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Gespräche mit Gemälden

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20.10.18 23:23
12 Ab 12 Jahren
Pausiert

2 Charaktere

Albus Dumbledore

Severus Snape

„Setzen Sie sich, Mr. Potter“, rief Miverva McGonagall dem Elfjährigen zu und deutete auf den Stuhl vor dem Pult.

Die Augen des Jungen, um dessen Hals sich ein dicker Schal in den Gryffindor-Farben schlang, wanderten schüchtern durchs Schulleiterbüro.

„Da Ihr Hauslehrer derzeit im Krankenflügel liegt, werde ich Ihnen die Stundenpläne dieses Jahr persönlich erklären.“, setzte die Schulleiterin fort.

Der Junge lauschte aufmerksam und sein Herz pochte. Alles war so neu, so aufregend. Gerade erst war er in diesem riesigen Schloss angekommen, mit Hagrid über den See gefahren und hatte mit den anderen in der großen Halle zu Abend gegessen. Fast hörte er noch die Stimme des sprechenden Hutes in seinen Ohren und sah den Aufgang zum Gryffindorturm vor sich. Und nun saß er in diesem kreisrunden Zimmer mit dem prasselnden Feuer und den vielen Porträts an der Wand, die fast ein bisschen lebendig wirkten.

„Albus Severus Potter…“, fuhr McGonagall über ein Blatt Papier gebeugt fort, da klopfte es plötzlich an der Türe.
„Ja, herein!“ rief die Schulleiterin und Hagrids bärtiges Gesicht erschien im Rahmen,
„Professor, dürft‘ ich Sie kurz sprechen? Is wirklich dringend“.
„Natürlich, Rubeus. Sie warten bitte hier, Mr. Potter!“, antwortete Minerva McGonagall, erhob sich und verließ das Büro.

Kaum hatte sich die Türe hinter ihr geschlossen, hörte der Junge plötzlich die Stimme eines Mannes über sich.
„Albus SEVERUS Potter?!?“, fragte sie halb verwundert, halb erschrocken.
Der Junge blickte auf und entdeckte an der rechten Wand das Porträt eines schwarzgekleideten Zauberers mit Hakennase und langen, dunklen Haaren, der erstaunt auf ihn herabschaute.
„Harry Potters Sohn“, antworte eine zweite Stimme ganz in der Nähe vergnügt.
Der Junge wandte seinen Kopf und erkannte im Feuerschein zu seiner Linken ein weiteres Gemälde. Es zeigte einen alten Zauberer mit langem, schlohweißem Bart, ebensolchen Haaren und einer Halbmondbrille auf der Nase.
„Das weiß ich, Albus“, rief der Dunkelhaarige ihm zu, „aber ich hätte nie gedacht, dass Potter…“.
„Nun, Severus, ich denke, das ist Harrys Art, Danke für das zu sagen, was Sie für ihn getan haben“, unterbrach ihn der Weißhaarige und lächelte erst das andere Porträt, dann den Jungen an, der ihn betrachtete.

Verwundert von diesem merkwürdigen Gespräch ließ Albus Severus seinen Blick über die Bilder streifen und blieb schließlich an den goldenen Inschriften hängen. „Severus Snape“ und „Albus Percival Wulfric Brian Dumbledore“ standen dort geschrieben. Sein Herz schien für einen Moment höher zu schlagen.

„Ich weiß nicht, ob mir das gefällt“, knirschte Severus Snape leise im Hintergrund, doch Albus Severus hörte kaum zu. Als er wieder aufblickte, waren die blauen Augen Dumbledores direkt auf seine grünen gerichtet.
„Willkommen in Hogwarts, mein Junge. Wie ich sehe hat der sprechende Hut dich Gryffindor zugeteilt, wie deinen Vater damals. Nun ich denke, du wirst viel Spaß dort haben“.
Der alte Zaubrerer klang freundlich.
„Danke ähm Sir“, antwortete der Junge fröhlich und senkte dann seine Stimme. „Ich hatte erst etwas Angst, dass ich nach Slytherin komme…“.
Das andere Porträt schien plötzlich etwas grimmig drein zu blicken,
„…aber das war dumm von mir“, fügte der Junge hastig hinzu.
„So?“, fragte Dumbledore interessiert.
„Ja“, erklärte Albus Severus, „Mein Vater hat mir von Ihnen erzählt. Er sagte mir, dass ich nach Ihnen beiden benannt bin und dann, dass einer von Ihnen ein Slytherin war und dass er der wohl mutigste Mann gewesen sei, den er je gekannt habe. Und meinem Vater glaub ich das“.

Dumbledore wandte seinen Blick von ihm ab und warf ihn geradewegs hinüber zum Porträt des schwarzhaarigen Zauberers. Die Augen des Jungen folgten ihm.
Streng, ernst und taxierend blickte Snape auf ihn herab. Dann kräuselten sich die schmalen Lippen.
„Der mutigste Mann, den er je gekannt hatte, ja?“, wiederholte er leise. „Es gab Zeiten, da rief er mir noch Feigling hinterher!“.

Für einen Moment erfror das Lächeln in Albus Severus‘ Gesicht und Dumbledore blickte unschlüssig drein. Snape schien das Verstummen, das er ausgelöst hatte, regelrecht zu genießen. Auf seinen Mund trat langsam ein triumphierendes Grinsen und die schwarzen Augen glühten vor Stolz.

"Ich fürchte Albus" sagte er süffisant, "Du wirst dich doch noch an mutige Slytherins gewöhnen müssen. 20 Jahre sind eine gute Zeit für die Urteilsfindung, meinst du nicht?. Vielleicht schlägst du Minerva mal vor, die Hutzeremonie darauf zu verlängern."

Eine Sekunde verstrich – dann war der ganze Raum von schallendem Lachen erfüllt.

„Lassen Sie mich sofort runter, Potter!“

Die zornige Stimme hallte an den kahlen Wänden des Schlosses wider, während Gänge, Treppen, Erker und Fenster vorüberflohen.

„Ich denk gar nicht dran“, antwortete der Angesprochene knapp und setzte seinen Weg unbeirrt fort.
„Ich warne Sie! Wenn Sie mich nicht sofort wieder zurückbringen, dann werde ich…“
„Dann werden Sie was? Mich Flubberwürmer aussortieren lassen? Gryffindor Hauspunkte abziehen? Mir das nächste Quidditch-Turnier verderben?“
Ruckartig wandte der junge Mann sich um, „Sie können mir nichts mehr tun. Sie sind nicht mehr mein Lehrer!“
Ein grimmiger Ausdruck trat auf das gemalte Gesicht in dem schweren, goldenen Rahmen, der durch einen Locomotor zwei Meter über dem Boden dahinschwebte.
„Ich werde die anderen Porträts alarmieren! Ich werde der Direktorin mitteilen lassen, was Sie getan haben, Potter! Oh, Professor McGonagall wird sicher sehr begeistert darüber sein, dass ihr Lieblingsschüler Gemälde aus dem Schulleiterbüro stiehlt“, keifte das Porträt ihn an.
Harry zuckte mit den Schultern. „Dazu müssten Sie erst einmal den Schutzwall überwinden, den ich über das Bild gelegt haben“, sagte er gelassen.

Das Gesicht des fahlen, schwarzhaarigen Mannes glühte weiß vor Zorn, die dunklen Augen zu kleinen, finsteren Schlitzen verengt. Mit einem Handgriff zog er den Zauberstab und jagte die verschiedensten Zauber und Flüche auf Leinwand und Rahmen. Harry schüttelte den Kopf und ging weiter. Es war sinnlos. Nach einer Weile kehrte hinter ihm endlich wieder Stille ein.

„Wo bringen Sie mich eigentlich hin?“, zischte das Bild plötzlich, als sie etwas später um eine Ecke bogen.
„In den Gryffindor-Turm.“, antwortete Harry gelassen.
„In den.. WAS?!? POTTTTTEEEER!!!“
Snapes Augen weiteten sich. Er machte eine jähe Bewegung wie jemand, der es sehr plötzlich sehr eilig hatte. Doch zu spät! Gerade als Snape sich umdrehten wollte, hatten sie das Potrtätloch erreicht.
„Passwort. Oh hallo, Severus, lange nicht mehr gesehen!“, zwinkerte die fette Dame ihm zu.
„Guten Tag“ knirschte Snape. Mit einem gekünstelten Lächeln auf den Lippen, das wie eingefroren schien, flog er hinter Harry durch den Eingang.

„Sehr lustig, Potter!“, murrte das Bild, als sie die Treppenstufen hinauf zum Gemeinschaftsraum zurücklegten, „Was kommt als nächstes? Wollen Sie mich vielleicht über Ihrem Kamin aufhängen, damit ich aufpasse, dass keiner Ihrer unverdienten Bewunderer durchs Flohnetzwerk kommt, oder soll ich Ihrem kleinen Freund Longbottom bei seinen aussichtlosen Versuchen helfen für die UTZs zu lernen?“

Harry drehte sich mitten auf der Stufe um.
„Wissen Sie was, Professor“, sagte er ärgerlich, „Sie sind ein gemeiner, verbitterter, unausstehlicher Kerl…“
„Oh, vielen Dank für das Kompliment“, grinste Snape höhnisch…
„…und ein Held!“

Snape verstummte für einen Moment und schien ein wenig zu erbleichen. Harry nutzte seine Chance.
„Das hören Sie wohl nicht gerne, was Professor? Aber es ist wahr! Sie haben ungeheuren Mut bewiesen und…“
„Glauben Sie ja nicht, ich hätte das alles für Sie getan, Potter“, fiel Snape ihm zischend ins Wort. Seine Stimme klang unsicher.
„Oh, ich käme niemals auf diesen Gedanken“, antwortete Harry, „Mir ist völlig klar, für wen Sie das getan haben. Trotzdem werden Sie damit leben müssen, dass ich Ihnen dafür auf meine Art Danke sage“.
Ohne ein weiteres Wort betrat er den Gemeinschaftsraum.
„Was haben Sie vor, Potter?“, rief Snape ihm noch hinterher. Doch seine Worte gingen unter in dem plötzlichen Applaus zahlreicher Gryffindors, die sich im dort versammelt hatten.

„Auf den Mann, der aus Liebe sein Leben riskierte“, rief irgendwo eine Stimme.
„Auf Dumbledores treuesten Spion!“
„Auf den Lehrer, der unsere Schule vor den Todessern schütze“
„Auf unseren Helden Severus Snape“ – „AUF SEVERUS SNAPE“.

Ein Chor aus Stimmen erfüllte das Zimmer und zahlreiche Gläser wurden gehoben. Snape in seinem Gemälde schlug sich augenblicklich die Hand vors Gesicht, als schien ihm das Ganze unendlich peinlich zu sein.
„Wunderbar, ganz wunderbar Potter! Ich hörte ja bereits, dass Sie ihren Mund nicht halten konnten. Aber dass Sie mich jetzt auch noch öffentlich vorführen müssen…“
„Wissen Sie was, Sie sind ein verbitterter, gemeiner…“, empörte sich Seamus Finnigan.
Doch Harry unterbrach ihn.
„Lass es gut sein, wir hatten die Diskussion schon auf der Treppe“
„Meine Freunde“, wandte Harry sich schließlich ans Publikum, „Ich danke euch, dass Ihr zu unserer Ansprache gekommen seid. Ihr könnt jetzt gehen!“

Stühle wurden gerückt, Gläser abgestellt und der Gemeinschaftsraum leerte sich bis nur noch Harry, Neville, Ron, Ginny und Hermine zurückblieben. Die beiden Mädchen hatten sich zusammen vor dem Kamin über etwas auf dem Boden Liegendes gebeugt.
„So, Sie hatten Ihr Vergnügen. Würden Sie nun endlich die Güte besitzen, mich zurückzubringen, Potter?!?“, fragte Snape und wirkte dabei höchst ungehalten.
„Noch nicht ganz“, antwortete Harry und warf Ginny und Hermine einen nervösen Blick zu. „Wie weit seid ihr?“.
„Fast fertig, glaub ich“, antwortete Ginny knapp.
„Und Sie haben Harrys Mutter wirklich Ihr ganzes Leben lang geliebt, Professor?“, fragte Neville plötzlich, scheinbar um die Zeit totzuschlagen.
Snape wandte sich ruckartig in seine Richtung und warf ihm einen äußert bedrohlichen Blick zu.
„Das geht Sie überhaupt nichts an, Longbottom!!!“, zischte er wutschäumend.
„Mann, Sie müssen echt bescheuert sein, wenn Sie nicht dazu stehen können“, rief Ron kopfschüttelnd. Hermine schaute auf und warf ihm einen vielsagenden Blick zu. „
Was ist?“ rief Ron, „habe ich etwas Falsches gesagt?“
Die junge Frau antwortete nicht, nur leise gehüsteltes „sechstes Schuljahr“ drang durchs Zimmer.
„Wir sind übrigens fertig jetzt!“ rief Ginny.
„Sehr gut!“, antwortete Harry trat zu ihnen an den Kamin.
„Es ist nicht ganz so gut geworden wie die Echten. Naja, eigentlich ist es mehr wie ein Zauberfoto“, erklärte Hermine, den Kopf leicht wiegend, „aber ich denke, es sollte gehen“.
„Gut“, sagte Harry und wandte sich wieder dem Gemälde des Tränkemeisters zu, der Neville noch immer im Auge behielt.
„Professor Snape“, rief er seinem ehemaligen Lehrer zu.

Der Mann im goldenen Rahmen wandte sich um und starrte Harry mit finsterer Miene an.
„Als Dankeschön für Ihren Einsatz haben wir uns eine kleine Überraschung ausgedacht.“
„Na da bin ich aber mal gespannt, Potter“, rief Snape zynisch.
Die Jugendlichen versammelten sich vor dem Kamin. Hermine richtete den Zauberstab auf das Etwas am Boden - „Wingardium Leviosa“.

Ein flacher, rechteckiger Gegenstand, der von einem weißen Tuch verdeckt wurde, erhob sich und schwebte auf das Porträt zu. Snape hob die Augenbrauen, Hermine den Zauberstab. Und mit einem geschickten Schlenker fiel das Tuch. Snape wich augenblicklich zurück, wie von der Überraschung gepackt. Das Quintett warf sich wissende Blicke zu.
„Wir dachten, es könnte Ihnen gefallen“, übernahm Harry das Wort.
Doch der Angesprochene reagierte nicht. Er starrte nur weiterhin auf das Papier, das vor seiner gemalten Nase schwebte.
„Hermine, du kannst den Schutz von seinem Bild lösen“, flüsterte Harry seiner besten Freundin leise zu und wandte sich dann dem Porträt zu: „Professor Snape!“
Erst jetzt schien der dunkelhaarige Mann wieder aufzublicken, „Wenn Sie erlauben, würden wir es gerne an der Rückwand ihres Gemäldes befestigen. So können Sie es immer besuchen, ohne dass jemand anderes von seiner Existenz erfährt“.
„Wenn es unbedingt sein muss, Potter“, antwortete Snape kühl und scheinbar unbeeindruckt.
Doch Harry war sich sicher, dass seine Gelassenheit nur gespielt war.

Ein paar Minuten später hatten die Jugendlichen ihr Werk vollendet und mit gezücktem Zauberstab trieb Harry den goldenen Rahmen zurück zum Schulleiterbüro.

„Ich hoffe, wir haben das Richtige getan“, sprach Neville in die Stille hinein, die Harry und Snape zurückgelassen hatten, „Er schien nicht sehr begeistert zu sein.“
„Ach, du kennst doch Snape“, antwortete Hermine und hob eines der Fotos auf, die ihr als Vorlage gedient hatten, „ich denke, es war schon richtig so“
Mit einem Lächeln blickte sie auf das Papier hinab. Die junge Frau mit den grünen Augen und dem roten, glänzenden Haar winkte fröhlich ihr zurück, als wollte sie ihr Recht geben.

Dreck, Schutt und Steine bedeckten den Boden auf dem Weg zum Schulleiterbüro. Die Schreie waren verklungen. Doch der Schleier des Todes und des Grauens lag schwer über dem zerstörten Schloss. Die Schritte von Damenstiefeln auf staubbedeckten Flur zerschnitten die Stille wie ein scharfes Messer. Sie hatte sich losgerissen, losgerissen obgleich sie nun die ganze Verantwortung trug, Hunderte mit Fragen auf sie eindrängen wollten. Doch im Moment quälte sie selbst die Suche nach einer Antwort. Und ehe sie diese nicht gefunden hätte, würde sie ihren Pflichten nicht nachkommen können.

Laut dröhnten die Worte in ihrem Kopf. Ihre Bedeutung hatte sie noch immer nicht ganz verstanden. Es kam ihr vor wie ein merkwürdiger Traum. Alles, alles was der Junge gesagt hatte. Endlich hatte sie den Aufgang erreicht. Die Wasserspeier standen zur Seite gerückt. Es war kein Passwort notwendig, um mit der Wendeltreppe nach oben zu fahren. Das Zimmer lag in Dunkelheit, als sie in der Ferne die beiden Porträts entdecke, die tief ins Gespräch versunken waren. Ein Gespräch, das augenblicklich verebbte, als sie die Besucherin bemerkten.  

„Ich muss mit euch reden!“, rief Minerva beherzt und sah, wie beide verwunderte Blicke austauschten.
Fest drückte sie sich die Hand auf die Brust, als sie dem Bild von Severus entgegentrat, der sie finster anschaute.
„Ist es wahr… ist es wahr, was Potter sagt?“, keuchte sie, „Sie haben Albus getötet, weil er Sie beauftragt hat?“
Snape musterte sie geringschätzig.
„Oh, warum fragen Sie ihn nicht selbst?“, höhnte er schließlich und nickte zu Dumbledore hinüber.
Doch noch ehe McGonagall sein Kopfschnicken bemerkte, hatte sie sich bereits zum anderen Porträt umgewandt.
„Und du… du hast ihm befohlen, dich umzubringen?“
Dumbledores Gesicht war kreidebleich.
„Minerva“, sagte er leise, zittrig, „es ist nicht so wie du…“
„Albus Percival Wulfric Brian Dumbledore -  ich erwarte eine Erklärung von dir!”
Albus seufzte.
„Ja, es ist wahr, aber ich lag bereits im Sterben, als Severus mich tötete.“

Die Worte verklangen unter den scharfen Blicken McGonagalls, die ihm aufmerksam zugehört zu haben schien. Für einen Augenblick taxierte sie beide Porträts, schaute sie abwechselnd an. Dann plötzlich bäumte sie sich vor ihnen auf wie vor einer Horde ungezogener Gryffindor-Erstklässler, die Hände auf der Hüfte, das Gesicht in strenge Falten gelegt.

„HABT IHR BEIDE EIGENTLICH DEN VERSTAND VERLOREN?!?“, keifte sie sie an.  

Für einen Moment herrschte Stille im Raum. Verschämt schaute Albus zu Severus hinüber, der seinen Blick mit einem triumphierenden Glänzen der Genugtuung in den Augen auffing. Auf einmal hellte sich Dumbledores Miene wieder auf und er begann herzhaft zu lachen.
„Ja, Severus, ich glaube wo sie Recht hat, hat sie Recht, nicht wahr?“, sagte er.
Snape hielt seinen Blick mit hochgezogenen Augenbrauen, dann huschte ein süffisantes Grinsen über seine schmalen Lippen.
„Weise Worte, Albus“, sagte er glatt, während sich Dumbledore ein Brausedrop in den Mund steckte.
„Willst du auch eines, Minerva?“

Fassungslos starrte die Hexe mit dem strengen Zopf auf das Porträt. Eine Sekunde verging, zwei, drei. Dann auf einmal wandte sich um und verließ kopfschüttelnd das Zimmer.

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Weil das Bild zu treffend ist, ein kleines Werk von Vizen zu den Porträts und McGonagall:
http://vizen.deviantart.com/art/The-Banes-of-Her-Existence-140664028

Autorennotiz

Diese Oneshots beschäftigten sich ganz mit den Poträts von Albus Dumbledores und Severus Snapes. Sie sind mehr oder weniger zur Entspannung während der "ernsten" Arbeit an zwei Longfics entstanden bzw. aus dem Wunsch heraus, doch noch eine Aussprache zwischen Snape und Harry zu schreiben. Ich hoffe, sie werden euch gefallen, auch wenn es nur nette kleine Geschichten für Zwischendurch sind.

Bisher online sind:
Der Epilog nach dem Epilog - Albus Severus Potter kommt ins Schulleiterbüro und begegnet dort seinen beiden Namensgebern. Wie Snape wohl auf den Jungen reagieren wird? (Achtung: Snape ist etwas ooc)
Eine Entführung - Ein Porträt wird gestohlen., aber keine Sorge, es passiert ihm nichts ;-)
Der Pakt - Albus dund Severus werden mit einem Teil ihrer Vergangenheit konfrontiert

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Autor

Augureys Profilbild Augurey

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Kapitel:3
Sätze:197
Wörter:2.670
Zeichen:16.111

Kurzbeschreibung

Der Tod ist nur der Aufbruch ins nächste Abenteuer. Welche wohl auf Albus Dumbledore und Severus Snape noch so warten mögen? Jedenfalls bleibt viel Zeit, um so einige zu erleben, wenn man auf ewig an der Wand im Schülleiterbüro hängt. Kleine Anekdoten mit alten Kollegen, ein Wiedersehen ehemaliger Schüler und neue Bekanntschaften mit den Potter-Sprösslingen der nächsten Generation sind nur drei von vielen Möglichkeiten. Kommt mit und erlebt, was den Portäts der beiden Schulleiter von Hogwarts noch so blüht. Oneshot - Sammlung.

Kategorisierung

Diese Fanfiction wurde mit OneShot-Sammlung, canon aware, Gen und Headcanon getaggt.