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Valiel

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2.7.2018 15:38
16 Ab 16 Jahren
In Arbeit

Autorennotiz

Moin, möchte hier gerne meine Geschichte teilen, die ich gerne Tagträume. Jedoch dauert es länger sie aufzuschreiben als sie zu "träumen", also habe ich erst den Prolog und einen Teil des ersten Kapitels. Ich würde mich trotzdem freuen, wenn mir wer seine Meinung darüber sagt! Ich möchte unbedingt wissen, was du darüber denkst, egal was :D

Es ist Nachts, der Boden ist vom gestrigen Schnee bedeckt. «Herr, wie lange müssen wir hier noch warten? Unsere Leute haben Erfrierungen an Händen und Füßen! Sie halten nicht mehr lange durch, sie BRAUCHEN ein Feuer!» Ein dunkel gekleideter Mann schaut dem Kommandanten mit orangen Augen an. Es scheint als würden sie brennen. Mit übernatürlicher rauen Stimme erklärte er «Ich werde hier nicht mit leeren Händen abziehen! Nicht so lange ich keinen Drymiten habe.» Der Kommandant blickte zu Boden. Sein Kleidung funkelt von den vielen Eiskristallen die sich auf dem Stoff das Licht des Vollmondes reflektieren. Mit bebender Stimme sagte er «Sie werden sterben! Als sie uns angeheuert haben sagten sie, dass sie Magier seien und wir uns keine Sorgen ums überleben machen müssten! Nun sehen sie sie doch an! Nur um ihnen diesen Stein zu besorgen von dem wir nur wissen dass er von einem Drachen stammt!». Das Gesicht des Magiers verdunkelte sich «Gut, holt Holz...». Der Kommandant nickte, stand auf und befahl seinen Männern die sich rundum im Unterholz versteckt hielten, Holz zu holen. Sie brachen die trockenen Äste von den umstehenden Nadelbäumen und am Boden liegendes Totholz ab. Anschließend häuften sie alles auf einen meter hohen Haufen auf. Darauf hin kam der Magier, schubste einen im Weg stehenden Soldaten beiseite «Weg da, es sei denn, du möchtest verbrannt werden!» und mit einem heißen Feuerstrahl entzündete er das Lagerfeuer. Zitternd standen ein dutzend Soldaten und ein Kommandant um das Feuer. «Herr, warum all das wegen einem Stein? Man muss blöd sein, wenn man nicht sieht, dass sie was großes damit vorhaben.» Der Kommandant stellte sich zu dem Magier, dessen Gesichtsausdruck töten könnte. Ohne den Blick vom Feuer abzuwenden entgegnete er «Ihr Stellt zu viele Fragen!». Es vergingen einige Minuten ehe er sagte «Ich müsste euch töten oder ihr müsstet mich auf meinem weiteren Weg begleiten!». Einer der Soldaten lachte verbittert und sagte «Das ist uns egal, wir haben nichts mehr zu verlieren. Rate mal warum wir hier sind!». Zustimmendes nicken machte sich unter den Soldaten breit. «Nun gut.» Begann der Magier «Ich werde mithilfe des Drymiten...». Die Soldaten, einschließlich der Kommandant, starrten ihn an. «Was haben Sie vor?» Brach es aus den reihen hervor. «Habt Geduld!» Antwortete er und fing ein bitteres lachen an «Geht nun schlafen, morgen geht die Suche weiter!». Wie auf Befehl holten sie ihre Schlafsäcke raus und Zelte raus und bauten ihr lager auf. Der Magier klopfte dem Kommandanten auf die Schulter «Du wirkst so überflüssig, sie gehorchen ja schon mir.». Der Kommandant fühlte wie ihm langsam seine Führungsposition entglitt.

Die Nacht war kalt, bitterkalt. Das merkte der Magier, als er das Zähneklappern aus dem Nachbarzelt vernahm «Schwächlinge». Ihm selbst war es hingegen angenehm warm. Es schien als würde ihm Kälte und wärme nichts anhaben können. Neidisch blickte der Kommandeur zu ihm hinüber. Was würde er alles geben um diesen Zauber, nur zu einem kleinsten Bruchteil, zu erlernen. «Was schaust du so? Habe ich dir was geklaut?» Erschrocken zuckte der Kommandeur in sich zusammen und stammelte «N.. , Nein, es ist nichts...» er hatte nicht bemerkt wie sehr er ihn angestarrt hatte. «Den Wärmezauber hättest du jetzt gerne, was? Ha ha ha» begnügt dreht der Magier sich um und schlief in wenigen Sekunden ein. «Verfluchter Mistkerl!» fluchte der Kommandeur, so leise es ging und wünschte dem Magier nachträglich den tod. Danach drehte auch er sich um und versuchte zu schlafen.

«Gute Nacht, für immer! Wenn ich das hier nicht tue, werden wir noch alle wegen dir verrecken.» Der Kommandeur stand mit ausgestrecktem Schwert vor dem Bett des Magiers. Seine Gesichtszug deutete die schlaflose Nacht. Er musste die komplette Nacht damit verbracht haben, nachzudenken wie er den Magier am besten in den Tod schickt. Letztendlich hat er sich für die einfachste und schnellste Lösung entschieden. Langsam hebt er das Schwert so hoch an, dass es einen sicheren Tod garantierte. In diesem Augenblick schlugen die Augen des Magiers auf. Überrascht sah er auf und blickte ihm in die Augen. Der Kommandeur atmete für den bevorstehenden Schlag ein und... mit einem lauten Knall explodierte sein Torso. Kur zeitig konnte man eine Stichflamme wahrnehmen, woraufhin allerlei Gedärme schlagartig umherflogen. Das Zelt glich anschließend einem Schlachterhaus wo ein verrückter Metzger sein Unwesen getrieben hatte. Der übrig gebliebene Körper des Kommandeurs sackte in sich zusammen. Die Rippen waren ausnahmslos umgeknickt oder ganz abgebrochen. Hautfetzen die von der Explosion nicht mitgenommen wurden hingen schlaff aus und in den Körper des Toten. Es war wahrlich kein Augenschmaus, aber der Mann der die Leiche wegräumt wird dem Magier, zu recht, Respekt einräumen. Langsam raffte er sich aus dem Bett hinaus und wusch sich das Blut und andere Fleischfetzen aus dem Gesicht. Kurz nachdem er sich angekleidet hatte, trat er aus dem Zelt und befahl einem vorbeigehenden Mann, vermutlich den schwächsten aus der Gruppe «Hey, du da! Grab ein Loch und entsorge die Leiche in meinem Zelt!». Sichtlich verwirrt schaute er ihn an «Aber, wer ist gesto...» «Tu es einfach! Oder du endest genauso!». Ohne zu zögern ging er in schnellem Schritt zum Zelt des Magiers und verschwand hinter der Plane. Nach unzähligem hörbaren Würgen und Kotzanfällen, kehrte er zurück und schliff den in Tüchern gewickelten Kommandeur hinter sich her. Unverständlich schaute er den Magier an «Ist das der ...»

«... Ja er ist es. Ab jetzt habe ich das Kommando!»

«Aber wieso, ist er ... tot?»

«Er hat versucht mich umzubringen. Lass die anderen es wissen, was passiert, wenn man versucht mich umzubringen!»

«Ich werde es ihnen erzählen.»

Mit bleichem Gesicht und zitternden Beinen schritt er weiter durch das Lager und verschwand hinter den Zelten.

Ich sollte mir deren Namen merken, wenn sie mir weiter folgen sollen. Damit sie mir loyaler werden und bleiben.

Nach einem mageren Frühstück rief er alle zusammen und erklärte ihnen was sich ändern wird. Nicht alle sahen begeistert aus, manche waren gar wütend.

«Es nützt nichts, hier draußen zu streiten. Ich werde ein besserer Anführer sein, als jeder andere von euch! Mithilfe von mir sind wir in der Lage früher oder später Städte und Länder zu erobern! Euch werden Reichtümer zustehen, wovon jeder andere Soldat nur träumen könnte. Seid loyal und ihr werdet reich belohnt! Ich Schwöre es euch bei meinem Leben.»

Gesichter entspannten sich und die Nervosität aus anderen verflogen. Es war nun an der Zeit weiter zu reisen. Sie liefen Stunde um Stunde, der pure erdige Untergrund wich einen Misch aus Erde und Kieselsteinen. An manchen stellen ragten sogar kleine Felsspitzen aus dem Waldboden. Wenn man das Gerüttel der Ausrüstung der Männer ignorierte, konnte man einige weit entfernte Raben krächzen hören.

Da muss ein totes Tier liegen!

«Da hinten könnte was sein, macht euch bereit!» flüsterte der Magier seinen Nachfolgern zu, die nun begannen ihre Schwerter zu ziehen.

Besser jetzt als gleich, wenn wir auf ein Tier stoßen sollten.

Als sie sich den von Krähen erzeugten Krach näherten, machte sich bei so manchen etwas Unruhe bemerkbar. In der Ferne konnte man zwischen all den Nadelbäumen eine Lichtung erkennen. Auf den Weg dorthin ging es bergab und man musste aufpassen, dass man keinen Stein erwischt und sich auf die Nase legt. Denn wenn man hier stolpern sollte, dann wird man nicht so schnell wieder stehen. Warnend sagte der Magier zu seinen Männern «Passt auf, dass ihr ja nicht stolpert! Ihr wollt doch nicht eine mögliche Beute zeigen, dass wir hier sind.»

Der direkt hinter ihm stand nickte ihm zu «Wir passen auf.»

«Das hoffe ich, Treffahles!»

Der Mann nickte ihm zu. Es musste der Richtige Name gewesen sein. Nun machten sie sich an den Abstieg und gingen Zick-Zack-Linien damit das Gefälle nicht zu anstrengend und gefährlich sein würde. Nach nur kurzer Zeit stellte der Magier fest, dass es wohl leichter war als gedacht. Doch nach halber Strecke hörte er einen Aufschrei, von einem Mann der den Halt verloren haben musste und nun in die Tiefe kullerte. Alle waren stehen geblieben um den Schrei ausfindig zu machen und sahen jetzt gebannt zu wie ihr Kamerad langsam der Lichtung entgegen rollte. Aber kurz bevor er ankam wurde er vom Schnee verschluckt. Ein weiterer Schrei folgte. Diesmal lauter und dieser wurde mehrmals von Höhlenwänden zurückgeworfen. Wo der Mann im Schnee verschwunden ist war nun ein Loch in der Schneedecke, was nun immer größer wurde und eine Schlucht zum Vorschein brachte. Nach dem lang anhaltenden Schrei folgte nun der dumpfe Aufprall. Kurz darauf ertönte ein tiefes Grummeln aus der Schlucht.

Das muss Einer sein! Was für ein Tier sollte sonst eine so tiefe Stimme haben und in einer Höhle wohnen?!

«Männer, das ist mei... unsere Chance! Versaut es nicht! Macht keinen Mucks.» dies versuchte er so leise wie nur möglich zu sagen, aber auch laut genug, dass es die meisten verstanden. Während sie Meter um Meter den Hang hinabstiegen, drangen weitere schwer zu deutende Geräusche aus der Schlucht hervor. Als sie unten angekommen waren schaute der Magier vorsichtig über die Kante der Schlucht und erkannte nichts außer, dass die Schlucht am Ende abschrägt und somit den Blick auf den Boden verhindert. «Wir müssen den Eingang finden. Sucht in Gruppen die Lichtung ab, aber seit verdammt nochmal vorsichtig!»

Die Soldaten gaben Handzeichen dass sie verstanden haben und machten sich auf den Weg zur Lichtungsgrenze und umgingen sie bevor sie sich in die Lichtung wagten. Als sie die Grenze abgesucht haben, haben sie weder einen Eingang noch irgendwelche Spuren gefunden die auf ein großes, hier hausendes, Lebewesen deuten würden. Aber das war auch nicht mehr nötig. Ehe sie sich versahen sprang ein riesiges graue Ungetüm aus der Schlucht. Es musste 12 Meter lang sein und als unwissender könnte man den Drachen auch leicht als Felsen verwechseln. Seine Schuppen besaßen nämlich unterschiedliche Grautöne die ihm als Tarnung dienten. Einige weiße dünne Rückenzacken schmückten sein Rücken, eher als sie dem Drachen bei einem Kampf nützen würden, fand der Magier. Nun schaute der Drache sich die Männer des Magiers an und starrte schlussendlich mit tödlichem Blick den Magier an.

Du solltest mit deinen Novizen verschwinden, ihr habt hier nichts zu suchen.

Eine Stimme, die unverkennbar, vom Drachen abstammen musste, tauchte in den Kopf des Magiers auf.

Und wie wir was zum suchen haben. He he he

Ohne die Antwort des Drachen abzuwarten bellte er die Befehle zu seinen Leuten «Bogenschützen hinter mir, macht euch bereit, und Schwertkämpfer vor mir, beschäftigt ihn!»

Die darauf folgende Antwort des Drachen war nicht misszuverstehen. Er richtete seine Flügel auf, um größer zu wirken, und stieß einen Gebrüll aus dass so manchen die Knie etwas weich wurden. Kurz darauf schnellte er mit seiner Schnauze zum erst besten nahestehenden Krieger und zerbiss ihn mit Leichtigkeit. Darauf schrie der Magier zu den Bogenschützen «Anlegen und schießt auf mein Zeichen!» Der Magier schloss seine heller aufleuchtenden Augen und Verzog sein Gesicht, während er all seine Konzentration auf einen Zaubertrick, wie er es immer gerne nannte. Noch währenddessen zerquetschte der Drache mit seiner Pranke einen weiteren seiner Männer. Auch wenn dem Magier nichts gegen Qualenschreie hat, war dies kein gutes Zeichen. Sie mussten aushalten! Aber nun endlich hob der Magier den Arm und gab den Bogenschützen das Zeichen, worauf sie länger als erhofft gewartet hatten. Die Pfeile zischten über dem Magier hinweg und in Richtung des Drachen. Als die Pfeile ihr Ziel erreichen sollten, versuchte der Drache noch in letzter Sekunde auszuweichen. Aber trotz dessen trafen mindestens drei der Pfeile und nur einer Davon blieb stecken. Er war genau im richtigen Winkel unter einer Schuppe, in der rechten Schulter, eingedrungen. Kurz darauf explodierten die Pfeile. Von einer Flamme war jedoch keine Spur zu sehen. Es gab nur eine starke Druckwelle, die den Drachen etwas zurückschlugen und etwas Fleisch und Muskelmasse aus der Schulter raus rissen. Aus der Kehle des Drachen drang ein überraschtes Gebrüll, das sich binnen Sekunden in Klagerufe umwandelte.

Was habt ihr vor?! Ich habe nichts was ihr begehrt!

Der Magier ließ den Drachen mit seiner Frage alleine. Er brachte nur ein einziges schelmisches Grinsen über die Lippen, während er sich über die Jahre des harten Trainings erfreute, die ihn nun zu einem mächtigen Mann machen werden würden. Die Männer nutzten die Gelegenheit in der der Drache unaufmerksam war und schlugen mit ihren Schwertern zu. Was sich im Nachhinein als höchst unklug erwies. Die Aura um dem Drachen fing urplötzlich an zu flackern und aus dem Maul des Drachen stieß eine meterlange Flamme hinaus, die noch eine Zeit lang nach dem Speien würde. Sie hüllte die Schwertkämpfer in sekundenschnelle ein. «In Deckung!» Das war das letzte was der Magier rief bevor auch er sich hinter einem Baum Schutz suchte. Kurz darauf schloss er wieder seine Augen und konzentrierte sich, woraufhin sich eine fast farblose Glocke um dem Magier bildete. Die ihn nun vor den, an ihm vorbeischießenden Flammen bewahrte. Als der Drache seine Flamme zum erlöschen brachte, breitete er seine Flügel weiter aus und ging in die Knie um sich in die Lüfte zu katapultieren. Dabei lief an vielen Stellen Blut über den Schuppen und färbten den Schnee in ein dunkles Rot. Nach kurzem Kräfte sammeln sprang er in die Luft und schlug heftig mit den Flügeln, da er nicht hoch genug gekommen ist, um die Flügel optimal nutzen zu können, ohne sie über den Boden zu kratzen. Aber kurze Zeit später kam der Magier hinter dem Baum hervor, seine Augen, feuriger denn je, mit einem entschlossenen willen, den Drachen hier und jetzt zur Strecke zu bringen, lief er zu dem Drachen, bis er nur noch 10 Meter von ihm entfernt war und rief ein paar unverständliche Wörter in die Luft. Unmittelbar danach schleuderte eine gigantische Druckwelle den Drachen gegen einen dicken Baum. Etwas knackste, ob es der Baum oder der Drache war, konnte der Magier nichts sagen. Er hoffte es würde der Drache gewesen sein. Dieser lag nun keuchend auf dem Boden. Seine Augen blickten ins nichts und er sprach auch nicht mehr in die Gedanken des Magiers. Als der Magier näher kam, bemerkte er, wie verkrampft der Drache dort lag. Es tat ihm schon fast leid, wie der Drache dort vor ihm wimmerte. «Noch letzte Worte Drache?» Er wartete einige Sekunden und prüfte die Schärfe seiner Klinge. «Keine?! Ist mir rechte.» Schulterzuckend hob er sein Schwert zum Stich aus.

Wer bist du?

«Da hat er ja doch ein paar Worte gefunden! Freut mich für dich! Aber was soll dir mein Name jetzt noch bringen?»

Der Magier war jetzt in die Hocke gegangen und sprach direkt in das Ohr des Drachen.

«Ich will Wissen wen ich im Jenseits verfluchen muss.»

«Hmpf, mein Name ist Palixander Sohn von Gersan. Bestell deinem Gott schöne Grüße von mir.»

Fick dich.

Der Magier richtete sich nun auf und stach dem Drachen ohne groß weiter zu zögern ihm in die Kehle. Der Drache röchelte. Sekunden vergingen und der Drache verstummte und schloss seine Augen. Inzwischen waren die paar überlebenden Bogenschützen näher gekommen und starrten den toten Drachen an.

«Ich dachte du heißt Dragex...?» Fragte einer der Schützen.

«Tu ich ja auch. Denkst du, ich lasse mich etwa von einem Drachen verfluchen?» Der Magier musste unweigerlich schmunzeln.

«Aber los jetzt! Wir müssen den Drymiten in dem Drachen finden und ich habe keine Ahnung wo er steckt. Es hieß in den Geschichten nur, dass er im Drachen steckt.» Nach kurzem überlegen zeigte er reihum auf jeden Bogenschützen und sagte «Du suchst im Kopf, du im Hals, du in der Wirbelsäule und ich suche im Herz. Und ihr beiden hebt ein kleines Loch aus und Kocht etwas!» Nach dieser kurzen Einweisung, machten sie sich an die Arbeit und schlachteten den Drachen Stück für Stück aus.

 

 

 

Es war schon spät nachmittags und schweiß lief ihm über die Nase auf das Schwert, welches gerade auf dem Schleifstein einen neuen Schliff bekam. Er konnte sich nicht beschweren, der Schleifstein wurde von einem Wasserrad angetrieben und ersparte ihm die Arbeit den Stein in Bewegung zu bringen. Aber die Hitze machte ihm trotzdem zu schaffen. Schließlich brannten von ihm gegenüber aus heiße Kohlen und draußen brannte die Sonne. Es war ihm anzusehen, dass er bald am Ende seiner Kräfte sein würde. Seine Haare klebten aneinander und wirkten so durchnässt als hätte er sie in den Bach getaucht.

»Valiel, es reicht für heute!«

Valiel drehte sich zu seinem Schmiedemeister um, dem die Hitze anscheinen nichts ausmachte. Lediglich hatte er vereinzelte Schweißtropfen auf seiner Glatze.

»Ruh dich aus. Du sieht aus als würdest du jeden Moment umfallen!«

Valiel lächelte müde, denn er würde am Abend wieder bei Kräften sein, um sich bei den Händlern umzusehen, die nur jedes Jahr für ein paar Tage bleiben.

Plötzlich machte der Der Schmiedemeister einen Gesichtsausdruck, als wäre ihm gerade etwas eingefallen.

»Heute sind doch die Händler gekommen! Hier ich gebe dir noch ein paar Münzen, dafür dass du so hart gearbeitet hast. Kannst dir dann was Schönes kaufen.«

Der Schmiedemeister griff in seine Tasche und holte ein paar kupferfarbene Münzen heraus und steckte sie in Valiels Faust und zwinkerte ihm zu.

»Danke, du bist der Beste!«

Valiel konnte sich keinen netteren Lehrmeister vorstellen, er konnte mit ihm über praktisch alles Reden, auch über Probleme, die ihm Sorgen bereiteten. Er war sein Freund. Mit einem Klopfer auf sein Schulterblatt entließ er Valiel.

»Machs gut!« sagte Valiel, bevor er sich aus der dunklen Schmiede, hin zu seinem Haus schliff.

Gleich bin ich da, Bett ich komme!

Er mahlte sich innerlich sein Zimmer aus, wo sein Bett stand, das nur auf ihn wartet. Er merkte wie schwer sein Kopf geworden war. Oh, hey Males. Kommt heute Abend bestimmt auch. Oh und wer ist das da auf der anderen Straßenseite...? Ach Oskar, ja... Mann hab ich nen Durst. Zuhause gibts ja was zu trinken. Fast da... und so müde...

Valiel fühlte sich nun sehr wohl. Er lag und spürte seinen Durst nicht mehr. Seit langem hatte er schon nicht mehr so gut geschlafen, wie jetzt.

»Junge aufwachen!«

Och nee, kann der nicht später wiederkommen und jetzt aus mein Zimmer gehen?

»Bursche, du kannst hier nicht pennen! Gebt mir hier jemand mal Wasser?!«

Letzteres schien nicht ihn zu betreffen.

Wie nicht „hier pennen“? … Moment mal, MOMENT mal...

Valiel versuchte seine Augen zu öffnen, schaffte es aber nur einen kleinen Spalt weit. Über ihm schien sich wer gebeugt zu haben.

»Gut, mach langsam.«

Jetzt versuchte Valiel es noch einmal mit dem Augen öffnen und schaffte es dieses Mal auch länger und weiter. Der Mann setzte ein Becher an seine Lippen und lies Flüssigkeit in Valiels Mund sickern. Es schmeckte wunderbar, er könnte ihn in einem Zug leer machen.

»Langsam, langsam.«

Beim genauerem hinsehen bemerkte er, dass der Mann eine seltsame, schlichte, leicht angegraute weiße Jacke trug, die normalerweise nur Kampfmeister trugen. Das hat er zumindest von Geschichtenerzähler gehört. Valiel atmete einmal ein um ein paar Worte hervorzubringen »Was ist passiert?«

Der Mann schob seine langen blonden Haare beiseite und antwortete »Du bist einfach vor mir zusammengeklappt! Du hast mir einen ziemlichen schrecken verpasst!« Er legte ein besorgtes lächeln über seine Lippen und reichte Valiel den Becher, den er nun selber halten konnte. Nach ein paar Schlücken schaute er wieder auf und fragte »Wer bist du eigentlich?«

»Ich bin Thorsten und mit wem habe ich das Vergnügen?«

»Ich bin Valiel.«

»Dann mal los Valiel, ich bringe dich nach hause. Wo wohnst du?«

Thorsten griff nach Valiels Arm und zog ihn hoch.

»Gleich dort drüben.«

Er zeigte auf ein Haus, das so aussah wie jedes Andere auch. Es unterschied sich nur von der Bauform. Es war schmaler, dafür aber ein Stockwerk höher als so manch anderes Haus.

»Gut, lass uns los gehen.«

Erst jetzt bemerkte Valiel, dass sich ein paar Leute um ihn versammelt haben und nun erleichtert Valiel auf den Rücken klopften um wieder ihre Wege zu gehen.

Um die peinliche Stille zu unterbrechen, fragte Valiel »Sag mal, bist du einer dieser Kampfmeister?«

Thorsten schaute zu Valiel und schien überrascht zu sein. »Mehr oder weniger. Ich habe mich dem Orden etwas distanziert. Aber es überrascht mich, dass du weißt wie wir aussehen. Schließlich sind wir die meiste Zeit abgeschottet im Tempel«

»Ich habe vom Geschichtenerzähler über euch gehört. Aber was meinst du mit ''Mehr oder weniger''?«

Thorsten blickte zu Boden, ehe er antwortete. »Ich bin weg gegangen, konnte es dort nicht mehr aushalten. Die Oberhäupter krallen sich an all die ganzen Traditionen. Sogar an diese, in dem sie sich dem König verschreiben. Und da habe ich ein mieses Gefühl bei.«

Valiel hob eine Augenbraue »Und wieso bist du jetzt ausgerechnet hier?«

»Nunja, ich wurde daraufhin zum Wanderer und erkundete die Gegend. Ab und zu traf ich auf ein paar lernwillige junge Leute, denen ich etwas Kämpfen beigebracht habe. Aber keiner dieser wollte das länger als einen Monat machen. Vielleicht treffe ich hier auf einen der mehr Geduld beweisen kann.« Der Kampfmeister zwinkerte Valiel mit einem Auge zu und fuhr fort »Ich werde mir hier irgendwo wo im Wald eine Stelle suchen gehen, wo alle kommen können die wollen und bereit sind mein Wissen anzunehmen.«

Valiel spielte mit dem Gedanken, ihm sofort zuzusagen und gleich nachzufragen, wann es los geht. Aber im Hinterkopf sagte ihm eine Stimme, dass er kein Kämpfer ist. Schließlich besaß er keine großen Muskeln oder gute Kondition. In der Zwischenzeit schaute Thorsten zu Valiel rüber, als wenn er auf eine Antwort wartete. In Gedanken ringend überlegte Valiel, was er sagen sollte. »Hört sich ganz interessant an.« In dem Moment wünschte er sich, dass er etwas mehr Überzeugung reingesteckt hätte.

»Du kannst es dir ja überlegen, ich verlange nichts von dir! Wir werden uns ja noch über den Weg laufen.«

»Bestimmt!«

Als sie nun bei seinem Haus angekommen waren bedankte er sich bei dem Kampfmeister und öffnete die Tür von seinem Haus, dort wurde er von seiner Mutter empfangen und Thorsten klärte sie auf was passiert war. Er gab ihr den Hinweis, das Valiel jetzt viel Trinken sollte. Als auch sie sich bei ihm bedankt hatte, ging Thorsten weg und sie kümmerte sich mit so einer Fürsorge um Valiel, wie es eine Mutter nur konnte. Sie brachte ihn unverzüglich in sein Bett, welches im Dachgeschoss stand und stellte ihm einen großen Krug Wasser neben sein Bett. »Der ist heute Abend leer, verstanden?« befahl sie ihm und ging danach wieder nach unten um ihrer Beschäftigung wieder nachzugehen. Valiel nahm sich ein Becher Wasser aus dem Krug und trank ihn aus, bevor er sich entspannt auf den Rücken legte. Während er versuchte einzuschlafen, blickte er aus dem Dachfenster in die Ferne, wo Berge hinter dem Wald empor stiegen. Vögel flogen im Horizont in der Luft und vollführten ein Kunststück nach dem anderen. Ein Vogel wirkte dabei etwas größer und war schwärzer als die anderen. Vielleicht war der aber auch einfach näher als die anderen. Fliegen ist das schönste auf der Welt. Würde ich das doch nur auch können. Ich würde dann die ganze Welt erkunden können.

Valiel malte sich noch eine Zeit lang im Tagtraum aus, wie es wäre fliegen zu können, bevor er langsam einschlief.

 

Als Valiel die Augen öffnete, fand er sich nicht mehr in seinem Zimmer wieder. Stattdessen saß er am Stamm angelehnt auf einem dicken Ast eines Riesenbaumes. Von hier aus konnte er auf alles herabblicken. Er fühlte sich anders als sonst. Von allen Lasten befreit. Aber es wirke nicht so surreal wie es sich in einer Ohnmacht anfühlte. Er spürte die Rinde des Baumes, roch dessen holzigen Geruch und sah jede Unebenheit klar und deutlich. Es musste trotz dessen ein Traum sein, schließlich hatte er den Baum in seiner Vorstellung geformt. Es war deshalb auch kein Problem Schwingen, so prachtvoll, wie es nur Drachenflügel sind, wachsen zu lassen. Bedenkenlos stand er auf und lies sich rückwärts den Baum hinunterfallen. Ausgiebig roch er die warme angenehme Luft, in der er sich am wohlsten fühlte. Auf halber Strecke breitete er seine Flügel aus und glitt über den Wald, der nun lange Schatten über das Dorf warf und selbst mit Schatten von Bergen überdeckt wurde. Valiel brachte mit nur wenigen Flügelschlägen Meile um Meile hinter sich. Nach einem Ausgiebigen Flug steuerte er auf eine Lichtung im Wald zu. Irgendetwas zog ihn dorthin, nur wusste er nicht was er dort vorfinden würde. Mit zwei, drei Flügelschlägen bremste er sich ab, um zu einer eleganten Landung anzusetzen. Feuchtes tiefes Moos nahm den Schock des aufkommen und lies Valiels Füße knöcheltief einsinken. Das Moos war kühl und kitzelte die Fußsohlen, als er ein paar Schritte lief. Valiel blickte um sich, auf der Suche nach dem Unbekannten. Doch weder hörte, noch sah er etwas unauffälliges. Verdutzt versuchte er sich einen Reim darauf zu machen, aber ihm viel nichts ein. Was nun auch nicht mehr vonnöten war. Es meldete sich eine Stimme aus dem Unterholz.

»Valiel, du bist gekommen! Das freut mich.«

Noch verwirrter schaute er in die Richtung, aus der die Stimme kam und sah den Kampfmeister.

»Aber...«

»Es warten schöne Zeiten des Trainings auf uns. Lass uns anfangen!«

Valiel viel ein, dass er einfach mitmachen könne, um zu sehen was der Traum ihm zeigen wolle. So tat er es und ging dem Kampfmeister zur Mitte der Lichtung entgegen.

»Es gibt da aber noch eine Frage, Thorsten.«

»Während des Trainings bin ich dein Meister, also nenn mich so. Aber das lass ich jetzt mal eben außen vor. Was ist das denn für eine Frage?«

»Sieh mich an. Ich habe weder den Körperbau, noch die Kondition zu einem Kämpfer. Also was kann ich hier überhaupt erreichen?«

Der Meister blieb stehen und überlegte einen kleinen Augenblick, bevor er mit einem lächelnden aber auch ernsten Blick sagte

»Ein Kämpfer ist viel mehr, als das was du dir Vorstellst. Nicht jeder Kämpfer braucht viele Muskeln, oder einen von Geburt aus geeigneten Körperbau dafür. Die Kondition kommt später von allein. Und zu dem, was du hier erreichen kannst. Allein du entscheidest das, in der Hinsicht, mit welcher Hingabe du bei mir mit machst. Ich hatte Schüler, die wollten vieles, waren aber mit den Gedanken nur in der Zukunft und ließen sich von dem Gedanken „Sie müssen noch Jahre trainieren“ unterdrücken. Sie gaben auf. Und dann gab es die Leute, die immer betonten wie sehr sie sich doch ins Zeug legen. Sie geben vor, voll dabei zu sein und alles zu geben. Aber schlussendlich haben sie nur erzählt. Dies sind Hornochsen. Also, wenn du dich in keiner dieser Gruppen wiederfindest, kannst du hier, verdammt nochmal, viel erreichen! Mach einfach mit und setz dir als Ziel, einfach her zu kommen. Gewonnene Erkenntnisse werden dich im Nachhinein belohnen! Ich sehe in dir keinen Hornochsen.«

»Dann mache ich einfach mal mit und sehe wie es mir dann gefällt...«

»Aber nicht jetzt.« entgegnete Valiels Meister und drückte Valiel aus seinen Traum in die Wirklichkeit.

Leise drang Stimmengewirr in das Zimmer von Valiel.

»Kauft mein Fisch, er ist der Beste!«

»Holt euch heute meine einzigartige Ungezieferklatsche! Damit geht’s einfacher den je!« ließen sich von den anderen Händlern besonders leicht heraushören. Und daraufhin sprang Valiel aus seinem Bett. Hatte er etwa den ganzen Nachmittag gepennt? Er wollte noch so vieles gemacht haben, bevor die Händler eintrafen. Aber das war jetzt egal. Schließlich war es jetzt so und seine Freunde laufen ja schließlich nicht weg. Schnellstmöglich zog er sich seine Sachen an und stürzte sich die Treppe hinunter. Kurz vor der Haustür bremste er ab, um sie nicht zu beschädigen und machte sie sorgsam, aber schnell auf. Zu gut konnte er sich erinnern, was passiert war, als er genauso die Treppe hinunter gehastet ist, auf die Tür prallte und so zwei Holzlatten zerbrochen hat, die er Reparieren musste. Nach einem kurzen Sprint, stand er nun vor dicht stehenden Menschengruppen. Diesen ließ es sich nicht ausweichen und Valiel musste sich durchschlängeln, was ihm ein paar genervte Blicke einbrach, welche ihm aber auch recht egal waren. Schließlich standen sie im Weg! Als er auf halbem Weg an der Schmiede vorbei kam, sah er seinen Schmiedemeister, wie er eines der Schwerte, die Valiel geschliffen hatte, einem Kunden anpries. Dieser prüfte die Qualität und legte dem Schmiedemeister eine gute Summe in die Hand und schien dabei einen sehr zufriedenen Eindruck zu machen. Das erfüllte Valiel mit einem gewissen Stolz. Ein Kunde hat sein Schwert gekauft, das er geschliffen hatte! Mit Stolz erfüllt bahnte er sich seine letzten Meter durch die Mengen zu den Ständen und dem Ort, wo er wusste, dass sich welche in seinem Alter treffen würden. Eigentlich konnte er sie nicht zu seinen Freunden zählen, aber ganz alleine wollte er auch nicht sein. Vor den Händlern kam er sich oft wie ein Trottel vor. Er allein schaute auf die neuesten Entwicklungen und konnte mit niemanden darüber diskutieren. Die Händler starrten einen mit erwartungsvollem Blick an, obwohl man nichts kaufen wollte. In einer Gruppe fühlte sich Valiel wohler. Auch wenn er geneckt wurde. Glücklicherweise war er nicht der einzige. Es gab da noch ein, zwei andere, die eine etwas besondere Art haben. Der eine war reich, aber dumm und aus seinem Mund kamen selten kluge und sinnvolle Sätze. Er musste des öfteren andeuten, dass bei ihm Geld keine Rolle spielt. Der andere schien Valiel vernünftig, doch war er weich und besaß wenig Persönlichkeit. Den hatte Valiel schon zum anderswo hingehen versucht zu überzeugen. Aber er wollte, zum Unverständnis von Valiel, lieber bleiben und bewegte Valiel auch zum bleiben. Letztendlich hatte er nirgends andere Leute mit denen er zusammenstehen würde. Etwas abseits vom Treffpunkt fand Valiel schließlich seine Gruppe. Sie standen bereits im Kreis und scherzten miteinander. Als Valiel zu ihnen kam, beachteten sie ihn kaum und bemühten sich auch nicht den Kreis zu vergrößern, damit er mit ihnen stehen konnte. Lediglich ein kurzes zunicken von Chrin und Christopher ließ ihn drauf schließen, dass er bemerkt und nicht komplett ausgeschlossen wird. Also lehnte er sich an einen nebenstehenden Pfosten und wartete drauf, dass sie losgingen, um sich auf dem Markt umzusehen. Er fühlte sich komisch, irgendwie falsch am Platz. Nach ein paar Minuten aber, brachte sich die Truppe endlich in Bewegung und so schlenderten sie umher und fanden die eine oder andere hirnrissige Erfindung. Weinflaschenhalsköpfer, für die, die keine Korken ziehen können, und ein Langeweile-Kreisel, den man zwischen seinen Daumen und Zeigefinger drehen konnte. Als Valiel den Kreisel schmunzelnd näher ansah, fand er winzige Holzkugeln zwischen den beweglichen Teilen.

Muss wohl die Reibung vermindern...

Valiels Gedankengänge wurden mit einen schmerzhaften Nackenklatscher unterbrochen. Der sich, als er sich umdrah, von Daniel kam »Valiel, du Spasti!«. Am Ende waren nachher alle am lachen, bis auf Valiel »Wieso Spasti? Was habe ich gemacht, damit ich als Spasti gelte?« diese und mehr Fragen musste er sich stellen. Fand aber keine Antworten. So ging es meistens, Beleidigungen, aber ohne ersichtlichen Grund. Aber die Augen und Zeigefinger lasteten nicht lange auf ihm, und sie schlenderten weiter. Bei den nächsten Ständen gab es unzählige Gerichte für auf die Hand. Valiel sah bei einigen die Augen aufleuchten. Auch er sah die eine und andere Leibspeise, die er sich genehmigen wollte. Plötzlich rief Daniel »Hey schaut mal, was ist denn mit Valiels Augen los?!«

»Was?« fragte einer, den Valiel nicht sehen konnte.

Drauf hin setzte Valiels Herz ein Schlag aus. Er wusste genau was gemeint war. Es war einer seiner Ticks. Er kniff oft die Augen fester zu, was von außen anscheinend ziemlich lustig aussehen musste. Aber es viel ihm schwer damit aufzuhören und die Ratschläge seines Bruders konnte er praktisch in den Wind schlagen. Hör einfach auf! Nach einer Minute ist das Weg! Valiel hasste es, wenn er das sagte. Doch das musste er sich nicht mehr anhören, seit seine beiden Brüder weggezogen sind.

»Valiel, machs nochmal!« rief Paul. Aber Valiel wollte niemandem dem Spaß gönnen und konzentrierte sich, das zukneifen zu unterdrücken. Alle Augen waren auf ihn gerichtet und die Entschlossenheit nahm zu. Die reichte aber nicht den Tick zu überlisten und sie hatten was sie wollten. Valiel spürte sein Stich in seinem Herzen, wie es aufgespießt wurde und von allen anderen ausgesaugt wurde. Nachdem sie sich nun ihren Fressalien widmeten, blieb Valiel stehen und wusste nichts mit seinen Gedanken anzufangen. »Hey Valiel, deine Haare liegen scheiße! Hahaha« sprach John ihn von hinten an und wuselte ihm durchs Haar »Besser!«

Kann gut sein, tun sie ja schließlich öfters...

John grinste ihn an und ging weiter zu den anderen.

Keine Ahnung was ich von dem halten soll... Er ist nicht so wie die anderen, in gewisser Weise hilft er mir auch, obwohl er mit über mich lacht und mich nervt.

Valiel war sein Appetit vergangen und wollte sich irgendwo setzen. Fand schließlich eine Bank und machte es sich dort bequem. Noch in unmittelbarer nähe hörte er Christan, ein verwöhnter Junge, der wegen seiner Blödheit eigentlich zu bemitleiden wäre, auf die anderen einreden, was er sich zuletzt teures gekauft hat. Valiel verachtete ihn für diese ständige Angeberei. Chrin und Paul schien das zu belustigen, weshalb Christan weiter redete. Als Christan zu den nächsten abzog, um seine Wichtigkeiten mitzuteilen, begann Chrin mit Paul über sein Lieblingsthema Kampftechniken zu reden.

Wieso sehe ich ihn nie bei den Schwertkämpfern trainieren? Er weiß ja tatsächlich einiges darüber.

Als Valiel sich seine Umgebung weiter ansah, bemerkte er das Schwarze Brett, wie es vollkommen, mit neuen Bekanntmachungen, zugepflastert worden war. Er überflog einige und las den einen oder anderen durch. Bei den Meisten ging es aber nur um Attraktionen von Schaustellern. Aber eine machte ihn besonders aufmerksam. Es war eine Bekanntmachung vom Kampfmeister.


 

Kampfkunst hier im Dorf


 

Ihr wollt die Kunst des Kämpfens erlernen und seid bereit dafür an eure Grenzen zu gehen? (Achtung, Grenzen könnten überschritten werden)

Dann kommt einfach kurz vor Sonnenuntergang zu der Lichtung, mit dem Flusslauf im Wald!


 

Kampfmeister Thorsten


 

»Na, gefällt dir mein Aushang?« Valiel hatte den Kampfmeister überhaupt nicht auf ihn zukommen sehen und erschrak nun über seine Anwesenheit. »Nicht erschrecken, ich bins! Haha«

»Man, ich hab dich gar nicht gesehen! Bin nun mal sehr schreckhaft.«

»Das kann man ja abtrainieren... Hasts dir überlegt?« Der Kampfmeister grinste Valiel an.

»Ich glaube ich bin nicht der richtige Typ dafür. Ich bin zwar in der Schmiede tätig, aber das macht mich auch nicht muskulös und ein Kämpfer bin ich auch nicht, wie die anderen.«

»Das weißt du ja noch nicht, komm mach mit! Es kostet dich doch schließlich nichts und bring doch einfach deine Freunde auch mit!«

»Das ist das let...«

»Sind Sie ein Kampfmeister?!« Chrin kam herbei gerannt und man sah das Erstaunen in sein Gesicht geschrieben. Er starrte ihn schon fast regungslos an. Der Kampfmeister hob eine Augenbraue »Ja?«.

»Was machen Sie in unserem Dorf? Was führt Sie her?«

»Hier!«

Der Kampfmeister riss die Bekanntmachung vom Schwarzen Brett, überreichte sie ihm und wartete seine Reaktion ab.

»Ich werde auf jeden Fall kommen!«

»Ich auch!« stimmte Paul mit ein.

Es dauerte auch nicht lange, bis auch alle anderen davon Wind bekamen und so wurden es ein paar mehr Teilnehmer. Glücklicherweise lehnten Daniel und John das Angebot ab. Sie würden eh bald zur Armee gehen, nahmen sie als Ausrede. Valiel vergrub währenddessen eine seiner Hände in seine Haare. Einige aus der Gruppe stellten noch ein paar Fragen über das Training und wo genau es Statt finden wird. Valiel hörte währenddessen nicht zu und wollte sich schon bald vom Acker machen. Als es still um dem Kampfmeister wurde verabschiedete sich dieser »Ich freue mich auf euch und vor allem auf dich, Valiel! Schönen Abend euch noch.«

Als abschied zu Valiel, schlug er ihn einmal mit der Hand auf seine Schulter und zwinkerte ihm zu. »Tschüss Thorsten.« gab Valiel zurück. Und so ging er wieder zurück in das Gemenge.

»Du kennst den?« fragte Paul

»Ja, wir sind uns schon einmal begegnet.« gab Valiel genervt zurück.

Da entsteht die Motivation und Hoffnung und wird sofort wieder vernichtet. Thorsten darf mich doch nicht mit denen sehen, wenn er merkt, in welcher Position ich hier stehe, hält er mich noch für einen totalen Lappen. Ja...

»Wir sehen uns dann morgen! Kann's kaum erwarten dich kämpfen zu sehen, Valiel.« Verabschiedete sich Christopher von den anderen.

Hat selbst wohl keinen Bock mehr...

So stand auch Valiel auf und verabschiedete sich leiser, als ihm lieb war »Bis morgen dann.«

Allein Paul hob die Hand zum Abschied und gab Valiel das Gefühl nicht komplett eine Person ohne Bedeutung zu sein. Valiel kam noch an ein paar weiteren Essständen vorbei und entschied sich doch für eine MahlzeitDenn er musste sich des öfteren klar machen, wie schnell er ohne Essen an Kraft verliert. Er stellte sich schließlich bei einem Fleischspießstand an und kaufte einen mit dem Geld vom Schmiedemeister. Beim essen, sah er den Leuten zu, wie sie von Händlern zu einem Kauf überzeugt wurden.

Was mache ich hier eigentlich? Ich komme hierher um nieder gemacht zu werden und um Verkäufers Gut zu beschauen. Das hat doch keinen Sinn, oder einen Zweck. Ich komme auch ohne deren neuen Erfindungen aus. Wieso soll ich mir das mit denen anschauen, wenn ich irgendwo im Wald entspannen kann? Alleine, ohne irgendwen der mich wie Dreck behandelt. Wieso tue ich mir das eigentlich an...

Valiel biss von Spieß ab und genoss das perfekt gebratene Fleisch. Es erfüllte ihn mit gewisser Freude, zu wissen, dass er nicht völlig umsonst gekommen war. Jetzt, da er gesättigt war, konnte er etwas klarer denken und überdachte das, mit dem Angebot, eher gesagt Wunsch, vom Kampfmeister.

Er war nett zu mir und hat mir geholfen, er sah in mir etwas mehr, als nur einen normalen Jungen. Aber er wusste anscheinend auch nicht, was ich wirklich bin und wie mich meine Freunde, nein Altersgruppe, behandelt. Doch nach all dem, bin ich ihm das etwas schuldig.

Er dachte noch lange darüber nach und bewegte ich währenddessen in Richtung Zuhause. Müde fühlte er sich allerdings nicht, keineswegs. Valiel entschloss sich einen kleinen Abstecher zu machen. Es war ein kleines Stück Wald zwischen zwei Häusern. Wenn man dort drin war, war man fast vollkommen abgeschottet. Es war ringsum komplett blickdicht. Nur Stimmen würden noch teils zu vernehmen sein.

Als der Wald dann in Sichtweite war, sah man die tiefe Ruhe die in ihm steckte. In Wäldern herrscht keine Hektik, Vögel suchen ihr Futter und Katzen gehen entspannt ihren Weg. Keine arroganten Menschen. Sie meiden den Wald um dort allein abzuhängen. Ist ja uncool. Sie bleiben schön bei ihren Gruppen und gehen fast nie ihre eigenen Wege.

Valiel freute sich auf den Wald, es war der perfekte Ort zum entspannen, ohne weit in den großen Wald zu gehen. In dem Moment, in dem er den Wald betrat, durchlief Valiel eine gewisse Zufriedenheit. Die Welt hier war okay. Er ging weiter, zu der Stelle, die einen Blick zum Himmel bot und lehnte sich gegen einen umgefallenen Baumstamm. Er spürte den kühlen Wind auf seiner Haut und die Restwärme der Bäume, die sie über den heißen Tag über gespeichert haben. Er blickte gen Himmel und sah sich die Sterne an. Ab und zu huschte ein Schatten über sie, welche sich als Eulen oder Fledermäuse herausstellten. Der Wind wurde etwas stärker und die Blätter raschelten, wie ein Wasserfall.

Valiel wollte hier nicht weg. Und schon gar nicht mit den anderen Kampfkunst erlernen. So passierte es, dass Valiel langsam einnickte und die Welt an ihm vorbeiziehen lies.


 

»Scheinst ja Naturverbunden zu sein!«

Joa? Aber wer bist du? Ich habe sie nie zuvor gehört...

Keine Antwort.


 


 


 


 

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milly2804s Profilbild
milly2804 Am 04.08.2018 um 1:09 Uhr
Ich finde es eine gute Geschichte, sie klingt sehr interessant und spannend. dennoch würde ich noch einmal drüber lesen, da einige Formulierungen noch keinen Sinn machen. Es lohnt sich aber auf jedenfall daran weiter zu schreiben.
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Informatikfee Am 24.03.2018 um 21:24 Uhr
Valiel ist ein Schwächling, Muttersöhnchen und Träumer.

So wie ich. Find ich gut.
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Strati (Autor)Am 24.03.2018 um 21:42 Uhr
Freut mich, dass es dir gefällt! Aber Menschen ändern sich :P
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Simons Profilbild
Simon Am 20.03.2018 um 23:54 Uhr
Ich sag: I N T E R E S S A N T ! :)
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Simon Am 23.03.2018 um 16:43 Uhr
@Strati Schön - gerne. :)
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Strati (Autor)Am 23.03.2018 um 16:07 Uhr
Danke! Das motiviert mich sehr weiter zu schreiben! :)

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Eine Bewertung

Statistik

Kapitel:3
Sätze:579
Wörter:6.931
Zeichen:39.909

Kurzbeschreibung

Wenn ein Mann den König stürzt und das Leben vieler Menschen zerstört, wird er unweigerlich auf Widerstand stoßen, mit dem er nicht rechnet.

Kategorisierung

Diese Story wird neben Abenteuer auch im Genre Fantasy gelistet.