Im kalten Wind stand ich nun und blickte von der metallenen Struktur auf die Vergangenheit herab. Mein diskokontinuierliches Dasein hing mit abwärts gerichteten Blick über dem strassbesetzten Serpentinenpfad. Dieser reflektierte den grellen Sonnenschein und blendete meine Augen wie leere Versprecher. In der Höhe betrachtete ich die feste Struktur, auf zitternden Füßen stehend. Sie fing mein unsicheres Sichtfeld, sodass ich den tardiven Umschwung zum schwarzen, wie Turmalin schimmernden Nachthimmel ungewöhnlich langsam bemerkte. Eigentlich müsste ich vor Sonnenuntergang meiner Mutter aushelfen, doch welchen Unterschied machte es jetzt noch? Ich war wie jede Nacht alleine. Am Ende war es gleichgültig, ob ich mich in meine einem Schneckenhaus ähnelnde kalte Decke kuschelte oder mir der Wind die Haut unterkühlte. Ich kletterte nun fragend das Seil in die Finsternis hinunter, die Arme zum gewittrigen Himmel ausgestreckt. Abrupt spüre ich den turmalingrünen Grasboden und sehe mit gespiegeltem Blick zurück, auf das dem bisherigen Anschein nach Überragende, welches eingestürzt war wie ein Tardigrade. Der warme Morgenstern türmt sich gelb glühend aufrecht durch die klare Luft und treibt den Tod aus seinem Kokon.
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