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Inferno - Buch 1 - Die letzte Dimension - Teil 2

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29.10.23 08:26
16 Ab 16 Jahren
Fertiggestellt

So, hier ist der zweite Teil mit dem dritten Part der Geschichte. Wer den ersten Teil irgendwie verpasst hat, der sollte vielleicht erstmal den lesen, ansonsten macht der zweite nicht so viel Sinn. Wie immer ist das Szenario völlig durch und absolut nichts für jeden, allerdings wenn man halbwegs seinen Geist offen behalten hat, kann man sicherlich auch diesem Werk irgendetwas gutes abgewinnen. Zumindest hoffe ich das. Außerdem ist meine Art zu schreiben wie üblich nicht unbedingt sehr introspektiv und versucht das Geschehen mehr von außen zu erfassen. ^^´ Und damit war´s das dann zum Vorwort... Viel Spaß mit dem zweiten Teil der Geschichte.

 

Wer außerdem den ersten Teil noch nicht kennt... Hier ist der Link dorthin:
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Es war ein typischer Tag für Benni auf der Station, die momentan sein Zuhause darstellte. Direkt nach dem Aufwachen stand die Montage seines menschlichen Körpers auf die mechanischen Spinnenbeine an. Dazu hoben ihn tatsächlich zwei mechanische Arme von seiner Matratze und dann auf die Vorrichtung für seinen Körper, wo Benni schließlich mit zwei Handgriffen die Sicherungen anlegte und die Nervenverbindung zu den Beinen aktivierte. Das ganze schien er mittlerweile so oft gemacht zu haben, dass er es sogar in seinem momentanen halbschlafenden Zustand problemlos schaffte. Danach torkelte er langsam mit seinen mechanischen Beinen in das Badezimmer, wo er den umgekehrten Prozess ausführte und sich so ganz einfach in eine Badewanne hob um wenigstens den nötigsten Aktivitäten der Hygiene nachgehen zu können. Die Station bot ihm dazu ansonsten ja recht wenige Möglichkeiten, da es sich um die Station von Piraten und Ausgestoßenen handelte und die Verhältnisse entsprechend ärmlich waren. Aber er hatte Glück gehabt und konnte wenigstens eine Badewanne und das nötige Wasser dafür auftreiben. Nachdem alle diese Dinge beendet waren, verließ der Terraner seine engen Räumlichkeiten und ging an einem größeren Fenster vorbei, durch den Hangar in eine größere Halle in der sich unzählige Wesen in einer Warteschlange aufgestellt hatten. Kein Wunder, so war dies doch der einzige Ort in der Station, der mit Replikatoren ausgestattet war und somit als Nahrungsverteilungszentrum diente. Auch Benni begab sich bald in die Warteschlange und folgte den anderen Wesen, die ihn wahrscheinlich alle problemlos töten könnten, wenn sie es wollten. Nur sehr langsam ging es voran und das obwohl Benni mehr als nur dringend etwas zu Essen brauchte, egal was es sein würde. Als er jedoch gerade dran war, schleuderte ihn plötzlich jemand mit einem gut platzierten Stoß mit dem gesamten Körper zur Seite, so dass Benni zwangsweise zur Seite umfiel. Schuld daran war niemand anderes als ein zweibeiniger Insektoide, der scheinbar von einem Uagui-Mischling, also einem fischartigen Humanoiden, und einem Kristallwesen begleitet wurde.
„Hey! Ich war zuerst dran!“, rief Benni unachtsam und hörbar wütend aus, bevor er sich selbst darüber klar wurde, was er da gerade getan hatte und sich schnell den Mund mit beiden Händen zu hielt, bevor er noch mehr provozierende Sätze sagen könnte. Tatsächlich schien bereits der eine Satz genügt zu haben um die Aufmerksamkeit der drei Wesen, besonders aber die des Insektoiden, der ihn weg gestoßen hatte, auf ihn zu ziehen. Und was viel schlimmer war, war die Tatsache, dass es nicht nur bei hasserfüllten Blicken bleiben sollte.
„Ich hab dich nicht ganz verstanden, Terraner. Hast du mich etwa gerade heraus gefordert?“, fragte der Insektoide leise aber dennoch hörbar wütend, als er Benni an dessen Kleidung packte und mit einem Arm anhob. Benni sagte nichts mehr darauf und schüttelte lediglich panisch den Kopf, bevor der Insektoide ihn einfach fallen ließ und er erneut mit dem Rücken auf den Boden krachte. Aber da Benni es bereits gewohnt war zu fallen, sollte es auch nicht lange dauern bis er sich wieder aufgerichtet hatte. Wenn er doch bloß nicht so ein Feigling wäre, vielleicht würde Natasha ihn dann ja beachten und nicht nur dann vorbei kommen wenn sie eine Übersetzung von ihm bräuchte. Wieso musste er auch so schwach sein? Wieso konnte er nicht einfach stark sein, so wie dieser Cain? Stattdessen konnte er lediglich zusehen, wie sich andere Wesen seinen Platz einfach nahmen.
„Sind sie Mr. Benjamin Renton?“, fragte plötzlich eine Stimme, deren Quelle sich scheinbar hinter Benni befand und was diesen noch mehr schockierte war, dass sie von ihrer Stimme her zu urteilen scheinbar zu einem Eldar zu gehören schien, so dass er lediglich panisch nicken wollte. „Sie sind hiermit festgenommen. Leisten sie keinen Wiederstand und versuchen sie nicht zu flüchten, dann wird ihnen nichts geschehen. Vorerst zumindest einmal“, sprach der Eldar weiter, während Benni fühlen konnte, wie die anderen Eldar ihm ihre technisch hochentwickelten Fesseln anlegten.

Der Laden, sowie die Werkstatt die Kaldrius betrieb schienen in letzter Zeit besonders gut zu laufen. Langsam begann der Toth sich zu wundern, woher dieser plötzliche Kundenstrom zu kommen schien, aber weshalb sollte er irgendwelche Fragen stellen.
„Hey, Boss! Da ist der nächste Kunde und er will unbedingt von dir bedient werden“, sprach ihn plötzlich ein Pflanzenwesen ohne Arme, aber mit sechs gewaltigen insektenartig geformten Beinen und einer Baumkrone, an und unterbrach das Wesen mit Weisem Fell bei seiner Arbeit, scheinbar an einer Plasma-Waffe. Nur sehr langsam richtete sich Kaldrius auf und ging in Richtung des eigentlichen Ladenbereichs. Und dort konnte er sie bereits sehen. Er konnte die Eldar bereits sehen. Was wollten Eldar in seinem Laden? Hatten die nicht selbst genügend Techniker, die viel besser waren als er? Aber Kaldrius stellte ja bereits keine Fragen mehr wenn es um seinen Laden und das Geschäft damit ging. Und so trat er einfach an die Theke und versuchte seine sehr eigenartigen Kunden zu bedienen.
„Willkommen in Kaldrius Werkstatt. Was kann ich für sie reparieren?“, fragte er.
„Das ist er eindeutig“, kommentierte einer der scheinbar niederrangigen Eldar.
„Festnehmen“, befahl der an der Dekoration seiner Rüstung erkennbare Anführer, bevor sich drei seiner sechs Untergebenen direkt auf den vergleichsweise gewaltigen Toth zubewegten.
„Was wird mir vorgeworfen? Mein Laden ist sauber. Da gibt es nichts Illegales“, fragte dieser noch, schien aber keine nennenswerte Reaktion zu bekommen, während die drei niederen Eldar immer näher kamen und einer von ihnen bereits die Fesseln zückte.
„Leisten sie einfach keinen Wiederstand, dann wird ihnen vorerst nichts geschehen“, antwortete dann der Anführer trotz allem, als Kaldrius seinen Arm wegzog bevor ihm einer der drei nicht so hoch stehenden Eldar die Fesseln anlegen konnte.
„Ich kann ihnen sagen, dass ich das nicht werde, wenn ich nicht einmal weiß was mir überhaupt vorgeworfen wird“, antwortete Kaldrius mit seiner tiefen, donnernden Stimme.
„Was wollen sie denn gegen uns unternehmen? Sie sind ein einziger Toth gegen sechs meiner Leute und mich selbst“, fragte der Eldarführer schon fast amüsiert von Kaldrius´ Ankündigung.
„Das werde ich ihnen gerne zeigen“, antwortete Kaldrius noch, bevor er schnell eine Neutronen-Waffe unter der Ladentheke hervor holte und sie direkt auf den überraschten Anführer abfeuerte. Dabei schleuderte diesen das Projektil mit einer solchen Wucht nach hinten, dass er durch mehrere Wände krachte. Erst jetzt reagierte einer der niederen Eldar und entriss Kaldrius einfach seine Waffe, bevor er ein ähnliches Schicksal wie sein Anführer erlitt, allerdings verursacht von einem seitlichen Armschlag von Kaldrius. Es sollte direkt ein weiterer Schlag zur anderen Seite folgen, der den nächsten Eldar dort durch die Ladenfront auf die Straße schleuderte, bevor letztlich der dritte Eldar reagierte und Kaldrius mit einem gezielten Stoß zu Boden warf, wo sich er und die übrigen drei auf dem Toth platzierten und ihn so mit ihrer nicht zu unterschätzenden Masse am Boden hielten. Mittlerweile hatten sich die anderen beiden Eldar-Krieger und deren Anführer wieder aufgerichtet und traten nacheinander wieder in den Laden. Keiner von ihnen schien auch nur den geringsten Kratzer abbekommen zu haben.
„Verdammt!“, rief Kaldrius wütend aus, während sich die anderen drei Eldar-Krieger zusätzlich auf ihn stürzten.
„Ich habe sie tatsächlich unterschätzt. Aber das wird mir kein zweites Mal passieren. Transportiert ihn ab“, kommentierte und befahl der Anführer des Eldar-Trupps noch abschließend, während seine Untergebenen dem Toth bereits seine Fesseln anlegten.

Es handelte sich scheinbar um eine gigantische Festung, einen künstlichen, mechanischen Planeten, oder beides, wohin sich das Schiff von General Ma´ik und Commander Wor´tar begab, nachdem sie Professor Krox auf dem Kristallplaneten abgesetzt hatten. Der künstliche, mechanische Planet dagegen passte durch seine helle metallische Farbe mit blauen Energie-Linien auch zum restlichen Design der Eldar. Nur sehr langsam schienen die Gebäude überhaupt näher zu kommen, als das Schiff endlich in Sichtweite des eigentlichen Ziels kam. Dabei handelte es sich ganz klar um ein gewaltiges, sternförmiges Gebäude, dass zusätzlich ausgebeult war wie eine Kuppel. Gewaltige Ausläufer ragten nach oben und zur Seite und es gab keinen Zweifel, dass es sich hierbei um das Kontrollgebäude des Planeten handeln musste. Wie bereits längst voraus berechnet bewegte sich der Eldar-Kreuzer durch den Schiffsverkehr und äußerst knapp unter einem Schiff vorbei, dass doppelt so groß war wie der Kreuzer. Als der Landeanflug begann, fuhr das Gebäude plötzlich eigenständig und in einem äußerst komplexen Transformprozess eine Landeplattform aus sich aus, die genau die passende Größe für den Kreuzer hatte. Weder Ma´ik, noch Wor´tar ließen sich lange Zeit um das Schiff zu verlassen und das Gebäude direkt zu betreten. Bereits in der gigantischen Eingangshalle fanden sich mehrere ebenso gewaltige Wachposten in Mechs, die alleine schon genügen würden um ganze Kriegsschiffe anderer Spezies zu vernichten. Und bereits jetzt war es klar, dass sich in diesem Gebäude etwas besonders wichtiges befinden musste. Mit zügigen Schritten marschierten die beiden Eldar-Kommandanten weiter durch die Halle und durch mehrere Gänge, bis sie letztendlich einen weiteren, besonders großen Raum vorfanden. Nicht nur, dass sich zwei weitere Mech-Wachen darin befanden, zusätzlich dazu befand sich ein gewaltiger, gepanzerter Kubus darin, der den Raum komplett ausfüllte und wahrscheinlich sogar noch darüber hinaus ging. Lediglich ein großes Panorama-Fenster ermöglichte einen Blick in den Würfel und daraus hinaus.
„General Ma´ik und Commander Wor´tar sind also wieder eingetroffen. Waren sie bei ihrer Aufgabe erfolgreich?“, fragte plötzlich eine künstliche und damit undefinierbare Stimme, die scheinbar aus dem gesamten Raum zu kommen schien.
„Es handelte sich nicht um einen Dämon, großer Nexus, lediglich um ein Missverständnis“, antwortete Ma´ik darauf.
„Was ist mit dir passiert? Wieso versuchst du mich zu belügen?“, fragte die als „Nexus“ bezeichnete Stimme ohne ein Zeichen einer Emotion.
„Ich habe die Wahrheit erkannt. Und die Wahrheit ist, dass wir Eldar es sind, die das Schicksal der Terraner verdient hätten“, antwortete der General weiter, da er erkannt hatte, dass eine weitere Lüge nicht sehr zweckdienlich gewesen wäre.
„Ist das alles, was du zu deiner Verteidigung vorzubringen hast?“, fragte der Nexus. „Dann bist du hiermit aus dem Dienst der Eldar entlassen. Wähle deine weitere Erscheinungsform, bevor deine Nanobots entnommen werden. Wor´tar wird sich darum kümmern. Die Informationen die du verbreitet hast werden wir als Falsch deklarieren. Man wird es uns glauben“, urteilte die nicht näher zuordbare Stimme abschließend.
„Jawohl, großer Nexus“, antwortete Wor´tar auf den Befehl und packte Ma´ik am Arm um ihn dann aus dem Raum nach draußen zu bringen. „Scheint ganz so, als würden wir das Schicksal des Dämons teilen“, kommentierte er dann und ließ den General gehen nachdem er sich sicher war, dass niemand mehr mitbekommen würde, dass er in Wahrheit auf dessen Seite stand.
„Es werden sich weitere anschließen, wenn die Zeit gekommen ist. Und auch der große Nexus wird erkennen, dass wir alle zusammen arbeiten werden müssen, wenn wir das überleben wollen was auf uns zukommen wird“, antwortete Ma´ik abschließend, bevor er seine Schritte beschleunigte.

Nur sehr langsam zog der Kreuzer von Cain, Natasha und Gor´shak an einem gewaltigen Gasriesen vorbei. Und gewaltig war der Planet gewiss, denn er war noch einmal doppelt so groß als es der Jupiter war. Allerdings war dieser Gasriese eher in einem hellen braun ausgefallen und mit ungewöhnlich gleichmäßigen, dunkelbraunen Streifen überzogen. Und auch wenn das Gebilde beeindruckend wirkte, es verschwand recht bald wieder aus dem Sichtfeld des Kreuzers, da dieser sich unaufhörlich seinem nächsten Ziel näherte. Das wusste auch Gor´shak genau, weshalb er auch schnell die nächste Werft finden wollte. Das Problem dabei war jedoch, dass sich keine auf dem direkten Weg befand und sie einen größeren Umweg fliegen mussten, wenn sie dorthin wollten.
„Alles fertig soweit“, kommentierte Natasha extrem fröhlich als sie die Brücke betrat und schien sich dabei auf die Langstrecken-Kommunikationsanlage zu beziehen.
„Dann werde ich das IGN abfragen, sobald wir den Beschleuniger erreichen“, antwortete Gor´shak darauf und blickte noch einmal auf den Gasriesen, bevor er endgültig aus dem Sichtfeld der Brücke verschwand. „Der Dämon setzt großes Vertrauen in General Ma´ik“, kommentierte er dann nach einer Weile.
„Ich weiß. Aber ich vertraue Cain. Und selbst wenn er sich irrt, wird er schon auf uns aufpassen, jetzt wo er diesen krassen Mech hat“, antwortete Natasha.
„Wunderst du dich nicht wo der so plötzlich her kommt?“, fragte der Jäger weiter, sehr zu Natashas Überraschung, denn sie hatte sich das tatsächlich noch nie gefragt. „Wenn er uns das vorenthalten hat, was verschweigt er dann noch?“, hinterfragte Gor´shak weiter.
„Cain hat noch nie viel über sich erzählt. Aber er hat mein Leben mehrmals gerettet und jetzt sogar noch einmal und das sogar ohne jeden wirklichen Grund. Deins übrigens auch, falls dir das noch nicht aufgefallen ist“, antwortete Natasha weiter sehr zur Verwirrung des Jägers. „Mal ernsthaft. Wofür braucht jemand wie er, gerade jetzt wo er diesen Mech hat, jemand wie uns?", fügte sie noch an und wollte noch mehr sagen, kam aber nicht mehr dazu.
„Genau das ist es was mir Sorgen macht. Sicher, er verschont Feinde, er rettet uns den Arsch... Mehrmals… und er benimmt sich seltsam emotional in letzter Zeit und gibt sogar sarkastische Antworten. Aber er braucht uns eigentlich gar nicht. Ich will ja nicht, dass wir ihm gleich das Messer in den Rücken hauen, aber wir sollten ein wenig drauf achten was er macht“, antwortete Gor´shak und unterbrach Natasha dabei einfach.
„Mir egal, was du machst. Ich vertraue ihm“, kommentierte diese abschließend und brach das Thema damit einfach ab indem sie die Brücke einfach wieder verließ. Mittlerweile hatte der Kreuzer auch die Beschleuniger erreicht, so dass es nur noch eine Frage der Zeit war, bis der nächste Planet erreicht werden konnte.

Es war optisch nicht zu erkennen was die Arbeiterklasse seiner Welt an Verbesserungen an den Systemen des Legions durchgeführt hatte. Allerdings die Schildfunktion seiner Drohnen und die reflektive Panzerung des Jägermodus hatte Cain bereits erkannt und ja schon eingesetzt. Was man wohl in seiner Abwesenheit noch alles verbessert hatte ohne, dass er davon wusste? Und wie lange war er eigentlich bereits weg nach der dämonischen Zeitrechnung?, begann sich der Dämon zu fragen, während er sein Vehikel im Hangar des immer noch stark beschädigten Kreuzers ansah. Irgendwo war es aber auch erschreckend wie schnell sich die Höllentechnologie entwickelte und dennoch, Cain hatte schon immer einen gewissen Respekt vor der dämonischen Arbeiterklasse, denn sie bildete schon immer die Basis für die Kriegerklasse. Allerdings war der Dämon scheinbar in seinen Kreisen mit dieser Meinung nicht sehr anerkannt. Aber seine Meinung war ohnehin uninteressant. Alles was wirklich zählte waren die Leistungen des Dämons auf dem Schlachtfeld gegen die Himmels-Armee. Irgendwie hatte er kein wirkliches Interesse mehr daran zurück in seine Dimension zu kehren und diesen sinnlosen Krieg gegen die Armeen der Engel zu führen. Was bekam er denn am Ende dafür? Konnte Lucifer tatsächlich ein Tor in diesen unendlich Dimensionalen Raum öffnen? Und wenn, würde er tatsächlich sein Gefolge mitnehmen? Plötzlich sollte er feststellen, dass er sich diese Fragen nicht wirklich ernsthaft gestellt hatte, als er noch nicht mit seiner vorherigen Persönlichkeit vereinigt war. Sicher in ganz seltenen Situationen schien ihm die Idee bereits erschienen zu sein, aber wirklich ernsthaft darüber nachgedacht hatte er nie. Sicherlich lag das auch daran, dass die anderen Erzdämonen die seinem Team zugeteilt gewesen waren immer beeinflussend auf ihn eingeredet hatten. Und damit kam ihm auch schon die schockierende Erkenntnis, dass Lucifer möglicher Weise mit dieser Aufgabe, die er hier ausführte nicht seine Fähigkeiten im Kampf oder seine Fähigkeit Missionen auszuführen, sondern viel mehr seine Loyalität testen wollte.
„Hey Cain“, sprach ihn plötzlich Natasha an, die scheinbar mittlerweile die Reparaturen am Hangar soweit beendet hatte, dass sie ihn auch wieder betreten konnte um sich den nächsten Arbeiten zu widmen. Allerdings ging sich nicht zu den beschädigten Systemen, sondern zu dem Dämon, der sich mittlerweile wie üblich mit verschränkten Armen an seinen Legion lehnte. „Was denkst du gerade?“, fragte sie dann nach einer Weile.
„Nichts von ernsthafter Bedeutung“, antwortete Cain ruhig. „Was wirst du tun, falls du die Reiter tatsächlich findest?“, fragte er sie dann stattdessen.
„Keine Ahnung. Hab ich nie so recht drüber nachgedacht. Und du?“, antwortete Natasha ihm auf ihre typische kindlich fröhliche Art und Cain schüttelte den Kopf als Antwort auf ihre Frage und eine Weile schien es völlig still zu sein. „Haben Dämonen eigentlich sowas wie Familie?“, fragte sie dann so kindlich naiv wie sie meistens wirkte einfach weiter.
„Dämonen werden auf eine Weise die ich nicht verstehe von unserem Meister Lucifer erschaffen oder in eher selteneren Fällen von Sukkuben gebildet und dann entnommen um von ihm perfektioniert zu werden. Alles immer zu einem bestimmten Zweck, wie zum Beispiel dem Fördern von Rohstoffen, deren Verarbeitung, Erforschung und Entwicklung von Waffensystemen oder eben dem Kampf. Unsere Kräfte und Fähigkeiten sind dem angepasst wozu wir erschaffen wurden“, antwortete Cain.
„Dann ist dieser „Lucifer“ also in gewisser Weise euer Vater“, stellte Natasha darauf fest, sehr zu Cains kurzzeitigem Schrecken. „Zu welchem Zweck bist du geschaffen worden?“, fragte sie dann und schockierte Cain erneut mit ihrer naiven Art. Aber der Dämon wusste mittlerweile, dass sie nicht halb so naiv war, wie sie wirkte.
„Ich bin gar kein richtiger Dämon, das meint zumindest der Eldar“, antwortete er dann einfach darauf und das in einem abwertenden Tonfall über Ma´ik. „Ich bin anders gewesen, das wusste ich ja schon immer. Aber dass es gleich solche Maße angenommen hat“, fügte er dann noch an.
„Aber wenn du kein richtiger Dämon bist, was bist du dann?“, fragte Natasha und das sicht- und hörbar verwirrt.
„Ich hab keine Ahnung. Aber ich bin mir sicher, dass ich es rausfinden kann“, antwortete Cain, bevor ihn die Kommunikations-Anlage unterbrach.
„Cain, Natasha. Ihr solltet dringend herkommen und euch das ansehen“, tönte Gor´shaks Stimme und beendete zwangsweise das Gespräch der beiden.

Es war erschreckend für Natasha zu sehen, dass die Informationen, die ihr Vater zurück gelassen hatte, für die er sein Leben gegeben hatte, vom Rat der Community als Gerüchte bezeichnet zu sehen. Und selbst Cain zeigte sich nicht begeistert von dieser Situation, die nicht gerade besser wurde, als sich heraus stellte, dass sie immer noch als gesuchte Verbrecher eingestuft waren und es ihnen somit immer noch nicht möglich war ihr Schiff in einer der Werften reparieren zu lassen.
„So viel also zur Ehre eines Eldar", kommentierte Gor´shak das Ganze noch sarkastisch und hörbar abwertend. Cain zeigte sich hier sichtbar betroffen. Hatte er sich tatsächlich so stark in General Ma´ik getäuscht?
„Ich bin mir sicher, dass der Eldar keine Chance hatte einzugreifen“, rechtfertigte er sich dann stattdessen lieber schnell.
„Ist ja auch egal“, unterbrach Gor´shak ihn. „Aber was sollen wir jetzt machen?“
„Woher soll ich das wissen? Ich gehöre nicht in diese Dimension“, antwortete Cain darauf.
„Ja das tust du nicht und deshalb wäre es auch besser wenn…“, kommentierte wiederrum Gor´shak und das nicht gerade erfreut.
„Wir sollten vielleicht einfach diesen Schritt auslassen und mit dem Plan weiter machen“, warf Natasha plötzlich ein, als sie merkte, dass ein Streit auszubrechen drohte.
„Wir sollen einfach weiter machen als ob nichts gewesen wäre?“, fragte Gor´shak dann verwirrt und auch ein wenig schockiert.
„Warum denn nicht? Das Schiff fliegt noch und wenn irgendwer uns blöd kommt, dann haben wir Cain, der uns beschützen wird. Außerdem bin ich hier ja auch nicht ganz untätig“, antwortete Natasha wieder erstaunlich fröhlich. Gor´shak reagierte eine Weile nicht, nickte dann aber nach einer Weile doch zustimmend mit dem Kopf, da er auch keine bessere Idee hatte wie es jetzt genau weiter gehen sollte.
„Damit scheint es wohl entschieden zu sein“, kommentierte Cain, während sich Gor´shak wieder an die Steuerkonsole begab und weiter den Flug durch die Beschleuniger und auch recht bald durch eines der größeren Tore überwachte. Natasha widmete sich derweilen einigen weiteren Reparaturarbeiten, während Cain sich einfach wieder in den Hangar zurück zog um sich dem weiteren Durchforsten des IUN zu widmen.

Es sollten noch viele weitere Sprünge durch die gewaltigen Tore folgen, bis das Schiff langsam sein Zielgebiet erreichen sollte. Mittlerweile hatte Natasha die Steuerung wieder übernommen und Gor´shak widmete sich einem Regenerationszyklus, wie Cain es trotz allem emotionalen Zugewinn immer noch nannte. Kein Wunder, er selbst brauchte so etwas wie Schlaf immer noch nicht. Und so durchforstete er weiter das IUN und widmete sich den Denkspielen der Kashiri, wie Natasha es ihm empfohlen hatte. Es war jedoch schwierig für ihn sich darauf zu konzentrieren. Er konnte einfach nicht darüber hinweg sehen, dass er sich in Ma´ik so sehr getäuscht hatte. Aber es nutzte sicherlich nicht viel, wenn er sich entweder im Hangar bei seinem Legion oder so wie jetzt in seinen Quartier-Räumen verkroch und darüber nachdachte. Und somit versuchte er sich wieder den Denkspielen zu widmen. Tatsächlich forderten sie sogar ihn heraus und das obwohl er recht komplexe Rechnungen in wenigen Sekundenbruchteilen lösen konnte. Nachdem er einige Male daran gescheitert war, entschied Cain sich letzten Endes dafür einmal in die terranische Kultur zu sehen. wobei er feststellen musste, dass auch hier sämtliche Daten im IUN entfernt, wahrscheinlich zensiert worden waren. Das Schiff flog schon eine ganze Weile durch die gewaltigen Beschleuniger und Cain wusste, dass es nicht mehr weit war bis zum Zielort. Befanden sich dort tatsächlich die Reiter der Apokalypse? Es war schon eigenartig, dass sie sich ausgerechnet auf einem Planeten befinden sollten, der von seiner Vorzivilisation völlig zerstört und dann verlassen worden war. Bald wäre das alles beendet und er könnte sich dann wirklich bedeutenden Dingen widmen, wie der Frage, wer und was er denn nun eigentlich sein sollte.
„Cain. Wir haben den Planeten erreicht“, kommentierte Natashas Stimme durch das Kommunikations-System, als der Kreuzer auch sichtbar die Ringe des Beschleunigers verließ.
„Ich hab hier mehrere äußerst komische Energieanzeigen, die von einem alten Tempel ausgehen. Das sollten wir uns vielleicht wirklich ansehen“, fügte Gor´shak noch an.
„Spitze. Dann machen wir einen Molekular-Transport sobald ich den Raum dafür repariert habe“, antwortete Natasha noch äußerst fröhlich und so als könnte sie es kaum mehr abwarten, was der Dämon tatsächlich einmal verstehen konnte. Er selbst tat sich schwer daran darauf zu warten und so begab er sich ohne ein weiteres Wort aus dem Hangar in dem er sich bisher aufgehalten hatte und machte sich auf den Weg und das obwohl er den Molekular-Transport immer noch nicht als allzu positiv empfand.

Im Gegensatz zum letzten schien dieser Transport ohne größere Probleme abzulaufen. Das machte jedoch die Situation nicht gerade besser. Teils gewaltige Ruinen von Gebäuden zogen sich über die Fläche und hoben sich in den bewölkten, völlig grauen Himmel. Blitze entluden sich dort und das Donnern durchzog den gesamten Straßenzug, zumindest das was davon noch übrig war und die verfallenen Gebäude miteinander verband. Und die waren gewiss sehr verfallen. Fenster waren nicht mehr vorhanden, aus einigen sogar schon Stücke heraus gebrochen, die nun als Trümmerstücke auf der Straße herum lagen.
„Äußerst unschöne Gegend hier“, kommentierte Gor´shak das Ganze, auch wenn er genau damit gerechnet hatte.
„Wer hatte hier nochmal gelebt? Die Kashiri?“, fragte Cain um sich zu vergewissern, dass er auch tatsächlich richtig lag und Natasha nickte nur zustimmend. Obwohl sie gewusst hatte, dass dieser Planet nicht gerade einen Schönheitspreis gewinnen würde, machte ihr die düstere Stimmung sehr große Angst, so schien es zumindest.
„Hier geht´s lang“, sprach nun Gor´shak und ging voran, wobei er mit seinen Spinnenbeinen problemlos über eines er Trümmerteile hinweg stieg. Auch für Cain schien das hohe Stück Metall und Gestein kein größeres Problem darzustellen. Allerdings Natasha brauchte fast dreimal so lange um darüber hinweg zu kommen wie die beiden.
„Wartet auf mich!“, rief sie, als sie den beiden schnell folgte, während diese in eine abzweigende Straße einbogen und folgten. Es folgten noch zwei weitere Abbiegungen bevor Gor´shak an einer Kreuzung stoppte und sich zu den beiden umdrehte.
„Hier rechts und dann sind wir da“, kommentierte er und ohne ein Wort dazu zu sagen ging Cain weiter und an dem Jäger vorbei. Natasha folgte ihm dabei direkt, denn sie konnte es noch weniger abwarten als der Dämon. Plötzlich packte der sie jedoch am Arm und drückte sie dann mit dem Rücken an die Wand des Gebäudes, dass die Ecke der Abzweigung besetzte.
„Was soll das?“, fragte sie aufgebracht, während Cain aufmerksam an der Mauer vorbei sah.
„Was ist los, Dämon?“, fügte Gor´shak noch schnell an, nachdem Cain eine ganze Weile nichts dazu gesagt hatte.
„Himmelstruppen. Was haben Himmelstruppen an diesem Ort verloren? Wie kommen sie überhaupt hierher und wie können sie davon wissen?“, kommentierte er dann nachdem noch eine gewisse weitere Zeit vergangen war.
„Himmelstruppen?“, fragte Natasha für einen kurzen Moment verwirrt, aber es leuchtete ihr sehr bald ein, dass auch Engel existieren mussten, wenn es Dämonen wie Cain gab. Und der beobachtete weiter das was er für „Himmelstruppen“ hielt.
„Du könntest uns wenigstens auch mal was sehen lassen“, warf Natasha entrüstet ein, bevor sie drei Auflade-Geräusche von Energie-Waffen vernehmen konnten.
„Hände hoch und umdrehen. Wer seit ihr?“, befahl eine männliche Stimme, die eindeutig zu einem normalen niederen Himmelskrieger gehörte.
„Scheint ganz so als wäre das nicht mehr nötig“, antwortete Cain nun auf Natashas Aufforderung und das mit einem gewissen Sarkasmus, während er sich als Erster mit erhobenen Händen umdrehte und dabei auch erkannte, dass es sich um drei Himmelskrieger handeln musste, die eine Kampf-Lanze auf jeden der drei gerichtet hatten.

Die Situation war unverändert bisher. Immer noch war eine Kampflanze eines Himmelskriegers auf einen der drei gerichtet und Cain wusste genau, dass nur er in der Lage war mehr als einen Treffer davon leben zu überstehen. Da standen sie nun direkt vor ihm, in ihren beinahe schon arrogant wirkenden, goldenen Rüstungen und bedrohten ihn und diejenigen, die der Dämon sich zur Aufgabe gemacht hatte zu beschützen, mit ihren Waffen. Cain konnte das auf keinen Fall einfach so akzeptieren, so viel war für ihn sicher.
„Also, was ist jetzt? Wer seit ihr? Und was wollt ihr hier?“, fragte der selbe Himmelskrieger wie zuvor noch ein weiteres Mal, aber sowohl Gor´shak als auch Natasha schwiegen hartnäckig.
„Soll das vielleicht ein Witz sein? Ihr wollt einen Erzdämon zu dritt mit Kampflanzen besiegen?“, fragte er dann schockierend unangetastet vom ernst der Lage. „Und jetzt seit ihr dran. Wer seit ihr? Und was habt ihr hier verloren?“, fügte er dann noch an. Das führte lediglich dazu, dass sich die drei Engel zunächst verwirrt ansahen und dann von einem Moment zum nächsten in heftigstes Gelächter ausbrachen. „Falsche Antwort“, kommentierte Cain daraufhin sarkastisch und entriss dem ihm am nächsten stehenden Himmelskrieger die Waffe, die er mit einem kräftigen Schwung gegen dessen Kopf schlug und dessen goldenen Kopfpanzer stark verbeulte und ihn außerdem noch zur Seite schleuderte. Bevor nun der zweite Himmelskrieger seine Waffe auf Natasha abfeuern konnte, schlug Cain mit der Kampflanze von unten nach oben zu und trennte dessen Arm in dem er die Lanze hielt ab. Blut spritzte zur Seite, während das Körperteil auf den Boden klatschte. Gor´shak hatte inzwischen schnell auf den dritten reagiert und einen telekinetischen Schutzschild aufgebaut um das Projektil abzufangen. Zeitgleich versuchte sich der Himmelskrieger in die Luft zu erheben, wurde aber von Cain mit einem gewaltigen Sprung abgefangen, bei dem er dem Engel die Kampflanze direkt durch den Oberkörper rammte und ihn durch die Wucht dieses Angriffes sogar an die nächste Wand hintendran heftete. Und obwohl jeder der drei Engel einen ganzen näheren Bereich mit seinem Blut bespritzt und eingefärbt war, war jeder von ihnen noch am Leben.
„Das ist tatsächlich ein Erzdämon“, stellte der verletzungsfreiste von ihnen schockiert und schwach fest, während Cain langsam auf ihn zu kam und ihn an der vorderen Rüstung packte um den Engel auf gleiche Höhe zu sich anzuheben.
„Was machen Himmelskrieger wie ihr in dieser Dimension?", fragte er ihn erneut und klang dabei weitaus eindringlicher und wütender als das letzte mal.
„Glaubst du etwa ernsthaft, dass ich oder ein anderer von uns dir das sagen werden?“, fragte der Engel ironisch dagegen, schien sich erneut das Lachen verkneifen zu müssen und aktivierte ein System an seiner goldenen Rüstung, dass scheinbar dem Selbstmord in genau dieser Situation dienen sollte. Auch die anderen beiden nutzten dieses System, so dass keiner von ihnen mehr in der Lage war Informationen preis zu geben. Ein anderer Dämon als Cain hätte sie jetzt wahrscheinlich angefangen auf die qualvollste mögliche Weise zu foltern und war durchaus verständlich dass sie einen schnellen Tod dem was sie glaubten zu erwarten zu haben vorzogen.
„Scheint ganz so, als würde unsere Suche weitaus aufwendiger, als wir erwartet hatten“, kommentierte Gor´shak, der nun hinter Cain trat.
„Du hast überhaupt keine Ahnung um wie viel aufwendiger, Jäger“, antwortete der Dämon.

Es fiel Natasha schwer hinter den beiden Schritt zu halten, ganz besonders nachdem sie immer noch nicht ganz mit dem Schockmoment von gerade eben fertig geworden war. Und dabei trug sie noch nicht einmal eine dieser Waffen, so wie Gor´shak und Cain sogar in doppelter Ausführung mit sich herum. Noch dazu war der Anblick des Tempels so gewaltig, dass es Natasha schwer fiel sich auf das eigentlich viel wichtigere Anschleichen zu konzentrieren. Da stand doch tatsächlich ein gewaltiges weißes unversehrtes Gebäude mit goldenen Verzierungen mitten in diesen tristen, grauen Schutthaufen und Ruinen. Gewaltige ebenfalls goldene Kuppeln bildeten das Dach und am Eingang waren vier Staturen, aus dem selben Material hergestellt wie das Gebäude, von gewaltigen Bestien und mehrere Säulen hielten ein weiteres Dach über sich. Und dort konnte man sie auch noch erkennen, die nicht gerade wenigen Himmelstruppen, die sich dort aufgestellt hatten. Es waren fünf weitere Teams aus jeweils fünf Kriegern, sowie zwei mit besonders schweren Waffen ausgerüstete Teams und sogar ein Greifen-Wesen um das Team zu vervollständigen. Plötzlich packte Cain Natasha am Arm und riss sie schnell hinter einen nach oben stehenden Metalltrümmer, den sie als Deckung nutzten.
„Das ist ein Erkundungsteam“, stellte Cain dann weiter fest. „Sie scheinen den Raum auch nicht zu kennen. Aber ich verstehe das nicht. Jedes Erkundungsteam wird doch in der Regel von einem Erzengel geleitet“, fügte er dann noch nachdenklich an, bevor sich der Erzengel tatsächlich finden sollte. Er hatte zwar bisher nur Geschichten über diesen Krieger des Himmels gehört, aber sie schienen tatsächlich alle der Wahrheit zu entsprechen. Die Energie dieses Wesens war sogar noch in so großer Entfernung zu fühlen.
„Cain? Ist was nicht in Ordnung?“, warf Natasha verwirrt ein.
„Das ist Uriel. Und das bedeutet, dass die ganze Sache gerade noch viel komplizierter geworden ist als sie es ohnehin schon war“, antwortete der Dämon darauf sehr zu Gor´shaks Missfallen.
„Wir müssen irgendwie da rein kommen, eine andere Chance haben wir nicht jemals die Reiter zu finden“, kommentierte letzterer dann.
„Wir haben keine andere Wahl. Wir müssen uns diesem Kampf stellen“, antwortete Cain wieder darauf, sehr zu Natashas Schock.
„Ihr wollt euch tatsächlich mit denen anlegen?“, fragte sie erschrocken.
„Wir haben keine andere Wahl“, antwortete Gor´shak ruhig.
„Erzähl keinen Mist, Jäger“, unterbrach Cain ihn plötzlich sehr zur Überraschung sowohl von Natasha, als auch des Jägers selbst. „Das wird sicher ein Riesenspaß“, fügte er dann noch äußerst überzeugend und mit einem gewaltigen Grinsen im Gesicht an, bevor er hinter der Deckung hervor sprang und nach vorne stürmte.

Es war eigenartig wie lange sich die drei anderen seines Teams an einem einfachen Aufklärungseinsatz aufzuhalten schienen. Ob er wohl vielleicht wirklich besser Erzengel Uriel Meldung erstatten sollte? Letztendlich entschied sich der Himmelskrieger jedoch dagegen. Bestimmt hatten sich die drei nur auf dem Rückweg verflogen oder sie ließen sich einfach Zeit. Immerhin schien ihr Auftrag recht entspannt abzulaufen, besonders, da sich keine der Spezies denen sie bisher in dieser Dimension begegnet waren gegen höhere Wesen wie die Himmelskrieger wehren konnte. Plötzlich schien das Greifen-Wesen unruhig zu reagieren. Panisch versuchte es sich in die Luft zu erheben, wurde aber von den Engeln per Energie-Kette am Boden gehalten.
„Was ist hier los?“, rief Uriel dazwischen, während eine andere Gruppe Himmelskrieger versuchte den Greifen zu beruhigen.
„Ich habe keine Ahnung. Er scheint sich vor irgendetwas zu fürchten“, stellte einer der Himmelskrieger fest, die versuchten den Greifen zu beruhigen, bevor eine Explosion einen der anderen Himmelskrieger erfasste und mit dem Rücken durch eine der Säulen schleuderte. Verursacht hatte diese Explosion ein Magma-Ball von Gor´shak, auf den die erschrockenen Engel direkt das Feuer eröffneten und ihn hinter eine Deckung zwangen. Zeitgleich begab sich Cain aus seiner Deckung, die auf der anderen Seite lag und feuerte mit beiden Kampflanzen, die er den vorher besiegten Engeln abgenommen hatte, auf die Himmelskrieger, von denen er zwei direkt am Bauch traf, bevor ihn eines der Teams mit schweren Waffen unter Feuer nahm. Derweilen regneten weiter Energie-Projektile unterschiedlicher Art, Stärke und Farbe auf die Deckungen der beiden ein, während sich die letzten noch übrigen Engel um das Einsammeln der beiden extrem blutigen Verletzten kümmerten, die beide von den blauen Energie-Projektilen einfach durchschlagen worden waren. Dennoch waren sie beide noch am Leben und konnten es mit Hilfe der medizinischen Technik der Himmelsarmee sicherlich noch lange sein.
„Feuer einstellen“, befahl plötzlich Uriel, sehr zur Verwirrung der untergebenen Krieger und trat einige Schritte nach vorne. „Das hier ist ein Gegner, den nur ich tatsächlich schlagen kann. Hab ich nicht recht, Erzdämon Cain?“, fragte der Erzengel weiter. Und tatsächlich verließ Cain einfach seine Deckung, wohl wissend, dass er sich dadurch in eine strategisch ungünstige Position begab in der ihn die Engel einfach mit aller Feuerkraft vernichten könnten. Aber sie taten es nicht, anscheinend auch weil Uriel keinen Befehl dazu gab. „Scheinbar gibt es auch unter den Dämonen tatsächlich einzelne Exemplare, die noch etwas von Ehre verstehen“, kommentierte Uriel weiter.
„Das selbe könnte ich wahrscheinlich über Engel sagen“, antwortete Cain erstaunlich ruhig.
„Ich verlange, dass du mein Team zurück in unsere Dimensionen kehren lässt, falls ich das anschließende Duell verliere“, sagte Uriel und trat einige weitere Schritte vor, wobei der Erzengel dabei dem Licht immer näher kam.
„Und ich verlange das selbe für die Dimensionsbewohner, die mich begleiten“, erwiederte der Dämon darauf, während Uriel ins Licht trat. Es war bereits an der Stimme erkennbar gewesen, dass es sich bei Uriel um einen weiblichen Erzengel handeln musste. Wie alle Erzengel und Himmelskrieger glich sie dabei sehr stark einem Terraner, allerdings einer mit 1,92m äußers großen Ausgabe. Ihre Haare hatten einen äußerst hellen Blondton und reichten noch weit bis über ihre Schultern hinweg und ihre Engelsflügel waren beinahe speziestypisch weiß gefiedert und zwei in der Anzahl. Allerdings verstand Uriel es die Flügel so zu falten, dass es schwierig war nicht zu denken, dass sie zu ihrem weißen Kleid aus seidenartigem Stoff gehörten. Es war ganz klar, dass sie auf andere Humanoide männlichen Geschlechts mehr als anziehend wirken musste und selbst Cain, dem so etwas die meiste Zeit völlig egal war, konnte eine gewisse Faszination nicht leugnen, aber er wusste auch, dass sie der Feind war und er sich nur auf ihre Bekämpfung konzentrieren durfte. Nickend stimmte Uriel den Bedingungen des Dämons zu und musterte ihn noch einmal genau.
„In meinen Kreisen werden eine Menge üble Geschichten über dich erzählt. Es heißt du sollst der stärkste Erzdämon sein, den Lucifer jemals geschaffen hat. Aber keiner hat bisher ein Wort darüber verloren, dass du die Form von einem solch attraktiven Mann annimmst, wenn du deine Kräfte versiegelst“, begann Uriel zu reden. „Zu Schade, dass ich dich jetzt vernichten muss“, fügte sie noch mit einem Grinsen im Gesicht an und entfaltete ihre nicht gerade kleinen Engelsflügel. Was auf alle anderen Anwesenden einschüchternd wirkte, schien dem Dämon jedoch nur ein nicht gerade geringes Grinsen zu entlocken.
„Das wird sicher ein Mordsspaß“, kommentierte er mit einem gewissen Sarkasmus und bereitete die Kampflanzen vor, die er immer noch als Waffen verwendete.
„Da bin ich mir sicher“, fügte Uriel an, bevor sie mit einer Materialisation begann.

Noch während sich die Engelsdame mit blauer Energie umschließen zu schien, stürmte Cain schnell mit seinen beiden den Himmelskriegern entrissenen Kampflanzen vor. So konnte er möglicher Weise ein schnelles Ende des Kampfes erreichen, bevor Uriel den Matierialisierungs-Prozess beenden könnte. Als Cain jedoch seine Schläge ausführte, traf er lediglich auf ein gewaltiges Metallschwert von Uriel, die sich scheinbar neben dem Schwert eine komplette goldene Rüstung materialisiert hatte. Und deren Arm-Stück sollte direkt mit einer Transformation zu einer kleineren hellblauen Strahlen-Waffe beginnen unter welcher der Dämon sich schnell wegduckte, bevor er das Schwert von Uriel mit den Kampflanzen abfing. Der Schlag fiel dabei unerwartet heftig aus, so dass beide Waffen recht bald unter dem Druck der sich gerade bildenden Schockwelle zerbrachen. Cain ließ sich jedoch nicht sehr lange Zeit und materialisierte eine Rail-Pistole und das Odachi mit dem er einen weiteren Schlag von Uriel abfing. Eine weitere Schockwelle bildete sich daraus, die den Boden unter den beiden Kreisförmig zerbröselte und aushob, bevor sich Uriel schnell in die Luft erhob um den Projektilen des Dämons auszuweichen. Zeitgleich transformierte ihr anderer Armpanzer zu einer blau-roten Projektil-Waffe, die sie auf Cain mehrmals abfeuerte und anschließend mit einigen kleinen goldenen Raketen, welche unerwartet aus dem Rücken ihrer Rüstung stammten, nachsetzte. Cain rollte jedoch nach vorne um den Projektilen zu entkommen und zerstörte die kleinen Raketen mit seiner Rail-Pistole, bevor er einen weiteren Schlag von Uriel abfing, der eine weitere Schockwelle entfachte. Zeitgleich begann Uriel ein weiteres Schwert zu materialisieren und stach damit nach dem Dämon, der ebenfalls sein zweites Schwert materialisierte und in ein und dem selben Schlag sowohl das Schwert von Uriel zur Seite wegschlug als auch einen versuch startete den Erzengel mit einem horizontalen Schlag den Kopf zu kürzen. Als Uriel sich darunter weg duckte nutzte er den Schwung, den er genommen hatte um sich einmal um sich selbst zu drehen und weitere Schläge zunächst mit dem Odachi, dann mit dem gewaltigen Schwert auszuführen, worauf ein gewaltiger Sprung folgte in dessen Fall der Dämon mit beiden Schwertern nach unten Schlug. Bevor er Uriel jedoch mit seinem letzten Schlag treffen konnte, erhob sie sich schnell in die Luft und nahm ihn wieder mit den blau-roten Projektilen unter Feuer, aber Cain wich mit einer Rolle zur Seite und gab ihr Gegenfeuer mit seinen Rail-Pistolen, so dass die seltsam gefärbten Projektile stattdessen durch die Wände von den Gebäuden hinter dem Dämon schlugen und sie einfach mit ihrer gewaltigen Explosion zerbröselten. Cain war inzwischen abgesprungen und das mit einer Kraft die tatsächlich genügte um Uriel zu folgen. Die reagierte jedoch schnell indem sie einen der hellblauen Energiestrahlen auf Cain ausrichtete, bevor sie allerdings feuern konnte packte der Dämon ihren Arm und bog ihn einfach nach oben, so dass auch der Strahl lediglich nach oben schoss. Danach krallte der Dämon sich an die Rüstung der Engelsdame, die nicht in der Lage war sie beide zu tragen und somit einfach mit zu Boden fiel. Dabei handelte sich jedoch bei dem Boden mehr um das Dach des Tempels, auf das die beiden mit hoher Geschwindigkeit trafen und mit einem lautstarken Krachen eine gewaltige Staubwolke darauf hinterließen.

Schockiert stellten der Dämon und die Engelsdame fest, dass das Dach einen größeren Riss in seiner steinartigen Substanz erhalten hatte, wobei es erstaunlich war, dass es überhaupt Stand gehalten hatte und sowohl Uriel als auch Cain entschieden sich innerlich mehr auf die Ruine bei ihrem Kampf zu achten, während sie sich wieder aufrichteten.
„Deinen Kampfstil habe ich schon einmal gesehen, Dämon und das war bei Erzengel Abel“, kommentierte Uriel.
„Mein Bruder hat ihn von mir kopiert“, antwortete Cain ruhig, während er sich einen festen Standpunkt suchte und seine Schwerter auf Uriel richtete. „Und das hat ihn auch nicht davor retten können, die Folgen seines Verrats zu tragen“, fügte der Erzdämon noch an.
„Ich habe auch davon gehört. Aber es war eine feige, ehrlose Tat dem Teufel selbst diesen Befehl zu erfüllen und den eigenen Bruder zu töten“, kommentierte die Engelsfrau und brachte ebenfalls ihre Schwerter in eine gute Position.
„Genauso war es ehrlos, den Verrat zu üben“, antwortete Cain und stürmte mit einer blitzartigen Bewegung vor. wobei er mit beiden Schwertern von innen nach außen zuschlug, aber nur auf Uriels Schwerter traf, die gerade das selbe versuchte. Blitze zuckten im Himmel auf und einer von ihnen entlud sich in genau diesem Moment äußerst knapp neben den beiden Kämpfern in den Boden, bevor sie mit einer Drehung auseinander gingen und erneut aufeinander zustürmten.
„Ich erkenne auch deinen auf Geschwindigkeit ausgelegten Kampfstil wieder. Du hast ihn ganz klar bei Metatron gelernt“, stellte Cain fest, als sein gewaltiges Schwert erneut nur auf eines der Erzengeldame traf.
„Metatron ist ja auch mein Verlobter. Er hat mir alles beigebracht was ich über den Kampf weiß“, erwiederte Uriel, als sie den Dämon mit aller Kraft nach hinten schob und mit einem der hellblauen Strahlen über ihn hinweg schwenkte. Cain nutzte jedoch die spiegelnde Fläche seines großen Schwertes um den Strahl zur Seite zu lenken, wo er ein gewaltiges Loch in eine der Kuppeln riss. Zeitgleich begann der Dämon das Feuer mit einer Rail-Pistole zu erwiedern, deren Projektile Uriel um einige Zentimeter zu verfehlen schienen.
„Man sollte sich wirklich mal Fragen wie armseelig man eigentlich ist, wenn man seinen eigenen Bruder getötet hat“, warf Uriel wieder ein, während sie versuchte die rot-blaue Energie-Kanone auf den Dämon zu richten und sich dann aber lieber entschied, direkt auf Cain zu zustürmen und ihm einen Faustschlag gegen den Kopf zu verpassen, als sie feststellte, dass sie damit das Gebäude nicht gerade unwesentlich beschädigen würde. Anschließend führte sie einen Schlag mit dem Schwert aus, den Cain gerade noch mit seiner Pistole abfangen konnte, aber nicht verhinderte, dass sie dabei in zwei Hälften zersägt wurde, so dass ihn ein Tritt einfach nach hinten zu Fall bringen konnte.
„Du hättest doch genauso gehandelt, wenn es dir dein „Herr“ befohlen hätte“, antwortete Cain auf die vorherige Behauptung der Kämpferin, während er seinen Oberkörper wieder aufrichtete und sein großes Schwert versuchte anzuheben.
„Ich hätte spätestens dann meinen Meister hinterfragt“, kommentierte Uriel lediglich bevor sie versuchte den letzten Schlag mit ihrem Schwert auszuführen. Aber Cain schob ihr schnell sein eigenes großes Metallschwert in den Weg und schlug schnell vertikal damit zu, so dass Uriel gezwungen war nach oben zu weichen. Dabei packte der Dämon jedoch ihren rechten Flügel und brach ihn unter lautstarkem Knacken eines Knochens, bevor er der nun nicht mehr flugfähigen Engelsdame seine Rail-Pistole an den Kopf hielt.

Natasha hatte sich während alle dem ein passendes Versteck gesucht in dem sie sicher vor den Auswirkungen der Kämpfe, aber auch nahe genug dran war um sie beobachten zu können. Tatsächlich hatte seitdem Cain gegen die Engelsdame angefangen hatte zu kämpfen, keiner der übrigen Engel auch nur das geringste unternommen, etwa um Gor´shak aus dessen Versteck zu treiben. Und Natasha verstand eines, was der Dämon scheinbar noch nicht verstanden zu haben schien. Und das war, dass keiner von ihnen dreien etwas vor Uriel oder ihren Beschützern zu befürchten hatte. Umso schockierender war es für Natasha festzustellen, dass Cain gerade kurz davor zu sein schien in seinen alten Zustand zurück zu fallen und somit eine Person zu töten, die es definitiv nicht verdient hatte. Aber Cain zögerte, genauso wie er es zuvor bei Ma´ik mehrmals getan hatte. Er hatte gar nicht die Absicht jemanden umzubringen. Aber er wusste auch, was die Engel alles mit den Dämonen getan hatten und dass Uriel sicherlich ihren Herren informieren und mit weiteren Truppen wieder kommen würde, wenn er es nicht genau hier und jetzt zu Ende brachte. Engel waren ehrlose Wesen, deren einziger Sinn und Zweck das töten und vernichten von Dämonen war. Aber da war dennoch etwas, was den Dämon verwirrte. Selbst jetzt, in dieser Situation blieb Uriel hilflos mit ihrem gebrochenen Flügel am Boden liegen und starrte in den Lauf der Rail-Pistole, obwohl sie sicher in der Lage wäre sich noch einmal zu befreien.
„Wieso setzt du deine entfesselte Form nicht ein?“, fragte Cain sichtbar verwirrt.
„Und wieso hast du deine vorhin nicht eingesetzt?“, gab Uriel die Frage zurück und jetzt verstand Cain, dass er diesen Kampf gerade nur gewonnen hatte, weil er sich anders verhalten hatte als es die Engelsdame erwartet hatte. Und er verstand auch, dass sie beide auf den Einsatz ihrer vollen Kraft verzichtet hatten um das Gebäude zu schonen, dass sie eigentlich beide erforschen wollten. „Was ist? Willst du nicht dein Recht als Sieger einfordern und mein Leben nehmen, Dämon?“, fragte Uriel gefasst weiter und schien auf das Ende mehr als nur vorbereitet zu sein. Aber Cain reagierte nicht weiter darauf und ließ stattdessen seine Waffe dematerialisieren.
„Weshalb sollte ich das tun, wenn ich vor habe erneut gegen dich zu kämpfen?“, fragte er nun dagegen sehr zu Uriels sichtbarer Überraschung.
„Du lässt mich am Leben? Und mein Team?“, stellte sie immer noch misstrauisch fest und begann sich langsam und noch etwas unsicher wieder aufzurichten. „Eine so ehrenvolle Tat passt gar nicht zu einem Dämon“, kommentierte sie dann.
„Ebenso wenig zu einem Engel. Es gibt nur wenige die so sind wie wir beide und es wäre eine Schande, wenn wir uns gegenseitig vernichten würden“, fügte Cain noch an, während zuerst er, dann Uriel mit seinem Satz vom Gebäude sprangen und direkt zwischen den Himmelstruppen landeten.
„Erzengel Uriel!“, rief einer der Himmelskrieger erschrocken aus, als er ihren gebrochenen Flügel sah und alarmierte direkt ein medizinisches Team um die Regeneration beschleunigen zu lassen.
„Sobald meine Behandlung abgeschlossen ist, werden wir unsere Sachen einpacken und hier verschwinden“, befahl die Engelsdame direkt darauf.

Es war eine eigenartige Situation in der sich alle beteiligten wieder fanden. Da wandelte doch tatsächlich ein Erzdämon mitten im Camp des Himmelstrupps direkt neben einem Erzengel und das ganz ohne dass sie mit irgendwelchen Waffen oder auch völlig ohne aufeinander los gingen. Es dauerte nur kurze Zeit bis der Flügel völlig verheilt war, was er zwar ohnehin getan hätte, aber so ging es schneller. Allerdings bestand der Sanitäter darauf, dass Uriel ein stützendes Rüstungsteil anlegte und das an beiden Flügeln, damit es weniger seltsam aussah.
„Dieser Moment wird hoffentlich eines Tages in die Geschichte unserer beiden Fraktionen eingehen“, kommentierte sie, als sie neben Cain stand und die Abbauarbeiten überwachte.
„Ich glaube kaum, dass sich Lucifer mit eurem Herrn einigt“, antwortete der Dämon ruhig, gelassen und berechnend. „Es gibt einfach zu viel Hass, auf beiden Seiten und jeder Dämon schuldet jedem Engel mehrfache Blutrache und umgekehrt“, fügte er dann noch schnell an.
„Und von Ehre verstehen die meisten auch nichts mehr. Nicht einmal mehr Metatron“, beendete Uriel das Thema sachlich.
„Was zum Teufel ist das für ein Monster?!?!“, rief plötzlich einer der Himmelskrieger aus, während mehrere andere ihre Kampflanzen auf Gor´shak und Natasha gerichtet hatten und schien den Jäger mit seiner Aussage zu meinen.
„Erzähl du mir nicht, wer wie ein Monster aussieht, Kackfresse“, antwortete der Jäger darauf und das ebenfalls mit einer für Natasha erschreckenden Ruhe, die eine solche Panik bekam, dass sie völlig erstarrte.
„Das sind die Dimensionsbewohner, die ihr verschonen solltet“, kommentierte Cain und Uriel gab ein Handzeichen, dass die Senkung der Waffen befehlen sollte.
„Das sind also deine momentanen Verbündeten. Erzdämon Cain“, stellte sie danach ein wenig erstaunt fest, da es ihr schwer fiel Gor´shaks Spezies zu zuordnen und auch bei Natasha war das nicht wirklich einfacher, da sie bei ihrer Erkundungsmission bisher noch keinem einzigen Terraner begegnet waren.
„Erzengel Uriel. Die Abbauarbeiten sind beendet. Wir können den Planeten auf ihren Befehl hin umgehend verlassen“, sprach sie dann einer der Himmelskrieger an, während er vor sie trat und mit einer unterwürfigen Geste nieder kniete.
„In Ordnung, dann…“, versuchte die Engelsdame zu befehlen, kam aber nicht mehr dazu ihren Satz zu beenden.
„Was denn? Wollt ihr etwa schon verschwinden?“, warf Natasha ein. „Wisst ihr, die Ruine gehört uns nicht. Ihr könnt da genauso rein wie wir“, fügte sie dann auf ihre übliche naiv wirkende Art noch an.
„Wie wäre es mit einer kooperativen Untersuchung des Gebäudes?“, schlug Cain dann im Anschluss noch vor, da keiner der Himmelskrieger offensichtlich überhaupt verstanden hatte was Natasha gesagt hatte, egal wie einfach es an sich zu verstehen gewesen sein musste.
„Das wäre wahrscheinlich die erste gemeinsame Arbeit von Himmels- und Höllenarmee. Aber ich sehe keinen ernsthaften Grund diesen Vorschlag auszuschlagen“, antwortete Uriel.

Es dauerte eine Weile bis die Engel ihre Ausrüstung wieder aufgestellt hatten, aber das schien weder Cain, noch Natasha, Gor´shak oder sogar Uriel davon abhalten zu können sich dem Bau schon einmal zu näheren. Es war ein erstaunliches Gebäude, sowohl aus ästhetischen Gesichtspunkten, als auch in Stabilitätsfragen. Immerhin hatte es einen verglichen geringen Schaden aus dem Kampf von Uriel und Cain davon getragen.
„Ob sich die Reiter der Apokalypse wirklich an einem solchen Ort befinden?“, warf Gor´shak nach einer Weile ein.
„Es ist ein Ort an dem niemand ein Waffe solchen Ausmaßes vermuten würde“, antwortete Uriel auf den Einwurf des Jägers.
„Los, Leute, gehn wir. Ich kann´s grad gar nicht mehr abwarten“, sagte Natasha noch bevor sie nach vorne, die Treppen rauf und durch den Eingang stürmte. Die anderen drei folgten ihr nur wenig später aber in einem etwas geringeren Tempo.
„Ist sie eigentlich immer so übertatkräftig?“, fragte die Engelsdame dabei.
„Meist nur wenn keine offensichtliche Gefahr besteht“, antwortete Cain darauf bevor die drei Natasha in einer großen Halle einholten. Scheinbar handelte es sich um eine Eingangshalle. Zumindest deuteten das Emblem in der Mitte, die runde Bauform und die vielen abzweigenden Gänge darauf hin. Es waren genau sechs Abzweigungen an der Zahl. Erhellt wurde das ganze durch die eigene Lichterzeugnis der Weisen Steine und einige goldene Verzierungen die sich darüber zogen. Das Licht war angenehm und weder zu hell noch zu dunkel.
„Wow“, kommentierte Natasha äußerst begeistert.
„Langsam frag ich mich wirklich, wer das hier gebaut hat“, fügte Gor´shak noch an.
„Sicherlich jemand, der genau wusste, dass es mehr als eine Fraktion auf die Reiter der Apokalypse abgesehen haben würde“, antwortete Uriel darauf, während der Jäger seinen Scanner den er vom Schiff mitgenommen hatte hervor nahm.
„Da entlang“, kommentierte der dann und ging in den dritten Gang von rechts, wobei die anderen ihm folgten.
„Woher weißt du eigentlich so genau wohin wir müssen?“, fragte Cain erstaunlich ruhig.
„Ich habe eigenartige Energiesignaturen entdeckt. Wenn die Reiter hier sind, dann sind sie dort, wo sich auch diese Energie befindet“, antwortete der Jäger und führte die Gruppe an einer Abzweigung nach links und eine recht große Treppe nach oben in einen weiteren, dieses Mal völlig eckigen Raum, an dessen Ende sich eine weitere Tür befand.
„Dort ist die Energiesignatur“, kommentierte Gor´shak anschließend und deutete auf die andere Seite des Raumes.
„Na bitte, worauf warten wir dann noch?“, warf Natasha freudig ein und versuchte in den Raum zu gehen, wurde aber von Cain aufgehalten indem er seinen Arm in ihren Weg streckte. „Hey, was soll das denn?“, fragte sie aufgebracht und Cain materialisierte eine seiner Pistolen um sie in den Raum zu richten. Als er sie jedoch abfeuerte, traf das Projektil auf ein gewaltiges energieartiges Feld, das die Kugel nicht nur abfing, sondern sie auch in kaum einer Sekunde einschmolz, bevor sie als flüssiges Metall auf den Boden tropfte.
„DAS hättest DU sein können“, kommentierte Cain, sehr zu Natashas Schock und das obwohl er dabei völlig ruhig war. Es war einfach die Wahrheit und die Vorstellung daran, die sie so sehr schockierte, dass sie sogar einige Schritte zurück trat.

Es war sowohl Cain, als auch Gor´shak und Uriel klar gewesen, dass die Apokalyptischen Reiter nicht an ungeschützten Orten versteckt wären. Allerdings hatten sie nicht damit gerechnet ein solch eigenartiges Energiefeld anzutreffen. Sicher, Cain und Uriel könnten einfach in ihren entfesselten Formen das Gebäude zerstören, aber sie wussten auch nicht, ob sie dadurch wirklich Zugang zu ihrem Ziel erlangen könnten.
„So und wie kommen wir jetzt da rüber?“, fragte Gor´shak abwertend, da das Problem sein Verständnis weit überstieg.
„Ein solcher Bannzauber kann nur mit einem ganz speziellen Gegenzauber aufgehoben werden. Metatron und Michael kennen ihn, ich allerdings nicht. Er reagiert auf Lebensenergie und kann deshalb höchstens von Leichen passiert werden. Hier kommen wir unmöglich durch“, stellte Uriel fest.
„Vielleicht doch. Über ein dimensionales Fenster, dass lediglich über Koordinaten im XYZ-Raum einfach hinter das Tor transportiert“, antwortete Cain und verwirrte zunächst einmal seine beiden Begleiter. Uriel schien ihn allerdings genau verstanden zu haben.
„Und du weißt zufällig auch, wie wir einfach mal eben ein dimensionales Fenster öffnen?“, fragte Uriel abwertend und fast sarkastisch.
„Ich kann es öffnen. Hab ich schon einmal gemacht“, antwortete er gleichgültig und platzierte sich genau vor dem Tor. Er versuchte sich zu fokussieren und sein Ziel zu ertasten, so wie er es zuvor mit Legion getan hatte. Und tatsächlich begann das dimensionale Fenster sich vor dem Tor zu bilden und endete genau mit Beginn des nächsten Raumes. Wenngleich die Verbindung nicht sehr vertrauenserweckend wirkte, so schien dies die einzige Möglichkeit zu sein hinter den Bannzauber zu kommen.
„Und du weißt auch sicher, was du da tust?“, warf Gor´shak überwältigt von der ganzen Situation, die er längst nicht mehr begriff ein.
„Es ist unsere einzige Möglichkeit“, antwortete Cain erschreckend ernst.
„Also ich vertraue ihm. Cain wird uns schon sicher rüber bringen“, kommentierte Natasha plötzlich, bevor sie als erste durch das Fenster sprang.
„Na, dann von mir aus. Was auch immer“, antwortete Gor´shak erneut aufgebracht darauf und stürmte selbst durch das Fenster. Uriel ließ sich dabei etwas mehr Zeit, genau wie Cain, denn sie schien zu wissen, dass die Verbindung relativ stabil war.
„Du erstaunst mich immer wieder, Erzdämon Cain“, kommentierte die Engelsdame dabei noch vorher.

Als wären die vorherigen Räume nicht schon beeindruckend genug gewesen, setzte der Raum in den Cains dimensionales Fenster mündete sogar noch mehr nach. Er war mit mehreren goldenen trägerartigen Gebilden versehen in die seltsame Zeichen eingraviert waren. Alles leuchtete in angenehmen, aber dennoch sehr hellen Farben, die durch das Eigenlicht der Weisen Mauern erst richtig zum Tragen kamen.
„Wow. Das wird ja immer besser“, kommentierte Natasha erneut begeistert und vergas darüber sogar, dass ihre Ankunft gerade noch äußerst unsicher erschien und auch Gor´shak schien es kurzzeitig ähnlich zu gehen, bevor erst Cain und Uriel in den Raum kamen.
„Das ist nicht der Raum, in dem ich die eigenartige Energie gemessen habe“, stellte der Jäger dann aber plötzlich sehr zum Schock aller anderen Anwesenden fest.
„Aber das hier muss er sein. Das hier muss der Raum sein in dem die Reiter sind, das sieht man doch, oder?“, begann Natasha erschrocken zu erwiedern.
„Kein Wunder, du hast den Bannzauber auf deinem Gerät wahrgenommen. Hier ist sonst nichts“, stellte Cain dann erschreckend ruhig fest.
„Irgendetwas muss es hier geben. Niemand würde einen solch hochrangigen Bannzauber für „Nichts“ aus sprechen“, warf dann Uriel ein und begann sich umzusehen. Es sollte nicht lange dauern bis auch Natasha sich umzusehen begann, während Gor´shak sich lieber seinem Analyse-Gerät widmete.
„Diese Symbole. Das ist eine alt-terranische Sprache“, stellte Natasha dann nach einer Weile fest. „Aber die kann ich nicht. Die ist so alt, dass sie nicht einmal aus dem Raumfahrtzeitalter stammt“, fügte sie dann wieder viel fröhlicher an.
„Und wie sollen wir dann rausfinden, was da geschrieben steht?“, fragte Cain genauer nach.
„Ich hab keine Ahnung. Aber… Benni könnte es wissen“, antwortete Natasha nachdenklich, während Gor´shak sich bereits um die Datensammlung kümmerte. Anschließend öffnete Cain das dimensionale Fenster ein zweites Mal und die Vier machten sich auf den Rückweg.
„Es ist erstaunlich was unsere beiden Spezies bewirken können, wenn sie nur zusammen arbeiten“, kommentierte Uriel zu Cain, während sie durch den Gang gingen, der sie zurück in die Eingangshalle führen sollte. „Meine Leute werden noch eine Analyse durchführen, bevor wir verschwinden“, fügte sie dann noch an.
„Das interessiert uns nicht mehr. Wir haben was wir wollten“, antwortete Cain.
„Denkst du denn wirklich, dass es sich bei diesen Schriftzeichen um etwas bedeutsames handelt, Dämon?“, meldete sich Gor´shak zu dem Thema.
„Ich bin mir fast sicher, dass es dieses Mal ein wirklich wichtiger Hinweis zu den Reitern ist“, antwortete Natasha an Cains Stelle, bevor sie die Eingangshalle hinter sich ließen, so wie das gesamte eigenartige Gebäude.
„Dann werden wir uns wahrscheinlich an diesem Ort wieder begegnen“, antwortete wiederum Uriel, während die Vier die Aufbauten der Himmelstruppen erreichten.
„Das ist wohl anzunehmen, ja“, kommentierte Cain noch, bevor plötzlich mehrere gewaltige Energieprojektile in den Tempel einschlugen und einige Stücke heraus rissen. Zeitgleich fegte ein grüner Neutronenstrahl über eine der Installationen von zwei Himmelskriegern und über sie selbst hinweg und hinterließ nichts außer einer gewaltigen Explosion.
„Ausschwärmen und Aufklären! Feuerfreigabe und bleibt hinter euren Deckungen!“, befahl die Engelsdame noch, bevor auch sie sich schnell hinter einer niedereren Mauer Deckung suchte, ähnlich Gor´shak, der sich ein etwas höheres Stück der Mauer genommen hatte. Natasha musste jedoch von Cain mit nach unten gerissen werden, bevor sie eines der blauen, spitzen Energieprojektile, die nun wie aus einer mächtigen Schnellfeuerwaffe auf sie einregneten, getroffen hätte. Und während Natasha noch versuchte die Situation zu verarbeiten, wagte Cain bereits einen kleinen Blick hinter der Deckung hervor. Tatsächlich konnte er den Feind sehen und erkennen, und dieser Feind waren die Eldar, viele von ihnen.

Unzählige Projektile und Strahlen fegten über die Deckungen hinweg und auf die andere Seite von der die Eldar zu kommen schienen. Es waren viele, eine ganze Einsatztruppe, bestehend aus mehreren Staffeln. Dabei unterschieden sie sich lediglich in der Größe ihrer sonst schon typischen Rüstungen und bloß die Staffel-Kommandanten trugen eine andere, meist sogar massivere Rüstung, als es die Untergebenen taten. Kontinuierlich stürmten sie in die Richtung der Himmelstruppen, während sie weiter gewaltiges Sperrfeuer mit ihren Energie-Waffen gaben. Plötzlich stieß eine Staffel aus fünf Himmelskriegern hinter einem Gebäude hervor und nahm eine äußerst überraschte Eldar-Truppe mit Kampflanzen unter Feuer. Erst nachdem der erste Eldar von einem der Projektile durchschlagen wurde, begann der Trupp zu reagieren und feuerte zuerst mit einem grünen Neutronenstrahl, der ebenfalls einen der Engel traf und nichts mehr von ihm übrig ließ. In genau diesem Moment stürzten sich die Himmelskrieger von oben herab, während weitere Energie-Projektile sie verfehlten. An anderer Stelle ging ein schwerer Krieger mit seiner gewaltigen Energiewaffe in Stellung, während vier weitere leichte Krieger ihm versuchten Feuerschutz zu geben. Mehrere Eldar-Energie-Projektile verfehlten sie dabei, bevor sich ein Exoskelet der Eldar in Stellung begab und mit mehreren Raketen feuerte. Explosionen umschlossen das gesamte Waffenteam und ließen nichts mehr von ihm übrig, während der mechanisch verstärkte Eldar mit einer Neutronen-Kanone auf die Mauern feuerte, die mitunter Uriel, Cain, Natasha und Gor´shak als Deckung dienten. Der Strahl brachte es dabei auf eine solche Stärke, dass er einfach durch die Mauer schlug und ein gewaltiges Loch, direkt zwischen Uriel und Cain hinterließ und sie beide, sowie auch Natasha, die sich dicht bei Cain befand, nur sehr knapp verfehlte. Nur wenige Sekunden darauf kamen drei der Himmelskrieger, welche die selbe Mauer als Deckung verwendeten, dahinter hervor und feuerten ihre Kampflanzen auf das Exoskelet ab, welches sich schnell mit Energie-Schilden schützte und den selben nadelartigen Energie-Projektilen Gegenfeuer gab, die schon Cain und Natasha fast getroffen hätten. Blut spritzte in gewaltigen Massen aus den Himmelskriegern, während die Projektile durch ihre Oberkörper schlugen und ganze Stücke der inneren Organe mit hinaus rissen, bevor die Engel letztendlich tot umfielen.
„Sind das gute Freunde von euch?“, fragte Uriel erschreckend kalt und sarkastisch, während die drei toten, zerstückelten Engelskörper rund um sie auf den Boden klatschten.
„In gewisser Weise“, antwortete Cain auf die selbe Art, während ein Ionen-Strahl über ihre Köpfe hinweg fegte und in den Tempel einschlug, wo er gewaltige Trümmer heraus sprengte, die wie eine Lawine zu Boden stürzten, aber lediglich Ausrüstung der Himmelsarmee unter sich begruben. „Allerdings, dass sie eine ganze Armee schicken, ist neu“, fügte der Dämon noch an, während mehrere Raketen über die Köpfe der Vier hinweg fegten und gewaltige Explosionen hinter ihnen hinterließen.

Natasha schien völlig mit der gesamten Situation überfordert zu sein. Sicher, sie war schon mehrmals mit Cain hinter einer Deckung vor feindlichem Feuer geflohen, aber noch nie wenn es sich dabei um eine solche Menge Feinde, und dann gleich auch noch um Eldar, gehandelt hatte. Sie versuchte Cain zu vertrauen, aber sie wusste auch, dass er nicht überall sein konnte um sie zu beschützen und gleichzeitig einen Krieg führen konnte. Und der schien nicht enden zu wollen, als die Himmelskrieger erneut das Feuer hinter ihren Deckungen auf eines der Eldar-Exoskelete eröffneten, aber erneut bloß auf Energieschilde trafen. Und während weitere Energie-Projektile die Belastbarkeit seiner Schilde testeten, begann das Exoskelet mit einem Gegenfeuer aus mehreren Neutronen-Strahlen und blauen, stachelartigen Energie-Projektilen zu feuern, die einfach über die Engel hinweg fegten und sie stückweise zusammen mit ihrem Blut nach hinten verteilten. Plötzlich schoss jedoch ein schwerer Krieger hinter einem der Gebäude hervor und feuerte seine gewaltige Energie-Waffe ab. Eine gewaltige Explosion entfachte, als das gelbe Projektil auf das Exoskelet traf und zerbröselte es langsam, zerriss sogar den vorderen Teil des Piloten einfach, so dass nur ein blutiger Matsch, zusammen mit einigen Metallstücken davon übrig blieb. Es sollte jedoch nicht sehr lange dauern, bis die Eldar das Feuer auf den schweren Krieger eröffneten und ihn zu schnellen Flugmanövern zwangen um ausweichen zu können.
„Erzengel Uriel. Es handelt sich um zwölf Infanterie-Bataillone und sechs Staffeln schwere Exoskelete. Scheinbar von den Dimensionsbewohnern. Unsere Truppen sind in Stellung und bereit“, kommentierte einer der leichten Hiimmelskrieger, der sich zwischen dem Waffenfeuer zu der Engelsdame geschlängelt hatte und nun vor ihr nieder kniete.
„Direkten Sturmangriff!“, befahl diese daraufhin lautstark. Es dauerte einige Sekunden, aber nach und nach verließen immer mehr Engel den Schutz der völlig ruinierten Gebäude und stiegen in die Luft um dann wie ein kompletter Schwarm nach unten zu stürzten. Zeitgleich gaben weitere Himmelskrieger den anderen hinter der Deckung Feuerschutz mit ihren Kampflanzen, so dass mehrere Eldar von den blauen Energie-Projektilen der Engel getroffen und durchschlagen wurden. Blut spritzte aus ihren Rücken, aber sie hielten weiterhin stand und einige schafften es sogar die Kampflanzen der von oben kommenden Himmelskämpfer abzufangen. Einer der größeren, breiteren Anführer der Eldar-Staffeln fing den Stab eines Engels sogar mit der bloßen Hand ab und zerteilte ihn mit einer Energie-Klinge, während zwei seiner untergeben von Klingen durchstoßen und zwei weitere zerteilt wurden. Bevor die Himmelstruppen sich dem Anführer zuwenden konnten, tauschte dieser seine Energie-Klinge gegen zwei Schusswaffen, mit denen er zwei der vier Engel ein Energie-Projektil entgegen jagte, dass stark genug war um die Körper der Wesen des Himmels einfach in Stücke zu reißen. Mittlerweile hatte jedoch einer der beiden übrigen reagiert und schlug mit seiner Kampflanze zu, die jedoch wieder von dem Eldar abgefangen wurde. Als nun jedoch der zweite Himmelskrieger versuchte dem Eldar-Kommandanten mit seiner Lanze eines der Projektile entgegen zu feuern, traf ihn ein plötzlicher Schlag von der Seite, der von einem der Exoskelete stammte, welches dem Himmelskrieger mit seiner Tachyonen-Kanone auch den Rest gab. Zur selben Zeit bildete der Eldar-Anführer wieder das Energie-Schwert und zerteilte den Engel vor sich zwischen Ober- und Unterkörper. Die Stücke, heraus quellende Innereien und das Blut der toten Engel ignorierend führte der Eldar plötzlich einen gewaltigen Sprung aus, der ihn schnell auf die Mauer bringen sollte, die Uriel, Cain, Natasha, Gor´shak und einem der Himmelskrieger als Deckung fungieren sollte. Keine Sekunde darauf schlug ein gelbes Energie-Projektil, scheinbar von einem schweren Himmelskrieger, in das Exoskelet ein und hinterließ eine gewaltige Explosion, die sogar noch drei Infanteristen der Eldar mit sich riss.

Alles was Natasha unternehmen konnte, war sich so klein zu machen wie sie konnte und versuchen so wenig wie möglich von alle dem mitzubekommen. Sie konnte nun mal nicht kämpfen, wie es die Engel, Cain oder Gor´shak konnten. Sie war eben nur eine kleine schwache Terranerin und nicht mehr. Plötzlich landete jener Eldar auf der Mauer, der zuvor abgesprungen war und das genau an dem Punkt, an dem sie sich mit Cain versteckt hielt. In weniger als einer Sekunde zückte das Wesen seine Energie-Klinge und stach damit genau in Natashas Richtung, die nichts weiter tun konnte, als panisch aufzuschreien.
„NEIN!“, schrie Cain noch aus, bevor die Klinge durch sein Fleisch schlug, denn er hatte sich zwischen Natasha und den Schlag geworfen. Blut spritzte nach hinten und bedeckte die noch viel schockiertere Terranerin, die sichtbar völlig überfordert war mit dem was gerade vor ihren Augen geschah. Direkt darauf und bevor Cain es konnte, reagierte Gor´shak, der den Eldar plötzlich mit seiner gewaltigen Magma-Hand am Hals packte und nach hinten wegschleuderte. Der Eldar fing sich jedoch recht schnell wieder und führte einen weiteren Sprung, dieses Mal auf den sich auf der Mauer befindenden Gor´shak aus, der dem Humanoiden einen Faustschlag verpasste, noch bevor er überhaupt den Boden erreicht hatte. Als der Eldar mit seiner Energie-Waffe feuerte, fing der Jäger dies mit telekinetischen Schilden ab.
„Ist alles in Ordnung? Bist du getroffen?“, fragte Cain ungeachtet des Lochs in seinem eigenen Oberkörper, durch den sich die Energieklinge gebrannt hatte. Es dauerte einen Moment, aber Natasha schüttelte verneinend den Kopf. Zeitgleich schlug eines der stachelartigen Projektile in die Rüstung des Greifen-Wesens, dass zum Himmels-Trupp gehörte und scheuchte es somit auf. Tatsächlich schien die Rüstung stark genug zu sein um auch direkte Treffer abfangen zu können. Wütend erhob das Vogelwesen sich in die Lüfte und wurde dabei bereits schon nur sehr knapp von einigen Raketen eines Exoskelets verfehlt. Nachdem es abgehoben war, begann es jedoch sehr schnell die Eldar mit einem gigantischen blauen Flammenstrahl aus seinem Schnabel unter Feuer zu nehmen und schwenkte diesen über gleich drei Eldar-Kämpfer, welche einfach zu Asche abbrannten. Schnell hatten auch die anderen Exoskelet-Piloten das Wesen entdeckt und nahmen es mit ihren blauen Nadel-Projektilen, sowie grünen Neutronen-Strahlen unter Feuer. Es schien jedoch keine dieser Waffen eine Wirkung auf das Greifen-Wesen zu haben, dass sich als Antwort darauf abkippen ließ und in einer schraubenartigen Bewegung auf eines der Exoskelete stürzte. Dieses verfehlte den Greifen dabei mit einem Neutronen-Strahl und setzte schnell mit Raketen nach, zwischen denen das Greifen-Wesen jedoch einfach hindurch tauchte. Mit gewaltigen Explosionen hinter sich packte der übergroße Vogel seinen Gegner einfach mit einer Klaue und riss ihn mit seinem Schnabel noch im Flug in zwei Metallhälften an denen das Blut des Piloten sogar noch klebte, als sie in den Sand krachten.
„Beginnt mit dem Aufbau der Hunter-Geschütze an den folgenden Punkten“, befahl Uriel weiter und drückte dem Himmelskrieger von zuvor ein PDA, das optisch das genaue Gegenstück zu dem das Cain verwendete darstellte und eher zu der Technologie der Himmelsarmee passte, in die Hand, der sich sofort auf den Weg machte um es weiter zu geben.

Ein gewaltiger Nahkampf spielte sich dort ab, wo die Engel auf die Eldar trafen und eine geschlossene Frontlinie bildeten. Die übrigen Truppen beider Seiten gaben den vorderen in der Zwischenzeit Feuerschutz und nahmen sich dabei Gegenseitig unter Beschuss. Dabei verfehlte eines der Exoskelete sein Ziel mit einem Plasma-Strahl, der nun stattdessen in den Tempel einschlug und eine Explosion an einem der Türme hinterließ, der dieser Kraft nicht stand hielt und einfach zusammen krachte. Direkt darauf versuchte einer der Himmels-Krieger auf den gewaltigen Kampfanzug zu steigen und ihn mit der Kampflanze zu zerstören, wurde jedoch von der gewaltigen mechanischen Hand gepackt und zu blutigen Fleischresten zerquetscht. Rechts davon verpasste einer der Eldar-Kommandanten einem der Himmelskrieger gerade einen Faustschlag und setzte mit der Energie-Klinge nach, traf aber nur auf die Kampflanze des Engels, der seinerseits einen Tritt auf den Eldar ausführte. Dieser duckte sich jedoch schnell darunter weg und trennte das Bein mit einer weiteren Energie-Klinge einfach ab, bevor er seinen vor Schmerzen laut schreienden Gegner mit mehreren Stichen und einer Enthauptung zu Tode brachte. Blut bespritzte dabei die gesamte nähere Umgebung des Eldars, sowie ihn selbst. Damit war sein Weg zur Mauer völlig frei und wurde lediglich von ein wenig Feindfeuer behindert. Dennoch stürmte der Eldar vor und versuchte über die Mauer zu steigen. Plötzlich erhob sich jedoch Uriel aus ihrer Deckung, wobei sie sowohl ihre Rüstung, als auch ein Schwert bereits materialisiert hatte. Sichtbar wütend verpasste die Engelsdame dem Humanoiden einen Faustschlag gegen den Kopf und rammte ihr Schwert einmal durch dessen Oberkörper, lange bevor er reagieren konnte. Anschließend packte sie erneut den Kopf ihres Gegners und riss ihn mit einem kräftigen Ruck wütend schreiend einfach aus, bevor sie ihre Energie-Waffe austransformierte und einen normalen Eldar-Soldaten unter Feuer nahm, der das Selbe versuchte. Bereits das erste Projektil genügte um den Eldar zu treffen und dabei auch stückchenweise über dessen Umfeld zu verteilen. Keine Sekunde darauf verließ auch Cain seine Deckung und nahm einige der Eldar-Soldaten mit seinen Rail-Pistolen unter Feuer. Während es dem Kommandanten gelang sich darunter hinweg zu ducken, wurden dessen fünf Untergebene mehrmals von den vergleichsWeise großen Metall-Kugeln getroffen und spritzen ebenfalls über den gesamten Platz, als eine Kugel in ihre Mitte schlug und sie einfach zerriss.
„Es wird Zeit, dass wir diese Schlacht auf das nächste Level heben“, kommentierte Uriel, während sie hinter der Mauer hervor kam und einen weiteren Eldar mit ihrer Energie-Waffe zerfetzte. Auch Cain verließ die Deckung endgültig und wich direkt einer Energie-Klinge eines Soldaten aus, den er mit einer Kugel aus seiner Waffe durch den Kopf schoss und dessen Gehirn sichtbar hinter ihm verteilte. Derweilen stürzte der Greif ein weiteres Mal nach unten und griff sich eines der Exoskelete, kurz bevor es einem verletzten Himmelskrieger den letzten Schlag verpassen konnte und feuerte mit einem Weisen Lichtstrahl aus seinem Schnabel mitten in die Reihen der halbmaschinellen Humanoiden um ein weiteres Exoskelet zu vernichten.

Gor´shak fing weitere Projektile mit seinen telekinetischen Schilden ab, bevor er mit einer einfachen Handbewegung nach vorne, eine telekinetische Welle auf den Eldar jagte. Dieser verstand es jedoch recht gut sich durch einen weiteren Sprung nach oben abzusichern und stürzte mit einer Axt-Waffe, die sich im Flug bildete, auf den Jäger. Gor´shak verstand es jedoch dem Schlag durch einen Schritt nach hinten auszuweichen, konnte jedoch nicht verhindern, dass der Eldar noch eine Energie-Klinge am anderen Arm aufbaute und einen der Magma-Arme des Jägers damit abtrennte, als er versuchte zuzuschlagen. Als dies jedoch geschah öffnete der Jäger seine Kristallflügel und nahm seinen Gegner mit unzählbar vielen Kristall-Projektilen unter Feuer. Jeder Treffer schien die Rüstung des Feindes zu verbiegen, aber darüber hinaus nicht viel zu bringen, so dass der sich recht bald mit einem grünen Neutronen-Strahl zur Wehr setzte, den Gor´shak zwar per Telekinese zur Seite umleitete, aber somit nicht mitbekam wie der Eldar auf ihn zustürmte und beide Schlag-Waffen mit gewaltiger Kraft in seinen Oberkörper rammte. Dabei war der Eldar so schnell gewesen, dass er Gor´shak mit seinem Schwung bis an die Mauer schob und ihn dort sogar anheftete, während dem Jäger selbst die Schmerzen zu stark wurden und er lediglich lautstark aufschreien konnte. Dennoch fand er die Kraft seinen noch übrigen Magma-Arm zu Kristall umzuwandeln und den Eldar an der vorderen Rüstung zu packen.
„Endlich wird General Gor´shak, der große Verräter fallen und ich werde derjenige sein, der meinem Commander seinen Kopf liefert“, kommentierte der Eldar-Staffelführer mit einer überlegenen, erschreckend unüblichen Euphorie für einen Eldar, als er die Energie-Klinge einfuhr und die Axt ein weiteres Mal durch den Oberkörper des Jägers rammte. Und obwohl die Schmerzen sichtbar unerträglich für den aus allen Spezies bestehenden Mischling waren, hielt er seinen Gegner weiterhin fest, bis sein anderer Magma-Arm regeneriert war. Mit diesem packte er schnell das Bein seines weitaus kleineren Gegners, hob ihn schnell an und warf ihn von sich, wobei er genau in die Schussbahn eines gewaltigen violetten Energie-Strahls, der schräg von oben, von dem Dach von einem der verfallenen Hochhäuser, zu kommen schien. Scheinbar handelte es sich dabei um die von Uriel erwähnten Hunter-Geschütze, große, schwere Energie-Haubitzen, die erst von Himmelskriegern in recht langen Verfahren aufgebaut werden mussten, bevor sie eingesetzt werden konnten.
„Träum weiter“, antwortete der Jäger noch mit einem gewissen Sarkasmus, als der Eldar schichtWeise aufgelöst wurde und einfach zerfiel bis nichts mehr von ihm übrig war. Er selbst hatte jedoch einige Verletzungen mit der Axt einstecken müssen, die immer noch in seinem Oberkörper steckte und zog sich daher schnell hinter eine Deckung zurück, während hinter ihm mehrere andere dieser violetten Energie-Strahlen durch die Truppen der Eldar fegten und gewaltige Explosionen hinterließen. Eldar, die nicht direkt davon erfasst und zerrissen wurden, wurden unkontrolliert durch die Luft geschleudert und landeten an unkontrollierten Standorten wo die Himmelskrieger ihnen den Rest mit den Kampflanzen gaben, oder krachten gleich durch die Wände der instabilen Ruinen.

Einer der Strahlen eines Hunter-Geschützes verfehlte Cain nur sehr knapp und dennoch hatte er sich nicht die Mühe gemacht ihm auszuweichen, beinahe so als hätte er gewusst, dass der violette Strahl ihn verfehlen würde. Stattdessen schlug er in eine Fünferstaffel Eldar-Krieger, die restlos vernichtet wurden. Zeitgleich jagte auch Cain einem der Himmelskrieger ein Projektil durch den Oberkörper, bevor er seine Pistolen gegen Schwerter eintauschte und sie im Vorbeigehen durch einen Staffelführer und einen von dessen untergebenen rammte, während ein Neutronen-Strahl eines Exoskelets über ihn hinweg fegte und zwei fliegende Himmelskrieger einfach überrollte. Dennoch stürmte der Dämon weiter vor und zerteilte einen weiteren Eldar-Kämpfer mit seinem Odachi, während hinter ihm zwei weitere Himmelskrieger nach unten stürzten und ihm die übrigen beiden Kämpfer mit ihren Kampflanzen fern hielten. Ungeachtet des Raketen-Angriffs des Exoskelets stürmte der Dämon weiter darauf zu und schien sich auch von den Explosionen der Flugkörper um ihn herum nicht davon abhalten zu lassen. Erst als der Pilot ihn mit der Gattling-artigen Energie-Waffe angriff, begann der Dämon sich mit Flammen zu umschließen und auf seine üblichen 3,50m anzuwachsen, wenn er seine entfesselte Form freisetzte. Schockiert versuchte der Eldar mit dem gewaltigen mechanischen Arm seines Kampfanzuges zuzuschlagen, aber Cain verstand es den Schlag mit der bloßen Hand abzufangen und mit der anderen einen Flammenstrahl direkt durch das Exoskelet zu feuern. Lautstarke Schmerzensschreie des Piloten waren dabei zu vernehmen, als er einfach beinahe rückstandslos verbrannte. Zeitgleich stürzte der Greif, der sich immer noch in der Luft befand auf einen weiteren Eldar-Krieger und zerriss ihn mit Klaue und Schnabel in zwei blutige Hälften, bevor er mit einem hellen Weisen Licht-Strahl aus der anderen Klaue mitten in die hinteren Reihen der Eldar feuerte und eine kaum bestimmbare Anzahl von ihnen völlig vernichtete. Plötzlich stießen jedoch zwei kleinere Schiffe, ungefähr in der Größe eines Raumjägers durch die Wolkendecke und nahmen das Greifen-Wesen mit schweren Energie-Waffen unter Feuer, zwangen es sogar dazu mit einer Rolle nach unten-rechts zu weichen. Noch während dieses Flugmanövers drehte das Vogelwesen seinen Kopf in die Richtung eines Jägers und gab einige blaue Feuerbälle auf ihn ab, verfehlte ihn allerdings um Längen, denn der Jäger drehte recht schnell in die Wolken ab. Zeitgleich begann der andere Eldar-Jäger mit einer Transformation, die ähnlich ablief, wie Ma´iks Aufbau des Avatar-Mechs. Und tatsächlich nahmen die Jäger gerade im Flug die Form von äußerst mobil wirkenden, aber typisch für die Eldar aussehenden Mechs an. Einer von ihnen nahm das Wesen mit einer Plasma-Kanone unter Feuer und zwang es zu einer schnellen Seitenbewegung, während der andere Mech es mit einer Energie-Klinge versuchte zu durchstoßen. Das Vogelwesen reagierte jedoch erstaunlich schnell und packte den Arm mit seiner Klaue, bevor es sich zusammen mit dem Mechanoiden in Richtung des Bodens stürzte.

Cain wich einem Plasma-Strahl durch Ducken aus und verpasste einem weitaus kleineren Eldar-Krieger einen Fußtritt, der diesen bis in eines der umliegenden Gebäude schleuderte. Zeitgleich zielte eines der Hunter-Geschütze auf jenen Mech, der sich nicht mit dem Greifen befasste und nahm die Maschine mit seinem violetten Energiestrahl unter Feuer. Der Pilot reagierte jedoch zu schnell und wich mit einer 360 Grad-Drehung zur Seite, bevor er mit einer Gravitonen-Kanone äußerst zielsicher auf das Geschütz feuerte, dass sich auf dem Dach einer Wolkenkratzer-Ruine befand. Als sich die Partikel ausbreiteten, war gerade noch zu erkennen, wie die Gravitation die Himmelskrieger und das gewaltige Geschütz zerquetschten. Und obwohl sich die übrigen Geschütze recht bald das Mech-Vehikel als Ziel nahmen, verfehlten sie die Maschine, die mit äußerst verrückten Flugmanövern aufkam und sich genau zwischen den Strahlen hindurch schlängelte. Anschließend feuerte der Pilot einen Schwarm Raketen in die eine Richtung und schwenkte einmal mit Energie-Gattlings über die anderen Stellungen. Mehrere Explosionen bildeten sich als die Projektile ihr Ziel trafen und rissen sowohl das Geschütz, als auch die Engel und Stücke des Gebäudes auf dem sie sich befanden auseinander. Derweilen jagte Uriel ein Energie-Projektil über einen weiteren Staffelkommandanten der Eldar und verteilte diesen in kleinen blutigen Stückchen über den gesamten Platz, bevor sie wiederrum einen normalen Krieger mit ihrem Schwert in der Mitte zerteilte. Die beiden Hälften des Humanoiden waren noch nicht einmal auf den Boden geklatscht, da schlug ein Exoskelet mit einer Energie-Klinge zu. Uriel verstand es jedoch sich durch eine Rolle aus der Schlagbahn zu entfernen und sich schnell mit ihren Flügeln in die Lüfte zu erheben, bevor ein horizontaler Schlag sie treffen konnte. Plötzlich versuchte der Kampfanzug sie jedoch mit seiner gewaltigen Hand zu greifen und es schien nicht so als wäre die Engelsdame in der Lage dem zu entkommen. Plötzlich begannen Blitze, die aus dem Nichts erschienen, sie zu umschließen und auch sie begann bis auf 3m Größe anzuwachsen und ihre entfesselte Form anzunehmen. Diese hatte die Form eines Weisen Raubkatzenwesens, dass sich jedoch auf zwei Beinen bewegen konnte wie ein normaler Humanoide und mit weiß gefiederten Flügeln versehen war. Wütend packte sie in dieser Form den mechanischen Arm ihres Gegners und riss ihn mit einem gut platzierten Ruck aus. Der Eldar reagierte jedoch recht bald und jagte ihr einen Neuronen-Strahl entgegen, schien sie dabei jedoch zu verfehlen, wenn auch nur recht knapp. Als er dann versuchte Uriel mit dem übrigen Arm mittig zu zerteilen, jagte diese ihm eine kleinere Energie-Kugel entgegen, die den Kampfanzug in mehrere Stücke sprengen sollte. Noch ein wenig schockiert von der Knappheit dieser Situation, führte Uriel einen Krallenschlag auf das nächste Objekt hinter sich aus, brach ihn aber schnell ab, als sie feststellte, dass es sich um Cain handelte, dem gerade scheinbar die selbe Verwechslung geschehen war und der einen Schlag seines Flammenschwertes abbrach.
„Wir sind ihnen weit unterlegen“, berichtete Uriel dem Dämon die Situation. „Aber das weitaus größere Problem sind diese Mech-Einheiten“, fügte sie dann noch schnell an, während das Greifen-Wesen und der andere Eldar-Mech direkt hinter den eigentlichen Kämpfen zu Boden stürzten und eine gewaltige Staubwolke aufwirbelten.
„Ich kann in dieser Situation keinen Kontakt zu Legion herstellen. Dazu brauche ich einen kurzen Moment, den ich hier einfach nicht habe“, antwortete Cain erstaunlich gelassen und das obwohl er sich mitten in einer Massenschlacht gegen die Eldar befand.
„Legion? Er ist hier?“, warf die Engelsdame verwirrt und überrascht ein, als plötzlich ein Energie-Projektil zwischen den beiden in den Boden schlug und sie beide an ihre Situation erinnerte. Ohne ein Wort der Ankündigung zueinander richteten beide Kämpfer ihre Rücken zueinander und widmeten sich allem was ihnen nun frontal entgegen kommen konnte.

Es dauerte eine ganze Weile bis Natasha die Situation, die dazu geführt hatte, dass Gor´shak die Deckung verlassen musste, überhaupt verstanden hatte, aber nun hatte Cain sie auch noch einfach verlassen und das ganz ohne ihr auch nur die geringsten Anweisungen für den Ernstfall zu geben oder überhaupt irgendein Wort an sie zu richten. Ließ der Dämon sie jetzt einfach zurück, nachdem er alles wusste, was er über die Reiter wissen musste? Nein, bestimmt hätte Cain sie niemals einfach so zurück gelassen, wenn er sich nicht sicher gewesen wäre, dass dieser Ort sicher war. Zumindest Gor´shak sollte nun recht bald wieder hinter die Deckung zurück kehren, allerdings war das Wiedersehen für Natasha nicht so angenehm wie sie gehofft hatte. Immerhin hatte der Jäger immer noch unzählige Verletzungen in seinem vorderen Oberkörper und sogar die Axt des Eldars steckte noch darin, was Natasha erneut sehr schockierte.
„Gor´shak. Was ist mit dir?“, fragte sie verängstigt, während ein Himmelskrieger über sie hinweg segelte und dabei von einem Projektil einer Eldar-Energie-Waffe direkt in den Kopf getroffen wurde. Blut spritzte aus dem Halsstummel, während sich das Hirn des Engels über den gesamten Platz verteilte und Natasha konnte sich einen lautstarken Schrei nicht mehr verkneifen, als der humanoide Körper tot mit einem klatschenden Geräusch vor ihr auf den Boden krachte und dabei hör- und vor allem auch sichtbar eine nicht bestimmbare, aber recht große Menge an Knochen brachen. Zum Glück wurde der Schrei bei dem ganzen anderen Lärm der Schlacht gar nicht weiter wahr genommen. Derweilen hatte Gor´shak die Axt aus seinem Oberkörper gerissen und begann die Verletzungen nun mit Kristallmaterial vorläufig zu schließen, so wie er es nach seiner ersten Begegnung mit Ma´ik schon einmal getan hatte. Zeitgleich legte sich der aufgewirbelte Staub, den das Greifen-Wesen und der Mech nach ihrem Absturz hinterlassen hatten und es wurde sichtbar, wie das Vogelwesen auf den Mech zustürmte und mit beiden Vorderkrallen zuschlug. Der Eldar-Pilot reagierte jedoch recht schnell und packte sie beide, wobei er zunächst versuchte das Wesen nach hinten wegzuschieben und auf den Rücken zu werfen. Allerdings reagierte das Greifen-Wesen darauf indem es mehrere Schläge mit dem Schnabel mitten auf das Zentrum der Maschine ausführte und die vordere Abdeckung sogar schaffte zu verbiegen, bevor der Mech ihm einen Faustschlag verpasste und ihn in diesem kurzen Moment von sich weg stieß. Noch während der Greif nach hinten taumelte, baute er einen blauen Flammenstrahl in seinem Schnabel auf und jagte ihn direkt auf seinen Gegner, der es verstand ihm durch Ducken auszuweichen. Als er jedoch versuchte selbst mit Energie-Gattlings an seinem Arm zu feuern stürmte der Greif erneut vor und nutzte sein gesamtes Körpergewicht um es gegen den Mech zu rammen. Hilflos krachte dieser gegen eine Gebäuderuine und blieb dort liegen, so dass das Vogelwesen ihm in diesem Moment problemlos den finalen Schlag versetzen konnte. Plötzlich schlug ein Neutronen-Strahl von oben durch den rechten Flügel des Wesens, bevor der zweite Mech von oben herab stürzte und den übergroßen Vogel mit einer Energie-Klinge durchstieß. Blut spritzte aus der Verletzung und bedeckte den Torso der Eldar-Maschine, die nun den Kopf des Vogels packte und ihn in einer schnellen Bewegung mitsamt dem vorderen Teil von dessen Wirbelsäule und einem Teil der linken Schulter ausriss. Und noch während der tote Körper des Tieres zu Boden fiel und auslief, begann sich dessen vorheriger Gegner wieder aufzurichten und sich seinem Staffelgenossen anzuschließen, der sich wieder in die Luft erhob und im Jägermodus zum eigentlichen Schlachtfeld versuchte zurück zu kehren.

Cain jagte eine unzählbare Menge kleiner Feuerbälle aus seinen Handflächen auf die kleineren Eldar, während Uriel mit ihrer gewaltigen Faust von oben nach unten schlug und einen der Staffelführer einfach zermatschte. Danach drehten sich beide einmal komplett und nun war es Uriel, die mit einem Energieball auf die Eldar-Infanterie feuerte, während Cain mit seinem Flammenschwert durch die Reihen fegte und eine ganze Gruppe auf einmal zerteilte.
„Wo kommen die überhaupt alle her? Meine Leute hatten etwas von zwölf Staffeln gesagt!“, rief Uriel wütend aus, während sie einen Eldar-Krieger mit der Hand packte und einfach zerquetschte ungeachtet dessen lautstarken Schmerzenschreien und Gnadenersuchen. Plötzlich sah sie lediglich in den Himmel auf und bereits an ihrem Ausdruck konnte man eine wenig erfreuliche Nachricht erkennen. „Sie kommen zurück“, stellte sie fest, bevor die Eldar-Jäger einmal über das gesamte Schlachtfeld hinweg fegten, aber scheinbar noch nicht genügend Daten für einen Angriff hatten.
„Ich brauche einen kurzen Moment, dann bin ich in der Lage Kontakt zu Legion herzustellen“, antwortete Cain sehr zum Missfallen der Engelsdame. Auf gar keinen Fall durfte sie dem Erzdämon gestatten den legendären Legion einzusetzen. Das wäre beinahe eine Einladung zur Auslöschung von ihr und den anderen Himmelstruppen. Wütend rammte sie ihre Faust in ein Exoskelet und feuerte dann einen Energie-Strahl direkt hinein, der es einfach zur Explosion brachte. Danach platzierte sie sich ein Stück vor dem Dämon und nutzte ihre Fähigkeiten um eine massive Energie-Kuppel um sie beide zu erschaffen, scheinbar stark genug um einigen Beschuss abfangen zu können.
„Na los! Wenn Legion wirklich hier ist, dann rufe ihn JETZT!“, befahl sie beinahe schon, so eindringlich waren ihre Worte, die sie gerade noch aussprechen konnte, bevor mehrere Plasma-Strahlen rund um die beiden Kämpfer einschlugen und gewaltige Explosionen und Krater hinterließen. Die Energie-Schilde von Uriel hielten dem Angriff jedoch recht gut stand, aber sowohl Cain, als auch Uriel wussten, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis die Engelsdame die Integrität nicht mehr erhalten konnte.
„Tu mir einen Gefallen“, sprach Cain sie plötzlich an. „Geh zurück und pass auf Natasha auf, während ich weg bin“, sagte er dann, bevor er seine Flammenflügel auf dem Rücken aufbaute und schlagartig nach oben, durch den Schild stieß. Ungefähr im selben Moment deaktivierte sich die Tarnvorrichtung des Legions, der nur wenige Meter im Jägermodus über dem Schlachtfeld schwebte, und gab Cain den Weg in sein Cockpit frei. Wie üblich begann die Transformation zum Mech kaum eine Sekunde nach dessen eintritt, so dass sehr bald der legendäre Legion über dem Schlachtfeld schweben sollte. Uriel fiel es schwer das Ganze zu glauben, so seltsam und eigenartig war diese Situation gerade für sie.

Mit großer Freude beobachtete jener Eldar, der das gesamte Vorgehen taktisch kontrollierte die Daten, die ihm zugesandt wurden. Es waren nur noch wenige Feinde und die wären auch bald ausgelöscht, dafür würden die beiden Mechs die er gesandt hatte schon sorgen. Seine Feinde hatten zwar mehr Wiederstand geleistet als er es gedacht hätte, aber er hatte es wieder bewiesen, dass sich nur wirklich abgrundtief Dumme gegen die Eldar stellten.
„Captain!“, rief plötzlich einer seiner direkten untergebenen Offiziere und stürmte direkt in dessen Richtung. „Unsere Feinde haben einen Mech eingesetzt. Es ist unglaublich. In keiner Datenbank ist er verzeichnet und sein Output überschreitet unsere messbaren Grenzen!“, fügte er noch schnell an.
„Das wird dem General gar nicht gefallen“, kommentierte der Captain. „Wir beginnen mit Plan Gamma 34 und zwar umgehend“, befahl er dann, während die eigentliche Schlacht weit abseits von ihm lief, denn anders als die Eldar in deren Kommandozentrum, ließen sich die Krieger nicht einfach von Legion einschüchtern. Ganz besonders nicht die beiden Mech-Piloten, welche umgehend wendeten und den Dämon mit ihren Energie-Waffen unter Feuer nahmen. Schlagartig starteten sechs Drohnen und formten Energie-Schilde direkt vor dem Mech, die das Waffenfeuer der Eldar abfingen. Zeitgleich starteten die anderen Drohnen und jagten roten Energie-Strahlen auf die Maschinen der Eldar, die es verstanden sich durch das Strahlengeflecht zu schlängeln und ihre Maschinen zeitgleich von Jägern zu Mechs zu transformieren. Beinahe wütend wirkte der Angriff des ersten Mechs, der eine Energie-Klinge an seinem Arm aufbaute und horizontal zuschlug. In genau diesem Moment materialisierten beide Schwerter des Legion aus 24 von dessen Drohnen und ermöglichten es Cain sowohl diesen Schlag, als auch einen weiteren abzufangen, bevor ihn die Raketen des anderen Eldar-Mechs dazu zwangen nach oben zu weichen und anschließend in einem Bogen zur Seite zu fliegen, wo der direktes Gegenfeuer mit zwei Flammenstrahlen aus seiner Schulter gab. Während der eine Eldar-Mech zur Seite entwich, hatte der andere bereits eine passende Position über dem Legion eingenommen und stürzte sich von oben herab. Und obwohl der Dämon es schaffte schützende Schilde gegen die Neutronen und Plasma-Kanonen seines Gegners zu erschaffen, so war es ihm nicht mehr möglich dem eigentlichen Mech auszuweichen, so dass er lediglich dessen Arme mit aktiven Energieklingen packen und sich nach unten schieben lassen konnte. Cain verstand es jedoch sich im Fall einmal um sich selbst zu drehen und sich so aus der Situation zu befreien und den Legion abzufangen, während sein Feind weiter in die Tiefe stürzte. Keine Sekunde darauf stürmte der andere Eldar-Mech nach oben und nahm Cain und seinen Legion mit mehreren Partikel-Strahlen unterschiedlicher Farbe und Art unter Feuer, so dass dem Dämon erneut nur ein schnelles seitliches Ausweichen, gepaart mit einer Flucht weiter nach oben blieb. Das verschaffte ihm die nötige Zeit um die Schwerter ein weiteres Mal zu materialisieren und zwei weitere Klingenschläge dieses Mechs abzufangen. Er wusste, dass er schnell eine gute Idee brauchte um diese Situation noch herum zu reißen. Am einfachsten wäre es, wenn er die Rüstung einsetzen könnte, aber damit würde er riskieren den gesamten näheren Bereich und damit auch seine Verbündeten und vor allem aber Natasha und Gor´shak mit zu reißen. Das selbe galt für die große Elementar-Kanone, die im Zentrum seiner Maschine montiert war und damit gingen ihm auch die Optionen weit gehenst aus. Aber er brauchte eine Option um die Schlacht zu seinen Gunsten zu entscheiden und das bald, bevor die Situation unabänderlich wurde.

Die Schlacht schien immer schlechter für die Himmelstruppen zu laufen, denn die Übermacht der Eldar nahm erschreckende Ausmaße an, besonders für Gor´shak und Natasha, die angenommen hatten, dass sie nun wieder sicher sein könnten. In genau diesem Moment fegte ein gewaltiger Plasma-Strahl über die beiden hinweg und traf einen der schweren Himmelskrieger, der zuvor mit einem der gelben Energie-Projektile ein Exoskelet zerstört hatte, mitten durch den Bauch. Direkt darauf landete einer der leichten Himmelskrieger hinter der Mauer und feuerte einige Male mit seiner Kampf-Lanze bevor auch er von einem blauen Energie-Projektil der Eldar am Kopf getroffen wurde und mit spritzender Hirnmasse und Blut zu Boden ging. Zeitgleich versuchte einer der Anführer der Eldar über die Deckung hinweg zu springen, wurde dabei aber im Flug von einem Himmelskrieger mit der Kampflanze abgefangen und mit einem Schlag in der Mitte zerteilt, bevor auch dieser Himmelskrieger letztendlich einem der grünen Neutronen-Strahlen der Eldar zum Opfer fiel. Unaufhaltsam kamen die Eldar der Deckung von Gor´shak und Natasha und damit dem Gebäude, das diese und die Engel eigentlich untersuchen wollten. Plötzlich platzierte sich Uriel vor der kleinen Mauer und jagte eine nicht näher bestimmbare Anzahl blau-Weiser Energie-Geschosse auf einmal in die Eldar-Truppen, deren Körper durch mehrere Einschläge einfach zerfetzt und nach hinten verteilt wurden. Lediglich einer der Staffelführer überlebte den Angriff und sprang auf die Engelsdame, oder die Raubkatze, die sie nun war, zu und versuchte mit Energie-Klingen anzugreifen. Uriel verstand es jedoch gut ihren Feind gar nicht erst dazu kommen zu lassen indem sie ihm noch im Flug einen Faustschlag verpasste und keine Sekunde darauf einen eines Exoskelets, dass von der Seite gekommen war, abfing.
„Ich werde nicht gegen ein paar lächerliche Dimensionsbewohner verlieren!“, rief sie wütend aus und erschuf zwei Energie-Schwerter mit denen sie zunächst das Exoskelet zersägte und dann mit Hilfe des anderen eine schneidente Energie-Welle losließ, die gleich mehrere Eldar auf einmal zerschnitt. Blitze entluden sich dabei im düsteren Himmel dieser verlassenen Welt in dem Cain sich mehrmals von seinem Gegner abstieß und dann doch wieder mit seinen Schwertern auf die Energie-Klingen von dessen Mech traf. Plötzlich zwangen zwei grüne Neutronen-Strahlen von unten den Dämon dazu nach hinten zu weichen, während er die Schwerter dematerialisierte und sich mit Hilfe der Schilde seiner Drohnen vor den Energie-Gattlings des von unten kommenden Gegners und vor den Partikel-Strahlen des anderen Feindes direkt vor sich schützte.
„Ihr kämpft auf zwei völlig unterschiedlichen Fähigkeitsniveaus“, stellte er dabei plötzlich fest und konnte sich ein gewisses Grinsen nicht verkneifen, während er nun zur Seite wich und so mehreren unkontrollierten Klingen-Schlägen des Feindes von unten entkam. Direkt darauf stürmte er direkt auf den Feind den er direkt vor sich hatte und für den stärkeren von beiden hielt zu, während er die Drohnen seines Legions hinter sich formierte und zu einem Faustschlag ausholte. Zeitgleich begannen sechs der Drohnen Energie-Schilde um sich selbst aufzubauen und sich im Kreis um diesen Arm anzuordnen und als der Dämon seinen Schlag ausführte folgten die Drohnen der Bahn des Arms und krachten direkt in den Torso des Eldar-Mechs wo sie die Schilde fallen ließen und ihre roten Strahlen-Kanonen abfeuerten. Erst als die Drohnen den mehrfach durchschlagenen Eldar-Mech verlassen hatten traf der eigentliche Faustschlag des Legions ein, der ihn weit weg, bis in eine Hochausruine schleuderten, wo die Maschine letzten Endes eine gewaltige Explosion hinterließ.

Obwohl er der Schwächere der beiden Gegner des Dämons war, ließ der andere Eldar-Mech diesem nicht sehr lange Zeit und nahm direkt mit einem Gravitonen- und einem Tachyonen-Strahl unter Feuer, denen Cain mit einer Drehung zur Seite auswich und seine Drohnen zurück rief um den Eldar unter Feuer nehmen zu können. Und obwohl der Eldar mehrfach verfehlt wurde und nun mit vollem Schub auf den Legion zu steuerte, blieb der Dämon völlig ruhig. Er wusste scheinbar ganz genau was er nun zu unternehmen hatte, denn im selben Moment begannen die Drohnen weitere Elementar-Schusswaffen rund um die gesamte Maschine zu materialisieren, die der Dämon genau in dem Moment abfeuerte, in dem der Eldar einen Schlag ausführen wollte. Unzählige Eis-, Feuer- und rot-schwarze Chaos-Energie-Projektile in beinahe allen Formen schlugen in die Maschine der Eldar ein, bevor ein Schwarm-Raketen in ihn schlug und die Explosion nur noch kleine Metallspäne zurück ließ. Cain hatte also die beiden Mechs, die schwierigsten Gegner in dieser Situation beseitigt. Aber er wusste auch, dass die Eldar am Boden längst noch nicht geschlagen waren. Als er jedoch versuchen wollte zu landen, tauchte die nächste Verstärkung der Eldar auf, die scheinbar aus einem Schiff bestand. Nur sehr langsam tauchte das gewaltige, alleine mehrere hundert Meter lange Monstrum durch die Wolkendecke und hielt seine Position, als es ausreichend sichtbar geworden war. Die Schlacht am Boden pausierte direkt und beinahe jeder schien es anstarren zu müssen. Und so froh Cain auch war, dass die Schlacht gerade nicht mehr weiter lief, umso besorgter war er über dieses gerade eingetretene Ereignis. Und das sollte auch nicht besser werden, als plötzlich eine stark verstärkte Stimme, scheinbar aus dem Schiff heraus, zu sprechen begann und somit alle Überlebenden der Schlacht erreichen sollte und erreichen konnte.
„Hier spricht Captain Rar´Mor, Strategischer und Taktischer Kommandant dieser Schlacht. Dieses Schiff verfügt über ausreichende Feuerkraft um sie alle mit samt der gesamten Oberfläche zu atomisieren. Das lässt sich jedoch einfach vermeiden, wenn sie alle sich sofort ergeben und ohne weitere Zwischenfälle gefangen nehmen lassen. Andernfalls sehen wir uns gezwungen unsere Ankündigung in die Tat umzusetzen“, sprach die Stimme des Eldar-Captains, während bereits erste Waffensysteme am unteren Rumpf austransformierten und sich auf verschiedene Punkte der Planetenoberfläche ausrichteten. Eine besonders große Waffe wurde dabei besonders auf Cain und den Legion gerichtet und obwohl der Dämon sich sicher war, dass er und sein Mech das ganze schaden- und verletzungsfrei überstehen würden, so war er sich weitaus weniger sicher ob das für seine beiden Begleiter auch gelten würde. Irgendetwas musste er aber tun, nur das Problem dabei war gerade die Anwesenheit Anderer, die es galt zu beschützen.
„Ich hätte da eine weitaus bessere Idee, Dimensionsbewohner. Du kommst hier runter und wir tragen das unter uns aus. In beiden…“, rief Uriel dem Schiff entgegen und wurde durch Cain unterbrochen.
„Das hat bei den Eldar keinen Zweck. Es sind halbmechanische Bestien ohne Ehre. Sie werden sich niemals auf sowas einlassen“, kommentierte dieser erschreckend ruhig, wenn man die Situation betrachtete in der er und alle anderen sich gerade befanden.
„Was ist nun? Werdet ihr Kooperieren und euch freiwillig ergeben oder nicht? Ich erwarte eine Antwort. Jetzt“, drohte Rar´Mor noch einmal und zog Cain und alle seine Unterstützer auf den Boden der Realität zurück, die nicht gerade froh und heiter aussah. Irgendetwas mussten sowohl Cain als auch Uriel unternehmen, das stand fest, sie wussten nur einfach nicht was.

Die Situation hatte sich nicht geringsten verbessert für den Dämon und alle seine momentanen Helfer und Unterstützer. Immer noch waren unzählige Waffen eines Eldar-Schiffes auf sie gerichtet und immer noch stand die Drohung des Captains im Raum, diese auch tatsächlich einzusetzen. Alles was Cain letzten Endes übrig blieb war wütende knurrartige Geräusche von sich zu geben, während er nach und nach die Waffen des Legions dematerialisierte und die Drohnen zurück kehren ließ. Zeitgleich sank der Höllen-Mech langsam zu Boden und ließ auch die letzten Drohnen, die dessen Elementar-Flügel bildeten zurück kehren. Es war ganz klar, dass er sich ergeben würde, denn er konnte unmöglich einen Angriff dieses Schiffes riskieren. Danach konnte er sich um darum kümmern, wie er den Eldar wieder entkommen könnte, vorrangig war es zunächst die Waffen dieses Schiffes auf keinen Fall zum Einsatz kommen zu lassen.
„An alle Eldar-Truppen. Hier spricht General Ma´ik. Hiermit befehle ich ihnen den Einsatz abzubrechen“, tönte plötzlich die vielen der Anwesenden sehr bekannte Stimme des Generals durch sämtliche Kom-Geräte.
„Ich handle auf direkten Befehl von General Tar´wik und er hat außerdem befohlen den Einsatz auf gar keinen Fall abzubrechen“, antwortete Captain Rar´mor darauf. „Wir werden den Dämon und alle die ihn unterstützen festnehmen oder vernichten“, fügte er noch schnell an und das hörbar wütend.
„Dämon? Welcher Dämon? Haben sie es etwa noch nicht gehört? Es handelte sich lediglich um einen Terraner-Toth-Mischling. Es gibt keine Dämonen, Captain, oder wollen sie den großen Nexus in Frage stellen?“, erwiederte Ma´ik darauf, sehr zu Cains Missfallen. Wem wollte er das denn jetzt noch erzählen, nachdem er seine entfesselte Form bereits mehrfach eingesetzt und beinahe jedem von ihnen offen gezeigt hatte. Ganz zu schweigen von den unzähligen Himmelstruppen und Engelswesen, die bereits abgeschlachtet wurden oder dem Legion.
„Alle Truppen werden umgehend zurück kehren“, befahl Captain Rar´mor letztendlich wenngleich er zuvor ähnlich wie Cain vorher wütend geknurrt hatte.
„Molekulartransporte werden initiert“, konnte man noch einen der Brückenoffiziere hören, bevor sich die Eldar-Krieger auflösten und scheinbar auf das Schiff zurück kehrten.
„Ich kann mir unmöglich vorstellen, dass unser großer Nexus einen solchen Fehler begangen haben könnte. Ich werde das überprüfen und wenn es nicht stimmt, wird man sie zur Rechenschaft ziehen General“, kommentierte der Captain noch hasserfüll bevor sich sein Schiff zurück in die Wolken und damit ins All erhob, wo es den Planeten und dessen nähere Umgebung bald verließ.
„Zweifeln sie niemals wieder an meiner Loyalität, ansonsten werde ich derjenige sein, der sie zur Rechenschaft ziehen wird“, antwortete der General noch und klang dabei erschreckend aggressiv für seine Verhältnisse, wenngleich er ruhig dabei blieb und tatsächlich wirkte es so als würde der Captain nach dieser Drohung sogar förmlich schon flüchten.

Cain verließ direkt nachdem sich die Situation von selbst gelöst hatte seinen Legion. Nur wenig später transformierte der Höllen-Mech zu seiner Jäger-Form zurück und schoss ins All, landete scheinbar im Hangar des beschädigten Toth-Kreuzers und das vollautomatisch. Auch für den Einsatz entfesselter Formen fehlte nun jeder Grund, weshalb sowohl der Dämon, als auch die Engelsdame die Formen einfach zusammenbrechen ließen. Erst jetzt traute man sich wirklich sich umzusehen, auch wenn der Anblick äußerst wenig erbauend war. Die gesamte Umgebung war übersäht mit den Leichen von unzähligen Eldar und unzähligen Himmelskriegern, oder zumindest von dem was von ihnen teils noch übrig war. Unmengen an Blut bedeckte den Straßenzug, Eingeweide, Fleischbrocken, Federn und Knochen waren überall verstreut.
„Alle überlebenden Krieger treten bei mir an!“, rief Uriel plötzlich aus und auf diesen Befehl hin landeten zwölf weitere Himmelskrieger vor ihr, vier davon mit schweren Waffen ausgerüstet. „Mehr nicht?“, fragte sie anschließend sichtbar schockiert. Cain war in der Zwischenzeit zu der kleinen Mauer gegangen, die Natasha und Gor´shak als Deckung gedient hatte. Das aus allen Spezies zusammen gemischte Wesen erhob sich recht bald wieder dahinter und sah sich schnell um. Natasha blieb jedoch weiter dahinter sitzen und machte sich so klein wie sie konnte. Cain näherte sich ihr nur sehr langsam. Er war sich nicht sicher was genau er jetzt machen sollte.
„Cain, bist du das?“, fragte Natasha dann genau in dem Moment in dem der Dämon gerade vor hatte etwas zu sagen. Sie ließ ihm aber auch keine Zeit mehr für eine Antwort und klammerte sich lieber schnell an ihn. „Bitte lass uns sowas nie wieder machen!“, rief sie dann aus, während sie in Tränen ausbrach. Es dauerte eine ganze Weile bis der Dämon sich seiner sicher war, aber dann legte auch er seine Arme um die immer noch völlig verängstigte Terranerin, die ihm scheinbar wirklich sehr zu vertrauen schien. Keiner der beiden bekam daher sofort mit, wie Ma´ik und Wor´tar per Molekular-Transport direkt vor der Deckung erschienen und erst jetzt brachte Natasha es über sich, sich von Cain zu lösen.
„Es ist eine ganze Zeit her, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben, Dämon“, kommentierte der General als er merkte, dass man ihn beachtete.
„Und als das so war, waren wir Feinde“, fügte Cain daraufhin an.
„Es hat sich einiges getan seit unserem letzten Zusammentreffen. Der große Nexus hat mich wie Gor´shak aus seinen Diensten entfernt. Ja, ich verfügte über keine Befehlsgewalt mehr über die Truppen der Eldar und es wird sicher nicht sehr lange dauern bis der Captain das auch rausfindet und uns bald alle Flotten von General Tar´wik folgen“, antwortete Ma´ik auf seine typische, analytische Art und sah kurz das mittlerweile sehr stark angeschlagene Tempelgebäude und dann wieder zu Cain und auch Wor´tar machte diese Kopfbewegung.
„Welchem Zweck diente dieses Gebäude?“, fragte der ehemalige Eldar-Commander dann.
„Darin befanden sich Schriftzeichen und wir vermuten, dass es ein Hinweis auf die Reiter ist“, plauderte Natasha noch schnell aus, bevor die Himmelskrieger plötzlich rund um die beiden Eldar landeten und ihre Waffen auf sie richteten.

Nur langsam begann sich Uriel den beiden ehemaligen Eldar-Kriegern zu näheren, während ihre Truppen sie weiter unter Kontrolle halten sollten. Keiner von beiden wirkte jedoch in irgendeiner Weise, als würde ihn ernsthaft interessieren, dass sie von Waffen einer Humanoiden-Spezies mit Flügeln, die man somit zwangsweise als Engel erkennen musste, bedroht waren und keiner von beiden reagierte darauf.
„Wer seit ihr? Und was habt ihr mit den Wesen zu tun, die uns angegriffen haben?“, fragte Uriel dann nach einer Weile.
„Das sind General Ma´ik und Commander Wor´tar. Wie es scheint zwei EHEMALIGE, sehr hochrangige Eldar“, antwortete Gor´shak an deren Stellen.
„Sie sind also tatsächlich von der selben Spezies, wie es scheint“, stellte Uriel daraufhin fest und trat nun in den Kreis ein, den die Himmelskrieger um die beiden herum gebildet hatten.
„Wir arbeiten seit einer ganzen Weile nicht mehr für die Eldar. Wir wollen lediglich die Reiter finden“, antwortete Ma´ik darauf.
„Und wieso glaubt ihr beiden, dass ich euch das glauben sollte?“, fragte die Engelsdame weiter und aktivierte eine der Energie-Waffen ihrer Rüstung.
„Weil wir auch euer aller Leben gerettet haben“, antwortete Wor´tar ruhig darauf, was Uriel dazu veranlasste tatsächlich alle Waffen senken zu lassen und die Himmelskrieger zurück zu ziehen, wenngleich sie selbst aufmerksam und misstrauisch zu bleiben schien.
„Ich bin Erzengel Uriel, Dimensionsbewohner“, antwortete sie dabei, während Cain sich verwirrt umsah. Es wunderte ihn sehr, dass die Eldar so viele von sich zurück gelassen hatten, wo sie sich doch offensichtlich regenerieren konnten. Ebenfalls erstaunlich war die geringe Verwirrung der beiden Eldar auf Uriel und die Himmelskrieger, aber es war für ein Wesen wie einen Eldar nur wenig überraschend, wenn man von der Existenz von echten, realen Dämonen wusste.
„Wir sollten den Planeten verlassen, so bald es möglich ist“, kommentierte er dann. „Zumindest bevor die sich regenerieren und nochmal angreifen“, fügte er dann noch schnell erklärend hinzu.
„Die wenigsten Eldar können sich auf dem normalen Kriegerlevel in solchen Zuständen regenerieren. Und selbst wenn sie es können, bleiben sie meist nicht lange einfache Krieger“, erklärte ihm wiederrum Wor´tar, sehr zu Cains Schock.
„Aber das würde bedeuten, dass ich alle diese Humanoiden einfach getötet habe“, kommentierte er erschreckend emotional und nicht sehr laut, so dass es nur Wesen mit gutem Gehör, oder Natasha, die sich in seiner direkten Nähe aufhielt, hören konnten. Schnell schüttelte der Dämon daraufhin den Kopf und versuchte bei der eigentlichen Sache zu bleiben.
„Aber es ist wahr. Wir sollten den Planeten möglichst bald verlassen, damit wir uns der Übersetzung dieser Schriften, die du unsinniger Weise erwähnen musstet, widmen können“, kommentierte Gor´shak daraufhin und richtete seine Ermahnung an Natasha.
„Ja, Tschuldigung. Aber ich glaub einfach, dass man den Eldar hier jetzt trauen kann. Es ist etwas anders mit den Beiden seit wir sie das letzte Mal gesehen haben“, antwortete sie darauf lediglich.
„Euer Schiff befindet sich sicher in der Umlaufbahn. Wenn ihr es betreten habt, schließt ihr euch am besten uns an, wir werden euch durch den Raum eskortieren, so lange wir es können“, kommentierte Ma´ik noch bevor er und Wor´tar einen Molekular-Transport einleiteten und verschwanden.
„Endlich von diesem Planeten runter“, kommentierte Natasha fröhlich und aktivierte ebenfalls einen Molekular-Transport für sich und Gor´shak.

Cain lehnte es ab den Molekular-Transporter direkt auf sich anwenden zu lassen. Er musste diese Situation überhaupt erst einmal verkraften und das obwohl er es verstand, sich nach außen nichts anmerken zu lassen. Er hatte alle diese Eldar getötet, oder war mit dafür verantwortlich, aber was hatte er schon für eine Wahl gehabt? Sie hatten es auf sein Leben und das derer die er beschützen wollte abgesehen gehabt, er hatte das tun müssen. War das wirklich das Leben, das er die letzten Jahrzehnte, vielleicht sogar Jahrhunderte für Lucifer geführt hatte? War es wirklich das, was er anstrebte wieder zu tun?
„Ist das nun also der Moment des Abschieds?“, sprach Uriel ihn dann plötzlich noch an.
„Das muss es nicht“, antwortete Cain nachdem er sich von seinen grauenhaften Gedanken hatte lösen können und verwirrte die Engelsdame und ihr Gefolge sichtbar. „Wollt ihr euch wirklich weiter unter Wesen, die nichts von Ehre verstehen, aufhalten und für etwas kämpfen, dass man euch niemals wirklich erklärt hat?“, fragte er anschließend und sprach die gesamte Truppe und nicht nur Uriel dabei an.
„Was willst du andeuten, Erzdämon?“, fragte Uriel dagegen und hielt ihre Männer per Handzeichen von einem direkten Waffeneinsatz ab.
„Was denkst du wohl wird euer Herr mit den Reitern der Apokalypse machen, wenn er sie erhält? Was mit der Deus Machina? Er wird sie zerstören oder nutzen um noch mehr zu zerstören“, antwortete Cain darauf und schockierte die Engelsdame damit sichtbar. Sie war fasziniert von den Reitern und wollte sie deshalb finden, aus rein wissenschaftlicher Sicht heraus. Ihr wäre niemals in den Sinn gekommen, dass ihr Herr sie zerstören könnte.
„Erzengel Uriel. Ihr denkt doch nicht ernsthaft darüber nach mit dem Dämon zu gehen?“, meldete sich einer der Himmelskrieger aus der letzten Reihe.
„Du versuchst uns zu manipulieren und auf Lucifers Seite zu ziehen, Erzdämon!“, rief Uriel aus und richtete eine ihrer Energie-Waffen auf ihn aus.
„Ich diene längst nicht mehr Lucifer. Ich habe kein Interesse mehr daran zu Morden. Ich kann sie immer wieder vor mir sehen. Ich habe so viele Wesen abgeschlachtet und bin an der Vernichtung ganzer Bevölkerungen beteiligt gewesen. Ich habe meinen eigenen Bruder getötet, weil es mir befohlen wurde. Wenn ihr alle nicht irgendwann etwas ähnliches vor habt, dann begleitet mich jetzt. Seit doch mal ehrlich. Ihr wisst doch alle gar nicht so genau wofür ihr überhaupt kämpft“, antwortete Cain darauf.
„Ich kann IHM nicht mehr mit reinem Gewissen folgen. Auch ich habe kein Interesse mehr daran Dämonen zu vernichten. Wenn ihr das noch könnt, dann geht zu ihm zurück. Ich werde euch nicht aufhalten“, antwortete Uriel ruhig, bevor sie ihre Waffe zurück zog und nun alle ihre einstigen Anhänger die Waffen auf sie richteten.
„In diesem Falle müssen wir euch festnehmen, Erzengel Uriel. Wegen Kollaboration mit dem Feind“, sprach der Himmelskrieger weiter.
„Macht was ihr wollt, ihr seid von jetzt an frei“, antwortete die Engelsdame abschließend bevor Cain einen Molekular-Transport auf sich selbst und auf sie ausführen ließ und sie sich recht bald auf dem immer noch stark beschädigten Toth-Kreuzer wieder fanden und das alles kurz bevor die Himmelskrieger hätten feuern können. Uriel hatte mittlerweile auch wieder die Rüstung dematerialisiert und trug nun wieder die selbe Kleidung wie vor ihrem Gefecht mit Cain. Die selbe Kleidung in der sie kaum noch als Engel auffiel und eher wie Cain, als eine übergroße Ausgabe eines normalen Terraners durchging.
„Und in dem Ding fliegt ihr durch diesen Raum?“, fragte die Engelsdame sichtbar enttäuscht.
„Hey, die Konservenbüchsen in denen ihr rumfliegt sind auch nicht gerade der Renner“, antwortete Cain sarkastisch, was er sich scheinbar jetzt wieder erlaubte, nachdem die Situation nicht mehr ganz so unbekannt und gefährlich schien. Es dauerte eine Weile, aber tatsächlich schien Uriel diese Art des Humors zu verstehen und drückte dies auch recht deutlich durch ein lautstarkes Lachen aus.

Es dauerte eine gute Weile bis Cain und Uriel die Brücke erreicht hatten, auf der sich bereits Gor´shak und Natasha an ihre Plätze begeben hatten.
„Hey!“, sprang Natasha fröhlich auf und ging direkt auf die beiden zu. „Du kommst ja mit uns mit. Deshalb wollte Cain also einen Molekular-Transport für zwei und nicht nur für sich“, begann sie dann wie ein Wasserfall zu Uriel zu reden. „Ach Tschuldigung, ich rede wieder zu viel auf einmal, auf jeden Fall, willkommen bei uns“, fügte sie dann schnell noch an und umarmte die Engelsdame freundschaftlich und herzlich, bevor sie sich wieder auf ihren Platz am Steuer des Schiffes begab und Uriel verwirrt zurück ließ.
„Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher ob ich das richtige tue. Ich verrate meinen Herren, das ist alles andere als ehrenvoll“, begann sie dann doch zu sprechen.
„Es würde sicherlich auch nicht ehrenvoll enden ihm weiter zu folgen“, antwortete Cain darauf, bevor der Toth-Kreuzer und der Kreuzer von Ma´ik zusammen trafen und Seite an Seite weiterflogen. Keine Sekunde darauf meldete sich der Eldar durch die Kom-Anlage.
„Wie lautet unser nächstes Ziel?“, fragte der ehemalige General.
„Unser nächstes Ziel ist eine kleine Ausgestoßenen-Station im östlichen Raum. Dort wohnt ein alter Freund von mir, der uns die Schrift übersetzen können wird“, antwortete Natasha, bevor sich beide Schiffe in Bewegung setzten und Kurs auf den nächsten Beschleuniger in der Nähe nahmen.

Es sollte nicht sehr lange dauern bis Cain sich wieder in den Hangar, zu seinem Mech zurück ziehen konnte. Es war sowohl auf eine gewisse Weise erschreckend, als auch erbauend, dass der Dämon die Gegenwart dieser Höllenmaschine der seiner Unterstützer vorzog, aber auf eine gewisse Weise begann er die Höllentruppen, besonders diese leicht rivalisierende Kameradschaft dort, zu vermissen. Allerdings auch nur so lange wie er nicht an die schrecklichen Dinge dachte, die er dort auf eine gewisse Weise gezwungen aber dann auf eine andere wiederrum freiwillig getan hatte. Und nun die ganzen Eldar auf diesem Planeten, deren Bilder ihrer zerfetzten und verteilten, teils nicht einmal mehr wirklich erkennbaren Leichen ihm fast nicht mehr aus den Gedanken gingen. Dazu kam noch dieses schreckliche Gefühl, dass ihn in diesem Zusammenhang permanent plagte. Wieso hatte man ihm auch nicht früher sagen können, dass Eldar auf geringerem Level nicht einfach wieder zusammen wachsen, so wie es Ma´ik mehrfach getan hatte? Vielleicht hätte er dann anders vorgehen können. Schnell nahm der Dämon sein PDA zu Hilfe und widmete sich wieder dem kulturellen Studium, dass er vor der Ankunft auf dem Planeten begonnen hatte.
„Hi Cain“, riss ihn plötzlich Natashas Stimme aus dem Denkprozess, die gerade den Hangar betreten hatte. „Wieso bist du eigentlich immer hier drinnen und nicht in deinem Quartier?“, fragte sie dann nach einer Weile.
„Keine Ahnung. Aber ich denke es liegt einfach daran, dass Legion mich sehr stark an zu Hause erinnert“, antwortete der Dämon verwirrt darüber, weshalb er ihr das überhaupt erzählte.
„Die Hölle oder wo auch immer du lebst fehlt dir irgendwo, hab ich recht?“, fragte die Terranerin weiter nach.
„Es war etwas sehr eigenes. Jeder Krieger rivalisierte mit dem anderen um die Gunst von Lucifer und hoffte darauf irgendwann ins Erzteufel-Programm aufgenommen zu werden, aber auf der anderen Seite war man auch eine Gemeinschaft. Ich will nicht wissen, wie oft mich Rudaska von irgendwelchen Selbstmord-Angriffen abgehalten hat“, begann der Dämon zu erzählen und wusste wieder gar nicht so genau weshalb er das überhaupt alles erzählte. Irgendwie schien er sich sicher zu sein, dass diese Informationen bei Natasha sicher waren.
„Studierst du immer noch die einzelnen Kulturen von allen unseren Spezies?“, fragte Natasha dann nach einer Weile der Ruhe, scheinbar absichtlich um das Thema zu wechseln.
„Weder die Denkspiele der Kashiri, noch die Bildende Kunst der Volcano haben mich besonders begeistern können“, antwortete Cain feststellend.
„Ich seh schon, du bist mehr der Musikalische Typ“, kommentierte Natasha scherzhaft. „Dann probier mal die Gesänge der Uagui aus. Vielleicht hilft dir das weiter“, empfahl sie dann.
„Was ist mit terranischer Kultur? Es gibt keine im IGN. Aber bestimmt haben auch Terraner eine bestimmte Art der Kultur“, warf Cain direkt darauf ein, da die Gelegenheit gerade günstig schien, danach zu fragen.
„Naja, die terranische Kultur ist bruchstückhaft verstreut und teilweise auch schon verloren gegangen. Ich hab nur noch ein klein wenig davon bei mir. Benni hat zum Beispiel einen anderen Teil davon. Ist auch gleichzeitig das Letzte was mir von meinem Vater geblieben ist. Aber ich fürchte, dass das nix für dich ist“, antwortete die überraschte Natasha verlegen und unsicher.
„Das werde ich entscheiden, wenn ich mich eingearbeitet habe“, antwortete der Dämon. „Sag mal was machst du eigentlich hier?“, fragte er direkt darauf verwirrt.
„Ach ja, genau. Ich wollte diesen elektrischen Defekt an der Tor-Öffnung reparieren“, antwortete die Terranerin fröhlich. „Und danach werd ich dir mal meine Daten auf dein PDA laden“, fügte sie dann noch an und begab sich zu einer Abdeckung unter der die Energie-Leitungen verlegt waren.

Da die Reise mittlerweile äußerst weit zurück ging, sollte sie auch einige Tage dauern. Tatsächlich sollte Natasha ihre Daten über terranische Kultur auf das PDA des Dämons laden, das weitaus größere Problem war jedoch die Suche nach einem ruhigen Platz. Die meisten Bereiche waren beschädigt oder zerstört und in dem Hangar führte Natasha Reparaturarbeiten aus. Von Ruhe konnte man bei alle dem einfach nicht reden. Und die brauchte Cain scheinbar dringend im Moment. Wieso nahm ihn der Anblick von toten Eldar so sehr mit? Und wieso suchte er permanent nach Rechtfertigungen für seine Taten, wenn die einzige Rechtfertigung seiner Existenz das Suchen und Töten von Engeln oder anderen Himmelswesen war und das über viele Jahre lang? Sein Quartier genügte dem Dämon plötzlich nicht mehr als Ruheplatz, so dass er über eines der Löcher in der Außenhülle auf den Rumpf des Schiffes ging, wohl wissend, dass es sich gerade mit gewaltiger Geschwindigkeit durch die Ringe eines Beschleunigers bewegte. Der größte Teil des Weltalls wurde hierbei von einem gewaltigen gelb-roten Nebel im Hintergrund eingenommen, der allerdings einen Blick auf die hinteren Sterne zuließ, was für ein gewaltiges Bild sorgte. In der Nähe, rechts von dem Schiff zogen gewaltige Eisbrocken, laut Scanner jedoch mit gewaltigen Salzsäure-Einlagerungen, die sicherlich ätzend auf Schiffshüllen und organische Materie wirken würden, vorbei. Auf der anderen Seite konnte man eine gewaltige Raumstation in der Bauweise der Mo´ok vorbei ziehen sehen, bevor man wieder in die Sterne starrte. Vor dem Toth-Kreuzer flog das Schiff der Eldar, welches scheinbar versuchte den Weg frei zu halten. Es konnte auch niemand wissen, wer ihnen vielleicht bald entgegen kommen, oder den Weg abschneiden würde.
„Sag mal, verfolgst du mich?“, kommentierte der Dämon plötzlich und schien damit Uriel anzusprechen, die ebenfalls nach außen auf die Hülle des Kreuzers gegangen war, allerdings ursprünglich genau auf die andere Seite, die für Cain wie die Unterseite wirkte, und nun die Seite gewechselt hatte, nachdem Cain sie angesprochen hatte.
„Ich komme öfter einfach nach draußen auf die Schiffshülle, wenn keine offensichtliche Gefahr besteht und wenn ich nicht weiß was ich denken soll oder wenn ich an meinen Entscheidungen zweifle“, antwortete die Engelsdame und eine Weile sprach keiner von beiden ein Wort. „Du hast auch nicht vor zu Lucifer zurück zu kehren, hab ich recht?“, fragte sie dann nach einer Weile.
„Lucifer war niemals mein Herr. Er hat mich nur eingefangen und mich auf diese Weise erst zum Dämon gemacht“, antwortete Cain nach einer Weile ruhig. „Alleine deshalb werde ich nicht zurück kehren. Außerdem sind diese Dimensionsbewohner völlig hilflos, wenn eine unserer Mächte sie mit ihrer vollen Macht, einschließlich den Untergöttern oder Erzteufeln angreift und die Reiter der Apokalypse nicht gefunden sind. Das ist aber nur möglich, wenn ich die Terranerin und den Jäger so lange wie möglich beschütze“, fügte er dann noch an.
„Ich kann mir nicht helfen. Ich fühle mich als hätte ich den Herrn verraten und alles wofür er stand“, sagte Uriel nun erneut sehr deprimiert.
„Weshalb bist du dann überhaupt mitgekommen?“
„Weil du das einzige Wesen bist, dem ich je begegnet bin, das mich jemals verstanden hat. Keiner in meiner Fraktion hat jemals Ehre gezeigt oder Ehrlichkeit. Ich bin einfach völlig aus meiner Art gefallen.“
„Das bin ich auch. Ich war wahrscheinlich niemals wirklich ein Dämon“, antwortete Cain ruhig und eine Weile war es erneut völlig ruhig. „Umso schlimmer die ganzen Massenmorde, die ich begangen habe“, fügte er noch hinzu, sehr zu Uriels Verwirrung. „In jedem Fall kann man einen Herrscher nicht verraten, schon gar nicht wenn er für nichts steht, dass man verraten könnte“, beendete er das Gespräch letztendlich.

Es handelte sich um ein erschreckend gigantisches Schiff der Eldar, mindestens in der Größe eines Dreadnoughts. Seine Grundform war Zylindrisch mit einer parabellförmigen Front, während es nach hinten gehend unterschiedliche Strukturen aufwies, bevor die Treibwerke mit dem Schiff abschlossen. Es war in einer typischen rundlichen Art gebaut, wie alle Schiffe der Eldar, aber anders als diese in einem kompletten schwarz gehalten, wenngleich sich blaue leuchtende Ränder auch hier über die Details des Gebildes zogen. Dies war das Führungsschiff von General Tar´wik, eines Eldars, der sich nicht zu Letzt durch seine Einzigartigkeit von den anderen abhob. Auch bei diesem General hatte die Rüstung eine ausgefallene schwarze Metallfarbe, ähnlich wie die seines Schiffes angenommen. Er selbst war 2m groß aber nur von mittelmäßiger Breite und Statur, was genügte um einen furchteinflößenden Eindruck zu hinterlassen, wenn er auf der Brücke stand.
„General Ma´ik ist also aufgetaucht und hat den Befehl zum Ende der Mission erteilt?“, fragte Tar´wik noch einmal genauer nach und das ohne ein Anzeichen einer Emotion. „Und sie kamen nicht auf die Idee, dass er vielleicht längst seiner Aufgabe enthoben wurde und diesen Befehl somit gar nicht mehr erteilen durfte?“, fragte der General dann weiter.
„Er bedrohte mein Leben, wenn ich seinen Befehl verweigern würde. Ich konnte es ja nicht ahnen“, antwortete Captain Rar´mor erstaunlich panisch als würde er eine direkte Bestrafung erwarten.
„Sie werden sich vor dem großen Nexus dafür verantworten, wenn die Mission beendet ist. Bis dahin werden sie eine Suche koordinieren, die sich über die nächsten fünf Galaxien ausdehnen wird“, befahl der General abschließend und das erstaunlich analytisch.
„Verstanden, Sir“, antwortete Rar´mor erleichtert und verließ den Kommandobereich der Brücke des Dreadnoughts und kehrte zu seinem Kreuzer zurück.

Es war ein wenig seltsam für die Eldar einen Beschleunigerflug einfach abzubrechen und die automatischen Bremstriebwerke zu nutzen, wenngleich jeder von ihnen während des Vorgangs äußerst ruhig blieb. Sie hatten immerhin verstärkte Sinne und Erfassungsvermögen und konnten genau abschätzen ob einer der Asteroiden sie treffen würde oder nicht. Noch eigenartiger war es für die halbmaschinellen Humanoiden als plötzlich eine Station mitten im Asteroidenfeld auftauchte und das im selben, in dem auch der Sitz von Revus, dem Tyrannen des östlichen Raumes gewesen war.
"Dort befand sich also der 45te Stützpunkt der Ausgestoßenen, den wir niemals gefunden haben", kommentierte Wor´tar erstaunt, während die beiden Kreuzer in Richtung des Hangars flogen, dessen Tore sich langsam öffneten und die Schiffe langsam hinein flogen, wo sie zunächst Stützen ausfuhren und dann darauf stehen blieben. Weitaus problematischer als das Andockmanöver wurde jedoch der Empfang, die Reaktion der Stationsbewohner. Kein Wunder, immerhin befand sich hier gerade ein Eldar-Schiff mitten in einer Station der Ausgestoßenen der Community. Und so kam es auch, dass sich recht bald ein wütender Mob um den Kreuzer versammelte und mit Fäusten, Metallstangen und allem was sie finden konnten darauf einschlugen. Einige Bewohner nutzten sogar Magma-Bälle, telekinetische Stöße oder andere Körperliche Eigenschaften, andere nutzten veraltete Handfeuerwaffen und dennoch schien nichts davon die Hülle des Eldar-Schiffes auch nur ankratzen zu können.
„Ich glaube wir sollten besser hier bleiben“, kommentierte Ma´ik die Situation durch die Kom-Anlage und Cain nickte das ganze zustimmend ab, denn er wusste, dass diese Stationsbewohner entweder die Eldar töten würden, oder die Eldar die Stationsbewohner, wenn sie ihr Schiff verließen. So würde wahrscheinlich einfach gar nichts weiter geschehen, da die wütende Menge nicht im Stande wäre das Schiff auf diese Weise zu beschädigen. Niemandem schien die Zusammengehörigkeit der beiden Schiffe bisher aufgefallen zu sein und das war wahrscheinlich auch gut so. Und so machten der Dämon, Natasha und Gor´shak sich auf den Weg um ihr Schiff zu verlassen.
„Hey“, rief ihnen Uriel kurz vor dem Ausgang, aus einem abzweigenden Gang heraus zu. „Ich möchte mit euch kommen. Dieser Haufen Schrott fängt mich langsam an zu langweilen", fügte sie noch schnell an und Cain nickte das ganze schnell ab, bevor sie nun zu viert das Schiff verließen. Kein Wunder, immerhin ging es ihm mittlerweile ähnlich.
„Ich kanns kaum erwarten die Übersetzung zu sehen“, kommentierte Natasha fröhlich.
„Dieser „Freund“ zu dem wir gehen. Ist der vertrauenswürdig?“, begann Gor´shak dazwischen zu fragen und riss Natasha völlig aus ihrer Euphorie.
„Benni hat bereits einen Text für uns übersetzt. Das war eine gewisse Zeit bevor du zu uns gestoßen bist“, antwortete Cain darauf.
„Benni können wir auf jeden Fall vertrauen. Ich kenn ihn schon seit dem Sandkasten“, fügte Natasha noch schnell an.
„Sandkasten?“, fragte Uriel verwirrt dazwischen.
„Das ist eine alte terranische Redewendung, da es in früheren Zeiten unter Terranern üblich war, Kinder Gegenstände und Bildnisse aus Sand formen zu lassen“, erklärte Cain mit seinem Wissen aus den Datenbanken des IUN, während sie den Hangar verließen und in den eigentlichen Wohnbereich der Station gingen.

Es waren noch einige Meter Fußmarsch bis die Vier letztendlich Bennis Quartier fanden. Die Tür war verschlossen und das mit allen Sicherheitsmaßnahmen, die bei dieser veralteten Technologie möglich waren. Allerdings schien Natasha das noch nicht aufgefallen zu sein, weshalb sie auch zuerst fröhlich die Türklingel betätigte und sich dann zunächst verwirrt wunderte weshalb Benni die Tür nicht öffnete.
„Seltsam. Scheint nicht da zu sein“, kommentierte sie.
„Sein Quartier ist mit der höchsten Sicherheitsstufe verschlossen. Wohl auf einer längeren Reise, der Gute“, fügte Gor´shak das an, was Cain bereits seit langem aufgefallen war.
„Komisch. Passt gar nicht zu Benni eine längere Reise zu machen. Überhaupt sein Quartier zu verlassen passt gar nicht zu ihm. Aber naja, wahrscheinlich hatte er endlich mal die Schnauze voll davon“, fügte die Terranerin noch an, während Cain bereits seine Hand zur Seite streckte und das massivere der beiden Schwerter materialisierte.
„Was soll das werden, Dämon?“, fragte Gor´shak noch bevor Cain die massive Metall-Tür zunächst in vier Stücke sägte und sie dann mit einem gezielten Tritt in die Mitte heraus brach.
„Bist du Irre? Wir können doch nicht einfach bei meinem besten Freund einbrechen“, fügte Natasha erschrocken an, bevor auch sie das Chaos sah, dass in dem Quartier herrschte.
„Ein wenig unordentlich, dieser Benjamin Renton“, kommentierte Uriel, während sie sich weiter umsah und gezielte Schritte über bestimmte Bereiche machte.
„Das ist nicht unbedingt unüblich für ihn sein Quartier so zu hinterlassen“, antwortete Natasha, wenngleich man ihr anmerkte, dass auch ihr das nicht sehr recht war.
„Dass seine Elektronischen Gerätschaften zerstört sind, wird ihm aber wahrscheinlich weniger gefallen“, fügte Cain dem ganzen noch an.
„Sieht aus wie eine Eldar-Quartier-Durchsuchung“, stellte Gor´shak nachdenklich fest.
„Das würde ja bedeuten, dass sie Benni einfach mitbenommen haben!“, fügte Natasha dieser Feststellung schockiert noch hinzu. „Und dann müssen wir doch irgendwas tun!“, rief sie noch schnell aus und wirkte ziemlich ratlos dabei.
„Es dürfte schwierig werden heraus zu finden wo er sich befindet“, antwortete Gor´shak. „Ich sage das ja wirklich nicht gerne, Leute, aber wir sind so ziemlich am Arsch. Ohne ihn können wir die Schriften nicht übersetzen und finden können wir ihn auch nicht“, fügte er dann noch schnell hinzu.
„Vielleicht können wir das doch“, warf Uriel ein und in genau diesem Moment konnte man Cain im Gesicht ansehen, dass er die selbe Idee wie die Engelsdame, wenn nicht sogar eine bessere hatte.
„Wir haben zwar keine Anhaltspunkte wo er sein könnte. Aber wir kennen alle vier jemanden der die haben wird, oder zumindest weiß, wie man sie bekommen kann“, komplettierte sie und erklärte Cain den weiteren Plan, während sich die Vier bereits auf den Rückweg zum Schiff machten.

Es hatte eine Weile gedauert bis die zwölf überlebenden Himmelskrieger endlich den Dimensional-Projektor, ein Gerät mit der Fähigkeit ein dimensionales Fenster zu erschaffen, in Gang hatten und sich direkt auf die Hauptwelt der Himmels-Fraktion brachten. Scheinbar genau an den Ort an dem sich die Erzengelfraktion außerhalb ihrer Einsätze aufhielt. Denn neben Metatron fanden sich auch Michael und einige andere dort. Verwirrt richtete sich die Aufmerksamkeit aller Anwesenden auf die zwölf Himmelskrieger.
„Normale Infanteristen sind in diesem Gebäude nicht erwünscht. Verschwindet, bevor ich euch vernichte“, kommentierte Metatron anschließend, wenngleich er ruhig blieb.
„Vergebt uns Erzengel Metatron, aber wir müssen etwas Bedeutendes berichten“, antwortete einer der Himmelskrieger selbstsicher und als Metatron wütend auf ihn zustürmen wollte, hielt Michael ihn tatsächlich auf.
„Sprecht, treue Himmelskrieger“, sagte Michael dann stattdessen.
„Erzengel Uriel hat uns verraten und folgt nun einem Erzdämon, der behauptet hat sich von Lucifer losgesagt zu haben“, antwortete ein weiterer Himmelskrieger, sehr zu Metatrons Schock und sichtbarer Verärgerung.
„Wieso habt ihr sie nicht aufgehalten?“, fragte Michael weiter nach.
„Die Bewohner dieser Welten verwenden eine primitive Molekular-Transport-Technologie und haben sie eingesetzt um sie vor unseren Augen aufzulösen, bevor wir sie aufhalten konnten“, antwortete ein weiterer Himmelskrieger, während Metatron immer wütender wirkten sollte. Hasserfüllt schob er Michael aus dem Weg während er auf einen der beiden Krieger zustürmte und ihn an der Rüstung packte.
„Wie war sein Name?“, fragte er völlig aggressiv und erhielt zunächst keine Antwort des schockierten Kämpfers. „DER ERZDÄMON! WIE WAR SEIN NAME!?!?!“, schrie er dann völlig lautstark, während Michael ihn bereits an der Schulter packte um ihn nach hinten weg zu ziehen.
„K… k… k… Cain. Sein Name war CAIN!“, schrie der Himmelskrieger panisch und völlig verängstigt zurück und schockierte den Erzengel so weit, dass er sich ohne weitere Gegenwehr zurück ziehen ließ und zunächst gar nicht weiter reagierte.
„Verschwindet besser, bevor er sich auf seine Situation besinnt. Ihr habt gute Dienste geleistet, meine Himmelskrieger. Ihr werdet belohnt werden für eure Treue“, sprach Michael stattdessen und die Krieger verbeugten sich noch einmal vor ihm, bevor sie sich zurück zogen.
„Ich werde ihn vernichten. Ihn und diese gesamte Dimension gleich mit. Und dann werde ich mich dieser untreuen Hure annehmen und sie langsam zu Tode foltern, Alle sollen wissen, dass man sich niemals mit Erzengel Metatron anlegen sollte“, begann dieser dann nach einer Weile zu murmeln und dann zu lachen. „Gebt eine Anfrage von mir an den Herrn weiter die Invasion unter meiner Führung zu starten. Ich bin mir sicher, dass er sich über einen Freiwilligen für diese eher unbeliebte Aufgabe sehr freuen wird“, fügte er noch schnell an und schien sich gerade sehr zusammen zu reißen um nicht völlig dem Wahnsinn zu verfallen und einen Amoklauf der Zerstörung zu starten. Aber nein, das würde er sich aufheben, für diesen Erzdämon und die Dimension die dieser scheinbar so sehr liebte dass auch er dafür bereit war seinen Herren zu verraten.

Es war ruhig auf der Station, die scheinbar auf der Technologie der Zweibeinigen Echsenspezies und der Spinnenartigen Spezies der Community basierte. Erkennbar war dies durch die typischen Formen der Teile, die schon fast organisch wirkten. Nur wenige wollten diesen Planeten noch besuchen seit die meisten natürlichen Ressourcen bereits entnommen wurden. Dabei handelte es sich an sich um einen sehr interessanten vulkanaktiven Planeten mit einigen Monden, die von Pflanzenwesen bewohnt wurden. Und dennoch war es absurd anzunehmen, dass irgendein Wesen, sogar die Volcano, sich für diesen Planeten und seine umliegenden Monde interessieren könnte. Immerhin lag dieses System weit abseits in seiner eigenen Galaxie und diese wiederrum weit entfernt von der Haupt-Galaxie der Community. Wer verließ die Heimat schon um so weit zu reißen? Und somit war die Station nun nur noch mit dem nötigsten an militärischem Personal besetzt um sie zu einem Außenposten zu machen. Das Personal bestand überwiegend aus den Spezies, welche die Station auch gebaut hatten, oder Rassenmischlingen aus ihnen, da sich diese mit der Ausrüstung auskennen mussten und der Hangar stand voll mit unterschiedlichen Schiffen dieser beiden Spezies. Es war fast langweilig an Bord, denn es schien einfach nicht das geringste zu geschehen. Plötzlich aktivierte sich ein Alarm-Signal und alles beschleunigte sich. Jeder suchte sich schnell seinen Arbeitsplatz und sogar der Kommandant der Station betrat die Zentrale um sich über die Lage zu informieren.
„Commander, wir haben eine eigenartige dimensionale Anomalie entdeckt“, sprach eines der Insektenwesen schnell und aktivierte einen Bildschirm auf dem das dimensionale Fenster zu erkennen war. Es befand sich nur wenige hundert Kilometer vor der Station und sollte recht bald damit beginnen, erste Schiffe von Himmelstruppen in diese Dimension zu schleusen.
„Startet alle unsere Schiffe und gebt mir eine sofortige Analyse ihrer Systeme“, befahl der Kommandant direkt und erkannte scheinbar auch, dass es sich um keine Schiffe handelte die er in der Datenbank der Community finden würde. Und während nun nach und nach Insektoiden- und Echsenwesen-Schiffe von der Station starteten, erreichte endlich Metatrons Führungsschiff, dass nur wenig größer als ein normaler Kreuzer war, diese Dimension.
„Aktiviert die adaptive Panzerung. Startet alle Staffeln sobald wir angekommen sind. Lasst keinen von ihnen am Leben und vernichtet ihre gesamte Technologie“, befahl seinerseits Metatron erstaunlich ruhig und sicher über den Ausgang dieser Schlacht, während er beinahe schon in selbstgerechter Haltung auf der Brücke an einer Art mehrdimensionalem Projektor stand und die Aufstellung seiner Flotte verfolgte.
„Vergiss nicht. Deine Aufgabe in dieser Schlacht ist es eine Basis in dieser Dimension einzurichten und nicht die Vernichtung aller ihrer Bewohner“, kommentierte plötzlich Michael, der gerade die Brücke betreten hatte. Zeitgleich rasten die ersten Himmelsjäger-Staffeln an dem Kreuzergroßen Schiff der Erzengel vorbei und stürmten nach vorne auf die Station zu, vor der bereits sechs größere Kampfschiffe sowohl der Echsen als auch der Insektoiden in Stellung gegangen waren.

Es dauerte eine Weile bis Kaldrius überhaupt realisiert hatte, wo genau er sich hier befand. Aber recht bald erkannte er das Eldar-Gefängnis, dass ihn in einem Raum im Raum versiegelt hielt und ihm lediglich erlaubte die Welt außerhalb dessen als stark verschwommen und verzerrt wahrzunehmen. Es war unmöglich von hier zu entkommen, das wusste der Toth ganz genau und dennoch sah er sich einmal um, um sich dessen völlig sicher zu sein. Dabei fiel ihm der Terraner auf, der völlig entkräftet dort am Boden lag und tiefsten Tiefschlaf hielt.
„Benjamin? Benjamin Renton? Sag mal bist du das wirklich?“, fragte der Toth dann nach einer Weile völlig verwirrt, bevor der Mensch erwachte und sich zu ihm umdrehte und sich dabei tatsächlich als Benjamin Renton oder „Benni“ heraus stellte.
„Kaldrius? Du bist auch hier?“, fragte er dann ebenfalls verwirrt und sprang ihn dann nach einer Weile förmlich an und kniete auf allen seinen mechanischen Beinen dann vor der Bestie mit weisem Fell nieder. „Bitte, bitte, bitte. Bring mich hier raus! Ich will noch nicht sterben! Ich bin noch viel zu jung zum Sterben! Ich hatte noch nicht mal meine erste Freundin! Bitte bring uns hier raus!“, begann er dann unter Tränen zu betteln und zu flehen und geizte dabei nicht damit erbärmlich zu wirken.
„Komm wieder runter, du Weichei. Wir kommen hier schon wieder raus“, antwortete Kaldrius ruhig und log absichtlich um Benni ruhig zu halten. „Haben sie dir irgendwas gesagt, weshalb sie dich hergebracht haben?“, fragte der Toth anschließend.
„Nicht das geringste“, antwortete Benni darauf viel ruhiger und abgelenkter.
„Mir auch nicht. Aber aus irgendeinem Grund müssen wir hier sein“, kommentierte Kaldrius diese Aussage und dachte sichtbar nach.
„Aber da fällt mir ein, dass Natasha letztens bei mir war und diesen komischen, ultrastarken, superkrass, extremen Typen dabei hatte, diesen Cain. Und eine alte Schrift, die sie für einen Hinweis auf die Reiter gehalten hatten“, begann Benni dann laut zu denken.
„Das ist also weshalb wir hier sind. Wir alle hatten zuletzt Kontakt mit Natasha und diesem seltsamen Cain. Deshalb haben sie uns festgenommen. Ach Kleines, was hast du wieder angestellt?“, kommentierte Kaldrius daraufhin und schüttelte den Kopf.
„Und wie sollen wir jetzt hier raus kommen?“, fragte Benni dann nach einer Weile der Stille, bevor eine Explosion zu hören war und der verschwommene äußere Raum sich plötzlich von selbst schärfte und das so schlagartig, dass Benni sich nicht schnell genug daran gewöhnen konnte und kurz zusammen brach. Dann starrte er noch etwas verwirrt Gor´shak an, der vor ihm stand und ihn genau begutachtete. Er war es wahrscheinlich auch, der das Gefängnis-System mit Hilfe von Telekinese zerstört hatte und die beiden Eldar-Krieger, die es bewachten, getötet hatte.
„Er ist nicht verletzt“, kommentierte er sachlich und ging zu Kaldrius weiter, dem er direkt darauf einige Waffensysteme in die Hand drückte. „Natasha sagte, dass du einige Erfahrung mit denen hättest“, kommentierte er dabei.
„Und du bist?“, fragte Kaldrius verwirrt, während er sich schnell die Waffen, originale Photonen-Gewehre und -Klingen der Toth, an seinen Armen anlegte, wo sie in erster Linie wie einfache Armbänder in Toth-Dimensionen wirkten und nicht wie Waffen.
„Gor´shak. Ein ehemaliger Eldar-Offizier, ehemaliger Dämonenjäger und jetzt auch auf der Suche nach den Reitern“, antwortete dieser, während Natasha sich weiter um Benni kümmerte.
„Natasha, bist du das?“, fragte der sie, als sie versuchte ihm auf die mechanischen Beine zu helfen und lief dabei direkt rot an, während er sie weiter anstarrte und es ihm schwer fiel seinen Blick von ihr abzuwenden. Das war aber auch irgendwo verständlich aus seiner Sicht, denn selbst in seinen Träumen hatte er nicht damit gerechnet dass sie so perfekt und wunderschön aussehen würde. Obwohl Benni wusste, dass sie mit 25 Jahren fast genau so alt war wie er selbst kam sie ihm mit ihrem perfekten, leicht exotisch wirkenden Gesicht wesentlich jünger vor. Ihre Exotik wurde dabei sogar noch von ihrer leicht dunkleren Haut, zumindest verglichen mit der von Benni, unterstrichen. Dazu kam ihr Körperbau an dem eigentlich nichts über- oder unterproportioniert wirkte, bis auf eventuell ihre langen Beine, die sie auf Benni aber lediglich noch attraktiver wirken ließen. Sie gab sich offensichtliche Mühe das alles mit ihrer schwarzen, recht weiten Kleidung zu verstecken, aber es sollte nicht richtig funktionieren, da diese einfach immer so fallen sollte dass man ihre körperlichen Eigenschaften trotzdem noch erkennen konnte. Dazu kamen ihre dreifarbigen Haare, welche sie schon hatte als Benni sie als kleines Kind getroffen hatte und wohl scheinbar behielt weil diese sie an ihren Vater erinnern würden. Zumindest hatte sie ihm das einmal vor ganz langer Zeit erzählt. Sie waren zwar mit Haarnadeln an ihrem Hinterkopf fixiert, aber ein paar wenige Haarstränen waren ihr dabei entgangen, so dass Benni auch hier immer noch erkennen konnte, dass ihre Haare ihr bis zum Hintern reichen würden, wenn sie diese offen tragen würde. In besseren Zeiten für Terraner hätte sie sicherlich einen Job als Modell oder Schauspielerin oder eine andere Aufgabe bei der es auf die äußere Representation ankam übernehmen können, dessen war Benni sich absolut sicher. Trotz der Tatsache, dass sie mit anderen Dingen beschäftigt und die Situation eigentlich ziemlich ernst war, musste Natasha auch erschrocken feststellen, dass sie gerade ohne Exoskelet unterwegs war und Benni sie das letzte Mal tatsächlich im Kindesalter gesehen hatte. Eine gewisse Verlegenheit konnte auch sie sich dabei nicht verkneifen, ungeachtet der eigentlich ziemlich ernsten Grundsituation, und lief ebenfalls kurz rot an, bevor ein blaues Energie-Projektil einer Eldar-Waffe sie beide nur knapp verfehlte.
„Los, kommt mit!“, rief Gor´shak aus und jagte einen Magma-Ball durch den Gang, bevor er seine Begleitung durch die Irrwege des Gebäudes führte.

Immer mehr Schiffe der beiden insektoiden und amphibischen Spezies der Community stellten sich dem Himmelstrupp entgegen, dessen Größe beinahe nicht mehr aufhören wollte weiter anzuwachsen. Nach und nach kamen auch Greifen-Wesen und erste Himmels-Drachen durch das dimensionale Fenster, wenngleich sie sich hinter den Schiffen der Engel versteckt hielten. Gewaltige Schwärme von Abfangjägern flogen auf die Himmelsjäger zu, die als erste das Feuer eröffneten und mit Energie-Projektilen durch die Staffeln fegten. Mehrere Explosionen durchzogen die insektoiden und echsenartigen kleinen Schiffe, bevor diese auch nur in der Lage waren sich dagegen zu wehren. Stattdessen wehrten sich die großen Schiffe, wo ein Schlachtschiff der Insektoiden mit einem giftgrünen Strahl feuerte und einen Kreuzer der Himmelstruppen einmal durchschlug, bevor es mit tropfenförmigen Projektilen der selben Farbe nach setzte und mehrere Löcher in den feindlichen Kreuzer sprengte. Nur wenig später erwiederte ein Dreadnought der Himmelsfraktion, der sich darüber befand, das Feuer mit einem gewaltigen gelben Licht-Strahl, der zwar das Insektoiden-Schiff verfehlte, aber dafür ein Amphibien-Schiff genau an dessen Reaktor traf und direkt zur Explosion brachte. Zeitgleich hatten nun auch die Abfangjäger Gegenfeuer gegeben. Während der erste Amphibienjäger noch einen der Himmelsjäger genau an dessen Flügel traf und diesen absprengte, wichen die anderen durch sehr waghalsige Flugmanöver, wie sie den beiden Spezies der Community niemals möglich wären zur Seite und begannen mit einem Transformationsvorgang, während der angeschlagene Jäger die Kontrolle verlor und über sie hinweg segelte. Als die Transformvorgänge abgeschlossen waren, bauten die meisten Mechs Energie-Klingen auf und zersägten jeweils einen der Abfangjäger vor sich, bevor sie weiter auf die großen Schiffe zustürmten. Dabei wich der Anführer der Mech-Staffel einem türkisgrünen Energie-Projektil eines Echsen-Schiffes nur sehr knapp aus, bevor dieses in der Lage war in eines der Himmelsschiffe zu schlagen und den gesamten oberen Frontalausläufer heraus zu sprengen.
„Ihre Systeme sind außergewöhnlich hoch entwickelt. So etwas habe ich noch niemals vorher gesehen. Wir haben keine Chance mit unseren Waffen!“, rief plötzlich einer der spinnenartigen Insektoiden von seiner Station zu dem Kommandanten.
„Gebt sofort ein SOS-Signal an alle umliegenden Stationen der Community heraus. Wir werden angegriffen und brauchen dringend Hilfe!“, befahl daraufhin der Kommandant, während ein gewaltiger violetter Strahl, scheinbar von einem der Himmelstitanen über ein Schiff der Insektoiden hinweg fegte, dass direkt vor dem Sichtfenster der Zentrale platziert gewesen war. Anschließend feuerte ein Kriegsschiff mehrere blaue Flammen-Kugeln aus seinen Waffentürmen die direkt in die Schilde der Station krachten, welche sich darauf mit einer Reihe dünner türkisgrüner Strahlen wehrte und mit sternförmig geformten, giftgrünen Projektilen nachsetzte. Gewaltige Explosionen überzogen einen Kreuzer der Himmelsfraktion, bevor eines der Projektile dessen Antrieb traf und ihn in so starke unkontrollierte Bewegungen versetzte, dass er mit einer kleineren Fregatte in der Nähe kollidierte.
„Commander! Die Mo´ok haben sich gemeldet. Sie entsenden einige Schiffe zur Unterstützung“, rief plötzlich ein anderer eher echsenartiger Offizier.

Bisher hatten Gor´shak und Natasha die beiden gerade noch Gefangenen lediglich geradeaus durch den Gang geführt. Immer wieder waren Gänge abgezweigt, aber keiner von ihnen schien bisher der richtige Weg gewesen zu sein. Plötzlich traten zwei Eldar-Krieger aus einem der beiden Gänge und nahmen die Vier direkt mit ihren Energie-Waffen unter Feuer, verfehlten sie dabei jedoch um Längen. Und so rannten sie weiter, versuchten schneller zu sein als die Eldar, aber das war an sich völlig unmöglich. Plötzlich stoppte Gor´shak ab und baute einen telekinetischen Schild auf um einen hellblauen Strahl damit abzufangen, der Natasha wahrscheinlich durch die Schulter getroffen hätte. Zeitgleich kamen aus den Gängen vor den Vieren mehrere Eldar-Kämpfer, die nun ebenfalls das Feuer eröffneten und Kaldrius sogar zwangen sich schnell zu ducken, bevor ihn eines der Energie-Projektile treffen konnte. Ein weiterer hellblauer Strahl fegte ferner an seiner Hüfte nur sehr knapp vorbei, sowie auch an Bennis Kopf und an Gor´shaks rechtem Arm, bevor dieser endlich reagiert hatte und den telekinetischen Schutz nach vorne ausbreitete, bevor weitere unzählige dieser Projektile und Strahlen in ihn einschlugen und mehrere Explosionen im Raum hinterließen.
„Natasha, Benni…“, sprach Kaldrius die beiden an, während die beiden hinteren Eldar-Krieger zu Sprüngen anzusetzen begannen und Energie-Klingen vorbereiteten.
„...Köpfe runter!“ beendete Gor´shak den Satz, bevor er mit Kaldrius schnell die Position wechselte und das gerade rechtzeitig um mit einem weiteren telekinetischen Schild weitere Strahlen und Projektile von den weitaus mehr Eldar von vorne abzufangen. Zeitgleich baute Kaldrius zwei gewaltige außen hellrote, innen sogar Weise Strahlen-Klingen, passend in seiner Größe auf und fing die beiden Schläge der Eldar so ab. Dabei drückten die beiden kämpfenden Rücken an Rücken, während Beni und Natasha sogar noch darunter auf dem Boden lagen und sich so klein machten wie es ihnen möglich war. Wütend kämpfte der Gigant mit Weisem Fell gegen die weitaus größere Kraft seiner beiden Feinde an, bevor er seine Waffen zurück zog und stattdessen mit zwei Gewehren gewaltige Projektile der selben Farbe auf sie abfeuerte. Während der eine getroffen und zerrissen wurde, schaffte es der andere Eldar jedoch mit einem Überschlag zur Seite zu weichen und sprang zunächst an die Wand und von dort erst wieder auf Kaldrius um ihm beide Energie-Klingen durch den Kopf zu rammen. Bevor er das jedoch konnte drehte der Toth sich schnell weg und packte den Eldar dann seinerseits an dessen Oberseite um ihn dann gegen die besagte Wand zu rammen. Blut spritzte dahinter und färbte noch den näheren Bereich rot, während sich Kaldrius zu Gor´shak umdrehte und ihm mit seinen Photonen-Gewehren unterstützte. Erst als drei Eldar getroffen waren und tot zu Boden stürzten reagierte ein Vierter darauf und duckte sich knapp unter dem ihm gewidmeten Projektil weg. Zeitgleich traten die fünf Eldar einige Schritte zurück, hielten die Vier Ausbrecher jedoch weiterhin unter Feuer.
„Los kommt schon!“, rief Gor´shak und meinte damit Natasha und Beni, die sich nun wieder vom Boden erhoben und mit dem Jäger und dem Toth zusammen in die Abzweigung flüchteten, die die Eldar durch ihren Rückzug freigegeben hatten. Bevor sie ihnen folgen konnten, jagte Gor´shak einen Magma-Strahl aus seinem Maul auf die Eldar, der sie alle mehrmals umschloss und versteinerte, wenn er sie nicht ohnehin schon verbrannte.

Unzählige Strahlen zweier völlig unterschiedlicher Grüntöne fegten mehrfach durch die Reihen der Himmels-Schiffe und Bestien, wobei lediglich die Hälfte überhaupt zu treffen schien. Mittlerweile hatte die Mech-Staffel der Himmelstruppe ihr Zielkriegsschiff der Insektoiden erreicht und nahm es mit mehreren goldenen Raketen unter Feuer, während die Mechs mit bogenförmigen Bewegungen vor den Flak-Waffen flüchteten. Gewaltige gelbe, aus Licht bestehend wirkende Explosionen rissen das Insektoiden-Schiff in Stücke, bevor eine Fregatte der Amphibien nach oben stieß und mit ihrer, strahlenförmigen Flak durch die Mechstaffel fegte und einen von ihnen in der Mitte zersägte. Zeitgleich jagte ein Dreadnought, der die Technologie beider Community-Spezies mischte, einen besonders großen Energiestrahl mitten in die Reihen der Himmels-Schiffe und fegte tatsächlich über drei von ihnen hinweg, wobei er nichts mehr außer Metallsplittern davon hinterließ. Zeitgleich erreichten die ersten Jäger und Bomber-Staffeln die Himmels-Schiffe. Als jedoch der erste von ihnen versuchte ein Torpedoartiges, organisches Gebilde abzufeuern, stieß ein weiterer Himmels-Mech hinter einem von deren Schiffen hervor und feuerte mit einer blauen Energie-Gattling darauf und anschließend mit zwei Weisen Licht-Strahlen aus dem Torso direkt auf die Jäger-Staffeln. Dabei traf er einen Bomber am Flügel, der daraufhin die Kontrolle verlor und in eine Fregatte der Himmelsfraktion krachte. Keine Sekunde darauf stürzten Greifen-Wesen nach unten auf die Jäger, wobei sie die kleinen Raumschiffe mit ihren Krallen packten, mit sich rissen und dann den Schnabel durch die Cockpits und damit auch durch die Piloten rammten. Nun eröffnete der Dreadnought noch einmal das Feuer und dieses Mal mit mehreren Energie-Projektilen aus seiner Frontseite und obwohl unzählige der weitgestreuten Projektile in ein Himmelsschiff einschlugen, hinterließen sie dennoch nicht den geringsten Kratzer daran. Auch als ein Insektoiden-Jäger mit seiner Schnellfeuer-Waffe auf einen der Himmelstransformer feuerte, während er ihm an einem Himmelskreuzer vorbei folgte, hinterließ er nicht den geringsten Schaden und ein Strahl einer Insektoiden-Fregatte zeigte ebenfalls nicht mehr Erfolg. Egal welches Waffensystem die Spezies der Community auch einsetzten, es zeigte von jetzt auf naher keine Wirkung mehr.
„Die Anpassung ist beendet, Erzengel Metatron“, kommentierte einer der Brückenoffiziere auf dessen Kommando-Schiff, dass gerade von mehreren Strahlen zweier Amphibien-Schiffe von oben und unten getroffen wurde.
„Dann macht meinen Sephir bereit. Die Himmelsdrachen sollen sich bereit halten und mir folgen, sobald ich gestartet bin“, befahl Metatron daraufhin und bereitete sich darauf vor die Brücke zu verlassen, als sich Michael in seinen Weg stellte.
„Was tust du da, Metatron? Du hast die Schlacht doch schon gewonnen. Nur noch ein wenig Zeit und sie werden sich von selbst zurück ziehen“, sprach er ihn dabei an.
„Ich kann mich nicht erinnern, dass dir irgendjemand irgendeine Kommando-Funktion in dieser Schlacht zugesprochen hätte und jetzt geh mir aus dem Weg, bevor ich das dem Herrn melde und er über dich richten wird“, antwortete Metatron sicht- und hörbar verärgert, bevor er die Brücke in Richtung des Hangars verließ.

Es dauerte lediglich fünf Minuten bis Natasha, Benni, Gor´shak und Kaldrius eine Art Eingangshalle erreichten, in der noch zwei weitere Türen zur Seite abzweigten und eine besonders große sich direkt vor ihnen befand. Die anderen beiden Türen wurden von Cain und Uriel scheinbar überwacht, denn beide richteten ihre Waffen darauf.
„Nichts wie raus hier!“, rief Gor´shak aus, bevor er sich nach hinten umdrehte und mit einem telekinetischen Schild weitere blaue Energieprojektile aus Eldar-Waffen abfing, bevor er mit den anderen nach draußen flüchtete und von mehreren grünen Strahlen verfehlt wurde. Zeitgleich feuerte Uriel beide Energie-Waffen ab und traf zwei der Eldar-Krieger, als diese gerade in die Luft gesprungen waren und verteilte ihr Fleisch, ihr Blut und ihre Knochen überall in der Halle. Cain ging weiterhin rückwärts und richtete die Waffen auf die nanobotverstärkten Humanoiden, aber feuerte keinen einzigen Schuss ab. Und das obwohl er selbst gerade fast von einem hellblauen Energiestrahl einer Eldar-Handwaffe getroffen worden wäre. Er konnte es einfach nicht und das obwohl gerade größte Gefahr für Alle bestand.
„Los, aktivier diesen Molekular-Transporter!“, rief Uriel plötzlich Natasha zu, als sie das Gebäude verlassen hatten, kurz bevor diese um nur wenige Milimeter von einem der blauen Projektile der Eldar verfehlt wurde, sich aber noch aus Reflex zu Boden fallen ließ. Genauso plötzlich sprang ein weiterer Eldar-Krieger von einem der anderen umliegenden Gebäude und fuhr beide Energie-Klingen aus. Dabei würde er genau auf Cain fallen. der zwar auf den Humanoiden zielte, aber nicht feuerte. Stattdessen schlug eines von Uriels Projektilen von der Seite in den Humanoiden und zerriss dessen gesamte Körperhälfte, während die Druckwelle die andere Hälfte gegen die nächste Wand schleuderte.
„Was ist los mit dir, Dämon? Kämpf endlich!“, rief die ihm dann zu, bevor sie ein Schwert materialisierte und von unten nach oben zuschlug, wobei sie einen Eldar noch in der Luft zerteilte. Natasha hatte sich derweilen wieder aufgerichtet und zog nun das Gerät um den Transportvorgang zu aktivieren. Zeitgleich platzierte sich Gor´shak in die Flugbahn eines weiteren Energie-Geschosses und fing es mit Hilfe einer telekinetischen Barriere ab, bevor er einen recht gewaltigen Kristall-Stachel auf einen der Eldar abfeuerte und mit einem Magma-Ball auf einen weiteren. Die Übermacht der Eldar war jedoch erschlagend groß und es schien nicht möglich sie weiterhin fern zu halten, außer vielleicht Cain würde ihnen dabei helfen. Der kämpfte aber immer noch gegen sein Gewissen, seine schlechten Emotionen und diese schrecklichen Bilder an, die er verursacht hatte. Wie konnte er jetzt, nachdem er definitv wusste, was er da überhaupt tat, noch überhaupt einen einzigen Schuss auf irgendjemanden abfeuern?
„Sie überrennen uns!“, rief Kaldrius aus, als er mit einem seiner Photonen-Gewehre auf einen Eldar feuerte und dessen Arm damit zerfetzte, den Krieger selbst aber nicht aufhielt.
„Ich hab´s!“, rief Natasha noch freudig aus, bevor sich die Molekular-Transporte für alle sechs aktivierten und sie sich alle in dem alten, schwer beschädigten Toth-Kreuzer wieder fanden.

Immer wieder schlugen verschiedene Energie-Waffen-Systeme in die Schiffe der Himmelsarmee und hinterließen nicht den geringsten Kratzer an ihnen, an nichts, was mit einem der goldenen Panzer versehen war, die schon fast typisch für die Himmelsarmee waren. Es schien fast so, als hätten sie sich der unbekannten Technologie der Amphibien und Insektoiden einfach angepasst, so dass die Schiffe nun ganz problemlos ihre Waffen in die Reihen der Community abfeuern konnte. Unzählige, gewaltige Explosionen durchzogen die Reihen, während blaue Flammenstrahlen auf die eigentliche Station trafen sich meist einfach durch deren Material fraßen. Ein ganzer Ausläufer wurde von einer Explosion einer Energie-Leitung abgetrennt und in die leere des Alls geschleudert, während die Station zunächst mit allen ihren Strahlenwaffen, dann mit allen ihren Projektil-Waffen in die Reihen der Engel feuerte und sogar einen der Himmelsdrachen traf, die sich gerade vor den Schiffen aufstellten. Nur wenig später stieß Metatron mit seinem Sephir in einer Pose mit verschränkten Armen nach oben und schien die Führung über die Drachen zu übernehmen. Einer der Insektoiden-Jäger versuchte das zu verhindern und stürmte direkt mit allen Waffen im Dauerfeuer auf den Sephir zu aus dessen Rücken sich schnell eine der Federdrohnen löste, die durch das immer wieder vorbei fegende Waffenfeuer flog und mit einem Weisen Licht-Strahl feuerte um den Jäger in der Mitte zu durchtrennen.
„Wir sind verloren“, kommentierte der Kommandant der Station, der den Vorfall auf dem Bildschirm mitverfolgt hatte, schockiert. „Startet sofort alle unsere Rettungskapseln und Nachrichten-Sonden. Die Community und besonders die Eldar müssen sehen was hier geschieht“, befahl er dann nach einer Weile Bedenkzeit, denn er wusste, dass es keine Möglichkeit geben würde diese Situation lebend zu überstehen. Und das wurde sogar noch klarer als die Himmelsdrachen damit begonnen Feuer- oder Energie-Bälle unterschiedlicher Färbungen in ihnen Mäulern zu laden, groß genug um ein orbitales Bombardement durchzuführen. Der erste Drache feuerte seinen Strahl ab, traf aber nur auf einen Kreuzer der Amphibien, der nur wenig später in einer gewaltigen Explosion verging. Als der zweite Drache feuern wollte trennte plötzlich ein rot-grüner Tachyon-Schneide-Strahl, der von oben kam seinen Arm ab, bevor ein weiterer Drache sich gezwungen sah nach rechts auszuweichen und so ganz knapp einem weiteren Strahl zu entkommen. An anderer Stelle schwenkte einer der Tachyon-Strahlen über einen Himmelskreuzer und sägte diesen in zwei Teile, bevor sich die ersten Mo´ok-Schiffe von oben unter die Truppen mischten. Selbst Metatron musste einem der gewaltigen Strahlen ausweichen, bevor neben ihm einer der Himmelsdrachen mit einem Weisen Strahl Gegenfeuer gab. Der Strahl genügte um ein erstes Schleimwesen-Schiff genau durch die Mitte zu treffen, so dass es brennend und unkontrolliert in eines der anderen beiden Community-Spezies krachte. Zeitgleich jagte Metatron unzählige gelbe, zielverfolgende Strahlen aus den beiden Schulter-Gebilden seines Sephirs in die Reihen der Mo´ok-Schiffe und hinterließ einige Schäden an ihnen, bevor sie ihn mit weiteren Tachyon-Schneidern zum seitlichen Ausweichen zwangen, während er die Drohnen alle startete.

Es war eine größten Teils verwirrende Architektur, die den Wüstenplaneten bedeckte um den die beiden Schiffe kreisten, ungefähr so als wären einige sehr Eldar-Typische Gebäude mit den Felsen der Umgebung verbunden. Und das konnte man sogar aus dem Orbit heraus sehen und erkennen. Allerdings interessierte das gerade keines der mittlerweile auf der Brücke anwesenden vier Besatzungsmitglieder des Toth-Kreuzers, als diese weiter vom Boden aus mit mächtigen Partikel-Waffen beschossen wurden. Lediglich Benni und Kaldrius setzte man kurz an zwei noch freien Quartier-Räumen ab. Während die meisten Schüsse der Orbital-Geschütze ihr Ziel verfehlten, musste das Schiff recht bald von den Wisps des Eldar-Kreuzers geschützt werden. Einen Treffer einer solchen Partikel-Waffe würde das Schiff in seinem grundsätzlich schlechten Zustand schließlich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr überstehen.
„Habt ihr mittlerweile die Personen, die ihr wolltet?“, fragte der ehemalige General über eine Kommunikations-Verbindung auf seine übliche ruhige, nur wenig emotionale Art.
„Es scheint ganz so, als ob wir die hätten“, antwortete Uriel schnell während Natasha die Steuerkonsole besetzte.
„Dann sollten wir so bald wie möglich verschwinden“, tönte Wor´tar direkt darauf in die Kommunikationsanlage.
„Ich bin ja schon dabei!“, antwortete Natasha darauf, bevor sie den Schub aktivierte und das Schiff aus dem Orbit, auf einen zufällig gewählten Kurs brachte. Die Eldar folgten nur wenig später, nachdem sie einige Tachyon-Projektile auf die Oberfläche abgefeuert hatten. „Puh, das war ja mal wieder äußerst knapp“, kommentierte Natasha dann entspannter.
„Das ist noch nicht das Ende. Ab jetzt werden uns nicht nur die Truppen von General Tar´wik jagen, ab jetzt werden uns alle Eldar-Truppen jagen“, antwortete Gor´shak darauf.
„Es hat keinen Sinn jetzt darüber zu diskutieren. Das wussten wir längst vorher“, fügte Cain auf Gor´shaks Aussage noch an.
„Was ist unser nächstes Ziel?“, fragte Wor´tar dann plötzlich über eine weitere Kom-Verbindung.
„Das wissen wir erst wenn dieser „Benni“ die Schrift übersetzt hat“, antwortete Gor´shak.
„Dann sollte er am besten sofort damit beginnen“, schlug Ma´ik draufhin vor.
„Seit ihr wahnsinnig? Benni hat grade einen Gefängnisausbruch hinter sich und ihr gebt ihm nicht einmal Zeit das zu verarbeiten oder zumindest ein wenig zu schlafen“, rief Natasha schockiert aus.
„Bis dahin wird es wohl am einfachsten sein, wenn wir eine Anomalie suchen, die uns Schutz vor ihren Sensorsystemen bietet“, schlug Cain daraufhin vor und Uriel nickte das ganze gut sichtbar ab.
„Einverstanden, wir werden einen Nebel in wenigen Lichtjahren Entfernung ansteuern. Bis dahin sollten aber die Schilde dieses Kreuzers die notwendigen Reparaturen erhalten haben. Der Nebel wird stark ätzende Substanzen beinhalten“, antwortete Ma´ik und trennte die Verbindung wieder.
„Na, klasse. Noch mehr Arbeit, die ich niemals schaffen kann“, kommentierte Natasha ein wenig niedergeschlagen.
„Nicht wenn ich dir vielleicht dabei helfen kann“, fügte Kaldrius plötzlich an, während er durch die Tür auf die Brücke trat und schon eine Weile im Lift gestanden hatte. „Du weißt, ich kann nicht einfach nur zusehen, wenn es um mein und dein Leben geht. Und ich denke, dass ich die Systeme meines Volkes besser kenne, als jeder andere der auf diesem Haufen Metall mitfliegt“, fügte der gewaltige Toth dann noch schnell an.

Mit gewaltigem Tempo rasten die Drohnen von Metatrons Sephir vorwärts, während sie das Mo´ok-Schiff mit ihren Energie-Waffen unter Feuer nahmen. Unzählige Explosionen rissen dabei Stücke aus den gewaltigen Stacheligen Schiffen während der Sephir seine beiden Kanonen nach vorne richtete und die beiden orange-gelben Strahlen abfeuerte. Eine gewaltige Explosion riss das Schiff in Stücke und machte dem Erzengel den Weg zur Station frei, während die Drohnen zu seinem Sephir zurück kehrten. Mehrere Strahlen der Station schlugen in den Panzer des Himmels-Mechs ein, hinterließen jedoch keinen einzigen Kratzer an dessen goldener Panzerung. Plötzlich schob sich ein weiterer Dreadnought der Mo´ok in seinen Weg und feuerte seinen Tachyon-Schneider ab, was Metatron zu einem schnellen seitlichen Ausweichen zwang, bevor er sich durch die Stacheln des Schiffes manövrierte und so ganz knapp daran vorbei flog. Der Tachyon-Schneider traf jedoch stattdessen einen Himmelskreuzer und zertrennte diesen genau in der Mitte, während Metatron langsam den letzten Stachel hinter sich ließ. Als der Dreadnought seinen Schneide-Strahl jedoch erneut auf den Sephir abfeuerte schien er zwar zu treffen, aber es war bereits zu spät dafür. Auch die Tachyon-Waffen der Mo´ok richteten keinen Schaden mehr an den goldenen Panzerungen der Himmels-Schiffe und somit auch am Sephir an.
„Eine Waffenfrequenz-Änderung. Das ist die Lösung!“, platzte es plötzlich aus dem Stationskommandanten heraus. „Ändert sofort die Waffen-Frequenzen!“, befahl er dann noch viel schnell und hektischer, bevor plötzlich der Sephir vor dem Fenster der Kommando-Zentrale langsam aufstieg. Direkt darauf stürzte ein Stück dahinter ein Greifen-Wesen nach unten, dass sich einen weiteren Insektoiden-Jäger gepackt hatte und ein Himmelsdrache wich zurück und flog dabei seitlich am Fenster vorbei, während er mit einem blauen Flammenstrahl in die Gegenrichtung feuerte.
„Ihr lächerlichen Dimensionsbewohner habt eine Sache noch nie verstanden. Wiederstand war schon immer vollkommen zwecklos“, kommentierte Metatron noch durch einen Kom-Kanal während die Drohnen seines Sephirs starteten und die Kanonen ausfuhren. Lachend begann er direkt darauf die Waffen abzufeuern und jagte sie genau in die Kommando-Zentrale. Eine einzige gewaltige Explosion riss den Kommandanten und alle seine Offiziere in den Tod, während sich die letzten Truppen der Community versuchten zurück zu ziehen, aber von unzähligen Himmelsdrachen abgefangen wurden. Verzweifelt versuchten sie sich zu wehren, aber die Drachen stürzten sich in zu großen Zahlen auf sie, während die Station selbst von zahlreichen Innenexplosionen zerrissen wurde und langsam in die Richtung des Planeten stürzte.
„Ja, genau, so ist es richtig meine Mitstreiter. Lasst keinen von ihnen am Leben“, kommentiere Metatron sichtbar erfreut, während er sich in Ruhe die endgültige, besonders große Explosion der Station ansah und erste Schiffe der Himmelstruppen an ihm vorbei, auf den Planeten zu flogen.

Kaldrius hatte sich eine Weile Zeit damit gelassen die richtigen Werkzeuge für die bevorstehende Arbeit auszuwählen und zu replizieren, bevor er sich in die Richtung der Schildgeneratoren begab, wo Natasha bereits auf ihn warten sollte. Unterwegs kam ihm jedoch plötzlich Benni entgegen, der äußerst aufgeregt, fast schon panisch wirkte.
„Kaldrius! Gut, dass ich dich finde. Hast du irgendwie rausbekommen was hier überhaupt ab geht? Was passiert hier eigentlich? Was ist mit diesem Cain und warum sprechen einige ihn mit „Dämon“ an? Seit wann ist Natasha so unglaublich heiß und was ist mit ihrem Exoskelet passiert? Und wer ist diese andere gottverdammt scharfe Braut und wieso hat sie Flügel auf dem Rücken? Wieso begleitet uns ein Eldar-Schiff? Wer ist dieses komische Mutanten-Monster? Und was zum Teufel läuft hier eigentlich für ne Freak-Show ab? Kann mir das mal endlich irgendwer erklären?“, platzte der Terraner direkt aus sich heraus, geriet dabei kurz sogar außer Atem und verwirrte den Toth zunächst sichtbar mit seinen vielen Fragen auf einmal.
„Ja, man hat mir gesagt was los ist. Ja, dieser Cain ist ein Dämon, und diese Dame mit Flügeln ist tatsächlich ein Engel, Uriel ist ihr Name, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Dann ist da auch noch Gor´shak, ein ehemaliger Eldar-Formwandler, der das als Erscheinungsbild gewählt hat, bevor sie ihn entließen und seine Nanobots entfernt haben, so dass er jetzt praktisch in dieser Form fest steckt. Die Eldar da draußen mit dem Schiff sind anscheinend ebenfalls unsere Verbündeten und angeblich nicht ganz unbeteiligt an unserer Rettung. Und zu guter Letzt, Natasha sah schon immer so aus, sie wollte es nur nicht zeigen. Ich denke allerdings, dass du vielleicht nochmal tief in dich gehen solltest, wenn das gerade deine einzigen Probleme sind. Wenn die Schilde in Gang sind, wird sie dich übrigens abholen und dir deine Aufgabe erklären, die du erledigen solltest, wenn du überleben und möglichst bald wieder dein altes Leben zurück haben willst. So lange solltest du vielleicht dafür sorgen, dass du noch etwas Schlaf bekommst. Und jetzt entschuldige mich bitte, ich habe keine Zeit noch länger zu reden, der Schildgenerator muss funktionieren bevor wir den Säurenebel erreichen“, antwortete Kaldrius dann nach einer Weile und schien den Terraner nun ebenfalls durch die Fülle an Antworten völlig zu verwirren, bevor er einfach an Benni vorbei ging und seinen Weg weiter fortsetzte.
„Schildgenerator? Säurenebel? Aber… Hey, WARTE MAL!“, versuchte er dem Toth noch nachzuschreien, als er sich wieder gefangen hatte, aber der war längst einige Gänge weiter und hörte ihn nicht mehr, oder tat zumindest so als ob. Somit blieb Benni kaum eine andere Wahl als das zu tun was ihm gerade gesagt worden war und in sein Quartier zurück zu kehren um vielleicht doch noch wenigstens ein paar Minuten zu schlafen, denn er befürchtete bereits dass man ihm sehr bald unmenschliche Leistungen abverlangen würde, wenngleich er noch nicht die geringste Vorstellung davon hatte um welche Aufgabe es sich handeln würde.

Kaldrius brauchte tatsächlich nicht sehr lange um die Systeme dieses Schiffes weit gehenst wieder herzustellen. Bei ihm sah es alles sogar recht einfach aus. Aber wenn Natasha es versuchte, versagte sie meist äußerst kläglich daran. Sie war eben nur eine Terranerin und damit weniger Wert als alle anderen Spezies in diesem Universum. Aber das würde bestimmt keine so große Rolle mehr spielen, wenn sie erst die Reiter gefunden hätte. Und da stand sie gerade kurz davor. Nur eine Tür, ein Gespräch und eine Übersetzung trennten sie von der Erfüllung ihres Lebenstraums. Und somit trat sie recht bald in Bennis Quartier ein.
„Hey, Benni“, sagte die direkt und schien Benni förmlich zu erschrecken.
„Ähm… Hey“, antwortete er unsicher und lief rot im Gesicht an.
„Benni, ich hab sie fast. Ich hab totsicher einen Hinweis auf die Reiter und damit finden wir sie bestimmt. Und dafür musst du den Text übersetzen“, begann Natasha dann drauf los zu reden, wobei es Benni sichtbar schwer fiel ihr zuzuhören, bei dem Anblick, der sich ihm gerade durch ihre Anwesenheit bot.
„Einen Text übersetzen? Mehr nicht?“, fragte er dann nachdem er sich wieder besonnen hatte. „Gib mir einen Computer und ein paar Stunden Zeit, dann wisst ihr genau wo ihr hin müsst“, antwortete er dann und versuchte dabei verzweifelt cooler zu wirken als er wahrscheinlich in Wirklichkeit war.
„Spitze. Dann komm mit“, sagte sie dann fröhlich und ging voraus, wobei sie Benni in ein Rechenzentrum führte, dass seine verrücktesten Vorstellungen übertreffen sollte. Aber eigentlich hätte er es auch wissen können. Immerhin waren die Toth eines der technisch am weitesten entwickelten Völker der Community.
„Ist ja krass hier“, kommentierte er dann und platzierte sich an der Konsole, wo er sich direkt an die Arbeit machte und sich den Fund aus den Ruinen ansah. „Sind wir jetzt eigentlich in Gefahr?“, traute er sich dann nach einer Weile zu fragen.
„Sicherlich ein wenig, aber Cain wird auf uns aufpassen, da bin ich mir ganz sicher. Er ist ein Dämon, weißt du? Also ein richtiger Dämon, mit Dämonenkräften und alles das, was du sonst nur in deinen Mangas zu lesen bekommst“, antwortete Natasha darauf.
„Du scheinst ihm ja sehr zu vertrauen“, stellte Benni dabei fest.
„Cain hat sich so sehr zum Positiven verändert seit er hier ist und die Eldar meinen, dass er möglicher Weise nicht immer ein Dämon war. Auf jeden Fall bin ich mir sicher, dass er uns alle beschützen wird, mit allem was ihm möglich ist“, antwortete Natasha noch als sich die Konsole durch ein Piepsen bemerkbar machte.

Es dauerte nicht sehr lange bis die Himmels-Truppen erste Lager auf dem Planeten aufgeschlagen hatten und mit dem Bau einer Basis begannen. Immer wieder landeten Landungs-Schiffe, sowie auch Jäger und Bomber auf den freien Feldern und starteten wieder. Besonders die Landungsschiffe brachten meist Unmengen an Baumaterial, welches dann mit besonderen Maschinen zu Mauern und Gebäuden verbaut wurde. Metatron befand sich währenddessen im Kommandanten Bereich, wo er die beste Möglichkeit hatte seine Armee beim Bau zu überwachen.
„Das war eine gute Leistung, Metatron“, kommentierte ein weiterer Erzengel.
„Erspar mir deine Schleimerei, Abbaddon“, antwortete Metatron abwertend.
„Ich finde auch, dass dein Umgang mit den Elementen nicht mal annährend so meisterhaft ist wie meiner“, fügte ein weiterer Erzengel noch an.
„Was macht ihr eigentlich hier?“, fragte plötzlich Michael, während er dazu kam.
„Der Herr schickt uns mit einer neuen Aufgabe“, antwortete der noch unbekannte Erzengel auf die Frage.
„Wir sollen alle unter Erzengel Michael ein Team bilden, dass die Suche nach den Reitern der Apokalypse aufnimmt. Wenn Uriel jetzt tatsächlich einem Dämon folgt, dann müssen schwerere Geschütze aufgefahren werden, als nur ein einfaches Erkundungsteam“, fügte Abbaddon noch hinzu.
„Während der nächsten Schlacht, werden wir auf den Planeten voraus eilen und uns die Ruinen betrachten, die unsere Aufklärungsteams entdeckt haben“, fügte nun der unbekannte Erzengel noch an.
„Ich verstehe. Dann werden wir soweit bereit sein und jetzt möchte ich kurz mit Metatron sprechen“, antwortete Michael darauf und sowohl Abbaddon, als auch der noch unbekannte Erzengel verließen den Kommando-Stand.
„Was willst du von mir?“, fragte Metatron bereits hörbar wütend, wissend dass er gleich eine Ermahnung von seinem früheren Lehrmeister bekommen würde.
„Das war nicht nötig Metatron. Du hattest den Kampf schon gewonnen. Und du verschwendest Kräfte für ein paar Dimensionsbewohner“, mahnte Michael tatsächlich.
„Was soll denn der Mist jetzt? Es sind nur ein paar lächerliche, wertlose Dimensionsbewohner und genauso hab ich sie abgeschlachtet. Sag bloß, du hast Mitleid mit ihnen“, lachte Metatron sein Gegenüber plötzlich aus.
„Wenn sie so wertlos sind, warum verschwendest du dann deine Energie auf sie?“
„Weil ich es wollte, weil es mir Spaß gemacht hat und weil ich der mächtigste Erzengel bin, der jemals geschaffen wurde.“
„Wenn du unter meinem Kommando auch nur einen einzigen Dimensionsbewohner ohne Grund tötest, werde ich es sein, der dich tötet“, sagte Michael letztendlich als ihm schnell klar wurde, dass das Gespräch an sich völlig zwecklos war.
„Ach ja? Du und mich umbringen? Das will ich sehn. Ich kann sowieso nicht verstehen, weshalb du das Kommando für diese Mission hast und nicht ich. Du bist schwach, von Gefühlen und Mitleid zerfressen. Und sowas wie dich habe ich mal bewundert und als meinen Lehrmeister angesehen“, antwortete Metatron abschließend bevor auch er einfach den Kommandostand verließ und Michael einfach mit der Überwachung des Basisaufbaus alleine lies. Ob er jedoch schwach wäre oder nicht, das würde sich in einem Kampf erst heraus stellen müssen, zumindest war dies Michaels letzter Gedanke zu diesem Thema bevor er sich seinen anderen Aufgaben widmete.

Es war ein eigenartiger Zustand in dem der Dämon sich gerade befand. Es war ihm noch niemals zuvor möglich gewesen irgendeine Emotion als positiv oder negativ zu bewerten. Wie auch? Es war ihm ja nicht einmal möglich gewesen sie zu empfinden. Aber jetzt überfielen ihn unzählbar viele negative und dazu diese Bilder, die er nun plötzlich als grauenhaft bewertete, nachdem es ihm so lange Zeit egal gewesen war. Aber er durfte daran nicht denken. Er hatte eine Aufgabe zu erfüllen und bis sie abgeschlossen war musste er bei voller geistiger Stärke bleiben. Und das tat er am besten indem er sich im Hangar des Schiffes, in der Nähe des Legion, wie üblich mit der Kultur der einzelnen Spezies der Community zu befassen. Und dann waren da diese Daten, die Natasha ihm gegeben hatte, über einen Teil der Terranischen Kultur. Auf der einen Seite drängte es ihn den Inhalt dieser Daten zu erfahren, aber auf der anderen Seite fürchtete er sich davor. Weshalb? Das konnte er nicht so genau erklären. Deshalb schob er es auch einfach hinten an und nahm sich lieber die Kultur der humanoideren Insektoiden-Spezies vor, jedoch mit recht geringem persönlichem Erfolg, denn die Sinne der Insektenwesen waren völlig anders als seine und damit konnte er einiges nicht einmal wahrnehmen, was deren Kultur bot.
„Was war da unten in diesem Gefängnis mit dir los, Dämon?“, fragte plötzlich Gor´shak, als er den Hangar betrat. „Was ist generell überhaupt mit dir los, seit Ma´ik dir diesen einen heftigen Schlag versetzt hat?“, fragte er weiter nach.
„Bist du etwa extra hier runter gekommen um mich das zu fragen, Jäger?“, stellte der Dämon als Gegenfrage und das absichtlich um nicht antworten zu müssen. Aber Gor´shak reagierte nicht darauf und starrte ihn einfach nur an.
„Wenn du deinen Willen zu töten verlierst, Dämon, wirst du nichts mehr beschützen können“, sagte der ehemalige Eldar dann doch nach einer Weile. „Töten ist sicherlich keine schöne Sache. Niemand tut es wirklich gerne, aber es ist unabdingbar, um zu überleben und um zu beschützen. Denke darüber nach Dämon, bevor du das nächste Mal zögerst und eine Aktion in Gefahr bringt“, fügte er noch an, bevor er sich langsam aus dem Hangarraum entfernte ohne jede weitere Gegenreaktion des Dämons. Der Jäger wusste dennoch, dass er sein Ziel längst erreicht hatte. Und das war, dass der Dämon darüber nachdenken sollte und das tat er, zumindest für eine längere Zeit bevor sich den Kulturen der amphibischen Spezies widmen sollte.

Es schien seit einer Weile nicht so als würde den beiden Schiffen auch nur die geringste Gefahr drohen. In diesem grünen, giftigen, stark ätzenden Nebel waren sie scheinbar äußerst Sicher vor den Sensoren der Eldar. Entweder das, oder niemand suchte gerade nach ihnen. Das gab Natasha Zeit sich weiteren Reparaturen, etwa der anderen Replikatoren auf dem Schiff zu widmen. Als sie sich den ersten jedoch vornehmen wollte, stellte sie verwirrt fest, dass ihr diese Arbeit bereits jemand abgenommen hatte. Und da es nur einen anderen Techniker auf dem Schiff gab, war es auch völlig klar, dass es nur der gewesen sein konnte. Es war wie sie es einst zu Cain gesagt hatte. Kaldrius war perfekt im Umgang mit Technik und Maschinen und konnte das gesamte Schiff mit ein paar kleinen Handgriffen wiederherstellen. Kein Wunder, schließlich war er ja auch ein echter Toth und sie war nur eine einfache Terranerin ohne jeden Wert in dieser Situation. Wenn irgendwo Gefahr drohte, zog sie sich panisch hinter eine Deckung zurück und bei Erkundungen verhielt sie sich ungeschickt. Nicht einmal die Funde übersetzen konnte sie letzten Endes, selbst dazu brauchte sie noch Hilfe von Benni, der zwar nicht stark, aber dafür mit einer Fähigkeit im Umgang mit Computern versehen war, dass Natasha sich auch hier vollkommen fehl am Platz fühlte. Alles was sie hatte, war der Traum, die Vision die Reiter zu finden und hatte somit das ganze bis zu Cains erscheinen am Leben gehalten. Eigentlich brauchte man sie gar nicht mehr, dachte sie sich, als sie wieder zurück in Richtung der Brücke ging und dort gerade eine geschmolzene Energie-Leitung vorfand. Als sie jedoch versuchte die Reparatur durchzuführen, traf sie ein Funke genau an die Hand und schien dort eine recht kleine, aber dennoch schmerzhafte Verbrennung zu hinterlassen. Am meisten schmerzte jedoch ihr Versagen bei dieser technischen Frage, die für Kaldrius wahrscheinlich nicht einmal die Verschwendung von mehr als einem Gedanken daran wert wäre. Es kam ihr gerade recht, dass in genau diesem Moment Cain um die Ecke bog, so dass sie dem verwirrten Dämon unter Tränen in die Arme springen konnte.
„Ich kann es einfach nicht. Ich kann nicht einmal eine lächerliche Energieleitung wieder verbinden. Ich kann nicht kämpfen, ich kann nichts reparieren, ich stehe nur im Weg, ich bin einfach nur eine schwache, nutzlose Terranerin“, schluchzte sie schnell und klammerte sich fester an den Dämon. Es war erschreckend, dass sie sich genau das wünschte, was er momentan am meisten an sich hasste, seine fast grenzlose Stärke, die so viele Wesen in den Tod geschickt hatte und die er nie wieder einsetzen durfte. Und noch erschreckender als das war, dass er zum ersten Mal das terranische Weinen verstand. Er konnte verstehen, dass dies eine terranische Methode war, negative Emotionen auszudrücken und er wusste auch, dass sich Natasha gerade mindestens so schlecht fühlen musste wie er selbst.
„Zumindest hast du ein reines Gewissen“, murmelte er dann nach einer Weile. „Du hast nichts getan, von dem du dir im Nachhinein gewünscht hast, dass du es nicht getan hättest“, fügte er dann noch an und Natasha stellte verwirrt fest, dass seine Stimme dabei tatsächlich auf eine eigenartige Weise traurig klang. „Du hast niemals jemanden getötet und schon gar nicht wenn er dir nahe stand. Und dann die vielen Bewohner dieser Dimension, die sterben mussten, nur weil sie auf mich trafen“, fügte er noch an.
„Das alles ist nicht dein Fehler gewesen. Du hast es nicht besser gewusst, gerade ganz zu Anfang, als wir uns getroffen haben“, antwortete Natasha dann darauf und erinnerte der Dämon so schlagartig an die unzähligen Male in denen er sie mit seiner Waffe bedroht hatte und mehrfach tatsächlich vor hatte sie zu töten.
„Ich sollte jetzt gehen“, sagte er dann schnell und machte sich auf den Weg, schob die Terranerin dabei einfach zur Seite. „Vielleicht kannst du mir irgendwann vergeben“, fügte er im Gehen noch schnell an.

Es war erstaunlich wie lange die Suche nun schon dauerte und immer noch war nicht das geringste Zeichen des Schiffes der beiden Desserteure und dem der Verbrecher zu finden. Sie konnten doch nicht einfach das bekannte Universum verlassen haben, das war völlig unmöglich. Niemand würde ein solch eigenartiges Vorhaben starten. Allerdings bewiesen die unzähligen Eldar-Schiffe da draußen das Gegenteil. Entweder das, oder die Sensoren aller Schiffe mussten beschädigt sein.
„General. Die Fregatten-Staffel drei meldet keine Feindkontakte“, sprach plötzlich einer der Brückenoffiziere Tar´wik an und riss ihn aus seinem Gedankengang.
„Halten sie es für möglich, dass unsere Zielobjekte das bekannte Universum verlassen haben könnten?“, fragte der General plötzlich darauf, sehr zur Verwirrung seines Offiziers. „Keines unserer Schiffe hat bisher auch nur das geringste Anzeichen von ihnen gefunden. Also müssen sie das bekannte Universum verlassen haben“, fügte er dann noch hinzu.
„Aber überhaupt nur die nächste Galaxie, den nächsten Planeten in einem anderen Universum zu erreichen würde ohne Sprungtore und Beschleuniger Milliarden von Jahren dauern, voraus gesetzt man erreicht ihn überhaupt und es gibt in diesem anderen Universum überhaupt Planeten oder Galaxien“, antwortete ein anderer Brückenoffizier.
„Niemand würde ein solch verrücktes Vorhaben starten, das ist mir auch klar. Aber wir haben es hier mit Desserteuren und Nicht-Eldar zu tun. Die handeln niemals nach unseren Maßstäben sinnvoll“, fügte der General noch an. „Außer vielleicht... Welche Substanzen sind in der Lage unsere Sensoren zu stören?“, fügte er dann plötzlich an und man merkte ihm seine Idee an.
„Da gibt es einige, Sir“, antwortete der erste Brückenoffizier wieder.
„Dann sollen unsere Schiffe in jeden einzelnen Nebel, jede einzelne Atmosphäre und jede Interferenz hinein fliegen und sie dort suchen“, befahl Tar´wik daraufhin.
„Aber Sir, das ist ein großer Aufwand und für viele Schiffe obendrein gefährlich“, warf plötzlich ein dritter Brückenoffizier ein.
„Das spielt keinerlei Rolle. Es handelt sich hier um die gefährlichsten Verbrecher seit dem terranischen Krieg. Wenn wir sie gewähren lassen wird unsere Vormachtstellung verloren gehen und ein weiterer Krieg gestartet werden. Machen sie den Besatzungen das klar und dann werden sie jeden Befehl ausführen. Wer es nicht tut wird auf der Stelle festgenommen und als Verräter verurteilt werden“, antwortete der General und klang dabei erschreckend eindringlich, so dass niemandem mehr ein Wort der Erwiederung einfiel und man seinen Befehl einfach ohne weiter nachzufragen ausführte.

Äußerst verwirrt betrat Cain den Hangar und das nachdem das Ereignis, dass ihn so sehr verwirrt hatte schon einige Tage zurück lag. Wieso verstand er diese eigenartige Terranische Art seine Gefühle zu bewältigen und wieso funktionierte sie bei ihm scheinbar auch? Je länger er mit seinen Gefühlen lebte umso verwirrender wurden sie. Was ihn jedoch noch weitaus mehr verwirren sollte, als seine Fähigkeit Emotionen zu haben, zu verstehen und zu verarbeiten, war dass er nicht alleine in dem Hangar sein sollte. Neben ihm hatte sich auch Uriel ihren Platz an diesem Ort gesucht und schien ebenfalls schon eine gewisse Zeit lang mit verschränkten Armen an einer der Hangarwände gelehnt zu haben. Egal worauf sie gewartet hatte, es schien sie nicht allzu sehr zu überraschen, dass Cain hier erschien, beinahe so als wäre er es auf den sie gewartet hatte.
„Was tust du hier?“, fragte der Dämon die Engelsdame verwirrt.
„Ich langweile mich hier“, antwortete sie und ging langsam auf Cain zu. „Ich weiß nicht wie das bei euch Dämonen so ist, aber wir Engel, wir leben für den Kampf“, fügte sie dann noch schnell erklärend an.
„Das ist bei uns Dämonen eigentlich nicht anders“, antwortete Cain.
„Wirklich? Wie kannst du nur so einfach hier herum sitzen? Fühlst du dich nicht irgendwie auch nicht ganz lebendig ohne einen Kampf?“, fragte Uriel weiter.
„Ich bin kein richtiger Dämon, wahrscheinlich nie ge...“ antwortete Cain und stoppte schlagartig seinen Satz. „Worauf willst du eigentlich hinaus?“, fragte er dann dennoch nach kurzen Bedenkzeit in der es völlig ruhig war.
„Ich kann es unmöglich auf mir sitzen lassen von einem Dämon besiegt worden zu sein. Ich verlange einen weiteren Kampf“, antwortete die Engelsdame und Cain schien sich ein leichtes Grinsen bei dem Gedanken an einen Kampf ohne, dass er jemanden dabei töten musste nicht verkneifen zu können.
„Es wird ein reiner Schwertkampf. Keine Schusswaffen, keine entfesselten Formen, keine sonstige Technologie. Ich habe nicht die Absicht etwas zu beschädigen und falls es dennoch geschieht, werden wir unseren Kampf unterbrechen“, antwortete er dann.
„Einverstanden, Dämon. Endlich kann ich dir beweisen, dass du NICHTS bist“, kommentierte Uriel und geizte dabei nicht mit Sarkasmus, während sie zwei Schwerter materialisierte, auf die Rüstung aber verzichtete.
„Wie kann ich „Nichts“ sein, wenn ich dich besiegt habe und du mich sogar zum Kampf aufforderst?“, fragte Cain ebenso sarkastisch dagegen und materialisierte ebenfalls beide Schwerter.
„Das letzte Mal hattest du nur Glück. Der Schwertkampf ist mein Spezialgebiet“, antwortete Uriel noch einmal, lächelte ebenfalls und richtete beide Klingen nach vorne.
„Dann zeig mir was du kannst und steh nicht nur da rum“, antwortete der Dämon abschließend bevor beide in Erwartung eines Schlagabtauschs aufeinander zustürmten.

Es war ein eigenartiges Bild, dass sich Gor´shak, Kaldrius und Natasha bot als Ma´ik und Wor´tar per Molekulartransporter das Schiff betraten. Sie hatten ihren Besuch zwar angekündigt, aber dennoch war es eigenartig zwei echte Eldar auf dem Schiff zu haben, ohne dass man sich vor ihnen fürchten musste.
„Was wollt ihr beiden hier?“, fragte Gor´shak direkt und schien nicht gerade glücklich darüber zu wirken, dass die Eldar auf dem Schiff waren.
„Wir wollen euch bei euren Reparaturen helfen", antwortete Wor´tar.
„Wie wollt ihr beide denn uns, bei den Reparaturen an einem Toth-Schiff helfen? Bei euch geht doch alles mittlerweile über Nanobots“, fragte Kaldrius verwirrt dagegen.
„Exakt. Wir können unsere Nanobots verwenden und sie durch das Schiff entsenden. Dabei werden sie es völlig wiederherstellen. Der Vorgang würde nur wenige Minuten im wenigsten idealen Falle, normalerweise aber eher einige Sekunden dauern und das Schiff wäre wieder Gefechtsbereit, wenn wir den Nebel verlassen oder dazu gezwungen werden“, antwortete Ma´ik darauf.
„Ihr kommt um uns die Arbeit abzunehmen? Soll ich euch das etwa glauben?“, fragte Gor´shak ruhig und gelassen dagegen.
„Es ist unser aller Interesse, dass dieses Schiff gefechtsbereit ist, wenn wir den Nebel verlassen und von einer Erkundungsstaffel meines Volkes abgefangen werden“, antwortete Ma´ik erneut darauf. „Wir hätten diese Möglichkeit viel früher in Betracht gezogen, wenn wir uns ihrer schon bewusst gewesen wären“, fügte er noch erklärend hinzu.
„Dann sollten wir euch vielleicht wirklich danken“, antwortete Natasha schnell.
„Dankt am ehesten Commander Wor´tar. Er war es, dem dieser Einfall erschienen ist“, antwortete Ma´ik noch sehr zu Gor´shaks Missfallen, dass er eigenartiger Weise erstaunlich deutlich ausdrückte.
„Wir werden uns nun an die Luftschleuse begeben und den Vorgang von der äußeren Hülle aus starten“, kommentierte Wor´tar abschließend, bevor sich die beiden Eldar in Bewegung setzten und zunächst die Plattform des Molekular-Transporters verließen.
„Ich werde euch an die Schleuse begleiten“, warf Kaldrius noch schnell ein und folgte den beiden Eldar, durch die Tür.
„Wie ich es hasse an Wor´tar gebunden zu sein. Er ist an meinem Zustand schuld und jetzt spielt er sich hier als Helfer auf. Wenn ich noch Nanobots hätte, wäre dieses Schiff wahrscheinlich innerhalb von wenigen Sekunden unbesiegbar“, begann Gor´shak plötzlich vor sich hin zu grummeln.
„Seine Verbündeten kann man sich nun mal leider nicht immer aussuchen“, antwortete Natasha äußerst deprimiert, denn es war ihr nicht wirklich recht, dass die Eldar ihr die Arbeit abnahmen. Das sorgte lediglich dafür, dass sie sich noch sinnloser an Bord fühlte als zuvor.

Es war ein eigenartiges Bild für Kaldrius als die beiden Eldar einfach aus der Luftschleuse spazierten und die Schiffshülle betraten. Noch seltsamer wurde das Bild allerdings als das gesamte Schiff für einen kurzen Moment seinen Aggregatzustand von fest auf flüssig zu ändern schien und das nicht direkt auf kompletter Größe, sondern stückWeise von hinten nach vorne. Tatsächlich dauerte der Vorgang lediglich ein paar Sekunden und als er abgeschlossen war, konnte niemand mehr äußere Schäden an dem Schiff erkennen. Das selbe galt für die Schäden an den Systemen, die alle behoben waren. Die Eldar waren tatsächlich eine beeindruckende Schöpfung der Technik, das musste selbst Kaldrius in diesem Moment zugeben, auch wenn er das nur sehr ungern tat. Eigentlich hätte er die Hilfe der beiden halbmaschinellen Humanoiden gar nicht angenommen, aber das hier war gewiss eine Ausnahme-Situation in der die Reparatur-Geschwindigkeit von Bedeutung war. Abgesehen davon schien der kurzzeitige Flüssigzustand des Schiffes niemanden wirklich ernsthaft interessiert zu haben, wenngleich er sowohl Cain, als auch Uriel und Gor´shak aufgefallen war. Lediglich Benni zeigte sich äußerst verwirrt und musste sich erst wieder auf seine Arbeit besinnen, als sich die Lage wieder normalisiert hatte. Was auch immer das gewesen war, es musste etwas wichtiges gewesen sein, soviel war für ihn sicher. Aber er war nun einmal nur ein Terraner und wurde nicht aufgeklärt. Etwas anderes wäre es wahrscheinlich gewesen, wenn er auch so stark wäre wie dieser Cain oder wenn er wenigstens nicht als Terraner auf die Welt gekommen wäre. Aber zumindest hatte er dieses eine Talent, dass keiner der anderen hatte. Nur er konnte diese Schrift übersetzen und nur mit seiner Hilfe konnten sie die Reiter finden.
„Die anderen schicken mich um nach zu fragen wie weit deine Übersetzung fortgeschritten ist, Benjamin Renton“, sprach ihn plötzlich Uriel an, während sie zu ihm an die Konsole trat und sich dabei bis auf 10cm hinter ihm in dessen Nähe platzierte.
„B… B… B… Benni reicht völlig“, begann er zu stottern während er rot anlief und ihm der Schweiß in Strömen zu laufen schien und das alles ganz ohne, dass er auch nur die geringste Möglichkeit hatte sich und seine Funktionen zu kontrollieren. Kein Wunder, sie sah unpassend gut aus für eine Kämpferin in so vielen Belangen. So hatte auch Uriel einen aus terranischer Sicht perfekt gebauten Körper, mit langen Beinen und einer unglaublichen Oberweite, so wie auch extrem langen blonden Haaren, die ihr weit bis zum Bauchbereich gingen und die sie eigentlich permanent offen trug. Bei beidem musste Benni sich zwangsweise fragen, wie sie denn eigentlich genau damit kämpfen konnte ohne dass ihr das dabei in den Weg kam. Ihr Gesicht hatte dazu auch noch sehr weiche Züge, die absolut nicht zu ihrer Kämpfer-Natur oder ihrem Charakter passten. Das Alter war bei diesen Wesen ohnehin schwer zu bestimmen, da sie wesentlich langsamer alterten als die Terraner, aber wenn Benni hätte schätzen müssen hätte er sie auf sein eigenes Alter, was 27 Jahre waren geschätzt. Er wusste aber auch, dass sie wahrscheinlich eher 127 Jahre alt sein musste, vielleicht sogar eher 1270 Jahre, genau konnte er das nicht sagen, er wusste lediglich dass das Alter bei diesen Wesen völlig anders funktionierte als bei sich selbst. Wenn man Benni vor die Wahl gestellt hätte ob Natasha oder Uriel besser aussehen würde, wüsste er sich nicht zu entscheiden.
„Also, wie weit ist nun diese Übersetzung?“, fragte die Engelsdame erneut.
„Ich brauche nur noch ein wenig Zeit um heraus zu finden welches die letzte Koordinate ist“, schaffte er es dann gerade so zu antworteten. „Ich denke ich brauche nur noch einen Tag, vielleicht auch zwei“, fügte er dann noch schnell an und flüchtete sich schnell in seine Arbeit.
„Stimmt es eigentlich was sie über euch sagen? Dass ihr die körperlich schwächste Spezies in eurer gesamten Dimension seit?“, begann Uriel dann nach einer Weile zu fragen und es erstaunte Benni dabei sehr stark, dass sie immer noch im selben Raum mit ihm war.
„Die schwächste Spezies in dieser Dimension nicht unbedingt. Nur die schwächste, intelligente Spezies“, antwortete Benni ein wenig deprimiert und drückte versehentlich zwei Tasten, die nicht vorgesehen waren. „Ach verdammt!“, rief er dann aus, bevor er äußerst gebannt auf den Bildschirm starrte. „Hey Moment. Das sind doch die Koordinaten. Ich bin gerade schneller fertig geworden, glaub ich“, kommentierte er dann, während Uriel versuchte einen Blick auf den Bildschirm zu bekommen, wozu sie sich nach vorne beugen musste und dem Terraner unfreiwillig einen Blick in den Ausschnitt ihrer Kleidung gewährte. Das einzige was ihn davon abhielt nicht mit absolut explosivem Nasenbluten in Ohnmacht zu fallen war die Tatsache, dass solche Dinge lediglich in seinen Mangas und Animes geschahen und eigentlich physikalisch und biologisch vollkommen unmöglich waren. Zum ersten Mal konnte er jedoch das Gefühl nachvollziehen, dass derartige Stellen ausdrücken sollten. Erst als Uriel sich wieder aufrichtete und die Situation zu Ende ging war es Benni möglich sich wieder zu fangen und normal zu denken. Anscheinend hatte sie selbst auch nicht bemerkt was gerade geschehen war oder sie störte sich in keiner Weise daran.
„Wir sollten die anderen so bald wie möglich darüber informieren“, stellte sie dann noch fest, bevor sie den Raum zu genau diesem Zweck verließ und Benni mit seinen offensichtlich nicht ganz sauberen Gedanken alleine ließ.

Es war erstaunlich welch gewaltige Basis die Himmelstruppen in solch geringer Zeit auf einem Planeten erschaffen konnten. Nicht zuletzt lag dies wahrscheinlich an ihrer Fähigkeit dimensionale Portale zu errichten und weitere Truppen von anderen Orten in anderen Dimensionen zu beziehen, wo sie bereits in Bereitschaft standen. Innerhalb von kürzesten Zeiten wurden größere Mauern und Verteidigungsanlagen aufgestellt und Schiffe in den Orbit gebracht. Ähnlich schnell breiteten sich die Engel auf die umliegenden Monde aus und es war nur noch eine Frage der längeren Zeit bis die übrigen Planeten auch eingenommen worden wären. Umfangreiche Untersuchungen wurden eingeleitet, man wollte schließlich alles über die Dimension und ihre Naturgesetze wissen um sie schnell als Lebensraum für sich gewinnen zu können. Das alles wusste Ra bereits vom Sehen, während ihn sein erstaunlich kleines, goldenes, vogelartig gebautes Schiff, dass man am ehesten einen Personen-Transporter für bedeutende Persönlichkeiten nennen konnte, auf die gerade eingenommene Welt brachte. Der Untergott selbst hatte die Form eines Humanoiden angenommen und seine Kräfte zunächst versiegelt, denn niemand konnte für den Moment vorhersagen wie sich die Götter-Körper in dieser Welt bei solch gewaltigen Ausmaßen verhalten würden. Langsam bewegte sich das Schiff auf den Planeten und landete auf einem dafür extra vorgesehenen Landeplatz, wo sich bereits die vier Erzengel, Michael, Metatron, Abbaddon und Raphael eingefunden hatten, sowie weitere niederere Himmelskrieger.
„Meister Ra, diese humanoide Form steht euch ausgezeichnet“, kommentierte Abbaddon direkt auf eine eigenartige, zwielichtige Art und Weise.
„Es ist eine ungewohnte Erfahrung für mich auf gleicher Ebene mit eures Gleichen zu wandeln“, antwortete der Untergott darauf und ging auf Michael zu. „Der Herr entsendet mich um das Kommando über diese Flotte zu übernehmen“, sagte er dann.
„Wieso wird ein Untergott geschickt um die Invasion einer Dimension zu überwachen?“, fragte der Erzengel direkt darauf.
„Ich denke nicht, dass ich auf die Lage des Reichs des Himmels wirklich hinweisen muss. Sagen wir einfach, der Herr will sicher gehen, dass diese Invasion auch völlig erfolgreich verläuft“, antwortete der Untergott und sah einmal in die Runde. „Welcher Planet wurde als nächster Zielort ausgewählt?“, fragte er dann.
„Das nächste Ziel ist ein Auszügler, ein Planet ohne Sonne und ohne Galaxie zu der er gehört. Meines Wissens nach wurden dort eigenartige Energie-Signaturen, möglicher Weise die Reiter der Apokalypse gefunden“, antwortete Abbaddon und versuchte so informiert zu wirken wie er konnte, scheinbar um einen möglichst guten Eindruck auf den über ihm stehenden Ra zu hinterlassen.
„Dann wird sich euer Erzengel-Team sofort dorthin begeben“, befahl der Untergott.
„Jawohl, Meister Ra“, antworteten alle vier Erzengel perfekt synchron und traten fast im Gleichschritt von der Landeplattform ab.

Kaldrius rannte mehrfach durch die Gänge des Toth-Kreuzers, als ob er es nicht glauben könnte. Die Eldar hatten gerade innerhalb weniger Sekunden das geschafft, wofür er selbst Tage oder Wochen gebraucht hätte.
„Du kannst es ruhig glauben, die Eldar haben gerade unsere gesamte Arbeit innerhalb weniger Sekunden erledigt“, sprach Natasha ihn deprimiert an, während sie so klein wie möglich mit dem Rücken an die Wand gelehnt mitten im Gang saß.
„Wenn ich was von Nanobots verstehen würde und sie vor allen Dingen mit meinem Verstand kontrollieren könnte, dann könnte ich sowas auch“, antwortete Kaldrius ruhig darauf.
„Aber du kannst es nicht. Keiner von uns kann das, nur du kannst trotzdem alles reparieren in wenigen Tagen und ich hab´s nicht mal geschafft diese Energieleitung zusammen zu halten“, sprach Natasha weiter und wirkte weiterhin deprimiert.
„Was ich damit sagen wollte ist, dass ich mich nicht mit den Fähigkeiten eines Eldars messe. Ich bin kein Eldar, ich bin ein Toth. Genauso wenig solltest du dich mit meinen Fähigkeiten messen, du bist keine Toth, sondern eine Terranerin“, antwortete Kaldrius wiederrum.
„Das ist es ja grade. Ich bin nur eine nutzlose Terranerin. Ich kann keine Schiffe in wenigen Tagen wieder dastehen lassen wie neu und wenn irgendwo gekämpft wird, muss Cain mich aus den Schusslinien ziehen und mich irgendwo anders unter bringen, wo ich mich dann ängstlich verstecke und hoffe, dass mir nichts passiert und mich nutzlos und fehl am Platz fühle“, antwortete sie noch viel deprimierter als vorher. „Und um den muss ich mir auch noch Sorgen machen“, fügte sie dann noch schnell an, nachdem Cains Name gefallen war.
„Du machst dir Sorgen um einen Dämon?“, fragte Kaldrius verwirrt und ein wenig abwertend.
„Er ist ein denkendes, fühlendes Wesen. Wieso sagst du sowas?“, antwortete Natasha plötzlich eher ein wenig wütend darauf und sprang von ihrem Eckplatz auf.
„Bei meiner ersten Begegnung mit ihm, da war er eiskalt. Und ich wusste, wenn ich weiter mit ihm rede wird er mich einfach töten, obwohl ich damals noch nicht einmal geahnt hätte, wie einfach er es wahrscheinlich mit mir gehabt hätte in einem Kampf. Und du sprichst von einem denkenden, fühlenden Wesen.“
„Ja, er war so, als ich ihn getroffen habe, aber er hat sich verändert.“
„Wer soll dir das denn glauben?“
„Ohne ihn würdest du jetzt noch in dem Eldar-Gefängnis sitzen“, antwortete Natasha nur sehr wütend auf die letzte Frage des Toth und schockierte ihn damit. Aber nicht nur die Aussage schockierte das Wesen, es war auch die Tatsache, dass er sich daran erinnerte, dass es Cain nicht möglich gewesen war auch nur einen einzigen Schuss abzufeuern, während dieses Gefängnisausbruchs.
„Du magst ihn wirklich sehr, hab ich recht?“, fragte er deshalb stattdessen und brachte Natasha damit sichtbar in Verlegenheit.
„Naja, ein wenig vielleicht. Aber alleine mein letzter Eindruck war vollkommen erbärmlich. Ich hab verzweifelt versucht die Energieleitung zu reparieren und dann bin ich ihm weinend um den Hals gefallen. Ich bin eben nur eine Terranerin, wir wirken auf andere Wesen ohnehin hässlich und abstoßend und jetzt wirke ich auch noch erbärmlich und schwach auf ihn, was sollte er denn mit mir anfangen?“, antwortete sie dann wieder deprimiert.
„Ich habe im terranischen Krieg sehr früh eine Sache über Terraner lernen müssen. Ihre Fähigkeit über sich selbst hinaus zu wachsen und das eigentlich Unmögliche zu schaffen ist beeindruckend. Du solltest nicht einfach aufgeben nur weil du Terranerin bist, gerade wenn es um ein Wesen geht, über dessen Vorlieben wir nicht das geringste wissen“, antwortete Kaldrius eindringlich, aber dennoch ruhig.
„Du meinst ich soll ihm wirklich versuchen irgendwie näher zu kommen?“, fragte die Terranerin verwirrt und tat sich sichtbar schwer den Ratschlag anzunehmen.
„Du solltest weiter du selbst sein und ihm dein Inneres preis geben. Versuch dich ihm zu öffnen und wenn du Glück hast wird er sich dir möglicher Weise auch öffnen“, antwortete Kaldrius und konnte seiner Gesprächspartnerin direkt ansehen, wie es ihr besser ging.
„Achtung, findet euch alle auf der Brücke ein. Die Schrift wurde übersetzt und die Koordinaten sind bekannt“, warf plötzlich Gor´shak über das Kommunikations-System des Schiffes ein und unterbrach das Gespräch der beiden, die nicht lange warteten und sich direkt auf den Weg machten.

Es dauerte nicht allzu lange bis die alle, sogar die beiden Eldar auf der Brücke des Toth-Kreuzers eingefunden und einen Kreis um das Kontrollpult von Benni gebildet hatten. Alle starrten auf den Bildschirm und hofften auf etwas bedeutendes und darauf, dass Benni bald mit der Präsentation seines Ergebnisses beginnen würde.
„Könntet ihr mir vielleicht etwas Platz lassen und nicht so dicht neben mir stehen“, sagte Benni nach einer Weile eindringlich. „Bitte“, fügte er dann viel kleinlauter hinzu und obwohl das nicht gerade dazu führte, dass ihn die Anwesenden mehr respektierten, so entfernten sie sich dennoch schnell von seiner Konsole.
„Dann fang aber wenigstens an. Ich kann´s kaum abwarten“, antwortete Natasha darauf.
„Ich hab auch noch was anderes zu tun“, fügte Gor´shak noch schnell an.
„Ist ja gut. Ich sag euch jetzt wo der Planet liegt. Mit Hilfe des Navigationssystems konnte ich den Zielpunkt recht genau bestimmen. Und er liegt genau hier“, antwortete wiederrum Benni und gab die nötigen Daten ein, so dass recht bald ein Bild einer Karte mit dem Punkt zu erkennen war.
„Der Planet liegt weit außerhalb der bekannten Galaxien. Dorthin führt kein Beschleunigernetz und kein Sprungtor“, kommentierte Wor´tar.
„Und mit normalem Antrieb würde diese Reise unzählige Jahrzehnte in Anspruch nehmen“, fügte Ma´ik feststellend noch an.
„Und wie sollen wir jetzt dorthin kommen? Einige von uns haben nicht so viel Zeit“, warf Natasha dann ein und spielte offensichtlich darauf an, dass sie und Benni ein maximales Alter von 100 Jahren hatten, was weniger war als bei allen anderen Anwesenden.
„Es gibt einen Weg. In den Schriften waren verstecke Koordinaten eingearbeitet und tatsächlich, sie führen zu einem Wurmloch hier in unseren Systemen. Allerdings ist bisher kein einziges Schiff jemals von dort wieder zurück gekehrt“, antwortete Benni auf die allgemeine Ratlosigkeit.
„Dann sollten wir uns dorthin begeben und dann improvisieren“, kommentierte Kaldrius selbstsicher. „Mir wird schon etwas einfallen wie wir die Schiffe soweit verstärken, dass sie den Kräften des Wurmlochs stand halten können, wenn wir erst mal dort sind und vielleicht einen kleinen Hinweis darauf bekommen womit wir es überhaupt zu tun haben“, fügte er dann noch an.
„Ja, das klingt ja gut, aber wir haben da draußen ein ganz anderes Problem und das ist, dass wir hier nicht weg kommen ohne, dass uns millionen Eldar-Schiffe einfach überrennen“, stelle Gor´shak dabei fest.
„Wir haben die Antriebssysteme bei unseren Reparaturen etwas verbessert, so dass dieses Schiff nun auch mit dem unseren Schritt hält. Das weitaus größere Problem wird es sein den Nebel unbemerkt zu verlassen“, antwortete Wor´tar darauf.
„Wie identifizieren die Eldar ihre Schiffe?“, warf Cain plötzlich ein, nachdem er die ganze Zeit nicht das geringste gesagt hatte. Man merkte ihm an, dass er gerade einen Plan entwickelt hatte und ganz genau wusste, wie genau er diese Situation bewältigen konnte. Es dauerte eine gewisse Zeit, aber auch Uriel schien recht bald zu verstehen, was der Dämon vor hatte. Es war kein Wunder, dass diese beiden etwas davon verstanden unbemerkt durch Blockaden zu brechen, es waren ihre Hauptaufgaben gewesen, in der Zeit als sie noch ihren Meistern gedient hatten.

Es dauerte nun schon mehrere Tage und immer noch hatte keines der Eldar-Schiffe ein Zeichen der Zielpersonen gefunden. Aber Tar´wik wusste, dass die Zeit knapp wurde. Er musste die Verbrecher schnell finden und zur Strecke bringen, bevor sie ihre Informationen noch in der Community verbreiten konnten. Sollten sie sich wirklich in diesem grünen Raumnebel befinden? Sollte die Lösung des Problems der letzten Tage tatsächlich dieser Raumnebel sein? Tar´wik nahm sich schnell zusammen, er musste seine Sachlichkeit bewahren, sonst würde ihm jetzt ein Fehler unterlaufen.
„General Tar´wik. Wir haben alle anderen Nebel und Anomalien durchsucht. Nur die grünen Nebel von Issa wurden noch nicht überprüft“, kommentierte einer der Brückenoffiziere, während sich immer mehr Eldar-Schiffe um den Raumnebel versammelten und ihn völlig blockierten. Es war unmöglich, dass auch nur ein kleinstes Staub-Partikelchen hindurch käme, ohne dass die Eldar es bemerken würden.
„Die Stoßtruppen stehen in Bereitschaft und warten darauf mit der Durchsuchung beginnen zu dürfen“, kommentierte ein weiterer Brückenoffizier.
„Alle Stoßtruppen haben Befehl mit der Operation zu beginnen“, antwortete Tar´wik darauf und schnell gaben unzählige Offiziere diesen Befehl weiter. Keine Sekunde darauf verschwanden mehrere Schiffe der Kreuzer, Fregatten und Schlachtschiff-Größe im Nebel und stießen hinein. Es war nur noch eine Frage der Zeit bis sie die beiden Schiff finden und mit bloßer Übermacht überrennen würden.
„Ich hab da was auf den Sensoren“, kommentierte einer der Brückenoffiziere eines Kreuzers noch, während sich der Kommandant anstrengte um im Nebel die feindlichen Schiffe zu erkennen, aber es war beinahe nicht möglich.
„AUSWEICHMANÖVER!“, schrie er dann plötzlich und alle Schiffe die seiner Richtung folgen rissen das Steuer nach oben oder unten, so dass sie den entgegen kommenden Schiffen ganz knapp ausweichen konnten. Lediglich eines der Schlachtschiffe kollidierte mit einer Fregatte und zertrümmerte dabei deren Front völlig. Sehr zum Schock der Eldar waren sie gerade nicht auf Feindschiffe, sondern auf ihre eigenen getroffen.
„General Tar´wik. Die Stoßtruppen melden, dass der Nebel sauber ist“, meldete sich einer seiner Brückenoffiziere bei dem General.
„Was?“, fragte dieser verwirrt. „Aber sämtliche andere Anomalien wurden überprüft. Wenn sie nicht hier sind, wo sind sie dann?“, fragte er weiter und wirkte gleicher Maßen verzweifelt, ratlos und wütend, als plötzlich ein weiterer Brückenoffizier hinzu trat.
„General, der Kreuzer CXG-67 und der Kreuzer HGO-23 haben die Formation wie von ihnen angeordnet zu einer Überprüfung ihrer Reaktoren verlassen“, meldete dieser wie selbstverständlich und verwirrte den General sichtbar weiter.
„Aber ich habe niemals eine solche Maßnahme angeordnet“, stellte er verwirrt fest, bevor ihm die wahrscheinlichste aller Lösungen einfiel. Und die war, dass die beiden Schiffe falsche Signaturen, denen von Eldar-Schiffen dieser Flotte entsprechend, ausgesandt hatten und somit fast unbemerkt den Nebel verlassen konnten. „Alle Schiffe sollen sich umgehend aus dem Nebel zurück ziehen. Versuchen sie die Schiffe wieder zu finden und verfolgen sie ihren Kurs. An ihrem nächsten Ziel werden wir sie abfangen und vernichten“, befahl der Eldar dann, bevor er erstaunlich ruhig und gelassen die Brücke seines Dreadnoughts verlies.

Ein reges Treiben und großer Flugverkehr herrschte bereits auf dem Planeten der Engelsfraktion, als Metatron das Gebäude verließ in dem man ihn einquartiert hatte und über eine Brücke, die über einen Bestien-Käfig hinweg führte, ging um eine der Landeplattformen zu erreichen, wo bereits ein Personentransporter stand. Seine Optik passte zu der eines Himmelsschiffs und drücke zeitgleich aus, dass dieses Schiff bedeutende Persönlichkeiten transportierte. Neben Metatron hatten sich auch Abbaddon und Raphael bereits dort eingefunden. Ersterer war ungefähr 1,97m groß, aber eher dünn und schmal gebaut. Seine Haare waren völlig weiß und in einer Stachelartigen Frisur angeordnet, die sich nach fast allen Seiten richtete, außer nach oben. Seine Kleidung bestand aus einer schwarzen Robe, die scheinbar mit mehreren Gürteln an verschiedenen Stellen gesichert wurde. Seine beiden schwarzen, eher krähenartigen Flügel mit roten spitzen an den Federn der Außenseiten, taten ferner ihr übriges um dem ebenfalls recht jung wirkenden Erzengel eine erstaunlich düstere Optik zu geben. Raphael dagegen brachte es nur auf 1,93m Größe, aber dafür einen mittleren Körperbau. Er trug einen hellgrünen Mantel und seine Flügel erinnerten sehr stark an die Federn eines Pfaus. Aber nicht nur seine Art sich zu Kleiden und die Flügel, auch seine schulterlangen Haare und sein arrogantes Gesicht, sowie dessen gesamte Körperhaltung ließen nur den Gedanken an einen „Schönling“ zu.
„Es ist lästig, dass wir diesen Planeten erkunden sollen, nicht wahr Metatron?“, kommentierte Abbaddon direkt. „Wir sollten uns lieber der Hauptflotte anschließen und dabei helfen dies Dimension mit Gewalt zu erobern“, fügte er noch schnell an.
„Wenn du dich versuchst bei mir einzuschleimen, dann solltest du wissen, dass ich Schleimer nicht ausstehen kann“, antwortete Metatron hörbar wütend und sah Abbaddon mit einem hasserfüllten Blick an, der eindeutig eine Todesdrohung aussagte.
„Was ist los mit dir Metatron? Du warst viel umgänglicher, als du diese hässliche Brandverletzung von dämonischem Feuer noch nicht im Gesicht hattest“, kommentierte wiederrum Raphael.
„Dieser Metatron musste lernen, dass er nur dann etwas wert ist, wenn er seine Feinde restlos vernichtet“, antwortete Metatron darauf. „Ich muss meine Ehre wieder herstellen und denjenigen töten, der sie verdreckt hat. Und der befindet sich irgendwo in dieser Dimension. Wenn ich freie Hand hätte, dann wäre er schon längst gefunden und erledigt“, fügte er dann noch an, aber keiner der beiden anderen antwortete, was Metatron mitteilen sollte, dass Michael, der bekanntlich nun die Rolle des Vorgesetzten für die Drei übernommen hatte, gerade dazu getreten war.
„Also, beginnen wir mit unserer Mission“, kommentierte dieser lediglich und vermied es bewusst einen Kommentar über das gerade statt gefundene Gespräch abzugeben oder auf andere Art deutlich zu machen, dass er auch nur das geringste davon gehört hatte, bevor er mit den anderen den Personentransporter betrat, der sie auf ein weiteres Himmelsschiff bringen sollte.

Es war das Ende einer Aktion, die bereits einige Nerven gekostet hatte, denn niemand konnte vorher sehen ob die Modifikationen ausreichend waren um die Eldar zu täuschen. Letzten Endes schienen sie jedoch unbemerkt durch deren Sensoren-Netz gekommen zu sein, und das war alles was für den Moment zählte.
„Wie ist unser Status momentan?“, fragte Gor´shak als er die Brücke betrat um Kaldrius bei der Kursüberwachung abzulösen.
„Unverändert. Wir fliegen ihnen voraus, sie folgen uns und kommen langsam immer näher“, antwortete der Toth und trat von der Steuerkonsole weg. „Es scheint so als würde mir nicht viel Zeit bleiben um einen Weg durch das Wurmloch zu finden“, fügte das gewaltige Wesen mit weißem Fell dann noch schnell an.
„Und wie geht das voran?“, fragte der Jäger weiter.
„Da ich keine Ideen habe wie das Wurmloch die Schiffe zerstört hat, habe ich auch keine, wenn es darum geht uns davor zu schützen“, antwortete der Toth. „Es ist erschreckend, aber mir fällt einfach nicht das geringste ein“, fügte er noch schnell an.
„Ich will für dich und uns alle hoffen, dass sich das bald ändert“, kommentierte Gor´shak, während er sich an die Steuerkonsole bewegte und direkt mit der Überwachung begann.
„Und ich will für uns alle hoffen, dass du damit aufhörst mich so sehr unter Druck zu setzen, dass ich nicht einmal denken kann“, antwortete Kaldrius wiederrum darauf.
„Falls dir das ganze entgangen sein sollte. Wir werden von einer nicht näher bestimmbaren Zahl von Eldar-Schiffen verfolgt und werden in jedem Fall alle sterben, wenn dir nichts einfällt, also beeil dich damit, dann werde ich dich nicht mehr unter Druck setzen“, sagte der Jäger wütend und schien sich sichtbar zusammen reißen zu müssen um nicht noch mehr zu sagen, oder vielleicht sogar um keine Gewalt gegen den Toth auszuüben.
„Was ist los mit dir? Du scheinst wirklich gar niemandem zu vertrauen“, sagte wiederrum der Toth und schockierte Gor´shak sichtbar damit.
„Ich will die Reiter finden. Deshalb bin ich hier. Aber das bedeutet nicht, dass ich dir, den Terranern, den Eldar da draußen oder gar dieser Engelsdame vertrauen würde. Und selbst Cain verhält sich auf eine Art und Weise seltsam, die es mir unmöglich macht ihm weiter zu vertrauen“, antwortete er dann darauf. „Möglicherweise ist er gar nicht das Schattenwesen, dass in der Prophezeiung erwähnt wird“, fügte er noch an.
„Das ist nicht wahr und mit irgendwelchen Prophezeiungen hat das auch nichts zu tun. Du vertraust niemandem weil du Angst hast. Weil du Angst davor hast, dass man dich wie eine Mutation, wie ein Experiment, wie eine Sache behandeln könnte“, kommentierte Kaldrius wiederrum und zog sich zur Tür zurück. „Keine Panik, ich habe es geschafft Natasha, eine Terranerin, wie meinen eigenen Nachkömmling groß zu ziehen, da werde ich mit dir sicherlich auch zurecht kommen. Und auch mit dem Wurmloch wird mir sicherlich etwas einfallen. Vertrau mir einfach nur“, fügte er dann noch an, bevor er die Brücke verließ und Gor´shak alleine zurück ließ.

Immer wieder trafen die Schwerter der beiden Kämpfer aufeinander, die kaum aus gegensätzlicheren Lagern stammen konnten. Während der eine ein Wesen der Dunkelheit war, war die andere ein Wesen des Lichts. Zumindest behaupteten die Engel das zu sein. Plötzlich duckte sich Cain unter einem von Uriels Schlägen weg und wich einem weiteren von unten kommenden Schlag nach hinten weg, wo er mit seinem mächtigen massiven Schwert zustach und wahrscheinlich Uriel den Kopf direkt vom Hals hätte abtrennen können, wenn er nicht vorher gestoppt hätte. Zum Glück musste er diese Situation nicht zu Ende bringen, zum Glück war er mit der Engelsdame verbündet und dies nur ein weiterer Trainingsschwertkampf gewesen, so dass er sein Schwert recht bald senkte und dematerialisierte.
„Ich verstehe das nicht. Du bist größer, massiver und trotzdem schneller, als ich es jemals werden kann“, kommentierte Uriel die Situation.
„Es ist lediglich eine Frage der Psyche. Wenn du deinen Feind als schwächer als dich selbst klassifizierst, wirst du zwangsweise mit weniger Einsatz kämpfen. Wenn du deinen Feind als stärker als dich selbst einschätzt und das immer dann wenn es notwendig ist, wirst du mit deinem ganzen Einsatz kämpfen um ihm stand halten zu können und möglicherweise über dich hinaus wachsen“, erklärte der Dämon ruhig.
„Nein, das ist es nicht, hab ich recht?“, fragte Uriel plötzlich dagegen. „Zumindest nicht ausschließlich“, fügte sie noch schnell an.
„Es muss dir egal sein ob du verletzt wirst und es muss dir egal sein ob du dabei getötet wirst“, fügte nun der Dämon seinen Aussagen noch an, nachdem er zunächst einen Seufzer ausgestoßen hatte. „Das ist das Geheimnis der Dämonen und ihres Kampfstils. Die richtige Einschätzung des Feindes und die Gleichgültigkeit vor dem Tod. Egal ob es um das eigene Leben oder das des Feindes geht“, sagte er weiter und ging dann wortlos in die Richtung seines Legions und starrte die Maschine einfach nur an.
„Du hast tatsächlich ein Problem mit deinem Gewissen“, stellte Uriel fest.
„Ich habe meinen eigenen Bruder getötet, weil es mir befohlen wurde, mit dieser Maschine hier. Von den vielen anderen gar nicht zu sprechen“, antwortete der Dämon darauf.
„Dein Bruder hat die Ideale verraten an die ihr damals beide geglaubt habt. Ich weiß nicht ob ich ernsthaft anders gehandelt hätte in dieser Situation. Ein Krieg kennt keine Familie, keine Gnade, keine Ehrlichkeit und keine Moral. Es geht einfach nur darum selbst zu überleben“, antwortete die Engelsdame darauf.
„Du hättest Metatron also getötet, wenn er Gott verraten hätte?“, fragte Cain verwirrt.
„Ich habe Metatron niemals wirklich geliebt. Sicher ich verdanke ihm viel, aber ich habe ihn niemals wirklich geliebt. Aus irgendeinem Grund, den ich nicht ganz verstehe, hat er damals aus allen möglichen Optionen mich gewählt und im Anschluss entschied der Herr, dass wir einander zugeteilt werden sollten. Diese Situation dürfte deshalb wohl nicht ganz vergleichbar sein“, antwortete Uriel und trat einige Schritte näher zu dem Dämon und platzierte sich nur wenige Millimeter neben ihm. „Weißt du Cain, es gibt da noch eine gewisse andere Sache, die wir Engel tun können um uns lebendig zu fühlen“, sagte sie dann auf eine äußerst freundliche und für Cain sehr eigenartige Weise, nachdem sie eine Zeit lang nichts gesagt hatte. „Weißt du auch welche?“, fügte sie dann schnell an und versuchte seine Hand zu greifen, zog sich dann aber schnell wieder von ihm zurück, als sich die Tür öffnete und Ma´ik eintrat.
„Bei meiner Reparaturarbeit kam ich nicht umhin zu hören, dass hier in diesem Hangar Trainingseinheiten im Kampf stattfinden“, sagte er analytisch. „Ich möchte mich diesem Training anschließen und ferner einen Raum in unserem Schiff als Trainingsort vorschlagen. Dieser Hangar ist kein geeigneter Ort für solche Maßnahmen. Es könnte Ausrüstung und im schlimmsten Fall sogar das Schiff dabei beschädigt werden“, fügte er dann noch an.
„Danke, aber ich hab kein Interesse an noch so einem Molekular-Transport“, antwortete Cain schnell und lehnte sich mit dem Rücken an seinen Legion und verschränkte seine Arme.
„Dennoch möchte ich am Kampftraining teilnehmen“, sagte Ma´ik und trat weiter ein.
„Also ist es ein Dreier-Kampf, jeder gegen jeden?“, warf Uriel kurz verwirrt ein.
„Nur Schwerter, keine anderen Waffen. Nur um Schäden zu vermeiden“, antwortete Cain nun wieder mit einem Grinsen im Gesicht und materialisierte seine Schwerter.
„Ganz wie ihr es wünscht“, antwortete der Eldar und erschuf selbst zwei Schwerter auf die selbe Art und Weise, wie er sonst sein Exoskelet und den Avatar-Mech erschuf.

Es hatte eine gewisse Zeit gedauert bis Natasha die Brücke betreten hatte und Gor´shak am Steuer ablösen sollte. Wie einstudiert und völlig wortlos verlief der Prozess bei dem die beiden ihre Plätze wechselten. Anstatt jedoch die Brücke zu verlassen begab sich Gor´shak zu der anderen Konsole auf dieser Brücke und begann einige Daten und Befehle einzugeben, während Natasha ihn lediglich verwirrt ansah.
„Was tust du da?“, fragte sie dann nach einer Weile.
„Wir sollten in Reichweite der Scanner sein. Mit etwas gutem Umgang mit den Sensoren kann ich schon einmal erste Daten über dieses Wurmloch-Gebilde bekommen“, antwortete der Jäger während er weiter seiner Arbeit nachging.
„Glaubst du wirklich, dass du zuverlässige Daten auf diese Entfernung bekommst?“, fragte die Terranerin verwirrt und sah schnell auf die Steuerkonsole als ihr ihre eigentliche Aufgabe wieder einfiel.
„Ich werde genau arbeiten müssen, aber wir haben schließlich auch die gesamte Raumflotte der Eldar hinter uns und sie holen schnell auf“, antwortete der Jäger und sah plötzlich sehr intensiv auf die Daten, die er erhielt.
„Das ist kein Wurmloch. Das ist ein Riss im Raum“, stellte der Jäger schockiert fest.
„Ein Riss im Raum?“, fragte Natasha noch verwirrter.
„Ich weiß auch nicht wie ich das da anders beschreiben soll. Es ist eine Riss in unserem Raum, der scheinbar in einen völlig anderen Raum führt in den ich nicht hinein scannen kann“, antwortete der Jäger, sehr zu Natashas Missfallen, denn sie hatte offensichtlich nicht das geringste verstanden.
„Und was machen wir jetzt?“, fragte sie dann dennoch.
„Am einfachsten wird es sein, wenn ich das hier zu dem Toth bringe und wir einfach alle hoffen, dass ihm die richtige Idee einfach zufällt“, antwortete Gor´shak und machte sich auf den Weg zur Tür.
„Er heißt Kaldrius“, rief Natasha ihm dennoch zu, bevor der Jäger die Brücke nun doch endgültig verließ.

Nur sehr langsam bewegte sich der Kreuzer der Erzengel auf sein Ziel zu. Zum Glück wäre die Flotte sicherlich direkt hinter ihnen, so dass sie sich wahrscheinlich nicht lange mit diesem einen kleinen, nutzlosen Planetoiden befassen mussten. Zumindest hoffte Metatron das als er sich auf die Brücke begab, wo die anderen drei Erzengel bereits warteten.
„Du hast dir Zeit gelassen Metatron“, kommentierte Raphael sein erscheinen. „Du weißt wie sehr ich es hasse warten zu müssen“, fügte er noch an, erstaunlicher Weise nur wenig unfreundlich und fuhr sich einmal durch seine langen, blonden Haare.
„Es interessiert mich einen Dreck was du hasst. Ich mache was ich will“, antwortete Metatron dagegen erstaunlich wütend.
„Niemand findet es schön, wenn er besiegt wird und der Feind dann auch noch die Verlobte verführt. Aber wir sind nicht verantwortlich für das was mit dir geschehen ist“, sagte Abbaddon eindringlich, aber immer auf seine eigenartige zwielichtige Weise und schien den Erzengel damit tatsächlich zum Schweigen zu bringen.
„Da das nun geklärt ist fangen wir mit der Besprechung an“, kommentierte Michael daraufhin und platzierte sich an einem holographischen Projektor. „Nach dem besagten Vorfall mit dem Erkundungsteam, haben nun wir die Aufgabe, die Suche nach den Reitern der Apokalypse fortzusetzen“, fügte er dann noch an.
„Was sind diese Reiter der Apokalypse eigentlich?“, fragte Raphael schnell dazwischen.
„Ich denke auch dir ist die Prophezeiung der drei Reiche bekannt, Raphael. Die Prophezeiung, die von der dritten Fraktion spricht. Einer Fraktion so mächtig, dass sie Lucifer und dem Herrn gewachsen wäre und das nicht zuletzt wegen den Reitern“, antwortete Abbaddon und versuchte informiert zu wirken.
„Das ist korrekt. Die Reiter sind ein Teil dieser dritten Fraktion. In etwa so wie die Erzteufel der Dämonen oder unsere Untergötter. Sie sind mächtige Anführer und mächtige Krieger und eine mächtige Energiequelle“, fügte Michael noch hinzu.
„Aber was will der Herr mit den Anführern der dritten Fraktion? Ich nehme nicht an, dass sie sich einfach bekehren lassen werden“, fragte nun Abbaddon und wirkte erneut erschreckend zwielichtig bei seiner Frage.
„Das was er aus jeder Dimension will, das was Lucifer ebenfalls will, das weshalb wir diesen Krieg gegen die Dämonen führen. Der Herr will die Deus Machina und erhofft sich, dass die Reiter wissen, wo sie zu finden ist. Das würde uns einigen Aufwand ersparen und möglicherweise einen Zeitvorteil gegen die Dämonen sichern“, beantwortete Michael noch die Frage. „Es wird nicht mehr lange dauern bis wir unser Ziel erreichen. Nehmt euch daher noch etwas Zeit zur Kraftregeneration, bevor wir den Planetoiden erkunden“, befahl er dann und sowohl Raphael als auch Abbaddon zogen sich von der Brücke zurück. als Metatron sich jedoch zurück ziehen wollte hielt Michael ihn auf.
„Metatron. Ich hoffe dir ist klar, dass es unsere Aufgabe ist die Reiter oder die Deus Machina zu finden und uns eventuell gegen unprovozierte Angriffe zu verteidigen. Wenn du das vergessen solltest, wird das Konsequenzen haben, hast du das verstanden?“, sprach er seinen ehemaligen Schüler dann an.
„Du drohst mir Michael? Ist ja lächerlich. Bevor du irgendetwas melden kannst werde ich dich töten, also lass mich die Dinge auf meine Weise regeln oder stirb“, antwortete Metatron ruhig darauf, bevor er einfach weiter ging.

Mittlerweile waren es nur noch wenige Stunden Flugzeit und die Eldar fast in Sichtweite. Sie mussten also direkt durch diesen Riss im Raum flüchten, oder sie würden wahrscheinlich von der Flotte der Eldar überrannt. Und Kaldrius arbeitete immer noch verzweifelt an einer Möglichkeit den Riss zu durchqueren. Niemand konnte sich vorstellen wie sehr Natasha sich gerade wünschte irgendwie von Nutzen zu sein, aber sie verstand nichts von derart hoher Raumphysik wie sie hier angewandt wurde. Die Tatsache, dass Gor´shak sie gerade bei der Arbeit auf der Brücke ablösen müsste tat dabei ihr übriges. Umso peinlicher war es als sie mit Benni auf dem Weg in ihr Quartier zusammen stieß und wie ein Gummiball zurück geschleudert wurde, sich allerdings mit drei Schritten zurück auf den Beinen halten konnte.
„Oh, Mein Gott. Das tut mir Leid, entschuldige bitte. Lass mich bitte am Leben“, brach Benni reflexartig aus sich heraus und wirkte dabei mehr als nur schwächlich und das noch bevor er überhaupt bemerkt hatte mit wem er zusammen gestoßen war. Denn als ihm das auffiel lief er direkt rot an und verstummte völlig. Kein Wunder, nach dieser Vorstellung die er gerade abgegeben hatte und das auch noch vor Natasha, die jedoch nicht allzu sehr darauf reagierte. Scheinbar hatte sie es nicht einmal richtig mitbekommen. Sie sah lediglich weiter auf ihre deprimierte, traurige Art schräg nach unten und sagte kein einziges Wort dazu. „Ähm… Ist alles in Ordnung? Hast du dir was getan?“, fragte Benni dann nachdem er eine Weile nach den richtigen Worten gesucht hatte.
„Was? Oh, nein. Das… Das war gar nichts. Wirklich…“, antwortete Natasha ihm dann ein wenig erschrocken. „Das ist auch nur passiert, weil ich nicht denken und laufen gleichzeitig kann“, fügte sie dann noch an und versuchte weiter zu gehen.
„Was ist eigentlich mit dir los?“, fragte Benni sie dann aber und platzierte sich absichtlich in ihren Weg um sie aufzuhalten.
„Was mit mir los ist? Es gibt auf diesem Schiff immer mindestens einen der die selben Dinge wie ich viel besser und schneller kann. Ich bin hier völlig fehl am Platz. Ich bin einfach nur nutzlos und alles nur weil ich eine Terranerin sein muss“, antwortete Natasha ihrem alten Freund dann erstaunlich aufgebracht und sackte dann an mit dem Rücken an die Wand gelehnt dort zusammen. „Ich bin doch nur eine Last für alle hier. Und wenn die Eldar uns möglicher Weise einholen, bin ich diejenige, die sich irgendwo sicher verstecken soll. Ich bin einfach nutzlos und ich weiß nicht mehr was ich noch machen soll. Und gleichzeitig kann ich nicht einmal mehr zurück oder von hier verschwinden weil die Eldar hinter uns her sind“, fügte sie dann unter Tränen noch an, während Benni sich neben ihr platzierte und sich so weit auf ihre Höhe begab wie es ihm die Mechanik seiner Spinnenbeine erlaubte.
„Weißt du, ich verbringe mein Leben in einem Raum, der kaum größer ist als der doppelte Lift auf diesem Schiff und mache irgendwelches Zeugs, dass mir die Illusion gibt, dass ich stark wäre. Und als ich versucht hab wirklich stark zu sein hat es mir das da eingebracht“, begann Benni zu reden und deutete auf eine mechanischen Ersatzbeine. „Wenn jemand nutzlos ist, dann bin ich das und nicht du“, fügte er noch schnell an.
„Das ist doch quatsch. Spätestens wenn sie einen neuen Text finden, den sie nicht verstehen, wird man dich brauchen um ihn zu übersetzen. Niemand sonst hat diese Fähigkeit“, antwortete Natasha leise und machte sich so klein wie sie konnte.
„Das mag sein, aber du bist eine warnsinns Pilotin und deshalb zumindest dafür nützlich im Kampf. Du bist eine spitzen Naturwissenschaftlerin und niemand wäre jetzt hier, wenn es dich nicht gegeben hätte. Und dann ist da ja noch diese Sache mit meinen Beinen, die du mir zurück gegeben hast“, erwiederte Benni direkt und hob kurz den Arm und überlegte ihn um sie zu legen, war sich aber so unsicher dabei, dass er es lieber sein ließ. Plötzlich schob sich eine eigenartige Anomalie in den Sichtbereich des Fensters in diesem Gang und schockierte Benni sehr, denn so etwas hatte er noch niemals zuvor gesehen.
„Wir scheinen unser Ziel erreicht zu haben“, kommentierte Natasha und richtete sich auf.

Tatsächlich glich die Anomalie optisch in keiner Weise einem Wurmloch. Aber wenn es die Idee der Eldar gewesen war, den Riss so zu betiteln, war bereits klar, dass man etwas verbergen wollte. Niemand schien genauer nachgefragt zu haben und so wurde der Riss im Raum einfach als unpassierbares Wurmloch klassifiziert und vergessen. Zumindest war das die Erklärung die sich der Dämon ausmalte als er sich den Riss durch das gewaltige Hauptfenster der Brücke ansah. Die Anomalie sah dabei sogar genauso aus, als würde sich mitten im Dreidimensionalen Raum ein zweidimensionaler Riss befinden, von dem sogar noch kleine Sekundär-Risse zur Seite ausgingen. Das Innere des Risses zeigte einen eigenartigen, sehr bunt gemusterten, aber dennoch unendlichen Raum, scheinbar der Weg in eine Dimension, die weder die Dämonen noch die Engel je entdeckt hatten, oder ein künstlich geschaffener Raum. Und alle Besatzungsmitglieder des Schiffes waren sich einig, dass sie gerade an einen Ort vorgedrungen waren, an den sie, wenn es nach ihren Verfolgern gegangen wäre, niemals gekommen wären.
„Ich hab´s!“, rief Kaldrius aus, als er die Brücke betrat. „Ich denke ich habe die Frequenzen der Schilde so angepasst, dass sie den Übergang von unserem in diesen Raum ohne Probleme überstehen sollten“, fügte er dann noch schnell an.
„Und du bist dir auch wirklich sicher, dass deine Modifikation ausreicht?“, fragte Gor´shak dagegen, denn er wusste, dass die Gefahr nicht gerade gering war.
„Leider muss uns diese Sicherheit reichen. Die Eldar sind ohnehin schon zu dicht an uns ran gekommen“, antwortete Kaldrius und schockierte den ebenfalls anwesenden Benni damit sichtbar. Panisch trat er einige Schritte zurück und suchte sich eine Konsole zum fest halten.
„S… s... s... soll das heißen, dass wir da rein fliegen ohne einen Test gemacht zu haben?", fragte er dann mit einem völlig weißen Gesicht genauer nach.
„Wir haben keine Wahl. Entweder wir fliegen jetzt da rein oder wir enden als irgendwelche Staubpartikel in dieser Dimension“, antwortete Uriel ruhig darauf und platzierte sich ähnlich wie Cain mit verschränkten Armen, mit dem Rücken an eine Konsole.
„Und die Reiter befinden sich wirklich hinter dieser Anomalie? Seit ihr euch da alle sicher?“, fragte Gor´shak dann noch einmal.
„Natürlich. Ich hab vollstes Vertrauen in Bennis Fähigkeiten als Übersetzer“, antwortete Natasha, die scheinbar wie ausgewechselt war, alleine dadurch, dass sie möglicher Weise gleich die Reiter finden würde.
„Ich aber ehrlich gesagt überhaupt nicht“, warf Benni allerdings schnell panisch dazwischen.
„Ob wir hier bleiben und uns von den Eldar in Stücke schießen lassen oder da rein fliegen macht außerdem nicht den geringsten Unterschied“, kommentierte Cain noch und schien Natasha zu zustimmen.
„Hier spricht General Ma´ik. Sollen wir wirklich in diese Anomalie hinein fliegen?“, fragte plötzlich die Stimme des Eldars über das Kommunikations-System.
„Kaldrius wird euch Schildmodifikationen schicken. Damit sollten wir sicher auf der anderen Seite ankommen“, antwortete Cain darauf, bevor es jemand anders konnte.
„Verstanden“, antwortete Ma´ik abschließend und beendete die Kommunikation, bevor das Eldar-Schiff voran flog.
„Also dann… Hinein ins Verderben“, kommentierte Gor´shak abschließend bevor auch er den Toth-Kreuzer in den Riss hinein steuerte.

Mit mittlerweile rasendem Tempo näherte sich auch die Eldar-Flotte dem Riss und damit auch den beiden Kreuzern, da diese kurz vor dem Riss stoppten. Es war nur noch eine Frage der Zeit bis Tar´wik sie endlich gefangen hätte. Und das musste er schnell, denn sie wussten bereits alle viel zu viel. Informationen die nur Tar´wik und der große Nexus selbst kannten, nicht einmal Ma´ik hatte dieses Wissen und er durfte es auf keinen Fall erhalten.
„General Tar´wik, unsere Zielobjekte sind in Sichtweite“, sprach ihn plötzlich einer seiner Brückenoffiziere an und riss ihn aus seinen Gedanken.
„Macht die Schiffe kampfbereit. Waffen und Schildsysteme hochfahren. Sie dürfen nicht mehr entkommen“, befahl dieser daraufhin und wandte sich dem Panorama-Fenster der Brücke zu, wo er sowohl den Riss, als auch die beiden Kreuzer bereits ohne größere Probleme erkennen konnte.
„Aber wohin sollten sie entkommen?“, fragte einer der anderen Offiziere und versuchte scheinbar dem General beruhigend zu zusprechen, als beide Schiffe sich in Bewegung setzten und mit vollem Schub auf den Riss zuflogen.
„Sie wollen in die räumliche Anomalie hinein“, stellte ein anderer Offizier verwirrt fest, sehr zum Schock von Tar´wik. denn er wusste, dass sie dort Dinge vorfinden würden, die sie nicht sehen sollten, nicht sehen durften.
„Alle Schiffe gehen umgehend auf Abfangkurs“, befahl er erstaunlich schnell und hektisch für seine Zwecke. Allerdings noch bevor die ersten Fregatten aus der Formation brechen konnten, waren beide Schiffe bereits in dem Riss verschwunden und damit für den Moment nicht mehr erreichbar. Was sollte er jetzt tun? Er konnte auf gar keinen Fall zulassen, dass sie es aufdecken würden.
„General? Sollen wir die Täter als verstorben eintragen und die Verfolgung beenden?“, fragte der erste Brückenoffizier.
„Nein. Sie sind noch am Leben und werden wahrscheinlich bald noch gefährlicher sein als zuvor. Wir werden ihnen folgen“, antwortete Tar´wik ruhig.
„Aber… Kein Schiff hat einen Kontakt mit der räumlichen Anomalie je überstanden“, antwortete ein anderer Brückenoffizier beinahe schon panisch, während der General bereits einige Daten in das System eingab.
„Alle Schiffe modifizieren ihre Schild-Systeme nach genau diesen Parametern. Damit werden wir die Anomalie passieren können“, kommentierte er dabei.
„Wie können sie das mit einer solchen Sicherheit vertreten, ohne einen Testlauf?“, fragte der Brückenoffizier direkt darauf.
„Weil ich selbst einst mit diesen Modifikationen die räumliche Anomalie überwunden habe. Und jetzt führen sie meinen Befehl aus, oder wollen sie die Konsequenzen tragen?“, antwortete der General abschließend und beendete damit jede Diskussion.

Es war unmöglich für Natasha oder Benni nach draußen zu sehen, so sehr überlastete die Farbgebung dieses eigenartigen Raumes ihre Sinne. Für alle anderen schien das kein Problem darzustellen, zumindest schien es so. Langsam aber sicher flogen beide Schiffe weiter, auch wenn sie nicht die geringste Ahnung hatten wohin. Plötzlich schien sich an der Seite des Eldar-Schiffes ein blitzartiges Gebilde zu entladen und nur wenige Sekunden später erschütterte eine weitere Entladung auch das Toth-Schiff, gefolgt von mehreren weiteren Einschlägen, die in scheinbar immer schnellerer Abfolge zu geschehen schienen.
„Was ist das?“, warf Cain ein, als die Erschütterungen ein extremes Maß angenommen hatten und sogar den Dämon und Uriel zu stören schienen.
„Ich kann das nicht verstehen. Der Flug sollte völlig ruhig verlaufen“, kommentierte Kaldrius schnell und besetzte eine der Sensoren-Konsolen. „Das sind Annihilations-Reaktionen zwischen unseren Schiffen und dem Raum“, stellte er dann schockiert fest.
„Etwa so wie Materie und Anti-Materie?“, fragte Benni völlig erschrocken genauer nach.
„Mit anderen Worten gesagt der Raum stößt uns ab?“, formulierte Gor´shak die Frage um.
„Es funktioniert nicht. Wieso funktioniert es nicht? Ich habe doch alles richtig gemacht und die Eldar haben es überprüft und das auch gesagt. Wieso funktioniert es also nicht?“, sprach Kaldrius derweilen laut mit sich selbst und führte verzweifelt Simulationen durch.
„Und was werden wir jetzt machen?“, fragte Uriel.
„Ich arbeite ja schon dran, aber ich kann die Lösung für Probleme, die unsere Wissenschaftler schon seit Jahren nicht lösen können plötzlich in zwei Sekunden lösen!“, antwortete der Toth aufgebracht und selbst beinahe schon panisch, bevor er besonders heftiger Stoß das Schiff durchzog, der Natasha, Benni und sogar Kaldrius kurz zu Fall brachte und Gor´shaks Gleichgewicht stark störte.
„Das war meine Steuerkontrolle. Wir können ab jetzt nur noch geradeaus fliegen“, kommentierte der Jäger die Situation, während Kaldrius weiter an dem Problem verzweifelte.
„Wir werden alle sterben! GOTTVERDAMMT WIR WERDEN ALLE STERBEN!!!“, schrie Benni plötzlich aus und begann panisch durch die gesamte Brücke zu rennen, während Natasha die ganze Situation einfach nur schockiert hinnahm, denn sie überforderte sie scheinbar sehr stark. Sie konnte ohnehin nichts tun, sie war bloß eine Terranerin.
„Kannst du uns nicht einfach mit einem deiner Dimensionalen Fenster hier raus bringen?“, fragte Uriel plötzlich den lediglich nachdenklichen Cain, als sie neben ihn trat und nur wenig später eine weitere Erschütterung das Schiff durchzog und eine besonders heftige Entladung ein Stück aus dem Eldar-Schiff vor ihnen heraus sprengte.
„Dazu müsste ich genau wissen...“, antwortete der Dämon noch kurz und unterbrach seinen Satz. „Benni, wie lauten die Zielkoordinaten?“, fragte Cain den immer noch wie ein Hühnchen auf der Brücke rumrennenden Benni, schien jedoch von diesem nicht einmal registriert zu werden, so dass der Dämon sich einfach in dessen Weg platzierte und ihn kurz an der vorderen Kleidung packte. „Die Koordinaten! Wie lauten die Koordinaten?“, fragte er den Terraner dann noch einmal sehr eindringlich während eine weitere Entladung das Schiff erschütterte.
„Die Koordinaten sind 3156.578.452“, antwortete Natasha plötzlich an Bennis Stelle, der den Dämon lediglich verängstigt ansah und völlig verstummt war, so dass dieser ihn einfach fallen ließ und sich dann direkt vor dem Brückenfenster platzierte.
„Sagt dem Eldar-Schiff, dass sie uns folgen sollen“, kommentierte er dann noch und es war Natasha die sich darum kümmerte. Während dessen versuchte Cain sich noch einmal zu konzentrieren. Noch nie hatte er ein Dimensionales Fenster erschaffen ohne vorher schon einmal am Ausgangspunkt gewesen zu sein oder ihn auf die Entfernung sehen zu können. Was tat er da überhaupt? Was er da vor hatte war völlig unmöglich und schwachsinnig. Aber was gab es sonst noch für Möglichkeiten, als es auf diese Weise zu versuchen? Und während er sich weiter verzweifelt versuchte auf das Fenster zu konzentrieren riss eine weitere Entladung ein größeres Stück aus dem rechten Frontausläufer des Toth-Schiffes, während eine andere Entladung das Eldar-Schiff an der Front traf, als es gerade versuchte nach hinten zurück zu fallen.
„Unsere Schilde werden uns nicht mehr lange vor dem Raum schützen können!“, rief Kaldrius aus und versetzte Benni eine weitere Panik-Attacke.
„Das ist alles deine Schuld. Du warst der festen Überzeugung, dass es sicher wäre“, warf Gor´shak dem Toth plötzlich wütend vor.
„Ich habe nach meinem besten Wissen und Gewissen gehandelt“, antwortete Kaldrius noch ein wenig verwirrt davon.
„Das scheint aber nicht auszureichen“, antwortete wiederrum der Jäger, bevor ein weiterer Einschlag in die Seite ein gewaltiges Loch hinein sprengte und sogar Gor´shak kurzzeitig zu Fall brachte. Ein Alarm löste selbstständig aus, der die strukturelle Integrität des Schiffes als zu schwach einstufte und zum Verlassen des Raumgefährts anstiften sollte.
„Langsam wird´s wirklich etwas knapp“, kommentierte Uriel trotzdem ruhig.
„CAIN!“, schrie Natasha den Dämon an und riss ihn aus seinen Gedanken. Er war sich unsicher mit dem was er tat, aber er hatte keine Wahl. Er musste es jetzt tun, oder sie würden alle sterben. Und so kam es, dass sich direkt vor dem Toth-Kreuzer ein dimensionales Fenster bildete, durch dass dieser den Zwischenraum wieder verließ, direkt gefolgt von Ma´iks und Wor´tars Schiff. Allerdings wusste niemand wo sie wieder erscheinen würden und ob sie von dort jemals wieder zurück kehren könnten.

Ein eigenartiger Planet offenbarte sich den Besatzungen der beiden Schiffe als diese das dimensionale Fenster von Cain verließen, dass sich tatsächlich genau dort gebildet hatte, wo dieser eigenartige Tunnel, der sich in zwei räumlichen Rissen offenbarte, endete. Der Planet schien sich tatsächlich mitten im Raum zu befinden und keiner Sonne anzugehören. Er wurde lediglich vom Licht umliegender, sehr weit entfernter Sterne ein wenig erhellt. Aber das alles interessierte momentan keinen, an Bord von keinem der beiden Schiffe.
„Ähm... Sind wir noch am Leben?“, traute sich Benni zu fragen nachdem er wie die anderen die Situation einige Zeit beobachtet hatte und versucht hatte zu realisieren.
„Natürlich sind wir noch am Leben, du Trottel“, antwortete Gor´shak darauf und begab sich von der Steuerkonsole zur Sensoren-Kontrolle, woraufhin Natasha wieder die Steuerung übernahm und das alles ohne ein Wort zu sagen.
„Wo sind wir?“, begann Uriel zu dann zu fragen und begutachtete den Planeten genau.
„Genau dort wo wir hin wollten“, antwortete Gor´shak an den Sensoren.
„Es hat also funktioniert? Cain hat uns alle gerettet?“, warf Benni noch ein wenig unsicher ein.
„Es sieht ganz danach aus“, antwortete Kaldrius.
„Das hast du gut gemacht, Erzdämon“, kommentierte Uriel mit einem gewissen Maß an Sarkasmus als sie Cain „Erzdämon“ nannte und nahm Natasha offensichtlich bereits die Worte vorweg.
„Das war doch einfach“, antwortete dieser ähnlich sarkastisch und das obwohl er nicht geringste Ahnung gehabt hatte, was genau er überhaupt gemacht hatte.
„Und auf diesem Planeten sollen sich tatsächlich die Reiter befinden?“, kommentierte Kaldrius nachdenklich als er aus dem Fenster sah.
„Weshalb nicht? Der Planet befindet sich fernab von allen Flugrouten. Ein ideales Versteck also, niemand würde sie hier suchen“, antwortete Cain erklärend.
„Außer uns, denn wir haben die Schriften entziffert. Also nichts wie los, gehen wir da runter“, fügte Natasha noch schnell an und schien es kaum mehr abwarten zu können.
„Was ist das eigentlich für ein eigenartiges grünes Geflecht auf der Oberfläche?“, fragte Uriel recht bald, als sie sich dem Planeten wieder gewidmet hatte.
„Unsere Sensoren können es nicht erkennen, und wie es scheint die der Eldar auch nicht“, antwortete Gor´shak darauf. „Aber die Atmosphäre scheint für Sauerstoff-Atmer geeignet zu sein. Wir können es also nur heraus finden, wenn wir dort runter gehen“, fügte er noch schnell an.
„Dann werden Uriel, Gor´shak, Benni und ich dort runter gehen. Teilt auch den Eldar mit, dass wir sie dort erwarten“, antwortete Cain darauf und machte sich auf den Weg.
„Hey! Ich komme auch mit!“, rief Natasha noch schnell aus und folgte den anderen absichtlich von der Brücke.

Es war eine dunkle Welt in der die Fünf materialisierten. Sie bestand scheinbar nur aus gewaltigen, schwarzen Felslandschaften und jenem eigenartigen grünen Geflecht, das scheinbar sein eigenes Licht produzierte und die Umgebung überhaupt erst erkennbar machte. Scheinbar waren sie in einem Krater, der einzigen Stelle, die nicht von dem Geflecht überwuchert war, materialisiert und es sollte nicht sehr lange dauern bis die beiden Eldar-Kommandanten folgten.
„O.K. jetzt sind wir hier und haben keinen einzigen Anhaltspunkt wohin wir ab hier müssen“, kommentierte Benni direkt mit einem leichten Anflug von Panik, während Gor´shak, die Eldar und sogar Cain ihre Scanner hervor nahmen und sich der Umgebung widmeten.
„Ich kann keinerlei ungewöhnliche Energien ausmachen“, kommentierte Gor´shak direkt.
„Unsere Scanner ebenfalls nicht“, fügte Ma´ik hinzu.
„Dann bedeutet das, dass die Reiter gar nicht hier sind?“, fragte Uriel darauf.
„Genau das scheint es zu bedeuten“, antwortete Wor´tar, während Cain mit einem schnellen Sprung den Krater verließ um sich zu dem eigenartigen, giftgrün leuchtenden Geflecht zu begeben. Nur sehr langsam folgten ihm die anderen, wobei Natasha und Benni wohl am längsten für den Aufstieg aus dem Krater brauchten.
„Und? Erhälst du irgendwelche Daten?“, fragte Gor´shak dann nach einer Weile, woraufhin der Dämon kurz verneinend den Kopf schüttelte.
„Es scheint ganz so, als würden sämtliche Strahlungen einfach von diesem Etwas reflektiert“, stellte er dann fest.
„Dann würde das ja bedeuten, dass die Reiter doch da sind und wir sie nur nicht mit unseren Scannern finden können“, fügte nun Natasha schnell an und platzte förmlich aus sich heraus vor Freude und dabei interessierte es sie auch nicht, dass es dieses Mal sie war, die Uriel die Worte vorweg nahm. Zeitgleich begann sich Cain zu einem Ausläufer des Gebildes herunter zu duckten und betastete es kurz mit seinen Händen. Ma´ik begann nach einer Weile das Selbe zu tun und riss dann ein Stück mutwillig heraus.
„Das ist organische Materie“, stellte er dann fest, als ihm auf fiel, dass das Gebilde gelblich grünen Schleim zu bluten begann, der sogar noch Fäden bis zu dem Stück zog, dass Ma´ik heraus gerissen hatte. „Das ist ein Lebewesen“, fügte er noch schnell hinzu, so dass auch Cain einmal ein solches Stück heraus nehmen musste um sich selbst davon zu überzeugen.
„Ähm… Leute... Ich will ja nicht panisch sein. Aber wenn das da ein Lebewesen ist, wird es nicht stinksauer werden, wenn ihr einfach Stücke aus ihm heraus reißt?“, fragte Benni plötzlich und konnte zumindest einen Anflug von Angst nicht verbergen.
„Ich glaub ja kaum, dass es die Fähigkeit hat sich überhaupt in irgendeiner Weise zu bewegen oder irgendetwas zu fühlen“, antwortete Cain und wandte dem Geflecht den Rücken zu.
„Es scheint sich mehr um eine Art fleischliche Pflanze zu handeln. Zumindest würde ich diese Spezies am ehesten so bezeichnen“, fügte Ma´ik noch an und wandte sich ebenfalls von dem Geflecht ab, ebenso Wor´tar, so dass sie nicht merkten wie sich plötzlich unzählige Tentakel aus den tiefsten Bereichen des Geflechts auf sie zu bewegten.
„Ähm… Ich will ja nichts sagen, aber er hat recht“, kommentierte Uriel noch und materialisierte ihre Rüstung, sowie ihre Schwerter und bereitete sich offensichtlich auf den Kampf vor.

Sowohl Cain als auch den beiden Eldar blieb kaum Zeit sich umzudrehen, als die Tentakel auf sie zuschossen. Dennoch wichen sie alle im selben Moment mit ihren Körpern zur Seite, so dass Cain sein großes Schwert materialisieren und einen großen Teil von ihnen mit einem einzigen Schlag abtrennen konnte. Zeitgleich widmete sich Uriel einzelnen Armen, die nicht von der gewaltigen Klinge des Dämons abgetrennt worden waren.
„Vorsicht!“, rief Ma´ik aus und feuerte mit seiner blauen Energie-Waffe auf einen größeren Arm, der gerade versucht hatte Cain zu packen. Zeitgleich packte Gor´shak einen weiteren und versuchte ihn mit seinen gewaltigen Kristallarmen, gewaltsam auszureißen. Erstaunlicher Weise war es Wor´tar der sich schützend vor Natasha und Benni warf, wobei vor allem letzterer sich panisch schreiend hinter den weitaus größeren Eldar zurück zog. Dabei packte auch Wor´tar einen Tentakel und riss ihn mit bloßen Armen aus.
„Was ist das hier? Ich dachte es könnte sich nicht bewegen“, fragte Uriel verwirrt aus, während sie einen weiteren Arm mit ihrem Schwert abtrennte und in noch der selben Bewegung dem Schlag einer größeren Ausführung zur Seite auswich und dann die Klinge in das eigenartige, grüne Fleisch rammte.
„Woher hätte ich wissen sollen, dass ein schleimblutender Haufen Fleisch zu so etwas fähig sein könnte?“, fragte Cain dagegen und feuerte seine Rail-Pistole mehrmals auf einen Kernpunkt des eigenartigen Wesens ab, der es scheinbar aufrecht hielt. Mit einem lauten Klatschen zerfetzte die gewaltige Fleischsäule und verspritzte den Schleim noch über die gesamte nähere Umgebung. Plötzlich ertönte ein gewaltiges, übertrieben lautes kreischendes Geräusch, dass so laut, grell und verzerrt war, dass es Natasha, Benni und sogar Gor´shak in den Ohren weh tat. Und obwohl er versuchte sich mit einem telekinetischen Schutzschild gegen die Tentakel zu schützen, durchschlugen die Tentakel diesen einfach und umschlungen Arme, Beine und Flügel des Jägers vollständig und fesselten ihn.
„Das scheint zu funktionieren“, kommentierte Ma´ik ruhig und zertrennte einen Tentakel mit einer Energie-Klinge.
„Wir müssen also nur diese Pfeiler einreißen, die das Wesen davon abhalten in sich zusammen zu fallen? Kein Problem“, fügte Uriel noch an und erhob sich mit ihren Flügeln in die Lüfte, wo sie mehrere Schüsse ihrer Energie-Waffe in die Tiefen des organischen Geflechts hinein abfeuerte und weitere Fleischsäulen mit großen Explosionen einfach vernichtete. Ein weiterer lauter Schrei war zu vernehmen, als plötzlich sogar Tentakel nach oben schossen und die Engelsdame zunächst an ihren Beinen, dann am Rest ihres Körpers packten und bewegungsunfähig hielten. „Verdammt!“, rief sie dabei noch wütend aus, bevor das Wesen sie in Richtung Boden zog.
„Es scheint ganz so als ob wir Tachyon-Bomben einsetzen müssen“, schlug Wor´tar plötzlich vor und Ma´ik nickte das ganze kurz ab, bevor sie beide die ihre Arm-Rüstungen zu Kanonen umformten, die doppelt so groß waren, wie ihre eigenen Arme.
„Was tut ihr da? Ihr wollt es umbringen? Hab ich recht?“, rief Natasha jedoch aus und brachte die Eldar dazu ihre Angriffe abzubrechen und stattdessen zwei weiteren Tentakeln auszuweichen, die Cain ihren nur wenig später mit seinem Schwert aus dem Weg räumte.

Es war kaum zu glauben, der Dämon und sogar die Eldar waren einfach so bereit ein Lebewesen auszulöschen, nur weil es sich dagegen wehrte verletzt zu werden. Das erklärte auch, wie gerade letztere einfach die Terraner beinahe auslöschen konnten ohne auch nur das geringste Gefühl der Reue zu verspüren. Zumindest war dies die Erklärung für Natasha, bevor sich plötzlich eine weitere Gruppe Tentakel auf sie zubewegte und sie somit aus ihrem Gedankengang riss. Es war Cain der sich schnell in die Bahn der Arme warf und sich von ihnen umwickeln ließ. Er hatte dabei jedoch noch rechtzeitig beide Schwerter unter den Tentakeln materialisiert, so dass er sie mit Leichtigkeit zersägen konnte.
„Beginnt mit eurem Großangriff. Ich werde den Jäger und den Erzengel retten gehen“, schlug Cain dann vor, sehr zum Schock von Natasha.
„Das könnt ihr doch nicht einfach machen!“, rief sie aus, während sich die beiden Eldar bereits auf den Weg durch das Wesen machten.
„Was schlägst du stattdessen vor?“, fragte Cain dagegen und durchtrennte einen weiteren Tentakel mit seinem Odachi ohne überhaupt nur hinzusehen.
„Wir müssen irgendwie mit dem Wesen reden und ihm sagen, dass wir ihm nicht weh tun wollten und es uns leid tut, dann lässt es uns sicher in Ruhe“, antwortete Natasha und verwirrte Cain so stark, dass er einen Tentakel erst registrierte, als er ihn am rechten Arm packte und zu sich zog. Der Dämon verstand es jedoch sich noch einmal zu schützen, indem er den Tentakel mit dem anderen Arm durchtrennte und dann mit seinen gewaltigen Rail-Pistolen mitten auf die Fülle an weiteren Tentakeln, die er vor sich hatte, feuerte.
„In Ordnung, wir führen den Angriff nicht durch. Aber ich muss den Jäger und den Erzengel befreien gehen“, antwortete Cain, während die beiden Eldar zurück kehrten.
„Bist du dir sicher, dass wir dich nicht begleiten sollen?“, fragte Wor´tar noch, während er einen Arm des Wesens mit einer Axt-Waffe zersägte.
„Jemand muss auf sie aufpassen“, antwortete der Dämon, deutete bei „sie“ auf Natasha und ging einige Schritte nach vorne, bevor er sich noch einmal umdrehte. „Du wolltest mit dem Wesen reden, jetzt hast du deine Chance“, sagte er noch zu Natasha, bevor er sich auf den Weg machte um Gor´shak und Uriel aus den Tentakeln zu befreien.
„Benni“, sprach sie den immer noch verängstigt in der Ecke kauernden Terraner an. „Mach dich mal nützlich und hilf mir mit dem Programmieren eines Übersetzers“, fügte sie dann noch schnell an und nahm sich ihr PDA zur Hand.

Es war fast peinlich, dass der Dämon zu solchen Mitteln greifen musste um gegen ein Wesen, dass nicht einmal sichtbar über Intelligenz verfügte ankommen zu können, aber es war die reine Masse an Tentakeln, die ihn zwangen auf seine entfesselte Form zu wechseln. Die Schockwelle der dadurch freigesetzten Energie genügte um die unzählbar vielen Arme von Cain fern zu halten, so dass dieser seine Flammenflügel bilden und sich in die Luft erheben konnte. Dabei folgten ihm jedoch einige der Arme, die er versuchte mit einem Flammenstrahl zu verbrennen. Schockiert musste der Dämon plötzlich feststellen, dass ihm einer entgangen war, der ihn nun an seinem Bein packte und nach unten riss. Auch das Erschaffen von Flammen rund um seinen Körper konnte Cain hier nicht helfen, denn die Tentakel schienen absolut Flammenfest zu sein. Ebenso jene, die er zuvor versucht hatte mit seinen Flammen zu verbrennen, so dass sie ihn nach und nach alle umschließen und festhalten konnten. Wie war das nur möglich gewesen? Hatte Cain gerade tatsächlich zum ersten Mal seit seiner Existenz einen Feind unterschätzt? Weder er noch die anderen hatten Zeit länger darüber nachzudenken. Zwar könnte er jetzt in dieser Situation seinen Legion rufen, aber er wäre wahrscheinlich nicht fähig hinein zu steigen. Und während Cain weiter versuchte eine Lösung für dieses Problem zu finden, versuchte Natasha immer noch irgendetwas sinnvolles aus den Analysen der Schreie zu entnehmen.
„Das hier ist nur ein Tier, es wird uns keine Antwort geben können!“, schrie Benni panisch aus, während er weiter Daten in sein eigenes PDA eingab.
„Tiere reden auch, nur anderes als wir“, antwortete Natasha darauf und sah sich noch einmal eine Frequenz-Analyse der Schreie an. „Da! Ein sich immer wieder wiederholendes Muster. Nimm das als Ausgangsbasis für deine Übersetzung“, stellte sie dabei plötzlich fest, bevor ein Neutronen-Strahl von Wor´tar über die Köpfe der beiden Terraner hinweg fegte und einen Tentakel abtrennte, bevor er sie erreichen konnte. Dabei war ihm selbst nicht aufgefallen, dass von den anderen Seiten weitere Tentakel auf ihn zu kamen, so dass er von ihnen umschlossen und nach oben gerissen wurde.
„Das funktioniert niemals!“, schrie Benni noch einmal aus, während er die Daten panisch eingab und mehrere Tippfehler machte, die er erst noch beseitigen musste.
„Egal ob es funktionieren wird oder nicht, wir haben keine Zeit mehr“, antwortete Ma´ik darauf und durchtrennte eine Reihe der grünen Arme mit seinen Energie-Klingen.
„Wir haben´s doch gleich“, antwortete wiederrum Natasha und nahm dem völlig panischen Benni das PDA ab um selbst die restlichen Daten eingeben zu können.
„Wir werden sterben!“, rief Benni noch aus, bevor Natasha den Übersetzter einschaltete und dieser ein ähnliches Geräusch wie das Wesen, nur nicht in der selben Lautstärke abgab.

Völlige Stille herrschte von einem auf den nächsten Moment, denn auf das aktivieren des Übersetzers hin hatten auch die Tentakel jede Bewegung gestoppt. Ebenso Ma´ik, der gerade kurz davor gewesen war einige von ihnen mit seiner Energie-Klinge zu durchtrennen. Keine Sekunde zu früh, bevor auch Benni und Natasha von dem Wesen gepackt worden wären. Dennoch ließ es keinen der vier bereits Gefangenen wieder frei.
„Sind wir tot? Hat es uns gefressen?“, fragte Benni verwirrt und hob erst jetzt wieder seinen Kopf an, bevor das Wesen erneut lautstark aufschrie und beiden Terranern Schmerzen in den Ohren verursachte. Das Übersetzungsgerät schien tatsächlich zu funktionieren, denn nur wenige Sekunden später begann Natashas PDA einen Text anzuzeigen.
„Er fragt, warum wir ihm Schmerzen zugefügt haben“, las sie dann laut vor.
„Wir hatten keine Ahnung, dass er überhaupt ein Bewusstsein besitzt“, erklärte Ma´ik, während er weiterhin mit dem Energie-Schwert auf die Tentakel zeigte.
„Sag ihm, er soll uns endlich runter lassen“, rief Uriel daraufhin Natasha zu.
„Das wäre nur wenig Vorteilhaft“, kommentierte Wor´tar diese Idee.
„Aber was soll ich ihm denn sagen?“, fragte Natasha plötzlich verwirrt von alle dem.
„Sag ihm was du für angemessen hälst. Ich habe Vertrauen darin, dass du die richtigen Worte findest“, antwortete Cain anstelle aller anderen und eine Weile dachte die Terranerin nach, bevor sie dann begann einen Text in ihr PDA einzugeben.
„Was sagst du dem Viech?“, fragte Benni nun, nachdem er endlich bemerkt hatte, dass die Situation für den Moment ungefährlich war.
„Ich sage ihm, dass es uns schrecklich Leid tut. Dass wir nicht wussten, dass er es fühlen würde und bitte ihn um Verzeihung“, antwortete Natasha ruhig. „Und noch was, nenn ihn nicht Viech“, fügte sie dann an, bevor sie die Übersetzung startete und das Wesen erneut in der selben Weise darauf antwortete.
„Es fragt warum wir hier auf seinen Planeten gekommen sind“, las Natasha erneut laut vor und begann direkt eine Antwort in ihr PDA einzugeben.
„Erzähl ihm von den Reitern der Apokalypse und dass wir sie suchen“, empfahl Benni lautstark und erneut panisch, denn er wusste, dass dieses Wesen ihnen allen momentan überlegen war und sie töten konnte. Aber Natasha hatte ihre Botschaft bereits abgeschickt und der Übersetzer tat seine Arbeit.
„Verdammt nochmal, könnte dieses Etwas uns endlich runter lassen?“, rief Gor´shak mittlerweile wütend aus und versuchte sich erneut erfolglos mit Gewalt zu befreien. Es folgte ein weiterer lautstarker Schrei des Wesens, bevor es tatsächlich seinen Griff löste und alle die es gefangen hatte wieder frei ließ.
„Scheint ganz so, als hätten wir einen neuen Freund gefunden“, kommentierte Natasha dann erleichtert nachdem sie die nächste Übersetzung gelesen hatte.

Es war ein eigenartiges Bild, als sich das eigenartige grüne, organische Geflecht plötzlich an einigen Stellen des Planeten zurück zog und eine Straße freilegte, die tatsächlich zu einem weiteren Tempel führen sollte. Er tauchte nun auch auf allen Scannern auf, die vorhanden waren, so dass die Vermutung nahe lag, dass dieses Wesen für deren Störungen verantwortlich gewesen war.
„Das war knapp“, kommentierte Uriel direkt, während sie ihre Rüstung wieder durch ihre normale Kleidung per Materialisation ersetzte.
„Viel mehr als uns allen lieb ist. Hab ich recht, Dämon?“, fügte Gor´shak noch schnell an, aber Cain reagierte nicht darauf. Er hatte gerade einen Gegner unterschätzt und noch niemals zuvor war ihm ein solcher Fehler unterlaufen. So etwas durfte nicht passieren, das durfte es einfach nicht.
„Cain? Ist alles in Ordnung?“, fragte Natasha ihn plötzlich, als er wütend begann seine Faust zu ballen und riss ihn erst jetzt aus seinen Gedanken.
„Weshalb stehen wir hier überhaupt rum? Nicht mehr lange und wir werden die Reiter finden“, sagte er dann schnell um davon abzulenken und ging voraus.
„Was? Wir wären gerade fast drauf gegangen und sollen jetzt noch in so nen Tempel jachten, der bestimmt voll mit irgendwelchen multidimensionalen Superfallen ist und wir wahrscheinlich dabei draufgehen, ohne uns überhaupt vorher ausgeruht zu haben?“, fragte Benni noch völlig aufgedreht, nervös und panisch, aber keiner schien auf ihn zu reagieren. „Hey! Wartet auf mich!“, schrie er dann, bevor er schnell hinter ihnen her rannte und ihnen zu dem Tempel folgte, der ähnlich gebaut war wie jener, aus dem die letzten Schriften gestammt hatten.
„Wow. Der ist ja noch gewaltiger als der Letzte den wir gesehen haben“, kommentierte Natasha völlig erstaunt und fasziniert.
„In der Tat ein gewaltiges Gebäude“, antwortete Wor´tar ebenfalls fasziniert und sah sich immer wieder andere Stellen des Tempels genauer an.
„Alleine deshalb bin ich mir sicher, dass die Reiter hier sein müssen“, fügte Natasha noch schnell an und rannte schnell vor.
„Die Größe des Gebäudes stellt wohl kaum einen ausreichenden Beweis dar“, antwortete Ma´ik ruhig und feststellend und Wor´tar stimmte sichtbar zu, während sie alle nacheinander in das Gebäude traten.

Eine gewaltige Eingangshalle offenbarte sich der Gruppe als sie den Tempel betrat. Gigantische goldgelb leuchtende Blöcke aus einem Material, dass keinem der Anwesenden ernsthaft bekannt war bildeten dabei die Wände, die sich mehrere Meter hoch auftürmten bevor eine Zeichnung, die auf eigenartige Weise an der Decke angebracht war den Abschluss bildete. Sie zeigte ein in drei gleichgroße Drittel aufgeteiltes Viereck in dem sich jeweils typische Kampftruppentypen wieder fanden, wie sie bei den Dämonen und den Engeln üblich waren. Damit war klar, dass das dämonische Drittel die Kriegerschaft der Hölle, das andere die Gemeinschaft des Himmels darstellen sollte. Das letzte Drittel sollte jedoch die Wesen der Community zeigen, das technische Design der Eldar war dabei unverkennbar.
„Die Prophezeihung der drei Reiche“, kommentierte Gor´shak und das zum ersten mal selbst beeindruckt und auch Cain konnte sich daran erinnern, dass Lucifer etwas von einer Prophezeiung der drei Reiche gesagt hatte.
„Alleine das würde als Beweis genügen um die Vorherrschaft der Eldar zu beenden und gewaltige Suchen nach den Reitern einzuleiten“, fügte Wor´tar noch schnell an.
„Kein Wunder, dass niemand wollte, dass wir dieses Gebäude finden“, sagte Ma´ik noch, während Benni und Natasha weiterhin gebannt auf die Deckenbemalung starrten und dabei nicht darauf achteten, wo genau sie hingingen. Dabei war es Natasha, die versehentlich einen Fußschalter aktivierte und den Ausgang plötzlich verschloss.
„Ich hab nichts angefasst. Wirklich“, kommentierte sie dann schnell.
„Und wie sollen wir hier jetzt wieder raus kommen?“, fragte Uriel stattdessen, während man Benni bereits wieder erste Anzeichen von Panik im Gesicht ansehen konnte. Und diese Panik stellte sich als gerechtfertigt heraus, als sich plötzlich ein gewaltiger Energie-Fluss von dem Eingang aus auf sie alle zubewegte und langsam begann den gesamten Raum auszufüllen.
„Nichts wie weg hier!“, rief Cain aus und stürmte voraus, dicht gefolgt von Ma´ik und Wor´tar, sowie Uriel direkt dahinter. Natasha und Benni bildeten den Schluss und taten sich schwer mit den anderen Schritt zu halten. Lediglich die Todesangst von der Energiewelle erfasst zu werden trieb sie weiter voran, während der gewaltige Strudel aus Energie sich weiter auf die andere Seite des Raumes zubewegte. Cain sah zurück als die beiden zu weit zurück fielen. Sie würden es nicht schaffen der Energie zu entkommen und so rannte er sogar noch zurück und packte sie beide an einem Stück ihrer Kleidung um sie an das andere Ende des Raumes zu tragen.
„Sämtliche Ausgänge aus diesem Raum sind verschlossen“, kommentierte Ma´ik erschreckend ruhig für diese Situation.
„Wir müssen einen von ihnen irgendwie öffnen“, fügte Wor´tar noch hinzu bevor Cain schnell die beiden Terraner fallen ließ und in seiner entfesselten Form durch die erstbeste Tür hindurch brach. Ohne lange nach zu fragen traten zunächst die beiden Eldar, dann Natasha und Beni, dann Gor´shak und zu guter Letzt Uriel hindurch, die der Welle dabei nur ganz knapp entkam, bevor sie einfach an der offenen Tür stehen blieb.
„Was ist das?“, fragte die Engelsdame verwirrt und musste sich zusammen nehmen um die Energie nicht einfach anzufassen.
„Scheinbar eine Art Bannzauber, aktiviert über dieses Schaltersystem. Aber so einen mächtigen hab selbst ich noch nie gesehn“, antwortete Cain darauf.
„Was es auch ist, es scheint dem Raum dort nicht verlassen zu können“, stellte Ma´ik fest.
„Und deshalb sollten wir auch weiter gehen und einfach weitere Fallen vermeiden so gut wir können“, fügte Wor´tar noch schnell an.
„Das ist das Sinnvollste was wir machen können“, kommentierte Gor´shak schnell und ging langsam voraus, während Cain, Uriel und die beiden Eldar ihm folgten. Natasha wollte ihnen folgen, drehte sich dann aber noch einmal zu Benni um, der sich überhaupt nicht mehr bewegte und dem die Angst direkt im Gesicht stand.
„Benni, los komm. Am besten wir gehen weiter, wenn wir schon zurück nicht mehr können. Dann finden wir sicher auch einen Weg nach draußen“, sprach sie ihren alten Freund dann nach einer Weile an.
„Nein. Ich bleibe hier. Hier ist es sicher. Der ganze gottverdammte Tempel ist voll mit irgendwelchen extrem krassen Fallen und ich hab keinen Bock drauf zu gehen, weil irgendwer noch eine davon auslöst. Ich bleibe hier!“, antwortete der ihr dann hörbar aufgebracht.
„Benni. Ich hab auch Angst, aber das Beste ist wirklich wenn wir weiter nach vorne gehen“, sagte sie dann. „Vertrau wenigstens mir, wenn du dem Rest von uns nicht vertrauen kannst“, fügte sie noch schnell an.
„Na schön. Aber wenn ich sterbe, dann bring ich dich um“, antwortete Benni schnell, bevor ihm sehr zu Natashas Belustigung auffiel, was er gerade überhaupt gesagt hatte, in vielfacher Hinsicht. Dadurch völlig abgelenkt, begann Benni ihr und damit den anderen durch den nächsten Raum zu folgen.

Es war erstaunlich, dass selbst die Gänge in diesem Gebäude ein gigantisches Ausmaß annehmen konnten. Mindestens 5m hoch und genauso breit war er und erhellte sich selbst durch die gold-gelb leuchtenden Blöcke aus denen das gesamte Innenleben des Tempels gebaut worden zu sein schien. Außerdem war der Gang so lang, dass selbst Cain, Uriel und die Eldar nicht in der Lage waren das Ende mit bloßem Auge zu erkennen. Zunächst noch sehr vorsichtig, dann immer gelassener gingen die Sieben weiter in das Nichts. Keiner drehte sich eine ganze Weile lang um, bevor Uriel es dann tat und sah, dass auch das andere Ende des Ganges nicht mehr zu erkennen war.
„Seltsam. So groß kam mir das Gebäude von außen gar nicht vor“, stellte sie dann noch ein wenig verwirrt fest, woraufhin Cain einfach auf der Stelle stehen blieb.
„Was ist denn los, Dämon? Kriegst du etwa Anflüge von Angst?“, fragte Gor´shak mit einem gewissen Maß an Sarkasmus.
„Wir sind ihnen direkt in die Falle gelaufen. Sie wollten, dass wir hier her, in dieses räumlich zeitliche Gefängnis rennen, als der Energie-Fluss ausgelöst wurde“, antwortete Cain erschreckend ruhig und bedacht.
„Moment mal? Räumlich zeitliches Gefängnis? Dann kommen wir hier nicht mehr raus?“, warf Benni dann nach einer kurzen Bedenkzeit schockiert ein.
„Ich wüsste nicht wie wir hier wieder raus kommen sollten“, antwortete der Dämon und platzierte sich nachdenkend mit dem Rücken an der Wand. Uriel tat nur wenig später das Selbe und auch Gor´shak und die beiden Eldar versuchten sichtbar einen Weg zu finden um entkommen zu können.
„Wir kommen hier nicht mehr raus. Wir werden hier drinne bleiben müssen, ohne Essen, ohne Wasser, ohne Beschäftigung. Und wenn wir uns nicht gegenseitig in Stücke reißen weil wir wahnsinnig werden, dann verhungern und verdursten wir hier einfach. Wir werden sterben. Wir werden alle sterben“, begann Benni panisch vor sich hin zu texten, während er auf und ab oder im Kreis lief.
„Halt endlich die Schnautze du terranisches Weichei. Wir versuchen hier gerade ernsthaft nachzudenken“, unterbrach Gor´shak ihn dabei wütend und entnervt.
„Wieso? Weil ich sage wie es ist? Weil ich zum ersten Mal feststelle, was einfach unausweichlich ist?“, fragte Benni aufgebracht dagegen.
„Was für erstaunlich freche Töne. Und sowas von einem terranischen Weichei. Du hast wohl vergessen wo dein Platz ist!“, schrie der Jäger ihn plötzlich an.
„Soll ich dir sagen, weshalb ich mich das traue? Weil ich sowieso nichts mehr zu verlieren hab!“, schrie Benni zurück.
„Hört jetzt auf. Alle beide“, unterbrach Cain den Streit mit erstaunlich ruhigen Worten, erreichte aber sein Ziel, so dass Gor´shak sich zu den Eldar zurück zog und Benni sich alleine und deprimiert irgendwo abseits der Gruppe platzierte.

Keiner wusste mehr so genau wie viel Zeit gerade vergangen war, wie lange sie schon in diesem Gefängnis saßen, wie lange sie schon über das Problem nachdachten, ohne eine Lösung zu finden. Es war erschreckend, dass eine einfache Falle eines längst ausgestorbenen Volkes ein solch großes Problem für einen Höllen- und zwei Eldar-Krieger, sowie eine Himmelskriegerin darstellte. Aber es ließ sich nun einmal nicht verleugnen, dass dieses Volk eine sehr effektive Falle geschaffen hatte.
„Es ist erschreckend, aber ich muss dem terranischen Weichei recht geben. Wir kommen hier nicht mehr raus“, kommentierte Uriel nun plötzlich.
„Leider kommen wir auch zu diesem Ergebnis“, sprach Ma´ik für beide Eldar.
„Ich könnte es noch einmal mit einem dimensionalen Fenster versuchen“, warf Cain schnell ein, als er merkte, dass die Situation gerade hoffnungslose Ausmaße annahm.
„Das würde vielleicht in einer Zwischendimension funktionieren, aber nicht hier. Wenn ich meine Truppe mit der passenden Ausrüstung hinter mir stehen hätte, wären wir hier jetzt schon raus“, antwortete Uriel frustriert.
„Dann soll es das also gewesen sein? Wir haben ganz einfach nur... versagt?“, warf Gor´shak ein wenig erschrocken ein.
„Wenn wir eine Lösung finden, werden wir sie nutzen. Aber bis dahin werden wir uns an ein Leben in diesem Gefängnis gewöhnen müssen“, antwortete Uriel ruhig und gefasst.
„Damit kann und werde ich mich nicht abfinden“, fügte Gor´shak noch wütend an.
„Dir bleibt keine andere Wahl“, antwortete Cain. „Wir müssen uns einfach an die Bedingungen hier anpassen“, fügte er noch schnell hinzu, während Natasha langsam damit begann die Mauern links und rechts von sich abzutasten und Benni immer noch deprimiert in der Ecke stand. Irgendwie tat er Natasha ja schon ein wenig leid. Irgendwie musste sie Benni neues Selbstvertrauen beibringen. Plötzlich schlug jedoch ein gewaltiges Rail-Projektil mitten in den Oberkörper des Terraners und verteilte diesen in Einzelteilen über die gesamte hintere Wand, ließ aber dessen mechanische Spinnenbeine übrig. Sogar Natasha wurde noch von Gedärmen, Innerreien und Blut ihres langjährigen Kindheitsfreundes bespritzt, als Cain ihn einfach ohne Vorwarnung erschossen hatte. „Und anpassen werden wir uns am besten, ganz einfach indem wir unnötige Ressourcen-Verbraucher beseitigen“, fügte der Dämon noch erklärend hinzu und schockierte Natasha damit sehr. Zeitgleich materialisierte Uriel ihre Rüstung und Schwerter und stürzte sich mit ihnen auf Gor´shak, direkt gefolgt von den beiden Eldar. Alle drei begannen mehrfach mit ihren Klingen-Waffen auf den wehrlosen Jäger einzustechen und verteilten dessen Blut und Organe über den gesamten näheren Bereich und ließen nichts weiter von ihm übrig. Verängstigt quetschte Natasha sich so stark gegen die Wand wie sie konnte, während Cain langsam mit seinem Schwert und der Rail-Pistole auf sie zukam, wohl wissend, dass sie nun wahrscheinlich das nächste Opfer werden sollte.
„Wieso Cain? Wieso?“, fragte sie verwirrt, ängstlich und unter Tränen.
„Weil ich keine andere Wahl habe“, antwortete er mit einem Lächeln im Gesicht, bevor er Natasha mit einem Schlag den Kopf abtrennte und ein Projektil in ihren Körper abfeuerte. Das letzte was die Terranerin noch wahr nahm war das zerfetzen ihres Körpers, bevor ihr einfach schwarz vor Augen wurde.

Es war erschreckend, dass ein Schiff der Himmelsflotte von einem in diesem Raum natürlich vorkommenden Phänomen vom Kurs abgebracht werden konnte, aber das war es was geschehen war. Michael wusste jedoch, dass auch die Himmelsarmee nicht unfehlbar war und immerhin befanden sie sich nun wieder auf dem richtigen Kurs.
„Der Zielplanet kommt in Sensoren-Reichweite“, kommentierte einer der Brückenoffiziere.
„Komprimierungs-Antrieb deaktivieren“, befahl Michael daraufhin und nur wenige Sekunden nachdem der besagte Antrieb abgeschaltet war, betraten die anderen Erzengel die Brücke. Zeitgleich kam langsam ein grün leuchtender Planet fernab jeder Sonne oder jeder Galaxie in Sichtweite. Ein eigenariger Anblick, sogar für Erzengel, auch wenn sie schon weitaus eigenartigere Dinge in anderen Dimensionen gesehen und erlebt hatten.
„Ist das unser Ziel?“, fragte Raphael ein wenig verwirrt. „Da würde ich doch noch nicht mal einen Dämon suchen und wir suchen die Reiter der Apokalypse dort“, fügte er noch an.
„Genau deshalb ist es der ideale Ort um eine Waffe wie die Reiter dort zu verstecken“, stellte Metatron daraufhin fest.
„Und scheinbar sind wir nicht die einzigen“, kommentierte Abbaddon schnell und legte ein Bild des Planeten mit allen Schiffen in dessen Orbit auf einen der Holoprojektoren.
„Soll ich mit dem Sephir starten und sie vernichten?“, fragte Metatron direkt.
„Nein. Diese Schiffe sehen weiter entwickelt aus als die unserer letzten Gegner. Sie könnten uns wahrscheinlich einigen ernsthaften Schaden zufügen, uns vielleicht sogar besiegen“, antwortete Michael bedacht.
„Soll das etwa ein Witz sein? Eher krepier ich an einer Seuche, als dass mich jemals eine ganze Armee irgendwelcher dahergelaufener Dimensionsbewohner besiegen würde. Nicht mich, den mächtigsten Erzengel, der jemals geschaffen wurde“, rief Metatron aufgebracht dazwischen, während Michael noch nachdachte.
„Was gedenkt ihr zu unternehmen, euer Hochwürden?“, fragte Abbaddon direkt darauf und klang erneut auf seine typische Weise zwielichtig.
„Wir werden auf die Flotte warten, bevor wir einen Großangriff starten. Dieser Planet ist zu wichtig um ihn einfach nicht einzunehmen“, befahl Michael abschließend, sehr zu Metatrons Schock, bevor er die Brücke einfach verließ.
„Das kann er doch nicht machen. Das geht doch nicht“, stammelte Metatron verwirrt. „Wieso hat er kein Vertrauen in meine Fähigkeiten?“, fügte er noch an, während die anderen Erzengel ebenfalls die Brücke wieder verließen.

„Hey! Natasha! Wach auf! Bitte!“, konnte sie plötzlich Bennis Stimme rufen hören, bevor sie langsam ihre Augen öffnete und noch versuchte zu verstehen was gerade überhaupt vor sich gegangen war. Sie befanden sich alle in einem großen weißen Raum, der mit golden leuchtenden Symbolen versehen war. Das Dach war scheinbar kuppelförmig und ein einziges großes, grün leuchtendes Symbol, dass den vorherigen im letzten Tempel glich, zog sich darüber. Es war noch ein wenig schwierig für Natasha sich unter diesen Umständen zu orientieren, aber sehr bald war sie im Stande sich aufzurichten.
„Benni, du lebst ja!“, rief sie dann sichtbar erleichtert aus und fiel ihm direkt um den Hals, sehr zu Bennis Freude, der direkt so rot anlief wie bisher noch nicht einmal zuvor. „Und Gor´shak und ich und ihr alle!“, fügte sie dann noch schnell an, bevor ihr Blick auf Cain fiel den sie nun einen ganz kurzen Moment zu fürchten begann. Immerhin hatte er sie gerade getötet, oder zumindest hatte sie geglaubt, dass er sie getötet hatte.
„Was ist gerade eigentlich passiert?“, fragte Natasha dann nach einer Weile aus.
„Die Falle auf die du getreten bist, hat uns alle kurzzeitig in einer Illusion gefangen gehalten. Nichts von dem was du oder irgendjemand von uns gesehen hat war real“, antwortete Cain darauf, während er mit verschränkten Armen an der Wand lehnte.
„Und da ist noch etwas, dass du sehen solltest“, fügte Gor´shak noch schnell an und gab Daten in sein PDA ein, welches daraufhin ein Hologram eines Terraners in mittleren Alter mit kurzen braunen Haaren und einer Exoskellet, aber mit offenem Helm zeigte. Natasha schien jedoch recht schnell festzustellen um wen es sich bei diesem Mann handelte.
„Das ist mein Vater!“, rief sie verwirrt und schockiert aus.
„Wer auch immer das hier finden mag, möge mir verzeihen was ich hier so eben getan habe. Die Eldar haben dieses Versteck gefunden und sie werden es zusammen mit den Reitern zerstören, wenn ich sie nicht an einen anderen Ort bringe. Niemand wird erfahren welcher das sein wird. Vergebt mir daher bitte wenn ihr schwere Qualen umsonst habt erleiden müssen. Die Reiter dürfen niemals in die Hände der Eldar gelangen. Und falls du es bist meine kleine Natasha, die diese Nachricht findet, dann vergib mir bitte erneut. Ich konnte dir niemals der Vater sein, der ich gerne gewesen wäre, aber ich hoffe du verstehst weshalb ich nie die Chance dazu hatte. Ich bin mir dennoch sicher, dass du eines Tages große Dinge vollbringen wirst, so groß, dass nicht einmal ich es jetzt schon erahnen oder verstehen könnte. Ich glaube einfach daran. Ich glaube an dich. Es ist Zeit, die Eldar kommen“, sagte der Mann bevor das Hologramm zusammen brach und Natasha unter Tränen einfach zurück ließ.
„Das wars dann wohl“, kommentierte Uriel. „Damit endet unsere Spur“, fügte sie an.
„Es gibt immer noch die Möglichkeit jeden Planet einzeln per Energie-Signatur zu scannen und zu überprüfen“, stellte Ma´ik fest.
„Ist alles in Ordnung?“, fragte Benni nach einer Weile Natasha, als diese nicht mehr aufhören konnte zu weinen.
„Er hat mich wirklich geliebt. Und ich dachte immer er hätte mich ausgesetzt“, antwortete sie dann schluchzend bevor im gesamten Raum die Auflade-Geräusche von Energie-Waffen zu hören waren. Es handelte sich um hunderte Eldar, vielleicht sogar tausende, die sich in dieses Gebäude begeben und es gesichert hatten. Und es war Tar´wik der langsam aus dem Truppenverband auf die Sieben zuging und jeden einzeln begutachtete.
„Tut mir ja leid, dass wir dieses rührseelige Familien-Treffen stören müssen, aber ihr Verbrecher lasst uns eben keine andere Wahl. Nehmt sie fest“, kommentierte der Eldar-General dann fast schon sarkastisch bevor sich unzählige Humanoide auf jeden der Sieben stürzten und sie fest am Boden hielten.

Ab jetzt lief alles schnell ab, selbst das heraus führen des Sieben-Personen-Teams lief schnell ab und das obwohl sich besonders Gor´shak sehr stark dagegen wehrte. Dennoch konnte keiner verhindern, dass sie in eine Art Lager der Eldar gebracht wurden, dass innerhalb kürzester Zeit errichtet worden sein musste und das auch noch genau in dem Krater den das Team zuvor als Treffpunkt gewählt hatte. Allen voran ging General Tar´wik, dem dieser Sieg scheinbar einen weiteren Schub Selbstvertrauen verliehen hatte, beinahe so als hätte er nicht ohnehin schon genug davon gehabt. Langsam platzierte er sich vor seine Truppe und die Gefangenen und musterte jeden davon noch einmal genau.
„Erstaunlich welche Schwierigkeiten ein paar Kleinkriminelle machen können“, kommentierte er dann ruhig und beinahe schon provozierend.
„Wenn der Nexus jemanden wie dich entsendet um ein „paar Kleinkriminelle“ zu fassen, muss unsere Spezies äußerst tief gesunken sein“, antwortete Wor´tar genauso provozierend und sichtbar gewillt den bevor stehenden Kampf gegen tausende seiner Artgenossen aufzunehmen, aber Ma´ik hielt ihn durch ein Handzeichen ab weiter zu reden.
„Egal was ihr dummen kleinen Desserteure meint, es war die richtige Entscheidung die Terraner auszulöschen und alle anderen ebenfalls die an die Prophezeiung der drei Reiche und die Reiter geglaubt haben. Sie existieren nicht, nichts davon“, antwortete Tar´wik sicht- und hörbar unbeeindruckt von der Situation.
„Die Bemalung der Wände und das Hologramm von Marco Randall beweisen da etwas anderes“, kommentierte Cain.
„Was weißt du denn schon davon, Dämon? Du bist ein Wesen der Finsternis, eine Tötungsmaschine“, antwortete der General nun wieder und zum ersten Mal während des gesamten Gesprächs konnte man ihm den Ärger anmerken.
„Ich bin zwar zum Töten geschaffen, aber dennoch weiß ich was moralisch verwerflich ist und eure Herangehensweise ist weder besonders gerecht noch besonders gütig“, antwortete der Dämon immer noch ruhig.
„Es spielt keine Rolle was du oder irgendjemand von euch denken. Ihr werdet ohnehin morgen alle tot sein“, sagte Tar´wik abschließend und erneut sehr selbstsicher. „Bringt sie weg“, befahl er seinen Leuten dann. Bevor diese den Befehl jedoch ausführen konnten schlugen gewaltige blaue Energie-Projektile von oben in das Lager, bevor unzählige Himmelskrieger, Bestien, Mechs und Schiffe von oben herab stießen und den Krater unter Feuer nahmen.

Ein gewaltiges Chaos brach innerhalb der Basis aus, als die Landungs-Schiffe der Himmelsarmee schnell nach unten stießen. Geschütze wurden innerhalb kürzester Zeit besetzt und genutzt um die Landungs-Schiffe mit größeren blau-Weisen Strahlen unter Feuer zu nehmen. Zeitgleich platzierten sich an jedem Geschütz Eldar-Exoskelete, die direkt mit ihren grünen Neutronen-Strahlen und Energie-Gattling-Waffen auf die einzelnen Engel feuerten. Während die meisten größeren Strahlen ihr Ziel völlig verfehlten, schlug jedoch plötzlich einer der ersten mitten in den hinteren Teil eines solchen Landungs-Schiff und zerstörte dessen Triebwerk. Brennend nach einer größeren Explosion an der Hinterseite, stürzte das Schiff mitten in das organische Geflecht, wo sich mittlerweile bereits erste Himmelstruppen platziert hatten und damit begannen einen notdürftigen Gefechtsstand einzurichten.
„Alle Mech-Einheiten sollten umgehend starten! Und ich will Graviton-Geschütze rund um die ganze Basis innerhalb der nächsten vier Minuten!“, rief Tar´wik aus, während ein blaues Energie-Projektil aus der Kampflanze eines Himmelskriegers mitten durch einen Eldar-Krieger hinter ihm schlug, bevor sich rechts von ihm ein weiterer Himmelskrieger auf einen Eldar-Anführer stürzte und versuchte diesen mit dem Stab zu durchstoßen. Der Eldar-Anführer fing den Schlag jedoch ab und zerteilte den Engel stattdessen mit einer Energie-Klinge, während rund um ihn und den General Projektile eines Himmelsjägers einschlugen, als dieser gerade über die drei hinweg fegte. Nur wenig später feuerte der Jäger einen Schwarm Raketen ab und drehte dann schnell zur Seite, während die Raketen in eines der Eldar-Gebäude einschlugen und eine Explosion hinterließen, die noch mehrere Eldar-Krieger daneben mit sich riss. Niemand, nicht einmal Tar´wik achtete im Moment auf die Gefangenen, so dass diese sich in einem Reflex Deckung hinter einem Kistenstapel gesucht hatten, während sich um sie herum das reinste Chaos abspielte. Eine weitere fünfer-Staffel Eldar-Jäger fegte über die Köpfe der sieben Ausgestoßenen hinweg, dicht gefolgt von zwei Greifen-Wesen, die bereits mit blauen Flammen in die Basis hinein feuerten und dicht an dem Kisten-Stapel vorbei zielten. Plötzlich begannen sich einige Eldar-Krieger auf die Kisten zu zubewegen, scheinbar um selbst dort Deckung zu suchen. Bevor sie jedoch überhaupt diese Deckung erreichen konnten landete ein schwerer Himmelskrieger direkt vor ihnen und feuerte seine gelbe Energie-Waffe ab. Die Explosion war grell, ließ aber dennoch einen Blick darauf zu, wie sich die Eldar-Krieger langsam aufzulösen begannen. Während nun weitere Himmelskrieger neben diesem einen landeten und ihm Feuerschutz gaben, fegte ein weiterer Jäger über die Köpfe aller Anwesenden hinweg und feuerte mit Raketen direkt auf eines der Strahlen-Geschütze, welches sich gerade umdrehte und mit seinem gewaltigen weiß-blauen Strahl auf den Jäger feuerte. Die Waffe genügte um die gesamte rechte Seite des Fahrzeugs abzureißen, so dass es in Rotation geriet und dabei brennend in Richtung des Kistenstapels stürzte.
„Weg hier, los!“, rief Gor´shak aus, nachdem er das ganze beobachtet hatte und stürmte voran, in Richtung eines Basis-Gebäudes. Die anderen folgten ihm dabei, wenngleich Benni es nur sehr wiederwillig tat, da er von Natasha hinterher gezogen wurde. Eine gewaltige Explosion bildete sich, als der Jäger der Himmelsmächte auf den Boden stürzte und durch den Kistenstapel in das Gebäude dahinter krachte, während sich Natasha und Benni gerade davon entfernten und nur sehr knapp verfehlt wurden.
„Und wie sollen wir hier jetzt wieder weg kommen?“, fragte Uriel nachdem die beiden das Gebäude als Deckung erreicht hatten.
„Zu einer der ersten Maßnahmen, die mein Volk bei der Invasion eines Planeten ergreift gehört das errichten einer örtlichen Transportblockade“, antwortete Ma´ik.
„Wir müssen also die Basis verlassen, bevor wir den Planeten wieder verlassen können?“, fragte Cain noch einmal genauer nach.
„Das dürfte sich als nicht ganz so einfach erweisen“, kommentierte Gor´shak und deutete auf die Exoskelete und Infanteristen, die sich vor dem Tor der Basis platzierten und dessen Öffnung erwarteten.

Immer schneller begannen die Himmelswesen sich an einen bestimmten Punkt zu begeben, wo sie einige Wände und Gebäude aufbauten. Eine Basis wurde schnell geschaffen und das in ähnlich kurzer Zeit wie es die Eldar konnten. Diese hatten recht bald die Gravitonen-Geschütze aufgebaut, die der General gefordert hatte, so dass nun ähnlich gewaltige violett-schwarze Partikel-Strahlen auf die immer noch über die Basis kreisenden Himmelsjäger abgefeuert wurden, während die Eldar weiter versuchten selbst an ihre Transformeinheiten zu gelangen. Als der erste Jäger versuchte zu starten schoss von vorne jedoch einer der Himmelsarmee heran und feuerte mit Raketen-Waffen und Energie-Projektilen darauf, so dass die Eldar-Maschine noch am Boden zur Explosion gebracht wurde und die Startbahn blockierte. Keine Sekunde darauf schlug jedoch ein Graviton-Strahl in den Himmels-Jäger ein und zerriss diesen noch in der Luft. Geschützt von der Explosion seines Verbündeten ging nun ein Greifen-Wesen in einen Sturzflug über und feuerte mit einem Weisen Licht-Strahl auf eines der Hangar-Gebäude und schien auch dieses in einer gigantischen Weisen Explosion zu vernichten. Plötzlich schoss jedoch noch vorher ein Eldar-Transform-Vehikel im Mech-Modus heraus und nahm den Greifen mit seinen Energie-Gattlings unter Feuer, der zunächst zur Seite abkippte und dann einen Bogen knapp über den Boden flog, wobei ihn das Waffenfeuer seines Feindes knapp verfehlte. Dieser griff nun zu härteren Maßnahmen und feuerte einen Schwarm Raketen hinter der Bestie her und wich direkt darauf einem weiß-blauen Energie-Strahl eines Himmels-Mechs aus. Dieser eine Eldar-Pilot sollte jedoch vielen anderen als Beispiel dienen, so dass sich innerhalb kürzester Zeit gewaltige Schwärme aus Eldar-Mechs in die Luft begaben und die Himmelsmaschinen auf gleicher Höhe bekämpften.
„Wir haben keine Chance gegen diesen Feind. Sie überrennen uns einfach. Es sind zu viele!“, rief einer der Eldar-Staffelführer aus als er bei Tar´wik Meldung einreichte.
„Der Gegenangriff wird dennoch gestartet. Gebt danach die Basis auf. Benachrichtigt die Flotte, dass sie weitere Truppen auf den 45sten Breitengrad und den 39sten Längengrad dieses Planeten entsenden sollen“, befahl dieser daraufhin, während mehrere Energie-Projektile an seinem Kopf vorbei fegten und direkt darauf einige Feuerbälle vor ihm einschlugen und ein Flammenstrahl direkt an ihm und seinen momentanen Führungsoffizieren vorbei geschwenkt wurde.
„Die Flotte teilt uns mit, dass sie sich im Gefecht mit einer noch nicht näher bestimmten, großen Menge an unbekannten Feindschiffen befindet und uns momentan nur schwer unterstützen kann“, antwortete ein anderer Eldar-Offizier, sehr zu Tar´wiks Missfallen.
„Wir halten uns dennoch an meinen Plan“, antwortete er. „Öffnet die Tore“, befahl er dann.

Immer wieder drohten Projektile in das Gebäude einzuschlagen hinter dem sich die sieben Gefangenen der Eldar versteckten. Benni kauerte sich panisch an der Wand zusammen, während Cain versuchte den Kopf hinter dem Gebäude hervor zu strecken und etwas zu erkennen. Zeitgleich fegten zwei Jäger über das Gebäude hinweg, wobei der Eldar-Jäger den des Himmels mit blauen Energie-Projektilen und grünen Neutronen-Strahlen angriff und diesen nicht nur dazu brachte mit einer Fassrolle auszuweichen, sondern auch eine Transformation zum Mech einzuleiten. Direkt darauf feuerte der Himmels-Mech mit zwei gelben Licht-Kanonen aus seinen Schultern und traf dabei die Seiten des Eldar-Jägers, so dass dieser brennend in das Gebäude krachte, dass den Sieben als Deckung diente und ein gewaltiges Stück heraus sprengte, dass nun drohte auf sie herab zu stürzen. Es waren Gor´shak und Wor´tar die dies mit Hilfe von Telekinese zu verhindern wussten, wobei die Zusammenarbeit eher unfreiwillig geschah, denn für einen alleine wäre dieses Trümmerteil viel zu schwer gewesen.
„Sie öffnen die Tore“, kommentierte Cain das Geschehen, während sich die Exoskelete und Eldar-Krieger im Marschschritt in Bewegung setzten. Plötzlich stieß jedoch ein Greif von oben herab und fegte mit seinem Flammenatem einmal durch die Reihen der Infanterie, bevor ein blau-Weiser Strahl eines der Basis-Geschütze über das Tier hinweg fegte und dessen blutige Überreste über eine der Infanterie-Staffeln verteilte. Direkt nach dem Verlassen der Basis begannen die Eldar vor zu stürmen, während Artillerie, die man mittlerweile um die Basis errichtet hatte, die Himmelsarmee unter Feuer nahm.
„Das ist unsere Möglichkeit zu entkommen!“, rief Ma´ik plötzlich aus und stürmte voran, während Cain sich Natasha und Gor´shak Benni packte und mit sich nahmen, bei dem Versuch durch die Tore zu gelangen. Projektile beider Armeen fegten an ihnen vorbei, während sich die Tore langsam wieder zu schließen begannen, aber noch ausreichend Zeit boten um jedem der Sieben zu ermöglichen die Basis zu verlassen.
„Und jetzt?“, fragte Gor´shak schnell, während er Benni auf seine mechanischen Beine stellte. Plötzlich schlugen zwei Projektile von Kampflanzen der Himmelskrieger vor den Füßen des Allrassenmischlings ein und ein grün-Weiser Neutronen-Strahl verfehlte Cains Kopf nur sehr knapp.
„Vollkommen gleichgültig. Hauptsache wir kommen hier weg“, antwortete Uriel und stürmte einfach zufällig in irgendeine Richtung vor.

Gewaltige Explosionen rissen ganze Löcher in das organische Geflecht, das Lebewesen, dass hier auf dieser Welt lebte, während sich Himmels und Eldar-Truppen mit unterschiedlichsten Energie-Waffen unter Feuer nahmen. Einer der Eldar-Mechs landete recht bald hinter einer Exoskelet-Truppe und feuerte seine Waffen in die Himmels-Armee, die nach vorne stürmte um der Explosion zu entgehen. Der erste Himmelskrieger, der die Eldar erreichte versuchte dabei seine Kampflanze durch eines der Exoskelete zu rammen, wurde aber vorher vom riesigen Arm der Maschine gepackt und in zwei Hälften zerissen, bevor er auch nur dazu kommen konnte. Zeitgleich stürzte sich ein anderer Himmelskrieger von oben auf das Exoskelet, wurde jedoch vorher von dessen Energie-Kanone getroffen und fast völlig aufgelöst, bevor letztendlich drei weitere Himmelskrieger darauf stürzten und mehrere Kampflanzen genau durch das Cockpit und damit den Piloten rammten. Blut spritzte aus der Maschine, bevor der Pilot in seinem letzten Zug die Überlastung des Reaktors einleitete und die hinteren Triebwerke startete. Und während dieses Exoskellet nun in die Himmelstruppen raste, schlug das gelbe Energie-Projektil eines schweren Himmelskriegers in ein weiteres Exoskelet und zeriss es völlig, bevor der Reaktor der anderen Eldar-Maschine explodierte und eine größere Menge Himmelskrieger in der näheren Umgebung mit sich riss. Fast zeitgleich stürzte sich nun ein Himmels-Mech in die Truppe der Eldar und riss deren Mech mit sich. Dieser packte seinerseits seinen Feind und nutzte seine Triebwerke um sie beide mitten in dem Geflecht fern ab der der Schlacht abstürzen zu lassen, wo sie genau vor Cain und den anderen über den Boden rutschten und an einem der organischen Pfeiler hängen blieben. Panisch schreiend warfen sich Natasha und Benni zusammen mit den anderen auf den Boden, während der unten liegende Eldar-Mech dem des Himmels einen gut platzierten Schlag gegen Kopf und Hauptsensorik verpasste und ihn dann mit einem kräftigen Schwung über die sieben hinweg schleuderte. Der Mech des Himmels drehte sich jedoch noch im Flug auf seine Beine und jagte zwei gewaltige rot-blaue Energiestrahlen über das Team hinweg und stieß anschließend nach oben um einer Reihe Raketen seines Gegners auszuweichen, während dessen Schultern von den Strahlen durchschlagen und abgerissen wurden.
„Wir müssen uns aufteilen, sonst kommt keiner von uns hier mehr lebend raus!“, rief Gor´shak aus, bevor mehrere violett-Weise Strahlen der himmlischen Hunter-Geschütze über sie hinweg fegten und den Mech der Eldar einfach zerrissen. Zeitgleich krachte eine Rakete eines Eldar-Exoskellets in eine der Hunter-Stellungen und zerriss das Geschütz zusammen mit den beiden Himmelskriegern die es bedienten in einer gewaltigen Explosion.
„In Ordnung. Die beiden Eldar bilden ein Team, Uriel und Gor´shak bilden eins und ihr beiden kommt mit mir mit!“, antwortete Cain und deutete am Ende jeweils auf Benni und Natasha, während unzählige Projektile unterschiedlicher Infanterie-Waffen von einer Seite auf die andere schossen und beinahe überall in der näheren Umgebung Explosionen gewaltige Krater in den Boden rissen.
„HEY! WER SEIT IHR?“, schrie plötzlich ein schwerer Himmelskrieger aus, der plötzlich genau neben den Sieben landete, immer mit seiner schweren Waffe auf sie zielend. „ICH FRAGE KEIN DRITTES MAL! WER SEIT IHR?!“, schrie der Krieger erneut aus, bevor ein Eldar-Krieger aus einer hohen Falte des organischen Geflecht, die ihm als Deckung diente, stürmte und mehrmals mit den Energie-Klingen durch den Engel stach, bevor ein zweiter von der anderen Seite kam und den entscheidenten vertikalen Schlag ausführte. Blut bespritzte die nähere Umgebung, bevor beide Hälften des toten Körpers zu Boden klatschten und langsam Blut und Organe heraus quollen.
„Moment mal. Das sind doch die Gefangenen von General Tar´wik“, stellte plötzlich einer der beiden Eldar fest und obwohl sowohl Cain als auch Uriel rechtzeitig die nötigen Schuss-Waffen materialisiert hatten, war es Uriel, die zwei Energie-Projektile abfeuerte und beiden Eldar somit langsam Rüstung und Fleisch von den Knochen riss, als die Projektile einschlugen.
„Scheint ganz so als wäre die Aufteilung eher jeder für sich“, kommentierte die Engelsdame noch, bevor sie weitere Projektile auf einen Eldar und zwei Himmelskrieger abfeuerte und sich zunächst langsam und dann sehr schnell und bestimmt in eine willkürliche Richtung bewegte.

Cain konnte es nicht verstehen. Weshalb war er gerade nicht in der Lage gewesen das zu tun, was er tun musste? Wieso konnte er, der mächtigste Erzdämon den Lucifer je geschaffen hatte, plötzlich niemanden mehr umbringen? Und das auch schon bevor er in der Illusionsfalle des Tempels gefangen gewesen war. Wieso machten ihm die Bilder von Unmengen toter Körper, aller möglicher Wesen nur solche Angst, dass er sich kaum auf die eigentliche Schlacht konzentrieren konnte? Verwirrt zog der Dämon sich hinter die organische Falte zurück, die ihm und den anderen schon länger als Deckung gedient hatte, während weitere Projektile immer wieder über sie alle hinweg fegten. Plötzlich krachte ein Himmels-Mech, möglicher Weise sogar der selbe, der zuvor gegen den Eldar-Mech gekämpft hatte, brennend mitten in das Zentrum des Kampfes und hinterließ dort eine besonders gewaltige Explosion, so dass Gor´shak sie alle mit telekinetischen Schilden schützen musste und direkt darauf einen Eldar-Soldaten am Arm packte und aus der Luft angelte, als dieser gerade versuchte im Sprung mit einer Energie-Klinge zu zuschlagen. Anschließend verpasste er dem Eldar einen Faustschlag und schleuderte ihn so einige Meter von sich und den anderen weg.
„Ihr solltet schnell von hier verschwinden“, kommentierte er noch und sprang über die Deckung um dem Eldar-Krieger zu folgen. Eine weitere Explosion ereignete sich direkt hinter den fünf übrigen, als ein Ionen-Strahl eines Eldar-Mechs in der Luft sein Ziel verfehlte. Gor´shak hatte tatsächlich recht, sie mussten diesen Bereich verlassen, wenn sie überleben wollten. Und so packte Cain erneut die bereits am Ende ihrer Kräfte stehende Natasha und den am Ende seiner nervlichen Belastbarkeit stehenden Benni und zog sie beide hinter sich her, während Ma´ik und Wor´tar sich links und rechts neben den dreien platzierten und immer eine Handfeuer-Waffe bereit hielten. Diese Entscheidung war keine Sekunde zu früh gefallen, denn in genau diesem Moment fegte einer der blau-Weisen Strahlen eines Eldar-Geschützes über das rechte Triebwerk eines Himmelslandungsschiffs, welches brennend und unkontrolliert zu Boden stürzte, genau auf die Stelle, die dem Dämon und den anderen zuvor noch Deckung vor den Waffen der Eldar und der Himmelsarmee geboten hatte. Cain versuchte einfach seinem Wissen und Gefühl zu folgen, als er Natasha und Benni durch das organische Geflecht und weg von der Schlacht zog. Zumindest hoffe er das, denn er konnte unmöglich bestimmen wie weit sich die Kämpfe bereits ausgebreitet hatten. Es wäre nicht das erste Mal, dass Gefechte mit der Himmelsarmee sich über einen gesamten Planeten in so kurzer Zeit ausgedehnt hätten. Und dennoch rannte er weiter, denn er wusste, dass sein primäres Ziel die Sicherheit der beiden Terraner war. Plötzlich landete ein Mech der Eldar direkt vor den Fünf und eröffnete das Feuer mit Energie-Gattlings über sie hinweg auf ein Kristall-Elementar-Wesen, dass gerade die Basis der Himmelsmächte verlassen hatte. Zeitgleich verließen zwei Eldar-Krieger und ein Staffelführer ihre Deckung rechts von ihnen und eröffneten das Feuer.
„Cain!“, schrie Natasha schockiert auf, als eines der blauen Energie-Projektile direkt in seine linke Schulter schlug und eine tiefe, blutspritzende Verletzung mit starken Verbrennungen hinterließ. Cain hatte erneut zwar seine Rail-Pistolen materialisiert, sie aber nicht abgefeuert und das obwohl er den Staffelführer direkt in der Schusslinie hatte. Ohne jede weitere Vorwarnung erhoben sich weitere Eldar-Krieger aus anderen Deckungen die das organische Geflecht bot und eröffneten das Feuer als Ma´ik und Wor´tar die anderen beiden mit ihren Energie-Strahlen zersägten. Zeitgleich feuerte der Anführer ein weiteres Projektil ab, dass den Dämon dieses mal in die andere Schulter traf und ein ähnliches Ergebnis hinterließ. „Cain! Bitte wehr dich endlich wieder, sonst…“, rief Natasha noch aus, bevor sie ebenfalls von einem der Energie-Projektile des Eldar-Staffelführers getroffen wurde und nicht mehr dazu kam ihren Satz zu beenden.
„NATASHA!!!“, schrie Benni schockiert aus, während ihn Blut bespritze und er lediglich schockiert und mit riesigen Augen zu sehen konnte, wie sie langsam zu Boden fiel und auch Cain schien nicht zu mehr als dabei zu zusehen in der Lage zu sein.

Cain versuchte noch zu verstehen was gerade geschehen war, oder besser weshalb es geschehen war. Aber es war eigentlich völlig klar. Nur weil er den Anführer der Eldar hatte leben lassen, konnte dieser die Schüsse auf Natasha abgeben. Die Ma´ik und Wor´tar feuerten derweilen weiter auf die Eldar-Krieger, die sich jedoch wieder hinter ihre Deckungen zurück zogen, während deren Anführer eine Energie-Klinge aufbaute und direkt auf Cain zustürmte, der immer noch keine Anzeichen für auch nur die geringste Reaktion darauf zeigte. Es schien fast so als wäre er gerade völlig handlungsunfähig, von den Verletzungen seiner Schultern gar nicht zu sprechen. Er hasste die Eldar, er hasste eine Spezies die nicht einmal dann zurück wich, wenn der Gegner offensichtlich ungefährlich war. Selbstsicher holte der Anführer der Eldar-Staffel zu einem Stich aus, stoppte jedoch unfreiwillig nur wenige Meter vor Cains Gesicht, als dieser den Arm seines Gegners mit seinem eigenen packte und einfach ohne größere Mühen fest hielt ungeachtet der Verletzungen seiner Schultern.
„Ich... werde... jeden... von euch... ZERSTÖREN!!!“, schrie er dann wütend aus, während er dem Eldar vor sich zunächst wütend die Arme mit einem festen Ruck ausriss, in dann zu Boden schleuderte und ihm dann den Schädel mit einem unglaublich brutalen, gezielten Tritt zertrümmerte. Während sich Blut und Hirnmasse des Elders verteilten jagte Cain instinktiv ein Rail-Projektil in den Kopf eines Eldar-Kriegers bevor dieser seine Waffe abfeuern konnte. Anschließend sprang er ab und nutzte den Schwung des Fallens um einen fliegenden Himmelskrieger mit dem massiveren seiner Schwerter zu halbieren und in mitten einer fünfer-Gruppe Eldar und einer fünfer-Gruppe Engel zu landen, wo er seine entfesselte Form frei setzte und dabei eine Flammenwelle nach allen Seiten ausstieß, die genügte um alle zehn Feinde auf einmal zu verbrennen.
„Los komm mit, Terraner!“, rief Wor´tar aus, zog Benni hinter sich her und transportierte die angeschlagene Natasha auf seiner linken Schulter, während Ma´ik zurück blieb und einen seiner ehemaligen Untergebenen mit der Energie-Klinge durchstach. Zeitgleich packte Cain sich einen schweren Himmelskrieger und riss dessen Kopf mit einem Ruck aus, bevor er einen Feuerstrahl über einen anfliegenden Trupp leicht bewaffnete Engel schwenkte und nichts außer Asche von ihnen übrig ließ.

Uriel schien längst verstanden zu haben, dass die Gruppe getrennt weitaus höhere Chancen hatte zu überleben, als zusammen und folgte weiter ihrem Gefühl, dass sie einfach geradeaus durch das organische Geflecht führte. Plötzlich raste ein Himmelsdrache, der es auf mindestens 40m Größe brachte über sie hinweg, genau in die Richtung, in welche die Engelsdame selbst unterwegs gewesen war, dicht gefolgt von einer fünfer Staffel Eldar-Jäger, die das Geschöpf des Himmels weiter mit ihren Waffen unter Feuer nahmen. Kleinere Explosionen und auch größere im Falle von einschlagenden Raketen überzogen die Bestie, durchdrangen jedoch ihren gewaltigen Panzer nicht. Uriel folgte dem Himmelsdrachen so schnell sie konnte und erhob sich zuletzt sogar in die Lüfte um mit der Geschwindigkeit der gigantischen Bestie mithalten zu können. Was sie jedoch vorfinden sollte, übertraf ihre schrecklichsten Erwartungen, denn nun konnte sie die gewaltige Großoffensive erkennen, die der Himmel auf die Eldar starten sollte. Diese hatte mittlerweile tatsächlich eine neue, weitaus größere Basis errichtet und erwartete scheinbar die Ankunft einer weiteren Truppe Landungsschiffe. Es war auch Uriel klar, dass die Himmelsarmee eine solche Lieferung verhindern musste, besonders dann wenn es sich um Lieferungen von den Eldar handelte, bei denen die goldenen Panzerungen der Himmelstruppen Schwierigkeiten zeigten sich deren Waffentechnik anzupassen. Nur sehr langsam bewegten sich die blauen Flammen-, Wasser-, Energie- und Kristall-Elementar-Wesen, die für diese Schlacht eingesetzt wurden voran, während sie von schweren Himmelskriegern eskortiert wurden und ihrerseits Eskorte für die gigantischen hellen Chimären, Raubkatzen-Wesen mit einem zentralen Katzen und zwei Hunde-Köpfen links und rechts davon mit Kristallhörnern auf den Nasen, sowie drei Schwänzen und vier großen Pfoten, sowie einem weiteren kleineren Paar Pfoten vorne, bildeten. Auf dem Rücken hatten die hellen Chimären zwei Insektenartige, feinstrukturierte, fast durchsichtige Flügel, sowie einen golden gepanzerten Gefechtsstand, in dem einige Waffensysteme verbaut waren. Obwohl eine große Menge goldener Panzerungsteile das Wesen bedeckten, war ersichtlich, dass es ein Weises Fell mit einer hellblauen Musterung hatte. Im Himmel begannen sich Jäger und Bestien, wie Greifen und weitere gigantische Himmelsdrachen in Formation zu begeben und überflogen die gigantische Auswahl mächtigster Bestien und Krieger der Himmelsarmee dabei in mittlerer Höhe. Uriel wusste dass sich gleich ein Inferno ereignen würde, dass seines Gleichen suchte und wusste auch, dass sie sich davon besser fern halten sollte.
„Interessant, dass ich dich gerade an einem solchen Ort treffe, meine geliebte Uriel“, konnte sie jedoch plötzlich eine ihr wohl bekannte Stimme sagen hören und als sie sich umdrehte sollte sich dieser Verdacht bestätigen.
„Metatron“, kommentierte sie schockiert und trat schnell einige Schritte zurück.
„Wieso fürchtest du mich, meine Süße? Hast du etwa ein klein wenig Mist gebaut und willst es mir nicht sagen?“, fragte Metatron direkt und schockierte sie damit ein weiteres Mal, besonders weil er ihr die Wahrheit in gewisser Weise auf den Kopf zusagte. „Weißt du, Uriel, auf Verrat an dem Herrn steht die Todesstrafe. Du steckst also nicht nur in Schwierigkeiten, sondern in richtig großen Schwierigkeiten. Aber verzweifle nicht, meine Schöne, ich werde dafür sorgen, dass dir nichts geschehen wird“, sprach er dann erschreckend Zwielichtig und Doppeldeutig weiter und trat einige Schritte auf sie zu, so lange bis er seine Hand auf ihre Wange legen konnte. „Allerdings müsstest du dich zuerst von diesem Dämon los sagen, der dich so sehr fasziniert hat. Sag dich von ihm los und kehre zurück zu mir. Wir beide gehören doch zusammen, wir sind füreinander bestimmt gewesen. Kehre zu mir zurück, damit ich dich erretten und beschützen kann“, sagte der Erzengel abschließend und versuchte seine Verlobte nun langsam zu umarmen. Uriel selbst zeigte sich viel zu schockiert um überhaupt die geringste Reaktion zu zeigen. Sie reagierte einfach nicht, war mit der Situation einfach überfordert und wartete einfach ab was genau geschehen würde.

Cain wich dem Projektil einer Engelswaffe durch eine leichte Körperbewegung zur Seite aus, bevor er die Lanze des anstürmenden Himmelskriegers packte und dann durch eine gezielte, ruckartige Bewegung des Kopfes dessen Genick zerbrach. Anschließend jagte der Erzdämon zwei Feuerbälle auf zwei Eldar-Krieger und drehte sich um, wobei er eines der beiden Flammenschwerter erschuf und einen Staffelführer der Eldar in der Mitte zerteilte, als dieser einen Sprungangriff ausführte.
„Wir müssen hier verschwinden, wenn wir überleben wollen, Dämon!“, rief Ma´ik aus, als er sich unter dem Schlag eines Himmelskriegers wegduckte und mit seiner Energie-Waffe den Kopf eines schweren Himmelskriegers in Matschform hinter dessen Körper verteilte. Cain schrie noch einmal wütend auf, bevor er einen Flammenstrahl aus seinen Händen abgab, der sich nach der Seite wie eine gewaltige Feuerwalze ausbreitete und eine Vielzahl an Eldar- und Himmelskriegern mit sich riss. Plötzlich erhob sich ein blauer Flammen-Elementar aus genau dieser Richtung ganze 15m in die Höhe und schien nicht sehr lange zu brauchen um Cain als mächtigen Feind zu identifizieren. Nur sehr langsam bewegte das Wesen einen Fuß vor den anderen und kam dem Erzdämon und dem ehemaligen Eldar-General immer näher.
„CAIN!“, rief letzterer noch aus, als der Dämon erneut wütend aufschrie und dann seine Flammenflügel bildete um direkt auf das blaue Flammenwesen zu zurasen. Zeitgleich sprangen zehn weitere Eldar-Krieger hinter ihren Deckungen hervor, direkt gefolgt von fünf weiteren Engels-Kriegern, die gerade landeten. Egal wie Ma´ik es versuchte anzusetzen, einer solchen Übermacht war er einfach nicht gewachsen. Plötzlich schlugen mehrere blaue, ballartige Projektile, die wirkten als bestünden sie zu einem Teil aus blauer Energie und zu einem anderen Teil aus blauen Flammen, in vier der Eldar-Krieger ein und lösten deren vordere Rüstung und Körper einfach auf, so dass die Reste von ihnen einfach tot umkippten und ausliefen. Keine Sekunde darauf folgten drei weitere Schüsse mit einer roten Energie-Waffe, die kleinere Projektile mit großer Streurate abfeuerte und drei weitere Eldar einfach durchlöcherte. Und während sich die Himmelskrieger einfach wie selbstverständlich aus der näheren Umgebung zurück zogen, erlitten die letzten drei Eldar ähnliche Schicksale wie ihre Kameraden, lediglich Ma´ik blieb verschont. Somit konnte er sehen wie sich Abbaddon langsamen, selbstsicheren Schrittes aus dem Schatten auf ihn zubewegte, wobei er zwei eigenartige Waffen, die sowohl Schusswaffen als auch Nahkampfwaffen waren, in seinen Händen trug. Er schien zu wissen, dass Ma´ik ganz leicht in der Lage gewesen wäre einem solchen Angriff zu entkommen und Ma´ik schien zu wissen, dass Abbaddon kein Gegner war, den man einfach unterschätzen konnte.
„Wer bist du? Etwa ein weiterer Erzengel?“, fragte Ma´ik nach einer Weile und richtete seine Energie-Waffe auf das Himmelswesen, welches jedoch zunächst keine Reaktion darauf zeigen sollte.
„Äußerst scharfsinnige Schlussfolgerung. Ich wusste gleich, dass du anders bist als der Rest deiner Art, ein mächtiger Gegner eben“, antwortete Abbaddon dann auf seine eigenartige, zwielichtige Art. „Aber ganz besonders habe ich dich aus dem Grund ausgewählt, weil du verstehst“, fügte er dann weitaus ernster noch hinzu.
„Verstehen? Was sollte ich verstehen?“, fragte Ma´ik erneut verwirrt und begutachtete seinen Gegner noch einmal genau, versuchte Schwächen an ihm zu finden.
„Du weißt genau welches Gefühl es ist, jemanden zu verraten, jemanden oder auch nur eine Sache, eine Überzeugung zu hintergehen und damit durchzukommen, ich kann es dir ansehen. Du hast bereits jemanden in deinem Leben verraten. Und deshalb bist du ein Gegner, der meiner würdig ist“, kommentierte Abbaddon abschließend, bevor er schnell beide Waffen ausrichtete und auf Ma´ik abfeuerte.

Cain schien längst nicht mehr genau zu wissen, was er gerade tat. Er tat einfach das wozu er geschaffen war, er vernichtete und am besten alles. Und genau das war es auch was er mit dem Flammenwesen vor sich machen würde, welches gerade zu einem wütenden frontalen Faustschlag ausholte und den Dämon zu einem Ausweichmanöver nach unten zwang, wo er ganz dicht am Arm des Wesens weiter entlang flog und ihm einen gewaltigen Flammenstrahl entgegen jagte. Unbeeindruckt davon führte das Wesen direkt darauf einen weiteren Faustschlag auf den Erzdämon aus, der erneut nach unten wich, kurzzeitig auf dem Boden landete und schlagartig wieder abhob, so dass der nächste Faustschlag des Wesens lediglich den Boden und nicht ihn traf. Da er nun nahe genug war erzeugte Cain beide Flammenschwerter und führte zwei Schläge in die Luft aus, wobei sich im selben Moment das schattenartige Flammenabbild seiner Selbst hinter dem Dämon bilden sollte und die selben Schläge, lediglich in der Größe des Elementarwesens ausführte. Dieses packte jedoch schnell die Arme des Flammenschattens und drehte sich einmal um sich selbst, wobei es den Schwung nutzte um Cain einen Tritt zu verpassen. Zusätzlich dazu hatte der Flammen-Elemental eine Kugel seines Elements in seinen Händen während der Drehung aufgebaut und jagte diese nun dem Dämon nach, den er zuvor per Tritt weggeschleudert hatte. Dieser fing seinen Schleuderflug recht schnell ab und ließ das Flammenabbild einen eigenen Flammenstrahl dagegen feuern, der den des Elementals einfach durchstieß, genau wie das Wesen selbst. Cain schrie erneut auf und dieses Mal schien er noch viel wütender zu klingen wie zuvor. Engel, Eldar, Community-Rassen, sie alle sollten in seinem und Lucifers Reich schmoren, in der Hölle, dachte er sich noch bevor er eine Flammenpeitsche in der Hand des Flammenabbildes materialisierte und direkt darauf los stürmte. Das Elementar-Wesen hatte gerade seinen schnellen Regenerationsprozess abgeschlossen als Cain seine Flammenpeitsche einsetzte um es zu Fall zu bringen und es anschließend mit einer gewaltigen Flammenkugel von sich einfach in einer Explosion aufzulösen, die wahrscheinlich von allen anderen Truppen seiner Feinde gesehen worden war. Aber Cain war bereit dafür, sie brauchten nur zu erscheinen und sich ihm zu stellen, dann würde er sie alle vernichten, zumindest dachte er das, während er langsam zu Boden sank und seine Flügel wieder zusammen brechen ließ. Plötzlich sank der Erzdämon einfach zusammen, und so sehr er sich zusammen nahm, er konnte es einfach nicht verhindern. Nur wenige Sekunden darauf brach seine entfesselte Form zusammen und ließ ihn mit seinem humanoiden Körper zurück. Was geschah hier gerade? Wieso fühlte er sich auf einmal so kraftlos?
„Du bist ein interessantes Wesen, Erzdämon Cain. Immun gegen die Bannzauber meines Schülers, so sagt man. Aber es gibt nun mal einige, die ich Metatron niemals gezeigt habe, die selbst auf dich eine einschlagende Wirkung zeigen sollten“, kommentierte plötzlich ein weiterer Engel, der schon die ganze Zeit auf einer dieser organischen Falten gesessen hatte, Cain aber nicht aufgefallen zu sein schien. „Falls es dir noch nicht aufgefallen sein sollte, du bist mein Gefangener und du solltest lernen mit mir zurecht zu kommen. Ich bin Erzengel Michael“, fügte dieser dann noch an.
„Interessiert mich einen Dreck“, antwortete Cain weiterhin wütend und versuchte gegen die Kraftlosigkeit anzukämpfen, sich trotzdem zu bewegen, aber es schien ihm einfach nicht zu gelingen und auch sein ganzer Hass konnte ihm in dieser Situation nicht weiter helfen.

Ein gewaltiges Chaos war ausgebrochen als die Himmelstruppe ihren Angriff begonnen hatte auszuführen. Die hellen Chimären nutzten ihren Feuerbefehl ohne weitere Umschweife und nutzten gewaltige blau brennende Magma-Bälle, die ihrem Katzenkopf entstammten, sowie das gigantische hintere Haupt-Geschütz des Rückenaufbaus als Artillerie. Gewaltige Explosionen bildeten sich an den Toren und Mauern der weiß-blauen Basis-Mauern, während bereits erste Landungsschiffe am Horizont erkennbar waren und die stationären Geschütze Gegenfeuer gaben. Dabei traf einer der weiß-blauen Energie-Strahlen direkt in den Aufbau einer Chimäre und zerstörte deren vorderes Haupt-Geschütz mit einer nicht gerade geringen Explosion. Zeitgleich starteten mehrere Transform-Vehikel aus der Eldar-Basis welche sich den Himmelsdrachen versuchten zu widmen, die zur selben Zeit mit Licht-Strahlen oder Projektilen die Basis bombardierten. Und in der Nähe allen diesen Chaos sollten sich ausgerechnet Wor´tar und Benni aufhalten, die eigentlich versuchten alle dem zu entkommen. Aber es schien unvermeidlich irgendwo auf dem Planeten nicht in eine Massenschlacht verwickelt zu werden oder keinen Feind anzutreffen. Und dennoch rannten sie weiter, versuchten irgendwo einen sicheren Ort zu finden an dem ein Molekular-Transport möglich wäre.
„SCHEIßE! DAS HAT DOCH ALLES KEINEN SINN!“, rief Benni panisch, wütend und aber auch sichtbar entkräftet aus, bevor er einfach an Ort und Stelle stehen blieb.
„Wir dürfen uns der Situation nicht einfach ergeben“, antwortete Wor´tar lediglich darauf und ermöglichte Benni einen kurzen Blick auf die immer noch angeschlagene Natasha, die zwar scheinbar noch mitbekam was um sie herum geschah, es aber einfach alles hinnehmen musste. Sie fühlte sich zwar kraftlos und ihr Bauch verursachte ihr Schmerzen, aber auch auf eine gewisse Weise leicht und unbeschwert, normaler Weise ein Zeichen für einen bald bevor stehenden Tod. Das wusste auch Benni und deshalb und zwar nur deshalb begann er sich wieder in Bewegung zu setzen. Wenn es ihm auch völlig egal war was mit dem Universum geschah, er wusste dass er Natasha, das Mädchen das er seit seiner frühen Kindheit liebte, jetzt nicht einfach sterben lassen konnte. Und so rannte er weiter bis Wor´tar plötzlich an einem Punkt stehen blieb, an dem das organische Geflecht eine Öffnung nach links und eine nach rechts gebildet hatte. Benni tat dies jedoch nicht und folgte einfach der rechten Öffnung, die ihn rutschbahnartig fünf Meter in die Tiefe führte und am Boden eines runden Bereichs zurück ließ, den das Geflecht gebildet hatte. Aber was ihn erschreckte war nicht das eben geschehene, sondern die Tatsache, dass sich direkt vor ihm ein weiterer Engel befinden sollte. Bevor Benni oder der Erzengel jedoch auch nur einen Ton sagen konnten erschien bereits Wor´tar, der Benni gefolgt war und fand die beiden dort vor.
„Oh nein. Jetzt hab ich mir schon einen Ort gesucht an dem ich keine Feinde antreffen muss und dann tauchen hier trotzdem einfach welche auf“, kommentierte der Engel und stellte sich damit eindeutig als Erzengel Raphael heraus. „Aber nun ja, wenn die Situation erfordert, dass ich meine wunderschöne Kleidung und Rüstung mit Blut bespritze, dann soll es eben genau so sein“, fügte er noch hinzu und begann direkt mit der Materialisiation einer Waffe.

Die Lage war unverändert für den Dämon. Es war ihm weiter nicht möglich sich zu bewegen, und das nicht weil er gefesselt war, sondern lediglich aus Kraftlosigkeit. Ein Zustand der ihm bisher völlig fremd war. So musste es also schwächeren Wesen am Ende ihrer Kräfte gehen, auch wenn ihn das gerade vergleichsweise wenig interessierte. Alles was Cain momentan wollte war die Vernichtung des Erzengels vor sich und das würde er auch irgendwie erreichen indem er alle seinen Hass in den nächsten Versuch legte.
„Gib dir so viel Mühe wie du willst, mein Bannzauber wird nur noch mehr Energie aus dir heraus ziehen, wenn du dich mehr anstrengst“, kommentierte Michael ruhig und sicher, während Cain weiter dagegen ankämpfte und nun daran zu verzweifeln begann. Nun zeigte sich, dass Emotionen zu nichts führten und noch viel mehr als Cain zusammen brach und langsam schwerwiegende Probleme entwickelte geistig anwesend zu bleiben. Aber er durfte sich gerade jetzt nicht einfach ergeben. Gerade jetzt in dieser Situation, in der eine Person sterben könnte, die ihm wichtig war. Noch nie zuvor war Cain etwas wichtig gewesen, schon gar keine anderen Wesen. Aber das war nun egal, nun da er und wahrscheinlich auch der Rest seines Teams sterben würde. Und dennoch wurde Cain das Gefühl nicht los, dass hier irgendetwas nicht stimmte. Plötzlich fiel ihm die Lösung einfach zu, er musste lediglich ruhig an die Dinge heran gehen, wie er es zuvor auch immer getan hatte. Er wusste nun, dass er lediglich aufhören musste gegen den Zauber seines Feindes anzukämpfen. Er ließ einfach los, einfach alles und schuf eine völlige Leere in seinem Denken, so dass er fast als tot bezeichnet werden konnte. Und noch während das Siegel aus Licht, dass ihn gefangen hielt zusammen brach materialisierte Cain das größere seiner beiden Schwerter und schlug nach hinten zu, genau dorthin wo sich Michael zuletzt befunden hatte und immer noch befand. Und obwohl der Erzengel überrascht war, so wich er dennoch mit einem Sprung nach hinten, wo er verweilen sollte bis Cain sich aufgerichtet und zu ihm umgedreht hatte.
„Erstaunlich, du hast die Schwäche meines Bannzaubers gefunden, Erzdämon Cain. Du hast eine sehr kontrollierte Herangehensweise an komplexere Probleme wie mir scheint, auch wenn du ähnlich wie die meisten Dämonen dazu neigst deine Hassgefühle die Kontrolle über dich gewinnen zu lassen“, kommentierte der Engel dann.
„Das war nur ein kurzer Moment der Schwäche. Aber ich habe erkannt, dass ich mir eine solche Schwäche nicht leisten kann“, antwortete Cain und materialisierte das Odachi in seiner anderen Hand.
„Es gibt noch etwas anderes was dich gefährlich macht. Du kämpfst nicht um zu überleben wie es andere Dämonen tun, nein, dein Leben ist dir völlig egal, das war es immer. Nein, du kämpfst um zu beschützen. Um jemanden oder etwas zu beschützen. Und das macht ein Wesen wie dich, ein Wesen mit solchen Kräften mehr als nur gefährlich“, fügte Michael weiter hinzu, während er ein kreuzartiges Schwert, passend zu seiner Rüstung materialisierte. Es war erschreckend für Cain wie dieser Erzengel ihm gerade alle seine Empfindungen und Gedanken auf den Kopf zusagte. Er war definitiv nicht wie die anderen Engel, die Cain kannte und ernsthaft bekämpft hatte, alleine schon weil ihm die Arroganz fehlte, die für seine Art üblich war. Und genau wie Cain war auch er weitaus ruhiger als seine Artgenossen.
„Glaubst du irgendwie, dass es irgendetwas ändert, wenn du mein Leben durchleuchtest, bevor ich dich fertig mache?“, fragte Cain nun stattdessen sarkastisch und bereitete sich auf den Kampf vor indem er die Schwerter auf seinen Gegner richtete und anschließend auf ihn losstürmte. Michael folgte dieser Aufforderung und wich zur Seite als Cain mit dem Odachi zustach, bevor er den vertikalen Hieb mit dem massiveren beider Schwerter mit dem eigenen abfing und Cain einen Faustschlag direkt in dessen Gesicht verpasste. Noch ein wenig verwirrt davon wich Cain zunächst nach hinten und fing nun seinerseits einen Schlag von Michaels Kreuzschwert ab, bevor dieser eine weitere Waffe materialisierte und deren langen Stab als Schlagwaffe nutzte. Cain duckte sich jedoch schnell darunter hinweg und führte einen kreuzförmigen Schlag mit beiden Schwertern aus, den Michael jedoch abfing und sich auf das Kräftemessen einließ.
„Nein. Aber ich denke nicht, dass ich es sein werde, der verlieren wird. Denn auch ich kämpfe lediglich um zu beschützen“, antwortete Michael nun auf Cains letzte Frage, bevor beide auseinander gingen nur um kurz darauf erneut Schwert auf Schwert treffen zu lassen.

Gewaltige, pfeilartige Energie-Projektile schlugen in die Schilde eines Eldar-Dreadnoughts, während dieser eine beinahe nicht mehr definierbare Menge an roten, zielverfolgenden Strahlen abgab und mitten in die Schiffe der Himmelsarmee hinein jagte. Zeitgleich dazu wich ein Kreuzer der Himmelsarmee nach oben und entkam so zwar dem Graviton-Projektil des Eldar-Schiffes, aber nicht den zielverfolgenden Strahlen, die ihn nun einfach zerfetzten. Und während der Himmels-Kreuzer langsam explodierte trafen nur wenige Meter davor die Energe-Klingen eines Mechs des Himmels und von einem der Eldar aufeinander. Direkt darauf stießen sich beide Maschinen ab und nahmen sich mit Schnellfeuer-Waffen unter Feuer, denen sie beide spiralförmig nach oben auswichen und sich dabei dicht an der Hülle eines Himmels-Dreadnoughts vorbei bewegten. Dieser hatte nun scheinbar seine Haupt-Waffe, eine gewaltige gelbe Licht-Kanone aufgeladen und jagte sie einem Eldar-Dreadnought entgegen. Dabei durchschlug der gelbe Strahl das Eldar-Schiff einfach und zerriss es mit einer gewaltigen Explosion in zwei Hälften. Ein beinahe unzähmbares Chaos war scheinbar auf und rund um den gesamten Planeten ausgebrochen, als die Flotte des Himmels und der Eldar aufeinander getroffen war. Und es war ein vergleichsweise recht unerfahrener Eldar, der die Kontrolle darüber hatte.
„Captain Rar´mor. Die sechste Transform-Staffel wurde im Flakfeuer vernichtet“, sprach ihn einer der Brückenoffiziere den Kommandanten der Schlacht an.
„Der Kreuzer CXM59A hat schwere Schäden erlitten und bittet um Feuerschutz“, fügte ein weiterer noch schnell hinzu, als ein Himmels-Mech einen der Eldar in der Mitte zersägte und mit mehreren blauen Flammenstrahlen feuerte um sich einen Weg durch die Wisps bahnen zu können, die das Kommando-Schiff schützten. Als er jedoch direkt vor der Brücke ankam und darauf feuern wollte, rammte ein Jäger der Eldar die Maschine und schob sie so aus der guten Schussposition, während am Nebenschiff ein Greifen-Wesen von den Flakwaffen der Fregatte in seine blutigen Fleischreste zerrissen wurde, nachdem es einen Treffer an deren Haupt-Waffen mit einem Flammenstrahl gelandet hatte.
„Bringt uns in eine gute Position für die Tachyon-Kanonen. Alle Wisps direkt dahinter bündeln und bereit halten“, befahl Rar´mor davon aufgescheucht, während ein brennendes Schiff direkt vor der Front seines Schiffes entlang segelte und in einen Dreadnought krachte.
„Captain. Ich empfange die Signale zweier weiterer Schiffe, beide Kreuzer, eins Eldar, eins Toth, außerhalb des Orbits“, warf plötzlich ein weiterer Brückenoffizier ein, während ein Schwarm Raketen, scheinbar von den Engeln stammend im Blitztempo an dem Kommando-Schiff vorbei fegten, aber stattdessen in die Fregatten und Schlachtschiffe daneben einschlugen und gewaltige Trümmer aus ihnen heraus rissen.
„Ignoriert sie so lange sie nicht in die Schlacht eingreifen. Alle Tachyon-Waffen, volles Feuer!“, befahl Rar´mor daraufhin und sowohl sein Schiff, als auch die übrigen daneben ließen einen gewaltigen Hagel aus Tachyon-Projektilen auf die Engels-Schiffe los. bevor sie nach unten tauchten und die Schussbahn für die Wisps freigaben, die sich zu Platten zusammen geschlossen hatten. Riesige, blaue Energie-Strahlen fegten über die Schiffe des Himmels und schienen einige davon innerlich aufzublähen, bevor sie explodierten, nachdem die Tachyon-Waffen scheinbar keinen Schaden an ihnen hinterlassen hatten.

Die Lage war weiterhin unverändert für Wor´tar und Benni, die immer noch dem Erzengel Raphael gegenüber standen. Dieser hatte mittlerweile seine Rüstung materialisiert und tat das selbe mit einem Kampfstab, dessen Oberseite mit größeren, geschwungenen, nach oben zeigenden Klingen besetzt war. Zwischen diesen Klingen begannen sich plötzlich Blitze zu entladen, so das Wor´tar bereits erahnte was gleich geschehen würde.
„Benjamin Renton. Du musst deine terranische Gefährtin nehmen und sie auf unser Schiff bringen. Wir verfügen über die nötige Technologie um sie zu heilen. Ich muss mich um diesen Feind hier kümmern“, kommentierte der große Eldar und legte die natürlicher Weise immer noch stark neben sich stehende Natasha neben Benni ab.
„Ich kann das nicht!“, antwortete dieser panisch und sah noch einmal zu Natasha um sich recht schnell wieder zu motivieren, da Wor´tar diese Aufgabe tatsächlich nicht übernehmen sollte. Und so hob er das Mädchen schnell auf seine Arme und rannte weiter, was der Erzengel scheinbar einfach zuließ. Dieser hatte aber auch keine andere Wahl, denn im selben Moment stürmte der gigantische Wor´tar auf ihn zu und führte einen Faustschlag aus. Raphael sprang jedoch schnell nach hinten und feuerte einen Blitz aus der Spitze seines Kampfstabs, der den Eldar jedoch um einige Zentimeter verfehlte. Dieser reagierte darauf indem er seinen grünen Partikelstrahl auf den Engel abfeuerte, ihn aber ebenfalls verfehlte, als dieser einen Gegenangriff mit seinem Stab startete. Wor´tar wich jedoch zur Seite, als der Engel zuschlug und begann mit einer Mutation zu einem der Magma-Wesen um den Engel mit Magma-Projektilen unter Feuer zu nehmen. Dieser rollte jedoch schnell zur Seite und feuerte fünf Blitze zur selben Zeit ab, die Wor´tar nach einer Transformation zu einem Kashiri mit telekinetischen Schilden abfing. Direkt darauf jagte der Erzengel einen blauen Strahl auf den Eldar, der diesem in einer Echsenform durch rennen zur Seite auswich und das obwohl Raphael den Strahl nach ihm schwenkte. Dennoch konnte der Eldar entkommen und jagte dem Himmelswesen eine telekinetische Welle entgegen, die diesen jedoch um einen halben Meter verfehlte und Wor´tar in der Defensive zurück ließ, als eine beinahe niemals endende Menge an Blitzen auf ihn einzuregnen schienen.
„Ist ja schade. Der Fernkampf ist anscheinend nicht deine Stärke. Dazu fehlt primitiven Wesen wie euch Dimensionsbewohnern nun mal die Fantasie“, kommentierte Raphael, während er weiter Blitze aus seinem Kampfstab abfeuerte und Wor´tar an den Ort fesselte an dem er sich gerade befand.
„Wir sind aber nicht primitiv“, antwortete Wor´tar und klang ein wenig erregt dabei, als er die kinetische Schildkugel nach allen Seiten ausweitete und so wie einen Schockwellenangriff einsetzte, ohne dabei seinen Schutz zu verlieren. Raphael rammte jedoch seinen Kampfstab auf den Boden und erschuf eine Schildkugel aus Energie, die genügte um die Schockwelle von sich fern zu halten. Blitze und grelles Licht begann sich zu bilden als beide Wellen aufeinander trafen und ließen keinen Blick auf einen Sieger zu.

Immer wieder krachte das Schwert von Cain gegen das von Michael, als dieser vier Schläge mit dem Odachi ausführte und anschließend die Fläche des anderen Schwerts nutzte um Michaels Speer nach oben abzuleiten. Anschließend drehte Cain sich einmal um sich selbst und nutzte den Schwung für einen weiteren Schlag, dem der Erzengel durch ducken auswich. Dabei nutzte Michael jedoch seine Chance Cain einen Tritt zu verpassen, der ihn ein gutes Stück nach hinten schob und dann mit beiden Waffen nach vorne gerichtet loszustürmte. Cain tauschte schnell seine Schwerter gegen Rail-Pistolen und feuerte, verfehlte sein Ziel jedoch um Längen, so dass er lediglich die Oberseite der Schusswaffen hatte um die Waffen des Erzengels abzufangen und zu versuchen ihm stand zu halten. Dennoch schien es Michael nicht möglich durch die Blockade seines Gegners zu brechen, so sehr er sich auch anstrengte, weshalb er sich entschied lieber mit dem Fuß über den Boden zu streifen und dem Dämon dabei Dreck und Staub entgegen zu schleudern, der ihm kurzzeitig jede Handlungsfähigkeit nahm. Als Michael jedoch seine Chance sah und mit seinem Speer zustach, drängte ihn eine Flammen-Welle zurück, die sich gebildet hatte als Cain seine entfesselte Form wieder aufgebaut hatte. Nur wenig überrascht erhob sich Michael in die Lüfte, als Cain einen Feuerball auf ihn los ließ und ihm mit einem Flammenstrahl nachschwenkte, während der Engel in einem Bogen über ihn hinweg flog. Zur gleichen Zeit begann Cain seine Flammenflügel aufzubauen und folgte seinem Gegner in die Luft, während er ihn weiter mit zwei Feuerbällen und zwei Flammenstrahlen in einem ständigen Ausweichprozess hielt, bei dem der Engel mehrere hakenartige Flugmanöver durchführte. Keine Sekunde darauf stürmte der Dämon nach vorne, während er zu einem Faustschlag ausholte und das mit einer erschreckend hohen Geschwindigkeit, die man in diesem Moment niemals erwartet hätte. Anstatt schockiert zurück zu weichen, stürmte Michael jedoch ebenfalls vor und schien seinen Speer einsatzbereit zu halten, wobei die Waffe langsam aber sicher immer heller zu leuchten begann. Eine gewaltige kinetische Welle bildete sich, als die Faust des Dämons auf die leuchtende Speerspitze des Erzengels traf. Verzweifelt versuchte er den Wellen Stand zu halten, wurde jedoch zuletzt dennoch nach hinten zurück gestoßen, wo er erst wieder zum Stehen kam, als er in den Kampfaufbau einer Chimäre krachte. Verwirrt richtete er sich wieder auf und erhob sich schnell wieder in die Lüfte, bevor ihn der Strahl eines Eldar-Geschützes treffen konnte, der eigentlich dem Rückenaufbau gewidmet gewesen war. Zeitgleich dazu baute der Dämon seine beiden Flammenschwerter auf und versuchte mit ihnen den Schlag des kinetischen Speers abzufangen als er erneut auf Michael traf. Doch auch dieses Mal schleuderte der Speer den Dämon zurück und ließ ihn dieses Mal mitten in einen Eldar-Trupp krachen, der sich vor den Mauern der Basis aufgebaut hatte. Alle fünf Krieger der halbmaschinellen Rasse wurden durch die Luft geschleudert, als der Dämon einschlug und sogar den Boden unter sich zertrümmerte. Noch bevor er sich wieder aufrichten konnte, fand er den Erzengel vor sich der seinen Speer auf den Dämon richtete und erstaunlicher Weise noch nicht ein einziges Mal seine entfesselte Form eingesetzt hatte. Was jedoch weitaus erschreckender war, war die Tatsache, dass Cain noch nicht einen einzigen Treffer an ihm hatte landen können.
„Was ist los mit dir Erzdämon Cain? Du scheinst zwar zu zuschlagen, aber nicht den Willen zu haben mich auch ernsthaft zu verletzten. Du hast keinen Willen zu töten mehr in dir. Du bist schwach geworden“, kommentierte der Erzengel sicher. „Es scheint ganz so, als wäre mein Wille zu beschützen weitaus stärker, als es deiner jemals war“, fügte er dann noch schnell an und stach schnell mit seinem kinetischen Speer zu.

Benni wusste längst nicht mehr wie lange er überhaupt schon gerannt war, aber machte weiter, denn er wusste eine Sache ganz sicher. Dass er Natasha nicht sterben lassen würde. Und so folgte er weiter dem Weg, den sich das organische Geflecht gebildet hatte und bog links ab, als sich ihm der Weg durch organische Biomasse versperrte. Erst als er sich in einem Rund gewachsenen Bereich wieder fand stoppte er, denn es schien von dort aus kein Weg weiter zu führen, lediglich der eine wieder zurück.
„FUCK!!!“, schrie Benni wütend aus und sah sich immer panischer um, denn er musste einfach einen Weg dort hinaus finden. Plötzlich begaben sich fünf Eldar-Soldaten aus ihren Deckungen, die in Spalten der organischen Wände gewesen waren, und richteten die Waffen auf Benni und die scheinbar dem sterben immer näher rückende Natasha.
„Stehen bleiben, Terraner. Keine Bewegung. Und jetzt erklär mir erst einmal was du hier verloren hast“, sprach einer von ihnen.
„Was ich hier verloren habe? Ihr wollt allen Ernstes wissen was ich hier verloren habe? Oder nein, wisst ihr was. Knallt mich einfach ab und lasst mich dafür wenigstens in Ruhe. Ich hab die Schnauze voll von gigantischen Schlachten, riesigen Explosionen, Krieg führen und Kämpfen. Also was ist jetzt?“, schrie der Terraner den Eldar aufgebracht entgegen und schien selbst nicht mal mehr genau zu wissen was er da tat. Einen kurzen Moment sahen sich die Eldar beratend an, dann schienen sie gewillt zu sein Bennis Forderung zu erfüllen und ihre Waffen abzufeuern. Kurz bevor sie das jedoch konnten schlangen sich unzählige Tentakel, die scheinbar aus den Wänden kamen um die Humanoiden und packten sie so fest, dass ihre Gliedmaßen, ihre Köpfe, ihre gesamten Körper zerquetscht und abgerissen wurden, und sich Blut mit samt den Innereien der Wesen über deren gesamten vorherigen Aufenthaltsbereich verteilte. Benni begann sich noch verwirrter umzusehen und versuchte es zu verstehen und erinnerte sich daran, dass sie sich zuvor sogar noch mit dem Geflecht unterhalten hatten. Scheinbar hatte es den beiden absichtlich das Leben gerettet, nachdem es sich so lange raus gehalten, oder einfach nur keine Chance gegen die Übermacht der Engel und Eldar gehabt hatte. Zeitgleich zu alle dem begann sich die Überdachung des Geflechts zu öffnen und ein kleiner Bereich auf dem Planeten frei davon gemacht zu werden. Und das war genau der in dem sich Benni und Natasha aufhielten, so als wollte das Geflecht, dass sie auf das Schiff zurück kehren könnten.
„Vielen Dank, Freund“, kommentierte Benni als er es verstanden hatte und wandte sich seinem Kommunikationsgerät und der verletzten Natasha zu. Sie atmete noch, weshalb sie sicherlich noch lebte, aber sie war kalt und zeigte erste Anzeichen eines Blutmangel-Schocks. Benni wusste, dass er sich beeilen und hoffen musste, dass sich eines der beiden Schiffe noch im Orbit befand. „Bitte, Natasha. Es dauert nicht mehr lange!“, sprach er ihr zu und schien tatsächlich Kommunikations-Kontakt mit etwas oder jemandem hergestellt zu haben. „Ist da das Schiff von Ma´ik und Wor´tar?“, fragte er dann schnell und panisch. „Wenn ja, dann beeilt euch bitte. Natasha ist verletzt“, fügte er schnell an und wartete darauf, dass gleich etwas geschehen würde. Und tatsächlich wurde ein Molekular-Transport von dem Planeten aktiviert, der beide recht bald herunter bringen sollte, keiner der beiden wusste jedoch so genau wohin.

Ma´ik sprang schnell zur Seite und materialisierte selbst schnell zwei Schusswaffen, die er dem mächtigen Erzengel entgegen jagte. Die grünen Partikel-Strahlen verfehlten diesen jedoch um Längen, so dass dieser mit seiner mächtigen, schwarzen Sense ungestört zuschlagen konnte. Ma´ik baute jedoch schnell Energie-Klingen an seinen Armen auf und fing den Schlag ab. Anschließend wich er erneut zurück und feuerte noch einmal auf den Engel, der sich in Reaktion darauf in die Luft erhob und das Stabende seiner Sense auf den Eldar ausrichtete um einen violett-schwarzen Strahl auf ihn abzugeben. Ma´ik wich jedoch schnell mit einem Sprung nach hinten und verschmolz das Metall seiner beiden Waffen zu einem gewaltigen Schwert, dass er direkt zwischen sich und die Sense des Erzengels hielt, als dieser ihn versuchte in im Fall damit zu erschlagen. Eine Schockwelle zerriss den Boden in einem Meter umkreis um die beiden, als die Waffen aufeinander trafen.
„Du bist ein wirklich guter Kämpfer für einen Dimensionsbewohner“, kommentierte Abbaddon als Ma´iks Schwert auf den Stab seiner Sense traf. „Aber dir fehlt die nötige Heimtücke eines Verräters um mich zu schlagen“, fügte er dann noch an und materialisierte eine weitere Waffe in seiner anderen Hand, die aus einer riesigen Kette und zwei an deren Anfang und Ende befestigten, metallisch wirkenden Klumpen bestand. Ma´ik blieb nur das Zurückweichen als der Erzengel seine Waffe einsetzte. Zeitgleich richtete er die Sense aus und zwang ihn mit weiteren Strahlen dazu zwei Schild-Emitter an seinen Armen zu bilden und diese abzufangen. Als Abbaddon erneut vorstürmte, bildete Ma´ik ein weiteres Schwert und stürmte auf den Engel zu, der zunächst das eine Schwert und dann das andere mit dem Stab seiner Sense abfing. Anschließend schlug er mit den Klumpen an der Kette zu und schleuderte den Eldar nicht nur zurück, wo er mit der linken Seite gegen die organische Wand krachte, sondern zertrümmerte auch dessen rechte Rüstungshälfte fast vollständig, sehr zu dessen Schock.
„Hab ich dich“, kommentierte Abbaddon erfreut und schlug dieses Mal mit nur einem Kettenende zu, was ihm eine erhöhte Reichweite gab. Ma´ik sprang jedoch schnell nach oben und begann nicht nur seine Rüstung zu regenerieren, sondern auch eines seiner Exoskelete, das er schon im Kampf mit Cain verwendet hatte, aufzubauen. Nicht nur dass die Kettenwaffe einfach daran abprallte, die normalen Schilde des Exoskelets genügten bereits um die Sensen-Schusswaffe des Erzengels abzufangen, so dass Ma´ik ohne weitere Probleme landen und seine Energie-Gattlings abfeuern konnte. Unzählige blau leuchtende Projektile rasten auf den Krieger des Himmels zu, der von den ersten knapp verfehlt wurde und dann nach oben stieg. Ma´ik schwenkte ihm jedoch hinter her und zwang den Engel so zu einem Bogen nach links, wo der Eldar ihn bereits erwartete um ihm einen Schlag mit der gewaltigen Faust seiner Maschine zu verpassen. Bevor er jedoch treffen konnte schleuderte ihn eine rot-blaue Energie-Welle nach hinten zurück, die nur von einer entfesselten Form stammen konnte.

Uriel schien das Geschehen längst überfordert zu haben. Und damit war nicht die etwas weiter entfernter ablaufende Schlacht gemeint, sondern die Tatsache, dass sie gerade Metatron begegnet war. Eigentlich hatte sie gedacht, dass er direkt versuchen würde sie zu töten, aber anstatt dessen versuchte er sie wieder auf seine Seite zurück zu holen. Das passte nicht zu Metatron, das war nicht seine Art, aber vielleicht täuschte sie sich? Plötzlich begann sie ein Schwert zu materialisieren und schlug damit zu. Metatron hatte es jedoch rechtzeitig bemerkt und war nach hinten gewichen.
„Du hast deine Wahl also getroffen, wie es scheint“, kommentierte Metatron sicht- und hörbar enttäuscht und materialisierte nun eines seiner beiden Kristall-Schwerter.
„Ich kann mich unmöglich weiter dem Herren anschließen. Auch wenn das bedeutet, dass wir nicht mehr länger zusammen sein können“, antwortete Uriel entschlossen darauf.
„Bist du dir wirklich sicher mit deiner Wahl? Glaubst du wirklich, dass ein Dämon in der Lage wäre dich zu lieben? Glaubst du wirklich ein Dämon wäre in der Lage überhaupt jemanden oder etwas zu lieben?“, fragte Metatron weiter.
„Sprich nicht so abfällig über ihn. Cain ist anders als andere Dämonen“, kommentierte Uriel erstaunlich ruhig. „Er mag vielleicht nicht besonders emotional sein, aber zumindest versteht er etwas von Ehre und Anstand“, fügte sie dann noch schnell hinzu.
„Ich kann dich anscheinend wirklich nicht umstimmen. In diesem Falle lässt du mir keine andere Wahl“, antwortete Metatron und trat zunächst langsam einen Schritt vor, bevor er auf seine einstige Verlobte zustürmte und einen Schlag mit dem Schwert ausführte, aber nur auf das von Uriel dabei traf. Diese breitete daraufhin schnell ihre Flügel aus und versuchte sich in die Luft zu erheben. Metatron materialisierte jedoch schnell eine seiner roten Strahlen-Waffen und feuerte sie auf Uriels rechten Flügel ab, wodurch er einige Federn kurzzeitig in Brand setzte und Uriel zwangsweise am Boden hielt. Und obwohl die Brandverletzungen ihr Schmerzen bereiteten riss Uriel sich zusammen und blockte zwei weiterte Schwertschläge ab, bevor sie ihre Energie-Waffe auf Metatron abfeuerte. Dieser duckte sich jedoch einfach unter dem Projektil weg und versuchte sein Kristallschwert durch Uriels Bauch zu rammen. Diese schob das Schwert schnell mit ihrem eigenen zur Seite und materialisierte ein zweites um damit einen Schlag auf den nun scheinbar nicht ausreichend geschützten Metatron auszuführen. Dieser wechselte jedoch schnell seine Schusswaffe gegen ein zweites Kristallschwert und fing auch diesen Schlag ab.
„Du vergisst da etwas, Uriel. Alles was du über den Kampf, das richtige Führen eines Schwertes, das Zielen mit einer Waffe, Schutz, Taktik und Strategie weißt, habe ich dir beigebracht. Ich kenne jeden deiner Schritte, noch lange bevor du überhaupt weißt, dass du sie überhaupt geplant hast“, kommentierte er dann erneut äußerst zwielichtig.

Eine weitere Schockwelle bildete sich als Cain den Speer des Erzengels mit seinem gigantischen Arm packte und so gut er konnte von sich fern hielt. Und so unglaublich wie es schien, Michael war tatsächlich in der Lage den Körperkräften des Dämons ganz ohne seine entfesselte Form Stand zu halten. Er war ein mächtiger Feind und auch wenn er nicht über die selben körperlichen Werte oder den selben Umgang mit seinen Elementen hatte wie Metatron, er war älter, erfahrener und dadurch gefährlicher als dieser. In Wahrheit war Michael wohl der mächtigste aller Erzengel und nicht Metatron. Der Wille zu töten? War es wirklich das was ihn Schwach machte? Dass es für ihn nicht zwangsweise einschloss einen Feind im Kampf auch zu töten? Er kämpfte weiter gegen den kinetischen Speer an und tatsächlich, oder beinahe schon selbstverständlich erwies Cain sich als der Stärkere.
„Es ist nicht der Wille zu töten, der einen starken Beschützer ausmacht. Es ist der Wille zu Kämpfen“, antwortete er dann und zertrümmerte den Speer in einer schnellen Bewegung auf dem Boden als er erneut zu leuchten begann. Anschließend führte er einen Faustschlag auf den Erzengel aus, der schnell zurück wich und dann zur Seite sprang, als der Dämon mit einer besonders großen Flammenklinge nachsetzte und sich dann wieder aufrichtete. Genauso schnell stürmte er dann auf den Erzengel zu, der noch nicht einmal richtig verstanden hatte, was ihm gerade passiert war. Somit blieb ihm nur die Verwandlung in seine entfesselte Form, als Cain mit dem Flammenschwert zuschlug. Eine gewaltig wirkende Schockwelle schob den Dämon zurück, so dass dessen Füße Kratzer im Boden hinterließen, aber brachte ihn nicht einmal zu Fall.
„Ich werde dich nicht in seine Nähe lassen“, kommentierte der Erzengel sehr zur Verwirrung seines dämonischen Gegners und stürmte auf ihn zu. Es handelte sich bei der entfesselten Form des Erzengels um ein katzenartiges Wesen, dass jedoch auf zwei Beinen ging und über vier Arme verfügte, in jedem davon materialisierte es eine Doppelklinge. Dunkelblaues Fell zierte das Wesen, sowie eine hellblaue Mähne und blaue Flammenflügel. Cain schaffte es gerade so zwei der Schwerter abzufangen, bevor er sich unter den anderen beiden hindurch ducken und anschließend wieder in die Lüfte aufsteigen musste, wo er mit weiteren Feuerbällen auf Michael feuerte, diesen aber weit verfehlte. So entschied der Dämon sich unter dem Bauch einer Himmelschimäre hindurch zu fliegen, während Michael ihn mit einem Flammenstrahl aus seinem Maul verfehlte und ihm folgte. Als Cain wieder freie Flugbahn hatte, drehte er sich erneut um und jagte einen Flammenstrahl auf seinen Feind und schwenkte ihm nach, als dieser zur Seite und nach unten wich, wobei er versehentlich mehrere Eldar- und Himmels-Krieger verbrannte. Michael flog seinen Bogen weiter und stürmte so nun direkt auf Cain zu, der lediglich seine Flammenschwerter nutzen konnte um die ersten beiden Doppelklingen seines Gegners abzufangen und sich unter den anderen beiden hinweg zu ducken. Dieses Mal stürmte Cain jedoch vor und packte den Erzengel am Bauch, während er ihn durch einen Kristall-Elemental und durch einen Eldar-Mech schob. Ungeachtet dessen schlug Michael mit seinen vier Klingen zu und zwang Cain nach hinten zu weichen, bevor er selbst nach oben weichen musste um einem Flammenstrahl des Dämons zu entgehen und mit einem eigenen blauen Flammenstrahl zurück feuerte.

Noch ein wenig verwirrt sollte sich Benni tatsächlich bald auf einem Eldar-Schiff wieder finden, sehr zu seinem eigenen Schock, denn es könnte sich auch einfach um ein anderes Eldar-Schiff handeln. Immerhin hatte er es noch nie betreten. Eine der Türen öffnete sich und ganze fünf Eldar niedereren Ranges traten ein, keiner davon wirkte jedoch wie ein schwer bewaffneter Krieger. Wozu auch? Um einen halbtoten Terraner und einen schwer behinderten unter Kontrolle zu halten brauchte man bestimmt keine Krieger.
„Willkommen Benjamin Renton, Freund des Generals und des Commanders“, kommentierte einer von ihnen, sehr zur Verwirrung und Erleichterung des Terraners, bevor er sich auf die sterbende Natasha besann.
„Wir haben keine Zeit um uns höflich zu begrüßen. Natasha stirbt“, rief er daraufhin sicht- und hörbar panisch aus.
„Der medizinische Feldoffizier wird sich um deine terranische Gefährtin kümmern. Es ist weitaus bedeutender, dass wir diese Schlacht sobald es möglich ist verlassen“, antwortete der Eldar, während sich die vier anderen Natasha annahmen, wobei zwei davon sie auf eine schwebende Trage hoben, einer sich um ihre Verletzung kümmerte und der andere ihm dabei assistierte.
„Was ist mit euren beiden Bossen, Cain, Gor´shak und Uriel?“, fragte Benni verwirrt.
„Eldar eines solch hohen Ranges benötigen keine Unterstützung durch Schiffe, oder Untergebene um sich zurück zu ziehen und ich bin mir sicher, dass Wesen ähnlicher Stärke ebenfalls nicht darauf angewiesen sind“, antwortete der Eldar erneut, während der Assistent des Feldmediziners zu den beiden trat.
„Außerdem lautete der letzte Befehl des Generals genau das. Unser Ziel ist auch nicht das Überleben, sondern die Suche und das Finden der Reiter der Apokalypse“, komplettierte dieser die Ausführungen des Vorredners. „Die Terranerin ist stabil, ihre Verletzung regeneriert in einem langsamen aber für Terraner angemessenen Zyklus und ihr Bewusstsein scheint langsam wieder zurück zu kehren. Wir werden sie jedoch auf eine überwachte Station bringen müssen“, fügte er dann noch schnell an, bevor ein Tachyon-Projektil eines anderen Eldar-Schiffes sie alle nur sehr knapp verfehlte und das gesamte Schiff erschütterte. Panisch stürmte Benni zum Fenster und sah gerade noch wie das Projektil in einen Engels-Kreuzer einschlug, dessen Reaktor recht bald eine gigantische Explosion hinterließ. Direkt darauf fegte ein Himmels-Mech an dem Fenster vorbei, gefolgt von einigen Strahlen von Eldar-Partikel-Kanonen. Während dessen flog Kaldrius das Toth-Schiff über ein Schlachtschiff der Engel hinweg und anschließend mit einer 90-Grad-Rolle an einem blauen Plasma-Projektil seitlich vorbei, zwischen zwei sehr dicht aneinander vorbei fliegenden Fregatten hindurch und auch das Eldar-Schiff schien unter der Oberfläche eines Himmels-Dreadnoughts entlang zu fliegen, zumindest wirkte die Situation durch das Fester so. Ein Schwarm Raketen fegte an dem kleinen Eldar-Schiff vorbei und schlug in die goldene Panzerung des Himmels-Schiffes ein, während ein Feuerstrahl eines Greifen einen Eldar-Mech mittig zersägte. Das Greifen-Wesen sah nur kurz zu dem Eldar-Schiff, bevor es sich lieber wieder einem schweren Eldar-Mech zuwandte, allerdings von dessen gewaltigen Puls-Schneidern, grünen sichelförmigen Energie-Projektilen in hoher Feuerrate in dessen blutige Einzelteile zerlegt wurde.
„Sie ignorieren uns. Sie haben wahrscheinlich den Befehl uns zu ignorieren, so lange wir uns nicht in ihre Angelegenheiten einmischen“, kommentierte einer der anderen Eldar, während das medizinische Team Natasha langsam hinaus trug. Benni löste sich schnell von dem Fenster und folgte ihnen schnell.
„Wir kommen hier also tatsächlich lebend raus, wenn die Eldar uns nicht vorher erwischen“, kommentierte Benni sichtbar erleichtert. „Wir sind gerettet“, fügte er dann noch schnell erleichtert an.

Es dauerte eine Zeit lang bis sich das Licht wieder abdunkelte und man erkennen konnte, dass weder Wor´tar noch Raphael durch das Zusammentreffen der Wellen geschädigt worden waren. Wor´tar stürmte direkt in Echsenform vor und nahm dann wieder seine eigene an um dem Engel einen Faustschlag zu verpassen.
„Das hier ist meine Reichweite!“, kommentierte er dabei, bevor er auf den Kampfstab des Erzengels traf und dieser sich in die Lüfte erhob, immer mit blauen Blitzen aus der Spitze seines Kampfstabs auf den ehemaligen Eldar-Commander feuernd, der sich lediglich hinter einer kinetischen Deckung verstecken konnte und dann hinter einer organischen Wand verschwand, bevor weitere Blitze hinein krachten.
„Denkst du etwa, dass dich das retten wird?“, kommentierte Raphael lachend und jagte erneut fünf Blitze aus dem Stab, die eine gebogene Flugbahn einschlugen und so die Wand umflogen, Wor´tar aber dennoch knapp verfehlten, als dieser aus der Deckung sprang und zum Drachenwesen mutierte, wobei er direkt einen Feuerball auf den Engel abgab und diesen zwang nach oben zu weichen. Und auch Wor´tar breitete seine gewaltigen Flügel aus um sich in die Luft zu erheben, während Rapael sichtbar in seine entfesselte Form wechselte. Diese glich am ehesten einem Elefanten in ihrer Optik und brachte es mit fünf Metern auf ähnlich gigantische Maße wie die Drachenform von Wor´tar. Elementarflügel aus Licht und blauer Energie ermöglichten dem Erzengel den Flug, als dieser direkt mit einer gewaltigen Bombardierung aus unzähligen Energie-Strahlen und Licht-Projektilen in Schwertform begann und Wor´tar zwang nach oben zu weichen, wo er mit einem Flammenstrahl antwortete. aber nur auf kugelförmige Energie-Schilde seines Gegners traf. Und noch während Wor´tar in einem Bogen seitlich über den Erzengel hinweg flog, jagte dieser weitere Strahlen aus Weisem Licht auf den Eldar, verfehlte ihn aber um Längen. Stattdessen konnte Wor´tar nun ungestört drei weitere Feuerbälle abgeben und auf eine direkte Kollision mit dem Engel zusteuern, der zunächst die Feuerbälle mit Energie-Schilden abfing, bevor er seine gewaltigen, beinahe schon fast zu großen Hände nutzte um die Klauen von Wor´tar abzufangen, als dieser sie in ihn hinein rammen wollte.
„Denkst du etwa wirklich, ich bin nicht brauchbar für den Nahkampf, nur weil ich ihn ablehne?“, fragte der Erzengel lachend und brach mit einer gezielten Bewegung beide Arme des Eldars, bevor er ihm einen Faustschlag gegen den Kopf verpasste, der ihn zurück schleuderte und mit einem Energie-Angriff nachsetzte, der in seiner Form an Schlangen erinnerte, die sich zunächst um den Eldar formierten, bevor sie sich auf ihn stürzten und eine nicht zu unterschätzende Explosion hinterließen. Langsam aber sicher verdampfte das Fleisch von Wor´tars Drachenform, der lediglich schreien konnte, da er den Schmerz trotz aller Nanotechnik noch spürte. Nur ein Wechsel zu seiner normalen Eldar-Form rette ihm das Leben, wenngleich ihn die Druckwelle zu Boden und durch mehrere Wände des organischen Geflechts schleuderte, wo er zunächst regungslos liegen blieb. Plötzlich landete Raphael in versiegelter Form vor ihm und packte seinen Kopf, noch lange bevor er überhaupt auf irgendetwas reagieren konnte und zertrümmerte den Panzer nur durch Druck seiner Hand.
„Schwächliche Dimensionsbewohner. Ihr seid eben doch minderwertige Kreaturen. Alleine wie ihr nur schon ausseht. Schrecklich, grauenhaft. Und deshalb werdet ihr abtreten und Platz machen für bessere Kreaturen wie uns“, kommentierte der Engel lachend, während er eine Klinge seines Kampfstabs an Wor´tars Hals platzierte.

Cain wich erneut zur Seite, so dass Michael ihn verfehlte und flog am Bauch eines Himmelsdrachen vorbei, der gerade mit seinen Flammenprojektilen einige Eldar-Infantristen am Boden bombardierte. Plötzlich stieß eine Mech-Staffel der Eldar nach unten und nahm die Bestie mit blauen Energie-Projektilen unter Feuer, die jedoch alle an dessen dicken Panzer abprallten. Nur wenig später folgte das Gegenfeuer, dass von einer Staffel Himmels-Mechs stammte. Während die meisten der Eldar-Mechs irgendwohin auswichen und mit Raketen Gegenfeuer gaben, stürmte einer von ihnen vor und baute Energie-Klingen auf, traf aber nur auf eigene des Himmels-Mechs. Mehrmals gingen die beiden auseinander und schlugen zu, bevor der Himmels-Mech vor stürmte und den Eldar-Mech packte. Beide Maschinen stürzten zu Boden und es schien nicht als könnte der Eldar sich aus dem Griff seines Gegners befreien. Erst der Crash ermöglichte es dem Eldar sich zu befreien und mit seiner Energie-Gattling auf seinen Feind zu feuern, bevor er schnell mit einer Ionen-Kanone nachsetzte und den Himmels-Mech in dem Strahl fast völlig auflöste. Plötzlich schlug ein Energieball eines Energie-Elementals von der Seite in den Mech und vernichte diesen, während eine helle Chimäre einen weiteren Magma-Ball über die ganze Truppe hinweg auf die Mauer der Basis abgab und mit einem Lichtstrahl aus seinem linken und einem blauen Energiestrahl aus dem linken Hundekopf nachsetzte, während eine Energie-Gattling aus dem Gefechtsstand ein Exoskellet der Eldar aus einem Sprung-Angriff heraus zerfetzte. Es war klar, dass die Eldar diese Schlacht scheinbar nicht gewinnen konnten. Aber Cain war dies für den Moment recht egal, denn er fing gerade zwei weitere Schwertschläge seines Feindes ab und wich nach hinten, wo er mit einer gewaltigen Flammenkugel feuerte und mit mehreren kleinen Feuer-Klingen nachsetzte, als die Kugel ihr Ziel verfehlte und eine gigantische Explosion am Boden hinterließ. Michael beschleunigte schnell und rammte seine Schulter in den Bauch des Dämons, während er ihn durch die Körper mehrerer Drachen schob und dann mit aller Geschwindigkeit in den Boden rammte. Blut spritzte aus den Drachen, die laut aufschrien und langsam aber sicher zu Boden stürzten, während der Absturz der beiden Krieger eine gewaltige Staubwolke hinterließ. Und noch während diese sich verzog verpasste Cain dem Erzengel einen Faustschlag gegen den Kopf und richtete sich schnell wieder auf, bevor er die ersten beiden Arme seines Gegners packte und einen Tritt in seinen Bauch ausführte. Den taumelnden Erzengel packte der Dämon dann im Genick und rammte ihn mit Kopf voran in den Boden, bevor schlagartig eine Steinmauer zwischen den beiden hochfuhr und Cain einen Schlag gegen das Kinn versetzte. Wütend zertrümmerte der Dämon die Steinmauer nur um dann einem Magma-Arm auszuweichen, scheinbar vom einer Magma-Elementar-Form von Michael stammend.
„Ich werde nicht versagen. Niemals“, kommentierte Michael ruhig und sicher, während er an einem seiner vier Arme eine Art Stachelkugel aus Magma bildete und damit nach dem Dämon schlug. Als dieser sich schnell in die Luft erhob um dem Schlag zu entkommen, folgte ein Sperrfeuer aus Magma-Projektilen. Dieser Erzengel verstand es also das Element der Flammen mit dem der Erde zu verbinden und das Magma wie ein eigenes Element zu nutzen. Erst stückchenweise begann Cain zu verstehen mit wem er sich da überhaupt angelegt hatte.

Cain konnte lediglich kugelförmige Flammen-Schlilde um sich erschaffen um die gewaltige Flut an Magma-Projektilen zu überstehen, bevor sich sein Gegner zu ihm in die Luft erhob und mit einem Magma-Doppelschwert zuschlug. Cain wich jedoch zurück und blockte zwei weitere Schlage mit eigenen Flammenschwertern ab. Anschließend aktivierte er seine Flammen-Gestalt, welche die anderen beiden Klingen seines Feindes abfing. Der Dämon wusste sehr wohl, dass die eigenartige Flammen-Gestalt es niemals der Elementar-Form eines Erzengels aufnehmen konnte. Aber es gab ihm ein zusätzliches Paar Arme und Klingen, bevor Michael einen seiner Arme zu flüssiger Magma auflöste und sie auf den Arm des Dämon schleuderte. wo sie kleben blieb und bereits direkt sichtbar den Arm verbrannte. Aber zu allem Überfluss stellte diese Lava eine Verbindung von Michael zu Cain her, welche ersterer nutzte um den Dämon bei seinem Sturzflug nach unten zu reißen und zu Boden zu schleudern. Anschließend landete Michael einige Meter neben Cain und rammte seine Arme in den Boden um langsam aber sicher eine Art kleinen Vulkan unter dem Dämon zu bilden. Bevor dieser jedoch ausbrach, hatte dieser sich wieder aufgerichtet und war abgehoben, so dass ihn auch die Gesteinstrümmer verfehlten. Plötzlich traf ihn jedoch ein weiterer Schlag von Michael in den Rücken, der den Dämon erneut zu Boden schleuderte.
„Das war äußerst feige“, kommentierte er, während Michael erneut seine Arme in den Boden rammte. Dieses Mal begann sich ein Riss im Boden in Richtung des Dämons auszubreiten und ihm sogar zu folgen, als er sich aufrichtete und zur Seite weg rannte. Erst als Cain sich wieder in Luft erhob, bildete sich eine Magma-Säule unter ihm, die ihn jedoch um wenige Zentimeter verfehlte. Cain bildete erneut seine Flammen-Gestalt und jagte weitere Feuerbälle auf den Erzengel, der sie jedoch einfach ignorierte und erneut nach oben stürmte. Er schien ein hohes Interesse daran zu haben zu verhindern, das Cain die Oberfläche verließ.
„Du wirst mir nicht entkommen Dämon!“, rief Michael aus, als er erneut versuchte Cain mit einem verflüssigten Arm zu treffen, ihn aber um einige Längen verfehlte. Und erst als einer der Arme plötzlich an etwas haften blieb, stoppte Michael seinen Angriff. Dabei sollte sich heraus stellen, dass es der zuvor noch getarnte Legion im Jägermodus gewesen war, auf den sein flüssiger Magma-Arm getroffen war. „Der legendäre Legion“, kommentierte der Erzengel ehrfürchtig, während sich auch hinter ihm ein mechartiges Vehikel enttarnte und Cain langsam seinen Platz im Legion einnahm. „Endlich erreicht dieser Kampf die nächste Stufe“, fügte er dann gelassen und sicher noch an, während auch er langsam in das Cockpit seiner Maschine schwebte und der Legion in seinen Mech-Modus transformierte.
„Jetzt werd ich dir diesen feigen Schlag in den Rücken zurück geben“, kommentierte Cain nachdem Legion transformiert und die Elementar-Flügel aufgebaut waren und stürmte direkt weiter in den Himmel auf, direkt an einem Himmelsdrachen vorbei und durch eine Staffel Greifen-Wesen hindurch.
„Es wird mir eine Ehre sein dich in deine Schranken zu Weisen, Erzdämon Cain“, antwortete Michael, während er ihm folgte und die erste seiner Waffen vorbereitete.

Am ehesten konnte man Abbaddons entfesselte Form als ein Nashorn-artiges Wesen mit Drachenflügeln und Klauenhänden beschreiben. Das Wesen hatte eine sehr dunkelgraue Hautfarbe und ein rot leuchtendes Liniengeflecht zog sich über ihn. An sich wirkte dieser Erzengel eher wie ein Erzdämon, mit seinen Klauen, der dunklen Farbe und den Linien, aber Was interessierte Ma´ik das? Direkt begann er eine Reihe Raketen auf den Engel abzugeben, traf aber nur auf Schilde aus rot-schwarzer Energie, der ähnlich die Cains Legion verwendete. Moment? Ein Engel, der Chaos-Energie verwendete? Ma´ik hatte bereits einiges bei Uriel und deren Engelsarmee gesehen, aber keiner verwendete ein solches Element. Wieder blieb ihm keine Zeit um darüber nachzudenken, als Abbaddon sich nach einem Sprung mit den Klauen auf ihn stürzte. Ma´ik trat schnell einen Schritt nach hinten und richtete schnell eine seiner Energie-Gattlings auf den Engel. Bevor er sie allerdings abfeuern konnte, packte Abbaddon sie und riss sie schnell mit einem kräftigen Ruck aus, bevor er mit der Faust zuschlug und einen Treffer am Kopf landete. Ma´ik wartete jedoch nicht lange und schlug seiner Seits mit der Faust zu, bevor er den Bauchbereich des Exoskellets öffnete und die Partikelkanone abfeuerte. Abbaddon wich jedoch nach oben und jagte einige blaue Feuerbälle auf Ma´ik, der jedoch seinerseits nach hinten wich und dann nach oben aufstieg. Während dessen jagte er seine Ionen- und Neutronen-Kanonen auf den Engel, der sie erneut mit Chaos-Schilden abfing und einen gewaltigen rot-schwarzen, blitze enthaltenden Energie-Ball auf den Eldar jagte. Eine gewaltige Explosion bildete sich als der erschreckend schnelle Energie-Ball auf die Partikel-Schilde des Exoskelets traf und schleuderte es nach hinten-unten. Ma´ik fing es jedoch mit den Triebwerken ab und feuerte erneut seine Energie-Gattlings ab, während er im Bogen unter dem Erzengel hindurch flog und dabei einem Wasser-Strahl aus dessen Maul entkam, welcher ebenso gewaltige Schnitte im Boden hinterließ.
„Was ist los, Dimensionsbewohner? War das etwa schon alles?“, fragte Abbaddon beinahe schon provokant, als beide mit Energie-Klingen aufeinander trafen.
„Seltsam. Ich hatte gerade vor dir die selbe Frage zu stellen“, antwortete Ma´ik plötzlich auf eine ähnliche Art und Weise zurück und schien dem Engel damit tatsächlich ein leichtes Lächeln zu entlocken, bevor er sich erneut abstieß und einen Chaos-Strahl aus seinem Maul auf Ma´ik abgab, der eine nicht zu unterschätzende Größe annahm. Es war unmöglich zu entkommen und so aktivierte Ma´ik seine Partikel-Schilde und legte alle Energie, die er nicht zum Schweben benötige hinein. Eine äußerst massive Schildkugel bildete sich um ihn und hielt die Strahlen von ihm fern. Die Energien waren gewaltig, aber die Schildkugel blieb stabil. Plötzlich schien sich eine Art riss darin zu bilden, bevor sich die Partikel einfach verstreuten und das Exoskelet schutzlos zurück ließen. Dem Eldar blieb lediglich das Schreien übrig, während der Strahl über ihn hinweg fegte und sein Exoskelet langsam auflöste.

Ein gewaltiger Weiser Strahl eines Himmelsdrachens fegte von über einen Infanterie-Trupp der Eldar hinweg, bevor der selbe Drache einen Energie-Ball der selben Farbe auf die Eldar-Basis abgab. Eine nicht zu unterschätzende Explosion zog über die Schilde, die für den Moment noch stabil blieben, und der gesamte Boden unter der Basis schien zu wackeln.
„Konzentriert die gesamte Artillerie auf diesen Punkt dort. Ich brauche sofort ein Mech-Geschwader auf der Position 34, 56“, gab Tar´wik durch, während der Strahl der Hauptwaffe einer Himmels-Chimäre auf die Basis-Schilde traf, gefolgt von den Projektilen eines Kristall-Elementals. Nur wenig später schossen mehrere Partikel-Strahlen unterschiedlichen Typs von unten auf den Himmels-Drachen und durchschlugen dessen Bauch mehrmals. Blut spritzte nach unten während die Bestie lautstark aufschrie und langsam zu Boden stürzte.
„Wo bleiben die angeforderten Walker?!“, fügte der General noch an, während eine Staffel Himmels-Mechs über die Basis im Jäger-Modus hinweg flog und eine Reihe Bomben darauf fallen ließ. Flak-Feuer zerfetzte einen von ihnen, der ebenfalls in den Schild krachte.
„Der Schild der Basis ist bei 25%!“, rief einer der Eldar-Offiziere in die Menge.
„Wo bleiben die angeforderten Walker?“, fragte der General erneut, während ein Basis-Haupt-Geschütz, eine Tachyon-Strahlen-Waffe, auf eine der hellen Chimären feuerte und den Aufbau traf. Der gesamte vordere-obere Teil des Gebildes hörte einfach auf zu existieren, als die Chimäre selbst einen Magma-Ball auf das Hauptgeschütz abgab. Am Boden darunter stürmte einer der Flammen-Elementale vor und jagte Feuer-Strahlen in eine Reihe von Eldar-Kriegern, während unzählige Projektile einfach durch sie hindurch schlugen, aber nicht den geringsten Schaden anrichteten, da sie ja lediglich aus Flammen bestanden.
„Die Flotte verweigert weitere Verstärkung, General. Sie will sich zurück ziehen“, berichtete einer der Operatoren, bevor sich tatsächlich mehrere Chimären in einer Reihe aufstellten und ihre Strahlen abfeuerten, während plötzlich zwei Mechs von oben herab stürzten, die sich aneinander gekrallt und gegenseitig zu Boden gerissen hatten. Plötzlich rammte der Eldar-Mech seinen Arm in die Panzerung des Himmels-Mechs und fing den Sturz mit den Triebwerken ab, so dass er ein ganzes Stück aus seinem Feind heraus riss. Dieser wehrte sich mit Zielverfolgenden, Weisen Strahlen aus seinen flügelartigen Gebilden und blau-Weisen Energie-Projektilen in hoher Feuerrate aus seinen Handflächen, verfehlte seinen Feind jedoch um Längen, der in einem Bogen nach oben flog und dann hinter einer Chimäre Zuflucht vor den Strahlen fand. Wohl wissend, dass ihn bald die Schnellfeuertürme des Panzeraufbaus der Chimäre unter Feuer nehmen würden führte der Eldar-Mech seine Flugbahn fort und raste zwischen den Beinen des Wesens hindurch, bevor er mit einer Energie-Klinge den überraschten Feind zertrennte.
„Schilde noch bei 10%“, kommentierte einer der Eldar-Offiziere noch bevor ein weiteres Drachen-Wesen nahe genug kam um einen nicht gerade kleinen Energieball darauf abzufeuern. Eine gewaltige Explosion bildete sich an der Einschlagsstelle, die dazu führte, dass der Schild wie eine Glasscheibe zersprang. Plötzlich schossen Tentakel aus dem organischen Geflecht heraus, die eine Himmels-Chimäre am Fuß packten und einfach zu Fall brachten. Ein ähnliches Schicksal erlitten zwei Himmelskrieger, die gerade versuchten eine Stellung der Eldar zu überfallen. Weitere Tentakel umschlungen die Wesen und rissen sie auf brutale Art auseinander, so dass sich Blut und Organe sichtbar in der näheren Umgebung verteilten. Verwirrt sahen die Eldar-Krieger sich das Schauspiel an, bevor auch sie von derartigen Tentakeln gepackt wurden. Einer von ihnen feuerte schnell seine Handfeuer-Waffe ab, konnte aber nicht verhindern am Bein gepackt zu werden und ein anderer trennte schnell den ihm gewidmeten Tentakel mit einer Energieklinge ab, wurde aber von einem anderen am Arm erwischt. Immer mehr Tentakel schlangen sich um die Eldar, bevor auch sie von der ungeheuren Kraft zerquetscht und als blutige Einzelteile in der näheren Umgebung endeten.

Nur ein kleiner Schnitt trennte Wor´tar von einer Situation, die ihm noch nie zuvor wiederfahren war und bei der er sich unsicher war ober er sie überleben würde. Die Wahrscheinlichkeit dafür war leider sehr gering. Und somit traf der Eldar alle nötigen Vorbereitungen der vor seinem Ableben treffen konnte. Raphael führte den Schnitt jedoch nicht mehr aus, denn in genau diesem Moment verfehlten den Erzengel mehrere Kristall-Stacheln, wobei einer dessen Wange streifte und tatsächlich eine Verletzung daran hinterließ. Schockiert wich Raphael nach hinten, während er den leicht blutigen Kratzer in seinem Gesicht mit der Hand verdeckte und langsam aber sicher Gor´shak aus einem Versteck in dem organischen Geflecht hervor kam, das bisher noch keinem der beiden Kämpfer aufgefallen war. Gor´shak schien sich dort schon eine ganze Weile unbemerkt aufgehalten zu haben. Wor´tars Kopfpanzerung war recht bald neu gebildet und auch die Kräfte des Eldars schienen sich ausreichend regeneriert zu haben.
„Ich hätte ja nie gedacht, dass wir beide mal in eine solche Situation kommen würden“, kommentierte Wor´tar.
„In der wir zusammen arbeiten müssen, meinst du? Oder eher in der ich dir deinen Arsch rette und du mir praktisch was schuldest?“, antwortete Gor´shak mit einem gewissen Sarkasmus darauf.
„Beides“, antwortete wiederrum Wor´tar noch, bevor er sich wieder dem Erzengel zuwandte. Dieser schien immer noch damit beschäftigt zu sein, die schwere seiner Verletzung und den Schaden für seine optische Wirkung zu begutachten, bevor auch er sich wieder seinen Feinden widmete.
„Ihr elenden kleinen niederen Lebensformen. Ihr habt mein perfektes Gesicht ruiniert. Dafür werdet ihr bezahlen!“, rief er wütend aus und begann zu lachen, bevor er erneut in seine entfesselte Form wechselte und direkt einen Energieball in die Luft abfeuerte, der dort explodierte und sich dabei in unzählige kleine, Energie-Pfeile spaltete.
„Der Typ ist ja wirklich vollkommen irre“, kommentierte der Jäger, während er telekinetische Schilde aufbaute und Wor´tar mit schützte. Der hatte in der Zwischenzeit die Form seines wuchernden Pflanzengeflechts angenommen und versuchte mit einer seiner Ranken den Engel zu packen, der jedoch immer weiter nach oben aufstieg und sich mit Lichtstrahlen wehrte, die sich einfach durch das Pflanzengebilde fraßen. Zeitgleich hatte Gor´shak das Gebilde jedoch als Kletterwerk benutzt und nutzte Kristallflügel um den Rest des Weges zum Erzengel zu gelangen. Als er jedoch dessen Fuß packte, verpasste dieser ihm einen Tritt gegen den Kopf und schleuderte ihn mit großer Gewalt nach unten. Gor´shak fing seinen Sturz mit Hilfe von Telekinese ab, wenn auch nur sehr knapp. Wütend begann Raphael eine weitere Energiekugel vorzubereiten, wich dann aber lieber einem Magmaball und einem telekinetischen Stoß von Wor´tar aus, der in der Form des Volcanos agierte. Stattdessen jagte er nun die Energie-Kugel auf Wor´tar, der schnell die Drachenartige Form annahm und sich in die Luft erhob, während die Explosion der Energie-Kugel einen Krater in den Boden sprengte. Auch Gor´shak erhob sich nun kontrolliert in die Luft und landete auf Wor´tars Rücken, der in einem Bogen dicht am Boden entlang raste und von weiteren Lichtstrahlen des Erzengels verfehlt wurde.

Michaels Mech war ein typisches Modell der Himmelsarmee, dass offensichtlich eher auf schnelle Bewegungen ausgelegt war, als auf das Abfangen von schwereren Treffern. Alle Teile waren dünn und der humanoiden Form sehr ähnlich, aber die Maschine wirkte durch seine extreme Ergonomie auch ein wenig insektoid. Kopf, Hände und Füße der Maschine wirkten allerdings eher wie von Raubkatzen kopiert und die Flügel erinnerten sehr an mechanische Varianten von Flügeln, wie sie die Engel selbst hatten. Für etwas mehr Panzerung und Masse sorgte eine goldene Rüstung, die man dem Mech scheinbar nachträglich angelegt hatte. Und direkt sollte sich zeigen, dass diese Rüstung zu weitaus mehr diente als zur Verstärkung der Panzerung, nämlich als Michael einen Energieball aufbaute und ihn Cain entgegen jagte. Der wich schnell zur Seite und feuerte mit seinen Flammenkanonen, traf aber nur auf Energie-Schilde seines Feindes, der nun ein Schwert materialisierte und es dem Legion entgegen schleuderte.
„Was versteht ein Wesen, dass einem Herren wie eurem dient schon von Ehre?“, fragte Cain und verwendete 24 seiner Drohnen um Schwerter aufzubauen und zunächst das geschleuderte Schwert zur Seite zu schlagen.
„Diese Aussage möchte ich gerne zurück geben“, antwortete Michael als sein Schwert auf das des Legions traf und sie sich beide abstießen um mit Energie-Strahlen aufeinander zu feuern. Cain wich anschließend nach unten und verwendete seine Drohnen um einen Kugel-Schild um seinen Mech aufzubauen mit dem er blaue Feuerbälle und eine gigantische Energie-Klinge seines Feindes abfing, bevor er am Boden entlang flog und einem nicht zu unterschätzenden Flammen-Strahl entkam. Erst als Cain seine Flugbahn wieder nach oben korrigierte, verwendete er seine Drohnen um die übrigen Waffensysteme zu bilden. Ein gewaltiges Inferno aus Strahlen, Bällen und Raketen der verschiedenen Elemente ging auf Michaels Mech los, der sich lediglich nach unten auf Legion stürzte und sich geschickt durch dessen Waffenfeuer hindurch schlängelte. Die Kollision war dabei so heftig, dass sie beide mit ihren Maschinen in den Boden krachten und noch mehrere hundert Meter weiter rutschten, während sich der Legion immer tiefer in den Boden grub.
„Immerhin hast du Abel, deinen eigenen Bruder, einfach abgeschlachtet“, fügte Michael seinen Ausführungen an, während er einen Faustschlag auf den Bauchbereich des Legions ausführte und dann dessen Bauchpanzer packte um ihn langsam auszureißen.
„Abel war ein Verräter. Er hatte sein Schicksal selbst gewählt“, antwortete der Dämon darauf, als sich plötzlich die Drohnen des Legions, die sich vorher rematerialisiert hatten, um Michaels Mech formierten und mehrere Strahlen auf ihn abgaben. Dieser aktivierte jedoch schnell Energie-Schilde und blockte so die Schüsse ab, gab aber den Legion dabei frei. Somit wurde es Cain möglich dem Mech des Engels einen Fußtritt gegen den Kopf zu verpassen und sich dann wieder aufzurichten. Anschließend feuerte er seine Flammenkanonen ab, die er in den Schultern des Legions verbaut hatte. Aber Michael reagierte schnell darauf und erhob sich und seine Maschine wieder in die Luft.

Wütend schlug Uriel ein weiteres Mal mit beiden Schwertern zu und drehte sich einmal um sich selbst, verfehlte den immer weiter zurück tretenden Metatron damit jedoch um einige Längen. Diese Schläge hatten die Himmelskriegerin einiges an Kraft gekostet, so dass sie schutzlos wirkte, als Metatron zum Gegenschlag vorstürmte. Anders als erwartet ließ Uriel jedoch das Schwert fallen und richtete ihre Energie-Waffe auf Metatron, der jedoch seinerseits die Flügel ausbreitete und dem Energie-Projektil auswich, bevor er sich nach unten stürzte und mit beiden Schwertern zustach. Uriel schlug diese Schwerter jedoch zur Seite, während sie das andere Schwert wieder aufhob und damit direkt zustach. Metatron führte jedoch schnell einen Flügelschlag aus und rollte sich scheinbar über die Klinge hinweg, bevor er auf seinen Beinen landete und seine Schwerter gegen beide Pistolen eintauschte. Zwei rote Laser-Strahlen schlugen direkt in den Bauchbereich der Engelsdame und verursachten dort ein paar kleine Verbrennungen und obwohl sie kurz einen schmerzerfüllten Laut von sich gab, riss Uriel sich zusammen und fing zwei weitere Schwertschläge ihres einstigen Verlobten ab, bevor sie ihre entfesselte Form annahm und einen Faustschlag auf diesen ausführte.
„Nett, wirklich nett, meine Süße“, kommentierte Metatron ruhig und selbstsicher, während er sich darunter wegduckte und nach hinten wich, kurz bevor Uriel mit der anderen Faust nach unten zuschlug. „Aber du kannst mich mit nichts was du hier aufbringst wirklich überraschen“, fügte er dann noch schnell an und wechselte ebenfalls in seine entfesselte Form, in der er einen weiteren Faustschlag mit der Hand abfing und dabei nicht gerade wirkte, als hätte ihn diese Aktion gerade ernsthaft angestrengt.
„Ich muss dich nicht überraschen und auch nicht besiegen. Alles was ich tun muss ist überleben“, antwortete Uriel darauf und nutzte eine Energie-Klinge für einen Schlag auf Metatron. Der materialisierte allerdings eines der beiden Schwerter und blockierte damit den Schlag.
„Wenn du vor hast das zu schaffen, solltest du dir schnell etwas einfallen lassen. Andernfalls wird das wohl mit deinem Überleben nichts“, antwortete Metatron und schob seine einstige Verlobte mit einem kurzen kräftigen Stoß einige Meter nach hinten. Ihre Füße rissen dabei den Boden auf, als sie zurück rutschte und eine nicht zu unterschätzende Explosion bildete sich, als die Engelsdame einen Lichtstrahl von Metatron mit Energie-Schilden abfing. Anschließend stürmte Uriel erneut mit Energie-Klingen vor, wobei Metatron nicht die geringsten Reaktionen zu zeigen schien. Uriel wusste, dass er sich nicht einfach von ihr töten lassen würde, aber damit rechnete sie ja bereits und würde ihren Schlag der Höhe seines Blocks anpassen, wenn es soweit war.

Ma´ik konnte fühlen, wie der Strahl ihm langsam das Fleisch von den Knochen entfernte. Die Schmerzen waren selbst für einen Eldar-General nicht zu unterschätzen, da Nanobots und organische Materie gleichermaßen vernichtet wurden. Plötzlich brach der Strahl zusammen und Ma´ik krachte mit dem Rücken gegen eine Wand, wo er zusammen brach und für einen kurzen Moment liegen blieb. Hatte er etwa ein weiteres Mal seinen Gegner unterschätzt? War ihm der selbe Fehler, der ihm bereits einmal bei dem Dämon passiert war ein weiteres Mal passiert? Das durfte einfach nicht wahr sein!, dachte der General sich noch, während er sich erneut aufrichtete und langsam aber sichtbar mit Hilfe der Nanobots regenerierte. Mittlerweile war auch Abbaddon angekommen, landete direkt vor dem Eldar auf seinen Füßen und ging einige Schritte auf diesen zu.
„Es scheint ganz so, als wäre auch in dieser Dimension kein einziges Wesen, das einem Himmelsbewohner ebenwürdig ist“, kommentierte Abbaddon herablassend.
„Wenn du dich da einmal nicht täuschst“, antwortete Ma´ik darauf, bevor sein Körper damit begann eine metallfarbene Flüssigkeit überall abzugeben, die sich langsam aber sicher zu formen begann. Und zwar zu dem selben Mech, den er bereits gegen Cain und seinen Legion eingesetzt hatte, den Avatar.
„Interessante Mech-Technologie, die dein Volk da besitzt“, kommentierte Abbaddon. „Aber in jederlei Hinsicht zurück geblieben und primitiv“, provozierte der Erzengel weiter, bevor sich hinter ihm ebenfalls ein Mech enttarnte und das Cockpit öffnete. Ma´ik reagierte schnell und brachte seine Wisps rund um den Himmels-Mech in Stellung, traf aber nur auf Energie-Schilde und konnte nicht verhindern, dass Abbaddon seinen Platz im Cockpit einnahm. Sein Mech war himmelstypisch, eher schmal und auf schnelle Bewegungen ausgelegt und mit Weisen und goldenen Teilen versehen. Allerdings ließen die wenigen vorhandenen schwarzen Stellen die der Mech aufwies, sowie die Stacheln mit denen die Schulter- und Torsopanzer versehen waren, das gewaltige Horn am Kopf, die Klauenhände, sowie der goldene Totenschädel im Zentrum der Maschine, sie unweigerlich ein wenig Zwielichtig wirken. Hinzu kam noch ein Schwanz aus mehreren Stücken. Ma´ik war hier also auf einen mehr als nur übermächtigen Feind getroffen und das musste er auch dann feststellen, als dieser eine Art „Wasserschneider“ in Kopf seiner Maschine abfeuerte, der tatsächlich scharf genug gewesen wäre um den Avatar zu zerteilen, hätte Ma´ik nicht seine Triebwerke aktiviert um nach oben zu weichen. Stattdessen zersägte der Wasserstrahl das Bein einer Chimäre und fegte über mehrere Elementale und Himmelskrieger hinweg, welche dem Druck nicht stand hielten und zerquetscht wurden, sofern es sich nicht ohnehin um Flammen-Elementale gehandelt hatte, die eine Explosion entfachten als das Wasser sie praktisch löschte. Ma´ik formierte seine Wisps an seiner neuen Position in 25 Paare und feuerte sie zusätzlich zu seinen Gravitonen-Kanonen und den beiden Energie-Gattlings ab. Abbaddon wich jedoch schnell zur Seite und baute Energie-Schilde auf um sich vor dem anschließenden Rundum-Angriff der Wisps zu schützen. Bevor diese sich jedoch zurück ziehen konnten, schossen aus den Stacheln, die in beinahe jede Richtung zeigten, unterschiedliche Energie-Strahlen in unterschiedlichen Farben, die nicht nur 10 Wisps trafen und vernichteten, sondern auch einen Kratzer an der Hüfte des Avatars hinterließen, sehr zu Ma´iks Schock, der daraufhin nur sehr knapp überhaupt in der Lage war seine Energie-Klinge aufzubauen um die seines Gegners abzufangen.
„Du verstehst überhaupt nicht mit wem du dich da überhaupt angelegt hast Dimensionsbewohner“, kommentierte der Erzengel erneut zwielichtig, während er den Avatar von sich wegstieß und im Zentrum des Torsos, im Maul des Totenschädels, eine Chaos-Kanone vorbereitete.

Cain folgte Michael in die Luft, wobei seine Drohnen ihm folgten und immer wieder auf Michael und seinen Mech feuerten. Dieser hielt sich die kleinen roten Strahlen mit Hilfe eines Energie-Schildes ab und jagte Cain durch Bewegung des Mech-Arms einen blauen Flammen-Strahl entgegen, der diesem zunächst auswich und sich mit Hilfe seiner Schilde vor einem weiteren schützte. Danach ließ er erneut die Drohnen seine Schwerter bilden, während auch Michael goldene, kreuzartig geformte Schwerter materialisierte. Eine Schockwelle bildete sich als die vier Klingen gegeneinander krachten und das noch drei weitere Male, als sich beide Mechs voneinander abstießen und erneut mit den Schwertern zuschlugen.
„Gedenkst du etwa wirklich meinen Tigerfist mit solch niederen Angriffen zu besiegen, Erzdämon Cain?“, fragte Michael ernst und seiner Sache erschreckend sicher.
„Nein, ich dachte da eher an solche Angriffe“, antwortete Cain ebenfalls sicher und mit einem gewissen Sarkasmus, während er sich nach hinten abstieß und seine Schwerter sich mit den übrigen 12 Drohnen zu den übrigen Waffensystemen materialisierten, die er zusätzlich zu seiner zentralen Elementar-Kanone auf den im ersten Moment tatsächlich etwas überraschten Michael abfeuerte. Die teils gewaltigen Strahlen schienen einfach über den Himmels-Mech hinweg zu fegen, bevor die Raketen seitlich einschlugen und sich eine mindestens 150m durchmessende, zunächst kugelförmige Explosion aus den Elementen bildete, die dann in einem noch gewaltigeren, extrem hellen Lichtblitz endete. Nichts deutete darauf hin, dass Michael überlebt haben konnte und dennoch schien er es sehr zu Cains Schock getan zu haben und das indem er einfach seine üblichen Energie-Schilde aufgebaut hatte.
„Wie ich schon sagte. niedere Angriffe“, kommentierte Michael noch, während er plötzlich mit seinem Tigerfist vor stürmte und dessen Fäuste mit blauen Flammen umschloss. Als er damit jedoch zuschlug wich Cain nach oben und jagte seinem Gegner weitere Flammen- und Chaos-Energie-Strahlen, sowie sechs weitere Eis-Raketen entgegen, bevor er die Waffen und seine Elementar-Flügel dematerialisierte. Noch während er weiter nach oben aufstieg und so einigen Energie-Bällen auswich, bildete sich die Rüstung um den Legion, die es dem Mech ermöglichen sollte Elemente zu kontrollieren. „Anscheinend hast du tatsächlich noch einen Trick in der Hinterhand“, stellte Michael fest.
„Du wärst überrascht, wenn du wüsstest“, antwortete Cain mit einem Grinsen im Gesicht und begann direkt mit einem Sperrfeuer aus kleinen Feuerbällen aus den Handflächen seiner Maschine, bevor er einen roten Energie-Speer hinterher schleuderte. Michael baute jedoch erneut Energieschilde auf und wich dem Speer dann zur Seite aus, bevor er auf den Legion zuraste und eine gigantische Energie-Klinge aufbaute. Cain tat jedoch das selbe und schlug ebenfalls zu, so dass beide Schläge sich gegenseitig aufhoben. Bei ihren Schlägen zerteilte Michael einen Drachen in den Mitte und Cain mehrere Himmels und Eldar-Mechs und das ohne dass sie es beide beabsichtigt hatten. Aber das störte momentan keinen der beiden Kämpfer, als sie sich beide abstießen und Michael mit blauen Energie-Projektilen ein Sperrfeuer auf Cain losließ und mit einem nicht zu unterschätzenden, mechgroßen, blauen Feuerball nachsetzte. Cain baute schnell eine rot-schwarze Schildkugel auf und fing sowohl das Sperrfeuer, als auch den recht groß explodierenden Feuerball ab, bevor er selbst mit einer Achter-Gruppe Flammenstrahlen zurück feuerte, die den sich extrem schnell nährenden Tigerfist jedoch um einige Längen verfehlten. Dieser begann erneut eine riesige Energie-Klinge aufzubauen und holte schnell zu einem Schlag aus, wobei Cain es dem Erzengel schnell gleich tat.

Schockiert musste Tar´wik feststellen, dass überall auf dem gesamten Planeten Übergriffe durch das organische Geflecht auf Eldar-Krieger stattfanden, wobei das Ganze nicht auf die Eldar beschränkt war, aber was interessierten den General schon tote Engel. Das Geflecht wehrte sich, es war sogar ein einziges Wunder, dass es sich die ganze Zeit friedlich gehalten hatte, aber wahrscheinlich wollte es erst seine Möglichkeiten genau kennen. Plötzlich schlug ein sternförmiges, gelbes Lichtprojektil aus dem Maul eines Himmelsdrachen in das Gebäude neben der Kommando-Zentrale und zerriss es in einer gewaltigen Explosion, bevor der Drache selbst von einem blauen Strahl durch den Kopf getroffen wurde und schreiend zu Boden stürzte. Etwas weiter darüber trafen die Klingen zweier Mechs aufeinander, während am Boden Himmelskrieger von oben auf die Eldar-Krieger herab stürzten und ihre Kampflanzen in sie hinein rammten.
„General, wir müssen die Basis verlassen, bevor diese Wesen durchbrechen können und unsere Flotte den Orbit verlässt!“, rief einer der Operatoren aus.
„Auf keinen Fall! Die Flotte soll uns lieber endlich die Walker bereit stellen die ich vor drei Stunden angefordert hatte“, antwortete Tar´wik hörbar wütend.
„General, wir können sie nicht besiegen! Es sind einfach zu viele!“, rief ein anderer aus, sehr zu Tar´wiks Missfallen, als plötzlich ein Himmels-Krieger am Fenster der Zentrale vorbei flog, während auf seiner Kampflanze ein Eldar-Krieger aufgespießt war. Als der plötzlich zu sich kam und einen Faustschlag auf den Engel ausführen wollte, zerriss dieser ihn mit einer gezielten Stabbewegung einfach in zwei Hälften.
„Leiten sie die Evakuierungsvorgang ein und bringt die Gefangenen zu meinem privaten Transporter“, befahl der General abschließend als ihm dieser Vorfall klar gemacht hatte wie nahe die Himmelsarmee tatsächlich der Basis schon gekommen war. Zudem war klar dass die Kampfmoral seiner eigenen Armee völlig am Boden war und dies ohnehin keine guten Vorrausetzungen für den Sieg in einer Schlacht waren.
„Sir, ich werde gerade benachrichtigt, dass die Gefangenen entkommen sind!“, antwortete ein dritter Operator sehr zum sichtbaren Missfallen des Generals.
„Ich empfange mehrere eigenartige Energiewerte. Sie sind gigantisch, weit höher als die aller anderen Truppen“, fügte ein anderer Operator anschließend noch an und legte das Bild des Kampfes von Cain und Michael, bzw. deren Mechs auf einen Hauptbildschirm.
„Wir verlassen diesen Planeten so bald wir es können“, kommentierte Tar´wik nun wieder ohne ein Zeichen einer Emotion und verschwand als erster aus dem Kommando-Raum. Als einziger schien er verstanden zu haben, wozu der Kampf dieser beiden übermächtigen Wesen mit Sicherheit führen würde und dass er es wahrscheinlich nicht verhindern konnte.

Erneut bildete sich eine nicht zu unterschätzende Schockwelle als die beiden gigantischen Energie-Klingen aufeinander trafen. Dieses Mal gingen sie jedoch schnell wieder auseinander, wobei Cain schnell eine gigantische Feuerkugel über seiner Maschine aufbaute und sie dem Tigerfist von Michael entgegen schleuderte. Michael flog gezielt einen Bogen um das gigantische Projektil, dass eine gigantische Explosion am Boden hinterließ und mehrere Eldar und Himmelswesen einfach verdampfte, und wich anschließend weiter zur Seite, als Cain mit weiteren Flammen-Strahlen feuerte.
„Sag mir Erzdämon, Cain, warum suchst du die Deus Machina? Hast du auch nur die geringste Ahnung welche Macht sie in den falschen Händen hätte?“, fragte Michael plötzlich, als er eine weitere Energie-Klinge gigantischer Größe schuf, aber nur auf Chaos-Schilde des schockierten Cain traf, der anschließend weiter nach oben aufstieg und ein Sperrfeuer aus Eis-Projektilen, dicht gefolgt von einem extrem scharfen Eis-Diskus, auf den Tigerfist abgab. Der wich mit einer kurzen Drehung zur Seite und materialisierte ein Schwert in seiner Hand mit dem er direkt einen Schlag auf den Legion ausführte ihn aber verfehlte.
„Die Hände eures Herren sind definitiv die Falschen“, antwortete Cain auf die Aussage des Erzengels, während er langsam aber die Atmosphäre des Planeten verließ und einen weiteren Schlag des Schwertes mit einer Energie-Klinge abfing. Anstatt sich jedoch abzustoßen packte Cain den Tigerfist an der vorderen Panzerplatte und gab vollen Schub, wobei er die beiden Mechs mit extrem hoher Geschwindigkeit in Richtung der Raumschlacht trieb. Beinahe wütend wirkte die Bewegung die Michael mit seinem Mech ausführte um den Arm des Legions von der Panzerplatte zu lösen, aber Cain ließ die Klinge zusammen brechen und packte auch diesen Arm, bevor beide Mechs mit einem Eldar-Kampfschiff kollidierten. Die Hülle verbog sich beinahe wie die Wellen, die eine Flüssigkeit schlug, wenn ein Stein hinein fiel, bevor sie langsam aufriss und ganze Stücke aus dem Schiff heraus brachen. Der Schaden des Tigerfist war jedoch recht gering ausgefallen, so dass Michael einfach einen weiteren Schwertschlag ausführen musste und Cain so zwang sich zurück in den freien Raum zu begeben.
„Und die Hände von Lucifer sind so viel besser? Wenn Lucifer tatsächlich die Allmacht erlangt wird er die Bestie des unendlichen Raumes erwecken und alles vernichten“, antwortete Michael und gab einige Feuerbälle aus seiner Hand ab, während er seinen Tigerfist wieder aufrichtete und erneut auf den Legion zustürmte.
„Ich diene längst nicht mehr Lucifer“, antwortete Cain, als er, genau wie auch Michael, Flammen-Auren um Fäuste und Füße aufbaute und ebenfalls auf den Tigerfist zustürmte. Dabei beschleunigten beide Mechs so schnell, dass sie nur noch als roter und blauer Strahl wahrnehmbar waren.

Mehrere Explosionen rissen den Boden auf, an dem Wor´tar und Gor´shak entlang rasten. Wütend gab Wor´tar mit einem Flammen-Strahl Gegenfeuer, während er einem Energie-Strahl zur Seite auswich und verfehlte den Erzengel daher. Als dieser erneut seinen Energie-Schlangen-Angriff los ließ, änderte Wor´tar seine Flugbahn nach oben und dann nach links, wobei die energieförmigen Schlagen ihm dabei folgten. Während alle dem jagte Gor´shak, der sich immer noch auf Wor´tars Rücken befand, zwei gewaltige Magma-Projektile, einen Telekinetischen Stoß und ein Kristall-Projektil Sperr-Feuer auf den Erzengel, der die Magma-Projektile mit Schilden abfing und sowohl der Kinetischen Welle, als auch den Kristallen durch einen Bogen unter Wor´tar entlang auswich.
„Ich kann ihnen nicht entkommen!“, rief Wor´tar aus, bevor er schnell seine Richtung änderte und nun auf Raphael zuraste, allerdings weiter von den energieförmigen Schlangen verfolgt wurde. Der tat wütend das Selbe und baute eine Energie-Klinge auf mit der er direkt einen Arm von Wor´tars Drachenform abtrennte, bevor dieser sich wütend an der Schulter des Erzengels fest biss. Lautstark schrie das Elefantenartige Wesen, das die entfesselte Form des Erzengels darstellte, auf, bevor es einen Faustschlag direkt in den Bauch von Wor´tar ausführte und versuchte den Kopf mit Gewalt aus seiner Schulter zu lösen. Blut begann aus den Bissverletzungen zu fließen, während Raphael zwei Faustschläge gegen Wor´tars Kopf ausführte. Plötzlich sprang Gor´shak vom Rücken der Drachenform und verpasste dem Erzengel einen Faustschlag gegen den Kopf, bevor er sich mit Kristallstacheln im Torso des Elefanten-Wesens festkrallte. Blut spritzte auch aus dieser Verletzung, während Raphael den Jäger mit seiner gewaltigen Faust packte und ihn einfach mit aller Kraft, brutal zu Boden schleuderte. Wor´tar löste sich schnell, bevor er ein ähnliches Schicksal erleiden würde und jagte einen nicht zu unterschätzenden Feuerball auf den Erzengel. Und obwohl sich eine gewaltige Explosion bildete, entkam der Engel weitgehenst Schadenfrei, durch einen Schutzschild aus Licht. Wütend stürmte er nun vor und rammte zunächst seine Hand durch den Bauch des Drachen und stellte sicher, dass die blauen Energie-Schlangen ihn treffen würden. Die Schockwelle der Explosion sollte sogar das organische Geflecht nach allen Seiten wegschleudern, während die Expansion selbst Wor´tar erneut aufzulösen schien. Dieser entkam erneut durch einen Wechsel zu seiner eigentlichen Eldar-Form und krachte nur einige Meter neben Gor´shak in den harten Stein.
„Gor´shak? Wie geht es dir?“, fragte der Eldar-Commander hörbar angeschlagen.
„Mir gehts gut, wenn man von einigen Brüchen meiner Beine, Arme, Kristalle und meines Rückens absieht“, antwortete der Jäger erschreckend ruhig, aber auch angeschlagen.
„Hier sieht´s auch nicht grade besser aus. Und der größte Teil meiner Nanobots wurde bei seinem letzten Angriff überlastet“, fügte Wor´tar daraufhin noch an, während Raphael langsam in ihrer Nähe zu Boden ging und auf seinen Füßen landete.
„Und was bedeutet das jetzt?“, fragte der Jäger noch, während er verzweifelt daran scheiterte noch einmal aufzustehen und zu kämpfen.
„Ich kann euch sagen, was das bedeutet. Das bedeutet, dass ihr niederen Kreaturen endlich verrecken werdet“, lachte der Erzengel, der eine Energieklinge vorbereitete, während ihm Blut aus den Einstichen im Bauch und dem tiefen Biss in der Schulter lief.

Der Strahl der Chaos-Kanone war gewiss nicht zu unterschätzen und brachte es auf die doppelte Größe eines Mechs, als Abbaddon ihn abfeuerte. Ma´ik reagierte jedoch schnell und wich zur Seite, aber Abbaddon drehte seinen Mech und schwenkte so den Strahl, auch als Ma´ik seinen Kurs nach oben korrigierte. Erst nach geschlagenen fünf Sekunden begann der Durchmesser des Strahls sich zu verringern, was daraufhin deutete, dass er langsam abgeschaltet wurde. Ma´ik sah darin eine Chance und stürmte an dem zusammen brechenden Strahl vorbei, wobei er eine Energie-Klinge vorbereitete. Abbaddon reagierte jedoch direkt darauf und fing den Schlag mit einer eigenen Energie-Klinge ab, was für Ma´ik unerwartet kam, denn er hatte damit gerechnet, dass sein Gegner nach einem solchen Angriff erst einmal demobilisiert wäre und seine Energie-Reserven wieder auffüllen müsste. Plötzlich baute Abbaddon eine zweite Energie-Klinge auf und versuchte sie durch den Torso des Avatars zu rammen, aber Ma´ik wich schnell nach hinten und feuerte seine Energie-Gattlings ab, während die übrigen Wisps sich um seine Maschine formierten und Abbaddon unter Feuer nahmen. Dieser baute jedoch plötzlich Energie-Schilde auf und jagte seine Energie-Strahlen-Waffen auf den Avatar, der sich einfach durch das Strahlengewitter schlängelte und erneut mit einer Energie-Klinge zuschlug.
„Ich hatte recht. Dir fehlt einfach die Hinterhältigkeit eines Verräters“, stellte Abbaddon sicht- und hörbar enttäuscht fest, als er die Klinge mit seiner eigenen abfing und plötzlich die Handfläche seines Mech auf den Avatar richtete. Ma´ik verstand jedoch erst was es bedeutete als sich ein Chaos-Energie-Ball davor bildete und wich zur Seite, so dass der Energieball lediglich in die rechte Schulter des Avatars einschlug und sie sprengte. Ma´ik reagierte jedoch auf eine ähnliche Weise und feuerte alle seine Partikel-Waffen auf dem Rücken sehr plötzlich auf den Erzengel, der jedoch rechtzeitig zurück wich und von allen Strahlen verfehlt wurde. „Du bist berechenbar“, fügte der Erzengel seinen Ausführungen noch an, bevor er erneut vorstürmte und den Avatar am Kopf packte. Mehrere Wisps platzierten sich um den Engels-Mech, trafen aber nur auf rot-schwarze Schilde aus Chaos-Energie. „Und deshalb wirst du jetzt sterben und Platz machen, für Wesen mit höherem Wert“, fügte Abbaddon an, bevor er eine rot-schwarze Energie-Klinge aufbaute und sie auf das Cockpit, auf Ma´ik selbst richtete und einmal komplett von dieser Energie umschlossen zu sein würde wahrscheinlich nicht einmal mehr Ma´ik überleben.

Gleich drei mal krachten die beiden Mechs von Michael und Cain gegeneinander und hinterließen drei Strahlenbögen, bevor sie sich erneut lösten und direkt miteinander kollidierten. Jede Kollision hinterließ eine nicht zu unterschätzende Schockwelle, die sogar die Schiffe ein wenig aus der Bahn warfen.
„Dann eben in die Hände der Dimensionsbewohner, die nicht einmal wissen was sie tun. Aber wenn die Deus Machina in die Hände des Herren fällt, wird er die Dimensionsbewohner einfach in die Gemeinschaft des Himmels eingliedern“, fügte Michael seiner letzten Aussage noch an, während er versuchte den Legion von sich wegzuschieben.
„Das sind die üblichen Lügen, die ihr erzählt und dann vernichten Wesen wie Metatron sie am Ende doch“, antwortete Cain darauf und wich schnell einem Fußtritt des Tigerfists nach hinten aus, bevor er mit der Handkante und der sich daraus bildenten Energie-Klinge zuschlug, den Mech aber verfehlte. Stattdessen zerteilte der Dämon eine Fregatte der Himmelsfraktion in der Mitte und auch als er einem blauen mechgroßen Feuerball auswich, schlug dieser in ein Eldar-Schiff ein und sprengte ein ganzes Stück davon heraus. Cain flog schnell unter zwei weiteren Eldar-Schiffen entlang, während Michael nun einen ganzen Regen aus solchen Feuerbällen losließ und die Schiffe, die Cain noch als Deckung dienten langsam in ihre Einzelteile sprengte. Nachdem der Dämon den Feuerschutz verlassen hatte, begann auch er eine nicht zu unterschätzende Flammenkugel zu erschaffen, welche sich direkt nach dem Abfeuern zu einer Art korvettengroßem Phönix formte und sogar noch selbst einen gewaltigen Flammenstrahl abgab, während der Flammenvogel dem Tigerfist immer näher kam. Der beschleunigte jedoch wieder so schnell dass er erneut nur noch als Strahl wahrzunehmen war und entkam dem Flammenstrahl. Lediglich noch für Cain vernünftig wahrzunehmen verschwand der Tigerfist plötzlich hinter einem Eldar-Dreadnought, in den der Feuervogel daraufhin krachte und eine gigantische Explosion hinterließ. Trümmerteile flogen in beinahe alle Richtungen und krachten in andere Schiffe. Plötzlich erschien der Tigerfist hinter Cains Legion und verpasste der Maschine einen Faustschlag, der diesen in ein Kampfschiff der Himmelsarmee schleuderte und das lange bevor es Cain auch nur in Ansätzen möglich gewesen war zu reagieren.
„Was war das?“, fragte der Dämon verwirrt aus, bevor der Tigerfist selbst vor ihm materialisierte und as auf eine ähnliche Weise wie die Molekular-Transporter der Community zu funktionieren schienen. Wütend feuerte der Dämon von seiner liegenden Position aus einen Flammenstrahl auf den Tigerfist, der erneut einfach seinen Teleportmechanismus einsetzte und dieses Mal direkt vor dem Legion erschien.
„Stirb wohl Dämon. Du warst ein würdiger Gegner“, kommentierte Michael noch, während er plötzlich eine Kanone im Zentrum seiner Maschine freigab und sie mit hellblauen Flammen auflud, die wesentlich heller waren als die, die er sonst für seine Angriffe verwendete. Cain konnte jedoch nicht einmal mehr überrascht oder schockiert reagieren, bevor die Flammen der Kanone seinen Legion und das Kampfschiff in dem er noch feststeckte einfach umschlossen und zunächst das Kampfschiff zerstörten.

Die Verletzungen von Raphael schienen ihm allzu schnelle Bewegungen zu versagen und auch seine Regeneration schien längst nicht ganz so ausgeprägt zu sein wie Gor´shak und Wor´tar es durch Cain von Erzdämonen und Uriel von Erzengeln gewohnt waren. Er konnte sich nämlich nur schrittWeise nähren und musste sich daher Zeit lassen. Das schien allerdings die Lage nur wenig zu ändern, wenn man bedachte, dass weder Gor´shak noch Wor´tar fähig waren sich allzu viel zu bewegen.
„Endlich werdet ihr Mistviecher dafür bezahlen, dass ihr mein perfektes Gesicht zerstört habt“, kommentierte der Erzengel, während er sichtbar näher kam.
„Ich habe eine Idee, wie du ihn noch besiegen kannst“, warf Wor´tar plötzlich ein, sehr zu Gor´shaks Schock, der genau zu wissen schien, woran der Eldar dachte.
„Auf keinen Fall. Ich hab mich hier ran gewöhnt“, antwortete der Jäger und schien damit seine momentane äußere Form zu meinen. "Außerdem wird das dein Ende sein", fügte er noch schnell an, während der Eldar tatsächlich noch die Kraft aufbrachte um sich mit den Armen näher zu Gor´shak zu schleppen.
„Ich bin nur ein Commander. Mit diesen Verletzungen und dieser geringen Menge an Nanobots werde ich ohnehin sterben. Aber du warst... Du bist ein General. Dir genügt diese Menge an Nanobots zur vollständigen Regeneration und um diesen Feind zu besiegen“, antwortete Wor´tar darauf und erreichte langsam aber sicher Gor´shaks Körper. „Wenn wir das nicht machen, sterben wir beide und außerdem schulde ich dir noch was. Also nimm sie und siege, General Gor´shak!“, rief der Eldar aus, bevor er mit seiner Hand einen der Füße des Jägers berührte und ihm so alle seine übrigen Nanobots übertrug. Im beinahe selben Moment schien der Eldar seinen Verletzungen erlegen zu sein, denn er bewegte sich keinen Millimeter und sprach auch nicht mehr, reagierte nicht einmal mehr auf Stöße von Gor´shaks spinnenartigen Füßen. In der Zwischenzeit war Raphael nur noch zwei Schritte entfernt und hielt seine Energie-Klinge bereits im Anschlag.
„Wor´tar? Verdammt, willst du mich verarschen? Ich wollte dich doch erledigen. VERDAMMT!“, schrie der Jäger noch aus.
„Ist er etwa von selbst krepiert?“, fragte Raphael in einem sarkastisch mitleidigen Tonfall und lachte danach sehr lautstark. „Sehr gut, dann brauch ich mich nur noch um dich zu kümmern“, fügte er dann noch an bevor er mit seiner Energie-Klinge zuschlug und Gor´shak mit großer Sicherheit in zwei Hälften zerteilen würde.

Tatsächlich hatte Cain es geschafft Chaos-Schilde um sich aufzubauen, bevor der eigenartige gleichzeitig kalte und heiße Flammen-Strahl seinen Legion erreicht hatte. Und dennoch war die Kraft dieser Kanone so gewaltig, dass der Dämon nicht mehr sicher wusste ob seine Schilde auch halten würden. Gewaltige Kräfte rüttelten an der Maschine und ihrer letzten Verteidigung, während Cain immer noch versuchte sich schnell etwas auszudenken. Zur selben Zeit begannen sich Eisschichten um Schiffe herum zu bilden, die ebenfalls von den eigenartigen Flammen erfasst wurden und gleichzeitig schmolzen die Panzerungen der Schiffe langsam an und würden nicht mehr lange halten. Aber es gab eine Option für Cain sich diesem eigenartigen Kältefeuer zu entziehen, aber die wäre riskant, da die Chaos-Energie durchaus Chaotisch darauf reagieren konnte, schließlich trug sie ihren Namen nicht ohne Grund. Dennoch begann er schnell größere Mengen Chaos-Energie wie eine Schockwelle in die Umgebung abzugeben und so die Flammen zurück zu drängen. Der Plan funktionierte scheinbar besser als Cain es erwartet hatte. Selbst Michael hatte keine Chance zu reagieren als plötzlich die Hand des Legion durch die Flammen seiner Kanone griff und den Kopf seines eigenen Mechs packte.
„Jetzt wirst du mir nicht mehr entkommen“, kommentierte Cain und schlug mit einer weiteren gewaltigen Energie-Klinge zu, traf jedoch nur ins Leere. Michael hatte erneut seinen Teleporter eingesetzt um dennoch zu entkommen und tat es erneut, als der Dämon ihm einen Flammenstrahl und einen nicht gerade kleinen Eis-Diskus entgegen jagte, der anstelle des Tigerfists einen ganzen Eldar-Kreuzer in der Mitte zerteilte.
„Du bist einfach viel zu überheblich, wie alle deiner Rasse. Und deshalb wirst du hier und jetzt untergehn, genau wie der Rest von euch“, kommentierte nun Michael, bevor er seine Maschine plötzlich begann in blaue Flammen und Energie zu hüllen und diese Umhüllung immer weiter auszudehnen. Langsam begann das Gebilde Form anzunehmen und zwar die einer Raubkatze, ähnlich der entfesselten Form des Erzengels selbst.
„Das kann nicht dein ernst sein! Du willst wirklich in dieser Situation eine Elementar-Form einsetzen?“, fragte Cain tatsächlich schockiert.
„Ich kann es mir nicht erlauben nicht 100% meiner möglichen Leistung zu erbringen, wenn ich nicht vor habe zu versagen“, antwortete Michael erschrecken ruhig darauf.
„Du bist also tatsächlich bereit das Leben deiner Truppen, deiner Untergebenen, deiner Freunde zu opfern, nur um mich zu besiegen?“, frage Cain nun auch ein wenig ruhiger und begann ebenfalls die Stacheln der Rüstung zu starten und langsam aber sicher die Elementar-Form des Legions aufzubauen und das gerade rechtzeitig, bevor ihn ein Energiestrahl getroffen hätte, der nun von der Energie der neuen Form abgefangen wurde.
„Wieso? Tut ihr Dämonen etwa nicht ein und das selbe?“, antwortete Michael darauf und schlug direkt mit der Faust zu, traf aber nur auf die Handfläche der Elementar-Form des Legions.
„Ich habe diesen Zustand längst hinter mir gelassen“, kommentierte Cain, während der Schlagwechsel innerhalb kürzester Zeit eine Frequenz von mindestens vier Schlägen in der Sekunde annahmen. Erst als Cain einen Fußtritt gegen seinen Feind ausführte wich dieser nach hinten und das mit einer Geschwindigkeit, die sogar noch einmal doppelt so hoch war, als zuvor. Als Cain versuchte Michael mit einem roten, aber dünnen Energiestrahl zu treffen, verschwand dieser hinter einem Eldar-Dreadnought, der von dem Strahl einfach in der Mitte zersägt wurde und explodierte. Und auch Michaels Gegenangriff, eine mindestens 300m Durchmessende Kugel aus blauen Flammen und Energie schlug am Ende in einen Himmels-Dreadnought ein und riss mit ihrer Explosion nicht nur ihn, sondern auch ein umliegendes Trägerschiff, sowie zwei Fregatten und einen Kreuzer mit sich.

In einem blitzartigen Manöver schloss Ma´ik alle seine Wisps zu einem einzigen gigantischen zusammen und ließ diesen gegen Abbaddons Mech krachen und das kurz bevor dieser in der Lage war mit seiner Energie-Klinge zu zustechen. Und obwohl Abbaddon einen kurzen Moment der Verwirrung zeigte fing er seine Maschine bald wieder ab und hielt sie in dieser Position, wo er ein weiteres Mal mit seinem Wasser-Schneider feuerte, den Avatar aber verfehlte. Und während dieses Ausweichmanövers ließ Ma´ik alle seine Wisps um seinen Mech formieren, kurz bevor diese sich langsam neu zu Formen schienen.
„Was tust du da, Dimensionsbewohner?“, fragte Abbaddon verwirrt.
„Etwas, was ich von einem Dämon gelernt habe“, antwortete Ma´ik ruhig, während die Wisps eine Rüstung um den Avatar bildeten, ähnlich der des Legions, die diesem die Kontrolle der Elemente ermöglichte, wenngleich diese Rüstung nicht mit Stacheln besetzt war und sich viel besser an die optischen Merkmale des Avatars angepasst hatte. Ma´ik blieb jedoch kaum Zeit, denn er musste sehr bald einem weiteren Chaos-Energieball zur Seite ausweichen, bevor er mit einem eigenen normalen Energieball zurück feuerte, den er auf ähnliche Weise gebildet hatte, wie Michael oder Cain es mit ihren Mechs taten. Und obwohl Abbaddon es schaffte nach oben zu entkommen, verwirrte ihn diese neue Fähigkeit sichtbar.
„Ich hätte nicht gedacht, dass ein Dimensionsbewohner die Fähigkeit besitzen kann, ein Element zu kontrollieren, egal auf welche Weise“, kommentierte der Erzengel, während er ein Speerfeuer aus spitzen, nadelförmigen Chaos-Energie-Projektilen auf den Eldar los ließ und schnell näher kam, sich dann aber wieder zurück ziehen musste, bevor Ma´ik ihn mit einer gigantischen blauen Energie-Klinge zerteilen konnte und dann nach oben wich, als Ma´ik diese Energie nach dem Schlag zu einer Sichel umformte und dem Erzengel entgegen jagte. Anschließend feuerte der Eldar mit einer Reihe zielverfolgender Strahlen, die denen glichen, die auch sein Schiff verwendete. Aber Abbaddon flog in einem schnellen Bogen zunächst Richtung Boden und stieß dann genau unter Ma´ik mit einer Energie-Klinge nach oben, so dass der Eldar zur Seite weichen musste. Die Strahlen folgten dem Erzengel dabei jedoch weiter, so dass dieser sich mit Chaos-Schilden schützen musste. Als Ma´ik allerdings das Zentrum des Avatars öffnete und seine mit Gravitonen verstärkte Hauptkanone frei gab, wich Abbaddon erstaunlicher Weise zurück und nahm direkten Kurs auf das Weltall.
„Was glaubst du wohin du gehst?“, fragte der Eldar nun selbst ein wenig verwirrt.
„Nun, manchmal ist der Rückzug eben die sinnvollste mögliche Option“, antwortete der Engel erneut äußerst Zwielichtig. „Aber denke nicht, dass ich nicht zurück kehren werde um dir höchst persönlich die Klinge in dein bedeutenstes Organ zu rammen, Dimensionsbewohner“, fügte er dann noch erschreckend sicher hinzu, bevor er lachte, als ob er gerade einen besonders guten Witz gemacht hätte und die Atmosphäre verließ.

Unzählige Tentakel schossen aus den Elementar-Formen von Cain und Michael und trafen aufeinander. Keiner ließ dem anderen eine Chance mit einem der Arme durchzubrechen, so dass sie die Tentakel sehr bald zurück zogen und Cain mit Chaos-Energie und Elementarer Kälte einen tornadoartigen Wirbel bildete und ihn auf den Erzengel abgab. Der wich jedoch schnell nach oben und stürmte dann auf Cain zu, der ebenfalls vorstürmte und seine Maschine auf die selbe Geschwindigkeit beschleunigte. Erneut waren beide nur als Strahlen wahrzunehmen, als sie aufeinander krachten und dann in sechs unterschiedlichen Bögen voneinander abzuprallen schienen, bevor Cain seine Flugbahn änderte und hinter einem Himmelskreuzer verschwand. Michael reagierte direkt und jagte eine Reihe Energie-Strahlen auf den Dämon, die den Kreuzer durchlöcherten, die Elementar-Form des Legions jedoch um Längen verfehlten. In einem Bogen flog Cain an dem Kreuzer vorbei, bevor er erneut auf den Tigerfist von Michael traf und dieses Mal allen Schub gegen den seinen stemmte.
„Ich werde nicht zulassen, dass du den Planeten mit einem deiner fehlgeleiteten Angriffe zerstörst“, kommentierte Cain, während er seine Hände mit denen des Tigerfists verhakt hatte und versuchte diesen in einem Kräftemessen zu besiegen.
„Du sprichst von fehlgeleiteten Angriffen, aber du hast doch selbst eine ähnliche Fehltrefferquote“, antwortete Michael, bevor er sich aus dem Kräftemessen löste und einen Tritt mit dem Knie auf den Legion ausführte, aber nur auf dessen Unterarm traf. „Wie viele Wesen sind alleine bisher durch unser beider Kampf gestorben? Hast du eine Ahnung? Denkst du wirklich die Zerstörung dieses Planeten spielt eine Rolle?“, fragte Michael hörbar ausgeglichen, während sowohl er als auch der Dämon Klingenwaffen bildeten und diese mit sechs Schlägen in der Sekunde gegeneinander treffen ließen. „Oder geht es vielleicht eher um etwas anderes? Um deine Mitstreiter, da unten auf diesem Planeten?“, fragte der Erzengel fast schon provokant und führte zunächst einen Tritt auf Legion aus, verfehlte jedoch sein Ziel um Längen, da Cain nach hinten wich.
„Ich existiere nun einmal um sie alle zu beschützen. Sie sind mehr als nur Mitstreiter“, antwortete Cain und feuerte unzählige Elementar-Projektile und Strahlen unterschiedlichster Art auf den Erzengel, der zur Seite wich und dann einen Energieball über sich erschuf.
„Genauso existiere ich um meinen Herren und meinen Schüler zu beschützen“, antwortete Michael bevor er den Energieball abfeuerte. Dieser begann direkt darauf mit Strahlen in beinahe jede Richtung zu feuern, mitunter sogar auf den Legion. Aber Cain verstand es sich durch dieses Waffenfeuer zu schlängeln und dann schräg von oben auf Michael und den Tigerfist herab zu stürzen, mit einer schlagbereiten Klingenwaffe.

Es war ein Schockmoment für Raphael als dieser nicht wie erwartet auf Fleisch, sondern auf ein Energie-Schwert traf, dass Gor´shak innerhalb weniger Sekunden mit den Nanobots des verstorbenen Wor´tar gebildet hatte. Die Verletzung seines Armes hatte sich ebenfalls regeneriert und der Rest sollte in nicht allzu langer Zeit folgen. Wor´tar hätte dafür weitaus länger als ein paar Sekunden gebraucht. Das war der Unterschied eines Generals gegenüber eines Commanders, besonders wenn es sich noch um einen Elite-Wandler handelte wie bei Gor´shak. Verwirrt sah der Erzengel ihn an, bevor er sich schnell zurück zog und direkt mit einem Energie-Sperrfeuer begann. Aber Gor´shak nahm schnell die Form eines kleinen Nagetieres an und verschwand somit aus der Schusslinie, bevor er zu einem gigantischen Sandwurm transformierte und sich noch in dieser Transformation auf Raphael stürzte. Schockiert erhob dieser sich in die Luft und wich dann einer Reihe telekinetischer Wellen aus, die Gor´shak in seiner üblichen Form abgab. Anschließend stürzte er sich erneut auf den Jäger und versuchte ihn erneut mit einer Klinge zu durchstechen, aber Gor´shak packte schnell dessen Arm und hielt ihn fest und das ganze ohne offensichtliche Mühe.
„Glotz nicht so blöde, du arrogantes Stück Geflügel“, kommentierte Gor´shak sarkastisch und rammte dem Erzengel seine bloße Magma-Faust ins Gesicht. Der Schlag genügte um den Erzengel nach hinten zu schieben, wenngleich er auf seinen Beinen blieb.
„In Ordnung. Ich weiß zwar nicht, wie du das gemacht hast, aber du hast gerade dein Todesurteil unterschrieben“, antwortete Raphael zunächst ruhig, bevor er wie ein Verrückter zu lachen begann und einen gigantischen Energieball über sich aufbaute. „NIEMAND SCHLÄGT MIR UNGESTRAFT INS GESICHT!“, schrie er dann los und jagte seinen Strahl auf Gor´shak, der schnell seine Hände zu organischen Schaufeln umformte und sich schnell in den Boden eingrub, während der Strahl ihn verfehlte. Keine Sekunde darauf, schossen unzählige sichtbar organische, leicht rote Tentakel hinter Raphael aus dem Boden und packten diesen, noch lange bevor er überhaupt verstanden hatte was vor sich ging.
„Und niemand tötet ungestraft jemanden aus meinem Team“, antwortete Gor´shak auf den Ausruf des Engels, während sich die übrigen Tentakeln, die aus dem Boden kamen, zusammen schlossen und an ihrem Ende eine Eldar-Energie-Waffe, ähnlich der Hauptwaffe von Ma´iks Avatar, bildeten und diese Waffe sich langsam auflud. „Fahr zur Hölle“, kommentierte Gor´shak noch bevor er einen Energiestrahl auf den von Tentakeln wehrlos gehaltenen Erzengel abfeuerte, der lediglich lautstark vor Schmerzen schreien konnte, während der Strahl über ihn hinweg fegte.

Tatsächlich duckte Metatron sich unter dem Schlag seiner einstigen Verlobten weg und rammte ihr anschließend sein Schwert einmal mitten durch den Bauch. Blut spritzte bereits aus dieser Verletzung, als der Erzengel seine Hand in diese Verletzung rammte und ein inneres darmartiges Organ mit einem gezielten Ruck ausriss und weiteres Blut sich in einer Fontäne über ihn und die nähere Umgebung verteilte. Uriel blieb nur ein lautes Aufschreien übrig, solch starke Schmerzen verursachte diese Aktion für einen kurzen Moment. Und obwohl sie verzweifelt versuchte es zu vermeiden, konnte sie dennoch nicht verhindern, dass ihre Beine sie im Stich ließen und sie unfreiwillig vor Metatron nieder kniete. Dieser hielt ihr sein Schwert an den Hals, so dass es nun ein leichtes war sie zu enthaupten.
„Endlich hast du erkannt, wo dein Platz ist, du kleine Hure. Vor mir auf den Knien. Wahrscheinlich wird es mir gleich mehr Spaß machen dich abzuschlachten, als du mir jemals hättest bereiten können. Aber bevor ich es zu Ende bringe, habe ich nur noch eine Frage. WIESO?!“, sagte Metatron zunächst ruhig, aber hörbar wütend, bevor er das letzte Wort aus sich heraus schrie. „Was hat dich so an ihm fasziniert, dass du das was du bei mir hattest einfach weggeworfen hast?“, fügte er noch an und klang nicht weniger wütend.
„Seine Aufrichtigkeit“, antwortete Uriel ruhig, während sie sich auf einen Trick besann, den ihr Cain gezeigt hatte. Jetzt rettete Cain ihr auch noch das Leben, ein weiteres mal. Und das keine Sekunde zu früh, den Metatron führte den letzten Schlag aus. Innerhalb der kürzesten Zeit duckte sich die Engelsdame unter dessen Klinge weg und führte einen Schlag mit einer eigenen Energie-Klinge auf ihren Gegner aus, der Metatron tatsächlich so sehr überraschte dass er den Schlag direkt in den Bauch abbekam. „Außerdem würde er niemals versuchen mich einfach hinterrücks mit einem Messer zu ermorden“, fügte die Erzengel-Dame noch hinzu und schockierte Metatron kurzzeitig durch die Tatsache, dass sie seinen ersten Mordversuch doch mitbekommen hatte. Uriel begann sich nun aufzurichten so schnell sie konnte und besann sich auf ihr eigentliches Ziel, was das Überleben war. Daher breitete sie schnell die Flügel ihrer entfesselten Form aus und erhob sich in die Luft, was auch ein Hagel aus Lichtprojektilen von Metatron nicht ändern konnte.
„Glaub bloß nicht, dass du mir entkommen kannst. Ich werde dich finden, genau wie den Dämon und dann werde ich euch beide vernichten!“, rief der ihr noch wütend nach, während Uriel weiterhin immer schneller nach oben aufstieg und langsam aber sicher die Atmosphäre verließ. Die Schiffe im Orbit würden sie sicherlich ignorieren, so dass sie bald das Eldar- oder das Toth-Schiff erreichen könnte. Sie war Metatron also gerade noch einmal entkommen, allerdings war sie sich unsicher ob ihr das noch ein zweites Mal gelingen würde.

Genau hier musste sich der andere Kampf abgespielt haben, bei dem mitunter Wor´tar gekämpft haben musste. Aber es war definitiv nirgends eine Spur von Wor´tar oder seinem Gegner zu finden. Weder hier, noch in der Nähe. Während alle dem zogen sich die Eldar sichtbar zurück. Unds während einige den Molekular-Transporter verwendeten, mussten andere mit den selben Landungsschiffen zurück kehren, mit denen sie zuvor gekommen waren. Den größten Teil der Basis und von deren Baumaterial ließ man jedoch zurück. Zeitgleich gingen hauptsächlich Flammen-Elementar-Wesen gegen das organische Geflecht vor, da diese nicht von den Tentakeln gepackt werden konnten und mit ihrer Hitze problemlos fähig waren es abzubrennen. Und genau das war es was sie taten. Wie eine gewaltige, kreisförmige Schockwelle brannten sich die blauen Flammen-Wesen weiter durch die Struktur und einzige Lebensform des Planeten, die wahrscheinlich unmöglich noch zu retten war. Ma´ik war sich sicher, dass er den emotionaleren der Gruppe nichts davon erzählen würde, denn sie könnten sicherlich nicht verkraften, was mit dem Wesen geschehen war. In gewisser Weise war es ja auch eine äußerst mitnehmende Situation, denn das Wesen starb lediglich weil ein paar Gestalten aus einer anderen Dimension scheinbar der Meinung waren dass ihre Dimension ihnen zu klein war. Plötzlich erhob sich ein Drachen-Wesen, dass aber offensichtlich nicht zur Himmelsarmee gehörte direkt vor dem Avatar in die Luft und zwang diesen zum schnellen Stopp.
„Commander Wor´tar sind sie das?“, warf Ma´ik ein wenig verwirrt ein, denn das Drachen-Wesen wahr ähnlich, hatte aber noch ein Horn auf der Nase.
„Wor´tar ist im Kampf gefallen. Ich trage jetzt seine Nanobots und seine Erinnerungen mit mir herum“, antwortete das Drachen-Wesen und stellte sich als Gor´shak heraus.
„In diesem Falle sollten wir umso dringender zusehen, dass wir diesen Planeten verlassen. Unsere Artgenossen tun es uns gleich“, antwortete Ma´ik lediglich und nahm die Situation scheinbar einfach hin, das Beste was er gerade jetzt tun konnte, das wusste auch Gor´shak.
„Kein Wunder, gegen eine solche Übermacht hat ein so kleiner Trupp keine Chance“, antwortete er dann ruhig, während er sich am Avatar festkrallte.
„Ich bezweifle außerdem, dass dies bereits die volle Truppenstärke der Himmelsarmee ist“, antwortete Ma´ik noch, während er die unteren Triebwerke abfeuerte und seinen Mech und Gor´shak schnell ins All anhob. „Wenn wir nichts unternehmen werden diese Wesen unser gesamtes Universum einfach überrennen“, fügte der General seinen Ausführungen dann noch an.

Entrüstet und wütend betrat Tar´wik die Brücke seines Dreadnoughts, den man mit voller Absicht aus den Kämpfen raus gehalten hatte. Projektile aus Licht und Energie flogen um das Schiff herum, verfehlten es aber in den meisten Fällen und in den anderen seltenen Fällen eines Treffers genügten die Schilde des Eldar-Schiffs um es zu schützen.
„Die gesamte Flotte soll sich zurück ziehen, sobald alle Landungsschiffe an Bord ihrer Mutterschiffe sind“, befahl Tar´wik dennoch ruhig. „Wo befinden sich unsere ursprünglichen Zielobjekte?“, fragte er dann, sehr zum Schock der anderen Brückenoffiziere, da diese nicht mehr damit gerechnet hatten, dass diese überhaupt eine Priorität für den General hätten.
„Verlassen die Schlacht auf östlicher Seite“, antwortete einer der Operatoren dann.
„Setzen sie einen Abfangkurs und bereiten sie alle Waffensysteme vor“, befahl Tar´wik weiter sehr zur Verwirrung seiner Besatzung.
„Aber Sir, diese Schiffe sind verglichen mit den goldenen Kampfschiffen dort vor uns kein lohnendes Ziel“, warf dann einer von ihnen ein.
„Unser Auftrag war nicht das stoppen einer interdimensionalen Invasionsmacht, sondern das zur Strecke bringen von Verbrechern. Und jetzt führen sie meine Befehle aus, sonst werde ich sie alle hier und jetzt bestrafen“, antwortete Tar´wik erneut ruhig und überlegen und schockierte die gesamte Besatzung damit, die sich schnell an die Ausführung seiner Befehle machte. Nur sehr langsam drehte sich der nicht gerade kleine Koloss, während ein blauer Energiestrahl über einen Träger daneben fegte und ihn in der Mitte zerteilte. Zeitgleich feuerte der Eldar-Kreuzer auf der anderen Seite mit einem Neutronen-Strahl, bevor blaue Feuerbälle in seine rechte Seite einschlugen und die Explosionen das Schiff dort langsam aufrissen. Mittlerweile hatte Tar´wiks Dreadnought gedreht und nahm nun seinen Kurs auf, der ihn hinter der eigentlichen Raumschlacht in einem großzügigen Bogen vorbei führte.

Gewaltige Feuerbälle von einem der Himmelsdreadnoughts fegten über einen Kreuzer der der Eldar hinweg, während ein blauer, seitlich abgegebener Energie-Strahl das Schiff von Ma´ik nur sehr knapp verfehlte und das alles während es an einem bereits explodierenden Himmels-Kriegsschiff vorbei flog und dann zwischen zwei aneinander vorbei ziehenden Dreadnoughts hindurch tauchte. Kaldrius verstand es derweilen sein Schiff an einem Himmelsdrachen vorbei zu steuern, der gerade ein Licht-Projektil auf ein anderes Eldar-Schiff abfeuerte und dann unter einem von oben kommenden Eldar-Kreuzer hindurch zu tauchen, bevor dieser sein Hauptgeschütz, eine blau-gelbe Strahlen-Kanone auf einen Himmels-Dreadnought abgab.
„Wir verlassen die Schlacht jeden Moment“, kommentierte einer der Eldar, die sich rund um Benni und Natasha befanden, die immer noch auf der überwachten Station liegen bleiben musste. Plötzlich schüttelten eindeutig Treffer von unzähligen länglichen, grünen Energie-Projektilen das Eldar-Schiff durch und brachten die Schilde des von Kaldrius gesteuerten Schiffes zum schnellen Aufblitzen. Zeitgleich steuerte Ma´iks Avatar-Mech an Benni´s Fenster vorbei und schien unterwegs sogar noch Uriel mit genommen zu haben. Danach fielen sie recht schnell wieder zurück, scheinbar um den Hangar zu erreichen und so das Schiff zu betreten.
„Wo ist Cain?“, fragte Natasha noch geschwächt und nur wenig begeistert von der Tatsache, dass er scheinbar nicht mit zurück gekommen war.
„Der wird sicher noch unten auf dem Planeten sein und sich weiter durchkämpfen“, antwortete Benni schnell und versuchte verzweifelt seine langjährige beste Freundin aufzumuntern, mit nur wenig Erfolg. Plötzlich fegten unzählige orange-rote Energie-Strahlen ähnlich denen die das Eldar-Schiff selbst einsetzte an beiden Schiffen vorbei und durchschlugen mitunter einen Himmels-Mech und ein Greifen-Wesen durch ihre Oberkörper und prallten dann an dem Schild eines Engels-Dreadnoughts ab, hinter dem sich langsam ein weiteres dimensionales Fenster öffnen sollte, dass mindestens dreimal so groß war wie der Dreadnought selbst und bestimmt für etwas übermächtiges geschaffen war.
„Benni, du solltest wirklich auf der Brücke sein. Ich werde sicherlich noch da sein, wenn wir durch sind“, sprach Natasha ihn plötzlich an, kurz bevor ein Himmels-Schiff auf der anderen Seite explodierte und eine weitere Staffel Himmels-Mechs, im Jäger-Modus an Bennis Sichtfenster vorbei fegte. Es fiel ihm schwer diese Entscheidung zu teilen, aber er bevorzugte tatsächlich einen Platz auf der Brücke in dieser Situation und verließ Natasha um genau dorthin zu gehen.

Es geschah ganz plötzlich, in genau dem Moment in dem Cain mit seiner Chaos-Energie-Klinge auf die Elementar-Form des Tigerfists traf, das diese auf mindestens ihre zehnfache Größe anwuchs. Nicht einmal die Zeit um schockiert zu sein blieb dem Dämon, der durch die Wucht dieser Ausdehnung nach hinten geschleudert wurde und in die Unterseite eines Eldar-Dreadnoughts krachte. Dieser Erzengel riskierte gerade alles, nur um ihn zu besiegen und sprach zur selben Zeit über Duelle und Ehre. Das waren Dinge die sich für Cain eindeutig ausschlossen und so richtete er sich schnell wieder auf und wich dann in einem schnellen Bogen zur Seite, bevor ihn das Projektil aus Flammen und Energie ihn treffen konnte. Stattdessen explodierte es mitten an der Frontlinie und riss gleich mehrere Schiffe beider Fraktionen, ganz zu schweigen von den ganzen Mechs und Bestien mit sich. Anschließend packte der Erzengel wütend eines der näheren Schiffswracks und schleuderte es dem Dämon, der sich ihm schnell näherte entgegen. Cain verstand es jedoch an der Oberfläche des Wracks entlang zu fliegen, bevor auch er seine Elementar-Form auf die zehnfache Größe erweiterte und direkt zunächst einen Faustschlag auf die des Erzengels ausführte und dann versuchte dessen Kopf zu packen. Michael packte jedoch die Arme von Cain und hielt sie von sich fern so gut es ihm möglich war.
„Ich werde nicht zulassen, dass dieser Planet zerstört wird, nur wegen unseres Kampfes!“, schrie Cain seinen Gegner förmlich an und ließ kurz von ihm ab nur um es dann erneut zu versuchen und tatsächlich den Kopf der Elementar-Form zu packen. Michael griff jedoch schnell nach einem weiteren Schiffswrack und rammte es Cain gegen den Kopf, der nun von ihm abließ und sich kurz nach hinten zurück zog. Dort jagte Michael mehrere Feuer und Energie-Bälle auf ihn und zwang den Dämon so, sich hinter Schilden zu verstecken, die er bei ihrer Auflösung als Elementar-Strahlen auf den Erzengel abgab.
„Denkst du etwa, es macht auch nur den geringsten Unterschied ob der Planet durch unseren Kampf oder die Himmelstruppen zerstört wird? Das Wesen, dass sich darauf befindet ist ohnehin dem Tode geweiht“, antwortete Michael ruhig und berechnend darauf, als er die Strahlen mit der bloßen Hand umleitete und eine Schockwelle nach allen Richtungen abgab, als Cain von oben mit Schwertern aus der Mischung seiner Elemente auf ihn zustürzte. Die Welle genügte dabei nicht nur um den Dämon nach hinten zu schleudern, sondern auch um dessen Elementar-Form kurzzeitig zusammen brechen zu lassen. Metall verbog sich und zerriss, als der Legion mit samt seiner Rüstung, rückenvoran in eine Himmels-Fregatte krachte. Es war klar, dass sich der Mech selbst sich irgendwo zwischen der ganzen elementaren Energie befinden musste, auch wenn man oft nicht genau wusste, an welchem Körperteil der Elementar-Form genau er sich befand. Das machte direkte gezielte Angriffe auf den Mech für egal welchen Feind meist unmöglich und dennoch geschah es des Öfteren, dass Schockwellen oder Schläge den Mech selbst trafen und ihn aus der Elementaren Energie heraus schleuderte. Das war die große Schwäche einer solchen Elementar-Form und sie war Cain gerade wiederfahren. Die Drohnen, die zur Erschaffung dieser Form eingesetzt wurden, befanden sich immer noch dort wo sie zuletzt die Form erschaffen hatten und kehrten erst jetzt langsam zu ihrem Hauptmech zurück. Und das war möglicher Weise nicht schnell genug bevor Michael ihn mit der gigantischen Faust seiner Elementar-Form zertrümmern würde.

Uriel, Ma´ik und Gor´shak hatten die Brücke des Eldar-Schiffes bereits betreten, als Benni dazu stieß und gerade mit bekam, wie das Eldar-Schiff hinter dem Toth-Schiff mit Kaldrius an Bord her flog und dabei durch eine verglichen winzige Öffnung in den Linien des Himmels stieß nur um dann mit zu bekommen wie mehrere Tachyon-Projektile eines Eldar-Schiffes einen Kreuzer in Stücke rissen und zur Explosion brachten.
„Wie weit ist es denn noch?“, fragte Uriel, der man sichtbar die Ungeduld ansah.
„Es kann sich nur noch um wenige Sekunden handeln“, antwortete einer der Brückenoffiziere, während sich der Toth-Kreuzer wieder neben dem der Eldar platzierte. Und tatsächlich, es war beinahe schon möglich das Ende zu sehen, als plötzlich ein Eldar-Kampfschiff von oben herab stürzte und die beiden Schiffe dazu zwang in gegensätzlicher Richtung auszuweichen und an dem brennenden Schiff vorbei zu fliegen. Dieses krachte nur wenige Sekunden darauf in einen Mech-Träger der Himmels-Armee, der sich in einer gigantischen, hellen Reaktor-Explosion aus der Existenz verabschiedete. Plötzlich schob sich ein weiteres Eldar-Schiff an den Schluss der Schlacht und das genau auf dem Kurs der beiden fliehenden Schiffe. Schockiert erkannte Gor´shak das Schiff von Tar´wik, aber es war bereits zu spät, denn dieses Schiff begann sehr bald mit einem einzigen Hagel aus grünen Partikel-Strahlen in die Schlacht hinein zu feuern. Und obwohl das Eldar-Schiff den meisten der Schüsse durch seitliches Driften versuchte auszuweichen, schlugen immer wieder welche in die Seiten des Schiffes und schüttelten es durch, während die Schilde den Schaden abhielten. Kaldrius hatte derweilen sein Schiff in hinter einem anderen Eldar-Schiff versteckt, welches nun anstelle von dem seinen, von den Strahlen zerrissen wurde.
„Dieser Angriff galt uns, nicht der Himmelsarmee!“, stellte Uriel wütend fest.
„WIR WERDEN DOCH NOCH STERBEN!“, schrie Benni daraufhin auf und klammerte sich schnell an das nächst gelegene Geländer und das so fest er konnte.
„Sofortiges Ausweichmanöver einleiten. Alle Waffen vorbereiten, Stalkers abfeuern“, befahl Ma´ik direkt darauf und das keine Sekunde zu früh, bevor eine Gruppe aus sechs Raketen auf den Kreuzer abgefeuert wurden, denen dieser seine rot-orangenen Energie-Strahlen, die „Stalkers“, entgegen feuerte und die Raketen lange vor einem Einschlag zur Explosion brachte. Und tatsächlich feuerte Tar´wiks Dreadnought direkt darauf mit einem gewaltigen Photonen-Strahl aus seiner unteren Front, der den kleinen Kreuzer zwar verfehlte, aber dafür ein weiteres Träger-Schiff der Himmels-Armee einschmolz, und das ohne größere Probleme.

Nur noch eine kurze Armbewegung trennte den Dämon von seinem Ende und den Engel von seinem Sieg. Und die Drohnen waren immer noch nicht zu Cain zurück gekehrt. Ohne lange zu warten schlug Michael zu, als in genau diesem Moment die Drohnen bei dem Legion ankamen und sich neu formierten. Als die Elementar-Form wieder aufgebaut war, packte Cain schnell den zuschlagenden Arm seines Gegners, riss ihn in seine Richtung und versuchte ihn mit einer gezielten Bewegung in einen Schwitzkasten zu nehmen. Als ihm das jedoch gelungen war, schlug Michael mit dem was dem Ellenbogen seiner Elementar-Form entsprach in den Torso von Cain und schleuderte ihn dann mit einer weiteren Schockwelle nach hinten. Cain führte jedoch einen weiteren Faustschlag auf den Kopf seines Gegners aus und packte dessen Arme, als dieser sie zu Klingen-Waffen umformte und versuchte zu zustechen. Als Cain die beiden Stiche jedoch abgefangen hatte, bildete Michael ein weiteres Paar Arme mit Stichwaffen und stach damit zu. Cain tat jedoch schnell das selbe und fing mit diesen Zusatzarmen die des Erzengels ab, bevor sie ihn erreichen konnten. Michael wiederholte den Prozess schnell noch fünf weitere Male, bevor er sich geschlagen gab und zurück wich, aber nur um mit einem Strahl zu feuern, der erneut aus dem eigenartigen Kältefeuer bestand, dass der Tigerfist in diesem Kampf schon einmal aus seiner Mitte abgegeben hatte. Anstatt Cain, traf dieser Strahl jedoch auf den Planeten, wo er eine gigantische, blaue, kuppelförmige Explosion hinterließ, die man sogar vom Weltall noch problemlos erkennen konnte. Wütend stürmte Cain auf den Erzengel zu, der jedoch einfach zur Seite wich und dann den Kopf von Cains Elementar-Form packte, bevor er eine Kugel aus beiden Elementen in den Rücken des Erzdämons jagte. Eine ebenfalls nicht zu unterschätzende Explosion bildete sich dabei, während die Elementar-Form erneut zusammen brach und der Legion nach hinten weg geschleudert wurde. Die Drohnen aktivierten sofort ihre Triebwerke und folgten ihrem zugehörigen Mech, der sich plötzlich mit Hilfe des Schubs hinter ein Himmels-Schiff zurück zog.
„Du wirst mir nicht entkommen!“, rief Michael aus, als er einen Flammen-Strahl abfeuerte, der das Himmels-Schiff genau vor Cain durchschlug, so dass dieser ohne Probleme an dem Strahl vorbei fliegen konnte. Explosionen rissen die goldene Hülle des Trägers langsam in Stücke während Cain in nicht mehr als zehn Metern Abstand dran vorbei flog und dann in einem schnellen Boden mehreren kleinen Energie-Projektilen seines Feindes auswich, die stattdessen einen Eldar-Kreuzer durchlöcherten und dessen vordere Hauptwaffe zerlegten. Nun zeigte sich jedoch eine weitere Schwäche der Elementar-Formen, die nun Michael erfahren musste und die lag eindeutig in ihrer Geschwindigkeit, so dass es dem Erzengel nicht möglich war Cain und seinem Legion zu folgen, so dass er einfach entkommen konnte. So sehr Cain es hasste aus dem Kampf fliehen zu müssen, es war für den Moment wichtiger, dass er selbst überlebte.

Mittlerweile waren alle Wisps des kleinen Eldar-Kreuzers ausgeschwärmt und formierten sich Scheibenartig vor dem Schiff um es vor einem blau-gelben Energie-Strahl und mehreren Tachyon-Projektilen zu schützen, bevor die 50 Wisps ihren gewaltigen blauen Energie-Strahl auf den Dreadnought abgaben, aber dessen Schilde nur geringfügig belasteten.
„Wisps in Verteidigungsstellung, Kurs 34, 43 und dann 47.56. Tachyon-Kanonen abfeuern!“, befahl Ma´ik, woraufhin sich die Wisps wieder trennten und dann einzeln aber flächendeckend um das Schiff formierten. Kleinere Plasma-Bälle schlugen gegen die vorderen Wisps, die sowohl die Waffen, als auch deren Explosionen für den Moment von dem Schiff fern hielten, dass immer schneller auf den Eldar-Dreadnought zuraste. Erneut blitzen die Schilde des verglichen gewaltigen Schiffes auf, bevor dieses mit einem rot-gelb-grünen Energie-Strahl aus seiner oberen Front feuerte, den kleinen Kreuzer jedoch erneut nur knapp verfehlte.
„Alle Wisps starten und sofort den Kurs anpassen. Alle Waffen nach Bedarf abfeuern. Lasst sie nicht an uns vorbei“, befahl Tar´wik selbstsicher, woraufhin der gewaltige Dreadnought seine beiden Seiten-Waffen, gewaltige, lang gezogene, rot-gelb-Weise Partikel-Projektile abfeuerte, aber lediglich drei Himmels-Kreuzer in ihrem Zentrum traf und einen Eldar-Kreuzer streifte. Zeitgleich starteten die Wisps von Tar´wiks Schiff, genau 100 an der Zahl und anders als die von Ma´iks Schiff, die aus Weisen sechseckigen Platten bestanden, waren dieses Wisps eher Kugelförmig und leuchteten ähnlich wie das Hauptschiff. Wie ein Schwarm Wespen bewegten sich die kleinen Drohnen auf den Eldar-Kreuzer zu, der erneut einem Plasma-Projektil und einem Neutronen-Strahl nach links auswich und dann erneut mit seinen Tachyon-Kanonen feuerte.
„Es hat keinen Sinn zu kämpfen. wir können gegen Tar´wiks Schiff nichts ausrichten!“, rief Gor´shak aus, während sich die Wisps von Tar´wiks Schiff um den Kreuzer der Eldar formierten und ihn mit blitzartigen, blauen Strahlen unter Feuer nahmen.
„Es ist uns aber auch unmöglich ihm zu entkommen“, antwortete Ma´ik, während die Strahlen in Wisps oder Schilde des Kreuzers einschlugen, ebenso ein Neutronen-Strahl, der gleich vier Wisps an der Seite des Eldar-Schiffs wegriss.

Cain wich erneut einem brennenden, von der Seite kommenden Eldar-Kreuzer nach oben aus und stieß im Blitztempo an einem Greifen und zwei Himmels-Mechs vorbei, während das Eldar-Schiff hinter ihm explodierte und Trümmer gegen die ähnlich großen Nahen Himmels-Schiffe geschleudert wurden. Es war nicht mehr weit bis zum Ende der Schlacht, das wusste der Dämon sicher und wich einer von oben herab stürzenden Himmels-Fregatte zur Seite aus, als ihm ein Schiff auf fiel, dass sich von den anderen in seiner Bauart unterschied. Erst als der Dämon näher kam konnte er sehen, dass es Kaldrius mit dem Toth-Kreuzer war, der sich im Trümmerfeld einiger Schiff versteckte und das momentan scheinbar noch mit Erfolg.
„Was tust du hier Kaldrius? Solltest du nicht die Schlacht längst verlassen haben?“, fragte Cain erstaunlich ruhig über das Kommunikations-System, während sich um ihn herum noch ein einziges Chaos abspielte. Langsam aber sicher sollte er den Toth-Kreuzer erreichen.
„Das war nicht möglich. Als wir das Ende der Schlacht erreicht hatten, fing uns Tar´wik mit seinem Schiff ab und hat die anderen in ein Feuergefecht verwickelt“, antwortete Kaldrius genauso ruhig und versuchte den ernst seiner Situation zu vergessen, während der Legion langsam auf dem vorderen, rechten Ausläufer mit verschränkten Armen landete. „Die Eldar haben scheinbar einen Feuerbefehl erhalten und ignorieren mich nicht mehr und die Himmelstruppen tun es teilweise auch nicht mehr, seit die Eldar damit begonnen haben sich zurück zu ziehen“, fügte der Toth noch schnell erklärend an. „Verschwinde hier, Dämon und passe an meiner Stelle auf meine Kleine auf. Ich werde schon irgendwie zurecht kommen“, sagte er dann weitaus ernster.
„Du schaffst es hier nicht alleine raus. Nicht wenn eine ganze Flotte ihre Waffen auf dich abfeuert. Wir kommen hier zusammen raus. Natasha würde es mir nicht vergeben wenn dir was passiert“, antwortete Cain lediglich darauf und erhob seinen Mech wieder von dem Ausläufer-Gebilde. „Du fliegst, ich verstärke deine Verteidigungssysteme“, fügte der Dämon dann noch hinzu und platzierte den Legion nun genau auf der Oberseite des mittelgroßen Toth-Kampfschiffes. „Sag mir nur noch eine Sache. Wie ist es den Anderen ergangen? Sind sie alle noch am Leben?“, fragte der Dämon dann sehr zu Kaldrius´ Erstaunen noch.
„Benni hat Natasha auf das Eldar-Schiff gebracht. Sie war stabilisiert und wird überleben, falls Ma´ik ein fähiger Kommandant ist und Tar´wik entkommen kann. Mit ihm kamen soweit ich das weiß auch noch Gor´shak und Uriel zurück auf das Eldar-Schiff“, antwortete Kaldrius sehr zu Cains sichtbarer Erleichterung. „Wieso erleichtert dich das? Das härteste steht ihnen doch immer noch bevor“, sprach Kaldrius den Dämon ein wenig erschrocken an.
„Ich hab vollstes Vertrauen in Ma´ik und seine taktischen Fähigkeiten. Und wir beide sollten uns besser auf das konzentrieren, was uns bevor steht“, antwortete der Dämon, was Kaldrius letzten Endes einfach hin nahm und das Schiff langsam aber sicher aus den Trümmern steuerte. Zeitgleich begann Cain mehrere Lagen kugelförmiger Schilde zu bilden, die sowohl das Flammen-Element, als auch das Chaos-Element nutzten, während Kaldrius das Schiff so schnell er konnte in Richtung Schlachtende steuerte.

Benni wusste längst nicht mehr wie ihm geschah. Er wollte nur noch eins, verschwinden und so weit weg wie es ihm möglich war. Er hatte wirklich die Nase voll von Schlachten und Krieg und Kampf in dem er mit seinen unschönen, unpraktischen Ersatzbeinen und dann noch als Terraner ohnehin nicht das geringste ausrichten konnte. Plötzlich riss ein Plasma-Projektil, dass in den Wisp direkt vor dem Cockpit einschlug und ihn zur Explosion brachte, Beni aus seinen Gedanken, bevor das Schiff durch einen langsamen Bogen einem weiteren dieser länglichen rot-gelben Partikelprojektilen auswich und dem Dreadnought dabei seine rechte Seite zeigte. Zeitgleich versammelten sich die 100 Wisps von Tar´wiks Schiff direkt vor diesem und feuerten mit einer ganzen Breitseite blauer, blitzartiger Strahlen, die sogar in die Schilde des Kreuzers einschlugen und ihn kräftig durchschüttelten.
„Schilde bei 60%“, kommentierte einer der Brückenoffiziere.
„Kurs halten. Gravitonen-Kanonen abfeuern!“, befahl der General daraufhin und sah zu wie der Kreuzer die schwarz-violetten Partikel-Projektile auf den Dreadnought jagte, aber auch dieses Mal nur die Zerstreuung der Projektile an dessen Schilden erleben musste. Zeitgleich änderte der Kreuzer wieder seinen Kurs und steuerte an einem sich langsam bewegenden gelb-orangenen, aber nicht gerade kleinen Partikel-Projektil vorbei und kam dem Dreadnought langsam erschreckend nahe.
„Was hast du vor, Ma´ik?“, fragte Gor´shak schnell und nicht sehr überzeugt.
„Wisps in Angriffsstellung. Hauptwaffe abfeuern“, befahl dieser daraufhin schnell und enthüllte nun endlich seinen Plan, der weder Uriel noch dem Jäger wirklich gefallen wollte. Die Besatzung hatte jedoch bereits damit begonnen die Aktionen auszuführen und formierte die Wisps vor dem Eldar-Schiff in Kanonen-Stellung, während sich der gelbe Strahl langsam aufzuladen begann. In genau diesem Moment fuhren allerdings mehrere Türme an der Oberseite von Tar´wiks Dreadnought aus und nahmen das verglichen kleine Schiff von Ma´ik mit grünen, ballförmigen Neutronen-Projektilen unter Feuer, die nicht nur langsam Löcher in die Schilde des Keuzers rissen, sondern auch in in dessen vordere, rechte Hülle. Sogar die Brücke wurde nur knapp von einem dieser Projektile verfehlt, welches einige Meter davor einschlug und eine für alle Anwesenden schockierende Explosion hinterließ. Dennoch feuerte der kleine Kreuzer seinen Partikelstrahl ab und schwenkte ihn ungewollt über die gesamte Oberseite seines Gegners, während dessen Schilde die Partikel weiterhin abhielten und kein sichtbarer Schaden angerichtet wurde.
„Statusbericht!“, rief Ma´ik aus, der Kreuzer mit seinen Wisps abdrehte und nun mit den linken Gravitonen-Kanonen feuerte.
„Wir haben die Tachyon-Waffen und die Stalkers verloren“, kommentierte einer der Brückenoffiziere.
„Die Schilde des Feindes sind noch bei 70%. Keine Schäden am Schiff selbst“, fügte ein weiterer noch hinzu, während der Dreadnought sich langsam, aber für seine Größe doch recht schnell, mit der Frontseite dem Kreuzer nachdrehte und ihn mit weiteren Neutronen-Strahlen und Projektilen unter Feuer nahmen, ihn aber um Längen verfehlte.

Nur sehr langsam bewegte Metatron sich durch das organische, grüne Geflecht nachdem er gesehen hatte, wie einer seiner Trupps von einem dieser Tentakel zerrissen worden war. Er wusste, dass er hier vorsichtig sein musste, auch wenn er es nicht allzu sehr damit übertrieb. Er wusste, dass er im Zweifelsfalle schneller reagieren würde als diese Tentakel und verzichtete daher darauf eine Waffe in der Hand zu halten.
„Metatron? Bist du das?“, sprach ihn plötzlich eine schwächlich klingende, bekannte Stimme an, die zu Raphael gehörte, der sich nun langsam über den Boden schleppte.
„Du hast also ebenfalls versagt“, stellte Metatron enttäuscht fest.
„Ich habe wenigstens einen von ihnen getötet. Den Gestaltwandler. Zumindest den einen Gestaltwandler“, erwiederte Raphael. „Was hast du dagegen vorzuweisen?“
„Wo steckt überhaupt Abbaddon?“, fragte Metatron nun ruhig und sah sich um, wobei er es absichtlich vermied auf die Frage seines Mitstreiters einzugehen.
„Keine Ahnung. Wahrscheinlich wieder abgehauen, so wie er es meistens tut“, antwortete Raphael schnell, während er sich aufrichtete und schockiert die Verletzung seiner Schulter und in seinem Gesicht feststellte. Auch der linke Flügel schien seine Schäden davon getragen zu haben. „Metatron. Bitte gib mir schnell eins von deinen Kristallschwertern“, rief der Erzengel panisch aus und betastete weiter die Verletzung seines Gesichts.
„Nein. Weshalb sollte ich das tun?“, fragte Metatron lediglich entnervt dagegen.
„Weil ich dich ansonsten mit einem Angriff dazu bringen werde eines zu materialisieren und es dir dann abnehme und du weißt dass ich das immer noch schaffen kann, also ersparen wir uns das und du gibst mir einfach eins deiner Schwerter“, antwortete der aufgebrachte Raphael darauf und entnervt materialisierte Metatron daraufhin sein Kristallschwert und reichte es dem anderen Erzengel, der es nutzte wie einen Spiegel. Schockiert stellte er fest, dass er tatsächlich einen Kratzer über der gesamten rechten Wange hatte, welcher wohl bei ihm und seiner recht geringen Regenerations-Fähigkeit als permanenter Schaden zurück bleiben würde und gab das Schwert danach wieder an Metatron zurück.
„Dieser verdammte Formwandler. NIEMAND ZERSTÖRT MEIN PERFEKTES GESICHT!!!“, schrie er dann wütend aus. „Ich werde ihn langsam zu Tode foltern und ihn vor seinen Mitstreitern erniedrigen wenn ich ihm noch einmal begegne. Das schwöre ich“, fügte er dann noch viel wütender an, während bereits der Brandtrupp hinter den beiden Erzengeln anrückte und das grüne Geflecht auch an dieser Stelle mit Flammen beseitigte. Metatron konnte bei allem jedoch ein gewisses Verständnis für Raphael nicht leugnen. Schließlich war er selbst mit einer schweren Brandverletzung die sich auch über sein Gesicht zog für den Rest seiner gesamten Existenz gezeichnet worden. Auch wenn seine mit Dämonenfeuer aus einer völlig anderen Quelle stammte und aus völlig anderen Gründen nicht mehr regenerierte als die von Raphael, die lediglich wegen dessen eigener Schwäche zurück bleiben würde.

Nur sehr langsam formierten sich die Wisps von Tar´wiks Dreadnought vor Ma´iks Kreuzer und stürmten dann erneut wie ein Insekten-Schwarm auf das kleine Schiff zu, dass nach links rollte und auch in dieser Richtung nach unten wich. Und obwohl die Wisps nicht mit dem Kreuzer kollidierten, begannen sie dessen Unterseite mit ihren blauen, blitzartigen Strahlen unter Feuer zu nehmen und einige kleinere Explosionen daran zu hinterlassen. Brennend fegte der verglichen mit seinem Gegner erschreckend kleine Eldar-Kreuzer an einem Schiffswrack eines anderes Eldar-Schiffes vorbei, dass nun anstelle von ihm von einem Plasma-Projektil verdampft wurde.
„Wir haben die untere Panzerung verloren. Brände auf allen unteren Decks. Alle Ausrüstung dort ist zerstört“, gab nun einer der Brückenoffiziere durch, während der Eldar-Kreuzer an einem weiteren Schiffswrack vorbei flog und es für ein Wendemanöver nutzte, bei dem er nun wieder direkt auf den Dreadnought zusteuerte, der nun erneut eine Reihe Raketen abfeuerte, sehr zu aller Schock, denn sie schlugen größten Teils in die Oberseite des Schiffes ein und sogar in die Überdachung des Brückenaufbaus, sehr zu Bennis Schock.
„Wir werden sterben, verdammte Scheiße! Wir werden sterben!“, rief er erneut aus und klammerte sich noch fester an das Geländer an dem er sich schon die ganze Zeit fest hielt.
„Verdammt unser Schiff ist schneller und beweglicher und trotzdem kommen wir an diesem hässlichen Brocken aus Metall dort nicht vorbei“, stellte Uriel ruhig und nachdenklich fest und das obwohl das gesamte Schiff bereits mit Löchern übersäht war und es einigen davon noch brannte und sogar noch weitere Waffensysteme des Dreadnoughts an dem Schiff vorbei fegten. Die Lage war tatsächlich nicht sehr gut und keinem der Anwesenden schienen die passenden Ideen einzufallen, was sicherlich nicht zuletzt daran lag, dass es keine gab.
„Kurs halten. Gravitonen-Kanonen laden. Wisps neu formieren“, befahl Ma´ik dennoch während der Kreuzer weiterhin seinen Kollisionskurs mit dem Dreadnought bei behielt. Dieser begann eine weitere Strahlen-Kanone in seinem Zentrum aufzuladen und es war ungewiss ob der Kreuzer dieser Waffe ausweichen konnte oder ob er einen Treffer davon überstehen würde. Die Wahrscheinlichkeit schien gering, als plötzlich ein blauer Flammenstrahl des ersten Himmels-Titans in der Schlacht sowohl durch die Schilde als auch durch den Dreadnought selbst wie durch Butter schmolz, während ein gelber Lichtstrahl eines goldenen Kugelförmigen Himmels-Schiffs den Dreadnought verfehlte. Die Hauptenergie schien einen kurzen Moment zusammen gebrochen zu sein und die Ladung der Hauptwaffe brach zusammen.
„Das ist unsere Chance!“, rief Gor´shak aus und Ma´ik gab einen direkten Kurs durch, der sie an dem gewaltigen Eldar-Schiff vorbei führen sollte.
„LASST SIE NICHT ENTKOMMEN!“, schrie Tar´wik wütend aus und erwirkte so noch den Einsatz der roten, dünnen Energie-Strahlen, die das kleine Eldar-Schiff jedoch um Längen verfehlten und ohnehin nicht gezielt abgefeuert worden waren. Wütend musste Tar´wik mit ansehen wie seine Gefangenen ihm entkamen und alle Geheimnisse über die Eldar und die Reiter der Apokalypse mit ihnen.

Tatsächlich hielt sich das Aufkommen von Eldar-Schiffen und anderen Truppen immer mehr in Grenzen. Es war ganz eindeutig klar, dass sie den Planeten aufgegeben hatten und sich zurück zogen. Ein erschreckendes Zeichen für den Dämon, denn er erkannte nun ein wenig schockiert, dass die Bewohner dieser Dimension höchst wahrscheinlich gar keine Chance zu überleben hatten, wenn nicht die Reiter gefunden würden um gegen die Himmelstruppen vor zugehen. Cain hatte jedoch nicht lange Zeit sich darüber Gedanken zu machen, denn er musste sich auf die Aufrechterhaltung der Schilde konzentrieren. Momentan ignorierten ihn die Himmelstruppen, was den Dämon bei seiner massiven Energiesignatur sehr wunderte. Aber möglicher Weise war es ihnen auch nicht wichtig genug einen Erzdämon aufzuhalten und ihr Leben dafür einzusetzen, wenn dieser gar nicht angriff und man den Planeten ohnehin eingenommen hatte. Nein so etwas überließen Krieger des Himmels den Erzengeln, das wusste auch Cain. Immerhin machten es die Dämonen nicht wirklich anders.
„Cain. Weißt du eigentlich, wie gerne ich dich auf der einen Seite verprügeln würde und auf der anderen Seite naja… schulde ich dir gerade was“, fragte Kaldrius ruhig und das obwohl das gerade wirklich nicht die passende Situation war um so etwas zu besprechen. Immerhin konnten die Himmelstruppen jeder Zeit einen Angriffsbefehl erhalten und dann wäre der beiden Überleben ungewiss.
„Ja, ich weiß. Ich war zu schwach um sie zu beschützen“, antwortete Cain dennoch ruhig und auf irgendeine Weise erleichtert, dass Kaldrius dieses Thema besprach.
„Schon gut, ich mache dich nicht dafür verantwortlich, dass sie angeschossen wurde. Sie ist ja jetzt stabil und da runter zu gehn war ihre eigene Entscheidung. Nein verprügeln würde ich dich am liebsten dafür, dass du ihre Gefühle permanent verletzt und es nicht mal merkst“, antwortete der Toth immer noch sehr ruhig darauf.
„WAS?“, fragte der Dämon daraufhin erstaunlich verwirrt aus und das obwohl er wahrscheinlich genau wusste um was es ging. Vielleicht schockierte es ihn auch nur, dass Kaldrius ein solches Thema gerade jetzt ansprach.
„Ich weiß, dass das für dich wahrscheinlich nicht einfach sein wird, aber bitte versuch deinen Gefühlen, die du ja anscheinend tatsächlich hast ein wenig mehr Ausdruck zu verleihen und dich zumindest meinem kleinen Mädchen gegenüber ein wenig mehr zu öffnen. Kannst du mir das eventuell versprechen?“, sprach Kaldrius dann weiter und verwirrte Cain noch weiter.
„Ich verspreche es...“, antwortete er dennoch zögerlich, da ihm das Thema wirklich nicht angenehm war. Bevor er jedoch noch eine andere Reaktion zeigen konnte als diese drei ihn sehr stark bindenden Worte, stieß Michaels Tigerfist hinter einem der Kampfschiffe des Himmels hervor und stürzte sich direkt auf das in Schildkugeln gehüllte Schiff.
„Hast du etwa tatsächlich geglaubt, du könntest mir entkommen Erzdämon Cain?“, fragte Michael wie üblich sehr ruhig und selbstsicher, während er mit einer gigantischen Energie-Klinge zuschlug, die er sogar mit beiden Armen aufbauen musste um diese Größe erreichen zu können. Mehrere Schockwellen und Blitze entluden sich als diese gewaltige Waffe auf die Schilde von Cain und seinem Legion traf.
„Nein, aber ich...“, brachte der Dämon gerade noch als Antwort heraus während die erste Schildlage bereits ähnlich wie Glas zu splittern ansetzte und auch die anderen Schildlagen schienen langsam zusammen zu brechen und auf ähnliche Weise zu splittern, sehr zum Schock des Dämon. „NEEEEIIIIIN!“, schrie er aus, während er verzweifelt versuchte die Schilde noch weiter zu verstärken und auch als die Klinge des Erzengels auf die letzte Schildlage traf zeigte Cain in keiner Weise, dass er vor hatte auszuweichen. Er war bereit sogar den Legion und sein Leben zu opfern um Kaldrius aus der Schlacht zu bringen.
„Verschwinde von hier, Dämon“, kommentierte dieser plötzlich ruhig.
„Auf keinen Fall, das wäre dein Tod und Natasha würde mir das niemals verzeihen“, antwortete Cain zum ersten Mal in Panik.
„Und wenn du die Klinge für mich abfängst ist das DEIN Tod und ich glaube DAS würde Natasha MIR noch viel weniger verzeihen“, antwortete der Toth, während bereits ein Blitz durch die Chaos-Schilde drang, den Legion aber knapp verfehlte und nur ein Loch in der Schiffshülle hinterließ.
„HAU ENDLICH AB!!! Oder ich werde dafür sorgen, dass wir beide drauf gehen“, schrie er daraufhin und brüllte einmal auf eine ähnliche Weise wie Bären es taten, bevor er ein Positronen-Geschütz an der Schiffshülle aus fuhr und es auf den Legion ausrichtete.
„Du wirst das nicht auf mich abfeuern“, kommentierte Cain ruhig, während der Chaos-Schild langsam Risse an der Trefferfläche ansetzte.
„Und du wirst ausweichen wenn ich das hier abfeuere“, antwortete Kaldrius darauf. „Und jetzt hau endlich ab, überlebe und pass mir bloß auf mein kleines Mädchen auf“, fügte der Toth noch schnell an, bevor er die Waffe abfeuerte, die sich rechts von dem Legion befand. In genau dem selben Moment brach Michael kurz seinen Schlag ab und führte einen weiteren letzten aus, der den Chaos-Schild endgültig zersplitterte und Legion und Cain damit zersägen würde. Dieser wurde jedoch von der Positronen-Waffe an der Seite getroffen und von der Explosion aus der Bahn geschleudert, so dass die Energie-Klinge nun stattdessen den Toth-Kreuzer mit Kaldrius an Bord zersägte, sehr zu Cains Schock. Da war es gerade erneut geschehen, dass er zu schwach war um jemand wichtigen zu beschützen.
„WAAAAAAAAH!!!!!“, schrie er auf, als der Reaktor des zerteilten Schiffes explodierte und den vergleichsweise recht kleinen Mech in die Tiefen des Alls schleuderte. Es waren jedoch nicht nur die mangelnde Kontrolle und die wirkende Beschleunigung, die den Dämon zu dieser Reaktion trieb, sondern sein eigenes Versagen.

Schockiert starrte der Erzengel auf die gigantische Klinge mit der er soeben tatsächlich einen Unschuldigen getötet hatte. Dieses Schiff hatte wahrscheinlich während der gesamten Schlacht nur diesen einen Schuss auf seinen Verbündeten, den Erzdämon, abgegeben und sich ansonsten völlig der Schlachtsituation enthalten. Was hatte er nur getan? Er war der Beschützer des Herrn und der Unschuldigen und dennoch hatte er soeben einen dieser Unschuldigen getötet und das nur um unbedingt einen Dämon zu besiegen, mal von den ganzen Verbündeten die in diesem Kampf durch Zufallstreffer vernichtet worden waren zu schweigen. Diese wussten allerdings vorher worauf sie sich eingelassen hatten und hatten ihr Schicksal in gewisser Weise selbst gewählt. Noch ein wenig verwirrt ließ Michael die Energie-Klinge zusammen brechen und starrte dann auf das Trümmerfeld, dass die Explosion von dem Toth-Kreuzer übrig gelassen hatte. Wie sollte er mit dieser Schande weiter leben? Gab es da überhaupt eine Möglichkeit dazu?
„Was ist mit dir Michael? Ist der Dämon dir etwa entkommen?“, fragte plötzlich Abbaddon über das Kommunikations-System seines Mechs.
„Ich... Ich... Ich habe gerade jemanden getötet. Und er war unschuldig“, antwortete Michael immer noch sichtbar schockiert von seiner Handlung.
„Jeder von uns hat irgendwann mal irgendwo irgendwie einen unschuldigen getötet“, kommentierte Abbaddon auf seine übliche Zwielichtige Art. „Außerdem gibt es immer noch die Möglichkeit vor dem Herrn zu bereuen und dann wird dir schon vergeben werden“, fügte er dann noch schnell hinzu.
„Ja, richtig. Das ist wahr“, antwortete Michael darauf und schien sich langsam wieder zu fangen und zu erinnern in welcher Situation und Position er sich befand. „Kehren wir zu unserem Hauptschiff zurück und verschaffen wir uns einen Überblick über die Situation“, fügte er dann noch schnell an und setzte seinen Mech in Bewegung.
„Das war ja selbst für Michael eine eigenartige Aktion“, stellte Abbaddon noch in einem Selbstgespräch fest, bevor er mit den Schultern zuckte und sich seinem Anführer anschloss.

Es dauerte eine Weile bis man sich auf der Brücke des Eldar-Kreuzers der Tatsache bewusst wurde, dass man die Schlacht verlassen hatte. Es war Benni, der nun wieder die Augen öffnete und sich zunächst verwirrt umsah, bevor er dann einmal lautstark aufschrie vor Freude und die Sätze „Wir leben! Wir sind tatsächlich noch am Leben!“, immer wieder ausrief.
„Natürlich sind wir noch am Leben. Wir haben schließlich noch die Reiter zu finden“, kommentierte Uriel die Situation ruhig und gelassen, als hätte sie es immer gewusst.
„Wir hatten Glück. Nichts weiter“, fügte Gor´shak noch schnell an.
„Ist doch vollkommen egal. Wir leben!“, schrie Beni noch einmal aus und stürmte von der Brücke.
„Aber das war tatsächlich sehr knapp. Wenn dieses Himmels-Schiff ihn nicht angegriffen hätte, würden wir jetzt nicht mehr leben“, stellte Ma´ik analytisch fest. „Nun ja, Fakt ist allerdings das wir tatsächlich noch leben“, kommentierte er dann abschließend und begann die Schäden zu begutachten. Während dessen stürmte Benni durch die Korridore des vergleichsweise kleinen Eldar-Schiffes, dass zwar sehr hell ausgeleuchtet aber nicht sehr übersichtlich war. Wäre Benni diesen Weg nicht schon einmal gegangen, hätte er sich bestimmt verlaufen. Mehrmals drohte er mit den Rüstung tragenden Besatzungsmitgliedern des Eldar-Schiffes zu kollidieren, schaffte es aber immer wieder ihnen auszuweichen, und an sein Ziel zu gelangen. Völlig aufgedreht stürmte der Terraner die Tür der Krankenstation und rannte so schnell er konnte zu Natashas Liegeplatz.
„Natasha! Wir haben die Schlacht verlassen. Wir haben es geschafft! Wir sind noch am Leben!“, rief er direkt aus, als er das Bett erreicht hatte.
„Sind Cain und Kaldrius auch dabei?“, fragte Natasha schnell, wenn auch schwach dagegen.
„Kaldrius haben wir verloren als das Schiff uns angegriffen hat und Cain fehlt schon eine ganze Weile. Aber das heißt nicht, dass sie es nicht ohne uns geschafft haben können“, antwortete Benni, dessen Freude sich kaum trüben ließ. Natasha schien das ganze recht negativ aufzufassen, zumindest deutete die Tatsache, dass sie sich die Tränen zurück halten musste sehr darauf hin. Immerhin rechnete sie damit sowohl ihren längsten Begleiter auf ihrer Reise als auch ihren Ziehvater zur gleichen Zeit verloren zu haben.

Immer noch trieb der Legion durch den Raum, wenngleich Cain ihn zumindest ein wenig abgebremst hatte. Der Mech selbst hatte nur ein Stück der Schulterpanzerplatte verloren, was vergleichsweise ein geringer Schaden war, wenn man beachtete, dass er ungeschützt von der Positronen-Kanone eines Schiffes getroffen worden war. Hatten die anderen überlebt oder war er der Einzige? Und wenn dem so wäre was sollte er dann tun? Wohin sollte er gehen? Etwa zurück zu Lucifer? Nein, auf gar keinen Fall wollte er dorthin wieder zurück. Außerdem zeigten seine Sensoren dass der Kreuzer der Eldar die Schlacht in eine ähnliche Richtung verlassen hatte wie er. Aber sollte er wirklich dorthin zurück kehren? Wie sollte er Natasha erklären, dass er zu schwach gewesen war um Kaldrius, ihren Ziehvater, zu beschützen und dass er jetzt tot war? Wie würde sie darauf reagieren? Nein, das konnte er auf keinen Fall machen. Das konnte er einfach nicht. Nicht nur, dass ihm Natashas Reaktion irgendwie besonders wichtig war, er konnte sich auch nicht selbst eingestehen versagt zu haben. Er war der mächtigste aller Erzdämonen, er musste doch in der Lage sein zwei Terraner, einen Toth, zwei Eldar, ein eher undefinierbares Wesen und einen Erzengel zu beschützen. Wieso war er nur so schwach geworden? Etwa wirklich durch seine Emotionen? Diese Frage brachte ihn zum Verzweifeln und brachte ihn letztendlich nur zu einem Wutausbruch, der sich in einem Schlag gegen die Cockpitwand seines Legions zeigte. Zunächst begann er dann die Rüstung zu dematerialisieren und die Drohnen zu seiner Maschine zurück kehren zu lassen, bevor er den Legion dann mit den Elementar-Flügeln neu ausrichtete und in Richtung des Eldar-Schiffes steuerte. Wo sonst sollte er auch hin? Er hatte keinen anderen Ort mehr nachdem er die Hölle verraten hatte und er sich im Himmel mächtige Feinde wie Metatron und Ra gemacht hatte. Der Raum war völlig leer auf Cains Flugroute. Lediglich Schwärze und ein paar helle Sterne die leuchteten. Langsam aber sicher kam er dem Eldar-Schiff näher, er konnte es sogar schon sehen. Ein Leitstrahl wurde schnell aktiviert, der dem Mech eine Route ins Innere des Kreuzers zeigen sollte. Bevor der Dämon dort jedoch hin flog, transformierte er den Legion zurück zum Jäger-Modus. Erst dann gab er langsam den nötigen Schub um den Hangar des Eldar-Kreuzers zu erreichen. Was sollte er nur tun? Wie konnte er sein Versagen in dieser Situation erklären.

Tatsächlich fanden sich Gor´shak, Benni und Uriel ein um Cain bei seiner Ankunft abzufangen, Benni wohl vor allem deshalb weil er auch wissen wollte was mit Kaldrius geschehen war. Was da jedoch aus dem Legion stieg hatte in seiner Art sich zu bewegen und seiner Ausstrahlung überhaupt nichts mit Cain zu tun. Sein sonst aufrechter, sicherer Gang hatte etwas gebücktes, deprimiertes und sogar unsicheres und sein Gesicht zeichnete einen gewaltigen Schrecken, man konnte fast sagen ein Trauma ab, wenngleich er sichtbar versuchte es zu verbergen. Es war schockierend für alle Anwesenden.
„Cain. Was ist mit dir geschehen? Hat der Erzengel dich schwer verletzt oder deinen Geist angegriffen?“, fragte Uriel direkt aber Cain bewegte direkt verneinend den Kopf, während er weiter geradeaus auf die nächste Tür aus dem Hangar hinaus zuging.
„Wo ist Kaldrius?“, fragte Benni schnell noch und Cain stoppte schockiert seinen Schritt als er den Namen des Toth hörte. Fast jeder im Raum konnte sich bereits an dieser Reaktion denken was geschehen war.
„Der Erzengel hat sein Schiff mit einer riesigen Klinge zerteilt. Ich wollte den Schlag für ihn abfangen, aber er hat auf mich gefeuert, so dass ich mit Legion zusammen zur Seite geschleudert wurde“, antwortete Cain ruhig. „Aber das alles konnte nur so weit kommen, weil ich zu schwach war um zu töten und um ihn zu beschützen als es notwendig war“, fügte er noch schnell an, während die Anwesenden zu schockiert waren um zu reagieren. Jetzt konnten sie verstehen, weshalb Cain sich schlagartig so verändert hatte, zumal da auch immer noch die Verletzung von Natasha war und die Tatsache, dass Kaldrius ihr wie ein Vater gewesen war.
„Zuerst Wor´tar und dann der Toth“, stellte Gor´shak ebenfalls etwas betroffen fest.
„Verdammt!“, rief Benni lediglich aus, der sich verzweifelt versuchte die Tränen zurück zu halten und auch wenn Uriel noch am gefasstesten reagierte und der Tod des Toth für sie ein übliches Opfer in einem solchen Krieg war, verstand sie das Gefühl des Dämons versagt zu haben. Einen solchen Verlust hinnehmen zu müssen ohne selbst bei dem Versuch die Person zu verteidigen zu sterben, wäre auch für sie eine tiefe Verletzung in ihrer Ehre und wahrscheinlich ging es dem Dämon zusätzlich dazu noch ähnlich.
„Du solltest deinen Weg fortsetzen und der jenige sein der es der Terranerin mitteilt, Dämon“, schlug Gor´shak dann vor und Benni nickte es schnell ab, da er selbst froh war nicht die Person sein zu müssen, die ihr eine solche Nachricht überbringen würde. Nur sehr langsam begann Cain dann seinen Weg fortzusetzen und den Hangar zu verlassen.
„Ich fürchte der Erzengel hat weitaus mehr getan als Kaldrius umzubringen und Cain zu besiegen. Er hat seinen Willen zerstört“, kommentierte Uriel noch sichtbar besorgt.

Es dauerte eine Weile bis Cain die Tür zur Krankenstation erreicht hatte. Er wusste immer noch nicht was er ihr sagen sollte. Dieses eigenartige Gefühl das ihn da plagte, war das etwa Angst? Angst davor wie sie reagieren würde? Es war tatsächlich wie Michael es ihm gesagt hatte. Cain kämpfte um zu beschützen und sein eigenes Leben war ihm egal. Aber das alles löste immer noch nicht sein Problem. Was sollte er Natasha sagen? Wie sollte er ihr mitteilen, dass das Wesen zu dem sie eine Bindung hatte, die er selbst nur schwer verstehen konnte, gerade in der Schlacht gestorben war, weil er zu schwach war um es zu verteidigen? Schließlich schüttelte Cain einfach seinen Kopf und trat ohne sich auch nur ein einziges Wort vorbereitet zu haben durch die Tür. Und obwohl Natasha direkt zu lächeln begann, als der Dämon in ihr Zimmer trat, so fielen ihr direkt die selben Veränderungen an ihm auf, die auch den anderen aufgefallen waren und auch ihre Reaktion fiel ähnlich aus.
„Cain? Was ist mit dir?“, fragte sie dann direkt, wenngleich sie noch schwach war. Und es sollte eine Weile dauern, bis der Dämon sich endlich dazu durchringen konnte etwas zu sagen. Der Anblick den Natasha ihm dort im Krankenbett bot, war dabei auch nicht gerade hilfreich, denn auch ihre Verletzung war ein Ergebnis seiner Schwäche. „Was ist mit dir passiert? Und wo ist Kaldrius? Hast du irgendetwas von ihm mitbekommen?“, fragte Natasha dann erneut und platzte dabei aus sich raus, wie sie es meistens tat.
„Kaldrius ist tot. Getötet von dem Feind, den ich nicht im Stande war zu töten. Und alles nur weil ich zu schwach war. Dieses Mal war ich zu schwach um Kaldrius zu beschützen. Ich habe versagt. Aber ich verspreche, dass ich nicht noch einmal versagen werde“, begann Cain nun erschreckend ruhig zu sprechen, während Natasha bereits den Verlust ihres Ziehvaters mit Tränen betrauerte und sowohl seine Haltung als auch sein Blick nahmen immer mehr Hass an. „Ich werde diesen Erzengel vernichten, der das getan hat. Und ich verspreche dir. Er wird leiden. Ja, das wird er“, fügte er dann noch an, bevor er schnellen Schrittes den Raum verließ und die nun zusätzlich von Cains Worten schockierte Natasha mit ihrem Gefühl der Trauer im Raum zurück ließ.

Wie hatte das nur passieren können? Er hatte sie doch schon eingefangen gehabt. Und dann entkamen sie direkt vor seinen Augen, nur weil diese Engelsarmee plötzlich solch große Schiffe einsetzte. Langsam aber sicher stieg jedoch eine große Frage in Tar´wik auf. Wie sollten sie diesen Feind überhaupt aufhalten, nachdem er die Verbrecher gefangen hatte? Aber egal. Da würde irgendeinem Wissenschaftler in der Community sicher eine Möglichkeit einfallen. Jetzt galt es erst einmal diese Schwerverbrecher einzufangen.
„General. Der Hauptantrieb ist wieder hergestellt“, sprach plötzlich einer der Brückenoffiziere Tar´wik an.
„Gut. Die Flotte soll sich neu formieren bei Tesia. Wir setzen derweilen einen Kurs nach 36.21.843. Alles übrige können die Nanobots auf dem Weg ersetzen“, antwortete Tar´wik ruhig und verwirrte seinen Offizier.
„Sir, sollten wir nicht an der Front gegen diesen Engelstrupp stehen anstatt hier gegen ein paar Kleinverbrecher zu kämpfen?“, fragte der Brückenoffizier dann.
„Solche Entscheidungen überlassen wir dem großen Nexus. Oder wollen sie den etwa in Frage stellen?“, fragte Tar´wik ruhig, aber bedrohlich.
„Nein Sir. Ich bitte um Entschuldigung, Sir. Der Kurs wird aufgenommen“, antwortete der Offizier schnell und verschwand sobald er konnte. Derweilen begann der immer noch durchschlagene, aber sichtbar reparierte Dreadnought nach links-unten zu drehen und dann langsam Geschwindigkeit aufzunehmen. Tar´wik wusste, dass er den Kreuzer von Ma´ik nicht mehr mit Geschwindigkeit einholen konnte, da sein Schiff zwar das Kampfstärkere von beiden war, aber auch das wesentlich langsamere. Dennoch musste er es zunächst einmal versuchen und er war sich sicher, dass die Lösung sich unterwegs ergeben würde.

Es war unglaublich für Gor´shak mit welcher Gleichgültigkeit Ma´ik das Ende seines nächsten Untergebenen behandelte. Als ob nicht das geringste geschehen wäre, begutachtete er die Schäden seines Schiffes und steuerte Nanobots bei ihren Reparaturen. Und dann war da immer noch der Dämon, der sich nur noch im Trainingsraum des Eldar-Schiffes aufhielt und scheinbar mit seinen Kräften experimentierte. Zumindest deuteten die Explosionen oder zumindest deren Geräusche darauf hin. Der Tod des Toth schien den Dämon fast mehr emotional anzugreifen als er Natasha und Benni angriff und bereits denen konnte man ihre Trauer im Gesicht ansehen, jedes Mal wenn man ihnen begegnete aufs Neue. Der Dämon allerdings erschien schon beinahe besessen von seinem Training oder möglichWeise einfach nur von der Idee endlich Rache an dem Erzengel nehmen zu können zu sein. Sein Blick strahlte nun Hass aus, genau wie man es von einem echten Dämon erwarten würde. Das alles besorgte Gor´shak sehr, aber ihm sollte keine Zeit zum Nachdenken bleiben, als er plötzlich mit Ma´ik im Gang des Schiffes zusammen traf. Beide ehemaligen Eldar-Generäle stoppten allerdings rechtzeitig, bevor sie zusammen prallen konnten.
„Gor´shak. Wieso behälst du eigentlich diese Form bei, wenn du wieder wie wir alle aussehen könntest?“, fragte Ma´ik den Jäger dann, der tatsächlich immer noch seine theoretisch unmögliche Rassenmischungsform angenommen hatte.
„Ist das etwa alles was dich interessiert?“, fragte Gor´shak dem Eldar dann entgegen und vermied es bewusst diese Frage zu beantworten.
„Es ist unüblich Fragen mit Fragen zu beantworten, auch wenn es gerne von anderen Lebensformen praktiziert wird“, antwortete Ma´ik darauf und verwirrte Gor´shak einen Moment, bevor ihm klar wurde, dass auch Ma´ik versuchte eine Antwort zu vermeiden.
„Ich hab mich eben dran gewöhnt so auszusehen und von allen als Freak behandelt zu werden“, antwortete der Jäger dann ruhig.
„Ich verstehe. Du hast Angst, dass du deine Persönlichkeit verlieren könntest, wenn du diese Form aufgibst“, sagte Ma´ik dann feststellend und schien genau ins Schwarze zu treffen.
„Diese Form gehört eben zu mir. Wer wäre ich denn ohne sie?“, antwortete der Jäger abschließend. „Und? Ist das jetzt alles was dich interessiert? Warum ich nicht aussehen will wie ihr?“, fragte Gor´shak dann etwas aufgebrachter nach einer kurzen Stille.
„Was sollte mich denn noch interessieren?“, fragte Ma´ik nur wenig emotional dagegen.
„Na, wie wärs zum Beispiel damit, dass dein Commander grade da draußen im Kampf verreckt ist“, antwortete Gor´shak noch aufgebrachter.
„Im Kampf sterben Soldaten nun einmal. Jeder von ihnen hat sein Schicksal selbst gewählt und jeder der in den Kampf zieht, weiß dass es sein Ende bedeuten kann. Wor´tar wusste das auch. Es gibt also keinen Grund für mich zu trauern. Nur eine Aufgabe, auf die ich mich zu konzentrieren habe. Ich bin mir sicher Wor´tar würde genauso handeln… Zumindest ist es das was ich von ihm erwarten würde, wenn unsere Situationen vertauscht wären“, antwortete Ma´ik ruhig dagegen.
„Er war mein Rivale. Er ist für alles Negative in meiner Existenz verantwortlich und eigentlich müsste ich froh sein, dass er weg ist, aber es ist einfach nicht so“, kommentierte der Jäger nun viel ruhiger und gefasster darauf.
„Ich kann es verstehen. Er ist verstorben ohne dass du überhaupt nur die Gelegenheit hattest diese Differenz für dich zu entscheiden“, antwortete Ma´ik darauf. „Wor´tar hat es niemals verkraftet in deinem Schatten zu stehen. Er wollte dich immer übertreffen und der bessere Eldar sein. Aber soll ich dir etwas sagen GENERAL Gor´shak? Das bedeutet eigentlich, dass er dich immer bewundert hat und er sich nach deinem Vorbild gerichtet hat. Immer schon. Du hattest also niemals wirklich „verloren“, wenn du es so willst“, fügte der General dann abschließend an, bevor er seinen Weg an Gor´shak vorbei wieder aufnahm und den Jäger mit diesen Worten alleine zurück ließ.

Es dauerte eine gewisse Zeit bis sich die Himmelsarmee über den Planeten ausgebreitet hatte. Immer mehr, immer größere Schiffe kamen durch dimensionale Fenster, während schon fast ein Versorgungs-Strom aus Landungs-Schiffen auf den Planeten, aber auch von ihm Weg, führten. Das Geflecht hatte man mittlerweile sichtbar auf die Hälfte reduziert und die Basis-Gebäude der Eldar den eigenen einfach hinzugefügt. Und in Mitten des gewaltigen Chaos, das sich im Orbit abspielte befand sich das Haupt-Schiff der Erzengel, auf dessen Brücke Michael dem Ganzen zusah. Das alles nur wegen einer Maschine die es ermöglichte das Universum in dem sie sich befand zu kontrollieren. Alles nur wegen Macht, auch wenn es die große unendliche Allmacht war. Dafür mussten Unschuldige sterben, zuletzt auch durch seine eigene Hand. Wieso hatte er das nur getan? Wieso?
„Michael. Ist mit dir alles in Ordnung?“, sprach Abbaddon ihn plötzlich an. Sowohl er als auch der Rest des Erzengel„teams" hatten wohl von ihm unbemerkt die Brücke betreten.
„Ich habe lediglich nachgedacht“, antwortete Michael ruhig und gefasst darauf.
„Wir haben bereits über die Hälfte der Lebensform beseitigt und immer noch nichts gefunden“, berichtete Raphael dann wütend.
„Wir sollten sie vielleicht einfach töten und dann werden wir schon finden was wir suchen“, kommentierte Metatron ruhig und beinahe schon sarkastisch.
„Das werden wir nicht tun. Wir werden die Lebensform eingrenzen und wenn es sein muss auf einen Bereich von einem Meter zurück treiben. Aber wir werden sie nicht umbringen. Sie ist unschuldig. Sie versteht wahrscheinlich nicht einmal was wir hier von ihr wollen“, antwortete Michael plötzlich wütend.
„So viele Emotionen, nur wegen eines Dimensionsbewohners?“, erwiederte Metatron in dem selben nur wenig Respekt erkennen lassenden Ton, wie zuvor. „Wenn sie uns im Weg stehen, wenden wir eben Gewalt an ihnen an, das ist es nun mal wie die Himmelsarmee die Dinge regelt“, fügte er dann noch schnell an.
„Gewalt an Unschuldigen ausüben, eigene Verluste hinnehmen, wenn es dem Sieg dient, ebenso Schäden an der Umgebung. Ja, das ist die Art wie wir Engel an die Dinge heran gehen“, wiederholte Michael die Worte seines Schülers. „Wir sind nicht besser als die Dämonen“, fügte er dann noch an, bevor er die Brücke verließ.
„Was glaubst du wohin du gehst?“, fragte nun Raphael.
„Ich werde mich diesem Dämon annehmen und dem Rest seiner Gruppierung. Ich werde mich ihm alleine Stellen, in einem ehrenhaften Duell. Wenn er fällt, wird der Rest der Gruppe keine Gefahr darstellen und sich wahrscheinlich sogar gefangen nehmen lassen“, antwortete Michael, der bereits die Tür erreicht hatte, sehr zu Metatrons Missfallen. „Ihr werdet euch weiter dieser Sache hier annehmen und dann zur Stoßflotte unter Ra´s Kommando fliegen“, fügte er dann noch schnell hinzu.
„Ich werde dich begleiten“, rief Metatron schnell aus.
„Nein, das wirst du nicht. Du wirst mit den anderen zur Stoßflotte fliegen“, antwortete Michael schnell darauf.
„Ich werde nicht zulassen, dass du den Dämon an meiner Stelle vernichtest. Es steht mir zu. Ich habe da noch etwas mit ihm zu klären und nicht du!“, rief Metatron seinem alten Lehrmeister noch nach und folgte ihm gegen dessen Willen und Befehl.
„Hast du etwa vorhin nicht zugehört? Ich werde mich dem Dämon alleine stellen und du dich dem Stoßtrupp für den nächsten Angriff anschließen. Das war mein Befehl und wenn du ihn nicht befolgst werde ich das dem Herren melden und dafür sorgen dass er dich für das Missachten der Befehlskette bestraft. Hast du das jetzt verstanden?“, wandte Michael sich seinem ehemaligen Schüler zu, der lediglich wütend knurrte und offensichtlich kurz davor stand seinen alten Lehrer anzugreifen. Allerdings wusste er nicht genau welche Chancen er genau in einem solchen Gefecht hätte, also verlieh er seiner Wut einfach nur weiterhin auf die selbe Art Ausdruck und tat sonst nichts. „Gut, dann führe den Befehl aus“, kommentierte Michael nun noch und ließ Metatron schließlich mit seinen Hassgefühlen im Gang zurück.

Es war schwer gewesen für Natasha ein wenig zu schlafen, besonders weil es so viele Dinge gab, die sie zu verarbeiten hatte. Insbesondere diese Sache mit Kaldrius und Cain. Nicht nur, dass ihr Ziehvater nun nicht mehr für sie da war, jetzt glaubte Cain er müsste Rache dafür nehmen. Seit einer Weile hatte sie ihn nicht mehr zu Gesicht bekommen, was er wohl tat?
„Hallo, Natasha“, konnte sie plötzlich Benni ein wenig eingeschüchtert sagen hören, während er langsam durch die Tür trat und sich zu ihr stellte. Sie reagierte jedoch gar nicht weiter auf ihn. „Geht es dir besser?“, brachte er noch raus, bevor sie sich schnell mit beiden Armen an den unvorbereiteten Terraner klammerte und in Tränen ausbrach.
„Verdammt Benni, was soll ich nur machen ohne Kaldrius?“, fragte sie dabei. „Ich bin doch nur eine Terranerin. Ich kann in einer solchen Situation nichts beitragen um zu helfen. Kaldrius konnte das. Er sollte jetzt hier sein und nicht ich“, fügte sie dann noch schnell und nachdem sich Benni eine Weile zusammen gerissen hatte, liefen auch ihm erste Tränen aus den Augen.
„Ich versteh dich. Ich weiß was du meinst. Ich bin hier auch völlig fehl am Platz. Ich gehöre hier nicht her. Wenn die Schlacht beginnt ist alles was ich tun kann Rennen“, antwortete er dann darauf. „Weißt du ich hab die Nase wirklich voll vom Krieg und von großen Schlachten und großen Heldentaten. Ich will nur noch irgendwo meine Ruhe“, fügte er dann noch schnell an, während Natasha schon ruhiger wurde und sich von Benni löste. „Zu dumm nur, dass wahrscheinlich das gesamte Universum, wahrscheinlich sogar alles was irgendwo in irgendeiner Weise existiert hinter uns her ist und unseren Tod will“, fügte der Terraner dann mit erstaunlich viel Wortwitz für seine Zwecke noch an und brachte die deprimierte Natasha tatsächlich kurzzeitig zum Lachen.
„In was sind wir da nur rein geraten? Was haben wir da überhaupt los getreten?“, fragte sie dann wieder erschreckend ernst. „Das alles ist uns Terranern doch viel zu hoch“, fügte sie dann noch schnell an, bevor ein Eldar in den Raum eintrat.
„Es ist Zeit für eine weitere Untersuchung. Benjamin Renton, ich muss sie bitten den Raum zu verlassen“, kommentierte dieser und Benni ließ sich nicht lange Zeit dieser Anordnung zu folgen, besonders da sie von einem Eldar kam, aber Natasha packte schnell noch seinen Arm und richtete sich nochmal auf um den darauf sehr verwirrt reagierenden Terraner auf die rechte Wange zu küssen.
„Dafür dass du mein Leben gerettet hast. Besonders noch in dieser Situation da unten“, sagte sie dann noch schnell und ließ Benni dann seiner Wege ziehen. Der fühlte sich immer noch als würde er gleich auf einer rosa Wolke davon schweben und musste sich überhaupt erst einmal besinnen in welche Richtung er denn nun wollte. Anscheinend hatte es doch ein paar positive Seiten das alles mitzumachen.

Tatsächlich hatte der Eldar nicht untertrieben, als er Cain erneut einen dieser holographischen Trainingsräume vorgeschlagen hatte. Es war völlig klar, dass er hier alles trainieren und weiterentwickeln konnte wonach ihm gerade war, so lange er den Legion dafür nicht benötigte. Der Dämon hatte sich eine Vulkanlandschaft geschaffen, die ihn an den Hauptplaneten der Höllenarmee erinnerte um dort zu trainieren. Alles sah aus als wäre es tatsächlich real und wenn der Dämon sich bewegte, schien ihn die Technologie der Eldar tatsächlich in der Raummitte zu halten und lediglich das Bild weiter zu schieben, egal ob seine Bewegungen fliegend, schwimmend oder gehend waren. Dazu schienen die Wände seine Flammen-Angriffe abhalten und auffangen zu können, so dass er völlig frei wüten könnte ohne sich um Beschädigungen sorgen zu müssen. Und das tat er indem er direkt auf die entfesselte Form wechselte und sein Flammenabbild erschuf, dass wie ein Schatten hinter ihm schwebte. Er versuchte diese Flammen weiter zu treiben und nach unten hin zu erweitern. Aber er verlor die Kontrolle, so dass sich eine weitere Explosion bildete, die jedoch von dem Trainingsraum abgehalten wurde und keinen Schaden hinterließ. Kaum eine Sekunde darauf betrat Uriel den selben Raum und sah sich ein wenig verwirrt um.
„Solche Energieen setzt meist nur das Trainieren einer Elementar-Form frei“, stellte sie dann mit einer erstaunlichen Gemütsruhe fest, wenn man betrachtete, dass sie gerade das Glück gehabt hatte genau eine Sekunde nach der Explosion durch die Tür zu treten.
„Das ist richtig“, antwortete Cain genauso ruhig darauf. „Ich muss stärker werden, wenn ich diesen Erzengel besiegen will. Ohne die Elementar-Form schaffe ich das nicht“, fügte er dann noch an und das genauso ruhig.
„Du wirst weit mehr brauchen als das um Michael zu besiegen. Aber es ist ein guter Anfang“, antwortete Uriel dem Dämon ruhig und platzierte sich neben ihm. „Ich beherrsche zwar die Elementar-Form nicht, aber ich weiß das meiste über das Training von Metatron, denke ich“, fügte sie dann an.
„Du willst mir die Elementar-Form beibringen?“, fragte Cain verwirrt.
„Nein. Ich will sie mit dir zusammen erlernen, zumindest hatte ich das vor. Es stellt sich immer noch die Frage ob du überhaupt mit mir mithalten kannst, Dämon“, antwortete die Engelsdame darauf mit einem gewissen Sarkasmus und begann ebenfalls ihre entfesselte Form anzunehmen. Tatsächlich konnte dieser Satz dem Erzdämon ein kleines Lächeln entlocken, bevor auch er sich der Übung widmete, die Uriel ihm zeigte.

Nur sehr langsam machten die Reparaturen des Schiffes Fortschritte. Aber man konnte auch an dem Kreuzer die Verstrebungen sehen, die in den Löchern gezogen worden waren um das Schiff zu verstärken. Was definitiv nun wieder funktionierte war der Hauptantrieb und das bedeutete eine weitaus schnellere Fortbewegung als zuvor. Mittlerweile war das Schiff auch ein zweites Mal durch den Riss im Raum gelangt und nun wieder in seiner üblichen Umgebung, wobei es dem alten Kurs weiterhin folgte. Ma´ik befand sich bereits auf der Brücke als Gor´shak eintrat und Uriel schnell folgte. Cain hatte sich etwas mehr Zeit gelassen und Benni traf als letzter ein. Natasha durfte die Krankenstation noch nicht verlassen, weshalb sie nicht dabei war und das bei einer solch wichtigen Entscheidung.
„Wir haben jetzt wieder einen Hauptantrieb hab ich da mal gehört“, kommentierte Gor´shak direkt mit einem gewissen Sarkasmus.
„Diese Gerüchte scheinen sich zu bewahrheiten. Es stellt sich lediglich die Frage nach dem Kurs“, antwortete Ma´ik erstaunlich analytisch darauf zurück. „Fakt ist, dass diese Dimension von einer gewaltigen Armee angegriffen wird, die wir nur aufhalten können, wenn die Truppen und Spezies der Community… Nein, die Spezies dieses Universums sich vereinigen“, fügte er dann noch hinzu.
„Dazu müssten die Eldar aber endlich mal dazu stehn, dass das Universum gerade von einer Armee aus Engeln überrannt wird und nicht weiter ihre Existenz leugnen“, antwortete Gor´shak darauf. „Nein, was uns jetzt wirklich hilft, das sind die Reiter. In der Prophezeiung heißt es, dass sie die Mächte der Finsternis und des Lichts vertreiben werden“, fügte der Jäger dann noch schnell an.
„Selbst wenn die Reiter existieren, selbst wenn sie so mächtig sind wie unsere Untergötter. Bis wir sie finden ist dieses Universum schon von Himmelstruppen besetzt. Das hat also einen recht geringen Sinn“, antwortete Uriel darauf.
„Wir müssten vielleicht einfach nur die Wahrheit öffentlich verbreiten. Irgendwo in einer großen vielgesehenen Sendung im IUN“, traute sich Benni tatsächlich einzuwerfen.
„…oder im Rat der Community und vor dem großen Nexus selbst“, führte Ma´ik die Idee dann für den Terraner zu Ende, die ihm selbst wahrscheinlich niemals eingefallen wäre.
„Dann ist unser nächstes Ziel also klar?“, fragte Uriel dann noch einmal nach und Benni nickte es ab und auch wenn Gor´shak sichtbar lieber weiter nach den Reitern gesucht hätte nickte auch er den Plan ab. Lediglich Cain hatte sich die ganze Zeit über sichtbar enthalten und auch er zeigte bisher keinen Willen zur Einmischung.
„Cain? Was meinst du dazu?“, fragte ihn dann Uriel.
„Es ist vollkommen eindeutig, dass der Plan genauso ausgeführt wird. Diese Dimension darf nicht in die Hände der Engel fallen. Die werden sie lediglich ausbeuten und zerstören“, antwortete Cain dann nach einer Weile auf eine ruhig bedachte Art.
„Damit ist es entschieden. Einen Kurs setzen nach 23.78.17. Auf Höchstgeschwindigkeit beschleunigen“, stellte Ma´ik fest, bevor seine Befehle ausgeführt wurden und das Schiff schnell in einem Bogen nach links-oben weiter flog.

Es war tatsächlich wie Tar´wik es befürchtet hatte. Sein Dreadnought war zu langsam um den Kreuzer von Ma´ik in einem solchen Wettkampf einzuholen. Besonders jetzt nachdem scheinbar dessen Hauptantrieb repariert war, musste der Eldar-General sich tatsächlich zum ersten Mal eine Niederlage eingestehen. Ma´ik war eben doch der weitaus bessere Taktiker und Stratege. Ein Jammer, dass er ein Verräter geworden war. Er war immer ein Vorbild für alle anderen Eldar gewesen. Aber Tar´wik sollte sich nicht darauf konzentrieren seinen Feind zu bewundern, sondern wie er ihn zur Strecke brachte.
„Sir. Das Schiff hat den Kurs geändert. Es steuert nun auf das Erebus-Raumtor zu“, sprach plötzlich einer der Brückenoffiziere den General an und riss ihn aus seinen Gedanken. Eine Anzeige sollte ihm den Kurs seines Gegenspielers bald verdeutlichen.
„Sie wollen zum Rat der Community“, stellte Tar´wik schockiert fest.
„Meine Berechnungen haben einen möglichen Abfangkurs ergeben, Sir“, fügte ein weiterer Offizier noch hinzu und auch dieser Kurs wurde der Anzeige des Generals hinzu gefügt.
„Wie lange bis wir sie auf diesem Kurs erreichen?“, fragte dieser dann noch.
„3 Tage, 6 Stunden und 21 Minuten, Sir“, antwortete der selbe Brückenoffizier sehr zur Erleichterung des Generals, der wusste, dass die Reparaturen seines Dreadnoughts noch 2 Tage und 8 Stunden dauern würden und damit genau rechtzeitig abgeschlossen wären.
„Kurs setzen. Maximale Geschwindigkeit. Wir werden sie nicht entkommen lassen“, befahl Tar´wik daraufhin ruhig und sah zu, wie das Schiff seine Richtung änderte. Ja, sie wollten zum Rat der Community, aber das würde Tar´wik niemals zulassen. Dieses Mal würde er den Kreuzer mit allen Beweisen aus dem All blasen.

Ruhe kehrte langsam ein nachdem der Hauptantrieb wieder in Funktion war und das Schiff nun seinem neuen Kurs folgte. Es handelte sich lediglich um einen einzigen Sprung und dann wären sie alle hoffentlich erst einmal sicher. Bis dahin schienen alle mehr als angespannt und aufgeregt zu sein. Schließlich konnte jede Sekunde ein Gefecht ausbrechen und dann konnte jede Sekunde ihrer aller Letzte sein. Das wusste auch Cain als er seine entfesselte Form annahm und dann versuchte gleichzeitig Flammen um sich herum zu bilden, seinen Körper zu dematerialisieren und diese gebildeten Flammen alleine mit seinem Geist unter Kontrolle zu halten. Dabei versuchte der Dämon etwas, was normalerweise in drei Schritten erlernt wurde gleich zu kombinieren, da er bereits Flammen erschaffen konnte, fast wie es ihm beliebte. Allerdings die Selbstdematerialisierung konnte sein Ende bedeuten, wenn er sie falsch ausführte und die Kontrolle der Flammen alleine mit seinem Geist und ohne einen Körper erschien ihm beinahe unmöglich zu sein. Geschweige denn alle drei Dinge auf einmal auszuführen. Und wie es nun einmal geschah, wenn man zu viel auf einmal versuchte, scheitere der Dämon und entfachte eine nicht zu unterschätzende Explosion in dem Trainingsraum, die jedoch von dessen Kraftfeldern abgefangen zu werden schien und daher nur ein Loch in die holographische Landschaft riss. Auch Uriel blieb davon nicht verschont und krachte, von der Druckwelle geschleudert, gegen einen holographischen Berg, richtete sich aber recht bald wieder auf und trat dann langsam wieder unversehrt auf Cain zu.
„Verdammt“, kommentierte dieser ruhig und erschuf dann eine Flamme in der rechten Hand auf die er eine ganze Weile einfach nur starrte.
„Vielleicht solltest du einfach mal versuchen nicht mit dem Kopf durch die Wand stürmen zu wollen und das ganze nach den Regeln angehen“, unterbrach Uriel ihn dabei.
„Ich wäre nicht Erzdämon geworden, wenn ich immer nach den Regeln gespielt und gelernt hätte. Außerdem bleibt mir keine Zeit. Wenn ich wieder auf den Erzengel treffe muss ich bereit sein. Ich muss dringend stärker werden und diesen Engel vernichten, sie am besten alle vernichten“, antwortete Cain darauf sehr zu Uriels Schock, denn immerhin war sie selbst ein Erzengel, wenngleich sie nicht mehr für den Herrn arbeitete. Sicherlich hatte Cain das aber längst nicht so gemeint, zumindest wollte Uriel das in dem Moment einfach glauben.
„Du wirkst irgendwie sehr gestresst, Cain. Ich denke du solltest einfach mal eine kleine Pause machen“, sagte sie dann und trat noch einen weiteren Schritt auf den Dämon zu.
„Ich hab keine Zeit für eine Pause, ich muss die Elementar-Form so schnell es geht erlernen“, antwortete der Dämon darauf, als plötzlich Ma´ik den Raum betrat.
„Die internen Sensoren meldeten eine Explosion“, begründete der Eldar schnell sein Eindringen und sah sich verwirrt die Übungen an, die Cain und Uriel aus führten um ihren Geist zu schärfen und irgendwann vielleicht einmal die Elementar-Form damit zu kontrollieren.

Es war die hoffentlich letzte Untersuchung für Natasha bevor sie wieder von der Krankenstation gehen durfte. Und das hatte sie dringend nötig, denn seit Tagen hatte sie weder Cain noch Benni zu Gesicht bekommen. Besonders bei Cain machte ihr das nicht gerade geringe Sorgen, denn noch nie zuvor hatte sie ihn so gesehen. Er hatte seit einer ganzen Weile niemanden mehr getötet und scheinbar ein Gewissen entwickelt und jetzt war da nur noch blanker Hass und der Wille zu Vernichten. Wahrscheinlich war Cain in seinem ganzen Leben noch nie so nah an der Existenz als Dämon, wie er es derzeitig war. Aber nun musste Natasha erst einmal die medizinische Inspektion überstehen. Und die schien sich beinahe ewig hinzu ziehen. Es erschien Natasha beinahe schon in Zeitlupe als der Eldar seinen Scanner auf und ab bewegte und auf die nötige Menge an Daten wartete.
„Ihre Verletzung scheint optisch völlig verheilt. Sie können jetzt gehen, Natasha Randall“, antwortete der Eldar dann und lediglich die Tatsache, dass sie immer noch nicht ganz darüber hinweg war, dass Kaldrius nicht mehr da war, hielt sie davon ab Freudensprünge zu machen. Aber sie hatte einen anderen Grund um direkt von der Krankenstation zu stürzen. Sie musste immerhin Cain sehen und wissen, sicher sein, dass er nicht zu einer Vernichtungsmaschine ausartete. Dazu stürmte sie direkt den Gang entlang und bog dann nach rechts in Richtung der Trainingsräume ab. Der Weg führte sie dabei einem langen Panorama-Fenster vorbei unter dem sich Benni platziert hatte und so klein wie möglich machte. Ein seltsames Bild was er hier so bot.
„Benni. Da steckst du die ganze Zeit“, rief Natasha aus.
„Natasha. Sie haben dich endlich gehn lassen“, antwortete Benni sichtbar erfreut darauf.
„Na ganz offensichtlich“, kommentierte Natasha fröhlich und sah sich Benni noch einmal verwirrt an. „Was tust du eigentlich hier?“, fragte sie dann.
„Das hier ist der einzige Ort an dem nicht ständig irgendein superbrutal starker, nanobotverstärkerter Supercyborg vorbei kommt, der mir mit einem Fingerschnipsen den Schädel zertrümmern und mich gegen die Wand klatschen kann“, antwortete Benni sichtbar ängstlich und sah sich nach links und rechts um.
„Weshalb sollte das einer von denen tun?“, fragte Natasha ihn weiterhin verwirrt und brachte Benni sichtbar zum Nachdenken. „Sie beschützen uns, warum sollten sie dir also den „Schädel zertrümmern“ wie du sagst?“, fügte sie dann noch an. „Also, du solltest dich nicht unwohl, sondern ganz besonders sicher fühlen“, sagte sie dann noch und Benni begann sich langsam aus seinem Versteck zu begeben.
„Und wohin willst du?“, fragte er sie dann.

Eine nicht geringe Zahl von Schiffen begleitete das Erzengel-Schiff auf seiner Reise zum Treffpunkt. Und obwohl einige der Schiffe bestimmt schneller waren als das der Erzengel, ließen sie es die Staffel anführen und hielten sich in der Formation. Michael hatte das Schiff längst verlassen und das ohne Metatron, der nun einfach wütend in seinem Quartier saß und aus dem Fenster auf die gewaltigen Schiffe starrte. Wieso musste Michael das alleine Regeln? Was hatte der Dämon mit ihm gemacht? Und was interessierte es Metatron überhaupt wie es Michael ging? Er ließ ihn gerade im Stich, in einem Moment in dem er ihn gebraucht hätte. Es war Metatrons Aufgabe den Dämon zu Tode zu foltern, genauso wie alle anderen seiner kleinen Begleiter und nicht die von Michael, der sie unbedingt am Leben lassen wollte. Plötzlich öffnete sich die Tür und Abbaddon trat ein, was Metatron sichtbar mehr als nur überraschte.
„Was hast du hier verloren?“, fragte er dennoch nicht unbedingt freundlich, wenn auch ruhig.
„Ich dachte ich sehe einmal nach einem alten Freund“, antwortete Abbaddon darauf.
„Wir sind keine Freunde.“
„Aber wir könnten es werden, jetzt wo deine Freundschaft mit Michael enden wird.“
„Lass mich in Ruhe und verschwinde aus meinem Quartier“, sagte Metatron nun sichtbar abschließend und deutete mit dem Finger auf die Tür.
„Schade. Ich mag dich Metatron. Du bist mir so ähnlich. Du hast keinen Respekt vor nichts und niemandem. Niemand der dir nicht eindeutig überlegen ist erteilt dir einen Befehl“, sagte Abbaddon daraufhin und trat sogar noch einige Schritte weiter ein.
„Ich hab gesagt verschwinde“, kommentierte nun Metatron etwas wütender.
„Michael hat dich im Stich gelassen und auch alle anderen in der Himmelsarmee. Wenn sie echte Freunde und Verbündete wären würden sie das verstehen und dich diesen Dämon einfach abschlachten lassen. Ich dagegen kann dich sehr gut verstehen. Ich würde es wahrscheinlich genauso machen wie du“, sprach Abbaddon einfach weiter.
„Was schlägst du also vor?“, fragte Metatron nun plötzlich viel interessierter und ruhiger.
„Wir sollten vielleicht einfach zu den Dämonen überlaufen. Unsere Lage ist mehr als kritisch und möglichweise finden wir sogar nur noch Ruinen vor wenn wir zurück kehren. Nein, die Engel werden wahrscheinlich untergehen. Und versuche es mal so zu sehen: Dort wären Wesen wie wir, Wesen mit unseren Fähigkeiten, die wären dort Herrscher… Erzteufel. Wir würden wahrscheinlich sofort aufsteigen und wir…“, antwortete Abbaddon bevor er in den Lauf von Metatrons Laserwaffe blickte, der lediglich etwas Zeit gebraucht hatte um sie hinter seinem Rücken zu materialisieren. „...andererseits können wir doch den Herrn nicht einfach verraten. Nein, das geht doch nicht. Unmöglich“, fügte der Erzengel daraufhin noch schnell an und wirkte dabei nicht gerade als fühlte er sich Metatron im Kampf gewachsen.
„Wir sind uns ganz und gar nicht ähnlich. Ich respektiere den Herrn und bin ihm treu, du respektierst wirklich niemanden. Ich werde dich im Auge behalten, Verräter. Und jetzt verschwinde, bevor ich Bauchschmerzen von deiner Kackfresse bekomme", fügte Metatron abschließend an, bevor Abbaddon schnell den Raum verließ. Erst dann senkte Metatron seine Laserwaffe.

Cain startete einen weiteren Versuch seine Elementar-Form zu erlernen, versuchte dabei aber erneut das was er niemals schaffen konnte, nämlich alle drei Schritte auf einmal. Erneut entfesselte der Dämon dabei eine nicht gerade geringe Explosion, die er dieses Mal jedoch in Grenzen halten konnte, indem er sie wie andere Flammen auch kontrollierte. Somit konnte er dieses Mal zumindest verhindern, dass Uriel in ihrem Training gestört wurde. Die versuchte gerade die zweite Stufe zu meistern, welche die Kontrolle und Erschaffung des Elements durch den Geist war. Dazu hatte sie sich scheinbar in einer Meditationspose platziert und schien sich völlig auf diese eine Sache zu konzentrieren. Und tatsächlich begann sich eine kleine Energiekugel direkt vor ihr zu bilden, wenngleich diese sich ebenfalls sehr schnell in Blitzen nach allen Seiten entlud.
„Verdammt!“, kommentierten sie ihre Situation absolut gleichzeitig bevor Uriel über die Situation zu lachen begann. Cain konnte sich jedoch nicht dafür begeistern und platzierte sich für einen weiteren Versuch.
„Naja, wenigstens hab ich schon Energie mit meinem Geist erschaffen“, fügte Uriel noch schnell an und schreckte den Dämon tatsächlich ein wenig auf.
„Du hast was?“, fragte er dann schockiert darüber wie langsam seine Fortschritte waren.
„Ich kann mein Element schon alleine mit meinem Geist erschaffen. Die zweite Stufe, jetzt muss ich es nur noch lernen beizubehalten und zu kontrollieren“, antwortete Uriel darauf. „Und wie weit bist du?“, fragte sie dann noch schnell.
„Ich scheitere hauptsächlich an der Selbstdematerialisation“, antwortete der Dämon.
„Ja, das ist ja auch das schwerste an dem Ganzen. Metatron hat mal gemeint um ohne einen solchen Körper überhaupt existieren zu können müsste man „über der molekularen Existenz stehen“, was auch immer das zu bedeuten hat“, antwortete Uriel darauf.
„Das hilft mir relativ wenig weiter“, kommentierte der Dämon. „Ich brauche eine genauere Anleitung als das“, fügte er dann noch an.
„Das ist wahrscheinlich die genaueste die es gibt. Vielleicht solltest du auch einfach aufhören alles auf einmal schaffen zu wollen“, antwortete Uriel. „Ehrgeiz ist zwar eine wichtige Eigenschaft eines Kriegers aber im Übermaß treibt sie die meisten irgendwann in den Ruin.“
„Ich habe nicht die Zeit eins nach dem anderen zu machen. Ich muss es sofort und jetzt können, ansonsten werde ich wieder mal zu schwach sein“, antwortete Cain lediglich darauf und verließ den Trainingsraum. Uriel reagierte verwirrt mit einem Schulterzucken und begab sich in die selbe Ausgangsstellung wie zuvor um einen weiteren Versuch zu starten, kurz bevor Natasha den Raum betrat und sie davon abhielt.
„Wo ist denn Cain? Ist er nicht hier?“, fragte sie direkt verwirrt.
„Den hast du gerade um ein paar Minuten verpasst, Kleine“, antwortete die Engelsdame darauf, wobei sie ja tatsächlich um einige Zentimeter größer war als Natasha.

Es waren nur noch wenige Tage Flugzeit bis der Kreuzer endlich das Sprungtor erreichen würde. Zwar hätte alles schneller gehen können, wenn sie die Beschleuniger-Routen genutzt hätten, aber diese wurden alle überwacht und würden lediglich dazu führen, dass sich erneut eine ganze Eldar-Flotte an sie hängen würde. Der Weg des Kreuzers führte zumindest an einem blau-grünen Gasriesen vorbei und von dort aus zu einem seiner Monde, der jedoch nur ein kahler Felsball ohne wirkliche Bedeutung war, außer dass er den Weg des Schiffes ein wenig weniger langweilig machte. Das wusste auch Ma´ik der sich nun wieder auf der Brücke befand und seine Offiziere bei der Arbeit überwachte. Er interessierte sich nicht für die Planeten oder wie sie aussahen. Lediglich dafür, dass sie möglichst alle überleben würden.
„Wie weit ist es noch?“, fragte Gor´shak, der gerade die Brücke betrat.
„Wir müssen noch an der Sonne des Systems vorbei und von dort aus durch ein Kristallfeld“, antwortete Ma´ik.
„Ein Kristallfeld?“, warf Gor´shak ein wenig überrascht ein. „Etwa wie ein Asteroidenfeld nur mit Kristallen?“, fragte er dann nach.
„Genau das ist es was ich gesagt habe“, antwortete Ma´ik analytisch und sachlich darauf.
„Können diese Kristalle unsere Sensoren schädigen oder stören?“, fragte Gor´shak dann weiter und schien den Eldar-General gerade auf einen Gedanken gebracht zu haben. Ohne sich jedoch etwas anmerken zu lassen bewegte sich der Eldar-General zur Sensoren-Anzeige und betrachtete sie sich sehr genau um seine Theorie zu überprüfen.
„Tatsächlich. Tar´wik verfolgt uns auf einem Abfangkurs, bei dem er uns genau in dem Kristallfeld antreffen wird“, stellte Ma´ik dann ohne ein Zeichen einer Emotion fest und begab sich wieder auf seinen Platz.
„Was ist? Sollten wir nicht besser den Kurs ändern?“, fragte Gor´shak daraufhin und schien erneut recht verwirrt von der Reaktion des Eldars zu sein.
„Es ist der einzige Weg und der schnellste, wenn wir zum Rat der Community wollen. Wir haben keine andere Wahl und müssen uns Tar´wik stellen oder zumindest versuchen von ihm unbemerkt durch dieses Kristallfeld zu kommen. Wir haben immerhin möglicher Weise einen großen Vorteil. Er wird nicht wissen, dass wir von ihm wissen. Das heißt wir haben den einen Überraschungsmoment, und das während er selbst an nimmt diesen zu haben“, stellte Ma ´ik dann noch abschließend fest, während sich das Schiff weiter durch den freien Raum bewegte.

Die Eldar waren möglicherweise die mächtigste Spezies in der Community, aber sie hatten bestimmt keine Ahnung von der Gestaltung eines Quartiers. Es war lediglich praktisch ausgelegt und konnte beliebige Lebensumstände schaffen für jede Spezies und jeden Rassenmischling. Dafür waren die Wände völlig weiß und leuchteten an den Rändern blau, eben wie der Kreuzer auch in den Gängen, auf der Brücke und von außen aussah. Das Bett war für Bennis Geschmack viel zu hart und das einzige Fenster des viel zu kleinen Raumes leider auch viel zu klein geraten um wirklich einen guten Ausblick zu haben. Und das war das einzige womit man sich in diesem Kasten beschäftigen konnte, wenn man kein supermächtiger Ultra-Krieger einer längst vergessenen Mythologie war wie Cain oder Uriel. Wieso konnte er nicht solche Dinge tun, wie Flammen oder Blitze erschaffen? Und was würde ihm das überhaupt bringen? Er konnte ja nicht mal mit einem Gewehr umgehen. Wie sollte er dann mit Feuer oder Blitzen umgehen? Wahrscheinlich würde er sich gleich als ersten seinen Hintern in Brand setzen, bei seinem Glück. Plötzlich riss ihn die Türklingel aus den Gedanken. Verwirrt begann er in die Richtung zu starren, als Natasha eintrat.
„Benni. Ich hab das Gefühl, Cain geht mir aus dem Weg“, sagte sie direkt.
„Was?“, fragte Beni noch verwirrter dagegen. „Das ist wahrscheinlich weil er... Ach, was weiß ich was in dem seinem Hirn vor geht“, fügte Benni dann noch viel verwirrter an. „Ich wünschte ich könnte dir mehr dazu sagen“, kommentierte er seine letzte Aussage dann etwas deprimiert.
„Ich hab Cain jetzt fünf Mal versucht im Trainingsraum zu besuchen, aber er ist immer schon wieder weg wenn ich ankomme“, sprach Natasha erklärend weiter. „Ich meine das ist doch sogar für Cain seltsam. Er geht nie irgendwem aus dem Weg, besonders nicht mir. Nicht mal als er mein Schiff damals zerstört hatte ist er mir danach aus dem Weg gegangen“, fügte sie dann noch an und stellte schockiert fest, dass sie sich gerade selbst die Antwort gegeben hatte. „Das ist es. Er fühlt sich schuldig für das was mit Kaldrius passiert ist. Das hat er mir noch gesagt. Aber ich dachte nicht, dass er mir deshalb aus dem Weg gehen würde“, kommentierte sie dann immer noch schockiert.
„Du meinst wirklich, dass er, ein Dämon mit so viel Macht, dass er Schiffe zerstören kann indem er sie packt und zerquetscht, dir nicht mehr gegenübertreten kann, weil er sich schuldig am Tod von Kaldrius fühlt?“, fragte Benni sicht- und hörbar skeptisch.
„Was soll ich denn jetzt machen, Benni? Cain macht das was alle Dämonen machen! Er nimmt Rache dafür!“, rief Natasha dann verzweifelt aus und schien Benni nicht einmal zugehört zu haben, was auch nicht sehr schlimm war, denn ihre Einstellung hätte es ohnehin nicht beeinflusst.
„Ich weiß es auch nicht. Ich bin nicht Kaldrius, ich hab nicht auf alle Probleme eine Antwort. Tut mir leid“, antwortete Benni sichtbar immer deprimierter darauf, da er sich gerade darüber klar wurde, dass er nicht einmal die Fähigkeiten hatte um Natasha in dieser Situation helfen zu können und so ziemlich nutzlos war.
„Ich wünschte er wäre jetzt hier um uns allen einen guten Rat zu geben“, kommentierte diese daraufhin und wirkte nun zwar ruhiger, aber auch ein wenig bedrückter und platzierte sich auf einem Sitzplatz neben Benni. „Kaldrius wusste immer genau, was er wann zu wem sagen musste um ihn aufzubauen, oder sein Problem zu lösen“, fügte sie dann noch an.
„Und Kaldrius war stark. Er konnte sogar einzelnen Eldar-Kriegern entkommen“, fügte nun Benni noch an und seufzte einmal tief. „Wenn du Cain sehen willst, dann solltest du ihn sehen. Irgendwann wirst du´s bestimmt schaffen ihm über den Weg zu laufen. Das Schiff ist sicherlich auch nicht unendlich groß. Er steht auch gerne mal im Hangar rum starrt auf diesen Mech, den er steuert“, sagte er dann etwas erleichterter und auch Natasha schien der Kommentar sichtbar die Laune zu verbessern.
„Danke Benni. Ich wird´s einfach weiter versuchen“, sagte sie dann und umarmte den sehr überraschten Terraner, bevor sie die Tür raus ging.
„Ich hab doch gar nix gemacht, nur einen Vorschlag“, kommentierte Beni immer noch ein wenig verwirrt, aber auch sichtbar erfreut und mit rot angelaufenem Gesicht.

Der Tigerfist hatte ein gewaltiges Tempo aufgenommen nachdem er das Erzengel-Schiff verlassen hatte. Zum einen weil Michael es schnell verlassen wollte um die anderen Engel nicht mehr ertragen zu müssen und zum anderen, weil er den Dämon schnell finden und sich ihm noch einmal stellen musste, ihm zumindest die Gelegenheit einer Rache in einem ehrenvollen Duell zu geben. Diese verdammten Engel und ihre Gleichgültigkeit und ihr mangelnder Respekt vor allem und jedem stießen Michael einfach mittlerweile ab. Besonders Abbaddon, der scheinbar selbst nie zu wissen schien was er jetzt gerade dachte und Raphael, den lediglich seine eigene äußere Erscheinung interessierte. Es war einfach abstoßend. Und da war dieses erschreckend quälende Gefühl in dem Erzengel, die Reue die er empfand für das Töten eines unschuldigen Wesens, das nichts getan hatte um eine solche Reaktion des Engels zu provozieren. Wieso nur hatte er das getan? Und wie konnte er sich überhaupt erdreisten sich so sehr an sein Leben zu klammern wie er es gerade tat? Er musste schnell den Dämon finden und das hatte er wohl gerade. Er hatte den Kurs des Dämonen-Mechs weiter verfolgt und nach Schiffen in der Nähe gesucht. Dabei fand er tatsächlich einen der Kreuzer der selben Bauart wie ihn die anderen Dimensionsbewohner in der Schlacht verwendet hatten. Außerdem strahlte er eine nicht gerade kleine Menge magischer Energie aus, wie sie nur von einem Dämon oder einem Engel stammen konnte. Ein wenig erleichtert beschleunigte der Erzengel seine Maschine noch mehr und war sichtbar nur noch als Strahl wahrzunehmen, weshalb er das Schiff auch bald erreichen würde. Er hoffte nur, dass sich der Dämon ihm tatsächlich in einem Duell stellen würde. Aber Michael hatte Hoffnung, das der Dämon seine Geste der Ehre verstehen würde. Mittlerweile konnte er Uriel tatsächlich verstehen, auch wenn sie dafür seinen Schüler, der für ihn fast wie sein Sohn gewesen war, verlassen hatte. Aber die Chance sich dieser Gruppierung anzuschließen war ihm nun verwehrt, nachdem er das getan hatte, das wusste der Erzengel und das fühlte er in seinem Inneren, während er sich dem Schiff und diesem einen Kampf gegen den möglicherweise mächtigsten aller Erzdämonen näherte.

Sichtbar wütend und mittlerweile an der Aufgabe am verzweifeln startete Cain einen neuen Versuch und erschuf Flammen um sich herum. Es konnte doch nicht möglich sein, dass er so sehr an seinem armseeligen, kleinen Leben hing, wie er es gerade tat. Um die Elementar-Form zu meistern musste der Dämon sein Leben los lassen und eine Selbstdematerialisierung wagen. Und das konnte er im Moment einfach nicht. Wer sollte denn den Erzengel vernichten und die anderen beschützen, wenn er dabei scheiterte? Und somit brach er seinen Versuch erneut ab, dieses Mal bevor er eine Explosion entfachen konnte. Es musste einen anderen Weg geben. "Um ohne einen Körper existieren zu können, muss man über der molekularen Existenz stehen." Was zum Teufel, bedeutete dieser Satz? Und während der Dämon immer wütender darüber nach dachte, startete Uriel überhaupt einen ersten Versuch und tatsächlich nahm die Energie recht bald die selbe Form an, die auch ihre entfesselte Form hatte. Es war vollkommen klar, dass sie die Elementar-Form gerade erreicht hatte und das sogar noch lange bevor Cain sie überhaupt in Ansätzen hätte erreichen können.
„Ich hab´s geschafft!“, rief die Engelsdame erstaunlich froh für ihre Zwecke aus, während sie die Form wieder zusammen brechen ließ und sie ihre normale versiegelte Form annahm. Cain starrte jedoch weiterhin einfach nur auf eine Flamme, die er in seiner Hand erschaffen hatte und aufrecht erhielt. Er musste heraus finden, was diese Worte bedeuteten und zwar unbedingt, bevor der Erzengel ihm noch einmal begegnen würde.
„Ich muss stärker werden“, sagte er dann so ruhig wie er immer war und ballte die Hand zu einer Faust, wobei er die Flamme darin zerstörte. Dann startete er einen weiteren Versuch, wobei er noch mehr Flammen einsetzte als zuvor und eine noch gewaltigere Explosion entfachte. Dieses Mal reagierte jedoch Uriel und dämmte die Schäden mit einem Energiefeld ein, dass sie schnell erschaffen hatte.
„Verdammt!“, rief der Dämon aus und trat einmal mit dem Fuß gegen einen holographischen Stein und zertrümmerte ihn mit seiner Kraft.
„Cain, du solltest vielleicht wirklich…“, versuchte Uriel den Dämon noch anzusprechen als ein Feindalarm aktiviert wurde und sie alle beide aufschreckte.
„Der Erzengel. er ist hier“, kommentierte Cain direkt, wobei er es nur erahnen konnte. Dennoch war da dieses Gefühl, dass ihn nicht mehr los ließ, dass Michael ihn gefunden hatte. Das aller schlimmste dabei war jedoch dass er noch nicht bereit war.

Langsam segelte der Tigerfist von Michael an dem Kreuzer der Eldar vorbei und glich seine Geschwindigkeit der des Schiffes an, als er sich genau vor der Brücke befand. Es schien beinahe so, als wollte er sich lediglich bemerkbar machen und nicht einmal die Flugbahn des Kreuzers wirklich stören.
„Wir sollten schnell die Schilde aktivieren und die Wisps starten!“, rief Gor´shak sichtbar eingeschüchtert aus, während Ma´ik näher zum Hauptbildschirm trat.
„Nein. Wenn er uns etwas tun wollte, dann hätte er das längst getan“, antwortete der Eldar-General dann ruhig und feststellend, bevor der Erzengel auf dem Hauptbildschirm über das Kommunikations-System erschien.
„Schiff der Dimensionsbewohner. Ich weiß, dass sich der Dämon bei euch an Bord befindet. Ebenso der Erzengel Uriel“, begann dieser dann direkt zu sprechen.
„Was verlangst du also?“, fragte Ma´ik schnell dagegen, bevor Gor´shak etwas dazwischen rufen konnte.
„Ich verlange, dass sich der Erzdämon Cain einem Duell mit mir stellt. Hier und jetzt. Dann werde ich diesem Schiff erlauben seinen Weg fortzusetzen“, antwortete Michael darauf, genau in dem Moment in dem auch Cain die Brücke betrat, dicht gefolgt von Uriel, die versucht hatte ihn aufzuhalten.
„Du glaubst, dass du bereit bist um mich heraus zu fordern, Erzengel?“, fragte der Dämon dann direkt und das sehr ruhig, wenngleich mit wenig Respekt und schockierte Uriel sehr, denn nun wirkte er tatsächlich zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder wie alle anderen Dämonen.
„Ich erwarte dich kampfbereit in deinem Legion auf dem Dach dieses Schiffes. Nur wir beide und niemand sonst. Halte dich daran und erscheine“, antwortete Michael lediglich darauf, denn er konnte den mangelnden Respekt des Dämon ihm gegenüber sichtbar verstehen. Danach beendete er die Verbindung und steuerte seinen Tigerfist auf das Dach des Eldar-Schiffes. Uriels Hauptsorge galt jedoch Cain, der weiterhin sehr wütend seine Faust ballte und sich dann auf den Weg zum Hangar machte.
„Cain! Michael ist keine schlechte Person! CAIN!“, rief Uriel ihm noch nach, aber der Dämon ignorierte sie einfach und verließ mit schnellen Schritten die Brücke.

Der Feindalarm blieb weiterhin aufrecht erhalten, ebenso die Order, die Gefechtsstationen nicht zu verlassen. Das alles verwirrte Natasha sehr, während sie weiterhin versuchte Cain in den endlosen Gängen dieses Eldar-Kreuzers über den Weg zu laufen. Plötzlich flog der Engels-Mech an einem der Fenster vorbei, so dass Natasha ihn ganz deutlich sehen konnte. Deshalb also der Alarm und wenn es sich um einen solchen Mech handelte, dann würde Cain wahrscheinlich in den Hangar gehen um ihn mit seinem Legion aufzuhalten. Sie musste ihn schnell aufhalten, bevor er zur Vernichtungsmaschine wurde, denn irgendwie fühlte sie, dass dieser Engel genau der war, der die Schuld am Tod von Kaldrius trug. Sie musste Cain schnell erreichen und das bevor er startete und ihm sagen, dass es nicht durch seine Schwäche so weit gekommen war. Hoffentlich war er noch nicht weg, wenn sie ankam, dachte die Terranerin sich noch, während sie aus einem Lift stürmte und weiter an unzähligen Eldar-Kriegern vorbei raste um den Hangar schlussendlich zu erreichen. Und tatsächlich sollte sich der Legion genau dort wieder finden, allerdings fand Natasha den Dämon nirgendwo. Er musste aber noch da sein, sonst wäre auch der Mech schon weg, zumindest hoffte Natasha das. Und tatsächlich betrat der Dämon etwa 30 Sekunden nach ihr den Hangarraum und stürmte direkt in die Richtung seines Mechs, Natasha völlig ignorierend.
„CAIN!“, schrie diese ihn plötzlich an, sehr zu dessen erstaunen.
„Was willst du?“, fragte er dann ruhig und nur wenig emotional.
„Ich will wissen, was du da vor hast!“
„Ich nehme Rache an dem Erzengel in einem Duell. Erst wenn ich ihn getötet habe, habe ich meine Stärke bewiesen.“
„Deine Stärke beweisen? Niemand hat je an deiner Stärke gezweifelt! Cain! Es war nicht deine Schuld, was mit Kaldrius passiert ist! Verstehst du mich überhaupt?“
„Ja, aber ich teile deine Meinung nicht. Ich hätte mehr als eine Gelegenheit gehabt den Erzengel im Kampf zu töten, aber ich ließ ihn Leben.“
„Und das war gut so. Dieser Erzengel scheint keine schlechte Seele zu sein, wenn er allein gekommen ist und uns immer noch nichts getan hat! Du musst ihn nicht töten! VERDAMMT! DAS WÄRE SO UNNÖTIG!“, schrie Natasha den Dämon plötzlich wütend an und brach schon in Verzweiflungstränen aus, während Cain weiter zu seinem Mech ging und nicht einmal wirkte, als würden ihre Worte bis zu ihm durch kommen.
„Wieso verteidigst du den Mörder von Kaldrius? Er hat den Tod verdient und genau das wird es sein, was ich diesem Engel geben werde. Über alles andere reden wir, wenn das erledigt ist“, antwortete Cain dann darauf und wirkte erneut nur noch schockierend wenig emotional, ähnlich wie damals als Natasha ihn getroffen hatte, bevor er in den Mech stieg und Natasha alleine und unter Tränen im Hangar zurück ließ, während er die Triebwerke aktivierte und die Transformation einleitete direkt nachdem er den Hangar verlassen hatte.

Mit hoher Geschwindigkeit steuerte Cain den Legion auf das Dach des Eldar-Kreuzers, nachdem er 12 der Drohnen ausgesandt hatte um die Elementar-Flügel zu bilden. Eine vierfache Mechhöhe vom Tigerfist entfernt, entschied Cain sich den Legion abzustellen. Er wusste genau, dass er Michael nicht direkt angreifen konnte, es würde Natasha und alle anderen die er zu beschützen hatte in Gefahr bringen. Das wusste auch der Erzengel und wahrscheinlich hatte er deshalb genau diesen Treffpunkt gewählt. Cain hasste es dem Mörder von Kaldrius so machtlos gegenüber zu stehen zumal der Dämon immer noch nicht wusste, wie er überhaupt gegen die Elementar-Form des eigentlichen Erzengels ankommen konnte. Aber das war ihm egal, der Hass würde ihm schon einen Weg aufzeigen und wenn es sein Schicksal sein sollte Rache zu nehmen, dann würde er das auch bestimmt erreichen. Wortlos standen sich beide gegenüber und schienen auf einen ersten Zug des anderen zu warten um darauf reagieren zu können.
„Ich weiß nicht weshalb ich das getan habe, Dämon. Ich habe noch niemals zuvor einen Unschuldigen getötet. Ich wollte in diesem Moment unbedingt, dass du besiegt wirst und dass ein unreines, dämonisches Wesen wie du einfach keine Schäden mehr anrichten kann. Und ich habe dabei übersehen, dass ich damit selbst zu einem unreinen, dämonischen Wesen wurde, unwürdig um...“, begann Michael dann nach einiger Zeit zu reden.
„Erspar mir deine Ausreden und Entschuldigungen, du hochnäsiges Stück Geflügel. Alles was jetzt noch zählt ist der Kampf und dein Tod“, unterbrach Cain ihn dann zwar ruhig, aber sicht- und hörbar wütend, während er den rechten Arm des Legions bereits auf den Tigerfist ausrichtete, jederzeit bereit für einen Angriff.
„Dies ist eine wunderschöne Dimension, nicht wahr? Eine der wenigen, die noch unberührt geblieben sind, von den Streitkräften der Hölle und des Himmels“, sprach der Erzengel dann nach einer kurzen Pause weiter. „Ich hoffe wenn ich falle wirst du gut auf sie achten Erzdämon Cain, falls es wirklich wahr ist und du Lucifer längst nicht mehr dienst“, fügte er dann noch schnell an und aktivierte einen Umkehrschub, der ihn und seinen Tigerfist abbremste, während der Eldar-Kreuzer seinen Flug ungehindert fortsetzte. Cain reagierte direkt und tat das Selbe, so dass sich der Abstand beider Mechs noch nicht einmal dabei veränderte. „Ich übergebe dir den ersten Schlag, Erzdämon Cain. Du entscheidest, wann unser Duell begingen soll“, sprach der Erzengel während dessen.
„Wieso? Soll das etwa eine Falle sein, Erzengel Michael?“, fragte Cain ruhig und mit einem gewissen Sarkasmus entgegen.
„Falls du mir nicht vertraust, können wir auch gerne in dieser Position verharren bis zum jüngsten Tage“, antwortete Michael genauso ruhig dagegen, während sich der Kreuzer hinter ihm langsam entfernte und weiter flog. Cain wusste, dass er mit jedem Angriff den er jetzt durchführte diesen Kreuzer gefährdete, außer er wartete bis der weit genug entfernt war. Möglichweise war auch dies der Grund, weshalb der Erzengel dem Dämon die Wahl über den Startzeitpunkt überließ. Deshalb und weil er sich sicher war, dem ersten Schlag problemlos entkommen zu können. Aber irgendwie glaubte Cain einfach nicht an einen plötzlich Einbruch von Ehrgefühl bei Michael. Irgendeine weitere Falle musste dahinter stecken, dessen war der Erzdämon sich sicher.

Große Unruhe herrschte weiterhin auf der Brücke des Kreuzers und obwohl man langsam aber sicher aus der direkten Feuerreichweite der Mechs verschwand, löste Ma´ik den Gefechtsalarm nicht auf. Er schien bereits mehr zu wissen als alle anderen auch wenn er sein Wissen nicht mit ihnen teilte.
„Wir sollten umdrehen und Cain in seinem Kampf unterstützen“, warf Uriel dann ein.
„Ja, genau“, stimmte Gor´shak schnell zu.
„Nein. Gerade du solltest wissen, dass dies eine Sache ist, die er alleine tun muss“, antwortete Ma´ik und sprach dabei Gor´shak explizit an.
„Wir sollten aber nicht zulassen, dass er Michael tötet. Michael ist nicht bösartig, wie es die anderen Erzengel sind, er hat ein Ehrgefühl. Und er hat uns am Leben gelassen als er uns vorhin hätte töten können“, warf Uriel dann noch dazwischen.
„Und wie sollten wir das anstellen? Welche Chance haben wir gegen einen Kämpfer, der es mit Cain aufnimmt? Nein. Entweder wird Cain zurück kehren oder der Engel. Wir haben ohnehin andere Probleme. Immerhin erreichen wir jeden Moment das Kristallfeld“, antwortete Ma´ik noch einmal darauf und deutete nach vorne, wo bereits das extrem farbenfrohe auf den ersten Blick sogar wie ein Nebel wirkende Kristallfeld zu erkennen war. Wie eine gewaltige farbenfrohe Wolke aus bunten Splittern aller Größen und Formen zog es sich durch den Raum, wobei sich im Inneren ganze Brocken aus mehr oder weniger spitzen Kristallen befinden mussten.
„Die Sensoren werden da drinnen nur sehr eingeschränkt arbeiten“, kommentierte einer der Brückenoffiziere von unterhalb.
„Irgendwelche feindlichen Schiffe in der Nähe?“, fragte der General daraufhin.
„Nein, Sir. Nicht die geringsten. Allerdings ist zu vermuten, dass eventuelle Feinde von der anderen Seite des Feldes versuchen werden uns abzufangen“, antwortete ein anderer Brückenoffizier, während das gewaltige Gebilde, dass schon absurd durch seine bunten Farben und Lichtreflektionen wirkte, immer näher zu kommen schien.
„Also fliegen wir zum Rat der Community um ihn zu überzeugen, so wie ich das sehe?“, fragte Gor´shak noch einmal nach, während das Schiff langsam in die Splitterwolke einflog.

Ein großes Durcheinander herrschte im Hangarbereich des Eldar-Kreuzers. Material wurde von einer Seite auf die andere gebracht und Eldar-Krieger liefen erstaunlich geordnet durcheinander. In mitten alle dessen befand sich Natasha, die immer noch an der selben Stelle stand, an der Cain sie zurück gelassen hatte und weinte. Sie fühlte, dass sie versagt hatte. Sie fühlte, dass sie ihn hätte aufhalten müssen, aber wie hätte sie das auch anstellen sollen? Sie war nur eine einfache Terranerin ohne besondere Fähigkeiten.
„Natasha! Was machst du noch hier? Es ist Gefechtsalarm!“, rief Benni noch schnell aus als er den Hangar betreten hatte, bevor er sie am Arm packte und versuchte hinter sich her zu ziehen.
„Er hat uns nichts getan als er hätte können. Er wollte sich uns anschließen und Cain wird ihn töten“, murmelte sie dabei, während Benni sie durch das gewaltige Tor zog.
„Los komm schon. Wir fliegen durch das Kristallfeld“, sprach Benni sie dann nochmal an. „Wenn wir angegriffen werden, dann wahrscheinlich dort drinnen“, fügte er dann noch schnell hinzu.
„Verdammt Benni! Begreif es doch! Das alles ist völlig egal, wenn Cain erst völlig die Kontrolle über seinen Hass verliert. Er wird zu einer Vernichtungsmaschine werden, wer weiß wann er erst wieder aufhört!“, antwortete Natasha dann plötzlich sehr panisch.
„Wir können ohnehin nichts machen. Wir sind nur Terraner. Alles was wir tun können ist auf die Brücke gehen und zusehen“, antwortete wiederrum Benni, bevor er Natasha wieder hinter sich her zog. „Na los, komm schon!“, sagte er dabei noch und trat durch die Türen eines Lifts.

Cain verharrte weiter in der Position in der er schon zuvor war. Zum einen weil ihm der Abstand zum Kreuzer längst noch nicht groß genug war und zum anderen, weil er sich einfach nicht mit der Idee anfreunden konnte den ersten Schlag gegen den Erzengel zu führen. Er hatte Michael als genialen Taktiker kennen gelernt und eine solche Falle würde zu ihm mehr als gut passen. Da stand er nun vor dem Mörder von Kaldrius, jederzeit in der Lage Rache zu nehmen und eine einfache Falle, eine Drohung, ein Bluff hielt ihn davon ab. Michael schien ihn nicht zu hetzen, er schien ihn nicht einmal weiter mit sinnlosen Worten zu belästigen, er wartete einfach auf Cains ersten Angriff, wenngleich er sicher verwundert darüber war, wie viel Zeit der Dämon sich dabei ließ. Cain fühlte sich förmlich verhöhnt von dem Erzengel, der da regungslos vor ihm stand und wahrscheinlich einen typischen Standard-Angriff erwartete. Cain würde ihm jedoch etwas liefern, was er nicht erwarten würde. Er würde bezahlen für den Mord an Kaldrius, dachte Cain sich abschließend noch, bevor er die Elementar-Flügel zusammen brechen ließ und die 12 für diese Flügel nötigen Drohnen, zusammen mit den übrigen 36 um den Legion formierte, dematerialisierte und die Rüstung zur Elementar-Kontrolle um seinen Mech erschuf und das alles innerhalb von weniger als zwei Sekunden. Danach stürmte er direkt mit vollem Schub vor, wobei er einen Faustschlag auf den Tigerfist ausführte und seine Hand dabei mit einer Feueraura umgab. Dieser wich jedoch schnell nach hinten materialisierte zwei Kreuzförmige goldene Schwerter, mit denen er zwei Energie-Klingen des Legions abfing.
„Mir scheint unser Duell hat begonnen“, kommentierte Michael die Situation und löste sich aus dem Kräftemessen um dann vier größere Energie-Disken auf den Legion abzufeuern, der sie mit den Klingen zur Seite wegschlug und dann einen Flammen-Strahl aus seinen Handflächen auf den Tigerfist abgab.
„Du wirst für den Mord an dem Toth bezahlen!“, rief er dabei aus, bevor der Tigerfist mit Hilfe seiner Triebwerke zur Seite wich, während der Strahl an ihm vorbei fegte und Energie-Schilde aufbaute um die Chaos-Projektile abzublocken. Diese Möglichkeit nutzte Cain um mit zwei Chaos-Energie-Klingen zuschlagen zu können, traf aber nur auf die Schwerter des Tigerfists. „ICH WERDE DICH TÖTEN! VERNICHTEN!“, schrie er dann noch wütender aus, während er die Chaos-Energie seiner Klingen zu einer Art Flüssigzustand umformte und plötzlich durch das goldene Schwert von Michael sägte, sehr zu dessen Schock. Dennoch genügten seine Reflexe um mit dem Rückwärts-Schub einem weiteren Klingen-Schlag des Legions zu entkommen.

Es war längst unmöglich geworden weiter als eine Schiffslänge zu sehen in diesem Nebel aus kleinen Kristallsplittern. Jetzt mussten sich die Eldar völlig auf ihren Orientierungssinn verlassen und ein wenig auf die Sensorenanzeige, die frühzeitig vor Kollisionen mit Kristallen in Schiffsgröße warnen sollten. Mehrmals trafen kleine Splitter gegen das Schiff, allerdings hielten die Schilde sie von der Hülle ab. Und es war genau dieser Moment in dem Benni und Natasha auf die Brücke dazu gestoßen kamen. Keine Sekunde darauf reagierte auch schon das Frühwarnsystem und ermöglichte es dem Schiff nach rechts an einem mehrere Kilometer großen Brocken eines roten Kristalls in einem Bogen vorbei zu fliegen, bevor man einem blauen nach unten entkam und sich durch einen weiteren blauen, gerade einmal kreuzergroßen und einen ebenfalls mehrere Kilometer Radius umfassenden gelben Kristall hindurch raste, bevor die Rotation einen ungünstigen Punkt erreichen konnte, an dem die Öffnung geschlossen war. Und noch schockierender stellte sich die Tatsache dar, dass dies wahrscheinlich gerade einmal der Anfang des Feldes gewesen war.
„Wie lange noch?“, fragte Gor´shak, der sichtbar nervöser wirkte als sonst.
„Wir haben gerade einmal ein Viertel des Feldes hinter uns gelassen“, antwortete einer der Brückenoffiziere, während das Schiff durch die gigantischen Streben eines beinahe giftgrünen, mehrere hundert Kilometer umfassenden, sehr sternartig gebauten Kristalls hindurch steuerte.
„Wir dürfen unsere Wachsamkeit nicht verlieren“, stellte Uriel sachlich fest.
„Tar´wik muss irgendwo da draußen sein und nach uns suchen“, fügte Ma´ik der Situation noch schnell an, während das Schiff im Bogen nach oben, an einem großen, tiefroten, brockenförmigen Kristall in ähnlicher Größe steuerte, was eine eigenartige Flugsituation mit der oben vorbeiziehenden Oberfläche ergab, besonders für Natasha und Benni, die als Terraner generell Schwierigkeiten bei der Einstellung auf solch bunte Farben hatten.
„Sagt mal. Was ist denn eigentlich das da?“, stellte Natasha verwirrt fest und deutete auf schwarz-blauen, sehr eigenartigen Kristall, der tatsächlich sogar Ma´ik sehr stark verwirrte, ebenso Uriel und Gor´shak.

Nachdem Michael einen für ihn ausreichenden Abstand zu Cain und dem Legion gewonnen hatte jagte er ihm eine Reihe blauer, in sehr unvorhersehbaren Bögen fliegende Strahlen entgegen, die Cain dazu zwangen sich mit Chaos-Schilden zu schützen und dann einen Tritt ins Leere auszuführen. Dabei bildete sich am Fuß des Legions eine gewaltige Feuerwelle, die den Tigerfist von Michael nur deshalb verfehlte, weil er dieser mit Hilfe seiner Triebwerke nach recht-oben geflogen war und sich dann weiter nach hinten zurück zog. Dabei jagte er zwei blaue Feuerstrahlen auf den Legion und fing einen Eis-Diskus mit Flammenschilden ab.
„Du wirst mir nicht entkommen“, kommentierte Cain wütend, während er erneut eine gewaltige Flammenklinge an Arm seines Mechs erschuf und vertikal damit zuschlug. Michael verstand es allerdings schnell genug nach links zu weichen und einen Faustschlag auf den Legion auszuführen, den Cain mit der Hand abfing. „Und das wird dein klägliches Engelsleben auch nicht mehr retten können“, fügte der Erzdämon dann noch viel wütender hinzu, bevor er einen Fußtritt auf den Tigerfist ausführte den Mech aber um einige Längen verfehlte. Dieser erschuf nun seinerseits eine nicht gerade kleine Flammen-Klinge und versuchte den Legion damit horizontal zu zerteilen. Aber Cain verstand es den Schlag mit einer eigenen Flammenklinge aufzuhalten.
„Wenn das Schicksal meinen Tod zulässt, dann werde ich mich seinem Willen beugen“, antwortete Michael auf die Worte von Cain, während er weiter mühelos stand hielt. „Falls nicht, ist es wohl eher mein Schicksal dich in diesem Duell zu töten Dämon“, fügte er dann noch hinzu, bevor er eine weitere Flammenklinge erschuf und nun vertikal zuschlug.
„Das hier hat nichts mit Schicksal zu tun. Lediglich mit Kampfstärke“, antwortete wiederrum Cain und fing auch diese Flammenklinge mit einer eigenen ab. „Und das bedeutet, dass ICH DICH VERNICHTEN WERDE, ERZENGEL!“, schrie er dann noch, bevor er erschreckender Weise zeitgleich mit dem Erzengel seine hinteren Triebwerke einschaltete, so dass keiner der beiden in der Lage war den anderen weg zu schieben, wie es von ihnen beiden erwünscht war.
„ICH WÄRE MIR DA NICHT SO SICHER!!!“, schrie nun Michael zurück, bevor sie beide ihre Maschinen mit Auren ihrer Elemente umgaben, sich dann lösten und mit voller Beschleunigung nach oben stießen, wobei der Legion nur noch als roter, der Tigerfist nur noch als blauer Strahl wahrzunehmen waren. Gewaltige Schockwellen breiteten sich aus, als beide Strahlen und damit beide Mechs innerhalb von kaum weniger als drei Sekunden mehrere Male gegeneinander trafen, bevor sie sich in einer Spirale umeinander bewegten und sich dabei immer weiter voneinander entfernten.

Mehrere Stunden war der gigantische Dreadnought nun schon in den Kristallfeldern unterwegs und bereits mehrere Brocken hatten ihn dabei bereits verfehlt. Dennoch schien das bisher alles umsonst gewesen zu sein. Hatte Tar´wik etwa versagt? Oder waren sie noch irgendwo da draußen in den Kristallfeldern?
„Keine Objekte die nicht hinein gehören zu orten, Sir“, kommentierte einer der Brückenoffiziere, während der Dreadnought nur sehr knapp an der Oberseite von einer Strebe eines hellblauen, rotierenden Kristalls verfehlt wurde.
„Sie müssen aber irgendwo dort draußen sein“, antwortete Tar´wik nachdenklich und auch ein wenig besorgt, während er weiter in die bunten Splitter starrte.
„Sir, die Sensoren zeigen, dass sich die Kristalldichte mit zunehmender Feldtiefe erhöht. Wir sollten nicht viel tiefer rein fliegen. Wir gehören hier nicht hinein“, warf ein anderer Offizier schnell ein, sehr zu Tar´wiks sichtbarem Missfallen.
„Das ist es. Versuchen sie irgendein Material zu finden, dass sie hier nicht sehr oft auffinden und versuchen sie es zu verfolgen“, sagte der General dann aber lediglich.
„Sir, ich glaube, dass das gar nicht nötig ist!“, rief einer der Brückenoffiziere an der anderen Seite des Schiffes aus und lenkte die Aufmerksamkeit des Generals auf ein weiß-blaues Gebilde, dass tatsächlich sogar die passende Größe hatte um der Kreuzer sein zu können.
„Das sind sie!“, rief Tar´wik wütend aus. „Kampfsysteme aktivieren. Alle Wisps umgehend starten. Sofort eine volle Neutronen-Breitseite abfeuern!“, fügte er dann schnell an, während ein Alarm ausgegeben wurde und die Aktivität auf dem gesamten Dreadnought sich zu erhöhen begann und das erstaunlicher Weise ohne dass auch nur das geringste Chaos ausbrach.

Eine Weile sorgte der schwarze Kristall für Verwirrung bei allen Anwesenden. Zum Glück war er Natasha aufgefallen, das wurde allen sehr bald klar, als der Kristall plötzlich mit einer nicht gerade geringen Menge an Neutronen-Strahlen aus seiner Seite feuerte. Dabei krachte zunächst einer der Strahlen in einen violetten, spitzen Kristall und sprengte eine Strebe davon heraus, bevor überhaupt der erste Strahl in die Schilde des Kreuzers schlug und ihn durchschüttelte, aber keinen Schaden hinterließ. Außerdem gelang es dem Steuermann nur mit Mühe der kreuzergroßen Kristallstrebe auszuweichen, weshalb der Kreuzer auch nicht mehr als einen Meter Abstand dazu hatte, als er vorbei raste.
„Das ist kein Kristall, das ist Tar´wiks Dreadnought“, stellte Ma´ik mit seiner üblichen Ruhe und geringen Emotionalität fest, während einer der dünnen roten Strahlen über das Schiff hinweg fegte.
„Ach was, hab ich gar nicht bemerkt!“, antwortete Gor´shak mit einem gewissen Sarkasmus, während der Kreuzer sich hinter einen roten, brockenartigen Kristall begab und ihn als Deckung für vier rote Photonen-Projektile benutzte, die nun stattdessen den Kristall sprengten.
„Sofort die Wisps starten und in Defensiv-Stellung bringen. Kurs 45.56.9 bei voller Gravitonen-Breitseite!“, befahl Ma´ik, während das Schiff zunächst nach oben zog und von einem Tachyon-Projektil verfehlt wurde und dann in einem seitlichen Bogen nach unten, genau zwischen zwei brockenförmigen Kristallen hindurch, jagte. Noch während dieses Manövers feuerte das Schiff unzählige Gravitonen-Projektile aus seiner Seite, bevor es in seinem Versteck verschwand und das kurz bevor der Dreadnought sich über der Öffnung hatte platzieren können. Die Gravitionen-Projektile hinterließen derweilen keinen sichtbaren Schaden an dem Schiff, da sie lediglich auf dessen Schilde trafen.
„Du willst also wirklich gegen diesen überdimensionalen Super-Schlachtkreuzer kämpfen?“, stellte Gor´shak verwirrt fest. „Hast du etwa deinen Verstand verloren, Ma´ik?“, fügte er dann noch wütend und mit einem gewissen Sarkasmus an.
„Wir haben keine andere Wahl. Wir werden ihm kaum mehr entkommen können, jetzt wo er uns gefunden hat“, antwortete Ma´ik noch, während der Kreuzer sich durch weitere kristalline Felsen manövrierte. Zeitgleich aktivierte der Dreadnought alle seine unteren Waffen und jagte sie dem Kreuzer nach. Ein gigantisches Inferno aus Explosionen entlud sich als die unzähligen Partikel-Projektile, Strahlen und Raketen in die Kristalle einschlugen und sie langsam zerbröselten.

Erst als Cain einen ausreichend Abstand zum Tigerfist gewonnen hatte, bewegte er seine Maschine in einer eckenförmigen Flugbahn nach rechts und dann nach unten als Michaels Tigerfist ihm folgte. Dabei führte ihn sein Weg in die direkte Nähe eines gigantischen Planeten, dessen gesamte Atmosphäre eine ätzende Wirkung auf die meisten Materialien hatte. Die Oberfläche schien mehr eine rote Farbe zu haben, wobei die Atmosphäre an den Rändern violett schimmerte. Ganze acht Monde schienen den Planeten zudem zu umkreisen, wobei keiner davon es über den Status eines kahlen Felsballs hinaus brachte. Das alles interessierte Cain jedoch nur sehr wenig, als er an dem ersten Mond vorbei raste. Dabei war Michael jedoch an der anderen Seite des Himmelskörpers vorbei geflogen und nun wieder auf der gleichen Länge mit Cain. Der verstand es jedoch erneut sehr gut, dem Erzengel durch ein spiralförmiges Ausweichmanöver nach oben zu entkommen, dass Michael imitierte, bevor sich die Strahlen noch einmal trennten. In bogenförmigen Flugbahnen krachten die beiden Strahlen und damit auch die beiden Mechs sechs Mal gegeneinander, bevor sie auf einen frontalen Kollisionskurs gingen. Gewaltige Schockwellen bildeten sich bei jedem Zusammentreffen, bevor sich die gesamte elementare Energie, die für die letzten Angriffe eingesetzt worden war in einer gigantischen Explosion verpuffte, als beide Strahlen zusammen trafen. Bisher hatte jedoch keiner der beiden Mechs auch nur den geringsten Schaden davon getragen, die Kollision hatte sie beide allerdings wie Gummibälle zurück geschleudert. Aber sie fingen sich recht schnell wieder mit ihren Triebwerken.
„Stirb endlich, DU VERDAMMTER BASTARD!!!“, schrie Cain daraufhin aus und schlug mit einer seiner gigantischen Chaos-Energieklingen zu, die Michael jedoch mit Schilden abfing.
„Nicht heute, Erzdämon Cain“, antwortete der Engel ruhig darauf, bevor er tatsächlich damit begann seinen Tigerfist erneut mit einer Kombination der blauen Flammen und der Energie, beider Elemente die dieser Mech kontrollierte, zu umhüllen, bevor sich diese Kombination zu dem formte, was bereits zu erwarten war, der Elementar-Form des Tigerfist.
„Du hast einen meiner Mitstreiter getötet und es besteht kein Zweifel daran, dass du sterben wirst“, kommentierte Cain, während auch er die Stacheln an der Rüstung seines Mechs abfeuerte und sie nutzte um seine Elementar-Form aufzubauen. „ICH WERDE DICH VERNICHTEN!“, schrie er dann erneut aus, bevor er mit extremer Geschwindigkeit auf Michael zustürmte und einen weiteren Faustschlag ausführte.

Gewaltige Feuerbälle rissen unzählige Kristalle hinter dem Kreuzer in Stücke und verteilten die Bruchstücke in die Umgebung, wo sie weitere Kristalle mit ihrem Aufprall zertrümmerten. Splitterstücke in beinahe allen Größen, Formen und Farben verteilten sich in die Umgebung, während der Kreuzer weiter seiner Richtung folgte und scheinbar einen recht geringen Schaden genommen hatte. Das lag aber nicht zuletzt daran, dass sich die Wisps vollständig um das verglichen kleine Schiff formiert hatten und es nun auch vor Kristallsplittern schützen konnten. Natasha und Benni hatten sich während des letzten Angriffs schon an die nächste Haltemöglichkeit gekrallt und versuchten lediglich die unzähligen Stöße auszugleichen und ihr Gleichgewicht nicht zu verlieren. Eine Aufgabe die kein Problem für die anderen darzustellen schien, aber sehr wohl für die beiden Terraner.
„Wir sind ja noch am Leben“, stellte Benni ein wenig verwirrt und überrascht fest, bevor plötzlich unzählige blitzartige Strahlen, wie sie üblicher Weise von den Wisps von Tar´wiks Dreadnought abgeben wurden, von beinahe allen Seiten auf sie einregneten, aber hauptsächlich die Kristalle in der Umgebung trafen.
„Das könnte sich schneller ändern als uns lieb ist“, fügte Gor´shak noch schnell an, bevor zwei weitere dünne rote Strahlen an dem Kreuzer vorbei fegten und stattdessen einen brockenförmigen, braunen Kristall und einen hellblauen, strebenartig gebauten in einer sehr schrägen Form, aber dennoch fein säuberlich zersägten und ein Energiestrahl in die Schilde direkt vor der Brücke einschlug.
„Verdammt, wir werden doch noch sterben!!!“, schrie Benni erneut auf und brach tatsächlich in Panik aus, während der Kreuzer eine weitere Wende ausführte und seinen Weg dabei an einem weiteren Kristall vorbei suchte, der in der Zwischenzeit von einer Ionen-Ladung zerstört wurde. Als das Schiff dem Dreadnought seine Seite zugewandt hatte, feuerte es eine weitere Reihe Gravitonen-Projektile ab und setzte mit den Tachyon-Kanonen mehrmals nach. Und obwohl mehrere dieser Projektile in die Schilde des Dreadnoughts schlugen schienen die Schäden sich auf ein zu geringes Maß zu kommen um relevant zu sein.
„Wir können ihn nicht einmal ankratzen“, stellte Uriel noch fest, bevor ein gewaltiger Sturm aus unzähligen Raketen auf den Eldar-Kreuzer los ging. Explosionen zerrissen weitere Kristalle in der Umgebung und überzogen das kleine Schiff, während die Schilde die Schäden möglichst gering halten sollten.

Es trug nicht gerade zur Verringerung von Cains Hass bei, als Michael seinen Faustschlag abfing und einen Fußtritt auf den Dämon ausführte, der diesen wiederrum mit dem anderen Arm abfing. Der Wechsel aus Schlägen und Tritten begann sich dabei immer weiter zu beschleunigen bis er die Geschwindigkeit von acht Schlägen pro Sekunde erreicht hatte. Dennoch zog Cain sich nicht zurück und versuchte mit der Geschwindigkeit seines Feindes weiterhin mit zu halten. Denn er wusste ganz genau, dass er ihn nur im Nahkampf besiegen konnte. Er wusste auch, dass dies genau Michaels Stärke war, allerdings waren dessen übrige Fähigkeiten lediglich zur Verwirrung und zum Zwingen in die Defensive gedacht, so dass Michael mit seinen Kampfkünsten auch zum Einsatz kommen konnte. Und dennoch, als die Marke von neun Schlägen pro Sekunde erreicht wurde, fiel es dem Dämon viel zu schwer überhaupt noch zu folgen, so dass er stattdessen lieber plötzlich überall vom Körper seiner Elementar-Form unzählige stachelartige Tentakel auf den Erzengel abgab, der jedoch plötzlich das Selbe tat. In der Hoffnung doch noch durchstoßen zu können, erweiterte der Dämon den Körper plötzlich sogar in alle Richtungen mit diesen Tentakeln und das alles innerhalb von kaum einer Sekunde, traf aber nur auf andere Tentakel, die Michael eingesetzt hatte. Wütend schreiend zog der Dämon sich daraufhin zurück und bildete aus der elementaren Energie um ihn herum einen weiteren nun weit über 200KM hohen Körper, wobei Michael es ihm gleich tat und auch den Faustschlag mit seiner eigenen abfing.
„Hass wird dir nicht dabei helfen mich zu vernichten, Erzdämon Cain“, sagte der Erzengel als er zwei klingenartige Gebilde, zu denen Cain seine Arme geformt hatte, abfing und einen Faustschlag direkt gegen den Kopf von Cains Elementar-Form ausführte. Tatsächlich landete der Engel einen Treffer und schleuderte den Dämon sogar fast bis zu einem der Monde, aber er fing sich rechtzeitig ab, bevor er das Gravitationsfeld des Mondes erreichte.
„Meinst du das wirklich Erzengel? Ich werde dich töten. Daran habe ich nicht den geringsten Zweifel“, antwortete er dann erstaunlich ruhig und jagte dem Erzengel einen Strahl aus allen seinen drei Elementen entgegen, der sein Ziel jedoch verfehlte und stattdessen in einen anderen Mond einschlug. Eine gigantische, halbkugelförmige Explosion überzog dessen Oberfläche sogar auf diese Entfernung sichtbar und riss einen gigantischen Krater in den Mond, während Cain die Arme des Erzengels packte und von dessen hoher Geschwindigkeit auf die Oberfläche des anderen Mondes hinter ihm geschleudert wurde. Eine nicht zu unterschätzende Staubwolke wirbelte dabei auf, als die beiden Elementar-Formen, Cain dabei mit Rücken voran als erster, auf die Oberfläche krachten und verzweifelt versuchte Cain weiter die Arme seines Gegners von sich fern zu halten.
„Sieh es ein Erzdämon Cain, du kannst und du wirst mich nicht besiegen“, kommentierte Michael noch einmal angestrengt von der Situation und auch bei dem Dämon zeichnete sich langsam Anstrengung ab.
„Ich werde mich dir niemals ergeben, Erzengel. ICH WERDE DICH VERNICHTEN!“, schrie Cain ihm dennoch entgegen, bevor er tatsächlich die Oberhand in diesem Kräftemessen gewann und den Erzengel mit einem Fußtritt zurück katapultierte. Dieser beschleunigte daraufhin blitzartig auf ein Tempo in dem er erneut nur noch als blauer Strahl wahrzunehmen war und zog sich hinter einen anderen Mond zurück, sehr zu Cains anfänglicher Verwirrung.

Es war weder Benni noch Natasha noch möglich die Orientierung zu behalten, als die Explosionen das Schiff umgaben und durchschüttelten. Plötzlich schlug eine Rakete mitten in den unteren Brückenbereich, wo sie einige Kontrollen zerstörte und Eldar völlig verbrannte, die sich gerade dort aufhielten. Splitter aus Glas und Metall wurden dabei in den oberen Bereich geschleudert, wo sie mitunter auch auf die beiden Terraner, Ma´ik, Gor´shak und Uriel einregnen würden. Benni schrie bereits einmal lautstark auf, als die Splitter ihn und alle anderen verfehlten, wenngleich sie aufrecht im Boden stecken blieben und Benni von einem besonders großen Stück Metall nur um einen Zentimeter verfehlt wurde. Der Steuermann des Schiffes hatte dabei nicht so viel Glück und wurde von einem besonders großen Stück aus Metall an der Bauchgegend in an den Boden geheftet, bevor mehrere Glassplitter mitunter in seinen Kopf schlugen und auch wenn er ein Eldar war, war sein Rang zu gering und seine Fähigkeiten im Umgang mit den Nanobots zu niedrig entwickelt um sich danach noch einmal zu regenerieren. Blut und teilWeise sogar auch Hirnmasse begann sich über den Fußboden direkt vor alle Führungsteam-Mitglieder zu verteilen und schockierten Benni noch ein weiteres Mal, während Natasha bereits das nächste Problem zu erkennen schien, was ganz eindeutig der fehlende Steuermann sein sollte.
„Was tust du da?“, fragte Gor´shak verwirrt als Natasha sich schnell an der Kontrolle platzierte und gerade ein paar Sekunden bevor Gor´shak es hätte tun können.
„Ich versuche wenigstens etwas Nutzen zu bringen!“, antwortete die Terranerin aufgebracht und Uriel und Ma´ik nickten das ganze lediglich zustimmend ab, während Benni sich immer noch panisch an den Boden krallte und weitere Partikel-Projektile, dieses Mal aus Positronen, an dem Schiff vorbei fegten, es aber zum Glück verfehlten.
„Schilde zusammen gebrochen“, gab nun nach einer Weile einer der überlebenden Brückenoffiziere aus dem unteren Bereich durch, bevor Natasha das Steuer nach unten riss und einem Tachyon-Projektil nur sehr knapp entkam.
„Ach was, hab ich gar nicht bemerkt“, antwortete Gor´shak erneut sarkastisch während Natasha das Schiff seitlich an der Oberfläche des Dreadnoughts vorbei steuerte und hinter einem sehr unförmigen, orangenen, wabenförmig aufgebauten Kristallbrocken verschwand.
„Gor´shak. Dies ist nicht der richtige Zeitpunkt für Sarkasmus. Wir sollten lieber den Kriegsmodus aktivieren“, stellte Ma´ik fest und Gor´shak nickte das ganze tatsächlich nur ab und tat was er mit Ma´ik soeben besprochen hatte.

Cain brauchte einen Moment um sich daran zu erinnern, was er bereits einmal erlebt hatte. Allerdings hatte der Mond hinter dem Michael verschwunden war, schon längst seine Flugbahn verlassen und raste nun mit gewaltiger Geschwindigkeit auf genau den Punkt zu an dem Cain sich auf dem anderen Mond befand. Möglich war das, weil Michael den Himmelskörper mit seinen Händen gepackt und dorthin geschleudert hatte. Cain verstand es jedoch ohne größere Probleme auf ähnliche Geschwindigkeiten zu beschleunigen wie Michael zuvor und so dem Zusammenstoß der beiden gigantischen Felsbrocken zu entkommen, bevor die beiden Monde ihn zwischen sich zerquetschen konnten. Dabei war Cain jedoch entfallen, dass Michael sich ihm zeitgleich genährt hatte und nun mit gewaltiger Geschwindigkeit auf ihn zustürmte. Cain wich ihm jedoch zur Seite aus und flog vergleichsWeise knapp an den gigantischen zusammenstoßenden Monden vorbei. Risse begannen sich zunächst langsam, dann immer schneller, über beiden Himmelskörpern zu bilden, während asteroidengroße Felsstücke aus ihnen heraus brachen und ins All geschleudert wurden. Und während Michael versuchte Cain mit Flammen-Strahlen zu treffen, schlängelte dieser sich durch die anfliegenden Mondtrümmer, was es dem Erzengel unheimlich schwierig machte zu treffen. Cain wusste, dass er sich nicht nur auf die Flucht und das Ausweichen beschränken konnte zumal er langsam das Limit seiner Kräfte erreichte und die Elementar-Form nicht mehr lange halten konnte. Aber immerhin hatte er immer noch vor diesen Erzengel langsam und qualvoll sterben zu sehen. In genau diesem Moment entschied der sich wiederrum, sich erneut von oben auf den Dämon zu stürzten. Cain wich jedoch erneut zur Seite und packte sich eines der unzähligen Trümmerstücke, dass er plötzlich in einer schnellen Bewegung mit aller Kraft auf den Kopf der Elementar-Form von Michael rammte. Wütend stürzte Cain sich nun mit der höchsten ihm möglichen Geschwindigkeit auf den Erzengel und in den genau dem selben Moment brach seine riesige Elementar-Form zusammen. Trotzdem bremste er keine Sekunde ab und krachte genau in den Bauch der Elementar-Form des Erzengels und verließ sie wieder zusammen mit dem Tigerfist durch den Rücken. Mit rasender Geschwindigkeit stürzten die beiden Maschinen auf den rot-violetten toxischen Planeten, während hinter ihnen sich noch die elementare Energie des Erzengels in Form einer gigantischen Explosion an die Umgebung entlud.

Natasha brauchte eine Weile um zu verstehen, was der „Kriegsmodus“ sein sollte. Aber tatsächlich sollte es sich als die selbe Transformation heraus stellen, die Ma´ik zusammen mit Wor´tar schon einmal im Kampf gegen Cain eingesetzt hatten. Tatsächlich verlief diese trotz ihrer Komplexizität relativ schnell und endete auch bald in genau dem selben schiffgroßen Mech, wie auch im Kampf gegen Cain. Die Brücke des Kreuzers befand sich nun im Kopf, der daher auch ein wenig beschädigt wirkte. Immerhin hatte zuvor eine Rakete in die untere Brücke geschlagen und sie stark verwüstet. Mit dem Abschluss der Transformation begannen sich auch die Wisps um den schiffsgroßen Mech zu formieren und ihn zu beschützen. Und das keine Sekunde zu früh, bevor eines der gewaltigen gelb-orange-roten Hadron-Projektile aus der Seite des Dreadnoughts in den Kristall einschlug, den Natasha als Deckung gewählt hatte. Und sie war es auch, die schnell darauf reagierte und die Seitentriebwerke aktivierte um der nicht gerade geringen Explosion zu entkommen, die nicht nur den Kristall völlig zerstörte, sondern mit ihrer Schockwelle sogar noch umliegende Kristalle weg stieß und in unkontrollierte Flugbahnen brachte.
„Das war erstaunlich für...“ kommentierte Ma´ik feststellend.
„Für was? Für eine Terranerin?“, fragte Natasha ein wenig beleidigt dagegen, während sie den Mech an einem weiteren roten Brocken vorbei flog und sich hinter einen Weisen, halben Kristall zurück zog und dort blieb.
„Dann wirst auch du weiterhin dafür zuständig bleiben, dass wir nicht von Tar´wiks Waffensystemen getroffen werden“, fügte Ma´ik noch schnell an und platzierte sich an einer weiteren Kontrolle. Plötzlich formierten sich die annährend 100 Wisps um den Kreuzer und nahmen diesen mit ihren Blitzstrahl-Kanonen unter Feuer. Und obwohl Natasha schnell den Schub nach oben aktivierte konnte sie einige Treffer in den Armen und Beinen des Mechs nicht verhindern. Dieser richtete sehr bald seinen Oberkörper in die Richtung des Dreadnoughts und nahm ihn dann mit jeweils zwei Ionen-Strahlen, einem blauen und einem roten aus den Schultern unter Feuer, bevor er die grüne Neutronen-Streu-Kanone mitten in die Reihen der Wisps abfeuerte. Nicht gerade geringe Explosionen durchzogen deren Schwarm als die unzähligen verglichen mit dem Mech dünnen Neutronen-Strahlen einschlugen, während der Dreadnought den Photonen-Strahl aus seiner oberen Front abfeuerte. Natasha verstand es allerdings den Mech mit den Triebwerken weiter nach oben zu steuern, wo ihn die Wisps vor einem weiteren Plasma-Projektil-Sperrfeuer des Dreadnoughts schützen mussten. Dennoch schlugen einige davon in den Mech und sprengten Löcher in Arme, Beine und Oberkörper der Maschine, wobei der Kopf nur durch viel Glück verfehlt wurde. Zeitgleich zogen sich die Wisps des Dreadnoughts zu diesem zurück.
„Schadensbericht“, rief Ma´ik schnell aus, während Natasha den Mech zwischen zwei Kristallen hindurch steuerte, die fast fünfmal so groß waren wie der Mech selbst und das nur sehr kurz bevor diese kollidieren konnten.
„Wir haben einige Stalkers und zwei Wisps verloren. Hüllenbrüche und Brände an verschiedenen Stellen“, antwortete einer der Offiziere aus den unteren Bereichen der Brücke, während Natasha den Mech wendete und wieder auf den Dreadnought zusteuerte. Während dessen trafen hinter dem Mech die beiden Kristalle gegeneinander und zersplitterten.
„Seht mal!“, rief Uriel plötzlich aus und deutete auf den Dreadnought, der nun ebenfalls mit einer eigenartigen Transformation begann, die alle Anwesenden sichtbar überraschte.
„Was soll das werden wenn es fertig ist?“, fragte Natasha verwirrt.
„Ich wusste bisher noch nicht, dass Tar´wiks Dreadnought diese Fähigkeit besitzt“, kommentierte Ma´ik. „Unter diesen Umständen wird es besser sein, wenn ich das Kontrollinterface nutze und alle Bewegungen dieser Maschine selbst steuere“, fügte er dann noch schnell an und sprach die Terranerin dabei explizit an, während der Dreadnought seine Transformation beendete und tatsächlich ebenfalls die Form eines Mechs angenommen hatte, nur dass dieser sinnvoller Weise sogar noch um ein vielfaches größer war, als der von Ma ik es war.

Michael brauchte einen kurzen Moment um sich zu orientieren und festzustellen, dass er gerade von Cain auf den Planeten zugeschoben wurde. Und in genau diesem Moment aktivierte er auch schon den notwendigen Gegenschub und versuchte mit den gewaltigen Händen seines Tigerfist den Kopf des Legions zu packen um ihn dann ausreißen zu können. Cain packte jedoch schnell den einen Arm seines Gegners und erschuf eine Energieklinge mit der er ihn wütend abtrennte. Aber auch Michael erschuf eine noch viel gewaltigere Energie-Klinge und versuchte den Legion damit zu zerteilen und obwohl Cain zur Seite wich zerstörte die Klinge die gesamte rechte Rüstung des Legions völlig.
„Elendes Stück Engelscheiße!“, schrie er daraufhin hasserfüllt aus und stürmte mit einer halben Flammenaura um seinen Mech auf den Tigerfist zu, der jedoch schnell den Teleporter aktivierte und genauso plötzlich hinter dem Legion wieder erschien. Dort verpasste er dem Mech einen besonders kräftigen Faustschlag mit dem noch übrigen Arm gegen den Kopf und schleuderte ihm einen materialisierten Speer nach, als der Legion auf den Planeten zu geschleudert wurde. Cain fing den Speer allerdings aus der Luft ab und nutzte ihn schnell als Blockadewerkzeug als Michael erneut den Teleporter einsetzte und direkt vor dem recht weit entfernten Legion erschien um mit einem weiteren Speer zu zuschlagen. Mehrmals wiederholte er diesen Vorgang und erschien immer an einer anderen Seite des Legions, so dass es Cain immer schwerer fiel die ebenfalls immer mächtiger werden zu scheinenden Schläge abzufangen. Er brauchte schnell eine Lösung, irgend eine, sonst käme er niemals gegen den Erzengel an. Er könnte niemals den Tod von Kaldrius rächen und wahrscheinlich niemals mehr Natasha ins Gesicht sehen, wenn er versagte. Zumal er dann wohl ohnehin nicht mehr leben würde.
„Ich hab´s!“, rief der Dämon dann plötzlich aus, als Michael sich erneut von oben auf ihn herab stürzte und einen Schlag mit dem Speer ausführte. Plötzlich öffnete sich allerdings ein dimensionales Fenster durch das der Legion verschwand und dem Schlag so entkam, sehr zu Michaels Schock.
„Verdammt wie…“, kommentierte der verwirrte Erzengel bevor der Legion direkt vor ihm erschien und zunächst den Speer durch eines der Beine des Tigerfist rammte und diesem dann anschließend den anderen Arm, mit einer weiteren Energieklinge an dem Arm an dem der Legion noch eine Rüstung besaß, abtrennte. Anschließend packte er den Tigerfist am vorderen Torso und aktivierte eine weitere Energie-Klinge.
„Na, was machst du jetzt, Erzengel? Wie willst du mich im Nahkampf besiegen ohne Arme? Ich geb dir nen Tipp: GAR NICHT!“, kommentierte der Dämon die Situation mit einem gewissen freudigen Genuss, bevor er mit der Klinge zustach. „Jetzt wirst du einfach verrecken“, fügte er dabei noch an.
„Ich muss dir da deutlich wiedersprechen“, antwortete Michael, bevor genau 20 mechanische Tentakel aus dem Rücken des Tigerfist schossen und den Legion an besonders wichtigen Punkten seiner Rüstung packten und so auch verhinderten dass er sich weiter bewegen konnte. „Du scheinst es zu sein, der „einfach verrecken“ wird“, fügte er dann noch an, während er die mechanischen Tentakel einsetzte um die übrigen Rüstungsteile langsam mit Gewalt zu entfernen.

Wie hatte Cain nur so ein peinlicher Fehler unterlaufen können? Und was war das überhaupt für eine Hinterhältigkeit, die dieser Erzengel in seinem Kampfverhalten an den Tag legte. Und das aller schlimmste war, dass Cain nicht im Stande war etwas dagegen zu tun, dass die Tentakel langsam die Rüstungsteile von seinem Mech rissen.
„Es scheint ganz so als wäre ich der Sieger dieses Duells“, kommentierte Michael ruhig, während einer der Tentakel die Armrüstung des Legions ausriss.
„Das war ein hinterhältiger, mieser, kleiner Trick. Nichts was einem ehrbaren Wesen, einem ehrbaren Krieger würdig gewesen wäre. Und du hast dich tatsächlich erdreistet zu behaupten etwas davon zu verstehen“, antwortete der Dämon immer noch hörbar wütend darauf.
„Der ehrbare Krieger ist immer noch der, der den Kampf am Ende gewinnt“, antwortete Michael, sehr zur Wut des Dämons darauf, der sich nun selbst eines scheinbar für Michael sehr unerwarteten Tricks bediente. Er dematerialisierte die Rüstung seines Legions, oder zumindest das, was davon übrig geblieben war und ließ sie zu lediglich noch 10 Drohnen zurück materialisieren. Was aber viel wichtiger war, war die Tatsache, dass er den Legion nun wieder normal bewegen konnte und direkt einen Faustschlag auf den Kopf des Tigerfist ausführte, der dessen vorderen Panzer völlig zertrümmerte. Michael fing sich jedoch recht schnell wieder und versuchte mit den Tentakeln eine Ecke des Legions zu packen. Um diesen hatten sich jedoch in der Zwischenzeit die Drohnen formiert und feuerten nun mit ihren dünnen roten Strahlenwaffen, die genügten um die 5 der 20 Tentakel abzutrennen, bevor Michael versuchte sich zurück zu ziehen. Cain packte jedoch wütend den Tigerfist am Bein und nahm ihn weiter mit seinen Drohnen unter Feuer, so dass erneut sechs Tentakel von den roten Strahlen abgetrennt wurden. Anschließend verpasste er seinem Feind vier schnelle Tritte in den Zentraltorso und bildete die Elementar-Flügel am Rücken seiner Maschine um auf den Tigerfist zustürmen zu können.
„Was hast du vor? Willst du uns beide umbringen?“, fragte Michael ein wenig verwirrt, als Cain ihn mit vollem Schub in Richtung des Planeten schob.
„Nein. Nur dich“, antwortete Cain mit einem erschreckend gewaltigen Grinsen im Gesicht, während beide Mechs in Richtung des Planeten rasten.
„Dir sollte klar sein, dass ich das nicht zulassen kann“, antwortete Michael, als die übrigen Tentakel wichtige Punkte des eigentlichen Legions packten und ebenfalls daran zogen und versuchten sie mit bloßer Gewalt zu zerstören. Aber der Legion schien dem Angriff für den Moment Stand zu halten, während beide Mechs durch eine violette, für die meisten Wesen und wie Cain hoffte, auch für den Erzengel giftige Wolke stießen und dann auf die tiefrote Oberfläche krachten. Eine nicht zu unterschätzende Staubwolke wurde bei dem Aufschlag aufgewirbelt zusammen mit bis zu 100m großen Felsbrocken und auch der Krater, den der Absturz hinterlassen hatte, fiel gigantischer aus, als man es von zwei Maschinen in dieser Größe erwarten würde.

Blitze begannen sich in der giftigen Atmosphäre zu entladen und schlugen in einen Berg ein, der sich direkt hinter dem Krater befand den die beiden Mechs bei ihrem Absturz hinterlassen hatten. Langsam begann sich plötzlich das Cockpit des Legions zu öffnen und Cain fiel in seiner humanoiden, versiegelten Form heraus. Er schien, zum ersten Mal seit er erste Einsätze auf den Schlachtfeldern ausgeführt hatte, am Ende seiner Kräfte angekommen zu sein. Zumindest schienen sie nicht mehr länger zu genügen um die Waffen- und Schutz-Systeme des Legions mit Energie zu versorgen. Und tatsächlich fiel des dem Dämon ein wenig schwer sich auf den Beinen zu halten, aber er musste sich versichern, dass er den Erzengel getötet hatte, bevor er zusammen brechen konnte. Somit setzte er langsam einen Fuß vor den anderen, bis er tatsächlich das erreichte, was er noch von dem einst so mächtigen Tigerfist übrig gelassen hatte. Und das war gewiss nicht mehr sehr viel nach einem Absturz mitten aus dem All. Dennoch schien das Cockpit nicht allzu stark verformt zu sein, so dass der Dämon sich dennoch entschied eine Rail-Pistole zu materialisieren und auf den Eingang des Mechs zu richten, bevor er den Öffnungsmechanismus suchte und aktivierte. Plötzlich schoss eine Unmenge an blauen Flammen aus dem Cockpit, die genügten um den verwirrten Cain zurück auf den Boden zu schleudern. Die Flammen begann sich in der Luft zu sammeln und dann mit den eigenartigen roten Steinen des Planeten zu vereinigen und Magma zu bilden. Spätenstens jetzt hatte Cain keinen Zweifel mehr, dass es sich um den Erzengel Michael handeln musste und das sollte sich sogar noch bestätigen als das Magma sich entsprechend dessen Elementar-Form formte. Er hielt der giftigen, violetten Atmosphäre also genauso stand wie Cain es tat, und das war problemlos.
„Du kannst einfach nicht verrecken wie´s aussieht“, kommentierte Cain, während er seine Waffe auf den Erzengel richtete.
„Es scheint nun einmal nicht mein Schicksal zu sein für meine Taten zu büßen“, antwortete Michael ebenfalls ruhig darauf, während Cain wütend in seine entfesselte Form wechselte.
„Ich entscheide was dein Schicksal ist. Und ich entscheide, dass ich dich vernichten werde, Erzengel“, antwortete er dann darauf, bevor er wütend zwei weitere Flammenklingen und seine Flammenflügel vorbereitete und auf den ihm momentan sichtbar weit überlegenen Erzengel zustürmte.

So gewaltig und massiv der Dreadnought gewirkt hatte umso mehr hielt es sich bei dessen Mech-Modus mit der Massivität in Grenzen. Er war hauptsächlich gewaltig durch seine Größe und seinen rundlichen Bau, der dennoch nur sehr grobe Formen bildete. Die Beine endeten nicht in Füßen, wurden aber zum Ende hin ein gutes Stück breiter um eine Standfläche zu bilden. Der Kopf glich in seiner Formgebung einer Ritterrüstung, ragte aber ohnehin nur ein wenig über die breite, hohe Umrandung, die ihn schützen sollte. Die Hände waren die eines normalen Humanoiden in ihrer Formgebung und Größe, wenngleich die Finger recht spitz geformt waren. Allerdings sollte die erste Waffe, die Tar´wik einsetzte, aus zwei gewaltigen Kanonen bestehen, die der Mech an der Seite seines Torsos angebracht hatte. Derweilen aktivierte Ma´ik das Interface, dass seine Hände mit dem Schiff verschmolz und ihm eine direkte Kontrolle aller Gliedmaßen ermöglichte. Und die nutzte er direkt um zur Seite zu weichen, als bereits die ersten fünf Schüsse abgefeuert wurden und die Waffen sich mit ihren rot-gelben Partikelprojektilen als besonders große Hadron-Kanonen erwiesen. Mehrere davon krachten in nicht geringe Kristalle und zerrissen sie in Stücke, während Ma´ik Gegenfeuer mit den beiden Ionen-Strahlern immer wieder konstante Strahlen in die Schilde seines Gegners jagte und mit einer Gravitonen-Kanone nachsetzte, die sich offenbar nur wenige Meter über der Brücke, also im Kopf des kreuzergroßen Mechs befand. Eine nicht zu unterschätzende Partikelexpansion riss mehrere Kristalle in die Richtung des Dreadnoughts, aber weder die Gravitonen, noch die Kristalle richteten einen sichtbaren Schaden an diesem Feind an, der plötzlich seinen gigantischen Arm ausstreckte und versuchte den Kreuzer zu greifen, aber Ma´ik steuerte den Kreuzer zurück an einem stachelförmigen, roten Kristall vorbei, der den Weg für die gewaltige Hand blockieren sollte.
„Das sollte uns einigen Schutz bieten“, kommentierte Gor´shak ruhig, als Ma´ik den Mech an einem grünen, brockenförmigen Kristall vorbei steuerte. Keine Sekunde darauf schlug ein für den Kreuzer, nicht gerade kleiner, gelber Energiestrahl durch den Kristall und zersprengte diesen in fünf Stücke, wobei der Kreuzer nur sehr knapp verfehlt wurde. Als die Bruchstücke des Kristalls vorüber gezogen waren, konnten die Anwesenden auch erkennen, dass es sich um gleich 100 dieser Strahlen handelte, die scheinbar eine schwere Version der Stalkers darstellten und aus den spitzen Fingern der dreadnoughtgroßen Maschine stammten. Unzählige Kristalle rund um Ma´iks Kreuzer wurden in Stücke gerissen und völlig ohne jedes Muster in sämtliche Richtungen geschleudert, wobei sie mit anderen Kristallen kollidierten und diese auf ähnliche Weise zertrümmerten. Ein ganzes Inferno aus Splittern verteilte sich in der Flugbahn von Ma´ik und erschwerte ihm sein Vorhaben, mit den Tachyon-Armklingen des Mechs durchzubrechen, erheblich und auch die schützende Wirkung war nun vorüber, denn der Dreadnought feuerte seine Schulterwaffen, zwei gewaltige Plasma-Bälle auf den Kreuzer ab und fügte nach dem zweiten nicht getroffenen Schuss noch die beiden Hadron-Kanonen hinzu.
„Vielleicht auch nicht“, kommentierte Uriel Gor´shaks Bemerkung sarkastisch, während eines dieser „ultrahocherhitzten“ Plasma-Projektile die Brücke nur sehr knapp verfehlte, sehr zu Bennis besonderem Schock, denn er wusste, dass ein Streifschuss eines solchen Projektils genügte um das gesamte Transformvehikel mit Inhalt zu verdampfen.

Noch lange bevor der Dämon auch nur die Nähe seines Gegners erreichen konnte, wuchs dieser auf mindestens zehn Meter Höhe an und schlug mit seiner riesigen Faust von oben auf ihn ein. Der Schlag genügte um ihn zu Boden zu bringen, so dass der Erzengel lediglich mit einem Tritt nachsetzten musste. Wütend erschuf Cain sein Flammen-Abbild, dass eine ähnliche Größe erreichte und ließ es dem Erzengel einen Faustschlag gegen den Kopf verpassen, so dass er nicht nur seinen Tritt nicht ausführen konnte, sondern sogar noch einen Schritt zurück taumelte. Allerdings sollte dies nicht lange genügen, denn nun ließ der Engel erneut Magma-Arme von seinen Händen aus auf Cain los, der sich jedoch schnell wieder aufgerichtet hatte und versuchte in die Luft zu begeben. Allerdings sprang Michael ab und hielt den Dämon mit einem gezielten Faustschlag am Boden, bevor er erneut Magma-Arme nach ihm entsandte, die ihn mit spitzen Enden an Armen, Beinen, und mehrere Male in den Oberkörper durchstießen, so dass der Dämon sich einen Schmerzensschrei für diesen einen Moment nicht verkneifen konnte. Kaum eine Sekunde darauf stießen steinerne Stacheln aus dem Boden und fügten dem Dämon weitere Stichverletzungen und hörbare Schmerzen zu. Blut lief aus diesen und bildete langsam aber sicher einen See unter Cain, der sich verzweifelt versuchte noch einmal aufzurichten, während seine Einstiche nur, verglichen mit der Geschwindigkeit dieses Kampfes, sehr langsam wieder verheilten. Noch vorher packte Michael ihn am Hals und hob ihn an, wobei bereits die Hitze von dessen Magma-Form genügte um die Stelle die er festhielt zu verbrennen.
„Dies scheint das Ende zu sein Dämon. Du warst ein mächtiger Gegner, einer der meiner würdig war und dein Tod wird ehrenvoll sein“, kommentierte Michael noch ruhig, bevor er seinen anderen Arm zu einem Scherenartigen Gebilde formte und es so platzierte, dass es dem Dämon den Kopf abtrennen würde, wenn es sich schloss.
„Du erzählst hier permanent etwas von Ehre, aber du hast nicht den geringsten Funken davon. Fakt ist und bleibt, dass du einen Unschuldigen getötet hast“, antwortete Cain ihm erstaunlich schwach darauf und versuchte sich irgendwie zu bewegen, aber das schien völlig unmöglich zu sein, nicht zuletzt weil ihn mittlerweile unzählige Magma-Ranken seines Gegners umschlossen und nun auch langsam den Rest seines Dämonenkörpers verbrannten, ohne dass der Dämon sich überhaupt dagegen wehren konnte.
„Und du hattest die Gelegenheit darüber zu richten indem du mich besiegst“, kommentierte der Erzengel sehr zu Cains Schock. Er hatte tatsächlich ein zweites Mal versagt. Er war tatsächlich schwach und für alles verantwortlich und er verdiente es Kaldrius zu folgen. Es war wirklich seine Schuld, dass Kaldrius hatte sterben müssen. Außer er schaffte es diesen Erzengel zu töten und Rache zu nehmen. Aber dazu musste er jetzt, sofort die Elementar-Form beherrschen und das war weitgehenst unmöglich. Wütend schrie er auf, als der Erzengel seine Schere schloss und wahrscheinlich den Kopf des Dämons von seinem Körper trennte, was er dieses Mal bestimmt kein zweites Mal überleben würde, denn dieses Mal gab es keine Persönlichkeit mehr mit der er sich vereinigen und ein fast völlig neues Wesen bilden konnte. Er würde sterben und deshalb sollte dieser Engel seinen Hass zumindest noch bei seinem Ableben fühlen. Ein Blitz zuckte auf und krachte direkt auf eine Klippe in der Nähe, als der Engel es beendete. „Um ohne materiellen Körper existieren zu können müsste man über der molekularen Existenz stehen.“ Wieso verstand man solche Sätze immer erst wenn es beinahe schon zu spät wäre?

Weitere Plasma- und Hadronen-Projektile verfehlten den Mech, der sich durch das Splitterfeld zurück begab und Deckung hinter einem gelben brockenförmigen Kristall suchte, während er selbst mit Ionen-Strahlern und der Neutronen-Streu-Kanone in die Schilde des Dreadnoughts feuerte und weiterhin keinerlei Schäden anzurichten schien.
„Wir werden sterben!“, schrie Benni panisch auf und krallte sich nun wieder an eine Absperrung, während Ma´ik den Mech hinter einen hellblauen Kristall steuerte, da der gelbe gerade von der Transphasen-Kanone, die sich lediglich als Verschwimmen des Raumes bemerkbar machte, aus der rechten Handfläche des Dreadnoughts bis auf nur noch wenige Zentimeter große Splitter zerrissen wurde.
„Der Terraner hat auffallend recht“, fügte Uriel dem ganzen noch hinzu. „Wenn das hier so weiter geht, werden wir tatsächlich sterben.“
„Ich kann einfach nicht in seine Nähe um ihm größere Schäden zufügen zu können. Seine Hauptwaffen-Systeme und sein Kampfstil verhindern das“, antwortete Ma´ik so analytisch feststellend wie üblich und steuerte den Kreuzer nach hinten, tiefer in das Kristallfeld hinein, während der Kopf des Dreadnoughts nach oben fuhr und eine Kanone offenbarte, die sich sehr bald mit gelb-rot-grüner Energie aufzuladen begann.
„Das sieht echt auffallend beschissen aus“, kommentierte Gor´shak nun auch noch die Situation, konnte aber auch nicht viel mehr als das dazu beitragen.
„Ich kann dich da durch bringen“, sagte Natasha plötzlich, sehr zur sichtbaren Überraschung aller Anwesenden, sogar von Ma´ik, der beinahe vergessen hätte nach oben-rechts zu fliegen, so dass der gewaltige Energiestrahl das transformierte Schiff nicht treffen konnte. „Ja, ich kann dich da durch bringen. Wenn du in seine Nähe willst um ihm den letzten Schlag verpassen zu können, dann lass mich dich dahin fliegen. Ich kann das, glaub mir. Ich bin euch sicherlich nicht umsonst allen immer bei sowas entkommen“, sprach sie dann weiter, während Ma´ik erneut zwei Plasma-Projektilen und vier Hadronen-Projektilen zur Seite auswich.
„Das ist wahr Ma´ik. Du solltest sie das wirklich machen lassen“, fügte Gor´shak dem ganzen noch hinzu.

Schockiert blickte Michael auf die Überreste seines Feindes, die er zwischen seinen Magma-Armen hielt, während diese sich langsam völlig zu Flammen auflösten, ebenso der Kopf. Da es sich nun bei Cains Überresten nur noch um Flammen ohne echte greifbare Masse handelte, war es kein Wunder, dass auch seine Magma-Arme durch Cain hindurch griffen, als dieser sich explosionsartig erweiterte und dadurch Michael zurück stieß. Schockiert musste der Erzengel feststellten, dass Cain gerade seine Elementar-Form erfolgreich eingesetzt hatte und das auch noch in seinem schlechten Zustand. Was konnte ein einfacher, alternder Erzengel schon gegen eine solche Kampfmaschine ausrichten? Michael musste sich beherrschen, sein Feind hatte es gerade erst geschafft sein eigenes Level zu erreichen zumindest in der Theorie.
„Ich bin tätsächlich überrascht“, kommentierte Michael die Situation dann erstaunlich nüchtern und richtete sich wieder auf.
„Ich sagte doch, dass du bezahlen würdest. Und zwar für alles“, antwortete Cain ruhig darauf, bevor er wütend schreiend vor stürmte und seinen überraschten Feind in den nächsten Berg rammte. Als dieser mit einer Magma-Säule, die er aus dem Boden schießen ließ antwortete, wich Cain mit einer schlagartigen Bewegung, die selbst für Michael erstaunlich schnell war zur Seite und schlug mit einem recht dünnen Flammenstrahl zurück, der jedoch eine Explosion von mehreren 100m Durchmessern hinterließ. Michael war jedoch nach oben abgesprungen und jagte dem Dämon einige Magma-Stacheln entgegen, die allerdings einfach durch ihn hindurch flogen, ohne Schaden anzurichten. Und auch als Michael mit beiden Fäusten von oben auf den Kopf seines Gegners schlug zeigte nicht mehr Wirkung, als ein Schlag in ein offenes Feuer. Somit verwunderte es nicht, dass Cain seinem Gegner als Reaktion gleich mehrere Schläge und Tritte verpasste und ihm ein aus verfestigter Magma gebildetes Teil wütend schreiend heraus riss. Und bevor es Michael auch nur möglich war eine weitere Reaktion zu zeigen stieg Cain in die Luft auf und jagte dem immer noch am Boden liegenden Engel eine gigantische Flammenkugel von 50m Durchmesser entgegen, die eine Explosion von ungefähr 400m entfachte und hoffentlich nichts mehr von Cains Feind übrig lassen würde.

Es konnte sicherlich nicht mehr sehr lange dauern bis Tar´wik endlich erreicht hatte was er wollte. Diese Verräter waren gefährlich für die Eldar und deshalb mussten sie vernichtet werden. Zumindest dachte er sich das als er seinen Dreadnought nach zwei brockenförmigen Kristallen greifen ließ und sie als Wurfgeschosse verwendete als der weitaus kleinere Mech von Ma´ik seine Deckung verließ. Da es aber nicht Ma´ik war, der die Triebwerke des Mechs steuerte, sondern Natasha, wich die Maschine auch so viel zur Seite, wie notwendig war um in einer gleichmäßigen Flugkurve so knapp wie möglich daran vorbei fliegen zu können. Das selbe tat Natasha auch mit einen Weisen Spitterstück, und nutzte es als Deckung als Tar´wik panisch die gelben Stalkers abfeuerte mit einem ähnlich verheerenden Ergebnis wie zuvor schon. Anschließend führte der Kurs sie an einem orangenen größeren Brocken vorbei, kurz bevor er von der Transphasen-Kanone des Dreadnoughts weg gefegt wurde und auch der rote, fast plattenförmige Rest eines Kristalls hielt der Transphasen-Kanone nicht Stand. Weiterhin steuerte Natasha das Schiff oben an einem grünen Rest und einem dunkelblauen, spitzen Splitter vorbei, der nicht genügte um dem Hadron-Projektil länger als einmal stand zu halten, als der General mit einem Sperrfeuer aus Hadronen- und Plasma-Projektilen begann. Natasha steuerte den Kreuzer allerdings ohne größere Probleme durch das ungezielte Waffenfeuer und wich nach oben als der Dreadnought seine Kopf-Waffe ein weiteres Mal einsetzte. Mittlerweile waren es nur noch wenige Kilometer bis zum Dreadnought, der seinen Torso-Bereich öffnete und die gewaltige Waffe, die scheinbar mit allen den Eldar bekannten Partikeln feuerte und in der Größe im Vergleich zu allen bisherigen Waffen eher wie eine Haubitze wirkte, offenbarte. Aber auch dieses Mal zeigte Natasha, dass sie es verstand der Waffe durch rechtzeitiges zünden eines Steuertriebwerks zu entkommen, wenngleich der Strahl gigantisch war und eine gigantische Explosion mitten im Kristallfeld entfachte, als er sein Ziel verfehlt hatte. Und als auch zwei weitere Plasma-Projektile den Kreuzer nicht mehr aufhalten konnten, versuchte Tar´wik einen Faustschlag gegen den weitaus kleineren Mech auszuführen, verfehlte ihn aber um Längen. Als Tar´wik nun panisch versuchte den Kreuzer zu packen, wich dieser einfach schnell nach hinten und flog dann mit nur wenigen Metern Abstand an seinem Arm vorbei, so lange bis er den Kopf erreicht hatte. Dort baute nun Ma´ik eine Tachyon-Klinge an beiden Armen auf und schlug durch den Kopf der gigantischen Maschine, wobei er Tar´wik selbst nur um wenige Zentimeter verfehlte. Zeitgleich zündete der Kreuzer seine oberen Triebwerke und zog die Klingen weiter nach unten, bis er das Ende des Torsos erreichte. Anschließend jagte Ma´ik alle Waffen in den Dreadnought die sein Kreuzer hergab und stieg dabei wieder nach oben. Gewaltige Explosionen überzogen die Hülle des riesigen Mechs und rissen ganze Stücke aus dessen Hülle, bevor Ma´ik die Kopfwaffe seines Kreuzers erneut auf die Brücke richtete, wobei man Tar´wik dabei sogar schon fast auf der mittlerweile fast völlig zerstörten Brücke erkennen konnte. „Ruhe in Frieden, Tar´wik“, kommentierte der Eldar die Situation und feuerte die Gravitonen-Waffe ab, die genügte um den gesamten Kopf und damit sicherlich auch Tar´wik selbst zu vernichten. Nur wenige Sekunden darauf zerriss eine gigantische Explosion das Zentrum des Torsos und ließ ein paar Überreste treibend im Raum zurück. Das war jedoch nichts was Ma´iks Kreuzer nun noch davon abhalten konnte das Kristallfeld weiter zu durchqueren und es tatsächlich zu verlassen.

Nun war es ein Schockmoment für Cain, als ein in seiner Größe nicht zu unterschätzender blauer Flammenstrahl nach oben aus der Explosion schoss und sehr bald einen Körper aus blauen Flammen für den Erzengel bildete. Er musste aufpassen. Er durfte nicht zu lange in der Elementar-Form verweilen, bevor ihm die Energie zur Materialisierung seines Körpers ausgehen würde und er einfach im Nichts verpuffen würde. Das galt in diesem Falle sogar für sie beide, wobei Michael weitaus mehr Zeit übrig blieb wie Cain. Und dabei hatte der Kampf nun gerade erst begonnen.
„Was ist los, Erzdämon Cain? Überrascht die Tatsache, dass ich zu den gleichen Dingen wie du fähig bin so sehr, dass du vor mir vor Ehrfurcht erstarrst?“, fragte Michael darauf äußerst ruhig.
„Nein. Es war völlig logisch, dass du auch getrennte Formen für beide Elemente besitzen würdest“, antwortete Cain. „Es ändert nur ÜBERHAUPT NICHTS!!!“, schrie er dann aus und stürmte vor, wobei er die Elementar-Form des Erzengels in einen Felsen schob und dann mehrere Flammenkugeln in den Berg feuerte. Gewaltige Explosionen überzogen die Berge und zerbröselten sie zu Staub, während Michael nach oben stieß und mit einem Flammenstrahl auf den Dämon feuerte. Der wich zur Seite und stürmte erneut vor, ebenso der Erzengel. Eine gigantische Feuersäule bildete sich als beide Elementar-Formen aufeinander trafen, während tentakelartige Ausläufer dieser Flammen andere Formen bildeten und gegeneinander oder in die Umgebung krachten und sie verwüsteten. Erst als Cain zurück wich löste sich das gewaltige Schauspiel auf und offenbarte die gewaltigen Schäden, die der Kampf bereits in der Umgebung hinterlassen hatte, darunter mehrere gigantische Krater, die man noch vom Weltall aus sehen konnte. Aber keiner der beiden Kämpfer hatte die Zeit darauf zu achten, denn sie waren damit beschäftigt weitere Male aufeinander zu treffen, während sie sich in immer größeren gleichmäßigen Bögen immer weiter in Richtung Weltall vor bewegten. Nun wich Cain noch ein weiteres Mal zurück und versuchte eine Flammenkugel aufzubauen, aber es schien ihm nicht zu gelingen. Seine Reserven waren fast aufgebraucht. Er konnte eine solche Energiemenge nicht mehr aufbringen. ganz im Gegensatz zu Michael, der das gleich mit einer gigantischen blauen Flammenkugel demonstrierte und sie auf Cain abfeuerte, der zur Seite wich und gerade noch mitbekam wie die Flammenkugel auf die Planetenoberfläche krachte und dort eine Explosion entfachte, die den seinen ebenwürdig war.
„Mir scheint deine Kraftreserven sind erschöpft. Dann ist dieser Kampf wohl so gut wie entschieden“, kommentierte Michael die Situation und jagte dem um ihn kreisenden Dämon einen Flammenstrahl entgegen, der ihn aber verfehlte und einen Graben in den Planeten riss. Stattdessen krachte Cain von oben auf den Erzengel und schob ihn mit gewaltiger Geschwindigkeit auf die Oberfläche. Ein einziger Flammentornado von mehreren Kilometern Durchmesser bildete sich aus roten und blauen Flammen und fraß sich langsam aber sicher einen gigantischen Krater in fast ein Achtel des Planeten, bevor er letztendlich zusammen brach.

Auch wenn der Kriegsmodus deaktiviert war und der Kreuzer wieder seine normale Schiffsform angenommen hatte, sowie die Reparaturen bereits liefen, blieb die Situation an Bord weiterhin angespannt. Immerhin wusste jeder wie schwer es war einen Eldar dieses Ranges zu töten und niemand wusste, ob sie nicht auf ein anderes Eldar-Schiff treffen würden, dass sie dann vernichten konnte. Es war gefährlich für sie im Raum und das wussten sie alle. Dennoch steuerte Natasha das Schiff mit ruhiger Hand und besser als jeder Eldar den Ma´ik aufbringen konnte, durch die Todeszone. Benni hatte das Geländer an dass er sich gekrallt hatte seit einer ganzen Weile nicht mehr verlassen. Er hatte das Geschehen ohnehin geistig verlassen, da es ihn völlig überfordert hatte.
„Wie lange noch bis wir das Sprungtor erreichen?“, fragte Ma´ik dann nach einer Weile, während er einfach das Geschehen beobachtet hatte.
„Also, laut dem Computer hier noch etwa 20 Minuten bis wir es sehen müssten“, antwortete Natasha und wandte sich dabei zurück um mit dem Eldar zu reden, wobei ihr auch Benni auf fiel, der immer noch panisch und verängstigt am Geländer hing. Und es war Uriel der das alles ebenfalls aufzufallen schien, so dass sie kurz zu Natasha rüber sah und sich dann auf den Weg zu dem völlig verängstigten Terraner machte.
„Hör auf damit. Es ist ja schon längst vorbei. Verdammt ist das jämmerlich“, kommentierte die Engelsdame und sprach den Terraner explizit an, sehr zu dessen plötzlichen Schock, so dass dieser direkt das Geländer los ließ und dann das Gleichgewicht verlor und zuerst einmal umfiel. Uriel hatte sich aber längst wieder von ihm abgewandt und ging nun zu Natasha, die noch über Bennis Missgeschick kicherte. „Ich hab mich um deinen Freund gekümmert“, sagte die Engelsdame noch und ging dann wieder an ihren alten Punkt auf der Brücke.
„Seht mal da! Das ist das Sprungtor!“, rief dann plötzlich Gor´shak aus und deutete auf einen bestimmten Punkt im Raum.
„Das Sprungtor? Wir sind gerettet!!!“, schrie daraufhin Benni, der sich wieder aufgerichtet hatte, mit fast unglaublicher Freude aus.
„Das sind wir wohl tatsächlich“, antwortete Ma´ik analytisch und ruhig, da er bereits einen Plan entwickelte um den Rat zu überzeugen.
„Ich hoffe Cain geht es genauso gut“, sagte Natasha noch abschließend und sah zu Uriel, die scheinbar gerade sichtbar das Selbe dachte aber nicht sagte.

Verwirrt starrten die Eldar-Krieger, die sich in den Resten des Dreadnoughts aufhielten und bereits wie selbstverständlich mit dessen Reparatur begonnen hatten, an die teilweise durch Kraftfelder ergänzte Decke eines Ganges im zentralen Torso-Bereich. Dort tropfte eine eigenartige, metallische Flüssigkeit herab, die sich sehr bald wieder zu dem zurück formte und erhärtete was alle als General Tar´wik kannten.
„General, Sir. Sie leben ja“, stellte einer der niederen Krieger fest.
„Selbstverständlich“, antwortete der General ruhig darauf und trat einige Schritte vor.
„Sir. Wir haben ein nicht zu unterschätzendes Problem. Der Reaktor ist explodiert und kann das Schiff jetzt in keinem Fall mehr mit ausreichend Energie für den Antrieb versorgen. Und die Kristalle verhindern, dass wir mit anderen Schiffen da draußen Kontakt aufnehmen können“, sprach der niedere Offizier den General noch einmal an.
„Dann nehmt einen Mech oder schickt einen Wisp nach draußen“, antwortete der General.
„Die Mech-Hangars sind alle zerstört. Ebenso die Wisp-Kontrollen und deren Landestationen“, antwortete der niedere Eldar sehr zu Tar´wiks sichtbarem Missfallen.
„Geben sie mir sofort eine Langstrecken-Kommunikations-Einheit“, befahl dieser danach und sollte nicht sehr lange auf das warten was er wollte.
„Sir? Was haben sie vor, Sir?“, fragte der niedere Eldar-Krieger verwirrt.
„Ich werde nach draußen gehen und Rar´mor kontaktieren. Er wird uns dann mit seinem Schiff abholen und zur Heimatwelt bringen“, antwortete der General dann wieder ruhig.
„Wieso zur Heimatwelt, Sir?“, fragte der Krieger nicht sehr viel aufgeklärter.
„Weil sie, nachdem sie den Rat überzeugt haben oder daran gescheitert sind, versuchen werden den großen Nexus zu überzeugen. Da bin ich sicher. Und wenn sie das versuchen, sind wir ihnen einen Schritt voraus“, antwortete Tar´wik ein letztes Mal auf die Frage seines Untergebenen, bevor er sich wieder verflüssigte und zunächst in das Metall floss und dann an der anderen Seite, die dem All zugewandt war, wieder heraus floss. Nachdem der General dann wieder Form angenommen hatte, sprang er von der Hülle des vernichtend beschädigten Dreadnoughts ab und hoffte, dass er das Kristall-Feld verlassen könnte, ohne mit einem der Brocken zu kollidieren.

Sowohl Cain als auch Michael waren mehr als nur am Ende ihrer Kräfte, so dass sie es gerade noch so geschafft hatten die Körper ihrer entfesselten Formen zu rematerialisieren. Und so lagen sie nun da und versuchten noch einmal die nötige Kraft zu sammeln um sich aufzurichten und dem Gegner den Rest zu geben. Es war Michael der es als erster auf seine Beine schaffte und zunächst noch unsicher, dann immer gefasster auf den Dämon zuging.
„Das Schicksal scheint seine Entscheidung getroffen zu haben“, kommentierte der Engel während er in allen seinen vier Armen eines der doppelten Schwerter materialisierte und weiter auf den Dämon zu kam.
„Zu dumm nur, dass ich nicht an das Schicksal glaube“, antwortete dieser sehr gefasst und richtete sich schlagartig auf, so dass es ihm möglich war rechtzeitig zwei Flammen-Schwerter zu erschaffen und die Schläge seines Gegners abzufangen. Dieser nutzte jedoch plötzlich die anderen beiden Doppelklingen, so dass Cain ein letztes Mal alle seine Kraft aufwenden musste um sein Flammen-Abbild zu erschaffen und dieses die Schläge abfangen zu lassen. Bevor Michael nun auch nur noch einen einzigen weiteren Zug machen konnte ließ Cain das Abbild wieder zusammen brechen, ebenso seine Flammenschwerter und verpasste dem Engel lediglich einen Faustschlag. Anschließend packte er die Mähne der raubkatzenartigen entfesselten Form des Engels und zog ihn nach unten, so dass er einfach nur noch seinen Fuß in den Rücken des Wesens stemmen musste und nun mit aller Gewalt daran riss. Wütend schrie nun der Erzengel auf und rammte dem Erzdämon eines seiner Schwerter mit der hinteren Klinge mitten in den Bauch, so dass Cain kurz vor Schmerzen schreien und ihn los lassen musste. Allerdings sollte er direkt darauf einen Fußtritt genau in das Gesicht des immer noch gebeugt dastehenden Engels ausführen um anschließend einen der oberen beiden Arme zu packen. Der Hass trieb ihn weiter, so dass er dieses Mal sogar vor Anstrengung schrie als er alle Gewalt aufbrachte und den Arm aus dem Engel heraus riss. Blut spritzte aus dem Stumpf aus dem nur noch ein Stück eines Knochens baumelte, während Michael einmal laut aufschrie und Cain seine rechte Hand durch den Bauch der Raubkatzenform rammte und sie mit aller Gewalt wieder heraus riss. Blut bespritzte ihn und bedeckte ihn völlig während er Innereien aus dem Engel entfernte und ihn erneut zum Aufschreien brachte. Und dennoch fand er die Kraft um zwei weitere Klingen durch die beiden Schultern des Dämons zu rammen und anschließend seinen rechten Arm zu brechen. Danach packte er Cain am Kopf und holte erneut zu einem Schlag aus, der seinen Kopf von seinem Körper trennen sollte. Und das weitaus größere Problem war, dass Cain sich nicht einmal mehr bewegen oder dagegen wehren konnte, da der Körper seiner entfesselten Form mittlerweile zu stark verletzt worden war.

Der Rat der Community tagte in einer gigantischen Halle, wie sie in ihren Dimensionen noch von keiner Spezies im Universum für politische Zwecke verwendet wurde. Das war allerdings auch nötig um die tausende von Stockwerken hoch reichenden Abteile, die oft für Vertreter der einzelnen Planeten gedacht waren, aufnehmen zu können. Es mussten Millionen von Wesen sein, die in diesem Raum ihren Platz hatten und auf die Mitte starrten, wo sich ein einzelner Redner auffinden sollte, falls nötig. Beinahe jedes Wesen, jede denkbare Rassenmischung, die in der Community möglich war, fand sich in diesem Raum. Alle waren sie Abgeordnete und warteten darauf, dass endlich die Sitzung beginnen sollte und der Sitzungsleiter den Saal betrat. Es handelte sich um eine nicht gerade kleine, saurierartige Amphibie, die wirkte als könnte sie sehr schnell rennen und mit ihren Klauen kurz das Mikrofon zurecht rückte.
„Die Sitzung ist hiermit eröffnet. Die Zeit: 34:85:62:13. Ich darf vorschlagen mit dem erneuten Antrag der Volucristen-Spezies auf Aufnahme in die Community zu beginnen“, sprach das Wesen direkt.
„Abgelehnt. Die Volucristen sind eine Wilde unkontrollierbare Rasse mit einer unterentwickelten Technologie. Wenn sie an Technologie der Community heran kommen würden, wäre das möglicherweise mehr als gefährlich“, antwortete ein Kashiri aus den oberen Reihen.
„Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Eldar einen solchen Beitritt billigen würden“, antwortete noch ein Arachnoide mit vier Tentakeln auf seinem Rücken, bevor plötzlich ein Molekulartransport mitten vor das Rednerpult erfolgte und Natasha, Gor´shak und Ma´ik in den zentralen Bereich transportierte.
„Ich bitte den Rat der Community uns anzuhören“, sagte Natasha direkt nachdem sie einige Schritte vorgetreten war.
„VERSCHWINDE!!!“, „TERRANER HABEN IN DIESEM RAT GAR NICHTS ZU SAGEN!!!“, „MACH BLOß DASS DU WIEDER WEG KOMMST!!!“, tönte es ihr jedoch direkt entgegen, so dass Gor´shak schnell eine Transformation zu einer größeren Energie-Waffe startete und einen Schuss in die Decke feuerte, bevor er wieder er Selbst wurde.
„Sonst noch irgendwelche Fragen?“, kommentierte er dann sarkastisch in den völlig verstummten Saal, bevor er zurück trat und wieder Natasha sprechen ließ.
„Rat der Community, ich spreche zu euch, weil ich euch mitteilen muss, dass uns die Eldar belogen haben. Sowohl Engel als auch Dämonen existieren. Und tatsächlich ist es sogar so, dass gerade in diesem Moment eine Armee aus Engeln und Himmelswesen in diese Dimension eingebrochen ist und sie überrennt“, sprach die Terranerin dann weiter.
„Das ist doch gewaltiger Schwachsinn. Wieso sollten wir solchen Müll glauben?“, sprach ein Fischwesen aus den Reihen und noch bevor eine größere Welle losbrechen konnte, fand ein weiterer Molekular-Transport statt, der Uriel dem Team hinzufügte, sehr zur Ehrfurcht aller Abgeordneten, die sich einen lang gezogenen „ah“-Laut nicht verkneifen konnten.
„Wesen dieser Dimension. Es ist war, ich bin der Beweis für die Existenz von Engeln. Aber nicht ich bin es, die ihr fürchten müsst, sondern meine Artgenossen da draußen“, sprach die Engelsdame anschließend.
„Selbst wenn das alles wahr ist. Was sollen wir schon tun? Sollten wir das nicht alles lieber den Eldar überlassen?“, sprach nun ein Mo´ok, ein Schleimwesen.
„Die Eldar werden euch nicht helfen. Sie wussten von dieser Gefahr. Die ganze Zeit und sie haben nichts unternommen um euch darauf vor zu bereiten“, antwortete Ma´ik.
„Seht es endlich ein. Eure Schutzmacht hat euch betrogen und in die Falle rennen lassen. Und da kommen wir nur wieder raus, wenn wir das alle zusammen anpacken. Also was meint ihr?“, fragte Gor´shak dann in seinem üblichen, sarkastischen Tonfall, bevor sich die Abgeordneten hörbar, aber immer noch leise und möglichst privat, berieten.

Erschrocken sah der Engel den Dämon an als dieser plötzlich seine Form versiegelte und nicht nur einen völlig unversehrten neuen humanoiden Körper dadurch erhielt, sondern auch noch auf eine zu geringe Größe zusammen schrumpfte um von den gewaltigen Händen noch gehalten zu werden. Und so materialisierte Cain zunächst beide Rail-Pistolen und feuerte sie mehrmals in sämtliche Richtungen ab, wobei die Kugeln einfach durch das Fleisch des Engels rissen, sein Blut verteilten und sogar die Knochen einfach zerbröselten. Anschließend materialisierte Cain das größere, massivere der beiden Schwerter und schlug damit zu und hätte Michael damit in der Mitte zerteilt, wenn dieser nicht ebenfalls seine Form versiegelt und mit einem Schwert geblockt hätte. Anschließend materialisierte der Engel seinen Speer und richtete ihn auf den Dämon aus, der ihn allerdings schnell packte und mit dem Schwert zertrümmerte, bevor er lautstark schreiend die Spitze des Speers aus der Luft griff und sie dem Engel durch den Bauch rammte. Blut spitzte heraus, während Michael horizontal mit seinem Schwert zuschlug, Cain aber nicht traf, denn er sprang nach hinten weg. Anschließend riss der Erzengel sich die Speerspitze aus dem Bauch und nutzte sie um das Odachi abzufangen, nachdem er bereits das massive Schwert mit seinem eigenen abgefangen hatte. Anschließend fing er das Odachi mit seinem Schwert ab und das massive, personengroße Schwert mit der Speerspitze, wobei er diese nicht mehr festhalten konnte und nicht verhinderte dass sie zur Seite weggeschleudert wurde. Ein weiterer Schlag mit dem massiven Schwert sollte den Engel auf seine Knie zwingen, wenngleich er den Schlag noch mit seinem eigenen Schwert abfing. Cain schrie lediglich erneut auf und stürmte vor, jederzeit bereit seinem Feind den letzten Schlag zu verpassen. Aber der griff auf den Boden und zog eine Steinspitze heraus, die er mitten durch Cains rechte Schulter rammte, bevor er ihm das größere der beiden Schwerter entnahm und es ebenfalls von oben durch den Bauch des noch sehr schockierten höllischen Wesens rammte. Zunächst vor Schmerzen, dann lediglich vor Hass und Anstrengung schreiend stürmte Cain dennoch mit dem Odachi vor, wenngleich ein roter Steinspeer und ein massives Metallschwert in seinem Oberkörper steckten, und rammte es durch das linke Bein des Engels, während er diesem sein eigenes Schwert entriss und ihm zwei direkte Faustschläge ins Gesicht verpasste. Nachdem Michael allerdings kurz zurück getaumelt war und Blut zusammen mit etwas, dass einem Eckzahn glich ausgespuckt hatte, stürmte auch er schreiend vor und verpasste dem Dämon zunächst ebenfalls einen Faustschlag, bevor er dessen linken Arm packte und hörbar unter lautstarkem Krachen dessen Knochen zertrümmerte. Blut strömte aus den Verletzungen beider Kämpfer, die beide nicht mehr sehr durchhaltefähig wirkten. Einer von beiden würde sicherlich bald zusammen brechen und für den Moment sah es mehr danach aus als ob Cain das sein würde, denn er hatte die schwereren Verletzungen davon getragen. Und dennoch trieben ihn Wut und Hass weiter als er erneut auf den Erzengel zustürmte und trotz der durchstochenen Schulter mit dem rechten Arm das massive Schwert packte und es aus sich heraus riss, sehr zum Schock seines Feindes. Der konnte nicht verhindern, dass ihm zunächst der linke und dann der rechte Arm abgetrennt wurden, bevor er geschwächt vor dem Dämon zusammen brach und nicht mehr weiter reagierte außer nach unten, auf dessen Klinge zu starren. Ja, auf diesen Moment hatte Cain gewartet, der Moment der Rache. Und auch der Moment in dem der Erzengel ihn auf Knien um sein Leben anflehen würde. Und tatsächlich sah Michael nach oben zu dem Dämon. Aber sein Blick zeigte keine Reue, keine Angst und nicht einmal Hass. Lediglich reinste Freude und Freundlichkeit.
„Na los. Bring es schon zu Ende, Erzdämon Cain. Lass mich endlich bezahlen für alles was ich dir und deinem Freund angetan habe“, kommentierte er dann und brach in Tränen aus. „Tu es. Ich habe es verdient“, fügte er dann noch an und sah in den hassenden Blick von Cain, der nicht darauf hindeutete, dass er auch nur im geringsten Gnade zeigen würde. Und so schrie er noch ein letztes Mal wütend und hassend auf, bevor er mit dem Schwert den Kopf des Engels abtrennte und es in einer schnellen Bewegung mehrmals durch dessen Herz rammte. Blut spitzte dabei in alle Richtungen während der Erzengel mit einem Lächeln und Freudentränen in seinem Gesicht die letzte Reise antrat.

Noch ein wenig verwirrt starrte Benni in die Gesichter von Uriel, Ma´ik, Gor´shak und Natasha, als diese wieder per Molekular-Transport zurück auf das Schiff geholt wurden. Lediglich Natashas Gesicht ließ dabei überhaupt einen Schluss darauf zu, was geschehen war.
„Und? Jetzt sagt schon, wie´s gelaufen ist!“, konnte sich Benni dann trotz aller kräftetechnischen Überlegenheit seiner Gesprächspartner nicht verkneifen zu sagen.
„Sie entsenden zunächst einige Aufklärungsschiffe. Nachdem sie dann die Position und das nächste Ziel der Engel kennen, werden sie auch weitere Schiffe dorthin entsenden“, antwortete Ma´ik analytisch wie immer.
„Das heißt ja wir haben gewonnen“, stellte Benni verwirrt fest.
„Nein, gewonnen haben wir noch lange nicht. Jetzt kommt erst noch der richtig harte Brocken. Jetzt müssen wir zum großen Nexus und den davon überzeugen“, antwortete Gor´shak dem schockiert reagierenden Benni.
„Ihr wollt tatsächlich zur Heimatwelt der Eldar, wo sie uns aus dem Raum blasen, wenn sie uns auch nur sehen und deren Oberboss davon überzeugen, dass er gelogen hat und alles besser machen muss?“, fragte Benni aufgebracht als ob er es nicht glauben könnte.
„Nun... So war der Plan“, antwortete Uriel gleichgültig darauf und folgte Ma´ik, der sich wieder auf den Weg zurück auf die Brücke machte. Natasha blieb zurück und erst jetzt fiel Benni auf, dass sie sehr besorgt aussah.
„Natasha? Was ist mit dir?“, fragte der Terraner mit den mechanischen Beinen verwirrt. „Hat es was damit zu tun, dass wir in diese Todeszone fliegen?“, fügte er dann noch an.
„Nein. Das schaffen wir schon. Da bin ich mir sicher“, antwortete die Terranerin.
„Was ist es dann?“
„Ich werde das ungute Gefühl einfach nicht los, dass gerade etwas Schreckliches passiert ist. Und ich fürchte auch, dass es was mit Cain zu tun hat.“

Schon als Cain ihn verlassen hatte, hatte der Legion sich zum Jägermodus zurück transformiert und seinen perfekten Schutz aktiviert, so dass ihm keine der Explosionen bisher auch nur das geringste hatte anhaben können. Tatsächlich hatte ihn eine davon in einen weiter entfernten Berg geschleudert, aber nicht den geringsten Schaden daran hinterlassen. Einige hundert Meter weiter fand sich der Krater, den die beiden Kämpfer in ihren Elementar-Formen geschaffen hatten. Und auch die Blutspur die sie danach darin hinterlassen hatten war deutlich sichtbar, ebenso der Ort an dem es zu Ende gegangen war. Immer noch lief neues Blut in den See, den Michaels Körper-Reste schon hinterlassen hatten, während sich der Kopf rechts neben dem toten, zerstückelten Körper befand.
„Ich habe gewonnen. Ich bin nicht schwach. Ich habe den Erzengel getötet“, kommentierte Cain sichtbar erleichtert und starrte eine Weile auf sein Werk als könnte er es noch gar nicht glauben. „Jetzt kann ich ihr endlich wieder in die Augen sehen“, fügte er dann noch hinzu, bevor er freudig zu lachen begann. „Natasha. Ich hab Rache für dich genommen und den Mörder von Kaldrius vernichtet“, lachte er dann weiter, bevor er plötzlich in Tränen ausbrach und sich gar nicht mehr so gut fühlte. Aber er verstand das einfach nicht. Sollte er sich nicht gut fühlen nachdem er Rache genommen hatte? Was war nur mit ihm los? Wieso nahm ihn der Tod eines Erzengels so sehr mit? Wusste er überhaupt wen er da gerade getötet hatte? Er hatte ihn zum Ende hin angebettelt ihn zu töten, nur weil er für seine Taten büßen wollte. Vielleicht hatte dieser Erzengel tatsächlich etwas von Ehre verstanden und möglicherweise hatte Cain gerade einen möglichen, bedeutenden Verbündeten in diesem Krieg getötet. Und da war es dieses eigenartige Gefühl, dass ihn quälte, nervös machte und ihm immer wieder diese beiden grauenhaften Fragen in den Kopf trieb. Was hatte er nur getan? Wie sollte es nun weiter gehen? Und nannte man dieses Gefühl, dass Cain einfach nicht loswerden konnte „Verzweiflung“ oder war es eher „Reue“? Egal was es war und welche Möglichkeiten Cain hatte, sie schienen ihm im Moment nicht einzufallen. Alles was der Dämon tat, war auf die Knie zu fallen und laut in den Himmel aufzuschreien.

Es war bereits mehrere Stunden her, dass Michael sich auf den Weg gemacht hatte und daher war die Wahrscheinlichkeit seines Überlebens recht gering. Metatron hatte außerdem fühlen können, wie die Kraft seines langjährigen Trainers einfach aus dieser Dimension verschwunden war. Da er nicht durch ein dimensionales Fenster verschwunden sein konnte, blieb nur die Möglichkeit, dass er gefallen war. Bekräftigend kam auch noch dazu, dass Metatron immer noch die Kraft des Dämons fühlen konnte.
„Was ist los mit dir Metatron? Du hast deinen Blick auf einmal so verändert", stellte Raphael plötzlich verwirrt fest, bevor dem Erzengel endlich wieder klar wurde, dass er sich auf der Brücke eines Schlachtschiffes befand.
„Michael ist gerade gefallen. Zum Opfer eines Dämons ist er geworden", antwortete Metatron ruhig darauf.
„Wir können dich auch freistellen, falls du ein wenig Einsamkeit wünschen solltest", fügte Abbaddon wieder auf seine übliche zwielichtige Art an, sehr zu Metatrons Missfallen.
„Wieso sollte ich so etwas brauchen?", fragte der Engel wütend.
„Nun ja, Michael war dein Meister. Er hat dir alles beigebracht was du heute weißt", antwortete Abbaddon erneut darauf.
„Und er hat mich immer beschützt, sogar als ich die Wut von Gaia auf mich gezogen hatte", fügte Metatron selbst noch hinzu und zertrümmerte dann eine Begrenzung. Anschließend verließ er wutentbrannt die Brücke. Wieso hatte es von allen Engeln, mit denen Metatron zusammen gearbeitet hatte und die er nicht leiden konnte, ausgerechnet Michael erwischen müssen? „VERDAMMT!", schrie der Erzengel noch einmal aus, und zertrümmerte eine der Wände mit seiner Faust, während er sich in sein Quartier zurück zog. Die anderen Erzengel reagierten lediglich mit einem Schulterzucken darauf.
„Erzengel Abbaddon, Erzengel Raphael", sprach plötzlich einer der Brückenoffiziere die beiden an. „Wir erreichen in kürze die Flotte", fügte er dann noch schnell an und Abbaddon konnte sogar schwören, dass er die Schiffe sehen konnte, wie sie sich um einen sehr hellblauen Planeten mit einer kräftigen, Weisen Bewölkung sammelten.
„Sucht Ras Führungsschiff und ruft es", befahl der düstere Erzengel, während der Kreuzer sich immer mehr der Flotte und dem Planeten näherte.

Cain fand sich im Nirgendwo wieder. Anders konnte man dieses nichts einfach nicht beschreiben. Es war nicht einmal schwarz oder weiß, es war einfach die "Nichtexistenz" von Materie oder Energie. Cain war sich nicht einmal sicher ob der Raum den er glaubte wahrzunehmen tatsächlich existierte. War es das was geschah, wenn man ein Mörder war und bei der Ausführung seines Mordes gestorben war?
„Nein Alter. Du bist ein Vollidiot, Mann. Natürlich bist du noch am Leben", antwortete plötzlich dieselbe grelle Stimme, von demselben gestaltlosen Wesen, dem Cain schon einmal begegnet war, auf seine Gedanken. Von einem auf den anderen Moment fand Cain sich in einer Umgebung wieder, die er als Weise Unendlichkeit bezeichnen würde. Er wusste weder, wie weit dieser scheinbar vorhandene Raum reichen würde, noch wie er überhaupt auf festem Boden stehen konnte, oder wie er überhaupt hier her, direkt vor das humanoide, aber beinahe schon gestaltlose Wesen gekommen war.

„Was geschieht hier?", fragte der Dämon daraufhin verwirrt aus. "Wo bin ich hier?", setzte er dann noch schnell nach und klang ungewollt etwas wütend.
„Fang dich mal wieder, Mann. Das ist ja echt nicht mehr cool, ey", antwortete das gestaltlose Wesen mit seiner grellen, frechen Stimme und begann kurz zu lachen.

„Ich will jetzt wissen, was hier gespielt wird und wo ich hier bin", sagte Cain noch einmal wütend und machte hörbaren Druck, wenngleich er gar nicht wusste welche Mittel er in dieser eigenartigen Welt überhaupt zur Verfügung hatte.
„Ist ja schon O.K. Ich sag ja schon alles, wenn du…" brachte das Wesen noch raus, bevor Cain sich erneut in einer völlig anderen Umgebung wieder fand, dieses Mal auf einen hellbraunen, wüstenartig wirkenden Planeten zufallend, sehr zu Cains Schock. Was sollte er tun? Was konnte er überhaupt tun? Er war weder in der Lage seine Flugbahn zu kontrollieren, noch wäre er wahrscheinlich überhaupt in der Lage seinen Sturz abzufangen, so dass er als blutiger Fleischmatsch am Boden enden würde. Und es gab einfach nichts was der Dämon dagegen unternehmen konnte, so dass er letzten Endes einfach wütend und lautstark schreiend die Arme hob, während er auf dem Wüstenboden aufklatschte.
Tatsächlich schrie der Dämon auf, materialisierte eine Rail-Pistole und richtete sie blitzartig vor sich, während er sich an dem selben Ort wieder fand an der sein Bewusstsein verloren haben musste. Kein Wunder, dieser Mord hatte seine letzten Energiereserven verbraucht. Und dennoch begann er sich langsam aufzurichten und in Richtung des Legions zu begeben, während er noch einmal demütig zurück zu dem sah, was er von dem einst so ehrenhaften Erzengel Michael übrig gelassen hatte.

Insgesamt schien sich die Stimmung stark entspannt zu haben seit man wusste, dass man von den Schiffen der normalen Community in Ruhe gelassen wurde und die Eldar ohnehin zu beschäftigt waren um sich mit ihnen zu befassen. Der Einzige der noch hinter ihnen her gewesen war, war Tar´wik und den hatten sie im letzten Gefecht erledigt. Zumindest glaubten sie das, auch wenn Ma´ik sichtbar zu jeder Zeit daran zweifelte. Mit recht hoher Geschwindigkeit bewegte sich der Kreuzer nun durch das All und versuchte die Beschleuniger-Ringe zu erreichen, die es auf seinem ursprünglichen Kurs weiterbringen sollte, was laut den Eldar-Besatzungsmitgliedern der schnellste Weg war den Nexus zu erreichen. Ma´ik befand sich zu jeder Zeit auf der Brücke und koordinierte jeden Vorgang, während Gor´shak ungewollt Wor´tar ersetzte und dessen Aufgaben erledigte, seit er im Gefecht gefallen war. Es war auch für Ma´ik einer Verwirrung würdig, als Natasha die Brücke stürmte, dicht gefolgt von Benni, der sichtbar versuchte sie zurück zu halten, aber nicht genau wusste wie er das überhaupt anstellen sollte.
„Lass die Terranerin sprechen wenn sie das wünscht, kleiner Terraner", kommentierte Ma´ik die Situation und Benni trat äußerst ehrfürchtig einige Schritte von Natasha zurück.
„Wir müssen sofort den Kurs ändern und Cain suchen gehen. Ich fürchte, dass ihm etwas grauenvolles zugestoßen ist", sagte sie dann sichtbar aufgeregt und Benni schlug sich mit der Handfläche ins Gesicht als er Ma´iks verwirrten Gesichtsausdruck sah.
„Der Dämon wird zu uns zurück kehren, wenn er sein Duell beendet hat oder er wird ohnehin keine Möglichkeit mehr haben zurück zu kehren", antwortete Ma´ik erstaunlich ruhig.
„Wenn er verwundet am Boden liegt kann er nicht mehr zurück kehren, außerdem ist es immer noch die Frage ob er überhaupt zurück kehren will", kommentierte Natasha und wurde immer kleinlauter als ihr klar wurde, wie absurd ihre Worte für einen Eldar sein mussten. „Vertraut mir einfach. Wir müssen Cain aufsammeln bevor wir weiter fliegen, und so ein großer Umweg ist es doch gar nicht", fügte sie dann noch schnell freundlich und fast schon bettelnd hinzu, als Uriel hinzu trat.
„Sie hat recht. Wir sollten den Dämon abholen. Er wird nicht einfach zu uns zurück kehren, nach dem was er wahrscheinlich getan hat", kommentierte sie nun und verwirrte Ma´ik noch mehr, der seine Sektoren-Karte durchsah.
„Kurs ändern. Wir fliegen genau in die Gegenrichtung", befahl er dann. „Es handelt sich lediglich um zwei Sprünge, die uns einen bedeutenden Kämpfer zurück geben können", erklärte er sich dann zur sichtbaren Freude von Natasha, während der Kreuzer bereits sein gar nicht so langsames Wendemanöver durchführte.

Nur sehr langsam brachte Cain sein Vehikel dazu den Planeten zu verlassen und nachdem er das getan hatte, stellte er auch wieder sämtliche Triebwerksaktivität ein und ließ sich einfach durch den freien Raum treiben. Es war ihm letztendlich egal wo er ankommen würde, Hauptsache er würde den anderen nie wieder begegnen. Wie hatte er nur so etwas Unehrenhaftes tun können? Wieso hatte er den Erzengel nur getötet? Scheinbar nur aus reinstem Hass. Das durfte einfach nicht wahr sein. Cain konnte keinem aus seiner Gruppierung je wieder unter die Augen treten. Er war eine Vernichtungsmaschine des Teufels und das würde sich wahrscheinlich auch niemals ändern. Aber wohin sollte der Dämon gehen? Vielleicht einfach wieder zurück zu seinem Erschaffer, dem einzigen, der in der Lage war seine extreme Kraft zu kontrollieren? Nein auf gar keinen Fall. Dort würde der Dämon lediglich wieder dazu getrieben zu Morden und nicht weiter nach dem Grund zu fragen, so wie er es früher getan hatte. Cain hatte längst aufgehört sich zu merken, wie viele Dimensionen er als Anführer größerer Operationen verwüstet und wie viele Engel er im Zuge derselben umgebracht hatte. Wenn es jemand verdient hatte zu sterben, dann war es Cain, der so viele Verbrechen begangen hatte, dass er sich nicht einmal mehr an sie alle erinnern konnte. Noch ein wenig in diesen Gedanken verfangen sah er dann auf seine rechte Schulter. Der Knochen war wieder zusammen gewachsen, aber der Steinstachel steckte immer noch tief darin und immer wieder lief Blut aus der Verletzung auch wenn schon längst vertrocknetes an dem Fremdkörper klebte. Er hatte einfach keine Veranlassung gesehen ihn zu entfernen. Weshalb auch, es war viel besser wenn er als Leiche wieder gefunden wurde, das wusste er und das würden die anderen sicherlich auch bald merken. Plötzlich riss ein Signal der Dämon aus seinen Gedanken. Es war ein einfaches Annährungszeichen, dass ihm zeigen sollte, wenn sich ihm ein anderes Objekt näherte. Sehr zum Schock des Erzdämons handelte es sich bei dem Objekt nicht um einen Felsen, sondern um den Kreuzer von Ma´ik und damit auch den anderen. Wieso kamen sie hier her und suchten nach ihm? Er war nur eine Vernichtungsmaschine und eine Gefahr für sie alle. Wieso war ihnen das noch nicht klar geworden? Und so konnte er lediglich ein wütendes „NEIN!" aus schreien als sich sechs der großen Wisps des Schiffes um den Mech formierten und ihn so schnell es möglich war in den Hangar zurück brachten.

Wie hatte dieser verdammte Erzdämon sich nur dazu erdreisten können, seinen Aktionen gegen Metatron auf diese Weise noch einen Gipfel zu geben? Wie hatte er sich nur erlauben können Michael zu töten, nachdem er bereits Uriel korrumpiert und sowohl Metatron, als auch Ra in einer unmöglichen Weise gedemütigt hatte? Unzählige Himmels-Schiffe und sogar eine Staffel Greifen-Wesen fegten von einer Seite von Metatrons Panorama-Fenster auf die andere und weitere folgten sehr bald. Wie sollte der Angriff am besten ausgeführt werden? Wie beseitigten sie die meisten Dimensionsbewohner mit dem geringsten Aufwand? Auch wenn Michael meist gegen deren Beseitigung war, so wusste er immer wie man Dämonen oder Dimensionsbewohner am besten besiegte. Er fehlte sehr auf dieser Mission und Metatron würde den Verantwortlichen finden und ihm beibringen was die himmlische Gerechtigkeit war. Plötzlich öffnete sich die Tür und ein sichtbar unerwarteter Besucher betrat Metatrons Räumlichkeiten, während der Erzengel sich direkt vor ihm verbeugte und dabei fast über einen Tisch gefallen wäre.
„Meister Ra. Ihr hier, in meinen bescheidenen Räumlichkeiten. Was verschafft mir die Ehre eines solchen Besuches?", kommentierte der Erzengel direkt unterwürfig. „Waren meine Berichte über unseren Fund auf dem letzten Planeten etwa unzureichend?", fügte er dann noch schnell unüblich kleinlaut an.
„Nein. Die Berichte waren exzellent, ebenso die Arbeit die zu ihrer Erstellung geführt hat. Ich bin hier weil ich von eurem kürzlichen Verlust gehört habe. Den Mentor zu verlieren ist alleine schon schwierig genug und dann auch noch an einen Erzdämon wie diesen ekelhaften Cain", antwortete Ra darauf und wurde hörbar immer wütender. „Ich würde ihn am liebsten selbst in meiner Untergott-Form zwischen meinen Fingern zerquetschen, aber ich muss die Flotte koordinieren. Deswegen möchte ich, dass du es für mich tust. Vernichte diesen Cain, sobald er in der Schlacht erscheint, egal welche Opfer du dafür erbringen musst", fügte der Untergott dann noch sehr zur Überraschung seines Gegenübers an.
„Was macht euch so sicher, dass er in der nächsten Schlacht erscheinen wird?", fragte Metatron dann wieder sichtbar verwirrt.
„Er ist noch in jeder bedeutenden Stätte in dieser Dimension erschienen, wenn wir um sie gekämpft haben. Das wird er auch dieses Mal. Und wenn er das tut, dann wirst du ihn vernichten",
„Das werde ich Meister Ra. Verlasst euch darauf, dass er so lange leiden wird, bis er um sein Ende bettelt", antwortete Metatron abschließend darauf und lächelte sichtbar, ebenso der Untergott.

Es war auch für Ma´ik und Gor´shak ein verwirrendes Bild als sie den Hangar betraten und feststellen mussten, dass Cain sich immer noch in seiner Maschine befand. Rund um den Legion hatten sich Natasha, Uriel und sogar Benni bereits eingefunden und starrten lediglich enttäuscht darauf.
„Was ist denn hier los?“, fragte der Eldar-General direkt und nicht gerade aufgeklärt.
„Cain weigert sich hartnäckig den Legion zu verlassen und will dass wir ein Kraftfeld um den Mech errichten“, antwortete Uriel dem General, und verwirrte ihn eher noch weiter. Eine solche emotionale Reaktion wie der Dämon sie gerade zeigte war ihm nun einmal völlig fremd.
„Wie lange ist er schon dort drinnen?“, fragte er stattdessen genauer nach.
„Wir kamen vor drei Stunden hier rein. Aber da war er wahrscheinlich schon 30 Minuten hier“, antwortete Benni schnell darauf.
„Cain, komm doch da raus! Das ist doch Schwachsinn!“, rief Natasha ihm noch einmal zu.
„NEIN! Auf keinen Fall. Ich bin gefährlich und werde dir eventuell etwas Schreckliches antun. Ich muss hier drinnen bleiben und mit einem Kraftfeld versiegelt werden“, antwortete Cain ihr dann.
„Wie kommst du denn auf diese Idee?“, fragte die Terranerin nun ebenfalls verwirrt.
„Versteh mich doch, ich muss dich und deine Informationen beschützen. Und das kann ich nur wenn ich so weit wie möglich versiegelt werde“, antwortete der Dämon anstelle der Frage und Ma´ik befahl schnell einige seiner Eldar-Krieger herbei.'
„Was hast du vor Ma´ik?“, fragte Gor´shak verwirrt.
„Beginnt damit ein Kraftfeld um den Mech des Dämons aufzubauen“, befahl daraufhin der General seinen Kriegern und beantwortete Zeitgleich Gor´shaks Frage.
„WAS? Bist du wahnsinnig?“, fragte der jedoch aufgebracht dagegen.
„Wenn es der Wunsch des Dämons ist in einem Kraftfeld versiegelt zu werden, dann werde ich ihn hier und jetzt erfüllen“, antwortete der Eldar-General darauf, während die Krieger bereits einige entsprechende Generatoren herbei trugen.
„Wartet!“, rief Natasha plötzlich aus. „Wenn ihr Cain in das Kraftfeld einsperrt, dann sperrt mich mit ihm ein“, sagte sie dann und ging in den Einflussbereich der Generatoren.
„Was hast du vor?“, fragte der Dämon verwirrt, der es mit seinem verbesserten Gehör hören konnte.
„Ich werde bei dir bleiben. Immerhin ist es deine Aufgabe mich zu beschützen“, antwortete Natasha ihm sehr zu seiner Verwirrung.
„Aber du benötigst Nahrung und vollständige Regeneration, sowie Atmosphäre um existieren zu können“, stellte Cain noch verwirrter fest.
„Eben. Also wenn du mich beschützen willst, dann lass diesen Mist und komm aus deiner Maschine“, antwortete Natasha ihm sichtbar aufgebracht darauf und tatsächlich öffnete sich das Cockpit des Legions und der Dämon stieg aus, wenn auch recht zögerlich. Zeitgleich gab Ma´ik ein Handzeichen, dass die Generatoren doch nicht eingesetzt wurden, woraufhin Eldar-Krieger sie wieder an ihren ursprünglichen Ort brachten.
„Ernsthaft! Mach sowas nie wieder!“, schnauzte die Terranerin den Dämon an, wohl wissend, dass er ihr zwar überlegen war, aber ihr nichts tun würde. Ebenfalls war ihr der Steinstachel aufgefallen, aber sie wusste, dass eine solche Schulterverletzung den Dämon nicht sehr einschränkte, gemessen an dem was er schon überstanden hatte. „Sieh mich wenigstens an wenn ich dich zurecht weisen will!“, setzte sie dann nach als ihr auf fiel, dass der Dämon seinen Blick immer nur noch auf Objekte oder Unterleibe von Personen richtete.
„Ich... kann nicht...“, antwortete Cain ihr ruhig und hörbar schuldbewusst, bevor er langsam aus dem Hangar ging, sehr zur Verwirrung aller Anwesenden.
„Ich hätte niemals gedacht, dass der Tod eines Erzengels einen Erzdämonen so sehr mitnehmen könnte“, stellte Uriel ruhig fest.
„Cain ist eben nicht wie andere Erzdämonen“, antwortete Natasha genauso ruhig darauf, wenngleich sie immer noch besorgt um ihn war, aber nun zu allererst einmal erleichtert feststellte, dass der Dämon seinen Mech wieder verlassen hatte.

Es war bereits der letzte zusätzlich nötige Sprung zurück durchgeführt worden, so dass der Kreuzer der Eldar nun wieder durch die gigantischen Beschleuniger-Ringe flog und so sehr schnell durch das Asteroiden-Feld, dass er gerade durchquerte hindurch kam. Ma´ik befand sich wie üblich auf der Brücke seines Schiffes, denn weder brauchten er, noch seine Besatzung, so etwas wie Schlaf. Sie konnten also permanent ihren Aufgaben nachgehen.
„Hat der Dämon sein Quartier verlassen?“, fragte der Eldar-General direkt als Gor´shak hinzu kam.
„Nein. Er weigert sich hartnäckig und gibt mittlerweile nicht mal mehr Antwort“, antwortete Gor´shak nur sehr wenig emotional und ging seiner Aufgabe nach.
„Wenn der Dämon seine alte Stärke nicht zurück erhält wird uns ein wichtiger Verbündeter in diesem Kampf fehlen“, antwortete Ma´ik ebenfalls nur wenig emotional. Während das Schiff in einen roten Nebel einflog, der die Sicht sehr stark einschränkte.
„Soll das ein Witz sein? Geht dir etwa am Arsch vorbei, dass es Cain so geht?“, schreckte Gor´shak darauf plötzlich auf und wirkte sogar schon wütend, während das Schiff den Nebel wieder verließ.
„Meine hauptsächliche Sorge gilt uns, die wir versuchen unseren größten Feind davon zu überzeugen einen weitaus größeren Feind zu bekämpfen. Falls uns das nämlich misslingt, wäre es hilfreich einen mächtigen Dämon und keinen reuigen Humanoiden an unserer Seite zu haben. Voraus gesetzt der Nexus ist überhaupt bereit uns anzuhören und tötet uns nicht direkt bei unserem Erscheinen“, antwortete der Eldar erneut nur wenig emotional und obwohl Gor´shak wütend knurrte, schien ihm die Logik des Generals sehr schlagkräftig zu sein. Allerdings riss ein Frachter, der plötzlich direkt neben der Brücke des Schiffes aufstieg, beide Eldar aus ihren Gedanken.
„Was soll das?“, fragte Gor´shak direkt aus.
„Der Frachter ruft uns“, kommentierte einer der Brückenoffiziere und Ma´ik gab ein Handzeichen den Frachterpiloten durchzustellen.
„Hier spricht der Frachter Zernox. Der Rat der Community entsendet uns mit einer Eilbotschaft. Es wurde eine Armada Schiffe, die alle auf die Beschreibung passen, mit Kurs auf den Sitz des großen Nexus entdeckt. Wir schätzen, dass sie zwei Stunden nach ihnen eintreffen werden. Der Rat der Community hat bereits Kriegsschiffe entsandt, die in etwa 180 Minuten eintreffen werden. Die Eldar sammeln ihre Flotte momentan im Rentan-System, was wohl bedeutet, dass sie erst vier Stunden nach diesen unbekannten Schiffen eintreffen würden, selbst wenn sie sofort starten würden. Sie werden es also niemals rechtzeitig schaffen. Viel Erfolg, General Ma´ik“, sagte der Pilot direkt über das Kommunikations-System und klang an seiner Stimme und seinem sprachlichen Ausdrucksvermögen gemessen nach einem Kashiri. Zeitgleich ließ der Frachterpilot sein Schiff nun etwas zurück fallen und schien auf die andere Beschleunigerbahn, direkt darüber zu wechseln.
„Das klingt ja mal so richtig beschissen“, stellte Gor´shak erstaunlich ruhig fest, denn dieser Einsatz artete immer mehr in einen reinen Selbstmord aus. Genau diesen Status hatte die Situation gerade angenommen. Aber Gor´shak schien sich beinahe damit abgefunden zu haben bald sterben zu müssen, zumindest wirkte er so, durch seine Ruhe mit der er dem fast sicheren Ende entgegen sah.

Schockiert stellte der Dämon fest, dass er erneut die Umgebung gewechselt hatte und das vom einen auf den anderen Moment. Was war das? Eine Vision? Ein Traum? Hatte der Dämon wirklich die Umgebung gewechselt? Es war vollkommen egal in diesem Moment, denn was nun als einziges zählte war die Rückkehr von dieser sehr eigenartigen, unschönen Welt, die einer Wüste glich. Allerdings ragten immer noch mehrere unterschiedlich geformte, verrostete Metallstücke aus dem ansonsten beinahe schon goldgelben Sand, der in der goldgelben untergehenden Sonne in eben diesen Farben schimmerte. Plötzlich schlug eine Granate direkt neben dem Dämon ein und hinterließ eine gewaltige Explosion direkt gefolgt von einem Artillerie-Projektil, das in die Düne direkt vor Cain einschlug. Schockiert versuchte der Dämon eine seiner Rail-Pistolen zu materialisieren, aber es war ihm völlig unmöglich. Somit blieb ihm lediglich die Flucht hinter eine andere Düne weiter rechts, während der Fuß eines gigantischen Walkers sich plötzlich über die Düne erhob und nur wenige Meter hinter dem Dämon aufsetzte. Dieser musste schockiert feststellen, dass er sich direkt in einer Massenschlacht zwischen zwei ihm bisher unbekannten Feinden wieder gefunden hatte, als auch diese Düne hinter sich ließ und einen Blick auf das freie Feld bekam. Und ebenso schockiert musste der Dämon feststellen, dass sich ein Duplikat von ihm mitten in dieser Schlacht wieder fand und dort kämpfte.
„Ich muss ihn einfach aufhalten!“, konnte er dann auch noch Natasha laut rufen hören und begab sich auf einen der Sandberge um eine bessere Sicht zu haben. Dort konnte er sie sehen, wie sie es tatsächlich geschafft hatte sich durch die ganzen Explosionen hindurch zu bewegen und nun genau auf das Cain-Duplikat zu ging. Nur sehr langsam tat sie einen Schritt nach dem anderen und wirkte unsicher, als ob sie nicht wüsste ob sie diese Situation lebend überstehen würde. Und tatsächlich reagierte das Cain-Duplikat anders als der echte Cain es getan hätte und schlug ohne großartig zu zögern mit seinem gigantischen Schwert zu, wobei er das Mädchen in der Mitte zerteilte, sehr zum Schock des echten Cains, der das Ganze von der Düne aus mit angesehen hatte.

„NEEEEIIIIIN!!!!“, schrie der Dämon aus, bevor er sich wieder in seinem Quartier fand und eine seiner Schusswaffen unkontrolliert nach vorne richtete, was in diesem Falle direkt auf Benni war. Zunächst schockiert und dann, als der Dämon die Waffe dematerialisierte, erleichtert sackte der Terraner in sich zusammen, während Natasha direkt auf Cain zu kam. Uriel saß auf einem Sitzplatz, einige Meter daneben.
„Wie kommt ihr hier überhaupt alle rein?“, fragte er dann direkt.
„Naja, wir haben ein klein wenig die Sicherheitsprotokolle deines Quartiers geknackt. Aber nur weil wir dich schreien gehört haben und nachsehen wollten“, antwortete Natasha ihm erklärend und ein wenig verlegen wegen der Sicherheitsprotokolle darauf.
„Verschwindet hier. Ich bin gefährlich“, antwortete Cain dann wieder ruhig und sah die ganze Zeit auf den Boden, was Natasha sichtbar wunderte.
„Du hast ja immer noch diesen Splitter in der Schulter stecken“, stellte sie dann schockiert fest.
„Ja. Es hat sich einfach nicht gelohnt ihn zu entfernen“, antwortete Cain erschreckend gleichgültig darauf.
„Nicht gelohnt ihn zu entfernen?“, fragte Natasha verwirrt noch einmal nach.
„Es ist besser, wenn die Verletzung erhalten bleibt und mich schwächt. Falls ich nicht mehr in der Lage bin die Bösartigkeit in mir unter Kontrolle zu halten bin ich dann leichter zu vernichten“, erklärte Cain sich und schockierte die Terranerin, die daraufhin nach dem Splitter griff und ihn selbst versuchte aus der Schulter zu ziehen. Allerdings genügte ihre Kraft längstens nicht um einen solchen großen Stein aus dem Fleisch eines Dämons zu reißen.
„Mach mal Platz“, warf plötzlich Uriel ruhig ein und schob die weitaus kleinere Terranerin zur Seite. Anschließend riss sie den Stein-Splitter aus Cains Schulter, wenngleich sie dabei eine weitere Wunde aufriss, aus der kurz Blut auf sie spritzte. Anschließend ließ die Engelsdame den Splitter fallen und kehrte auf ihren Platz zurück als ob gerade nichts geschehen wäre, wenngleich ihre weiße Kleidung mit tiefroten Blutflecken überzogen war. Cain selbst schien während der ganzen Sache keine Schmerzen verspürt zu haben, was Natasha nicht mehr überraschen konnte nach all der Zeit. Plötzlich öffnete sich die Tür des Quartieres ein weiteres Mal und Gor´shak trat hinzu.
„Cain. Es ist völlig egal was sonst noch ist, du musst dir da was auf der Brücke ansehen“, kommentierte der Jäger schnell sein Erscheinen, sehr zu Cains Missfallen.

Auch wenn es Cain nicht sehr gut gefiel, so konnte man ihn letztendlich doch noch davon überzeugen sich auf der Brücke einzufinden. Dort hatte er sich mit allen anderen eingefunden und sah sich die Nachricht des Frachters an. Während Benni sehr schockiert reagierte, zeigte sich der Rest sehr gefasst von dieser Nachricht und auch Cain reagierte nur sehr wenig emotional darauf.
„Du siehst also, Damon. Wir benötigen seine Unterstützung im nächsten uns bevor stehenden Gefecht mehr als nur dringend um zu überleben“, kommentierte Ma´ik direkt danach.
„Moment mal. Ihr wollt wirklich weiter machen obwohl ihr wisst, dass die Engel den Nexus angreifen werden?!“, rief nun Benni schockiert aus.
„Wenn wir den Nexus nicht beschützen und die Eldar bald darauf aussterben werden, dann kann niemand mehr dieses Universum retten. Das hier könnte also unsere letzte Gelegenheit sein, die Situation zu unseren Gunsten zu verbessern“, antwortete Gor´shak darauf.
„Und ich soll euch dabei wirklich behilflich sein?“, fragte Cain plötzlich dazwischen.
„Ja, Cain. Nur dieses letzte Mal, dann wirst du möglicher Weise bald nie wieder jemanden verletzen müssen“, antwortete Natasha schnell bevor es jemand anderes konnte.
„Aber ich bin eine Massenvernichtungswaffe. Ich weiß nicht wen ich mit in den Tod reiße, wenn ich erst einmal anfange“, stellte Cain fest.
„Manchmal erfordern bestimmte Situationen den Einsatz bestimmter Maßnahmen Cain“, antwortete Uriel nun auf die letzte Aussage des Dämons.
„Dann werde ich euch noch ein letztes Mal helfen“, antwortete Cain sehr zu Natashas sichtbarer Freude, wenngleich sein sehr negativ wirkender Gesichtsausdruck sich nicht änderte und er immer noch nicht in der Lage war überhaupt irgendwen auf dem Schiff anzusehen.
„Glaubst du denn, dass du in der Lage sein wirst das nötige zu tun, wenn es an der Zeit ist?“, fragte Uriel dann noch einmal genauer nach.
„Ich glaube nicht“, antwortete der Dämon demütig und drehte sich um, bewegte sich sichtbar in Richtung des Ausgangs.
„Wo willst du hin?“, fragte Natasha noch schnell.
„Ich werde versuchen zu trainieren und meinen Geist zu trainieren, für den Fall dass es tatsächlich notwendig wird“, antwortete der Dämon dann bevor er die Brücke verließ.
„Er hat immer noch Schuldgefühle weil er Michael getötet hat“, stellte Uriel ruhig, aber nicht weniger überrascht fest.
„Ich weiß. Verdammt ich wünschte nur ich könnte ihm irgendwie helfen“, antwortete Natasha der Engelsdame und wirkte tatsächlich selbst ein wenig deprimiert.
„Ich fürchte die Geister eines Ermordeten können ein Wesen mit Gefühlen über sehr lange Zeit verfolgen“, stellte Gor´shak abschließend fest, sehr zu Bennis sichtbarem erneutem Schock. Denn das bedeutete, dass Cain wahrscheinlich nicht kampfbereit sein würde und damit die Chancen sanken, dass sie diese ganze Situation noch einmal lebend überstehen würden.

Es war unmöglich zu überblicken über wie viele Schiffe die Armee des Himmels alleine bei diesem Angriff verfügte. Und der war längst nicht zu vergleichen mit einem von denen, die sie auf die Planeten der Höllenarmee ausführten. Dennoch fand sich jede Schiffsgröße in mindestens dreistelliger Ausfertigung darin wieder. Erstaunlicher Weise war das Führungsschiff jedoch kein Titan, nicht einmal ein Kreuzer, sondern lediglich eine goldene Fregatte, die sehr starke Vogelzüge angenommen hatte und so etwa mit seiner Front und dem Kopf und mit den Flügeln denen eines Vogels stark glichen. Dabei handelte es ich um Ras persönliches Transportvehikel, so dass es dem Untergott möglich war den Zug anzuführen wenngleich er sich für den Moment noch an die Naturgesetze dieser Dimension halten musste. Etwas weiter an der Seite und mit mindestens sechs Schiffen Abstand fand sich das Erzengel-Schiff und auf dessen Brücke alle drei Erzengel. Besonders Metatron zeichnete sich durch eine für ihn untypische Unruhe aus, da er permanent von einer Seite der Brücke auf die andere ging.
„Du scheinst die bevor stehende Schlacht kaum mehr erwarten zu können, Metatron“, sprach Raphael ihn daraufhin auf seine übliche arrogante Weise an.
„Ich hoffe einfach, dass der Dämon erscheinen wird und ich ihn endlich vernichten kann“, antwortete Metatron dann erstaunlich gefasst.
„Ra hat dir also gestattet deine Rechnung zu begleichen. Ein unerwartet nobler Charakterzug von ihm“, kommentierte nun Abbaddon auf seine übliche, zwielichtige Art. „Auch ich hoffe eine Rechnung in dieser Schlacht begleichen zu können“, fügte er dann noch hinzu.
„Ja, nur dass deine Rechnung, genau wie meine auch, mit einem Dimensionsbewohner ist“, stellte nun Raphael fest.
„In einem Punkt muss ich Michael nun nach seinem Ableben recht geben. Die Dimensionsbewohner sollten nicht unterschätzt werden“, antwortete Abbaddon erstaunlich sachlich aber hauptsächlich gelassen darauf. „Sie beherrschen eine Form der Technologie die uns fremd ist und können ganze Elemente kontrollieren, genau wie wir“, fügte der Erzengel noch schnell an.
„Freu dich, Abbaddon. Du wirst genug Zeit haben die Dimensionsbewohner zu erforschen, wenn du sie so faszinierend findest, sobald wir diese Schlacht entschieden haben“, kommentierte Metatron abschließend und begann zu lachen, während sich die gigantische Flotte immer weiter auf ihr nächstes Ziel zubewegte.

Für die meisten Wesen wäre es ein Schockmoment gewesen, aus einem Sprungtor direkt hinter einer Sonne hinaus geschleudert zu werden. Aber das war selbst Benni in der Zeit in der er lebte gewohnt. Und die Eldar interessierte so etwas ohnehin nicht. Sehr bald erreichte das Schiff die nächste Beschleuniger-Bahn und nutzte sie direkt. Zur selben Zeit hielt sich der Dämon in einem der Trainingsräume des Schiffes auf. Er hatte ihn kaum betreten, da folgte auch schon Uriel und platzierte sich direkt neben dem Dämon. Der schien sich nicht ganz sicher zu sein, was er eigentlich genau in diesem Raum wollte. Er war ursprünglich in diesen Raum gekommen um zu trainieren, aber irgendwie schien ihm jedes Interesse daran gerade vergangen zu sein.
„Was ist los, Cain?“, fragte Uriel dann nachdem sie den Dämon lediglich verwirrt von der Seite angestarrt hatte und versucht hatte aus ihm schlau zu werden.
„Wie kann eine Vernichtungswaffe wie ich eine bin, ein Wesen dessen einziger Zweck es ist zu töten, ein Wesen, dass den Kampf liebt, wie kann ein Wesen wie ich es bin, gutartig sein?“, fragte dieser zurück und verwirrte die Engelsdame lediglich weiter.
„Ich weiß nicht was du meinst“, antwortete sie dann nach einer Weile. „Es sind deine Taten die dich als gutartig oder bösartig klassifizieren nicht deine Vorlieben“, fügte sie dann noch schnell an.
„Genau da liegt ja das Problem“, kommentierte Cain abschließend und Stille kehrte wieder ein, während der Dämon darüber nach dachte was er nun überhaupt tun sollte.
„Los. Kämpf gegen mich“, sprach Uriel den Erzdämon dann wieder an, sehr zu dessen Verwirrung.
„Ich soll gegen dich kämpfen?“, fragte er dann nachdem er eine Weile darüber nachgedacht hatte.
„Wir beide sind Wesen, die ohne den Kampf nicht existieren können. Es ist wie für die Bewohner dieser Dimension die Aufnahme von Nahrungsmitteln“, antwortete die Engelsdame und baute ihre Rüstung, sowie ein Schwert auf und richtete es auf den Dämon. „Na los. Fang an und greif mich an. Du wirst mich schon nicht aus Versehen töten. Zumindest nicht, wenn du in deiner versiegelten Form bleibst“, fügte sie dann noch an und provozierte schon fast, was Cain tatsächlich ein Lächeln entlocken konnte. Mit seiner üblichen Gemütsruhe materialisierte er seine beiden Schwerter und nahm seine Kampfstellung ein. „Mal sehen ob du´s trotz allem was mit dir geschehen ist noch drauf hast“, kommentierte dann die Engeldame und beide stürmten aufeinander zu, wobei ihre Klingen aufeinander trafen. Keinem von beiden fiel Natasha auf, die sich ebenfalls kurz in den Raum begeben hatte, ihn aber schnell wieder verließ als sie die beiden kämpfen, sowie Cains erstaunlich glücklichen Blick dabei sah.

Es kam jedem an Bord nur wie wenige Minuten vor, die sich der Kreuzer in einem grünen Nebel aufhielt und auch ein Feld grüner Kristalle stellte kein Problem für den Kreuzer und die Beschleuniger-Bahnen dar. Es waren sicherlich nur noch wenige Lichtjahre und Flugstunden bis sie den letzten Sprung durchführen würden, der sie zum großen Nexus bringen sollte. Das wusste auch Natasha, die es bevorzugte durch eines der Fenster des Schiffes zu sehen, während es nun durch einen gelben Raumnebel trieb. Ihr war einfach nicht danach sich auf der Brücke zu melden. Stattdessen schlug sie lieber mit beiden Fäusten frustriert gegen das Fenster, wohl wissend, dass sie es nicht zerbrechen konnte und sackte dann dort zusammen.
„Natasha. Was ist mit dir? Ist alles in Ordnung?“, fragte daraufhin Benni, der sie ursprünglich abholen und zur Brücke bringen wollte und sie nun so vorfand.
„Uriel ist wirklich klasse oder?“, murmelte sie dann nach einer Weile sehr zu Bennis Verwirrung. „Sie weiß genau was sie wann wo und wie zu Cain sagen muss damit es ihm besser geht. Sie ist stark und weiß viel darüber wie man einen Krieg führt und gewinnt. Sie nutzt der Gruppe wirklich etwas und dazu sieht sie noch wirklich klasse aus. Was bin ich schon gegen sie?“, fügte sie schnell noch an.
„Ich kann das gut verstehen. Ich frage mich auch jeden mindestens Morgen wenn ich aufstehe und jeden Abend wenn ich einschlafe warum ich nicht ein wenig mehr wie Cain sein kann“, antwortete Benni nun ebenfalls ein wenig bedrückt. „Manche Wesen in dieser Welt scheinen einfach zu existieren um permanente Tritte von allen Seiten einstecken zu müssen“, fügte er noch schnell an.
„Kaldrius fehlt mir jetzt sehr. Er wüsste genau was er jetzt zu uns sagen müsste“, stellte Natasha noch deprimierter fest.
„Kaldrius war auch der Einzige der immer gut damit zurecht kam in dieser Situation hier zu stecken. Wahrscheinlich würde er jetzt irgendetwas darüber erzählen, dass wir nicht aufgeben sollen und uns schon gar nicht mit denen vergleichen sollen. Und er würde uns daran erinnern, dass wir Terraner ganz andere Qualitäten haben als unsere körperliche Stärke“, antwortete Beni darauf und begann kurz zu lächeln.
„Ja, genau das klingt nach Kaldrius“, kommentierte Natasha und kicherte sogar kurz, bevor sie sich wieder vom Boden aufrichtete. „Und er hätte wahrscheinlich recht. Ich bin zwar nicht so mächtig wie Uriel und ich verstehe nichts vom Krieg und dem Kampf aber sicherlich hab ich irgendwelche anderen Vorzüge. Danke Benni“, antwortete die Terranerin und umarmte ihren langjährigen besten Freund bevor sie das Fenster verließ und sich auf den Weg zur Brücke machte.

Es war vollkommen egal was Cain tat, was er versuchte zu tun. Ein Wesen der Ehre einfach hingerichtet zu haben tat immer noch zu jeder Sekunde weh, auch wenn der Dämon seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Kampf, nach ging. Nichts konnte ihn darüber hinweg täuschen, dass er ein Mörder war und nichts anderes. Er gehörte nicht mehr zu dieser Gruppe, nicht nachdem er Michael umgebracht hatte. Er konnte einfach nicht bleiben, er musste verschwinden. Und dabei war es vollkommen egal wohin. Ein schockierendes Bild bot sich daher Natasha, als diese auf dem Weg zur Brücke an einer der oberen Luftschleusen vorbei kam und Cain dort antraf.
„CAIN! WAS TUST DU DA!?!?!“, schrie sie im ersten Moment aus, wobei ihr sichtbar entfallen war, dass der Dämon keine Atmosphäre zum Leben brauchte.
„Ich werde verschwinden“, antwortete der Dämon.
„Ja aber wohin denn?“, fragte Natasha genauer nach.
„Ich weiß es nicht“, antwortete wiederrum Cain und öffnete mit einem Tastendruck die massive Metalltür direkt vor sich.
„Ich dachte du wolltest uns helfen zum großen Nexus zu kommen“, warf die Terranerin noch ein.
„Das wollte ich auch. Aber ich kann nicht. Lebt alle wohl. Ihr werdet ohne mich sicherlich besser zurecht kommen“, antwortete Cain scheinbar nur wenig emotional und trat einen Schritt durch die Tür.
„Dir scheint es wirklich ernst damit zu sein, oder?“, stellte Cains lange Begleiterin in dieser Dimension fest. „Und das soll´s jetzt gewesen sein oder was? Nach allem was wir alle zusammen durchgemacht haben, verschwindest du einfach so durch eine Luftschleuse? Verdammt, keiner hier will, dass du verschwindest!“, rief sie ihm dann noch hinter her und schien tatsächlich etwas zu bewirken, denn Cain drückte die Taste zur Schließung der massiven Metalltür nicht, sondern hielt lediglich seinen Finger darauf. Auch sein Gesichtsausdruck zeigte tatsächlich einen kurzen Moment etwas wie einen Schock, während Natasha für ihn gut sichtbar in Tränen ausbrach.
„Alle diese Tränen. Nur wegen mir?“, fragte der Dämon nachdem er eine Weile einfach nur mit einem verwirrten Blick zugesehen hatte.
„Du bist der einzige, der uns bei dem was uns bevor steht noch beschützen kann“, antwortete Natasha ihm und trat einige Schritte näher.
„Ich kann niemanden beschützen. Ich bin lediglich gefährlich und vernichte alles um mich rum. Das darf einfach niemals geschehen“, kommentierte Cain und trat im Ausgleich einige Schritte zurück.
„DAS IST NICHT WAHR!!!“, schrie Natasha ihm daraufhin entgegen.
„ICH HABE DEN ERZENGEL ERMORDET!!!“, schrie Cain zurück und schockierte Natasha sehr. „Und nicht nur ihn. Viele, sehr viele andere Engel unterschiedlicher Ranghöhe und Stärke. Dimensionsbewohner und schon ganze Planeten und Systeme habe ich zerstört. Ich habe meinen eigenen Bruder getötet weil es mir damals befohlen wurde. Ich bin eine Vernichtungswaffe und nichts anderes“, fügte er dann viel ruhiger hinzu und Natasha bemerkte tatsächlich, dass der Dämon sich versuchte zu öffnen. „Ich wurde geschaffen um zu vernichten und zu töten. Und das ist alles was ich kann“, fügte er noch schnell an.
„Cain? Weinst du etwa?“, fragte Natasha als Reaktion darauf mit einer gewissen weiteren Verwirrung und tatsächlich stellte der Dämon schockiert fest, dass er eine solche Reaktion zeigte. Schnell versuchte er sich die leichte Nässe aus dem Gesicht zu wischen und sie zu verstecken. „Cain. Lass das doch. Es ist OK. Auch Dämonen dürfen um Tote trauern, zumindest in dieser Dimension“, unterbrach Natasha ihn schnell dabei während sie langsam auf ihn zu ging und ihn dann schnell umarmte, als sie nach etwa einer Sekunde die sie vor ihm stand ihre Chance darauf sah.
„Zuerst hab ich beim Schutz von Kaldrius versagt und dann in deinem Namen einen ehrenhaften Kämpfer ermordet“, fasste Cain noch einmal zusammen. „Bitte vergib mir. Bitte...“ schluchzte er dann, während er tatsächlich die Umarmung erwiederte und sich tatsächlich dadurch besser zu fühlen schien.
„Das hab ich doch längst. Ich will, dass du wieder auf mich aufpasst, so wie vorher auch schon. Mehr nicht. Und ich denke dazu ist es wichtig, dass du dir zu aller erst einmal selbst vergibst“, antwortete Natasha nun ruhig darauf und genoss es derweilen tatsächlich dem Dämon auf diese Weise so nahe sein zu können, zum ersten Mal in einer solchen Weise.

Das Schiff flog gerade an einer roten, wenn auch längst nicht zum roten Riesen gewordenen, Sonne vorbei, und erreichte einen Planeten mit einer violetten Atmosphäre, wo die Beschleunigerbahn an einem der vier grauen, kahlen Monde vorbei führte. Es war sicherlich nicht mehr allzu weit bis der Kreuzer das Sprungtor erreichen würde und es war wichtig, dass alle Vorbereitungen bis dahin abgeschlossen wären. Umso eigenartiger erschien es Ma´ik als Cain mit einem seiner selbst materialisieren PDAs und Natasha als Begleitung auf die Brücke trat.
„Ich hatte nicht mit dämonischem Besuch gerechnet“, kommentierte Ma´ik direkt. „Womit kann ich dir so kurz vor dem Sprung dienen?“, fragte er dann.
„Ich brauche 38 von denen hier. Und das unbedingt noch bevor wir unser Ziel erreichen“, antwortete der Dämon und reichte dem Eldar das PDA, was dieser sich mit großem Interesse durchlas. Es enthielt die Baupläne der Drohnen des Legions.
„Noch bevor wir den Sprung durchführen?“, wiederhole Ma´ik noch einmal und Cain nickte zustimmend. „Ich glaube dir ist nicht bewusst, was du verlangst, Dämon“, fügte er dann noch schnell hinzu.
„Aus genau diesem Grund hab ich dir ja auch diese Pläne überlassen“, antwortete Cain ruhig und gelassen darauf. „Oder hattest du ernsthaft gedacht, dass ich dir ein Stück dämonische Technik einfach ohne jeden Grund überlassen würde?“, fügte er dann noch mit einem gewissen Sarkasmus an.
„Meine technischen Teams werden diese Aufgabe niemals rechtzeitig beenden“, kommentierte Ma´ik abschließend und wandte sich wieder dem Kurs des Schiffes zu.
„Deine technischen Teams vielleicht nicht. Aber du kannst das schaffen“, antwortete Cain wiederrum darauf und Ma´ik drehte sich ihm wieder zu. „Du oder Gor´shak. Ich bin mir sicher, dass keiner von euch beiden länger als ein paar Sekunden dafür brauchen wird“, fügte er dann noch schnell an.
„Dann werde ich dir Gor´shak in den Hangar senden“, antwortete Ma´ik ruhig und sachlich darauf.
„Na bitte, war doch gar nicht so schwer“, kommentierte der Dämon lediglich mit einem gewissen Sarkasmus und verließ die Brücke wieder. Natasha blieb, denn sie sollte bald das Steuer übernehmen und das wäre sicherlich mehr als nötig, wenn sie den Nexus erreichen wollten.
„Mir scheint, unser stärkster Kämpfer wäre zurück gekehrt“, kommentierte nun Ma´ik und widmete sich wieder dem Kurs des Kreuzers, der diesen an einem Asteroiden vorbei führte.
„Ja, das ist er. Endlich…“, antwortete Natasha sicht- und hörbar erleichtert. „Wie weit ist es eigentlich noch?“, fragte sie dann so fröhlich wie es früher immer bei ihr üblich gewesen war.
„Es kann sich nur noch um wenige Minuten handeln bis wir das Tor erreichen“, antwortete der Navigationsoffizier darauf, während die Beschleuniger-Bahn langsam damit begann das Schiff abzubremsen. Das bedeutete, dass es tatsächlich nicht mehr allzu weit sein konnte.

Cain hatte sich bereits im Hangar eingefunden als Gor´shak erst erschien. Dieser fand den Dämon mit verschränkten Armen vor seinem Legion stehend vor und trat recht bald neben ihn
„Du hast dir Zeit gelassen“, kommentierte er dann mit einem leichten Sarkasmus.
„Ich will dich mal als Commander sehen, dann reden wir weiter“, antwortete Gor´shak ruhig und ebenfalls mit einem gewissen Maß an Sarkasmus darauf. „Also worum geht´s?“
„Um das hier“, antwortete Cain und reichte dem einstigen Dämonenjäger das selbe PDA. „Ich brauche 38 davon, am besten sofort“, fügte er dann noch schnell an.
„Hey, hetz mich nicht so. Ich hab schließlich auch noch anderes zu tun“, antwortete Gor´shak ruhig und ließ sich derweilen von seinen Arbeitern 38 große Blöcke aus Metall bringen. Danach platzierte er sich vor den ersten Block und berührte ihn mit seinen Händen. Anschließend drangen seine Nanobots in das Metall und begannen es zunächst zu verflüssigen und dabei neu zu formen, bis es die Form einer Drohne hatte, wie sie Cain auf dem Legion verwendete.
„Genau so“, kommentierte Cain die Arbeit des Jägers, nachdem er sie begutachtet hatte und Gor´shak fuhr mit dem nächsten Block fort.
„Du scheinst deine Kriese hinter dir gelassen zu haben, wie es scheint“, kommentierte er dabei und beendete eine weitere Drohne. „Zumindest scheinst du dem sicheren Ende in das wir hinein fliegen mit großer Gelassenheit entgegen zu sehen, so wie die meisten hier“, fügte er dann noch an und beendete noch während des Satzendes eine weitere Drohne.
„Es ist nicht das sichere Ende. Dafür werde ich sorgen“, antwortete der Dämon, während Uriel den Hangar betrat und direkt zu den beiden ging.
„Hältst du es wirklich für eine gute Entscheidung jemandem deine Technologie preis zu geben und dann auch noch jemandem für den es keine Schwierigkeit darstellt sie zu kopieren?“, warf sie direkt ein, während Gor´shak weitere Drohnen produzierte und sein Tempo sichtbar immer weiter erhöhte.
„Gerade deshalb ist es eine gute Wahl. Somit ist es immer möglich schnell neue Ersatzteile für den Legion zu erhalten“, antwortete der Dämon ruhig darauf. „Wenn der Legion nicht mehr funktioniert, werde ich nicht mehr in der Lage sein euch zu beschützen“, fügte er dann noch an.
„Beschützen?“, fragte Uriel noch verwirrt aus, bevor Gor´shak seine Arbeit mit dem Ausruf „Fertig“ beendete.
„Und keine Sekunde zu früh“, kommentierte Cain, als gerade der Gefechtsalarm aktiviert wurde, und begab sich durch die gewaltige Hangartür um die Brücke aufzusuchen.
„Was hast du eigentlich in diesem Trainingsraum mit ihm angestellt? Er ist ja jetzt völlig andersartig, sogar noch unterschiedlicher als damals, als er von den Toten wiederauferstanden ist“, stellte Gor´shak noch fest.
„Eigentlich gar nichts. Ich zumindest nicht“, antwortete Uriel und wirkte sichtbar verwirrt von Gor´shaks Worten und Cains eigenartiger Veränderung.

Erst nach und nach fanden sich alle auf ihren Stationen ein, darunter auch Natasha auf dem Platz des Steuermanns. Für den Moment wurde der Kreuzer allerdings noch durch den Computer der Beschleuniger-Ringe und danach einen Autopiloten kontrolliert, der das Schiff in Richtung des nicht weniger gewaltigen Sprungtores steuerte, nachdem es den Beschleunigerring verlassen hatte.
„Und hinter diesem Portal befindet sich der große Nexus?“, fragte Uriel noch einmal nach.
„Nach meinem letzten Kenntnisstand schon“, antwortete Gor´shak.
„Naja, wisst ihr... Noch können wir umdrehen und verschwinden so lange wir das noch können.“ schlug Benni daraufhin schnell vor und wirkte ohnehin schon die ganze Zeit mehr als nur ein wenig verängstigt. Das war auch kein Wunder, schließlich war er der einzige, der nicht irgendetwas Tolles zur Bewältigung dieser Situation beitragen konnte. Alles was er machen konnte war sich das Ganze ansehen, vor Angst schwitzen und hoffen, dass die anderen stark genug wären.
„Auf gar keinen Fall. Wir müssen das jetzt zu Ende bringen“, antwortete Natasha ihm schnell, während das Sprungtor bereits damit begann ein künstliches Wurmloch zu bilden.
„Vorbereiten auf den Sprung“, kommentierte Ma´ik noch bevor das Schiff endgültig das Wurmloch passierte und auf der anderen Seite wieder verließ und das genau in Sichtweite des gigantischen mechanischen Planeten den die Eldar als den großen Nexus bezeichneten, oder zumindest etwas, dass sich auf diesem Planeten befand.
„Tatsächlich ganz schön groß euer Nexus“, kommentierte Cain mit einem gewissen Sarkasmus, während Natasha das Steuer übernahm und ohne Anweisungen von Ma´ik bereits das Schiff auf einen Kurs dorthin führte.
„Irgendwelche ungewöhnlichen Anzeigen?“, fragte der Eldar-General stattdessen in die Runde seiner Offiziere.
„Bisher noch keine“, antwortete Gor´shak darauf, während der mechanische Planet langsam aber sicher näher kommen sollte.
„Sollte uns nicht ein gigantisches Geschützfeuer erwarten oder sowas?“, fragte auch Benni äußerst verwirrt und starrte Ma´ik nach einer Antwort verlangend an.
„Der große Nexus sollte längst über unsere Anwesenheit informiert sein“, antwortete der feststellend und versuchte sichtbar eine Erklärung zu finden. „Die einzige Möglichkeit, die mir einfällt ist, dass er möchte, dass wir zu ihm kommen. Aber das ist eigentlich völlig unmöglich“, fügte er dann noch schnell an.'
„Wir kommen langsam in Sensor-Reichweite. Ich hab hier unzählige Anzeigen. Da ist ne Menge wichtiges Zeugs dabei. Aber mir erscheinen die beiden hier am interessantesten“, warf nun Gor´shak ein und legte zwei Schiffe im Orbit, eines davon im Raumdock, auf Ma´iks Holoprojektor.
„Tar´wik und Rar´mor“, stellte dieser dann fest.
„Es scheint als hätte unser Todfeind überlebt und wäre vor uns da“, stellte Uriel weiter fest.
„Aber wenn das so ist, wieso stehen wir dann nicht längst unter Dauerfeuer?“, fragte Natasha weiter nach.
„Um das heraus zu finden gibt es nur einen Weg. Wir müssen in Transport-Reichweite gelangen und uns zum großen Nexus selbst begeben“, antwortete Ma´ik darauf und Natasha nickte lediglich, während sie das Schiff aufmerksam in den Planetenorbit steuerte.
„Ihr wollt jetzt wirklich da runter gehen?“, fragte Benni noch einmal nach und wirkte sichtbar verängstigt, denn es war unklar ob der Nexus sie anhören oder lediglich in eine Falle locken wollte.
„Wir haben keine andere Wahl“, antwortete Cain lediglich darauf und verließ als erstes die Brücke, direkt gefolgt von Ma´ik, Uriel und Natasha. Lediglich Gor´shak blieb mit Benni zurück, der sich sichtbar besorgt zeigte, hauptsächlich aber um Uriel und Natasha. Noch niemals zuvor hatte er sich so sehr gewünscht stark sein zu können um sie alle zu beschützen als in diesem Moment.

Der Molekular-Transport dauerte wie üblich nur wenige Sekunden. Allerdings würde der Dämon sich wahrscheinlich niemals wirklich daran gewöhnen in seine Moleküle gespalten und wieder zusammen gesetzt zu werden. Er bevorzugte an sich das dimensionale Fenster für derartige Reisen. Allerdings war es schwierig eines zu errichten, wenn man den Zielpunkt nicht kannte. Und somit musste er sich einem Molekular-Transport zur Oberfläche anschließen. Tatsächlich fand sich der Dämon in dem entsprechenden Raum wieder, in dem sich der gewaltige, massive Panzer-Kubus befand, der wohl die Kontrolleinheit der Eldar, der große Nexus war. Sie hatten sich also direkt ohne weitere Umschweife in das passende Gebäude und den passenden Raum transportiert.
„General Ma´ik, welch unerwarteter Besuch“, kommentierte der Nexus mit seiner üblichen, überall aus dem Raum kommenden Stimme, wobei der Kommentar zwar in nüchternem Ton gesprochen war, aber durch seine Wortwahl zwangsweise sarkastisch erscheinen musste. Immerhin wusste der Nexus genau, dass sein Schiff im Anflug gewesen war.
„Ich komme mit einer wichtigen Botschaft und ich bin nicht alleine wie ihr seht, großer Nexus“, antwortete Ma´ik darauf.
„Ich weiß. Das bin ich auch nicht“, sagte der Nexus noch, bevor sich zwei Türen öffneten und General Tar´wik zusammen mit Captain Rar´mor eintrat. Weitere Unterstützung schien ihnen zu fehlen. Allerdings wusste jeder der übrigen Anwesenden, wozu Tar´wik im Stande war oder konnte es erahnen.
„Bitte, ihr müsst uns anhören! Das gesamte Universum ist in Gefahr!“, rief Natasha aus.
„Eine Armee aus Engeln und Himmelsbestien ist dabei diese Welt zu überrennen und nur wenn wir alle zusammen halten können wir sie besiegen“, fügte Cain noch viel ruhiger hinzu.
„Das weiß ich, zumindest das mit der Engelsarmee“, antwortete der Nexus sehr zum Schock aller anderer Anwesender, inklusive Rar´mor.
„Ich hatte bereits einige Gelegenheit dem großen Nexus von der Armee der Engel zu berichten. Ebenso davon, dass ihr den Rat der Community bereits mit einbezogen habt und jetzt einen Krieg gegen diese Wesen führen wollt“, fügte Tar´wik dem ganzen noch an.
„Das ist nicht wahr! Wir versuchen lediglich zu tun, was für dieses Universum das Beste ist!“, antwortete Natasha aufgebracht.
„Wer hat einer Terranerin überhaupt gestattet mit mir zu kommunizieren?“, fragte der Nexus anschließend aus und wandte sich dabei scheinbar an Tar´wik und Rar´mor, die direkt in eine Kampfstellung übergingen und sich auf den ersten Angriff vorbereiteten. Das veranlasste auch Ma´ik, Cain und Uriel sich auf einen Kampf durch Materialisierung von Waffen und Rüstungen vorzubereiten, wobei Ma´ik den vordersten Platz einnahm.
„Du willst also wirklich den Nexus und das ganze Universum an eine Armee mythischer Wesen verlieren, nur weil du nicht bereit bist einer Terranerin zu zuhören?“, fragte Ma´ik seinen ehemaligen Generals-Genossen und trat einen Schritt weiter vor.
„Was sollte ein weiblicher Terraner auch schon wichtiges zu berichten haben?“, antwortete Tar´wik lediglich und aktivierte eine Energieklinge an seinem Arm.
„Zum Beispiel, dass diese Armee genau auf den Nexus selbst zusteuert. Und wenn du nicht so unendlich stur, wie der Rest unserer Art wärst, hättest du das wissen können“, kommentierte Ma´ik und schockierte den General und seinen Captain damit sehr.
„Was ist? Tötet sie! Vernichtet die Verräter!“, befahl der Nexus und schien tatsächlich Anzeichen für Emotionen zu zeigen.
„Ich kann nicht“, antwortete Rar´mor und dematerialisierte alle seine Waffen. Tar´wik zielte jedoch weiterhin auf die Gruppe.
„Sei nicht bescheuert, Dimensionsbewohner. Du hast selbst gesehen wozu diese Armee in der Lage ist“, kommentierte Cain noch eindringlich und auch Tar´wik dematerialisierte seine Waffensysteme.
„Ihr wagt es euch mir zu wiedersetzen?“, fragte der Nexus selbst sichtbar schockiert und wütend zugleich aus, während sich die Decke und Seitenwände um zu transformieren schienen.

Keiner der Anwesenden hätte mit einem solchen Gefühlsausbruch bei dem gigantischen Maschinenwesen, dass die Eldar als „den großen Nexus“ bezeichneten erwartet. Besonders nicht die Eldar selbst, denen solche Zustände größtenteils unbekannt waren. Und während alle dem begannen sich Decke und Wände weiter um zu transformieren und eine unzählbare Menge mechanischer Arme zu bilden.
„Versteht doch großer Nexus. Wir müssen zu eurem eigenen Schutz auf diese Weise handeln. Und zu dem unserem...“, kommentierte Rar´mor, bevor ihn ingesamt sechs der Arme packten und bewegungsunfähig hielten. Dazu wären diese Arme in der Lage den Eldar-Captain ohne Probleme auseinander zu reißen.
„Die Eldar müssen eingestehen, dass Dämonen und Engel, sowie Magie existieren und dass wir die Terraner zu unrecht ausgelöscht haben“, fügte Tar´wik noch schnell an, bevor auch er von sechs dieser Arme gepackt und mit elektronischen Schocks ruhig gehalten wurde.
„NIEMALS!!!“, schrie nun der Nexus aus und eine nicht näher definierte Menge an mechanischen Armen richtete sich auf Cain, Ma´ik, Uriel und Natasha. Besonders letztere war hier nun sehr stark in Gefahr, das wussten sie alle Drei, aber Ma´ik wusste auch, dass ein Rücktransport durch Kraftfelder, die der Nexus sicherlich errichtet hatte, ausgeschlossen war. Somit blieb den Dreien nichts anderes übrig als sich in einer Verteidigungsstellung rund um die Terranerin zu platzieren und wachsam zu bleiben.
„Wenn du und deine Eldar überleben sollen, habt ihr keine andere Wahl, Blechdose“, antwortete Cain mit einem gewissen Maß an Gemütsruhe.
„Wir werden die Himmelsarmee niemals zurück schlagen können, wenn wir nicht mit ALLEN Rassen der Community und in diesem Universum zusammen arbeiten“, fügte Ma´ik noch hinzu.
„Und dazu muss der große Nexus zugeben, dass er gelogen hat“, sagte nun noch Natasha und schien einen weiteren Wutausbruch bei dem Nexus zu verursachen, der seine Arme nun auf Ma´ik jagte und ihn gleich mit acht davon packte und unter Elektroschocks setzte. Uriel zerteilte noch drei von ihnen bevor auch sie von sieben der mechanischen Arme des Nexus gepackt wurde.
„Verdammt!“, kommentierte sie dabei lediglich, während Natasha kurz in die Richtung sah, in der sich das kleine Sichtfenster befand. Und erschreckender Weise erkannte sie tatsächlich eine Person darin, die sehr humanoid wirkte, aber mit unzähligen Kabelverbindungen mit der Umgebung verknüpft war. Nun war auch klar, was der Metallpanzer beschützen sollte. Es war diese Gestalt und diese Gestalt war auch das was die Eldar als den großen Nexus kannten.
„Ich werde niemals zulassen, dass die anderen diese Geschichte erfahren!“, rief der Nexus noch aus, bevor er seine Arme auf Natasha jagte. Cain verpasste ihr jedoch schnell einen Stoß zur Seite und schob sie so rechtzeitig aus der Bahn. Der Dämon allerdings wurde von gleich zehn der mechanischen Arme gepackt und musste sogar kurz aufschreien, so sehr verzogen ihn die Arme. Nun war Natasha alleine und wahrscheinlich hätte sie keine Chance gegen den Nexus, ebenso wenig ihm zu entkommen.

Die Situation erwies sich als unverändert negativ. Keiner der starken Kämpfer war überhaupt noch in der Lage sich zu bewegen und die einzige, die dazu noch in der Lage war, war keine Kämpferin. Zudem schienen die letzten Worte nicht dazu beigetragen zu haben, den Hass des Nexus zu verringern, eher im Gegenteil. Seine Augen schienen fast schon zu blitzen, so sehr hasste das Wesen.
„Ich werde niemals zugeben, dass die Terraner zu unrecht ausgelöscht wurden“, kommentierte der Nexus lediglich noch, sehr zum Schock von Natasha, denn sie schien nun zu begreifen, weshalb der Nexus auf diese sehr heftige Weise reagierte.
„NATASHA! LAUF!“, schaffte Cain lediglich noch zu rufen, bevor der Nexus seine mechanischen Arme auch auf sie zurasen ließ und das mit einer solch hohen Geschwindigkeit, dass ein Treffer sie wahrscheinlich ohne weitere Umschweife zerreißen würde. Sowohl Cain als auch Uriel wechselten schnell kurzzeitig auf Elementar-Formen, so dass die Arme einfach durch sie hindurch griffen und stürmten schnell auf den gepanzerten Kubus zu. Immer wieder versuchten diese mechanischen Arme einen von beiden zu packen bevor sie sich mit gewaltigen Klingen ihrer beiden Elemente durch diesen hindurch sägten. Kurz vor dem Hals des eigentlichen Nexus stoppten beide jedoch den Angriff, wobei sie weiter in dieser Form verblieben und den Humanoiden weiter mit ihren Elementar-Klingen handlungsunfähig hielten.
„Selbst wenn ich wollte... Ich könnte euch niemals geben, was ihr von mir verlangt. Also vernichtet mich endlich und bringt das zu Ende wozu ihr wirklich hier seit“, sprach der Nexus die Gruppe nun an und schien sein Ende bereits zu erwarten.
„Du hast selbst nie verkraftet mein Volk vernichtet zu haben.“ stellte nun Natasha fest und schockierte den Nexus noch einmal zusätzlich. „Dein Gewissen lässt dich nicht in Ruhe, weil du ein ganzes Volk ausgelöscht hast. Hab ich recht?“ fragte Natasha noch einmal.
„Ich…“, brachte der Nexus noch heraus, bevor er vor Cain und Uriel in sich zusammen sackte. „Ich habe einen Genozid begangen. Nur aus eigenem Machtinteresse, weil ich die Terraner gefürchtet habe“, stellte er dann weitaus deprimierter fest. „Alle diese Leben, alle diese Planeten sind nun einfach weg, nur wegen mir“, fügte der Nexus dann noch weiter an und ließ nicht nur seine Gefangenen wieder frei, sondern transformierte auch seine mechanischen Arme nach und nach wieder zurück, während Natasha langsam vor ihn trat und ihm direkt in die Augen sah.
„Das ist jetzt alles egal. Alles was jetzt von Bedeutung ist, ist dass wir alle zusammen arbeiten und das Universum retten, dass wir kennen und lieben“, antwortete Natasha ihm.
„Soll das heißen, dass du mir tatsächlich vergibst?“, fragte der Nexus nun unsicher und wirkte nun eher wie ein kleines Kind als ein mächtiges, mechanisches Wesen.
„Ja… Ja, das tue ich“, antwortete die Terranerin und nach und nach traten die anderen hinzu, während Cain und Uriel beide ihre Formen wieder versiegelten.
„Also, was ist jetzt, Blechdose? Bist du dabei?“, fragte Cain noch einmal genauer nach.
„Andernfalls werden meine Artgenossen diese Dimension einfach überrennen“, fügte Uriel noch an und der Nexus nickte es einfach ab, sehr zu Natashas erneuter, sichtbarer Freude. Kein Wunder, wenn man bedachte, dass gerade eine Allianz gebildet worden war, die man bis vor wenigen Minuten noch für völlig unmöglich gehalten hätte. Allerdings sollte diese Freude nicht sehr lange andauern. Eine Erschütterung durchzog den gesamten Raum und zeitgleich war das Geräusch einer Explosion zu hören. Außerdem sollte es nicht bei diesem einen Vorfall bleiben.
„Was ist das?“, fragte Natasha direkt und wirkte sichtbar erschrocken.
„Meine Oberfläche wird von unbekannten Feindschiffen aus dem Orbit bombardiert. Ich nehme an, dass es sich um die besagten Engel handelt“, antwortete der Nexus und schien alle Anwesenden zu schockieren. Denn keiner hätte erwartet, dass die Engel schon so früh eintreffen würden.

Gewaltige Strahlen unterschiedlichen Elements und Typs krachten auf die Oberfläche. Jeder Einschlag hinterließ dabei eine nicht zu unterschätzende Explosion und vernichtete mindestens ein Gebäude. Und durch dieses Gewitter aus Strahlen, dass von weiterer Entfernung aus abgefeuert wurde, sah sich Gor´shak gezwungen zu navigieren. Noch hatte er allerdings Glück, denn es handelte sich um ungezieltes Artillerie-Feuer. Weniger Glück und Freude brachte ihm dabei sein Flugbegleiter, der immer noch Benni war und sich direkt an ein Gitter klammerte.
„Wir werden sterben!“, schrie er direkt wieder einmal aus, während Gor´shak das Schiff weiter auf den Planeten zusteuerte und dabei mit der Oberseite, sehr dicht an einem der Strahlen vorbei flog. Es war nicht mehr allzu weit, so viel wusste der Jäger.
„General Gor´shak. Ich übernehme die Steuerung“, kommentierte plötzlich der große Nexus über das Kommunikations-System und tatsächlich aktivierte sich ein Autopilot, der das Schiff an einem weiteren Strahl vorbei, in eines der Gebäude steuerte, wo ein spezieller Landeplatz für es geschaffen worden war und das innerhalb von nur weniger Minuten. Zuvor hatte der Jäger allerdings noch einen weiteren Blick auf die Flotte des Himmels nehmen können, die mehr als nur gigantisch ausgefallen war, selbst für seine Verhältnisse, die schon einiges her gaben.
„Gegen eine solche Übermacht haben wir mal ganz sicher keine Chance“, kommentierte er noch, während sich die Tore hinter dem Kreuzer schlossen und ihn scheinbar sicher versteckten, während einer der Strahlen in einen Wolkenkratzer daneben einschlug und ihn zum Einsturz brachte. Zeitgleich starteten Landungsschiffe von den Himmelsschiffen, die auf den Planeten zuflogen und ihn sicherlich sehr bald eingenommen hätten. Das wussten auch die Erzengel, als sie die Invasion von der Brücke ihres Schiffes aus verfolgten.
„Seltsam. Das geht tatsächlich äußerst einfach“, kommentierte Abbaddon nachdenklich.
„Scheinbar werden unsere Truppen diesen Planeten bald eingenommen haben“, stellte Raphael fest.
„Wenn nicht der Dämon noch auf dem Schlachtfeld erscheint“, antwortete Metatron.
„Du glaubst doch nicht wirklich, dass der Erzdämon Cain noch erscheinen wird oder?“, fragte Abbaddon verwirrt.
„Ich hoffe inständig, dass das passiert. Denn dann kann ich ihn persönlich in seine dreckigen, nutzlosen Einzelteile zerlegen“, antwortete Metatron hörbar hasserfüllt, aber auch voller Freude auf seine Rache.

Die Landungsschiffe kamen dem mechanischen Planeten immer näher und wahrscheinlich würden sie ihn sehr bald erreichen. Wie ein gigantischer Schwarm aus Insekten stürmten sie dem Himmelskörper entgegen, auf dessen Oberfläche sehr schnell Flugabwehr-Türme ausfuhren. Innerhalb kürzester Zeit entlud sich ein einziges Gewitter aus Strahlen und Projektilen auf die Schiffe. Dem ersten wurde der rechte Flügel abgetrennt, so dass es unkontrolliert in ein mehrere hundert Meter großes Gebäude krachte und dort ein gigantisches Loch hinein sprengte. Das zweite Landungs-Schiff überstand jedoch das Flugabwehr-Feuer und erreichte einen Straßenzug, wo es einfach zu Boden ging und langsam damit begann seine Ladung freizugeben. Ebenso erging es mehreren anderen Landungs-Schiffen, die sich in einer etwas freieren Fläche nieder ließen. Ein weiteres versuchte dazu zu stoßen, wurde jedoch von einem Neutronen-Strahl und mehreren blauen Projektilen getroffen, woraufhin es brennend, genau vor dem Landeplatz der anderen in den Boden krachte. Sowohl diejenigen die sich im Gebäude des Nexus befanden, als auch Gor´shak und Benni auf dem Schiff, verfolgten das Ganze auf einer holographischen Ansicht, welche die Sensoren des Nexus ihnen zur Verfügung stellten.
„Meine übrigen Truppen sammeln sich an diesem Punkt“, kommentierte der Nexus und markierte eine Stelle, die sicherlich ausreichenden Platz für die Eldar und ihre Ausrüstungen, sowie Bodenkampfvehikel, falls nötig, bot.
„Die Truppen der Community werden in wenigen Minuten hier eintreffen“, kommentierte Ma´ik weiter.
„Die werden nur wenig gegen unsere goldenen Schutzpanzer ausrichten können“, antwortete Uriel so schnell sie konnte. „Ihre Waffen basieren auf den Naturgesetzen dieser Dimension. Sie werden vielleicht zwei oder drei Schiffe zerstören können, bevor sich unsere goldenen Panzer darauf einstellen können“, erklärte die Engelsdame schnell noch.
„Na Spitzenklasse. Und jetzt?“, fragte nun Gor´shak.
„Einige dieser Spezies haben physische Stärke, die Volcano bestehen aus flüssigem Gestein und die Kashiri verfügen über telekinetische Fähigkeiten. Hier unten am Boden sind die uns eindeutig mehr von Nutzen als da oben in ihren Schiffen“, antwortete Cain feststellend und überraschte insbesondere die Eldar durch sein taktisches Verständnis.
„Wie sollen die Spezies der Community es aber bis hier her schaffen, wenn sich eine solche Flotte im Orbit befindet und sie sich den Weg nicht freikämpfen können?“ fragte nun Natasha, erschreckend berechtigter Weise.
„Diese Aufgabe übernehme ich. Allerdings müssen die Armeen des Himmels von diesen Orten fern gehalten werden“, antwortete der Nexus und auf dem holographischen Projektor markierten sich gleich eine ganze Reihe von Stellen, meist Energie-Generatoren.
„In diesem Falle sollten wir uns sofort zu den Truppen begeben“, stellte Tar´wik fest und verließ direkt als erster den Raum.

Schockierend unbegrenzt wirkte der Nachschub der Engelsarmee, denn immer wieder versuchten Landungs-Schiffe durch das Flak-Feuer zu brechen und die meisten freien Flächen in der Nähe waren bereits belegt. Daher landeten die Landungs-Schiffe des Himmels auch immer wieder auf Straßen ungeachtet dessen, was sie dabei mit ihrem Gewicht zerstörten. Zeitgleich gingen unzählige Eldar-Infanteristen auf einem gewaltigen Platz in der Nähe des Nexus-Gebäudes in Stellung. Aber nicht nur Krieger und Staffelführer, auch Exoskellete, Mechs und sogar einige besonders gigantische „Mechwalker“ hatten sich dort eingefunden. Zeitgleich hatten Krieger bereits mit dem Bau einer Mauer um die Truppe, sowie einiger Geschütze begonnen. Der Kommandostand war bereits fertig gestellt, so dass es den drei Eldar-Kommandanten, Uriel, Cain und Natasha möglich war ihn zu betreten.
„Sir. Die Aufklärung des Nexus berichtet von mehreren Millionen Feindeinheiten“, sprach direkt einer der Krieger Tar´wik an, der das ganze kurz ab nickte.
„Wir werden hier eine Basis einrichten. Wenn die Armeen der Community eintreffen, werden sie hier landen und mit allen überlebensnotwendigen Gütern versorgt werden“, sagte der Eldar dann zu den anderen Mitspracheberechtigten.
„Das ist ein guter Plan. Allerdings müssen wir auch die Ausbreitung dieser Pest stoppen, sonst erreichen uns die Verstärkungen nicht mehr“, antwortete Uriel ruhig darauf und betrachtete sich mit Cain weiter die holographische Karte.
„Wie sollen wir das anstellen? Es handelt sich um mehrere Millionen Feinde, wobei wir lediglich eine Stärke von einer Million erreichen. Wir können uns glücklich schätzen, wenn wir den nächsten Angriff lebend überstehen“, antwortete Ma´ik darauf.
„Ich werde einen solchen Angriff auf die Feinde ausführen“, warf plötzlich Cain nach einer Weile ein und überraschte erneut alle Anwesenden.
„Am besten ist wenn wir alle solche Angriffe durchführen“, stellte nun Tar´wik fest.
„Nein. Nur ich. Ihr müsst die Basis beschützen und die Verteidigung der Basis überwachen“, antwortete der Dämon noch, wobei ihm niemand weiter wiedersprechen konnte.

Immer wieder starteten Landungs-Schiffe von den teils gigantischen Schiffen der Himmelsarmee, beinahe so, als wäre ihr Nachschub unbegrenzt. Die Schlacht schien beinahe nicht mehr zu verlieren zu sein. Und dennoch plagte Metatron dieses Gefühl, dass ihn nicht mehr los ließ. Und daher entschied er sich selbst das Kommando-Schiff des Untergottes über ein Dimensionstor zu betreten um den aktuellen Statusbericht selbst zu überbringen. Die Gänge des Erzengel-Hauptschiffes schienen beinahe endlos verzweigt zu sein und dennoch kannte Metatron jeden einzelnen von ihnen. Und das sah auf dem Schiff des Untergottes nur wenig anders aus. Wie zuvor einstudiert bewegte der Erzengel sich durch die Gänge des verglichen kleinen Schiffes um dann letzten Endes den Raum zu erreichen in dem sich Ra momentan aufhielt. Es handelte sich um ein gigantisches, nach vorne gerichtetes Panorama-Fenster, durch welches der Gott den Schlachtverlauf zu beobachten schien. Erst als Metatron den Raum betrat wandte der Gott sich ihm zu.
„Sprich Erzengel Metatron“, befahl er dann direkt.
„Die Landungstruppen beginnen mit dem Bau einer Basis und weiteren Dimensionstoren. Die letzte Versorgungswelle wird für 34 Zyklen erwartet“, antwortete Metatron. „Die Invasion verläuft nach Plan. Die Verluste betragen weniger als den tausensten Teil unserer Truppen“, fügte der Engel noch schnell an und ließ sich sichtbar anmerken, dass er zurück hielt was er eigentlich sagen wollte.
„Du kommst sicherlich nicht nur um mir den Statusbericht zu überbringen“, stellte nun auch Ra ein wenig überrascht fest.
„Ich... Ich bitte darum selbst dort unten sein zu dürfen und die Invasion selbst zu führen, Meister Ra“, antwortete nun Metatron unsicher und beinahe schon unterwürfig, wobei der Untergott ihn lediglich genauso unsicher ansah. „Ich bin mir sicher, dass dies nicht alles ist was die Dimensionsbewohner aufbringen um eine solche Welt zu beschützen und dann ist da immer noch der Erzdämon. Er wird in den Kampf eingreifen. Er wird…“ begann der Erzengel dann auf ihn einzureden, bevor dieser ihn durch ein Handzeichen unterbrach.
„Bisher haben sich noch keine Anzeichen für seine Anwesenheit gezeigt. Allerdings nehme ich nicht an, dass ein schneller Einsatz eines Erzengelteams in dieser Situation nachteilig wäre. Du wirst die Bodentruppen koordinieren, zusammen mit Abbaddon und Raphael. Falls der Dämon erscheint wirst du ihn vernichten“, antwortete Ra dann nach einer Weile.
„Ich danke euch, Meister“, kommentierte Metatron lediglich und verbeugte sich sogar, bevor er sich umdrehte und in Richtung der Tür bewegte.
„Ihr fliegt mit der letzten Welle auf den Planeten. Und Metatron. Wenn diese Schlacht vorüber ist werde ich dich in den Techniken eines Untergottes unterrichten“, rief Ra ihm dann noch hinter her, sehr zu Metatrons Überraschung.
„Ich werde ins Untergott-Trainingsprogramm aufgenommen?“, stellte der Noch-Erzengel fest.
„Mehr als das. Du wirst mein Schüler, mein Nachfolger falls ich falle und sobald wir diese Dimension erobert haben wirst du es sein, der sie koordiniert“, antwortete der Untergott noch darauf, bevor Metatron sich noch einmal dankend verbeugte und den Raum verließ. Nun galt es nur noch Rache an diesem Dämon zu nehmen und das wäre für ihn sicherlich eine Kleinigkeit.

Die Landungs-Truppen der Himmelsarmee sollten sich nicht sehr lange sicher auf dem Planeten fühlen, denn kaum hatten sie ihr Schiff verlassen, fuhren auch schon erste Geschütze für den Einsatz am Boden aus den Gebäuden aus und nahmen sie unter Feuer. Dabei schlugen zwei gewaltige Neutronen-Strahlen direkt in ein gelandetes Schiff und brachten es zur Explosion. Eine Ionen-Waffe sollte eine Chimäre angreifen und tatsächlich den Aufbau treffen und durchschlagen. Die Bestie selbst nahm jedoch den Waffenturm mit einem Magma-Projektil unter Feuer und zerstörte ihn, während der Aufbau auf dem Rücken des Wesens explodierte. Und obwohl kurzzeitig Panik unter den Truppen der Himmelsarmee auszubrechen schien, so legte diese sich als die ersten Transform-Vehikel im Jägermodus eintrafen. Dieses Mal schien jedoch sogar ein weiterer Typ dabei zu sein, der eher einem Bomber in seiner Vehikel-Form glich. Während die Jäger nun mit ihren Energie-Kanonen auf die Geschütze feuerten, nutzten die Bomber kleine Weise Bälle um die herum sich gelbe Blitze entluden und scheinbar vom Elementtyp Licht waren. Gewaltige Explosionen rissen die Gebäude in Stücke und ließen nichts mehr von den Geschützen übrig, so dass die Engel ungestört ihre Basis errichten konnten. Und das taten sie indem sie eine Mauer um den bereits besetzten Bereich errichteten und mit der Platzierung von Geschützen begannen. Weitere Landungs-Schiffe kamen hinzu, während andere sich wieder nach oben zu ihren Schiffen begaben. Aber auch die Eldar blieben nicht untätig und bauten weiter an ihrer Befestigungsanlage, die hoffentlich kein einziger Engel je überschreiten würde.
„Platziert genau hier die erste Defensiv-Linie. Ich will hier Hadronen-Haubitzen haben und die Mechwalker“, befahl Tar´wik einem seiner Krieger, während deren Arbeit überwachte. Auch Ma´ik war damit beschäftigt, aber er kümmerte sich mehr um die Einrichtung der Quartiere für die übrigen Community-Truppen. Und Cain bereitete sich auf seinen bevor stehenden Kampfeinsatz vor. Er war sich nicht sicher ob er dazu in der Lage wäre zu tun, was er müsste, wenn es soweit wäre. Aber er musste es versuchen.
„Cain?“, sprach ihn plötzlich Natasha an, die sich einfach zu ihm in das Feld-Quartier begeben hatte ohne zu fragen. „Meinst du, dass du zurecht kommst? Dein Gewissen und so meine ich jetzt…“, fragte sie ihn dann, als wüsste sie genau was er gerade gedacht hatte und wirkte aber etwas unsicher bei ihrer Wortwahl.
„Das weiß ich nicht. Aber ich muss es auf jeden Fall versuchen“, antwortete der Dämon ruhig darauf und stand von seinem Sitzplatz auf. „Natasha. Wenn der Angriff beginnt, will ich, dass du in das Gebäude des Nexus gehst und dort bleibst. Es ist stark gepanzert und wird dich ausreichend schützen, bis ich zurück bin“, sagte er dann noch und das mit einer Ernsthaftigkeit und Überzeugungskraft, dass sogar Natasha es nicht wagte ihm zu wiedersprechen. Nun geschah jedoch noch etwas ungewöhnliches, selbst für ihn, der sich noch niemals wirklich gewöhnlich verhalten hatte. „Wirst du das bitte für mich tun?“ fragte er sie und streichelte mit der Hand ihren Kopf. Noch etwas verwirrt von dieser Aktion nickte Natasha zustimmend, bevor Cain die Unterkunft einfach verließ.

Die Basis schien errichtet zu sein, ebenso die Defensiv-Linien. Das wussten auch Ma´ik, Tar´wik und Rar´mor als sie zurück in den Kommandostand gingen, wo schon Uriel stand. Cain folgte nur wenige Sekunden darauf. Als plötzlich einer der Himmels-Jäger über die Basis hinweg fegte und in einem weiten Bogen zurück flog, als die Flak-Geschütze des Nexus ihn unter Feuer nahmen, aber nicht treffen konnten.
„Das war ein Späher“, stellte Ma´ik schnell fest und sah auf die taktische Ansicht, die ihm schockierendes mitteilen sollte.
„Die Stärke der Himmelsarmee hat sich fast verdoppelt seit wir die Basis errichtet haben“, kommentierte nun Rar´mor.
„Dimensionstore“, stellten Cain und Uriel fast zeitgleich fest. „Das bedeutet, dass sie Truppen von anderen Planeten und sogar aus den anderen Dimensionen zu Hilfe holen können und es wahrscheinlich schon haben“, fügte Uriel dann noch erklärend hinzu.
„Meine defensiven Maßnahmen können eine solche Masse an Feinden nicht zurück halten. Ich verliere immer wieder Waffentürme“, gab der Nexus nun über das Kommunikations-System durch.
„Das Schiff ist vollständig einsatzbereit. Was ist jetzt eigentlich der Plan?“, warf Gor´shak nun ebenfalls über den Kommunikations-Kanal ein und schien ganz besonders Cain anzusprechen.
„Es gibt keinen Plan. Ihr werdet in der Basis bleiben und alle Humanoiden mit Flügeln, die hier rein wollen vernichten, so lange bis die Verstärkungen eintreffen. Ich werde so lange in die Engelsbasis gehen und versuchen so viel Schaden anzurichten wie ich kann. Zumindest bis sie mir einen Erzengel schicken werden“, antwortete Cain ruhig darauf, wohl wissend, dass die Lage völlig aussichtslos war und er niemals alleine lebend in eine Engelsbasis kommen und wieder hinaus kommen konnte.
„Das klingt doch zumindest mal nach Etwas“, antwortete Gor´shak sarkastisch.
„Dann wünsche ich viel Erfolg, Dämon“, fügte Tar´wik noch an, bevor Cain den Stand verließ und sich langsam zu Fuß auf den Weg zu machen schien.
„Wirst du auch in der Lage sein zu tun, was du tun musst?“, fragte Uriel ihn dann plötzlich, während sie ihm noch eine Weile folgte.
„Ich werde dazu in der Lage sein müssen. Sonst sterben wir alle“, antwortete Cain darauf und eine Zeit lang war es ruhig. „Du musst etwas für mich tun, Uriel. Ich hab Natasha beim Nexus einquartiert. Das Gebäude ist zwar stark gepanzert und nicht so einfach zu betreten, aber falls die Verteidigung fällt möchte ich, dass du an meiner Stelle auf sie achtest, während ich weg bin“, fügte Cain dann nach einer Weile an.
„Ein Dämon bittet einen Engel jemanden an seiner Stelle zu beschützen? Das ist eine wirklich eigenartige Situation“, antwortete Uriel feststellend darauf.
„So ziemlich alles was ich für meinen Teil erlebt habe seitdem ich hier bin würde ich als Eigenartig beschreiben“, antwortete Cain. „Wirst du es jetzt tun?“
„Machst du dir etwa nur Sorgen um sie?“ fragte die Engelsdame dann ein wenig enttäuscht und blieb einfach stehen. So tat es auch Cain und wandte sich ihr zu.
„Sie ist die einzige von uns, die sich nicht gegen die Himmelskrieger wehren kann. Darum mache ich mir hauptsächlich Gedanken. Ich verlasse mich auf dich und deine Fähigkeiten im Kampf, Uriel. Eine solche Aufgabe würde ich niemandem sonst anvertrauen“, antwortete Cain dann darauf und machte sich wieder auf den Weg, wobei er die Engelsdame zurück ließ nicht wissend, dass er ihr ein größeres Kompliment kaum hätte machen können.

Nur sehr langsam kamen die Himmelstruppen voran, die über die Haupt und Seitenstraßen in Richtung der Eldarbasis vorrückten. Sie mussten schließlich darauf warten, dass die Transformvehikel zuvor die Geschütztürme unschädlich machten, die der Nexus als letzten Schutzmechanismus hatte. Plötzlich schlug ein blaues, energetisches Projektil in eines der Hochhäuser ein, wobei es einen ganzen Trupp fliegender Himmelskrieger mit sich riss und eine der Chimären nur sehr knapp verfehlte. Diese begann sich direkt mit Hilfe der Hauptwaffe des Aufbaus gegen ihren Angreifer, einen Eldar-Mechwalker, zu wehren, wobei auch sie ihr Ziel auf diese Entfernung nicht treffen konnte. Innerhalb weniger Sekunden eröffneten auch die übrigen Krieger der Eldar, die sich in entsprechenden Mauer-Aufbauten versteckt hatten, das Feuer auf die Himmelsarmee, die es den Eldar gleich tat, als die ersten beiden Engel von blauen Projektilen der Dimensionsbewohner durchschlagen wurden und blutend zusammen sackten. Und während ein schwerer Himmelskrieger in dem Straßenzug in Stellung ging, platzierte sich ein Eldar-Exoskelet genau hinter der Deckung und feuerte seine gewaltigen Partikel-Waffen ab. Deren Explosionen rissen sogar ganze Krater in den Boden und schleuderten Himmels-Krieger im Ganzen und in Teilen in beinahe alle Richtungen, während schon von hinten die nächsten Teams folgten um die Lücke zu schließen. Der schwere Himmelskrieger war außerdem von dem Angriff des Exoskelets verschont geblieben, so dass er nun seine gelbe Energie-Waffe darauf abfeuern und es einfach in Stücke sprengen konnte. Und sehr zum anfänglichen Schock der einfachen Eldarkrieger sollten diese Engelstruppen sehr bald von fünf leichten und drei mittleren Transformvehikeln unterstützt werden. Aber es war keine Zeit sich darüber Gedanken zu machen, was aus der Luft angreifen könnte. Es galt sich viel mehr auf die Kriegermassen vor sich zu konzentrieren und immer wieder einen Treffer zu landen. Zumindest dachte sich das der Kommandant dieser Einheit, während einer der Engel tatsächlich mit einem Projektil aus seinem Kampfstab einen Krieger neben ihm traf. Die Durchschlagskraft dieser Energiewaffe riss den schreienden Eldar-Krieger einfach in Stücke und verteilte sein Blut und seine inneren Organe über seinen Anführer, der diese Tatsache äußerst großzügig ignorierte und weiter auf die Engel feuerte, auch ungeachtet der Explosion, die ein Projektil eines schweren Himmelskriegers hinterließ, als es hinter dem Trupp einschlug. Und tatsächlich konnte der Eldar einen direkten Treffer an genau diesem schwer gepanzerten Engel landen, so dass dessen gesamter Kopf von dem Energieprojektil einfach zerplatzte und die Reste des Wesens einfach auf der Straße landeten und ausbluteten, während der nächste Engel auf diese Leiche trat und den Platz des soeben getöteten Engels einnahm.

Eine gewaltige Explosion bildete sich als die Bombe eines mittleren Himmels-Transformers in eines der Gebäude schlug, die als Basis für die übrigen Spezies der Community dienen sollten. Zur selben Zeit krachte ein Magma-Projektil einer Chimäre in einen Mech-Walker der Eldar und hinterließ eine Explosion an dessen Schulter, die ihn sogar kurz dazu zwang einen ausweichenden Schritt auszuführen. Allerdings riss lediglich die Panzerung der Maschine ab, so dass der Mech-Walker sich mit einem blauen Energie-Projektil wehrte und dabei einen rechtsseitigen Turm des goldenen Aufbaus der Chimäre traf. Trümmerteile stürzten auf einen Flammen-Elemental, der sich davon recht unbeeindruckt zeigte und einen weiteren Feuerball in ein Exoskelet jagte, dass ihn zuvor versuchte hatte mit Raketen zu treffen. Es war innerhalb kürzester Zeit das größte nur denkbare Chaos ausgebrochen, so dass es beinahe unmöglich geworden war seine eigene Hand in der Fülle aus Projektilen noch zu erkennen.
„Infanterie-Staffel 31 steckt in einem Gefecht mit Himmelstruppen und bittet um Unterstützung“, gab Rar´mor an Tar´wik durch.
„Wie lange noch bis die Schiffe der Community uns Unterstützung senden?“, fragte der General dagegen, während das Feuer einer blauen Mech-Energie-Gatting der Engel den Kommandostand nur knapp verfehlte. Nur wenig später wurde der Himmels-Mech von den Flak-Geschützen des Nexus zerrissen. „Und wieso sind noch keine Abfang-Jäger in der Luft?“, fügte der Eldar daraufhin noch an. Im selben Moment fegte die erste Staffel Eldar-Transformer über den Kommando-Stand hinweg und nahm direkt einen Bomber mit samt seiner Unterstützung unter Feuer. Dieser wich den blauen Energie-Projektilen allerdings in einer Schraube nach unten aus und begann mit seinem Transformprozess, während er weiter auf den Eldar-Jäger zuraste.
„Wir werden in etwa zehn Minuten die erste Welle erhalten“, antwortete der Eldar-Captain dem General, während über dem Kommando-Stand beide Transform-Vehikel den Mech-Modus angenommen hatten und mit ihren Energie-Klingen zuschlugen.
„Falls wir in zehn Minuten noch am Leben sein werden“, antwortete Uriel und deutete auf die holographische Ansicht des Schlachtfeldes, die bereits weiteren Nachschub für die Himmelsarmee zeigte. Und dieser war nicht nur so umfangreich, dass Flugeinheiten und fliegende Engelskrieger den Himmel wie ein Schwarm abdunkelten, sondern umfasste auch noch einige neue Fahrzeuge und Wesen, die weder die Eldar noch irgendein anderes Wesen dieser Dimension je zu Gesicht bekommen hatte.

Sehr schnell kam der Dämon voran indem er sich durch seine überlegene Sprungkraft von einem Gebäude zum nächsten bewegte und auf einem besonders hohen Wolkenkratzer Halt machte, wenngleich diese Atmosphäre keine Wolken hatte, die das Gebäude „kratzen“ konnte. Von dort aus konnte Cain sogar schon die Basis sehen, die er im Begriff war anzugreifen. Immer noch landeten Schiffe, wenngleich der Dämon bereits ein Ende der beinahe unbegrenzten Landungsschifflinie absehen konnte. Es war jedoch ein besonderer Schock für den Dämon als er feststellen musste, dass sich der letzte landende Transporter entscheidend von den übrigen unterschied. Es handelte sich dabei nämlich um einen Transporter für Erzengel, die besonders starke Defensive und Komfort für die Elite der Krieger bieten sollten. Und noch schockierter musste Cain erkennen, dass einer der drei Erzengel, die den Transporter verließen, Metatron war. Aber das durfte für den Moment keine große Rolle spielen, wenn der Dämon vor hatte seine Mitstreiter zu beschützen. Sie und diese gesamte Dimension und das konnte er nur, wenn er diese Engel töten würde
„Keine Bewegung! Wer bist du?“, schrie ihn plötzlich ein normaler Engelskrieger an, der unbemerkt auf dem Dach gelandet war und seine Kampflanze auf seinen Rücken richtete.
„Verschwinde. Bitte“, antwortete der Dämon hörbar fordernd, aber auch ruhig und gelassen, wohl wissend, dass ein einzelner Krieger ihm nicht gewachsen wäre. Der Engel starrte ihn jedoch lediglich verwirrt an, so dass Cain sich entschied sich schnell umzudrehen und dabei das Odachi zu materialisieren. Fast zeitgleich dazu packte er außerdem die Kampflanze und drückte sie so zur Seite, dass der Krieger daneben schießen musste, als er sich panisch entschieden hatte abzudrücken.
„EIN ERZDÄMON!!!“, schrie er danach aus und zog schnell eine Art Energiepistole aus einer Vorrichtung an seiner Hüftpanzerung. Als er sie jedoch ausrichtete führte Cain einen vertikalen Schlag mit seinem Odachi aus und das nur sehr knapp bevor der Engel die Waffe abgefeuert hätte. Dieser Schlag sollte genügen um den Himmelskrieger mittig zu durchtrennen. Blut schoss dabei aus den Verletzungen und bedeckte den Dämon, bevor die beiden Körperhälften zu Boden klatschten und ausliefen. Schockiert starrte der Dämon auf das was er gerade getan hatte und versuchte sich wieder zu beruhigen indem er sich versuchte darauf zu besinnen, dass er lediglich sein eigenes Leben geschützt hatte. Tot wäre es ihm unmöglich auch nur einen seiner Gefährten, auch nur einen der Dimensionsbewohner zu beschützen. Zu beschützten, schien die Ausübung von Gewalt zwangsweise zu beinhalten. Und es war auch diese Erkenntnis, die langsam dazu führte, dass der Dämon seine innere Ruhe zurück fand, seine Waffe dematerialisierte und sich mit einem weiteren Sprung näher zur Basis begab, denn er hatte definitv keine Zeit für moralische Probleme.

Schnell hatten sich die Eldar-Transformer in einer möglichst großflächigen Formation eingefunden mit der sie hofften die weitaus zahlreicheren und mächtigeren Truppen des Himmels aufhalten zu können. Aber das schien bereits rein optisch ein völlig aussichtloses Vorhaben zu sein. Und auch am Boden sah die Situation nicht viel besser aus, denn dort wurden die Himmelstruppen von einem gigantischen, pflanzenartig wirkenden vierbeinigen Wesen mit mehreren Köpfen auf langen Hälsen verstärkt, dass sich als „Hydra“ am einfachsten beschreiben ließ. Mit einem seiner gigantischen Mäuler stieß das Wesen kurz in ein Gebäude und riss es mit seiner bloßen Körperkraft ein. Fast panisch wirkte es dagegen, als einer der Eldar-Mechwalker mit einem blauen Energie-Strahl aus dem Kopf feuerte, die Hydra aber tatsächlich verfehlte. Zur selben Zeit eröffnete in der Luft ein Himmelsdrache das Feuer auf die Eldar-Transformer, die jedoch direkt ihre Formation teilten, so dass der Licht-Strahl einfach an ihnen vorbei fegte. Nun feuerten die Eldar-Transformer ihrerseits mit blauen Strahlen, sowie Raketen, bevor sie in den Mech-Modus transformierten und weiter auf die ihnen entgegen kommenden Himmelsjäger und Bomber zusteuerten. Zeitgleich jagte einer der Drachen einen blauen Flammenstrahl auf eine Flakstellung, nachdem die Energieprojektile von dieser einfach an dessen Panzer abgeprallt waren. Am Boden versuchten die Eldar-Krieger derweilen verzweifelt die Engel von dem Tor ihrer Basis fern zu halten. Projektile und Strahlen schossen in alle Richtungen, bevor das eines schweren Himmelskriegers in die Deckung einschlug und eine nicht zu unterschätzende Explosion hinterließ. Und das alles nur wenige Meter neben dem Kommandanten der Infanterie-Staffel, der beinahe schon wütend feststellen musste, dass seine Krieger gerade von der Explosion in sämtliche Richtungen geschleudert wurden.
„Konzentriert das Feuer auf den Kristall-Elemental!“, rief er dann aus und feuerte einen Schuss aus einer Neutronen-Waffe auf das eben genannte Elementarwesen ab. Zeitgleich stürzte ein Greifen-Wesen von oben auf die Deckung und krallte sich daran fest, während es schnell mit seinem Schnabel einen Eldar packte und sich dann wieder nach oben erhob. Keine Sekunde darauf schlug das Projektil einer Energie-Waffe in den Eldar direkt neben dem Staffelführer ein, während einer der Mechwalker zwei gewaltige Hadronen-Projektile in die Mitte der Himmelstruppen feuerte und ebenfalls zwei gigantische Explosionen und Krater hinterließ. Direkt darauf feuerte das Gebilde mit einem blauen Energie-Strahl und schwenkte ihn über die Himmelskrieger an der vordersten Frontlinie, so dass mehrere von ihnen einfach von dem Strahl aufgelöst wurden.
„Wo bleibt unsere Verstärkung? Wir können sie nicht alle alleine zurück halten!“, rief der Staffelführer noch durch die Kommunikations-Anlage, bevor zwei Mechs, die sich scheinbar beim Kämpfen ineinander verhakt hatten, in das Gebäude rechts der Straßenkämpfe krachten. Der Eldar-Mech aktivierte kurz darauf seine Triebwerke und schleuderte beide Einheiten so unkontrolliert auf die Straße, bevor er tatsächlich den Flügel seines Gegners zu fassen bekam und ihn mit einem Schulterwurf auf die Straße schleuderte. Als er jedoch eine Energie-Klinge aufbaute, blockte der Himmels-Mech mit einer eigenen und feuerte mit einem nicht zu unterschätzenden blauen Flammenstrahl aus seinem Zentrum, der den Eldar-Mech zurück zwang und seinem Gegner die nötige Zeit gab sich wieder aufzurichten. Zeitgleich stürmte nun der Kristall-Elemetal vor und rammte seinen Arm in den Boden, was bewirkte, dass unzählige Kristalle an unterschiedlichen Stellen aus dem Boden schossen und mit ihren Spitzen mehrere Eldar-Soldaten und auch den Staffelführer, sowie drei Exoskellete durchschlugen, bevor erst der Mech reagierte und den Elemental, mit einem gut gezielten Schuss sprengte. Kristallstücke verteilten sich in der gesamten Umgebung und klatschten in die Seen aus Blut und Körperteilen, die durch die Schlacht bereits erzeugt worden waren.

Es war ein Schock für Uriel, Ma´ik und Tar´wik als plötzlich ein Himmelsdrache herab stürzte und sich einen der Mechwalker griff. Zur selben Zeit durchschlug die Flak-Abwehr einen Bomber, dessen rechter Flügel abriss. In unkontrollierten Bewegungen krachte das Transformvehikel gegen einen Greifen und zermatschte das Wesen völlig, bevor der Reaktor und die Waffen explodierten.
„Die Schiffe der Community sind auf der Planetennachtseite eingetroffen“, kommentierte der Nexus über das Kommunikations-System des Kommandostands.
„Sie melden uns, dass sie mit den ersten Molekukar-Transporten beginnen werden“, fügte Captain Rar´mor noch schnell hinzu, bevor ein Feuerball in das Haupttor der Basis einschlug und es mit einer nicht geringen Explosion zerstörte. Erst jetzt war auch zu erkennen, dass es sich um das Hydra-Wesen handelte, dass zur selben Zeit gerade einen Eldar von der Mauer riss und ihn in einem seiner gewaltigen Mäuler verschlang. Verzweifelt eröffneten die Eldar-Krieger das Feuer, aber ihre Waffen schienen lediglich am mächtigen Rückenpanzer des Wesens abzuprallen, so dass es einen weiteren Versuch starten konnte einen Eldar zu verschlingen. Dieser sprang jedoch schnell zur Seite, so dass sein Nebenmann den Kopf des pflanzenartigen Wesens mit einem gezielten Schlag abtrennen konnte. Direkt als er das jedoch getan hatte riss ihn ein gerade über die Mauer hinweg fliegender Greif ihn mit seiner Klaue weg, nachdem er einige Feuerbälle aus seinem Schnabel auf die Infanterie vor der Mauer abgegeben hatte. Und während der Magma-Ball einer Chimäre ein weiteres Loch aus der Mauer riss und die Bruchstücke in die Basis hinein schleuderte, regenerierte sich der abgetrennte Kopf der Hydra nicht nur, sondern der gesamte Hals teilte sich in drei auf und bildete gleich drei weitere Köpfe, von denen jeder einen Eldar packen und fressen konnte. Zur selben Zeit feuerten zwei weitere Köpfe zwei Flammenstrahlen auf zwei Exoskelete und schwenkten auf mehrere im Graben liegende Eldar-Krieger, während sich die Hydra immer weiter auf die Basis und die letzte Verteidigungslinie der Mechwalker zubewegte.
„Wir werden diesem Sturm nicht stand halten können, bis die Verstärkung eingetroffen ist“, stellte Ma´ik nüchtern und analytisch fest.
„Sturm? Der Sturm auf die Basis hat noch nicht einmal begonnen. Sie haben noch nicht einmal Erzengel eingesetzt. Von einem Sturm auf die Basis kann also noch längst nicht die Rede sein“, antwortete Uriel sichtbar unruhig, was unüblich für die Engelsdame war. Beinahe so als würde sie tatsächlich ihr eigenes Volk als einziges fürchten. Vielleicht wusste sie auch nur was sie alle noch erwarten würde.

Schockierend wütend wirkte Metatron als er den Kommandostand der Engelsbasis betrat. Lediglich Abbaddon und Raphael konnte er damit nicht mehr weiter schocken. Den Rest seiner Truppen schon, die daraufhin sichtbar begann noch effektiver zu arbeiten als vorher.
„Die Invasion verläuft sogar besser als wir es geplant hatten“, kommentierte Raphael sichtbar erfreut.
„Entweder wurden alle Truppen dieser Bewohner gerade irgendwohin entsandt, oder mehr haben sie scheinbar tatsächlich nicht zu bieten“, fügte Abbaddon noch nachdenklich an.
„Das spielt keine besondere Rolle. Ich habe entschieden, dass wir diesen Angriff so schnell wie möglich beenden werden“, antwortete Metatron dann erstaunlich ruhig für seinen Blick.
„Du willst wirklich, dass wir uns da einmischen?“, fragte Raphael ein wenig schockiert.
„Die Basis der Dimensionsbewohner umfasst genau dieses eine Gebäude, dass sich durch besondere Defensivmaßnahmen von den anderen hier unterscheidet. Wir werden also in diese Basis gehen, das Gebäude oder das was es beschützen soll zerstören und dann wieder raus gehen“, erklärte Metatron weiter seinen Plan und ignorierte Raphael absichtlich.
„Naja, vielleicht hab ich ja Glück und dieser verdammte Formwandler versteckt dort irgendwo“, kommentierte Raphael dann die Situation.
„Selbst dann wirst du die Mission weiter ausführen“, antwortete Metatron ruhig, aber auch sicht- und hörbar ernst.
„Wieso? Und was ist wenn dir Erzdämon Cain dort unten begegnet? Wirst du dich etwa ernsthaft auf deine Mission konzentrieren?“, fragte Raphael ein wenig aufgebracht dagegen.
„Ich habe die offizielle Order von Untergott Ra persönlich den Erzdämon aufzuhalten, wenn ich ihn sehe. Das ist etwas anderes als deine kleine Rache an einem unbedeutenden Dimensionsbewohner“, antwortete Metatron immer noch erstaunlich ruhig.
„Aber er hat mein…“ versuchte Raphael noch zu sagen, als Metatron ihn schnell unterbrach.
„Ich hoffe du hattest nicht weiter vor meine Befehle in Frage zu stellen, Erzengel Raphael. Denn wenn du es tust, werde ich dich hier an Ort und Stelle wegen Befehlsverweigerung hinrichten. Ich hoffe wir verstehen uns“, sagte er weiterhin erstaunlich ruhig aber dennoch entschlossen. „Die nächste Angriffswelle wird in sechs Zyklen starten und wir werden dabei sein“, fügte er Erzengel abschließend noch hinzu, bevor die anderen beiden Erzengel den Stand verließen. Und obwohl die Schlacht bisher noch zur Zufriedenheit des Engels ablief, so war er sich sicher, dass dem nicht so bleiben musste. Der Dämon war hier in der Nähe, dessen war er sich ebenfalls sicher. Er konnte seine Macht fühlen, wenngleich nicht genau lokalisieren, aber er wusste, dass Cain da war und etwas plante und Metatron würde ebenfalls etwas planen, für genau diesen Fall.

Ohne größere Schwierigkeiten trat die Hydra durch die Basismauern, während ihr der Strahl eines Mech-Walkers gleich fünf Köpfe absägte und fünfzehn neue hervor brachte. Die Antwort in Form eines gewaltigen blauen Energiestrahls sollte sehr bald darauf folgen. Dabei erreichte der Strahl eine solche Größe, dass er einfach über den Mechwalker hinweg fegte und ihn dabei langsam auflöste. Mehrere Raketen eines Eldar-Jägers schlugen bald darauf in den Panzer des Wesens ein, richteten aber keinen Schaden an und bevor der Jäger einen weiteren Angriff starten konnte traf ihn das Flak-Geschütz vom Rücken einer Chimäre und sägte seinen rechten Flügel ab. Brennend stürzte das Transformvehikel mitten in die Himmelstruppen, wo es einige Elementarwesen und Himmelskrieger mit sich riss, aber die Chimären lediglich kurz ins Schwanken brachte. Anschließend feuerte diese Chimäre einen Magmaball auf einen weiteren Mechwalker und trennte dessen linken Arm ab, nachdem dieser ein gewaltiges Hadronen-Projektil auf die Hydra abgefeuert hatte, aber keinen größeren Erfolg zeigte als alle anderen Maßnahmen zuvor. Verzweifelt versuchte sich der Mechwalker-Pilot mit weiterem unkontrolliertem Waffenfeuer gegen die näher kommende Hydra zu wehren, erreichte aber lediglich, dass sich 24 weitere Köpfe bildeten, die dann zur Verfügung standen um das Vehikel zu umschlingen oder sich mit den Zähnen darin festzubeißen. Die Säure, die über die Zähne abgegeben wurde, erledigte den Rest und begann sich langsam durch den Mechwalker zu fressen, während andere Köpfe Teile des Läufervehikels ausrissen. Allerdings gab ihm erst der Flammenstrahl durch den Torso den letzten Schlag und führte zu dessen Explosion.
„Die letzte Verteidigungslinie wird gerade durchbrochen!“, gab Rar´mor schnell und beinahe schon panisch wirkend durch.
„Irgendjemand muss sich um dieses Wesen kümmern, während wir die Transporte in Empfang nehmen“, kommentierte Tar´wik schnell die Situation.
„Ich werde das übernehmen“, antwortete Uriel und materialisierte bereits ihre Rüstung, bevor sich ein gewaltiger Himmelsdrache über den Kommandostand hinweg schob und nicht einmal von den Flakgeschützen des Nexus angekratzt wurde. Keine Sekunde später krachte eine Lichtbombe der Himmelsarmee in ein Exoskelet, das sich neben dem Kommandostand befunden hatte. Als Uriel jedoch gerade gehen wollte, schob sich Ma´ik ihr in den Weg.
„Nein. Ich werde das übernehmen“, sagte er, bevor er sich seinerseits auf den Weg machte um sich gegen die Bestie zu behaupten, wenn es nicht schon zu spät dafür war.

Die Situation schien sich zu keiner Sekunde zu verbessern. Denn jetzt nachdem die Engel einen Weg durch die Mauern der Basis gefunden hatten, begannen sie diesen ohne Hemmungen zu nutzen. Ein ganzer Strom aus Himmelskriegern begab sich in die Basis wo Eldar-Krieger sie mit Energie-Klingen abfingen, so lange sie konnten. Plötzlich stapfte ein Kristall-Elemental über seine eigenen Truppen und schlug mit einer Kristallen-Keule in die Eldar-Reihen, wobei seine Kraft und Größe genügte um gleich mehrere Eldar durch die Luft zu schleudern. In der Luft drang der gewaltige Himmelsdrache ungehindert weiter vor, als sich ihm plötzlich eine fünfer Staffel Mechs in den Weg platzierte. Noch bevor diese allerdings das Feuer eröffnen konnten, tauchten fünf Exemplare des Himmels hinter dem Drachenwesen auf und nahmen die der Eldar mit ihren blauen Energie-Gattlings unter Feuer. Die Mechs der Eldar antworteten jedoch indem sie Energieschilde erschufen und sich nun ihrerseits hinter den Drachen zurück zogen, während einer von ihnen mit einer Hadronen-Kanone in die Reihen der Himmels-Mechs feuerte und tatsächlich einen von ihnen zerstörte. Plötzlich stieß ein Greifen-Wesen von oben herab und versuchte einen der Eldar-Mechs zu greifen, dieser wich jedoch schnell nach hinten und feuerte ebenfalls mit einer Energie-Gattling, wobei es auch der Greif verstand durch gezielte bogenförmige Flugmanöver verfehlt zu werden und sich mit einem blauen Flammenstrahl aus seinem Maul zu wehren. wobei er dieses Mal einen direkten Treffer durch das Cockpit landete. An anderer Stelle bekam einer der Eldar-Piloten nicht einmal so recht mit, wie sich ein rot brennender Phönix von oben auf ihn herab stürzte und ihn einfach am Rücken durchschlug. Mittlerweile hatte der Himmelsdrache seine Zielposition, das Nexus-Gebäude, erreicht und begann einen gewaltigen, blau-weiß-gelben Energieball in seinem ebenso gewaltigen Maul aufzuladen. Aber es war genau dieser Moment in dem der gewaltige Positronen-Strahl eines sechsbeinigen Toth-Walkers durch das Herz des Drachen schlug und die Explosion seines Energieballs seinen Kopf in tausend Stücke sprengte. Allerdings reagierte das Hydra-Wesen wütend darauf und jagte mehrere Feuer- und Energiebälle in die Reihen der Community-Truppen, die sehr schnell immer zahlreicher wurden. Gewaltige Explosionen zerrissen mitunter auch den sechsbeinigen Walker der Toth, während Ma´ik dem Hydra-Wesen immer näher kommen sollte. Er hatte es nicht mehr weit und das wusste er, weshalb er nicht nur schnell seinen Schritt beschleunigte, sondern auch beide Arme schräg nach unten richtete und zwei, im Verhältnis zu seinem Körper, viel zu große Energie-Klingen vorbereitete.

Verzweifelt fing einer der Eldar-Staffelführer den Schlag der Kampflanze eines Himmelskriegers ab und zerteilte ihn dann mit einer zweiten Klinge in der Mitte. Zeitgleich erhob sich ein anderer Himmelskrieger dahinter in die Lüfte und stürzte sich dann auf den Eldar. Während dessen packte ein schwer gerüsteter Engel einen anderen Eldar mit seiner gewaltigen goldenen Metallfaust und rammte ihm eine Energie-Säge in den Kopf, die am anderen Arm befestigt war. Blut bespritzte den ohnehin schon damit bedeckten Krieger, während der Staffelführer sich schnell umdrehte und seinen neuen Gegner dabei mit beiden Klingen zerteilte, bevor er überhaupt gefährlich werden konnte. Dabei entging ihm jedoch ein anderer Feind, dem er nun den Rücken zugedreht hatte und der ihm nun seine Kampflanze in den Rücken rammte und dann mit einem Faustschlag beider Fäuste auf dessen Kopf nachsetzte, so dass der Staffelführer auf die Knie fallen musste. Blut spritzte aus der Einstichwunde und bedeckte den metallenen Boden, wo es mit anderem Blut von anderen Eldar zusammen lief. Als der Engel jedoch zur Enthauptung ansetzte packte ihn plötzlich eine gewaltige, graupelzige, klauenartige Hand von oben am Kopf, bevor ihm eine zweite die Kampflanze zusammen mit dessen rechten Arm ausriss. Der Retter des Eldar sollte sich als Toth heraus stellen, der nicht sehr lange wartete und den Kopf seines laut vor Schmerzen schreienden Feindes mit einem lautknacksenden Ruck ausriss und dann die Reste seines Feindes zu Boden klatschen ließ. Anschließend riss er die Lanze aus dem Eldar-Staffelführer, so dass dessen Nanobots mit der Regeneration beginnen konnten und half ihm schnell auf die Beine während neben den Beiden ein Kashiri seine telekinetischen Fähigkeiten nutzte um einen schweren Himmelskrieger zunächst zurück zu schleudern, dann dessen Waffe zu zertrümmern und abschließend seinen Kopf explodieren zu lassen. Sehr bald darauf sollte sich hinter diesen Wesen ein Volcano mit einem Exoskelet aus Stein platzieren und eine Reihe Magma-Geschosse, die sich Raketenartig bewegten, mitten in die Reihen der Himmels-Krieger abfeuern. Anschließend setzte das Exoskelet mit einem Magma-Strahl nach und traf einen Flammen-Elemental, der sich jedoch recht unbeeindruckt davon zeigen sollte und einen weiteren Feuerball in eine sich gerade aufgebaute Geschützstellung von Echsenwesen abgab. Überall stürmten die Truppen der Community an die Frontlinie um sie möglichst schnell unterstützten zu können, denn im Überleben der Eldar, lag das Überleben der gesamten Community, das wussten sie alle. Und tatsächlich schien sich die Front zumindest zu stabilisieren, wenngleich sie sich nicht zu Gunsten der Eldar und der Community wenden sollte.

Das war sie also, die Basis der Himmelsarmee, dachte Cain sich, als er nach einem letzten Sprung hinter einem Hangar-Gebäude landete. Gewaltige Truppenmassen hatten sich in Zentrum des Komplexes gesammelt und waren bereit die Stoßtruppen an der Front zu unterstützen. Darunter weitere Wesen und zum Teil sogar Vehikel, die in ihrer Macht wahrscheinlich sogar die Hydra noch um weiten überstiegen. Aber alles was der Dämon tun konnte war zu hoffen, dass die Community-Truppen rechtzeitig eintreffen würden um diesem Sturm Stand zu halten. Seine Aufgabe war es für den Gegenangriff zu sorgen und das war es was er tun würde, was er tun müsste um diese Dimension beschützen zu können. Plötzlich richtete sich Cains gesamte Aufmerksamkeit auf drei der Himmelskrieger, die er als niemand anderes als Metatron, Abbaddon und Raphael erkannte. Die Armee des Himmels schien es also mehr als ernst zu meinen und setzte genau jetzt drei ihrer mächtigsten Krieger ein um die Situation schnell zu beenden. Man schien es erstaunlich eilig zu haben, was nur bedeuten konnte, dass der Himmel tatsächlich kurz davor stehen musste den Krieg gegen die Hölle zu verlieren. Noch ein wenig überrascht von dieser Situation hielt Cain sich weiter hinter dem Hangar versteckt und beobachtete wie die drei Erzengel sich auf einem gigantischen, goldenen Himmelspanzer platzierten und zusammen mit ihren Truppen die Basis durch das Haupttor verließen. Einige Sorgen konnte Cain nicht leugnen, besonders wenn diese drei es tatsächlich schaffen würden bis in das Gebäude des Nexus vorzustürmen, denn schließlich hatte er auch Natasha dort drinnen platziert. Jetzt war aber einfach nicht der passende Moment um sich darüber Sorgen zu machen oder Entscheidungen zu bereuen. Es war auch nicht der Moment um sich Gedanken über Moral in Gewaltfragen zu machen. Jetzt galt es einzig und alleine die Dimension zu beschützen und deshalb begann der Dämon sich erneut in der Basis umzusehen, während er hoffte nicht von den Truppen des Himmels gefunden zu werden. Irgendwo mussten diese Dimensionstore mit denen sich die Himmelsarmee ihren Nachschub sicherte eine besonders große Energiequelle haben. Einen magischen Reaktor oder etwas ähnliches, was Cain bekannt war. Wenn er den vernichtete, würde wahrscheinlich nicht nur der Nachschub aus der Dimension austrocknen, sondern auch ein Großteil der bereits vorhandenen Himmelsbasis explodieren. Und tatsächlich sollte dem Dämon ein solches Gebäude auffallen, besonders durch sein helles blaues Leuchten und somit begab er sich sehr bald in dessen Richtung, wobei er weitere Hangars als Sichtschutz vor den Engeln nutzte.

Gewaltige Explosionen von Raketen rissen das Bein einer Chimäre aus, während diese gerade einen violett-Weisen Energiestrahl aus dem Hauptgeschütz abgefeuert hatte. Dieser zersägte einen weiteren sechsbeinigen Walker der Toth ohne größere Probleme, woraufhin dieser in einer gewaltigen Explosion verging. Zeitgleich stürzte die Chimäre schreiend zu Boden, wobei sie den goldenen Metallaufbau und alle Insassen mit ihrem gewaltigen Gewicht zerdrückte, und blutete an ihrer Verletzung aus. Keine Sekunde darauf fegte eine weitere Staffel Himmelsbomber über die Schlachtszenerie hinweg und hinterließ einen Bombenteppich über einem Mechwalker der Eldar und einer Unterkunft. Gewaltige Explosionen bildeten sich und rissen eine ganze Schneise in das Basislager, bevor erst die Abfangjäger der Eldar ankamen und die Bomber mit ihren Energie-Gattlings angriffen. Diese Waffensysteme sollten ausreichen um gleich zwei der Bomber zur Explosion zu bringen. Die übrigen drei Bomber begannen mit ihrem Transformprozess und gaben dabei beinahe schon todesmutiges Gegenfeuer wobei sie den Jägern weiter entgegen stürmten. Und obwohl eine Reihe Lichtstrahlen, sowie Energie-Projektile und Raketen um die Eldar-Jäger herum fegten, wurde lediglich einer von ihnen getroffen. Der vorderste von ihnen begann ebenfalls mit einer Transformation und stürmte danach weiter vor, wobei beide Gegner nicht einmal die Zeit fanden um Energieklingen zu erschaffen. Sie schlugen lediglich mit ihren Fäusten zu und stürzten zu Boden als sie miteinander kollidierten und sich dabei verhakten. Und obwohl beide Maschinen lediglich unkontrolliert zu Boden stürzten, versuchten sie immer noch größere Schäden an der anderen zu hinterlassen, so lange bis sie mit einer Staubwolke aufschlugen. Tatsächlich hatte dieser Absturz genügt um die Blockade zu lösen, so dass der unten liegende Eldar-Mech in der Lage war seinen weitaus massiveren Gegner mit einem Tritt nach hinten zu schleudern und sich dann schnell wieder aufzurichten. In genau diesem Moment krachte ein eigenartiges weißliches, grünlich schimmerndes, energieförmig wirkendes Projektil in den Himmels-Mech und löste dessen Schulterpanzer einfach auf, so dass der Eldar-Mech seinem schockierten Feind mit der Energieklinge den Rest geben konnte. Das rettende Projektil sollte dabei aus der Handwaffe eines Toth-Mechs stammen, der weitaus grober geformt war als der Eldar-Mech und weitaus mehr Ecken, Kanten und Öffnungen aufwies. Ebenso sollte der Toth-Mech massiver gebaut sein als sein Eldar-Gegenstück, allerdings auch weitaus weniger beweglich wirken und vor allem aber noch weitere Unterstützer mitbringen, die sich recht bald in der Straße platzierten und dort ihre Stellung hielten. Und das wäre sicherlich auch notwendig wenn die nächste Angriffswelle ankommen würde. Das wusste auch Tar´wik, als er deren Stärke auf einem seiner Bildschirme begutachtete. Plötzlich riss ihn jedoch die Tatsache, dass sich gerade ein Himmelskrieger auf den Kommandostand stürzte aus den Gedanken. Und genauso plötzlich wie der Angriff erfolgte, sollte ihn die Energie-Gattling eines Eldar-Exoskeletes beenden, so dass lediglich Blut und Fleischreste an dem Stand ankamen und lautstark dagegen klatschten.

Erstaunlich schnell wirkte es als die Hydra mit einem Flammenstrahl auf Ma´ik feuerte und ihn zu einem Sprung zur Seite zwang. Ebenso konnten ihn keine Projektile und auch kein besonders großer Feuerball von seinem Weg abbringen, so dass die Hydra ihm eine ihrer Köpfe entgegen jagte. Ma´ik wich dem Biss jedoch schnell zur Seite aus und sprang auf den Hals des übergroßen Wesens, das ihn versuchte mit zwei weiteren Köpfen von beiden Seiten anzugreifen, ihn aber verfehlte. Ebenso wenig Erfolg zeigte ein weiterer Frontalangriff, der Ma´ik lediglich als Treppenstufe diente. Plötzlich sprang er ab und ließ sich nach unten fallen, wobei er durch das gewaltige Geflecht aus Hälsen einfach hindurch zu fallen schien und auch der ihm eilig nachgesandte Kopf der Hydra hielt ihn nicht davon ab, im freien Fall sein Exoskelet mit Hilfe der Nanobots zu schaffen und dessen Hauptwaffe nach unten, mitten in den Körper der Hydra abzufeuern. Eine gewaltige Explosion zerriss das Monster von innen heraus und verteilte dessen blutige Reste über den gesamten näheren Bereich, während Ma´ik sich unbeschadet und lediglich in normaler Eldar-Metallrüstung in der Mitte des Explosionsradius wieder fand.
„Hier Ma´ik. Die Mission ist ausgeführt“, gab der General dann schnell noch durch, bevor plötzlich ein Himmelskrieger einen Schlag von hinten auf ihn ausführte. Ma´ik hatte es allerdings bemerkt und drehte sich schnell zur Seite weg, bevor er mit Armklingen zunächst Arme, dann Kopf des Engels abtrennte.
„Hier ist Gruppe Sechs! Wir sind hier völlig von Feinden umschlossen! WIR BRAUCHEN HILFE!!!“ schrie plötzlich eine Stimme, die nach ihrem Klangbild zu urteilen offensichtlich von einer Echse kommen musste, in das Kommunikations-System, bevor sie scheinbar vor Schmerzen laut aufschrie und man das Brechen von Knochen und das Spritzen von Blut hören konnte und die Kommunikation zusammen brach. Zur selben Zeit sollte ein weiterer Weiser Himmelsdrache über Ma´iks Kopf hinweg fegen, und von vier roten Phönixen und zwei Himmelsjägern begleitet werden. Es war bereits jetzt für Ma´ik klar, dass er soeben sein nächstes Ziel gefunden hatte und so stürmte er erneut vor und baute sein Exoskelet auf, womit er schnell in den Himmel aufstieg.

Gewaltige Explosionen rissen weitere Stücke aus der Basis-Mauer, während Mechs der Toth sich dort verzweifelt aufstellten um die Infanterie zu unterstützen. Diese war mit der Feindmenge völlig überlastet. Mittlerweile trafen auch Truppen der Volcano und der Kashiri ein und bezogen direkt ihre Unterkünfte, wobei eine weitere von dem Energieball eines Himmelsdrachen zerrissen wurde.
„Unsere Front stabilisiert sich, aber die feindlichen Verluste bleiben zu gering um sie zurück schlagen zu können, Sir“, berichtete Rar´mor noch, bevor das Kristallprojektil eines Elementals das Dach des Kommandostandes abriss und dabei die Köpfe der Anwesenden nur knapp verfehlte. Nur wenig später krachte jedoch ein rotes Photonen-Projektil in den Elemental und zersprengte ihn völlig. Splitter flogen dabei in beinahe alle Richtungen und durchschlugen sogar zwei unachtsame schwere Himmelskrieger, die an eine Gebäudewand geheftet wurden.
„Wie lange noch bis alle Truppen hier sind?“, fragte Tar´wik genauer nach, als plötzlich das Projektil einer Kampflanze durch den Kopf des gerade angesprochenen Operators schlug und dessen Blut und Gehirnmasse über die Anwesenden verteilte. Uriel reagierte schnell darauf und jagte ein Energie-Geschoss auf den Himmelskrieger, der damit nicht gerechnet zu haben schien und einfach davon in seine ebenfalls nicht unblutigen Einzelteile zerrissen wurde.
„Die Flotte schätzt dass es noch etwa 30 Minuten dauern wird. Unsere eigene Flotte wird in genau einer Stunde hier eintreffen“, antwortete nun Rar´mor anstelle des Operators, während zwei gegeneinander kämpfende Jäger mit gewaltiger Geschwindigkeit über den Stand fegten und der blaue Flammenstrahl eines Greifen-Wesens in ein Versorgungs-Gebäude einschlug und eine gewaltige Explosion dort hinterließ.
„Und wie lange wird es noch dauern, bis die Schiffe wieder hergestellt sind?“, fragte der General weiter und dieses Mal war es Uriel welche die Daten über das Terminal abrief.
„Das Schiff von Ma´ik ist einsatzbereit. Das ihre wird noch etwa 50 Minuten benötigen, was auch immer das bedeuten soll“, antwortete sie dann, da ihr die Zeitrechnung der Community noch fremd zu sein schien und wich einem zufällig bei ihr ankommenden gelben Projektil eines schweren Himmelskriegers durch ducken aus.

Man konnte beinahe schon von einem Stau sprechen als die Verstärkung der Engel eintraf, denn sie waren einfach zu viele um alle auf einmal auf die Basis einstürmen zu können. Daher schien man bereits einen vorderen Kommandostand eingerichtet zu haben, den die drei Erzengel direkt betraten, als sie mit ihrem gewaltigen Panzerfahrzeug das Ende erreichten.
„Erzengel Metatron, die Frontlinie lässt sich über den Landweg nicht durchbrechen“, sprach direkt einer der Himmelskrieger den Anführer an.
„Sie beschützen tatsächlich insbesondere dieses eine Gebäude dort“, stellte Abbaddon nach einem Blick auf die Karte fest. „Warum?“, fügte er dann noch an.
„Das werden wir heraus finden. Und egal was es ist, wir werden es zerstören“, antwortete Metatron beinahe schon wütend, bevor ihn tatsächlich eine Rakete eines Echsenwesen-Panzers verfehlte und stattdessen in einen Greif einschlug, der sich weiter hinten befand. Der Bauch des Wesens riss durch die Explosion auf, so dass dessen Blut und Eingeweide auslaufen konnten, während das Wesen vor Schmerzen schreiend zu Boden fiel.
„Die Götterpanzer dort vorne in einer Reihe aufstellen. Konzentriert das Feuer auf diese Gebäude dort hinten“, befahl Metatron nur wenig darauf, während Abbaddon bereits die Hydren und goldenen, fast sternförmigen fünfbeinigen Walker der Kampfgruppe hinzu fügte, welche die Erzengel selbst anführen wollten. Zur selben Zeit hatten sich die gigantischen Panzer begonnen hinter den Linien aufzustellen und auf ihrem, wie ein Drachenkopf geformten, Turm eine gigantische Kanone ausfuhren. Bevor jedoch auch nur der erste Feuern konnte, schlug das Magma-Projektil eines Volcano-Mechs, den diese auch als Golem bezeichneten, in eine dieser Kanonen ein und sprengte nicht nur die Waffe, sondern auch den gewaltigen Panzer, der mit seinen Gesamtmaßen sogar die Walker noch übertraf. Die Explosion riss dabei einen gigantischen Krater mitten in den Planeten und schleuderte Himmelskrieger oder Teile von ihnen in alle Richtungen. Die noch lebenden Krieger schienen sich daran in keiner Weise zu stören, ebenso wenig an den Schmerzensschreien derjenigen, die das eben geschehene sogar noch überlebt hatten. Sie marschierten einfach weiter und eröffneten weiter das Feuer auf die Truppen der Community. Mittlerweile hatte sich auch der gewaltige Kampfverband in Bewegung gesetzt, den die Erzengel anführten. Allerdings hatten sie sich scheinbar einfach unter die normalen Himmelskrieger gemischt, denn es war unmöglich zu erkennen, wo genau sie sich befanden.

Lediglich immer wieder folgendes lautes Krachen von Explosionen war innerhalb des Gebäudes des Nexus von der Schlacht zu hören. Ab und an schüttelten Einschläge von Waffen das Gebäude ein wenig durch, aber nicht so stark als dass Natasha ihr Gleichgewicht davon verlieren würde, ebenso wenig der Nexus selbst. Der schien die ganze Situation völlig gleichgültig hin zu nehmen, was Natasha beinahe schon warnsinnig machte.
„Willst du nicht endlich irgendetwas unternehmen?“, fragte sie ihren fast völlig mechanischen Gesprächspartner aufgebracht.
„Ich versuche den Luftraum mit Hilfe von Flugabwehr-Geschützen frei zu halten“, antwortete der Nexus. „Das ist für den Moment alles was ich unternehmen kann“, fügte er noch an.
„Was ist mit mir? Sollte nicht wenigstens ich da draußen sein und versuchen die Front zu stabilisieren?“, fragte nun Gor´shak über das Kommunikations-System und wirkte schon fast wütend dabei.
„Unsere Zeit wird kommen. Bitte, habt alle Vertrauen zu mir und meinen Generälen“, antwortete der Nexus lediglich in unverändertem Tonfall darauf.
„Ich hoffe ihr wisst alle was ihr tut“, antwortete Gor´shak und trennte die Verbindung, während Natasha weiter aufgebracht vor und zurück rannte.
„Aber wir können doch nicht einfach nur so da rum stehen und nichts tun“, stellte sie dann noch einmal fest.
„Falsch. „Da rum stehen und nichts tun“ ist genau alles, was wir im Moment fähig sind zu tun“, antwortete der Nexus und Natasha seufzte noch einmal lautstark, akzeptierte die Situation allerdings abschließend, bevor der Nexus aufschreckte.
„Irgendjemand befindet sich in der Nähe dieses Raumes“, stellte er verwirrt fest und wandte sich der linken Seitenwand zu, die er bereits mit mechanischen Tentakeln zu bewachen begann.
„Wer denn?“, fragte die Terranerin schockiert und verwirrt dagegen, während sie zurück trat.
„Wenn ich eine Antwort darauf wüsste, hätte ich sie längst gegeben“, antwortete der Nexus noch bevor die Wand explodierte und die Sicht auf die Angreifer frei gab.

Es war fast unmöglich durch die unzähligen Feindtruppen zu kommen, ohne dabei entdeckt zu werden. Cain hatte daher bisher lediglich den Weg zu zwei weiteren Hangars zurück gelegt und befand sich nun vor einem kleinen Schutzwall, der ihm geduckt sogar als Deckung diente. Es waren einfach viel zu viele. Wie sollte er nur dort durch kommen ohne aufzufallen? Noch ein wenig frustriert vergewisserte er sich, wie nahe er dem Reaktor mittlerweile gekommen war. Allerdings frustrierte ihn die Feststellung, dass es sich vielleicht um wenige Meter handelte, lediglich noch mehr. Aber es musste einen Weg geben. Er brauchte schnell ein Ablenkungsmanöver und tatsächlich sollten sich einige Kisten mit explosiven Materialien für genau diesen Zweck mitten in der Basis finden. Wahrscheinlich handelte es sich um Rohmaterialien für den magischen Reaktor, die Cain mit seiner Rail-Pistole zu einer gewaltigen Explosion entfachte. Und tatsächlich schien der Plan aufzugehen, denn die Explosion sorgte nicht nur für einige verletzte Himmelskrieger, sondern rief auch medizinische Trupps, Flammenabwehr und anderes auf den Plan, die sich alle dort versammelten. Natürlich fanden sich auch Kampftruppen darunter, die nun tatsächlich einen kleinen Weg zum magischen Reaktor frei gaben. Und tatsächlich stürmte Cain so schnell er konnte und bisher auch noch unbemerkt an den meisten der Himmelstruppen und einigen Hangars vorbei, so lange bis sich tatsächlich zwischen zwei der Gebäude ein Himmelskrieger finden sollte.
„EIN ERZDÄMON!!! ALARM!!! EIN ERZDÄMON!!!“, schrie dieser direkt panisch aus und sorgte zunächst für Verwirrung, bevor sich die ersten Krieger Cain zu wandten und das Feuer auf ihn eröffneten. Der hatte allerdings inzwischen den Eingang zu dem gewaltigen Gebäude erreicht, dass der magische Reaktor war. Lediglich zwei Wachen blieben übrig um diesen zu bewachen, so dass Cain ihnen einfach im vorbei gehen zwei Rail-Projektile in den Kopf jagte. Zeitgleich platzierte sich jedoch plötzlich ein blauer Flammen-Elemental in Cains Bahn und jagte ihm einen Flammenstrahl entgegen, so dass der Dämon schnell zur Seite springen musste um verfehlt zu werden. Seine entfesselte Form wollte er noch nicht nutzen, und am besten hierfür gar nicht nutzen wenn es sich vermeiden ließ. Es war unklar wofür er seine Kraft noch benötigen würde in dieser Schlacht. Und dennoch brauchte er jetzt zu aller erst einmal etwas Deckung vor diesen ganzen Projektilen aus Engelswaffen und die sollte ihm ein weiteres Gebäude, dass einem Kühlaggregat glich, dienen.
„Baut dort und dort Hunter-Geschütze auf!“, tönte die Stimme eines Engels lauter als das Geschützfeuer und sogar so laut dass Cain es hören konnte.
„Ja, genau bringt ihn hier her“, sagte nun ein anderer und Cain riskierte einen Blick hinter seiner Deckung hervor, die ihm einen Blick auf ein Wesen gab, dass selbst Cain lieber erspart geblieben wäre. Mit 50m überragte dieses Wesen sogar noch den Legion um ein vielfaches, wobei es in seinem Aufbau einer sehr Weisen Statue eines Humanoiden glich. Vogelartige Flügel-Verzierungen legten nahe, dass es sich um ein Wesen des Himmels handelte, allerdings die rot leuchtenden, halbkreisförmig nach oben gerichteten, hinter dem Wesen schwebenden und sogar schon mechanisch wirkenden Flügel legten die Zugehörigkeit zur Hölle nahe.
„Ein Zwielicht-Halbblut“, kommentierte Cain ruhig und gefasst, aber nicht gerade erfreut, als das Wesen mit beiden Fäusten zuschlug und die Deckung des Dämons zertrümmerte, während dieser durch eine Rolle nach hinten entkommen war.

Verwirrt wich der andere Himmelsjäger zur Seite, als ein Partikelstrahl durch seinen Mitstreiter schoss und ihn zur Explosion brachte. Und noch verwirrter sollte der Pilot reagieren, als Ma´ik mit seinem Exoskelet auf dem Vehikel landete und mit Energie-Klingen durch das Cockpit und durch den Piloten stach. Blut bespritzte dabei das Sichtfenster und machte unmöglich zu erkennen was eigentlich mit dem Piloten geschehen war, bevor das Vehikel sich verselbstständigte und in einen der Phönixe krachte. Ma´ik war jedoch längst abgesprungen und auf dem gewaltigen Drachen gelandet, als das vogelförmige Flammenwesen und der Mech explodierten. Bevor sich die drei übrigen Phönixe allerdings dem Eldar-General widmen konnten, schlugen hellblaue Energieprojektile in zwei von ihnen, die von einer fünfer Staffel Eldar-Jäger stammten. Während dessen jagte der Drache selbst mehrere Lichtprojektile auf Unterkünfte der Toth und der Pflanzenwesen und hinterließ gewaltige Explosionen überall in dem Areal. Was allerdings viel schlimmer war, war die Tatsache, dass dieser Himmelsdrache sich dem Gebäude des Nexus schnell näherte und es wahrscheinlich bald angreifen würde, ähnlich wie den vierbeinigen Walker der Toth und seinen Geleitschutz durch Volcano-Mechs, die er alle mit einem Lichtstrahl überschwenkte. Aus diesem Grund rammte Ma´ik direkt seine Energieklingen in den Rücken des Drachen und obwohl sogar nicht gerade wenig Blut aus den Verletzungen schoss, schien es dem gigantischen Flugwesen nicht einmal Schmerzen zu bereiten. Plötzlich verfehlte ein blaues längliches Energie-Projektil, eindeutig aus der Kampflanze eines Himmelskriegers stammend. den Eldar, während drei weitere Himmelskrieger mit ihren Flügeln auf dem Rücken des Drachen landeten. Zwei davon sogar direkt vor dem Eldar-General, der sie direkt mit Energie-Gattlings unter Gegenfeuer nahm und sich nur wenig später unter weiteren Kampflanzen-Projektilen von hinten wegduckte. Anschließend aktivierte der Eldar erneut zwei Energieklingen und zerteilte in zwei Ruckartigen Bewegungen beide Engel vertikal in der Mitte, bevor er sich schnell umdrehte und dabei noch einmal seine Energie-Gattlings abfeuerte. Während die vier Hälften der beiden anderen Himmelskrieger auf den Rücken des Drachenwesens klatschten, zerrissen die Energie-Gattlings die anderen beiden Engel einfach horizontal in der Mitte und verteilten die inneren Organe weit über das Drachenwesen hinweg. Dieses hatte mittlerweile das Nexus-Gebäude erreicht und jagte gerade weitere Lichtprojektile in eine Verteidigungsline der Kashiri und vernichte dabei auch einen vierbeinigen Walker der Toth. Allerdings sollte Ma´ik nicht mehr lange warten und direkt seinen zentralen Partikel Strahl auf den Kopf des Drachenwesens abfeuern und ihn in einem gut sichtbaren, blutigen Prozess einfach abreißen und das trotz des dichten Partikelstrahls. Für den Rest sorgte nun das Photonen-Projektil eines sechsbeinigen Toth-Walkers, der eine nicht gerade kleine Kanone auf seinem Rücken ausgefahren und auch damit das Projektil abgegeben hatte. Noch während dieser Explosion verließ Ma´ik die Überreste des Himmelsdrachen und ließ sich einfach zu Boden fallen, wobei er einen Transformer seiner eigenen Truppen und danach ein Greifen-Wesen nur sehr knapp verfehlte. Erst 200m über dem Boden nutzte der Eldar-General seine Triebwerke und landete genau vor dem Nexus-Gebäude, wobei er sein Exoskelet wieder mit den Nanobots in seinem Körper verstaute. Eine Explosion riss den stark technisch verbesserten Humanoiden aus seinem bisherigen Konzept, da sie sich genau am Nexus-Gebäude ereignet hatte. Ma´ik hatte doch gerade den einzigen Angreifer vernichtet, der zu einem solchen Schaden fähig gewesen wäre. Und aus genau diesem Grund musste er schnell sein, denn ahnte bereits, dass es sich hierbei um Erzengel handelte. Allerdings sollte er nicht sehr weit kommen, denn plötzlich landete ein Greif direkt vor dem General und nahm ihn mit einem blauen Flammenstrahl unter Feuer.

Sehr zum Schock von Natasha sollte es sich bei den Angreifern um drei Engel handeln, die sich sichtbar alleine in ihrer Aufmachung von den anderen unterschieden. Den einen der drei, Raphael erkannte sie sogar wieder, wenngleich ihr Zustand nicht gerade der Beste gewesen war, als sie ihm zuvor begegnete. Daher wusste sie auch direkt, dass es sich hier um drei Erzengel handeln musste und damit um Kämpfer mit denen selbst Cain, Uriel oder Ma´ik größere Schwierigkeiten im Kampf hätten. Es gab fast gar keine andere Möglichkeit.
„Sieh an. Was haben wir denn hier gefunden?“, kommentierte Raphael mit einem gewissen Maß an Überheblichkeit.
„Wenn wir dieses Wesen töten, dann wird diese Welt wahrscheinlich mit ihm sterben“, stellte Abbaddon fest und deutete auf den Nexus.
„Mich interessiert eher diese eigenartige, schwächliche Humanoide daneben. Wenn mich nicht alles täuscht dürfte sie diejenige sein, die der Erzdämon Cain beschützt“, fügte nun Metatron hinzu während sie alle den beiden schnell näher kamen und ihre Schwertwaffen materialisierten. „Haltet mir so lange egal was das ist vom Leib“, befahl er dann weiter und stürmte vor. Allerdings schossen ihm plötzlich mehrere mechanische Tentakel in den Weg, die ihn zum zurück weichen zwangen.
„Das wirst du nicht tun, solange auch nur einer von uns am Leben ist“, kommentierte plötzlich Uriel, während sie mit ihren beiden Arm-Waffen auf Abbaddon und Raphael feuerte und von der anderen Seite gestürmt kam. Diese beiden wichen schnell zur Seite und erhoben sich in die Luft, während Uriel sich vor Metatron platzierte und ihre Waffe auf ihn ausrichtete. Zeitgleich jagte der Nexus einige mechanische Tentakel auf Raphael und Abbaddon, aber die Engel verstanden es durch gezielte seitliche Flugmanöver zu entkommen. Und obwohl Uriel nicht zögerte ihren einstigen Verlobten mit ihrer Energie-Waffe zu erschießen, verstand es dieser dem Projektil durch eine geschickte Kombination aus Drehen, Ducken und einem Schritt zur Seite zu entkommen. Obendrein sollte er sich auch noch ein einer optimalen Schlagposition wiederfinden um Uriel mit seinem Schwert enthaupten zu können. Als er dies jedoch versuchte fing die Engelsdame den Schlag mit ihrem eigenen Schwert ab, konnte jedoch den Fußtritt nicht abfangen und wurde nach hinten geschleudert, kurz vor den Raum des Nexus.
„Bleib weg von mir! Ich habe...“, rief Natasha aus, als Metatron sich ihr nun weiter näherte und unterbrach ihren Satz als sie merkte, dass der Erzengel nicht einmal seinen Gesichtsausdruck änderte. „Wenn du mir irgendetwas tust, wird Cain dir sicher das dreifache zurück antun“, brachte sie dann noch leise raus, wobei die Drohung zwangsweise etwas lächerlich wirken musste, als der Erzengel bereits seinen linken Arm nach ihr aus streckte.
„Keine Sorge. Das ist ganz genau, was ich gehofft hatte“, antwortete er ihr dann noch und schockierte sie, denn er wirkte dabei tatsächlich äußerst freudig, als er beenden wollte was er begonnen hatte.

Äußerst gefasst sprang der Dämon zwei weitere Male nach hinten und wich zunächst zwei Faustschlägen des Zwielicht-Wesens aus, bevor er einen Handkantenschlag des Wesens mit seinem Schwert abfing. Dabei genügte dessen gewaltige Kraft um den viel kleineren Humanoiden ein kleines Stück in den Boden zu drücken. Als es seinen Arm wieder anhob wechselte Cain schnell auf seine Rail-Pistolen und jagte dem Wesen mehrere Projektile gegen den Kopf, erzielte aber scheinbar keine Wirkung. Ebenso wenig tat dies jedoch der rot-schwarze Chaos-Energie-Strahl den das Wesen aus seinen Augen abfeuerte, da sich Cain zur Seite rollte als der Strahl drohte über ihn hinweg zu fegen. Schnell stürmte der Dämon zurück hinter einen Hangar und von dort aus zu einer Art Lagergebäude, während ihn unzählige Kampflanzenprojektile verfehlten und nur wenig später ein gewaltiger schwarzer Finsternis-Strahl des Zwielicht-Wesens den Hangar wegfegte, als er Cain verfehlte. Er brauchte schnell eine Idee um in der Basis aufzuräumen zu können, so dass er den Reaktor erreichen konnte. Und er brauchte sie schnell, denn das Zwielicht-Wesen begann das Lagergebäude bereits mit Lichtprojektilen zu bombardieren, bevor letztendlich der rot-schwarze Strahl den Dämon endgültig dazu zwang sich ein neues Gebäude als Deckung zu nehmen. Er wollte seine entfesselte Form nicht einsetzen. Metatron war auf diesem Planeten, ebenso zwei weitere Erzengel, denen er begegnen konnte und dann bräuchte er alle seine Kraftreserven. Gegen dieses Zwielicht-Wesen musste er sich etwas anderes überlegen. Als ihn ein weiterer rot-schwarzer Strahl aus dem Zwischenraum den der Halbkreisförmige Flügel hinterlassen hatte erneut zwang sich ein neues Gebäude zu suchen, bog der Dämon plötzlich in eine Gasse ein, die er auf dem Weg entdeckt hatte. Und noch während der Strahl das Gebäude in seine Bestandteile zerlegte, ähnlich einem Wirbelsturm, jagte der Dämon zwei weiteren Himmelskriegern Rail-Projektile in den Kopf, bevor er sich einfach an die Kontrollen des Hunter-Geschützes begab, dass die beiden gerade aufgebaut hatten. Dummer Weise fiel dies auch dem Zwielicht-Wesen auf, das schnell ein Lichtprojektil in seiner Hand vorbereitete, aber zuvor von mehreren violett-Weisen Energiestrahlen durchschlagen wurde. Dabei trafen sie Strahlen auch noch tragende Teile, so dass Wesen einfach in sich zusammen brach und zersplitterte, ähnlich wie eine Statue täte. Plötzlich schlug ein blauer Feuerball von der Seite in das Geschütz und brachte es zur Explosion, allerdings war es dem Dämon rechtzeitig aufgefallen, so dass er noch schnell nach hinten weggesprungen war. Und obwohl weiterhin unzählige Projektile aus Himmelswaffen überall um ihn herum fegten und einschlugen, war der eigentliche Weg momentan frei, so dass Cain nicht lange wartete und erneut versuchte in das Gebäude des magischen Reaktors zu gelangen.

Metatron reagierte tatsächlich ein wenig verwirrt, als plötzlich Uriel wieder in seinen Weg sprang und seinen Arm zur Seite schob. Uriel sah darin ihre Chance und materialisierte schnell ein Schwert um es Metatron durch den Bauch zu rammen. Allerdings hatte sich zwischenzeitig Raphael aus dem Kampf mit dem Nexus gelöst und rammte nun die Engelsdame nicht nur zur Seite, sondern auch durch die nächste Wand. Zeitgleich materialisierte Abbaddon seine Sensenwaffe und durchtrennte mit einem Schlag mehrere der mechanischen Tentakel. Anschließend feuerte er eine Ladung auf den Panzerkasten ab, in dem sich der Nexus befand, schien aber nicht in der Lage zu sein diesen zu durchdringen.
„MEISTER METATRON! DER ERZDÄMON IST HIER!“, schrie plötzlich eine Stimme durch das Kommunikations-Gerät des Erzengels und weckte ihn aus seinem Schockzustand auf.
„Verstanden. Wir werden die Mission abbrechen“, antwortete Metatron recht bald.
„Aber das Wesen! Wenn wir es töten dann siegen wir!“, rief nun Abbaddon noch aus, während er weiteren zwei Tentakeln auswich und einen von hinten kommenden mit Sense abtrennte.
„Ich sagte wir ziehen uns zurück“, antwortete der Engel wütend darauf, bevor auch er reflexartig zwei mechanische Tentakel mit seinem Kristallschwert durchtrennte. „Und du wirst uns begleiten“, fügte er noch schnell an, bevor er sich Natasha am Kragen ihrer Kleidung packte und hinter sich her zog. Sie selbst reagierte lediglich schockiert und zeigte sich nicht einmal in Ansätzen fähig sich überhaupt gegen den Erzengel zu wehren. Somit ließ sie sich einfach durch den Ausgang schleppen, den die Himmelskrieger schon zuvor in der Wand des Raumes hinterlassen hatten. Und obwohl der Nexus ihnen Tentakel nach jagte, konnte er nicht mehr verhindern, dass die beiden zusammen mit Natasha den Raum verließen. Keine zwei Sekunden darauf betrat Ma´ik über den Haupteingang den Raum und versuchte die Situation schnell zu rekonstruieren und zu erfassen indem er sich umsah.
„Seit ihr in Ordnung, großer Nexus?“, fragte er dann schnell.
„Sie haben die Terranerin mitgenommen“, antwortete der Nexus und ignorierte Ma´iks Frage.
„Dann hoffen wir, dass sie ihr noch nichts angetan haben. Falls doch, wird der Dämon für unser aller Ende sorgen“, kommentierte der General.

Projektile und Strahlen unterschiedlichster Art flogen dem Dämon von beinahe allen Seiten um die Ohren, aber keine der feindlichen Waffen schien ihn zu treffen. Somit war es Cain möglich ohne weitere Probleme in das Gebäude zu gelangen ohne von Feindfeuer zerrissen zu werden. Dort sollten sich allerdings recht bald die nächsten Probleme zeigen, die drei weitere Himmelskrieger waren, die schnell aus den übrigen Gängen den Dämon angreifen sollten. Der materialisierte allerdings schnell seine beiden Schwerter und fing zunächst einen Kampflanzenschlag mit dem Odachi ab. bevor er mit dem anderen Schwert genau diesen Gegner in der Mitte zertrennte. Ein weiterer Rundumschlag sorgte für die mittige Zerteilung der übrigen beiden Krieger und bereitete Cain den übrigen Weg, wobei er zuerst noch eine eigenartige, metallische Box materialisierte. Ein Tastendruck auf ein Display in der Mitte dieser Box fuhr vier Greifer am anderen Ende aus mit denen der Dämon das eigenartige Gebilde an die Wand heftete. Ein weiterer Tastendruck aktivierte das Gebilde, dass nichts weiter als eine Sprengladung sein sollte. Und so begab sich der Dämon zum nächsten Gang und bog an der bevorstehenden T-Kreuzung rechts ab. Anschließend bog er in einen weiteren Abzweig nach links ein, wo ihn plötzlich ein schwerer Himmelskrieger mit seinem gewaltigen Energiegeschütz unter Feuer nahm. Allerdings sprang der Dämon schnell auf die rechte Seite und nutzte die Wand dort als Deckung während das Energie-Projektil hinter ihm in die andere Wand schlug. Allerdings ermöglichte ihm das noch nicht den Gang zu betreten, wo der Himmelskrieger ein weiteres Projektil in die Wand feuerte. Zeitgleich wechselte Cain auf seine Rail-Pistolen und jagte dem Engel ein Projektil in den Kopf und ein weiteres mitten durch dessen Oberkörper. Und während Blut aus dem zu Boden fallenden Humanoiden spritzte, platzierte der Dämon eine weitere Sprengladung, bevor er den Gang nahm, der ihn direkt zur Reaktor-Kammer führen sollte.

Fast ein wenig angewidert wirkte Uriel, als sie es endlich geschafft hatte Raphael mit einem Tritt aus ihrer näheren Nähe zu entfernen, nachdem dieser sie durch die Wand gerammt hatte. Anschließend jagte sie dem Erzengel zwei weitere Energie-Projektile entgegen, denen dieser auswich indem er sich in die Luft erhob. Anschließend materialisierte er seinen Kampfstab und feuerte zwei Blitze auf die Engelsdame, die mit einer Drehung zur Seite wich und ein Plasma-Projektil abfeuerte. Raphael wich schnell in einem Bogen zur Seite und floh dann schnell durch die Decke, indem sie mit einem blauen Energiestrahl um ein großes Loch bereicherte. Erst jetzt erhob sich auch Uriel in die Luft und folgte ihrem Gegner.
„Zuerst haust du mich durch die Wand und dann verschwindest du einfach wieder?“, fragte die Engelsdame ein wenig aufgebracht, während sie beide landeten.
„Nun, eine Narbe in meinem ansonsten perfekten Gesicht genügt mir völlig“, antwortete Raphael, der sich immer noch in Verteidigungsstellung aufhielt. „Außerdem will ich mich nicht mit Blut vollspritzen“, fügte der Erzengel noch an.
„Ihr versteht alle nichts mehr von Ehre“, antwortete Uriel ein wenig wütend.
„Wen interessiert schon Ehre, wenn er unglaublich gut aussieht?“, fügte Raphael abschließend an. „Ich sehe schon, du wirst mich nicht gehen lassen“, stellte er dann fest.
„Du bist ein Feind und direkt an der Entführung von Natasha beteiligt. Auf keinen Fall werde ich dich von hier verschwinden lassen“, antwortete Uriel nun definitiv wütend und materialisierte beide Schwerter nachdem sie den ersten Angriff mit zwei Energie-Projektilen gestartet hatte. Raphael nutzte allerdings seine Schildkugel um sie abzufangen, bevor mit dem Kampfstab mehrere sehr schnelle Schläge blockte und nun Uriel in die Defensive zwang indem er den Stab in Verteidigungsstellung nach vorne schlug. Die Engelsdame hatte allerdings beide Schwerter davor gehalten um ihn abzufangen, so dass sie nun beide ungewollte ihre Kräfte maßen.

Mittlerweile waren alle Truppen der Community in ihren Unterkünften angekommen und begannen bereits sich auszurüsten. Während dessen tobte am Himmel ein gewaltiges Inferno aus Explosionen und Projektilen, wobei ab und an eine Himmelsbestie die Sonne verdunkelte. Dieses Mal handelte es sich scheinbar um einen Kristalldrachen, der sich durch die Weisen Kristalle, die aus seinem Rücken ragten kennzeichnete. Nur langsam erreichte die Bestie die Grenze der Basis, während Projektile der Flak einfach an ihm abprallten. Plötzlich schossen unzählige Jäger und Bomber unzähliger Community-Spezies aus dem Himmel herab und schlossen sich der Luftschlacht an. Dabei begab sich eine Staffel Volcano-Bomber über den Kristalldrachen, der gerade mit seinem gewaltigen weiß-blauen Strahl über eine Stellung der Toth-Infanterie schwenkte und nichts mehr von ihr übrig ließ. Als sich jedoch gerade zwei Himmels-Transformer hinter die Bomber gesetzt hatten, zerfetzten plötzlich mehrere giftgrüne Strahlen eines Insektoiden-Jägers und die Positronen-Projektile eines Toth-Jägers von oben die beiden Himmelsvehikel, bevor sie auch nur einen einzigen Schuss hatten abgeben können. Und obwohl der Drache gerade ein gewaltiges Projektil aus diesen Farben auf einen Eldar-Mechwalker abgefeuert hatte, ließen die Bomber ihre gewaltigen Magma-Bomben fallen, die ausreichten um den Drachen noch in der Luft in seine blutigen Einzelteile zu sprengen.
„Die Eldar-Flotte meldet Ankunft in fünf Minuten!“, rief Rar´mor dem General zu, bevor dieser sich den Captain packte und mit ihm die Kommandoplattform verließ. Und das tat er keine Sekunde zu früh, denn direkt darauf zerriss sie ein gewaltiges goldgelbes Energie-Projektil aus einem der fünfbeinigen Walker.
„Sobald unsere Flotte die ersten Truppen entsendet, werden sie einen Angriff auf die Basis ausführen. Versuchen sie irgendwie durch die Feindmassen zu brechen. Ich werde hier bleiben und die Verteidigung der Basis koordinieren“, befahl der General dem eben Geretteten noch schnell, bevor er ihn von sich weg stieß und sich fast in der selben Bewegung nach hinten fallen ließ, so dass ein Projektil eines schweren Himmelskriegers ihn nur sehr knapp verfehlte, bevor dieser wiederrum von gleich zwei Echsen Wesen, mit mindestens sechs Metern Länge angriffen wurde. Blut bespritzte dabei die nähere Umgebung, während die Echsen ihren Feind mit ihren gewaltigen Zähnen auseinander nahmen und dessen innere Organe überall verteilten.
„Verstanden, Sir“, antwortete Rar´mor und richtete sich schnell auf. Anschließend verschwand auch er in Richtung des Nexus-Gebäudes.
„Baut einen neuen Stand genau hier hin!“, befahl Tar´wik dann zwei gerade vorbei kommenden Eldar-Kriegern, während ein Himmelsbomber gerade einen leeren Hangar zerbombte.
„Sir!“, unterbrach Tar´wik plötzlich ein weiterer Eldar, der ihm schnell ein PDA reichte, welches ihm mehrere gewaltige grün-violette Energie Projektile mit einem schweif aus gelben Partikeln zeigte, die sich wohl recht langsam näherten, und scheinbar aus den gewaltigen "Götterpanzern" stammten, aber schätzungsweise genügten um große Teile dieser Basis auszuradieren.

Ein für jeden Normalsterblichen gewaltiger Anblick bot sich dem Dämon als er den Reaktor-Raum betrat. Ihn beeindruckte die gewaltige blaue Säule reinster magischer Energie, die von einigen Kraftfeldern vor einer unkontrollierten Reaktion geschützt wurde, nur wenig. Ebenso die unzähligen Metallbrücken, die ihn bis zu dem Kontrollstand führen sollten. Nachdem er nun am Boden eine weitere Ladung platziert hatte, sprang er einfach von seiner unteren Plattform nach oben und platzierte auch an der Kontrollstation eine Sprengladung. Jetzt musste er nur noch auf das Dach und eine Ladung an den Generator für die Kraftfelder platzieren. Und das tat er direkt durch einen weiteren Sprung, denn dieser Bereich des Reaktor-Gebäudes war ohnehin offen. Direkt nach der Landung sollten jedoch zwei Himmelskrieger den Dämon von oben unter Feuer nehmen. Allerdings sprang dieser schnell vor und jagte zwei weitere Rail-Projektile in die Himmelskrieger, die nun stattdessen in den Strahl aus magischer Energie flogen, wo nichts mehr von ihnen übrig blieb. Nun galt es jedoch viel dringender den Generator der Kraftfelder zu finden. Und das gestaltete sich schwieriger, als Cain sich das vorgestellt hatte. Jedoch nicht weil das entsprechende Bauteil nicht finden konnte, sondern weil ein Kristall-Elemental von unten abgesprungen war und nun nicht nur ebenfalls auf dem Dach landete, sondern dabei auch noch vier Kristallstacheln auf den Dämon schleuderte. Dieser rannte schnell zur Seite und feuerte sechs Railprojektile auf den Elemental, die tatsächlich Stücke aus dessen Körper rissen, aber nicht genügten um ihn auszuschalten. Somit war es dem Wesen möglich seine gewaltigen Hände zu einer Faust zusammen zu führen und von oben nach unten zu zuschlagen. Cain rutschte jedoch schnell zwischen den Beinen des Elementals durch und entkam so nicht nur dessen Schlag sondern fand sich auch schnell in einer perfekten Position wieder um dem Wesen selbst eine kleinere Version einer solchen Sprengladung anzubringen, die nach fünf weiteren Sekunden explodierte und das Wesen mit sich riss. Gewaltige Kristallsplitter wurden in alle Richtungen geschleudert, darunter sogar auf Cain. der diese einfach mit beiden Armen abfing und sich dann ruckartig drehte, wobei er den Kristall durch einen schweren Himmelskrieger schleuderte. Dieser erlitt nicht nur eine blutende Verletzung in der Mitte seines Körpers sondern wurde sogar noch von dem Gebäude geschleudert, wo er am Boden völlig zermatscht wurde. Während dessen hatte Cain den Generator erreicht und mit der letzten notwendigen Sprengladung versehen, als er jedoch sein PDA materialisierte um sie zu aktivieren, landete ein weiterer Himmelskrieger direkt hinter ihm. Reflexartig materialisierte der Erzdämon seine Rail-Pistole und richtete sie aus, als ihm auffiel. dass er erneut ungewollt seine Waffe auf Natasha richtete. Aber sie war nicht alleine hier, Metatron hatte sie hergebracht und hielt ihr nun eines seiner nicht gerade kleinen Kristallschwerter an den Hals.
„Wenn du diese Spreng-Ladungen zündest wird sie ebenfalls sterben, das kann ich dir garantieren. Auf die eine oder die andere Weise“, kommentierte der Erzengel die Situation und begann zu lachen als der Dämon sein PDA wieder dematerialisierte. „Ja, endlich habe ich deine große Schwachstelle gefunden Erzdämon Cain. Und jetzt wirst du für alles das bezahlen, was du MIR und der gesamten Gemeinschaft des Himmels angetan hast“, fügte er dann noch hinzu und lachte noch viel freudiger, so dass man ihm zwangsweise anmerken musste wie sehr er die Situation genoss.
„Hilfe, Cain... Bitte…“ traute sich Natasha dann nach einiger Zeit leise zu sagen, nachdem sie die Situation bisher einfach nur schockiert und verängstigt hingenommen hatte.

Weder der eine noch der andere schien das Kräftemessen zu gewinnen, dass die beiden Erzengel führten, so dass sie recht bald auseinander gingen und sich dabei einmal um sich selbst drehten. Raphael ließ sich darauf nicht lange Zeit und jagte der Engelsdame einen Blitz aus seinem Kampfstab entgegen, den Uriel mit einem der Schwerter zur Seite umlenkte und erneut auf ihren einstigen Mitstreiter zustürmte. Erneut trafen ihre Klingen auf seinen Kampfstab, mit dem Raphael die Engelsdame erneut nach hinten stieß als beide Schwerter zeitgleich darauf getroffen waren. Erneut sah sich Uriel mit einem blauen Energiestrahl konfrontiert, wich ihm jedoch einfach durch eine Drehung zur Seite aus, bevor sie Raphael in die Luft folgte. Dieser jagte ihr noch zwei weitere Strahlen entgegen, denen die Engelsdame zunächst links, dann rechts auswich, bevor sie erneut mit ihren Schwertern zuschlug. Gleich fünf Mal traf jedes der beiden Schwerter auf den Kampfstab, bevor sie erst wieder auf dem Boden landeten und erneut ihre Kräfte maßen.
„Du hast scheinbar den Nahkampf trainiert“, stellte Uriel fest.
„Das musste ich ja, bei solch fantasielosen Gestalten die mich hinterrücks auf eine solche geringe Entfernung angreifen“, antwortete Raphael und wich wieder zurück, wobei er bei seiner Drehung mit dem Kampfstab den Kopf eines Eldar-Kriegers traf, der ihn gerade angreifen wollte. Anschließend stürmte er zur Seite, wobei ihn vier weitere Energie-Projektile von Uriel verfehlten, bevor er erst seine entfesselte Form annahm und mit der freigesetzten Energie die erneut anstürmende Uriel zurück stieß. Anschließend jagte er ihr mehrere Energiebälle entgegen, sehr zu ihrem Schock, denn es schien ihr nicht möglich diesem Angriff auszuweichen. Daher nahm auch sie ihre entfesselte Form an und fing die Projektile mit Energieschilden ab, wobei die Explosionen die Wände eines umliegenden Gebäudes einrissen und Krater im Boden hinterließen. Uriel wirkte wütend als der Rauch sich verzog.
„Du nimmst deine entfesselte Form in einer solchen Umgebung an und gefährdest das Leben niederer Wesen“, stellte sie fest.
„Was interessieren mich die niederen Wesen? Es sind doch lediglich Dimensionsbewohner, meiner Schönheit und Ästhetik nicht ebenwürdig und meine Gedanken und Sorgen an sie gar nicht wert“, antwortete der Erzengel ihr noch, bevor sie zwei Energieschwerter bildete und erneut vor stürmte.

Beinahe schon wütend wirkte Tar´wik, während er durch die Reihen seiner eigenen Leute und der Kämpfer der Community ging und sie antrieb, die Front zu verteidigen oder einer anderen Aufgabe nachzugehen. Gerade sandte er ein Infanterie-Battalion der Volcano nach links zum Haupttor, als ein gewaltiger sechsbeiniger Walker der Toth seine Füße über ihn hinweg setzte und teilweise nur um einen Meter verfehlte. Aber das genügte dem Eldar-General völlig als Abstand, ebenso zu dem gewaltigen Kashiri-Mechfahrzeug, das nun die Bahn des Walkers kreuzte. Die Kashiri-Mechfahrzeuge waren dabei sehr dünn und schmal gebaut, glichen fast mechanischen Insekten und zeigten sehr viele Stachel-artige Ausläufer, und auch Flügel glichen mehr Stacheln. Sie waren aus dunkelgrauem, glänzendem Metall gebaut, wobei Augen, Gelenke und einige andere Details in oft von Maschine zu Maschine unterschiedlichen Farben leuchteten. Plötzlich krachte ein Echsenwesen-Jäger in ein Pflanzenwesen-Gebäude, während ein Himmels-Transformer direkt neben den Kashiri-Mech stürzte. Noch bevor die Staubwolke sich gelegt hatte wandte sich ein Toth-Mech dem Himmelsvehikel zu und nahm es mit seiner roten Energiewaffe unter Feuer. Schockiert musste dieser Pilot jedoch feststellen, dass sich das Himmelsvehikel nicht wie erwartet aufgelöst hatte und die Waffe nicht die geringste Wirkung gezeigt hatte. Denn nun stürmte der Himmelstransformer mit seiner Energie-Klinge vor und trennte den Arm des Toth-Mechs ab. Kurz darauf schlug jedoch das weißliche, dunkelbläulich schimmernde Projektil aus der Armkanone eines Kashiri-Mechs durch den Reaktor des Himmels-Transformers und vernichtete ihn in einer gigantischen Explosion. Während dessen erreichte Rar´mor das Haupt-Tor, wo man ebenfalls einen kleinen Kommandostand eingerichtet hatte. Unzählige Projektile aus Engelswaffen verfehlten den Captain der Eldar, während dieser den Stand betrat. Keine Sekunde darauf krachte das blau-rot-gelbe Energie-Projektil aus der Hauptwaffe eines goldenen Himmelswalkers in einen der sechsbeinigen Toth-Walker. Die Energie expandierte dabei und löste nicht nur das Toth-Vehikel völlig auf, sondern riss auch noch einen Eldar-Mechwalker mit sich, bei seiner Explosion. Anschließend öffneten sich an den Seiten der sternförmigen Maschine einige kleinere Bereiche, bevor sie mit unzähligen kleinen blauen Energiestrahlen über den Boden schwenkte und gleich mehrere unterschiedliche Infanterie-Battalione ausradierte und nicht einmal vor den eigenen Truppen Halt machte. Unaufhaltsam bewegte sich der gewaltige goldene, sternförmige Walker auf die Basis der Community zu und würde sicherlich bald ein gewaltiges Chaos dort anrichten. Vorher trat er jedoch einfach mit seinem Fuß auf eine Stellung der Volcano, die gerade auf eine überfliegende Himmelskrieger-Staffel mit Magma-Bällen gefeuert hatten. Lediglich einer von ihnen überlebte und feuerte schnell mit einem Magma-Ball auf eine weitere Gruppe aus fünf leichten und drei schweren Himmelskriegern, die sich ihm näherte. Aber er verfehlte sein Ziel um Längen und konnte deren Vormarsch wahrscheinlich nicht mehr verhindern. Panisch feuerte der Volcano einen weiteren Magma-Ball in den Boden, während ihm unzählige Energie-Projektile um die nicht vorhandenen Ohren flogen, aber ihn ebenfalls nicht zu treffen schienen. Plötzlich schlug ein Kristall-Splittter von hinten durch den Kopf eines der schweren Himmelskrieger, bevor einem weiteren alle vier Gliedmaßen hörbar brachen und anschließend sein Kopf explodierte. Und während sich Blut, Gehirnmasse und Eingeweide über die übrigen Himmelskrieger verteilten, schossen unzählige Wurzeln aus dem Boden die den letzten der schweren Himmelskrieger packten und mit einem ähnlich blutigen, Eingeweide verteilenden Ergebnis zerquetschten. Nur wenig später schlossen sich ein blass violettes Kristallwesen, ein Kashiri und Pflanzenwesen dem Volcano an, während dieser einen der fünf leichten Himmelskrieger mit einem Magmaball traf und sich plötzlich von einem umliegenden Hochhaus ein Toth mit Photonen-Klingen auf einen weiteren Engel stürzte. Während dessen errichteten die Eldar-Krieger zusammen mit dem Nexus Schildgeneratoren und zwar mitunter genau neben diesem Infanterie-Team. Nur sehr langsam schoben sich die Säulen aus flüssigem Metall in den Himmel und nahmen Form an. bevor sie erhärteten und sich selbst aktivierten. Keine Sekunde zu früh erreichte die Schildkugel ihre volle Stärke, so dass sie die gewaltigen Projektile der Götterpanzer abfangen konnte. Gewaltige Explosionen schienen die Schilde zu zerreißen, aber sie blieben in Wahrheit stabil, wenngleich das nicht das Problem eindringender Feindmassen lösen sollte.

Die Situation blieb eine ganze Zeit lang unverändert, denn weder Cain noch Metatron oder gar Natasha trauten sich eine weitere Aktion zu starten. Lediglich Metatron lachte, denn im Wesentlichen war es ihm egal, wie viele seiner Truppen sterben würden, solange er die Schlacht und möglichst bald auch den Krieg gewinnen würde. Und unter diesem Gesichtspunkt betrachtet befand er sich in der weitaus besseren Position.
„Es ist ja so lächerlich. Der große, mächtige Erzdämon Cain, der sogar als möglicher Nachfolger des Teufels selbst galt, sorgt sich um eine schwächliche Dimensionsbewohnerin“, kommentierte der Erzengel, dem dies sogar klar zu sein schien. Nur wenig später landeten auch Abbaddon und zwei Infanterie-Staffeln Himmelskrieger auf dem Dach des magischen Reaktors und richteten ihre Waffen auf den Dämon.
„Es gibt keinen Weg mehr hier heraus zu kommen. Ich würde also vorschlagen, dass du dich einfach ergibst, Erzdämon Cain, denn falls du es noch nicht bemerkt hast, du stehst alleine gegen zwei Erzengel und eine ganze Himmelsbodenbasis“, fügte nun Abbaddon noch an und das auf seine übliche zwielichtige Art.
„Es ist nicht lächerlich sich um andere Wesen zu sorgen“, antwortete Cain erstaunlich ruhig auf Metatrons Aussagen.
„So wie du dich um all die Engel und Himmelswesen gesorgt hast, die du im Namen deines Herren vernichtet hast? So wie du dich um mich gesorgt hast, als du mir diese Verletzung in meinem Gesicht zugefügt hast? So wie du dich um mich gesorgt hast, als du mir Uriel genommen hast? So wie du dich um Michael oder Abel, deinen eigenen Bruder, gesorgt hast, als du sie beide umgebracht hast?“, antwortete dieser lediglich wütend darauf und drückte sein Kristallschwert lediglich noch fester an den Hals der hilflosen Terranerin.
„Ich habe schreckliche Dinge getan als ich Lucifer gedient habe, aber ich hatte in gewisser Weise auch keine Wahl“, antwortete der Dämon. „Ich hatte niemals vor dir Uriel oder Michael zu nehmen. Es hatte...“, versuchte er weiter zu sprechen.
„Ich kacke auf deine Entschuldigungen, du mieses kleines Stück dämonischer Abschaum. Du hast mir alles genommen und wenn du diese Ladungen zündest, werde ich dir alles nehmen“, antwortete der Erzengel, während die Situation sich weiterhin nur begrenzt veränderte und keiner sich traute eine Aktion zu starten.

Schrittweise drangen die goldenen Stern-Walker der Engelsarmee weiter vor, während der vorderste von ihnen bereits mit seiner Frontseite in die Schildkugel eindringen konnte. Dort begann er an dieser Seite sechs Ausläufer auszufahren mit denen er zwei grün-gelbe Energie-Kugeln auflud und sehr bald abfeuerte. Mit gewaltigen Explosionen flogen Trümmerteile von Unterkünften der Community-Truppen, sowie eines Eldar-Mechwalkers umher, als die Waffen abgefeuert wurden. Panisch begann bereits aktive Mech-Einheiten aller Spezies auf den Walker zu feuern, aber keines unzählbar vielen der Projektile schien ihn auch nur im Ansatz anzukratzen. Zeitgleich fuhren Waffentürme an den Beinen des Vehikels aus, die mit blauen Feuerbällen, sowie Kristall-Projektilen in die Community-Truppen feuerten. Dabei schlug eines der letzteren vor eine Infanterie-Truppe der halbhumanoiden Echsen-Wesen ein und bildete eine ganze Front aus nach vorne gerichteten Kristallen, die in kräftigen Blutfontänen durch die Wesen schossen und sie aufspießen. Eine ähnliche Wirkung hatten die Projektile als sie in eine Art riesigen Raubhumanoiden von der Heimatwelt der Mo´ok einschlugen, kurz nachdem sein schleimartiger Reiter in einer dafür gebauten Gondel auf seinem Rücken Platz genommen hatte. Erst das Energie-Projektil und der Strahl eines Eldar-Mechwalkers erzeugten eine ausreichend starke Explosion um ein erstes Loch in die Panzerung des goldenen Himmels-Fahrzeugs zu reißen.
„Platziert die Uagui-Walker dort in einer Linie und konzentriert deren gesamtes Feuer auf diese goldene Läufereinheit!“, rief General Tar´wik aus, während sich tatsächlich ein mit fischartiger Haut überzogener vierbeiniger Walker mit zwölf mechanischen Tentakeln über ihn hinweg in eine Reihe mit anderen seiner Art bewegte und mit hellblauen Strahlen aus den Spitzen der Tentakeln das Feuer eröffnete. Obwohl sich der goldene Läufer der Himmelsarmee äußerst wehrhaft zeigte und mit zwei weiteren, blauen Energiestrahlen aus den Seiten seines Beines zwei dieser Walker in der Mitte zersägte, zerriss sehr bald eine gewaltige Explosion das Vorderbein und ein weiteres sollte sehr bald durch einen Eldar-Mechwalker verursacht folgen. Somit war es dem Stern-Walker unmöglich sein Gleichgewicht zu halten und er stürzte einfach zu Boden, wobei er alles unter sich befindliche dort auch begrub. Explosionen von Eldar und Toth-Waffen, oder Bomben rissen weitere Löcher in das Läufervehikel, bevor es endlich in einer halbkugelförmigen Explosion vergehen sollte.
„Sir, die Eldar-Schiffe sind eingetroffen und beginnen jetzt mit dem ersten Truppen-Transport“, sprach ein Eldar-Krieger Tar´wik an, während dieser vom Projektil einer Kampflanze verfehlt wurde.
„Geben sie diese Nachricht an Rar´mor weiter“, antwortete er dann, als plötzlich zwei weitere dieser goldenen Walker durch die Schildkugel traten, ebenso eine weitere Hydra und die Schildkugel durch weiteres Waffenfeuer der Götterpanzer stark angegriffen wurde. Genauso plötzlich erschien ein Kristall-Elentalwesen hinter dem General und bereitete seinen Schlag mit seinen beiden, gewaltigen, stachelbesetzten Fäusten auf den Eldar vor. Bevor er diesen jedoch ausführen konnte, zerfiel er feinsäuberlich in zwei vertikale Hälften und zersprang am Boden, wobei sich dahinter Ma´ik mit einer Energie-Klinge befand. Er war es wohl auch, der den Schlag ausgeführt und damit Tar´wik das Leben gerettet hatte.
„Ich bitte um Entschuldung für meine Abwesenheit. Ich war einen Moment an anderer Stelle beschäftigt“, kommentierte Ma´ik die Situation und Tar´wik nickte sie einfach ab, bevor sie sich beide schlagartig einer Chimäre zuwandten, die sich ihnen schnell näherte und bereits mit ihrem violett-Weisen Energiestrahl aus dem Hauptgeschütz über sie hinweg feuerte.

„Rache wird dich nicht weiter bringen Metatron. Sie wird lediglich zu noch mehr Rache führen“, sprach Cain den Erzengel in seinem fast immer ruhigen Tonfall an und versuchte dem Erzengel scheinbar das Gefühl seiner Überlegenheit zu nehmen.
„Denkst du es interessiert mich auch nur einen Scheißdreck was deine Meinung dazu ist? Ich will dass du deine Waffen fallen lässt und dich hier direkt vor meine Knie wirfst. Dann werde ich vielleicht darüber nachdenken, dieses kleine wertlose Stück Dreck hier gehen zu lassen“, antwortete Metatron wütend und fordernd.
„Sie ist kein Dreck, sie ist genauso viel wert wie du es bist oder ich“, kommentierte der Dämon und das scheinbar sehr zu Metatrons Belustigung.
„Es ist äußerst erstaunlich wie schwach du doch in dieser Dimension geworden bist. Wie konnte Uriel nur Gefallen an dir finden? Und jetzt mach endlich was ich dir gesagt habe, denn ich glaube vergessen zu haben dir mitzuteilen, dass es ein Zeitlimit für diesen Handel gibt“, sagte er dann freudig und dann mit einem Mal sehr ernst. Aber Cain hatte die Stellung seiner Rail-Pistole, die immer noch auf Metatron und Natasha zielte nicht im Geringsten geändert.
„Cain? Bitte… Ich... Ich... will noch nicht sterben“, kommentierte letztere leise und verängstigt, während Metatron erneut freudig über seine überlegene Situation lachte.
„10... 9…“, begann er dann langsam runter zu zählen.
„Hast du nicht zugehört, Erzdämon Cain? Er wird sie töten, wenn du dich nicht entwaffnest. Das weiß ich genau“, kommentierte nun Abbaddon eindringlich.
„8…“ zählte Metatron weiter.
Die Lage war äußerst aussichtslos. Es gab keinen Weg für Cain rechtzeitig zu verhindern, dass Metatron Natasha mit seinem Schwert den Kopf abtrennte. Dazu müsste er schneller sein als der Erzengel und aus vergangenen Zusammentreffen wusste der Dämon dass Geschwindigkeit und Reaktionen dessen größte Stärke waren und etwas worin er Cain definitiv weit überlegen war.
„7...“ zählte Metatron weiter.
Die Zeit wurde knapp. Was sollte der Dämon nun machen? Es gab lediglich noch den Weg sich zu entwaffnen und zu ergeben. Aber was würde ihm garantieren, dass Metatron sie dann auch frei lassen würde? Und dann hätte er seine einzige Option etwas zu unternehmen aufgegeben.
"6…" zählte erneut Metatron.
Es gab jedoch eine Möglichkeit für Cain die Situation zu lösen. Die war jedoch riskant und konnte dazu führen, dass Natasha dennoch sterben würde. Mit absoluter Sicherheit würde er sie allerdings schwer verletzen und selbst das wäre das Letzte was er wollte. Konnte man in einem solchen Fall überhaupt davon sprechen, dass er sie beschützt hätte? Und verdammt, jetzt war absolut nicht der Zeitpunkt sich über Moral, seine eigenen größten Ängste oder darüber was Natasha nach der Aktion über ihn denken würde Gedanken zu machen. Das einzige was jetzt zählte war ihr Überleben. Aber könnte er das bei einer solchen Aktion garantieren? Würde der Terranische Körper etwas aushalten können, was selbst bei Erzengeln schwere Verletzungen hinterlassen würde? Oder würde sie einfach zerrissen werden? Es war ein viel zu großes Risiko und gleichzeitig die einzige ernst zu nehmende Option, die dem Dämon blieb. Oder sollte er sich nicht vielleicht doch besser ergeben?
„5…“ zählte Metatron weiter und riss den Dämon aus seinen Gedanken.
„Natasha… Ich habe geschworen, dich zu beschützen unter allen Umständen und das ist was ich tun werde, egal was das für mich oder auch für dich bedeuten könnte“, sprach Cain sie dann an, bevor Metatron auf „4...“ zählte. „Vertrau mir, bitte. Ich bin mir sicher, dass alles gut werden wird“, fügte der Erzdämon noch schnell an und hoffte dass besonders Natasha die Lüge nicht bemerkte, die er gerade erzählt hatte, was ohnehin eine Sache war, die er unter normalen Umständen niemals getan hätte, bevor er tatsächlich nach vorne stürmte und das so unerwartet, dass sowohl Abbaddon als auch die anderen Himmelskrieger zu spät das Feuer eröffneten und ihn verfehlten. Schockiert stellte Metatron daraufhin fest, dass seine Schulter um ein Rail-Projektil bereichert war und durch dessen gesamten Knochen einmal hindurch geschlagen war. Noch schockierter mussten sowohl er als auch Natasha feststellen, dass dieses Projektil ebenfalls durch ihre linke Schulter geschlagen war. Niemals hätte der Erzengel erwartet, dass der Dämon bereit wäre sie ernsthaft zu verletzen. Aber Metatron war immer noch in der Position um sie zu enthaupten, zumindest dachte er das. Als er versuchte sein Kristall-Schwert zu verwenden, war die Verletzung von Metatron jedoch so stark, dass es ihm nicht mehr möglich war die Klinge überhaupt noch zu halten, oder gar Natasha damit den Kopf abzutrennen. Diese fiel nun vor Schmerzen schreiend auf die Knie, während Blut aus Metatrons Verletzung über sie spritzte. Es folgte ein weiteres Rail-Projektil in Metatrons Bauch, das ihn ebenfalls durchschlug und eine weitere Verletzung mit dem Luftstrom, dieses Mal auf der Bauchseite von Natasha hinterließ, während sich Innereien des Erzengels hinter ihm verteilten. Verwirrt und unter kurzzeitigen starken Schmerzen taumelte Metatron sogar einen Schritt nach hinten. Niemals hätte Metatron mit einer solchen Aktion gerechnet. Somit musste er für einen kurzen Moment hilflos mit ansehen, wie Cain sich die verletzte Natasha packte und direkt vor sich selbst und ihr ein dimensionales Fenster öffnete, das an einen Ort in der Basis der Dimensionsbewohner zurück führen musste. Wütend materialisierte Metatron eine seiner Laser-Pistolen mit dem noch übrigen Arm und feuerte sie dem Dämon und der Terranerin noch nach. als diese das Fenster passierten, aber selbst der Laserstrahl war zu langsam um die beiden noch vor Schluss des Fensters zu erreichen. Vorher hatte Cain jedoch noch die Taste des PDAs gedrückt, so dass sich die Sprengladungen tatsächlich noch vor diesem Rückzug zündeten.

Auf eine schnelle, seitliche Armbewegung von Raphael sollte sehr bald eine Schockwelle aus Energie folgen, die genügte um Uriel zurück zu schleudern, noch lange bevor sie ihn erreichen konnte. Danach bildete der Erzengel zwei Paare Elementar-Flügel auf seinem Rücken, eine vom Licht, eine vom Energie-Element und erhob sich schnell in die Lüfte, wobei er seinen Flug mit mehreren, sehr Kurvenförmig fliegenden, blauen Energiestrahlen absicherte. Uriel verstand es jedoch sich mit einer Schildkugel zu schützen und ebenfalls in die Luft zu erheben, wo sie ihm mit einigen Energiebällen antwortete. Allerdings schienen die nicht einmal im Entferntesten zu genügen um durch die Schildkugel von Raphael zu brechen, die dieser dafür nicht einmal durch eine Handbewegung aufrecht erhalten musste. Anschließend jagte er Uriel einen Lichtstrahl entgegen, dem sie zur Seite auswich um dann einer Reihe von Projektilen aus Licht in einem Bogen nach unten zu entkommen. Dabei hinterließ der Angriff gewaltige Explosionen und Krater am Boden und riss eine nicht näher bestimmbare Zahl an anderen Wesen in den Tod, sehr zu Uriels Missfallen, die wieder aufstieg und ebenfalls mit einem Energiestrahl feuerte. Dieses Mal war es Raphael, der kurz zur Seite wich und dann mit einer kurzen Armbewegung gleich acht Lichtprojektile abfeuerte, die sich so stark streuten, dass Uriel sich lieber mit Energie-Schilden schützte als einen wahrscheinlich vergeblichen Ausweichversuch zu starten. Eine weitere Bewegung des anderen Armes sollte acht Blitze freisetzen, denen Uriel nach unten entkam und dann erneut zwei Energie-Schwerter erschuf um sich ihrem Gegner erneut frontal zu näheren. Immer mehr erhöhte die Engelsdame ihre Geschwindigkeit, während Raphael sie mit mehreren Energie-Projektilen und Strahlen verfehlte. Somit konnte der Erzengel nicht verhindern, dass Uriel mit ihm kollidierte und sie beide mehrere hundert Meter zurück schleuderte. Dabei krachten sie durch mehrere Gebäude der Nexus-Welt und rutschten am Boden sogar noch ein gutes Stück weiter, wobei sie eine gewaltige Staubwolke dabei hinterließen. Raphael hatte die beiden Schläge jedoch mit Fäusten mit Energie-Auren abgefangen, konnte aber nicht den Stoß verhindern, den Uriel ihm dabei verpasste. Dennoch stand der Erzengel immer noch auf seinen Füßen und führte nun einen Schlag mit einer seiner beiden Fäuste mitten in Uriels Gesicht aus und schleuderte sie nun ebenfalls durch das Gebäude hinter ihr, dass bereits einmal von beiden durchschlagen worden war. Anschließend richtete er beide Arme nach vorne und jagte zwei Energie-Strahlen durch die Öffnungen der Gebäude mit denen er beabsichtigte Uriel, die sich dahinter befand zu treffen. Diese wich jedoch schnell zur Seite aus und duckte sich nur sehr knapp unter dem Strahl durch, als Raphael sie eher wie riesige Energieklingen nach beiden Seiten schwenkte und das mehrere hundert Meter hohe Gebäude in der Mitte durchtrennte.

Eine nicht gerade geringe Explosion bildete sich an der Einschlagstelle des Strahls der Chimären Hauptwaffe, die in einen gerade herunter transportierten Eldar-Mechwalker einschlug. Schnell eröffnete ein besonders schwer bewaffneter Volcano das Feuer auf die Bestie, aber dessen Magma-Raketen schienen lediglich Schäden am goldenen Panzer zu hinterlassen. Noch keine Sekunde später richtete einer der Engel in dem Aufbau seinen schweren Energiegeschützturm auf das Magma-Wesen und sah zu, wie das gewaltige gelbe Projektil das flüssige, heiße Gestein in die Umgebung verteilte. Nun begann auch noch der zentrale Kopf ein Magma-Projektil vorzubereiten. Allerdings platzierte sich nun ein vierbeiniger Walker der Toth in die Bahn des gewaltigen Himmelswesens und jagte ihm ein Projektil aus seinem gewaltigen Positronen-Geschütz in den zentralen Kopf, woraufhin auch der Magma-Ball in dessen Maul explodierte und den gesamten, vorderen Bereich des Wesens mitsamt Aufbau weg riss. Was davon übrig blieb klatschte wie ein Stück Fleisch zu Boden und blutete in entsprechenden Mengen aus. Dabei befand sich das Wesen nur wenige Meter vor den beiden Eldar-Generälen, die das Schauspiel verfolgt hatten.
„Wir erhalten bereits Nachschub durch die Flotte“, stellte Ma´ik dann fest, als weitere Infanterie der Eldar in der Basis angekommen war.
„Die Versorgung wird in genau 4,578 Minuten abgeschlossen sein, Sir“, antwortete ein weiterer Eldar-Krieger, der sich schon die ganze Zeit in der Nähe befunden hatte.
„Sendet die Mo´ok mit der Angriffslinie. Sie werden die Armee entscheidend verstärken“, schlug nun Ma´ik weiter vor nachdem er sich eine Übersicht auf dem PDA angesehen hatte und Tar´wik nickte zustimmend, woraufhin der Eldar-Krieger mit der Meldung begann. Plötzlich bildete sich eine gigantische Explosion aus Richtung der Himmelsbasis und das Geschützfeuer der Götterpanzer stoppte schlagartig. Selbst die Engel reagierten für einen kurzen Moment abwesend, bevor sie sich wieder auf ihre Aufgabe besannen.

Innerhalb kürzester Zeit zogen sich kleinere Explosionen von unten nach oben durch den magischen Reaktor, die noch von den Sprengladungen stammen mussten. Größere Feuerbälle stießen durch die Außenpanzerung des Gebäudes und sorgten dafür, dass dessen Oberseite kräftig durchgeschüttelt wurde. Metatron wirkte immer noch ein wenig schockiert über seinen Verlust und schien die momentane Situation gar nicht so recht zu bemerken. Niemals hätte er damit gerechnet, dass der Dämon ein solches Risiko eingehen würde und noch viel weniger, dass er tatsächlich erfolgreich sein konnte. Ebenso wenig bemerkte er die aus seinem Unterleib quellenden Eingeweide, von dem ganzen Blut ganz zu schweigen. Aber es hatte ohnehin bereits die Regeneration eingesetzt, so dass Metatron wohl nicht einfach an diesen Verletzungen versterben würde.
„Metatron! Wir müssen hier dringend weg!“, schrie Abbaddon plötzlich lautstark und erhob sich zusammen mit der Engelsstaffel in die Luft. Erst jetzt realisierte Metatron seine Situation, sein Versagen und die Tatsache, dass er mehr denn je überleben und den Dämon vernichten musste. Somit erhob er sich ebenfalls in die Lüfte und bekam die letzte große, kugelförmige Explosion des Reaktors aus der Vogelperspektive zu sehen, so dass er auch erkennen konnte, wie die Schockwelle große Teile der Basisgebäude, der Dimensionstore und der Himmelstruppen zerbröselte. Viel schlimmer war aber noch, dass nun die Hauptenergie-Quelle der Basis fehlte, so dass die übrigen Dimensionstore nicht mehr betrieben werden konnten. Auch der größte Teil der Götterpanzer war durch die Explosion des Reaktors fast restlos vernichtet worden. Lediglich ein gigantischer Krater blieb noch von dem gesamten Explosions-Areal übrig um den sich einige Ruinen platzierten.
„NEIN!!!“, schrie Metatron wütend aus, als er die übrigen Truppen, lediglich ein Drittel ihrer ursprünglichen Stärke, begutachtete und dazu gelandet war. Das einzig Positive an alle dem war, dass Metatron immer noch die Präsenz des Dämons auf diesem Planeten wahrnehmen konnte, wenngleich dieser ein dimensionales Fenster öffnen konnte um an jeden beliebigen Ort dieser oder anderer Dimensionen zu gelangen.
„Unser Feind erhält weitere Versorgungsgüter und Truppen. Wir werden vielleicht nicht in der Lage sein ihren nächsten Angriff überhaupt abzufangen“, kommentierte Abbaddon.
„Wir greifen sie weiter an. Mit allem was wir noch hier haben“, antwortete Metatron wütend. „Wir greifen sie an und lassen keinen einzigen von ihnen am Leben.“
„Hast du nicht aufgepasst? Wir sind vielleicht zu schwach um…“, versuchte Abbaddon schnell zu erklären kam aber nicht dazu seinen Satz zu beenden.
„Wir werden angreifen mit allem was wir haben. SOFORT!!!!!!!“, schrie Metatron seinen Mitstreiter daraufhin an, so dass diesem fast keine andere Wahl mehr blieb als den Angriff zu befehlen, denn er wusste auch, dass Metatron ihn auf der Stelle töten würde, falls er es nicht tat. Allerdings waren die Engel auch längst noch nicht am Ende, das wusste auch Abbaddon. Es gab noch eine Einheit, die sie in diese Schlacht werfen konnten und sie würde die Situation wahrscheinlich noch einmal wenden.

Es war knapper gewesen als es Cain lieb gewesen war. Immerhin hatte er die Koordinaten seines dimensionalen Fensters nur notdürftig erahnen können, mal ganz davon abgesehen, dass er mit nur wenigen Millimetern, die er in die falsche Richtung gezielt hätte, Natasha hätte töten können und ganz zu schweigen von dem was er ihr trotzdem hatte antun müssen. Aber dennoch kam er mitten in der Community-Basis an und tatsächlich trug er immer noch Natasha auf seinen Armen. Sie hatte einige blutige und schmerzhafte Verletzungen durch Druckwellen der Rail-Projektile erlitten und eines hatte dabei ihre linke Schulter fast völlig zerstört, so dass der Arm nur noch an sehr wenigen Muskelstücken hing, aber sie war am Leben und wenn sie hier sehr bald versorgt würde und die Eldar ihren Arm rekonstruieren würden, änderte sich das auch nicht so schnell. Noch ein wenig verwirrt über das was gerade passiert sein sollte sah sie Cain in sein meist sehr ähnlich aussehendes Gesicht und versuchte es zu begreifen.
„Vergib mir bitte. Ich habe meine Waffe auf dich abgefeuert. Ich habe dabei mit deinem Leben gespielt und hätte dich töten können. Ich habe dir schwere Schäden zugefügt. Es tut…“, kommentierte Cain die Situation erstaunlich demütig, als er ihr anmerkte, dass sie das Geschehen langsam verstand.
„Soll das ´n Witz sein oder so? Du hast mein Leben gerettet“, unterbrach sie ihn schnell vor Erleichterung lächelnd und nutzte ihren unverletzten rechten Arm um Cain sanft über die Wange zu streichen, was das einzige war wozu sie körperlich in ihrem momentanen Zustand noch in der Lage war und das Einzige was ihr in ihrem schweren Schockzustand einfallen sollte. Anschließend brach sie in Freudentränen aus, da sie die Situation von einem Erzengel wie Metatron entführt und beinahe getötet worden zu sein wesentlich stärker zu belasten schien als ihre schwere Schulterverletzung es gerade tat.
„Hey, ihr da! Hände hoch, alle beide!“, rief plötzlich ein Insektoide aus und richtete eine Waffe auf die Beiden. Ein Echsen Wesen und ein Fischwesen sollten sehr bald folgen, ebenso ein Volcano mit seinem Exoskelet.
„Wir sind nicht eure Feinde“, antwortete Cain ruhig, als ein Eldar-Krieger sich zu den beiden durchkämpfte und sie schnell musterte.
„Senkt eure Waffen. Das sind Cain, der Dämon und Natasha Randall. Ruft anstelle dessen lieber eine medizinische Einheit zu dieser Stelle und das so schnell es geht. Die Terranerin ist schwer verletzt“, befahl dieser sehr bald und noch ein wenig verwirrt senkten die anderen Wesen ihre Waffen und riefen einen medizinischen Dienst, der noch keine fünf Sekunden später in Form eines Kashiris eintraf. Das erste was dieser tat war Natasha mit den stärksten möglichen Schmerzmitteln zu versorgen, bevor diese sich darüber bewusst werden würde, dass sie eigentlich welche haben müsste und so schnell es ging weiteren Blutverlust zu unterbinden. Und auch wenn Cain alle ihre wirklich wichtigen inneren Organe bewusst verfehlt hatte, so war der Blutverlust dennoch gefährlich für sie und die einzigen, die im Stande wären ihre linke Schulter wieder zu rekonstruieren ohne dass die Verletzung einen bleibenden Schaden hinterlassen würde, waren die Eldar mit ihren Nanobots.
„Übergib sie mir, ich werde sie zu den Eldar bringen“, kommentierte der Kashiri schnell und nahm Natasha nun anstelle des Dämons auf seine Arme, wobei er sie zusätzlich in eine wärmende Decke wickelte.
„Und du, Cain? Wirst du wieder in die Schlacht ziehn?“, fragte sie den Dämon noch schnell, als dieser sich bereits dem Eldar zugewandt hatte.
„Es gibt da noch was, dass ich erledigen muss. Etwas, dass wahrscheinlich nur ich erledigen kann“, antwortete der Dämon ruhig. „Wenn es das ist, werde ich sicher zu dir und den anderen zurück kehren“, fügte er dann noch schnell an und obwohl er sich so ungenau ausdrückte wie er konnte schien sie genau zu verstehen was er meinte.
„Mach ihn fertig, Cain… Für uns alle…“, antwortete sie ihm tatsächlich sehr zur Überraschung des Dämons, der niemals mit dieser Antwort gerechnet hätte. Nicht von ihr zumindest.
„Das hatte ich vor“, antwortete er wiederrum, bevor der Kashiri sich in Bewegung setzte. „Bring mich zu Ma´ik oder Tar´wik“, sprach der Dämon dann den Eldar.

Immer weiter drangen die beiden Walker der Himmelsarmee in die Kugelschilde der Eldar-Basis ein, ebenso die Hydra, die zusätzlich mehrere Gebäude und Stellungen mit Magma-Bällen unter Feuer nahm. Darunter auch einer der mit Tentakeln bestückten Walker der Uagui, der einfach von einem überschwenkenden Magma-Strahl beiseite gefegt wurde. Mit dieser Situation konfrontiert fand Cain die beiden Eldar-Generäle vor.
„Zielt auf ihren Körper und versucht nicht ihr die Köpfe abzutrennen!“, rief Ma´ik den Truppen zu, die sich mit der Hydra befassten. „Es scheint, dass du erfolgreich warst“, stellte Ma´ik dann fest, als er den Dämon bemerkte.
„Wo ist Uriel?“, fragte dieser gleich als nächstes, während Tar´wik Luftunterstützung für den Angriff auf die Walker befahl.
„Befindet sich in einem Gefecht mit einem Erzengel“, antwortete Ma´ik schnell darauf, während bereits eine Staffel aus Eldar-Bombern über die Köpfe der drei hinweg fegte.
„Wie ist der Zerstörungsgrad der feindlichen Basis?“, fragte Tar´wik nur wenig später darauf.
„Ihre Versorgung ist abgeschnitten, aber ihre Reserven sind noch stark. Und sie haben immer noch mindestens zwei weitere Erzengel hier. Und keiner kann sagen ob sie vielleicht weiteren Nachschub über Landungsschiffe erhalten werden“, antwortete Cain.
„Rar´mor organisiert gerade einen Angriff mit unseren Truppen und den Mo´ok. Wir versuchen sie deren Angriffstruppe direkt frontal entgegen zu senden und durch ihre Linie zu brechen. Dann können wir diese Basis von ihnen endlich von dem Planeten des großen Nexus entfernen“, erklärte Tar´wik schnell, während das Flammenprojektil eines entsprechenden Elementals in eine Kashiri-Stellung einschlug und die Wesen mit ihrer gigantischen Explosion in mehrere Teile zerriss. Anschließend feuerte ein Toth-Mech seine Raketen-Werfer ab, die sich mit ihren roten energieartigen Explosionen als Photonen-Bomben heraus stellten und tatsächlich in der Lage waren den Elemental einfach aufzulösen.
„Ich muss mich unbedingt diesem Angriff anschließen“, antwortete Cain schnell auf die Erklärung und sah sich die Übersicht auf Tar´wiks PDA an.
„Wir brauchen dich hier, Dämon. Wir hatten bereits einmal einen Angriff durch Erzengel und sie wären in der Lage gewesen den Nexus zu vernichten“, kommentierte Ma´ik schnell, bevor sich ein Himmelskrieger von oben versuchte auf die Generäle zu stürzen. Allerdings reagierte ein anderer Eldar-Krieger direkt darauf und führte einen gewaltigen Sprungangriff auf das Himmelswesen aus, was es daran hinderte die Generäle anzugreifen.
„Meine Anwesenheit hier erhöht das Risiko eines Erzengelangriffs um ein vielfaches. Metatron sucht nicht den großen Nexus. Er sucht nach mir und er wird alles tun um mich zu finden und wenn er selbst einen Angriff auf diese Basis ausführt. Am einfachsten kann ich das beenden wenn ich mich ihm direkt hier und jetzt auf dem Schlachtfeld stelle“, antwortete Cain während sich eine Explosion neben ihm ereignete, aber das Projektil hatte scheinbar ohnehin jedes Ziel verfehlt.
„Dann solltest du vielleicht doch besser den Angriff mit anführen“, antwortete dann erstaunlicher Weise Tar´wik auf die Erklärung des Dämons, der lediglich noch diese Entscheidung ab nickte und sich dann auf den Weg zu den Truppen machte.

Noch ein wenig verwirrt starrte Uriel auf das in sich zusammen stürzende Gebäude, bevor sie sich doch entschied in die Luft aufzusteigen und sich einen Weg durch das über sie fallende Stück des Bauwerks mit Hilfe von Energiebällen zu sprengen. Auch Raphael hatte sich in die Luft erhoben und nahm sie nun mit einem Energieball unter Feuer, der scheinbar nicht nur über ein Gesicht, sondern auch über Zielverfolgung verfügte. Als Uriel einen eigenen Energieball dagegen sendete entfachte dies eine so gewaltige Explosion, dass die Druckwelle Uriel noch nach hinten weg schleuderte und langsam einige der umliegenden Gebäude zerbröselte. Wütend stieg Uriel noch einmal weiter nach oben auf und ließ Raphael weitere Energiebälle dieser Art auf sie abfeuern. Tatsächlich versuchte die Engelsdame dieses Mal in einem Bogen zur Seite und dann wieder nach unten zu fliegen um den zielsuchenden Energiebällen ihres Gegners zu entkommen, aber diese folgten ihr auch bei diesem Flugmanöver weiter. Plötzlich erschuf sie zwei neue Energieklingen und raste auf Raphael zu, der sich schnell mit einer Schildkugel vor den Klingenschlägen schützte.
„Ich wusste doch, dass du nicht die notwendige Fantasie hast um mich im Fernkampf zu besiegen“, kommentierte der Erzengel in seinem überlegenen Tonfall, während die beiden aufeinander treffenden Energien sich als Blitze in die Umgebung entluden.
„Ach meinst du?“, antwortete Uriel sarkastisch und wich nach oben, woraufhin die Energiebälle des Erzengels selbst in dessen Schilde krachten und ihm kaum die Zeit für eine schockierte Reaktion ließen, bevor sie alle explodierten. Die Druckwelle genügte sogar um die Gebäude in einem Umkreis von 50m zu vernichten und ließ kaum einen Schluss auf das zu was mit Raphael geschehen sein musste. Der Rauch verzog sich auch nur langsam und es war schwer etwas durch ihn hindurch zu erkennen. Plötzlich schoss ein Lichtprojektil in Form eines gewaltigen Speeres durch die Rauchwolke und durch Uriels linke Schulter. Und während das Blut aus der Verletzung spritzte, blieb Uriel nicht einmal die Zeit für einen Schmerzensschrei, denn nun sollte der nächste Angriff von Raphael folgen. Dieses Mal in Form eines riesigen blauen Drachen aus reinster Energie, der sich langsam aus der Wolke erhob und sich sicher bald auf Uriel stürzen würde.

Tatsächlich erreichten die Eldar-Bomber die drei riesigen Kampfeinheiten der Himmelsarmee. Die Hydra hatte gerade einen Treffer durch ihr vorderes rechtes Bein erhalten, während sie mit mehreren Flammen-Strahlen über den Boden frontal vor sich schwenkte. Zeitgleich fing einer der Walker gerade mehrere Raketeneinschläge mit seiner goldenen Panzerung ab und feuerte seine Flammen- und Kristall-Türme ab. während die Bomberstaffel bereits zum Sturzflug ansetzte. Langsam begann die Hauptkanone auf der Oberseite des anderen Walkers auszufahren, ebenso die sechs Ausläufer an dessen Vorderseite. Plötzlich öffneten sich die kleineren Strahlengeschütze zeitgleich an beiden Walkern und schwenkten mehrfach durch die Luft, versuchten eine gute Abwehr gegen die Bomber zu bilden. Tatsächlich riss der Strahl einen von ihnen mit sich und brachte ihn noch in der Luft zur Explosion, während die anderen durch sehr geschickte Seitwärtsbewegungen auswichen und tatsächlich ihre gefährlichen Bomben zum Abwurf brachten. Und wenngleich bei der Flucht ein weiterer Bomber in den Tod gerissen wurde, trafen die Bomben ihre Ziele und bildeten einen gigantischen Teppich aus kugelförmigen, blauen, schockwellenartigen Explosionen über beiden Walkern und der Hydra. Man konnte sogar dabei zusehen, wie die drei Giganten langsam und stückchenWeise aufgelöst wurden und nichts mehr von ihnen übrig blieb. Während alle dem sammelten sich vor dem Haupttor der Basis immer größere Massen an Eldar-Truppen. Es wurde immer schwieriger sie alle überhaupt an dem dafür vorgesehenen Platz unter zu bringen, was alleine schon ein Grund für Rar´mor war nicht mehr allzu lange mit dem Angriffsbefehl zu warten.
„Die erste Versorgungswelle wird in genau 1,235 Minuten abgeschlossen sein, Sir“, sprach einer der niederen Eldar-Krieger Rar´mor an und reichte ihm ein PDA mit der Übersicht der ausstehenden Einheiten.
„Haben sie die Mo´ok bereits dem Stoßtrupp wie vorgesehen angeschlossen?“, frage Rar´mor nur wenig später nachdem er das PDA zurück gegeben hatte.
„Sie versammeln sich gerade wenige Meter hinter unseren Truppen“, antwortete der Krieger, als sich gerade Cain dieser Runde anschloss und schnell die Aufmerksamkeit der beiden Eldar auf sich zog.
„Ich bin hier um mich der Angriffstruppe anzuschließen. Ich werde mit der Infanterie die vorderste Spitze bilden“, kommentierte dieser dann und Rar´mor nickte das ganze schnell und einfach ab.
„Wir werden den Angriff in genau 53 Sekunden starten“, antwortete er dann dennoch, während eine weitere Gruppe aus Eldar-Mechwalkern der Gruppe per Molekulartransport hinzugefügt wurde.

Bereits die letzte Angriffsgruppe hatte eine gewaltige Stärke gehabt, allerdings schien diese hier sie noch um ein vielfaches zu übertreffen. Ganze zwölf goldene Sternförmige Walker, sechs Hydren und vier weitere Götterpanzer, die bereits ihre unzähligen einzelnen Waffentürme ausfuhren. Zudem befanden sich Metatron und Abbaddon auf der höchsten Ebene jenes Götterpanzers, der von den anderen dreien gedeckt wurde. Von dort ließ sich die Armee zu einem mittelmäßigen Anteil überblicken. Weitere Unterstützung sollten sie von fünf gigantischen Drachen unterschiedlichen Elements und unzähligen Staffeln magischer Wesen und Transformfahrzeugen in der Luft erhalten, die gerade über sie hinweg segelten und langsam vorflogen, während die Armee am Boden nachzog. Absolut jenseits jeder Realität wirkte Metatron, während er die Fortschritte mit immer größerer Freude beobachtete.
„Metatron, du solltest unbedingt wissen, dass ich diesen Plan nicht ernsthaft unterstütze“, sprach Abbaddon seinen unfreiwilligen Anführer noch an, der sich zunächst lediglich hasserfüllt zu ihm umdrehte.
„Ich hoffe, dass du in diesem Fall wenigstens dein eigenes Ende unterstützen wirst, du elendes Stück verräterische Greifenscheiße“, kommentierte er dann und schien sich auf eine Waffenmaterialisation vorzubereiten.
„Wieso bist du so besessen, den diesen Erzdämon zu töten? Sogar so sehr, dass du bereit bist die ganze Mission dafür zu gefährden?“, fragte Abbaddon dennoch dagegen und Metatron sah scheinbar davon ab seinen Angriff auszuführen.
„Weil er mir alles genommen hat Abbaddon. Ich muss ihn einfach vernichten, genauso wie er Michael vernichtet hat. Und jetzt übernimm das Kommando, versuch so lange durch zu halten bis ich den Dämon gefunden habe. Was du danach tust interessiert mich nicht“, antwortete Metatron ihm. „Ich werde mich währenddessen unter die Infanterie mischen und noch ein paar Dimensionsbewohner vernichten, wenn ich schon dabei bin“, fügte er dann noch hinzu, bevor er nicht nur seine Flügel ausbreitete und mit einem Sprung von dem Panzerfahrzeug segelte, sondern auch noch auf eine schockierend verrückte, freudige Art lachte, bevor er tatsächlich unter den Infanterie-Truppen verschwand.

Tatsächlich beendeten die Eldar innerhalb von 53 Sekunden ihre Aufrüstung, die aus noch einigen Exoskeleten bestehen sollte. Tatsächlich erreichten diese letzten Einheiten die Gruppe in kampfbereitem Zustand. Rar´mor hatte bereits die Befehle zur Öffnung der Tore erteilt, so dass bereits der erste Sichtkontakt zwischen der gigantischen Armee der Eldar und der Mo´ok und der vorgezogenen Stellung der Himmelsarmee stattgefunden hatte. Diese hatten in einem von Kratern überzogenen Gebiet eine kleinere mit fünf Hunter-Geschützen gesicherte Stellung errichtet. Schockiert reagierten die Himmelskrieger mit direktem Waffenfeuer, dass sie mit Hunter-Geschützen unterstützen wollten. So schnell sie konnten stürmten die Eldar-Truppen dabei aus der noch schützend wirkenden Basis und deren Kugelschilden, während bereits erste Projektile aus den Waffen schwerer Himmelskrieger und erste Strahlen aus Hunter-Geschützen in sie einschlugen. Die ersten die aus den Schilden traten waren Infanterie-Staffeln, ihnen allen voran Cain, der auch als erster das Feuer mit seinen Rail-Pistolen erwiderte und gleich in die Köpfe zweier Himmelskrieger traf. Nachdem die ersten Kampflanzen-Projektile der Engel mehrere der Eldar-Kämpfer neben dem Dämon weggefegt hatten, eröffneten die übrigen und jene dahinter ebenfalls das Feuer auf die Himmelsarmee, so dass ein gewaltiges Inferno aus Energie-Projektilen umherschwirren sollte. Cain stürmte derweilen weiter vor und wurde dabei von der Explosion eines schweren Himmelskrieger-Projektils verfehlt. Diese riss jedoch einen Mo´ok in seine schlammigen Einzelteile und verteilte sie in die Umgebung. Anschließend fegte der Strahl eines Hunter-Geschützes über den Dämon hinweg und schlug in eines der fünf Exoskellete, die sich nun hinter den Infanterie-Sturmtruppen platziert hatten und brachte es zur Explosion, bevor Cain mit einem gezielten Schuss den Engel tötete der das Hunter-Geschütz bediente. Anschließend sprang er über die recht niedrige Mauer die den übrigen Himmelskriegern als Deckung dienen sollte und wechselte seine Waffen auf die Schwerter. Diese rammte er direkt durch die ersten beiden Feinde die er vorfand und trennte mit einem gezielten Schwung zwei weiteren schwer gerüsteten Feinden die Köpfe ab. Als zwei weitere zu Hilfe eilen wollten, zerrissen Projektile der Eldar-Waffen und Tachyon-Strahlen der Mo´ok-Waffen sie in ihre blutigen Stücke, so dass nun die Exoskelete mit ihren Energie-Gattlings ohne größere Probleme die Hunter-Geschütze der Himmels-Armee vernichten konnten. Gewaltige Explosionen rissen die einst so gewaltigen Waffensysteme in Stücke, während langsam eine Gruppe riesiger Mo´ok Raubhumanoiden in Stellung ging und eine fünfergruppe noch größerer Mechwalker folgen sollten.

Schockiert stellte Uriel fest, dass sie nicht in der Lage war zu verhindern, was ihr bevorstehen sollte. Somit versuchte sie lediglich eine Schildkugel zu erschaffen bevor der Energiedrache sich auf sie stürzten sollte und eine mindestens 20m durchmessende Explosion hinterließ. Nur sehr langsam kam dieses Schauspiel zu einem Ende, nur um dem überraschten Erzengel zu offenbaren, dass Uriel gerade auf ihre Elementar-Form gewechselt hatte und somit problemlos im Stande gewesen war diese Explosion zu überleben.
„Nein! Du beherrschst keine Elementar-Form Uriel! DAS IST UNMÖGLICH!!! Wie kannst du etwas beherrsche, dass selbst ich niemals erreichen konnte?“, schrie Raphael wütend aus, bevor er ein raubkatzenartiges Wesen aus Blitzen bildete und es der nun aus elementarer Energie bestehenden Engelsdame entgegen jagte. Keine Sekunde darauf sollte eine humanoide Gestalt, die der Erzengel aus elementarem Licht bildete folgen und auch dieses Mal reagierte Uriel recht gelassen, während die gigantischen Angriffe des Engels immer näher kamen. Plötzlich löste sich ihre Form auf und erschien einige Meter über ihrem vorherigen Standort wieder, reagierte dabei ähnlich wie ein Blitz und bewegte sich ähnlich schnell, während die beiden künstlich erzeugten Wesen aus Elementen in den Boden krachten und zwei weitere 30m durchmessende Krater hinterließen.
„NEIN! DAS DARF NICHT WAHR SEIN!!!“, schrie der Erzengel aus und jagte eine Reihe von Energie- und Licht-Bällen und -Strahlen auf die elementare Inkarnation von Uriel, die es verstand sich einfach dazwischen hindurch zu bewegen, bevor sie ihren letzten Angriff ausführte, der darin bestand, dass sie erneut diese Blitzform annahm und auf Raphael zuraste. Diesem blieb nicht einmal mehr die Zeit für einen letzten Ausruf, bevor der Blitz sein Herz durchschlug und ihn mit ähnlicher Geschwindigkeit zu Boden schleuderte, während Uriel sich wieder nach oben bewegte und eine gewaltige Energiekugel nach dem Erzengel feuerte, die nach einer 50m großen Explosion nichts mehr von diesem übrig lassen sollte.
„Es ist aber wahr“, kommentierte die Engelsdame ruhig und trocken, während alle ihre Kampfformen zusammen brachen und sie sich lediglich mit den Flügeln ihrer erschöpften, versiegelten Form in der Luft halten konnte. Der Einsatz der Elementar-Form hatte sie scheinbar weitaus mehr Kraft gekostet als sie es erwartet hatte. Dennoch musste sie sich zumindest zurück bis zur Basis schleppen, wo sie hoffentlich ein wenig Zeit zur Regeneration bekommen würde.

Mit einer fast schon erschreckenden Kälte und Brutalität hatten die Eldar-Truppen die Stellung der Engel überrannt und nichts außer Zerstörung und einigen zerfetzten Leichenteilen übrig gelassen. Blut und Organe unterschiedlichster Art, Knochenstücke, Körperteile und Hirnmasse fanden sich überall in der Stellung und auf dem Weg dorthin wieder, bevor endlich die Mechwalker der Sache ein sicheres Ende setzten. Während Cain bereits die Reste der Stellung inspizierte, trafen Rar´mor, und sehr zu Cains Erstaunen, auch Ma´ik mit einem speziellen Kommando-Fahrzeug ein.
„Sehr gut. Diese erste Stellung ist unser. Beginnt mit den Umbauarbeiten“, kommentierte Ma´ik direkt und Rar´mor begann mit der entsprechenden Koordination.
„Wir sollten hier nicht zu lange bleiben. Die Himmelsarmee ist immer noch gigantisch“, kommentierte Cain, bevor tatsächlich das erste Projektil eines Kristalldrachens in ein ganzes Bataillon aus Eldar-Infanterie einschlug und nichts außer einigen blutigen, aufgespießten Leichen davon hinterließ. „Es hat bereits begonnen“, fügte Cain noch schnell an, bevor ein Strahl einer Chimäre folgte und in den Arm eines Mechwalkers einschlug.
„Wir rücken weiter vor!“, befahl Ma´ik nun lautstark an die übrigen, während Rar´mor den Wiederaufbau der Geschützstellungen und die Ausweitung des Schildgitters mit Eldar-Waffen überwachte. „Lasst eine Staffel der Community vor fliegen und die Stärke unseres Feindes ermitteln. Wir müssen...“, sprach der General weiter und wurde durch die überraschende Ankunft von Uriel an dieser Basis unterbrochen.
„Ich habe den Erzengel besiegt“, kommentierte sie und setzte sich schnell auf ein Stück niedere Mauer.
„Ist alles in Ordnung?“, fragte Cain die immer noch sehr entkräftet wirkende Engelsdame sehr zu deren Verwirrung.
„Nein. Sie haben Natasha mitgenommen. Ich konnte den Erzengel zwar besiegen aber Metatron und Abbaddon haben sie einfach mitgenommen, ich habe versagt in meiner Aufgabe. Ich...“, begann sie sich dann schnell zu entschuldigen, bevor Cain sie unterbrach.
„Natasha ist längst an einem sichereren Ort und du hast mit dem größten möglichen Einsatz gekämpft. Niemand hat von dir erwartet, dass du alleine drei andere Erzengel besiegen könntest. Was du dabei gegeben hast ist bereits mehr als ich jemals von dir hätte erwarten können“, warf er dann ein, sehr zu Uriels sichtbarer Verwirrung, die sich sehr bald in Erleichterung umwandelte. Erst der Einschlag eines Artillerie-Projektils des Erdelements, dass ein weiteres Bataillon unter einer Erdkuppel einschloss, die dann von oben auf die Eldar herab stürzte und sie unter sich begrub, riss sie aus ihrem positiven Zustand. „Ich muss mich dringend dem Angriff anschließen. Kehr in die Basis zurück und regenerier deine Kräfte, danach wirst du dich Tar´wiks zweiter Welle anschließen. Ich muss die Sache mit Metatron jetzt zu Ende bringen. Er wird nicht aufhören zu versuchen mir und euch allen, die ich beschütze, zu schaden. Erst wenn ich es zu Ende gebracht habe kann ich mir sicher sein“, kommentierte der Dämon noch bevor er sich auf den Weg machen wollte.
„Cain!“, rief Uriel schnell noch hinter dem Dämon her, der sich ihr schnell noch einmal zuwandte. Er hatte keine Ahnung wie positiv sie die Tatsache aufnehmen sollte, dass er sie offensichtlich zu „denen die er beschützte“ dazu zählte, während er gleichzeitig ihre Fähigkeiten im Kampf schätzte und ihr Aufgaben zuteilte, die er sonst niemandem anvertrauen würde. Aber sie wusste auch was für ein mächtiger Gegner Metatron war und dass es möglicher Weise ihre letzte Chance sein könnte dem Dämon diese positiven Gefühle zu zeigen. Er hatte sich ihr noch nicht sehr weit entfernt, so dass es ein leichtes für sie war, die wenigen Zentimeter zwischen ihr und ihm zu schließen, ihre Arme um ihn zu legen und ihre Lippen auf die seinen zu bewegen. „Dass du mir bloß auch wieder zurück kommst“, kommentierte sie dann kurz mit ein wenig Wortwitz und beide lächelten kurz unfreiwillig, bevor sie ihn noch einmal schnell küsste und sich dann von ihm entfernte.
„Das hatte ich vor“, antwortete Cain so ruhig wie er immer war und erstaunlich wenig emotional für das eben geschehene, bevor er sich auf seinen und Uriel auf ihren Weg machte.

Tatsächlich hatten die größten Einheiten dieser gigantischen Himmelsarmee bereits mit einem größeren Artillerie-Feuer aus allen dem Himmel zur Verfügung stehenden magischen Elementen begonnen. Gewaltige Explosionen rissen dabei ganze Teile der Eldar-Stadt mit sich, wobei sie in den meisten Fällen zu langsam und ungenau waren um tatsächlich einen Eldar-Krieger oder eines von deren Fahrzeugen zu treffen. Nun stürmte die Eldar-Armee vor, wobei sie sich auf die einzelnen Straßen verteilen oder von den Mech-Walkern den Weg eben lassen musste. Cain befand sich dabei bei der vordersten Infanterie-Sturmstaffel, die jedoch von mehreren weiteren, sowie Exoskeleten und Mo´ok und ebenfalls deren gigantischen Raubhumanoiden begleitet wurden. Im weiteren Hintergrund fand sich ein Mech-Walker, der gerade seinen gewaltigen Fuß auf ein Gebäude platzierte. Immer weiter rückten sie vor, während die gewaltigen Projektile der Himmelsartillerie über sie hinweg fegten. Plötzlich schlug ein violett-Weiser Energiestrahl durch die Schulter des Mechwalkers und konnte nur von einer Chimäre stammen. Keine Sekunde darauf eröffneten unzählige Himmelskrieger beider Gewichtsklassen das Feuer auf die Eldar-Armee und den Dämon, die sich nur wenig von dem gewaltigen, aber ungenauen Hagel aus Projektilen beirren ließen und weiter vorstürmten. Cain war erneut der erste, der mit seiner Rail-Pistole auf den Kopf eines schweren Himmelskriegers feuerte und dessen Hirnmasse auf alle hinter ihm verteilte, während Kampflanzen-Projektile die beiden Eldar-Krieger direkt neben ihm einfach weg rissen. Lediglich blutige Fleischstücke klatschten noch gegen die Kämpfer hinter ihnen, die schnell ihren Platz bei dem anschließenden Gegenfeuer einnahmen. Ein gewaltiges Chaos entstand, das den Erzdämon nicht im Geringsten kümmerte. Er stürmte einfach weiter mit den Eldar vor, während er das Gegenfeuer weiter aufrecht erhielt. Zeitgleich feuerte der Mechwalker seine beiden Hauptgeschütze ab, verfehlte aber sein Ziel, dass die Chimäre war. Stattdessen hinterließen beide Projektile eine gewaltige Explosion in Mitten der Himmelsarmee und rissen gewaltige Krater in deren Reihen, wo sich zuvor Infanterie und Elementar-Wesen befunden hatten. Mittlerweile hatte Cain die Nahkampf-Reichweite erreicht und wechselte die rechte Rail-Pistole gegen sein Odachi ein, dass er direkt nutzte um dem Himmelskrieger vor sich in einer blitzartigen Bewegung den Kopf abzutrennen. Ein ähnliches Schicksal erlitt der Himmelskrieger rechts neben dem Dämon, der das Opfer eines Eldar-Sprungangriffes mit zwei Energie-Klingen geworden war und einfach zu Boden gerissen wurde. Der Engel links von Cain hatte allerdings rechtszeitig seine Kampflanze genutzt um die Energie-Klingen des ihn angreifenden Eldars abzufangen. Allerdings hatte er nicht mit Cains übriger Rail-Pistole gerechnet, die er gleich mehrmals zur Seite abfeuerte und diesen Himmelskrieger und gleich drei weitere in ihre blutigen Teile zerriss. Mittlerweile waren auch Exoskelete in Stellung gegangen und feuerten mit ihren Raketen-Waffen in die hinteren Reihen der Engelsinfanterie. Gewaltige Explosionen schleuderten ganze Engel oder zumindest Stücke von ihnen durch das gesamte Gebiet, bevor der erste Kristall eines Elementar-Wesens durch eines der Exoskelete schlug und dessen Reaktor zur Explosion brachte. Außerdem rammte zur gleichen Zeit ein Erd-Elemental seine Fäuste in den Boden, woraufhin gewaltige Stacheln überall auf dem Weg zu einem weiteren Exoskelet heraus schossen und das mechanische Gebilde, sowie eine größere Menge Eldar-Infanteristen aufspießten. Blut schoss dabei aus deren Körpern, sowie auch aus dem Cockpit der Maschine, während um das gewaltige Stachelgebilde herum weiter Projektile, darunter die Energie-Gattling eines weiteren Exoskelets, abgefeuert wurden.

Es hatte nicht sehr lange gedauert, bis die Eldar den Stützpunkt mit ihren eigenen Geschützen und ihrer eigenen Ausrüstung wieder hergestellt hatten. Somit war es klar, dass sie sehr bald mit einem Gegenfeuer aus gigantischen blauen Plasma-Bällen beginnen sollten, während das Artillerie-Projektil eines Götterpanzers gerade erneut in die Schildkuppel des Nexus und damit auch des Stützpunkts krachte.
„Rar´mor! Begeben sie sich zum vorderen Kommando-Stand und koordinieren sie von dort den Angriff weiter!“, rief Ma´ik dem Captain schnell zu, der nicht einmal den Befehl bestätigte, sondern sich gleich auf seinen Weg begab. Direkt darauf krachte ein gewaltiges Lichtprojektil auf die Schild-Kugel, direkt gefolgt von einem aus blauen Flammen. Beide konnten nur von den entsprechenden Drachen stammen. Direkt darauf sollte eine Reihe Lichtbomben folgen, aber auch die sollten nicht genügen um die Schildkugel zu zerstören.
„Wieso greift keiner der Jäger die Drachen an?“, rief Ma´ik anschließend und einer der Eldar an einer der Konsolen gab einen entsprechenden Befehl ein. Während dessen wurde Rar´mor schnell mit Hilfe eines Punkt zu Punkt-Molekular-Transporters an die vordere Kommando-Plattform teleportiert, wo direkt ein Magma-Projektil vorbei fegte und in einen der Raubhumanoiden der Mo´ok einschlug. Ebenso entfachte ein gewaltiges Strahlen- und Projektil-Gewitter rund um den Stand, der erstaunlicher Weise bisher noch nicht getroffen worden war. Plötzlich stürzte sich ein Himmelskrieger von oben auf den Stand, wurde jedoch von der Energie-Gattling eines Exoskelets getroffen und in tausende Stücke gerissen, bevor er auch nur einen Schuss abfeuern konnte. Anschließend feuerte das Exoskelet seine Raketen-Werfer ab und jagte sie in einen Erd- und einen Kristall-Elemental, die beide von den Explosionen wichtige Teile ausgerissen bekamen und dann langsam in sich zusammen brachen und in tausende Stücke zersprangen oder zerbröselten.
„Statusbericht!“, rief Rar´mor direkt aus und bekam einen zugestellt, während bereits die erste Eldar-Transformstaffel über die Schlacht hinweg fegte und die Transformvehikel des Himmels unter Feuer nahmen. Schockiert musste der Eldar-Captain feststellen, dass ein weitaus größeres Problem unterwegs zu ihnen war, nämlich einer der goldenen Sternwalker der Himmelsarmee, der nun langsam aber sicher die Frontlinie erreichen sollte.

Auch im Himmel lief ein Chaos ab, das seines Gleichen suchte. Projektile flogen in beinahe alle Richtungen, manchmal explodierte ein Transformvehikel, aber die meiste Zeit verfehlten die Waffen ihre Ziele. Erst als eine neue Sechser-Staffel Eldar-Transformer das Kampfgebiet erreichte, stürzten diese sich als erste Staffel auf einen der Drachen. Wütend richtete dieser sein gewaltiges Maul auf sie und jagte ihnen Licht-Projektil entgegen. Diese lösten jedoch die Formation schnell auf und wichen zur Seite, wobei sie diesen Kurs weiter verfolgten und dem Biss des Himmelsdrachens entkommen zu können. Nur sehr knapp rasten sie an seinem Hals vorbei, während sie ihre Raketen in seinen Rücken feuerten und trotz mehrerer Explosionen weiter sehr knapp über die riesige, aber nur wenig mobile Bestie jagten. Plötzlich zerrissen Energie-Projektile von oben einen der beiden hinteren Eldar-Jäger und zwei leichte Himmels-Transformer schlossen sich dem knappen Kurs über den Drachen an, wobei sie die Eldar-Gegner mit ihren Energie-Gattlings weiter unter Waffenfeuer hielten. Und obwohl die Eldar einen weiteren Jäger verloren, der nach einem Treffer unkontrolliert in den Drachen krachte, war ihr Plan ohnehin bereits aufgegangen, den nun schloss sich eine neue Kampfeinheit dem Geschehen an, welche die Eldar-Variante eines mittelschweren Transformers war. Gewaltige Explosionen rissen die Himmelsbestie in Stücke, während die Transformvehikel knapp über ihren Rücken rasten. Derweilen begannen die drei übrigen Eldar-Jäger mit ihrem Transformprozess und griffen die Himmelsjäger mit Energieklingen an. Während der eine goldene Transformer in der Mitte zerteilt wurde, schaffte es der andere ebenfalls einen Transform-Prozess zu starten und die Klinge abzufangen indem er beide Arme des Feind-Mechs mit seinen eigenen packte.
„NEIN!“, rief Metatron erneut wütend aus als er feststellte, dass die Überreste von einem der Drachen zu Boden stürzten. Zur selben Zeit nahm einer der sternförmigen Walker einen der Eldar-Mechwalker mit Kristall-Projektilen unter Feuer und hinterließ nichts von dem Eldarfahrzeug, außer einer gigantischen Reaktor-Explosion. Aber das schien Metatron bereits egal zu sein als er mit beiden Kristall-Klingen gleich sechs Eldar-Krieger in mehrere Stücke zersägte. Blutspritzend zerfielen die Körper der humanoiden Wesen, während der Erzengel bereits mit seinen Laserpistolen feuerte und Kopfschüsse an gleich acht Eldar-Kriegern nacheinander landete. Plötzlich stürzte sich ein weiterer von hinten auf Metatron, der es verstand mit einem schnellen Schritt zur Seite zu weichen und den Eldar dann einfach mit seinem Schwert in Oberleib und Unterleib zu zerteilen.
„Ihr wertloser Abschaum befriedigt mich nicht. WO STECKST DU ERZDÄMON CAIN?!?!“, schrie er danach wütend und wich einem Tachyon-Strahl eines Mo´ok aus, den er Erzengel dann mit seinem Laserstrahl so stark erhitzte, dass er schon siedete und sich danach einfach zu einer Pfütze verflüssigte.

Mit einem gewaltigen Hechtsprung wich Cain zur Seite, als ihn ein Kristall-Elemental erreichte und mit seinen Armen zuschlug, allerdings lediglich ein Loch im Erdboden hinterließ. Anschließend rammte er sein Odachi in einen Himmelskrieger neben ihm, bevor er die Rail-Pistole auf den Elemental abfeuerte und ihn langsam in mehrere Stücke zersplitterte. Direkt darauf sollte der Dämon eine Fünfer-Gruppe Himmelskrieger finden, die gerade eine Mo´ok-Gruppe mit ihren Kampflanzen unter Feuer nahmen und direkt auf sie zustürmen. Dabei wechselte er auch die zweite Rail-Pistole mit seinem großen massiven Schwert aus und nutzte so direkt beide Klingen um die fünf völlig überraschten Engel mehrfach zu zerteilen, so dass sich deren Blut und Eingeweide in der näheren Umgebung zwangsWeise verteilen mussten. Plötzlich griff ein Flammen-Elemental den Dämon an, der gerade schockiert feststellte, dass der goldene fünfbeinige Walker gerade die Hauptwaffe aus seiner Front abgefeuert hatte, als die Energie-Projektile über ihn und seinen Gegner hinweg fegten. Erst ein wenig verzögert, aber dennoch rechtzeitig, wich er den Feuerbällen zur Seite aus und schlug einen Harken zur anderen Seite, als der Elemental eine Flammenwelle, die sich über den Boden zog nachsetzte. Plötzlich schlug ein Tachyon-Strahl von einem Mo´ok-Infanteristen in das Flammen-Wesen, bevor der Schuss aus der Waffe eines Eldar-Exoskelets endgültig dessen Ende besiegelte. Und auch eine Achter-Gruppe leichter Himmelskrieger konnte das nicht verändern, denn nun stürmte plötzlich einer der Mo´ok Raubhumanoiden vor und packte sich eines der Wesen und riss mit dem anderen Arm dessen Flügel aus. Anschließend ließ er den noch panisch und vor Schmerzen schreienden Engel in seinem gewaltigen Maul verschwinden, wo einige Bisse lediglich eine Blutspur und das laute Knacken seiner Knochen übrig ließen. Auch die panisch abgefeuerten Kampflanzen-Projektile der anderen Himmelskrieger konnten nicht ändern, dass sie dasselbe Schicksal erlitten wie der vorherige, denn ihre Energie-Projektile prallten einfach an dem Panzer des gewaltigen Wesens ab. Zeitgleich stießen nun auch die Eldar-Krieger hinzu und platzierten sich um den Dämon.
„Sind sie verletzt, Sir?“, fragte einer von ihnen direkt, während er bereits das Feuer auf eine nahende Truppe eröffnete. Plötzlich schlug das Projektil eines schweren Himmelskriegers genau neben den beiden Gesprächspartnern ein und riss mit seiner Explosion nicht nur einen Krater in den Boden, sondern verteilte auch Blut und Stücke von einem der Eldar-Krieger über sie. Und dieses Projektil stammte nicht von einem Himmelskrieger am Boden, sondern von einem der sich mit vielen anderen auf den Gebäudedächern eingefunden hatte.
„Mir geht´s gut. Aber das kann sich ganz schnell ändern“, stellte der Dämon fest und suchte sich mit seiner neuen Eskorte schnell Deckung, wobei einer der Eldar dabei von einem Kampflanzen-Projektil zerrissen wurde. „Und entsendet endlich ein paar Truppen da oben auf die Gebäudedächer!“, rief der Dämon dann aus als auch noch ein weiteres schweres Projektil in seine Deckung einschlug.

Ein gewaltiger Projektil-Regen begann als der Sternwalker mit seinen Feuer- und Kristallkanonen feuerte. Zeitgleich schlug eines seiner grün-gelben Energie-Projektile in einen Mechwalker und zerriss diesen langsam, während das andere eine gewaltige, kugelförmige Explosion im Zentrum der angreifenden Armee hinterließ. Plötzlich krachte von rechts ein blaues Energie-Projektil in die Seite des Walkers und hinterließ dort eine nicht zu unterschätzende Explosion. Direkt darauf folgte ein blauer Energie-Strahl und ein weiterer direkt in die Front, bevor endlich ein Graviton-Strahl in das Gebilde einschlug und es langsam aber sicher in sich selbst zusammen faltete, bevor die Überreste dann zu Boden stürzten und dort regungslos liegen blieben. Mittlerweile hatten die ersten Eldar auch die Gebäude erreicht und begannen sie einfach mit Hilfe von purer Körperkraft hinauf zu klettern, während weitere Himmelskrieger hinzu traten und den gewaltigen Regen aus Projektilen noch dichter gestalteten. Es war Cain mittlerweile völlig unmöglich geworden weiter vor zu rücken ohne dabei von mehreren der blauen Kampflanzen-Projektile zerrissen zu werden. Somit war alles was er nun noch tun konnte sich hinter der Deckung halten, während die Explosion eines schweren Projektils drei Eldar zerriss, die neben dem Erzdämon versucht hatten ihre Stellung zu halten. Dennoch materialisierte der Dämon wieder seine Rail-Pistolen und feuerte sie aus der Deckung heraus zunächst auf zwei Himmelskrieger und anschließend auf einen Kristall-Elemental ab, bevor dieser auch nur in der Lage war seinen gewaltigen Angriff zu starten. Zeitgleich zerstörte das Energie-Projektil eines Eldar-Kriegers einen Flammen-Elemental, als Cain plötzlich von der Energie-Gattling eines Chimären-Waffenturms zurück in seine Deckung getrieben wurde. Mit einem goldgelben Energie-Strahl zerstörte die Bestie außerdem ein Exoskelet und mit einem Magma-Ball den Arm eines Mechwalkers, während sie weiter vor stapfte und der Deckung des Dämons langsam gefährlich nahe kommen sollte. Um die Situation weiter zu verschlechtern sollte sich sehr bald eine Hydra auf gleiche Höhe mit der Chimäre begeben und bereits mit Flammen-Strahlen und Projektilen in die Gruppen der Community feuern, wobei einer der Strahlen nur sehr knapp an Cains Deckung vorbei fegte und dabei eine gewaltige Schneise im Boden hinterließ. Zur selben Zeit sollte jedoch ein Tachyon-Projektil aus einem Eldar-Mechwalker in einen der goldenen Sternwalker der Himmelsarmee einschlagen und dessen mittleren Teil einfach auflösen. Lediglich die fünf Beine der Maschine krachten zu Boden, während ein Greifen-Wesen an einem der Gebäude vorbei raste und sich einen Eldar packte, wobei es von einem Jäger verfolgt wurde. Aber das alles war es nicht was Cain große Sorgen bereitete. Das waren die Götterpanzer, die er bereits im Hintergrund der mächtigen Feindarmee erkennen konnte, ebenso etwas, dass er wohl noch mehr fürchtete als Götterpanzer.

Noch ein wenig verwirrt starrte Ma´ik auf das Gebilde, dass er hinter den Götterpanzern aufsteigen sah. Es war gigantisch, genauso groß wie sein Kreuzer oder sogar größer und hatte eine sehr rundliche Form. Niemals hätte er mit einer solchen Waffe auf Seiten seiner Feinde gerechnet, auch wenn es sich um eine Macht handelte mit deren Existenz er zuvor nicht einmal gerechnet hätte. Seine Aufmerksamkeit galt viel mehr den Götterpanzern, die mit ihren gigantischen Waffentürmen erste Projektile aller Elemente der Himmelsarmee, jeder jedoch mit einem anderen, in die Reihen feuerten. Gewaltige Explosionen bildeten sich teilWeise dort und sprengten oft sogar das gesamte Bataillon. Eines der Feuerprojektile krachte sogar in einen Mechwalker und riss dessen Arm ab. Anschließend schlug ein Licht-Projektil in das Zentrum von einem weiteren zweibeinigen Läufer, so dass dieser in einer gigantischen Explosion verging.
„Versucht den Kommandanten dieser Armee zu finden. Konzentriert das gesamte Feuer auf seine Einheit!“, rief Ma´ik direkt aus, während plötzlich der Feuerball einer Hydra neben ihm einschlug und einen anderen Eldar in tausende blutige Stücke sprengte. Zeitgleich packte ein anderer Kopf einen Eldar und verschlang diesen schnell, während wieder ein anderer einen Eldar-Mech mit einem Flammenstrahl aus der Luft holte.
„Entsendet seine Mo´ok-Bio-Mecha-Einheit. Sie sollen versuchen sich zu diesen Panzern durch zu kämpfen“, fügte der General anschließend noch an, während ein Eldar-Bomber versuchte bis zu einem der Drachen durchzubrechen, aber dabei von einem Himmelsjäger daran gehindert wurde. In einer schnellen Bewegung nach links wich der Bomber der Eldar einer Energie-Gattling aus und begann mit einem Transformprozess, während der Himmelsjäger ebenfalls zum Mech transformierte. Beide Vehikel versuchten sich zu packen und kollidierten in der Luft, woraufhin sie nur wenige Meter neben den Kommandostand krachten. Derweilen näherte sich der gewaltige Flammendrache weiter der vorgeschoben Stellung und bereitete sich auf seinen Angriff vor.
„Wir brauchen hier sofort Luftunterstützung!“, rief Ma´ik aus, während sich die beiden Mechs neben ihm wieder aufgerichtet hatten. Dabei hatte der weitaus massivere Eldar-Mech dem des Himmels einen Faustschlag verpasst und ihn von sich weggeschleudert, woraufhin der Himmels-Mech seine Triebwerke aktivierte und gegen den Eldar-Mech krachte. Dabei schleuderten beide nur sehr knapp an dem Kommandostand vorbei und krachten dann nach einem langen, aber sehr schnellen, unkontrollierten Flug in eines der Gebäude des Nexus-Planeten.

Cain hielt sich weiter hinter seiner Deckung versteckt während Kampflanzen-Projektile in Massen um ihn herum fegten. Eine Explosion von einem Hydren-Feuerball drohe kurz die Deckung zu zerstören, aber sie hielt dennoch stand und erlaubte dem Dämon sogar einen Gegenschlag mit seinen Rail-Pistolen auf zwei Himmelskrieger. Aber auch das spritzende Blut und die Gehirnmasse ihrer beiden Mitstreiter hielt die Armee der Engel nicht von ihrem Vormarsch ab. Erst jetzt erreichten die Eldar die Dächer der gewaltigen Gebäude und stürzten sich mit Energie-Klingen auf die überraschten Feinde, die nicht verhindern konnten, dass die Eldar sie in ihre blutigen Einzelteile zerrissen. Plötzlich krachte das Feuer-Projektil eines Götterpanzers in das eben von Engeln befreite Gebäude und zerriss es in einer gigantischen Explosion. Ebenso krachte ein Kristall-Projektil des Götterpanzers hinter Cain und seine Deckung wo es sich schnell nach hinten stachelförmig erweiterte und einige Exoskelete und deren Piloten aufspießte. Dennoch stürmten auf einmal einige mechgroße, schwarze Bio-Einheiten vor, ähnlich in ihrem Material und der dünnen beweglichen Bauweise wie die Schiffe der Mo´ok, von denen sie auch stammten. Mit schnellen Bewegungen, die von hinten heraus ragenden Triebwerksartigen Gebilden ermöglicht wurden schlängelten sie sich zwischen Gebäuden und Eldar-Einheiten hindurch, während unzählige Chimären-Waffen sie verfehlten, ebenso die Trümmer der Explosionen, die sich neben ihnen ereigneten.
„NEIN! NEIN! NEIN!“, schrie Cain lediglich aus, denn er wusste zu welchen Dingen ein Götterpanzer in der Lage war. Aber auch er konnte lediglich zusehen, wie das gigantische Vehikel seine besonders gewaltigen Licht-Gattlings an der Seite des Drachen-artigen Maules abfeuerte und gewaltige Explosionen in den Straßen der Stadt hinterließ. Alleine die gewaltigen Projektile der gigantischen Waffensysteme genügten um eine solche Bio-Einheit zu umschließen und somit gab es für keine der fünf Einheiten ein entkommen. Alle wurden von dem gewaltigen Waffenfeuer einfach zerfetzt ohne dass sie irgendetwas unternehmen konnten. Anschließend begann der Panzer das Maul zu öffnen und seine gewaltige Hauptwaffe freizulegen, mit der er einen gewaltigen Feuerball auflud, der erschreckend stark an eine hellgelb strahlende Sonne erinnerte.

Es war ein Schock, sogar für die Eldar als der Panzer seine Waffe mitten in die Armee abfeuerte und eine solch gigantische Explosion hinterließ, dass ein ganzes Zehntel der Truppen einfach vernichtet worden war. Ma´ik analysierte noch die Situation und versuchte sich eine passende Reaktion auf diese Waffe einfallen zu lassen, als ihn Rar´mor aus den Gedanken riss.
„Sir, wir haben den vermeidlichen Kommandanten der Armee auf einem der Panzerfahrzeuge gesichtet“, teilte der ihm schnell mit und übergab dem General ein PDA das ein gut sichtbares Holographisches Bild eines Engels zeigte, den Ma´ik als Abbaddon wiedererkannte, wenngleich er seinen Namen nicht wissen konnte.
„Sehr gut. Dann versucht dieses Fahrzeug unter Beschuss zu…“, sagte Ma´ik noch, als plötzlich eine Staffel Himmelsbomber über die Basis hinweg fegte und tatsächlich einige Sprengladungen fallen ließ. Eine davon traf dabei den Kommandostand und riss nicht nur dessen rechte Hälfte weg sondern schleuderte auch Rar´mor und sogar Ma´ik mehrere Meter durch die Luft, bevor sie zu Boden krachten, zusammen mit den Gliedmaßen und dem Blut einiger anderer Eldar, die sich ebenfalls dort befunden hatten. Es dauerte eine Weile bis sich Ma´iks aufgerissener Bauch ausreichend regeneriert hatte um ihm wieder eine normale Bewegung zu ermöglichen. Nur sehr langsam richtete der Eldar-General sich dann auf und begann sich umzusehen. Dabei stellte er fest, dass nicht nur einige Eldar-Krieger in ihre Stücke zerrissen worden waren, sondern auch Rar´mor selbst lediglich ohne Unterleib zu seinen Füßen lag. Wahrscheinlich war er schon längst nicht mehr am Leben, denn er war längst nicht so weit entwickelt, dass er sich einfach wieder zusammen setzen konnte, so wie Ma´ik dies konnte und schon einmal getan hatte.
„General! Benötigt ihr medizinische Hilfe?“, fragte ein anderer Eldar-Krieger, der den Einschlag ohne Schwierigkeiten überstanden hatte.
„Nein“, antwortete Ma´ik ruhig und schien seinen Plan zu überdenken. „Überlasst die Kontrolle über diese Schlacht dem großen Nexus. Ich werde versuchen den feindlichen Kommandanten zu erreichen“, befahl er dann und machte sich auf den Weg.

Irgendwie musste Cain den gewaltigen Kampfwalkern der Eldar zu Hilfe kommen, während diese den Götterpanzer mit ihren gewaltigen blauen Energie-Projektilen aus den Armwaffen und dem dünnen blauen Energiestrahl aus dem Kopf unter Beschuss nahmen. Allerdings aktivierte sich eine eigenartige aber scheinbar in Wahrheit völlig kinetische Barriere, welche die Waffen abfing und dem Götterpanzer ermöglichte mit den Licht-Gattlings zurück zu schlagen. Dabei rissen die gewaltigen weiß-gelben Projektile einen der Walker direkt in Stücke während die übrigen ihre zentralen Graviton-Waffen aufluden. Cain musste ihnen schnell zu Hilfe kommen und etwas gegen diesen Panzer unternehmen. Aber er musste auch seine Kraft schonen, denn er brauchte sie wahrscheinlich noch im Kampf gegen Metatron oder gegen das was die Armee wahrscheinlich nach den Götterpanzern erwarten würde. Aber zu aller erst einmal musste er diese Deckung verlassen, das wurde ihm spätestens dann klar, als ein Lichtprojektil des Götterpanzers hinein schlug. Mittlerweile stürmte auch ein Biomechanoide der Mo´ok vor und nahm mit einem für diese Rasse typischen Tachyon-Strahler aus beiden Armen die Chimäre in dieser Straße unter Feuer. Ebenso stürmten Eldar- und Mo´ok-Krieger vor, genau so Exoskelete und ein Raubhumanoide. Nun verließ auch Cain seine Deckung und jagte mehrere Schüsse durch Himmelskrieger, deren Blut und Eingeweide sich über die nähere Umgebung verteilten. Anschließend beschleunigte er seine Schritte und wechselte auf Schwertwaffen, wobei es die Eldar ihm gleich taten. Tachyon-Strahlen aus Mo´ok-Waffen fegten an den Kriegern vorbei, die ihre Klingen durch die Himmelskrieger rammten und sie in blutigen Vorgängen in der Landschaft verteilten. Und dabei war es Cain, der gleich vier Engel zur gleichen Zeit mit seinen Schwertern zerschnitt. Anschließend rammte er das Odachi durch gleich zwei Himmelskrieger während er mit dem anderen Schwert ein Kampflanzen-Projektil abfing. Dieser Engel wurde jedoch von einem der Tachyon-Strahlen in der Mitte zersägt und löste sich schnell von selbst auf, während Cain zurück auf seine Rail-Pistolen wechselte und einen Erd-Elemental mit mehreren Schüssen zerbröselte noch bevor dieser einen Angriff ausführen konnte. Plötzlich stürzte sich ein schwerer Himmelskrieger mit seinen gewaltigen Fäusten von hinten auf den Dämon, der sich schnell zur Seite weg rollte und dann in vier schnellen Bewegungen die beiden Schwerter in dessen Bauch rammte und ihm dann Kopf von Schultern und Oberleib von Unterleib trennte. Längstens störte der Erzdämon sich nicht mehr an der Fontäne aus Blut die diese Aktionen nach sich zogen, bevor die Körperstücke endlich in die rote Flüssigkeit klatschten. Und dann war da dieses eigenartige Gefühl, dass den Dämon für einen kurzen Moment dazu verleitete seine Aufmerksamkeit zu verlieren und nur auf einen einzigen der Engel zu starren. Dieser schien ihn ebenfalls zu erkennen und sollte niemand anderer als Metatron sein, der sich gerade in die Eldar-Truppen begeben hatte und einen von deren Kriegern mit dem Schwert vertikal zerteilt hatte. Für einen Moment achtete der Dämon nicht auf das was in seinem Rücken war und starrte lediglich in das Gesicht des Wesens, dass er wohl momentan am ehesten als einen „Erzfeind“ bezeichnen konnte und wahrscheinlich war er der zweite Erzengel den Cain wohl als ernsthaft würdigen Gegner betrachten konnte. Und dennoch musste er auch darüber nachdenken was Metatron zuletzt mit Natasha getan hatte, denn sie war unschuldig und hatte mit diesem gesamten Konflikt ursprünglich nur sehr wenig zu tun. Sie zu entführen war eine der gemeinsten, unehrenhaftesten Aktionen, die er sich überhaupt hatte vorstellen können. Der Dämon kam nicht umhin diesen Engel wirklich zu hassen und so stürmte er schnell auf ihn zu ungeachtet dessen, dass sich ihm im Rücken etwas größeres näherte. Wenngleich Cain eine ähnliche Reaktion von Metatron erwartet hatte, so stürmte dieser ihm nicht wütend entgegen, sondern trat sogar noch einige Schritte zurück und tauchte erneut in der Menge unter. Verwirrt stoppte Cain seine Schritte und drehte sich um wo ihn eine neue Kampfeinheit des Himmels erwarten sollte.

Verzweifelt versuchten die Mech-Walker der Eldar durch die kinetische Verteidigung der Götterpanzer zu brechen, die weiter mit ihren Waffentürmen und Licht-Gattlings zurück feuerten. Es schien kaum möglich diese übermächtigen Metallmonster zu besiegen und auch die Graviton-Kanone eines Mechwalkers richtete keinen Schaden an. Ebenso wenig das Hadronen-Geschütz, dass einer der Mechwalker an der linken Schulter ausgefahren und eingesetzt hatte. Das alles kümmerte Ma´ik für den Moment aber nicht als er durch die Gassen der gewaltigen Stadt schlich, während Explosionen sich weiter entfernt ereignen. Zum Glück wusste Ma´ik ganz genau wo er sich befand, schließlich war dieser Planet und diese Stadt seine Heimat gewesen. In genau diesem Moment jagte eine Staffel Eldar-Bomber mitsamt zwei Staffeln Jäger-Geleitschutz über den Kopf des Eldar-Generals und versuchte dabei durch ein dichtes Sperrfeuer aus Strahlen zu gelangen, das einige der Sternwalker geschaffen hatten. Dabei traf einer der Strahlen einen Flügel des eines Bombers und brachte diesen zu einem unkontrollierten Absturz genau in die zentrale Kanone eines Himmelswalkers, so dass dieser sehr bald explodierte. Die übrigen Bomber schienen ihr Ziel, den Götterpanzer zu erreichen, aber Ma´ik schaffte es nicht mehr das Ergebnis zu begutachten, den das Laden von Kampflanzen riss ihn aus der Beobachtung. Denn nun sah er sich gezwungen zwei Energie-Klingen zu erschaffen und damit in einer schnellen Drehung die Unterarme des ersten der drei Engel abzutrennen, bevor er den Kopf einmal durchstach. Anschließend formte der General zwei Energiepistolen und jagte mit einen Energie-Projektile durch die Körper der anderen beiden Himmelskrieger, die einfach schockiert zu Boden fielen und ausbluteten. Aber auch das schockierte Ma´ik nicht weiter, denn er stellte fest, dass er sein Ziel schon fast erreicht hatte. Der vierte Panzer, der sich am Schluss der Kolone befand, war schon ganz in der Nähe und alles was Ma´ik nun noch tun musste war den Kommandanten finden und ihn zu vernichten. Dann würde sich dieses Chaos sicher bald von selbst lösen.

Glücklicherweise hatte der Dämon sich noch nach hinten gewandt und so das goldene, massive, aber dennoch schockierend schnelle und bewegliche Exoskelet der Himmelsarmee bemerkt. Es war ihm so auch möglich dem Schlag von dessen gewaltiger Axtwaffe mit einer seitlichen Rolle zu entkommen. Anschließend wechselte der Dämon seine Schwerter gegen Rail-Pistolen und feuerte sie schnell auf die fünf Raketen ab, die ihm das Exoskelet entgegen gejagt hatte. Weitere Schüsse auf das Exoskelet zeigten, dass selbst die gewaltigen Rail-Projektile des Dämons nicht durch die gewaltige goldene Panzerung der Rüstung schlagen konnten und einfach an ihr abprallten. Somit sah Cain sich erneut in einer defensiven Stellung als das Exoskelet einen weiteren Schlag mit seiner Axt nachsetzte und mit einem Flammenwerfer aus dem anderen Arm feuerte als Cain die Schlagwaffe mit beiden Schwertern notdürftig zur Seite ableitete. Noch ein wenig schockiert warf der Dämon seinen in Brand gesteckten Mantel ab, nachdem er ausreichenden Abstand zu seinem Feind gewonnen hatte und schnell unter einer weiteren Fünfergruppe Raketen weg tauchte, ebenso unter den hellblauen Energiestrahlen, die das Gebilde aus seinen Schultern feuerte. Als der Dämon jedoch in ausreichender Nähe war um mit seinen Schwertern anzugreifen, fuhren an der Seite des Cockpits zwei weitere Energie-Gattlings aus, die den Dämon unter Feuer nahmen und dabei nach oben schwenkten. Verwirrt wich der Dämon zur Seite und entkam der Waffe so ganz knapp, bevor ihn die Faust seines Gegners zu einem Sprung nach hinten zwang. Ein wenig wütend stellte Cain fest, dass sich die Situation nicht verändert hatte. Er musste die entfesselte Form einsetzten. Allerdings brauchte er die dringend noch im Kampf gegen Metatron und konnte sie nicht für ein einfaches Exoskelet verschwenden. Er brauchte schnell eine andere Idee und zwar so schnell wie möglich. Tatsächlich sollte die Lösung im wahrsten Sinne des Wortes vom Himmel fallen, als ein schwerer Himmelskrieger zu dem Gefecht hinzu stieß und seine schwere Waffe auf Cain richtete. Der tauchte schnell unter dem Energie-Projektil hindurch und trennte mit dem Odachi schnell beide Arme des Engels ab, bevor er das andere massive Schwert durch dessen Kopf rammte und so dessen blutiges Ende besiegelte. Anschließend nahm der Dämon sich die Waffe des schweren Himmelskriegers und feuerte sie schnell mehrmals auf das Exoskelet ab, nachdem er von zwehn weiteren Raketen verfehlt worden war. Mehrere Explosionen überzogen die metallene Rüstung und rissen Stücke aus ihr heraus, bevor dann drei weitere sehr gezielte Schüsse den Reaktor trafen und das Gebilde in einer nicht gerade kleinen Explosion vergehen ließen. Allerdings hatte dieses Gefecht auch die Energiezelle der Waffe aufgebraucht, so dass sie nun nutzloser Ballast für den Dämon war und wie ein solcher abgeworfen wurde. Allerdings sollte er eine solche Waffe wahrscheinlich auch nicht weiter benötigen, denn Metatron war ihm bereits viel näher als es ihm lieb war, das erkannte der Erzdämon als er sich in einer schnellen Bewegung nach hinten wandte. Er hatte ohnehin großes Glück gehabt die Schritte des Erzengels gehört zu haben, bevor dieser ihn eventuell in den Rücken hätte schießen können. Nun waren die Chancen völlig ausgeglichen und es war unklar wer von beiden lebend aus diesem Kampf hervor gehen würde.

Äußerst erschöpft wirkte Uriel als sie endlich an der Hauptbasis ankam. Sie konnte nicht vermeiden, dass sie zusammen sackte und sich auf ihr Schwert stützen musste. Und wenngleich ihr diese Situation ungemein peinlich war, nahm das Stützen auf das Schwert die gesamte Konzentration der Engelsdame in Anspruch. Erst nach einer Weile konnte so der Engelsdame die gewaltige Armee der Community auffallen, die Tar´wik bereits im Zentrum der Basis versammelt hatte. Anschließend öffneten sich erneut die Tore und die ersten Einheiten gingen davor in Stellung, während bereits neue Truppen aus den Quartieren und den Hangars nach rückten. Gegen diese Masse an Wesen und verschiedenartiger Technologie hatte selbst die Armee des Himmels keine ernsthafte Chance mehr und das sollte sich als äußerst motivierendes Gefühl heraus stellen. Somit richtete Uriel sich schnell auf, dematerialisierte ihr Schwert und begab sich dorthin wo sie Tar´wik vermutete, mitten in der Armee um die direkte Kontrolle über diese zu haben.
„Alle Einheiten begeben sich umgehend durch das Haupttor und beziehen dort Stellung!“, konnte sie den General sogar den Neuzugängen zurufen hören, während er erstaunlich sinnvolle Armgesten ausführte, die auf das Tor wiesen. Wie erwartet befand er sich mitten in der Armee, während diese an beiden Seiten an ihm vorbei zog.
„Eine gewiss sehr beeindruckende Armee“, kommentierte Uriel dann als sie sich nach einem weiteren kürzeren Flug neben Tar´wik platzierte.
„Sie ist ihrem Zweck durchaus angemessen“, antwortete der Eldar dann darauf. „Wir werden in Kürze den Angriff starten. Ma´ik hat bereits die zweite Phase des Plans gestartet“, fügte er dann noch schnell an.
„Die zweite Phase des Plans?“, fragte die Engelsdame dann ein wenig verwirrt.
„Er greift den feindlichen Kommandanten an. Deshalb müssen wir uns beeilen“, antwortete Tar´wik, während er die Engelsdame zu einer Transportplattform führte und sich mit dieser dem Strom aus schwer bewaffneten Wesen anschloss.

Nur sehr langsam bewegten sie die beiden Erzfeinde aufeinander zu, denn keiner wusste wer genau sich wann entscheiden würde den ersten Angriff zu starteten. Mit nur wenigen Millisekunden Unterschied materialisierten sie dann beide ihre Schusswaffen, wobei Cain die Munition, Metatron den Wärmeleiter seiner Waffe noch einmal überprüfte. Jeder ließ dem anderen dabei unfreiwillig die dafür notwendige Zeit. Als sie damit fertig waren, richteten sie ihre Waffen aufeinander, wohl wissend, dass von anderen Seiten weitere Feinde in das Gefecht hätten eingreifen können. Finster war dabei der Blick von beiden, denn keiner hatte viel mehr als Verachtung für den anderen übrig.
„Ein eigenartig ehrenhafter Charakterzug von dir, mich vor diesem Exoskelet vorhin zu warnen“, kommentierte Cain dann nachdem sie nur noch wenige Meter entfernt waren.
„Ich wollte lediglich sicher stellen, dass ich es bin der dich vernichtet, Erzdämon Cain“, antwortete Metatron wütend darauf.
„Du hättest Natasha aus der ganzen Sache heraus lassen sollen. Sie war unschuldig. Sie hatte nichts zu tun mit deinem persönlichen Gräuel gegen mich“, sagte Cain dann und wechselte auf seine Schwerter, als er Metatron noch näher gekommen war.
„Das Leben eines wertlosen Dimensionsbewohners ist ein geringer Preis für himmlische Gerechtigkeit“, antwortete Metatron herab lassend und wechselte ebenfalls seine Waffen. „Zumindest wäre es das gewesen, wenn DU nicht...“, fügte Metatron noch an und brach seinen Satz dann schnell ab. „Du hast mich besiegt, mich gedemütigt, mir Uriel genommen und dann meinen Lehrmeister getötet. Aber du wirst mir nicht DAS HIER NEHMEN!“, schrie der Erzengel dann schnell aus und schlug mit beiden Kristall-Schwertern zu, wobei Cain es verstand die sehr schnellen Schwertschläge seines Feindes abzufangen und dazwischen eigene Angriffe zu platzieren. Dabei klirrte das Metall oder Kristall sogar mehrmals in einer Sekunde, bevor der Schlagabtausch kurz für ein Kräftemessen der beiden pausierte, in dem bisher noch keiner die Oberhand zu gewinnen schien. Erst ein Tritt von Metatron beendete diesen Zustand, der direkt in Cains Bauch traf und ihn einen Schritt zurück schleuderte. Diese kurze Möglichkeit nutzte Metatron direkt für drei weitere Schwertschläge, die Cain alle abfing. „DU WIRST MIR NICHT DIESEN MOMENT NEHMEN!“, wiederholte der Erzengel dann seine Worte als er in ein weiteres Kräftemessen mit Cain geriet und sich ihm erstaunlich gewachsen zeigte ungeachtet seiner Statur, die nicht ganz so massiv und muskulös ausgefallen war wie die von Cain es war. „Der Moment in dem ich dich besiegte, der Moment meines Triumphes wird DEIN UNTERGANG SEIN!“, schrie er dann aus und führte einen weiteren Fußtritt aus und gewann so plötzlich auch die Oberhand über das Kräftemessen.

Schnell sprang der Eldar auf den Waffenturm des Götterpanzers auf als er ihn endlich erreicht hatte und suchte von dort aus einen möglichen, sinnvollen Eingang um das Vehikel zu betreten. Zwar sollte er keine Luken oder Öffnungen auf dieser Ebene finden, aber das Vehikel war noch einige Meter hoch und eine weitere Plattform sollte sich nur wenige Meter vorne-oberhalb von ihm befinden. Mit einem einfachen Sprung betrat Ma´ik die Ebene und sah sich erneut um. Plötzlich war alles was ihm den ernst seiner Lage klar machen sollte die Klinge einer Sense die der Eldar an seinem Hals vorfinden sollte.
„Ich hatte gewusst, dass du ein solches Vorgehen zeigen würdest. Du würdest den Kommandanten ausschalten und nach ihm, mit deiner übrigen Kraft, die feindlichen Truppen von der anderen Seite angreifen. Genauso hätte ich es in deiner Situation auch gemacht und genau deshalb bist du jetzt hier an dieser Stelle und ich hier an dieser Stelle“, erklärte eine Stimme die Ma´ik als Abbaddon wieder erkannte. „Wir sind eben doch identisch. Wir sind eiskalt, berechnend und zögern nicht einen Verrat zu begehen, wenn wir uns einen Vorteil davon erhoffen“, fügte er dann erschreckend zwielichtig an. „In diesem Falle versuche ich allerdings viel mehr zu retten was ich noch zu retten im Stande bin“, kommentierte er dann noch sehr zu Ma´iks Verwirrung bevor er dann den Eldar noch stärker verwirrte indem er die Worte „An alle Truppen, wir ziehen uns zurück“, in sein Kommunikationsgerät sprach.
„Du hattest gar nicht mehr vor die Basis und den Nexus zu zerstören“, stellte der General dann fest. „Aber was hatte das dann zu bedeuten???“, fügte er dann stark verwirrt noch an und aktivierte zwei Energie-Klingen mit denen er die Klinge des Überraschten Erzengels von sich weg schob und schnell an das Ende der Plattform stürmte. „Cain! Er ist das Ziel. Ich muss ihm helfen“, kommentierte er dabei schnell, als ihn der Erzengel hinten an der Rüstung packte und zurück, gegen die Absperrung der Plattform warf.
„Ich bedaure, aber das kann ich leider nicht zulassen“, antwortete Abbaddon dann darauf und materialisierte zusätzlich zu seiner Sense noch eine Waffe, die lediglich aus zwei schweren Keulen an einer längeren, massiven Kette bestand und von Abbaddon für den Moment in der Mitte der Kette gehalten wurde.

Beinahe schon wie eine Dampfwalze bewegte sich die zweite Welle durch das Stadt-Gelände und kam dabei erstaunlich schnell voran. Das war allerdings auch nur wenig verwunderlich, schließlich gab es keine Feinde mehr auf die sie treffen konnten. Erst eine fehlgeleitete Raketen-Waffe, die in einen Uagui-Walker einschlug und der violett-Weise Energie-Strahl eines Chimären-Geschützes ließen vermuten, dass die feindliche Armee bereits sehr nahe war. Mittlerweile waren auch die ersten Eldar-Mechwalker zu sehen und zu erkennen, während hauptsächlich sichtbare Explosionen die Straßenzüge stückchenweise auseinander nahmen. Es war eine Volcano-Infanterie-Staffel, die als erstes die Front erreichte und mit ihren Magma-Strahlen-Waffen die Eldar unterstützte. Dabei durchschlug direkt einer der Strahlen einen Himmels-Krieger und verbrannte ihn innerhalb kürzester Zeit zu einem Haufen Asche. An anderer Stelle stießen mehrere Insektoide zu einer Mo´ok Staffel, wobei sie lediglich zwei Himmelskrieger mit ihren gift-grünen Projektilen erledigen konnten, bevor sie deren Feuer aus blauer Energie hinter dieselbe Deckung zwang, die auch die Mo´ok nutzten. Plötzlich bewegte sich ein Wesen an den Kriegern vorbei, dass am ehesten zur Gattung der Weichtiere gehörte und mit Panzerteilen, sowie einem kleinen Aufbau für die Besatzungsmitglieder, alle samt Kristallwesen, versehen war. Die kleinen Kampf-Lanzen-Projektile der Himmelskrieger schienen einfach an den Panzerteilen abzuprallen, während sich das Wesen den Feinden erstaunlich schnell näherte. Dabei jagte eines der Kristallwesen einen körpereigenen Kristall durch den Kopf eines Engels, der einfach zu Boden fiel, während sein Blut den dahinter bedeckte. Plötzlich schossen auch noch gewaltige Ranken aus dem Boden, verursacht durch ein mit mindestens sechs Metern Höhe genauso gewaltiges Baumwesen, dass neben das Schneckenwesen gerückt war. Diese Ranken überraschten die Engel so sehr, dass sie es nicht mehr rechtzeitig schafften sich in die Luft zu erheben und alle von einer gegriffen und in einem blutigen Vorgang zerquetscht wurden. Mittlerweile hatten auch Tar´wik und Uriel mit ihrem Sonderfahrzeug die vorläufig eingerichtete Kontrollstation erreicht, wo sie direkt von einem weiteren Eldar-Krieger abgefangen wurden.
„Wo ist Captain Rar´mor?“, fragte Tar´wik direkt nachdem er sich kurz umgesehen hatte.
„Captain Rar´mor ist gefallen, Sir“, antwortete der Krieger erstaunlich demütig für einen Eldar, aber der General zeigte ohnehin keine veränderte Emotion durch diese Nachricht.
„Dann berichten sie mir. Wie ist unsere Situation?“, befahl er dann lediglich weiter.
„Wir haben den Feind weiter zurück drängen können. Verletzte werden gerade zurück zur Basis transportiert. Allerdings ist eine Sache recht eigenartig, Sir“, antwortete der Eldar lediglich und erst auf eine Geste des Generals sprach er weiter. „Der Feind scheint sich auf dem Rückzug zu befinden“, fügte er dann noch schnell an, sehr zu Uriels Schock.
„Sie wissen also, dass wir ihnen an Anzahl und an Kampfstärke mittlerweile überlegen sind“, stellte der General aber stattdessen fest.
„Nein. Das ist ein Trick. Sie werden sich ganz bestimmt nicht einfach zurück ziehen“, warf daraufhin Uriel schnell ein. „Wenn sie das einsetzen wollen, was ich befürchte, werden sie unsere gesamte Armee vernichten und einfach wieder zurück kommen“, erklärte sie sich weiter.

Noch ein wenig schockiert fing Cain einen weiteren Schwertschlag ab und drehte sich schnell um sich selbst um endlich einen Gegenangriff zu starten. Metatron wich jedoch schnell nach hinten und fing zwei weitere Schläge des Dämons ab, bevor er eines seiner Schwerter fallen ließ und dem Dämon einen Faustschlag von unten in den Bauch verpasste. Und obwohl dies zwei Rippen von Cain hörbar zertrümmerte, lag das größere Problem des Schlages in der Schleuderwirkung, die genügte um den Dämon auf ein Gebäudedach zu schleudern. Und obwohl er nach einer harten Landung auf dem Rücken recht schnell wieder auf seinen Beinen stand war es Cain erneut nur mit erstaunlicher Mühe möglich die Schwerter des von oben herab stürzenden Metatron abzufangen. Er war einfach immer noch um Längen zu schnell für Cain und noch dazu verlieh der Hass diesem Erzengel weitere Kraft.
„Hatte ich dir versprochen, dass du leiden würdest?“, kommentierte der dann als die beiden wieder in ein Kräftemessen gerieten, nachdem einige weitere Male die Klingen aufeinander getroffen waren ohne zu einem Ergebnis zu führen. „Falls nicht, dann tue ich das JETZT!“, schrie er dann aus, als er das Kräftemessen erneut durch einen Fußtritt beendete und stach mit beiden Schwertern zu, wobei Cain es zwar schaffte die kristallenen Gebilde von seinem Herz weg zuleiten, aber nicht verhindern konnte, dass seine Schultern durchstoßen wurden. „Du hattest niemals wirklich eine Chance gegen mich. Du hattest immer nur Glück, so wie ich jetzt sehe“, kommentierte der Erzengel das blutige Ergebnis, als er die Schwerter aus dem Dämonenkörper heraus riss und sich darauf vorbereitete den letzten Schlag auszuführen. Und es schien nicht als wäre Cain tatsächlich im Stande ihn daran zu hindern. Er war dazu einfach zu schnell, das musste der Dämon sich nun eingestehen, nachdem er diesen Gegner tatsächlich schon einmal besiegt hatte. Erst als Metatron den Schlag ausführte wich er durch einen schnellen Schritt zurück aus.
„Glück hatte damit niemals etwas zu tun“, antwortete er dann und führte einen schnellen Gegenschlag mit beiden Schwertern aus, der Metatron sichtbar schockierte. Dennoch war er schnell genug um seine Kristall-Schwerter zu heben und die des Dämons abzufangen. Dabei trafen die Klingenwaffen mit einer solchen Wucht aufeinander, dass die Metallwaffen von Cain in der Mitte zerbrachen und das Kristall von Metatron einfach zersplitterte. Wütend warf der Erzengel die Überreste seiner Waffe zur Seite und rammte Cain die Faust ins Gesicht, bevor er seine Laser-Pistolen materialisierte. Zur gleichen Zeit hatte allerdings Cain seine Rail-Pistolen materialisiert und feuerte sie Metatron entgegen und das ebenfalls gleichzeitig mit dessen Laser-Feuer. Somit schlugen Cains Rail-Projektile in die Laserwaffen des Erzengels ein und zerstörten diese, so wie deren Strahlen in die Waffen des Dämons einschlugen und deren Läufe bis zur Unbrauchbarkeit einschmolzen und das alles obwohl sich zwei tiefe Stichwunden in Cains Schultern befanden.

Schnell rollte Ma´ik sich zur Seite, bevor die beiden Keulen ihn am Boden zertrümmern konnten. Genauso schnell sprang der General wieder auf seine Beine und fing mit den Energie-Klingen einen Sensen-Schlag von Abbaddon ab, bevor ihn die beiden Keulen wieder zu einem schnellen Sprung zurück zwangen. Ma´ik schien akzeptieren zu müssen, dass er nicht in der Lage war Cain zu helfen, aber wahrscheinlich hätte der auch gar nicht gewollt, dass er ihm genau jetzt helfen würde. Jetzt, wo er den letzten der drei feindlichen Erzengel und den Kommandanten direkt vor sich stehen hatte, konnte er der Himmelsarmee einen schweren Schlag versetzen indem er ihn auslöschte. Er hatte eine Aufgabe zu erfüllen und so nutzte er schnell seine Energie-Waffen um mehrere Schüsse auf den überraschten Erzengel abgeben zu können.
„Hattet ihr Dimensionsbewohner etwa ernsthaft erwartet, dass wir eure zweite Angriffswelle nicht bemerken würden?“, kommentierte dieser als er sich schnell hinter einem Kistenstapel an der Seite Deckung gesucht hatte. „Nein, wir wissen, wann ein Rückzug einfach sinnvoll ist“, fügte er dann noch schnell an als er mit der Energiewaffe in seiner Sense Gegenfeuer auf Ma´ik abgab, der schnell an die Wände sprang und sich mit seinen Händen festkrallte. „Und manchmal laufen Dimensionsbewohner auch einfach in die Falle“, fügte der Erzengel wieder hinzu während er weiter auf den das Vehikel hinauf kletternden Ma´ik feuerte, aber nur die Wand des Panzers im Stande war zu treffen.
„Eine Falle?“, stellte der General noch ein wenig verwirrt fest, während die Energiestrahlen seines Gegners um ihn herum einschlugen.
„Transform-Prozess einleiten“, befahl Abbaddon derweilen durch sein Kommunikations-System und ein Engel bestätigte den Befehl. Diesen kurzen Moment nutzte Ma´ik schnell für einen Gegenangriff mit seinen Energie-Waffen, während er sich fallen ließ. Da die Energie-Projektile ihr Ziel nicht trafen, baute der General erneut zwei Energieklingen an seinen Armen auf und bereitete sich auf seinen Schlag vor.

Es war ein Prozess der die Aufmerksamkeit der gesamten Community-Armee auf sich zog, als das gewaltige kreuzergroße, goldene Gebilde, das hinter den Götterpanzern her geschwebt war, mit einem Transform-Prozess begann. Dieser verlief sehr langsam, aber kontinuierlich und verwandelte das Gebilde in einen, in seiner Form äußerst klassischen, Himmels-Mech und das sehr zum Schock von Uriel.
„Steht nicht einfach rum! Nehmt das Gebilde unter Feuer!“, rief Tar´wik seinen Truppen zu, die stückweise darauf reagierten und auf den Mech feuerten. Allerdings selbst das gigantische Feuerwerk aus allen Waffensystemen, die der Community bekannt waren genügte nicht um den kinetischen Schutz zu durchdringen, den dieser Mech erschuf, während er sich transformierte. Allerdings auch nach dem Ende dieses Vorgangs erreichte nicht eine einzige Waffe die nötige Durchschlagskraft um überhaupt dessen Schilde zu durchdringen. Extrem gewaltig wirkte das Mech-Vehikel, während es über seine Truppe hinweg schwebte und seine gewaltige Hand mit ihren extrem spitzen Fingern ausstreckte, während gewaltige Explosionen seine Schilde überzogen.
„WIR MÜSSEN IHN AUFHALTEN!“ schrie plötzlich Uriel erstaunlich panisch für ihre Zwecke aus, aber es war längstens zu spät dafür, denn nun jagte der kreuzergroße Himmels-Mech ein gigantisches Lichtprojektil in die Community-Truppen, welche eine noch gewaltigere Explosion hinterließ als es die Hauptwaffe eines Götterpanzers zuvor getan hatte. Zeitgleich fuhren kleinere Waffensysteme überall an dem Mech aus, die sich als blaue Strahlen-Waffen heraus stellten, welche schnell über den Boden und durch den Himmel schwenkten und gleich mehrere Jäger, Bomber und Transform-Vehikel aus der Luft schossen, ebenso Truppen am Boden. Kaum hatte sich die Truppe von diesem Angriff erholt sollte bereits der nächste folgen, in Form von mehreren kleineren, orangenen Lichtkugeln, die der Mech aus den Unterarmen abfeuerte und die gewaltige Explosionsteppiche in der Community-Armee hinterließen. Mehrere Hunderttausend Lebewesen wurden hier gerade mit wenigen Schüssen auf einmal vernichtet, während deren Technologie nicht einmal die äußerste Schicht der Schilde des Mechs ankratzen konnte. Und als hätten diese Angriffe nicht bereits genügt sollte der Mech sehr bald mit der nächsten Waffe, die sich in seinen Schultern befand nachsetzten. Diese bestand aus zwei gigantischen, blauen Flammen-Kanonen, die gewaltige Walzen aus Feuer, die sich mit jedem Meter auch zur Seite erweiterten, nach hinten austrieben und sämtliche nicht-Volcano-Truppen einfach zu Staub verbrannte. Was zunächst wie ein Sieg gewirkt hatte, schien nun völlig verloren zu sein. Uriels Befürchtung schien sich bewahrheitet zu haben, denn nun konnten die Himmelstruppen wahrscheinlich wirklich zurück kehren und den Nexus zerstören, nachdem dieser Himmels-Mech die lästige Armee beseitigt hätte.

Hasserfüllt schrie Metatron auf, als er die Reste seiner Waffen fallen ließ und erneut auf den Dämon zustürmte und seinen Körper dabei kurzzeitig in Licht auflöste. Erst als sich der neue Körper gebildet hatte, war klar dass es sich um Metatrons entfesselte Form handelte und das bedeutete für Cain, dass er das er schnell das Selbe tun musste, so dass er schnell mit eigenen Feuerbällen zurück feuern konnte, als ihn erste Lichtblitze von Metatron verfehlten. Schnell begann er sich Deckung hinter den Resten eines explodierten Eldar-Mechwalkers Deckung zu nehmen, während er ebenfalls mehrere Bälle und Strahlen aus rot-gelben Flammen an dem Erzengel vorbei jagte. Der begann Lichtflügel zu erschaffen und mit zwei Lichtklingen auf die Deckung zu zustürmen und das mit einem so hohen Tempo, dass auch die Flammenstrahlen des Dämons mit einem einfachen Zug zur Seite vermieden werden konnten. Cain hatte gar keine andere Wahl als ebenfalls Flammenflügel zu erschaffen und nach oben zu weichen als Metatron zuschlug und das Trümmerteil einfach mittig zerteilte. Und auch der darauf folgende horizontale Schlag verfehlte knapp sein Ziel, so dass Metatron dem Dämon wütend einen Lichtblitz aus der rechten Hand entgegen jagte, den der überraschte Cain lediglich mit der Hand abfangen konnte. Somit war er nicht im Stande die Explosion zu verhindern, die sich direkt vor ihm ereignen und ihn völlig bedecken sollte. Die zurück bleibende Rauchwolke machte es dabei unmöglich zu erkennen was mit Cain geschehen war. Zumindest so lange bis er mit einer Flammenaura umgeben hinaus schoss und mit zwei bereiten Flammenklingen auf Metatron zustürmte, der ebenfalls auf Cain losstürmte und sich auf den Einsatz seiner beiden Lichtklingen vorbereitete. Mehrmals trafen die Klingen zusammen und entfachten kleinere Schockwellen, wobei es meist Cain war, der zurück wich um weiteren Schlägen von Metatron zu entkommen. Spiralförmig bewegten sich beide nach oben in den Himmel, bevor Metatron einen gewaltigen Lichtstrahl auf den Dämon jagte, der in einem kleinen Bogen vorbei flog und einen an ihm vorbei ziehenden Himmels-Mech als Deckung nutzte, von wo aus er dann eine gewaltige Flammenkugel auf Metatron jagte, als dessen Strahl den Mech mittig zersägte. Metatron verstand es jedoch genauso schnell zur Seite zu weichen, so dass die Kugel stattdessen in den Bauch des Kristalldrachens einschlug und ihn aufriss. Derweilen jagte Metatron in einer wurfartigen Bewegung acht Lichtspeere auf Cain, der den ersten fünf davon zwar ausweichen konnte, aber von dem sechsten Lichtspeer mitten durch den Bauch getroffen und zurück gerissen wurde. Mit gewaltiger Wucht krachte er auf den Rücken des letzten noch übrigen Himmelsdrachens, wo er mit dem Lichtspeer ungewollt festgeheftet wurde. Und obwohl die fremdartige Energie Cains Hand verbrannte schaffte er es den Speer aus Licht aus seinem Bauch zu reißen und zur Seite weg zu rollen, bevor Metatron erneut mit einer Lichtklinge nach unten stieß und bei seinem Schlag nicht nur eine Lichtwelle nach allen Seiten entfachte, sondern dem Himmelsdrachen sogar eine nicht unerhebliche Verletzung zufügte. Erst bei Metatrons nächstem Schlag war Cain in der Lage die gewaltigen Lichtklingen seines Feindes mit Flammenklingen abzufangen und sich ihm mit aller Kraft entgegen zustellen.
„Ich werde dich vernichten, Erzdämon Cain! Ich werde nichts mehr von dir übrig lassen um das die Dimensionsbewohner oder gar Lucifer trauern könnten“, kommentierte Metatron zwar in normaler Lautstärke aber hörbar wütend, während Blitze von den Schnittstellen ihrer Klingen aus in alle Richtungen entwichen. „Und danach werde ich mit dieser wertlosen Welt mit ihren nutzlosen Einwohnern weiter machen!“, fügte er dann noch wütender an und schob tatsächlich Cain ein Stück zurück.
„Und ich werde DAS niemals zulassen“, antwortete der anschließend bevor er es war der Metatron einen Tritt in den Bauch verpasste und sich schnell nach hinten-oben zurück zog. „Ich werde nicht zulassen, dass ein Wesen wie du mit der Deus Machina diese Welt zerstört“, fügte er dann noch schnell an, während sich hinter ihm bereits der Jägermodus des Legions enttarnte und das Cockpit öffnete.

Mit erstaunlicher Ruhe trat Abbaddon einen Schritt zurück, so dass Ma´iks Energie-Klinge lediglich den Boden traf und ihn um ein Loch bereicherte. Als der Eldar einen weiteren Schlag nachsetzten wollte, fing der Erzengel ihn mit seiner Sense ab und schlug erneut mit der Kettenwaffe zu, die den zurück springenden Ma´ik erneut nur um wenige Zentimeter verfehlte, ebenso die Sense mit der Abbaddon daraufhin nachsetzte. Beide Waffen des Erzengels schlugen in den Boden und zertrümmerten diesen einfach, was Ma ík einfach in Richtung der gigantischen Ketten des Götterpanzers stürzen ließ, während Abbaddon sich einfach mit seinen Flügeln in der Luft halten konnte. Dem Eldar-General blieb keine andere Wahl als sein Exoskelet zu erschaffen und den Fall mit Hilfe der Triebwerke abzufangen. Zusätzlich dazu gab ihm das Exoskelet einen Angriffsvorteil gegenüber dem Erzengel, der in einem sehr knappen Bogen den Energie-Gattlings auswich, während diese in die Außenwände des Götterpanzers einschlugen und kleinere Löcher darin hinterließen. Erst nachdem einige Energie-Schüsse von Abbaddons Sense einfach durch Schilde abgefangen worden waren entschied der sich dazu seine entfesselte Form freizusetzen und dem Eldar einen Chaos-Strahl entgegen zu jagen. Dieser verfehlte allerdings sein Ziel und so entschied Abbaddon lieber schnell den Kopf des Exoskelets zu packen und ihn mit aller Kraft und allem Schwung den er im Flug aufnehmen konnte gegen den Götterpanzer zu rammen.
„Du siehst also Dimensionsbewohner. Ihr seid uns, der großen Macht des Himmels nicht gewachsen. Darum unterwerft euch uns einfach“, kommentierte er dann während er Ma´ik eine Chaos-Energie-Klinge an den Bauch hielt. „Der Phönix-Host wird eure Armee vernichten und ihr könnt das nicht verhindern. Ihr seid uns in die Falle gegangen“, fügte der Erzengel dann noch schnell an.
„Ihr Wesen des Himmels besitzt eine Arroganz wie sie selbst wir Eldar niemals besaßen. Wir sind euch niemals in die Falle gegangen“, antwortete Ma´ik erstaunlich ruhig und packte seinerseits den Arm seines Gegners, der sie beide schnell zurück zog bevor Ma´ik sie brechen konnte.
„In diesem Falle wird der Phönix-Host unseren Rückzug decken. Wir kehren einfach zurück auf unsere Schiffe und versuchen es noch einmal“, antwortete Abbaddon dennoch erstaunlich beherrscht und bereitete sich mit Chaos-Klingen auf einen Nahkampf vor.
„Deine Armee wird zurück kehren, Erzengel, aber DU wirst es nicht“, antwortete Ma´ik während sie beide auf jeweils einem Waffenturm des Panzers landeten und sich auf die Fortsetzung ihres Kampfes vorbereiteten.

Die schlimmsten Vermutungen aller drei momentan aktiven Kommandanten schien sich tatsächlich noch zu verstärken, als der von Abbaddon als "Phönix-Host" bezeichnete gigantische Mech mit einem grün-gelben Energiestrahl aus einem grünen Kristall an seinem goldenen Kopf nach setzte und in die Armee feuerte. Anschließend setzte er mit einer nicht genau erfassbaren Menge aus Lichtblitzen nach, die er aus seinen nach oben ragenden Schulter, und Rückenstacheln abfeuerte, welche die ihre Richtung bogenförmig in einen Sturzflug in die Community-Armee hinein korrigierten. Gewaltige Explosionen überzogen sie und verursachten mehrere hunderttausend Tote innerhalb von wenigen Sekunden. Und auch die Bomben der Eldar-Bomber waren scheinbar nicht in der Lage die Schilde dieser gewaltigen Vernichtungsmaschine zu durchdringen. Und obwohl die Situation äußerst schlecht erschien für die Armee der Community schien Tar´wik sich sicher zu sein sie noch einmal wenden zu können. Zumindest hinterließ er diesen Eindruck auf alle um ihn herum, als er eine Verbindung um Nexus herstellen ließ und „Es ist soweit“ sagte. Der Nexus wiederrum stellte eine Verbindung zu Gor´shak her, der sich immer noch auf Ma´iks Kreuzer in dem Schutzbereich befand, den der Nexus für ihn errichtet hatte.
„Es ist soweit, General Gor´shak. Sie haben Befehl zu starten“, kommentierte der Nexus wiederrum an ihn.
„Na endlich. Wurde ja auch langsam Zeit. Genau darauf hatte ich gewartet“, antwortete der Jäger wiederrum und beendete die Kommunikations-Verbindung, die Tar´wik noch mitgehört hatte.
„Das war von Anfang an euer Plan gewesen“, stellte Uriel ein wenig erstaunt fest.
„Wir mussten erst darauf warten, dass sie so etwas versuchen würden, bevor wir Gor´shak und Ma´iks Kreuzer in den Kampf entsenden würden“, antwortete Tar´wik darauf.
„Ihr solltet euch eurer Sache nicht zu sicher sein. Der Phönix-Host trägt nicht ganz ohne Grund diesen Namen“, kommentierte Uriel noch und Tar´wik nahm es mit einem Nicken zur Kenntnis, während er hoffte, dass Gor´shak eintreffen würde bevor die Armee vollständig vernichtet war.

Schockiert klammerte sich Benni, der die ganze Zeit recht ruhig gewesen war an eines der Geländer auf der Brücke als sich die Tore des Schutzraumes öffneten.
„Ist das etwa wirklich euer ernst? Ihr wollt in diese Schlacht da draußen ziehn? Ihr wollt wirklich in diese Todeszone?“, fragte er dabei panisch.
„Wenn wir uns ihnen nicht jetzt entgegen stellen, ist es später wahrscheinlich schon zu spät. Also haben wir keine Wahl“, antwortete Gor´shak darauf. „Triebwerke starten. Kampfsysteme hochfahren. Anti-Graviton-Ausstoß der planetaren Gravitation anpassen. Volle Schubkraft voraus, danach auf nicht mehr als 1600m Höhe. Alle Wisps starten, Grundstellung Delta“, begann er dann die Eldar-Krieger anzuweisen, während der Terraner sich noch ängstlicher an das Geländer krallte. Nur sehr langsam war es überhaupt möglich das gewaltige Schiff in Bewegung zu setzen, so dass es auch nur langsam den Schutzraum verließ. Allerdings war die gewünschte Reisehöhe recht schnell erreicht, so dass man sich sehr bald auf die Kontrolle der in einem nicht erkennbaren Muster um das Schiff kreisenden Wisps konzentrieren konnte. Langsam schob sich der gewaltige Kreuzer über die Eldar-Basis hinweg und erreichte sehr bald auch die Armee der Community.
„Wir haben den Feind identifiziert“, kommentierte einer der Eldar auf der Brücke und Gor´shak sah gerade mit an wie der Mech gerade zwei weitere Flammenwalzen in die Community-Armee hinein feuerte.
„Sollen wir es etwa allen Ernstes DAMIT aufnehmen?!?!?!“, schrie Beni in einer schockierten Panik aus, die nicht nur durch seine Stimme deutlich wurde.
„Hoffen wir lieber, dass es ihr letzter Trumpf ist, ansonsten haben wir einige weitaus größere Probleme“, antwortete Gor´shak darauf, bevor er den Angriff befahl.

Auch wenn es überhaupt nicht möglich war Metatrons entfesselter Form auch nur die geringste Mimik zu entnehmen, so hätte er sicherlich gerade gelächelt, bei dem Gedanken daran, dass er den Dämon gleich zusammen mit dessen hochgefürchteten Mech, dem Legion vernichten durfte. Noch während dieser seinen Transform-Prozess beendete löste Metatron sich zu einem Lichtblitz auf, der in einen Himmelsjäger, der sich gerade hinter ihm enttarnt hatte, einschlug. Und während der Legion endlich seine Mech-Form annahm, transformierte der Himmelsjäger zu dem was Cain schon zuvor in einem seiner Kämpfe gegen Metatron als den Sephir kennen gelernt hatte. Und obwohl der Legion mit seinen gewaltigen Elementar-Flügeln bereits sehr gewaltig wirkte, erweiterte der Sephir dieses Bild nicht nur um ein weiteres Element sondern auch um einige sichtbare Waffensysteme.
„Du solltest dich besser verkriechen, solange du es noch kannst“, lachte ihm Metatron entgegen, denn er wusste, dass der Sephir dem Legion wahrscheinlich weit überlegen war.
„Ich habe es nicht nötig mich vor Arroganz und Eitelkeit zu verkriechen“, antwortete Cain ihm lediglich und startete alle seine Drohnen, denn er wusste, dass er es sein musste der den ersten Schlag landete. Aber Metatron verstand es die dünnen roten Strahlen seiner Drohnen mit Energie-Schilden abzufangen und seine eigenen Drohnen zu starten. Während dessen hatte Cain seine Flammen-Kanonen aus den Schultern des Mechs abgefeuert und den Erzengel so zum seitlichen Ausweichen gezwungen, was dieser bisher noch recht gelassen genommen hatte. Er wusste warum, denn während alle dem hatten sich die Hörner in den Schultern seines Sephirs geöffnet und nahmen nun den Legion mit den gelben, in eigenartigen Bahnen fliegenden Lichtstrahlen unter Feuer. Cain wich jedoch schnell nach hinten und schlängelte seinen Mech in einer bogenförmigen Bewegung nach oben zwischen den Strahlen hindurch. Während dessen versammelte er seine Drohnen um die Maschine und ließ sie die Waffensysteme des Mechs erweitern, was ihm einen kurzen Feuerstoß mit ihnen allen ermöglichte, bevor er die Drohnen wieder benötigte um sie der Bildung der Energiebarrieren hinzu zufügen. Nur so war er in der Lage die orange-gelben Energiestrahlen seines Feindes überhaupt abzufangen, welche den Regen aus Strahlen einfach verschluckten sehr zu Metatrons sichtbarer Überraschung, der nun selbst mit einem Regen aus Strahlen, Projektilen und Raketen konfrontiert war, aber mit einfachen Ausweichmanövern entkommen konnte. Er ließ sich davon nicht weiter beirren und setzte mit blauen Energie-Strahlen seiner Drohnen nach, während er erneut auf den Legion zustürmte. Erst im letzten Moment nutzten beide die autonomen mechanischen Gebilde und dematerialisierten sie zeitgleich um sie dann in Schwertform neu zu erschaffen.
„Das kleine Upgrade deiner Maschine wird deinen Untergang lediglich ein wenig hinaus zögern“, kommentierte Metatron wütend, als die vier Schwerter aufeinander trafen und sich Blitze an den Schnittstellen der Klingen entluden.

Recht bald nach der Landung jagte Ma´ik Abbaddon erneut die Projektile seiner Energie-Gattlings entgegen. Allerdings sprang der Erzengel schnell nach oben ab und stürmte direkt auf den Eldar zu, während er gewaltige Chaos-Klauen an beiden Händen erschuf. Allerdings entkam auch Ma´ik dem horizontalen Schlag indem er die Triebwerke seines Exoskelets nutzte um sich in die Luft zu erheben. Anschließend zwang Abbaddon ihn mit einem Chaos-Ball zur Seite, wo Ma´ik wiederrum seine beiden Neutronen-Kanonen ab feuerte. Allerdings nutzte Abbaddon die Chaos-Energie zunächst um eine Schildkugel zu erschaffen, bevor er die Energie-Klingen von Ma´ik mit eigenen aus dem Chaos-Element abfing.
„Ich denke, dass du dich sehr stark überschätzt“, kommentierte Abbaddon nun wieder äußerst zwielichtig und antwortete auch auf Ma´iks letzten Satz.
„Es ist völlig irrelevant was du darüber denkst“, antwortete Ma´ik, bevor sich die beiden trennten und Ma´ik schnell in einem Bogen nach oben weichen musste, so dass Abbaddons blauer Flammenstrahl ihn verfehlte. Er selbst schlug mit Tachyon-Kanonen zurück und fügte schnell seine Energie-Gattlings hinzu, als Abbaddon einfach zwischen den Strahlen hindurch tauchte. Allerdings auch diese Waffen fing der Erzengel einfach mit Hilfe eines Chaos-Schutzschildes ab, während sowohl er als auch Ma´ik mit Energie-Klingen aufeinander zustürmten und mehrfach aufeinander trafen. Erst nach einigen Sekunden entschied sich Abbaddon seinen Gegner an der vorderen Rüstung zu packen und ihn mit aller Kraft in den Götterpanzer zu rammen. Als er jedoch mit einer Chaos-Klaue zuschlagen wollte, zwang ihn der gewaltige Partikelstrahl aus dem Zentrum des Exoskelets dazu seinen Angriff abzubrechen und stattdessen in einem Bogen nach oben zu weichen. Dort lud er schnell eine gewaltige Chaos-Energiekugel auf und jagte sie dem Eldar-General entgegen, der lediglich noch schockiert feststellen konnte, dass es ihm nicht möglich war sich zu befreien, bevor der Angriff in den Panzer schlug und eine gewaltige Explosion an dessen Seite hinterließ, die sicherlich ein gewaltiges Loch dort hinterlassen würde und keinen Schluss auf das zuließ, was mit dem General geschehen war. Nur wenig später sollte eine Reaktor-Explosion folgen, die Abbaddon weiter in die Höhe zwang und ihn seines Sieges noch sicherer machte.

Auf den ersten Blick schien die Besatzung des Himmels-Mechs verwirrt zu reagieren, als die ersten Tachyon-Projektile aus der Front des Eldar-Kreuzers in seine Schilde schlugen. Allerdings sollte sich diese Situation bald ändern, als plötzlich der grün-gelbe Strahl aus dem Kristall in die Schilde des Kreuzers schlug und ihre Stärke um ganze 5% senkte. Zeitgleich waren die Wisps formiert und platzierten sich nun um den feindlichen Mech, der dem Kreuzer zwei Schüsse seiner Flammenkanonen entgegen jagte, deren Feuerwalzen sich mehrfach über die gesamten Schilde zogen und sie kontinuierlich weiter schwächten. Allerdings hatten auch die Wisps damit begonnen ihre blauen Strahlen von allen nur möglichen Seiten in die Schildkugel des Himmels-Mechs zu jagen und schafften es tatsächlich sie auf diese Weise zu durchdringen. Während nun erste Strahlen in den Mech selbst schlugen, drehte der Kreuzer diesem seine Seite zu. Plötzlich begann der Himmels-Mech seine blauen Strahlen abzufeuern und versuchte dabei die Wisps zu zerstören, verfehlte die schnellen, kleinen sechseckigen Gebilde aber um Längen. Einige Strahlen schlugen lediglich in die Schilde des Kreuzers oder in kleinere Flugvehikel der Community, bevor der Mech mit seinen beiden gelben Licht-Projektilen und den orangenen Energie-Kugeln aus dem Unterarm in die Schilde des Kreuzers feuerten, was diese immerhin auf 60% absenkte. Gewaltige Graviton-Projektile schossen aus den Seiten des Schiffes, bevor dieses sich wieder mit der Front zu seinem Gegner drehte und während dieses Bogens einem weiteren grün-gelben Energiestrahl und zwei Flammen-Projektilen auswich, die allerdings die Graviton-Projektile einfach verschluckten. Und während sich nun die Wisps zu einem einzigen Großen versuchten zu formen, öffneten sich unzählige kleine Luken überall an dem Himmels-Mech, den Uriel und Abbaddon als Phönix-Host bezeichneten. Und in diesem Moment sollte sich zeigen aus welchen Grund die Engel ihn so nannten, denn jetzt stürmten unzählige Jägergroße Phönixe aus den Luken heraus und stürmten auf den Kreuzer zu, dessen Tachyon-Projektile ihr Ziel verfehlten. Noch etwas schockiert gab Gor´shak den Befehl dazu die Wisps wieder zu teilen, während die Phönixe bereits ihre Feuerbälle und Strahlen in die Kreuzerschilde jagten. Und um die Situation noch weiter zu verschlimmern, sollte vom Rücken des Mechs ein Feuervogel aus blauen Flammen aufsteigen, der es ohne größere Schwierigkeiten auf dessen Größe bringen sollte, als er seine Flügel ausbreitete.
„Wir werden sterben!!!!“, schrie Beni panisch aus und zum ersten Mal wagte Gor´shak es nicht ihm zu wiedersprechen, denn diese Situation war gefährlich. Aber dennoch gab es etwas, dass der Eldar in dieser Situation tun konnte.
„Stalkers abfeuern. Wisps in Offensiv-Stellung Epsilon!“, rief er aus und tatsächlich feuerte der Kreuzer sehr bald seine orange-roten Strahlen-Waffen ab, welche automatisch einen der roten Phönixe verfolgten und mit einem Treffer zur Explosion brachten. Plötzlich schlugen mehrere Feuerkugeln des gewaltigen blauen Phönix in die Schilde des Kreuzers direkt gefolgt von einigen Lichtprojektilen aus der Hand des Mechs selbst.
„Die Schilde sind bei 40%“, gab einer der Eldar-Krieger durch, während die Explosionen das ganze Schiff durchschüttelten.
„Partikel-Kanone geladen und Feuerbereit!“, rief ein anderer schnell aus, als der blaue Phönix einen weiteren Angriff vorbereitete.
„FEUER!“, schrie Gor´shak lediglich aus, bevor der gelb-weiß-orange Partikel-Strahl, der durch die Wisps eingegrenzt wurde, abgefeuert wurde und den Phönix-Host, sowie auch den blauen Phönix, der sich dahinter befunden hatte, einfach weg fegte und nach einer gewaltigen Explosion nichts mehr von beidem übrig ließ.

Etwas ungeduldig zeigte sich Ra, der sich immer noch auf seinem Schiff im Orbit des Nexus-Planeten befunden hatte. Die Flotte der Himmelsarmee war gewiss gigantisch als sie Schiffweise an dem gewaltigen, runden Panorama-Fenster vor dem Ra stand vorbei zog, aber dennoch genügte sie nicht um den gesamten Planetenorbit abzudecken. Das beunruhigte den Untergott sehr, zumal sich immer noch keiner der Erzengel gemeldet hatte und sich immer wieder Explosionen auf der Oberfläche beobachten ließen.
„Meister Ra, wir erhalten gerade eine Nachricht von der Oberfläche“, sprach plötzlich ein einfacher Engel den Gott an. „Der Phönix-Host wurde zerstört. Unsere Truppen befinden sich auf der Flucht und werden jeden Zyklus hier eintreffen“, fügte er dann noch schnell an, sehr zum sichtbaren Missfallen des Untergotts.
„Wir haben eine Nachricht von unseren Scouts erhalten. Es scheint so als befände sich tatsächlich Verstärkung auf der anderen Seite des Planeten“, sagte nun ein weiterer Himmelskrieger, der schnell hinzu getreten war.
„Benachrichtigt die Flotte. Wir greifen an“, befahl der Untergott daraufhin und wenngleich er immer noch wütend war, so schien ihm zumindest die Möglichkeit eine ganze Flotte der Dimensionsbewohner zu vernichten sehr gut zu gefallen. Es wäre eine angemessene Rache und Entschädigung für die Schande dieses Verlustes, dieses Rückschlags. Auch wenn Ra noch nicht genug über die Naturgesetze dieser Dimension wusste um seine Untergott-Form einzusetzen, so wusste er dennoch, dass er diesen Kampf sicher gewinnen würde. Das waren die bedeutendsten Gedanken des Gottes, als sein Schiff die Front der immer gigantischere Ausmaße annehmenden Flotte bildete.

Mit einer leichten Verwirrung sah Uriel den Rückzug der Himmelstruppen an, denn sie hätte niemals damit gerechnet, anders als Tar´wik, der diesen Moment bereits geplant hatte. In einer letzten finalen Angriffswelle, die Gor´shak sogar mit Ma´iks Kreuzer deckte, gingen die Community-Truppen noch ein letztes Mal auf alle Himmelswesen los. Stalkers schlugen von oben in die Himmelsarmee, die versuchte mit Hilfe der Götterpanzer und der goldenen Walker den Rückzug der Infanterie zu schützen. Allerdings waren auch deren gewaltige Energie und Flammen-Projektile nicht in der Lage die Schutzschilde des Kreuzers zu durchdringen, die nun auch genutzt wurden um die übrige Armee mit zu schützen. Langsam aber sicher verschwanden die Himmels-Infanteristen in die weit hinter der übrigen Armee platzierten Landungsschiffe, die sich wie ein Strom nach oben ins All zurück zogen.
„Wir haben also tatsächlich gesiegt“, kommentierte Gor´shak der das Ganze auf der Brücke verfolgte und langsam traute sich auch Benni wieder von dem Geländer an dass er sich geklammert hatte weg.
„Das haben wir nicht. Immerhin haben sie immer noch die Flotte im Orbit es kann nicht sehr lange dauern bis...“, antwortete Uriel noch von der Bodenstation aus, als ihre Kommunikation durch eine andere Nachricht unterbrochen wurde.
„Hier spricht das Eldar-Schiff NCBX841 wir stehen unter schwerem Beschuss, wir benötigen dringend...“, brachte der Eldar-Offizier noch heraus, bevor auch diese Kommunikation zusammen brach.
„Wir müssen dringend eingreifen, bevor die Flotte vernichtet ist“, kommentierte Uriel noch als ein weiterer Eldar zu ihr und Tar´wik trat.
„General. Ihr Dreadnought ist wieder völlig wiederhergestellt und einsatzbereit“, sagte dieser schnell.
„Trefft alle Startvorbereitungen. Zieht die Truppen zurück und evakuiert sie in das Innere“, befahl Tar´wik ihm daraufhin.
„Sir, was ist mit den übrigen Himmelstruppen?“, fragte der Eldar noch.
„Lasst sie ziehen. Sie werden diese Schlacht ohnehin nicht überleben. Sei es nun hier unten oder dort oben in den Schiffen“, antwortete Tar´wik und der Krieger trat schnell weg. „General Gor´shak. Der Plan hat sich geändert. Treffen sie meinen Dreadnought im All“, gab er dann noch über das Kom-System durch.
„Verstanden“, bestätigte Gor´shak und Tar´wik führte Uriel aus dem Kommandostand, dorthin wo sich sein Kriegsschiff befinden sollte.

Cain jagte Metatron erneut seine Flammen-Kanonen im Strahlen-Modus entgegen während er mit dem Legion zur Seite driftete und dabei einigen gelben Licht-Projektilen aus den Schultern des Sephirs entkam. Der stürmte plötzlich erneut vor und zog dabei einen Schwall seiner Drohnen mit, während Cain ihm lediglich seine Chaos-Strahler entgegen jagen konnte, bevor Metatron seinen Mech packte und durch ein Gebäude schob. Noch ein wenig verwirrt aber nicht weniger wütend als der Erzengel, versuchte Cain den Sephir zu packen und die Situation zu drehen, bevor beide Maschinen auf das nächste Gebäude treffen konnten. Dabei entgingen ihm aber die Drohnen, die nun mit ihren blauen Energie-Strahlen zu Feuern begannen. Cain nutzte jedoch seine Eigenen um sich mit einer Schild-Scheibe zu schützen und wich einem orange-gelben Energie-Strahl des Sephirs nach oben aus, kurz bevor dieser in das nächste Gebäude krachte und mit vollem Schub nach oben hinaus stieß, als dieses von der gewaltigen Wucht des Aufschlags einstürzte. Erneut feuerten die beiden Krieger ihre Waffen-Systeme aufeinander und verfehlten sich dabei, wobei die Projektile gewaltige Einschläge auf der Oberfläche des Planeten hinterließen. Als nächstes formierte Cain seine Drohnen und ließ sie mit ihren roten Energie-Strahlen auf den extrem schnell in Bögen und Richtungswechseln ausweichenden Sephir feuern, bevor dieser seine eigenen Drohen zu beiden Schwertern materialisierte und Cain durch einen Frontalangriff dazu zwang das Selbe zu tun. Mehrmals trafen die Klingen zusammen, während die beiden Mechs in einer Spirale nach oben umeinander kreisten. Erst die Aktivierung der Hauptwaffe des Legions brachte Metatron dazu sich schnell nach hinten, unten fallen zu lassen, so dass der Elementar-Strahl aus allen drei Elementen ihn nur sehr knapp verfehlte. Das gab dem Engel jedoch nun auch eine neue Angriffsbasis, so dass er nun mit dem Schwert zustechen konnte und ganz ohne, dass Cain das verhindern könnte. Allerdings aktivierte Cain schnell den Umkehrschub und verschwand aus der Reichweite seines Gegners, wo er die Schwerter dematerialisierte und alle seine Drohnen zu sich zurück rief. Ein freudiges Lächeln zeigte sich nun bei dem hauptsächlich hasserfüllten Erzengel, als er feststellte, dass die Drohnen mit einem weiteren Materialisierungsprozess begonnen hatten und er Cain tatsächlich so weit getrieben hatte. Dieser schien sich nicht mehr sicher zu sein, ob er den Kampf tatsächlich gewinnen konnte, auch mit der Rüstung, die er nun erneut um den Legion materialisiert hatte. Der Sephir war nun einmal definitiv als Antwort des Himmels auf seinen Legion konstruiert worden und ihm daher sicherlich weit überlegen und auch Metatron durfte dabei als der in Reflexen und Geschwindigkeit weit überlegene Pilot bezeichnet werden, wenngleich sie sich in allen übrigen Punkten ebenwürdig waren.

Nur sehr langsam Verzog sich die Reaktor-Explosion des Götterpanzers und sollte bald wieder einen Schluss darauf zulassen, was mit Ma´ik geschehen war. Aber aus welchem Grund interessierte Abbaddon das überhaupt noch? Ein Dimensionsbewohner war sicherlich nicht in der Lage die Reaktorexplosion eines Götterpanzers zu überleben. Und so wandte der Erzengel sich ab und wollte den Schauplatz gerade verlassen, als ihn plötzlich ein gewaltiger Energie-Strahl verfehlte, der so groß war, dass er nur von der Waffe eines Mechs stammen konnte. Und tatsächlich stieß Ma´iks Avatar von unten aus der Explosion, noch bevor diese völlig beendet war. Noch ein wenig überrascht von dieser Situation enttarnte Abbaddon schnell einen eigenen Mech und verschwand in dessen Cockpit, bevor Ma´ik in der Position für einen weiteren Angriff sein konnte.
„Ich vergas leider deine Fähigkeit Vehikel aus deinem Körper zu extrahieren“, kommentierte Abbaddon die Situation dann wieder ruhig und äußerst zwielichtig, wie man es von ihm gewohnt war. „Aber ich war auch durch die Evakuierung etwas abgelenkt. Das ist nun vorbei“, fügte der Erzengel nun noch an, sehr zu Ma´iks sichtbarer Verwirrung. „Mein Meister hat bereits mit dem Angriff auf eure Raumflotte begonnen und dann wird dieser Planet vernichtet werden“, sprach Abbaddon noch, bevor er dem Eldar seinen Wasser-Schneider entgegen feuerte und diesen schnell zu einem Ausweichmanöver zur Seite zwang. Zeitgleich hatten sich die Wisps des Avatars genau vor ihm platziert und bildeten eine einzige Fläche mit der er einen gewaltigen blauen Energie-Strahl auf den Engelsmech jagte, der ihm einfach zur Seite auswich und dann in einem Bogen weiter diesem Weg folgte als Ma´ik den Strahl hinter ihm her schwenkte.
„Die Flotte. Ich muss ihr schnell zu Hilfe kommen“, stellte der Eldar-General nun wieder fest und wandte sich von Abbaddon ab, der schnell von oben auf den Avatar herab stürzte und ihn packte. Da er dies genau dann tat, als Ma´ik die Triebwerke aktiviert hatte, gerieten sie beide in einen unkontrollierten Sturz-Flug und krachten durch mehrere Gebäude, bevor sie endlich auf einem größeren freien Gelände zum stehen kamen. Dort verpasste Ma´ik dem Gegner schnell einen Faustschlag und einen Stoß, so dass er selbst in der Lage war seinen Mech wieder aufzurichten, während der von Abbaddon einige Meter zurück taumelte. Mittlerweile waren die Wisps auch bei dem Avatar angekommen und formierten sich wieder um ihn, während Ma´ik bereits die Waffensysteme des Mechs vorbereitete.
„Du weißt dass ich nicht zulassen kann, dass du deinen Rassengenossen zu Hilfe eilst“, kommentierte Abbaddon noch ruhig, bevor er selbst alle seine Waffensysteme hoch fuhr.
„Und wie hattest du vor mich zu erledigen? Ich dachte du wärst ein Attentäter? Wie kommt es dann, dass ich alle deine verborgenen Hinterhältigkeiten bereits kenne?“, fragte Ma´ik den Erzengel dann noch.
„Wenn du dieser Ansicht bist Dimensionsbewohner, dann greif mich einfach an“, antwortete Abbaddon darauf und verwirrte den Eldar kurzzeitig, bevor er tatsächlich seine Waffensysteme abfeuerte und hoffte, dass er nichts übersehen hatte.

Das Feuer war bereits eröffnet worden als Gor´shak mit dem Kreuzer in den Orbit aufgestiegen war. Projektile und Strahlen aller möglicher magischer Elemente und Waffensysteme der Community-Spezies wechselten sie Seiten und hinterließen unterschiedlich große Explosionen im All, die man sogar von dem Kreuzer aus sehen konnte. Und das obwohl er noch äußerst weit von der eigentlichen Schlacht entfernt war. Und tatsächlich sollte Tar´wiks Dreadnought wie von diesem angekündigt nach einiger Zeit neben den Kreuzer stoßen, was Benni kurz sehr stark erschreckte, denn der Anblick eines Dreadnoughts aus dieser geringen Entfernung war durchaus erschreckend.
„Dies ist eine allgemeine Nachricht an die Flotte. Hier spricht General Tar´wik, ich übernehme hiermit auf Anordnung des Nexus das Kommando“, konnten nun auch Gor´shak und Benni über das allgemeine Kommunikations-System hören, während die Schlacht selbst sehr schnell näher kommen sollte. Plötzlich fegte ein blauer Flammenstrahl an dem Kreuzer vorbei, bevor ein gewaltiges Lichtprojektil in die Schilde des Dreadnoughts schlug.
„Falls wir überhaupt lange genug leben“, antwortete Gor´shak nun auf Tar´wiks Durchsage obwohl der ihn wahrscheinlich gar nicht hören konnte. Im gleichen Moment fegten einige Community-Jäger, scheinbar von den Mo´ok, dicht über die Oberseite des Kreuzer. Entsprechende Exemplare des Himmels folgten nur wenig später und nahmen die der Mo´ok noch im Sichtfeld der Brücke mit Energie-Gattlings unter Feuer.
„Gor´shak, wir werden uns an dieser Stelle trennen. Du wirst einen Teil der Eldar-Flotte an der rechten Flanke versammeln und einen Gegenangriff starten. Laut Uriel sind sie die einzigen, die der Himmelsflotte noch permanenten Schaden zufügen können“, gab Tar´wik nun durch das Kom-System durch.
„Und was wirst du tun?“, fragte Gor´shak nur wenig von dem Vorschlag begeistert dagegen.
„Ich werde mit meinem Schiff und den Community-Truppen versuchen so lange wie möglich durchzuhalten“, antwortete Tar´wik und beendete die Diskussion indem er das Schiff einfach abdrehen ließ und auch Gor´shak folgte der ihm zugeteilten Aufgabe, indem er den Kreuzer in die Gegenrichtung abdrehen ließ. „Die Hauptwaffe abfeuern!“, befahl Tar´wik noch und tatsächlich startete das Schiff seinen gewaltigen rot-grün-gelben Energiestrahl aus seiner Frontseite und vernichtete mehrere Feindschiffe mit nur einem einzigen Schuss und auf eine gewaltige Entfernung. Allerdings waren jetzt auch die anderen Himmelsschiffe auf den Dreadnought aufmerksam geworden und nahmen ihn auf die Entfernung unter Feuer, konnten allerdings nicht viele Treffer landen, da das Schiff zu weit entfernt war und sich aus Sicht der Himmelsarmee seitwärts bewegte. Derweilen wich der Kreuzer mit Gor´shak und Benni an Bord einem Schlachtschiff der Volcano aus, dass zuvor von den Waffen der Himmelsarmee durchlöchert worden war und nun brennend im All trieb, bevor es selbst die Stalkers in die feindlichen Reihen feuerte.

Auch wenn der Legion mit seiner Rüstung gewaltiger wirkte als der Sephir, so wusste Cain, dass dieses Bild eine Täuschung war. Er wusste wie viel überlegener ihm dieser Mech war und er wusste auch, dass er dringend und so schnell es ging einen Plan brauchte. Bis er den allerdings hatte jagte er direkt einen Flammen-Strahl auf Metatron und schlug mit einer gigantischen Chaos-Klinge zu, was den Erzengel dazu zwang schnell nach oben zu weichen. Der konnte jedoch lediglich lachen, während er weiter nach oben stieß und dabei durch seitliches Driften drei Feuerkugeln, zwei Eisdisken und einem Chaos-Strahl entkam, sowie immer wieder kurze Feuerstöße mit gelben Licht-Projektilen abgab, die ihr Ziel allerdings meist um einige Längen verfehlten.
„Endlich wird es soweit sein. Endlich werde ich die Rache erhalten, die ich schon damals hätte erhalten sollen!“, lachte der Erzengel, während sein Mech langsam den Planeten-Orbit erreichte. Zeitgleich gingen die Drohnen des Sephirs vor diesem in Stellung und ließen ein gewaltiges Sperr-Feuer aus blauen Energie-Strahlen auf den Legion los, der sich schnell mit Chaos-Schilden schützte und diese dann in sechs Pfeilförmigen Strahlen auf den Sephir jagte. Dieser stürmte schnell vor und materialisierte beide Schwerter, wobei die Chaos-Strahlen genau an dem Mech vorbei fegten. Als Metatron jedoch zuschlug, fing Cain die Schwerter mit Chaos-Klingen an den Armen des Legions ab, wobei ihn die Wucht des Sephirs Rückwärts, in ein Uagui-Schiff und damit mitten in die Raumschlacht schob.
„Kannst du es schon fühlen? Merkst du schon, wie dein Ende immer näher rückt?“, fügte der Erzengel dann noch an, bevor der Dämon eine Flammenschockwelle frei setzte und Metatron so zurück zwang. Der nutzte aber lediglich die nächste Möglichkeit und feuerte die orange-gelben Strahlen aus den Hüftkanonen auf den Legion ab, der sich lediglich erneut durch Chaos-Schilde schützen und eine Reihe spitzer Eis-Projektile auf den Sephir jagen konnte, als die Strahlen nicht mehr das geringste von dem Uagui-Schiff übrig gelassen hatten.
„Ich habe ganz bestimmt noch nicht vor abzutreten!“, antwortete Cain auf Metatrons letzte Aussage und setzte mit unzähligen kleinen Feuerbällen nach, die er aus der Handfläche seines Mechs feuerte, aber Metatron wich ihnen in einem großen Bogen aus und landete auf einem Volcano-Dreadnought, wo sich alle Drohnen um den Mech versammelten.
„Ich glaube, dir ist nicht im Geringsten bewusst, zu was ich und der Sephir tatsächlich fähig sind“, kommentierte Metatron, während die Elementar-Flügel zusammen brachen und die Drohnen die sie bildeten ebenfalls einen neuen Standort einnahmen. Dort begannen sie sich zu dematerialisieren, als Energie um den Sephir anzuordnen und neu zu formen, wobei sie nach einem kurzen Rematerialisierungs-Prozess eine Form hatten, die Cain sowohl überraschte, als auch schockierte, denn er wusste dass er keine Chance gegen diese neue Form seines Gegners hätte, wenn er bereits jetzt schon Probleme hatte.

Gewaltige Energiestrahlen schlugen rund um Abbaddons Mech ein und rissen gewaltige Krater in den Boden. Noch gewaltigere Explosionen umschlossen die Maschine des Erzengels und ließen keinen Schluss auf dessen Verbleib mehr zu. Erst nach deren Ende konnte Ma´ik seine erschreckende Feststellung treffen. Und die war, dass die Stacheln nicht nur Strahlenwaffen waren, sondern auch zur selben Zeit Drohnen, ähnlich wie seine Wisps oder die von Cains Legion, wobei Abbaddon sie wahrscheinlich lieber mit denen von Metatrons Sephir verglich. Diese Drohnen hatten sich um den Mech platziert und Kugelschilde geschaffen um die Maschine zu beschützen. Und was viel schlimmer war, war dass sie nun diese Formation in einem sehr zufälligen Muster auflösten und auf den Avatar zu stürmten. Dieser platzierte schnell seine Wisps in die Schussbahn der Energiestrahlen und wich schnell nach oben als sie einschlugen und die sechseckigen Drohnen des Generals einfach zur Explosion brachten. Ganze fünf Wisps wurden auf diese Weise vernichtet, bevor Ma´ik fähig war seinen Mech durch die Strahlen zu manövrieren.
„Du dachtest du würdest alle meine Tricks bereits kennen. Du hast nicht die geringste Ahnung“, lachte Abbaddon nun überlegen, während er kurz Energie-Schilde mit Hilfe seiner Drohnen schuf und sich dann in die Luft erhob, während blaue Energie-Strahlen der Wisps in seine Schilde und zwei gewaltige rot-blaue Ionen-Strahlen in den Boden krachten, bevor er selbst das Feuer mit dem Wasser-Schneider eröffnete und mit der Chaos-Kanone nachsetzte. Allerdings war Ma´ik mit zwei kleineren Seitenbewegungen ausgewichen und raste besonders an dem Chaos-Strahl noch dicht vorbei während er bereits eine Energie-Klinge an seinem Arm aufbaute und zuschlug als es möglich war. Abbaddon wich allerdings zurück und feuerte erneut seine Chaos-Kanone vergeblich ab, während Drohnen den Avatar bereits von beinahe allen Seiten unter Feuer nahmen. Der Eldar verstand es jedoch darauf zu reagieren indem er schnell weiter nach oben stieß und so schnell beschleunigte, dass die Drohnen ihm nicht einfach folgen konnten. Stattdessen folgte ihm Abbaddon, der ihn zunächst mit dem Wasser-Schneider unter Feuer nahm und dann mit seinen eigenen Energieklingen zuschlug, aber auch nur auf die des Avatars traf. Plötzlich aktivierte Ma´ik die Haupt-Kanone seiner Maschine und setzte die übrigen Partikel-Waffen ebenfalls ein. Abbaddon blieb lediglich der kurze schockierte Blick, als der rot-gelb-blau-farbene Partikel-Strahl über ihn hinweg fegte, ebenso die unterschiedlich gefärbten Strahlen der übrigen Waffensysteme.

Das Schiff der Echsen wesen hatte keine Chance als der hellblaue Strahl eines Himmels-Schlachtschiffs einfach durch seine Front schlug. Zunächst driftete das brennende Schiff noch ein Stück, kippte dann ein wenig nach unten und verging dann in einer gigantischen Explosion die auf viele kleinere aus dem Inneren folgen sollte. Ein anderer Kreuzer der Echsen-Wesen feuerte seine türkis-grünen Energie-Projektile ab, richtete aber nicht den geringsten Schaden an dem Himmelsschiff an. Ebenso wenig der Insektoiden-Dreadnought mit seinen giftgrünen Strahlen dahinter. Plötzlich stieß ein weiteres Himmelsschiff, ein Dreadnought, hinter den Linien hervor und jagte einen noch größeren Lichtstrahl über den der Insektoiden und zerriss diesen einfach, während mehrere blaue Feuerbälle aus kleineren Seiten-Geschützen den Kreuzer der Echsen-Wesen mit Explosionen überzog. Eine größere Explosion brach das Schiff in zwei Hälften, während der Eldar-Kreuzer mit Gor´shak an Bord darüber hinweg fegte. Dahinter sollte recht bald der Dreadnought von Tar´wik folgen, der eine gute Position vor einem Mo´ok-Schiff bezogen hatte, dessen Tachyon-Schneide-Strahl sich mittlerweile ebenfalls als nutzlos gegen die goldenen Panzer der Engel erwies.
„Die Schiffe die mit Insektoiden, Amphibien und Mo´ok-Technologie ausgerüstet sind, ziehen sich umgehend zurück! Alle übrigen Dreadnoughts und Titanen bilden eine Abwehrlinie! Kreuzer und Fregatten formieren dahinter neu und rücken anschließend vor! Die Eldar-Truppen, die nicht für den Angriff eingeteilt wurden, formieren sich um mein Schiff!“, rief Tar´wik im Befehlston, während mehrere Feuerbälle in die Schilde seines Schiffes schlugen und ein Himmels-Mech plötzlich auf die Brücke zuraste, der allerdings von einem brennenden Uagui-Kreuzer weggerissen wurde, der von oben in einen Heaven-Fregatte krachte.
„Richtet die MX44 auf folgende Koordinaten“, gab er dann an seine Besatzung durch und gab einige Daten ein, die in der Holographischen Ansicht die Schwenkbahn der Waffe zeigten. Und genau darüber sollte der gewaltige rot-gelb-grüne Energie-Strahl des Dreadnought schwenken und mehrere Himmels-Schiffe in den Tod reißen. Anschließend nahmen die Hadron-Haubitzen ein silbernes Kugel-Schiff unter Feuer, dass zuvor mit seinem weiß-grauen Strahl den Flügel eines Echsen-Insekten-Hybriden-Dreadnoughts abgerissen hatte, und riss mehrere gewaltige Löcher in das Kugel-Schiff, das nun ebenfalls ins Driften geriet und gegen einen anderen Himmels-Dreadnought krachte. Nachdem der langsam in zwei Teile zerbrochen war, vergingen beide Schiffe letztendlich in einer nicht zu unterschätzenden Explosion, die sogar noch einige Trümmer in die Schilde der umliegenden Schiffe schleuderte. Ebenso nahmen einige Photonen- und Plasma-Kanonen einen von vorne anstürmenden Kreuzer unter Feuer und rissen dessen Antriebsaggregat aus dem Rest des Schiffes. Erst als ein gigantischer goldgelber Strahl den Dreadnought nur sehr knapp verfehlte, aber stattdessen einen großen Teil der Schiffe rechts von diesem vernichtete schien sich die Situation wieder umzukehren, die sich scheinbar kurzzeitig verbessert hatte.

Während Tar´wik mit dem Dreadnought versuchte die Flotte ein wenig zu ordnen und strategisch sinnvoll einzusetzen, flog Gor´shak mit dem Kreuzer weiter und dicht unter einem gewaltigen Volcano-Titan vorbei, der gerade sein gewaltiges Magma-Ball-Geschütz in einen Dreadnought des Himmels gejagt hatte und nun mit seinen kleineren Magma-Kanonen auf zwei Kreuzer seitlich von ihm feuerte wobei er alle drei Schiffe mit weniger oder mehr Treffern restlos vernichtete. Noch während der Kreuzer sich unter dem Titan befand, rasten ein Mo´ok Bio-Mech und ein Greifen-Wesen dicht an der Brücke vorbei, wobei der Mo´ok den Greifen mit mehreren Tachyon-Strahlen unter Feuer nahm. Direkt darauf krachten unzählige weiß-gelbe wie Pfeile geformte Strahlen, die scheinbar von einem goldenen Kugel-Schiff des Himmels stammten in den Gesteins-Titanen und zerrissen dessen Unterseite, verfehlten aber den Kreuzer mit Gor´shak und Benni an Bord, so dass er ohne Schwierigkeiten in den freien Raum zurück kehrte, bevor der Steintitan in Stücke gesprengt wurde. Benni war während alle dem längst nicht mehr ansprechbar. Er krallte sich lediglich voller Angst an die Absperrungsstange und hoffte darauf, dass ein Wunder geschehen und er das alles überleben würde, wenngleich er nicht die geringste Ahnung hatte wie das aussehen sollte. Plötzlich flog ein gewaltiges Schlachtschiff der Himmelsarmee von unten in den Weg des Kreuzers und nahm es mit seitlich montierten Licht-Projektil-Waffen und Feuerball-Geschützen unter Feuer, verfehlte den schnellen Kreuzer der Ma´ik gehörte aber knapp als dieser an oben wich und knapp an dessen Front vorbei flog.
„Wie weit noch bis wir unseren Treffpunkt erreichen?“, fragte Gor´shak schnell bevor der fehlgeleitete Strahl einer Himmelsfregatte in die Schilde des Kreuzers einschlug und ihn einmal stark durchschüttelte. Keine Sekunde darauf schlugen mehrere Graviton-Projektile von einem Eldar-Dreadnought in das Himmelsschiff ein und generierten eine so starke Gravitation, dass es einfach zerriss.
„Falls keine weiteren Hindernisse erscheinen, wird die Flugzeit noch fünf Minuten betragen“, antwortete ein Brückenoffizier des Kreuzers, während plötzlich drei Fregatten der Himmelsfraktion die Verfolgung aufnahmen und dem Schiff auch durch einen sehr kleinen Spalt zwischen zwei seitlich zueinander gerichteten Dreadnoughts des Himmels und der Kashiri verfolgten. Plötzlich schlug ein dünner blauer Energiestrahl von einem Eldar-Schiff in Schlachtschiffgröße durch eine der Fregatten und sägte sie in zwei Hälften, bevor mehrere Photonen-Projektile von einem noch etwas größeren Schlachtschiff die übrigen beiden Verfolger erledigten. Kurz darauf schlossen sie sich dem Kreuzer an und folgten ihm, ebenso viele weitere Eldar-Schiffe, die den Treffpunkt versuchten zu erreichen.

Tatsächlich hatte der Sephir eine goldene Rüstung aus seinen Drohnen erschaffen, die den Mech nicht nur massiver, sondern auch weit gefährlicher wirken ließ als zuvor. Tatsächlich hatte Cain dieses Mal ein eigenartiges Gefühl, dass er lediglich als Angst oder Furcht definieren konnte. Es war keine Furcht vor dem Sephir und schon gar nicht vor Metatron. Es war eher die Angst zu versagen und diese Dimension nicht vor ihm beschützen zu können, denn dies stand zum ersten Mal seit Cains Existenz wirklich ernsthaft zur Möglichkeit und das ohne, dass der Dämon sich wirklich in eine Situation befand, die sein Leben bedrohte.
„Jetzt fühlst du es auch, nicht wahr, Erzdämon Cain? Jetzt fühlst du wie auch deine Stärke an ihre Grenzen stößt“, lachte Metatron, während nun er überlegen die Arme seines Mechs verschränkte und langsam in die Richtung des Legions schwebte. Was sollte Cain jetzt tun? Sollte er den ersten Angriff starten oder sollte er warten bis Metatron das für ihn übernahm? „Ja, du willst es nicht wahr haben. Das kann ich verstehen, aber letztendlich wirst du nicht an der Erkenntnis vorbei kommen, dass ICH der große Erzengel Metatron DIR armseeligen Stück Dämonendreck bei weitem überlegen bin“, führte der Erzengel noch weiter aus und schien sich kampfbereit zu machen, denn er löste die Arme seines Mechs wieder. Und überhaupt, worüber dachte Cain so lange nach? Dieses Wesen hatte zuvor noch versucht Natasha zu töten. Er hasste diesen Erzengel.
„Ich werde dir beweisen, dass du falsch liegst“, antwortete er dann erstaunlich ruhig und gefasst, bevor er wütend schreiend mit aktiven Chaosenergie-Klingen auf den Sephir zustürmte, der schnell selbst zwei Energieklingen schuf und die des Legions problemlos und lautstark lachend abfing.
„Ich liege niemals falsch. Ich bin ein Erzengel“, antwortete er dann und stieß Cain zurück um ihn dann mit einer gewaltigen blauen Energie-Sichel anzugreifen, die den Legion zwar verfehlte, aber den Mo´ok Dreadnought dahinter einmal in zwei Hälften zerteilte. Und während dieser explodierte jagte Cain seinem Gegner drei Feuerkugeln und einen Chaos-Strahl entgegen, der diesen einfach mit Lichtkugelschilden abfing und diese zunächst als fünf Speere neuordnete nur um sie dann einzeln auf Cain zu jagen. Und obwohl Cain den ersten dreien ohne Probleme entkommen konnte, musste er dennoch Chaos-Schilde zu Hilfe nehmen um die anderen beiden abzufangen. Während dessen schlugen die drei Lichtspeere in jeweils ein Community-Schiff, wobei sie jedes davon zunächst mit einem dichten Geflecht aus Lichtenergie überzogen und es erst dann zur Explosion brachten. Cain wich jedoch weiter nach hinten und deckte seinen Rückzug mit Chaos-Projektilen aus der einen und Kälte-Projektilen aus der anderen Hand seiner Maschine, während er sich Deckung hinter einem Himmels-Trägerschiff suchte, dass gerade seine blaue Strahlen-Waffe durch einen kleineren Volcano-Kreuzer gejagt hatte. Schockiert musste Cain jedoch feststellen, dass Metatron, anders als er selbst, nicht davor zurück schreckte das Schiff seiner eigenen Fraktion mit einer gewaltigen blauen Energie-Klinge, die selbst den bisherigen Rekord des Dämons in dieser Form seines Legions weit übertraf, in zwei Hälften zu zerteilen und das genau dort wo Cain sich befand. Dennoch war es dem Dämon möglich mit einem schnellen Seitwärtsschub zu entkommen und sich mit einer eigenen Energie-Klinge auf seinen Feind zu stürzen, wobei er zwischen den auseinander driftenden Hälften des Himmelsschiffs hindurch fliegen musste. Metatron verstand es jedoch bestens diese Klinge abzufangen indem er sich mit dem Arm seines Sephirs den des Legions packte und von sich fern hielt. Ebenso tat er dies, als Cain versuchte mit einer von Flammen umschlossenen Faust des anderen Arms zu zuschlagen.
„Du bist so erbärmlich! Ein wertloses Wesen in einem wertlosen Universum!“, schrie Metatron noch aus bevor er die Füße seines Sephirs mit Energie-Klingen versah. „UND ICH WERDE DICH VERNICHTEN!“, fügte er dann noch schnell an, bevor er mit beiden Klingen zustach. Aber Cain verstand es diese Aktion für sich zu kopieren und seine eigenen Energie-Klingen um die seines Feindes abzufangen.
„Nein. Ich werde es sein der dich VERNICHTET!“, schrie nun Cain aus und sehr plötzlich auf eine sehr ruhige Stimme folgen. Und mit seinem wütenden Schrei begann er den Legion in Flammen zu Hüllen und seine Triebwerke auf vollen Schub zu stellen. Und obwohl Metatron es schaffte seinen Sephir ebenfalls mit blauen Flammen zu umschließen, so konnte er nicht die reißende Wirkung von dessen Triebwerken abfangen und wurde nach hinten geschoben.

Noch ein wenig verwirrt musste Ma´ik feststellen, dass keines seiner Waffensysteme auch nur den geringsten Schaden an dem Mech seines Feindes hinterlassen hatte. Der hatte einfach eine Schildkugel erschaffen ohne die Hilfe seiner Drohnen, die er nun einfach wieder auf den Avatar jagte. Der wich allerdings schnell nach oben und entkam den Energiestrahlen, während Abbaddon ihm den Wasserscheider und direkt darauf die Chaos-Kanone seines Mechs entgegen jagte. Aber auch diese Strahlen verfehlten ihre Ziele, als Ma´ik in einem großen Boden zur Seite folg und seine Wisps um den Avatar anordnete. Tatsächlich sollte sich, wie schon im letzten Gefecht gegen diesen Erzengel, eine Art Rüstung um den Mech gebildet werden, die vergleichbar war mit der des Legions oder des Sephirs. Und Ma´ik sollte sie direkt nutzen um einen Blitz, sowie drei Energie-Bälle auf den Mech von Abbaddon zu jagen, der jedoch einfach auf eine ähnliche Weise in einem Bogen auswich und erneut mit Hilfe seiner Drohnen einige Energiestrahlen auf den Avatar abfeuerte. Aber Ma´ik erschuf einfach eine Schildkugel um sie abzufangen und setzte einige Energie-Strahlen nach die sogar vier mal in einem rechtwinkligen Bogen Abbaddons Mech folgten, als er versuchte zu entkommen.
„Jetzt ist der Zeitpunkt also gekommen dir den letzten großen Trick zu offenbaren“, kommentierte Abbaddon, während seine Drohnen schnell zu seinem Mech zurück kehren und sich noch im Flug neu anordneten.
„Das werde ICH nicht zulassen“, kommentierte Ma´ik in Anlehnung an Abbaddon selbst, als er eine größere Energie-Kugel schuf und sie dem Erzengel nachjagte. Und obwohl der gerade seine Drohnen dematerialisierte und neuordnete, war es dem Erzengel möglich mit dem Mech zur Seite zu weichen, so dass die Energie-Kugel in den Planeten anstatt in ihn einschlug und eine gewaltige Explosion von mehreren Hundert Metern entfachte. Egal wie sehr Ma´ik sich anstrengte, es war ihm nicht möglich zu verhindern, dass Abbaddon sich ebenfalls eine Rüstung schuf, die ihm wahrscheinlich die Kontrolle einiger Elemente ermöglichen würde. Es blieb nur heraus zu finden welche das sein würden.

Langsam aber sicher versammelten sich die Eldar-Schiffe um den Kreuzer von Gor´shak, der den Treffpunkt erreicht hatte und von dort aus mit seinem gelb-Weisen Partikel-Strahl, der Hauptwaffe des Kreuzers, in die Reihen der Himmelsarmee feuerte. Gewaltige Explosionen zeigten das Ableben mehrerer Schiffe an, bevor gewaltige gelbe Strahlen von einem der goldenen Kugelschiffe über das kleine Schiff hinweg fegten und es verfehlten. Allerdings waren die Schwierigkeiten von Tar´wik und Uriel weitaus schwerwiegender, denn gerade in den Reihen der Community-Schiffe wurden mehrere von den Strahlen dieses Kugelsschiffes durchschlagen und hinterließen lediglich gewaltige Explosionen.
„Sofort alle Wisps starten und in Verteidigungsmodus versetzen. Hadron-Haubitzen ausrichten“, befahl Tar´wik während ein Himmelsbomber an dem Brückenfenster vorbei raste und dabei eine Ladung in die Schilde abfeuerte. „Über welche Arten von Defensiv-Maßnahmen verfügen diese Schiffe, wenn sie ihre adaptive Panzerung verloren haben?“, wandte er sich dann schnell Uriel zu, die neben ihm stand.
„Über gar keine“, antwortete sie dann noch, während Tar´wik die Information bereits verarbeitet und umgesetzt hatte.
„Bringt die Schiffe der Insektoiden und Amphibien hinter uns in Position. Sie sollen uns als Artillerie unterstützen. Die Schiffe der anderen Community-Rassen bilden die zweite Linie. Die konzentrieren sich darauf so viele dieser Panzerungen zu vernichten, wie es ihnen möglich ist, bevor sich ihre Panzer anpassen. Die vorderste Front bilden wir mit den Eldar, die Titanen immer nach vorne“, erklärte der General dann seinen Plan, während einige blaue Feuerbälle eines Himmelskreuzers in die Schilde des Dreadnoughts schlugen, direkt gefolgt von einigen Lichtstrahlen, die von einem Kreuzer und einer Fregatte stammten, kurz bevor sie im Geschützfeuer des Dreadnoughts zerrissen wurden. Weitaus schwerwiegender jedoch sollte der Weise Energiestrahl eines silbernen Kugelschiffes werden, der das gigantische Schiff mit seiner gewaltigen Kraft sogar kurzzeitig drohte außer Kontrolle zu bringen. „Hadron-Haubitzen abfeuern!“, rief Tar´wik anschließend aus, als die gewaltigen Partikel-Projektile abgefeuert wurden und ganze Stücke in das Kugelschiff rissen, bevor das letzte der vier es ganz sprengte. Kurz darauf sollte Uriel beobachten, wie einer der Himmelstitanen vor rückte und eine gigantische Licht-Waffe abfeuerte, die sich in unzählige kleine Projektile aufteilte und ihre vernichtende Wirkung sogar noch auf eine größere Fläche ausdehnte. Kleinere Explosionen durchzogen die Flotte, allerdings waren größere Schiffe problemlos fähig diese Waffe zu überstehen. Anders ein weiterer Titan der Himmelsarmee, der gerade von Tar´wiks gewaltigem Hauptgeschütz durchstoßen wurde und von da an ohne Antrieb und jede Energie durch den Raum driften sollte.

Verwirrt stellte Metatron fest, dass sie beide mehrere Lichtjahre durch den Raum geflogen waren und nun gegen einen Asteroiden gekracht waren. Tatsächlich befanden sie sich sogar in einem ganzen Asteroidenfeld, das sich sogar noch in Sichtweite der Raumschlacht und des Nexus befand. Aber das interessierte momentan weder Metatron noch Cain wenig, denn letzterer schuf nun zwei weitere Chaos-Energie-Klingen von gewaltiger Größe und schlug vertikal mit ihnen zu. Metatron fing jedoch die Arme des Legions mit denen seines Sephirs ab und hielt sie von sich fern, während er versuchte sich auf dem Asteroiden wieder aufzurichten.
„Du Trottel hast mich in eine perfekte Umgebung bracht“, lachte Metatron dann noch und schien den Dämon kurzzeitig zu verwirren, bevor sich der Sephir mit dem Gestein umhüllte in dem der steckte und es nicht nur wie eine Rüstung auf der Rüstung nutzte: Im selben Moment bildete sich eine Steinsäule aus dem Asteroiden die den Legion frontal traf und nach Hinten zurück schleudern sollte. Möglich konnte das nur durch das Erdelement sein, dass der Sephir zusätzlich zu Energie, Licht und Kristall beherrschte.
„Das macht nichts. Ich mich selbst auch“, antwortete Cain ruhig und erschuf eine rote Flammenkugel und jagte sie auf den Sephir, der sich hinter einem der Asteroiden versteckte und schnell Kugelschilde aufbaute, bevor eine riesige Explosion diesen und einige weitere umliegende Felsen vernichtete. Metatron kam durch seine Schilde unbeschadet davon und ließ ein Feuerwerk aus Lichtspeeren und Energiebällen auf den Dämon los, der sich schnell nach oben hinter einen anderen Asteroiden zurück zog und diesen mit einer gewaltigen Chaos-Klinge durchtrennte, als der Erzengel sein Erdelement nutzte um den Stein so zu verformen, dass er den Legion hätte darin einschließen können. Anschließend fing er mehrere Klingenschläge des Sephirs ab und führte zwei Eigene aus, bevor sie erneut in einem Kräftemessen verharren sollten.
„Du bist schon so gut wie besiegt und dennoch kämpfst du weiter“, stellte Metatron fest. „Aber letztendlich wirst du den Sieg der Himmelsarmee nicht verhindern können!“, fügte er dann noch hinzu und stieß den Legion zurück um ein gigantisches Geflecht aus Kristallen auf den Legion zu jagen, dass sich diesem schnell näherte.

Mit großer äußerer Ruhe saß der Untergott auf seinem Thron im Zentrum der Brücke seines kleinen Kommando-Schiffes und betrachtete sich das gewaltige Schauspiel der Zerstörung durch dessen Fenster. Innerlich freute er sich wie ein kleines Kind bei dem Anblick der sich ihm bot, aber er musste den Anschein des allmächtigen Untergottes wahren, auch wenn er Chaos und Zerstörung über alles liebte. So auch als eine gewaltige blaue Flammenkugel in einen Kristallwesen-Titan einschlug und ihn zersplitterte. Ebenso als ein Kristall-Projektil durch einen Kashiri-Dreadnought schlug und darin nicht nur stecken blieb, sondern das Kampfschiff auch sehr schnell darauf in Kristall einschloss. Dagegen war die Vernichtung eines Himmelskreuzers durch Eldar-Bomber äußerst unbedeutend, auch wenn sie sich direkt von seinem Schiff ereignete.
„Meister Ra. Ein Teil der Feinde beginnt sich abseits der Flotte neu zu formieren“, sprach plötzlich einer der Engel auf der Brücke den Gott an.
„Ignoriert diesen lächerlichen Haufen und leitet die nächste Phase sein“, antwortete Ra und der Himmelskrieger bestätigte, woraufhin sich zusätzlich zu den Schiffen noch Himmelsdrachen einfanden und das Feuer eröffneten. Dabei schlugen mehrere Strahlen durch Community-Schiffe und brachten sie einfach zur Explosion. Das war also die nächste Phase des Angriffes, der die Flotte des Himmels um weitere mächtige Kampfwesen erweiterte. Plötzlich krachte ein Kashiri-Mech gegen eine Fregatte direkt neben dem Kommando-Schiff, der sich mit einem Greifen-Wesen angelegt hatte.
„Wie lange werden die Panzerungen noch bis zu völligen Immunität benötigen?“, fragte der Untergott dann noch, während ein Magma-Projektil über das kleine Schiff hinweg fegte und in einen Kreuzer einschlug.
„Das ist schwierig zu beantworten, Meister Ra. Es kann sich aber nur um einige Zyklen handeln“, antwortete ein anderer Himmelskrieger auf der Brücke. Aber obwohl die Antwort nicht das war, was der Gott sich erhofft hatte, so war er sich seines Sieges dennoch sicher. Er wusste, dass ihm das jetzt niemand mehr nehmen konnte.

Cain wusste sich nicht mehr weiter zu helfen als die Elementar-Form seiner Maschine zu aktivieren weshalb er schnell schnell die Stacheln der Rüstung startete und formierte sie um den Legion, bevor der Kristall über ihn hinweg fegte und in sich einschloss. Allerdings nicht für sehr lange, denn plötzlich sprengte etwas das gewaltige kristalline Gebilde von innen heraus. Teils nicht zu unterschätzende Trümmer folgen um den Sephir des noch recht schockierten Metatrons, verfehlten ihn aber um Längen, während die Elementar-Form des Legions erschien und direkt einen Asteroiden mit der Hand abfing, bevor er mit dem Gebilde aus elementarer Energie kollidieren konnte.
„Nun ist der Punkt also erreicht, an dem wir alle unsere Kräfte in diesem Kampf einsetzen werden“, stellte Metatron lediglich fest und zerteilte den Asteroiden schnell mit einer riesigen Energieklinge, als Cain ihn als Wurfgeschoss verwendete. „Und ICH werde es sein, der sich als überlegen heraus stellen wird!“, fügte er dann wütend an und umschloss seinen Sephir mit einer Aura aus seinen vier Elementen, bevor er seine Elementar-Form bildete. Diese erinnerte an Kopf und Flügeln tatsächlich ein wenig an einen Vogel und auch die Klauen-Hände und Füße glichen denen eines Raubvogels. Dennoch war die Form immer noch sehr grob und ließ eine Reihe anderer Interpretationen offen, wobei es sich hierbei um die Wahrscheinlichste handelte. Außerdem war die Form noch ein Stück größer als die des Legions, so dass sie dessen folgenden Faustschlag einfach ohne größere Mühen mit dem Arm abfangen konnte. Anschließend verpasste er Cain einen Tritt und schleuderte ihn so gegen einen Asteroiden, während Metatron bereits alle seine Elemente vermischte und eine Kugel daraus erschuf, die größer war als der Sephir selbst. Cain wich schnell zur Seite und jagte einige kleinere Chaos-Strahlen auf den Erzengel. während eine gigantische Explosion hinter ihm das halbe Asteroidenfeld vernichtete.
„Es kommt nicht auf Stärke an, sondern auf das was man daraus macht“, antwortete der Dämon und führte einen weiteren Schlag auf Metatron aus, der ihn erneut einfach abfing und seinerseits einen Schlag versuchte zu landen, den wiederrum der Dämon problemlos abfing. Mehrfach tauschten beide Kämpfer Schläge aus und erreichten eine Abfolge von sechs Schlägen pro Sekunde.

Es war Ma´ik der den ersten Schlag ausführte indem er mit einem Energie-Sperrfeuer auf Abbaddon begann. Der schützte sich jedoch einfach mit einer Chaos-Energiekugel und jagte diese in Form von sechs bogenförmigen Strahlen auf den Eldar, der vor stürmte und sich einfach dazwischen hindurch schlängelte. Anschließend schleuderte er eine besonders große Energie-Kugel auf seinen Gegner, der einfach zur Seite wich und dann ebenfalls mit einer Chaos-Energieklinge vor stürmte. Ma´ik fing diesen Schlag jedoch mit einer eigenen Energie-Klinge ab und versuchte eine Schockwelle aus der anderen Hand abzufeuern, aber Abbaddon wich schnell zurück und gab eine eigene Schockwelle dagegen, so dass beide Angriffe sich aufheben mussten. Auch die Blitze von Ma´ik zeigten keine Wirkung oder verfehlten ihr Ziel, dass sich der Engel sehr bald mit einem blauen Flammenstrahl wehren sollte. Aber auch Ma´ik verstand es dem Angriff auszuweichen und einen weiteren mit einer Schild-Kugel aus Energie abzufangen, bevor er eine besonders große Energie-Klinge schuf und versuchte den Erzengel vertikal zu zerteilen. Aber auch der erschuf eine solche Energie-Klinge und fing den Schlag ab, während er mit dem anderen Arm einen Schlag ins Leere ausführte. Dabei jagte er einige Chaos-Energie-Disken auf Ma´ik, der die erste mit einer Energie-Klinge zur Seite schlagen musste, während die anderen ihn verfehlten, aber dafür ein Gebäude hinter ihm zersägten. Schnell stieg Ma´ik weiter nach oben auf, während ihn die Chaos-Energiekugel seines Feindes und dessen Flammen-Strahl verfehlten. Allerdings zeigten auch Ma´iks dünne blaue Energie-Strahlen keine größere Treffsicherheit, während die beiden Kämpfer langsam den Orbit des gewaltigen Nexus-Planeten erreichten. Mehrfach trafen nun ihre Klingen zusammen, während sie weiter aufstiegen und sich dort erneut mit einer Flammen- und einer Energie-Kugel angriffen. Beide Geschosse trafen dabei zusammen und entfachten eine nicht gerade kleine Explosion, die beide Kämpfer dazu zwang zunächst ein Stück zurück zu weichen und in einem Bogen zur Seite zu fliegen, bevor sie ihren Nahkampf mit Energie-Klingen fortsetzen konnten.
„Du hast dich gut und lange gehalten, für einen Dimensionsbewohner“, kommentierte Abbaddon nun auf seine übliche zwielichtige Art als beide in ein Kräftemessen gerieten. „Aber nun ist es Zeit dir meinen aller letzten Trick zu zeigen“, fügte er dann noch hinzu und wich schnell zurück, wobei er Ma´ik sichtbar verwirrte. Denn die nächste Handlung dieses Erzengels sollte es sein, seinen Mech mit Energie seiner beiden Elemente zu umschließen und diese zu vereinen. Ma ík hatte so etwas bisher nur ein einziges Mal in seiner gesamten Existenz gesehen und das war bei dem Erzdämon Cain.
„Eine Elementar-Form“, stellte er dann analytisch fest, während sich bereits grobe Gliedmaßen und Flügel, sowie ein 100m hoher, grob geformter Humanoider Körper bildeten.
„Jetzt musst auch du anerkennen, wie überlegen die Streitkräfte des Himmels sind und wie wertlos dagegen eure kleine, jämmerliche Existenz“, fügte der Erzengel noch an und schien sich nun sogar ein großmütiges Lachen nicht verkneifen zu können.

Gigantische Explosionen von Drachen-Projektilen rissen ganze Löcher in die Community, bevor endlich der erste Toth-Titan mit einer gewaltigen roten Photonen-Waffe den Kopf von einem der Himmelsdrachen abtrennte. Blut bespritzte dabei kleinere Schiffe und ein silbernes Kugelschiff, während der tote Drachenkörper mit einem Dreadnought kollidierte. Langsam verbog sich das große Schiff und zerriss an seiner Außenseite, bevor endlich die Reaktor-Explosion das Schiff und den Körper des Drachen vernichtete.
„Die Flotte meldet 10% Verluste, Sir“, gab plötzlich einer Eldar-Krieger durch, bevor das Lichtprojektil eines Himmels-Kriegsschiffs in die Schilde von Tar´wiks Dreadnought schlug und das Schiff tatsächlich einmal durchschüttelte.
„Neues Primärziel an alle Eldar-Schiffe unserer Einheit durchgeben. Sie sollen versuchen alle ihre Wisp-Kontroll-Einheiten mit der unseren gleich zuschalten. Dann bildet ihr eine schützende Mauer mit ihnen“, befahl der General, während zwei weitere Licht-Projektile eine Amphibien-Fregatte und einen Kashiri-Kreuzer neben dem Dreadnought trafen und zur Explosion brachten. Keine Sekunde darauf fegte ein Flammen-Strahl durch einen Toth-Titan, der sich noch ein gutes Stück weiter dahinter befand und brachte auch diesen sehr schnell zur Explosion. Zeitgleich raste eine Staffel mittlerer Himmels-Transformer am Panorama-Fenster des Dreadnoughts vorbei.
„Das wird uns nicht helfen. Die goldenen Panzer werden sich bald auf die physikalisch basierten Waffensysteme dieser Dimensionsbewohner eingestellt haben“, antwortete Uriel schnell auf Tar´wiks neuen Befehl und konnte lediglich zusehen, wie ein Greifen-Wesen sich nur ein Stück von dem nächsten Schiff entfernt einen Mo´ok Bio-Mech packte und in der Mitte zerriss. Allerdings stieß nur wenig später ein Volcano-Mech von oben herrab und zertrümmerte den Kopf des Wesen mit seinen gewaltigen Armen und das in einem ebenso blutigen Vorgang wie es der Vorherige gewesen war.
„Aber es wird Gor´shak etwas mehr Zeit verschaffen um den Gegen-Angriff vorzubereiten.“, antwortete Tar´wik wiederrum auf Uriels Aussage und sah zu wie die Wisps sich langsam aufbauten und immer weniger Geschützfeuer der Himmelsschiffe hindurch kam. Und genau in dem Moment indem die Himmels-Drachen sich auf einen weiteren Angriff vorbereiteten, hatten sich die Wisps vollständig platziert, so dass die ersten Elementar-Projektile der Himmels-Drachen lediglich in die gewaltige Mauer aus Eldar-Drohnen trafen. Gewaltige Explosionen ereignen sich hinter der Mauer und drohten sie sichtbar zu jeder Sekunde in Stücke zu sprengen. Tar´wik konnte lediglich hoffen, dass Gor´shak nicht mehr allzu viel Zeit benötigen würde.

Gewaltige Explosionen rissen einen Volcano-Dreadnought in Stücke an dem Gor´shaks Kreuzer gerade vorbei steuerte, als fünf gewaltige Licht-Projektile in ihn einschlugen. Nur wenig später riss ein dünner blauer Energie-Strahl einen nicht zu unterschätzenden Spalt in eine Eldar-Fregatte. die sich dem Zug angeschlossen hatte. Mittlerweile konnte Gor´shak die versammelte Flotte aber bereits erkennen, da störten ihn auch die gewaltigen Kristall-Projektile, die sein Schiff knapp verfehlten nicht. Stattdessen schlugen diese in ein Uagui-Trägerschiff und schlossen es in Kristall ein und das innerhalb von nicht mehr als zwei Sekunden.
„Nur noch eine Minute bis wir den Treffpunkt erreichen“, kommentierte einer der Brückenoffiziere sehr zu Gor´shaks Wohlgefallen, der sich jedoch nicht sehr lange halten sollte. Denn plötzlich schob sich ein gewaltiger Himmels-Titan von unten in die Flugbahn und feuerte mit allen seinen seitlichen Geschützen in die Masse aller Schiffe. Gor´shaks Kreuzer wurde dabei von mehreren Feuerbällen und violetten Energie-Strahlen verfehlt, während ein Schlachtschiff hinten-rechts weniger Glück hatte und im Geschützfeuer zerrissen würde. Aber dann war da immer noch das Problem der drohenden Kollision, das nur durch nach oben reißen der Steuerung gelöst werden konnte. Und wenngleich er sehr knapp an der Oberfläche des gigantischen Schiffs entlang raste, so war es dem Piloten dennoch möglich eine Kollision zu vermeiden. Ein größerer Kreuzer hatte dieses Glück nicht und krachte direkt in das gewaltige Schiff, ebenso viele weitere Eldar-Schiffe.
„Gebt einen neuen Treffpunkt durch. Stalkers abfeuern. Wir brauchen einen Weg an diesem Schiff vorbei“, befahl der Formwandler in Reaktion darauf, während weitere Energie-Strahlen und Kristall-Projektile an dem Schiff in Massen vorbei fegten. Und in genau dem Moment indem die Türme des Titanen in Sichtweite kamen, feuerte der kleine Kreuzer seine Stalkers ab, die sich selbstständig einen der Waffentürme als Ziel suchten. Plötzlich fegte ein gewaltiger blauer Energie-Strahl, scheinbar von einem Eldar-Titanen, über das Heck des Schiffes und trennte es einfach ab. Anschließend sollten unzählige Graviton-Projektile den Rest erledigen, so dass sich eine gigantische Explosion im Heck des kleinen Kreuzers ereignen sollte, der dieser nur sehr knapp entkommen konnte.

Es war völlig klar, dass diese beiden Kämpfer sich hassen mussten, denn sie schrien beide äußerst wütend und lautstark auf, während sie mit aller ihnen möglichen Kraft, die Elementar-Formen ihrer Mechs Schläge und Tritte austauschen ließen und das mit einer Geschwinigkeit von mittlerweile zehn Schlägen pro Sekunde. Er als Cain sich lieber zum Einsatz einer Klinge entschied, endete dieser Gleichstand, denn der Schlag des Dämons zwang den Erzengel tatsächlich zu einem rückwärtigen Ausweichmanöver. Allerdings nutzte der das Manöver auch um Energie aller vier Elemente zwischen seinen Händen zu sammeln und sie als Ball auf Cain zu entsenden, der ihr lediglich so schnell er konnte versuchte nach oben zu entkommen. Dabei erreichte er eine so hohe Geschwidigkeit, dass er nur noch als roter Strahl wahrnehmbar war und sah gerade noch mit an wie eine Explosion das gesamte Asteroidenfeld vernichtete indem diese die Felsbrocken langsam auflöste. Nun zog jedoch Metatron wieder die Aufmerksamkeit des Dämons auf sich, der sich ebenfalls so schnell bewegte, dass er nur noch als blauer Strahl wahrzunehmen war. Mehrfach trafen diese beiden Strahlen zusammen, während sie sich aus dem System heraus bewegten. Nun gingen die beiden Elementar-Formen wieder auseinander und gaben kurz ein Sperr-Feuer aus allen ihren Elementen aufeinander ab, verfehlten sich dabei aber um Längen.
„ICH WERDE MIR DEN MOMENT MEINER RACHE NICHT NEHMEN LASSEN!“, schrie der Erzengel nun aus, bevor er sich erneut auf den Dämon stürzte und dabei die Lichtgeschwindigkeit für einen kurzen Moment sogar noch weit hinter sich ließ, so dass Cain sich von einem Moment zum anderen nicht mehr im leeren Raum, sondern mitten in einem anderen Sonnensystem wieder finden sollte. Wütend schlug er mehrfach gegen den vogelförmigen Kopf von Metatrons Elementar-Form die sich immer noch an die seine klammerte und versuchte ihn dann mit einem Ruck auszureißen, aber Metatron stieß den Dämon lieber schnell von sich weg und ließ wütend seine Form auf ganze 500m anwachsen. „Ich bin die Waffe, welche alle Dämonen auslöschen wird!“, rief er dann noch aus und schlug mit seiner gewaltigen Faust nach Cain, aber der sich schnell weiter nach hinten bewegte und seine Elementar-Form auf die selbe Größe erweiterte. Schnell schlugen beide Gegner zeitgleich mit ihrer rechten Faust zu und trafen folglich zusammen, wobei der eine Faustschlag den anderen aufhob. Nun zog Cain seinen Arm zurück und führte einen Fußtritt auf den Erzengel aus, der diesen tatsächlich ein Stück zurück schleudern sollte.

Tatsächlich musste Ma´ik feststellen, dass er nicht die geringste Ahnung hatte wie er gegen diesen Feind vorgehen sollte. Einen weiteren Trick besaß auch er nicht mehr und somit blieb ihm nichts weiter übrig, als so schnell er konnte nach hinten zu weichen, als Abbaddon mit seiner gewaltigen Faust zuschlug. Anschließend aktivierte der Eldar schnell zwei Energie-Klingen und versuchte den Arm abzutrennen, stellte aber fest, dass er lediglich durch die elementare Energie hindurch schlagen konnte. Somit blieb ihm erneut nur das Ausweichmanöver, als Abbaddon ihn mit unzähligen zielverfolgenden Elemetal-Strahlen unter Feuer nahm. Mit aller Schubkraft wich Ma ík zunächst nach hinten, dann bogenförmig zur Seite und folgte anschließend dem ebenfalls zurück weichenden Abbaddon, während die Stahlen an dem Eldar vorbei fegten. Anschließend stieß Ma´ik kurz zur Seite und raste an dem Arm seines weitaus größeren Gegners vorbei als dieser einen weiteren Faustschlag ausführte. Danach wich er mit einer schnellen Bewegung nach oben als Abbaddon sich mit der Handkante über die gigantische Schulter wischte und anschließend versuchte den vergleichsweise winzigen Avatar-Mech seines Feindes zu packen. Der wich jedoch weiterhin sehr geschickt durch verschiedene Harken aus, so dass Abbaddon zunächst zwei Mal daneben griff, bevor er endlich den Avatar in seiner gigantischen Faust hielt und ihn dann in die tiefen des Alls schleuderte, wo er mit dem Rücken plötzlich gegen einen Asteroiden krachte.
„Jetzt geht es also zu Ende. Aber sei versichert, dass alle deine Rassengenossen dir bald folgen werden, wenn wir erst die Deus Machina und die Reiter der Apokalypse besitzen“, lachte Abbaddon nun, während seine Elementar-Form langsam von unten in Ma´iks Sichtfeld schwebte und einen letzten Schlag versuchte auszuführen.
„Aber nicht mehr in dieser Schlacht, Erzengel“, antwortete Ma´ik ruhig darauf, während er sich plötzlich aufrichtete und vor stieß, so dass Abbaddons gewaltige Faust lediglich den Asteroiden und nicht den Avatar zertrümmerte. Anschließend umschloss Ma´ik seine Maschine völlig mit Energie und das kurz bevor sie mit der Elementar-Form seines Feindes kollidieren konnte. MIt einer gewaltigen Energieentladung tauchte der Mech in die Elementar-Energie seines Feindes ein und verließ sie auf der anderen Seite wieder, wobei der Avatar sich noch etwas weiteres gepackt hatte, dass wirkte wie Abbaddons Mech.
„Das ist doch unmöglich… Der Dimensionsbewohner hat tatsächlich erkannt, wie er uns aus der Elementar-Form schleudern kann“, stellte der Erzengel verwirrt fest, während die Reste seiner Elementar-Form hinter den beiden Mechs zusammen brachen.
„Das und noch viel mehr“, antwortete Ma´ik nun darauf, bevor er den Mech seines Feindes mit einem kräftigen Ruck von sich weg stieß und innerhalb kürzester Zeit eine gewaltige Energie-Kugel auf ihn schleuderte. Eine Explosion, direkt gefolgt von füng zweidimensionalen Schockwellen deuteten auf das Ende des Erzengels hin und tatsächlich sollte sich heraus stellen, dass Ma´ik gesiegt hatte, als das Feuerwerk sein Ende fand.

Immer wieder schlugen Projektile und Strahlen aller möglicher Form, Größe und Art in die Mauer aus Wisps ein die immer noch den gewaltigen Einschlägen und Explosionen stand hielt. Ganze zwei Minuten hatte die Mauer bereits stand gehalten, was mehr war als der General erwartet hatte. Allerdings hatte er bereits mit Gor´shaks Gegenschlag gerechnet, weshalb er nun ein wenig improvisieren musste. Plötzlich brachen die ersten Sechsecke zusammen und ließen ausreichenden Platz für andere Waffen-Systeme die nun ungehindert in die Schiffe dahinter einschlagen konnten. Immer mehr dieser Löcher bildeten sich in der Mauer, während sich die Armee der Community endlich wieder auf ihre Situation besann und zurück feuerte. Darunter auch Tar´wiks Dreadnought der die gewaltigen Hadron-Projektile seiner Seiten-Waffen durch vier der Spalten abfeuerte und ein silbernes Kugel-Schiff vernichtete, während der Weise ein wenig blitzartige Energie-Strahl eines Himmels-Drachens ein Kristallwesen-Schiff neben dem seinen zersplitterte.
„Haltet durch so lange ihr könnt! Wir müssen die vordere Linie halten“, warf der General über den allgemeinen Kom-Kanal ein, während gerade einer von vielen gelb-Weisen Strahlen eines goldenen Kugelschiffes über einen Toth-Kreuzer hinweg fegte und nur noch eine Explosion von dem Schiff übrig ließ. Zeitgleich schob sich auf der anderen Seite ein Toth-Schlachtschiff in eine gute Feuerposition und jagte einige Raketen durch eine Lücke in der Wisp-Mauer, die eine Himmelsfregatte auf der anderen Seite in Stücke sprengen sollten. „Feuert das MX44 auf diese Koordinaten“, befahl Tar´wik dann seiner Dreadnought-Besatzung und sah zu wie der gewaltige Energie-Strahl durch die feindlichen Reihen fegte und einige Explosionen dort hinterließ. Jedoch weitaus weniger als ein Strahl der Himmels-Drachen, von denen gleich mehrere als Reaktion folgen sollten. Und während weitere Explosionen gewaltige Löcher in die Formation der Community-Armee rissen, fegte plötzlich ein orangener, dünner Energie-Strahl von einem der Himmels-Schiffe über den Dreadnought hinweg und riss tatsächlich einen nicht zu unterschätzenden Graben in dessen Hülle, während er die Brücke nur um weniger Meter verfehlte. Feuer verdeckte die Sicht auf die Seite, während der Schock des Treffers die Eldar und Uriel nur recht wenig beeindruckte. „Neues Primärziel für alle Titanen. Tötet diese Drachen, egal mit welcher Waffe. Und wieso startet Gor´shak den Gegenangriff nicht?“, fragte Tar´wik in Reaktion auf diesen Treffer, während er zusah wie die Ionen-Kanonen und Plasma-Türme die kleine Fregatte, welche Schaden an seinem Schiff angerichtet hatte, recht schnell in Stücke sprengten. Kaum hatte der General seinen Satz beendet fegte auch schon der gewaltige weiß-gelbe Partikel-Strahl der nur von Gor´shaks Kreuzer stammen konnte, von oben durch die Himmelsarmee und hinterließ einige Explosionen darin, während die übrigen Eldar-Schiffe die Überlebenden mit ihren Hauptwaffen von oben angriffen.
„Sorry, hab mich etwas verspätet“, kommentierte Gor´shak die Situation mit Ruhe und auch ein wenig Sarkasmus durch die Kommunikations-Anlage, während die Eldar-Flotte sich auf die Himmels-Schiffe wie Raubvögel auf Beute stürzten.

Gewaltige Tachyon-Projektile zerstörten die Hülle eines Himmels-Dreadnoughts, während der Kreuzer von Gor´shak daran vorbei stieß und rechts davon ein Himmels-Kreuzer von einem grünen Neutronen-Strahl zersägt wurde. Plötzlich stieß eine Himmels-Fregatte von der Seite in die Flugbahn der Eldar-Schiffe und zwangen den Kreuzer von Gor´shak sich schnell einen anderen Weg zu suchen, während ein anderer Eldar-Kreuzer mit dem kleinen Schiff kollidierte. Eine nicht zu unterschätzende Explosion zeriss das Eldar-Schiff nachdem es die kleine Fregatte in zwei Hälften gestoßen hatte und der kleine Kreuzer von Gor´shak gerade zwischen zwei Himmels-Dreadnoughts hindurch stieß.
„Für den Moment ist das Zentrum der Armee unser Ziel. Graviton-Kanonen abfeuern. Versucht das Führungsschiff zu finden“, gab Gor´shak an die Besatzung des verglichen recht kleinen Schiffes durch, während ein gewaltiges Energie-Projektil in einen weiter entfernten Himmels-Titan einschlug und ihn zur Explosion brachte. Keine Sekunde darauf feuerte der kleine Kreuzer mehrere Graviton-Projektile nach beiden Seiten ab, während es zwischen den Dreadnoughts durch flog. Gewaltige Explosionen rissen ganze Stücke aus den beiden Seiten und schwächten die Schiffe genug, dass zwei gewaltige blaue Energie-Strahlen von zwei anderen Eldar-Schiffen genügten um ihr Ende zu besiegeln.
„Sir, wir können ihr Führungsschiff nicht aus machen. Jedes dieser Schiffe ist einzigartig, jedes davon könnte das Führungschiff sein“, antwortete einer der Brückenoffiziere, während sich plötzlich ein weiterer Himmels-Dreadnought mit seiner Seite in die Bahn des Kreuzers schob und ihn direkt mit mehreren blauen dünnen Energie-Strahlen angriff. Während das kleine Schiff verfehlt wurde und danach einer Kollision durch eine Kurskorrektur nach unten entkam, zersägten zwei der Strahlen einen Dreadnought und drei weitere jeweils ein kleineres Eldar-Schiff, bevor endlich ein nicht zu unterschätzendes Ionen-Projektil dem Himmelsschiff ein Ende bereitete.
„Wir erreichen bald die nächste feindliche Linie“, gab einer der anderen Brücken-Offiziere noch durch, bevor tatsächlich ein Feuerball in die Seite des Schiffes schlug und es nicht nur aus der Bahn warf, sondern auch einen nicht zu unterschätzenden Krater darin hinterließ.
„Sir, wir werden von mehreren Mech- und Transform-Staffeln als Ziel gewählt!“, warf ein dritter Brücken-Offizier ein, während der Kreuzer nun einen von oben herab stürzenden, brennenden Himmels-Schiff auswich und daran entlang flog, bevor es in eines der Eldar krachte. Und dann waren da immer noch die Transform-Staffeln die noch viel schnell näher kommen sollten und sicherlich bald in Angriffsreichweite waren.
„Stalkers vorbereiten und anvisieren! Tachyon-Geschütze bereit machen!“, rief Gor´shak noch aus, bevor ein weiterer Licht-Ball in die Seite des Schiffes schlug und den Antrieb sogar nur um wenige Meter verfehlte.
„SCHEIßE! DIE MACHEN UNS FERTIG!!!“, schrie Benni nun panisch aus, nachdem er versucht hatte nicht darüber nachzudenken und erschreckender Weise musste Gor´shak diese Feststellung sogar teilen. Irgendetwas Positives musste auf dieser Seite der Schlacht einmal geschehen sonst hätten sie keinerlei Chance.

Es handelte sich um ein recht kleines Sonnensystem in dem sich Cain und Metatron wieder fanden. Kein Wunder, wahrscheinlich hatte die gigantische rote Sonne den größten Teil der Planeten bereits in sich aufgenommen. Lediglich ein riesiger, wenn auch sehr kahler Felsbrocken fand sich in der Nähe der Sonne wieder, weiter davon entfernt ein Gasriese mit fünf Monden und ein recht kleiner Planet, der schon wieder so weit entfernt war, dass er mit einer Eisschicht überzogen war. Cain und Metatron befanden sich in der Nähe des mittleren Mondes und wenn der Dämon sich richtig errinnerte, dann waren sie aus der Richtung gekommen, die er momentan als oben definieren würde. Das alles sollte ihn aber nicht mehr weiter interessieren, denn nun jagte Metatron einen weiteren Elemetal-Ball auf ihn. Und obwohl Cain dem Angriff entkam, so hinterließ er dennoch eine gigantische Explosion auf dem Mond und riss einen nicht zu unterschätzenden Krater hinein. Schockiert musste der Dämon feststellen, dass Metatron solche Bälle innerhalb von weniger als einer Sekunde abfeuern konnte, so dass er seinen Kurs nach rechts weiter verfolgte und von weiteren dieser Angriffe verfehlt wurde, ebenso von einem Elementar-Strahl, den Metatron ihm nachschwenkte. Wütend schreiend stürmte der Dämon anschließend vor, ebenso Metatron, während der Mond, für den entfernten Beobachter, auseinander driftete denn der letzte Strahl des Erzengels hatte ihn in der Mitte zerteilt. Erneut wirkte es wie das mehrmalige Zusammentreffen von zwei Strahlen im All, als die Elementar-Formen zusammen trafen und das gleich viermal in einer Sekunde. Erst nach fünf Sekunden und einem letzten Zusammentreffen gingen die beiden dazu über Schläge und Tritte beinahe in Lichtgeschwindigkeit auszutauschen. Und auch hier beendete erst ein weiterer Elementar-Strahl des Erzengels die Situation und zwang Cain zu einem schnellen seitlichen Ausweichmanöver, während Metatron sich schnell zurück zog und zwischen den beiden Hälften des Mondes hindurch begab, den er nur kurz zuvor selbst zerstört hatte. Wütend jagte Cain einen eigenen Elementar-Ball hinter dem Erzengel her, der einfach das Gestein des Mondes manipulierte und beide Hälften eine Steinmauer vor sich bilden ließ, die genügte um den Elementar-Ball des Dämons abzufangen. Metatron antwortete erneut mit einem wütenden Schrei als er seine Elementar-Form blitzartig auf 1000KM Höhe anwachsen ließ und sich scheinbar nun auch in der Lage sah die Mondhälften wie zwei besonders gewaltige Schlagwaffen einzusetzen.

Einer der kristallbasierten Himmelsdrachen feuerte gerade seinen mächtigen Strahl ab, als plötzlich ein verglichen dünner Graviton-Strahl in ihn schlug und mit seiner gewaltigen kurzzeitigen Schwerkraft zunächst für eine Implosion und dann eine Explosion des Wesens sorgte. Blut bespritzte jedes Himmels-Schiff in der Nähe, einige kleine Fahrzeuge wurden sogar von Knochentrümmern des Riesen getroffen und durchschlagen. Ein Greifen-Wesen wurde sogar an die Wand einer Fregatte geheftet und verblutete dort jämmerlich. Anschließend schlug ein Hadronen-Strahl in ein goldenes Kugelschiff in der Nähe von Ra´s Kommando-Schiff und riss es in Stücke. Mittlerweile waren die Eldar-Titanen am oberen Ende der Schlacht ebenfalls in einer guten Feuerposition für ihre gigantischen blauen Haupt-Geschütze, die einige von ihnen seitlich montiert hatten. Mehrere gewaltige Energie-Strahlen fegten so über die überraschten Himmels-Truppen hinweg und hinterließen gewaltige Schneisen in ihren Reihen.
„Die Flotte meldet unerwartet hohe Verluste“, gab einer der Engel durch. „Meister Ra, wir müssen etwas gegen diese Angreifer unternehmen“, fügte ein anderer schnell an und zog sich schnell panisch zurück, denn er wusste, dass er gerade eine Grenze überschritten hatte. Ra schien sich daran aber nicht zu stören, denn er hatte ein ganz anderes Problem. Und das war die Tatsache, dass er seine Feinde scheinbar unterschätzt hatte, besonders diesen Angriff von oben. Das machte ihn wütend und wenn er wütend war, bedeutete es meist das Ende für seine Feinde und genau das würde er nun geschehen lassen.
„Startet einen Gegenschlag. Leitet die nächste Phase des Angriffs ein“, befahl der Untergott weiterhin scheinbar allem überlegen, bevor tatsächlich ein kleinerer Eldar-Kreuzer von oben auf das Schiff herab stürzte und es mit seinen Tachyon-Projektilen aus seiner Front unter Feuer nahm, aber das kleine Führungs-Schiff von Ra verfehlte. In genau diesem Moment schob sich ein Dreadnought des Himmels in den Weg und nahm das kleine Schiff der Eldar mit seinen Geschütz-Türmen, die mit Feuer- und Licht-Bällen feuerten, unter Beschuss. Langsam zerrissen die Waffen des weitaus größeren Schiffes das Kleinere, denn es hatte gerade tatsächlich gewagt das Kommando-Schiff des Untergottes anzugreifen. Es musste auch wirklich ganz sicher restlos vernichtet sein. Genauso plötzlich sollte ein gewaltiger roter Partikel-Strahl von einem der größeren Toth-Schiffe über die Himmelsflotte fegen und dabei das Kommando-Schiff nur sehr knapp verfehlen. „Und schafft uns endlich aus der direkten Kampfzone“, fügte der Untergott nun etwas bestimmter an und tatsächlich sollte das Schiff sich sehr bald zurück ziehen und das mit nicht gerade geringer Geschwindigkeit.

Schnell stießen die Transform-Einheiten des Himmels durch die Zwischenräume, die ihre Schiffe übrig ließen. Es waren zwei Fünfer-Staffeln leichte, sowie eine mittlere Fünfer-Staffel, was insgesamt 15 Transform-Einheiten ergeben sollte. Schnell fegten sie an einem herrab stürzenden anderen Eldar-Schiff vorbei und schienen sich bereits auf ihren Angriff vor zubereiten, als sie plötzlich von mehreren blauen Energie-Strahlen durchstoßen wurden und das auf eine extrem präzise Art. Spätestens als Ma´iks Avatar von unten zu dem kleinen Kreuzer aufstieß war es klar weshalb. Der Mech verwendete immer noch die Rüstung zur Energie-Kontrolle und durchtrennte schnell ein Greifen-Wesen mit einer Energie-Klinge, dass hinter einem Fregattenwrack aus dem Hinterhalt angegriffen hatte.
„Was hast du so lange getrieben?“, fragte Gor´shak mit einem gewissen Sarkasmus, während Ma´ik mit einer Energie-Sichel ein korvettengroßes Himmels-Schiff zerteilte und dann mit einer Energie-Klinge den Schlag eines Himmels-Mechs abfing.
„Ich habe einen Erzengel beseitigt“, antwortete der General mit großer Gefühlskälte, während er schnell den Feindmech mit einer weiteren Klinge zersägte und sich dann dem Kurs des Kreuzers anschloss, der an einer weiteren Fregatte vorbei zog und mit seinen Stalkers gewaltige Löcher in einen Himmels-Kreuzer schoss, bevor er einfach abdrehte und weiter seinem ursprünglichen Kurs folgte, der ihn mitten zu einem Drachen führen sollte.
„Wir haben das Führungsschiff lokalisiert. Es versucht die Schlacht zu verlassen“, warf nun einer der Brückenoffiziere ein, während das Schiff an dem Drachen vorbei raste und nun von einem Schlachtschiff der Himmelsarmee verfolgt werden sollte. Gewaltige Feuerbälle, sowie nicht zu unterschätzende gelbe, dünne Energie-Strahlen fegten an dem Kreuzer vorbei, verfehlten ihn aber sehr knapp, als plötzlich ein anderes Himmelsschiff aufstieg und mit dem Verfolger des Kreuzers kollidieren sollte. Eine gewaltige Explosion zerriss beide Schiffe.
„Setzt einen neuen Kurs und greift es direkt an“, befahl Gor´shak nun und sollte nicht sehr lange auf die Ausführung des ersten Befehls warten müssen.

Schockiert wich Cain zurück als Metatron zuschlug und schaffte es den gigantischen Mondhälften zu entkommen. Zeitgleich jagte er zwei Elementar-Bälle nach vorne, die sich im Flug zu einem Netz erweiterten und das was von dem Mond übrig war einfach in kleine Stücke zersägten. Der Erzengel reagierte darauf jedoch äußerst wütend und schlug mit seiner weitaus größeren Faust zu. Aber nun erhöhte auch Cain die Größe seiner Elementar-Form und fing schnell den Faustschlag ab, bevor er den Erzengel packte und mit vollem Schub in Richtung eines weiteren Mondes schob. Plötzlich packte Metatron jedoch den Arm von Cain und drehte die beiden mit einem kräftigen Ruck um, so dass es nun Cain war, der mit dem Rücken vorran in den Mond krachte. Metatron bremste sich außerdem rechtzeitig ab und verblieb im Mondorbit, wo er eine weitere gigantische Elementar-Kugel erschuf, die es problemlos auf das dreifache seiner eigenen momentanen Größe brachte und warf sie dorthin wo er den Aufschlagsort von Cain vermutete. Der hatte sich aber nun wieder aufgerichtet und wich schnell zur Seite, so dass er sowohl der Elementar-Kugel seines Feindes, als auch der gewaltigen Explosion entkam, die den Mond eindrucksvoll und farbenfroh in gigantische Trümmerstücke zerriss, die in beinahe alle Richtungen geschleudert wurden. Und obwohl sowohl Cain, als auch Metatron sich mit der Geschwindigkeit eines Strahls fortbewegten, wichen sie jedem einzelnen Trümmer aus, bevor sie zusammen trafen und dann sogar an Felstrümmern abprallten, bevor sie das ganze wiederholten. Jeder Treffer hinterließ dabei eine gewaltige Entladung, die sich entweder als Blitz oder Schockwelle zeigte und immer mindestens einen der Trümmer zerbröselte. Plötzlich stießen beide Kämpfer nach oben und umkreisten sich spiralförmig, während sie weiterhin mehrfach zusammen trafen und Schockwellen entfachten. Erst als Metatron sich daraus löste und zurück wich, endete der gewaltige Nahkampf und wurde durch einen Austausch unterschiedlichster Elementar-Angriffe ersetzt, die größten Teils mit gewaltigen Explosionen aufeinander trafen, oder ihr Ziel verfehlten. Dabei zogen sowohl Cain, als auch Metatron sich hinter jeweils einen weiteren Mond zurück wobei Metatron den größeren wählte. Gewaltige Explosionen von fehlgeleiteten Elementar-Angriffen bedeckten beide Himmelskörper-Oberflächen wärend sich die Kämpfer dahinter Deckung nahmen und einen kurzen Moment dahinter verharrten. Gerade dieser letzte Akt hatte Cain eine ganze Menge Kraft gekostet und er war sich nicht sicher ob er seine Elementar-Form noch lange aufrecht erhalten konnte.
„Du willst wohl einfach nicht verrecken, hab langsam ich das Gefühl“, kommentierte Metatron, der nicht gerade wirkte, als würde es ihm ähnlich ergehen. „ABER DAS WIRST DU!“, schrie er dann plötzlich sehr zu Cains Schock und packte sich mit diesen Worten den Mond, der ihm zuvor noch als Deckung gedient hatte um ihn dann nach Cain zu werfen. Und das obwohl dieser Mond noch mindestens Tausend mal größer als die Elementar-Form des Erzengels war. Erschrocken wich Cain nach oben, während die beiden Monde kollidierten, was bei ihrer gewaltigen Masse und Größe langsamer wirkte als es in Wahrheit verlief. Dabei zerquetschte die Kollision die beiden runden Felskugeln zunächst, bevor sie langsam von vorne bis hinten aufrissen und in einem letzten Schritt zerbröselten und sich in kleinen und großen Brocken im All verteilten. Dabei drohten sie jedoch zu aller erst die beiden Kämpfer zu treffen, die sich jeweils einen der Mond-Trümmer griffen und als Wurfgeschoss gegen den anderen verwendeten, bevor sie erneut mit vollem Schub aufeinander zustürmten und Klingenwaffen bildeten. In genau dem Moment indem die beiden Trümmerstücke zusammen trafen, sollten auch die Klingen des Dämons und des Engels zusammen treffen und eine gewaltige Schockwelle bilden, die sich bis auf 50.000KM ausdehnte und jeden Mondtrümmer in ihrem Weg zu Staub zermahl.

Es sollte ein unschönes Erwachen für Abbaddon werden, denn er fand sich auf einer vulkanischen Welt, scheinbar der Mond eines Gasriesen, wieder. Er lebte noch, wenngleich große Teile seines Körpers bei dem Absturz zertrümmert worden waren. Wütend schlug er mit der einzigen noch heilen Gliedmaße, seinem linken Arm, zu und erreichte tatsächlich, dass er die Cockpitabdeckung damit abtrennen und seinen Mech, oder das was die letzte Explosion davon übrig gelassen hatte, zu verlassen. Selbst das konnte der erschöpfte, fast vernichtete Erzengel nur langsam kriechend und so stürzte er ungewollt von der glatten metallischen Oberfläche seiner Maschine und hinterließ dabei eine nicht gerade geringe Blutspur. Dieser Ort war äußerst trostlos, aber er musste ja bestimmt auch nicht für immer hier bleiben. Dieser verdammte Dimensionsbewohner, dachte Abbaddon sich lediglich, während er sich wieder über die Oberfläche dieses äußerst leeren unlebenswerten Ortes schleppte.
„Ein wirklich unschönes Gefühl, wenn man von nem Dimensionsbewohner in den Arsch getreten kriegt. Hab ich recht oder was?“, kommentierte plötzlich eine äußerst freche, hohe Stimme die scheinbar ihre Quelle hinter dem Erzengel hatte. Schockiert musste er feststellen, dass sich um einen Dämon handelte. Und zwar um einen Skeletartigen, massiven, mit Flügeln und Krallen. In einer rechten Hand hielt er eine gewaltige Sensenwaffe. Abbaddon war ihm noch nie zuvor begegnet aber die Stärke der Energie, die er aus strahlte, ließ auf einen weiteren Erzdämon schließen.
„Was weißt du schon davon, Dämon? Was willst du von mir? Willst du die Chance nutzen um mich loszuwerden?“, fragte der Engel ein wenig frustriert.
„Dich loswerden? Ja, das könnte ich jetzt ganz einfach nicht? Dich einfach schlachten wie ein Täubchen und glaub mir. Ich würde nichts davon lieber tun. Allerdings tritt der Meister mir dann echt hart in meinen knochigen Hintern. Nein, ich bin tatsächlich hier weil ich dir ein Angebot machen möchte“, antwortete der Dämon nachdem er einige Male über seinen eigenen Humor gelacht hatte.
„Ein Angebot? Glaubt dein Herr etwa wirklich ich würde mit einem Dämon verhandeln?“
„Du sollst nicht Verhandeln, du sollst lediglich wählen. Du hast zwei Möglichkeiten. Du kehrst zurück zu deiner lächerlichen Täubchen-Armee und versuchst deine Niederlage von deinem ach so tollen Herrn vergeben zu bekommen oder du kommst mit mir und wirst mit ein wenig Hilfe von Meister Lucifer eines der mächtigsten Wesen aller Universen.“
„Du verlangst wirklich, dass ich den Herren verrate? Wie kommst du auf eine solch abwägige Idee?“, fragte Abbaddon nun erschreckend zwielichtig.
„Du weißt doch selbst wie´s um die Himmelsarmee steht. Ihr verfügt über lediglich noch fünf Deus Machinas und damit fünf Dimensionen, was wirklich im Vergleich schon ein wenig lächerlich ist. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis wir euch die auch noch abnehmen und dann wär´s doch sicher sinnvoll auf der richtigen Seite zu stehn. Du verstehst?“, antwortete der Dämon immer noch äußerst frech. „Ich würde an deiner Stelle nicht einmal halb so lange zögern wie du es tust. Was willst du, Erzengel Abbaddon? Willst du im Himmel ewiger Sklave sein oder ein Herrscher in der Hölle sein? Ich bin mir sicher, dass mein Meister äußerst großzügig sein wird. Möglicher Weise lässt er dich sogar als Erzteufel einsteigen und da wäre ich für meinen Teil sogar fast schon ein wenig neidisch. Aber nur fast.“ erklärte sich der Dämon und begann noch einmal kurz über seinen eigenen Humor zu lachen. „Die Wahl liegt ganz bei dir“, fügte er dann noch schnell an und Abbaddon begann sichtbar darüber nachzudenken. Wie sollte er sich entscheiden? Niemals hätte er damit gerechnet dass der Herr der Hölle ihm direkt ein Angebot unterbreiten würde und dann auch noch ein solches. Wie sollte er sich entscheiden? Verrat oder Treue?

Mit einer eigenartigen Erleichterung stellte Tar´wik fest, dass der Gegenangriff von Gor´shak wirklich einen Nutzen haben sollte. Tatsächlich konzentrierten die Himmelstruppen ihr Feuer mehr auf diese von oben kommenden Schiffe als auf die übrige Community-Fotte. Dennoch feuerten immer wieder Schiffe ihre Haupt-Waffen in die Reihen der Flotte hinein.
„In Ordnung. Dann werden wir jetzt ebenfalls vorrücken“, befahl der General daraufhin, während eine Gruppe aus Greifen-Wesen einen Kristall-Dreadnought mit Feuerstrahlen und Energie-Projektilen angriffen und tatsächlich zersplittern sollten.
„Nein. Es ist noch nicht soweit. Sie...“, brachte Uriel noch herraus, bevor tatsächlich die Himmels-Schiffe in den hinteren Reihen damit begannen sich zusammen zu schließen. Zeitgleich begannen auch die silberen Kugel-Schiffe mit einer äußerst komplexen Transformation zu einer metallischen Drachen-Form, ebenso die goldenen deren Form eher einem Hybriden aus Vogel und Drache glich und der Maschine stark ähnlich war, die Metatron in seiner ersten Begegnung mit Cain eingesetzt hatte. Mittlerweile hatten auch die Schiffszusammen-Schlüsse mit Transform-Prozessen begonnen und nahmen gewaltige Mechformen an, sehr zu Tar´wiks Überraschung. Niemals hätte er mit einer solchen Technologie gerechnet.
„Jetzt fehlen nur noch die Phönixe“, kommentierte Uriel kurz bevor der Flammen-Strahl eines blauen Feuervogels über den Dreadnought hinweg fegte, aber mehrere andere Community-Schiffe langsam zu einem Klumpen verschmolz. Anschließend kollidierte ein weiterer kleiner roter Phönix mit einem Toth-Mech und vernichtete ihn völlig. Ein Kashiri-Mech versuchte mit einer roten Energie-Gattling noch Gegenfeuer zu geben, bevor der rote Phönix mit ihrem kollidierte und ihn einfach vernichtete, denn die Projektile schlugen einfach durch die Flammen hindurch. Direkt darauf feuerten unzählige verschiedene Strahlen von den gewaltigen Mechs in die Reihen der Community und hinterließen gewaltige Explosionen darin. Ebenso der gelb-orangene gigantische Energie-Strahl den eine goldene Drachen-Maschine aus ihrem Maul feuerte. Es schien nicht als hätte die Armee der Community auch nur die geringste Chance gegen diese mächtige, legendäre Macht. Die Terraner hatten diese Mächte also nicht zu unrecht gefürchtet, dachte Tar´wik sich noch, bevor er wieder analytisch nach Lösungen zu suchen begann.

Nachdem auch 20 Klingenschläge pro Sekunde keine Entscheidung über die Kräfteverhältnisse der beiden bringen sollte, stießen beide Krieger wieder nach oben, wobei sie plötzlich ein gewaltiger Felsbrocken zwang sich zu trennen und ihm auf verschiedenen Seiten auszuweichen. Plötzlich feuerte Cain mehere Elementar-Bälle auf seinen Feind ab, verfehlte diesen aber um einige Längen, während Metatron erneut mit seiner Klinge zuschlug. Dieses mal packte Cain jedoch dessen Arm und schlug mit seiner gewaltigen Faust mitten durch den Bauch der Elementar-Form, während er hoffte, dass sich dort tatsächlich der richtige Sephir befand. Allerdings schlug die Faust einfach durch die elementare Energie ohne auf etwas anderes zu treffen. Cain hatte sich also geirrt und auch Metatron stellte lachend fest, dass der Erzdämon einem allgemeinen Irrtum verfallen war.
„Hattest du wirklich glaubt, dass ich so dumm wäre mein Medium genau dort zu platzieren wo jeder es sofort findet?“, kommentierte er dann. „Mal sehn wo deins ist“, fügte er dann noch sarkastisch an und schlug mit der Faust seines anderen Arms zu, wobei er den Bauch von Cains Elementar-Form treffen würde und den Erzdämon zu einem Ausweichmanöver zwang. „Aha, deine Reaktion sagt mir, dass ich richtig liege“, stellte Metatron anschließend fest. „JETZT WIRST DU STERBEN!!!“, schrie er dann aus.
„NEIN DU WIRST STERBEN!“, schrie Cain zurück, als er plötzlich seine Richtung änderte und wieder auf Metatron zuraste. Dabei beschleunige er schnell, so dass er Metatron tatsächlich überraschte und mit seiner gewaltigen Wucht nach hinten schob. Durch mehrere Mondtrümmer krachten die beiden, die sich auf den Planeten mit der nächsten Sonnenumlaufbahn zubewegten und dabei nur noch als gelber Strahl wahrzunehmen waren. Erst kurz vor der der Gravitationsgrenze des Planeten löste der Dämon sich von seinem Feind und begab sich in einen stabilen Orbit während Metatron weiter auf den Planeten stürzte und dort sogar eine nicht zu unterschätzende Explosion bei seinem Aufschlag hinterließ. Cains Kräfte waren weit am Ende, so dass er bereits tief durchatmete. Aber er musste auch nicht mehr viel länger durchhalten, schließlich hatte er gerade den Erzengel Metatron besiegt. Plötzlich begann sich der Planet auf den der Erzengel gestürzt war umzuformen und langsam eine grobe humanoide Form anzunehmen, sehr zu Cains Schock, der einfach nur nach hinten weichen konnte, während sein Feind sich mit verschränkten Armen und lautstark lachend vor ihm platzierte.
„Das ist doch völlig unmöglich“, stellte der Erzdämon fest.
„Nichts ist unmöglich für den mächstigsten aller Erzengel. Nichts ist unmöglich für denjenigen, der einmal des Herren Nachfolger werden wird“, antwortete Metatron ihm, während Cain neuen Mut fasste und eine Reihe von Elementar-Bällen in diese neue Planetengroße Form seines Feindes jagte. Und obwohl gewaltige Explosionen seine Oberfläche überzogen, schienen sie nicht einmal im Ansatz genügend Schaden anzurichten, als dass er es auch nur bemerken würde. Lediglich Lachen hatte der Erzengel für seinen Feind übrig, während er ihm gewaltige spitze Felsbrocken in Meteoriten-Größe aus seinem Zentrum entgegen jagte und langsam seine Arme über sich in Stellung brachte, während Cain sich hinter einer Chaos-Schildkugel versteckte. „Das ist der Moment der Rache auf den ich so lange gewartet habe. ENDLICH IST ES SOWEIT!“, rief Metatron aus, als er mit einem mal eine Kugel aller seiner vier Elemente über seinen Handflächen bildete, die sogar die Größe der Sonne noch um einiges überagen sollte. Nicht einmal Cain könnte einen Treffer von einem solch gewaltigen Angriff überleben. Er war sich nicht einmal sicher ob es ein Untergott oder ein Erzteufel könnte. Es gab nichts mehr was er jetzt noch tun konnte, bis auf eine einzige Sache und Cain war sich nicht sicher ob er dazu fähig wäre. Aber er musste es versuchen, denn ansonsten würde er ohnehin sterben. Und so richtete auch er seine Handflächen über sich und begann seine Energie dorthin zu konzentrieren. Dabei gab er alles was er hatte und erschuf tatsächlich eine Kugel die um das zehnfache Größer war als es seine Elementar-Form war. Aber damit hatte sie längst nicht die Größe von jener von Metatron erreicht und es war fraglich ob Cains letzte Kräfte genügen würden um den Erzengel aufzuhalten.
„Soll das etwa ´n schlechter Scherz sein, du elender Drecksdämon?“ lachte Metatron völlig verstandlos und feuerte seinen Angriff ab. Ebenso Cain, der lediglich vor Anstrengung dabei aufschrie. Plötzlich begann jedoch dessen Angriff den von Metatron in sich aufzusaugen als beide Elementar-Kugeln aufeinander trafen. Möglich war dies, weil Cain zwar weniger Elemente verwendete und eine Kugel geringerer Größe erschaffen hatte, aber mehr Energie auf weniger Raum komprimiert hatte. Eine Technik die selten verwendet wurde, da sie selten zum Erfolg führte, allerdings war Metatron arrogant und siegessicher genug, dass er darauf herein gefallen war. Und so blieb dem Erzengel lediglich das schockierte aufschreien als die gewaltige Kugel in das Zentrum seiner momentanen Form krachte und dort seine gigantische kugelformige Explosion entfachte, die einer Supernova in Größe und Energie glich und sowohl tatsächlich eine echte Supernova an der Sonne auslöste, als auch Cain und den Legion mit erfasste.

Langsam trieb der Legion in seinem Flug-Modus durch den leeren Raum, nachdem er den Stoß der Explosion automatisch abgefangen hatte. Nur durch die als "perfekt" geltende kinetische Verteidigung des Flug-Modus war es wohl überhaupt nur möglich eine solche Explosion zu überleben. Allerdings war Cain auch so sehr am Ende seiner Kräfte, dass es ihm nicht einmal mehr möglich war seine entfesselte Form aufrecht zu erhalten. Somit war es ihm auch nicht mehr möglich den Mechmodus seiner Maschine mit Energie zu versorgen und die Automatik transformierte ihn mit Hilfe der internen Energieversorgung zurück. Noch niemals zuvor hatte der Dämon sich auf eine solche Weise entkräftet gefühlt wie momentan, selbst nach dem Einsatz einer Deus Machina nicht. Er hoffte nur gesiegt zu haben, denn falls nicht wäre er nun ein einfaches Ziel für Metatron, denn auch die kinetische Verteidigung seines Legions benötigte Energie und die war bei der Abwehr der Explosion verbraucht worden. Lediglich für ein paar Antriebsstöße würde die Reserve noch genügen, bevor der interne Generator der Maschine sie zunächst wieder aufladen musste. Aber Cain musste sich unbedingt zunächst beruhigen, denn er durfte seinen Feind nicht fürchten. Genau auf diese Weise war er angreifbar. Und genau das war es was der Dämon letztendlich tat, nicht zuletzt auch weil er sich in der zwar am wenigsten Energie-Output ermöglichenden, aber in der Energie-Regenerativsten Form befand. Nicht zuletzt war es aber auch die Form, die sich aus ersterem Grund auch körperlich am wenigsten regenerieren konnte und damit sicherlich die angreifbarste. Auch um seine Energie schnell regenerieren zu können verzichtete der Dämon darauf sich weiter zu bewegen und nachzudenken, als nach einem erschreckend kurzen Lichtblitz Metatron in seiner entfesselten Form erschien und sich schnell an den Legion krallte.
„Du hast mir Uriel genommen, meinen Lehrer, meine Würde, meine Ehre und nun auch noch den Sephir. ICH WERDE DICH BEZAHLEN LASSEN!“, schrie er und riss mit einem kräftigen Ruck die Cockpit-Abdeckung des Legions aus. Als er jedoch nach dem schockierten Dämon greifen wollte, begab dieser sich mit einem Sprung ins All.
„Ich hatte niemals die Absicht dir alles das zu nehmen, du selbst hast es dir genommen!“, antwortete er dann und mobilisierte noch einmal Kräfte, die er selbst nicht mehr erwartet hatte. Genug um noch einmal seine eigene entfesselte Form aufzubauen und mit zwei Flammenklingen die beiden Lichtklingen seines Gegners abzufangen.
„Das ist typisch für Dämonen. Sie lügen, wenn sie die Wahrheit zu hören bekommen!“ schrie nun Metatron zurück, während er sich in reines Licht auflöste und als Blitz auf Cains Kopf zuraste.

Der Kreuzer hatte bereits eine nicht zu unterschätzende Strecke durch den Projektil-Hagel zurück gelegt und war mehreren Schiffen ausgewichen, als sich plötzlich ein blauer Phönix von oben auf ihn herab stürzte und ihn dabei mit mehreren blauen Feuerbällen angriff. Zeitgleich griffen fünf kleinere rote Phönixe an, die zuvor noch ihre Kreise um den weitaus größeren blauen gezogen hatten. Kurz bevor die Flammen-Vögel den Kreuzer jedoch erreichen konnten, zwang sie eine nicht zu unterschätzende Energie-Kugel zu einem Ausweichmanöver, so dass sie sehr bald Ma´ik und seinen Avatar anstatt des Schiffes unter Feuer nahmen. Mehrere kleinere Explosionen ereignen sich rund um den Kreuzer während sich ein so schnelles Gefecht abspielte, dass Ma´ik und seine Maschine und die Phönixe nur noch in Form von Strahlen wahrzunehmen waren. Zeitgleich wich der Kreuzer den Feuerbällen des blauen Phönix durch leichte Seitwärts-Bewegungen aus und auch der anschließende Biss angriff, verfehlte den kleinen, schnellen Kreuzer der Eldar, wenn auch nur sehr knapp.
„Der Phönix nimmt die Verfolgung auf, Sir!“, kommentierte einer der Brücken-Offiziere, während das Schiff weiter seinen Kurs verfolgte, ungeachtet des blauen Flammenstrahls, der es verfehlte.
„Das Führung-Schiff passiert die hintere Frontlinie“, fügte nun ein anderer Brücken-Offizier hinzu, während der Avatar an dem seitlichen Sichtfenster vorbei zog und gerade einen der Phönixe mit Energie-Klingen zerteilte.
„Dann müssen wir da eben unbemerkt durchbrechen“, antwortete Gor´shak ein wenig wütend darauf, während der Kreuzer einem von der Seite kommenden Dreadnought nach unten auswich. Ebenso der Phönix, wenngleich dieser zunächst mit einem Flammenstrahl eine Schneise in das Schiff der eigenen Truppen gerissen hatte.
„Durch die hinterste Frontlinie sollen wir brechen? SOLL DAS ETWA ´N SCHLECHTER SCHERZ SEIN? DAS SCHAFFEN WIR NIEMALS!!!“, schrie nun Benni nach einer ganzen Weile Stille dazwischen, den ihm wurde gerade klar, dass die hinterste Frontlinie nicht nur mitunter aus Phönix-Hosts, Kugelschiffen sondern auch aus den gigantischen Mech-Einheiten bestand, die die Himmelsarmee gerade erst geschaffen hatte.
„Wir haben keine andere Wahl, wenn wir dieses Gefecht schnell beenden wollen“, antwortete Gor´shak noch bevor der Kreuzer dicht zwischen den beiden nach vorne ragenden Ausläufern eines Himmels-Schiffes hindurch fegte, ebenso der Phönix, nur dass dieser dabei die Ausläufer mit Hilfe von großer Hitze einfach von dem Schiff trennte. Anschließend flog das Schiff in einem Bogen nach links-oben an einem silbernen Kugel-Schiff vorbei, wobei der Phönix mit einer erschreckenden Hartnäckigkeit diese Verfolgung aufrecht erhielt. Und das weitaus größere Problem war, dass Benni sich tatsächlich nicht geirrt hatte und sie nun nicht nur allen diesen Feinden gegenüber standen, die er gefürchtet hatte. Noch zusätzlich hatte der Phönix momentan ein völlig freies Schussfeld und keine anderen Himmels-Schiffe befanden sich auch nur in der Nähe des kleinen Eldar-Kreuzers.

Gewaltige Explosionen bildeten sich in der Flotte der Community als die unzähligen kleinen Geschütze der Himmelsarmee in sie einschlugen. Noch gravierender fiel diese Zerstörung allerdings aus als einer der gigantischen, zusammen geschlossenen Mechs mit einer großen Kanone feuerte die er an seinem rechten Arm trug. Ein gewaltiger blauer Wirbel aus Energie fegte daraufhin über die Flotte der Community hinweg und riss eine gewaltige Schneise in ihre Reihen hinein. Ebenso der Blitzangriff den ein sehr grob engelsförmiger, silberner Mech aus seinen Flügeln abfeuerte. Dagegen wirkte der Photonen-Angriff eines Toth-Titans wie ein schlechter Scherz, wenngleich er einige Explosionen in den Reihen der Himmels-Schiffe hinterließ. Und auch Tar´wiks Dreadnought hinterließ keine ebenwürdigen Zerstörungen in der feindlichen Armee, wenngleich er alle seine Haupt-Waffen, darunter auch den gewaltigen rot-grün-gelben Energie-Strahl in sie hinein jagte. Zeitgleich ging daneben ein Titan der Kashiri in Stellung und wurde von mehreren gelben Energie-Strahlen aus dem Maul von dem was einmal ein goldenes Kugelschiff gewesen war, zerstört. Anschließend feuerte das selbe mechanische Gebilde mit einem gewaltigen gelben Blitz aus seinem mechanischen Heiligenschein und verfehlte den Dreadnought von Tar´wik erneut viel zu knapp, ebenso ein gewaltiges Kristall-Sperrfeuer von einem Kristalldrachen.
„Schilde bei 75%“, kommentierte einer der Brückenoffiziere des Dreadnoughts als der Feuerball eines blauen Phönix eingeschlagen war. Eine Erschütterung zog sich durch das gesamte Schiff, während die Triebwerke die Gewalt der Explosion abfingen und die Schilde blau aufleuchteten.
„Wir müssen dringend die Phönix-Hosts vernichten!“, rief Uriel aus, während ein Kashiri-Mech vor dem Sichtfenster des Schiffes von einem Greifen nach unten gerissen wurde.
„Ich denke diese mechanischen Monster sind das weitaus größere Problem“, antwortete Tar´wik, als ein Photonen-Projektil eines Toth-Kreuzers an dem goldenen Panzer eines Himmels-Dreadnoughts abzuprallen schien. Ebenso die Magma-Kugel eines Volcano-Titans. die nicht durch den goldenen Panzer eines gleichgroßen Himmelsschiffes dringen sollte.
„Die Anpassung hat begonnen. Ausgerechnet jetzt“, stellte nun die Engelsdame recht ruhig fest, wenngleich ihr letzter Satz schon eine gewisse Hoffnungslosigkeit vermuten ließ. Nun feuerte ein silberner mechanischer Drache seinen Weisen Strahl ab und traf direkt in die Schilde des Dreadnoughts, der erneut von einer gewaltigen Erschütterung durchzogen wurde. „Wenn ihr Dimensionsbewohner nicht noch ein paar technologische Tricks bieten könnt, dann wird dies das Ende der Schlacht sein“, fügte Uriel dann noch schnell an.

Cain verstand gar nicht woher er die Kraft nahm, aber irgendwie schaffte er es tatsächlich rechtzeitig seine Elementar-Form anzunehmen bevor der Lichtstrahl ihn treffen konnte. Somit schlug er einfach durch die Flammen hindurch und materialisierte sich wieder als Metatron, ebenso tat es direkt darauf auch Cain. Der drehte sich in Reaktion darauf so schnell er konnte und nutzte diesen Schwung um einige weitere Schwertschläge auszuführen, denen der Erzengel jedoch problemlos nach hinten ausweichen konnte.
„Sieh dich an Erzdämon Cain. Du bist ja kaum noch dazu im Stande zu zuschlagen“, lachte er dann lautstark und begann dann plötzlich einige rote Lichtstrahlen aus den gleichfarbigen Kristallen der goldenen, flügelartig angeordneten Schwebe-Gebilde zu feuern, was Cain schockierte, denn er hatte zumindest im Ansatz gehofft, dass es seinem Feind ähnlich erging wie ihm.
„Ich werde dir zeigen zu was ich immer noch fähig bin!“, antwortete er dann auf Metatrons primitive Provokation und bewegte sich schnell zwischen den Strahlen hindurch, wenngleich sie ihm dabei nach schwenkten. Anschließend jagte er einige Feuerbälle und eine größere Kugel auf seinen Feind, der diese schnell mit einer Schildkugel aus Licht abfing und zur Seite wich, so dass er dicht an einem Flammenstrahl vorbei fegte, als er auf Cain zustürmte und erneut zu einem Lichtstrahl dematerialisierte. Und tatsächlich begann sich dieser Strahl nun mit Lichtgeschwindigkeit zu bewegen, so dass es völlig unmöglich für Cain wurde seines Feindes Bewegungen zu folgen und eine nicht näher bestimmbare Menge an Durchschlägen seines Körpers zu verhindern. Blut begann sich im näheren Raum um den stark zerfetzten Dämonenkörper zu verteilen, was so schnell geschehen war, dass lediglich die Folgen davon zu sehen waren. Kurzzeitig lähmten unerträgliche Schmerzen den Dämon so stark, dass er handlungsunfähig war und auch danach ließ sich nur schwer ein klarer Gedanke fassen.
„Was ist los, Erzdämon Cain? Wolltest du mir nicht zeigen zu was zu fähig bist?“, fragte Metatron und lachte lautstark während er sich einige Meter entfernt wieder materialisierte, allerdings in einer äußerst groben, aber ganz klar engelsförmigen Lichtform. Und tatsächlich schien es nicht, als ob der Dämon in der Lage wäre noch irgendetwas zu tun, denn nicht nur sein Körper war zerstört, seine Kraftreserven waren völlig am Ende. Das weitaus größere Problem war jedoch, dass er sich niemals mit Lichtgeschwindigkeit bewegen könnte, erst recht nicht ohne den Legion. Er konnte auch nicht verhindern, dass Metatron eine gigantische Kugel seines Elements erschuf, die sich sogar schon in Blitzen in die Umgebung entlud. „DAS IST ES WOZU ICH NOCH FÄHIG BIN!“, schrie er dann aus und jagte seinen Angriff auf den momentan völlig wehrlosen Erzdämon. Und tatsächlich schien es als würde er an genau diesem Punkt enden, im Kampf mit seinem Erzfeind, den ihm das Schicksal zugeteilt hatte. Es war ein ehrenvolles Ende und dennoch störte den Dämon da eine Sache und die war, dass er keinen von den anderen jemals mehr wieder sehen würde. Zu seiner Überraschung sollte dies ihn jedoch nicht wie er es selbst erwartet hätte bei Uriel, sondern bei Natasha am aller meisten stören.

Mehrere gewaltige Feuerbälle und Strahlen fegten an dem kleinen Eldar-Schiff vorbei, während es sich in einem Bogen durch dieses Inferno schraubte und auch von dem Biss des nach oben stoßenden Phönix verfehlt wurde. Ein weiterer Flammenstrahl sollte über das Schiff hinweg geschwenkt werden, während Ma´ik gerade den letzten der fünf roten Phönixe mit einer Energie-Entladung aus der Hand seines Avatars vernichtete. Und dann war da immer noch das Problem mit den gewaltigen näher kommenden Mechs, von denen einer bereits einige gewaltige Licht-Pfeile aus seinen Bein-Waffen in die Community-Truppen weiter hinten jagte. Selbst Gor´shak schien äußerst ratlos in dieser Situation, denn er musste etwas völlig unmögliches schaffen.
„Ich kehre zurück“, konnte er nun Ma´ik über das Kommunikations-System sagen hören, während ein weiterer Feuerball über das Schiff hinweg fegte und es knapp verfehlte. Zeitgleich feuerte ein anderer der gigantischen Himmels-Mechs eine blau-Weise Strahlen-Kanone ab, die er sogar noch einmal komplett zur Seite schwenken konnte.
„Wir müssen diesen brennenden Piepnatz irgendwie loswerden“, kommentierte der Gestaltwandler feststellend und mit einem gewissen Sarkasmus, bevor mehrere Feuerbälle des Phönix in die rechte Seite des Kreuzers einschlugen und dort nicht zu unterschätzende Explosionen hinterließen.
„Schilde bei 70%“, kommentierte einer der Eldar-Brückenoffiziere, während eine nicht zu unterschätzende Erschütterung durch das Schiff zog, die Benni sogar kurz drohte zu Boden zu reißen. Und während die Triebwerke die Stöße der Explosionen noch abfingen, fegte bereits ein weiterer blauer Flammenstrahl über den Kreuzer hinweg. Plötzlich sollte ein Himmels-Schlachtschiff aus ansonsten völlig freiem Feld von oben herab stoßen und sich genau in die Flugbahn des kleinen Eldar-Schiffes begeben. Während dieses jedoch fähig sein sollte dem goldenen Schiff auszuweichen, stellte sich der Phönix hier als weitaus unfähiger heraus. Eine gewaltige Explosion zerrissen Schiff und Flammenwesen, während der Kreuzer sich mit hoher Geschwindigkeit seinem letzten Hindernis näheren sollte, dass ihn von der letzten Linie der feindlichen Armee trennen sollte: Dem gewaltigen Anti-Schiffs-Geschützfeuer der übergroßen Himmelsmechs. Aus beinahe allen dem Himmel bekannten Elementen, und vielen verschiedenen Energien sollte es bestehen und jede nur denkbare Form aufbringen. Es war offensichtlich unmöglich dort hindurch zu brechen und dennoch blieb keine Zeit über den Versuch überhaupt nachzudenken, weshalb der kleine Kreuzer sich nicht von seinem Weg abbringen ließ.

Es war nur noch eine Frage der Zeit bis die Himmelsmechs nicht mehr das Geringste von der Community-Flotte übrig lassen würden. Selbst die mächtigen Schiffe der Eldar hatten diesen gewaltigen Waffensystemen nichts mehr entgegen zu setzen, wenngleich sie fähig waren deren Außenpanzerung zu beschädigen. Und immer noch hatte Tar´wik keine Lösung für die gewaltigen Probleme die seiner Flotte im Weg standen gefunden. Besonders die adaptierende Panzerung der Himmelsarmee bereitete ihm Schwierigkeiten. Es schien einfach keine Lösung für dieses Problem zu existieren. Was er jetzt brauchte war Zeit und die hatte er gerade gar nicht, denn die vereinigten Mechs würden nicht mehr viel von seiner Armee übrig lassen, wenn er sich Zeit mit der Planung ließ.
„Sie passen sich unseren Waffensystemen an und dann überrennen sie uns einfach“, kommentierte der Eldar feststellend. „Eine Strategie, die sich als äußerst effektiv erweisen wird“, fügte er dann noch schnell an, als neben seinen Dreadnought ein Schiff der Uagui ein gleichgroßes der Himmelsarmee mit seinen seitlichen Geschützen angriff, während es daran vorbei zog. Das Himmelsschiff antwortete mit seinen eigenen Geschützen und gewaltige Explosionen überzogen zunächst die Seiten der Schiffe, bevor das der Uagui einfach nach einem besonders schweren Treffer in zwei Hälften zerbrach. Erschrocken sollte die übrige Armee feststellen, dass das Himmelsschiff nur geringe Schäden genommen hatte, denn die Panzerung hatte sich nun auch an die Waffensysteme der Uagui angepasst.
„Sir, auch die Toth melden, dass die meisten ihrer Waffensysteme ineffizient geworden sind, ebenso die Volcano“, kommentierte nun auch einer der Brückenoffiziere, bevor ein gewaltiger blauer Energie-Strahl über den Dreadnought hinweg fegte und dabei nicht nur eine gewaltige Erschütterung, sondern auch eine gewaltige Schneise in dessen rechter Hülle hinterließ. Nur wenig später rissen die Neutronen-Geschütze des Schiffes den Angreifer, ein recht flach gebautes Schiff der Himmelsarmee in Stücke, während auf der Brücke bereits das notwendige eingeleitet wurde um den Schaden zu beheben.
„Die goldenen Panzerungen können sich unseren Waffensystemen anpassen, weil sie auf den Natur-Gesetzen unserer Dimension basieren, ist das richtig?“, fragte Tar´wik dann noch einmal nach und Uriel nickte die Aussage ab. „Dann genügt es für den Moment, wenn wir einfach ein anderes Naturgesetz verwenden und unsere Waffen werden wieder effektiv sein?“, fügte er dann noch schnell an und verwirrte die Engelsdame damit sichtbar.
„Das wird das Problem nicht vollständig lößen. Lediglich weiter nach hinten verlagern“, antwortete sie dann nach einer Weile.
„Das ist auch alles was dieser Plan bewirken soll. Uns allen ein wenig mehr Zeit verschaffen“, antwortete der General der Engelsdame, bevor er das Kom-System aktivierte. „An die Flotte. Verwendet unterschiedliche Munitions-Typen und rotiert die Frequenzen der Energie-Waffensysteme. Die Schiffe der Eldar sollen sich möglichst weit verteilen und mit anderen Schiffen koppeln“, befahl er dann und selbst Uriel zeigte sich mehr als verwirrt, denn dieser Plan schien sich ihr nicht im Geringsten zu erschließen.

Ruhe kehrte auf Ra´s Kommando-Schiff ein, als es die hintere Frontlinie passierte und lediglich noch auf Träger-Schiffe oder Phönix-Hosts traf. Nur sehr selten verirrten sich feindliche Waffensysteme hier her, das wussten die meisten Himmelskrieger ganz genau. Die Zerstörung und das Chaos die sich Ra boten befriedigten ihn nun zutiefst. Alles verlief wieder nach Plan und der Sieg erschien völlig sicher in diesem für Ra´s Zwecke winzigen Scharmützel. Und dennoch schlugen plötzlich zwei Projektile in das kleine Kommando-Schiff ein und erschütterten es sehr stark, während der Schaden von den Schilden abgefangen wurde.
„Was war das?“, fragte er Untergott nun tatsächlich auch sichtbar wütend.
„Ein kleines Schiff der Dimensionsbewohner ist durch die Frontlinie gebrochen und hat das Feuer eröffnet“, antwortete einer der Brückenoffiziere sehr zu Ras Missfallen.
„Startet sofort ein Ausweichmanöver. Benachrichtigt die Flotte, dass wir angegriffen werden“ befahl der Untergott nach zwei weiteren Einschlägen, die sich als Tachyon-Projektile heraus stellen sollten. Dennoch sollten darauf folgende Schüsse ihr Ziel verfehlen, ebenso die annähernd 100 Stalkers, die der Kreuzer mit Gor´shak und Benni an Bord auf das kleine Schiff abfeuerte. Schnell zog das kleine Kommando-Schiff des Unter-Gottes an einem der Phönix-Hosts vorbei, während die Energie-Strahlen in den Mech-Träger einschlugen und einige Explosionen an dessen Hülle hinterließen. Tatsächlich sollte Gor´shak sich nun seines Sieges sehr sicher wirken, so wie er die Arme verschränkte und das Geschehen lediglich noch beobachtete.
„Ich glaube das hier nennt man wohl im allgemeinen „Schach“, Freundchen“, kommentierte der Formwandler sarkastisch und bezog sich nicht unabsichtlich auf das alte terranische Taktik-Spiel. Plötzlich stieß jedoch ein weiteres Himmels-Schiff von oben herab und nahm den Kreuzer mit mehreren Dreifach-Türmen unter Feuer, die alle mit nicht zu unterschätzenden blauen Flammen-Kugeln feuerten. Außerdem fing dieser Kreuzer nun sogar die Schüsse des Eldar-Schiffes ab, die ursprünglich dem Kommando-Schiff gewidmet waren.
„Kollision steht unmittelbar bevor!!!“, rief einer der Brücken-Offiziere aus, während der Steuermann verzweifelt versuchte das Schiff nach unten zu reißen. Zeitgleich krachten mehrere dieser Feuerkugeln in die Schilde des Schiffes, welche sichtbar blau aufblitzen sollten. Immer noch ertönte das Kollisionsalarm-Signal, dass Benni wahrscheinlich noch seinen letzten Rest von Verstand kosten würde, wenn es länger anhalten würde.
„Schilde bei 50%“, kommentierte ein anderer Brückenoffizier, kurz bevor das Eldar-Schiff das Himmels-Schiff um nur wenige Zentimeter verfehlen sollte.

Was war das nur für ein eigenartiges Gefühl, dass den Dämon überfiehl, wenn er an Natasha dachte? Wie kam es, dass ihr Verlust ihn am härtesten von allen zu treffen schien? War es weil er sie von allen seinen Mitstreitern tatsächlich am längsten kannte? Und wieso wurde ihm das alles ausgerechnet jetzt, kurz vor seinem Ende klar? Je länger Cain darüber nachdachte umso klarer wurde ihm eine weitere Sache: So durfte es auf gar keinen Fall enden. Er musste unbedingt überleben und die anderen wieder sehen, jeden einzelnen von ihnen. Das hatte er sowohl Natasha als auch Uriel versprochen. Wütend mobilisierte Cain noch ein letztes Mal die nötige Kraft um in seine Elementar-Form zu wechseln und dort zu bleiben. Somit negierten sich alle seine momentanen Verletzungen und auch die Explosion der Licht-Kugel seines Gegners konnte der Dämon mit Hilfe einer Feuer-Schildkugel überstehen.
„Was?“, fragte Metatron verwirrt aus, als Cain schnell auf ihn zustürmte und ihm mehrere Faustschläge und Tritte innerhalb kürzester Zeit verpasste und mit einem Flammenstrahl aus nächster Nähe nachsetzte. Metatron wich jedoch als Lichtblitz zur Seite und behielt diese Form bei um Cain mehrfach zu durchschlagen. Und obwohl es sich weiterhin verhielt als würde man auf Flammen einschlagen, beschleunigte Metatron auf Lichtgeschwindigkeit und schien zu versuchen den Dämon auf diese Weise schneller zu vernichten als dieser die Flammen wieder regenerieren konnte. Allerdings schien auch die Lichtgeschwindigkeit momentan nicht zu genügen um Cains Flammen zu löschen. Dennoch wusste der Dämon, dass er schnell etwas unternehmen musste, denn er verbrauchte viel Kraft um überhaupt am Leben zu bleiben und davon hatte er momentan ohnehin zu wenig.
„Auch dieses letzte kurze Aufbäumen wird dich nicht retten, Dämon“, kommentierte der Erzengel während Cain Schwierigkeiten hatte sich auf das Nachdenken zu konzentrieren, aber er brauchte jetzt sofort eine Idee anders wäre es ihm nicht möglich sein Ziel zu erreichen und zu überleben. Und so begann er sich ein letztes Mal zu konzentrieren und fing auf einmal tatsächlich einen Faustschlag von Metatron ab, den dieser wohl in Lichtgeschwindigkeit ausgeführt hatte.
„Du irrst dich. Nicht ich bin es der gerettet werden muss. Du bist es“, antwortete er dann dem schockierten Erzengel ruhig, bevor er seinerseits mit der Faust zuschlug und auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigte, als der Erzengel seine wohl mächtigste Fähigkeit erneut anwenden wollte.

„Die Graviton-Kanonen abfeuern!“, rief Gor´shak nun aus nachdem sicher war, dass die Schiffe sich verfehlt hatten und direkt darauf sollte ein gewaltiges Feuer aus diesen Partikel-Projektilen in das Himmels-Schiff einschlagen, während beide Raumvehikel aneinander vorbei fegten sollten. Mittlerweile betrat auch Ma´ik die Brücke und sah mit an wie das Schiff gerade von einem gewaltigen gelben Energie-Strahl verfehlt wurde, ebenso von einigen goldenen Raketen.
„Unser Angriff hat nur geringen Schaden an ihren Schilden angerichtet“, stellte nun einer der Brückenoffiziere sehr zu Gor´shaks Schock fest.
„Dieser Feind ist mächtig, aber für uns sicherlich nicht unbesiegbar“, kommentierte nun Ma´ik, während er an Gor´shaks Seite trat. „Wendemanöver einleiten. Tachyon-Kanonen abfeuern“, befahl er dann und tatsächlich führte der Kreuzer eine schnelle Wende aus um das Feuer eröffnen zu können. Aber auch das Himmels-Schiff eröffnete das Feuer mit einigen Feuerbällen, so dass nicht nur jedes dritte Tachyon-Projektil sein Ziel traf, sondern auch jeder zweite Feuerball. Mehrere Explosionen überzogen beide Schiffe, wobei sie den Eldar-Kreuzer sogar drohten aus der seiner Flugbahn zu werfen. Auch die gewaltigen Lichtstrahlen des Himmelschiffes und die Stalkers des Eldar-Schiffes zeigten bisher keine bedeutende Wirkung.
„Schilde bei 30%“, kommentierte nun wieder einer der Brücken-Offiziere und versetzte den ohnehin schon völlig handlungsunfähigen und panischen Benni noch tiefer in diesen Zustand. Er gehörte nicht hier her. Er war doch bloß ein einfacher junger Terraner und kein Krieger. Nein er gehörte ganz sicher nicht in einen interuniversalen Krieg.
„Wir werden alle sterben!“, schrie er daher einmal ganz laut aus, ohne auf entsprechende Gegenreaktionen zu stoßen.
„Wir müssen den Partikel-Strahl einsetzen“, kommentierte Ma´ik schnell, während weitere Feuerbälle in die Schilde krachten.
„Der hat eine viel zu lange Aufladezeit“, antwortete Gor´shak genauso schnell, als der Eldar-Kreuzer ein Schlachtschiff großes Wrack fand hinter dem er Deckung vor dem Waffenfeuer nehmen konnte. Allerdings sollte diese Möglichkeit nur kurze Zeit vorhanden sein, denn sehr bald darauf zerstörte eine Energie-Ladung des Himmelskreuzers das Wrack, so dass er mit mehreren kleineren Lichtblitzen in die Schilde seines Gegners feuern konnte.

Tatsächlich begannen sich recht schnell größere Mengen von Schiffen anderer Community-Spezies um die Schiffe der Eldar anzusammeln. In einem langsamen aber ständigen Andockvorgang schlossen sie sich zusammen und bildeten teils recht eigenartige Kombinationen, die weder die Schiffe der Kristall-Wesen noch die der Mo´ok oder der Volcano ausließen. Eine eigenartige Mischung aus Technologie hatte sich hier angesammelt und das wusste Tar´wik, dessen Dreadnought sich zusammen mit einer Reihe anderer Community-Schiffe nicht an dem Prozess beteiligte. Erst jetzt schien Uriel zu verstehen, was Tar´wik plante.
„Das wird niemals funktionieren“, kommentierte sie dann.
„Falls nicht werden wir alle sterben und wenn wir es nicht auf diese Weise versuchen sterben wir auch alle. Ich denke, dass wir alle die erste Möglichkeit bevorzugen werden, da sie auch eine Option beinhaltet bei der wir nicht alle sterben“, antwortete Tar´wik und gab ein Signal den Kommunikations-Kanal zu öffnen, während der Strahl eines untransformierten goldenen Kugelschiffes über einen sich gerade bildenden Zusammenschluss hinweg fegte und lediglich eine Reihe von Explosionen von ihnen übrig ließ. Der Kreuzer, den die Photonen-Türme des Dreadnoughts in Stücke zerrissen, sollte dagegen eher wenig Ausgleich schaffen.
„Hier spricht General Tar´wik. Was wir nun versuchen werden, wurde noch niemals zuvor in der Geschichte der Community jemals zuvor getan. Ich verlange nun von allen Crew-Mitgliedern der Eldar-Schiffe, dass sie ihre Nano-Bots einsetzen um die Technologie der anderen Spezies in den bereits bekannten Transform-Prozess einbinden, so dass es unsere Mech-Modi mit deren Mech-Modi aufnehmen können“, gab er dann durch und tatsächlich reagierte die Besatzung des Dreadnoughts sichtbar verwirrt auf diesen Befehl an die Flotte. Dennoch konzentrierten sie sich dann auf ihre Aufgaben, scheinbar hatten sie die Erklärung des Generals sowie ihre Situation verstanden. Sehr bald begannen die Eldar-Schiffe mit ihrem üblichen Transformprozess, der hoffentlich die übrige Technologie einbinden würde. Aber auch Tar´wik wusste, dass die Besatzungen der Schiffe dazu wie ein einziges Kollektiv zusammen arbeiten müssten und das wäre wohlmöglich zu viel verlangt. Ein solches Verständnis wäre zwischen den vielen Individuen einfach nicht zu erreichen. So etwas war ja nicht einmal zwischen den einzelnen Eldar möglich. Dennoch musste er es in diesem Moment von ihnen allen verlangen. Nicht nur Uriel war sichtbar auf das Ergebnis gespannt, aber nun galt es erst einmal die zusammen geschlossenen Schiffe zu beschützen.
„Feuert das Haupt-Geschütz ab“, befahl der General anschließend seiner Besatzung nachdem er einige Koordinaten über die Holo-Ansicht eingegeben hatte. Dennoch fegte zuerst der gewaltige blaue Energie-Strahl eines Himmels-Titans über einen weiteren Zusammenschluss aus Schiffen hinweg und brachte sie alle restlos zur Explosion. Erst jetzt feuerte der Dreadnought mit seiner Hauptwaffe, dem gelb-rot-grünen Energie-Strahl in die Reihen der Himmelsarmee und brachte einige kleinere Schiffe sichtbar zur Explosion. Plötzlich explodierte eines der Eldar-Schiffe ohne jede sichtbare Beschädigung und zersprengte den Zusammenschluss wieder. Scheinbar versagten die ersten Eldar an ihrer Aufgabe und es schien nicht mehr als würde es noch funktionieren, als tatsächlich ein erster Erfolg alle anderen Eldar zu Höchstleistungen beflügeln sollte. Langsam aber sicher begannen sich alle bunt zusammen gewürfelten Schiffszusammenschlüsse zu riesigen Mechs zu transformieren, die in Größe und hoffentlich auch in Kampfstärke an die des Himmels heran reichen sollten.

Lediglich gewaltige Schockwellen in unglaublicher Stärke blieben zurück als die beiden Krieger in Lichtgeschwindigkeit zusammen trafen. Diese rissen wiederrum kleinere Asteroiden in tausende kleine Stückchen, während plötzlich die beiden Kämpfer in diesem Chaos für einen Moment lediglich ihre Kräfte maßen und somit für unterentwickeltere Wesen wieder sichtbar wurden.
„Wie ist das möglich? Das kann doch nicht wahr sein!!! DAS IST EIN TRICK!!! DAS IST IRGENDEIN BESCHISSENER DÄMONEN-TRICK!!!!!!“, schrie Metatron dem Dämon hasserfüllt entgegen, während ihm einfach nicht klar wurde, wie es einem Feuer-Elementar-Wesen möglich war mit der gewaltigen Geschwindigkeit seines Lichtelements mitzuhalten, ganz zu schweigen von der Frage der Energie, die dieser Dämon in seinem erschöpften Zustand noch aufbringen konnte. Aber Cain hatte nun einmal gewusst, dass auch das Flammen-Element zu solcher Geschwindigkeit fähig war, da es in Wahrheit bereits eine Kombination aus dem Hitze- und dem Lichtelement war. Zusätzlich beruhte es auf keiner Materie, ebenso wie auch das Licht-, das Blitz- oder das Energie-Element. Woher er die Kraftreserven nahm, das fragte er sich selbst auch, aber das spielte für dem Moment keine Rolle. Jetzt galt es nur Metatron, diese Gefahr für alles und jeden loszuwerden. Und dazu wich er zunächst zurück und dann nach oben, so dass ihn eine gewaltige Lichtkugel nur sehr knapp verfehlte. Anschließend jagte er einen Feuerstrahl zurück, dem Metatron entkam indem er wieder auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigte, was Cain wiederrum dazu zwang es dem Erzengel gleich zu tun. Gewaltige, hell leuchtende Explosionen kamen zu den Schockwellen hinzu, bevor die beiden weit voneinander entfernt als roter und Weiser Strahl wieder sichtbar wurden dicht gefolgt von einer besonders gewaltigen Schockwelle. Das letzte Zusammentreffen war scheinbar so heftig, dass sie beide in einem elastischen Stoß zurück geschleudert wurden. Allerdings sollten sie nicht viel wieder abbremsen wie auf diese Geschwindigkeit, denn nun nutzten sie ihren Schwung für eine Wende, so dass sie sehr bald erneut zusammen treffen konnten. Gewaltige Blitze entluden sich zwischen den beiden, während sie erneut ihre Kräfte maßen.
„Ich werde niemals zulassen, dass du mir meine Rache nimmst. NIEMALS!“, kommentierte Metatron nun noch einmal wütend, während sich die beiden schnell wieder lösten und noch mehrere Male zusammen trafen und das mit derselben Geschwindigkeit, die sie vor ihrem Kräftemessen aufgenommen hatten. Nun erschuf Cain eine gigantische Flammenklinge, mit der er vertikal versuchte den Erzengel zu treffen. Aber Metatron wich zur Seite und stürmte dann auf den überraschten Dämon zu. Dieser wurde einfach von Metatron weggerissen und sogar durch einen Planeten und mehrere Monde eines Systems, dass sie sehr bald erreichen sollten, geschoben. Erst ein weiterer Planet schien diese Zerstörung aufzuhalten, wobei die beiden dennoch eine gewaltige mehrere 1000KM durchmessende Explosion auf dieser Welt hinterlassen sollten, als sie auf der Oberfläche aufschlugen.

Ein Zusammenschluss nach dem anderen transformierte und bildete die Kette weiter. Die Mechs waren dabei ähnlich wie die des Himmels nur wenig massiv und wirkten lediglich äußerst fremdartig auf Außenstehende. Allerdings waren sie mit gewaltigen Klauen an Armen und Beinen versehen. Und tatsächlich waren deren zusammengeschlossene Schildsysteme in der Lage Kugelschilde zu erschaffen, die sogar die mächtigen Hauptwaffen der Himmelsmechs abfangen konnten. Eine kleine Modifikation formte die Schilde zu breiten Mauern um, die nun die zerstörten Wisps ersetzen sollte. Ein gewaltiger Energie-Strahl von einem der Himmels-Mechs krachte so nun in die Schilde die von diesen Mechs ausgestrahlt wurden und die gesamte Flotte schützten, anstatt in den Dreadnought von Tar´wik. Die Situation schien erste Fortschritte in die richtige Richtung zu machen, dachte sich Uriel.
„Beeindruckend. Ihr Bewohner dieser Dimension seit stark und werdet noch stärker in der Krise. Es ist völlig klar, weshalb Cain versucht euch unter allen Umständen zu beschützen“, kommentierte sie dann feststellend.
„Wir rücken vor. Alle Waffen- und Schild-Systeme auf maximale Stärke bringen. Maximaler Schub und Feuer nach eigenem Ermessen“, befahl der General lediglich seine Truppen weiter, die den Befehl direkt annahmen. Ungeachtet des gewaltigen Sperrfeuers aktivierten sie ihre Antriebe und rückten vor. Nicht wenige wurden dabei im Waffen-Feuer zerrissen, während die zu Mechs vereinigten Schiffe in der Nähe ihre Stärke ausspielten und mit ihren unzähligen Waffentürmen in die Himmelsarmee feuerten. Nicht zu unterschätzende Explosionen sollten sich in deren erster Frontlinie bilden als ein roter dünner Strahl aus dem Kopf von einem der riesigen Community-Mechs durch sie hindurch schwenkte. Denselben Effekt sollten die sechs Tachyon-Schneider haben, die eine der gewaltigen Maschinen in die Himmelsarmee jagte. Zusätzlich sollte eine weitere mit mehreren Magma-Bällen feuern und dabei nicht nur einige Titanen der Himmelsarmee vernichten, sondern sogar den ersten Giganten-Mech des übermächtig scheinenden Feindes zu Fall bringen. Eine nicht zu unterschätzende Explosion riss den gigantischen Mechanoiden in zwei Hälften, die unkontrolliert gegen andere Maschinen des Himmels und sogar in einen Himmelsdrachen hinein krachten. Heraus ragende Stangen spießten das Tier dabei auf, bevor es die Kollision mit einem weiteren Schiff zu Matsch zerquetschte.
„Die Kristallwesen-Schiffe bauen sich im hinteren Bereich auf und beginnen mit einem Artillerie-Feuer“, befahl Tar´wik dann, während neben dem Dreadnought einer der Mechs der Community vorbei zog und in den Nahkampf mit einem des Himmels überging. Nicht nur, dass für einen kurzen Moment alle Waffentürme ihr Ziel nicht verfehlen konnten, der Himmelsmech führte auch noch direkt einen Faustschlag auf den der Community aus. Der fing sich schnell wieder ab und packte sich den Arm seines Gegners mit seiner gewaltigen Klaue. Gewaltige Explosionen überzogen während alle dem immer wieder die Maschinen und rissen Stücke aus ihrer Panzerung, bevor der Community-Mech dem des Himmels seinen Arm mit einem kräftigen Ruck aus riss und dann eine gewaltige Partikel-Waffe in seinem Zentrum auflud, wie sie nur von den Eldar stammen konnte. Nicht einmal Zeit für einen Schock blieb der Himmelsbesatzung, als der rot-gelb-blaue Partikel-Strahl ihr gigantisches Raumgefährt einfach mit sich riss und es dann zu einer entsprechenden Explosion brachte.