Hi Helena
Der Anfang deine Geschichte liest sich gut. Dass sich der Himmel nicht zwischen Dämmerung und Nacht entscheiden könne, klingt neckisch und einnehmend. Die Stimmung ist da. Und vor diesem Hintergrund der auch innerlich vereinsamte Niklas, Literaturwissenschaftler seines Zeichens, der nicht mehr schreiben kann, weil es nichts gibt, worüber es sich zu schreiben lohnt.
Die Geschichte liest sich gut, sie wirkt aber stellenweise ein wenig unausgearbeitet und überhastet. So z.B. im ersten Kapitel, als du aus dieser doch sehr dicht beschriebenen Atmosphäre heraus Niklas auf Anna treffen lässt. Da verpufft recht viel Potential. Ich hätte die imaginäre Kamera noch etwas länger auf Niklas gehalten, um eine längere Einstellung zu erhalten. Durch deinen abrupten Szenenwechsel wirkt Niklas' Vorgeschichte wie hingehuscht, nur wie ein künstlich erzeugter Aufhänger. Aber dass er einsam ist, macht doch seine Persönlichkeit aus?
Und Anna? Kommt an einigen Stellen ein wenig klischeebehaftet daher. Wenn sie als junge Studentin mit nackten Füßen durch die Strassen geht. Klar möchtest du ihren Charakter fassen und im Grunde ist dagegen auch nichts zu sagen - der Leser kann sich in Anna hineinversetzen. Aber ihren Freiheitsdrang, ihr Anderssein, in das sich Niklas letztlich verliebt hat, hättest du auch durch andere Dinge schildern können. Aber das sind Versatzstücke!
Die Geschichte an sich ist rund. Sie besitzt eine ruhigen Rhythmus, kommt im Ganzen auch nicht übereilt daher. Alles baut logisch aufeinander auf. Sie wirkt melancholisch, denn man fragt sich, ob beide ihr Glück gefunden haben. Ist Niklas glücklich, da er - vermutlich tut er das? - wieder schreiben kann und zwar über das Glück vergangener Tage. Und sie? braucht sie Vertrautheit mehr als Liebe? Fast-Liebe, welch passender Ausdruck.
Ich bin an der Geschichte hängen geblieben, weil ich deine Art zu schreiben mag. Ein wenig erinnert mich die an die Nouvelle Vague, eine Filmrichtung aus Frankreich. Und es ist auch das Background der Geschichte, Berlin, die HU ... Da kommen Erinnerungen hoch. :-)
Wie ich sehe, hast du noch mehr geschrieben. Ich schaue mich gerne um.
LG
KK
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Klatschkopie
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Klatschkopies Kommentare
Zur Story Ein Herbst in Berlin
Am 17.03.2025 um 11:22 Uhr
Zur Playstory Die geheimnissvolle Truhe
Am 26.02.2025 um 17:42 Uhr
Wird diese Story gerade überarbeitet oder warum gelange ich nach jeweils drei Klicks ans Ende?
Das ist schon ein wenig frustierend.
Das ist schon ein wenig frustierend.
Zur Playstory Star Wars - Dein Weg
Am 26.02.2025 um 17:37 Uhr
Was soll denn der Quatsch?
Da vergeht einem ja das Lesen. :-(
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Zur Playstory "Spiegelwelten - Das Geheimnis hinter dem Glas"
Am 26.02.2025 um 17:35 Uhr
Warum so kurz?
Wars nur ein Test?
Spannender Beginn.
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Hey
Dein Gedicht gefällt mir. Du verwendest sehr aussagekräftige Bilder.
LG
KK
Dein Gedicht gefällt mir. Du verwendest sehr aussagekräftige Bilder.
LG
KK
Zur Playstory Nur ein Traum...?
Am 25.02.2025 um 15:45 Uhr
Hi
Deine Geschichte ist definitiv ausbaufähig.
LG
Deine Geschichte ist definitiv ausbaufähig.
LG
Hi Silly
... es gab schon einige berühmte Dichter, die herumholperten.
Und nun auch du?
Ja, aber bei denen liest es sich. Da wirkt es nicht wahllos und unbeholfen, denn da gilt: Rappelt es im Inhalt, rappelt die Form. Rappelt die Form, ist der Inhalt nicht mehr aufzuhalten. Form und Inhalt - eine Einheit, auch wenn sie meilenweit voneinander entfernt zu sein scheinen. Der Inhalt kommt sürmisch daher, die Form weht indes lau wie ein welkes Lüftchen. Der Inhalt umschmeichelt anheimelnd die Beine, indes die Form dagegen tritt.
Ein Teilchen hier, ein Teilchen dort - und doch: dreht sich das eine, tippt ihm das andere schon auf die Schulter.
Eine wunderbare Dynamik, ein Tanz der beiden, die sich wiegen, schmiegen und in den Armen liegen.
Ver-rückt?
Mehr Möglichkeiten hat der, der es vermag, die Dinge für sich spielen zu lassen.
LG
KK
Ps.: Du hast mich mit deinem Gedicht darauf gebracht, endlich mal den Till Eulenspiegel von Rainer Simon anzusehen. Da scheißt Glatzeder als Till mitten in eine Kirche. Mehr anzeigen
... es gab schon einige berühmte Dichter, die herumholperten.
Und nun auch du?
Ja, aber bei denen liest es sich. Da wirkt es nicht wahllos und unbeholfen, denn da gilt: Rappelt es im Inhalt, rappelt die Form. Rappelt die Form, ist der Inhalt nicht mehr aufzuhalten. Form und Inhalt - eine Einheit, auch wenn sie meilenweit voneinander entfernt zu sein scheinen. Der Inhalt kommt sürmisch daher, die Form weht indes lau wie ein welkes Lüftchen. Der Inhalt umschmeichelt anheimelnd die Beine, indes die Form dagegen tritt.
Ein Teilchen hier, ein Teilchen dort - und doch: dreht sich das eine, tippt ihm das andere schon auf die Schulter.
Eine wunderbare Dynamik, ein Tanz der beiden, die sich wiegen, schmiegen und in den Armen liegen.
Ver-rückt?
Mehr Möglichkeiten hat der, der es vermag, die Dinge für sich spielen zu lassen.
LG
KK
Ps.: Du hast mich mit deinem Gedicht darauf gebracht, endlich mal den Till Eulenspiegel von Rainer Simon anzusehen. Da scheißt Glatzeder als Till mitten in eine Kirche. Mehr anzeigen
Zur Story Mutter, Vater, Angst
Am 14.02.2025 um 22:42 Uhr
Ich finde es gut.
Sicher fehlen einige Kommata, aber der Spannung tut das keinen Abbruch.
Und dass man das Ende erahnen kann, macht es nur noch schrecklicher.
Sicher fehlen einige Kommata, aber der Spannung tut das keinen Abbruch.
Und dass man das Ende erahnen kann, macht es nur noch schrecklicher.
