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Geschichte ist die Zukunft - Rumtreiberzeit

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20.02.20 20:26
16 Ab 16 Jahren
In Arbeit

2 Charaktere

Sirius Black

Sirius Black ist der Pate von Harry Potter und bester Freund dessen verstorbenen Vaters James Potter. Seit Harrys Eltern starben war Sirius zu Unrecht in Askaban, bis er schließlich ausbrach um den wahren Mörder zu stellen.

Raquel Torres

Das ist ein von mir selbst ausgedachter Charakter.

Sicht Sirius

 

Ich schenkte mir ein weiteres Glas Feuerwhiskey ein und trank es gleich darauf mit einem Zug leer. Ich hatte keine Ahnung mein wievieltes Glas es war. Es war aber auch egal, das hatte keine Bedeutung. Es sollte seinen Zweck erfüllen, mehr nicht! James saß mir gegenüber, aber er hatte kein Wort gesagt. Was sollte er auch sagen? Alles wird gut? Das Leben geht weiter? Nein das wären Floskeln gewesen, die sich nicht bewahrheiten würden. Lily stand an der Küchenspüle und wusch das Geschirr auf. Wie immer ohne Magie. Zwischen durch spürte ich ihren Blick auf mir. Er war traurig und mitfühlend, aber auch sie schwieg.

Ich war froh, dass ich einfach nur bei ihnen in der Küche sitzen konnte und meinen Kummer ertränken konnte ohne etwas dazu sagen zu müssen. Ich goss mir ein weiteres Glas ein, als ich das Klingeln der Tür vernahm, aber es interessierte mich nicht.

James stand auf, legte seine Hand auf meine Schulter und drückte sie kurz. Eine kurz Geste des Verständnisses und ging dann zur Tür um sie zu öffnen. Erneut trank ich mein Glas mit einem Zug leer. Brennen tat es schon lange nicht mehr in meiner Kehle.

James erschien wieder, ich hörte es an seinen Schritten, aber ich blickte nicht auf. Ich fixierte nur mein leeres Glas was ich in meiner Hand hin und her drehte.

„Lily!" sprach er leise.

Im Augenwinkel nahm ich war wie sich die Angesprochene umdrehte und erstarrte. Warum wusste ich nicht und war mir auch egal. Sie legte ihren Lappen zur Seite und ich hörte wie sie die Küche verlies.

„Padfoot, es ist für dich." Sprach mich mein bester Freund auf einmal an, dann hörte ich wie sich Schritte entfernten.

Wer sollte mich besuchen? Vor allem um diese Zeit? Verwundert hob ich meinen Blick und sah zur Küchentür und im gleichen Moment ließ ich mein Glas fallen, welches auf dem Tisch aufkam, von diesem runterrollte und klirrend auf dem Boden zersprang. Das nahm ich aber nicht wahr. Ich sah nur sie. Sie die gar nicht hier sein dürfte, aber sie war es.

Da stand sie in einem durchtränkten weißen Hochzeitskleid, nassen und wirren Haaren und ihr Gesicht war auch nass und gerötet und blickte mich mit ihren braunen Augen an. Augen die mir viele Jahre nur Verachtung entgegenbrachten und mich nun voller Emotionen anblickten.

„Sirius?" Ihre Stimme war leise und kratzig und sie zuckte kurz zusammen, als hätte sie sich vor sich selber erschreckt.

Ich stand auf, ich merkte wie es mich leicht drehte, aber ich war schnell wieder Herr meiner Lage. Mit langsamen Schritten ging ich auf sie zu und blieb kurz vor ihr stehen. Ich sah sie nur an. Sie war durchnässt, fror und ihr Makeup völlig verschmiert, aber trotzdem war sie die schönste Person die je gesehen habe.

„Was tust du hier?" fragte ich und ich hörte wie meine Stimme zitterte. Ich hatte Angst vor dem was sie mir sagen würde. 

Ich merkte wie sie tief durchatmete und dann ihre rechte Hand hob und sie mir hinhielt. Auf dieser lag ein hellblaues Stofftuch, welches ich vorher nicht wahrgenommen hatte. Ich zögerte und blickte ihr wieder in die Augen, die mich auffordernd anblickten, also nahm ich das Stofftuch entgegen. Es war auch nass. Vorsichtig faltete ich es auseinander und ein vierblättriges Kleeblatt kam zum Vorschein und plötzlich war ich zurück.

Zurück an dem Ort, der sieben Jahre mein Zuhause war. Hogwarts.

 

2 Jahre zuvor

 

Es war das erste Jahr, seitdem ich in Hogwarts war, dass ich etwas wehmütig war, dass die Sommerferien vorbei waren. Ich wusste nun wie es war, wenn man eine Familie hatte die einen liebte und sich um einen kümmerte. Dies konnte ich in den letzten Wochen bei den Potters erfahren, die mich ohne Zögern aufgenommen hatten, nachdem ich mit einem blauem Auge und aufgeplatzter Lippe vor ihrer Tür stand und um Asyl bat. Danach war die schönste Zeit die je außerhalb von Hogwarts hatte und das Beste war, das ich wieder hin konnte. James Eltern hatten mich aufgenommen und mir nun ein Zuhause gegeben.

Zufrieden ging ich durch den Gang des Hogwarts Express, meinen Koffer hinter mir herziehend und gefolgt von James. Ich war mir sicher, das würde das beste Jahr in Hogwarts werden. 

„Wo sind die denn?" hörte ich James murren, der in jedes Abteil sah.

Wir suchten seit geschlagenen 10 Minuten Remus und Peter, aber sie waren nirgends zu finden. Bei unserem Glück sitzen sie wahrscheinlich am anderen Ende des Zuges.

„Sie werden schon irgendwo sein."

Gerade öffnete ich die nächste Tür zu einem weiteren Wagon, als der Zug eine sehr rumplige Kurve fuhr und James gegen mich stieß, da er sein Gleichgewicht verlor. Überrascht machte ich zwei Schritte nach vorne, stolperte und viel durch die Tür und landete überraschend weich auf dem Boden. Ein erschrockenes Quietschen war zu vernehmen, was eindeutig nicht von mir kam. Perplex sah ich nach unten und blickte in zwei dunkelbraune, mandelförmige Augen die vor Schreck aufgerissen waren, aber im gleichen Moment sich verengten und mich wütend ansahen.

„Mach dich von mir runter Black!" zischte eine gereizte Mädchen Stimme.

Raquel Torres. Warum muss ich ausgerechnet auf Raquel Torres landen? Warum nicht Holly, Magret oder Marlene? Warum ausgerechnet die Gifthexe von Slytherin? 

„Solltest es genießen. Wenn du in nicht allzu ferner Zukunft unter Malfoy liegst wünscht du dir den Augenblick zurück." Sprach ich überheblich und ein Grinsen legte sich auf meine Lippen.

Sofort verfinsterte sich ihr Blick noch mehr. Mit einer Kraft, die ich gar nicht erwartet hatte, stemmte sich mit ihren Händen gegen meine Brust und schob mich mit einem Ruck von ihr runter. Sie stand auf, zupfte ihre Uniform zu Recht und drehte sich dann wieder zu mir. Sie war hübsch, wahrscheinlich das schönste Mädchen auf der ganzen Schule, aber so schön sie von außen war, umso hässlicher war sie innen. Sie war überheblich, eingebildet und ein Miststück zu Muggelgeborenen. Also alles was man sich von einer reinblütigen Hexe wünscht, zumindest in den Kreisen woher sie stammte und auch ich.

„Du bist widerlich Black." Schnaubte sie und bückte sich nach ihrem Koffer um auch diesen wieder aufzustellen.

„Danke, gebe ich nur gerne zurück." 

Überheblich blickte ich sie an. Raquel wandte ihren Blick ab, nahm ihren Koffer und schob sich an mir und James vorbei. Dabei war es ihr egal, das ihr Koffer mehr als einmal gegen uns knallte. Als sie an uns vorbei war, drehte sie sich noch einmal um. Sie warf ihr Haar nach hinter und musterte mich herablassend.

„Ach und noch was. Schon alleine der Gedanke das ein Blutsverräter mich anfassen könnte bereitet mir Brechreiz." Dabei steckte sie sich ihren Zeigefinger in den Mund, drehte sich um und ging den Gang entlang.

Mein Blick verfinsterte sich. Wie ich sie hasste. Wie ich eigentlich fast alle Slytherins hasste. Diese abgrundtiefe Abneigung von anders Denkenden. Ich hatte nie in diese Gesellschaft rein gepasst und wollte es nicht. Allein der Gedanke, dass ich mit so einer Person wie Torres befreundet sein könnte, widerte mich an. So wie es ist war es perfekt. Ich hatte ehrliche Freunde, die nicht danach schauten woher man kam.

„So eine blöde Zicke. Ob die sich mal ändert?" fragte James genervt und blickte ihr hinter her.

„Da wird Moony eher geheilt, bevor die sich ändert." 

Damit war für mich das Thema beendet und wir gingen weiter und suchten unsere restlichen Freunde.

Autorennotiz

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Autor

Finolas Profilbild Finola

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Kurzbeschreibung

Sirius Black und seine Freunde befinden sich in ihrem 6ten Schuljahr in Hogwarts. Alles sollte wie immer sein und die Freude auf ein aufregendes neues Jahr war groß, bis die erste Stunde in Geschichte der Zauberei stattfindet. Plötzlich stand er sich einem Problem gegenüber. Raquel Torres, Slytherin und überzeugt davon, dass nur reinblütige Hexen und Zauberer privilegiert sind. Sirius muss anfangen sich mit ihr auseinander zusetzen und ihren Wertvorstellungen. Raquel selber war immer überzeugt von dem was ihr gelehrt wurde, aber dann beginnen ihre Wertvorstellung an zu schwanken und Sirius zeigt ihr eine Welt die sie nie erwartet hätte zusehen. (SiriusXOC)