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Klapptexte

Am 28.06.2020 um 9:54 Uhr

Hey ihr Lieben,

Klapptexte für Bücher sind für Autoren so wichtig wie die Sonne für die Blumen.

Ich habe schon so viel darüber gelesen und auch schon versucht ein eigenen zuschreiben, aber irgendwie will mir das nicht gelingen. Die Spannung, geschweige die tausend Fragen bauen sich einfach nicht auf. Es lässt sich bis jetzt wie eine kurze Zusammenfassung lesen und das ist ja nun nicht Sinn und Zweck.

Hat vielleicht jemand ein oder mehrere Tipps für mich?

Sollte man vielleicht Fragen stellen?

Den Aufbau komplett ändern?

- HC beschreiben, um was es ungefähr geht und zum Schluss die Leser anheizen.

Ich verzweifle langsam und brauche dringend Rat.

Gruß Yuki

Zuletzt bearbeitet: Am 28.06.2020 um 15:49 Uhr von Yuki

Am 28.06.2020 um 11:05 Uhr

Was meinst du mit Klapptexten? Kurzbeschreibungen, die du hier zu deinen Fanfictions schreibst? Oder tatsächlich die professionellen Klappentexte, die bei veröffentlichten Büchern auf der Rückseite stehen?

#2
(Threadersteller)

Am 28.06.2020 um 14:58 Uhr

Ich meint die Profezionellen Klapptexte für Bücher. Für meine FF oder Storys hier, ist mir das nicht ganz so wichtig.

#3

Am 28.06.2020 um 16:12 Uhr

Wirklich einen Tipp habe ich nicht, aber ich habe schon verschiedenes gesehen. Manche nehmen eine spannende Stelle aus dem Buch (beispielsweise als der Hautpcharakter feststellt, dass er von einem Freund verraten wird. Natürlich so, dass man nicht sagen kann, was gerade wirklich passiert, aber so, dass man halt gespannt darauf ist, zu erfahren, was passiert).

Und andere manchen da wirklich nur eine kurze Zusammenfassung (so von wegen: Sara war ein ganz normales Mädchen bis sie auf den msyterösen Tom trifft, der sie in eine Welt voller Magi entführt. Von nun an muss Sara sich nicht nur mit gefährlichen Monstern, die ihr nach dem Leben tachten auseinandern setzen, sondern auch mit ihren Gefühlen und ihrer Vergangenheit, den es scheint als wäre sie und ihre Familie nicht so normal, wie sie immer dachte. Was passierte damals vor 10 Jahren, als sie durch einen angeblichen Unfall ihre Erinnerungen verlor?)

Ich persönlich brauche nicht zig Fragen. Empfinde ich eher nicht ansprechend, wenn da dann sowas steht wie "Wird Maria ihre große Liebe finden?", "Können die Freunde die Welt vor dem Untergang bewahren?", "Wird Tom je erfahren, was damals wirklich passiert ist?".
Fragen sagen mir nichts über die Geschichte bzw. nur wenig, dass man es sich auch gleich sparren kann.

Eine komplette Beschreibung des Hauptcharakter ist meiner Meinung nach auch nicht nötig (wie soll das aussehen? Dass man liest, wie schön wallendes braunes Haar er hat und wie samragdgrün seine Augen sind? Das Aussehen des Charas interessiert mich ehrlich gesagt relativ wenig. Ich will wissen, um was es in der Geschichte geht).

Ich persönlich habe es gerne, wenn man mit sagt, um was es in der Geschichte geht. Ob man dann vielleicht am Ende noch eine Frage stellt oder nicht, ist mir dann egal. Aber ich will wissen, was ist das Thema. Für mich soll ein Klappentext die Zusammenfassung der Geschichte sein.

Tut mir leid, dass ich nicht wirklich behilflich sein kann. :(
Ich drücke dir die Daumen, dass du einen für dich zufriedenstellenden Klappentext schaffst. :)

#4
(Threadersteller)

Am 28.06.2020 um 18:38 Uhr

Ich danke dir SuYeon, das ist doch schon mal ein Einblick.

Ich sehe das genauso, zuviele Fragen lenken vom eigentlichen ab.

Am 28.06.2020 um 20:53 Uhr

Damit kenne ich mich nciht sonderlich aus, aber aus persönlicher Sicht möchte ich dir nur einen Rat geben: Benutze niemals das Wort "normal". Egal in welcher Verbindung. Eine "normale" Protagonistin? Langweilig. Ein "normaler" Love Interest? Langweilig. Eine "normale" Umgebung? Langweilig. Es gibt nicht viel, was mich und auch viele andere, wenn man einschlägige Threads im Auge behält, das Buch schneller weglegen lässt als "das ganz normale Mädchen". Ja, eine persönliche Ansicht, aber gar keine so seltene. ;)

#6
(Threadersteller)

Am 28.06.2020 um 22:56 Uhr

Okay, Danke LockXOn. Gut das ich das Wort 'Normal' nicht drin habe. Ich verstehe ja, das Normal gleich langweilig ist und genau das sollte es nicht sein.

 

 

Ich freue mich, das mir wenigstens erzählt wird, auf was ihr bei einem Klapptext achtet, dass ist gut und so kann man sich auch direkt an die Leser richten. Zwar nicht mit persönlicher Ansprache, aber wenn man weiß was ungefähr gut ankommt ist das doch schon mal die halbe Miete.

Ich habe mir auch KT von dem gleichen Genre angesehen, aber die sagen mir entweder nicht zu oder der Stil passt nicht zu mir.

Danke für eure Kommentare

Am 29.06.2020 um 9:01 Uhr

Ich persönlich kann vor allem sagen, was ich NICHT mag an Klappentexten. Das sind zum einen Zitate aus dem Text selbst: Ich will wissen, worum es geht und keinen Textauszug. Den hab ich auch, wenn ich das Buch aufschlage. Gerade bei englischen Büchern ist es üblich, blurbs hinten drauf zu packen, das ist genauso nervig; mich interessiert es nicht, wenn Autor*innen dafür Werbung machen, weil es eben Werbung ist und keine unvoreingenommene Meinung und mir immer noch nicht sagt, warum ich dieses Buch lesen soll.

Überhaupt ist das der wichtigste Punkt bei einem Klappentext: Er soll mir sagen, warum ich diesen Text lesen soll. Wichtig ist daher vor allem, den Konflikt anzureißen, um den es geht.

Und Fragen kann ich ja mal gleich gar nicht leiden, weil ich die immer bereits nach Lesen des Klappentext beantworten kann. Werden sie zueinander finden? JA! Wird unsere Heldin es schaffen? JA! Und wie LockXOn auch schon schrieb: Bloß niemals über "ganz normale Teenager" oder dergleichen schreiben. Oh, sie sind doch nicht so normal, wie sie gedacht haben. Who would have guessed??!! Dasselbe mit "attraktiven, aber mysteriösen fremden Kerlen, die der Prota über den Weg laufen", da bin ich auch immer ganz schnell raus.

#8
(Threadersteller)

Am 29.06.2020 um 12:52 Uhr

Auch dir danke ich AuctixMundi und sehe, dass ich etwas ändern muss.

Die Attraktivität des Protas steht drin und das muss ich dann noch ändern.

Fragen, die sich von selbst beantworten mag ich auch nicht. Genauso wie vorhersehbaren Abläufe. Kleine Dialog, Auszüge finden ich jetzt nicht zu schlimm, aber es gibt Autoren die nur damit den KT beschreiben und das find ich zuviel. Als Schnipsel oder Werbung für die Geschichte, sehe ich das anders, da stellt man sich vielleicht die ein oder andere Frage, aber wie gesagt als KT finden ich das nicht okay.

#9

Am 29.06.2020 um 17:07 Uhr

Man muss womöglich unterscheiden, ob es der Klappentext im Buch oder der Text auf der Rückseite des Buches ist. (Ich meine, gelernt zu haben, dass nur Ersteres der eigentliche Klappentext ist, also lege ich das hier mal eher so aus.) Beides soll mich allerdings überzeugen, das Buch zu kaufen bzw. zu lesen und mir ausreichend Auskunft geben. Während die Rückseite mehr dem Interesse-Wecken dient, soll der Klappentext - soweit das eh nicht schon auf der Rückseite geschieht - den Leser wissen lassen, was auf ihn zukommt.

Je nach Art (Roman, Sachbuch, etc.) stelle ich dabei andere Ansprüche bzw. erwarte, dass mir bestimmte Fragen beantwortet werden.
Bei einem Roman etwa:
In was für einer Welt spielt die Geschichte?
Was für ein Charakter steht bzw. was für Charaktere stehen im Zentrum der Erzählung?
Falls es eine mehrteilige Geschichte ist, welcher Teil davon ist es?
Besonders gut finde ich es auch, wenn man etwas über die Erzählweise erfährt.

Ich möchte dir auch mal zwei Beispiele zeigen, die ich persönlich gut finde, weil sie meiner Meinung nach diese Fragen beantworten.

Schwert und Krone - Meister der Täuschung von Sabine Ebert:

 

Heilige Mörderin von Keigo Higashino:

 

Auf den ersten Blick ist der perfekte Mord geschehen: Der erfolgreiche Unternehmer Mashiba liegt tot in seinem Wohnzimmer. Kurz zuvor hatte er von seiner Frau die Scheidung verlangt. Physik-Professor Yukawa liefert zusammen mit Inspektor Kusanagi ein Kabinettstück an Kombination, um die Schuldige zu überführen.

Keigo Higashino treibt sein hochraffiniertes Spiel mit Figuren und Lesern. Mit leichter Hand schafft er einen Kriminalfall wie ein Sudoku: Spannung bis zum Ende garantiert, die Auflösung rückblickend ganz logisch.

Vielleicht hilft es dir auch einfach, dir dabei die Frage zu stellen, ob du, wenn der Text alles ist, was du über das Werk weißt, dieses Werk lesen würdest. Oder auch, wenn ein Leser Interesse an dem Werk hat, aber sich noch nicht ganz sicher ist, was würdest du als letztes Argument für das Werk vorbringen?

#10
(Threadersteller)

Am 29.06.2020 um 18:01 Uhr

Reeney Dankeschön.

Das hört sich gut an und damit kann ich arbeiten.

Und so habe ich nun auch erfahren, dass ich den Text auf dem Buchrücken meine und nicht den KT. Aber auch der ist wichtig in einem Buch.

 

Ich danke euch für eure tollen Antworten, Anregung, Meinung und Ideen.

Neues im Forum

Am 23.08.2020 um 18:06 Uhr
Von Sairen
Titel - My personal One Piece Autor - Sairen Genre - Fanfiction Abenteuer Inhaltsangabe:Nach dem Sieg über Doflamingo, plagt Law die Ziellosigkeit. Auf dem Sabaody Archipel hatte er noch geprahlt König der Piraten zu werden, doch das interessierte ihn gar nicht. Sein bisheriges Ziel war Rache gewesen, an dem Mann, der ihm den geliebtesten Menschen genommen hatte. Dennoch ist an Ruhe nicht lange zu denken. Neue Probleme sowie alte Bekannte stellen sich ihm entgegen. Nicht alle sind ihm dabei willkommen und so muss Law sich mit ihnen auseinander setzen. Dabei bereitet ihm seine langjährige Freundin Sharina, die einzige Tochter in der Whitebearpiratenbande, große Sorgen. Hinter ihr scheint es einige Geheimnisse zu geben. Anmerkung des Autors: Die Fanfiction entstand ca. im Jahr 2015. Damals ging der Dressrosa-Arc gerade zu Ende. Dementsprechend sind aktuellere Infos zu Inseln, Piraten und Co. nicht berücksichtigt. Da der Hauptchar hier allerdings ein OC von mir ist und es somit als alternativ Geschichte angesehen werden kann, zeige ich sie euch trotzdem :) Altersfreigabe - 12 Jahre ein kleiner Auszug von wenigen Absätzen Länge:Leise öffnet er die Tür. Wie er vermutet hat, ist sie auf dem Stuhl eingeschlafen und liegt mit dem Kopf auf dem Bett. Marco schläft ebenfalls friedlich. Unschlüssig, ob er sie ins Bett tragen oder ihre einfach nur eine Decke überlegen soll, beobachtet er sie. Ihre Schultern heben und senken sich regelmäßig bei jedem Atemzug. Die Haare fallen ihr über die Schultern und das Gesicht. Sanft streicht er sie zur Seite. Ein leises Lächeln stiehlt sich auf seine Lippen. So friedlich hat sie schon lange nicht mehr ausgesehen. Trauer legt sich über sein Gemüt. Es ist nicht fair, dass sie so viel ertragen muss. War es denn fair, dass überhaupt jemand so großen Schmerz ertragen muss? War es fair, dass er ihn hat ertragen müssen? Erinnerungen kommen in ihm hoch und seine Eingeweide scheinen sich zusammen zuziehen. Er schüttelt leicht den Kopf, um die Gedanken abzuschütteln. Es ist vorbei! Es ist alles vorbei. Ich brauche darüber nicht mehr nachzudenken, mahnt er sich selbst. Meine Gegenwart ist hier. Sanft streicht er über ihre Wange. Daraufhin atmet sie tief durch. Schnell zieht Law seine Hand zurück. Grund der Empfehlung (da reicht auch ein Satz, wobei mehr natürlich immer besser ist):Die Geschichte beinhaltet eine etwas andere Sicht auf bekannte Charaktere und deren Verhalten und Beziehungen unter- und zueinander, ohne sie komplett aus dem Canon zu reißen. Einen (hoffentlich) gut in den Canon integrierten OC. Die Fanficiton ist mit 32 Kapiteln und einem kurzen Epilog abgeschlossen. Somit erhaltet ihr als Leser jeden Sonntag zuverlässig ein Kapiteln und müsst euch keine Sorgen machen, dass ich aufgrund von Stress im RL mal nicht zum schreiben komme. Link (nur für Texte die bis 12 eingestuft sind!)https://storyhub.de/fanfictions/anime+%26+manga/one-piece/my-personal-one-piece Mehr anzeigen
Am 21.08.2020 um 20:17 Uhr
Von Sairen
Im Bereich Fantasy kann ich empfehle:- Kevin Hearne - Die Chroniken des eisernen Druiden- alles von Alexey Pehov- Richard Schwartz - Askir- Trudi Canavan- Licia Troisi - Die Drachenkämpferin, Schattenkämpferin und Feuerkämpferin (je eine Triologie)- Jason M. Hough - Darwin City (Sci-Fi / Dystopie)- Ann-Kathrin Karschnick - Rack (Steampunk, 6 Kurzbände in zwei Sammelbänden zusammen gefasst)- Alexander Bally - Habling unter Huren und Halunken, Halbling unter Mördern und Minnen (der zweite Band knüpft zwar an den ersten an, sie funktionieren aber auch als Einzelbände) Wenn du auf Anime/Manga bzw. Conventions steht kann ich ebenfalls "Killer Con" von Steffi Holzer und Lars Erbstößen empfehlen. Mehr anzeigen