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Verfilmung des Silmarillion: yay oder nay?

Am 23.02.2017 um 1:07 Uhr

Es kursieren immer wieder Gerüchte über eine Verfilmung des Silmarillion, die alles nichts weiter sind als genau das: Gerüchte. Ich habe neulich hier einen schönen Post gefunden, der ausführlich erläutert, warum daraus so schnell nichts werden kann. Dennoch wollte ich mal horchen, wie ihr so dazu steht: Würdet ihr eine Verfilmung begrüßen oder eher nicht?

Ich würde ehrlich gesagt Amok laufen, wenn Jackson das Silmarillion anrührt. Wie im Artikel beschrieben, hätte er auch gar nicht die Rechte dazu. Tolkien selbst verkaufte zu Lebzeiten nur die Filmrechte zum Hobbit und Herrn der Ringe, dementsprechend darf Jackson auch nur Material daraus verwenden. Das Silmarillion erschien erst posthum und wurde von Christopher, seinem Sohn, veröffentlicht. Dementsprechend hat auch er die Rechte daran. Wenn man bedenkt, dass Christopher seinen Sohn Simon enterbte, weil dieser die Verfilmungen Jacksons mag, wird wohl einleuchten, dass Christopher die Filmrechte für das Silmarillion nicht herausrücken wird. (Simon hat das Erbe übrigens wieder.) So senil ist Christopher nun auch wieder nicht und die Tolkien Estate selbst existiert quasi nur, um seinen Willen auszuführen. Auch nach seinem Tod werden die wohl die Rechte nicht herausgeben. Hoffe ich. Sollte nach aktuellen geltenden Recht auch eh nicht möglich sein, da die Urheberrechte am Silmarillion erst 75 Jahre nach Christophers Tod erlöschen. Und das ist hoffentlich noch lange hin.

Die einzigen, denen ich eine ordentliche Umsetzung des Silmarillion zutrauen würde, sind die Macher von Game of Thrones. Die haben gezeigt, dass sie es können. Und selbst wenn Jackson das machen sollte, würde ich, wie ich mich kenne, dennoch in's Kino rammeln, den Film hassen und mir dennoch nen Haufen Merch kaufen.

Es gibt übrigens einige echt schöne Fantrailer, unter anderem diesen hier:

Am 24.07.2018 um 15:21 Uhr

Also eine Verfilmung von Jackson fände ich höchst alamierend. Man sehe sich nur an, was er mit dem Hobbit angestellt hat...

Eigentlich finde ich man sollte es nicht verfilmen, denn wieso muss man alle großartigen Bücher verfilmen?

Aber stimmt die Macher von Game of Thrones könnten es schaffen, aber das wäre auch eine der wenigen.

Tatsächlich bin ich jetzt erst einmal gespannt darauf, was aus der Herr der Ringe Serie wird und ob ich sie hasse. Denn ehrlich gesagt bin ich mehr als skeptisch deswegen.

Auch fände ich es schade, wenn mit dem Silmarilion Fandom das Gleiche passiert wie mit den Fandoms von Herr der Ringe und Hobbit, den die Filme sind meiner Meinung nach einer der Gründe dafür warum es auch Fanfiktions gibt, die nicht sehr gut recherchiert sind.

#2
(Threadersteller)

Am 25.07.2018 um 13:10 Uhr

@magicblue Unterschreibe ich genauso.

Am 24.09.2018 um 3:48 Uhr

Also, ich bin ja kein Fan von ASOIAF, aber nach allem was man so hört sind die Filme in puncto Dark 'n Edgy um jeden Preis nicht besser sondern eher schlechter als die Bücher.

Also, ich weiß nicht recht. Gerade zur Dekoration noch mal schnell reingeworfene Sexszenen sind was, was bei Tolkien so gar nicht passt.

Ich würde da eher Guillermo del Toro als Kandidaten nennen, der womöglich was Vernünftiges daraus machen könnte. Pans Labyrinth hatte ungefähr das Gleichgewicht zwischen düsterem Horror und Fantasy, das für das Silmarillion passen würde.

 

An den Filmen von Jackson finde ich nicht alles schlecht. Nur die Darstellung von Faramir. Und die Darstellung von Gimli. Und die Romanze zwischen Tauriel und Kili ... aber nicht alles.

(Außerdem hätte man aus dem Herr der Ringe sechs Filme machen müssen. Schade, dass nicht der Hobbit zuerst verfilmt wurde, dann würde das vielleicht alles mehr Sinn ergeben.)

 

 

#4

Am 08.11.2018 um 11:13 Uhr

Nein danke. Also erstens will ich nicht, dass Jackson da wieder was verschandelt; zweitens finde ich, dass es zu viel Stoff ist und keine Serie dem gerecht werden kann. Ich befürchte auch, dass die Macher von GoT zu viel Sex reinbringen würden, was ja komplett unnötig ist und übermässig viel Gewalt und zu detailliert, was meiner Meinung nach überhaupt nicht passen würde.

Aber wenns eine gäbe, würde ich sie wahrscheinlich trotzdem gucken, weil ich neugierig bin.

Am 12.01.2019 um 11:36 Uhr

Mir wäre es relativ eins. Die Sache ist: Der Text, der existiert, wird in seiner Existenz nicht durch eine schlechte Verfilmung gemindert. Selbst wenn Peter Jackson eine richtig miese Verfilmung vergleichbar mit der Hobbit-Trilogie machen würde, dann wäre das halt so. Dann könnte man noch immer auf die Geschichten von Tolkien zurückfallen. Insofern: Mir wäre es relativ eins, ob er das verfilmt.

Eine HBO-Verfilmung dagegen fände ich grauenvoll. Gilt zwar an sich dasselbe, allerdings behaupte ich dass eine versexte Version von irgendetwas Tolkienhaften mehr den Geist der eigentlichen Geschichte betrügt, als eine humoristische. (Immerhin hatte Tolkien sehr rigide Vorstellungen in der Richtung.) Davon abgesehen finde ich GoT nachwievor ziemlich geschmackslos in der Verfilmung, tbh. Es ist nicht schlecht gemacht, aber ich finde den Umgang mit verschiedenen Themen alles andere als gut.

Am 15.01.2019 um 14:45 Uhr

Meine erste Assoziation bei der "versexten Version" war was in Richtung "Wenn sie Fingon und Maedhros eine Beziehung unterstellen wollen, könnte das tatsächlich lustig werden!"
Der zweite Gedanke ging dann eher Richtung Haleth und Caranthir, und daran, dass man daraus ja auch irgendein Drama machen könnte, und ab dem Moment war mein Gehirn wieder im "nein danke!"-Modus.

Also - es ist nicht so, dass ich kein Potential sehe. Man könnte mit einer solchen Verfilmung (mit genug Liebe zu Tolkiens Werk) sicher einige tolle Sachen machen. Epische Schlachten, tolle Landschaften, großartige Frauen, die vielleicht im Silmarillion auch etwas untergehen, Tod, Leid, Konflikte, eigentlich auch ne Menge Politik, DRACHEN ... (und ich würde endlich wunderbare Silmarillion-Reaction-Gifs bekommen :'D)

Andererseits würde die Verfilmung für mich wohl zum Einen daran scheitern, dass es a) nicht genug Schauspieler gibt, die "hübsch" genug sind, Elben zu spielen, beziehungsweise gecastete Schauspieler nicht so ganz zu dem passen, was in meinem Kopf ist, b) dieses gesamte Sex- und Beziehungsding halt wirklich das Potential hat, einiges kaputt zu machen (und machen wir uns nichts vor - alle Filme und Serien bekommen doch heutzutage mindestens eine cringige Romanze) und c) es am Ende wohl doch mehr ums Geld geht, als darum, einen tollen Film/ne tolle Serie zu machen.

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PS.: das mit den verschachtelten Sätzen hatte ich damals auch, als ich mich noch an Büchern und später Drehbüchern ausprobiert habe. Hätte ich das besser geschrieben, wäre so nen Buch höchstens 100 Seiten lang geworden und das wollte ich nicht. Aber wie gesagt: weniger ist manchmal mehr.
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