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Das Tagebuch des Haytham E. Kenway - Part 4

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21.09.22 15:33
16 Ab 16 Jahren
Bisexualität
In Arbeit

Autorennotiz

Einleitung - Persönliche Worte von Master Kenway

Einleitung

~~~
Ein paar persönliche Worte von Master Kenway!
~~~

Unsere Reise und unser Leben folgen einem Muster! Meine Frau hat es immer als Schicksal bezeichnet. Jetzt wissen wir, worauf wir vorbereitet sein müssen und damit einher gehend ist es unsere Pflicht für die Sicherheit der Menschen zu sorgen.

Noch stehen wir nicht vor der Vollendung unserer Aufgaben! Uns erwarten noch mehr Unruhen, Konflikte, tiefergehende Erfahrungen mit den Göttern und wenn ich der Aussage meiner Gattin Glauben schenke – was ich tue! - dann steht uns alsbald eine Revolution ins Haus!

Darüber hinaus werde ich über meinen Schatten springen müssen und mich einem unliebsamen Menschen gegenüber sehen, welcher einen entscheidenden Einfluss auf unser weiteres Leben haben wird!

Und somit werde ich einen neuen Abschnitt in meinen Tagebüchern beginnen. Seid versichert, dieses mal werde ich euch persönlich daran teilhaben lassen. Auf das Personal ist ja heutzutage auch nur noch bedingt Verlass!

Hiermit übergebe ich das erste Kapitel in eure Hände in der Hoffnung, man versteht meine und unsere Entscheidung dann besser.

Hochachtungsvoll
Haytham E. Kenway

8 Charaktere

Haytham Edward Kenway

Haytham E. Kenway, Sohn von Edward J. Kenway, geboren 04. Dez. 1725, London, gestorben 16. Sep.1781, New York, durch die Hand seines eigenen Sohnes Connor Kenway. Haytham war ein sehr vornehmer Engländer, der jedoch immer bereit war, alles zu tun was nötig war um sein Ziel zu erreichen. Er verachtete den Assassinenorden, hielt die Ziele, die sie vor hunderten von Jahren hatten, aber für ehrenhaft.

Edward J. Kenway

Pirat Edward James Kenway, geboren 10. März 1693 Swansea, Wales, gestorben 3. Dezember 1735 London. Vater von Haytham Edward Kenway und Großvater von Ratonhnhaké:ton (Connor Kenway), ein stoischer Mensch, der zu Beginn der Piraterie nur Ruhm und Reichtum im Sinn hatte. Bei den Assassinen lernt er, dass das alles keinen Sinn hat, wenn keine Familie und Freunde mehr da sind.

Charles Lee

Charles Lee (*6. Februar 1732 in Cheshire, England;† 2. Oktober 1782 in Pennsylvania) war ein Templer und ein General während der Amerikanischen Revolution. Er wurde kurz nach der Ankunft von Haytham Kenway in Boston von den Templern rekrutiert, obwohl er bereits mit ihnen sympathisierte. Er arbeitete sich sehr schnell in der Hierarchie nach oben und wurde bald die rechte Hand des Großmeisters.

Jennifer Scott

Edwards Tochter, geboren 1713, Halbschwester von Haytham E. Kenway, Jennifer wuchs bei ihrer Mutter Caroline Scott in Bristol auf. Da Jennifer nach der Abreise von Edward erst geboren wurde, blieb ihm seine Tochter lange Zeit unbekannt. Das änderte sich 1720, dem Jahr, in dem Caroline starb. Danach arrangierte sie eine Reise zu ihrem Vater in die Karibik, um ihn auf Great Inagua kennenzulernen.

Thomas Hickey

Thomas Hickey war ein Templer während der Amerikanischen Revolution. Auch er war daran beteiligt den verborgenen Tempel der Ersten Zivilisation zu finden. (geb. unbekannt + 1776) Hickey durchlief verschiedene Positionen im Revolutionskrieg. Zu Beginn noch an der Front stationiert, wurde er bald zur persönlichen Wache Washingtons. Zudem war er für die Finanzen der Kontinentalarmee zuständig.

Shay Patrick Cormac

Shay Patrick Cormac (12.09.1731-Unbekannt) war einst ein Assassine, der später ein Mitglied des Templerordens wurde, im Atlantik während des Siebenjährigen Krieges tätig war, und den Kolonialen Assassinenorden mit anderen Templern fast vollständig auslöschte.

William Miles

William "Bill" Miles, geb. 1948, war von 2000 bis 2013 der Anführer des Assassinen-Ordens und Vater des Assassinen Desmond Miles. Als in die Bruderschaft hineingeborene Person hat er sein ganzes Leben den Assassinen gewidmet.

Alexandra Kenway geb. Frederickson

Das ist ein von mir selbst ausgedachter Charakter.

Kapitel 1

~~~ Ankunft in Calais ~~~

21. Juli 1764

 

Als wir am heutigen Tag endlich anlegten, war ich dankbar für festen Boden unter meinen Füßen. Wie es aussah, hatte Edward jetzt ein kleines Gleichgewichtsproblem, erst musste er sich an das Schaukeln des Schiffes gewöhnen und nun war wieder alles ruhig. Ich hoffte, er würde nicht allzu lange damit zu kämpfen haben.
„Ich stelle mir gerade vor wie es sich für Edward anfühlen muss, wenn wir die Monate über den Atlantik gesegelt sind.“ grinste Alex, aber ihre Augen verrieten mir, dass sie lieber wieder daheim in Virginia wäre. Es ging mir nicht anders, musste ich mir eingestehen.

 

Bevor wir in London ablegten, hatte Francis Bradshaw noch ihr Versprechen Alex gegenüber eingehalten und ihr die goldene Schale überreicht. Als wir sie berührten strahlte sie eine angenehme Wärme ab und leuchtete leicht.
Meine Frau sah hinein und schrak für einen Moment wieder zurück. Wir sahen ihr Spiegelbild oder besser das ihrer Vorfahrin. Diese grünen Augen waren wirklich die ihren, nur das Gesicht an sich sah etwas anders aus. Ich versicherte ihr, es sei dennoch wunderschön.
Wir alle haben Ahnen und Vorfahren, mein Kind. Auch DU! Bei dir sind ihre körperlichen und geistigen Merkmale aber stärker ausgeprägt, als bei normalen Menschen! Die Worte des Allvaters waren leise und mit Bedacht gesprochen, weil Alex bis jetzt immer noch nicht vertraut mit ihrer eigenen Geschichte war. Ich hegte die Hoffnung alsbald endlich mehr Aufklärung zu erhalten!

 

Uns eilte ein kleiner Mann entgegen, welcher sogar meiner Frau gerade so eben in die Augen sehen konnte.
Er entpuppte sich als der Diener der Eheleute Jomphe, welche unsere Ansprechpartner hier in Frankreich darstellten. Ich war gespannt, wer sich hinter dem Namen verbarg. Aber umso aufgeregter war ich, wie meine Familie das Chateau finden würde. Doch dazu später mehr.
„Maîtresse Kenway, Maître Kenway, mein Name ist Adrien Martineau! Zu euren Diensten!“ seine Stimme passte irgendwie nicht zu seiner Körpergröße, ging es mir durch den Kopf. Sie war tief und rau.
Sogar Edward wurde begrüßt welcher etwas skeptisch den Fremden vor sich beäugte, ihm aber dann doch seine Hand reichte.

 

Wir überwachten noch für einen Moment das Entladen, bis alle Wachen, Waren, Beschützer und Bedienstete auf Kutschen, Karren und Pferden aufgeteilt waren.
Meine Frau überließ den beiden Kapitänen noch jeweils eine Börse, damit sie für Unterkunft und Verpflegung der Mannschaften sorgen konnten. Ich sah, dass Alex nur schweren Herzens ihre Brig hier zurückließ. Leider gab es aber keine Möglichkeit die Jackdaw bis nach Compiègne segeln zu lassen.
Wenn ich richtig lag würden wir noch ungefähr eine Woche bis dorthin brauchen. Hoffentlich hielt sich das schöne Wetter, weil die Wege durch tiefe Waldgebiete führten, welche bei Regen sonst völlig aufgeweicht wären!

 

Wir waren noch nicht ganz aus der kleinen Stadt und dem Hafengebiet, da stöhnte Alex leise auf.
„Mi sol, es wird schon nicht so schlimm werden. Es sind nur ein paar Tage.“ versuchte ich sie aufzumuntern, während unser Sohn dieses Schaukeln sichtlich genoss.
Monsieur Martineau unterrichtete uns unterdessen, dass er sich bereits um die Übernachtungsmöglichkeiten gekümmert hätte.
„Ich habe dafür gesorgt, dass es euch an nichts fehlen wird. Die Herbergen sind sauber und geräumig und vor allem sind uns die Inhaber bekannt. Alle durch die Bank weg loyal und vertrauenswürdig.“ ob dieser Mann in alles eingeweiht war, entzog sich meiner Kenntnis. Vermutlich hätten wir irgendwann einmal die Möglichkeit uns mit ihm unter vier Augen zu unterhalten.

 

Gegen Abend als die Sonne langsam unterging erreichten wir die erste Herberge. Unser Reiseführer hatte Wort gehalten und die Unterkunft war perfekt für unseren kleinen Tross. Die Scheune neben dem Gasthaus war geräumig, weswegen unsere Wachen und die Truhe dort gut untergebracht waren.
In unserem Zimmer gab es für Edward ein Kinderbett, Sybill und Magda teilten sich eine Kammer nebenan und Michael sowie Adrien nächtigten einen Raum weiter.
Nachdem wir noch etwas zu Abend gegessen hatten, gingen wir hinauf. Ich freute mich auf das weiche Bett und meine Frau, welche sich wohlig seufzend neben mir niederließ.
Leider wurde ich von ihr daran erinnert, dass wir hier nicht alleine sein. Mein Argument mit der Nutzung der Scheune wurde im Keim erstickt, weil wir dort ebenfalls nicht alleine wären.
Auch ich musste noch lernen in diesen Momenten Geduld zu haben, was mir von Zeit zu Zeit doch recht schwer fiel.

 

Im Morgengrauen weckte mich Alex leise. „Wach auf, mi amor.“ ihre warmen Lippen auf meiner Wange ließen mich lächeln. Dennoch war ich etwas alarmiert und sah mich vorsorglich im Zimmer um.
„Nein, es ist nichts passiert, aber zieh dir deinen Morgenrock an und folge mir!“ flüsterte sie und in diesem Moment konnte ich ihre Gedanken lesen. Dieses Weib hatte mal wieder sehr unanständige Bilder im Kopf, die mich aber auf mehr hoffen ließen.
Sie zog mich auf leisen Sohlen über den Korridor zu einer kleinen Kammer, welche für Notfälle gedacht war.
„Wenn ich mich dir so ansehe, dann ist dies jetzt ein echter Notfall, mi amor!“ sprach sie leise, schloss die Tür hinter sich und lehnte dagegen.
Langsam schritt ich auf sie zu, öffnete die Schnüre ihres Nachthemdes, welches dabei über ihre Schultern auf den Boden glitt. Ich drückte mich an sie, hob sie gleichzeitig auf meine Hüften und nahm sie.
Ihr Beine schlangen sich enger um mich und zum ersten Mal bemerkte ich diese Kraft die Alex hatte.
Es war ein kurzes Liebesspiel, aber überaus befriedigend für uns beide, da waren wir uns einig. Die Abstinenz auf der Jackdaw mussten wir beide zügig kompensieren. Wieder in in unserem Zimmer fanden wir noch ein wenig Schlaf, ehe unser kleiner Wecker ansprang.

 

~~~ 23. Juli 1764 ~~~

Ein kleines Dorf in Aufruhr

 

Die letzten Tage waren wieder einmal recht anstrengend, gepaart mit schlaflosen Nächten aufgrund eines zahnenden Edwards.
Allesamt waren wir angeschlagen und unausgeschlafen, was sich mehr als negativ auf meine Laune auswirkte.

 

Im Laufe dieses Vormittags kamen wir in einem kleinen Dorf an, wo auf dem Vorplatz zur Taverne reges Treiben herrschte. Die Bewohner hatten sich dort versammelt um eine Wiedergutmachung zu fordern!
Ich übersetzte für Alex, weil sie immer noch nicht ausreichend des französischen mächtig war.
„Sie verlangen eine Wiedergutmachung! Der Wirt hat den Sohn dieser Familie aus dem Dorf jagen lassen, weil dieser seine Tochter erst geschwängert und sie dann der Hexerei bezichtigt hat. Das Mädchen hat sich ein paar Tage darauf aber selber das Leben genommen und man hatte das Teufelsmal auf ihrer Schulter gesehen!“ Plötzlich trat Angst in die Augen meiner Frau. Sie hatte mir berichtet, dass dieses Mal, von dem immer mal wieder gesprochen wurde, auch eine Narbe einer Pockenimpfung aus ihrer Zeit sein könnte. Jetzt hatte sie vermutlich die Befürchtung, dass das Mädchen ebenfalls eine Zeitreisende hätte sein können. Ich konnte sie aber beruhigen, weil der Wirt es noch einmal als ein Muttermal beschrieb.

 

Gerade als man immer lauter werdende Beschimpfungen hörte, drehten sich alle Köpfe die Straße hinunter, wo ein abgeranzter junger Mann humpelnd auf die Gemeinde zuhielt.
Mir entwich ein zynisches „Der verstoßene Sohn kehrt zurück.“ und ich übersetzte weiter für meine Frau.
„Sie wollen, dass er wieder in die Dorfgemeinschaft aufgenommen wird, weil er nichts unrechtes getan hätte. Angeblich hat er sogar um die Hand des Mädchens angehalten!“
Zu mehr kam ich nicht, weil der Wirt auf den Herren zuging und einen Dolch zückte.
„Verschwinde du Nichtsnutz! Wir wollen keine geisteskranken Idioten in unserem Dorf! VERSCHWINDE!“ rief er laut. Aber der Angesprochene sah aus vernebelten Augen von einem zum anderen, seine linke Körperhälfte hing schlaff herunter. Was hatte man diesem armen Mann nur angetan?
Eine Frau eilte auf ihn zu, es war die Mutter wie es schien.
„Sie ist froh, dass er den Weg zurück gefunden hat. Sein Name ist Phillippe und sie verspricht ihm, sich wieder besser um ihn zu kümmern, damit ihm nicht noch einmal so etwas passiert!“ erklärte ich Alex flüsternd, weil sich eine unangenehme Stille über die Anwesenden gesenkt hatte.

 

Die Liebe der beiden hatte Früchte getragen, aber dem Wirt gefiel diese Verbindung wohl nicht. Er wollte, wie er es gerade ausdrückte, keinen Idioten in seiner Familie haben. Dieser Herr besaß keinerlei Empathie oder dachte an die so gepriesene Nächstenliebe!
Seine Tochter hat keinen Selbstmord begangen, er hatte sie dazu gedrängt. Vermutlich weil man keine weise Frau gefunden hatte, die sich um das ungeborene Kind kümmern wollte. So war es ja des öfteren, dass die Frauen dann lieber den Tod suchte, als die Schmach eines ungewollten Spross!
Meine Frau neben mir war mehr als aufgebracht, weil sie diese Zustände nicht tolerierte. So etwas gab es in ihrer Zeit nicht, sprach sie leise und sah mit wütendem Blick zum Geschehen auf dem Platz.

 

In diesem Moment trat ein Herr in Robe vor, welcher, laut Adrien, der Advokat und Dorfpriester war. Auch hier übersetzte ich für Alex.
„Er sagt, er habe das Mädchen in der Beichte gehabt und sie hätte ihm gesagt, dass der Teufel wollte, dass sie mit dem Jungen das Bett teile. Auch sei der Teufel persönlich dabei gewesen… Mi sol… muss ich das wirklich weitergeben? Es klingt einfach völlig absurd und…“ ihre hochgezogene Augenbraue ließ mich weiter sprechen. „Also schön … ein paar Tage später nach der besagten Nacht, war Phillippe zum Wirt gegangen und hat ihn um die Hand der Tochter gebeten. Der Pastor war gerade zugegen und hat dann alles erforderliche in die Wege geleitet…. Du meine Güte, das ist die reinste Verschwörung hier. Wir sollten besser ein anderes Dorf finden, hier ist…“
Weiter kam ich leider nicht, weil besagter Geistliche auf uns zukam.
„Ihr da…! Was wollt ihr hier? Seid ihr gekommen um dem Spektakel beizuwohnen, welches Phillippe nun erwarten wird? Wollt ihr euren reichen Freunden von diesem Teufelswerk berichten?“ rief er uns entgegen.

 

„Maîtresse Kenway, bitte sagt nichts weiter. Der Gottesmann wird euch in keinster Weise Glauben schenken!“ hörte ich Monsieur Martineau warnend neben uns.
Als ich aber jetzt zu Alex sah, bekam ich Panik, weil sie so aufgebracht war, dass die Zeichen auf ihrer Haut zu leuchten begannen. Nicht nur bei ihr auch bei unserem Sohn waren sie zu sehen. Edward deutete mit bösem Blick auf den Priester...
Ich konnte nicht mehr einschreiten, die Meute sah in unsere Richtung und geriet in Panik!
„Da seht ihr sie! Die Heiden sind unter uns! Sie verschmähen unseren Gott und machen sich über uns lustig! Sie verhöhnen die Worte, welche uns der Herr lehrte! Ihre gottlosen Bräuche werden ihnen aber hier nichts nützen!“
Mit einem Male öffnete Edward den Mund und wir hörten ein hämisches, unheimliches Lachen, welches mir eine Gänsehaut über den Rücken jagte.
„Schätzchen, lass das. Du machst den Menschen gerade Angst. Lass uns gemeinsam ruhig werden…“ flüsterte Alex, drehte sich mit unserem Sohn etwas zur Seite und begann ihm im Geiste vorzusingen, damit er sich beruhigte.

Aber es war zu spät, die Leute um uns hatten Angst, dass ihr Gott sie nun verlassen hatte. Sie würden jetzt sofort für ihre Sünden bestraft werden! Der Dorfpriester machte es nicht besser, immer wieder sprach er Gebete und forderte die Leute auf, es ihm gleich zu tun!
Neben Alex stand Mrs. Wallace, welche perplex und wie gelähmt dieses Szenario betrachtete.
„Und du widerliches Weib? Hast du diese Brut dort genährt und ihr diese heidnischen gotteslästerlichen Dinge beigebracht? Schämen sollst du dich! Verflucht seist du!“ schrie eine alte Frau meiner ehemaligen Haushälterin entgegen und bespuckte sie wütend!
Um uns wurde es jetzt immer unruhiger, Phillippe war vergessen. Was zählte waren wir! Adrien versuchte eine Erklärung, scheiterte aber an diesen von Aberglauben übermannten Dorfbewohnern.

 

Wir mussten hier weg und zwar schnell!
Ich hatte es noch nicht ganz zu Ende gedacht, da wurden wir in einen Nebel gehüllt und alles schien wie verlangsamt abzulaufen.
Wer war dafür verantwortlich?
Aber ich spürte einen inneren Frieden, ebenso wurde Edward ruhiger.
Trotzdem waren unsere Wachen zur Verteidigung bereit, aber in ihren Gesichtern lag eine ähnliche Verunsicherung wie bei den Menschen um uns.

 

Ich fühlte mich mehr als unbehaglich mit einem Male. Plötzlich drang eine Stimme zu uns durch.
Ich muss nun doch in das irdische Geschehen eingreifen, obwohl ich es nie tun wollte. Mein Gatte hat es ja sonst in der Hand…Ihr werdet euch nun mit den Wächtern langsam von hier entfernen und seht nicht mehr zurück. Ihr werdet nichts ändern können! Die letzten Worten waren direkt an meine Frau gerichtet, welche aber nicht damit einverstanden zu sein schien.
„Wir können doch nicht zulassen, dass diesem jungen Mann …“ Frigg ließ sie aber nicht ausreden!
Du gehst jetzt, Kind! Sie werden sich wie an eine alte Legende an diesen Tag erinnern! Ermahnte sie die Stimme ein weiteres Mal.
Langsam wurden wir aus diesem Ort – ich weiß nicht, wie ich es besser umschreiben soll – herausgeschoben. Man versetzte uns einfach.
Als ich mich umsah und sich diese Wolken verzogen hatten, standen wir auf einem Feldweg mit unserem Tross. Um meinen Kopf frei zu bekommen, schüttelte ich mich ein wenig.

 

„Maîtresse Kenway, ich wusste, wir können uns auf euch verlassen. Loki sprach lobend von euch und eurem Gatten!“ Monsieur Martineau ergriff als erster das Wort. Alex sah ihn mit offenem Mund an.
„Ihr wisst ...“ fragte sie ungläubig.
„Ich bin ein Diener Freyrs, man nennt mich Skirnir! Ich habe Fenrir, verzeiht mir Loki, mit einer Kette gebunden! Ich weiß, wer und was ihr seid und nicht ohne Grund hat man mich ausgewählt, an der Seite von Bragi und Idun zu stehen. Auch ihnen diene ich in dieser Welt. Wir wollen die Menschheit vor sich selber schützen!“ ergänzte Adrien seine Erzählung.
War es aber möglich, wenn wir alles vereinen, jedwede Katastrophe abzuwenden? Ein völlig utopisches Ziel, nur Verrückte und Geisteskranke… hörte ich Alex denken.
Auch Phillippe hatte diese Gedanken, aber niemand glaubte ihm, auch nicht seine Geliebte! Deswegen wurde er ausgelacht und verstoßen! Und sie? Sie konnte nicht weiter leben, mit dem Gedanken, so tief gefallen zu sein. Die Schande war einfach zu groß, also hat ihr Vater dem ein Ende gesetzt! Hörte ich Frigg erneut sprechen.
Wir hatten also Recht mit unserer Vermutung vorhin, ging es mir durch den Kopf.

Kapitel 2

~~~ Mrs Wallaces wahre Gestalt ~~~

 

Gerade als wir uns aufmachen wollten um noch vor Einbruch der Dunkelheit eine andere Unterkunft zu finden, sah ich, wie Sybill plötzlich in sich zusammensackte.
Wir verbrachten sie in unsere Kutsche, wo sie mit schweißnassem Gesicht auf dem Schoss meines Kammerdieners lag.
Edward wurde immer unruhiger und ich versuchte ihm zu erklären, dass er wieder zu ihr konnte, wenn es ihr besser ginge. Doch mein Sohn schrie mich plötzlich an.
„NEIN! MEIN!“ Alex sah ihn ebenso erschrocken an, wie ich.
Also setzte meine Frau ihn zu Michael, wo er schniefend an ihn gelehnt vorsichtig über die Wange seines Kindermädchens strich. Dabei hinterließen seine Berührungen goldene Spuren auf der Haut von Sybill. Fasziniert sahen wir ihm zu.
Dieses Spektakel ging noch eine Weile, ehe sich Edward müde an meinen Kammerdiener lehnte und die Augen schloss. Aber Alex konnte ihn dort nicht wegnehmen, sobald sie näher kam, erwachte er und rief laut „NEIN!“ Das ging noch eine Weile so, bis wir endlich an der neuen Herberge ankamen.

Unter Edwards lautem Protest brachten wir Mrs. Wallace hinauf in ihr Zimmer, wo sich unser Sohn gleich wieder an sie kuschelte.
Wir alle hatten keinen Appetit mehr, also wurden unsere Räume hergerichtet und Alex, Magda, Michael und ich wechselten uns bei Sybill ab. Nur zur Sicherheit!
Die Wachen hatten hier im Haus für die kommenden Tage Zimmer bekommen, wohin sie sich auch gleich zurückzogen. Bis auf diejenigen, welche gerade Dienst hatten, versteht sich.
Immer noch sah ich fasziniert dabei zu, wie Edward völlig ruhig und vorsichtig sein Kindermädchen berührte.
Er nimmt ihr ihren Schmerz, Kind! Edward bringt sie wieder zurück, langsam und erholsam, damit sie nicht überfordert ist. Ein Mensch könnte sonst großen Schaden nehmen, würden wir es wie bei uns angehen!, hörten wir Iduns Stimme plötzlich!
Mit einem Strahlen im Gesicht sagte Edward voller Stolz „Ich kann das schon!“
Ich traute meinen Ohren nicht und ich spürte ein Brennen in meinen Augen.
„Was sind wir nur für eine eigenartige aber faszinierende Familie geworden?“ flüsterte ich und sah gebannt zu unserem Sohn.

Irgendwann legte Edward seinen Kopf auf die Brust seines Kindermädchens, sprach leise „Mein!“ und war eingenickt.
Es war ein wunderschöner Anblick, welcher meiner Frau Tränen in die Augen trieb. Nicht nur ihr.
Endlich ist es soweit. Ich kann mich ganz meiner Bestimmung widmen!
Bei dieser Stimme überzog sich mein Rücken mit einer Gänsehaut. Ich kannte sie nicht.
Vor uns verbeugte sich plötzlich eine gold leuchtende Frau.
Ihr kennt mich nicht, aber ich war die ganze Zeit bei eurem Sohn und werde es auch bei eurer späteren Tochter und eurem anderen Sohn sein! Ich wache über die Tugend, die Sittsamkeit und bin eng verbunden mit meiner Freundin Freya! Es ist jetzt an der Zeit, dass ihr wisst, ihr seid alle beschützt. Freya und ich werden eine Brücke zu EURER Freundin schaffen, welche uns ebenfalls zur Seite stehen wird. Und nun lasst uns meine menschliche Gestalt wieder genesen!
Ich wusste nicht, wie ich reagieren sollte! War auch das schon alles der Plan der Götter gewesen? Tauchten wir jetzt immer tiefer in unser Schicksal ein?
Was glaubt ihr denn? Nichts passiert ohne Grund!

Bevor ich noch etwas erwidern konnte, öffnete meine ehemalige Haushälterin die Augen, sah auf ihren Schützling herunter und brach in Tränen aus.
„Ich habe es nicht nur geträumt, er ist wirklich hier.“ ihre Hand fuhr sanft über seinen dunklen Haarschopf.
Neben mir spürte ich, wie in Alex eine leichte Eifersucht auf Sybill emporstieg.
„Beruhige dich.“ sprach ich leise und drückte dabei ihre Hand.

Wie aus dem Nichts umgab uns plötzlich ein grelles Leuchten und wir standen in einem leeren Raum. So wie damals, als mich der Allvater versuchte ein wenig aufzuklären! Doch hier erschien nicht Elias, sondern die Göttin Snotra (Link in der Beschreibung!) selber.
Ich sah, ihr habt viele Fragen. Haytham, als erstes beantworte ich dir die Frage, warum ich schon so lange an deiner Seite stehe. Erinnerst du dich an den Tag, als du mich eingestellt hast? Oder besser Sybill, welcher ich bis dahin noch nicht wirklich erschienen war. Doch das ist eine andere Geschichte und sie wird sie sicherlich noch erzählen.
Sie sah mich erwartungsvoll an, als ich über die Zeit damals nachdachte. Dann fiel es mir wieder ein.
„Es war direkt nach meiner Ankunft in Boston, als ich dort das kleine Haus gemietet hatte. Sie kam aufgrund meines Aushangs zu mir und bat um eine Anstellung… Wir waren uns sofort einig und, wenn ich es jetzt recht betrachte, war es als würde sie mich schon mein Leben lang kennen!“ Dann kam mir eine Erkenntnis. Jemand musste sie geschickt haben! Jemand, dem es wichtig war, dass ich die richtigen Entscheidungen treffen konnte, wenn auch eher unterschwellig und unterbewusst. Mein VATER!

Genauso war es, Haytham. Heimdall hat mich zu Mrs. Wallace geschickt, damit wir ein Auge auf dich haben können. Und wie ich sehe, hat das wunderbar funktioniert. Ihr Strahlen wurde noch intensiver, als sie Alex jetzt ansah.
Alexandra, auch du siehst jetzt, wie die Fäden oder wie du es genannt hast, die Puzzleteile zusammen geführt werden! Deine Aufgabe bestand schon immer darin, diese Reise anzutreten! Wir haben bereits vor mehreren hundert Jahren kleinere Einflüsse und Ereignisse in das Leben deiner Vorfahren einfließen lassen. Aus diesem Grunde besitzt du tatsächlich fast reines Wikinger-Blut, dass war entscheidend, damit du deine Bestimmung erfüllen kannst. Du musst diesen Glauben an uns Götter verinnerlicht haben, uns und unsere Bräuche verstehen und ebenso unsere Riten!
Wütend brach es jetzt aus meiner Frau heraus.
Warum hat man mich nicht schon früher eingeweiht? Warum wurde ich damals mit dem Armreif ins kalte Wasser geworfen? Es hätte doch auch alles ganz anders verlaufen können… Und warum beherrsche ich dänisch oder einige gälische Ausdrücke? Warum erst JETZT?“

Dieses kleine Sprachtalent erklärte sich dahin gehend, dass wir einige Bindungen bereits eingegangen waren und meine Frau eben diese tiefe Verbundenheit dazu hatte.
Vergiss auch nicht, es ist nicht das reine Dänisch, sondern eine Mischung aus der alten Sprache. Du singst deinem Sohn abends immer ein Lied vor, welches den alten Wortstamm nutzt. Und ja, eure Enkelin hat dieses Talent der Sprachen mitbekommen, weil sie es in der Zukunft sein wird, die dein Werk fortsetzt! Es klingt alles noch neu für euch beide, aber ihr werdet euch daran gewöhnen. Jedoch darf ich dir noch nicht alles kundtun, Alexandra, weil deine Schwester im Geiste deine Geschichte ebenso miterleben wird. Es ist aber noch nicht an der Zeit, so leid es mir tut.
Die nächste Frage, welche Alex und ich uns beide stellten war, warum Mrs. Wallace nie von der Göttin an ihrer Seite gesprochen hatte. Es gab nicht einmal den kleinsten Hinweis, wenn ich darüber nachdachte.
Nenne es eine Absicherung! Es war ausschließlich für euren Schutz gedacht, solange ihr beide euer Schicksal noch nicht kanntet. Zudem wollte ich euch nicht beunruhigen, weil ich auch nicht wusste, ob ich euch nicht doch überfordere.
Das war einleuchtend.

Die Neugierde meiner Frau war aber geweckt, weil Snotra von weiteren Kindern gesprochen hatte. Leider erhielten wir keine Antwort darauf, wann es soweit sein würde.
Es wurde Zeit, wieder in die Realität einzutauchen beschloss die Göttin vor uns und langsam kamen wir in der kleinen Kammer bei Sybill und Edward wieder an.
Für einen Moment klammerte sich Alex an mich und ich bemerkte wie sie schwankte.
Ich ließ meinen Blick über dieses Idyll gleiten.
„Mi sol, ich bin immer noch sprachlos. Aber nun verstehe ich auch, was mich mit dieser Frau so verbunden hat und warum ich sie nicht gehen lassen würde.“ uns beiden fiel gleichzeitig wieder ein, dass wir ja noch ein weiteres Kindermädchen einstellen wollten. „Nur zur Sicherheit sollten wir eine weitere Aufsichtsperson haben…“ ergänzte ich meine Ausführung noch.
„Master Kenway, dagegen ist nichts einzuwenden! Ich werde das neue Kindermädchen sicherlich gut und nach euren Wünschen einarbeiten.“ erschrocken sah ich zu Sybill. Für den Bruchteil einer Sekunde hatte ich das Gefühl sie leuchte von innen, doch dann war es wie bei Alex damals. Sie... ja ihre Gesichtszüge verjüngten sich.

Und ehe wir uns versahen, schlug Edward die Augen auf und rief „Sisi… daaaa… min“!
Mir verschlug es für einen Moment die Sprache. Auch Alex liefen die Tränen die Wangen herunter, als sie unseren Sohn auf den Arm nahm und drückte.
„Es war eine gute Entscheidung, euch diese Anstellung zu geben. Ich bin sehr dankbar, Sybill!“ ihre Stimme zitterte bei diesen Worte.
Vorsichtig legte sich die Hand des Kindermädchens auf ihre. Damit war alles gesagt und mich überkam ein neuer Frieden!

Es war jetzt kurz vor Sonnenaufgang, also beschlossen wir, wenigstens noch ein paar Stunden zu schlafen! Unser Sohn ließ sich jetzt ohne Gequengel hinlegen und war in Sekunden eingeschlafen.
Neben mir im Bett hörte ich meine Frau immer noch leise weinen. Es war kaum in Worte zu fassen, was in dieser Nacht geschehen war!
„Mi sol, wie es scheint, sind wir von Anfang füreinander bestimmt gewesen. Und wenn ich so darüber nachdenke, vielleicht war ich einfach als Test für dich angedacht gewesen, um zu sehen, ob wir uns irgendwann annähern können. Wer weiß das schon…“ kicherte ich leise vor mich hin.
Ja, du warst die reinste Herausforderung für mich! Und du weißt ja, du warst wirklich ein süßer Fratz damals… und jetzt? Wer könnte da schon widerstehen?“ Alex grinste breit bei diesen Worten!
„Wie es scheint, DU nicht…“ damit versiegelte ich ihre Lippen und wir fanden langsam in den wohlverdienten Schlaf!

 

(*) Snotra ist die Göttin der Klugheit, der Tugend und der Sittsamkeit. Sie gilt als kluge, zierliche Asin und schützt tugendhafte Menschen, besonders die edlen und sittsamen Jungfrauen und Jünglinge. Sie ist eine Freundin der Freyja und hält sich in deren Gefolge auf.

Liste der Götter und Artefakte
 

Heimdall

Edward James Kenway

Gjallarhorn (Das Horn, mit welchem die Ragnarök angekündigt wird!)

 

Fulla

Tessa Kenway

Hüterin des Schmuckkästchens der Göttermutter Frigg

 

Odin

Elias Lestrange (Duke of Ironside)

Speer und Schwert - Odins Thron befähigt ihn, alle 9 Welten zu sehen, weswegen Elias in seinem Studierzimmer einen reichverzierten Stuhl hat. Dieser begleitet ihn auf jeder Reise!

 

Frigg

Mistress Lestrange (Odins Gemahlin!)

Spinnrad (sie soll laut Überlieferung, die Wolken gewoben haben!) Frigg gehört zum Götter-Geschlecht der Asen. Sie ist die Gemahlin des Göttervaters Odin und Mutter des Lichtgottes Balder, des blinden Gottes Högur, von Hermor und Bragi, Gott der Dichtkunst und auch die Mutter der Walküren.
Frigg ist die Göttin des Hausstandes, der Sippe und der Familie. Sie ist Hüterin und Bewahrerin der göttlichen Ordnung, greift jedoch nicht, wie ihr Gatte Odin, in das irdische Geschehen ein.

 

Loki

Finley Bradshaw

Ring der die Midgardschlange darstellt.
Loki ist eine der vielschichtigsten Gestalten des nordischen Pantheons: Einerseits hilft er den Göttern, andererseits spielt er ihnen auch Streiche und hintergeht sie. Dabei macht er von seiner Fähigkeit als Gestaltwandler Gebrauch und erscheint zum Beispiel in der Gestalt eines Lachses oder einer Fliege. Aufgrund dieser ambivalenten Rolle wird er häufig als Trickster-Figur interpretiert. Es gibt viele Geschichten in der Edda, in denen Loki eine Rolle spielt:

- Loki, Thjazi und die Entführung Iduns
- Loki und der Bau von Asgard
- Loki und Thor
- Loki und die Kleinode der Götter
- Loki als Räuber des Brisingamens
- Loki und Andvari
- Loki und Balders Tod
- Loki und Ragnarök
- Loki und Celty

     

    Sigyn

    Francis Bradshaw (Lokis Ehefrau)

    Eine goldene Schale, mit welcher sie das Schlangengift auffing, damit ihr Mann nicht leiden musste! Sie ist das Sinnbild der ehelichen Treue!

     

    Ymir

    Artem Alexeeva

    ~kein Schmuck~ Ein Riese, welcher als das erste Lebewesen gilt in der nordischen Mythologie. Später wird er von Odin und seinen Brüdern zerrissen! Und aus seinem Körper entsteht die Welt!

     

    Hrymr

    Eugene Avdeyev

    ~kein Schmuck sondern sein Schiff ist besonders~ Naglfar, das Totenschiff, mit welchem er durch die Welten reisen kann! Hrymr (altnordisch), auch Hrym oder Hrymir, ist in der nordischen Mythologie ein Riese, der in der Ragnarök auftritt. Nach der Prosa-Edda steuert er das Totenschiff Naglfar, nach der Völuspá kämpft er in Waffen gegen die Götter. (Nicht zu verwechseln mit der Naglfar aus „The Witcher 3“!!! Man hat sich dort nur der nordischen Mythologie bedient!!!!)

     

    Snotra

    Mrs. Wallace

    Snotra ist die Göttin der Klugheit, der Tugend und der Sittsamkeit. Sie gilt als kluge, zierliche Asin und schützt tugendhafte Menschen, besonders die edlen und sittsamen Jungfrauen und Jünglinge. Sie ist eine Freundin der Freyja und hält sich in deren Gefolge auf.

     

    Bragi

    Monsieur Jomphe (Kontakthändler Frankreich und Niederlande!)


    Bragi gehört zum Götter Geschlecht der Asen. Er ist ein Sohn von Odin und Frigg. Bragi ist der Gott der Dichtkunst.
    Bei den Germanen, hatte die Dichtkunst eine sehr hochgeschätzte Bedeutung: Dichtkunst war heilig. Alles Wissen sowie alle historischen Ereignisse, ja ganze Familienchroniken wurden so weiter vermittelt. Was der Nachwelt erhalten bleiben sollte, musste in Gedichtform gebracht werden.
    Magie ist ein anderer Aspekt der Dichtkunst. In der germanischen, magischen Tradition sind Zaubersprüche, welche direkt auf das Unterbewusstsein einwirken und nur durch gezielte Anwendung der Dichtkunst funktionieren ein wichtiger Angelpunkt. Dies alles müssen wir wissen, wenn wir den Bereich des Gottes Bragi verstehen wollen. Seine Gemahlin ist Idun.

     

    Idun(a)

    Madame Laurette Jomphe (Kontakthändlerin Frankreich und Spanien)


    Idun wird dem Götter Geschlecht der Asen zu gerechnet, obwohl sie die Tochter eines Zwerges sein soll. Sie ist die Gemahlin des Dichtergottes Bragi. Ihr Zuständigkeitsbereich ist Jugend und Unsterblichkeit. Mit ihren goldenen Äpfeln versorgt sie die Götter und verhilft ihnen zu ewiger Jugendlichkeit.
    Als Loki die Göttin Idun samt ihrer goldenen Äpfel dem Frostriesen Thiazi ausliefert, altern die Götter sofort. Treffsicher haben die Götter sofort Loki in Verdacht und befehlen ihm, Idun zurückzubringen. Das tut Loki denn auch. Er verwandelt sich in Falken, verwandelt Idun in eine Nuss und fliegt mit ihr zurück nach Asgar. Thiazi bemerkt den Raub und verfolgt den flüchtenden Falken Loki in Gestalt eines Adlers.
    So können die Götter von Asgard den Frostriesen töten, indem sie über den Mauern von Asgard seine Flügel verbrennen.
    Als Ragnarök sich ankündigt, sinkt Idun von Asgard in die Unterwelt hinab. Ihr Gemahl Bragi folgt ihr.

     

    Skirnir

    Monsieur Adrien Martineau (Diener der Eheleute Jomphe)

    Skirnir ist in der nordischen Mythologie Freyrs Freund und Diener. Er wirbt in Jötunheim im Namen Freyrs um die Riesin Gerda. Als Lohn dafür erhält er Freyrs Schwert und sein Pferd. Skirnir wird von den Göttern als zuverlässiger Vasall angesehen und mit Botschaften oder Aufträgen in andere Welten geschickt. Ein weiteres Mal wird Skirnir, im Auftrag Odins, zu den Zwergen nach Schwarzalbenheim geschickt um die unverwüstbare Kette Gleipnir zu holen, um damit den Fenriswolf zu binden.

    Kapitel 3

    ~~~ Ankunft im Chateau ~~~

     

    Inspirationen für das Chateau

     

    Wir blieben in unserer Unterkunft noch ungefähr 5 Tage, damit Sybill sich erholen konnte.
    Während dieser Zeit erkundete meine Frau mit Magda und unserem Sohn ein wenig die Umgebung und den naheliegenden Wald.
    Bei ihrer Rückkehr berichtete sie mir von einer Begegnung mit dem Priester aus dem Nachbardorf. Er hätte sie lediglich skeptisch beäugt, aber nicht weiter reagiert. Demnach hatte die Gehirnwäsche von Frigg geholfen.
    Was wir aber nicht mehr in Erfahrung bringen konnten war, ob es dem jungen Mann gut ging, oder ob er überhaupt noch lebte! Auch mir gingen diese Gedanken im Kopf herum.

     

    Die Tage der Untätigkeit taten meiner Laune keinesfalls gut. Ich versuchte mich mit Auflistungen, was wir noch zu erledigen hätten oder der Inspektion der Artefaktentruhe abzulenken.
    Hin und wieder unterhielt ich mich mit Mrs. Wallace und sie berichtete mir ein paar Dinge aus ihrem Leben, bevor sie bei mir angestellt war. Einiges wusste ich ja schon von Alex, als sie sie als Kindermädchen eingesetzt hatte.
    Endlich am fünften Tag konnten wir unsere Weiterreise antreten!
    Während wir nun die letzte Etappe antraten, erzählte ich von dem Jagdschloss im Wald.
    „Es ist wirklich wunderschön dort, auch wenn ich seit Birchs Tod nicht mehr dort war.“ Das war eine gefühlte Ewigkeit her, wenn ich so darüber nachdachte.
    „Ich vermute mal, es wird sich nicht so großartig verändert haben, mi amor. Aber wie fühlt es sich für dich an, wieder dorthin zu reisen?“ eine berechtigte Frage, welche ich mir auch schon einige Male selber gestellt hatte.
    „Wenn ich darüber nachdenke, habe ich gemischte Gefühle in mir. Ein schlechtes Gewissen, Angst und so etwas wie eine Art angewidert sein überkommt mich immer wieder. Sein Zimmer ist, so hatten Jenny und ich es angeordnet, verschlossen und für niemanden zu betreten!“ Die letzten Worten kamen etwas zu resolut hervor.

     

    Auf dem Weg nach Troyes erholte sich Sybill immer mehr und konnte auch wieder ihrer Berufung als Kindermädchen nachgehen. Was natürlich Edward besonders freute!
    Bei Alex aber sah ich immer wieder eine gewisse Eifersucht aufkeimen, welche ich entsprechend versuchte im Zaum zu halten.
    Er bleibt DEIN Sohn, mi sol, mir geht es nicht anders. Sieh es von der anderen Seite, somit brauchen wir kein schlechtes Gewissen haben, sollten wir überstürzt einmal aufbrechen müssen oder länger fort sein! Sprach ich sie im Geiste an, als sie mal wieder so vor sich hin grübelte.

     

    Dann endlich fuhren wir aus dem Waldstück und hielten auf die großen Außenmauern des Schlosses zu.
    Staunend sah sich meine Frau um, hielt sich die Hand über die Augen, weil die Sonne blendete nach dem dunklen Wald.
    Das Tor wurde, ohne dass wir etwas machen mussten, geöffnet und man ließ uns einfahren.
    Dieser Moment, als wir auf den großen Hof mit seinem breiten Kiesweg einfuhren, war wie ein nach Hause kommen. Ich hatte einen Großteil meiner Jugend hier verbracht, bis mich Reginald endgültig in den Orden aufgenommen hatte.
    Alex saß mit offenem Mund in der Kutsche und schien sich nicht zu trauen auszusteigen. Also bot ich meine Hilfe an, während unsere Angestellten und Wachen bereits von hier wohnenden Dienern unter die Fittiche genommen wurden.
    Ehrfürchtig stand sie jetzt dort und sah auf das doch recht imposante Gebäude vor sich.
    Kurz darauf eilte uns schon der Verwalter, Monsieur Lacasse entgegen. Ihm folgten seine beiden Töchter, Marienne und Adéle, welche ich kaum wiedererkannt hätte. Meine Frau entgingen die beiden Damen nicht und ich sah, dass sie an unseren Streit in London dachte. Hoffentlich würde es hier nicht noch zu unschönen Vorfällen kommen, dachte ich im Stillen.

     

    „Master Kenway, es freut mich, dass ihr nach so langer Zeit wieder hier seid. Wir haben eure Ankunft schon sehnsüchtigst erwartet und es ist alles für euch und eure Familie vorbereitet und hergerichtet.“ begrüßte mich der Verwalter mit einem Kniefall. Erstaunt sah Alex dabei zu. Das hatte ich nicht für nötig erachtet, sie diesbezüglich aufzuklären. Ich ging davon aus, dass sie wusste, dass mir diese Geste als Wertschätzung des öfteren entgegen gebracht wurde. Ich war derzeit der höchstgestellte Tempelritter hier, also gebot es die Höflichkeit einfach.
    Ich stellte meine Familie vor, auch sie wurden mit einem Kniefall in Empfang genommen.
    Zwischenzeitlich verabschiedeten wir noch Monsieur Martineau, damit er den Eheleuten Jomphe von unserem Verbleib berichten konnte.

     

    Man führte uns jetzt zum Eingang und in die große Halle. Ich erklärte kurz die Raumaufteilung auf dieser Etage und war schon gespannt, was wir in der Bibliothek alles finden würden und ob es uns weiterhelfen konnte. In mir begann die Aufregung zu wachsen und meine Laune stieg ein wenig.
    Die Tür unter der rechten Treppe würde ich meiner Frau später noch erklären. Dort waren seinerzeit Monica und Lucio inhaftiert. Ich muss gestehen, ich hatte nie wieder von ihnen gehört. Was sie wohl gerade machten? Geht es ihnen überhaupt gut? Leider hatte ich nie in Erfahrung bringen können, wohin sie abgereist waren, geschweige denn eine Adresse ausfindig machen können.

     

    Jetzt hieß es die obere Etage in Augenschein zu nehmen, vorbei an einigen Gemälden die die alten Besitzer zeigten und dem großen Portrait Master Birchs. Ich sollte es beizeiten einmal abnehmen lassen. Dabei fiel mir auch wieder unser eigenes Familienbild ein, welches wir noch in Auftrag geben mussten!
    Magda, Michael und Sybill wurden zu ihren Kammern geführt, während Monsieur Lacasse uns zu unseren Zimmern brachte. Es war tatsächlich mein altes Reich, was mich auf der einen Seite freute, umgekehrt war es ein etwas merkwürdiges Gefühl. Die Erinnerungen kamen in kleinen Schüben über mich hereingebrochen wie Wellen mittlerweile. Meine Gefühle begannen sich wieder in chaotischen Bahnen durch meinen Geist zu winden!
    Als Alex hier im Raum kein Kinderbett fand, klärte sie unser Verwalter auf, dass Master Edward sein eigenes Zimmer nebenan hätte und deutete auf die Durchgangstür zur linken!
    „Ich würde ihn aber gerne … weil er noch fremd hier ist …“ ich wusste es! Sie konnte noch nicht loslassen, aber ich ließ sie nicht ausreden.
    Stattdessen dankte ich Lacasse für sein vortreffliches Mitdenken.
    Im Geiste meiner Frau sah ich aber schon, wie sie sich ausmalte bei unserem Sohn zu übernachten. Wir würden später darüber reden, sprach ich wortlos in ihrem Geist! Das wirst du sein lassen! Deine Worte waren, so lange du ihn stillst, bleibt Edward bei uns. Erinnere dich! Langsam wurde ich etwas ungehalten, was natürlich auch ihr auffiel und sie sah sich ängstlich um, ob eine Bedrohung von Außen für meine Laune verantwortlich sei. Nein, wir waren alleine!

     

    Edwards Zimmer war mit einem großen Bett ausgestattet, welches Gitter an den Seiten hatte, damit er nicht hinausfallen konnte. Es waren bereits alle Truhen hier und Sybill begann mit dem Einräumen seiner Sachen.
    Wir gingen jetzt wieder hinunter. Bei Reginalds Bildnis blieb Alex stehen und betrachtete es stirnrunzelnd.
    „Das ist Maître Birch, Maîtresse Kenway.“ erzählte der Verwalter, weil er dachte, sie würde ihn nicht kennen.
    Sie hätte sich Reginald wesentlich imposanter vorgestellt. Er sähe nicht ansatzweise so autoritär aus wie ich, Lucius oder ihr eigener Mentor.
    Ich erklärte, dass mein alter Meister durchaus auch anders konnte. Braddock kuschte das ein oder andere Mal schon vor ihm. Auch ich hatte in jungen Jahren größten Respekt vor ihm, ab und an war es auch gepaart mit Angst vor Strafe. Aber das war lange her.
    Draußen wurden wir von einem bereits gedeckten Mittagstisch erwartet und ich nahm den Geruch von gebratenem Fleisch wahr. Tatsächlich hatte ich Hunger, wie ich feststellte.
    Sogar das Kindermädchen hatte wieder Appetit, was mich sehr freute. Sie war vermutlich vollständig genesen!

     

    Nach dem Essen übernahm ich die Führung durch und um das Schloss.
    Es stand alles in voller Blüte und ich war sehr angetan von der Sorgfalt mit welcher der Garten um das Anwesen gepflegt wurde.
    Hin und wieder hielt Alex an um sich eine Beere von einem Busch zu nehmen. Ihr seliger Ausdruck dabei brachte mich zum Lächeln, man sah sie selten so entspannt.
    Als wir auf den kleinen Rasen im Vorhof traten, sah ich die Bilder von damals wieder vor mir, wie ich hier mit dem Schwert trainierte unter Birchs Anleitung. Oder wie ich in die Feinheiten des Bogenschießens eingeführt wurde. Die Nahkampfausbildung hatte es mir damals angetan. Andere Rekruten oder Adepten trainierten mit mir hin und wieder gemeinsam, so dass ich Abwechslung in meinen Gegnern hatte.
    Wie lange ich hier in Gedanken versunken da stand, kann ich nicht sagen. Aber als ich mich zu meiner Frau umdrehen wollte, bemerkte ich erst, dass sie gar nicht mehr hier war.

     

    Ich ging auf die Suche und fand sie auch kurz darauf.
    Auf allen Vieren auf dem Kies, während sie neugierig den Unterbau einer dort platzierten Sonnenuhr musterte.
    „Mi sol, was suchst du? Hast du etwas verloren?“ fragte ich leise lachend.
    „Ich habe nichts verloren, aber manchmal… ach vergiss es einfach.“ Mit dieser Antwort gab ich mich aber nicht zufrieden. Ihr doch sehr ansprechender Anblick auf den Knien hier und wie sie so angespannt etwas untersuchte, machte mich neugierig.
    Seufzend begann sie mir von einer Lara Croft zu erzählen, welche als Abenteurerin viele Rätsel lösen musste um ans Ziel zu kommen. Unter anderem gab es eben ein solches was mit einer Sonnenuhr zusammenhing. Diese Abenteuer nannte sie Videospiel und ich erinnerte mich an Yannick, welcher uns so etwas bei unserer Reise in Alex´ Zeit gezeigt hatte. Interessante Vorstellung, dass man einen Menschen durch ein Gemäuer, einen Wald oder ähnliches lenken konnte, ohne selber dabei sein zu müssen! Doch ich schweife ab.

     

    Auf meine Frage, ob sie vermutete, dass es so etwas ähnliches auch hier gäbe und wenn ja, dass wir vielleicht einmal das Kellergewölbe näher untersuchen sollten, sah sie mich leicht wütend an. In meiner Stimme muss sie meinen Sarkasmus herausgehört haben.
    „Verarschen kann ich mich alleine, man. Ich weiß doch auch nicht, es sah halt … seltsam aus.“ kam es jetzt lachend von ihr, weil sie mein breites Grinsen bemerkte.
    „Mi sol, deine lose Zunge und… könntest du mir bitte diesen Ausdruck erklären? Du kannst bitte WAS machen?“ Aber ich hatte bereits eine neue Lektion für sie im Kopf.
    „Das heißt, du sollst mich nicht auf den Arm nehmen, Master Kenway.“ Diese Worte hauchte sie leise an meinem Ohr, während ich ihr ein paar Bilder von meinen Ideen im Geiste zeigte. Es zeigte Wirkung. Als ich sie jetzt in den Arm nahm, schmolz sie unter meinen Berührungen dahin.
    „Ich sagte ja, den Keller sollten wir näher untersuchen beizeiten, Mistress Kenway.“ Ich klang etwas atemlos, weil ich dieses Weib am liebsten auf der Stelle genommen hätte. Leider war das hier nicht ohne weiteres möglich.
    Der Abend käme aber bald und dann würden wir weitersehen.

     

    Kapitel 4

    ~~~ Die Besichtigung und ein Paradies ~~~

     

    Wir gingen noch ein wenig weiter. Schließlich gab es hier noch mehr zu sehen.
    Wir hatten damals einen Taubenschlag installiert und ich muss sagen, auch dort sah man die gute Pflege. Ebenso war der Pferdestall mit dem angrenzenden Fuhrpark gut in Schuss. Vielleicht könnten wir ein paar freie Minuten nutzen für einen Ausritt!
    Ein Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen, als ich meine Frau dabei ertappte, wie sie im Kopf ausrechnete, was dass alles kosten würde.
    Ich konnte sie beruhigen, weil es fast selbsttragend war. Die Angestellten arbeiteten nicht umsonst, sie wurden unter anderem von dem Fond aus meinem Erbe mit finanziert. Außerdem war man hier Selbstversorger und konnte einige Waren auch auf Märkten verkaufen. Somit brauchte gerade Alex sich keine Gedanken über die anfallenden Kosten hier machen.

     

    „Es ist wirklich wunderschön hier!“ sagte sie leise, als sie sich weiter umsah. „Hast du eigentlich sehr viel Zeit hier verbracht, Haytham?“
    Es waren etliche Jahre, wenn auch nicht immer durchgehend, weil Reginald und ich oft gemeinsam unterwegs waren. Später wurde ich auf eigene Missionen geschickt.
    Auch berichtete ich nicht ganz ohne den Stolz von damals, dass ich hier angekommen mit meinen 11 Jahren keine Kindermädchen mehr hatte, sondern mir ein Kammerdiener zur Seite gestellt worden war. Bei diesen Worten huschte ein breites Grinsen über ihr Gesicht. Für meine Frau waren diese Bediensteten immer noch etwas eigenartiges, weil man in ihrer Zeit kaum Hilfe beim Einkleiden brauchte.
    Als ich dann von meinem Training berichtete und das mit einer großen Portion Nostalgie in meiner Stimme, hakte sie nach. „Wenn ich ehrlich sein soll, man hat dich wirklich sehr gründlich ausgebildet. Wirst du auch Edward so intensiv unterrichten?“
    Da gäbe es gar kein Vertun, natürlich würde ich ihn auf seine Aufgaben entsprechend vorbereiten. Doch schon sah ich, wie in Alex eine gewisse Angst vor zu viel Strenge aufstieg. Sie würde weiter lernen müssen sich anzupassen und auch weiter loslassen musste sie noch verinnerlichen. Ich würde ihr dabei aber zur Seite stehen!

     

    Am Abend, als Edward im Bett war, ging ich mit meiner Frau in die hiesige Bibliothek um sie vom Gedanken an ihn und sein eigenes Zimmer abzulenken!
    Was soll ich sagen? Es funktionierte.
    Völlig fasziniert ging sie die Regale entlang, strich sanft über die Buchrücken und in ihrem Blick tauchte eine gewisse Verträumtheit auf. Ja, sie war in ihrem ganz eigenen Paradies. Ich glaube, ich erwähnte es schon einige Male. Mir war noch nie eine Frau begegnet, welche solch eine Liebe zu Büchern hatte und auch noch so belesen war. Ich beobachtete sie still eine Weile bei ihrer Erkundung.
    Plötzlich schoss mir ein mehr als absonderlicher Gedanke durch den Kopf, welchen ich zwar schon des öfteren hatte, aber den ich nie bis zum Ende gebracht hatte.
    „Hätte ich Reginald anders bestrafen sollen?“ fragte ich jetzt ohne Umschweife. Dafür erntete ich eine hochgezogenen Augenbraue, es war ein sehr eigenartiger Themenwechsel, ich gebe es zu.
    „Wenn ich ehrlich bin, ja, dass hättet IHR! Im Grunde hast du dich gerächt und soviel weiß ich über den Templerorden, dass DAS nicht zu den Lehren zählt. Auch wenn Reginald es verdient hat.“ Trotzdem gingen auch ihr jetzt weitere Überlegungen durch den Kopf bezüglich des Eingreifens in die Geschichte, die Rettung meines Vaters und ähnliches.

     

    Ich versuchte mich zu erklären.
    „Nein, ich habe damals eine Entscheidung getroffen, welche mir richtig erschien. Du hättest Jenny damals sehen sollen, sie war alt geworden und hatte diesen Hass auf ihn in ihren Augen… Meine Schwester brauchte diese Rache, genau wie ich auch. Oder auch Faith bei Zoe zum Beispiel.“
    In Alex´ Gesicht las ich, dass auch sie sich Gedanken über ihre eigenen Entscheidungen machte. Ihr Ex-Verlobter ging ihr durch den Kopf zum Beispiel. „Auch ich habe Entschlüsse gefasst, welche vielleicht nicht immer richtig waren. Aber was zählt ist doch das jetzt und hier, oder nicht?“ sprach sie leise und sah mich fragend an.
    WIR zählten, unsere Bestimmung und unsere Aufgabe ist wichtig. Genau daran sollten wir festhalten und auch unseren Sohn immer wieder daran erinnern. Bei meinen Worten war sie näher gerückt und wurde ruhiger, genau wie ich auch.
    Aber in meinem Kopf ploppte ein Bild auf, welches ich in den Jahren immer wieder verdrängt hatte. Der Geheimraum! Mein Meister hatte dieses Geheimnis lange vor mir verborgen, bis es aber von Nöten war, mich in die Geschichte der Vorläufer einzuweihen.

     

    Gedankenverloren stand ich auf und zog Alex ebenso mit hoch. Ohne ein Wort ging ich hinüber zum Arbeitszimmer und öffnete die besagte versteckte Tür.
    Hier war schon lange niemand mehr gewesen. Spinnweben hingen von der Decke und Staub bedeckte die Regale. Nach und nach entzündete ich die Fackeln, damit wir uns einen Überblick verschaffen konnten.
    Die Augen meiner Frau wurden immer größer, als sie diese Waffen- und Rüstkammer sah! Wie gut ich sie doch verstehen konnte.
    Als ich damals das erste Mal hier eintrat, war ich so fasziniert und malte mir die alten Ritter aus, welche mit diesen Schwertern gekämpft hatten. Oder diese Schilde, teilweise verbeult, verrostet oder aber auch gut erhaltene, wie sie von Kriegern zum Schutz getragen wurden!
    Aber was noch wichtiger war, war unsere eigene Liste an Dingen, die wir finden sollten. Mir war nämlich eingefallen, dass hier durchaus einige Stücke lagerten, die auf diesem Papier stehen könnten.
    „Gibt es eine Art Bestandsliste von den Dingen, die hier lagern? Vielleicht müssen wir gar nicht immer so weit reisen um die Gegenstände zu finden.“ Auch Alex´ Euphorie war gestiegen wie es aussah.

     

    Im Schreibtisch wurde ich fündig. Sie hielt es in den Schein einer der Fackeln und ließ abrupt die Schultern sinken.
    „Kannst du vielleicht diese Sprache, mi amor?“ grinste sie mich zynisch an und deutete auf den Einband. Es war hebräisch! Nein, damit kannte ich mich nicht aus und mir entwich ein etwas unflätiger Fluch über diese verdammten Verschlüsselungen!
    Also würden wir uns auch hier um einen Dolmetscher kümmern müssen.
    Meine Frau war aber doch zu neugierig und hatte ein kleines Behältnis von einem der Regale genommen. Als sie es öffnete weiteten sich vor Staunen ihre Augen erneut!
    Darin lag eine goldene Kette mit einem Saphiranhänger der in Herzform geschliffen war.
    Sie ließ vorsichtig ihre Finger darüber gleiten, zuckte aber hastig zurück.
    „Wir sollten hier nichts anfassen, ehe wir nicht wissen, womit wir es zu tun haben. Ich will keine bösen Geister wecken, Haytham!“ sagte sie leise, so als könnte sie wirklich jemanden aufschrecken.
    Wir würden uns morgen hier noch einmal genauer umsehen und schon grob eine Auswahl treffen von den Dingen, die tatsächlich auf der Liste standen. Ohne Übersetzung kämen wir eh noch nicht weiter.
     


    In ihren Augen sah ich die Müdigkeit, als ich die kleine Kiste wieder zurück an ihren Platz stellte.
    Also gingen wir hinauf, weil ich vermutete, dass wir wieder zeitig geweckt werden würden. Im Zimmer war es still, auch von nebenan hörte man nichts.
    Gerade als meine Frau die Tür zu Edwards Reich öffnen wollte, hielt ich sie davon ab. Ich erinnerte sie daran, dass es nur ein paar Meter seien und unser Sohn sich schon bemerkbar machen würde, wenn etwas ist.
    Ich sah, wie sie sich trotzig begann auszuziehen, weil ich sie gemaßregelt hatte. Ein sehr anziehendes Bild von ihr, muss ich gestehen!

     

    Als sie sich auf unser Bett fallen ließ, hörte ich ein wohliges Seufzen von ihr. Man hatte die Matratze frisch mit Wolle befüllt, was auch ich schon begeistert festgestellt hatte. Es war eine Wohltat nach den harten Kutschbänken und Strohmatratzen in den Herbergen!
    Gerade als Alex sich um mich schlingen wollte, kam ich ihr zuvor und begrub sie unter mir. Meine Lippen versiegelten ihren Mund aus welchem noch ein erschrockenes „Haytham...“ kam.
    Es war zum Verrückt werden! Ich konnte meine Lust gerade nicht mehr bremsen. Ihr Nachthemd war schnell hochgeschoben und meines lag schon längst neben uns. Meine Finger wanderten über jeden Zentimeter ihrer weichen Haut und hinterließen eine Gänsehaut.
    Langsam zog ich ihr Hemd noch etwas höher, aber beließ es auf Höhe ihrer Handgelenke, welche jetzt über ihrem Kopf lagen. Ein sehr ansprechender Anblick, wie meine Frau nun so unter mir lag und sich nicht wehren konnte.
    In aller Seelenruhe nahm ich mein Weib und genoss ihre Hingabe in vollen Zügen! Ihr Atem ging immer schwerer, ihre Beine schlangen sich besitzergreifend um mich und zogen mich tiefer in sie. Es war einer dieser berauschenden Momente zwischen uns, welchen ich für immer genießen wollte!
    Aber irgendwann konnte ich mich nicht mehr zurückhalten und kam mit ihrem Namen auf den Lippen.
    Meine Frau ging aber keineswegs leer aus. Meine Zunge wanderte über ihre Brüste zu ihrem Bauch und bescherte ihr einen recht intensiven Höhepunkt. Zumindest konnte ich diese Kontraktionen sogar fühlen!

     

    Als ich sicher sein konnte, dass sie mir wieder zuhören konnte, schob ich mich hoch und ließ sie sich selber schmecken.
    Diese Hingabe war immer noch faszinierend, vor allem auch heute, weil sie ihre Hände über ihrem Kopf behalten hatte, ohne dass ich sie darauf hinweisen musste!
    „Hätte ich einfach in deine Haare gegriffen, wäre es vielleicht nicht so schön für mich ausgegangen.“ grinste sie mich an und gab mir einen Kuss.
    So befriedigt fanden wir beide schnell in den Schlaf und wie immer umklammerte mich diese Frau. Ein wundervolles Gefühl, wenn ich ehrlich sein darf!

     

    ~~~ Der erste Tag im Chateau ~~~​​​

    30. Juli 1764

     

    Ich hatte es ja prophezeit! Unser kleiner Wecker namens Edward ertönte früh am Morgen!
    „Mamaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!“ brüllte es aus dem Nebenzimmer.
    Hektisch suchte meine Frau nach ihrem Nachthemd, welches ich ihr genervt reichte, weil sie mir bei der Suche danach unsanft in die Rippen geboxt hatte.
    Er riefe doch nur nach ihr, sie solle sich nicht so aufregen!
    „Danke!“ hörte ich sie zischen, als sie schon nach nebenan verschwand. Ich hörte, wie Mrs. Wallace ebenfalls dort erschien und Edward brüllte den beiden Damen ein „AAAAAAAAAAAAAMMMMMMMM“ entgegen.
    Das klang reichlich frustriert in meinen Ohren, vielleicht lag es daran, dass er noch nicht die Türen alleine öffnen konnte. Die Türklinken, gerade hier in dem alten Schloss, waren wesentlich höher als die normalen, an die er aber auch noch nicht herankam.
    Ich widmete mich, nachdem ich mein Hemd und eine Hose übergezogen hatte, einem Buch über Piratenlegenden. Ja, ab und an brauche auch ich leichte Lektüre.

     

    „Du hättest uns ruhig Gesellschaft leisten können, mi amor. Stattdessen bleibst du faul im Bett und gibst dich Abenteuergeschichten hin, so gut hätte ich es auch gerne mal.“ kam es gespielt entrüstet von meiner Frau kurze Zeit später. Edward krabbelte auf dem Bett zu mir und ich zog ihn auf meinen Schoß.
    „Ich muss mich doch weiterbilden, damit ich diesem kleinen Quälgeist etwas von den spannenden Abenteuern der Seefahrer berichten kann! Stimmt es nicht, Edward?“ erklärte ich meiner Gattin breit grinsend, während mein Sohn mich gebannt ansah.
    Ich begann eine kleine Passage vorzulesen, wo es um das Entern eines feindlichen Schiffes ging. Es war nicht sehr blutrünstig geschrieben, weswegen ich weiter las.
    Plötzlich rief Edward „Opaaaaaa.... Opaaaaaaa!“ dabei sah er sich suchend im Zimmer um.
    Dann vernahm ich die Stimme meines Vaters, aber sah ihn nicht.
    Er sieht mich tatsächlich vor sich, wenn ihr ihm solche Abenteuergeschichten erzählt. Und ich sehe jetzt, dass er weit mehr in meine Fußstapfen treten wird, als ich angenommen habe.
    In mir keimte eine gewisse Wehmut auf, weil ich ihn unbewusst doch mehr vermisste, als ich offiziell zugab!

     

    Bis das Frühstück fertig war, lenkte ich mich mit weiteren Geschichten und unserem Sohn ab. Alex hatte sich nun auch noch mit aufs Bett gesetzt und lauschte meiner Stimme, während sie Edward ab und an etwas von seinem kalten Tee mit Honig gab.

     

     

    Kapitel 5

    ~~~ Kryptische Notizen ~~~

     

    Beim Frühstück erhielten wir eine Nachricht von unseren Kontakten hier in Frankreich. Man würde uns in zwei Tagen besuchen kommen, entnahm ich dem Schreiben.
    Somit hatten wir noch die Gelegenheit uns weiter einzuleben.
    Alex erkundete am heutigen Tag ein wenig die Umgebung und ich würde mich schon einmal mit unserer Liste in den Geheimraum aufmachen. Vielleicht fänden wir ja ein paar Gegenstände, die für uns von Bedeutung waren. Oder aber ich würde noch ein paar alte Schätze finden. Manchmal ist an mir ein Abenteurer verloren gegangen und ich fühlte mich in meine Kindheit versetzt, wo ich mir spannende Geschichten ausgedacht hatte. Aber ich werde schon wieder sentimental.

     

    Ich verbrachte den gesamten Vormittag hier. Unsere Liste lag neben mir und ich schritt die Regale ab. Hin und wieder fand ich seltsam anmutende Gebilde, von denen ich nicht einmal ansatzweise wusste, wozu sie einst dienten.
    Teilweise waren die Bezeichnungen für die zu suchenden Gegenstände auch eher kryptisch gehalten stellte ich fest. So auch diese Saphierkette, die Alex gestern schon entdeckt hatte.
    „Herz des Ozeans“ stand dort und die Erklärung war hanebüchen. „Vom Ozean verschlungen fand es immer wieder seinen Weg an die Oberfläche! Von Reich bis Arm hatten es tausende Hände berührt, tausende Tränen haben es benetzt! Jetzt soll es nur noch ein einziges Mal gehalten und getragen werden!“ Ich ließ mir diese Worte durch den Kopf gehen, versuchte mir einen Reim darauf zu machen. Mich interessierte brennend, wie es hier gelandet war, woher hatte Reginald diese Kette? Oder war es gar nicht SEIN Verdienst? Aber bis wir nicht wirklich eine Übersetzung für das Bestandsbuch hatten, musste ich mich mit einer Antwort gedulden!

     

    Der Trinkpokal des Hannibals sah schon sehr beeindruckend aus. Mit ihm hatte er immer auf seine Siege angestoßen. Er war reich verziert und vor allem auch schwer. Um welches Metall es sich handelte entzog sich meiner Kenntnis. Für einen winzigen Moment war ich an die Sage des heiligen Grals erinnert, doch den suchten wir nun wirklich nicht.

     

    In einer Ecke dieses Raumes befand sich eine schwere Eichentruhe, welche in die Jahre gekommen war.
    Als ich den Deckel anhob offenbarten sich mir einige Schriftrollen, Bücher und ähnliches. Ich suchte weiter und breitete alles auf dem Boden aus. Auf dem Grund der Truhe sah ich dann etwas steinernes liegen.
    Es waren zwei Steintafeln und wenn ich jetzt unserer Liste Glauben schenken konnte, dann waren es tatsächlich Tafeln aus den Hinterlassenschaften des versunkenen Atlantis. Zumindest waren auf ihnen Ereignisse eingemeißelt, Namen standen ebenso darauf. Nur Jahreszahlen oder Daten allgemein waren nicht zu finden!
    „Sie hüten einen lange verschollenen Schatz. Ihr seid die Hüter für diese Welt und die darunter verborgen liegende! Die Hilfe ist euch gewiss um zu finden, was ihr sucht!“
    Wieder ein recht kryptischer Satz! Sollten wir etwa diese versunkene Metropole aufsuchen und erkunden? Aber auch darauf würde ich noch keine Antwort erhalten. Hoffentlich!

     

    Noch einmal las ich auf unserer Liste nach und versuchte heraus zu finden, was hier noch versteckt worden war.
    An einer Rüstungsstange sah ich einen bronzenen Brustpanzer, daneben einen rostigen Schild und zwei Schwerter, welche ebenfalls in einem recht maroden Zustand waren.
    Aber was meine Aufmerksamkeit erregte war die Standarte und ein weiteres Schwert daneben, das nicht so schäbig aussah.
    Plötzlich sah ich meine Frau vor mir, wie sie diese Gegenstände betrachtete und das Schwert in den Händen hielt!
    Arminius hat mich gehalten und geführt zugleich. Er hat mit mir Siege gefeiert! Der Adler leuchtet gülden im rechten Licht und führt euch an euer Ziel. Ihr sucht und ihr werdet finden. Einen Platz welcher alles vereinen wird!“ Langsam rauchte mir der Kopf ob dieser ganzen merkwürdigen Erklärungen. Bisher hatten wir uns nicht mit den Beschreibungen beschäftigt, das hätten wir wohl schon besser einmal vorher gemacht, ging es mir durch den Kopf.

     

    Mein Fazit war jetzt, dass wir zumindest 4 der Gegenstände auf unserer Liste streichen konnte. Bei ihnen war ich auch sicher, dass der Dolmetscher keine neuen Erkenntnisse bringen würde, welche noch weitere Details enthüllen.
    Ich sah mich noch ein wenig weiter hier um, aber alles was noch hier zu finden war, war eher belanglos.
    Also machte ich mich um die Mittagszeit auf nach draußen auf die hintere Terrasse zu meiner Familie. Mein Magen knurrte mahnend mittlerweile und die frische Luft tat meinen Lungen gut.

     

    Draußen erwarteten mich ein weinender Sohn und eine ebenso Tränen überströmte Ehefrau.
    Auf meine Frage, ob ich etwas verpasst hätte, oder ob ich etwas falsch gemacht hätte, klärte man mich auf.
    Unser Sohn hatte einen kleinen Laubfrosch gefangen, hatte diesen hier in ein Glas gesteckt mit Zweigen und Gras. So sollte Edward lernen Verantwortung zu übernehmen, wenn auch nur im kleinen Rahmen. Doch schon nach kurzer Zeit ließ man das kleine hüpfende Tier wieder frei, weil auch mein Sohn den Anblick dieses eingesperrten Tieres nicht ertragen konnte.
    Als ich sagte, es sei doch nur ein Frosch gewesen, erntete ich entrüstete Gesichter! Nun gut, ich verstand vermutlich gerade wirklich nicht die ganzen Zusammenhänge, was mir auch leid tat.
    Doch schon als das Mittagessen auf dem Tisch stand, war bei Edward von seiner Trauer nichts mehr zu sehen.

     

    Am späten Nachmittag überbrachte ein Bote eine Nachricht für Alex von dem holländischen Händler, welcher ja auch noch mit uns ein Treffen vereinbaren wollte. So langsam wurde der Terminkalender für Frankreich voller. Was mich aber eher freute, als abschreckte!
    Der Herr erwartete uns in Paris oder besser in Versailles, weil er geschäftlich dort zu tun hatte. Sein Amulett, welches er geerbt hatte, erwähnte meine Frau noch einmal und auch mir fiel es wieder ein. Wer weiß, was es damit noch auf sich hat.
    Anbei lag ein offizielles Schreiben König Ludwigs XV.! Anstatt es zu öffnen, starrte Alex darauf und begann zu zittern!
    „Mi sol, bist du jetzt zu den wahrsagenden weisen Frauen gewechselt, oder warum starrst du diesen Brief an, als könntest du seinen Inhalt erahnen?“ Diese Bemerkung konnte ich mir nicht verkneifen und meine Ehefrau sah mich böse an.
    Sie streckte mir frech ihre Zunge raus, was unser Sohn selbstverständlich als Einladung sah es ihr gleichzutun. Es war also an der Zeit auf die eigenen Gesten und Mimiken zu achten, dieser junge Kenway ahmte alles nach!

     

    Ludwigs Notiz enthielt eine Einladung zu einem Sommerball am 12. August!
    Abrupt stand Alex auf, reichte mir den Brief und verschwand wortlos im hinteren Teil des Parks!
    Ich stand sprachlos dort und wusste nicht, warum sie so reagierte. Also überflog ich auch noch einmal die Zeilen. Sie waren persönlich an uns gerichtet, enthielten die übliche höfliche Einladung und schlossen mit dem königlichen Siegel! Warum aber... Und dann dämmerte es mir!
    Für Alex war dieser König eine Berühmtheit! Sie kannte die Geschichte Frankreichs, die der Herrscher und Monarchen und so weiter. Wieder einmal würde sie, neben King George III. und Benjamin Franklin, eine weitere für sie historisch relevante Persönlichkeit treffen!
    Sogar für mich war es eine große Ehre und ich konnte es auch im kleinen Rahmen verstehen, weswegen meine Frau so aus der Fassung war.
    „Na komm Edward. Lass uns deine Mutter suchen. Sie hat sich gerade erschrocken.“ lächelte ich meinen Sohn an, nahm ihn auf den Arm und ging auf die Suche nach meiner Frau.

     

    Wir fanden sie an einem der Teiche, wo sie gedankenverloren hinein starrte. Plötzlich schreckte sie zurück und man sah, dass sie die Hand aufs Herz drückte. WAS hatte sie in der Spiegelung gesehen?
    Ich ließ meinen Sohn auf seine Füße runter und er watschelte zu ihr. Als er auf gleicher Höhe mit ihr war brüllte er laut „Mamaaaaaaaaaa... Aaaaaaaaaaaaam!“ und, verzeiht aber es sah so unbeholfen aus, sie fiel hintenüber auf ihr Hinterteil. Schwer atmend zog sie Edward zu sich.
    Langsam ging ich auf die beiden zu und sie bemerkte mich aus dem Augenwinkel. Ich zog sie mitsamt unseres Sohnes auf die Beine mit der Frage, ob es ihr jetzt besser ginge.
    „Danke, es geht schon wieder. Es ist einfach unfassbar, was ich an Historie noch alles erlebe und dabei sein kann. Das überwältigt mich einfach.“ Damit bestätigte sie meinen Verdacht, dass die Emotionen einfach gerade zu viel auf einmal waren.

     

    Am Abend brachte ich meine Frau auf den neuesten Stand der Artefaktensuche. Als ich bei der Geschichte um Arminius und dem Teutoburger Wald anlangte, hatte sie auch dafür eine logische Erklärung parat.
    „Nun, ich bin Deutsche, Haytham. Da kann es doch durchaus vorkommen, dass Gegenstände, welche dort in Schlachten oder ähnlichem genutzt wurden, das bewirken. Aber lass uns die Übersetzung der Bestandsliste abwarten und schauen, ob Reginald eventuell noch weitere Erklärungen dazu geschrieben hat.“
    Wir beide waren uns einig, dass wir diese, ich nenne es einfach mal so, Besessenheit Reginalds was die Vorläufer und ihre Hinterlassenschaften anging, honorieren sollten. Sie würde uns nun sicherlich auch weiterhelfen.

     

    31. Juli 1764

     

    Heute sollten die Eheleute Jomphe hier erscheinen und schon beim Frühstück spürte ich eine gewisse Unruhe von Alex.
    Außerdem war sie von dem hiesigen gereichten Kaffee mehr als angetan und ich schlug vor, unsere Kontakte zu fragen, woher man die Bohnen bezog. Vielleicht würde sich ja sogar ein neuer Zweig für uns auftun. Manchmal war ich einfach nicht zu bremsen, ich weiß.
    Zusätzlich war es ein Graus mit unserem Sohn heute! Er wollte partout nicht seinen Mittagsschlaf halten. Er zeterte, schrie und schlug um sich. Also hielt ich ihn eisern fest und ermahnte ihn, dass es keine Widerworte gab. Das Ganze dauerte einige Minuten, bis unserem Sohn bewusst wurde, dass er keine andere Wahl hatte.

     

    Alex überzeugte sich heute selber in der Küche von den Vorbereitungen für das anstehende Abendessen. Im Anschluss ging sie zufrieden an mir vorbei, hinauf in unser Zimmer um sich schon einmal einkleiden zu lassen. Noch wusste ich nicht welches Kleid sie angedacht hatte, aber ich hoffte, es würde auch meinen Wünschen entsprechen.
    Ich ließ mich ebenfalls von Michael fertig machen und war dankbar für die leichte Leinenweste mit dem passenden Gehrock dazu. Es war doch recht warm am heutigen Tag.
    Alex´ Kleid war ein Traum, welchen ich schon damals bei der Anprobe an ihr bewundert hatte. Ich musste mich zusammenreißen, weil ich meine Finger nicht bei mir behalten konnte. Ihr Dekolleté kam mal wieder hervorragend zur Geltung und … entschuldigt, ich schweife ab.

    Kapitel 6

    ~~~ Bragi und Idun ~~~

     

    Bis zum Eintreffen der Gäste hatten wir noch einen kurzen Moment als Familie.
    Im Salon saß Edward mit seinem Kindermädchen auf dem Boden und besah sich ein Buch über die Tiere des Waldes. Dort wurde beschrieben was sie fraßen, wie groß sie werden konnten und ähnliches.
    Mit einem Male hörten wir ein Knurren von unserem Sohn als er auf einen Wolf zeigte. „Nir...“ kam es begeistert von ihm und mit seinen Armen zeigte er, wie groß dieser Vierbeiner werden konnte.
    Es war immer noch faszinierend zu sehen, wie schnell dieses Kind lernte. Auf der einen Seite war es beängstigend, auf der anderen kam der Stolz als Vater durch.
    „Wenn wir merken, dass es zu viel für ihn wird, dann können wir das Pensum ja auch verringern…“ meine Frau meinte es gut, aber ich unterbrach sie.
    „Nicht, wenn es um das Kampftraining geht! Bei den wissenschaftlichen oder sprachlichen Fächern kann man sicherlich von Zeit zu Zeit eine Ausnahme machen!“ Ich hatte gewisse Grundsätze, welche ich bei der Erziehung umsetzen wollte. Ich stellte mich hinter meine Frau und umschloss ihre Taille mit den Armen.
    „Ich denke, dass werden wir individuell dann abklären.“ dieser Satz ließ mich tief seufzen. Aber ich wollte keine Diskussion kurz vor dem Besuch vom Zaun brechen, also behielt ich meine Meinung vorerst für mich.

     

    Kurz darauf wurden die beiden angekündigt. Für einen Moment betrachtete ich unsere Besucher schweigend.
    Madame Jomphe hatte fast Goldleuchtende Haare, war etwas größer als Alex, aber ihr Alter vermochte ich nicht einzuschätzen. Was aber sicherlich der Göttin an ihrer Seite zuzuschreiben war!
    Ihr Gatte Yves, oder sollte ich Bragi sagen?, war auf Augenhöhe mit Idun, hatte etwas schütteres ergrautes Haar. Wie alt mochte er sein? Vielleicht an die 60 Jahre mutmaßte ich einfach.
    „Da ist ja unser kleiner Schützling, welcher schon so groß ist und immer fleißig lernt.“ Hörte ich Iduns fröhliche Stimme. Diese Dame jetzt vor mir zu sehen, erfüllte mich mit einer gewissen Ehrfurcht. Sie hatte uns schließlich ein wenig Jugend zurück gegeben, damit wir auch weiter unser Werk und Schicksal fortsetzen konnten! „Du bist so artig, mein kleiner Mensch. Du machst das alles schon großartig und jetzt ist es aber Zeit, dass du schläfst.“ sprach sie sanft, während sie über die dunklen Haare Edwards fuhr.
    So als hätte er es verstanden, ließ er sich ohne Gezeter von seinem Kindermädchen zu Bett bringen! Ein wenig erstaunt sah ich ihnen hinterher, weil es noch heute Mittag ganz anders mit ihm aussah. Diese Götter hatten einen nicht zu verachtenden und zu unterschätzenden Einfluss wie ich immer öfter feststellte.

     

    Wir kamen auf die großen Fortschritte unseres Sohnes zu sprechen, welche im wahrsten Sinne des Wortes voran preschten in einer doch sehr hohen Geschwindigkeit.
    „Es liegt noch ein weiter Weg vor ihm und auch vor euch. Aber das wisst ihr ja bereits.“ lächelte Idun uns nun an. „Aber wir sind ja eigentlich auch noch aus einem anderen Grund hier. Die Truhe ist heile hier angekommen, nehme ich an? Ich habe keinen Verlust spüren können.“ Laurette sprach etwas zögerlich.
    Da konnte ich sie durchaus beruhigen! „Wohlbehalten steht sie im Arbeitszimmer, neben den anderen Waren. Außerdem wird sie bewacht, 4 Wächter wechseln sich ab, sie zu schützen.“ sagte ich nicht ganz ohne Stolz.
    „Ich denke, wir werden uns nach dem Essen dem Inhalt widmen. Ich bin doch zu neugierig, wie es euch geht und es ist immer noch aufregend, euch beide nun endlich auch von Angesicht zu Angesicht sehen zu können.“ In dieser wohlklingenden Stimme hörte man eine leichte kindliche Aufregung, welche ihr aber sehr gut stand.
    „Meine Frau hat mich die letzten Tage ganz verrückt gemacht. Sie wäre vermutlich schon vor Wochen in London erschienen, hätten uns nicht dringende Geschäfte aufgehalten!“ lachte Bragi und sein Blick ging liebevoll zu seiner Frau.
    Mir entwich ein leises Lachen, weil das vermutlich wieder nur einer Frau möglich war. Wie meiner eigenen zum Beispiel.

     

    „Damit hat es noch etwas Zeit, Alex. Ihr müsst erst sicher wieder zuhause sein, dann können wir den Nachwuchs in Angriff nehmen. Und ihr seid übrigens nicht die einzigen die sich darauf freuen dürfen.“ grinste sie Alex an. Meine Frau hatte sich wohl noch nicht ganz verschlossen und an die Bemerkung gedacht, dass wir weiteren Nachwuchs bekommen würden. Aber Idun fuhr unbeirrt fort. „Fenrir und Brida werden nächstes Jahr mit einem Fohlen gesegnet sein, ihr seht, während eurer Abwesenheit sind keine großen Katastrophen passiert dort.“ Das waren wirklich großartige Neuigkeiten! Jetzt freute ich mich umso mehr darauf wieder nach Virginia zu kommen!

     

    Um das Essen sacken zu lassen, gingen wir im Anschluss in den hinteren Park um uns die Füße zu vertreten.
    „Wie ich gesehen habe, konnte Edward sogar schon kleinere Wunden heilen lassen?“ sagte Madame Jomphe nachdenklich.
    „Das stimmt, einen Wespenstich hatte er verarztet. Strengt ihn das aber nicht zu sehr an? Ich meine, er ist noch so klein und…“ wollte ich wissen.
    „Es strengt ihn an, auf jeden Fall. Aber genauso schnell erholt sich Edward dann auch wieder. Außerdem macht er es noch nicht ganz richtig, ich möchte es, auch wenn es ungerecht klingt, halbherzig nennen. Seine Fähigkeit zum Heilen ist noch unausgereift, aber meine Gattin arbeitet mit ihm. Euer Enkel hingegen ist mit seinen 22 Jahren vollständig ausgebildet und besitzt ein großes Wissen über den menschlichen Körper!“ so erzählte Bragi uns nebenbei von Alexanders Werdegang.
    Wie immer war das eine merkwürdige Vorstellung, dass unser Enkel bereits dieses Alter erreicht hatte und wir? Wir waren erst am Anfang unseres Weges!
    „Franziska hingegen wird die Rolle der Diplomatin und Vermittlerin übernehmen, weswegen wir ihr alle dieses Sprachtalent gaben.“ verkündete Idun zufrieden und sah auf die gerade erst wieder gestutzten Buchsbäume. „Warum lasst ihr der Natur nicht einfach ihren Lauf?“ fragte sie plötzlich gedankenverloren, während sie über die Blätterstrich.
    „Ich brauche eine gewisse Ordnung und Struktur… es sind andere Dinge, welchen wir ihren Lauf lassen.“ versuchte ich mich zu erklären.

     

    Mit einem Male stand ich mit Idun selber in einer Art Urwald, Wildnis oder Wald. Ganz genau vermag ich es nicht mehr zu beschreiben.
    „Sieh dir die Vegetation an, Haytham. Siehst du die Wege? Siehst du, wie sich die Äste strukturiert ihre Bahnen erkämpfen und sich ihren Platz sichern in der Natur? Schau, die Tiere selber folgen diesem inneren Ruf, welcher nicht von den Menschen kommt. Er ist in ihren Genen, ihren Sinnen! Alles was du siehst und du dir denkst, es würde keiner Ordnung folgen, tut es dennoch! Lass diese Dinge einfach zu und ich weiß, es gibt Kleinigkeiten welche euch repräsentieren und die geordnet und sauber sein müssen. Dem Rest aber... gib Mutter Natur die Chance sich zu finden...“ hörte ich die leise und liebevolle Stimme von Mutter Idun!
    Ich sah mich sprachlos um, weil es einfach ein wunderschöner Anblick war. Es gab eine Ordnung, wenn auch recht versteckt. Aber man nahm sie wahr, wenn man sich damit beschäftigte und es zuließ zu sehen!
    Langsam schritten wir zwischen den Bäumen, Sträuchern, Tieren und Insekten hindurch. Bahnten uns unseren eigenen Weg und mir wurde erneut bewusst, dass auch ich noch einiges mehr zu lernen haben würde.
    Nach und nach verschwand die grüne Wand aus Blättern um uns und ich stand mit Laurette wieder im Park beim Chateau.
    Ich sah mich nach meiner Frau um und bemerkte ein seliges Lächeln in ihrem Gesicht. Hatte sie das gleiche gerade gesehen?
    „Ihr habt es verstanden, das freut mich.“ sprach Idun leise neben uns.

     

    Es war an der Zeit, dass man zum geschäftlichen Teil überging. Wenn ich ehrlich sein soll, auch ich wollte mehr über die Runentruhen erfahren!
    Als diese auf dem Tisch stand, holte Yves einen dieser formbaren Schlüsseln aus seiner Rocktasche und öffnete den Deckel.
    Auf den ersten Blick sah ich nichts spektakuläres. Vermutlich lag es auch nur daran, dass ich nicht wusste, worauf genau ich achten musste.
    Dort drinnen lagen Papiere, Papyrusrollen, alte Bücher mit passendem veraltetem Schreibzeug neben einem großen Stapel Briefen, welchen sich Idun nun zur Brust nahm.
    „Da sind sie ja. Briefe von Karl dem V.!“ Wieder lag in dieser Stimme diese kindliche Freude und ließ mich schmunzeln.
    Ich warf einen Blick über ihre Schulter darauf. Sie waren alle in spanisch verfasst und ich erhaschte ein paar Zeilen, wurde aber aus ihnen nicht schlau. Dieser spanische Herrscher hatte von 1540 bis ungefähr 1544 Krieg gegen Frankreich bis zum Sieg geführt. Es ging in einem Brief zum Beispiel um seinen Leibdiener, welchem ein Teil seines Lohnes aberkannt werden sollte.
    Neben mir sah ich Alex´ fragendes Gesicht.
    „Oh, ich verstehe. Es geht hier um seine irdischen Dinge, welche in Frankreich verblieben sind. Seht, hier steht eine kleine Liste von Dingen, welche sein Leibdiener erstellt hatte, damit man ihm diese von seinem Lohn abziehen konnte.“ erklärte man ihr jetzt.
    Laurette las nun ein paar Zeilen laut vor, in welchen es um ein kunstvolles Rasiermesser mit Elfenbeingriff ging. Hatten wir nicht auch so eines auf unserer Liste?
    Gerade als Alex zu „Madame Jomphe...“ ansetzen wollte, bat diese darum, sie doch Laurette zu nennen. Ich ging derweil um unsere Artefaktenliste zu holen.

     

    Gerade als ich wieder zurück kam, hörte ich noch „Wohingegen der Einfluss dieser Vorläufer eher eines elektrischen Impulses gleichkommt.“ Mein Finger deutete auf das besagte Rasierwerkzeug.
    „Es gibt Sachen, bei der Suche können wir euch gar nicht helfen, weil es schlichtweg nicht in unserer Macht liegt. Es übersteigt sogar unseren Horizont, wie ihr Menschen so gerne sagt. Aber wir werden unser Bestes tun, um euch Hilfestellung zu geben. Bis dahin wisst ihr ja jetzt, wo ihr dieses Barbier-Werkzeug finden könnt.“ ich sah fragend zu Bragi. Frankreich war jetzt nicht besonders klein, wo sollten wir also anfangen zu suchen?
    Alex jedoch war auch darauf gekommen, dass vermutlich Paris gemeint war, weil Karl dort zuletzt sein Lager hatte. Vermutlich in einer der vielen Kasernen, wenn sie noch stehen. Leider entzog sich das meiner Kenntnis, ich wusste nur von Zweien. Eine mittig der Stadt und eine, die weit außerhalb lag und laut Aussage von einigen Templerbrüdern fast völlig zerstört war.
    Wir berieten jetzt, wo man eventuell ansetzen könnte. Besahen uns die einzelnen Unterlagen noch einmal und durchforsteten einige Karten, welche bei den Briefen zu finden waren.
    „Das ist wie die Nadel im Heuhaufen suchen...“ seufzte Alex neben mir und kicherte in sich hinein. Heuhaufen … Assassinen … Meine Frau hatte mitunter seltsame Gedankengänge.

     

    Am Boden der Truhe sah ich einen goldenen Gegenstand. Aber erst als Bragi ihn herausholte und gegen den Schein einer Kerze hielt, sah ich, dass es eine Krone war. Es war schon dunkel? Das hatte ich gar nicht im Eifer des Gefechts bemerkt.
    „Diese Krone gehörte Guthfrith von Ivar, das geht aus den anderen Schriften in der Truhe hervor.“ (Guthfrith - nicht ganz offiziell!) erklärte Yves ehrfürchtig und betrachtete sie genauer. Die einzelnen Edelsteine schienen immer nur kurz aufzuleuchten und dann wieder verdunkelte sich ihr Schein.
    Alex aber konnte ihre Neugierde nicht zurückhalten und streckte ihre Finger danach aus!
    Plötzlich stand sie stocksteif hier im Raum, leichenblass und sah erschrocken in meine Richtung!

     

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    MrsHEKenways Profilbild MrsHEKenway

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    Kapitel:6
    Sätze:757
    Wörter:12.637
    Zeichen:73.965

    Kurzbeschreibung

    *** Bevor mein Tagebuch wieder Opfer von unfähigem Personal wird, tue ich euch selber kund, dass unser Schicksal nicht in unseren Händen liegt. Die Nornen, die Schicksalsgöttinnen, haben bereits alles vorherbestimmt. Eine Revolution erwartet uns, Konflikte und tiefer gehende Einführungen in die Welt der Götter sind ebenfalls vorprogrammiert. Werden wir dem Ganzen gerecht werden können? Die nächsten Jahre werden es zeigen! ***

    Kategorisierung

    Diese Fanfiction wurde mit Familie, Abenteuer, Übernatürliches und Nordische Mythologie getaggt.