Storys > Geschichten > Abenteuer > Nie Gat vs. Niswild (Fritz Meinecke - 7 vs. Wild Staffel 1)

Nie Gat vs. Niswild (Fritz Meinecke - 7 vs. Wild Staffel 1)

99
02.08.22 19:37
12 Ab 12 Jahren
Fertiggestellt

Autorennotiz

Diese Geschichte, die eigentlich eine etwas eskalierte Kurzgeschichte ist :) basiert auf den Bestandteile der YouTube Serie "7 vs. Wild" von Fritz Meinecke. Das heißt ich habe Sachen eingebaut wie "Es ist kalt, nass und hart" so wie den Titel selbst, eben alles, was mir nach der Serie noch in den Sinn gekommen ist und was ich nochmal extra nachgeschaut habe.

Ich bin sehr gespannt, wenn du die Serie kennst, welche eingebauten Stücke du wiedererkennst.

Titelbild von pexels.com Fotograf/in: Cottonbro

Alles war still in der Nacht, in der Zeronia nicht schlafen konnte. Das Mondlicht schien durch die gläserne Decke, das von den schwarzen Vorhängen ihres Himmelbettes kaum abgehalten wurde.

Sie hasste es, wenn das Mondlicht so hell war und sie hasste diese Nächte, in denen sie deswegen ihre steingrauen Wände sah. Nicht unbedingt weil sie grau waren, eher weil sie dazu geneigt hatte, in den sieben Hellmond Nächten dem Wahnsinn zu verfallen. Komische Wesen, aus Kohle hatte sie daran gezeichnet und zuletzt einen Fernseher, als besäße sie keinen.

Wütend aufschreiend, trat sie ihre Bettdecke beiseite. Sofort wurde ihr kalt und das undichte Dach hatte dafür gesorgt, dass ihr Fußende komplett nass war. Nicht nur dass dieses verfluchte Bett hart wie Stein war, nein ihre Füße hatten auch noch in einer Pfütze gelegen.

Mit mieser Laune stampfte sie auf dem Boden und schrie zu ihren Bediensteten hinaus. Plötzlich schwieg sie angsterfüllt. Die Wände bekamen Risse, der Boden bebte und das Glas über ihr brach. Ein Erdbeben!

Die Wände stürzten ein, hinterließen Brocken auf dem Boden, die gigantisch wirkten. Das Glas rieselte wie Regen auf den Boden, mit ihnen kamen tatsächlich Tropfen aus Wasser. War es denn noch nicht schlimm genug? Verzweifelt zog sich Zeronia auf ihr Bett als rettende Insel zurück.

Das rieselnde Glas verschonte sie dort tatsächlich, alles blieb im Netz über dem Bett hängen, ein großes Glück aber ehrlich sie war eine Prinzessin, was sollte das hier? Niemand hörte ihre Rufe und niemand kam. Hatten sie sie etwa alle alleine gelassen? Diese feigen Hunde!

Als das Beben vorbei war, hörte auch der Regen auf. Es wurde Tag und man sah, dass von dem Gemäuer nicht mehr fiel übrig war. Erleichert aber dennoch angespannt setzte sich Zeronia hin. Ihre nackten Füße baumelten über einem Loch, dass ihr sicher nicht nur ein Bein brechen würde, wenn sie da hinein treten würde. Auf ihrem Bett wäre es wohl auch nicht mehr sicher.

Doch war es denn überhaupt sicher über diesen Schweizer Käse an Boden zu gehen? Zeronia hatte keinerlei Ahnung und sportlich war sie auch nicht gerade. Als Adlige hatte sie sich stets an die Sicherheitsverkehrung gehalten hatte, sich nur in zwei bestimmten Räumen dieses ''Klotzes'' aufzuhalten. Dies war ein Schlafzimmer und ein miserabler Unterhaltungsraum, der eigentlich nicht mehr beinhaltete, wie besagten Fernseher.

Frustriert über die Mächte der Welt war es eigentlich ein Akt der Wut, dass sie den schwarzen Vorhang abriss und zerteilte. Den Stoff würde sie nicht nehmen können, um sich damit irgendwie zu retten. Das war ihr gleich klar.

Stattdessen fertigte sie nun aus zwei Stücken Stoff und Holz vom Bettgestell Schuhe, mit denen sie hoffentlich gut und unversehrt über das Meer an Scherben gehen konnte. Den restlichen Vorhang band sie sich herum und versuchte sich diesen als eine Art Bauchtasche zunutze zu machen, in dem sie für mögliche weitere Projekte noch etwas Holz mitnehmen konnte.

Ohne einen einzigen Cut an den Füßen erreichte ​sie die Wand, von der eigentlich nur noch die Tür stand. Sie löste das Stück​​​ Seil, welches dafür dagewesen war, einen Spalt weit offenzulassen, damit ihre Bediensteten sie auch hören konnten, wenn sie wieder einen dieser komischen Träume hatte. Man verstand sie hier, als eine Visionärin. Und wenn dies wahr sein würde, dann bekäme wohl da draußen eine alte Dame mit ihr Schwierigkeiten.

Dennoch verließ sie diesen Raum, sprang quasi ins kalte Wasser, denn dieses Zimmer durfte sie nie ohne Begleitung verlassen, zu gefährlich war diese Welt da draußen für eine Prinzessin. Nicht jedoch für die gerade in ihr neugeborene Abenteurerin. Ein wenig kindlich klatschte sie in die Hände und schrie „Hype“ hinaus. Sie hatte wirklich Bock. Sie würde es in Angriff nehmen!

Als sie die Überreste ihrer doch recht kleinen Unterkunft verlassen hatte, stand sie zwischen gewaltigen Felsbrocken, die wie vom Himmel gefallen wirkten. Ihr "Haus", "Versteck" oder "Baracke" stand in keiner Stadt, nicht einmal in einem Dorf. Okay, was das war, wusste sie nicht wirklich. In den Erzählungen ihrer Bediensteten kam so etwas manchmal vor. Sie konnte nicht einmal sagen, ob es diese Wölfe und Bären hier tatsächlich gab oder ob es nur ihrer Gehorsamkeit diente.

Während sie sich aus diesem androhenden mentalen Tief rappelte, entschied sie die unbequemen Schuhe auszuziehen. Barfuß hier herumzulaufen war sicherlich auch nicht gerade das Klügste aber wahrscheinlich ebenso schädlich für ihr verwöhnten Sohlen, wie in diesen kantigen Dingern.

Nachdem sie die selbstgebauten Teile auf die Spitze eines Felsens gelegt hatte, sauste ein Wind durch den schmalen Pfad zwischen den Felsen, wo wohl jemand mal versucht hatte eine Mauer aus abgeschälten Baumstämmen zu errichten. So wie sie sich gerade fragte, wer das denn sein könnte, erklang ein schmerzlicher Laut hinter ihr. Erschrocken und weil sie ihn derart nah hinter sich gehört hatte, drehte sie sich um und schlug zu.

Prinzessin, schnaufte der Mann, der am Boden lag. Ich kenne euch nicht! Eigentlich hatte sie sich für ihre überraschend gewaltige Kraft entschuldigen wollen aber er beleidigte sie! ... und sie hatte keine männlichen Bediensteten. Das bedeutete schlussfolgernd, nun auch bedacht, dass es hier keine anderen Wohnbauten gab, dies er ein Verbrecher sein musste.

Nicht so schnell, Prinzessin, klagte er noch immer unter Schmerzen und bat mit seiner hochgestreckten Hand darum, dass sie ihm auf die Beine half. Sie allerdings verschränkte die Arme. Wer wäre sie denn, wenn sie das tat?

Ich bin Nebeis Egat Niswild, stellte er sich vor, als er auf den Beinen stand. Verkauft ihr mich für blöd?! Nein, tut mir Leid Hoheit aber für meinen Namen kann ich ebenso wenig, wie für meine Gabe. Ihr meint wohl das da? Ihre Hand deutete auf die Konstruktion, die aufwendig ausgesehen hatte aber seinen Zweck nicht Stand gehalten hatte, die Mauer.

Nein, das ist nicht von mir aber hätte ich gewusst, dass sie so leicht zu überqueren wäre, hätte ich mir den weiten Weg vom Wasser sparen können. Vom Wasser! Zeronia versuchte zornig zu klingen. Nie Gat Niswild, ich bin euer Bruder ... und ich erkenne, dass man euch eurem Namen geraubt hat. Eigenartig, dass man euch aber den Titel und die Bediensteten ließ.

Und ihr sollt ein Prinz sein? Er lachte. Ihr seit ganz schön sarkastisch, für eine Prinzessin. Meine ''Adels''-Kleidung hängt am Ufer zum Trocknen ... Und ich bin nicht nackt weil ich einen wasserdichten Packsack, mit dem hier hatte. Anscheinend war er selbst nicht gerade glücklich über die grünlich graue Kleidung, die mehr an einen Bademantel erinnerte, mit neonorangenen Badelatschen.

Und wo sind eure Bediensteten?! Von ihrer herablassenden Art bekam sie bald selbst das Kotzen aber dieser Fremde, könnte vielleicht die Wahrheit sagen, doch glaubte sie eher das er log. Hier, wo ja anscheinend die Einsamkeit herrschte, gab es sicherlich nicht gleich zwei hoheitlich Personen und er war auch in ihrer bislang geglaubten Chronik nicht enthalten gewesen. König und Königin lebten in einem separaten Schloss, auf einer nahegelegenen Insel zu dieser offensichtlich wahrheitsgemäßen felsigen Hangregion.

Diese Insel ist eine Lüge. Unsere Eltern leben mehrere Tage entfernt in einem Schloss und ich komme in eurer Chronik nicht vor, da ich jünger bin als ihr, sieben Jahre jünger. Seine Mimik veränderte sich. Wirklich deuten konnte sie es nicht aber es machte ihn auf eine merkwürdige Art und Weise weniger bedrohlich.

Ihr könnt hier nicht bleiben, unten am Ufer habe ich eine Höhle und ein Feuer. Mit etwas Glück können wir einen Fisch essen. Wir?! Er lächelte wieder und wandte dann seinen Blick in eine andere Richtung.

Es wird hier sehr kalt werden, ohne ein Feuer. Ihr müsst mir nicht vertrauen aber ich kann es euch anbieten. Da, hinter den Baumstämmen, geht es hinunter. An einer umgekippten Birke, Bäume mit weißer Rinde müsst ihr euch links halten. Wenn ihr richtig seit werdet ihr einen kaputten Eimer sehen, in dem ich Holz gesammelt habe. Passt auf die Löcher auf. Nicht das ihr euch etwas brecht. Sie schnaubte, solle er sie doch für blöd halten. Mitgehen oder hingehen würde sie ganz sicher nicht.

Der fremde angebliche Bruder lachte schon wieder und machte sich dann auf den beschriebenen Weg. Zeronia nahm dieselbe Richtung, doch führte sie ihren Weg dann den Hang hinauf und nicht hinab. Oben auf dem höchsten Punkt fand sie Sträucher vor, die sie kannte. Himbeeren und weil sie hungrig war, pflückte sie sich eine Handvoll.

Nachdem sie noch immer Hunger hatte aber keine Lust mehr in gefühlter Ewigkeit sinnlos zu pflücken, bastelte sie aus einer Rinde, zwei Aststücken und einem scharfkantigen Stein, eine Schale, die sie dann befüllen konnte. Danach war sie zufrieden mit sich und gönnte sich eine Pause auf einem dieser gigantischen Felsen. Die Pause tat so gut, dass sie zum ersten Mal in ihrem Leben völlig traumlos einschlief.

Als sie erwachte dämmerte es schon und es war bitterkalt geworden. Fröstelnd zwang sie sich auf die Beine, lief einige Meter hin und her, um sich wieder in Schwung zu bekommen. Unbeabsichtigt, ging sie dabei den Hang hinab, einer inneren Stimme folgend zu dem Feuer zu gehen. Macht schon, es ist nicht mehr weit, feuerte sie die Stimme an, die ihr langsam aber sicher wie dieser nervige Fremde klang.

Danke, vielen Dank. Sie blieb abrupt stehen. War sie denn dem Wahnsinn verfallen oder warum hörte sie Stimmen?​​​​​​ Ihr seit nicht dem Wahnsinn verfallen, sprach ihr vermeintlicher Bruder. Ich bin hinter euch, also schlagt mich bitte nicht wieder zusammen. So wie sie sich umdrehte, schien er mit einem Angriff gerechnet zu haben. Zumindest hielt er diesmal zusammengeschraubte Planken vor sich.

Habt ihr Angst vor einer Frau? Nur vor welchen, die zuschlagen, bevor sie fragen. Nehmt das, und lauft da hinunter. Passt auf die Löcher auf, die sieht man kaum. Ihrem zornigen Blick entging er, in dem er sich Totholz auf die Schultern lud. Für das Feuer? Er sagte nichts, kam nur kurz ins Stocken.

Ähm ... Noch bevor sie ihre Entdeckung preisgeben konnte, riss er erschrocken die Augen auf. Meine Höhle brennt! Schnell ließ er alles fallen und rannte über die kürzeste Strecke, die er wählen konnte, zur Lichtquelle. Zeronia ging auf Nummer sicher und nahm mit bedachten Schritten den Weg, der begehbar aussah. Als sie unten ankam, lag der unbeholfene Fremde auf dem Sandboden und kippte Wasser auf einen Baum, auf dem scheinbar Kleider brannten.

Ihr habt euch also auch noch verletzt? Grandios. Sie erkannte diese Szene aus einem Traum. Was er folgend sagte, wusste sie bereits und lief währenddessen schon in die Richtung seiner Anweisung Breitwegerich wächst dort, sagte er kurz pausierend. Am Ende, verarztete sie ihn in der Nähe des beruhigten Lagerfeuers. Ihr habt viel Holz hier gelagert. Es sollte trocknen für die Nacht. Er sah sie schief an, wahrscheinlich wunderte er sich, woher sie das konnte, nachdem sie für alles eine Bedienstete hat. Genaugenommen wusste sie es selbst nicht.

Das ist beruhigend, stellte er schmunzelnd fest und rückte ein Stück hinunter. Haltet still und hört auf, solch ein wirres Zeug zu sprechen. Warum wurdet ihr hier her verbannt?, fragte er nun und schien es wirklich ehrlich wissen zu wollen. Ich könnte auch euch fragen, warum ihr mir hinterherlauft. Das könntet ihr, ja. Und? Wollt ihr die Antwort?

Eigentlich sagte ihre Haltung nein, doch er gab ihr dennoch eine Antwort darauf. Ich wurde hier her verbannt weil ich eine Gabe habe vor der unsere Eltern Angst haben und ich hörte, dass sie dabei an euch dachten. ... Das alles hier ist zu viel für eine Nacht. Sehen wir, dass wir sie überstehen. Nach seinem ausgiebigen Strecken schlief er sehr schnell ein. Zeronia nicht. Es mochte zwar gerade nicht so aussehen, aber er könnte immer noch eine Gefahr sein.

Am nächsten Morgen glühte das Feuer nur noch, in dem aber nun ein Stein lag, auf dem gebratene Steinpilze ihren Duft zu ihm trugen. Die Prinzessin hat Frühstück gemacht, brüllte er und fasste sich danach schmerzlich an seinen Kopf. Ihr wagt es, meine Gedanken zu manipulieren?! Plötzlich stand sie vor ihm und genauso plötzlich wie ihr Erscheinen begann es zu regnen, obwohl der Himmel über ihnen noch immer blau war.

Ich ... Er fuhr noch weiter zusammen, Ihr meint, es lässt sich rechtfertigen?! Nie Gat, Verzeihung aber ihr tut mir weh! Plötzlich sackte sie in sich zusammen und der Regen hörte auf. Ich weiß, ich habe geschworen, es nicht zu nutzen aber der Feind bin nicht ich. Fremdgesteuert stand sie wieder auf. Der Regen setzte wieder ein. Wehr dich nicht! Setzt dich! Mit schweren Schritten, tritt sie vor ihn, ihre Hände zu Fäusten geballt. Nie Gat! ... Ich kann es dir beweisen. Je angestrengter sein Gesicht wurde, desto weiter schob eine unsichtbare Macht die sich nicht rührende Zeronia zurück.

Er sprang auf und hechtete gerade noch im rechten Moment zur Seite. Der Felsen hinter ihm bekam Risse und löste einen etwa kopfgroßen Stein, der auf ihn gefallen wäre. Ihr hattet kein Feuer und ihr wärt erfroren. Ich wollte euch nur retten. Es ist kalt und ihr habt gefroren, da müsst ihr mir doch recht geben.

Ich muss! Diesmal ging er in die Knie. Sein Kopf dröhnte und ließ alles unter einem lauten Summen verstummen. Verdammt, warum seit ihr so dickköpfig?! Ihrer Haltung widersprechend setzte sie sich plötzlich ans Ufer und aß ein paar Halme. Er stand wieder auf. Das solltet ihr mir übelnehmen aber nicht, dass ich versucht habe euch zu retten. Er wischte sich den nassen Sand von der Hose und stellte sich ans Ufer. Und was mach ich jetzt mit euch? Ihr werdet mich doch wieder angreifen. Sorgenvoll starrte er auf sie herunter.

Esst von den Pilzen und behaltet das Feuer an. ... Wenn ich zurück bin, hätte ich gerne eine Pilzpfanne. ☺ Hastig wich er zurück, als der Sand unter ihm gläsern wurde. Schon gut, schon gut. Mit einem Sprung hüpfte auf die Moosfläche hinter sich. Auch dieses schmorte vor ihm. Keine Witze, schon in Ordnung. Wäre eure Hoheit mit einem Waffenstillstand einverstanden? Eine dünne Feuersäule formte sich vor ihm. Keine Manipulation mehr. Es erlosch und auch die verursachten Schäden verschwanden. Sogar seine Kleidung am Baum war wieder hergestellt. Danke, reagierte er verwirrt aber da brutzelte besagter Baum wieder.

Über den ganzen Tag kam er nicht wieder. Zeronia hatte ihre Zeit genutzt und das provisorische Lager weiter ausgebaut. Vor der Höhlenöffnung hatte sie eine Wand aus Stämmen hochgezogen, damit der Wind nicht mehr in das Innere zog und weil sie schon dabei war, hatte sie sich eine Sitzcouch gebastelt, auf der sie lag und in den Sternenhimmel schaute, als er wiederkam.

Habt ihr Hunger, Prinzessin? Niedergekniet hielt er ihr ein Teller mit zwei Falafeln auf Salat und Pommes hin. Nach seinen Worten nahm er etwas aus seiner Tasche hervor, dass er über eines der beiden Stücken streute. Ich war oben bei eurem Gefängnis. Und, erwiderte sie uninteressiert und setzte sich hin. Mit Heidelbeeren kann man unsere Fähigkeiten dämmen. Ihr habt reichlich davon bekommen. In hoher Konzentration vergiftet es mich. Er nickte beklommen. Man hat es wohl geschafft, euch eine unmenschliche Menge zuzuführen. Ihre Essen waren nie die vielfältigsten. Sie nahm einen Pommes auf und führte ihn ihm zu.

Und, habt ihr euch erholt? Wie meint ihr das? Anstatt zu antworten, aß sie genüsslich Bissen für Bissen. Ihr wollt mich loswerden. Ich werde euch auf Seden sieben weitere Tage dulden. Ihr macht wohl Witze?! Der Schock stand ihm deutlich ins Gesicht geschrieben. Doch plötzlich erhellte sich seine Miene wieder. Interessanter Plan und danke meinem Bein geht es schon besser. Gut zu wissen, dass ihr nicht nur verbrechen könnt. Ich halte schon meine Klappe.

In der Nacht schlief er auf ihrem gebauten Strandsofa, während sie sich in seine Höhle zurückzog. Doch schlafen konnte sie nicht wirklich, in dem Vorhang, den sie wie eine Hängematte im Inneren aufgehängt hatte. Mücken umkreisten sie und irgendein Wesen scharrte am Fels.

Als Nebeis am nächsten Morgen von eigenartiger Stille wach wurde, stellte er einen Graben ausgelegt um sich herum fest, in dem ein Feuer kniehoch ohne Geräusche und Brennmaterial loderte. Nie Gat, wir hatten Waffenstillstand vereinbart. Ohne Wärme abzugeben, stiegen die Flamen auf Schulterhöhe an. Na kommt schon, den Stinkefinger könnt ihr auch mit der Hand zeigen, Königin. Offenbar schmeichelte er ihr, da die Flammen nur noch knöchelhoch ihre Gefährlichkeit repräsentierten. Ich trau euch nicht ganz. Bitte erlischt es, damit ich hinübertreten darf. Tatsächlich erstickte das Feuer und er konnte sich beruhigt nach ihr umsehen. Doch aus unerfindlichen Gründen war er alleine hier.

Traut ihr mir immer noch nicht? Dem könnte widersprechen, dass sie nun doch seine verbrannten Klamotten wiederhergestellt hatte. Vielleicht etwas unangenehm, dass da auch seine Unterhose hing. Warum lacht ihr? Egal, sagt mir lieber wo ich euch finde. Wie aufs Stichwort fiel oberhalb des Lagers einige Meter entfernt ein toter Baum um. Wart ihr das? Gerade als er einen Schritt voran setzen wollte hörte er ein Tier sich nähern, dass eine hohe Geschwindigkeit drauf haben musste.

Schnellreisesystem?, fragte er erheitert, als sie auf einem Elch angeritten kam. Sagt, schlaft ihr auch? Mit todernster Miene trat sie auf ihn zu. Es war kein Spiel, dass ihr mich eingekesselt habt. Seine Feststellung schien der Wahrheit zu entsprechen. Ihre Augen funkelten auf und eine Steinplatte über der Höhle rutschte herunter. Bärenkot, stellte er möglichst ruhig wirkend fest. Und lebt er noch? Daraufhin lächelte sie nur schäbig.

Tag zwei, erinnerte sie ihn an seine Bleibefrist. Es zählte schon? Gut, dann sagt mir, was wir für unseren Racheplan brauchen. Die Königin dieses Landes hielt nur einen schwarzen Briefumschlag hoch. Gespannt, was drinstehen würde, riss er es auf.

"Schiffsbau", entnahm er und legte den Brief entgeistert beiseite. Wahrlich gerne würde er sie für ihre übertriebenen Belange anfahren, schließlich saßen sie beide im selben Boot. Doch nochmals ein Duell riskieren, wäre dumm und kraftraubend. Stattdessen schnaubte er und versuchte wollend aber nicht könnend zu klingen, als er ihr das Unmögliche unterbreitete. Allerdings hatte er bald schon den Eindruck, dass sie gar nicht zuhörte.

Etwas lauter sprach er daher sein letztes und wahrscheinlich auch bestes Argument aus. Außerdem würde die Strömung uns nicht aus der Bucht lassen, selbst wenn wir hier einen perfekten Einlass haben. Damit deutete er auf diese Steinplatte, die nun im Wasser lag. Ah! Verdammt, ist ja gut, eure Naturgewalt. Es ist euer Plan aber wie ich euch einschätze, bringt ihr mich eher um, als mir dabei zu helfen etwas Angemessenes für euch zu bauen. Ihr Gesicht sagte eindeutig Ja. Da ihr trotz Launen ein gutes Herz habt, bitte ich euch mir zu vergeben, dass es nur ein Floß werden wird. Anscheinend akzeptierte sie den Handel und entließ ihn aus ihrer schmerzenden Strategie.

Danach ging sie einfach nur kommentarlos zu ihrem selbstgebauten Sofa und ließ sich dort nieder. Ein Beil bitte, wurde Nebeis wieder selbstbewusster. Sie nickte und schon kam ein Wolf angelaufen, der ein Beil in seinem Maul trug und es ihm vor den Füßen ablegte. Sofort verschwand das Tier wieder aber der Elch blieb. Bevor ..., setzte sie streng an und ließ Fichtenwurzeln durch den Sand um den Griff des Beils wachsen. Nehmt ihr ein Bad. Ihr seid schlimmer als jeglicher Smog. Er lächelte und beschloss noch in derselben Sekunde, es ihr heimzuzahlen. Zuerst nahm er tatsächlich ein gründliches Bad, da sie ihm auch eine Seife spendierte.

Anschließend blieb er Oberkörper frei, um bei den Baumfällarbeiten mit seinen Muskeln zu prahlen. Den kleinen Spaß musste er sich einfach erlauben, nachdem seine Naturgewalt von Schwester noch nie einen wirklichen Mann gesehen hatte. Zumindest verletzte sie ihn dabei nicht, worauf er schloss, dass sie es duldete.

Am Abend, wo er fix und fertig war, schickte sie ihm den Wolf, der ihn knurrend zum Lagerfeuer trieb. Ihr habt gekocht, murmelte er und konnte kaum die Augen aufhalten. Ich rieche Pilze und ...", Letzteres wusste er einfach nicht. In dem kleinen Topf brodelten Pilze, Wasser und eigenartige Teile, die aussahen wie schwarze Kügelchen und Eidechsenschwänze. Was ist en das? Das Gähnen vertuschte nur, dass er den Zutaten nicht traute.

Das gefiel ihr natürlich und sie offenbarte auf ihrer Hand kleine Raupen, die einen Stachel hatten. Das ist da drin?!, fragte er nun wieder wach. Über sein Entsetzen amüsierte sie sich göttlich, ließ aber in Folgen dessen die kleinen Tierchen von ihrer Hand kriechen. Er setzte sich beruhigt und dachte auch nicht weiter drüber nach, was das alles sein konnte. Er vertraute einfach darauf, dass alles essbar war, was sie servierte.

Viel zu schnell für seine körperliche Erholung ging die Sonne am dritten Tag seines Bleiberechtes auf. Er wollte liegen bleiben, ganz gleich wie schön der Sonnenaufgang wirkte. Doch er hatte die Rechnung ohne Zeronia gemacht, die schlimmer war, als jeder wirrer Gedanke.

Abwesend stand er ewig neben einem Baum, den er eigentlich fällen wollte. Die, Stämme, die er gestern gefällt hatte, schwammen alle nicht und drei waren ihm beim Testen davon geschwommen. Sicherlich war es nicht gut, dass Zeronia daraufhin, das Lager verlassen hatte. Seit sie gegangen war, kroch wieder die Einsamkeit in seinen Kopf. Er war es gewohnt gewesen, viele Menschen und deren Gedanken um sich zu haben. Ohne diesen ständigen ''Konsum'', den er von Geburt an kannte, fühlte er sich völlig Matsch im Kopf.

Quälende Stunden später tauchte sie wieder auf und sie hatte ernsthaft eine Pizza dabei. Ob es nun der Hunger war oder einfach nur die Erleichterung, er musste sie einfach umarmen. Hätte sie keine Reaktion gehabt, würde das Essen jetzt zwischen ihnen beiden kleben und das war wohl ein Punkt, der ihm eine äußerst schmerzliche Backpfeife bescherte.

Nein, ich freu mich einfach nur, erklärte er sich an seiner Wange reibend. Ihr wart nie unter Menschen, oder? Seit wann lebt ihr denn hier? Durch ihren wütenden Blick alleine wich er schon zurück. Verzeiht, ich lebte bis vor wenigen Tagen noch unter Menschen. Trotz der zornigen Gestalt vor sich, bekam er ein mitleidiges Gesicht.

Schaut mal Prinzessin, brüllte er aus dem Nichts erheitert und rannte in Richtung des Lagerfeuers, das allerdings erloschen war. Bevor sie fragte, lachte er schon. Was macht ihr da? Mit kindlicher Freude drehte er sein Gesicht zu ihr und schrie im Echten, wie auch in ihren Gedanken "Tata!" Sie fuhr zurück, wurde jedoch sehr schnell wieder von ihrer Wut abgelöst. Was ist das?!, fragte sie und meinte damit seine Gesichtsbemalung. Der einsame Wolf, lachte er noch immer und stand wieder auf.

Sein Grinsen wurde ein wenig schwächer und seine Haltung straffte sich. Jetzt könnte man vielleicht einen potenziellen Prinzen in ihm sehen. Eigentlich wärt ihr die Thronfolgerin, da ihr die Älteste seit und der Noitas Organi an euch interessiert war. Ein Bündnis, das für uns wichtig gewesen wäre. Eine Kraft stoppte ihn am Weitergehen. Ich weiß nicht, ob er der Grund eurer Verbannung ist. Ihr lebtet nicht mehr im Palast, als ich geboren wurde. Scheinbar ließ die Kraft nach, da er nach vorn stolperte.

Ohne hingefallen zu sein, richtete er sich vor ihr wieder ordentlich auf. Eure Hoheit, im Namen von Niswild bitte ich um eine Audienz bei euch. Während seiner Verbeugung sah sie überheblich auf ihn herunter. Düfte ich euch vorschlagen, dies außerhalb des Lagers zu unterhalten? Ihre Antwort kam nicht gleich, doch sie nickte und wies mit dem ausgestreckten Arm eine Richtung vor, welche auch er im Sinn gehabt hatte und deswegen nun lächelte.

Nach einem kleineren Fußmarsch erreichten sie einen wunderschönen See. Sie setzten sich zwischen drei Bäume, die in einem Dreieck zueinander standen. Dann tragt euer Anliegen vor, sprach sie erwartungsvoll. Nun eure Majestät, eurem Plan zur Folge, werde ich den Thron in Niswild bekommen. Sollte das so geschehen, wäre unser Bündnis von größerer Bedeutung. Welchen Nutzen sollte ich davon haben? Angefangen, dass wir durch das Stürzen des Königspaares Feinde haben werden, sichere ich euch zu, dass meine Verbündeten euch ebenso unterstützen werden. Wir könnten euren Palast neu errichten und euch Bedienstete schenken, die keine Roboter sind. Anscheinend wurde ihr seine Aufzählung zu viel. Mit einer Handbewegung stoppte sie ihn.

Nach kurzem zuordnen der Dinge, nahm sie ihre Hand zurück und wandelte ihre Frage auf seinen Nutzen um. Er lächelte und begann mit dem Offensichtlichsten. Niswild bekäme eine starke Verbündete, einen Handelspartner. Etwas jedoch betrübte ihn plötzlich. Warum wollt ihr eigentlich den Thron nicht? Warum wirklich nicht? Keine Antwort folgte, sie ignorierte einfach, dass er eine Frage gestellt hatte.

Sollten wir uns verbünden, brauche ich keine Bediensteten aus eurem Reich. Jeden, der hier auf mein Land kommt, werde ich augenblicklich töten. Demonstrativ ließ sie einen Baum neben ihm zu Boden krachen. Doch er zuckte nicht einmal. Langsam aber sicher gewöhnte er sich an ihre Art.​​​​​​

Ihr wollt Anspruch auf dieses Land und sollt es haben, auf dem Meer werden wir euch beistehen, als Bruder. Ihr wisst, dass ich stark bin. Und ihr wisst, dass ich euch töten kann. Er nickte. Mit einem Schwert könnte ich das auch erlernen. Beweist es, dann sollt ihr eurer Bündnis haben. Zusätzlich zu all dieser anstrengenden Arbeit, stand ihm an jedem Abend ein Angriff auf Zeronia bevor. Sie war gut, verdammt gut und das Schlimmste, mittlerweile auch komplett immun gegen seine außergewöhnliche Fähigkeit.

An seinem Abreisetag reichte ihm Zeronia ein eigenartiges Gebräu, dass sie aus einem schwarzen Pilz gekocht hatte. Stärkt dich vor Wunden, sagte sie und trank selbst einen Schluck. Und das beseitigt den widerlichen Geschmack, fügte sie an und hob ihm etwas hin, das aussah wie Holzkohle aber schmeckte, als würde er eine gewaltige Ladung Käse verspeisen.

Als er die Käseverführung gemeistert hatte und sich ihr zu wandte, sah er, dass sie ihr gemeinsames Floß mit drei Fackeln ausstattete. Ihr hab ja auch etwas gebaut, eure Hoheit. Sofort knickste er vor ihr, als sie sich zu ihm drehte. Sie lachte plötzlich wie eine Wahnsinnige.

Mit harschen, bedrohlichen Schritten trat sie auf ihn zu. Ihr habt eine Schraube locker, sagte sie und zog ihm tatsächlich eine hinter dem Ohr hervor. So funktionieren Scherze nicht, Nie Gat. Ach nein?, alberte sie weiter. Wo ist denn euer Paddel? Wolltet ihr das nicht aus dem Ast und der Planke da basteln? Als er antworten wollte, attackierte sie ihn mit ihren leeren Händen. Seine Reaktion war gerade noch schnell genug.

Besser aber ich hoffe dennoch, dass Niswild ein wenig stärker ist. Wir lassen aber die Bevölkerung in Ruhe! Nur dessen Königsfamilie und deren Unterstützer für das hier. Wer glaubt ihr, dass ihr seit, um das zu bestimmen?! Nie Gat, deine Rache treibt dich an. Sie lachte und stellte sich auf das Floß. Kommentarlos nützte sie ihre immense Kraft, um sich und das Floß vom Ufer wegzudrücken. Hektisch nahm Nebeis Anlauf und sprang neben ihr auf die Stämme, die zusammen so stabil waren, dass es nicht einmal wankte, als er dies gewagt hatte.

In Zeronias Gesicht entdeckte er, dass sie dies erwartet hatte. Wahrscheinlich hatte sie es sogar stabilisiert, denn nun merkte er die Wellen unter dem Gefährt und ihm wurde bewusst, dass er noch immer nicht seetauglich war.

Keine Schwäche, keine Schwäche vor Nie Gat. Plötzlich drückte ihm die Königin einen langen Ast in die Hände, der bestimmt eineinhalb mal länger war, als er selbst. Ihr hättet gern auch für etwas Gemütlichkeit hier sorgen können und diese Knoten hier, es ist euch klar, dass ich nur mich retten werden, wenn das hier untergehen sollte. Als er ihr etwas entgegnen wollte, überfuhr sie ihn mit der Anschuldigung, dass er nicht schwimmen könne und sie sich frage, worin er denn bitte nützlich sei.

Beide schwiegen lange, ehe er kleinlaut begründete, dass er ihre Ruhe wäre und er sie von Herzen darum bitte, ihre Rache nur an jene zu verüben, die dachten, sie hätte diese Vergiftung verdient. Sie sagte weiterhin nichts und ließ die Stille über sie einkehren. Es kreisten keine Vögel über ihnen, es begleitete sie nur noch das Geräusch des Meeres.

Nebeis bemerkte am Flackern der Fackel, dass sie begann mit der Ruhe der Natur zu verschmelzen. Er wäre nun wieder allein, auch wenn sie direkt neben ihm stand. Trotzdem störte er nicht und schwieg eisern mit der Natur bis zum nächsten Sonnenaufgang.

Guten Morgen, Hoheit, grüßte er ein wenig bedrückt. Ihr könnt nun wirklich nicht gut einsam sein. Nein, eure Hoheit. Ich bin nicht für die Einsamkeit gemacht. Eine der Fackeln erlosch plötzlich, zeitgleich hielt sie in ihren zu einer Schale geformten Händen ein kleines Feuerchen. Obwohl es so klein war, durchflutete es seinen ausgekühlten Körper sofort mit Wärme. Sind wir wohl quitt. Jetzt habt ihr mir wohl das Leben gerettet. Leicht schüttelte sie mit einem Lächeln den Kopf.

Ich kann Menschen nicht ausstehen, Nebeis. Wir sind aber auch Menschen. Nicht für die, die dein Volk sein werden. Mühsam stand er auf und starrte in ihr Gesicht, das aber ihn nicht ansah. Zum allerersten Mal sah er unendlich viel Schmerz darin und sogar Zweifel.

Nie Gat, es kann auch dein zu Hause sein. Ich hüte Seden. Töte, was es betritt, auch dich. Dafür gilt unser Bündnis nicht. Er nickte, trat aber nun vollständig vor sie. Kommunizieren ist erlaubt, sagte er und hielt ihre Hände. Für einen kurzen Moment schloss er die Augen und als er sie wieder öffnete, saß ein Beo auf ihrer Schulter. Mir kannst du vertrauen und dieser Vogel soll mein Geschenk an dich sein. Kein Telefon, sagte der Vogel. Du solltest Handy sagen, du Dummkopf. Sie mag dich nicht, Pumper Jochen.

Er murrte etwas, sah dann aber wieder aufrichtig zu der König. Ihr habt also beschlossen, nicht zu kämpfen? Euer Wunsch war es zu schonen. Ihr werdet mich nicht brauchen. Doch, denn wenn ich die Krone auf dem Haupt trage, werde ich dem Volk unser Bündnis unterbreiten. Ihr werden uns beweisen müssen, dass ihr stark seid und einen Kampf gegen mich führen.

Euer Land hat dumme Gesetze, sagte sie, als würde sie bereits von diesem Ritual wissen. Sie ist stärker als du! Schon vergessen, Ingo? Allem zum Trotz bin ich manipulativ, kleiner Vogel, zischte er zurück und zwang ihn davonzufliegen. Eure Hoheit, auch ich kann töten. Sie nickte mit einem stolzen Lächeln.

Seine Augen leuchteten, als würden sie brennen und plötzlich, brach ein Baum neben ihnen ins Wasser. Sein Werk aus ihrer wüsten Kraft. Wollt ihr nun mit mir kommen oder muss ich euch zwingen?

Plötzlich erloschen alle drei Fackeln auf dem Floß und der Tag wurde so unerträglich heiß, als würden sie in einer Sauna stehen. Gut, kämpft mit mir. Verräter gehören auf keinen Thron. Er stieß ein aufgeheiztes Wolfsgeheul hervor, in dem auch Zeronia mit einstieg.

Die Wachen des Landes wurden auf sie aufmerksam und schossen sofort mit einem Pfeilhagel in ihrer Richtung. Doch kein einziger traf sie. Als sie keine Pfeile mehr hatten, schossen sie komische Stäbe, sie oben wie unten angekokelt waren aber auch diese schlugen nur um ihre Ziele drumherum ein.

Eure Schützen brauchen Brillen, scherzte Zeronia unterhalten. Auch Nebeis lachte auf und war wahrscheinlich jener, der für den gläsernen Sand sorgte. Unbeeindruckt marschierten sie unter den inzwischen hilflose geworfenen Birkenzweige her und erreichten die Mauer.

Eine knochige Weide lief ihnen hinterher und fungierte mit ihren peitschenden Ästen wie ein mechanisches Abschussgerät, welches die Munition der Feinde, gezielt zurückwerfen konnte. Hundertdreiundsiebzig Mann besiegte alleine diese Pflanze. Zeronia und Nebeis mussten einfach nur vorangehen, als sei es ein allgemeiner, völlig normaler Spaziergang am Morgen.

Selbst das hölzerne Tor, welches hochgezogen über einem Graben das Herz des Reiches zu beschützen versuchte, ging mit Leichtigkeit vor ihnen nieder. Alles Bewaffnete dahinter sank ergebend in die Knie und scheute sich aufgezwungen vor dem Waffenkampf.

Es hatte nicht lang gedauert und sie standen vor dem Königspaar. Diese hatten wohl noch Hoffnung auf einen Kampf zu ihren Gunsten, doch am Ende trug Nebeis die Krone und verkündete ein Bündnis mit Seden

Ihr "Show"-Kampf dauerte Jahre, fand immer wieder im Herbst statt und ließ die Welt ganz oft noch einmal in den Sommer zurück. Sie waren stark und für das Volk wie eine Serie, die sie liebten, mit mehren Staffeln.

Feedback

Logge Dich ein oder registriere Dich um Storys kommentieren zu können!

Autor

RhodaSchwarzhaars Profilbild RhodaSchwarzhaar

Bewertung

Noch keine Bewertungen

Statistik

Sätze:428
Wörter:5.633
Zeichen:32.653

Kurzbeschreibung

Auf einer Insel lebt eine Prinzessin, deren Leben sich schlagartig ändert, als es ein Erdbeben gibt. Sie muss nun alleine klarkommen und will es sogar. Ihr Herz ist voller Einsamkeit und einer Gefahr, der du lieber nicht begegnen willst.

Kategorisierung

Diese Story wird neben Abenteuer auch in den Genres Fantasy, Action und Natur gelistet.