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Alle jagen Sonnenstrahlen, jeder liebt das helle Licht,
keiner wartet auf Gewitter, wenn der Himmel langsam bricht.
Fenster gehen plötzlich zu, jeder rennt vor'm Sturm davon,
doch ich bleib lieber auf meinem Balkon.
Menschen lieben leichte Wege, alles ruhig, alles glatt,
doch wer donnert, eckt direkt an, weil er Ecken übrig hat.
Jeder sucht nach Sonnenschein, keiner bleibt beim Sturm besteh'n,
obwohl gerade solche Menschen oft am tiefsten wirklich seh'n.
Jeder feiert leichte Menschen, die wie Sonnenschein besteh'n,
doch wer Narben offen zeigt, den will plötzlich keiner seh'n.
Dabei steckt in jedem Sturm oft mehr Charakter, mehr Gefühl,
als in tausend Maskenlächeln mit geschniegelt schönem Spiel.
Jeder streckt die Hände hoch, sobald die Sonne wieder scheint,
doch verflucht das erste Gewitter, noch bevor der Himmel weint.
Vielleicht liegt das eigentliche Problem auch gar nicht im Gewitter...
sondern in den Augen derer, die nur Sonnenschein bewundern.
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