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| Kapitel: | 106 | |
| Sätze: | 223 | |
| Wörter: | 10.657 | |
| Zeichen: | 67.467 |
Ich hatte Lust, mich an verschiedenen Kurzgedichten zu versuchen. Dafür hatte ich erst einmal gegoogelt, was es da überhaupt gibt. Im Nachhinein habe ich daraus eine Sammlung aus kurzen, variablen und langen Gedichten gemacht. Es gibt sogar einen Bereich, wo ihr als Schreiber gefragt seit - Gemeinschaftsgedichte -
Hier zu finden sind:
Kurzgedichte
- - Tanka
- - Haiku
- - Senryu
- - Klapphornvers
- - Elfchen
- - Limerick
- - Epigramm
- - Rondell
- - Triolett
- - Roundel
- - Couplet
- - Distichon
- - Cinquain
- - Sijo
- - Dizain (Dixain)
- - Nonet
- - Monostichon
- - Tanaga
- - Shadorma
- - Rubai
- - Clerihew
Lange formfeste Gedichte
- - Rondel (dreizehnzeiliges)
- - Rondel (vierzehnzeiliges)
- - Rondeau (klassisches)
- - Rondeau (dreizehnzeiliges)
- - Sonett (klassisches / italienisches / Petrarca Sonett)
- - Sonett (englisches / Shakespeare Sonett)
- - Sonett (französisches)
- - Sonett (sizilianisches)
- - Villanelle
- - Chant royal
- - Sestina
Gedichte mit variabler Länge
- - Akrostichon
- - Ode
- - Elegie
- - Scherzgedicht
- - Dinggedicht
- - Madrigal
- - Ghasel (Ghasele, Gasel, Ghasal, Ghazal)
- - Rollengedicht
Gedichte mit bedingt variabler Länge
- - Ballade
- - Kanzone (Canzone)
- - Drapa
- - Pantun
- - Canzonetta
- - Kyrielle
- - Rubajat
Gedichte gemischt
- - Prosagedicht
- - Fib (Fibonacci-Poem)
- - Figurengedicht (Kalligramm)
Gemeinschaftsgedichte / Kettengedichte
- - Renga
Meine rausgenommene Gedichte
Zu jeder Art habe ich mindestens ein Gedicht verfasst und versucht die Herangehensweise so zu erklären, wie ich es verstanden habe. Also keine Garantie, dass meine Ergebnisse regelgetreu sind.
- Kurzgedichte -
Dieses Gedicht hat zwei Strophen. In der ersten Strophe gibt es drei Verse, die je fünf / sieben / fünf Silben haben. In der zweiten Strophe gibt zwei Verse die jeweils sieben Silben haben dürfen.
Ein Tanka beschreibt einen Augenblick. In der zweiten Strophe dürfen persönliche Empfindungen eingebaut werden.
Ich habe mir hierfür folgendes Bild ausgesucht:
Bildlink: https://images.pexels.com/photos/31103901/pexels-photo-31103901.jpeg
Profil: dh tang
Sehnsucht jenseits der Stadt
Zwei sitzen am Fluss
Ihr Blick auf den Hochhäusern
Ein steiniger Platz
Sehnen sie sich nach der Stadt?
Was hat sie dort hingebracht?
Trennlinie
Brachland und Großstadt
verbindet eine Brücke
darunter ein Fluss
Es scheint Welten zu treffen
beobachtet von zwei Frau‘n
Andere Welten
Am Ufer zur Stadt
wirst du zu zwei Fremde sehn
Auch sie sehen dich
Doch Gedanken teilt ihr nicht
Steh'n vor anderen Welten
Dieses Gedicht hat nur eine Strophe und drei Verse. Der Inhalt der Verse muss je fünf / sieben / fünf Silben enthalten.
Haikus beschreiben einen Augenblick. Handeln klassisch von Natur.
Zwischenmenschliche Erlebnisse könnten ein Senryu sein. Die Erklärung hierzu später.
Es wird in Gegenwart/Präsens geschrieben.
Auch hier habe ich ein Bild zur Inspiration genutzt.
Bildlink: https://images.pexels.com/photos/1060498/pexels-photo-1060498.jpeg
Profil: Alex P
Abendrot
Das Abendrot beginnt
gelbes Licht das dunkler wird
Ein Ausklang am Meer
Freudensprung
Am Meer die Wellen flach
Die Sonne noch gelb erstrahlt
lässt froh hoch springen
Lebensfreude
Neben einem Wrack
springt sie vor der Sonne hoch
Lebensfreude groß
Hier scheint mir die klassische Form aus einer Strophe mit drei Versen mit je fünf / sieben / fünf Silben zu bestehen.
Allerding habe ich auch ein Beispiel gefunden, in der es zwei Strophen gab. Die erste Strophe mit zwei Versen und je sieben Silben. Die zweite Strophe mit drei Versen mit je fünf / sieben / fünf Silben.
Da das Senryu von Haiku und Tanka abgeleitet wurde, nehme ich an, dass es auch erlaubt ist in der ersten Strophe drei Verse mit fünf / sieben / fünf Silben zu haben und in der zweiten zwei Verse mit je sieben Silben.
Man kann es als eine Art Scherzgedicht sehen. Man beschreibt Pannen/Unglücke von Menschen. Es sollen humorvolle oder satirische Gedichte sein
Die Wette
Die Wette ist klar:
Nuss mit Zähnen knacken
Lücken zeugen nun
Flugmodus
Ein kleiner Verzicht
Beim Stolpern flog es davon
Flugmodus auf on
Verschreiben
Welcher Schreiber kennt es nicht?
Verschreibt sich am letzten Wort.
So standen wohl auch
ihr glaubt es doch sicher kaum
"Ützen" vor dem Haus
Diese Art von Gedicht besteht aus einer Strophe mit vier Versen. Die ersten beiden Verse müssen sich reimen. Auch die letzten beiden sollen sich reinem aber unabhängig vom ersten.
In den ersten beiden Versen werden klassisch die zwei vorkommenden Figuren vorgestellt. In den nachfolgenden zwei Versen von ihrem Charakter oder ihrem Tun berichtet.
Es soll ebenfalls ein humorvolles Gedicht sein.
Reimmuster:
(A)
(A)
(B)
(B)
Hier habe ich erneut ein Bild genutzt aber nur ein statt drei Gedichte mit reingenommen. Generell meide ich Gedichte, die sich reimen müssen. Aus dem Grund, dass ich mir Reime raussuchen muss und keinen Spaß daran habe einen vorhandenen Satz jedes Mal umzuändern weil der nachfolgende Vers nicht passt.
Profil: Elijah O'Donnell
Die Kaffeepause
Zwei Frauen saßen auf dem Autodach
der Kaffee war nicht mehr im Handschuhfach
Hätten sie mal auf den Wetterbericht gehört
wären sie jetzt nicht so empört
Elfchen bestehen aus insgesamt elf Wörtern in einer Strophe mit fünf Versen.
Der erste Vers enthält ein Wort und benennt den Gegenstand oder die Eigenschaft, um den oder das es geht.
Im nachfolgenden Vers hat man zwei Wörter zur Verfügung, die beantworten, wo sich der Gegenstand befinden oder wie er sich z.B anfühlt.
Als nächstes folgt ein Vers mit drei Wörtern und der Frage was es macht.
Beim vierten Vers hat man vier Wörter und keine direkte Frage. Ich kannte das so, das man einfach noch einmal näher auf das eingeht, was man im dritten Vers geschrieben hat. Tatsächlich habe ich eine Grundschulvariante gefunden, in der man wollte, dass der Vers mit ‘‘ich‘‘ anfängt. Meine Vermutung ist, dass der Inhalt dieses Verses (außer die Wort Menge) frei interpretiert werden kann.
Ganz zum Schluss kommt dann ein Fazit mit einem Wort.
Hier habe ich eine ältere Schreibchallenge herausgesucht, die sich #novemberelfen nennt und auf Instagram von @piccoletta_pottschnecke und @karla.schreibt.drabbles stammt.
Narren im Kopf
Narren
im Kopf
verzwirbeln gern Gedanken
bauen neue Worte auf
Wortgulasch
Was ist Orkan
Orkan
besaß Fell
er rannte schnell
was man Galopp nennt
Pferdeklugscheißerin
Stetig voran
Vagabund
auf Straßen
Schritte gehen voran
Zurück auf neue Wege
Ruhelos
Nicht zu klein
Elfe
ganz klein
barg den Schatz
Sie passte ins Mäuseloch
Gemeinschaftsgewinn
Gefühle
Magie
zwischen Zeilen
sprechen keine Worte
lassen dich unausgesprochen fühlen
Liebesschwüre
Schreiberin
Buchstaben
auf Papier
bilden den Anfang
und werden stetig mehr
Romanschreiberin
Verliebt
Echo
im Herz
seine Worte hallen
Schmerz und Glück vereint
Verliebtheit
Trockenheit
Regen
am Himmel
nicht in Sicht
Hat sich Urlaub genommen
Dürrebericht
Trennung
Zartbitter
das Ende
gab keinen Streit
und dennoch großen Kummer
Trennungsbekundung
Nur im Augenwinkel
Ungeheuer
im Schatten
Es lauert dort
wartet nur auf dich
Gänsehautmoment
Karaoke
Gesang
so schief
Die Ohren bluten
der Freundschaft zu Liebe
Karaoke
Urlaubsreif
Novemberzug
auf Gleisen
bringt mich Heim
oder auch weiter fort
Spontanabreise
Es besteht aus einer Strophe mit fünf Versen.
Reimmuster:
(A)
(A)
(B)
(B)
(A)
Dazu kommt, dass die Verse eins, zwei und fünf länger sein sollen, als drei und vier. Klassischerweise mit acht bis neun Silben.
Vers drei und vier haben fünf bis sechs Silben.
Das Gedicht soll humorvoll sein.
Um es mir ein bisschen einfacher zu machen, habe ich eine Szene mit meinen erfundenen Charakteren Yis Amander und Jild Fossken genommen.
Aus Versehen in der Arktis
Als schnellen Plan hatte er angedacht,
eine Reise wäre höchst angebracht.
Nur trug er ein Buch,
es war wie ein Fluch:
Eine Reise zur Arktis abgemacht.
Sie sind möglichst kurzgehalten. Traditionell mit einer Strophe und meist nur zwei Versen. Es ist aber keine Form vorgegeben. Nur das sie kurz und auf den Punkt sind
Am verständlichsten ist es wohl, wenn man weiß, dass sie ursprüngliche Sprüche für Gräber waren.
Heute beschreiben sie überspitzt Handlungen mit einer überraschenden Wende
Es muss sich nicht reimen. Traditionell wird aber oft ein Reim eingebaut.
Eine Scherbe im Weg
Owe, tat das weh, eine Scherbe im Weg.
Weh tats dem, der ließ die Scherbe hochkant steh‘n.
Ein Päuschen hat Folgen
Nur ein Sonnenpäuschen, mal eben so.
Wurd später zu einem neuen Tattoo.
Der nicht dichte Dichter
Hatte versucht zu dichten aber vergessen sich vor dem Wasser abzudichten.
(Achtung: Es gibt auch Rondel)
Es besteht aus einer Strophe mit acht Versen und arbeitet mit wiederholenden Versen.
Die Verse eins, vier und sieben sind gleich.
Die Verse zwei und acht sind ebenfalls gleich.
Das Gedicht kann sich reimen, muss aber nicht.
Wiederholungsmuster:
(1)
(2)
(3)
(Wiederholung 1. Vers)
(5)
(6)
(Wiederholung 1. Vers)
(Wiederholung 2. Vers)
Ein Abschied immer wieder
Abschied immer wieder
trennen uns die Welten
sehen uns am Bahnhof
Abschied immer wieder
Willkommen am Bahnhof
wir Zwei in Armen
Abschied immer wieder
trennen uns die Welten
Mein Kopf
Ich liege wach
mein Kopf
keine Ruhe
Ich liege wach
dieses Thema
so ein Frust
Ich liege wach
mein Kopf
Überwindung
Mein Herz schlägt wild
Ich will zu ihm gehen
nur Hallo sagen
Mein Herz schlägt wild
Verdammt ist das schwer
ich weiß, dass ich es kann
Mein Herz schlägt wild
Ich will zu ihm gehen
Besteht aus einer Strophe mit acht Versen.
Reimmuster:
(A)
(B)
(A)
(Wiederholung 1. Vers)
(A)
(B)
(Wiederholung 1. Vers)
(Wiederholung 2. Vers)
Hier habe ich versucht ein Krimigedicht zu schreiben. Es ist aber eher ein Horrorgedicht geworden.
Stille
Stille in der Gasse ruht
Schritte längst verklungen
in meiner Hand fest ein Hut
Stille in der Gasse ruht
Es ist mein Blut
für immer bezwungen
Stille in der Gasse ruht
Schritte längst verklungen
Hat drei Strophen mit vier/drei/vier Versen.
In der ersten Strophe, im letzten Vers wird der Anfang des ersten Verses wiederholt.
Und in der letzten Strophe, auch im letzten Vers wird das gleiche gemacht.
Reimmuster:
(A)
(B)
(A)
(Anfang des ersten Verses)
(nächste Strophe)
(B)
(A)
(B)
(nächste Strophe)
(A)
(B)
(A)
(Anfang des ersten Verses)
Hier wollte ich Fantasy einbringen.
Ein Zweifler auf Quest
Mein Blick auf etwas, dass mich zweifeln lässt
durchschritt mein Begleiter ein schwaches Licht
kniff ich mir in den Arm zum Test
Mein Blick auf etwas, dass es nicht gibt
Er bemerkt mich und ein Lächeln im Gesicht
als Plan wir gehabt, weiter nach Nordwest
Dieses Licht einem Portal entspricht
Ein schnelles Ende verspricht er der Quest
und spricht zu mir, wegen meiner Pflicht
wenn ich es tu, dann nur unter Protest.
Mein Blick auf etwas, dass mich zweifeln lässt
Hat eine Strophe mit zwei Versen.
Es ist ein humorvolles oder satirisches Gedicht
Traditionell reimt es sich.
Die Eispfütze
Im Winter markierte der Hund sein Revier.
Auf dem Rückweg schlitterte sein Herrchen schier.
Hat eine Strophe mit zwei Versen
Im ersten Vers muss es beim Sprechen sechs betonte Silben haben. Dabei muss die fünfte Stelle zuerst betont gefolgt von zwei unbetonten Silben sein.
Man kann beim Sprechen eine Pause im ersten Vers machen. Es ist aber wohl verpönt dies direkt vor der vierten Hebung zu verwenden.
Beide Verse beginnen mit einer betonten Silbe
Der zweite Vers hat das Sprechmuster - • • - • • (Pause) - • • - • •
Der Strich steht für betont der Punkt für nicht.
Hier bin ich von einer Szene aus dem Buch "Der Hüter des Feuers" von Jo Graham inspiriert gewesen.
Reite ins ferne Land, mein Kind
Hoch zu Ross, mein Kind, für dich der Weg noch nicht zuend.
Sei dem Freund anvertraut, einem dem ich vertrau.
Angst um das Kind
Ich will nicht klagen, vertraue doch euch, schwirrt in meinem Kopf die Panik.
Umgeben die Mauern - Frei soll das Kind leben.
Des Freundes Tochter in Gefahr
So ungewiss die Lande, wuchs das Kinde groß heran, ein Mädchen.
Ahnte, was drohte, kam - Sah den Freund Leid tragen.
Hat eine Strophe mit fünf Versen
Der erste Vers hat zwei Silben
Der zweite Vers vier Silben
Der dritte Vers hat sechs Silben
Der vierte Vers hat acht Silben
Der fünfte Vers hat zwei Silben
Es kann sich reimen muss es aber nicht.
Das Herzblut des Schreibers
Es reift
in meinem Kopf
die Worte auf Papier
So viel Herzblut in jedem Wort
Ende
Die Ruhe des Waldes
Schritte
Alles ist still
der Wald mir Ruhe bringt
Kopfkarussell zur Ordnung zwingt
Entspannt
Gefühle gehen fliegen
Geflogen
wie der Vogel
meine Liebe weit fort
ein lähmen wie verlangsamen
Abschied
Es hat eine Strophe mit drei Versen
Die Verse haben vierzehn bis sechszehn Silben
Es beschreibt tiefgründig Gedanken oder Naturbilder.
Im ersten Vers wird das Thema vorgestellt,
im zweiten geht man näher drauf ein
und im letzten gibt es eine Wendung oder Pointe.
Zeitverschwendung
Warum wälze ich mich lieber im hitzigen Gemach?
Ob gleich, ich doch weiß, dass mir kein Auge zugehen wird.
Dennoch steh ich erst auf, als ich es muss und reg mich auf.
Wetter- oder Launenlage
Ist es kalt, soll der Sommer möglichst bald wiederkehren.
Kommt der Regen nach der Dürre, gilt es schnell, als zu viel.
Mal ehrlich, mir ist gar nichts, am Wetter recht zu machen.
Gerade noch im Trockenen
Geschützt, hinter Glas, sehe ich, den Regen die Straßen halb fluten.
War eben noch draußen und bin nun so voller Glücksgefühl,
mein Ex ist jetzt fern ein seichnasser Pudel.
Hat eine Strophe mit zehn Versen, die aus acht bis zehn Silben bestehen. Am häufigsten sind zehn Silben.
Es wird häufig mit folgendem Reimmuster gestaltet, gibt es aber auch ohne Reime oder mit einem anderen Muster.
Reimmuster:
A
B
A
B
B
C
C
D
C
D
Das Dizain ist sowohl ein ‘‘Baustein‘‘ anderer Gedichte, wie auch eine eigenständige Gedichtform. Z.B. ist es teil des Chant royal. Dieses habe ich zum Zeitpunkt des folgenden Gedichtes aber schon beendet.
Sirenenlied
Zauberhaft erklingt ihr Lied der Meere
wispert Wünsche tief in deine Seele
Auf das dir nichts mehr wichtiger wäre
ein neues Leben dir immer fehle
Was wenn sie dir Langeweile stehle?
Folge der Stimme einer Sirene
das Steuerrad du dir jetzt vornehme
ein jeder will dich von ihr abbringen
zur Seefahrt gehören deine Gene
spielend wirst du die Wellen erringen
Es hat eine Strophe mit neun Versen
Der erste Vers hat neun Silben
Bei jedem nachfolgenden Vers wird es eine Silbe weniger, sodass beim Letzen nur noch eine Silbe verwendet werden darf.
Keine Reime erforderlich.
Eichhörnchen im Baum
Herunter dringt ein fiepsender Laut
Eichhörnchen flitzen durch den Baum
Samen schmecken ihnen gut
nur kurz war ihre Rast
weiter auf dem Ast
Ein Bissen mehr
immer mehr
Dauer
Hast
Besteht aus nur einem Vers und soll möglich kurz dabei sein
Monostichon haben oft keine Titel aber es gibt Varianten, die einen Titel haben.
Wie Blüten sich vor Regen schließen, die Probleme manchmal wiegen.
Wie Kleeblatt will, Glück dir geben
Erinnerung ist verbleibend
Es hat eine Strophe mit vier Versen
Diese Verse haben alle sieben Silben
Dazu kommen Endreime im folgenden Muster.
Reimmuster:
A
A
B
B
Es scheint auch ein Reimmuster ABAB zu geben. Das stand allerdings bei der Formatspalte nicht mehr dabei. Daher womöglich eine Falschinformation.
Vermutlich gibt es diese Gedichtform gar nicht im Deutschen. Sie stammt aus dem Philippinischen. Den Wikipedia-Text habe ich mir übersetzt anzeigen lassen. Witzigerweise hat die Übersetzung aus 7-7-7-7 Silben eine sieben mehr gemacht.
Der unsichtbare Vers mit sieben Silben wurde dann zu meinem Thema :)
Regelwerk und Beispieltext
Viermal sprach das Regelwerk
Fünfmal lautet der Vermerk
Im letzten Vers unsichtbar
Sieben Silben wunderbar
Die klassische Shadorma hat eine Strophe mit sechs Versen.
Diese verwendet keine Reime aber eine bestimmte Silbenmenge pro Vers.
Der erste Vers hat drei Silben
Der zweite - fünf
Der dritte – drei
Der vierte – drei
Der fünfte – sieben
Der sechste – fünf
Unfehlbar prominent
Welcher Mensch
Keine Macken hat?
Und du denkst,
Prominent …
Ich mag, keine Fehler hat
Weil öffentlich ist
Es hat eine Strophe mit vier Versen und folgendes Reimmuster:
A
A
X (Kein Reim)
A
Es geht auch das Reimschema AAAA aber, das ist selten
Häufig sind sie ironisch, albernd. Können aber auch Alltagssituationen beschreiben oder mystische Inhalte haben.
Typischerweise hat es eine Wendung der Handlung im letzten Vers.
In dem Gedicht wird es um die Macke von Gredo Freiherr von Krups gehen.
(Mein Charakter aus dem noch unveröffentlichten, zweiten Teil von "Hauptgewinn: Mörderinsel")
Er kann nicht genug Taschen haben, findet aber dadurch öfters sein Zeug nicht.
Der Mann und seine Taschen
Dieser Mann und seine Taschen
Braucht er wirklich all die Laschen?
Verstaut ist der Autoschlüssel
Hinfort durch irgendwelche Maschen
Es ist eine Art Scherzgedicht, dass sich spielerisch skurril mit dem Namen einer echten Person reimt.
Man kann auch mit einem fiktiven Charakter arbeiten. Klassisch wäre es jedoch eine reale Person
Es hat eine Strophe mit vier Versen
Der Name der Person muss am Ende des ersten Verses eingebaut werden.
Reimmuster:
A
A
B
B
Nachdem ich bei mehren Gedichten meine Charaktere aus "Hauptgewinn: Mörderinsel" verwendet habe, dachte ich mir, ich nehme meinen selbsternannten Blutengel von Darkhorn aus "Jungblut Gier"
Der Blutengel von Darkhorn
Er nennt sich den Blutengel von Darkhorn
Und ist doch nur ein Saatkorn
Pflanzt er einmal seine Gier
So ist sein Verstand nicht mehr hier
- Lange formfeste Gedichte -
(Achtung: Es gibt auch ein Rondell)
Dieses Gedicht hat eine Strophe mit dreizehn oder vierzehn Versen.
Der erste Vers wiederholt sich in der siebten und in der dreizehnten Zeile
Wiederholungsmuster:
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(Wiederholung 1. Vers)
(8)
(9)
(10)
(11)
(12)
(Wiederholung 1. Vers)
Wenn es vierzehn Verse hat, wiederholt sich zusätzlich der zweite Vers in der achten und vierzehnten Zeile. Wenn nicht fällt dieser Schritt weg
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(Wiederholung 1. Vers)
(Wiederholung 2. Vers)
(9)
(10)
(11)
(12)
(Wiederholung 1. Vers)
(Wiederholung 2. Vers)
Traditionell wird es meist auf zwei verschiedene Wörter gereimt. Das Muster ist dabei egal. Es kann AABBAABBAABBAA oder ABABABABABABAB. Es geht aber auch ohne.
Die ungewollten Outdoor-Aktivitäten von Yis Amander
Es wiederholte sich die Geschichte
Ohne nachgedacht zu haben
hatte er auf sein Bett verzichtet
Gehörte er auch zu den naiven Knaben
baute er ein Obdach aus alter Fichte
unter Anleitung durch den Schwaben
Es wiederholt sich die Geschichte
Sie beide sich in die wilde Natur begaben
den simplen Plan zur Aufmunterung zunichte
schwitze er beim Schlafhöhlengraben
Für das Glück des Anderen sich verpflichtet
sie sich immer eine Stütze gaben
Es wiederholt sich die Geschichte
Die Bitte einer unbegründeten Freude
Es bat die unbegründete Freude
dass sie heute nicht vergeude
Doch unaufhörlich kam es zu Fragen
da nutzte auch kein Sagen
Die Fragen nach dem Grund jagen
Sie wollten es einfach nicht ertragen
Es bat die unbegründete Freude
dass sie heute nicht vergeude
Dennoch hörte es nicht auf zu plagen
Es wurden immer mehr Klagen
Langsam fühlte sie sich geschlagen
Doch wollte sie noch einmal wagen
Es bat die unbegründete Freude
dass sie heute nicht vergeude
Das klassische Rondeau hat insgesamt 15 Verse.
Es hat drei Strophen mit jeweils fünf, vier (Hier wird allerdings der Anfang des ersten Veres, als vierter Vers angehängt), sechs (Auch hier wird der Anfang des ersten Verses noch einmal als sechster Vers angehängt)
Reimmuster:
(A)
(A)
(B)
(B)
(A)
(nächste Strophe)
(A)
(A)
(B)
(Anfangs vom ersten Vers)
(nächste Strophe)
(A)
(A)
(B)
(B)
(A)
(Anfang vom ersten Vers)
Dann gibt es noch ein Rondeau mit insgesamt 13 Versen.
Das hat auch drei Strophen.
Reimmuster:
(A)
(A)
(B)
(B)
(A)
(nächste Strophe)
(A)
(A)
(B)
(nächste Strophe)
(A)
(A)
(B)
(B)
(Anfang des ersten Verses)
Stumme Marktschreierin
Ein Blick in den Himmel hinauf
versprach mir einen guten Verkauf
Schreite ich nach nebenan
da steht ein schöner Mann
Komm mir vor als wär ich bergauf
Ich seh auf den Türknauf
Was für ein Verlauf
Es ist wie ein Bann
Ein Blick
Mein Herz schrie, lauf
und ein Bleiben mit drauf
Ich kann nur versuchen zu entspann
doch was für ein herrlicher Mann
Vielleicht kommts zum Kauf
Ein Blick
Frühlingssturm
Das Erwachen im Frühling beginnt
mit kommt ein leichter Wind
Blütenköpfe schaukeln mit
was für ein sachter Ritt
überall Farben zu finden sind
Der Wind mit seinem Sprint
langsam glaub ich es spinnt
Über alle Wiesen rennt es fit
Spielen im Sinn, dieses Elementen-Kind
entreißt die Blumen, wie ein kräftiges Rind
Kaum eine Pracht nicht darunter litt
Der Sturm verlangt seinen Kredit
Das Erwachen
Hier beschreibe ich mehrere Arten des Sonetts, die sich hauptsächlich im Reimschema unterscheiden.
Es besteht immer aus vierzehn Versen.
Das klassische Sonett oder auch das italienische Sonett (Petrarca-Sonett) hat zwei Strophen mit vier Versen und dann zwei Strophen mit drei Versen
Reimmuster:
(A)
(B)
(B)
(A)
(nächste Strophe)
(A)
(B)
(B)
(A)
(nächste Strophe)
(C)
(D)
(E)
(nächste Strophe)
(C)
(D)
(E)
Für die letzten beiden Strophen geht auch ein Reimmuster von
CDC (nächste Strophe) DCD
Beide Varianten kommen häufig vor.
Klassischerweise behandelt das Sonett ein Problem, das in den letzten beiden Strophen (dort wo sich auch das Reimschema ändert) eine Wende erlebt. Sei es eine Lösung, eine Bewertung, eine andere Sicht (Denkweise) auf oder für das Problem
Besonders das italienische Sonett (Petrarca-Sonett) legt Wert auf diese Wendung.
Hier habe ich ausprobiert, ob es sich im Science Fiction Bereich auch dichten lässt.
Beim Englischen Sonett (Shakespeare Sonett) passiert die Wende so gar meist erst in der letzten Strophe. Hier verändert sich aber auch der Aufbau und das Reimschema.
Reimmuster:
(A)
(B)
(A)
(B)
(nächste Strophe)
(C)
(D)
(C)
(D)
(nächste Strophe)
(E)
(F)
(E)
(F)
(nächste Strophe)
(G)
(G)
Es gibt auch das Französische Sonett (Sonnet francais), welches ebenfalls zwei Strophen mit vierzehn Versen hat. Hier verändert sich das Reimschema folgendermaßen
(A)
(B)
(B)
(A)
(nächste Strophe)
(A)
(B)
(B)
(A)
(nächste Strophe)
(C)
(C)
(D)
(Nächste Strophe)
(E)
(E)
(D)
Auch hier gibt es die Wendung in Form einer Auflösung des Problems, eine andere Sichtweise et cetera. Das passiert dann in den zwei letzten Strophen. Dort wo sich das Reimschema wieder ändert
Zum Schluss habe ich noch das Sizilianische Sonett. Man könnte auch sagen ‘‘Ursprüngliche Sonett‘‘. Aus dem verwendeten Reimschema haben sich später die oben genannten entwickelt.
Reimmuster:
A
B
A
B
(neue Strophe)
A
B
A
B
(neue Strophe)
C
D
E
(neue Strophe)
C
D
E
Bei den letzten beiden Strophen ginge auch das Schema CDC (neue Strophe) DCD
Bei der Suche nach möglichen Gedichtsthemen bin auf Kategorien gestoßen wie "Abenteuer" und "Sport". Bei Abenteuer dachte ich an meine Charaktere Yis und Jild und auch daran, dass ich mit der, in dergleichen Geschichte vorkommenden Geisa Arel, noch nix geschrieben habe (Also Bonusmäßig)
Weil mir nix einfiel, habe ich die Liste weiterüberflogen und "Sport" fiel mir ins Auge. Zu diesem Zeitpunkt habe ich den "Ultimate Run" auf YouTube von Johannes.Hovekamp und OttoBulletproof geschaut.
Kurz gesagt, geht es im Gedicht darum, dass mein Charakter Yis diesen Livestream sieht und nach machen möchte.
Weg von der irdisch herrschenden Gewalt
Wir durchflogen das unendliche All
auf der Suche nach einem Halt
Geflohen waren wir vor Gewalt
ständig gab es nur Krawall
Doch langsam drohte uns der Verfall
Wir brauchten ein Ziel möglichst bald
sonst machte uns der Mangel kalt
Es fehlte nicht mehr viel, bis zum Knall
So berichtete es ein holografischer Fund
Es lag auf dem Planeten kaum versteckt
nur Menschen fanden wir nicht
Ob sie lebend erreichten den Grund
oder gar erlagen einem Defekt
bringen wir sicher noch ans Licht
Du bedeutest Glück
Ich seh in dein Gesicht
schon ist es voller Glück
Du bist wie das Licht
stellst die Sorgen zurück
Egal wie du es machst
du bist ein großes Herz
bei dir man einfach lacht
Dein Anblick vergiftet Schmerz
Ein Augenblick reicht
es ist reinstes Seelenheil
es macht alles so leicht
es braucht kein Beil
Da ist mein Hund
ein inniger Bund
Wir beide Blinden
Wir begegneten uns einst in der Bahn
alles daran war so spontan
Du führtest dich auf, wie ein Sultan
saß gefühlt mitten in einem Clan
Doch irgendetwas in mir fühlte dir auf den Zahn
du hattest nur so umgeben getan
irgendwie hätte ich es dir angetan
Mir wurde ganz warm
Bei unserem Treffen ging ich zum falschen Lokal
ich würde mir geben, einen Dummheitspokal
dachte ich, ich würde es mit Leichtigkeit finden
Doch dann kamst du auf mich zu
Ich dachte noch: Was nu?
Am falschen Lokal, wir beide Blinden
Hindernislauf
Jeder Muskel schreit
Das kann er auch
Er ist soweit
Nur optisch ein Lauch
Gegen Geisa auf Zeit
Die Chance ein Hauch
Sie ist gern bereit
Kämpft sich durch jeden Strauch
Yis streicht die Fahne
Er kann zwar laufen
Den Kopf aber nicht ausschalten
Verärgert ist sein Kumpane
Der geplant hat diesen Haufen
Und plötzlich kann er es aushalten
Hat fünf Strophen mit drei Versen und eine abschließende Strophe mit vier Versen.
Der erste Vers aus der ersten Strophe bildet den letzten Vers der zweiten und vierten Strophe. So wie den dritten Vers der letzten Strophe
Der dritte Vers aus der ersten Strophe bildet den letzten Vers der dritten und fünften Strophe
Reimmuster:
(A)
(B)
(A)
(nächste Strophe)
(A)
(B)
(Wiederholung 1. Veres aus 1. Strophe)
(nächste Strophe)
(A)
(B)
(Wiederholung 3. Vers aus 1. Strophe)
(nächste Strophe)
(A)
(B)
(Wiederholung 1. Vers aus 1. Strophe)
(nächste Strophe)
(A)
(B)
(Wiederholung 1. Vers aus 1. Strophe)
(nächste Strophe)
(Wiederholung 3. Vers aus 1. Strophe)
Hier habe ich mich, beim Überfliegen von Bildern, an die YouTube-Videoreihe "DerSebo & Friends" von DerSebo erinnert. Was das für ein Bild war und ob ich im Internet oder bei meinen eigenen Fotos unterwegs war, weiß ich nicht mehr aber ich nehme stark an, das Schnee drauf zu sehen war. :)
Endloses Weiß durchwandert
Durch weites endloses Weiß
eine Landschaft wie ein Feind
Jeder Schritt kostet Fleiß
überall Schnee und Eis
Von der Sonne bescheint
durch weites endloses Weiß
Die Kräfte unter verschleiß
das Vorankommen eint
Jeder Schritt kostet Fleiß
Vermeide den Schweiß
es ist gut gemeint
durch weißes endloses Weiß
Gegangen auf mein Geheiß
sind wir zusammen vereint
Durch weißes endloses Weiß
Jeder Schritt kostet Fleiß
Dieses Gedicht hat sechs Strophen, das mit Ausnahme der letzten Strophe jeweils acht Verse hat. Die sechste Strophe hat vier oder fünf Verse
Häufig sollen die Verse aus zehn Silben bestehen.
Der letzte Vers in jeder Strophe ist in allen Strophen bis auf die letzte Strophe gleich.
Reimmuster:
(A)
(B)
(A)
(B)
(C)
(C)
(D)
(D)
(nächste Strophe)
(A)
(B)
(A)
(B)
(C)
(C)
(D)
(Wiederholung 8. Vers aus 1. Strophe)
(nächste Strophe)
(A)
(B)
(A)
(B)
(C)
(C)
(D)
(Wiederholung 8. Vers aus 1. Strophe)
(nächste Strophe)
(A)
(B)
(A)
(B)
(C)
(C)
(D)
(Wiederholung 8. Vers aus 1. Strophe)
(nächste Strophe)
(A)
(B)
(A)
(B)
(C)
(C)
(D)
(Wiederholung 8. Vers aus 1. Strophe)
(nächste Strophe)
(F)
(F)
(G)
(F)
(G)
"Royal" klang für mich irgendwie zu einladend etwas mit einer Katze zu machen. Die Katerszene ist aus dem wahren Leben, der Spaziergang auch. (Auch wenn ich mich nur an eine einmalige Sache erinnern kann)
Meine wilde Katze
Welch Eleganz so ein prachtvolles Tier
gepflegte Krallen und warnender Blick
Du wirst geduldet in ihrem Revier
und wehe du huldigst nicht ihrem Schick
wagst es zu sagen, hier hin darfst du nicht
könnt sein, dass sie mit ihren Krallen spricht
Teufel und Engel in ihr fest vereint
sie kommt auch zum Schmusen, wenn jemand weint
gibt mit ihrem Fell Wärme, wenn du frierst
Doch denke daran, dass sie mal verneint
Die Katze hoch auf der Mauer stolziert
Sie mag, wenn du spielst auf deinem Klavier
die Liegefläche samtig ohne Knick
Liebkosungen mit Verstand und Manier
und gewiss nennst du sie niemals zu dick
Sie umsorgen ist deine wahre Pflicht
immerhin ist sie doch dein Seelen-Licht
Als Napfhinsteller wirst du nicht zum Feind
und so reicht es doch, es ihr so erscheint
Akzeptanz auf guter Pflege basiert
ein annehmbarer Diener so durchscheint
Die Katze hoch auf der Mauer stolziert
Futter in angemessener Dosier
darf es nur kommen von dieser Fabrik
man ihr nur das Allerbeste servier
wenn das Futter nicht passt, dann hilft kein Trick
ist es unmöglich das man sie besticht
Am Ende hat Verrat hohes Gewicht
auch nachdem es wurde zu tiefst beweint
ihr so etwas gar unmöglich erscheint
vielleicht nach Abstand glaubt, du hast kapiert
für sie nur das gute Futter daheim
Die Katze hoch auf der Mauer stolziert
Lautes Katzenjammern dringt ins Quartier
Vorausahnend ich aus dem Fenster spick
meine Katze zwei Kater im Visier
ein Kampf um die Katzendame, faustdick
sich doch hoffentlich niemand etwas bricht
Keiner will nur annähernd den Verzicht
dabei hat sie doch die Kätzin verfeind
schaut nur zu und wartet bis einer weint
dann wird auch dem Sieger eine geschmiert
egal was er errang und dazu meint
Die Katze hoch auf der Mauer stolziert
Abends mit leuchtenden Augen marschier
in voller Dunkelheit beweist Geschick
hinter mir den Weg, zusammen ein wir
zu schön um zu glauben, es sei ein Trick
sie ihre Zugehörigkeit ausspricht
Mit diesem Ritual mein Herz besticht
folgt sie mir stets, obwohl nicht angeleint
dieser Spaziergang immer wieder eint
als hätten wir es zusammen trainiert
für diesen Moment meine Welt heil scheint
Die Katze hoch auf der Mauer stolziert
Zum Glück wurde ich nicht erwählt zum Feind
wir sind verschieden aber eng vereint
Mag sein, dass die Herrschaft zu ihr tendiert
vielleicht bin auch ich die, die angeleint
Die Katze hoch auf der Mauer stolziert
Insgesamt hat sieben Strophen, von denen sechs mit sechs Verse haben. Die letzte Strophe hat drei Verse.
Eine Sestine reimt sich nicht. Allerding wiederholen sich die Endwörter in einem festen Muster in jeder Strophe
Endwörter Wiederholungsmuster:
Erste Strophe
(A)(B)(C)(D)(E)(F)
Zweite Strophe
(F)(A)(E)(B)(D)(C)
Dritte Strophe
(C)(F)(D)(A)(B)(E)
Vierte Strophe
(E)(C)(B)(F)(A)(D)
Fünfte Strophe
(D)(E)(A)(C)(F)(B)
Sechste Strophe
(B)(D)(F)(E)(C)(A)
In der letzten Strophe kommen immer zwei dieser Endwörter innerhalb des jeweiligen Verses vor. Das Muster dabei ist frei wählbar.
Der immer wilde Garten
Die Gartenarbeit ruft
Der Rasen wuchs
Überall ist Unkraut
Man kommt kaum nach
Die Brombeeren müssen weg
An den Fingern ist Blut
Ehrlich, hier schwitzt man Blut
Jede Ecke nach Arbeit ruft
Schnell ist die Kraft weg
Ein wilder Wuchs
Alles nach und nach
Schneller als du, wächst das Unkraut
Was ist schneller als Unkraut?
An den Fingern rinnt dein Blut
Dornengestrüpp ziehst du dir nach
Das ganze hier nach einem Feuer ruft
Gierig es heran wuchs
Ein ganzes Stück Arbeit weg
Doch ist noch mehr nicht weg
Aufgeholt hat das Unkraut
Es dir schon über den Kopf wuchs
Selbst am Gras verlierst du ein wenig Blut
Das Ungeschickt nach dir ruft
Seh doch ein bisschen besser nach
Vielleicht ziehst du etwas Gemüse nach
Ein zwei Pflanzen sind schon weg
Jetzt schon dein Magen ruft
Soll es doch warten, das Unkraut
Genug vertropftes Blut
Auf dass das alles heran wuchs
Nicht nur wilder Wuchs
Siehst in den Beeten nach
Kein weiteres Blut
Ein paar Pflanzen weg
Vergessen das Unkraut
Eine Mahlzeit ruft
Unkraut oder auch wilder Wuchs
Eins davon macht weg das Blut
Der Magen ruft, nach Wildkräuterquark
- Gedichte mit variabler Länge -
Bei diesem Gedicht ist es wichtig, dass die Anfangsbuchstaben eines jeden Verses, von oben nach unten gelesen ein Wort, mehrere Wörter oder einen Satz ergeben.
In der Regel wird der Anfangsbuchstabe jeder Zeile großgeschrieben, um das versteckte Wort/den versteckten Satz hervorzuheben.
Wenn man mit mehreren Wörtern arbeitet, bildet jedes Wort eine eigene Strophe. Ebenfalls wegen der Lesbarkeit.
Hier habe ich mir bei zwei Gedichten vorgestellt, es stünde auf Glückwunschkarten - "Alles gute zum Geburtstag" und "Gute Besserung"
Großes Vorhaben, völlig spontan
Regelrecht im Sinneswahn
Eingegangen diesen Mist
Ihr das Reimen nicht mal liegt
Malt sie sich nichts Besseres aus
Ein Gedichtband muss es sein
Nenn mir doch bloß einen Sinn
Idiotisch mag man sagen
Soll sie machen, keine Frage
Tut halt selber einem weh
Finger jucken irgendwie
Übung schadet eigentlich nie
Reime rausgesucht
Musst nicht alle erledigen
Irre, viel zu viel
Chaos vorprogrammiert
Hat sie selbst rausgesucht
Hilft nur Ruhe zu bewahren
Eins nachdem anderen tun
Recherche wär nicht schlecht
Zuerst wird sich informiert
Quellen hats im Internet
Unter anderem auch, was Reime betriff
Als Inspiration noch ein Bild
Letztlich fließen Worte
Ein bisschen ist daran gemogelt
Na und muss ja trotzdem stimm
Gesundheit
Gerade gehört
Und wünsch dir versteckt
Tage wie diese braucht man nicht
Erhole dich in deinem Bett
Bin vielleicht etwas direkt
Ehrlich, du bleibst nicht im Bett
Sagen wir, wir kennen dich
So oder so bleibst du nicht im Bett
Eventuell verstehst dus so
Ruhe und Erholung ist im Bett
Und damit schließ ich den Text
Noch kurz gewünscht
Genesung ganz ganz schnell
Geburtstagskarte
Fragst du nach den Geschenken?
Rätzel bringt dir Freude
Es hat Zeilen
Ist geschrieben
Zuverlässig an deiner Seite
Ein bisschen genauer
Im Text musst du schauen
Tatsächlich ganz einfach
Passt es in die Zeilen
Ablenkung inbegriffen
Richte Glückwünsche aus
Kannst du alle hier lesen
Die Ode ist fröhlich, feierlich oder lobend.
In der Regel werden keine Reime verwendet.
Ihre Ausdrucksweise ist meistens erhaben - vornehm
Vor dem Vogelgedicht bin ich tatsächlich unter einem Baum gestanden, in dem ein Vogel wunderschön gezwitschert hat.
-
Bei dem Fröhlichkeitsgedicht geht es wieder um Yis bzw. soll es so wirken als hätte Jild das über Yis geschrieben.
-
Beim Dritten musste ich wieder an meine Glückwunschkartenidee denken (Falls es nicht sogar mit oder nach den Akrostichon entstanden ist)
Du klangvolles Vögelein
Ach du lieblicher, kleiner Vogel
Hoch oben in diesem Baume
Erklingt dein wohliger Gesang
Ich lausche dir so gerne
Ach wie liebe ich diese Morgen
Ein Tag so voller Wonne
Du bist ein wahrer Minnesänger
Deine Lieder gern willkommen
Ach lausch ich dir so gerne
Singen, schluchzen, trällern
Ein Schatz sitzt hier oben
Tatkräftig in diesem Baume
Du Fröhlichkeit
Dein Lachen ist ergreifend
Schwerlos und kaum zu halten
Es ist im ganzen Raume
Deine Art dich zu ertragen
Fliegst in Regenbögen
Positivität in den Adern
Wie ein Kind auf ewig
Du zur Fröhlichkeit geboren
Kein Pech kann dir zu Leibe
Der Fröhlichkeit zu Kragen
Du lachst und meinst
Ein Pessimist ist weise
Der steht dir zur Seite
Insgeheim er dich beneidet
Fröhlichkeit aus jeder Pore
Ein Keim auf dürrem Boden
Du verstehst die Zeilen
Liest dazwischen
Ein Herz so groß
Die Welt umarmen
Ein Kind der Treue
Ganz in Weiß
Alles weicht zur Seit
Die Mitte wird frei
Geigen für euch
Oh schreitet herein
Tanzet im Kreis
Eine wunderschöne Einheit
Schwebend gleich
Ein wunderschönes Kleid
Tanzet durch den Raum
Eine wunderschöne Zeit
Das Paar vereint
Mit Ringen nun
Auf beste wir
Anstoßen für sie
Elegien sind traurige, klagende oder auch nachdenkliche Gedichte. Meist handeln sie von Verlust Schmerz oder Sehnsucht.
Keine Reime erzwingend.
Mensch bist du laut
Das Rauschen der Straße
Laut schallt es herüber
Durchdringt den Wald
Wie Messerschneide
Kein Schweigen in Sicht
Tag wie Nacht
Mensch bist du laut
Zerstört die Stille im Wald
Flüchtest in dein Haus
Der Lärm der anderen
Gedämpft und doch zuhören
Ach Mensch bist du laut
Und meckern kannst du auch
In Wort und Gedicht
Hats zumindest dich entlast.
Man muss was ändern
Drum wird es befohlen
Bevor ein Anfang kommt
Müssen eben alle ran
Der Baum
Sein Fuß umgeben von Moos
fest verankert im Boden
steht er gar aufrecht da
Hält dem Winde stand
der krachend riss
seine Nachbarn mit
Er steht alleine da
die Krone erhoben
mit Blessuren zwar
Lebend doch bleibt
unter seiner Rinde
fließt sein Blut
Er steht alleine da
Die dunkle Nacht
Einst noch dunkel die Nacht
unterm Mond erwacht
dessen Töchter betracht'
Doch dann waren da
die Kinder des Tags
Grell und mit Macht
fraßen sie die Nacht
Kein Dunkel bleibt
Nur Höhnen hier
Einem Blinzeln gleicht
oder Aufschrei scheint
Unsere Nacht entweicht
Das Hell sich nimmt
Kein Satt mehr kennt
Die Nacht auffrisst
Unser Heim erlischt
Albern, nicht ernstgemeintes oder man will sich die Hände über den Kopf zusammenschlagen
Keine Reime erzwingend.
Nicht mehr so ganz dicht
Er war nicht ganz dicht
Schrieb dabei dieses Gedicht
Und wenn er es vernicht‘
dann wars ein Gedicht.
Es fehlte nur der Artikel
Eines nachts im Kinderzimmer schwebe
Eine Fee mit prächtigen Schwingen
Das Kind sie sofort frage
Oh liebe Fee, du mir Wünsche gebe
Der alten Leier schon Überdruss
Ja Kind, drei aber denke einmal weise
Kommt es kaum zu Satzes Ende
Liebe Fee, ich will Flügel
Und schon liegt es und tut es schlafen
Lächelt und erwartet
Am Morgen hat es Flügel
Aber nicht den erwünschten Flügel
Drücken anstatt ziehen
Statt ziehen wurde gedrückt
Im Laden sah man täglich
Menschen scheitern am Lesen
Schließlich dachte man
Warum es nicht versuchen
Andersrum die Schilder
Oh heiliges Wunder
Tatsächlich es funktionierte
Alle Kommenden zogen
Der Laden, so schien es
Begann Berühmtheit zu gewinnen
Bald voll bis an die Wände
Doch irgendwann die Erkenntnis
Dem Scheitern zu Grunde
Lag nicht das Lesen
In diesem Gedicht liegt der Fokus auf einem einzelnen Gegenstand, Tier oder einer Pflanze. Man umschreibt es meist so ehrfürchtig, dass es wirkt, als ob man ein Wesen huldigen würde.
Es gibt keine Vorgaben für Strophen, Versen oder Reimen.
Grundlange für das dritte Gedicht war, dass ich mich bei einem Waldspaziergang vor einer abrupten Bewegung im Unterholz erschrocken habe.
Vergessen steht es in der Kammer
Relikt aus vergangener Zeit
In dunkler Ecke dastandst
Einst völlig unerlässlich
Ist vertrocknet dein Band
Verstummt die Tasten
Wurdest ausgemustert
Kamst in diese Kammer
Und dort sehe ich dich
Spüre das Verlangen
Dir Leben einzuspannen
Die Namensverwandten
Auf meinem Haupt tust du weh
Wenn du zielgenau fällst
Durch deine stachelgrüne Haut
Dein Kern geschützt
Zur Zierde du in Häuser kommst
Kindern so wohl vertraut
Gibt es auch einen Namensvetter
Der landet aber meist auf den Teller
Neulich im Wald
Suchte mir einen Platz zur Ruh
Grub mir den Boden auf
Eine Kuhle für die Nacht
Nebenbei ein kleiner Snack
Ich liebe Pilz und co
Schlamm auf meiner Haut
Bin die Parasiten los
Ein Blick zu meiner Rotte
Alle sind gelassen
Ein Mensch in der Ferne
Den wird ich noch erschrecken
Dann wünsch ich allen
Eine gute Nacht
Es gibt keine Stropheneinteilung.
Wie viele Verse vorkommen ist offen.
Die Verslängen sollen variieren, genauso auch das Reimschema.
Häufig werden Naturbilder beschrieben, die Gefühle umschreiben.
Neid auf Besserung
Sturm des meines wütete wild
Gibt es nichts was ihn heute stillt
Hinter mir das reinste Inferno tobt
Gegenüber mir sich nicht eine Briese rührt
Es sich alles nicht um den Sturm schürt
Als ob es nur erprobt
Laut will es die Stille stören
Noch viel lauter hinüber röhren
Die Ruhe muss sich auch empören
Jeder soll den Storm hinter mir hören
Die Windstille hat hier nichts verloren
Kein Sonnenstrahl vertreibt die Sorgen
Sie hat sich verschworen
Ich will kein Versprechen auf besseren Morgen
Plötzlich seh ich um die Ecke
Diese Stille war wie eine Hecke
Dahinter wütet auch ein Sturm
Ich fühl mich wie ein hinterlistiger Wurm
Sturm des meines wütete wild
Gibt es nichts was ihn heute stillt
Hinter mir das reinste Inferno tobt
Gegenüber mir sich nicht eine Briese rührt
Es sich alles nicht um den Sturm schürt
Als ob es nur erprobt
Laut will es die Stille stören
Noch viel lauter hinüber röhren
Die Ruhe muss sich auch empören
Jeder soll den Storm hinter mir hören
Die Windstille hat hier nichts verloren
Kein Sonnenstrahl vertreibt die Sorgen
Sie hat sich verschworen
Ich will kein Versprechen auf besseren Morgen
Plötzlich seh ich um die Ecke
Diese Stille war wie eine Hecke
Dahinter wütet auch ein Sturm
Ich fühl mich wie ein hinterlistiger Wurm
Es gibt keine Vorgaben bei der Strophenanzahl.
Es muss allerdings mindestens vier Verse haben, um das nötigste zu erfüllen.
Die ersten beiden Verseenden und dann alle geraden Versenden reimen sich auf das letzte Wort im ersten Vers.
Reimmuster:
A
A (nur für die ersten beiden Verse)
X (Kein Reim)
A (und dann immer mit XA weiter machen ! Es darf nicht mit X aufhören)
In der falschen Epoche
Hufe klackern auf Asphalt
Die Augen schauen, was da schallt
In der Ferne kann ich sehen
Zwischen den Bäumen eine Gestalt
Doch zum Staunen ist es mir
Was ich sehen kann nur halb
Ein Urzeitpferd kommt vorbei
Für ihn wohl keine Epoche galt
Jedenfalls bin ich hinterher
Dachte an meinen Gehalt
Wie schön es doch wär
Ein paar Dollar hingeknallt
Doch ist es winzig
Diese alte Urgestalt
Fand es nicht wieder
Und sah das der Traum verhallt
Hier wird in die Rolle einer Person geschlüpft und aus der Ich-Perspektive erzählt. Oft kommen dabei Aspekte eines Berufes hinzu. Im Titel des Gedichts wird die Person häufig schon genannt. Beispiel Des Töpfers zerbrochene Ware
Es gibt keine Vorgaben an Strophen- oder Versanzahl
Es kann, muss sich aber nicht reimen.
Hier war ich von dem YouTube-Kanal-Namen "Tandaniel der Geschichtenweber" inspiriert. Dazu wollte ich noch ein weiteres Gedicht mit Science Fiction - Elementen haben.
Der Geschichtenweber
Ich schien wie aus einer anderen Zeit
Hüllte mich in ein altes Gewand
Zu jeder Mittagszeit steh ich da
Manchmal glaubt man es kaum
Zwischen all dem Hologramm
Steht ein Erzähler da
Jedes Wort von mir
Wob die Freude ein
Ich liebte was ich tat
Würzte es mit Spaß
Und fühlte gar
Wie die Wörter war’n
Dem Publikum so nah
Jede Emotion spürbar
Lebensecht und real
Versteh ich was ich sag
Und bring es ein
Wie ein lebendes Organ
Ich bin da
Um jede Mittagszeit
Mit meinen Geschichten
Steh ich da
- Gedichte mit bedingt variabler Länge -
In der Regel hat es mindesten drei bis sechs Strophen mit drei bis sechs Versen.
Viele Balladen sind auch noch länger und haben auch selten weniger als dreißig Verse. Dennoch ist keine Anzahl vorgegeben. Das heißt es kann auch kürzere oder gar keine Stropheneinteilung geben.
Es soll eine Geschichte mit Versform erzählen.
Keine Reime erzwingend
Verlorene Seelen, die sich brauchten
Übers Leben in voller Wut
Lernte er den Jungen kennen
Eine unterdrückte Frohnatur
Er hielt ihm die Hand hin
Sich nicht bewusst, ohne Wut
Zog er ihn auf die Beine hoch
Nun hatte er es getan
Stand da und hatte ein Kind
Verlangte es nach seiner Hand
Doch er so voller Glut
Noch immer diese Wut
Versuchte zu entkommen
Mit der Zeit fiel es ihm auf
Zwischen Wut war wieder Kummer
Die Wut hatte es verdeckt
Der Junge ihn aufgeweckt
Er suchte ihn wieder auf
Sich um seine Bürde beraubt
Ein Blick genügt
Alles Sein nach Hilfe schreit
Der Junge fleht, ist allein
Die Glut, sie zischt
Und an der Hand
Ist das verlorene Kind
Prinzessin der alten Geschichten
Er spielte seine Laute
hoffend auf ein Zeichen
Sollte die Maid es hören
so sangen seine Gefühle
Oh schöne Maid nun höre
wie mein Herz nach dir rufe
So schaue aus dem Fenster
Stehet ich hier unten
Möchte euch sagen
Euer Antlitz ist göttlich
eure Stimme den Engeln nah
hörte ich euch nachts singen
Die Nachtigall vor Neid verstummen
Du hast gesungen
auf das jemand komme
dich befreie und fort von hier bringe
Leicht, wie der Nebel, der mich umwob
Nebelschleier
verborgen bin
auf Wegen wandle
niemand kennt
Stille umgibt
Atem besinnt
Ruhe herbei
Lausche ich
Gedanken frei
stehe ich hier
Mittendrin
Nebelleicht
Eine Kanzone kann eine Liebeserklärung, ein Abreagieren über ein bestimmtes Thema sein. Grob gesagt hat es auch ein bisschen was von einem emotionalen Bericht
Hat mindesten zwei Strophen häufiger aber mehr. Klassisch liegt das Mindestmaß bei fünf Strophen.
Die Verse ergeben immer elf Silben
Enthält Reime, die Anordnung ist jedoch nicht vorgeschrieben
Finde keine Argumente
Lasst uns die uralten Mamuts erwecken
Ohne genügen Nahrung abzudecken
Lasst uns Arbeit auf eine Gruppe schieben
Wollte man nicht weniger Last aufwiegen?
Welche Ideen wohl dahinterstecken?
Was nützt es wenn Ferien sich abdecken?
Das weniger Autos den Staus erliegen?
Man hat wohl das Abwägen hart gemieden.
Diese Gedichtsart ist üblicherweise sehr lang, hat aber keine vorgeschriebene Anzahl an Strophen. Klassisch haben sie über hundert Strophen.
Regulär hat eine Strophe acht Verse mit sechs betonten Silben. Wie viele unbetonte dazu, ist egal, sofern der Rhythmus nicht verloren geht.
In den geraden Versen kommt ein Reim vor, der a) in der selben Zeile verbleibt und b) sich in der Silbe gleicht. Beispiel ‘‘Lachfalten‘‘ ‘‘festhalten‘‘.
Des Weiteren gibt es noch einen Refrain.
Thematisch ist es feierlich, lobt einen Helden, Gott, Herrscher oder auch die Heldentat selbst. Es ist auch möglich mehre Personen mit diesem Gedicht/Lied anzusprechen. Wenn es auch häufiger vorkommt, dass Einzelpersonen besungen werden.
Bei meinem Ergebnis stimmen die Hebungen nicht, obwohl ich dachte darauf geachtet zuhaben.
Dazu hatte ich eigentlich vor, mich um Binnenreime zu kümmern, so bald ich eine grobe Geschichte habe. Allerdings gefällt mir mein Gedicht und ich nehme mir einfach raus, dass ich ein modernes Drapa aber kein klassisches Drapa geschrieben habe.
Mir war auch von Anfang an klar, dass ich gewiss keine zwanzig Strophen erreichen würde.
Hoffnung, Zeit und Schatten
Geboren in einem Land der davonrinnenden Zeit
Wuchs unser Herrscher unerkannt zur Größe heran
Als Knabe er begann, das Weltenklicken zu erhören
Wir alle noch Verschonten, es nicht erahnten konnten.
Doch wurde er erhoben zum Gezeitenkarussell
Ein Märchen zwischen des Herrschers und unserer Welt
Wir hier keine Gezeitengewalten kannten
In unserer Welt, des ewigen, gewöhnten Schweigens
Hoch lebe unser Herr, der Zeitenherr
Hoch zu dem Throne, unser Herr
Das seine Reich, unsere Ewigkeit
Gerecht auf jeder Gezeitenseit
Auf der Welt er erst das Laufen lernen musste
Wuchs im Körperwandel rasch, so besonders.
Wir Ninnen sind das, wie wir erschienen
Aufgetaucht und für immer hiergeblieben
Leben Zeit, die nie vergeht, noch Namen trägt
Dachten nicht, dass so etwas anders geht
Sahen dem Wachsen-Wunder heiter entgegen
Ohne je, den Weltenriss zur Kenntnis zunehmen
Hoch lebe unser Herr, der Zeitenherr
Hoch zu dem Throne, unser Herr
Das seine Reich, unsere Ewigkeit
Gerecht auf jeder Gezeitenseit
Oh ja, wir Ninnen waren Narren
Sahen Welt hinter Riss erwachen
Hatten keine Angst vor dem Verschlucken
Weil wir es nicht besser wussten
Kannten wir keine Welten neben uns
Nur unser Herrscher hörte das Ticken
Das Schlagen von Vergänglichkeit
Läutet ein mit verzerrtem Widerhall
Hoch lebe unser Herr, der Zeitenherr
Hoch zu dem Throne, unser Herr
Das seine Reich, unsere Ewigkeit
Gerecht auf jeder Gezeitenseit
Ein neues Weltenklicken er erhörte
Noch verlangsamt und ganz leise
Der Herzschlag lebender Welten
Die unsere war am Erwachen
Eine alte Welt, die bald zerfällt
Fand durch die Zeit Zusammenhalt
Im ewigen Stillstand unser Heil
Sterben wir alle in Vergänglichkeit
Hoch lebe unser Herr, der Zeitenherr
Hoch zu dem Throne, unser Herr
Das seine Reich, unsere Ewigkeit
Gerecht auf jeder Gezeitenseit
Unser Herrscher führte keine Waffe mit
Sein Herz saß am rechten Fleck
Suchte er nach dem Herkunftsplatz
Scheute sich nicht, auch ohne Schwert
Kein Schild sein sterblich Leib beschützt
Wo der Anfang die Mitte war
Ging die seine Reise erst los
Wir Ninnen bemerkten den nahenden Tod
Hoch lebe unser Herr, der Zeitenherr
Hoch zu dem Throne, unser Herr
Das seine Reich, unsere Ewigkeit
Gerecht auf jeder Gezeitenseit
So plötzlich wir den Tod verstanden
Die Welt unter uns voller Schatten
Alles hüllte sich in greifende Nacht
Wilde Monsterschar begiert das Licht
Ein Licht des Hoffens, was Ninnen schufen
Ahnten nicht, dass wir über Welten wirkten
Doch unser Herrscher ging vollen Mutes
Immer weiter auf der ungewissen Suche
Hoch lebe unser Herr, der Zeitenherr
Hoch zu dem Throne, unser Herr
Das seine Reich, unsere Ewigkeit
Gerecht auf jeder Gezeitenseit
Es gab kein aufgezeichnetes Weltenwissen
Keinen Weg die Weiten je zu erforschen
Nach langer Suche fand er eine Option
Nur die Schatten fanden Wege hindurch
Wir Ninnen sahen mit großer Furcht zu
Der Herrscher ließ den Schatten an sich nähren
Um ihn dann zu fragen, woher er käme
Er käme von unten, wo es kein Essen gebe
Hoch lebe unser Herr, der Zeitenherr
Hoch zu dem Throne, unser Herr
Das seine Reich, unsere Ewigkeit
Gerecht auf jeder Gezeitenseit
Der Schatten dachte, er könne ihn verschlingen
Doch Mensch kann sein Hoffen schützen
In Güte sein Licht an andere weitergeben
Ein Schatten mag durch Welten dringen
Kann aber nicht alles Licht auffressen
So schützte er weise sein schlagendes Herz
Welches dem Menschen sein Leben ausmacht
Und uns bei reichem Hoffen erscheinen lässt
Hoch lebe unser Herr, der Zeitenherr
Hoch zu dem Throne, unser Herr
Das seine Reich, unsere Ewigkeit
Gerecht auf jeder Gezeitenseit
Der Herrscher ist Mensch und unerschütterlich
Ein Hoffen von Menschenherz, dass uns erschafft
Wie Spiegel wir reflektieren das Hoffnungslicht
Die Schatten Noben unser Höllen-Gesicht
Sterblich sind sie hungrig, wachsen schnell
Doch können sie niemals ein Ganzes erjagen
Splitter des Hoffens bergen menschliche Träger
Und so dachten wir auf ewig zu siegen
Hoch lebe unser Herr, der Zeitenherr
Hoch zu dem Throne, unser Herr
Das seine Reich, unsere Ewigkeit
Gerecht auf jeder Gezeitenseit
Die Welt der Ninnen war zu tausend gebrochen
Konnten kein Netz aus Güte mehr verknüpfen
Eine nachdem anderem erlosch im Dunkelschlot
Ein Dämmerlicht noch zur Hoffnung schwach erstrahlt
Dem Herrscher den Weg zur Befreiung zeigt
Ein endloser Raum zum Herzschlag der Welt
Hier kann er dem Ticken Einhalt gewähr‘n
Und den Seinen neu die Gütigkeit lehren
Hoch lebe unser Herr, der Zeitenherr
Hoch zu dem Throne, unser Herr
Das seine Reich, unsere Ewigkeit
Gerecht auf jeder Gezeitenseit
Im Raum der Zeit hauste die Vergangenheit
Sie flüsterte leis für den Zeitenherr
Auf dass er mit ihr, die Erinnerung teilt
Denn die Güte ist leicht, der Hoffnung so gleich
Gelehrt sie aus der Erinnerung stark erfreut
Und so schickte der Herr ein Gedächtnis nieder
Bilder von netten Gesten aber auch bösen Taten
Existierte Licht brauchte es auch den Schatten
Hoch lebe unser Herr, der Zeitenherr
Hoch zu dem Throne, unser Herr
Das seine Reich, unsere Ewigkeit
Gerecht auf jeder Gezeitenseit
So hatte unser Herr alle Leben gerettet
Ein Herz der Reinheit vorgewiesen
War nicht nach dem Weltenthrone gestrebt
Sah sich das Ganze ohne Urteil an
Er wäre uns als Herrscher Willkommen
Güte fließt durch seine leuchtende Seele
Sein Herz schlägt und sendet Hoffnung aus
Wir Ninnen waren nicht verloren in der Zeit
Die Strophenanzahl ist hier frei wählbar,
Jede Strophe hat vier Verse mit acht bis zwölf Silben
Aus der vorherigen Strophe wiederholt sich der zweite und vierte Vers im ersten und dritten Vers, der nachfolgenden Strophe.
Und es hat das Reimmuster abab bcbc cdcd usw.
In der Schlussstrophe kommt dann gar kein neuer Vers mehr dazu. Dort wird der erste Vers aus der ersten Strophe im letzten Vers der Schlussstrophe und der dritte Vers aus der ersten Strophe als zweiter Vers verwendet.
Es gibt auch Varianten, wo der erste Vers der ersten Strophe an zweiter Stelle kommt und der dritte Vers am Ende steht.
Der zauberhafte Morgen
In kühler Umarmung liegt das Leben
Golden ein Licht über tauen Boden
Ein Strahlen noch unter müdes streben
Glitzernd zeigt sich die nächtliche Robe
Golden ein Licht über tauen Boden
Erwachen will das Glück in der Seele
Glitzernd zeigt sich die nächtliche Robe
Als ob nun alle Dunkelheit fehle
Erwachen will das Glück in der Seele
Wie eine Bettdecke dieser Morgen
Als ob nun alle Dunkelheit fehle
Zwischen all den winzigen Kristallen
Wie eine Bettdecke dieser Morgen
Ein Strahlen noch unter müdes streben
Zwischen all den winzigen Kristallen
In kühler Umarmung liegt das Leben
Wie die Kanzone behandelt es ein bestimmtes Thema wie eine Art Bericht. Ist aber in der Ausdruckweise lockere.
Hat mindestens zwei Strophen
Klassisch hat es vier bis acht Verse
Das Reimschema ist frei wählbar
Zeh gestoßen
Immer wieder der kleine Zeh
Gestoßen und tut höllisch weh
Selbst ein Stein im Schnee
Sagt meinem Zehnagel ade
Wie einfach es wohl wäre
Zu begreifen die Lehre
Oder besser, ich kehre
Und lebe in der Leere
Klassisch hat es mindestens drei Strophen. Kann aber auch mehr haben
In jeder Strophe sind immer vier Verse.
Der letzte Vers jeder Strophe ist derselbe.
Ein Vers hat acht Silben
Klassischerweise ist das Reimschema:
A
A
B
B
(nächste Strophe)
C
C
B
(Wiederholung des letzten Verses aus der ersten Strophe)
(nächste Strophe)
D
D
B
(Wiederholung des letzten Verses aus der ersten Strophe)
Es gibt auch Versionen die das Schema:
A
B
A
B
(neue Strophe)
C
B
C
(Wiederholung des letzten Verses aus der ersten Strophe)
(neue Strophe)
D
B
D
(Wiederholung des letzten Verses aus der ersten Strophe)
nutzen oder noch experimenteller
A
(kein Reim)
A
(Kein Reim)
(neue Strophe)
B
(kein Reim)
B
(Wiederholung des letzten Verses aus der ersten Strophe)
Flüsternde Mauer
Kalt ist der Ort mit Klammergriff
Hol die Freunde mit schrillem Pfiff
Spür‘ eng um mich, eine Trauer
Flüstert mir ins Ohr, die Mauer
Freunde, oh Freunde, spürt ihr nicht
Kommt jetzt auch noch flackerndes Licht?
Für dich liegt es auf der Lauer
Flüstert mir ins Ohr, die Mauer
Soll und darf hier nicht verbleiben
Droht man mir, mich zu vertreiben
Verdient habe ich den Schauer
Flüstert mir ins Ohr, die Mauer
Die Strophenanzahl ist nicht vorgegeben aber es muss mindestens zwei haben, da es sonst ein Rubai wäre. Das Rubajat besteht aus mehreren ‘‘Rubai‘‘, die als Strophen zu einem neuen ganzen zusammengesetzt werden.
Reimmuster:
A
A
X (Kein Reim)
A
(neue Strophe)
B
B
X
B
Usw.
Ich habe zum Verständnis hier BBXB verwendet, denn die Strophen untereinander reimen sich nicht. Es sind quasi einzelne Rubai, die man aneinandergekettet hat.
Es geht auch das Reimschema AAAA (nächste Strophe) BBBB aber, das ist selten
In dem folgenden Gedicht habe ich jenes leicht abgeändert, dass unter "Rubai" zu finden ist.
Ursprünglich wollte ich jene Szene verwenden, in der Gredo seinen Schlüssel verliert und Yis mit ihm deshalb bei arktischen Temperaturen draußen übernachten muss. Allerdings bin ich dann in eine Macken-Charakterbeschreibung abgerutscht, die sich wiederum in einen Streitmoment zwischen Gredo und seiner Ehefrau umwandelte.
Der anders versprochene Ausflug
Gredo und seine Taschen
Braucht er wirklich all die Laschen?
Verstaut ist der Autoschlüssel
Hinfort durch irgendwelche Maschen
Seine Frau ist mit im Bunde
Gibt ihm kaum eine Stunde
Ärgert sich schon lange
Alles sticht in die Wunde
Ja, Schatz ich habe versprochen
Kommt er Schuldbewusst angekrochen
Ein Luxushotel für zwei Nächte
War jetzt zum x-ten Mal gebrochen
Er starrt auf ihren Rücken
Vielleicht soll er sie drücken
Die Abweisung sieht er deutlich
Gutgemeintes zeigt seine Tücken
Komm, ich mach es dir warm
Spielt er mit seinem Charm
Ihre Waldhütte sicher ideal
Und so bietet er seinen Arm
Eingehakt geht es in den Wald
Ohne Handy wird ihnen kalt
In der Misere sitzen sie
Wegen einem kurzen Halt
Die Zeit will wohl zeigen
Ob die Meinung geigen
Also weiter streiten
Oder die Launen steigen
- Gedichte gemischt -
Dies sind Gedichte, die keine Strophen oder Versbildung verwenden aber dennoch etwas Melodisches mitbringen.
Die kleinen Dinge
Ich seh diese wunderschöne Blume blüh‘n. Ihr Antlitz mich zu tiefst berührt. Schenkt sie mir, so völlig unscheinbar, Wohlergeh’n für den heutigen Tag.
Dieser eine Schritt zurück
Tausend Schritte kam ich voran. Ein einzelner ging zurück. Ich weiß, dass ist verrückt. Doch dieser eine Schritt, setzte mich zurück. Ich ärgerte mich und vergaß, mit was es sich glich. Selbst mit diesem Text, da beklag ich mich. Schau doch hin! So ein Mist. Schon tausend Schritte geschafft und dieser eine meint, dass er mich bricht. Nun komm, stehe auf und finde ins Gleichgewicht.
Blut aus Licht
Oh, Mondlicht dring herein. Das Blut du in meinen Adern scheinst. Erfüll mich mit Macht, mit all deiner Lebenskraft. Ich fliege bei Nacht. Mein Blut ist Licht, mein Herz ein Loch. Ich lebe nicht und tue es doch. Bei Nacht bin ich da und du führtest dich. Mein Blut ist Licht. Nur ein Herz besitz ich nicht. Ich bin ein Wesen der Nacht, durflutet vom Mondes Licht.
Bei dieser Gedichtform kommt Mathematik ins Spiel.
Jeder Vers baut sich auf seine Silbenlänge auf.
Es fängt mit einem Vers an, der eine Silbe hat
Der nächste Vers hat auch eine Silbe.
Danach wird die Silbenmenge der zwei vorherigen Verse zusammen genommen, was bedeutet der dritte Vers hat das zwei Silben
Der vierte müsse dann die Menge aus Vers drei und zwei zusammenrechnen und käme auf drei Silben
Klassischerweise macht man sechs Verse kann aber auch mehr oder weniger (bis zu drei Versen machen)
Bei meinem Gedicht habe ich die selbe Thematik und Situation aufgegriffen wie ich es bei meinem Gedicht für das Rondell "Abschied immer wieder" verwendet habe.
Ein Abschied immer wieder 2.0
Zeit
geht
obwohl
alles steht
Zu geh‘n fällt mir schwer
am Bahnhof immer wieder steh
dieser Abschied auf Zeit mich immer zerreißen will
muss ich am Ende in diesen Zug zur Rückfahrt steigen und mein Weinen verkneifen
Diese Art vermischt eine optische Darstellung mit gedichtetem Text. Das heißt es kann Teil eines Gemäldes sein oder mit seiner Einteilung ein Symbol erzeugen.
Da man hier keine Bilder hochladen kann (also welche, die keinen Bildlink haben) werde ich bei dem Kapitel mit dem Gedichte beschreiben, was ich drumherum dargestellt habe.
Stellt euch das Bild als eine Bleistiftzeichnung vor.
Das obere Dreieck umgibt ein Berg, dessen Spitze hell geblieben ist.
Oben auf steht ganz klein ein Strichmännchen.
Es ist leicht gebückt, als würde es sich etwas ansehen, dass es in den Händen hat.
Bei dem unteren Dreieck ist der Berg horizontal gespiegelt und verschwommen.
Über dem gesamten Bild liegt ein Graupel, so als ob das Papier vom Bleistift dreckig wäre.
Der Graupel im unteren Bereich ist dunkler.
An
der Spitze
oben ich stehe
auf dem Bergeskamm
werde ich meine Fahne stecken
-----------------------------------------------
werde ich meine Fahne stecken
Im Meer sich unten spiegelt
war verschwommen
was gewesen
ist
- Gemeinschaftsgdichte -
Dies ist ein japanisches Kettengedicht. Unterschiedlich Autoren schreiben ein Tanka und verbinden es miteinander.
Ein Tanka hat zwei Strophen
Die erste Strophe hat drei Verse mit je 5/7/5 Silben
Die zweite Strophe hat zwei Verse mit je sieben Silben
Das Gedicht beschreibt einen Augenblick
Ich habe zwei Tanka geschrieben, die zusammengehören aber das Renga noch nicht beenden.
Sonne scheint herein
Wärmt mein schlafendes Gesicht
Die Augen noch zu
Will mein Bett nicht verlassen
Meinen Wecker auslöschen
Unbarmherzig warm
Gibt auch die Sonne nicht nach
Ich will nur schlafen
Doch der Wecker wird nicht still
Es will einfach nicht still sein
- Meine rausgenommene Gedichte -
Hineingekommen
Zwei Frauen blickten auf den See,
nur eine trank dabei ihren Tee.
Vielleicht hatte sie sich vertan?
Im Getränk schwamm die Feder eines Milans.
Nostalgie oder doch nicht
Als ich durch den Laden ging
überfiel mich eine Nostalgie
Schätzte ich das einst gering
Waren aus einer Drogerie
Alte Dinge längst vergessen
Stapeln sich hier zur Schau
Habe ich einst alle besessen
Mein Innerstes schreit wow
Komm gar nicht aus dem Stau‘n
So viel schöne Dinge hier
Bin kurz vor dem Raun‘n
Langsam packt mich die Gier
Die Begleitung schweigt
Fast zur Ehrlichkeit geneigt
Glück weil, ...
Ich seh in dein Gesicht
Schon ist es voller Glück
Du bist wie das Licht
Stellst die Sorgen zurück
Auch mich erfüllst du damit
Ich fühle mich sogleich fit
Aufgewacht an diesem Tag
Ich mich nach dem Grund frag
Du mich glücklich machst
Einfach nur da lag
Glück weil du herzlich lachst
Die stolze Katze
Es prügelten sich einst zwei Kater um ihre Gunst
Das war der stolzen Katzendame zu bunt
Drum schlug sie den Sieger in die Flucht.
Saß da als sei nichts gewesen
Und legte sich jetzt zum Besen
Wo zieht es mich hin
Lag fern der Ort, den ich nicht kenn, der stach zu mit tiefem Schmerz, sehnsuchtsvoll.
Ein unergründliches Sehnen, tief in mir, heimatfern.
Tage der Fernbeziehung
Ruft es mich aus der Ferne, zu dir. Heimatlos. Nur getrennt. Ruhelos
Fernbeziehung schwer an diesem Tag. Einsam, Schmerz, wichtet jetzt.
Ein berauschender Gartentag
Rosen erblühen, der Garten erwacht, immer mehr ist bunt.
Duftet es so herrlich – Zauberduft so sinnlich.
Oh Schönheit lach, lach für mich und strahl für den Tag.
Ohne dich, ist es doch, stets einsam um mein Herz.
Diese Frau schenkt ein Lachen, wie sonst keine.
So erwärmend für jedes Herz.
Auch das meine fand Heil - Heil in ihrem Lachen
Geschützt mein Kind, in Freundes Gewand, reitet es hinfort durch Stadtestor.
Kind geschützt durch Freundeshand, sucht den Weg aus düsterem Mauergewand.
Schützet, was ihr für mich verbargt, verließet die Stadt bei feindlicher Nacht.
In Freundeshand ich dich aus der Stadt verbannt.
Es tat und dabei nur um Schweigen bat.
Tanz der Träume
Oh du herrlicher Traum
Hab ich mich wohl gefühlt
Wollt nicht hinaus.
Grins vor mich hin
Bin glücklich
Dank dir
Tanz ich
Sehn mich ein bisschen
Nach einem Wiedersehen
Der Baum
Ein Baum ist im Weg,
das Handy war im Sichtfeld.
Jetzt hat‘s Gesichtsform.
Verschreiben
Welcher Schreiber kennt es nicht?
Verschreibt sich am letzten Wort.
Hilft nur noch Ruhe.
Dann wird halt neu begonnen
und drangeblieben.
Seelenloser Ort
Weit hinein in die Stille starre
Schwerlos in die Idylle starre
Festgenagelt steh ich hier
Auf die umliegende Fülle starre
Mich dabei hilflos fühle
Auf die baldige Schwelle starre
Dieser Ort muss weichen
Mit leerer Hülle starre
Immer werde ich vergessen!
Schon wieder hast du mich vergessen
Als hättest du mich nicht besessen
Wie oft soll das noch so gehen
Kannst mich nicht an diesem Ort sehen
Bleib immer liegen stattdessen
Ich habe dich langsam gefressen
Muss ich dich auch noch erpressen
Oder wirklich laut immer flehen
Dein Handy bittet um Ideen
An mich zu denken wäre Angemessen
Der anders versprochene Ausflug
Gredo und seine Taschen
Braucht er wirklich all die Laschen?
Verstaut ist der Autoschlüssel
Hinfort durch irgendwelche Maschen
Seine Frau ist mit im Bunde
Gibt ihm kaum eine Stunde
Ärgert sich schon lange
Alles sticht in die Wunde
Yis will für jeden Frieden
Es ist ihm ein großes Anliegen
Früher ihn niemand mochte
Und so will er nicht erliegen
Geisa lauert auf den Hahn
Gehorsam nicht auf ihrem Plan
Männer sind ihr ein Problem
Jemand ihr Schlimmes angetan
E Will Jild auch stets allein
E Kann er nicht immer gemein sein
X
E
F Irisa
F
X
F
Erster Versuch
Vor dem Tal, dass zwischen zwei hohen Bergen lag, stand ein Gehöf alleine da.
Dort hauste eine Familie, die nicht wie alle Bauern waren.
Ihr Status gebar, dass ihnen, der Herrscher des Tals einen Jungen gab.
Der Mann hatte nicht viel gesagt. Dass in seinen Armen, ein Baby war.
Verletzt wie auch er, bat er darum, dass es um jeden Preis überlebte.
Getan wie gesagt, kümmerten sie sich darum. Zogen den Jungen auf.
Optisch stach der Heranwachsende heraus. Blieb er klein und blass
Die Söhne der Familie wurden kräftig und stark. Der Kleine schwach
Für nichts zu gebrauchen, jammerte der Vater oft, die Mutter dachts.
Am Tage schlief er ein. Auch als Hirte taugte er so kaum.
Mit der Zeit da häufte es sich, dass der Vater wollt, dass der Herrscher ihn nimmt.
Doch hatten sie ihr Wort gegeben, hatten ihn aufgezogen und waren untergeben
Wie auch immer, konnten sie ihn nicht einfach weggeben, war es ihre Pflicht
Der Junge wurde vierzehn, nie hatte er den Herrscher gesehen
An seinem Jahrestag jedoch, genau dieser ihm im Acker fand
Ein grauhaariger Mann, gebückt mit zerzaustem, langem Bart
Wirkte er gebrechlich in teurem Gewand, man ihn kaum als Herrscher erkannt
Ohne Worte, nur bedrohlich starrend, schickte er den Jungen auf die Beine.
Er sagte nichts und doch war klar, zum Hof sollet er ihn führen.
Der Herrscher war ein komischer Mann
Dort, so völlig abgeschieden, lebte eine Familie, ein Geheimnis verbergend.
Vor langer Zeit, da hatten sie, ein Baby vom Kaiser aufgenommen.
Gehorchten sie dem Befehl
Zweiter Versuch
Die Erde brach in dürrer Zeit
Man sprach vom alten Fluch
Vergessen war, das Opfer im Jahr
Brauchtum nicht mehr gab
Doch Zweifler priesen
Apokalypse erschienen
Je lauter sie sprachen
Die Panik schufen
Die Massen wankten
Und schon bald tobten
Hinter Mauern er geboren
Spät drang das Gerede
Durch Stein und Mauern
Herr zum Schweigen
Fehlte die Zunge
Seine Gedanken flogen
Sprach mit dem Himmel
Vergessenes Opfer
War er entlassen?
Ohne Antwort hinauf
Zu klettern auf rauem Stein
Den Turm hinauf
Ohne Tür, ohne Dach
Ein Fenster Freiheit
Unter ständigem Nass
Einst da gab es das
Das Opfer nichts gebracht
Er am Gipfel stand
Die Sonne anstarrt
Spät er merkt
Am Fuß des Turms
Ein Zelt aus Fell
Ohne Angst er nimmt
Als fallenden Schutz
Und sicher fällt
In Laken gehüllt
Zu Boden kam
Ein Trio sieht
Verwirrung herrscht
Bis die Verzweiflung bricht
Der Fremde nicht kennt
Doch in Umarmung fällt
Die Mauer viel zu fest
Die Verzweiflung groß
Kein Regen mehr fällt
Das Opfer gewählt
Doch nicht gewollt
Der Fremde frei
doch heimatlos
kein war, nur ist
ein Opfer bleibt
Es das Falsche war
Und Schuld man gab
Der nix mehr sagt
Dritte Versuch
Kein Regen kam
Die Dürre drohte
Verdorrte Reben
In Zukunft sahen
Alle düster
Und nur das seune
Am schlimmsten fällt
Das Schicksal
auf einem selber
Die Göttin hörte
Und das am lautesten
Kein Wein für die Tafel
Sie erboste
Die Narrheit alles kronte
Denn sauer schon gewesen
Keine Ehre erwiesen
Ihr das falsche Opfer gegeben
Den Geiz als Einfall gefeiert
Das höchste ihrer Güter geboten
Sei ja besser als gefordert
Und halte doch auch länger
Fern des Ortes
Stand ein Turm
Ohne Dach und Tür
Mit Tisch und Mann
Als Opfer zählte
Unter Sonne schmorrte
Sein Kampf noch wehrte
Doch wie lange
Er noch konnte
Ohne Hilfe festgesessen
Wie im Ofen
Vor ihm stand
Ein böses Ohmen
Vierter Versuch
Heute vermiss ich ganz
Kein Vöglein sang
Nur Rauschen fern
Die Natur schweigt
Auf meinem Gang
Mit Schwere im Blut
Vom Weg abgegangen
Als lenke mich
Die Triste gar
Auf fremden Pfad
Die Schwere wuchs
Mein Herz so schwer
Spürte Traurigkeit
Nicht von mir
Und doch so schwer
Oh wünsch ich mir
das die Enge schwand
Der Pfad sich öffnet
Eine Lichtung strahlt
Auf der die Wärme war
Dunkler und dunkler
Mein Gemüt
Keine Klänge
Nur das Schweigen
Ewig ist es monoton
So siegte der Kummer
Zwang mich nieder
Dachte ich sei verloren
Besiegt von der Trauer
Die kam und mich holte
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| Kapitel: | 106 | |
| Sätze: | 223 | |
| Wörter: | 10.657 | |
| Zeichen: | 67.467 |
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