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Hoffnungslosigkeit

8
11.05.20 10:57
12 Ab 12 Jahren
Fertiggestellt

Charaktere

Draco Malfoy

Der blonde Sohn einer reinblütigen Familie ist im gleichen Jahrgang wie Harry Potter - aber in Slytherin. Schon bei ihrer ersten Begegnung in der Winkelgasse geraten sie aneinander, was sich über ihre gesamte Schulzeit immer weiter aufschaukelt. Am Ende der Reihe jedoch scheinen sie irgendwie auf der gleichen Seite zu stehen und begegnen sich neutral.

Draco hielt einen Brief in den Händen. Er hat ihn heute am Morgen von seiner Mutter bekommen und bis zu diesem Moment nicht geöffnet.

Draco warf einen Augenblick auf die Uhr: Es war schon halb neun. Im Gemeinschaftsraum von Slytherin herrschte Stille, nur das Feuer knisterte im Kamin.

Gott...wie schwierig war es ihm, sich dafür zu entscheiden, den Brief zu lesen... Der Junge schloss für einen Augenblick seine Augen.

"Mein lieber Draco"

Die Hände zitterten. 

Die Mutter schrieb ihm in diesem Jahr viel seltener als im letzten. Es war schwer, dies nicht zu bemerken. ​​

"Ich freue mich immer darüber, von dir einen Brief zu bekommen. Hoffentlich bist du gesund und fühlst dich mehr oder weniger gut".

"Ich". Bloß "Ich". Hat sie schon die Hoffnung, dass Lucius aus dem Askaban rauskommen wird, aufgegeben?

Der Junge fühlte sich definitiv gut… eher weniger seitdem er vom Dunklen Lord jene besondere Aufgabe bekommen hatte.

Erinnerungen wurden wieder wach. Drei Auroren kamen nach Malfoy Manor, um das Haus zu untersuchen. Tränenreiches Gesicht der Mutter. Danach folgte der ganze Monat, während dessen Draco weiterhin zu leben versuchte. Der Junge vertiefte sich in sich selbst, indem er die Apathie von der Mutter nicht zu bemerken versuchte. Da er nichts ändern konnte.

"Mir geht es auch gut."

"Gut. Dir geht es gut...Lüg mich weiter an, Mama..." - dachte Draco. 

“ER würde gern wissen, wann der erste Teil deiner Aufgabe fertig wird”.

Das Herz begann viel schneller klopfen. Offensichtlich konnte Narzissa nicht ganz offen von dem Dunklen Lord sprechen. Hinter diesem Satz steckt seine Wut. Er will nicht warten. Seine Geduld ging langsam zu Ende, genauso wie das Jahr, das er Draco für die Aufgabe gegeben hatte.

“Deine Mutter

P.S.: Alles wird gut, Draco.”

"Nein, Mama, wird es nicht. Ich bin zu weit gegangen. Der Vater ist zu weit gegangen. Kannst du dich daran erinnern, wie der Lord seine zehn beste Todesser aus Wut getötet hat? Unsere Familie ist sogar in größerer Gefahr.  Was kannst du mir nun versprechen?!"

Draco schloss die Augen und machte einen tiefen Atemzug. Dann atmete er aus.

"Ich bin ausgewählt. Ich bin der Beste. Es ist mir eine Ehre. Ich soll..." 

Gott, wie lange kann man sich selbst anlügen? Versuchen, sich zu überzeugen...

Da war es dem Jungen plötzlich kalt, obwohl das Feuer im Kamin die ganze Zeit entzündet war. Ein unangenehmes Zittern lief ihm durch den Körper. Malfoy stand langsam auf und nahm ein Blatt Papier aus der Tasche.

“Ich bin fertig mit dem Kabinett. Dies kann jederzeit geöffnet werden”.

Er wollte noch was dazu schreiben, wenigstens eine Grußformel. Doch es gab keinen Sinn. Draco ging zu Eulerei. 

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