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Ich bin hier

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10.6.2017 14:17
Pausiert

Ich weiss nicht, wann ich anfing bewusst zu träumen..


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Eines Abends wachte ich inmitten eines mir unbekannten Waldes auf. Unsicher, wie ich hier her gekommen war oder wie ich wieder hinaus gelangen konnte, folgte ich einem schmalen Erdpfad, der sich schier unendlich in die Länge zog. Je weiter ich lief, desto unsicherer wurde ich, ob das der richtige Weg war. Meine Intuition hatte dem bereits seit Anbeginn meines Rückwegs widersprochen.
Völlig abwesend trottete ich weiter den Pfad entlang, als mich jemand ansprach. Sofort blieb ich erschrocken stehen. Diese Situation war mir neu, unangenehm. Man wird immerhin nicht oft nach der Abendröte tief im Wald angesprochen.

"Seiest du stehengeblieben, mein Kind."

Die Stimmte schien von hinten zu kommen. Ich wandte mich meinem Gesprächspartner zu, einem alten Mann mit langem grauem Rauschebart, der lumpige Kleidung trug. Immerhin waren sie weniger zerrissen als dreckig. Schlecht riechen tat er allerdings nicht.

"Hm?"

"Mir ist nicht entgangen, dass du einen Ausweg suchst."

"Wer sind Sie? (Und woher wussten Sie das? Bin ich so offensichtlich in meiner ansteigenenden Verzweifelung?)"

"Wer ich bin? Nur ein armer alter Mann, der sich tagein tagaus in den Wäldern herumtreibt. Man nannte mich Gereon."

"Nannte?"

"Ich lebe schon seit vielen Jahren alleine im Wald. Ausser den Tieren habe ich selten Gesellschaft. Beigelaufene Menschen meiden mich."

"Warum?"
"Du sagtest, du kennst den Weg?"

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