Storys > Geschichten > Nachdenkliches > Zurück ins Leben

Zurück ins Leben

39
31.08.20 12:06
16 Ab 16 Jahren
Fertiggestellt

Mareike und Chris hatten sich mal wieder verabredet. Sie wollten zusammen reiten gehen. Chris hatte frei und auch Mareike musste an diesem Tag nicht arbeiten. Svenja wollte am Nachmittag auch noch vorbeikommen. Die Drei wollten an diesem Tag mal wieder einen gemütlichen Abend zusammen verbringen.

Die Beiden waren mittlerweile schon eine halbe Stunde mit den Pferden im Feld unterwegs.

Auf einmal fing Mareikes Pferd Samy an zu bocken und ging hoch. Er schmiss sei einfach runter und lief dann weg. Chris die hinter Mareike geritten war, hatte den Unfall gesehen und hielt ihr Pferd sofort an und ging zu ihrer Freundin.

Da Mareike ansprechbar war, aber immer und immer wieder sagte, dass sie ihre Beine nicht spürte, rief Chris sofort den Rettungsdienst. 

„Such bitte Samy.“, sagte Mareike

„Ich schaue gleich nach ihm. Den finde ich dann schon wieder. Jetzt warten wir erst einmal auf den Rettungsdienst.“ sagte Chris

„Ich komme hier schon klar. Bitte such Samy.“ sagte Mareike

Chris sprach die ganze Zeit mit ihrer Freundin. Sie war froh, als der Rettungsdienst endlich da war.

Währenddessen war Svenja schon bei Mareike auf dem Hof angekommen und wartete schon auf die Beiden. Sie war es gewohnt, dass Mareike und Chris immer später kamen. Dann kam  Samy alleine nach Hause. Jetzt fing Svenja an sich Sorgen zu machen. Mareike würde niemals ihr Pferd alleine nach Hause schicken. Irgendetwas musste passiert sein.

Svenja wusste gerade nicht, was sie mit dem Pferd machen sollte. Sie hoffte nur, dass die Beiden bald auf dem Hof ankamen.

Dann kam Chris  Gott sei Dank auf den Hof zurück.

„Chris was ist los? Samy kam eben alleine zurück.“ sagte Svenja

„Samy hat eben gebockt und ist gestiegen. Er hat Mareike einfach runtergeschmissen und ist abgehauen.“ sagte Chris

„Was ist mit Mareike?“ fragte Svenja nach

„Mareike sagte mir immer nur, dass sie  ihre Beine nicht spürt. Sie ist jetzt auf dem Weg ins Krankenhaus. Ich habe versprochen mich, um die Pferde zu kümmern und  dann ins Krankenhaus zu kommen.“sagte Chris

„Ach du scheiße.“, sagte Svenja

„Lass uns jetzt die beiden Pferde mal in den Stall  bringen. Dann können wir zu Mareike ins Krankenhaus fahren.“ sagte Chris

Chris und Svenja brachten die beiden Pferde in den Stall und machten sich dann auf den schnellsten Weg ins Krankenhaus.

Jetzt hofften alle, dass alles wieder gut wird. Egal wie das Ganze  aus geht Svenja und Chris standen immer hinter Mareike und das sollte sie auch wissen.

Als Svenja und Chris im Krankenhaus ankamen, war Mareike schon auf einem normalen Zimmer. Die Beiden betraten vorsichtig das Zimmer.

Mareike lag ganz ruhig im Bett und war nur am weinen. Chris versuchte sie zu trösten.

„Hey was ist los?“, fragte Chris

„Ich möchte nicht darüber reden. Hast du Samy gefunden.“ sagte Mareike

„Ja, Samy ist alleine nach Hause gelaufen und ich habe beide Pferde in den Stall gebracht.“, sagte Chris

„Dann ist gut. Könnt ihr mir einen Gefallen tun und mich jetzt mal kurz alleine lassen. Ihr könnt in ungefähr einer halben Stunde wieder kommen.“ sagte Mareike

„Ok, dann kommen wir dann wieder.“ sagte Chris

Svenja und Chris ließen Mareike erst einmal alleine. Sie ahnten schon, was los ist, wollten es aber noch nicht aussprechen.

Nach einer halben Stunde kamen die Beiden wieder zurück in Mareikes Zimmer.

„Na, geht es wieder etwas?“ fragte Svenja nach

„Ja, aber ich muss euch etwas sagen.  Ich werde meine Beine wahrscheinlich nie mehr bewegen können.“ sagte Mareike.

„Hey wir bekommen das hin. Du weißt dass wir immer für dich da sind.“ sagte Chris

„Ja ich weiß, aber wie soll ich wenn ich zu Hause bin alleine klar kommen.“ sagte Mareike

„Wie wäre es denn, wenn ich zu dir ziehe, dann kann ich dir helfen. Ich bin so wieso auf der Suche  nach einer neuen Wohnung,“ sagte Chris

„Das würdest du machen. Ich will so schnell wie möglich wieder nach Hause.“ sagte Mareike

„Ja natürlich würde ich das machen. Du kommst bestimmt bald wieder nach Hause.“ sagte Chris und versuchte Mareike wieder etwas aufzumuntern.

„Manchmal glaube ich, dass nur ich vom Pech verfolgt werde.“ sagte Mareike

„Wir werden alle vom Pech verfolgt. Du bist da nicht die Einzigste.“ sagte Svenja

„Warum musste das denn gerade heute passieren? Immer wenn wir uns einen gemütlichen Tag machen wollen geht etwas schief. Aber die meiste Angst macht mir, dass ich vielleicht nie mehr reiten kann.“ sagte Mareike

„Du wirst bald wieder reiten. Das kannst du mir glauben.“ sagte Chris

„Das glaube ich mittlerweile nicht mehr.“ sagte Mareike.

„Wir fahren jetzt erst einmal nach Hause. Ich füttere dann die Pferde noch und Svenja und ich kommen morgen Nachmittag wieder zu dir.“ sagte Chris

„Das ist eine gute Idee.“ sagte Mareike

Mareike wusste, dass sie Chris vertrauen konnte. Svenja kannte

Nach einer Woche war Mareike wieder zu Hause und Chris hatte ihr Versprechen gehalten und war zu Mareike gezogen. Svenja besuchte sie so oft, wie möglich, wenn sie nach der Arbeit noch Zeit hatte.

Die letzten Tage zu Hause waren für Mareike nicht einfach gewesen. Mareike hatte das Gefühl, dass sie nichts mehr alleine konnte.

„Ich kann doch gar nichts mehr richtig alleine.“ sagte Mareike als die Beiden gemeinsam beim Frühstück saßen.

„Du kannst noch ganz viel alleine machen. Wir gehen nachher mal in den Stall zu den Pferden.“ sagte Chris

„Was soll ich bei den Pferden? Reiten kann ich ja sowieso nicht mehr.“ sagte Mareike

Chris merkte, dass Mareike kurz vor dem Aufgeben war. Sie wusste wie schwer es gerade für ihre Freundin war.

Am Nachmittag kam Svenja nach der Arbeit bei den Beiden vorbei. Mareike war immer noch ganz traurig.

„Wie geht es dir?“ fragte Svenja

„Nicht so gut. Ich kann nichts alleine. Überall brauche ich Hilfe udn wenn Chris an der Arbeit ist, komme ich oft nicht weiter.“ sagte Mareike.

„Natürlich kannst du noch ganz viel alleine. Du wirst auch bald wieder auf dem Pferd sitzen.“ sagte Svenja

Mareike verließ das Wohnzimmer und verzog sich erst einmal.

„Was ist heute mit ihr los?“ fragte Svenja

„Als ich heute Morgen aufgewacht bin, lag sie weinend im Bett. Seit dem kann ich sie  zu nichts mehr ermuntern.“ sagte Chris

„Ich glaube sie hat einfach Angst nicht mehr reiten zu können und bei allem was sie macht auf Hilfe angewiesen zu sein.“ sagte Svenja

Chris wusste, dass Svenja recht hatte. Mareike brauchte jetzt einfach ein bisschen Zeit um zu verstehen, dass sie bald wieder auf dem Pferd sitzen würde.

Chris und Svenja wollten nach schauen, wo Mareike hin war, aber im ganze Hause war sie nicht.

„Wo ist sie bloß hin?“ fragte Svenja +

„Ich glaube ich habe da eine Idee. Lass uns mal im Pferdestall schauen.“ sagte Chris

Die Beiden gingen in den Stall und tatsächlich Mareike war bei ihrem Samy. Das hätte sich Chris eigentlich schon gleich denken können.

„Alles in Ordnung bei dir?“ fragte Chris nach

„Ja, kannst du mir einen Gefallen tun?“ fragte Mareike

„Ja, kann ich gerne machen.“ sagte Chris

„Kannst du mich einmal, wirklich nur einmal, auf Samy setzen?“ fragte Mareike.

„Ja kann ich machen.“ sagte Chris

Chris war sich zwar gerade nicht sicher, ob das eine gute Idee war, aber sie tat ihrer Freundin den Gefallen und half ihr auf das Pferd. Und es klappte besser als gedacht.

Endlich mal wieder Reiten

Mareike war glücklich. Endlich saß sie mal wieder auf ihrem Pferd. Das Einzige was ihr jetzt noch fehlte, war endlich mal wieder auszureiten.
Chris und Svenja versprachen ihr am nächsten Tag mal mit ihr ausreiten zu gehen. Wie sie das anstellen sollten, wussten sie zwar nicht, aber das würden sie schon noch rausfinden.
Als die Drei zurück im Haus waren, war Mareike völlig erschöpft. Sie hatte es viel Kraft gekostet, trotzdem freute sie sich auf den nächsten Tag.
Am nächsten Morgen war Mareike schon früh aufgewacht. Dieser Tag sollte etwas ganz besonderes werden.
Durch Mareike ihren Krach war auch Chris wach geworden. Da sie sowieso nicht mehr einschlafen konnte, machte sie sich fertig und half dann Mareike beim Umziehen.
Mittlerweile war es 8 Uhr und die Beiden saßen gerade beim Frühstück, als Svenja auch schon vor der Tür stand. Sie hatte heute frei und wollte gemeinsam mit Chris ihr Versprechen halten auch, wenn sie noch gar nicht wusste, wie das funktionieren sollte.
„Guten Morgen.“ sagte Svenja
„Guten Morgen.“ antwortete Chris
„Guten Morgen, jetzt sind ja alle da, dann können wir ja endlich los.“ sagte Mareike
„Nichts sagen. Die war heute Nacht um 4 Uhr schon wach und hat so einen Krach gemacht, dass ich auch wach wurde.“ sagte Chris
„Oh je. Na dann, aber erst einmal zu Ende frühstücken.“ sagte Svenja
Chris wusste dass Svenja erst einmal kurz auf einem Pferd gesessen hatte und nicht einmal richtig reiten konnte. Und jetzt ausreiten mit Mareike, ob das gut geht?
„Eine halbe Stunde später saßen die Drei auf den Pferden. Chris hatte Svenja eins von ihren Pferden gegeben und setzte sich mit Mareike zusammen auf Samy.
Alleine reiten traute sich Mareike dann doch nicht.
Chris hatte bei diesem Ausritt ganz schön zu kämpfen. In einer Hand hatte sie einen Strick, mit dem sie zur Not Ihr Pferd mit Svenja drauf halten konnte und mit der anderen Hand hielt sie Mareike etwas fest.
„Ist das schön hier draußen.“ sagte Mareike
„Ja, aber ich fühle mich nicht gerade wohl hier auf dem Pferd.“ sagte Svenja
„Das ist kein Wunder. Du sitzt das erste Mal auf einem Pferd.“ sagte Chris
„Ihr habt gut reden. Ihr sitzt jede freie Minute im Sattel.“ sagte Svenja
„Ich ja in der letzten Zeit nicht mehr so oft.“ sagte Mareike
Mareike war sichtlich froh mal wieder auf dem Pferd zu sitzen und die Freiheit zu genießen.
„Du brauchst auf Chachenia keine Angst zu haben. Sie wirft dich so schnell nicht runter.“ sagte Chris
„Danke, das macht mir jetzt gerade auch nicht mehr Mut.“ sagte Svenja
Mareike hatte sich an Chris angelehnt.
„Was macht Mareike?“ fragte Svenja
„Sie liegt an mir und genießt es jetzt einfach mal ein bisschen.“ sagte Chris
„So lange es ihr gut geht.“ sagte Svenja
„Ja, Mareike geht es gut.“ sagte Chris
Die Drei ritten durch die Felder.
Irgendwie genoss Mareike ihre wiedergewonnene Freiheit. Nach langer Zeit endlich mal wieder auf dem Pferd, das tat ihr gut.
Für Svenja war es eine ganz neue Erfahrung, aber sie wusste nicht so ganz wie sie mit dem Pferd umgehen sollte und brachte es prompt zu galoppieren.
„Nimm uns mit. Du hast vergessen, dass du am Strick hängst.“ sagte Chris
„Svenja hat es eilig. Deswegen geht es jetzt viel schneller.“ sagte Mareike
„Ich finde das nicht witzig, das das Pferd einfach los galoppiert.“ sagte Svenja
„Du hast es doch angetrieben. Ich dachte, das wäre mit Absicht und habe den Strick länger gelassen.“ sagte Chris
„Sehr witzig. Halt das Pferd an.“ sagte Svenja
Mareike hatte sichtlich Spass an der Aktion.
„Na gut.“ sagte Chris und bremste das Pferd.
„Schade, es war gerade zu gut. Jetzt kann Svenja schon einmal galoppieren auch,wenn sie Trab noch nicht beherrscht. Und demnächst steigt sie dann noch beim Springturnier ein, ohne vorher Dressur geritten zu haben.“ sagte Mareike
„Sehr witzig. Das muss dann auch nicht sein.“ sagte Svenja
Mareike hatte richtig Spaß und das merkte man ihr auch an. Svenja freute sich, denn ihrer Freundin ging es gerade richtig gut.
Die Drei waren jetzt schon über drei Stunden mit den Pferden unterwegs.
„Ich glaube, wir sollten jetzt mal nach Hause.“ sagte Svenja
„Das denke ich auch.“ sagte Chris
„Dann lass uns mal nach Hause reiten.“ sagte Svenja
„Ich glaub, das ist auch besser. Mareike schläft schon ein. Ich kann dich nicht ganz so festhalten, also bitte nicht los galoppieren.“ sagte Chris
„Sehr witzig.“ sagte Svenja
Chris übernahm Samys Zügel und die Drei ritten zurück nach Hause.

Als die Drei zurück am Stall waren, schlief Mareike schon tief und fest. Die letzten Minuten hatte sie überhaupt nichts mehr mitbekommen.

„Jetzt müssen wir nur mal schauen wie wir Mareike vom Pferd bekommen.“ sagte Svenja

„Das bekommen wir schon hin. Du musst nur mal kurz Samy halten.“ sagte Chris

„Mach ich doch.“ sagte Svenja

„Ich bringe Mareike am Besten gleich ins Bett. In den Rollstuhl setzen hat jetzt keinen Sinn mehr.“ sagte Chris

„Mach das.Ich kümmere mich erst einmal um die Pferde und bringe den Rolli dann mit rein.“ sagte Svenja

Chris legte Mareike ins Bett und ging dann zurück zu Svenja in den Stall.

„Schläft sie immer noch?“ fragte Svenja nach

„Ja, ich habe sie jetzt so wie sie ist ins Bett gelegt. Ich schätze mal, dass sie nachher noch mal wach wird, dann kann ich ihr immer noch beim Umziehen helfen, aber jetzt ist sie einfach viel zu müde.“ sagte Chris

„Es war ja auch ganz schön lange, aber ich ihr hat es richtig gutgetan.“ sagte Svenja

„Das allerdings. Meinetwegen können wir das Morgen wiederholen.“ sagte Chris

„Ja, aber erst später. Ich muss arbeiten.“ sagte Svenja

„Ab übermorgen muss ich auch wieder arbeiten. Ich bin mal gespannt, wie das dann alles klappt.“ sagte Chris

„Das wird schon. So langsam scheint sie sich ja auch an die Situation gewöhnt zu haben.“ sagte Svenja

„Das stimmt und sie freut sich, dass sie wieder reiten kann, auch wenn sie dabei Hilfe braucht.“ sagte Chris

Svenja und Chris verstanden Mareike. Chris saß selbst jede freie Minute im Sattel und wusste, wie Mareike sich gerade fühlte.

„Irgendwie bekommt ihr zwei das schon hin.“ sagte Svenja

„Das stimmt.“ sagte Chris

Svenja und Chris saßen noch eine Weile zusammen in der Küche. Es war erst um 14 Uhr nachmittags.

Mareike schlief noch tief und fest. Chris und Svenja tranken noch zusammen Kaffee.

Eine Stunde später war Mareike auch wieder wach. Chris hörte sie nur rufen.

„Ich geh mal nach oben. Alleine kommt sie nicht nach hier unten.“ sagte Chris

„Mach das. Ich warte hier so lange.“ sagte Svenja

Chris ging nach oben.

„Gut geschlafen?“ fragte Chris

„Ja das habe ich. Der Ausritt war echt schön. Das müssen wir wiederholen.“ sagte Mareike

„Komm ich helfe dir jetzt erst einmal aus dem Bett. Aber bevor wir nach unten gehen, musst du glaube ich auch erst einmal auf Toilette.“ sagte Chris

„Das allerdings.“ sagte Mareike

„Dann gehen wir jetzt erst einmal auf Toilette und dann helfe ich dir die Reitsachen auszuziehen. Svenja wartet unten in der Küche auf uns.“ sagte Chris

„Ok. Hat Svenja denn wenigsten auch Spass gehabt beim Reiten auch wenn ihr die Sache, mit dem los galoppieren gar nicht gefallen hat“ fragte Mareike

„Ja, das hat es und ich glaube, sie würde es auch gerne wiederholen.“ sagte Chris

„Dann können wir ja morgen gleich wieder los.“ sagte Mareike

„Aber erst morgen Nachmittag, Svenja muss arbeiten.“ sagte Chris

„Ok. du musst übermorgen auch wieder arbeiten.“ sagte Mareike

„Ja, aber wir bekommen das hin. Versprochen.“ sagte Chris

„Das bekommen wir hin. Und ich werde jetzt auch immer fleißig meine Übungen machen. Vielleicht kann ich dann doch irgendwann wieder laufen. Der Arzt hat gesagt, dass es sein kann das sich mein Rückenmark wieder erholt, wenn ich meine Übungen mache.“ sagte Mareike.

Chris war froh, dass Mareike jetzt wieder auf blühte und endlich wieder Lebensmut hatte. Jetzt konnte es nur gut werden.

Am Nachmittag kam Svenja.
„Na ihr Beiden, können wir los?“fragte sie
„Von mir aus schon.“ sagte Mareike
„Mareike wartet schon den ganzen Morgen auf dich.“ sagte Chris
„Ich musste leider arbeiten und es hat etwas länger gedauert.“ sagte Svenja
„Hat Petra dich wieder zu spät abgelöst?“ hackte Chris nach
„Ja.“ sagte Svenja
„Irgendwie ist sie komisch drauf, seit dem dein Vater und du mir den Sonderurlaub gegeben haben. Kein anderer hat sich beschwert, aber ihr scheint es nicht ganz zu passen.“ sagte Chris
„Das glaube ich auch. Sie hat vorhin irgendwas gesagt, dass ich auc nicht glauben kann. Sie meinte Mareike hätte sich unmöglich benommen, als die am Wochenende bei ihr Tanken war.“ sagte Svenja
„Das brauchst du auch nicht zu glauben. Denn ich war da und Mareike hat sich ganz normal verhalten, nur Petra hat sie angeschrien, weil sie den Tabak nicht fand.“ sagte Chris
„So ist es also wirklich gewesen. Der werde ich morgen etwas erzählen. Es kann doch nicht sein, dass sie sich so unmöglich den Kunden gegenüber verhält. Aber warum warst du da?“ fragte Svenja
„Die Leute hatten es mal wieder geschafft, den Not Aus der Waschanlage zu drücken und sie bekam das Problem nicht gelöst, als ich es ihr versucht habe am Telefon zu erklären.“ sagte Chris
„Alles klar. Könnt ihr Morgen Mittag, wenn sie mich ablöst an der Tanke vorbeikommen?“ fragte Svenja
„Ja können wir.“ sagte Chris
„Dann lasst uns jetzt erst einmal los reiten.“ sagte Mareike
Der Ausritt war wieder richtig schön. Die Drei genossen ihr gemeinsame Zeit.
Mitten im Wald fing Svenja wieder an zu galoppieren.
„Hast du es schon wieder eilig?“ fragte Mareike
„Nein, aber ich glaube,ihr seht dieses Hindernis dort auch.“ sagte Svenja
„Ja, das ist kein Problem für Chachenia. Sie ist Springturniere gewöhnt.“ sagte Chris
„Stimmt. Da kommt sie ohne Probleme rüber.“ sagte Mareike
Mareike und Chris mussten schon wieder grinsen.
„Danke, für eure Hilfe. Das Pferd ist Springturniere gewöhnt, aber ich nicht.“ sagte Svenja
Chris trieb Sammy etwas an und gemeinsam schafften sie es Chachenia noch vor dem Hindernis anzuhalten.

Den restlichen Nachmittag hatten die Drei mit den Pferden verbracht.  Es war ein wunderschöner Nachmittag, der leider viel zu schnell vorbeiging.

Am nächsten Tag waren Chris und Mareike pünktlich zum verabredeten Zeitpunkt an der Tankstelle. Petra und Svenja wollten gerade die Kasse tauschen.

„Ihr seid ja echt pünktlich.“ sagte Svenja

„Ist doch klar. Ich weiß halt wann hier getauscht wird.“ sagte Chris

„Was machen die Beiden jetzt hier`“ fragte Petra

„Das werden Sie gleich erfahren. Erst einmal bringe ich jetzt meine Kasse weg und rechne ab und sie bedienen die Kunden, die gerade noch da sind.“ sagte Svenja

Mareike und Chris gingen mit Svenja nach hinten ins Büro.

Petra schien neugierig zu sein, denn während die Kunden noch am tanken waren, lief sie wegen jeder einzelnen Flasche nach hinten ins Lager um sie aufzufüllen. Es schien fast so, als hoffte sie etwas mitzubekommen, aber Svenja, Mareike und Chris waren still und sagten kein Wort. Svenja zählte ihre Kasse und rechnete ab. Dann warteten die Drei, bis keine  Kunden mehr im Laden waren.

„Jetzt haben wir dir etwas zu sagen. Du wolltest wissen, warum wir beide hier sind.“ sagte Chris

„Das allerdings. Du hast Sonderurlaub und ich kann mich nicht daran erinnern, dass sie hier arbeitet.“ sagte Petra

„Wir sind ja auch hier um etwas zu klären. Ich muss erst Montag wieder arbeiten und dann wird es auch für dich wieder anders laufen.“ sagte Chris

„Was meinst du nun wieder damit?“ fragte Petra nach

„Das was ich damit meine. Das tut jetzt auch nichts zur Sache. Du erinnerst dich doch an das Wochenende, wo Mareike bei dir tanken war und ich kommen musste wegen der Waschanlage.“ sagte Chris

„Ja, ich erinnere mich nur zu gut daran. Wenn sich jemand so unmöglich benimmt nur, weil ich den Tabak nicht finde, vergesse ich das so schnell niemals.“ sagte Petra

„“Du weißt  aber auch ganz genau, dass das was du da sagst, nicht ganz richtig ist. Ich habe doch selber mitbekommen, dass Mareike nichts gemacht hat. Du hast sie angeschrien, weil du den Tabak nicht fandst und dir die Kundenschlange viel zu lang war um noch länger zu suchen. Dabei standen mit mir gerade mal drei Leute hier in der Tankstelle.“ sagte Chris

„Wenn etwas nicht da ist, dann ist es nicht da. Dann kann ich es auch nicht ändern.“ sagte Petra

„Für Mareike ist der Tabak immer da. Und sie hat dir auch gesagt, dass er unten in der Schublade für sie zurückgelegt ist.“ sagte Chris

„Sie hat mich angeschrien.“ sagte Petra

„Das stimmt doch gar nicht. Der Einzige, der geschrien hat, warst du.“ sagte Chris

Dann betraten erst einmal wieder Kunden den Laden und die Drei machten eine Pause.

Svenja, Mareike und Chris machten die Bürotür zu um mal kurz alleine sprechen zu können.

„Mareike erinnerst du dich noch an den Tag, wo Sammy dich runter geworfen hat?“ fragte Chris

„Ja, vor irgendwas hat er sich erschreckt.“ sagte Mareike

„Genau und ich weiß jetzt glaube ich auch vor was.“ sagte Chris

„Vor was denn?“ fragte Mareike

„Petra riecht nach dem Parfüm, dass ich im Feld den Tag auch gerochen habe. Zuerst habe ich mir ja nichts dabei gedacht. Aber ich habe gerade die Schreckschusspistole in Petras Handtasche gesehen und es fiel doch auch ein Schuss, oder?“ sagte Chris

„Stimmt,“ sagte Mareike

Svenja und Mareike ging sofort ein Licht auf. Svenja hatte nämlich auch einen Schuss gehört. Also musste zweimal geschossen wurden sein und das nur um beide Pferde zu erschrecken.

„Sammy hat sich vor dem Schuss erschreckt, nur derjenige, der geschossen hat und die Pferde erschrecken wollte, konnte nicht wissen, das Chachenia sich davor nicht so erschreckt.“ sagte Svenja

„Ganz genau. Chachenia hat auch reagiert, aber durch den ersten Schuss war ich vorgewarnt und konnte sie halten.“ sagte Chris .

„Stimmt und Samy erschreckt sich in der freien Wildbahn schon mal schneller wie Chachenia.“ sagte Mareike

„Sobald jetzt keine Leute mehr im Laden sind sprechen wir weiter mit ihr über das Wochenende und warten auf meinen Vater. Ich habe ihm unseren Verdacht geschrieben und er hat gesagt, wir sollen mit darauf, ansprechen warten bis er da ist.“ sagte Svenja

„Ok, dann werden wir das auch so machen.“ sagte Chris

Mareike war mittlerweile ganz still geworden, als käme bei ihr jetzt die Angst hoch. Chris war ja schon immer ein wenig mutiger als sie, aber von Svenja kannte sie das nicht.

„Alles klar bei dir?“ hackte Chris nach

„Ja, von dir bin ich es ja gewohnt, dass du solche Aktionen bringst, aber von Svenja kenne ich das nicht und ich bin für so etwas nicht wirklich geeignet.“ sagte Mareike

„Du bist ja nicht alleine und Svenja ist normalerweise für solche Sachen auch nicht zu gebrauchen.“ sagte Chris

„Das kann ja noch heiter werden. Wir wollten sie doch nur auf das Wochenende ansprechen und dann so etwas.“ sagte Mareike

„Ich frage mich gerade, woher sie wusste das ihr dort unterwegs gewesen seid.“ sagte Svenja

„Ich auch, aber sie hatte frei und sie hätte jedem von uns Beiden folgen können. Wir waren beide hier gewesen und dann dorthin gefahren.“ sagte Mareike

„Dann könnte es natürlich sein, dass sie euch gefolgt ist.“ sagte Svenja

„Aber warum hat sie das getan. Dass sie mich nicht besonders gut leiden kann, habe ich ja schon bemerkt, aber ich verstehe nicht warum.“ sagte Mareike

„Das kann ich vielleicht erklären. Sie hat scheinbar gegen alle was die sich mit uns gut verstehen. Sie ist nämlich teilweise der Meinung , wir müssten alle so arbeiten, wie sie das will und uns nach ihr richten.“ sagte Chris

„Und sie redet bei Leute, die sie auch schon eine ganze Weile kennt, schlecht über die Kollegen.“ sagte Svenja

„Jetzt verstehe ich. Und weil ich mit euch gut befreundet bin und sie mich nicht schon länger kennt, sondern gar nicht, verhält sie sich gegenüber mir so.“ sagte Mareike

„Genau und ich glaube sie,  würde mittlerweile alles versuchen, damit sie ihren Willen durchsetzen zu können.“ sagte Svenja

„Aber damit hat sie es doch bisher nur geschafft, dass ich Sonderurlaub habe und sie Spätschicht arbeiten muss.“ sagte Chris

„Dass sie dann diese Schicht arbeiten muss, hat sie bestimmt nicht gedacht.“ sagte Svenja

Dann kam Petra ins Büro.

„Beim nächsten Mal soll sie mir dann sagen, dass das unten in der Schublade ist, aber ich weiß es ja jetzt.“ sagte Petra

„Darum geht es nicht. Es geht darum, wie du sie behandelt hast.“ sagte Chris

„Wenn sie mich so behandelt, dann muss sie sich nicht wundern, wenn ich mich ihr gegenüber so verhalte.“ sagte Petra

„Mareike hat sich ganz normal verhalten. Sie war freundlich zu dir und du hast sie behandelt, als wärst du etwas bessers. Aber ich kann dir auch sagen warum du dich so verhältst. Jeder, der sich mit uns gut versteht, den behandelst du wie den letzten Dreck.“ sagte Chris

„Das ist doch gar nicht wahr. Ihr behandelt mich doch, als gehöre ich nicht ins Team. Chris bekommt einfach mal Sonderurlaub und ich muss die Spätschicht übernehmen.“ sagte Petra

„Das stimmt nicht. Die Kollegen haben versucht Sie ins Team aufzunehmen und Sie haben es hier Niemanden leicht gemacht.“ sagte Svenja

„Wieso, ich habe doch versucht mich ins Team einzugliedern, aber die Kollegen haben immer gemacht wie sie es wollten.“ sagte Petra

„Das ist nicht wahr. Hier haben dich alle versucht ins Team einzugliedern, aber du hast bei allen Leuten, die du gut kanntest über die Kollegen gelästert.“ sagte Mareike

„Woher willst du das denn wissen?“ fragte Petra mach

„Ich habe es doch schon mitbekommen.“ sagte Mareike

Petra machte keinen Hehl daraus, dass sie Mareike nicht mochte.

Dann kam endlich Svenjas Vater an der Tankstelle an. Chris fiel es mittlerweile schwer  Petra nicht auf ihren Verdacht anzusprechen.

Dann beschlossen die Vier, den Laden mal kurz zu schließen und dann Petra anzusprechen. Chris hängte noch schnell das Schild auf, um die Kunden zu informieren und dann machte sie die Säulen aus.

„Was soll das jetzt schon wieder werden? Ihr macht hier alle gerade, was ihr wollt und wie ihr es wollt. Chris macht einfach die Tankstelle zu und hier versammeln sich Leute an.“ sagte Petra

„Wir wollen etwas mit Ihnen klären und dazu müssen wir nun mal die Tankstelle kurz zu machen.“ sagte Willi

„Geht es immer noch um das Wochenende, wo Mareike sich so unmöglich verhalten hat?“ fragte Petra

„Erstens glaube ich nicht, das Mareike sich unmöglich benommen hat und zweitens geht es um etwas anderes.“ sagte Willi

„Worum geht es dann?“ fragte Petra nach

„Das werde ich jetzt den drei Damen hier überlassen.“ sagte Willi

„Ich habe vorhin eine Schreckschusspistole bei dir in der Handtasche gesehen und jetzt habe ich den Verdacht, dass du den Schuss abgegeben hast, vor dem sich Mareike ihr Pferd erschreckt hat und sie darufhin abgeworfen hat. Es gab zwei Schüsse. Mein Pferd hat zwar reagiert, aber ich war durch den ersten Schuss vorgewarnt und konnte Chachenia halten. Damit bist du Schuld daran, dass Mareike im Rollstuhl sitzt und ich Sonerderurlaub machen durfte.“ sagte Chris

„Es ist doch nichts dabei, wenn ich auf dem Feld mit einer Schreckschusspistole in die Luft schieße.“ sagte Petra

„Doch so einiges. Die Pferde haben sich davor erschreckt und Samy hat Mareike abgeworfen.“ sagte Chris

„Sind Sie den Beiden an diesem Tag hinterhergefahren und haben mit Absicht dort geschossen?“ fragte Svenja nach

„“Naja, wenn die Beiden zusammen sind, gehen sie mir auch auf die Nerven und da wollte ich den Beiden nur einen Streich spielen.“ sagte Petra

„Ich denke, damit ist genug gesagt. Dafür werden Sie sich verantworten müssen. Und ob sie hier weiter arbeiten überlege ich mir noch. Für heute rechnen sie die Kasse ab und wir lassen den restlichen Abend die Tankstelle zu.“ sagte Willi.

Mareike, Chris und Svenja standen noch eine ganze Weile gemeinsam draußen auf dem Hof. Die Sache ging niemanden aus dem Kopf. Aber was hatte sie für ein Problem, dass sie solche Sachen macht? Noch konnte sich das keiner richtig erklären.

Am nächsten Tag war die Tankstelle wieder ganz normal geöffnet und Willi hatte sich mittlerweile auch noch mal die Sache mit Petra durch den Kopf gehen lassen.

Irgendwie hatte er das Gefühl, dass Petra nicht die ganze Wahrheit gesagt hatte und wollte sie unbedingt noch mal zu einem Gespräch mit Svenja, Chris und Mareike einladen. Ihm lies es keine Ruhe. Er glaubte nicht daran, dass sie den Beiden noch einen Streich spielen oder ging es um etwas anderes. Sie hätte doch wissen müssen, dass so etwas passieren kann, wenn man mit einem Schuss die Pferde erschrecken will.

Er wollte nur warten, bis Beate seine Tochter an der Kasse abgelöst hatte. Chris und Mareike wussten schon Bescheid und wollten sich auch auf den Weg an die Tankstelle machen.

Auch Chris glaubte nicht, dass Petra die ganze Wahrheit erzählt hatte.

Um 13 Uhr trafen sich alle auf der Tankstelle.

„Warum sollte ich heute schon wieder hier her kommen?“ fragte Petra als die Tankstelle betrat.

„Kommen Sie erst einmal ins Büro und wir warten bis die Beiden die Kassen getauscht haben.“ sagte Willi.

„Ich habe eigentlich keine Lust so lange hier zu bleiben.“ sagte Petra

„Und ich glaube ich weiß, warum Sie keine Lust darauf haben. Sie haben auf dem Hof das Auto mit Chris und Mareike gesehen und aus irgendeinem Grund haben Sie keine Lust auf die Beiden zu treffen. Lässt sich aber nicht verhindern.“ sagte Willi

„Es stimmt, ich habe keine Lust auf Mareike zu treffen. Chris ist eine Kollegin und da kann ich das Zusammentreffen so oder so nicht verhindern.“ sagte Petra

„Was haben Sie gegen Mareike. Sie tut keiner Fliege etwas zu Leide und Sie behandeln sie als wäre Mareike ein schlechter Mensch.“ sagte Willi

„Sie hat doch an dem Wochenende an dem sie bei mir getankt, mich so behandelt als wäre ich doof.“ sagte Petra

„Nein hat sie nicht. Sie war ganz normal und hat dir im freundlichen Ton gesagt, dass ihr Tabak in der Schublade ist .“ sagte Chris die gemeinsam mit Mareike gerade ins Büro kam.

„Was soll das? Wollen mich hier alle ärgern?“ fragte Petra

„Hier will Sie keiner ärgern. Ganz im Gegenteil, die Kollegen versuchen Sie ins Team aufzunehmen, aber Sie scheinen nicht ins Team zu wollen und machen ihr eigenes Ding und glauben, dass die Kollegen nach ihrer Nase tanzen.“ sagte Willi

„Die Kollegen wollen mich doch gar nicht im Team haben.“ sagte Petra

„Doch das haben alle schon versucht, aber Sie denken die Kollegen arbeiten immer so wie sie es wollen und genau das machen sie nicht.“ mischte Svenja sich ein.

„Jetzt aber mal zu dem eigentlichen Grund, warum wir uns heute noch einmal alle hier getroffen haben. Ich glaube nicht, dass sie den Beiden nur einen Streich spielen wollten, denn sie müssen gewusst haben, das so etwas dabei passieren kann.“ sagte Willi

„Ich habe gewusst. dass so etwas passieren kann und mir war es auch egal. Und der zweite Schuss musste sein, weil Chris ihr Pferd sie nicht abgeworfen hatte:“ sagte Petra

„Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, wollten Sie, dass die Beiden von den Pferden runter fallen.“ sagte Svenja

„Runter fallen ja, aber nicht, dass so etwas passiert.“ sagte Petra

„Jetzt ist aber so etwas passiert und du hättest damit rechnen müssen.“ sagte Chris

Chris war sauer, aber sie hatte auch Schadenfreude.

„Naja, dafür hast du dafür gesorgt, dass ich Sonderurlaub bekam und erst ab Morgen wieder arbeiten muss, und morgen musst du mich dann auch noch ablösen und noch eine Weile Spätschicht machen.“ sagte Chris

„So war das aber nicht geplant.“ sagte Petra

„Sie werden Chris morgen ablösen und zwar pünktlich und das die ganze Woche und Samstag und Sonntag werden Sie auch arbeiten.“ sagte Svenja

„Und was ist mit Chris, die könnte auch am Wochenende mal arbeiten.“ sagte Petra

„Ja, die kann das Wochenende frei machen. Sie sind selber Schuld daran.“ sagte Willi

„Und ich soll die ganze Woche arbeiten.“ sagte Petra

„Ganz genau.“ sagte Svenja

„Normalerweise müssten die Beiden Sie anzeigen.“ sagte Willi

„Das würde mir jetzt auch noch fehlen.“ sagte Petra

Willi hatte Mareike und Chris überredet Petra nicht anzuzeigen. Jetzt musste Petra nur noch mitspielen. Dann wäre es für alle Beteiligten geklärt.

„Sonntag kann ich aber nicht, es kommt Formel 1 und das möchte ich gerne sehen.“ sagte Petra

„Das ist mir egal. Dann machen Sie eben Spätdienst, dann ist Formel 1 vorbei und Sie können arbeiten.“ sagte Svenja

„Schon wieder Spätschicht. Chris kann doch auch mal arbeiten.“ sagte Petra

„Chris muss sich im Moment um Mareike kümmern.“ sagte Svenja

Mareike war still geworden und hatte sich ins Lager zurückgezogen. Chris spürte, dass sie die ganze Sache mehr belastete als alle am Anfang dachten.

„Ist alles in Ordnung bei dir?“ fragte Chris

„Ja, ich weiß nur gerade nicht was ich von der ganzen Sache denken soll. Wieso macht ein Mensch so etwas?“ sagte Mareike

„Das kann ich dir auch nicht sagen. Vielleicht ist sie eifersüchtig, weil wir uns gut verstehen und sie hier an der Tankstelle nicht richtig ins Team kommt.“ sagte Chris

Chris versuchte Mareike wieder etwas aufzumuntern.

„Da sehen Sie mal was sie angerichtet haben. Sie hat kaum noch den Mut wieder richtig auf die Beine zu kommen.“ sagte Svenja

„Dann arbeite ich eben in der nächsten Zeit nur noch Spätschicht und auch am Wochenende.“ sagte Petra

Petra machte keinen Hehl daraus, dass ihr das gar nicht gefiel, aber sie keine Lust auf noch mehr Ärger mit dem Chef haben. Also hatte sie beschlossen, einfach das zu machen was ihr Chef sagte, denn damit hatte sie sich auch eine Anzeige erspart.

Zwei Stunden später war Mareike wieder wach. Svenja hatte beschlossen die dieser Nacht bei Mareike und Chris zu schlafen.
Die Nacht war für alle nicht gerade lang gewesen. Mareike wachte nachts um halb vier auf und war schrecklich am Schreien, als hätte sie einen Geist gesehen.
Chris und Svenja rannten sofort zu Mareike ins Zimmer.
Nachdem die Beiden es geschafft hatten Mareike etwas zu beruhigen, konnten sie endlich versuchen herauszufinden, was passiert war.
„Was ist passiert? Hast du wieder einen Alptraum gehabt?“ fragte Chris nach
„Nein, ich habe nicht geträumt. Ich war wach geworden und da stand diese Frau plötzlich vor mir.“ sagte Mareike
„Das kann aber nicht sein. Sie hat doch versprochen, dass sie solche Aktionen jetzt lässt. Und wie soll sie ins Haus gekommen sein?“ sagte Chris
„Das kann ich dir auch nicht sagen, aber dieses Mal war sie nicht allein. Da war ein junger Mann bei ihr.“ sagte Mareike
„Wenn du recht hast, könnte das ihr Sohn gewesen sein und dann müssten wir ja irgendwo Spuren eines Einbruchs hier am Haus finden.“ sagte Chris
„Ich glaube, wir sollten unten mal nachschauen.“ sagte Svenja
Chris und Svenja gingen nach Unten und schauten sich dort zunächst einmal um. Auch die Beiden glaubten nicht mehr daran, dass Mareike diese Sache nur geträumt hatte.
Und tatsächlich fanden sie etwas. Die Terrassentür wurde aufgehebelt und im Garten versuchten zwei Leute zu flüchten. Doch mit Chris ihrem Hund hatten sie nicht gerechnet.

Die Beiden Flüchtenden hatten nicht damit gerechnet, dass sie draußen auf einen Hund trafen, der sie nicht vorbeilassen wollte.

Sie mussten wohl oder übel umdrehen und versuchen durch die Haustür zu flüchten. Dann standen auch noch Chris und Svenja mitten im Weg.

„Was sollte diese Aktion jetzt schon wieder? Dieses Mal habe ich die Polizei gerufen.“ sagte Chris

„Muss dann denn sein? Wir wollten ihr doch nur mal einen Schreck einjagen.“ sagte Petra

„Ja, die letzte Aktion war schon nicht lustig, aber hier einzubrechen ist es auch nicht. Ich werde später auch mit meinem Vater über diese Sache sprechen. Das geht nun wirklich zu weit.“ sagte Svenja

„Aber dann musstet ihr trotzdem nicht die Polizei rufen. Außer ihr einen Schreck einzujagen, haben wir doch nichts gemacht.“ sagte Petra

„Ach ja. Ihr seid hier eingebrochen. Das ist kein Streich mehr.“ sagte Chris

„Mein Gott. Die Tür kann mein Sohn reparieren und mehr ist nicht kaputt gegangen und getan haben wir ihr auch nichts.“ sagte Petra

„Du verstehst etwas ganz Entscheidendes nicht. Weißt du, wie schwer es für einen Menschen ist, wenn man nachts einen Fremden im Zimmer sieht und nicht weglaufen kann.“ sagte Chris

„Mein Gott wir hätten ihr ja nicht weh getan.“ sagte Petra

„Und das mein Hund immer in der Nähe war, habt ihr auch nicht bemerkt.“ sagte Chris

„Dieser Köter hat uns den Weg hier ja versperrt.“ sagte Petra

„Er ist mit euch nach draußen gelaufen, denn er war drin und lag bei Mareike im Zimmer.“ sagte Chris

„Das kann nicht sein.“ sagte Petra

„Ist aber so. Ich weiß immer, wo mein Hund steckt. Ihr könnt froh sein, dass er nur gebellt hat und euch nicht gebissen hat.“ sagte Chris

Chris kannte ihren Hund. Er hätte die Beiden auch gebissen. Schließlich waren sie eingebrochen.

„Versteht ihr das nicht. Es ist nicht lustig, wenn man bei jemanden im Zimmer steht, der sich nicht alleine dort wegbewegen kann.“ sagte Svenja

„Wir wollten sie doch nur erschrecken.“ sagte Petra

„Ich werde Mareike jetzt erst einmal aus dem Bett holen. Ich glaube nicht, dass es gut ist, wenn sie jetzt alleine ist.“ sagte Chris

„Mach das. Ist vielleicht besser.“ sagte Svenja

Chris half Mareike vom Bett in den Rollstuhl. Dann kam sie mit ihr nach Unten. Es war zwar etwas kompliziert, weil Chris zuerst Mareike und dann den Rollstuhl runter holen musste, aber es klappte immer ganz gut. Die Beiden waren darin schon ein eingespieltes Team und es ging ganz schnell.

„Du kannst dich wieder beruhigen. Da meinten wohl zwei Leute, dass es lustig ist, wenn man einbricht, um jemanden einen  Schreck einzujagen.“ sagte Chris

„Ich fand das gar nicht so lustig. Ich habe verdammte Angst gehabt.“ sagte Mareike

„So schlimm war es doch gar nicht. Mein Sohn repariert die Tür und dann ist doch alles wieder in Ordnung.“ sagte Petra

„In Ordnung ist hier gar nichts. Erst benutzt du eine Schreckschusspistole und erschreckst die Pferde und jetzt das. Das ist nicht witzig.“ sagte Chris

Am liebsten wollten Petra und ihr Sohn wieder verschwinden, aber sie hatten das Pech, dass sie jetzt auch noch auf die Polizei warten mussten. Auch wenn die Beiden keine Lust hatten mit der Polizei etwas zu tun zu haben, mussten sie es jetzt. Petra hatte beim letzten Mal schon Glück gehabt, dass Mareike und Chris auf eine Anzeige verzichtet hatte. Dieses Mal taten sie es aber nicht.

Nachdem die Polizei Petra und ihren Sohn befragt hatte, ließen sie die Beiden erst einmal wieder nach Hause. Chris und Svenja hofften, dass Petra endlich gelernt hatte ihre  Aktionen gegen Mareike zu unterlassen. Aber noch glaubten die Beiden nicht daran.

„Ich glaube noch nicht daran, dass sie es jetzt gelernt hat.“ sagte Svenja

„Ich auch nicht, aber sie muss solche Aktionen lassen. Das ist auch für Mareike nicht gut. Sie ist gerade dabei wieder daran zu glauben, dass sie wieder richtig gesund wird.“ sagte Chris

„Ich habe das Gefühl, dass Petra das verhindern will.“ sagte Svenja

„Das könnte schon sein und genau deswegen müssen wir Mareike jetzt weiter Mut machen.“ sagte Chris

„Genau so ist es.“ sagte Svenja

Svenja und Chris wollten Mareike helfen wieder gesund zu werden.

„Wenn ich euch Beide nicht hätte, wüsste ich jetzt nicht mehr, was ich machen sollte.“ sagte Mareike

„Mach dir nicht so viele Gedanken. Das schaffen wir. Gemeinsam sind wir doch stark.“ sagte Svenja

„Genau so ist es.“ sagte Chris

Mareike war froh solche Freundinnen zu haben. Für sie war die letzte Zeit nicht leicht gewesen und auf die Beiden konnte sie immer zählen. Langsam fasste sie wieder Mut und fing an jeden Tag ein paar Übungen zu machen. Auch wenn es langsam voran ging, es ging voran.

 

Mit jedem Tag, an dem Mareike ihre Übungen machte, wurde es ein kleines bisschen besser. Langsam aber sicher, konnte Mareike sogar wieder auf ihren eigenen Beinen ein paar Minuten stehen, auch wenn Chris sie noch festhalten musste. Mareike war stolz auf sich.

Am Nachmittag wollte auch Svenja wieder kommen und Mareike freute sich schon tierisch drauf. Chris musste zwar dann ein paar Stunden arbeiten, aber das Wichtigste für sie war, dass sie nicht alleine zu Hause war.

Als Svenja kam, war Mareike gerade bei den Pferden und Chris wollte sich für die Arbeit fertig machen.

„Na, alles klar?“ fragte Svenja

„Ja, wir können gleich rein gehen.“ sagte Mareike

„Wir können uns auch hier draußen hinsetzen. Es ist doch schön warm hier.“ sagte Svenja

„Das können wir auch machen. Chris muss ja nur bis 18 Uhr arbeiten, dann können wir später noch ausreiten, wenn du magst.“ sagte Mareike

„Das ist eine gute Idee.“ sagte Svenja

Dann kam auch Chris nach draußen. Mareike ging es von Tag zu Tag besser und das merkte man auch.

„Hi.“ grüßte Chris

„Hi“ grüßte Svenja zurück

„Chris kannst du mir gerade mal was helfen. Ich möchte Svenja etwas zeigen?“ fragte Mareike

„Natürlich“ sagte Chris

Chris half Mareike auf die Beine und gemeinsam liefen sie ein kurzes Stück über den Hof.

„Das sieht ja schon gut aus.“ sagte Svenja

„Langsam wird es wieder. Meine Beine bekommen immer mehr Kraft und jeden Tag geht es ein Stückchen voran.“ sagte Mareike

„Das ist doch super. Jetzt schaffst du den Rest auch noch.“ sagte Svenja

„Ich mache mich dann mal auf den Weg zur Arbeit. Beate wartet sicher schon auf mich.“ sagte Chris

„Mach das. Wir schaffen das hier schon.“ sagte Mareike

Auch wenn Mareike Chris nur ungern fahren lies, hatte sie mittlerweile auch kein Problem mehr damit mal alleine zu sein. Sie wusste ja, dass sie wieder nach Hause kommt. Und auf den Abend freute sie sich jetzt schon. Endlich wieder reiten.

Als Chris an der Arbeit ankam, wartete Beate schon auf sie.

„Hallo.“ grüßte Beate

„Hallo.“ grüßte Chris zurück

„Wie geht es Mareike?“ fragte Beate

„Im Moment geht es ihr ganz gut. Wenn Petra nicht wieder mit solchen Aktionen anfängt wird das auch so bleiben. Sie kommt jeden Tag ein bisschen mehr voran.“ sagte Chris

„Das hört sich doch gut an. Das wird schon alles wieder.“ sagte Beate

„Das wird es auch.“ sagte Chris

„Was habt ihr heute Abend nach der Arbeit noch vor?“ fragte Beate nach

„Wir wollen ausreiten. Mareike freut sich schon tierisch darauf.“ sagte Chris

„Das klingt doch gut. Ich glaube, ohne das Reiten würde ihr und auch dir etwas fehlen.“ sagte Beate

„Das stimmt. Am Anfang hatte sie wirklich Angst davor, nie wieder reiten zu können.“ sagte Chris

Dann tauschten die Beiden die Kassen und Beate machte Feierabend. Chris wusste, dass Mareike die drei Stunden, die sie an der Arbeit war, auch alleine schaffen würde, aber sie war froh, dass Svenja bei ihr war.

Drei Stunden später kam dann auch Petra, um Chris abzulösen.

Mit Pünktlichkeit hatte es Petra im Moment nicht so, aber Chris sagte nichts mehr dazu. Sie hatte ihrem Chef versprochen einfach den Mund zu halten und das tat sie auch.

Dann tauschten Petra und Chris die Kassen und Chris machte sich fertig für den Feierabend. Auf dem schnellsten Weg machte sie sich nach Hause, denn sie wusste, dass Mareike schon auf sie wartete.

Mareike war schon dabei, die Pferde zu satteln und lies sich von Svenja auch nicht anhalten.

„Warte doch einfach, bis Chris gleich nach Hause kommt.“ sagte Svenja

„Das geht schon. Du musst mir nur den Sattel oben aufs Pferd legen.“ sagte Mareike

„Du weißt schon, dass ich keine Ahnung habe wie das alles funktioniert.“ sagte Svenja

„Ja, aber ich kann es dir ja erklären. Ich kann es nur noch nicht selber machen. Warte erst einmal ab bis ich wieder alles alleine kann, dann bringe ich dir das Reiten bei.“ sagte Mareike

„Können wir gerne machen. Schritt gehen kann ich ja schon einmal. Und galoppieren kann ich auch ein bisschen.“ sagte Svenja grinsend.

„Das stimmt.“ sagte Mareike

Svenja war froh, dass Mareike den Mut noch nicht verloren hatte. Dann kam Chris endlich zu Hause an.

„Na, ihr zwei. Sattelt ihr schon die Pferde?“ fragte Chris

„Ja, Mareike lässt sich einfach nicht davon abhalten.“ sagte Svenja

„Du schaffst das schon. Chachenia macht das mit. Ich gehe mich erst einmal schnell umziehen.“ sagte Chris

Nachdem Chris sich umgezogen hatte, konnte es endlich los gehen. Mareike war glücklich. Mit ein bisschen Hilfe von Svenja hatte sie es geschafft die Pferde zu satteln.

Mareike genoss jeden Augenblick auf ihrem Pferd und wollte am liebsten gar nicht mehr absteigen.

Am späten Abend waren die Drei zurück zu Hause. Mareike war zwar müde, aber sie konnte nicht aufhören über diesen besonderen Tag zu reden.

Am Abend war alles normal. Chris und Mareike aßen zu Abend und Svenja war heute nach Hause gefahren, auch wenn sie am liebsten noch da geblieben wäre. Mittlerweile hatte sie richtig viel Spaß beim Reiten und wollte das auch nicht mehr aufhören.

Mareike und Chris hatten also Recht, dass man auf einem Pferd seine Freiheit genießen kann.

Am nächsten Tag war Chris froh, dass sie nicht arbeiten musste. Mareike hatte die halbe Nacht kaum ein  Auge zugemacht. Zu groß war die Angst, dass wieder jemand in ihrem Zimmer steht und dadurch hatte Chris auch kaum geschlafen. Svenja wollte am Nachmittag noch bei den Beiden vorbeikommen.

Doch an diesem Tag kam alles anders als geplant. Svenja war noch an der Arbeit und hatte gerade mit Beate die Kasse getauscht, als Chris und Mareike sie an der Tankstelle besuchen kamen.

„Ich glaube das jetzt nicht, was ich sehe.“ sagte Beate so laut, dass Svenja es im Büro mitbekam und raus kam.

„Das ist ja Wahnsinn.“ sagte Svenja

Es war alles kaum zu glauben, aber Mareike lief fast ganz alleine in die Tankstelle und auf die Beiden zu. Sie hatte es fast geschafft. Wenn sie jetzt ihre Übungen weiter machte, war alles wieder normal.

Chris ging an der anderen Seite der Eistruhe vorbei und stellte sich neben Svenja

„Schafft sie das?“ fragte Svenja nach

„Ja, lass sie. Sie schafft das. Du wirst es kaum glauben. Sie hat mich heute Morgen aus dem Bett geholt. Nicht ich sie.“ sagte Chris

„So langsam blüht Mareike wieder auf und es ist bewiesen, dass alles wieder gut wird.“ sagte Beate

„Warum seid ihr eigentlich hier? Ich wollte doch gleich zu euch kommen.“ sagte Svenja

„Sie wollte unbedingt hier her und sie will dir heute richtig reiten beibringen.“ sagte Chris

„Da hat sie sich etwas in den Kopf gesetzt.“ sagte Svenja

„Allerdings. Sie hatte, aber keine Zeit bis du zu uns kommst. Sie wollte es dir so schnell wie möglich zeigen.“ sagte Chris

„Ich sehe es.“ sagte Svenja

Dann stand Willi auch noch in der Tankstelle.

„Ich habe gerade Mareike ihr Auto gesehen und wollte mal schauen, was hier los ist.“ sagte er

„Mareike wollte uns unbedingt etwas zeigen.“ sagte Beate

Als er genauer hinsah, sah er das Mareike tatsächlich selbstständig in die Tankstelle gelaufen war.

„Das ist ja kaum zu glauben. Es geht vorwärts. Ist sie auch schon wieder Auto gefahren?“ fragte er

„Nein, aber sie wollte das ich ihr Auto nehme.“ sagte Chris

„es ist schön dich so glücklich zu sehen und gemeinsam schaffen wir den Rest jetzt auch noch.“ sagte Willi

„Auf jeden Fall. Ich gebe jetzt nicht mehr auf und werde es allen beweisen.“ sagte Mareike

„Wolltet Svenja nicht nach der Arbeit zu euch kommen?“ fragte Willi nach

„Ja aber ich glaube Mareike konnte es kaum erwarten mir zu zeigen, das sie wieder alleine laufen kann und wollte mich abholen.“ sagte Svenja

„Das kann ich mir gut vorstellen.“ sagte Willi

„Jetzt will sie mir auch noch reiten beibringen.“ sagte Svenja

„Da hat sie sich ja schon viel vorgenommen.“ sagte Willi

Mareike war glücklich ohne Ende und konnte es kaum erwarten Svenja gleich Reitunterricht zu geben.

Ganz so weit war es zwar noch nicht, aber sie hatte gute Laune und das war das Wichtigste. Sie hatte noch nicht aufgegeben.

Svenja beschloss, sich mit dem Abrechnen der Kasse zu beeilen, da Mareike es scheinbar sehr eilig hatte und so schnell wie möglich wieder im Sattel sitzen wollte.

„Vielleicht sollten wir Svenja helfen, damit es schneller geht.“ sagte Mareike

„Ich glaube es, geht schneller, wenn sie es alleine macht.“ sagte Chris

„Das hat Chris recht. Je mehr Leute an der Abrechnung sitzen, desto länger dauert es.“ sagte Beate

„Na gut dann können wir ja noch ein bisschen warten.“ sagte Mareike

Mareike stellte gerade das ganze Leben auf der Tankstelle ein wenig auf den Kopf, aber das war heute ganze egal.

Dann kam auch noch Petra zum tanken. Mareike verzog sich ins Büro und machte die Tür so, schnell es ging zu. Sei wollte diese Frau nicht mehr sehen.

Chris konnte Mareike gut verstehen. Aber das Büro war nicht gerade der beste Ort um sich zu verstecken. Was würde Mareike machen, wenn Petra das Büro betreten will?

Egal, jetzt war sie auf jeden Fall erst einmal nicht mehr vorne im Laden und Chris und Beate wussten schon , was jetzt zu tun war. Sie mussten Petra so schnell es geht los werden, denn wenn Svenja die Tür öffnete, konnte man Mareike sehen und das wollte sie offensichtlich nicht.

Mareike konnte Petra nicht ausstehen und immer wieder gingen ihr die Gedanken durch den Kopf, was diese Frau gegen sie hatte.

„Ich glaube, vor ihr brauchst du dich nicht verstecken.“ sagte Svenja

„Ich habe keine Lust diese Frau zu sehen.“ sagte Mareike

„Das kann ich gut verstehen. Aber irgendwann wird sie dich sehen.“ sagte Svenja

„Ich weiß, aber das muss nicht gerade heute sein.“ sagte Mareike

Svenja verstand ihre Freundin und blieb deshalb auch so lange im Büro bis die Luft rein war und Petra die Tankstelle verlassen hatte.

Svenja und Beate fragten sich, was Petra eigentlich hier wollte. Sie hatte normalerweise gar nicht tanken müssen. Hatte sie Mareike und Chris beobachtet und wollte unbedingt wissen, was die Beiden hier wollten oder führte sie schon wieder etwas im Schilde. Da sie jetzt erst einmal wag war, brauchten sich die Vier erst einmal keine Gedanken mehr zu machen.

Nachdem Svenja die Kasse abgerechnet hatte, machte sie sich so schnell es geht fertig. Das hatte Beate auch noch nicht erlebt, dass sie sich so beeilt.  Mareike und Chris waren mittlerweile schon wieder auf dem Weg nach Hause.

„Ich will dann mal schnell den Beiden hinterher. Irgendetwas führen die Beiden auch im Schilde.“ sagte Svenja

„Was glaubst du?“ fragte Beate

„Mareike will mir doch unbedingt das Reiten richtig beibringen.“ sagte Svenja

„Achso, aber du kannst zugeben, dass du dich auf den Reitunterricht schon freust.“ sagte Beate

„Natürlich freue ich mich schon drauf, aber das hat doch auch noch Zeit, bis Mareike wieder richtig fit ist.“ sagte Svenja

„Lass sie doch, wenn sie sich darauf freut.“ sagte Beate

„Natürlich lass ich sie. Ich werde mich jetzt trotzdem mal dahin begeben, die Beiden warten bestimmt schon auf mich.“ sagte Svenja

„Mach das. Kannst mir ja morgen mal was erzählen.“ sagte Beate

Svenja machte sich auf den Weg zu Chris und Mareike und die Beiden hatten tatsächlich schon drei Pferde gesattelt und warteten nur noch auf Svenja.

„Heute mit drei Pferden?“ fragte Svenja

„Ja, wir fangen heute schon mit dem Reitunterricht an.“ sagte Mareike

„Alles klar. Dann legen wir mal los.“ sagte Svenja

„Wie man ein Pferd sattelt, habe ich dir ja schon erklärt und ein bisschen galoppieren kannst du auch schon.“ sagte Mareike

„Das mit dem Galopppieren können wir aber trotzdem noch mal üben.“ sagte Chris

„Das stimmt.“ sagte Svenja

Die Drei machten sich mit den Pferden los. Sie wollten erst einmal ganz gemütlich durch die Felder reiten. Der Wald war ihnen dann doch noch zu gefährlich. Springübungen wollte dann doch keiner schon vorziehen.

„Wir reiten extra nur durch die Felder, sonst muss ich dir noch das Springen beibringen und das wäre noch ein bisschen früh.“ sagte Mareike

„Ich glaube, das ist auch noch nichts für mich.“ sagte Svenja

Svenja und Chris genossen es, dass Mareike gute Laune hatte und diese auch zeigte.

„Es ist richtig schön, dich so glücklich zu sehen.“ sagte Svenja

„Ich bin auch glücklich. Endlich kann ich viele Sachen wieder selber machen und brauche nicht immer Hilfe.“ sagte Mareike

„Ich glaube jetzt können wir alle positiv in die Zukunft schauen.“ sagte Chris

„Jetzt wird alles wieder gut und aufgeben kommt jetzt auf gar keinen Fall mehr in Frage.“ sagte Mareike

Mareike genoss die Zeit mit Chris und Svenja. Die Beiden waren immer für sie da und hatten auch die schwere Zeit mit ihr durchgestanden. Egal wie schlecht Mareike drauf gewesen war, sie waren immer da und hielten immer zu ihr.

Eine Sache wollten die Drei aber noch klären. Alle wollten gerne wissen, was Petra gegen Mareike hatte.

„Ich habe so langsam das Gefühl, dass sie gegen jeden Menschen, der ihr nicht passt, etwas hat.“ sagte Chris

„Das kann schon sein, aber mein Vater wird mit ihr noch einmal sprechen.“ sagte Svenja

„Glaubt ihr, dass das noch etwas bringt?“ fragte Mareike

„Ich weiß es nicht, aber wir wollen einfach verhindern, dass sie damit weiter macht.“ sagte Svenja

„Vielleicht kommt dabei ja etwas raus. Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.“ sagte Mareike

„Ich habe ja noch Hoffnung, aber an Wunder glaube ich nicht.“ sagte Chris

„Ich auch nicht, aber wenn sie so weiter macht, dann wird mein Vater auch handeln.“ sagte Svenja

„Das stimmt und dann kann sie niemanden mehr etwas antun.“ sagte Chris

Chris wusste, dass Willi irgendwann handelt und konnte sich schon gut vorstellen, was passiert.

Den restlichen Abend verbrachten die Drei bei einem schönen Film auf dem Sofa. Dieses Mal hielt auch Mareike durch.

Am nächsten Tag musste Chris schon mittags arbeiten und wurde von Petra am späten Nachmittag abgelöst. Mittlerweile kam Mareike ein paar Stunden schon alleine klar.

Die Stunden vergingen schnell und Chris hatte um kurz vor 17 Uhr das Gefühl, dass es Petra mit pünktlich ablösen nicht so genau nahm. Und Chris behielt recht. Um 17:10 Uhr kam Petra, um die Ecke ohne ein Wort zu sagen.

Sie zählte in Ruhe ihre Kasse ein und rauchte dann auch noch eine Zigarette. Chris hatte im Dienstplan ja schon die Zeit angefangen zu ändern. Denn wenn sie nicht pünktlich kommt, braucht sie auch nicht von 17 Uhr an bezahlt zu werden.

Um halb sechs reichte es Chris und sie ging ins Büro.

„Um 17 Uhr solltest du mich ablösen. Jetzt haben wir 17:30 Uhr. Entweder du löst mich jetzt ab oder ich rufe Chef an.“ sagte Chris

„Ist mir doch egal.“ sagte Petra

„Du weißt schon, dass ich noch ein Privatleben habe. Und vor allem wirst du erst ab dem Zeitpunkt bezahlt, wenn du die Kasse drin hast.“ sagte Chris

„Das werden wir ja noch sehen.“ sagte Petra

Außer hier herumzusitzen, machst du doch nichts.“ sagte Chris

Chris war sauer und Petra beschloss lieber jetzt abzulösen, bevor sie gleich komplett ausrastet. Mittlerweile hatte Chris Willi schon eine WhatsApp geschickt.

Langsam war es allen Kollegen zu viel, was Petra machte. Jeder war jetzt nur noch ein tickende Zeitbombe und niemand wusste, wer als Nächstes an die Decke geht. Bei Chris war es mit dem Ruhig bleiben vorbei. Sie konnte nicht mehr. Normalerweise hätten Svenja und Beate schon verhindert, dass Chris ausrastet, aber die Beiden war auch schon kurz davor.

Kurze Zeit später standen Svenja und Willi in der Tankstelle. Chris war immer noch dabei Petra ihre Meinung zu sagen.

„Entspann dich mal.“ sagte Svenja

„Wie soll ich mich bitte schön, bei Petras Verhalten noch beruhigen.“ sagte Chris

Willi kannte die junge Frau und wusste das in der letzten Zeit viel passiert war, sonst würde Chris nicht so am Rad drehen

„Ich kann nichts dafür.“ sagte Petra

„Das kann nicht sein, denn ohne Grund rastet Chris nicht so aus.“ sagte Willi

„Zudem wissen wir schon was passiert ist, als Sie ankamen.“ sagte Svenja

„Ich habe nur meine Kasse eingezählt und schnell eine geraucht.“ sagte Petra

„Aber erst einmal zu spät kommen und dann erst um 17:30 Uhr ablösen. Und dann sagst du, dass du nichts gemacht hast.“ sagte Chris

„Die halbe Stunde.“ sagte Petra

„Auch diese halbe Stunde muss sie sich aufschreiben und im Plan abändern, da Chris bis dahin dann auch bezahlt wird und Sie erst ab dann.“ sagte Svenja

„Aber ich stand doch vorher ab 17 Uhr im Plan.“ sagte Petra

„Ja aber Sie haben dann nicht angefangen und Chris hat die Uhrzeit im Plan angepasst.“ sagte Wili

„Das werden wir ja noch sehen.“ sagte Petra

„Ich habe jetzt langsam die Nase voll. Chris kümmert sich zu Hause auch noch um Mareike. Sie hat auch noch ein Privatleben und trotzdem ist sie immer für ihre Kollegen da.“ sagte Svenja

„Das wäre mir aber neu.“ sagte Petra

„Es ist aber so. Wir kennen Chris schon etwas länger, als Sie und wissen was sie alles macht.“ sagte Svenja

„Denk mal bitte daran, dass du mit Mareike richtig Mist gebaut hast. Diese Aktion hätte auch ein Leben kosten können.“ sagte Chris

Chris war sauer und so langsam reicht es ihr auch. Svenja konnte sie auch nicht mehr beruhigen. Sie wusste, zu Hause wartet Mareike auch schon auf Chris.

„Chris, fahr nach Hause. Mareike wartet bestimmt schon ungeduldig auf dich. Den Rest machen wir hier schon.“ sagte Svenja

Chris fuhr nach Hause und Svenja hatte Recht. Mareike stand schon in den Startlöchern und wollte mit ihr ausreiten. Selbst die Pferde hatte sie schon gesattelt.

„Du hast ja schon alles fertig gemacht.“ sagte Chris

„Ja, du hast heute aber auch länger gebraucht. War diese Frau wieder zu spät?“ fragte Mareike

„Ja und dann meinte sie noch eine zu rauchen und eine Diskussion anzufangen. Jetzt sind Willi und Svenja da und klären das.“ sagte Chris

„Hoffentlich hat das Theater mit dieser Frau langsam ein Ende.“sagte Mareike

„Hoffentlich. Ich gehe mich nur mal schnell umziehen.“ sagte Chris

Chris zog sich schnell um und machte sich dann auf den Weg in den Stall. Mareike und Chris wollten gerade ausreiten, als Svenja auf den Hof fuhr.

„Was macht Svenja denn jetzt hier?“ fragte Mareike

„Ich weiß es nicht, aber wir sollten sie mal fragen.“ antwortete Chris

„Hallo Svenja, was machst du denn hier?“ fragte Mareike

„Könnt ihr morgen gegen 12 Uhr beide an die Tankstelle kommen?“ fragte Svenja

„Ja klar. Alles klar bei dir?“ fragte Chris nach

„Ja, bei mir ist alles klar, aber ich glaube wir haben jetzt raus, was diese Frau gegen Mareike hat. Das klären wir aber erst morgen.“ sagte Svenja

„Ok machen wir. Möchtest du mit ausreiten?“ fragte Mareike

„Gerne.“ sagte Svenja

Für Svenja war das Ausreiten mit den Beiden mittlerweile auch eine kleine Auszeit geworden.

Chris sattelte noch schnell das dritte Pferd und dann konnte es los gehen.

Die Drei ritten wieder durch die Felder. Mareike war glücklich und gleichzeitig waren alle aufgeregt, was am nächsten Tag bei dem Gespräch mit dieser Frau rauskommt.

 

Am nächsten Tag trafen sich alle wie verabredet gegen 12 Uhr an der Tankstelle.  Irgendwie hatten Chris und Mareike ein komisches Gefühl bei der ganzen Sache, aber sie wollten endlich die Wahrheit rausfinden. Petra ließ wie jeden Tag in der letzten Zeit auf sich warten. Da Chris aber später noch arbeiten musste, sollte sich diese Frau langsam mal beeilen. Mareike und Chris hatten schon überlegt, dass sie einfach beiden an der Tankstelle bleiben bis Petra am späten Nachmittag ablöst. Damit war das Zeitproblem erst einmal gelöst.

Jetzt musste diese Frau nur noch auftauchen. Svenja hatte das Gefühl, das Petra in der letzten Zeit mit Absicht zu spät kam und das gefiel keinen der Kollegen mehr.

Nachdem alle eine halbe Stunde gewartet hatten, kam sie endlich um die Ecke.

Im Büro warten schon alle auf Sie.“ sagte Beate

„Na und. Das ist mir doch egal.“ sagte Petra

Petra ging ins Büro.

„Schön, dass Sie uns auch noch die Ehre erweisen und hier auftauchen. Wir waren vor einer halben Stunde hier verabredet.“ sagte Willi

„Ich habe keine Ahnung was das Problem ist.“ sagte PEtra

„In diesem Gespräch soll es darum gehen, was in der letzten Zeit so passiert ist und manche Sachen gehen nun mal nicht.“ sagte Willi+

„Mein Gott. Ich habe doch nichts Schlimmes gemacht.“ sagte Petra

Petra schien es ganz locker zu sehen.

„Nichts Schlimmes. Was war den mit dem Schuss um die Pferde zu erschrecken und der Einbruch bei Mareike und Chris? Und dann kommen Sie in der letzten Zeit auch noch immer zu spät.“ sagte Svenja

„Es ist doch nichts passiert. Und wenn ich es nun mal nicht rechtzeitig schaffe, dann ist das halt so.“ sagte Petra.

„Dann kann man die Kollegen aber anrufen.“ sagte Willi

Langsam war Willi auch sauer. Eigentlich wollten sie jetzt aufklären, was Petra gegen Mareike hatte.

Petra schien es völlig egal zu sein, warum ihr Chef sie zu diesem Gespräch gebeten hatte. Dass was sie am meisten störte war, das Mareike auch wieder dabei war.

„Was macht diese Frau schon wieder hier?“ fragte Petra nach

„Wir wollen jetzt endlich wissen, was Sie gegen sie haben.“ sagte Svenja

„Sie hat doch was gegen mich. Sonst hätte sie sich  mir gegenüber nicht so verhalten.“ sagte Petra

„Du hast Mareike doch angeschrien, weil du den Tabak nicht gefunden hast und dir angeblich zu viele Leute in der Tankstelle waren.“ sagte Chris

„Es waren ja auch zu viele Leute in der Tankstelle um noch länger zu suchen.“ sagte Petra

„Nein waren es nicht. Mit Mareike und mir waren es nur drei Leute.“ sagte Chris

„Sie hatten einfach keine Lust sich mit anderen Kunden zu beschäftigen, weil hinter Mareike ein Kunde stand den Sie gut kannten und mit dem Sie sich unterhalten wollten.“ sagte Svenja

„Na und. Dass kann Ihnen doch egal sein.“ sagte Petra

„Uns ist das aber nicht egal. Sie haben einfach eine Schreckschusspistole eingesetzt um die Pferde zu erschrecken.“ sagte Willi

„Es ist doch nichts passiert.“ sagte Petra

„Nichts passiert. Du hast mit dieser Aktion dafür gesorgt, dass Mareike erst einmal im Rollstuhl landet und dann bist du auch noch bei uns eingebrochen.“ sagte Chris

„Das ist doch alles nicht so schlimm.“ sagte Petra

„Wenn du meinst, es wäre nicht so schlimm, dann will ich dich mal sehen, wenn dir so etwas angetan wird.“ sagte Chris

„Ich verstehe das Problem nicht. Natürlich fände ich es nicht schön, wenn mir so etwas angetan würde, aber man muss trotzdem nicht so einen Aufriss machen.“ sagte Petra

„Sie haben mir es aber angetan und ich möchte jetzt langsam mal wissen was sie gegen mich haben.“ sagte Mareike

„Sie halten doch sowieso nur zu denen die scheinbar etwas gegen mich haben. Und wenn mir nun mal meine Bekannten wichtiger sind als Ihren Tabak zu suchen dann ist das halt so. Ich lasse mir bestimmt nicht sagen, wenn ich gerne bediene und wen nicht. Und Sie gehören einfach nicht zu den Menschen, die ich gerne an der Kasse habe.“ sagte Petra

Endlich war es raus und Willi und Svenja mussten dieses Thema nicht mehr ansprechen. Petra hatte es eben selbst zugegeben.

Chris und Mareike waren schockiert wie man so sein kann.

„Ich muss erst einmal hier raus. Ich kann diese Frau gerade nicht mehr sehen.“ sagte Mareike

„Warte kurz. Ich komme mit dir raus, dann können wir zusammen eine rauchen.“ sagte Chris

Willi und Svenja merkten, dass es für die Beiden jetzt einfach zu viel war und sie diese Frau nicht mehr sehen konnten.

„Sie haben es immer noch nicht verstanden. Eigentlich hätte Mareike Sie anzeigen können. Sie können also froh sein, dass ich mit den Beiden den Deal machen konnte.“ sagte Willi

„Auf eine Anzeige kann ich verzichten.“ sagte Petra

„Eine Anzeige haben Ihr Sohn und Sie sich ja eingehandelt. Denn die Sache mit dem Einbruch konnte ich nicht mehr regeln. Und da haben Mareike und Chris auf die Anzeige bestanden.“ sagte Willi

„Das kann doch nicht wahr sein. Ich habe Sie doch gebeten mit den Beiden zu sprechen.“ sagte Petra

„Das haben wir auch, aber die Beiden wollten dieses Mal auf die Anzeige bestehen.“ sagte Svenja

„Man muss auch echt alles selber machen.“ sagte Petra

Petra verließ das Büro und rannte wütend auf Mareike und Chris zu

„Was soll das mit der Anzeige wegen dem Einbruch?“ fragte Petra

„Bei der einen Sache haben wir, dank einem Deal, mit unserem Chef auf eine Anzeige verzichtet. Aber bei dem Einbruch haben wir es nicht eingesehen, weil du es scheinbar nicht verstehst.“ sagte Chris

„Für euch wäre es besser, wenn ihr die Anzeige wieder zurückzieht.“ sagte Petra

„Das werden wir auf keinen Fall machen und wenn Sie so weiter machen erstatten wir wegen der anderen Sache auch noch Anzeige.“ sagte Mareike

„Ich glaube, ihr habt nicht mehr alle Tassen im Schrank.“ schrie Petra so laut, dass Willi und Svenja es drin mitbekamen.

„Jetzt weiß ich wo diese Frau hingelaufen ist.“ sagte Svenja

„Und dort gehen wir jetzt auch hin.“ sagte Willi

Svenja und Willi gingen nach draußen.

„Meinen Sie es bringt etwas, wenn Sie die Beiden so anschreien. Es macht die Sache nicht besser, sondern schlimmer.“ sagte Svenja

„Die Beiden sollen einfach die Anzeige gegen meinen Sohn und mich zurückziehen. Dann wäre die ganze Sache erledigt.“ sagte Petra

 Sie könnten schon froh sein, wenn sie wegen der einen Sache keine Anzeige erstattet haben.“ sagte Willi

„Ich kann mir eine Anzeige nicht erlauben, sonst ist meine Arbeit im Weißen Ring in Gefahr.“ sagte Petra

„Sie haben sich das doch selber zuzuschreiben. Wären Sie in der Nacht nicht bei den Beiden eingebrochen, dann würde jetzt auch keine Anzeige gegen Sie laufen. Und den Einbruch leugnen brauchen Sie auch nicht, da ich in der Nacht auch bei den Beiden geschlafen habe.“ sagte Svenja

Für Petra war es scheinbar nur noch wichtig, dass Sie keine Anzeige bekommt aber es interessierte sie nicht, warum diese Anzeige erstattet wurde.

„Wo ist eigentlich Mareike hin?“ fragte Willi

„Ich weiß es gerade nicht. Eben war sie noch da.“ sagte Chris

„Für sie ist es gerade alles zu viel.“ sagte Svenja

„Wir sollten jetzt erst einmal nach Mareike schauen.“ sagte Willi

„Das denke ich auch. Sie ist zwar wieder ziemlich fit, aber ganz fit ist sie auch noch nicht.“ sagte Chris

Svenja, Willi und Chris machten sich auf die Suche nach Mareike. Petra hatte kein Interesse dabei zu helfen. Ihr war es egal, wie es Mareike ging.

Die Drei suchten das ganze Tankstellengelände ab, aber nirgends war sie zu finden.

„Wo ist sie nur hingelaufen?“ fragte Chris

„Ich habe keine Ahnung, aber wir müssen sie finden, nicht dass sie irgendwo in der Ecke liegt und ihr Kräfte versagt haben.“ sagte Svenja

„Das stimmt. Das Ganze hat sie auch ganz schön belastet.“ sagte Willi

„Wir müssen jetzt noch einmal alles absuchen auch in der Tankstelle. Irgendwo muss sie ja hingelaufen sein.“ sagte Chris

Die Drei machten sich auf den Weg in die Tankstelle. Beate hatte Mareike aber auch nicht gesehen. Langsam fing Chris an sich Sorgen zu machen, denn eigentlich konnte Mareike noch nicht weit weg sein.

Nach einer halben Stunden Suche hatte Chris sie endlich gefunden. Mareike war am Ende ihrer Kräfte und wollte einfach nur noch nach Hause.

Trotzdem wollte Willi die Sache noch zu Ende bringen, aber nicht auf dem Hof, sondern im Büro.

„Langsam reicht es mir. Entweder sie lassen Mareike und auch Ihre Kollegen endlich in Ruhe und hören auf mit solchen Aktionen oder ich werde meine Maßnahmen ergreifen.“ sagte Willi

„Ich habe doch nichts gemacht. Es war doch nur ein Spaß.“ sagte Petra

„Das war doch kein Spaß mehr. Man erschreckt Pferde nicht mit einer Schreckschusspistole und einbrechen tut man auch nicht.“ sagte Sevenja

Mareike saß bei Chris auf dem Schoß und war nur noch am Weinen.  Für sie war alles zu viel. Aber wichtig war jetzt für alle, dass sie den Grund für diese ganzen Aktionen kannten und das Mareike Zurück im Leben war.

Trotz allem was passiert war, hatte es doch noch ein ziemlich gutes Ende genommen.

Feedback

Logge Dich ein oder registriere Dich um Storys kommentieren zu können!

Autor

Mausis Profilbild Mausi

Bewertung

Noch keine Bewertungen

Statistik

Kapitel:15
Sätze:955
Wörter:11.476
Zeichen:65.390

Kategorisierung

Diese Story wird neben Nachdenkliches auch in den Genres Freundschaft und Angst gelistet.