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Die Wendeweste

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18.08.21 15:54
Fertiggestellt

Jede übliche Kleidungsweste hat zwei Seiten; eine schöne und eine die man nicht offen sieht. So ist es von je her. So gab es aber einst in Ratschat, was in Persien liegt, einen gewieften Schneider; der hieß Obla und verstand sein tun wie kein anderer. Er nähte von Früh bis Abends und schuf so allerhand Kleidungsstücke. So auch einst eine Weste! Er schnitt und nähte sie jedoch besonders und mit seltenem Seidenspinnerfaden den er mit einem Zauber belegte. Lang galt die Weste verloren in Persien, doch dann tauchte sie unverhofft auf und veränderte

einiges. Die Wendeweste war einem alten Blinden geschenkt der sie stets andersrum trug versehentlich und nie umkehrte Grund seiner blinden Augen und die Leute nahmen es als seinen Wunsch hin. Und so ward sie wohl benutzt, besessen und galt lange als er lebte verschollen und vom Erdboden verloren samt ihres Zaubers um den ohnehin nur der Schneider Obla selbst wusste. So begab es sich nun das der Blinde Mann starb und die Weste seinem Sohn vermachte als Geschenk seines alten Freudes Obla; nicht wissend ebenfalls auch dieser seines Gebrauchs und Eigenart und Besonderheit. Die Wendeweste auf die richtige Seite

gedreht brachte jedem der sie trug Intelligenz, Witz und Geschick. Sie stattete ihn mit einem zauberhaften Charisma aus und kleidete ihn für andere, Frau wie Mann, bewundernswert und auffallend. Eben hierin lag der geschaffene Zauber besonders! Wohl kleiden kann dich meist ein Kleidungsstück so oder so. Aber dir das Tor und Tür zum Herzen, hart oder weich, eines Menschen schlagen das vermochte und kann üblich keines sogleich. Von Dauer schon garnicht. So konnte die Wendeweste des Obla aus jedem einen wohllebenden König oder Kalifen machen. Sosi der Sohn des

Blinden der die Wendeweste unbedarft von seinem lieben Vater erbte war darauf nicht getrimmt oder versessen ernsthaft, er hatte so etwas ja stet nur vom Hörensagen nie aber durch erleben gekannt. So dann als er die Weste des Vaters wendete, auf ihre andere Prachtseite und ungenutzt noch überstreifte ahnte er nichts und versprach sich nur sie sinnvoll zu gutem zu nutzen. Wohl war sie so ansehnlicher und schöner – aber ihr Zauber sollte ihn verblüffen. Die Weste gewendet machte aus dem gewöhnlichen Straßenbettlerssohn einen vermeintlichen Herrn. Er strahlte Anziehung aus und bald hatte er im nu

ungeahnt vile Bekannte mit einem Mal. Freunde und auch welche die es geblendet gut mit ihm meinten. Doch geht so etwas nur auf Zeit und eine Weile. Sosi brachte es dank seiner zauberhaften Art sogar zum 1. Wesir des Kalifen Moslum. Vieles also hatte er so mit der Wendeweste zu Wege gebracht wurde aber im Grunde nur ihretwegen bewundert. Das aber kann und konnte nicht fortdauern und so fehltem ihm bei allen Bekannten nach Wochen und Monaten die Freunde von Herzen. Diese jedoch konnte ihm bei allem keine Zauberweste verschaffen. Es blieb der Zauber der Weste und bald verstand er

und warum vielleicht sein Vater ein alter Blinder sie bekommen. Sosi war nun schlau dennoch, gekleidet wohl und die Weste seines Vaters ward sein Glückspfand dafür. Sosis einziger Kummer war das Pech das es Zauber bleibt und blieb. Kleidung altert bei allem pfleglichen Gebrauch auch und irgendwann ward sie nicht mehr zu und von Nutzen. So war es mit dem Zauberkleidungsstpück von Obla ebenfalls. Sie bleichte aus und ihr Zauber verlor sich teils damit bald im Wind. Die Wendeweste brachte ihm Gunst, Achtung und einen hohen Gesellschaftlichen Posten ein und wurde genutzt bis die zweite Seite der anderen

fast schon glich. Dann verschenkte er sie. Sosi`s wundersame Geschichte endete an disem Tag. Er verlor wohl sein Zaubercharisma u.s.w. durch die Weste und ihr Tun; was aber von Dauer blieb waren dadurch aber ungeahnte Zahlen von Freunden die ihn noch immer ehrlich nun achteten und so ward der Zauber irgendwie auch fortwärend und noch bald noch besser erhalten. Es waren sicher nicht der vielen alle aber warum auch? Wer es ehrlich meinte sah über die Wetse hinweg. Es waren ernsthaft mehr als notwendig nicht geblieben. Diese aber hatte er als wahre ausgesiebt bekommen! Was ihm von allem Wunder blieb war keine Wunderwendeweste mit Prunk und

Blender sondern der Zauber wahrer Freundschaft und das hatte der Weise Obla damit wohlgeschaffen und gewollt. Sosi hielt das hier noch fest und ist glücklich, gemocht lange von vielen, im Alter ruhig gestorben.

 

 

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,,Heute gibt es solche Wendewesten nicht mehr doch sie bleiben beschrieben".

 

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Sisi, 1. Großwesir von Raschat

Autorennotiz

Eine kleine Märchenstory

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