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Kleofas krasse Klinge

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1.9.2018 19:09
6 Ab 6 Jahren
In Arbeit

2 Charaktere

Kleofa

Kleofa ist die Tochter von Genia und Parock. Wie alle Bewohner des Dorfes (bis auf Parock) hat sie ausgeprägte Muskeln und braune Haut. Ihre Haarfarbe ist allerdings blau wie die ihres Vaters, während die anderen schwarze Haare haben.Kleofa ist sehr neugierig und begeistert von den Geschichten, die ihr Vater von seinem Geburtsland erzählt hat. Sie ist fest entschlossen, eines Tages ihr Dorf zu verlassen, um die Welt außerhalb des Waldes kennenzulernen.

Arusk(?)

Die erste Person, die Kleofa auf ihrer Reise begegnet.

Das Wildschwein rannte auf Kleofa zu. „Krass!“, dachte sie, „so muss ich ihm nicht hinterherrennen.“ Sie wich dem Angriff geschickt aus und hob Igelklinge, das Schwert ihres Vaters, hoch. Es war fast so groß wie sie selbst, doch ihre muskulösen Arme schwangen es mühelos. Sie traf das Wildschwein frontal, was durch seine Vorwärtsbewegung noch heftiger wurde. Das Wildschwein wollte nun wegrennen, doch Kleofa verwandelte ihr Schwert in eine Stachlige Waffe und schlug nochmals zu. Die Stacheln der Klinge verhakten sich in der Haut des Schweins und verhinderten, dass es weiterrannte. Also erlegte Kleofa es. Dann steckte sie Igelklinge in seine Scheide und warf ihre Beute über die Schulter. Sie prüfte noch, ob die Federn, die in ihrem blauen Haar steckten, alle da waren und das waren sie.
„Papas Schwert ist echt krass!“, dachte sie, „warum hat er es nie benutzt?“
Kleofa dachte daran, wie sie Igelklinge zum ersten Mal in den Händen gehalten hatte…

„Papa, darf ich jetzt dein Schwert anfassen?“, fragte das achtjährige Kind.
„Ich hab es dir schon oft gesagt, Kleofa.“, antwortete der Vater, „Igelklinge ist schärfer als die Speere, mit denen du übst. Wenn es nach mir ginge solltest du nicht mal das tun! Du bist erst acht Jahre alt und ein Mädchen.“
Anscheinend durften acht Jahre alte Mädchen in seiner Heimat keine Waffen benutzen. Seine Frau mischte sich ein: „Denk daran, was du vor neun Jahren gesagt hast, Parock: Du wolltest dich an das Leben hier anpassen. Hier ist es normal, mit fünf Jahren zu lernen, mit Waffen umzugehen.“ „Aber das Schwert ist hier nicht normal", antwortete Parock, "Es ist eine Erinnerung an meine Schwester, mehr nicht." "Hätte deine Schwester gewollt, dass es unbenutzt an der Wand hängt?", fragte seine Frau. "Nein, wahrscheinlich nicht“, sagte Parock und holte das Schwert von der Decke, „Kleofa, du darfst das Schwert jetzt kurz betasten, aber vorsichtig. Wenn du älter bist, darfst du auch probieren, es zu benutzen.“
Er legte das Schwert auf den Boden und Kleofa fing sofort an, den Griff und auch die Klinge anzufassen. „Krass!“, rief sie, „Echt krass! Darf ich es mal hochheben?“ „Versuch es doch!“, antwortete Parock belustigt.
Hatte er etwa geglaubt, sie würde es nicht schaffen?
Kleofa hob es mühelos hoch, da wurde er ganz panisch, packte das Schwert bei der Klinge und riss es ihr aus der Hand. Dabei schnitt er sich selbst und ließ Igelklinge los, welche auf seinem Fuß landete. Warum hatte er sich auch nicht an seine eigene Warnung gehalten? War das dort, wo er herkam, etwa normal? Eines war Kleofa klar: Sie wollte eines Tages die Heimat ihres Vaters kennenlernen.

Kleofa schaute zurück in die Richtung aus der sie gekommen war. Sie konnte nichts Vertrautes mehr ausmachen. Wahrscheinlich würde sie nun den Weg zurück nach Hause überhaupt nicht mehr finden, aber das war ihr momentan egal. Heute morgen hat sie sich von den Dorfbewohnern verabschiedet, um die Welt außerhalb des Waldes zu finden und dabei blieb es.
Etwas raschelte in einer Baumkrone. Da sprang bzw. flog es auch schon raus und eine rote leuchtende Kugel flog auf Kleofa zu. Sie wich geschickt aus, wobei sie ihr Wildschwein fallen ließ und Igelklinge zog. Das Geschoss löste ein kleines Feuer im Moos aus. Ein Feuerball? Krass! Kleofa trat gekonnt das Feuer aus ohne den Blick von dem Tier abzuwenden, das über ihrem Kopf um Kreis flog und knallrot war. Es hatte den Kopf und die Flügel eines Adlers, aber den Bauch, Beine und Schwanz eines Löwen. "Krass!", dachte sich Kleofa, "ist wohl ein Greif" Der Greif öffnete sein Maul und spie noch einen Feuerball, dem sie wieder auswich. Kleofa rief sich in Erinnerung, was im Monsterbuch ihres Vaters darüber stand. Genau wie Drachen benutzten Greife Magie, um Elemente zu speien. Erneut wich Kleofa einem Feuerball aus. Er löste wieder einen kleinen Brand aus, den sie nicht gleich löschen konnte, da der Greif gleich den nächsten Ball schoss. „Na schön“, dachte sich Kleofa, „ich probiere es jetzt, bevor er noch den Wald abfackelt“ Sie schwang Igelklinge und traf damit den Ball, woraufhin er zurückflog und den Greif traf. „Tatsächlich“, dachte sie, „Igelklinge kann Magieattacken abwehren, wie Vater sagte.“ Schnell warf sie das Wildschwein auf das Feuer, sodass es erstickte. Der Greif schien nicht verletzt zu sein, nur überrascht. Er flog runter und schoss dabei mehrere kleine Bälle, die Kleofa nicht alle abwehren konnte, sie wurde getroffen. Die Bälle verbrannten nichts, waren aber heiß. Für kurze Zeit musste Kleofa mit dem Schmerz kämpfen, da griff der Greif sie mit der Klaue an. Sie wich zurück und griff nun selbst an. Sie traf den Greif am Vorderbein bzw. Arm, er fiel hin. „Verschwinde von hier!“, rief Kleofa, auch wenn sie nicht glaubte, dass der Greif das verstand. Er spie wieder einen Feuerball, der Kleofa aber weit verfehlte. Stattdessen löste er wieder ein kleines Feuer aus, welches Kleofa austrat. Den nächsten schoss er wieder weit abseits, doch sie konnte ihn noch mit Igelklinge erwischen und gen Himmel schleudern. Er löste sich auf, bevor er einen Baum traf. „Krank! Will dieser Greif den Wald abfackeln?“, fragte sie sich. Der Greif schoss erneut einen Ball nach weit rechts. „Nein“, merkte Kleofa, während sie hinrannte, „Er will mich damit bloß außer Atem bringen.“

Tatsächlich spie der Greif die nächsten Feuerbälle so, dass Kleofa sie knapp erwischte. „Hilfe!“, rief sie, auch wenn sie noch weit weg vom Dorf war. Sie schaute auf den Greif. Er saß nun auf dem Boden und spuckte gemütlich Feuerbälle abwechselnd nach links und rechts. „Ich töte dich“, dachte sie, während sie im Zickzack auf ihn zu rannte. Doch als sie ihn fast erreicht hatte, schoss er einen Ball über ihren Kopf. Sie riss Igelklinge hoch und erwischte den Ball, doch der Greif sprang sie in dem Moment an, packte ihre Arme und warf sie zu Boden. Kleofa ließ sich nicht beirren und dachte nach. Der Greif drückte sie gegen den Boden. Er war nicht besonders schwer, aber dennoch konnte sie ihre Oberarme kaum bewegen. Sie hörte Schritte in ihre Richtung, konnte aber nicht sehen, wer oder was da kam. Der Greif öffnete sein Maul, wollte er sie nun verbrennen? Sie stieß ihm Igelklinge ins Maul. Es war ein Stoß mit nur einer Hand und aus dem Ellenbogen heraus, dennoch fing er an zu bluten. Sie fuchtelte mit dem Schwert noch etwas in seinem Maul rum, bevor er es ihr aus der Hand schlug und sie erneut gegen den Boden drückte. „Verdammt!“, dachte Kleofa, „ich hatte gehofft, er würde durch den Angriff von mir ablassen. Aber zumindest scheint er kein Feuer mehr speien zu können durch die Verletzungen im Maul.“ Der Greif hielt ihre Arme und Beine mit seinen 4 Beinen fest. Da wurde er plötzlich von einer Faust getroffen und von ihr runtergeworfen. Kleofa schnappte sich Igelklinge und schaute, wer ihr zu Hilfe gekommen war. Es war ein Junge in ihrem Alter und er trug nur wenig Kleidung. Doch das Auffälligste waren die violetten Flügel auf seinem Rücken sowie seine langen, dicken aber scheinbar durchsichtigen Fingernägel. "Krass!", dachte sie, "Er sieht krass aus und kämpft krass!" Der Junge setzte dem Greif stark zu und als Kleofa hinrannte, flog der Greif weg. Kleofa und der Junge rannten hinterher, doch er entkam. „Er ist weg“, sagte Kleofa zu dem Jungen, „aber danke für deine Hilfe!“ Der Junge erwiderte nichts, sondern kramte in einem seiner Beutel. „Weißt du, warum der Greif hier war?“, fragte sie ihn. Er sah sie fragend an, während er einen Zettel rausholte. Hatte er sie nicht verstanden? Er kramte in einem anderen Beutel. „Übrigens… Ich heiße Kleofa“, erzählte sie ihm. Diesmal antwortete er: „Arusk“ Er gab ihr eine Feder und ein Tintenfläschchen. "Krass! Das ist zum Schreiben und zeichnen, oder nicht?", rief Kleofa, "Mein Vater wollte nicht, dass ich das Dorf verlasse, doch als er gemerkt hat, dass er mich eh nicht aufhalten kann, hat er mir seine Sprache und Schrift beigebracht. Moment... sprichst du überhaupt die gleiche Sprache?"

Er hielt ihr den Zettel hin und sagte: „Edelschwarz“ Kleofa sah den Zettel an: Darauf waren mehrere Wörter und unter jedem Wort war ein Bild, außer unter einem. „Edelschwarz?“, las sie. Der Junge nickte und kramte wieder. „Was ist Edelschwarz?“ fragte sie ihn. Arusk blätterte in einem verrotteten Buch und zeigte ihr schließlich eine kaputte Doppelseite. Auf der einen Seite stand „Edelschwarz“ als Überschrift, doch ein Großteil der Seite fehlte, so auch das Bild. Deshalb wollte er, dass sie es zeichnete? „Ich weiß leider nicht, wie ein Edelschwarz aussieht“, berichtete sie ihm, „Aber ich helfe dir gerne, es herauszufinden.“ Kleofa zeigte in die Richtung, in die sie gehen wollte. „Ich bin vorhin auf einen Baum geklettert, da sah ich, dass der Wald in dieser Richtung anscheinend endet“, erklärte sie, „da wollte ich hin, unter anderem, weil mein Vater erzählt hat, dass er früher außerhalb des Waldes wohnte“ Arusk schaute in die Richtung, wusste jedoch nicht, was sie meinte. „Da kann sicher jemand helfen. Ich wollte sowieso irgendwann dahin. Aber erstmal esse ich etwas“ Sie suchte sich ein paar passende Stöcke und Steine. "Jetzt mache ich Feuer", erklärte sie, "aber ohne die Bäume abzufackeln."

Itzu sah zu, wie das riesige Mädchen etwas auf einem Lagerfeuer briet und dabei auf den riesigen Jungen einredete. Wobei „riesig“ sich auf Itzus Sicht als Fee bezieht. Feen sehen zwar ähnlich wie Menschen aus, sind aber viel kleiner und haben aber Fühler auf dem Kopf und vier Arme. Außerdem haben sie Flügel auf dem Rücken, in Itzus Fall Schmetteringsflügel.
„Sie wirken nicht wie die Diebe“, dachte Itzu und flog näher heran, "trotzdem sollte ich ihnen vielleicht zuhören. Ich habe vorhin schließlich die Aura des Edelsteins ungefähr hier gespürt."
"Ich mache mir Sorgen wegen dem Greif, gegen den wir vorhin gekämpft haben.", sagte das Mädchen zu dem Jungen, "vielleicht kann er im Moment kein Feuer speien wegen der Verletzung, aber später bestimmt wieder, was wird dann aus dem Wald?"
"Ein Feuergreif war vorhin hier", dachte sich Itzu, "Etwa jener Feuergreif? Das muss es sein!" In der Richtung, in der das Mädchen schaute, waren Spuren eines Kampfes, darunter auch die eines Raubvogels und einer Raubkatze. "Offensichtlich die Spuren eines Greifs und er ist anscheinend weggeflogen. ", merkte Itzu, "Abgeknickte Zweige könnten zeigen, wohin und wenn er wirklich verletzt ist, dann ist er womöglich am Rasten. Ich muss ihn finden."

Kleofa bemerkte nicht, wie die Fee davonflatterte. Sie löschte das Feuer, aß ihr Wildschwein und bot auch Arusk etwas an, was er aber (anscheinend) ablehnte. Danach lief sie in eine andere Richtung und deutete Arusk, ihr zu folgen. Nach kurzem Zögern lief er ihr hinterher.

Autorennotiz

Keine Ahnung, wann das nächste Kapitel kommt. Ich würde gerne eure Meinung erfahren, wie ihr die bisherige Geschichte findet, ob die Schreibweise übersichtlich ist (insbesondere der Wechsel zwischen Vergangenheit und "Gegenwart") und ob die Altersfreigabe ab 6 in Ordnung ist.

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ribotastics Profilbild
ribotastic Am 02.04.2018 um 20:21 Uhr
Schöner Anfang, meiner Meinung nach. :)

Wobei ich mich nur noch frage, wie alt Kleofa bei der Wildschweinjagd war.

Sie wird im ersten Part als kräftig bezeichnet, aber das war sie als 8-Jähriges Kind scheinbar auch schon. :D
Oder spielt das ein paar Jährchen später? Quasi die erwachsene Kleofa.

Und was meinst du genau mit "zu einer stacheliger Waffe verwandelt"? Dachte da zuerst an einem Morgenstern oder sowas. :DD Aber scheinbar ist das gleiche Schwert, nur mit Widerhaken und Dornen. Stimmt's? :3

Außerdem zfehlt mir noch, was genau in deiner Geschichte passieren soll. Am Titel merkt man, dass es um die Igelklinge geht. Aber was genau soll noch in der Erzählung passieren? Geheimnis? ;D Oder noch in Planung?

Du hast auf Fall einen schönen Schreibstil. Kann man gut lesen!
Werde ich auf jeden Fall weiter verfolgen! ^^

Grüße,

Sebastian Ribo
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Informatikfees Profilbild
Informatikfee (Autor)Am 05.04.2018 um 0:59 Uhr
Danke für den Kommentar. Kleofa ist zu Beginn des Abenteuers 15, wie alt sie in diesem Kapitel ist, habe ich nicht festgelegt.
Deine Beobachtung zu Igelklinge stimmt, da hätte ich vielleicht besser "verformt" schreiben sollen. Ich werde dazu noch ein Bild hinzufügen. Irgendwann.
Den Titel wählte ich in erster Linie, weil er mir gefallen hat. Andere mögliche Titel waren mir irgendwie zu "normal". So richtig im Mittelpunkt stehen wird Igelklinge nicht, auch wenn Kleofa damit noch viele Kämpfe bestreiten wird.
Jedenfalls sind noch andere Hauptcharaktere geplant, die eigene Ziele haben.

Nachtrag: Hab nun beschlossen, dass das zweite Kapitel direkt auf das erste folgt. Kleofa ist also schon in diesem Kapitel 15.
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Autor

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Bewertung

Eine Bewertung

Statistik

Kapitel:4
Sätze:153
Wörter:1.843
Zeichen:10.646

Kurzbeschreibung

Kleofa wohnt seit ihrer Geburt in einem Dorf mitten im Wald und hat diesen noch nie verlassen wie die meisten Dorfbewohner. Als sie schließlich ihr Dorf verlässt, begegnet sie einem geflügelten Jungen.

Kategorisierung

Diese Story wird neben Action auch in den Genres Abenteuer, Fantasy, Humor gelistet.

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