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Wie Storyhub Gewohnheiten ändert

Am 25.11.2018 um 2:13 Uhr

Durch den Thread "Was ist alles tagwürdig" von AuctrixMundi, bzw durch das Formulieren einer Antwort bin ich gerade mal ins Nachdenken geraten wie ich Dinge rund um Geschichten und den Upload früher gehabt habe und wie ich sie jetzt handhabe. Viele von uns wenigen, die sich hier im Forum tummeln sporadisch über den Weg laufen, sind ja keine unbeschriebenen Blätter was das Hochladen von Geschichten im Netz angeht. Wir kommen von unterschiedlichen Plattformen und haben dort entsprechend der jeweiligen Technik unterschiedliche Art und Weisen angewöhnt, den ganzen Hochlade-Prozess zu handhaben, sei es wie wir Geschichten labeln, wie wir sie zusammenstellen usw.. Mich würde mal interessieren: Habt ihr irgendwelche eingeschliffenen Gewohnheiten, von denen ihr merkt, dass Storyhub euch da langsam verändert? Und wenn ja: Was macht ihr hier anders als anderswo?

Bei mir persönlich merke ich, dass ich zunehmend laxer werde, was Oneshot-Sammlungen angeht. Weil ich doch recht viel schreibe und das Profil langsam unübersichtlich wurde, habe ich auf der Plattform, auf der ich neben Storyhub am aktivsten bin, mir oft den Kopf zerbrochen wie ich meine Oneshots möglichst sinnvoll in Sammlungen quetschen kann, so dass das Profil übersichtlich bleibt und die Oneshot-Sammlungen selbst trotzdem noch recht homogen, was Pairs, Canonbezug, Figuren ect. angeht. Einige dieser Sammlungen habe ich auf Storyhub 1:1 übertragen, überlege aber, ob ich ein paar davon nicht zerschlage, weil... es ist nicht nötig. Die Unübersichtlichkeit im Profil lässt sich prima durch Readlists ausgleichen. Die Readlists beginnen allmählich meine früheren Sammlungen zu ersetzen. Ein weiterer Grund für mich, Oneshot-Sammlungen zu erstellen war auch der Gedanke, nicht zu viel Platz im Archiv wegzunehmen. Ich habe schon vor ner ganzen Weile aufgehört, in besagtem Archiv zu lesen, weil ich mich dort selbst nach Benutzung der verfügbaren Suchfilter von einer Masse an Geschichten erschlagen fühlte. Hier hingegen schaue ich in mein Fandom und denke mir oft: Aber hier kannst du es dir leisten, auch nen Eintrag nur für den einzelnen Drabble zu machen. Sollte es wirlklich mal 40K Einträge in deinem Fandom geben, regeln das die Tags.

Eine weitere Sache sind die Kurzbeschreibungen, was auch mit dem Thema "Suchfilter" zusammenhängt. In besagtem, anderen Archiv gibt es kein Tag-System wie hier. Die einzige Möglichkeit, neben ein paar Standardabfragen wie Altersrating oder Genre, noch individueller Kriterien abzuklopfen, ist eine Stichwort-Suche in den Kurzbeschreibungen und Titeln, was auf mich den Effekt hatte, dass ich dann in meine KBs sehr oft schrieb "Alles Gen", "canontreu", "Pairing X und Y" usw., damit potentielle Leser dann sofort Bescheid wissen. In letzter Zeit erwische ich mich immer häufiger dabei wie ich denke: "schreibe ich das jetzt wirklich hin? Eigentlich regeln das doch die Tags. Wem es wichtig ist, dass meine Geschichte Gen/canon aware/... ist, wird über die entsprechenden Tags filtern. Mach ich ja auch so". Meist schreibe ich es dann zwar doch in die KB, denke aber bei vielem schon 2 Mal nach. Ein wenig gilt das auch für Autorennotizen. "Drüben" schreibe ich hin und wieder noch Warnings oder Anti-Warnings in den Header von Geschichten. Hier habe ich mir schon hin und wieder gedacht: hmm, ich hab die Fic so und so getaggt, eigentlich ist das selbstredend. Aus purer Editier-Faulheit habe ich es aber bisher noch nicht geändert.

Das sind so meine Angewohnheiten, die sich auf Storyhub langam ändern. Was sind eure?

Zuletzt bearbeitet: Am 25.11.2018 um 2:19 Uhr von GreenQuill

Am 29.11.2018 um 13:10 Uhr

Was ich vor allem merke, ist, dass ich die Funktion Geschichten zu speichern und dann nach und nach die Kapitel zu veröffentlichen wirklich sehr praktisch finde und man so die Geschichten auch regelmäßiger updaten kann,weil man im Notfall auch einfach mit dem Handy das Kapitel veröffentlichen kann. Bei anderen Portalen (bzw. das Eine) ist so etwas nicht möglich und dann hatte ich auch schon Situationen, wo ich einfach etwas nicht hochstellen konnte. Vor allem bei Adventskalendern finde ich das sehr praktisch :)

Die Readlists sind echt ein Geschenk Gottes, denn ich bin ähnlich wie du Augurey, meine Drabbles sind thematisch meistens sehr ähnlich, aber dennoch passen sie nicht ganz zusammen und das fand ich dann mit den Sammlungen, die ich erstellt hatte auch nicht so optimal gelöst. Du hast mich übrigens auf die Idee gebracht, ob ich hier nicht auch die alten Sammlungen auflöse und sie dann in Readlists bündle, weil ich das einfach die weit bessere Lösung finde. (Ja, manchmal bin ich etwas übergenau^^)

Mit den Tags tue ich mich zwar noch etwas schwer, hauptsächlich weil ich bisher auf keiner Plattform etwas veröffentlicht hatte, die Tags implementiert hat, aber zum Lesen finde ich sie wirklich sehr praktisch. Man kann viel besser nach dem suchen, was man wirklich gerade lesen will.

Oh, und diese Twitterartige Neues Seite, wo man auch mal Updates und Meldungen posten kann und eben die neuen Geschichten finde ich wirklich super. Bisher habe ich sie zwar noch nicht allzu sehr genutzt, aber das werde ich noch.

Also ja, ich würde schon sagen, dass Storyhub mein Verhalten etwas modifiziert und mir unter anderem auch bewusst macht was ich an anderen Seiten vermisse (bzw. der Einen) und nicht sehr gute gelöst finde.

Am 29.11.2018 um 14:16 Uhr

Hehe, die EINE xP *hier Ringmusik einfüg*

Aber ich kann mich da euch nur anschließen. Die Readlists sund ultrapraktisch und ich nutze die wie ihr aus genau denselben Gründen auch supergern.

Dann der Editor. Funktioniert für mich mittlerweile auch ein bisschen wie eine Cloud, in der ich meine Texte zwischenspeichern kann, an denen ich gerade arbeite. Das macht auch das Hochladen viel einfacher. Ich kann einfach reinkopieren (ES IST SO GEIL!!) und fertig. Außerdem macht es die Planung der Postings echt einfacher. Wie magicblue schon schrieb: Ich kann das auch einfach mal fix am Handy von unterwegs machen. Und diese Seite hat ein so angenehmes mobiles Design.

Überhaupt lese ich ja wenn schon Bildschirm am liebsten am Handy. StoryHub ist da super.

Der News-Feed ist auch echt geil, ich hab nur Angst, dass ich meine Follower damit zuspamme xP Gibt der Seite halt den social media Touch, den auch Wattpad hat (eines der ganz wenigen guten Dingen an dieser ätzenden Seite).

Am 29.11.2018 um 16:04 Uhr

Stimmt der Editor, der ist echt cool. Gerade weil ich manchmal auch Drabbles auf dem Handy schreibe (vor allem in der Ubahn) und die kann ich dann gleich auf der mobilen Seite reinladen.

Wenn ich so an die mobile Seite von ff.de denke und wie man da was hochladen konnte, ist das ier bei weitem viel praktischer und durchdachter^^

Ach, Auctrix, wir Abonnenten können dich auch stumm schalten;) Aber ehrlich gesagt finde ich es viel zu interessant, was ihr hier so alle macht :D *Popcorn auspack*

Zuletzt bearbeitet: Am 29.11.2018 um 16:42 Uhr von magicblue

Am 09.01.2019 um 11:18 Uhr

Die Idee der interaktiven Playstorys hat mich dazu gebracht, eine meiner Geschichten, mit der ich eher unzufrieden war, in etwas umzuwandeln, das den ganzen Plot etwas aufpeppt. Von daher: SH veranlasst einen, kreativ(er) zu werden - einfach, weil es mehr Möglichkeiten bietet, als die meisten anderen Seiten.

Ansonsten hat sich mein Upload-Verhalten nicht sehr geändert. Auf Wattpad kann man Kapitel ja auch zwischenspeichern, ohne sie zu veröffentlichen (und ehrlich gesagt, find ich die Funktion da noch etwas eleganter als auf SH) und es gibt ebenfalls ein Tagsystem - das allerdings ein bisschen chaotisch ist, weil man die Tags selbst erfinden kann.

Ich bin noch längst nicht hinter alle Möglichkeiten von SH gestiegen, aber zumindest mein Leseverhalten hat sich deutlich verändert.

Ich habe auf SH in kurzer Zeit mehr gelesen und reviewt als in zehn Jahren auf ffde - einfach weil Texte einem hier angeboten werden, statt dass man ewig danach suchen muss. Es ist vielleicht ein bisschen faul, sich auf einen Algorithmus zu verlassen, aber seit mir an der Seite Vorschläge gemacht werden, klicke ich viel häufiger in Profile und Texte. Man verbringt einfach gerne Zeit auf der Seite und wenn hier noch ein bisschen mehr los wäre und alles interaktiver würde, wäre es perfekt.

Auch besser als fast überall sonst finde ich hier die Textdarstellung. Ich hatte auf ffde immer Probleme beim Lesen - egal ob im Archiv oder im Forum, weil die Zeilen einfach unendlich lang sind. (Deshalb drucke ich mir Wikipediaartikel wenn möglich auch immer aus, weil ich diese Darstellung einfach furchtbar finde.)

Eine Art Newsfeed gibt es ja auch auf Wattpad und als ich das zum ersten Mal gesehen habe, wusste ich, was auf ffde schief läuft. Dort wird keinen Wert auf Vernetzung gelegt. Klar, ist es im ersten Moment ein bisschen komisch, wenn jedem deiner Follower plötzlich angezeigt wird, welche Texte du reviewt und bewertet hast, aber nur so findet man eben Gleichgesinnte und wird auf Geschichten gezielt aufmerksam gemacht.

Was ich im Vergleich zu Wattpad auf SH angenehm finde, ist dass es keinen Coverzwang gibt, die Texte ohne Cover aber trotzdem nicht benachteiligt angezeigt werden. (Das liegt insbesondere daran, dass ich eine Bildbearbeitungsniete bin.)

Zuletzt bearbeitet: Am 09.01.2019 um 11:37 Uhr von suedehead

Neue Threadbeiträge

Am 14.02.2026 um 17:43 Uhr
Hier ist ein kleiner Überblick über meine erste Story:Länge: Kann es nicht einschätzen, ca. 200 Seiten, vielleicht.Wahrscheinlichkeit der Fortführung: Ich habe ein grobes Script der gesamten Story, Feedback wäre motivierend, da mir trotzdem noch viel bevorsteht.Genre: Action, Thriller und Entwicklung.Backcover Text: Der 16-jährige Jethro Williams genießt gerade seinen Jugend-Expeditionsprogramm auf dem Stromboli-Vulkan, als er plötzlich einen Anruf eines MI6-Mannes bekommt, dem Vater eines anderen Jungen. Als er sich darauf einlässt, hat er keine Ahnung, dass diese Entscheidung ihn sein Leben kosten könnte...Ein Buch, welches Internationale Ignoranz zwischen Staaten behandelt. Das unfertige Buch ist auf meinem Profil. Mehr anzeigen
Am 14.02.2026 um 13:32 Uhr
Large Language Models (KI) sind ein Tool. Das bekannteste aus dem Hause OpenAI wurde mit Literatur trainiert. Entsprechend verfügt es über allerlei Skill in der Unterstützung von Autoren. Hilfreich für- Brainstorming- Recherche- Korrekturen: Rechtschreibung, Satzzeichen, Tempus. Nicht zu 100% zuverlässig, es fallen immer mal wieder Fehler durchs Raster. Lustig ist es im Bereich der Kommasetzung, denn da ist die deutsche Sprache in der Literatur ziemlich frei gestaltet.- Analyse, mit Einschränkung: Schon bei längeren Geschichten kann ein LLM den Überlick verlieren und unterstellt Zusammenhänge, die kein Mensch so aus einer Geschichte herauslesen würde. Man muss dann zeigend/diskutierend gegenhalten - woraufhin es ich entschuldigt und genauer liest^^ Es mangelt KI bei großen Texten an der Fähigkeit zur Kontextualität. Sowas ist den Anbietern der KI zu kostspielig (Rechenzeit). Vorsicht bei- Schreibhilfe: Es wird dich zuerst einmal immer in Richtung von Younger-Age-Stil (Die Sendung mit der Maus) und Mainstream drängen. Inhaltlich, stilistisch und strukturell. Du musst wissen, wo du hinwillst. Gegenhalten. Erläutern. Du arbeitest mit einer (gnadenlos systematischen) Maschine, nicht mit einem emotioalen und lebenserfahrenen Menschen.- Bewertung des Textes: siehe Schreibhilfe xD Am besten eine Bewertung für eine spezielle Leserschicht bzw. unterschiedliche Leserschichten anfordern. Und zusätzlich um eine numerische Bewertung auf einer Skala bis 10 bitten. Wenn du mehr Erfahrung im Scheiben gewonnen hast, wirst du eine Bewertung durch die Maschine nicht mehr benötigen oder wollen.- offenen Umgang damit, dass du KI als Tool für Literaturerstellung verwendest. Es liegen weitverbreiteteter Dogmatismus und große Vorurteile in der Branche dagegen vor. Auch bedingt dadurch, dass viele Möchtemal-Autoren einen Berg an - sorry, ist so meine Mundart - Banalitäten mit der Hilfe von KI in die Welt hinausposaunen. Es nervt. Generell- Wenn KI deine Geschichten schreibt, bist du kein Autor.- Ein LLM kann coachen und unterstützen. Geschichten planen ist bei mir manchmal so, als müsste ich auf Toilette. Kennst du das, wenn du draußen unterwegs bist und dringend aufs Klo musst? Wenn ich dann nichts zum notieren dabei habe - oder kein Aufnahmegerät - muss ich hochziehen und runterschlucken. Also irgendwo Speicherkapazität im Hirn freigeben und hoffen, dass ich bald zuhause ankomme, um Notizen machen zu können. Auf dem Weg dahin bitte nicht ansprechen! Keine Zeit! Ruhe!Charakter erstelle ich "grob". Dann beginnen sie in mir zu agieren und zu sprechen. Das schreibe ich auf. Optische Beschreibungen kommen manchmal sofort, manchmal ganz am Ende einer Story: Kate aus meinem Syntax-Golem-Zyklus ist mir auf der Straße begegnet. "Die Fledermaus" habe ich nachts geschrieben, und die äußere Erscheinung von Annie darin habe ich erst ganz am Ende als absolut letzten Absatz hinbekommen - bei Tageslicht.Jeder Autor ist anders. Finde deinen Kern. Mehr anzeigen
Am 14.02.2026 um 4:27 Uhr
...die heute erreichten 666 Reads meiner Stories. Auch wenn so ein Statement von mir jetzt wieder falsch eingeschätzt werden kann^^ Ist mir egal. Trotzdem schön. Mehr anzeigen