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Nur wer frei ist, ist ein König

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10.7.2019 22:03
18 Ab 18 Jahren
Homosexualität
In Arbeit

3 Charaktere

Shouta

Tori Shouta behauptet, ein Meisterdieb zu sein, hat aber keinerlei Beweise dafür. Er ist vorlaut, arrogant und scheint nichts ernst zu nehmen. Shouta ist 25 Jahre.

Kakuzu

Kakuzu hat wenig Lust auf diesen Auftrag und noch weniger darauf, seine Zeit mit Hidan und Shouta zu verbringen. Diese Unlust hilft ihm allerdings nicht viel, denn er muss so oder so mit auf diese Mission. Kakuzu ist 89 Jahre und hat eine grundsätzlich genervte Grundstimmung.

Hidan

Ebenso wie Kakuzu hat Hidan eher wenig Lust auf diese Mission. Er ist 19 Jahre und will eigentlich nur seine Religion in Frieden ausführen.

Nur wer frei ist, ist ein König

Ōrora no kuni – das Nordlichland – liegt abseits der Ninjareiche im Norden. Es ist ein raues, kaltes Land, in dessen Herz eine Legende zu finden sein soll. Ein Stein, der unvorstellbarer Macht in sich birgt und Akatsuki hat es auf ihn abgesehen. Um ihn zu erlangen, wurde Tori Shouta engagiert, ein junger Mann, der von sich selbst behauptet ein Meisterdieb zu sein. Schon von der ersten Begegnung an weiß Kakuzu, dass seine Nerven auf eine harte Probe gestellt werden. Und das ist nur der Anfang.

 

 

Hallo und willkommen zu dieser Fanfiction!
Vor einigen Jahren habe ich bereits den Vorgänger angefangen, jedoch war ich gar nicht mehr zufrieden mit der alten Version und habe sie kurzerhand gelöscht. Das hier ist also die Neuauflage für alle die, denen der Name noch was sagt. Ich habe ein paar Änderungen vorgenommen, damit mir alles besser in den Kram passt.
Vorweg zu sagen ist, dass ich mich nicht an den Canon halten beziehungsweise ihn verändern werde. Seht es als eine Art AU, wenn ihr wollt. Die Dinge, die ich ändern werde, werden Einfluss auf den Verlauf der Geschichte haben und somit werden sich alle Ereignissen nach Shippuuden verändern.
Zur zeitlichen Einordnung: Die Geschichte spielt im Winter nach Part I, also etwa zwei Jahre vor Shippuuden.
Warnungen: Rape/sexuelle Gewalt (nicht in einer Beziehung), Gewalt, Schimpfwörter, Suizidgedanken, Angst und alles, was damit zusammenhängt
Ich werde für Rape, sexuelle Gewalt, Suizidgedanke vor jedem Kapitel eine extra Warnung anbringen, sollte jemand noch mehr Triggerwarnungen wollen, kann ich die gerne auch einbringen. Schreibt mir einfach per Mail und egal was für eine Warnung es ist, ich werde sie schreiben!
 
 
 
Kapitel 1 – Ein Meisterdieb stellt sich vor



Die Luft im Gasthaus war stickig und vor Qualm konnte man nur wenige Tische weit sehen. Im hinteren Teil des Gastraums stritten sich Männer, ein Glas zerbrach. Man unterhielt sich leise, winkte den Wirt herbei.
„Sollte der Dieb nicht schon da sein?“ Hidan, der vor einem Krug schalen Biers saß, schaute sich um. Sein helles Haar, sonst ordentlich zurückgekämmt, war feucht und stand ab. Der Weg hierher war lang gewesen und ein Schneesturm hatte sie überrascht.
„Ja.“ Kakuzu hatte seine Maske herunter gezogen. Durchnässt war sie lästig. Hidan nahm einen Schluck, statt zu antworten.
„Wenn wenigstens das Bier schmecken würde.“
Kakuzu gab ihm Recht. In diesem Reich konnten die Menschen weder Bier brauen noch ihre Häuser dämmen. Wind zog durch die Ritzen der Steinmauern, sodass es trotz der vielen Gäste und dem Kaminfeuer kühl war.
„Ihr hättet Met bestellen soll, warm, ansonsten kann man hier nichts trinken.“ Ohne, dass eines der Akatsukimitglieder es gemerkt hatte, war ein Mann an den Tisch gekommen. Er war schlank, klein und wahrscheinlich nicht älter als Mitte zwanzig. Seine schmalen, grünen Augen funkelten sie belustigt an. Kakuzu musterte ihn, ohne sich die Überraschung über sein plötzliches Auftauchen anmerken zu lassen.
„Du bist der Dieb?“
„Meisterdieb, wenn ich bitten darf. Tori Shouta, stets zu Diensten.“ Er zog sich einen Stuhl an den Tisch und ließ sich rittlings darauf fallen. Seine Arme baumelten über die Rückenlehne. Er grinste.
„Du bist zu spät“, warf Hidan ein.
„Und das tut mir sehr leid“, sagte der Dieb und klang nicht danach. Er hatte einen Tonbecher in der Hand, über dem Dampf aufstieg. Wahrscheinlich der warme Met, von dem er gesprochen hatte. Er trank, bevor er weitersprach: „Ihr seid also Akatsuki.“
„Ja“, sagte Kakuzu. Er kam nicht umhin, sich über Shoutas Auftreten zu wundern. Als ihnen erzählt wurde, man habe einen Dieb gefunden, der der Aufgabe gewachsen sei, hatte er sich jemand Beeindruckenderes vorgestellt.
Shouta winkte den Wirt herbei, einen alten Mann mit schütteren Haar.
„Noch zwei warme Met, und nimm' das Pisswasser mit. Das können wir unseren fremdländischen Freunden nicht antun.“ Er warf ihm bronzene Münzen zu.
Der Wirt tat wie geheißen und murmelte eine Beleidigung, die Shouta ignorierte. Er wandte sich Akatsuki zu. „Können wir zum geschäftlichen Teil kommen?“
„Hier?“, fragte Hidan.
Shouta zuckte mit den Schultern. „Wenn wir gehen, erregen wir mehr Aufmerksamkeit. Die Leute hier vertrauen niemanden, der offensichtlich Geheimnisse hat.“
„Wie lange brauchst du?“ Kakuzu verschränkte die Arme vor der Brust.
Shouta grinste. „Kommst gleich zum Punkt, was? Gefällt mir.“
Kakuzu starrte ihn an und Shouta starrte zurück. Der Blickkontakt hielt mehrere Sekunden, bis Shouta antwortete: „Etwa zwei Monate.“
„So lange?“ Kakuzu spürte, wie sein Geduldsfaden dünner wurde.
Shouta trank, bevor er antwortete: „Wir müssen eine Woche beobachten, vielleicht mehr. Und wir müssen in die Berge, das wird dauern. Wir können nur am Tag reisen, falls das Wetter es überhaupt zulässt. Wir sind nicht im flachen Mizu no Kuni, das Land ist rauer.“
„Großartig.“ Kakuzu schnaufte.
„Scheiße“, sagte Hidan.
Der Wirt kam zurück und knallte zwei weitere Becher auf dem Tisch. Die Flüssigkeit spritzte auf die Platte und lief in die Ritzen.

Shouta griff in eine seiner vielen Manteltaschen und klatschte eine Karte auf den Tisch. Er entfaltete sie und deutete auf einen Punkt mitten im nordöstlichen Gebirge. An acht seiner Finger trug er schlecht zusammenpassende Ringe. Einige von ihnen hatten tiefe Dellen, bei anderen war das Metall angelaufen und der Ring an Shoutas rechtem Daumen hatte eine dicke Lötnaht an der Seite.
„Dort müssen wir hin.“ Er deutete auf einen anderen Punkt. „Hier sind wir. Per Luftlinie ist es nicht weit, aber das nützt uns nichts.“
Er sah kurz auf. „Wir müssen den dreifachen Weg zurücklegen, mindestens. Kommt auf die Wetterbedingungen an. Wenn es schneit, können wir viele Wege nicht nutzen, werden sonst von Lawinen überrollt.“
Kakuzu wechselte einen Blick mit Hidan und rollte mit den Augen. Die nächste Zeit würde anstrengend werden. Kakuzu verfluchte sich dafür, dass er Akatsuki beigetreten war. Shouta wartete, bis Kakuzu ihn wieder ansah. „Darf ich weiterreden?“
„Ja“, knurrte Kakuzu, „aber mach's kurz.“
Shouta rollte seinerseits mit den Augen und erklärte die Route. Sie würden in Dörfern Zwischenhalte machen, ansonsten abseits von den Hauptstraßen bleiben. Schleichwege nutzen oder quer durch die Wildnis, weil die Straßen überwacht wurden. Der Weg führte vor allem durch die Berge, nur ein kurzes Stück würden sie durch ein flacheres Gebiet des Reiches reisen. Ōrora no Kuni war ein großes Reich, um einiges größer als Tsuchi no Kuni, größtenteils unbewohnbar. Und sie mussten von einem Ende des Reichs zum anderen. Kakuzu bezweifelte, dass die Mission innerhalb von zwei Monaten vom Tisch sein würde.
Als Shouta seinen Vortrag beendet hatte, trank er seinen Becher leer. Er behielt ihn in der Hand und drehte ihn hin und her. „Alles verstanden?“
Sie nickten.
„Dann können wir über die Bezahlung reden.“
„Bei dem bisschen Geld bist du so scharf drauf?“, fragte Hidan.
„Es geht um mehr als das Geld.“ Shouta wirbelte den Becher durch die Luft. „Bleibt es bei siebentausendfünfhundert im Voraus und siebentausendfünfhundert, wenn ich den Stein abgeliefert habe?“
„Ja“, sagte Kakuzu. Fünfzehntausend Ryo, soviel bekam man auch für eine D-Rang-Mission und das machte ihn stutzig.
„Wieso willst du so wenig?“
„Weil das Geld scheißegal ist, wenn ich den Stein habe.“ Shoutas Zähne blitzten auf.
„Du glaubst also dieses Märchen?“, fragte Hidan.
„Ihr glaubt auch daran, sonst wärt ihr nicht hier.“
„Die Chakra-Verstärkung ist geschichtlich bewiesen, alles andere nicht“, sagte Kakuzu schneidend.
Shouta hob seine Hände. „Ich wollte niemals euer Geschichtswissen infrage stellen.“
„Wenn du uns verraten willst, werden wir dich umbringen.“
Anstatt auf die Drohung zu reagieren, drehte Shouta den Becher auf dem Tisch und blickte Kakuzu desinteressiert an. „Nun, es wäre ziemlich doof, wenn ich meine Auftragsgeber verraten würde, findest du nicht?“
Am liebsten hätte Kakuzu ihm ins Gesicht geschlagen. Der Becher knarzte über das Holz. Kakuzu riss ihn Shouta aus der Hand. Shouta sah ihn empört an, war aber klug genug, nichts zu sagen und keine noch nervigere Tätigkeit zu beginnen.
„Es ist ziemlich doof seine Zunge nicht im Zaum halten zu können.“
Hidan lachte und Kakuzu sah Shouta an, dass er alle Mühe hatte, nichts zu erwidern. Nachdem Hidans Lachen verklungen war, wurde es am Tisch still. Shouta wirkte beleidigt. Seine rechte Hand zuckte.
„Ich habe noch eine Frage“, sagte Hidan.
„Die wäre?“ Unter dunklem Augenbrauen verengten sich Shoutas Augen.
„Wenn du diesen Stein unbedingt willst und ein Meisterdieb bist, wieso hast du ihn nicht selbst gestohlen?“ Das war eine gute Frage. Kakuzu richtete sich auf und musterte Shouta, der ein überhebliche Grinsen aufgesetzt hatte.
„Wenn das alleine möglich wäre, wäre der Stein längst verschwunden“, sagte Shouta. „Haben viele versucht. Sind alle gescheitert.“
„Das heißt?“, fragte Kakuzu.
„Ihr müsst Kanonenfutter spielen.“ Shouta sagte es mit absoluter Selbstverständlichkeit. Kakuzu war sich sicher, dass er entweder ausgesprochen mutig oder ausgesprochen dumm war.
„Was soll das heißen?“
„Hast du etwa Angst?“ Shouta zog eine Augenbraue hoch. "Ich dachte, ihr seid weit über die Ninjareiche hinaus gefürchtet."
„Genau deswegen solltest du uns respektieren.“
Hidan beugte sich über den Tisch und sagte ruhig: „Wir sollen also die Wachen töten.“
„Nicht alle“, sagte Shouta, "es reicht, wenn ihr genug ablenkt, dass ich durchkomme. Es sind viele, aber das dürfte für euch kein Problem sein, nicht wahr?"
„Nein“, sagte Hidan.
„Ist das alles?“, fragte Kakuzu. Ablenkung? Das reichte ihm?
„Ja.“ Shouta wirkte von der Frage überrascht. „Es wird im Inneren nicht einfach, aber macht euch keine Sorgen. Das ist kein Problem.“
„Und woher weißt du, wie es im Inneren aussieht?"“
Shouta lachte. „Die Pläne sind nicht halb so gut bewacht wie der Stein. Die zu bekommen war leicht.“
Sie mussten ihm glauben. „Gut“, sagte Kakuzu, „wann willst du aufbrechen?“
„Morgen früh“, antwortete Shouta, „nach Sonnenaufgang. Ihr habt passende Kleidung?“
Kakuzu nickte. Sie hatten die leichten Akatsuki-Mäntel gegen schwere, gefütterte Mäntel und die Ninja-Sandalen gegen Stiefel getauscht. Unsterblichkeit schützte nicht vor Erfrierungen.
„Ein Problem weniger.“ Shouta faltete die Karte schlampig zusammen und stopfte sie in die Tasche. „Habt ihr noch Fragen?“
Sie verneinten. Kakuzu hatte Fragen, aber keine, die er Shouta stellen würde. Seinen Nerven zuliebe.
„Dann treffen wir uns morgen früh hier.“ Shouta schwang sich vom Stuhl. „Lasst euch nicht von den Ratten beißen, die übertragen Krankheiten.“ Mit diesen Worten drehte er sich um und verschwand.

Kakuzu griff nach seinem Becher und trank ihn leer. Der Met war nur noch lauwarm, schmeckte aber tatsächlich besser als das Bier. Irgendwie hasste er es, dass der Dieb damit Recht behielt.

Kapitel 2 –  Schneesturm



„Wir müssen uns beeilen“, sagte Shouta, „der Schneefall wird stärker und bis zur Hütte dauert es noch.“ Der Schnee hatte Shoutas dunkelgrauen Mantel mit weißen Punkten übersät und die Haare, die vorne aus seiner Kapuze schauten, hingen ihm gefroren ins Gesicht. Sie waren bei Sonnenaufgang aufgebrochen. Knapp zwei Stunden später hatte der Schneesturm eingesetzt, deshalb waren sie nicht weit gekommen.Sie konnten kaum die Umgebung erkennen und die Straße, die in den Sommermonaten als Handelsroute genutzt, war zugeschneit.
„Was soll das überhaupt für eine Hütte sein?“, fragte Hidan ungehalten.
„Eigentlich für Händler, über den Winter sind sie ungenutzt.“ Shouta lief voran.  „Ich nutze die immer, wenn ich im Winter unterwegs bin. Sind ganz nett ausgestattet.“
„Du brichst ein“, stellte Hidan fest.
„Ja.“ Nun drehte sich Shouta zu ihnen und lief rückwärts. „Ganz einfach. Schlecht gesichert. Wenn ich gehe, versiegle ich die Hütten wieder. Niemand hat je bemerkt, dass ich da war.“ Er hatte sich den Schal über den Mund gezogen, aber Kakuzu wusste, dass er grinste. Dieses widerliche, überhebliche Grinsen ...
„Wer versiegelt überhaupt die Hütten? Ich dachte, ihr hättet hier keine Ninja“, fragte Hidan. Kakuzu horchte auf.
„Fuinjutsu haben wir hier auch, und genügend Söldner.“ Shouta drehte sich wieder um und lief über den Schnee. Kakuzu fiel auf, dass er keine Abdrücke hinterließ.
„Nukenin?“
„Sicher einige, aber nach denen fragt keiner. Eure Probleme sind nicht Ororas Sache.“
Hidan gab ein abfälliges Schnauben von sich. „Unsere Probleme?“
„Die der Ninja-Reiche, eure Kriege, eure Politik und eure Verbrecher. Die Leute hier wollen nicht wissen, was außerhalb der Grenzen geschieht.“
„Es sind nicht unsere Probleme. Was die Dörfer machen, ist mir egal.“
„Und trotzdem gehörst du zu einer Organisation, die die Dörfer terrorisiert.“
„Was soll das heißen?“, brauste Hidan auf.
„Dass du wortwörtlich Problem verursachst und somit ein Problem der Ninja-Reiche bist.“ Damit hatte Shouta zwar leider recht, aber das Hidan zu sagen, war eine schlechte Idee. „Aber wenn du hier als Söldner irgendwo anheuern willst, fragt keiner danach.“

Kakuzu knurrte: „Haltet die Klappe, alle beide.“
Eine Weile war es still. Der Wind wurde stärker und kälter und der Schneefall dichter. Mittlerweile liefen auch Kakuzu und Hidan auf dem Schnee, um nicht bis zu den Oberschenkeln zu versinken. Die Spuren, die sie hinterließen, waren innerhalb von Minuten verweht.
„Dieb!“, rief Kakuzu.
Shouta wartete, bis Kakuzu zu ihm aufgeschlossen hatte. „Meisterdieb“, verbesserte er zitternd.
„Du hast die Straße noch im Blick?“ Sie war nicht zu erkennen, und Shouta sah sich nicht um.
„Natürlich“, sagte er. „Keine Sorge, wir sind bald da.“
Kakuzu sah auf ihn herunter. Das bisschen Haut, das von Shoutas Gesicht zu sehen war, war gerötet  und seine dunklen Wimpern waren gefroren. Er jämmerlicher Anblick. „Das ist für dich wichtiger als für mich.“
„Als ob dir die Kälte nichts ausmacht.“
„Sei still.“
Bevor Shouta etwas erwidern konnte, tauchte Hidan neben ihnen auf. „Was redet ihr?“
„Gar nichts“, schnitt Kakuzu das Gespräch ab, „lauft weiter.“
„Einen Scheißdreck muss ich auf dich hören“, gab Hidan zurück.
Kakuzu antwortete nicht, dass Hidan keine Wahl hatte, wenn er nicht in der Kälte zurück bleiben wollte. Shouta lief schweigend voran, schneller als zuvor.
„Es kotzt mich an, dass du immer auf Anführer machst.“ Hidan ließ das Gespräch nicht ruhen.
Kakuzu knurrte. „Wenn andere nicht so unfähig wären, müsste ich das nicht.“
„Was meinst du damit schon wieder?“
„Du hast mich verstanden.“
„Ich bring dich um.“ Hidan griff nach seiner Sense, zog sie aber nicht.
„Tu's“, sagte Kakuzu herablassend. Hidan hatte es häufig versucht, aber nie geschafft – ebenso wie Kakuzu versucht hatte, Hidan zu töten. Auf weitere Versuche hatte Kakuzu keine Lust.
„Warte nur ab.“
„Halt' die Klappe, Hidan.“ Kakuzuseufzte. Einen Augenblick dachte er, er hätte den Dieb aus den Augen verloren, aber Shouta stand nur einige Meter von ihnen entfernt, die Arme vor der Brust verschränkt, da.
„Kommt ihr?“
Sie folgten ihm einen flachen Hang hinab. Wenn es hier einen Weg gab, war er vom Schnee bedeckt. Als sie um einen Felsen liefen, fanden sie die Hütte. Sie war aus Holz gebaut, klein und unscheinbar.
Shouta stellte sich vor die Tür, den Rücken Akatsuki zugewandt und bewegte seine Hände. Es mussten Fingerzeichen sein, denn schließlich glomm die Tür und schwang knarzend auf. Shouta warf einen Blick zurück und grinste.
„Einfach, wenn man weiß, wie.“ Er betrat vor ihnen die Hütte.

Hier war es war trocken. Ein Kamin stand in einer Ecke, außerdem gab es einen Tisch mit vier Stühlen und einen Schrank. Decken und Kissen waren ordentlich in einer Ecke gestapelt. Eine Tür führte zu einem weiteren Zimmer. Shouta kniete sich vor den Kamin und entfachte ein Feuer.
„Dauert ein bisschen bis es warm wird“, sagte er, während er seinen Mantel auszog und ihn neben den Kamin hing. Die Stiefel stellte er daneben. Shouta setzte sich neben den Kamin und lehnte sich gegen die Wand. Er sah müde aus. Der Schnee in seinen Haaren begann zu schmelzen.
Kakuzu zog ebenfalls Mantel und Stiefel aus, und während er sich auf einen Stuhl setzte auch die Maske. Ein Klirren hinter Kakuzu Raumes verkündete, dass Hidan seine Sense abgestellt hatte.
„Ganz schön klein“, kommentierte er.
„Aber warm und isoliert. Manchmal gibt es sogar Vorräte.“ Shouta öffnete den Schrank und holte Konserven und eine Packung Trockenfleisch hervor. „Seht ihr?“
„Na klasse.“ Dennoch ließ sich Hidan das Trockenfleisch zuwerfen.
„Eintopf?“, fragte Shouta Kakuzu. „Nicht der beste, aber essbar.“
Kakuzu zuckte die Schultern,  beobachtete Shouta, wie er ein Messer in die Dose rammte und sie mit einem schnellen Handgriff öffnete. Auf die gleiche Weise öffnete er eine zweite Dose. Beide schüttete er in einen Topf, den er über das prasselnde Feuer hing.
Shouta suchte Holzschüsseln heraus und setzte sich dann neben das Feuer auf den Boden. Er zitterte.
„Scheint der richtige Platz für dich zu sein.“
„Dir ist auch kalt. Es schneit, es ist kalt draußen.“ Er wischte sich das Schmelzwasser aus dem Gesicht.
„Du bist der einzige, der direkt am Feuer sitzt.“
Shouta schwieg beleidigt. Er schöpfte sich Eintopf in die Schüssel und aß. Kakuzu blieb nichts anders übrig, als sich selbst zu bedienen. Shouta sah nicht einmal auf, als er an ihm vorbei ging.
„Lass dir deine Schwäche nicht anmerken“, sagte Kakuzu nach einer Weile.
„Ach was.“ Shouta sah Kakuzu feindselig an.
Sie aßen schweigend. Der Eintopf schmeckte nicht, aber er war warm und sättigend.
Schließlich warf Shouta die Schüssel ins Feuer, wo sie knisternd verbrannte. Er machte sich an seinem Rucksack zu schaffen.
„Wir sollten schlafen, wir müssen das Tageslicht nutzen“, sagte er und setzte sich an den Tisch. „Ihr habt euch eine beschissene Zeit ausgesucht, um hierher zu kommen.“
„Dafür können wir nichts“, gab Hidan zurück, „das war der Boss.“
„Dann hat eben euer Boss sich eine beschissene Zeit ausgesucht“, sagte Shouta gleichgültig.
„Wie du meinst“, sagte Hidan und ging seinen Schlafsack holen. Zu Kakuzus Erstaunen verzog Shouta sich in eine Zimmerecke nahe am Fenster, statt am Kamin zu bleiben. Sie schwiegen.
Kakuzu ließ sich in einem anderen Teil der Hütte nieder, möglichst weit weg von Hidan und Shouta. Der Boden war kalt, und er bereute sofort, sich so weit weggelegt zu haben. Zurückgehen konnte er nicht. Er hatte Shouta gut genug kennen gelernt, um zu wissen, dass er ihn das nie vergessen ließe.

Kakuzu wurde von einem Knacken geweckt. Es war warm, das Feuer musste also einige Zeit brennen. Draußen heulte der Wind.
„Morgen“, kam es halblaut aus der anderen Ecke. Shouta saß neben dem Kamin, ein Buch in der Hand. „Ich habe mich ums Feuer gekümmert.“
„Kannst du nicht wenigstens am Morgen die Klappe halten?“, knurrte Kakuzu.
Shouta verdrehte die Augen. „Ein Danke hätte es auch getan.“
„Sei still.“ Kakuzu stand auf und blickte aus dem Fenster. Es schneite nicht mehr, doch der Wind blies kräftig und fegte den Schnee über die Berge.
„Es sind noch keine Wolken zu sehen, aber wir müssen uns beeilen. Das Wetter schlägt in den Bergen schnell um“, sagte Shouta.
„Dessen bin ich mir bewusst.“
Shouta grummelte. Kakuzus Hände zuckten, aber er verzichtete darauf, den Dieb zu schlagen. Er wandte sich zu Shouta um, der in sein Buch versunken war. Kakuzu kannte die Schriftzeichen auf dem Buchrücken nicht. Von oben nach unten geschrieben, weiche Rundungen, die miteinander verschlungen waren. Er hatte sie noch nie gesehen. Vielleicht würde er bei Gelegenheit nachfragen – wenn er sicher sein konnte, dass Shouta ihm nicht seine gesamte Lebensgeschichte erzählen würde.
Auch Hidan regte sich nun. Er gähnte, räumte schweigend seine Schlafsachen zusammen und kramte im Schrank nach Essen. Selbst Konserven waren besser als die Nahrungspillen und Riegel, die sie mitgenommen hatten. Nahrhaft war nicht gleich schmackhaft.
„Beeilt euch mit dem Frühstück“, sagte Shouta und deutete auf eine leere Konservendose neben sich, „ich bin schon fertig.“
„Seit wann bist'n wach?“ Hidan kaute Trockenfleisch.
„Etwa eine Stunde.“ Shouta zuckte mit den Schultern. „Vielleicht weniger.“
Kakuzu griff blindlings nach einer Konserve. Er öffnete sie mit einem Kunai und aß den Eintopf kalt.

Kaum hatten sie gefrühstückt, schulterte Shouta seinen Rucksack. „Dann los.“
Da Kakuzu nichts anderes übrig blieb, als zuzustimmen, nickte er. „Fällt es nicht auf, dass jemand hier war, wenn wir es so hinterlassen?“
„Habe ich gesagt, dass ich wieder hierher will? Sie erfahren es ohnehin erst im Frühjahr, dann haben wir euer Steinchen schon.“
Shouta öffnete die Tür und trat hinaus, ohne zurückzublicken. Sein Mantel wurde von einer Windbö erfasst und zur Seite gerissen. Einen Moment stand er da, seine Schultern hoben und senkten sich. Dann verschwand er aus Kakuzus Blickfeld.
Hidan kniff die Augen zusammen. „Was'n mit dem los?“
„Woher soll ich das wissen?“
Sie folgten Shouta ins Freie. Die Luft war kalt, aber klar, und nach der stickigen Hütte wohltuend.  Kakuzu atmete tief ein und ließ seinen Blick über die Umgebung schweifen.  Durch die Schneewehen war es schwer, zu erahnen, wo der Weg lag. Oder überhaupt irgendetwas. Shouta stand mehrere Meter von ihnen entfernt auf einer Anhöhe. Keine Fußspuren im Schnee vor ihm. Er grinste.
„Wag' es nicht, irgendetwas zu sagen“, knurrte Kakuzu.
Shoutas Grinsen erstarb. Er verdrehte die Augen und wandte sich ab.

Kapitel 3 – Tanz der Nordlichter



Zwei weitere Nächte hatten sie in Hütten verbracht und einen den Großteil des Weges durch das Gebirge zurückgelegt. Den Weg hatten sie am vorherigen Tag hinter sich gelassen, weil sie an Wachposten vorbeiführte und sie nicht am Anfang der Reise Aufmerksamkeit erregen wollten.
Es war keine weite Strecke, unter anderen Umständen hätten sie sie an einem Tag erledigen können. Doch die Tage hier waren kurz, die Sonne schien nur wenige Stunden. Es war kalt. Das Gebirge war schwer zugänglich, Shouta schlug mehrere Male spontan andere Wege ein, weil Lawinen drohten oder sie Felsspalten umgehen mussten.
Auch wenn es Shouta nicht direkt sagte, machte er klar, dass er alleine schneller voran kommen würde. Ohne es zugeben zu wollen, kratze es an Kakuzus Ego. Denn er glaubte Shouta. Dieser hatte es sich zur Angewohnheit gemacht zwischendurch hinter einer Abbiegung zu verschwinden und plötzlich aufzutauchen. Mal hinter ihnen, mal auf einen Felsen über ihnen. Alles, ohne dass man ihm die geringste Mühe ansah. Es war zum verrückt werden.
Dieser Tag war schlimmer als die vorherigen. Es war zu kalt, um zu schneien und der Wind eisig. Shouta führte sie über einen schmalen Pfad. Mehrere hundert Meter unten ihnen lag die Baumgrenze – getrennt durch tiefe Klippen.
„Junge“, knurrte Kakuzu und durchbrach damit die Stille, die beinahe den ganzen Tag anhielt.
„Du kennst meinen Namen.“ Shouta, der voran gelaufen war, wartete, bis Kakuzu und Hidan zu ihm aufgeschlossen hatte.
Kakuzu überging ihn. „Wir entfernen uns von der ursprünglichen Route.“
„Ich weiß.“
Kakuzu gab ein Knurren von sich.
„Wir nehmen einen Umweg“, sagte mit solcher Selbstverständlichkeit, dass Kakuzu ihn am liebsten geschlagen hätte, „es gibt ein Weg durch das Tal, der angenehmer ist.“
„Also werden wir länger brauchen.“
„Vielleicht einen Tag. Bei dem Wetter brauchen wir das hier auch.“
Hidan erhob das Wort: „Und wann hattest du vor uns davon zu erzählen?“
„Ihr hättet noch davon erfahren.“ Shouta wandte sich ab. „Kann übrigens sein, dass wir für diese Nacht keine Hütte haben.“
„Was?“, fragte Hidan.
„Gibt Höhlen.“ Damit war Shouta fast aus ihrem Sichtfeld verschwunden und ihnen blieb nichts anderes über, als ihm zu folgen.
„Wer hat den überhaupt angeheuert?“
Kakuzu hob seine Schultern. Er wollte nicht darüber diskutieren. Sie mussten sich beeilen, um mit Shouta Schritt zu halten, der überwand einen Spalt mit einem mühelosen Sprung und lief einen Abhang herunter, wobei er dicht am Fels blieb. Kakuzu war sich nicht sicher, ob das wirklich einer der sicheren Wege war, die Shouta versprochen hatte, aber letztlich war es der Dieb, der am meisten gefährdet war.
Vom Abhang aus konnte man einen Teil des Tales sehen; tief unten begann das Krummholz, das sich nach zu nach zu einem Wald aus Nadelbäumen verdichtete. Kakuzu ließ seinen Blick schweifen, östlich von ihnen hob sich ein gewaltiger Berg von den anderen ab. Er war so steil, dass an der Seite, die zum Tal blickte, kaum Schnee liegen blieb und dunklen, schroffen Fels freigab. Zwei scharfe, kantige Gebirgsgrate wanden sich zur Spitze hoch.
Schnee löste sich unter Kakuzus Füßen und er wandte den Blick nach vorn, um den Halt trotz Chakrakontrolle nicht zu verlieren. Er wusste, dass weder Hidan, noch Shouta ihn das vergessen lassen würden.

Sie umrundeten einen Felssturz und Shouta führte sie durch eine schmale Schlucht. Die nächsten Stunden führten sie langsam Richtung Tal. Sie mussten häufig einige Höhenmeter gewinnen, nur um sie wieder hinab zu stiegen. Doch schließlich erreichten sie ein kleines Plateau, von dem aus man das Tal, das er vorhin gesehen hatte, sehen konnte. Sie hatten also kaum Weg zurück gelegt, doch von hier aus war es leichter, in der Tal zu gelangen. Der Berg fiel sanfter ab und es sah nicht danach aus, dass Lawinen auf diesem Weg drohten.
Shouta blieb stehen und drehte sich zu ihnen. „Wir bleiben hier, da vorne ist ein Höhle.“ Er nickte schwach in eine Richtung. „Ihr könnt nicht im Dunklen sehen, die nächste Hütte erreichen wir nicht vor Sonnenuntergang.“
Kakuzu runzelte über die seltsame Formulierung die Stirn und nickte als Antwort. Hidan lief schweigend an ihnen vorbei.
„Nach dir“, sagte Shouta mit einer ausladenden Geste. Er hatte Mund und Nase bedeckt, doch Kakuzu wusste, dass er grinste.
„Hm“, machte Kakuzu, folgte aber der Aufforderung. Er hatte keine Lust zu diskutieren. Nicht nach diesem Tag.
Shouta trat als letzter in die Höhle. Er war der einzige von ihnen, der dort aufrecht stehen konnte. Hidan und Kakuzu mussten ihre Köpfe einziehen. Es war eng, aber wenigstens trocken und windgeschützt.
Sie nahmen die Rucksäcke ab und Shouta befestigte eine Decke, die er aus seinem Rucksack zog, am Höhleneingang. Kakuzu schmiss die Schlafmatte auf den Boden, bevor er sich auf sie sinken ließ. Hidan tat es ihm gleich und nachdem Shouta Teelichter aus seinem Rucksack zog, auch er.
„Kein Lagerfeuer, aber besser als nichts“, murmelte Shouta und zündete sie an. Er zog sich den Schal vom Gesicht. Seine Haut war gerötet und an den Mundwinkeln eingerissen. Das Grinsen war verschwunden.
Für wenige, wunderbare Minuten, war es still. Bis Hidan sprach. Kakuzu verdrehte die Augen, noch bevor Hidan den Satz zu Ende gesprochen hatte. „Wie weit sind wir vom geplanten Weg abgekommen?“
So wichtig die Frage war, Kakuzu wollte Ruhe, doch keiner gönnte es ihm. Kakuzu schloss die Augen, in der Hoffnung, Ruhe zu bekommen.
„Ihr habt den Berggrat gesehen? Eigentlich wollte ich da lang, von dort aus wären wir auf eine andere Händlerroute geraten, aber ihr habt den ja gesehen.“
„Ziemlich ungeschützt da.“
„Ja, und verschneit.“ Rascheln neben Kakuzu. Vermutlich kramte Shouta nach etwas.
„Ist es hier immer so kalt?“
„Ihr habt einen besonders kalten Winter erwischt.“ Er hörte, wie Shouta ein Stück Trockenfleisch abbiss. „Und im Februar wird es noch kälter.“
„Scheiß Land.“
„Scheiß Jahreszeit um her zu kommen.“
Um sie von einem Streit abzuhalten, unterbrach Kakuzu sie: „Ruhe.“
Sie gehorchten, was Kakuzu überraschte. Sie waren wohl alle müde.

Irgendwann ging die Sonne unter und irgendwann schlief Kakuzu ein. Es war unbequem, Kakuzu war zu groß, um ausgestreckt liegen zu können, also blieb er in seiner Position gegen die Wand gelehnt. Steine drückten sich in seinen Rücken und er wachte immer wieder auf. Sein Nacken schmerzte.
Dieses Mal öffnete er seine Augen, blinzelte. Licht drang durch den Spalt, der die Decke freiließ. Kakuzu richtete sich auf. Ihm fiel etwas weiteres auf - Shouta war verschwunden. Er hatte neben ihn gelegen und nun war die Stelle leer. Nur Schlafsack, Matte und Rucksack lagen dort.
Er wandte sich aus dem Schlafsack, zog sich die Stiefel an und ging nach draußen. Er glaubte nicht, dass Shouta verschwunden war, er wollte dennoch sehen, was er draußen trieb. Diesem verdammten Dieb war alles zuzutrauen. Außerdem war er neugierig, was es mit dem Licht auf sich hatte.
Zumindest diese Frage wurde ihm sofort beantwortet. Polarlichter. Kakuzu hatte noch nie welche gesehen, jedoch von ihnen gehört. Er legte den Kopf in den Nacken. Helle, grüne Wellen zogen sich pulsierend über den Himmel. Kakuzu hatte nicht gewusst, das sie so gewaltig waren. Egal wo er hinsah, die Nordlichter tanzten über den Himmel und sie mussten viele Kilometer hoch sein. Der Schnee reflektierte das Licht und so schienen die Berge selbst zu strahlen. Kakuzu musste sich zusammenreißen, um seinen Blick von den Lichtern abzulösen. Er war für anderes hier heraus gekommen.
Er fand Shouta am Rande des Plateaus. „Was machst du hier draußen?“
Shouta zuckte zusammen und wirbelte herum und entspannte sich, als er Kakuzu erkannte. „Kann ich dich nicht das Selbe fragen?“
Kakuzu antwortete nicht. Shouta verstand: „Schon gut, ich konnte nicht schlafen. Du offenbar auch nicht.“
Kakuzu nickte und trat neben Shouta. Das Tal glimmte grün.
„Sie sind schön, nicht wahr?“, fragte Shouta.
Kakuzu gab einen zustimmenden Laut von sich. Sie waren mehr als das. Er hatte in beinahe neunzig nicht einmal Vergleichbares gesehen.
„Ich werde sie vermissen.“
Wieder eine komische Aussage Shoutas.
„Siehst du die Berggrate?“ Shouta deutete auf sie. „Die zwei dahinten.“
Kakuzu könnte Shouta sagen, er solle seinen Mund halten, aber er tat es nicht. „Ich bin nicht blind.“
„Es gibt Legenden über sie.“
„Aha.“
„Man sagt, es seien die Rücken von Drachen, die miteinander kämpften und hier starben. Sie waren Feinde. Sie starben im Kampf.“ Er hörte, wie sich Shouta neben ihn bewegte. „Muss ganz schön grausam sein.“
„Was?“, fragte Kakuzu.
„Auf Ewig bei seinem Feind liegen zu müssen“, antwortete Shouta und seine Stimme versagte, „an einem Ort an dem man nie sein wollte, eingesperrt sein.“
„Ja.“
Das Schweigen zwischen ihnen wurde unangenehm. Kakuzu wusste nicht mehr, was er sagen sollte und Shouta war in eine ungewohnte Stille verfallen. Hier oben war es still. Jetzt, wo sie nicht mehr miteinander sprachen, wurde es deutlich. Es gab keine Tiere, keine Bäume oder Gräser, die rascheln konnten und es war windstill geworden. Das Beständige Heulen des Windes, das sie bisher begleitet hatte, fehlte. Kakuzu hatte fast vergessen, wie still die Welt sein konnte. Und wie seltsam einsam.
Gerade wollte er sich umdrehen und zurück zur Höhle gehen, als Shouta etwas sagte: „Was passiert momentan in den Ninja-Reichen?“
„Woher willst du das wissen?“
„Ich bin in Kiri geboren und es kommen nicht oft Reisende hier her. Ich will wissen, was los ist.“
Das würde sich Kakuzu merken. „Konoha hat einen Kage, eine der Sannin.“
„Sannin?“, fragte Shouta.
Kakuzu seufzte tief. „Nicht wichtig, ihr Name ist Tsunade.“ Die Enkelin des ersten Hokages, eine Senju. Als hätte die Welt nicht genug von ihnen gesehen. „Suna hat aktuell keinen Kazekage, der letzte starb vor einiger Zeit.“
„Was ist mit Kiri?“, fragte Shouta ohne auf die vorherige Aussagen einzugehen. „Ich hörte, dass Yagura Karatachi kein Kage mehr ist.“
Kakuzu nickte. „Er ist tot. Mei Terumi ist nun Kage.“
Shouta schien nachzudenken, er brauchte einige Zeit, bis er etwas fragte. „Hat sie etwas geändert?“
„Sie hat die Geninprüfung geändert.“
„Aha“, sagte Shouta unbegeistert. „aber das interessiert mich nicht.“
„Im Grunde sind alle Dörfer gleich.“
Shouta lachte hohl. „Da hast du Recht. Danke, für die Information.“
Kakuzu nickte ihm zu. Jetzt verschwand er in der Höhle. Shouta folgte ihm.

Kapitel 4 – Fichtennadeln


Kakuzu wurde von seinem schmerzenden Nacken geweckt. Mit einem leisen Stöhnen – er versicherte sich, dass weder Hidan noch Shouta wach waren – richtete er sich auf. Er legte seinen Kopf zu beiden Seiten, ein Knacken und ein befreiendes Gefühl folgte. Manchmal fühlte er sich zu alt, um auf den Boden zu schlafen. Nicht, dass das je wer erfahren würde...
Es raschelte neben ihm. Es war Shouta, der sich zusammenrollte. So sah er noch kleiner aus. Und er war herrlich still. Bedauerlich, dass er nicht noch länger schlafen würden. Durch den provisorischen Vorhang hindurch fiel rotes Licht, die Sonne ging auf. Sie würden bald aufbrechen müssen.
Im schlimmsten Fall würde er ihn und Hidan wecken müssen, was zur Folge haben würde, dass sie ihn noch mehr nerven würden.
„Hast du vor mich noch länger zu beobachten?“ Shouta hatte ein Auge geöffnet und er grinste.
„Halt deine Klappe.“
Shouta rappelte sich auf. Seine Haare waren durcheinander, unter seinen Augen zeichneten sich tiefe Ringe ab. „Ich sag, wie's ist.“ Er sah Kakuzu nicht an, sondern kämmte sich die Haare mit den Fingern durch und richtete sich das Haargummi, das sich gelöst hatte. „Oder willst du bestreiten, dass du mich angestarrt hast?“
„Ich habe zu dir gesehen“, sagte Kakuzu. Er merkte zu spät, dass er sich verteidigte. Der Junge würde das garantiert als Aufforderung aufnehmen.
Kakuzu widerstand dem Drang, seine Augen zu verdrehen, sobald Shouta seinen Mund öffnete. „Du gibst es zu.“
Kakuzu schwieg.
„Gefalle ich dir?“ Für einen Moment sahen sie sich in die Augen. Shoutas funkelten grün und mit einer Gewissheit, die ihn rasend machte.
„Du bist zu mickrig.“ Er hoffte, dass das die beste Antwort war, um Shouta zum Schweigen zu bringen.
War es natürlich nicht. „Du verletzt mich“, sagte Shouta und klang nicht danach. Dieser verdammter Dieb!
Kakuzu sah ihn einfach nur an. Shouta erwiderte den Blick. Kakuzu war es gewohnt, dass Leute seinen Blicken auswichen und die Leute, die es nicht taten waren Nukenins und keine kleinen Diebe. Kakuzu wusste nicht, ob er das mutig oder ausgesprochen dumm finden sollte.
„Du willst nicht, dass ich dich wirklich verletzte“, grollte Kakuzu.
Shouta lächelte müde. „Eine Drohung, die du nicht erfüllen kannst, ist keine sonderlich gute.“
„Keine Sorge, du würdest noch laufen können. Nur nicht mehr sprechen.“
„Wie spannend.“ Shouta wandte sich ab und schälte sich aus seinem Schlafsack, den er zusammenrollte. „Was du für Vorstellungen hast.“
„Hoffentlich die richtigen, damit du endlich still bist.“
Er wusste, dass Shouta im Begriff war, etwas zu erwidern, aber sie wurden von Hidan unterbrochen. „Was redet ihr da für einen Mist?“
Kakuzu seufzte schwer. „Nichts. Macht euch fertig, beide. Wir müssen weiter.“
Er erwartete Widerstand, doch es kam keiner. Hidan war vermutlich zu müde, um zu protestieren und der Dieb wusste, was gut für ihn war.

Im Tal wuchsen Nadelbäume, die sich je tiefer sie kamen, zu einem Wald verdichteten. Hier war es still. Schnee und Bäumen schluckten jegliche Geräusche, sogar ihre Schritte waren kaum zu hören.
Dennoch hatte der Dieb recht gehabt. Hier war es es angenehmer. Der Schneefall hatte wieder eingesetzt, doch die Bäume schützen davor und vor dem Wind.
Shouta blieb heute näher bei ihnen, was zur Folge hatte, dass Kakuzu nun wusste, dass es ein Fichtenwald war und dass man diesem Reich Fichtensprösslinge zu einem Getränk verarbeitete, weil es vitaminreich war. Er hatte das nie erfahren wollen und nun wusste er es. Und das, weil Shouta nicht in der Lage war, länger als zehn Minuten den Mund zu halten.
„Sie machen auch Öl aus den Nadeln, aber es ist teuer, weil es schwer herzustellen ist“, erzählte er nun. „Man braucht etwa eine halbe Tonne für-“
„Sei still“, knurrte Kakuzu, „und falls du das nicht kannst, erzähl' wenigstens etwas Interessantes.“
Shouta lachte. Er lief rückwärts und Kakuzu hatte die vergebliche Hoffnung, dass er über eine Wurzel stolperte und fiel. „Was willst du denn hören?“
„Nützliche Informationen“, antwortete Kakuzu, weil er wusste, dass Shouta nie schweigen würde, „über die Regierung, das Militär.“ Nicht über Bäume und Öl, das aus deren Nadeln hergestellt wird.
„Wir haben einen König und seinen Rat“, sagte Shouta, der sich auf einem Fuß herumdrehte, um geradeaus zu gehen. „Das wurde vor hundertfünfzig Jahren beschlossen. Für dieses Land ist das keine lange Zeit.“
Für die Ninjareiche war es das, dachte Kakuzu. Vor hundertfünfzig Jahren hatte es keinen großen Dörfer gegeben. Viele Ninjas waren Nomaden gewesen und er selbst nicht einmal geboren. Kakuzu wechselte einen Blick mit Hidan, der überrascht die Stirn runzelte.
„Orora no Kuni ist alt“, sagte Shouta als hätte er ihre Gedanken erraten, „und man ließ die Geschichte niederschreiben.“
„Aha.“ Kakuzu brauchte mehr Informationen als eine oberflächliche Geschichtsstunde, wenn er denn reden wollte.
„Früher gab es Jarls, jetzt verwalten sie nur noch ihre Grafschaften vergleichbar mit euren Feudalherren.“ Shouta warf einen Blick nach hinten. „Sie dienen oft als Spione für den König. Keine guten, will ich meinen, aber Spione bleiben Spione.“
Eine Zeit lang war es still. Kakuzu vermutete, dass Shouta vergeblich auf eine Reaktion wartete.
„Es gibt eine Armee, Soldaten. Und die besten von ihnen schlägt man zum Ritter.“
„Ritter?“, fragte Hidan nach. Kakuzu runzelte unter der Maske seine Stirn.
„Hm“, machte Shouta, „wie eure Jonins, vielleicht ein wenig besser. Und sie haben Vorzüge durch ihren Rang. Land, Geld, man drückt mal ein Auge bei ihnen zu, sie werden auf wichtige Feiern eingeladen und-“
„Informationen, Junge. Kein Klatsch“, unterbrach Kakuzu ihn.
„Das waren Informationen“, sagte Shouta trotzig.
Kakuzu zwang sich dazu, nicht die Augen zu verdrehen.
„Du kannst mir auch genauere Fragen stellen, wenn du eine bestimmte Antwort willst“, sagte Shouta bevor Kakuzu irgendetwas sagen konnte. Er gab Kakuzu keine Möglichkeit etwas zu fragen, sondern redete weiter: „Es gibt natürlich noch andere Ränge, die für Befehlshierarchien wichtig sind, die sagen nichts über ihre Kampfleistung aus.“
„Beherrschen sie Ninja-Techniken?“, fragte Kakuzu in der Zeit, in der Shouta endlich Luft holte.
„Nicht alle“, antwortete Shouta, „es ist ein Privileg zu lernen, wie man Jutsus anwendet oder sein Chakra über ein paar Grundsätze hinaus kontrolliert. Es gibt private Akademien und Lehrer, meistens unterrichten Ritter Kinder von anderen Rittern oder ihren Freunden. Ansonsten lernt man eine Waffe zu benutzen und Befehle zu befolgen.“
„Du hast in Kiri gelernt dein Chakra zu kontrollieren?“
Shouta konnte auf dem Schnee gehen, sogar besser als Kakuzu und Hidan. Irgendwo musste er es gelernt haben. Hidan schaute überrascht zu Kakuzu, doch Kakuzu wies ihn mit einem Kopfschütteln zum Schweigen an. Er wollte eine Antwort von dem Dieb.
„Ich kann dir doch nicht alles über mich erzählen.“ Shouta warf einen Blick zurück und grinste dabei.
Kakuzu wusste, dass es keinen Sinn hatte, zu diskutieren. Shouta war zu weit weg für einen schnellen Schlag in sein Gesicht und er wollte sich nicht die Mühe machen, ihn hinterherzujagen. Sollte er ihn nicht sofort erwischen, würde Shouta im Wald verschwinden und es würde mehr Stress machen. Er würde sich das merken und ihn bei Zeiten dazu befragen.
Dennoch schien Shouta zu merken, dass er sich zu viel heraus nahm. Er schwieg.
„Wie stark sind diese Ritter?“, fragte Hidan in die Stille heran, Spannung und eine seltsame Vorfreude in der Stimme.
„Für die Menschen hier“, sagte Shouta, „ja. Stark genug um Angst zu machen. Für euch wird es anders aussehen, glaube ich.“
„Glaubst du?“
Shouta zuckte mit den Schultern. „Ich habe euch nie kämpfen gesehen, ich weiß nur, dass in euren Reichen ihr Angst verbreitet.“
„Also werde ich es herausfinden müssen. Ich könnte eine Herausforderung gebrauchen.“
Kakuzu war froh, dass beide ein Thema zum Unterhalten gefunden hatten. Es war einfacher die anderen Männer zu ignorieren, wenn sie sich untereinander beschäftigten. Dass er seine Ruhe bekommen würde, hatte Kakuzu sowieso aufgegeben.
„Spätestens, wenn ich den Stein stehle, wirst du sie bekommen“, hörte er Shouta erzählen. „Er soll von den stärksten Kriegern des Reiches bewacht werden.“
„Erst dann?“
„Ich will vermeiden, dass man auf uns aufmerksam wird. Das würde alles verzögern.“ Kakuzu konnte nicht glauben, dass Shouta etwas Sinnvolles gesagt hatte. Sie konnten kämpfen, das war nicht das Problem. Würden sie verfolgt werden, wären sie länger unterwegs. Und auch sie konnten nicht eine blutige Schneise durch ein gesamtes Reich schlagen.
„Ich muss vorher kämpfen“, brauste Hidan auf.
Shouta warf einen verwirrten Blick zurück. „Wir treffen sicher Soldaten.“
„Das hoffe ich“, sagte Hidan.
Kakuzu wandte sich vom Gespräch ab und dem Wald zu. Was interessierte ihn dieses nervige Geplapper?

Sie kamen an diesem Tag und die beiden folgenden Tage schnell voran und konnten in den Nächte sogar in Hütten schlafen. An diesem Tag konnten sie von einer Erhöhung aus ein kleines Dorf sehen, falls man es als Dorf bezeichnen konnte. Es waren ein paar Häuser, samt Ställen und einer nicht befestigten Straße, die sich durch sie hindurch wand.
„Da gibt es kein Gasthaus, oder?“, fragte Hidan skeptisch nach, die Arme vor der Brust verschränkt.
„Nein“, antwortete Shouta und machte sich an den Abstieg, „Menschen, die Schulden bei mir haben. Das ist noch besser.“ Er warf ein Grinsen über seine Schulter.
Kakuzu folgte ihm. Er hasste es, aber mittlerweile war er daran gewöhnt, dass Shouta davon ausging, dass sie ihm folgten und sich nicht die Mühe machte, zu warten.
„Die Dörfer in den Bergen haben keine Namen“, erzählte Shouta, ohne dass man ihn fragte, „ich nenne es das Dorf am See, weil hinter den Felsen dort ein See liegt. So nahe liegt sonst kein Bergdorf an einem See.“
Er bekam keine Antwort.
„Es gibt nur wenige Dörfer in den Bergen, ist auch ziemlich kacke hier. Manche wollen das so. In diesem Gebirge sind es vier, soweit ich weiß. Wir gehen aber nur noch in eines von ihnen. Das am Wald, weil-“
„Weil es an einem Wald liegt“, unterbrach Kakuzu Shouta unwirsch.
„Nein“, sagte Shouta, „weil es auf dem Weg liegt, aber ich gebe dir Pluspunkte dafür, dass du das Prinzip verstanden hast.“ Er lief wieder rückwärts und wie im Wald tat er ihm nicht Gefallen, zu stolpern und zu stürzen. Wie schade.
„Pass auf, was du sagst.“
„Sonst?“
„Das habe ich dir bereits erklärt.“
Es war Hidan, der sie unterbrach: „Was soll das werden?“ Er lachte.
Shouta leckte sich über die Lippen und drehte sich um, ohne etwas zu erwidern.
„Du hast auch still zu sein“, knurrte Kakuzu Hidan an.

Sie erreichten das Dorf und wurden von misstrauischen Bauern begrüßt. Man hatte sie vom Weiten gesehen und kaum war der erste von ihnen draußen, folgten weitere. Ausschließlich Männer, die Mistgabeln und Hacken in den Händen hielten als könnten sie ihnen damit gefährlich werden.
„Ich wurde schon freundlicher von euch begrüßt“, sagte Shouta sobald sie in Hörweite haben.
Einer der Männer trat hervor. „Tori.“ Er klang genau so begeistert vom Dieb wie es Kakuzu war.
„Fuwa.“ Shouta schob die Hacke, die der Mann ihm entgegen hielt, lässig zur Seite. „Wir brauchen eine Unterkunft, eine Nacht, vielleicht zwei. Je nach Wetter.“
Fuwa ließ die Hacke nach oben schnellen, direkt unter Shoutas Kinn. Kakuzu beschloss nicht einzugreifen, er wollte sehen, wie Shouta das regelte. Der Dieb schlug die Hacke dieses Mal weg. „Du vergisst, dass du Schulden bei uns hast. Die Gilde vergisst nicht.“
Die Hacke landete vor Shoutas Füßen. „Schattenkriecher“, knurrte Fuwa, „das ist das letzte Mal, dass ich einen von euch hier übernachten lasse. Und wer sind die überhaupt?“ Er machte eine unwirsche Kopfbewegung Richtung Kakuzu und Hidan.
„Freunde“, antwortete Shouta. Er ging an den Männern vorbei, „ich nehme an das Knechtzimmer ist immer noch frei.“
Kakuzu und Hidan folgte ihm. Keiner der Männer hob eine ihrer Waffen oder sah sie auch nur an, während Shouta in eines der mickrigen Häuser trat.
Es roch nach Tier und Dreck, aber es war warm. Vom großen Innenraum, in dem sich die Küche und ein Tisch samt Stühle befand, führten drei Türen weg. Shouta führte sie durch die linke. Dieser Raum war kälter und deutlich kleiner. Links und rechts stand je ein Hochbett und eine Trennwand aus Holz verdeckte den Blick auf den restlichen Raum. Bettwäsche lag auf keinem der Betten.
Shouta schmiss seinen Rucksack auf das obere, rechte. „Die Einwohner hier haben seit Langem keine Knechte oder Mägde mehr, das können sie sich nicht leisten. Hier wächst ja auch nichts.“
„Können sie nicht Fichtennadeln zu Öl verarbeiten?“, fragte Hidan belustigt nach. Er ließ sich auf das linke Bett sinken.
„Haben sie früher gemacht, aber kauft keiner mehr. Ist zu teuer, lohnt sich nicht.“ Anstatt sich auch auf das Bett zu werfen, lief Shouta um die Trennwand herum und kam mit Holzscheiten in den Armen wieder. Er stopfte sie in den kleinen Ofen.
„Aha“, sagte Hidan. „Die mögen dich nicht sonderlich.“
Shouta schob Anzünder zwischen die Scheite und entzündete ein Feuer. „Kann man sagen und euch mögen sie auch nicht, sie mögen generell keine Fremden. Wahrscheinlich werden sie auch versuchen zu lauschen.“
„Wäre mir nie aufgefallen“, sagte Hidan trocken. Er legte sich auf den Rücken, die Arme unterm Kopf verschränkt.
Shouta verließ den Raum. Weder Hidan, noch Kakuzu, der sich auf dem übrig gebliebenen unterem Bett nieder ließ, schauten ihm nach. Kakuzu war müde. Die Matratze war nicht mehr als ein Brett über dem eine Decke lag, doch sie kam ihm dennoch sehr bequem vor. Vielleicht würde er schlafen. Die nächsten Tage der Reise würden nicht weniger anstrengend werden, Vorschlafen war keine schlechte Idee, fand Kakuzu. Außerdem würde er endlich mal seine Ruhe haben.
Dieses Mal kam Shouta mit einem Kessel voller Wasser wieder, den er auf den Ofen hievte. „Zum Waschen“, erklärte er. „Nachher werden wir unsere Vorräte auffüllen können, Fuwa wird nichts sagen, wenn ihr-“, Shouta stoppte abrupt, „habt ihr das gehört?“

Kakuzu hatte es gehört.
 
 
 
 
 
 

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Yuki Am 08.07.2019 um 14:52 Uhr Mit 1. Kapitel verknüpft
Ich finden die Story gut, lässt sich leicht lesen.
Habe da nur eine frage, das Land Ōrora no Kuni gibt es nicht wirklich, oder? Also zumindest nicht auf der Karte. Da ja Tsuchi no Kuni das größte ist.
Egal, die Charakteren hast du gut getroffen, konnte Hidan förmlich sehen und Kakuzu genervt wie eh und je. Nur Kakuzu würde nie seine Maske abmehmen, das hatte mich etwas stutzig gemacht.
Wenn ich die Charaktere Shouta lese, muss ich sofort an Kito Kid denken. Ist das Absicht?
Noch mal egal, finden ich gut und könnte auch mehr davon lesen.
Gruß Yuki
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Katzenhais Profilbild
Katzenhai (Autor)Am 08.07.2019 um 20:56 Uhr
Oha, so schnell habe ich lange kein Kommentar mehr bekommen! Bin ich ja von anderen Seiten gar nicht gewohnt. Vielen lieben Dank dafür! <3

Orora gibt es nicht wirklich, ja. Das ist genauso erfunden wie Shouta. Es liegt quasi nordwestlich von den Ninjareichen, wenn man das "geografisch" einordnen würde (oder ich Karten zeichnen könnte...)
Danke für dein Lob, das freut mich sehr!
Was Kakuzu angeht... ich glaube, ich nehme sowieso einen Take an ihn ein, den das Fandom nicht so sieht. Ich halte ihn für einen Pragmaten und eine nasse, kalte Maske ist sehr unangenehm. Deswegen denke ich dass es durchaus ic ist, dass er sie auszieht. Aber das darf jeder bewerten, wie man will :)

Shouta ist tatsächlich eher von meinem Lieblingsmärchen "der Meisterdieb" inspiriert. Ich bin eigentlich gar nicht so der Manga-Fan.

Mehr lesen kannst du auch, auf FanfiktionDe habe ich schon mehr hochgeladen und die anderen Kapitel kommen diesen Abend noch!

lg
Katzenhai
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Autor

Katzenhais Profilbild Katzenhai

Bewertung

Eine Bewertung

Statistik

Kapitel:4
Sätze:746
Wörter:7.739
Zeichen:45.293

Kurzbeschreibung

Kakuzus Nerven werden auf eine harte Probe gestellt als er für eine Mission nach Ōrora no kuni geschickt wird. Das Nordlichtland liegt abseits der Ninjareiche im Norden und als wären die Kälte, der Schnee und Hidan nicht genug, wird Tori Shouta engagiert, ein junger Mann, der von sich selbst behauptet ein Meisterdieb zu sein. All das, um einer Legende nachzujagen, deren Existenz nicht einmal bewiesen ist. [KakuzuxMale!OC]

Kategorisierung

Diese Fanfiction wurde mit (romantische) Beziehungsentwicklung, Slow Burn, Trauma, Gefühlschaos und Krieg getaggt.

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