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Kapitel 1 (Lucy)
„Guten Morgen“, sagte ich und setzte mich an Frühstückstisch, den mein Freund William gedeckt hat. William war ein bisschen größer als ich, hatte braune kurze Haare und wir waren beide dreiundzwanzig Jahre alt und arbeiten als Architekten. Wir beide sind zusammen zur Schule gegangen und jetzt sieben Jahre zusammen. Für unser eigenes kleines Haus haben wir beide sehr viel gespart und unsere Eltern sind auch nicht ganz unbeteiligt gewesen. Man muss auch dazu sagen, dass wir vorher schon quasi zusammengelebt haben. Wir haben jede nacht zusammen verbracht, mal bei ihn, mal bei mir. Die einzige zeit wo wir nicht zusammen waren war als wir Arbeiteten.
„Guten Morgen, hast du gut geschlafen?“
„Ja.“
„Ich hab schonmal angefangen ein paar Kartons auszupacken.“ Da haben wir nämlich noch viele von, weil wir gestern erst hierher gezogen sind. „Wollen wir heute dann zum Möbelhaus. Die Matratzen auf den Boden sind ja nicht so gemütlich. Ein Schrank und andere Sachen brauchen wir auch noch“, fragte ich William und schnitt schon mal ein Brötchen auf.
„Ja klar das können wir machen und dann richten wir uns das richtig schön gemütlich ein.“
„Oh ja.“
Während wie frühstücken guckte ich mich um. Das einzige was bisher in diesen Raum stand war ein Tisch mit vier weißen Holzstühlen, eine weiße Kommode an der wand und ein altes Sofa was in der Mitte des Raumes stand, gegenüber war ein fernsehe an der wand gehängt. Das Sofa stand da wirklich an einer guten Stelle, aber davor könnte man ruhig noch ein Teppich mit ein schönen kleinen Tisch stellen, damit es gemütlicher wirkt. Wir brauchen auch unbedingt noch mehr Stau Raum.
„Worüber denkst du nach?“, riss mich William aus meinen Gedanken.
„Was wir noch alles gebrauchen könnten, allein schon hier sind es ein paar Sachen. Und in unseren Schlafzimmer ist ja auch nichts außer die zwei Matratzen auf dem Boden“, antwortete ich.
„Da hast du recht, aber wir haben ja auch noch Zeit“, meinte er und lächelte.
Seine Augen strahlen was glückliches aus. Ich weiß nicht wann ich ihn zuletzt so glücklich gesehen habe. Das wir zusammengezogen sind war die beste Entscheidung meines jetzigen Lebens. Es ist so aufregend zusammen mit ihn, unser Haus einzurichten. Seid ein paar Jahren stellen wir uns vor, wie es wohl ist, wenn wir zusammen gezogen sind. Und jetzt, jetzt können wir es endlich zusammen erleben. Alles was noch vor uns liegt können wir gemeinsam erfahren. Ich freu mich jetzt schon auf meine Zukunft mit ihn und bin gespannt und noch so alles erwarten wird.
Nach dem Frühstück, zog ich mich erstmal an. Wir hatten die Klamotten erstmal in Koffer verstaut, der geöffnet in unserem Schlafzimmer lag. Dort nahm ich mein, pinkfarbenes Kleid und eine schwarze dünne Strumpfhose, raus. Dann bürstete ich mir die Haare und schminkte mich, allerdings machte ich immer nie mehr als meine Augenbrauen und Mascara. Als ich wieder aus dem Badezimmer rauskam und ins Schlafzimmer ging, stand William, mit den Rücken gegen der Fensterbank, gelehnt. Er war bereits angezogen und trug eine dunkelblaue Jeans und einen hellblauen Pulli, der ihn so gut stand. Er schaute auf sein Handy und guckte hoch als ich den Raum betrat.
„Du siehst wunderschön aus“, sagte er.
„Danke. Du siehst aber auch gut aus“, gab ich zurück.
„Können wir los?“, fragte Ich.
„Japp können wir“, antwortete William, steckte sein Handy in der Hosentasche und kam auf mich zu. Er umfasste mein Gesicht mit seinen Händen und gab mir, einen kurzen, zärtlichen, Kuss. Dann gingen wir runter zogen uns an und setzten uns ins Auto.
Nach eineinhalb Stunden waren wir da. Wir gingen rein und als erstes kamen die Wohnzimmer. Da sahen wir uns erstmal um. Wir brauchten nämlich ein Sofa. Die gab die ja wirklich in allen verschiedenen formen und Farben. Ich hatte sogar ein senfgelbes gesehen, das war ja wirklich so gar nicht mein Geschmack. Da neben stand ein hellgraues. Was einen sehr schönen Stoff hatte und die vorm von einen ”L“ hatte.
„Guck mal Schatz das graue ist doch schön wie findest du es?“, fragte ich.
„Ja das ist echt schön wie teuer ist den das?“
„Warte es kostet eintausend einhundert Euro.“
Er stupste mich an. „Stellst du dir schon vor auf dem Sofa zu Kuschel.“
„Ja, dass ist auch einfach die Perfekte Größe.“
„Ok, dann nehmen wir es.“
Jetzt stand nur noch ein neues Bett, einen Kleiderschrank, ein Teppich und eine Kommode an. Als wir aber bei den Kissen ankamen konnte ich nicht anders.
„Das ist doch jetzt nicht dein erst oder?“, fragte William lächelnd.
„Doch natürlich zu unserem neuen Sofa, brauchen wir auch Kissen.“
„Gut, aber übertreib damit nicht.“
„Mach ich nicht, keine sorge.“
„Wollen wir danach dann nach einen neuen Bett gucken?“
„Ja klar können wir machen“, sagte ich, packte ein paar Kissen ein und dann gingen wir weiter. Als wir so durch die Gänge gingen nahm William meine Hand. Bei der Betten Abteilung angekommen, guckten wir uns auch erstmal alles an. Es gab ja wirklich alles. Bockspringbetten, Himmelbetten, Betten mit großen lehnen und mit kleine, mit und ohne Schubladen...
Als wir uns alle angeguckt hatten sagte William: „Ich fand das, was wir ungefähr in der Mitte gesehen hatten, am besten. Weißt du welches ich mein?“
„Ich glaube ja, aber wir können ja nochmal hingehen.“
Also gingen nochmal zurück und nach ein paar Minuten hatten wir nicht nur das passende Bett sondern auch die passenden Nachtschränkchen dazu gefunden.
„Das ist wirklich schön“, sagte ich.
„Ja das find ich auch. Also wollen wir das nehmen?“
„Ja das nehmen wir“, sagte ich glücklich.
Wir guckten uns an und William legte seine Hände auf meiner Hüfte, zog mich an sich ran und küsste mich. Seine Lippen waren so schön weich und warm. Ich konnte es einfach kaum glauben, dass ich mit diesen unglaublichen Mann zusammengezogen bin.
„Könnt ihr den nicht woanders knutschen ihr steht im Weg“, riss uns, eine zickige stimme, aus unseren Kuss.
„Tut uns leid“, sagte ich überfreundlich und verdrehte die Augen.
Sie ging nur zügig vorbei. Ich musste ja schon ein bisschen lächeln, genauso wie William. Nach einer Weile hatten wir alles was wir brauchten, außer eine Kommode, aber das war nicht so schlimm.
„Ok, ich glaube wir haben das Wichtigste. Den Rest können wir auch woanders gucken, da ist das billiger“, meinte ich.
„Ok, also zu Kasse?“, fragte William nochmal nach.
„Jap.“
Sie hatten alles noch da, und da wir mit einem Anhänger gekommen waren konnten wir alles sofort mitnehmen. Es war zwar schon ein bisschen eng, weil das Sofa und das Bett ziemlich groß war aber am Ende hat doch noch alles gepasst. Nach eine Stunde fahrt waren wir zu Hause. Ich Schmiss den Schlüssel auf der weißen Kommode, die neben der Haustür stand und wir schleppten alle Sachen erstmal rein. Danach zogen wir uns Jacke und Schuhe aus. Während William am Sofa Herrum schraubte war ich in der Küche und kochte uns Nudeln mit Tomatensoße.
„Essen ist fertig“, sagte ich und stellte den Topf auf dem Tisch.
„Ich Komme.“
Er setzte sich und wir fingen an zu essen. Als wir fertig mit essen waren und William auch schon das Sofa fertig aufgebaute hatte, gingen wir ins Schlafzimmer und sagen uns um. Hier drin war wirklich nichts, außer zwei aufgeklappte Koffer mit unseren nötigsten Klamotten drin und die zwei anfragten auf dem Boden.
„Wollen wir uns eine schöne Tapete aussuchen und tapezieren? Wir Könnten uns auch noch ein neuen Fernseher holen. Das der Fernseher der grade in der Stube ist hier rein kommt“, fragte ich nach einer Weile.
„Ja, dass können wir machen. Dann wäre es aber schlau wenn wir jetzt zum Baumarkt fahren und heute das Schlafzimmer fertig machen, den können wir heute Abend in unseren schönen Schlafzimmer schlafen“, schlug William vor.
„Okay.“
Als wir dann wieder im Auto saßen sagte ich: „dann können wir ja auch gleich einkaufen fahren. Wir haben nämlich nicht mehr viel.“
„Klar dann fahren wir da zuerst hin“, Sagte er und bog ab.
Als wir beim Einkaufslisten durch die Wege gingen und dann an den Chips vorbeikamen packte William erstmal drei Tüten Chips ein.
„Was wollen wir eigentlich mit den zwei übrig geblieben Zimmer machen?“, fragte William aus dem nichts.
„Keine Ahnung, aus den ein können wir doch erstmal ein Gästezimmer machen“, schlug ich vor.
„Eine gute Idee.“
Ich packte noch Wurst und Käse ein.
„Zur Kasse?“, fragte ich.
William ging ein Bissen hinter mir und sagte: „Warte mal Lucy“.
Ich blieb stehen und drehte mich um.
„Wir haben noch was vergessen“, sagte William.
„Was den?“
William antwortete nicht sondern zog mich an sich ran und küsste mich.
„Ich liebe dich“, sagte ich.
„Ich dich auch.“
Dann gingen wir zu Kasse. Bezahlten und räumten alles wieder in den Einkaufswagen. Beim Kofferraum einräumen hat mich William die ganze zeit geärgert und ich ihn zurück. Somit setzten wir uns lachend im Auto guckten uns in den Augen und küssten uns, dabei schien die Sonne in Auto rein. Als wir uns wieder lösten fragte ich: „Wollen wir jetzt auch noch zu Media Markt und Hammer wir haben ja noch Zeit?“
„Eine gute Idee dann müssen wir morgen nicht mehr los.“
„Gehen wir zu erst zum Baumarkt.“
„Jap“.
Grade als wir losfahren wollten klingelte Williams Handy und er ging ran.
„Hallo William Berg hier.“ Ich guckte ihn erwartungsvoll an.
„Ja kann ich machen, tschüss“, sagte er und legte auf.
„Wer war das?“
„Das war mein Chef. Mein Arbeitskollege ist krank geworden und ich muss morgen für ihn einspringen.“
„Echt jetzt, du hattest doch frei genommen.“
„Ja aber die brauchen mich wohl wirklich dringend.“
„Okay“, sagte ich seufzend.
Es ist nicht das erste mal das er aus seinen Urlaub gezogen wird. Wir hatten uns beide extra frei genommen, für den Umzug. Das Unternehmen wo er arbeitet ist einfach nur beschissen. Er kriegt kaum Urlaub, wenn er mal Urlaub bekommt wird der abgebrochen. Er schiebt Überstunden und kommt meistens erst sehr spät nachhause. Ich Hasse es einfach.
William fuhr los und ich guckte aus dem Fenster. Als wir ausstiegen nahm er sofort meine Hand und wir gingen Händchenhaltend durch die Gänge. Nach einer weile fragte ich William: „Wie findest du denn die blaue oder die Türkise Tapete?“
„Ich find beide gut, aber ich glaub bei der Türkisen find ich das Muster besser. Was sagst du?“
Mir wurde in den Moment richtig komisch. Die Umgebung fing sich langsam an zu drehen und mir wurde schlecht. Ich stütze mich mit meiner einen Hand ein bisschen an Regal ab und atmete durch. William merkte, dass was mit mir nicht stimmte allein schon, weil ich ihn keine Antwort gab.
„Alles ok?“, fragte er mich deswegen besorgt.
„Mir ist grade ein bisschen schlecht.“
„Wollen wir nach Hause?“
Ich nickte und sagte: „Ich find die Türkise auch besser. Bezahlst du und ich geh schonmal zum Auto?“
„Mhm“, antwortete William nur. Klang dabei aber ziemlich besorgt. Ich ging vorsichtig zum Auto. Mir war so als ob ich jeden Moment kotzen müsste. Ich wusste gar nicht was los war. Mir ging es die ganze zeit super und auf einmal das. Beim Auto angekommen ließ ich mich in den sitz fallen. Nach ein paar Minuten, als William auch kam, ging es aber wieder einigermaßen.
„Geht es dir besser?“, fragte er, als er sich ins Auto setzte.
„Ja geht schon.“
Als wir nachhause fuhren, hoffte ich die ganze Zeit, dass ich nicht kotzen muss. Zuhause angekommen deckten William ich den Tisch, weil es schon wieder Abend war. Nach dem Abendbrot haben wir uns dazu entschieden schon mal zu tapezieren und den Fernseher aufzuhängen das Sofa war ja auch schon fertig aufgebaut. Abends holte ich noch eine kommode ab und als ich wieder zuhause ankam war das Schlafzimmer schon fertig. Die Türkise Tapete mit einen schönen geschnörkelten Blumenmuster war hinter unseren Betz an der Wand. Die restliche Wand war in den hellen Grauton gestrichen der mit in der gerötet steckte. Das Bett stand mitten im Raum und daneben die Nachttische. Links von dem Bett stand ein großer weißer Kleiderschrank aufgestellt und gegenüber vom Bett hing auch schon der Fernseher an der wand. Es sah so schön gemütlich aus, dass ich am liebsten sofort aufs Bett gefallen wäre. Vor allem weil die Übelkeit immer noch nicht verschwunden war.
„Es ist wunderschön geworden“, sagte ich.
„Das finde ich auch. Aber ich muss gestehen ohne das Papa rumgekommen wäre hätte ich das nicht geschafft“, sagte William zu mir.
„Wann war den dein Vater hier?“, fragte ich nachdenklich.
„Als du weg warst du warst ja über eine Stunde weg, da kam er kurz rum.“
„Achso das ist ja gut.“
„Ja definitiv.“
Nach den Worten von William ließ ich mich erschöpft auf dem Bett fallen. Es war wirklich wie in einem Traum. Es sah so wunderschön aus. Ich kann mir richtig gut vorstellen hier mein Leben mit ihn zu verbringen.
Als ich auf die Uhr guckte war es schon dreiundzwanzig Uhr und ich war echt kaputt von den Tag. Ich stand auf und William und Ich gingen ins Badezimmer wo wir uns umzogen. Als wir im Bett lagen fragte mich William: „Wie geht es dir jetzt?“
„Okay, mir ist immer noch ein bisschen schlecht.“
„Scheiße, hast du irgendwas schlechtes gegessen?“
„Ne nur das selbe wie du.“
„Komisch. Versuch trotzdem ein bisschen zu schlafen.
„Mach ich, gute Nacht.“
„Gute Nacht.“
Dann schlief ich in seinen armen ein. Gegen zwei Uhr nachts wachte ich, dann aber wieder auf und mir war so schlecht, dass ich mich erstmal hingesetzten musste. Dadurch ist William wach geworden und murmelte: „Alles okay Liebling?“
„Mhm“, brummte ich nicht grad überzeugend, bevor William was sagen konnte, sagte ich: „Ich muss zum Klo“.
„So schlimm?“
„Ja“, schrie ich auf den Weg zum Klo. Es fühlte sich einfach so grässlich an. Ich war tot müde und jetzt sitz ich hier im Badezimmer. Ich hasse das Gefühl. Als es dann einigermaßen wieder ging, stand ich auf und ging zurück zu William.
„Gehts dir jetzt besser?“
Ich legte mich hin und sagte: „Nicht wirklich, aber schlaf weiter du musst morgen zur Arbeit“.
„Aber...“, setzte er an, als ich ihn unterbrach.
„Nichts aber, wegen mir brauchst du dir keine Sorgen zu machen“.
Er nahm meine Hand und sagte: „werde ich aber immer tun“.
„Ich werde mich auch immer um dich sorgen, weil ich dich liebe. Aber versuch jetzt Trotzdem ein bisschen zu schlafen.“
„Ich liebe dich auch“, gab er noch zurück bevor er mich in sein Arm nahm und einschlief. Ich konnte nicht schlafen, ich hatte unterlieb schmerzen und mir war immer wieder so schlecht, dass ich auf Klo musste. Ich hatte auch keinen blassen Schimmer was ich mir eingefangen haben könnte. Ich mein sonst ging es mir ja gut. Um vier Uhr morgens hab ich es dann geschafft einzuschlafen. Aber nur drei stunden dann bin ich wieder aufgewacht, weil ich solche Stiche im Unterleib hatte, es fühlte sich an als ob jemand Messer in mein Bauch sticht. William war auch schon wach.
„Guten Morgen, geht‘s dir besser?“
„Guten Morgen. Wenn du besser nennst zwei weitere Male zum Klo zu rennen und erst um vier Uhr einzuschlafen und heute Morgen wegen Stichen im Bauch aufzuwachen, denn ja“, sagte ich patzig und müde. Das sollte eigentlich gar nicht so genervt klingen. Aber ich werd schnell angepisst wenn ich müde bin. Ich war einfach nur wütend auf... ach keine Ahnung, auf was. Mich nervte es einfach, dass es mir gut ging ich mich aber ständig übergeben muss.
„Tut mir leid das sollte nicht so genervt klingen“, sagte ich zu William der mich sofort in seine Arme schloss.
„Schon gut. Aber soll ich nicht doch hier bleiben? Ich sag das es dir nicht so gut geht“, fragte William besorgt.
„Du bist süß, aber du gehst zur Arbeit.“
William guckte mich mit bedrücken Gesicht an.
„Ich will dich nicht alleine lassen.“
„Du lässt mich doch gar nicht alleine, Sofia kommt heute Nachmittag und heute Abend bist du doch auch wieder da und außerdem bin ich schon erwachsen.“
Sofia war meine Beste Freundin die ich seid der Grundschule kannte. Sie hat quasi auch William und mich zusammengebracht und hat eine Ausbildung als Krankenschwester hinter sich. Sie kennt sich also mit einiges aus. Von der Haarfarbe ist sie genau das Gegenteil als ich. Sie hatte längere Haare aber sie war Blond und hatte blaue Augen und wusste in manchen Sachen auch so gar nicht wo es hingehen sollte.
„Ok ich geh zur Arbeit, aber weiß Sofia das es dir nicht so gut geht?“
„Ja weiß sie. Sie meinte sie hat auch eine Vermutung was es sein könnte.“
„Okay. Aber dafür mache ich essen und du ziehst dir was gemütliches an und bleibst im Bett.“
„Mach ich“, sagte ich.
„Soll ich dir Frühstück machen?“, fragte William mich.
„Ja gerne.“
Als er wieder Hochkam brachte er mir ein glas Wasser und ein bisschen was zu knabbern mit. Was süßes wollte ich mich nicht trauen. Ich weiß zwar nicht was ich hab, aber ich weiß das ich kotzen hasse und deswegen nichts riskierte. Obwohl ich es schon sehr komisch fand, dass ich trotzdem Hunger hatte.
„Danke“, sagte ich und lächelte.
„Gerne“, sagte William und setzte sich aufs Bett. Während William sein Brötchen aß quatschten wir und stellten uns gegenseitig fragen. Nach dem wir einige zeit gequatscht haben waren wir kurz still bis ich die stille unterbrach: „Ich liebe dich.“
„Ich dich auch“, William Lächelte, „ich würde dich gerne küssen aber ich weiß nicht ob du ansteckend bist.“
„Tu es lieber nicht, heb dir den Moment auf wir wissen heute Abend sicher schon mehr“, sagte ich.
„Hoffentlich“, sagte William und guckte auf der Uhr.
„Oh nein.“
„Was?“
William ging auf mich zu gab mir ein Kuss auf der Stirn und sagte: „Ich muss los sonst komme ich noch zu spät zur Arbeit“.
„Ok viel Spaß. Sofia kommt auch jeden Moment“
„Ok“, sagte er und verließ das Schlafzimmer. Ich hörte noch wie er die Tür hinter sich zuzog und ich machte mir den fernsehen an. Eine halbe Stunde später klingelte es an der Tür und ich ging runter. Als ich die Tür öffnete stand Sofia davor.
„Hallo, na wie gehts dir?“, fragte sie sofort.
„Hey, nicht wirklich gut. Mir ist ständig schlecht und es fühlt sich so an als würden Messer immer wieder in mein Bauch stechen. Sonst geht es mir aber super und Hunger hab ich auch. Sowas hatte ich wirklich noch nie.“
„Lucy...“, dann unterbrach ich sie kurz.
„Merk dir was du sagen willst ich muss zum Klo.“
„Okay.“
Ich ging eben ins Badezimmer. Egal was ich machte die Übelkeit wurde nicht besser. Als ich wieder kam hatte Sofia sich schon mal Jacke und Schuhe ausgezogen und wir gingen nach oben ins Schlafzimmer. Dort setzte Sofia sich auf Williams Seite während ich mich ins Bett kuschelte, schaute sie mich ganz komisch an.
„Ok was wolltest du sagen?“, fragte ich.
„Hast du schonmal darüber nachgedacht... ob du naja...“, stammelte Sofia.
„Ob ich?“, harkte ich nach.
„Ob du vielleicht schwanger bist, könnte das sein?“
„Was? Glaubst du echt ich bin Schwager?“
„Die Anzeichen deuten darauf hin. Könnte das den in frage kommen?“
„Du redest manchmal echt wie eine Ärztin man merkt es dir an. Aber ja es könnte sein.“
„Wann hattest du den zuletzt deine Periode?“
„Jetzt wo du es sagst ich hatte Letzten Monat meine Periode nur ganz schwach und dann waren das auch nur drei tage oder so. Also auch nicht lange das wollte ich dir sowieso noch erzählen, weil ich es merkwürdig fand. Aber es war so viel zu tun, das ich es vergessen habe. Aber diesen Monat sollte ich sie eigentlich bald bekommen. Ich kann ja eben gucken.“
„Ja mach das mal“, bat sie mich.
Also nahm ich mein Handy in der Hand und öffnete die App wo, ich das immer eintrage und tatsächlich ich war überfällig. Ich erstarre und höre Sofia kaum noch zu.
„Wenn du sie den letzten Monat so schwach hattest, Könnte es sein das du schon ein Monat schwanger bist, in der Anfangszeit kriegt man sie manchmal nur schwach. Und es würde deine Übelkeit erklären.“ überlegte sie, „wann sollst du sie den bekommen?“
„Du hast recht, ich bin seit einer Woche überfällig. Aber das kann nicht sein... also ja Theoretisch schon aber wie wird es den William aufnehmen?“
„Okay mach dich jetzt nicht verrückt. Das hat noch gar nichts zu heißen es kann auch einfach sein, dass sie sich verzögert. Oder an den Stress liegt, aber du hast schon mal viele Anzeichen, die dafür sprechen.“
„Das beruhigt mich aber nicht. Was wenn ich jetzt wirklich schwanger bin? William und ich sind erst vorgestern hierher gezogen wir haben nichtmal alles eingerichtet. Was wenn William dann Schluss macht, weil ich nicht genug aufgepasst habe.“
„Okay Lucy jetzt redest du Blödsinn. Ihr beide Liebt euch über alles. Ich glaube kaum das er nach sieben Jahren Schluss macht, weil du zu früh schwanger bist. Außerdem wissen wir es doch nicht mal es ist nur eine Vermutung. Pass auf ich hol eben ein Schwangerschaftstest und du verspricht mir nicht irgendwelchen Schwachsinn zu spekulieren.“
„Okay ich versuch es. Du kannst mein Haustürschlüssel nehmen der liegt auf der weißen kommode neben der Haustür.“
Sofia stand auf und sagte: „Okay mach ich. Bis gleich.“
„Bis gleich“, sagte ich zurück und Sofia ging runter. Ein paar Minuten später zog sie auch schon die Tür hinter sich zu. Als Sofia weg war musste ich die ganze zeit darüber nachdenken.
Was ist wenn ich schwanger bin? Wie wird William darauf reagieren? Wie sag ich es ihn überhaupt? Wird er es gut oder schlecht aufnehmen? Wie sagen wir es unseren Eltern? Was sag ich zu meinen Chef? Wie sehr wird es unser leben verändern?
Immer wieder schwebten mir diese Fragen durch den Kopf. Aber halt. Noch wissen wir nichts nur, dass ich rein theoretisch Anzeichen hätte. Es könnte allerdings auch am Stress liegen und ich hab mir einfach ein komischen Virus eingefangen. Ich versuchte es mir einfach einzureden aber es ging nicht. Ich konnte mich nicht davon ablenken egal was ich versuchte. Umso mehr ich darüber nachdenke umso wahrscheinlicher wurde das ganze und umso mehr freute ich mich irgendwie darauf.
Als Sofia eine Viertelstunde später wieder in Schlafzimmer stand sagte sie: „Da bin ich wieder.“
„Hast du ein Test bekommen?“
„Japp, hier ist er.“
Sofia Streckte mir ihre Hand mit den Test entgegen. Ich zögerte kurz nahm ihn ihr dann aber doch ab und starrte ihn an. Der Test könnte jetzt einfach alles verändern. Ich hielt quasi meine Zukunft in der Hand.
„Lucy...“, sagte Sofia während ich den Test immer noch anstarrte.
„Ja.“
„Von anschauen wirst du es nie erfahren.“
„Ja, ich weiß.“
Ich atmete durch, stand auf und ging ins Badezimmer um den Test zu machen. Als ich fertig war stand ich vor dem Spigel und sagte zu mir selbst: „Egal was passiert irgendwie werde ich das schon schaffen.“
Dann ging ich wieder zurück ins Schlafzimmer zu Sofia und setzte mich aufs Bett.
„Wenn ich wirklich schwanger bin was sag ich dann William?“
„Am besten die Wahrheit. Aber warten wir erstmal ab was rauskommt, denn können wir uns immer noch darüber Gedanken machen.“
„Ja du hast ja recht“, sagte ich.
Sofia kam neben mir und umarmte mich.
„Egal was kommt wir schaffen das und William wird es gut aufnehmen glaub mir.“
ich nickte nur und sagte nichts mehr. Mir fehlten einfach die Worte von so vielen Gedanken. Den Test hatte ich auf den Nachttisch Schrank gelegt und das waren definitiv, die längsten fünf Minuten meines Lebens. Sofia versuchte mich abzulenken, aber ich schaute immer wieder zu den test. Bis sie eine frage fragte wo ich selber nachdenken musste.
„Was soll ich mit Phillip machen?“
Phillip ist ihrer Freund mit dem sie seid einen Jahr zusammen lebt und seid drei Jahren mit ihn zusammen ist. Sie stritten sich öfter mal, aber so eine Zeit hatten William und ich auch. Allerdings nicht darüber, dass einer von und ein Kuss verheimlicht. Sie hatten sich auch vor ungefähr eineinhalb Jahren getrennt, nur für ein paar Wochen. Dann sind sie wieder zusammengekommen und ziemlich schnell zusammen gezogen.
„Der Kuss ist schon länger her verzeih ihn doch einfach.“
„Aber er hätte es mir doch einfach sagen können. Das er kurz, bevor er wieder mit mir zusammen gekommen ist, eine andere geküsst hat. Er wusste ganz genau, dass ich das nicht so meinte.“
„Ihr streitet euch so oft ihr müsst euch mal aussprechen und alles klarstellen sonst wird das nie was.“
„Okay ich werde heute Abend mit ihn sprechen.“
„Das ist doch eine gute Entscheidung.“
„Gut. Denn kommen wir mal wieder zu dir. Was zeigt der test an?“, fragte sie mich.
Ich hatte ihn für ein kurzen Moment komplett vergessen und mit den Worten riss sie mich wieder in die Realität. Mein Puls stieg nach oben und ich war total nervös. Ich nahm Vosichtig den Test und schaute drauf. Es war positiv. Ich war tatsächlich Schwanger. Ich wusste gar nicht was ich fühlen sollte. Ich war irgendwie total glücklich darüber, hatte aber auch angst es William zu erzählen. In mir herrschte das reinste gefühls’ Chaos.
„Und?“, harkte Sofia nach.
„Ich bin Wirklich schwanger.“
Ich glaube das man in den Worten raushörte, wie viele Emotionen ich grade hatte.
„Das ist unglaublich herzlichen Glückwunsch“, sagte Sofia und freute sich für mich.
„Danke.“ ein Lächeln breitete sich auf meinen Lippen aus. Ich spürte so viel Freude. In mir wächst jetzt einfach ein kleines Wesen.
„William und ich werden Eltern“, sagte ich gedankenversunken, „aber wie sag ich es ihn?“
„Ich merk schon du fühlst grad zu viel auf einmal.“
„Ja irgendwie schon. Ich kann es gar nicht richtig fassen.“
„Das glaub ich dir.“
„Aber wie sag ich es, den jetzt William?“, wiederholte ich meine frage verzweifelt.
„Dir wird schon was einfallen, da bin ich mir ganz sicher. Worauf ich viel gespannter bin ist, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird.“
Ich musste Lächeln. Typisch Sofia glaubt an mich und denkt fünf Schritte weiter. Es wird jetzt so viel auf uns zukommen. Das ist der Beweis das sich mein Leben ab jetzt verändern wird.
„Danke für deine Hilfe. Du gibst echt tolle antworten. Aber ja ich bin auch gespannt darauf. Obwohl es mir eigentlich egal ist Hauptsache gesund und William nimmt es gut auf.“
Wir redeten weiter. Spekulierten und machten Zukunftspläne. Obwohl es noch gar nicht richtig klar war, der test könnte ja auch falsch sein. Sofia freute sich richtig für mich aber auf einmal klingelte ihrer Handy.
„Wer ist es?“, fragte ich neugierig.
„Phillip“, sagte Sofia erstaunt.
„Was schreibt er?“
„Das er zuhause ist und mit mir reden möchte.“
„Was sitzt du den noch hier? Los geh schon.“
„Du kommst alleine klar?“
„Klar, ich bin zwar schwanger aber kein Kind mehr“, meinte ich und ich begleitete Sofia noch nach unten und verabschiedete sie
„Viel Glück, schreib mir wie es gelaufen ist“, sagte ich ihr hinterher.
„Mach ich. Du mir aber auch“, sagte sie und stieg in ihrer Auto ein.
Kaum war die Tür geschlossen wurde mir auch wieder schlecht und ich musste dringend zum Klo. Als ich mich ins Bett zurücklegte überlegte ich wirklich hin und her. Gib ich William den Test. Sag ich ihn einfach das ich Schwanger bin. Wie mach ich das nur? Wieso war diese Aufgabe so schwierig? Ich konnte auch nicht ruhig sitzen. Ich ging durchs Haus hin und her, räumte auf, um so später es wurde umso nervöser wurde ich. Als eine Stunde vergangen war schrieb Sofia mir.
Es ist alles gut gegangen. Wir haben uns wieder vertragen und wollen es demnächst besser machen.
Ich lächelte als ich das las und schieb zurück: Das ist doch schön. Ich bin so nervös ich lauf die ganze zeit nur im haus rum. Ich kann nicht sitzen.
Wäre vielleicht aber besser dich ein bisschen auszuruhen. Wollen wir Telefonieren?
Ja können Wir machen.
Ich war froh das sie mich das gefragt hat. Ich brauch unbedingt Ablenkung. Ich hab grad einfach zu viel im Kopf. Keine zwei Minuten später klingelte auch schon mein Handy.
„Hi, ich fühl mich einfach wie bei unserem ersten Date.“
„Das ist echt süß, dass weißt du oder?“
„Bringt mir leider gar nichts, ich weiß immer noch nicht ob ich ihn einfach den Test gebe oder im sage, dass ich Schwanger bin.“
„Och komm, dass wird schon ich glaub du machst dir, mal wieder, zu viele Gedanken.“
„Ja kann sein. Ich freu mich schon, wenn du mal an so ein Punkt bist und ich die jenige bin die total entspannt ist.“
„Das wird ja noch einige zeit dauern.“
„Egal, aber ihr wollt Kinder.“
„Ja, irgendwann Mitte dreizig oder so“, sagte sie voll entspannt während ich so unentspannt war. Ich fühlte mich wie ein kleines Kind das sich auf dem Geburtstag freute. Wie eine Schauspielerin die zum ersten mal auf einer Bühne steht und ein Teenager der grade sein ersten Kuss bekommen hat. Dazu hatte man noch die ganze Zeit Hunger und einen war trotzdem schlecht und man musste die ganze Zeit ins Badezimmer rennen. Man war aber trotzdem überglücklich. Eine echt beschissene Mischung aus Gefühlen, für jemanden der viel nachdenkt wie ich.
Und die Person, die ein die Gefühle wieder runterschrauben könnte erst Abends kommt.
„Wären wir jetzt in der schule hättest du einfach kein stück mittbekommen“, witzelte Sofia.
„Haha du bist so lustig. Mach dich ruhig lustig über mich. Aber du hast wahrscheinlich recht“.
Dann kam Phillip rein und so schnell wie Sofia auflegte wusste ich auch schon was nach unserem Telefonat passiert ist. Super was mach ich jetzt? Ich kann ja nicht mal irgendwie Mama anrufen oder so. Ich wollte das es zuerst William erfährt. Also ging ich nochmal nach oben und machte mir den Fernsehen an. Die Serie spurte ich aber immer wieder zurück, weil ich nicht aufgepasst hatte und man da aufpassen musste. Sonst verstand man den Zusammenhang nicht. Also schaltete ich ihn wieder aus. Da mir dann wieder schlecht wurde ging ich nochmal ins Badezimmer und wusch mir da auch gleich das Gesicht und putzte mir die Zähne, dass hatte ich heute morgen nämlich vergessen. Ich ging nochmal runter und holte mir eine Wasserflasche. Als ich dann oben im Bett angekommen war, hörte ich wie William die Tür aufschloss.
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