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| Sätze: | 668 | |
| Wörter: | 11.966 | |
| Zeichen: | 68.445 |
31 Seiten, 25 Minuten Lesezeit erforderlich
Der Titel des Buches ist "Unschuldig" und handelt nicht von den ungewollten Situationen im Leben, die viele Menschen erleben, sei es im Krankenhaus oder vor Gericht.
Es geht nicht um Schuld oder Unschuld, sondern um einen „Pup“ in der Innenstadt, dessen Besitzer Bino ist. Der Leser erhält Einblicke in Binos Leben, die Gäste des Lokals und ihre Geschichten.
Dabei wird ihr über eine grenzenlose Liebe, sexuelle Befriedigung wie auch eines alles vernichtenden Hasses erfahren. Ein Milieu bedingte Schutzgelderpressung und Bino, ist Grieche, sein Streben, nach einem glücklichen Familienleben.
Der Protagonist Bino, ein ehemaliger Eishockey-Star, durchlebt Depression und Burnout. Tauchen Sie ein in diese faszinierende Geschichte!
1: Lärm
Bino wie immer um 4 Uhr Sperrstunde macht und für den harten Kern (die Stammkunden), braucht er heute keine besondere Überzeugungsarbeit zu leisten. Dass Bettchen Daheim doch auch recht kuschelig ist, denn es ist der Monatsletzte und das bedeutet, große Ebbe in der Börse und auf Kredit gibt es bei Bino null Komma Josef! Denn wie heißt es so schön? Das Leben ist am schwersten, drei Tage vor dem Ersten.
So kommt Bino früher als ksonst nach Hause. Es ist dreiviertel Fünf, noch schnell seine zwei Katzen füttert, Katzenstreu dazu streut und verzichtet auch aufs Duschen. Erschöpft schmeißt er sich in die Waagrechte, beide Katzen grault und durch das laute Schnurren einschläft. Bino wird durch Lärm vor seiner Wohnungstür geweckt. Mehrere Männerstimmen, wie auch die seiner Nachbarin herauszuhören. Einige Minuten lässt er verstreichen, diese vergehen, ohne dass es leiser wird. So er sich aufrappelt, um nachzuschauen. Und Bino ist Junggeselle und sein Job, lässt da auch nicht mehr zu, als ab und zu so ein „Du, ich kenne dich“. Daher seine Wohnung? Du kennst vielleicht diese gescheiten und witzigen Sprüche auf Blechtafeln, um diese irgendwo im Raum gut sichtbar zu platzieren? Bei der Espressomaschine hängt so eine: „Gestern war aufgeräumt, schade, dass du da nicht da warst.“ Daher er prompt über seine Schuhe im Vorzimmer stolpert, die Wohnungstüre aus Gewohnheit, immer nur einen kleinen Spalt wegen seiner beiden Katzen öffnet und er war ja nackt.
1. Szenenbild:
Ein schmales Stiegenhaus, ein vier Meter langer Gang, gerade so breit, um einer Wohnungstüre links und rechts Platz zu geben. Eine Polizistin vor der offenen Wohnungstüre der Nachbarin, diese in einem Bademantel gewickelt mit einem Kleinkind am Arm und die Polizistin ihr den Weg in die Wohnung versperrt. Ein Polizist steht auf der vorletzten Stufe, dahinter vier Männer, jeder auf seiner Stufe in grauem Arbeitsmantel. Auf den Stufen vor der Dachbodentüre ein Mann mit Aktentasche und neben ihm einer im Schlossergewand mit Werkzeugkiste zwischen seinen Füßen.
Alle drehen sich jetzt Bino zu und er bekommt ihre ganze Aufmerksamkeit. Schließt wieder die Türe, schlüpft in seine Hose und zurück zu den Menschen auf den Gang:
Gaby, was ist los? Diese Antwort:
Sie wollen mich delogieren, ich soll die Wohnung verlassen, unten wartet die Speditionsfirma, ich werde wahnsinnig!
Und Bino kennt Exekutionen und Exekutoren aus seinem früheren Leben. Aber er weiß auch, dass diese Menschen, die diesen komischen Beruf wählen, nicht unbedingt Menschen sind, um Menschen zu schikanieren. Und? Ist dieser ältere Mann mit Spitzbart, randloser Brille und Aktentasche so einer? Bino hält ihm die Hand hin, bekommt einen festen Händedruck und der Blick seines Gegenübers flackert kein bisschen. Bino stellt sich vor, ebenso der Exekutor, Bino fragt:
Was liegt an? Bino bekommt einen Vollstreckungsbescheid in die Hand gedrückt. Mietrückstand 6.356,23 € inkl. Verfahrenskosten. Bino zu Gaby:
Pfau! Wie kannst du bei nicht einmal 500 € Miete so etwas zusammenkommen lassen, da musst du ja ein Jahr lang keine Miete bezahlt haben! Die nickt, drückt ihre Tochter an sich, die gerade zu weinen beginnt:
Ja, das Begräbnis von Martin. Ich musste das Konto überziehen. Ich war danach so fertig, konnte nicht arbeiten und da haben sie mich entlassen. Die Zeit danach war nur mehr Chaos. Bino erschrickt jetzt:
Martin? Er ist Tod? Seit wann? Wie ist das passiert?
Gaby konnte nicht mehr antworten, der Exekutor gab den Polizisten ein Zeichen, diese gingen in die Wohnung, um zu kontrollieren, dass sich keine weiteren Personen in der Wohnung mehr aufhalten, kamen wieder heraus und:
Ist rein, wir schicken die Arbeiter herauf!
NEIN! Bino laut und stellt sich ihnen in den Weg. Warten Sie, sie können doch nicht eine Mutter mit Tochter auf die Straße setzen, da.. Bino wird unterbrochen:
Doch können wir und müssen wir, es hat bisher drei erfolglose Räumungsversuche gegeben. Dieser für heute war angekündigt, mit Beiziehung eines Schlossers und der Exekutive. Auch wenn ein Einschreiben von der Post nicht abgeholt wird, hinterlegt und nicht abgeholt, gilt als zugestellt, so sagt es das Gesetz nun mal. Räumungsaufschub wurde bis heute bereits gewährt. Aber natürlich könnte ich schon die Räumungsklage absetzen, brauche aber dafür Geld, und zwar exakt 2.881,42 €. Die Kosten, die heute zusätzlich angefallen sind, müssen natürlich auch bezahlt werden.
Gaby schüttelt den Kopf, drückt das schreiende Kind an sich und läuft in die Wohnung. Bio, jetzt natürlich in das ganze Prozedere involviert. Dieser verstorbene Martin hat ihm, wie er vor drei Jahren hier eingezogen ist, wirklich sehr viel geholfen. Installationen erneuert, Boden verlegt und Ikea Möbel transportiert und zusammengebaut und nie dafür etwas genommen. Jetzt soll er gestorben sein? Bino echt nichts davon wusste, er es nicht mitbekommen, wie auch. Wenn die Menschen im Haus aufstehen, schläft er und man sich in dem kleinen Haus mit nur 4 Parteien sowieso kaum. Bino ist müde, hat einen schrecklichen Geschmack im Mund, sehnt sich nach einem Espresso, außerdem war ihm kalt, er zum Exekutor:
Schicken sie die Leute Heim, kommen sie herein, ich zahle ihnen die 2881 € ist das okay?
Macht Gabys Wohnungstüre zu, wartet noch, bis alle das Haus verlassen haben, räumt schnell Wäsche vom Hocker und bietet dem Exekutor an, Platz zu nehmen.
Ich mache mir einen Kaffee, möchten sie auch einen?
Dieser verneint und beginnt Formulare auszufüllen, Bino ihn ganz genau auszahlt. Der Exekutor gerade beim Zählen, wie die Türe aufgeht und Gaby mit ihrer Tochter auftauchte. Verständnislos schaute sie auf Bino, zu dem Exekutor und auf das Geld:
Bino? Was machst du? Was passiert da?
Der Exekutor hält ihr einen Zettel hin und zeigt auf eine Stelle:
Da unterschreiben sie und bedanken sie sich bei ihm. Jetzt haben sie sechs Monate Zeit, den restlichen Rückstand einzuzahlen, aber pünktlich ab jetzt die Miete zahlen, sonst kann er ihnen auch nicht mehr helfen.
Er gibt Bino die Hand, kräftig und lange, drückt ihn am Oberarm und es hat fast den Anschein, als wollte er ihn umarmen. Auch Gaby gibt er noch einmal die Hand und dann wird es still in der Wohnung. Gabys Tochter ist auf ihrem Arm eingeschlafen. Bino kratzt sich etwas verlegen hinter dem Ohr:
Entschuldige, dass es bei mir so ausschaut, aber ich bin auf Besuch echt nicht vorbereitet.
2. Szenenbild:
Ein quadratischer Raum und das besondere, Vorhänge links wie rechts, dahinter große eiserne Industrie Glasfenster. Es ist ein besonders hoher Raum, 2 eiserne Säulen tragen einen Teil einer Zwischendecke. Darüber eine Galerie und zu dieser führt eine eiserne Wendeltreppe. Parkettboden, drei Stufen, links zu einer Ebene mit Küchenmöbel. Im hinteren Teil des Raumes Fitnessgeräte, ein Kasten, aus Raumteiler, zu einem französischen Doppelbett. Neben der Eingangstüre etwas abseits ein Pelletofen mit Glasfenster. Ein gewaltiger schwarzer Schreibtisch in der Mitte des Raumes und alles schaute schon unaufgeräumt aus. Wäsche, sehr viel Wäsche verstreut in dem Raum, Aktenordner auf Schreibtisch, Sesseln und auf der Wendeltreppe.
Bino macht einen Schluck vom Kaffee, dieser war bereits kalt geworden, so er sich einen neuen zubereitet. Auch Gaby sucht sich eine Tasse, wäscht diese ab und wartet, bis die braune Brühe einen gewissen vertrauten Duft verströmt und schaut Bino von unten an. Ja, von unten, der Größenunterschied war eklatant. Sie etwa knapp um die 1,60 und Bino um die 1,90 cm? Und altersmäßig? Pino hat bereits erste graue Strähnen und einen bereits weißen Bart, er an dem 50er kratzt und Gaby gerade letztes Monat 24 geworden. Sie ist eine zierliche kindliche Person, Pino, athletisch mit Waschbrettbauch, kräftige Oberarme. Pino zieht sich ein Sweatshirt über, zieht die Vorhänge beiseite, öffnet mehrere kleine Fenster. Die verbrauchte, abgestanden Luft tauscht sich mit der frischen Frühlingsluft und dem Duft des großen Fliederbaums vor seinem Fenster.
Beide trinken Kaffee, schauen sich in die Augen und keiner schaut weg, jeder hält den Blick, niemand möchte der Erste sein, der wegschauen. Gaby beginnt:
Das war wirklich sehr lieb von dir Bino, bin dir auch natürlich echt dankbar, wirklich, aber ich weiß nicht, wie ich es zurückzahlen soll. Weißt, ohne meine Tochter hätte ich längst Schluss gemacht, weil ich auch keine Perspektiven, keine Zukunft sehe. Überall nur Schulden, immer nur um Unterstützung Betteln gehen, weißt du was das Kraft kostet?
Bino? Geht zu der kleinen: Wie alt ist sie?
14 Monate.
Und wie heißt sie?
Sandra!
Und du möchtest arbeiten?
Ja, natürlich, habe aber niemanden für Sandra. Es ist so schwer, müsste sie mitnehmen können und wer nimmt mich schon, oder wer stellt eine Mutter mit Kleinkind ein, die jeden Augenblick Pflege Urlaub brauchen kann.
Okay Gaby, ich haue mich jetzt aufs Ohr, brauche meinen Schlaf, muss um 16 Uhr einkaufen. Ich zahle dir 15 € die Stunde, okay? Schau, Geschirrspüler ist da, Waschmaschine im Bad und Sandra kann ja bei dir bleiben, wecke mich um zwei?
Gaby legt den Kopf weit in den Nacken, umarmt nun langsam und ganz leicht Bino, der bückt sich: Bino, ich danke dir für alles, ja, ich mache alles sauber, natürlich, danke, danke, danke. Herr Nachbar!
2: So geht es nicht?
14 Uhr. Gaby soll ja Bino wecken, sie sich vorsichtig zu ihm auf das Bett setzt, ihn beobachtet. Kräftige Muskeln, ein Tattoo mit einem Adler, der ein Schwert in seinen Krallen hält. Mit seinem weißen Bart schaut er dem Sänger Kenny Rogers sehr ähnlich. Fast wie auf dem Cover Foto ihrer CD. Sie liebt diese männliche tiefe Stimme, bis jetzt aber nur die Stimme, der Sänger ja aus einer anderen Generation. Besonders der Song, LADY! Und die letzte Strophe des Songs liebt sie besonders. Lady, deine Liebe ist die einzige Liebe, die ich brauche, und direkt neben mir, dort möchte ich dich haben. Denn, meine Liebe, ich möchte, dass du etwas weißt! Du bist die Liebe meines Lebens, du bist meine Frau. Dieser Mann, der da so friedlich schläft und beim Ausatmen immer die Lippen dabei öffnet und ein leises BLOBB zu hören.
Martin ist nun ein Jahr tot, in der Früh hat er sich verabschiedet, seine Tochter geküsst, noch über Kopfschmerzen geklagt und ist gegangen. Nachmittags Besuch der Polizei mit der Todesnachricht. Gehirnschlag, bei der Maschine in der Werkhalle zusammengebrochen und Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Seitdem ist ihr Leben ein Chaos, Martin hat doch alles geregelt, er der Mann für alles. Kennengelernt haben sie sich durch seine Starthilfe. Mit Kabeln ist er plötzlich neben ihr gestanden, mit laufendem Motor, Motorhaube auf, angeklemmt, gestartet sie, „danke“, er winkte ab, packte seine Kabeln ein und fährt. Gaby ist Kosmetikerin, zu wenig Geld, falsch gar kein Geld für eine neue Batterie und so wiederholte sich dieses Szenario jedes Mal, sobald es Minusgrade hatte. Und dieser Januar war schon ein richtiger Winter! Sie hat nicht mitgezählt, war es öfter als 10-mal? Wo er ihre Starthilfe gegeben hat? Eines Morgens stand er mit einer Batterie neben ihr, baute diese ein, nahm die alte mit. Sie fragt, wie sie sich revanchieren kann?
Ja, heute um 19 Uhr im „Dino“? Ein Lokal, wo Dean Martin und solche Musik aus dieser Zeit gespielt wurde. Nicht nur, auch Rocken-Roll und sie lernte dort, Abend für Abend zu tanzen. Kein Standard, nein, das wollte Martin nicht, wollte sich nicht nach vorgegebenen Figuren bewegen, seine Tanzpartnerin den Kopf und Hand so zu halten und zu bewegen wie es vorgegeben war, nein. Er wollte diese Freiheit, selbst Figuren kreieren und ausprobieren und sie, Gaby, war sein williges Werkzeug. Es dauerte lange, bis er sie das erste Mal zu sich nach Hause eingeladen hat. Er bewohnte eine 3-er Burschen-WG und große Managementanstrengung von ihm, um für sich und Gaby eine sturmfreie Bude zu haben. Aber Martin war ein großes verwöhntes Mama-Kind. Und Kind geblieben, so wie er gerne tanzte, spielte er auch am PC. Stundenlang und hätten sie nicht in Miledici- Kroaten, in diesem herrlichen Strandhotel, ohne Internet Anschluss geurlaubt, wäre sie nie schwanger geworden. Das Sexleben hielt er auf Sparflamme. Er hatte Hemmungen, hatte Komplexe, die sie nie ausräumen konnte. Sie ertappte sich dabei, dass sie jetzt an Sex dachte, sie versuchten auch sich den Mann vor ihr vorzustellen, als Mann, als Partner? Irgendwo im Zimmer summte ein Wecker, sie brauchte ihn nicht wecken, der übernahm das für sie.
3. Szenenbild:
Die Wohnung jetzt nicht wiederzuerkennen. Bis auf den Schreibtisch und der Wendeltreppe, hat Gaby die Ordner nicht angerührt, irgendwie fand sie, hat diese für sie Unordnung, ein System. Doch Küche aufgeräumt, Wäsche auf dem Wäscheständer vor den geöffneten Fenstern.
Der Wecker läutet und übernimmt das Wecken. Pino sieht sie neben sich sitzen und zeigt eine Reihe von kräftigen weißen Zähnen. Ach, ist dieser Mann fesch, ein richtiger Mann, nicht zu vergleichen mit Martin. Sogar so zerrauft und verschlafen wie eben jetzt. Pino:
Hallo, daran könnte ich mich gewöhnen, beim Aufwachen jedes Mal in so wunderschöne hellblaue Augen zu schauen.
Jetzt wurde Gaby rot, also dieses dunkelste Rot, wie es nur Menschen schaffen, mit roten Haaren. Mit einem solchen Kompliment hat sie nicht gerechnet und war auch nicht gewohnt, Komplimente zu bekommen.
Wie ist es gegangen? Steh auf, dreht sich einmal im Kreis, um anerkennend durch die Zähne zu pfeifen.
Ist ja kaum wiederzuerkennen und wau, meinen Tennisschläger hast du auch gefunden? Wo war der? Ich dachte schon, den habe ich im Center vergessen und der ist für immer weg, ist ja super geworden, und was riecht da so gut? Hast du was gekocht?
Gabi nun aufsteht und: Ja, ich habe bei mir gekocht, und es im Backrohr warmgestellt.
Und was?
Komm, lasse dich überraschen, ich hoffe nur, du bist kein Veganer, aber da ich Speck und Käsekrainer im Kühlschrank bei dir gefunden habe, habe ich es mir getraut.
Und das Geschirr? Von dir?
Ja, du hast ja nichts Passendes.
Na super, teilen wir uns die beiden Haushalte auf, von mir aus? Ich habe nichts dagegen, also ich habe Mordshunger, zeig her, was du hast?
Lasagne, selbst gemacht! Sie servierte, setzte sich mit Sandra neben ihn, gab ihr ein Fläschchen Tee, gegen Winde und beobachtete Pino beim Essen. Alkoholfreies Bier und er verlangte noch eine Portion. Als er fertig war, sich gemütlich am Sessel zurücklehnt und Gaby winkte. Ihre Hand ergreift, er sie auf seinen Schoß zieht und sie war ja mit ihren 48 kg ein Fliegengewicht und Bino zu ihr:
Gaby, ich weiß, wir haben uns, seit ich hier eingezogen bin, nur ein paar Mal gesehen. Du warst schwanger und ich habe mit Martin hier alles renoviert. Er hat mir sehr, sehr, viel geholfen und ich habe heute nur eine alte Schuld beglichen. Der Installateur hätte mir das Fünffache gekostet. Aber Martin suchte meine Freundschaft, zu der ich auch bereit war. Er ja sympathisch und sehr hilfsbereit, nur? Pino machte jetzt eine Pause und da sich Gaby gegen ihre Sitzposition in keiner Weise sträubte, sprach er weiter.
Er wollte mehr als nur Freundschaft, weißt du, was ich damit meine? Gaby nickte:
Ja, natürlich, ich war ja fast 5 Jahre mit ihm zusammen, ich habe es bald bemerkt. Er war dort in dem Dino, der einzige Mann, der auch mit einem anderen Mann getanzt hat. Wir haben oft darüber gesprochen, aber vorletzten Weihnachten, er den Christbaumverkäufer so was von Komplimente und nachgestiegen, war für mich so peinlich. Er ist dann gegen Mitternacht mit dem Christbaum nach Hause gekommen und sofort ins Bad und in die Dusche, was er sonst nicht so seine Art war. Ja, ich habe es gewusst, aber er u mir immer nett und aufmerksam. Küssen und so herum schmusen wollte er nie. Und dass wir eine Tochter haben, verdanke ich nur dem Umstand, dass er den Rakija nicht vertragen hat und so was von an lässig wurde, dass ich auch ausgenützt habe. So mit dem zusammen schlafen und zu lieben, hatte er es nicht. Vielleicht brauchte er mich auch nur als Alibi für das Umfeld? Ich weiß es nicht, das interessiert mich heute auch nicht mehr. Ich weiß nur, dass ich noch immer seine Spielschulden bezahlen muss. Jeden Monat kommen sie 500 € kassieren und glaube mir, die muss ich beieinander haben, sonst das.
Sie krempelte sich die Ärmel hoch, um Pino Blutergüsse auf beiden Oberarmen zu zeigen. Manche gelb manche in dunkelstem Lila. Jetzt, genau jetzt fühlte sich Pino bemüßigt, Gaby fest an sich zu ziehen, mit der freien Hand durch ihr rotes Haar zu fahren, die Haare durch seine Finger gleiten zu lassen und:
Sie werden dir nie mehr weh tun, das verspreche ich dir. Die nächste Zahlung übernehme ich. Sind die von hier, aus der Stadt?
Denke ja, der eine heißt Ikarus der andere, glaube ich Molly oder Olly? Pino nickte, begann Gaby zu umarmen, etwas fester, er spürte keinen Widerstand, im Gegenteil, sie lehnte sich an ihn, registrierte, dass sie die Augen geschlossen hatte und sich eine Träne unter ihren langen Wimpern hervor schob. Er streichelte mit dem Zeigefinger auch die kleine schlafende Sandra.
Wenn, du es dir vorstellen kannst, so seid ihr ab jetzt meine kleine Familie. Musst auch nicht gleich Antworten, und auch auf keinen Fall dich verpflichtet fühlen, weil ich dir heute das Geld gegeben habe, wie gesagt, ich war es euch eigentlich immer schon schuldig. Gaby änderte nun ihre Position, sie hatte eben beide Füße nebeneinander, stand auf, legte Sandra in den Kinderwagen und setzte sich in den Reitersitz auf Pino und:
Pino? Oh ja, ich kann es mir total gut vorstellen, du bist nicht nur ein gut aussehender starker Mann, sondern auch, wie ich heute erfahren konnte, eine herzensgute Seele. Ich weiß aber nicht, ob ich dich verdiene. Ich weiß auch nicht, ob ich die Frau sein kann, was du von einer Frau erwartest, ich kann nicht einmal richtig küssen, nicht unberührt klar, aber es gibt nur ein theoretisches Wissen, über...
Pino legte ihr seinen Zeigefinger auf ihre Lippen, schob ihre Unterlippe etwas herunter, sie wehrte sich, Pino sieht Zähne, die in allen Richtungen zeigten. Was macht nun Pino:
Oh Herr, was für ein wunderbarer Tag dieser Dienstag. Und! 27-5-2003, werde ich mir da, zeigte dabei auf seine Brust über dem Herzen. Und dazu Gaby, tätowieren lassen und jetzt, Augen zu, gib mir deine Unterlippe, Zunge,….
Und ein wenig mehr, Bino nur Hemd und Unterhose, Hemd einmal schnell ausgezogen, fiel zu Boden, genauso das Top von Gaby. Sie spürte seine Erregung, die immer größer und stärker wurde, bis sie sich dann doch traute zu sagen, als sich dieses riesengroße Ding den Weg vorbei an ihrem Tanga Höschen nach Wärme und Feuchtigkeit suchend?
Nein, Pino, nein, das geht nicht, das schaffe ich nie, machte dabei einen Buckel, schaute zu, wie Zentimeter um Zentimeter von diesem Riesen-Ding in sie verschwanden. Wartet darauf, dass etwas nun weh tun müsste und sie diese Verbindung schnell auflösen! Einfach nur von diesem Mann herunterspringen, doch? Nichts, Bino war vorsichtig, wusste sein Ding behutsam einzusetzen. Gaby hing an seiner Brust, mit den Lippen erreichte sie gerade seine Brustwarzen, zum Küssen musste sie den Kopf weit in den Nacken legen. Keucht ihm ins Ohr.
Ich nehme die Pi,pip,ille, weieiel ich so unregelmäßig meine T ta ta ta tage ha, h a ha be, Oh, verflucht das tut gut, du bist gut!
Dann passierte es, urplötzlich überkam es sie, ein nicht zu kontrollierendes Zittern, ihre Bauchdecke wird Stein hart und dann spürte sie, wie es warm an ihrem Schenkel herunterrinnt, Sie schaute an sich hinunter: Was war das? Bin das ich? Oder warst du das? Ist das von mir, oh Gott, ich habe einen Orgasmus gehabt?
Jetzt umarmte sie Bino leidenschaftlich, drückte sich an ihn und wollte jetzt auch seine letzten Zentimeter in ihrem Körper spüren, in eine Ekstase verfiel sie, mit dem Ziel, genau dasselbe noch einmal zu erleben, wenn es geht!
Es ging nicht mehr, Pino war gekommen und das war sozusagen auch das Aus für heute, für dieses erste Mal. Langsam lösten sie sich, sie waren verschwitzt, und sie wollte ihm jetzt zeigen, dass sie zumindest theoretisches Wissen aus den Pornos, die Martin zu Hauff sammelte, hatte. So rutscht sie an seiner Brust mit den Lippen langsam nach unten, langsam spannend für Pino, er soll überlegen, was sie vorhatte! Schließlich hatte sie dieses nun nicht mehr so riesige Ding in der Hand, begann daran wie an einem Eis-Stanizl, und ein solches musste auch ab und zu auch schon als Ganzes in den Mund geschoben werden, zu schlecken. Sie liebte diesen Mann da am Sessel vor ihr, gestern noch für sie ein Unbekannter, aber? Sie ist jetzt schrecklich verliebt in den Mann, der so große Ähnlichkeit mit Ceny Rogers hat. Bino über das, was da eben passiert, jedoch sprachlos.
Gaby war verliebt in Bino, in den da am Sessel vor ihr, gestern noch für sie ein völlig unbekannter, aber es war wohl diese Liebe auf den ersten Blick? Der da, so große Ähnlichkeit mit diesem Schlagersänger Ceny Rogers hatte und deren Musik, oder viele mehr, diese Stimme, sie so liebte. Und Bino war über das, was eben passiert, sprachlos. Nicht dass er es noch nie erlebt hätte, nur nie im Leben hätte er es von dieser kleinen, so jugendlich wirkenden Kindfrau vermutet zu erleben. Er hob sie hoch, es schien ihm keine Mühe zu machen, sie zu tragen, öffnete mit den Füßen die Badezimmertüre, sie an ihm hängt, umarmt. Er setzt sie an den Rand der Badewanne ab, nimmt ein Badetuch und legt es auf den Boden und geht auf die Knie.
Nun war er dran, sie zu verwöhnen. Und das wiederum hat Gaby noch nie erlebt, sie jetzt live, was sonst nur in ihrer Fantasie passiert. Und da war es wieder, schneller, noch heftiger als zuvor, sie wäre fast vom Rand der Wanne gerutscht, so verkrampften sich ihre Gesäßmuskeln und ihre Schenkel zitterten und ihre Füße schienen sie nicht mehr zu tragen. Sie sank zu Boden, lehnte sich gegen die Wanne. Bino neben ihr, küsste ihre Hand, murmelte etwas in fremder Sprache, verstand sie nicht, er lachte aber dabei. Stellte sich unter die Brause, es war kalt und es dauerte bis das Wasser warm wurde, dann holte er Gaby zu sich. Einmal er, einmal sie, sie wechselten sich ab, jeder wurde kurz nur von dem warmen Wasser verwöhnt und sie Küssten sich. Er zu ihr:
Mach es mir einfach nach.Und Gaby lernte, ihre Lippen brannten schon, da wurden sie von einem Geräusch unterbrochen, beide horchten, drehte das Wasser ab und ja, Sandra weinte. Gaby nun sich ein Handtuch packte und raus aus dem Bad, zu ihrer Tochter, schnell den Schnuller, ein wenig schaukeln, und sie schlief wieder ein.
Bino, leise zu seinem Kleiderschrank, weißes Hemd, schwarze Hose, schwarze Socken, silbern glänzendes Gille, suchte in einer Lade im Vorzimmer nach einem Schlüsselbund, gab ihr diesen, küsste sie noch einmal ganz zärtlich, streichelt ihr über das nasse Haar:
Dort ist in der Kaffeedose neben der Mikrowelle Geld, wenn du einkaufen musst, nimm dir, was du brauchst. Ich werde vor fünf in der Früh nicht kommen, aber es wäre wunderschön, wenn ich dann zu dir in das Bett kriechen könnte, um dir zu zeigen, wie sehr ich dich liebe, du bist etwas ganz Besonderes. Mit diesen Worten schloss er die Türe hinter sich und Gaby war mit ihrer Tochter alleine.
Mittwoch, 2 Tag.
Bino nicht wie versprochen, sondern verspätet sich um eine Stunde. Gaby schlief nicht. Die Stehlampe verdunkelt, eine Schreibtischlampe stand am Boden neben dem Bett. Der Pelletofen mit seinem Glasfenster ein flackerndes oranges Licht verbreitet. Es sollte schön warm im Zimmer sein, sie war vorbereitet, sie wollte Bino sagen, dass er mit ihr alles machen darf, kann, sie wollte nur noch einmal dieses unfassbare mit ihm erleben. Natürlich befriedigte sie sich sehr oft selbst, denn Martin war nicht an ihr interessiert und wenn, dann nur meist nach dem Tanzabend, wenn er das Glück hatte, einen Mann zu finden, der mit ihm tanzte. So wusste sie auch, heute kommt sie noch dran.
Gabi hat sich für Bio schön gemacht, essen war warmgestellt, Sandra schläft und es jetzt ernst wird. Sie hört ihn aufsperren.
3: Nicht einfach aufgeben!
Gaby hat sich also hübsch gemacht, sie ist bereit, ihm zu sagen, du kannst mit mir alles machen, oder, lass dich gehen, ja, das wird sie ihm bei der richtigen Gelegenheit ins Ohr flüstern. Sie dreht das Licht im Vorzimmer auf. Bino lehnt an der Kommode, schwankt beachtlich, hat offensichtlich Mühe, auf den Beinen zu stehen. Sie geht auf ihn zu, möchte ihn stützen, er stößt sie weg. Lasse mich, ich schaffe es schon, und ich möchte alleine sein, ich will, dass du gehst, jetzt, sofort, GEHE!
Für Gaby bricht in diesen Sekunden eine Welt zusammen, eine neue Welt, die sie gerade dabei war, für sich neu zu erfinden. Sonne, Liebe, eine schöne Zukunft für Sie und ihre Tochter und jetzt? Sie kann ihre Tränen nicht zurückhalten, stürmt zu dem Kinderwagen, in dem Sandra schläft, und geht mit diesem rüber in ihre Wohnung. Plötzlich war ihr kalt, die Wohnung war kalt, in ihrem Herzen spürte sie Leere und Kälte.
Sie schimpfte sich „Närrin“, kämpfte nicht mehr dagegen an, sie ließ ihren Schmerz zu und weinte, bis Sandra munter wurde, ja sie hat eine Tochter und sie muss für sie stark sein, es war ein Traum, ein Traum für einen Tag, sie ließ alles noch einmal Revue passieren, alles das schöne, das Wunderbare, dieses sich als Frau fühlen, sie sich voll und ganz diesem Gefühl hingegeben. Mit diesen schönen Gedanken ist sie sitzend eingeschlafen, Sandra meldet sich wie immer pünktlich um sechs, wickeln, Fläschchen, sie sich sie zu ihr ins Bett holt und beide sind noch einmal eingeschlafen. Das Frühstück viel ärmlich aus, sie hatte viel eingekauft, doch das war alles bei Bino in der Wohnung nebenan. Und? Sie hatte doch den Schlüssel? Sandra ruhig, spielte sich im Gitterbett mit den ihre Kuscheltiere, daher? Sie zog sich an, nahm den Schlüssel und sperrte vorsichtig und sehr leise die Wohnungstüre von Bino auf. Die Luft geschwängert von Biergeruch und Wein und Bino lag angezogen auf dem Sofa, eine Hand und Fuß am Boden und schnarchte entsetzlich laut. Leise ging sie in die Küche, nahm alles, was sie brauchte, verließ wieder die Wohnung, nicht noch einmal einen Blick auf Bino zu werfen. Sie ließ den Schmerz und ihre Tränen zu, sie wollte leiden, so wie sie mit diesem Mann unendlich glücklich war, für Stunden. Dieser Ceny Rogers, auch wenn er nicht diese Stimme wie er hatte, aber die Ähnlichkeit ließ wieder ihr Herz schneller schlagen. Hat er ihr doch auch Arbeit angeboten, den Exekutor bezahlt, dass sie in ihrer Wohnung bleiben konnte! Was ist mit ihm passiert? Er war ein guter Mensch, sie jetzt den Alkohol die Schuld gab und sie wollte, wenn er nüchtern war, wissen, Wieso? Warum? Er muss es ihr erklären, schließlich hat er mit ihr geschlafen. Sie hat ihm ihren Körper, natürlich bereitwillig und voll Leidenschaft hingegeben, es fühlte sich alles so richtig an. Sie begann in ihrer Wohnung zu putzen, die Fenster, den Staub abzuwischen, das macht den Kopf frei, dachte sie, aber es wurde nur noch schlimmer. Schließlich war es fast14 Uhr, sie legte Sandra in den Kinderwagen und klopfte bei Bino. Nachdem sie bereits mit ihrer kleinen Faust getrommelt und noch immer nichts passierte, sperrte sie auf. Der Wecker summte, Bino noch immer auf dem Sofa und er lag in erbrochenen. Er atmete, aber alles stank entsetzlich, sie öffnete zuerst die Fenster, ins Bad um einen Kübel und mit warmem Wasser, Handtuch und Waschlappen zurück und begann vorsichtig beim Gesicht von Bino! Zuerst die Partie um seinen Mund, den Bart und Stirne. Plötzlich fasste er sie beim Handgelenk, seine Stimme krächzte ein: Entschuldige, bitte verzeih mir, es wird nie wieder passieren, ich verspreche es dir. Sie entzieht ihm ihre Hand:
So, ich verspreche es, es wird nie wieder geschehen. Ja! Weißt du, wie oft ich das gehört habe? Hundertmal, jedes Mal, wenn Martin alles verspielt hat? Du bist genauso ein Schuft, ich habe mich in dir getäuscht. Weißt du, was das für ein Schock für mich war? Ich habe alles für uns schön gemacht, ich habe mich für dich schön gemacht und du kommst besoffen bei der Tür herein und wirfst mich aus deiner Wohnung? Bist du so einer? Zuckerbrot und Peitsche? Was kommt da noch zum Vorschein? Es hat sich alles so toll und richtig angefühlt, ich habe mich in diesen großen bärenstarken Mann total verliebt, nichts hätte ich dir verwehrt, war bereit, alles für dich zu tun. Dann das? Kannst du mir erklären, warum? Sind Bedenken gekommen, um deine Großzügigkeit? Oder bin ich dir zu jung? Und gleich eine mit Kind? Zu viel Verantwortung wäre da zu übernehmen? Oder, was war der Grund für dich, sich so zu betrinken und offensichtlich verträgst du es auch nicht. Hast du dich von oben bis unten Vollgekotzt, ersticken hättest du können, in deinem Suff, weißt du das?
Jetzt war sie fertig, voll außer Atem gekommen, sich in Rage, alles von der Seele geschrien, war den Tränen nahe und wollte sich aus seinem neuerlichen Zugriff befreien, in dem sie auf ihn hin boxte. Musste tief Luft holen und er diese Pause nützte, noch immer mit heißerer krächzenden Stimme: Ich habe Geburtstag gehabt und mein Geschäftspartner eine Überraschungspartie geschmissen. Du musst wissen, als Coverrer, so nennt man den Chef eines Lokals, gibts viele Freunde, richtige und nicht richtige. Mit beiden musste ich anstoßen und da habe ich irgendwann die Kontrolle darüber verloren. Es tut mir leid, ich wollte nicht, dass du mich so siehst, es ist, wie es ist, und ich trinke sehr selten und nur dann ganz wenig, weil ich auch immer noch nach Hause fahren muss! Meist gelingt es mir, die Gläser zu tauschen, wenn ich hinter der Bar stehe und eingeladen werde, aber dieses Mal hatte ich keine Chance, wenn sie mir das Stamperl in die Hand drückten. Kannst du mir verzeihen? Gaby konnte sich jetzt ganz von Bino lösen, schaute misstrauisch: Geburtstag? Zeig her, zeig mir einen Ausweis, ich weiß nicht, ob ich dir glauben kann .
Gaby konnte sich jetzt ganz von Bino lösen, schaute misstrauisch: Geburtstag? Zeig her, zeig mir einen Ausweis, ich weiß nicht, ob ich dir glauben kann! Bino zeigte auf die Wand neben den Pelletofen. Schau dort Bilder von mir mit den „Roals Ranchers“, Eishockey spielte ich jahrelang als Profi, in Manchester. Da gibt es eine Urkunde und den 5 Jahresvertrag vom Verein, da stehen auch meine Geburt Daten. Während Gaby unterwegs zu den besagten Bildern war, verschwand Bino im Bad, hörte die Dusche und sie begann das Erbrochene aufzuwaschen. Wer einen Säugling hat, der lernt auch damit umzugehen, die Nase sich an den säuerlichen Geruch gewöhnt. Als Bino aus dem Bad kam, hob er Gaby hoch, küsste sie und wollte mit ihr Richtung Doppelbett, sie aber: Nein, nein, nein, Mister Bino! Wie heißen sie eigentlich wirklich? Bino und wie? Er setzte sie auf den Schreibtischstuhl, drehte sie zu sich, nahm im Türkennsitz vor ihren Platz und musste so zu ihr etwas aufschauen. Gaby registrierte es und es gefiel ihr. Also, begann Bio:
Bino ist mein richtiger Vorname, so getauft, weil ich als Albino auf die Welt gekommen bin. Weißes Haar, weiße Haut, hat sich aber nach Monaten verändert, der Nachwuchs war schwarz, aber da war ich überall in der Familie, der Bino. Mein Familienname ist Chorclotic, meine Eltern sind Griechen, ich bin aber in Wien geboren und da aufgewachsen. Da in die Schule, Realgymnasium eine Sporthochschule, ich bin schneller gewachsen, als meine Kumpels so Rundherum. Zuerst hat sich Torwart angeboten, Leichtathletik war ich einfach schon zu groß. Bis ich die Liebe zum Schlittschuhlaufen entdeckte. Zuerst trainierte ich Eisschnelllauf, auch einiges gewonnen, bis mich der Trainer von dem Walker-Rangers entdeckte. Erste Station war Graz, dann Turin, danach Arlen, in Belgien und schließlich nach England. Dort als Profi gespielt, enorm viel Geld verdient, auch geheiratet, eine Tochter, die ist jetzt 16 Jahre und meine Ex hat wieder geheiratet. Es war einen Bussi- Bussi Trennung. So das Wichtigste von mir. Jetzt habe ich seit 9 Jahren ein Lokal, das „Unschuldig“ heißt. Kurz zuerst dort gejobbt, dann dieses übernommen. Ein Partner, der das Administrative und ich an der Front. Mir macht das ungemein viel Spaß, haben zwei Darts Mannschaften, die in der obersten Liga mitspielen. Und? muss ich auch erzählen, gehört einfach dazu, jetzt ist es günstig und ein besserer Zeitpunkt wird auch nicht mehr kommen. Habe zurzeit zwei Freundinnen, und ja, warte bitte, lass mich bitte, bitte, ausreden. Die eine ist eine Fernbeziehung, sie verheiratet, überweise ihr ab und zu etwas Geld, waren vor 4 Jahren zusammen, Urlaubs Flirt, die Nummern getauscht und bis heute in Kontakt, da schau, hat mir gestern zum Geburtstag gratuliert. Wollte Gaby das am Handy zeigen, die winkte ab, später Bino, nachher und die andere? Das ist Ilse, arbeitet bei mir als Zahlkellnerin, sind seit einigen Monaten irgendwie so leiert, war auch schon einige Male hier in der Wohnung, habe bereits gestern mit ihr Schluss gemacht, ihr von uns erzählt, ob und wie sie es akzeptiert, ob sie es so hinnimmt, weiß ich nicht, wir werden es sehen. Vielleicht kündigt sie, keine Ahnung. Also jetzt hätte ich Hunger, hast du vielleicht etwas eingekauft? Oder bestellen wir uns eine Pizza?
Gabi: Ich habe gestern gekocht!
„Unschuldig“
Ist der Titel dieses Buches. Und es geht um das „Unschuldig“.
Manchmal kommen wir unschuldig in Situationen, die wir nicht wollten. Menschen, die in Spitäler liegen, oder vor Gericht stehen und so argumentieren und es gibt tausende solch anderen Situationen.
Doch es geht überhaupt nicht um Schuld oder Unschuld, sondern so heißt ein Lokal, ein „Pup“ in der Innenstadt und der Besitzer ist ein gewisser „BINO“.
Es gibt Einblick und erzählt über das Leben des Bino. Übers „Unschuldig“ und deren Gäste und das Leben, das sie führen.
Werdet Zeitzeuge über eine grenzenlose Liebe und auch von einem alles vernichtenden Hasses.
Über Schutz-Geld Erpressung.
Ihr könnt aber auch emotional ein glückliches, zufriedenes Familienleben miterleben.
Erlebt eine Depression, das darauffolgende Burnout.
Alles dreht sich um den Protagonisten „BINO“ und das Leben eines ehemaligen Eishockey-Stars.
31 Seiten, 25 Minuten Lesezeit erforderlich
Der Titel des Buches ist "Unschuldig" und handelt nicht von den ungewollten Situationen im Leben, die viele Menschen erleben, sei es im Krankenhaus oder vor Gericht.
Es geht nicht um Schuld oder Unschuld, sondern um einen „Pup“ in der Innenstadt, dessen Besitzer Bino ist. Der Leser erhält Einblicke in Binos Leben, die Gäste des Lokals und ihre Geschichten.
Dabei wird ihr über eine grenzenlose Liebe, sexuelle Befriedigung wie auch eines alles vernichtenden Hasses erfahren. Ein Milieu bedingte Schutzgelderpressung und Bino, ist Grieche, sein Streben, nach einem glücklichen Familienleben.
Der Protagonist Bino, ein ehemaliger Eishockey-Star, durchlebt Depression und Burnout. Tauchen Sie ein in diese faszinierende Geschichte!
1: Lärm
Bino wie immer um 4 Uhr Sperrstunde macht und für den harten Kern (die Stammkunden), braucht er heute keine besondere Überzeugungsarbeit zu leisten. Dass Bettchen Daheim doch auch recht kuschelig ist, denn es ist der Monatsletzte und das bedeutet, große Ebbe in der Börse und auf Kredit gibt es bei Bino null Komma Josef! Denn wie heißt es so schön? Das Leben ist am schwersten, drei Tage vor dem Ersten.
So kommt Bino früher als ksonst nach Hause. Es ist dreiviertel Fünf, noch schnell seine zwei Katzen füttert, Katzenstreu dazu streut und verzichtet auch aufs Duschen. Erschöpft schmeißt er sich in die Waagrechte, beide Katzen grault und durch das laute Schnurren einschläft. Bino wird durch Lärm vor seiner Wohnungstür geweckt. Mehrere Männerstimmen, wie auch die seiner Nachbarin herauszuhören. Einige Minuten lässt er verstreichen, diese vergehen, ohne dass es leiser wird. So er sich aufrappelt, um nachzuschauen. Und Bino ist Junggeselle und sein Job, lässt da auch nicht mehr zu, als ab und zu so ein „Du, ich kenne dich“. Daher seine Wohnung? Du kennst vielleicht diese gescheiten und witzigen Sprüche auf Blechtafeln, um diese irgendwo im Raum gut sichtbar zu platzieren? Bei der Espressomaschine hängt so eine: „Gestern war aufgeräumt, schade, dass du da nicht da warst.“ Daher er prompt über seine Schuhe im Vorzimmer stolpert, die Wohnungstüre aus Gewohnheit, immer nur einen kleinen Spalt wegen seiner beiden Katzen öffnet und er war ja nackt.
1. Szenenbild:
Ein schmales Stiegenhaus, ein vier Meter langer Gang, gerade so breit, um einer Wohnungstüre links und rechts Platz zu geben. Eine Polizistin vor der offenen Wohnungstüre der Nachbarin, diese in einem Bademantel gewickelt mit einem Kleinkind am Arm und die Polizistin ihr den Weg in die Wohnung versperrt. Ein Polizist steht auf der vorletzten Stufe, dahinter vier Männer, jeder auf seiner Stufe in grauem Arbeitsmantel. Auf den Stufen vor der Dachbodentüre ein Mann mit Aktentasche und neben ihm einer im Schlossergewand mit Werkzeugkiste zwischen seinen Füßen.
Alle drehen sich jetzt Bino zu und er bekommt ihre ganze Aufmerksamkeit. Schließt wieder die Türe, schlüpft in seine Hose und zurück zu den Menschen auf den Gang:
Gaby, was ist los? Diese Antwort:
Sie wollen mich delogieren, ich soll die Wohnung verlassen, unten wartet die Speditionsfirma, ich werde wahnsinnig!
Und Bino kennt Exekutionen und Exekutoren aus seinem früheren Leben. Aber er weiß auch, dass diese Menschen, die diesen komischen Beruf wählen, nicht unbedingt Menschen sind, um Menschen zu schikanieren. Und? Ist dieser ältere Mann mit Spitzbart, randloser Brille und Aktentasche so einer? Bino hält ihm die Hand hin, bekommt einen festen Händedruck und der Blick seines Gegenübers flackert kein bisschen. Bino stellt sich vor, ebenso der Exekutor, Bino fragt:
Was liegt an? Bino bekommt einen Vollstreckungsbescheid in die Hand gedrückt. Mietrückstand 6.356,23 € inkl. Verfahrenskosten. Bino zu Gaby:
Pfau! Wie kannst du bei nicht einmal 500 € Miete so etwas zusammenkommen lassen, da musst du ja ein Jahr lang keine Miete bezahlt haben! Die nickt, drückt ihre Tochter an sich, die gerade zu weinen beginnt:
Ja, das Begräbnis von Martin. Ich musste das Konto überziehen. Ich war danach so fertig, konnte nicht arbeiten und da haben sie mich entlassen. Die Zeit danach war nur mehr Chaos. Bino erschrickt jetzt:
Martin? Er ist Tod? Seit wann? Wie ist das passiert?
Gaby konnte nicht mehr antworten, der Exekutor gab den Polizisten ein Zeichen, diese gingen in die Wohnung, um zu kontrollieren, dass sich keine weiteren Personen in der Wohnung mehr aufhalten, kamen wieder heraus und:
Ist rein, wir schicken die Arbeiter herauf!
NEIN! Bino laut und stellt sich ihnen in den Weg. Warten Sie, sie können doch nicht eine Mutter mit Tochter auf die Straße setzen, da.. Bino wird unterbrochen:
Doch können wir und müssen wir, es hat bisher drei erfolglose Räumungsversuche gegeben. Dieser für heute war angekündigt, mit Beiziehung eines Schlossers und der Exekutive. Auch wenn ein Einschreiben von der Post nicht abgeholt wird, hinterlegt und nicht abgeholt, gilt als zugestellt, so sagt es das Gesetz nun mal. Räumungsaufschub wurde bis heute bereits gewährt. Aber natürlich könnte ich schon die Räumungsklage absetzen, brauche aber dafür Geld, und zwar exakt 2.881,42 €. Die Kosten, die heute zusätzlich angefallen sind, müssen natürlich auch bezahlt werden.
Gaby schüttelt den Kopf, drückt das schreiende Kind an sich und läuft in die Wohnung. Bio, jetzt natürlich in das ganze Prozedere involviert. Dieser verstorbene Martin hat ihm, wie er vor drei Jahren hier eingezogen ist, wirklich sehr viel geholfen. Installationen erneuert, Boden verlegt und Ikea Möbel transportiert und zusammengebaut und nie dafür etwas genommen. Jetzt soll er gestorben sein? Bino echt nichts davon wusste, er es nicht mitbekommen, wie auch. Wenn die Menschen im Haus aufstehen, schläft er und man sich in dem kleinen Haus mit nur 4 Parteien sowieso kaum. Bino ist müde, hat einen schrecklichen Geschmack im Mund, sehnt sich nach einem Espresso, außerdem war ihm kalt, er zum Exekutor:
Schicken sie die Leute Heim, kommen sie herein, ich zahle ihnen die 2881 € ist das okay?
Macht Gabys Wohnungstüre zu, wartet noch, bis alle das Haus verlassen haben, räumt schnell Wäsche vom Hocker und bietet dem Exekutor an, Platz zu nehmen.
Ich mache mir einen Kaffee, möchten sie auch einen?
Dieser verneint und beginnt Formulare auszufüllen, Bino ihn ganz genau auszahlt. Der Exekutor gerade beim Zählen, wie die Türe aufgeht und Gaby mit ihrer Tochter auftauchte. Verständnislos schaute sie auf Bino, zu dem Exekutor und auf das Geld:
Bino? Was machst du? Was passiert da?
Der Exekutor hält ihr einen Zettel hin und zeigt auf eine Stelle:
Da unterschreiben sie und bedanken sie sich bei ihm. Jetzt haben sie sechs Monate Zeit, den restlichen Rückstand einzuzahlen, aber pünktlich ab jetzt die Miete zahlen, sonst kann er ihnen auch nicht mehr helfen.
Er gibt Bino die Hand, kräftig und lange, drückt ihn am Oberarm und es hat fast den Anschein, als wollte er ihn umarmen. Auch Gaby gibt er noch einmal die Hand und dann wird es still in der Wohnung. Gabys Tochter ist auf ihrem Arm eingeschlafen. Bino kratzt sich etwas verlegen hinter dem Ohr:
Entschuldige, dass es bei mir so ausschaut, aber ich bin auf Besuch echt nicht vorbereitet.
2. Szenenbild:
Ein quadratischer Raum und das besondere, Vorhänge links wie rechts, dahinter große eiserne Industrie Glasfenster. Es ist ein besonders hoher Raum, 2 eiserne Säulen tragen einen Teil einer Zwischendecke. Darüber eine Galerie und zu dieser führt eine eiserne Wendeltreppe. Parkettboden, drei Stufen, links zu einer Ebene mit Küchenmöbel. Im hinteren Teil des Raumes Fitnessgeräte, ein Kasten, aus Raumteiler, zu einem französischen Doppelbett. Neben der Eingangstüre etwas abseits ein Pelletofen mit Glasfenster. Ein gewaltiger schwarzer Schreibtisch in der Mitte des Raumes und alles schaute schon unaufgeräumt aus. Wäsche, sehr viel Wäsche verstreut in dem Raum, Aktenordner auf Schreibtisch, Sesseln und auf der Wendeltreppe.
Bino macht einen Schluck vom Kaffee, dieser war bereits kalt geworden, so er sich einen neuen zubereitet. Auch Gaby sucht sich eine Tasse, wäscht diese ab und wartet, bis die braune Brühe einen gewissen vertrauten Duft verströmt und schaut Bino von unten an. Ja, von unten, der Größenunterschied war eklatant. Sie etwa knapp um die 1,60 und Bino um die 1,90 cm? Und altersmäßig? Pino hat bereits erste graue Strähnen und einen bereits weißen Bart, er an dem 50er kratzt und Gaby gerade letztes Monat 24 geworden. Sie ist eine zierliche kindliche Person, Pino, athletisch mit Waschbrettbauch, kräftige Oberarme. Pino zieht sich ein Sweatshirt über, zieht die Vorhänge beiseite, öffnet mehrere kleine Fenster. Die verbrauchte, abgestanden Luft tauscht sich mit der frischen Frühlingsluft und dem Duft des großen Fliederbaums vor seinem Fenster.
Beide trinken Kaffee, schauen sich in die Augen und keiner schaut weg, jeder hält den Blick, niemand möchte der Erste sein, der wegschauen. Gaby beginnt:
Das war wirklich sehr lieb von dir Bino, bin dir auch natürlich echt dankbar, wirklich, aber ich weiß nicht, wie ich es zurückzahlen soll. Weißt, ohne meine Tochter hätte ich längst Schluss gemacht, weil ich auch keine Perspektiven, keine Zukunft sehe. Überall nur Schulden, immer nur um Unterstützung Betteln gehen, weißt du was das Kraft kostet?
Bino? Geht zu der kleinen: Wie alt ist sie?
14 Monate.
Und wie heißt sie?
Sandra!
Und du möchtest arbeiten?
Ja, natürlich, habe aber niemanden für Sandra. Es ist so schwer, müsste sie mitnehmen können und wer nimmt mich schon, oder wer stellt eine Mutter mit Kleinkind ein, die jeden Augenblick Pflege Urlaub brauchen kann.
Okay Gaby, ich haue mich jetzt aufs Ohr, brauche meinen Schlaf, muss um 16 Uhr einkaufen. Ich zahle dir 15 € die Stunde, okay? Schau, Geschirrspüler ist da, Waschmaschine im Bad und Sandra kann ja bei dir bleiben, wecke mich um zwei?
Gaby legt den Kopf weit in den Nacken, umarmt nun langsam und ganz leicht Bino, der bückt sich: Bino, ich danke dir für alles, ja, ich mache alles sauber, natürlich, danke, danke, danke. Herr Nachbar!
2: So geht es nicht?
14 Uhr. Gaby soll ja Bino wecken, sie sich vorsichtig zu ihm auf das Bett setzt, ihn beobachtet. Kräftige Muskeln, ein Tattoo mit einem Adler, der ein Schwert in seinen Krallen hält. Mit seinem weißen Bart schaut er dem Sänger Kenny Rogers sehr ähnlich. Fast wie auf dem Cover Foto ihrer CD. Sie liebt diese männliche tiefe Stimme, bis jetzt aber nur die Stimme, der Sänger ja aus einer anderen Generation. Besonders der Song, LADY! Und die letzte Strophe des Songs liebt sie besonders. Lady, deine Liebe ist die einzige Liebe, die ich brauche, und direkt neben mir, dort möchte ich dich haben. Denn, meine Liebe, ich möchte, dass du etwas weißt! Du bist die Liebe meines Lebens, du bist meine Frau. Dieser Mann, der da so friedlich schläft und beim Ausatmen immer die Lippen dabei öffnet und ein leises BLOBB zu hören.
Martin ist nun ein Jahr tot, in der Früh hat er sich verabschiedet, seine Tochter geküsst, noch über Kopfschmerzen geklagt und ist gegangen. Nachmittags Besuch der Polizei mit der Todesnachricht. Gehirnschlag, bei der Maschine in der Werkhalle zusammengebrochen und Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Seitdem ist ihr Leben ein Chaos, Martin hat doch alles geregelt, er der Mann für alles. Kennengelernt haben sie sich durch seine Starthilfe. Mit Kabeln ist er plötzlich neben ihr gestanden, mit laufendem Motor, Motorhaube auf, angeklemmt, gestartet sie, „danke“, er winkte ab, packte seine Kabeln ein und fährt. Gaby ist Kosmetikerin, zu wenig Geld, falsch gar kein Geld für eine neue Batterie und so wiederholte sich dieses Szenario jedes Mal, sobald es Minusgrade hatte. Und dieser Januar war schon ein richtiger Winter! Sie hat nicht mitgezählt, war es öfter als 10-mal? Wo er ihre Starthilfe gegeben hat? Eines Morgens stand er mit einer Batterie neben ihr, baute diese ein, nahm die alte mit. Sie fragt, wie sie sich revanchieren kann?
Ja, heute um 19 Uhr im „Dino“? Ein Lokal, wo Dean Martin und solche Musik aus dieser Zeit gespielt wurde. Nicht nur, auch Rocken-Roll und sie lernte dort, Abend für Abend zu tanzen. Kein Standard, nein, das wollte Martin nicht, wollte sich nicht nach vorgegebenen Figuren bewegen, seine Tanzpartnerin den Kopf und Hand so zu halten und zu bewegen wie es vorgegeben war, nein. Er wollte diese Freiheit, selbst Figuren kreieren und ausprobieren und sie, Gaby, war sein williges Werkzeug. Es dauerte lange, bis er sie das erste Mal zu sich nach Hause eingeladen hat. Er bewohnte eine 3-er Burschen-WG und große Managementanstrengung von ihm, um für sich und Gaby eine sturmfreie Bude zu haben. Aber Martin war ein großes verwöhntes Mama-Kind. Und Kind geblieben, so wie er gerne tanzte, spielte er auch am PC. Stundenlang und hätten sie nicht in Miledici- Kroaten, in diesem herrlichen Strandhotel, ohne Internet Anschluss geurlaubt, wäre sie nie schwanger geworden. Das Sexleben hielt er auf Sparflamme. Er hatte Hemmungen, hatte Komplexe, die sie nie ausräumen konnte. Sie ertappte sich dabei, dass sie jetzt an Sex dachte, sie versuchten auch sich den Mann vor ihr vorzustellen, als Mann, als Partner? Irgendwo im Zimmer summte ein Wecker, sie brauchte ihn nicht wecken, der übernahm das für sie.
3. Szenenbild:
Die Wohnung jetzt nicht wiederzuerkennen. Bis auf den Schreibtisch und der Wendeltreppe, hat Gaby die Ordner nicht angerührt, irgendwie fand sie, hat diese für sie Unordnung, ein System. Doch Küche aufgeräumt, Wäsche auf dem Wäscheständer vor den geöffneten Fenstern.
Der Wecker läutet und übernimmt das Wecken. Pino sieht sie neben sich sitzen und zeigt eine Reihe von kräftigen weißen Zähnen. Ach, ist dieser Mann fesch, ein richtiger Mann, nicht zu vergleichen mit Martin. Sogar so zerrauft und verschlafen wie eben jetzt. Pino:
Hallo, daran könnte ich mich gewöhnen, beim Aufwachen jedes Mal in so wunderschöne hellblaue Augen zu schauen.
Jetzt wurde Gaby rot, also dieses dunkelste Rot, wie es nur Menschen schaffen, mit roten Haaren. Mit einem solchen Kompliment hat sie nicht gerechnet und war auch nicht gewohnt, Komplimente zu bekommen.
Wie ist es gegangen? Steh auf, dreht sich einmal im Kreis, um anerkennend durch die Zähne zu pfeifen.
Ist ja kaum wiederzuerkennen und wau, meinen Tennisschläger hast du auch gefunden? Wo war der? Ich dachte schon, den habe ich im Center vergessen und der ist für immer weg, ist ja super geworden, und was riecht da so gut? Hast du was gekocht?
Gabi nun aufsteht und: Ja, ich habe bei mir gekocht, und es im Backrohr warmgestellt.
Und was?
Komm, lasse dich überraschen, ich hoffe nur, du bist kein Veganer, aber da ich Speck und Käsekrainer im Kühlschrank bei dir gefunden habe, habe ich es mir getraut.
Und das Geschirr? Von dir?
Ja, du hast ja nichts Passendes.
Na super, teilen wir uns die beiden Haushalte auf, von mir aus? Ich habe nichts dagegen, also ich habe Mordshunger, zeig her, was du hast?
Lasagne, selbst gemacht! Sie servierte, setzte sich mit Sandra neben ihn, gab ihr ein Fläschchen Tee, gegen Winde und beobachtete Pino beim Essen. Alkoholfreies Bier und er verlangte noch eine Portion. Als er fertig war, sich gemütlich am Sessel zurücklehnt und Gaby winkte. Ihre Hand ergreift, er sie auf seinen Schoß zieht und sie war ja mit ihren 48 kg ein Fliegengewicht und Bino zu ihr:
Gaby, ich weiß, wir haben uns, seit ich hier eingezogen bin, nur ein paar Mal gesehen. Du warst schwanger und ich habe mit Martin hier alles renoviert. Er hat mir sehr, sehr, viel geholfen und ich habe heute nur eine alte Schuld beglichen. Der Installateur hätte mir das Fünffache gekostet. Aber Martin suchte meine Freundschaft, zu der ich auch bereit war. Er ja sympathisch und sehr hilfsbereit, nur? Pino machte jetzt eine Pause und da sich Gaby gegen ihre Sitzposition in keiner Weise sträubte, sprach er weiter.
Er wollte mehr als nur Freundschaft, weißt du, was ich damit meine? Gaby nickte:
Ja, natürlich, ich war ja fast 5 Jahre mit ihm zusammen, ich habe es bald bemerkt. Er war dort in dem Dino, der einzige Mann, der auch mit einem anderen Mann getanzt hat. Wir haben oft darüber gesprochen, aber vorletzten Weihnachten, er den Christbaumverkäufer so was von Komplimente und nachgestiegen, war für mich so peinlich. Er ist dann gegen Mitternacht mit dem Christbaum nach Hause gekommen und sofort ins Bad und in die Dusche, was er sonst nicht so seine Art war. Ja, ich habe es gewusst, aber er u mir immer nett und aufmerksam. Küssen und so herum schmusen wollte er nie. Und dass wir eine Tochter haben, verdanke ich nur dem Umstand, dass er den Rakija nicht vertragen hat und so was von an lässig wurde, dass ich auch ausgenützt habe. So mit dem zusammen schlafen und zu lieben, hatte er es nicht. Vielleicht brauchte er mich auch nur als Alibi für das Umfeld? Ich weiß es nicht, das interessiert mich heute auch nicht mehr. Ich weiß nur, dass ich noch immer seine Spielschulden bezahlen muss. Jeden Monat kommen sie 500 € kassieren und glaube mir, die muss ich beieinander haben, sonst das.
Sie krempelte sich die Ärmel hoch, um Pino Blutergüsse auf beiden Oberarmen zu zeigen. Manche gelb manche in dunkelstem Lila. Jetzt, genau jetzt fühlte sich Pino bemüßigt, Gaby fest an sich zu ziehen, mit der freien Hand durch ihr rotes Haar zu fahren, die Haare durch seine Finger gleiten zu lassen und:
Sie werden dir nie mehr weh tun, das verspreche ich dir. Die nächste Zahlung übernehme ich. Sind die von hier, aus der Stadt?
Denke ja, der eine heißt Ikarus der andere, glaube ich Molly oder Olly? Pino nickte, begann Gaby zu umarmen, etwas fester, er spürte keinen Widerstand, im Gegenteil, sie lehnte sich an ihn, registrierte, dass sie die Augen geschlossen hatte und sich eine Träne unter ihren langen Wimpern hervor schob. Er streichelte mit dem Zeigefinger auch die kleine schlafende Sandra.
Wenn, du es dir vorstellen kannst, so seid ihr ab jetzt meine kleine Familie. Musst auch nicht gleich Antworten, und auch auf keinen Fall dich verpflichtet fühlen, weil ich dir heute das Geld gegeben habe, wie gesagt, ich war es euch eigentlich immer schon schuldig. Gaby änderte nun ihre Position, sie hatte eben beide Füße nebeneinander, stand auf, legte Sandra in den Kinderwagen und setzte sich in den Reitersitz auf Pino und:
Pino? Oh ja, ich kann es mir total gut vorstellen, du bist nicht nur ein gut aussehender starker Mann, sondern auch, wie ich heute erfahren konnte, eine herzensgute Seele. Ich weiß aber nicht, ob ich dich verdiene. Ich weiß auch nicht, ob ich die Frau sein kann, was du von einer Frau erwartest, ich kann nicht einmal richtig küssen, nicht unberührt klar, aber es gibt nur ein theoretisches Wissen, über...
Pino legte ihr seinen Zeigefinger auf ihre Lippen, schob ihre Unterlippe etwas herunter, sie wehrte sich, Pino sieht Zähne, die in allen Richtungen zeigten. Was macht nun Pino:
Oh Herr, was für ein wunderbarer Tag dieser Dienstag. Und! 27-5-2003, werde ich mir da, zeigte dabei auf seine Brust über dem Herzen. Und dazu Gaby, tätowieren lassen und jetzt, Augen zu, gib mir deine Unterlippe, Zunge,….
Und ein wenig mehr, Bino nur Hemd und Unterhose, Hemd einmal schnell ausgezogen, fiel zu Boden, genauso das Top von Gaby. Sie spürte seine Erregung, die immer größer und stärker wurde, bis sie sich dann doch traute zu sagen, als sich dieses riesengroße Ding den Weg vorbei an ihrem Tanga Höschen nach Wärme und Feuchtigkeit suchend?
Nein, Pino, nein, das geht nicht, das schaffe ich nie, machte dabei einen Buckel, schaute zu, wie Zentimeter um Zentimeter von diesem Riesen-Ding in sie verschwanden. Wartet darauf, dass etwas nun weh tun müsste und sie diese Verbindung schnell auflösen! Einfach nur von diesem Mann herunterspringen, doch? Nichts, Bino war vorsichtig, wusste sein Ding behutsam einzusetzen. Gaby hing an seiner Brust, mit den Lippen erreichte sie gerade seine Brustwarzen, zum Küssen musste sie den Kopf weit in den Nacken legen. Keucht ihm ins Ohr.
Ich nehme die Pi,pip,ille, weieiel ich so unregelmäßig meine T ta ta ta tage ha, h a ha be, Oh, verflucht das tut gut, du bist gut!
Dann passierte es, urplötzlich überkam es sie, ein nicht zu kontrollierendes Zittern, ihre Bauchdecke wird Stein hart und dann spürte sie, wie es warm an ihrem Schenkel herunterrinnt, Sie schaute an sich hinunter: Was war das? Bin das ich? Oder warst du das? Ist das von mir, oh Gott, ich habe einen Orgasmus gehabt?
Jetzt umarmte sie Bino leidenschaftlich, drückte sich an ihn und wollte jetzt auch seine letzten Zentimeter in ihrem Körper spüren, in eine Ekstase verfiel sie, mit dem Ziel, genau dasselbe noch einmal zu erleben, wenn es geht!
Es ging nicht mehr, Pino war gekommen und das war sozusagen auch das Aus für heute, für dieses erste Mal. Langsam lösten sie sich, sie waren verschwitzt, und sie wollte ihm jetzt zeigen, dass sie zumindest theoretisches Wissen aus den Pornos, die Martin zu Hauff sammelte, hatte. So rutscht sie an seiner Brust mit den Lippen langsam nach unten, langsam spannend für Pino, er soll überlegen, was sie vorhatte! Schließlich hatte sie dieses nun nicht mehr so riesige Ding in der Hand, begann daran wie an einem Eis-Stanizl, und ein solches musste auch ab und zu auch schon als Ganzes in den Mund geschoben werden, zu schlecken. Sie liebte diesen Mann da am Sessel vor ihr, gestern noch für sie ein Unbekannter, aber? Sie ist jetzt schrecklich verliebt in den Mann, der so große Ähnlichkeit mit Ceny Rogers hat. Bino über das, was da eben passiert, jedoch sprachlos.
Gaby war verliebt in Bino, in den da am Sessel vor ihr, gestern noch für sie ein völlig unbekannter, aber es war wohl diese Liebe auf den ersten Blick? Der da, so große Ähnlichkeit mit diesem Schlagersänger Ceny Rogers hatte und deren Musik, oder viele mehr, diese Stimme, sie so liebte. Und Bino war über das, was eben passiert, sprachlos. Nicht dass er es noch nie erlebt hätte, nur nie im Leben hätte er es von dieser kleinen, so jugendlich wirkenden Kindfrau vermutet zu erleben. Er hob sie hoch, es schien ihm keine Mühe zu machen, sie zu tragen, öffnete mit den Füßen die Badezimmertüre, sie an ihm hängt, umarmt. Er setzt sie an den Rand der Badewanne ab, nimmt ein Badetuch und legt es auf den Boden und geht auf die Knie.
Nun war er dran, sie zu verwöhnen. Und das wiederum hat Gaby noch nie erlebt, sie jetzt live, was sonst nur in ihrer Fantasie passiert. Und da war es wieder, schneller, noch heftiger als zuvor, sie wäre fast vom Rand der Wanne gerutscht, so verkrampften sich ihre Gesäßmuskeln und ihre Schenkel zitterten und ihre Füße schienen sie nicht mehr zu tragen. Sie sank zu Boden, lehnte sich gegen die Wanne. Bino neben ihr, küsste ihre Hand, murmelte etwas in fremder Sprache, verstand sie nicht, er lachte aber dabei. Stellte sich unter die Brause, es war kalt und es dauerte bis das Wasser warm wurde, dann holte er Gaby zu sich. Einmal er, einmal sie, sie wechselten sich ab, jeder wurde kurz nur von dem warmen Wasser verwöhnt und sie Küssten sich. Er zu ihr:
Mach es mir einfach nach.Und Gaby lernte, ihre Lippen brannten schon, da wurden sie von einem Geräusch unterbrochen, beide horchten, drehte das Wasser ab und ja, Sandra weinte. Gaby nun sich ein Handtuch packte und raus aus dem Bad, zu ihrer Tochter, schnell den Schnuller, ein wenig schaukeln, und sie schlief wieder ein.
Bino, leise zu seinem Kleiderschrank, weißes Hemd, schwarze Hose, schwarze Socken, silbern glänzendes Gille, suchte in einer Lade im Vorzimmer nach einem Schlüsselbund, gab ihr diesen, küsste sie noch einmal ganz zärtlich, streichelt ihr über das nasse Haar:
Dort ist in der Kaffeedose neben der Mikrowelle Geld, wenn du einkaufen musst, nimm dir, was du brauchst. Ich werde vor fünf in der Früh nicht kommen, aber es wäre wunderschön, wenn ich dann zu dir in das Bett kriechen könnte, um dir zu zeigen, wie sehr ich dich liebe, du bist etwas ganz Besonderes. Mit diesen Worten schloss er die Türe hinter sich und Gaby war mit ihrer Tochter alleine.
Mittwoch, 2 Tag.
Bino nicht wie versprochen, sondern verspätet sich um eine Stunde. Gaby schlief nicht. Die Stehlampe verdunkelt, eine Schreibtischlampe stand am Boden neben dem Bett. Der Pelletofen mit seinem Glasfenster ein flackerndes oranges Licht verbreitet. Es sollte schön warm im Zimmer sein, sie war vorbereitet, sie wollte Bino sagen, dass er mit ihr alles machen darf, kann, sie wollte nur noch einmal dieses unfassbare mit ihm erleben. Natürlich befriedigte sie sich sehr oft selbst, denn Martin war nicht an ihr interessiert und wenn, dann nur meist nach dem Tanzabend, wenn er das Glück hatte, einen Mann zu finden, der mit ihm tanzte. So wusste sie auch, heute kommt sie noch dran.
Gabi hat sich für Bio schön gemacht, essen war warmgestellt, Sandra schläft und es jetzt ernst wird. Sie hört ihn aufsperren.
3: Nicht einfach aufgeben!
Gaby hat sich also hübsch gemacht, sie ist bereit, ihm zu sagen, du kannst mit mir alles machen, oder, lass dich gehen, ja, das wird sie ihm bei der richtigen Gelegenheit ins Ohr flüstern. Sie dreht das Licht im Vorzimmer auf. Bino lehnt an der Kommode, schwankt beachtlich, hat offensichtlich Mühe, auf den Beinen zu stehen. Sie geht auf ihn zu, möchte ihn stützen, er stößt sie weg. Lasse mich, ich schaffe es schon, und ich möchte alleine sein, ich will, dass du gehst, jetzt, sofort, GEHE!
Für Gaby bricht in diesen Sekunden eine Welt zusammen, eine neue Welt, die sie gerade dabei war, für sich neu zu erfinden. Sonne, Liebe, eine schöne Zukunft für Sie und ihre Tochter und jetzt? Sie kann ihre Tränen nicht zurückhalten, stürmt zu dem Kinderwagen, in dem Sandra schläft, und geht mit diesem rüber in ihre Wohnung. Plötzlich war ihr kalt, die Wohnung war kalt, in ihrem Herzen spürte sie Leere und Kälte.
Sie schimpfte sich „Närrin“, kämpfte nicht mehr dagegen an, sie ließ ihren Schmerz zu und weinte, bis Sandra munter wurde, ja sie hat eine Tochter und sie muss für sie stark sein, es war ein Traum, ein Traum für einen Tag, sie ließ alles noch einmal Revue passieren, alles das schöne, das Wunderbare, dieses sich als Frau fühlen, sie sich voll und ganz diesem Gefühl hingegeben. Mit diesen schönen Gedanken ist sie sitzend eingeschlafen, Sandra meldet sich wie immer pünktlich um sechs, wickeln, Fläschchen, sie sich sie zu ihr ins Bett holt und beide sind noch einmal eingeschlafen. Das Frühstück viel ärmlich aus, sie hatte viel eingekauft, doch das war alles bei Bino in der Wohnung nebenan. Und? Sie hatte doch den Schlüssel? Sandra ruhig, spielte sich im Gitterbett mit den ihre Kuscheltiere, daher? Sie zog sich an, nahm den Schlüssel und sperrte vorsichtig und sehr leise die Wohnungstüre von Bino auf. Die Luft geschwängert von Biergeruch und Wein und Bino lag angezogen auf dem Sofa, eine Hand und Fuß am Boden und schnarchte entsetzlich laut. Leise ging sie in die Küche, nahm alles, was sie brauchte, verließ wieder die Wohnung, nicht noch einmal einen Blick auf Bino zu werfen. Sie ließ den Schmerz und ihre Tränen zu, sie wollte leiden, so wie sie mit diesem Mann unendlich glücklich war, für Stunden. Dieser Ceny Rogers, auch wenn er nicht diese Stimme wie er hatte, aber die Ähnlichkeit ließ wieder ihr Herz schneller schlagen. Hat er ihr doch auch Arbeit angeboten, den Exekutor bezahlt, dass sie in ihrer Wohnung bleiben konnte! Was ist mit ihm passiert? Er war ein guter Mensch, sie jetzt den Alkohol die Schuld gab und sie wollte, wenn er nüchtern war, wissen, Wieso? Warum? Er muss es ihr erklären, schließlich hat er mit ihr geschlafen. Sie hat ihm ihren Körper, natürlich bereitwillig und voll Leidenschaft hingegeben, es fühlte sich alles so richtig an. Sie begann in ihrer Wohnung zu putzen, die Fenster, den Staub abzuwischen, das macht den Kopf frei, dachte sie, aber es wurde nur noch schlimmer. Schließlich war es fast14 Uhr, sie legte Sandra in den Kinderwagen und klopfte bei Bino. Nachdem sie bereits mit ihrer kleinen Faust getrommelt und noch immer nichts passierte, sperrte sie auf. Der Wecker summte, Bino noch immer auf dem Sofa und er lag in erbrochenen. Er atmete, aber alles stank entsetzlich, sie öffnete zuerst die Fenster, ins Bad um einen Kübel und mit warmem Wasser, Handtuch und Waschlappen zurück und begann vorsichtig beim Gesicht von Bino! Zuerst die Partie um seinen Mund, den Bart und Stirne. Plötzlich fasste er sie beim Handgelenk, seine Stimme krächzte ein: Entschuldige, bitte verzeih mir, es wird nie wieder passieren, ich verspreche es dir. Sie entzieht ihm ihre Hand:
So, ich verspreche es, es wird nie wieder geschehen. Ja! Weißt du, wie oft ich das gehört habe? Hundertmal, jedes Mal, wenn Martin alles verspielt hat? Du bist genauso ein Schuft, ich habe mich in dir getäuscht. Weißt du, was das für ein Schock für mich war? Ich habe alles für uns schön gemacht, ich habe mich für dich schön gemacht und du kommst besoffen bei der Tür herein und wirfst mich aus deiner Wohnung? Bist du so einer? Zuckerbrot und Peitsche? Was kommt da noch zum Vorschein? Es hat sich alles so toll und richtig angefühlt, ich habe mich in diesen großen bärenstarken Mann total verliebt, nichts hätte ich dir verwehrt, war bereit, alles für dich zu tun. Dann das? Kannst du mir erklären, warum? Sind Bedenken gekommen, um deine Großzügigkeit? Oder bin ich dir zu jung? Und gleich eine mit Kind? Zu viel Verantwortung wäre da zu übernehmen? Oder, was war der Grund für dich, sich so zu betrinken und offensichtlich verträgst du es auch nicht. Hast du dich von oben bis unten Vollgekotzt, ersticken hättest du können, in deinem Suff, weißt du das?
Jetzt war sie fertig, voll außer Atem gekommen, sich in Rage, alles von der Seele geschrien, war den Tränen nahe und wollte sich aus seinem neuerlichen Zugriff befreien, in dem sie auf ihn hin boxte. Musste tief Luft holen und er diese Pause nützte, noch immer mit heißerer krächzenden Stimme: Ich habe Geburtstag gehabt und mein Geschäftspartner eine Überraschungspartie geschmissen. Du musst wissen, als Coverrer, so nennt man den Chef eines Lokals, gibts viele Freunde, richtige und nicht richtige. Mit beiden musste ich anstoßen und da habe ich irgendwann die Kontrolle darüber verloren. Es tut mir leid, ich wollte nicht, dass du mich so siehst, es ist, wie es ist, und ich trinke sehr selten und nur dann ganz wenig, weil ich auch immer noch nach Hause fahren muss! Meist gelingt es mir, die Gläser zu tauschen, wenn ich hinter der Bar stehe und eingeladen werde, aber dieses Mal hatte ich keine Chance, wenn sie mir das Stamperl in die Hand drückten. Kannst du mir verzeihen? Gaby konnte sich jetzt ganz von Bino lösen, schaute misstrauisch: Geburtstag? Zeig her, zeig mir einen Ausweis, ich weiß nicht, ob ich dir glauben kann .
Gaby konnte sich jetzt ganz von Bino lösen, schaute misstrauisch: Geburtstag? Zeig her, zeig mir einen Ausweis, ich weiß nicht, ob ich dir glauben kann! Bino zeigte auf die Wand neben den Pelletofen. Schau dort Bilder von mir mit den „Roals Ranchers“, Eishockey spielte ich jahrelang als Profi, in Manchester. Da gibt es eine Urkunde und den 5 Jahresvertrag vom Verein, da stehen auch meine Geburt Daten. Während Gaby unterwegs zu den besagten Bildern war, verschwand Bino im Bad, hörte die Dusche und sie begann das Erbrochene aufzuwaschen. Wer einen Säugling hat, der lernt auch damit umzugehen, die Nase sich an den säuerlichen Geruch gewöhnt. Als Bino aus dem Bad kam, hob er Gaby hoch, küsste sie und wollte mit ihr Richtung Doppelbett, sie aber: Nein, nein, nein, Mister Bino! Wie heißen sie eigentlich wirklich? Bino und wie? Er setzte sie auf den Schreibtischstuhl, drehte sie zu sich, nahm im Türkennsitz vor ihren Platz und musste so zu ihr etwas aufschauen. Gaby registrierte es und es gefiel ihr. Also, begann Bio:
Bino ist mein richtiger Vorname, so getauft, weil ich als Albino auf die Welt gekommen bin. Weißes Haar, weiße Haut, hat sich aber nach Monaten verändert, der Nachwuchs war schwarz, aber da war ich überall in der Familie, der Bino. Mein Familienname ist Chorclotic, meine Eltern sind Griechen, ich bin aber in Wien geboren und da aufgewachsen. Da in die Schule, Realgymnasium eine Sporthochschule, ich bin schneller gewachsen, als meine Kumpels so Rundherum. Zuerst hat sich Torwart angeboten, Leichtathletik war ich einfach schon zu groß. Bis ich die Liebe zum Schlittschuhlaufen entdeckte. Zuerst trainierte ich Eisschnelllauf, auch einiges gewonnen, bis mich der Trainer von dem Walker-Rangers entdeckte. Erste Station war Graz, dann Turin, danach Arlen, in Belgien und schließlich nach England. Dort als Profi gespielt, enorm viel Geld verdient, auch geheiratet, eine Tochter, die ist jetzt 16 Jahre und meine Ex hat wieder geheiratet. Es war einen Bussi- Bussi Trennung. So das Wichtigste von mir. Jetzt habe ich seit 9 Jahren ein Lokal, das „Unschuldig“ heißt. Kurz zuerst dort gejobbt, dann dieses übernommen. Ein Partner, der das Administrative und ich an der Front. Mir macht das ungemein viel Spaß, haben zwei Darts Mannschaften, die in der obersten Liga mitspielen. Und? muss ich auch erzählen, gehört einfach dazu, jetzt ist es günstig und ein besserer Zeitpunkt wird auch nicht mehr kommen. Habe zurzeit zwei Freundinnen, und ja, warte bitte, lass mich bitte, bitte, ausreden. Die eine ist eine Fernbeziehung, sie verheiratet, überweise ihr ab und zu etwas Geld, waren vor 4 Jahren zusammen, Urlaubs Flirt, die Nummern getauscht und bis heute in Kontakt, da schau, hat mir gestern zum Geburtstag gratuliert. Wollte Gaby das am Handy zeigen, die winkte ab, später Bino, nachher und die andere? Das ist Ilse, arbeitet bei mir als Zahlkellnerin, sind seit einigen Monaten irgendwie so leiert, war auch schon einige Male hier in der Wohnung, habe bereits gestern mit ihr Schluss gemacht, ihr von uns erzählt, ob und wie sie es akzeptiert, ob sie es so hinnimmt, weiß ich nicht, wir werden es sehen. Vielleicht kündigt sie, keine Ahnung. Also jetzt hätte ich Hunger, hast du vielleicht etwas eingekauft? Oder bestellen wir uns eine Pizza?
Gabi: Ich habe gestern gekocht!
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