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Zwei zum einfach nur lieb haben

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08.04.22 19:27
16 Ab 16 Jahren
Fertiggestellt

Zwei zum einfach nur lieb haben

Es war mittlerweile kurz vor Ostern. Auch im Baumarkt konnte man langsam merken wie die Leute sich auf das Fest vorbereiteten. Christina und Chris hatten mal wieder zusammen Spätdienst und waren wie immer gut drauf. Auch Pascal hatte an diesem Tag Spät. Für ihn war es normalerweise kein Problem mit den Beiden zusammen zu arbeiten, aber irgendwie schien ihn an diesem Tag etwas zu stören.

Er zog sich nur zurück und wollte von den Beiden am Liebsten nichts mehr sehen oder hören und wenn einer der Beiden nur ein falsches Wort von sich gab, flippte er gleich aus.

„Was ist mit Pascal heute los?“ fragte Christina

„Ich habe keine Ahnung. Als ich gestern mit ihm telefoniert habe, war noch alles in Ordnung.“ sagte Chris

„Seltsam. Normalerweise macht er doch gerne mit uns Spätdienst.“ sagte Christina

„Gestern  hat er sich auch noch darauf gefreut. Ich versuche mal mit ihm zu sprechen.  Ich bekomme doch mit, dass er leidet:“ sagte Chris

„Gute Idee. Versuch mal dein Glück, du kennst ihn schließlich schon länger und weißt wie er tickt.“ sagte Christina

„Ja, ich kenne ihn leider zu gut.“ sagte Chris

„Was meinst du damit nun schon wieder?“ hackte Christina nach

„Ach nichts.“ antwortete Chris

Es war wie immer, wenn Chris irgendeine Andeutung machte und man nachfragte, blockte sie ab und  sagte dazu nichts mehr.

Dann kam Ulrike noch mal kurz vorbei.

„Was ist los?“ fragte sie

„Pascal ist heute irgendwie seltsam drauf und flippt aus wenn Chris oder ich nur ein falsches Wort sagen obwohl er sich gestern noch auf Spätdienst mit uns gefreut hat.“ sagte Christina

„Seltsam, normalerweise klappt das mit euch Dreien doch immer. Aber du hast doch noch etwas auf dem Herzen.“ sagte Ulrike

„Ja, Chris eben mal wieder. Sie wollte mal mit ihm reden und als ich zu ihr sagte du kennst ihn länger und weißt wie er tickt, gab sie mir nur die Antwort Ich kenne ihn leider zu gut und auf Nachfrage kam nur Ach nichts.“ sagte Christina

„Denkst du etwa diese Andeutung hat etwas mit dir zu tun?“ fragte Ulrike

„Manchmal denke ich das schon. Chris macht öfters solche Andeutungen und sagt dann nichts mehr dazu.“ sagte Christina

„Das hat nichts mit dir zu tun und die beiden haben auch kein schlechtes Verhältnis zueinander.“ sagte Ulrike

„Aber was ist es dann?“ fragte Christina

„Bitte rede mit Chris über das was du dabei fühlst wenn sie solche Andeutungen macht und auf Nachfrage nicht wirklich antwortet.“ sagte Ulrike

„Du weißt was sie meint?“ wollte Christina wissen

„Ja, ich habe einfach nach solchen Sachen mit Chris gesprochen und sprech bloß Pascal nicht als erstes an. Dann dreht er völlig am Rad.“ sagte Ulrike

„Irgendwas mache ich doch falsch.“ sagte Christina

„Nein, du machst gar nichts falsch. Da gibt es nur eine Sache über die eigentlich nur der Chef Bescheid wissen sollte und worüber die Zwei einfach nicht reden. Wenn du  Chris nicht offen ansprichst, wird sie es dir nie erzählen.“ sagte Ulrike

„Ok, ich spreche gleich mal mit ihr.“ sagte Christina

„Ich bleibe so lange hier.“ sagte Ulrike

Währenddessen bei Chris und Pascal….

„Was ist gerade los?“ fragte Chris

„Ach, du weißt das der  Tod unserer Mutter mir zu schaffen macht.“ sagte Pascal

„Ja das weiß ich, aber wenn wir nicht wollen, dass das Geheimnis auffliegt, müssen wir uns verhalten wie immer auch wenn es schwer ist.“ sagte Chris

„Ich weiß.“ sagte Pascal und fing an zu weinen.

Chris nahm ihn wortlos in den Arm.

Bei Ulrike und Christina war inzwischen wieder etwas Kundenbetrieb. Nachdem dieser vorbei war, zog sich Christina weinend ins Büro zurück.

„Du brauchst jetzt nicht weinen. Es wird nichts an Chris und deiner Freundschaft ändern.“ sagte Ulrike

„Ich weiß, aber es ist echt schlimm nichts zu wissen.“ sagte Christina

„Halt mal die Stellung. Ich gehe mal nach hinten.“ sagte Ulrike

„Mach das.“ sagte Christina

So kannte Ulrike die junge Frau nicht. Chris musste ihr unbedingt die Wahrheit sagen. Und vor allem musste Ulrike rausfinden was heute mit Pascal los ist. Sie ging davon aus, das Chris es schon vor dem Dienstantritt wusste.

Sie fand die Beiden im Aufenthaltsraum, während Pascal bei Chris im Arm lag.

„Chris ich muss mal kurz mit dir reden.“ sagte Ulrike

„Schieß  los.“ sagte Chris

„Erzähl Christina bitte mal was zwischen euch ist. Sie macht sich so Gedanken, dass es etwas mit ihr zu tun hat, dass sie im Büro sitzt und weint.“ sagte Ulrike

„Das wollte ich auch nicht. Aber ich konnte bisher noch nicht mit ihr darüber reden. Unsere Mutter ist vergangene Nacht gestorben und  weil wir nicht wollten dass es auffliegt sind wir heute ganz normal zur Arbeit erschienen. Und Pascal geht es einfach zu nahe und er kommt nicht auf andere Gedanken, deswegen hat er sich auch so verhalten.“ sagte Chris

„Ihr seid doch bescheuert. Was tut ihr euch damit an, nur um es nicht auffliegen zu lassen.“ sagte Ulrike

„Ich gehe gleich nach vorne und rede mit Christina.“ sagte Chris

Chris ging nach vorne. Sie hatte wirklich nicht gewollt, dass Christina sich so fühlt. Sie war doch ihre Freundin.

Als sie nach vorne kam, waren keine Kunden da und auch von Christina war nichts zu sehen.

„Ich halte hier die Stellung geht mal ins Büro.“ sagte Ulrike

Pascal und Chris gingen ins Büro und fanden dort Christina weinend.

„Hey unser Verhalten hat mit dir überhaupt nichts zu tun. Du bist meine Freundin und wirst es auch bleiben.“ sagte Chris

„Aber was ist es dann. Ich fühle mich gerade einfach nur schlecht.“ sagte Christina

„Pascal ist mein Bruder. Und der Grund warum er sich heute so verhält ist, dass unsere Mutter vergangene Nacht gestorben ist. Wir sind nur ganz normal zur Arbeit gekommen, damit das Geheimnis nicht auffliegt.“ sagte Chris und nahm Christina einfach mal in den Arm.

Christina war gerade einfach nur sprachlos. Damit hatte sie jetzt nicht gerechnet.

„Und Chef wusste das die ganze Zeit?“ hackte sie nach

„Ja, wir haben ihm heute Morgen auch vom Tod unsere Mutter erzählt.“ sagte Chris

„Bitte mach so etwas nie wieder mit mir. Mir geht es damit dann immer sau schlecht.“ sagte Christina

„Mach dir keine Gedanken. Ich sage dir ab sofort alles.“ sagte Chris

„Danke, ihr Zwei seid  zum einfach nur lieb haben.“ sagte Christina

Christina mochte die Beiden so wie sie waren und sie versprach niemanden davon zu erzählen und darauf konnten sich Pascal und Chris auch verlassen.

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Diese Story wird neben Freundschaft auch im Genre Familie gelistet.

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