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Statistik
| Sätze: | 36 | |
| Wörter: | 648 | |
| Zeichen: | 3.717 |
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Es war einst ein alter Küster einer kleinen Dorfkirche. Diese war gothischen Stils und selten beheizt und damit sehr düster und oft auch kalt. Dem Küster ward oft Langeweile beschert wenn nicht gerade Gottesdienst anstand und somit wieder ein Sonntag war. So hatte er sich das Schnitzen angewöhnt und angeeignet gleich der Tatsache das er mit den geschnitzten Waren niemand direkt eine Freude bereiten konnte, oder es vermochte; da er keine Kinder, Frau oder noch viel Familie insgesamt hatte. So nahm er denn einst ein Stück Ofenbrennholz und schnitzte erst einen Messbecher daraus. Es erschien ihm wie so oft gut und richtig und so griff er danach und nach getanem Werk ein hartes Stück Birnbaumholz das dabei lag und ihn mehr forderte. Er merkte seine gute Verarbeitbarkeit und mit vielen fleißigem Schnitzen und Schnitzen hatte er mit mit viel Arbeit und Mühe einen Rumpf aus ihm für einen Kürper einer Marionette gefertigt. Er griff vier weitere Holzstücke aus Birne, die er abkantete dann, und fertigte damit Arme und Füße die er zuletzt befestigte, um sich zuletzt an den Kopf zu machen. Es wurde eine schöne Arbeit und sehr realistisch und der Kopf wurde halb hell halb dunkel zu links und rechts getrennt – wie mancher Harlekin oder Narr manches mal geschminkt fast. Oder ähnlich. Der Gesichtsausdruck ward universell so die angeschnitzten Haare und sein Ansatz. Wärendessen hatte er sich noch einen Namen schon für überlegt. Er entschloss sich die menschlich anmutende Marionette Pear de Pearmee nach seinem Holz und seinem eigenen Nachnamen der De Pearmee war zu taufen. Und als er sie nun nach Tagen beendet; der alte Küster, etschloß er sich eben dazu. Er ging zum Taufbecken der Kirche und hing die, nun an Fäden hängende Marionette Pear, hinein. Wie es zum Taufen nötig sonst für Kinder. ,,Pear de Pearmee!“, „Pear de Pearmee sollst du heißen“, sagte der Küster laut und setzte sie auf den Rand des Taufbeckens alleine hin. Dann wurde er weggerufen von dem Schauspiel und Treiben und als er kurz eiligst in den Pfarrgarten verschwand rutschte Pear die Marionette vollends hinein ins Taufbecken und Weihwasser. Sie schwamm nun zwar daruaf und der alte De Pearmee – der Küster, ließ sie lang vergessen darin. Sie quoll derweil und saugte sich dicht. Und als er sie fand da war sie schwer und nass von Feuchtigkeit, voll und triefend gesaugt von Weihwasser schon.
,,Ein schwerer nasser Pear“, ,,dass bist du nun mein Holzjunge“, eine Träne verdrückte er sich und er sagte es leise sehnlich nach mehr Gesellschaft. Der Abend verging, die Nacht verging; der Mond und das Vollmondlicht beleuchtete strahlend die am Stuhlgriff des Küsters hängende Marionette die fast schon wieder am trocknen, dazu aufgehängt dort. Da ward ihr Licht gegeben. Licht in Form von Leben. Sie sah schon aus wie einer der kleinen Jungs auf der Straße. Nun wurd sie einer. Es ward seltsames in ihr und damit in dieser Nacht des 08.08. … . Als der Morgen graute stand sie aufrecht, die Schnüre von sich liegend da. Sie war noch fest daran angebunden und gebunden. Und doch hatte ihr das Licht des Vollmondes Leben eingehaucht und das Weihwasser in ihr womöglich etwas wie eine Seele gewährt oder ein Wunder. Von diesem Tag hatte die Marionette die sie nur gewesen einen Namen und einen Vater. Pear de Pearmee war ihr Name und der Küster ab des Morgens da er überrascht davon wurde einen kleinen hölzernen Sohn der Lebte wohl, nicht aber seine Schnüre und das Marionettenkreuz, das für ihn bereits schon gefertigt, und -leben benötigte. Er ward ein richtiger Junge für De Pearmee den Küster und dieser von da an nie noch oft mehr allein und sehr glücklich. …
S. Käßheimer
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