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Der letzte Sieg

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23.11.20 20:42
12 Ab 12 Jahren
In Arbeit
1. Böse Vorahnung


Vor ihr stand eine Gestalt. Um ihn herum war es dunkel und kalt. Schnee fiel von Himmel herab. Aber der Schnee war nicht weiß. Er war schwarz. Ascheflocken aus dunklen Wolken. Rund herum Feuerlichter wie aus weiter Ferne.
Sie kniff die Augen zusammen, um mehr Details von dieser fremden Gestalt zu erkennen.
Aber die Person hatte ihr den Rücken zugekehrt.
Zögernd trat sie näher heran. Sehr langsam und vorsichtig.
Als sie sie fast erreicht hatte, streckte sie ihre Hand aus.
Plötzlich breitete die Figur ihre Flügel aus. Der Vogel wurde größer. Seine Federn sahen verbrannt aus, als hätte ihn eine Feuerwand getroffen.
Die Frau wich zurück.
Die Augen des Vogels brannten wie Feuer.
Er begann zu fliegen. Sein langer Federschwanz schwang in Fetzen.
Die Frau hielt den Atem an, als der Vogel die Gestalt eines Pfaus annahm.
„Wer ist das?“, fragt sie sich im Stillen.

Shen, bist du das… oder jemand anderes?
Der fliegende, verbrannte Pfau fing ihren Blick auf und stürzte sich mit einem lauten Pfauen-Schrei auf sie.

Völlig erschrocken öffnete sie die Augen. Schnell setzte sich die alte Ziege in ihrem Bett auf.
War das ein Traum?
Mit zittrigen Händen befühlte sie die Decke.
Nein, sie lebte nicht in einem Traum. Aber diese Bilder, die sie da vorhin gesehen hatte waren ein Traum gewesen. Ein Albtraum.
„Großtante?“, fragte eine Männerstimme nach ihr. „Alles in Ordnung?“
Ein kleines Schaf im dunkel-lila Pyjama betrat den Raum und sah sie besorgt an.
„Nein, Liang. Es war nur…“
Sie blicket sich um. Aber alles im Zimmer war so wie bevor sie zu Bett gegangen war.
„Nur was?“, hackte ihr Großneffe nach.
Die Wahrsagerin seufzte erleichtert.
Es war nur ein Traum. Nur ein Traum.
„Nichts“, sagte sie. „Geh wieder ins Bett. Es war nur das Essen von heute Abend.“
Liang legte den Kopf schief, aber dann zuckte er die Achseln. „Na gut, dann gute Nacht.“
„Gute Nacht.“
Er verschwand. Sie versuchte wieder einzuschlafen, aber sie konnte keine Ruhe finden. Schließlich stand sie auf und trat ans Fenster, von wo sie einen schönen Überblick über die Dächer der Stadt Yin Yan hatte. Der neuen Heimatstadt von Lord Shen.
Sie schloss die Augen. Wieder diese Bilder des verbrannten Pfaus.
Nein, es war nur ein Traum, es war nur ein Traum.

2. Der farblose Garten


Die ersten Sonnenstrahlen berührten sanft die Erde wie es der Frühling niemals hätten besser machen können. Die Stadt Yin Yan lag friedlich eingebettet zwischen den Bergen des Mianyang Gebirges. Die Baustellen um die Häuser waren fast verschwunden und die Arbeiten an ihrem Aufbau so gut wie abgeschlossen. Nach einem kalten Winter kehrten die ersten warmen Wochen ein und an einigen Stellen sprossten Frühlingsblumen zwischen Felsen hervor.
In diesem Jahr kam der Frühling wesentlich früher als im Vorjahr. Aber das konnte einer Person nur recht sein, die gerade durch die Privaträume der Palastkorridore schlich. Vor einer Tür hielt sie an und öffnete diese so leise wie möglich. Anschließend ging sie auf Zehenspitzen durch den Raum, wo sich ein großes Bett an der Wandseite befand. Die eine Hälfe war leer, aber auf der anderen lag eine schlafende Gestalt.
Die eingeschlichene Person lächelte bei diesem Anblick. Er war schon recht früh an diesem Morgen aufgestanden, stets darauf bedacht gewesen sie nicht zu wecken.
Jetzt war er nach einer Weile wieder zurückgekehrt und huschte zu der schlafenden Frau im Bett. Er hielt den Atem an, als er die Pfauenhenne betrachtete. Sie war schön. Sogar wenn sie schlief und er ihre silbernen Augen nicht sehen konnte.
Sachte beugte er sich zu ihr runter und gab ihr einen flüchtigen Kuss auf die Wange. Dann verließ er still und leise schnell wieder das Zimmer.
Kaum war die Tür zu begann die Pfauenhenne zu blinzeln und schlug die Augen auf. Mit einem wohlbehaglichen Stöhnen drehte sie sich auf die andere Seite und fühlte neben sich. Aber die andere Seite des Bettes war leer.
Überrascht hob sie den Kopf. Derjenige, der sonst jeden Morgen neben ihr lag war nicht mehr da. Stattdessen zierte ein Stück Papier das Kopfkissen.
Zögernd nahm sie es in die Hand und las: „Ich warte auf dich im Süd-Hof.“
Noch immer etwas verschlafen rieb sie sich den Kopf und schien etwas verwirrt. Sonst erlaubte er ihr nie in den Süd-Hof zu gehen. Doch trotz ihrer Zweifel so vertraute sie dennoch darauf, dass er es ernst meinte und stieg aus dem Bett.
Nachdem sie sich eine frische Robe übergezogen hatte, verließ sie den Raum und stieg die Gänge runter bis sie zu einem der vielen Ausgänge des Palastes kam, der in den Süd-Hof führte.
Sie kniff die Augen zusammen, als das helle Morgenlicht sie etwas blendete. Wie immer bestand ihre Welt nur aus schwarz-weißen Farben. Manchmal verfluchte sie ihre Farbenblindheit, aber andere Dinge im Leben glichen diese Fehler wieder aus.
Während sie einen mit Kies bestreuten Weg entlangging, sah sie sich immer wieder suchend um. Er wollte hier auf sie warten, aber wo?
Ihr Blick fiel nach vorne. Sonst durfte sie nie hierher. Sie hatte nicht nach dem Grund gefragt. Wenn er etwas nicht sagen wollte, dann drängte sie ihn auch nie weiter.
Sie reckte den Hals. Von hier aus verlief der Weg zu einer freien Fläche, die Monate zuvor noch aus Steinplatten bestanden hatte. Aber jetzt stand etwas ganz anderes da. Sie kniff erneut die Augen zusammen, um es besser erkennen zu können.
Ein Knirschen hinter ihr ließ sie aufhorchen.
Sie erschrak, als sich zwei Hände über ihre Augen legten.
Doch als sie ein sanftes „Guten Morgen“ hörte und er sich an ihren Rücken schmiegte, beruhigte sie sich schnell wieder.
„Guten Morgen“, hauchte sie mit einem Lächeln zurück und umfasste seine Hände auf ihrem Gesicht.
Dann drehte er sie zu sich um und beide sahen sich an.
„Warum so geheimnisvoll?“, fragte Yin-Yu und strich dem weißen Lord über die Flügel, die sie immer noch an der Taille festhielten.
Shen lächelte. „Warte es ab. Schließ die Augen.“
Sie tat es. Sie vertraute ihm blindlings.
Anschließend nahm er sie an der Hand, drehte sie erneut um und führte sie den Weg runter.
Sie gab ihr bestes nicht in die Versuchung zu kommen zu blinzeln. Er sollte nicht von ihr enttäuscht sein.
Nach einer Weile hielt er an, sie ebenfalls.
Er ließ sie los.
Sie verharrte.
„Öffne sie.“
Mit Anspannung schlug sie die Augen auf und musste sich die Flügel vor den Mund halten.
Sie standen auf einem gepflegten kleinen Platz. Rund herum standen Steinskulpturen von Pfauen, fein geschnittene Bäume in allen möglichen Formen und dazwischen entweder verzierter Kies, der in Wellen ausgestreut schöne Muster auf dem Boden ergab, oder Pflanzen, die zwar keine Blüten trugen, dafür war es noch zu kühl, aber selbst deren Blätter wundersame Muster hatten. Etwas weiter weg führte eine kleine Brücke über einen künstlich angelegten Bach und einen kleinen Teich.
Sie war so von dem Blick gefangen, dass sie kaum seine Hände auf ihren Schultern spürte und sie sanft massierte.
„Alles Gute zum Hochzeitstag.“
Sie drehte sich zu ihm um. Sie war immer noch nicht in der Lage einen Ton von sich zu geben.
Schmunzelnd kam Lord Shen mit seinem Gesicht näher. „Hattest du wirklich gedacht, ich würde unseren Hochzeitstag vergessen?“
„Nein, nein“, sagte sie schnell. „Ich hatte nur nicht mit so einem schönen Geschenk gerechnet.“
Wieder ließ sie ihren Blick schweifen, während Shen mit seinem Flügel um sich wies.
„Die Steine besitzen keine Farbe. Jeder soll alles so sehen wie du es sehen kannst. Niemand soll sich dir überlegen fühlen.“
Er deutete auf eine Gruppe von Pflanzen. „Sogar die Blumen sind was Besonders. Sobald sie blühen entscheidet nicht die Farbe, sondern ihre Form. Aber du wirst sie erst im Sommer bewundern können. Und im Winter kannst du dich weiterhin an der Architektur der Skulpturen und Stein-Verzierungen erfreuen.“
Yin-Yu konnte nicht anders und fiel ihm um den Hals. Der Lord zuckte zusammen, als er Tränen auf seinem Hals fühlte. Dabei drückte sie sich feste an ihn.
Der Lord verlangte kein gesprochenes „Danke“ von ihr, dennoch hauchte sie es aus tiefsten Herzen aus. „Danke.“

Es dauerte eine Weile bis sie den Garten wieder verließen und in den Palast zurückkehrten. Kaum waren sie in einer der großen Hallen angekommen, wurden sie auch dort bereits von anderen erwartet.
Yin-Yu war nicht sonderlich überrascht, als ihre Kinder Xia und Sheng ihr entgegenkamen und sie herzlich umarmten.
„Herzlichen Glückwunsch“, gratulierten sie.
„Ich danke euch“, entgegnete ihre Mutter überwältigt.
Erst als sie sich aus ihren Umarmungen gelöst hatten, traten sie zu ihrem Vater ran. Allerdings mit einer etwas zurückhaltenden Geste.
„Auch dir Vater“, begann Xia. „Wir wünschen euch alles Gute.“
Sie verneigte sich, was auch Sheng tat.
Der weiße Lord erwiderte die Verbeugung und legte einem jeden die Hand auf die Flügel.
Es fiel ihm immer noch etwas schwer sie als sein zu betrachten. Er hatte sie erst vor einem Jahr kennengelernt und waren immer noch manchmal wie Fremde für ihn. Dennoch gab er sich die größte Mühe sie in sein Herz einzuschließen.
„Vielen Dank.“
Eigentlich hatte er vorgehabt nicht so formell zu wirken, aber er konnte sich einfach nicht vor den Augen anderer überwinden sie zu umarmen.
Doch die beiden Geschwister nahmen es ihm nicht übel und traten beiseite, um den anderen ebenfalls die Gelegenheit zu geben dem Paar ihre Glückwünsche auszusprechen, wobei es nicht viele waren. Genauer genommen nur zwei, die aus der Wahrsagerin und ihrem Großneffen Liang bestand.
Liang machte den Anfang und verneigte sich respektvoll.
„Ich wünsche euch ein zufriedenes und glückliches Leben weiterhin in diesem Reich.“
Das verheiratete Paar lächelte dankbar, nur Yin-Yu sprach ein Wort. „Hab vielen Dank auch für deine treuen Dienste.“
Als nächstes trat die alte Ziege an die beiden heran und nahm jeden von ihnen einen Flügel in die Hand
„Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft.“
Shen hob die Augenbrauen. „Zukunft?“
„Das ist doch nur so eine Redensart“, fügte Liang schnell hinzu.
Seine Großtante nickte ihm dankbar zu. Doch das beruhige Shen nicht unbedingt. Ihm war nicht verborgen geblieben, wie feste sie seine Hand gedrückt hatte, als sie diese Worte ausgesprochen hatte.
„Ist etwas…?“
Doch die Ziege lächelte ihn nur an.
„Macht einfach das Beste aus eurem Leben“, fügte sie hastig hinzu und ließ von ihnen ab. „Ich denke, ihr habt heute viel zu besprechen.“
„Inwiefern?“, wollte Yin-Yu wissen.
„Nun“, begann Shen. „Da heute ein besonderer Tag für uns ist, werden wir den ganzen Tag alleine miteinander verbringen.“
„Alleine?“
„Außer heute Abend. Da gibt es nochmal ein schönes Feuerwerk zur Krönung für den Tag.“
Er nahm ihre Hände in seine und sah sie an, als ob er etwas von ihr erwarten würde.
„Und?“
Sie sah ihn fragend an. „Was?“
Jetzt schien der Pfau verwirrt und legte den Kopf schief. „Nun, ich dachte… was hast du… für heute geplant?“
Auf einmal kicherte sie und umfasste sein Gesicht. „Dachtest du, ich würde vergessen dir was für unseren Hochzeitstag zu schenken?“
Shen kniff skeptisch die Augen zusammen. „Nun… nicht unbedingt. Ich dachte nur…“
Sie beugte sich zu ihm vor und flüsterte ihm etwas ins Ohr. „Ich zeig’s dir heute Nacht.“
Überrascht sah er sie an. „Heute Nacht? Warum nicht jetzt?“
Yin-Yu schaute verlegen zu Boden. „Nun, es ist etwas sehr… Privates.“
Shen hob verwundert die Augenbrauen. „Oh, okay, aber haben wir das nicht schon öfter gemacht?“
Sie lächelte. „Es ist ein besonderes Geschenk.“
Der Lord musste einsehen, dass es keinen Zweck hatte weiter zu fragen.
„Na gut.“
Dann nahm er sie an die Hand und führte sie von den anderen weg. „Das Frühstück nehmen wir in unserem Zimmer ein und am Abend ein Abendessen für uns allein.“
Sie kuschelten sich aneinander. Die anderen sahen ihnen mit Freuden nach.
Nur Liang bemerkte als Einziger wie seine Großtante dem Paar besorgt nachsah. Seine Verwunderung steigerte sich, als er beobachtete wie sie leicht den Kopf schüttelte.
Es war nur ein Traum.

3. Ein besonderes Geschenk


Etwas nervös strich sich der weiße Lord die Federn am Hals und Kopf glatt. Er stand in einem der Palastkorridore, wo jede Menge Spiegel die Wände zierten.
Es war früh in der Nacht. Nachdem Lord Shen und Lady Yin-Yu ihr gemeinsames Dinner beendet hatten, verbrachten sie ihre Zeit damit das angekündigte Feuerwerk zu bewundern. Nach den letzten Feierlichkeiten zogen sie sich in ihr Schlafzimmer zurück. Doch noch bevor Yin-Yu ein Wort sagen konnte, äußerte Shen noch einen kleinen Spaziergang machen zu wollen und verließ eilig wieder das Zimmer.
Der weiße Lord seufzte. Er war nicht so stolz auf seine Farbe wie sein Vater es tat. Aber wem kümmerte es? Er war halt was ganz Besonderes, wie es seine Mutter manchmal ausdrückte.
Er nahm einen tiefen Atemzug und betrachtete sich erneut im Spiegel. „Okay“, sagte er zu sich selbst und legte die Fingerspitzen seiner Flügel aneinander. „Was immer sie auch von dir verlangt, sei du selbst, sei du selbst. Du machst das nicht zum ersten Mal.“
Natürlich hatten sie in letzter Zeit die Nächte oft miteinander mit Bett verbracht, aber was für eine Art besonderes Geschenk wollte sie ihm heute geben? Er konnte sich das gar nicht erklären. Was erwartete sie von ihm?
„Dad?“
Shen wirbelte herum. Xia war wie aus dem Nichts aufgetaucht und schien ihren Vater schon eine ganze Weile zu beobachten.
„Was machst du da?“, fuhr sie mit ihrer Frage fort.
„Äh… gar nichts. Ich…“ Er schüttelte schnell den Kopf. „Was machst du eigentlich hier? Wieso bist du noch nicht im Bett?“
„Dad, ich bin über 18. Ich muss nicht mehr früh ins Bett.“
„Wie auch immer. Deine Mutter und ich möchten gerne unsere Ruhe haben.“
Xia verdrehte die Augen. „Ja, ja. Hab schon verstanden. Ich muss ins Zimmer verschwinden, damit du und Mutter eure Erwachsenenspiele spielen könnt.“
Shen errötete extrem unter seinen Federn. Aber dann schüttelte er den Kopf.
„Geh in dein Zimmer!“
Mit einem spöttischen Lächeln wandte Xia sich ab. „Natürlich, wie immer. Ich wünsche euch einen schönen Hochzeitstag.“
Sie lachte, als ihr Vater den Mund dabei verzog. Doch die junge Frau wollte ihn nicht wütend machen und lief schnell davon.
Shen sah ihr verdattert nach. Dann schnaubte er. „Kinder.“

Langsam näherte sich Shen Yin-Yus und seinem Privatraum. Er nahm vorher noch einen tiefen Atemzug bevor er die Tür öffnete. Die Pfauenhenne saß vor einem Spiegel auf einem Stuhl und kämmte ihre Federn.
Mit einem sanften Lächeln schloss der Pfau die Tür hinter sich und ging auf sie zu.
Sie sah ihn im Spiegel, weshalb sie sich nicht umdrehte.
Ihre Haltung versteifte sich, als er seine Hände von hinten um sie legte und ihren Hals küsste.
„Du bist schön genug“, gurrte er und streichelte über ihren Körper.
Sie schloss genießerisch die Augen und schmiegte sich ihm entgegen. Dann stand sie auf und nahm seine Hände.
„Komm, ich muss dir was sagen.“
Sagen? Shen wusste nicht was er davon halten sollte und grübelte was sie wohl damit meinte. War das vielleicht ein neues Codewort für eine besondere Sache?
Als sie ihn rüber zum Bett führte, schien sich seine Vermutung zu bestätigen, weshalb er sich nicht sträubte. Kaum waren sie am Bett, setzte sie sich auf die eine Seite, während Shen vor ihr gegenüber Platz nahm.
Yin-Yu schien etwas unruhig zu sein, was Shen zunächst verwunderte. Sie war doch sonst nie so schüchtern, wenn sie ihre besonderen Momente miteinander hatten. Im Gegenteil. Manchmal war sie sogar wilder als er.
„Nun, wir haben in letzter Zeit viele Nächte schlaflos miteinander verbracht“, begann sie zögernd. „Und es waren schöne Momente. Erinnerst du dich?“
Er lächelte. „Ja.“
Dann lehnte er sich nach vorne und drücket sie sanft aufs Bett, sodass sie auf dem Rücken lag und er über sie. Er küsste sie zuerst auf den Schnabel dann weiter runter zu ihrem Hals.
Ein Schnurren entkam ihr und der weiße Lord meinte sicher zu sein, ihr besonderes Geschenk erraten zu haben.
Doch im nächsten Moment begann sie ihn von sich zu drücken.
„Shen?“
„Jaaaa?“
Er konnte nicht aufhören sie zu küssen.
„Shen, ich muss dir was sagen…“
„Jaaa.“
„Nein, nein.“ Sie hob ihre Hände und schob ihn weg. „Ich muss dir was sagen.“
Zutiefst überrascht sah Shen auf sie herunter. „Mir was sagen? Kann das nicht warten?“
Er war kurz davor sich wieder zu ihr runter zu beugen, doch sie hielt ihn oben.
„Nein, es ist wichtig.“
Etwas enttäuscht kletterte er von ihr runter und rückte seine Robe zurecht.
„Na gut, was möchtest du mir sagen?“
Seine Verwirrung steigerte sich, als sie seine Flügel in ihre nahm und sanft ihre Finger an ihnen rieb. Dabei sah sie ihn so warm an, dass es ihm schon beinahe unheimlich war.
„Shen?“
„Ja?“
„Schatz.“
So langsam wurde Shen misstrauisch. „Was ist?“
Mit einem nervösen Lächeln unterbrach sie das Streicheln auf seinen Händen. „Ich… ich bin schwanger.“

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Kapitel:3
Sätze:246
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Kurzbeschreibung

Für Lord Shen und seine Familie scheint alles perfekt zu sein, doch jemand will Rache und droht alles in Shens Welt zu zerstören. Er schafft es sogar, dass Po nach einem tragischen Unfall die Gunst des Herrschers verliert und alte Schuldgefühle aus der Vergangenheit wieder auflodern lässt. [Fortsetzung nach „Die letzte Chance“ und „Der letzte Krieg“]