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Die blutige Bedrohung

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02.07.21 11:15
12 Ab 12 Jahren
Pausiert

Die blutige Bedrohung 

 

,,Ich verstehe das nicht“, sagte ich, ,,‘Blut wird Blut vergießen‘. Was soll das heißen?“ (Nur um klarzustellen: Ich kann Figuren aus irgendwelchen Büchern sehen. Diese Figuren haben mich schon oft vor etwas gewarnt, mir geholfen, oder sogar mir das Leben gerettet! So habe ich letztes Mal schon mit den fünf Freunden einen kniffligen Fall lösen müssen) ,,Der SternenClan schickt nie genaue Bilder…“, antwortete die junge DonnerClan Heilerin nur. Auf einmal fiel mir etwas ein: ,,Warte…es gab doch schon mal so Katzen mit so komischen Namen! Wie zum Beispiel…Knochen! Könnte Blut vielleicht auch eine Katze sein…die den Wald…bedroht und…fallen muss!?“ ,,Ich weiß es nicht, aber du bist sehr schlau“, erwiderte Blattpfote, ,,wir müssen auf alles gefasst sein“. ,,Das werde ich, und notfalls werde ich mit euch kämpfen!“, versprach ich ihr. 

 

Seit dem war nun schon eine Woche vergangen. Ich hatte Blattpfote seitdem auch nicht mehr gesehen, doch sie sagte mir, dass sie mich im Notfall verständigen würde. Ich ging normal zur Schule, doch nach dem Unterricht, als nun endlich die Sommerferien beginnen sollten, fand ich die sonst so ruhige Katze mit Angst und Furcht im Gesicht auf. Ich lief sofort schneller und setzte mich neben sie. Bevor ich sie fragen konnte, was los war, rief sie ängstlich: ,,Ich glaube, du hattest recht, ich hatte heute wieder einen Traum. Da war eine fremde Katze…mit rötlichem Fell! Ich habe es gleich meinem Vater, Feuerstern, erzählt. Er hat gleich Patrouillen rausgeschickt und wir haben einen ekelhaften Gestank nach Blut aufgespürt!“ ,,Warte mal, langsam…du meinst, er ist da irgendwo draußen!?“, fragte ich ungläubig. Es stimmte also doch!   ,,Ja!“, rief die junge Heilerin verzweifelt. ,,Meint ihr, er hat Komplizen?“, forschte ich vorsichtig nach. ,,Ich bin mir nicht sicher“, flüsterte die heranwachsende  Katze. ,,Ich helfe euch, aber ich bringe schnell meinen Schulranzen weg und sage meiner Mum Bescheid!“ 

 

Als ich mich nun auf den Weg machte in den Wald, lief Blattpfote neben mir. Nach einer Weile hatten wir auch schon den Wald und das DonnerClan Territorium erreicht. Nun war es nicht mehr weit. Im Lager angekommen, rannte meine Begleiterin gleich in den Bau von Feuerstern. Kurz darauf kam sie mit dem Anführer zu mir zurück. ,,Karina!“, miaute er freudig, ,,willkommen! Du bist also tatsächlich hier!“ ,,Ja, Blattpfote hat mir bereits alles berichtet, ich werde auf jeden Fall mit euch kämpfen!“, grüßte ich ihn entschlossen. ,,Glaubt er eigentlich an den SternenClan? Hat er auch neun Leben?“, fragte ich ihn noch schnell. ,,Nein, er ist genauso mäusehirnig wie Knochen!“, fauchte der DonnerClan Anführer, ,,Ich habe bereits Schwarzstern, Riesenstern und Leopardenstern davon auf der letzten großen Versammlung berichtet. Sie werden mit uns kämpfen. Blut wird bei dem Baumgeviert auf uns warten, das hat Blattpfote in ihrem Traum gesehen“. ,,Ich bin mir aber nicht ganz sicher…“, warf die Tochter des Anführers leise ein. Doch Feuerstern fuhr fort: ,,Alle außer den Ältesten, den Jungen und den Königinnen werden mitkommen. Genauso in den anderen Clans!“ ,,Ich bin bereit“, erklärte ich mich bereit. ,,Gut so“, lobte Feuerstern mich kurz.  

 

Nach unserem Aufbruch schaute ich mich um. Ich hatte noch nie so viele Katzen gesehen, auch wenn ich schon öfter da gewesen war. Etwas später wimmelte es nur so von Katzen, dass man sich nicht mal erträumen konnte, wie viele Katzen es waren. Überallher kam nun Gemurmel.  

Auf einmal erschien eine rötliche Katze, gefolgt von weiteren Katern und Katzen, die anders aussahen als die anderen Katzen. Das mussten Blut und sein Gefolge sein. ,,Oho, so viele Katzen an einem Ort!“, schnurrte er amüsiert, ,,naja…selbst wenn wir sterben sollten, werden wir einige von euch mitreisen!“ 

Er stürzte sich auf eine SchattenClan Katze und sofort entstand das reine Kampfgetümmel. Ich hielt Ausschau nach Blut doch entdeckte ihn zuerst nicht. Als er sich auf Blattpfote stürzen wollte, half ich ihr sofort und schleuderte ihn von ihr weg.  

 

Nach einer halben Ewigkeit gelang es Wolkenschweif endlich ihn niederzudrücken und zu töten. Völlig erschöpft blickte ich mich um: Viele Katzen waren sehr erschöpft, andere schwer verletzt. Leider gab es auch einige gefallene Katzen. Auch einige Schüler waren darunter. Heiler und Heilerschüler kümmerten sich um die verletzten Katzen. Langsam machten sich alle auf den Weg ihn ihr Clanlager. Ich suchte nach Blattpfote und als ich sie bei Sandsturm fand, fragte ich sie: ,,Alles in Ordnung mit dir?“ ,,Jaja“, antwortete die Heilerschülerin schnell.  

 

Als wir schließlich wieder im DonnerClan Lager angekommen waren, bedankte sich Feuerstern bei mir: ,,Danke, ohne dich hätten wir das nicht geschafft“. ,,Es war mir eine Ehre!“, erwiderte ich, ,,kann ich noch irgendetwas für euch tun?“ ,,Nein, nein“, winkte der Anführer ab, ,,du kannst meinetwegen wieder nach Hause gehen, du bist hier immer willkommen“. ,,Danke“, antwortete ich. Als mich alle Katzen verabschiedet hatten, machte ich mich auf den Weg.  

 

Zwei Tage danach, saß ich mal wieder am Lech. Das Wasser war wirklich hier und da mal etwas rötlich, aber wenigstens herrschte nun endlich wieder Frieden im Wald.  

 

 

 

Ende 

 

 

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Diese Story wird neben Fantasy auch in den Genres Action, Vermischtes und Natur gelistet.