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Weihnachten zu Hause

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13.12.19 20:04
12 Ab 12 Jahren
In Arbeit

Es war wieder kurz vor Weihnachten. Chris und Jan-Hendrik hatten sich schon seit ein paar Tagen nicht mehr viel  zu Hause aufgehalten. Sie liebten sich und suchten immer wieder einen Ort um auch einmal alleine zu sein. Philipp interessierte es nicht wirklich. Er war mal ganz froh die Verliebten nicht den ganzen Tag um sich rum zu haben.

„Guten Morgen Philipp.“ sagte Svenja

„Guten Morgen.“ antwortete Philipp

„Hast du Chris und Jan-Hendrik heute schon gesehen?“ fragte Svenja nach

„Nein, gestern Abend habe ich sie auch nur gehört, als sie nach Hause kamen.“ sagte Philipp.

Svenja merkte, dass er sich nicht wirklich dafür interessierte was die Beiden machten. Sie waren ja schließlich auch alt genug.

„Lass die Beiden doch machen was sie wollen. Alt genug sind sie und ich denke auch, dass sie wissen was sie machen.“ sagte Philipp

„Ich weiß, dass die Beiden alt genug sind um zu wissen was sie tun. In den letzten paar Tagen scheinen sie aber bewusst uns aus dem Weg zu gehen. Kommen spät nach Hause und verlassen in aller Herrgottsfrühe das Haus wieder.“ sagte Svenja

„Schau doch mal bei denen im Zimmer. Heute Morgen habe ich noch nichts gehört.“ sagte Philipp

Svenja ging nach oben und schaute nach, ob die Beiden noch zu Hause waren, aber die Beiden hatten sich mal wieder aus dem Haus geschlichen.

„Die haben sich schon wieder aus dem Haus geschlichen.“ sagte Svenja

„Unglaublich. Naja vielleicht sehe ich sie gleich, wen n ich rüber zum Oma und Opa gehe.“ sagte Philipp

„Kann sein. Irgendwo müssen die Beiden ja stecken.“ sagte Svenja

„Vielleicht sind sie ja auch nur mit den Hunden spazieren und dann gleich in den Stall gegangen.“ sagte Philipp

„Stimmt, das ist ja zur Zeit ihr Lieblingsplatz.“ sagte Svenja

„Die werden schon wieder auftauchen.“ sagte Philipp

„Sucht ihr etwa schon wieder die Beiden verliebten jungen Leute?“ fragte  Klaus als er die Küche betrat.

„Ich suche sie nicht, aber meine Mutter sucht sie.“ sagte Philipp

„Lasst die Beiden doch machen was sie wollen. Sie sind alt genug.“ sagte Klaus

„Natürlich sind sie alt genug, aber ich würde die Beiden gerne auch mal wieder zu Gesicht bekommen.“ sagte Svenja

„Das wirst du auch. Denk mal nach: Bald ist Weihnachten und ich denke, dann werden die Beiden auch zu Hause sein.“ sagte Klaus

„Ich muss dann mal los. Ich gehe zu Oma und Opa rüber.“ sagte Philipp

„Das ist doch auch nicht normal. Seit wann geht er denn rüber ohne einen Grund zu haben.“ sagte Svenja

„Muss er immer einen Grund haben um Oma und Opa zu besuchen?“ hackte Klaus nach

„Nein natürlich nicht.“ sagte Svenja

„Ich mache mich dann auch mal los. Ich bin noch mit einem Kumpel verabredet.“ sagte Klaus

„Lasst mich ruhig alle alleine.“ sagte Svenja

Nach ein paar Minuten ging Svenja etwas Seltsames durch den Kopf. Jan-Hendrik und Chris hatte sie schon seit ein paar Tagen nicht gesehen, Philipp ging ohne Grund zu Oma und Opa rüber und Klaus war noch mit einem Kumpel verabredet.

Hier stimmte doch irgendetwas nicht. Die Vier heckten doch irgendetwas aus.

 

Svenja verstand zwar die Welt nicht mehr, aber sie ließ ihre Familie gehen. Denn sie wusste auch, dass sie aus niemand etwas rausbekommen würde, egal wen sie fragte.

Einerseits ahnte sie, dass ihre Familie etwas im Schilde führte und andererseits wusste sie, dass alle alt genug waren um selber entscheiden zu können was sie machen. Sie musste also jetzt einfach abwarten bis alle wieder zu Hause waren und von alleine mit ihr sprachen. Bis sie zur Arbeit musste waren es noch knapp 3 Stunden und diese Zeit würde sie auch noch rumbekommen.

Sie wollte erst einmal bei ihren Eltern vorbei schauen.  Doch auch da war niemand zu Hause und im Stall war auch keiner. Was war hier bloß los. Sie fragte sich langsam, ob ihre Familie und auch ihre Eltern gemein same Sache machten.

Jetzt hieß es erst einmal warten bis alle wieder zu Hause waren und Svenja ahnte schon, dass das erst dann so weit war, wenn sie auch von der Arbeit kam.

 

Jan-Hendrik und Chris waren den ganzen Nachmittag nicht zu Hause aufgetaucht und auch Philipp und Klaus waren bis zum späten Abend unterwegs gewesen. Als Svenja von der Arbeit nach Hause kam, war noch keiner zu Hause gewesen. Dann kamen Philipp und Klaus fast zur selben Zeit nach Hause.

„Wo wart ihr denn den ganzen Tag?“ fragte Svenja

„Erst war ich bei Oma und Opa und dann mit Freunden unterwegs.“  antwortete Philipp.

„Ich  war wie ich heute Morgen schon gesagt habe, bei einem Kumpel.“ sagte Klaus

„Und wo stecken die anderen Beiden?“ hackte Svenja nach.

„Ich habe schon den ganzen Tag nicht mit den Beiden gesprochen.“ sagte Philipp

„Ich habe auch noch nichts von den Beiden gehört.“ sagte Klaus

„Wisst ihr was ich komisch finde? Philipp sagt er geht zu Oma und Opa rüber, aber als ich da war, war da auch niemand zu Hause und auch im Stall war keiner zu finden.“ sagte Svenja

„Ich war ja auch nur kurz da und wo Oma und Opa dann hin sind weiß ich leider auch nicht.“ sagte Philipp.

Svenja verstand jetzt gar nichts mehr. Sie wusste nur eines: Ihre Familie war um Ausreden nicht verlegen.  Von Jan-Hendrik und Chris fehlte immer noch jede Spur und auch ein Anruf bei ihren Eltern brachte Svenja an diesem Abend nicht weiter.

„Jan-Hendrik und Chris sind auch nicht bei Oma und Opa.“ sagte Svenja

„Die Beiden werden schon irgendwann mal wieder nach Hause kommen. Lass die Kinder doch machen. Sie sind erwachen und müssen dir nicht immer sagen wo sie sich aufhalten.“ sagte Klaus

Am nächten Morgen machte Svenja für alle Frühstück.

 

„Guten Morgen.“  begrüßte sie Philipp als er nach unten kam.

„Guten Morgen, wann sind denn Jan-Hendrik und Chris gekommen?“ fragte Philipp

„Ich wusste gar nicht das die Beiden zu Hause sind.“ sagte Svenja

„Doch, dass sind sie und heute Morgen sind sie auch nicht zu überhören zumindest im Moment nicht.“ sagte Philipp.

Guten Morgen.“ grüßte Klaus die Beiden als er in die Küche kam

„Guten Morgen.“ antwortete Svenja

„Was ist denn da oben los?“ fragte Klaus

„Das wüsste ich auch gerne. Vorhin habe ich noch gedacht die Beiden sind gar nicht zu Hause und jetzt glaube ich dass ich eine Horde kleiner Kinder zu Hause habe.“ sagte Svenja

„Wenigstens sind die Beiden heute mal zu Hause. Aber sonst streiten sie sich doch nicht so.“ sagte Klaus

„Die streiten sich nicht. Die machen sich über irgendetwas lustig.“ sagte Philipp.

„In dieser Laustärke?“ fragte Klaus

„Ja, in dieser Laustärke.“ antwortete Philipp.

2Ich hole die Beiden jetzt mal zum Frühstück.“ sagte Klaus

„Mach das.“ sagte Svenja

Svenja verstand die Welt nicht mehr. Sonst schlichen sich die Beiden aus dem Haus und jetzt waren sie nicht zu überhören.

Aber jetzt hieß es erst einmal gemeinsam frühstücken, denn dass hatten sie ja schon eine ganze Weile nicht mehr.

Weihnachten kam immer näher und auch bei Svenja machte sich langsam Weihnachtstimmung breit. Bei dem ganzen Chaos in der letzten Zeit hatte sie völlig vergessen, dass sie noch Weihnachtsgeschenke für ihre Kinder besorgen wollte.

Also wollte sie nach dem gemeinsamen Frühstück gleich losfahren. Aber wie immer lief nichts so wie geplant.

Erst stand Chris ihr Auto so, dass sie nicht raus kam. Dann sprang ihres nicht an und auch Chris ihre Auto machte schon wieder alles andere außer losfahren.  Zum guten Schluss kippte ihr Jan-Hendrik auch noch um und damit war dann der Tag komplett gegessen. Sie musste mal wieder um planen.

Chris hatte es inzwischen geschafft ihr Auto anzuwerfen und um zu parken und auch Svenja ihr Auto lief wieder.

Chris versprach ihrer Mutter auf ihren Bruder aufzupassen und wenn sie etwas versprach dann hielt sie es auch.

Svenja war gerade eineinhalbstunden in der Stadt, als Chris sie auf dem Handy anrief.

„Hey, wenn du gerade nichts zu tun hast komm bitte so schnell wie möglich zum Krankenhaus.“ sagte Chris

„Was ist passiert?“ fragte Svenja nach

„Jan-Hendrik ist mir eben schon wieder einfach umgekippt und es ging ihm immer schlechter. Ich habe keine Ahnung was los ist, aber ich habe ich entschieden mit ihm sicherheitshalber ins Krankenhaus zu fahren.“ sagte Chris

„Ich mache mich sofort auf den Weg dorthin. Warte vor dem Haupteingang auf mich.“ sagte Svenja

Svenja wusste wenn Chris mit ihrem Bruder ins Krankenhaus fährt, dann geht es ihm richtig schlecht und sie möchte wissen was los ist.

 

Zehn Minuten später war Svenja auch schon am Krankenhaus. Chris wartete wie verabredet vor dem Haupteingang auf sie.

„Weißt du schon etwas?“ fragte Svenja nach

„Nein, ich warte selber.“ sagte Chris

„Lass uns zusammen eine rauchen.  Es wird schon alles gut werden.“ sagte Svenja

Svenja wusste wie sie ihre Tochter wieder etwas beruhigen konnte.  So aufgeregt hatte sie Chris schon lange nicht mehr gesehen. Chris war normalerweise der ruhigste Mensch, der nichts so leicht an sich ran kommen ließ, aber das es ihrem kleinen Bruder so schlecht ging hatte sie doch getroffen.

„Beruhig dich. Wir gehen jetzt gleich rein und fragen nach deinem Bruder.“ sagte Svenja

„Ich kann mich irgendwie jetzt nicht beruhigen.“ sagte Chris

Eine Stunde später war Jan-Hendrik auch wieder auf den Beinen. Sein Kreislauf hatte nach dem Stress und der Hektik einfach schlapp gemacht.

Chris und Svenja waren froh, dass er wieder auf den Beinen war und jetzt konnten auch endlich die Weihnachtsvorbereitungen weiter gehen.

Am nächsten Morgen stand Anika völlig fertig vor der Tür und wollte mit niemanden wirklich reden. Chris merkte wie schlecht es ihr ging und brach den Versuch Plätzchen zu backen ab. Jan-Hendrik kannte seine Tante und wusste genau, dass es jetzt besser ist sich etwas zurück zu ziehen und die Mädels einfach mal reden zu lassen. Chris hatte schon immer einen guten Draht zu Anika, was vielleicht auch daran lag, dass sie die meiste Zeit ihrer Kindheit bei ihrer Tante verbracht hatte.

„Hey was ist los?“ fragte Chris nach

„Nichts.“ sagte Anika

„Komm wir setzten und erst einmal ins Wohnzimmer. Außer Jan-Hendrik und mir ist kein Mensch zu Hause.“ sagte Chris

„Seid ihr Beiden jetzt wirklich alleine?“ fragte Anika neugierig nach

„Ja, und Jan-Hendrik hat sich jetzt auch erst einmal verzogen, damit wir mal reden können.“ sagte Chris

 Anika war nur am weinen und Chris versuchte sie erst einmal etwas zu beruhigen. Sie wusste wie schlecht es ihrer Tante im Moment ging und versuchte ihr wann immer sie konnte unter die Arme zu greifen. Aber in der letzten Zeit, waren Chris und Jan-Hendrik viel zu sehr mit sich und ihren Weihnachtsvorbereitungen beschäftigt gewesen, dass Chris schon lange nicht mehr bei ihrer Tante war.

„So und jetzt erzähl mir mal ganz ruhig was passiert ist. Du weißt, dass ich es nicht leiden kann wenn du weinst.“ sagte Chris

Langsam fing Anika an zu reden.

„Ich habe heute Morgen meinen Sohn noch zur Schule gebracht und wollte ihn mittags abholen. Aber er war nicht mehr da. Zuerst dachte ich, dass er bei seinem Freund ist, aber da ist er nicht und kein Mensch weiß wo er hin ist.“ sagte Anika

„Warst du schon bei der Polizei und hast ihn als vermisst gemeldet?“ hackte Chris nach

„Ja das habe ich.“ sagte Anika

„Weißt du was wir jetzt machen? Wir schnappen und Jan-Hendrik und suchen mal die ganze Stadt ab.“ sagte Chris

Chris hatte immer wieder solche Einfälle, aber sie hatte auch oft die rettende Idee. Also weihten die Beiden  Jan-Hendrik ein und fuhren gemeinsam mit ihm in die Stadt. An alle Lieblingsplätze des Jungen. Aber nirgends war er.

So langsam hatte auch Chris keine Idee mehr, wo der Junge war.

„Weiß eigentlich jemand wo Mama steckt?“ fragte Jan-Hendrik

„Nein, ich habe keine Ahnung. Im Moment interessiert mich das aber auch nicht.“ sagte Anika

Anika war mit den Nerven am Ende, also beschlossen Chris und Jan-Hendrik sie erst einmal nach Hause zu bringen und sich dann wieder auf die Suche zu begeben.

Nach dem die Beiden ihre Tante nach Hause gebracht hatten, klapperten sie die ganze Stadt ab. Beiden ging der Gedanke nicht aus dem Kopf, dass ihre Mutter mit dem Jungen unterwegs ist. Es passte nämlich von der Zeit her ganz gut. Die Beiden fanden allerdings auch ihre Mutter nicht und wussten jetzt langsam auch nicht mehr weiter.

„Was machen wir wenn wir den Jungen nicht finden?“ fragte Jan-Hendrik

„Dann müssen wir mit Tante Anika reden und es ihr sagen und hoffen dass die Polizei ihn findet oder er von alleine wieder zu Hause auftaucht.“ sagte Chris

„Dann bricht Tante Anika komplett zusammen.“ sagte Jan-Hendrik

„Mach dir keine Sorgen. Im Falle eines Falles bleibe ich bei ihr und du fährst nach Hause.“ sagte Chris

„Und was ist mit unseren restlichen Weihnachtsvorbereitungen?“  hackte Jan-Hendrik nach

„Das schaffen wir schon noch bis Weihnachten. Denk immer daran, dass du auch schon einmal zusammengeklappt bist, wegen dem ganzen Stress der letzten Tage und Wochen- Vielleicht tut es uns ja auch mal ganz gut.“ sagte Chris

„Kann sein dass du recht hast. Wir sollten uns wirklich mal einen Tag Pause gönnen und einfach nichts machen.“   sagte Jan-Hendrik

Nach weiteren zwei Stunden brachen auch die Beiden die Suche nach dem Jungen ab und machten sich auf den Weg zu Anika.

Auf gar keinen Fall wollten die Beiden ihre Tante jetzt im Stich lassen.

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Autor

Mausis Profilbild Mausi

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Statistik

Kapitel:4
Sätze:167
Wörter:2.251
Zeichen:12.912

Kurzbeschreibung

Weihnachten sollte man ja mit der Familie feiern. In den letzten Wochen vor Weihnachten ist Svenjas Familie immer wieder unterwegs und sie kann sich das einfach nicht erklären.

Kategorisierung

Diese Story wird neben Festliches auch in den Genres Alltag, Freundschaft und Familie gelistet.

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