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Der Neue meiner Ex

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10.9.2019 13:03
12 Ab 12 Jahren
Fertiggestellt

Der Neue meiner Ex

 

Erneut warf er einen Blick auf seine Uhr. Viertel nach…

Wo blieben die anderen?

Es war doch Emmas Idee gewesen sich hier zu treffen, hier in dieser Bar…

Langsam schüttelte er den Kopf, während seine Finger im Takt der Musik trommelten. Er kannte das Lied, woher wusste er nicht und es war ihm auch egal, denn eigentlich wollte er überhaupt nicht hier sein. Hier an diesem Ort, an diesem Tisch, wo er die Tanzfläche sehen konnte, die Tanzfläche, auf der er sie damals kennen gelernt hatte.

„Hey Alex.“

Davids Lockenkopf schob sich in sein Blickfeld, während sich der Neuankömmling grinsend dem Blondschopf gegenüber auf die Bank fallen ließ.

„Sorry, dass wir so spät sind, musste unglaublich lange auf Emma warten.“ 

„Als würde ich ungeschminkt rausgehen. Außerdem habe ich dir gesagt, dass ich zehn Minuten länger brauche.“

„Zehn Minuten? Ich bitte dich, das war mindestens eine halbe Stunde.“

Lächelnd stand Alex auf und bot seiner besten Freundin den Platz neben sich an.

Emma war eine Lady, die auch so behandelt werden wollte, das wussten alle, außer ihr Freund, der warum auch immer, noch nicht da war.

Der Blondschopf runzelte die Stirn.

„Wo habt ihr denn Sam gelassen, wollte der nicht mit euch kommen?“

„Ach vergiss den.“ Emma klang ausgesprochen wütend, wie immer wenn ihr Freund etwas ausgefressen hatte.

„Was ist denn passiert?“, fragte Alex unwissend, doch die Rothaarige winkte nur ab.

„Er hat schon wieder ein Auto zu Schrott gefahren und sein Chef dreht dementsprechend durch. Ich wette das war der letzte Firmenwagen den der Idiot zur Verfügung gestellt bekommen hat.“

„Und warum kommt er dann heute zu spät?“, wandte David nachdenklich ein, sich dem Ernst der Lage offensichtlich nicht bewusst.

„Sein Chef war so wütend, dass er ihn dazu verdonnert hat Altakten auszusortieren, darum macht er heute Überstunden, damit er nicht das nächste Jahr mit dem Papierkram verbringt.“

Alex seufzte.

Es passte zu Sam zwei Firmenwagen innerhalb einer Woche zu verschrotten, er hatte wieder mal echt scheiße gebaut. Es grenzte an ein Wunder, dass er immer noch nicht rausgeschmissen wurde.

Eine hübsche Kellnerin kam an ihren Tisch, die dunkelbraunen langen Locken umrahmten ihr herzförmiges Gesicht und ihr keckes Lächeln brachte ihr vermutlich immer ein ordentliches Trinkgeld.

„Kann ich euch was bringen?“

Sie bestellten das übliche, ein Glas Wein und zwei grellpinke Cocktails, doch es fehlte das Bier und es fehlte der Kaffee.

Noch während sie bestellten änderte sich die Musik. Die leise Hintergrundmelodie wurde aufgedreht und ein flotter Rhythmus brachte immer mehr Leute auf die Tanzfläche.

„Ich liebe diesen Club“, lachte Emma. „Ich weiß noch wie Sam mich zum Tanzen aufgefordert hat und mir dabei den Fuß brach.“ Lächelnd schwelgte sie in Erinnerung. 

„Er hat mich bis zum Krankenhaus getragen und ist dann zurückgelaufen, um auf dem Parkett meinen Schuh zu finden, das war so romantisch.“

David nickte zustimmend.

„Oder wie Kaya sich aus Versehen an unseren Tisch gesetzt hatte, anstatt zu ihren Freundinnen, sie war so verträumt und hat uns alle richtig überrascht angesehen. Ah, da ist sie ja!“

Schon sprang er auf und begrüßte seine Freundin, die verloren am Eingang stand.

Kaya war die einzige Frau, die Ende November noch ein Sommerkleid tragen konnte, ohne dass es falsch wirkte. Die Schönheit mit den langen blonden Haaren wirkte in ihrem weißen Kleidchen und dem dünnen Mantel wie die Unschuld vom Lande, doch jeder der sie kannte wusste, dass sie mit allen Wassern gewaschen war.

Alex verstand nicht, warum seine beiden Freunde ausgerechnet jetzt ihm ihre ach so tollen Liebesgeschichten erzählen mussten, die er selbst doch bereits auswendig kannte.

Bei Kayas überraschendem Auftritt war er sogar anwesend gewesen.

Es grenzte für ihn immer noch an ein Wunder, dass die Medizinstudentin sich ausgerechnet in den tollpatschigen Bastler ihrer kleinen Clique verguckt hatte. Auf der anderen Seite musste er David zu Gute halten, dass er seine Freundin wirklich auf Händen trug.

Freudig führte dieser sie gerade zu ihrem Stammtisch, nahm ihr den Mantel ab und bestellte ihr Lieblingsgetränk. In ihrer Gegenwart wurde aus dem schusseligen Jungen ein rücksichtsvoller Gentleman.

„Es tut mir leid“, begrüßte sie sogleich die beiden anderen, „ich hatte heute Dienst im Krankenhaus und Doktor Law ist immer…“

Alex schweifte ab.

Seine Aufmerksamkeit war auf den kleinen Tisch nahe dem Eingang gerutscht. Dort saß sie.

Robin.

Sie hatte ihn offensichtlich noch nicht bemerkt, denn sie unterhielt sich hoch konzentriert mit ihrem Sitznachbarn, Franky, wenn Alex sich richtig erinnerte. Der Mann mit der aufwendig gestylten Elvistolle und den auffälligen Sternentätowierungen auf beiden Armen war ihr Kollege, wenn er nicht irrte, Musiklehrer oder sowas. Alex war sich nicht sicher, schließlich hatte er ihn nur einmal getroffen.

Damals auf Robins Geburtstagsfeier vor fast zwei Jahren.

Es war ein furchtbarer Tag gewesen. Alex war erst wenige Wochen zuvor zum Sous Chef befördert worden und alle Verantwortung hatte auf ihm gelastet. Er hatte Robin geschrieben, dass es später werden würde, allerdings nicht wie viel.

Sie hatte nichts gesagt, als er verschwitzt und nach Küche riechend, Stunden später aufgetaucht war. Höflich hatte sie ihm die teilweise unbekannten Gäste vorgestellt, von denen jedoch einige schon in Aufbruchsstimmung gewesen waren. Sie hatte gelächelt, ihm nicht einen Vorwurf gemacht.

 Sie hatte immer verstanden, dass sein Beruf auch seine Berufung war und sich nie dazwischengedrängt. Sie war eine großartige, rücksichtsvolle Frau für ihn gewesen.

Aber das war wohl der Tag gewesen, an dem alles angefangen hatte, wo ihre Beziehung langsam in die Brüche gegangen war.

Er hatte es nicht bemerkt, hatte nicht bemerkt, wie unglücklich sie gewesen war, über seine dauernde Abwesenheit, hatte nicht bemerkt, wie allein sie gewesen war, mit ihrer Sorge im Beruf und irgendwann war es dann vorbei gewesen.

Seit jenem Tag war er nicht mehr hier gewesen. Hier, an diesem Ort, wo er sie kennen gelernt hatte, wo er sich in sie verliebt hatte, wo sie so viele fantastische Nächte verbracht hatten.

Sie sah immer noch so schön aus wie damals. Etwas reifer, etwas erwachsener. Die neue Frisur stand ihr gut und sie lächelte mehr, als er es von ihr kannte, während sie in ihrem Kaffee rührte.

Es war dieses Lachen, in das er sich verliebt hatte, damals auf der Tanzfläche, wo sie ganz unbeschwert ihre Arme um seinen Hals gelegt hatte, obwohl sie noch nicht einmal seinen Namen gekannt hatte.

Warum war ihm erst so spät aufgefallen, dass sie nicht mehr gelächelt hatte? Er hätte ihnen beiden viel Leid ersparen können.

„… sagst du dazu?“

Eine Hand legte sich auf seinen Unterarm.

„Hallo, Alex?“

„Hmm? Ist was?“ Überrascht wandte er sich um.

Emma sah ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an.

„Was ist mit dir? Du starrst die ganze Zeit nur in der Gegend herum. Alles in Ordnung?“

„Ja klar. Hatte nur einen anstrengenden Tag“, antwortete er schnell.

Ihre Trennung lag schon über anderthalb Jahre zurück und seinen Freunden gegenüber hatte er immer wieder betont, dass es so gut war. Er hatte eh keine Zeit für sie gehabt.

Und das war auch nicht gelogen. Dieser freie Abend war der erste in den letzten zwei Wochen und wenn Emma ihn nicht regelmäßig in seiner Mittagspause besuchen würde, hätte er vermutlich schon sämtliche Sozialkontakte außerhalb seiner Küche verloren. Er hatte mit Robin abgeschlossen, es war damals richtig gewesen, dass sie gegangen war, für sie beide.

Aber es wäre wohl falsch, wenn er sagen würde, dass er sie nicht vermissen würde, als Gesprächspartnerin, als Vertraute, einfach als Freund, gar nicht unbedingt mehr.

Seufzend wandte er sich seinen Freunden zu, deren Gespräch er schon wieder am Ausblenden war.

Doch Wichtiges hatte er nicht verpasst.

Emma und Kaya unterhielten sich ausgelassen über irgendeine Fernsehserie, doch Davids Blick war seinem gefolgt.

„Sie sieht gut aus“, murmelte er schlicht.

Alex nickte nur.

„Du könntest doch einfach mal zu ihr rüber gehen und ‚Hi‘ sagen.“

Der Blondschopf sah seinen Freund an.

„Und wozu?“ Seine Stimme klang gereizter als er beabsichtigt hatte.

Der Lockenkopf zuckte mit den Schultern.

„Naja, ihr seid doch im Guten auseinander gegangen, oder etwa nicht? Es ist schon ewig her und ihr wart mal sehr glücklich zusammen, also…“ Er beendete den Satz nicht.

Alex schüttelte den Kopf.

Ja, ihre Beziehung hatte ohne zerstörte Gegenstände, ohne einen ausartenden Streit, ohne diesen bekannten lauten Knall geendet. Es war ein ruhiges Gespräch gewesen, kühl, rational. Robin hatte seine Wohnung - in die sie damals eingezogen war - noch am gleichen Abend verlassen. Eine kurze Umarmung zum Abschied, ein Kuss auf die Wange, ein trauriges Lächeln, das war es gewesen. Während er am nächsten Tag auf der Arbeit gewesen war, hatte sie ihren sämtlichen Besitz ausgeräumt.

Auf dem Wohnzimmertisch hatte ein Zettel gelegen, daneben eine Flasche seines Lieblingsweines.

Ich hoffe, du wirst glücklich

Robin war zu erwachsen gewesen für kindische Streitereien, zu ernst und zu ehrlich gewesen für irgendwelche Spielereien oder Kämpfe.

Es hatte keine Tränen gegeben, zumindest keine, die ein anderer hätte sehen können.

Das Feuer ihrer Liebe, groß und gefährlich wie es einst für so lange Zeit gewesen war, war einfach erloschen, nach und nach, als wäre nicht genügend Sauerstoff im Raum gewesen. Alex merkte langsam, dass es ihn immer noch beschäftigte. Er hatte immer noch nicht abgeschlossen.

War er glücklich?

Er hatte sie geliebt! Mehr als alles andere. Nein, mehr als jeden anderen, aber tatsächlich war sein Job ihm wichtiger gewesen. Es war sein Traum gewesen, Koch zu werden. Es war sein Lebenswerk und so sehr er Robin auch geliebt hatte, es wäre nie genug für ihn gewesen. Selbst wenn sie ihn darum gebeten hätte, was sie nie getan hätte, er wäre nicht in der Lage gewesen, seine Liebe für seinen Beruf zu schmälern, noch nicht einmal für sie.

Ihre Trennung war furchtbar gewesen, aber es hatte ihn auch erleichtert. Keine drängenden Blicke auf die Uhr mehr, keine halbherzigen Entschuldigungen mehr, keine Schuldgefühle und Enttäuschungen mehr.

Er war vielleicht noch nicht glücklich, aber er war sehr zufrieden mit seinem Leben. Er hoffte, dass sie es auch war, denn er wusste, dass sie gelitten hatte, wegen ihm gelitten hatte.

Aber irgendetwas war da, irgendetwas, weswegen er doch noch nicht glücklich war, glücklich sein konnte.

„Ein Gespräch zwischen uns beiden würde sie nicht glücklich machen. Es ist besser so.“

Warum hatten sie ausgerechnet in diese Bar gehen müssen? Es gab doch so viele in dieser Stadt.

David seufzte nur und knabberte am Strohhalm seines Drinks.

Im nächsten Moment spürte Alex einen starken Arm um seine Schulter und ein lachender, junger Mann mit schwarzen Haaren tauchte zwischen ihm und Emma auf.

„Na ihr! Wartet ihr schon lange?“

„Sam!“ Einstimmig begrüßten sie ihn.

Grinsend warf sich der Neuankömmling auf die Bank neben David, seiner Freundin gegenüber.

„Was machst du denn schon hier?“, fragte diese sowohl überrascht als auch etwas beleidigt. „Und was grinst du so? Hast du keinen Ärger bekommen?“

Der Schwarzhaarige ignorierte Emma getrost, während er der Kellnerin zurief, dass er ein Bier und irgendetwas zu essen brauchte.

„Ich verhungere fast“, erklärte er dann grinsend, „Wir haben zwar extra am Drive-In etwas für die Fahrt geholt, aber das reicht ja kaum für den hohlen Zahn.“

„Sam!“, knurrte Emma nun und sah ihn wütend an, „Was ist denn jetzt los? Du hast am Telefon nur gesagt, dass du ein Auto zu Schrott gefahren hast. Was ist passiert?“

„Ach“, zuckte Sam mit den Achseln, „eigentlich nichts Besonderes.“

Weiter kam er nicht, denn die hübsche Kellnerin brachte gerade eine riesige Portion Fritten und seine Aufmerksamkeit wurde eindeutig vom Essen beansprucht.

„Nichts Besonderes?!“, fragte nun auch David mehr als skeptisch.

„Naja, wie immer halt. Es war nicht wirklich meine Schuld. Wir waren im Einsatz und genau vor unserer Nase ist ein Unfall passiert und der Idiot wollte Fahrerflucht begehen. Da ist mir dann ausversehen der Fuß aufs Gaspedal gekommen und der Typ ist voll in uns rein gerammt.“

Der Schwarzhaarige lachte zwischen zwei Fritten, während er so sprach, als würde er über das normalste der Welt reden.

„Und als der Typ dann noch zu Fuß abhauen wollte, ist John einfach durch die Scheibe gesprungen, weil seine Tür ja verzogen war und hat den Kerl zu Boden geworfen. War mega lustig.“

„Und was war mit dem Opfer?“ Kayas Stimme war heiser vor Sorge. Bis auf Sam fand niemand die Situation komisch.

„Ach, es war nichts Schlimmes. Ich glaube dem Jungen ging’s besser, als dem Kerl, nachdem John mit dem fertig war.  Man muss aber auch schon echt dumm sein, wenn man sich mit einem wie dem anlegt.“

Verwirrt sah Alex den Schwarzhaarigen an, aber es schien, als wäre er der einzige, der mit dem Namen nichts anfangen konnte.

„Jetzt warte mal“, warf David ein, „John ist durch die Scheibe gesprungen, hast du gesagt? Der Typ ist euch in die Seite reingefahren?“

Lachend nickte Sam: „War auch überrascht in dem Moment. Aber am besten war Johns Kommentar. Ihr kennt ja seine tiefe Darth Vader Stimme und dann knurrt der doch allen Ernstes Sam, das bedeutet Überstunden für uns und zertrümmert einfach die Scheibe.“

„Wer ist denn dieser John?“

Endlich schaffte der Koch es, sich in das Gespräch einzubringen.

„Ach, stimmt, du warst ja gar nicht auf meiner Geburtstagsfeier“, grinste Sam ohne jeden Vorwurf, aber Alex schluckte schwer. Gerade heute wurde ihm wieder mal sehr bewusst, wie wenig Zeit er mit seinen Freunden verbrachte.

Außer ihm schien das jedoch in diesem Moment niemanden zu stören.

„Er ist mein Partner“, antwortete Sam schlicht.

Erneut legte der Blondschopf den Kopf schräg.

„Ich dachte dein Partner wäre dieser Kyle?“

Die anderen teilten einen Blick.

„Was ist denn?“

Emma seufzte.

„Kyle hat nach zwei Monaten mit Sam seine Versetzung eingereicht, weil er zu jung wäre, um wegen einem Neuling drauf zu gehen.“

Wieder lachte Sam.

„Ja, das war schon lustig mit dem alten Kyle.“

„Und seitdem ist John Lorenz sein Partner“, beendete Emma ihre kleine Erklärung für Alex.

„Er ist ein ziemlich düsterer Zeitgenosse“, meinte David nur. „Hat den ganzen Abend auf Sams Party in sein Bier gestarrt und kaum ein Wort mit uns gewechselt.“

„Ich fand ihn eigentlich sehr nett“, widersprach Kaya lächelnd. „Er war sehr ehrlich und direkt. Halt eher in sich ruhend.“

„John ist klasse.“ Sams Worte ließen keinen Zweifel zu.

„Er hat’s richtig drauf und hat mir eben noch extra mit dem Papierkram geholfen, damit ich nicht so lange brauche.“

Das hörte sich wirklich nach einem guten Freund an, fand Alex und er war dankbar, dass Sam an so einen als Partner gekommen war, jemand der auf ihn aufpassen konnte. Schließlich war Polizeiarbeit kein sicherer Job, man brauchte jemanden auf den man sich verlassen konnte.

„Musste er denn nicht ins Krankenhaus, um untersucht zu werden?“, warf Kaya mit ihrer kühlen Medizinerstimme ein.

Doch der Schwarzhaarige winkte ab. „Ach, John ist hart im Nehmen. Den haut doch so eine Kleinigkeit nicht um.“

„Ich hoffe sehr für dich, dass du nicht einfach abgehauen bist und dein Partner jetzt immer noch im Büro sitzt“, murrte Emma, ehe sie sich zurücklehnte und eine zweite Runde für alle bestellte.

„Aber nein.“ Nicht eine Sekunde schwand das Grinsen des Schwarzhaarigen, der sich gerade die Finger sauber leckte.

„Er hat mich sogar hergefahren, da er auch auf dem Weg hierhin war. Aber er wollte noch Blumen kaufen… ah, da kommt er doch schon.“

Alex folgte Sams ausgestreckten Finger zur Tür, wo gerade ein junger Mann mit einem Strauß dunkelroter Rosen hineinkam.

Obwohl der kleine Club nicht hell erleuchtet war, fiel der Neuankömmling dem Koch direkt ins Auge. Eine dunkle Schürfwunde über der rechten Augenbraue gab dem eh schon sehr markanten Gesicht etwas Düsteres, Geheimnisvolles.

Gemeinsam mit der schwarzen Lederjacke und dem dunkelblauen Hemd machte der Schwarzhaarige nicht gerade einen vertrauenserweckenden Eindruck auf Alex und er würde tunlichst vermeiden, dem Kerl allein in einer dunklen Gasse zu begegnen.

Die Augen des Polizisten glitten durch den Raum, blieben kurz auf Sam mit einem kleinen Nicken hängen und wanderten dann weiter.

Doch der suchende Blick des Neuankömmlings wurde unterbrochen, als niemand anderes, als Robin aufstand und ihm lachend um den Hals fiel.

Erstarrt beobachtete Alex, wie der braungebrannte Mann seine ehemalige Freundin in den Arm nahm, wie der ernste, harte Gesichtsausdruck einem liebevollen Lächeln wich und Robin ihn küsste.

Es war, als würde alle Luft den Raum verlassen, als Alex das Pärchen anstarrte.

Obwohl er die Worte des Mannes nicht hören konnte, war es eindeutig, dass er sich entschuldigte, eine Hand am Hinterkopf kratzend, die andere mit den Blumen ihr hinhaltend.

Doch die Schwarzhaarige lachte nur und schüttelte den Kopf. Beinahe vorsichtig legte sie eine Hand an seine Verletzung, ihr Gesichtsausdruck blieb Alex verborgen.

Robin nahm ihm die Blumen ab und er legte - offensichtlich erleichtert - beide Hände an ihr Gesicht und küsste sie erneut.

Selten hatte Alex eine so schöne Szene gesehen, die ihn so sehr verletzte.

Schnell wandte er sich wieder um, wollte das vergessen.

Doch er war nicht der einzige gewesen, der das Geschehene gesehen hatte.

Bis auf Sam, der gerade eine neue Portion Fritten vertilgte, wo auch immer die hergekommen war, sahen die anderen ihn betreten an.

„Das ist also dein neuer Partner? Sieht ja ganz schön mürrisch aus, der Gute“, lachte Alex eine Tonlage zu hoch. Er war selbst unglaublich geschockt, aber darüber reden brauchte er wirklich nicht.

„Alex“, begann Emma zaghaft, ihre Stimme wurde jedoch problemlos von ihrem Freund übertönt, der das unangenehme Schweigen nicht einmal mitbekommen hatte.

„Jop, das ist John. Er guckt immer ziemlich grimmig, aber eigentlich ist er richtig lustig, vor allem wenn er sich mit seinem Navi streitet.“

„Sam“, murmelte David in dem verzweifelten Versuch, seinen Freund möglichst taktvoll auf die neuen Ereignisse hinzuweisen, natürlich erfolglos.

„Er ist ein klasse Partner, auch wenn er manchmal echt total streng ist. Du solltest mal seinen Trainingsplan sehen. Einmal hab ich ihn beim Zählen seiner Liegestütze unterbrochen und durfte die ganze restliche Woche den Papierkram alleine machen.“

Immer noch lachte der Schwarzhaarige.

„Hört sich nach einem von diesen Fitnessjunkies an“, meinte Alex, froh darüber, dass zumindest einer seiner Freunde ihn gerade nicht wehleidig anstarrte.

„Absolut“, stimmte ihm der junge Polizist zu und leerte seine zweite Portion Fritten.

In diesem Moment änderte sich die Musik erneut und nun tanzten die Leute eher in Paaren als in Gruppen. Auch Emma neben dem Blondschopf lugte immer wieder zu den Tanzenden, offensichtlich Feuer und Flamme, doch ihr Freund bemerkte es wieder einmal nicht.

David auf der anderen Seite zeigte sich abermals von seiner besten Seite und bat seine Angebetete um einen Tanz, diese schüttelte jedoch liebevoll lächelnd den Kopf.

„Nimm es mir nicht übel, aber ich bin den ganzen Tag durch die Gegend gerannt und bin einfach nur froh, mal zu sitzen. Aber frag doch Emma.“

„Ja komm, David, lass uns tanzen gehen!“, willigte die Rothaarige sofort ein.

„Ja aber warte doch mal“, widersprach der Lockenkopf, während er schon auf die Beine gezogen wurde, „was ist mit Sam?“

„Ach, lass den Vielfraß. Es ist Abendessenszeit, da krieg ich den bestimmt nicht vom Tisch weg.“

Wie auf Geheiß rief ihr Freund erneut nach der Kellnerin.

„Sam, wenn du so viel in dich rein schlingst, könntest du Bauchschmerzen kriegen“, mutmaße Kaya besorgt. Ihr Blick ruhte noch einen Moment auf ihrem Freund, der nun lachend mit Emma tanzte, ehe sie den Schwarzhaarigen ansah.

„Außerdem wirst du fett von dem ganzen Fastfood-Kram“, ergänzte Alex missmutig. Ihn gierte es nach einer Zigarette und dass ausgerechnet Sams neuer Partner der neue Liebhaber seiner Ex war, steigerte seine Laune nicht gerade.

„Solltest du als Polizist nicht etwas besser auf deine Gesundheit achten?“

Nicht eine Sekunde hörte der andere auf zu Grinsen, während ein riesiger Hamburger an seinen Tisch geliefert wurde.

„Macht euch keine Sorgen, ich bin topfit. Aber wegen dem ganzen Papierkram haben wir weder eine Kaffee- noch eine Mittagspause gemacht, das heißt ich muss zwei ganze Mahlzeiten nachholen.“

„Du frisst mehr als eine ganze Familie“, murmelte Alex nur und beobachtete den anderen dabei, wie er sich über sein neues Opfer her machte.

Kaya auf der anderen Seite lachte freundlich und entschuldigte sich, um auf Toilette zu gehen.

Sie wirkte wirklich etwas müde. Auch sie musste für ihre Passion, die Medizin, einiges einsetzen. Sie hatte Glück, dass David selbst auch immer beschäftigt war, so konnten sie ihre wenige gemeinsame Zeit genießen ohne, dass einer die ganze Zeit auf den anderen warten musste. Aber es war offensichtlich, dass sie ihn über alles liebte.

Alex‘ Blick wanderte zur Tanzfläche. David war kein herausragender Tänzer, aber er war auch nicht schlecht und Emma war selbstredend wunderschön anzusehen. Die beiden schienen Spaß zu haben, während sie etwas unbeholfen dem Takt folgten. Vielleicht sollte er doch zu ihnen hinübergehen.

Doch dann sah er Robin. Die schwarzhaarige Schönheit bewegte sich fließend zur Musik. Anmut und Eleganz waren wohl die ersten Worte, die einem einfielen, wenn man sie tanzen sah. Genau dadurch hatte er sich in sie verliebt. Wie gerne hatte er mit ihr getanzt. Warum also hatten sie es während ihrer gemeinsamen Zeit so selten getan?

Verführerisch grinsend zwinkerte seine Exfreundin ihrem neuen Verehrer zu, der griesgrämig vom Tisch aufstand und gemächlich zu ihr herüber kam.

Der Kerl mit der Elvistolle hatte sich anscheinend schon längst verdünnisiert.

Alex konnte sich kaum vorstellen, dass dieser John auch nur einen Hauch von Taktgefühl hatte.

Seine steifen Schultern und das durchgedrückte, gerade Kreuz ließen ihn eher aussehen wie einen Soldaten.

Aber er sollte überrascht werden.

Der Schwarzhaarige wirkte alles andere als glücklich, während er die Hände seiner Freundin ergriff, doch in dem Moment, wo er den ersten Schritt machte, wurde offensichtlich, dass er alles andere als ein Anfänger war.

Seine Bewegungen waren klar und definiert, Alex selbst fehlten die Leidenschaft und der Hüftschwung, aber er musste gestehen, dass er gut war, wirklich gar nicht übel.

„Er hat’s für sie gemacht.“

Überrascht wandte er sich um. Sam war seinem Blick gefolgt und beobachtete die beiden. Sein Grinsen und seine fröhliche Tonart passten kaum zu dem Thema, das er ansprach.

„Als John gehört hat, wie gerne sie tanzt, hat er extra einen Kurs belegt, um sie damit zu überraschen.“

Der Koch murrte nur irgendetwas zustimmend, was sollte er schon dazu sagen?

„Schon ein merkwürdiger Zufall, oder?“, meinte er schließlich mit einem rauen Unterton. „Dass ausgerechnet dein neuer Partner mit meiner Ex zusammenkommt…“

Wieder lachte Sam und begann seinen Teller abzuschlecken.

„So klein ist die Welt, was?“ Er grinste ihn an. „Am Anfang wusste ich es auch nicht, er hat sie nur selten erwähnt.“ Der Schwarzhaarige stand auf. „Aber wenn, dann hat er immer gestrahlt.“

Alex nickte nur.

„Weißt du, wie lange sie schon zusammen sind?“

Sein Freund schien einen Moment nachzudenken, dann zuckte er mit den Achseln.

„Bin mir nicht sicher, so ein paar Monate sind es wohl schon, ist aber ja auch egal. Ich geh jetzt tanzen.“

Für einige Minuten beobachtete der Koch, nun allein am Tisch, die Tanzenden. Irgendwann kam Kaya zurück, bestellte sich ein neues Getränk.

Sie unterhielten sich leise, genossen die Ruhe, mal ohne die lauten Quatschköpfe ihrer Clique.

Nach einer Weile wurde sie dann jedoch von ihrem liebevollen Freund abgeholt, der zumindest auf einen Tanz bestand.

Alex nutzte diese Gelegenheit, um ins Bad zu entkommen.

Irgendwie war er diesen Abend umgeben von glücklichen Pärchen. Er fühlte sich einsam, ein Gefühl, das er eigentlich nicht kannte.

Während er sich die Hände wusch, ging die Tür in seinem Rücken auf und natürlich kam niemand anderes herein, als Sams Partner. Das Glück meinte es heute wirklich nicht gut mit Alex.

Im Spiegel nickten sie einander kurz zu, ehe sie sich einstimmig ignorierten.

„Du bist also Sams neuer Partner?“, meinte der Blondschopf schließlich und griff nach den billigen Papiertüchern. Er musste das hier regeln wie ein Gentleman, immerhin war die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie sich in Zukunft öfters sehen würden und dann wäre es gut, wenn die Verhältnisse geklärt wären.

„Hmm“, murrte der andere zustimmend, „kleiner Chaot.“

Alex konnte hören, wie der andere seinen Reißverschluss zuzog.

„Das stimmt wohl“, grinste er, unsicher wie er das heikle Thema ansprechen sollte.

„Ich weiß, wer du bist“, sagte der andere nur schlicht, den Blick kühl auf ihn gerichtet und drehte den Wasserhahn auf. Seine Stimme klang wirklich tief.

Alex nickte nur. „Sam hat dir mit Sicherheit von mir erzählt.“

„Und Robin.“

Überrascht sah er auf. Natürlich würde auch sie über ihn gesprochen haben.

„Keine Sorge.“ Der andere grinste leicht. „Robin ist eine erwachsene Frau. Die Details eurer damaligen Beziehung gehen nur euch beide was an, das interessiert mich auch gar nicht. Aber klar kann ich dein Gesicht zuordnen, hab’s auf den Bildern in deiner Wohnung gesehen.“

„Du warst bei mir Zuhause?“

Etwas perplex starrte er den anderen an.

Doch wieder nickte der Grünhaarige nur.

„Paar Mal, hab ihr damals beim Umzug geholfen. Aber du warst immer arbeiten.“

„Oh…“

Der Polizist trocknete seine Hände ab.

„Hör mal“, murrte er dann und seine Stimme war dabei so rau, dass Alex sich nicht sicher war, in welche Richtung dieses Gespräch führen würde. Er hatte echt keine Lust sich auf dem Männerklo mit dem Neuen seiner Ex zu prügeln.

John kratzte sich den Hinterkopf, sah ihn jedoch kühl an.

„Also Sam ist mein Partner, klar? Wir sind Freunde und ich verstehe, dass ihr auch Freunde seid. Daher fände ich es gut, wenn wir das hier wie Erwachsene regeln können, ohne den ganzen Kinderscheiß, okay?“

Nun verschränkte er die Arme.

„Ich weiß, dass du eine Vergangenheit mit meiner Freundin hast und ich respektiere das, aber ich werde nicht zulassen, dass du sie noch einmal so verletzt wie du es damals getan hast.“

Seine Worte waren ruhig, sein Blick kühl, aber es war offensichtlich, dass er es ernst meinte.

Zustimmend verschränkte nun auch Alex die Arme.

„Die Nachricht ist angekommen“, meinte er schlicht, „Ich bin auch dafür, dass wir versuchen miteinander klar zu kommen. Immerhin sind Robin und ich schon ziemlich lange getrennt.“

„Gut“, murrte der andere und schritt Richtung Tür.

„Hey, warte mal.“

Der andere blieb stehen und sah ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an.

„Was ist denn?“

Alex biss sich auf die Unterlippe.

„Danke, Mann.“

Nun legte der andere verwundert den Kopf schief und wandte sich ihm wieder ganz zu.

„Ich meine, Sam kann wirklich ein Idiot sein, aber er ist ein guter Kerl und ich bin froh, dass er an einen wie dich geraten ist. Danke, dass du auf meinen Freund aufpasst.“

Ein unerwartet sanftes Lächeln stahl sich auf die dünnen Lippen des anderen.

„Kein Ding, er ist nun mal mein Partner und so wahnsinnig er auch sein mag, so macht er die Arbeit doch wesentlich interessanter.“

In einvernehmlichem Schweigen standen sie einen Moment sich ruhig gegenüber.

„Sam hat mir erzählt, dass du einen Tanzkurs besucht hast“, zerbrach Alex die Stille.

„Dieser Idiot!“, knurrte John und rollte mit den Augen.

„Nein, nein, ich meine, das ist echt toll von dir. Das du so etwas für sie tust.“

Der andere sah ihn nachdenkend an, als würde er überlegen, ob Alex sein Feind war oder nicht, dann schien er eine Entscheidung getroffen zu haben.

„Diese Frau ist das Beste, was mir in meinem Leben widerfahren ist. Für sie würde ich alles tun.“

Es war ein Geständnis voller Ehrlichkeit unter Fremden.

Mit einem kurzen Nicken hielt Alex ihm die Hand hin.

„Das ist alles, worauf ich hoffen konnte.“

Der andere schüttelte seine Hand und grinste schief.

Dann drehte er sich um und ging zur Tür.

„Freut mich dich kennen zu lernen, Koch Alex“, murrte er mit erhobener Hand, „meinem Partner und meiner Freundin zur Liebe werde ich gerne versuchen mich mit dir anzufreunden.“

Er öffnete die Tür.

„Aber wenn du Scheiße baust knall ich dir eine Kugel in deinen Schädel und werfe deine Leiche ins Meer.“

„Das nenne ich doch mal einen warmen Empfang“, antwortete Alex trocken, ebenfalls mit einem leichten Grinsen. „Solltest du in deiner Tätigkeit mit solchen Drohungen nicht etwas vorsichtiger um dich werfen, Polizist John?“

Er folgte dem anderen aus dem Bad.

„Wir haben Dienstschluss mein Lieber. Jetzt bin ich nicht viel mehr, als der Arsch, der mit dir den Fußboden aufwischen wird.“

„Ach, das würde ich ja zu gerne sehen. Mit deinen lausigen Tanzschulschritten kannst du nicht im Mindesten mit mir mithalten.“

Mit verschränkten Armen und hämischen Grinsen starrten sie einander an, als sie die Tanzfläche erreicht hatten.

„Ich bezweifle, dass wir Freunde werden können.“

„Auf keinen Fall.“

„Darauf sollten wir ein Bier trinken.“

„Nur zu gerne, du bezahlst.“

„Das werden wir ja noch sehen. Ich denke, derjenige, der als Erstes unterm Tisch liegt, zahlt.“

„Deal!“

Es sollte noch ein langer Abend werden und obwohl Alex an jenem Abend seine erste große Liebe wieder getroffen hatte, gemeinsam mit ihrem neuen Freund, war die Stimmung ziemlich gut.

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten verbrachte er noch eine tolle Nacht in guter Gesellschaft.

An diesem Abend würde er vielleicht lernen, dass es wichtigere Dinge im Leben gab neben der eigenen Passion und wenn er Glück hatte, würde er nicht nur eine alte Bekanntschaft wiederaufleben lassen können, sondern auch noch einen neuen Freund finden.

Jedoch würde nicht nur er das bestreiten, nachdem der andere ihn ein halbes Vermögen gekostet hatte, sondern auch John, während er den Blondschopf gemeinsam mit seinem Partner in den dritten Stock hievte und den Sous Chef auf dessen Bett warf.

Dies würde die erste Nacht seit langem sein, in der Alex wieder gut schlafen würde. Denn an diesem Abend würde er die Geister der Vergangenheit endlich loslassen können, seine längst erloschene Liebe endlich loslassen können.

Doch das würde er am nächsten Morgen nicht merken, wenn er mit dem schlimmsten Kater seines Lebens aufwachen würde.

Auch nicht in der folgenden Woche, wo er seine Freunde und sogar den schwarzhaarigen Idioten zu sich ins Restaurant einladen würde.

Aber an dem einen Tag, an dem sich die Tür zur Küche öffnen würde und sie ganz unverhofft rein stolperte, an diesem einen Tagen würde sich sein Leben wirklich erst komplett ändern.

Aber dafür hatte er erst einmal lernen müssen, dass die Liebe zu seinem Beruf nicht ausreichen konnte, um ihn wirklich glücklich zu machen.

 

Autorennotiz

Einen schönen Tag,
dies ist mein erster Prosa-Text, den ich veröffentliche, da ich eher aus dem Fanfic-Bereich komme und auch noch nicht so geübt im Prosa bin. Dementsprechend ist es sehr aufregend für mich diese kleine Kurzgeschichte offen zu legen und freue mich über jegliche Kritik, da ich stets danach strebe mich verbessern und weiterentwickeln zu können.

Viel Spaß und liebe Grüße
Sharry

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Goths Profilbild
Goth Am 08.09.2019 um 21:30 Uhr
Eine relaxende Story welche in einem typischen, urbanen Ort spielt--passend. Dafür das es das erste mal ist, ist es nicht übel. Das die Beziehungen der einzelnen Charaktere durch Dialoge erzählt werden ist schon gelungen. Das mit der Umgangssprache ist in meinem Kopf noch etwas umstritten. Eine Seite sagt es passt zur urbanen Location und ist schnell verstanden. Die andere Seite ist etwas, was ein Deutschlehrer zu einem Schüler sagen würde wenn er Umgangssprache in einem Text benutzt. Das Alter sollte ich, nach meinen Ansichten, auf Grund einer gewissen härte im Text ändern. Aber ansonsten habe ich nichts mehr zu bewerten. Für das erste Mal ist es eigentlich gelungen. Mehr anzeigen
Sharrys Profilbild
Sharry (Autor)Am 10.09.2019 um 14:08 Uhr
Hallo Goth,
vielen lieben Dank für deinen Kommentar und dein Lob.
Deinen Zwiespalt kann ich sehr gut nachvollziehen und muss gestehen, dass ich darüber auch selbt viel nachgedacht und gehadert habe.

Die Altersempfehlung werde ich anpassen.
Vielen Dank nochmal und liebe Grüße
Sharry

Autor

Sharrys Profilbild Sharry

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Sätze:302
Wörter:5.262
Zeichen:30.511

Kurzbeschreibung

Es sollte einfach nur ein entspannter Abend mit Freunden werden. Ein Abend, den Alex sich nach langen Tagen in der Küche und vielen Überstunden hinterm Herd auch verdient hatte. Warum hatte Robin also ausgerechnet diesen einen Abend auswählen müssen, um auch in diese Bar zu kommen; diese Bar in der sie sich kennen gelernt hatten?

Kategorisierung

Diese Story wird neben Freundschaft auch in den Genres Liebe, Entwicklung, Alltag, Schmerz & Trost gelistet.