächelte Kadaj kurz und erwiderte den Blick. Er war nun heilfroh, dass der Blonde wach war und scheinbar den Anschein machte sich zu erinnern. „Cloud wie geht es dir?", wollte er wissen, spürte aber schon seine Hand auf seiner eigenen und hielt erneut den Atem an. Kadaj schämte sich für seinen Ausraster, aber was hätte er auch machen sollen? Immerhin wurde er fast von Sephiroth angegriffen, auch wenn dieser zum Teil in Clouds Kopf spuckte. Aber das war eben nicht Cloud und er musste sich zu Wehr setzen. Ruhig blickte er den Blonden erneut an, schluckte leicht und flüsterte ein leises "Tut mir leid."

Die Worte drangen an Clouds Gehirn und er brauchte noch etwa Zeit um diese umzusetzen. Wie es ihm ging? Abermals seufzte er, drehte sich zu dem Körper hin, auf welchem er sich unbewusst gebettet hatte und murmelte. ".... Mein Kopf ... als wäre ein Presslufthammer darin ..." Dann kuschelte er seinen Kopf in eine bequemere Position und zog dabei die Hand des Anderen ein Stück nach unten und legte sie sich über seine Augen. Seine Schläfen pochten noch immer. "… Kannst du mal die Welt anhalten, es dreht sich alles ...", murmelte er leise. Eigentlich war diese Position ganz bequem und aufstehen wollte er noch nicht oder, das musste er zu geben, er konnte es noch nicht.

Aufmerksam hörte Kadaj ihm zu, nickte hin und wieder und seufzte selber. "So fest wollte ich gar nicht zuschlagen", nuschelte er leise und strich erneut über seinen Kopf. Dass Cloud noch immer in seinem Schoss lag, störte ihn wenig, eher fühlte es sich irgendwie gut an. "Welt anhalten?", wiederholte er dann leise und lächelte." Wenn ich das könnte, hätte ich es schon längst getan", endete er schmunzelnd und blickte zu Cloud herab. Auch er hätte gern die Welt angehalten, aber das war nicht möglich, so blieb er ruhig sitzen und blickte weiterhin den Blonden mit sanftem Ausdruck in die Augen." Ich schätze du wirst ein Aspirin brauchen, oder einen Eisbeutel", grübelte er nun leicht und blickte kurz zum Gefrierschrank.

Cloud nuschelte irgendeine Antwort, aber diese war eher ein Gemurmel und verstanden hatte dies bestimmt keiner, es war auch nicht wichtig. Langsam erinnerte er sich an das passierte. Wie nett, dass er diesmal nicht zuschauen müsste, aber sein Schatten war aber auch fies, machte Terror, und wenn es daran ging, Prügel einzustecken verabschiedete er sich. Wirklich grausam, aber es passte einfach zu Sephiroth, auch wenn er nur ein Teil in ihm war, eben der Dunkle, welchen er sich am liebsten herausschneiden würde. Nun, Aspirin oder Eis, was war wohl besser, überlegte er sich dann. Eigentlich wollte er gar nichts von beiden, er wollte einfach so liegen bleiben und am liebsten gekrault werden, aber er traute es sich nicht wirklich sagen, er hatte einfach keine Lust eine bissige Antwort zu kassieren. "Nöö", murmelte er also leise, "deine Hand reicht völlig ..." Er schloss seine Augen wieder, versuchte sich zu entspannen und ließ sich einfach fallen.

Tatsächlich hatte Kadaj das Genuschel von Cloud nicht verstanden, war vielleicht auch besser so. Wer weiß, was er gesagt hatte. Er blickte immer mal wieder runter zu Cloud, blickte dann aber wieder an die Wand uns seufzte kaum merklich auf. Irgendwie gefiel ihm das Ganze gerade richtig gut, schließlich lag Cloud noch nie so handzahm in seinem Schoss. Fehlte ja nur noch, dass er ihn kraulte. Gerade als er darüber so nachdachte, hörte er schon Clouds letzten Satz mit seiner Hand und er blickte ihn erstaunt an." Ich hab aber keine heilende Hand", grinste er schief, ließ seine Hand aber liegen und streichelte sachte über die Stirn des Blonden.

"Tut trotzdem gut ...", antwortete Cloud, deutete nur knapp ein Lächeln an und schnurrte beinahe. Es tat echt gut, die streichelnde Hand zu fühlen, die ihn vom dröhnenden Gebrüll in seinem Schädel ablenkte. Aus dem Augenwinkel hatte er den Besen erkannt. Das war nun aber wirklich massiv gewesen, vielleicht hatte er sogar eine Gehirnerschütterung. Also war es nur gerecht, wenn sich der Silberhaarige nun um seine Kopfschmerzen kümmerte. Im Moment wollte er sich keine Sorgen darüber machen, wie es so weit gekommen war, es war gerade einfach zu friedlich in ihm und nur um allein diesen Frieden zu spüren, nahm er die Kopfschmerzen gern in Kauf. "Blöde harte Fliesen ...", nuschelte er leise vor sich hin, schon komisch, dass sie immer in der Küche am Boden herumsaßen.

"Hehe dann kann ich ja aufhören", grinste Kadaj fies, nahm aber seine Hand nicht von seiner Stirn, sondern ließ sie einfach eine Weile lang ruhen. Dabei dachte er etwas nach, dachte an das, was eben passiert war und zuckte leicht zusammen. Irgendwie war es ihm immer noch unwohl, zumal er Cloud ja nicht mal provoziert hatte. Scheinbar kam Sephiroth schon so aus ihm raus, scheinbar reichte schon ein seltsamer Gedanke oder was auch immer. Irgendwann streichelte er aber doch wieder über Cloud seinen Kopf, hörte die Worte "blöde Fliesen" und schmunzelte leicht. "Tja Fließen sind eben nicht aus Watte", murmelte er und blickte Cloud ernst an.

"Blödmann ...", kam es als Kommentar von Cloud, als er hörte, dass er ja dann aufhören könnte. "Aber wenigstens sind sie sauber ..." Er regte sich etwas, um sich bequemer hinzulegen. Der Blonde wusste genau, würde er jetzt aufstehen oder irgendwas anderes machen, wäre diese doch so angenehme Situation vorbei. Oder so dachte er es zumindest, aber wer weiß, was in dem Silberhaarigen vorging, er verstand ihn ja nicht wirklich, oder doch? So musste er eben die harten Fliesen akzeptieren. "Hab ich dich arg erschreckt?", fragte er dann unvermittelt, hielt seine Augen dabei aber immer noch geschlossen. "Aber der Besen, also, das war aber echt mal ... massiv ...", fügte er noch an, aber es war kein Vorwurf in seiner Stimme zu hören.

"Ich gebe dir gleich mal einen Blödmann", empörte sich Kadaj leicht und piekte Cloud leicht in die Rippen. Irgendwie machte es Spaß den Blonden zu ärgern, nicht auf gemeine Art, aber ebenso wie er es gerade tat. Er könnte noch Stunden einfach so da sitzen und seinen Kopf kraulen, doch dann hörte er schon seine Frage und ruckte leicht auf." Erschrocken ist gut ... sicher hab ich mich erschrocken. Aber ich hab mich ja gewehrt. So leicht mach ich es dem nicht und ich wusste ja, dass du das nicht bist und das mit dem Besen tut mir leid. Etwas anders hatte ich nur leider in der beklemmenden Lage nicht gefunden", gestand er leise und wuschelte Cloud durch die Haare." Aber das war die Rache dafür, dass du mich gekniffen hast ... hehe ... somit sind wir quitt."

Nun war es an Cloud zusammenzuzucken, als er in die Rippen gepickt wurde. Dabei ruckte er mit dem Kopf nach oben, was dazu führte, dass er Sternchen sah und ihn wieder auf den Schoss des Silberhaarigen fallen lassen musste dabei seufzte er kurz auf und kniff die Augen zusammen. Aber die weitere Antwort von ihm zwang ihn, wieder die Augen zu öffnen und Kadaj groß anzusehen. "Mit dem Besen verdroschen werden gegen einmal zwicken? Das ist aber ganz schön teuer ... Gehirnerschütterung gegen blauen Fleck, tss~", empörte sich nun Cloud, aber es war nur gespielt, er verstand es ja, keine Ahnung, was er sonst noch so angestellt hätte. Doch im Moment kam er sich so wehrlos vor, nur war es ihm egal, er mochte das kraulen einfach zu gern.

Kadaj schaute wie Cloud kurz aufruckte, die Augen zusammenkniff und seufzte. War wohl doch keine gute Idee ihn zu picken dachte er sich kurz, kraulte seinen Kopf weiter und streckte sich kurz. "Ja, okay darfst mich noch dreimal zwicken, dann sind wir aber quitt", lenkte Kadaj schmunzelnd an und blickte ihn sanft an. Er hätte auch den Schrubber nehmen können, aber das wäre das Gleiche gewesen. Aber immerhin hatte er das Monster vertreiben und es herrschte Ruhe. Jedoch fragte sich Kadaj, wie lange es so andauern würde und wann er wieder versuchen würde Cloud und auch ihn fertigzumachen. Etwas anderes war das nämlich nicht.

Cloud schmunzelte, noch dreimal zwicken, so, so. Aber dann kam er ins Grübeln. Er wollte zwar nicht daran denken, aber er musste es unwillkürlich. Warum ließ er es zu, dass er eigentlich immer durchbrach. Er hatte ihn doch so gut im Griff gehabt. Als er alleine war, als er abgeschottet lebte. Nun, vielleicht hatte sein Schatten keinen Grund gesehen, in zu ärgern und deshalb geschwiegen. Oder war es einfach die Tatsache, dass er, sein geistiger Widerstand im Moment einfach zu schwach war? Sein Rücken, der ihm nun doch etwas wehtat, riss ihn aus den Gedanken. "Hilfst du mir mal kurz aufs Sofa? Ich hab genug vom Küchenboden ...", murmelte Cloud leise und sah fast schon bittend zu dem Silberhaarigen hoch."... vielleicht solle ich hier nen weichen Teppich hinlegen", sagte er mir zu sich selbst. Dann richtete er sich aber schon langsam auf, nur kamen die Blitze vor seinen Augen sofort wieder. "Verdammt~ …", fluchte er leise und hielt sich seinen dröhnenden Kopf. "Und vielleicht doch eine Aspirin..."

Kurz blickte Kadaj Cloud noch mal an, hörte dann auch schon seine Bitte und nickte leicht. Vorsichtig erhob er sich, half Cloud auf die Beine und versuchte ihn zu stützen. "So jetzt gehen wir erst mal rüber und dann hol ich dir die Aspirin. Du siehst aus, als würdest du gleich wieder die Flatter machen", stellte Kadaj stirnrunzelnd fest und brachte den Blonden rüber auf die Couch. Er deckte Cloud sogar zu, ging dann wieder rüber in die Küche und suchte die Aspirin zum Auflösen in Wasser. Zur Vorsicht nahm er aber noch einen Eisbeutel mit und brachte beides zu Cloud ins Wohnzimmer an die Couch. Behutsam, fast schon übervorsichtig legte er ihm den Eisbeutel auf die Stirn und reichte ihm das Glas. "Hier deine Aspirin", lächelte er kurz und setzte sich dann in den Sessel.

Als er wacklig auf seinen Beinen stand, wurde ihm wieder leicht schwarz vor den Augen. Er schwankte bedrohlich, nur spürte er, wie Kadaj ihn doch stützte. Ein sehr gutes Gefühl eigentlich, zu wissen, dass jemand dastand und dafür sorgen würde, dass er nicht fiel. Widerstandslos ließ er sich zum Sofa führen und sich sogar zudecken. Derartige Bemutterungen konnte er eigentlich nicht ab, aber von dem Silberhaarigen ließ er es sich nur zu gern gefallen. Er bedankte sich für die Aspirin und den Eisbeutel. Es tat verdammt gut, seine heiße Stirn zu kühlen. Nur fehlte ihm noch etwas. "Danke. Weißt du, was noch besser wäre?" fragte er ruhig. "So ein Kopfkissen, wie ich in der Küche hatte ..." Er linste frech unter dem Eisbeutel hervor zu Kadaj. Liegend ging es ihm echt prächtig. Aber nur liegend eben.

Kadaj saß eine Weile im Sessel und schaute Cloud ruhig an. Er grübelte erneut über das Geschehene nach, kam aber auf keinen grünen Zweig und ließ es bleiben. Kurz horchte er auf, als er etwas von einem Kopfkissen hörte, sah wie Cloud zu ihm herüberschaute und wirkte nun doch etwas verwirrt." Ich soll also als Kopfkissen herhalten? Nun, wenn es dir besser geht" und er erhob sich langsam und ging auf den Blonden zu. „Setzt dich mal kurz auf, dann kann ich mich auch setzten", sprach er ihn leise an und blieb direkt vor ihm stehen.

Kurz setzte sich Cloud dann vorsichtig auf und wartete, bis Kadaj sich gesetzt hatte. Dann ließ er sich auch schon wohlig seufzend zurückfallen und kuschelte sich bereits wieder an ihn heran. "Bestimmt geht's mir so vieeel schneller besser", schnurrte er kurz. "Selber schuld, wenn du so ein bequemes Kopfkissen abgibst ...", meinte er frech und blinzelte nach oben zu Kadajs grünen Augen. Von der Art her die Augen, die er eigentlich verabscheute bis aufs Blut, nur in Fall von Kadaj, es war anders. Irgendwie. Er fragte sich, wie er wohl mit diesen Augen aussah. Er hatte sich noch nie mit grünen Augen gesehen. Sein Schatten hatte ihn das nie sehen lassen.

Nachdem Kadaj saß und sich Cloud regelrecht in seinen Schoss kuschelte, streichelte er ihm wieder sachte über den Kopf. Eigentlich hatte er bei der Frisur tonnenweise Haarspray vermutet, aber sie fühlten sich weich und schön flauschig an. "Hmm~", machte er kurz und blickte ihn dann erneut an. "Jetzt werde erst mal gesund und dann sehen wir weiter", redete er ohne wirklichen Zusammenhang weiter, kraulte dabei Clouds Kopf und blickt vor sich hin. Ja, so war es ganz angenehm, so ließ es sich aushalten. Wenn da nur nicht die ständige Beobachtung wäre. "Meinst du Rude, hat das vorhin gesehen?", fragte er vorsichtig nach.

Es fühlte sich so angenehm an, wie der Silberhaarige so seinen Haarschopf berührte und ihn kraulte. Es genießend schloss er die Augen und er machte keinen Heel daraus, dass es ihm gefiel, er schnurrte regelrecht. Aber er wurde aus seinem Genießen gerissen, als Kadaj ihn auf Rude ansprach. "Bestimmt ... nur, wenn es Rude alleine war, sagt er nicht, nur Reno rennt sofort petzen ... Wachhund eben ...", antwortete er leise und sogleich fiel ihm sein Vorhaben wieder ein. Voller Tatendrang, liegend war es ja der Held, wollte er aufspringen. "Ich geh kurz zu T ... autsch ..." Und er sagte wieder zusammen. "Verdammt nochmal ... wieso sehe ich immer Sternchen, sobald ich den Kopf hebe?" schimpfte er genervt vor sich hin, rieb sich die Augen und kuschelte sich ergeben, von seinem Körper besiegt, wieder an den Silberhaarigen an.

Verständlich nickte Kadaj, hörte aber dann Clouds leises Schnurren und grinste leicht. "Ui~ ich hab eine Katze im Schoß liegen." Er kraulte weiter, ehe er weitersprach. "Reno ist eh dumm wie Stroh, aber das hab ich dir schon gesagt und ich wiederhole mich nur ungern." Jetzt wo Cloud aber aufstehen wollte, schaute er ihn ernst an und kratzte sich am Kopf. Wo wollte er denn jetzt hin?" Warum du Sterne siehst? Hmmm~ liegt wohl daran, dass ich dich niedergeschlagen habe und du auf den Kopf gefallen bist", erklärte er fachmännisch und sah, wie der Blonde wieder zurück in seinen Schoss sank.

"Menno~ ...", schimpfte er vor sich hin. "Dann warte ich eben, bis es besser geht ... scheiß schwächlicher Körper ...", ließ er sich zum Fluchen hinreißen. Wieso machten ihm so ein paar Treffer auch so viel aus, das konnte er doch schon mal besser wegstecken. Noch ein wenig grummelig kuschelte er wieder, es blieb ihm ja nichts anderes übrig. Immer wieder lugte er frech nach oben, so allmählich musste er sich echt zusammenreißen, den Silberhaarigen nicht einfach zu sich herunterzuziehen und ihm küssen. Der Drang wuchs und wuchs, aber er hatte einfach zu viel Angst davor, sich wieder zu verlieren. Und so genoss er einfach die Nähe und seufzte immer mal wieder leise.

"Ach komm schon, morgen geht es dir bestimmt schon besser", versuchte Kadaj Cloud aufzuheitern und kraulte ihn lieb weiter. Ihm gefiel das Ganze, es erinnerte ihn an eine Katze, eine kuschelige und schmusende Katze. Bei dem Gedanken musste er nun wieder leicht schmunzelnd und doch bemerkte er den seltsamen Blick des Blonden. "Ähm Cloud ... du schaust so komisch. Ist alles in Ordnung, tut dir was weh?", fragte Kadaj sorgenvoll, blickte ihn abwartend an und streichelte sachte über seine Stirn.

"Ich mag es nicht, außer Gefecht zu sein ...", murmelte er leise, aber das Kraulen war doch eine wirkliche Alternative zum geschäftigen Alltag. Wohlig streckte er sich ein wenig, aber auf die sorgenvolle Frage, blickte er ruhig nach oben zu dem Silberhaarigen. "Nein oder ... nun eigentlich doch ..." Und er versuchte ernst zu blicken. "Hier ... so manchmal" und er nahm eine Hand Kadajs und legte sie auf seine Brust, wo sein Herz schlug. "Sehnsucht ... ich weiß nicht nach was, aber manchmal schmerzt es eben ..." Er drückte die Hand sanft gegen sich und schaute dem Silberhaarigen sanft in dessen grüne Augen.

Verständnisvoll nickte Kadaj bei den Worten des Blonden, blickte ihn ernst an. „Ich denke das will keiner, ich mochte es auch nicht, als ich zwei Wochen so rumhumpeln musste", gestand er ehrlich und erwiderte den ruhigen Blick von Cloud. Als dieser aber seine Hand nahm und sie sich auf die Brust legte, zuckte Kadaj kurz zusammen, spürte aber den Herzschlag und lächelte leicht. Sehnsucht ... das Gefühl kannte er nur zu gut. Sehnsucht nach Veränderung, nach Geborgenheit ... Sehnsucht nach seinen Brüdern. „Weißt du Cloud, ich kenne das Gefühl. Klingt zwar komisch, aber ich verspüre so etwas auch hin und wieder. In letzter Zeit sogar sehr oft und es schmerzt auch bei mir. Du wirst schon noch herausfinden, wonach du dich sehnst", erzählte er leise, fast schon im Flüsterton und ließ weiterhin ruhig seine Hand auf dessen Brust liegen.

Aufmerksam hörte er zu. Sehnsucht, nun eigentlich verspürte sie jeder. Nur war es wirklich komisch so etwas hinter einer Gestalt zu vermuten, welche ein so grausames Bild von sich gezeichnet hatte. Die Hand auf seiner Brust drückte er kurz ein wenig fester, ließ dann aber die Seine locker darauf liegen. "Das klingt, als ob du weißt, was du ersehnst ...", antwortete er ebenso leise, warum er es in letzter Zeit mehr verspürte, konnte er nachvollziehen, bestimmt war diese Situation für ihn auch nicht leicht. Dann drehte er seinen Kopf ein wenig seitlich zu dem Silberhaarigen hin. "Aber ... ist es nicht so, dass man sich in der Sehnsucht verliert? 'Sehnsucht ist ein Galgenstrick, langsam bricht sie dein Genick '...", zitierte er aus einem Lied, welches ihn vom Text her immer wieder berührte. "Also ist es doch ein gefährliches Spiel, oder? Nur warum kann man nicht davon ablassen, warum kann man sie nicht ... ausschalten? Unterdrücken? Sie staut sich auf und bricht ungewollt und mit schlimmsten Auswirkungen hervor ..."

Kadaj überlegte lange, was er sagen sollte, was die richtigen Worte wären und so brauchte er bald ganze zehn Minuten um seine Stimme wiederzufinden. "Ja, ich denke ich weiß was ich ersehne."  Er blickte Cloud ernst an, kratzte sich mit der freien Hand kurz am Kopf und überdachte die nächsten Worte." Man kann sich schon in der Sehnsucht verlieren, auch kann sie einem das Genick brechen. Ich war so versessen meine Mutter zu finden, dass mir diese Sehnsucht wirklich fast das Genick brach", erklärte er kurz und fing an in Gedanken Cloud ein wenig an der Brust zu kraulen. „Hmmm~ warum man nicht davon ablassen kann ... Ich denke es ist eine Art Bewährungsprobe, eine Art zu sehen, wie viel ein Mensch aushalten kann, ohne zu zerbrechen" und wieder schaute er Cloud ernst an und fuhr fort." Unterdrücken ... man kann vieles unterdrücken, aber die Sehnsucht zu unterdrücken ist fast unmöglich. Man kann Gefühle wie Wut oder Liebe unterdrücken, aber Sehnsucht wird einen Menschen immer begleiten."

Kadaj schien in der Hinsicht, um einiges weiter zu sein als er. Er wusste wohl was er ersehnte, während Cloud in einem riesigen Meer an Empfindungen trieb und nicht wusste, welches die seinen waren und welches die seiner dunklen Seite. Oder aber waren sie doch eine Einheit? Musste er diese Seite akzeptieren, war er doch untrennbar mit ihr verbunden. Er schloss die Augen bei diesen Überlegungen und schüttelte kurz seinen Kopf. Bei seiner persönlichen Bewährungsprobe schien er mal kläglich zu versagen. Aber wie konnte man auch etwas in sich bekämpfen? Der Feind war nicht greifbar, dass man ihm mit Waffen wie einem Schwert hätte angreifen können, welche Waffen sollte man nutzen, wenn man etwas in sich besiegen wollte. Die Sehnsucht nach Mutter hätte ihn bald zerbrochen, traf das nun auch auf Sephiroth zu? Ließ diese Sehnsucht ihn zu solchen Taten hinreisen? Aber er war doch nur noch ein Schatten, eine Erinnerung. Ließ er ihn selbst nun einfach teilhaben an seiner Sehnsucht, um ihn bewusst zu zerbrechen? Seine Gedanken kreisten, ihm war bald schwindelig davon und er versuchte, sich nicht wieder in seinen Gedanken zu verlieren. Die kraulende Hand auf seiner Brust brachte ihn in die Wirklichkeit zurück, er schlug die Augen wieder auf, sah zu dem Silberhaarigen hoch und konnte aber die letzten Anzeichen der Sehnsucht in seinem Blick nicht unterdrücken.

Kadaj hatte gar nicht gemerkt, wie Cloud nachdachte, er hatte einfach gerade die Stille genossen und kraulte ihn einfach weiter. Diese Ruhe war angenehm, einfach mal nichts sagen und nichts machen. Schön so ... seiner Meinung nach. Nur wie lange würde diese Ruhe anhalten, wie lange würde es dauern, bis wieder etwas passierte? Kadaj wusste darauf einfach keine Antwort und so blickte er erneut zu Cloud runter und sah dessen Blick. "Na du Träumer", lächelte er wieder, strich mit seiner freien Hand über sein Gesicht und versuchte sich kurz zu strecken.

Er reckte sich unbewusst der streichelnden Hand entgegen. Die Berührung tat nicht nur seinem Körper gut, wie er empfand, sondern auch seiner Seele. Es war wie ein Ruhepol, in welchem man verweilen konnte, ohne gehetzt wieder immer weiter rennen zu müssen. Wie eine beruhigende Hand auf einer pochenden Wunde. Dann erinnerte er sich wieder an die Art, wie Kadaj sich verletzt hatte, ein Test, ob er wirklich lebte. Konnte unerfüllte Sehnsucht solche Fragen aufwerfen? Davon gesteuert hob er nun auch die Hand, strich kurz über den Verband und wanderte dann hoch zu dem Gesicht des Silberhaarigen. Sanft streichelte er über seine Wange und seine blauen Augen, noch immer erfüllt von Sehnsucht suchten abermals seinen Blick.

Erneut zuckte Kadaj leicht zusammen, als Cloud seinen Verband und den Hals berührten. Für ihn war das noch immer ungewohnt so berührt zu werden, und nachdem die Hand des Blonden nun seine Wange sanft gestreichelt hatte, blickte er sichtlich verwirrt zu ihm runter. Warum schaute Cloud nun so seltsam, was hatte das zu bedeuten? Sollte er fragen oder einfach ruhig sein und warten? Ihm fielen so viele Sachen gleichzeitig ein und doch blieb er ruhig sitzen und schloss für einen Moment seine Augen.

Erneut zuckte Kadaj leicht zusammen, als Cloud seinen Verband und den Hals berührten. Für ihn war das noch immer ungewohnt so berührt zu werden, und nachdem die Hand des Blonden nun seine Wange sanft gestreichelt hatte, blickte er sichtlich verwirrt zu ihm runter. Warum schaute Cloud nun so seltsam, was hatte das zu bedeuten? Sollte er fragen oder einfach ruhig sein und warten? Ihm fielen so viele Sachen gleichzeitig ein und doch blieb er ruhig sitzen und schloss für einen Moment seine Augen.

Cloud sah den leicht verwirrten Blick Kadajs. Verwirrte er ihn? Verwirrte ihn nun, dass er plötzlich nicht mehr so abweisend war? Nun, offensichtlich, aber er konnte auch nicht helfen, er empfand gerade eben selbst mehr Verwirrung als etwas anderes. Aber er ließ nun einfach mal die Gefühle das tun, was sie wollten, und schaltete den Verstand auf Stand-by. Dass der Silberhaarige nun die Augen schloss, wertete Cloud als Genießen seiner Berührung und er nutzte es aus, um einen Schritt weiterzugehen. Er streckte seinen Oberkörper, um ein wenig höher zu kommen, gleichzeitig legte er seine Hand in dessen Nacken und zog ihn ein kleines Stück zu sich hinunter. Dann berührte er die Lippen des Silberhaarigen sanft mit den seinen und küsste diese zaghaft.

Kadaj war so in sich gekehrt, dass die Hand in seinem Nacken viel zu spät bemerkte. Er merkte sie erst, als Cloud ihn schon sachte zu sich runterzog und er nun dessen Lippen auf den Seinigen spürte. Was war denn jetzt los, was sollte das? Er konnte deutlich fühlen, wie zaghaft Cloud ihn küsste und das wiederum ließ ihn leicht auftauen und er schloss erneut seine Augen und gab sich dem Gefühl hin. Fast schon schüchtern erwiderte er aber dennoch den Kuss, krault dabei weiterhin seinen Kopf und sein Herz fing wie wild an, zu klopfen. Von dem restlichen Chaos in seinem Körper mal ganz abgesehen, es fühlte sich einfach großartig an.

Vorsichtig kraulte er den Silberhaarigen an dessen Nacken, hielt ihn aber mit sanfter Gewalt bei sich unten. Genau spürte er die zögerliche Erwiderung und dies verursachte eine angenehme Gänsehaut in seinem Nacken, die sich über seinen ganzen Körper ausbreitete. Genau hörte er in sich hinein, genau suchte er Gedanken, die nicht ihm gehören würden. Aber es war alles ruhig, sie schwieg, keine wirren Gedanken kreisten in ihm, nur das Gefühl einer wohligen Wärme, die sein Blut ein wenig in Wallung brachte, verursacht von einem schüchternen Kuss. Etwas forscher knabberte er an dessen Lippen, und da er sich sicher fühlte, schloss er die Augen und genoss die Nähe des anderen.

Deutlich fühlte Kadaj die Hand in seinem Nacken, wie sie ihn kraulte und sich dennoch zurückhielt. Er fühlte sich gerade rundum wohl, platzte beinahe vor Freude und genoss den Moment der Stille und des Glücks. Kadaj hätte nie für möglich gehalten, dass Cloud so anders sein konnte, so zurückhaltend und lieb zugleich. Dass dieser nun an seinen Lippen knabberte, löste in ihm ein leichtes Kribbeln aus und ein wohliger Schauer lief über seinen Rücken. Nicht sicher, was er nun machen sollte, naschte er weiterhin von den Lippen des Blonden und knabberte nun ebenfalls an dessen Oberlippe.

Zufrieden seufzte er leise auf, es kam ihm zwar ein bisschen vor wie die Ruhe vor dem Sturm, aber er wollte den Moment einfach genießen, nichts anderes denken, mal keine Sorgen haben. Wer weiß, wie lange es dauern würde. Also hieß es einfach weiter genießen, solange es eben andauerte. Fast unmerklich öffnete er seinen Mund und bot ihm so mehr Raum ausgiebig zu knabbern. Frech stupste er dann mit seiner eigenen Zunge Kadajs Lippen an, während dieser an seiner Oberlippe knabberte. Immer noch kraulte er beruhigend dessen Nacken und gab sich dem Kuss völlig hin und ließ den anderen auch merken, dass es ihm gefiel.

Immer noch knabberte Kadaj an Clouds Oberlippe, fühlte die beruhigende Hand in seinem Nacken und wie sie ihn sanft kraulte. Das gab ihm das Gefühl von Sicherheit und das er sich nicht zu sorgen brauchte. Als Kadaj spürte, wie der Blonde leicht seinen Mund öffnete, mit seiner Zunge gegen seine Lippen stupste, schlich Kadaj seine wie von selbst heraus und kam der fremden Zunge entgegen. Dabei kribbelte es wohlig in seiner Magengegend und er zersprang fast dabei vor lauter Freude.

Sanft streichelte er dann über dessen Zungenrücken, seine Zurückhaltung aufrechtzuerhalten fiel ihm immer schwerer, aber er hatte sich noch im Griff. Er pendelte zwischen Genießen und vorwärtsstreben. Ein leises Raunen entwich ihm und er begann mit seiner freien Hand, langsam über Kadajs Brust zu streicheln. Leicht zitterte er dabei, aber dies konnte er eben nicht verhindern. Seine Nerven schienen überreizt zu sein, von der vorherigen Übernahme, ebenso wie von dem Gefühlschaos, was in ihm tobte. Eigentlich konnte er nicht genug bekommen, würde den anderen am liebsten sofort wieder ins Bett schleifen, aber da er wusste, dass er das so nun sowieso nicht schaffen würde, unterdrückte er weiterhin diese aufwallenden Gefühle.

Kadaj genoss den Kuss wirklich sehr, spürt, wie Cloud frech seine Mundhöhle erforschte und sachte seine Zunge streichelte. Davon angesteckt tat er es ihm gleich, schlüpfte langsam in die warme, feuchte Mundhöhle des Blonden und fing an diese vorsichtig zu plündern. Dieser Augenblick und dieser Kuss waren einfach unbeschreiblich und als Cloud nun auch noch sanft über seine Brust streichelte, zitterte Kadaj kaum merklich auf. Er wurde zwar nun schon öfters von Cloud geküsst, aber noch nie fühlte es sich so gut wie jetzt an. Es war fast schon berauschend, fast wie eine Droge die süchtig machen konnte.

Der heißen Zunge seines Gegenübers ließ er nur zu gerne die Möglichkeit, seine Mundhöhle zu räubern. Selbst neckte er den anderen immer wieder, zog sich zurück, wanderte wieder vor und, von seinen Empfindungen überwältigt, verschwamm die Umgebung komplett. Es war nun so weit, Cloud konnte nicht mehr genug von dem anderen bekommen. Er vergaß beinahe völlig seine Zurückhaltung. Immer weiter richtete er sich auf, lag nicht mehr direkt auf seinem Schoß, sondern er hatte sich gedreht und stützte sich nun mit dem Ellenbogen auf der Sofa-Lehne ab und streichelte gleichzeitig mit der restlichen Hand über Kadajs Gesicht. Mit der anderen kraulte er immer noch dessen Brust, wobei er sich langsam und noch scheinbar zögerlich daran mache, den Eingang unter das Shirt zu finden, seine Hände zitterten vor Erregung und er kämpfte wirklich mit sich, es dem Silberhaarigen nicht einfach vom Leib zu reißen.

Diese freche, neckende Zunge, die immer wieder zu ihm vordrang, drängte Kadaj immer wieder erfolgreich zurück und forderte Cloud aufs Neue heraus. Dass dieser sich gedreht hatte, spürte er erst, als eine seine Hände auf seinem Gesicht lagen und ihn sanft streichelten, auch die Hand an seiner Brust fühlte er noch immer und sie verursachten erneut ein wohliges Kribbeln. Kadaj selber kraulte noch immer Cloud seinen Nacken, hielt sich etwas zurück und wollte nichts überstürzen. Auch hatte er etwas Angst, was kommen könnte, wenn Cloud erneut die Kontrolle verlieren würde. Und doch sagte ihm etwas tief in seinem Inneren, das es so gut war, er sich gänzlich fallen ließ und die sanften Berührungen genoss.

Entfernt spürte Cloud, wie Kadaj ihn noch kraulte, es fühlte sich gut an, es hielt ihn ein wenig in der Wirklichkeit fest, es brachte ihn dazu, auf sein Gegenüber mehr einzugehen, anstatt sich nur in seiner Welt zu bewegen, er war viel zu tief in einem reißenden Strom aus Erregung und schierer Leidenschaft gefangen. Es war ihm nicht bewusst, wie nahe er schon am Kontrollverlust stand, er wollte immer mehr von dem anderen spüren, ihn ganz für sich haben, ihn unter seinen Berührungen zum Schmelzen bringen. Endlich hatte er das Shirt des Silberhaarigen soweit hochschieben können, um darunter fassen zu können, was er auch sofort tat. Noch immer zitternd streichelte er beinahe andächtig über seine Brust, kreiste die Handfläche frech auf dessen Brustwarzen und drängelte ihn, noch immer innig küssend, immer mehr gegen das Sofa.

So schön, wie sich das auch alles für Kadaj anfühlte, die Angst wurde nicht weniger. Ihm schossen Bilder der letzten beiden Male durch den Kopf, er zitterte leicht und kniff die Augen zusammen, um diese Bilder zu verdrängen. Er spürte zwar, dass Cloud sich zurückhielt, aber er spürte auch, wie dieser in sanft über die nun entblößt Brust streichelte und ihn mehr und mehr gegen das Sofa drängelte. Kadaj erwiderte zwar den Kuss noch immer, da dieser wirklich sehr schön war, aber das beklemmende Gefühl wollte einfach nicht weichen und das beunruhigte ihn doch. Sanft löste er eine Hand aus Clouds Nacken, legte diese an dessen Brust und versuchte ihn sanft von sich zu schieben.

Der Blonde wollte sein Gegenüber einfach mitreißen, wollte seine Leidenschaft mit ihm teilen, die nun endgültig hervorbrach und seine Handlungen immer fordernder werden ließen. Den Kuss, wie ebenso seine Hände, die immer mehr über den Körper des anderen zu wandern begannen. In seiner Welt war kein Platz für Widerstand, keine Zeit zum Aufhören, er wollte immer mehr und der andere musste es einfach auch wollen, wie konnte man so ein Gefühl, so ein inniges Verlangen, nicht haben wollen. Den Versuch, ihn durch Wegdrücken sanft zu stoppen, bekam er gar nicht mit, er machte einfach immer weiter und presste sich unbewusst gegen die Hand, die ihn wegschieben wollte.

Kadaj versuchte ruhig zu atmen, versuchte die immer mehr aufsteigende Angst buchstäblich zu verdrängen. Er versuchte sich nur auf die streichelnden Hände und auf die weichen Lippen des Blonden zu konzentrieren und so ganz langsam klappte es auch. Er nahm nun wieder das Kraulen in Clouds Nacken auf, versuchte seine zweite Hand wieder dazuzubekommen und ließ diese vorerst auf seinem Rücken liegen. Jetzt wo er die Angst verdrängt hatte, gab er sich wieder ganz den Berührungen hin, küsste Cloud leidenschaftlich zurück und begann langsam mit beiden Händen über dessen Rücken zu kraulen.

Die leidenschaftliche Erwiderung, die bemerkte er dann doch und sie stachelte ihn immer weiter an. Er löste den Kuss, begann dann das Gesicht des Silberhaarigen mit seinen Lippen zu erforschen. Sanft fuhr er mit ihnen über dessen Wangen, wanderte immer weiter nach oben. Dabei musste er sich aber immer mehr strecken, was leider dazu führte, dass sich die Treffer mit dem Besen, welche er hatte einstecken müssen, wieder meldeten. Vor seinen Augen zuckten Blitze und die Welt drehte sich, aber nicht mehr vor Leidenschaft, sondern vor Schwindel. Er kniff die Augen zusammen und ließ sich zurück nach unten sinken. Tief atmete er aus und ein und versuchte wieder eine klare Sicht zu bekommen und sich ein wenig zu beruhigen.

Clouds Lippen kitzelten in seinem Gesicht, dennoch fühlte es sich angenehm und ziemlich gut an. So gut, das Kadaj leise seufzte und weiterhin über dessen Rücken streichelte. Doch dann änderte sich plötzlich etwas und er schlug beunruhigt die Augen auf und blickte Cloud direkt an. Dieser schien die Augen zusammenzukneifen und ließ sich auf ihm niedersinken. Was war los? War Sephiroth doch wieder da? Nun wieder ängstlich blickte er abwartend auf Cloud, nahm sofort seine Hände von seinem Rücken und hielt den Atem an.

Cloud hätte fluchen können, fluchen über die Tatsache, dass er von seinem eigenen Körper auf seine Grenzen hingewiesen würde. Nur zu deutlich führte er ihm vor Augen, dass er noch immer Ruhe brauchte und umso interessanter fand er es eigentlich, dass sein Schatten einfach schwieg. Willst wohl nur einen starken Cloud haben, wah?, dachte er sich kurz, versuchte sich dann aber wieder zu fangen. Vorsichtig schlug er die Augen auf und testete an, ob die Welt sich noch immer drehte. Sie schien aufgehört zu haben, auch die Blitze waren verschwunden. Vielleicht durfte er einfach den Kopf nicht zu weit hochheben. Wohl doch eine Gehirnerschütterung. Kurz musste er schmunzeln, er blinzelte und sah dann mit strahlend blauen Augen zu Kadaj hoch, der stocksteif da saß und sich nicht bewegte.

Zitternd blickte Kadaj zu Cloud, als dieser die Augen aufschlug und ihn direkt anschaute und doch fühlte er sich trotz der blauen Augen mehr als unwohl. „Cloud ...", fing er an, schluckte kurz und versuchte es erneut." Ich hatte Angst ... Angst, dass es wieder passiert, das du wieder die Kontrolle verlierst", gestand er ehrlich und atmete nun erleichtert auf.

"Oh ...", meinte er ruhig. Deshalb saß er wohl so stocksteif da. Fieberhaft begann er zu überlegen. Er hatte sich schon unter Kontrolle gehabt, zumindest was seinen Schatten betraf. Dieser schwieg noch immer, nur war sich Cloud sicher, dass er wieder zuschlagen würde, nun, eben, wenn keiner damit rechnen würde. "Ich war schon ich ... nur dreht sich alles immer noch, wenn ich den Kopf weiter hochhebe, das war das Problem ..." Er schaute ruhig zu Kadaj hoch, der sich wohl doch etwas entspannte. Er hatte ihn wohl erschreckt, das war es wohl, was Sephiroth auslösen konnte. Angst, unwillkürliche Angst vor einem Kontrollverlust, der wieder Schmerzen für den anderen bedeuten würden. Traurig seufzte der Blonde auf. "Tut mir leid, wirklich erschrecken wollte ich dich nicht." Diesmal, schien eine Stimme zu flüstern und zu lachen, aber Cloud ignorierte sie. Wenn er sie ignorierte, war sie einfach gar nicht da.

Ruhig hörte Kadaj Cloud zu, atmete noch einmal durch und nickte leicht." Und ich dachte schon sonst was" versuchte er zu lächeln, streichelte ihm kurz über den Kopf und streckte sich. Er war froh, dass es nur ein Schwindelgefühl und nicht Sephiroth war und doch hätte es andersherum genauso gut sein können. „Es ist okay, bin eben schreckhaft geworden. Dafür kannst du am wenigsten. Daran ist nur dieses Monster schuld", sprach er noch immer leicht zitternd weiter und blickte Cloud sanft an." Macht es dir etwas aus, wenn ich kurz auf den Balkon gehe? Blöde Sucht ruft", kicherte er nun aber doch leise und wuschelte ihm noch einmal sanft über die Haare.

Kadaj wollte also eine rauchen gehen. Das passte Cloud nicht so wirklich in den Kram. Also grinste er etwas fies nach oben. "Wenn ich nun ja sage?" und er legte sich demonstrativ wieder auf den Schoß des Silberhaarigen und machte keinerlei Anstalten, sich zu bewegen. Er machte sich sogar noch extra schwer. Noch immer blickte er herausfordernd nach oben. "Nichts da, so einfach lasse ich dich nicht aufstehen, lass dir was einfallen, vielleicht bin ich ja gnädig und erlaube es dir!", waren weitere Worte, die er grinsend nach oben sprach. Er war ja selbst überrascht über seine Wortwahl, nur hatte er Lust den anderen ein wenig zu ärgern, jetzt erst recht.

Nun war Kadaj aber verwundert, konnte nicht so recht glauben, was Cloud da von sich gab und das dieser ihn nicht aufstehen ließ. "Och Menno, du bist gemein", schmollte er leicht und blickte Cloud von oben herab an. Was musste er sich denn jetzt noch so schwer machen und ihn ärgern? Das passte ihm nun gar nicht und er grübelte leicht wie er Cloud dazu bewegen könnte doch aufzustehen." Ich könnte dir noch ein wenig den Nacken kraulen ... oder ...", fing er kurz an, brach aber ab und blickte zur Seite."... oder ich kitzle dich", grinste er doch wieder und krabbelte schon mit den Fingern zu seinem Bauch, um herauszufinden, ob der Blonde überhaupt kitzlig war.

"Hmmm ... pro Zigarette die du rauchst 30 Minuten Nacken kraulen, doch ja ... damit könnt ich leben ...", schmunzelte er hoch, wurde dann aber schon am Bauch gekitzelt. Auch wenn er versuchte, es zu unterdrücken, er war am Bauch kitzlig und nach einem kurzen Zucken, und dem Versuch durch Anspannen seiner Bauchmuskeln dem Kitzelgefühl zu entgehen, musste er aufgeben und schallend lachen. "He ... haha.. lass mal ... nein ... Hey ..." Er versuchte die Hände des Silberhaarigen zu erwischen und diese festzuhalten, damit sie ihn nicht weiter quälten, aber aufstehen ließ er ihn immer noch nicht, er machte sich immer noch schwerer als er in Wirklichkeit war.

„Was gleich 30 Minuten? Das ist unfair, da tun mir hinterher die Finger weh", beschwerte sich Kadaj leicht und kitzelte den Blonden frech weiter, da dieser anfing zu lachen und nach seinen Händen versuchte, zu greifen. „Hehe ... ist da einer kitzelig?", schmunzelte er fies, spürte aber schon wie er sich schwerer machte und zog seine Hände von selber zurück." Du bist schwer, weißt du das?", fragte er frech und überlegte dann erneut. Wie konnte er Cloud bloß dazu bringen, doch aufzustehen? Kadaj überlegte hin und her und dann kam ihm noch eine letzte Idee. Ohne ein Wort zu verlieren, beugte er sich zu dem Blonden runter, legte sachte seine Lippen auf die Seinigen und schloss langsam dabei seine Augen.

Cloud kicherte noch immer ein wenig und japste nach Luft. Kitzlig war er leider und das im Moment mehr als alles andere, waren seine Nerven auch so gereizt. Als der Silberhaarige die Hände zurückzog und sich über seine Schwere beschwerte, versuchte er ihn mit der unschuldigsten Miene anzusehen, die er aufsetzen konnte. War gar nicht so einfach, dass emotionslose, Unbewegte hatte, er besser drauf. Aber als Kadaj dann so plötzlich seine Lippen auf seine eigenen legte und die Augen schloss, musste Cloud die seinen überrascht aufreißen. Kurz hielt er den Atem an und wartete, was das nun werden würde, aber eine wohlige Hitze strömte durch ihn, es fühlte sich gut an, diese weichen Lippen auf den seinen zu wissen.

Dass Cloud seine Augen weit aufriss bekam Kadaj gar nicht mit, er war so damit beschäftigt sich erst mal zur Ordnung zu rufen, dass die ersten Sekunden rein gar nichts passierte. Seine Lippen lagen einfach bewegungslos auf denen des Blonden, rührten sich nicht ein Stück. Kurz seufzte der Silberhaarige noch mal auf, fasste all seinen Mut zusammen und fing sanft an den Blonden zu küssen und von dessen Lippen zu naschen. Dabei wanderte seine Hand nun wieder zu Cloud seinem Kopf, kraulte diesen und er genoss das erneute kribbeln in seinem Bauch. Fast fühlte sich das wie Schmetterlinge an, wie eine Horde Ameisen, oder wie ein ganzer Schwarm Bienen.

Es war sehr überraschend für Cloud, dass er nun von Kadaj geküsst wurde. Zwar zärtlich und vorsichtig, aber doch küsste er ihn. Das Kraulen am Kopf ließ die Horde an Ameisen seine Wirbelsäule hinunterwandern. Leise ausatmend, seufzte er dabei und schloss die Augen, blendete die Welt um sich herum aus und öffnete ergeben die Lippen. Diese Art der Überredung würde wahrscheinlich Erfolg bringen, wenn der Silberhaarige dann überhaupt noch auf den Balkon gehen wollte. Zurückhaltend erwiderte er den Kuss, aber nur leicht, da er den anderen nicht wieder erschrecken wollte.

Nun, wo Kadaj spürte, wie Cloud leicht die Lippen öffnete, nahm er seinen restlichen Mut zusammen und knabberte leicht an dessen Unterlippe und leckte nach einer Weile sogar sanft mit der Zunge über dessen Lippen. Dabei huschte ihm ein wohliger Schauer über den Rücken, ließ ihn kurz zusammenzucken und doch hörte er nicht auf, an den Lippen des Blonden zu naschen. Es war zwar ein recht scheuer Kuss, wie er selber fand und doch genoss er das Ganze sichtlich, seufzte leise auf und krabbelte Cloud durch die Haare.

Eine Gänsehaut nach der anderen zog über den Körper des Blonden und versetzte ihn in Hochgefühle. So anders fühlte es sich an, geküsst zu werden. Von ihm, der ihm mit solcher Abweisung begegnet war. Er würde sich in dem Kuss verlieren, wenn er nicht aufpasste. Das Seufzen des Anderen tat sein Übriges, so hob er seine Hand und tat es dem Silberhaarigen gleich und streichelte durch dessen Haare. Das könnte ewig so weitergehen, wie er fand. Glückseligkeit, ja, das war vielleicht das richtige Wort dafür, für das was er in sich fühlte. Verwirrung und Freude mischten sich dazu.

Kadaj fühlte erneut die Hand des Blonden in seinen Haaren und doch küsste er Cloud als würde es hier ums Überleben gehen. Er verlor sich mehr und mehr, spürte wie eine Welle an Emotionen und Empfindungen über ihn hereinbrachen, die er so noch nie gefühlt oder gespürt hatte. Es war spannend und neu zugleich, aber das Beste war, das es sich so schön anfühlte, das er es immer und immer wieder tun würde. Er wurde wieder etwas mutiger und kletterte frech mit der Zunge in Clouds leicht geöffneten Mund, erforschte von Neuem dessen Mundhöhle und kitzelte ihn frech am Gaumen.

Wenn die Folge des Niederschlagens immer diese Art der Pflege war, so könnte Kadaj ihn ruhig jeden Tag mit einem Besen verprügeln, dachte Cloud sich und lächelte zufrieden in den Kuss hinein. Dann besuche ich dich aber auch jeden Tag schien eine Stimme zu flüstern, die Cloud aber, etwas derber ausgedrückt, am Allerwertesten vorbeiging. Schnauze hatte er als einzigen Kommentar übrig und er machte sich nur ganz kurz darüber Sorgen, dass er in Gedanken mit einer imaginären Person in sich selbst sprach. In der Minute zählte etwas anderes, es zählten die Gefühle, die ihm gerade von dem Silberhaarigen gegeben würden. Zwar fühlte er sich ein wenig in die Ecke gedrängt, da dieser nun so frech und aktiv die Führung übernommen hatte, nur machte ihm das rein gar nichts aus. Die Zunge des Silberhaarigen trieb ihn bald in den Wahnsinn, so neugierig und frech flatterte sie durch seine Mundhöhle, stupste gegen seinen Gaumen und kitzelte ihn ziemlich. Er musste aufpassen, dass er nicht aus Reflex schnappte, so zuckte er nur leicht und drehte den Kopf ein klein wenig auf die Seite. Seine Augen hielt er geschlossen und ihm entglitt ein leises Raunen.

Immer wieder streichelte Kadaj mit seiner Zunge über die des Blonden, stippte sie herausfordernd an oder glitt frech unter sie und kitzelte ihn erneut. Das leise raunen von Cloud überhörte er, hatte er doch gerade ein ganz anderes Problem ... Der Sauerstoff wurde langsam knapp und er musste sich kurz von ihm lösen, um Luft zu holen. Gern hätte er noch mehr gehabt, doch er wollte nichts überstürzen oder Cloud gar zu etwas drängen. Sanft streichelte er ihm über die Schläfe, blickte entschuldigend auf ihn herab und seufzte zufrieden auf.

Cloud spürte, wie Kadaj sich löste und er schnappte genauso nach Luft, aber er hatte es gar nicht bemerkt, dass diese knapp geworden war, so verloren hatte er sich. Seine Hand nahm er von Kadajs Haaren weg und legte sie auf seine Brust. Mit verschleierten Augen blickte er zu ihm nach oben, seine Sinne schienen vernebelt und er hatte echte Mühe, seine Stimme wiederzufinden. Der Hand, die zärtlich über seine Schläfe streichelte, drehte er sich entgegen. Sein Blick klärte sich und wechselte wieder zu einem herausfordernden Ausdruck. "Wow ... was war das denn? Liegt dir so viel am Rauchen?" grinste er frech nach oben.

Kadaj brauchte einige Zeit um sich wieder zu fassen, um sich wieder zur Ordnung zu rufen und Cloud zu antworten. „Hmm~ nein, soviel liegt mir nicht daran. Ich wollte einfach nur noch mal von deinen Lippen kosten, sind echt lecker", grinste Kadaj schief und dennoch leicht verlegen. "Und wie sieht es aus, lässt du mich jetzt aufstehen?", fragte er leise, strich dabei immer noch über sein Gesicht und blickte leicht verträumt zu ihm herunter.

Cloud sah erst noch verschmitzt nach oben, wurde dann aber ernster, "So, so, lecker ... danke gleichfalls, nur schade, dass die deinen das nach dem Rauchen nicht mehr sein werden ... zumindest für mich ... echt schade.." Doch dann erhob er sich ein wenig, sodass Kadaj aufstehen konnte. Weit hochkonnte er sich noch nicht aufrichten, Blitze vor den Augen erinnerten ihn daran, dass er wohl noch eine Weile würde liegen müssen. So stützte er seinen Kopf in seine Hände und seufzte leise.

Kurz überlegte Kadaj, ob er wirklich ausstehen sollte, blickte leicht unsicher vor sich hin und biss sich auf die Unterlippe. Er fand es ebenfalls lecker? Nun damit hatte er nun wirklich nicht gerechnet und es verwirrte ihn vom Neuen. Er seufzte noch mal auf, stand aber nun doch auf und brauchte dringend frische Luft, um nicht noch einen Höhenflug zu erleiden." Bin gleich wieder da", entschuldigte er sich mit leicht zittriger Stimme und humpelte schon Richtung Küche und dann auf den Balkon.

"Lass dich nicht aufhalten ...", kam als leiser Kommentar von Cloud, der immer noch damit beschäftigt war, Sternchen zu zählen. Seufzend griff er nach dem Glas, welches noch auf dem Tisch stand, aber er musste feststellen, dass es leer war. Grummelnd stellte er es wieder ab, entweder müsste er jetzt aufstehen oder aber nichts trinken. Er entschied sich für die Variante aufstehen. Langsam nahm er die Beine auf den Boden und wartete, bis sein Kreislauf auf der Höhe war. Dann stand er langsam auf, um sich dann aber gleich wieder setzen zu müssen. Der zweite Versuch klappte besser und er ging auf wackligen Beinen ins Badezimmer. Ein paar Schrammen hatte er wohl abbekommen, aber immerhin kein blaues Auge. Mit kaltem Wasser benetzte er seine Stirn. Wie das wohl für Rude und Reno ausgesehen haben musste ... er wollte sich Renos Grinsen gar nicht vorstellen, aber es stand immer noch eines fest für ihn. Er musste, sobald er konnte hier raus. Und das aus seiner eigenen Wohnung.

Kadaj zitterte noch immer, aber nicht, weil ihm kalt war, sondern weil er noch immer wegen des Kusses und Clouds Worten so aufgeregt war. Nun genoss er aber erst mal seine Zigarette, blickte ruhig vor sich hin und blickte verträumt in den Himmel. Das, was da eben passiert war, war so schön, dass er es kaum in Worten beschreiben konnte. Es war angenehm, es war schön, es war einfach wie ein Traum. Immer wieder musste Kadaj leise aufseufzen, blickte auf den Glimmstängel in seiner Hand und erinnerte sich an die Worte des Blonden und was dieser über seine Lippen gesagt hatte. Vielleicht sollte er damit aufhören, oder es auf drei am Tag reduzieren.

Cloud hatte sich im Badezimmer die Haare etwas angefeuchtet und sich das Gesicht mit dem kühlen Nass erfrischt. Zwar waren seine Haare nass etwas enger am Kopf, aber sie würden sowieso bald wieder in alle Richtungen stehen. Ein paar Schluck Wasser nahm er noch aus der Leitung, dann merkte er aber, wie der Schwindel zurückkam. So entschloss er sich, sich mal wirklich etwas hinzulegen. Sich an den Wänden abstützend ging er in sein Zimmer, schaffte es noch mehr fallend als gehend ins Bett, hatte aber Türe und alles andere offen gelassen. So lag er nun bäuchlings auf seinem Bett und hörte dem bekannten Presslufthammer in seinem Gehirn zu. Vielleicht sollte er nochmal ein Aspirin zu sich nehmen.

Nach ganzen fünfzehn Minuten kam Kadaj dann endlich mal wieder nach drinnen, ging direkt ins Wohnzimmer und wunderte sich nun, wo Cloud steckte. Nun entweder war dieser im Bad oder aber er hatte sich in sein Bett gelegt. Kadaj meinte das Letztere zu wissen, setzt sich ruhig auf die Couch und faltete nebenbei die Wolldecke zusammen. Dann fiel ihm ein, das die Küche ja auch noch nicht sauber war und so machte er sich sofort an die Arbeit und räumte auf.

Nach ganzen fünfzehn Minuten kam Kadaj dann endlich mal wieder nach drinnen, ging direkt ins Wohnzimmer und wunderte sich nun, wo Cloud steckte. Nun entweder war dieser im Bad oder aber er hatte sich in sein Bett gelegt. Kadaj meinte das Letztere zu wissen, setzt sich ruhig auf die Couch und faltete nebenbei die Wolldecke zusammen. Dann fiel ihm ein, das die Küche ja auch noch nicht sauber war und so machte er sich sofort an die Arbeit und räumte auf.

Wirre Gedankenfetzen wanderten durch sein Gehirn. Begleitet von einem Wummern und einem Dröhnen, welches ihm gut in der vorderen Stirn wehtat. Schlafen würde bestimmt ein wenig Entspannung bringen. Also versuchte er sich auf etwas anderes zu konzentrieren, um das Wummern auszublenden. Leidlich funktionierte es auch, aber seine Gedanken blieben. Er vor sich einen rauchenden Kadaj, der dermaßen aufreizend an seiner Zigarette zog, dass er allein von der Vorstellung her schon eine Gänsehaut bekam. Wie sollte man so denn schlafen, tadelte er sich selbst und er versuchte wieder, sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Grüne Augen blicken ihn voll Verlangen an, schienen ihn regelrecht zu bitten ihn zu nehmen. "Oh Mann ...", fluchte Cloud leise, vielleicht sollte er genau diese grünen Augen bitten, ihm nochmal auf den Kopf zu schlagen, damit er schlafen konnte. Was ihn ebenfalls ärgerte, war die Tatsache, dass er genau spürte, wie unangenehm eng seine Hosen wurden und er das Gefühl hatte, mit seinen Hüften auf einer Holzstange zu liegen.

Kadaj machte so leise wie möglich die Küche sauber, spülte das Geschirr, trocknete gleich ab und verstaut es in den Schrank. Kurz wischte er auch noch die Anrichte sauber und der Herd hatte es ebenfalls bitter nötig. Nach getaner Arbeit legte er zufrieden den Lappen zur Seite und fegte eben noch den Boden. Als er den Besen nahm, zuckte er kurz zusammen und erinnerte sich an das Geschehene. Doch er riss sich zusammen und schüttelte kurz den Kopf. Er konnte sich schlecht ständig selber einschüchtern, Sephiroth war erst mal weg und das war auch gut so, wie er fand.

Cloud lag noch immer wach und hörte Kadaj in der Küche werkeln, auch wenn er versuchte leise zu sein. Seine Gedanken kreisten um dein Silberhaarigen wie ein Schwarm Bienen um allzu verführerische Blüten. Schwerstens musste er sich zusammenreißen, um sich nicht selbst Erleichterung zu verschaffen. Eigentlich war das hier alles zu paradox, da er auch noch wusste, dass seine Wohnung überwacht wurde, wenn auch nur wegen Kadajs Selbstverletzungsgefahr, so wollte er auch nicht, dass die Wachhunde so eine Episode von ihm sehen würden. Er atmete ein paarmal tief ein und aus. Dann rief er nach dem Silberhaarigen. "Kadaj~?"

Kadaj war dabei Kaffee aufzusetzen, hörte dann, aber wie Cloud nach ihm rief, und hielt kurz inne. Was war denn nun los? Drehte sich wieder alles bei dem Blonden, ging es ihm schlechter? Kurz überlegte er noch, legte aber dann den Löffel zur Seite und ging langsam in Richtung Schlafzimmer. Kadaj blieb in der Tür stehen, blickte den Blonden lächelnd an." Was ist denn? Geht es dir schlechter, soll ich dir noch ein Glas Wasser holen?", wollte er wissen und blickte ihn abwartend an.

"Ja, bitte. Einmal Wasser und noch ein Aspirin, der Presslufthammer will keine Ruhe geben ...", murmelte Cloud Richtung Türe, drehte sich um und rieb sich die Schläfen. Nicht nur der Presslufthammer ... dachte er sich und versuchte sich weiterhin zu sammeln. Leise seufzte er und kuschelte sich dann noch ein wenig weiter unter die Decke. Den heutigen Tag würde er wirklich im Bett verbringen. Also musste sein Vorhaben eben wirklich warten. Er hoffte mal, dass Rufus nicht auf die Idee kam, heute schon wieder bei ihnen vorbeizusehen, aber der lachte sich bestimmt ins Fäustchen, bestimmt hatte Reno brühwarm berichtet, wie Kadaj ihn mit dem Besen verprügelt hatte. Eigentlich ziemlich peinlich für ihn, zumindest für Außenstehende so zu sehen.

"Gut dann hol ich dir eben schnell die Sachen", antwortete Kadaj ruhig, humpelte auch schon wieder in die Küche und löste ein Aspirin in Wasser auf. Vorsichtig hopste er damit wieder zu Cloud ins Schlafzimmer, reichte ihm das Glas und achtete darauf, dass der Blonde es auch leerte. "Brauchst du noch etwas?", fragte er erneut und setzte sich kurz zu ihm ans Bett.

Cloud trank das flüssige Aspirin gänzlich aus und verzog leicht das Gesicht, dann stellte das leere Glas auf seinen Nachttisch. "Eigentlich schon ... aber lass mal gut sein. Ich rieche den Rauch ja bis hier ... danke für die Aspirin", meinte er sachlich und legte sich wieder in seine Kissen. Seine Arme verschränkte er hinter seinem Nacken und blickte den Silberhaarigen frech an.

Kadaj wusste, was Cloud damit meinte und er blickte ihn ruhig an, ehe er das Glas nahm und sich erhob. "Gut, wenn du sonst nichts mehr brauchst, ich bin dann im Wohnzimmer und lese noch etwas Faust" und er ging schon zur Tür, blieb aber kurz noch stehen und drehte sich noch mal um. "Ich denk darüber nach, aufzuhören. Ich weiß nur nicht, ob ich das so schnell schaffe", grinste er schief und humpelte dann schon wieder in die Küche um sich einen Kaffee zu holen.

Ach, er wollte mit dem Rauchen aufhören? Interessant. "Ja, ja, die Gretchenfrage, nicht wahr? Schaffst du das denn?", rief er ihm noch hinterher. Aber er war sich nicht sicher, ob er das noch gehört hatte, also wartete er nicht wirklich auf eine Antwort, sondern rollte sich bereits ein und versuchte abermals ein wenig zu schlafen. Immerhin hatten er und sein Körper sich nun beruhigt und vielleicht war ihm nun etwas Schlaf vergönnt. Nach einer Weile holte er sich eines seiner Stofftiere, die in einem Regal hinter dem Bett standen dazu und kuschelte sich damit unter die Decke. Im Moment fühlte er sich gar nicht so schlecht, die Aspirin schien zu wirken.

Natürlich hatte Kadaj den Satz noch gehört, sagte dazu aber nichts und schenkte sich einen Kaffee ein. Vorsichtig humpelte er damit rüber ins Wohnzimmer, setzte sich auf die Couch und fing an zu lesen. Hin und wieder horchte er aber auf, hörte jedoch nichts von Cloud und las ruhig weiter.

Cloud hatte sich noch leise Musik angeschaltet, die von seinem Laptop aus beruhigend spielte, das lenkte ihn immer am besten ab und es übertönte eine gewisse Stimme, die ihm immer die unmöglichsten Gedanken ins Ohr setzte. Die Art des regelmäßigen Beats erinnerte ihn an das Schnurren seines Motorrades und so stellte er sich vor, wie er mit seiner Maschine durch die Landschaft fuhr und mit diesen Gedanken driftete er langsam in den Schlafzustand über. Jedoch träumte er leider nicht besonders lange angenehm, plötzlich verwandelte sich alles um ihn in Feuer, schreien war zu hören. Knistern der Flammen und schnelles Fußgetrippel. Er war wieder inmitten seiner persönlichen Hölle. Unruhig warf er sich im Schlaf hin und her, Schweißperlen standen ihm auf der Stirn und ab und zu seufzte er leise im Schlaf.

Kadaj beschloss, nachdem er seinen Kaffee geleert hatte, nochmal nach Cloud zu schauen. Langsam humpelte er zu dessen Schlafzimmer, sah schon in der Tür, wie dieser sich unruhig im Bett wälzte und stark am Schwitzen war. Unschlüssig was er jetzt machen sollte überlegte er hin und her. Was wenn Cloud wieder schlecht träumte, wenn Sephiroth ihn wieder quälte? Nur langsam trat er auf das Bett zu, setzte sich langsam an die Kante und versuchte den Blonden sanft zu wecken.

Eine Stimme rief seinen Namen, jemand fasste an seine Schulter. Irgendwas wummerte in seinen Ohren. Wo war er denn? Wieso war es so heiß? Jemand lachte hämisch und hob ein langes Schwert über seinen Kopf. Schlaf gut hörte er noch und schon sah er das Schwert fliegen. Mit einem angedeuteten Schrei auf den Lippen fuhr er hoch und blickte hektisch umher. Grüne Augen sahen ihn an und er erschrak sich fürchterlich. Wie von Sinnen hob er abwehrend die Arme, und versuchte Abstand zwischen sich und diese grünen Augen zu bringen. Dabei umfassten seine Hände den Körper, der zu den grünen Augen gehörte, und hielt ihn auf Abstand zu dem seinen.

Augenblicklich zuckte Kadaj bei dem Schrei des Blonden zusammen, sah, wie Cloud ihn panisch anschaute, wie er ihn umfasste und von sich wegschob. "Cloud ... du hast geträumt. Du bist in deinem Bett", versuchte er auf den Blonden einzureden und suchte dessen Blick. Scheinbar musste er von Sephiroth geträumt haben, sein Verhalten sprach jedenfalls ganze Bände. "Hey, ich bin es Kadaj, ich tu dir nichts", sprach er weiter auf ihn ein und hoffte inständig, dass Cloud ihn auch verstand und nicht wieder etwas über ihn hereinbrach.

Seine Hände krallte er richtig in die Arme des Silberhaarigen. Auch zitterte er, und seine Augen schienen zu flattern. Aber er hörte Kadaj und wie er beruhigend zu ihm sprach. Ja, ja, er tut dir nichts, Neeiiinn, er unterwandert sich, er gewinnt dein Vertrauen und dann ... ha ... dann stößt er seine Klinge in dein Herz, flüsterte es in ihm. Verwirrt über den Traum, noch nicht ganz wach und mit einem neuen fixen Gedanken im Kopf hielt er noch immer Kadaj fest.

Kadaj spürte, wie sich Cloud fast schon schmerzhaft in seine Arme krallte und wie dieser anfing zu zittern. Nicht schon wieder war sein einziger Gedanke, wobei er nun das Gesicht verzog und einen Zischlaut von sich gab. "Cloud ... verdammt, das tut weh" und er presste die Lippen aufeinander, um nicht zu schreien. Doch noch immer hielt dieser ihn eisern fest, dachte scheinbar nicht daran ihn loszulassen und das machte Kadaj wiederum zu schaffen. „Cloud ... lass mich los", bat er ihn leicht verärgert und versuchte sich nun aus seinem Griff zu befreien.

Dann aber blinzelte Cloud und besann sich. Kadaj, welchen er immer noch festhielt, begann sich in seinem Griff zu winden. Erschrocken ließ er ihn dann los, als er es erkannte. "T-tut mir leid", flüsterte er und sah etwas beschämt auf die Seite. "Ich war noch nicht ganz wach ...", murmelte er entschuldigend und rieb sich seufzend die Augen. "Verdammte Alpträume ..." Und er stützte sich auf seine Knie, umschlang sie dann sogar und sah somit etwas verloren aus.

Nachdem Cloud ihn nun endlich einmal losgelassen hatte, atmete Kadaj erleichtert auf, rutschte aber zur Sicherheit ein Stück von ihm weg. "Ist schon in Ordnung, ich hab mich nur wieder erschrocken und gedacht, dass ..." Er brach den Satz ab und blickte Cloud etwas bedattelt an, ehe er wieder etwas näher an ihn rutschte und vorsichtig seine Hand nach ihm ausstreckte. Jedoch zog er sie wieder zurück, wusste nicht, ob es nun richtig oder falsch war ihn zu beruhigen.

Cloud hörte gar nicht, was sein Gegenüber sagte. Auch dass er wieder näher gekommen war, merkte er nicht. Er war gerade einfach nur todtraurig. Er hatte keine Lust irgendwelche Spielchen zu spielen, keine Lust, irgendeine Maske aufzusetzen oder sich irgendwie zu verstecken. Im Moment war ihm einfach alles egal. Traurige blaue Augen streiften den Silberhaarigen, der vor ihm auf dem Bett saß und aussah, als ob er nicht wüsste, was er tun solle; aber er nahm ihn nicht so wirklich wahr. Immer noch seine Beine umschlungen haltend, legte er dann seinen Kopf auf seinen Knien ab und es schien, als würde er sich selbst umarmen wollen, um sich zu trösten.

Kadaj blickte Cloud fast mitleidig an, schluckte leicht und fing an zu reden. "Cloud du siehst gar nicht gut aus ... ach ich weiß doch auch nicht was ich sagen soll", murmelte er leise und rutschte erneut etwas näher und blickte ihn wie einen begossenen Pudel an. Wieder streckte er seine Hand nach ihm aus, legte sie diesmal sachte auf seinem Kopf ab und streichelte ihm sanft durch das Haar. Der Blonde wirkte gerade so zerbrechlich, wie ein kleiner Junge den man trösten und liebhaben musste.

Der Blonde hatte auch keine Lust mehr irgendwie stark zu sein. Er fühlte sich gerade wirklich schwach. Die Hand auf seinem Kopf, die durch seine Haare streichelte, tat aber verdammt gut und er fühlte sich dadurch sogar ein klein wenig besser. Kurz blinzelte er zu dem Silberhaarigen hin, versteckte dann aber wieder sein Gesicht in der Bettdecke, die um seine Beine geschlungen war. Hätte er gekonnt, er hätte geweint, aber er tat es nicht, soweit war es noch nicht, auch wollte er sich diese letzte Blöße nicht geben. Er konzentrierte sich auf seine Atmung und atmete ein paar Mal bewusst ein und aus.

Kadaj hielt es für angebracht nun erst mal nichts zu sagen, stattdessen streichelte er ihn einfach weiter über den Kopf und blickte ihm mit einem warmherzigen Blick an. Dass Cloud so in sich gekauert war, machte ihm aber doch etwas zu schaffen. Es passte so gar nicht zu dem Blonden, es war ein völlig anderes Bild, das Kadaj kannte. Kurz kratzte er sich ratlos am Kopf, umarmte Cloud vollständig und seufzte leise auf.

Erst hatte er die Welt um sich herum vergessen, hatte sich nur auf sein Inneres konzentriert, wollte sich ganz klein machen, sich verstecken, einfach nicht mehr da sein. Verdammt, wieso warf diese Art Alpträume ihn immer derart aus der Bahn ... Die kraulende Hand, die so lieb über seinen Kopf streichelte, verschwand, aber bevor er sie schmerzlich vermissen konnte, fand er sich in einer Umarmung wieder. Einer vorsichtigen Umarmung von jemandem, dem er eigentlich wehgetan hatte, zu welchem er ab und an ziemlich gemein war. Irgendwie fühlte er sich plötzlich schlecht deswegen. Trotz allem tat die Umarmung richtig gut und so ließ Cloud seine Beine los, um sein Gegenüber etwas näher zu sich herzuziehen. Dabei hob er seinen Kopf ein wenig, aber nur um diesen in silbernen Haaren zu vergraben. Silbernen Haaren, die glatt vom Haupt des anderen hinunterhingen. Sanft legte er dabei seinen Kopf auf die Schulter des anderen, ohne dabei die Augen zu öffnen.

Nachdem Kadaj Cloud eine scheinbar eine Ewigkeit umarmt hatte, ließ dieser endlich seine Beine los und zog ihn näher an sich heran. Kurz wurde es Kadaj etwas mulmig, doch schnell verwarf er dieses Gefühl und spürte, wie Cloud seinen Kopf auf seiner Schulter ablegte und sich in seinen Haaren vergrub. Beruhigend fing er nun an über seinen Rücken zu streicheln und fing sogar leise an zu singen. „Weißt du wievielt Sternlein, stehen, an dem blauen Himmelzelt? Weißt du, wie viel Wolken gehen, weithin über alle Welt?" immer und immer wiederholte er dieses Lied und versuchte so gut es ging, für den Blonden da zu sein.

Cloud hörte gar nicht richtig, wie der Silberhaarige anfing zu singen, er nahm nur die Umarmung wahr, die ihm fehlende Kraft zurückzugeben schien. Dann, nach einer schier endlosen Weile, wurde er sich bewusst, dass der andere ihm ein Schlaflied sang. Und dann auch noch ein Schlaflied, welches Mütter ihren Kindern vorsangen und er musste plötzlich lachen. Zuerst wollte er es unterdrücken, aber es brach einfach hervor und er kicherte wie ein kleines Kind in die Halsbeuge des anderen und gluckste dabei, verschluckte sich bald und versuchte sich zu beruhigen.

Kadaj hörte, wie Cloud leise anfing zu lachen, wie er anfing zu glucksen. Was war denn nun los und wieso lachte er? Was war hier bitte schön komisch, das man lachen musste? Völlig verdattert ließ er von Cloud ab, drückte ihn von sich und dachte erneut, dass er einen Anfall bekam. "Cloud, wieso lachst du?", fragte er so leise und zaghaft, das man schon genau hinhören musste, um ihn zu verstehen. Abwartend blickte er den Blonden dabei an, kaute sich nervös auf der Unterlippe rum und drehte Däumchen.

Cloud schnappte nach Luft und langsam bekam er seine Fassung wieder. "Tut mir leid, d-die, haha, Nerven denke ich", log er oder versuchte es zumindest, denn er hatte einfach über die Tatsache lachen müssen, dass Kadaj dieses Lied gesungen hatte. Am liebsten hätte er ihn gefragt, woher gerade er es kennen würde, aber er verkniff es sich. "Es geht schon wieder ... danke ... d-das hat mir echt geholfen", lächelte er ihn stattdessen an und strich mit seiner Hand über Kadajs Wange. "Ich hatte wirklich schrecklich geträumt, wieder von damals eben, als er ... ja ... meine Familie getötet hat", sprach er dann ernst, ließ dabei aber nicht davon ab, mit der Hand, die die Wange berührt hatte, Kadajs Nacken zu kraulen.

Immer noch etwas von der Rolle blickte Kadaj den lachenden Cloud an und lauschte dessen gekicherten Worten. „Freut mich, wenn es dir etwas geholfen hat, Yazoo hat es mir immer vorgesungen", lächelte er nun wieder, hörte augenblicklich damit auf Däumchen zu drehen und hörte ihm erneut aufmerksam zu. "Schhh ... du musst nichts sagen", sprach er ihn leise an, sah, wie der Blonde seine Wange streichelte und dann ganz sanft seinen Nacken kraulte. Er genoss diese kleinen Berührungen, schloss dabei kurzzeitig die Augen und seufzte leise auf." Ich hatte schon gedacht du würdest wieder durchdrehen." Er öffnete die Augen, blickte direkt in azurblaue Augen und verlor sich fast in ihnen.

Nun war Cloud wieder vollkommen ernst und schluckte hart. Diese Information musste er nun erst mal verdauen und er kam sich regelrecht schäbig vor, dass er zuerst gelacht hatte. So eine Seite hätte er bei den Brüdern überhaupt nicht vermutet. Und er machte sich Sorgen um ihn. Bist du dir da so sicher? Das ist doch nur ein Spiel ... du bist naiv ... flüsterte es bedrohlich in ihm. Kurz blinzelte er, aber er brachte sie abermals zum Schweigen. "Ich versuch ... es nicht mehr zu tun ...", brachte er schwerlich mit stockender Stimme hervor. Seine Hand kraulte weiter und langsam zog er ihn wieder näher zu sich her, so nahe, bis sich ihre Lippen wieder berührten.

"Hmmm~ was wirst du nicht mehr tun?", wollte Kadaj sichtlich verwirrt wissen, blickte ihm dabei aber noch immer in die Augen und sah aus dem Augenwinkel heraus wie sich Cloud ihm langsam näherte. Der Blonde war ihm plötzlich so nahe, das er dessen Atem förmlich auf seinen Lippen spüren konnte und das brachte seinen Puls zum Rasen und sein Herz heftig zum Hüpfen. Sein Blick ging nun immer wieder von Clouds Augen zu dessen Lippen und wieder zurück.

"Durchdrehen ... meinte ich", flüsterte er noch, bevor er die Lippen des Silberhaarigen nun endgültig mit einem sanften Kuss verschloss. Einen Arm schlang er nun um sein Gegenüber, mit der anderen Hand hielt er sanft seinen Nacken fest und streichelte ihn dabei. Die Augen schloss er dann, um sein Zimmer, die Welt, alles andere nicht mehr sehen zu müssen, er wollte den anderen schmecken, von seinen Lippen kosten, dessen Geschmack voll und ganz in seine Erinnerung aufnehmen.

Kadaj wollte darauf etwas erwidern, doch er spürte, wie seine Lippen von Neuem versiegelt wurden, schloss ergeben die Augen und seufzte leise auf. Vorsichtig naschte er von Clouds samtweichen Lippen, legte beide Arme um ihn und fühlte zeitgleich, wie Cloud sanft seinen Nacken streichelte und ihn behutsam festhielt. Es fühlte sich erneut alles so wunderschön an, fast wie ein Traum, aus dem er nicht aufwachen wollte.er selber strich nun langsam mit beiden Händen über den Rücken des Blonden, knabberte leicht an dessen Unterlippe und fühlte wieder diese Horde an Ameisen in seinem Bauch.

Die willige Erwiderung brachte Cloud heiße Wellen der Erregung, die ihn immer weiter in ein Meer von Empfindungen trieben. Der Strand der Vernunft schien sich immer weiter zu entfernen, unerreichbar zu werden. Das zärtliche Küssen seitens Cloud wurde immer fordernder, immer mehr verlor er sich in den Weiten des Meeres. Schon hatte er sich selbst langsam in seine Kissen sinken lassen und den Silberhaarigen zu sich hinuntergezogen, hatte ihm mit beiden Armen umschlungen, hielt ihn sanft aber bestimmt an sich gedrückt. Seine Hände versuchte er überall zu platzieren, ihn einfach überall zu berühren, er fuhr immer wieder über seine Seiten und seinen Rücken.

Dem Silberhaarigen lief ein wohliger Schauer über den Rücken, es fühlte sich so gut an, es fühlte sich so großartig an, das er kaum merkte, wie Cloud sich mit ihm zusammen in die Kissen sinken ließ. Für Kadaj zählte ihm Monet nur dieser Kuss, diese Hände die ihn überall versuchten zu streicheln und in ihm eine Gänsehaut auslösten. Dass Cloud ihn an sich drückte ließ sein Blut in Wallung geraten, sein Puls fing an zu rasen und sein Herz hüpfte wie wild gegen seine Brust. Er selber war nicht untätig, kraulte sanft den Nacken des Blonden und naschte immer wieder neugierig von dessen Lippen.

Freudig ließ er es zu, das der andere von seinen Lippen naschte, ließ ihn knabbern, ihn entdecken und erforschen. Nach einer Weile kraulte er ihn unter seinem T-Shirt am Rücken. Ebenso hatte er ihn dann komplett auf Bett gezogen, seine Beine um ihn geschlungen, wie in einer Ganzkörperumarmung, wie eine Heuschrecke am Grashalm, hielt er sich an dem Silberhaarigen fest. Genießend schloss er die Augen und war in der Minute einfach nur froh, kein flüstern zu hören und einfach er selbst zu sein. Das wollte nutzen, es dem anderen zeigen, ihm zeigen, dass er normalerweise nicht so war ... wie er.. Er ließ sich weiter fallen und hoffte nun einfach, sich nicht gänzlich zu verlieren.

Kadaj fühlte warme Hände an seinem Rücken und sofort durchzuckte ihn erneut ein mehr als wohliger Schauer. Auch merkte er wie Cloud seine Beine um ihn schlang, wie er ihn damit festhielt und nicht mehr losließ. Kadaj wollte auch gar nicht loslassen, fühlte sich gerade so sicher und geborgen, dass er sämtliche Bedenken über Bord war und sich Vollendens ergab. Ob es nun richtig oder falsch war, ob es nun verboten oder erlaubt war ... ihm war alles egal, er ließ sich einfach wie ein kleines Boot auf seichten Wellen davontragen. Mutig leckte er dem Blonden über die Lippen, wollte auf spielerische Art Einlass bekommen und dessen Mundhöhle plündern.

Wohlig seufzte er auf, zitterte leicht und gewährte ihm Einlass, ließ dessen Zunge den Eintritt, stupste sie sogar auffordernd an. Leckte zärtlich über dessen Zungenrücken und blinzelte leicht. Er wollte ihm den Verstand rauben, ihn zerfließen lassen wie Wachs, ihn fortreißen, ihn in den Abgrund stürzen, in die Tiefe reißen. Der Widerstand, die Zweifel, die Angst, die ihn noch plagen könnten, sollten für heute vernichtet werden, er wollte sie zurückdrängen und er ließ ihm keinen Raum für Widerstand. Pure Leidenschaft begleitete Clouds Handlungen ließen sein Gegenüber keinen Platz, keine Zeit mehr für Zweifel. Kein zurück. Er würde erst zufrieden sein, wenn sein Gegenüber schreien oder aber ihn anbetteln würde, er möge nie wieder aufhören, ihn anzufassen.

Mit Freuden ging Kadaj auf das stupsen der fremden Zunge ein, wirbelte frech durch die Mundhöhle des Blonden, kitzelte ihn am Gaumen und versuchte immer wieder dessen Zunge zurückzudrängen, nur um ihr zu folgen und sie neu herauszufordern. Das war bisher der beste Kuss von allen, es war so anders als die letzten Male, sehr viel leidenschaftlicher und sehr viel verlangender. Kadaj zitterte bei diesen Gedanken leicht, er wusste, wozu so ein Kuss letztendlich führen konnte und das ließ nun wieder Bilder durch seinen Kopf schwirren die eine leichte Angst in ihm wachriefen. Er versuchte sie abzuschütteln, küsste Cloud dabei sehr viel inniger und kniff ab und an die Augen zusammen, bis alles verdrängt und vergessen war.

Das Zungenspiel verursachte glühendes Lodern, Funken zerstoben auf seinem Körper und wanderten auf ihm entlang, sammelten sich in seiner Mitte und stoben wieder auseinander. Seine Lippen bedeckten dessen Hals und sein Gesicht mit vielen Küssen, die zärtlich aber bestimmt gesetzt wurden. Wie eine Gottesanbeterin ihr Opfer umspielt, so umspielte Cloud den Silberhaarigen. Löste sich immer wieder aus dem Kuss, um ein paar verspielte kleine Küsse zu setzen, um aber dann wieder innig in den weichen Lippen zu versinken. Langsam wand er sich unter ihm, brachte ihre Körper dazu, sich nebeneinander wiederzufinden und ließ seine Hände weiter wandern, fast wie zufällig ließ er sie immer mal wieder den Hintern des Silberhaarigen gleiten, wagte sich auch immer wieder unter den Hosenbund des anderen, um aber auch gleich wieder daraus zu verschwinden.

Kadaj erging es nicht besser, ein Schauer nach dem anderen prasselte wie ein warmer Sommerregen auf ihn ein, hinterließ eine zarte Gänsehaut auf seiner mehr als nur erhitzten Haut. Es wurde noch sehr viel angenehmer als Cloud anfing sein Gesicht und seinen Hals zu liebkosen, und sich seitlich mit ihm auf das Bett gleiten ließ. Seine Hände wanderte immer wieder sanft, aber bestimmend über Clouds Rücken, stoppten aber am Hosenbund und wanderten wieder zielstrebig nach oben in dessen Nacken. Dass Cloud mit seinen Händen immer wieder zu seinem Hintern und zu seinem Hosenbund krabbelten, hinterließ bei dem Silberhaarigen gemischte Gefühle wie leichte Angst, aber auch pure Neugier, wie weit das alles hier noch gehen würde und wie es sich anfühlte, wenn er weit über seine Grenzen hinaus ginge.

Genau ließ er ihn spüren, was er wollte und dass er ihn nicht gehen lassen würde. Es würde schon einiges brauchen, wenn er aufgehalten werden sollte. Nach wie vor wollte ihn mitreißen, ihm die Luft zu atmen nehmen, sie gleichzeitig mit ihm gemeinsam atmen. Sachte rieb er seinen Körper an dem des anderen, der nun neben ihm lag, dessen Körper so leicht war, so süß, einfach zum Anbeißen, wie der Blonde fand. Seine flinke Hand war so angenehm an seinem Rücken, dass er aber die weiter ging, ließ Cloud ein wenig schmunzeln, veranlasste ihn aber immer mehr, den Silberhaarigen zu verunsichern und seine Hand immer tiefer krabbeln zu lassen. Die zweite Hand schob er auch schon unter dessen Shirt und kraulte ihn am Bauch.

Unsicher war Kadaj nur noch ein klein wenig, die Neugier hatte mittlerweile gesiegt, ließ ihn weiter in unerforschtes Gebiet vordringen und jeden Winkel ergründen und ertasten. Ein wenig unruhig wandte er sich dann aber schon, spätestens da als Cloud anfing sich sachte an ihm zu reiben, mit seiner Hand unter sein Shirt krabbelte. Kadaj zuckte heftig zusammen, atmete schneller als gewohnt und hielt gespannt den Atem an, als der Blonde anfing, über seinen Bauch zu streicheln. Es kribbelte erneut wohlig in seiner Magengegend und langsam stieg eine nie wahrgenommene Hitze in ihm auf, ließ ihn regelrecht glühen, riss ihn wie ein Lavastrom mit sich.

Den forschenden Berührungen gab sich Cloud nur zu gerne hin. Sollte er ruhig ein wenig spielen. Genau spürte der Blonde dann, wie Kadaj den Atem anhielt, als er seinen Bauch berührte. Mit einem leichten Anflug eines fiesen Grinsens, nur angedeutet und auch gleich wieder verschwunden, ließ er die Hand ein Stückchen tiefer gleiten. Dabei verwickelte er den Silberhaarigen abermals in einen forschen Kuss, mit welchem er dessen Lippen verschloss. Wie lange er wohl die Luft anhalten würde? Von diesem Gedanken bewegt, ließ er seine Finger über den Verschluss dessen Hose gleiten und öffnete diese dabei geschickt. Seine Hand wanderte aber nicht weiter, sondern suchte sich ihren Weg nach oben. Schließlich gab es unter dem Shirt noch mehr zu entdecken.

Den forschen Kuss erwiderte Kadaj erneut, ließ sich mehr und mehr dabei fallen und spürte nur entfernt, wie Cloud den Reißverschluss öffnete und dann aber erneut unter sein Shirt krabbelte. Dabei hatte er nur wieder vergessen zu atmen, schnappte im Kuss nach Luft und atmete nur noch heftiger durch die Nase durch. Rasch erholte er sich aber wieder, fummelte am Saum von Clouds Shirt, schlüpfte neugierig unter das Stück Stoff und streichelte nur mit den Fingerspitzen über dessen Rücken. Alles war noch so neu, so prickelnd, so verboten gut und doch wollte Kadaj mehr, wollte alles.

Sanft löste Cloud den Kuss und blickte belustigt in die Augen seines Gegenübers. "Nicht ersticken ...", neckte der Blonde den Silberhaarigen kurz, beugte sich dann aber auch schon wieder vor und knabberte an dessen Ohr, biss sanft hinein, zog sanft mit seinen Zähnen daran. Die Hand unter seinem Shirt, die er jetzt bemerkte, verursachte merklich eine Gänsehaut auf seinem Rücken, welche er kurz auf raunend, wahrnahm und genießend die Augen schloss. Seine Hand suchte sich den Weg zur Brustwarze, die er mit jedem einzelnen Finger umspielte, anstupste und sie so lange ärgerte, bis diese sich ihm hart entgegen reckte.

"Ich ersticke schon nicht", kam es leise von Kadajs Seite, ehe er erneut genießend die Augen schloss, sich den sanften Knabbereien hingab, zum ersten Mal leise aufseufzte. Als Cloud ein leises Raunen von sich gab, erschauderte Kadaj von Neuem, streichelte aber weiterhin über den warmen Rücken und strich langsam runter zu den Seiten. Neckische Finger umspielten ganz plötzlich seine Brustwarzen, umspielten diese so federleicht, das ein leise Keuchen seine Lippen verließ, er sich wohlig dem entgegenstreckte. Eine anrollende Welle der Erregung brach über ihn hereinschwemmte ihn von dieser Welt und ließ ihn in ganz neue eintauchen. Neue die er so noch nicht kannte.

Quälend langsam wanderte er nun zur anderen Brustwarze und wiederholte sein Spielchen. Dann strich er sanft mit seinen Fingerkuppen über Kadajs Seite Richtung unterer Rücken. Es machte ihm Spaß zu beobachten, wie der Silberhaarige auf seine Berührungen reagierte. Das Keuchen entging ihm nicht es verursachte ein kurzes, unbemerktes Lächeln. Also weiter. Seine Hände wanderten wieder den Rücken nach oben, malten sachte Kreise und ließen, wenn unten angekommen, den Po Kadajs nicht außer Acht, sondern strichen ebenfalls über ihn und fuhren ab und an unter den Stoff, der sich noch fest um seine Haut legte. Seinen Kopf hatte er nun kurz auf die Seite gelegt und die Augen geschlossen.

Kadaj wandte sich erneut auf dem Laken, klammerte sich wie ein Ertrinkender an dem Blonden fest und schnurrte genießend auf. Alles war so schön, so zärtlich und nichts erinnerte an die schrecklichen Vorkommnisse der letzten Wochen. Immer mehr genoss er die Berührungen, genoss die streichelnden, tastenden Hände an seiner Brust, an seinen Seiten und sogar die, die Cloud seinem Hintern zuteil werden ließ. Immer wieder musste er die Augen öffnen, musste sie öffnen, um zu schauen, ob dies kein Traum war. Eine Seifenblase, die jeden Moment platzen könnte und ihn in die reale Welt zurückholte. Doch nichts dergleichen geschah, immer noch sah er Cloud neben sich, spürte und fühlte, wie sanft dieser mit ihm umging.

Bald würde der andere es wohl nicht mehr aushalten, aber Cloud wollte noch immer mehr und er war selbst froh, dass er so stark empfinden konnte, ohne eine fiese Stimme zu hören. Dieser Moment gehörte wohl im allein und diesen wollte er auch gebührend genießen. Noch einmal strich er zärtlich über Kadajs Körper, richtete sich dann aber etwas auf, schon sein T-Shirt nun endgültig nach oben und begann, an Kadajs Brustwarzen zu knabbern. Sanft saugte er daran, biss dann wieder hinein, leckte wieder vorsichtig und zärtlich darüber, nur um, in einem sicher glaubenden Moment, wieder zuzuschlagen und neckend, aber auch herzhaft zu beißen. Seine Hände konzentrieren sich dabei auf den unteren Teil des Silberhaarigen und nestelten an dessen Hose, um diese ein Stück nach unten zu ziehen.

Ein leiser Seufzer tat die Wonne kund, die Kadaj in diesem Moment empfand. Die Haut prickelte unter den sanften und doch heißen Neckereien. Die Liebkosungen wurden an seiner Brust intensiver und er spielte währenddessen mit einer Haarsträhne Clouds und strich ihm über seinen Nacken. Er hatte das Gefühl, das er auf einer Frühlingswiese lag, die von der Abendsonne in ein tiefes Rot getaucht wurde. Der zu brennen scheinende Himmel wurde von dunkelroten, annähernd violett verfärbten Wolkenfetzen zerrissen. Ein seichter Luftzug hauchte über ihn hinweg und ließ seine silbernen Haare leicht mittanzen. Der frische Duft der weißen Blumen benebelte die Sinne des Blonden und trug sie mit dem Wind davon. Er vernahm das Zwitschern von einigen Vögeln, die dem Horizont entgegenflogen und das Zirpen der Grillen, die sich im Gras versteckten. Stromstöße schnellten durch seine Adern und setzten Endorphine frei, die sich in seinem Körper breitmachten. Bei jeder zärtliche Liebkose durchzuckten ihn wieder Stromschläge. Sie verhinderten, dass seine Sinne derart vernebelt wurden, dass er diese Geschehnisse nur noch unbewusst war, nahm. Er warf den Kopf zurück in den Nacken und bog seinen Rücken durch, nur um noch mehr von diesen zarten und erregenden Gefühlen zu bekommen.

Dieser Aufforderung kam Cloud nur zu gerne nach. Ein rasender Zug schien durch seine Blutbahnen zu preschen. Eine Hand landete wie von selbst im Rücken des Silberhaarigen und hielt ihn sanft in der Beuge und wanderte sogleich geschickt zu dessen Po, um die Jeans samt Slip ein Stück nach unten zu ziehen. Dabei ließ er zeitgleich seine Lippen Richtung Bauchnabel flattern. Die verbleibende Hand suchte sich frech ihren Weg in Kadajs Slip. Frech blickte der Blonde nach oben, um zu sehen, wie der Silberhaarige reagierte. Dessen Blick war abwesend, schien nicht mehr in dieser Welt zu sein, gefangen in seinen eigenen Empfindungen. In seinen nächsten Kuss lächelnd, strich der Blonde über den Po des anderen, welchen er so nun halb freigelegt hatte.

Kadaj konnte nur noch fühlen, spüren und genießen, alles, was Cloud mit ihm tat oder noch tun wollte, ließ ihn nur noch mehr davon treiben. Er bemerkte nicht mal mehr das der Blonde ihm die Hose und seine Shorts ein Stück herunterzog, Kadaj fühlte erst wieder etwas als dieser anfing über seinen freigelegten Hintern zu streicheln und frech mit den Lippen über seinen Bauch liebkoste. Er wurde immer weiter getragen, spürte einen Orkan in sich aufziehen, einen Tsunami, der ihn fast fortspülte und ihn sanft in eine völlig neue Welt eintauchen ließ. Kadaj war so in seinen Gefühlsregungen gefangen, das er anfing leise zu keuchen, sich Halt suchend in Cloud blonder Haarpracht festkrallte.

Die Nackenhaare des Blonden stellten sich schaudern auf, als er das Keuchen des anderen vernahm, die Bestätigung seines Tuns ließ ihn immer weiter machen, immer weiter trieb er im Meer der Erregung und den Silberhaarigen hatte er wie ein Stück Treibholz in seinen Armen. Zärtlich strich er über die Pofalte des anderen, umspielte dabei weiter den Bauchnabel des anderen. Kurz horchte er in sich, hörte nichts, spürte nur die Wellen der Erregung, die von seiner Körpermitte ausgingen und die unangenehme Enge in seinen schwarzen Workerjeans. Dass dieser sich so plötzlich festkrallte, ließ den Blonden aufschrecken, aber das Keuchen, trieb ihn wieder zurück in den Ozean und er ließ den andern sich nur zu gerne an seinen blonden Haaren festhalten. Er wagte den Vorstoß und zog Kadajs Hose noch weiter nach unten, um dessen erregte Lenden freizulegen.

Erneut musste Kadaj leise keuchen, bog seinen Rücken leicht durch, drängte sich unbewusst der tastenden Hand an seinem Po empor. Die neckische Zunge an seinem Bauchnabel tat das Übrige, er krallte sich nur noch mehr in Clouds Haaren fest und biss sich unentwegt auf die Lippen, um nicht vor Verlangen laut aufzuschreien. In ihm selber tobte ein Vulkan, einer der zu brodeln anfing, der drohte auszubrechen, lodernde Flammen ausspie und die langsam durch seine Adern flossen. Wie zärtlich der Blonde ihm doch die Hose ein weiteres Stück herunterzog, wie gut sich das alles anfühlte und wie viel mehr er wollte, wie sehr er alles wollte. Nur ganz allmählich öffnete er seine Augen einen Spalt, saugte dieses erregende Bild des Blonden in sich auf und erzitterte von Neuem.

"Hmmm~", brummte Cloud leise, als er spürte, wie Kadaj sich noch fester in seine Haare krallte. Seine Augen linsten nach oben und fingen einen verlangenden Blick auf. Genau sah er, wie der Silberhaarige ein Schreien zu unterdrücken versuchte. Nun, wie lange er es wohl noch schaffen würde? Sich diebisch freuend, ging Cloud immer weiter. Langsam strich er mit seinen Lippen weiter nach unten. Quälend langsam, er nahm sich alle Zeit der Welt, bis er am Ansatz des Gliedes angekommen war. Zärtlich und ausgiebig leckte er darüber, umspielte das aufstehende Glied mit seiner Zunge bis zur Spitze, saugte kurz an dessen Eichel und ließ es dann aber auch schon komplett, von einem leisen Stöhnen begleitet, in seinem Mund verschwinden.

Kadaj blickte langsam an sich runter, erblickte Cloud, konnte sich an dessen Anblick nicht sattsehen, spürte das lodernde Feuer in seinem Innern und das Verlangen nach sehr viel mehr. Das Bild, was sich ihm bot, sah so verboten scharf aus, so heiß, dass er augenblicklich die Augen schließen musste. Viel Zeit zum Verschnaufen hatte er aber nicht, denn es legten sich warme, weiche Lippen über seine Männlichkeit und trieben ihn somit fast in den Wahnsinn. Ein erregender Schauer durchfuhr seine Lenden und er krallte sich erneut in Clouds Haarschopf fest, um irgendwo Halt zu erlangen. Was dieser da mit seinem Mund und seiner Zunge anstellte, war der pure Wahnsinn, es fühlte sich so verboten gut an, das er leise aufstöhnen musste und den Kopf in den Nacken warf.

Verlangend saugte er daran, deutete ein Schlucken an, und entließ es wieder aus seinem Rachen, aber nur um neckisch über die Spitze zu lecken und des dann wieder, sanft saugend, in seinem Rachen zu versenken. Die Hände, die sich in seine Haare krallten, ließ er gewähren und nutzte seine, um nun wieder sanft nach oben zu wandern und frech über die Brustwarzen zu streichen und sie wieder nach unten wandern zu lassen. Leise stöhnte Cloud nun selbst auf, während er immer noch die Männlichkeit des anderen zu verschlingen drohte. Die Welt hatte er ausgeblendet, hatte sogar die 24 Stunden Überwachung vergessen, dachte auch nicht mehr daran, wie sich jemand Bestimmtes nun ärgern würde.

Das war zu viel des Guten was Cloud mit seinen Lippen, mit seiner Zunge und Zähnen an seiner Erregung tat, was er mit seinen Händen an seiner leicht bebenden Brust tat und lauter als gewollt stöhnte Kadaj auf, warf erneut den Kopf zurück und krallte sich Halt suchend in dessen Schultern Fest. Die feuchtwarme Mundhöhle, die gezielten Liebkosungen und dieses festsaugen, war pures Feuer, es raubte ihm den Verstand, lief ihn dunkel und rau aufstöhnen und das in immer kürzeren Abständen. Das Verlangen nach mehr, loderte tief in seinem Inneren, wurde mit jedem Zungenschlag deutlich mehr nach außen gedrängt und versetzten Kadaj in vollkommene Ekstase.

Kurz machte der Blonde noch etwas weiter, als er die Finger in seinen Schultern spürte. Das Krallen des anderen war beinahe schmerzhaft, aber es erregte Cloud nur umso mehr, das Wissen, das er ihn in so eine Lage versetzte, dass er nur die Beherrschung verlor, da er seine Spielchen mit ihm so weit trieb. Als er meinte, der Silberhaarige würde ihm die Schultern brechen, ließ er ihm doch eine kurze Verschnaufpause, wanderte mit seinen Lippen wieder nach oben und suchte dessen heißen Mund, um ihn wieder mit einem heißen Kuss zu verschließen. Zärtlich strich er über dessen Wange und sah im genau in seine grünen Augen. Die Augen, vor denen er eigentlich Angst hatte, die ihn nun aber so verlangend anblickten.

Kadaj fühlte eine plötzliche Leere, spürte wie sich Cloud mit seinen Lippen aufgehört hatte ihn zu verwöhnen und seufzte leicht auf. Nicht weil er glücklich darüber war, nein vielmehr, weil ihm etwas fehlte, weil die ansteigende Hitze langsam wieder abflaute und eine Kälte in seinem Inneren hinterließ. Jedoch spürte er dann schon wieder die sündigen Lippen des Blonden auf den Seinigen und erwiderte mit Freuden den heißen Kuss, den Cloud ihm schenkte. Nachdem er sich aber auch von seinen Lippen löste und ihm leicht über die Wangen streichelte, öffnete er die Augen, blickte Cloud stumm und mit einem Lust-verhangenen Blick an. Seine Hände legten sich erneut sanft in seinen Nacken, streichelten leicht über diesen und ein leichtes Lächeln zierte dabei seine Lippen.

Kurz schloss er genießend die Augen, lächelte ebenfalls, aber nur ganz kurz, schnurrte bei den Berührungen des Silberhaarigen, zeigte ihm, dass es ihm sehr gefiel, wenn er ihn berührte. Vorsichtig, ohne dabei die Augen zu öffnen, zog er ihn sanft mit seinen Händen, näher zu sich her, streichelte dabei über seinen Rücken, kuschelte sich so komplett an den Körper des anderen. Seinen Kopf legte er ab und machte seinen Nacken ganz lang, damit der andere viel Raum zum Kraulen hatte. Die Finger des Silberhaarigen wussten aber auch zu genau, wie sie ihn kraulen mussten. Eine Gänsehaut nach der anderen jagte spürbar über seinen Rücken und er schauderte wohlig auf dabei.

Das leise schnurren Seiten Clouds gefiel Kadaj ziemlich gut, so gut, dass er unbehelligt weiter kraulte und nur ganz weit entfernt mitbekam, wie dieser in noch näher an sich zog. Wie er sich buchstäblich an ihn kuschelte und sanft, aber auch beruhigend über seinen Rücken streichelte. Kadaj genoss die Wärme, die von Cloud seinem Körper ausging, zuckte sogar leicht zusammen, als er ihn direkt an sich spürte. Ein leichtes Kribbeln machte sich erneut in ihm bemerkbar, ließ ihn kurzzeitig erzittern und wohlig seufzen. Nie hatte er gedacht, dass es so schön sein konnte, so Aufregendes erregend. Seine anfängliche Angst davor war komplett gewichen, hatte Platz für neue Empfindungen wie Lust und pures Verlangen gemacht.

Nach dieser kurzen Auszeit regte sich Cloud wieder. Drehte seinen Kopf ein wenig, suchte das Ohr des anderen und knabberte ein wenig am Ohrläppchen, ehe er leise in dessen Ohr flüsterte. "Sag mir ... was du willst~ ..." doch anstatt eine Antwort abzuwarten, machte er einfach weiter. Das Rad drehte sich wieder, trieb ihn an, wurde immer schneller. Neckend knabberte er dann wiederum dessen Hals entlang, ließ den Verband aus und küsste weiter bis zu dessen Kinn. Dann stockte er, öffnete die Augen und sah ihn genau an. "Hmm~ ...?", fragte er auffordernd und setzte einen neckischen, leicht frechen Blick auf. Seine Hände waren indessen unabwegig immer über den Körper des anderen gestrichen. Dabei hatte er immer mehr Haut von ihm freigelegt, die er immer weiter mit seinen Fingerkuppen erkundete.

Kadaj keuchte leise auf, fühlte, wie Cloud ganz dicht an seinem Ohr war, wie er leicht daran knabberte und was er ihm leise zuhauchte. Diese Frage ließ ihn rot anlaufen, er hatte mit so was nicht gerechnet, biss sich verlegen auf die Unterlippen und spürte schon erneut die Lippen des Blonden an seinem Hals. Kadaj versuchte ruhig zu atmen, schloss kurz die Augen, nur sie dann wieder zu öffnen und Cloud anzublicken." Ich möchte ... möchte ... dass du ... na ja, dass du weiter machst", murmelte er mit geröteten Wangen, drehte den Kopf seitlich und schämte sich leicht. Man hatte ihm auch solch eine direkte Frage noch nie gestellt, jedenfalls nicht in solch einer Lage.

Kadaj keuchte leise auf, fühlte, wie Cloud ganz dicht an seinem Ohr war, wie er leicht daran knabberte und was er ihm leise zu hauchte. Diese Frage ließ ihn rot anlaufen, er hatte mit so was nicht gerechnet, biss sich verlegen auf die Unterlippen und spürte schon erneut die Lippen des Blonden an seinem Hals. Kadaj versuchte ruhig zu atmen, schloss kurz die Augen, nur sie dann wieder zu öffnen und Cloud anzublicken." Ich möchte ... möchte ... dass du ... na ja, dass du weiter machst", murmelte er mit geröteten Wangen, drehte den Kopf seitlich und schämte sich leicht. Man hatte ihm auch solch eine direkte Frage noch nie gestellt, jedenfalls nicht in solch einer Lage.

Cloud unterdrückte ein Schmunzeln, als er sah, wie der andere rot um die Nase wurde. Aber dass es trotzdem eine Antwort gab, ließ ihm doch ein wenig Anerkennung zuteil werden. Soweit der Blonde sich erinnern konnte, hatte er in einer doch etwas ähnlichen Situation kein einziges Wort herausgebracht. Aber er war noch nicht zufrieden und wollte noch ein wenig weiter ärgern. "Hm? Mit was soll ich denn weiter machen?", stellte er sich gespielt dumm, strich aber auch schon wieder über Kadajs Wangen, suchte sich das oben liegende Ohr und knabberte leicht daran. "Keine Ahnung, was du meinst ...", setzte er noch in das Ohr des Silberhaarigen hauchend hinzu.

Nun war es ganz vorbei, das letzte bisschen Verstand verabschiedete sich und Kadaj schlug erneut die Augen auf und blickte Cloud begehrend an. "Das ... du ... dass du michweiterstreichelst, das möchte ich", kam es leise über seine Lippen, ehe er wieder peinlich berührt den Kopf abwenden wollte. Kadaj ließ es aber dann doch bleiben, waren da doch wieder diese neckischen Lippen, die sachte an seinem Ohrläppchen zugange waren und ihn weiter vorwärtstrieben. Bei Cloud letzten Satz musste er selber schmunzeln, biss sich kurz auf die Lippen und kicherte leise. „Du weißt sehr wohl was ich meine, also stell dich nicht dumm" und er fing erneut an seinen Nacken zu kraulen, strich sich mutiger über seinen Rücken, bis runter zu seinem Po.

"Mmhhh~ ...", brummte der Blonde leicht, als er dessen Berührung vernahm, und lehnte seinen Kopf wieder leicht nach vorne gebeugt gegen die Stirn des anderen. Dann strich er ebenfalls über den Rücken des anderen, wanderte aber schon auf seine Brust, um wieder mit jeder einzelnen Fingerkuppe dessen Brustwarze zu stimulieren. "Meinst du... das?", aber dann ließ er schon wieder frech eine Hand am Bauch entlang wandern, bis er kurz die Lenden des anderen berührte. "Oder ... das?", und er fuhr über die Spitze von Kadajs Erregung, massierte diese leicht und fuhr dabei immer wieder über die empfindliche Eichel des anderen.

Kadaj keuchte leise auf, fühlte sich wie berauscht und wusste nicht so wirklich, was er nun genau wollte. Die streichelnde Hand des Blonden war irgendwie überall, oder er hatte mittlerweile Tentakeln, wurde zum Tintenfisch und konnte ihn deshalb so berühren. Wieder musste er die Augen öffnen, nur um sie dann wieder zusammenzukneifen, als Cloud anfing, über seine Erregung zu streicheln und die Spitze leicht zu stimulieren. "Nhgggg ... Cloud", keuchte er laut, krallte sich mit der freien Hand in das Laken und streckte sich der wohltuenden Hand entgegen. Kurz atmete er heftig ein und aus, sammelte seinen Mut. "Ich will, dass du genau da weiter machst, wo du gerade bist" und dabei grinste er nun frech.

Scheinbar hatte er nun komplett die Scheu verloren und das gefiel Cloud umso mehr. Er kniff seine Augen zu Schlitzen zusammen, blickte herausfordernd zu dem anderen und überlegte kurz. Dann beugte er sich doch wieder zu ihm hinüber und flüsterte in dessen Ohr. "Wenn ich es wirklich tu ... was kriege ich dann dafür?" ,und dabei schloss er seine Hand fest um das pulsierende Glied des anderen, ließ die Hand aber ruhig und bewegte sie keinen Millimeter. Genau spürte er jeden Pulsschlag, der durch den Körper des anderen zuckte. Jeder Schlag, der das Blut immer weiter trieb, die Trommel des Lebens, welche unablässig schlug.

Sämtliche Gefühle schlugen über den Silberhaarigen ein, ließen ihn immer wieder zittern, ließen ihn beben und wie eine Sanddüne wegschwemmen. Die Worte des Blonden hallten in seinen Ohren wieder, ließen sein Blut in Wallung geraten und fast schon kochen. Er musste wieder die Augen öffnen, musste Cloud erneut mit sündigen Blicken anschauen und leise aufkeuchen."... einen Kuss, oder aber das Gleiche", wisperte er leise, während seine Hand schon auf Wanderschaft ging und an seinem Hosenbund stoppte.

"Uhhh~ ... das Gleiche ...", raunte er leise. "Aber weißt du denn ... hmmm~ ... was ich noch so alles vorhabe? Wenn es das Gleiche sein soll?", flüsterte er etwas belustigt und hatte bewusst den Bezug der Aussage des anderen etwas verändert. Cloud spürte, wie die Hand des Silberhaarigen auf Wanderschaft ging, aber genau vor seiner Hose stoppte. "Lass dich nicht aufhalten ...", flüsterte er erregt und massierte wieder die Eichel des anderen mit seinem Daumen, fuhr dann aber auch wieder mit der ganzen Hand den Schaft entlang und kreiste mit den Fingerspitzen immer wieder über die zuckende Spitze.

Außer schwach nicken, konnte Kadaj nichts ausrichten, fühlte sich gerade mal wie erschlagen und blickte Cloud weiterhin durch leicht verklärte Augen an. "Is mir egal", konnte er nur dazu sagen, fingerte an dem Hosenknopf des Blonden rum und öffnete langsam den störenden Reißverschluss. Ganz vorsichtig, beinahe schon andächtig fuhr er mit seiner Hand in die Hose, hielt kurz die Luft an und umfasste dann ganz behutsam die Erregung des Blonden. Er versuchte sich auf sein Bauchgefühl zu verlassen, hörte darauf, was ihm seine innere Stimme sagte, und ließ sich fallen. Leicht war es nicht, da Cloud ihn schon wieder so gezielt mit der Hand verwöhnte und ihn nahe an den Verlust seines letzten bisschen Hirns heranbrachte. Kadaj streichelte ganz sachte über Clouds Glied, fuhr hin und wieder über die Kuppe und lauschte ganz genau auf dessen Laute.

Das Gefühl, was Cloud nun beschlich, konnte man mit einer freudigen Erwartungshaltung vergleichen. Beinahe hätte er die Luft angehalten, als er spürte, dass nun ein Finger an seinem Hosenknopf hantierten und dann so quälend langsam den Zipper des Reißverschlusses, beinahe Zacke und Zacke einzeln nach unten zog. Unmerklich schien sein Körper zu zittern und die Augen schließend, unterdrückte er einen Laut, der sich über seine Lippen schleichen wollte. Aber als er dann die vorsichtige, noch etwas unsichere Berührung spürte, war es vorbei, er schloss die Augen, seufzte beinahe erleichtert, dass die Anspannung, die der Silberhaarige wohl unbewusst durch sein Zögern aufgebaut hatte, nun endlich vorbei war und die Hand an der richtigen Stelle angekommen war. Jedes Mal, wenn die Finger nun über seine Kuppe strichen, seufzte er leise, schnappte etwas nach Luft und zitterte leicht. Das Streicheln empfand er als so intensiv, er konnte gar nicht genug davon bekommen. Seine Hand bewegte er unbewusst immer langsamer, da er selbst von seiner eigenen Lust langsam aber sicher überwältigt wurde und einfach weg driftete.

Durch Clouds leise Seufzen und das Schließen seiner Augen angespornt, machte Kadaj weiter, streifte mit der zweiten Hand leicht dessen Hose ein Stück weiter runter und fing leicht an die Hoden des Blonden zu streicheln und zu kneten. Dass Cloud fast aufgehört ihn zu streicheln, störte ihn gerade wenig, vielmehr genoss er es jetzt, Cloud solche Gefühle der Lust zu schenken. Mit der Hand fuhr er etwas fordernder über das Glied des Blonden, bespielte die Spitze immer wieder lustvoll mit den Fingerspitzen und blickte in sein erregtes Gesicht. Irgendwie reichte ihm dieser Anblick aber nicht mehr und er wurde wieder mutiger, indem er sich kurz von Cloud löste und ihn sanft aber bestimmend auf die Matratze drückte. Kurz blickte er ihn noch mal an, senkte dann aber schon seinen Kopf und verschwand kurzerhand zwischen den Beinen des Blonden.

Dass seine Hose noch ein Stück weiter nach unten gezogen wurde, bemerkte der Blonde nicht einmal, vielmehr spürte er nun eine knetende Hand, die seine Hoden bearbeitete und kleine Stromstöße dabei zu verursachen schien. Wenn er andere intuitiv handelte, dann tat er es verdammt gut, wie er fand, nur konnte er nicht mehr richtig denken, fand sich irgendwann auf dem Rücken wieder und wurde bestimmt auf die Matratze gedrückt. Ein wenig überrascht sah er nun doch zu dem Silberhaarigen hinunter, da er nicht damit gerechnet hatte und als er dann bemerkte, wie dieser zwischen seinen Beinen verschwand, konnte er dass, was er dann spürte, nur noch mit einem lustvollen Wimmern kommentieren. Keuchend warf er den Kopf zurück in die Kissen und schloss dabei die Augen.

Das leise Wimmern von Cloud war wie Musik in Kadajs Ohren spornten ihn noch weiter an. Er leckte sich kurz noch mal über die Lippen, setzte dann aber schon einen zarten Kuss auf die Spitze und streichelte sachte über die Hoden des Blonden. Dabei hörte er immer wieder auf dessen Reaktionen, fing an langsam mit Zunge über den gesamten Schaft zu lecken, nur um dann erneut wieder die empfindliche Spitze zu küssen. Mit seiner Hand, die noch frei war, fing er an die Brust des Blonden zu streicheln und widmete sich mit Zunge, Lippen und Zähnen dessen Erregung.

Diese Lippen, die immer wieder frech und neckend über seine Erregung strichen, immer wieder Küsse auf seine empfindlichste Stelle setzten, diese Hände, die noch seine Brust und seine Hoden kraulten, trieben ihn immer weiter im Fluss der Erregung, den Wasserfall am Horizont, den Abgrund der Erlösung bald in Sicht. Er wurde mitgerissen, sah bald nichts mehr um sich herum, die tobenden Fluten seiner Empfindungen zogen ihn gnadenlos weiter. Er war wie Treibholz, welches stürzen und in der Gischt verschluckt werden würde. Warum empfand er nur so intensiv, so ruhig und gefasst er auch immer versuchte sich zu geben, die Zunge und auch die knabbernden Zähne des Silberhaarigen brachten ihn gerade an den Rand des Wahnsinns. Immer wieder seufzte er unkontrolliert auf, spürte die Fluten immer schneller an sich reißen, bittend, das Gefühl würde nie wieder aufhören. Blind suchte seine Hand nach dem anderen, fand ihn und zitternd strich er durch dessen silbernes Meer an Haaren, mit der anderen Hand musste er Halt im Laken suchen.

Zufrieden schmunzelnd über Clouds lustvolle Windungen, machte Kadaj ungehindert mit seinen Neckereien weiter. Sanft stupste er immer wieder frech die Spitze an, versenkt seine Zunge in dem kleinen Loch und knetete weiterhin sehr bedacht seine Hoden. Es war ein erregender Anblick wie der Blonde sich nun unter den Liebkosungen wandte, wie er sich im Laken festkrallte und ihm die Haare zerwühlte. Er setzte sogar noch einen drauf, saugte sich leicht an der Spitze fest und nahm dann die gesamte Länge in sich auf und bewegte rhythmisch den Kopf auf und ab.

Der sich festsaugende, heiße Mund des Silberhaarigen war zu viel für den Blonden, ein kleiner lustvoller Schrei entglitt seinen Lippen, als dieser seine bereits vor Lusttröpfchen feuchte Erregung ganz in sich aufnahm. Im Rhythmus, welchen der Silberhaarige vorgab, keuchte Cloud nun mit, konnte nicht anders als sich noch mehr festkrallen und er wand sich umso mehr, krümmte sich auch wieder zusammen, um dann aber wieder den Kopf in seinen Nacken zu werfen. So verboten gut fühlte es sich an, was der Silberhaarige mit ihm veranstaltete, es wirkte so verspielt, wie experimentieren in unbekanntem Gebiet. Immer näher rauschte der Abgrund und so langsam wusste der Blonde nicht mehr, wie er sich retten sollte, aber er war sich auch nicht wirklich sicher, ob er sich überhaupt retten wollte, vielmehr würde er im Abgrund versinken, als den Silberhaarigen nun zu stoppen.

Kadaj hörte das Keuchen, das leise Wimmern, und schmunzelte erneut zufrieden vor sich hin. Während er das Glied des Blonden wie ein Erdbeereis verschlang, neckte er immer wieder die Spitze mit den Zähnen, knabberte leicht an der Vorhaut und strich hauchzart wieder über die Hoden. Er konnte gar nicht genug davon bekommen, nahm es wieder ganz in sich auf und vollzog leichte Schluckbewegungen. Sein Blick glitt dabei immer wieder zu Cloud, sah dessen lustvolles Gesicht, die geröteten Wangen, den leicht geöffneten Mund. Bei dem Anblick wurde ihm selber ganz heiß, das Feuer schoss ihm buchstäblich in die Lenden und ließen ihn kurz aufstöhnen, ehe er sich dann wieder dem Glied zuwandte, um dieses zu verwöhnen.

Cloud fragte sich langsam, wie lange er noch durchhalten könnte, seine Lenden zuckten verdächtig und heißes Kribbeln schoss immer schneller durch seine Adern, brachten ihn beinahe zum Verglühen. Aber er wollte sich nun doch nicht ergeben, schwamm gegen den Strom, wollte weg vom Abgrund, nur um noch weiter dieses Gefühl innezuhaben. Ihm war mittlerweile so heiß, dass jedes Stück Stoff auf seinem Körper zu viel zu sein schien. Er öffnete sie Augen, versuchte seinen Blick zu klären, nur war der Anblick des Silberhaarigen, der sein Glied buchstäblich verschlingen wollte, so feurig, dass er wieder ein ganzes Stück zum Abgrund getrieben wurde. Trotzdem zog er das Bild in seine Erinnerungen auf, stöhnte noch immer, konnte sich aber ein Stück aufrichten, die Hand vom Laken nehmen und diese ebenfalls in den Haaren des anderen vergraben und ihn dabei, noch immer zitternd, zu streicheln.

Immer mehr von den Lauten des Blonden angetrieben, verwöhnte Kadaj ihn weiter. Saugte, leckte und knabberte immer wieder. Doch dann rutschte er noch ein Stück weiter runter, leckte frech mit der Zunge über die Hoden, massierten das Glied mit der Hand weiter. Kadaj fühlte sich wie in einem Rausch, wie in einem See voller Lust und schenken von puren Glücksgefühlen. Immer weiter trieb er Cloud an den Abgrund, neckte dessen Glied erbarmungslos und war bereit alles zu geben, ihm vollkommenes Glück zu schenken.

Cloud spreizte unbewusst seine Beine noch etwas mehr, soweit es seine heruntergezogene Hose eben zuließ. Diese freche Zunge, die nun über seine Hoden leckte, hinterließ eine Spur der Verwüstung auf seiner Haut, brennendes Feuer schien auf jeder Stelle, die der Silberhaarige berührt hatte, zu knistern. Langsam richtete er sich immer weiter auf, wollte den Silberhaarigen nun mit Haut und Haar, wollte ich ganz spüren, merkte aber auch ganz genau, dass er bald fallen würde. Fallen in den tiefsten Abgrund der Verzückung. Verschleiert zu ihm blickend, versuchte er es ihm irgendwie bemerkbar zu machen, indem er ihn zu bremsen versuchte, denn sprechen konnte er gerade nicht, seine eigene Erregung schien die Zunge zu lähmen und er atmete stoßweise ein und aus.

Kadaj ließ sich nicht aufhalten, neckte ihn immer weiter, lutschte und leckte die Erregung des Blonden, als würde davon sein Leben abhängen. Dass dieser sich langsam mehr und mehr aufrichtete, bekam Kadaj nicht mehr. Viel zu sehr war er mit dessen Glied beschäftigt, reizte es weiterhin mit gezielten Zungenschlägen und ließ immer wieder die Zunge über die Eichel flattern. Als er es jedoch dann doch bemerkte, hielt er in seiner Bewegung inne, öffnete die Augen, entließ dabei mit einem leisen Flop das Glied und schaute ihn leicht verklärt in die Augen.

Diese Zungenschläge brachten den Blonden bald um den Verstand. Jeder Treffer war wie ein Stromschlag, der sich in seinem ganzen Körper ausbreitete, ihn zum Zittern brachten und ihn wohlig aufstöhnen ließen. Der Anblick, wie der Silberhaarige zwischen seinen Beinen hing, sich, die Welt um sich herum vergessen habend, nur mit seiner Erregung beschäftigte, sich nicht aufhalten ließ, taten sein Übriges und sein Glied zuckte verdächtig. Cloud schluckte merklich und war beinahe dankbar, dass er erst mal davon abließ, ihn zu reizen. Aber der verklärte Blick sprach Bände, er griff ihn an den Schultern und zog ihn sanft wieder zu sich hoch, bis er seinem Gesicht ganz nahe war. "W-willst du .. mehr?" presste er fragend hervor, da ihn die tosenden Wellen der Emotionen nicht wirklich Raum zum Sprechen ließen. Aber er genoss es, er hörte niemanden fies lachen, war mal einfach er selbst. Um seine Frage zu unterstreichen, fuhr er mit einer Hand am Rücken des Silberhaarigen entlang bis runter zum Po und auch über diesen streichelte er mit seiner Hand.

Nur zu gerne ließ Kadaj sich von Cloud leicht hochziehen und sich an ihn ziehen und noch immer blickte er ihn stumm an. Als er die leise fast schön brüchige Frage des Blonden hörte, schluckte er ganz leicht, nickte aber dann schon mit dem Kopf und lächelte leicht. Die streichelnde Hand an seinem Rücken und an seinen Po taten so was von gut, warfen die letzten Ängste über Bord und öffneten den Silberhaarigen wie ein längst eingestaubtes und vergessenes Buch. Wohlig seufzte Kadaj auf, streichelte mit der Hand über Clouds Brust, schaute ihm dabei tief in die Augen.

Diese Bestätigung reichte dem Blonden völlig. Sanft streifte er ihm seine Hose an den Beinen weiter nach unten, erinnerte sich dann aber, mit dem Rest verbleibenden Verstandes an sein verletztes Bein. "Zieh sie ganz aus ..." hauchte er dann in dessen Ohr, das sollte er lieber selbst tun, nicht dass er ihn noch ungünstig erwischte. Voll Verlangen blickte er ihm in seine grünen Augen und wartete. Währenddessen befreite er sich selbst von dem störenden Stoff, der seine Beine festhielt. Zärtlich streichelte er ihm dann über die Brust und suchte weiterhin dessen Blick.

Leicht zitterte Kadaj als Cloud ihm sanft die Hose herunterzog, jedoch zitterte er nicht vor Angst, sondern vor purem Verlangen. Das letzte Stück streifte er sich dann selber auf, da der Blonde wohl wegen des Beins nicht recht weiter wusste. Nachdem die Hose ganz ausgezogen war, er wieder die Hand an seiner Brust spürte, lächelte er Cloud erneut an, streichelte ihn sanft über die Wange. Nun wo der Blonde selber seine Hose ausgezogen hatte, riskierte er einen Blick, schaute ihn sich ganz genau an und musste feststellen, dass ihm das Ganze doch sehr gefiel.

Cloud konnte es ebenfalls nicht lassen, nun den ganzen Körper des anderen zu betrachten. Sein Bein war wirklich lustig bunt gefärbt, was aber schon am Abklingen war. Wenn er mit dem Blick weiterging, konnte er feststellen, dass der Silberhaarige eher zu der Sorte gehörte, die sehnig wurden, anstatt direkt aufgepumpte Muskeln zu bekommen. Was er sah, gefiel ihm ebenfalls, nur störte ihn, dass er noch nicht alles sah. Das T-Shirt war noch im Weg und so strich er wieder darunter, schob es nach oben und zog es dem anderen einfach über den Kopf, warf es beiseite und streichelte dann wieder dessen Wange mit seinen Fingerkuppen.

Aufmerksam schaute Kadaj Cloud zu, sah, wie dieser ihm das Shirt auszog, und lächelte erneut. Er kannte keine Scheu, kein Schamgefühl. Alles, was er jetzt fühlte waren streichelnde Fingerkuppen an seiner Wange, ein loderndes Feuer, was sich immer mehr in ihm ausbreitete und direkt in den unteren Teil seines Körpers schoss. Alles kribbelte, tausend Ameisen schienen zeitgleich über seine erhitzte Haut zu krabbeln, Hunderte Schmetterlinge schienen wild in seinem Bauch zu flattern. Kadaj hob die Hand, fasste Cloud in den Nacken, zog ihn somit zu sich runter und stahl sich einen weiteren heißen Kuss.

Cloud spürte, die der Silberhaarige ihn im Nacken faste und ihn zu sich zog. Heiße Lippen verschlossen die seinen und stahlen ihm einen heißen verlangenden Kuss, welchen er nur zu gerne hergab. Fordernd knabberte er an den Lippen des anderen, ließ seine Hände dabei aber nicht ruhen, sondern streichelte ihn immer weiter, fuhr über dessen Brust, Rücken, was er an nackter Haut von dem anderen kriegen konnte. Zärtlich löste er sich dann aber von den glühenden Lippen des anderen und warf ihm wieder einen verlangenden Blick zu. Dabei strich er immer wieder mit Zeige- und Mittelfinger über diese so zarten Lippen. "Feuchte sie an ...", flüsterte er heiser und strich wieder über die Lippen des anderen und versuchte mit ihnen sanft in dessen Mundhöhle zu gelangen.

Der heiße, verlangende Kuss vernebelte immer mehr und mehr Kadajs Sinne, auch das zärtliche Knabbern an seiner Unterlippe trug dazu bei, dass er mehr und mehr davontrieb. Warme Hände streichelten ihn erneut über sämtliche Hautstellen und er selbst war nicht untätig, streichelte über den Nacken des Blonden und immer wieder über dessen Rücken. Als Cloud sich aber kurze Zeit später von seinen Lippen löste, ihm seinen Zeige- und Mittelfinger an die Lippen führte, öffnete Kadaj willig seine Lippen und nahm die beiden Finger in seinem Mund auf. Sanft fing er an diese mit der Zunge zu umspielen, saugte leicht an ihnen und schaute Cloud dabei verlangend in die Augen.

Allein der Anblick, wie der Silberhaarige voller Verlangen an seinen Fingern saugte, ließ ihn schon aufseufzen. Wollüstig erwiderte er den Blick des anderen und machte sich kurz einen Spaß daraus, die Zunge des anderen fangen und festhalten zu wollen, was natürlich nicht gelang, da sie zu glitschig war. So streichelte er zärtlich den Zungenrücken und konnte gar nicht genug von dem Bild bekommen, dass Kadaj ihn so darbot. Aber er besann sich dann doch zu seinem Vorhaben, löste sanft die Finger aus dessen Mund und führte sie zu Kadajs Po, wo er begann, den Muskelring zärtlich zu umspielen und zu massieren. Die andere Hand hatte er nun auf dessen Wange gelegt und streichelte immer wieder sanft über Wange und Schläfe.

Dass Cloud versuchte seine Zunge zu fassen, ließ Kadaj ein wenig anzüglich grinsen und er umschlang die Finger des Blonden umso mehr. Die ganze Zeit über, blickte er ihm dabei in die Augen, konnte aber kaum dessen Blick standhalten. So betörend, so sexy und so sinnlich, wie dieser war. Irgendwann verschwanden die Finger aber wieder und Kadaj blickte in leicht schmollend an, ehe er dann realisierte und auch spürte, was Cloud damit nun vorhatte. Nun stieg doch wieder die Angst in ihm auf, nun wurde es ihm flau im Magen. Die andere Hand, die ihn versuchte zu streicheln, lenkte da nur wenig ab, half so gut wie gar nicht. Heftig atmete er ein und aus, fing beinahe an zu hyperventilieren.

Cloud massierte vorsichtig weiter, merkte dann aber an der Reaktion, dass er andere nun nicht mehr gefangen in seiner Erregung zu sein schien, sondern dass er eher wieder Panik hatte. Warum diese Panik vorhanden war, konnte er verstehen, hatte er doch hier immer die Kontrolle verloren, hatte er ihm doch genau damit bewusst und auch unbewusst wehgetan. Aber wenn er jetzt abbrechen würde, dann würde er ihm nie zeigen können, dass es eben auch anders ging. Also ließ er sich nicht aufhalten, er drängelte ihn also sanft gegen die Matratze, ließ aber seine Hand genau dort, wo sie war, zwischen dessen Beinen. Das schnelle Atmen unterband er mit einem feurigen Kuss, versuchte ihn abzulenken, wo er nur konnte und während er ihn so verlangend küsste, schob er vorsichtig einen seiner Finger ein wenig tiefer, aber er merkte auch, wie der Silberhaarige sich mehr verkrampfte. So hielt er seine Hand still, legte dabei die Handfläche beruhigend auf dessen Hoden ab und küsste ihn nur noch.

Kadaj versuchte sich ja zu entspannen, wollte ja auch mehr, nur klappte es gerade nicht und er fing an, leise zu wimmern. Dass Cloud ihn so liebevoll versuchte abzulenken, fand er richtig süß, war ihm sogar dankbar und doch wollte das Gefühl von einer leichten Angst nicht weichen. Nachdem ihn Cloud aber geküsst hatte, erwiderte er diesen feurigen Kuss, spürte, wie er leicht einen Finger in ihm versenkte, und versuchte sich nur auf den Kuss und auf die Lippen zu konzentrieren. Dass der Finger aber dann ruhig war, sich nichts weiter außer diesem Kuss tat, taute er ganz langsam auf. Schmolz langsam wie kleine Eiswürfel in der Sonne und schlang seine Arme um den Nacken des Blonden, ließ wieder seine Hände zu dessen Po gleiten und diesen leicht zu streicheln.

Das Wimmern verursachte in Cloud eine Regung, welche ihm noch ziemlich unbekannt war. Das Gefühl, jemanden in der Hand zu haben, nun verfahren zu können, wie er wollte, sein Gegenüber empfand Angst und das verschaffte ihm Macht. Macht über ihn zu bestimmen, wollte er ihn nun noch mehr Angst haben lassen, wo er doch nun alles drangesetzt hatte, ihm diese Angst zu nehmen. Aber dieser kleine Trigger reichte schon aus, sein Vorhaben ins Wanken zu bringen. Du bist genauso grausam ... willkommen in meiner Welt ... säuselte eine fiese Stimme in ihm, aber er drängte sie zurück, bekämpfte sie, wollte sie zum Schweigen bringen. Den Kuss hatte er unterbrochen, nur noch seine Lippen auf die des Silberhaarigen gelegt, seine Augen geschlossen und dann nahm er aber wahr, wie dieser ihn streichelte, wieder auftaute, seine Angst zu bekämpfen versuchte. Zitternd versuchte er nun, den letzten fiesen Gedanken zu vertreiben, und sich wieder ganz den Gefühlen hinzugeben. Den guten verlangenden Gefühlen. Vorsichtig bewegte er wieder seine Lippen, küsste ihn weiter und zeitlich ließ er auch wieder seinen Finger vor und zurückgleiten. Mit jeder Bewegung kam er fast wie von selbst etwas tiefer. Nur hielt er seine Augen noch immer, beinahe krampfhaft, geschlossen.

Verwundert, dass Cloud den Kuss nicht weiterführte, öffnete Kadaj die Augen, sah, wie Cloud seine geschlossen hatte, und streichelte weiterhin dessen süßen Po. In Kadaj brodelten immer mehr Gefühle, mischten sich mit seiner Angst und wurden so zu einem Cocktail, der ihm die Sinne vernebelte und immer weiter öffnete. Als Cloud dann noch nach einiger Zeit anfing seinen Finger in seinem Inneren zu bewegen, schloss Kadaj erneut seine Augen und gab sie diesem fremdartigen Gefühl hin. Es fühlte sich komisch an, sehr komisch und doch schmerzte es nicht, wie zuerst angenommen. Jetzt wo Cloud ihn wieder küsste, fielen auch die letzten Scheuklappen ab und er küsste ihn sehr viel leidenschaftlicher, sehr viel heißer als je zuvor.

Cloud spürte trotz seines interessanten Gefühlschaos, der noch immer unschlüssig zwischen einfach genießen und aber wieder Spielchen spielen schwankte, dass Kadaj sich wieder merklich entspannte. Sein leidenschaftlicher Kuss führte nun aber endgültig dazu, dass dem Blonden die Sicherungen durchbrannten, er machte einfach weiter, dachte nichts mehr, gab sich nur noch seinen eigenen Empfindungen hin. Wieder wilder und ungestümer stöhnte er in diesen heißen Kuss, führte dabei seinen zweiten Finger etwas forscher ein als den anderen und begann die beiden in einer Drehbewegung vor und zurückzustoßen. Dabei wurde er stetig schneller und vollzog größere Bewegungen und kam wieder mit beiden jedes Mal tiefer.

Kadaj spürte nur zu genau wie Cloud seinen Finger bewegte, einen Zweiten einführte und diese langsam aber zeitgleich zu bewegen begann. Vor seinen inneren Augen drehte sich alles, er hatte das Gefühl das Bett würde unter ihm nachgeben und er krallte sich in Cloud seinem Hintern fest. Er biss sich fast die Unterlippe blutig, um nicht laut zu stöhnen, doch es brachte nicht viel. Dieses leise stöhnen aus seinem Mund hörte sich so verdorben gut an, dass er laut stöhnen musste und sich ihm willig entgegendrückte. "Nahhh ... wenn du ... ahhh ... wüsstest, wie gut ... sich das anfühlt", riss er sich aus dem Kuss los, wandte sich nun auf dem Laken und gab sich vollkommen seiner Lust und den Fingern hin.

Verschleiert sah Cloud, wie Kadaj sich im Laken wandte, sich bereits verloren hatte, seine Worte verstand er aber kaum, so abgehakt kamen sie ihm entgegen. Nicht mehr warten könnend, klettere er nun endgültig zwischen die Beine des anderen, bewegte seine Finger aber immer noch weiter, spürte auch noch immer, wie sich der andere an seinem Hintern festkrallte und bald nur noch schrie vor Lust. Als er sich ihm abermals entgegendrückte, schob er sie nochmals extra tief ihn das weiche heißte innere des Silberhaarigen, ließ sie dann aber aus ihm herausgleiten und ersetze diese durch seine Erregung, die er nun anstatt der Finger mit einem lauten Stöhnen in ihn schob, der glühenden Enge entgegen.

Das Karussell der Lust drehte sich immer weiter, Kadaj wollte mehr, wollte es jetzt ganz. Noch einmal warf er laut stöhnend den Kopf in den Nacken, zitterte heftig und spreizte die Beine noch ein wenig mehr. "Bitte Cloud ... ich kann nicht mehr ... nimm mich ...", wimmerte er fast schon, so sehr begehrte er ihn, so sehr wollte er ihn in sich spüren. Kadaj hielt die Luft an, als Cloud sich dann langsam in ihn schob, sein Glied war bei Weitem etwas größer als die Finger und nun schmerzte es wieder leicht, aber es war auszuhalten und er gewöhnte sich recht schnell an die harte Präsenz. Für ihn fühlte es sich ungewohnt aber gut an, er fühlte sich so ausgefüllt an und keuchte leise auf.

Keuchend spürte Cloud die Enge, die heiße brodelnde Enge, die seine Erregung nun gänzlich umschloss, ihn festhielt, ihn aufzusaugen schien. Vor sich sah Cloud wieder den Abgrund, in welchen der Fluss stürzte, in welchem er trieb, aber nun nicht mehr allein, er hatte jemanden bei sich, den er mit hinunter reißen wollte, mit welchem er gemeinsam fallen wollte, fallen in die tosende Gicht der totalen Erregung, der absoluten Verzückung und so begann er sich langsam zu bewegen, langsam vorwärtszudrängen, um sich aber auch wieder zurückzuziehen. Seine Arme umschlossen die Schultern Kadajs, um ihn festzuhalten, um sich noch mehr gegen ihn drängen zu können. Keuchend öffnete er nun die Augen und sah in strahlendem, Lust-verhangenen Blau zu ihm hinab.

Kadaj kam Cloud mit jeder Bewegung willig entgegen, stöhnte immer wieder auf und krallte sich in den Laken fest. Dieses Gefühl war bei Weitem besser, als erwartet und als er plötzlich einen besonderen Reiz tief in seinem Inneren fühlte, schrie er laut auf, drängte sich ihm nur noch mehr entgegen, und klammerte sich nun Halt suchend in Clouds Schultern fest. Nachdem das Gefühl leicht abgeebbt war, öffnete er die Augen, blickte in die des Blonden und musste leicht schlucken. Dieser Anblick raubte ihm fast den Verstand, ließ ihn heftig zittern, ließ sein Blut nur noch mehr brodeln und kochen.

Cloud stöhnte überrascht auf, als sich der Silberhaarige plötzlich aufschrie, sich an ihn klammerte und sich nur noch mehr entgegen drängte. Der Blick, welchen er zugeworfen bekam, brachte den Blonden zum Schmelzen, ließ ihn verlaufen wie Schokolade im Sommer. Heiser flüsterte er dem Silberhaarigen ins Ohr: "Du siehst ... ghhh~.. so heiß aus ... hh~ ... wenn du vor Lust ... aahh~ ....Schreist ..." In seinem Kopf drehte sich alles, er stieß immer fester zu, versuchte immer wieder den Lustpunkt zu treffen, da er den Anderen so gerne vor Lust schreien hörte.

Stöhnend warf Kadaj den Kopf in den Nacken, lauschte dabei Cloud seinen Worten, bebte wie ein Erdbeben und klammerte sich nur noch mehr an den Blonden. Sein Verstand war schon lange nicht mehr da, war irgendwo ganz weit weg, war in einer anderen Welt. Eine Welt aus purer Lust, aus Verlangen und wilder Leidenschaft. Kadaj spürte dann schon, wie Cloud fester in ihn stieß, wie sein eigener Körper bei jedem festen Stoß erzitterte und wie er sich immer heftiger gegen den Blonden bewegte. Seine Antennen waren nur noch auf diese unglaublichen Gefühle, waren nur noch auf Cloud und das wilde Liebesspiel gerichtet. Immer öfter traf dieser nun seinen süßen Punkt, brachte ihn somit erneut zum Schreien und wieder ein Stückchen näher an diese unglaubliche Hitze.

Wild fühlte Cloud sich wirklich, fühlte sich dadurch angespornt, dass er den anderen zum Schreien brachte, dass er ihm diese Gefühle gab und ihn in den Wahnsinn trieb. Er selbst trieb einfach mit, wurde von den süßen Lauten mitgerissen, sah den Abgrund und ging darin unter. Immer lauter keuchte er nun selbst, drängte sich immer weiter zwischen diese süßen Pobacken, die ihn so keck und eng umschlossen, sich ihm willig entgegen reckten, immer mehr von ihm forderten und er war bereit es zu geben. Die Lippen des anderen suchend drehte er sein Gesicht zu dem Silberhaarigen, warf ihm einen erregten Blick zu und ließ ihn wieder mit einem gezielten Treffer aufschreien. Dabei verschloss er die geöffneten Lippen mit einem Kuss, als wollte er den Schrei schlucken und in sich aufnehmen.

Kadaj hatte das Gefühl zu verglühen, wie Butter in der Sonne zu schmelzen, wie Wasser in der sengenden Hitze zu verdampfen. Alles in seinem Inneren kribbelte, ziepte auf angenehme Art und Weise. Vor seinem inneren Auge tanzten bunte Lichter, funkelten tausend Sterne. Dass Cloud ihn bei einem erneuten Lustschrei feurig küsste, ließ ihn sich heftig aufbäumen und stark erzittern. Alles um ihn herum drehte sich, ließ diese süße Anspannung nur noch mehr wachsen und sich langsam in seinen Lenden zu einem Feuerwerk zusammensammeln.

In Clouds Inneren schien ein Countdown abzulaufen. Der Countdown zum Start einer Rakete der Lust, die bereits gezündet war und nur darauf wartete, loszugehen. Den heißen Kuss löste er wieder und blickte den anderen wieder Lust-verhangen an, versuchte sich nun aber doch wieder etwas zu bremsen. Also bewegte er sich etwas langsamer, zog sich dann beinahe ganz aus ihm zurück, nur um dann wieder intensiv in ihn einzudringen. Immer wieder wiederholte er nun diese langsame Bewegung, quälend langsam, genießend, und je tiefer er kam, desto intensiver spürte er das Innere des Silberhaarigen.

Kadaj wusste, nicht wo ihm der Kopf stand, wo er sich überhaupt befand, alles, was er spürte, was er fühlte, war dieser wilde, verlangende Kuss und diese atemberaubenden Stöße Seiten Clouds. Immer wieder musste er sich in die Laken krallen, musste immer wieder dunkel aufstöhnen und sich dieser immer mehr anwachsenden Lust hingeben. In ihm brannte ein Feuer, eines, was er so noch nicht kannte, eines was ihn nun verbrannte und nur ein Häufchen Asche hinterlassen würde. Diese langsamen, quälenden Stöße des Blonden trieben ihn nur noch mehr voran, brauten in seinem Innern einen Orkan zusammen, der nun immer schneller auf ihn zuraste und ihn umzuwälzen drohte. Kadaj japste noch Luft, riss die Augen auf und presste feste die Lippen zusammen, um nicht vor Wonne das ganze Haus zusammenzuschreien. "Clo~ud ... ich halt ... nahhh ... das nicht mehr ... uhhh ... aus", kam es stockend über seine Lippen, ehe er sich noch dichter an ihn drängte und seine Finger nun in seinen Haaren festkrallte.

Cloud hörte die Worte, spürte, wie er sich in seine Haare krallte, was er wiederum äußerst erregend fand, am Kopf, dem Haaransatz war er am empfindlichsten. Auch er musste nach Luft schnappen, da er drohte in den tobenden Wellen unterzugehen, aber er zwang sich, nun wieder etwas ruhiger zu werden, die quälenden Stöße zu unterbinden, er zog sich sogar fast komplett zurück aus ihm, um ihn dann mit heiserer Stimme zu fragen. "Hh~ ... und? ... gn ... Soll ich aufhören?" Und er suchte den Blick des anderen, stellte alle Aktivitäten ein, und schaute zu ihm hinunter. Fast hätte er dabei lachen müssen, aber er versuchte es zu verbergen, zitterte noch immer und sah den anderen abwartend an.

Nur sehr weit entfernt bekam Kadaj mit, das Cloud aufgehört hatte sich in ihm zu bewegen, das dieser ihn anblickte und ihm etwas zuflüsterte. Nur ganz langsam öffnete er die Augen, blickte in Lust-verhangene blaue und lächelte schwach. Bei den Worten aufhören, zitterte er nur noch mehr, schüttelte leicht den Kopf."... nein ... nicht aufhören", hauchte er leise über seine Lippen, kraulte weiterhin Cloud seinen Nacken und drängte sich ihm nur weiter entgegen. Wie konnte der Blonde jetzt auch an Aufhören denken, in Kadaj kribbelte es immer mehr, diese Lust verschlang ihn fast und der dachte ans Aufhören? Immer noch schaute Kadaj ihn aus verschleiertem Blick an, lächelte noch immer.

Also wurde er wieder bestätigt, was ihn dazu trieb, seinem lächelnden Gegenüber einen verlangenden Kuss zu schenken. Dass sich der andere nun wieder gegen ihn bewegte, reizte ihn unerwartet gut und er setzte im gleichen Rhythmus ein. Die tosenden Wellen breiteten sich immer weiter aus, versetzten ihn in Hochstimmung und trieben ihn immer weiter. Den anderen so intensiv um sich zu spüren, zu fühlen, dass dieser sich nicht sperrte, sondern genauso von der Lust mitgerissen agierte, sich aber auch nicht mehr gegen ihn wehren konnte, wohl auch nicht mehr wollte, gaben ihm beinahe den letzten Schubs. Berauscht stöhnte er in seinen Kuss hinein, schloss die Augen und genoss dieses Gefühl, des sich aufbauenden Orkans, der bald losbrechen würde. Unaufhaltsam. Mitreißend. Seine Lenden begannen zu zucken, beinahe schmerzhaft war der Druck, den er nun in sich fühlte, der nur darauf wartete, auszubrechen.

Kadaj keuchte bei jedem Stoß, wollte den Älteren noch tiefer in sich spüren. Schweiß perlten seinen Körper hinab und sammelte sich zwischen ihren erhitzten Leibern. Er hatte seine Hände in das Laken gekrallt, ein Blitz durchfuhr seinen Körper bei jedem Eindringen. Er rang nach Luft, sein Körper zitterte unkontrolliert. Sein Denken war schon seit geraumer Zeit nicht mehr vorhanden. Das Einzige, was er noch wahrnahm, war dieser heiße Körper auf ihm, der Geruch von Cloud, das harte Glied, das ihn pfählte und die Empfindungen, die durch seinen Körper fluteten, bei jeder Berührung Wellen der Erregung in ihm auslösten. Kadaj öffnete die Augen und blickte in das erregte Gesicht des Blonden, diesen Anblick würde er nie wieder vergessen, der Blick des Älteren voller Begehren, das verschwitzte Haar, der Mund, aus dem immer wieder ein Stöhnen kam ...

Zu gerne hätte der Blonde es noch weiter gezögert, hätte seien Gegenüber zu gerne noch weiter gegen die Matratze gepinnt, ihn am liebsten durch die Matratze geschoben, aber der Wasserfall hatte ihn erfasst, seine tobenden Emotionen in ihm rissen ihn endgültig in den Abgrund, verschlagen ihn, lösten ihn auf, er ging unter. Immer schneller und immer härter traf er sein Ziel, dann spürte er wie der Damm brach. Mit einem weiteren Stoß spürte er, wie sich der aufgebaute Druck löste, wie sein Glied zuckte und heiß in die heiße Lustgrotte seines Gegenübers feuerte. Sein Körper krümmte sich, sein Stöhnen stieg an zu einem leichten Schrei, als er sich ergoss. Keuchend klammerte er sich an die Schultern Kadajs, es war, als ob ihm kurz schwarz vor Augen werden würde, so intensiv war das Erlebnis, was er gerade erfahren hatte.

Kadaj spürte, wie sich die warme Flüssigkeit in ihm verteilte, wie es heiß in sein Inneres schoss, wie Cloud sich aufbäumte und laut aufschrie. Er selber zuckte und schrie, die Spannung in seinem Körper nahm immer weiter zu, er konnte nicht mehr. Ein Schrei hallte durch das Haus, warmes Sperma floss über seinen Bauch, sein Körper unter Cloud erschlaffte keuchend, fühlte sich dabei angenehm erschöpft und ausgelaugt. Immer noch heftig zitternd öffnete er die Augen, blickte einen erschöpften Cloud an und irgendwie vertrauensvoll kuschelte er sich an den großen, warmen Körper, der noch immer leicht bebend auf ihm lag.

Tief musste Cloud einatmen, zog sich Luft in seine Lungen, beruhigte sich langsam. Leider war er so mit sich beschäftigt gewesen, dass er den anderen nicht wirklich wahrgenommen hatte, seinen Höhepunkt quasi wegen dem seinen versäumte, obwohl er zu gerne den Silberhaarigen beobachtet hätte. Ganz weit weg hatte er einen Schrei vernommen und nun spürte er auch langsam, das feuchte Sperma zwischen ihnen. Erschöpft und zufrieden lächelte er nun, merkte, wie sich Kadaj nun ankuschelte. Seufzend rollte er sich seitlich ab, entließ den andern aus seinem Griff, fuhr sich dann kurz durch seine doch recht verschwitzten Haare und legte seinen Kopf auf seinem Arm ab. Ihm war immer noch heiß, auch war sein Puls noch etwas beschleunigt, nur beruhigte er sich zusehends.

Nachdem sich Cloud nun seitlich von ihm herunterrollte, seinen Kopf auf seinem Arm ablegte, seufzte Kadaj leise und wohlig auf. Er selber war noch mit den Nebenwirkungen dieses Lustspiels beschäftigt, versuchte wieder zu Atem zu kommen, versuchte wieder klar denken zu können. Er blickte nun neben sich, blickte den Blonden ganz genau an. Dieser hatte einen unglaublichen Körper, muskulös, schlank mit breiten Schultern, mit vollen Lippen, wunderschönen Augen und den langen hellen Wimpern. Und die Ausstrahlung, die er besaß, Macht, Autorität, aber auch maßlos erotisch. Bei diesen Gedanken musste er leicht schlucken, drehte langsam den Kopf zur Seite und starrte die Wand an.

Cloud war sich der Wirkung seines Körpers nicht wirklich bewusst, klar achtete er darauf, was er trug, versuchte immer nicht schwächlich zu wirken, aber er hätte sich in keinem Fall Macht oder Autorität zugeschrieben, aber er war auch nicht wirklich selbstbewusst, auch wenn er es gerne danach aussehen ließ. Die autoritäre Ausstrahlung hätte er gerne besessen, so wie Zack, sogar auch wie Sephiroth, nur aber traute er es nicht zu. Dass er aber nun genau so auf den Silberhaarigen wirkte, hätte ihn mit Stolz erfüllt, hätte er es gewusst. Eine bleierne Müdigkeit überkam ihn und sein Kopf schien wieder zu schwirren. Aber die Ablenkung hatte gutgetan und er hatte die Kontrolle über sich selbst behalten, zumindest fast. Unauffällig linste er zu Kadaj, der neben ihm lag und erkannte das dieser an die Wand starrte. Was er wohl dachte? Anstalten aufzustehen machte er keine, auch machte er ihm keine Vorwürfe und es hatte ihm offensichtlich gefallen. Vielleicht hatte er so ein wenig gut machen können, von den vergangenen Ereignissen. Wie sich beim Atmen seine Brust hob und wieder senkte, zwar etwas schmächtig, aber doch ein wenig trainiert, eben nicht der muskuläre Typ. Wie er sich an ihn geklammert hatte, Schutz und Haltsuchend hatte es gewirkt. Schutz vor was, vor seinen eigenen Gefühlen? Mit diesen Gedanken linste er noch immer zu ihm hinüber, schauderte aber irgendwann ein wenig, da ihm langsam doch etwas kalt wurde und der mittlerweile kühle Schweiß seinen Beitrag dazu leistete.

Kadaj schaute noch immer die Wand an, fixierte diese regelrecht mit seinem Blick und ließ hin und wieder einen kleinen Seufzer über seine Lippen kommen. Ihm kam das eben erlebte wie ein Traum vor, nicht wirklich real. Immerhin war dies ganz anders als die beiden ersten Male. Es war sehr viel zärtlicher, sehr viel lustvoller und es hatte ihm sogar selber gefallen. Bei diesem Gedanken errötete er leicht, hob langsam eine Hand, fuhr sich durch die Haare und drehte sich ganz langsam zu Cloud um. Ihm war es nun wirklich egal, ob dieser die Röte in seinem Gesicht sehen würde oder nicht, er hatte einfach nur das Bedürfnis den Blonden anzusehen.

Als Cloud sah, wie der Silberhaarige sich zu ihm drehte, schloss er die Augen ganz. Nach kurzer Zeit aber linste er doch wieder verstohlen und beinahe unbemerkt zu ihm. Die leichte Röte ihm Gesicht fiel ihm sofort auf. Was denn schämte er sich etwa? Wie süß das auf ihn wirkte, zum Anbeißen. Und dazu diese grünen Augen, eigentlich verhasst, aber nun doch in einer Lage, die ihm Macht versprach. Macht über diese Augen. Aber eigentlich waren sie noch viel schöner, wenn sie ihn verlangend anblickten, verschleiert, nur halb geöffnet, sich in den seinen fixierend… mit den halb geöffneten Lippen, denen immer wieder ein leises Stöhnen entkam ... über diese Gedanken hin entspannte sich der Blonde immer mehr, atmete ruhiger und driftete irgendwann hinweg in einen leichten, eher dösenden Schlaf. Sich zuzudecken hatte er noch nicht geschafft, aber wirklich frieren musste er auch noch nicht.

Ruhig atmete Kadaj ein und aus, blickte Cloud immer noch stumm an, bis dieser leicht wegdöste und einen leichten Schlaf fand. Schmunzelnd schaute er ihm zu, sah aber das weder Cloud noch er zugedeckt waren und zupfte nun ganz leicht an der Decke, um diese über sie drüberzulegen. Die ganze Zeit blickte er ihn nun an, hob langsam seine Hand und legte sie dem Blonden auf die Wange. Ruhig ließ er sie dort liegen, versank beinahe in diesem Anblick und seufzte immer wieder leise auf.

Von einer Hand auf seiner Wange merkte Cloud nichts, aber dass die zuvor beginnende Kälte langsam wohliger Wärme wich, das merkte er dann wohl und kuschelte sich unbewusst in das Kissen. Er hatte das Gefühl im Traum zu schweben, fühlte sich eben mal richtig wohl, erschöpft, aber gut. Böse Gedanken hatten gerade keinen Platz in seinem Kopf, dieser pochte zwar wieder, aber die Müdigkeit war größer und ließen ihn einfach weiter schweben.

Reno starrte währenddessen fast platzend vor Frust in die Wärmebildkamera, in welcher er alles genau beobachtet hatte. Wäre er nur früher zum Schichtwechsel gekommen, er hätte die beiden knallhart gestört. Aber Rude hatte ihn davon abgehalten. Reno konnte überhaupt nicht verstehen, warum Rufus das alles durchgehen ließ, warum er dem Silberhaarigen seinen Willen gelassen hatte. Er hätte da anders reagiert, hätte ihn einfach mitgeschleift und fertig. Grummelnd sah er auf den Bildschirm. Jetzt pennten die auch noch im selben Bett wie ein Liebespärchen. Zum Kotzen dachte er sich.

Kadaj ahnte weder das er von Reno beobachtet wurde, noch das Rude sie bei allem gesehen hatte. Schlafen tat er auch nicht, er lag einfach nur ruhig da, schaute den Blonden an und dachte nach. Er fragte sich, wie es nun weiterging, wie er sich verhalten sollte, was er sagen sollte und ob er überhaupt etwas sagen sollte? Er hatte es ja an sich schön gefunden, hatte sich komplett fallen lassen und doch war da noch etwas anderes. Etwas wie angenehme Wärme, ein leichtes Kribbeln und ein rasender Puls in seinen Adern. War das Liebe, war das verliebt sein? Kadaj musste bei dem Gedanken erneut schmunzeln, blickte immer noch ruhig vor sich hin und begann ganz vorsichtig Clouds Wange an zu streicheln.

Cloud schwebte in seiner Traumwelt vor sich hin, träumte nichts, spürte aber unbewusst eine warme Hand auf seiner Wange, die so angenehm war, dass er sich unbewusst dieser entgegen reckte. Unbewusst lächelte er sogar, schlief aber so tief, atmete regelmäßig und war nicht so einfach wachzubekommen. Der Abend war zwar noch jung, es war gerade erst dunkel geworden, aber die ganzen Ereignisse hatten ihn doch etwas fertig gemacht. Toll gemacht ... du bist so was von naiv ... hehe ... jetzt verliebt er sich noch und dann hast du ein richtiges Problem ... ich freu mich schon drauf ... haha~ hämmerte es plötzlich in die friedliche Stille. Davon erschrocken wachte Cloud aber nicht auf, eher zuckte er plötzlich und kniff die Augen fest zusammen, als wollte er ein Bild in seinem Inneren vertreiben.

Dass Cloud so plötzlich zusammenzuckte und dabei die Augen zusammenkniff, beunruhigte Kadaj nun doch etwas und er versuchte, sich etwas aufzurichten. Leider war das gar nicht so einfach, da der Blonde auf einem seiner arme lag und es ihm somit unmöglich machte sich aufzusetzen oder sich gar zu bewegen. Nun hieß es umdenken oder ihn einfach wecken. „Cloud ...", versuchte er es leise und streichelte weiterhin lieb seine Wange, achtete dabei genau auf die Reaktion des Blonden und versuchte schon ganz vorsichtig seinen Arm wegzuziehen.

Cloud spürte eine Hand auf sich, aber er sah keine Gefahr oder so was, dafür war er einfach zu entspannt und fertig. Er war auch nicht aufzuwecken, auch hatte er nur kurz die Stimme in sich wahrgenommen, ihren Inhalt aber nicht wirklich gespeichert. Im Schlaf drehte er sich nun auf den Rücken, schmatzte etwas, hatte so dann die Lippen leicht geöffnet und schüttelte kurz abermals den Kopf als würde er eine lästige Fliege vertreiben. Dann blieb er aber wieder ruhig liegen und atmete regelmäßig. Ob er nun einen Arm einklemmte oder wie er da lag, merkte er auch nicht mehr.

"Auuu~", grummelte Kadaj leise, als Cloud nun direkt durch das auf den Rücken drehen auf seinem Arm lag und diesen leicht abdrückte. Kurz blickte er noch mal schmunzelnd auf den Blonden, zog dann mit einem Ruck seinen Arm weg und konnte nun endlich einmal aufstehen und sich seine Shorts anziehen. Leise humpelte er aus dem Schlafzimmer in die Küche, nahm sich einen Kaffee und verzog sich vorerst auf dem Balkon. Da sah er dann auch das kleine rote Licht, schmunzelte leicht und zündete sich eine seiner letzten Zigaretten an.

"Auuu~", grummelte Kadaj leise, als Cloud nun direkt durch das auf den Rücken drehen auf seinem Arm lag und diesen leicht abdrückte. Kurz blickte er noch mal schmunzelnd auf den Blonden, zog dann mit einem Ruck seinen Arm weg und konnte nun endlich einmal aufstehen und sich seine Shorts anziehen. Leise humpelte er aus dem Schlafzimmer in die Küche, nahm sich einen Kaffee und verzog sich vorerst auf dem Balkon. Da sah er dann auch das kleine rote Licht, schmunzelte leicht und zündete sich eine seiner letzten Zigaretten an.

Reno schäumte beinahe vor Wut. "Dieser verdammte ... Silberfisch! Zigarette danach, wie? Ich würde am liebsten ..." Und der legte seinen Schlagstock an als würde er mit ihm den Silberhaarigen durch Kimme und Korn anvisieren. Eine Kopfnuss von Rude ließ ihn taumeln. "Für was war das denn? So geht das nicht mit den beiden, ich ruf Rufus an ..." "Wieso denn? Er hat sich nicht selber verletzt? Nur dann sollen wir Bescheid geben ...", sprach Rude ruhig und blickte wieder hinüber. Meine Güte war das eine Show gewesen. Ihm war gleich ganz anders geworden, obwohl er eher der ruhige Typ war, der sich eigentlich nicht von dieser Art der Lust mitreißen ließ, aber hier wäre es gerade fast passiert. Und dass, obwohl er nur das Bild der Wärmekamera gesehen hatte. Die Farbverläufe der Temperaturen auf den beiden Körpern waren wirklich interessant gewesen. Zuerst hatte er noch genau erkennen können, wo sich die Hitze gesammelt und immer mehr aufgebaut hatte. Ein menschlicher Körper mit gelben Konturen, eher grün an den Fingern und eben rot an den Lippen und Lenden. Vor allem diese, um wie viel heißer und roter die Lenden gewesen waren, wenn sie aus bebenden Lippen entlassen wurden ... Am Ende hatte er beinahe nur noch rote Leiber gesehen. Dann war Reno leider von der Pause zurückgekommen und hatte ihm den Spaß verdorben. Vielleicht sollte er ihn ein bisschen verprügeln deswegen.

Cloud schlummerte tief und fest den Schlaf des gerächten. Bestimmt würde er erst wieder am Morgen aufwachen, wahrscheinlich mit einem Bärenhunger ...

Noch immer saß Kadaj ruhig auf der kleinen Holzbank, rauchte seine Zigarette und blickte verträumt in den Sternenhimmel. Das Reno einige Meter von ihm entfernt am Toben war, entging ihm, aber er konnte ein kleines, rotes Licht sehen und schmunzelte. Ja, ja, Rufus seine Hündchen, immer zur Stelle und taten das, was ihnen aufgetragen wurde. Mit oder ohne Verluste. Wer weiß, was die alles gesehen hatten und noch sehen würde, aber daran wollte er jetzt nicht denken. Vielmehr genoss er den leichten Wind, blickte sich die hellleuchtenden Sterne an und seufzte leise.

Rude konnte nicht anders und gab Reno wirklich einen leichten Schlag auf den Hinterkopf. Er wusste, dass der Rothaarige das hasste. "Ey~, für was war das denn?", fauchte dieser sogleich und pickte Rude zurück. "Für dein Gekeife, schlimmer als n Weib ...", kam es trocken Rude, der sich das Lachen verkniff. Reno ging auf ihn los und schmiss dabei natürlich die Kamera um. Jetzt konnte Rude nicht mehr und lachte gerade heraus. Mit Gift sprühenden Augen machte sich Reno daran, wieder alles aufzubauen.

Cloud war das alles egal, im Moment zumindest. Sogar die Überwachung hatte er vergessen, er träumte von einem friedlichen Strand, hörte zwar ab und an ein gefährliches Rauschen, was sich nach ihm auszustrecken schien, aber er war weit genug weg. Wo Kadaj sich herumtrieb, dass er schon wieder beim Rauchen war, was Cloud nicht so wirklich leiden konnte, da ihn der kalte Rauch an etwas Unangenehmes erinnerte, bekam er ebenfalls nicht mit.

Nach seiner Zigarette betrat Kadaj wieder die Wohnung, schloss hinter sich die Balkontür und setzte sich noch mit einem Buch auf die Wohnzimmercouch, um zu lesen. Müde war er jedenfalls noch nicht, auch nicht von dem wilden Schäferstündchen von vorhin und so saß er nun ruhig auf dem Sofa und begann zu lesen. Hin und wieder blickte er aber auf die Uhr, und nachdem er gute zwei Stunden gelesen hatte, löschte er das Licht und legte sich nun ebenfalls zum Schlafen hin. Jedoch schlief er in seinem Bett, hatte sich wie immer den Wecker gestellt und schlief nach einigen Gedankengängen friedlich ein. Am nächsten Morgen wachte er noch vor dem Wecker auf, stellte diesen aus und huschte zuerst einmal ins Bad um sich fertigzumachen. Später betrat er die Küche, setzte wie gewohnt den Kaffee auf und machte sich daran das Frühstück zu machen.

Cloud schlief tief und fest bis zum nächsten Morgen. Erst als die Sonne bereits hell schien, wachte er so langsam auf. Fühlte sich mal direkt wohl, ausgeruht und entspannt. Das Kadaj in der Küche hantierte, hörte er leise. Schon überlegte er, was er den ganzen Tag über anstellen könnte. Aber er huschte erst mal ins Bad, stellte sich unter die Dusche und zog sich an. Die Wahl fiel auf ein schwarzes ärmelloses Shirt und schwarze Hosen. Nun, die Farbe mochte er eben am liebsten. Nur war die Frage die, wie er sich nun verhalten sollte. Nun, er beschloss einfach, er würde es davon abhängig machen, wie Kadaj so drauf war. Er betrachtete sich eine Weile im Spiegel und stellte fest, dass er doch einen leichten blauen Fleck seitlich an der Stirn hatte. Er musste schmunzeln, ob dieser wohl anderen auffiel? Aber immerhin war der Kopfschmerz weg. So ging er dann in die Küche und nickte Kadaj als Morgengruß erst mal nur zu und setzte sich mit noch leicht tropfenden Haaren an den Küchentisch.

Als Cloud die Küche betrat, war Kadaj gerade fertig mit Tisch decken und stellte noch eben rasch die Kanne mit frischem Kaffee dazu. Dass Cloud ihm nur wortlos zunickte verwunderte ihn doch ein wenig, doch er sagte erst mal nichts dazu und schenkte dem Blonden und sich selbst einen Kaffee ein. "Und gut geschlafen?", fragte er dann aber, nahm sich seine Tasse, nippte vorsichtig an dem warmen Muntermachen und blickte Cloud weiterhin an. Bei genauerem Hinsehen fiel ihm dann auch der leichte blaue Fleck auf und er musste unweigerlich grinsen. "Du hast nen blauen Fleck von gestern davongetragen", schmunzelte er noch immer, nahm sich dann etwas Müsli und fing an zu essen.

Cloud nickte schweigend auf die Frage, ob er gut geschlafen habe. Dann trank er ebenfalls einen Schluck vom Kaffee. Auf den Hinweis mit dem blauen Fleck grinste er. "Tja ... vielleicht sollte ich alle Besen aus deiner Reichweite bringen." Und er nahm sich etwas Müsli, er hatte wirklich Hunger, aber ihm war plötzlich auch etwas schummrig und schlecht. Vielleicht doch noch ein paar Nachwirkungen. "Und du? Kannst'e sitzen?", stichelte er ein wenig und schaute so unschuldig wie möglich. Dann blickte er zu dem Fenster gegenüber und seufzte. Er hatte eine Bewegung gesehen. "Manchmal frag ich mich, ob ich denen nen Kaffee bringen sollte ...", grummelte er vor sich hin und er fühlte sich mal wieder eingeschlossen, wie im Käfig und einfach nur beobachtet. Was die wohl gestern alles gesehen hatten? Bestimmt hatten die genug Technikzeugs, das sie den besten Blickwinkel festhalten konnten.

Besen außer Reichweite? ... und wie sollte er dann putzen? „Dann nehme ich halt den Staubsauger, wenn du alle Besen verschwinden lässt", grinste Kadaj zwischen Müsli kauen und Kaffee schlürfen. "Ob ich sitzen kann? Sicher kann ich sitzen, wieso sollte ich auch nicht sitzen können?", stellte er mal frech die Gegenfrage und blickte den Blonden schmunzelnd an, ehe er wieder sein Müsli weiter aß. Manchmal konnte Cloud echt komisch sein, na ja, wie dem auch sei, er aß schweigend weiter und hörte etwas von "Kaffee bringen." Kurz runzelte er die Stirn, schaute den Blonden wieder verwundert an und folgte dessen Blicken. "Aja ...", kam es knapp von Kadaj, stand auf und räumte seine Schüssel weg.

Cloud stellte sich lieber nicht vor, wie es war einen Staubsauger über den Schädel zu bekommen. Also aß er einfach weiter. Dann musste er aber wieder grinsen und verschluckte sich auch noch an der Milch bei Kadajs Worten. "Hehe ... war wohl zu brav ...", kommentierte er noch und trank die Schüssel leer. Das mit dem Kaffee bringen überlegte er sich echt, es wäre zu witzig, bestimmt rechneten die beiden nicht damit. Aber er wollte immer noch raus aus der zu kleinen Wohnung und er hatte noch immer Hunger. "Hab ich gestern eigentlich was gegessen?", fragte er nun mehr sich als den Silberhaarigen und schon war er am Kühlschrank und durchstöberte diesen nach etwas zum Naschen.

Kadaj beobachtete Cloud ruhig, lauschte dessen Worten und musste leicht grinsen als dieser sich verschluckte. "Brav ... als, ob du jemals brav warst", kicherte er leise, räumte schon den Tisch ab und sah dann, wie Cloud den Kühlschrank durchwühlte. "Deine Eier hast du gestern nicht gegessen, hast ja geträumt und dann eins mit dem Besen überbekommen", erzählte er ernst, ließ Wasser dabei ins Spülbecken laufen und machte sich daran die Müslischüsseln abzuspülen. "Und müssen wir einkaufen?", fragte er nach einer Weile, blickte Cloud erneut ernst an und wischte schon über die Anrichte.

Grummelnd schloss er die Türe wieder. "Denke schon, keine Schokolade mehr da ... und Nutella ist auch alle ..." Und er machte sich daran, seinen Geldbeutel zu suchen. Irgendwann fand er ihn unterm Bett, wie der auch immer dahingewandert war. Leider spürte er auch wieder Kopfschmerzen. Also holte er sich in der Küche ein Glas Wasser und suchte nach den Aspirin. "Wo hast du denn die Kopfschmerztabletten hin? Mein Schädel brummt noch immer ein wenig ...", fragte er schließlich den Silberhaarigen, da er allein nichts finden konnte, Kadajs Ordnungssystem verstand er noch nicht, er hatte immer alles in eine Schublade geworfen. "Kommst du mit einkaufen?", fragte er dann noch und wartete geduldig auf seine Medizin.

Während Cloud aufzählte, schrieb Kadaj schon fleißig mit, schaute selbst noch in den Schränken nach und fügte selbst noch was hinzu. "Kopfschmerztabletten sind im Bad" und er legte kurz den Stift weg, holte das Aspirin und löste dieses in einem Glas Wasser auf. Danach macht er sich wieder dran die Einkaufsliste zu vervollständigen und huschte kurz an dem Blonden vorbei. "Sicher komm ich mit, frische Luft tut schließlich gut", grinste er leicht, reichte ihm das Glas und setzte sich wartend auf einen der Küchenstühle.

Cloud hob die Augenbrauen, so schrieb der andere wieder wie ein Schuljunge alles auf. Er würde aber wieder wie immer durch die Regale gehen und einpacken, was er wollte. Mal sehen, ob er noch ein paar andere Dinge besorgen wollte. Die Tablette nahm er dankend entgegen und er leerte auch das Glas vollständig. Er hasste diese Kopfschmerzen und dieses heißere Lachen, welches er ab und an hörte, als ob er nicht ganz bei Trost sei. Nach einer Weile waren sie dann schon beim Einkaufsladen angekommen und Cloud huschte durch die Gänge, ließ Kadaj den Wagen schieben und er holte wie immer, was er gerade so wollte. Schokoladensoße und Sprühsahne legte er auch unschuldig drein blickend in den Wagen und verschwand wieder in den Gängen.

Kadaj blickte wie schon beim letzten Einkauf verwirrt in den Wagen, sagte aber diesmal nichts und suchte stattdessen die Sachen zusammen, welche sie wirklich brauchten. Hin und wieder schüttelte er kurz den Kopf, holte die Gurken und Tomaten und legte beides in den Wagen. Dabei fiel sein Blick auf die Sprühsahne und er runzelte die Stirn. Was wollte er denn damit? Wollte er schon wieder Kuchen backen und ihn zum Clown verdonnern? Bei dem Gedanken musste er kurz schlucken, schüttelte sich sogar leicht und suchte dann die Eier. Was auch immer der Blonde damit vorhatte, Kadaj beschlich ein ganz ungutes Gefühl.

Von irgendeinem unguten Gefühl wollte der Blonde nichts wissen, er huschte durch den Laden und hatte seinen Heidenspaß und fiese Gedanken. Vanilleeis hatte er schließlich auch noch gefunden. Er stellte es in den Wagen neben das Gemüse und darüber musste er sich nun wundern. Er war ja alles andere als der Gesundheitsfreak, aber das Gemüse erinnerte ihn an etwas und er ging mal eben den ganzen Laden zurück in die Obstabteilung am Eingang und holte dort etwas Obst wie Äpfel, Trauben, eine Ananas. Damit bewaffnet kam er zurück, legte es im Wagen ab, und als er den Blick Kadajs sah, hob er die Brauen und meinte nur. "Was guckst du denn so komisch? Obstsalat mit Vanilleeis und Sahne, echt lecker ... fehlt, noch was?", fragte er zurück und tat wie immer.

Sichtlich verwirrt schüttelte Kadaj den Kopf, doch dann fielen ihm wieder die Eier ein. "Hmm~ Eier fehlen noch", sagte er leise und schritt auch schon los, um diese nun endlich zu suchen. Obstsalat ... als ob Cloud so was schon mal gegessen hatte. Solange wie er schon bei ihm war, gab es nicht mal einen Apfel, nicht mal den Duft von Obst und da will der Obstsalat machen. Hmmm~ schon klar schoss es ihm vor den gefundenen Eiern durch den Kopf und er brachte diese zum Einkaufswagen und blickte ernst auf seinen Zettel. "Laut der Liste ist alles da", gab er kurz von sich, harkte den letzten Artikel ab und steckte Zettel und Stift in die Jackentasche.

Prüfend betrachtete Cloud den Einkaufswagen. Ja, eigentlich war alles dabei. Und wenn Kadaj keine Sonderwünsche hatte, konnten sie wieder gehen. Und er hatte schon wieder Hunger. Er zahlte an der Kasse und ließ sich alles in eine Einkaufstüte packen. Dann holte er sich wirklich noch ein paar Brötchen beim Bäcker, wovon er sich eines sofort genehmigte. Prüfend sah er zu dem Silberhaarigen, der neben ihm stand. "Wenn du etwas brauchst, möchtest oder sonst was, sag es einfach. Ich meine hier nun auch Kleidung oder was weiß ich." brachte er an und vertreib sich die Zeit ein wenig damit, langsamer als sonst durch die Einkaufspassage zu schlendern.

Kadaj schlenderte, nachdem sie aus dem Supermarkt gekommen waren, neben Cloud her und starrte die ganze seit über auf den Boden. Als er Cloud kurz reden hörte, blickte er kurz auf und senkte doch wieder den Blick. "Eigentlich bräuchte ich Zigaretten, aber egal ... ist nicht so wichtig", kam es leise von ihm, ehe er weiterging und eine der Tüten trug. Er hing mal wieder in seinen Gedanken, fragte sich, was heute nur los war und warum er sich selber so seltsam benahm. Lag das an dem gestrigen Erlebnis? Sicher, ganz bestimmt sogar. Logisch, Kadaj hatte es wirklich sehr genossen, hatte sich sogar rundum wohlgefühlt, aber scheinbar war es für Cloud einfach nur Sex.

Cloud blieb vor einem Schaufenster stehen und betrachtete eine Weile die dort ausgestellte aktuelle Mode. Viel zu farbenfroh, wie er fand. Schwarz und grau war momentan wohl eher nicht das, was man in den Läden fand. Und rosa Hemden, das ging als Kerl ja mal gar nicht. "Zigaretten?", fragte er plötzlich. "Hättest vorhin sagen sollen. Aber da hinten ist ein Tabakladen, also bitte, wenn du willst ...", bot er ihm an und wartete auf Antwort. Eigentlich hatte er ja aufhören wollen, zumindest hatte er es gesagt, aber bevor er irgendwelche Launen bekam, sollte er lieber rauchen. "Also?", fragte er nochmal nach.

Kadaj blickte ebenfalls kurz dieses rosa Hemd an, zog kurz die Augenbraue hoch und schüttelte kritisch den Kopf. Wer oder was zog schon rosa an? Wohl eher Rufus oder dumme, kleine Weibchen, wie er fand. Immer noch darüber nachdenkend, hörte er Clouds Worte, blickte kurz zu ihm rüber und zuckte mit den Schultern. "Schon okay, ich sollte vielleicht wirklich aufhören. Ja doch, ich hör auf ... brauch also keine", sagte er wild entschlossen und blickte erneut in das Schaufenster, wo er fröhliches Bienengelb entdeckte. Das war ja fast noch schlimmer als rosa und unweigerlich grinsend, stellte er sich Cloud in einem gelben Fummel vor und brach in schallendes Gelächter aus.

Abwesend nickte Cloud, es war ja seine Entscheidung, er war nur gespannt, wie lange es dauern würde und der andere um Zigaretten betteln würde. Vielleicht sollte er heimlich welche besorgen, nur für alle Fälle. Nur warum lachte dieser plötzlich. "Was ist denn so lustig?", fragte er gleich und schaute in die Richtung, in welche Kadaj gesehen hatte, der sich kaum zu beruhigen schien. "He~ ... ich will mitlachen ...", fragte er abermals und versuchte wieder den Grund herauszufinden. Auch er sah nun das gelbe Ding. Aber er konnte sich immer noch keinen Reim daraus machen, was dermaßen lustig war.

Immer noch kichernd schaute Kadaj Cloud an, wischte sich eine Träne aus dem Augenwinkel und prustete schon wieder los. T-tut mir ... hehe ... leid, aber das ... hihi ... ist einfach zu lustig." Er hielt sich vor Lachen schon den Bauch und bekam sich nur schwer wieder ein. Es dauerte eine Weile, bis er gefasst war und Cloud ernst anschaute. "Sorry, aber als ich dieses Bienengelbe Shirt sah, hab es mir an dir vorgestellt und ich musste feststellen, dass dir gelb echt nicht steht", kicherte er schon wieder und drehte sich auch schnell um, um den Blonden nicht wieder so zu sehen.

Verwundert blickte Cloud zu dem gelben Shirt. Hm ... echt etwas knallig, aber das Rosa ... mit einem beinahe fiesen Grinsen trat er hinter dem Silberhaarigen, der sich abgewandt hatte und noch immer kicherte. Na warte ... dachte er sich noch, nahm den freien Arm und legte ihn um die Schulter des Silberhaarigen, sodass seine Armbeuge um dessen Hals gelegt war. So zog er in zwar sanft, aber dennoch sehr bestimmt zu sich her, dass er mit dem Rücken an seiner Seite lehnen musste. "Weißt du~...", schnurrte er ganz nahe an Kadajs Ohr, sodass dieser seinen Atem an der Ohrmuschel spüren konnte. "Ich denke ... es wird Zeit für ein paar neue Klamotten ... und vor allem ... rosa steht dir bestimmt verdammt gut ... hehe", rückte er nun raus und tat schon so, als ob er ihn Richtung Ladentüre schieben wollte.

Kadaj war verwundert, dass Cloud so ruhig war, dass er nichts dazu sagte. Umso mehr wunderte er sich, dass der Blonde ihn so plötzlich an sich zog, sodass er mit dem Rücken seitlich an ihm lehnte und es doch keine Möglichkeit zur Flucht gab. Was Cloud ihm dann ins Ohr schnurrte, ließ ihn kurz zusammenzucken und er riss erschrocken die Augen auf. Rosa ... rosa? Hatte er eben rosa gehört? Das konnte unmöglich Cloud sein Ernst sein und er versuchte ihn wütend, anzusehen. "Ich bin kein Mädchen und erst recht keine Tucke, also lass den Blödsinn mit Rosa", fauchte er verärgert rum und versuchte sich von unten irgendwie zu befreien.

Cloud ließ ihm keine Chance zur Flucht, es war zu lustig. "Nun hab dich nicht so, kratzen kannst'e ja schon wie eines ... hehe ... wenn ich da an meinen Rücken denke ... was sollen denn die Leute denken, wenn du dich hier so aufführst, mein Herzchen ...", lästerte er und verstellte seine Stimme bewusst ein wenig tuntig. Darüber noch mehr grinsend schob er ihn einen weiteren Schritt Richtung Türe, hörte dann aber damit auf und wartete.

Kadaj tobte innerlich, hätte Cloud am liebsten den Hals umgedreht. "Ich bin kein Herzchen ... du blöder Affe", fauchte er weiterhin auf 180, merkte, da Cloud nicht locker ließ, und seufzte resigniert auf. "Cloud bitte, alles nur kein Rosa ... von mir aus auch Frosch-grün oder fliederfarben", schlug er einen Kompromiss vor und versuchte ihn dabei lieb lächelnd anzublicken.

"Na~ .... Herzchen, nenne mich nicht blöder Affe. Ich mach sonst Ernst und verpasse dir eine rosa Schürze ...", gluckste er nun beinahe, echt zu putzig, wie er sich aufregte. "Frosch grün? Na ja, das würde passen, so gehüpft biste ja, nur bitte nicht quaken, sonst muss ich dich knebeln", grinste er und das liebe lächeln quittierte er mit einem erneuten Grinsen. "Nene, das kannst du besser, so zieht das nicht bei mir. Los hopp, rein da." Und er deutete auf die Türe. "Und jammere nicht zu laut rum, schau einfach mal, ob dir was gefällt, mir ist gerade nach Geld ausgeben ..." Er schob ihn nun endgültig durch die Türe in diesen Klamottenladen. Die laute Musik schlug ihnen entgegen. Ihre Einkäufe platzierte er neben in einem Spind am Eingang.

Nun blickte Kadaj nach der genannten rosa Schürze wirklich böse und warf Cloud einen finsteren Blick zu. "Wag es dir ja nicht, sonst mach ich Hackfleisch aus dir", knurrte er leise, hörte nebenbei etwas von "Gehüpfe" und "quaken" und hätte Cloud nun wirklich gern gelyncht. Als Cloud ihn dann auch noch durch die Tür des Ladens schob, entglitten ihm sämtliche Gesichtszüge und am liebsten wäre er stiften gegangen. „Ich mag nur schwarz, alles andere ist viel zu bunt. Davon bekomme ich nur Augenkrebs", meinte er ernst, blickte sich aber danach doch mal um und runzelte leicht die Stirn. Rosa, gelb und grün ... dann noch cremefarben und Türkis ... gab es auch mal etwas in Schwarz? Musste hier alles so bunt sein? Kadaj kam sich vor wie in einem Blumenmeer, wie eine Biene die nicht wusste, welche Blüte sie ansteuern sollte und von welchem Nektar sie probieren sollte. Unschlüssig stand er im Laden, drehte sich zu Cloud rum.

"Vielleicht da hinten…", deutete er in eine hintere Ecke im Laden, wo die düstere Mode ausgestellt war. Dort angekommen hatte Cloud wohl verraten, wo er sich seine Kleidung besorgte. Seine Üblichen dunklen Pullis, ärmellos oder auch mal mit, waren ausgestellt, schwarze Workerhosen, teils mit Ledereinsätzen. Schnallen und anderen Befestigungshaken. Schon begann er zu stöbern, nahm das eine oder andere Kleidungsstück vom Haken, begutachtete es genauer und zog dann weiter. Eine Verkäuferin tapste auch schon geschult freundlich zu ihnen und bot ihre Hilfe an. Cloud winkte ab, deutete aber auf Kadaj. "Er scheint mir etwas unschlüssig in Bezug auf die Größe, Stil und Farbe zu sein. Vielleicht können sie ihn mal etwas ausstatten ..." Neckisch grinste er zu dem Silberhaarigen. Gespannt, ob sich dieser nun aufregen würde oder nicht.

Kadaj sah die Verkäuferin, hörte die Worte von Cloud und riss sich eben mal gekonnt zusammen, um nicht den ganzen Laden zusammenzubrüllen. "Ich kenne meine Größe, ich bin 1,65 und trag Größe 36 und das oben wie unten. Bei der Farbe Weiß ich auch was ich will ... schwarz wie die Nacht", zischte er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor und blickte die Verkäuferin ernst an, ehe er Cloud einen Puffer in die Rippen gab und sich selber umschaute.

"Bitte nicht hier drin!", tadelte die Verkäuferin, als sie den Puffer bemerkte. "36 für Männer ist recht ungewöhnlich. Schwarz haben wir vieles, sie stehen bereits davor. Nur die Mode geht diese Saison zu bunt. Knallbunt." meinte diese ziemlich eingebildet. Cloud konnte die Dame nicht leiden, so schnippisch, wie sie war. Aber es war ihm an Ende egal, die Dame schien bereits nach der entsprechenden Größe für Kadaj zu suchen. Der Blonde konterte den Rippenpuffer damit, dass er hinter Kadaj trat, so tat, als ob er vorbeigehen wollte. Dabei griff er ihm etwas fester an den Po und drängte sich kurzzeitig gegen ihn mit seinem ganzen Körper. "Nicht aufregen ... spar dir deine Energie für heute Nacht ...", schnurrte er dann leise in das Ohr des Silberhaarigen. "Und such was Schönes aus ...", fügte er noch an, dann drehte er sich und schaute sich weiter um, als wäre nichts gewesen.

Kadaj blickte der Verkäuferin nur kopfschüttelnd hinterher, schaute sich dann schon wieder die schwarzen Kleidungsstücke an und wurde dann schon wieder von Cloud abgelenkt. Diese griff ihm doch tatsächlich an den Hintern, drängte sich sogar kurz an ihn. Bei den Worten des Blonden erschauderte Kadaj kurz, schluckte beachtlich und tat so als würde ihn das kaltlassen. Bei dem letzten Satz musste er ganz plötzlich innerlich grinsen, ging dann auch schon direkt zu der Verkäuferin rüber und fragte diese frech nach rosa Nachthemdchen. Diese schaute ihn erst mal seltsam an, doch dann verstand sie, lächelte kurz und führte ihn in eine ganz besondere Abteilung für Unterwäsche und Nachtwäsche.

Cloud sah zufrieden, dass Kadaj sich nun doch umblickte. Er ging sogar zur Verkäuferin. Gespannt, was er nun vorhatte, suchte er bei seiner Größe einfach weiter. L war meistens das richtige, ab und an mal auch M. Er fand ein dunkles Hemd, bügelfrei, wie er begeistert feststellte und noch weitere Hose mit vielen Taschen und Schnallen. Praktisch eben. Dann machte er sich daran nach Kadaj zu sehen, aber momentan war er in der Einkaufsstraße nicht zu finden. Cloud begab sich mal zu den Umkleidekabinen und schaute sich um.

Kadaj probierte tatsächlich ein rosa Negligé an, natürlich über seiner Kleidung und blickte sich etwas verdattert im Spiegel an. Denn obwohl er ein Mann war, stand ihm dieser rosa Fummel doch sehr gut, und kaum dass er weiter nachdenken konnte, kam die Verkäuferin mit einem weiteren in Weiß und Schwarz an. Außerdem hatte sie sich den Scherz erlaubt, eine Krankenschwesternrobe rauszusuchen und hielt diese dem Silberhaarigen hin. "Steht ihnen bestimmt ganz toll, sie haben so etwas Weibliches an sich. Dürfte ihrem Freund sicher gefallen", lächelte sie und ließ Kadaj erneut alleine.

Cloud konnte Kadaj immer noch nicht finden. Er sah nur die Verkäuferin etwas kichernd ein paar Reihen vorbeilaufen. Er hob die Brauen und suchte mal weiter, finden konnte er ihn immer noch nicht, nur sah er die Verkäuferin wieder vorbeihuschen, jedoch war sie nicht mehr eingebildet, sondern schien ihre helle Freude zu haben. In der Hand hielt sie irgendwas mit Rüschen und noch etwas bestehend aus Leder und Ketten. Was hatte die denn vor? Oder besser hatte Kadaj ihr so etwas angeschafft? Mal absolut neugierig verfolgte er die Dame und versuchte dann an der richtigen Kabine einen Blick auf Kadaj zu erhaschen.

Brav probierte Kadaj auch die weiteren Sachen an und war total begeistert, als die Verkäuferin einen weißen Kimono anschleppte und ihm nun half, diesen anzuziehen. Dass Cloud irgendwo herumschlich bekam er gar nicht mit nur fragte er sich, wie er die Klamotten vor diesem verstecken konnte. Doch auch dafür hatte die Verkäuferin eine Idee, sagte ihrer Kollegin die Preise und bat diese sie in der Kasse einzutippen und nach fast einer halben Stunde, hatte sich Kadaj für etwas Normales in Schwarz entschieden, für das rosa Flatterhemd und für den Kimono.

Eine der Verkäuferinnen lenkte ihn dann aber ab und zeigte ihm noch ein paar neue Slips, welche er sich sonst in der Art auch immer in diesem Laden besorgte. Wie viel Zeit vergangen war, hatte er so nicht mehr bemerkt. Kadaj war nirgends zu entdecken. Kurze Zeit später sah er ihn bereits mit Einkaufstüten fertig gepackt an der Kasse stehen. Zu gern hätte er gespächtet, was er sich ausgesucht hatte, aber auch wollte er ihm den Spaß nicht verderben. Sah es doch so aus, nachdem alle Damen recht wissend vor sich hin gelächelt hatten, dass er es gar nicht hätte sehen sollen. Gut, dann eben überraschen lassen. "Na? Fündig geworden, wie ich sehe." Er zahlte dann und holte die Tüten aus der Taschenablage im Eingangsbereich. "Was hast du denn genommen?", fragte er dann doch und versuchte in die Tüte zu spächten.

Kadaj kam mit seiner Tüte zu Cloud, setzte einen undefinierbaren Gesichtsausdruck auf und nickte ihm kurz zu. "Ja, ich hab etwas gefunden, ne schwarze Hose und nen weißen Pullover", erzählte er dem Blonden ehrlich den Rest jedoch verschwieg er und grinste geheimnisvoll vor sich hin. Als Kadaj jedoch merkte das Cloud lunzen wollte blickte er ihn ernst an. "Hey, hier wird nicht geschummelt, der Rest ist eine Überraschung und wird vorerst nicht verraten. Musst dich wohl bis heute Abend gedulden", grinste er und streckte Cloud frech die Zunge raus.

Cloud tat so, als ob er böse knurrte, und knappste gespielt nach der Zunge. Dann grinste er jedoch und meinte nur. "Oh ... ich glaub ich will jetzt heim ..." Dann lud er sich ein paar der Taschen auf, kam sich vor wie ein Packesel und er betrat die Straße. Er war so was von gespannt, was er nun ausgesucht hatte. Im Ganzen war er froh, dass der Silberhaarige darauf eingestiegen war. Er hatte nun Teil 2 seines Planes in die Tat umgesetzt. So hoffte er mal, die anfänglichen Startschwierigkeiten noch immer zu mildern. Schuldgefühle waren aber auch was Bescheuertes, aber immerhin, wenn er sich so ausgeglichen fühlte wie jetzt, konnte er wohl sein allzu dunkles Verlangen gut im Griff behalten.

"So, so, du willst also heim", erwiderte Kadaj ernst, wich ihm aber aus, als er nach seiner Zunge schnappen wollte, lief langsam hinter dem Blonden her und grinste erneut. "Ich muss nur vorher noch baden und solange wirst du dich leider noch gedulden müssen" und wieder huschte ein Grinsen über sein Gesicht, machte es doch gerade so einen Spaß Cloud ein wenig zu necken und auf die Folter zu spannen. "Sei froh, dass ich keine Frau bin und mir noch die Beine rasieren muss", meinte er nach einer Weile des Schweigens, lief immer noch gesittet neben dem Blondschopf her. Nun durfte er endlich mal Cloud etwas quälen, auch wenn es nur in Form von Zeit und heißen Klamotten war.

Cloud schmunzelte. Ah ja, baden ... dachte er sich in Gedanken. Und dann stellte er sich das Bild vor, wie er sich seine Beine rasieren würde und musste beinahe laut lachen. "Och~~, ... gegen rasierte Beine hab ich nichts ...", grinste er ebenfalls neckisch und zwinkerte ihm zu. Aber er war so was von neugierig, fast unmerklich lief er sogar etwas schneller. An der Wohnung angekommen kontrollierte er wie immer noch die Post, wieder nichts Wichtiges dabei, dann trug er sämtliche Tüten die Treppen hinauf. Seine Klamottentasche warf er achtlos in sein Zimmer, die Einkäufe brachte er in die Küche und überlegte, wo er was verstauen sollte.

"Danke, ich brauch die nicht zu rasieren, da wächst eh kaum was", murmelte Kadaj vor sich hin, merkte das der Blonde an Tempo zulegte und seufzte innerlich auf. Na Cloud schien es aber eilig zu haben, so wie der schon fast durch die Straßen hechtete. Scheinbar hatte er es geschafft den Blonden neugierig zu machen, so neugierig, dass dieser es wohl kaum mehr aushielt. Endlich in der Wohnung angekommen, brachte Kadaj rasch seine Tüte weg, trat langsam in die Küche und blickte Cloud ernst an. "Soll ich dir beim Einräumen helfen? Geht schneller und so komm ich auch rasch in die Badewanne und in meinen neuen Fummel", bot er schmunzelnd an und fing schon an, eine der Einkaufstüten auszupacken.

Cloud nickte ruhig, reagierte aber sonst kaum auf die kleine Stichelei. Er konnte auch wieder Eisklotz spielen. "Sagen wir eher, du weißt dann, wo was ist ...", erwiderte er und machte sich dann daran, nach Kaffeepulver zu suchen. "Was mir aufgefallen ist, du humpelst kaum mehr. Scheint wieder alles fast verheilt zu sein oder täusche ich mich?" erkundigte er sich beiläufig, nur damit er was zu tun hatte. Aber dann sah er die Früchte, schnell schnappte er sich einen Apfel und biss herzhaft in das saftige Etwas hinein.

Kadaj wandte den Blick aus der Tasche an Cloud, packte dabei das Brot weg und schüttelte kaum merklich den Kopf. "Na ja, wenn du einräumst, dann entsteht hier immer Chaos und ich muss morgens immer suchen" und schon verstaute er das Brot im dafür vorgesehenen Brotkorb und füllte das Obst in die Schale auf dem Küchentisch. "Sicher geht es meinem Bein wieder gut, könnte dir problemlos schon wieder in den Allerwertesten trete. Hab ich aber nicht vor, deshalb auch die Betonung "ich könnte" er wandte sich wieder den Einkäufen zu und räumte eben noch die Milch und Eier weg und faltete schon sorgfältig die Tüten zusammen.

Cloud ließ dann seine angefangene Arbeit sein und überließ Kadaj die Küche. Aber er konnte nicht anders, er ging nochmal eng an ihm vorbei und berührte ihn am Rücken. Kurz schmiegte er sich an ihn und flüsterte. "Machst du den Kaffee fertig? Und ... treten kannst'e versuchen, auch wenn du es nicht vorhast, wer weiß ... aber ich 'könnte' dich ja dann dazu bringen, dass du, ... mal sehen... ich überlege mir was Fieses ...", grinste er, fuhr mit seinen Händen leger über den Hintern des anderen und verschwand dann aber sofort ins Wohnzimmer. Sollte er ruhig ein wenig Hausfrau spielen, wie ein Pascha legte er sich ins Wohnzimmer und zappte durch die Programme.

Gerade räumte Kadaj das Kaffeepulver in den Schrank, spürte aber Cloud im und an seinem Rücken und erschauderte leicht. „Kaffee? Ja okay ... mach ich." Er ließ das Pulver gleich draußen, hörte das aber schon wieder was von "fies" und "ausdenken" und schüttelte nur mit dem Kopf. Als Cloud ihm dann auch noch kurz über den Hintern fuhr, quiekte er kurz auf und blickte ihm erneut kopfschüttelnd hinterher. Erst danach verstaute er die restlichen Einkäufe, setzte den Kaffee auf und in der Zeit rauchte er seine wirklich letzte Zigarette. Er genoss sie richtig, trat dann aber wieder rein und füllte eine Tasse mit heißem Kaffee. Die brachte er rüber ins Wohnzimmer, stellte sie auf dem Tisch ab und verschwand mit den Worten „Ich geh baden."

Cloud lag im Wohnzimmer und schaute fern. Für den Kaffee bedankte er sich und registrierte entfernt, dass Kadaj nun baden wollte. Er nickte nur und war in Gedanken total woanders. Im Geiste ging er die vergangenen Ereignisse durch und fragte sich, wie das Ganze nun weitergehen sollte. Konnten sich Kadajs Gefühle so schnell ändern oder hatte er zuvor etwas übersehen? Hass hatte er ihm nur ganz am Anfang entgegengebracht, dann hatte es sich wohl geändert, aber er wusste nicht wirklich, wann das passiert war. Insgesamt war ihm der Silberhaarige etwas suspekt. Manchmal hatte er den Eindruck, als experimentierte dieser, spielte wie eine kleine Katze, neugierig aber auch verschüchtert. Zumindest war dies die Seite, die er ihn gestern hatte sehen lassen. Dann aber wieder die Variante Messer werfen. Cloud schüttelte die lästigen Gedanken ab und wollte mal einfach abwarten, was am Abend passierte.

Cloud lag im Wohnzimmer und schaute fern. Für den Kaffee bedankte er sich und registrierte entfernt, dass Kadaj nun baden wollte. Er nickte nur und war in Gedanken total woanders. Im Geiste ging er die vergangenen Ereignisse durch und fragte sich, wie das Ganze nun weitergehen sollte. Konnten sich Kadajs Gefühle so schnell ändern oder hatte er zuvor etwas übersehen? Hass hatte er ihm nur ganz am Anfang entgegengebracht, dann hatte es sich wohl geändert, aber er wusste nicht wirklich, wann das passiert war. Insgesamt war ihm der Silberhaarige etwas suspekt. Manchmal hatte er den Eindruck, als experimentierte dieser, spielte wie eine kleine Katze, neugierig aber auch verschüchtert. Zumindest war dies die Seite, die er ihn gestern hatte sehen lassen. Dann aber wieder die Variante Messer werfen. Cloud schüttelte die lästigen Gedanken ab und wollte mal einfach abwarten, was am Abend passierte.

Kadaj huschte, nachdem er das Wohnzimmer verlassen hatte, kurz in sein Zimmer, holte sich seinen Kimono und ging ruhig ins Badezimmer, um die Wanne volllaufen zu lassen. Nachdem diese nach gut zehn Minuten voll war, zog er sich komplett aus und glitt seufzend in das warme Wasser. Genießend schloss er seine Augen, entspannte sich ein wenig und wusch sich dann ausgiebig und mit voller Hingabe. Kadaj verbrachte fast eine halbe Stunde in der Badewanne, stieg dann raus und trocknete sich langsam und sorgfältig ab. Danach zog er sich seine Unterwäsche an und zog seinen weißen Kimono an, machte noch das Bad kurz sauber und ging dann als sei nichts gewesen in die Küche und holte sich einen Kaffee.

Im Wohnzimmer hatte Cloud sich so seine Gedanken gemacht, war dann bei den Nachrichten hängen geblieben, die das neue Konzept der Resozialisierung vorstellen. Natürlich hatte sich ShinRa mächtig in den Vordergrund gedrängt. Dass hinter der Maske der Resozialisierung die Legalisierung der Sklavenhaltung stand, wurde im Bericht so geschickt umschrieben, dass es auf den ersten Blick wirklich nicht danach aussah. Geschickt dachte sich Cloud. Dann grübelte er über den Silberhaarigen nach. Schon komisch, was für Gefühlsregungen dieser verursachte. Nicht nur im Sexuellen, auch in einer anderen Art und Weise, die der Blonde nicht wirklich zuordnen konnte. Hatte er es überhaupt verdient, dass er sich wohlfühlte? Aber vielleicht sollte er die Vergangenheit auch einfach ruhen lassen und mal den Augenblick genießen, und solange er so ausgeglichen war wie im Moment, würde die Stimme auch schweigen. Mit diesen Gedanken war er auf dem Sofa eingedöst, regelmäßig hob und senkte sich seine Brust. Zufrieden schien er im Schlaf leicht zu lächeln.

Kadaj saß in aller Ruhe am Küchentisch, trank schweigend seinen Kaffee und schaute gelangweilt an die Wand. Im Hintergrund hört er den Fernseher, stand auf und ging langsam rüber ins Wohnzimmer, setzte sich in den Sessel und verfolgte kurz die Nachrichten. Sein Blick fiel dann aber auf den Blonden, der scheinbar schlief und nichts mitbekam. Schmunzelnd schaute Kadaj Cloud an, nippte weiterhin an seinem Kaffee und runzelte die Stirn. Wer schlief, verpasste eben das Beste und wecken würde er ihn ganz sicher nicht. Ein erneuter Blick in seine Tasse verriet ihm, das diese fast leer war und er sich nun wieder welchen aus der Küche holen musste. Seufzend stand er auf, nahm Cloud seine gleich mit und füllte beide in der Küche auf. Nachdem er auf die Uhr geschaut hatte, feststellte, dass es schon ziemlich spät war, schlürfte er wieder rüber ins Wohnzimmer und stellte beide Tassen auf dem Tisch ab.

Cloud schlummerte friedlich vor sich hin, dann träumte er aber von Frühstück, leckere Brötchen, frisch gebacken, Kuchen weiche Frühstückseier und Kaffee. Den Kaffee konnte er förmlich riechen. Er schnupperte und plötzlich, noch im Traum, dachte er es wäre bereits Morgen. Dennoch langsam öffnete er die Augen und sah noch eine verschwommene Gestalt im Sessel sitzen. "Schon wieder morgen?", murmelte er vor sich hin, dann würde sein Blick aber klarer und er erkannte eine bekannte silberhaarige Gestalt. Aber sie sah verändert aus. Ein weißes Gewand? Ein weißer Kimono? Ungläubig blinzelte er zuerst, erinnerte sich dann aber an die Einkaufsaktion. "Oh~ ..." Langsam hob er den Kopf. "Wow ... du ... kannst mal aufstehen? ...", fragte er vorsichtig. Ihm wurde ganz anders, als er Kadaj so sah, der Silberhaarige sah verdammt heiß aus.

Der Silberhaarige war gerade so in Gedanken, dass er nicht mitbekam, wie Cloud aufwachte und sich langsam zu regen anfing. Erst als dieser ihn etwas fragte, blickte Kadaj auf und schüttelt den Kopf. "Nein, es ist immer noch abends", erklärte er kurz, nippte an seinem Kaffee und stellte diesen wieder am Tisch ab. Wenig später hörte er, dass Cloud sagte, er solle mal eben aufstehen, was ihn schmunzeln ließ und er dem Blonden diesen Gefallen doch sehr gerne tat. Kadaj erhob sich ganz langsam aus seinem Sessel, blickte Cloud leicht lächelnd an. "Und weiter?", fragte er leise und ging langsam auf ihn zu.

Cloud musste schlucken, konnte aber auch seinen Blick nicht abwenden. "Ähm ..." Er musste sich kurz räuspern, da ihn wohl ein Frosch im Halse zu stecken schien, zumindest klang seine Stimme so rau als wäre dem so. Langsam setzte er sich auf dem Sofa auf und lehnte sich an die Lehne, den Blick fix auf Kadaj gerichtet. "... vielleicht mal drehen?", fragte er etwas schüchtern. "Du siehst echt ... das steht dir ... siehst super aus ...", suchte er Worte und kam sich total bescheuert vor. Aber den Silberhaarigen im Kimono vor sich zu sehen, hätte er auch nicht erwartet, die Überraschung war ihm gelungen. Dann streckte er die Hand nach ihm aus, um ihn aufzufordern, noch näherzukommen.

Kadaj schmunzelte leicht, entgingen ihm doch nicht die Blicke, und als er die fast schon schüchterne Frage vernahm, wurde sein schmunzeln nur noch breiter und er drehte sich einmal ganz um. Ja, ja, was so ein Stück Stoff doch alles bewirken konnte, konnte scheinbar bewirken, dass Cloud etwas von der Rolle wirkte. Die schmeichelnden Worte ließen Kadaj jedoch leicht erröten und er blickte verlegen zu Boden. "Danke", murmelte er leise, strich sich kurz durch die Haare und kam, nachdem Cloud die Hand ausstreckte, näher an die Couch heran. "Ich war mir wegen der Farbe nicht ganz sicher, aber ich denke die Auswahl ist mir gelungen" und er stand nun genau vor dem Blonden und lächelte erneut.

Cloud sah fasziniert zu dem Silberhaarigen. Was so eine schöne Verpackung ausmachen konnte, so hatte er doch das Gefühl, dass sein Hirn gerade auf Stand-by geschaltet hatte. Vorsichtig griff er die Hand des Silberhaarigen und strich mit der anderen sanft über den weißen Satinstoff und damit über Kadajs Brust Richtung Bauch."... ist sie ... ja ..." ,mehr brachte er dann auch nicht heraus. Aber dann versuchte er sich zusammenzureißen."... so schöne Verpackungen haben etwas ..." ,schmunzelte er und musterte ihn lächelnd einfach weiter. Der Körper fühlte sich unter dem Satin noch erotischer für ihn an. Seine Augen bekamen bereits einen leicht verlangenden Blick.

Als Cloud seine Hand griff, mit der anderen über den seidigen Stoff strich, durchzuckte ihn kurz ein heftiger Stromschlag und er zitterte leicht. "Oja~ das haben sie, du siehst mich gerade an, als wolltest du sagen ..." Er stoppte kurz und kratzte sich verlegen am Hinterkopf, wollte die Worte nicht aussprechen, da es ihm diese zu dreist vorkamen. Als Kadaj aber in die Augen des Blonden sah, sah er den leicht verlangenden Blick und schluckte leicht. Es ermutigte ihn aber dennoch, seinen Satz zu Ende zu führen. "Du siehst aus, als wolltest du sagen "bück dich" und bei den Worten wurde er knallrot im Gesicht und wendete beschämend den Blick ab. "Tut mir leid", murmelte er entschuldigend und kam sich nun furchtbar dumm vor.

Cloud sah ihn weiter verlangend an, es kribbelte beinahe unerträglich zwischen seinen Beinen. Als der Silberhaarige die Worte "bück dich" aussprach, durchfuhr ihn eine Gänsehaut und er schluckte. Es sah so verdammt sexy aus, wie er diese Worte sprach und wie verlegen er sich dann entschuldigte. Der Blonde stand auf und strich nun, vor dem Silberhaarigen stehend, über dessen Rücken. Dann nahm er die andere Hand und hob damit dessen Kinn, zwang in somit mit sanfter Gewalt, den Kopf zu drehen und ihn anzusehen. Er blickte ihm direkt in die Augen und verharrte kurz. Dann kam er näher und flüsterte heiser in dessen Ohr. "Soll ich es denn sagen? Wie klingt das für dich ... Kadaj, bück dich, mach dich bereit für meine Präsenz ..."

Kadaj sah nur aus dem Augenwinkel heraus wie Cloud sich erhob, wie dieser vor ihm stand und über seinen Rücken strich. Kurzzeitig erschauderte er, fühlte, wie der Blonde ihn sanft unter sein Kinn fasste und ihn somit zwang, ihn mit noch immer geröteten Wangen anzusehen. Scheu blickte er sein Gegenüber an, schluckte leicht als dieser ihm heißer ins Ohr flüsterte. Was Cloud da flüsterte, ließ sein Blut merklich in Wallung geraten, ließ seinen Herzschlag verdreifachen und seine Gefühle Achterbahn fahren. "Es- es ... na ja es klingt etwas dreist und vulgär", murmelte er leise, grinste dann aber etwas und schenkte ihm einen begehrenden Blick. „Ich denke ein "nimm mich" hört sich doch besser an „dabei wurde er schon wieder rot, doch es störte ihn dieses Mal kein bisschen.

Cloud sah ihn immer noch an, die Spannung zwischen ihnen schien greifbar zu sein, sie kitzelte, sie knisterte buchstäblich. Sein Herz klopfte nun ebenfalls bis zum Hals. Aber als er die Worte vernahm, musste er doch ein wenig belustigt grinsen. "Ach so ... ich soll sagen ... Kadaj, nimm mich.. hmmm~ ...", schnurrte er. "Klingt nicht vulgär, aber ..." Er zwinkerte ihm zu. "Willst du mir damit sagen, du willst tauschen?" Verschmitzt grinsend streichelte er über dessen Po, der ebenfalls unter dem Stoff viel heißer zu sein schien.

In Kadaj tobte jetzt schon ein kleiner Orkan, sein ganzer Körper zitterte nun schon vor lauter Sehnsucht und Verlangen. Die Worte die Cloud aussprach ließen ihn erneut zusammenzucken, ließen ihn noch mehr aus der Fassung geraten und sich das Blut in einer ganz bestimmten Körperregion ansammeln. "T-tauschen? Ähm ... nein, das wollte ich damit nicht sagen" und er quiekte kurz erschrocken auf, als er die Hand an seinem Po fühlte, wie diese ihn sanft aber bestimmend dort streichelte. "Ich wollte damit nur sagen ...", versuchte er sich zu erklären "dass ich ... na ja, dass ich nicht abgeneigt wäre, dies wieder zu tun", endete er und blickte ihn mit unschuldigem Blick an.

So was hatte sich Cloud schon gedacht und er kicherte ein wenig. "Hihi, ... weißt du, dass du total sexy bist, wenn du so unsicher bist ...", flüsterte er und machte munter weiter, ihn zu kraulen. "Deine neue Verpackung macht mich fast wahnsinnig ...", fügte er noch an, und seine Stimme verlor sich beinahe in einem Krächzen. Er nahm die Hand des Silberhaarigen und führte sie direkt an seinen Schritt. Dass ihm der Kimono gefiel, war bereits deutlich zu spüren. Es knistere wieder zwischen ihnen. Funken und kleine Explosionen schienen zwischen ihnen hin und her zu zucken, als wenn Feuer nach trockenes Holz lechzte, nur um es zu verbrennen. Es knallte und knisterte und Cloud war bald nahe daran, den Silberhaarigen einfach aufs Sofa zu drängen und ihn heranzunehmen, aber er hielt sich noch zurück.

Nein, das hatte Kadaj nicht gewusst, wie denn auch? Er hatte sich ja vor Cloud nie in solch einer Lage befunden und daher wusste er auch nicht, wie seine Unsicherheit auf andere wirkte. "Nein, das wusste ich bisher noch nicht", kam es leise über seine Lippen, ehe er den nächsten Satz hörte und erneut grinsen musste. "Huu~ wenn dich der Kimono schon so anmacht, dann will ich gar nicht wissen, wie du auf das rosa Flatterding reagierst", schmunzelte er und griff sanft Clouds Erregung, nachdem dieser einfach frech seine Hand zu dieser geführt und ihn quasi dazu verleitet hatte. Kadaj wunderte das überhaupt nicht, wusste er schon von der Wirkung von solchen reizenden Sachen, aber eben nur bei Frauen und nicht bei Männern. Für ihn war das eben immer noch neu und auch aufregend zugleich. So aufregend, dass er das Gefühl hatte den Boden unter den Füßen zu verlieren und in ein tiefes Loch aus brennender Leidenschaft zu fallen.

"Hmm~.... Rosa Flatterding? So was Durchsichtiges? Echt in Rosa? Neee, oder?", fragte er frech nach, konnte es zwar kaum glauben, aber stellte es sich bereits vor. Auch genoss er die Hand, die langsam anfing seine Lenden zu verwöhnen. "Hehe... zieh es an und ich lass dich die ganze Nacht nicht schlafen ...", kicherte er. "Es gibt doch nichts Schöneres, als die Körperkonturen verwischt durch weichen durchsichtigen Stoff zu sehen oder zu erfühlen", fügte er schwärmend hinzu und schloss kurz genießend die Augen. "Hmm… das ist schön ...", schnurrte er dann und ließ seine Hand ebenfalls wieder über Rücken und Po wandern. Er senkte seinen Kopf und begann am Ohr des anderen zu knabbern.

Frech grinste Kadaj Cloud an, griff ihm beherzter in den Schritt und verwöhnte langsam dessen harten Präsenz. "Ja, ein rosa Negligé und durchsichtig", hauchte er seinem Gegenüber leise zu und schmiegte sich dicht an den warmen Körper vor sich an. "Ich fand das erst albern, aber nun finde ich das doch sehr verlockend", fügte er an, spürte die tastenden Hände an Rücken und Po und zuckte erregt zusammen, als Cloud anfing, sich über sein Ohr herzumachen. Seine eigene, freie Hand führte er in den Nacken des Blonden, kraulten ihn dort, während die andere noch immer fordernd seinen Schritt verwöhnte.

Langsam arbeitete sich Cloud über den Hals zu Kadajs Gesicht vorwärts. "Albern? Für mich ist hier alles erlaubt ... obwohl ... hehe ... rosa ist schon gewagt… aber ... uuhh~ ... es passt zu Silber", flüsterte er, und da Kadaj nun merklich fester zupackte, erhöhte sich seine Erregung nur umso mehr. Er suchte dessen Lippen, fand sie und verschloss sie mit einem feurigen Kuss. Diesen löste er nach einer Weile und blickte dann direkt in die katzenartigen Augen. "Irgendwelche ... h~ ... Wünsche?", fragte er direkt und kämpfte den aufkommenden Sturm in sich noch nieder, er wollte sich Zeit lassen. Aber unter den gegebenen Umständen war das alles andere als einfach.

"Huuu~ auch wenn ich in dem rosa Tütü kurz auf den Balkon gehen würde, nur um die beiden Geier mal zu ärgern ...", kicherte Kadaj kurzzeitig, wurde dann aber wieder ernst und spürte im nächsten Moment die weichen Lippen seines Gegenübers auf den Seinigen. Den feurig, heißen Kuss erwiderte er mit voller Leidenschaft, spürte einen Schauer nach dem anderen, ein Glücksgefühl jagte das nächste und zerrte immer weiter an seinem Verstand. Etwas enttäuscht, dass Cloud den Kuss dann aber löste, blickt er ihn an, lauschte dessen Worten und schüttelte sachte den Kopf. "Nein, keine besonderen Wünsche ... doch den einen hätte ich schon", fing er leise an, stoppte kurz seine verwöhnende Hand in Clouds Schritt und schaute ihn ernst an. "Tu mir bitte nicht weh, das ist alles, was ich mir wünsche", kam es leise und scheu über seine leicht geröteten Lippen.

Sanft streichelte er über das silberne Haar. "Mach doch, am Ende stürzt sich Reno aus dem Fenster!", lästerte er leicht fies. Dass dieser nun seine Hand stoppte, lenkte die Aufmerksamkeit des Blonden gänzlich auf die Worte des anderen. Die Bitte, ihm nicht wehzutun, ließ ihn dann beinahe selbst erröten. Er musste es überspielen, also faste er ihn am Nacken und zog ihn näher zu sich, kippte dabei leicht dessen Kopf nach hinten, sodass er zu ihm aufsehen musste. Dann küsste er ihn abermals kurz auf die Lippen, wanderte mit den seinen aber schon über dessen Wange Richtung Hals. Schmunzelnd flüsterte er dabei. "Wenn, ... mhhh~ ... dann tu ich es nur leicht ... sodass er dir gefällt ..." Und er biss ihn daraufhin etwas forscher, aber auch nicht zu fest in die heile Halsbeuge, leckte dann aber auch schon über die leicht gerötete Stelle und arbeitete sich weiter über dessen Hals.

Die streichelnde Hand in seinen Haaren beruhigte ihn nun wieder und Kadaj musste sogar kurz lachen, als Cloud anfing, über Reno zu lästern. Doch das herzhafte Lachen hörte auf, als der Blonde ihn im Nacken fasste, seinen Kopf leicht kippte und Kadaj ihn nun direkt ansehen musste. Im ersten Moment schluckte er leicht, wusste nicht, was jetzt auf ihn zukam und was sein Gegenüber vorhatte. Der kurze aber sanfte Kuss beruhigte sein Gefühlschaos und langsam fasste sich der Silberhaarige wieder, erwiderte diesen nur allzu gerne und fühlte die Lippen dann aber schon wieder an Hals und Wange, was ihn leicht schaudern ließ. Clouds Lippen fühlten sich so weich an, so gut und was er mit seiner Zunge und den Zähnen an seiner Halsbeuge machte, ließ ihn innerlich beben. "Mmhh~ gegen ein neckisches knabbern und beißen, sag ich auch gar nichts", hauchte er leise, schloss erneut die Augen und fuhr mit seiner Tätigkeit in Clouds Schritt fort. Wie vorhin schon strich er sanft über die anwachsende Beule, öffnete mit der anderen Hand den obersten Hosenknopf und fuhr locker in die Shorts hinein, während die andere schon wieder sanft seinen Nacken kraulte.

Cloud lächelte und biss nach diesen Worten gleich nochmal zu. Erregt leckte er wieder über seine Bissspuren. Die freche Hand, die sich ihren Weg suchte, war aber auch zu gut, an so eine Abendbeschäftigung könnte sich der Blonde bestimmt gewöhnen. Immer wieder schloss er die Augen, konzentrierte sich auf die Hand des anderen und immer wieder streichelte über den weichen Satin Stoff des Kimonos und den darunter bebenden Körper. Trug der Silberhaarige noch etwas darunter? Neugierig tastete er immer weiter, erforschte den Körper des anderen, faste aber noch nicht unter den Stoff, es fühlte sich so einfach nur heiß an.

Leise keuchend legte Kadaj den Kopf zur Seite, genoss das zärtliche Beißen und lecken an seinem Hals und fuhr ganz ungeniert in die Shorts des Blonden und strich hauchzart über dessen Glied. Cloud musste der Kimono ja ziemlich gut gefallen, so wie er immer wieder über den weichen Stoff strich, ihm somit einen Schauer nach dem anderen bescherte und ihn leicht beben ließ. Kadaj fand es süß, dass der Blonde nicht nachschaute, was er denn drunter trug, wobei da eigentlich außer seiner Shorts und einem rosa Strumpfband nicht mehr viel war.

Würde Cloud so weiter beißen, dann hätte sein Gegenüber bald mehr rote Stellen am Hals als andere. Leise stöhnte er auf, als er die Hand des anderen an seiner empfindlichsten Stelle vernahm. Schnurrend legte er seinen Kopf auf die Schulter des anderen, seine Hände wanderte noch immer außerhalb des Stoffes auf und ab, aber er suchte langsam schon eine Stofffalte, in welche er mit seiner Hand schlüpfen konnte. Auch war ihm das Stehen mittlerweile lästig geworden und er ließ sich aufs Sofa sinken und zog den anderen einfach mit sich hinunter.

Das sanfte, neckische Knabbern und beißen an seinem Hals, sagte Kadaj mehr als zu und, dass Cloud noch immer nur über den Stoff des Kimonos und nicht darunter streichelte, machte den Silberhaarigen nur noch mehr Lust auf mehr. Immer noch verwöhnte er langsam und zärtlich die anwachsende Erregung seines Gegenübers, streichelte hauchzart über die Spitze, rubbelte ab und an mit dem Daumen darüber und merkte nur am Rande, wie Cloud sich langsam auf das Sofa niederließ und ihn mit zog. Kadaj war von seinen Gefühlen so eingenommen, das er seine Außenwelt jetzt schon komplett abgeschaltet und verdrängt hatte. Für ihn zählten nur noch die knisternde Erotik und das lodernde Feuer, das immer mehr Besitz von seinem Körper ergriff.

Fordernd wie auch zärtlich ließ er seine Hände über den Körper den anderen wandern. Er saß nun auf dem Sofa und hatte Kadaj halb auf, halb neben sich gezogen. Immer wieder entkam ihm ein leiser Seufzer, als er den flinken Daumen über seiner Eichel spürte. Blitze schienen sich davon auszubreiten und sich nach außen in alle Gliedmaßen zu verteilen. Seine Hand fand irgendwann den Weg über den Oberschenkel des Silberhaarigen, wo Cloud doch eine Unebenheit unter dem Satin Stoff bemerkte. Kurz spielte er damit, ertastete es mit seinen Fingerkuppen, fuhr die Konturen nach. Sanft umfasste er dann mit der anderen Hand dessen Nacken und führte dessen Gesicht dem seinen etwas näher. "Hmmm~ ... was ist da drunter?", fragte er leise und konnte nur mühsam Worte finden, die verwöhnende Hand raubte ihm gerade beinahe das Letzte bisschen Verstand.

Kadaj erschauderte, als er die streichelnde Hand an seinem Oberschenkel spürte, wie diese scheinbar nun neugierig über den samtigen Stoff fuhren und scheinbar etwas sehr Reizvolles entdeckt hatte. Kurz musste er innerlich schmunzeln, öffnete die Augen und blickte direkt in zwei lustverhangene azurblauen Augen. "Was da drunter ist?", säuselte er leise, kicherte kurz und fuhr sich mit seiner freien Hand durch die Haare. "Nen Strumpfband", war die knappe, aber verführerische Antwort des Silberhaarigen, ehe er weiterhin das Glied des Blonden mit seiner Hand verwöhnte und ihn somit noch mehr reizte.

Cloud blickte zu Kadaj nach oben in dessen faszinierenden Grünen Augen und es war, als ob die Welt um Kadaj herum unscharf geworden wäre und nur noch er diesen Raum ausfüllte. Wie süß er kicherte und wie erotisch es wirkte, als er sich durch die Haare fuhr ..."n Strumpfbaaa~ ...!" Weiter kam er nicht, denn die streichelnde Hand setzte wieder ein. Es war als würde der Blonde auf dem Weg zum Ziel einen großen Push nach vorne erhalten haben. Am liebsten hätte er dem anderen nun alles vom Leib gerissen, nur um einen Blick auf das besagte Band zu erhaschen. "Mmhhh~ ...", raunte er weiter, zuckte am Körper und zog den anderen zu sich und suchte dessen Lippen für einen verlangenden Kuss. Die andere Hand spielte weiterhin an der Stelle des Bandes und ertastete immer weiter dessen Form. Langsam versuchte er an der Stelle den Stoff darum etwas zu raffen, um so unter den Kimono auf dessen Haut zu gelangen.

Über die Reaktion von Cloud war Kadaj nun etwas überrascht, ahnte er doch nicht, was so ein Strumpfband alles anrichten konnte und wie intensiv der Blonde darauf reagierte. Er merkte es aber am Zusammenzucken des Körpers, an der rauen Stimme und an der weiter tastenden Hand an seinem Bein. Als Cloud ihn dann wieder an sich zog, ihn verlangend küsste, entwich Kadaj ein leises schnurren und er stimulierte nur noch gezielter dessen Mitte mit seiner Hand und seinen äußerst geschickten Fingern. Hätte er vorher gewusst, was so ein bisschen Stoff ausmachte, er hätte es schon vorher probiert, wenn dann aber auch nur, um Cloud ein wenig zu necken und hinzuhalten.

Cloud hätte diese Folter bestimmt nicht lange ertragen, er reagierte einfach zu heiß auf erotische Wäsche und darin verpackte Körper. Er war eben, wie so viele Männer, visuell sehr reizbar und er genoss es sichtlich, wenn man ihm diesen Gefallen tat. Dabei konnte er wirklich komplett seinen Verstand verlieren und keine eisige Fassade hielt dann noch stand. Langsam hatte er den Stoff über Kadajs Bein nach oben geschafft und krabbelte nun mit seinen Fingerkuppen darunter. Er ertastete das elastische Band, zog leicht daran und ließ es schnippen. Dabei grinste er neckisch und mit einer Unschuldsmiene zu dem Silberhaarigen.

Kadaj bemerkte wie Cloud langsam und nur mit den Fingerspitzen unter den dünnen Stoff des Kimonos glitt, wie er sich langsam zu dem Strumpfband hervortastete und wie er dieses frech schnippen ließ. Kurz ziepte dieses schnippen und der Silberhaarige zischte leise auf, öffnete seine Augen und blickte den Blonden nicht wütend, aber leicht schmollend an. "Was hab ich dir eben gesagt? Hab ich mich nicht deutlich ausgedrückt?", fragte er ernst und in einem etwas kälteren Ton, ehe er Clouds Hand festhielt und ihn anfunkelte. "Mach so weiter und das war's", neckte er ihn noch immer ernst, ließ dabei seine Hand in Clouds Schritt ruhen und grinste ihn fies an.

Dass die Hand in seinem Schritt aufgehört hatte, bemerkte er etwas enttäuscht, war das nun gespielt oder ernst, fragte er sich. Etwas unsicher, ob Kadaj nun mit ihm spielte oder aber wirklich beleidigt war, erwiderte er immer noch den Blick des anderen. Dann aber entschloss er sich, dass es wohl ein Spiel war und er stieg darauf ein. Cloud grinste nach oben zu dem Silberhaarigen, der somit wohl mal etwas dominant sein wollte ... "Hast du, was gesagt? Muss ich überhört haben ...", erwiderte er neckisch die Mundwinkel zu einem Grinsen verziehend und er fuhr mit den Fingern wieder unter das Strumpfband und spannte es, ließ es aber noch nicht schnippen. "Vielleicht bin ich ja ungezogen und halte mich nicht an deine Worte ...", blinzelte er mit einer Unschuldsmiene nach oben, fuhr aber nebenbei mit der anderen Hand wieder über Rücken und Po des anderen.

Kadaj erwiderte Clouds Blick noch immer ernst, doch dann als der Blonde anfing darauf einzugehen, grinste er ihn erneut frech an und drückte das Glied seines Gegenübers etwas fester als sonst. "Du hast es also überhört, so, so ...", grinste er sadistisch, drückte erneut fest zu und funkelte ihn an. Doch dann merkte er wie Cloud erneut das Strumpfband spannte und er kräuselte nun die Lippen. "Wage es dir und ich hol dir Peitsche raus", kicherte er fast schon, da nun einfach nicht ernst bleiben konnte und sich innerlich schon fast kugelte. Die Hand an seinem Rücken und dann an seinem Po ließ ihn erneut verführerisch schnurren und er begann sich, leicht auf vor dem Blonden zu winden.

Cloud musste unwillkürlich zusammenzucken, als der Silberhaarige seine Hand etwas fester zupacken ließ. Schaudernd blickte er immer noch Lust-verhangen nach oben zu ihm. Als dann die Steigerung kam, konnte einen kleinen erregten Laut nicht unterdrücken. Die Drohung ließ ihn aber auch beinahe albern kichern. "Ggnnhh~ ... uhhh~ ... hehe ... bitte nicht ... da hab ich Angst vor ..." Und er versuchte, so unschuldig wie möglich zu gucken. Aber das gespannte Strumpfband ließ er dann doch schnippen ... „Ups ..." Mit gespielt geschockter Miene suchte er die grünen Augen des anderen und fuhr dabei fort den Po des anderen leicht zu massieren. Es sah so heiß aus, wie er sich wand, er meinte, beinahe wahnsinnig zu werden.

Kadaj blickte ihn gespielt böse an, lachte sogar, als er Cloud ansah, und drückte wieder feste dessen schon leicht zuckende Erregung. "Du hast Angst, ja? Brauchst du nicht, ich bin auch ganz lieb und hau nicht so feste" und während er sprach, patschte er dem Blonden leicht auf die Wange. Als Cloud aber erneut das Strumpfband schnippen ließ, patschte Kadaj seine Wange etwas fester und schaute ihn dennoch zuckersüß an. "So viel zu deinem Ups", hauchte er leise, beugte sich ein Stück vor, stahl sich einen kurzen, aber feurigen Kuss und begann sachte mit seinen Hüften zu kreisen.

Heiß… einfach nur heiß war dem Blonden, da er so eine erotisch gekleidete Geisha auf seinem Schoß hatte, die auch noch Anstalten machte, ihn züchtigen zu wollen. Der erste Klaps ließ in nur ein wenig schaudern, den Zweiten spürte er dann schon deutlicher, ein kurzes Ziehen auf der Wange, er spürte genau die Stelle, welche die Hand getroffen hatte. Aber der feurige Kuss ließ ihm keine Zeit, noch etwas zu erwidern oder zu tun. Nach Atem ringend wanderte er nun unter den Kimono, tastete sich langsam vor zu der Unterwäsche und krabbelte auch dort langsam darunter.

Die tastende Hand unter dem seidigen Stoff spornte Kadaj nur noch mehr an, und als er wahrnahm, wie diese in seine Unterwäsche glitt, beugte er sich noch weiter vor und fing an, Cloud sanft aber bestimmend in seinen Hals zu beißen. In ihm loderte und zischte es nur so, er kam sich wie so ein brodelnder Vulkan der ausbrechen wollte vor und knabberte immer wieder an dem Hals des Blonden. Noch immer ließ er langsam und hoch erotisch die Hüften kreisen, kletterte, während er seinen Hals verwöhnte auf den Schoss des Blonden, und begann sein Spiel mit der Hüfte von vorn.

Cloud schauderte bei jeder Berührung, jede Bewegung der Hüfte des anderen auf seinem Schoß ließ ihn beinahe laut aufstöhnen, dazu seine beißenden Zähne an seinem Hals, er wollte beinahe schreien, so gut fühlte es sich an. "Duuu~ haaa~.. Wahnsinn ... hhh~", keuchte er und versuchte, seine immer weiter steigende Erregung unter Kontrolle zu halten. Was gar nicht mehr so einfach war. Seine Hand fand unter der Wäsche das Gesuchte und streichelte die pochende Erregung des andern, erst langsam und zärtlich, dann langsam fordernder. Dazu der seidene Stoff, der seinen Arm umspielte, der unter seiner zweiten Hand floss, er war nahe am Durchdrehen, flog im Gefühlschaos über weite Ozeane und fühlte sich einfach nur immer geiler.

Kadaj spürte, wie Cloud heftig schauderte, wie dieser scheinbar seinen Verstand verlor und dessen Erregung immer mehr in seiner verwöhnenden Hand anschwoll. Er genoss dieses Bild in vollen Zügen, knabberte dabei weiterhin an seinem Hals und hinterließ an einigen Stellen ein dunkles Mal. Dass Clouds Hand nun endlich den Weg unter den Stoff des Kimonos und an seine eigene Erregung fand, ließ nun auch Kadaj leise stöhnen und sich heftig auf seinem Schoss winden. Geschmeidig wie eine Katze, galant wie eine edle Raubkatze, bewegte er sich immer hemmungsloser auf dessen Schritt. Ab und zu öffnete Kadaj seine Augen, blickte stumm in die seines Gegenübers, sah dessen Lust in seinen Augen widerspiegelnd und keuchte erregt auf.

Immer fordernder strich er über das Glied des anderen und stöhne immer wieder wohlig auf, am liebsten hätte er ihm den Kimono von Leib gerissen, aber er wollte ihn ja nicht zerstören, die Verpackung machte ihn einfach zu sehr an. Vielmehr wollte er ihm dann ein klein wenig von dem kurzen Schmerz, den er zuvor durch sein festes Zupacken empfunden hatte, zurückgeben. Plötzlich, ohne dass der andere wohl damit gerechnet hätte, unterließ er das Streicheln, sondern schnippte mit seinen Fingern etwas fester gegen die Erregung des anderen. Hämisch grinsend wartete er auf die Reaktion seiner Raubkatze, die sich zuvor so schön geschmeidig auf ihm gewunden hatte.

Die verwöhnende Hand in seinem eigenen Schritt ließ Kadaj nun selbst immer wieder aufstöhnen und leise keuchen. Er war von Cloud seinem Handeln, seinen Berührungen ganz angetan, so, dass er sich verlangend und lüstern an dem Blonden rieb. Irgendwo musste er sich ja auch austoben, musste sich ein wenig Erleichterung verschaffen, da ihn sonst seine Gefühle überrollten und auffraßen. Als er plötzlich ein Schnippen und einen leichten Schmerz wahrnahm, öffnete er die Augen, blickte sein gegenüber mit einem lasziven Lächeln an und leckte sich über die Lippen. "Mach das noch mal ...", schnurrte er ihm entgegen und drückte sich erwartungsvoll der streichelnden Hand entgegen.

Cloud fixierte seinen Blick fest in den Augen des andern, wie er sich dann über die Lippen leckte ... lasziv und lüstern, Cloud wurde ganz heiß, genauso erwiderte er den Blick. Er wollte ihn spüren und die Zurückhaltung, welche er noch ausübte, bröckelte immer weiter, er würde am liebsten wieder über ihn herfallen, unablässig in ihn stoßen ... aber nein, Zeit lassen, nichts überstürzten, sich kontrollieren ... nur wie lange noch ...? Der Aufforderung, es nochmal zu tun, kam er nur allzu gerne nach, aber nicht sofort, er hatte alle Zeit der Welt, er streichelte ihn nochmal sanft, legte den Kopf schief, als er dann wieder ohne Vorwarnung schnippte, dieses Mal sogar ein wenig fester.

Immer noch frech und lüstern blickte Kadaj den Blonden an, sah, wie sich dessen Wangen röteten, und strich mit seiner freien Hand über die doch recht warme Haut. Er selber kam sich vor als würde er selbst glühen, würde innerlich verbrennen oder gar schon in Flammen stehen. Wie trockenes Gras das durch die sengende Hitze Feuer fing und lichterloh brannte. Während Cloud nun wieder seine Männlichkeit verwöhnte, tat es Kadaj ihm gleich, ließ seine Hand stetig auf und ab wandern und rubbelte über die empfindsame Spitze. Jedoch spürte er wenig später einen deutlich größeren Schmerz, zuckte sogar leicht in sich zusammen und blickte Cloud ernst, aber leicht schmollend an. "Das tat weh", brummte er ihm zu, biss ihm dabei etwas fester in den Hals und sah dies als kleine Rache an.

"Ahh...", stöhnte er auf, als Kadaj ihn noch fester biss, auch hatte er das Gefühl zu brennen. "Mehr~ ...", flüstere er erregt, diese kurzen Schmerzensstiche machten ihn gerade so was von an, er konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Seine Hand hatte er nun in der Unterwäsche des anderen unter seinen Hintern geschoben und er begann, den Muskelring zu verwöhnen. Er streichelte mit seinen Fingern darüber, umkreiste ihn und stippte immer mal wieder frech in das heiße Innere des anderen. Sei Hals würde wohl bald aussehen, als hätte er sich mit dem gefährlichsten Raubtier angelegt, aber die Raubkatze auf seinem Schoß, machte ihn so heiß, er wollte deren Krallen spüren.

Kurz sah Kadaj auf, blickte ihn frech grinsend an. "Du willst mehr?", schnurrte er "kannst du haben" und er knabberte erneut an der zarten, schon leicht geröteten haut an den ach so empfindlichen Hals seines Gegenübers. Die flinke und vor allem forsche Hand in seiner Unterwäsche ließ ihn erneut leise keuchen und dann laut aufstöhnen, als diese sich ihren Weg zu seinem versteckten Eingang machte und diesen mehr als provozierend reizte. Kadaj schwanden mehr und mehr die Sinne, er konnte und wollte nicht klar denken, wollte einfach nur fühlen und spüren. Das, was Cloud mit seinen vorwitzigen Fingern tat, war einfach zu heiß, war so verdorben gut, dass er sich mehr und mehr wandte und sich gierig dem Finger entgegenstreckte. Immer wieder biss er den Blonden in seinen Hals, massierte fest und gezielt dessen Erregung und trieb immer mehr auf das offene Meer der Lust hinaus.

Kurz schloss der Blonde die Augen und gab sich den Bissen und der verwöhnenden Hand hin. Der Orkan, der sich langsam aufzubauen drohte, bekämpfte er mit tiefem Durchatmen. Nur nicht zu schnell musste er sich zur Ordnung rufen. Auch war es zu heiß, wie der Silberhaarige sich ihm entgegenstreckte, sich immer wieder abwartend präsentierten, um dann wieder ein Keuchen von sich zu geben, wenn er sich wieder in sein Innerstes vortastete. "Hmm~ ... schöön ... da kann es jemand aber nicht erwarten, oder?", grinste er leicht provozierend, öffnete die Augen dabei, blickte verführerisch in die seines Gegenübers und versenkte wieder seinen Finger in ihm.

Kadaj war so mit diesem provozierenden Finger beschäftigt, dass er Clouds Frage vorerst gar nicht mitbekam und erst die Augen öffnete, als dieser ihn schon verführerisch ansah. Kurz schluckte er fixierte den Blonden dann aber mit seinen Blicken und schnurrte wie eine rollige Katze auf, als er erneut spürte, wie Cloud seinen Finger in ihm versenkte und ihn somit nur noch mehr reizte. Mit einem lasziven Grinsen im Gesicht, mit einem leicht verschleierten Blick beugte er sich zu den Lippen seines Gegenübers, fuhr frech mit der Zungenspitze über, nur um sich dann wieder zu entfernen und von Neuem zu beginnen. Dass er dabei immer wieder die Erregung des Blonden streifte, war damit sogar gewollte und beabsichtigt, immerhin wollte er ihn so heiß machen, das dieser nicht mehr in der Lage wäre klar zu denken.

Cloud sah die Erregung in den Augen des anderen, fühlte förmlich dessen Lust und spürte dann die neckische Zunge an seinen Lippen. Er blickte etwas überrascht auf und dachte dann, sein Körper würde zerspringen. Der Stoff des Kimonos streifte so zart, so weich über seine Erregung, es knipste ihm fast die Lichter aus. Unwillkürlich musste er aufstöhnen, als er schon wieder die Zunge an seinen Lippen spürte. Und dieser den seidigen Stoff ... sein Gegenüber wollte ihn wohl wahnsinnig machen und er hatte Erfolg, wie ihm schien. Seine Hand begann erregt zu zittern und er neckte den Silberhaarigen noch immer mit seinen Fingern.

Kadaj öffnete immer wieder mal seine Augen, wollte somit sehen, wie weit er den Blonde nun schon hatte und als er das deutliche Zittern seiner Hand vernahm, schmunzelte er zufrieden und setzte sein Spielchen fort. Scheinbar hatte er selber Gefallen daran gefunden sein Gegenüber zu reizen, ihn bis aufs Blut zu reizen und ihn wie flüssige Butter in seinen Händen schmelzen zu lassen. Wieder einmal beugte sich Kadaj vor, leckte ihm sachte über die Lippen, und ließ dabei nun noch zusätzlich seine Hüfte kreisen. Somit fühlte er den neckenden Finger des Blonden nur noch intensiver, keuchte und stöhnt laut auf und leckte sich sündig über seine Lippen. "Clooouuudd~" schnurrte er leise, lehnte sich ein ganzes Stück auf dessen Schoss zurück, ließ seine freie Hand unter den Stoff des Kimonos wandern und streichelte sich selbst an seiner nun bebenden Brust.

Genau spürte der Blonde, wie der Silberhaarige nun die Hüften kreisen ließ, genau dann, als er wieder etwas tiefer in ihn vorgedrungen war. Die Reaktion blieb nicht aus, es schien ihm sehr zu gefallen. Die feuchte Zunge, die wieder über seine Lippen leckte und wie er seinen Namen hauchte ... er würde untergehen, untergehen in einem Meer aus Versuchung, Lust und Leidenschaft ... Dann beugte sich Kadaj zurück ... Was hatte er jetzt vor? Sündig streichelte der Silberhaarige sich nun selbst, es sah so erotisch aus, es zuckte bereits bedrohlich in Clouds Schritt, er musste sich beherrschen, sich zurückhalten, aber wie sollte er das schaffen, wenn er dermaßen gereizt wurde. Sein Atem ging schneller vor Erregung, die Lust kroch in seine Glieder und ließen ihn am ganzen Körper erschaudern. Lust verhangen beobachtete er das Schauspiel, ließ aber nicht davon ab, dessen versteckte Lusthöhle zu massieren.

Die schnelle Atmung von Cloud entging Kadaj natürlich nicht, auch, nicht dass der Blonde sich etwas unruhig auf der Couch bewegte und scheinbar mehr und mehr abdriftete. Auch entging ihm nicht, das dieser ihm trotz alledem noch immer in seinem verborgenen Inneren verwöhnte und ihm selber mehr und mehr zum Überschäumen brachte. Es war so berauschend für Kadaj, das er erneut die Hüften kreisen ließ, seinen Kimono ein Stück zur Seite schob und somit einen Blick auf seine nackte Haut preisgab. Kurz schob er sich zwei Finger in den Mund, umspielte sie ungeniert mit seiner Zunge und saugte frech daran, ehe er sie zu seinen Brustwarzen wandern ließ und diese mit den angefeuchteten Fingern reizte. Kadaj beugte sich noch ein Stück hinter, legte den Kopf in den Nacken und verwöhnte sich sündig am Oberkörper, leckte sich immer wieder über die trockenen Lippen und schaltete komplett seine Außenwelt ab. Er hatte sich sogar schon etwas Gemeineres in den Kopf gesetzt, etwas, das Cloud wohl völlig ausrasten ließe, doch noch spielte er sein Spiel ruhig und gesittet.

Das Bild, was Kadaj ihn darbot, war so sündig, so scharf, Cloud verlor beinahe den Verstand bei dem Anblick des silberhaarigen auf seinem Schoß, der sich ungeniert selbst verwöhnte. Wie er an seinen Fingern saugte, allein die Vorstellung daran, diese sündigen Lippen an sich zu spüren, ließen sein Herz schneller klopfen, und als dieser dann noch den seidigen Stoff beiseiteschob, und die Haut darunter präsentierte, schien eine Sicherung durchzubrennen. Er wollte ihn berühren, wollte ihn spüren und ihn spüren lassen, er wollte ihn zum Schreien bringen. Vorsichtig fuhr er damit fort, seine Finger in ihm zu bewegen, der Hunger nach mehr, ließ ihn buchstäblich zerfließen wie Wachs.

Mit einem breiten Grinsen vernahm Kadaj, dass Cloud noch immer seine Finger in seinem Inneren bewegte, dass diese sich gezielter und verlangender bewegten und ihn kurz, aber spitz aufstöhnen ließ. Wenn der Blonde nun so weiter machen würde, würde er noch glatt seinen Plan verwerfen, sich ihm völlig hingeben und alles mit sich machen lassen. Während der Silberhaarige sich noch immer selbst verwöhnte, seine hart gewordenen Nippel zickte, überlegte er kurz, wie er nun von dem Blonden herunterkam. Mit einem teuflischen und anzüglichen Lächeln kam ihm die Idee, er beugte sich nun wieder ganz weit vor, streifte somit erneut die Erregung seines Gegenübers und schenkte ihm tiefe und hungrige Blicke. Kurz leckte er sich lasziv über die Lippen, fuhr sich ungeniert durch die Haare und erhob sich ganz langsam von Cloud seinem Schoss. "Sitzen bleiben und nicht bewegen", säuselte er leise, stahl sich aber noch rasch einen Kuss und entfernt sich dann ganz von seinem blonden Liebling, den er nur allzu gerne etwas quälte.

Überrascht blickte Cloud nun auf, als er die hungrigen Blicke vernahm und er sich von ihm wegbewegte. Nicht bewegen und sitzen bleiben? Das anzügliche Lächeln, gepaart mit den verführerisch grünen Augen, ließen keinen Widerstand zu. Brav bewegte er sich nicht, spürte noch kurz die heißen erotischen Lippen des Silberhaarigen und spürte, wie er sich entfernte. Abwartend saß er nun auf der Couch und beobachtete ihn angestrengt. Was er wohl vorhatte? Cloud spielte nur zu gerne mit, seine Lust schien ihn bald mit Haut und Haar zu verschlingen.

Mit einem leisen Kichern entfernte sich Kadaj ein Stück von der Couch und somit auch von Cloud. Dass dieser nun gespannt wie ein Flitzbogen auf der Couch saß, ihm erwartungsvolle Blicke zuwarf, machte den Silberhaarigen sichtlich stolz. Kurz trat er zur Stereoanlage, machte diese an und suchte ein für ihn passendes Lied aus und trat galant und mit einem sexy Hüftschwung zurück zur Couch. Ein Bein stellte er auf dem Tisch ab, streifte den Kimono ein Stück zur Seite und gab somit den Blick auf sündig, weiße Strapsen frei. Mit einem verführerischen Lächeln auf den Lippen, löste Kadaj die kleinen Häkchen, rollte ganz langsam und aufreizend den langen Nylon-Strumpf herunter und zog ihn beinahe in Zeitlupe runter und aus. Dieses aufreizende Spiel wiederholte er mit dem anderen Strumpf, blickte Cloud dabei keck an und fuhr sich kurz durch seine leicht vom Schwitzen verklebten Haare.

Nun war Cloud sichtlich überrascht. Strümpfe hatte er zuvor nicht bemerkt, nur ein Strumpfband, aber er war für Überraschungen immer zu haben. Verführerische Klänge durchdrangen den Raum, versüßten das Ambiente und ließen Cloud in eine andere Welt reisen. Eine Welt der Lust und er Versuchung, die er nicht für möglich gehalten hätte. Jedes Detail der Stripshow wollte er in sich aufnehmen, nicht verpassen. Langsam entspannte er sich auf dem Sofa und ließ nur noch die erotischen Bewegungen und die verführerischen Blicke seines Gegenübers auf sich wirken. Lust verhangene blaue Augen blicken zu dem Silberhaarigen, der immer mehr von sich enthüllte. Cloud musste sich sehr zurückhalten, aber er blieb brav sitzen, auch wenn das Blut in seinem Kopf lauter zu rauschen schien, als der tosende Wasserfall.

Zum Rhythmus der Musik bewegte sich Kadaj verführerisch, fing an auf dem gegenüberliegenden Sessel zu tanzen an, räkelte sich auf diesen sündig wie eine schlängelnde Schlange und warf immer wieder verrucht, anzügliche Blicke zu Cloud herüber. Galant erhob er sich nach einer Weile, tanzte direkt vor dem Blonden, spielte dabei an der Kordel des Kimonos und ließ diesen nach quälenden 20 Minuten raschelnd zu Boden fallen. Nun stand er nur noch in einem süßen Spitzentanga und dem Strumpfband vor ihm, stellte genau das Bein auf den Oberschenkel des blonden, schaute ihn mit einem verführerischen Augenaufschlag an und leckte sich lasziv über die Lippen. Er deutete mit einem Lächeln auf das Strumpfband, schaute dann wieder in Cloud sein mehr als erregtes Gesicht. "Zieh es aus, aber nicht mit den Händen", säuselte er leise, grinste ihn noch einmal keck an und fuhr sich frech mit den Fingern über seine Brust.

Cloud verfolgte die Show, musste einige Male tief schlucken und kämpfte mit sich, dass er nicht über ihn herfallen würde. Strengte er sich doch so an, ihn wahnsinnig zu machen. Der Kimono fiel und heiße Nadeln schienen sich in seine Lenden zu bohren. Wie er sich dann räkelte, die sündigen Blicke, sein Hirn schaltete sich ab und er sah nur noch diese visuellen Reize, den betörenden Körper. Als dieser dann sein Bein so frech auf seinen Oberschenkel stellte und ihn aufforderte, das Band auszuziehen, aber nicht seine Hände zu benutzen, warf er ihm noch einen mehr als Lust-verhangenen Blick zu, beugte sich dann vor und griff das Band mit seinen Zähnen, dabei kitzelten seine Haare wohl am Schritt des anderen. Vorsichtig knabberte er sich an dem Band entlang, sah immer wieder nach oben, fuhr mit der Zunge unter dieses und ließ sich alle Zeit der Welt. Ganz langsam bewegte sich das Strumpfband Richtung Knie und immer wieder leckte er an der nackten Haut des anderen. Seine Hände hatte er brav neben sich gelegt, musste sich aber zwingen, diese nicht zu benutzen.

Mehr als gespannt verfolgte Kadaj nun jede Bewegung Seiten Clouds sah, wie dieser vorsichtig seine Zähne einsetzte, und versuchte das Strumpfband zu entfernen. Dass er dabei immer wieder mit seiner Zunge über die empfindliche Haut seiner Oberschenkel leckte, ließen den Silberhaarigen leise keuchen und erzittern. Die wuscheligen Haare, die ihm dann auch noch in seinem Schritt kitzelten, brachten ihn nahe dazu den Verstand zu verlieren und sich seiner Lust hinzugeben. Aber noch wollte er den Blonden necken, wollte ihn noch immer reizen und das Fass zum Überlaufen bringen. Während Cloud das Strumpfband bis zu seinen Knien gezogen hatte, fing Kadaj erneut an mit der Hüfte zu kreisen, leckte sich über seine trocken gewordenen Lippen und blickte ihn aus leicht Lust-verhangenen Augen an. Er musste bei dem Anblick des Blonden leicht schlucken, sah dessen Blick doch nicht besser als sein eigener aus, wenn nicht sogar erotischer und sinnlicher. Immer noch umspielte er mit den Fingerspitzen seine Brust, zwickte sich selbst in die hart gewordenen Brustwarzen und warf keuchen den Kopf in den Nacken.

Cloud tat sich immer schwerer mitzuspielen, nicht die Regeln zu brechen und sich den Silberhaarigen einfach zu schnappen und ihn zu nehmen. Das Band hatte er inzwischen über das Knie gezogen und dabei ebenfalls die Kniekehle bearbeitet. Mit seiner Zunge in sie gestippt, sie sanft abgeleckt und nicht mit Liebkosungen gespart. Die kreisenden Hüften kurbelten seine Fantasie dermaßen an, er wusste schon, wie er diese kreisenden Hüften schon auf sich spüren wollte. Immer weiter zog der das band hinunter und hatte es bereits am Knöchel des Silberhaarigen. Seine Hände krallten sich nun in das Sofa, als würden sie sich zwingen, festzuhalten und nicht das zu tun, was sie eigentlich wollten. Vorsichtig leckte der blonde kurz über die Zehen des anderen, damit er den Fuß hob, dass er das Band vollends abstreifen konnte.

Kadaj hatte noch immer den Kopf in den Nacken gelegt, ließ seine Hand über seine Brust zu seinem Bauch wandern und spürte zeitgleich die Liebkosungen an seinem Knie und an der Kniekehle. Kurz keuchte er leise auf, biss sich auf die Lippen und genoss die heißen wellen der Erregung, die unaufhaltsam durch seinen Körper strömten. Einige Sekunden später öffnete er die Augen, blickte erneut zu Cloud und dessen erregtem Gesicht, sah wie dieser sich buchstäblich im Sofa verkrallte und schmunzelte anzüglich vor sich hin. "Huhu~ da ist wohl jemand ganz ungeduldig", neckte er ihn provozierend, zuckte aber dann kurz zusammen und fühlte, wie der Blonde frech an seinen Zehen leckte und ihn so zwang, den Fuß zu heben. Gerne tat er ihm diesen Gefallen, hob galant seinen zierlichen Fuß und ließ ihn gewähren.

Die Worte trafen ins Schwarze, er war ungeduldig und er konnte sich wirklich kaum mehr beherrschen. Aber er ließ es einfach am Fuß des anderen aus, er fuhr vorsichtig mit den Lippen an dessen Fessel entlang, knabberte an der Achillesferse und griff sich dann mit den Zähnen das Band. Sachte zog er es nach unten, über Ferse und Fessel zu den Zehen, welche er noch kurz liebkoste und dann schon das Band endlich vollständig entferne. Erregt blickte er dann zu dem Silberhaarigen auf, genoss den erotischen Anblick in vollen Zügen und knabberte weiter an dessen Zehen, saugte leicht an ihnen und blickte verschleiert zu ihm hinauf.

Wieder musste Kadaj zusammenzucken, kicherte sogar leise als Cloud anfing, seinen Fuß zu necken und zu reizen. "Hihi ... das kitzelt ..." Und er musste nun arg aufpassen nicht nach hinten wegzukippen, da es wirklich sehr kitzelte, sich aber auch verboten gut anfühlte und nach mehr verlangte. Nachdem er den Blick des Blonden bemerkt hatte, blickte er ihn direkt an, fuhr sich mit den Fingerspitzen über die Lippen und fing an diese dann mit seiner Zunge zu umspielen und zu befeuchten. Kadaj sah außerdem, das Cloud es geschafft hatte das Strumpfband abzuziehen und fuhr ihm lobend über die erröteten Wangen. "Nicht schlecht, das war sehr gut. Das war sogar so gut, dass es belohnt werden muss" damit setzte er sich erneut auf Clouds Schoß, blickte ihm kurz in die Augen und stahl sich dann einen heißen, verlangenden Kuss.

Noch immer hielt er die Hände an seinem Platz, knabberte an den Zehen und linste immer wieder zu dem Gesicht des Silberhaarigen. Der bemerkte ihn wohl, leckte und saugte dann provozierend an seinen Fingern und Cloud wusste nur zu genau, mit was er diese Finger doch lieber ersetzen würde. Die Worte nahm er kaum wahr, fühlte vielmehr die streichelnde Hand auf seiner Wange. Dass er sich dann wieder auf ihn setzte, ließen den Blonden schaudern. Den verlangenden Kuss erwiderte er nur allzu gerne, konnte seine Hände dann aber nicht mehr an Ort und Stelle halten und strich mit ihnen über den Rücken, den Körper des anderen. Sie zitterten vor Erregung und sein Verstand schien vor Erregung bebend im Kreis zu rennen ...

Kadaj knabberte sachte an der Unterlippe seines Gegenübers, spürte nun wieder dessen Hände an seinem Rücken, wie diese ihn sanft aber bestimmend streichelte ihn ihm einem Schauer nach dem anderen bescherte. Erneut fing der Silberhaarige nun an sich leicht auf Cloud seinem Schoss zu winden, ließ von Neuem sachte sein Becken kreisen und leckte gierig mit seiner Zungenspitze über die sinnlich, weichen Lippen seines mehr als erregten Gegenübers und fleht somit stumm um Einlass. Seine Hände wanderten nun wieder in den Nacken des Blonden, kraulten sanft an dessen Haaransatz, streichelten sachte über die mehr als heiße Haut, während er mit seiner einen freien Hand erneut in den Schritt des anderen wanderte und die pochende Erregung umfasste. Sanft glitt seine Hand über die empfindliche Eichel und flinke, geschickte Fingerspitzen fuhren hauchzart über das pulsierende Fleisch.

Verschleiert blickten blaue Augen in grüne, das gierige Knabbern an seiner Unterlippe ließen ihn leiht den Mund öffnen und somit Einlass zu gewähren. Seine Sinne waren gereizt und überspannt, dass jede Streicheleinheit zu wohligem Schaudern führte, es konnte bald nicht mehr gesteigert werden. Aber da sollte er sich täuschen, die Hand, welche dann wieder seine Erregung umfasste, ließen ihn hell und laut aufstöhnen. Der Kuss wurde kurz unterbrochen, er musste regelrecht nach Luft schnappen. Seine Hände zittern, hielten den anderen am Po fest, sein Körper gehorchte ihm nun nicht mehr, alle Zurückhaltung war dahin und das Reißen und Zucken in seinem Schritt wurde immer wilder, je öfter der Silberhaarige darüber streichelte und seine empfindlichste Stelle bearbeitete. "N-nicht… mehr ... i-ich ...", machte er sich bemerkbar, um den anderen zu warnen, dass er gleich vollends die Kontrolle verlieren würde.

Frech schlüpfte Kadaj, nachdem Cloud seine Lippen für ihn geöffnet hatte in dessen feuchtwarme Mundhöhle, erkundete diese ausgiebig und neckte herausfordernd dessen Zunge. Doch kaum fing er an diese zu plündern, riss sich der Blonde aus dem Kuss, stöhnte laut auf und ließ Kadaj somit erschauern und leicht zittern. Auch die zitternden Hände an seinem Hintern entgingen dem Silberhaarigen nicht, machten ihn sogar noch wilder und verlangender, so wild, dass er weiterhin das Glied seines Gegenübers mit den Fingern und seiner Hand verwöhnte und neckte. Er selber stand unter Strom, kam sich vor wie eine aufgeladene Batterie, die auf Hochtouren lief, und versuchte etwas voranzutreiben und vorwärtszutreiben. Kadaj hatte Feuer gefangen, hatte Geschmack an seiner Position gefunden und reizte den Blonden immer gnadenloser, bis dieser ihn plötzlich mit zitternder, brüchiger Stimme versuchte aufzuhalten. Verwundert blickte er Cloud an, hielt in seiner Bewegung inne und strich diesem beruhigend über die Wange. "Schhh~ ... ist ja gut, ich mach ja schon nichts mehr", säuselte er leise, nahm seine Hand von seiner Erregung und gab ihm somit die nötige Zeit um sich einigermaßen wieder in den Griff zu bekommen.

Clouds Körper schien zu brennen, sein Kopf drehte sich und er sah nur noch sein Gegenüber, den heißen Körper auf seinem Schoß, der ihm mit seinen Berührungen den Verstand ausknipste. Er warf dem Silberhaarigen beinahe einen flehenden Blick zu, er solle ihn nicht komplett zum Wahnsinn treiben, noch nicht, nicht so schnell. Die beruhigenden Worte und die Hand auf seiner Wange erzielten die gewünschte Wirkung, auch dass er seiner Erregung eine kurze Pause gönnte. Das Pulsieren und Ziehen wurde langsam weniger, Cloud schloss die Augen und lehnte seinen Kopf gegen die Brust des anderen. Langsam beruhigte sich sein Atem und er allmählich erlangte er die Kontrolle wieder. Nie hätte er es für möglich gehalten, dass ihm jemand so zusetzen konnte. Im positiven Sinne, eine süße Folter, von welcher er gar nicht genug bekommen konnte. Vorsichtig begann er nach einer Weile wieder, den Rücken des anderen zu kraulen.

Kadaj besah sich den Blonden eine ganze Weile, sah wie dieser sich ganz langsam von der süßen und erotischen Qual erholte und wieder ruhig zu Atem kam. Auch das heftige Zittern und Beben des Körpers unter ihm ließ nach und er spürte nun, wie Cloud seinen Kopf gegen seine Brust lehnte. Behutsam strich er weiterhin über dessen Wange, schloss dabei seine Augen und genoss dabei die nun entstandene Stille und Ruhe. Es hatte ihm schon erheblichen Spaß gemacht den Blonden so zu reizen, diesen so an seine Grenzen zu bringen und fast in den Wahnsinn zu treiben, doch nun gönnte er sich und ihm eine erholsame Pause. Die später, kraulende Hand an seinem Rücken, ließ Kadaj erneut leise schnurren und er drückte sich nun wieder dichter an sein Gegenüber heran und ließ sanft seine Finger in dessen Nacken gleiten.

Mit noch leicht verklärtem Blick schaute er zu dem Silberhaarigen nach oben, der angefangen hatte zu schnurren wie ein Kätzchen. Die einsetzende kraulende Hand an seinem Nacken veranlasste ihn dazu, seinen Nacken zu strecken und ihm viel Raum für die Streicheleinheiten zu geben. Selber strich er wieder über das Gesäß des anderen, fuhr mit den Fingern frech unter den knappen String am Po und massierte immer wieder die prallen Backen dessen Hinterteils. "Weißt du ... dass du mich wahnsinnig machst?" schnurrte er in dessen Ohr. "Wie lange meinst du, kann ich mich noch zurückhalten ...?", flüsterte er so leise, dass man es kaum verstehen konnte, dann begann er sanft, an den Brustwarzen des anderen zu knabbern.

Dass Cloud nun seinen Nacken so streckte, seinen Hals lang, wie eine Giraffe machte, nutzte Kadaj um ihn nur noch mehr zu kraulen und zu krabbeln. Die streichelnde Hand des Blonden, die nun neckisch unter den knappen Stoff das Letzte, verbliebene Kleidungsstück wanderte, ließ ihn nur lauter schnurren und leicht erzittern. Das sanfte, aber bestimmende Massieren seines Hinterns, ließ ihn leise keuchen und leicht auf Clouds Schoß zappeln. Dessen flüsternden Worte und das sanfte knabbern an seine Brustwarzen, taten ihr Übriges und Kadaj blickte ihn erneut verrucht und erotisch in die Augen. "Hmmm~ ich schätze so lange, bis du wie so ein HB-Männchen in die Luft gehst", wisperte er leise, strich weiter über seinen Nacken und drückte leicht den Oberkörper gegen die weichen Lippen seines Gegenübers.

Cloud musste auf die Bemerkung hin kurz kichern. "HB-Männchen? Willst du mich zum Rauschen animieren?" er kannte die Werbung und fand sie immer zu komisch. "Hmm ... weißt du, dass du total lecker schmeckst ...", schnurrte er und umspielte die Brustwarze neckend und fordern mit seiner Zunge, und wanderte dann küssend und knabbernd auf die andere Seite um sich der Zweiten zu widmen. Auch streichelte er immer wieder über den Rücken des anderen und ab und an kratzte er sachte mit den Nägeln die Haut entlang. Er war kurz davor, ihm die Führung wieder wegzunehmen. Seine streichelnden Hände im Nacken genoss er mit vollen Zügen und er genoss es ebenfalls, seine fünf Sinne wieder einigermaßen im Griff zu haben.

Kadaj musste fast bei Cloud seinen Worten lachen und zappelte nur noch mehr auf dessen Schoss. "Nein, hatte ich nicht vor", gillerte er weiter, wurde dann aber augenblicklich still und blickte Cloud erstaunt und überrascht an. "So nach was schmecke ich denn?", wollte er mit einem verführerischen Augenaufschlag wissen und kraulte mit seiner freien Hand über die Brust des Blonden. Lange konnte Kadaj die Augen nicht offengehalten, dafür waren die Zunge und die Lippen an seinen empfindlichen Brustwarzen einfach zu gut und zu heiß. Leise keuchend schloss er die Augen, verwuschelte Cloud sachte das Haar und genoss nun wieder die aufsteigende Hitze, die langsam von ihm Besitz ergriff. Das leichte Kratzen über seine Haut gefiel Kadaj besonders gut, ließ ihn zittern und leise stöhnen.

Der verführerische Augenaufschlag verfehlte nicht seine Wirkung. Cloud wurde heiß und kalt gleichzeitig. "Nach meeehr ...", flüsterte der Blonde mit rauer Stimme und saugte wieder ein klein wenig an der Knospe des anderen. Dann küsste er sich seinen Weg zum Hals des Silberhaarigen. Schnurrend knabberte er auch am Ohrläppchen seines Gegenübers, das Kraulen brachte ihn dazu, es gefiel ihm einfach zu gut, die wohlige Hitze breitete sich aus und er war bereit, sich wieder an den Abgrund treiben zu lassen. Seine Hände ließ er vom Rücken die Hüfte hinunterwandern, mit einer stützte der den Silberhaarigen und mit der anderen Hand begann er, vorsichtig und langsam, über die vordere Beule zu streicheln. Fast andächtig fuhr er über die Erregung des Silberhaarigen, streifte sie so leicht, als wären es Berührungen des sanften Windes in grünem Steppengräsern.

Wieder musste Kadaj bei den Worten des Blonden schmunzeln, leckte sich noch einmal über die Lippen und zeichnete hauchzarte Kreise in dessen Nacken. "Ich schmecke also nach mehr, ja?", neckte er erneut frech und spürte die streichelnden Hände an Rücken und seine Hüfte, welche ihn kurz aufseufzen ließen und das Saugen an seiner Brustwarze, ließ ihn keuchen und sich winden. "Hmmm~ das kitzelt so herr~lich", schnurrte er leise, zuckte erneut in sich zusammen, als er die hauchzarte Berührung an seinem Glied spürte, welche eine Hitze und ein Toben in seinem Körper freisetzte, wie er es noch nie erlebt hatte.

"Nach viel mehr ...", hauchte Cloud zwischen zwei Küssen und knabberte sich den Hals entlang. Unter den zärtlichen Berührungen des Silberhaarigen erschauderte er und die kurzen blonden Nackenhaare richteten sich auf, da er eine Gänsehaut bekam. Dass er ihn kitzelte, ließ ihn schmunzeln und er fuhr fort, wurde aber wieder fordernder mit seinen Berührungen. Die hauchzarten Streicheleinheiten wandelten sich zu immer fester werdenden Berührungen und er spürte, wie die Erregung des Silberhaarigen sich immer mehr aufrichtete, förmlich nach mehr schrie. Dann fuhr er unter den Slip, um nur noch die nackte Haut an seinen Fingern zu spüren.

Kadaj musste bei Clouds Worten leise kichern, nicht weil er sie witzig fand, sondern weil dieser schon wieder an seinem Hals entlang knabberte und einen angenehmen Schauer über seinen Rücken jagte. Schnurrend und sich windend, gab er sich den Liebkosungen und Berührungen hin, war selbst nicht ganz untätig, streichelten nun über Cloud seine durchtrainierte Brust und zwickte immer wieder frech in die verhärteten Brustwarzen hinein. Die fordernde Berührung an seiner immer mehr anwachsenden Erregung, raubte ihm schier den Verstand, ließen ihn wie einen dampfenden Teekessel fast schon explodieren und schürten weiterhin das Feuer der Lust und der brennenden Leidenschaft.

Cloud ging es nicht anders, er konnte sich nicht mehr zurückhalten, er wollte nun endlich wieder die Hitze des anderen spüren, ihm so nahe sein, seine Hitze in sich aufsaugen, ihn zum Schreien bringen. Bei jedem Zwicken musste er aufkeuchen, die Welt drehte sich und er taumelte darin, wie Materie in ein schwarzes Loch gezogen wurde, trieb er immer schneller und schneller, konnte nicht gegensteuern, er musste sich einfach fallen lassen. "Gnnh~ .... Ah ... Kad~ ... wie war das vorhin?", versuchte er sich zu formulieren. "Es klingt dreist und vulgär.. Aber genau das sag ich nun zu dir ...Ich will dich ... Kadaj ... bück dich ... für mich ..." Und er unterstrich die gehauchten Worte, indem er abermals mit den Fingernägeln leicht kratzend von den Schultern angefangen über den schlanken Rücken runter zu dessen Po strich und ihn verlangend ansah.

Keuchend öffnete Kadaj nun die Augen, leckte sich lasziv über die Lippen, schenkte Cloud einen mehr als eindeutigen Blick und hörte dessen leicht verrucht angehauchten Worte. Kurz wurde er dabei rot, spürte das leichte Kratzen an seinen Schultern bis runter zu seinem Hintern, welches ihn abermals erschaudern und beben ließ. Alles in seinem Kopf drehte sich, seine Sicht war vernebelt und sein Hals so trocken wie eine Wüste. "B-bücken ... für dich?", wiederholte er verführerisch leise, strich dem Blonden dabei noch einmal über die Wangen, kletterte nun ganz langsam von dessen Schoss und kniete sich mit wackelndem Hinterteil vor dem Blonden hin.

Cloud genoss die Aussicht, sah genau, wie der String zwischen den beiden Backen verschwand, welche ihm auch schon die baldige Verzückung zu versprechen schienen. Langsam erhob er sich, seine Sinne waren zum Zerreißen gespannt und nur mit Mühe konnte er sich davon abhalten, wie ein wildes Tier über den anderen herzufallen. Beinahe andächtig strich er über die beiden festen Muskeln von Kadajs Hintern. Zärtlich schob er den String beiseite, beugte sich dann aber nach vorne und küsste den festen Muskelring des Silberhaarigen, umspielte ihn kurz mit der Zunge, um damit das nun folgende noch ein wenig schmackhafter zu machen. Dann leckte er über dessen Wirbelsäule nach oben Richtung Hals, platzierte sich dabei und drang vorsichtig mit einem leisen Seufzen in ihn ein.

Kadaj blickte über seine Schulter hinweg, genau in Clouds erregtes Gesicht, musste dabei mehr als anzüglich grinsen und schnurrte genießend auf, als diese kurz über seinen Hintern strich. Das Schnurren verwandelte sich aber wenig später in ein erschrockenes quieken, da er nun deutlich die feuchtwarme Zunge des Blonden an seiner Rosette wahrnahm und fühlen konnte, wie sie sanft darüber glitt und ihm die restlichen Sinne vernebelten. Es erregte ihn immer mehr, Kadaj war bereits steinhart, so hart, dass er glaubte zu platzen. Das lecken an seinem Hals und an seiner Wirbelsäule, ließ ihn abermals erzittern, er keuchte ungehalten auf und wandte sich lustvoll. Mit einem Mal spürte Kadaj dann aber, wie Cloud langsam und seufzend in ihn eindrang, wie sich etwas Hartes in seinen Hintern schob und ihn buchstäblich ausfüllte und besetzte.

Die Hitze, welche der andere ausstrahlte, schien den Blonden zu verbrennen, die Enge, die ihn erwartete, wie fest sein Glied umschlossen wurde und dennoch, wie weich das innerste seines Gegenübers war. Es sollte nie aufhören, seine Umgebung verschwand, das Wohnzimmer drehte sich und er wollte nichts anderes mehr tun, als sich diesem Gefühl der Lust hingeben. Kurz verweilte er, genoss die Empfindungen und kraulte dabei über die Schulterblätter des vor ihm kniend. Dann fuhr er langsam und leicht mit den Nägeln kratzend an dessen Seiten entlang, bis er an der Hüfte zum Schritt streichen konnte und dessen harte Erregung berührte. Eine Hand ließ er dort und umschloss es mit festem Griff, mit der anderen hielt er an der Schulter gegen. Quälend langsam begann er sich, zu bewegen.

Eine Gänsehaut breitete sich aus, über seinem ganzen Körper, gänzlich bis runter und über seinen Hintern hinaus. Mit dem Kopf drehte Kadaj sich etwas, sodass er Cloud aus dem Augenwinkel sehen konnte, seufzte wohlig und leckte sich kurz noch über die trocken gewordenen Lippen. Er fühlte sich nun wieder so ausgefüllt, spürte die pulsierende Länge in seinem Inneren und wie diese nun langsam anfing, in ihn zu stoßen. Die kratzenden Hände an den Seiten ließen ihn minimal keuchen, ließen ihn Wogen der Lust verspüren und laut keuchen, als eine der Hände des Blonden nach seinem Glied griff und dieses fest umschlossen. Wie ein zuckender Blitz, wie ein Feuerwerk fühlte es sich auf seiner Haut in seinen Lenden an, wieder spürte er diese wohlige Hitze, dieses verdorben gute brennen und diese ungehemmte Lust.

Cloud entging die leicht obszöne Geste nicht, auch wenn sie wohl nicht so gemeint war. Es heizte ihn ungemein an, ihn so ausgelassen zu sehen. Leise musste er aufkeuchen und langsam bewegte er sich wieder vorwärts. Seine Hand um spielte die bereits feuchte Spitze des anderen. Das Pulsieren des Gliedes sprach für die äußerste Anspannung, aber Cloud war das nur Recht, er würde sich selbst nur mehr schwer zurückhalten könne. "Hhh~ ... weißt du, dass ich ... ahh~ ... das eeeewig~ ... ahhh~ ... mit der machen könnte ... uuhh~ ...", keuchte er mehr als er sprechen konnte, der Vulkan schien dem Ausbruch nahe, bald würde er explodieren und glühende, alles mitreißende Lava freisetzen. Immer schneller bewegte er sich und immer härter stieß er zu.

Laut keuchte Kadaj auf, fühlte sich gefangen im Bann des anderen, was in seinem Inneren geschah, war einfach göttlich. Als würde Cloud ein Feuer in ihm anzünden, das drohte ihn zu verbrennen. Die Hand an seinem Glied, wie sie stetig rauf und runter glitt, die ersten Lusttropfen verteilten, machte ihn beinahe rasend vor Lust, ließ ihn den Kopf in den Nacken werfen und animalisch schreien. „Ewig ... du willst das ewig machen? ... nhgggg ... da hab ich ... nichts dagegen", keuchte Kadaj abgehackt hervor, ehe in die nächste Welle schüttelte und er sich selber immer heftiger gegen den Blonden bewegte.

Der Blick, welchen er immer wieder zugeworfen bekam und zu spüren, wie er den ganzen Körper des anderen zum Zucken bringen konnte, ließen ihn immer vorwärtstreiben, eher vorwärts reißen, so lustvoll erregte ihn dieser Anblick, auch dass dieser nun seinetwegen bereits schreien musste. Da er bereits zu oft am Abgrund gestanden hatte, brauchte es nicht mehr viel um ihn fortzureißen. Immer schneller und jeder Stoß war von einem Keuchen begleitet. Dann spürte er die letzte Welle, ein alles fortreißender Tsunami, welche ihn wegtrug, ihn mit ihren Wassermassen verschlang und ihm die Luft zum Atmen nahm. Ein letztes Aufbäumen seines Körpers, begleitet von einem lauten Schrei, einem heftigen Zittern, gefolgt von dem pulsierenden Gefühl, wie er seine Lava in die Lustgrotte des anderen spritze, ließen ihn einen Höhepunkt fühlen, welchen er zuvor noch nicht erlebt hatte.

Kadaj selbst befand sich nahe am Abgrund, nahe an der Klippe um über diese zu stürzen und sich fallen zu lassen. Mit jedem von Clouds ausgeführten Stößen kam ihm Kadaj willig entgegen, stöhnte immer wieder laut und lustvoll auf und warf seien Kopf von links nach rechts und von rechts nach links. Während Clouds Stöße immer härter wurden, wurde sein Stöhnen immer lauter. Er fühlte und spürte, wie ganz plötzlich etwas war, es in ihn schoss, wie der Blonde aufschrie und erzitterte. Nur wenig später war auch er selbst so weit, warf noch einmal den Kopf in den Nacken und schrie dann aus Leibeskräften seinen ihn überrollenden Höhepunkt heraus. Heiß ergoss er sich auf den Boden, zitterte, keuchte und flehte.

Keuchend stützte er sich am Boden ab und strich mit der freien Hand über den Rücken des Silberhaarigen, welchen er gerade ebenso in den Abgrund gezogen hatte. Erschöpft, aber zufrieden lehnte er sich dann gegen das Sofa, zog dann aber sogleich Kadaj wieder zu sich auf den Schoß um die restlichen, abebbenden Gefühle mit einem zärtlichen Kuss verklingen zu lassen. Sein Herz hämmerte noch immer fest gegen seine Brust und er hatte Mühe Atem zu fassen, was ihm im Moment aber herzlichst egal war. Schließlich löste er den Kuss dann doch und sah ihn verträumt an. "Wenn du öfters so was Nettes trägst, wirst du wohl bald nicht mehr sitzen können ...", zwinkerte er grinsend und streichelte frech über dessen Hinterteil.

Kurz zuckte Kadaj bei der streichelnden Hand an seinem Rücken noch mal auf, wurde dann schon wieder sanft auf Cloud seinen Schoss gezogen und blickte diesen nun etwas träge und müde an. Viel Zeit zum Gucken blieb ihm nicht, hatten sich doch die weichen Lippen seines Gegenübers auf die Seinigen gelegt und küssten ihn zärtlich. Gern ging Kadaj auf diesen Kuss ein, schlang beide Arme um seinen Nacken und seufzte wohlig und zufrieden in diesen hinein. Wenig später wurde er gelöst, der Silberhaarige öffnete erneut seine Augen, blickte lächelnd in die des anderen und lauschte dessen Worten. "Hmmm~ dann muss ich mir das mit dem rosa Hemdchen ja noch mal überlegen", grinste er gewohnt frech, kraulte aber schon wieder Cloud seinen Nacken und sah erst nun diesen leicht verträumten Blick seines Gegenübers. Erstaunt über diesen seltenen Anblick, nahm er eine Hand aus seinem Nacken, legte sie auf die Wange des Blonden und streichelten ihn lieb.

Cloud lächelte über die Bemerkung, schnurrte wegen der kraulenden Hand und schmiegte sich regelrecht an die Hand des anderen. Er hätte ihm eigentlich so einiges sagen wollen, fand aber nicht die richtigen Worte dafür. Er wollte ihm sagen, wie froh er doch war, dass er nun nicht mehr herausfinden wollte, ob er wirklich lebte oder aber, dass er es nicht geschafft hatte, sich so zu verletzten, dass man ihm nicht mehr hätte helfen können. Auch hätte er ihm sagen wollen, dass er einfach nur glücklich über seine Gesellschaft war und die ganze Ablehnung, welche er zu anfangs empfunden hatte, nun definitiv einfach verflogen war. Wenn er es genau formulieren könnte, ohne sich dabei anzuhören wie ein verliebter Kauz, der in seiner kitschigen Welt vor rosa Schmetterlingen nichts anderes mehr sah, würde er es ihm sagen, das nahm Cloud sich vor und schaute weiterhin verträumt und genoss einfach nur dessen Anwesenheit und Nähe.

Lächelnd streichelte Kadaj den Blonden aufgrund dessen Schnurren und dem Anschmiegen seiner Hand, weiter und blickte ihn schweigend in den noch immer verträumten Gesichtsausdruck. Er fragte sich, was in Cloud seinem Kopf vor sich ging, warum dieser ihn so anschaute. "Cloud an was denkst du? Du schaust so seltsam verträumt, ist alles in Ordnung?", wollte er von dem Blonden wissen, streichelte weiterhin seine Wange und seufzte leise auf. Er war nun mal neugierig geworden, war Cloud sein Anblick doch mehr als merk- und fragwürdig.

"Ach, nichts ... finde deine Anwesenheit nun gar nicht mehr so störend ... hmm. Weil ich.. ähm.. weil du ... also ... ach egal, du weißt, hoffentlich was ich meine ..." Wie sollte man auch ausdrücken, dass er ihn ja beinahe schon gern hatte. Bestimmt würde er das nicht sagen. Am Ende wurde er noch rot. Gut, das war er bestimmt schon, so wie sich seine Wangen anfühlten und tatsächlich war sein Gesicht etwas rosa und dies kam bestimmt nicht von der vergangenen Verzückung. Vorsichtig platzierte er einen kleinen Kuss auf den Fingern des Silberhaarigen, welche immer wieder über seine Wange streichelten und hoffte, dass dies mehr sagte als Worte, die sowieso nur missverstanden werden konnten.

Angestrengt, beinahe aufgeregt hörte Kadaj zu, was Cloud ihm versuchte, zu sagen. Sein Herz schlug dabei nun wieder einige Takte schneller, sein Puls beschleunigt sich und seine Wangen wurden in ein zartes rosa getaucht. "Ja, ich denke ich weiß, was du mir sagen möchtest und hey ... so schlimm finde ich das gar nicht. M- ... mir geht es nämlich genauso und das nicht erst seit gestern", gestand der Silberhaarige leise, sah nun die zarte rosa Farbe auf Cloud seinen Wangen und lächelte. Auch als er ganz vorsichtig einen kleinen Kuss auf seine Finger setzt, strahlte Kadaj mit der Sonne um die Wette und bekam zu allem Überfluss auch noch Tränen in die Augen. „Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, das ist alles so seltsam, aber schön zugleich", stammelte er ein wenig und blickte sein Gegenüber ratlos an.

Cloud grinste ein wenig verlegen. So deutlich hätte er es nie zugeben können. Hatte er sich nun verliebt oder war es einfach die Tatsache, dass er sich eingestehen musste, dass Alleinsein doch nicht so schön war. Dass er doch lieber Gesellschaft hatte und sich nicht absondern wollte. Vielleicht sollte er einfach weniger darüber nachdenken und die Situation nur genießen ...


Vielen Dank an alle Leser, für jedes Sternchen und jeden Kommentar. Ihr seid klasse und es freut mich, dass Euch meine Geschichte gefallen hat.

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Autor

Deidaras Profilbild Deidara

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Kapitel:28
Sätze:8.758
Wörter:147.656
Zeichen:840.904

Kurzbeschreibung

Rufus schenkt Cloud aus Dankbarkeit einen Sklaven. Vorerst weiß dieser aber nicht das dies Kadaj ist, da dieser nicht spricht und sich verhüllt. Nach einiger Zeit merkt Cloud aber wer sich hinter seinem Sklaven versteckt und vorerst will er diesen wieder loswerden bis ihm in den Sinn kommt den Kleinen etwas zu quälen.

Kategorisierung

Diese Fanfiction wurde mit Liebesbeziehung (problematisch), Drama (Genre) und Sexuelle Gewalt getaggt.

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