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Everything Changes

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08.02.21 21:36
16 Ab 16 Jahren
Homosexualität
Workaholic

„Zu mir oder zu dir?“, nuschelte ich in den heißen Kuss, den er mir auf meine Lippen drückte. „M-mir.“ 
Der dunkelblonde Mann vor mir, der seine Hände unter mein Shirt geschoben hatte, bugsierte mich während des Kusses aus dem Rainbow-Club zu einem Taxi. 
Viel bekam ich nicht mit, denn selbst im Taxi, war meine Konzentration voll auf ihn gerichtet und meine Lippen auf den seinen. 
Ich konnte nicht sagen, wie viel Zeit verging, bis das Taxi anhielt und wir ausstiegen, meine Augen waren geschlossen. Und als ich sie öffnete, befand ich mich plötzlich in einer kleinen Einzimmerwohnung wieder. Er drückte mich bestimmend runter auf das Bett und kroch über mich. 
„Hey...“, murmelte ich und löste mich leicht von ihm. „Welchen Namen muss ich eigentlich stöhnen?“
„Ezra“, flüsterte er und blickte in meine bernsteinfarbenen Augen. „Cole“, nuschelte ich. „Damn! Das passt zu diesen weichen, schwarzen Haaren.“ Ezra zog mich erneut an sich, während seine Hände meinen Oberkörper entlang glitten. 
Viel Zeit für Zärtlichkeiten blieb mir nicht, da Ezra bestimmend über meine Brust strich. Für einen kurzen Moment reizte er meine Nippel und dann war plötzlich mein Shirt verschwunden. Ich öffnete meine Augen und musterte dieses unschuldige Gesicht mit den anziehenden smaragdgrünen Augen über mir. „Unfair!“, brummelte ich und wirbelte uns herum. Nun lag er unter mir. Überraschung blitzte kurz in seinen Augen auf, als er plötzlich mit dem Rücken auf der Matratze lag und ich auf ihn hinabblickte. Ich ließ mich davon nicht beirren. Mit flinken Fingern streifte ich ihm sein schwarzes Shirt über den Kopf und sah ihn mit einem festen Blick an. Eigentlich schade, in diesem Shirt sah er unglaublich heiß aus. Ich ließ mein Blick langsam von seinem Gesicht über seinen Oberkörper gleiten. Obwohl... der Anblick des trainierten Oberkörpers und dazu dieses unschuldige Gesicht von Ezra, war eine ebenso unwiderstehliche Mischung.
Ich beugte mich langsam hinunter und hauchte ihm einen Kuss auf die vollen Lippen, dann auf sein Kinn. Meine Zunge fand ihren Weg über seinen Oberkörper, über seine Nippel und weiter hinunter. Sein offener Mund und das wohlige Seufzen, welches über seine Lippen kroch, machte die Situation nicht unbedingt besser. 
Ungeduldig öffnete ich seine Jeans und schob sie hinunter, Ezra hob sein Becken leicht an und strampelte sie sich ungeduldig von den Beinen. Seine Shorts war bereits ausgebeult und zeigte deutlich seine Erregung. 
Ich ließ meine Finger hineingleiten und streifte seine Eichel. Ein leichtes aufseufzten kam von ihm. Langsam steifte ich ihm die Shorts ab und befreite sein erregtes Glied von dem Käfig. Es sprang mir freudig und voller Vorfreude entgegen. Meine Hand umgriff das dicke Glied fest. Es war dick und auch nicht unbeachtlich. Ziemlich lang. Perfekt! Das würde eine sehr geile Nacht versprechen, dachte ich. Ich ließ mich von ihm raufziehen und in einen heißen Kuss entführen. Einen Kuss, in dem ich von ihm entkleidet wurde, so schnell, dass ich keine Chance hatte zu reagieren. Einen Kuss, den mein erregtes Glied freudig begrüßte.
Ezra nahm mein Glied in seine Hand und rieb mit seinem Daumen fest über meine Eichel, was mich aufkeuchen ließ. Er wusste durchaus, was er tat und anscheinend auch, was mir gefiel. 
Er reizte weiterhin mein Glied und ich pumpte seines. Dennoch wurde das Vorspiel kurzgehalten. Innerhalb weniger Minuten war ich wieder unten. Er hob mein Bein an und positionierte sich direkt vor meinem Eingang. Ich wusste gar nicht, ob er ein Kondom verwendet hatte, aber ich hakte nicht nach. Meine Gedanken waren zu sehr auf das Kommende gerichtet, als auf mögliche Gefahren. Ezra beugte sich vor und verwickelte mich in einen heißen Kuss, während er langsam vorrückte und in mich eindrang. Ein erleichtertes Stöhnen verließ meine Lippen. Ich krallte meine Finger in seine Schulterblätter. Je tiefer er eindrang, desto fester wurde mein Griff. Ezra ließ sich sehr viel Zeit, damit es langsam angehen zu lassen. Es dauerte eine ganze Weile, bis er vollends in mir war. Dann endlich als ich seinen Hoden, an meinem Po spürte, seufzte ich erleichtert auf. Ich legte meinen Arm in seinen Nacken. 
Das hier war nur Sex! Nicht mehr. Keine heißen Küsse, während des Fickens. Ezra fixierte mein Gesicht mit seinen grünen Augen. Seine Augen hatten ein dunkleres Grün angenommen. Ich war mir sicher, dass meine bernsteinfarbenen Augen inzwischen schwarz waren. 
Langsam zog Ezra sich zurück. Er fixierte mein Gesicht weiterhin mit seinen Blicken. Ein kehliger Laut entglitt meinen Lippen. 
Dann stieß er mit einem Ruck wieder hervor. Er wartete nicht, er begann sich zu bewegen. Mal langsam. Mal schnell. Aber immer tief. 
Ezra machte sich nichts aus allem anderen. Er stützte sich nicht mit den Händen ab, er lag direkt auf mir. Sein trainierter Bauch rieb mit jeder Bewegung über mein erregtes Glied. Seine Hände lagen neben meinen Schulterblättern. Bei jedem Stöhnen nahm ich seinen Atem wahr, der nach Himbeeren roch. 
Ich spürte, wie das Pochen in meinem Glied zunahm und wollte etwas sagen. Ihn vorwarnen. Urplötzlich drehte er uns um und drückte mich hoch. Ich saß halb auf seinem Schoß. Ich wusste genau, was er damit erreichen wollte, und diese Art fand ich noch erregender als vieles andere. 
Langsam begann ich mich auf und ab zu bewegen. Seine kehligen Laute waren pure Musik in meinen Ohren und motivierten mich. Ich verschnellerte mein Tempo. 
Wie viel Zeit verging, konnte ich nicht genau beurteilen. Keuchend warf ich meinen Kopf in den Nacken, als ich der Klippe mit jeder Bewegung näher kam, und griff in Ezra’s dunkelblonde Haare.

~~~

Am nächsten Morgen öffnete ich meine Augen und blickte mich um. Vieles wusste ich nicht mehr von letzter Nacht. Was ich aber wusste, war das ich in einem Club war und mit irgendeinem Mann nach Hause gegangen war. Und in diesem Bett befand ich mich nun. Alleine und nackt unter der Decke des fremden Mannes. Unter der Decke, auf der wir die Nacht ziemlich heiße Sachen getrieben hatten. 
Ich sah mich um. An die heiße Nacht konnte ich mich nur brüchig erinnern. Langsam setzte ich mich auf, achtete darauf, dass die Decke nicht von meinem Glied rutschte.
„Guten Morgen ... ich habe uns mal Frühstück gemacht“, murmelte der Mann und kroch zu mir ins Bett. Dieses unschuldige Gesicht. Diese smaragdgrünen Augen. Sie sahen unglaublich anziehend aus. Er sah so unschuldig aus. Nur sein Name wollte mir partout nicht einfallen.
„Danke“, nuschelte ich heiser. Ich fuhr mir durch meine schwarzen Haare. „Das ist nett... aber ich denke, ich sollte mal gehen.“
Der Mann schüttelte seinen Kopf. Beinahe wirkte er bedrückt. „Das geht nicht ...“
Verwirrt sah ich ihn an. „Wie? Das geht nicht ... willst du mich verarschen?“ Ich warf ihm einen ärgerlichen Blick zu. Wir hatten eine heiße Nacht zusammen. Eine einmalige Nacht. Und jetzt sollte ich sein Gefangener sein?
„Nein. Die ganze Situation, um Corona hat sich zugespitzt. Nachdem sich kaum einer an die ersten Maßnahmen gehalten hatte, wurde eine neue Maßnahme ergriffen. Ausgangssperre, ab heute Morgen um sechs... und es ist halb zwölf.“
Er sah mich entschuldigend an. „W-was? Ausgangssperre? Aber ich habe keine Klamotten, ich habe keine Bücher- nichts! Und was ist mit essen?“, fragte ich panisch. Das konnte doch nicht wahr sein, dass ich jetzt nicht einmal mehr nach Hause konnte!
„Es tut mir leid ...“, murmelte er. „Ich habe die Nachrichten die letzten Tage ziemlich vernachlässigt. Ich wusste, dass viele Schulen dicht gemacht hatten, Kitas und Krippen. Aber mehr nicht. Hätte ich es gewusst, hätte ich mich nicht drauf eingelassen!“
Ich nahm nicht mein Handy zur Hand, um dem Gesagten auf den Grund zu gehen. Ich glaubte ihm. Diese smaragdgrünen Augen, die bedauernd dreinblickten und Mitgefühl ausdrückten. Er konnte gar nicht lügen. 
Das mit der Ausgangssperre konnte durchaus stimmen, aber hätte diese nicht wenigstens einen Tag später kommen?
„Was machen wir jetzt?“, fragte ich leise und blickte zu ihm auf. Er war ein paar wenige Zentimeter größer als ich. 
„Ich habe keine Ahnung ... Keiner darf mehr raus. Tut man dies und wird dabei erwischt, darf man mit einer saftigen Strafe rechnen. Praktisch sind alle in Quarantäne, wegen dieses dämlichen Virus aus Dezember ...“
Ich schluckte und senkte meinen Blick. Ein erdrückendes Gefühl breitete sich in meiner Brust aus. Es war, als würde eine riesige Metallhand meine Lunge zerquetschen. Es konnte doch nicht sein, dass ich gar nicht mehr nach Hause durfte. Ich glaubte ihm, dennoch erschien mir das alles ein wenig falsch.
Ich war für mindestens zwei Wochen mit einem fremden Mann gefangen. Ohne Klamotten. Ohne meine Bücher.
„Es tut mir leid, Cole…“, murmelte er heiser. Ihm schien die Situation ebenso peinlich zu sein wie mir. 
„Ist ja nich deine Schuld“, brummte ich und fuhr durch meine schwarze Mähne. 
„Ich hätte ablehnen können…“
Ich schüttelte meinen Kopf und sah ihm eindringlich in diese grünen Augen, die mich heute Nacht um den Verstand gebracht hatten. 
„Wirklich“, betonte ich „es ist nicht deine Schuld. Niemand konnte damit rechnen.“
„Ja… und jetzt?“
Unglaublich, wie unschuldig er sich plötzlich zeigte. „Ich kann auf der Couch schlafen“, schlug ich vor. 
„Das musst du nich. Das Bett ist groß genug. Du kannst meine Klamotten mit benutzen… Naja musst du ja mehr oder weniger. Essen habe ich genug…“
Sein Vorschlag war der einzig sinnvolle. Das Schlimme an der Sache für mich war nur, dass ich kein einziges Buch mit hatte.
 Ich schluckte. 
„Machen wir das Beste daraus…“, murmelte ich.


Er hatte mir frische Klamotten aus seinem Kleiderschrank gegeben und meine eingesammelt, um sie in die Waschmaschine zu stopfen. Als ich frisch geduscht in das Wohnzimmer kam, hockte er im Schneidersitz auf der Couch und schaute nach unten. Irgendetwas hielt er in seinen Händen. 
„Hey... da ich nicht nach Hause kann... ich würde jetzt doch gerne noch eine Kleinigkeit essen.“
Warum war ich so unsicher? 
„Hey! Da bist du ja.“ Er stand auf. 
„Eh... ja... tut mir leid, dass ich das fragen muss... aber wie heißt du nochmal?“
Innerlich machte ich mich schon auf Beleidigungen befasst, so wie sie sonst immer kamen, nach einer solchen Frage. Aber er warf mir bloß ein sanftes Lächeln zu. 
„War wohl ein wenig zu viel Alkohol, gestern, was? Ezra.“
„Anscheinend.“
„Um zu verhindern, dass dieses Gespräch jetzt noch steifer wird... komm, ich zeige dir meine Wohnung.“
Ezra war nur mit einer kurzen Shorts und seinem schwarzen Shirt von gestern Abend bekleidet und sah selbst jetzt, ungeduscht, unheimlich sexy aus. 
Er ging eilig in die Küche, drehte sich nicht nach mir um. Ich folgte ihm, blieb aber im Türrahmen stehen. Ezra stand mitten im Raum. Ich ließ meinen Blick durch den Raum gleiten. Die Küche wirkte sehr klein, aber modern. Es gab keinen Tisch hier drin, aber der hätte hier auch nicht reingepasst. 
Mir gefielen die Hängeschränke, die mit Glastüren versehen waren, das erleichterte mir später das Suchen von Geschirr.
„Kühlschrank.“, murmelte er und deutete rechts neben die Tür. „Tassen, Gläser“, fuhr er fort und deutete auf den Hängeschrank neben dem Kühlschrank. Anschließend ging er rum. „Teller, Schalen und so.“ Ezra bückte sich und öffnete die untere Schranktür neben dem Kühlschrank. Ich schielte zu seinem verlockendem Po, der mich anlächelte. Ob in dem Schrank nun tatsächlich Teller und Schalen drinnen waren, wusste ich nicht. „Der Herd. Daneben in der Schublade ist das Besteck. In den restlichen Schränken findest du Konserven, Trinken und Nudeln...“, erklärte er. Es wirkte, als täte er es aus einem Zwang heraus. Offenbar war ihm die Situation genauso peinlich. 
„Danke“, brachte ich über meine Lippen. Ich blickte kurz in seine smaragdgrünen Augen, bevor er sich umdrehte. „
„Ich... musst du nochmal auf Toilette?“, fragte er und blickte auf den Boden. Es war ihm peinlich! „Ansonsten würde ich jetzt duschen gehen.“
Ich gab keine Antwort. Meine Hände machten sich an den Schränken zu schaffen und öffnete alles. Essen hatte er wirklich mehr als genug. Bestimmt war er einer der vielen, die hamsterten. 
Ich schnappte mir eine Schale aus dem unteren Schrank und befüllte diese mit ein paar Cornflakes. Es war nicht mein Lieblingsfrühstück, aber ich wollte ihm jetzt nicht alles wegessen. Dann musste ich halt den Kürzeren ziehen- für zwei Wochen. 
Ich goss mir einen Schluck Milch über die Cornflakes und setzte mich damit brav an den Esstisch, welcher im Wohnzimmer, vor dem Fenster stand. 
Langsam begann ich zu essen und genoss jeden Happen, obwohl ich bei weitem einen riesigen Hunger hatte. 
„So einer bist du also?“, ertönte plötzlich seine Stimme hinter mir. „Du setzt dich echt alleine an den Esstisch und starrst eine Wand an, statt dich auf die Couch zu setzen und bei einer gemütlichen Serie zu essen?“
Ich warf ihm einen Blick über die Schulter zu. Ich konnte nicht einschätzen, ob er das im Spaß sagte oder ob dies sein Ernst war. 
„Naja...“, murmelte ich, aber Ezra fiel mir ins Wort. „Wolltest du nicht Kaffee?“, fragte er und hob eine Augenbraue. 
„Ja... schon-“
„Ich mach dir einen. Milch? Zucker?“
„Schwarz“, brummte ich. „Schwarz wie meine Seele.“
Ich hatte mich längst wieder abgewandt und hörte nur noch sein schwaches Lachen und seine Schritte, die sich entfernten. Seine Schritte wurden immer leiser und kurze Zeit später, wurden sie durch ein Klappen ersetzt und folglich durch ein fließen. Es war das verlockende Geräusch von Kaffee. 
Dann kam er wieder und stoppte genau neben mir. Er stellte die Tasse vor mir ab. Es war ein großer Pott, dunkel mit der >Karte der Rumtreiber<.
„Ein Harry Potter Fan, also?“
„Ja... naja schätze ein klein wenig Nerd bin ich in diesem Sinn schon.“ 
Ezra lehnte sich gegen die grüne Wand neben dem Fenster und musterte mich. „Darum sind deine Wände grün? Du bist ein Slytherin!“
Es war als Scherz gemeint, aber seine Lippen zogen sich verdächtig in die Höhe. „Ertappt“, murmelte er. „Und du?“
„Ich?“, fragte ich heiser. 
„Jeder hat seine Vorlieben und einen kleinen Nerd in sich. Was ist deiner?“
Ach das meinte er. Ja, so etwas hatte ich tatsächlich, aber ich war mir unsicher, ob ich es ihm sagen sollte. Viele verstanden es immer falsch oder fassten es als einen Scherz auf. 
„The Walking Dead. Die Serie hat durchaus Suchtpotenzial.“
Das Ezra nicht seinen Blick abwandte, sondern eher lächelte, wunderte mich. 
Er trug jetzt ein grünes Shirt, welches einen unglaublichen Kontrast zu seinen dunkelblonden Haaren, seinem schwarzen Tunnel und den smaragdgrünen Augen herstellte. 
Ezra schwieg daraufhin. Er verschränkte seine Arme vor der Brust. Das hatte er auch gestern im Club getan und verdammt... es sah so heiß aus, wenn er das tat und brachte seine definierten Muskeln nur mehr hervor. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es mich nicht antörnte. Denn das tat ich. 
Ich schluckte einen dicken Kloß hinunter. Plötzlich verschwand Ezra. Ich sah ihm noch kurz hinterher und sah, wie er die Terrassentür öffnete und auf den Balkon trat. Er fischte eine Zigarette aus seiner Packung und zündete sie an. Er zog genüsslich an seiner Zigarette, schloss seine Augen und blies den Rauch hinaus in den leichten Nebel. Genauso sah es gestern auch aus, als Ezra, sich an meinem Glied bedient hatte. Er hatte daran fest gesaugt, ihn ganz in sich aufgenommen und zugelassen, dass ich mich bewegte. Er hatte mich letzte Nacht um den Verstand gebracht. Seine vollen Lippen um meinem erregten Glied, hatten mich beinahe zum ersten Orgasmus getrieben. Aber leider konnte ich mich bloß daran erinnern. 
Das was mich jetzt aber beschäftigte war etwas anderes. Ich hatte mir nach meiner letzten Beziehung, die brutal zu Grunde gegangen war, geschworen nie wieder eine einzugehen. Nur Sex, mehr nicht. Niemals mit demselben Mann öfter Sex haben. Nur hatte Ezra auf mich eine erschreckende Wirkung. Er wirkte wie ein Playboy und gleichzeitig sanft, vertrauenswürdig und liebevoll. Für mich hatte er definitiv Beziehungspotenzial. Mich während der Ausgangssperre zu beherrschen, wird mehr als schwierig werden. 
Ich schnappte mir meine Schale, die noch so gut wie voll war und brachte sie in die Küche, stellte sie auf die Theke. Dann trat ich hinaus auf den Balkon und lehnte mich gegen das Geländer. 
„Du hamsterst doch...“, murmelte ich. 
Seine Mundwinkel zuckten. 
„Nicht direkt. Ich denke lediglich voraus und habe gerade so viel Lebensmittel im Haus, dass diese für eine Quarantäne reichen. Heißt sie reichen für zwei bis drei Wochen. Ich habe jetzt nicht vierzig Nudelpackungen und zehn Palleten Milch.“
„Zählt das nicht auch unter hamstern?“
„Ja schon. Aber es ist dennoch ein Unterschied.“, beharrte Ezra und zog an seiner Zigarette. Sein Blick richtete sich in die Ferne, während er den Rauch aus seiner Lunge weichen ließ. 
„Auch?“ 
Er hielt mir seine Zigarette hin. Eigentlich rauchte ich eher wenig, aber unter den gegebenen Bedingungen nahm ich seine Zigarette an und nahm einen tiefen Zug. Ich schloss meine Augen.
„Guck nicht so...“hörte ich ihn murmeln. Langsam blies ich den Rauch aus. „Wie?“, fragte ich. 
„So wie gestern- kurz vor dem Orgasmus“, sagte er direkt und für einen Moment blieb mir die Spucke im Hals stecken. 
Offenbar war er auch sehr direkt. 
Aber dann lachte er plötzlich auf. „Spaß!“, murmelte er. „Ich versuche bloß die Situation aufzulockern.“
Ich brachte nur ein Nicken zustande. Situation auflockern, war eine durchaus gute Idee, aber ich wusste nicht, wie ich diese angehen sollte.
„Meinst du wir... könnten kurz reden?“, fragte er schließlich leise. Ich reichte ihm seine Zigarette zurück. „Müssen wir wohl, oder?“
Von ihm kam keine Antwort. Er zog bloß ein letztes Mal an seiner Zigarette und blies den Rauch erschöpft aus.
„Drinnen?“, fragte er. Er wartete gar nicht meine Antwort ab, sondern drückte seine Zigarette im Aschenbecher auf dem kleinen Tisch aus und ging eilig hinein. 
Langsam folgte ich ihm und schloss die Tür hinter mir. 
Ich hasste Gespräche. Jegliche Gespräche. Ich war eher der Fan von Handlungen und ein wenig Spaß, aber Gespräche? Meistens wusste ich nicht einmal direkt, wie ich solche zu führen hatte. Häufig überforderten sie mich. 
Ich ließ mich erschöpft auf den Sitzsack fallen. Jetzt gerade wollte ich nicht neben Ezra sitzen, es würde mich zu nervös machen. Ich wusste nicht einmal, ob ich dann richtig zuhören könnte. Zum Glück hatte er noch eine andere bequeme Sitzmöglichkeit in diesem Zimmer. 
„Es geht nicht um unsere Nacht“, stellte er klar, als er sich mit einer frischen Tasse Kaffee auf die Couch setzte. 
„Ich will mich nochmal entschuldigen ... es tut mir leid, dass du jetzt vorerst hier festsitzt.“
„Ist schon in Ordnung...“
Ezra schüttelte seinen Kopf. 
„Wie auch immer. Ich möchte nicht, dass du dich hier nicht wohlfühlst. Fühl dich wie Zuhause und ess soviel, bis du satt bist! Ich hab genügend Sachen hier. Ich... Ich will nicht, dass uns diese Situation auf den Kopf fällt.“
Ich brachte ein Nicken zustande. Ich konnte ihn verstehen, aber ich konnte mich mit dem Gedanken nicht richtig anzufreunden, hier alles zu nehmen und zu nutzen als wäre es meins. So wurde ich nicht erzogen.
„Und ich möchte kein angespanntes Verhältnis haben...“, murmelte Ezra. „Ich weiß, es ist schwer. Aber kannst du bitte...“, begann Ezra und warf mir einen fragenden Blick zu. Ich wusste genau, was er sagen wollte und mir ging es genauso. Ich hasste ein angespanntes Verhältnis. 
„Ich bin da voll und ganz deiner Meinung, aber es ist echt schwer, sich umzustellen. Ich wurde so erzogen, dass ich keine fremden Sachen anfasse. Nicht ohne Erlaubnis, jetzt nach fünfundzwanzig Jahren davon abzulassen ist eine ziemliche Herausforderung.“
Ezra nickte. „Ich weiß, ich wurde genauso erzogen“, murmelte er, ich musterte den grünen Teppich, welcher auf dem dunklen Laminat Boden lag. 
„Hey!“, rief er. „Sei nicht so verklemmt!“ Und da traf mich ein Kissen mitten im Gesicht. „Volltreffer“, jubelte er und lachte auf. Im ersten Moment wirkte ich schockiert, aber dann musste ich auch lachen. Ich wusste, was er damit erreichen wollte, dennoch schmiss ich das Kissen zurück, traf ihn aber nicht. Das Kissen streifte seine rechte Seite und brachte bloß seine Frisur durcheinander. 

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„Wirklich, Cole?“, fragte Ezra mit einem schiefen Lächeln. „Mehr hast du nicht drauf?“
Er versuchte, mich zu provozieren, ich merkte es an seinem herausfordernden Blick, den blitzenden Augen und dieses abschätzende, schiefe Lächeln. 
Normalerweise würde ich sofort darauf eingehen, aber jetzt murmelte ich bloß ein leises: „Vielleicht.“
„Ach komm schon!“, forderte er und schleuderte mir erneut ein Kissen ins Gesicht. 
„Könntest du es lassen, Ezra?“, fragte ich ein wenig gereizt. Ich hatte momentan keine Lust auf Spaß. 
In meinen Kopf arbeitete alles. Zwei Wochen würde ich hier festsitzen. Vielleicht länger. Es wirkte wie eine Never-Ending Situation. 
„Sorry...“, murmelte er. „Aber irgendwie müssen wir die Zeit rumbekommen ... Ideen?“
„Netflix?“
„Zwei Wochen? Vierundzwanzig sieben?“
„Nein. Zwölf sieben. Die restlichen zwölf Stunden schlaf ich.“
„Nahhh. Da wüsste ich eine weitaus bessere Beschäftigung.“
„Das war einmalig, Ezra! Es wird sich nicht wiederholen!“, entgegnete ich. Vielleicht eine Spur zu gereizt. Zu meiner Überraschung zettelte Ezra keinen Streit mit mir an. 
„Vielleicht... aber wer weiß schon, was innerhalb der Zeit geschieht.“
„Themawechsel? Bitte?“, fragte ich leise und lehnte mich in dem Sitzsack zurück. 
„Ok. Gestern Nacht-
„Ezra!“
„Sorry“, lachte er und hob abwehrend seine Hände. „Also gut. Vorerst Netflix?“, fragte er versöhnlich. „Und dann schauen wir, was wir heute kochen.“
Ich nickte leicht. „Du müsstest dafür bloß herkommen!“
Wieder dieses schiefe Lächeln. Ich stand auf und ließ mich neben ihn fallen. „Möchtest du noch Kaffee?“, fragte er. „Gerne.“
Mit einer vollen Tasse heißen Kaffee’s kehrte er zurück und startete Netflix. „Vorschlag?“
„Eh... keine Ahnung..“, murmelte ich. Ich wusste nicht, welche Filme momentan auf Netflix liefen oder welche er bevorzugte. 
„Dann such ich aus.“
Ich sah wie er die Homeseite entlangscrollte und anschließend einen Film namens: „Im hohen Gras“ startete. 
Erst gefiel mir der Film, aber bei der ersten seltsamen Szene zuckte ich zusammen. „Der Film ist cool. Entspann dich!“, murmelte Ezra. Er stupste mich leicht an. Ob cool oder nicht. Ich fand ihn ziemlich seltsam. Dennoch schwieg ich und schaute den Film weiter. 
„Meine Güte!“, rief Ezra plötzlich und schlug mir mit einem Kissen ins Gesicht. „Du bist echt verklemmt!“
„Ey!“, beschwerte ich mich lautstark, entriss ihm das Kissen und drückte ihn runter. Das Kissen schlug ich ihm ins Gesicht und brachte ihn zum Lachen. 
„Verklemmt? Sag das nochmal!“
„Du bist verklemmt!“ Jedes Wort betonte Ezra bewusst und schaute mir dabei mit einem Engelsblick entgegen. Ich schlug ihn erneut mit einem Kissen ins Gesicht. Er wirkte kurz schockiert, dann reagierte er so schnell, dass ich durch eine seiner ruckartigen Bewegungen von der Couch rollte. Im letzten Moment griff ich nach Ezra’s Arm und zog ihn mit. Er fiel direkt auf mich, wie ein schwerer Kartoffelsack. 
Ein ächzendes Geräusch entwich meiner Kehle. „Genau dasselbe heiße Geräusch, wie in der Nacht“, sagte er grinsend. Dann beugte er sich hinunter und gab mir einen Kuss auf die Stirn. 
Nur die Stirn. Und mir verschlug es die Sprache. Ich schloss einen kurzen Moment lang meine Augen. Es war Jahre her, dass ich mich auf so etwas einließ. Netflix gemeinsam mit einem Mann. Oder ein lockeres Rumgealber, denn nichts anderes war das hier gerade. 
Erschreckend, dass es bereits am ersten Tag geschah. Was würde denn dann noch die anderen Tage folgen? 
„Cole? Alles okay mit dir?“
Ich öffnete meine Augen und blinzelte leicht. „Kannst du bitte...?“
Ezra nickte und stieg von mir runter. Dann griff er nach meiner Hand und half mir auf die Beine. „Ich seh schon, du bist ziemlich ungeübt darin, einfach mal Spaß zu haben, oder?“
Ich gab ihm keine Antwort. Wenn das so offensichtlich war, brauchte ich ihm auch gar keine Antwort zu geben. „Cole entspann dich! Ich hab’s verstanden, dass es einmalig war. Ich versuche hier gerade nichts, um die letzte Nacht zu wiederholen. Das hier bin einfach ich. Manchmal hab ich meine fünf Minuten, wie gerade. Glaub mir bitte, wenn ich dir sage, dass ich der Letzte bin, der eine solche Grenze überschreiten würde.“ Er sah mir fest in die Augen. Aufrichtig. 
„Ich selbst möchte ja auch, dass man meine Grenzen akzeptiert und meine Macken wohlgemerkt.“
Ich brachte nur ein leichtes Nicken zustande. „Kein Sex mehr. Ist notiert, Cole!“
Ich nickte erneut und schnappte mir meine leere Kaffeetasse. „Auch noch nen Kaffee?“
„Please!“, erwiderte Ezra. Er ließ sich auf die Couch fallen und reichte mir seine Tasse. 
Ich ging in die Küche. Während ich uns beiden Kaffee einschenkte, überlegte ich, was wir essen könnten. Vielleicht einfach simple Nudeln? 
Ich schnappte mir noch einen Apfel. 
„Ezra! Willst du ein Apfel?“
„Wirf her!“ Ich trat in den Türrahmen und warf ihm zwei zu, die er elegant auffing. Dann kehrte ich mit den vollen Tassen zurück. 
Ich nahm ihm den Apfel aus der Hand und ging hinaus auf den Balkon. Ezra’s verwirrten Blick bemerkte ich schon im Rücken, aber ich dachte mir nichts dabei. Ich stellte meine Tasse auf den Tisch und lehnte mich an das Geländer. Ich musterte die Straßen dort unten, die leergefegt waren. Man sie einfach niemanden. Man hörte niemanden. Nicht einmal Autos konnte ich hören. Erschreckend. 
Ich biss in den Apfel und schluckte ein kleines Stück runter. 
All das innerhalb kürzester Zeit. Alles wurde dicht gemacht, die Menschheit wurde eingeschränkt. Mit Recht, nur wurden die Maßnahmen immer verstärkt, da sich nicht alle danach richten. Leer gekaufte Läden, Vorschriften beim Einkaufen. Und all das wegen dem Coronavirus. Wie mir dieses Wort inzwischen auf den Sack ging. 
Ich biss noch ein Stück vom Apfel ab. 
Verdammt! Ich konnte nicht einmal mehr nach Hause, dank diesen bescheuerten Maßnahmen. Ich wollte doch bloß, eine Nacht mal wieder richtig Spaß haben. Und was hatte ich jetzt davon? Das einzig Gute schien doch zu sein, dass Ezra ein vernünftiger Typ war, da hätte es mich wesentlich schlimmer treffen können. 
Ich schnappte mir die Kaffeetasse von dem Tisch und nahm einen großen Schluck. 
Zwei Wochen. Vierzehn Tage. Vorerst. Was sollte ich in dieser Zeit bloß alles tun? Ich hatte absolut nichts hier. Und viele Möglichkeiten blieben uns ja gar nicht, außer schlafen, Netflix, reden und kochen. Bisher hatte ich in Ezra’s Wohnung keine Lektüre gesehen und keine Spiele. 
Langsam leerte ich meinen Kaffee und stellte die Tasse seufzend beiseite. 
„Hey.“ Ezra öffnete die Balkontür. „Alles okay? Du bist bereits seit zwei Stunden hier draußen. Zwei Stunden? Das erklärte auch, warum mein Kaffee kalt war. 
„Muss ja...“
„Muss nicht, Cole! Es ist verständlich, dass dir eine Menge durch den Kopf gehen. Ganz ehrlich? Ich würde wahnsinnig werden und mein Verhalten würde an Irre grenzen. Du bist noch völlig entspannt. Wir werden das hier zusammen durchstehen.“
„Hast du Bücher?“, fragte ich und blickte zu ihm auf. Auf seine Aussage ging ich gar nicht ein. Es interessierte mich zwar, aber ich wollte das Thema nicht weiter vertiefen. 
„Natürlich! Ich hab ein ganzes Zimmer voll. Komm, ich zeig’s dir!“
Er lächelte aufmunternd und deutete mir mit dem Kopf an ihm zu folgen. 
Langsam folgte ich ihm. An der Couch vorbei. Links an der Küche entlang und dann waren wir beinahe da. Er hielt vor einer dunklen Tür. Ich dachte, das wäre ein Abstellraum. Die Tür war direkt in einer Ecke und ich hatte nicht erwartet, dass ein ganzes Zimmer nur mit Büchern eingerichtet war. 
Ezra entsperrte die Tür und öffnete sie anschließend. 
Ein mittelgroßes Zimmer eröffnete sich mir, an deren Wände Regal an Regal stand und jedes einzelne davon war mit Büchern befüllt. „Wow...“
„Das ist meine kleine Lesekammer.“, erklärte er und schob mich bestimmend hinein. „Du kannst sie von nun an gerne mitnutzen. Na los! Such dir ein Buch aus. Nur nicht: Sandtaucher, das lese ich gerade!“
Langsam betrat ich den Raum und ging an den Regalen entlang, bis ein Regal auftauchte, mit Büchern, die mich interessierten. Meine Augen saugten jeden Buchtitel auf und an einem blieben meine Augen besonders hängen. Langsam nahm ich es heraus. 
„Oh das ist super!“, sagte Ezra. „Wirklich! Ich habs schon dreimal gelesen. Ich werde mal eine Kleinigkeit zu Essen für uns zaubern und du... lies oder schau Netflix. Deine Entscheidung.“, sagte er und zwinkerte, dann verschwand er und ließ mich in seiner Lesekammer zurück.


 


„Hey.“
Ezra erschien im Türrahmen und blickte mich an. Ich spürte seinen Blick erst auf meinem Gesicht und anschließend auf dem Buch in meinen Händen. „Das Essen ist in fünf Minuten fertig.“
„Hm... ganz kurz... nur noch diese Seite...“, murmelte ich leise und las aufmerksam den Text. Im Augenwinkel nahm ich sein amüsiertes Lächeln wahr und dann nickte er leicht. Schließlich wandte ich meine Aufmerksamkeit wieder dem Buch in meinen Händen zu und las die letzten Zeilen der Seite, ehe ich es umgedreht zur Seite legte.
Ich richtete mich langsam auf und nahm erst jetzt den köstlichen Geruch von Tomatensoße wahr. 
Ich war kein hervorragender Koch, aber Nudeln mit Soße konnte ich immerhin. Das reichte für mich zum Überleben. 
„Tomatensoße?“
„Oh! Ja... ein kleines Einstiegsgericht für die scheiß Zeit!“
Ungewollt zogen sich meine Mundwinkel in die Höhe. Es war süß, wie Ezra sich die Mühe machte.
„Ich dachte mir, dass das jeder mag!“
„Ich liebe Nudeln mit Tomatensoße!“
„Sieh an... da kommt der kleine Junge ein wenig durch“, sagte er mit einem kleinen Schmunzeln auf den Lippen. Er hatte Recht, dennoch sagte ich es ihm nicht. „Vielleicht“, murmelte ich und folgte ihm bis zur Küche. „Kann ich dir helfen?“
Er warf mir einen nachdenklichen Blick zu. Es schien, als würde er überlegen, dann schüttelte er seinen Kopf. „Nicht direkt. Aber du kannst aus dem Schrank dort unten trinken holen. Such dir etwas aus.“
Schweigend ging ich zu dem gedeuteten Schrank, öffnete ihn und studierte die verschiedenen Getränke. 
„Man, du hast echt Hamsterkäufe gemacht!“
„Nein, ich habe vorsorglich gedacht!“
„Ich bin mir ziemlich sicher, dass das die Menschen mit zwanzig Packungen Klopapier auch sagen.“
„Du bist witzig“, murmelte Ezra. „Also?“
„Wasser.“
„Ehrlich?“, fragte er und hob ungläubig eine Augenbraue. „Da unten stehen zehn verschiedene Getränke und du entscheidest dich für... Wasser?“
„Das andere hebe ich mir für andere Sachen auf“, sagte ich und Ezra’s Lächeln wurde noch breiter. „Andere Sachen, also?“, murmelte er und wackelte wissend mit seinen Augenbrauen. Seine Stimme klang anzüglich und es breitete sich ein verdächtiges Grinsen auf seinen Lippen aus. „Gibt’s Essen?“
Er nickte und wandte sich ab. Flink befüllte er unsere Teller und balancierte sie in den Wohnbereich. Ich stellte die Flasche Wasser auf dem Tisch und und setzte mich anschließend gegenüber von ihm. 
Es kam kein >Guten Appetit< oder Sonstiges in diese Richtung. Ezra stürzte sich sofort auf sein Essen. Ich zögerte eine Weile, aber beeilte mich dann zu essen. Inzwischen hatte ich schon einen riesigen Hunger, da ich mich heute Morgen so zurückgehalten hatte. Es dauerte gar nicht lange, da war mein Teller leer und ich schaute auf. Ezra war noch eifrig am Essen. 
„Wieso hast du dein Bett eigentlich in den Wohnbereich gestellt?“, fragte ich leise und schaute ihn neugierig an.
„Hm-“ Er kaute eilig aus und die Bewegung seines Adamsapfel zeigte mir, dass er schluckte. „Es hat einfach gepasst. Ich konnte es im Wohnbereich super voneinander abschirmen, durch dieses Kasten-Regal. Und dadurch konnte ich endlich meinen Traum von einer Lesekammer erfüllen. Viele der Bücher sind noch von meiner spätern Jugend und ich kann sie einfach nicht weggeben.“
Wow. Das überraschte mich jetzt wirklich. Noch heute Morgen hätte ich Ezra nicht so eingeordnet, dass er Bücher besaß und las. Und er zeigte mir das komplette Gegenteil. 
„Mir fällt es immer unheimlich schwer Bücher wegzugeben. Viele heb ich bereits seit Jahren auf und kann mich einfach nicht von ihnen trennen.“
„Ein kleiner Buchjunkie, also?“
„Ein wenig“, gab ich zu.  
Damit war das Gespräch wieder beendet. Ezra sah mich einen Moment lang schweigend an und dann wandte er sich ab. Er stellte unsere Teller ineinander und begab sich in die Küche. Ich hörte das Geräusch von fließendem Wassers und anschließend das Klappern von Geschirr. 
Meine Gedanken drifteten wieder ab. Ich trug seine Unterhosen, seine Klamotten, alleine das, war ein seltsames Gefühl. Aber was war mit dem Zähne putzen? 
Langsam stand ich auf und begab mich zur Küche. Ich hasste es, unnütz daneben zu stehen und nichts zu tun zu haben. Außerdem wollte ich klären, was mit dem Zähneputzen war.
„Ezra?...“
Ich hielt inne und Ezra drehte sich lässig mit dem grünen Geschirrlappen zu mir um. Natürlich war er grün. Sogar seine Wände waren grün, da er ein Slytherin war. Seine Worte!
„Ich muss jetzt aber nicht dieselbe Zahnbürste wie du benutzen, oder?“
Einen Moment lang passierte gar nichts, dann hatte ich plötzlich den nassen Lappen auf meiner Schulter und einen lachenden Ezra vor mir. „Zier dich nicht so! Ich kann mich noch genau an die heißen Küsse letzte Nacht erinnern oder wie du mein Schwanz gelutscht ha-“
„Alta!“
„Sorry“, rief Ezra lachend und hob abwehrend seine Hände. „Irgendwo hab ich noch ein paar rumfliegen“, murmelte er schließlich. Das schiefe Grinsen auf seinen Lippen, war aber noch nicht verschwunden.
„Ein Paar?! Hast du gehamstert?“
„Vorsorge, Cole! Ich hab bloß meine eigenen Sicherheitsmaßnahmen getroffen.“
Ich schüttelte grinsend meinen Kopf. Zum Glück hatte er Zahnbürsten gehamstert, ich wollte mir wirklich keine Zahnbürste mit ihm teilen, reichte schon, dass ich seine Unterhosen tragen musste. 
Ich musste schnell hier raus. Ezra trieb mich noch in den Wahnsinn mit seinen Anspielungen auf unsere letzte Nacht. Und dann dieses wissende schiefe Lächeln und das Schimmern in seinen smaragdgrünen Augen. Da zu widerstehen kostete mich eine Menge Selbstbeherrschung.
Ich griff nach dem Lappen auf meiner Schulter und schmiss ihn zurück. Mit einem leisen Platsch landete dieser direkt im Spülbecken und ließ das Wasser hochspritzen. Sein grünes Shirt wurde ein wenig nass. Mit eiligen Schritten verließ ich die Küche und kehrte zurück in die Lesekammer. Jetzt das Buch weiterzulesen, war die einzige Methode, die mich runterbringen konnte.
„Übrigens hast du meinen Schwanz ebenso gelutscht“, rief ich über meine Schulter. 
„Ich weiß“, sagte er. „War sehr lecker. Ich liebe Lollis, weißt du, und deiner hatte einen dezenten Himbeergeschmack Geschmack.“
„Ach halt doch die Fresse!“, rief ich lachend und ließ mich in den Sessel fallen. Ezra’s wissendes Grinsen konnte ich bis hierhin hören und ich kniff meine Augen einen kurzen Moment zusammen. Für einige Sekunden hielt ich die Luft an und versuchte mich zu beruhigen.
Anscheinend waren das seine fünf Minuten. Versaute fünf Minuten. Aber viel schlimmer war die Wirkung, die er damit auf mich hatte. Ich spürte die aufkommende Hitze in meinem Körper. Meine Gedanken wurden von Gier benebelt. Das Verlangen die letzte Nacht zu wiederholen wuchs immer mehr. 
Das Buch welches ich vor dem Abendessen gelesen hatte, wirkte nun weniger spannend, da Ezra bei weitem interessanter wirkte. 
„Nicht nur dein Schwanz! Deine lustvollen schwarzen Augen, waren der Hammer, ich hob noch nie ei-“, rief Ezra aus der Küche. 
„Ach scheiß drauf“, flüsterte ich und legte das Buch beiseite. Innerhalb weniger Schritte war ich wieder bei ihm.
Ich legte meine Hand auf seine Schulter, schleuderte ihn herum und drückte ihn bestimmend gegen die Theke. Verlangend presste ich meine Lippen gegen seine und seufzte wohlig auf, als seine Zunge mit meiner einen festen Kampf führte.
Wie sehr ich dieses Gefühl und seinen Geschmack vermisst hatte. Minze. 
„Einmalig, Cole!“, flüsterte Ezra in den Kuss hinein. „Wenn du jetzt weitermachst, kann ich für nichts garantieren!“
Ezra’s Atem ging schwer und sein Blick wirkte mehr als dunkel. „Mir egal“, hauchte ich und schlang gierig meine Arme um seinen Körper, bevor er seine Lippen auf meine senkte. 
In diesem Moment war es mir egal, was wir taten, ich wollte ihn. Nach den ganzen Äußerungen und Anspielungen, die er mir gegenüber gebracht hatte. 
Als er sich soweit von mir löste, dass seine Hände gierig über meinen Oberkörper strichen und seine Lippen sich an meinem Hals zu schaffen machten. Erwartungsvoll lehnte ich meinen Kopf nach hinten und krallte meine Finger in seine Taille.
Er saugte an meinem Hals, was ein kurzes Stechen an der Stelle hervorrief. Als er sich löste, betrachtete er sein Werk mit einem zufriedenen Lächeln und anschließend leckte er über die Stelle. 
„Küche ist zwar verlockend, Cole, aber ich würde das Bett dennoch vorziehen.“
„Und morgen früh wieder die Bettwäsche wechseln?“
„Ich werde sie wechseln, keine Sorge. Hab sie ja heute Morgen auch gewechselt, als du duschen warst.“
Ezra legte seine Hände an meine Taille und zog mich bestimmt an sich. Es folgte ein kurzer Kuss, dann gingen wir halb knutschend, halb stolpernd durch den Wohnbereich und fielen wortwörtlich in sein Bett. Ich landete auf Ezra. Viel Zeit ihn ausgiebig zu mustern und mir vielleicht darüber klar zu werden, was wir gerade dabei war zu tun, blieb mir nicht. 
Seine Hand in meinem Nacken zog mich augenblicklich runter und innerhalb weniger Sekunden verlor ich mein Oberteil. 
Ich spürte seine Hände auf meinem Rücken hinunterfahren. Sie fingerten sich ihren Weg in meine Hose und griffen fest an meinen Po. Ein wohliges Seufzen entglitt meinen Lippen. Wie sehr hatte ich dieses Gefühl vermisst? 
Ich fasste Ezra an den Schultern und schleuderte ihn herum. Es folgte ein ständiges hin und her, bis er grinsend auf mir hockte und ich keine Hose mehr anhatte. 
„Komm her“, forderte er leise, obwohl ich bereits bei ihm war. Er griff fest an mein erregtes Glied und strich bestimmt über meine Eichel. Ein erstickender Laut entfuhr meinen Lippen und Ezra grinste mich spitzbübisch an. 
„Ich liebe dieses Geräusch.“, murmelte er, beugte sich vor und kam meinen Lippen bedrohlich nahe. Ich wich zurück und schüttelte meinen Kopf. „Keine Küsse“, murmelte ich heiser und mit der letzten aufkommenden Kraft. 
Ezra ging nicht weiter drauf ein, sagte nichts. Stattdessen rutschte er zurück und beugte sich runter. Im ersten Moment war ich verwirrt, aber denn sah ich, dass seine Lippen direkt auf mein Glied zukamen. 
Er wollte doch nicht ...?
Dann begrüßte er willig mein erregtes Glied, nahm es tief in seinen Mund auf. Ich war schockiert, wie tief er mein Glied nehmen konnte und wie schnell er sich anschließend bewegte. 
Es dauerte keine fünf Minuten und ich kam bereits durch diese Bearbeitung zum Höhepunkt. Ich wusste, dass meine Lippen unkontrollierte Laute von sich gaben, aber ich wollte nicht wissen, wie laut ich wirklich war.

>>> Szeneninhalt <<<
Helles Sonnenlicht, war das Erste was ich sah, als ich meine Augen öffnete. Neben mir lag ein seelenruhig schlafender Mann. Ezra. Ich blinzelte, während ich meinen Blick über seinen nackten Oberkörper gleiten ließ. Er sah so friedlich aus, wenn er schlief. Unter der Bettdecke zusammengemummelt und sein Gesicht in dem Kissen vergraben. Keine albernen Sprüche, die seine Lippen verließen. 
Dann schaute ich an mir hinab. Es fühlte sich nichts eng oder schmerzhaft an. Normalerweise spürte ich durch die allbekannte Morgenlatte immer eine Spannung in der Hose oder Boxershorts, aber diesmal spürte ich nichts. Als mein Blick an meinem Körper hinunterwanderte, wusste ich wieso. Ich war nackt. Splitternackt. Die Unterhose fehlte. Niemals würde ich mich nackt ins Bett legen, wenn ich keine Wiederholung mit Ezra wollte.
„Ezra!“, knurrte ich und boxte ihm gegen die Schulter. Es war mir egal, dass er schlief.
Langsam drehte er sich um und blinzelte mich mit verschlafenen Augen und einem müden Lächeln an. „Ich bevorzuge es eher mit einem Kuss geweckt zu werden.“
„Du hast mich gefickt! Gegen meinen Willen. Du sagtest, du tust nichts gegen meinen Willen und dann fickst du mich?!“
„Warte! So war das nicht!“ Er setzte sich auf und stützte sich hinten auf der Matratze ab. „Du hast mich zuerst geküsst!“
„Dann stoß mich weg“, entgegnete ich sauer. Ich stand wütend auf und zog die Bettdecke an mich, um sie um meinen nackten Körper zu wickeln. Mir egal, dass er dann keine Decke hatte. „Warte...“, murmelte er leise. Als ich mich wütend umdrehte, sah er unschuldig zu mir hinauf. Aber es kam kein Sex zur Sprache, ebenso wenig die letzte Nacht oder die erste Nacht.
„Kannst du bitte die Bettdecke hierlassen? Du kannst die hier nehmen.“ 
Er griff hinter sich und reichte mir eine dunkelgraue Decke rüber. 
Schweigend tauschten wir die Decken und nachdem ich mir diese um den Körper gewickelt hatte, stapfte ich wütend in die Küche. Normalerweise vermied ich Konflikte. Ich zog es vor eine Runde zu joggen, um mich abzureagieren und später ein klärendes Gespräch zu führen. Aber die momentanen Umstände verbaten es. 
Ich setzte mir einen Kaffee auf und war mir sicher, dass ich in der Küche nicht leise rumhantierte. Ezra war mit Sicherheit imstande, die Geräusche aus der Küche im Schlafbereich zu hören. Vielleicht würde er davon aufwachen und mich anmeckern. Diesen Gedanken verwarf ich aber wieder. Um ehrlich zu sein, war es mir in diesem Moment egal, ob er davon aufwachen würde und wie er drauf sein würde.
Ich konnte es nicht fassen, dass Ezra am ersten Tag so verständnisvoll war. Er hatte mir etwas davon erzählt, dass er mich nicht ausnutzen würde, und doch hatte er genau das getan. Vielleicht nutzte er mich nicht allgemein aus, aber ich hatte ihm erzählt, dass es etwas Einmaliges war. Und kaum war die zweite Nacht vorbei, wachte ich nackt neben ihm auf und konnte mich an nichts erinnern. 
Nachdem der Kaffee durchgelaufen war, goss ich mir schnell eine Tasse ein. Als ich dabei war Milch hinzuzufügen, betrat Ezra die Küche. Entgegen meinen Vorstellungen wirkte er nicht wütend oder gereizt. Verschlafen traf auf seine verwuschelten dunkelblonden Haare eher zu, da die in alle Richtungen standen. 
Eilig stellte ich die Milchpackung beiseite, schnappte mir meine Tasse und drängelte mich rücksichtslos an ihm vorbei.
„Ich hab wirklich nich-“
Er brach mitten im Satz ab. Ich ignorierte ihn und ebenso seine Blicke in meinem Rücken. Ich ging direkt auf den Balkon weiter. Mir war egal, dass ich diesen nur in eine Decke gehüllt betrat. Theoretisch könnte ich diesen nackt betreten und niemand würde mich sehen. 
Ich zog die Tür hinter mir ran und lehnte mich über die Brüstung. Dabei schlürfte ich lässig meinen Kaffee und versuchte, mich zu erinnern. Die Tatsache, dass ich mich an nichts mehr von letzter Nacht erinnern konnte, stimmte mich bloß wütender. Allerdings brachte es mich ein wenig ins Zweifeln. Ezra wirkte jetzt nicht, wie jemand, der andere Menschen zu irgendetwas zwingen konnte. Die einzige logische Erklärung, die mir einfiel, war, dass er mir irgendetwas in mein Trinken gemacht haben musste. Bevor ich meine Theorie zu Ende denken konnte, hörte ich plötzlich Schritte hinter mir und kurz darauf erschien Ezra neben mir. 
Ein wütendes Schnauben verließ meine Kehle. 
„Reicht schon, dass ich mit dir hier eingesperrt bin, musst du mir dann auch noch hinterherdackeln?!“
„Ich brauch bloß ne Kippe“, erwiderte er. Ich konnte seiner Stimme keiner Emotionen entnehmen. Selbst jetzt lag auf seinen Lippen ein kleines Lächeln. Eines, welches die Wut bei mir zum Überkochen brachte. Sauer knallte ich die Tasse auf die kleine Fläche der Brüstung. Es war mir egal, dass dort ein wenig Kaffee überschwappte. Dann wandte ich mich um und schleuderte Ezra gegen die Wand, neben der Betontür. Nicht verlangend, sondern wütend. „Was soll das? Was hast du mir ins Trinken gemischt gestern?“, zischte ich. So leise, dass es bedrohlich klang.
„Spinnst du?“, fragte er etwas lauter. Er gab mir einen festen Stoß, den ich nicht erwartet hatte, und ich stolperte zurück, mit dem Rücken gegen die Brüstung. 
„Gar nichts hab ich dir untergemischt! Bekomm dich mal in den Griff!“
„Und warum kann ich mich dann an nichts erinnern, außer an den Blowjob?“, fragte ich zweifelnd. Aber meine Wut war inzwischen ein wenig gedämmt. Ezra’s Reaktion zeigte mir, dass er absolut keine Ahnung hatte, wovon ich sprach. Sie zeigte mir auch, dass er ein wenig verletzt über meine Vorwürfe war. 
„Weil da nichts weiter war!“, sagte er so laut, dass es einem Schreien nahekam. Er war sauer. Dann seufzte er auf und schaute mir in die Augen.
„Du hattest angefangen, du hast mich zuerst geküsst und als wir im Bett lagen, ging es weiter. Ich hab dir einen Blowjob verpasst, weil du keinen Sex wolltest!
Denkst du wirklich, ich würde dir irgendetwas unterjubeln nur damit ich dich ficken kann? Wirklich?“ Er hob eine Augenbraue, dann seufzte er auf. „Es war nichts weiter als der Blowjob!“
Er setzte sich auf einen der Stühle an dem kleinen Tisch hier draußen. „Könntest du das nächste Mal bitte einfach direkt fragen und nicht so ne Show machen? Das hätte uns einen weitaus angenehmeren Start in den Tag gebracht.“
„Gewöhn dich mal dran! Wenn wir zwei Wochen oder länger aufeinander hocken, wird es noch so einige Male krachen und das auch noch öfter als bei anderen, da wir beide uns gar nicht kennen.“
Ezra nickte bedenklich und legte seinen Kopf auf den gekreuzten Armen ab. „Das stimmt ... Wir könnten ja ein Date veranstalten. Einfach um uns kennenzulernen. Nichts Ernstes.“
„Ich geh auf keine Dates.“
Ihm entwich ein leises „Oh“ dann sah er auf. Ich lehnte noch immer gegen der Brüstung, aber ich fühlte mich bei weitem entspannter als vorher. Plötzlich stand Ezra auf. Innerhalb von zwei Schritten stand er neben mir und stieß mich sanft gegen meinen Arm. „Schau nich so, meine gestrigen Worte waren ernst gemeint.“
„Themawechsel? Bitte?“, fragte ich leise und schaute zu ihm auf. Ich hasste es über meine Nächte zu reden, oder über Sex allgemein. Ein paar Witze oder versaute Anspielungen waren ja ganz lustig zwischendurch, aber alles andere war mir meistens peinlich. 
„Ich hab Frühstück gemacht. Mit Eiern, hoffe du magst sie weich?“
Ich konnte nicht glauben, was er eben sagte. Frühstück? 
„Du hast für uns beide Frühstück gemacht, obwohl du wusstest, dass ich sauer war“, fragte ich nach. Ich musste sichergehen, dass ich mich nicht verhört hatte. Denn das er mich nicht links liegen ließ und offenbar sogar auf eine Versöhnung aus war, war neu für mich. Es war eine Kleinigkeit, die ich bisher leider nur aus kitschigen Filmen und Büchern kannte und bisher nie erleben durfte. 
„Natürlich! Ich brauchte ja eine Wiedergutmachung. Also? Weichei oder harte Eier?“
„Ich liebe weiche Eier.“
„Ah ein Weichei also“, murmelte er und stieß gegen meine Schulter. „Siehst du, wie leicht ein Kennenlernen sein kann.“
„Witzig“, brummte ich, schnappte mir meinen Kaffee und ging nach drinnen. Ich hörte an den leisen Schritten, dass Ezra mir folgte. Meine Aufmerksamkeit lag mehr auf dem reichlich bedeckten Frühstückstisch. Es war ein bunt gedeckter Tisch, auf dem es fast an nichts fehlte. Mein Magen gab ein verräterisches Knurren von sich. „Willst du dich erstmal anziehen? Oder duschen? Dich so an den Tisch zu setzen, wäre eine ziemliche Herausforderung für mich.“
Da gab ich ihm recht. Für mich wurde es ebenso eine harte Herausforderung, seine lüsternen Blicke die ganze Zeit ertragen zu müssen. 
Zielstrebig schritt ich hinter das Regal, zu seinem Bett und schnappte mir die Klamotten, die ich gestern getragen hatte. Fürs Erste werden sie reichen müssen. 
Ich ließ die graue Decke zu Boden fallen und schlüpfte in die Klamotten. Dann fiel mein Blick auf die Bettwäsche, die mit Sicherheit vollgesaut war. 
Obwohl das Frühstück wartete, machte ich mich daran das Bett abzuziehen und brachte diesen Wäschehaufen erst in den kleinen Raum neben seiner Haustür. Dort war die Abstellkammer, in welcher auch die Waschmaschine und der Trockner stand. Ich schmiss es in den Wäschekorb. 
Nach einem ordentlichen Händewaschen kehrte ich endlich an dem Tisch zurück, an dem Ezra wartete. 
„Das hättest du nicht tun müssen“, sagte er. „Ich hab doch gesagt: ich machs.“
„Sieh es einfach als kleines Dankeschön.“
„Für den Blowjob?“, fragte er und ein amüsiertes Grinsen legte sich auf seine Lippen. 
„Nein. Für das nach dem Blowjob und für heute Morgen.“ 
Ezra schwieg, aber ein Lächeln legte sich auf seine Lippen. „Ich hoffe es schmeckt“, murmelte er dann und griff nach einem Brötchen. 


 

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Deidara Am 09.02.2021 um 5:48 Uhr Mit 5. Kapitel verknüpft
Oh man, da geht es wieder ab und das wegen einem Black out. Da ist reden angesagt und kennenlernen, sonst fliegen da weiterhin die Fetzen. Muss ja nicht sein, immerhin sind die beiden schon ziemlich süß zusammen xD
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Deidara Am 08.02.2021 um 18:22 Uhr Mit 4. Kapitel verknüpft
Na hoppla, hier geht es dank Tomatensoße aber heiß zur Sache. So Anspielungen können mega mies sein und sie scheinen gewirkt zu haben xD
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Deidara Am 01.02.2021 um 15:54 Uhr Mit 3. Kapitel verknüpft
Kissenschlacht xD Wobei Netflix bin ich auch dabei. Wie auch immer er sich entscheidet, das kann nur was werden. Und wer ist Schuld? Corona ^^
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LoonaFriight (Autor)Am 02.02.2021 um 9:46 Uhr
Corona ist immer Schuld und momentan auch an allem.
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Deidara Am 01.02.2021 um 10:51 Uhr Mit 2. Kapitel verknüpft
Nun hocken sie echt aufeinander. Oh Mann, irgendwie habe ich Mitleid, aber da müssen sie das Beste draus machen und sich zusammenraufen.
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LoonaFriight (Autor)Am 02.02.2021 um 9:45 Uhr
Mitleid? Warum das denn? xD Die beiden hocken nun tatsächlich 24/7 aufeinander ;D
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Deidara Am 31.01.2021 um 20:44 Uhr Mit 1. Kapitel verknüpft
Na hoppla, hier geht es ja mal heiß los. Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig und endlich komme ich mal dazu, die Story zu lesen, ohne erschlagen zu werden.
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LoonaFriight (Autor)Am 31.01.2021 um 20:52 Uhr
@Deidara Absolut, dass Buch ist von der Wortanzahl noch ein wenig länger als Problems
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Deidara Am 31.01.2021 um 20:49 Uhr
@LoonaFriight Ich les mich nach und nach durch Teil 1 und hab noch einiges vor mir.
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LoonaFriight (Autor)Am 31.01.2021 um 20:48 Uhr
Entstand aus einem One Shot :D Aber es macht einfach mega Spaß mit den beiden. inzwischen sitz ich sogar am 2. Teil :D

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Statistik

Kapitel:5
Sätze:265
Wörter:2.327
Zeichen:13.513

Kurzbeschreibung

Nach einem unglaublich heißen One Night Stand ist am nächsten Morgen nichts mehr so wie es mal war. Es herrscht absolute Ausgangssperre im Land und die Zwei Männer sitzen vorerst aufeinander fest. Von jetzt auf gleich muss Cole sich mit seinem One Night Stand arrangieren und gleichzeitig sich selbst treu bleiben. Denn er bleibt seinem Motte: One Night Stand bleibt One Night Stand treu. Allerdings erweist sich dies hier schwerer als er dachte.

Kategorisierung

Diese Story wird neben Liebe auch in den Genres Drama, Erotik, Alltag und Schmerz & Trost gelistet.